Page 1

DEUTSCHER MOTORSPORT VERBAND E.V. MITGLIEDERMAGAZIN, â‚Ź 3,00 D 2998 F

INSIDE

Nr.02/2013

DMV-Pannenhilfe

90 Jahre DMV:

Hauptversammlung in Harmonie Kart:

EM und Championship 20./21.Juli:

Motocross-WM Bessenbach

069-69 50 02 22


GEMEINSAM ERFOLGREICH ANS ZIEL ·Motorenöle ·Getriebeöle ·Hydrauliköle ·Fette ·Winterchemie ·Autopflege

Ravensberger Schmierstoffvertrieb GmbH Jöllenbecker Str. 2 · 33824 Werther · Tel.: +49 5203 9719-0 · kontakt@ravenol.de · www.ravenol.de


DMV - INSIDE

90 Jahre

DMV Editorial .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 4 DMV Mitgliederversammlung 2013 .. .. .. 8 Motorsport und Recht .. .. .. .. .. .. .. .. .. 11 DMV Sportpaket .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 11 90 Jahre DMV bei den Hockenheim Classics .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..16 DMV Leistungsangebot.. .. .. .. .. .. .. .. ..32

8

MOTORSPORT Kart Europameisterschaft Wackersdorf .. 5 DMV Touring Car Championship .. .. .. .. 12 DMV BMW Challenge.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 14

Hauptversammlung: Voran in Harmonie ins Jubiläumsjahr Foto: Schiffner

5/20

VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 15 Int. Truck Trial Meisterschaft .. .. .. .. .. .. 18 Rallye Ulm .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..19 Kartsport . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. . 20 Motocross .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..23 DMV Rundstrecken Championship .. .. . 26 Eisspeedway .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..27 Bavarian Quad Challenge.. .. .. .. .. .. .. . 29

Kartstart: Die EM in Wackerdorf und die DMV Kart Championship standen zu Saisonbeginn im Mittelpunkt Foto: Schiffner

29

ADAC/DMV Quad Challenge . .. .. .. .. .. . 30 Motorrad-Biathlon .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 31 DMV Endurance Masters .. .. .. .. .. .. .. ..34 Bahnsport .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..35

CLUBS Motor Sport Jugend. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 36 Landesgruppen und Ortsclubs .. .. .. .. .. 39 Schlammbad: Manchem Offroader fehlte in der verlängerten Wintersaison der Durchblick – hier bei der Bavarian Quad Challenge in Jinin/CZ Foto: Steffi Bär Titelfoto: Die besten Seitenwagen-Piloten der Welt kommen am 20./21. Juli ins DMV-CrossMekka nach Straßbessenbach Foto: Dr. Axel Koenigsbeck

VERMISCHTES News . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 6 Personalien und Impressum .. .. .. .. .. .. 46

3


4

INTRO

Unser DMV in den Ländern

Z

u unser aller großer Freude schreibt der DMV seit zwei Jahren wieder schwarze Zahlen. Dass es so bleibt, liegt nicht nur seit der Hauptversammlung 2010 auch im Verantwortungsbereich der Landesgruppen. Dies regelt eine neue Satzungsbestimmung. Insoweit sind die Landesgruppen und das Präsidium eng zusammen gerückt, und das sollte sich auch an den Ergebnissen ablesen lassen. Dabei geht es nicht (nur) um Kontrolle, es geht um bessere Ergebnisse des Zusammenwirkens. Effektivität ist das Zauberwort. Es geht um mehr Vorteile für die Mitglieder, die Vereine, die Sportler, die Jugendlichen; es geht um „unseren DMV“, Aber zurück zu den Landesgruppen, einen Teil der Familie: Wie sieht unser DMV in den Landesgruppen aus? Nun, in den allermeisten Fällen ist man immerhin nur ehrenamtlich tätig, aber organisatorisch sehr gut aufgestellt. Äußeres Zeichen hierfür sind die LG-Veranstaltungen, die Meisterschaften, ebenso die LG-Treffen wie die Haupt-/Sportversammlungen und die Meisterehrungen. Nicht nur dem DMV-Präsidenten ist es bei seinen Besuchen aufgefallen, dass hier das viel gepriesene „Familiäre“ echt gelebt wird. Wir wissen, dass das Leistungsvermögen der LGs auch unterschiedlich ist: Im Süden hat man die Kraft, mit dem Eisspeedway eine Riesenveranstaltung zu stemmen, in der Mitte Deutschlands ist man traditionell stark und kompakt auf-

„Das viel gepriesene Familiäre wird beim DMV echt gelebt.“

gestellt, und im Norden hat man sich zur neuen LG Nordost um Berlin zusammen gefunden und wird so leistungsfähiger, was bei gegebenen Voraussetzungen (Mitgliederzahlen, geografische Ausdehnung) nur sinnvoll war. Eventuell ein Beispiel für andere Landesgruppen? Für alle LGs gilt es, unseren DMV in den LandesMotorsport-Fachverbänden zu repräsentieren. Gerade bei deren Versammlungen, wie auch bei der Vollversammlung des DMSB kann und soll sich das niederschlagen. Es ist eine Möglichkeit mehr, „unserem“ Motorsport an den entscheidenden Stellen Gehör zu verschaffen. Nur beim DMV ist man in der Position, frei zu bekennen, dass die Mitgliedsbeiträge zuallererst dem Motorsport zugute kommen. Dem Motorsport, der – bei allem Respekt und der Bewunderung des Spitzensports – vor Ort, also insbesondere im Breitensport, auch auf Landesebene zur Beteiligung einlädt. Ich darf meinen Freunden und Mitstreitern in den Landesgruppen-Vorständen für ihre Arbeit danken und hoffen, dass sich ihre Begeisterung und Freude auf die Vereine und die anderen Aktiven überträgt. Der DMV ist überall … manchmal näher als wir denken.

Ihr Jürgen Müllem Vorsitzender des DMV-Verwaltungsrats

Offizielle Förderer des Deutschen Motorsport Verbandes

MOTORSPORTZUBEHÖR

DMV INSIDE 2/2013


KARTSPORT

CIK-FIA Kart Europameisterschaft Wackersdorf

Pfingstfest im Raceland 23 Heats, drei Prefinals und zwei Finalläufe waren an drei Tagen nötig, bevor die ersten beiden EMLaufsieger der Schalterklassen in der Kartsaison 2013 feststanden: Der Niederländer Max Verstappen in der KZ-Klasse und der Deutsch-Italiener Riccardo Negro in der KZ2 standen im ProKart Raceland des umtriebigen Streckeneigentümers Stefan Fritsch am Pfingstsonntagabend ganz

Sieger der KZ2-Klasse: v.l. Marco Zanchetta, Riccardo Negro, Joel Johansson oben auf dem Podium und bekamen vom Präsidenten der Kartsport-Organisation CIK der FIA, Shaik Abdulla bin Isa Al Khalifa, der eigens aus den Emiraten anreiste, die Pokale überreicht. Riccardo Negro, der bis zum letzten Jahr in Deutschland gelebt hatte, mit deutscher Lizenz fährt und eine deutsche Mutter hat, hatte bis zum Sonntagmorgen das lange EM-Wochenende in Wackersdorf in der KZ2-Klasse, zusammen mit dem Italiener Marco Zanchetta, dominiert. Obwohl er im 24 Runden langen Finalrennen nur von Startplatz 5 losfuhr, fuhr der frühere Hildener gleich am Start auf P3 vor, schnappte sich nacheinander den Schweden Johannsson und Zanchetta und fuhr nach 30 Kilometern als Sieger über die Linie. 5 Deutsche im Finale. Erfreulich: Nicht weniger als fünf Deutsche qualifizierten sich für den Fi-

nallauf der 34 Besten. Dominik Schmidt war als Fünfter Zweitbester. Marcel Jeleniowski rangierter lange in der Spitzengruppe, bevor er mit technischen Problemen auf Platz 21 zurückfiel. Patrick Kappis wurde aus den Top Ten nach einer Kollision auf Platz 31 zurückgeworfen. In der KZ-Klasse führte im Finale zunächst der Niederländer Jorrit Pex, der aber bald zurückfiel, und seinem Landsmann Max Verstappen die Spitze überlassen musste. Verstappen gewann den Finallauf recht deutlich vor seinem Landsmann Bas Lammers und dem Italiener Marco Adigo. Der einzige Deutsche im Feld, Michele Di Martino, startete nach dem Prefinale nur aus der 8. Reihe im Finale. Doch mit einer großen kämpferischen Leistung arbeitete sich der letztjährige Vize-Europameister gegen eine Armada von Werksfahrern, Welt- und Europameistern auf den sehr guten 7. Platz vor. Kai Oberheide, neuer (deutscher) Generalsekretär des Kartsport-Weltverbandes CIK-FIA: „Das war das erste Rennen einer neuen Ära. Ich denke, man kann ein positives Resümee ziehen im Zusammenspiel zwischen WSK, CIK-FIA und dem DMV als Ausrichter. Der DMV hat in Kartprädikaten ganz viel Erfahrung, und deshalb hat die CIK dieses EMPrädikat über den DMSB an den DMV vergeben.“ TEXT UND FOTOS: THOMAS SCHIFFNER www.cikfiachampionship.com

CIK-FIA-Präsident Shaik Abdula bin Isa Al Khalifa begrüßte jeden Fahrer persönlich

Die an Pfingsten vom DMV ausgerichtete CIK-FIA Kart Europameisterschaft im ProKart Raceland in Wackersdorf war ein Feiertag für den Kartsport: Tolle Rennen, Bestnoten für die Organisation und als Sahnehäubchen der Sieg eines deutschitalienischen Fahrers.

Sternstunde: Der Deutsch-Italiener Riccardo Negro gewann vor Marco Zanchetta erstmals einen EM-Lauf

Deutsch-italienische Freundschaft 129 Fahrer nahmen in zwei Klassen an der EM in Wackersdorf teil. Sie kamen aus 22 Nationen, die meisten aus Italien; der am weitesten angereiste „Europäer“ aus Australien! KZ2-Sieger Riccardo Negro lebt in Italien. Fast 50 Journalisten aus neun Nationen (wiederum die meisten aus Italien) sammelten sich im Presseraum, betreut vom Ehepaar Wagner. Der DMV setzte 80 Personen ein, vom Streckenposten bis zum „Runner“, von Rennleiter Reinhard Tropp bis zum Eintrittskartenverkäufer. Der exzel-

lente Sprecher Ken Walker kam aus England und viele Fans aus Dänemark, den Niederlanden und aus – Italien. Dazu kamen die Kommissare der FIA und das zwei Dutzend Leute starke (überwiegend aus Italienern bestehende) Team des EM-Promoters WSK, das dem DMV einen Teil der Administration abnahm, das Marketing der Veranstaltung, einen Livestream im Internet und eine TV-Aufzeichnung des Rennens organisierte. Der Fernsehbericht lief dann jedoch – man ahnt es – nur in Italien! TS

5


6

NEWS

DMV-Schatzmeister Rüdiger Allraum Neuer Schatzmeister des DMV (Vizepräsident für Verwaltung und Finanzen) ist seit dem 10. März 2013 Rüdiger Allraum. Der Odenwälder aus Michelstadt ist 45 Jahre alt und ist gelernter Industriekaufmann sowie Bilanzbuchhalter. Allraum gehört dem DMV seit 1996 an und ist seit rund zehn Jahren 1. Vorsitzender des DMV-Ortsclubs MSC Gersprenztal.

Augusto Farfus fuhr den BMW zu seinem zweiten DTM-Tagessieg Foto: Franz Hoffmann

DTM-Auftakt an BMW Wie die Saison 2012 endete, so begann die Deutsche Tourenwagen Masters 2013: In Hockenheim, mit einem Erfolg von BMW. Im 22-köpfigen Fahrerfeld mit den drei Herstellern Mercedes, Audi und BMW gewann nach 42 Runden und 192,108 Kilometern der Brasilianer Auguto Farfus im BMW M3 DTM. Der 29-Jährige zeigte ein kluges Rennen, setzte die technischen Neuerungen Options-Reifen und DRS (Formel I lässt grüßen) geschickt ein und sah vor seinem Markenkollegen Dirk Werner sowie Christian Vietoris (Mercedes-Benz) als Erster die Zielflagge. Bester Pilot in einem Audi RS 5 DTM war der sechstplatzierte Timo Scheider, der von der PolePosition gestartet war. Ex-Formel-I-Pilot Timo Glock musste bei seinem Debüt Leergeld zahlen: In Runde 18 musste der Odenwälder seinen BMW abstellen, da er nach einem verpatzten Boxenstopp das rechte Hinterrad verlor. Insgesamt 87 000 Fans am Wochenende verfolgten die Saisonpremiere im Motodrom. www.dtm.de

Auch das ist eine Möglichkeit, seine motorsportlichen Aktivitäten in der Region bekannt zu machen: Der Festwagen der Motocrossfreunde Laisa beim Rückersfest in Laisa am Ostersonntag Foto: MCF Laisa DMV INSIDE 2/2013

Rüdiger Allraum

Foto: Schiffner

DMV trifft MSJ Erstmals in der Geschichte des DMV wird es noch in diesem Sommer eine gemeinsame Sitzung der Spitzen von DMV und MSJ geben. In der Hauptsache stehen Verbesserungen im Bereich Familienmitgliedschaften zur Debatte.

DMSB mit herausragenden Erfolgen Bei der Mitgliederversammlung 2013 des Deutschen Motor Sport Bundes (Trägervereine ADAC, AvD, DMV, Landesmotorsportfachverbände, ADMV, VfV sowie Mitglieder ACV und Porsche Club Deutschland) am 13. April 2013 in Frankfurt/ Main gab der neue, seit einem Jahr amtierende Präsident Hans-Joachim Stuck seinen ersten Bericht ab. Er verwies auf die exzellenten Erfolge deutscher Sportler, wie F1-Weltmeister Sebastian Vettel, die FIA-GT1-Weltmeister Marc Basseng und Markus Winkelhock sowie die Motorradhelden Sandro Cortese (Moto3-Weltmeister), die Bahnsport- und Motocross-Nationalmannschaften (beide Team-Weltmeister). DMV-Präsidiumsmitglied Hans-Robert Kreutz, im DMSB-Präsidium zuständig für Finanzen und Personal, gab unter anderem einen Ausblick auf die neue DMSB-Academy. Die Aus- und Fortbil-


Foto: DMSB

Adam Steinmann, Gunnar Dieringer, Robert Weiss, Hans Jörg Winkel, Uwe Liebig, Willi Reeh, Harry Herzau, Werner Stadermann, Karsten Fichtner, Carl Brucke und Jürgen Müllem.

Wolfgang Büttner schwer gestürzt

dung von DMSB-Funktionsträgern soll damit eine völlig neue Qualität bekommen. Durch den Rücktritt von Dr. Andreas M. Nowack wurde eine Nachwahl des AvDVertreters im DMSB-Präsidium notwendig. Der vorgeschlagene Kandidat fand allerdings nicht die erforderliche Mehrheit der Delegierten, sodass die DMSBMitgliederversammlung erneut zusammentreten wird, um einen Nachfolger für das Ressort Jugend und Breitensport zu wählen. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.

Für den Motocross-Referenten und das Präsidiumsmitglied des DMV, Wolfgang Büttner (67) begann die Saison 2013 wie ein schlecht inszenierter Horrorfilm. Der Offenbacher beschränkt sich nämlich nicht nur auf seine eigentlich tagfüllenden Funktionärstätigkeiten, sondern nimmt auch aktiv an Classic-Crossrennen teil. Beim zweiten Saisonrennen in Feldatal zog sich Wolfgang, den die Fahrerkollegen und seine Fans nur den „Papst“ nennen, bei einem Sturz häss-

TUNING Katalysatoren Leistungsplus Soundplus ECE Zulassung Euro 5 Zulassung

NEU MINI COOPER FÜR

DMV-Meisterehrung 2013 mit

Die Meisterehrung des DMV für das Sportjahr 2013 findet am 23. November wieder im hessischen Langen statt. Eingeladen werden die erfolgreichsten Sportler und DMV- Mitglieder in nationalen und internationalen Wettbewerben sowie in den DMV-Meisterschaften.

ECE

ZULASSUNG

DMV-Verwaltungsratsvorsitzender Jürgen Müllem Jürgen Müllem ist der Vorsitzende des neu strukturierten Verwaltungsrats (anstelle des Länderbeirates) des DMV. Der Westfale aus Herzogenrath ist 52 Jahre alt, verheiratet und hat fünf Kinder. MülJürgen Müllem lem gehört dem DMV seit 1989 an und ist Mitglied im ORC Ruhrtal. Aktiv betreibt er (gelegentlich) Geländewagen-Trial. Dem DMV-Verwaltungsrat gehören zwölf Landesgruppen-Vorsitzende an: Ralf Lehmann, Hans-Henning Siebel,

Wolfgang Büttner

Foto: Schiffner

liche Gesichtsverletzungen zu, an sich kosmetischer Natur, aber, „ich sah aus wie Quasimodo“. Ansonsten körperlich fit, trat Büttner gleich zwei Wochen später beim DMV Classic Cup in Aufenau an. Ein Duell mit seinem Erzrivalen Karl Seipel (1. Vorsitzender MSC Aufenau) endete weniger glimpflich: Bruch des rechten Oberschenkels, Operation in der BG-Unfallklinik in Frankfurt. Mittlerweile humpelt Wolfgang schon wieder durch seine Werkstatt in Offenbach und plant das Comeback auf seiner Husqvarna. Der DMV mahnt zur Umsicht, aber wünscht baldige Genesung! TS

g.de

tunin s j .h w w w


8

DMV Mitgliederversammlung 2013 Holzgerlingen

Aufwärtstrend in Harmonie 90 Jahre und 13 Tage nach Gründung des Deutschen Motorsport Verbandes trafen sich zur Jahreshauptversammlung 2013 in Holzgerlingen Clubvertreter und Mitglieder, um das Jahr 2012 zu bilanzieren und in eine aussichtsreiche Verbandszukunft zu blicken.

Gastgeber: Robert Maurer, 1. Vorsitzender der KfV Kalteneck DMV INSIDE 2/2013

V

ertreter von 46 DMV-Ortsclubs, die 4 927 Einzelstimmen von DMV-Mitgliedern repräsentierten, nahmen am 10. März 2013 an der Hauptversammlung des DMV in der schwäbischen Motocross-Metropole Holzgerlingen bei Stuttgart teil. Die Kraftfahrer Vereinigung Kalteneck (KfV) Holzgerlingen fungierte als Gastgeber – und zwar als ein ganz hervorragender. Das Programm ging über volle drei Tage – vom zünftigen Treffen im Clubhaus der KfV an der Motocross-Strecke am Freitagabend über Sportversammlung, Vereinsforum, Hauptversammlung Tourensport, MSJ-Vorstandssitzung und dem Clubabend am Samstag. Für den Clubabend, der in einem gefüllten Saal im Tagungshotel stattfand, hatte KfV-Kalteneck-Mitglied und DMV-Vizepräsident Bernd Schmidt ein attraktives Rahmenprogramm vorbereitet – über Gesangseinlagen bis hin zu jugendlichen Meisterjongleuren. Das Wochenende klang am Sonntagmorgen mit der Jubiläums-HV aus – der DMV-Mitgliederversammlung in der Holzgerlinger Stadthalle. Robert Maurer, 1. Vorsitzender der KfV Kalteneck, begrüßte die Delegierten und machte Werbung in eigener Sache: „Gehen Sie am 22. September

Holzgerlinges Bürgermeister Wilfried Dölker zur Bundestagswahl und kommen Sie zum Motocross nach Holzgerlingen.“ Auch Wilfried Dölker, Bürgermeister der Stadt Holzgerlingen, sprach ein Grußwort zur Eröffnung. Gute Zusammenarbeit. Im Bericht des Präsidiums ließ DMV-Präsident Wilhelm A. Weidlich die vergangenen 90 Jahre im Schnelldurchlauf noch einmal vorüberziehen. Er rief dann auf: „Lassen Sie uns im Jahr 2023 das 100-jährige Jubiläum des DMV am Gründungsort Halle an der Saale in Friede und Freundschaft feiern.“


DMV - INSIDE In Bezug auf das abgelaufene Sport- und Geschäftsjahr lobte er die gute Zusammenarbeit im Präsidium und mit der Geschäftstelle und bedankte sich bei den Präsidiumskollegen Bernd Schmidt, Dr. Gunther David, Hans-Robert Kreutz sowie bei Enrico Straka, Manfred Bauch, Pia Wick, Corinna Frache, Christian Graumünz und dem zur Jahreswende ausgeschiedenen Michael Weichert.

Heimvorteil: Vizepräsident Bernd Schmidt

Aufwärtstrend: Präsident Wilhelm A. Weidlich Auch die Ehrenmitglieder Jochen Lindner, Otto Christmann, Walter Herold, Bruno Hürttlen und der Vertreter von Versicherungspartner HDI Gerling, Georg Linck, wurden namentlich begrüßt. „Vize“ Bernd Schmidt nahm Karlheinz Kemper (MSC Werl), Dieter Sass (DMV-Tourensport) und Adam Steinmann (LG Hessen) in die Riege der Ehrenmitglieder des DMV auf. Schmidt lieferte in seinem Bericht erfreuliche Zahlen ab: „Das Tief des DMV ist mit ein paar Nachwehen überwunden“, so der Holzgerlinger. Im Jahr 2012 standen 1 333 Austritten auch 1 286 Neueintritte gegenüber. Und in 2013 seien bis zur JHV bereits 220 Neueintritte zu verzeichnen gewesen, erklärte Schmidt. Der Vizepräsident stellte der Versammlung den USB-Stick des Verbandes vor, den jeder Ortsclub in Holzgerlingen mit einer Datensammlung aller aktuell relevanter

Bestimmungen, Formulare, Leitfäden, Mustersatzungen, Ausschreibungen etc. bestückt erhielt. In seinem Sportbericht zählte Sportpräsident Dr. Gunther David im Schnelldurchgang die wichtigsten Erfolge von DMV-Sportlern, die größten und bedeutendsten Serien und internationalen Prädikate, die von DMV-Clubs und Partnern 2012 durchgeführt wurden, vor. Namentlich erwähnte David u.a. Sebastian Vettel, Sandro Cortese, Markus Eibl, die DMV Touring Car Championship, die von DMV-Clubs organisierten VLN-Rennen auf dem Nürburgring, die Thüringen-Rallye in Pößneck, den KW-Berg-Cup, das letztmalig durchgeführte IDM-Rennen des MSC Freier Grund auf dem Nürburgring, die zwei DMV-Quadserien, die DMV Rundstrecken Championship von Bike Promotion, das Masters-Motocross in Holzgerlingen, den DMV Fox Ladies Cup, Motorrad-Biathlon und die Bahnsport-Highlights im DMV. Gesunder Sportverband. Den Finanzbericht gab Präsident Wilhelm Weidlich stellvertretend für die im Dezember verstorbene Schatzmeisterin Petra Fuchsberger ab. Er konnte den Mitgliedern nach einer wirtschaftlich schwierigen Periode bereits im zweiten Jahr nacheinander schwarze Zahlen und einen wirtschaftlich gesunden Sportverband präsentieren. „Unsere Aufgabe ist es, mit den sportlichen und den Leistungsangeboten unseres Verbandes heutige und künftige Mitglieder zu überzeugen“, sagte Weidlich. Die Revisoren Horst Bingel und Rolf-Peter Kahle

Erfolgsbericht: Sportpräsident Dr. Gunther David

Neue Ehrenmitglieder: Karlheinz Kemper, Dieter Sass, Adam Steinmann und Präsident Weidlich

9


10

Erster Auftritt: MSJ-Vorsitzender Ralf Frache

Neuer Schatzmeister: Rüdiger Allraum

Kompletter Vorstand: Rüdiger Allraum, Wilhelm Weidlich, Dr. Gunther David, Bernd Schmidt (v.l.) DMV INSIDE 2/2013

stellten in ihrer Prüfung keine Beanstandung fest, schlugen die Entlastung des Vorstandes vor und die Entlastung wurde von den Delegierten einstimmig erteilt. Auch der neue Vorsitzende der Motor Sport Jugend (msj) Ralf Frache konnte in seinem Bericht über die Aufbruchstimmung in Deutschlands größter Motorsport-Jugendorganisation, über viele neue Ideen und Projekte im Jahr 2012 und für 2013 geplante Events berichten. Er bedankte sich vor allem bei Boris Bachmann. Schatzmeister Rüdiger Allraum. In den Präsidiumswahlen der Gruppe I wurde Wilhelm A. Weidlich für zwei weitere Jahre für das Präsidentenamt vorgeschlagen und einstimmig wieder gewählt. Bei der Nachwahl für die verstorbene Schatzmeisterin Petra Fuchsberger wurde der Industriekaufmann und Bilanzbuchhalter Rüdiger Allraum vom MSC Gersprenztal (45, Michelstadt/Odenwald) als Vizepräsident für Finanzen einstimmig gewählt. Damit ist das geschäftsführende DMVPräsidium mit Bernd Schmidt (2. Vorsitzender, Holzgerlingen) und Dr. Gunther David (Sportpräsident, Mönchengladbach) wieder vollständig. Die Revisoren Horst Bingel und Rolf-Peter Kahle wurden ebenfalls einstimmig wieder gewählt. Die Regionalvertreter im Präsidium Willi Lauble, Bruno Hürttlen, Lothar Knofe und Wolfgang

Büttner (in Abwesenheit) wurden einstimmig bestätigt; ebenso Dieter Sass (Böblingen) als Vertreter Tourensport und als MSJ-Vertreter Ralf Frache (Alsbach-Hähnlein). In Vertretung des gerade erst frisch gewählten „Finanzministers“ Rüdiger Allraum stellte Wilhelm Weidlich den Haushaltsplan für 2013 vor. Auch der ausgeglichene Haushalt wurde einstimmig genehmigt. Hockenheim Classics als Highlight. Dem Antrag, die Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern in die Landesgruppe Nordost zu integrieren, wurde zugestimmt. Zu guter Letzt lud Präsident Wilhelm A. Weidlich Mitglieder und Gäste zu den Ho-

Location für die HV: Stadthalle Holzgerlingen ckenheim-Classics vom 13. bis 15. September ein, um dort den Höhepunkt des 90-jährigen DMVJubiläums gemeinsam zu zelebrieren. Im Jubiläumsjahr stehen neben der Förderung des Jugendund Breitensports besondere Fördermaßnahmen für die angeschlossenen sowie für neue Vereine auf dem Programm, erklärte Weidlich. TEXT UND FOTOS: THOMAS SCHIFFNER www.dmv-motorsport.de www.hockenheim-classics.de


DMV - INSIDE

DMV bietet Sportpaket 2013 Für die vom DMSB und den Trägerverbänden des DMSB ausgeschriebenen Lizenzsport- und Clubsportdisziplinen benötigen Aktive in jüngerer Zeit mindestens eine so genannte C-Lizenz zur Teilnahme an offiziellen Wettbewerben. Die C-Lizenz beinhaltet auch eine Unfallversicherung. Der DMV hat reagiert und bietet Aktiven jetzt neben der DMV-Vollmitgliedschaft auch ein erweitertes Sportpaket. Das Sportpaket für volljährige und motorsportlich aktive Personen besteht aus der

Vollmitgliedschaft im DMV (Jahresbeitrag EUR 49,00) zusammen mit einer DMSB-CLizenz für das Jahr 2013, das zu einem Gesamtpreis von EUR 60,00 ausgestellt wird. Bei einem Normalpreis von 45,00 Euro für eine DMSB-C-Lizenz spart der Erwerber des Sportpakets bei DMV-Vollmitgliedschaft 34,00 Euro pro Jahr. Dabei profitiert der Erwerber des Sportpakets stets auch von allen Leistungen der Vollmitgliedschaft. In den zahlreichen Leistungen für DMV-Mitglieder ist u.a. eine Unfallversi-

§

cherung bei Trainingsfahrten und Clubwettbewerben enthalten. Das Angebot, das sich an Personen richtet, die noch nicht im DMV Mitglied sind, ist zunächst bis zum 30.06.2013 befristet. Interessenten ab 18 Jahren können das DMV-Sportpaket via E-Mail (dmv@dmv-motorsport.de) oder telefonisch 069/69 5002-0 bestellen. Die DMSB-C-Lizenz wird an Erwerber des Sportpakets von der Sportabteilung des DMV ausgegeben.

Haftungsausschluss auch bei Demonstrationsfahrten

D

ie von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze über einen Haftungsausschluss bei der Ausübung besonders gefährlicher Sportarten sind auch auf andere Fälle gemeinsamer sportlicher Betätigung ohne Wettkampfcharakter übertragen worden. Sie gelten auch für eine sog. Demonstrationsfahrt mit früheren Rennmotorrädern auf einer Rennstrecke, wobei nach Art eines Rennens gefahren wird. Zutreffend wurden vom Landgericht für die Demonstrationsfahrt am 11.07.2010, bei der es zu dem streitgegenständlichen Unfall kam, die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze über einen Haftungsausschluss bei der Ausübung besonders gefährlicher Sportarten, angewendet. Nach diesen Grundsätzen ist bei sportlichen Wettbewerben mit einem nicht unerheblichen immanenten Gefahrenpotential, bei denen auch bei Einhaltung der geltenden Wettbewerbsregeln oder bei nur geringfügiger Regelverletzung die Gefahr gegenseitiger Schadenszufügung besteht, die Inanspruchnahme anderer Teilnehmer für solche – nicht haftpflichtversicherten – Schäden ausgeschlossen, die der andere ohne gewichtige Regelverletzung verursacht.

Verletzungen, die auch bei sportgerechtem Verhalten auftreten können, nimmt jeder Teilnehmer in Kauf (vgl.: BGH, Urteil vom 05.11.1974, Az.: VI ZR 100/73; BGH, Urteil vom 10.02.1976, Az.: VI ZR 32/74; BGH, Urteil vom 01.04.2003, Az.: VI ZR 321/02; BGH, Urteil vom 29.01.2008, Az.: VI ZR 98/07, alle zitiert nach juris). Diese ursprünglich für den Bereich der „Kampfspiele“ entwickel-

Auch bei sog. Gleichmäßigkeitsprüfungen oder Demonstrationsfahrten gelten die Grundssätze zum Haftungsausschluss wie bei Rennveranstaltungen Foto: Franz Hoffmann

ten Grundsätze gelten auch bei sonstigen sportlichen Wettkämpfen (vgl. BGH, Urteil vom 01.04.2003, Az.: VI ZR 321/02; OLG Celle, Urteil vom 02.04.1980, Az.: 3 U 186/79, beide zitiert nach juris). Darüber hinaus sind die Grundsätze zum Haftungsausschluss

auch auf andere Fälle gemeinsamer sportlicher Betätigung ohne Wettkampfcharakter übertragen worden. Dabei kommt es darauf an, dass sich bei einer gemeinsamen Sportausübung, für die zumindest ein stillschweigender Konsens über die zu beachtenden Regeln gilt, die der Sportart immanente Gefahr realisiert, ohne dass dabei gegen eine der Regeln grob verstoßen wurde bzw. ansonsten dem Teilnehmer grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorzuwerfen wäre (vgl. dazu: OLG Stuttgart, Urteil vom 14.02.2006, Az.: 1 U 106/05 (Radtouristikfahrt); OLG Nürnberg, Urteil vom 16.05.2002, Az.: 2 U 4387/01, (unabhängiges Befahren einer Motocrossbahn mit Motorrädern); OLG Celle, Urteil vom 02.04.1980, Az.: 3 U 186/79 (Motorsport mit Geländemotorrädern); BGH, Urteil vom 01.04.2003, Az.: VI ZR 321/02 („Gleichmäßigkeitsprüfung“ auf dem Hockenheimring); BGH, Urteil vom 29.01.2008, Az.: VI ZR 98/07 (35. „Akademisches“ auf dem Hockenheimring, Einhalten einer bestimmten vorgegebenen Geschwindigkeit), alle zitiert nach juris. Oberlandesgericht des Landes SachsenAnhalt, Urteil vom 15.02.2013, Az. 10 U 33/12. ENRICO STRAKA www.dmv-motorsport.de

Genehmigungsunterlagen einreichen!

DMV-Justiziar Enrico Straka

Der Justiziar des DMV bittet alle Vereine, die eine behördlich genehmigte Rennstrecke besitzen, dem DMV Kopien ihrer amtlichen Genehmigungsbescheide und der Antragsunterlagen einzureichen. Der DMV möchte seine Datenbank erweitern und auf diese Art und Weise seinen Vereinen bei der Beantragung von behördlichen Genehmigungen unter die Arme greifen.

11


12

Ein imposantes Feld beim Saisonstart in Hockenheim Foto: Franz Hoffmann

Nach zwei Rennwochenenden der Internationalen DMV TCC darf man ganz bestimmt von einem mehr als hervorragenden Einstand in die neue Saison 2013 sprechen.

Albert Kierdorf (vor Florian Hamprecht) begann mit einem Start-Ziel-Sieg Foto: Thomas Bauer

DMV INSIDE 2/2013

DMV Touring Car Championship

Perfekter Saisoneinstand der Tourenwagen „Ich denke, wir dürfen mit den ersten Rennen sehr zufrieden sein“, so UHSport-Geschäftsführer Niko Müller, der die gesamte Organisation verantwortet. „Wir konnten den Fans hochklassigen Motorsport bieten und das war unser Ziel.“ Los ging es am 05./06. April mit dem Saisonauftakt auf dem Hockenheimring. Mehr als 50 Autos durfte man auf dem Kurs im Badischen begrüßen. Zwölf verschiedene Hersteller mit Artega, Ascari, BMW, Corvette, Donkervoort, Ford, Lamborghini, Lotus, Mercedes, Porsche, Renault und Seat gingen in die Rennen. Schon beim Qualifying zeigten die Piloten, wie

knapp es im Gesamtklassement und in den Klassen zugeht. Albert Kierdorf konnte sich im Porsche 997 GT2 zweimal die Pole holen. Dahinter auch zweimal jeweils Gerd Beisel (Corvette GT3) und Christian Land (Mercedes SLS AMG GT3). Rennen 1 Hockenheim. In Rennen 1 am Samstagmorgen war dann Kierdorf mit einem StartZiel-Sieg nicht zu halten und er gewann vor Gerd Beisel, der aber als Sieger der GT-Klasse über alle Backen strahlte, auch weil er die absolute Bestzeit fuhr: „Beim Start fand ich mich erstmal weiter hinten wieder. Aufgrund der kalten Temperaturen hatten meine Reifen noch nicht die richtige Temperatur. Danach war es eine lange Aufholjagd, die noch gut endete.“ Alles richtig machte derweil der spätere Drittplatzierte Fabian Hamprecht. Mit erst 17 Jahren fuhr er erstmals in einem Rennen den Lamborghini Gallardo von rhino’s Leipert Motorsport und überzeugte vollauf. Rennen 2. In Rennen 2 am Nachmittag sollte es dann große Dramatik 22 Sekunden vor Ende des 30-Minuten-Rennens geben. Albert Kierdorf führte unangefochten und der Zweiplatzierte Bender hätte sicherlich keine Chance auf den Sieg gehabt. Doch dann gab es einen Reifenschaden hinten links auf der Start-undZiel-Geraden und der Doppelsieg war futsch. Bender erbte den Sieg vor Heinz-Bert Wolters (Porsche GT3 R) und Fabian Hamprecht. Auch Michael Bäder konnte seinen Platz verteidigen.


AUTOMOBILSPORT

„Zweimal Rang 4 und einmal Klassensieg ist hervorragend für uns. Damit durften wir nicht unbedingt rechnen. Ich bin sehr zufrieden.“ Und auch beim zweiten Rennwochenende auf dem 5,148 Kilometer langen GP-Kurs in der Eifel 14 Tage später sah man tollen Motorsport von über 50 Autos. Das 1. Zeittraining war in der Hand des roten Porsche 997 GT2 von Albert Kierdorf. Dahinter platzierte sich, als Schnellster der Klasse 10, ein bärenstarker Christian Land im Mercedes Benz SLS AMG GT3 vor einem ebenso überzeugenden Heinz-Bert Wolters. Vierter wurde Gerd Beisel in seiner Corvette GT3. Erfreulich die Resultate der beiden Youngster im Feld: Fabian Hamprecht (17) fuhr mit dem rhino’s Leipert-Lamborghini auf Gesamtplatz 8 (P6 der Klasse) und der ebenfalls 17-jährige Luca Stolz wurde 15. im Porsche 997 GT3 Cup und holte die Pole Position seiner Klasse 7. Für Stolz war es ein Test, da er in dieser Saison bei Land Motorsport im Porsche Carrera Cup an den Start geht. Im 2. Zeittraining war dann Eifelwetter mit Regenschauern angesagt. „Es war ein 50:50-Poker“, so der spätere Fünftplatzierte Michael Golz im Lamborghini Gallardo GT3. Einige Piloten gingen mit Slicks, andere mit Regenreifen auf die Strecke. Jeder hatte im Endeffekt mit seiner Wahl irgendwie richtig gelegen. Während Rainer Noller mit Slicks startete und im Wager-BMW M3 ganz überraschend die Pole holte, ging der Zweitplatzierte Heinz-Bert Wolters mit Regenreifen ins Rennen. Rennen 1 Nürburgring. In Rennen 1 konnte Kierdorf seine Pole nicht nutzen. Mit kalten Reifen

rauschte er ins Kiesbett. Christian Land nutzte die Gunst der Stunde und gewann am Ende der 13 Runden sein erstes Rennen in der Serie. Es war auch der erste Gesamtsieg eines SLS: „Wichtige Bausteine zu diesem Erfolg waren mit Sicherheit auch die Weiterentwicklungen mit unseren Partnern Bilstein und Pirelli“, kommentierte Christian Land später. Platz 2 für ei-

50 Männer und Frauen wollen TCC-Racing – nicht nur in Hockenheim

nen taktisch clever fahrenden Gerd Beisel, der genügend Abstand zu seinem Kontrahenten Wolters nach hinten hatte. Mit Platz 2 der Klasse durfte der Eberbacher sehr zufrieden sein. Rennen 2. Im zweiten Rennen holte sich Albert Kierdorf seinen zweiten Gesamtsieg vor Heinz-Bert Wolters, der Sieger der Klasse 8 wurde. Dritter wurde Gerd Beisel vor Michael Bäder. Nach vier Rennen führten André Krumbach und Stefan Nägler die Meisterschaftswertung der Internationalen DMV TCC an. Insgesamt sind 55 Piloten in der Wertung! RALPH MONSCHAUER/MOTORSPORT-XL.DE www.dmv-tcc.de

Erster Start am „Ring“

Foto: Thomas Bauer

Foto: Motorsport.xl/Lukas Baust

13


14

AUTOMOBILSPORT

DMV BMW Challenge

Neues Kräfteverhältnis bewährt

S

Gesamtsieger Marco Hürbin vor Jens Hösel (Gesamt-Zweiter)

Neue Klasseneinteilungen, technische Modifikationen – das neue Konzept des neuen Promoters Thomas Röpke bewährte sich beim Saisonauftakt in Hockenheim.

Klassenfoto: Promoter Thomas Röpke und die Klassensieger Jochen Buck, Dennis Dreyer, Benjamin Schaltinat, Danny Brink, Jens Hösel, Sabrina Frank, Matthias Peper, Marc Jaussi und Marco Hürbin (v.l.)

DMV INSIDE 2/2013

chon am Testfreitag, vor den offiziellen Trainingssitzungen, lag Spannung in der Luft. Die Stammfahrer hatten Ihre Fahrzeuge im Winter konsequent weiterentwickelt und hofften nun auf erste sichtbare Erfolge. „Hat sich die Arbeit gelohnt?“ Die Neueinsteiger waren gespannt auf Ihre Konkurrenzfähigkeit in der Serie. „Kann ich mit meinem Auto da überhaupt mithalten?“ Bei konstant trockenem Wetter wurden auf dem weltweit bekannten GP1-Kurs von Hockenheim fleißig Linien gesucht, unterschiedliche Bremsund Einlenkpunkte erprobt sowie erste Reifenund Fahrwerkssetups erarbeitet. Neue Klasseneinteilungen. Die technischen Rahmenbedingungen und Klasseneinteilungen waren bei der DMV-BMW-Challenge 2013 großteils neu: In der Klasse1 der 325i dürfen jetzt mit den E30 auch die E36, E46 und E90 gegeneinander fahren. Auch Promoter Thomas Röpke, der erst seit vier Monaten für die Neuausrichtung der Serie aktiv war, stand mit seiner reformierten DMVBMW-Challenge in Hockenheim vor dem ersten Prüfstein der Praxis. „Wie bewährt sich die neue Klasseneinteilung?“ Am Samstag bei den Zeittrainings bestätigte sich erstmals das neue Kräfteverhältnis der unterschiedlichen Typen und zeigte sich zur Freude von Teilnehmern, Veranstalter und Zuschauern auch durchaus chancengleich. Die Pole für das erste Saisonrennen holte Jens Hösel (325i E 30) vor Marco Hürbin (325i E 30) und Marc Peeters (325i E 90). Am Samstagabend trafen sich alle Fahrer mit Familien, Fans und Freunden zur Eröffnungsfeier im neuen Serienzelt der DMV-BMW-Challenge. Thomas Röpke gab seinen Einstand. Das Schnitzelbuffet fand reißenden Absatz und das Bier vom Fass stimmte ein in einen unterhaltsamen Samstagabend unter Gleichgesinnten. Newcomer gut aufgehoben. Die neuen Teilnehmer fühlen sich sofort wohl und gut aufgenommen im Kreis der langjährigen Serienteilnehmer.

Bis spät in die Nacht wurde noch an allen Tischen über Motorentechnik, Fahrwerksdetails und Ideallinien begeistert diskutiert. Auch dieser bodenständige und kommunikative Gemeinschaftssinn macht den sportlichen Geist und Anspruch der DMV-BMW-Challenge aus. Am Sonntag wurde bei strahlendem Sonnenschein die Sportgeräte zum Vorstart gefahren. Schon ab der Startampel wurde Polesetter Jens Hösel von seinem direkten Verfolger Marco Hürbin (beide 325i E30) massiv unter Druck gesetzt und gab Position 1 an den Gastteilnehmer aus der österreichischen BMW-Challenge in der Folge auch ab. Bis zum Rennende blieb Hösel in Schlagdistanz und sicherte sich souverän den zweiten Gesamtrang und ersten Klassensieg der Saison in seiner Klasse. Überraschender Zweiter

Schnellste Lady: Sabrina Frank, Zweite der Klasse 2

der Klasse 1 wurde Neuzugang Marc Peeters mit seinem schnellen 325i E90. Da deuten sich spannende Wettkampfpotentiale für den Verlauf der Saison an. Das neue Klassengleichgewicht durch Balance of Performance („BoP“) scheint gut aufzugehen. Vergeblich auf Fehler gewartet. Marco Hürbin, der Eidgenosse aus Bözberg, nutzte sein Leistungspotenzial in Lauf 2 wieder voll und beschleunigte Polesetter Hösel schon in der ersten Rennrunde aus. Der weitere Verlauf war wie in Rennen 1. Hürbin machte eine fehlerfreie Pace und Hösel wartete auf Schlagdistanz vergeblich auf einen Fehler des bis zum Schluss führenden Schweizers. Rang 3 erreichte mit dem SchaltinatE46 M3 Dennis Dreyer, der mit Teamkollege Benny Schaltinat an diesem Wochenende sein erstes Rennen in der BMW Challenge bestritt. Gesamtrang 4 und Platz 2 der Klasse 1 erkämpfte sich Jochen Buck vor Matthias Peper (beide 325i E30) und auch vor dem Peeters-325i E90, diesmal pilotiert durch den Newcomer und Teamkollegen Yoannis Smyrlis. TEXT: KLAUS RÖPKE; FOTOS: THOMAS BAUER www.dmv-bmw-challenge.de


AUTOMOBILSPORT

Verspäteter Start zur VLN Langstreckenmeisterschaft 2013 am Ring Foto: Becker

VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring

RG Düren organisierte verspäteten Saisonauftakt

S

ogar zweimal mussten die Probe- und Einstellfahrten abgesagt werden – einmal wegen geschlossener Schneedecke am Ring, am zweiten geplanten Termin erneut, wegen Schneeresten am Streckenrand. So waren für die 206 Teilnehmer des 38. DMV 4-StundenRennens der RG Düren (eigentlich als 2. Lauf geplant) am 13. April das Freie Training tatsächlich die ersten Runden am Ring in 2013. Die VLN-Langstreckenmeisterschaft startete nichts desto trotz fulminant in die neue Saison. Dirk Müller, Jörg Müller (beide Schweiz) und Augusto Farfus (Brasilien) waren im BMW Z4 GT3 des BMW-Team Schubert am Ende der 4-Stunden-Distanz die strahlenden Sieger. Platz 2 ging an Timbuli Racing mit Christopher Brück (Köln) und Jaap van Lagen (Niederlande) im Porsche 911 GT3 R. Das Podium komplettierten Claudia Hürtgen (München), Martin Tomczyk (Schweiz) und Jens Klingmann (Leimen) im zweiten Schubert Z4. Frühlingshaftes Wetter sorgte dafür, dass eine Vielzahl an Fans vor Ort war. Müller/Müller/Farfus siegten. Von der Pole-Position aus gestartet, bestimmte zunächst der Frikadelli-Porsche von Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Bahrweiler) und Patrick Huismann (Niederlande) das Geschehen an der Spitze des Feldes. Nach einer unverschuldeten Kollision mit einem zu überrundenden Fahrzeug strandete der Porsche 911 GT3 R in Runde 19 im Kiesbett und schied vorzeitig aus. Der BMW Z4 GT3 von Uwe Alzen (Betzdorf), Philipp Wlazik (Gladbeck) und Alexandros Margaritis (Köln) sammelte im Verlauf des Rennens ebenfalls Führungskilometer. Nach Platz 4 im Zeittraining wurde das Trio im Rennen auf Platz 5 abgewinkt. In der Schlussphase des Rennens kam es zum Showdown zwischen den beiden Schubert-BMW und dem Timbuli-

Porsche, die im Abstand von wenigen Sekunden auf die letzte Runde gingen. Am Ende setzten sich Dirk Müller/Jörg Müller/Augusto Farfus mit 15,029 Sekunden gegen Brück/van Lagen durch, die im finalen Umlauf Platz 2 eroberten. Der Vorsprung auf die drittplatzierten Hürtgen/ Tomczyk/Klingmann betrug hauchdünne 0,589 Sekunden. „Als bei BMW das Thema Nordschleife aufkam, musste man mich nicht lange bitten“, sagte Farfus. „Es ist immer wieder eine große Freude, auf dieser einzigartigen Rennstrecke zu fahren. Wenn dabei noch ein Sieg herausspringt, ist das Erlebnis umso größer. Ich war seit zwei Jahren nicht mehr auf der Nordschleife unterwegs und zudem war es mein erstes Rennen im Z4 GT3. Aber ich habe mich auf Anhieb sehr wohl gefühlt.“ Hannawald auf P9. Ein Nordschleifen-Debüt beendete Ex-Skisprung-Star Sven Hannawald (München) an der Seite von Lance-David Arnold (Duisburg) und Thorsten Drewes (Bispingen) in einem ROWE-SLS auf Position 9. Die ersten Sieger des neuen Opel-Astra-OPC-Cup hießen Ulli Packeisen (Wuppertal), Hubert Nacken (Steißlingen) und Ralf Goral (Moers). Nächstes DMV-Rennen bei der VLN-Meisterschaft ist das 36. RCM-DMV-Grenzlandrennen am 14. September. www.vln.de

Weil durch die Überstunden des Winters am Nürburgring bis Anfang April gar nichts ging, war das 4-Stunden-Rennen der RG Düren im DMV ungeplant der erste VLN-Lauf der Saison 2013.

Den BMW Z4 GT3 von Dirk Müller, Jörg Müller und Augusto Farfus sah die Konkurrenz meist von hinten Foto: Becker

15


16

DMV-INSIDE

Foto: Franz Hoffmann

90 Jahre Deutscher Motorsport Verband

Geburtstagsfeier in Hockenheim Höhepunkt des Jubiläumsjahres „90 Jahre DMV“ wird eine Geburtstagsparty für alle DMV-Mitglieder im Rahmen der „Hockenheim Classics“ vom 13. bis 15. September sein.

U

nser historischer Rückblick auf 90 Jahre interne Verbandsgeschichte in der letzten DMV INSIDE 1/2013 (Seiten 25-33) hat weithin großes Interesse gefunden. Die Reaktionen aus den anderen Verbänden haben uns gefreut, viele unserer Clubs haben sich animiert gefühlt, auch etwas aus ihrer eigene Geschichte im Zusammenhang mit dem DMV zu schildern. In INSIDE 3/2013 gehen wir näher auf die vergangenen neun Jahrzehnte DMV ein,

Foto: Thomas Bauer

auch schauen wir auf die sportlich wichtigen Ereignisse und erfolgreiche Persönlichkeiten – Sportler und Funktionäre – der vergangenen 90 Jahre. Ebenso ist vorgesehen, die Entwicklung der Landesgruppen und die Tätigkeit und Verantwortung der diversen Gremien näher zu beleuchten. Damit ist auch immer ein Dank an alle in der Vergangenheit für den Verband und im Motorsport tätigen Personen verbunden. Den Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten wird der DMV mit allen seinen Mitgliedern gemeinsam beim größten DMV-Verein, dem Badischen Motorsport Club (BMC) Hockenheim zelebrieren: Der Rahmen der Hockenheim Classics vom 13. – 15. September bietet ein ideales Umfeld, zusammen zu kommen, um sich gemeinsam an alte zu Zeiten zu erinnern. Alle wichtigen Infos und die Einladung zum Jubiläumsevent in der nächsten DMV INSIDE. WAW/TS www.hockenheim-classics.de

Motorsportgeschichte wird lebendig! Die Hockenheim Classics 2013 werden am 14. /15. September wieder mit einer interessanten Rennmotorrad-Schau in den Boxen 43 und 44 sowie bei den Präsentationsläufen des Motor-Sport-Museums am Hockenheimring aufwarten. Deutsche Zweitakter. Das Thema ist in diesem Jahr recht eng gefasst, denn „Deutsche Zweitakt-Rennmaschinen von 50 bis 500 ccm“ soll einmal die bekannten Motorräder der Marken DKW, Kreidler, Maico und MZ sozusagen aussen vor lassen. Eigenbauten und Kleinserien-Renner von unabhängigen Konstrukteuren bieten ein vielfältiges und in dieser Form noch nie gezeigtes Panorama der Entwicklungen von den 1960ern bis zum Ende der Zweitakt-Rennmaschinen. Vor 40 Jahren war der Neuseeländer Kim Newcombe mit dem Vierzylinder-Bootsmotor der Berliner Firma König auf dem Weg zum WM-Titel in der 500 ccm-Klasse. Die König-Renner werden deshalb im Mittelpunkt stehen. Formel-Fahrzeug-Geschichte wird am Hockenheimring lebendig! Wo immer die Mitglieder von RHoT an den Start gehen, spürt man die Begeisterung der Fahrer für Ihre Fahrzeuge: im schnellen und professionellen Umgang auf der Rennstrecke oder während der Vorbereitungsphase in der Box. RHot bietet den Besuchern die hautnahe Möglichkeit, den Fahrern und Mechanikern bei der Vorbereitung der Boliden über die Schulter zu schauen. Mehr als 20 verschiedene historische Motorrad-Rennserien in den unterschiedlichsten Kategorien werden präsentiert. Zu bewundern gibt es die unFoto: Franz Hoffmann terschiedlichsten Motorrad-Gespanne bis hin zum seltenen Prototypen. DMV INSIDE 2/2013


Sportauspuffanlagen · Echappements Sport · Sports exhausts

...feel the power feel the sound

RT TORSPO FÜR MO ASSE R UND ST

Nähere Informationen bei Ihrem Händler oder im Internet unter: www.bastuck.com

BASTUCK_feel_the_power_210x297mm_130131.indd 1

31.01.13 13:30

Racing 2013 Racing 2O13 zuBehör

Bekleidung

technik

ISA-RACING GmbH . August-Horch-Straße 11 . 56736 Kottenheim Telefon: 02651 - 9625-0 . Mail: info@isa-racing.de . Web: www.isa-racing.de


18

Internationale Truck-Trial-Meisterschaft

Trial mit großen LKWs

N

ach einem erfolgreichen Start der neuen Internationalen Truck-Trial-Meisterschaft (ITTM) im Jahr 2012 fand Anfang Mai der Saisonauftakt 2013 in Klieken/Coswig statt. Der Veranstalter der ITTM, der Truck Trial Club Deutschland e.V., freute sich über 22 Starterteams in fünf Serienklassen aus Deutschland und Tschechien. Die größten LKWs in der Serienklasse S5 waren am zahlreichsten mit insgesamt zehn Teams am Start. Bei sonnigem Wetter und einer gut besuchten Veranstaltung holten sich folgende Teams den Sieg und die wenigsten Fehlerpunkte: Klasse S1 Brauwers Trucksport; S2 Truck Trail Team Bössel; S3: S.O.S. GAZ 66 Team; S4: Truck Trial Team Lindemann /S5: Dexter Team.

Insgesamt organisiert der TTCD dieses Jahr fünf Truck-Trial-Veranstaltungen. Die nächste findet am 8. und 9. Juni 2013 in der Kiesgrube am Krähenberg in Teuchern (nähe Weißenfels/SachsenAnhalt) statt. Weitere Infos, Termine und Bilder auf der Veranstalter-Homepage. TEXT UND FOTOS: CHRISTA REMME www.ttcd.de

Sparkassen DMV Thüringen Rallye

Mutige Teams auf ostthüringer Straßen

Die 52. Sparkassen DMV Thüringen Rallye läuft ab 30. Mai in und um Pößneck.

Vorjahressieger Ruben Zeltner mit seinem Porsche 911 GT3 wird auch in diesem Jahr bei der Thüringen Rallye um Bestzeiten kämpfen Foto: Cornell Hache

DMV INSIDE 2/2013

V

om 30. Mai bis 1. Juni machen mutige Rallye-Teams mit ihrer spektakulären Fahrweise in bunten Fahrzeugen die ostthüringer Straßen unsicher. Bei der 52. Ausgabe der „Sparkassen DMV Thüringen Rallye“ werden knapp 100 Rallye-Piloten aus Europa in Pößneck und Umgebung erwartet. Durch die Ausdehnung der Veranstaltung auf etwas mehr als 150 Gesamt-Wertungsprüfungs-Kilometer werden mit Saale-Orla, Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Holzland und Greiz gleich vier Landkreise durchfahren. Veranstaltet wird die schnelle Asphalt-Rallye im grünen Herzen Deutschlands vom Motorsportclub Pößneck e.V. im DMV. Die Thüringen Rallye stellt den zweiten von fünf Läufen zur Deutschen Rallye-Serie (DRS) dar. Weiterhin werden die Beziehungen ins tschechische Nachbarland durch die erneute Inanspruchnahme des Euregio-Egrensis-Projektfonds gepflegt. Mit Hilfe von EU-Fördermitteln für grenzübergreifende Zusammenarbeit können erneut 20 tschechische Rallye-Teams zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen werden. Lokalmatadoren und Nachwuchsfahrer werden im Rahmen der ADMV-Rallye-Meisterschaft sowie der Thüringer Rallye-Meisterschaft erwartet. Alle Freunde der „Rennpappen“ kommen durch die Prädikate der Internationalen Trabant-Rallye Meis-

terschaft (ITRM) sowie des ADMV-Trabant-RallyeCups in Pößneck auf ihre Kosten. Erstmals ist die Thüringen Rallye in diesem Jahr ein Hauptlauf für die Fahrer der Slowly Sideways, eine europäische Rennserie mit Originalen- und Replika-Rallyefahrzeugen, die vor Jahrzehnten große internationale Rallyegeschichte geschrieben haben. Diese historischen Fahrzeuge werden auf jeder Wertungsprüfung (WP) 45 Minuten vor dem offiziellen Wertungsfeld starten. Los geht es am Donnerstagabend mit dem Shakedown von 19 bis 22 Uhr im Gewerbepark Weira. Am Freitag ab 19.15 Uhr kommt beim 3. Pößnecker Straßenrennen wieder Motorsport-Flair der vergangenen Jahrzehnte auf, wenn historische Wagen vor tausenden Zuschauern ihre Runden auf dem Rundkurs in der Pößnecker Innenstadt drehen. Noch bei Tageslicht, um 21.16 Uhr, startet dann das Rallye-Fahrzeug mit der Startnummer 1. Am Rennsamstag (1.6.) werden die Rallye-Piloten ab 8.00 Uhr morgens acht Wertungsprüfungen mit mehr als 125 WP-Kilometern und 100 % feinstem, schnellem Asphalt unter die Räder nehmen. Serviceplatz ist der Lutschgenpark in Pößneck, bei dem es nicht nur während der 90-minütigen Mittagsservicepause am Samstag viel zu sehen gibt. Anmeldeformulare, Ticketpreise sowie alle weiteren Informationen rund um die 52. Thüringen Rallye sind im Internet zu finden. JENNY GÄBLER www.thueringen-rallye.com


AUTOMOBILSPORT

14. UMC-DMV-Rallye Ulm

Tolle Kulisse beim „Karussell“

Z

ahlreiche Zuschauer kamen bei Sonnenschein und teils sehr frostigen Temperaturen an die Wertungsprüfungen nach Beiningen, Pappelau, Steinenfeld und Einsingen zur 14. nationalen Rallye des Ulmer Motorsport-Clubs. Die Streckenführung der 14. nationalen „Rallye 200“ des Ulmer Motorsport Club ging über insgesamt 95 Kilometer, davon waren 34 Kilometer Wertungsprüfungen auf 100 Prozent Festbelag auf gesperrten Straßen. Diese drei Wertungsprüfungen mussten als Rundkurs und Sprintstrecken von den teilnehmenden Teams zweimal absolviert werden.

Fritz Köhler und Petra Hägele wurden im BMW M3 Gesamtsieger Gestartet waren insgesamt 67 Rallye-Teams aus dem süddeutschen Raum, darunter einige Lokalmatadoren aus dem Alb-Donau-Kreis und sieben Rallye-Teams aus den Reihen des UMC Ulm. Vorauswagen verunfallt. Die eingesetzten Strecken-Teams an den Wertungsprüfungen meisterten die Aufgaben perfekt und gleich zu Beginn wurde jedoch das ganze Organisationsteam gefordert. Der Vorauswagen mit der Start-Nummer „0“ kam auf der ersten Wertungsprüfung kurz nach der Ortsdurchfahrt Steinenfeld von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Holzstoß. Der Subaru Impreza überschlug sich. Die Wertungsprüfung wurde sofort abgebrochen und neutralisiert. Die Rettungsdienste veranlassten die Verbringung der Verunfallten in die Klinik und die Rallye-Teilnehmer starteten in der 2. Wertungsprüfung Pappelau – Beiningen. Fahrer und Beifahrerin des verunglückten Fahrzeuges konnten die Klinik inzwischen wieder verlassen. Die Rallye vernahm einen ungehinderten Verlauf ohne weitere nennenswerte Zwischenfälle. Einige Ausrutscher, Dreher und technische Ausfälle gehörten natürlich dazu. 13 technische Ausfälle waren zu verzeichnen, darunter auch einige Lokalmatatoren. Letztendlich wurden 54 Fahrzeuge mit der Zielflagge am Einsinger Rallye-Centrum begrüßt.

Der Gesamtsieg der 14. UMC-DMV-Rallye Ulm ging an die Start-Nummer 1, Fritz Köhler und Petra Hägele (HMC Öhringen), in einer Gesamtzeit von 18:31,3. Bernd Fruck und Diana Luther (Racing Team Mögglingen, Audi TT RS, Fahrzeit 19:14,7) nahmen den 2. Gesamtrang ein. Markus Löffelhardt und Sarah Hess vom HMC Öhringen (BMW M3 compact, Zeit 19:15:0) folgten auf Rang 3. Es war ein hartes Duell, das um Platz 2 zwischen Fruck/Luther und Löffelhardt/Hess geführt wurde. Letztendlich hatten Fruck/Luther mit einem Sekundenvorsprung knapp die Nase vorn. Das beste Ulmer UMC-Team, Dr. Marius Klein/ Hajo Grimbach(Mitsubishi Lancer Evo 7, Zeit 20:01,6), platzierte sich unter den Top 10 auf Platz 8. Als Sieger der Tages-Wertung im „Golf 2 1,8 l Cup 2013“ wurden die UMC-Mädels Tina und Verena Damm gefeiert (Gesamtwertung Platz 37). Treppchenplatz 2 ging an das UMC-Sohn-Vater-Team Ralf Breitinger/Roland Breitinger – Gesamtwertung Platz 40. Der Einsinger Roland Zak mit Hans Wenger auf dem Beifahrersitz sicherten sich den Klassensieg der Klasse 14 und den 10. Gesamtrang der Rallye. Gute Nerven gefragt. Die Resonanz der Teams war sehr gut für alle drei Streckenführungen. Insbesondere gefiel der anspruchsvolle Rundkurs der „Wertungsprüfung Einsingen“ Teams und Zuschauern gleichermaßen. Diese WP forderte gewissermaßen alles ab, denn die teilweise schwierigen Streckenführungen forderten nicht nur besonderes Geschick, sondern auch gute Nerven. Die Ortsdurchfahrt durch Steinenfeld und die Streckenführung auf und ab und durch das „Karussell“ in Beiningen vor einer tollen Zuschauerkulisse gaben den Sprintstecken einen besonderen Reiz. Rallyeleiter Uli Zorn zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Rallye und dankte den Genehmigungsbehörden, der Feuerwehr, den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz und den Anwohnern für das entgegengebrachte Verständnis. TEXT UND FOTOS: MARLENE OCHS www.umc-ulm.de

67 Teams bewältigten bei der 14. Rallye Ulm des Ulmer Motorsport-Clubs teils sehr anspruchsvolle Rundkurse.

Rallyeleiter Ulli Zorn (rechts) war zufrieden

Bestes Ulmer Team: Dr. Marius Klein/ Hajo Grimbach (Mitsubishi Lancer Evo 7)

19


Tolle Bambini-Kämpfe in Kerpen: Illya Zamula (8), Daniel Oldenburg (14), Jan-Vincent Stolle (25)

Trotz Schneeflocken als frostige Begleiter gelang der Saisonauftakt in Kerpen und in gleicher Stärke wurde auch vier Wochen später in Wackersdorf um Championship-Punkte gekämpft.

In Kerpen war es nicht nur für Karts zu kalt

In Kerpen auch im Schnee nicht zu stoppen: KF2Sieger Arlind Hoti

DMV Kart Championship

Frühlingserwachen nach „Winterpokal“

V

ielleicht hatten die Verantwortlichen des DMV den Saisonstart an Ostern etwas optimistisch gewählt, aber wer konnte vor einem halben Jahr schon ahnen, dass es auf dem Erftlandring in Kerpen zwei Tage lang an Ostern Temperaturen um den Gefrierpunkt und immer wieder Schneefälle geben würde … Dennoch ließen sich – trotz Unkenrufen im Vorfeld – 89 Fahrer mit einer Neuauflage des „Winterpokals“ auf den beliebten Erftlandring locken. Zu den eingeschriebenen Piloten kamen in letzter Minute noch einige Gastfahrer ins beliebte Kerpen-Manheim und vor allem die Classic-Kartfahrer sorgten mit 23 Startern noch für Verstärkung. Da die KF2/KF3-Klassen im Endeffekt doch noch 19 Fahrer auf die Bahn brachten, ließ man beide Klassen getrennt fahren; indes starteten die X30-Junioren und –Senioren (10 Fahrer) gemeinsam. X30 Junioren/Senioren. Unter den aufmerksamen Augen des Kerpener ehemaligen Formel-I-Brüderpaars Michael und Ralf Schumacher eröffnete die X30-Klasse auf trockener, aber bei diesen Temperaturen kaum Grip bietender Strecke die Einta-

gesveranstaltung. Der Kronauer Christian Hillenbrand (Wildkart) gewann die beiden Sprintrennen. Vier Wochen später in Wackersdorf entschied der Kronauer das Finale für sich vor Jörn Niclas Von Wendt aus Wallenhorst. Aber in Kerpen brachte Hillenbrand im Finale sein Kart nicht zum Laufen und musste sich das Rennen von außen ansehen. Der Dielheimer Nils Koch (Tonykart) gewann in Kerpen recht klar vor Jörn Niclas von Wendt (Wallenhorst/Mach1), KSM-Fahrer Noyan Akduman (Köln), Fabian Hellwig (Lichtenfels/Mach1) und Gina Maria, die in Wackersdorf Tagesdritte wurde. In der Meisterschaftswertung führt Hillenbrand mit 2 Punkten Vorsprung vor Von Wendt. Bei den Junioren ist Fabian Hellwig (50 Punkte) vor Max Günther (36,5) auf Platz 1. Bambini. Tragischer Held beim Auftakt der Bambiniklasse war der Krefelder Eren Köse (Jesolo/TR Motorsport): Er gewann gegen 20 Konkurrenten beide Sprintrennen recht klar, aber sein Kart verweigerte im Finallauf den Dienst: Drei- oder viermal fuhr Eren in die Boxengasse, bevor er das Rennen vorzeitig beenden musste. Nach einem schönen Zweikampf zwischen Ilya Zamula (TR Racing) und

Geben in der KF3 den Ton an: Max Hesse (105) und Mike Beckhusen (109) DMV INSIDE 2/2013


KARTSPORT Teamkollege Doureid Ghattas gewann der Berliner das Finale. In Wackerdorf dann war Zamula unter sogar 26 Teilnehmern überragender Fahrer. Er gewann das Finale mit einer Sekunde Vorsprung auf Teamkollege Ghattas und vor Köse. David Qufaj (KSM) kostete eine Kollision im Finale zwei Runden vor Schluss ein gutes Ergebnis und warf ihn schuldlos aus dem Rennen. Nach zwei der fünf Championship-Rennen hat Zamula (83 Punkte) aber auch lediglich 3 Punkte Vorsprung auf Ghattas (80); Dritter ist Köse (67). KF3. Das Rennen in Kerpen war die Angelegenheit von Max Hesse. Der Wernauer Solgat-MotorsportPilot gewann das 1. und 2. Sprintrennen. Im Finale gewann Hesse deutlich vor Ortmann und dem Kerpener Gaststarter David Brinkmann. In Wackersdorf gab es viel Aufregung. Unmittelbar nach der Startschikane im Finale flog Nico Otto (KSM Racing), der ein Sprintrennen gewonnen hatte, nach einer Kollision mit seinem Kart zwei Meter durch die Luft und kam nur mit Prellungen sehr glimpflich davon. Weniger Glück hatte Roman Schwedt, der von der Pole ins Rennen gegangen war und in der ersten Kurve sich nach einem Unfall einen Arm brach. Nur drei Runden später erwischte es den Berliner Anton Kostioukevitch. Der Fahrer von TR-Racing berührte sich mit Robin Falkenbach auf der Zielgeraden; Falkenbach flog in die Innenbahn, Kostioukevitch kam außen zwischen Reifenstapel und Boxenmauer zu stehen. Das Rennen wurde sofort abgebrochen und nach der ärztlichen Erstversorgung konnte Anton mit einer Gehirnerschütterung, aber ohne Knochenbrüche ins Krankenhaus gefahren werden, aus dem er am nächsten Tag entlassen wurde. Dominik Meinhold war der vierte Fahrer, der sich in diesem Rennen zu allem Überfluss leicht verletzte. Der Restart mit nur noch sieben Fahrern wurde im Sinne der geschockten Youngster als „Slow Race“, d.h. mit Überholverbot gefahren. Sieger wurde wieder Max Hesse vor David Brinkmann und Maximilian Zupanic (KSW-Racing-Team). Hesse (101 Punkte) führt jetzt mit großem Vorsprung vor Mike Beckhusen (68) und Robin Falkenbach (58). KF2. Arlind Hoti war in Kerpen der dreifache Sieger in der KF2-Klasse. Was auf den ersten Blick nach Langeweile aussah, war es trotz nur neun Startern in den Sprintrennen ganz und gar nicht. Im Finalrennen war die Reihenfolge mit dem Mannheimer Arlind Hoti als Sieger vor Paul und Hofheinz wieder hergestellt, nachdem Hoti sich in einem Zweikampf gegen Marco Paul durchgesetzt hatte. In Wackersdorf dominierte das kleine, aber erlesene Feld Mario Ljubic (TR Racing), der das Finale vor Michael Schmid (RL-Competition) und Tobias Müller (DR Germany) gewann. KSM-Pilot Maximilian Kurzbauer war von der Pole gestartet, musste das Rennen aber drei Runden vor Schluss beenden. Da Ljubic beim ersten Rennen in Kerpen gefehlt hatte und in Wackersdorf Hoti nicht am Start war, führt

Hatte Spaß als Zuschauer: Michael Schumacher die Championship-Tabelle Tobias Müller (79) vor Hoti und Ljubic (beide 54 Punkte). KZ2. 3,5 Sekunden war der geringste, über 10 Sekunden (im Finale) der größte Vorsprung von KZ2Dreifachsieger Alexander Schmitz in Kerpen. Der KSM-Lokalmatador aus Wesel gewann die beiden Sprintrennen der Schalterklasse überlegen vor Gaststarter Manuel Huber (DR Germany). Der Alzenauer Max Wissel (Nees Racing), der die Sprintläufe knapp hinter Huber als Dritter beendete, schaffte es im Finalrennen vor Huber auf Platz 2 zu kommen. In Wackersdorf gab Ex-Formel-Iund DTM-Fahrer Ralf Schumacher ein spektakuläres Gastspiel. Sein „großer Bruder“ Michael Schumacher war übrigens auch in Wackersdorf interessierter Beobachter am Streckenrand. Im ersten Lauf übernahm Ralf die Spitze, fiel aber durch einen Rutscher zurück auf 4 und kämpfte sich wieder auf P3 vor. Im Finale konnte er vom 3. Startplatz hinter Alexander Schmitz vom KSM-Team auf Platz 2 fahren; Dritter wurde der Walldorfer Stephen Stumpf (KKC-Racing). Max Wissel (Nees Racing) wurde Vierter. Weil Ralf Schumacher Gastfahrer war, führt Schmitz die Meisterschaft mit 102 Punkten vor Wissel (83) und Andreas Dresen (59). Classic Kart. In Kerpen wurde der Niederländer Bessel Minderhoud Tagessieger in der Gleichmäßigkeitsprüfung um den DMV Classic Kart Cup. Mit seinem Landia/Sachs war er im ersten der beiden Wertungsläufe Drittbester, im zweiten Bester. Valenttijn Minderhoud (Komet/Kestrel) wurde Tageszweiter vor dem Deutschen Rainer Flohe aus Neuss. Bavarian Open. In Wackerdorf trat eine offene Klasse KZ2, als Bavarian Open betitelt, an die Stelle der Classic-Klasse. Nur sechs Piloten nutzten die Vorbereitung auf die EM an gleicher Stelle. Aber das Feld war richtig kompakt, die Abstände minimal und das Ergebnis wahrlich international: Finalsieger wurde der Russe Leonid Panfikov vor dem Italiener Matteo Zanchi und dem Franzosen Charly Bizalion. TEXT UND FOTOS: THOMAS SCHIFFNER www.dmv-kart-championship.de

Schaltete mit Leidenschaft im KZ2-Feld in Wackersdorf: Ralf Schumacher

DMV-Sportpräsident Dr. Gunther David in Wackerdorf bei der Arbeit

21


22

KARTSPORT

Clubsport

Immer nur im Kreis herum? Clubsport-Ideen für 2014 von Botho G. Wagner. Foto: Kartfoto.de

I

mmer nur im Kreis herum? Ja – aber es gibt viele Varianten. Man könnte ja mal etwas Neues im Clubsport probieren. Und man findet so neue Chancen für kleinere Bahnen! Dass wir immer nur im Kreis herum fahren, ist bei einer Rundstrecke eigentlich normal. Niki Lauda hat das schon in den 1970er Jahren bemängelt, ist dann aber auch weiter im Kreis gefahren. Es gibt aber durchaus einige Möglichkeiten, die althergebrachte Art der Kartrennen etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Dass wir hier nur vom Clubsport (CS) reden, sollte klar sein. Hier werden nun nachstehend einige Varianten beschrieben. Einige – es gibt weit mehr Chancen zu Rennen der unkonventionellen Art. Links statt rechts. Man muss nur mal in den Clubs darüber reden. Da ist einmal die Möglichkeit „links und rechts herum“: Ein Lauf wird in der gewohnten Richtung gefahren und der zweite Lauf eben mal anders herum. Kerpen hat das schon mal praktiziert. Da gibt es fahrerische Unterschiede zu sehen. Und das wollen wir doch! Natürlich sind einige organisatorische Probleme bei der Zu- und Ausfahrt zu regeln, aber es geht schon – siehe Kerpen. Oder das Prinzip „den Letzten beißen die Hunde“: Bei jeder Zieldurchfahrt nach der dritten Runde scheidet pro Runde der letzte Fahrer im Feld aus – da gibt es ein Gerangel am Schluss des Feldes! Diese Idee stammt übrigens von den Radrennfahrern. Mannschaftsrennen. Nach Art der Bundesliga: TCL Liedolsheim gegen KV Oppenrod und RMSV Foto: Kartfoto.de

DMV INSIDE 2/2013

Urloffen gegen KC Kerpen, beispielsweise. Mit Jahrestabelle! Da kann jeder Club gleich mehrere Teams stellen, jeweils drei oder gar fünf Fahrer – und immer ein Mädchen dabei. Noch in den 1970ern gab es eine Mannschaftsmeisterschaft in Deutschland. Natürlich fuhren da auch Markenteams mit oder Freunde fanden sich außerhalb der Clubs zu einer Mannschaft. Le-Mans-Start. Die Karts stehen beispielsweise am linken Fahrbahnrand samt Mechaniker und die Fahrer auf der rechten Seite. Nach dem Startsignal sprinten sie zu ihren Karts. Tja, laufen muss man können! Rennen mit Boxenaufenthalt und Fahrerwechsel – für Zuschauer besonders interessant und sicher auch mit überraschenden Ergebnissen. Da kommen wir der Formel 1 sogar näher. Langstrecke. Warum nicht mal wieder ein 24-Stunden-Rennen mit CIK-Klassen plus Rotax und X30? Okay, sechs Stunden genügen auch für den Anfang. Die 24 Stunden von Brignoles in Frankreich hatten einst Weltstatus. Und ein Mach1-Team war einmal CIK-Mannschafts-Europameister auf der Langstrecke. Bislang waren wir also mit diesen gesammelten Ideen auch nur im Kreisverkehr unterwegs. Aber es muss ja nicht dabei bleiben. Dragster-Sprints. Es gibt auch noch die Möglichkeit der Bergrennen oder gar Sprints nach Dragster-Art. Während Dragster-Sprints noch recht einfach zu realisieren sind, ist das bei Bergrennen schon problematischer. Aber in Verbindung mit Motorrad- oder Autorennen wären sie sicher machbar. Es gab reine Kartrennen in Deutschland bereits in den 1960er Jahren – volles Haus! Und im Ausland kennt man auch heute noch reine oder kombinierte Kart-Bergrennen. Wie gesagt, das sind Ideen für den Clubsport. Die Fahrer der Spitzenserien sind daran sicher weniger interessiert. Sie sind zeitlich und finanziell ausgelastet mit dem Run nach einem Fahrersitz in Formelautos. Und natürlich schöpft diese Liste auch nicht alle Möglichkeiten aus. Es gibt noch viele Gestaltungsmöglichkeiten. Man muss sich nur mal diesem Thema widmen. Und dann stellt man auch fest, dass sich hier viele gute Chancen zu ganz neuen Kart-Events gerade für kleinere Bahnen ergeben. Dieser Aspekt sollte vielleicht ganz vorne stehen – dann kommt auch Bewegung in die Sache. Es gibt also Chancen für neue Wege hinter den großen Serien, die immer mehr Bahnen verschmähen. BOTHO G. WAGNER www.dmv-kartchampionship.de


MOTORRADSPORT

Motocross-Seitenwagen-WM in Straßbessenbach

3000 PS über Bessenbach

D

ie Verantwortlichen des MSC Straßbessenbach sind seit Monaten mit der Vorbereitung des Weltmeisterschaftslaufes der Seitenwagenklasse am 20./21. Juli beschäftigt. Das organisatorische Zeit-Fenster wird immer enger und bald ist es soweit. Schon mittwochs vor der Veranstaltung rollen die ersten Camper-Mobile an, bis zum Freitagabend sind die Fahrerlager gefüllt und spätestens am Sonntagmorgen hat sich das Renngelände mitten im Naturpark Spessart zu einer gigantischen Wagenburg entwickelt. Denn dann heißt es, Motoren an zum 10. GrandPrix-Lauf der Gespanne beim MSC Straßbessenbach. Seitenwagen-Motocross, wohl eine der härtesten Disziplinen in der Welt der Motorsportler. Nur furchtlose Männer und schon fast übermütige Athleten stellen sich der Herausforderung, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Mut, Akrobatik und willenloses Verlangen nach Geschwindigkeit und Risiko machen diese Ausnahmeathleten aus. Motocross in Perfektion. Und wenn am Sonntag (21. Juli) um 13.30 Uhr das Startgatter fällt, den Piloten das Adrenalin in den Körper schießt, fast 3000 PS den steilen Hang hinaufrasen, die Fahrer verbissen um die Plätze kämpfen, dann wird Motocross in Perfektion geboten. Zahlreiche Sprunghügel, schnellen Kurvenkombinationen, steile Bergauf- und Abfahrten machen die wohl anspruchvollste Rennstrecke Deutschlands aus. Beste Zuschauerplätze fast rund um die Rennstrecke, Bewirtschaftung an mehreren Verpflegungsständen, kurze Wege zu den Park-

plätzen und freier Zugang zu den Fahrerlagern runden diesen Mega-Event am bayrischen Untermain ab. Wer es schon am Freitag fetzig mag, ist bei der traditionellen Poolparty mit großen Wasserbecken im Festzelt genau richtig. Am Samstag heizt die Band „Die Wilderer und der Gaudi Sepp“ mit

Zum 10. Mal schon findet im Juli im unterfänkischen Straßbessenbach ein Motocross-Grand-Prix für Seitenwagen statt.

Stimmungsmusik kräftig ein. Beim Abschluss zur Siegerehrung am Sonntagabend im Festzelt werden die Platzierten bei musikalischer Unterhaltung gebührend gefeiert. BRUNHILDE SEUBERT www.msc-strassbessenbach.de

Die weltbesten Gespanncrossfahrer kämpfen am 20./21. Juli im Spessart um WM-Punkte Foto: Dr. Axel Koenigsbeck

DMV/msj Supercup und Ladies Cup in Genthin Der DMV schreibt – entgegen aller Unkenrufe – auch in die- res in den Jugendklassen bis 50 ccm, bis 65 ccm und bis 85 ccm. ser Saison den beliebten msj Supercup für den Motocross- Auch der DMV-MX-Ladies Cup, erste und populärste deutsche Motocross-Meisterschaft nur für Nachwuchs aus. Der MoFrauen, wird auch in 2013 ausgetorsportclub Genthin im tragen! Ebenfalls am 12./13. OkADMV hat sich zur Durchtober in Genthin fahren die fünf führung des Jugend-Finals besten Damen aus den diversen am 12. und 13. Oktober auf Landesmeisterschaften das Finaseiner Strecke in Ferchland le des Ladies Cup 2013. Auch alle an der Elbe (Sachsen-AnLadies, die in der Vergangenheit halt) bereit erklärt. am DMV-Ladies-Cup teilgenomIm DMV/msj-Supercup, men haben, können ihre Nender 2013 bereits zum 14. nungen für das Finale in Genthin Mal ausgetragen wird, abgeben. starten die besten Fahrer Kontakt per E-Mail: aller Motocross-Landes- Im Oktober wird es in Genthin eine Neuauflage des DMV meisterschaften des Jah- MX Ladies Cup geben Foto: Schiffner graumuenz@dmv-motorsport.de

23


24

Motocross Aufenau

Von Classic bis Quad

Gutes Wetter hatte auch beim 41. DMVKinzigtal-Motocross des MSC Aufenau am 20. und 21. April Tradition.

Stefan Schreiber gewann den Quad-DM-Lauf in Aufenau Foto: Karl Seipel

Noch unter winterlichen Bedingungen startete die ClubsportSerie Hessencup in Langgöns und Feldatal in die Saison 2013.

DMV INSIDE 2/2013

B

ei angenehmen Temperaturen lieferten sich die Akteure auf Quads und Solomaschinen spannende Rennen. Der für den MSC Aufenau startende Maximilian Freund überzeugte mit einem guten 4. Platz in der Deutschen Motocross-Quad-Meisterschaft. Am Samstag fanden zunächst die Trainingsläufe statt, am Mittag fuhren dann Piloten auf klassischen Motorrädern ihre Rennen. Besonders spannend waren die Platzkämpfe zwischen dem Aufenauer Vereinsvorsitzenden Karl Seipel und Wolfgang Büttner. Letzterer stürzte im zweiten Lauf schwer und wurde noch am gleichen Tag am Oberschenkel operiert, ist aber wieder auf dem Weg der Besserung. Walter Senn konnte beide Läufe des Classic-Cups für sich entscheiden. Pech für Hunka. In den Rennen zur Deutschen Quad-Meisterschaft am Sonntag stellte Stefan Schreiber sein Können wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis, indem er zweimal souverän den Sieg holte. Die Plätze 2 und 3 gingen an die Niederländer Joe Maessen und Ingo Ten Vregelaar; auf Rang 4 folgte Max Freund. Der Aufenauer war mit seinem Ergebnis sehr zufrieden. Nicht so gut hingegen lief es für Lubomir Hunka, der ebenfalls für den MSC Aufenau startete: Gegen Ende des ersten Lauf wurde er von einem anderen Quad unglücklich am Rücken getroffen, sodass er zwar noch zu Ende fahren konnte, beim zweiten

Stefan Ebert (Maico) wurde Zweiter in der Twinshock-Klasse Foto: Karl Seipel

Lauf aber nicht mehr dabei war. Inzwischen haben sich die Verletzungen glücklicherweise nur als Prellungen herausgestellt. David Hohmann rutschte nach zwei unverschuldeten Unfällen ins Mittelfeld der Quad-Meisterschaft zurück. Die MX2-Klasse entschied der Ansbacher Marco König klar für sich. Lokalmatador Marvin Röder fuhr nach einem eindrucksvollen Startsieg immerhin auf Platz 11 der Gesamtwertung und war mit diesem Ergebnis ebenfalls durchaus zufrieden. Einen bemerkenswerten dritten Platz erkämpfte sich der Merneser Jonas Böttcher, knapp davor lag der Wolfsburger Marius Sievers. Henri Heise, der den Hessencup der 85-ccm-Klasse anführt, konnte am Wochenende bei dem Lauf zur Deutschen Meisterschaft leider kein Rennen zu Ende fahren. Es siegte Nico Adler aus Ebersbach. Der MSC-Vorsitzende Karl Seipel zog am Ende des Rennwochenendes ein durchweg positives Resümee und freute sich über die positiven Rückmeldungen aus dem Fahrerfeld und von den DMSBBeobachtern. LUKAS SCHELL www.msc-aufenau.de

ADAC/DMV Hessencup

Große Felder im Schnee

A

m Osterwochenende fand das Auftaktrennen beim AMC Langgöns statt. Trotz der bisher sehr unberechenbaren Wetterbedingungen war der Wettergott gnädig und bot gleichmäßig gute Bedingungen. Die im Vorfeld große Anzahl Meisterschaftseinschreibungen zuzüglich den Gastfahrern lies einige Klassen aus allen Nähten platzen. Am Sonntag mussten die Klassen MX1 und MX2 bereits im Training getrennt werden, da über 70 Starter auf die Strecke wollten. Obwohl die Veranstaltung in diesem

Jahr ohne die Quadklasse ausgetragen werden musste, fanden sich 265 Starter ein! In der Königsklasse „Hessencup Pokal“ wurden zudem 700 Euro Gesamtpreisgelder ausgeschüttet. Highlight des Tages war der Kampf an der Spitze der Hessenpokal-Klasse in der die besten Fahrer aus MX1, MX2 und MX2 Jugend starten dürfen. In der Qualifikation lagen Marvin Heyner, Philipp Klakow und Patrick Bender innerhalb einer Sekunde. Am Start des 1. Laufes holte sich Patrick Bender vom AMC Langgöns den Holeshot. Mar-


MOTORRADSPORT vin Heyner nahm die Verfolgung auf und überholte nach und nach Benders Verfolger, bis er in der vorletzten Runde auf Bender aufschloss. Bender konnte Heyners Angriffe jedoch bis ins Ziel erfolgreich abwehren und holte mit nur 0,4 Sekunden den Sieg. In Lauf 2 lief es für Bender am Start nicht ganz so perfekt. Sascha Wenzel ging vor Gerrit Knipprath in Führung. Heyner musste erneut der Spitze hinterher fahren. Mit beeindruckender Gleichmäßigkeit schnappte sich Heyner Einen nach dem Anderen. Weder Bender, Knipprath oder Wenzel konnte das Tempo von Heyner bis zum Ende gehen und Heyner holte sich auch den Gesamtsieg und das Preisgeld für Platz 1. Bender musste sich zwar nur Wenzel geschlagen geben, aber 45 Punkte reichten nicht, um Heyner zu schlagen. Dritter wurde Sascha Wenzel. Schnee und Sonne in Groß-Felda. Die Witterungsverhältnisse beim 2. Hessencup-Lauf in Feldatal im Vogelsberg, nur eine Woche nach Ostern, waren noch extremer als in Langgöns: Am Samstag mussten sich die Starter bei Temperaturen nicht über 2 Grad Celsius fast den ganzen Tag bei Schneefall (!) über die 1700 Meter lange, wunderschöne Strecke quälen. Am Sonntag kam dann bei etwas erhöhten Temperaturen wenigstens die Sonne raus. Von zwei Stürzen abgesehen (Andreas Wagner, Handverletzung, und Wolfgang Büttner, Gesichtsverletzung) lief alles reibungslos und der Zeitplan wurde minutiös eingehalten. Auch im Vogelsberg wollten es immerhin 220 Piloten wissen! Am Sonntag nach der Pause stieg der Höhepunkt der Hessencup-Serie, der 1. Hes-

25

senpokallauf mit den besten MX1-, MX2- und MX2 Jugend-Piloten. Gastfahrer Marvin Heyner aus Hofgeismar, der in keiner anderen Klasse antrat, gewann, wie in Langgöns, die Gesamtwertung und war diesmal in beiden Läufen siegreich! Der Langgönser Andy Boller war im ersten Lauf vor Joshua Enders erfolgreich. Heyner gewann auch

Lauf 2, aber Enders schaffte es ganz knapp vor Boller zu bleiben, so dass er Rang 2 und das dazugehörige Preisgeld eroberte. Bester MX2-Fahrer wurde Steffen Kaiser auf Rang 6. In Feldatal waren endlich auch die (großen) Quads am Start, und zwar gleich 24 an der Zahl. Beide Läufe gewann Lubomir Hunka vom MSC Aufenau vor Teamkollege André Hoßfeld und Sebastian Schelze. THOMAS SCHIFFNER www.mx-hessencup.de

Die MX2 Jugendklasse kämpfte in Feldatal mit hohem Einsatz gegen Schnee und Kälte Foto: Schiffner

MonkeyCross

40 Jahre Monkeys

A

m 28. April in Feuchtwangen begann eine ganz besondere Saison im MonkeyCross. Nach dem ersten offiziellen Rennen am 25. August 1974, das von Wolfgang Straub in Diegelsberg organisiert wurde, läuft MonkeyCross 2013 bereits in seiner 40. Saison – ein Jubiläum, das nur wenige Rennserien erreichen. Dass MonkeyCross eine derartige Erfolgsgeschichte wird,

MonkeyCross – in der 40. Saison

hätte damals keiner gedacht. Und auch kurz nach der Jahrtausendwende stand es nicht besonders gut um die Sportart. Das Jahr 2004, mit gerade mal 49 Teilnehmern, war der Tiefpunkt. Doch seit 2005 geht es wieder bergauf: Mit zwei neuen Pitbike-Klassen und der Besinnung auf die Wurzeln des MonkeyCross konnten viele neue Fahrerinnen und Fahrer gewonnen werden. In den letzten Jahren waren jeweils rund 100 Teilnehmer am Start. Deshalb gab es für die Verantwortlichen beim DMV und beim Deutschen Monkey Club (DMC) auch keine Veranlassung für umfangreiche Reglementänderungen. Ausgefahren wird die MonkeyCross-DM wieder in sechs Alters- bzw. Hubraumklassen. In bewährter Weise stehen der HMV Hepsisau, der RKV Kirchheim und der MSC Feuchtwangen als Veranstalter zur Verfügung. Die Meisterschaft 2013 umfasst insgesamt zehn Wertungsläufe. TEXT UND FOTO: JÜRGEN HAIDLE www.monkeycross.de

Termine Monkeycross 2013 23. Juni Maitzborn/Hunsrück 14. Juli Kirchheim-Teck/Württemberg 29. September Weilheim-Teck/Württemberg


26

DMV Rundstrecken Championship

In allen Klassen volle Felder

D

Foto: Bike Promotion

Die DMV Rundstrecken Championship (DRC) ist im tschechischen Brünn in die neue Saison gestartet – und das erfolgreicher denn je.

Startaufstellung im Automotodrom Brünn Foto: Bike Promotion

Auch optisch wurde in Tschechien einiges geboten Foto: Bike Promotion

DMV INSIDE 2/2013

ie Startfelder aller Klassen sind mehr als gut gefüllt und boten spannende Rennen. In der SBS-Moto1-Klasse, welche vom gleichnamigen dänischen Bremsbelaghersteller in dieser Saison präsentiert wird, holte sich der Pole Pawel Szkopek nicht nur die beste Startposition, sondern auch die Siege in beiden Läufen der großen Klasse. Im ersten Lauf gewann Szkopek souverän mit über 13 Sekunden Vorsprung auf den Dänen Jan Christiansen und vor dem Norweger Andreas Rosstad. Im zweiten Rennen war die ganze Angelegenheit viel knapper: Platz 1 bis 5 trennten gerade einmal anderthalb Sekunden. Doch Szkopek hatte wieder den besseren Ausgang für sich gebucht: Der Yamaha-Pilot gewann 64 Tausendstel vor dem Tschechen Michal Drobny und vor Christiansen. Marko Erceg aus Kroatien und Patrik Vostarek aus der Tschechischen Republik rundeten die Top Fünf ab, vier der fünf Bikes waren BMW S 1000 RR. Moto2. In der ITR-Moto2-Klasse, gesponsert vom Zubehörspezialisten ITR, holte sich Michal Prasek die Pole Position – und ebenso den Doppelsieg.

um 0,227 bzw. 0,235 Sekunden setzte sich der Tscheche auf seiner Yamaha R6 gegen Markenkollege Marek Szkopek aus Polen durch. Sebastian Zielinsky, ebenfalls auf R6 und aus Polen, wurde Dritter. Die Superstock-600-Wertung gewann im ersten Lauf Jakub Jantulik aus der Slowakei vor den Deutschen Marc Kreutzfeld und Sebastian Frotscher, allesamt auf Yamaha unterwegs. Jantulik trug auch im zweiten Lauf den Sieg davon; erneut wurde Kreutzfeldt Zweiter. Mit seiner Kawasaki ZX6-R holte sich der Tscheche Daniel Broz dort aber den dritten Rang. Moto3. In der Moto3/Zweitakt gab es erneut gemeinsame Rennen mit der IG Königsklasse. Vom 250-ccm-Einzylinder-Viertakter bis hin zu den 500-ccm-Zweitaktern war alles vertreten. Die Nachwuchsserie der Moto3/125-Zweitakt wurde in beiden Rennen von Steffen Grämer auf Aprilia RSR 125R gewonnen; beide Male wurde Reiner

Scheidhauer Zweiter. Die dritten Plätze teilten sich Moritz Klaus und Christoph Eder. Die 250erZweitakter gewann zweimal Yamaha-Pilot Othmar Atzmüller. Im ersten Lauf holten Andreas Götti und Frank Koch die weiteren Podestplätze, im zweiten Lauf belegten Mike Vökt und Götti die Ränge 2 und 3. Bei den 500ern gewann jeweils Wolfgang Becker vor Ajax Kühn. Die Harris Yamaha YZR500 V4 von Becker war dabei ein ganz besonderer Hingucker in Brünn. Racing4fun. Ein voller Erfolg war beim Saisonauftakt der DMV Rundstrecken Championship in Brünn auch die Racing4fun-Kategorie. In diesem Zeitfenster wird Rennstrecken-Interessierten der Einstieg in den Sport auf professionellem Niveau geboten. Im Rahmen der DRC trafen sich die lizenzfreien Rennfahrer, um sich im gesicherten Bereich mit erfahrenen Racern zu messen. Insgesamt 41 Piloten nahmen an den Racing4funLäufen in Brünn teil. Am stärksten vertreten war dabei die Battle-of-Twins-Klasse mit 27 Startern. Roger Palmer aus Schweden trug dabei den Sieg auf einer Ducati 1199 S davon, ganz knapp vor dem 1098-Treiber Jan Greven und vor KTM RC8R-Pilot Henry Sundquist. Im zweiten Lauf konnte letzterer hinter Palmer sogar Zweiter werden; Patrik Andersson sicherte sich auf einer weiteren KTM Rang 3. Die R4f-600er gewann zweimal Simon Kosek. Die Rennamazone Simone Frederiksen holte einen zweiten und einen dritten Rang, Lukas Kamarad und Nicholas Curry teilten sich ebenfalls Rang 2 und 3 im jeweils anderen Lauf. Bei den 1000ern siegte in Lauf 1 Stanislav Polak vor Magnus Nilsson und Richard Johannesson, im zweiten Rennen klassierte sich David Kucerik vor Polak und Nilsson. Nächster Halt Sachsenring. Zufriedenheit machte sich bei den Veranstaltern und Teilnehmern der DRC breit. „Wir haben in allen Klassen volle Startfelder und haben wirklich spannende Rennen gesehen“, so Michael Dangrieß vom DRCVeranstalter Bike Promotion. „Die DMV Rundstrecken Championship steht, wie ich glaube, vor einer der spannendsten Saisons in ihrer noch jungen Geschichte. Wir freuen uns jetzt schon alle auf den nächsten Lauf, der wahrlich ein Highlight werden dürfte. Wir fahren am 25. und 26. Mai auf dem Sachsenring - und haben dafür zwei der begehrten Lärmtage auf der Grand-PrixStrecke erhalten. Das wird sicher interessant!“ Weitere Informationen, sowie Anmeldung und Einschreibung sind auf der DRC-Homepage zu finden. Eine Anmeldung für alle Rennklassen ist nach wie vor möglich. TONI BÖRNER www.dmv-rundstrecken-championship.de


MOTORRADSPORT

Tragischer Held: Harald Simon (hier vor Günther Bauer)

Eisspeedway-WM Inzell

Triumph und Tragödie

D

er Niederösterreicher Harald Simon rockte zwei Tage lang die Max-Aicher-Arena in Inzell. Als einziger Konkurrent der WM-Titelkandidaten Daniil Iwanov, Dmitri Koltakov und Dmitri Khomitsevitch fuhr der Österreicher zweimal ins Finale, aber er beendete den Deutschland-Grand-Prix nach dem Sonntagsfinale im Krankenhaus. Mit fünf deutschsprachigen Fahrern war gute Stimmung vorprogrammiert und die Fans wurden nicht enttäuscht. Für die Semifinals am Samstag qualifizierten sich mit Franz Zorn, Bauer und Simon gleich drei „Nicht-Russen“. Im 2. Semifinale schnappte sich Harald Simon in der dritten Runde zwei Russen und entschied im Fotofinish den Lauf vor Khomitsevitch für sich. Die Max-Aicher-Arena stand Kopf! Das Finale am ersten Tag gewann Danil Iwanov vor Koltakov; Simon wurde nach schlechtem Start Vierter.

Bauer, Zorn, Simon in den Semifinals. Am Sonntag begann Simon noch besser als am Samstag. Wie am Samstag standen die drei Deutschsprachigen in den Semifinals. Weil Simon, Zorn und Bauer gegen Koltakov im 2. Semifinale antraten, war klar, dass wieder ein Deutschsprachiger ins Finale kommen würde! Und Harry Simon fuhr sich vor Günther Bauer (Platz 7) erneut ins Finale. Bitte umblättern

Ausverkaufte Sitzplätze, prallvolle MaxAicher-Arena – 11 000 Fans sahen beim Inzeller EisspeedwayRevival nach zwei Jahren einen WM-Grand-Prix der Extraklasse, mit einem tragischen Helden aus Österreich.

Unschlagbar: Der neue Weltmeister Daniil Iwanov

Prominenz in der Max-Aicher-Arena Die DMV Landesgruppe Südbayern war zufrieden mit dem Zuschaueraufkommen, nicht aber mit der Art und Weise der neuen Vermarktungsmaßnahmen der „FIM Ice Speedway Gladiators World Championship“. Nur zwei Wochen vor dem Rennen setzte der Weltverband Inzell davon in Kenntnis, dass er bis zu 100 eigene VIP-Karten, Pressekarten und Parkausweise unters Volk gebracht hat, ohne sich dafür zu interessieren, dass die DMV-Landesgruppe natürlich längst Tickets und Parkausweise an ihre Partner verschickt hatte, und, dass Sitz- und VIP-Plätze im Stadion bereits ausverkauft waren. „Vor zwei Jahren haben wir rund um die Halle Beschilderungen im Corporate Design nach FIM-Vorgaben angebracht. Jetzt durften wir für 2500 Euro wieder alles neu produzieren, weil sich das FIM-Logo zwischenzeitlich geändert hat“, berichtet der verärgerte Landesgruppen-Vorsitzende Robert Weiss. Hinzu kamen vorgeschriebene Maßnahmen wie Siegerrückwand, TV-Podeste etc. Das alles als

„kostenlose Zugabe“ des Veranstalters zu 11 359 Euro Genehmigungsgebühren an FIM und DMSB. Krasnikov als Berater. Inzell zieht traditionell viel Prominenz an. Als Berater von Günther Bauer war der 18-fache Weltmeister Nikolai Krasnikov im Fahrerlager. Auch Viatcheslav Nikulin, der einst hier in Inzell den möglichen Weltmeistertitel verspielt hatte, war im Fahrerlager aktiv. Vor 30 Jahren wurde DMV-Mann Max Niedermaier senior mit dem deutschen Nationalteam zum ersten und einzigen Mal Eisspeedway-Teamweltmeister. Jetzt beobachtete er seinen Sohn. Auch der neue FIM-Bahnsportdirektor Armando Castagna (Italien) kam zum Amtsantritt ins Berchtesgadener Land. DMV-Präsident Wilhelm A. Weidlich reiste wie immer aus Österreich an. Anlässlich einer Kundenveranstaltung des Stahlwerks Annahütte kam der Namensgeber der Eishalle, Max Aicher mit Gattin Evelyne am Samstag in die Max-Aicher-Arena. TS

27


28

Die drei Besten der Welt: v.l. Dmitri Koltakov (WM-2.), Daniil Iwanov (1.), Dmitri Khomitsevitch (3.)

Im letzten Lauf des Wochenendes passierte die Tragödie: In der Zielkurve kam Simon in ein Loch stürzte Furcht erregend in die Bahnbegrenzung. Mit zwei tiefen Fleischwunden, einem Muskelfaserriss im linken Fuß und starken Prellungen kam er vergleichsweise noch glimpflich davon

Mit einer Eisspeedway-Gala vor über 6000 Zuschauern und dem Sieg von Ex-Weltmeister Vitali Khomitsewitch verabschiedete sich die DMV-LG Berlin als Organisator von ihrem Publikum.

Eisspeedway Berlin

Eisspeedway-Sieger 2013, v.l. Eduard Krysow (2.), Vitali Khomitsevitch (1.), Grzegorz Knapp (3.) Foto: Albert Sücker

DMV INSIDE 2/2013

und konnte noch am gleichen Abend das Krankenhaus verlassen. Wieder gewann Daniil Iwanov das Tagesfinale und damit den Grand Prix und der 24-jährige Russe setzte damit den Grundstein für seinen ersten Weltmeistertitel, den er eine Woche später in Uppsala gewann. Pechsträhne von Pletschacher. Günther Bauer konnte sich in seinem „Wohnzimmer“ wieder einmal steigern. Mit technischer und mentaler Hilfe des Rekordweltmeisters Nikolai Krasnikov wurde er zweimal Siebter. Der zweite permanente deutsche GP-Fahrer Stefan Pletschacher (Ruhpolding) war bei seinem Heimspiel nicht vom Glück begünstigt und kam auf die Plätze 15 bzw. 12. Für die Reservefahrer Chris Kirchner und den erst 19-jährigen Lokalmatadoren Franz Mayerbüchler (beide DMV) war Inzell eine prima Erfahrung inmitten der Weltelite. TEXT UND FOTOS: THOMAS SCHIFFNER www.dmv-lg-suedbayern.de

Schichtwechsel in Berlin

S

eit 1973 hatten sich die Berliner DMV-Organisatoren den Eisrennen in Berlin verschrieben und diese Sportart in der Stadt eingeführt. Ohne Unterbrechung wurde in 40 Jahren jährlich ein internationales Rennen präsentiert. In unzähligen Weltmeisterschaftsläufen und Deutsche Meisterschaften fielen die Entscheidungen in Wilmersdorf. Doch jetzt ging die erfahrene Mannschaft der LG Berlin von der Brücke. Die Vorstandsmitglieder Jochen Lindner (Vorsitzender), Helmut Hagemann (2. Vorsitzender) und Wolfgang Müller (Schatzmeister) , die seit der ersten Veranstaltung die Verantwortung trugen und die langjährigen Mitstreiter Christian Weinholtz (Bahnmeister), Manfred Belz (Rennsekretär) und Regina Geisler (Catering) verließen mit dieser Veranstaltung das DMV-Organisationsteam. Sie danken den Sponsoren, die seit 40 Jahren die Veranstaltung so großartig unterstützt haben, wie Bischoff´s Motorradshop, KRAVAG Versicherung, Wäscherei Heim, Autohaus Furchtmann, Fuhrbetrieb Lennig und den Unterstützern, die später dazu kamen: Berliner Kindl Brauerei, Autohaus Breitenwischer Teltow, Autohaus Sobkowski Berlin, Dämmisol Baustoff GmbH und viele andere.

Foto: Michael Schittko

Das Führungsteam der LG-Berlin verabschiedet sich nach 40 Jahren vom Eisspeedway Der Dank geht auch an die Sportwarte , die teilweise ihre „Karriere“ im zarten Alter von 8 Jahren bei der traditionellen „Strohballenparty“ begannen. Hier sind besonders Conny und Carl Brucke, Zeitnehmer Wolfgang Braunegger und „Atze“ Krause zu nenen. Neues Management. Besonderer Dank gilt auch den beiden engagierten Rennleitern Ralf Schick (†) und Gustav Pape, die mit immensem persönlichen Einsatz die Rennen mustergültig durchgezogen haben. Das bisherige Leitungsteam übergibt die Aufgaben einem neuen Management. Dazu wurde am 01. März 2013 in Berlin die Eisspeedway Union Berlin gegründet. ADMV-Vizepräsident Frank Steinmetz hat den Vorsitz des neuen Veranstalters, dem Mitglieder des DMV und des ADMV angehören, übernommen. Die „Alten“ ziehen sich in die Clubarbeit der LG zurück, stehen aber dem neuen Veranstalter weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. KLAUS HAMPE www.eisspeedway-berlin.de


29

Am Samstag in Jinin ging fast nichts mehr – Spaß hat´s trotzdem gemacht

Bavarian Quad Challenge

Auftakt und Abschied

D

ie Veranstaltung abzusagen, wäre nicht in Werners Sinn gewesen. Die Fahrer erhielten ein schwarzes Trauerband ans Quad. Somit war es „ein Rennen für Werner“. Samstag vor der Siegerehrung sprach Serienorganisatorin Steffi Bär noch paar Worte zum Abschied und alle legten eine Gedenkminute ein. Fellhauers Ehrenamt als Quadbeauftragter der Motorsportjugend möchte Steffi Bär fortsetzen. Wie auch im letzten Jahr wollten Werner Fellhauer und Steffi Bär schon am Donnerstag vor der Veranstaltung nach Jinin fahren, um mit dem Streckenbau zu beginnen. Nun fuhr Steffi Bär alleine nach Tschechien und bekam sofort tatkräftige Unterstützung angeboten. Steffi Bär: „Ich bedanke mich dafür ganz herzlich bei denen, die mir sofort Hilfe angeboten haben und mich mit voller Kraft in jeglicher Hinsicht unterstützt haben. Diese hatten so viel Freude an dem Ganzen und haben mir nochmals Kraft gegeben. Nur so bewahrt sich eine Familie.“ Die BQC hat wieder gezeigt, dass sie eine Familie ist und dieser Sport nur mit Zusammenhalt und Freude lebt. So wird es auch in Zukunft bleiben. 20 Prozent mehr Teilnehmer. Die Teilnahme war in diesem Jahr um 20 Prozent gestiegen und das Rennen durch tschechische Gastfahrer besser besucht als im letzten Jahr. Als der anspruchsvolle Streckenbau fertig war, fing es an zu regnen und hörte auch am Samstag nicht auf. Durch den dauerhaften Regen war es am Samstag für alle Klassen im Training und auch in den Rennen eine große Herausforderung, den Schlamm zu besiegen und den schlechten Streckenverhältnissen den Kampf anzusagen. Stellenweise mussten sogar einige Passagen der Strecke gesperrt werden, da diese nicht mehr befahrbar waren. Doch, er-

staunlich, die Fahrer meisterten es mit Ausdauer und Ehrgeiz. Kidsklassen spektakulär. Die Kidsklassen meisterten spektakulär wie immer und mit vollem Antrieb und Ehrgeiz ihr Rennen. Die neue Klasse Youngster 6B, die aus den Klassen 5 Kids und Kids „Mini“ im vergangenen Jahr entstanden ist, hat ihre Rennen mit Bravur gemeistert. Diese Piloten müssen ab diesem Jahr nun auch mit Hubraumstärkeren Maschinen und Schaltgetriebe zurecht kommen. Sie kämpften aber, wie die große Klasse Youngster 6A, hart. Am Samstag lief auch das Rennen der Klasse 7 bis 300 ccm (Ladies und Rookies). Am Schluss des Laufes konnte man nicht mehr erkennen, wer wer ist. Alle Fahrer waren einheitlich grau und nass durch den Schlamm. Aber eines konnte man deutlich sehen: Das Strahlen der Fahrer und das Grinsen in den Gesichtern nach dem Zieleinlauf. Königsklasse bei Sonne. Der Regen hörte dann in der Nacht zum Sonntag auf. An diesem Tag begannen die ATVs mit dem ersten Lauf, die ab diesem Jahr ebenfalls wie die Nachwuchs-Klassen eine „Deutsche Meisterschaft“ im DMV fahren. Die noch nasse Strecke haben die ATVs für die darauffolgende Läufe der Youngster A und B trocken gefahren. Pünktlich am Sonntagmittag kam dann aber die Sonne zum Vorschein. Somit hatte die Königsklasse, Quad Solo, Quad Team und Quad Solo 40+ beste Streckenverhältnisse und absolvierte ein absolut spannendes Rennen unter guten Voraussetzungen. Die Veranstaltung wurde nach Zeitplan beendet und der Rennleiter war mit allem zufrieden, wobei er doch einige Strafen aussprechen musste. Der nächste Lauf in dieser Saison ist am 25./26.Mai beim MSV Dieskau. TEXT UND FOTOS: STEFFI BÄR www.bavarian-quad-challenge.de

Trotz der unfassbaren und tragischen Nachricht vom Abschied unseres Werner Fellhauer, der uns am 15.04.2013 für immer verlassen hat, war der Saisonauftakt in Jinin/CZ ein voller Erfolg.

Dominik Apel beweist, dass man auch auf zwei Rädern schnell ATV fahren kann


30

Viel Verkehr herrschte zum Saisonauftakt auf der Sandbahn in Hof

CST Reifen ADAC/DMV Quad Challenge

Gelungener Driftstart im Westerwald

Rechtzeitig vor Beginn der 2013er Shorttrack-Saison begann die CST Reifen ADAC/DMV Quad Challenge mit einem gelungenen Trainingslehrgang in Hof/Westerwald.

D

er Birkenring in Hof war Anfang Mai das ideale Terrain für einen zum zweiten Mal ausgetragenen Trainingslehrgang für Shorttrack-Quadfahrer und solche, die es werden wollen. Sowohl gestandene Vierrad-Drifter als auch absolute Beginner konnten teilnehmen und für den Schnupperkurs für Anfänger waren sowohl Leih-Quads als auch qualifizierte Instruktoren vorhanden. Mehr als 30 Fahrer kamen nach dem langen Winter bei Kaiserwetter in den Westerwald. Neun

Alle Teilnehmer am Shorttrack-Lehrgang im Westerwald waren begeistert

Termine CST Reifen ADAC/DMV Quad Challenge 1./2.6. 23.6. 30.6. 27./28.7. 3./4.8. 15.8. 17.8. 31.8./1.9. 28./29.9.

Homberg/Ohm Hof/Westerwald Diedenbergen Alsfeld-Angenrod Melsungen Nandlstadt Marienbad/CZ Nidda Bad Hersfeld

DMV INSIDE 2/2013

Kids, die noch keine Shorttrack-Rennerfahrung haben, ließen sich diese Chance nicht entgehen und fanden in Joachim Liebl (MEFO Sport) einen fachkundigen wie einfühlsamen Instruktor. Für die Erwachsenen war Heinz Brandt vom HB Quad Racing Team zuständig. Spontan entschieden einige Kids (bzw. die Eltern), dass dieser Samstag der Beginn einer (vielleicht großen) Rennkarriere war. Eigenwerbung des MSC Hof. Der MSC Hof unter der Leitung von Frank Theis und Jens Westermann hatte die Bahn hervorragend präpariert und bis genau um 17.00 Uhr wurden hunderte von Runden gedreht – ohne einen einzigen Sturz oder Ausrutscher. Hier machte der MSC Hof im

DMV beste Eigenwerbung für den 2. Lauf zur CST Reifen ADAC/DMV Quad Challenge auf seiner Sandbahn am 23. Juni. Der AMCC Heringen musste nämlich seine für den 11. August geplante Veranstaltung aus vereinsinternen Gründen absagen und dafür wurde mit Hof/Westerwald schnell mehr als adäquater Ersatz gefunden. Es bleibt also bei neun Rennveranstaltungen, bei denen, mit Ausnahme von Marienbad (keine Schülerklassen), stets alle Klassen am Start sind. Auf der Speedwaybahn im Rhein-Main-Stadion des MSC Diedenbergen im DMV betritt die Quad Challenge 2013 (am 30. Juni) ebenso Neuland wie bei ihrem Auftritt in Bayern am bayerischen Feiertag 15. August auf der superschnellen Grasbahn in Nandlstadt. Beginnen wird der Drift 2013 aber am ersten Juni-Wochenende bei einem Quad-Veranstalter der ersten Stunde: Im Speedwaystadion Ohmtal auf der Speedwaybahn in Homberg/Ohm starten alle sieben Klassen, von der Schülerklasse ab 6 Jahren bis zur offenen MEFO-Sportklasse mit mindestens 50 Teilnehmern. TEXT UND FOTOS: THOMAS SCHIFFNER www.shorttrack-online.de.de

Joachim Liebl (rechts hinten) kümmerte sich exklusiv um die Kiddies


MOTORRADSPORT

Motorrad-Biathlon

Frühlingsanfang in Berlin/Brandenburg Marcel Jüngling vom MC Labusa/ Team Zschopau war in der Klasse 2 mit seiner MZ gut in Form

A

m 13. und 14. April trafen sich im südbrandenburgischen Alteno 124 bzw. 110 Biathleten aus Berlin und Brandenburg, aber auch Gäste vor allem aus Sachsen und SachsenAnhalt zum Saisonauftakt 2013. Ungemütlicher, böiger und nasskalter Wind fegte am Samstag über die Strecke, eisige Kälte ließ einige Motorsportler nachts nicht schlafen und am Sonntag bereits um 06:00 Uhr über den Platz hüpfen, um sich aufzuwärmen. Aber dann, am Sonntag – endlich Frühling. Und es war nicht nur Saisonauftakt, sondern gleichzeitig auch ein Test für die diesjährige Deutsche DMV-Meisterschaft im Motorrad-Biathlon. Ausgetragen wird sie eben hier in Alteno unweit von Luckau. Ausrichter ist der MC Lebusa, der übrigens im Jahr 1992 auch als Veranstalter der allerersten damals noch DMVCup genannten Meisterschaft auftrat. Streckenerweiterung für DM. Über das Gelingen der diesjährigen 15. Meisterschaft (zählt man die Cups mit, ist es ja eigentlich die 22.) muss sich wohl niemand ernsthaft Gedanken machen. Das hat der MC Lebusa im April bewiesen. Und wer bei der Siegerehrung am Sonntag aufmerksam

zugehört hat, dem dürfte nicht entgangen sein, dass die Strecke zur DM noch erweitert wird. Sieht man von den Gästen ab, gab es keine großen Überraschungen im Fahrerfeld und bei den Platzierungen. Sören Vollhardt fehlte leider; er war wohl anderswo auf Strecke. So wird ihm also auch in diesem Jahr der Durchmarsch nicht gelingen. Interessant die Platzierungen in den Klassen 2, 5 und 6. Hier belegten am Samstag Marcel Jüngling aus Zschopau den 2. Platz (Klasse 2), Florian Görner (ebenfalls Zschopau) den 1. und Ken Meier aus Burgstädt den 2. Platz (beide Klasse 5). Am Sonntag konnte Ken Meier sogar Platz 1 erkämpfen, ebenso wie Kai Fröhner (MX Grünberg) in der Klasse 6. Alle Ergebnisse und Fotos sowie alle Informationen zur 15. Deutschen DMV-Meisterschaft gibt es auf der Biathlon-Internetseite. TEXT UND FOTOS: STEFAN SCHMIDT www.motorrad-biathlon.de

Wichtige Regelwerksänderungen

Die Veranstaltung in Alteno war nicht nur BiathlonSaisonpremiere, sondern auch viel versprechende Generalprobe für die Deutsche DMV-Meisterschaft 2013.

Nico Schicho vom MSC Jugend Lübbenau in der Jugendklasse 1

René Hammerl vom MC Karow startete in der Klasse 6

In bisher einmaliger Form musste der Motorrad-Biathlon-Ausschuss (MBA) innerhalb der Saison sowohl die Rechtsordnung als auch die Rahmenausschreibung zum Motorrad-Biathlon anpassen. Die Rechtsordnung sprach bisher ein absolutes Nachtankverbot aus. Die jetzt erfolgte Änderung ist eigentlich nur eine Anpassung an die Rahmenausschreibung. In dieser ist das Nachtanken unter gewissen Voraussetzungen erlaubt, nämlich dann, wenn der Veranstalter eine entsprechende Tankzone einrichtet. Die zweite Änderung ist wesentlich gravierender. Sie bezieht sich auf den in der Rahmenausschreibung beschriebenen UnfallVersicherungsschutz und hebt eben diesen für Fahrer mit DMSB-Lizenz auf. Das heißt, nur DMV- und ADMV-Adventure-Mitglieder sind beim Biathlon durch ihre Verbandsmitgliedschaft auch unfallversichert. Alle übrigen Teilnehmer inklusive von Inhabern einer DMSB-Lizenz müssen eine Tagesunfallversicherung erwerben. Ursache hierfür ist schlicht, dass die Lizenz im lizenzfreien Sport nicht greift. Näheres auf www.motorrad-biathlon.de. STS

31


32

DMV-Leistungsangebot Die Mitglieder des DMV haben Zugriff auf ein attraktives Leistungspaket im Bereich Motorsport und rund um ihr Fahrzeug.

Motorsport 

Interessenvertretung

Durch unseren hervorgehobenen Status im DMSB sind wir der ideale Vertreter der Interessen unserer Sportler/innen und Veranstalter. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen des DMV in den Gremien des DMSB setzen sich für SIE ein.

Unfallversicherung für jedes DMV-Mitglied

Versicherungsschutz speziell für Vereine und Verantwortliche in den Vereinen

Information

Diverse Vergünstigungen

Auf Antrag:

Automatisch bei Motorsportunfällen innerhalb genehmigter Veranstaltungen. Kostenfrei im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft.

Veranstalterhaftpflichtversicherung incl. Funktionärsversicherung, Zuschauerunfallversicherung, Unfall-Zusatzversicherungen, Trainingsgelände-Versicherung.

Die Mitgliederzeitschrift INSIDE, die Sie in den Händen halten, erscheint 4x jährlich mit der Möglichkeit zur Schaltung von kostenfreien Privatanzeigen sowie einer Vergünstigung für Vereine und bei Firmenmitgliedschaften. Aktuelles aus der Welt des Motorsports, von den Vereinen, gibt es für Mitglieder und Interessierte ständig im Internet unter www.dmv-motorsport.de und außerdem auf Facebook, Twitter und dem eigenen DMV-YouTube-Kanal. Nachlässe bei Lehrgängen, Zeitschriften-Abos, Ausrüstung, Hotelbuchungen/Urlaubsreisen etc., zum Beispiel • 10% Rabatt auf alle Fahrtrainings der Fahrsicherheitszentren Nürburgring und Hockenheimring für Auto- und Motorradfahrer. • SPEEDWEEK Angebot Jahresabo für 66,– € • MOTORSPORT aktuell Angebot Jahresabo für 74,– € • Preiswertes KFZ-Leasing: viele Marken und Modelle ohne Anzahlung inkl. KFZ-Steuer und Versicherung (beschränkt auf Sportler und Offizielle)

Das Auto-Angebot des DMV 

Lizenz-Gebühr ermässigt

Mitglieder erhalten bei Bezug ihrer DMSB-Lizenz über den DMV bis zu 50,– € „Rabatt“. Der DMV-Ausweis gilt bei vielen Breitensportveranstaltungen als Lizenz und Voraussetzung zur Teilnahme.

KFZ_Rundum-Paket

www.ass-team.net Auslandskrankenversicherung Rechtsschutzversicherung

Mit Ihrem Mitgliedsbeitrag von nur 49 € pro Jahr erhalten Sie unseren Mobilitäts-Service rund um die Uhr – 24 Stunden. Als DMV-Mitglied profitieren Sie von einem breiten Leistungsspektrum und zahlreichen weiteren Vorteilen rund ums KFZ. Es erwarten Sie u. a. folgende Leistungen: 1. DMV-Pannen-Service

Durch einen Vertrag mit dem AvD steht den Mitgliedern, je nach Status, unter der DMV-Notrufnummer 069-695002-22 der komplette Service des Automobilclubs von Deutschland zur Verfügung. Das bundesweite Netz der Hilfsfahrzeuge umfasst über 2000 Fahrzeuge. Ob per Telefon oder von allen Notrufsäulen aus: es genügt, auf die DMV-Mitgliedschaft hinzuweisen und unter Nennung des Namens und der DMV-Mitgliedsnummer Unfall- oder Pannenhilfe herbeizurufen. In der Regel ist der Pannendienst in ca. 30 Minuten bei Ihnen und macht in 87 % aller Fälle Ihr Fahrzeug wieder vor Ort flott. Andernfalls wird Ihr Fahrzeug zur nächstgelegenen Werkstatt abgeschleppt, und dies ohne Kostenbeschränkung. Dieser Service gilt auch für Krafträder über 50 cm3 sowie Campingfahrzeuge bis 4 t zulässiges Gesamtgewicht.

DMV INSIDE 2/2013


 Achtung DMV-Notrufnummer bei Panne oder Unfall: 069 - 695 002 22

DMV-Mitglieder erhalten bei Panne oder Unfall über die DMVNotrufnummer kostenlos, schnell und unbürokratisch Hilfe von einem der über 2000 Partnerunternehmen. GUTE FAHRT!

2. Wildschadenbeihilfe

Bei nachweisbaren Unfällen mit Haarwild erhalten Sie eine Kosten-Beihilfe bis zu 200,– €.

3. Mietwagen

Als DMV Mitglied erhalten Sie den günstigsten Tarif beim Mietwagenunternehmen Hertz. Kundennummer CDP 532811.

4. Verkehrsrechtsberatung

Allen seinen Mitgliedern bietet der DMV eine kostenlose und kompetente Verkehrsrechtsberatung (inkl. Fragen zur Unfallregulierung und zum Verkehrsstrafrecht) durch den DMV-Justitiar.

5. DMV-Komplett-Mitgliedschaft (verkehrsschutzbrief)

DMV-Mitglieder können die in ihrer Mitgliedschaft bereits enthaltenen Basis-Leistungen um ein umfassendes Leistungspaket (inkl. Schutzbrief) zur DMV-KOMPLETT-Mitgliedschaft erweitern (siehe unten).

DMV-KOMPLETT-Mitgliedschaft, jetzt umsteigen!

Die zusätzlichen Schutzbrief-Leistungen der DMV-Komplett-Mitgliedschaft sind ein perfekter Mobilitätsschutz für unsere Mitglieder, auch im Ausland.

Großer Service zum kleinen Preis

Den zusätzlichen Mobilitätsschutz bieten wir Ihnen zu einem Sonderpreis von nur 30,– € an, d.h. Sie verfügen über das DMV-KOMPLETT-Paket (z.B. Vollmitgliedschaft und Mobilitätsschutz) zu einem Jahresbeitrag von nur 79,– €. Partner zahlen für den zusätzlichen Mobilitätsschutz nur 15,– €. Weitere Informationen und Anträge auch unter www.dmv-motorsport.de

Eine Auswahl unserer Leistungen KOMPLETT-Mitgliedschaft:

 Unfall-Hilfe  Fahrzeugunterstellung nach Fahrzeugausfall oder -diebstahl,  Schlüsselhilfe  Fahrzeugrücktransport aus dem Ausland  Ersatzteilversand für die Reparatur des Fahrzeugs im Ausland  Medizinische Hilfe und weltweiter Krankenrücktransport  Hilfe im Todesfall  Hilfe bei Dokumentenverlust  Fahrzeugverzollung und -verschrottung  Weiterreise mit der Bahn bei Panne, Unfall oder Diebstahl  Hotelübernachtung bis 75 € pro Person nach Fahrzeugausfall  Mietwagen für sieben Tage zu maximal 60 €/Tag  Rückholung von Kindern nach Fahrerausfall  Medizinische Hilfe – weltweit  Viele Spar- und Servicevorteile

Zusätzlich:  6x jährlich kostenloser Bezug der Zeitschrift autoTEST Enthält umfangreiche Kaufberatungen und Tests sowie einen kompetenten Service- und Ratgeberteil.  Werkstatt-Service Kostenlose Service-Checks, mit denen man viel Geld sparen kann. Wir arbeiten nur mit Unternehmen zusammen, auf die wir vertrauen können: A.T.U, BoschService, CARGLASS etc.  Vorsorge-Service Immer dann für Sie die richtige Adresse, wenn es um Versicherungen oder um eine vom Hersteller bzw. Händler unabhängige Autofinanzierung geht.  Automarkt-Service Kompetente Beratung rund um den Kauf/Verkauf eines neuen oder gebrauchten Fahrzeugs. 24-StundenDeckungskarten-Service.  Reise-Service Vergünstigungen bei renommierten Reiseveranstaltern, Hotels, Ausarbeitung von Reiserouten, Erwerb von Auslandskrankenversicherung, Rechtschutz, Camping-Karten und vieles mehr.


34

DMV Endurance Masters

Halbzeit bei den Langstrecklern

E

s hätte nicht viel gefehlt und der dritte Lauf zur DMV Endurance Masters in Fürstenwalde wäre Opfer der Frühjahrstrockenheit geworden. Doch Petrus hatte mit den Quaddlern Einsicht und öffnete pünktlich in der Nacht vor dem Rennen die Schleusen. „Wenn Waldbrandstufe 4 ausgerufen wird, ist der Wald auf unserem Enduro-Gelände tabu“, erklärt Marko Ludwig, Präsident des veranstaltenden MC Fürstenwalde die prekäre Situation, erleichtert. Der mehrstündige Regen hatte die brandenburgische Sandbüchse gut durchnässt und so für den 3. Lauf zur diesjährigen Endurance Masters beste, und vor allem staubfreie Bedingungen produziert. Dem Nachwuchs eine Chance. Seit dieser Saison haben die Youngster bei Endurance Masters einen neuen Spielplatz gefunden. Das Rennen der 10bis 14-Jährigen dauert 45 Minuten, gefahren wird auf seriennahen 250er und 300er Quads, auf speziell präparierten Claude Schober (2.) Tracks ausgetragen. Die Youngster in der ATV-Klasse sind in zwei Altersklassen aufgeteilt. Bei den „Kleinen” zeigt Jonas Mathias Eitz der Konkurrenz wo es langgeht. Kevin Klimper und Max Loose streiten sich dahinter um die Plätze auf dem Podium. Bei den großen Youngstern ist es vor allem Max Kuba, der mit der W-Tec die Konkurrenz dominiert. In der Meisterschaft führt Jens Fitze. Der Junior des Kawasaki-Piloten punktet konstant und kann sich so gegen die schnellen Kameraden durchsetzen. Spannung bei den Quad-Solisten. Sah es nach den ersten beiden Saison-Einsätzen schon fast nach einem Durchmarsch von Altmeister „Ironman” Michael Grimm aus, so musste der Suhler Kawa-Fahrer in Fürstenwalde die erste Niederlage einstecken. Eine abgebrochene Sitzbank zwang Michael zu mehrfachem Stop und Reparatur. Lange sah es so aus, als ob das Rennen der Tag von Marko Dörfer werden sollte. Der Zeitzer Autohändler setzte sich mit seiner Suzuki vom Rest des Feldes ab. 20 Minuten vor der Zielflagge ereilte Marko der Defekt-Teufel. Neu-Kawa-Treiber André Nowoisky erreichte erstmals in dieser SaiTermine son mit seinem neuen Spielzeug die Zielflagge DMV Endurance und schenkte sich den Tagessieg zum Geburtstag. Platz 2 ging in Fürstenwalde an Marko Fitze, Masters 2013 der sich unauffällig vorgearbeitet und Michael 13.07. Torgau-Neiden Grimm letztendlich hinter sich gelassen hatte. 7.09. Oschersleben Heiße Teamkämpfe. Yamaha-Fahrer Ralf Krüger 5.10. Lübbenau hatte sich vorgenommen nach dem Sieg bei der

Bei der DMV Endurance Masters können sich konditionsstarke Quad- und ATV-Piloten austoben.

DMV INSIDE 2/2013

André Nowoisky holte sich zum Geburtstag den Tagessieg bei den Quad-Solisten GCC auch die Endurance Masters aufzumischen. Ralf Krüger und Sebastian Rasch hatten in erster Linie den Fight gegen Krzysztof Lubosz und Marek Bienek im Focus. Die beiden Polen hatten in den ersten Läufen ordentlich Punkte gesammelt und waren als Klassen-Leader nach Fürstenwalde gekommen. Die RMX-Fahrer Alexander Vogt und Thomas Rust, Sieger der 2011er Masters, feierten an der Spree das große Comeback und liegen mit ihrem Sieg nun mehr nur noch vier Punkte hinter dem in der Meisterschaft Führenden Team Krüger/Rasch auf Platz 3. ATV-Klassen. Jörg Hartung und Alexander Sorge bedauerten trotz Klassensieg bei den ATV-Teams das Fehlen von Konkurrenz. Die starken tschechischen ATV-Fahrer blieben Fürstenwalde fern. Der Sieg in der ATV-Solo-Klasse ging an EnduranceMasters-Neuling Uwe Thiessmann, der sich mit seiner Strampler gegen den Berliner Claude Schober durchsetzen konnte. Frantisek Sima aus Prag wurde Dritter. Sascha Dietz aus Lichtenfels war als Meisterschaftsführender nach Brandenburg gekommen. Obwohl der Franke mit defekter Polaris die Zielflagge nicht sah, konnte Sascha die Meisterschaftführung noch knapp behalten. Halbzeit. Endurance Masters pausiert nun bis zum 13. Juli, wenn es beim MSC Pflückuff auf der traditionsreichen Strecke „Am Österreicher” weitergeht. HANS GEORG VON DER MARWITZ http://endurance-masters.com

Die drei Besten in Fürstenwalde in der Quad-Soloklasse


MOTORRADSPORT

Speedway Pocking

Warten ist bald zu Ende

J

ahrelang konnte der MSC Pocking wegen eines anhängigen Rechtsstreits und der fehlenden Betriebsgenehmigung durch den Landkreis im Rottalstadion keine Speedwayrennen mehr veranstalten. Das Landsratsamt Passau hatte im November letzten Jahres den sofortigen Vollzug der Bertriebsgenehmigung erlassen. Da hiergegen keine Widersprüche aus der Bevölkerung eingingen, plante der MSC Pocking für Ostern 2013 sein Traditionsrennen, einen internationalen Teamvergleich. Doch diesmal machte dem Club nicht ein Nachbar, sondern der Wettergott einen Strich durch die Rechnung: Durch den lang anhaltenden Winter musste der Ostertermin frühzeitig abgesagt werden – wieder kein Rennen! Im April fand dann vor dem Verwaltungsgericht Regensburg der noch anhängige Prozess über den Einspruch einer Nachbarin, die sich durch den Lärm belästigt fühlt, gegen die Genehmi-

gung der Speedwayrennen in Pocking statt. Im Ergebnis darf der MSC Pocking nun an vier bis fünf Tagen im Jahr Rennveranstaltungen durchführen, jedoch ist der Trainingsbetrieb nach wie vor eingeschränkt. „Das Gericht hat sich auf Lärmgutachten gestützt, die sieben bis acht Jahre alt sind. Es liegen jedoch neue Gutachten vor, bei denen die Lärmwerte den neueren FIM-Schalldämpferbestimmungen zugrunde liegen und danach sind die Motorräder bedeutend weniger laut“, erklärt der 1. Vorsitzende Rudi Riermeier die Zurückhaltung des Gerichtes bezüglich des Trainingsbetriebes. Der Club will nun per Widerspruch versuchen, das Gericht zur Korrektur der zeitlichen Festlegungen zu Training und Rennen anhand der neuen Daten zu bewegen. Das an Ostern ausgefallene Rennen soll noch in diesem Jahr nachgeholt werden. THOMAS SCHIFFNER www.msc-pocking.de

Obwohl der leidgeprüfte MSC Pocking auch 2013 das OsterSpeedway absagen musste, werden die Motoren im Rottalstadion bald wieder brummen.

Bald dröhnen im Rottalstadion wieder die Speedwaymotoren Foto: Schiffner

Speedway Diedenbergen

Best Pairs als Saison-Opening

A

m 09. Juni geht es endlich los beim MSC Diedenbergen. Sechs deutsche SpeedwayPaare suchen Ihren Meister. Auch die Junioren sind wieder mit am Start. So spät wie in diesem Jahr hat der MSC Diedenbergen wohl noch nie seinen Auftakt in die Speedwaysaison gegeben. „Nach den Turbulenzen im Winter und der Absage an die Bundesliga war uns aber schnell klar, dass wir für den Saisonauftakt etwas mehr Zeit benötigen“, so Rennleiter Markus Ax. Die Verantwortlichen mussten sich nach alternativen Formen für attraktives Speedway umschauen und wurden mit einem deutschen VereinsPaarvergleich fündig. „Mit diesem Paarvergleich schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe“, so der 2. Vorsitzende Stefen Grell. „Zum Einen

gibt es solch einen Wettbewerb deutschlandweit nicht. Auch andere Veranstalter fahren Paarvergleiche aus, dann aber mit mehreren Paaren aus einem Verein, oder gleich ganz clubintern.“ Der MSC Diedenbergen hat nun Paare aus sechs deutschen Vereinen zu sich ins Rhein-Main Stadion geladen. Dabei treffen die Paare aus Landshut, Wittstock, Brokstedt, Stralsund und Wolfslake auf die Vertreter der Diedenbergen Rockets. Mit Kai Huckenbeck, Erik Pudel und Max Dilger haben bereits arrivierte deutsche Fahrer ihr Kommen zugesagt. Bereits am Vormittag werden wieder die Junioren in den Klassen A, B und C sowie der B-Lizenz starten. Start Hauptrennen ist 14 Uhr. STEFAN GRELL www.msc-diedenbergen.de

Kai Huckenbeck ist beim Paar-Speedway in Diedenbergen am 9. Juni am Start Foto: Daniel Sievers

Nationalteam gescheitert Nach zwei erfolgreichen Qualifikationen für den Speedway World Cup, die offizielle Team-WM, in Folge, scheiterten die Mannen vom Nationalmannschafts-Coach René Schäfer im Mai in der Qualifikationsrunde im lettländischen Daugavpils: Martin Smolinski, Kevin Wölbert, Tobias Busch und DMV-Fahrer Max Dilger wurden hinter Lettland und Slowenien Dritte, hätten das Rennen aber gewinnen müssen. Schäfer musste auf Christian Hefenbrock (EM-Start) und Tobias Kroner verzichten, der ein Bundesligarennen am 1. Mai vorzog. Max Dilger war aufgrund einer nicht auskurierten Verletzung nur ein Schatten seiner selbst. Schon drei Tage zuvor war die deutsche Junioren-Nationalmannschaft in Neustadt/Donau gegen Dänemark (1.) und Australien (2.), vor den USA als Dritter aus der U21-Team-WM ausgeschieden. Ein anderes DMSB-Teamchef Ergebnis war allerdings von den blutjungen Deutschen Valentin Grobauer, Erik und Mark Riss sowie René Schäfer Michel Hofmann gegen die ausländischen Weltklasse-Profis nicht zu erwarten. TS Foto: Schiffner

35


36

Motor Sport Jugend

MSJ Versammlung 2013: Fast drei Tage Das MSJ Meisterehrungs- und Vollversammlungswochenende 2013 im November in Nidda ist mit ausgiebigem Programm über fast drei Tage geplant. Zum ersten Mal in der Geschichte der Motor Sport Jugend wird das Meisterehrungswochenende über drei Tage gehen und findet wie bereits angekündigt am zweiten Novemberwochenende vom 08.11. - 10.11.2013 in der gesamten Stadthalle in Nidda statt. Wie auf der letztjährigen Vollversammlung bereits angesprochen, hat sich der MSJ-Ausschuss dazu entschieden, in diesem Jahr das Wochenende bereits Freitagabend mit einer Art Jugendforum starten zu lassen. Dieser Abend soll dazu dienen, den Vertretern der Ortsclubs, Jugendleitern, aber auch Sportlern die Möglichkeit zu bieten, Erfahrungen aus den Bereichen der Vereins- und Jugendarbeit, Sport- und/oder Vereinsförderung oder auch nur allgemeine Erfahrungen auszutauschen. Auf die wichtigsten Fragen wird sich der MSJ-Ausschuss gern im Vorfeld vorbereiten und bittet zu diesem Zweck, alle Fragen und Anregungen, die Euch beschäftigen, per E-Mail an den MSJ-Ausschuss zu senden. Im Lauf des Jahres werden wir aus den eingesandten Themen die häufigsten und wichtigsten auswählen und kurze Informationen dazu erarbeiten. Generell verstehen wir diesen Abend aber als „Come-together“, bei dem zwanglos über alle Fragen und Probleme diskutiert werden soll. Schiedsrichterschulung. Am Samstagmorgen ist wieder eine SchiedsrichterschuDMV INSIDE 2/2013

lung geplant, bevor dann am Nachmittag die Sieger der Saison 2013 geehrt werden. Auch hier werden derzeit einige neue Ideen auf Möglichkeiten der Durchführung und Finanzierung geprüft. Unter anderem könnten wir uns vorstellen, dass eine Nachwuchs-Coverband bei den offiziellen Ehrungen unterstützt und danach die Siegerparty, dann im kleinen Saal, mächtig anheizt. Der Sonntag steht dann wieder ganz im Zeichen des Sports und der MSJ-Verwaltung. Morgens werden wir, in diesem Jahr wieder etwas länger und strukturierter, die beiden Sportsitzungen abhalten, bevor im Anschluss alle dazu eingeladen sind, an der MSJ-Vollversammlung teilzunehmen und

die Weichen für die Saison 2014 zu stellen, um so aktiv die MSJ mitzugestalten. Der genaue Zeitplan und die satzungsgemäße Einladung wird in der nächsten Ausgabe der DMV-INSIDE veröffentlicht. Wie immer würden wir uns über Kommentare, Unterstützungen und Anregungen freuen. RALF FRACHE, MSJ-VORSITZENDER www.msj-motorsport.de

MSJ auf Twitter

MSJ-Homepage

2013 geht die MSJ-Vollversammlung in die „Verlängerung“ – das Bild mit Robert Lambert wurde 2012 in Nidda aufgenommen


MSJ

Speedy trifft …

Wilhelm A. Weidlich

I

n der Rubrik „Speedy trifft...” möchten wir Euch wieder den Motorsport der „Großen“ und die dahinter stehenden Macher etwas näher bringen. Daher wollen wir interessante Mitglieder, Fahrer oder Funktionäre des DMV treffen und ihnen ein paar Fragen zu ihren Jobs, ihren Veranstaltungen oder einfach, ihrer erlebten Motorsportgeschichte stellen. Speedy: Herr Weidlich, welches sind die Hauptaufgaben des Präsidenten des DMV? Wilhelm Weidlich: Generell gesagt, die Führung des Verbandes, das heißt für mich: Zusammenführen der Kräfte im DMV und sie auf eine Linie bringen. In der Praxis sieht das derzeit so aus, dass ich mit meinen Präsidiumskollegen auch geschäftsführende Aufgaben übernehme und mich dabei auf die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter stützen kann. Im Grunde ergibt sich die Arbeit aus dem, wozu man verpflichtet ist und was man für seine Mitglieder tun kann und will. Dabei helfen Satzungen, Ordnungen, natürlich die Gremien, und – nicht zu vergessen – Ideen.

ckenkenntnis war das für mich mit meiner 1000er Kawa wie ein Blindflug, ein echtes Abenteuer, und als ich danach allein weitere Runden mit gleichem Tempo drehte, war ich einmal zu schnell. Es folgte ein fürchterlicher Abflug, den ich, aber nicht die Maschine, unverletzt überstanden habe. Welche sportlichen Ziele würden Sie gern als Präsident im DMV noch in Angriff nehmen? Im DMV, mit seiner Vielfalt an Disziplinen und Interessen, ist es wichtig, sich Schritt für Schritt und in allem, was man tut, zu verbessern. Das gilt für kleine und große Veranstaltungen und Meisterschaften. Mehr Highlights unter der DMV-Fahne wären schön.

Wie sind Sie eigentlich zum Motorsport gekommen und seit wann sind Sie Mitglied im DMV? Interesse am Motorsport hatte ich schon immer, Mitglied im DMV bin ich seit 1975. Sie waren früher auch schon mal für den DMV tätig. Wann und in welcher Position waren Sie tätig? Ich war ab 1974 im DMV angestellt, bald danach kam die Übernahme der Geschäftsführung des Verbandes und im Laufe der Zeit von insgesamt vier verschiedenen, erfolgreich geführten „Töchtern“ (GmbHs) mit unterschiedlichsten Aufgaben, alle zum Nutzen des Verbandes. Waren oder sind Sie auch aktiver Motorsportler, also fahren oder fuhren Sie bei einer Disziplin schon als Teilnehmer mit? Ich habe mich auf schnelle Privatfahrten auf Rennstrecken beschränkt und dabei sogar etwas Lehrgeld bezahlt. Karl-Heinz Jung hatte mich einmal eingeladen, hinter ihm im Abstand von 5 bis 10 Metern die Nordschleife zu umkurven; ohne Stre-

Name: Wilhelm A. Weidlich Alter: 61

Familienstand: verheiratet Beruf: Selbstständig

Im DMV: Ehrenamtlich Präsident des DMV

Welche Veranstaltung in all Ihren DMVJahren war persönlich für Sie die schönste Veranstaltung oder Serie? Mehrere: Die WM-Läufe in allen Disziplinen, die ich mit organisierte, die DTM, die Deutschland Trophy …. – es gibt dermaßen viele positive Erinnerungen an das gemeinsam Erlebte und keine möchte ich missen.

Was halten Sie für den größten Vorteil des DMV im Vergleich zu anderen Motorsportverbänden? Wer den Motorsport von der Pike auf betreiben oder erleben will, ist beim DMV und seinen Ortsclubs bestens aufgehoben – ich sage mal: Zweirad, Vierrad, Motocross, Kartsport – die Palette ist riesig. Aber wer sich engagieren will, also für andere was tun möchte, sich aufs Organisieren versteht, ist immer willkommen. Verbandsseitig stellen wir das Know-how und einen Packen an Dienstleistungen; alles Vorteile, die bei uns schnell und unkompliziert bereit stehen. In welcher Beziehung stehen Sie zur MSJ? Aktuell – sie ist eine der am besten funktionierenden „Abteilungen“ unseres Verbandes und ihre Funktionäre und vor allem Mitglieder sind, das wissen wir alle, dessen Zukunft. Rückblickend – ich bin eine der ersten Stunden der MSJ, war ihr Jugendsekretär, später deren Schatzmeister und habe auch als Geschäftsführer des DMV die MSJ unterstützt, wo es nur ging, auch aus oben genanntem Grund. Eine Trennlinie zwischen Verband und Jugendabteilung hat es nie gegeben und kann es auch nie geben. Welche Hobbys außer Motorsport haben Sie? … die so genannten weißen Sportarten, aber auch Fußball, und, weil mein Sohn im örtlichen Verein spielte, war ich auch Fußballtrainer. Und dann das Übliche: Reisen, Lesen, Familie ... Gibt es eine Veranstaltung, bei der Sie gern mal aktiv teilnehmen würden? Der Iron Man auf Hawaii. Vielen Dank!

37


38

† Werner Fellhauer Die MSJ ist schockiert über den tragischen Tod von Werner Fellhauer. Der Motorsport verliert damit, plötzlich und völlig unerwartet, einen großen Kämpfer und Organisator aus dem Bereich des Quadsports, dem auch und gerade der Nachwuchs und dessen Förderung sehr am Herzen lagen. Werner Fellhauer gehörte zu den Gründern und Initiatoren der Bavarian Quad Challenge (BQC) und war dort, bis zum Schluss, Mitglied im engsten Organisationsteam um Steffi Bär. Seit Ende 2011 bekleidete er außerdem im MSJ-Ausschuss die Position des MSJ Quad-Beauftragten (Enduro/Cross-Country). Seiner Familie, seinen Freunden und Bekannten sprechen wir unser tief empfundenes Beileid aus.

Renault Testfahrten für Kart Championship Sieger

An Tagen wie diesen … Ein Tag, den die beiden Sieger in der DMV Kart Championship 2012, Mario Ljubic (17 Jahre) und Christian Hillebrand (17), so schnell nicht vergessen werden: Im Rahmen der dreitägigen Renault-Tests hatten beide Klassensieger die Fahrten in einem Formel Renault gewonnen. Pünktlich um 8.00 Uhr trafen sich die beiden Gewinner im Motodrom in der Box 26. Da stand er nun, der grüngelbe For-

Einsteigen und anschnallen, dann ging es los. Mario und Christian mussten erst mal langsam sich an den Boliden gewöhnen, denn es war sehr kalt im Motodrom, sogar Minusgrade waren an diesem Tag die Regel. Die Slickreifen kamen nicht auf die nötige Temperatur. Im Laufe des Tages gewöhnte man sich dennoch an den Renault und es fing auch an, Spaß zu machen. Natürlich blieben da auch einige Dreher nicht aus.

mel Renault vom Team Keese Motorsport. Teambesitzer Michael Keese hatte den Rennwagen nach Hockenheim gebracht und für die beiden Jungs vorbereitet. Nach einer kurzen Einweisung ging es dann um 9.00 Uhr auf den Grand-Prix-Kurs. Man brauchte erstmals viel Gefühl für den Formel Renault, denn es ist eben doch eine andere Fahrweise als mit einem Rennkart.

„Es war ein sehr großer Leistungsunterschied, der sich sehr schnell bemerkbar machte“, erwähnte Christian Hillebrand. Das Formel-Auto hat etwa zehnmal mehr PS als das Kart und die doppelte Höchstgeschwindigkeit, etwas anderes Fahrgefühl als bei meinem Kart. Dazu kommt noch, dass man sich nicht wie im Kart bewegen und mit dem Körper arbeiten kann, son-

dern fest im Cockpit sitzt. Alles in allem war dieser Tag eine sehr positive Erfahrung und ich konnte viele wertvolle Erkenntnisse für meine Zukunft gewinnen“, meinte Christian Hillebrand. Mario Ljubic hatte sich ebenfalls sehr gefreut über die Testfahrt. Sein Traum war es, einmal, einen Formel-Rennwagen zu steuern. „An dem Tag war ich ziemlich aufgeregt und nervös, da ich in so einem Formel Renault noch nie gesessen und gefahren bin“, erwähnte Mario. „Nach der ersten Fahrt war ich nicht so begeistert, da es ein großer Unterschied ist, von einem Kart zu so einem Formel-Auto. Bei dem Renault braucht man sehr viel mehr Konzentration und Gefühl, da der Formel Renault viel schneller ist als ein Rennkart. Es waren an diesem Tag 37 Formel-Piloten auf der Strecke.“ Am Nachmittag war Mario begeistert, da er das Fahrzeug schon in den Griff bekommen hatte und die Zeiten sind viel besser geworden. Er wollte seine Zeiten nochmals verbessern und versuchen noch einen Tick schneller zu fahren, aber leider ist er nicht mehr dazu gekommen, da Christian Hillebrand durch einen Unfall das Fahrzeug so beschädigt hatte, dass es nicht mehr fahrbereit war. „Ich würde gerne nochmal so eine Testfahrt mitmachen und würde sogar gerne Rundstreckenrennen fahren“, meinte Mario Ljubic. TEXT UND FOTO: FRANZ HOFFMANN

Hier könnten Eure Informationen stehen! Bitte sendet uns Eure Artikel, Berichte oder Ankündigungen, die die Jugendarbeit, also die MSJ in Eurem Club betreffen und einer breiten Öffentlichkeit, nämlich allen DMV Mitglieder, bekannt gemacht werden sollen. Wir würden diese gern hier – aber auch auf unseren anderen Medien wie z.B. Homepage, Facebook etc. – veröffentlichen. Wir freuen uns auf Eure Einsendungen. Der MSJ-Ausschuss E-Mail:inside@msj-motorsport.de www.msj-motorsport.de DMV INSIDE 2/2013


CLUBS

MSC Lehesten

MSC Schönbuch

Es ist jedes Jahr das gleiche Ritual. Wenn im September/Oktober die letzten Rennen stattgefunden haben, werden die MotocrossMaschinen entweder verkauft oder für die nächste Saison eingemottet. Dann beginnt die lange Winterpause. Für den Motorsportclub Lehesten ist aber auch im Winter Saison. Die Thüringer veranstalten dann nämlich ein Skijöring-Rennen. Was insbesondere in den südlichen Landesgruppen etabliert ist, stellt in Mitteldeutschland doch etwas Besonderes dar. Beim Skijöring handelt es sich um Rundstreckenrennen, bei dem ein Skifahrer am Halteseil hängend von einem Moto-Cross-Motorrad gezogen wird. Für einige Athleten ist dieses Rennen eine feste Größe im Jahreskalender und auch die Zuschauer kommen mittlerweile aus einem immer größeren Umkreis. Natürlich ist man auch in der Wintersportregion Thüringer Wald auf Schnee angewiesen, aber in diesem Jahr waren die Bedingungen perfekt. Mehrere hundert Zuschauer. Nach einem Zeittraining, das als Grundlage für die Einteilung in zwei Gruppen diente und den anschließend gefahrenen Vorläufen, bei denen nach dem Prinzip „Jeder gegen Jeden“ gestartet wurde, entschieden sechs Hauptrennen die Platzierungen, wobei jeweils zwei Teams gegeneinander fuhren. Mit am Start auch die zweimaligen Gewin-

Bei frühlingshaftem Wetter konnten 95 Teilnehmer begrüßt werden. Es war der 1. Lauf zur DMV-Jugendkartslalom-Meisterschaft der Region 4, der Landesgruppen-Meisterschaft Baden-Württemberg und zur Meisterschaft des Schwäbischen Automobilclubs. Die Veranstaltung verlief zügig und reibungslos. Der MSC Schönbuch dankt der Firma Haka Kunz GmbH dafür, das sie den Platz zur Verfügung gestellt hat, den Firmen Rieth und Klettner, Getränke Rebmann, Ritter Sport und Autohaus Briem, Plattenhardt und Leinfelden für ihre Unterstützung. Die beiden Tagesbesten waren Britta Maier vom MSC Göge und Patrick Riesch vom UMC Ulm. BRIGITTE OLAYNIG www.msc-schoenbuch.de

Skijöring als Winterattraktion

Jugendkartlauf in Waldenbuch

MSC Michelbacher Hütte

Riesen-Auftakt zur 3-Stunden-Enduromeisterschaft

Riesen-Winterspektakel: Skijöring im Thüringer Wald

Der MSC Michelbacher Hütte konnte zum Saisonauftakt zur IGE (Interessen Gemeinschaft Enduro) 3h-Enduro-Meisterschaft 2013 ein riesiges Starterfeld bei bestem Wetter in Aarbergen begrüßen. Auch Landrat Burkhard Albers zeigte große Begeisterung. Wie bereits in der Vergangenheit überreichte er bei den Siegerehrungen am Sonntag die Pokale an die Sieger. Er sprach auch noch ein großes Lob für die Top-Organisation und Durchführung an den Veranstalter aus. Schließlich repräsentiert der MSC Michelbacher Hütte schon seit nunmehr 19 Jahren nicht nur den Verein, sondern auch die Region „Aarbergen“ in ganz Deutschland und sogar auch über die Landesgrenzen hinaus. Damit stand der Landrat nicht alleine, denn im Rennbüro häuften sich die Lobesworte auch von den Fahrern. Bitte umblättern

ner des Pokals U. Falten (TM 300) und K. Schwarz (Skifahrer) aus Lehesten, die sich diesmal nur im Mittelfeld und vor ihren Vereinskollegen J. Scherbel (Kawasaki KX250F) und E. Müller wieder fanden. Den Sieg machten die Pokalsieger aus 2011 (im letzten Jahr war die Veranstaltung wegen Schneemangels abgesagt worden) Ramon Kessel/Florian Zimmermann (beide MC Lehesten) und T. Hauptlorenz (Wittgendorf)/Benjamin Kühn (Eyba) unter sich aus, wobei die Lehestener auf ihrer Kawasaki mit einigen Sekunden Vorsprung ins Ziel kamen und sich damit erneut den Wanderpokal sicherten. Mehrere hundert Zuschauer sahen spannende Rennen und waren voll des Lobes für die Organisation. Auch ein Filmteam des ZDF begleitete die Veranstaltung, denn Skijöring ist eben doch etwas anderes. TEXT UND FOTOS: M. LEHMANN www.mc-lehesten.de

Siegerehrung Damenklasse mit Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises Burkhard Albers

39


40 Der MSC habe so eine wunderschöne Endurostrecke und eine sehr gute Organisation. Aus diesem Grund sagten die meisten Fahren schon die Teilnahme im nächsten Jahr zu. Natürlich hatte in diesem Jahr auch das Wetter einen großen Anteil am Gelingen der Veranstaltung. Der Saisonauftakt wäre eigentlich in Wolfhausen gewesen. Dieser Club musste aber wegen Schnee und Eis abgesagen. So kam der MSC Michelbacher Hütte zum Saisonauftakt. Auch vom Veranstalter gingen zahlreiche Fahrer an den Start. Einer der Top-Fahrer des MSC, Steffen Kaiser, war nicht dabei, weil der 1. Lauf der MX2-125ccm-Hessencup zeitgleich anstand. Philipp Kloos hatte in seiner Meisterschaft (MSR) kein Rennen und fuhr mit einem Freund in der Team-Klasse. Er belegte den 7. Platz. Eines der größten Enduros. Alle weiteren Platzierungen können auf der neu gestalteten Vereins-Internetseite eingesehen werden. Der Vorstand möchte sich auf diesem Weg bei allen Beteiligten – ganz besonders bei den Streckenposten sowie dem übrigen Funktionspersonal recht herzlich für das Engagement bedanken. Es macht einen Höllen-Spaß mit einer Truppe von über 60 Helfern so ein großes Enduro-Event durchzuziehen. Diese Veranstaltung gehörte zu den größten in Aarbergen. Am 15. und 16. Juni 2013 heißt es wieder „Ready for Race“. An diesem Wochenende ist der Motocross-Hessencup zu Gast in Aarbergen-Kettenbach. Bei der 30. Auflage wird wieder spektakuläres Motocross in unterschiedlichen Klassen geboten. Es gibt einige Neuheiten (Sprünge und Tables) zu bestaunen. TEXT UND FOTO: FRANK BEHRENDT www.msc-michelbacher-huette.de

sich an diverse Veranstaltungen und Ereignisse zurück erinnern und die zahlreich vertretenen jungen MSCler staunten, was ihr Verein schon alles in seiner Geschichte gemacht und erlebt hat. Ehrungen durch Jochen Lindner. Ehrenpräsident Jochen Lindner ehrte im Anschluss an die Rückschau einige langjährige DMV-Mitglieder und zeichnete diese mit den entsprechenden Ehrennadeln aus. Eberhard Riedel, der bereits seit 60 Jahren dem Verband angehört, wusste zu berichten, dass es ihm nicht bewusst war, welch lange Zeit er schon dabei sei. Frank Hartauer wurde für 30 Jahre mit der silbernen Nadel und Andreas Heißinger sowie Klaus Rossdeutscher für 20 Jahre Mitgliedschaft mit der bronzenen Ehrennadel des DMV ausgezeichnet. Neben dem offiziellen Teil wurden im Umfeld des Clubheimes des MSC Gefrees-Fichtelgebirge die Wettbewerbsfahrzeuge der aktuellen und auch der ehemaligen Aktiven des Clubs ausgestellt. Zahlreiche Helfer sorgten im und am Clubheim für das leibliche Wohl und immer wieder neu hinzu gekommene Gäste nutzten die Gelegenheit, sich nach längerer Zeit mal wieder über alte und neue Erlebnisse auszutauschen.

MSC Gefrees-Fichtelgebirge

60 Jahr Jubiläumsfeier Mit einem „Tag der offenen Tür“ und einer Feierstunde feierten die Mitglieder und Freunde des MSC Gefrees-Fichtelgebirge dessen 60-jähriges Bestehen. MSC-Vorstand Uwe Liebig konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, allen voran den Ehrenpräsidenten des DMV, Jochen Lindner und den langjährigen Vorsitzenden des MSC Gefrees, Fritz Kreuzer. In einer Rückschau auf 60 Vereinsjahre, die mit zahlreichen Bildern aus der Gründerzeit und den Jahrzehnten danach untermalt war, ließ Uwe Liebig die Ereignisse Revue passieren. Viele der anwesenden älteren Mitglieder konnten

Die Ehrungen für die langjährigen DMV-Mitglieder gehörten zum Programm der Feierstunde zum 60-jährigen Bestehen des MSC Gefrees-Fichtelgebirge DMV INSIDE 2/2013

Die neu gewählte Vorstandschaft des MSC Gefrees-Fichtelgebirge. Vorn v.l. Erwin Wesinger, Daniel Liebig, Birgit Liebig, Frank Hartauer und Hans-Rainer Jung. Hinten v.l. Antonin Ockan, Corinna Maisel, Kai Feulner und Uwe Liebig

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen Auch in seinem 60. Vereinsjahr kann der MSC Gefrees-Fichtelgebirge auf eine Vorstandschaft bauen, die sich aus jungen Nachwuchskräften und erfahrenen Mitgliedern zusammensetzt. So war der Punkt Neuwahlen unter der Leitung von Bürgermeister Harald Schlegel sehr zügig über die Bühne gegangen und alle Vorstandspositionen wurden kompetent besetzt. Vorstand Uwe Liebig konnte in seinem Bericht auf ein weiteres erfolgreiches Jahr des MSC Gefrees-Fichtelgebirge zurück blicken, in dem wieder viele Aktivitäten und Veranstaltungen organisiert wurden. Auch Investitionen in das Vereinsinventar und die Nachwuchsarbeit wurden getätigt, so dass man für die kommende Veranstaltungssaison noch besser gerüstet ist. Schatzmeisterin Corinna Maisel wusste wieder einen positiven Kassenbericht abzuliefern und die Revisoren bescheinigten ihr eine einwandfreie Buchführung und der Vorstandschaft umsichtiges Wirtschaften.


CLUBS 21 aktive Trialfahrer. Sportleiter Uwe Goller musste in schriftlicher Form vom Krankenbett aus berichten und musste im Erwachsenensport auf durchwachsene Ergebnisse im Jahr 2012 zurückblicken. Lediglich im Rallyesport konnten Tagessiege und vordere Platzierungen für den MSC Gefrees erzielt werden. Jugendleiter Daniel Liebig dagegen zeigte sich erfreut über die Entwicklung im Nachwuchsbereich und kann derzeit auf 21 aktive jugendliche Motorrad- und Fahrrad-Trialfahrer stolz sein. Als wieder gewählter Vorsitzender gab Uwe Liebig noch eine Vorschau auf die Veranstaltungen des MSC Gefrees-Fichtelgebirge in seinem 60. Jahr. Am 22./23. Juni wird auf dem Gelände „Hügelwiese“ ein Klassik-Trial zum D-Cup 2013 stattfinden. Das traditionelle „Elefantentreffen“ findet am 6./7. September statt und die Deutschen Jugend-Trial-Meisterschaft am 12./13. Oktober markiert den Höhenpunkt und Abschluss der sportlichen Veranstaltungen 2013. Ein reich gefülltes Jahr also, in dem noch zahlreiche kleinere Aktivitäten das Programm des Vereins füllen und auch die Mitglieder ansprechen, die neben sportlichen Highlights auch kameradschaftliches Miteinander pflegen.

DMV Landesgruppe Nordbayern

Letzte Saisonvorbereitungen der Trialfahrer Der MSC Großhabersdorf unweit von Nürnberg hatte ein schneefreies Trialgelände und Sonnenschein zu bieten, als die Trialfahrer des DMV Nordbayern sich zu ihrem Abschlusstraining dort einfanden. Die Landesgruppe Nordbayern hatte einen Trial-Trainingstag organisiert und lud all ihre Fahrer ein, um sich optimal auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Erfahrene Trainer für Motorrad- und Fahrrad-Trial zeigten den Nachwuchssportlern sechs Stunden lang, worauf es ankommt und wie man auf glattem Untergrund mit viel Gefühl Sektionen meistert. Aber auch die theoretische Komponente kam nicht zu kurz. So wurde den Fahrern erklärt, worauf bei der Teilnahme an einem Wettbewerb zu achten ist und welche technischen Änderungen es für die neue Saison gibt. Die Verpflegung übernahm der MSC Großhabersdorf, dessen Vorstandschaft an alles gedacht hatte und die hungrigen und durstigen Kids sowie die mitgereisten Erwachsenen hervorragend verpflegte. Insgesamt ein toller Trialtag, an dem man sich nochmals für die neue Saison fit machen konnte.

Optimale Trainingsbedingungen fanden die Motorrad-Trialfahrer in Großhabersdorf vor

Großer Bahnhof bei der Meisterehrung der besten Clubsportler des BMC

Badischer Motorsport Club

BMC ehrte seine Meister „Ehre wem Ehre gebührt“ hieß es beim Badischen Motorsport Club (BMC) Hockenheim. Der Clubmeister 2012 heißt Frank Koch (Bechtheim). Der BMC hat sein eigenes Wertungsschema erarbeitet, das sich nicht nur mit der Punkteskala des DMSB und der FIM deckt. Er wäre sonst nicht in der Lage, alle Sparten mit Motorrad- und Wagensport zu erfassen, etwa den Veteranensport, die Pocket Bikes oder die Kartfahrer. Wie in den Jahren zuvor erhielten die punktbesten Fahrer je einen Pokal. Die Ehrungen wurden vorgenommen vom Sportleiter Willi Schenkel sowie von Präsident Jörg Bensemann. Unter Leitung vom Jugendtrainer Franz Böhm heimste die Kartjugend wieder viele Pokale, Plaketten, Urkunden und Titel in der Saison 2012 ein. Geehrt, auf die Bühne im Baden-WürttembergCenter gerufen und vom BMC-Sportleiter Willi Schenkel einzeln interviewt wurden Can Böhm (1. Baden-Württembergischer Meister, DMV-Meister im Kartslalom Klasse 2), Maximilian Biedermann (2. Baden-Württembergischer DMV-Meister im Kartslalom Klasse 4 und 3, DMV-Bundesmeister im Superkart-Slalom Klasse 2) und Lukas Friedrich (3. Baden-Württembergischer DMV-Meister im Kartslalom Klasse 4). Can Böhm, Maximilian Biedermann und Lukas Friedrich wurden 2012 Deutsche Meister im Superkart-Slalom in der Mannschaftswertung. Ebenfalls ausgezeichnet mit einem Pokal von der BMC-Kartjugend wurden Sofia Nord, Franziska Lampp, Janik Söhner, Nils Nussert und Justin Henn. Bei den Wagenfahrern wurde Hartmut Bertsch, Pfullingen (452 Punkte Interserie Sportwagen) Erster und Robin Neuert, Darmstadt (346 Punkte, Porsche Historic Challenge) Zweiter. Clubmeister Frank Koch. Die Wertung bei den Motorradfahrern – Erster und damit gleichzeitig Clubmeister: Frank Koch aus Bechtheim (750 Punkte, DMSB Rundstrecke) wurde Deutscher Meister in der DMV-Rundstreckenmeisterschaft in der Klasse bis 250 ccm und Vizemeister in der Internationalen Zweitakt-Königsklasse bis 250 ccm. Zweiter wurde Franz Schulze Sprakel/Walldorf (140 Punkte, Seriensport 750 und 1000 ccm), Dritter Hans-Peter Scherer/ Walldorf (100 Punkte, Deutsche Historic-Klasse) vor Andreas Kling/ Neulußheim (65 Punkte, Seriensport Klasse bis 1000 ccm) und Nicolai Kraft/Hockenheim (45 Punkte, DRC 125 ccm). Alle geehrten Fahrer wurden mit viel Beifall von der Bühne verabschiedet. TEXT UND FOTO: FRANZ HOFFMANN www.bmc-hockenheim.de

41


42

Größter Club im DMV

Der Badische Motorsport-Club (BMC) Hockenheim hielt am 2. März im Baden-Württemberg Center seine Hauptversammlung ab. Das abgelaufene Jahr 2012 war erfüllt mit vielen Sportveranstaltungen und daher auch ein arbeitsreiches Jahr für den BMC, erwähnte Präsident Jörg Bensemann. Er zählte die zahlreichen Veranstaltungen auf, wie die BMC-SportwarteSchulung, Clubtraining für Motorräder, das Bosch Hockenheim Historic – in Memory of Jim Clark – oder die NitrOlympx und das IDM-Finale, um nur einige BMC-Veranstaltungen zu erwähnen. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Finanzen des Vereins sich weiter positiv entwickelt haben. Der BMC hatte Ende 2012 785 Mitglieder und ist somit der größte Club im DMV. Auch der Dachverband des BMC steht nach zwei turbulenten Jahren wieder auf gesunden Beinen und kann mit einem neuen Präsidium in eine hoffentlich gute Zukunft blicken.

auf seinen Antrag hin wurde das Präsidium einstimmig entlastet. Neuwahlen. Sehr schnell verliefen die Neuwahlen. Mit Zustimmung der Hauptversammlung unter der Regie von Schriftführer Herbert Degenhard wurde Jörg Bensemann als Präsident des BMC gewählt. Ulrich Gleich wurde als Schatzmeister in seinem Amt bestätigt. Bei den Revisoren wurden Karl-Heinz Träutlein und Heiner Brunnert für zwei Jahre wieder gewählt. Bei den Ehrungen wurde neben vielen langjährigen Mitgliedern auch Dieter Braun, Motorradweltmeister und Ehrenmitglied des BMC, geehrt. Zu seinem 70. Geburtstag bekam er ein Blumengebinde und einen Reisegutschein von Präsident Jörg Bensemann überreicht. Nach der Ehrung wurde zum Abschluss noch der Vorschlag für den Haushalt für das laufende Geschäftsjahr genehmigt. Zahlreiche Ehrungen. Bei der Jahreshauptversammlung nahmen die Ehrungen einen breiten Raum ein. Zahlreiche treue Mitglieder wurden von Präsident Jörg Bensemann, Schriftführer Herbert De-

Die BMC- und DMV-Nadel mit Kranz und Urkunde (50 Jahre), erhielten: Dieter Frenzel (Sandhausen), Berthold Kief (Hockenheim) und Gerhard Kraft (Hockenheim) Oberbürgermeister Dieter Gummer überbrachte die Grüße der Stadt und erwähnte, dass der Hockenheimring positiv in aller Munde ist. Gummer informierte, dass in diesem Jahr am Ring ein Open Air „The rise of Rock`n Heim“ im August im Motodrom über die Bühne geht. Präsident Jörg Bensemann hatte sich bei dem Vertrag mit der IDM Superbike durchsetzen können und somit wird die IDM im September wieder vom BMC durchgeführt. Das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Stadt, Hockenheimring GmbH und dem BMC soll auch weiterhin praktiziert werden. Sportleiter Willi Schenkel ging näher auf die BMC-Veranstaltungen ein. Er übernahm 2012 die Race Control, dabei wurden alle Veranstaltungen erstmals mit Excel-Dateien erstellt und bearbeitet. Er erwähnte auch das erste Zusammentreffen der drei großen Hersteller bei der DTM wie BMW, Mercedes und Audi und dann die unzähligen kleineren Veranstaltungen, bis schließlich die Formel 1 im Juli auf sich aufmerksam machte. Abgesehen von den üblichen Unannehmlichkeiten, die der Sportwart bei diesem Event ertragen muss, kann man nur ein dickes Lob aussprechen, denn Streckensicherung und alles was darunter zu verstehen ist, wurde exzellent unter Beweis gestellt, meinte Sportleiter Willi Schenkel. Schatzmeister Ulrich Gleich gab den Kassenbericht ab und sein Dank ging an Jörg Bensemann. Er bedankte sich besonders bei BMC-Sekretärin Sabine Tesseraux für die geleistete Arbeit. Revisor Heiner Brunnert bestätigte eine einwandfreie Kassenführung und DMV INSIDE 2/2013

genhard und Sportleiter Willi Schenkel mit Ehrennadeln des BMC sowie des DMV ausgezeichnet. „Ehrungen sind eine Möglichkeit des Clubs, seinen Mitgliedern Danke zu sagen“, erwähnte Bensemann. Mit der Bronzenen BMC- und DMV-Nadel für zehn Jahre Mitgliedschaft und Urkunde wurden geehrt: Arjan Jaho (Hockenheim), Thomas Conrad (Dettenhausen), Jens Dagenbach (St. Leon-Rot), Timoty Dzeyk (Heidelberg), Mark Etz (Neckargemünd), André Föhringer (Sandhausen), Roman Gemar ( Barbelroth), Klaus Grüb (Lampertheim), Petra Höllerich (Kruchten), Christian Joos (Eppingen), Peter Klink (Wimsheim), Jan Lehmann (Rostock), Martin Palinkas (Heidelberg), Christian Rösch (Herrenberg), Ulf Schäfer (Nidda), Raimund Schaffer (Breuberg), Vejdi Tuerker (Kürnbach), Sascha Urban (Wachenheim), Sascha Völsch (Gaggenau), Nathalie Weiss (Hockenheim), Rosita Weiss (Hockenheim), Markus Wennehorst (Dreieich), Gregor Zdebel (Heidelberg) und Roger Zöphel (Mannheim). Die DMV-Nadel in Gold mit Urkunde (25 Jahre) ging an: Harald Bühn (Kronau), Wolfgang Destree (Zornheim), Ronald Dietenhöfer (Sinsheim), Rüdiger Mail (Alzey), Manfred Nord (Speyer), Andreas Renner (Bürstadt) und Erich Hitschfeld (Mannheim). Die DMV-Treuenadel mit Urkunde (40 Jahre) ging an: Herbert Decker (Schwetzingen), Benno Scheuermann (Oftersheim), Werner Schwärzel (Meissenheim) und Claus Thiede (Darmstadt). TEXT UND FOTO: FRANZ HOFFMANN www.bmc-hockenheim.de


CLUBS

Gedenken an Jim Clark

Für den Badischen Motorsport Club (BMC) Hockenheim und die Hockenheimring GmbH ist es Tradition, am Todestag des zweifachen Formel-1-Weltmeisters Jim Clark (1963 und 1965 im Lotus) eine Gedenkminute abzuhalten und eine Blumenschale am Gedenkstein niederzulegen. Jim Clark, einer der besten Rennfahrer der 1960er Jahre, verunglückte vor 45 Jahren am 7. April 1968 in der Nähe der Ostkurve und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Sein rot-weißer Formel-2-Lotus kam aus ungeklärten Gründen von der Strecke ab und zerschellte an einem Baum. Ebenso weilte sein damaliger Mitstreiter Kurt Ahrens in Hockenheim und legte am Gedenkstein ein Blumengebinde hinter der Parabolika nieder. Kurt Ahrens startete ebenfalls in der Saison 1966, 1968 und 1969 in einem Brabham in der Formel 1. Der Braunschweiger begleitete den Schotten Jim Clark damals samstags abends noch ins „Aktuelle Sportstudio“ zu einer LiveSendung nach Mainz. Am Sonntag, den 7. April, starteten beide im Formel-2-Rennen bei Regen in Hockenheim. Weltmeister Jim Clark kam aus der fünften Runde nicht mehr zurück. Die traurige Nachricht kam über den Lautsprecher, dass Jimmy, wie er in Fachkreisen genannt wurde, an der Unfallstelle verstorben war. Man gedachte aber nicht nur Jim Clark, der in Hockenheim verunglückte, sondern stellvertretend allen Rennfahrern, die am Hockenheimring ihr Leben lassen mussten. TEXT UND FOTO: FRANZ HOFFMANN

Der Senior (Bernd Diener) und der Junior (David Pfeffer, links) wurden geehrt

MSC Berghaupten

Senior und Junior errangen die Meistertitel

Bei der Meisterehrung des Motorsportverbandes Baden-Württemberg (MBW) in Malsch bei Karlsruhe konnten Fahrer des MSC Berghaupten als Landesmeister in der Sparte Bahnsport geehrt werden. Bernd Diener (53) und seit 33 Jahren im Bahnsport aktiv und ältester aktiver Fahrer des Clubs errang den Titel als BadenWürttembergischer Meister der I-Lizenz Solofahrer und David Pfeffer (15) als jüngster aktiver Clubfahrer errang den Titel in der Klasse B- und C-Lizenz. Beide Fahrer können auf eine durchwachsene Saison zurückblicken, denn neben großen Erfolgen hatten beide auch Ausfälle und Unfälle zu verzeichnen. So bleibt nur zu hoffen, daß beide in der neuen Saison wieder an die Leistungen des vergangenen Jahres anknüpfen können. HERRMANN ARMBRUSTER

AMC Duisburg

JHV in Duisburg

v. l. Stadtrat Fritz Rösch, Klaus Schwenninger, Sabine Tesseraux und BMC Präsident Jörg Bensemann

Am 26. Februar 2013 fand die Jahreshauptversammlung des AMC Duisburg 1950 e. V. im Clublokal des DSV 98 statt. Nach dem Rechenschaftsbericht des Vorstandes und dessen Entlastung wurde neu gewählt. Der 1. und der 2. Vorsitzende, Robert Lünsmann und Reinhard Walther, wurden einstimmig wieder gewählt. Der Kassierer, Klaus Ellberg stand nicht mehr zur Verfügung, da er in Niedersachsen seinen neuen Wohnsitz hat, ebenso Horst Schuth, der aus Altersgründen seinen Posten als Jugendwart zur Verfügung stellte. Zum neuen Kassierer wurde Thomas Simon einstimmig gewählt, der gleichzeitig weiterhin Pressesprecher des AMC Duisburg bleibt. Bitte umblättern

43


44 Bestätigt wurden ebenso einstimmig Heino Lutz (Sportleiter), Tanja Neumann (Jugendwart) und André Wiechers (Sozialwart). Neu besetzt wurde die Position des 2. Jugendwartes mit Gerrit Pape sowie die des Jugendtrainers, der in diesem Jahr doppelt besetzt wird, mit Marc Flören und Nico Leuchter. Die Position des Geschäftsstellenleiters hat weiter Udo Miehlke inne. Bestätigt wurden der Clubbeitrag und die Sportförderung.

von links: Robert Lünsmann (1. Vorsitzender), Fabian van Triehl, Michael Bohrer, Heino Lutz (Sportleiter), Nino Leuchter, Tanja Neumann, Dennis Teigelkamp Foto: AMC Duisburg

Der Vorstand: Gerrit Pape, Marc Flören, Tanja Neumann, Nico Leuchter, Robert Lünsmann, Heino Lutz, Thomas Simon, André Wiechers, Reinhard Walther Bei den sportlichen Aktivitäten wird der AMC Duisburg im Bereich Kartsport bei den NRW- und DM-Läufen starten. Im Automobilslalom wird ein Club-Polo eingesetzt, vorbereitet von Heino Lutz und in der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wird Michael Bohrer wieder mit einem Peugeot an den Start gehen und alle Läufe bestreiten. TEXT UND FOTO: YS/MOTORRACEPICS.DE www.facebook.com/amc.duisburg

Siegerehrung des AMC Duisburg Am 3. März 2013 fand im Clublokal des DSV 98 die Clubfeier mit der Ehrung der sportlich Aktiven des AMC Duisburg e. V. 1950 für die Saison 2012 statt. Zunächst wurde der Motorsportnachwuchs geehrt. Bei den Kart-Slalompiloten gewann in der Klasse 2 Steven Palmer mit 410,32 Punkten, gefolgt von Niklas Uterhardt, LynnDarlenn Ellberg und Yona-Pinkas Roch. In der Klasse 3 belegte Jason Jenkes mit 229,97 Punkten Platz 1. Mit 292,87 Punkten gewann Jonas Klauke klar von Fabian van Triehl und Chiara Zwann in der Klasse 4. Mirko Unterhardt (809,98 Punkte) siegte vor Lukas Klauke in der Klasse 5. Dennis Teigelkamp gewann in der Klasse 6 vor Dario Pellico. Die Klasse 7 entschied Frank Jenkes für sich, gefolgt von Oliver Schuth, Tim Tophoven und Tanja Neumann. Bei der Kart-Rundstrecke gewann Fabian van Triehl. Michael Bohrer, der bei der VLN mit einem Peugeot RCZ startete, sicherte sich den Sieg bei der Automobil-Rundstrecke 2012. Beim nationalen Automobilslalom siegte Dennis Teigelkamp mit 144,43 Punkten, gefolgt von Tanja Neumann und Nino Leuchter. Rang 4 ging an Heino Lutz gefolgt von Marc Flören. Gerrit Pape belegte Rang 7. Michael Bohrer, Thomas und Yvonne Simon, die jeweils einen Lauf fuhren, belegten die Plätze 6, 8 und 9. DMV INSIDE 2/2013

Clubmeister bei der Kartjugend wurde Mirko Uterhardt mit 809,98 Punkten, gefolgt von Steven Palmer und Jonas Klauke. Rang 4 ging an Lukas Klauke, gefolgt von Jason Jenkes und Niklas Unterhardt. Bei den Automobilisten und Rundstrecke sicherte sich Fabian van Triehl hauchdünn mit 144,49 Punkten den Titel, gefolgt von Dennis Teigelkamp mit 144,43 Punkten. Michael Bohrer belegte Rang 3, gefolgt von Tanja Neumann. Gesondert geehrt wurde Günter Hemmers für 40 Jahre Mitgliedschaft im DMV und er erhielt vom DMV die Ehrennadel und Urkunde. TEXT: YS/MOTORRACEPICS.DE

MSC Bad Hersfeld

Vorstandswechsel in Bad Hersfeld Elona Schäfer-Hablesreiter ist neue Chefin beim Motorsportclub Bad Hersfeld und löst Hans-Christian Otto ab, der aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl kandidierte. Schäfer-Hablesreiter, seit mehreren Jahren im Vorstand und in der BahnsportSzene mit großen Erfahrungen ausgestattet, betonte, den Verein weiterhin als Team führen zu wollen. 2012 war für den MSC Bad Hersfeld ein positives Jahr, wenngleich das Wetter die erste Veranstaltung im vergangenen Jahr torpedierte. Denn die Oldtimer-Veranstaltung „Mückenstürmer Classics“ fiel komplett ins Wasser und der Regen sorgte für ein überschaubares

Neuer Vorstand: v.l. Martin Böhning (Beisitzer), Dennis Schäfer (Sportleiter), Willi Bannasch (2. Vorsitzender), Michael Schwemmlein (Beisitzer), Hiltrud Hahn (Schriftführerin), Klaus Krawietz (Beisitzer), Elona Schäfer-Hablesreiter (1. Vorsitzende), Hans-Christian Otto (Schatzmeister) Foto: MSC Bad Hersfeld


CLUBS Teilnehmerfeld. Jedoch, so die Teilnehmer unisono, hat es allen Spaß gemacht. Die anderen Veranstaltungen liefen dann bei gutem Wetter ab, denn vom Wettergott sind alle Veranstaltungen des Motorsportclubs abhängig. Ein gut besuchtes Opeltreffen Ende Juni und auch ein ebenfalls interessantes Quad-Wochenende Ende September bildeten die Umrahmung für das Jahres-Highlight 2012, das Flutlichtrennen. Hier wurde der Verein belohnt, denn die Deutsche Meisterschaft der Seitenwagen fand bei besten Wetterbedingungen statt. Die zahlreich anwesenden Zuschauer sahen eine Rennveranstaltung, die in dieser Region ihresgleichen sucht. Packende Rennen, elektrisierende Spannung bis zum letzten Lauf und dazu die besondere Atmosphäre unter dem Licht der zahlreichen Scheinwerfer sind die Erfolgsgaranten für die Kernveranstaltung des MSC, so der scheidende Vorsitzende Otto in seinem Jahresrückblick. Europameisterschaft 2013. Und der Erfolg dieser Veranstaltung ist, so Otto, nicht nur für den Verein gut. Denn ein großer Prozentsatz der Zuschauer kommt aus dem Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland nach Bad Hersfeld. Somit ist dies, was auch für alle anderen Veranstaltungen des MSC gilt, auch ein Erfolg für die Stadt. Und dies gilt es für 2013 zu nutzen, denn in diesem Jahr kommt die Europameisterschaft der Seitenwagen nach Bad Hersfeld (24. August). Das einzige Halbfinale wird auf dem Motorsportgelände am Fuße des Johannesbergs ausgetragen. Und dies bedeutet nicht nur ein internationales Fahrerfeld, sondern auch viele internationale Zuschauer. HANS CHRISTIAN OTTO www.msc-bad-hersfeld.de

MSC Untersteinach

Jura Trial Pokal in Mühlberg Der MSC Untersteinach lud zu einer Trialveranstaltung in Mühlberg ein. Dies war der 1. Lauf zum Jura-Trial-Pokal, eine Trial-Meisterschaftsserie, die zwischen Nordbayern, Hessen und Thüringen ausgetragen wird. Weiterhin zählt dieser Lauf zur Nordbayerischen Meisterschaft des DMV und des Bayerischen Motorsportverbandes. Die Automatikklasse wurde in separaten Sektionen in vier Runden, fern von Veranstaltungsstress und Hektik, dem Wettbewerb gestellt. In diesen Sektionen fuhren auch die neun Trialfahrer der Fahrradklassen in extra Spuren.

Johannes Raab vom MSC Untersteinach

Die Experten, Spezialisten, Fortgeschrittene, Anfänger und Neulinge bewältigten die zehn gesteckten, meist äußerst anspruchsvollen Sektionen bei bewölktem, teils sonnigem Wetter. Die drei Runden mussten die insgesamt 52 Fahrer in einer Gesamtfahrzeit von viereinhalb Stunden bewältigen. Über hohe Mauern. Die Zweiradartisten mussten mit ihren Motorrädern über dicke Baumstämme, schwierigen Felsstufen und hohe Mauern fahren und steile Auffahrten bewältigen. Der zunächst griffige Boden wurde, nachdem einige Fahrer darüber fuhren, äußerst glatt, da nach dem Abschaben der Oberfläche das Eis aus dem gefrorenem Boden hervorkam, was besonders in den steilen Hängen für viele Fahrer zum unlösbaren Problem wurde. Nur vereinzelt gelang es den Fahrern in den Steilhängen, bis an das Ende der Sektion zu kommen. Vom MSC Untersteinach konnte Tobias Oetter, der aus der Klasse 6 in die Trialklasse 5 Jugend aufstieg, hinter Justin Romanus, Kai Feulner, Jan Weiß, (alle MSC Gefrees) mit Platz 4 sehr zufrieden sein. In der Klasse 5 Senioren verpasste Klaus Herold den Klassensieg, den sich mit 44 Strafpunkten Michael Becker aus Gräfenroda holte. Sehr beachtlich war auch die Leistung der Neueinsteiger vom MSC Untersteinach. So landete Lukas Herold mit dem 3. Platz auf dem Podest, gefolgt von Johannes Raab und den 6. Platz erreichte sein jüngerer Bruder Simon. Sie nahmen erst im September an einem Trial-Übungslehrgang teil, den der MSC Untersteinach ausgerichtet hat. Bei der Siegerehrung wurden reichlich Pokale und Sachpreise vergeben. Der MSC Untersteinach bedankte sich bei den Grundstückseigentümern, Arzt, Behörden und den Sponsoren.

MSC Kugelbake

Rolf Funck verstorben Am 15. März 2013 verstarb nach einem schweren Herzinfarkt im Krankenhaus in Cuxhaven der 1. Vorsitzendes des Motorportclubs Kugelbake Rolf Funck, geboren † Rolf Funck am 31. Juli 1944. Rolf Funck gehörte dem MC Kugelbake seit dem 17. Januar 1969 an. Er war Gründungsmitglied der Landesgruppe Niedersachsen im DMV, die am 26.10.1980 ins Leben gerufen wurde, und bekleidete seit diesem Tag den Posten des Tourensportreferenten in der Landesgruppe. Seit 1984 leitete Rolf Funck die Geschicke des MC Kugelbake e.V. als 1. Vorsitzender. Sein Wirken galt immer dem Tourensport im Deutschen Motorsport Verband. Bei seinen unzähligen Sternfahrten innerhalb Deutschlands und dem benachbarten Ausland hat er alles erreicht, was in dieser Sportart möglich ist. 1973 wurde Rolf Funck Deutscher Vizemeister und zehn Jahre später im Jahr 1983 legte er noch einmal nach und wurde Deutscher Meister. 2009 bekam er die DMV-Treuenadel für 40-jährige Mitgliedschaft. Im März 2010 erhielt Rolf Funck die Tourensportsonderauszeichnung für 150 000 Wertungspunkte. Unser Mitgefühl gilt seiner Witwe. Die Mitglieder des MC Kugelbake e.V. im DMV werden dem Verstorbenen allzeit ein ehrendes Andenken bewahren. JONNY SÖHL

45


46

VERMISCHTES

† Heino Nix Der Motorsport-Club Fulda trauert um Heino Nix. Er war Gründungsmitglied, langjähriger Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des MSC Fulda. Am 7. April verstarb er im Alter von 85 Jahren im Kreise seiner Familie. Bis zum Schluss war er eine tragende Säule des Vereins und bei jeder Versammlung oder Veranstaltung vor Ort. Der MSC Fulda wird seinen Heino nie vergessen und stets ein ehrendes Andenken bewahren. Heino Nix wünschte sich eine stille Beisetzung im Familienkreis. In stiller Trauer MSC Fulda Haiko Nix, 1. Vorsitzender

Dirtpark Reicholzheim wird eröffnet Der MSC Reicholzheim eröffnet am 1. Juni seinen Dirtpark in der Nähe von Wertheim am Main. Der Eintritt zur Eröffnungsfeier ab 20.00 Uhr ist frei. Am Sonntag (2.6.) wird dann die Offroadstrecke erstmals bei einem Jugend-Motocross befahren. Auch hierzu ist der Eintritt frei. Infos unter www.msc-reichholzheim.de

DMV zieht um Bedingt durch den Neubau des DOSB- Hauses steht auch für den DMV – wie für andere Sportverbände – ein vorübergehender Umzug in ein (gemeinsames) Ausweichquartier an. 2014 soll es losgehen; 2015 will man wieder in die Otto-Fleck-Schneise zurückgekehrt sein.

In der nächsten Inside • 90 Jahre DMV: Chronik Teil II • DMV TCC: Slovakiaring und Hockenheim

Diedenbergen trauert um Horst Zahn Am 03. April erreichte die Vorstandsmitglieder des MSC Diedenbergen die traurige Nachricht vom Tod ihres langjährigen Vorsitzenden und Ehrenpräsidenten Horst Zahn. Horst Zahn wurde 79 Jahre alt. Ein Leben für den Bahnsport, so lässt sich das Wirken Horst Zahns im Sinne des MSC Diedenbergen wohl am ehesten beschreiben. 1958 gehörte er zu den Gründern des MSC Diedenbergen. Von anfänglichen Geländeorientierungsfahrten, über jährlich stattfindende Grasbahnrennen bis hin zum veritablen Speedwayclub mit mehreren deutschen Meisterschaftserfolgen, Horst Zahn begleitete und gestaltete die Erfolgsstory des Vereins maßgeblich. Er erwarb sich den Respekt und die Anerkennung der Bahnsportgemeinde innerhalb und außerhalb Deutschlands. Wer vom „Speedwaypapst“ hörte, wusste wer gemeint war. Nach seinem Rückzug aus dem aktiven Vereinsleben Ende der 1990er Jahre genoss Horst Zahn den passiven Status des Ehrenpräsidenten in vollen Zügen. Nach längerer Krankheit verlor er am 3. April das Rennen seines Lebens. Vorstand, Freunde und Förderer des MSC Diedenbergen sowie Speedway-Begeisterte in ganz Deutschland werden Horst Zahn stets in ehrendem Gedächtnis behalten.

Impressum

DMV-INSIDE Mitgliedermagazin

Verlag

Deutscher Motorsport Verband e,V. Otto-Fleck-Schneise 12 DOSB-Haus des Sports 60528 Frankfurt Tel. +49 (0) 69-695002-0 E-Mail: dmv@dmv-motorsport.de Internet www.dmv-motorsport.de

Leitung und Herausgeber

Wilhelm A. Weidlich (v.i.S.d.P.)

Redaktionsleitung: Thomas Schiffner

Freie Redaktionsmitarbeiter: Botho G. Wagner Franz Hoffmann Enrico Straka Manfred Bauch

Anzeigenleitung Corinna Frache

Layout

Jörg Lübben/crossmedia

Druck

Möller Druck und Verlag GmbH Zeppelinstr.6, 16356 Ahrensfelde OT Blumberg DMV INSIDE erscheint in der Regel 4x im Jahr, der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Höhere Gewalt entbindet den Verlag von der Lieferpflicht. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck mit Quellenangabe erlaubt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Garantie übernommen DMV INSIDE Nr. 3/2013

• Motocross-WM: Straßbessenbach

erscheint am 16. August 2013

• DMV Kart Championship: Hahn/Hunsrück

Redaktionsschluss: 29. Juli 2013

DMV INSIDE 2/2013


Starten Sie sicher durch: Mit der HDI-Gerling Unfallversicherung. Firmen und Privat

erstreckt sich sowohl auf den beruflichen Bereich wie auch auf Ihre Freizeit. Er gilt auf der ganzen Welt – rund um die Uhr.

Bleiben Sie im Rennen. Wer aktiv Motorsport betreibt, braucht speziellen Schutz. Denn die private Unfallversicherung greift nicht bei Rennund Trainingsunfällen. Damit Sie bestens geschützt sind, gibt es die HDI-Gerling Unfallversicherung. Sie bietet allen aktiven DMV-Mitgliedern umfassende Sicherheit, vor allem bei Motorsport-Veranstaltungen, Trainings- oder Übungsfahrten. Diese Versicherung hilft Ihnen, die finanziellen Folgen eines Unfalls aufzufangen. Beispielsweise beträgt die Leistung bei Invalidität bis zu 300.000 Euro. So können Sie Ihre Existenz optimal absichern. Schutz auf der ganzen Strecke. Auch wenn Sie gerade kein Training absolvieren oder kein Rennen fahren, sind Sie mit unserer speziellen Unfallversicherung bestens aufgehoben. Denn unser Versicherungsschutz

Übrigens, für Sicherheit rundum bietet es sich zudem an, den Versicherungsschutz durch eine private Krankenversicherung sinnvoll zu ergänzen. Greifen Sie zu. Sie wollen mehr zu unseren Angeboten wissen? Dann sprechen Sie uns jetzt an: HDI-Gerling Agentur, Georg Linck, Verbandsbetreuer DMV Tel. 0172-290 42 76, georg.linck@hdi-gerling.de

So kann Ihr Versicherungsschutz aussehen: Vorschlag 1

Vorschlag 2

Todesfallsumme

15.000,-- EUR

20.000,-- EUR

25.000,-- EUR

Invaliditätsleistung

50.000,-- EUR

75.000,-- EUR

100.000,-- EUR

150.000,-- EUR

225.000,-- EUR

300.000,-- EUR

13,92 EUR

20,59 EUR

27,25 EUR

Leistung bei Vollinvalidität

Vorschlag 3

Monatsbeitrag

Besondere Vereinbarung: Der Ausschluss gemäß den Allgemeinen Versicherungsbedinungen bei Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten findet keine Anwendung!

F Un ür D un fal MV d lsc -M Tr hu it ain t g ing z fü lied sfa r R er: hr enn te n!

einschl. 19 % Versicherungssteuer


Im Motorsport getestet:

Grip und Bremspower auch auf nassen Straßen.

Beste EU-Reifenlabel-Wertung „A“ bei Nasshaftung in der Mehrzahl der Größen*

Neues Profildesign mit stabilisierenden Blöcken für kürzere Bremswege

Neue Mischung für verbesserten Grip bei Nässe und auf trockener Fahrbahn

Gewichtsreduzierte Konstruktion für geringeren Spritverbrauch

Sport Maxx RT * Die Mehrzahl der Größen erzielte eine Rang-„A“-Bewertung für Nasshaftung nach den Vorschriften der EU-Verordnung Nr. 1222/2009, jedoch kann diese Klassifizierung bei bestimmten Größen variieren. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.dunlop.de

Abbildung zeigt: Mercedes-Benz SLS AMG, ausgestattet mit Sport Maxx GT.

DMV Inside 02/2013  

DMV Inside 02/2013

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you