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DEUTSCHER MOTORSPORT VERBAND E.V. MITGLIEDERMAGAZIN Nr.02/2012 € 3,00 D 2998 F

INSIDE

DMSB

„Strietzel“ Stuck Präsident Max Dilger

Speedwaystar im DMV Kart

EM Wackersdorf 6.–10. Juni

Touring Car Championship

Spannung pur

DMV-Pannenhilfe

069-695002-22


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DMV - INSIDE

DMV Editorial .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 4 DMSB-Hauptversammlung .. .. .. .. .. .. .. 8 DMV und Breitensport .. .. .. .. .. .. .. .. .. 9

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DMV-Speedwayfahrer Max Dilger . .. .. ..10 DMV-Mitglied Harald Michel .. .. .. .. .. . 20 DMV-Leistungsangebot . .. .. .. .. .. .. .. . 30 Fahrsicherheitstraining für Mitglieder . ..34 DMV bei Facebook .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..35

TCC –Tourenwagensport vom Feinsten

Foto: Bauer

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MOTORSPORT Touring Car Championship .. .. .. .. .. .. .. 13 DMV BMW Challenge.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 14 Rallye Ulm .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 15 DMV Rundstrecken Championship .. .. ..16 Kartsport . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 17 Eisspeedway .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..22 Veranstaltungskalender .. .. .. .. .. .. .. . 24 Motocross .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..25

Vom MSJler zum Speedwayprofi –Max Dilger

Foto: Schiffner

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Bavarian Quad Challenge.. .. .. .. .. .. .. ..33 Tourensport .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. . 36

CLUBS Motor Sport Jugend. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..38 Landesgruppen und Ortsclubs .. .. .. .. .. 41

VERMISCHTES Kart-EM Wackerdorf vom 7. bis 10.Juni

Foto: MOTORSPORT XXL

Voll zur Sache ging es beim 2. Lauf zur DMV Touring Car Championship im Hockenheimer Motodrom Foto: Thomas Bauer

Veranstaltungsvorschauen .. .. .. .. .. .. .. 5 Meldungen . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 7 Vermischtes .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..45 Personalien und Impressum .. .. .. .. .. . 46

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INTRO

Lücken schließen

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ei allen Diskussionen um das DMSBStrategiepapier und die Lizenzvorschriften muss – und das gilt insbesondere für die vielen neuen Lizenznehmer – daran erinnert werden, dass der mit der Lizenz eingekaufte Versicherungsschutz Lücken hat. Bei allen freien, privaten Trainings (sie sind für eine erfolgreiche Teilnahme an späteren Rennen das A und O) fahren die Leute auf eigenes Risiko, sozusagen ungeschützt. Der DMV hat rechtzeitig auf diese neue Situation reagiert und den umfangreichen Schutz aus seinem Sportversicherungsvertrag – im Bereich Unfallversicherung – erhöht. Diese Versicherungs-Leistung ist im Fall des Falles für alle unsere Mitglieder und Vereine da: Bei Vereinstätigkeiten oder bei Teilnahme an Sportveranstaltungen (ohne Lizenz, wie zum Beispiel Jugendveranstaltungen), bei freien Trainings

(!) und wird ergänzt durch Rechtsschutzund Haftpflichtversicherung. Das Spektrum ist riesengroß, ebenso wie seine Bedeutung. Deshalb werden unsere Ortsclubs nun genaue Informationen über diese neuen verbesserten Leistungen des Vertrags erhalten. Und ich mag mir nicht vorstellen, dass die Vereinsverantwortlichen ihre Mitglieder nach “versichert“ und „nicht versichert“ unterscheiden wollen. Es ist unsere Verantwortung, auf diesen Umstand hinzuweisen. Der Schutz ist nur für DMV-Mitglieder. Kostenfrei im Mitgliedsbeitrag enthalten. IHR WILHELM A.WEIDLICH

Läuft gut

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nfang Mai war die neue Führung des DMV 100 Tage im Amt, und was tat sich? Direkt nach der Hauptversammlung fand eine Gesamt-Präsidiumssitzung statt, eine weitere Sitzung des geschäftsführenden Präsidiums war im April, kurz vor der DMSBVollversammlung, ein wichtiger Termin, und entsprechend groß war auch das Aufgebot des DMV. Präsent sein. In allen Bereichen – Sport, Verwaltung, Clubs – gibt es eine enge Abstimmung zwischen Ehren- und Hauptamt. Arbeits- oder Motivationsmangel? Nein. Jeder Einsatz für unsere Mitglieder und Clubs! Beschlossen wurde auch, was schon „Schotter“-Lotte Dopieralsky in Bad Hersfeld vorgeschlagen hat, nämlich der DMV wird sein 100-Jähriges 2023 in Halle an der

Saale feiern, dem Gründungsort. Die nächste Hauptversammlung ist deswegen in Holzgerlingen, Termin: Sonntag 10. März 2013, am Samstag davor sind Sportsitzungen, abends der Clubtreff (früher „Kameradschaftsabend“) ohne Meisterehrung – die ist am 1. Dezember 2012. Zuletzt zur Mitgliederentwickung: Noch ein paar gute Worte an die Unentschlossenen und wir haben im Sommer schon so viele Zugänge wie im ganzen letzten Jahr! Wie gesagt, es läuft gut. Alle für den Verein und Verband Tätigen haben großen Dank verdient – und jetzt nicht locker lassen! WAW

Offizielle Förderer des Deutschen Motorsport Verbandes

MOTORSPORTZUBEHÖR

DMV INSIDE 2/2012


DMV - INSIDE

Motorrad-IDM Nürburgring

Fans können Geld sparen

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ie Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft, kurz IDM, freut sich auf das erste Saisonhighlight in der Eifel vom 15. – 17. Juni. „Ein Fest für Fans“ verspricht der Serienmanager den Besuchern der IDM-Rennen. Mit der nun 35. Ausrichtung dieses Rennens möchte der aus dem Siegerland stammende MSC Freier Grund e.V. (DMV) den Fans wieder ein super Rennwochenende bereiten. Für den reibungslosen Ablauf sorgen nahezu 200 Helfer aus dem Siegerland und dem Westerwald. Ohne diese „helfenden Hände“ wäre eine solche Veranstaltung nicht durchführbar. Der Kampf um Siege und Punkte wird am Nürburgring in den Klassen IDM Superbike, IDM Supersport und IDM 125/Moto3 ausgetragen. Hinzu kommen noch die Nachwuchsserien ADAC-Junior-Cup und Yamaha R6 Cup sowie ein Riesenstarterfeld im Ducati 3-D Cup und die pfeilschnellen Racekarts. Mit Spannung wird seitens des MSC Freier Grund erwartet, ob dem aus eigenen Reihen stammenden Meik Minnerop der Einstieg in die höchste IDM-Klasse Superbike mit der neuen Ducati, eingesetzt vom Team Ducati am Ring, gelingt. Doch nicht nur auf der Rennstrecke gibt es aller-

hand zu erleben. So führt „Boss Hoss“ ein Europatreffen am Nürburgring durch, wo sich mehr als 100 dieser außergewöhnlichen Riesenbikes, zeigen werden. Zahlreiche Aktionen im Fahrerlager und eine große Raceparty mit Liveband runden das Programm ab. Mit dem kostenfreien Schnuppertag am Freitag (15. Juni), offenem Fahrerlager mit Pitwalk am Sonntag (17. Juni) und freiem Eintritt für Kinder bis 12 Jahren in Begleitung Erwachsener, präsentiert sich die IDM wie gewohnt familienfreundlich und besuchernah. Die Organisation des IDM Rennens und die Verantwortlichen des Superbike-WM-Laufes haben für die Fans ein richtig tolles Angebot. Die Inhaber eines IDM-Wochenend- bzw. Sonntagtickets bekommen am IDM-Wochenende beim Nürburgring zum Superbike-WM-Lauf eine Ermäßigung von 20 Euro auf die regulären Ticketpreise bei Vorlage des entsprechenden IDM-Tickets 2012. Tickets gibt es ab sofort beim Nürburgring oder unter der Ticket-Hotline 0800 – 20 83 200.

Foto: DMSB

BERND SCHWAN www.siegerlandpreis.de www.nuerburgring.de

51. Sparkassen DMV Thüringen Rallye

Rallye-Spektakel im Saale-Orla-Kreis

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om 07. bis 09. Juni gibt es bei der „51. Sparkassen DMV Thüringen Rallye“ in und rund um Pößneck im SaaleOrla-Kreis wieder spektakuläre Rallyefahrzeuge zu sehen. Beim zweiten von sechs Läufen zur Deutschen Rallye Serie (DRS) werden deutsche und tschechische Rallyetalente von nah und fern auf Punktejagd gehen. Lokalmatadoren und Nachwuchsfahrer werden im Rahmen der ADMV-Rallye-Meisterschaft sowie der Thüringer Rallye-Meisterschaft erwartet. Alle Freunde der „Rennpappen“ kommen durch die Prädikate der Internationalen Trabant-Rallye Meisterschaft (ITRM) sowie des ADMV-Trabant-Rallye-Cups in Pößneck auf ihre Kosten. Zum zweiten Mal in Folge nehmen auch die Fahrer der Slowly Sideways, eine Rennserie mit Originalen- und Replika-Rallyefahrzeugen, die vor Jahrzehnten große internationale Rallyegeschichte geschrieben haben, die Thüringen Rallye unter ihre Räder. Los geht es am Donnerstagabend (7.6.) mit dem Shakedown von 19.00 bis 22.00 Uhr im Gewerbe-

park Weira. Eine interessante Neuerung für Freitagabend ist, dass man den Zuschauerrundkurs in der Pößnecker Innenstadt bei Tageslicht verfolgen kann, da er bereits um 20.41 Uhr startet. Am Rennsamstag (9.6.) werden auf acht Wertungsprüfungen mit knapp 120 WP-Kilometern und 100 Prozent feinstem Asphalt rund um Pößneck ab 8.00 Uhr morgens die Rallyepiloten an den Start gehen. Ziel ist der Pößnecker Marktplatz. Serviceplatz ist, wie in jedem Jahr, der Lutschgenpark in Pößneck. Ein Festzelt wird hier für das gesamte Wochenende für Verpflegung und Unterhaltung bei Zuschauern und Rallye-Teams sorgen. Alle Teams und Fans sind außerdem zur großen Siegerehrung ab 21.00 Uhr und der anschließenden Rallyeparty im Festzelt eingeladen. Eintrittspreise, Anmeldeformulare für Teams sowie alle wichtigen Informationen rund um die 51. Sparkassen DMV Thüringen Rallye 2012 sind auf der neuen Internetseite der Rallye verfügbar. JENNY GÄBLER www.thueringen-rallye.com

Foto: JULIUS TANNERT

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NEWS

Trips-Medaille für Klaus Schwenninger

DSK-Vizepräsident Karl-Heinz Stümpert, Klaus Schwenninger und Präsident Dr. Karl-Friedrich Ziegahn Foto: PRIVAT

Für seine besonderen Verdienste um den deutschen Motorsport hat der Deutsche Sportfahrer Kreis (DSK) Klaus Schwenninger geehrt. Im Rahmen der DTM-Auftaktveranstaltung auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg überreichten DSK-Präsident Dr. Karl-Friedrich Ziegahn und Vizepräsident Karl-Heinz Stümpert den beiden Motorsport-Profis die GrafBerghe von Trips-Medaille in Bronze. Ohne ihn dreht sich auf dem Hockenheimring kein Rad: Klaus Schwenninger, Leiter Technik und Betrieb, kennt die Rennstrecke im Badischen wie seine Westentasche. In seiner Tätigkeit am Hockenheimring hat der 64-Jährige alle Facetten des Motorsports kennengelernt. „Der DSK möchte Klaus Schwenninger mit der Trips-Medaille für sein langjähriges Engagement und seine stets freundliche und verständnisvolle Art, die kleinen und großen Wünsche der Motorsportler umzusetzen, danken“, begründete Dr. Ziegahn die Entscheidung des DSK-Präsidiums. Im Gedenken an sein prominentes Gründungsmitglied vergibt der DSK seit 1961 die ‚Graf Berghe von Trips‘-Medaille als besondere Auszeichnung für Motorsportler, Funktionäre und Journalisten, die sich in besonders hohem Maße um den Motorsport verdient gemacht haben. ZG

Schwimm-Olympiasieger Michael Groß im Motodrom Beim „Preis der Stadt Stuttgart“ im Badischen Motodrom war auch die DMV Touring Car Championship (TCC) mit zwei Rennen am Start. Zu Gast war der Schwimm-Star Michael Groß. Er ist dreifacher Olympiasieger und fünffacher Weltmeister. Der vierfache „Sportler des Jahres“ und 13-fache Europameister schaute sich die TCC-Rennen an: „Ich bin öfters in Hockenheim zu Besuch, wenn ich das so sehe, dann juckt es mich schon mal wieder zu starten“, so der dreifache Olympiasieger, der auch schon einen Gaststart im Porsche-Supercup unternahm. „Die DMV-TCC-Serie ist sehr interessant, ein tolles Starterfeld“ erwähnte der Offenbacher. TEXT UND FOTO: FRANZ HOFFMANN

DMV-Sportpräsident gewinnt am Ring

Foto: SCHIFFNER

DMV INSIDE 1/2012

Die verantwortungsvolle Aufgabe eine neuen DMSB-Präsidenten zu wählen hat der DMVSportpräsident den anderen Mitgliedern des Präsidiums überlassen, um statt dessen selbst ins Lenkrad zu greifen. Wechselhafte Witterungsbedingungen machten die Reifenfrage beim Auftakt zur RCN-RundstreckenChallenge auf der Nürburgring-Nordschleife zur kniffligen Angelegenheit. Gemeinsam mit seinem 2. Fahrer Stefan Göttling pokerte der Sportpräsident hoch und entschied sich trotz regennasser Fahrbahn für Slicks – auf der abtrocknenden Strecke eine richtige Entscheidung. Auch als pünktlich zum Boxenstopp wieder Hagel und heftiger Regen aufkam, blieb das Duo ruhig und wählte geschnittene Slicks für den zweiten Turn – teilweise eine ziemliche Rutschpartie. Am Ende reichte es mit dem Gruppe F Honda Civic Type R nicht nur zum Klassensieg, sondern auch zum Gruppensieg und zu Rang 4 im Gesamtklassement. Ein gelungener Einstand für die Saison 2012.

Bundesverdienstkreuz für Siegi Lehr Siegi Lehr bekam am 7. Mai das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen. Im Bahnrestaurant an der Rennstrecke in Liedolsheim überreichte Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner stellvertretend für den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Wilfried Kretschmann im Auftrage des Bundespräidenten Lehr den Verdienstorden. Siegi Lehr ist seit Jahrzehnten Chef des TCL Liedolsheim mit eigener Bahn. Er war Organisator vieler WM- und EM-Rennen, DMV-KartaussschussVorsitzender und ist heute noch DMSB-Kartausschuss-Vorsitzender. TS


NEWS

Neues Spiel für Sarah Ganser Nachdem Sarah Ganser im letzten Jahr als jüngste Tourenwagenpilotin Deutschlands in der DMV BMW Challenge für Furore gesorgt hatte, stellt sie sich in diesem Jahr neuen Herausforderungen. Mit einem eigens angeschafften Peugeot 206 wird die Stolbergerin – mit neuer Frisur und voller Tatendrang – ihr Talent in der Hankook Cupund Tourenwagen Trophy unter Beweis stellen. „Ich bin sehr froh und auch dankbar, dass meine Sponsoren an mich glauben und mir auch 2012 die Treue halten,“ erklärte Sarah. „Sie wünschten sich aber eher ‚heimatnahe‘ Rennen.“ Mit der boomenden Trophy war dann schnell eine von beiden Seiten akzeptierte Rennserie gefunden. Mit ihrem neuen Einsatzfahrzeug kam die junge Motorsportlerin bei den ersten Testfahrten der Saison am Nürburgring auf Anhieb gut zurecht: „Der Wechsel von Heck- auf Frontantrieb war für mich gar kein Problem. Der handliche Peugeot hängt sehr gut am Gas und zieht mich regelrecht durch die Kurven.“ Sarah Ganser, die am 16. April erst 17 Jahre alt wurde, ist sie ab sofort offiziell auch ihr eigener Teamchef. Vater Robert Ganser hat auch ein Konzept für die Zukunft seiner Tochter: „Sarah soll

nicht nur Rennen fahren. Sie soll auch die Hintergründe verstehen und das Motorsportmanagement erlernen. Auch das gehört für mich zu einer erfolgreichen Karriere.“ TEXT UND FOTO: WOLFGANG FÖRSTER

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Deutscher Motorsport Bund

„Strietzel“ Stuck neuer DMSB-Präsident Mit Hans-Joachim Stuck wurde bei der DMSB-Mitgliederversammlung mit den Stimmen der DMV-Vertreter einer der populärsten deutschen Motorsportler an die Spitze des Dachverbandes gewählt.

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Neuer DMSB-Präsident: Die AutomobilsportLegende Hans-Joachim Stuck Foto: DMSB

DMV INSIDE 2/2012

ans-Joachim Stuck ist zum Präsidenten des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) gewählt worden. Der 61-Jährige wird damit Nachfolger von Torsten Johne, der nach vierjähriger Amtszeit nicht zur Wiederwahl als Präsident des DMSB angetreten war. In ihren Ämtern bestätigt wurden von der DMSB-Mitgliederversammlung am 21. April in Frankfurt Wolfgang Glas als Präsidiumsmitglied für den Motorradsport und Dr. Andreas M. Nowack als Präsidiumsmitglied für Jugendförderung und Breitensport. Die Präsidiumsmitglieder Dr. Gerd Ennser (Automobilsport) und DMV-Präsidiumsmitglied HansRobert Kreutz (Finanzen, Recht und Verwaltung) wurden bereits 2010 für vier Jahre gewählt. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe, die in meinem Leben in gewisser Weise einen neuen Abschnitt markiert,“ erklärte Hans-Joachim Stuck nach der Wahl. „In den letzten Jahren meiner aktiven Karriere als Motorsportler verspürte ich immer mehr den Drang, meinem Sport etwas zurückgeben zu wollen. Ich habe im Rennsport viele einzigartige Momente erlebt und möchte mich nun an vorderster Front für den DMSB, den Dachverband aller deutschen Motorsportler einsetzen. Vor allem die Sicherheit, aber auch die Nachwuchsförderung sind zwei Bereiche, die mir am Herzen liegen und in denen ich mein Wissen und meine Kontakte einbringen möchte.“ „Mit Hans-Joachim Stuck haben wir nicht nur einen der bekanntesten deutschen Motorsport-

ler für den DMSB gewinnen können, sondern auch einen anerkannten und allseits geschätzten Experten“, freute sich DMSB-Ehrenpräsident Hermann Tomczyk über den neuen Mann an der Spitze des DMSB. Hans-Joachim Stuck wurde am 1. Januar 1951 in Garmisch-Partenkirchen als Sohn des berühmten Rennfahrers Hans Stuck sen. geboren. Er begann seine Motorsportkarriere 1969, zu deren wichtigsten Stationen die Formel 1, Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft, der Deutschen Rennsport-Meisterschaft und der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft sowie Erfolge bei den legendären 24-Stunden-Rennen in Le Mans, Spa-Francorchamps und auf dem Nürburgring gehören. Nach seiner Tätigkeit als Werksfahrer für verschiedene große Automobilkonzerne ist Stuck seit 2008 als Repräsentant für den Bereich Motorsport des Volkswagen-Konzerns tätig. 2011 trat er im Alter von 60 Jahren offiziell vom Profirennsport zurück. Von Seiten des DMV nahmen an der DMSBMitgliederversammlung in Frankfurt Präsident Wilhelm Weidlich, Schatzmeisterin Petra Fuchsberger, Vizepräsident Bernd Schmidt und Robert Kreutz als Vertreter des DMV im Präsidium des DMSB sowie der Justitiar Enrico Straka und als Jugendvertreter Ralf Frache teil. Mit den Stimmen des DMV wurde Hans-Joachim Stuck zum Präsidenten des DMSB gewählt. Auch die übrigen zur Wahl anstehenden Mitglieder des DMSB-Präsidiums wurden mit den Stimmen des DMV im Amt bestätigt. Der DMV hofft, dass Stuck ein Präsident für alle Motorsportarten sein wird, der nicht nur den Automobilsport im Sinne hat. Abgelehnt wurde leider, gegen die Stimmen des DMV, ein Antrag des AcV zur Aufnahme in das Exekutivkomitee des DMSB. Der DMV hätte es gerne gesehen, wenn der AcV, mit seinen 250 000 Mitgliedern im Exekutivkomitee des DMSB vertreten gewesen wäre. TEXT: DMSB/DMV

www.dmsb.de


DMV - INSIDE

DMV positioniert sich zum Breitensport

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en unnötig, ob Airfences im Bahnsport im Bernd Noltekuhlmann abgestimmt. DMV Club- und Breitensport wünschenswert und ADAC waren sich vorab darüber einig, dass im Trialsport Jugendtrial und Klassikseien, sei ebenfalls fraglich. Bestimmte Sparten bleiben lizenzfrei. trial sowie im Motocross Twinshock-MotoNach kurzer Diskussion der Teilnehmer cross, Klassik-Motocross sowie Jugendkartslalom lizenzfrei bleiben wurde ein Club- und Breisollen. Für Ausländer wird tensportausschuss unter anstelle einer C-Lizenz ein der Federführung von Bernd so genannter VeranstalNoltekuhlmann (ADAC) getungsausweis ausgegegründet. Dieser Ausschuss, ben, der für alle Veranstaldem insbesondere Sporttungen gilt und lediglich vertreter des ADAC und des abgestempelt wird. DMV angehören werden, Vor Beginn der DMSBsoll sich mit der Erarbeitung Mitgliederversammlung gemeinsam abgestimmter am 21. April trafen sich Rahmenausschreibungen die Vertreter des DMV mit für alle Motorsportarten im Club- und Breitensport, DMV-Justitiar Enrico Straka dem Sportpräsidenten des ADAC, Herrmann Tomczyk sowie mit der Erarbeitung von einfacheren Sportgesetzen beschäfti- und dem Präsidiumsmitglied des DMSB gen. Eine Bestrafung von C-Lizenzinhabern Dr. Hans-Gerd Ennser (ADAC) zu einem und lizenzierten Sportwarten bei der Teil- kurzen Meinungsaustausch. Beide Vertrenahme an so genannten wilden Veran- ter des ADAC bekräftigten, dass man im staltungen soll es jedenfalls im Club- und Club- und Breitensportausschuss gemeinBreitensport nicht geben. Eine detaillierte sam abgestimmte RahmenausschreibunBeschreibung der Aufgaben und Zustän- gen erarbeiten wolle, die der DMSB dann digkeiten des Club- und Breitensportaus- auf seiner Internetseite veröffentlichen schusses wird in Kürze vom DMB erarbei- werde. Es wurde ferner kurz über die Mögtet und mit dem DMSB-Präsidium und lichkeiten der Bestrafung von Vereinen und Veranstaltern gesprochen, die sich Anhang 3 nicht an das DMSB-Positionspapier halten Abgrenzung DMSB-Sport, Clubsport und Breitensport wollen und lizenzpflichtigen Motorsport Gesamt-Gliederung Automobilsport trotzdem lizenzfrei ausschreiben. Die DMV-Vertreter haben angeregt, bei etwaigen Verstößen erst einmal die betrefDMSB-Mitgliedsverbände fenden Trägerverbände zu kontaktieren, bevor weitere Schritte durch den DMSB DMSB geregelter Lizenzsport eingeleitet werden. Als Ansprechpartner Disziplinen gemäß FIA (inkl. CIK-FIA) Breitensport für den DMV wurde Justitiar Enrico Straka Veranstaltungsstatus: - National (inkl. NEAFP) benannt. Lizenzpflichtiger - National A (inkl. NEAFP) Der DMV hat angeregt, für Nichtmitglieder Lizenzfreier Clubsport - International Breitensport (in Deutschland) der Trägervereine die Preise für die C-Lizenz (inkl. Hobby/Freizeit-Sport) Disziplinen gem. FIA Sämtliche Disziplinen, welche deutlich zu erhöhen, so soll die Attraktivität weder Clubsport noch DMSB- GLPs geregelter Lizenzsport sind. einer Mitgliedschaft (in einem der Träger(Rundstrecke, Berg, Slalom, Rallye) z.B.: Fahrerlehrgang - Slalom bis 1000 m verbände) im DMV erhöht werden. - Geländewagen Trial - Autocross Wir warten nun alle darauf, dass der Club- Geschicklichkeitsturnier-Slalom - Public Race Dragster - Kart-Slalom und Breitensportausschuss seine Arbeit auf- Rallyesprint (1 WP) - Indoor-Kart (VT 6,5 PS) nimmt, damit in der nächsten Saison 2013 - Kartrennen - Orientierungsfahrt - Bildersuchfahrt „gemeinsam“ abgestimmte Regeln gelten Status: Clubsport und etwaige Streitereien ein Ende haben. ENRICO STRAKA, JUSTITIAR DES DMV Das Diagramm zeigt die neue Abgrenzung der einzelnen Disziplinen zwischen DMSB-

m 21. März fand beim DMSB ein Club- und Breitensportmeeting statt, an dem Vertreter der Trägervereine ADAC, DMV und AvD, sowie Vertreter des ADMV und des DMSB teilgenommen haben. Für den DMV waren Sportpräsident Dr. Gunther David, Justitiar Enrico Straka und der Mitarbeiter der Sportabteilung, Michael Weichert, anwesend. Der DMV hat im Meeting zunächst kritisiert, dass es durch die Überführung des bisher lizenzfreien Motorsports in den lizenzpflichtigen Motorsport (C-Lizenz) teilweise zu starker Verärgerung unter den Motorsportlern und Vereinen gekommen sei. Der DMV möchte auch weiterhin lizenzfreien Motorsport anbieten können, anderseits sieht er sich hieran durch das DMSB-Positionspapier gehindert. Im Clubund Breitensport sei es nicht wünschenswert, dieselben Regeln und Gesetze wie im lizensierten Motorsport zu haben. Motorsport müsse auch künftig einfach und kostengünstig betrieben werden können. Teilweise seien die vom DMSB veröffentlichten Rahmenausschreibungen nicht mit dem DMV abgestimmt worden, lizensierte Sportwarte im Club- und Breitensport sei-

Lizenzsport, Clubsport und lizenzfreiem Breitensport für Autmobilsport

Quelle: DMSB

www.dmv-motorsport.de

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Beim Speedway World Cup in Herxheim schaffte Max Dilger (roter Helm) mit dem deutschen Nationalteam den Einzug in die Endrunde Foto: SIEVERS

Mit fünf Jahren begann der kleine Max Dilger in der DMV-Jugendorganisation MSJ auf einer 50er Crossmaschine im Kreis zu fahren. 17 Jahre später bestreitet der lange vom DMV geförderte Speedwayfahrer pro Monat als Profi bis zu 20 Rennen in vier verschiedenen Ländern.

DMV INSIDE 2/2012

DMV Mitglied Max Dilger

„Dazu musst du geboren sein!“ 1. Mai 2012, in Deutschland werden die Grills geputzt, Radtouren geplant und Familienausflüge absolviert. Nicht so bei DMV-Mitglied Max Dilger (22 Jahre). Der Speedwayprofi aus Lahr im Schwarzwald war am 1. Mai in Ungarn, um dort am Halbfinale zur Speedway-Europameisterschaft teilzunehmen. Rund um das Rennen zur EM stehen insgesamt vier Flüge und unzählige Kilometer auf Europas Autobahnen. Donnerstag, Freitag und Sonntag vor dem 1. Mai absolviert Dilger mit seinem britischen Ligaclub, den Redcar Bears drei Rennen in Großbritannien. Per Flieger geht es dann wieder zurück nach Deutschland, wo ihn sein Mechaniker Michael in Empfang nimmt. Die Motorräder, die am 22. April noch für die deutsche Nationalmannschaft in Herxheim im Einsatz waren, wurden während Dilgers Abwesenheit vom Mechaniker für den Trip nach Ungarn vorbereitet. Dort wartet auf Dilger wiederum ein Mechaniker, der die dortigen Motorräder für die nächsten Rennen in England vorbereitet. Nach dem Renneinsatz in Ungarn am kommenden Dienstag fliegt der Schwarzwälder für ein Rennen am Donnerstag wieder nach England und von dort geht es dann zwei Tage später nach Moorwinkelsdamm bei Oldenburg, wo Dilger am „Master of Speedway“ teilnimmt. Direkt nach Ende des Rennens im deutschen Norden reist Max Dilger mit seiner Crew 850 Kilometer nach Polen, um dort für seinen polnischen Ligaclub Oppole an den Start zu gehen. Sport und Lifestyle. Im Gegensatz zu Fußball, Eishockey oder anderen Mannschaftssportarten

starten Speedwayprofis für verschiedene Clubs in mehreren Ländern. Es gibt Fahrer, die zeitgleich Clubs in England, Schweden, Polen, Dänemark und Deutschland haben und zudem noch Gastauftritte in der italienischen, tschechischen oder ungarischen Liga absolvieren. Hinzu kommen noch diverse Prädikatsrennen in ganz Europa – und Europameisterschaften in den Einzel- und Mannschaftswettbewerben. Dilger beschränkt sich bei seinen Ligaeinsätzen auf die Rennen in Großbri-

Die vier Speedwaymotorräder von Max müssen vor jedem Lauf präzise eingestellt werden Foto: WÜST


tannien (für den Club „Redcar Bears“), Polen („Victoria Pila“) und Deutschland (MSC Brokstedt). Hinzu kommen die erwähnten Prädikatsläufe sowie offene Rennen, an denen die Fahrer auf Honorarbasis teilnehmen. Dies alles logistisch zu meistern, ist eine Herausforderung, der sich Dilger zum Teil allein stellen muss. „Ich habe natürlich zahlreiche Helfer, die mich ehrenamtlich unterstützen. In Deutschland haben wir keine Sportförderung wie in Dänemark oder einen Sponsorenpool wie in Polen, der den Profis ein entsprechendes Einkommen garantiert, um zum Beispiel mehrere Mechaniker und einen Manager zu beschäftigen“, erklärt Dilger, der jedoch nicht jammern will. „Es ist mein Sport und auch ein Lifestyle.“ Tragischer Verlust des Vaters. Grob gesehen macht Max Dilger, der 1989 das Licht der Welt erblickte, seit seinem 5. Lebensjahr nichts anderes als Motorradrennen fahren. In Homberg/Ohm startete der Badener im Alter von fünf Jahren mit einer Sondergenehmigung in seinem ersten Rennen. In den Bahnsportnachwuchsklassen, unter dem Dach der Motor Sport Jugend (msj), durchlief Dilger alle Klassen und konnte in allen drei Schülerklassen die Süddeutsche Bahnmeisterschaft gewinnen. Auch den deutschen Meistertitel sicherte sich Dilger in fast allen Klassen, lediglich in der Schülerklasse C reichte es 2002 nur zum Vizetitel. Während er noch in der Schülerklasse C fuhr, trainierte Max bereits mit zwölf Jahren auf der großen 500-ccm-Maschine und ab der Saison 2003 war Dilger ausschließlich mit der damaligen J-Lizenz auf dem 500er Bike am Start. Während dieser Zeit wurde der Lahrer immer von seinen Eltern begleitet, für die der Bahnsport zum Leben gehörte. Vater Bernd fuhr aktiv Seitenwagenrennen und hatte großen Einfluss auf Max´ Einstieg in den Bahnsport. 2008, in dem Jahr, als Dilger junior Deutscher U21-Meister wurde, verstarb Bernd Dilger auf tragische Weise und Max stand so mit 19 Jahren endgültig allein vor seiner Karriere, wenngleich er sich bereits recht früh speedway-

Im Durschnitt jeden dritten Tag pro Woche fährt Max Dilger Rennen Foto: SCHIFFNER

technisch vom Elternhaus abgekapselt hatte. „Ich hatte damals schon weitestgehend alles selbst organisiert. Manfred Scheffczyk und Michael Wiehl hatten mich zu der Zeit begleitet und ich konnte schon damals auf die Beiden zählen. Sie haben mir auch in dieser Zeit sehr geholfen“, blickt Dilger auf diese schweren Tage zurück. Es gab jedoch auch Zeiten, in denen Max Dilger Gedanken ans Aufhören hatte. Es war 2010: Der Badener wollte eigentlich den Durchbruch auf die große Speedwaybühne schaffen. Mit Engagements in der britischen Premier League, in der polnischen Liga sowie der deutschen Bundesliga war der Rennkalender gut gefüllt und im letzen Jahr als U21-Fahrer wollte Dilger auch den Einzug ins Junioren-WM-Finale schaffen. Bereits im Frühjahr 2010 lief es nicht für den Schwarzwälder: Beim ersten Rennen in Edinburgh war Dilger dreimal unverschuldet in Stürze verwickelt. Eine Serie, die sich in den kommenden Rennen fortsetzen sollte. „Ich lag ständig irgendwo im Eck. Entweder wurde ich von den Gegnern runter gefahren, oder ich war selbst schuld an den Stürzen“, berichtet Dilger von den schmerzhaften Erfahrungen in England. Die zahlreichen kleinen Blessuren sowie eine ausgekugelte Schulter ließen Max die komplette Saison 2010 nicht richtig in Fahrt kommen. Dilger: „Irgendwann war dann die Lockerheit weg und ich bin mehr und mehr auf dem Motorrad verkrampft. Die ganze Saison über hatte ich mehr

Max Dilger Geburtsdatum: 14.07.1989; Nationalität: deutsch; Wohnort: Lahr; Familienstand: ledig; Favourite Track: Herxheim, Berghaupten, Opole; sportliches Ziel: Speedwayprofi; Clubs: MSC Berghaupten, MSV Herxheim, AMC Haunstetten Liga-Fahrer: Deutschland: MSC Brokstedt Großbritannien: Redcar Bears Polen: Victoria Pila

Erfolge 5. Platz Deutsche Speedwaymeisterschaft 2009 Deutscher Meister U21 2008 3. Platz U21 Deutsche Meisterschaft 2007 3. Platz U21 Deutsche Meisterschaft 2005 2. Platz U16 Deutsche Meisterschaft 2004

Süddeutscher Bahnmeister Schülerklasse C 2002 Deutscher Meister Schülerklasse B 2001 Süddeutscher Bahnmeister Schülerklasse B 2001 Deutscher Meister Schülerklasse B 2000 Süddeutscher Bahnmeister Schülerklasse A 1998 Süddeutscher Bahnmeister Schülerklasse A 1996 Deutscher Mannschaftsmeister 2011 (AC Landshut) Deutscher Mannschaftsmeister 2010 (AC Landshut) Deutscher Mannschaftsmeister 2009 (AC Landshut) 2. Platz U19 Team Europameisterschaft 2008 4. Platz U21 Team Weltmeisterschaft 2007 Deutscher Mannschaftsmeister 2. Bundesliga 2006 (MSC Diedenbergen) 4. Platz U21 Team Weltmeisterschaft 2006 Deutscher Mannschaftsmeister 1. Bundesliga 2005 (MSC Diedenbergen) Deutscher Mannschaftsmeister 2. Bundesliga 2005 (MSC Diedenbergen) Deutscher Mannschaftsmeister 2. Bundesliga 2004 (MSC Diedenbergen)


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Arbeit am Motorrad in der Werkstatt in Lahr

The F1 FORMULA 1 logo, F1 logo, F1 FIA FORMULA 1 WORLD CHAMPIONSHIP logo, FORMULA 1, FORMULA ONE, F1, FIA FORMULA ONE WORLD CHAMPIONSHIP, GRAND PRIX and related marks are trade marks of Formula One Licensing BV, a Formula One group company. Licensed by Formula One Administration Limited, a Formula One group company. All rights reserved.

mit den Problemen als mit den Gegnern zu kämpfen!“ Das Engagement in Edinburgh wurde vorzeitig beendet, was übrig blieb, waren zwei krumme Motorräder, reif für den Schrottplatz. Stärkster Nationalfahrer. Zur Saison 2011 konzentrierte sich Dilger nur noch auf die polnische und die deutsche Liga, wo die Rennen überwiegend an den Wochenenden ausgetragen werden. Unter der Woche ging der Schwarzwälder arbeiten und mit der finanziellen Sicherheit kamen auch die Lockerheit und der Spaß beim Fahren wieder zurück. Mit guten Leistungen empfahl sich Dilger für einen Einsatz mit der deutschen Nationalmannschaft beim Speedway World Cup in Vojens und dort wusste der DMV-Fahrer zu überzeugen. Vier Punkte erzielte der stärkste Fahrer des deutschen Teams, unter anderen konnte er den amtierenden U21-Weltmeister Darcy Ward geschlagen. Zeichen des neuen Selbstbewusstseins des Max

Tickets auch an allen bekannten CTS Eventim Vorverkaufsstellen. Veranstaltungsdatum vorbehaltlich Änderung.

DMV INSIDE 2/2012

Dilger. „Wir wussten ja, was uns in Vojens erwartet und normalerweise sind vier Punkte bei einem Speedwayrennen eine schwache Ausbeute. In diesem Starterfeld, wo die weltbesten Speedwayfahrer am Band stehen und man jeden Punkt extrem hart erkämpfen muss, kann ich mit meiner Leistung mehr als zufrieden sein!“, erklärt Dilger. Aus der Saison 2011 ging Dilger nach der 2010er Krise gestärkt hervor und auch der Saisonstart 2012 macht Lust auf mehr, denn Dilger setzt den eingeschlagenen Weg aus 2011 nahtlos fort und zeigt konstant gute Leistungen. Beim Qualifikationsrennen der deutschen Natiomalmannschaft für den Weltpokal im April in Herxheim konnte sich das Team von DMV-Mann René Schäfer erneut für die Endrunde im Juli in England qualifizieren und Max Dilger ist einer dieser vier Fahrer. Verletzt er sich nicht bei einem Rennen, ist davon auszugehen, dass Dilger am Ende der Saison wieder an die 100 000 Kilometer im Renntransporter und nicht weniger Kilometer in der Luft verbringt, um seinem Sport in ganz Europa nachzugehen und seine Karierre voranzutreiben. Eine Karriere, die der heute 22-Jährige mit seinem ersten Rennen vor 17 Jahren im Alter von fünf Jahren auf einer Fünfziger beim damaligen DMV-Club in Homberg/Ohm begann. TEXT: MANUEL WÜST

www.Dilger-Racing.de


AUTOMOBILSPORT

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DMV Touring Car Championship

Spannung pur in der Eifel und am Ring

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ie Fans der DMV Touring Car Championship, Teams und Fahrer, alle fieberten Anfang April dem Saisonauftakt 2012 am Nürburgring entgegen. Am Ring herrschte zum Training recht kühles Wetter. Graupelschauer gab es noch dazu. Nichts für empfindliche Technik. Einer beherrschte das sehr gut. Der DMV-TCC-Bellofpokalgewinner von 2011, Christian Land, auf einer Mercedes GT3 SLS-Sternschnuppe. Pole für den Sauerländer. Aber nur knappe 0,5 Sekunden trennten ihn von jenem Team-Attempto-Porschefahrer, der offensichtlich auch „ein Mann für alle Wetter“ ist – Andy Iburg aus Lohne. Im 2. Training hatten Jürgen Schlager (Porsche 993 GT2) und CallawayCorvette-Newcomer Gerd Beisel das Spiel um die Pole im Griff. Schnellster Polemann beider Läufe aber war Christian Land. Erster Laufsieg für Edy Kamm. Den Start zum ersten Lauf am Ring entschied Attempto-Porsche GT3 R-Pilot Iburg für sich. Aber das ließ Christian Land natürlich nicht lange auf sich sitzen. Eine Runde später war er in Führung. Der silberblau lackierte Sternschnuppe lag nun vor dem hellen Porsche. Dritter war Heinz Bert Wolters vor dem Schweizer Edy Kamm. Im Mittelfeld führte der amtierende Champion Frank Schreiner auf Porsche vor Chris Vogler auf einem neuen GT von Team Melkus aus Dresden. Man setzt dort nun auf Audi-Power. Beide schenkten sich nichts. Vogler bedrängte Schreiner. Im Zuge der Überrundungen ging der Heilbronner am Champion vorbei. Beide blieben cool. Ganz vorne schob sich Edy Kamm in der 4. Runde an Andy Iburg vorbei, um sich danach gleich an die Verfolgung von Christian Land zu machen. Im Kampf um die Spitze gelang es Kamm, im Bergaufteil vor der Schikane neben Land zu bremsen.

Der Schweizer Audi-DTM-Pilot kam „Spitz auf Knopf“ vorbei. Absetzen konnte er sich jedoch nicht wirklich. Er musste hart fighten. Hinter den beiden Spitzenleuten fighteten Iburg und Wolters um jede Wagenlänge. Treppchen für Gerd Beisel. „Gegen die großen Hubräume ist in der Beschleunigungsphase und bergauf überhaupt nichts auszurichten“, hatte GT3-Porschefahrer Jürgen Bender gesagt. Gerd Beisel gab beim 2. Rennstart im richtigen Moment Vollgas und schob seine Callaway-Corvette, die zuvor in der GT-Masters-Serie im Einsatz war, vor den kunterbunten Porsche GT2 von Jürgen Schlager in Führung. Dahinter zunächst Wolters, Kamm und Klüber. Ganz hinten legte einer los, der es nun wissen wollte: Albert Kierdorf. Aus der Box hastete er dem Feld nach. Auf der Ziellinie hatte er bereits fünf Kollegen hinter sich gelassen. Nach einer Runde schoss der Weingroßhändler und Jurist bereits als 16. an Start und Ziel vorbei. Vorne waren Wolters und Kamm an Beisel vorbei gegangen. Jürgen Schlager war Vierter in der 3. Runde und nun begann der DMV-TCC-Rückkehrer Edy Kamm, Heinz-Bert Wolters anzugreifen. „Du musst so einen Überholvorgang richtig vorbereiten. Bist du nicht sicher, dass ohne überrundete Fahrer durchziehen zu können, dann kannst du sehr leicht mit deutlich langsameren Kollegen aneinander geraten“, so der schnelle Schweizer Garagist. In der 4. Runde war Kamm vorne; ohne Feindberührung. Nach der 8. Runde kam das Aus für Albert Kierdorf. Martin Dechent, Thomas Langer und Peter Scheppheyn konnten ihre Porsche 997 GT3 Cupmodelle vor Attempto-Kollegen Kleinbach unter Sichtkontakt ins Ziel fahren. Gesamtsieger war am Ende Edy Kamm (CH, Audi), vor Heinz-Bert Wolters (Porsche), und Gerd Beisel (Callaway-Corvette Z06).

Ein imposantes Starterfeld bei den TCC-Rennen auf dem Hockenheimring Foto: THOMAS BAUER

Drei verschiedene Sieger gab es bei den ersten vier Läufen zur DMV Touring Car Championship am Nürburgring und in Hockenheim. Und ein prall gefülltes Starterfeld mit 47 Wagen!

v.l. Gerd Beisel (Zweiter in Hockenheim), Sieger Jürg Aeberhard und Albert Kierdorf (Dritter) Foto: HTS/SCHMIDT


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Tabellenführer in der TCC: Der Luxemburger „Maximilian Stein“ auf Porsche 997 Foto: BAUST/BERRANG

Pole, aber kein Laufsieg am „Ring“ für Mercedes-Pilot Christian Land Foto: BAUST/BERRANG

Schweizer Zweikampf: Edy Kamm im DTM-Audi vor Jürg Aeberhardt (Porsche 993) Foto: THOMAS BAUER

Hockenheim: Junior Aeberhard siegt. Zwei Wochen später in Hockenheim gewann der junge Schweizer Jürg Aeberhard die TCC-Läufe 3 und 4. Bereits den Start des ersten Rennens entschied er für sich. Christian Land bremste sich in der ersten Kurve noch neben Aeberhard, aber der enteilte seinen Verfolgern. Land, Kamm, Beisel und Klüber folgten direkt. Aeberhard und Kamm drückten die Rundenzeiten immer weiter nach unten. An einen Angriff des Audi-Piloten glaubte zu dem Zeitpunkt niemand so recht. Dann aber ging es Schlag auf Schlag. Kamm war Aeberhard auf unter eine Sekunde nahe gekommen. Auf seinem Porsche 993 GT2 Turbo führte Pole-Fahrer Aeberhard vom Start bis zur vorletzten Runde des halbstündigen Rennens. Dann konnte ihn sein Landsmann Edy Kamm auf seinem Audi-A4-DTM doch noch überholen. In der letzten Runde streifte Kamm jedoch beim Überrunden Porschefahrer Jack Crow. Aus für Crow und Führungsverlust für Kamm. Jürg Aeberhard, zu dem Zeitpunkt nur ca. 1,5 Sekunden zurück, ging vorbei und gewann. Zieleinlauf: Aeberhard, Kamm, Land, Kierdorf, Wolters und Bender.

Kamm musste verzichten. In Rennen zwei gelang Albert Kierdorf (Porsche 997 RSR) der beste Start. Wolters, Aeberhard, Bender, Beisel und Klüber dicht dahinter. Edy Kamm hatte auf den Start verzichten müssen. „Einige Dinge ließen sich in der Kürze der Zeit zwischen den Rennen nicht reparieren“, so der Schweizer. In der 2. Runde holte sich Jürg Aeberhard auf der Zielgeraden die Führung. Ein Dreher in der ersten Runde warf Stefan Eilentropp weit zurück. Aeberhard, Wolters, Beisel, Kierdorf, Klüber, Bender, Hagenmüller und Bruno Stucky lautete die Reihenfolge. In der 6. Runde kam das Aus für Heinz-Bert Wolters. Nun war Gerd Beisel bereits Zweiter. Mit dem ungewohnten GT-Wagen kam der Sportwagen-Champion offensichtlich gut zurecht. Bis ins Ziel baute Jürg Aeberhard seine Führung bis auf 38 Sekunden vor Gerd Beisel aus. Dritter auf dem Podium wurde Albert Kierdorf. Ihm folgten Jo Klüber, Jürgen Bender und Jack Crow. Tabellenführer in der TCC bleibt der Luxemburger „Maximilian Stein“ (Porsche). Auch wenn der Titelgewinn noch lange nicht in „Stein gemeißelt ist“: Für „Maximilian Stein“ läuft es derzeit blendend. Das nächste Rennwochenende wird am 15./16. Juni erneut auf dem Hockenheimring ausgetragen. TEXT: HTS/HANS SCHMIDT

www.dmv-tcc.com

Erfolgreicher Saisonstart für DMV BMW Challenge

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hre Rennen 1 und 2 startete die BMW Challenge am Hockenheimring. Mit 16 Startern ist der Erfolg der Challenge nun mit bloßem Auge zu erkennen. Jedes Jahr werden es mehr, die sich dem BMW-Cup anschließen wollen. Viele neue Starter waren gespannt wie gut sie mit den alten Hasen mithalten können. Und wie es sich für einen guten Cup gehört, lagen Freud und Leid nah beieinander. In allen Klassen wurde Motorsport auf höchstem Niveau gezeigt. Tolle Kämpfe mit engem Ausgang. Halt Cup Sport! Auch die Teilnehmer der Cupund Tourenwagen-Trophy waren erstaunt, wie schnell die Jungs und Mädels sind. Die HankookSlicks haben die Autos noch schneller gemacht,

DMV INSIDE 2/2012

obwohl die richtige Abstimmung für die Reifen noch fehlte. Die Junioren zeigten, warum sie Tourenwagensport betreiben wollen. Ihre Geschwindigkeit haben sie aus dem Kartsport mitgenommen. Der TV-Sender KiKa, der mit einer kleinen Doku für die BMW Challenge vor Ort war, konnte den Rausch der Geschwindigkeit am eigenem Leib erfahren. Sogar bis zur Übelkeit! Für die Gaststarter war es eine Erfahrung, in Rennen 2 im Nassen ein Rennen zu bestreiten. Trotzdem gab es tolle Kämpfe mit vielen Positionswechseln. Zum nächsten Rennen geht es vom 08. -10. Juni in die Eifel an den Nürburgring.

www.dmv-bmw-challenge.com


13. UMC/DMV Rallye Ulm

AUTOMOBILSPORT

Das UMC-Nachwuchsteam Florian Damm und Nicole Zak im Golf II 1,8 Cup Fotos: UMC

Glückszahl 13

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ahlreiche Zuschauer kamen bei angenehmen Temperaturen und Frühlingssonne zu den Wertungsprüfungen nach Beiningen, Pappelau, Steinenfeld und Einsingen zur 13. nationalen Rallye des Ulmer Motorsport-Clubs. Die Streckenführung der 13. nationalen „Rallye 200“ des Ulmer Motorsport Club ging über insgesamt 90 Kilometer, davon waren 32 Kilometer Wertungsprüfungen auf 100 Prozent Festbelag auf gesperrten Straßen. Diese drei Wertungsprüfungen mussten als Rundkurs und Sprintstrecken von den teilnehmenden Teams zweimal absolviert werden. Gestartet waren insgesamt 77 Rallye-Teams aus dem süddeutschen Raum und der Schweiz, darunter einige Lokalmatadoren aus dem Alb-DonauKreis. Die eingesetzten Strecken-Teams an den Wertungsprüfungen meisterten die Aufgaben perfekt, denn ohne nennenswerte Zwischenfälle und reibungslos verlief die komplette Veranstaltung auf den Wertungsprüfungen. Einige Ausrutscher und Dreher gehörten dazu. 13 technische Ausfälle waren zu verzeichnen, darunter auch die Lokalmatadoren auf dem Peugeot 106, Jürgen und Sven Clemens (Ulm-Jungingen) und Santos/ Mörzl (MSC Laichingen). Letztendlich wurden 64 Fahrzeuge mit der Zielflagge am Einsinger RallyeCentrum begrüßt. Anspruchsvolle WPs. Der Gesamtsieg der 13. UMC-DMV-Rallye Ulm ging an Rainer Noller und

Tanja Schlicht auf einem Mitsubishi Lancer Evo 8 MR. Fritz Köhler und Petra Nägele (HMC Öhringen, BMW M3) nahmen den 2. Gesamtrang ein, vor dem Team aus Helmbrechts, Bernd Michel und Bernd Hartbauer (Opel Astra). Es war ein hartes Duell von Noller/Schlicht und Köhler/Nägele. Letztendlich dominierten Noller/Schlicht in fünf WP’s, Köhler/Hägele siegte in der 6. Wertungsprüfung. Ganz knapp ging der Wettbewerb um Platz 3 für Michel/Hartbauer aus, denn nur 5 Sekunden trennten sie von den viertplatzierten Flum/Flum aus der Schweiz. Das beste UMC-Team war Dr. Marius Klein/ Jörn Limbach (Mitsubishi Evo 7) – sie platzierten sich auf Gesamtrang 17. Die Resonanz der Teams war für alle drei Streckenführungen sehr gut. Insbesondere gefiel der anspruchsvolle Rundkurs der Wertungsprüfung Einsingen Teams und Zuschauern gleichermaßen. Diese WP forderte gewissermaßen alles ab, denn die teilweise schwierigen Streckenführungen forderten nicht nur besonderes Geschick, sondern auch gute Nerven. Rallyeleiter Uli Zorn zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Rallye und dankte den Genehmigungsbehörden, der Feuerwehr, den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz und den Anwohnern für das entgegengebrachte Verständnis. TEXT: MARLENE OCHS

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Aufmerksamer Beobachter: Rallye-Urgestein Uli Zorn

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Auch bei der 13. Rallye Ulm waren Teilnehmer und Zuschauer am Streckenrand angetan von den gezeigten Leistungen und den anspruchsvollen Rundkursen.

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Ein Riesentalent in der Moto3: Der elfjährige Maurice Ullrich Foto: racepixx.de

Start der Moto2

Die DMV Rundstrecken Championship (DRC) ist in die neue Saison gestartet. Beim Auftakt in Schleiz glänzte sie mit vollen Startfeldern, packenden Rennen – und mit vielen Zuschauern.

Schubert-BMW-Pilot Daniel Bergau zog am Dreieck den Kürzeren Foto: racepixx.de

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Foto: racepixx.de

DMV Rundstrecken Championship (DRC)

Volle Felder am Dreieck

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as bombige Wetter – strahlender Sonnenschein, Temperaturen über 20 Grad – und der freie Eintritt hatte die Schleizer rennbegeisterten Fans an das Dreieck pilgern lassen. Und die begeisterten Motorsport-Fans bekamen einiges zu sehen. Alleine am Sonntag standen elf Rennen auf dem Programm, bereits am Samstagabend gab es die erste Renn-Action um wichtige Meisterschaftspunkte in der DRC. Für die vollen Startfelder sorgte nicht zuletzt auch der Zusammenschluss mit der Schweizer Meisterschaft „Swiss Moto Racing“ (SMR), welcher 2012 in die nächste Runde geht. Und das Konzept kommt an. Auf dem Schleizer Dreieck mussten die Superbike open, die ab diesem Jahr als Moto1-Klasse geführt wird, und die Superstock 1000 sogar in unterschiedlichen Rennen ausgetragen werden. Erfolgte letztes Jahr noch ein gemeinsamer Rennstart mit unterschiedlichen Wertungen, war dies beim Auftakt in Thüringen nicht mehr möglich – zu viele Piloten am Start! Bereits am Samstagabend gab es drei packende Rennen. In der Moto1-Klasse ging der Sieg nach rundenlangem Fighten an den ehemaligen IDM-Laufsieger Filip Altendorfer. Der SchubertBMW-Pilot musste sich lange der Angriffe seines Teamkollegens Daniel Bergau erwehren, der im letzten Jahr mit fünf Triumphen diese Klasse souverän gewinnen konnte. In Schleiz hatte er sich zunächst die Pole Position sichern können, im Rennen dann aber

zog er gegen Altendorfer den Kürzeren. Genauso sah der Zieleinlauf dann auch am Sonntag beim zweiten Rennen aus. Beide Male wurde der Däne Jan Christiansen Dritter. Heil in der Flucht. In der Moto2 – ehemals Supersport open – ging der Sieg zweimal klar an Randy Harmuth. Der Honda-Pilot suchte sowohl am Samstag als auch am Sonntag sein Heil in der Flucht und gewann souverän. In beiden Läufen belegten Alexander Stamm und Rene Torpsgaard auf Yamaha bzw. Kawasaki die Ränge 2 und 3. In der Wertung der Superstock 600 ging der Sieg zweimal an Michael Peh auf Yamaha. Der Saupsdorfer gewann ebenfalls souverän, auch wenn er sich am Samstag nach einem schlechten Start selbst das Leben schwer machte. In der Moto3-Klasse sind in dieser Saison wieder die „kleinen“ Klassen zusammengefasst. Hier treten die 125er/250er Zweitakter gegen die international eingeführten 250er Viertakter an. Und mit insgesamt 38 Piloten war diese Kategorie ebenfalls mehr als gut gefüllt - nicht zuletzt aufgrund der neuen Zusammenarbeit mit der IG Königsklasse. Im Nachwuchsbereich konnten jeweils Maurice Ullrich und Marcel Alves Rodriguez die Siege feiern. Der erst elf-jährige Ullrich startet in dieser Saison mit einer Sondergenehmigung in der 125-ccm-Klasse der IDM und nutzte den DRC-Lauf auf dem Schleizer Dreieck als Vorbereitung. Dabei zog er sich mehr als beachtlich aus der Affäre – er konnte auch am Sonntag die Zweitakt-Wertung der IG Königsklasse gewinnen. TONI BÖRNER www.dmv-rundstrecken-championship.de


KARTSPORT

Kart-Europameisterschaft Wackersdorf

Größte Kartveranstaltung aller Zeiten

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as bricht alle Rekorde, aber die bewährten Organisationsteams des Deutschen Motorsport Verbandes und des Streckenbetreibers Stephan Fritsch sind bestens vorbereitet. Dazu Stephan Fritsch: „Wir haben alles getan, damit sich die Fahrer wohl fühlen werden, und besonders viel Aufwand haben wir in die Erweiterung des Fahrerlagers gesteckt. Um so viele Teams auch EM-würdig unterzubringen, wurde das Fahrerlager um fast die Hälfte vergrößert.“

Hunderte von Fans und 260 Fahrer werden zur EM vom 7. – 10. Juni im ProKart Raceland erwartet Foto: WEICHERT Bedingt durch die vielen Fahrer wird auch der Zeitplan anders aussehen. Am Mittwoch, der sonst eher ein gemütlicher Tag für den Aufbau und die Papierabnahme war, wird ab morgens schon das freie Training durchgeführt und die technische Abnahme läuft den ganzen Tag. Alles an dieser Veranstaltung wird eine Nummer größer sein. So kommt der CIK-Tross in diesem Jahr mit 19 Personen, um eine reibungslose Veranstaltung zu garantieren. Olivier Steveny wird in seiner neuen Funktion als Generalsekretär der CIK erwartet, genauso wie CIK-Vizepräsident Kees van de Grint. Van de Grint plant sein eigenes Klassik-Kart mitzubringen, um bei der großen Klassik-Kart-Demonstration mitzufahren.

Weltbester Streckensprecher. Als Streckensprecher wird wieder der weltweit beste Sprecher, Ken Walker aus Großbritannien, fungieren, der zusammen mit seinem deutschen Kollegen Michael Martick sicherlich internationales Feeling auf die Strecke bringen wird. Im Vorfeld der Veranstaltung gab es am 19./20. Mai in Wackersdorf ein spezielles Trainingsrennen mit Vega-Reifen für die Teilnehmer. Um die vielen erwarteten Fans zufrieden zu stellen, ist es ab sofort möglich, Eintrittstickets im Vorverkauf zu ermäßigten Preisen zu bestellen. Die Preise sind: Tagesticket 10,– €, Tagestickets mit Fahrerlager 20,– €, Wochenendticket, gültig von Mittwoch bis Sonntag, mit Fahrerlagerzugang 40,– €. Im Vorverkauf sind diese Tickets um 20 Prozent ermäßigt. Die Bestellung ist ganz leicht: Einfach ein E-Mail mit der gewünschten Stückzahl an den DMV unter weichert@dmv-motorsport.de schicken. Diese Chance auf eine solch einmalige Veranstaltung sollte sich kein Kart-Interessierter entgehen lassen. MICHAEL WEICHERT/BOTHO G. WAGNER www.dmv-motorsport.de

War die KartWeltmeisterschaft 2011 in Wackersdorf mit fast 190 Teilnehmern schon eine Megaveranstaltung, wird die 2012er Auflage die Krönung! 260 Teilnehmer werden bei der vermutlich größten Kartveranstaltung in Deutschland vom 7. bis 10. Juni erwartet. Die tolle Veranstaltung der KF1-WM letztes Jahr dürfte bei der EM in Wackersdorf im Juni noch einmal getoppt werden Foto: WEICHERT

DMV startet mit eigenem Team

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usrichter der Kart-EM 2012 der Klassen KF2, KZ1 und KZ2 auf Deutschlands schnellster Kartrennstrecke in Wackersdorf ist der DMV, der schon seit Jahren mit der tollen ProKart-Raceland-Anlage in der Oberpfalz das Vertrauen der FIA/CIK geniesst. Der DMV ist aber nicht nur Organisator, er engagiert sich auch mit einem DMV-Team auf der Strecke. Gefördert werden bei ihrem Wackersdorfer EM-Start nicht

nur die Fahrer Gilles Beckord (KF2), Jonas Hrdlicka (KF2) und der KZ2-Pilot Tobias Zoll. DMV-Sportpräsident Dr. Gunther David: „Wir werden mit diesem DMV-Kartteam bei der EM Flagge zeigen. Gilles Beckord und Jonas Hirdlicka starten dann auch beim Finale in England unter der DMV-Bewerbung. Für Tobias Zoll geht es allerdings schon in Wackersdorf um alles. Hier wird bereits der Schaltertitel vergeben“.

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DMV Kart Championship Als erste der großen Kartserien Deutschlands eröffnete die DMV Kart Championship die Kartsportsaison 2012 – traditionell an Ostern und auf dem Erftlandring in Kerpen.

Osterfeier am Erftlandring

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it rund 100 Piloten waren die erwarteten Teilnehmerzahlen nicht ganz erreicht worden. Fast 20 unentschuldigte Abmeldungen musste der Veranstalter zum Auftakt verkraften. Glücklicherweise versprechen aber die Gesamtanmeldungen für den weiteren Saisonverlauf eine deutliche Besserung: Über 180 Nennungen sind im vierten Jahr der populären Serie eingegangen. Die DMV Kart Championship ist auch 2012 sehr gut aufgestellt, wie Michael Weichert von der DMV Sportabteilung erklärt: „Fahrerfreundlichkeit ist das Schlagwort, das wir 2012 in den Mittelpunkt gesetzt haben. Neu ist, dass vier Streichergebnisse möglich sind. Damit ist der Familienurlaub gesichert und ärgerliche Ausfälle verderben nicht gleich das Jahresergebnis. Außerdem haben wir das Prozedere der Papierabnahme, der technischen Kontrolle und des Reifenservices verbessert. Hier kommt 2012 das Scan-System EVA zum Einsatz. Es spart enorm viel Zeit während der ganzen Veranstaltung – für alle, für Fahrer und Organisation. Zu guter Letzt werden ab diesem Jahr bei jeder Siegerehrung wertvolle Sachpreise verlost. Bis zur Meistereh-

rung werden somit rund 40 000 Euro an die Fahrer ausgeschüttet!“ Und noch etwas hatte sich die erprobte DMVCrew zum Auftakt ausgedacht: Neben den sechs Stammklassen (Bambini, KF3, KF2, KZ2, Rotax Junioren und Rotax Senioren) schrieb man mit den KZ2 Open ein zusätzliches Rennen aus, das speziell für die Piloten der Deutschen Schaltkartmeisterschaft (DSKM) reserviert war, die nur zwei Wochen nach dem DMV-Start an gleicher Stelle ihr erstes Saisonrennen absolvierten. Neben der perfekten Organisation des DMV und des ausrichtenden KCD90 zeigte sich auch Petrus in bester Laune und bescherte dem Saisonstart entgegen aller Vorhersagen einen sonnigen ersten Renntag. Die zweite Saisonstation fand (nach Redaktionsschluss dieser INSIDE) am 20. Mai im Prokart Raceland von Wackersdorf statt. Aktuelle News von der Location, wo auch die Deutsche Kartmeisterschaft und die Europameisterschaft (siehe Seite 17) stattfinden auf dmv-motorsport.de oder dmv-kartchampionship.de. TEXT: MOTORSPORT-XL www.kart-serie.de

Doppelsieger bei den Bambini in Kerpen: Der Berliner Anton Kostioukevitch (26) Foto: Kartfoto.de

Rhein Main Kart Cup und BW Kart Cup

Kälte, Regen, Hagel

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er April hat beim zweiten gemeinsamen Lauf des Rhein-Main-Kart-Cup und des BW-Kart-Cup so richtig zugeschlagen. Morgens Temperaturen nur etwas über null Grad, dann Sonnenschein, Regen und dreimal dicke Hagelschauer. Daher waren mehrere Abbrüche, Verzögerungen und Neustarts nötig. Trotz der widrigen Umstände waren die Fahrer sehr diszipliniert und es wurde sehr fair gefahren. Am stärksten von den Wetterkapriolen wa-

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ren Rotax-Max- und Junior-Klasse betroffen. Dort fing es nach zuerst trockenem Start auf Slicks an zu regnen. Einige voneinander unabhängige Abflüge in der Startkurve sorgten dann für eine Unterbrechung. Es war wirklich alles dabei! Trotzdem war die Organisationstruppe stolz, dass sie mit nur 30 Minuten Verspätung die Siegerehrung im trockenen Paddockclub der Rennstrecke in Hahn durchführen konnte. Organisationsleiterin Annelie


KARTSPORT Weichert freute sich über die gelungene Veranstaltung und die harmonische Zusammenarbeit mit ihrer Mannschaft. Die nächste Veranstaltung wird am 27. Mai in Wittgenborn stattfinden. Hier lagen zwei Wochen vor Nennungsschluss schon über 100 Nennungen vor! Urloffen ist am 21. Oktober in diesem Jahr auch Austragungsort des „Silberpokals“, dem Highlight des Clubsports, und man kann davon ausgehen, dass speziell die BW-KartCup-Fahrer besonders motiviert und austrainiert dort an den Start gehen werden. ANNELIE WEICHERT www.rheinmainkartcup.de www.bw-kart-cup.de

Swissauto-Sieger Rik van Beek in Hahn

Foto: WEICHERT

Respekt! Mangelware im Kartsport?

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espekt! Diesen, für das menschliche Zusammenleben so wichtigen Wert, die gegenseitige Achtung, brachte Peter Kessler vor gut drei Jahren den Fahrern in Erinnerung. Doch was blieb von seiner flammenden Rede damals beim RMC-Finale in Hahn? Wohlwollend ausgedrückt: Wenig! Die Ruppigkeit unter den Fahrern oder Teams beginnt schon bei der Einfahrt ins Fahrerlager. Alle wollen ganz vorne stehen, gleich neben dem Vorstart. Nicht nur das Zelt ist drei Nummern zu groß, nein, es sollen auch gleich noch drei Autos mit ins Fahrerlager, das doch eh schon zu eng ist. Platz für die Nachbarn? Warum? Was geht das uns an? Gegenseitige Hilfe im Fahrerlager, wenn ein ganz spezielles Teil fehlt? Warum helfen? Das ist doch mein Gegner! Dann das Gedrängel in der Formationsrunde! Wenn einer dabei seinen Motor abwürgt, hilft das mir. Und warum soll ich einen auch noch auf seinen Platz lassen, wenn er nachfahren muss? Pech gehabt und gut für mich. Die Schubserei im Rennen. Da wird schon mal gewaltig gedrückt, was der feste Spoiler hergibt. Gern in Ecken, wo es kein Spoko sieht – immer feste drauf, vielleicht weicht er. Ab mit ihm ins Grüne. Mancher bereitet sich technisch (!) schon darauf im Fahrerlager vor. Man kennt das ja. Es ist auch nicht so, dass diese Respektlosigkeit auf das Rennen beschränkt ist. So mancher erregte Vater oder Mechaniker vergisst schnell seine Kinderstube am Pistenrand. Oder an der Waage, wenn man sich nach dem Rennen wieder trifft ... Da geht schon mal ein Vater dem Kollegen an die Klamotten. Und so mancher Spoko oder TK muss

sich Schimpfwörter anhören, die im Straßenverkehr ziemlich teuer bewertet werden. Ist das wirklich so? Ja, das ist leider so. Nicht immer, aber immer öfter. Es gibt viele, gerade sehr junge Fahrer, die doch recht respektlos ins Rennen gehen. Gesunder Ehrgeiz, echter und fairer Kampfgeist –das ist richtig, das wollen wir sehen. Aber nicht den „Stinkefinger“. Die Fairness darf nicht auf der Strecke bleiben. Respekt vor dem anderen Fahrer, den konkurrierenden Teams, den Offiziellen, eben den Mitmenschen, das sollte die Prämisse sein. Darüber sollten auch mal die Teamchefs mit ihren „Schäfchen“ reden, bevor diese im Rennen zu „Stieren“ werden. Und sie sollten auch mal einem unbeherrschten Vater auf die Füße treten. Wir müssen wieder dahin kommen, dass unsere Piloten ihr weites Umfeld respektieren. Unser Sport ist nicht ungefährlich. Wir hatten ziemlich viel Glück in letzter Zeit. Mit mehr Respekt vor den Konkurrenten werden wir auch mehr Sicherheit auf den Pisten gewinnen. Und auch im Fahrerlager wird’s dann wieder nachbarschaftlicher. Daran wollte ich mal erinnern. BOTHO G. WAGNER

Gegenseitiger Respekt ist auch die Voraussetzung für ein freundschaftliches Miteinander neben der Strecke Foto: Kartfoto.de

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DMV Mitglied Harald Michel

TK mit Liebe zur Fahrzeugtechnik Harald Michel ist seit Jahrzehnten „TK“ in der DMV Touring Car Championship und für den DMV. Aber über den Odenwälder gibt es auch noch ganz andere Geschichten zu erzählen.

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Harald Michel (links) mit DMV Touring Car Championship Promoter Gerd Hoffmann

DMV INSIDE 2/2012

teinböcke sind dem Vernehmen nach fleißige und meist ehrgeizige Menschen. Das gilt auch für den Odenwälder Vollbluttechniker Harald Michel aus Mörlenbach. Der Kfz-Meister, Jahrgang 1938, avancierte beruflich beim TÜV in Heppenheim. Heppenheim, heute bekannt als „Vettelheim“. „Der kleine Sebastian wuchs in unmittelbarer Nachbarschaft des TÜV in Heppenheim auf. Dort war das Zimmergeschäft der Familie Vettel ansässig“, so erklärt Harald Michel strahlend. Er erlebte den Formel-1 Weltmeister bereits bei ersten Kart-Versuchen hautnah. Auf dem Hof des Vettel´schen Familienbetriebes in der unmittelbaren Nachbarschaft des TÜVGeländes hat der kleine „Sebi“ ab vier oder fünf Jahren im ersten Junior-Kart richtig engagiert trainiert. Opa und Papa Vettel haben damals natürlich immer kräftig mit geholfen. Wenn man über Harald Michel berichtet, dann ist mit dem Thema Motorsport das entscheidende

Stichwort gefallen. Der Mann hat Geschichten ohne Ende in seiner Erinnerung. Stoff für Erzählungen einer ganzen Nacht. In Berlin ist Harald geboren, in der Schweiz aufgewachsen und nun in jener Ecke Hessens ansässig, aus der auch der Formel-1-Champion stammt. Vom Copiloten zum Fahrer. Motorsportlich begann für Harald Michel alles 1956. Bei Rallyes nahm er mit dem „Gebetbuch“ in der Hand auf dem heißen Stuhl diverser Rallyesportler Platz. Vorzugsweise wurden in dieser Zeit italienische Alfas und deutsche BMW-Modelle eingesetzt. Aber wie das dann häufig so war. Vom heißen Stuhl rechts im Auto rutschten ja immer wieder einige Copiloten kurz entschlossen rüber hinter das Lenkrad auf die linke Seite. Auch Harald rutschte eines Tages auf den Fahrersitz hinüber. Selbst fahren reizt eben doch ganz besonders. Der junge Wahlhesse fuhr in den frühen 1960er Jahren Slaloms, am Berg – Zotzenbach liegt quasi vor seiner Haustür – oder er trat bei Flugplatzrennen an. Auch Mainz-Finthen lag schließlich quasi um die Ecke. Nach der Geburt seiner Tochter Monika machte Harald mit der aktiven Fahrerei langsamer. Auch beruflich ergaben sich neue Wege. Ab Mitte 1968 in Diensten des TÜV, avancierte Harald Michel schnell zum Verantwortlichen der Prüfhalle der Heppenheimer TÜV-Prüfstelle. Kurze Zeit später machte man dem leitenden Techniker dann ein „TK-Angebot“ im Motorsport. Ein Angebot, das er nicht ausschlagen konnte. Zusammen mit dem erfahrenen Kollegen Duhme aus Giessen ging Harald Michel danach nicht mehr als Rennfahrer, sondern als Technischer Kommissar „an den Start“. „Du glaubst ja nicht, was die Teams, Tuner und Fahrer da früher zum Teil an den Start zu bringen gedachten“, so „TK“ Harald Michel schmunzelnd. „Manchmal war das schon der Wahnsinn“, lächelt er noch heute und schüttelte den Kopf dabei. Er könnte wohl 100 skurrile Geschichten aus dem Stand erzählen. „Besser nicht“, winkt Harald Michel lachend ab. „Das wären dann eventuell ja noch Anregungen für neuerliche Missetaten“. Selbst hat der Autor


DMV - INSIDE zwischen Gut und Böse in kniffligen technischen Angelegenheiten vieler hektischer Rennwochenenden.

Harald Michel bei der Arbeit Harald Michel in den Anfangszeiten als Fahrer in den guten alten Formel-Ford-Bellof-Weidler-Lechner-Zeiten in Hockenheim in Aktion erlebt. Kein leichter Job, den ein TK damals hatte. „Und das ist auch heute nicht leichter“, fügt Harald Michel nachdenklich hinzu. Mit dem Fainess-Pokal in der Classic-Szene geehrt. An circa 15 Wochenenden im Jahr reist er mit seiner Gattin Lotte zu etlichen Rennen des nationalen Rundstreckensports und der ClassicSzene in Deutschland. Dabei erlebte der Wahlhesse vor einigen Jahren am Nürburgring eine ganz besondere Überraschung, als vom Streckensprecher der Ausruf kam „TK Harald Michel bitte sofort ins Rennbüro zu Start und Ziel kommen“. Was war geschehen? An Start und Ziel gab es eine besondere, unerwartet freudige Überraschung: Die Fahrer der Classic-Szene hatten beschlossen, einen Fairness-Pokal zu vergeben. Lange hatte man zuvor beraten, wer von den Fahrerkollegen diesen Preis zugesprochen bekommen sollte. Am Ende siegten diejenigen unter den Aktiven mit der Idee, diesen Ehrenpokal einem Mann zuzusprechen, der als TK über Jahrzehnte für sehr viel Ausgleich und Verständigung im Classic- Motorsport gesorgt hatte. Harald Michel bekam diesen Pokal zugesprochen. „Ich war damals ehrlich gerührt“, weiß Harald Michel noch heute zu berichten. Offensichtlich war das ein besonders schöner Moment im nicht immer ganz einfachen Abwägen

Klassische Fahrzeugtechnik – seine alte Liebe. Wenn Harald nicht gerade als TK unterwegs ist, dann könnte es auch sein, das Racefans oder Freunde dem jung gebliebenen, strahlenden, freundlichen Herren in seinem 80 Jahre alten Hanomag N 23 Oldtimer bei einer Classic-Rallye begegnen. Gerade so, wie es in absehbarer Zeit wieder bei der traditionellen Bertha-Benz-Fahrt geplant ist. Aber da ist noch ein weiterer technischer Leckerbissen in einer seiner Garagen versteckt. Haralds alte NSU. In gemütlicher Runde unter lauter Technik-Freaks wurden alle ganz still, als Harald Michel das Gespräch auf seine NSU lenkte, für die keine KFZ-Steuer entrichtet werden müsse. Man schaute sich gegenseitig ungläubig an. Das gute Stück des Technischen Kommissars der DMV Touring Car Championship, eine NSU, Baujahr 1929, mit 498 cm und 11 PS, selbstverständlich fahrbereit, würde, so Michel, ohne Kfz-Steuerabgabe auch heute noch im öffentlichen Verkehr bewegt werden dürfen. Tage später führte er dem Autor die seltene Maschine vor. „Dieses Exemplar fehlt sogar in der Sammlung der Abteilung NSU-Tradition bei den Audi-Werken, dem Mutterwerk von NSU. Aber ich werde mich davon natürlich nie trennen“, so Michel. In den Papieren der NSU stand tatsächlich schwarz auf leicht vergilbtem Papier: „Die Kraftfahrzeugsteuer für das beschriebene Kraftfahrzeug ist gemäß dem Gesetz vom 31.Mai 1933 abgelöst worden. Das geschah am 28. September 1933 mit einem Betrag von 63,- Reichsmark. Das Fahrzeug ist für die zukünftige Dauer seiner Benutzung von der Kraftfahrzeugsteuer befreit“- nicht schlecht, oder? Als TK war Harald Michel 2011 in der DMV-TCC, bei den 100 Meilen und in der Classic-Szene unterwegs. Ach ja, nicht zu vergessen: Auch beim Jim Clark Memorial Hockenheim war er „am Start“. Als TK und Obmann der Technik. Alle diese Aktivitäten sind auch in 2012 geplant. Tja, wer nicht rastet, der rostet bekanntlich auch nicht. TEXT UND FOTOS: HANS SCHMIDT

www.dmv-tcc.com

Harald Michel und ein Stolz seiner Sammlung – der 80 Jahre alte Hanomag N 23 Fotos: HTS/SCHMIDT

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Eisspeedway

Ice Challenge mit Gespannen Auch ohne WMPrädikat kann man hochklassigen Eisspeedwaysport bieten, bewiesen die Organisatoren der ersten Berliner Ice Challenge eindrucksvoll.

Der Überirdische: Rekordweltmeister Nikolai Krasnikov war auch in Berlin der überragende Fahrer

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ei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen kamen 6000 Zuschauer zur ersten DMV Ice-Challenge ins Berliner Horst-Dohm-Eisstadion. Der Vorsitzende der DMV-LG Berlin, Jochen Lindner, sollte Recht behalten: „Es lässt sich auch ohne WM-Prädikat ein hochklassiges Motorradrennen auf Eis veranstalten. Mit namhaften Fahrern aus acht Ländern und erstmals auch mit Seitenwagen bekamen die Fans spannende Läufe zu sehen“. Allen voran der siebenfache Weltmeister Nikolai Krasnikov, der souverän die Ice Challenge gewann und seinen Schützling Dmitri Koltakov, Franz Zorn (A) und Günther Bauer auf die Plätze verwies. Dass er dabei alle seine Läufe gewann und nur im letzten der 40 Läufe seinen Freund Günther Bauer den Vortritt ließ, um ihm die Teilnahme am Finale zu sichern, unterstreicht die derzeitige Spitzenstellung des Ausnahmesportlers aus Russland. Für seine Fans sehenswert: Bauer überzeugte an beiden Tagen mit einer starken Vorstellung und überzeugte seine Anhänger. Im Rahmenprogramm wagten sich die Gespanne erstmals überhaupt aufs Kunsteis und forderten mit gekonnten Speedeinlagen den Beifall der Zuschauer geradezu heraus. Markus Brandhofer beherrschte die Konkurrenz. Mit seiner Copilotin Corinna Gunthör gewann er die Rennen und verwies Ste-

Die Dreirädrigen: Die erstmals in Wilmersdorf ausgetragenen Gespannrennen begeisterten das Publikum fan Radtke/Christoph Schwass sowie Waldemar Guggemos/Franz Leiss auf die Plätze. Die Läufe am Sonntag wurden auch für den Wettbewerb um den „Goldenen Spike“ gewertet. Souveräner Gesamtsieger wurde Franz Zorn aus Österreich. Dem Veranstalter ist eine Premiere besonderer Art gelungen. Es bleibt abzuwarten, was sich die Crew um Jochen Lindner im nächsten Jahr einfallen lässt. 2013 gibt es das 40. Rennen auf der Wilmersdorfer Bahn und man kann sicher sein, dass die DMV-Landesgruppe ein Jubiläumsrennen der „besonderen Art“ vorbereiten wird. TEXT: KLAUS HAMPE FOTOS: ALBERT STÜCKER www.eisspeedway-berlin.de

Eis-Eilige in Sachsen Eine Woche vor Berlin fand das erste DMV-Eisspeedwayrennen in Sachsens Landeshauptstadt Dresden statt. Per-Olof Serenius gewann die „German Open“, der Russe Dmitri Khomitsevitch das GoldenSpike-Rennen.

DMV INSIDE 2/2012

Auf der Eisschnelllaufbahn der EnergieVerbund Arena im Sportpark Ostra fand seit fast genau 20 Jahren erstmals wieder ein Eisspeedwayrennen statt. Die leider zu wenigen erschienen Fans (fast ausschließlich aus Sachsen) wurden mit reichlich Action belohnt. Am Samstagabend wurde eine „German Open“ mit deutschen Fahrern und einem gut gemischten internationalen Feld durchgeführt. Die Besten vom Samstag hatten die Möglichkeit, sich für den Golden Spike am Sonntag zu qualifizieren. Der 64-jährige Per-Olof Serenius fegte die Gegner vom Platz und gewann mit Maximum. Dem ehemaligen russischen Grand-Prix-Fahrer Pavel Tschajka nahm er schon im wichtigen Heat 1 die Luft aus den Segeln, bezwang ihn und Tony Klatovsky (Gesamtdritter), sodass dem Russen nur Gesamtrang 2 blieb. Stefan Pletschacher vom Ice Racing Team Stahlwerk Annahütte machte in Dresden den besten Eindruck der Deutschen und landete auf Schlussrang 4.

Am zweiten Tag kamen die Sachsen bei frühlingshaftem Wetter aus dem Staunen nicht mehr raus, als die Spike-Stars, darunter 13 aktuelle oder ehemalige GP-Piloten, ihre Show abzogen. Weil es am Samstag bis zu 24 Grad waren, wurde auch am Sonntag die Rundenzahl vorsichtshalber auf drei verkürzt, aber das Eis hielt sich perfekt. Die drei Russen fuhren gnadenlos, aber Franky Zorn mischte wie in seinen besten Zeiten mit. Bis zu Heat 20 hatte der Österreicher Maximum, wie der WM-Dritte Dmitri Khomitsevitch. Es kam zum Zweierduell zwischen Zorn und Dmitri Khomitsevitch. Khomitsevitch setzte sich schon in der ersten Kurve durch; Franky konnte nur kurzzeitig Gegenwehr aufbauen. Damit war der WM-Dritte von 2012 Gewinner des Golden-Spike-Rennens vor Zorn und Pavel Tschajka. Offizielle und praktisch alle Besucher waren mit der Premieren-Veranstaltung in Sachsen zufrieden und wünschten, dass es 2013 eine Fortsetzung gibt. THOMAS SCHIFFNER www.eisspeedway-dresden.de


Der Reifen für die Weltmeister von morgen…

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SPORTTERMINE vom 23. Mai bis 26. August 23.05. Training Jugend - Kart Slalom, MSC Verl 25.05.–27.05. 56. DMV Motocross ‚Hessen‘, Beuern - Pfingst-Cross, Motorsportclub Beuern 26.05. 37. Zweiradfahrertreffen, MSC Deberndorf 27.05. 3. Lauf DMV Baden Württemberg Kart Cup 27.05. 3. Lauf DMV Rhein Main Kart Cup 27.05. DMV FOX MX Ladiescup Beuern, DMV 02.06. MSJ Superkart Meisterschaft Region Ost 4. Vorlauf, MC Sam 03.06. DMV Rotax Max Challenge Templin 03.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 1, MSC Anklam 03.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 2, MSF Plettenberg 03.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 3, MSC Wächtersbach 03.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 6, MC Sam 06.06.–10.06. CIK-FIA Kart Europameisterschaft Wackersdorf DMV Geschäftsstelle 07.06.–09.06. 51. S - DMV Thüringen Rallye, MSC Pößneck 09.06.–10.06. Int. Truck Trial Meisterschaft Kimov-Krásná Lípa Truck Trial Club Deutschland 09.06. MSJ Superkart Meisterschaft Region Ost 5. Vorlauf MC Smalcalda 09.06. MSJ Superkart Meisterschaft Region Süd 4. Vorlauf RMSV Urloffen/Hornigsrinde 10.06. DMV-MX 65 Kids Cup Bielstein, DMV 10.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 1 MC Schwerin Krösnitz 10.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 6, MC Smalcalda 13.06. Training Jugend - Kart Slalom, MSC Verl 15.06.–16.06. TCC Touring Car Championship Hockenheimring UHSport 15.06.–17.06. IDM – Int. Deutsche Motorradmeisterschaft Nürburgring, MSC Freier Grund 16.06.–17.06. 05./06. Lauf Motorrad-Biathlon Berlin/Brandenburg, MSV ‚Jugend‘ Lübbenau 16.06.–17.06. Bavarian-Quad-Challenge Weiße Erde, BQC 16.06.–17.06. Jugend/Club Trial, MSC Gefrees 16.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 5, MSC Zeilarn 16.06. MSJ Superkart Meisterschaft Region Süd AMC Pfaffenweiler 17.06. 15. Werler Klassikerfahrt für Autos + Motorräder, MSC Werl 17.06. 3. Lauf zur MonkeyCross-DM, MSC Feuchtwangen 17.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 1, MC Lebusa 17.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 2, AJT Halver 17.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 3 MSC Straßbessenbach 17.06. Monkeycross Schopfloch, MSC Feuchtwangen, 23.06.–24.06. DMV Kart Championship Wittgenborn 23.06.–24.06. DMV-Motorradtrial MSC Hornberg, MSC Hornberg 23.06.–24.06. Hessencup Motocross Aarbergen MSC Michelbacher Hütte 23.06. MSJ Superkart Meisterschaft Region Ost, KSC DVB

23.06. MSJ Superkart Meisterschaft Region Süd, MSC Offenburg 24.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 3, MSF Zotzenbach 24.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 4 KFV Kalteneck Holzgerlingen 24.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 6, KSC DVB 27.06. Training Jugend - Kart Slalom, MSC Verl 30.06. Int. Truck Trial Meisterschaft Perleberg Truck Trial Club Deutschland 30.06. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 5, MSC Tacherting 01.07. DMV Rotax Max Challenge Ampfing 01.07. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 4, MSC Göge, 01.07. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 5, AMC Neuötting 01.07. MSJ Jugendkart Slalom Region 4, MSC Göge 06.07.–07.07. TCC Touring Car Championship Oschersleben UHSport 07.07. Motorrad-Biathlon, Motorsportclub Krauschwitz 07.07.–08.07. 4. Lauf MonkeyCross-DM Maitzborn, HMV Hepsisau 07.07.–08.07. DMV Kart Championship Oppenrod 08.07. DMV Classic Cup Bad Salzungen, DMV 08.07. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 4 RMV Steinenbronn 14.07. 3 Std. Enduro, MMC Schweinfurt 15.07. 17. DMV-Jugendkart-Slalom Cadolzburg, MSC Deberndorf 15.07. DMV Classic Cup Schweighausen, DMV 15.07. MSJ Jugendkart Meisterschaft Region 4 MSC Kochersteinsfeld 22.07. 4. Lauf DMV Rhein Main Kart Cup Wittgenborn 22.07. 5.Lauf MonkeyCross-DM, RKV Kirchheim/Teck 29.07. DMV Baden Württemberg Kart Cup Urloffen 05.08. DMV FOX MX Ladiescup Schwabhausen, DMV 05.08. DMV Rotax Max Challenge Wittgenborn 05.08. DMV-MX 65 Kids Cup Schwabhausen, DMV 11.08.–12.08. DMV Kart Championship Hahn 11.08. DMV Classic Motocross Cup Barth 11.08. Off-Road Neustadt/Coburg, MAC Neustadt 18.08. 13. Lauf Hessisch-Thüringische Jugendtrialmeisterschaft, IMS Schlierbachtal/MSV Hammelbach 18.08.–19.08. 07./08. Lauf Motorrad-Biathlon Berlin/Brandenburg, MC Groß Glienicke 18.08.–19.08. 3. Sauerland Bergpreis Historic Bestwig-Nuttlar, VG Sauerland Bergpreis Historic 19.08. 5. Lauf DMV Rhein Main Kart Cup Oppenrod 24.08.–25.08. TCC Touring Car Championship Red Bull Ring (A), UHSport 24.08.–26.08. MSC Berlin Sternfahrt/50 Jahre Motorsportclub Berlin, MSC Berlin 25.08.–26.08. DMV Kart Championship Urloffen 25.08.–26.08. Jugendtrial-Meisterschaft 2012, DMV Kiefersfelden 26.08. 65. Internationales DMV Sandbahnrennen, MSC Eichenring Scheeßel 26.08. 7. Echzeller Oldtimerausfahrt, MSC Echzell

Angaben gemäß Terminanmeldungen bei DMV und DMSB · Stand: 10.05.2012 · Angaben ohne Gewähr DMV INSIDE 2/2012


MOTORRADSPORT

DMV Motocross Aufenau

Belgischer Triumph in Aufenau

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ei recht gutem Wetter und perfekten Streckenverhältnissen fand am 21. und 22. April das 40. DMV Kinzigtal Motocross in Aufenau statt. Im Prädikatslauf, der internationalen deutschen Meisterschaft der Klasse Seitenwagen, errangen die Belgier Ben Adriaenssen und Sven Verbrugge den Tagessieg. Vorjahressieger und sechsfacher Deutscher Meister Marko Happich musste sich zusammen mit seinem Beifahrer Martin Betschart mit dem 4. Platz zufrieden geben. Nach 20 Jahren im internationalen MotocrossGeschäft gab Marko Happich in Aufenau seinen Rückzug aus dem Sport bekannt. Durch gute Starts in beiden Läufen, wie immer in Aufenau von ganz rechts außen, konnte er sich direkt hinter der Spitzengruppe einreihen. Als bestes deutsches Gespann verpasste die Nummer 8 jedoch knapp das Podium. Bereits im ersten Wertungslauf war seine ganze Erfahrung von Nöten, um über den gesamten Rennverlauf seine Position gegen Andy Burgler und seinen Beifahrer Raphael Market zu verteidigen. Die Daiders-Brüder, die als klare Favoriten ins Rennen gingen, erreichten

nicht zuletzt aufgrund technischer Probleme im ersten Durchgang „nur“ Platz zwei in der Tageswertung, führen die Gesamtwertung jedoch weiterhin an. Spannende Rennen wurden auf der WM-Strecke auch in der Solo MX 2 Klasse ausgetragen. Unter 38 Fahrern waren Marvin Röder (Position 7) und Daniel Schäffer (13) die besten Aufenauer Piloten. Röder war zwar ausgezeichnet gestartet, musste jedoch die Spitzenfahrer deutlich ziehen lassen. Alexander Reinshagen und Robin Schauberger belegten die Plätze 24 und 31. An seinem 18. Geburtstag konnte sich Jonas Böttcher vom MRSC Mernes die 12. Position erkämpfen. Tagessieger in der MX 2 Klasse wurde Niklas Raths aus Niederzier. Ebenfalls 38 Fahrer gingen zum Saisonauftakt der Jugend DM 85ccm an den Start. Für den MSC Aufenau starteten Marc Seitz und Henry Heise. Mit elf Jahren war Heise der jüngste Fahrer des gesamten Feldes. In seinem ersten Rennen auf der großen 85ccm Maschine ist sein 23. Platz eine beachtliche Leistung. Position 1 ging an Tilo Wittlerbäumer. www.msc-aufenau.de

Spannende Rennen in drei Klassen erlebten die Zuschauer beim 40. Motocross in Aufenau. Die Pokale in der Deutschen Meisterschaft der Seitenwagen gingen nach Belgien.

Tagessieger in der MX2-Klasse wurde Letzte Runde in Aufenau für Deutschlands er- Bester Aufenauer: Marvin Röder Suzuki-Fahrer Niklas Raths folgreichsten Gespannfahrer Marco Happich aus Ortenberg (7.) Fotos: THOMAS BAUER

DMV Fox MX Ladiescup 2012

Larissa ist zurück

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it 50 eingeschriebenen MotocrossLadies kann der DMV auch in diesem Jahr wieder auf die größte (und erste) deutsche Damen-Motocross-Serie, den DMV Fox MX Ladies Cup stolz sein. Aber die tatsächlichen Starterzahlen bei den ersten beiden Läufen zum Ladies Cup sprachen, aus welchen Gründen auch immer, nicht die gleiche Sprache: Sowohl in Triptis in Thüringen als auch im hessischen Kassel/Spessart standen jeweils 18 Girls am Startbalken. In Triptis konnte Kawasaki-Fahrerin Maria Franke zweimal gewinnen und beide Male Larissa

Papenmeier-Picoto hinter sich lassen. Die adrette Suzuki-Pilotin aus Bünde hat sich gerade erst von ihrer schweren Verletzung im Winter erholt. In Kassel im Spessart, wo bei regnerischer Witterung auf der 1500 Meter langen Strecke „Am Idel“ gefahren wurde, war Maria Franke nicht am Start. Larissa nutze die Gunst der Stunde und gewann die Gesamtwertung mit einem ersten und einem dritten Platz. Eine Überaschung gab es trotzdem: Im Zeittraining war die Irländerin Natalie Kane die Schnellste: Die KTM-Pilotin, die dieses Jahr neu in den FOX Ladies Cup eingestiegen ist, hatte in Triptis schon die Plätze 3 und 4 belegt.

Trotz vieler Einschreibungen gab es bei den ersten beiden Veranstaltungen zum FOX MX Ladies Cup in Triptis und Kassel ernüchternde Starterzahlen.

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26 Mit den Plätzen 1 und 3 konnte Larissa Papenmeier nicht nur den Tagessieg erringen, die Westfälin übernahm auch von der abwesenden Maria Franke die Führung im Fox Ladies Cup, den sie mit 89 Punkten vor Natalie Kane und Sally Böde (KTM) anführt. Das dritte von fünf Rennen um den DMV Fox Ladies Cup 2012 ist am Pfingstwochenende (26./27. Mai) auf der ehemaligen WM-Piste im mittelhessischen Beuern. THOMAS SCHIFFNER/WB

Maria Franke war Doppelsiegerin in Triptis Foto: HODGKINSON

Irländerin mit Reifenschaden. Im Spessart übernahm sie im ersten Rennen von Larissa Papenmeier die Führung, bis sie mit einem Reifenschaden ausschied. Aber Lauf 2 gewann die Lady von der irischen Insel vor der Niederländerin Marianne Veenstra und Larissa. Wieder hatte sie Papenmeir-Picoto die Führung abgenommen und verteidigte den Lead bis ins Ziel. Larissa hatte Pech, als sie im Getümmel überrundeter Fahrerinnen zu Boden musste, aber trotz ramponiertem Bike schließlich den 3. Platz hinter Veenstra noch ins Ziel retten konnte. Suzuki-Fahrerin Kim Irmgartz belegte die Plätze 2 und 5, was zum 3. Gesamtrang reichte.

Larissa kann wieder lachen: Ihre Verletzung hat sie überwunden und führt den Ladies Cup an Foto: HODGKINSON

MSJ/DMV MX Kids Cup 65 powered by RAVENOL

Regen in der Schwarzen Pfütze Laurenz Falke führt den MSJ/ DMV Kids Cup nach der dritten Veranstaltung des MMC Schweinfurt an der Schwarzen Pfütze an.

Auch die Pokalfahrer der Open-Klasse blieben in Schweinfurt nicht von Schlammpackungen verschont Foto: CHRISTIAN SEUBERT DMV INSIDE 2/2012

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n Schnaitheim, Triptis und beim MMC Schweinfurt fanden die ersten drei Läufe um den DMV MX Kids Cup der 65-ccm-Klasse, powered by RAVENOL, statt. 33 Fahrer hatten sich vor Saisonbeginn eingeschrieben, aber nicht alle erschienen auch bei allen Rennen. Das mag insbesondere beim dritten Lauf bei der „Schwarzen Pfütze“ (Nomen est Omen!) am äußerst bescheidenen Regenwetter gelegen haben. 15 Nennungen waren beim Mainfranken Motorsport Club eingegangen, wohl aufgrund der schlechten Wetterprognose waren gerade mal neun Kids angereist. Die Rennen waren trotzdem aufregend: Den ersten Lauf führte der Thüringer Philipp Jungkeit

schon nach wenigen Runden mit großem Abstand an. An seiner blauen Startnummerntafel konnten Insider erkennen, dass der Lausnitzer schon EM-Erfahrung hat. Dann passierte ihm ein taktischer Fehler – das Wechseln der verschmutzten Brille am Helferplatz klappte nur zögerlich

und als der Rest des Feldes schon da war, verfing er sich auch noch im Regenschirm des Herrn Papa … Endlich wieder auf der Strecke, bekam Philipp wieder eine volle Ladung auf die Brille. Ihm blieb nur Platz 3 hinter dem Oberkochener Glen Gaschler und dem Erdinger Florian Lion. Tabellenführer Falke. Im 2. Lauf zeigte Laurenz Falke aus Waldsteinberg mit seinem Laufsieg, dass er zu Recht der Tabellenführer in der KidsMeisterschaft ist. Zweiter wurde diesmal Jungkeit vor Lion. Glen Gaschler holte sich den Tagessieg vor Philipp Jungkeit und Florian Lion. Nach drei von sieben Veranstaltungen zum Kids Cup führt weiterhin Laurenz Falke die Wertung mit 136 Punkten an, vor Philipp Jungkeit (127) und Glenn Gaschler (109).


MOTORRADSPORT Nicht nur im Kids Cup wurde im Regen an der Schwarzen Pfütze gefahren, sondern neben dem DMV Classic Cup auch um Punkte für den Deutschen Motocross-Pokal der Open-Klasse. Der Vorausfavorit Marvin Knörle aus Westendorf blieb im 1. Lauf nach einer Karambolage schon auf der Startgeraden hängen und startete dann eine furiose Aufholjagd. Schließlich reichte es noch zum 8. Platz. Laufsieger Maik Maciag aus Kemmlitz erreichte im zweiten Umlauf nur Rang 6. Der Beuerner Patrick Zipf wurde Zweiter im 1. und Dritter im 2. Rennen. Patrick Steinbach vom MCV Rhein-Main Offenbach konnte seine gute Form mit zwei 5. Plätzen bestätigen

und setzte sich in der DMSB-Pokalwertung hinter Tabellenführer Marvin Knörle, der den 2. Lauf in Schweinfurt klar gewann, mit nur einem halben Punkt Rückstand fest. Die Veranstaltung auf der bestens präparierten, 1 600 Meter langen Strecke an der Schwarzen Pfütze hätte wesentlich mehr Zuschauer verdient. Bei den Fahrern kam die Streckenführung mit den steilen Abfahrten und den Sprungkombinationen jedenfalls bestens an. THOMAS SCHIFFNER/WOLFGANG BÜTTNER

Deutscher DMV MX Classic Cup

Klassiker trotzen der Witterung Die Mehrzahl der 87 eingeschriebenen Fahrer des DMV Classic Cups ging in LaubusEschbach und in Schweinfurt erstmals 2012 auf Punktejagd.

Unbekannter Klassiker in der Schwarzen Pfütze in Schweinfurt – Identifizierung schwierig bis unmöglich Foto: SEUBERT

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ie Classic-Szene boomt und boomt. „Je oller, desto doller“: Je älter die Teilnehmer des Deutschen DMV Motocross Classic Cups werden, desto mehr werden es auch: 87 Teilnehmer haben sich 2012 in den fünf Klassen der DMV-Motocross-Veteranenserie eingeschrieben! Los ging´s dieses Jahr mit Classic-Cross in L.E. – Laubus-Eschbach war bei idealen Streckenbedingungen und gutem Wetter der erste von sechs Meisterschaftsläufen. Im gemeinsamen Rennen der Klassen 40+, 50+ und 60+ gewann Andreas Lefty-Faber aus Niederdorfelden den Holeshot, doch dann führte DMV-MotocrossReferent Wolfgang Büttner (Offenbach) aus der 60+ Klasse mit seiner Eso-Husqvarna rundenlang das Feld an, bis er vom Klassen-Konkurrenten Wolfgang Mielenz überholt wurde. Das erste Rennen gewann mit Mike Steude aus der 40+-Klasse auf seiner CZ ein Newcomer. Der zweite Lauf verlief ähnlich wie der erste, nur dass Wolfgang Büttner mit einem Zündungsschaden ausfiel. In den beiden Twinshock-Klassen konnte sich der Vorjahresmeister dieser Klassen, Arno Lederer aus Spangenberg, mit den Rängen 2 und 1 den Tagessieg (Pre76) vor Frank Pflenzel und Lefty-Faber sichern. Die große Klasse (Pre83) mit 14 Teilnehmern wurde vom Haselbacher Peter Amberger dominiert. Mit seiner 440er Maico war er zweimal vor Helge Mühlig (3./2.) und Werner Härle (2./3.). Furchtlos in die Schwarze Pfütze. Drei Wochen später ging es zum erstmals bei der Schwarzen Pfütze ausgetragenen Classic-Rennen des MMC Schweinfurt. Trotz der widrigen Wetter- und Streckenbedingungen kniffen die Evergreens auf ihren Veteranenmaschinen nicht und immerhin 43 Furchtlose stürzten sich in den fünf Klassen in die Schlamm-gefüllten Spuren. Die Rennläufe waren gezeichnet

Sa/ So 26.+27. Mai

Fr. + Sa. 20:00 Bikerfete

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28 durch jene Probleme, mit denen sich die Lenker der historischen Motorräder auch vor 40 Jahren schon mit den gleichen Maschinen bei gleichen Bedingungen auseinanderzusetzen hatten: Wasserüberflutete Zündanlagen, klemmende Gasschieber, etc. etc. Die Fahrer mit den am besten präparierten Motorrädern kamen durch und waren am Schluss vorn: In den drei Classic-Altersklassen wurde Lutz Scheffel aus der Klasse 50+ zweifacher Laufsieger. Der Tabellenführer der Klasse 50+ Rainer Dierolf fehlte an der Schwarzen Pfütze, weil er an einer Desert-Rallye in Peru teilnahm. Bester 40+-Fahrer war Franz Baur mit zwei Klassensiegen vor Andreas Lefty-Faber (3./2.) und Mike Steude (2./4.). In der Klasse 60+ war Helmut Mielenz zweimal erfolgreich, beide Male vor Michael Koch und Hugo Seubert.

In der Twinshock-Klasse Pre 83 gab es im 1. Lauf einen regelrechtern Krimi: Peter Amberger führte das Feld bis zur letzten Runde, aber er verlor kurz vor dem Ziel die Vergaserablassschraube und blieb ohne den lebenswichtigen Saft stehen. Mario Mühlig lag an 3. Position, als ihm in der letzten Runde der Gasschieber hängen blieb. So gewann Helge Mühlig das 1. Rennen vor Werner Härle und Jens Rühling. Im 2. Lauf hatte Peter Amberger seine Technik im Griff und gewann diesmal vor Helge Mühlig und Härle. Doppelsieger der Pre76-Klasse wurde Anton Kutter vor Frank Pflenzel (2./3.) und Arno Lederer (4./2.). Die nächste Classic-Rennstation ist erst am 8. Juli in Bad Salzungen. THOMAS SCHIFFNER/WOLFGANG BÜTTNER

ADAC/DMV Motocross Hessencup Langgöns

Stille über Langgöns

Das Hessencup-Motocrossrennen des AMC Langgöns wurde am zweiten geplanten Fahrttag (Ostermontag) von einer Tragödie überschattet.

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er ADAC/DMV Motocross-Hessencup 2012 wurde am Ostersonntag beim DMV-Motocross auf dem Günther-Leibrock-Ring im mittelhessischen Langgöns eröff-

Am Sonntag gab es noch prächtige Zweikämpfe in Langgöns Foto: SCHWARZ

net. Turnusmäßig fuhren am ersten Tag (diesmal statt dem Samstag der Ostersonntag) die Klassen Schüler 50 ccm, Schüler 85 ccm, MX2 Jugend, Jugendquad und Senioren. Bei trockenem, aber kaltem Wetter fanden die Fahrer auf der Supercross-mässigen Strecke perfekte Bedingungen vor und in allen Klassen zeigten gut gefüllte Felder spannende Rennläufe. Der im Hessencup eingeschriebene Däne Matti Jörgensen gewann beide Rennen der 50er auf seiner KTM in überragender Manier und zeigte sein großes Talent. Gesamtzweiter wurde der Wilnsdorfer Leon Sievert vor Pit Paul Herbstmann vom MSC Oberes Weisstal.

Der AMC Langgöns trauert um zwei Motorsportler Wir, der AMC Langgöns, wie auch die gesamte Motorsportszene, sind von dem schlimmen Vorfall der in der Nacht zum Ostermontag zwei Menschenleben forderte (tödliche Vergiftung, ausgelöst durch einen transportablen Campingkühlschrank) geschockt und zutiefst erschüttert. Wir möchten den Angehörigen und Freunden unsere Betroffenheit und unser Mitgefühl ausdrücken und wünschen Ihnen an dieser Stelle viel Kraft, um in diesen schweren Stunden ihren Verlust zu verarbeiten. Dieser tragische Vorfall ist leider kein Einzelfall, denn der Umgang mit gasbetriebenen Geräten, ob Heizlüfter oder Kühlschränke, wird nach wie vor immer wieder unterschätzt und führt leider auch immer wieder zu Todesfällen. Daher möchten wir an alle Campingsportbegeisterte appellieren, sich in Bezug auf ihre gasbetriebenen Transportereinrichtungen bei Fachhändler zu informieren und den Einbau auch dem Fachhandel zu überlassen. Sicherheitshalber kann man sich einen CO-Melder einzubauen lassen, der im Notfall mit einer Sirene vor den Giftstoffen warnt. Der AMC Langgöns bedauert dieses Unglück sehr, dankt allen Beteiligten, die auf Grund des Rennabbruches Verständnis und Mitgefühl zeigten. AMC LANGGÖNS DMV INSIDE 2/2012


MOTORRADSPORT 32 Fahrer gingen im hochkarätigen 85-ccm-Feld an den Start. Gastfahrer Maxime Hagendorf vom MSC Wüsten holte mit den Plätzen 1 und 2 den Gesamtsieg. Die meisten Hessencup-Punkte gingen an den aus der 65-ccm-Klasse aufgestiegenen Luc Leinbach vor dem Hünfelder Bennet Schäfer. In der Jugendklasse MX2 (Fahrer bis 18 Jahre) wurde Joshua Diehl aus Rehe Sieger. Der Westerwälder lieferte sich ein erbittertes Duell mit Denis Wiesmann aus Bocholt, das der Westfale jedoch knapp verlor. Der 14-jährige Büdinger Yannis Appel zeigte mit zwei dritten Plätzen eine solide Leistung auf Rang 3, dem zweiten Pokalrang aus mittelhessischer Sicht. Der junge Mann vom Offenbacher MCV RheinMain hatte im ersten Lauf rundenlang an der Spitze gelegen. Tragödie am Ostermontag. In der mit 39 Fahrern am stärksten besetzten Seniorenklasse hatte Thomas Brehl in Lauf 1 die Nase vorn vor Thorsten Schmid aus Laubus- Eschbach. Im zweiten Durchgang tauschten beide ihre Plätze, der Tagessieg ging an Schmid. Lokalmatador Andre Seipp aus Linden holte für den AMC Langgöns zweimal

Rang 3. Der frühere mehrfache Hessencup-Sieger lag zeitweise sogar in Führung, musste dann aber mangels Kondition, („Die Kraft in den Armen ließ nach“) zurückstecken. Im 2. Lauf gab es ein regelrechtes Fotofinish auf der Ziellinie zwischen Lokalmatador Torsten Schmid und Thomas Brehl vom MC Nüsttal. Weil der Laubus-Eschbacher Schmid Brehl noch auf der Linie abfangen konnte, wurde er Klassensieger vor Brehl und André Seipp. Die Jugend-Quadklasse wurde erstmals in 6 bis 9-Jährige und 10 bis 14-Jährige unterteilt. Bei den „Kleinen“ gewann Miro Cappuccio vor Marvin Schulze und Christian Kasin. Klasse 8 ging an Devid Kasin vor Max Mildenberger und Lee-Ann Stemper. Am Morgen des Ostermontags kam dann der Tiefschlag für alle Beteiligten und für die Motocross-Gemeinschaft, weswegen auch alle für den Montag geplanten Läufe abgesagt wurden: Der 18-jährige Twinshock-Gastfahrer Mikel Fröhlich aus Kreuzau und sein 17-jähriger Helfer kamen bei einem tragischen Unglück in ihrem Kleintransporter im Fahrerlager in der Nacht vom Sonntag auf Montag ums Leben. Der Vorstand des AMC Langgöns entschied sofort, das Rennen in Anbetracht der Tragödie abzubrechen.

Lokalmatador Andre Seipp aus der Seniorenklasse in der Anflugphase Foto: SCHÄFER

Speedway-Bundesliga

Knappe Auftakt-Niederlage der „Rockets“

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as erste Bundesligamatch des Jahres gewann der AC Landshut in Diedenbergen mit 43:41. Aber die Entscheidung fiel erst im letzten Lauf und die Hessen hatten auch ihre Chancen. Unter dem Strich fehlte Diedenbergen die Ausgeglichenheit – Steffen Mell holte keinen Punkt; mit dem Polen Tomasz Jedrzejak hatten die „Rockets“ nur einen Topmann (7 Läufe/19 Punkte). Wegen eines 6-Punkte-Rückstandes nach Heat 8 konnte Diedenbergens Teammanager Jürgen Ax den taktischen Reservefahrer einsetzen, was den Hessen 3 weitere Punkte in Lauf 9 durch Jedrzejak einbrachte. In Heat 10 wurde der Russe Renat Gafurov vom Landshuter Teammanagement zurückgehalten und der zweite Platz hinter Smolinski dem DieTabelle Speedway-Bundesliga: (Stand 15.05.2012) Club

Rennen Laufpunkte 1. Landshut 3 127 2. Stralsund 2 90 3. Brokstedt 2 84 4. Diedenbergen 1 41

Matchpunkte 3 3 2 0

denberger Kai Huckenbeck überlassen. Hätte die Landshut Devils ein 5:1 erzielt, wäre ihre Vorsprung auf 8 Punkte angestiegen und Diedenbergen hätte mit einem Jokereinsatz von Jedrzejak in Lauf 11 ein 8:1 statt ein 5:1 gegen Helfer/ Speiser erzielen können. So stand es vor dem Finallauf 38:40 aus Sicht von Diedenbergen und Jedrzejak/Andersson hätten für ein Unentschieden den letzten Lauf 4:2 gewinnen müssen. Der Pole holte zwar seinen 5. Heatsieg, aber hinter ihm sicherten Gafurov/Smolinski Landshut ein 3:3 Unentschieden und damit den knappen Tagessieg für die Niederbayern. Am 9. Juni müssen die Diedenberger „Raketen“ zu ihrem ersten Auswärtsmatch zum MC Nordstern Stralsund reisen. Stralsund konnte aus seinen ersten beiden Rennen 3 Matchpunkte holen und gilt als „Team der Stunde“. Die Hessen stehen dort unter Druck – sie müssen punkten, um bei ihrem 2. Heimrennen am Samstag, 7. Juli, gegen den MSC Brokstedt noch eine Chance auf die Finalteilnahme (die beiden Tabellen-Ersten qualifizieren sich) zu haben. THOMAS SCHIFFNER www.msc-diedenbergen.de

Diedenbergen scheiterte beim BundesligaSaisonauftakt zuhause gegen den amtierenden deutschen Meister Landshut denkbar knapp.

Bester Diedenberger Fahrer war der Pole Tomasz Jedrezak (hier vor Martin Smolinski) Foto: GAEDTKE

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DMV-Leistungsangebot Die Mitglieder des DMV haben Zugriff auf ein attraktives Leistungspaket im Bereich Motorsport und rund um ihr Fahrzeug.

Motorsport 

Interessenvertretung

Durch unseren hervorgehobenen Status im DMSB sind wir der ideale Vertreter der Interessen unserer Sportler/innen und Veranstalter. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen des DMV in den Gremien des DMSB setzen sich für SIE ein.

Unfallversicherung für jedes DMV-Mitglied

Versicherungsschutz speziell für Vereine und Verantwortliche in den Vereinen

Information

Diverse Vergünstigungen

Auf Antrag:

Automatisch bei Motorsportunfällen innerhalb genehmigter Veranstaltungen. Kostenfrei im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft.

Veranstalterhaftpflichtversicherung incl. Funktionärsversicherung, Zuschauerunfallversicherung, Unfall-Zusatzversicherungen, Trainingsgelände-Versicherung.

Lizenz-Gebühr ermässigt

Mitglieder erhalten bei Bezug ihrer DMSB-Lizenz über den DMV bis zu 50,– € „Rabatt“. Der DMV-Ausweis gilt bei vielen Breitensportveranstaltungen als Lizenz und Voraussetzung zur Teilnahme. Mitglieder, die bei der Beantragung der DMSB-C-Lizenz auf dem Lizenzantrag „DMV-Mitgliedschaft“ ankreuzen, erhalten auf Antrag 10,– € auf den bereits vergünstigten Preis von 20,– € erstattet.

Die Mitgliederzeitschrift INSIDE, die Sie in den Händen halten, erscheint 4x jährlich mit der Möglichkeit zur Schaltung von kostenfreien Privatanzeigen sowie einer Vergünstigung für Vereine und bei Firmenmitgliedschaften. Aktuelles aus der Welt des Motorsports, von den Vereinen, gibt es für Mitglieder und Interessierte ständig im Internet unter www.dmv-motorsport.de und außerdem auf Facebook, Twitter und dem eigenen DMV-YouTube-Kanal. Nachlässe bei Lehrgängen, Zeitschriften-Abos, Ausrüstung, Hotelbuchungen/Urlaubsreisen etc., zum Beispiel • 10% Rabatt auf alle Fahrtrainings der Fahrsicherheitszentren Nürburgring und Hockenheimring für Auto- und Motorradfahrer. • SPEEDWEEK Angebot Jahresabo für 66,– € • MOTORSPORT aktuell Angebot Jahresabo für 74,– € • Preiswertes KFZ-Leasing: viele Marken und Modelle ohne Anzahlung inkl. KFZ-Steuer und Versicherung (beschränkt auf Sportler und Offizielle)

Das Auto-Angebot des DMV www.ass-team.net Auslandskrankenversicherung Rechtsschutzversicherung

KFZ_Rundum-Paket

Mit Ihrem Mitgliedsbeitrag von nur 49 € pro Jahr erhalten Sie unseren Mobilitäts-Service rund um die Uhr – 24 Stunden. Als DMV-Mitglied profitieren Sie von einem breiten Leistungsspektrum und zahlreichen weiteren Vorteilen rund ums KFZ. Es erwarten Sie u. a. folgende Leistungen: 1. DMV-Pannen-Service

Durch einen Vertrag mit dem AvD steht den Mitgliedern, je nach Status, unter der DMV-Notrufnummer 069-695002-22 der komplette Service des Automobilclubs von Deutschland zur Verfügung. Das bundesweite Netz der Hilfsfahrzeuge umfasst über 2000 Fahrzeuge. Ob per Telefon oder von allen Notrufsäulen aus: es genügt, auf die DMV-Mitgliedschaft hinzuweisen und unter Nennung des Namens und der DMV-Mitgliedsnummer Unfall- oder Pannenhilfe herbeizurufen. In der Regel ist der Pannendienst in ca. 30 Minuten bei Ihnen und macht in 87 % aller Fälle Ihr Fahrzeug wieder vor Ort flott. Andernfalls wird Ihr Fahrzeug zur nächstgelegenen Werkstatt abgeschleppt, und dies ohne Kostenbeschränkung. Dieser Service gilt auch für Krafträder über 50 cm3 sowie Campingfahrzeuge bis 4 t zulässiges Gesamtgewicht.

DMV INSIDE 2/2012

2.


 Achtung DMV-Notrufnummer bei Panne oder Unfall: 069 - 695 002 22

DMV-Mitglieder erhalten bei Panne oder Unfall über die DMVNotrufnummer kostenlos, schnell und unbürokratisch Hilfe von einem der über 2000 Partnerunternehmen. GUTE FAHRT!

Wildschadenbeihilfe

Bei nachweisbaren Unfällen mit Haarwild erhalten Sie eine Kosten-Beihilfe bis zu 200,– €.

3. Mietwagen

Als DMV Mitglied erhalten Sie den günstigsten Tarif beim Mietwagenunternehmen Hertz. Kundennummer CDP 532811.

4. Verkehrsrechtsberatung

Allen seinen Mitgliedern bietet der DMV eine kostenlose und kompetente Verkehrsrechtsberatung (inkl. Fragen zur Unfallregulierung und zum Verkehrsstrafrecht) durch den DMV-Justitiar.

5. DMV-Komplett-Mitgliedschaft (verkehrsschutzbrief)

DMV-Mitglieder können die in ihrer Mitgliedschaft bereits enthaltenen Basis-Leistungen um ein umfassendes Leistungspaket (inkl. Schutzbrief) zur DMV-KOMPLETT-Mitgliedschaft erweitern (siehe unten).

DMV-KOMPLETT-Mitgliedschaft, jetzt umsteigen!

Die zusätzlichen Schutzbrief-Leistungen der DMV-Komplett-Mitgliedschaft sind ein perfekter Mobilitätsschutz für unsere Mitglieder, auch im Ausland.

Großer Service zum kleinen Preis

Den zusätzlichen Mobilitätsschutz bieten wir Ihnen zu einem Sonderpreis von nur 30,– € an, d.h. Sie verfügen über das DMV-KOMPLETT-Paket (z.B. Vollmitgliedschaft und Mobilitätsschutz) zu einem Jahresbeitrag von nur 79,– €. Partner zahlen für den zusätzlichen Mobilitätsschutz nur 15,– €. Weitere Informationen und Anträge auch unter www.dmv-motorsport.de

Eine Auswahl unserer Leistungen KOMPLETT-Mitgliedschaft:

 Unfall-Hilfe  Fahrzeugunterstellung nach Fahrzeugausfall oder -diebstahl,  Schlüsselhilfe  Fahrzeugrücktransport aus dem Ausland  Ersatzteilversand für die Reparatur des Fahrzeugs im Ausland  Medizinische Hilfe und weltweiter Krankenrücktransport  Hilfe im Todesfall  Hilfe bei Dokumentenverlust  Fahrzeugverzollung und -verschrottung  Weiterreise mit der Bahn bei Panne, Unfall oder Diebstahl  Hotelübernachtung bis 75 € pro Person nach Fahrzeugausfall  Mietwagen für sieben Tage zu maximal 60 €/Tag  Rückholung von Kindern nach Fahrerausfall  Medizinische Hilfe – weltweit  Viele Spar- und Servicevorteile

Zusätzlich:  6x jährlich kostenloser Bezug der Zeitschrift autoTEST Enthält umfangreiche Kaufberatungen und Tests sowie einen kompetenten Service- und Ratgeberteil.  Werkstatt-Service Kostenlose Service-Checks, mit denen man viel Geld sparen kann. Wir arbeiten nur mit Unternehmen zusammen, auf die wir vertrauen können: A.T.U, BoschService, CARGLASS etc.  Vorsorge-Service Immer dann für Sie die richtige Adresse, wenn es um Versicherungen oder um eine vom Hersteller bzw. Händler unabhängige Autofinanzierung geht.  Automarkt-Service Kompetente Beratung rund um den Kauf/Verkauf eines neuen oder gebrauchten Fahrzeugs. 24-StundenDeckungskarten-Service.  Reise-Service Vergünstigungen bei renommierten Reiseveranstaltern, Hotels, Ausarbeitung von Reiserouten, Erwerb von Auslandskrankenversicherung, Rechtschutz, Camping-Karten und vieles mehr.


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Startprüfung in der Klasse 2 (MZ-Motorräder) – v.l. Sven Schosnig, Kevin Kaule, Rene Kruk (alle MC Lebusa)

Motorrad Biathlon Meisterschaft

Die Durststrecke ist vorüber Erfreulich sind die Teilnehmerzahlen bei den ersten beiden Veranstaltungen der MotorradBiathlon-Meisterschaft Berlin/ Brandenburg. Die mageren Jahre scheinen vorbei zu sein!

Lars Kühne vom MV Kaakstedt in Diehlo (Klasse 7, Open)

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Zum Auftakt der Berlin/Brandenburgischen Meisterschaft starteten am 21. und 22. April im südbrandenburgischen Luckau 115 bzw. 104 Aktive in die neue Biathlon-Saison. Am 12. und 13. Mai waren in Diehlo 114 bzw. 108 Teilnehmer am Start. Das sind nach den „Durststrecken“ vergangener Jahre sehr erfreuliche Zahlen. Die große Überraschung gab es in der Klasse 1 und der neuen Klasse 12. In beiden Simson-Klassen zusammen sind über 20 Fahrer zur Meisterschaft eingeschrieben. So viele Mopeds auf einmal waren schon lange nicht mehr zu sehen. Motorsport in der Kita. Bemerkenswert dabei ist, dass die Original-Simson nicht langsamer sind als die Simson-Open. Da erhebt sich schon die Frage, ob sich die ganze „Bastelei“ lohnt. Aber diese Frage muss natürlich jeder für sich beantworten. Ebenfalls sehr erfreulich die Klassen 3 und 4 (Junioren bis 50/65 ccm). Hier starteten immerhin zehn Jungen und Mädchen (!). Einen hervorragenden Anteil an dieser Nachwuchsarbeit hat wohl

Seltener Gast: Quadfahrer Patrick Nerlich vom MV REW/EKO Stahl Eisenhüttenstadt in Diehlo der MSC Race and Style aus Lauchhammer, der den Motorsport offensichtlich in eine Kita trägt. Bedauerlicherweise dümpelt die Quadklasse auch im dritten Jahr ihres Bestehens nur vor sich hin. Selbst, wenn sich zum vierten Lauf fünf Teilnehmer einfanden, wird über die Zukunft dieser Klasse zu reden sein. So wie es im Moment aussieht, wird diese dritte Saison wohl auch die letzte für die Vierräder sein. Schade – es hatte so viel versprechend angefangen. Nach vier Läufen ist nur noch ein Biathlet ohne Punktverlust: Sören Vollhardt, für den MSC Race and Style startend, fuhr in der Klasse 6 wie selbstverständlich vier Siege ein. Dafür durfte er dann acht Pokale mit nach Hause nehmen, viermal Einzel-, viermal Jugendwertung. Ein schöner Erfolg. Aber noch sind ja sechs Läufe zu bestreiten, die nächsten beiden am 16./17. Juni 2012 im Motorsportzentrum des MSC Jugend in LübbenauHindenberg. Die Ergebnisse der Meisterschaft sowie Fotos gibt es auf der Biathlon-Internetseite. TEXT UND FOTOS: STEFAN SCHMIDT www.motorrad-biathlon.de


MOTORRADSPORT

Bavarian Quad Challenge (BQC)

Wasserloch und Baumstämme „am Österreicher“

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ei „Deutschlands größter reiner Quad & ATV Serie“ ging es am dritten Aprilwochenende um die ersten BQC-Punkte des Jahres. Rund 150 Fahrer und Fahrerinnen aus Deutschland, Österreich und Tschechien waren dazu angereist und lieferten sich, auf der mit Wasserloch und Baumstämmen neu gestalteten Strecke, harte Kämpfe um die Podest-Plätze. Besonders spannend ging es dabei in der Klasse Quad Solo zu. Hier traf der BQC-Sieger der Jahre 2010 und 2011, Sandy Schulze, auf Udo Bauerfeind, den amtierenden Meister der German Cross Country (GCC), Kategorie Quad-Sport. Nach Zweikämpfen an der Spitze, in die sich zeitweise auch Michael Meyer von Meyer-Motor-Sport mischte, fiel Bauerfeind kurz vor Ende des Rennens auf Grund eines technischen Defekts auf Platz 15 zurück und Sandy Schulze konnte einen sicheren Sieg einfahren. Michael Meyer, der das Feld zeitweise sogar dominiert hatte, musste sich Richard Zimmermann geschlagen geben und landete auf Platz 3.

Auch bei der Fahrerbesprechung waren die Jüngsten ganz Ohr Foto: BQC Ähnlich spannend ging es in der Klasse ATV-Solo sowie der 2011 eingeführten und mit zwölf Fahrern gut besetzten Wertung Quad 40+ Solo zu. Bei den ATV’s lieferten sich BQC-Meister Max Heiland und die Tschechin Ollie Rouckova ein heißes Duell, bei dem sich Rouckova wegen eines technischen Problems mit Platz 2 begnügen musste. In der Kategorie Quad 40+ Solo, zeigte Michael Flor, dass er die BQC-Saison 2011 nicht zu unrecht gewonnen hat und setzte sich vor Manfred Singer und Adolf Butej. Auch eine Premiere gab es beim Saisonauftakt in Torgau. Erstmals gingen Fahrer und Fahrerinnen in den beiden neuen Wertungsklassen Rookies

Eine tolle Strecke und ganz viel Fahrspaß gibt es „am Österreicher“ in Neiden Foto: BQC und Damen an den Start. Bei den Damen siegte Kerstin Hillmann vor Lisa Heiland auf Rang 2 und Bettina Kreuzer auf dem dritten Platz. Bei den Rookies gewann Antonin Koutecky junior. Großer Andrang herrschte, wie immer, in den Kategorien Kids, Minis und Youngster, in denen je sieben bzw. 14 und 19 Nachwuchsfahrer um den Sieg kämpften. Wie schon im vergangenen Jahr ging es dabei nicht nur um BQC-Wertungspunkte, sondern auch um die offizielle „Deutsche Meisterschaft“ im DMV. Da in allen drei Klassen viele neue Teilnehmer angetreten waren, mussten sich die Vorjahressieger vielen neuen Konkurrenten stellen, wodurch das Teilnehmerfeld komplett durchgemischt wurde. Nach rund 30 Minuten Rennzeit lag bei den Youngstern Marvin Krause auf dem ersten Platz. Bei den Kids machte Filip Koutecky´ das Rennen. Und bei den Minis konnte sich Ole Klotz die ersten Punkte des BQCJahres 2012 sichern. Weiter ging die Saison am 19./20. Mai in Dieskau (nach Redaktionsschluss dieser INSIDE). Infos und Erbenisse gibt es bei www.dmv-motorsport.de und auf der Homepage des Veranstalters. ANDREAS GÖLKEL www.bavarian-quad-challenge.de

Die Bavarian Quad Challenge (BQC) begann die Saison 2012 dort, wo im vergangenen Jahr das Finale der Rennserie ausgetragen worden war: Auf der Rennstrecke „Am Österreicher“ im sächsischen Torgau.

Die Youngster zeigten durchwegs ansprechende Leistungen Foto: BQC

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Exklusives Angebot für Mitglieder

Sicherheitstraining in Hockenheim Der DMV bietet seinen Mitgliedern in Zusammenarbeit mit dem Fahrsicherheitszentrum Hockenheim ein tolles Angebot: Exklusives Fahrsicherheitstraining im Subaru WRX STI auf dem Hockenheimring.

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Sicherheitstraining mit garantiertem Fahrspaß im Subaru WRX STI zu speziellen DMV-Konditionen in Hockenheim DMV INSIDE 2/2012

as Subaru Fun & Action Training gehört zum Programm des Fahrsicherheitszentrums Hockenheim (FSZ) und ist speziell für Fahrer/Innen mit sportlicher Orientierung gedacht – genau das Richtige für die Mehrheit unserer motorsportlich orientierten Mitglieder, haben wir gedacht. Daher hat der DMV eine Kooperation mit dem FSZ geschlossen, zum Vorteil aller interessierten DMVler. DMV-Mitglieder können sich zu ganz speziell günstigen Konditionen für ein Subaru Fun & Action Training anmelden. Was passiert am Ring? Ein Training dauert acht Stunden, mit Pausen. Maximal zehn Teilnehmer garantieren effizientes Training und ausreichend Fahrspaß für Jede(n). Gefahren wird mit der Straßenversion des neuen SUBARU WRX STI. Dass man in diesem Sportler jede Menge Spaß haben kann, spürt man schon beim Einsteigen. Bereit für ein spannendes Sicherheitstraining im trainingserprobten Sportwagen? Denn was jetzt kommt, verlangt Ausdauer und Kondition – von Fahrer und Fahrzeug: Automobile Fahrdynamik unter Anleitung eines erfahrenen Trainers, Seitenstechen zählt nicht! Nimm die nächste Kurve, fang den ausbrechenden Wagen ab, meistere den Handlingparcours – und das Lächeln nicht vergessen! Denn was sich nach jeder Menge Action anhört, bringt auch jede Menge Spaß.

Ziel des Fahrsicherheitstrainings ist, erste Erfahrungen zu sammeln im Umgang mit Sportwagen am Beispiel des leistungsstarken Subaru WRX STI mit permanentem Allradantrieb. Zum Trainingsinhalt gehören ➠ Die Vermittlung von Grundlagen über Fahrwerk/Antriebskonzepte/Lenkung ➠ Warm up mit dem Subaru WRX STI ➠ Lenktechnik bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten (Slalom, Kurven) ➠ Bremsen auf unterschiedlichen Belägen ➠ Spurwechsel griffig bei höheren Geschwindigkeiten ➠ Abfangen des ausbrechenden Fahrzeugs bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ➠ Handlingparcours mit fahrdynamischen Elementen ➠ Grenzen der Fahrdynamik erleben. Übrigens: Dieses Training muss nicht das Ende sein; es kann auch damit erst beginnen: Weitere Trainingsangebote gibt es im FSZ Hockenheim im Subaru WRX STI für Fortgeschrittene als „Subaru Fun & Action Training XS“, „XL“ und „XXL“. Zahlreiche Trainingstermine zwischen Mai und Dezember findet man auf www.fsz-hockenheimring.de Was muss ich tun? DMV-Mitglieder erhalten das Subaru Fun & Action Training für 229 € statt für 269 € – 40 € gespart! (Bei gleichzeitiger ADACMitgliedschaft kostet das Training für DMV-Mitglieder sogar nur 219 statt 269 €). Die Anmeldung zu DMV-Konditionen läuft über den DMV: Schreiben Sie ein E-Mail mit Ihrem Terminwunsch und Ihrer DMV-Mitgliedsnummer an dmv@dmv-motorsport.de oder rufen Sie uns an: Tel. 069/69 50 020. Sie erhalten dann umgehend von uns einen Actionscode, unter dem Sie Ihr Subaru Fun & Action Training zu den vergünstigten DMV-Bedingungen buchen können. TEXT: TS FOTOS: FSZ HOCKENHEIM www.fsz-hockenheimring.de/privatkunden/ pkw-trainings/subaru-fun-action-training/


DMV - INSIDE

DMV im Sozialen Netzwerk

DMV + Generation Facebook Nicht nur mit seinem eigenen Internetauftritt wird der DMV seiner Servicefunktion für die DMV-Mitglieder gerecht. Auf der neuen DMV-Facebookseite bietet der Verband auch seinen (nicht nur) jungen Mitgliedern alle Kommunikationsmöglichkeiten, die mit den sozialen Netzwerken machbar sind.

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on „Generation Facebook“ ist die Rede: Was dahinter steckt, ist die Tatsache, dass sich Kommunikationskanäle, Kommunikationswege und die Form der sozialen Kontakte in jüngster Zeit bei der Jugend (aber nicht nur bei ihr) grundlegend gewandelt haben. Briefe schreiben ist total out. Faxgeräte landen beim Elektromüll. Eine E-Mail-Adresse hat (fast) jede(r). Eine eigene Webdomain ist auch chic, für Clubs, Veranstalter und Verbände ist sie Pflicht. Aber immer mehr und mehr Firmen, Organisationen, Clubs und natürlich Privatpersonen sind zusätzlich mit ihrer eigenen Präsenz auf Facebook zu finden. Das soziale Netzwerk mit dem rasantesten Wachstum aller elektronischen Medien erobert die digitale Welt – unabhängig davon, wie der Einzelne dazu steht. Wer mit der atemberaubenden Geschwindigkeit der Weiterentwicklung der Informationsgesellschaft nicht mithält, verliert den Anschluss. Der DMV als Motorsport-Dienstleister will und wird mit dieser Geschwindigkeit auf dem Informations- und Kommunikationssektor mithalten. Deshalb werden wir selbstredend künftig ganz verstärkt die Kommunikation mit der Generation Facebook intensivieren – mithilfe der neuen DMV-Facebook-Seite.

Der DMV und Facebook. Das ist keine neue Liaison! Auch bisher war Euer Motorsportverband unter der Adresse www.facebook.com/dmvmotorsport im „Social Network“ vertreten. Weiterhin findet man die DMV Kart Championship unter www.facebook.com/kartchampionship und die Motorsportjugend (MSJ) des DMV unter www. facebook.com/profile.php?id=100001652135923#!/ groups/131650303559548/ Mit dem neuen Auftritt www.facebook.com/ DMVeV geben wir dem DMV nicht nur ein neues Gesicht, wir nutzen auch konsequent die Möglichkeiten, die über die neuen Netzwerke im Internet entstanden sind.

Welche Möglichkeiten bietet die DMV-Facebookseite? 1. Alle, welche die Internetseite www.dmv-motorsport.de auch bietet. 2. Facebook ermöglicht die direkte Kommunikation zwischen Eurem Verband und dem einzelnen Mitglied. 3. Die DMV-Mitglieder können sich via Facebook auch untereinander austauschen (z.B. Kartfahrer mit Kartfahrern, Jugendcrosser mit Jugendcrossern, Slalomveranstalter mit Slalomveranstaltern etc.) 4. Als „Bonus“ sozusagen wird der DMV über die neue Facebook-Seite zusätzlich regelmäßig interessante Gewinnspiele und Ticket-Verlosungen unter den Mitgliedern durchführen. So gibt es jetzt bereits wertvolle Tickets für die Kart-Europameisterschaft am 7. – 10. Juni zu gewinnen. Übrigens: Auf die DMV-Facebookseite kommen auch alle, die nicht bei Facebook registriert sind. Lediglich die Kommentarfunktion (also interaktive Kommunikation zwischen Mitgliedern und Verband) ist den registrierten Facebook-Usern vorbehalten. Also schnell die DMV-Facebook-Seite aufrufen, auf „Gefällt mir“ klicken – und dann weiter! THOMAS SCHIFFNER/MARCEL FUCHSBERGER www.facebook.com/DMVeV

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Der Ortasee bei herrlichem Sonnenschein

Zur ersten Sternfahrt des Jahres der DMV-Tourensportabteilung reisten circa 80 Teilnehmer aus Belgien und Deutschland nach Italien zum Ortasee.

Sternfahrt nach Italien

Ostern am Ortasee

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ie Anreise der rund 80 Personen erfolgte ab dem Gründonnerstag. Nach verregneter Anfahrt und schneebedeckten Bergen empfing der Ortasee die Tourensportler im strahlenden Sonnenschein. In der Hotellobby des Hotels L´Approdo in Pettenansco wurden vom Tourensportteam Jenni, André, sowie von Dolmetscher Eligio, Uli und Monika Zorn alle Teilnehmer begrüßt. Die Camper fanden nach mehreren Anläufen ebenfalls Ihr zuhause.

Vom Hotel aufs Schiff und wieder zurück Es fanden sich kleinere Gruppen zusammen, die Ausflüge ausgearbeitet hatten, so zum Beispiel an den Lago Maggiore, auf den höchsten Berg, den Mottarone, sowie nach Madonna del Sasso und natürlich zu den Kapellen am Sacro Monte, die seit 2003 Weltkulturerbe der UNESCO sind. Dabei kamen die Wanderer und die Spaziergänger sehr ins Schwärmen gekommen. Am Ostersamstag, wieder bei strahlendem Sonnenschein, war eine Schifffahrt mit 39 Personen angesagt. Das Schiff holte die DMVler direkt an ihrem Hotel L´Approdo ab. Die Gruppe tuckerte zur Besichtigung zur winzigen Insel Sankt Giulio DMV INSIDE 2/2012


TOURENSPORT

Drei prominente Tourensportler vor malerischer Kulisse

und zu der vorgelagerten Halbinsel Orta, wo natürlich der Durst am Ufer des Ortasees gestillt wurde. Danach brachte der Feriendampfer nach diesem gelungenen Ausflug alle 39 Personen direkt ans Ufer des Hotels zurück. Nach dem gemeinsamen Abendessen wurde dieser Tag von einigen Teilnehmern an der Bar beendet. Die Abfahrt der meisten Teilnehmern erfolgte am Ostermontag. Von allen wurde ein großes Lob über diesen tollen Ausflugsort an die Organisation ausgesprochen.

Ein kleiner Teil der Tourensportler hatte bis zum folgenden Donnerstag noch Urlaub an diesem wunderschönem See nachgebucht. Diese kleine Truppe erlebte noch weitere tolle Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung. An einem der Tage war Shopping angesagt, da es morgens regnete. Die letzten verbliebenen neun Teilnehmer verließen das Hotel in Richtung Heimat wieder bei strahlendem Sonnenschein sowie Schnee auf den Bergen am Donnerstag. TEXT UND FOTOS: MONIKA ZORN

Das gemeinsame Abendessen im Hotel L´Approdo in Pettenansco gehörte dazu

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MSJ

MSC Oberbruch

Jubiläumsjahr mit großem Rennen Die Freude beim MSC Oberbruch war groß, als er die Nachricht erhielt, dass er fast auf den Tag genau 60 Jahre nach der Gründung, im Namen des DMV den 1. Vorlauf im Slalom-Kartsport zur Deutschen, zur NRW- sowie zur Landesgruppen-Meisterschaft ausrichten durfte. Am 23. April 1952 fanden sich etwa zwei Dutzend Motorsportfreunde in Ober-

bruch zusammen und gründeten den Motorsportklub „Perlona“ Oberbruch. Hauptinitiator Paul Sandvohs wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Bis heute halten 2 Gründungsmitglieder dem Verein die Treue. Im ersten Jahr organisierten die Mitglieder in einem trockenen Flussbett der Rur ein Geländerennen mit Motorrädern. Der Verein wuchs auf 100 Mitglieder,

die im Ortsteil Heinsberg-Hülhoven MotoCross-Rennen veranstalteten. Ab den 60er Jahren beherrschte das Auto die Motorsportgeschicke mit Orientierungsfahrten, Geschicklichkeitsfahren und Automobilslalom. Die Aktiven des MSCO belegten bei überregionalen Veranstaltungen herausragende Plätze, so auch bei Langstreckenprüfungen auf dem Nürburgring. Mit der Gründung des Jugendkartsports konnten die Jugendlichen nahtlos an die Erfolge der erwachsenen Motorsportler anknüpfen. Der Kartsport ist heute das Hauptbetätigungsfeld des Motorsportclub Oberbruch. Nach der langen Winterpause 2011/12 hatten sich 98 Starter am 22. April auf den Weg zum Sportgelände des MSCO gemacht und waren heiß auf das 1. Rennen der Saison. Vor den Augen des DMV-Sportpräsidenten Dr. Gunther David und ca. 150 Zuschauern kämpften die Motorsportler um Meisterschaftspunkte und Pokale. Gefahren wurde in sieben Altersgruppen. Die kurzen Aprilschauer hielten die Teilnehmer nicht davon ab, selbst im Regen ihr Bestes zu geben. Die Winterpause wurde von den Clubmitgliedern genutzt, die beiden mit 200 ccm und 6,5 PS starken Viertakt-Motoren ausgestatteten Karts für die Saison 2012 optimal vorzubereiten. Die Mitglieder des MSC Oberbruch zeigten sich rundum zufrieden mit dem tollen Verlauf der Veranstaltung im Jubiläumsjahr. Es lohnt sich sicher, auch die nächste Kartsportveranstaltung am 2. September zu besuchen. TEXT: GREGOR CONEN FOTO: HANS-JOSEF PISTEL www.mscoberbruch.de

Kart Jugend BMC Hockenheim

Alle Klassensiege für Hockenheimer Bei der Eröffnung der Outdoor-Saison 2012 im Superkart-Slalom, erreichte die Jugendgruppe des Badischen Motorsport Clubs (BMC) Hockenheim in den Klassen 1, 2, 3 und in der Mannschaftswertung alle Klassensiege. In Rottweil wurde das erste SuperkartSlalom Rennen im Landesverband SüdDMV INSIDE 2/2012

West durchgeführt. Ein großes Teilnehmerfeld von DMV, ADAC und AvD fuhr um die Platzierungen, Punkte und Pokale. Die Teilnehmer des BMC, Can Böhm (11 Jahre), Max Biedermann (14) und Lukas Friedrich bremsten alle anderen Teilnehmer geschlossen aus. In der Klasse 1 startete Can Böhm zu seiner ersten Superkart-Saison.

Bei einem Fahrerfeld von 20 Teilnehmern erreichte er gleich den ersten Platz mit einem sagenhaften Vorsprung von zwei Sekunden. In der Klasse 2 war Max Biedermann unter 16 Teilnehmern als erfolgreichster Starter ebenfalls auf Rang 1, und nicht nur das – er war auch gleichzeitig der Tagesschnellste aller Klassen und Teil-


Deutscher Motorsport Verband e.V.

Wir machen das Rennen!

www.dmv-motorsport.de


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MSJ

nehmer. In der Klasse 3 (ebenfalls mit 20 Teilnehmern) stand er auf Platz 1 bei der Siegerehrung. Auch die Mannschaftswertung wurde somit vom BMC gewonnen. Zur Saisoneröffnung ein voller Erfolg der BMC-KartJugendgruppe. TEXT UND FOTO: FRANZ HOFFMANN www.bmc-hockenheim.de

v.l. Can Böhm, Max Biedermann und Michael Rogner (Neueinsteiger, 7 Jahre)

Rallye Club Böblingen

Kalt und nass, aber kein bisschen leise!

Niclas Nießner fuhr dreimal in Folge auf Platz 1 So verlief das Rennen zur Deutschen Meisterschaft am 15. April auf dem Gelände des Rallye Club Böblingen. Mit mehr als 300 Besuchern und 79 Fahrern war der DMVorlauf in Böblingen sehr gut besucht und die Fahrer der Region 4 aus Baden-Württemberg zeigten bei den schwierigen und wechselhaften Bedingungen ihr Können. Der erste Durchgang wurde bei Nieselregen noch mit Slicks gefahren. Eine teilweise feuchte und daher rutschige Strecke sorgte hier für einige unerwartete und leider schlechte Ergebnisse. So auch bei einigen Fahrern, die der Rallye Club Böblingen auch heuer wieder unter den Besten erwartet hatte. Trotzdem schafften es einige von ihnen auf die vorderen Plätze und Trainer Georg Schuster war stolz auf alle seine Fahrer. Adriel Gody, der sein allererstes Rennen bestritt, schaffte es auf Platz 7 in Klasse 1. Eine super Leistung für jemanden, der DMV INSIDE 2/2012

noch nie auf regennasser Strecke gefahren ist. In Klasse 2 stand Niclas Nießner auf dem Podest. Im ersten Durchgang noch auf Platz 1, warf er im zweiten Durchgang eine Pylone und kam mit einem Abstand von 0,25 Sekunden zu Platz 1 auf den drit-

Jacob Erlbacher in Klasse 3

ten Platz. Die Zeiten liegen verdammt eng beieinander. „Da kann man im Vorfeld gar keine Prognose abgeben. Schon gar nicht bei diesen Witterungsbedingungen. Denn eines muss man auch bedenken“, bestätigt Georg Schuster, „es war echt kalt und ein Aufwärmen für die Fahrt ein Ding der Unmöglichkeit.“ Doch auch in Klasse 3 mit insgesamt 20 Fahrern kam Marco Kitzler vom RCB auf Platz 8. Dominic Roth (4.), Neueinsteiger vom RCB, in Klasse 4 verpasste ebenfalls ganz knapp einen Platz auf dem Podest. Übrigens trainiert der RCB jeden Samstag ab 14.00 Uhr am Gelände Herrenbergerstraße 100, in 71034 Böblingen (hinter der Fa. Schaper). Wer das Kartfahren probieren möchte, kann sich auf der Internetseite des Vereins die dafür notwendigen Infos holen und sich dort per Anmeldeformular für das nächste Training anmelden. TEXT UND FOTOS: BERIT ERLBACHER www.rallye-club-boeblingen.de


CLUBS

Badischer Motorsportclub Hockenheim (BMC)

Harald Roth BMC-Ehrenpräsident Präsident Jörg Bensemann eröffnete die Jahreshauptversammlung, er begrüßte im Namen des Präsidiums den zweimaligen Motorradweltmeister Dieter Braun, Bürgermeister Werner Zimmermann, den Geschäftsführer der Hockenheimring GmbH, Georg Seiler, die Stadträte der Rennstadt Hockenheim sowie alle aktiven und passiven Mitglieder des BMC. Bürgermeister Zimmermann überbrachte die Grußworte der Stadt Hockenheim. Die Stadt ist mit viel Engagement am Hockenheimring beteiligt und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Sein Dank galt vor allem den BMC Sportwarten, die bei jedem Wetter ihren Dienst verrichten. Werner Zimmermann sprach auch seinen Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit Zwischen BMC und Hockenheimring und der Stadt aus. „Das abgelaufene Jahr war erfüllt von vielen Veranstaltungen und es war somit für den BMC ein erfolgreiches Jahr“, erwähnte Präsident Jörg Bensemann. Er streifte in seinem Geschäftsbericht die Veranstaltungen, die der BMC letztes Jahr zu bewältigen hatte. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Finanzen des Vereins sich stabilisiert haben, und so konnte der BMC sowohl die neue Streckenfunkanlage als auch einen Clubeigenen Abschleppwagen anschaffen, die sich hoffentlich in den nächsten Jahren amortisieren werden. Der BMC hatte 2011 812 Mitglieder und ist somit der größte Club im DMV.

„Traditionell startete in Hockenheim im März die Saison in Form des BMC Frühjahrstrainings in Zusammenarbeit mit Speer Racing“, erwähnte Sportleiter Willi Schenkel in seinem anschließenden Bericht. Dieses Training erfreut sich immer mehr großer Beliebtheit und wird von allen Fahrern gerne genutzt, um sich unter anderem auch für das 1 000-Kilometer-Rennen am Ostersamstag fit zu machen. Davor stand allerdings zunächst einmal die obligatorische Streckenbegehung auf dem Programm, die dazu dient, etwaige Mängel, die im Laufe des Jahres eingetreten sind, zu beseitigen. Unverzichtbar und jedes Jahr gut besucht ist die Sportwarte-Schulung. Innerhalb des BMC hat sich eine weitere Änderung vollzogen, denn Harald Roth gibt nicht nur seine Ämter ab, sondern auch den Platz in der Einsatzzentrale des BMC. Ein Mann, der den BMC und die Einsatzzentrale so geprägt hat, wie es nach ihm bestimmt wohl keiner mehr schaffen wird. Er wird dem BMC immer ein willkommener Gast sein, meinte Willi Schenkel. Schnell und harmonisch. Schatzmeister Ulrich Gleich erstattete den Kassenbericht und sein Dank ging an Harald Roth, Jörg Bensemann und Herbert Degenhard. Er bedankte sich ganz besonders bei den beiden Sekretärinnen Monika Schwenninger und Sabine Tesseraux für die geleistete Arbeit. Karl-Heinz Träutlein bestätigte für die Revisoren eine einwandfreie Kassenführung und dankte Ulrich Gleich, Monika

Schwenninger und Sabine Tesseraux. Auf Antrag von Revisor Karl-Heinz Träutlein wurde das Präsidium einstimmig entlastet. Sehr schnell und harmonisch verliefen die Neuwahlen. Mit Zustimmung der Hauptversammlung unter der Regie von Präsident Jörg Bensemann wurde Franz Josef Serr zum Vizepräsident gewählt. Als Sportleiter wurde Willi Schenkel in seinem Amt bestätigt und Schriftführer Herbert Degenhard wiedergewählt. In den Beirat wurden folgende Mitglieder gewählt: Kassenwesen Manfred Christ, Pressereferent Franz Hoffmann, technische Abnahme Manfred Auer, Funktionärseinsatz Eddy Müller und Willi Eustachi, Leiter Technik und Bauten Klaus Schwenninger, Zeitnahme: Franz Josef Serr, Fahrerausschuss Motorrad Rainer Needell, Wagen Daniel Gasche. Den Ehrenrat bilden Gerhard Kaletka, Helmut W. Erb und Hans Riedel. Nach den Ehrungen wurde zum Abschluss der harmonischen Jahreshauptversammlung der Vorschlag für das laufende Geschäftsjahr genehmigt, sowie Club-interne Dinge behandelt. FRANZ HOFFMANN www.bmc-hockenheim.de

BMC- und DMV-Ehrungen 2012 Bei der Jahreshauptversammlung des Ba- ganz besondere Ehrung für das langjäh- wurde zum Ehrenpräsidenten des BMC dischen Motorsport- Clubs (BMC) Hocken- rige Präsidiumsmitglied Harald Roth, er ernannt. Präsident Jörg Bensemann überreichte Harald Roth eine Urkunheim, im Baden-Württemberg de und einen Reisegutschein. Center, nahmen die Ehrungen Mit der bronzenen BMC- und einen breiten Raum ein. ZahlDMV- Ehrennadel für zehn Jahreiche treue Mitglieder wurden re Mitgliedschaft und Urkunde von Präsident Jörg Bensemann wurden geehrt: Stefan Benz und Schriftführer Herbert De(Hockenheim), Marc Bornhäusgenhard mit Ehrennadeln des ser (Baden-Baden), Erich BreitBMC sowie des Deutschen Movogel (Flonheim), Florian Citorsport-Verbandes (DMV) auschon (Hockenheim), Karlheinz gezeichnet. „Ehrungen sind eine Denk (Schleitdorf), Harry Franz Möglichkeit des Clubs seinen (Uhingen), Reiner Heene (LudMitgliedern Danke zu sagen“, erwähnte Präsident Jörg Bense- Die geehrten BMC- und DMV-Mitglieder bei der Meister- wigshafen), Thomas Heilinger (Reilingen), Christian Herzog mann. Daher gab es auch eine ehrung des Badischen Motorsport Clubs

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42 (Oftersheim), Peter Klotz (Fussgönheim), Nico Matthes (Eppelheim), Stefan Merz (Einselthum), Horst Müller (Nordheim), Olaf Peuke (Neckarsulm), Hans Christian Rehberger (Wiesloch), Ralph Ronneburger (Vaihingen), Michael Schindler (Baden-Baden), Michael Seidel (Worms), Carlo Sieben (Eich), Patrick Steinbrenner (Sandhausen), Sandra Steinbrenner (Sandhausen), Martin Weber (Saarbrücken), Torsten Weisser (Werder).

Treuenadel in Gold. Die DMV-Treuenadel in Gold und Urkunde (25 Jahre) erhielten: Rainer Borell (Stutensee), Joachim Bückendorf (Hockenheim), Heinz Burgstrahler (Sandhausen), Jens Embach (Mannheim), Christian Göppner (Mainleus), Willi Gropp (Oftersheim), Albert Hamper (Dudeldorf), Harald Haungs (Kirchardt), Uwe Kaiser (Bad Säckingen), Otto Kocher (Heidelberg), Markus Rheinfrank (Maulburg), Michael Rinklef (Oftersheim), Martin Ziegler (Hockenheim).

Die DMV-Treuenadel Silber mit Urkunde (40 Jahre) ging an: Gerhard Böhler (Birkenau), Georg Maier (Mannheim), Eduard Müller (Schwetzingen), Manfred Wilde (Knittlingen). Die BMC-Nadel mit Kranz und Urkunde (50 Jahre), erhielten Hans Otto Kolmar (Speyer) Dr. Wolf-Jürgen Krieger (Hockenheim). TEXT UND FOTO: FRANZ HOFFMANN

Fabian Eisinger in Topform

Fabian Eisinger in seinem Rennkart

Einen sensationellen Einstand in der Rotax-Max-World-Klasse feierte Fabian Eisinger vom Badischen Motorsport Club Hockenheim (BMC) beim Saisonauftakt der Rotax Max Challenge (RMC) in Wackersdorf. Hier konnte der Youngster sein Können wieder einmal eindrucksvoll unter Beweise stellen. Bereits im Prefinale kämpfte sich der junge Hockenheimer auf Platz 2 vor, wurde jedoch durch einen Crash am Ende nur Siebter. Das entscheidende Finalrennen wurde zum Reifenpoker. Ei-

DMV Landesgruppe Niedersachsen

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2012 Zur Jahreshauptversammlung mit anschließender Siegerehrung laden wir alle Einzelmitglieder und Clubs recht herzlich ein. Termin: Sonntag der 25.11.2012 Beginn der JHV um 14:00 Uhr Begrüßung und Rückblick des Vorsitzenden Bericht des DMV Bericht des Sportleiters Bericht der Referenten Bericht des Schatzmeisters Bericht der Revisoren Entlastung des Vorstandes Neuwahl (1. Vorsitzender, Schatzmeister, Schriftführer) Verschiedenes Im Anschluss gegen 16.00 Uhr findet die Siegerehrung der LG Niedersachsen mit anschließendem Essen statt. Die Einladung zur Siegerehrung folgt. Ort der Veranstaltung: Hotel Novum Am Tennistreff 1 · 26759 Emden Hinte Tel. 04925/92180 MIT MOTORSPOTLICHEN GRÜSSEN RALF LEHMANN DMV INSIDE 2/2012

singers Entscheidung fiel auf Slicks. Diese mutige Strategie und die fahrerische Leistung auf noch nasser Bahn wurde mit einem hervorragenden 2. Podiumsplatz belohnt. Angespornt durch dieses Resultat setzt Eisinger nun sein hartes Training in Kooperation mit dem Fitness-Studio Top Fit in Reilingen und dem Baral Racing Team für die weitere Saison fort. TEXT: FRANZ HOFFMANN FOTO: PRIVAT

MSC Michelbacher Hütte

Tolle Enduroveranstaltung in Aarbergen Zum 18. Mal hatte der MSC Michelbacher Hütte im Rahmen der IGE-3h-Enduromeisterschaft am 14. und 15. April Deutschlands Enduristen zum 2. Lauf nach Aarbergen-Kettenbach eingeladen. Bei herrlichem Enduro-Wetter kamen 422 Fahrer aus ganz Deutschland. Sensationelle Teilnehmerzahlen wurden beim JedermannLauf verzeichnet. Hier meldeten sich am Veranstaltungstag sage und schreibe 197 Fahrer an. Dies zeigt, dass diese Klasse einen starken Zulauf hat, weil hier jeder, der ein Offroad-Motorrad besitzt, sich in zwei Stunden auf der Strecke austoben kann. Es gibt aber keine Punktewertung. Auf jeden Fall macht das Fahren in dieser Klasse allen Beteiligten riesiegen Spaß, so das Feedback der Fahrer. Auch der MSC Michelbacher Hütte e. V. im DMV schickte insgesamt 14 Fahrer in den verschiedenen Klassen an den Start. Die


CLUBS besten Platzierungen für den Verein konnten Frank Hofmann mit dem 1. Platz bei den Youngtimern (Enduros, die mindestens zehn Jahre alt sind oder einen Blechtank besitzen) und Steffen Kaiser mit dem 4. Platz bei den Youngstern (Zweitakt 125 ccm, Viertakt bis 250 ccm, Einzelfahrer, 14-18 Jahre. Gute 85-ccm-Fahrer (mit Großrad) dürfen in Wertung starten. Alle weiteren Platzierungen können auf der neu gestalteten Internetseite des Vereins eingesehen werden. Als Ehrengast besuchte der Vorsitzende des Sportkreises Untertaunus, Manfred Schmidt, die Veranstaltung. Er zeigte große Begeisterung und lobte den Verein für die hervorragende Organisation. Auch der Vorstand möchte sich auf diesem Weg bei allen Beteiligten – und ganz besonders bei den Streckenposten sowie dem übrigen Funktionspersonal herzlich für das Engagement bedanken. Es macht einen Höllen-Spaß mit einer Truppe von über 60 Helfern so ein großes Enduro-Event durchzuziehen. Dieses Event war eines der größten in Aarbergen. Am 23. und 24. Juni 2012 heißt es wieder „Ready for Race“. An diesem Wochenende ist der Motocross-Hessencup zu Gast beim MSC Michelbacher Hütte in Aarbergen-Kettenbach. Bei der 29. Auflage wird wieder spektakuläres Motocross in unterschiedlichen Klassen geboten. Es gibt ein paar Neuerungen zu bestaunen. Dieses Motorsportspektakel sollten Sie sich nicht entgehen lassen! Wir freuen uns auf Ihren Besuch. FRANK BERENDT www.msc-michelbacherhuette.de

MSF ZOTZENBACH

Nachruf für Karl Schmitt Die Motorsportfreunde nehmen Abschied von einem ihrer markantesten Mitglieder. Karl Schmitt war für die MSF eine ganz besondere Person mit besonderen Eigenschaften. Wenn man diese auf den Punkt bringen sollte, dann fällt einem spontan ein, dass er stets der „Mann für alle Fälle“ war und immer als Vorbild bezeichnet wurde, genauso wie man sich einen guten Freund und treues Mitglied eben vorstellt. Kurz nach der Gründung der Motorsportfreunde trat er 1956 in den Verein ein. Schon ein Jahr drauf wurde die von ihm maßgeblich geprägte und jahrelang als Leiter geführte Tourensportabteilung gegründet. In allen Punkten der MSF-Chronik, bei denen es um den Tourensport geht, taucht stets sein Name auf. Vielleicht gerade deswegen, weil der Tourensport und die Touristik ihm das gaben, was er auch bei der MSF-Familie gefunden hat: Kameradschaft, Zusammenhalt und die besondere Geselligkeit in Verbundenheit mit seiner Leidenschaft für den Motorsport. Er selbst ist keine Rennen gefahren, aber sportliche Rennen unter der MSF-Fahne waren ohne ihn fast undenkbar. Als Leiter der Streckensicherung für das Bergrennen war er in all den Jahren der federführende Mann, der für die Sicherheit der Fahrer und die Versorgung der Streckenposten sorgte. Darüber hinaus wurden von ihm unzählige Helfereinsätze auf dem Hockenheim- und Nürburgring bei nationalen und internationalen Rennen koordiniert und überhaupt erst möglich gemacht. Noch heute werden die alten Geschichten erzählt, wie man damals auf den Rennen beim Karl vor seinem Wohnwagen campierte und abends beim Lagerfeuer die Erfahrungen des Tages auf der Rennstrecke austauschen konnte.

Wenn man es sich so richtig überlegt, ging es damals gar nicht um das eigentliche Rennen. Nein, es waren die schönen Stunden in der Gemeinschaft rund um Karl Schmitt, die der Antrieb waren, im Verein aktiv zu sein. Auch die in den 1980iger Jahren gegründete Jugendgruppe fand in Karl Schmitt einen stets bereiten Unterstützer. Wann immer ein Kart zum Slalomrennen oder ein Zelt zum Jugendlager transportiert werden musste, war es keine Frage, wer diesen Job übernehmen würde. Karl mit seinem Bus und Anhänger war hier stets dabei und eigentlich nicht wegzudenken. Er war sich für nichts zu schade und es war nie ein Nein von ihm zu hören, sofern es seine Zeit zuliess. Oftmals sind ja die Veranstaltungen sonntags nach der Siegerehrung zu Ende. Aber für ihn war das immer erst dann der Fall, wenn auch alles aufgeräumt und der Abfall entsorgt war. So war Karl oftmals noch Tage nach der Veranstaltung für den Verein tätig, hinter den Kulissen und oftmals unerkannt und nicht anerkannt. Für seine Vereinstreue und besondere Leistungen wurde er geehrt mit allen Auszeichnungen, die der MSF kennt: Ehrentourensportleiter und Groß-Gold-Abzeichen der MSF, Groß-Gold der Landesgruppe Hessen und des DMV sowie das Tourensportabzeichnen in Groß-Gold mit Rubin wurden ihm überreicht. Wenn man sich diese Ehrenabzeichen vor dem Hintergrund „Gebet dem Ehre, wem Ehre gebührt“ vorstellt, erkennt man von welchem besonderen Menschen die MSF Zotzenbach sich hier verabschieden. So geben die Motor-Sport-Freunde einen letzten Gruß und ihr Versprechen, Karl Schmitt immer in guter Erinnerung zu behalten. KAI RANDOLF MOTOR-SPORT-FREUNDE 1952 ZOTZENBACH E.V.

Karl Schmidt

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Deutscher Monkey Club (DMC)

MonkeyCross für Jedermann 1974 im Schwabenland entstanden ist eine der ältesten OffroadRennserien Deutschlands: MonkeyCross. Sie ist seit vielen Jahren fest in der Szene etabliert und fährt unter dem Dach des DMV. International erfolgreiche Sportler wie der zweifache Vizeweltmeister im Seitenwagen-Motocross, Martin Gölz, und Supermoto-Profi Jürgen Künzel haben ihre ersten Titel beim MonkeyCross eingefahren. Es gibt zwar noch eine Handvoll ähnlicher Talente, doch ist MonkeyCross eher als Breitensport für Jedermann ausgerichtet. Die Alterspanne reicht von sechs bis über 50 Jahre. Neben den typischen Pitbike-Klassen – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, – mit 10-Zoll, 12-Zoll und 14-Zoll-Pitbikes, – von 50 ccm, über 110 ccm und 125 ccm bis zur offenen Hubraumklasse sind auch zwei Viertakt-Klassen mit „normaler Fahrzeuggröße“ (16/19-Zoll/18/21-Zoll) sowie eine Gespannklasse (200-ccm-Viertakt) im Programm.

MonkeyCross: Breitensport für Jedermann

Weitere Informationen gibt es beim Deutschen Monkey Club (DMC) auf der Internetseite oder per Mail an dmc-vorstand@ monkeycross.de. www.monkeycross.de

Schon im letzten Jahr konnten viele tschechische Teams die Förderung der Europäischen Union für ihren Start bei der Thüringen Rallye nutzen

MSC Pößneck

Tschechische Teams kostenlos bei Thüringen-Rallye Der Countdown zur 51. Ausgabe der Sparkassen-DMV-Thüringen Rallye 2012 läuft (lesen Sie auch Seite 5). Auch vielen tschechischen Rallyefahrern ist die Thüringen Rallye aus den letzten beiden Jahren noch gut bekannt. So sind 2010 und 2011 bereits tschechische Fahrer wie Jan Sˇlehofer, Veroslav Cvrcek, Jan Halala oder David Tomek bei der Thüringen Rallye an den Start gegangen. DMV INSIDE 2/2012

Dank einer Förderung der Europäischen Union, dem Projektfonds Euregio Egrensis, wird der veranstaltende MSC Pößneck e.V. zur 51. Thüringen Ralle vom 07. bis 09. Juni erneut 20 tschechische Teams zur Teilnahme an der Rallye einladen. Die Durchführung dieses Projektes machte Jan Halala, Vorsitzender des Autoklubs Hradek nad Nisou und Veranstalter der alljährlichen Rallye Luzicke Hory, möglich, da er als Projektpartner des deutschen Motorsportvereins fungiert. Die Thüringen Rallye glänzt mit 140 anspruchsvollen Wertungsprüfungs-Kilometern. Am Donnerstag, den 07.06. steht von 19 bis 22 Uhr der Shakedown auf dem Programm, zu dem die tschechischen Teilnehmer ebenfalls kostenlos eingeladen werden. JENNY GÄBLER www.thueringen-rallye.com.de


VERMISCHTES

Retro Classics Stuttgart 2012

Klassiktechnik bestaunen „Na dann bis nächsten März“, sagte ein Classic-Fan im vergangen Jahr zu Freunden und ging. 2012 traf ich ihn jetzt in Stuttgart wieder – und das eher zufällig. Er begann sofort zu schwärmen. Die tollen Busse in Reih und Glied. Aufgestellt wie für eine Zeitreise. Dazu die alten Traktoren. „Wird langsam Zeit, dass da mal ein Traktorhersteller eine Show von den Anfängen seiner Marke bis heute präsentiert“. Diese Anregung geht an die Adresse der Hersteller. „Und dann das Angebot edler Oldtimer“. Der Mann war begeistert. In der Halle 4 stieß man auf den traditionellen NSU-Retro-Treff. Die Leute bilden eine fest gefügte Fangemeinde aus dem nahen Neckarsulm. Sie zeigen dort in jedem Jahr neue und viel bestaunte Schätze. Dass dann auch jene Herren, die bereits am Freitag vor Ort waren, ein Stück Technik- und Renngeschichte der Marke aus dem Schwäbischen mit geschrieben haben, versteht sich von selbst. Sie alle, der Fahrwerk-Entwicklungsleiter Dipl.Ing. Thomas Ammerschläger, die Tunerlegende Siegfried Spiess, Rennfahrer Hans Müller oder Renntechniker Roland Faigle von NSU haben die NSUGeschichte mit geschrieben. Karosseriebauer und NSU-Rennfahrer Kurt Brixner stieß später noch hinzu. Und die Fahrer Lutz Stegmüller, Wendelin Egger und Herbert Weber. Manches Rennen wurde

Gedenken an Jim Clark Jim Clark war in den 1960er Jahren einer der weltbesten Rennfahrer. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister verunglückte am 7. April bei einem Formel-2-Rennen in Hockenheim in seinem roten Lotus und verstarb noch an der Unfallstelle vor der Ostkurve. Sein Auto kam aus ungeklärten Gründen von der Rennstrecke ab und zerschellte an einem Baum. Die traurige Nachricht kam über Lautsprecher, dass Jimmy, wie er in Fachkreisen genannt wurde, verstorben ist. Dies jährte sich 2012 zum 44. Mal. Von der Hockenheimring GMBH und dem Badischen Motorsport Club (BMC) gedachten am Gedenkstein an der Einfahrt zur Parabolika Klaus Schwenninger, Sabine Tesseraux, Jörg Bensemann und Willi Schenkel in einer Gedenkminute – aber nicht nur Jim Clark, sondern stellvertretend allen Rennfahrern, die am Hockenheimring ihr Leben lassen mussten. TEXT UND FOTO: FRANZ HOFFMANN

Die schnellen Brüder aus Dänemark

v.l. Thomas Ammerschläger, Siegfried Spiess, Hans Müller und Roland Faigle bei den Retro Classics in der Runde analysiert. Nun, Jahrzehnte später meist unter ganz neuem Blickwinkel. Und auch der eine oder andere „Nicht-NSUFahrer“ schauten zu einem „Plausch“ vorbei. So der Warmbronner Dieter Glemser, ein Frontrunner aus gemeinsamen Ford-Tagen für den dort später tätigen Rennleiter Ammerschläger. Warmbronn liegt ja gerade um die Ecke. Formel-Ford-PRS von Stefan Bellof. Am Stand mit dem knallgelben „Old Smuggler“-Formel-Ford-PRS des unvergessenen Stefan Bellof bildete sich ebenfalls schnell eine permanente Fantraube. Auch zwei Unterländer fuhren damals die identischen Wagen mit Bellof im gleichen Team. „Wie steigt man heute eigentlich „g’scheid“ in den Rennsport ein“? Eine oft gestellte Frage. Die könnte im nächsten Jahr auf einem Stand um diesen gelben Nachwuchsrennwagen von Thomas Guthmann und den Bellof-Freunden sowie einem DMV-Experten in Stuttgart beantwortet werden. Auch die Historische Formel Vau Europa e.V. könnte solche Fragen der Racefans beantworten helfen. Sehr viel abgelichtet wurden die wenigen Formel-1-Modelle wie der Talbot, Gordini, Maserati, Cooper und Ferrari aus den 1950ern oder der Piquet-Williams aus den 1990ern. Fehlten nur die Klassiker von Auto-Union, Porsche und Mercedes. Vielleicht sind die im kommenden Jahr zu bestaunen. Man braucht ja auch Perspektiven für 2013. TEXT: HTS FOTOS: MMM

Kurt Thiim, Kris Nissen, Tom Kristensen, Jan Magnussen und der in der Tourenwagen-WM (WTCC) erfolgreiche Kristian Poulsen sind Dänen. Roland Poulsen (27) sah den Rennsport bisher eher sportlich. Er ist der jüngere Bruder von WTCC-Frontrunner Kristian Poulsen. Der Däne arbeitet in Schweden in der Nähe der Rennstrecke von Falkenberg. In seiner Wahlheimat erwarb er kürzlich den Meisterschafts-Porsche 997 GT3-Cup des Schwedischen Meisters von 2010, Robin Rydholm. Der Porsche wird momentan neu aufgebaut und in Teamfarbe lackiert. Das geschieht auf WTCC-Basis des Familienteams in Dänemark. Auf dem von Rydholm erworbenen Porsche 997 GT-Cup-Modell wird Roland Poulsen am 07. Juli in Oschersleben beim 4. DMV-TCC-Weekend an den Start gehen. Roland Poulsen hat bereits Erfahrungen in der DMV-TCC-Serie gesammelt. Zuletzt fuhr er im vergangenen Jahr in Oschersleben einen Lauf zur DMV-TCC. „Der Streckencharakter von Oschersleben entspricht vielen Strecken in Skandinavien. Ich mag die Strecke“, grinste der Däne im Interview ganz kess. HTS

Der jüngere Bruder von WTCC-Frontmann Kristian Poulsen kommt wieder in die DMV-TCC-Serie

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PERSONALIEN

Jost Capito bei Volkswagen

Jost Capito, der Sohn des ehemaligen DMV-Sportpräsidenten Karl Friedrich, wechselte von Ford nach Wolfsburg und wurde neuer Sportchef von Volkswagen. Der ehemalige Ford-Rallye-Chef löst Kris Nissen an der Spitze des VW-Motorsportprogramms ab. Der 53-jährige Jost Capito ist seit 1. Mai neuer Sportchef beim Wolfsburger Autobauer. Capito wird damit gleichzeitig auch der neue Mann an der Spitze des Rallye-Programms. 2013 will VW mit dem neuen Polo WRC in der Rallye WM starten. Der gelernte Diplomingenieur ist im Rallyesport kein Unbekannter. 1985 gewann er mit seinem Vater die Lkw-Wertung der Rallye Paris-Dakar. Capito arbeitete bei Porsche und dem Sauber Formel-1-Team, bevor er 2003 die Verantwortung für die Motorsport-Aktivitäten bei Ford übernahm. Immer wieder werden auch Gerüchte laut, dass Volkswagen über einen Einstieg in die Formel I nachdenkt (evt. mit Audi). Genauso oft werden diese Gerüchte aber in Wolfsburg dementiert.

Personalien Hans-Joachim Stuck ist, wie gemeldet, neuer Präsident des DMSB und somit Nachfolger von Thorsten Johne. Der DMV hat dem Vorschlag von ADAC-Sportpräsident Tomczyk bei der DMSB-Vollversammlung höchst erfreut zugestimmt, denn „Striezel“ Stuck folgte seinem Vater nicht nur als erfolgreicher Rennfahrer, er tritt nun auch auf der ehrenamtlichen Ebene in seine Fußstapfen. War doch Stucks Vater, der Bergkönig, ebenfalls an oberster Stelle tätig, und zwar 1961/1962 als Präsident des DMV! DMV-Sportpräsident Dr. Gunther David und Enrico Straka sind die neuen Vertreter des DMV im Exekutiv-Komitee des DMSB, der dritte im Bunde ist Christian Schneider. Carl Brucke soll neuer Vorsitzender der neuen DMV-LG Nord-Ost (ein Zusammenschluss der DMV-Landesgruppen Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern) in 2013 werden. Neues aus den DMV-Ausschüssen: Gerd Hoffmann, Organisator der DMV-TCC, ist neuer Automobilsportreferent des DMV. Sein Pendant auf der Motorradseite ist weiterhin Christian Schneider. Verantwortlich für den Rallyebereich ist ab sofort Hans-Josef Pistel aus Titz-Hasselsweiler, Vorgänger Schuhej bleibt als Ratgeber erhalten. Reinhard Tropp, KCD-Präsident, soll den DMV künftig auch im DMSB-Kartausschuss vertreten.

† Heinz Fuchs

† Ewald Stüer

Heinz Fuchs, Formel-V-Hersteller der ersten Stunde und Ex-Porsche-Mechaniker, ist nach längerer Krankheit verstorben. Fuchs stellte, nach dem Porsche-Rennleiter Baron Fritz Huschke von Hanstein zehn Wagen aus den USA importiert hatte, den ersten eigenen „Vau-Europäer“ auf die Räder. Er verkaufte weit über 200 Fahrzeuge in alle Welt, darunter auch viele Super-VW-Cars. Den letzten Fuchs-V erwarb Martin Märklen aus Deutschland kurz vor dem Tod von Heinz Fuchs. HTS

Mit Ewald Stüer verlieren der Deutsche Motorsport Verband und der Motorsport Club Verl e.V. im DMV ein ganz besonderes Mitglied, auf dessen Einsatz und Engagement sich der Verein immer verlassen konnte. Ewald Stüer trat bereits 1971 in den DMV ein. 1984 wurde er vom DMV wegen besonderer Verdienste mit dem Ehrenabzeichen in Gold ausgezeichnet. Lange Jahre übernahm er Funktionen im MSC Verl, zuletzt als Sportleiter, die er mit Erfolg und großer Begeisterung ausübte. Ewald Stüer war dabei für viele Vereinsmitglieder ein ganz persönlicher Freund. Sein vorbildlicher Einsatz war aber auch nur deshalb möglich, weil seine Familie ihn immer unterstützt und ermuntert hat. Und so geht unser Dank heute insbesondere an seine Angehörigen. Ewald Stüer wird uns als Vereinsmitglied und Funktionsträger, aber auch als Freund fehlen.

Heinz Fuchs

Foto: MARTIN MÄRKLEN

DMV INSIDE 2/2012

Impressum DMV-INSIDE Mitgliedermagazin

Verlag

Deutscher Motorsport Verband e,V. Otto-Fleck-Schneise 12 DOSB-Haus des Sports 60528 Frankfurt Tel. +49 (0) 69-695002-0 E-Mail: dmv@dmv-motorsport.de Internet

www.dmv-motorsport.de

Leitung und Herausgeber

Wilhelm A. Weidlich (v.i.S.d.P.)

Redaktionsleitung: Thomas Schiffner

Freie Redaktionsmitarbeiter: Botho G. Wagner Franz Hoffmann Enrico Straka Manfred Bauch Michael Weichert

Anzeigenleitung Corinna Frache

Layout

Jörg Lübben/crossmedia

Druck

Möller Druck und Verlag GmbH Zeppelinstr.6, 16356 Ahrensfelde OT Blumberg DMV INSIDE erscheint in der Regel 4x im Jahr, der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Höhere Gewalt entbindet den Verlag von der Lieferpflicht. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck mit Quellenangabe erlaubt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Garantie übernommen DMV INSIDE Nr. 3/2012

erscheint am 24. August 2012 Redaktionsschluss: 10. August 2012

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erte kürzlich seinen 90. Geburtstag. unter anderem als Buchautor und Verleger, feiWeltmeere, weit über den DMV hinaus bekannt des Motorsports, des DMV . Der „Herrscher“ der DMV gilt Gustav A. Petermann, Grandseigneur Als Mann der ersten Stunde des Nachkriegs-

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DMV INSIDE 2/2012

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