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TÄGLICH AKTUELLE BRANCHEN-INFORMATIONEN UNTER WWW.DMM.TRAVEL

Jan. / Feb. 2017 69 707 I 6,50 Euro www.dmm.travel www.csr-award.de www.newfleet.de www.newbusinessaviation.de

Mehr Effizienz bei Geschäftsreise I Firmenwagen I Veranstaltung

Business Travel & MICE Days 2017 ITB ITB BUSINESS Wann? 8. – 10. März · Wo? Halle 7.1a TRAVEL DAYS 2013 itb-kongress.de/businesstravel DMM_Banderole_ITB2017_BTD_210x30.indd 1

19.01.2017 11:16:59

Kaum geeignet für Dienstreisen •••

Fernbus – Wozu? Aus der Praxis für die Praxis ••• ITB Businesstravelund Mice-Days

Nürnberg stark im Aufwind ••• Steigende Nachfrage im Business-Segment

Pay-in-Lounge als Alternative ••• Rückzugsräume ohne Vielfliegerstatus

Die beliebtesten Geschäftsautos ••• DMM Favoriten des Jahres 2016 /17


DER SEAT ATECA. Business. Klasse.

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SCHON AB 202 €2 IM MONAT. Design, Dynamik, Ausstattungsmöglichkeiten: Was Ihnen der SEAT Ateca als Dienstwagen bietet, ist eine Klasse für sich. Überzeugen Sie sich selbst und vereinbaren Sie eine Testfahrt. Einfach per E-Mail an firmenkunden@seat.de oder telefonisch unter 06150 1855-500. Wir freuen uns auf Sie.

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SEAT FOR BUSINESS

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Kraftstoffverbrauch SEAT Ateca 1.6 TDI ECOMOTIVE, 85 kW (115 PS): innerorts 4,8, außerorts 4,2, kombiniert 4,4 l/100 km; CO2-Emissionen: kombiniert 114 g/km. Effizienzklasse: A. Nähere Informationen unter www.euroncap.com. Der SEAT Ateca Reference 1.6 TDI ECOMOTIVE, 85 kW (115 PS), Start&Stop, auf Grundlage der unverbindlichen Preisempfehlung von 19.840,34 € + Sonderausstattung 138,66 €, zzgl. Überführungskosten und MwSt.: 202,00 € monatl. Finanz-Leasingrate bei 36 Monaten Laufzeit und jährlicher Laufleistung von 20.000 km. 0 € Sonderzahlung. Ein Angebot der SEAT Leasing, Zweigniederlassung der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Straße 57, 38112 Braunschweig. Dieses Angebot ist nur für gewerbliche Kunden mit Großkundenvertrag und nur bis zum 30.06.2017 gültig. Bei allen teilnehmenden SEAT Partnern in Verbindung mit einem neuen Leasingvertrag bei der SEAT Leasing, Bonität vorausgesetzt. 3 Optional ab Ausstattungsvariante Style in Verbindung mit Rückfahrkamera bestellbar, serienmäßig für Ausstattungsvariante XCELLENCE. 4 Optional ab Ausstattungsvariante Style. 5 Informationen über kompatible Mobiltelefone erhalten Sie bei Ihrem SEAT Partner oder unter www.seat.de. Abbildungen zeigen Sonderausstattung. 1 2


Editorial • Unter uns

US-Präsident Donald Trump sorgt mit seinem Dekret betreffend Einreiseverbote für Muslime aus bestimmten arabischen Staaten für Riesenwirbel. Auch der VDR und der US-Verband von Geschäftsreiseverantwortlichen, ACTE, sind in Sorge um die Entwicklung der Geschäftsreisebranche. Viele Firmen haben nun das Problem, dass sie muslimische Mitarbeiter nun nach Stand 01. Februar 2017 nicht in die USA entsenden können. •••

ZEIT FÜR MEHR OPTIMISMUS Friedrich und Weik ziehen eine verheerende Bilanz für 2016 und malen ein düsteres Bild der Zukunft. Ob davon auch Tourismus und überhaupt die Geschäftsreisebranche getroffen werden, lässt sich nicht vorhersagen. Aber die Zeichen stehen nicht nur auf Pessimismus. Ich denke, 2017 eröffnet uns wieder so viele neue Chancen zur Verbesserungen der Effizienz, das am Ende vielleicht sogar ein leichtes Wachstum herausspringt. Laut Friedrich und Weik ist das Modell Deutschland am Scheitern. Der deutsche Wirtschaftsmotor boomt nur wegen des abgewerteten Euros und des vielen billigen Geldes. Bei vielen Arbeitnehmern ist der Sachverhalt jedoch ein anderer. Heute arbeiten 22,5 % aller Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor. Weder zahlen sie in die Rentenkassen ein noch können sie selber für das Alter vorsorgen. Diese Problematik wird angesichts der sprudelnden Steuereinnahmen von der Politik völlig verkannt. Auch die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten steigt unablässig. Langfristig wird sich dieser Irrsinn bitter rächen mit extremen Kollateralschäden. Glas halb voll. Auch wird sich das politische Klima in Deutschland bis zur Bundestagswahl noch erheblich weiter vergiften. Der kommende Wahlkampf sowie das Ergebnis dieser Wahl wird die Spaltung der Gesellschaft schonungslos offenlegen. Populistische Kräfte werden weiter auf dem Vormarsch sein und bei der Bundestagswahl erhebliche Erfolge verzeichnen – insbesondere wenn die Devise der großen Parteien lautet „Weiter so“. Die Ökonomen gehen davon aus, dass die Ära Merkel 2017 ein Ende findet. Und die Chancen, dass der Euro 2017 scheitert, stehen nicht schlecht. So weit die negative Sicht. Ich persönlich neige zur Sichtweise, dass das Glas nicht halb leer, sondern halb voll ist.

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Licht. Der Großteil der deutschen Reiseverantwortlichen erwartet, dass die Anzahl der Geschäftsreisen in 2017 konstant bleiben wird, besagt jedenfalls eine aktuelle AirPlusStudie. Allerdings gehen mit 32 % deutlich mehr Reisende als Travel Manager (22 %) von einem steigenden Geschäftsreisevolumen in ihrer Firma aus. Auch den Einfluss der Wirtschaftslage auf die Geschäftsreisetätigkeit ihres Unternehmens schätzen Reisende in Deutschland anders ein als Reiseverantwortliche: 29 % gehen von einem positiven Effekt der Wirtschaft aus – bei den Travel Managern sind es mit 12 % deutlich weniger. Alles in allem glauben beide Gruppen für sich, dass 2017 ähnlich wie 2016 verlaufen wird. „Die unterschiedlichen Ansichten spiegeln nach Meinung von Michael Fürer, Leiter Vertrieb Deutschland bei AirPlus, die derzeitige wirtschaftliche Lage in Deutschland wider. Schatten. „Wir blicken mit gemischten Gefühlen auf die Entwicklung der Branche im Jahr 2017“, sagt Jose Antonio Ruiz Collado, EMEA Vice President Meetings & Events, American Express Meetings & Events. Collado sieht die Entwicklungen nicht so rosig: „Das Wachstum verlangsamt sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Verstärkt auftretende politische und wirtschaftliche Unsicherheit gepaart mit Sicherheitsbedenken, zählen zu den größten Verursachern dieser Entwicklung. Das

bedeutet aber nicht, dass die Ausgaben oder Aktivitäten in großem Maß zurückgehen. Im Gegenteil lassen die meisten Märkte vermuten, dass Ausgaben und Aktivitäten gleich bleiben oder gar zunehmen – wenn auch geringfügig.“ Zukunft der Mobilität. Gemach, gemach. Auch morgen werden die meisten Geschäftsreisenden noch mit einem Diesel- oder Benzin betriebenen Firmenwagen unterwegs sein. Aber übermorgen mag die Welt schon anders aussehen. Automobilindustrie, Luftfahrt- und Schienenfahrzeughersteller sowie IT-Unternehmen tüfteln an der Zukunft der Mobilität: Businesstraveller werden elektrisch und autonom unterwegs sein, digitalisiert und vernetzt. Um 2025 herum dürfte der größte technologische Umbruch in der Geschichte der Verkehrsträger in vollem Gange sein. Dann wird es auf breiter Front mit dem Elektroauto losgehen. Auch in 2017 wollen wir Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, mit DMM ein hilfreiches und unterhaltsames Medium bieten. Freuen Sie sich auf eine spannende Lektüre und schauen Sie gerne auf dmm.travel und newfleet.de vorbei. Ihr Gernot Zielonka Herausgeber und Chefredakteur

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Inhalt • Januar/Februar 2017

Fotos MAN I Christian H. I BMW Titelmotiv MAN

Alternative Fernbus?

Aus der Praxis für die Praxis

Beliebteste Geschäftswagen

Für Firmenkunden sind die Fernbusse i.d.R. keine Alternative zu Flugzeug, Bahn oder Geschäftswagen. Gründe sind u.a. zuviele negative Faktoren wie unwägbare Reisezeiten, ungünstige ­ Zu- und Aussteigemöglichkeiten.

Nur noch wenige Wochen, dann öffnet die 51. ITB ihre Pforten. Travel­ managern und Eventplanern vermitteln die Businesstravel- und Mice-Days vor allem Handlungsempfehlungen, die mehr Effizienz garantieren.

Mobilitätsmanager, Freiberufler, Dienstwagennutzer – sie alle hegen bestimmte Vorlieben für ihre(n) Geschäftswagen. 2016 kam laut DMM-Umfrage das TopTrio aus dem Freistaat Bayern, zweimal München, einmal Ingolstadt.

Seite

14

Trendmonitor

Seite

18

Seite

5 I Branchenbeobachtungen

26 I Wandel zum Weltklasse-Airport New York baut den JFK aus.

News

27 I Veränderungen bei Flugstrecken Nützliches für die Reiseplanung.

8 I Wissenswertes in Kürze

Titelstory 14 I Alternative Fernbus? Obschon es nur noch einen Mono­ polisten gibt, haben die meisten Firmen nur wenig Vertrauen in den Fernbus für ihre Geschäftsreisenden.

Geschäftsreise 18 I Aus der Praxis für die Praxis Auf den ITB Businesstravel- und Mice-Days werden Entwicklungen und Handlungsempfehlungen aufgezeigt. 20 I Bonusprogramme Jan./Feb. 2017 Alitalia verschlechtert mit der MilesRevolution die Bedingungen. 21 I Airline-unabhängige Lounges Kein Vielflieger-Status und dennoch eine Lounge aufsuchen.

Hotel & Veranstaltung 28 I Trends in der Budget-Hotellerie Nicht nur in Metropolen – jetzt sind die Mittelstädte an der Reihe. 29 I Neue Hotelkonzepte Die großen Ketten bringen eine neue Marke nach der anderen.

40 I Die intelligente Marken-Ikone Neue Generation des BMW 5ers kann teilautonom fahren. 42 I H2-Antrieb, ist er die Zukunft? Japaner und Koreaner preschen mit Wasserstoffautos vor. 44 I Europaweit mobil mit VWFS Erweitertes Engagement.

Kommunikation 45 I Daten richtig löschen Secure-Erase-Befehle und mehr.

30 I Übernachten in Berlin Messepreise? Unterkünfte gut und günstig für Fachbesucher.

Recht & Steuern

NewFleet

47 I Rechtsprechung – wichtige Urteile

32 I Geschäftswagen-News Wichtiges aus der Branche

Modell & Vorbild

35 I Gewerblicher Markt Gut zu wissen für Mobilitätsmanager

48 I München-Mailand in einem Zug Als man noch mit dem Mediolanum auf Geschäftsreise ging.

36 I Die beliebtesten Geschäftswagen München hat die Nase vorn.

22 I Nürnberg stark im Aufwind Global Player der Metropolregion sorgen für signifikantes Reiseaufkommen.

38 I Erfrischende Abwechsung Mit der Sportlimousine Giulia die ­Firmenklientel begeistern.

24 I Mit Köpfchen weniger zahlen Parken am Flughafen in Wien.

39 I Vom sanften Hauch zum Orkan Maseratis Levante – einfach mal etwas Anderes fahren.

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36

46 I Gehen ohne zu bezahlen? Wenn das Geschäftsessen schief läuft.

Inside 49 I Köpfe & Skurriles

Vorschau 50 I DMM 03/04.2017 und Impressum

Die nächste Ausgabe »DMM - Der Mobilitätsmanager« 03/04.2017 erscheint am 08.03.2017


Trendmonitor

Foto Fotolia / lenets_tan Online-Info www.ifd-allensbach.de/acta/

ZUR OPTIMIERUNG IHRES BUSINESS: IN JEDER AUSGABE DIE AKTUELLEN

BRANCHENTRENDS IN ZAHLEN Aktuelle Markt- und Preis­­Ent­wick­lungen im Business Travel Marktbeobachtungen von Jürgen Baltes

Der Markt I Januar / Februar 2017

TRAVELMANAGEMENT: MOBILER UND PERSÖNLICHER Die Trends sind bekannt: Mobile Dienste helfen Geschäftsreisenden immer öfter unterwegs, neue Optionen wie Uber und Airbnb werden zuneh­ mend genutzt. Und Reisende erwarten mehr personalisierten Service. Wie sich das in Zahlen ausdrückt und wie es das Travelmanagement verändert, zeigen verschiedene Studien. Mehr Reise-Apps auf Firmenhandys. Acte und American Express etwa haben Ende 2016 Travelmanager weltweit nach den Veränderun­ gen im Reiseverhalten gefragt. Das Ergebnis: Geschäftsreisende regeln ihre Reiseorganisa­ tion zunehmend mobil und nutzen alternative Reiseformen (Grafik 1). Die Firmen reagieren darauf: Jeder Zweite ist bereits mit entsprechen­ den Apps ausgestattet, demnächst werden es drei Viertel sein (Grafik 2). Jede dritte Buchung mobil. Im privaten Umfeld ist die mobile Buchung allerdings schon wei­ ter, wie Zahlen des Hotelportals HRS zeigen. Dort ging 2016 jede dritte Buchung über Smartphone oder Tablet ein. Privatreisende buchten allerdings „dreimal so oft“ mobil wie Geschäftsreisende. Das dürfte vor allem an Firmenrichtli­nien liegen, die zum Beispiel die Buchung über das eigene Online-Buchungssystem vorschreiben.

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Persönliche Ansprache wirkt. Parallel zum Mobile-Trend erwarten Reisende zunehmend eine persönliche Ansprache. Jeder Zweite wäre seinem Reiseanbieter eher treu, wenn er perso­ nalisierte Angebote erhalten würde, hat der Reservierungsanbieter Sabre in der Studie „Deut­ sche Reisende & Personalisierung“ herausgefunden. Darunter verstehen Reisende vor allem, dass sie mit ihrem Namen angesprochen werden (61%), auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Ange­ bote erhalten (57%) und ihre Kundenhistorie bekannt ist (44%). Für persönlichere Angebote würden 43 Prozent ihren Standort preisgeben, 38 Prozent persönliche Daten. Assoziiert wird das Thema Personalisierung vor allem mit der Hotel­ lerie (45%), weniger mit der Luftfahrt (11%). Mobiles Bezahlen floppt. Nicht wirklich aus den Puschen kommt indes das mobile Bezahlen. Nur vier Prozent aller Deutschen haben schon mal per Smartphone gezahlt, wie eine internatio­ nale Studie der Unternehmensberatung Deloitte ermittelt hat. Damit bildet Deutschland das Schlusslicht in Europa. In Japan dagegen bezahlt schon fast jeder Zweite mit seinem Mobiltelefon (49 Prozent). Ein Durchbruch sei hierzulande nicht in Sicht, heißt es von Deloitte. Wobei gut jeder Fünfte zugibt, dass mobile Payment für Park- und ÖPNV-Tickets, Taxi- und Hotelrech­ nungen sinnvoll sein könnte.

••• Alternative Reiseformen

hat zuge- hat abgenommen nommen

Nutzung von Apps für Bodentransport

79% 3%

Nutzung von Low-Cost-Carriern

49% 5%

Nutzung von Taxi-Alternativen

48% 6%

Nutzung von Airbnb und Co.

40% 0%

Nutzung klassischer Mietwagen

12% 24%

Quelle: ACTE-Studie „Meet the modern Business Traveller“

••• Reise-Apps werden Standard

bereits eingeführt

geplant

Informations-Apps für unterwegs

55% 21%

BuchungsApps

41% 26%

Apps zur Reisekostenabrechnung

41% 21%

Quelle: ACTE-Studie „Meet the modern Business Traveller“

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Die Renault BUSINESS Edition. Bringt Ihr Geschäft in Fahrt.

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News

Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel

• • • AccorHotels

ALLES AUSSER STANDARD Für die Mid-scale-Marke Mercure sucht AccorHotels besondere Standorte und kombiniert moder­ ne Hotelkonzepte mit historischen oder ausgefallenen Locations. Seit den 1920ern steht eine alte Mühle auf dem Gelände des heutigen Mercure Hotel Halle-Leipzig. Sie wurde denkmalgerecht renoviert und ins glasüberdachte Foyer der Hotelanlage integriert. Wo früher • • • Marriott

der Müller seiner Arbeit nachging, übernachten heute Gäste im „Mühlenzimmer“, der ApartmentSuite in der oberen Etage. Die schwimmende Tagungs- und Eventlocation des Mercure Hotel Hamburg City liegt am namensge­ benden “Kai 10”. Gäste fühlen sich wie auf See, denn die 450 m2 lie­ gen auf, über und unter Wasser. Auch dunkles Holz und die hellen Möbel erinnern an ein Schiff. •••

Westin Hotels & Resorts (Marriott International) hat in Hamburgs neuem Wahrzeichen das Westin Hamburg eröffnet. Der Hotelbe­ reich befindet sich im östlichen Teil der Elbphilharmonie und erstreckt sich über 21 Etagen des ehemaligen backsteinernen Kai­ speichers und des neuen Glas­ baus. Dank deckenhoher Fenster

gewährt das Hotel atemberauben­ de Ausblicke auf die Stadt und die Elbe. Auf 37 m Höhe ist die Plaza der zentrale Treffpunkt; man gelangt von hier in die Hotellobby und in die Konzertsäle. Im Ange­ bot stehen 205 luxuriöse Zimmer und 39 großzügige Suiten, darun­ ter die Eigner-Suite mit 160 m2 Fläche und einem privaten Bal­

kon, die einen 270°-Ausblick gewährt. Das Hotel ist zudem ideale Location für Konferenzen und Feierlichkeiten. Die 630 m2 ultramoderne Konferenz- und Bankett­ fläche bietet acht multifunktiona­ le Räume. Hotelgäste profitieren ferner vom 24h-Businesscenter und Parkmöglichkeiten im Haus. www.westinhamburg.com •••

At Six: Rückzugsort in Stockholm Mit der Eröffnung des Hotels At Six in Stockholm sind Preferred Hotels & Resorts zum ersten Mal auf skandinavischem Boden vertreten. Das Hotel in Schwedens Hauptstadt wird ab März 2017 das Portfolio der weltweit mehr als 650 Häuser als Teil der exklusiven „LVX Collection“ erweitern. Das moderne Kunsthotel wurde von der renommierten Londoner Architektur-Firma Universal Design Studio konzipiert und vereint elegantes Design mit schwedischer Tradition. Im Zentrum Stockholms am Brunkebergstorg gelegen, wird das Hotel über 343 Zimmer und Suiten verfügen – darunter eine 85 m2 große Präsidenten-Suite mit privater Dachterrasse.

Foto: Preferred Hotels & Resorts

Foto: Accor Hotels Christoph Weiss

WESTIN IN DER ELBPHILHARMONIE

••• Hotel & Veranstaltung Amano: Nahe des FriedrichtstadtPalasts in Berlin eröffnet 2017 das 3*-Haus Amano Friedrichstraße. 100 Zimmer. Barceló: Neues 4*-Hotel bis 2018 am Berliner Hauptbahnhof. 272 Zimmer und ein Konferenzraum. Best Western: In Nairobi eröffnet das erste Executive Residency by Best Western (48 Ein- und ZweiZimmer-Apartments) in Afrika. Zielgruppen: Long-Stay-Gäste. Das Appartementkonzept im gehobe­ nen Mittelklasse-Segment bietet flexiblen Wohnraum. Im modernen Tagungsraum „Slate“ finden bis zu 60 Personen Platz. Beyond by Geisel: Im Herbst eröffnet Münchens erste Luxus-Stadtresidenz (20 Zimmer) direkt am

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Marienplatz. Einladendes Wohnzimmer, Wohnküche und 24h-Con­ cierge-Service. Carlson Rezidor: Ende 2017 eröffnet ein Radisson Blu Hotel in Andermatt. 179 Zimmer und Suiten. Konferenzbereich mit einem Saal für bis zu 400 Personen. Eine Passage wird das Hotel mit den benachbarten Gotthard Residences verbinden, in deren Erdgeschoss ein öffent­ liches Hallenbad mit Sauna-, Wellness- und Fitness-Bereich entsteht. Centro: Budget-Lifestyle-Hotels der Marke Ninety Nine sollen an belebten Innenstadtlagen und internationalen Verkehrsknotenpunkten entstehen. Die Eröffnung des ersten Hauses am BER ist für Frühjahr 2018 geplant. 2019 sollen Augs­ burg und Heidelberg folgen.

Deutsche Hospitality: In HamburgBarmbek (209 Zimmer, Eröffnung 2018), Dortmund (229 Zimmer, Eröffnung 2018) und Hildesheim (148 Zimmer, Eröffnung 2019) entstehen neue IntercityHotels. Dekra: Hat das Best Western Hotel Sonnenbühl (146 Zimmer) in Altensteig-Wart im Nordschwarzwald übernommen. Das Hotel ist auf Tagungen und Kongresse spezialisiert. Estrel Congress & Messe Center Berlin: Die aktuell 1.125 Zimmer werden durch den Bau des Estrel Towers (175 m) um mehr als 800 erweitert. Eröffnung ist für 2020/21 geplant. Four Seasons: Das Four Seasons Hotel London at Ten Trinity Square ist an den Start gegangen. 100 Zimmer, 41 private Residences.

Hilton: 2017 eröffnet in Berlin das Hampton by Hilton Alexanderplatz als das aktuell weltweit größte Haus der Hotelkette. 344 Zimmer. Am Merce­des Platz entsteht das Hampton by Hilton Berlin City East. 254 Zimmer. Eröffnung Ende 2017. IHG: Im Herzen des Stadtteils „Le Quartier Central“, im Knotenpunkt zwischen Innenstadt und Messe, hat das neue Holiday Inn Düsseldorf City - Toulouser Allee eröffnet. 209 Zimmer und Suiten. Tagungsraum für max. 230 Personen. Mit 708 Zimmern gehört das neu eröffnete Holiday Inn London – Kensington zu den größten Holiday Inn Hotels in Europa. 13 Konferenz­ räume für bis zu 250 Personen. Bis Ende 2019 in Offenbach ein Holiday Inn Express (160 Zimmer).

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


News • • • Derag Livinghotels

NEU IN SACHSENHAUSEN

IHR WEGWEISER IM TRAVEL MANAGEMENT.

m2 Größe geschaffen. Das gesam­ te Hotel ist Ausdruck der Philoso­ phie „Nicht nur wohnen, sondern leben“ von Derag Livinghotels. Statt des klassischen Empfangs und traditionell voneinander abgetrennter Bereiche erwartet Gäste der Living Room. Herzstück des Hauses, in dem Lobby, Lounge, Bar und Küche, Check-in-Termi­

Technikboxen, Laptopsafes und Kitchenette. Ferner finden sich darin großzügige Schrank- und Stauraumflächen sowie TV-Gerä­ te, an denen der (Business-)Gast auch via Laptop arbeiten und das eigene Film-, Serien- und Enter­ tainment-Archiv vom Smartpho­ ne/Tablet auf den TV streamen kann. Auf der zweiten Ebene wur­ den 50 Hotelzimmer von 15 bis 35

nals und Working Stations in einer einzigen Fläche verschmelzen: ein rund 300 m2 großes, offen und barrierefrei gestaltetes Wohlfühlareal mit Sofa- und Sitzland­ schaften, Bartisch-, Barhockern und Bücherwänden. Außerdem bietet der Living Room Arbeits­ plätze und Webstationen, an die der Gast Tablet und Smartphone anschließen kann. •••

8. – 10. März 2017

Co-Host ITB Berlin Convention 2017

世界旅游城市联合会

Foto: DLH

Kürzlich hat in Frankfurt-Sachsen­ hausen das zweite Frankfurter Haus der Derag Livinghotels Grup­ pe eröffnet. Es verfügt über 104 Zimmer und 54 moderne Serviced Apartments mit Glasfronten im OG 1, zwischen 30 und 45 m2 groß und teils mit Balkon. Ausgestattet sind sie u.a. mit in die Nachttische eingearbeiteten Anschluss und

„KOSTEN SENKEN, RISIKEN MINIMIEREN, WERTSCHÖPFUNG STEIGERN“

Lindner: me and all Hotel im neuen Shopping- und Erlebniscenter „Volt Berlin“ am Alexanderplatz. 4*-Haus startet Ende 2017. Marriott: Moxy Aberdeen Airport (200 Zimmer) und Courtyard ­Brussels EU eröffnet. Das 180 Zimmer-Haus mit drei Tagungsräumen befindet sich im Herzen des Europaviertels. 2019 eröffnet ein Moxy-Hotel im Flon-Quartier von Lausanne. 110 Zimmer. NH Hotel Group: NH Collection Grand Hotel Calderón in Barcelona und -Suecia in Madrid. NOVUM: 2019 eröffnet in Aschheim bei München das vierte

www.dmm.travel

Aparthotel mit 170 Wohneinheiten. Komfortable Ausstattung, smarte Services und Dienstleistungen on Demand. Nahe dem Stuttgarter Flughafen plant die Gruppe eine Kombination aus Businesshotel und Serviced Apartments. Boutique-Hotel Novum Style Hotel Fasanenhof (144 Zimmer) und Serviced Apartment Haus Novum LikeApart Hotel Fasanenhof (110 Zimmer). Eröffnung ist für 2019 geplant. Novum Style Hotels für Frankfurt (352 Zimmer) und Regensburg (258 Zimmer). Eröffnung 2019.

Mehr über diese Kernthemen erfahren Sie auf den ITB Business Travel Days 2017. Travel Manager erhalten top-aktuelles Wissen für ihr Tagesgeschäft, die Zukunftsplanung und Weiterbildung. Mehr Informationen zum Programm finden Sie unter www.itb-kongress.de/businesstravel.

Rezidor Hotel Group/prizeotel: Neues Hotel in Erfurt (2019). Das erste Haus der EconomyDesign-Marke prizeotel (188 Zimmer) Ende 2019 in Bern. Anzeige

Leonardo: 4*-Businesshotel in Bad Kreuznach. 91 Zimmer, 410 m2 Tagungsbereich. Eröffnung 2018.

Offizielles Partnerland ITB Berlin 2017


News

Flughafen München – Die klare Nummer eins für Geschäftsreisende Der beste Flughafen Deutschlands 2016 ist München (2015 Frankfurt). Insbesondere für Geschäftsreisende, die über 40 % ausmachen, ist MUC die Nr. 1, so eine Studie des Deutschen Kundeninstituts (DKI). Die 10 größten Airports Deutschlands wurden auf Flugangebot, Aufenthaltsqualität, Prozesse und Service getestet. Neben dem Gesamtergebnis wurde auch der beste Flughafen für Geschäftsreisende ermittelt. Untersucht wurden FRA, MUC, TXL, DUS, HAM,

STR, CGN, HAJ, NUE und BRE. MUC ist klare Nr. 1. Für Fraport reicht es nur zu Platz 6. FRA hat u.a. bei Verfügbarkeit und Schnelligkeit des WLANs, den Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle, der Gepäckausgabe und Qualität der Lounges verloren. Knapp hinter MUC folgen HAM und NUE, beide jeweils mit der Note „gut“ bewertet. Überzeugend ist MUC durch seine attraktiven Angebote wie 33 Konferenz- und Meetingräume, Internet-Terminals, sepa-

rate Arbeitsbereiche, Fax- und Druckerservice und überall kostenlose WLAN-Nutzung. In Sachen Konferenzzentrum kann nur HAM (22 Konferenzund Meetingräume) mithalten. Punkte lässt Hamburg in Sachen WLAN-Angebot. Das ist zwar wie in München kostenlos, allerdings ist der Zugang auf eine Stunde beschränkt. Das ist gerade für Geschäfts­ reisende mit längeren Aufenthalten ein Unding.

Foto: MFG

• • • Qantas

bieten viel persönlichen Freiraum mit umfangreichen Verstaumög­ lichkeiten. Und natürlich sind Strom- und USB-Anschlüsse vor­ handen ebenso wie ein großer 16“-Bildschirm des Infotainments. Die Sitze bieten viele Verstellmög­ lichkeiten und können zum Zwei­ meter-Bett ausgefahren werden. •••

• • • London Stansted

NEUES ABFERTIGUNGSGEBÄUDE

Foto: Qantas

Qantas bietet in ihrer neuen B7879 eine supermoderne Kabine mit innovativer Business Class und Economy. Die Jets werden auf Utra-Langstrecken nonstop von Australien nach Europa und Nor­ damerika eingesetzt. Insgesamt sind im langen Dreamliner 42 BCSuiten (1-2-1-Layout) installiert. Damit hat jeder Fluggast direk­ ten Zugang zu einem der beiden Gänge. Zwischen den jeweiligen Doppelsit­ zen gibt es nun eine vertikal (nach unten und oben) verschieb­ bare Zwischenwand. Will man sich mit sei­ nem Nachbarn unterhal­ ten, schiebt man die Wand nach unten, will man ungestört sein, bleibt sie oben. Die Suiten

Foto: Qantas

HÖCHST KOMFORTABEL

Der Londoner Stansted Airport (IATA: STN), 55 km nordöstlich von London City, plant ein neues Arrival-Terminal. Es umfasst auf drei Ebe­ nen eine Fläche von 34.000 m2 und soll 130 Mio. GBP kosten. Stansted erwartet mit dem neuen Abfertigungsgebäude ein Wachstum auf bis zu 43 Mio. Passagiere im Jahr. Laut Manchester Airports Group (MAG) soll das supermoderne Abfertigungsgebäude neben dem bestehenden Ter­ minal und nahe dem Radisson Blu Hotel ca. 2022 in Betrieb gehen. Das bisherige Terminal von Lord Norman Foster soll umgestaltet und aus­ schließlich für abfliegende Passagiere genutzt werden. •••

••• Luftfahrt Pünktlichste Airlines 2016: Hunderte von Fluggesellschaften weltweit hat OAG Worldwide auf ihre Pünktlichkeit untersucht. Dabei gilt ein Flug als pünktlich, wenn er weniger als 15 Minuten zu spät landet oder startet. An der Spitze des neuen OAG-Rankings steht Hawaiian Airlines (89,87 %) vor Copa Airlines (88,87 %) und KLM (87,89 %). Auf Rang 11 ist mit AUA das erste Mitglied der Lufthansa-Group (84,89 %). CO2-neutrale Flughäfen: In Europa gibt es laut International Civil ­Aviation Organization Icao 24 umweltfreundliche Airports, darunter kein einziger deutscher. Vertreten sind u.a.: Amsterdam Schiphol, Göteborg, Malmö, StockholmArlanda, Mailand Malpensa,

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­ om-Fiumicino, Manchester, Oslo R Gardemoen. In Nordamerika ist es nur Dallas-Fort Worth. Teure Smartphone-Buchung: Offenbar langen Airlines über den Vertriebsweg Buchung per Smartphone/Tablet kräftig zu. Ein Test ergab für Eco-Tickets, dass die Preise bei mobiler Abfrage zwischen 13 Euro und 72 Euro teurer waren, bei BC bis zu 160 Euro. Tipp: Bei Smartphones/Tablets stets die Desktop-Version anzeigen lassen, um der Buchungsstelle die Verwendung eines normalen Computers vorzugaukeln. Boeing: Erster superlanger Dreamliner im Werk North Charleston in South Carolina fast fertig. Jungfernflug 2017, Auslieferung 2018. 154 Festbestellungen liegen vor.

Flughafen Dortmund. Der nur „regionalbedeutsame“ Airport (laut NRW-Landesentwicklungsplan), der hauptsächlich mit Köln/Bonn, Düsseldorf, und gleich nebenan mit Paderborn/Lippstadt dicke Konkurrenz hat, will bis 2020 auf 2,5 Mio. Passagiere wachsen. Geplant ist der Ausbau der Start- und Landebahn auf 2.300 m. Germania: Ab September 2017 fliegt ein Airbus A319 jeden Freitag vom kleinsten deutschen ­Verkehrsflughafen See-Flughafen Cuxhaven/Nordholz nach Palma de Mallorca. Lufthansa: Keine Flüge mehr von Frankfurt nach Tokyo-Narita, stattdessen geht’s zum citynäheren und größeren Airport Haneda.

Orlando International Airport: In Q1 2017 startet Bau des 1,8 Mrd. USD teuren Südterminals C mit 16 neuen Gates. Eröffnung 2020. Ankommende Reisende betreten das Gebäude im obersten Stockwerk mit einer gläsernen Decke. Dort zeigen Multimediascreens Bilder aus Florida. T C soll bis 2040 auf 120 Gates erweitert werden. United Airlines: Neue Tarifkategorie Basic Economy. Sitz wird erst kurz vor Boarding zugeteilt und man kann erst als Letzter einsteigen. Und man darf nur ein Handgepäckstück (max. 23 x 25 x 43 cm) mit in die Kabine nehmen. Es ins Gepäckfach zu legen ist verboten, es sei denn, man zahlt dafür extra. Das Gepäckstück muss unter den Vordersitz passen.

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


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News • • • Avancia

Foto: LH Tech

DREAMLINER AUSGELIEFERT

• • • Mercedes Benz Style / Lufthansa Technik

Auf der Monaco Yacht Show prä­ sentierten die Designer von Mer­ cedes Benz Style und die Ingeni­ eure von Lufthansa Technik das finale Interieurdesign einer VIPFlugzeugkabine für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge der A320 und B 737-Familien. Im gemeinsa­ men Ansatz mit LH-Technik wird die klassische Trennung von

Decke, Wand und Boden durch eine dynamisch gestaltete, spiral­ förmige Raumaufteilung vollstän­ dig aufgelöst. Beim Betreten der Kabine empfängt den Gast eine weite Willkommenszone. Hinter den Lounge- und Dining-Berei­ chen ist ein separater Raum mit Unterhaltungs- und Informations­ technologie und ein privater Be-

reich. Die Kabinenfenster werden durch vorgesetzte Glasscheiben, sog. Black Panels, eingefasst. Dank der MB-Magic Sky Techno­ logie lassen sich die Glasscheiben elektrisch von schwarz zu trans­ parent dimmen. Bildschirme und Touch Screens für Infotainment können nahtlos in die Black Panels integriert werden. •••

Foto: Avancia

VIP-KABINE DER EXTRAKLASSE

Boeing hat seinen 500. Dreamliner, eine B787-8, an Avianca übergeben. Heute betreiben 48 Kunden die fortschrittlichen Langstreckenjets auf 530 Routen. Rund um den Glo­ bus eröffnen 2017 viele Carrier ca.120 weitere Dreamliner Non­ stop-Strecken. Bis heute wurden 696.000 Dreamliner-Flüge mit 133 Mio. Passagieren (> 1,7 Mrd. km) absolviert. Insgesamt hat Boeing für die drei Dreamlinertypen 1.210 Bestellungen vorliegen. •••

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News • • • Deutsche Bahn

WLAN FÜR DIE ZWEITE KLASSE

Foto: SBB

Nicht jeder Geschäftsreisende kann und darf es sich leisten, 1. Klasse mit dem Fernzug zu reisen. In der 2. Klasse aber hatte er bei der Deutschen Bahn bisher das Problem, dass er keinen oder nur schlechten Internetzugang hatte. Das hat die DB geändert. Zunächst in ihrer ICE­Flotte hat die DB alle 2. Klasse­Waggons der ICE Baurei­ hen 401, 402, 406, 407, 411 und 415 mit Repeatern versehen. Beim

• • • SBB

ICE 4 (BR 412) sind die Wagen serienmäßig ausgerüstet. Die In­ ternetnutzung soll stabiler laufen. Allerdings gilt in der 2. Klasse ein abgespeckter Zugang: Nach Errei­ chen eines Datenvolumens von 200 MB ist Schluss. Danach wird die Datenrate gedrosselt bzw. man kann sie gegen Gebühr wieder auf unbegrenzten Umfang erweitern. Internet an Bord gibt‘s auch in allen Doppelstock­IC und Dosto­ Regionalzügen. •••

Die SBB beschafft für rund 120 Mio. Schweizer Franken vier wei­ tere Hochgeschwindigkeits­Neige­ züge des Typs ETR 610 bei Alstom. Sie erhöhen den Komfort im Nord­ Süd­Verkehr und ergänzen die bestehende Flotte von 15 ETR 610. Seit der Gotthard­Basistunnel in Betrieb ist, erhöhen sich die Fahr­

gastzahlen markant. Im Hinblick darauf hat die SBB im Oktober 2014 einen Vertrag mit Stadler Rail zur Lieferung von 29 neuen Trieb­ zügen abgeschlossen. Sie sollen ab Ende 2019 zum Einsatz kom­ men. Bis dahin verkehren die bei den Fahrgästen beliebten ETR 610. Dies, um bis 2020 genügend

Züge für den Nord­Süd­Verkehr via Gotthard und Simplon zur Ver­ fügung zu haben, das zusätzliche Passagieraufkommen zu bewälti­ gen und die operative Flexibilität zu erhöhen. Ein zusätzlicher ETR 610 ermöglicht z.B. Doppeltraktio­ nen und damit mehr Sitzplätze auf den Nord­Süd­Routen. •••

Hotelzug Moskau-Berlin Eine Alternative zum Flugzeug, wenngleich zeitlich nicht vergleichbar, bietet die Russische Staatsbahn RZD mit dem neuen HotelNachtzug Strizh (Mauersegler) 13/14 Moskau – Berlin – Moskau. Der Talgo hat eine Gesamtkapazität von 216 Passagieren in 18 Waggons und bietet mehr Komfort als jeder ICE. Das automatische Umspursystem verschiebt die Räder mit ihren Halbachsen in wenigen Sekunden von 1.520 mm (russische Beritspur) auf die europäische Regelspur 1.435 mm im weißrussisch-polnischen Grenzbahnhof Brest, ohne dass der Zug dabei anhalten muss. Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Bundeshauptstadt Berlin, empfing im Berliner Ostbahnhof den ersten Talgo-Zug bei seiner Ankunft nach der Reise von Moskau nach Berlin (20.14 Std.).

Foto: DB

Foto: DB

KOMFORTABEL VON NORD NACH SÜD

••• Geschäftsreise Äthiopien: Das Auswärtige Amt rät Geschäftsreisenden, stets mehrere Kopien ihres Reisepasses mit sich zu führen. Des Weiteren wird dringend empfohlen, sich bei jeglicher Kommunikation mit kritischen und politischen Äußerungen zurückzuhalten. Belarus: Die Grenzübergänge zwischen der Russischen Föderation und Belarus sind aktuell nur für die Nutzung von Staatsangehörigen von Belarus und der Russischen Föderation zugelassen. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher bis aus Weiteres, nicht über Belarus in die Russische Föderation zu reisen und umgekehrt. Dies betrifft auch Flugund Bahnreisen.

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Flight Centre Travel Group Ltd. (FCTG): Das australische (Geschäfts) Reiseunternehmen hat Opodo Corporate Travel gekauft. Die Fusion umfasst ebenfalls die Geschäfte von Travellink Corporate Travel in Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark. FCTG verstärkt damit die Präsenz seines Geschäftsreisenbereiches in Europa. Mit FCM Travel Solutions wächst das globale Corporate Travel Management-Netzwerk immer weiter auf 90 Länder; genutzt werden hierfür strategische Kooperationen mit lokalen Geschäftsreisebüros. Thomas Mahlau wird in der neu gegründeten Gesellschaft in Dtld. weiter seine Funktion als Head of Corporate Sales ausüben.

Kasachstan: Neue Einreisebestimmungen ab 01.01.2017. Bürger aus rund 40 Staaten können ohne Visum einreisen und 30 Tage im Land bleiben. Die Regelung gilt u.a. für alle EU-Staaten, für die Schweiz, Norwegen, USA/Kanada und Australien. Für deutsche Besucher bislang nur ein Aufenthalt von maximal 15 Tagen ohne Visum möglich. IJet: Wettbewerber Red24 übernommen. Das weltweite IJet-Netzwerk wächst um Niederlassungen in London, NY, München, Singapur, Hongkong und Kapstadt. Das zentrale Travel Risk Management wird von London, Singapur und Washington aus koordiniert. Miles & More: Fahrservice Blacklane verstärkt das Portfolio im

Bereich Mobilitätsservices. Teilnehmer können den Fahrdienst weltweit in Anspruch nehmen und gleichzeitig Meilen sammeln: für erstmalige Nutzung 1.000 Meilen, Für Senator Status 1.500, für HON Circle Member 2.000 Meilen. Zusätzlich sowie bei allen Folgebuchungen pro Euro 1 Meile. Blacklane bietet mit seinem breiten Netzwerk lizenzierter, professioneller Fahrer einen globalen Fahrservice in mehr als 200 Städten und 400 Flughäfen in 51 Ländern. TUI/First Business Travel: Geschäftsreisespezialist betreut den Businesstravel-Etat der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) für die D-A-CH-Region. Die meistfrequentierten Destinationen der Reisenden liegen im Ausland.

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


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News

• • • ÖBB

••• Bahn

NEUE TALENT-3-ZÜGE

Foto: Bombardier

Sie sind innovativ, komfortabel und sicher, die neue Bombardier Talent 3 Züge, von denen die ÖBB 300 vier­ und fünfteilige Einheiten bestellt hat. Sie sollen landesweit im Nah­ und Regionalverkehr eingesetzt wer­ den. Die ersten 21 Züge aus dem neuen Rahmenvertrag sollen rasch abgerufen und werden für Vorarlberg bestellt werden. Die ersten TALENT 3 Garnituren werden ab Jahresmitte 2019 im Einsatz sein und die Qualität des Nah­ und Regionalverkehrs deutlich erhöhen. Der Bahn­ bauer bietet diese neueste Generation mit allen in Europa gängigen Bahnstromsystemen und Spurweiten an, auch als Mehrsystem­ und Dual­Power­Varianten, die sowohl unter Fahr­ draht als auch auf nicht­ elektrifizierten Strecken fahren können. Stan­ dardmäßig sind die Ta­ lent 3 in zwei­ bis sechs­ teiliger Ausführung er­ hältlich. Möglich ist eine Höchstgeschwin­ digkeit von bis zu 200 km/h bei gleichzeitig hoher Beschleunigung. Die ÖBB­Züge verfügen über WLAN, Fahrgast­ info, Videoüberwachung u.v.a.m.. ••• RAICLT170126-01_Ad_Thalys_DMM_183x130mm_04_HD.pdf

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27/01/17

Bundesverkehrsministerium: Beschleunigte Planung von 21 wichtigen Schienenprojekten. Ausbau der Knoten Frankfurt, Hamburg und München sowie des Rhein-Ruhr-Raums, schnellerer Ausbau Karlsruhe-Basel, Frankfurt-Mannheim, UelzenStendal sowie Elektrifizierung Hof-Marktredwitz-Grenze zu Tschechien. Fernverkehr Hamburg-Kopenhagen: Im Dänemarkverkehr über die Vogelfluglinie verkehrt nur noch 1 Zugpaar mit DieselICE. Die anderen 5 Zugpaare stellt die DSB mit IC3 „Gumminasen“. Kulturzug Berlin-Breslau: Zugangebot Wochenendverbindung über Cottbus besteht bis mindestens 2018 weiter. München: Investition von 700 Mio. Euro für Bau eines vollkommen neuen Hauptbahnhofs bis 2029. Realisierungsvereinbarung für Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke ist unterzeichnet. Kosten: 3,84 Mrd. Euro (Stand 2016). S-Bahn Dresden: S1 DresdenMeißen 15-Min.-Takt in den Hauptverkehrszeiten.

Südthüringenbahn: Nur noch 2-Std.-Takt zwischen Sonneberg und Neuhaus am Rennweg sowie Wernshausen und Zella Mehlis. Nur für den Berufsverkehr kommen Verstärkerzüge zum Einsatz. CFL: Die Luxemburgische Bahngesellschaft plant ab Dezember 2017 eine tägliche durchgehende Fernverkehrsverbindung von Luxembourg über Trier, Koblenz und Köln bis Düsseldorf. Zum Einsatz kommen sollen Doppelstocktriebzüge KISS von Stadler Rail. SBB: Alle 341 IC 2000-Doppelstockwaggons werden modernisiert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Die 40 Erste-Klasse-Wagen erhalten eine Businesszone mit großem Konferenztisch. Außerdem wurde der neue Bahnhof ZürichOerlikon eingeweiht. Belgrad-Budapest: Die China Railway Int. Group und die Chinas Commnications Construction Company sowie der ungarische Staat bauen eine doppelgleisige Schnellstrecke zwischen beiden Metropolen.

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CMJ

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Titelstory • Fernbusverkehr

Text RED Fotos FlixMobility (1) I DB (2/3)

(1)

FlixBus ist nach diversen Übernahmen der Krösus in Deutschland.

(2)

Ein ungestörter Arbeitsplatz ist im Fernbus eher die Ausnahme.

ALTERNATIVE FERNBUS? Erst gab der ADAC auf, dann die Deutsche Post und auch die Deutsche Bahn stellte ihre Marke BerlinLinienBus (BLB) ein. Einige Strecken wurden von IC Bus übernommen. Vorher schon gingen etliche Marktteilnehmer wie z.B. DeinBus.de pleite bzw. stellten den Betrieb nach kurzer Zeit wieder ein wie etwa city2city oder fusionierten mit FlixBus. Mit BLB schied der einzige größere Konkurrent von Marktführer Flixbus aus. Firmen­kunden tut das nicht sonderlich weh; denn sie hielten 2017 nicht viel vom Fernbus. Und 2017 wird sich das nicht ändern. Steffen F., seit 15 Jahren Reisender in Sachen seines Arbeitgebers in einer deutschen Metropole, hat die Nase gestrichen voll. Er wollte es wissen und testete anstelle des ICE den Fernbus. „Nie mehr“, gab er gegenüber DMM an. Erst kam der Bus viel zu spät, dann endete die geplante fünfstündige Reise dank unendlicher Staus mit zusätzlicher zwei­ stündiger Verspätung. Zwischendurch suchte er das Bord-WC auf, um sich dort einen wahren Schock zu holen. Am Zielort dann der größte Schreck: Sein Koffer hat­te wohl an einer der Zwischenhaltestellen einen Liebhaber gefunden. Der Ärger war mehr als riesig. Wenige Anbieter am Ende. Von Tag eins der Liberalisierung des inlän­ dischen Fernbuslinien­verkehrs an (01.01.2013) unterboten sich die Fern­ busanbieter gegenseitig, um möglichst schnell möglichst viele Gäste an Bord zu locken. Seit 2015 geben sich viele Anbieter im ruinösen Preis­kampf geschlagen. Am 10.11.2014 hatte z.B. der ADAC den Ausstieg aus dem umkämpften Fernbusmarkt verkündet und überließ seine Anteile am ADAC Postbus der Post. Es folgten Pleiten und Ausstiege weiterer Anbieter.

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Am 03.08.2016 verkündete die FlixMobility GmbH, die erst im vorigen Jahr den Wettbewerber MeinBus geschluckt hatte, die Fernbussparte der Deutschen Post am 01.11.2016 zu übernehmen. Ab diesem Tag wur­ den die ersten Postbus-Linien in die FlixBus-Plattform überführt. Rei­ sende profitieren langfristig von einer starken Alternative zum Indivi­ dualverkehr, so der Marktführer. Flixbus war 2013 als deutsches Startup im Rahmen der Markt-Liberali­ sierung gestartet und bietet mittlerweile mit 100.000 täglichen Verbin­ dungen zu 900 Zielen in 20 Ländern ein europaweites Fernbusnetz. André Schwämmlein, FlixBus-Gründer und Geschäftsführer: „Wir möch­ ten jetzt ein Produkt für alle Alters- und Zielgruppen bieten.“ Bis Ende 2016 wollte FlixBus auch das regionale Angebot in Deutsch­ land verstärken. Profitieren sollen Kleinstädte, die bisher noch keinen Fernbus-Anschluss hatten. 2016 nutzten über 25 Mio. Menschen den FlixBus durch Europa. Damit beförderte FlixBus mehr Reisende als der innerdeutsche Luftverkehr. Im Oktober 2016 hatte Flixbus quasi eine Monopolstellung mit seinem Angebot von über 80 % der Fahrplan-

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


Fernbusverkehr

Online-Info fernbusse.de I bmvi.de > fernbusse I bahn.de

Von Tag eins der Liberalisierung des inländischen Fernbuslinien­ verkehrs an unterboten sich die Fernbusanbieter gegenseitig, um möglichst schnell möglichst viele Gäste an Bord zu locken. Seit 2015 gibt sich einer nach dem anderen im ruinösen Preis­ kampf geschlagen. (3)

Der IC Bus der Deutschen Bahn AG soll in Zukunft stärker ins Kerngeschäft eingebunden werden.

Kilometer. Steigende Preise für die Bus-Tickets waren damit nicht mehr eine Frage der Zeit, sie traten tatsächlich ein.  

einzelnen Linien durchgesetzt. Im Vergleich unserer bisherigen zwei Geschäftsmodelle hat sich der IC Bus durch die enge Einbindung der Fernbuslinien in das gesamte DB-Mobilitätsnetz als kundenseitig überzeu­ DB hat keine Lust mehr. Zum Jahresende 2016 zog sich mit der Berlin gender und wirtschaftlich nachhaltiger herausgestellt.“ Linien Bus GmbH (BLB) der einzige verbliebene echte Konkurrent zu Durch die Neuausrichtung wird das DB-Fernbusangebot künftig stärker Flixbus zurück. Bahnkonzernchef Rüdiger Grube hatte kurz vor Bekannt­ in die 2015 gestartete Fernverkehrs-Kundenoffensive eingebunden. Bewerden der Aufgabe von BLB noch geäußert, er werde den „Blödsinn“ kanntlich baute die DB ihr Fernverkehrsangebot bis 2013 auf der Schie­ auf dem Busmarkt nicht mehr mitmachen. Niemand verdiene derzeit ne um 25 % aus, nachdem sie es die Jahre zuvor durch grob fahrlässiges mit Fernbussen Geld. Nach einem starken Anstieg in den vergangenen Management um mehr als 40 % abgebaut und damit weit über 100 GroßJahren und einem Höchststand 2015 pendelt sich das deutsche Fernbusund Mittelstädte sowie bedeutende Regionen vom Fernverkehr einfach Netz bei etwa 300 Linien ein. Im dritten Vierteljahr waren es laut Iges abgehängt hatte. Zur Folge hatte das Bahn-Missmanagement, dass viele 293 Linien. Die Zahl der wöchentlichen Hin- und Rückfahrten nahm um Firmenkunden zum Flugzeug oder auf den Geschäftswagen abgewandert 24 auf 4.258 zu. sind. Jetzt glaubt die DB, 50 Mio. zusätzliche Reisende pro Jahr gewin­ Bemerkenswerterweise hatte die Bahn mit ihrer BLB den Marktanteil nen zu können. auf dem Fernbusmarkt seit Anfang 2016 von 9 auf 14 % gesteigert, sagt „Neben dem neuen ICE-Netz für den Metropolenverkehr mit über 150 das Marktforschungsinstitut Iges, wobei für das Wachstum fast aus­ Fahrten pro Tag mehr als heute und dem neuen IC-Netz für die Fläche schließlich BLB gesorgt hatte. BLB ist ein 1947 gegründeter Verbund mit 190 neuen Direktverbindungen in nahezu alle deutschen Großstäd­ mehrerer Bus- und Reiseunternehmen mit Sitz in Berlin. Noch fährt BLB te bauen wir den IC Bus als optimale Ergänzung zum dichten Fernver­ in Deutschland alle großen Städte an, aber auch zahlreiche klei­nere – kehrsnetz auf der Schiene weiter aus“, so Huber weiter. „Wir kombinie­ mit etwa 1.050 Busverbindungen und einem ren das hinsichtlich der Netzdichte und Streckennetz von insgesamt 36.000 km Länge. Reisegeschwindigkeit unschlagbare Schienen­ ••• Zahlen – Daten – Fakten Im europäischen Ausland werden wichtige fernverkehrsnetz mit den Vorteilen des flexibel Mit der Novelle des PersonenbeförderungsMetropolen wie London, Amsterdam oder einsetzbaren Fernbusses und bringen damit gesetzes (PBefG) hat das Bundesministerium Wien angesteuert. Aktuell zählt BLB etwa Schienen- und Busfernverkehrsmarkt näher für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) 800.000 Kunden. zusammen. So wollen wir mehr Reisende für die Liberalisierung des inländischen Fernbuslinienverkehrs umgesetzt. Die Neuregedie Schiene und den Fernbus gewinnen. Die lung ist am 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Integration. Der konzerneigene IC Bus liegt bei getrennte Betrachtung dieser Märkte macht für einem Marktanteil von nur 1 %. Die DB will künf­ Die Zahl der Fernbuslinien in Deutschland uns wenig Sinn, da sie die tatsächlichen Kun­ ist seit der Liberalisierung des Marktes tig ihre Fernbusaktivitäten vollständig ins Kern­ denbedürfnisse außer Acht lässt.“ kräftig gestiegen: um 269 Strecken, bzw. geschäft auf der Schiene integrieren: Aus den Vor allem touristische Linien und grenzüber­ 313 %, so eine aktuelle Auswertung des bisherigen zwei Marken BLB und IC Bus wurde schreitende Korridore werden künftig in das BMVI. Demnach gab es zum Stichtag ab Jahresbeginn 2017 unter dem Markenna­ IC Bus-Netz aufgenommen, beispielsweise 30. Juni 2016 in Deutschland 355 Fernbusverbindungen – vor der Liberalisierung men IC Bus ein konsolidiertes Fernbusangebot, Berlin–Usedom, Hamburg–Bremen–Amster waren es nur 86 Linien. das als vollwertiger Teil der intermodalen DBdam und Berlin–Hamburg–Kopenhagen. In seiner Marktanalyse malt das BAG ein Mobilitätskette weiter ausgebaut wird. Dazu Künftig sollen dann alle Fernbuskunden im IC detailliertes Bild des klassischen FernbusBerthold Huber, DB-Vorstand Verkehr und Bus von einer einheitlichen und umfassenden kunden. Danach ist der unter 35 und preisTransport: „Wir haben die Marktentwicklung Einbindung in die DB-Angebotspalette profitie­ bewusst. Er ist in der Mehrzahl weiblich der letzten Jahre eingehend analysiert und ren: Dies gilt von den Vorteilen der BahnCard und alleine unterwegs. 63 % der Fahrgäste sind zu privaten Zwecken unterwegs. Bei bewertet. Fazit: Der Fernbus hat sich als wich­ (inklusive Teilnahme am Bonusprogramm jeweils 7 % der Fahrgäste handelt es sich tiges Element im deutschen Mobilitätsmarkt bahn.bonus) über die Verfügbarkeit von Spar­ um Dienstreisende oder Wochenendpendler. etabliert und es hat sich das Modell der ver­ preisen für Umsteigeverbindungen bis zur Der Rest sind Senioren (Best Ager). netzten Verkehre gegenüber der Bedienung von Anwendung der Fahrgastrechte im Ver­ >>>

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Titelstory • Fernbusverkehr

Foto DB (4) Online-Info ndr.de > minusgeschaeft-fernbus...

Mit der Berlin Linien Bus GmbH (BLB) zieht sich der einzige ­verbliebene echte Konkurrent zu Flixbus zurück. Bahnkonzern­chef Rüdiger Grube hatte kurz vor Bekannt­werden der Aufgabe ­geäußert, er werde den „Blödsinn“ auf dem Busmarkt nicht mehr ­mitmachen und dieses Jahr noch Entscheidungen fällen. (4)

Die Berlin Linien Bus GmbH (BLB) zählt aktuell etwa 800.000 Kunden.

••• Warum Geschäftsreisende den Fernbus meiden Die Fernbusbetreiber tun sich hart, Firmenkunden zu gewinnen. Die lehnen mit überwiegender Mehrheit den Fernbus ab, weil:

• die Reisezeiten weit hinter Flugzeug, Bahn oder Geschäftswagen liegen.

• die Fahrzeiten nicht abwägbar sind infolge der meist katastrophal verstopften deutschen Autobahnen.

• die Zu- und Aussteigemöglichkeiten oft

ungünstig bzw. weit von den Stadtzentren entfernt sind.

• die Diebstahlsquote beim Gepäck sehr hoch ist (beim Ein- und Aussteigen verschwinden, ohne dass man es kontrollieren kann, häufig Gepäckstücke).

• Weil die Fernbusreisen mit vielen Sicherheits-

risiken verbunden sind: Obwohl die Fernbus­ anbieter behaupten, Sicherheit stehe zu jedem Zeitpunkt an erster Stelle, werden die Busfahrer extremen Belastungen, sprich langen Schichten ausgesetzt und müssen lange Touren i.dR. alleine am Steuer sitzen, aus Kostengründen, wie immer wieder zu hören ist. Das ZDF berichtet sogar über einen Ausnahmefall von 21 Stunden. Dazu die Gewerkschaft Verdi: „Die Beschäftigten seien an oder über ihren Grenzen. Eine einzige Unaufmerksamkeit kann zu tödlichen Folgen führen.“

• Die Busse können noch so neu sein: Die

Beinfreiheit ist immer stark eingeschränkt, besonders für große Menschen. Das ist im

Flieger zwar genauso, aber da dauert die gleiche Strecke natürlich nicht so lang. Im Zug kann man immer aufstehen und im Bestfall im Restaurant sitzen, wo viel mehr Platz ist und es ganz normale Tische gibt, an denen man arbeiten oder in Ruhe essen und lesen kann.

• Alle Reisetoiletten sind eklig. Aber die im

Fernbus sind ganz besonders notdürftig eingerichtet, auch die in den neuen Bussen. Das macht eine Sieben-Stunden-Fahrt unter ohnehin ungemütlichen Bedingungen nicht angenehmer. Zwar gibt es immer den Stopp an der Raststätte. Aber bis dahin muss man es eben im Ernstfall aushalten.

• In keinem anderen öffentlichen Verkehrs-

mittel kommen einem wildfremde Menschen auf Dauer so nahe wie im Bus. Das kann erfrischend sein, wenn die Nebensitzerin sich als großartige Gesprächspartnerin herausstellt, die auch nach Stunden nicht langweilig wird. Es kann aber auch die Grenzen des Erträglichen sprengen: Nebensitzer, die sieben Stunden lang die Nase hochziehen, ohne es zu merken, und auch durch dauerkichernde Schülerinnen nicht davon abgehalten werden, ihre Ticks ungefiltert lautstark durch den ganzen Bus zu verbreiten. Ständiges Niesen, Rülpsen und Husten können eine enorme Herausforderung für die Umsitzenden sein. Und die Busse sind oft voll das heißt: mitgefahren, mitgehangen.

••• Verband: Vorgaben einhalten und gleichzeitig Gewinne machen? Unmöglich. Der Verband Mobifair, der sich für faire Arbeitsbedingen in der Verkehrsbranche einsetzt, erwartet, dass noch mehr mittelständische Partnerunternehmen aus dem Fernbus-Geschäft aussteigen werden. Man habe mit vielen Busunternehmern gesprochen: „Die sagen, wir würden das nie mehr machen“, berichtet Helmut Diener, Geschäftsführer von Mobifair, dem NDR. In vielen Gesprächen werde klar, dass Busunternehmer keine

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Möglichkeit sähen, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und gleichzeitig Gewinne zu machen. „Wenn uns Busunternehmen sagen: Wenn wir hier nicht, ich betone, bescheißen, verdienen wir kein Geld“, erklärt Helmut Diener. „Dann kommt es ja dann klar zum Ausdruck, dass, wenn ich in dieser Branche tätig bin als Subunternehmer oder als Kooperationspartner, dann bin ich gezwungen, hier etwas zu tun, was ich nicht tun dürfte.“

spätungsfall. Die Busfahrpläne und -strecken sind direkt auf die Fahrpläne im Schienenver­ kehr abgestimmt. Huber: „Unsere Kunden pro­ fitieren so von voll integrierten Mobilitätsange­ boten aus einer Hand und die BahnCard macht einen weiteren Schritt in Richtung einer umfas­ senden Mobilitätskarte.“ Prognose. 2016 nutzten 25,3 Mio. Reisende den Bus – wobei in dre zweiten Jahreshälfte der Markt stagnierte infolge der Aufgabe weniger lurativer Linien und Preiserhöhungen. Die Zahl der Kunden wuchs im Verleich zum Vorjahr nur marginal, das Angebot hingegen nahm zu. Bis Ende 2016 nahm die Zahl der deutschen Fernbuslinien auf etwa 330 zu. Nicht nur im Inland, auch bei grenzüberschreitenden Fahr­ ten stieg die Zahl der Verbindungen deutlich an. So fuhren 2016 ca. 8,9 Mio. Reisende mit dem Fernbus ins Ausland – gegenüber 2015 ein Zuwachs von 19 %. Das Gros des MarktKuchens konnte sich der Branchenführer Mein­ FernbusFlixBus sichern. Basierend auf den derzeitigen Marktverhältnissen sind für 2017 etwa 26 Mio. Fahrgäste zu erwarten. Böse Mängel. Laut Untersuchung des Bun­ desamts für Güterverkehr (BAG) wird der Netzausbau innerhalb der Bundesrepublik in diesem Jahr beendet sein. Insofern ist auch fraglich, ob es beim Fernbus nach skandalösen Entdeckungen weiter kräftige Steigerungen geben kann. Denn aktuelle Zahlen des BAG beweisen, dass es massive Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten gibt, was die Sicherheit der Busreisenden stark beeinträchtigen kann. Auch die Polizeien der Bundesländer berich­ ten von gravierenden Mängeln im Fernbus­ sektor. Besonders übel: Oft finden Beamte bei Fernbuskontrollen in den digitalen Tachogra­ fen keine Fahrerkarten und auch Fahrtnach­ weise werden häufig nicht mitgeführt. •••

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


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Geschäftsreise • ITB Business Travel & MICE Days 2017

Text RED Fotos Flickr (1) I Christian H. (2) I Messe Berlin (3)

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Auch Travel- und Eventmanager lernen nie aus.

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ITB Berlin: Ein Muss für Wissbegierige.

AUS DER PRAXIS FÜR DIE PRAXIS Das Modell Deutschland ist am Scheitern, so die beiden Star-Ökonomen Marc Friedrich und Matthias Weik. Beide warnen vor einem „Weiter so“einer keinesfalls nachhaltigen Wirtschaftspolitik. In gewisser Weise adressieren die beiden Finanzexperten und Querdenker an unsere Branche. Auf den ITB Business Travel & MICE Days 2017 freilich werden solche Bedrohungen ausgeblendet. Vielmehr geht es in Halle 7.1a um eher Bekann­ tes und mögliche Entwicklungen im Geschäfts­ reise- und Mice-Markt. Fachleute mit viel Pra­ xiserfahrung wollen den Besuchern des ITB MICE Days und des ITB Business Travel Cor­ porate Days wertvolle Handlungsanregungen etwa zu Themen wie dem Umgang mit Reise­ richtlinien, der Erfolgsmessung im Travel Management oder Möglichkeiten, um Reiseko­ sten zu senken an die Hand geben.

ITB BUSINESS TRAVEL CORPORATE DAY Dieser Thementag findet am 09. März 2017 in Halle 7.1a im Raum New York 3 statt. Moderiert wird er von Gerd Otto-Rieke. Schwerpunktmäßig geht es um Themen wie Kostenreduzierung, Minimieren von Risiken oder Steigerung der Wertschöpfung. Die Keynote hält Fraport-Chef und BDL-Präsident Dr. Stefan Schulte. Vor

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allem für Neulinge interesseant: Sie erfahren Wissenswertes zu Trends, zur Modernisierung der Reiserichtlinien, zum Hoteleinkauf im ver­ änderten Wettbewerb und zu Methoden der Erfolgsmessung.

Manager GfK , Michael Krenz, Geschäftsführer des Corporate Rates Club und Dr. Christian Temath klären unter der Moderation von Andreas Konkel (TM Diehl Stiftung) auf, wie das TM mit Airbnb-Buchungen umgehen kann oder wie das Procurement auf die Übernahme von Starwoord durch Marriott reagiert.

Reiserichtlinien. In ihrem Vortrag (Session mit Graphic Recording) beleuchtet Andrea Zimmermann, Dozentin der VDR-Akademie, neue Herausforderungen für die Reiserichtlinie. Die Travel Policy ist trotz vieler Softwaretools am Markt ein wichtiges Instrument für das Tra­ vel Management. Regelungen werden benötigt, auch in Zeiten von neuen Airline-Angeboten, Ancillaries und Sharing Economy. In ihrem Vortrag geht die Expertin außerdem auf neue Service-Apps für Reisende, Webmeetings als Teil von Reiserichtlinien und Open Booking ein.

Erfolgsmessung. Wie Erfolgsmessung im TM funktionieren kann, erläutert Christoph Zim­ merli, Head of Travel Services F. Hoffmann-La Roche Ltd.. Im Vortrag geht er darauf ein, wel­ che Key Performance Indicator (KPI, Leistungs­ kennzahlen, mit denen der Fortschritt oder der Erfüllungsgrad hinsichtlich wichtiger Zielset­ zungen gemessen wird) sinnvoll sind. Der Vor­ trag zeigt auf, was die Datenquellen dafür sind und wo Fallstricke lauern.

Hoteleinkauf. In der anschließenden Podiums­ diskussion wird der Frage „Hoteleinkauf in der Klemme?“ nachgegangen. Jan Berghold, Travel

Kosten senken. Wie man Reisekosten clever senken kann, wird anhand von vier Beispielen präsentiert: Entschädigungszahlungen bei Ver­

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


VisitBerlin / D. Mathesius (4) Online-Info www.itb-kongress.de / Programm / Themen/ BusinessTravelMICE/

ITB Business Travel & MICE Days 2017

(3)

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Der City Cube: Bedeutende „Lernstätte“ während der ITB.

spätungen und Stornierungen einfordern, alter­ native Flughafenparkplätze buchen, Mehrwert­ steuer im Ausland zurückfordern und Gesamtkosten berechnen. Danach werden in vier weiteren Präsentationen neue Optionen für das TM vorgestellt. Swan von Unilever. Bei den „Business Travel Awards 2016“ des Travel Industry Clubs (TIC) wurde die neue Travel Community Plattform von Unilever Deutschland „Swan“ ausgezeichnet. Diese passt sich konsequent den Bedürfnissen der Mitarbeiter an, deren Geschäftsreiseverhalten sich aufgrund der Digitalisierung verändert. So ermöglicht die Travel Community allen UnileverMitarbeitern, sich miteinander in Verbindung zu setzen. Über eine Chatter-Gruppe können aktu­ elle Informationen zu reiserelevanten Fragen aus über 90 Ländern abgerufen werden. Eine Adhoc-Funktion informiert zudem bei zeitkri­ tischen Anlässen, wie beispielsweise in Krisen­ situationen. In ihrem Vortrag erläutert Yvonne Moya, Director Global Travel, Event and Fleet Services Unilever Enterprise & Technology Solutions, welchen weiteren Nutzen die neue Plattform mit sich bringt.

Workshops. Zusätzlich finden am 08. März 2017 die Workshops des ITB Business Travel Days im Raum Regensburg statt. So erläutert AnneKatrin Schulz, Leiterin Unternehmenskommu­ nikation und Marketing Bund der AuslandsErwerbstätigen (BDAE), in ihrem Workshop „Rechtliche Fallstricke bei Dienstreisen“ und was Travel Manager in puncto Sozialversiche­ rungs-, Steuer- und Aufenthaltsrecht beachten müssen. Sie erklärt beispielsweise, was passiert, wenn eine Auslandsentsendung nicht rechtzei­ tig bei den zuständigen Stellen gemeldet wird und wie wichtig der Unterschied zwischen einer Dienstreise und einer Auslandsentsendung ist. In einem Vortrag klären Alexander Langhans, Geschäftsführender Gesellschafter Visumpoint GmbH, und Olaf Heinen, Geschäftsführer Busi­ ness Visum GmbH, über die Problematiken im Visaprozess auf. Weitere Themen, die wir TMs ans Herz legen: Effektives Reisekostenmanagement durch Aus­ wertung der Umsatzdaten (Der AirPlus Infor­ mation Manager); Managed Travel 3.0 – warum Steuerung immer noch Sinn macht; Effektives Travel Management durch integrierte End-ToEnd-Prozesse; Mehr Kontrolle & Wahlmöglich­ keiten für Geschäftsreisende.

••• ITB Berlin 2017 Als Leitmesse der weltweiten Reisebranche ist die ITB Berlin die führende BusinessPlattform für das globale touristische Angebot, wo Angebot und Nachfrage zusammenkommen. Die Besucher kommen von allen Kontinenten aus 187 Ländern; > 1.000 Top-Einkäufer, > 26.000 Kongressbesucher, > 120.000 Fachbesucher; > 10.000 Aussteller. Im Fachbesucherticket ist der Eintritt zum ITB Berlin Kongress und den Business Travel Days inbegriffen. Das Extra: Das Veranstaltungsticket zum bundesweiten Festpreis, von jedem DB-Bahnhof nach Berlin und zurück: Hin- und Rückfahrt vollflexibel: 1. Klasse für 99 Euro.

www.dmm.travel

ITB MICE DAY Dieser Tag (08. März, wird ganztägig live gestreamt) steht unter dem Titel „Meetings, Incentives, Convention & Events im Span­ nungsfeld zwischen Effektivität und Effizienz“. Digitalisierung, Demographischer Wandel, Disruption, CSR & Co. - Megatrends und Buzz­ words regieren den Alltag von Veranstaltungs­ planern. Was hat es auf sich mit den Megatrends und Buzzwords der MICE Branche? Wie werden sie in der Praxis umgesetzt? Werden sie über­ haupt umgesetzt? Wie effektiv und effizient sind diese Entwicklungen?

Auch die Meetinglandschaft ist im Umbruch.

••• ITB & VDR I Home of Business Travel Der Gemeinschaftsstand von Messe Berlin und VDR in Halle 7.1a bietet Travel- und Event Managern, Nachwuchskräften, Einkäufern und Office Professionals eine Plattform, um sich über Angebote und Möglichkeiten zur Optimierung von Geschäftsreisen zu informieren. Mehr als 250 m2 Ausstellungsfläche ermöglichen neue Geschäftskontakte und vertiefende Gespräche mit bestehenden Partnern. Die Mitaussteller zeigen Lösungen für ein professionelles Management vor, während und nach der Geschäftsreise. Auch der Weiterbildungsgedanke steht im Home of Business Travel im Mittelpunkt, denn die fachspezifische Ausstellungsfläche ist direkt an die Vorträge und Diskussionsrunden gekoppelt.

Veranstaltungsgestaltung. Profis der MICE Branche demonstrieren konkrete Umsetzungs­ beispiele. Günter Mainka z.B. präsentiert in 45 unterhaltsamen Minuten aus seiner 20 jährigen Praxis als Eventmanager spannende und effizi­ ente Varianten der Veranstaltungsgestaltung. Das sind seine Kernthemen: • Überschaubares Budget. Was tun? • Teilnehmerschwund. Und nun? • Geschichten die das Eventleben schrieb. • Emotionale Veranstaltungen. Wirkung und Anwendung Events der Zukunft. Ein weiteres spannendes Thema: „Zwischen täglichem Business und dem Hype um angebliche Magatrends – Was sich tatsächlich für Events in Zukunft ändern wird“. Scheinbar täglich und inflationär können wir Fachbeiträge zu Megatrends lesen. Wer hier nicht auf den Zug aufspringt, geht in der Event­ industrie unter. So scheint es zumindest. Doch macht es überhaupt Sinn, jedem (Mega-)Trend blind zu folgen? Was macht Events der Zukunft wirklich aus? •••

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Geschäftsreise • Bonusprogramme

Text RED Fotos Alaska Airlnes I Alitalia I Aer Lingus Online-Info globalflight.de

BONUSPROGRAMME JAN. / FEB. 2017 Alitalia hatte ihren MilleMiglia-Mitgliedern eine „Miles Revolution“ versprochen. Meilen können jetzt in neuen Formen wie etwa dem Bezahlen von Zusatzleistungen wie Extragepäck oder Lounge-Zugang genutzt werden, wobei konkrete Prämienpreise jedoch nur auf Anfrage mitgeteilt werden.

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Alitalia

Ganz nebenher war zu erfahren, dass die Prämienhöhen für alle Partner-Airlines geändert wurden. Die meisten Prämienpreise wurden dabei jedoch nicht wirklich neu berechnet, sondern einfach von Prämien für Hin- und Rückflug in Prämien für eine einfache Flugstrecke umgewandelt – also die Preise glatt verdoppelt!

Airberlin

NIKI ist noch im topbonus-Programm, in der Praxis ist das für Mitglieder kaum von Wert; alle inter­ essanten Geschäftsreisedestinationen von NIKI werden eingestellt. Was topbonus-Mitglieder in Österreich dann noch genau mit ihren topbonus-Meilen anfangen sollen (auch Alitalia hat sich unter Etihads Einfluss von dem Markt zurückgezogen), ist etwas schwer zu erkennen.

Air Canada

Der Carrier hat ein neues Partnerschaftsabkommen mit Cathay Pacific abgeschlossen, das seit 19. Januar 2017 auch eine Vielfliegerpartnerschaft im Aeroplan und bei Asia Miles beinhaltet.

Aer Lingus

Mit fast einjähriger Verzögerung gegenüber der ursprünglichen Planung wurde das Vielfliegerpro­ gramm unter dem Namen AerClub neu aufgelegt. Genutzt wird die Avios-Währung, da Aer Lingus jetzt auch zu IAG gehört. Auf Aer Lingus-Flügen gilt eine Umsatzbasis, wobei die Gutschrift von 3 Punkten pro Euro nicht wirklich großzügig ist. Aktive Mitglieder können Punkte auch frei auf andere Avios-Programme übertragen, sodass man sich für Aer Lingus-Flüge anschauen muss, ob man mit der Umsatzbasis oder der im Executive Club angewandten Meilenbasis besser fährt. Ein­ lösen kann man Punkte nur auf Aer Lingus, British Airways und Iberia.

Alaska Airlines

Mileage Plan in einigen Punkten erheblich verbessert – z.B. niedrigere Prämienhöhen auf Alaska Airlines innerhalb Nordamerikas. Da Kunden in den Premium-Klassen von einem Umsatzsystem profitieren, gleicht Alaska Airlines diesen Nachteil aus, indem die Sammelzuschläge für Business und First Class-Flüge mit fast allen der zahlreichen internationalen Airline-Partnern massiv erhöht wurden. British Airways hebt sich mit bis zu 500 % der geflogenen Meilen in der First Class und bis zu 350 % in der Business Class von den anderen ab, aber selbst die bei den anderen Partnern jetzt üblichen 225 oder 250 % in der Business Class lassen sich durchaus sehen. Delta wird am 30. April aus dem Programm ausscheiden.

Etihad Airways

Partnerschaft mit The World’s Finest Clubs, die Zutritt zu exklusiven Nachtclubs gewähren. Eithad Guest-Mitglieder können damit auch bis zu 130.000 Meilen verdienen. Gültig auch für topbonusMitglieder des Partners Air Berlin, die für das gleiche Produkt aber deutlich mehr Meilen erhalten.

LATAM

Umstellung des LATAM Pass-Programms auf Umsatzbasis. Jetzt gelten auch neue Qualifikati­ onsregeln für die Elitestufen (für das Mitgliedsjahr 2018), wobei Mitglieder in Amerika ab der Platinumstufe neu einen Mindestumsatz mit LATAM erzielen müssen, außer wenn sie sich über die Anzahl LATAM-Segmente qualifizieren. Interessant ist dabei, dass je nach Markt unterschied­ liche Regeln zur Anwendung kommen, sowohl was diesen Umsatz, aber auch die erforderliche Anzahl Kilometer oder Segmente angeht. So gelten beispielsweise für ein Mitglied in Chile für die drei höchsten Elitestufen neu Umsatzmindestwerte von 6.000, 11.000 und 32.000 USD pro Jahr, für ein Mitglied in Argentinien 4.000, 8.000 und 24.000 USD und für ein Mitglied in den USA hingegen 6.000, 12.000 und 24.000 USD.

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


Luftfahrt

Text RED Fotos DUS (1) I Flughafen Stuttgart (2) Online-Info luxx.de I munich-airport.de I dus.com I berlin-airport.de

DUS: Die Hugo-Junckers Lounge bietet gleichen Komfort wie die bekannten Lounges.

Stuttgart: Elli-Beinhorn-Lounge.

AIRLINE-UNABHÄNGIGE LOUNGES Kein Vielflieger-Status und dennoch eine Lounge aufsuchen? Bei den Airlines so gut wie unmöglich. Doch auch Airline-unabhängige Lounges („Pay-in-Lounges“) bieten komfortablen Rückzugsraum. Abseits des Terminalbetriebs sind sie dann besonders interessant, wenn sie z.B. einen Konferenzbereich haben. Dann nämlich sind sie ein idealer Treffpunkt für Geschäfts- und Privatreisende, die sich am Air­ port verabreden möchten. Nach wie vor nehmen viele Businesstraveller, die z.B. mit einer Airline fliegen müssen, in deren Vielfliegerprogramm sie nicht gelistet sind, Vorlieb mit den Sitzrei­ hen der Wartehallen, weil sie oft nicht wissen, dass es eine Alternative gibt, und wo ungestör­ tes Arbeiten meist ziemlich problematisch ist. Die Marktlücke schließen Pay-in-Lounges. Mittlerweile gibt es an fast jedem größeren Flug­ hafen weltweit solche Lounges, die von priva­ ten Anbietern oder von den Flughäfen selber betrieben werden, Zutritt gegen Gebühr.

Vorreiter. Der weltweite Vorreiter des Trends ist Plaza Premium Lounge. Das Unternehmen eröffnete 1998 seine erste Pay-In-Lounge in Hong­ kong. Mittlerweile betreibt die Kette 29 Lounges an Flughäfen in Indien, Malaysia, Saudi-Arabien sowie in Kanada. In Deutschland begrüßen in den letzten Jahren etliche dieser neutralen Lounges ihre Kunden, an den großen Hubs Frankfurt (da sind es zwei) und München, in Berlin, Düssel­ dorf, Hamburg, Köln und Stuttgart. Vergleichbar. Was Komfort und Angebot angeht, so unterscheiden die sich nicht sonderlich von den offiziellen Lounges. In der Frankfurter

LuxxLounge z.B. kommen die Gäste in den Genuss attraktiver Einrichtungen wie Konfe­ renzraum mit Technik, WLAN (kostenfreier Internet-Zugan), PC oder Duschmöglichkeiten. Zu finden im T1 auf der Galerieebene zwischen Abflughalle B und C. Tipp. „DERPART meets LUXX Lounge“ – Kun­ den des Reisevertriebsunternehmens profitie­ ren von der Kooperation mit der LUXX Lounge. In der Testphase bieten die Reisebüros ihren Kunden einen um 10 % reduzierten Tagespass an. Ein vom DERPART Reisebüro ausgestellter Voucher genügt für die Identifizierung. •••

••• Pay-in-Lounges in Deutschland, Schweiz und Österreich Airport Lounge

Internet

Lage

Eintrittspreis

Frankfurt

LUXX-Lounge, SkyLounge

www.luxx.de

Terminal 1 zw. Abflughalle B und C

jew. 30 Euro*

München

Atlantik-Lounge, Europa-Lounge

www.munich-airport.de

T1, Abflugbereich C bzw. D

jew. 29,75 Euro

Berlin-Tegel BerlinAirportClub-Lounge

www.berlin-airport.de

Terminal A, 1. OG

20 Euro

Düsseldorf

Hugo-Junckers Lounge

www.dus.com

Flugsteig B, Ebene 2

25 Euro

Hamburg

Airport Lounge

www.hamburg-airport.de

Airport Plaza, Ebene 3

35 Euro

Köln-Bonn Airport-Business-Lounge

www.koeln-bonn-airport.de

Terminal 2

18,95 Euro

Stuttgart Elli-Beinhorn-Lounge

www.flughafen-stuttgart.de

Terminal 1, Ebene 4

16 Euro

Wien

JET, AIR und SKY Lounge

www.viennaairport.com

Jet: Plaza, AIR: Gate D, SKY: T3 Ebene 2

jew. 29,50 Euro

Zürich

ASPIRE, dnata Skyview

www.flughafen-zuerich.ch

Airside Center

ca. 32 – 35 Euro *Tagespreis: 50 Eruo

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Geschäftsreise • Interview

Interview Gernot /Julia Zielonka Bild AD Flughafen Nürnberg

Neben seiner Funktion als zweitgrößtes Drehkreuz Bayerns bietet der Albrecht-Dürer-Airport auch ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm.

NÜRNBERG STARK IM AUFWIND Der Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg ist das Tor der Metropolregion Nürnberg zur Welt. Als zweitgrößter ­Flughafen in Bayern bietet er Fluggesellschaften profitable Wachstumsoptionen und attraktive Märkte. Global Player (Siemens, adidas, GfK usw.) sorgen mit signifkantem Reiseaufkommen für hohe Nachfrage im BusinessSegment. Andererseits ist Nürnberg mit seiner Messe und bedeutenden Firmen Ziel vieler Businesstraveller. Wir sprachen mit Dr. Michael Hupe, Geschäfts­ führer der Flughafen Nürnberg GmbH, und Jürgen Kohstall, Leiter Marketing und Unter­ nehmenskommunikation, über Entwicklungs­ möglichkeiten des Flughafens, welche Vorteile er insbesondere Firmenkunden bietet. Der Mobilitätsmanager: Der Albrecht Dürer Airport Nürnberg (IATA: NUE) ist der internationale Flughafen der Metropolregion Nürnberg und zweitgrößter Airport in Bayern. Auf welchem Platz in Deutschland rangiert NUE nach Fluggästen 2016 (bisher 10) Michael Hupe: Der Albrecht Dürer Airport Nürn­ berg bleibt im Ranking der internationalen Ver­ kehrsflughäfen in Deutschland unter den Top 10. 2007/2008 hatte NUE weit über 4 Mio. Passagiere. Dann brachen die Passagierzahlen ein auf 2014 nur noch 3,26 Mio. Was war der

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Grund und wie sieht die Entwicklung der Passagierzahlen aktuell aus? Die Umstrukturierungen bei unserem vormals größten Kunden airberlin schlugen sich bei uns besonders nieder: Die Airline hatte in Nürnberg ein Drehkreuz mit bis zu 1 Mio. Umsteigepassa­ gieren etabliert, das in den Folgejahren sukzessi­ ve abgebaut wurde. Diese Lücke galt es zu füllen. Von 1997 bis April 2013 war NUE Drehkreuz von Airberlin. Welcher Carrier ist aktuell die Nr. 1? Wie hoch ist der Anteil der Geschäftsreisenden aus der Metropolregion Nürnberg und wie verteilen sie sich in Bezug auf die Netzcarrier und Lowcost-Anbieter? Aufgrund der anstehenden Umstrukturierun­ gen wird airberlin die Position als Marktführer 2017 verlieren. Wir gehen davon aus, dass Ryanair mit voraussichtlich 800.000 Fluggästen die neue Nummer eins wird, in etwa gleichauf

mit der Lufthansa-Gruppe. Insgesamt verteilt sich der Verkehr im Vergleich zu 2008 auf viel mehr Schultern. Die Anteile der Businessrei­ senden liegen recht konstant bei ca. 35 %. Wir stellen auch fest, dass Geschäftsreisende auch die Produkte von LC-Airlines annehmen, wenn sie zeitlich attraktiv sind. Insgesamt beträgt der Low Cost-Anteil am Verkehr in 2017 rund ein Drittel, breit gefächert auf Ryanair, Eurowings, Wizz Air, Pegasus, SunExpress und Vueling. Was schätzen Geschäftsreisende am NUE? Wie wir aus eigenen Umfragen und externen Bewertungen wissen, schätzen Business-Rei­ sende die kurzen Wege von den Parkhäusern oder der U-Bahn über Check-in und Sicherheits­ kontrolle bis an die Abflug-Gates. Seit Inbetrieb­ nahme unserer neuen, zentral gelegenen Sicherheitskontrolle im Frühjahr 2016 hat sich dieser Weg nochmals deutlich verkürzt. Plus­

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


Flughafen Nürnberg

Online-Info www.airport-nuernberg.de

„Die Anteile der Business­ reisenden liegen recht konstant bei ca. 35 Prozent. Dabei ist zunehmend festzustellen, dass Geschäftsreisende auch die Produkte von Low CostAirlines annehmen, wenn sie zeitlich attraktiv sind.“ Dr. Michael Hupe I Geschäftsführer der Flughafen Nürnberg GmbH

Jürgen Kohstall leitet die Abteilung Marketing und Unternehmenskommunikation.

punkte erringen wir auch mit der schnellen Gepäckrückgabe und unserem guten Service, dem terminalnahen Hotel sowie den Tagungsund Konferenzmöglichkeiten vor Ort. Sie bieten ca. 50 (2017 müssten es über 60 sein) Nonstop-Routen und Anschlussflüge zu weltweit über 300 Zielen. Welches sind die von Firmenkunden meist bevorzugten Destinationen? Die europäischen Wirtschaftszentren sowie die neun Hubs, die von Nürnberg aus täglich bedient werden, sind die wichtigsten Destina­ tionen für Business-Reisende. Zuletzt konnten wir weitere, viel gefragte Ziele aufnehmen: u.a. Brüssel, Mailand und Manchester sowie neue Ziele in Osteuropa wie bald auch Kiew. Damit entsprechen wir Wünschen aus der regionalen Industrie sowie der expandierenden Messe. Gibt es Überlegungen, den Wettbewerber Schiene stärker ins Visier zu nehmen auch im Hinblick darauf, dass die Lufthansa seit 60 Jahren eine Direktverbindung nach Frankfurt anbietet? Die Strecken nach Frankfurt und München sind reine Zubringerflüge zu den Lufthansa-Hubs und haben daher unabhängig von den Zugver­ bindungen in die Stadtzentren ihre Bedeutung für den Geschäftsreisenden mit internationalem Ziel. Ähnliches gilt für die airberlin-Strecken nach Berlin und Düsseldorf, wobei hier der Lokal­ anteil allerdings gut 50 % beträgt. Wir sind in der Prognose für den innerdeutschen Verkehr vor­ sichtig. Am Ende wird der Kunde und das Produkt der Airlines entscheiden, welche Strecken wei­ terhin gut funktionieren und welche nicht. NUE kann nur dann wettbewerbsfähig bleiben, wenn er erweitert wird. Eine weitere Südwesterweiterung des Terminals, mit einhergehender Erweiterung der Ankunftshalle war mittelfristig geplant. Was ist daraus geworden? Die Kapazitäten unseres Terminals reichen für ein Passagieraufkommen von bis zu 5 Mio. pro Jahr aus. Da wir mittelfristig mit 4,5 Mio. Flug­

www.dmm.travel

Dr. Michael Hupe ist seit 01. November 2013 als Geschäftsführer der „Pilot“ des Flughafens.

gästen im Jahr rechnen, besteht an dieser Stel­ le kein Handlungsdarf. Anders sieht es bei den Parkplatzkapazitäten aus: Dadurch, dass der Anteil der Lokaleinsteiger deutlich steigen wird, müssen wir Vorsorge treffen und planen daher ein weiteres Parkhaus.

sich jedoch überholt. Wir arbeiten mit unter­ schiedlichem Kundenfokus an einer Erweite­ rung der Büro-, Hotel- und Tagungskapazitäten im Rahmen eines bestehenden Bebauungs­ plans, d.h. wir können potenziellen Investoren Planungssicherheit bieten.

Die schienenseitige Anbindung des Flughafens per U-Bahn ist perfekt. Aber straßenseitig muss etwas passieren. Trotz guter Erreichbarkeit von der Innenstadt muss die Verkehrsanbindung des Flughafens weiter verbessert werden: Wichtigster Entwick­ lungsschritt ist eine redundante Straßenanbin­ dung, die die Flughafenstraße als derzeit einzige Zufahrt ergänzt und entlastet. Der Flughafen braucht einen leistungsfähigen Anschluss an das Autobahnnetz, um dem wachsenden Ver­ kehr aus dem Norden und Osten mit Oberfran­ ken, der Oberpfalz, Thüringen und Sachsen eine hochwertige, schnelle und zukunftssiche­ re Anbindung zu bieten. Wir sind der einzige internationale Verkehrsflughafen Deutschlands ohne direkten Autobahnanschluss – ein großer Wettbewerbsnachteil. Aufgrund eines Altlastenthemas, das wir konsequent abarbeiten, liegt das Projekt inkl. möglicher Klagen gegen den Planfeststellungbeschluss auf Eis. Grundsätz­ lich liegt die Projektzuständigkeit inklusive Bau und Kosten in den Händen des Bundes.

Ryanair, Germania, Wizzair – Sie setzten schwerpunktmäßig auf Lowcost-Anbieter? Sind die Günstigflieger für NUE die bessere Wahl gegenüber Netzcarriern? Wir streben einen ausgewogenen Mix aus klas­ sischen Netzcarriern, Low Cost-Airlines sowie Touristikanbietern wie seit neuestem auch Germania an. Damit versuchen wir, die Heraus­ bildung von marktbeherrschenden Stellungen zu vermeiden, und sind dauerhaft breiter auf­ gestellt. Tatsächlich gehen die stärksten Wachs­ tumsimpulse derzeit vom Low Cost-Segment aus, insbesondere bei den für uns wichtigen europäischen Direktverbindungen.

Mit dem „Airport Business Center“ sollte mal am Flughafenkreisel ein modernes Hotel mit Büros und bis zu 1000 m² Platz für Konferenzräume entstehen, um den Flughafen noch besser als Standort für internationale Tagungen, Meetings und Veranstaltungen zu etablieren. Indes wurde das Vorhaben bis zur Fertigstellung der Autobahnanbindung verschoben. Warum eigentlich? Die Entwicklungsprojekte im Flughafenumfeld stehen in keinem direkten Zusammenhang mit der Autobahnanbindung. Das „Airport Business Center“ in seiner ursprünglichen Planung hat

Ryanair hat erst am 02. November 2016 eine neue Basis in Nürnberg eröffnet, mit einem stationierten Flugzeug und 5 neuen Strecken nach Budapest (täglich), Mailand-Bergamo (täglich), Malta (2 x wöchentlich), Manchester (täglich) und Rom-Ciampino (täglich), sowie einer zusätzlichen Verbindungen nach London-Stansted. Musste NUE den Iren in Sachen Gebühren entgegenkommen wie Fraport? Wir verhandeln mit unserem Kunden Ryanair ebenso wie mit jeder anderen Airline. Für alle gilt, dass wir beim Erschließen neuer Ziele eine Start­ hilfe in Form reduzierter Entgelte gewähren. Ketzerische Frage am Schluss: Auf der Website airport-nuernberg.de sind viele Informationen abrufbar, für Geschäftsreisende aber findet man nichts. Absicht oder einfach vergessen? Unsere Website steht kurz vor einem umfas­ senden Relaunch, bei dem die Bedürfnisse von Business-Kunden besonders berücksichtigt werden. •••

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Geschäftsreise • Parken am Airport (12)

Text ivd Fotos Flughafen Wien

Wer schlau ist, zahlt fürs Parken am Wiener Flughafen viel weniger als den Normaltarif.

MIT KÖPFCHEN WENIGER ZAHLEN Geschäftsreisende, die sich vor der Anreise mit dem Auto zum Airport nicht richtig informieren und einfach den nächstbesten Parkplatz ansteuern, zahlen schnell einen mehrfachen Betrag der günstigsten Parkgebühren. Das gilt auch für Wien, das permanent wachsende Drehkreuz nach Osteuropa sowie Nah- und Mittelost. Österreichs größter Airport, dessen Einzugsge­ biet mit den angrenzenden Ländern Tschechi­ en, Slowakei und Ungarn gut 14 Mio. Menschen umfasst und der im vergangenen Jahr 22,5 Mio. Passagiere abfertigte, macht es einem beson­ ders leicht, sich über die Pkw-Anreise und das Parken zu informieren. Bereits die Homepage viennaairport.com präsentiert das übersichtlich gegliederte Auswahlmenü „Anreise und Par­ ken“ mit direkten Links zu Parkplatzvergleich und Online-Parkplatzbuchung. Ferner gibt’s Anreiseinformationen, mit denen auch derje­ nige, der erstmals Schwechat mit dem Auto ansteuert, zuverlässig ans Ziel kommt. Die Anreiseseite nennt alle wichtigen Eingabedaten für die Navigation einschließlich der exakten Koor­ dinaten. Da der Flughafen über eine eigene Zuund Abfahrt zur Autobahn A4 verfügt, ist aus Nord und Ost über die A4, dem Westen über A1 und S1 und dem Süden über A2 und S1 eine schnelle und unkomplizierte Anfahrt möglich. Benutzerfreundlich. Auch die Info über die verfügbaren Parkhäuser und Stellplätze, deren Zufahrten und Entfernungen von den Termi­ nals und der übersichtliche Parkplan sind per­ fekt. Das gilt ebenfalls für die Preisliste für die

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zwei großen Parkhäuser P3 und P4 und den offenen Parkplatz C sowie die beiden Kurzzeit­ parkplätze K1 und K3. Beim in Sachen Parkge­ bühren teuren Flughafen ist es gar nicht so einfach, anhand der Preisliste die anfallenden Gebühren per kurzer Überschlagsrechnung zu kalkulieren; denn es gibt einige sehr eigenwil­ lige Staffelungen und Rabatte, so dass man zur Sicherheit grundsätzlich den „Parkplatzver­ gleich“ genannten Preisrechner nutzen sollte. Teure erste drei Tage. Der erste Tag in P3 und P4 ist mit 39,90 Euro billiger als der zweite mit 43,20 Euro aber teurer als der dritte mit 36 Euro und der vierte mit nur noch 18 Euro. Für den fünften bis 8.Tag zahlt man jeweils 12 Euro. Wer länger parkt, muss vom 9. Tag an 17,40 Euro täglich zahlen. Ganz offensichtlich wird damit bei Fluggästen, die zwischen einem und drei Tagen parken, besonders gut verdient, kosten doch die ersten drei Tage 119,10 Euro. So viel zahlen müssen allerdings nur Passagie­ re, die ihren Wagen in den beiden Parkhäusern in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Termi­ nals abstellen, was für eine Woche 185,10 Euro, für zwei Wochen 306,90 Euro und für drei Wochen 428,70 Euro kostet.

Große Ersparnis für kurzen Fußweg. Prak­ tisch halbieren kann man diese saftigen Gebüh­ ren, wenn man das Fahrzeug auf dem Parkplatz C unter freiem Himmel abstellt und dafür einen etwas längeren Fußweg zu den Terminals in Kauf nimmt. Denn hier kostet eine komplette Woche mit 104,30 Euro deutlich weniger als drei Tage im Parkhaus. Für zwei Wochen werden 154,50 Euro fällig und für drei Wochen 207,00 Euro. Das sind durchaus beachtliche Ersparnisse für rund 10 Minuten Fußweg. Parkplatz online buchen. Der Airport der Donaumetropole verfügt über rund 22.000 PkwStellplätze in Terminalnähe. Dennoch sollte man nicht das Risiko eingehen, einen freien Platz fin­ den zu müssen. Wenn es dabei nämlich mit der Zeit eng wird und man dann evtl. auf einem der Kurzzeitplätze landet, auf denen für jede Stun­ de 4,70 Euro berechnet werden, werden pro Tag irre 112,80 fällig. Deshalb empfiehlt es sich, den Parkplatz rechtzeitig online zu buchen. Buchungsbestätigung mit Barcode für die Einfahrt. Nach Eingabe der voraussichtlichen Ein- und Ausfahrtzeit berechnet das Portal die Parkgebühren für alle für diesen Zeitraum

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


Wien

Online-Info viennaairport.com

Riesen-Einzugsgebiet des Flughafens Wien.

buchbaren Parkplätze. Hat man den gewünsch­ ten Platz gebucht, erhält man eine Bestätigung mit aufgedrucktem Barcode bzw. einen Bar­ code fürs Smartphone. Letzteren hält man bei der Einfahrt unter den Barcodeleser und bekommt dafür ein Parkticket. Das bitte sorgfältig aufbewahren; denn es enthält bereits die Aus­ fahrtberechtigung. Man muss also beim Abho­ len des Fahrzeugs vor der Ausfahrt nicht mehr zur Kasse oder zum Kassenautomaten. Werden wegen Flugverspätungen Nachgebühren fällig, kann man die mit der Kreditkarte auch direkt an der Ausfahrtsäule bezahlen. Bei Terminänderungen stornieren. Die Gebühren für online gebuchte Parkplätze wer­ den mit der Buchung fällig. Umbuchung auf veränderte Termine ist nicht möglich. Aber man kann eine Online-Buchung bis 14 Tage vor Park­ beginn kostenlos stornieren und dann neu buchen. Bis acht Tage vor Parkbeginn werden 30, bis zwei Tage vor Parkbeginn 50 und bis einen Tag vor Parkbeginn 100 % der gezahlten Gebühr als Stornogebühr fällig. Da man grundsätzlich binnen 14 Tagen nach Vertragsabschluss kostenlos vom Vertrag zurücktreten kann, fallen deshalb bei kurzfristigen Buchungen gar keine Stornogebühren an. Einfahren auf den gebuch­ ten Parkplatz kann man bis zu zwei Stunden vor dem gebuchten Parkbeginn. Fährt man früher als geplant aus, dann gibt es für die nicht genutzte Parkzeit keine Erstattung.

Vor dem Boarding steht das Informieren über günstiges Marken am Airport in Schwechat.

••• Günstiger parken 1. Bei Mazur: Für den direkt am Airport­ gelände liegenden Shuttleservice Mazur (www.mazur-parken.at), bei dem ein Tag 25 Euro und jeder weitere Tag bis zu sechs Tagen 7,50 Euro, danach bis zu 13 Tagen 6,20 Euro und dann bis zu 22 Tagen 3,20 Euro kostet, gibt es sogar einen direkten Link „Günstig parken bei Mazur“ auf dem AirportPortal. Zu den Terminals gelangt man ohne Zusatzkosten mit dem Airport-Shuttlebus, der tagsüber im 15- oder 30-Minuten-Rhythmus und nachts alle 20 Minuten fährt.

Portal www.parken-und-fliegen.de für vier Tage ein Angebot für 38 Euro auf dem Parkplatz K beim EuroHotel Vienna Airport in Fischamend einschließlich Shuttleservice. 58 Euro für vier Tage einschließlich Transfer berechnet das 5 Minuten vom ­Airport entfernte Arion Airport Hotel in Schwechat, das für Online-Buchungen auch direkt unter www.arion-hotels.com/de/ parkplatz-onlinebuchung erreichbar ist. Und als besonders preiswertes Angebot präsentierte sich unter www.park-and-fly.at der Parkplatz in Mannswörth/Schwechat auf dem man für vier Tage 16 Euro, für eine Woche 27 Euro und für zwei Wochen 42 Euro zahlt – allerdings ohne Transfer, für den der Betreiber mit dem Airport Transfer des Taxifunks Schwechat zusammen­ arbeitet, der pro Transfer von rund sieben ­Minuten 15 Euro berechnet. In Fischamend ansässig ist auch der xyz-Parkservice www.xyz-parkservice.com, bei dem vier Tage 39 Euro, eine Woche 59 Euro und zwei Wochen 93 Euro einschließlich Transfer kosten.

2. Preisgünstige Prepaid-Tickets. Eine interessante Variante fürs Parken in P3 und P4 sowie auf dem Parkplatz C sind preisgünstige Prepaid-Tickets (Parkwertkarten) von www.flughafen-parken.at für 4,8 und 15 Tage für 57,50 Euro, 67,90 Euro und 96,90 Euro für Parkplatz C und 72,90 Euro, 88,90 Euro und 142,50 Euro für P3/P4. Man erhält die auch online buchbaren Tickets per Postversand auch ins Ausland und kann sie nach Bezahlung auch an der Raststation Simmering auf dem direkten Weg zum Flughafen Wien abholen. Achtung: Diese Tickets sind nur einmal benutzbar, eventuelle Restguthaben verfallen. 3. Anbieter in Flugplatznähe. Auch in Wien sind diverse alternative Anbieter von Parkplätzen am Airport bzw. in dessen Nähe. So erhielten wir über das

VIP Terminal GAC

B9 MAZUR

Betriebsgelände Flughafen Wien

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B9 Air Cargo Center

Gates

Verlorenes Parkticket kostet 275 Euro. Wer ohne Reservierung parkt, kann die Gebühren für das bei der Einfahrt gezogene Parkticket nicht nur an der Kasse und den Kassenautoma­ ten sondern mit Kredit- oder EC-Karte auch an der Ausfahrtsäule bezahlen. Teuer wird‘s bei Verlust des Parktickets. Denn dann wird eine Pauschalgebühr von 250 Euro plus Bearbei­ tungsentgelt von 25 Euro fällig. •••

D

Gates

Z uf

B

Terminal 3 Ebene 1 / Level 1

Gates

FG

Ankunft / Ebene 0 Arrival / Level 0

Terminal 2 Ebene 1 / Level 1

a hr

Cargo Nord

B9 t zu

A4

Terminal 1 Ebene 1 / Level 1

Terminal 1A Ebene 1 / Level 1

Abflug / Ebene 1 Departure / Level 1

Bahnhof Train Station

NH-Hotel

Tower

Ankunft / Ebene 0 Arrival / Level 0

BRATISLAVA

Office Park 3

Office Park 1

WIEN Vienna

Office Park 2

A4

Parkplatz Parking Lot

Parkhaus Parking Garage

Mietwagen Car Rental

Kurzparkplatz Short-Term Parking

Supermarkt Supermarket

Mietwagenrückgabe Car Rental Return

Der Flughafen Wien ist sowohl an den Indivi­ dualverkehr als auch an ­öffentliche Verkehrsmittel ­optimal angebunden

A4

B9

Einfahrt Parkmöglichkeit Car Park Entrances

www.dmm.travel

BRATISLAVA

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Hotel & Veranstaltung • Budget-Hotellerie

Super 8: Die Budget-Kette eröffnet demnächst in Freiburg.

Text AS Fotos Anbieter Online-Info Charlys-house.de I Easyhotel.com I Hotelbb.de I Motel-one.com I Wyndhamhotels.com

B&B Hotels ist von Aachen bis Würzburg präsent.

BUDGET EROBERT DIE FLÄCHE Wer in Metropolen und Großstädten Budget-Hotels sucht, hat die Qual der Wahl. Viele Ketten sind oft gleich mit mehreren Häusern präsent. Anders sieht das Bild in kleineren Großstädten aus. Doch auch in diesem Markt ist Bewegung. Viel Design für wenig Geld – dieses Versprechen löst Motel One in über 50 Hotels ein. Von Hamburg über Berlin bis München und in vielen weiteren europä­ ischen Metropolen ist die Design-Budget-Kette prä­ sent. Anfang 2015 hatte sich Motel One aus strategi­ schen Gründen von neun kleinen Hotels der ersten Generation getrennt. Darunter die Häuser in Offen­ bach, Ratingen, Schweinfurt und Kassel. 2017 sollen neue Standorte in Zürich, Barcelona, Paris, Berlin (Gedächtniskirche und Alexanderplatz), München, Manchester und Glasgow das Portfolio ergänzen. Mit auf der To-Do-Liste ist aber auch Freiburg. Wettbewerber B&B Hotels hingegen ist zwar auch in Berlin und Co. präsent, konzentriert sich aber auf Mittel- und Großstädte sowie Metropolregionen mit über 75.000 Einwohnern oder um die 200.000 Über­ nachtungen pro Jahr. Attraktive, citynahe Lagen sowie eine gute Verkehrsanbindung spielen eine Rolle bei der Standortwahl. So wurden von Mai bis Dezember 2016 Häuser in Konstanz, Göttingen, Mün­ ster, Ludwigshafen, Potsdam, Mainz und Krefeld eröffnet. Im Februar steht das badische Offenburg auf dem Programm und im Laufe des Jahres auch Halle an der Saale, Lüneburg, Rosenheim, Braunschweig, Wuppertal, Neu-Ulm und Fulda. Mit den Expansionsplänen ist B&B Hotels allerdings nicht allein. Weitere Anbieter haben den Markt ent­ deckt:

Bernkastel-Kues: Nach Expansion in Europa und Dubai – Deutschland-Premiere war in Berlin-Mitte im Frühjahr 2010, ein zweites Haus in Frankfurt am Main folgte Anfang 2015 – nimmt die Low-BudgetKette Easyhotel das Moselstädtchen zwischen Kob­ lenz und Trier ins Visier. Ende 2017 sollen die ersten Gäste in dem 100-Zimmer-Haus einchecken, das vormals eine Textilfabrik war. CEO Guy Parsons lobt Bernkastel-Kues als einen der bekanntesten Wein­ orte Deutschlands, der jedes Jahr eine große Zahl Touristen anlocke; von 2,7 Millionen Gästen ist die Rede. Auch die Nähe zum Flughafen Hahn dürfte bei der Standortwahl eine Rolle gespielt haben; zirka 30 Minuten dauert der Transfer.

Bielefeld: Im Januar eröffnete Charly’s House am Neumarkt in der ostwestfälischen Universitäts­ stadt. Es ist das zweite seiner Art. Im Oktober hatte die Marke in Tuttlingen debütiert – die mittelgro­ ße Stadt im Süden Baden-Württembergs gilt als „Welthauptstadt der Medizintechnik“. Weitere Eröffnungen sind geplant.

Heidelberg: Europäische Haupt- und Großstädte stehen üblicherweise auch im Fokus der Meininger Gruppe. Zuletzt ging das Urban House Copenhagen ins Portfolios über. Es ist das 17. Haus der Kette. Verträge für 14 neue Hotels sind unterschrieben. So soll Anfang 2019 ein neues Haus in Heidelberg eröff­ net werden. In der Nähe des Hauptbahnhofs will

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Charly’s House positioniert sich im Zwei-SterneSuperior-Bereich. Mit Design, hoher Flexibilität durch 24-Stunden-Check-in und -Check-out, neue­ ster technischer Ausstattung und günstigen Preisen sollen die Anforderungen von heute erfüllt werden. Herzstück der Hotels ist der Living Room. Zwi­ schen 6.30 Uhr und 22 Uhr können die Gäste dort frühstücken, Kicker und Billiard spielen, relaxen oder arbeiten. Zimmer stehen in drei Varianten (Queen, Twin, Family) zur Verfügung; sie sind mit Boxspringbetten, 32-Zoll-Flachbild-TV mit Sky sowie einem modernen Bad mit bodenebener Glas­ dusche und Designboden ausgestattet.

Meininger dann 100 Zimmer und 336 Betten auf fünf Etagen anbieten. „Gerade auch in Hinblick auf die internationale Bedeutsamkeit als Universitäts­ stadt stellt dieser Standort eine hervorragende Ergän­ zung dar“, meint CEO Hannes Spanring. Freiburg: Mit dem Super 8 Freiburg geht voraus­ sichtlich im Mai das dritte Budget-Hotel der der US-amerikanischen Marke Wyndham in Europa an den Start; den Anfang machten die beiden Häu­ ser in München (City West und City North). Auch in der Universitätsstadt im Breisgau kommt man den Bedürfnissen von Geschäftsreisenden entge­ gen: zentrale Lage, Anbindung an das Verkehrs­ netz, Highspeed WLAN und Parkmöglichkeiten. Die 205 Zimmer sind mit Boxspring-Betten, Bädern mit Fußbodenheizung und ebenerdiger Dusche, Smart-TV und Safe ausgestattet. Mithilfe von Smart Keys sollen die Gäste mobil und binnen weniger Minuten ein- und auschecken. Augsburg: Die Hamburger Centro Hotel Group will ihren Expansionskurs auch mit ihrer neuen BudgetMarke Ninety Nine Hotels vorantreiben. Das erste Haus soll im Frühjahr 2018 am neuen Flughafen in Berlin eröffnet werden, das zweite Ende 2018 in der oberschwäbischen Messestadt. Heidelberg und Amsterdam sowie weitere Häuser in Innenstadtlagen undaninternationalenVerkehrsknotenpunktensollen folgen. Ninety Nine Hotels soll „ein cooler Platz zum Leben und Schlafen“ werden, „ein Haus mit ausge­ fallenem Design, in dem Geschäftsleute wie Touristen wegendesweltoffenenAmbientesimmerwiedergerne übernachten“,heißtesineinerMitteilung.Zeitgeistund soziale Interaktion aber auch Nachhaltigkeit spielen im Ninety-Nine-Konzept ebenfalls eine Rolle. •••

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


Text Astrid Schwamberger Fotos Andreas Wellander / Me and All (1) I Steigenberger (2) I Rezidor (3) I Accor (4)

Neue Hotelkonzepte

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Jaz in the City: Premiere in Amsterdam (3)

Me and All: In der Lounge gibt es Wohnzimmerkonzerte, Streetfood – und das beste Brot der Stadt.

Radisson Red: Auf Brüssel (Foto) folgte Minneapolis. (4)

ZEITGEIST IM ZIMMER Neue Hotelkonzepte stellen Branchenstandards auf den Kopf. Sie sprechen vor allem jüngere Geschäftsreisende an – und Business Traveller, die von einer Dienstreise auch persönliche Eindrücke mitnehmen möchten. Jo & Joe: Soll 2018 an den Start gehen.

Im Idealfall stehen Hotelmarken für bestimmte Werte, an denen sich die jeweiligen Zielgrup­ pen orientieren können. Seitdem mehr und mehr Millenials auf Geschäftsreise gehen, wan­ delt sich das Angebot. Auch und gerade inter­ nationale Hotelketten brechen alte Regeln und stellen sich auf die im Zeitraum zwischen 1980 und 1999 Geborenen ein. Als Vorreiter gelten Hyatt mit der Marke Andaz (2007) und Star­ wood mit Aloft (2008). Marriott legte mit AC Hotels (2011) und Moxy (2013) nach und Inter­ continental holte Kimpton (2015) ins Portfolio. Die Entwicklung setzt sich fort: Jaz in the City. Mit seinem neuen Hotelkon­ zept will Steigenberger „cool“ neu definieren, verspricht authentische Erlebnisse und zielt damit unter anderem auf preisbewusste moderne Geschäftsreisende, die in ihrer Frei­ zeit in die lokale Szene eintauchen möchten. Dazu holt Jaz lokale Musiker und Künstler ins Haus und schafft Begegnungsmöglich­ keiten mit Einheimischen. Einen ersten Vor­ geschmack gibt es in Amsterdam. Dort fei­erte das erste Jaz Hotel im Juni 2016 sein Grand Opening. Check-in und Check-out, Zimmer­ schlüssel und Bezahlvorgang wurden hier bereits aufs Smartphone verlagert. Noch im

www.dmm.travel

Frühjahr soll das nächste Haus in Stuttgart eröffnet werden. Geplant sind zehn weitere Hotels bis 2020. Jo & Joe. Mit seiner neuen Budget-Marke will Accor junge „Townster“ (Einheimische) und „Tripster“ (Touristen) zusammenbringen und sie per App vernetzen. Neben Apartments soll es einen modularen Schlafbereich mit Zugang zu einem Gemeinschaftsbad sowie Räume und Apartments für bis zu fünf Personen geben, aber auch Hängematten, Jurten oder Wohnwägen. Die erste Eröffnung ist für 2018 geplant. Ange­ peilt sind Paris, Bordeaux, Warschau und Buda­ pest sowie Rio de Janeiro und São Paulo. „Die Gäste sollen die bekanntesten Sehenswürdig­ keiten in weniger als 15 Minuten erreichen“, verspricht Accor-CEO Sébastien Bazin. Me and All. Mit urbanem, ungezwungenem Flair will Lindner Hotels mit seiner Zweitmarke vor allem Städte- und Geschäftsreisende sowie Einheimische ansprechen, die Leben, Arbeiten und Kommunikation verbinden möchten. Herz­ stück des Konzepts ist die Verschmelzung von Check-in, Bar, Lounge und Co-Working Cornern. Ein festes Element sind Events mit lokalen Künst­ lern, DJs und Bands.

Im Oktober 2016 eröffnete das erste Me and All in der Düsseldorfer Innenstadt. Bis Ende 2018 sollen weitere Häuser in Hannover, Kiel und Mainz folgen. Radisson Red. Kunst, Musik und Mode stehen im Mittelpunkt der neuen Lifestyle-Marke der Carlson Rezidor Hotel Group. Die „Red Creatives“ genannten Mitarbeiter begrüßen die Gäste per Tablet; eine Rezeption gibt es nicht. Über eine App können die Gäste ein- und auschecken, bezahlen und sich informieren. Die Event & Games Studios für Meetings und Versammlungen sind ausgestattet mit einem Poolbillardtisch, TischTennisplatten und einem Fitness-Center. Im April 2016 ging der Erstling in Brüssel an den Start, im November das Radisson Red Minnea­ polis. Für diesen März ist eine Eröffnung in der brasilianischen Stadt Campinas anberaumt. Vib. In Antalya an der türkischen Riviera wurde im Januar das erste Haus der neuen LifestyleMarke von Best Western eröffnet. Zielgruppe sind vor allem Reisende, die mit Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen sind und einem urbanen, nachhaltigen Lebensstil folgen. Weitere Eröffnungen stehen unter anderem in Nord­amerika und Asien auf dem Plan. •••

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Hotel & Veranstaltung • Berlin

Stellvertretend für Übernachtsungsmöglichkeiten, das Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz.

Text RED Fotos Park Inn (1) I Thomas Druyen /flickr.com (2) Online-Info visitberlin.de/de/suchen-buchen

Es müssen nicht immer „Messepreise“ bzw. „Mondpreise“ sein, die die Budgets von Geschäftsreisenden weit überschreiten. Zur ITB gibt es in Berlin auch erschwingliche Hotelzimmer.

ÜBERNACHTEN IN BERLIN Nur noch wenige Wochen, dann startet die 51. ITB in Berlin. Als Leitmesse der weltweiten Reisebranche ist die Schau vom 08. Bis 12. März die führende Business-Plattform für das globale touristische Angebot. ­Kommen sollen und werden auch Travelmanager. Üblicherweise werden zu Messezeiten von den meisten Hotels die Preise teils kräftig angehoben. Wo also lässt sich gut und günstig übernachten? Ein wichtiger Standortvorteil Berlins ist die bun­ desweit größte Hotelkapazität. Über 130.000 Betten in rund 800 Häusern bieten für jeden Geschmack etwas Passendes. Im Vergleich euro­ päischer Metropolen hat Berlin die günstigsten Übernachtungspreise im 3- bis 5-Sterne-Bereich. Das Wichtigste ist aber die herausragende Ser­ vicequalität, die in Berliner Hotels als selbstver­ ständlich gilt, so die Messe Berlin.

An der richtigen Adresse sind die ITB-Fachbe­ sucher, wenn sie ihren Berlin-Aufenthalt bei visitBerlin, den Hauptstadt-Spezialisten vor Ort buchen. Ob nahegelegenes Messehotel oder gün­ stiges Designhaus, ob mitten in der Stadt, im Szenekiez oder lieber außerhalb: VisitBerlin findet nicht nur das passende Hotel für jeden Anspruch, sondern gibt auch aktuelle Informatio­ nen, Empfehlungen oder Insider-Tipps. •••

Übernachtungs-Tipps für die Zeit vom 8. bis 9. März 2017

Mercure Hotel Berlin Zentrum 3 Sterne I Fuggerstraße 8 Myer’s Hotel Berlin 4 Sterne I Metzer Straße 26 Victor’s Residenz-Hotel Berlin 4 Sterne I Am Freidrichshain 17 andel’s by Vienna House Berlin 4 Sterne I Landsberger Allee 106 Citadines ApartHotel Kurfürstendamm 3 Sterne I Olivaer Platz 1 Golden Tulip Hotel Hamburg 4 Sterne I Landgrafenstraße 4, am Kurfür­ stendamm I Certified Green Hotel Alter Markt 3 Sterne I Alter Markt 11A

A&O Berlin Hauptbahnhof 2 Sterne I Lehrter Straße 12 ABACUS Tierparkhotel 4 Sterne I Franz-Mett-Straße 3-9 Adina Apartment Hotel Berlin Hauptbahnhof 4 Sterne I Platz vor dem Neuen Tor 6 DERAG Livinghotel Berlin-Mitte 4 Sterne I Neue Roßstraße 13 Estrel Berlin 4 Sterne I Sonnenallee 225 Hotel Vier Jahreszeiten Berlin City 4 Sterne I Skalitzer Straße 36

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••• Warnung vor inoffiziellen Anbietern Die Dienstleister Exhibition Housing Mana­ ge­ment (EHM) und Exhibitors Housing Services (EHS) kontaktieren Aussteller, Besucher und andere Teilnehmer der ITBVeranstaltungen per E-Mail sowie Telefon und bieten Hotelreservierungen an. Durch die zeitliche Nähe zur ITB Berlin wird der Anschein erweckt, dass diese Firmen Partner der Messe Berlin seien und dass die Hotelzimmer vorregistriert wurden. Aufgrund von mehreren Hinweisen stellt die Messe Berlin klar, dass diese Firmen in keinerlei Verbindung zur ITB Berlin stehen. Weder handelt es sich dabei um Kooperationspartner der Messe Berlin oder der ITB Berlin noch wurden den Firmen Kundendaten zur Kontaktaufnahme überlassen oder Vorregistrierungen im Kundennamen vorgenommen. Die Messe Berlin warnt ausdrücklich davor, auf die Angebote einzugehen. Neben den Kosten für die Hotelreservierung werden hohe Buchungsgebühren veranschlagt. Ebenso erschweren strenge und komplizierte Stornierungsbedingungen Änderungen in Bezug auf die vorgenommenen Hotelreservierungen. Hotelbuchungen: www.itb-berlin. de/ Besucher/Reise-Service/Unterkunft/

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


E X K L U S I V

I N

J E D E R

A U S G A B E :

G E S C H Ä F T S W A G E N

D E S

M O N A T S

Jan. / Feb. 2017

NewFleet

www.newfleet.de

Foto: Opel

Geschäftswagen aktuell

Beste Geschäftswagen •••

Die Favoriten 2017


Geschäftswagen • News

Toyota C-HR: Crossover in vier Ausstatungen

Foto: Toyota

Mit dem neuen C-HR definiert Toyota das Crossover-Segment neu. Coupé-artiges Design trifft auf hohe Fahrdynamik und den ersten Hybridantrieb der Klasse. Angeboten wird das SUV-Coupé in den vier Ausstattungen C-HR, Flow, Style und Lounge. Im C-HR Flow sind serienmäßig an Bord u.a. ein Multimediasystem mit 4,2“ großem Display, eine vollautomatische Klimaanlage, DAB-Radio und ein Regensensor. Das Lederlenkrad und silberne Dekorelemente werten den Innenraum auf. Der Crossover rollt auf 17-Zoll-Leichtmetallfelgen vor. Das wertige Interieur der Top-Variante C-HR Lounge unterstreichen in braun-silber gehaltene Dekor-Elemente und braun-schwarze Teilleder-Sitze.

• • • Jaguar

Foto: Jaguar LR

2018 bringt Jaguar die Serienver­ sion des Elektro-SUV I-Pace auf den Markt. Auf der LA Auto Show stand noch das Konzeptfahrzeug des fünfsitzigen SUVs. Der Wagen zeichnet sich durch ein vom C-X75 Supersportwagen inspiriertes Cabforward-Design und die elegante Seitenlinie eines Coupés aus. Im Interieur eröffnet das Automobil schon eine recht genaue Projekti­ on auf das künftige Serienmodell.

Die an Vorder- und Hinterachse angebrachten Elektromotoren erzeugen 400 PS und ein Drehmo­ ment von 700 Nm. Mit einer Bat­ terieladung soll das Serienfahr­ zeug über 500 km weit kommen, realistisch wären dann wohl um die 400 km. Die Batterie lässt sich an öffentlichen Ladesäulen, an der heimischen Wandladestation oder an einer konventionellen Haus­ haltssteckdose betanken. Es ist möglich, die Batterie an einem 50 kW Gleichstrom-Anschluss in 90 min. auf 80 % ihrer Kapazität auf­ zuladen. •••

Foto: Toyota

REIN ELEKTRISCHER I-PACE

• • • Lexus

WELTPREMIERE DES UX Das vom europäischen Lexus Design-Center ED2 entworfene Fahrzeug erreicht mit seiner mar­ kanten Lexus Designsprache ein neues Niveau. Dank intelligenter Technologien soll das Lexus UX Konzept-Fahrzeug dem Fahrer ein neuartiges Fahrerlebnis bescheren. Der Innenraum beeindruckt durch die ungewöhnliche Verbindung von

traditioneller Handwerkskunst mit High-Tech Fertigungstechniken. Zu den weiteren Lexus Highlights zählen die Europapremiere des überarbeiteten Lexus IS, sowie das neue Flaggschiff-Coupé der Marke, der LC. Außerdem bringt Toyotas Edelableger die neue Ausstat­ tungsvariante Sport Line für den kompakten Crossover NX. •••

Lexus: Die fünfte Generation des Lexus LS wurde auf der NAIAS 2017 präsentiert. Das Modell soll 2018 in den Handel kommen und ist mit der coupéartigen Silhouette, und dem langgestreckten, tief geduckten Erscheinungsbild die typisch japanische Interpretation eines Luxus-Automobils. Die neue Lexus GA-L-Plattform (Global Architecture for Luxury Vehicles) sorgt für die perfekte Balance zwischen Fahrdynamik und Komfort. Der neue Lexus LS bietet ein Höchstmaß an Sicherheitstechnologie: Neben dem Lexus Safety System+ ist auch ein neues, hochentwickeltes Sicherheitssystem mit intuitiver Fußgänger-Erkennung und aktiver Lenkung realisiert worden – das weltweit erste System seiner Art.

Mercedes: GLA II wird geräumiger und mehr SUV. Im EQA-SUV, der sich an der EQ-Studie vom Oktober 2016 orientiert, wird es alternative Antriebe geben. Die Reichweite des Volumenmodells mit 60-kWh-Batterie und 150 kW starker E-Maschine soll 400 km betragen.

••• Geschäftswagen Alfa: SUV Kamal oberhalb des Stelvio soll ab 2018 gegen BMW X5 und Mercedes GLE antreten. Audi: Q4 mit coupéartigem Dachverlauf ab 2019. Ein Jahr später soll der EQ4 folgen. E-Maschine mit 150 KW, Batterien mit 50 bis 80 kWh Kapazität. Reichweite zwischen 400 und 600 km. BMW: Dritte Auflage des X3 ab November. Die neuen Modelle der Coupés X2, X4 und X6 differenzieren sich künftig von den Basismodellen X1, X3 und X5 bezüglich Image, Design und Preisstellung. Für Europa kommt der X1 als Plug-in-Hybrid. Ab 2019 fährt der X3 auf Wunsch rein elektrisch. Citroën: Seit dem 1. Januar 2017 können Kunden von Citroën Multi-

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city Carsharing mit den Fahr­ zeugen zum Flughafen Berlin-Tegel fahren. Die neu eingerichtete Parkstation befindet sich nur wenige Gehminuten von den Terminals entfernt. Eli: Das chinesische E-Auto-­ Start-up hat den Kleinstwagen Zero (2,25 m) vorgestellt. Das neue Modell ist zwischen Renault Twizy und Smart Fortwo ein­ zuordnen. Die Reichweite soll 120 km betragen. Faraday Future: Das US-Start-up hat sein erstes Serienauto vor­ gestellt. Der E-SUV FF91 verfügt über einen ausfahrbaren Lidar­ sensor (arbeitet ähnlich wie ein Radarsystem), der Teil eines Sensorpakets ist, das autonome Fahrfunktionen ermöglichen soll.

Volvo: Der Nachfolger des XC60 ist ab Juli 2017 im Handel. VW: Neues Top-Modell Arteon ­oberhalb des Passat. Mit dem komplett neu entwickelten Fahrzeug führt VW neben einer emotionalen Linienführung auch ein ausdrucksstarkes, horizontal betontes Markengesicht ein. Markteinführung im Sommer 2017. Ab Mai Tiguan Allspace mit bis zu sieben Sitzen. Neuer T-Roc mit Offroad-Optik zwischen Golf und Tiguan. Ab 2018 Polo-SUV.

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Täglich aktuelle News unter www.newfleet.de

News • • • Audi

Fotos: BMW

ON DEMAND IN MÜNCHEN Mit dem Premium Mobilitätsser­ vice „Audi on demand“ können Fluggäste am Münchner Airport künftig ihre Reise mit den neues­ ten Modellen der Marke fortset­ zen. Zur Verfügung steht eine Flotte exklusiv ausgestatteter Au­ tomobile. Nutzer können die Mo­ delle über eine Web App buchen

• • • BMW

Mit dem BMW Concept X2 präsen­ tierte die BMW Group in Detroit die Neuheit im Kompaktsegment. Der künftige Lifestyle SUV X2 be­ kommt ein eigenständiges Design, das sich auch aus der Coupé Histo­ rie des Herstellers bedient. Kom­ plett neu ist z.B die Frontpartie mit mächtig gewachsenen Nieren und schlitzförmigen Laser­Scheinwer­

fern oberhalb der Nieren. Der untere Front­Bereich weckt starke Erinnerungen an einen Sportwa­ gen. Adrian van Hooydonk, Leiter Group Design: „Das Auto zeigt eine neue, spannende Facette der Marke. „ Die Schulterlinie des X2 ist hoch, die Silhouette flach. Der Wagen teilt sich die Plattform mit dem X1 und dem MINI Country­

man. Im Innern dominiert ein touchbetontes Bedienkonzept, das wie beim neuen 5er teilauto­ nomes Fahren zulassen wird. In Sachen Motorisierung sollen 3­ und 4­Zylinder­Vebrenner zum Einsatz kommen. Ein rein elek­ trisch angetriebener X2 ist aktuell abeno wenig geplant wie ein Plug­ in­Hybrid. •••

Foto: Opel

Opel Ampera-e schafft über 400 km (nach NEFZ) Auch im Alltag schafft der neue Stromer aus Rüsselsheim bei durchschnittlichen Bedingungen mehr als 300 km. Neben der Reichweite überzeugt der Ampera-e mit Platz für fünf Passagiere und einem Kofferraumvolumen von 381 Litern. Möglich wird dieses großzügige Raumangebot durch die Anordnung der zehn Batterie-Module im Unterboden. Die Batterie mit einer Kapazität von 60 kWh besteht aus 288 Lithium-Ionen-Zellen und wurde von GM gemeinsam mit dem Entwicklungspartner LG Chem konstruiert. Für das elektrisierende Temperament des Opel-Newcomers ist das bereits aus dem Stand verfügbare maximale Drehmoment von 360 Nm verantwortlich. Von null auf Tempo 50 beschleunigt er in 3,2 Sekunden.

Quelle: ADAC 12/2016; Basis: ADAC Mitglieder n=1.043; Angaben in Prozent

Autonomes Fahren +++ Autonomes Fahren +++ Autonomes Fahren +++ Autonomes Fahren

ADAC-Umfrage: Ein Drittel der Autofahrer autonomem Fahren aufgeschlossen Aus einer ADAC-Online-Umfrage geht hervor, dass 33 Prozent der Autofahrer sich vorstellen können, ein autonomes Fahrzeug zu nutzen. 35 Prozent lehnten bei der ADAC-Untersuchung das autonome Fahren ab, 29 Prozent zeigten sich unentschlossen. Knapp zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) rechnen – unabhängig von Ihrer persönlichen Einstellung zum Thema – mittel- bis langfristig mit der Zulassung autonomer Fahrzeuge in Deutschland. Von ihnen erwarten 46 Prozent diese Entwicklung bereits in den kommenden zehn Jahren.

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Können Sie sich grundsätzlich vorstellen, selbst autonome Fahrzeuge zu nutzen?

3 29%

33%

35% Ja Nein

Bin noch unentschlossen Kann ich nicht beurteilen

Zu den Fahrzeugen, die zumindest teilautonom fahren, zählt der neue BMW 5er. Mit dem neuen A6 beginnt in Deutschland offiziell die Ära des selbstfahrenden Autos. Drückt man den Knopf „ai“ (artificial intelligence) bewegt sich das Oberklasse-Modell wie von Geisterhand gesteuert, zunächst aber nur auf Bundesfernstraßen bzw. bis Tempo 60 km/h. Aber Achtung: Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, bleibt die Verantwortung beim Fahrer. Was viele nicht zu wissen scheinen: Mit dem selbstfahrenden Auto geht automatisch ein Tempolimit auf den deutschen Autobahnen einher!

Foto: Audi

DER X2 - NEUHEIT IM KOMPAKTSEGMENT

und direkt an der myAudi Sphere am Terminal übernehmen. Die bayerische Landeshauptstadt ist damit der erste deutsche Standort von Audi on demand. Nutzer kön­ nen ihren Audi auf Zeit bereits ab einer Dauer von einer Stunde buchen. Der Tarif wird dabei stundengenau abgerechnet und hat keine Kilometerbegrenzung. Geplant ist eine Internationalisie­ rung der Services weltweit an gro­ ßen Airports. •••

Keine Steckdosen für E-Autos Über 50 % der Deutschen leben in Mehrfamilienhäusern und parken ihre Autos in Tiefgaragen. Schwierig wird es, wenn man ein E-Auto will; denn in den Tiefgaragen dürfen keine Steckdosen angebracht werden. Bayern und Sachsen wollen das Wohnungseigentums-Gesetz ändern. Danach soll der Einbau neuer Steckdosen generell möglich sein. Zu klären ist, ob die Stromstärke am Hausanschluss zum Aufladen von E-Autos ausreicht und ob sich ein Kabel vom privaten Stromzähler zum Stellplatz verlegen lässt oder ob ein zweiter Zähler benötigt wird.

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Geschäftswagen • News

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Mobivia Groupe hat A.T.U übernommen

Nicht die übliche PS-Protzerei steht auf der 67. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) Pkw im Vordergrund, sondern das vernetzte und automatisierte Fahren, die Elektromobilität sowie neue Mobilitätskonzepte für die Stadt der Zukunft. Unter dem Motto „Zukunft erleben“ widmet sich die weltgrößte Automesse den Kernthemen der automobilen Transformation. Die IAA 2017 wird die digitalste Messe der IAA-Geschichte. Die 67. IAA Pkw findet vom 14. September bis 24. September 2017 in Frankfurt/M. statt.

Die Mobivia Groupe, Europas größter unabhängiger Anbieter von Kfz-Wartungs- und Reparatur-Services, hat A.T.U Auto-Teile-Unger, deutscher Marktführer für Kfz-Services, übernommen. Durch die Transaktion baut die Mobivia Groupe ihre führende Marktstellung in Europa aus und kommt mit knapp 2.000 Werkstätten und mehr als 20.000 Mitarbeitern auf einen gemeinsamen Umsatz von rund 2,7 Mrd. Euro. A.T.U betreibt 577 Werkstätten in Deutschland sowie 25 in Österreich und sechs in der Schweiz. A.T.U wird innerhalb der Mobivia Groupe weiterhin unter der eigenen Marke als eigenständiges Unternehmen für den deutschen Markt agieren und den Sitz in Weiden i.d. Oberpfalz behalten. Die Mobivia Groupe ist Europas Marktführer für markenübergreifende Fahrzeugservices. Sie ist derzeit mit rund 1.300 Service-Punkten in 16 Ländern Europas, Afrikas und Südamerikas aktiv. Mit ihren Marken Norauto, Midas, Carter-Cash, Auto 5, Synchro Diffusion, Bythjul und Skruvat betreut die Gruppe über 30 Mio. Kunden. Die Firma mit Sitz im französischen Lille ist in Privatbesitz und wurde 1970 gegründet.

Foto: VDA

IAA 2017 – Zukunft erleben

• • • Citroën

RAUMWUNDER I.D. BUZZ

C-ZERO WEITERENTWICKELT

Auf der NAIAS in Detroit zeigte VW die Studie I.D. BUZZ – ein AllradRaumwunder mit Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse, einem vollautomatisierten Fahrmodus („I.D. Pilot“) sowie einer neuen Gene­ ration Anzeige- und Bedienelemente. Die Reichweite soll 600 km betrgen. Im vollauto­ nomen Modus „I.D. Pilot“ (ab 2025?) kann der Fahrer seinen Sitz nach hinten drehen und sich den Mitreisenden zuwen­ den. Laserscanner, Ultra­ schallsensoren, Radarsenso­ ren, Area-View-Kameras und Frontkamera erfassen das Umfeld; weitere Verkehrsda­ ten werden über die Cloud empfangen. Das klassische Cockpit gibt es im I.D. BUZZ nicht mehr. Die wichtigsten Informationen projiziert der Van mittels AR-(Augmented Reality) Head-up-Display in das Sichtfeld des Fahrers – in 3D, virtuell auf die Straße. Features wie die Infotainment- und Kli­ mafunktionen werden über ein herausnehmbares Tablet bedient. •••

Mit dem C-Zero bietet Citroën ein rein elektrisches Fahrzeug an mit 170 km Reichweite. Im Modelljahr 2017 verfügt der C-Zero über ein Remote-System: Der Fahrer kann mit Hilfe einer Multifunktions­ fernbedienung Heizung und Kli­ maanlage 30 Minuten vor dem Start aktivieren. Eine weitere Neu­ heit stellt die Fernbedienung dar, mit der Beginn und Ende des Lade­ vorgangs programmiert werden kann – Anzeige des BatterieLadestands inklusive. Auch in punkto Fuß­ gängerschutz hat sich das Auto weiterentwic­ kelt: Es ver­ fügt nun über einen akusti­ schen Fuß­

gängerwarner. Zu den weiteren Innovationen zählt das Audiosystem DAB (Kenwood) mit vier Laut­ sprechern – samt Bluetooth, CDPlayer und MP3-Funktion. Der C-Zero verfügt serienmäßig über ESP, ABS mit Bremsassistent, sechs Airbags, Klimaautomatik, Fahrersitz-Heizung, 15“-LM-Räder und über die Citroën Connect Box inklusive Notrufsystem. •••

Foto: Groupe PSA

Foto: VW

• • • Volkswagen

+++ NewFleet -Tipp +++ NewFleet -Tipp +++ NewFleet -Tipp +++ NewFleet -Tipp +++ NewFleet -Tipp +++ NewFleet -Tipp +++ Verkehrsvorschriften im Ausland: Wenn die Geschäftsreise mit dem Auto ins Ausland führt, kann man dort schnell zum Verkehrs­sünder werden, wenn man die dortigen Vorschriften nicht kennt. Großbritannien: Wegen des dortigen Linksverkehrs blenden Autolichter, die so eingestellt sind, dass sie den rechten Fahrbahnrand ausleuchten, den Gegenverkehr. Diese müssen dann z.B. mit einer Folie abgeklebt werden. Frankreich: Bei Nässe gelten ­andere Tempolimits: außerorts 80 km/h statt 90 und auf Autobahnen 110 km/h statt 130. Auch ausländische Autofahrer müssen

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immer ein Alkoholtest-Set mit sich führen. Hat man keins, droht jedoch kein Bußgeld. Italien: Ab 1,5 Promille am Steuer drohen bis zu 6.000 Strafe oder sogar Haft. Sind Eigentümer und Fahrer des Pkw identisch, kann der ggf. beschlagnahmt und zwangsversteigert werden. Fährt man in eine verkehrsberuhigte Innenstadtzone, werden Bußen ab 100 € fällig. Niederlande: Parkverstöße von Ausländern werden konsequent verfolgt. Sie werden sogar teilweise über Inkassobüros eingetrieben. Zahlt man Bußgelder nicht innerhalb der Frist, erhöhen sie sich um 50 %, nach Ablauf einer weiteren um 100 %.

Österreich: Bei einem Verstoß gegen die Vignettenpflicht muss eine Ersatzmaut in Höhe von 120 Euro bezahlt werden. Tut man das nicht, droht ein Bußgeld von bis zu 3.000 Euro. Ganze Stadtteile sind oft Kurzparkzonen, sogenannte „Blaue Zonen“. Erkennbar sind diese nur an Schildern am Anfang und am Ende. Ist ein Tempolimit mit dem Zusatz „IG-L“ (Immisionsschutzgesetz Luft) versehen, gilt ein Verstoß als Umweltvergehen und zieht eine höhere Strafe nach sich. Eine „Blaulichtsteuer“ in Höhe von 36 Euro wird fällig, wenn zwei Unfallparteien schon bei einem Sachschaden die Polizei rufen.

Schweiz: Bei schweren Verkehrsverstößen drohen Geldbußen bis zu 10.000 Euro. Ist der „Raser­ tatbestand“ erfüllt (Autobahn mehr als 80 km/h zu schnell; mehr als 70 km/h in der 30-Zone), droht mindestens ein Jahr Haft sowie die Einziehung des Fahrzeugs. Die Vollstreckung der Bescheide ist zwar in Deutschland momentan nicht möglich, wohl aber bei Schweiz-Besuchen ­innerhalb von drei Jahren. Tschechien: Bei Verkehrskontrollen wird auch ohne Verdacht immer ein Alkoholtest gemacht – Einspruch ist nur auf der Polizeiwache möglich.

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


Gewerblicher Markt

Text RED Fotos Kia (1) I Ford (2) I VWN (3)

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GEWERBLICHER MARKT 01/02.2017 Pick-ups – Besteuerung als Pkw: Laut Bundesfinanzhof werden Pickups ab sofort as Pkw versteuert. Gewerbetreibende, die solche Fahrzeuge haben, bekommen vom zuständigen Hauptzollamt jetzt viel höhere KfzSteuer-Rechnungen. Zum einen sieht § 18 Abs. 2 KraftStG vor, dass Pickups aus umweltpolitischen Lenkungszielen nicht als als Pkw gelten, zum anderen sind für die Einstufung (steuergünstiger Lkw oder Pkw) die Defi­ nitionen im Personenbeförderungsgesetz entsheidend. Anhand der objek­ tiven Beschaffenheit und aller Merkmale sprechen moderne Pick-ups mit ihren oft verglasten Doppelkabinen, mehr als drei Sitzplätzen mit Gurten und Vmax > 140 km/h klar für die Einstufung in die teurere Pkw-Steuer. Hinzu kommt, dass die Hersteller dummerweise bei ihren Pick-ups mit Pkw-Komfort und ähnlichen Fahreigenschaften werben. Daimler Financial Services: Für 1,1 Mrd. € hat Daimlers Finanzsparte mit Athlon einen europaweit führenden Anbieter von Mobilitätslösungen für Unternehmen übernommen. Gero Götzenberger, seit 2012 Geschäfts­ führer von Daimler Fleet Management, ist nun auch CEO von Athlon International. Frans Janssen, bisher CEO von Athlon, ist jetzt Chief Com­ mercial Officer. Mit einem Portfolio von zusammen über 350.000 Fahr­ zeugen wurde Daimler zum wichtigen Player im europäischen Flottenge­ schäft. Mobilitätslösungen für Unternehmen sollen weiterentwickelt werden, so Klaus Entenmann, Vorstandsvorsitzender der Daimler Finan­ cial Services AG. Dekra-Akademie: Lehrgänge zum „Zertifizierten Fuhrparkmanager“ in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Fuhrparkmanagement und dem Deutschen Institut für Betriebswirtschaft (DIB) in Berlin ab 27. März, in Frankfurt/M. ab 04. Mai und München ab 16. November 2017. Info und Anmeldung: dekra-akademie.de/fuhrparkmanagement. GTÜ: Zur regelmäßigen Pflege des Geschäftswagens gehört auch die Rei­ nigung des Cockpits und anderer Kunststoffteile im Fahrzeuginnenraum. Die GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) empfiehlt, nicht irgendeinen Reiniger zu verwenden. Stark lösungsmittelhaltige Substan­ zen wie etwa Terpentin, Nagellackentferner etc. zur Entfernung von Schmutz und Flecken greifen u.U. die Oberfläche der Airbag-Module an. Das Material kann porös werden. Bei einem Unfall mit Airbag-Aktivierung besteht dann die Gefahr, dass sich Kunststoffteile der Armaturentafel ablösen und schwere Verletzungen verursachen. Gewertet wurde in den Kategorien Anwendung, Reinigung/Wirkung, Verträglichkeit und Kosten. Die GTÜ hat in einem Praxistest zwölf Cockpitreiniger miteinander ver­ glichen. Testsieger mit dem Prädikat „sehr empfehlenswert“ wurde caram­ ba Cockpit-Spray Fresh gefolgt von Nigrin Cockpit-Spray, Aral Cockpit Spray, PrimAuto Cockpit Pflege, ArmorAll Tiefenpfleger, Sonax Cockpit Pfleger und RS 1000 Cockpit-Pflege. Tipp: Vor der Cockpitreinigung in der Bedienungsanleitung nachschauen, welche Pflegehinweise der Hersteller hinsichtlich der im Fahrzeug verbauten Kunststoffe gibt.

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Ford: Ford bietet seine Langzeit-Testfahrt auch 2017 deutschlandweit bei allen teilnehmenden Händlern an, so Claudia Vogt, Direktorin Gewerbeund Großkundengeschäft der Ford-Werke GmbH.. Firmenkunden können weiterhin zur „längsten Probefahrt Deutschlands“ antreten und die Model­ le des Kölner Autobauers ein volles Jahr lang ausführlich kennenlernen. Einzige Bedingung: In ihrem aktuellen Fuhrpark muss sich mindestens ein Fremdfabrikat befinden. Für das All-inclusive-Angebot der ASS Sport Sponsoring GmbH stehen 12 vorspezifizierte Fahrzeug-Konfiguratio­ nen aus sechs Baureihen - Focus, C-MAX/Grand C-MAX, Kuga, Mondeo, S-MAX und Galaxy – zu Sonderkonditionen bereit. Erstmals sind auch die luxuriösen „Vignale“-Versionen des Mondeo (4-Türer und Turnier) und von S-MAX im Angebot. Über die Standard-Spezifikationen hinaus können einzelne Fahrzeuge auch individuell konfiguriert oder mit leistungsstär­ keren Motorisierungen getestet werden. Der monatliche Pauschalpreis beinhaltet neben der Testfahrt auch Nebenkosten wie Kfz-Steuer und -Versicherung, Rundfunkgebühren sowie Überführung und Zulassung. An- oder Restwertzahlungen fallen nicht an. Der Gewerbe­kunde erhält sein Wunschfahrzeug ohne bürokratischen Aufwand mit nur einer Unter­ schrift und ohne Risiken. Zum Ende der vereinbarten Laufzeit kann er das Auto ohne Verpflichtungen an den teilnehmenden Vertriebspartner von Ford zurückgeben. www.ford-firmenkunden.de Kia: Mit dem neuen „Kia Business Center Programm“ entwickelt der Importeur ein bundesweites Netz von Kia-Stützpunkten, die auf Gewer­ bekunden spezialisiert sind. Diese rund 40 Kia Business Center werden gefördert – sowohl durch eine langfristige Verkaufsunterstützung als auch durch ein gezieltes Training und Coaching der Verkäufer sowie durch ein Callcenter, das den Händlern als Kompetenzzentrum dient. „Das neue Programm soll das Flottengeschäft für die Händler profitabler machen und Strukturen schaffen, mit denen sich dieses Geschäft in den kommen­ den Jahren nachhaltig ausbauen lässt“, so Steffen Cost, Geschäftsführer (COO) von Kia Motors Deutschland. Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN): Seit Jahresbeginn 2017 bieten bundesweit über 200 Service-Partner von VWN „ServicePlus-Leistungen“ an. Die sind  auf die speziellen Anforderungen von Gewerbekunden zuge­ schnitten – mit längeren Öffnungszeiten, passender Ersatzmobilität und mobilen Werkstattdiensten. Carsten Sass, Leiter VWN-Vertrieb D: „Mit ServicePlus garantieren wir einen neuen Qualitätsstandard, der maxima­ le Mobilität von Waren und Dienstleistungen sichert“. Dazu gehören: Nahtlose Integration von Wartungs- und anderen Werkstattterminen in den Arbeitsalltag der Kunden, Minimierung von Wartezeiten, erweiterte Öffnungszeiten sowie Hol- und Bring-Service. Kleinere Reparatur- und Wartungsarbeiten kann der ServicePlus Partner beim Kunden vor Ort durchführen. Bei den ServicePlus Partnern von VWN handelt es sich um größere und langjährige, erfahrene Kfz-Betriebe. www.volkswagennutzfahrzeuge.de/de/service-und-zubehoer/serviceplus.html

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Geschäftswagen • Die Besten 2016/2017

Text RED Fotos Hersteller

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BMW 320d Touring: Der bei Mobilitätsmanagern und Selbstständigen beliebteste Geschäftswagen.

TOP- MODELLE 2016 / 2017 Das Geschäftswagensegment boomt. 2016 wurden mehr Automobile an gewerbliche Kunden – wir beziehen uns hier ausschließlich auf Freiberufler, Mobilitätsmanager und Fuhrparkverantwortliche – ausgeliefert denn je zuvor. Gut zwei Drittel aller Neuzulassungen, laut KBA exakt 65,0 %, wurden von Firmen geordert. Wir haben Selbstständige, Flotten- und Mobilitätsmanager befragt, welches denn für die die besten Geschäftswagen 2016 waren.

Eine überzeugende Vorstellung liefern offensichtlich die beiden in München Diesel nach wie vor beliebt. Dass in der Dienstwagenbranche über­ und Ingolstadt beheimateten Hersteller. Von gut 450 Rücksendungen wiegend Dieselmotorisierungen (über 90 %) bevorzugt werden, sollte kein entfielen die meisten Stimmen auf die beiden Autobauer aus dem Freistaat Geheimnis bleiben; denn trotz „Dieselgate“ und immer neuer Enthüllun­ Bayern. BMW und Audi fahren Dienstwagenberechtigte in den deutschen gen erfreuen sich die Selbstzünder nach wie vor großer Beliebtheit, auch Firmen am liebsten, das gilt auch für Freiberufler. 5er und A6, obwohl auto­ wenn die Unsicherheit wächst. Flottenchefs und Freiberufler schätzen zuvor­ mobile Oberklasse, sind die absoluten Favo­ derst die hohe Effizienz dieser Aggregate. riten, auch wenn sich der größere Münchner Dass die beiden Rangnächsten, VW Passat ••• Beliebteste Geschäftswagen 2016/2017 vom (geringfügig) kleineren Bruder abhän­ Variant und Golf (Limousine und Variant) 1 BMW 3er Touring 318d / 320d gen lassen muss. Im Segment der Oberen in der Beliebtheitsskale dicht dahinter folgen, 2 BMW 5er Touring 520d Mittelklasse bzw. Oberklasse spielen die zeugt davon, dass Dienstwagenberechtigte Faktoren Image, Status und Effizienz eine ebenso wie ihre Vorgesetzten und selbst­ 3 Audi A6 Avant 2.0 TDI 40 kW entscheidende Rolle bei der Beschaffung. ständige sowieso trotz aller Unkenrufe in die 4 VW Passat Variant 2.0 TDI Effizienz insofern, als bei diesen vergleichs­ Marke Volkswagen vertrauen. Im Flotten­ 5 VW Golf Lim / Variant 1,6 TDI weise großen Fahrzeugen mehrheitlich zu business dürfte sich insofern am Ranking 6 Opel Astra Sportstourer 1.6 CDTi ecoFLEX 2­Liter­Vierzylindern gegriffen wird, bei der kaum etwas geändert haben: Laut DMM­ 8 Skoda Octavia Combi 1.6 TDI Ausstattung dafür etwas mehr sein darf. Recherchen führt die Hitliste der Dauer­ 7 Ford Focus Turnier 1,5 TDCi Voraussetzung für das Ranking waren die bestseller VW Passat Variant vor dem Golf an. Umfrage­Ergebnisse betreffend Marken­ 9 MB C-Klasse T-Modell C200d / C180d image, Effizienz, Design, Konnektivität, Deutsche Fabrikate liegen vorn. Hört man 10 Volvo XC90 D5 Unterhaltskosten und Sicherheit. sich bei der gewerblichen Klientel um, dann

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Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


Die Besten 2016/2017

Online-Info www.dmm.travel I www.newfleet.de

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2

BMW 520d Touring: Der zweite höchst beliebte Münchner.

Audi A6 Avant 2.0 TDI: Nur knapp hinter dem Rivalen aus München.

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VW Passat: Hat‘s zurzeit nicht leicht.

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VW Golf: Universalgenie für Firmenkunden..

7

Skoda Ocotavia Combi: Neuauflage gestartet.

Opel-Astra-Sports-Tourer: Wieder auf der Gewinnerspur.

8

Ford Focus Kombi: Dicht hinterm Rüsselsheimer.

spielen deutsche Marken klar die erste Geige. Aber die Importeursfabri­ kate Skoda z.B. oder auch Volvo mischen immer kräftiger mit. Bei unserer Beliebtheitsskale nehmen der Octavia Combi unter den Top Ten Platz 7 und der Volvo XC 90 Platz 10 ein. Bei fast allen deutschen Marken zeigte sich in der Neuzulassungsbilanz 2016 ein positives Vorzeichen, auch im gewerblichen Segment: Ein Plus im zweistelligen Bereich wies die Neu­ zulassungsstatistik für Mini (+10,8 %) auf. Zuwächse im einstelligen Bereich gab es für Mercedes (+8,5 %), Audi (+7,6 %), Ford (+6,8 %), Opel (+6,3 %), Porsche (+5,8 %) und BMW (+5,4 %). Smart erreichte fast das Vorjahresergebnis (­1,3 %). VW ist trotz eines Rückgangs (­4,3 %) mit einem Anteil von 19,6 % weiterhin Marktführer. Die Importmarken werden von VW­Tochter Skoda mit einem Anteil von 5,6 % angeführt. Überraschend gut schlägt sich im gewerblichen Business Volvos großes SUV XC 90. Im Lauf des Jahres wird er aber sicher vom neuen V90 in der Beliebtheit vor allem bei Selbstständigen abgelöst. Das zeigen die aktuellen Bestell­ und Kaufstatistiken. Mercedes hat in den vergangenen Jahren viel von seinem Renommee eingebüßt und gegen die bayerischen Wettbewerber böse verloren. Inzwischen aber schicken sich die Stuttgarter an, verlorenes Terrain auch im Geschäftswagensegment wieder gut zu machen. Zum mehr als Rang 9 aber hat es bei unserer Umfrage nicht gereicht.

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MB C Klasse T-Modell: Auf aufsteigendem Ast.

Im Grunde genommen ist das Top­Ten­Ranking eine ziemlich knappe Angelegenheit. Die Abstände zwischen den beliebtesten Geschäftswagen sind vergleichsweise gering. Und so notierten wir denn für Platz 6 den Opel Astra Sportstourer, auf 7 steht Skoda’s Octavia, auf 8 der Ford Focus Turnier, auf 9 dann die Mercedes C­Klasse T­Modell und auf einem ebenso hervorragenden 10. Rang ist Volvos XC90. Alternative Antriebe. Gemessen am Gesamtmarkt lag der Neuzulas­ sungsanteil der Autos mit alternativen Antrieben 2016 bei 2,0 % (13.744 Plug­in­Hybride; 11.410 batterieelektrisch angetrieben). Wir gehen da­ von aus, dass diese Sparte in unse­ rem Ranking 2018 eine bedeu­ tende Rolle spielen wird. •••

10 Volvo XC90: Läuft wie geschnitten Brot.

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Geschäftswagen • Alternative Antriebe

Text RED Fotos Toyota (1) I Daimler (2) I Hyundai (3)

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Toyota Mirai an H2-Zapfsäule: Genauso schnell wie normales Tanken.

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Wasserstoff-B-Klasse an einer neuen H2-Tankstelle in Metzingen.

H 2 -ANTRIEB, IST ER DIE ZUKUNFT? Eine Zeitlang war es ziemlich still um Brennstoffzellen-Antriebe. Zu teuer und zu komplex, hieß es. Jetzt aber startet die Automobil­ branche einen neuen Anlauf: Hyundai und Toyota preschen mit serien­reifen Fahrzeugen vor. Aber sind die wenigen Wasserstoffautos auch für Fuhrparks und Selbst­ ständige geeignet? In Geisingen im Schwarzwald-Landkreis Tutt­ lingen wurde kurz vor Weihnachten die 9. Was­ serstofftankstelle in Baden-Württemberg eröff­ net. Die Station ist ein weiterer wichtiger Schritt der Partner Shell, Linde und H2 Mobility beim Ausbau der bundesweiten Wasserstoffinfrastruk­ tur im Rahmen der Clean Energy Partnership. Freie Fahrt also ab sofort für wasserstoffbetrie­ bene Brennstoffzellenfahrzeuge auf dem Weg von Stuttgart in Richtung Schweiz und Österreich. Mithilfe von Wasserstoff, der mit erneuerbarer Energie erzeugt wurde, lassen sich klimaschäd­ liche CO2-Emissionen vermeiden. Umweltschäd­ liche und gesundheitsgefährdende Stickoxide (NOx) wie beim Diesel oder Feinstaubemissionen fallen beim Brennstoffzellenfahrzeug nicht an. Manfred Becker, Leiter Realisierung von Was­

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serstofftankstellen beim Mineralölkonzern Shell: „Wasserstofftechnik ist eine vielverspre­ chende Technologie. Wir gehen davon aus, dass dieser alternative Elektroantrieb ab den 2020er Jahren in Deutschland, England, Bene­ lux und USA eine immer größere Rolle spielt.“ Damit Wasserstoffmobilität zur Erfolgsgeschich­ te bei der Energiewende im Straßenverkehr wird, ist neben einer großen Anzahl von Brennstoff­ zellenfahrzeugen auch eine entsprechende Infra­ struktur nötig. In der Vergangenheit galt dieses Henne-Ei-Dilemma als eines der Hindernisse bei der Einführung von Wasserstoff als Kraft­ stoff. Dazu Frank Fronzke, zuständig für den Anlagenbetrieb der H2 Mobility Deutschland: „Ohne genügend H2-Fahrzeuge auf der Straße keine Tankstellen. Und umgekehrt: Ohne Was­ serstofftankstellen auch keine Autos.“

Thomas Bystry, Vorsitzender der Clean Energy Partnership: „Dank der Zusammenarbeit von Industrie und Bund in der Clean Energy Part­ nership haben wir schon 25 öffentliche Was­ serstofftankstellen. H2 Mobility Deutschland wird den weiteren Ausbau vorantreiben.“ Die Bundesregierung fördert den Bau von Was­ serstofftankstellen über das Nationale Innova­ tionsprogramm Wasserstoff- und Brennstoff­ zellentechnologie (NIP) mit über 20 Mio. Euro. „Mit NIP-Fördermitteln werden zunächst 50 Tankstellen in den Metropolregionen und ent­ lang der großen Verkehrskorridore gebaut“, erklärt Philipp Braunsdorf von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzel­ lentechnologie, die das Innovationsprogramm im Auftrag des Bundes koordiniert. ••• Über die CEP

Bis zu 400 Tankstellen. Um das Problem zu lösen, wurde 2015 die H2 Mobility Deutschland GmbH & Co.KG gegründet, ein GemeinschaftsUnternehmen von Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total. Bis zu 400 WasserstoffTankstellen wird die Firma in Deutschland bis 2023 errichten und betreiben. Die Technik der H2-Station in Geisingen stammt, wie drei Vier­ tel aller H2-Tankstellen in Deutschland, von Linde. Die technisch anspruchsvolle Kompri­ mierung des Wasserstoffs sowie seine Lagerung und Betankung erfolgen mithilfe standardisier­ ter Anlagenkomponenten. Sie sind platzspa­ rend und energieeffizient und lassen sich flexi­ bel in das Tankstellenlayout vor Ort einpassen.

Clean Energy Partnership, ein Zusammenschluss von 20 führenden Unternehmen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wasserstoff als „Kraftstoff der Zukunft“ zu etablieren. Mit Air Liquide, BMW, Bohlen & Doyen, Daimler, EnBW, Ford, GM/Opel, H2 Mobility, der Hamburger Hochbahn, Honda, Hyundai, Linde, OMV, Shell, Siemens, den Stuttgarter Straßenbahnen SSB, TOTAL, Toyota, Volkswagen und der Westfalen Gruppe beteiligen sich Technologie-, Mineralöl- und Energiekonzerne sowie die Mehrzahl der größten Automobilhersteller und führende Betriebe des öffentlichen Nahverkehrs an dem wegweisenden Zukunftsprojekt.

Der Mobilitätsmanager 01/02.2017


Alternative Antriebe

Online-Info www.cleanpartnership.de I www.now-gmbh.de I www.h2-mobility.de I www.linde.com

„Dank der Zusammenarbeit von Industrie und Bund in der Clean Energy Partnership ­haben wir heute in Deutsch­ land bereits 25 öffentliche Wasserstofftankstellen. Die H2 Mobility Deutschland wird den weiteren Ausbau ­vorantreiben.“ Thomas Bystry I Vorsitzender Clean ­Energy Partnership (3)

Hyundai ix35 hydrogen: Das Risiko aktuell ist, eine passende Tankstelle rechtzeitig zu finden.

Vorreiter. Baden-Württemberg ist inzwischen zu einem Musterland für Wasserstoff gewor­ den. Mit bislang neun H2-Tankstellen bietet das Bundesland die bislang meisten Wasserstoff­ stationen. Und weitere kommen in Kürze hinzu: auch an den Shell Tankstellen in Wend­ lingen, Sindelfingen und Pforzheim kann bald Wasserstoff getankt werden. Fuhrparks. In Deutschland herrscht bei vielen Flottenchefs noch rückwärts gerichtetes Den­ ken in Sachen alternative Antriebe. Aber seit Dieselgate gibt es doch den einen oder anderen, der ins Grübeln kommt. Und dann ist da auch der offensichtlich bevorstehende Durchbruch der Mobilität mit batterieelektrisch angetriebe­ nen Automobilen. Damit sich beide ökologisch sinnvolleren Antriebsvarianten im gewerbli­ chen Segment durchsetzen, muss erst einmal die Infrastruktur geschaffen werden. Sowohl was Ladestationen für E-Autos betrifft als auch H2-Tankstellen, ist vieles in Bewegung geraten. Fakt ist aus Expertensicht: Vor allem H2 könn­ te ein mittelfristiges Aus des Diesels besiegeln. Carsharing. Mitte 2016 hat Hyundai der Linde Group in Pullach bei München 50 Brennstoff­ zellenfahrzeuge ix35 Fuel Cell übergeben. Mit diesen besonders umweltfreundlichen SUVs startete das weltweit erste Carsharing-Angebot für Fahrzeuge mit Brennstoffzelle: BeeZero. Betrieben von der Linde Hydrogen Concepts, vereint BeeZero zwei bedeutende Mobilitäts­ trends: Carsharing und emissionsfreies Fahren. „BeeZero ist das Ergebnis einer großartigen Zusammenarbeit der Linde AG und Hyundai“, so Markus Schrick, Geschäftsführer Hyundai Motor Deutschland GmbH. Mit der Übergabe einer der größten Brennstoffzellen-Flotten an

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••• Wie funktioniert Wasserstoff-Mobilität? In der Brennstoffzelle des Fahrzeugs wird Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt, die einen Elektromotor antreibt. Als Nebenprodukt entstehen reines Wasser und Wärme. Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind geräuscharm und emissionsfrei. Mit einer Tankfüllung kann das Fahrzeug Entfernungen von bis zu 700 km zurücklegen. Umweltbilanz eines Brennstoffzellen-Autos. Brennstoffzellen-Fahrzeuge bieten eine Reihe von Vorzügen gegenüber anderen Antriebsarten: Ihr Betrieb ist lokal emissionsfrei, und sie können erheblich zur Minderung von CO2-Emissionen beitragen – soweit der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Darüber hinaus bietet Wasserstoff ein großes Potenzial als Speicher für erneuerbar erzeugte Energie. Der Gesamtwirkungsgrad des Antriebs liegt bei bis zu 65 % und ist deutlich höher als bei konventionellen Autos (Benziner 35 %, Diesel bis zu 45 %). Wieviele H2-Fahrzeuge gibt es in Deutschland? In Deutschland gibt es derzeit rund 250 Brennstoffzellen-Pkw und 20 Busse. Wieviele H2-Tankstellen gibt es in Deutschland? In den vergangenen Jahren wurden in der Bundesrepublik 25 öffentliche Tankstellen im Rahmen der Clean Energy partnership (CEP) errichtet. Der weitere Ausbau verläuft in mehreren Phasen. Zunächst wird die H2 Mobility – unabhängig von Zulassungszahlen von Brennstoffzellen-Pkw – in den kommenden vier Jahren bis zu 100 Wasserstoffstationen in den Ballungszentren sowie entlang der wichtigsten Verbindungsstrecken errichten. Bis zum Jahr 2023 sollen dann bis zu 400 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland flächendeckend entstehen. Wie funktioniert das Betanken eines H2-Fahrzeugs? Die Zapfpistole ist ebenso leicht zu bedienen wie die für Benzin oder Diesel. Rund vier Minuten – und das BrennstoffzellenFahrzeug ist problemlos mit dem gasförmigen Wasserstoff betankt. Ein klarer Vorteil etwa gegenüber batteriebetriebenen Elektro-Fahrzeugen, die vergleichsweise lang an der Steckdose hängen, um Strom aufzuladen. Wieviel kostet die Betankung? Die Kosten entsprechen der Betankung mit konventionellen Kraftstoffen. 1 kg Wasserstoff wird an der Tankstelle mit ca. 9,50 Euro berechnet. 4 bis 5 kg fasst die Tankfüllung eines typischen Wasserstoff-Autos. Damit kann es 500 – 700 km weit kommen. Kaufprämie als Anreiz. Auch für H2-Autos gilt die von der Bundesregierung beschlossene Kaufprämie über 4.000 Euro.

BeeZero wurde diese Technologie für jeder­ mann zugänglich gemacht und der Beweis erbracht, dass die Brennstoffzelle alltagstaug­ lich ist. Die 50 Hyundai ix35 Fuel Cell sind seit­ dem in der Münchner Innenstadt sowie in den Stadtteilen Schwabing, Haidhausen, Au und Glockenbach verfügbar. Wie bei herkömmli­ chen Carsharing-Diensten können die Fahrzeu­ ge einfach online oder über eine SmartphoneApp gebucht werden.

Modelle. Wasserstoffautos sind Elektroautos, die sich den benötigten Fahrstrom selbst erzeu­ gen aus einer Brennstoffzelle, die mit Wasser­ stoff betrieben wird. In Reaktion mit Luftsauer­ stoff entsteht dabei elektrischer Strom und als einziges Abfallprodukt Wasserdampf. Die Autos haben 0 Gramm CO2-Ausstoß. In Deutschland sind aktuell das Hyundai SUV ix35 hydrogen zu haben (Reichweite von bis zu 594 km), und Toyotas viersitzige Limousine Mirai. •••

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