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DEUTSCHER MOTORSPORT VERBAND E.V. MITGLIEDERMAGAZIN, € 3,00 D 2998 F

Nr. 02 I 2017

DMV Hauptversammlung in Goslar

Engagement verstärken

DMV-Pannenhilfe 069-69 50 02 22


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DMV INSIDE DMV INSIDE Titelfoto: DMV Motocross-Fahrerin Larissa Papenmeier fährt in der Frauen-Weltmeisterschaft unter den ersten Fünf und führt den DMV MX Ladies Cup an (Seite 32) FOTO: ALEX HODGKINSON

Kleines Bild: Das neue DMV Präsidium (Seite 8)

DMV INSIDE Editorial 4 DMV Hauptversammlung 2017 8-11 DMSB Vollversammlung und Lizenzen 12 DMV Mitarbeiter Milan Zivojinovic 12/13 Vor 25 Jahren 22 10 Fragen an … 26

FOTO: SCHIFFNER

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DMV-JHV in Goslar: Der Verband will sich noch stärker für den Breitensport engagieren. Ab Seite 8 FOTO: THOMAS SCHIFFNER

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DMV GTC: Die DMV Tourenwagenserie erlebte einen furiosen Start in Hockenheim. Ab Seite 14 FOTO: HARALD CZEKALLA

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MOTORSPORT DMV GT- und Touring Car Cup 14/15 DMV BMW Challenge 16 Nico Rosberg 17 DMV NES 500 18 Formel VAU 19 Automobilsport INTERNATIONAL 20 Kartsport 21 VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 23 Motorradsport INTERNATIONAL 25 Motorrad Klassik Trophy 26 Eisspeedway-WM Inzell 28/29 Eisspeedway-WM Berlin 29 Motocross Aufenau 30 DMV Motocross Classic Cup 31 DMV MX Ladies Cup 32 Speedway-Bundesliga 33 DMV Shorttrack Quad Meisterschaft 34 Motorrad-Biathlon 35 DMV Mofacup 35 Tourensport 36

CLUBS und MSJ Motorsportjugend 37/38 Landesgruppen und Ortsclubs 39-44

Szene und Reise Kreisverkehr: Die DMV White Tigers konnten in Stralsund ihren ersten Auswärtssieg erringen. Seite 33 FOTO: WOGE

News 5-7 Letzte Seite/ Impressum 46

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DMV INSIDE INTRO

Vom Zuschauen und vom Wählen Die besten Zuschauer

gewählten DMV-Vorstand auch gleich neue Aufgaben. Und immer geht es daJa, wir im Motorsport haben die besten Zuschauer, Sogenannte Hooligans rum, die Beziehungen zu den Clubs und gibt es hier nicht. Ähnlich „ruhig“ geht Mitgliedern zu verbessern, den „Wohles auch beim Golf oder Tennis zu. fühlfaktor“ zu erhöhen, gleichzeitig das Rauchbomben, Schlägereien, VerunGefühl der Sicherheit zu vermitteln und dazu noch sicher zu stellen, dass Freuglimpfungen sind Fremdwörter. „Unsere“ Rennbesucher nehmen vor dem de und Lust rund um den Motorsport Dabeisein und Erleben hohe Aufwenerhalten bleiben. Zu den viel diskudungen in kauf, sind tierten Punkten in nicht immer bestens Goslar gehörten der „Seid gut und freundlich untergebracht und zu den Leuten, auf dass sie Breitensport mit dem müssen manchmal Touren- und Jugendimmer wieder kommen“ allzulange warten, bis sport, die Verbessedass sie „action“ serung der Verbandshen. Meistens sind sie fachkundig und arbeit für unsere Mitglieder, Clubs und unterhalten sich über technische DeVeranstalter. Große Aufmerksamkeit ertails genauso begeistert wie über den zielten die Vorhaben des BMC mit dem oder die Aktiven. Das gehört alles zur Nascar Rennen, sowie des DMV selbst, echtes Gut, jedes Mitglied kann bei der Faszination Motorsport. Und das dürder Anfang Oktober als Veranstalter Hauptversammlung seine Stimme abeines Autorennens auftritt. Für diese fen wir - insbesondere die Veranstalter geben. Man vertraut sich. Aber nicht Vorhaben und alle übrigen knapp 600 - nie vergessen. Ein Renntag dauert ohne Offenheit. Denn beim Punkt WahVeranstaltungen unserer Clubs wünsche schon mal acht und mehr Stunden. Da len anlässlich der HV in Goslar gab es ich jetzt schon viel Erfolg. ist es angebracht, nein: notwendig, für Kritik. Dass René Schäfer nicht wieder etwas Abwechslung zu sorgen, für rundkandidieren würde, wollten insbesondeum-Informationen, für Komfort auf den Wahlen re die LG-Vertreter Sitzplätzen, bei der Versorgung. Denn vorher angekündigt Weil das Interes„Es scheint, als seien die viele Veranstalter bestreiten ihre Kosten haben. Einen Gese der Veranstalgrößtenteils aus Eintrittsgeldern. Daher: ter und Lizenz- Damen und Herren Aktiven an genkandidaten gab macht aus Euren Rennen Erlebnisse, es nehmer im DMSB dieser Art Demokratie gar nicht es dennoch nicht. gibt schon viele gute Beispiele, wie das weit unter den Erinteressiert, kritisieren ja, funktioniert. Und seid gut und freundlich So blieb und bleibt wartungen blieb, mitarbeiten nein“ zu den Leuten, auf dass sie immer wiees bei dem bewurden mit Hilfe der Mitglieds- und der kommen. kannten „alten“ Landesverbände noch SonderinforAngebot: die Türen stehen offen, dies Und - sorgt für die bestmögliche Prägilt für die Mitarbeit in den Clubs, und mationen verteilt, um eine angestrebte in den Landesgruppen genauso. Und akzeptable Beteiligung an den Wahlen sentation des Sports. Spannung statt es gilt für alle Gremien innerhalb unsefür die DMSB-Ausschüsse zu erreichen. Langeweile. „Wenn dem Sportlichen Alternativ würde das Präsidium die bewieder größere Bedeutung als der Werres Dachverbandes. Die nächste DMVHauptversammlung mit Wahlen findet bung und Vermarktung gegeben wird, nötigten Ausschussvertreter bestimmen turnusmäßig im März 2018 statt, die dann ist ein großer Schritt getan“ - dies - aber warum ist das Interesse mitzuarVollversammlung der MSJ im November schrieb ich vor drei Jahren an dieser beiten so gering? Es scheint, als seien 2017. Stelle mit Blick auf große Rennen wie F1 die Damen und Herren Aktiven an dieser und DTM auf großen Rennstrecken. Ich Art Demokratie gar nicht interessiert, kridenke, wir haben noch Luft nach oben. tisieren ja, mitarbeiten nein. Die VerbänIhr Wilhelm A. Weidlich de müssen sich darauf einstellen. Präsident des DMV Zurück aus Goslar Um wieviel anders verhält es sich beim Von der Hauptversammlung zurück, DMV? Hier ist die Demokratie noch ein stellen sich dem neuen und dem wieder

Offizielle Förderer des Deutschen Motorsport Verbandes

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DMV INSIDE NEWS

Jubiläum bei Hockenheim Historic Die Bosch Hockenheim Historic erinnern an den zweifachen F1-WeltmeisterJim Clark, der 1968 mit einem F2-Rennwagen in einem Waldstück des alten Rings tödlich verunglückte. Mittlerweile gehört das Jim-Clark-Festival zu den Klassikern der Oldtimer-Veranstaltungen. Der Badische Motorsport Club als Veranstalter versprach ein „Wochenende auf der Rennstrecke wie in alten Zeiten“ und lieferte mit einer Jim-Clark-Ausstellung, mit einer Party auf dem Boxendach, mit Autogrammstunden und mit offenem Fahrerlager sogleich mehrere Beweise, was bei tausenden Fans Anklang fand. Die Besucher erwarteten diverse Ausstellungen sowie Autogrammstunden mit Jochen Mass, Michael Bartels, Marco Werner, Ellen Lohr und Martin Donnelly. Besonderer Anziehungspunkt war das geöffnete Fahrerlager und die Boxengasse, wo die Besucher hautnah „Rennluft“ schnuppern und den Mechanikern beim Schrauben über die Schulter schauen konnten.

Weitere Motorsport-Großevents in Hockenheim 2017: 19.-21. Mai Maipokal Rennen 28.-30. Juli American Fan Fest mit Nascar 18.-20. August NitrOlympX 22.-24. September ADAC GT Masters 29.9.-1.10. IDM 5.-7. Oktober DMV-Preis 13.-15. Oktober DTM-Finale

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DMV mit Wilhelm A. Weidlich, Ralf Frache und Marco Mander (von links) bei der Hockenheim Historic Foto: Franz Hoffmann

Passend zur Veranstaltung: der Hockenheimring feierte sein 85-jähriges Bestehen, wozu DMV-Präsident Wilhelm Weidlich dem Geschäftsführer Georg Seiler und BMC-Präsident Jörg Bensemann herzlich gratulierte. Aus dem Renn- und Präsentations-Programm – mit den vielen wunderschönen alten Fahrzeugen: Lotus-Cup, Alfa-Classico, Classic Formel 3, Lurani Trophy, Porsche, Maserati und diversen Youngtimer-Klassen. Das Gegenstück, die Hockenheim Classic mit alten Motorrädern, findet vom 8.-10. September statt. W./HC Foto: Harald Czekalla

US-Bundesstaat Louisiana. Er galt in jener Zeit als Wunderknabe auf zwei Rädern. Honda USA war auf das Talent aufmerksam geworden, sicherte sich die Dienste dieses Talentes in jungen Jahren und gab ihm einen Werksvertrag. Bereits mit 18 Jahren gewann er im Land der unbegrenzten Möglichkeiten die nationale Meisterschaft der AMA-Superbikeklasse gegen die starke Konkurrenz von Suzuki und Kawasaki. Aber Honda hatte größeres mit ihm vor.

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Fast Freddie kommt! Zum 10. Male findet in diesem Jahr auf dem Flugplatzkurs die Odenwaldring Klassik im beschaulichen WallfahrtStädtchen Walldürn statt. Grund genug, das runde Jubiläum auch gebührend zu feiern. Dieses Jahr als Stargast mit dabei: Kein geringerer als Freddie Spencer, der Amerikaner, der in den Jahren 1983 und 1985 drei Weltmeistertitel einheimste. Spencer, der nur Fast Freddie genannt wurde, stammt aus Shreveport aus im

Freddie Spencer

Sein Debüt in der Motorrad-Weltmeisterschaft gab er mit 19 Jahren beim Grand Prix von Belgien mit der Vierzylinder- Ovalkolben-Honda in der 500 ccmKlasse. 1983 war es dann soweit: Im Duell mit Landsmann „King“ Kenny Roberts (Yamaha) holte sich Spencer im letzten Rennen der Saison die Weltmeisterkrone in der Halbliterklasse. Damit ging er damals als jüngster Weltmeister in die Motorrad-Geschichte ein. Zwei Jahre später gelang dem mittlerweile 24-jährigen der nächste Coup: Zweifacher Weltmeister in den Klassen 250 ccm und 500 ccm. Damit gelang ihm das Kunststück, als einziger Fahrer in diesen beiden Klassen im gleichen Jahr beide WM-Titel einzufahren. Heute lebt Fast Freddie in Südfrankreich und tritt öfters bei Klassik-Rennveranstaltungen auf. Wer sich eines der begehrten Autogramme holen will, sollte am Wochenende des 9. - 11. Juni nach Walldürn kommen. Dort werden weitere Größen des Motorradsports und rund 250 Hobby-Rennfahrer auf dem Flugplatzkurs ihre Rennmaschinen aus vergangenen Zeiten bei den Rennen und Präsentationsfahrten zum Einsatz bringen.  klassik-motorsport.com

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Rekord-Bestand motorisierter Zweiräder Erstmals mehr als 6 Millionen motorisierte Zweiräder im Gesamtbestand und mehr als 4 Millionen Motorräder und Roller mit mehr als 50 ccm. Jeweils im Januar eines Jahres erfasst das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) den Kraftfahrzeug-Bestand der Bundesrepublik Deutschland, d.h. die Summe aller Kraftfahrzeuge aus dem Abgleich von Neuzulassungen, Ummeldungen, Abmeldungen und Stilllegungen. Im nächsten Schritt wird das gigantische Datenpaket in Segmente aufgeschlüsselt und eines der Segmente – motorisierte Zweiräder – an den Industrie Verband Motorrad (IVM) weitergegeben.

Im IVM-Rechner werden aus Schlüsselnummern schließlich Klassen, Marken, Typen und Typausführungen und am Ende steht eine Zahl, der Motorradbestand in Deutschland: Mit 4.092.288 Motorrädern und Rollern, so die aktuelle Bestandszahl für Krafträder über 50 ccm, wurde die Schallmauer von vier Millionen Motorrädern in der Bundesrepublik Deutschland 2016 zum ersten Mal durchbrochen. Aktuell sind darüber hinaus 1.942.465 motorisierte Zweiräder unter 50 ccm im Bestand. Insgesamt wurden damit 2016 in der Bundesrepublik Deutschland erstmals mehr als 6 Millionen motorisierte Zweiräder im Gesamtbestand registriert. ACHIM MARTEN  ivm-ev.de

Defender Forever Buchtipp: Der legendäre Offroader von Land Rover. Die Geschichte der Autolegende, kenntnisreich erzählt. Mehr als 2 Mio. Fahrzeuge wurden zwischen 1948 und 2016 gebaut. Alle klassischen Modelle und alle Limited Editions. Zwischen 1948 und 2016 wurde er mehr als zwei Millionen Mal produziert: der Land Rover Defender. Große Bekanntheit erlangte der Offroader durch die 1960erJahre Fernsehserie „Daktari“, wo er sich gekonnt durch die afrikanische Wildnis kämpfte. Ein jähes Ende fand der beliebte Allradler in den EU-Richtlinien: Seine Form war nicht mehr mit dem Fußgängerschutz vereinbar. Was dazwischen passierte? Das berichtet der ehemalige Land-Rover-Mitarbeiter Mike Gould auf 160 interessanten Seiten.

Dr. Werner David

Dr. Werner David, Ehrenmitglied des Rheydter Clubs für Motorsport, ist im 92. Lebensjahr verstorben. Er war in den 1970er-Jahren mit dem damaligen Sportpräsidenten Theo Helfrich der aktivste DMV-Vertreter in der ONS. Das DMV-Präsidium sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Unser Bild zeigt den ehemaligen Wagenreferenten des DMV (2. von links) im Kreis seiner Referenten-Kollegen 1973.

Im Rausch der Geschwindigkeit Buchtipp: »Formel 1«

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Noch stellt sich die Frage: wer wird der Nachfolger des zurückgetretenen Formel-1-Weltmeisters Nico Rosberg? Der zweite Platz gilt im Grand-Prix-Zirkus im Jahr 2017 genau so wenig wie vor 60 Jahren. Die Geschichte dahinter erzählt das Buch Formel 1 (GeraMond Verlag) in spektakulären Bildern von allen Legenden und Weltmeistern der Formel 1, allen Teams und Fahrzeugen, allen Triumphen und Tragödien auf der Rennstrecke. Die atemberaubenden Fotografien aus dem Cahier-Archiv erzählen von den charis-


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DMV INSIDE NEWS matischen Rivalitäten zwischen Juan Manuel Fangio und Stirling Moss, den erbittert geführten WM-Schlachten zwischen Alain Prost und Ayrton Senna und den historischen Geschichten vom Stadtkurs in Monaco oder von Monza. Mit mehr als 350 Abbildungen von den 1950ern bis heute ist dieser Band eine einzigartige Hymne auf die Formel 1. Die Bilder in diesem Buch stammen aus einer fotografischen Vater-und-SohnBeziehung. Es ist das Ergebnis eines Projekts, dass die Arbeit von Paul-Henri und Bernard Cahier vereint und vorstellt, eine Bildersammlung der letzten 64 Jahre über die außergewöhnliche Welt der Formel 1. Einfach Weltmeisterlich! Das Buch ist über www.geramond.de und im Buchhandel erhältlich. Der Preis beträgt € 45,00. ISBN: 978-386245-266-8

VLN-Livestream im Internet Den Internet-Livestream aller Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring gibt es 2017 erstmals in deutscher und englischer Sprache. Für den

zu verfolgen. Der Livestream startet am Rennsamstag 15 Minuten vor Trainingsbeginn um 8.15 Uhr und endet mit der Siegerehrung im Anschluss an das Rennen gegen 16.30 Uhr.

internationalen Stream wurde Radio Le Mans engagiert. Zudem ist die Übertragung künftig nicht nur über die VLNWebsite VLN.de zu sehen, sondern auch über Facebook Live. Ab dieser Saison wird der Livestream im Internet deutlich aufgewertet, um den Fans und Zuschauern das Motorsport-Erlebnis VLN umfassender und eindrucksvoller auf den Bildschirm zu bringen. Die wichtigste Neuerung: Alle VLN-Rennen werden im Livestream in deutscher und englischer Sprache kommentiert; für den internationalen Kommentar konnten die Kommunikationsverantwortlichen der VLN die Kultkommentatoren von Radio Le Mans gewinnen. Die Fans der VLN haben fortan die Möglichkeit, das komplette Geschehen an der Rennstrecke online

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DMV INSIDE

DMV Jahreshauptversammlung 2017

DMV: Mehr tun für den Breitensport! Lebhafte Diskussionen, vor allem über das Umfeld, in dem sich der DMV bewegt, prägten die Mitgliederversammlung und die vorgeschaltete Sportversammlung im Harz. Am Ende herrschte große Einigkeit darüber, welchen Weg der Verband einschlagen soll. Die Mitgliederversammlung 2017 – das höchste Gremium im DMV – wurde erstmals im Harz, am Fuße des Bocksberges, im Goslarer Stadtteil Hahnenklee abgehalten. Während der Seilbahnbetrieb zum Bocksberg, direkt vor dem Tagungshotel wegen heftiger Windböen eingestellt werden musste, herrschte im großen Tagungsaal des Hotels zwar Enge, aber die „große DMV-Familie“ strahlte einmal mehr Harmonie und vor allem ein hohes Maß an Solidarität aus.

Vizepräsident Bernd Schmidt erläuterte die Mitgliederstatistik im Verband. So standen den Kündigungen in den vergangenen 12 Monaten fast genauso viele Neueintritte gegenüber, was letztlich einen stabilen Mitgliederstamm begründet. Nach wie vor gehören 20,8 Prozent aller DMV-Mitglieder der Motorsportjugend an und damit ist der DMV ein Verband mit überdurchschnittlichem Jugendanteil.

Bemerkenswerte Überschüsse. Im Finanz- und Verwaltungsbericht konnte der scheidende Schatzmeister Renè Schäfer letztmalig erfreuliche Zahlen verkünden. Alle Haushaltsplanungen wurden eingehalten. Im ideellen Bereich des eingetragenen gemeinnützigen Vereins konnten sogar bemerkenswerte Überschüsse erzielt werden. Schäfer erwähnte auch die Neueinstellungen von Marco Mander und Milan Zivojinovic auf der Geschäftsstelle, den (Rück-) Umzug von Neu-Isenburg ins DOSB-Haus an der Frankfurter Otto-

Vizepräsident Bernd Schmidt überreicht Karlheinz Kemper vom MSC Werl die Clubprämie

DMV-Präsident Weidlich eröffnete die Hauptversammlung mit dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder und nannte stellvertretend Gustav Petermann (Ehrenmitglied und Mitgründer des DMV im Jahr 1949), Wilhelm Noll (Weltmeister Seitenwagen, OMK-Präsident, FIM und DMV-Vizepräsident), Dr. Werner David (ehemaliger Wagenreferent des DMV und Mitglied der ONS) und Walter Herold (Ehrenmitglied). In seinem Bericht ließ der Präsident das abgelaufene Jahr Revue passieren (siehe „Im Wortlaut“ auf Seite 10).

Das Carea Residenzhotel Harzhöhe war Tagungsort

Fleck-Schneise und dankte Geschäftsstellenmitarbeitern sowie Präsidiumskollegen, verbunden mit der Ankündigung, sich künftig auf internationale sportliche Aufgaben in FIM, FIM Europe und DMV konzentrieren zu wollen. Die beiden Sportverantwortlichen, Automobilsport-Präsident Dr. Gunther David und Zweirad-Sportpräsident Hans Robert Kreutz, konnten ein ausnahmslos positives Resümee über das Sportjahr ziehen.


Das aktuelle DMV-Präsidium 2017: Vizepräsident für Finanzen Ralf Frache, Sportpräsident für Automobilsport Dr. Gunther David, Präsident Wilhelm A. Weidlich, Sportpräsident für Motorradsport Hans Robert Kreutz, Vizepräsident Bernd Schmidt (von links)

Die zahlreichen, florierenden DMV-eigenen Serien, ob DMSB-Sport, Club- oder Breitensport, wurden aufgelistet und internationale Prädikate, wie Eisspeedway-WM, Trial-WM oder MotocrossSeitenwagen-WM besonders hervorgehoben. Hans Robert Kreutz betonte, dass der DMV als „kleinerer DMSB-Trägerverband“ 10 Prozent aller DMSB-Prädikate ausgetragen habe. Auch für 2017 seien wieder 20 DMSB- bzw. internationale Prädikate von DMV-Vereinen angemeldet. Petersen Inklusionsmanager. Auch die Einstellung von DMV-Funktionär Sönke Petersen als Inklusionsmanager beim DMSB wertete Kreutz als bemerkenswerten Erfolg. „Die Kompetenz liegt beim DMV“, schloss DMSB-Vizepräsident Kreutz seine Ausführungen. Der Revisoren-Bericht, den Gernot Käufer auch stellvertretend für Monika Zorn abgab, ergab keinerlei Beanstandungen, so dass die Entlastung des Präsidiums beantragt werden konnte und die Mitgliederversammlung einstimmig für Entlastung votierte! Bei den turnusmässigen Wahlen der Präsidiumsgruppe I wurde Präsident Wilhelm A. Weidlich (Neunkirchen/Österreich) von den Delegierten, die mehr als 5000 Mitgliederstimmen (ein Drittel der

Gesamtmitgliederzahl) repräsentierten, einstimmig wiedergewählt. Von den beiden Sportpräsidenten im DMV stand der Amtsinhaber für Motorradsport, Hans-Robert Kreutz (Neunkirchen/Siegerland), zur Wiederwahl. Kreutz, der auch Mitglied des Präsidiums für Finanzen, Recht und Verwaltung im Motorsport-Dachverband DMSB ist, wurde ebenfalls mit beeindruckendem einstimmigem Votum im Amt bestätigt. Rückzug von Renè Schäfer. Für den bisherigen Vizepräsidenten für Finanzen und Verwaltung, Rene Schäfer, der sich nach zwei Jahren Amtsausübung nicht zur Wiederwahl stellte, wurde Ralf Frache (Alsbach-Hähnlein) nominiert. Im Vorfeld der Wahl gab es eine Diskussion darüber, dass sich einige Mitglieder bezüglich des Rückzuges von Renè Schäfer mehr Transparenz gewünscht hätten, um ggf. einen eigenen Kandidaten für dessen Nachfolge ins Rennen zu schicken. Da sich aber niemand, ausser Ralf Frache, zur Wahl stellte, wurde der Südhesse, der derzeit noch Vorsitzender der MSJ ist, mit deutlicher Mehrheit von den Mitgliedern zum neuen Finanzchef des Verbandes gewählt. Auch die Revisoren Gernot Käufer und Monika Zorn wurden für eine weitere Amtsperiode einstimmig bestätigt.

Neuer Vizepräsident für Verwaltung und Finanzen: Ralf Frache

Schliesslich erhielten auch die Vorschläge für das erweiterte Präsidium mit dem VR-Vorsitzenden Jürgen Müllem, Stellvertreter Karsten Fichtner und den Regionalvertretern Wolfgang Büttner, Bruno Hürttlen, Lothar Knofe sowie Uli Zorn einstimmige Bestätigung. Der neue Schatzmeister Ralf Frache, der bekannt gab, dass er im Herbst nicht mehr als MSJ-Vorsitzender kandidieren werde, stellte bereits den Haushaltsplan 2017 vor, der von den Stimmberechtigten angenommen wurde. Text und Fotos: THOMAS SCHIFFNER  DMV-motorsport.de

Gut besucht waren sowohl Sportversammlung als auch Hauptversammlung

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DMV INSIDE DMV HAUPTVERSAMMLUNG Bericht des Präsidenten Wilhelm A. Weidlich

alle ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Vereinen und Landesgruppen, aber auch meinen Dank an die hauptamtlichen Mitarbeiter.

Gefrees, er appellierte, ehrlich für den Sport zu arbeiten: Geld schlägt keine Pflöcke ein. Ich ergänze: Pflöcke stehen sinnbildlich für Orientierung und stellen aber auch eine Grenze dar. Eine Grenze - an der steht „Dies ist unser DMV-Gebiet - und das ist zu respektieren“.

In diesem Jahr feiert der DMSB sein 20-jähriges Bestehen. Dem DMSB ist daran gelegen, als Verband wahrgenommen zu werden, wenngleich dessen Arbeitsweise mehr der einer Behörde nach Vorbild der ONS und OMK gleicht, als sogenannte Sporthoheit zwangsläufig. Aber immer wieder schwebt die Frage im Raum, was ist besser geworden nach der Auflösung von OMK und ONS im Jahr 1997.

Ich darf meine große Freude ausdrücken über unsere eindrucksvolle Präsenz im Sport. Mit vielen neuen Serien und Veranstaltungen wird nicht nur das sportliche Angebot attraktiv erweitert, sondern auch der DMV in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Mit meinen Worten, das Ganze ist ein Traum an Vielfalt, es ist Motorsport, der der so vielen Leuten so viel Freude gibt und wir tun alles, damit das erhalten bleibt.

Im Wortlaut

Immer wieder war es notwendig, an die Grundlagen unseres Zusammenseins zu erinnern - an Regeln wie z.B. Satzungen und Ordnungen. Ständig erinnern wir die Clubs daran, wie wichtig es ist, auf Mitgliederzuwachs bedacht zu sein, um die Leistungsfähigkeit unseres Verbands zu erhalten und zu steigern. Mit allen unseren Aktivitäten zusammen können wir feststellen, dass sich die Mühe lohnt, und dafür meinen herzlichen Dank an

„Der DMV ist ein Traum an Vielfalt im Motorsport. Und wir tun alles, damit das erhalten bleibt.“ Wilhelm A. Weidlich, DMV-Präsident

Der DMSB wird doch durch die Mehrheiten in den Gremien erkennbar vom ADAC dominiert, aber wir – der DMV – können in allen Gremien etwas bewirken, mit guten Leuten, mit guten Argumenten und außerdem auch mit einem selbstbewußtem Auftreten dem DMSB und seinen Mitarbeitern gegenüber, den Partnern gegenüber und in der Öffentlichkeit. Immer wird es auch darauf ankommen, durch viele Veranstaltungen und durch Mitarbeit in den Ausschüssen präsent zu bleiben, und ebenso Spielräume für lizenzfreien Breitensport zu erkämpfen und zu nutzen. In diesem Zusammenhang erinnere ich an eine Aussage von Uwe Liebig aus

Ich möchte hiermit meine Anerkennung ausdrücken für die großartige Arbeit unserer veranstaltenden Clubs, im Automobilsport, im Motorradsport, im Bereich der Tourensport-Abteilung und der MSJ. … Abschließend darf ich Ihnen sagen, dass wir auf Vorstandsebene selbst noch viele Ideen und Wünsche haben und hoffe – nein, ich bin zuversichtlich – dass wir genügend Kraft haben, diese, wir alle gemeinsam, umzusetzen.

Sportversammlung

Breitensport muss finanzierbar bleiben Selten wurde in einer Sportversammlung des DMV so lebhaft diskutiert wie in Hahnenklee. Themen im Mittelpunkt waren die Demokratisierungsbestrebungen des Dachverbandes DMSB und die Sportpolitik des DMSB, was die Abgrenzung zwischen lizenziertem Spitzensport, Clubsport und Breitensport betrifft.

wählen. Mander, Präsident Weidlich und die beiden Sportpräsidenten Dr. David und Kreutz plädierten nachdrücklich dafür, dass sich Fahrer und Veranstalter aus DMV-Reihen anmelden bzw. vom Wahlrecht Gebrauch machen, um DMVMitglieder paritätisch in die FAs hineinbringen zu können.

Geschäftsstellen-Teamleiter Marco Mander stellte das Wahlverfahren des DMSB vor, wonach ein Teil der Mitglieder der DMSB-Fachausschüsse nun nicht eingesetzt, sondern von der Basis gewählt wird.

Zweirad-Sportpräsident Hans Robert Kreutz kritisierte, dass der Motorradsport mit dem Zusammenschluss von OMK und ONS vor 20 Jahren beim DMSB als „fünftes Rad am Wagen“ mitlaufe und sich bis heute daran nichts geändert habe. Eine Verlagerung des Zweiradsports vom DMSB zum DMV sei aber politisch nicht durchsetzbar.

Es gibt Fahrervertreter, für die sich aktive DMSB-Lizenzinhaber zur Wahl registrieren konnten, und Veranstaltervertreter, die sich ebenfalls bis 31.03. als Kandidaten registrieren konnten. Wahlen bis 31. Mai. Seit 1. Mai bis zum 31. Mai dürfen registrierte Fahrer bzw. Veranstalter ihr Wahlrecht ausüben und Kandidaten für die Fachausschüsse

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Marco Mander erläuterte das Wahlverfahren des DMSB

Kreutz erklärte, dass der im DMSB gewünschte Demokratisierungsprozess schwierig sei, da es – insbesondere aus dem Zweiradbereich – an Kandidaten für die FA-Wahlen mangle.


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DMV INSIDE DMV HAUPTVERSAMMLUNG Kreutz und Dr. Gunther David stellten den Anwesenden die vom DMV gewünschten Kandidaten für die Fachausschüsse vor, die von den Verbänden, insofern sie nicht gewählt werden, direkt in die FAs entsendet werden. Breitensport-Gipfeltreffen. Zur Abgrenzung zwischen Lizenzsport/Clubsport

einerseits und Breitensport andererseits erklärte Kreutz, dass es am 18. Mai ein Clubsport/Breitensport-Gipfeltreffen im DMSB geben werde, bei dem klare Abgrenzungen und Kompetenzen definiert werden sollen. Ziel des DMV sei es, so Kreutz und Dr. David, die Autonomie über Clubsport und Breitensport zu behalten, so dass die Mitglieder und Aktiven des

DMV der fortgesetzten Bürokratisierung des Motorsports entgehen und tausende von Amateur- und Hobbymotorsportlern ihren Sport auch künftig unter dem Dach des DMV kostengünstig betreiben können. Das Angebot auch der lizenzpflichtigen Motorsport-Sparten für die Teilnehmer müsse attraktiv und finanzierbar bleiben. TS

Engagierte Diskussionen mit den beiden Sportpräsidenten Dr. David (Mitte) und Kreutz

Tourensport bei der JHV Die diesjährige JHV des DMV in Hahnenklee war Tourensport -Veranstaltungsort im Vorjahr. Die Anreise der Tourensportler vom MSC Victoria Lichterfelde war schon am Freitagnachmittag. Sportleiterin Marina Weiß hatte ein sehr gemütliches, beliebtes und uriges Harzer XXL Schnitzelhaus aufgetan. Das Schnitzelhaus wurde, wie sich herausstellte, 2016 von dem Restaurant-Tester Christian Rach ausgezeichnet. Danach ging es in das Hotel, wo der ungeplante Kameradschaftsabend mit Freunden aus Bayern und Baden-Württemberg sehr harmonisch und lange verlief. Am Samstag begannen die ersten Sitzungen, die JHV Tourensport um 16.00 Uhr. Viele Clubs hatten ihren Vorstand oder ihre Delegierten geschickt. Der DMV Tourensport und der Motorrad-Tourensport wurden von Jennifer Uden und Michael Weiß behandelt. Das Jahr 2016 wurde aufgearbeitet, der Kassenbericht und der Bericht der Kassenrevisoren wurden verlesen und genehmigt. Der Vorstand wurde entlastet. Danach kam 2017 zur Sprache. Die einzelnen Veranstalter stellten ihre internationalen und nationalen Fahrten vor. Leider gab es

von der Tourensportbeauftragten Jennifer Uden auch in diesem Jahr wieder kein Programm zu ihrer internationalen Veranstaltung, diesmal in Dänemark, was nicht nachzuvollziehen ist. Schade! Nach einem kurzem Disput mit unseren Sportkameraden aus Hessen, wie immer kam ein Antrag über 5,- € Nachgebühr für verspätete Nennungen, war alles erledigt. Der „Fünfer“ bleibt. Die Unterlagen - sprich Ausschreibungen - wurden verteilt, mal wenig informativ und launig, mal sehr flüssig und mit Freude, und die JHV war beendet. Der Abend dann mit dem eigentlichen „Festabend“ trennte unsere Truppe. Jeder hatte einen anderen Treffpunkt gewählt. Einige saßen in der Kaminbar, einige im „Star Club“, unser 1. Vorsitzender, völlig außergewöhnlich, ging sogar schlafen, der hatte alles in der Nacht davor erledigt. Wir können nur hoffen, dass 2017 so verläuft, wie wir es uns vorgestellt und geplant haben. Dann sind wir zufrieden! KLAUS CZIEPINSKI/MARINA WEISS  msc-victoria.de

„Die Kompetenz liegt beim DMV. Eine Verlagerung des Zweiradsports zum DMV ist aber politisch nicht durchsetzbar.“ Hans Robert Kreutz, DMV Sportpräsident für Zweiradsport

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DMV DMV INSIDE DMSB-Vollversammlung

Beeindruckende Bilanz Eine durchaus beeindruckende Bilanz seiner Arbeit konnte das Präsidium des DMSB in der Vollversammlung Ende April den knapp 100 Delegierten präsentieren. Die Finanzen, wie Revisor Ralf Frache (DMV Vizepäsident für Finanzen) zu bestätigen hatte, sind geordnet und auch in den übrigen Zahlen (Lizenzen, Veranstal-

tungen) erkennt man keine unlösbaren Probleme. Bemerkenswert, wie weit inzwischen das Engagement des DMSB im Bereich Ausbildung reicht und welche Möglichkeiten der finanziellen Förderung durch die enge Kooperation mit dem DOSB sich ergeben. Die umfangreichen Vorarbeiten zur Wahl der Ausschussmitglieder schei-

nen nicht belohnt worden zu sein; die Beteiligung der Veranstalter und Aktiven war gering bis uninteressiert. Da keine Wahlen anstanden, blieb das fünfköpfige Präsidium mit Hans-Joachim Stuck, Gerd Ennser, Wolfgang Wagner Sachs, Hans Robert Kreutz und Gebhard Sanne unverändert. Für den DMV nahmen Präsident Weidlich, Sportpräsident Automobil Dr. David, sowie Martin Wied, Markus Thalmann und Marco Mander teil.

DMSB Lizenzen

DMSB App – der digitale Weg in die Zukunft Mit erscheinen der DMSB App für Smartphone oder Tablet hat sich für den Deutschen Motor Sport Bund „ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit mit seinen Lizenznehmern, Funktionsträgern, Medienvertretern und der Öffentlichkeit“ geöffnet. Foto: Schiffner

Neben dem Zugriff auf News, Videos und Dokumente nimmt die Funktion der digitalen Lizenz von Fahrer und Sportwarten eine Schlüsselrolle ein. Mit direkten Auswirkungen für die Lizenznehmer, allen voran den „Clubsportlern“.

gen fernab jeglicher Zivilisation (so wie es im Clubsport häufiger vorkommt) spielt eine Rolle. Inwieweit kann der Veranstalter hier für die Bereitstellung dieser Dinge in Verantwortung genommen werden?

Ursprünglich geplant war die Einführung einer Tagesstartgenehmigung, zu erwerben über die neue DMSB App, schon im April 2017. Als Folge sollten die Veranstalter keine C-Lizenzen mehr vor Ort verkaufen, die Teilnehmer keine mehr erwerben können. Die Tagesstartgenehmigung wäre somit die einzige Möglichkeit für Kurzentschlossene, eine Startberechtigung zu erwerben. Grundsätzlich ist das der richtige (digitale) Weg; es mindert den Verwaltungsaufwand für Veranstalter, Trägerverbände und den DMSB. Allerdings auf Kosten der Kunden.

C-Lizenz nur über DMSB. Der Erwerb der C-Lizenz wird in Zukunft nur noch über den DMSB möglich sein und auch hier stellen sich Fragen von organisatorischer Natur. Kann eine pünktliche Bearbeitung der Lizenzanträge und Ausgabe der Lizenzen gewährleistet werden? Hier ist zu beachten, dass es sich allein bei den bei DMV Veranstaltungen ausgegebenen C-Lizenzen um eine niedrige vierstellige Summe an zusätzlichen Lizenzbeantragungen pro Jahr handelt. Und die Veranstaltungen im Clubsport beginnen bereits sehr früh im Jahr.

Zum einen darf man noch nicht davon ausgehen, dass jeder Motorsportler über das passende Endgerät verfügt. Auch die Netzabdeckung bei vielen Veranstaltun-

Im Moment ist die Ausgabe der C-Lizenz über die Veranstalter noch möglich. Eine Übergangslösung, sowohl die Tagesstartgenehmigung über die DMSB App als

auch der Verkauf der C-Lizenz vor Ort, ist wünschenswert. Hier muss vor allem auch den Lizenznehmern eine gewisse Vorbereitungszeit eingeräumt werden. Denn gerade im Clubsport ist Flexibilität von großer Bedeutung. Diese Flexibilität soll sich nicht auf Reglements oder Regelauslegungen beziehen, sondern auf die eigentliche Ausübung des Sports. Und so muss sich der Clubsport auch in Zukunft als Einstieg in den lizenzpflichtigen Sport verstehen, bei dem sich das Angebot an dem potentiellen Kunden orientieren sollte und bei dem die bürokratischen Hürden auf ein Minimum reduziert werden sollten. Sinkende Teilnehmerzahlen an der Basis des lizenzpflichtigen Motorsports mögen zunächst einmal das Problem des jeweiligen Veranstalters sein, doch sind sie auf lange Sicht auch ein Problem für den Dachverband. MARCO MANDER  dmsb.de

DMV-Mitarbeiter Milan Zivojinovic

Meine ersten 100 Tage „Am 01. November 2016 begann ich meinen ersten Arbeitstag beim DMV. Motorsport kannte ich nur als Zuschauer vor dem Fernseher, wie z.B. die Formel 1, sowie von einem Besuch bei den 500 Meilen von Daytona in den USA. Breitensport oder Clubsport war mir völlig fremd. Aber schon schnell lernte ich, dass die Sportler im Amateurbereich in ihrer Freizeit ebenfalls Höchstleistungen vollbringen und jede freie Minute mit ihrem Sport und den Sportgeräten verbringen.

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Die Verbandsarbeit war mir grundsätzlich vertraut. Als aktiver Kampfsportler hatte ich öfters die Möglichkeit, hinter die Kulissen eines Verbandes zu schauen und dabei selbst mithelfen zu dürfen. So waren mir die Aufgaben eines Verbandes nicht fremd. Was mir aber neu war, war die Tatsache, dass der Motorsport viel mehr bietet als ich vorher dachte. Ich lernte die unterschiedlichen faszinierenden Disziplinen wie z.B. Trial, Enduro oder Kartsport kennen.

Foto: Schiffner

Meine Aufgaben beim DMV umfassen vor allem die Bereiche Club- und Mitgliederbetreuung. Diese Betreuung bedeutet


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DMV DMV INSIDE bspw. Hilfestellung bei der täglichen Arbeit in den Vereinen oder bei der Planung von Projekten und Veranstaltungen, aber auch den Service bei Fragen von (Neu-) Mitgliedern rund um ihre DMV-Mitgliedschaft und darüber hinaus. Auch die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit unseren Landesgruppen gehören zu meinem Aufgabengebiet, bei dem ich für unsere Landesgruppen Ansprechpartner in Bezug auf Mitglieder und Vereine bin. An zwei der größten DMV-internen Veranstaltungen habe ich in den ersten 100 Tagen bereits mitgearbeitet. Die erste Veranstaltung war die DMV/MSJ Meis-

terehrung in Suhl, wo ich hautnah miterleben konnte, wie die einzelnen Sportler und Vereine aus den unterschiedlichsten Disziplinen ihre verdienten Auszeichnungen entgegengenommen haben. Ich war überwältigt von dem Ambiente der Siegerehrung und den Momenten, in dem die Sportler ausgezeichnet wurden. Der Eindruck dieser motorsportlichen Gemeinschaft hat mich sehr beeindruckt. Das zweite “Highlight“ war die DMVJahreshauptversammlung in Goslar. Hier konnte ich einige Funktionäre und Ehrenamtliche sowie viele Mitglieder des DMV kennenlernen. Mein persönlicher Höhepunkt war die Vorbereitung und Durch-

Bridgestone-Kampagne

Verfolge deinen Traum Bridgestone Deutschland startet eine Kampagne zur Olympiapartnerschaft. Mit einem Mal schien alles aus zu sein – aus der Traum von der Teilnahme an seinen letzten Olympischen Spielen, aus der Traum von der Olympischen Goldmedaille, auf die er seit langem und nach vielen Rückschlägen hingearbeitet hat. Zuerst der Sturz vom Reck in Peking 2008 – nur Bronze –, dann die Verletzung an der Achillessehne vor London 2012 – nur Silber – und jetzt das: vor seinem womöglich größten Triumph Riss einer Schultersehne. Aber er, Fabian Hambüchen, der sich nach den vielen Verletzungen immer wieder hochgerappelt hat, gab auch diesmal nicht auf, er verfolgte weiter seinen Traum vom Olympiagold, egal, welche Hindernisse sich ihm in den Weg stellten. Genau diese Einstellung, dieses Lebensmotto, war Anlass für Bridgestone Deutschland und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für eine Kommunikationskampagne, für die der Reifenhersteller anlässlich einer Pressekonferenz in der Frankfurter Zentrale des DOSB den Startschuss gab. Moderiert wurde die Veranstaltung übrigens von einem, der weiß, wovon er spricht: WolfDieter Poschmann, selbst WM-Teilnehmer und Deutscher Vizemeister im Mara-

thon und Crosslauf, der über 30 Jahre in den Diensten des ZDF stand. Bereits seit 2014 ist der japanische Reifenhersteller Bridgestone Top-Partner des Internationalen Olympischen Komitees und gehört zu den Gründungspartnern des Olympic Channel, auf dem auch zwischen den Spielen an 365 Tagen im Jahr rund um Olympia berichtet werden soll. Die über 10 Jahre laufende Vereinbarung trat bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro in Kraft und umfasst auch noch die Sommerspiele 2024. „Verfolge Deinen Traum. Egal was kommt“ soll das Engagement von Bridgestone als offizieller weltweiter Partner der Olympischen Spiele deutschlandweit sichtbar machen und Menschen motivieren, für ihren Traum zu kämpfen und trotz aller Widrigkeiten und Rückschläge nie aufzugeben. Wer wäre da als Botschafter besser geeignet, als Fabian Hambüchen (29), bester Turner Deutschlands und einer der Besten der Welt, der seine ganz eigene Geschichte zu erzählen hat und den wirklich nichts davon abhalten konnte, seinen Kindheitstraum zu verwirklichen. „Als ich sieben oder acht war, hatte ich zu meiner Mutter

Guter Zuhörer: ZDF-Legende Wolf-Dieter Poschmann mit Kristina Vogel, Fabian Hambüchen, Andreas Niegsch (von links) Foto: Bridgestone

führung der Wahlen der Präsidiumsmitglieder. Ich bin froh darüber, bei einem Verband mitarbeiten zu dürfen, bei dem die Bindung zwischen Mitgliedern und Vereinen und dem Verband so großgeschrieben wird und bei dem der familiäre Zusammenhalt eine positive Energie auf alle Beteiligten ausstrahlt. Diese positiven Impulse treiben mich im Arbeitsalltag an und helfen mir meinen Beitrag zur DMVFamilie zu leisten. MILAN ZIVOJINOVIC  DMV-Motorsport.de gesagt: ich will bei Olympischen Spielen starten und natürlich auch, dass ich gewinnen will“ so Hambüchen anlässlich der Kampagnenvorstellung beim DOSB. Er konnte noch nicht ahnen, dass er dann im Laufe seiner Karriere so viele Erfolge feiern konnte, aber auch so viel einstecken musste, bis er sich endlich seinen Kindheitstraum erfüllen konnte – Gold am Reck! Neben Kristina Vogel, vielfache Welt- und Junioren-Weltmeisterin im Bahnradsport und Goldmedaillengewinnerin von Rio sind die Dritten im Bunde als Botschafter der Kampagne die Goldmädels von London, die Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig (31) und Kira Walkenhorst (26), die aufgrund von Verpflichtungen im Ausland nicht anwesend waren und ihre Geschichte per Videobotschaft erzählten. Auch sie haben trotz vieler Widerstände nie aufgegeben, auch nicht als Walkenhorst an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankte und der Traum von Olympia zu platzen drohte. Wie Hambüchen und Vogel haben die beiden hart für Ihre Teilnahme in Rio gekämpft, nie aufgegeben – und es hat sich gelohnt: Der Traum vom Olympiasieg erfüllte sich. Andreas Niegsch, Managing Director Central Region (CER) von Bridgestone, erläutert die Motive des Konzern für die Kampagne: „Die Olympischen Spiele faszinieren und begeistern Menschen auf der ganzen Welt. Um diese Emotionalität auf unsere Marke zu übertragen, haben wir die Kampagne ‚Verfolge Deinen Traum. Egal was kommt‘ entwickelt, die Teil der weltweiten Partnerschaft mit den Olympischen Spielen ist“, erklärte Niegsch. „Gemeinsam mit erfolgreichen Athleten wollen wir Menschen inspirieren und dazu ermutigen, nie aufzugeben – egal was kommt. Genau wie unsere Botschafter ihren Traum verfolgt und auch erreicht haben. Unsere weltweit durchgeführte Kampagne steckt voller Emotion, Kraft und Leidenschaft und steht somit für den Spirit unseres Unternehmens“. JÜRGEN LAMBERTY  egalwaskommt.de

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AUTOMOBILSPORT DMV-GTC

Markus Pommer mit Doppelsieg beim GTC-Auftakt in Hockenheim • Foto: GTC GRAN TOURISMO TOURING CAR CUP

DMV-GTC in Hockenheim

Furioser Start Was für ein Saisonstart des DMV GTC und DUNLOP 60 auf dem GP-Kurs des Hockenheimringes. Über 30 Fahrzeuge waren am Start, bei tollem Wetter, vielen Fans, zufriedenen Teams und Fahrern. „Wir dürfen mehr als zufrieden sein mit dem Beginn der neuen Saison. Es gab spannende Rennen und wir sind auf einem guten Weg in die Zukunft“, so Organisator Ralph Monschauer. Das Maß der Dinge am ganzen Wochenende war Markus Pommer im Audi R8 LMS von Aust Motorsport. Mit seiner schnellsten Zeit von 1:37.086 Minuten (im 2. Qualifying) umrundete der diesjährige ADAC-GT-Masters-Pilot den 4,574 km langen Kurs. Allerdings bleibt festzuhalten, dass Pommer in der „offenen“ Klasse 10 ohne Balance of Performance unterwegs war und somit die gesamte Kraft des GT-Boliden ausschöpfte. Auch Fabian Plentz und Ronny C’Rock schafften eine hohe 1:37er Zeit an diesem Wochenende. Nachdem Pommer im Freien Training vorne lag, holte er sich auch die Pole Position in Qualifying 1 und Qualifying 2 und gewann beide Rennen souverän: „Es war nicht alles so einfach, wie es aussah und ich musste schon kämpfen. Mir gefällt die Serie sehr gut und es war ein guter Auftakt für uns.“ Am Renntag gab es großen Trubel. Zahlreiche Fans wollten den Saisonauftakt des DMV GTC erleben und waren begeistert. „Wir hatten für unsere Verhältnisse einen großartigen Tag. Hunderte von Zuschauern ist schon etwas Besonderes“, so Monschauer. Offene Boxen oder Fannähe hat man im DMV GTC schon lange: „Die Fans sollen nah rankommen und die Teams bei der Arbeit erleben. Das ist für uns ein ganz wichtiger Aspekt.“

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Weiter nach Oschersleben. Markus Pommer war nicht zu halten. Er holte sich für das Aust-Team einen Doppelsieg und reiste sofort zum Testtag nach Oschersleben weiter. In Rennen 1 holte sich Martin Konrad im Lamborghini den zweiten Platz und war somit Sieger der „Cup Driver“, also der Piloten, die für die ganze Saison eingeschrieben waren. Hier wurde Gaststarter Pommer nicht berücksichtigt. Ronny C’Rock blieb nur Platz 3 im Gesamtklassement und P2 bei den „Cup Drivern“. Alle drei gingen in der Klasse 10 in die Rennen.

Temperaturen als auch die Zuschauerzahlen in der Startaufstellung und später an der Strecke. Erneut holte sich Martin Konrad Platz 2. Diesmal aber vor Tommy Tulpe, der ein famoses Rennen im Audi R8 LMS hinlegte. Tulpe griff Konrad an, hatte dann aber einen kleinen Dreher auf Öl in der Spitzkehre und musste den Lambo ziehen lassen. Benni Hey gewann diesmal in der Klasse. Zweiter wurde Lars Pergande und Markus Alber (Z:EBRA Racing – Corvette Z.06R GT3). Kein Glück hatte Egon Allgäuer, der auf einer Ölspur beim Anbremsen der Parabolica ausrutschte und den Audi R8 LMS ultra abstellen musste.

Sieger in der Klasse 8 wurde Fabian Plentz mit dem Audi R8 LMS ultra. Er startet in der GT3-Klasse, die nach strengem Balance-of-Performance-Reglement gefahren wird. Mit einem Restriktor ist diese Klasse langsamer als die offenen Fahrzeuge in der Klasse 10. Zweiter wurde in dieser Klasse Benni Hey vor Bruno Stucky. Nur knapp verpasste Lars Pergande das Podest. Bei den CupPorsche der Klasse 7 holte sich Thomas Langer den Auftaktsieg. Er verwies Andreas Sczapansky (Ecke Motorsport) und Karlheinz Blessing (GIGASPEED Team GetSpeed) auf die Plätze. In der Klasse 9 war Klaus Horn vor Pablo Briones. JeanLuc Weidt gewann mit seinem Toyota GT86 die Klasse 4.

Neu in diesem Jahr ist die ProAM-Wertung in der Klasse 8 und 10. Hier gab es dann auch direkt neue Sieger. So holte sich in der Klasse 8 Lars Pergande den ersten Sieg vor Timo Scheibner und Alois Rieder. In Rennen 2 wiederholte Pergande seinen Sieg vor Markus Alber und Timo Scheibner. In der Klasse 10 freute man sich gemeinsam über den Sieg von Evi Eizenhammer vor Dietmar Haggenmüller (Mercedes Benz AMG GT3) und Bernhard Henzel (Audi R8 LMS BE2). In Lauf 2 war Stefan Eilentropp (Audi R8 LMS) ganz oben und verwies Evi Eizenhammer und Dietmar Haggenmüller auf die weiteren Plätze.

Gestiegene Temperaturen. Zu Rennen 2 am Nachmittag stiegen sowohl die

RALPH MONSCHAUER  DMV-gtc.de

Die Gesamtsieger von Rennen 2: Martin Konrad, Markus Pommer und Tommy Tulpe (von links) Foto: GTC


TUNING Katalysatoren

Nach den ersten beiden Veranstaltungen führt Tommy Tulpe im Audi R8 LMS die Meisterschaft an Foto: GTC

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DMV-GTC in Dijon

Plentz und Aschoff siegen in Dijon Beim Qualifying zu Rennen 1 war Max Aschoff im Praga R1 Turbo das Maß der Dinge. Dahinter Oliver Freymuth (Renault R.S.01) und Audi-Pilot Tommy Tulpe. Die Startaufstellung für das zweite Rennen wurde in Qualifying 2 gesucht. Diesmal war Oliver Freymuth schnellster Pilot und sicherte sich die Pole Position. Die zweitschnellste Runde drehte Fabian Plentz im „alten“ Audi R8 LMS ultra. Damit zeigte der Meister mal wieder seine Klasse. Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen wurden am Samstag die Rennen ausgetragen. Und wie immer gab es Höhen und Tiefen. Zufrieden sein durfte Max Aschoff im Praga R1 Turbo. Er gewann Rennen 1 vor einem famos fahrenden Benni Hey. Und auch Tommy Tulpe zeigte eine starke Leistung. „Es war nicht so einfach wie es aussah. Am Anfang hatte ich Probleme, meine Vorderreifen auf Temperatur zu bringen und habe mich auch einmal verbremst“, erklärte Aschoff nach dem Rennen. Um den zweiten Rang rauften Oliver Freymuth, Tommy Tulpe und Benni Hey. Renault-Pilot Freymuth konnte das Tempo von Aschoff nicht mitgehen und musste sich bereits in der Anfangsphase auch Hey und Tulpe geschlagen geben. „Ich hatte gebrauchte Reifen, die anderen vermutlich neue Pneus“, spekulierte der Berliner. Er versuchte in der Folge, Tulpe vom dritten Rang zu verdrängen. Doch der Audi-Pilot dachte nicht daran, klein beizugeben und so setzte sich Tommy Tulpe durch.

ter zurück. Nach 21 Runden gewann Fabian Plentz vor Max Aschoff und Bruno Stucky. Der Praga-Pilot setzte Plentz zwar gehörig unter Druck. Vorbei kam er jedoch nicht. „Ich war auf der Geraden schneller. Er konnte sich nicht reinbremsen. Ich habe den Audi auch etwas breiter gemacht als er eigentlich ist. Es ist super, mit einem alten Audi ultra jetzt noch einen Gesamtsieg einzufahren“, erklärte Plentz später.

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Rennen 3 und 4 des DMV GTC wurden auf dem französischen Circuit Dijon-Prenois ausgetragen. Mit Fabian Plentz und Max Aschoff gab es zwei verschiedene Sieger.

ECOBoost 2.3

Frühes Ende für Freymuth. Das Rennen nicht beenden konnten Oliver Freymuth und Benni Hey. Nach einem Dreher von Freymuth stand er quer auf der Strecke und traf den knapp hinter ihm fahrenden Hey. Damit war das Rennen für beide Piloten beendet. In der Gesamtmeisterschaft führt nach vier Rennen Tommy Tulpe (HCB Rutronik Racing) im Audi R8 LMS mit 83 Punkten vor Thomas Langer (Highspeed) im Porsche 991 GT3 Cup mit 79 Punkten. Trotz des Ausfalls in Rennen 2 belegt Benni Hey noch Rang drei mit 68 Punkten. Da jeder Pilot zwei Streichergebnisse am Ende des Jahres abziehen muss, ist für ihn noch nichts verloren. Knapp himter dem Porsche-Piloten das Duo Plentz/ Allgäuer mit 65 Punkten. Weiter geht es im DMV GTC in Österreich. Am 19. und 20. Mai werden auf dem Red Bull Ring die Rennen 5 und 6 ausgetragen. Erwartet werden dann wieder 25 Autos.

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RALPH MONSCHAUER  DMV-gtc.de

In Rennen 2 schlug der amtierende Meis-

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AUTOMOBILSPORT DMV BMW CHALLENGE

DMV BMW Challenge in Hockenheim

Actionreicher Saisonauftakt Auf dem Hockenheimring gab es zur Saisonpremiere umkämpfte Siege für Harald Tänzler und Rafael Riethmüller. Spannender hätte der Start in die neue Saison für die DMV BMW Challenge kaum sein können. Auf dem Hockenheimring feierten sich die Teilnehmer mit zwei Rennen der Extraklasse selbst. In einem abwechslungsreichen ersten Durchgang fuhr Harald Tänzler (M3 GTR 3,4 E46) zum Sieg, während Rafael Riethmüller (M3 GT 3,3 E46 K) seinen Kampfgeist im zweiten Heat mit einem Sieg belohnte. Traumwetter über das gesamte Wochenende begleitete den Saisonauftakt. Nach der langen Winterpause waren die Piloten scheinbar heiß wie Frittenfett. Denn gleich im ersten Durchgang legten die Protagonisten los wie die Feuerwehr. Gleich zu Beginn überraschte der Trainingszweite Rafael Riethmüller Polesitter Janis Steiner im BMW Z4 GT 3,3 und schnappte sich die Führung. Steiner machte mächtig Druck. In der Senke vor der Südkurve sah Steiner im zweiten Umlauf seine Chance und stach beim Anbremsen innen rein. Dabei berührten sich beide Kontrahenten. Die Folge waren zwei Dreher, worauf für beide die Führung futsch war. Während Riethmüller noch auf Platz 4 vorfahren konnte, kam für Steiner wenig später das Aus. Christian Schulze (M3 GT 3,3 E46) nutzte seine Chance und zog genau wie Harald Tänzler vorbei. Was folgte, war ein enger Schlagabtausch, wobei die Führung gleich mehrmals wechselte. Erst in der letzten Runde fiel die Entscheidung zugunsten von Harald Tänzler. „Das ist der erste Gesamtsieg in meiner siebenjährigen Motorsportkarriere. Es war von Anfang an ein spannendes Rennen mit fairen Zweikämpfen. Von hinten war auch ständig Druck da. Aber es ist alles gut gegangen“, freute sich Tänzler.

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Platz 3 ging an Matthias Peper (M3 GT E46), der zum Schluss an das Führungsduo bis auf 1,8 Sekunden herangefahren war. Mit dem dritten Gesamtplatz entschied Peper zudem die GTR2 vor Lorenz Ovenhausen (M3 GT 3,3 E36) für sich. Rennen 2 an Riethmüller. Das zweite Rennen war nicht weniger actionreich. An der Spitze behauptete sich zunächst Riethmüller vor Schulze und Tänzler. Nach anfänglichem Zweikampf mit Tänzler setzte sich Schulze ab und machte Druck auf den Gesamtführenden. In Runde 7 zog Schulze vorbei. Doch nach drei Umläufen holte sich Riethmüller die Führung zurück. Platz 1 stand damit fest, während sich dahinter das Spielchen für Schulze wiederholte. Wiederum schlug Tänzler im letzten Umlauf zu, so dass sich Schulze mit Position 3 begnügen musste. „Es ist halt blöd gelaufen im ersten Rennen. Was will man machen. Wir haben uns berührt. Danach war das Auto aus und ich musste neu starten“, berichtete Riethmüller. Extrem eng war diesmal die Entscheidung in der GTR2. Lutz Peper hatte sich für Rennen 2 hinter das Volant des M3 E46 geklemmt. Durch die Ausfälle von Marek Müller (E30 V8) und Christoph Peper (M3 3,3 E30) wurde Lutz Peper auf P4 nach vorne gespült. Die Führung in der GTR2 währte jedoch nicht lange. Nur eine Runde später ging Lorenz Ovenhausen am

M3-Piloten vorbei. Am Schluss entschieden 0,147 Sekunden für Ovenhausen. „Irgendwie habe ich mich besser als heute Morgen gefühlt. Ich hatte zunächst einen coolen Fight mit Michael Neuhauser. Vor Michael sah ich noch Lutz Peper mit dem E 46. Es war mein Ziel, ihn noch zu kriegen. Ich habe mich dann Runde um Runde an ihn herangearbeitet und es doch noch geschafft“, fasste der sichtlich stolze Sieger der GTR2 sein Rennen zusammen. Doppelsieg für Peter Weymann. Hochspannung war in den Cup-Klassen angesagt. Teilweise balgten sich bei den 325er gleich vier Fahrzeuge um den Sieg. Peter Weymann (325i E30) musste im ersten Rennen nach anfänglicher Führung den stark fahrenden Heribert Haimerl (325i E30) vorbeilassen. Jan Buchwald (325i E36) und Christoph Driescher (325i E36) mischten ebenfalls mit. Vier Runden vor Ende holte sich Weymann die Führung zurück. Haimerl und Driescher landeten auf den weiteren Pätzen. Auch im zweiten Rennen hatte Haimerl die Führung inne. Nach vier Runden kam jedoch das Aus, so dass der Weg für Weymann frei war. Rang 2 belegte Driescher vor Oliver Bauer im 325i E46. Bei den 318er war Nick Hancke (318is E36) an diesem Wochenende nicht zu schlagen. Der Youngster hielt zweimal Maurice Thormaelen (318ti E36) hinter sich. PATRICK HOLZER/THOMAS RÖPKE  dmv-bmw-challenge.com

Rafael Riethmüller (ganz rechts) am Start direkt vor Harald Tänzler


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AUTOMOBILSPORT NICO ROSBERG Nico Rosberg

“Ich fühle mich echt frei“ Der amtierende Formel1-Weltmeister Nico Rosberg spricht über sein Leben nach dem Motorsport. Im ZEITmagazin MANN sprach der überraschend zurückgetretene Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg über sein Leben nach dem Profi-Sport: „Ich fühle mich echt frei. Wann immer ich in den vergangenen 20 Jahren auf den Kalender geschaut habe, war alles durchgetaktet, von Januar bis Dezember. Und wenn ich jetzt meinen Kalender aufschlage, ist da nicht viel. Teilweise Inseln von kompletter Leere. Herrlich!“

Jahr! Lewis ist in seinem ersten Jahr in der Formel 3 Fünfter geworden. Meiner Ansicht nach braucht man zwei Jahre, um dort erfolgreich zu sein. Und wenn jetzt schon geschrieben wird, dass Mick Favorit ist, kann er nur enttäuschen. Das ist heftig. Ich habe sehr viel Mitgefühl für ihn, weil ich weiß, wie das ist. Ich kann nur hoffen, dass er stark nach seinem Vater kommt und dem keine Bedeutung beimisst.“ Quelle: ZEITmagazin MANN  nicorosberg.com Der Helm ist ab – Nico Rosberg Foto: MONSTER ENERGY

Ganz frei in den Tag hineinleben möchte Rosberg aber nicht: „Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich einen Plan habe, und das ist auch jetzt so. Ich gehe jeden freien Tag mit Disziplin an. Wenn ich das nicht mache, versinke ich in YouTube, Facebook und Instagram, und dann bin ich abends vollkommen gaga. Ich brauche Struktur. Ein freier Tag fängt bei mir um acht Uhr an mit Meditation, dann mache ich eine Stunde Sport. Danach teile ich mir den Tag ein in Familienzeit, Bürozeit und so weiter. Nur so fühle ich mich wohl.“ Besser sein als Hamilton. Über seine lebenslange Rivalität mit Lewis Hamilton sagt Rosberg: „Das ist einfach extrem bei uns beiden. Wir wollten immer besser sein als der andere, auch wenn es ums Pizzaessen ging: Man will einfach das eine Stück mehr essen. Total übertrieben.“ Seinem Konkurrenten aus dem Weg gehen kann Rosberg nicht so leicht: „Wir wohnen immer noch im selben Haus, hier direkt nebenan. Das hat Lewis mir nachgemacht: Ich wohnte schon da, als er einzog. Er dachte wohl: Wo der Nico wohnt, das muss ja das Beste sein, also ziehe ich da auch mal hin. Darüber, wie es ist, Sohn des Formel-1-Weltmeisters Keke Rosberg zu sein, sagt Nico Rosberg: „Es war nur oft schwierig, weil ich dauernd darauf angesprochen wurde, weil jeder gefragt hat, wie es ist, der ‚Sohn von‘ zu sein. Wenn du das hundertmal gehört hast, fängt es an zu nerven. Und die Erwartungen sind sehr hoch.“ Aus diesem Grund fühlt er auch mit Michael Schumachers Sohn mit: „Schauen Sie sich doch Mick Schumacher an, den Sohn von Michael Schumacher: Gerade habe ich irgendwo gelesen, er sei Favorit auf den Formel-3-Titel. Und er ist erst in seinem ersten


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AUTOMOBILSPORT NES 500 Plätze fest in Hand der NES 7 Piloten. Mit zunehmender Renndauer setzte sich das Duo mehr und mehr ab. Im zweiten Viertel des Rennens wechselte die Klassenführung und die Sorg-Mannen mit dem M235iRC gaben Platz 1 bis zum Fallen der Zielflagge nicht mehr ab. Mit einer Runde Rückstand überquerten Müller/ Ehret /Dauenhauer/Lenerz den Zielstrich als Gesamtvierte und Zweite der NES 7. Auf den weiteren Plätzen platzierten sich die NES 7 Teams von Fleischmann/Müller und der zweite P1 Racing BMW M235i von Blum/Klemund/Westerholt/Lanz.

Historischer Sieg: Peter Terting und Daniel Rymes gewannen im Porsche Cayman die erste NES 500 Veranstaltung

DMV NES 500 in Spa

Terting/Rymes gewinnen Premiere Unter schwierigen Wetterbedingungen fand die Premiere der DMV NES 500 auf der F1-Strecke in den Ardennen statt. Den Auftaktsieg bei den DMV NES 500 holten in einer spannenden Schlussphase Peter Terting und Daniel Rymes (Porsche Cayman GT4 MR). Rund 25 Minuten vor Schluss verdrängten die beiden den bis dato führenden Cup-Porsche von Dittmar/Engel/Fricke. Lange Zeit führten Dittmar/Engel/Fricke. Das Trio hatte sich im Zeittraining die zweite Startposition gesichert und gleich in der ersten Runde von den Trainingsschnellsten Schuler/Schuler/Still (Porsche Cayman GT4 CS) die Spitze übernommen. Doch Ex-DTM Pilot Terting und Rymes lauerten dahinter auf ihre Chance. Die kam im letzten Viertel des Rennens, als das Safety-Car auf die Piste musste. Während die Polesitter wegen Problemen mit den Reifen und beim Tanken zurückgefallen waren, hatte Terting ordentlich Boden gut gemacht, so dass die ersten Zwei zeitgleich die Box ansteuerten. Rymes kletterte für den letzten Stint ins Cockpit des Cayman und verließ die Boxengasse ganz knapp vor dem Cup 911er. In den letzten Minuten setzte sich Rymes weiter ab, während sich Dittmar/Engel/Fricke darauf verlegten den zweiten Gesamtplatz sicher ins Ziel zu bringen. Gelungene Veranstaltung. „Es war eine schöne gelungene Veranstaltung. Wir wollten in erster Linie meinem Teamkollegen möglichst viel Fahrzeit verschaffen. Daher saß ich nur knapp 50 Minuten am Steuer. Ich konnte zum Schluss auf den

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Führenden aufschließen. Als es gerade in den Zweikampf gegangen wäre, kam die Safety-Car-Phase und Daniel war nach dem Fahrerwechsel einfach der schnellere“, berichtete Peter Terting. Beim Kampf um den dritten Gesamtplatz ging es zugleich um den Sieg in der stark besetzten NES 7. Hier hieß das Duell Sorg Rennsport mit den Piloten Sandberg/Kratz/Swanepol gegen P1 Racing by Ehret Motorsport mit Müller/Dauenhauer/Lenerz (beide BMW M235i RC), wobei der P1 Racing BMW zu Beginn auf Rang 4 die Spitzenposition in der NES 7 übernommen hatte. Mit dem MKR Racing BMW M235i von Fleischmann/Müller und dem Sorg Rennsport BMW 335i E92 mit Eden/Eberhard waren auch die weiteren

Klassensiege für Von Danwitz und Thiele. Die NES 5 schnappten sich Hendrik von Danwitz und Lukas Thiele mit dem Lubner Motorsport VW Scirocco R. Wegen eines technischen Defekts mussten die beiden Nachwuchspiloten das Qualifying und Warm up auslassen. Doch pünktlich zum Rennen stand der Scirocco bereit. Und der pflügte schnell durch das Feld nach vorne. Bereits nach einer Stunde lag das junge Team hinter den Klassenführenden Borum/Lund (Mini Cooper Cup) auf Position 2. Da auch der zweite Lubner Scirocco mit den Piloten Freisinger/Sabbatini/Nale/ Waltermann kräftig mitmischte, ging es bis ins letzte Viertel des Rennens ordentlich zur Sache. Erst als die vier Scirocco-Piloten in der 55. Runde die Segel streichen mussten, war das Rennen gelaufen. Die weiteren Plätze belegten Borum/Lund und Falk/Falk (BMW 330i E46). Nach dieser gelungenen Auftaktveranstaltung geht es für die DMV NES 500 Mitte Mai weiter. Dann steht der zweite Saisonlauf vom 12.-14. Mai in Oschersleben auf dem Programm. Text und Fotos: arp/PATRICK HOLZER  nes500.de Platz 2 ging an das Team Dittmar, Engel, Fricke im Cup-Porsche


Foto: Ruben van Hoorn

Formel VAU in Hockenheim

Volles Feld bei Frühlingssonne

Highlight entgegen: Im Mai geht es erstmalig zur „Spa Classic“ vom 19.- 21. Mai auf die Ardennenachterbahn nach Spa.

Sonniger Saisonauftakt in die DMV-Formel Vau 2017: Der HeinzFuchs-Wanderpokal geht an Manfred Benninger.

DR. FRANK ORTHEY  formel-vau.eu

Ein volles Feld präsentierte die DMV-Formel Vau 2017 beim Saisonauftakt im badischen Hockenheim. Der Wettergott meinte es gut und verwöhnte die über 50 Aktiven mit wärmender Frühlingssonne. Bevor Benjamin Havermans (29, Lux) als neuer Vereinsvorsitzender die erste Fahrerbesprechung des Jahres eröffnete, bat er die Fahrer um eine Schweigeminute für den am 24. März 2017 verstorbenen Dieter Frentzen. Die Fahrer erwiesen ihrem verstorbenen Clubfreund in Hockenheim ein aktives Gedenken und fuhren zum Saisonstart um den „Heinz-FuchsWanderpokal im Gedenken an Dieter Frentzen“. Ganz oben auf der allerersten Zeitenliste der Saison standen erwartungsgemäß in Hockenheim die schnellen Fahrzeuge der wassergekühlten Formel Super Vau (Klasse 5). Im Qualifying war Dirk Kornmeyer im March vor Max Kohler im Ralt vorne. Schnellster „moderner“ Formel Vau der Klasse 7 war auf P 3 Joe Welzel im DRM, schnellster luftgekühlter Super Vau wurde Routinier Fred Hoenle als Vierter (Kaimann, Klasse 4).

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Der erste Laufsieg ging an Thomas Schmidt im Royale-Super Vau der Klasse 4. Er holte sich den Gesamtsieg vor Joe Welzel (DRM, Klasse 7) und dem Österreicher Robert Waschak im Austro Vau (Klasse 2). Schweizer am gleichmäßigsten. Der zweite Lauf wurde am Sonntagvormittag wieder bei sehr sonnigen Bedingungen ausgefahren. Am gleichmäßigsten unterwegs war insgesamt der Schweizer Max Kohler (Ralt, Klasse 5) vor dem Niederländer Bart Kuipers (Beach, Klasse 2) und „Alterspräsident“ Manfred Benninger (Mega, Klasse 7). Der Heinz-Fuchs-Wanderpokal, ausgefahren im Gedenken an Dieter Frentzen, ging für dieses Jahr an Manfred Benninger. Der Senior der Serie ist 84 Jahre jung. Und fährt jugendlich wie eh und je.

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Nach dem gelungenen Auftakt sieht die internationale Serie (sanctioned by the FIA) einem weiteren

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AUTOMOBILSPORT AUTOMOBILSPORT INTERNATIONAL entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Nachdem die ersten vier Rallyes vier verschiedene Sieger hervorgebracht hatten, war in den Anden der Belgier Thierry Neuville im Hyundai i20 WRC zum zweiten Mal erfolgreich. Zuvor hatten sich auf 2.200 Meter Höhe zahlreiche Favoriten selbst aus dem Verkehr gezogen. Ogier haderte mit seinem Auto („Unfahrbar“), konnte aber als Vierter im Ziel sich seinen WM-Verfolger Latvala (5.) vom Leib halten und damit seinen Punktevorsprung um drei auf 16 Punkte ausbauen. Ogiers walisischer M-Sport-Teamkollege Elfyn Evans belegte hinter Ogier mit 0,7 Sekunden (!) Rückstand Platz 2. Es bleibt spannend in der Rallye-WM. Start in Sotchi, Bottas ist schon vorn

Formel 1

Foto: MONSTER ENERGY

Tourenwagen-WM

Volvo neuer Tabellenführer

Zweikampf Mercedes Ferrari

künftig im Team-internen Duell (wie 2016 mit Rosberg) aufreiben, könnte der lachende Dritte eindeutig Vettel sein. Trotz mangelnder Überholmöglichkeiten mit den neuen Autos mit breiten Reifen kann die Saison 2017 so spannend werden wie lange keine mehr.

Vor der Saison hatten alle mit einem weiteren Formel1-Jahr gerechnet, das von Mercedes dominiert wird – nachdem Nico Rosberg zurückgetreten ist, logischerweise dann von seinem VorgängerWeltmeister Lewis Hamilton. Doch nach dem Auftakt-Sieg von Sebastian Vettel in Australien und seinem zweiten Triumph beim dritten Rennen in Bahrain ist jedem klar geworden, dass Ferrari über den Winter gewaltig aufgeholt hat. Und dass man in Maranello vor allem erheblich besser mit den Pirelli-Reifen umgehen kann als im Mercedes-Lager. Aber Hamilton gewann dann in Shanghai und war in Sakhir hinter dem Heppenheimer auf Platz 2 eingelaufen.

Rallye-WM

Als beim vierten Rennen in Sotchi Vettel auf der Pole, aber Lewis Hamilton neben Teamkollege Valtteri Bottas nur in der zweiten Reihe stand, rechneten viele damit, das sich das Blatt nun ganz zugunsten von Ferrari wendet. Doch man hatte die Rechnung ohne den „RosbergErsatzmann“ Bottas gemacht. Der pfeilte vom Start an die Spitze und gab sie in einem ereignisarmen Rennen nie mehr ab.

Argentinien war nicht das richtige „Pflaster“ für Titelverteidiger und WM-Spitzenreiter Sebastien Ogier

So lautete das Ergebnis Bottas (erster GP-Sieg des Finnen!) – Vettel – Räikönen – Hamilton. Und dieser Einlauf sprach vor allem für Vettel, der dem Erzrivalen Hamilton weitere Punkte wegnahm und vor dem fünften Rennen in Barcelona (nach Redaktionsschluss) schon 13 Zähler Vorsprung hatte. Sollten sich Bottas und Hamilton auch

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Ogier führt trotz Niederlage Der wegen des Rückzuges von Volkswagen hastig zu M-Sport-Ford gewechselte Weltmeister Sebastien Ogier führt nach fünf Läufen in diesem Jahr auch mit dem Fiesta WRC die Punktetabelle an. Doch leicht macht es die Konkurrenz dem Elsässer nicht. Der WM-Lauf in Argentinien

Beim zweiten Saisonrennen in Monza konnte Volvo die erste Pole und den ersten Sieg in einem Hauptrennen erzielen. Der Schwede Thed Björk gewann im Hauptrennen vor dem Favoriten Tiago Monteira im Honda, den er sich nach einem kleinen Fahrfehler schnappen konnte. Dritter wurde Citroen-Pilot Rob Huff. Der Portugiese Monteira konnte im Eröffnungsrennen im Königlichen Park hinter dem Briten Tom Chilton, der den ersten Saisonsieg für Citroen holte, und Rob Huff nur Dritter werden, blieb aber in der Fahrerwertung mit 15 Punkten Vorsprung vor Björk und konnte die Führung sogar ausbauen. In der Herstellerwertung, in der seit diesem Jahr nur noch zwei Marken gelistet sind, führt nach dem MonzaErfolg Volvo vor Honda.

Foto: Ford


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MOTORSPORT BERGCUP

Gesamtsieg für den Österreicher Thomas Strasser auf seinem 2-Liter VW Scirocco Foto: Axel Weichert

KW Berg Cup

Auftakt am Schottenring Gelungener Auftakt der 30. KW Berg-Cup-Saison am Schottenring im Vogelsberg. Gleich zweimal stand der hessische Vogelsbergkreis im April 2017 im Brennpunkt des Motorsportinteresses. Am Beginn mit dem zweiten Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft sowie am letzten April-Wochenende mit dem Opening des KW Berg-Cups auf einem 3,033 Kilometer Teilstück des legendären Schottenrings. 85 Nennungen wurden zum „14. ADAC Bergpreis Schottenring“, bei dem es auch um Zähler zum DMSB-Automobil-Berg-Cup ging, abgegeben. Stolze 63 davon stammten von Aktiven des Berg-Cups. In der nationalen Rennserie NSU-Bergpokal nahmen acht Heckmotorfahrzeuge den Wettbewerb auf, aus dem Jörg Höber nach den vier Wertungsläufen des Sonntags, deren Zeiten addiert wurden, als Sieger hervorging.

In den acht Klassen des Internationalen KW Berg-Cups (Fzg.-Gruppen H, FS, E1 sowie E2-SH) gelang dem Tiroler Thomas Strasser auf seinem 2-Liter VW Scirocco 16V ein Auftakt nach Maß. Ein zu keinem Zeitpunkt gefährdeter Sieg in seiner mit 16 Mitbewerbern top besetzten Hubraumabteilung brachte ihn an die Spitze der ersten Zwischenwertung 2017. Als Zweiter dieser Liste fuhr Armin Ebenhöh nach Hause, der mit seinem VW Minichberger Scirocco 16V die 1400er-Klasse ebenfalls souverän gewann, in dieser aber weniger Starter hatte und sich damit auch nicht ganz so viele Zähler gutschreiben lassen konnte wie Leader Thomas Strasser. Gesamtrang 3 war die Angelegenheit von Hansi Eller, der sich im VW Golf II 16-Ventiler nach spannendem Zweikampf mit Slalom-Ass Lars Heisel (Opel

Platz 2 für Armin Ebenhöh im VW Minichberger Scirocco 16V

Böhm Kadett 16V) Position 2 der 2-Liter Abteilung final sicherte. Auch auf der Vier des Gesamtrankings fand sich ein Opel Kadett C-Coupé mit Böhm 16-Ventil Motor. Es war das Auto von Günter Göser, dem 2,4 Liter Hubraum reichten, um die Klasse bis 3000 Kubikzentimeter für sich zu entscheiden. Auf der Basis seines feinen dritten Ranges bei den 2-Litern ist Lars Heisel zurzeit Fünfter der KW BergCup-Zwischenwertung. Bei den Rookies liegt Tom Strasser vorne, die RavenolYoungster-Wertung führt Citroen Nemeth AX Sport Pilot Benedikt Schulte an und in der KW 8V-Trophy sammelte Frank Duscher mit seinem 1400er-VW Polo die meisten Zähler. Ob sich die momentanen Positionen verfestigen, oder ob es in den verbleibenden zwölf Rennen Verschiebungen gibt, bleibt abzuwarten. Die neun besten Resultate werden zur Jahresendwertung herangezogen. Gut möglich, dass da die uralte Rennsport Weisheit greift: „Zusammengezählt wird ganz zum Schluss!“ Wir werden es aufmerksam beobachten. ULI KOHL  berg-cup.de

Günter Göser im Opel Kadett wurde Vierter

Fotos: Axel Weichert

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KARTSPORT OKC

Vor 25 Jahren Erfolgsserie beendet. Beim Grand Prix San Marino am 17.5.1992 fand Michael Schumachers Erfolgsserie ein Ende: Nach zwei dritten und einem zweiten Platz musste der Kerpener in Imola aufgeben, nachdem er seinen Benetton beschädigt hatte. Nigel Mansell vor Ricardo Patrese und endlich wieder Weltmeister Ayrton Senna kamen aufs Treppchen. Indes rangierte Schumis „kleiner“ Bruder Ralf Schumacher auf dem sechsten Platz in der Punktetabelle – bei der Deutschen Kart-Meisterschaft.

Siegerehrung der Junioren

DMV Ostdeutsche Kart Challenge

Grandioser OKC-Auftakt Der OKC-Saisonauftakt in Niedergörsdorf machte Appetit auf mehr. Die DMV Ostdeutsche Kart Challenge (OKC) präsentierte sich auf der Kartbahn und Freizeitzentrum Niedergörsdorf. Das herrliche Wetter war nicht erwartet worden und trug zu einer guten Stimmung bei. Die Teilnehmerzahlen wurden immer wieder nach oben angehoben, so dass letztlich fast 70 Fahrer teilgenommen haben, ein Erfolg für die erste Veranstaltung der OKC 2017.

Mixed Fiesta-Cup. Gute Idee, die aber so heute wohl nicht mehr durchführbar wäre: Ford schrieb in der dritten Saison den Fiesta-Cup aus, bei dem sich eine Fahrerin und ein Fahrer ein Auto teilten. Zusätzliche Bedingung: Das Team durfte zusammen nicht älter als 55 Jahre sein! Damit wollte man mehr Damen in den Rennsport holen und den Nachwuchs fördern. Das ganze versüßte Ford durch 400.00 DM Preisgeld! Jedenfalls ein imposantes Gruppenfoto. DMV Motorradpreis Nürburgring. Hausgemachte Probleme beim DMVMotorradpreis auf dem Nürburgring schon im Jahr 1992, der immerhin um Deutsche Meisterschaftspunkte ging: überschaubare Starterfelder. Obwohl Orgaleiter Wilhelm Weidlich die 80er ins Programm nahm, waren nur zwölf mit Durchschnittsalter 44,7 Jahren am Start. Die OMK (heutiger DMSB) ordnete an, die 350er-Klasse von 250-ccm-Motorrädern zu säubern, da Maschinen unter 250 ccm in dieser Klasse nicht erlaubt waren. Probleme gab es auch bei den Seitenwagen: Der Nachwuchs bestand aus drei B-Lizenzern. Trotz 337 Fahrern (!) in Summe konnte der Veranstalter nicht kostendeckend arbeiten. Die Sieger: Stefan Kurfiss, Bernd Kassner, Herbert Kaufmann, Bohnhorst/Hiller, Rainer Scheidhauer, Jürgen Müller.

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Es gab lange keine Veranstaltungen dieser Art auf der Kartbahn in Niedergörsdorf, aber wir hatten gemeinsam Lösungen gefunden und das Beste daraus gemacht. Und: für die Saison 2018 wurde bereits ein neuer Termin vereinbart. Auf der OKC-Homepage gibt es einen neuen Button „Livestream“. Wir versuchen weiteres Livestreams von den kommenden Veranstaltungen auf Youtube zu streamen. Alle Livestreams findet Ihr auch nach den Veranstaltungen als Video in unserem Youtube-Kanal. Alpha Klasse. Die Kleinsten aus der Kartschule waren wieder dabei. Gleichmäßigkeitsrunden waren angesagt. Das perfekte Training für die Alpha-Klasse, ein großes Dankeschön an Alexander Klügel, Paul Lehmann und Morrison Class. Rotax Max Micro / Bambini Klasse. In der Micro-Klasse war die Nervosität zu spüren und keiner hatte irgendetwas zu verschenken. Auf Platz 1 fuhr Hugo Güttel gefolgt von Marco Dittmann, Lucy Bollert, Nico Carl Schrock und Amadeus Klement. Im zweiten Lauf gewann Hugo Güttel vor Marco Dittmann, Lucy Bollert, Amadeus Klement und Nico Carl Schrock. Rotax Max Mini Klasse. Die Mini-Klasse bot einen spannenden ersten Lauf. Das Rennen beendete Dennis Thiem auf Platz 1 vor Richard Thomas und Alfred Muhs. In Lauf 2 platzierte sich Dennis Thiem vor Neueinsteiger Leon Arndt und David Stastkova.

Rotax Max Junior Klasse. Das Starterfeld mit einer Handvoll RMC-Fahrern ist eine starke Klasse. Im ersten Lauf konnte Lennart Wolf vor Maximilian Krupper und Flint Schniggenberg gewinnen. Lauf 2 ging an Denny Berndt vor Lennart Wolf und Flint Schniggenberg. Rotax Max Senior. Leider eine schwach besetzte Klasse, die aber ab jetzt wieder wachsen wird. Auf Platz 1 in beiden Läufen Felix Behrends vor Franziska Blohm. Fun Klasse. In Lauf 1 fuhr Alexander Schulz vor Uwe Hesse und Julius Laesecke durchs Ziel. Lauf 2: 1. Uwe Hesse, 2. Alexander Schulz; Laesecke fiel aus. Rotax Max Senior Master. Eine starke Klasse, die seit Jahren fest etabliert ist. Mit 13 eingeschriebenen Fahrern wird es eine aufregende Saison geben. Im ersten Lauf gewann Marko Winkler vor Dennis Wehdeking und Jens Teuscher. Lauf 2: 1. Marko Winkler, 2. Jens Teuscher, 3. Tiemo Strecke. Die schnellsten Rennrunden fuhr Marko Winkler. GKC 100. Die GKC100-Fahrer, die ihr erstes Rennen in der OKC absolvierten, waren bereits sehr früh angereist, um hart zu trainieren. Mit 15 Startern eine ansehnliche Klasse. Im ersten Lauf gewann Patrick Eder gefolgt von Patrick Labusch und Patric Wiedersporn. Lauf 2: 1. Labusch, 2. Michael Jansen, 3. Torsten Pezzolla. KZ2 Klasse. Am Samstag waren es noch einige mehr, die trainierten, am Sonntag nur noch fünf Schalterfahrer. Die Platzierungen in Lauf 1: 1. Luca Marcon, 2. Kevin Pöpke, 3. Daniel Radowski. Lauf 2: 1. Marcon, 2. Pöpke, 3. Radowski. Die mitstartende DD2-Fahrerin holte in beiden Läufen Platz 1. Ein großes Dankeschön für das Training unter Flutlicht. Text und Foto: PETER STRAUBE  okc24.de


VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring

Allez les bleus

Mit viel Aufregung, Action und einem Spitzenreiter mit Spritmangel begann die VLN-Saison 2017. Großen Jubel gab es beim VLN-Traditionsrennstall Manthey-Racing zur Eröffnung der VLN-Saison am 25. März: Romain Dumas, Fred Makowiecki und Patrick Pilet sicherten sich den Sieg beim Auftaktrennen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Langstreckenmeisterschaft standen drei Franzosen auf der obersten Stufe des Siegerpodests. Im Porsche 911 GT3 R setzten sich die Porsche-Werksfahrer in einem spannenden Vier-Stunden-Rennen gegen Christer Jöns, Chris Brück und Jordan Pepper im Bentley Continental GT3 durch. Die Bentley-Boys feierten den ersten Podiumserfolg für die britische Traditionsmarke in der VLN. Platz drei ging an das Audi Sport Team Land mit den Piloten Christopher Mies, Connor De Phillippi und Markus Winkelhock im Audi R8 LMS.

Bei strahlendem Sonnenschein kamen die Fans in Massen und sahen 184 Fahrzeuge von 24 verschiedenen Herstellern! Im Zeittraining wie im Rennen bestimmten die GT3-Porsche über weite Strecken das Geschehen. In der vorletzten Runde führte der Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports das Rennen an. Dann unterlief Laurens Vanthoor ein folgenschwerer Fehler. Der Belgier geriet beim Überrunden eines langsameren Fahrzeugs aufs Gras, verlor beim Anbremsen der HohenrainSchikane die Kontrolle über sein Auto und schlug seitlich in die Streckenbegrenzung ein. Zwar konnte er den Porsche noch an die Box fahren, dort stellte das Team aber eine gebrochene Spurstange fest. So erbte Patrick Pilet, der zu diesem Zeitpunkt nur rund zwei Sekunden

Rückstand auf Vanthoor hatte, den Sieg kampflos. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Bentley betrug im Ziel 1:08,751 Minuten. Groß war die Freude über den ersten Bentley-Podestrang bei Chris Brück: „Ich bin so aufgeregt, als hätte ich gerade eine Meisterschaft gewonnen“, gestand der Kölner. Den selbst gestellten Ansprüchen wurde das Audi Sport Team Land mit Platz 3 nicht ganz gerecht. „Das hätte besser laufen können“, bekannte Christopher Mies. Das Team handelte sich im Rennen eine Durchfahrtsstrafe ein, weil bei einem Boxenstopp die Mindeststandzeit nicht eingehalten wurde. Erste TCR-Sieger. Die ersten Sieger in der neuen TCR-Klasse der VLN heißen Andreas Gülden und Benjamin Leuchter. Im Volkswagen Golf GTI TCR von mathilda racing setzten sich die beiden gegen sechs Konkurrenten durch.

Manthey auch bei DMV-Rennen Spannung bis zum Schluss beim zweiten VLN-Lauf. Eine Runde vor dem Ende des von der Renngemeinschaft Düren durchgeführten 42. DMV 4-Stunden-Rennens trennten die drei führenden Autos – ein Porsche, ein Audi und ein MercedesAMG – gerade einmal 4,517 Sekunden. Am Ende holte sich Manthey-Racing den zweiten Sieg der Saison. Im Porsche 911 GT3 R wurden Richard Lietz und Fred Makowiecki nach 28 Runden mit einem Vorsprung von 4,535 Sekunden vor dem zweitplatzierten Mercedes-AMG GT3 von Haribo-Racing abgewinkt. Platz 3 ging an das Audi Sport Team WRT. Land mit Spritmangel. Dramatisch endete das Rennen für das Audi Sport Team Land. In Führung liegend bog der Audi R8 LMS von Connor De Phillippi und Christopher Mies nach 27 gefahrenen Runden auf die Nordschleife ein. Einen möglichen Sieg vor Augen wurde der Land-Audi auf den letzten Metern jedoch wegen Spritmangels langsamer.

Der Weg war frei für Makowiecki und Lietz, die den zweiten Sieg in Folge im Manthey-Porsche 911 GT3 R einfuhren. „Zugegeben, wir hatten heute Glück. Aus eigener Kraft wäre der Sieg nicht drin gewesen“, gestand Makowiecki, der mit seinem zweiten Saisonsieg die Tabellenführung in der VLN Langstreckenmeisterschaft verteidigte.

Seinen ersten Renneinsatz 2017 absolvierte DTM-Pilot Nico Müller. Und der Schweizer, der sich das Cockpit im WRTAudi R8 LMS mit Marcel Fässler und Robin Frijns teilte, war mit Platz 3 ebenfalls sehr zufrieden: „So kann das in diesem Jahr von mir aus gerne weitergehen. Ich hatte im Rennen jede Menge Spaß – endlich wieder Nordschleife.“

Erster komplett französischer Sieg im Manthey-Porsche 911 GT3 R zum VLNAuftakt

Für das Bentley Team Abt fuhren Christian Mamerow, Nico Verdonck und Jordan Petter auf Platz 4. Hinter den Pechvögeln De Philippi und Mies belegten Dennis Busch, Nicolay Møller Madsen, Mike Rockenfeller und Frank Stippler im Phoenix-Audi Rang 6. Die VLN Langstreckenmeisterschaft macht nun rund um das 24-StundenRennen eine längere Pause. Der dritte Lauf findet erst am 24. Juni statt. Text und Fotos: VLN  vln.de

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MOTORRADSPORT MOTORRADSPORT INTERNATIONAL MotoGP

Beste Show der Welt Die Königsklasse des Motorradsports, MotoGP, wird von Jahr zu Jahr besser und spannender. So auch 2017, nachdem zahlreiche Topstars die Marke und das Team gewechselt haben. Die Sensation schlechthin war der von Suzuki zu Yamaha umgestiegene Maverick Vinales, der die ersten beiden Rennen gewinnen konnte und dabei sogar nach schlechtem Start im Regenrennen in Qatar die Topstars einfach stehen ließ. In Argentinien wiederholte der Spanier seinen Sieg, aber beim dritten Rennen in Austin/Texas warf er die Yamaha M1 weg, so dass Titelverteidiger Marc Marquez mit seiner Honda freie Bahn hatte und seinen ersten Saisonsieg vor Valentino Rossi (Yamaha) und Dani Pedrosa (Honda) einfuhr. Evergreen Rossi, ehrgeiziger als je zuvor, übernahm aber in den USA durch seine konstanten Platzierungen die WM-Führung vor Vinales, Marquez und Ducati-Leader Andrea Dovizioso. Mit Marquez, Vinalez, Rossi, Pedrosa, Dovizioso und dem Briten Cal Crutchlow haben mindestens sechs Fahrer reelle Titelchancen!

24 Stunden Le Mans

Pech für Jan Bühn

Beim legendären 24-Stunden-Motorrad-Langstreckenrennen in Le Mans/ Frankreich musste DMV-Pilot Jan Bühn aus dem badischen Kronau nach einem Sturz von seinem Teamkollegen Stefan Kerschbaumer aufgeben, da sich der Österreicher das Schlüsselbein brach. Jan Bühn, der 2015 Deutscher Meister in der IDM-Supersportklasse 600 war, ging für das deutsche Voelpker NRT48 by Schubert-Motors Racing Team auf BMW vom 23. Startplatz ins Rennen. Der 26-jährige Badener fuhr im Team mit Lucy Glöckner und Stefan Kerschbaumer die schnellste Rundenzeit. Nach dem Start kämpfte sich das BMW-Trio nach der ersten Stunde vom 19. Platz bis auf den elften Rang vor. Nach dem Sturz von Stefan Kerschbaumer entschied das Team nach 240 Runden, auf eine Fortsetzung zu verzichten, da man über eine Stunde verloren hatte, bis das Motorrad wieder in der Box war und repariert wurde.

BMW-Pilot Jan Bühn (links) musste aufgeben; Marvin Fritz wurde Zweiter beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans 

Weniger überzeugend die Deutschen in Moto2 und Moto3: Marcel Schrötter (Moto2) lag vor dem Rennen in Jerez (nach Redaktionsschluss) auf WM-Rang 13, Sandro Cortese auf 15. In der Moto3 konnte Philipp Öttl immerhin Platz 7 der Tabelle erklimmen.

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Foto: Thorsten Horn

derländischen Heerenveen perfekt: Nach 2015 wurde der Russe mit den Plätzen 1 und 4 in Holland zum zweiten Mal Weltmeister. Er baute seinen Vorsprung auf den neuen Vizeweltmeister Igor Kononov in der imposanten Arena „Thialf“ sogar auf 15 Punkte aus. Dritter wurde der letztjährige Weltmeister Dmitri Khomitsevitch; die ersten fünf WM-Ränge gingen wieder mal nur an Russen. Günther Bauer hatte in Holland mit den Plätzen 11 und 10 einen mäßigen Saisonausklang, was aber die gute Saisonleistung des DMV-Südbayern-Vorstandsmitglieds nicht schmälert: Der beste deutsche Spikeritter schloss die WM auf Platz 8 ab. DMV-Pilot Max Niedermaier wurde Zwölfter, Hans Weber kam auf Platz 14.

Neue MotoGP-Sensation: Maverick Vinales Foto: MONSTERENERGY

Und noch einer überraschte Fans wie Fachwelt bei seinem MotoGP-Debüt: Jonas Folger, von der Moto2 mit einer Vorjahres-Yamaha-Werksmaschine in die MotoGP aufgestiegen, raste in Qatar im Regen von hinten auf Rang 10, in Argentinien wurde der Mühldorfer sogar Sechster.

Neuer Weltmeister Dmitri Koltakov

Foto: Hermann Rüger

Das spannende Rennen bei der 40. Auflage auf dem 4,185 km langen „Circuit Bugatti“ gewann das GMT94 YamahaTeam mit den Piloten Niccolo Canepa (I), David Checa (E) und Mike di Meglio (F). Der nächste WM-Lauf findet am 19./20. Mai mit der Speedweek in der Motorsport Arena Oschersleben statt. MICHAEL SONNICK

Eisspeedway-WM

Koltakov zum Zweiten Was sich in Berlin (Seite 29) schon abzeichnete, machte Dmitri Koltakov beim Finallauf der Eisspeedway-WM im nie-

Motocross-WM

Nagl-Tief Deutschlands Motocrosser Nummer 1, Max Nagl fährt der eigenen Form hinterher. Der Oberbayer, der die Königsklasse MXGP in 2016 als WM-Dritter abschloss, kam in dieser Saison nirgendwo über einen fünften Platz hinaus. Max, zurzeit nur WM-Zehnter, hofft beim Deutschland-GP in Teutschenthal (nach Red.schluss) seinen Speed wiederzufinden. Um die Weltmeisterschaft kämpfen Titelverteidiger Tim Gajser (Slowenien), Altstar Tony Cairoli (Italien) und Nagls Teamkollege Gautier Paulin (Frankreich). In der MX2-Klasse bahnt sich ein Titelkampf zwischen dem Letten Pauls Jonass und dem Schweizer Vizeweltmeister Jeremy Seewer an. Bei noch 13 zu fahrenden Rennen ist aber in beiden Klassen noch alles offen.


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MOTORRADSPORT DRC DMV Rundstrecken Championship

Kompakt, knackig, cool – die DRC Saison Kompakt, knackig, cool – so präsentiert sich die Saison 2017 in der DMV Rundstrecken Championship. Fünf Termine in vier Monaten; das ist überschaubar und trotzdem gut verteilt. Das durchwachsene Jahr 2016 wurde analysiert und Konsequenzen für die neue Saison gezogen. Das Resultat ist eine kompakte Meisterschaft, die auch Fahrern mit geringerem Budget die Teilnahme ermöglichen soll. Damit kannst Du planen! Die DRCSaison steht auf sicheren Füßen. Die sportlichen und technischen Regularien sind bestätigt und auf der Seite des DMSB hinterlegt. Die Termine sind fixiert, Einschreibung und Jahresnennung können vorgenommen werden und es steht sogar fest, wer die Serie organisiert. Mit Schleiz, Hockenheim und Oschersleben sind drei der beliebtesten Rennstrecken Deutschlands im Kalender. Dazu kommen Events in Most/CZ und Dijon-Prenoise in Frankreich. Allen Veranstaltungen sind Trainingstage vorgeschaltet, die individuell gebucht werden können. Besonders in Hockenheim, Dijon und Schleiz sind echte Kracher geplant. Die Präsenz diverser technischer Services, der Ausbau des Show-Teils und die Öffnung für Besucher sind bei allen Events vorgesehen. Besonders freut sich Bike Promotion über das Interesse an der Veranstaltung in Dijon. War es in den letzten Jahren immer etwas mühsam, Fahrer auf die französische Berg- und Talbahn zu bekommen, dürfte es dieses Jahr eng im Fahrerlager werden. Angesagt haben sich die beiden Serien aus Holland und Belgien, der Deutsche Langstrecken Cup (DLC) und die IG Königsklasse. Abgerundet wird das Programm durch die Classic Superbike CSBK. Auch in Schleiz geht es hoch her: hier starten neben den DRC-Klassen die International Road Racing Championship mit internationaler Starbesetzung, die Pro Thunder und die ClassiX-Klassen Udo Reichmann gewann die STK1000, seine Teilnahme in dieser Saison ist noch nicht gesichert Foto: DRC

von Art Motor. Die IG Königsklasse und die CSBK sind auch in Schleiz dabei. Bei Bike Promotion ist man fest davon überzeugt, mit diesem Mega-Programm mehrere tausend Besucher anlocken zu können. Neue Preise. Eine wesentliche Änderung wurde am Preissystem vorgenommen. Ab 2017 besteht das Pflichtprogramm der 600er- und 1000er-Klassen sowie der neuen Klasse SBK750 aus zwei Zeittrainings, einem Warm-up und zwei Rennen. Erreicht wurde damit eine klare Reduzierung im Preis. Zusätzliche Trainingszeit kann individuell zugebucht werden. Für die Moto Lightweight bleibt alles wie gehabt. Das Grundprogramm besteht aus zwei Zeittrainings und zwei Rennen; ein Warm-up wird optional durchgeführt. Das Wertungssystem. Ab sofort bekommen nur in die Serie eingeschriebene Fahrer mit DMSB-B-Lizenz oder einer vergleichbaren Lizenz eines anderen europäischen FIM-Mitgliedsverbandes Punkte. Die Einschreibung von Inhabern einer A/I-Lizenz ist grundsätzlich möglich, kann aber ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden. Mit einer C- oder V-Lizenz, die auch vor Ort erworben werden kann, bleibt man weiterhin teilnahmeberechtigt, Punkte gibt’s mit C- und V-Lizenz keine. Wie schon 2016 werden alle Fahrer in einem Rennen der Moto1000 in der Klasse Moto1 gewertet. Hinzu kommt die Sonderwertung für die Fahrer der Klasse Superstock 1000. Analog verhält es sich mit der Moto600. Diese Regelung verschafft den STK-Fahrern die Chance, eine tolle Leistung im Gesamtklassement in Form von Punkten und Anerkennung auch verwerten zu können. Außerdem bieten dann die Ergebnisse der Moto1 bzw. Moto2 einen weitaus realistischeren Eindruck vom Renngeschehen. Zusätzlich ausgeschrieben wird die prädikatfreie Klasse SBK750. In dieser Klasse dürfen 4-Zylinder bis 750 ccm und 2-Zylinder bis 1000 ccm antreten und bekommen eine eigene Wertung. Änderungen bei den Reifenregeln. Inzwischen ist bekannt, dass innerhalb der DRC die Pirelli Superstock Series ausgetragen wird. Seit 2016 ist die DRC eine Monobrandserie, in der ausschließlich

Fahrer auf Pirelli gewertet werden. Folgende Änderungen in den Reifenregularien treten für 2017 in Kraft: • die Moto Lightweight tritt ebenfalls auf Pirelli an; • das Reifenkontingent für die Superstock-Piloten wird abgeschafft; • in den 600er- und 1000er-Klassen und der SBK750 sind nur noch Slickreifen zugelassen, die Moto Lightweight darf zusätzlich auch Diablo Supercorsa einsetzen; • die Verwendung von Metzeler-Reifen ausserhalb der Wertung wird nun geduldet; dies soll Fahrern aus der DLC die Teilnahme an der DRC erleichtern. Voraussetzung ist der Erwerb der Reifen beim Bike Promotion Reifendienst. Prämierung? Ja! Neu und einmalig: Für die Klassen Superstock 1000, Superstock 600 werden Podiumsprämien (als Gutschein) in Höhe von 1. Platz 50 EUR, 2. Platz 30 EUR, 3. Platz 20 EUR und eine Punkteprämie über 3 EUR pro eingefahrenem Punkt in der Stockwertung ausgelobt. Damit ist die DRC die einzige lizensierte Serie weit und breit, in der es messbare Preisgelder zu gewinnen gibt! In der Moto Lightweight ist das System im Grunde gleich, hier gelten folgende Sätze: 1. Platz 30 EUR, 2. Platz 20 EUR, 3. Platz 10 EUR und 1 EUR pro eingefahrenem Punkt in der Stockwertung. Zudem schreibt Pirelli auch 2017 wieder eine Nachwuchsförderung für die IDM aus: die Sieger der Superstock-Wertungen STK600 und STK1000 bekommen den Gaststart beim Saisonfinale der IDM in Hockenheim von Pirelli finanziert. Voraussetzung ist allerdings, dass sie vorher noch nie IDM gefahren sind. Außerdem wird bei einer Einschreibung dem Sieger in der IDM 2018 ein Reifenkontingent im Wert von 5.000 EUR von Pirelli gestellt. Das ist aber kein „Muss“, die Entscheidung darüber, ob derjenige für diese Unterstützung in Frage kommt, fällt Pirelli am Ende der Saison. MICHAEL DANGRIESS  bike-promotion.com

DRC-Termine 2017 20.-21.05. Hockenheimring/D 03.-04.06. Autodrom Most/CZ * 01.-02.07. Motorsportarena Oschersleben/D * 30.-31.07. Circuit Dijon-Prenois/F* 19.-20.08. Schleizer Dreieck/D * mit DLC

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MOTORRADSPORT KLASSIK TROPHY Doppelsieg für den Dänen Kenny Matthiesen auf der ehemaligen DocshopYamaha in der Open-Zweitaktklasse  Foto: Michael Dichtl

nen 1 herausfahren, nachdem seine härtesten Widersacher im Training, Peter Ammann und Frank Krieger bereits in der Anfangsphase des Rennens gestürzt waren. Aprilia-Pilot Harald Dieterle hielt sich Bernd Kreuzer (Kawasaki ZX 750) knapp vom Leib und wurde Zweiter. In Lauf 2 hatte Peter Amman seine Honda RC 30 wieder flott gemacht und holte sich Rang 2 hinter Doppelsieger Harry Fath. Martin Bähr aus der Universitätsstadt Heidelberg hat über Winter gleich zwei Suzukis neu aufgebaut und belohnte sich mit Rang 3 vor Kreuzer und Dieterle.

Motorrad Klassik Trophy Franciacorta

Sonniger Auftakt

350 Piloten nutzten sonnige Ostern in Franciacorta zum gelungenen Saisonauftakt. Besser hätte der Auftakt zur Klassik Trophy nicht laufen können: Bei vier Tagen mit sommerlichen Temperaturen hatten die rund 350 Piloten genügend Zeit, sich über die Oster-Feiertage den Winterrost aus den Knochen zu fahren. Selbst die oftmals lange Anfahrt der Piloten aus zehn Ländern, von Skandinavien bis Tschechien und allen Teilen Deutschlands, nahmen sie gerne in Kauf und wurden dafür entschädigt. Der Schweizer Notker Hartmann auf einer Rudge Uster 500, Baujahr 1935

ein Pulk von vier Fahrern um Rang 2, den schließlich Patrick Sauter (Aprilia) vor dem Italiener Rocco Tedesco (Aprilia), dem Schweden Andreas Karlsson und dem deutschen Ex-Meister Harald Merkl, beide Yamaha, für sich entscheiden konnte. In Lauf 2 das gleiche Ergebnis auf den ersten Plätzen. Dahinter aber die Rotax von Bernd Döllinger, der von der Yamaha auf das österreichische Produkt gewechselt hat. In der letzten Runde verwies der angehende Kfz-Meister mit einer Reifenbreite Vorsprung Karlsson auf Platz 4.

Foto: Michael Dichtl

In der Klassik-Zweitaktklasse waren auf dem kurvenreichen Kurs die hubraumschwachen 125er keineswegs im Nachteil gegenüber den größeren Maschinen. Der erst 19-jährige Adrian Hähle trieb seine Einzylinder-Honda mit neuem Rundenrekord in dieser Klasse um den Kurs und verwies in beiden Rennläufen Doppelstarter Kenny Matthiesen (Yamaha 350) auf Platz 2. Dahinter konnte sich Ole Wulf (Honda 125) von der Kampfgruppe mit unserem österreichischen Freund Norbert Moser (Yamaha 350), Roland Stephan (Honda 125), den Tschechen Viteslav Hatan (Yamaha 350) und Bernd Cohnen Bakker (Yamaha) lösen.

In der Open-Zweitaktklasse der jüngeren Generation fuhr der Däne Kenny Matthiesen auf der ehemaligen Doc-Shop-Yamaha in Rennen 1 einen ungefährdeten Sieg heraus. Dahinter aber balgte sich gleich

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Das gleiche Ergebnis auf den ersten drei Plätzen in Lauf 2. Dahinter konnte die besser gestartete Anne Höss (Honda 125) sich auf Rang vier behaupten. Superbike-Sieger Harry Fath. Bei den Superbikes konnte Harry Fath (Ducati 996) einen ungefährdeten Sieg in Ren-

Bei der gemeinsam gestarteten Supersport- und offenen Superbike-Klasse war es Timo Schönhals, der mit seiner Yamaha R1 vor Ronald Matthies (Honda CBR 900) und Herbert Hauf (Aprilia RSV 4) Lauf 1 gewann. In Lauf 2 erneut Schönhals als Sieger, aber dahinter tauschten Hauf und Matthies die Plätze. Die 600er-Supersportklasse ging in beiden Rennen klar an den Hockenheimer Nicolai Kraft (Suzuki GSX-R 600), der im Feld der hubraumstarken 1000er kräftig mit mischte. Julian Dieterle vor Steffen Serway, dem Schweden Andreas Karlsson und dem Aufsteiger aus der 400erYoungsterklasse, Franz Streicher hieß das Ergebnis in Lauf 1, die allesamt auf den Yamaha R 6 starteten. Der Zieleinlauf in Rennen 2: Serway vor Streicher und Karlsson. Bei den Twins holte sich einmal mehr die Ducati-Fraktion mit Fabio Frankenberger vor Harry Fath und Werner Hausner den Sieg bei den Top Twin über 990 ccm, während der jüngere Bruder Valentino Frankenberger in der Big-Twin-Klasse bis 990 ccm Erster wurde. In Lauf 2 erneut zwei Siege für Familie Frankenberger und Rang 2 für Werner Hausner. Yannick Szczygiel auf der Suzuki SV 650 holte sich in der kleinen Twinklasse Platz 2. Einen italienischen Sieg gab es in der Gespannklasse durch Vanni Francesci mit Beifahrer Barbara DeGiorgi vor Sven Felske/Detlef Felske, beide auf den 600er Ireson-Gespannen vor Werner Köhle/ Werner Stadler auf der 1000 Haller-Guzzi. In Lauf 2 erneut die Italiener als Sieger, diesmal Köhle/Stadler als Zweite vor Heino Matthias mit Anja Wulf im Boot. MANFRED JOHN  klassik-motorsport.com


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DMV INSIDE 10 FRAGEN

10 Fragen an Ralf Frache Ralf Frache (46) ist Textilreinigermeister und Betriebswirt (dH), verheiratet mit Corinna Frache. Er arbeitet hauptberuflich im SalesManagement für ein international tätiges bayerisches Maschinenbauunternehmen aus dem Bereich der Textilindustrie. Nach mehreren Jahren Pause, startete er 2010 wieder unterstützend für die DMV Geschäftsstelle. Parallel unterstützte er die Motorsportjugend im DMV. Erst als Beisitzer und Jugendsekretär, bevor er dann den Vorsitz der MSJ übernahm. Seit 19. März ist Frache DMV-Vizepräsident für Verwaltung und Finanzen. 1. Wie kamen Sie zum Motorsport? Eher etwas ungewöhnlich. Ende der 1980-iger Jahre durch den Kauf eines CB-Funkgeräts. Mit dem „Handy“ von damals, bekam ich Kontakt zu Personen, die sich die Wochenenden deutschlandweit für die Streckensicherung bei verschiedenen Veranstaltungen um die Ohren schlugen. Das war so aufregend, interessant und familiär, dass ich da unbedingt dabei sein wollte. 2. Wie kamen Sie zum DMV? Ich trat, um noch intensiver zur Streckensicherung dazuzugehören, in einen DMV Club, den MSB Worms, ein. Durch meine Frau wechselte ich zum RC Böblingen, wo ich dann auch in den DMV eintrat.

8. Und Ihre Schwächen? Eine Herausforderung für mich ist es, mich immer wieder in Geduld zu üben. 9. Welchen anderen Beruf hätten Sie gerne ausgeführt? Keinen. Ich habe meinen Traumberuf. 10. Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Für den Motorsport ist der DMV …“ Ich gehöre zu den Leuten, die den DMV nur ungern auf den Motorsport reduzieren möchten. Der DMV ist so viel mehr. Ohne die aus den DMV-Vereinen kommende (Motorsport-) Nachwuchsarbeit, die ihren Ursprung wahrscheinlich weltweit beim DMV fand, wäre in vielen Bereichen ein Motorsport, wie man ihn heute kennt, gar nicht mehr möglich. Ich würde den Satz umformulieren: „Für den Motorsport hat der DMV so viele Mitglieder, die mit vollem Einsatz bereit sind, Ihre Freizeit zu investieren, damit einige wenige sich in vielen motorsportlichen Disziplinen messen können.“ Und das ist meiner Meinung nach auch der unschätzbare Vorteil des DMV im Gegensatz zu anderen Sportverbänden: Im DMV ist man aus Überzeugung.

3. Was treibt Sie an, sich im Motorsport und im DMV zu engagieren? Das ist eine gute Frage. Ich habe in meinem Umfeld so viele Personen, die ihre gesamte Energie, Freizeit und nicht zuletzt auch Geld in den DMV gesteckt haben, dass ich da schon vor vielen Jahren von dem Virus der DMV Familie angesteckt wurde. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man im Laufe einer Veranstaltung erkennt, dass es den Personen, für die man das gemacht hat, gefällt und gerade, wenn Kinder und Jugendliche mit strahlenden Augen ihren Pokal oder vielleicht sogar nur eine Urkunde für Ihre Leistungen abholen können. Wer einmal auf einer Siegerehrung oder gar der Meisterfeier der MSJ war, weiß wovon ich rede. 4. An welchen Erfolg erinnern Sie sich gern? Hier sind sicherlich motorsportliche Erfolge gemeint. Und ja, was keiner denkt, tatsächlich war ich einmal an einem motorsportlichen Erfolg beteiligt. Zu meiner Streckensicherungszeit hatte ich einen Rallyefahrer kennengelernt, der mir die Möglichkeit gab, als Copilot in einem Opel Corsa an einer nationalen Rallye teilzunehmen. Und was soll ich sagen, wir haben die Rallye in unserer Klasse gewonnen. Wie groß mein Anteil daran war, lässt sich nicht wirklich sagen. Nur so viel, er beendete seine Karriere nach unserem gemeinsamen Einsatz … 5. Was ist Ihr Lieblingswort? Ich habe zwei „Danke“ und „Bitte“. Leider begegnen sie einem heute nicht mehr so oft. 6. Was regt Sie am meisten an? Aussagen wie „Das geht sowieso nicht“, „Haben wir schon mal gemacht“, „Da haben wir keine Chance, die sind ja viel…“ oder „Das kannst Du eh nicht“ regen mich zu Höchstleistungen an. 7. Was sehen Sie als Ihre Stärke an? Man sagt mir nach, dass ich verantwortungsbewusst und sehr entscheidungsfreudig bin und diese Eigenschaften mit der Fähigkeit, einen Fehler zugeben zu können, kombiniere.

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MOTORRADSPORT EISSPEEDWAY

Foto: FIM/Rogondeau

Grandioser Abschied Schöner kann ein Abschied nicht sein: Beim traditionellen Fahrerempfang im Bayerischen Hof in Inzell am Freitagabend vor der Eisspeedway-WM erhielten die drei Macher des Inzeller Eisspeedways, Robert Weiss (Vorsitzender), Klaus-Peter Schmiedeknecht (Geschäftsführer) und Alexander Lutz (Schatzmeister der LG) aus den Händen von DMV-Präsident Wilhelm A. Weidlich den Ehrenamtspreis des DMV. Anlass war ein ganz konkreter: der Vorstand der Landesgruppe Südbayern hatte seinen Rückzug nach dem 50. Eisspeedway in Inzell angekündigt. Robert Weiss und seine Mitstreiter hinterlassen jedoch kein Vakuum: Die zur Wahl stehenden Nachfolger stehen mit Kai Schmiedeknecht, Daniel Fuchs und dem Aktiven Günther Bauer bereits in den Startlöchern und waren bei der Orga des diesjährigen Eisspeedways fest eingebunden. Am Samstag und Sonntag, als die drei Macher, die seit rund vier Jahrzehnten (!) in Inzell „an der Front“ tätig waren, bei der Fahrervorstellung ein letztes Mal auf dem Eis standen, wurden sie vor einem „vollen Haus“ verabschiedet. Wie immer in den Vorjahren erhielt die Veranstaltung von den FIM-Offiziellen Bestnoten. Robert Weiss, gefragt, ob er sich ein letztes Mal an das Publikum wenden wolle, lehnte dankend ab: „Sonst fang ich noch an zu heulen.“TS

Eisspeedway-Team-WM Inzell

Heißes eiskaltes Jubiläum Das 50. Eisspeedwayrennen in Inzell war ein ganz besonderes. Und das nicht nur, weil Österreicher und das bayerische DMSB-Team die Medaillenplätze hinter den Russen belegen konnten. Einerseits war alles wie immer: Volle Ränge, gute Stimmung, heiße Kämpfe Rad an Rad auf eiskaltem Eis. Andererseits war das Eisspeedwayrennen Inzell 2017 doch etwas ganz Besonderes: 50 Jahre DMV Landesgruppe Südbayern, 50 Jahre Eisspeedway Inzell. Ein letztes Mal das „Macher-Trio“ Weiss, Schmiedeknecht, Lutz an den Schaltstellen (siehe Kasten). Im Vordergrund stand aber auch diesmal in der Max-Aicher-Arena der Sport: Nicht ein Grand Prix, sondern die MannschaftsWeltmeisterschaft stand diesmal im Chiemgau auf dem Programm. Sieben Nationalteams waren am Start, als Favorit natürlich der 34-fache Weltmeister Russland. Doch der Großteil der 12.000 Fans am Wochenende hoffte auf Erfolge „seiner“ Fahrer aus Deutschland – oder aus Österreich. Sieg mit Punktemaximum. Erwartungsgemäß gewannen die russischen Fahrer Igor Kononov, Dmitri Khomitsevich und Dmitri Koltakov auch dieses Mal. Die „Spike-Sbornaja“ gewann mit Punktemaximum vor dem Team aus Österreich mit Franz Zorn, Charly Ebner jun. und Josef Kreuzberger sowie Gastgeber Deutsch-

land. Die DMV-Fahrer Günther Bauer und Max Niedermaier sowie Hans Weber fuhren die für Bronze notwendigen Punkte ein und verwiesen in einem echten Krimi die Schweden mit dem Vater/Sohn-Gespann Stefan und Niclas Kallin Svensson sowie Ove Ledström auf Rang 4. Bester nicht-russischer Fahrer war der Österreicher Franky Zorn, der sein Team Austria zur Silbermedaille führte. Der Saalfeldener Grand-Prix-Fahrer war mit 29 erzielten Punkten an den beiden Tagen erfolgreichster Einzelfahrer, Schon am ersten Tag schufen sich die Piloten unter Leitung von DMSB-Teamchef Bernd Sagert eine hervorragende Ausgangslage. Nachdem Max Niedermaier im ersten Lauf stürzte und im zweiten auch Hans Weber auf Grund einer gerissenen Kette punktelos blieb, starteten Günther Bauer und Max Niedermaier so richtig durch und holten unter anderem drei Mal die volle Punktzahl. Damit brachten sie das Team Deutschland auf Platz 3 nach vorn, punktgleich mit den auf Rang 2 geführten Österreichern.

Günther Bauer (vorn) und Max Niedermaier mit starker Leistung zu Bronze Foto: Schiffner

Der Vorhang fällt: (v.l.) Alexander Lutz, Klaus-Peter Schmiedeknecht, Robert Weiss Foto: Schiffner

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MOTORRADSPORT

Niedermaier neuer Deutscher Meister

Die Siegerteams aus Russland (mitte), Österreich (links) und Deutschland • Foto: Schiffner

Schrecksekunde für Deutsche. Auch der zweite Tag begann für das deutsche Team mit einer Schrecksekunde, als Max Niedermaier im ersten Heat mit deutscher Beteiligung ein „Unforced Error“ unterlief und er erneut stürzte. Als beim direkten Duell mit Österreich Franz Zorn gewann und Charlie Ebner hinter Günther Bauer Dritter wurde, war in puncto Rang 2 die Vorentscheidung zugunsten der Alpenracer gefallen. Mehr noch, denn die Schweden hatten bis zum Beginn des letzten Durchgangs bis auf zwei Zähler aufgeholt, so dass das Duell Deutschland gegen Schweden die Entscheidung in Sachen Bronze bringen musste. Günther Bauer behielt die Nerven, fuhr mit seinem achten

Heat-Sieg 3 weitere Punkte ein, so dass den Skandinaviern auch die Plätze 2 und 3 in diesem Lauf nichts mehr nutzten. „Das ist ein toller Erfolg für uns und ein wahnsinnig gutes Gefühl. Nachdem wir so lange warten mussten, hat es heute endlich einmal wieder mit einer Medaille geklappt – und das auch noch in meinem Wohnzimmer“, kleidete Matchwinner Günther Bauer, gleichzeitig Vorstand Sport beim Veranstalter DMV Südbayen, seine Freude in Worte.

DMV-Fahrer Max Niedermaier gewann vor dem GP in Berlin völlig überraschend zum ersten Mal die DMSB Eisspeedwaymeisterschaft. Dabei setzte sich der 28-jährige Bayer gegen Hans Weber und Markus Jell, ebenfalls aus dem Freistaat, durch. Nach 20 spannenden, teils dramatischen Heats hatte der Landwirt aus Edling die Maximalpunktzahl erreicht.

THOMAS SCHIFFNER/THORSTEN HORN  eisspeedway-inzell.de

Eisspeedway-Grand-Prix Berlin

Koltakov legte Grundstein zum Titel Die GP-Rennen Nummer 7 und 8 fanden als 44. Eisspeedway Berlin im Wilmersdorfer Stadion in Berlin unter der Regie der Eisspeedway Union Berlin statt, die Mitglied in ADMV und in DMV ist. Das Rennen, das bis vor vier Jahren 40 Jahre lang von der DMV-Landesgruppe Berlin unter Leitung von Jochen Lindner organisiert worden war, brachte auch diesmal großen Spikesport vor einer guten Kulisse. Der Russe Dmitri Koltakov, vor seinen Landsleuten Valeev und Kononov, legte in Berlin den Grundstein zum Titel

An beiden Renntagen gewann Dmitri Koltakov. Am Sonntag setzte sich der 26-jährige Russe gegen seine Landsmänner Igor Kononov und Dmitri Khomitsevich durch. Als bester Deutscher kam Günther Bauer auf Rang 8. Während der WM-Permanentstarter Max Niedermaier vom Team Eisspeedwayunion Berlin mit Platz 11 vorliebnehmen musste, durfte sich sein Teamkollege, der vom Speedway kommende Eisspeedway-Neuling Tobias Busch, als Reservist über seinen ersten WM(Kurz-)Einsatz sowie auch gleich seinen ersten WM-Punkt freuen.

Foto: Thorsten Horn

Russen auf gleichem Niveau. Die 7000 Gäste am Wochenende sollten ihr Kommen nicht bereuen, denn neben einem tollen und unterhaltsamen Rahmenprogramm wurde den Fans an vier Tagen Motorsport vom Feinsten geboten. Vor allem die russischen Spike-Ritter zeigten ihr ganzes Können. Das mussten sie auch, denn die fünf Fahrer auf nahezu gleichem Niveau, die meist die Podestplätze unter sich ausmachen, verteilen auf der Bahn keine Geschenke. Sein erster Einzug in ein Halbfinale war am Samstag Hans Weber gelungen, doch am Sonntag lief beim „Eishans“ überhaupt nichts zusammen.

„Viermal bin ich Vize geworden, doch nun hat es endlich einmal mit dem Titel geklappt. Auch wenn Günther Bauer vorzeitig aus dem Rennen ausgestiegen ist, Titel ist Titel“, meinte Max Niedermaier nach seinem bisher größten Triumph seiner Karriere und spielte damit darauf an, dass sich der Rekordmeister nach einer gegen ihn von der Jury in Heat 5 verhängten LaufDisqualifikation abmeldete. So kam es nicht mehr zum direkten Duell Niedermaier – Bauer, aber wer sagt, dass Bauer dieses automatisch gewonnen hätte? Auch Hans Weber war mit Platz 2 nicht unzufrieden, zumal am Ende nur ein Punkt, resultierend aus dem direkten Duell mit Max Niedermaier, den Ausschlag gab. So auch Markus Jell, der schon 2014 den dritten Rang belegt hatte.  www.eisspeedwayberlin.de Text und Foto: THORSTEN HORN/TS Ein positives Fazit zogen auch die Veranstaltungschefs Olaf Ehre und Bernd Sagert, 1. bzw. 2. Vorsitzender der Eisspeedwayunion Berlin. Sie meinten unisono: „Mit unserer erst vierten Veranstaltung und der Resonanz darauf sind wir mehr als zufrieden, was nicht heißt, dass wir uns darauf ausruhen. Wir haben noch einige Ideen, wie wir den Event-Charakter des Berliner Eisspeedways weiter verstärken können.“

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MOTORRADSPORT MOTOCROSS

Die halbe Gespann-Weltelite war in Aufenau am Start

DMV Kinzigtal Motocross Aufenau

Seitenwagen-Weltelite Bei den Läufen zur internationalen Deutschen Meisterschaft beim 45. Kinzigtal-Motocross des MSC Aufenau waren wieder einmal einige der weltbesten Gespanne am Start. Allen voran der zehnfache Weltmeister Daniel Willemsen mit Beifahrer Robbie Bax. Neben den mehr als 30 Teams in der Seitenwagen-Klasse waren auch die Starterfelder des DMV 2-Takt-Cups und des DMSB-Pokals in der Open-Klasse gut gefüllt. Aufgrund der glücklichen Wetterbedingungen und der gründlichen Rennvorbereitung waren die Bodenverhältnisse nahezu perfekt, sodass in allen Klassen sehr schnelle Rundenzeiten erzielt wurden. In Sachen Zuschauern konnte sich der MSC Aufenau ebenfalls nicht beklagen; am Nachmittag musste bei den umliegenden Bäckern und Metzgern mehrfach Essensnachschub geordert werden, da der Verein nicht mit einem derartigen Besucherandrang gerechnet hatte. Da nur 30 Gespanne gleichzeitig auf die Strecke dürfen, wurde das Starterfeld im Zeittraining ausgesiebt. Hierbei brannte Seitenwagen-Urgestein Daniel Willemsen eine Zeit von 2:09:368 min. in den Aufenauer Boden und war somit gut eine Sekunde schneller als die Verfolger Kristof Santermans und Lauris Daiders. Im ersten Wertungslauf war das Glück dann jedoch nicht mehr auf seiner Seite: In Runde 8 hatte das niederländischbelgische Team einen Motorschaden zu beklagen, der das vorzeitige Aus bedeutete. Zwar konnten die Mechaniker bis zum zweiten Lauf einen Austauschmotor einbauen, zu einem Podiumsplatz reichte es trotz überragender fahrerischer Leistung jedoch nicht. Mit den Plätzen 3 und 1 sicherten sich Santermans/Daiders den Tagessieg vor dem niederländischen Team von Gert van Verven und Siebe van der Putten und den Österreichern Benjamin Weiss/Patrick Schneider. Schnellstes deutsches Gespann waren Marcel

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Fastmann/Max Frech auf Rang 6 der Tageswertung. Im recht jungen 2-Takt-Cup kämpften insgesamt 53 Fahrer in zwei Halbfinalläufen und einem Wertungslauf um den Gesamtsieg. Bereits in den Zeittrainings der beiden Gruppen dominierten Marco Hummel (2:06:203, Yamaha) und Patrick Zipf (2:08:186, KTM) mit jeweils 4 bzw. 3,6 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierten. Im finalen Wertungslauf lieferten sich die beiden einen spannenden Zweikampf, wobei Hummel am Ende mit 10 Sekunden Vorsprung keinen Zweifel an seiner Top-Form ließ. Platz 3 sicherte sich Dirk Felix Sigmund auf Yamaha. Beim DMSB-Pokal Open waren neben den überregionalen Talenten auch Fahrer des MSC Aufenau am Start. Besonders starke Leistungen zeigte Daniel Schäffer: Im ersten Wertungslauf konnte er den Start klar für sich gewinnen, fiel dann aber aufgrund einer losen Kupplungsar-

matur auf Rang 8 zurück. In Lauf 2 setzte er sich am Start an Position 2 und schaffte es bis Rennende immerhin auf Rang 6. Die anderen Aufenauer Piloten Schauberger, Meininger, Schölzel und Schmidt landeten im stark besetzten Open-Pokal im hinteren Mittelfeld. Jonas Böttcher vom benachbarten MRSC Mernes fuhr Platz 8 der Gesamtwertung ein. Die beste Leistung in der Open-Klasse zeigte Yamaha-Pilot Stefan Badstuber – für ihn reichten die Plätze 1 und 3z zum Tagessieg. Robin Bergmann, der einen durchwachsenen ersten Lauf zeigte, landete mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg in Lauf 2 auf Gesamtrang 4. Insgesamt besser schnitten noch Frank Dechet (3.) und Joshua Enders (2.) ab. Als nächste Großveranstaltung richtet der MSC Aufenau Ende August im Rahmen des MX-Hessencups erstmals überhaupt ein Flutlicht-Motocross aus. Hier wird der Rennsamstag zu später Stunde gestartet, sodass auf beleuchteter Strecke bis tief in die Nacht gefahren wird. Weitere Rennläufe werden am Sonntag ausgetragen. Text und Foto: LUKAS SCHELL  msc-aufenau.de

Daniel Schäffer vom MSC Aufenau trumpfte im Open-Pokal auf


POWER TRIPLE ACTION, ADRENALIN & SPEED

28 .– 30.07. HOCKENHEIMRING

Classicer unter sich auf dem Odenwaldring in Schaafheim

DMV Motocross Classic Cup Schaafheim

Rekordbeteiligung

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Der Saisonauftakt der Motocross-Classicer fand mitten in einem riesigen Fahrerfeld in Schaafheim statt. Im Rahmen der Hessencup-Veranstaltung auf dem Odenwaldring in Schaafheim war der DMV MX Classic-Cup am Start. Schon am Samstag war die EVO-Klasse mit erfreulichen elf Startern gemeinsam mit den Hessencup-Senioren auf der Piste. (EVO steht für Evolution, Entwicklung; die ersten Monoshock Motorräder bis Baujahr 1990.) Am Sonntag gab es wegen der übervollen Hessencup-Starterfelder ein Zeitproblem. So mußten die Classic- und Twinshockfahrer den ungeliebten Kompromiss eingehen, gemeinsam zu starten, was aber im Nachhinein betrachtet gut funktionierte. Veranstaltet wurde das Rennen vom Team der Offenbacher Moto-Cross Vereinigung MCV Rhein-Main. Mangels eigener Rennstrecke wich man auf die Schaafheimer Anlage aus. Die Zusammenarbeit mit dem MSCW Schaafheim funktionierte reibungslos; das Wetter spielt auch mit, so dass bei einer Rekordbeteiligung (insgesamt 350 Fahrer!) ein äußerst erfolgreiches Renn-Wochenende verbucht werden konnte.

DRAG RACING HOCKENHEIMRING

Die getrennte Wertung der verschiedenen Klassen: Twinshock pre 83: 1. Eckhard Rogoll, Husqvarna, Sondershausen, 2. Anton Kutter, Maico, AMC Bieberach; 3. Christoph Leyendecker, Maico, Grünebach. Twinshock Pre 76: 1. Mathias Leeg, Suzuki, Wuta; 2. Nils Kreim, Maico, Rodau; 3. Hugo Seubert, Maico, Hösbach. Classic 60+: 1. Lutz Scheffel, CZ 380, Rositz; 2. Lothar Divischek, CZ 400, MSC Bruchstedt; 3. Karl Seipel, Maico 400, MSC Aufenau. EVO: 1. Robert Schrader, Kawasaki, GSC Salzgitter; 2. Lothar Divischek, Honda, MSC Bruchstedt; 3. Frank Pfenzel, Honda, Camburg. Das nächste Classic-Rennen ist am 28. Mai in Hornberg im Schwarzwald. Text und Foto: WOLFGANG BÜTTNER/THOMAS DECHERT

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wie Larissa Papenmeier, Kim Irmgartz und Janina Lehmann, allesamt mit internationaler Erfahrung. Lediglich Vizemeisterin Anne Borchers blieb dem Rennen verletzungsbedingt fern. Nichtsdestotrotz gesellte sich mit der Niederländerin Nicky van Wordragen und Maria Franke, die ihren Fokus aktuell auf Endurorennen legt, ernstzunehmende Konkurrenz hinzu. Maria Franke Spitze. Den Start ins Finale konnte Nicky van Wordragen zunächst für sich entscheiden und führte das Feld bis etwa zur Hälfte der 20-minütigen Laufdistanz an, während sich Larissa Papenmeier und Maria Franke direkt hinter ihr duellierten. Offenbar in Bestform aufgelegt, fand Franke innerhalb von nur einer Runde den Weg an Papenmeier und van Wordragen vorbei an die Spitze, wo sie sich noch eine knapp sechssekündige Lücke erarbeiten konnte. Auf die Top-3 folgend gab es einen weiteren Dreikampf zwischen Fiona Hoppe, Kim Irmgartz und Janina Lehmann, den Fiona Hoppe als Jüngste im Bunde mit einer 125er für sich entscheiden konnte und die Zielflagge als Vierte sah.

DMV Ladies Cup

Girls mit Rekordstarterfeld Der DMV MX Ladies Cup ist wieder unterwegs! Die Saison 2017 ist gestartet und dies mit einer sensationellen Starterzahl von 47 Teilnehmerinnen. Im brandenburgischen Bensdorf hatte der Club um Mark Letztel sein Bestes gegeben, um die Strecke und die Veranstaltung vorzubereiten und dies trug Früchte! Belohnt wurde man mit dem vollsten Starterfeld seit Bestehen des Ladies Riesen-Starterfeld der Ladies in Bensdorf

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Cups, bestem Wetter und spannenden Rennen. Dadurch, dass man zusammen mit der dortigen Landesmeisterschaft an den Start ging, musste ein Zeitplan mit Halbfinal-Läufen her. Unter all den Starterinnen, wovon über 30 in der Wertung des DMV MX Ladies Cups fahren, befanden sich einige der deutschen Top-MX-Ladies

Bereits zwei Wochen später war die Anlage des MC Grevesmühlen in Upahl in Mecklenburg-Vorpommern Schauplatz für Runde 2 des Ladies Cups. Auch hier war die Mühe des Veranstalters, eine TopVeranstaltung zu absolvieren, sichtbar. Mit Lucie Wittenwurg hatte eben auch eine aktive Fahrerin den Cup nach Grevesmühlen geholt, die weiß, worauf es ankommt. Ähnlich wie in Bensdorf wurde wieder mit der Landesmeisterschaft zusammen gestartet, sodass erneut 40 Ladies am Gatter standen, wovon über die Halbfinal-Rennen letztendlich 36 das Finale erreichen konnten. Tagessieg für Papenmeier. Die Siegerin des ersten Rennens in Bensorf, Maria Franke blieb aufgrund eines Enduro-WM Laufes in Spanien fern, auch Fiona Hoppe fehlte; sie stand bei einem Rennen der IMBA-Europameisterschaft für das deutsche Team am Start. An der Spitze waren nun Larissa Papenmeier und Nicky van Wordragen unterwegs, die das Finale unter sich ausmachten – immerhin ging es um die doppelte Punktzahl! Larissa gab schon vor der Veranstaltung zu bekennen, dass sie die Strecke sehr mag und bewies ihr Können mit dem Tagessieg. Dabei konnte sie die Niederländerin van Wordragen auf sechs Sekunden distanzieren. Auf Platz 3 kam Kim Irmgartz ins Ziel, die ebenfalls eine Lücke von 6 Sekunden zu Ihrer Verfolgerin Alicia Reitze aufbaute und damit aufs Podium steigen durfte. Die Top-5 wurden wie schon beim Auftakt von Janina Lehmann komplettiert. ROBIN HANNES  facebook.com/MXLadiescup


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MOTORRADSPORT SPEEDWAY

Michael Härtel gehörte zu den Matchwinnern im deutschen Team am Ostersonntag Foto: Boxleitner

Speedway-Bundesliga in Pocking

Wölfe fressen die Tiger Der frühe Saisonauftakt der DMV White Tigers in Pocking endete mit einer Niederlage gegen die Wölfe Wittstock. Der Auftakt zur Saison hätte nicht aufregender für die DMV White Tigers und deren Verantwortliche beginnen können.

samt 9 Punkte, gefolgt von Danny Maaßen mit 5+1 Punkten und René Deddens mit 4+2 Punkten.

Zunächst die Knallermeldung über die Verpflichtung des Spitzenfahrers aus Polen, Rafal Okoniewski, welche wie ein Paukenschlag in der deutschen Speedwaywelt einschlug. Okoniweski war im Jahr 1998 und 1999 U19-Europameister und konnte zusätzlich den polnischen Goldhelm im Jahr 2003 gewinnen. Nein, auch das Wetter machte den diesjährigen Saisonauftakt ebenso spannend. Lange war ungewiss, ob überhaupt ein Start erfolgen konnte. Umso erfreulicher war es, dass das Wetter es dann doch gut mit dem Speedwaysport meinte und das Rennen ohne Zwischenfälle und bei guten Bedingungen ausgetragen werden konnte.

Im Ergebnis verloren die DMV White Tigers ihr erstes Heimrennen der Saison gegen die Wittstock Wölfe mit 37:49. Sehr schade, dass Okoniweski seinen vorletzten Lauf aufgrund von technischen Problemen nicht beenden konnte, sonst wäre hier noch einmal ein Herankommen seitens der White Tigers an die Wittstock Wölfe möglich gewesen. Insoweit blicken die Teamverantortlichen gleichwohl auf einen gelungenen Auftakt zurück und bereiteten sich mit großem Elan auf das nächste Rennen am 07. Mai auf dem Speedwayoval in Diedenbergen vor (nach Redaktionsschluss).

Okoniweski war stärkster Fahrer der DMV White Tigers mit insgesamt 15 Punkten. Max Dilger erreichte für die Tiger insge-

Siegerehrung des Speedway-Bundesligamatches mit den Teams Wittstock und White Tigers Foto: Boxleitner

Deutschland gewinnt Länderkampf Nach einer längeren Pause fand dieses Jahr der Speedway-Länderkampf in Pocking wieder einmal an seinem Traditionstermin, dem Ostersonntag statt. Die Verantwortlichen des MSC Pocking hatten mit dem späten Ostertermin auf gutes Wetter gehofft – leider vergebens. Während das Bundesligarennen am Ostersamstag noch pfleglich bei wenig Regen über die Bühne gehen konnte, waren die Verhältnisse am Sonntag für die Fahrer durch die nassen Bahnverhältnisse und für Zuschauer wegen der zusätzlichen tiefen Temperaturen alles andere als angenehm. Immerhin konnte die deutsche Nationalmannschaft das Rennen mit 40 Punkten gewinnen und blieb recht deutlich vor Dänemark (34 Punkte) Polen (33) und dem „Team Europa“ (15). Bester Pilot des Siegerteams war Deutschlands Nummer 1 Martin Smolinski (13 Punkte), dann folgten der erst 19-jährige Michael Härtel (11), Pockings Lokalmatador Valentin Grobauer (10) und White-Tigers-Fahrer Max Dilger (6). Das Wichtigste aber: Nach vielen unruhigen Jahren konnten die Speedwayrennen im Rottalstadion völlig reibungslos durchgeführt werden. TS  msc-pocking.de

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MOTORRADSPORT SHORTTRACK QUAD Doch im Unterschied zu Augsburg und zum letzten Jahr in „Lulu“ versuchte Petrus die Fahrer von der Bahn zu pusten, was letztlich dann doch nicht gelang. Mit Regenschauern, Sonne, Graupel und immer wieder Sturmböen mussten die wiederum 39 Fahrer und Fahrerinnen bei typischem Aprilwetter in „Lulu“ antreten.

Heisse Kämpfe auf der Speedwaybahn: Christian Bonkowski vor Matthias Hahnke und Bernd Möntmann •Foto: Heiko Stahl

Deutsche DMV Shorttrack Quad Meisterschaft

Deutsche Shorttrack

Quad Meisterschaft

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Bombastische Premiere Besser kann eine Meisterschaft nicht starten: Bei Sonnenschein, vor hunderten von Zuschauern mit vollen Starterfeldern begann die Deutsche DMV Shorttrack Quad Meisterschaft in Augsburg. Was sich im Haunstetter Stadion bei perfektem Frühjahrswetter am 9. April abspielte, übertraf fast alles, was in den letzten neun Jahren Shorttrack Quadsport geboten wurde. Eine perfekt hergerichtete, traumhaft zu fahrende Sandbahn im Haunstetter Fussballstadion, 40 Fahrer und Fahrerinnen aus den sieben Quadklassen und mit Speedkarts und ab 13.30 Uhr eine mit mehreren hundert Zuschauern gut gefüllte Haupttribüne. 35 Rennläufe wurden von den Funktionären des AMC Haunstetten unter der Leitung von Rennleiter Tim Scheunemann fehler- und lückenlos abgewickelt, mit ausreichend Bahndienst mit Augenmass; ausser einem Ausrutscher von Kartfahrer Peter Heußner kein einziger Zwischenfall und eine prächtige Stimmung unter den Zuschauern, die jeden Zweikampf, jede Ankunft eines Schülerfahrers, die Rennen des Briten Paddy Thorne oder die Wheelies von Stephan Bischoff beklatschten und feierten! Und nicht nur der Start des 77-jährigen Paddy Thorne, auch die Automatikklasse erschien wie ein Deja-vu aus längst vergangenen Zeiten: Der Homberger Heinz Brandt gab zwei Jahre nach seinem Rücktritt sein Comeback – nein, er siegte zum Comeback, als wäre die Zeit stehen geblieben. Die neue „Königsklasse“ scheint dieses Jahr die (auf 500 ccm) vergrösserte Klasse 3, mit acht Teilnehmern in Haunstetten, zu sein. Deren acht Rennläufe waren spannend ohne Ende.

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Auch bei den Speedkarts ging es auf und ab: Beim ersten Shorttrack-Kartstart seines Lebens wurde der Unterfranke Ingo Duttine Tagessieger vor Mario Opfer; die überzeugendste Fahrerin Katrin Wagner (MSC Angenrod) musste sich wegen eines Fehlers in Lauf 1 mit dem dritten Podiumsplatz zufrieden geben. Um 16.00 Uhr wurde der letzte Lauf abgewinkt und alle fuhren nach den Siegerehrungen mit einem Lächeln auf den Lippen nachhause. Der Organisator AMC Haunstetten gab noch bei der Siegerehrung bekannt, dass die Neuauflage des Quadrennens im Haunstetter Stadion im Jahr 2018 folgen wird! Stürmisches Rennen in „Lulu“. Nur zwei Wochen nach der glanzvollen Premiere starteten Quads und Karts 1000 Kilometer nördlich: Zum zweiten Mal gastierte die Quad Meisterschaft in Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Veranstaltung nahm keinen guten Auftakt, denn im Pflichttraining konnte Dietmar Ziegler dem sich vor ihm drehenden Stefan Wagner nicht mehr ausweichen und überschlug sich mit seinem Quad. Gottseidank stellte der Rennarzt nur Hautabschürfungen fest, so dass der Ulrichsteiner im Fahrerlager bleiben und seinen Sohn Leon Joel in der Schülerklasse betreuen konnte. Aber dennoch sahen die hartgesottenen Zuschauer dann 36 unfallfreie und vor allem sehr spannende Rennen. Mit der Portugiesin Susana Lopes, mit Evergreen Paddy Thorne aus England und den beiden Ungarn Krisztian Csaba und Istvan Regi war das Rennen wahrhaft international besetzt. Für Regi, der nur zwei Wochen vorher geheiratet hatte, lohnte sich der Reiseweg von 2400 Kilometern (!), denn der Ungar war in der Königsklasse MEFO Sport eine Klasse für sich und gewann drei seiner vier Läufe. Damit stand er strahlend vor Stephan Bischoff und Christian Bonkowski auf dem Siegerpodest. Die Deutsche DMV Shorttrack Quad Meisterschaft macht eine längere „Frühjahrspause“ – das nächste Rennen ist der erste „Doppelschlag“ im Jahr 2017 mit den Läufen am 10. und 11. Juni im Speedwaystadion Ohmtal in Homberg/Ohm. THOMAS SCHIFFNER  shorttrack-online.de Auch die Speedkarts sorgten für Spektakel Foto: Heiko Stahl


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MOTORRADSPORT BIATHLON/MOFACUP Motorrad-Biathlon in Diehlo

Saisonstart in Diehlo Nach der langen Winterpause trafen sich am 08. und 09. April rund 90 Biathleten, um auf dem Diehloer Bergring bei Eisenhüttenstadt die diesjährige Berlin/Brandenburgische Meisterschaft zu eröffnen.

Rückkehrer: Lutz Nartschick (MC Zepernick) kehrt nach über zehn Jahren zum Biathlon zurück

Die Eisenhüttenstädter Motorsportler hatten wie immer alles getan, um die Strecke entsprechend zu präparieren. Auch die Randbedingungen waren so gestaltet, dass es für alle Beteiligten ein schönes Motorsportwochenende wurde, welches durchaus Lust auf mehr macht. Selbst an ordentliches Wetter hatten die Organisatoren gedacht. Schade nur, dass der große DMV in Frankfurt so relativ gleichgültig mit dem Breitensport umgeht. So war es nicht möglich, die vom DMV vorgegebene Veranstalterausschreibung den tatsächlichen Erfordernissen anzupassen. Auch wenn zum Beispiel der MSC Krauschwitz diese Ausschreibung verwendet, heißt das ja nicht, dass diese wirklich brauchbar ist.

ebenso wenig wie der Ausfall des langjährigen Zeitnehmers Günther Dorszynski und seiner Frau Jolanta. Vielen Dank den Beiden noch mal für die über zwanzigjährige Tätigkeit als Zeitnehmer im Berlin/Brandenburgischen MotorradBiathlon. Günther und Jolanta sind auch als Gäste immer willkommen. Apropos Gäste. Am Samstag konnte der Vorsitzende des MV REW/EKO Stahl und DMVPräsidiumsmitglied Lothar Knofe als Gast Günter Kaekow begrüßen. Günter Kaekow – manch einer wird sich schon noch erinnern – führte 1990 die Motorsportler der GST in den DMV. Inzwischen ist er 92 Jahre alt, das Interesse am Motorsport hat er aber offensichtlich nicht verloren (siehe auch Seite 46).

Nun, das tat den ersten Biathlon-Läufen der Saison allerdings keinen Abbruch,

Text und Foto: STEFAN SCHMIDT  motorrad-biathlon.de

Saisonstart: Mega-Action in Neuenhasslau

DMV Mofacup in Neuenhasslau

Punktlandung

Der MSC Neuenhasslau konnte auch mit seinem 3. DIE HINTERHOFWERKSATT DMV Mofarennen auf dem Kînzigtalring neue Highlights setzen. Beim Auftaktrennen des DMV Mofacups 2017 wurden gleich mehrere Rekorde gebrochen. 35 Teams waren in den jetzt fünf Klassen am Start – eine Rekordzahl am Kinzigtalring. Viele der mehr als 1000 Besucher bildeten lange Schlangen an den Essen- und Getränkeständen und bei der Siegerehrung und dem anschliessenden LiveKonzert von E1NS 2WEI DR3I war das Festzelt bis auf den letzten Platz gefüllt.

Foto: Schiffner

Die steigende Anzahl an Teams beweisen, dass die Serienveranstalter alles richtig gemacht haben. Als Ehrengäste waren u.a. der Schirmherr und Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Erich Pipa, sowie die beiden DMV-Vize Bernd Schmidt und Ralf Frache vor Ort. Insgesamt absolvierte das Spitzenteam Dmon Parts, das nicht aus der gefürchteten OPEN50-Klasse, sondern aus der Tuning-Klasse kommt, in der Zeit von 4 Stunden nicht weniger als 269 Runden! Gefolgt von Finanztuning mit 266 Runden und dem Team Dmon Racing mit 264 Runden. Die 269 Runden des Spitzenreiters ergeben eine Distanz von 161,4 Kilometer!

Premiere in Neuenhasslau hatten auch die Renewables ( die Erneuerbaren ) der Hochschule Aschaffenburg, die ein EBike-Projekt gestartet haben und unter DMV-Motorsportbedingungen mitstreiten konnten. Mit ihren 1,7 KW von erlaubten 4 KW waren sie auch erstaunlich schnell. Die Klassen gewannen Keschte Igel (Prototypen), Dmon-Parts (Tuning) Chaos Racing (Standard) und Finanztuning (Open50). JÜRGEN SCHMITT  dmv-mofacup.de

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MOTORSPORT TOURENSPORT Tourensport-Saison 2017

Für Jeden etwas Das Warten hat sich gelohnt; in der Tourensport-Saison 2017 ist für jeden etwas dabei. Los geht`s im Juni, das Motocamp 2017 findet in der Zeit vom 21. – 24. Juni in Poppi in der schönen Toskana statt.

Termine 2017 36. FIM Motocamp in Poppi / Italien 21.-24. Juni 2017 Nennschluß: vorüber Unterkunft: Camping Das Nenngeld beinhaltet das Campen mit Frühstück auf dem Campingplatz für diese drei Tage, jede Übernachtung extra kostet 8,- €, dazu werden 2 Busausflüge nach Arezzo für 20,- €, und nach Siena für 35,- € angeboten. www.fim-motocamp2017.com Konto: M. Weiß: IBAN: DE17100909001372603600 BIC: GENODEF1P01 FIM Moto Tour des Nations in Ioannina / Griechenland 07.-11.September 2017 Nenngeld: 270,- €, Nennschluß: 15. Juni 2017 Die Veranstaltung ist begrenzt auf 150 Teilnehmer. Es werden 4 Nächte in einem 5-Sterne-Hotel und die Verpflegung geboten. Dazu kommen 3 geführte Motorradtouren von jeweils ca. 300 km in die Umgebung, mit jeweiligen Besichtigungen. www.fim-mototour2017.com Konto: M. Weiß, IBAN: DE17100909001372603600 BIC: GENODEF1P01 71. FIM Rally Sundsvall / Schweden 26. - 29.Juli 2017 Nenngeld: 205,- €, Nennschluss: 31.März 2017 Unterkunft: Camping 18 € mit Frühstück, 3-Mann-Zelt gibt es beim Veranstalter zu mieten für 90,- €, zuzgl. Campinggebühren von 18,- € p.P. Hotel: Einzelzimmer 75,- €, Doppelzimmer 95,- €, 3-Bett-Zimmer 115,- € (bitte vorab direkt per Mail beim Veranstalter buchen, es gibt nur 20 Zimmer) Des Weiteren werden noch 2 Ausflüge mit dem Motorrad für 10,- € und 2 Ausflüge mit einem Schiff für 40,- € angeboten. www.fim-rally2017.com Konto: M. Weiß, IBAN: DE17100909001372603600 BIC: GENODEF1P01

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Wie hoffentlich bekannt, ist das Campen bei dieser Veranstaltung Pflicht, um in die FIM-Wertung zu kommen, aber trotzdem ist jeder Teilnehmer herzlich willkommen, auch wenn er in einem Hotel wohnt. Das muss er sich allerdings selbst suchen, vom Veranstalter werden keine angeboten. Vom 21.-23. Juli findet dann das Rendez-Vous-Meritum in Röros in Norwegen statt. Die Nennungen dürfen direkt an den Veranstalter gesendet werden, zusammen mit dem Startgeld. Direkt im Anschluss geht es dann nach Sundsvall in Schweden. Vom 26.-28. Juli findet dort die FIM-Rally statt. Zum Schluss findet dann noch die Moto-Tours-de-Nation statt, vom 07.-11. September in Ioannina in Griechenland. Für die internationalen Veranstaltungen wurde vom jeweiligen Veranstalter gegenüber den nationalen Verbänden ein Nennschluss festgesetzt sowie die Höhe des Nenngelds. Eine Teilnahme ist – mit Ausnahme des Meritum-Treffens – nur über eine Anmeldung beim nationalen Verband vorgesehen, der die Einzelheiten regelt.

Die Termine (siehe Kasten) und Nenngelder sind deshalb verbindlich für alle deutschen Teilnehmer. Das Nenngeld beinhaltet zusätzlich den Aufwand für die nationale Organisation. Bei Anmeldung werden die Gesamtkosten zu 100 Prozent bis zum Nennschluss fällig. Eine spätere Stornierung der Teilnahme ist kostenneutral nur möglich, wenn sich ein Ersatzfahrer im Tausch findet; Teilerstattungen hängen vom Zeitpunkt und von der Regelung des Veranstalters ab. Jeder Teilnehmer erhält nach erfolgter Anmeldung ein bestätigtes Nennformular in Kopie zurück, dieses muss er bei der Ankunft vorlegen. Voraussetzung zur Teilnahme an einer FIM-Veranstaltung und/oder der „Deutschen MotorradTourensportmeisterschaft“ ist für alle deutschen Fahrer die Beantragung eines Motorrad-Tourensportausweises (Lizenz) für das laufende Jahr. MARINA WEISS

DMV Tourensport trifft Eisspeedway 50 Jahre Eisspeedway in Inzell! Das alleine war schon ein Grund, mal etwas ganz Neues zu probieren, zumal es für das Veranstaltertrio, Robert Weiss, Alex Lutz und Klaus-Peter Schmiedeknecht auch die letzte Veranstaltung dieser Art war. So machten sich wieder einmal wir drei „Victorianer“, Marina und Michael Weiß sowie Klaus Cieszynski, uns auf den Weg von Berlin nach Inzell. Das Wetter wurde immer besser, je weiter wir kamen, und nach 6 Stunden und 15 Minuten erreichten wir unser Quartier in Inzell. Wir wurden von dem oben erwähnten Führungstrio wie immer sehr freundlich empfangen und auch an den Folgetagen

immer gut beraten. Dafür sagen wir hier noch einmal besten Dank! Am Freitagabend, der Festabend fand wie immer im Bayerischen Hof statt, wurden die Fahrer der einzelnen Nationen vorgestellt, und wir hatten direkt einen Tisch neben Weltmeister Russland. So hautnah kommt man diesen Fahrkünstlern sonst nicht. Drei tolle Tage, schönstes Wetter und die unglaublichsten Rennen in der MaxAicher Arena waren den Ausflug nach Inzell für uns Tourensportler eine unvergessliche Erfahrung! KLAUS CIESZYNSKI/MARINA WEISS  msc-victoria.de

Landschaft, Erholung, Eisspeedway – eine perefekte Symbiose in Inzell


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DMV INSIDE MOTORSPORTJUGEND MSJ Team YOUng Rider Foundation

Drei fahren, ein Ziel Beim Motorrad Rennen kämpft man allein – aber niemals ohne sein Team. Das MSJ Team der YOUng Rider Foundation by Lograt ist ein Nachwuchsprojekt im Straßenrennsport. Das Team wurde 2015 von Teamchef Jan Töllner gegründet wurde. Ziel ist es, jungen Talenten die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten innerhalb eines professionellen Umfeldes unter Beweis zu stellen und unter fachmännischer Anleitung auszubauen. Um die Fahrerinnen und Fahrer ideal auf ihren weiteren Werdegang im Motorradrennsport vorzubereiten, bestreitet das Team Langstreckenrennen im Deutschen Langstrecken Cup (DLC). Die Dauer eines Langstreckenrennens beträgt zwischen sechs und acht Stunden, in denen sich drei Fahrer stündlich durch einen Boxenstopp abwechseln. Die Fahrer des Teams sind im DLC mit Abstand die jüngsten. Da diese Konstellation in Deutschland einzigartig ist, genießt sie einen erhöhten Grad an Aufmerksamkeit. Drei fahren. Ein Ziel. Gewinnen! Das MSJ Team der YOUng Rider Foundation by Lograt wurde mit dem Ziel gegründet, jungen Nachwuchsrennfahren den Einstieg in den Motorradrennsport zu erleichtern und sie für ihre weitere Laufbahn bestmöglich vorzubereiten. Hierzu steht den Fahrern ein Team aus kompetenten Mechanikern, Fahrwerkstechnikern und Betreuern zur Verfügung, sodass sie sich

Das MSJ Team der YOUng Rider Foundation by Lograt

ausschließlich auf das Geschehen auf der Rennstrecke konzentrieren können. Nachdem das Jahr 2016 mit dem Einstieg in den Deutschen Langstrecken Cup ein Lehrjahr darstellte, will die YOUng Rider Foundation in der Saison 2017 angreifen und setzt sich daher höhere Ziele. Zwei Worte, die enger denn je miteinander verbunden sind: Sport und Sponsoring. Das Grundkapital eines Sportlers ist zweifelsohne sein Talent, jedoch ist sportlicher Erfolg heute ohne Geld der Familie oder von Sportförderern nur bedingt möglich. Unser MSJ-Team möchte nun den nächsten Schritt gehen, um die Fahrer weiterhin fördern zu können. Jedoch wächst mit dem benötigten Equipment und Personal auch der finanzielle Bedarf. Wir suchen Partner! Werden Sie jetzt Partner und Sponsor und fördern Sie talentierte Rennfahrer nachhaltig. Sichern Sie sich mit Ihrem Engagement den rasant steigenden Bekanntheitsgrad des Nachwuchsteams und profitieren Sie somit von einer langfristigen und aussichtsreichen Partnerschaft. Markenkommunikation. Rennsport ist

Fahrervorstellung

Adrenalin pur. Eine packende Atmosphäre zwischen Rennstrecke, Boxengasse und Tribünen voller begeisterter Zuschauer. Nutzen Sie schon heute die YOUng Rider für ihre individuelle Markenkommunikation. Imagetransfer. Die sympathischen Nachwuchsracer sind durch ihre zielstrebige und authentische Art schon jetzt ideale Markenbotschafter mit hoher Glaubwürdigkeit. Ein Trio voller Power und Potenzial. Events. Motorsportevents sind ein ideales Umfeld, um in spannender Atmosphäre Kontakte zu knüpfen und gemeinsam Erfolge zu feiern. Eigene Sponsorenevents während der Rennwochenenden generieren eine hohe Aufmerksamkeit, ermöglichen neue Kontakte und schaffen eine starke Bindung zu Kunden und Geschäftspartnern. Möglichkeiten. Klassisch oder unkonventionell, bodenständig oder verrückt. Gemeinsam finden wir die ideale Form der Zusammenarbeit, um Sie als Sponsor perfekt zu inszenieren. Melden Sie sich beim Jugendsekretär der MSJ, Sandro Melchiori E-Mail melchiori@dmv-motorsport.de“.  msj-motorsport.de

Marvin Witter

2015: E  rstes Langstreckenrennen und Platz 27 im Rahmen des DLC 2016: T  eilnahme am Deutschen Langstrecken Cup (Bestes Ergebnis: Platz 5 Klasse 3)

Geburtstag: 11.06.1999 Beruf: Schüler (11. Klasse Fachhochschule) Nationalität: deutsch Wohnort: M  ühlheim am Main/Hessen aktiv im Motorradsport seit 2011 Lieblings-/ Heimstrecke: Hockenheimring Hobbys: Fitness, Handball, Schwimmen, Downhill fahren Lieblingsessen: Spaghetti Motto: Du sollst entweder Gas geben oder bremsen, aber niemals rollen. Karriere 2010: Sichtungslehrgang Minibike auf einer Kartbahn in Wächtersbach

Das besondere am Motorradfahren: Da mein Vater selbst ein begeisterter Rennfahrer war, lernte ich von klein auf das Rennstreckenfeeling kennen und lieben. Ich freute mich auf jedes Wochenende, an dem es endlich wieder an die Rennstrecke ging, und wollte schon immer selber fahren. Als mein Vater mich 2010 das erste Mal auf einem Minibike fahren ließ, wusste ich sofort, das ist mein Ding! Ich liebe es beim Motorradfahren an meine Grenzen zu gehen, das Adrenalin zu spüren und bei hoher Geschwindigkeit mit dem Kopf nur ein paar Zentimeter über den Asphalt zu fliegen.

2011: Meister in der Einsteigerklasse des ADAC Youngster-Cup 2012: 7. Platz in der Nachwuchsklasse des ADAC Youngster-Cup 2013: 3. Platz beim ADAC Mini Bike Cup in der Hessen-Thüringen Wertung 2014: Erste Trainings auf einer 600ccm Maschine

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DMV INSIDE MOTORSPORTJUGEND YOUng Rider Foundation in Hockenheim

Nach 1000 Kilometern im Ziel Nachdem wir letztes Jahr bei den „1000 km von Hockenheim“ nicht teilnehmen konnten (beim Training zwei Wochen vorher hatten wir unser, damals noch einziges, Motorrad nachhaltig kalt verformt), lief diesmal alles glatt. Das Wetter am Ostersamstag hielt zum Glück nicht sein

Versprechen und es blieb weitestgehend trocken. Zum Qualifying war es noch recht kühl und die drei Jungs wollten und sollten es „langsam“ angehen. Dennoch musste Aron in seinem Turn nach nur einer halben Runde in der Spitzkehre zu Boden gehen. Leider wurde er abgeräumt

Das Team in der Hockenheimer Boxengasse

(„Rennunfall“). Ihm ist zum Glück nichts passiert und das Team konnte sein Motorrad für das Rennen wieder fit machen. Von Startplatz 63 ging es dann für Bastian Ubl los ins Rennen. Mit einem sehr guten Start und konstant schnellen Rundenzeiten übergab er nach ca. 45 Minuten an Marvin Witter. Dann war Aron dran ... und musste nach nur zwei Runden die Box wieder anfahren. Ein schneller Wechsel erneut auf Basti. Was war los? Der Auspuff hatte sich leicht gelöst – eine Folgeerscheinung seines Sturzes. Aber das Problem konnten unsere Mechaniker schnell lösen. Danach lief alles wie am Schnürchen, und die drei konnten sich immer weiter nach vorne kämpfen. Trotz zwischenzeitlich einsetzendem Nieselregen wechselten wir nicht auf Regenreifen und konnten somit den einen außerplanmäßigen Boxenstopp kompensieren. Danach spulten die Jungs ihre Runden ab – und wurden belohnt. Mit Platz 26 in der Gesamtwertung von 74 gestarteten Teams und Platz 6 in der Klasse 3 (Moto 600) von 18 Gestarteten sind wir mehr als zufrieden.

MSJ Speedway-Kadertraining

Positives Feedback Am 25. März fand das geplante MSJ Bahnsport-Training in Ludwigslust statt. Am Morgen haben sich neun Fahrer aus unterschiedlichen Klassen im Fahrerlager eingefunden. Während die Bahn noch einmal frisch abgezogen wurde und die Airfences aufgepumpt wurden, haben sich alle Teilnehmer zusammen beim Laufen aufgewärmt. Beim anschließenden Stretching konnte jeder Teilnehmer Übungen aus seinem Training mit einbringen. Das Training begann mit freiem Fahren, das von Andreas Schumacher und Sönke Petersen angeleitet wurde. Durch die Teilnehmeranzahl hatte jeder die Möglichkeit, viele Runden zu fahren und das Material besser auf die Bahn abzustimmen. In der Mittagspause wurde mit Bahndienst und dem Aufbau der Startanlage das Startbandtraining vorbereitet.

genutzt. Um 16.30 Uhr hatten die Fahrer genug Einheiten gefahren und es konnte angefangen werden, die Motorräder wieder für den nächsten Tag vorzubereiten. Vier Fahrer haben sich auf die Heimreise oder auf den Weg zu Testmatches gemacht, sodass am Sonntag das Training mit fünf Fahrern durchgeführt wurde. Am Sonntagmorgen wurde das Aufwärmen selbstständig von den Teilnehmern durchgeführt und zeigte, wie gut das Training harmonierte.

Pünktlich wurde das Training wiederaufgenommen und es kamen immer zwei Fahrer auf die Bahn. Es wurden zwei Starts durchgeführt, bei denen jeweils zwei Runden gefahren wurden. Die Fahrerpaarungen wurden durchgetauscht, damit jeder gegen jeden fuhr.

Pünktlich um 9.00 Uhr ist die erste Gruppe auf die Bahn gegangen und die Fahrer haben sofort dort weitergemacht, womit Sie am Vortag aufgehört haben. Es konnte viel Zeit auf der Bahn verbracht werden ohne Zeitlimit. Wir begannen ein bisschen früher mit dem Startbandtraining, um die Zeit qualitativer zu nutzen. Man konnte beobachten, dass die Fahrer sich zum Vortag deutlich gesteigert haben. Hinzu kommt, dass es spannende Zweikämpfe gab, die zusätzlich gezeigt haben, wie gut sich die Fahrer mit den Umständen vertraut gemacht haben.

Müde und erschöpft. Die letzte Stunde wurde noch einmal für freies Fahren

Eine Stunde vor Trainingsende durfte noch einmal jeder frei auf die Bahn, bevor

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wir um 13:00 Uhr das Training mit einer Abschlussbesprechung beendeten. Fazit. Wir sind mit dem Einsatz der Fahrer und der Disziplin sehr zufrieden. Das wurde auch durch positives Feedback bestätigt. Der MC Ludwigslust mit seinen Helfern hat alles Mögliche in Bewegung gesetzt, um die besten Voraussetzungen zu schaffen. Meiner Meinung war auch die perfekte Bahn ein positiver Bestandteil des Trainings. Diese war sowohl anspruchsvoll für die Fahrer, als auch eine trainingsreiche Erfahrung. Ein Merkmal der Bahn ist der enge Radius, der nicht einfach zu fahren ist. Dadurch war es eine gute Möglichkeit, sich für die U21-DM, die am 16. Juli in Ludwigslust stattfindet, vorzubereiten. Die MSJKaderfahrer sowie weitere Teilnehmer haben das Fahren sehr geschätzt. Text und Foto: SÖNKE PETERSEN


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DMV INSIDE CLUBS IMS Schlierbachtal

Saisoneröffnung

Ralf Breitiger und Sabine Mittermayer vom UMC Ulm wurden im Seat 16.

UMC Ulm

Rallye-Duell der Mitsubishi Ein harter Kern von wetterfesten Zuschauern kam bei nassem und windigem Wetter zu den Wertungsprüfungen nach Beiningen, Pappelau und Einsingen zur 18. nationalen Rallye des Ulmer Motorsport-Club. Die Streckenführung der 18. AutomobilRallye des Ulmer Motorsport Club ging über insgesamt 100 km. Davon wurden auf 35 km die Wertungsprüfungen auf 100 Prozent Festbelag auf gesperrten Straßen ausgetragen. Diese drei Wertungsprüfungen mussten als Rundkurs und Sprintstrecke von den teilnehmenden Teams zweimal absolviert werden. Gestartet waren in den drei Rallye-Rennklassen insgesamt 101 Rallye-Teams, nicht nur aus dem süddeutschen Raum, sondern auch aus der Schweiz und den Niederlanden in den Historic-RallyeKlassen. Darunter waren auch einige Lokalmatadoren aus dem Alb-Donau-Kreis; Neu-Ulm, Laupheim und fünf RallyeTeams aus den Reihen des UMC Ulm. Zur 4. Auflage der UMC-DMV HistoricRallye Ulm standen 39 europäische Rallye-Teams mit ihren Oldtimern am Start. Sie absolvierten die Wertungsprüfungen in einer festgelegten Zeit auf Gleichmäßigkeit. Es sind, wie es zum Alter dieser Fahrzeuge passt, jedoch keine hoch elektronischen Hilfsmittel erlaubt. Die Rallye nahm einen reibungslosen Verlauf ohne weitere nennenswerte Zwischenfälle. Die Fahrbahnbedingungen der drei Wertungsprüfungen waren wegen des andauernden Regens sehr schwierig und forderten das fahrerische Geschick und gute Nerven. Einige Ausrutscher und Dreher stellten besondere Anforderungen an die Teams und die acht technischen Ausfälle gehörten natürlich dazu. Letztendlich wurden 93 Fahrzeuge mit der Zielflagge am Einsinger Rallye-Centrum begrüßt.

Gleich von 4 Rallye-Teams auf Mitsubishi wurde um die ersten Plätze der „Rallye 35“ im 67 Teams starken Teilnehmerfeld gekämpft. Die Nase vorn und den Gesamtsieg der 18. UMC-DMV-Rallye Ulm sicherte sich die Startnummer 7, Martin Breiler mit Beifahrerin Katrin Rost aus Stockach (Mitsubishi Lancer Evolution) in einer Gesamtzeit von 24:35,8. Oliver Bliss/HansPeter Loth (ADAC Südbaden, Mitsubishi Evo 6, Fahrzeit 25:16,8) nahmen Gesamtrang 2 ein. Uli Kübler/Armin Seeger (HMC Öhringen, Mitsubishi Lancer Evo 8, Fahrzeit 25:33,6) folgten auf Rang 3.

Bei schönem Wetter starteten die Zweirad-, Oldtimer- und Schlepperfreunde der Interessengemeinschaft Schlierbachtal (IMS) zu ihrer zehnten Saisoneröffnungsfahrt. Während die Zweirad- und Schlepperfreunde bereits morgens um 10.00 Uhr an der Kirchenspitz in Schlierbach starteten, gingen die Oldtimer erst um 13.00 Uhr auf die Piste. Zuerst galt es aber zwei Geschicklichkeitsaufgaben zu lösen: Eine Strecke in genau 15 Sekunden abzufahren und als zweites, einen Abstand von 60 Zentimeter zu einer Markierung einzuhalten. Diese Aufgaben mussten von allen Teilnehmern gleichermaßen gelöst werden. Im Anschluss daran ging es von Schlierbach aus in Richtung Bad KönigZell. Die Tour der Zweiräder und Schlepper führte über Winterkasten, Reichelsheim, Mossautal bis an den Flugplatz Michelstadt. Hier wurde Rast gemacht, bis auch die Oldtimer eingetroffen waren. Deren Strecke führte über Zotzenbach, Wald-Michelbach, Raubach und Hetzbach bis an den Flugplatz.

Das beste UMC-Team Jochen Baumhauer/Tobias Glatzel (Audi TT RS, Fahrzeit 2:53,3) platzierte sich souverän auf Platz 6. Sieger der „4. UMC-DMV Historic Rallye Ulm“ wurden die Schweizer Farias Gustavo/Pintos Ricio auf Renault 5 Turbo Gr.4 (Gesamtzeit 2:03), gefolgt vom Porsche 911 mit #102 Daniele und Alessandro Gatani (AMC Schwyz Historic Team). Das Historic-Team Michael Szönyi/Manuela Wulf des Motorsportclub Einsingen sicherte sich Platz 3 auf dem Treppchen. Sie bewegten den Fiat Panda in einer Gesamtzeit von 2,21 über die Wertungsprüfungen. Sieger der „ADAC-Retro-Rallye-Serie“ wurden Thomas und Nico Meyer aus Frankenthal auf einem Opel Manta C (Zeit:0,97) mit einem hauchdünnen Vorsprung. Platz 2 ging an Udo Wagner/Sebastian Kurz auf BMW E35 325i. Klaus Rauschig/Bettina Scheffczyk (MSC Ramberg) auf BMW 1802 ti komplettierten die Treppchenplätze. Organisationsleiter Siegfried Damm zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Rallye und dankte den Genehmigungsbehörden, den Sponsoren, den Feuerwehren, den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz und ganz besonders den Anwohnern für das entgegen gebrachte Verständnis für die besonderen Umstände, die eine solche Veranstaltung mit sich bringt. MARLENE OCHS  umc-ulm.de

Anschließend ging es gemeinsam weiter bis nach Bad König-Zell in das Gasthaus „Zur Krone“. Nach dem Abendessen war es dann Zeit für die Siegerehrung. In der Schleppergruppe kam Gerhard Trautmann auf den dritten und Horst Schmitt auf den zweiten Platz. Sieger wurde Jürgen Fendrich. Bei den Mopeds belegte Jens Steinmann den dritten, Tim Fendrich den zweiten und Bernd Pfeifer den ersten Platz. In der Gruppe der Oldtimer wurde Reini Schmitt Dritter, Nicole Steinmann belegte Platz 2 und Helmut Jungblut wurde Sieger. Danach saß man noch gemütlich beisammen und lies den Tag ausklingen. Sonntagmorgens ging es nach dem Frühstück frisch gestärkt auf den Heimweg. Dabei wurde noch die eine oder andere Veranstaltung besucht. Organisiert wurde die Saisoneröffnungsfahrt, wie in all den Jahren zuvor, von Horst Karnbach, Arno Steinmann, Jens Steinmann und Hans Meister. Alles in allem war es wieder, und da waren sich die Teilnehmer einig, eine bestens organisierte und gelungene Ausfahrt. Text und Foto: UWE DÖRSAM  ims.de

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DMV INSIDE CLUBS IMS Schlierbachtal

Bildersuchfahrt Eine schöne Tradition lebte am Wochenende bei der Interessengemeinschaft Motorsport Schlierbachtal (IMS) wieder auf. Die Motorsportler starteten zur Bildersuchfahrt. Nach dem Motto „Reisen statt Rasen“ gingen 17 Teams, unter anderem auch die Schluchtenflitzer mit ihren Mopeds, an den Start. Organisiert von Sven Koob und Paul Gehbauer führte die Suchfahrt einmal rund um das Schlierbachtal. Nach einer kurzen Wegbeschreibung galt es anhand von Bildern den kürzesten Weg zum Ziel zu finden. Gefahren wurde natürlich nach

Jahresauftakt im Rahmen des DMV-Gespanntrial-Championats sowie der DMVSpeedtrial-Challenge. Am Rande des Rhein-Main-Gebietes gelegen, fungierte diesmal der MSC-KleinKrotzenburg als Gastgeber. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 65. Bestehen des Clubs fanden die ungewöhnlichen Sportgeräte auf drei Rädern auch bei den ebenfalls angereisten Oldtimer-Enthusiasten viel Beachtung. Bei perfekten äußeren Bedingungen wurden je 24 anspruchsvoll gesteckte Sektionen pro Tag bewältigt, gefolgt von je zwei schnellen Runden auf der CrossStrecke für die Speedtrial-Wertung. Das Starterfeld trat in drei Klassen an. Wieder einmal zeigten die Experten Fahrzeugbeherrschung und Koordination auf extrem hohem Niveau. Fahrer und Beifahrer harmonierten jeweils perfekt, so dass sich lange keine Paarung eindeutig durchsetzen konnte.

den Regeln der StVO. Hierbei war auch noch genügend Zeit den herrlichen Blick ins Schlierbachtal und Weschnitztal zu genießen. Wieder in Schlierbach zurück, führte die Teilnehmer der letzte Hinweis nach Erlenbach zum Gasthaus „Zum Schorsch“. Hier fand nach einer Stärkung auch die Siegerehrung statt. Den ersten Platz belegte das Team Karger und Karger gefolgt vom Team Koob und Koob. Platz 3 ging an das Team Kräger und Eberle. Den vierten Platz belegte das Team Keil und Emig gefolgt vom Team Schmerl und Schneider. Alle waren sich einig, es war eine wunderschöne Veranstaltung, die wieder öfter stattfinden sollte. Text und Foto: UWE DÖRSAM  ims.de

MSC Klein-Krotzenburg

Turnen auf 3 Rädern Am Wochenende vom 8. und 9. April trafen sich die Gespanntrialer zu ihrem

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Das Ehepaar Hans-Werner und Christiane Bauss, Sieger des letzten Jahres, punktete solide, musste aber letztlich dem Gespann der Bauss-Tochter Manuela Aring und Ihrem technisch perfekten Fahrer Hans Greiner sowie den extrem starken Holländern René und Jolanda van Saane den Vortritt lassen. Auch in der Speedtrial-Challenge ging es sehr knapp zu. Hier standen Bauss/ Bauss aber am Ende ganz oben auf dem Treppchen trotz technischem Defekt in der zweiten Wertungsrunde am Sonntag. In der Fortgeschrittenen-Klasse trat Hans Greiner mit dem 14-jährigen Ole Seibert an. Erst in der 24. Sektion des ersten Tages leisteten sich Hans und Ole mit einer „5“ den einzigen Fehler des Tages und krönten die Wertung mit einer blitzeblanken Null am Sonntag. Jörg Günther und Dr. Gert Friedrich vom MSC Grossheubach konnten diese Ausnahmeleistung zwar nicht toppen, fuhren aber mit all Ihrem Können und der Routine vieler Jahre ungefährdet auf Platz 2. Alle Teilnehmer des Klein-Krotzenburger Gespann-Trials

Sehr nahe beieinander waren die Drittund Viertplatzierten in dieser Klasse. Peter Richter und Jendrik Seibert waren letztlich sowohl im Championat als auch in der Speedtrial-Wertung das entscheidende Quäntchen besser. Das wesentlich unerfahrenere Team Patrick Mosses mit Sohn Benjamin Herzog leistete sich trotz vielversprechender Ansätze am Ende die entscheidende eine „5“ zu viel. In der Anfänger-Klasse gab es ein Wiedersehen mit gleich mehreren Könnern der letzten 20 Jahre. Mit Rücksicht auf die inzwischen älteren Knochen war hier zunächst ein Neubeginn in der niedrigsten Klasse vernünftig, wenn sich auch schnell herausstellte, dass hier wohl das Feld der Fortgeschrittenen kurzfristig Zuwachs erhalten wird. Das Team Walter Freiberg und Kerstin Freiberg-Sommer dominierten dann auch folgerichtig die Klasse und setzen sich mit nur 4 Fehlerpunkten durch. Die Gespanntrial-Gemeinde bedankt sich herzlich bei MSC Klein-Krotzenburg für ein in jeder Hinsicht gelungenes Wochenende. PATRICK MOSSES  msc-klein-krotzenburg.de

MSVg Hammelbach und IMS Schlierbachtal

Odenwälder an der Spitze Bei strahlendem Sonnenschein und super Rahmenbedingungen fanden in Hammelbach die ersten beiden Läufe zur Hessisch-Thüringischen JugendtrialMeisterschaft und Trial-Cup statt. Beim Trialsport wird mit speziellen Motorrädern eine Strecke mit verschiedenen Hindernissen wie Steinen oder großen Baumstämmen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen überwunden. Dabei geht es vor allem um Geschicklichkeit, Maschinenbeherrschung und fehlerloses Fahren und weniger um Zeit. An beiden Veranstaltungstagen kamen über 100 Fahrer von nah und fern, die den begeisterten Zuschauern erstklassigen Motorsport boten. Die Veranstaltung wurde von der MSVg Hammelbach und der IMS Schlierbachtal bestens vorbereitet, es gab viel positive Rückmeldung für die neu gebauten Sektionen und die allgemeine Organisation. Dabei wurden vor allem viele kleine Details bemerkt, wie der Brötchenservice am Morgen oder die kostenlose Bereitstellung von Bananen und Wasser für die Fahrer. Nick Weber, Sandro Stein und


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DMV INSIDE CLUBS Am Samstagnachmittag besteht dann die Möglichkeit, den Flugplatz HöxterHolzminden und das Café Räuschenberg zu besuchen. Wer nicht nur auf Torte und Kaffee aus ist, kann hier auch noch einen kleinen Rundflug buchen.

Nick Weber auf dem Weg zum Sieg  Foto: Thomas Gierth

Nicolas Hartmann bei den Jugendlichen und Sandro Melchiori, André Sattler und Antonio Sattler bei den Erwachsenen siegten in ihren Klassen, teilweise sogar an beiden Tagen. Von den 28 gestarteten Fahrern der Veranstaltergemeinschaft konnten 15 Fahrer auf Podestplätzen landen. Es kommen wie jedes Jahr also viele Hoffnungsträger auf den Meistertitel aus dem Odenwald. Für alle Interessierten gibt es immer mittwochs und sonntags die Möglichkeit für ein Probetraining. Anmeldung bei Jugendleiterin Jana Hörr unter Tel. 0151/23593633. LUISA HÖRR

MSC Victoria Lichterfelde

Start ins Tourensportjahr Bald ist es soweit – das Tourensportjahr 2017 beginnt. Nach dem langweiligen Winter, nicht jeder macht auch Wintersport, freuen wir uns alle auf den Start! Den Anfang macht Lindenfels im Odenwald, aber auch beim MSC Victoria tut sich einiges: Nach dem Erfolg im Harz 2016 beginnen wir vom 25. – 28. Mai 2017 mit unserem 2. Internationalen Motorradtreffen und laden auch die Tourensportler somit zu unserer 7. Nationalen DMV Sternfahrt ein. Sportleiterin Marina Weiß hat mit der Tonenburg bei Höxter wieder einen tollen Standort ausgesucht. Hier können die Motorradfahrer diesmal sogar zelten, wenn sie denn möchten. Auch hat sie ein tolles Angebot ausgehandelt: Drei Übernachtungen auf der Tonenburg mit Frühstück, Abendbuffet und einem Grillabend für 169 € pro Person!

Man sieht, für Abwechslung haben wir gesorgt! Der MSC Victoria Lichterfelde hat sich vorgenommen, diese Art von Veranstaltung zehn Jahre durchzuhalten – also bis 2026 zum 70-jährigen Vereinsjubiläum. Immer im Wechsel, ein Jahr mit einem großen Hotel mehr im Hinblick auf die Sternfahrer und ein Jahr mit einer etwas offeneren Anlage mehr für die „rustikaleren Motorradfahrer“. Wir Victorianer würden uns freuen, wenn das Konzept aufgeht und wir den Tourensport somit etwas beleben. Da die umtriebige Sportleiterin immer eine neue Location sucht, wird es auch immer eine interessante Sache werden.  msc-victoria.de KLAUS CZIESINSKI/MARINA WEISS

AMC Duisburg 1950

Siegerehrung Am 19. März fand im Clublokal des DSV 98 die Clubfeier mit der Ehrung der sportlich Aktiven des AMC Duisburg e. V. 1950 im DMV für die Saison 2016 statt. In der letzten Saison waren die aktiven Piloten des AMC Duisburg ausschließlich auf der Rundstrecke unterwegs. In der Gesamtwertung ging es bis zum letzten Rennen spannend zu. Gesamtsieger bei der Automobil-Rundstrecke mit 18 Läufen wurde Benjamin Leuchter, der in der neuen Tourenwagenserie „TRC Germany“ mit dem VW Golf VII den fünften Platz belegte und einige Rennen in der BMW-Klasse bei der VLN bestritt. Benjamin Leuchter erzielte 149,81 Punkte und ist damit auch Clubmeister 2016. 140,20 Punkte sicherte sich der DTM-Mercedespilot Maximilian Götz, der unter anderem ebenfalls Ren-

Eine Bustour am Freitag mit dem Besuch des PS-Speichers, einem außergewöhnlich geführtem Museum, einem kleinen Imbiss auf die Hand und mit Highlights aus der Region, die man hier nicht erwartet, sollten Euch überraschen! Für eigene Unternehmungen stehen viele Ziele zur Verfügung, wie z.B. das Welterbe Corvey oder der Köterberg. Samstagvormittag besuchen uns Freunde mit ihren ECO – Mobilen. Motorräder, wie man sie sonst nicht kennt.

Heino Lutz (Sportleiter), Reinhard Walther in Vertretung für Benjamin Leuchter, Yvonne Bohrer für ihren Mann Michael und Johannes Georg Kreuer (von links)

nen bei der VLN absolvierte und 16 Läufe für die Wertung hatte. Der letztjährige Clubmeister, Michael Bohrer, der die VLN und die 24h Rennen bestritt, belegte mit 14 Rennen und 131,56 Punkten Platz 3. Rang 4 ging an Uwe Reich, der seine Rennen bei den Youngtimern bestreitet, gefolgt von Johannes Georg Kreuer, der mit seinem knallgelben Donkervoort D8R bei der Spezial-Tourenwagen-Trophy, kurz STT, startet, die auch einige Rennen im Rahmen des ADAC GT Masters absolvierten. Text und Foto: YB/Motorracetime.de

DMV Nordbayern

Jahreshauptversammlung und Siegerehrung Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Landesgruppe Nordbayern fand an bewährter Stelle in Michelfeld bei Auerbach statt. Mit großem Interesse verfolgten die anwesenden Vereinsvertreter die Berichte der Vorstandschaft und der Spartenleiter. Dabei bedauerten die Vorsitzenden und Sportleiter, dass 2016 nur wenige der zahlreichen Veranstaltungen in Nordbayern besucht werden konnten. Mit der Trial-Weltmeisterschaft in Gefrees und den Vorbereitungstrainings auf die Saison hatte man im ersten Halbjahr keine Gelegenheit, sich vor Ort zu zeigen. Dies soll sich in der kommenden Saison aber wieder ändern. Im Jahr 2017 kann LG-Vorstand Uwe Liebig wieder auf die bewährte Mannschaft bauen. Neben Peter Suk als Vize-Vorsitzender wurden auch Anthony Seubert als Zweiradsportleiter und Markus Hellmuth als Tourensportverantwortlicher bestätigt. Das Amt der Schriftführerin wurde offiziell an Gabriele Seubert übertragen, die es bereits seit der letzten JHV kommissarisch bekleidete. Nachdem der Vorstandschaft umsichtiges Wirtschaften und dem Schatzmeister eine tadellose Kassenführung bescheinigt wurden, erfolgte die Entlastung einstimmig. Für vier Clubs aus der Landesgruppe wurden Zuschussanträge positiv behandelt und Unterstützung für diverse Projekte zugesagt. Siegerehrung Nordbayerische DMVMeisterschaft. Die Siegerehrung der Nordbayerischen DMV-Meister fand im Anschluss an die JHV im großen Saal des Gasthaus Schenk statt, der wie immer ganz im Zeichen des DMV dekoriert war. Leider sorgten winterliches Wetter und krankheitsbedingte Entschuldigungen dafür, dass nicht alle zu ehrenden Sportler anwesend waren. In seiner Begrüßungsrede bedankte sich Uwe Liebig im Namen des DMV bei den aktiven Sport-

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DMV INSIDE CLUBS Sportwarte-Schulung, Bosch Hockenheim Historic, zwei Mal DTM (Auftakt und Finale), Public Race Days, die NitrOlympX, Ferrrari Racing Days, die nach dreijähriger Abstinenz wieder auf dem Hockenheimring zu Gast waren, die Hockenheim Classics und das IDM-Finale. Der BMC hatte Ende 2016 714 Mitglieder und ist somit der größte Club im DMV.

Die aktiven Sportler des DMV Nordbayern wurden in Michelfeld geehrt

lern und den dazu gehörigen Betreuern und Eltern. Ganz besonderer Dank wurde den zahlreichen Veranstaltern, Organisatoren und Helfern zuteil, ohne die, so Liebig, die Sportler gar keine Möglichkeit hätten, Wettbewerbe zu bestreiten und ihrem Sport und Hobby nach zu gehen. Die schönen und hochwertigen Glaspokale wurden dann aus den Händen der jeweiligen Spartenleiter an die erfolgreichen Sportler überreicht. Ingo Ernst hatte somit als Jugendleiter alle Hände voll zu tun. Waren es doch gerade die jugendlichen Sportler, die in der Saison 2016 für den DMV fleißig und erfolgreich unterwegs waren. Im Fahrrad-Trial waren die Aktiven des MSC Gefrees-Fichtelgebirge dominierend. David Meusel, Patrik Fohr und Fabian Goller wurden hier als Sieger geehrt. Bei den Motorrad-Trialern kamen aus allen drei Trial-Vereinen TSC Kulmbacher Land, MSC Großhabersdorf und MSC GefreesFichtelgebirge die Bestplatzierten. Felix Polok dominierte die Schülerklasse vor Felix Schmidt und Jonas Tröger. In der Jugendklasse war es Nicolai Widmann, Deutscher Jugend-Vizemeister vom MSC Gefrees, der dominierte. Auf die Ränge 2 und 3 kamen Ben Grünbaum und Julius Römer vom MSC Großhabersdorf. Die Kategorie Motocross/Enduro entschied Ronny Wirth (MSV Rangau-Uehlfeld) für sich, vor Lucas Paal vom MMC Schweinfurt und Toni Montag vom MSF Burgwindheim. Im Bereich Jugend-Kart konnte Ingo Ernst eine erfolgreiche Saison für den DMV Revue passieren lassen. Hier sind die Fahrer des MSC Deberndorf und des MSC Coburg in den Ergebnislisten ganz vorne zu finden. Leider beteiligen sich nicht alle Vereine an der ausgeschriebenen Meisterschaft. Hannes Orlamünde vom MSC Coburg, Leon Ott vom MSC Deberndorf und Max Grempel, der wiederum für den MSC Coburg fährt, waren die Sieger in der Klasse Schüler. In der Kategorie Jugend dominierte Christina Kiesl aus Deberndorf vor Marvin Kerber (MSC Coburg) und Jasmin Hiltner (MSC Deberndorf).

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Im Erwachsenen-Sport war die Beteiligung leider nicht so groß, wie es die LG-Vorstandschaft sich gewünscht hätte. Nina Blumreich vom MSC GefreesFichtelgebirge konnte ihren Erfolg in der Disziplin Rallye wiederholen und fügte diesem noch den Sieg in der Ori-Wertung hinzu. Thomas Blumreich, 2016 Wiedereinsteiger in den Wagensport, sicherte sich den Sieg in der Disziplin Auto-Slalom/Cross-Slalom. Bei den KartslalomFahrern gewann Gerhard Kiesl vom MSC Deberndorf. Bei den Tourensportlern wurde diese Ehre Richard Kipfmüller vom MSC Großhabersdorf zuteil. Im Motocross-Sport siegte Daniel Weber-Djan vom MSC Tauperlitz und bei den Trialfahrern hatte Tim Ammon vom MSC Großhabersdorf die Nase vorne. Als besonderes Highlight der Ehrung konnte Uwe Liebig noch zwei außergewöhnliche DMV-Sportler für Ihre 50-jährige Treue zum Verband ehren. Hans-Rainer Jung und Georg Reichel vom MSC GefreesFichtelgebirge waren in den 1960er und siebziger Jahren im Geländesport zu Hause und fuhren auf internationalem Niveau. Dabei konnte Georg Reichel sogar eine Goldmedaille bei der Internationalen Sechs-Tage-Fahrt in den USA erringen. Hans-Rainer Jung stieg später auf den Straßensport um und war Mitorganisator der legendären DMV DeutschlandTrophy. UWE LIEBIG  dmv-nordbayern.blogspot.de

Badischer Motorsport Club Hockenheim

Jahreshauptversammlung Das abgelaufene Jahr 2016 war erfüllt mit vielen Sportveranstaltungen und daher auch ein arbeitsreiches Jahr für den Badischen Motorsport Club (BMC), begann Präsident Jörg Bensemann seinen Geschäftsbericht. Er erwähnte die zahlreichen Veranstaltungen wie die traditionelle Begehung zu Jahresbeginn, dann

Der Präsident des BMC führte weiter aus, dass die Finanzen des Vereins sich weiter positiv entwickelt haben. Zu guter Letzt hatte die Hockenheimring GmbH ein gutes Jahr 2016, natürlich mit dem sportlichen Highlight des Formel1-Grand-Prix. Geschäftsführer Georg Seiler kann mit Spannung auf die Saison 2017 blicken, in der neben den üblichen Veranstaltungen auch wieder drei Konzerttage mit den Böhsen Onkelz und neu mit Andreas Gabalier, sowie als absolute Neuheit in Hockenheim die großen V8-Brummer der NASCAR Whelen Euro Serie auf dem Programm stehen. Sportleiter Willi Schenkel erläuterte in seinem Bericht, dass das Jahr 2016 traditionell mit dem 1000 Kilometer-Rennen am Ostersamstag eröffnet wurde. Neben den üblichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Renntrainings von Speer Racing, kam dann auch die Bosch Hockenheim Historic an die Reihe. Volle Starterfelder und begeisterte Gesichter bescheinigten wieder aufs Neue, dieses Wochenende ist ein Muss in Hockenheim und bleibt hoffentlich noch lange im Kalender. Die Sport AutoHigh-Performance-Days sind ein weiterer ungewohnter Termin im Kalender des BMC. Driften in Verbindung mit begeisterten Zuschauern in der Boxengasse fordern den Stimmbändern der Sportwarten alles ab, um einen halbwegs sicheren Zustand in der Boxengasse herzustellen. Das ADAC GT Masters in Verbindung mit der Formel 4 war ein Garant für spannenden Motorsport. Speziell die Formel 4 sorgte für Radan-Radkämpfe. Willi Schenkel erklärte bei der BMC-Jahreshauptversammlung, dass er als Sportleiter nicht mehr zur Verfügung stehe. Er bedankte sich beim Präsidium für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und wünschte gutes Gelingen für die Saison 2017. Schatzmeister Ulrich Gleich erstattete den Kassenbericht und sein Dank ging an Jörg Bensemann. Er bedankte sich besonders bei BMC-Mitarbeiterin Sabine Tesseraux für die geleistete Arbeit. Revisor Karl-Heinz Träutlein bestätigte eine einwandfreie Kassenführung und auf seinen Antrag hin wurde das Präsidium einstimmig entlastet. Sehr schnell verliefen die Neuwahlen. Mit Zustimmung der Hauptversammlung unter der Regie von Schriftführer


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DMV INSIDE CLUBS Herbert Degenhard wurde Jörg Bensemann als Präsident wiedergewählt. Ulrich Gleich wurde als Schatzmeister in seinem Amt bestätigt. Bei den Revisoren wurden Karl-Heinz Träutlein und Heiner Brunnert für zwei Jahre wiedergewählt. Zum neuen Sportleiter wurde Marcel Fitterer gewählt. Nach den zahlreichen Ehrungen wurde zum Abschluss der Jahreshauptversammlung noch der Vorschlag für den Haushalt und für das laufende Geschäftsjahr genehmigt. Text und Foto: FRANZ HOFFMANN  bmc-hockenheim.de

BMC- und DMV-Ehrungen Bei der Hauptversammlung des BMC Hockenheim im Baden-Württemberg Center nahmen die Ehrungen einen breiten Raum ein. Zahlreiche treue Mitglieder wurden von Präsident Jörg Bensemann, Schriftführer Herbert Degenhard und BMC-Sekretärin Sabine Tesseraux mit Ehrennadeln des BMC sowie des DMV ausgezeichnet. „Ehrungen sind eine Möglichkeit des Clubs seinen Mitgliedern Danke zu sagen“, erwähnte Präsident Jörg Bensemann. Die BMC- und DMV-Treuenadel mit Urkunde und Buch 50 Jahre erhielten: Manfred Christ (Hockenheim), Herbert Degenhard (Hockenheim), Hans Peter Herr (Gundelfingen), Albert Hund (Oberkirch) und Hermann Menger (Oftersheim). Die BMC- und DMV-Treuenadel mit Urkunde und Buch 40 Jahre ging an: Emil Alt (Hockenheim), Lothar Fuerstenberger (Rauenber), Karin Reinhard (Walldorf), Ulrich Heinz Ringer (Kronau), Günter Scheuermann (Heidelberg), Udo Vetter (Hockenheim), Gert Zimmermann (Eggenstein). Die BMC-Ehrennadel 30 Jahre Gold und Urkunde erhielten: Harald Buehn (Kronau), Wolfgang Destree (Zornheim), Rüdiger Mail (Alzey), Manfred Nord (Speyer), Andreas Renner (Bürstadt).

Die DMV-Ehrennadel in Gold und Urkunde/ BMC-Silbernadel und Urkunde 20 Jahre erhielten: Michael Bauermeister (Duisburg), Daniela Böhm (Hockenheim), Mario Böhm (Hockenheim), Willy Eckert (Angelbachtal), Willi Keller (Hockenheim), Dirk Koch (Bielefeld), Walter Krähenbühl (Eschen), Dieter Krumpholz (Bürstadt), Günther Lansche (Hockenheim), Arno Schweigert (Kaempfelbach), Bernhard Stürtzle (Schwetzingen), Hans Jörg Völker (Schwäbisch Hall), Thomas Wagenbach ( Wettenberg), Timo Wahl (Hockenheim), Andre Wahl (Neulußheim), Karin Walter (Sandhausen), Michael Walther (Bad Homburg). Die DMV Ehrennadel in Silber für 15 Jahre und Urkunde erhielten: Thomas Conrad (Dettenhausen), Jens Dagenbach (St. Leon-Roth), Mark Etz (Neckargemünd), Andre Föhringer (Sandhausen), Roman German (Barbelroth), Klaus Grueb (Lampertheim), Christian Joos (Eppingen), Peter Klink (Wimsheim), Jan Lehmann (Rostock), Dennis Mattern (Sandhausen) Martin Palinkas (Heidelberg), Ulf Schäfer (Nidda), Raimund Schaffer (Breuberg), Christian T. Schneider (Luckenbach), Vejdi Tuerker (Kuernbach), Sascha Urban (Darmstadt), Markus Wannehorst ( Dreieich), Gregor Zdebel (Heidelberg). Mit der Bronzenen BMC- und DMVBronze-Ehrennadel für zehn Jahre Mitgliedschaft und Urkunde wurden geehrt: Martin Blöchl (Wiesloch), Can Böhm (Hockenheim), Sylvia Gaida (Hockenheim), Nicola Höllerich (Kruchten), Stefan Joos (Maxdorf), Rene Kloos (Ronneburg), Nicolai Kraft (Hockenheim), Jan Linke (Neulußheim), Christian Reitz (Dettenheim), Bernhard Zahn (Hockenheim), Kai Zentner (Königsbach/Stein). Eine Ehrung des Deutschen Sportfahrer Kreises (DSK), den DSK-Bodo-Grafenhorst-Orden erhielten Karl Stohner und Walter Hoffmann vom BMC Hockenheim. BMC-Clubmeisterehrung. Im Anschluss an die Ehrung zur Jahreshauptversammlung wurden bei der BMC Clubmeister-Ehrung die Fahrer des BMC für ihre Erfolge und Platzierungen während der Motorsportsaison 2016 geehrt. Platz

Die geehrten Mitglieder des BMC Hockenheim

1 und somit Clubmeister 2016 wurde Rainer Noller (Rallye DRM-Rundstrecke), Porsche 996 GT3, Porsche 991 GT3Cup und Mitsubishi Lancer Evo, mit 890 Punkten. 2. Jan Bühn (IDM Superstock, 495 Punkte); 3. Christian Richinger (Suzuki GSXR Challenge, 309 Punkte); 4. Nicolai Kraft (Klassic SSP 600 ccm, 237 Punkte); 5. Tobias Fritz (historische Gespannklasse, 215 Punkte); 6. Manfred Nord (Historische Formel V, 125 Punkte); 7. Franz Schulze Sprakel (1000 ccm Seriensport, 102 Punkte). Bei der BMC-Jugend wurden Can Böhm (Deutscher Vizemeister AvD-Superkartslalom Klasse 2), Maximilian Biedermann (Deutscher Vizemeister AvD-Superkartslalom Klasse 2) und Sophia Nord (Badischer Meister DMV Superkartslalom Klasse 2) für ihre Erfolge im Kartsport geehrt. Text und Foto: FRANZ HOFFMANN

TSC Kulmbacher Land

Klassik- und Jura-Trial-Pokal Der TSC Kulmbacher Land lud zu einer Trial-Doppel-Veranstaltung in Mühlberg ein. Bei herrlichem Sonnenschein starteten am Samstag um 13.00 Uhr 23 Fahrer zum zweiten Lauf zur Süd-Klassik-TrialMeisterschaft. Es gibt drei Wertungskategorien: Experten – schwere Spur, grün –, Fortgeschrittene – mittlere Spur, schwarz –, Beginner – leichte Spur, rot. In der Klasse 5 Twinshock (schwarze Spur) fuhr Klaus Herold auf seiner Honda 200 TLR und belegte hinter Werner Fuhr aus Neuburg den zweiten Platz. Ihm folgten seine Vereinskameraden Michael Könitz und Jürgen Oetter mit den Plätzen 3 und 4. In der Klasse Twinshock fahren Motorräder ab Baujahr 1966 (luftgekühlt, Trommelbremsen, zwei Federbeine, Seilzugbremse, keine umgebauten Monos). Weiterhin kommen auch die Pre 65 zum Einsatz; das sind Motorräder die vor 1965 gebaut wurden. Am Sonntag war der 1. Lauf zum JuraTrial-Pokal, eine Trial-Meisterschaftsserie, welche zwischen Nordbayern, Hessen und Thüringen ausgetragen wird. Weiterhin zählt dieser Lauf zur Nordbayerischen Meisterschaft des DMV. Das Veranstaltungsgelände am Mühlberg hat mit seinen verschiedenen Untergründen aus Stein und Waldboden, die mit natürlich und künstlich verbauten Hindernissen gut gespickt sind, sehr gute Voraussetzungen für eine Trial-Veranstaltung. Bei wiederum sonnigem Wetter gingen 49 Fahrer auf die Strecke. Die zehn Sektionen Fortsetzung auf der nächsten Seite

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Kathrin Döhla aus Mitterteich

mussten von den Fahrern in drei Runden bewältigt werden. Es ist zu beobachten, dass die Starterzahlen in den letzten Jahren rückläufig sind, aber diesmal war es schon besorgniserregend. Bei Gesprächen mit einigen Fahrern wurde gesagt, dass in ihren Vereinen Mitglieder sind, die nur drei oder vier Wettgewerbe im Jahr fahren und sie deshalb keine C-Lizenz mehr kaufen. Die drastische Erhöhung der Lizenzgebühren geht ihnen dermaßen gegen den Strich, dass sie sich grundsätzlich diese C-Lizenz nicht mehr leisten wollen! Die Klassen 4, 5 und Automatik starteten um 10 Uhr. Moriz Faust aus Marktleugast ist das jüngste Mitglied des TSC Kulmbach. Er wurde Sieger in der Automatikklasse. Die Klasse 6 war mit acht Fahrern besetzt und Felix Schmidt vom TSC Kulmbach stand mit 11 Strafpunkten ganz oben auf dem Podest. Valentin Maiwald fuhr in der Klasse 5 Jugend hinter Luis Speer aus Mitterteich auf Platz 2. Michael Könitz belegte in der Klasse 5 Clubsport Platz 6. Um 12 Uhr starteten die Klassen 2, 3 und 4. In der Trialklasse 4 Jugend konnte Lucas Herold vom TSC Kulmbach Platz 4 nach Hause fahren.  jura-trial-pokal.de

Gedenken an Jim Clark

Der schottische Formel-1-Weltmeister Jim Clark verunglückte am 7. April 1968 im ersten Formel 2-Lauf um den Martini Gold Cup auf dem Hockenheimring tödlich. Er ist und wird immer ein Idol für die Motorsportwelt bleiben. Am 7. April 2017 wurde zu Gedenken an den Ausnahmefahrer ein Blumengesteck am Jim-ClarkMemorial niedergelegt. Nur wenige Rennfahrer werden bis heute mit einer solchen Leidenschaft verehrt wie Jim Clark. Der Sohn eines schottischen Farmers aus dem kleinen Ort Kilmany startete seine Karriere

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in den 1950er Jahren, eine gefährliche Ära des Rennsports. Jimmy, wie seine Freunde ihn nannten, absolvierte 72 Formel-1-Rennen, wurde zwei Mal Formel-1-Weltmeister (1963 und 1965), gewann 25 Grand-Prix-Rennen und stand 32 Mal auf dem Siegerpodest. All seine Formel-1-Läufe bestritt er im englischen Lotus-Team. Unter anderem siegte er 1965 als erster Rennfahrer aus Europa beim 500-Meilen-Rennen in Indianapolis. Auch den ersten Grand Prix der Formel1-Saison 1968 gewann der junge Brite. Dann kam der verhängnisvolle Sonntag in Hockenheim. Beim ersten Formel 2-Lauf um den Martini Gold Cup auf dem Hockenheimring verunglückte Clark im Alter von 32 Jahren tödlich. Niemand sah den Unfall. Als die ersten Sportwarte und

Siegerehrung mit Jennifer Uden, Herr Werner und Bürgermeister Helbig (von links) Foto: Jürgen Schmitt

zum Teil auch mit Scheitelpunkten, ergibt für die Clubmeistbeteiligung mit fast doppelt so vielen Teilnehmern wie das zweitplatzierte Team mit 16 Teilnehmern. Gemeinsam! Das nennt man Verein oder „Wir machen das Rennen“. Vier erste Plätze in den Fahrerwertungen, einen dritten in der Beifahrerwertung und den zweiten Platz in der MSJ-Wertung ergaben ein erfolgreiches Wochenende, das dann auch mit dem Pokal der Stadt Lindenfels, der durch Bürgermeister Helbig überreicht wurde, seinen Höhepunkt fand.

von links Herbert Degenhard (BMC), Jörg Bensemann (Präsident des BMC), Sabine Tesseraux (BMC), Jochen Nerpel (Leiter Technik und Betrieb Hockenheim-Ring GmbH), Marco Polomski (Geschäftsführer Wolfgang Huter GmbH & Co. KG)

Sanitäter zu den Trümmern kamen, war der Formel-1-Weltmeister bereits tot. Text und Foto: FRANZ HOFFMANN

MSC Lindenfels/ MSVg Hammelbach

Natürlich unterstützten die Hammelbacher dadurch auch ihren Verein aus der Nachbarschaft, so wie es „Oureweller“ (Mundart für: Odenwälder) eben tun. Gewonnen hat die Sternfahrt die MSVg Hammelbach mit 29 Teilnehmern (9 Motorrädern ) vor dem MSC Victoria Lichterfelde und dem SMC Rot Weiss. Die Statistik: 69 Fahrer, 40 Beifahrer, ergibt 109 Teilnehmer aus 14 Clubs. JÜRGEN SCHMITT/MW  msv-hammelbach.de

Perfekter Start ins Tourensportjahr Kein Phönix aus der Asche, aber „Veni, vidi, vici“. Sie fuhren, kamen und siegten. Das könnte sie sein oder ist die hessische Übersetzung und das Motto der MSVg Hammelbach bei der Sternfahrt nach Wald-Michelbach. Damit überraschten die Hammelbacher Motorsportler die Teilnehmer der 1. Überwald-Sternfahrt des MSC Lindenfels im DMV. Die Trialsportler unterstützten die Tourensportler, indem sie sich kurzerhand auf ihre Strassenbikes setzten und mal die Scheitelpunkte holten, sechs Mal volle Punkte plus dreimal direkte Anfahrtspunkte bei den Motorrädern. Hinzu kamen elf Autos

Die „Victorianer“ aus Berlin verbanden die Sternfahrt mit einem schnellen Ritt auf der Sommerrodelbahn bei der Kreidacher Höhe Foto: Marina Weiss


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DMV INSIDE CLUBS Unfallschutz für Rennund Trainingsfahrten!

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DMV INSIDE LETZTE SEITE

Günther Kaeckow zurück †

Fritz Cron:

Die Weltmeister vereint †

Ehrenmitglied

Walter Herold DMV-Ehrenmitglied Walter Herold verstarb am 22. Februar 2017 im Alter von 84 Jahren. Mit dem langjährigen DMV-Mitglied aus dem hessischen Mühltal – Trautheim verloren wir auch ein fast unerschöpfliches Wissen um den DMV und um den Motorsport. Walter Herold war 65 Jahre Mitglied im DMV und gehörte dem MSC Gross-Bieberau an. Wir werden ihm ein stetes Andenken bewahren. Deutscher Motorsport Verband e.V. Das Präsidium

Am 18. Januar 2017 war der ehemalige Seitenwagen-Weltmeister und DMV Vizepräsident Wilhelm Noll im Alter von fast 91 Jahren verstorben. Nun folgte ihm sein Freund und Copilot Fritz Cron Fritz Cron (im Bild links). Der damalige Kirchhainer, der zuletzt in Eschborn im Taunus lebte, verstarb am 29. April 2017 im Alter von 92 Jahren. Der Hesse gewann mit Wilhelm Noll 1954 die Seitenwagen-Weltmeisterschaft auf einer Werks-BMW. Das Gespannteam wurde ein Jahr später Vize-Weltmeister. 1956 folgte dann ihr zweiter Titelgewinn. Außerdem waren sie zweimal Deutsche Meister und dreimal Vizemeister. Beide beendeten nach Abschluss der Saison 1956 ihre Rennfahrerkarrieren. Der Deutsche Motorsport Verband wird seinem verdienten Mitglied ein stetes Andenken bewahren.

Das Letzte Dunkle Gestalten bewegen sich mit ihren fliegenden Kisten auf der MotocrossStrecke in Aufenau. Hier allerdings nur auf der Zufahrt zum Vorstartbereich. Am 26. August wird es dann ernst: Der MSC Aufenau richtet sein erstes Flutlicht-Motocross aus!

DMV-Ehrenmitglied Günter Kaeckow ließ es sich nicht nehmen und stattete mit seiner Tochter der Eröffnung der Motorradbiathlon-Saison in Eisenhüttenstadt einen Kurzbesuch ab. Präsidiumsmitglied Lothar Knofe (links im Bild) freute sich über den prominenten Besuch: „Ich fand es toll, dass Günter in diesem Alter noch geistig so rege bei uns erschienen ist.“

DMV INSIDE NR. 3/2017 erscheint am 19. August 2017 Redaktionsschluss: 31. Juli 2017

Impressum DMV-INSIDE Mitgliedermagazin Verlag: Deutscher Motorsport Verband e,V., Otto-Fleck-Schneise 12, DOSB-Haus des Sports, 60528 Frankfurt, Tel.: +49 (0) 69-695002-0, E-Mail: dmv@dmv-motorsport.de, Internet: www.dmv-motorsport.de Telefax: 069/69 50 02 20 Leitung und Herausgeber: Wilhelm A. Weidlich (v.i.S.d.P.) Redaktionsleitung: Thomas Schiffner Freie Redaktionsmitarbeiter: Franz Hoffmann, Thomas Bauer, Marco Mander Anzeigenleitung: Corinna Frache

Foto: Lukas Schell

Layout: Jochen Behl, www.layoutinstinkt.de Druck: M  öller Druck und Verlag GmbH, Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde OT Blumberg DMV INSIDE erscheint in der Regel 4x im Jahr,

In der nächsten INSIDE: ■ DMV GTC Saison ■ American Race Weekend Hockenheim

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der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Höhere Gewalt entbindet den Verlag von der

■ DMV BMW Challenge ■ Nachrichten aus Clubs und Landesgruppen

Lieferpflicht. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck mit Quellenangabe erlaubt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Garantie übernommen


Veranstalter: MSC Pößneck e.V. im DMV

Donnerstag: 18 - 21 Uhr Shakedown Freitag:

Samstag:

Auf dem Stadtrundkurs Pößneck: ab 19 Uhr Rahmenprogramm ca. 21 Uhr Start WP 2 ca. 23 Uhr Höhenfeuerwerk

8 Wertungsprüfungen über ca. 130 km anschließend Siegerehrung mit großer Rallyeparty (Shedhalle Pößneck)

www.thueringen-rallye.com • www.adac.de/rallye-masters • www.adac.de/rallyehub


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DMV INSIDE 02 2017  

DAS OFFIZIELLE VERBANDSMAGAZIN des Deutschen Motorsport Verbandes

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