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€ 2,50

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GUTE AUSSICHTEN Frank Wehrle, Absolvent 1996 Account Management, Projetmanagement, Teamleitung « Am besten gefällt mir das Betriebsklima und der Umgang der Kollegen miteinander. »

Helen Schäfer, Absolvent Master 2007 Konzeption, Internationalisierung, Projektmanagement, Informationsarchitekturen, TÜV-Zertifizierung « Ray Sono bietet mir die Chance mich in spannenden Projekten bei international bekannten Kunden zu beweisen. Zudem ist die Stimmung bei Ray Sono einfach super. »

Urs Stutz, Absolvent 1995 3D Grafik/Animation, Flash Programmierung « Ich bin gerne hier, weil ich in abwechslungsreichen und interessanten Projekten mitarbeiten kann. »

Norman Birke, Absolvent Master 2007 CMS- und Portalsysteme, technische Konzeption und Beratung, Projektleitung « Ray Sono bietet mir die Möglichkeit, in einem sich schnell verändernden Markt gemeinsam mit Freunden innovative Produkte und Ideen zu entwickeln. »

Matthias Neudecker, Absolvent 2000 Webentwickler, technischer Projektleiter, Trainer CMS-Systeme, Experte für barrierefreies Webdesign « Ich bin gern hier wegen des guten Betriebsklimas mit vielen supernetten Kollegen. »

Sylvia Merz, Absolvent Master 2004 Konzeption, Projektleitung, Usabilityoptimierung, Prozessoptimierung, Markenkommunikation « Ray Sono bietet mir ein Tätigkeitsfeld, das die verschiedenen Schwerpunkte des MI-Studiums optimal integriert. Man wird jederzeit gefordert und gefördert. »

Wir freuen uns, deinen Werdegang während und nach dem Studium gemeinsam mit dir zu gestalten! Für deine berufliche Entwicklung bieten wir bei Ray Sono Praktika, Kooperationen bei Projektstudien, Abschlussarbeiten oder Festanstellungen nach Bachelor- / Master-Abschluss. Schicke deine Bewerbung bitte an: bewerbung@raysono.com Mehr Informationen unter www.raysono.com

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editorial

Das zweite dmag - Und die ganze Redaktion macht sich auf den Weg um es zur Druckerei zu bringen Mein Leben als Erdweibchen wäre - glaube ich - gar nicht so schlecht. Bei Sonne würde ich mich wie im Paradies fühlen, bei Wind und Regen würde ich mich einfach einbuddeln und schlafen. Eigentlich alles perfekt. Dachte ich zumindest, bis ich bei der Fütterung der Erdmännchen in Freiburg dabei sein konnte. Von wegen Erdnüsse! Dort aßen die gierigen Viecher Küken samt Schnabel und Knochen! Genau in diesem Moment wusste ich, mein studentisches Dasein in Furtwangen ist doch die bessere, wenn nicht sogar die beste Wahl. Eine klitzekleine Hochschule in Furtwangen, wer hätte gedacht, dass sie so vielfältig ist. Da muss ich zum Beispiel an den Doppelabschluss mit Wien (Seite 36) und an die enge Zusammenarbeit mit unseren Professoren denken. Ich bin froh in Furtwangen gelandet zu sein, hier wo andere Urlaub machen. Furtwangen hat immerhin eine Auszeichnung: das Siegel „Familien-Ferien“, welches vom Land Baden-Württemberg für die Jahre 2007-2009 vergeben wurde. Inzwischen bin ich auf jeden Fall ganz und gar der Meinung, dass ich nicht als Erdweibchen enden will - warum genau, darüber

möchte ich jetzt nicht reden! Widmet eure unstillbare Neugierde lieber der heißen neuen Ausgabe des dmags. Dort könnt ihr euch von unserer mühevollen Arbeit berieseln lassen, geht raus in die Sonne, holt euch ein kühles Bier und zieht euch das Beste und das Neueste rein. Also, ich wünsche euch viel Spaß und eine superfantastischgigantische Unterhaltung, eure Kingyi

Es gibt Leute, die in jeder Suppe ein Haar finden, weil sie, wenn sie davor sitzen, so lange den Kopf schütteln, bis eins hineinfällt. (Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker, 1813-1863)

ditorial

Der Sinn des Erdmännchens ging irgendwann in endlosen Redaktionssitzungen verloren.

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inhalt dmag sommersemester 2008

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editorial

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studieng채nge

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CHE ranking

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online programmieren

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digitale astrofotografie

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medientag

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projekt studium

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100% VS >>> CRM >>> eLearning >>> interactive public viewing >>> B체rgerPort >>> Radsport DVD >>> Smart >>>

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wpv foto

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tutoriat: flash und actionscript

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praxissemester 34

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medienzentrum

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thesis

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media lab

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absolventen

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doppelabschluss wien

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warum furtwangen

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tanz und interaktion

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stefan selke

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zahlen und fakten

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impressum

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digitale medien Medieninformatik, Online Medien und Computer Science in Media

MEDIENINFORMATIK Der Studiengang Medieninformatik besteht bereits seit 1990 in der Fakultät Digitale Medien. Den Studierenden werden während der gesamten Studienzeit umfassendes Wissen aus den Bereichen der Informatik, Wirtschaft, Gestaltung sowie Technik vermittelt. Durch diese Vernetzung der Wissensfelder soll der Student möglichst optimal auf das spätere Berufsleben vorbereitet werden. Die Basis bildet dabei das Grundstudium, auf welchem im weiteren Verlauf des Studiums aufgebaut wird. Zu den Lehrinhalten gehören unter anderem Betriebswirtschaftslehre, Computergrafik, Medienpsychologie und Physik sowie Informatik und Programmierung. Um dieses Grundlagenwissen auszubauen und zu festigen schließt jeder Studierende das Grundstudium mit einem Praxissemester ab.

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Im Hauptstudium können die Schwerpunkte entsprechend der eigenen Interessen selbst gesetzt werden. Viele Wahlpflichtveranstaltungen bieten dabei eine breite Auswahl an Know-How aus den Bereichen der Informatik und Medien. Ein weiterer Meilenstein ist das über zwei Semester andauernde Projektstudium. Die Studierenden bearbeiten aktuelle Aufgabenstellungen aus der Wirtschaft und stehen in direktem Kontakt mit ihren Auftraggebern. Hierbei werden vor allem Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Projektmanagement, aber auch die im Studium erworbenen Kenntnisse, verbessert und angewandt. Nach sieben Semestern schließt das Studium mit dem Titel „Bachelor of Science“ ab. Die Absolventen stellen durch ihre vielseitige und praxisorientierte Ausbildung das Bindeglied zwischen Konzeption, Gestaltung und Umsetzung unterschiedlichster Medien dar.


ONLINE MEDIEN

Computer Science in Media

Die Vorteile, die das Internet bietet sind aus unserem heutigen Leben kaum noch wegzudenken. Überweisungen werden online getätigt, aufbereitete Informationen in Sekundenschnelle abgerufen und eine schier unendlich große Menge an Daten verarbeiten Systeme ungeachtet im Hintergrund. Wissen um die komplexen Zusammenhänge rund um das Internet und seine Anwendungen ist erforderlich. Der Studiengang OnlineMedien vermittelt diese Kenntnisse über einen Zeitraum von sieben Semester.

Der über drei Semester andauernde Masterstudiengang „Computer Science in Media“ schließt sich als Aufbaustudiengang an die Bachelor-Studiengänge der Hochschule Furtwangen University oder an einen Hochschulabschluss in Bereichen der Informatik, der Medientechnik, der Mediengestaltung oder der Online- und Kommunikationstechnologien an. Durch die Vermittlung wissenschaftlicher Methoden befähigt er die Absolventen zum Einstieg in ein wirtschafts- oder wissenschaftsorientiertes Berufsbild beziehungsweise zu einem nachfolgenden Doktoranden-Studium.

Da Internettechnologien einer rasanten Entwicklung unterliegen, wird schon im Grundstudium konzeptionelles Denken gefördert und nachhaltiges Basiswissen gelehrt. Der Studiengang hat eine klare Ausrichtung auf „Internetanwendungen“ und bietet eine ausgewogene Mischung verschiedener Fachgebiete im Viereck aus Informatik, Medientechnik, Mediengestaltung und Medienwirtschaft. Um in das Hauptstudium zu gelangen absolvieren die Studierenden ein Praxissemester, in welchem sie ihr erworbenes Wissen zum ersten Mal unter realen Bedingungen beweisen müssen. Die Fokussierung im Hauptstudium liegt vor allem in online-spezifischen Fachgebieten. Neben Fächern wie Netzwerktechnologie, E-Learning und Online-Programmierung runden ausgewählte Wahlveranstaltungen, wie beispielsweise Intelligent Media, das Studium ab. Zusätzlich erarbeiten die Studierenden in Gruppen Lösungen zu aktuellen Problemstellungen der unterschiedlichsten Unternehmen und stellen dabei ein weiteres Mal ihre Kenntnisse in der Praxis unter Beweis. Dieser als Projektsemester bekannte Teil des Studiums wird während zwei Semestern absolviert und unterstützt maßgeblich die gewonnen Fähigkeiten der Studierenden. Absolventen schließen mit dem Titel „Bachelor of Science“ ab. Sie sind keine Spezialisten in einem einzelnen Teilgebiet, je nach Neigung fühlen sie sich in Medientechnik, Programmieren, Mediengestaltung oder -wirtschaft fachlich zu Hause, suchen beruflich aber eher den Spannungsbereich dazwischen.

Kaum ein Bereich hat sich in den letzten Jahren so dynamisch entwickelt wie die Neuen Medien. Digitale Technologien, Multimedia und Internet ermöglichen zahlreiche neue Anwendungsund Berufsfelder. Nicht nur in internationalen Unternehmen auf globalen Märkten, sondern zunehmend auch für kleine und mittlere Unternehmen sind entsprechende berufliche Qualifikationen zu entscheidenden Erfolgsfaktoren geworden. Wissenschaft und Forschung sind gefordert, neue Technologien, Anwendungs-Szenarien und Nutzungsmethoden zu entwickeln. Der Masterstudiengang Computer Science in Media vermittelt das Wissen für den professionellen Einsatz neuer Medien in den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Auf der Grundlage anspruchsvoller wissenschaftlicher Methoden integriert das Curriculum verschiedene Kompetenzen: Expertise in Informatik, Gestaltung, Konzeption und Produktion von Video und Audio-Formaten sowie Kenntnisse in Marketing und Management. In Abstimmung mit dem Studiendekan können Teile des Masterstudiums an anerkannten Partnerhochschulen im In- und Ausland absolviert werden. Die Absolventen sind zum Einstieg in den höheren Dienst befähigt.

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CHE ranking Größter Hochschulvergleich in Deutschland

Laut einer Befragung des Hochschulinformations-Systems (HIS) nutzen circa 60 Prozent der Studienanfänger Rankings für ihre Studienentscheidung. Diese bieten den Studieninteressierten wichtige Hinweise zu den unterschiedlichsten Studienorten und –richtungen indem sie die Stärken und Schwächen der einzelnen Fakultäten aufzeigen. Seit 1998 erhebt das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) Daten zu Universitäten, Hochschulen und Berufsakademien um einen umfassenden Überblick über die derzeitigen Studienorte und Studiensituationen zu geben. Am 07. Mai 2008 erschien die neuste Erhebung des Institutes im Internet sowie im „ZEIT Studienführer 2008/09“. Dazu wurden rund 200 000 Studierende und 15 000 Professoren systematisch befragt sowie deren Angaben ausgewertet. Das CHE-Ranking richtet sich vor allem an Studienanfänger und Studierende, hat sich aber auch an den Hochschulen als fair, informativ und qualifiziert durchgesetzt. Zurzeit bewertet das Ranking 35 Fächer, dabei werden zahlreiche Fakten zu Studium und Lehre, zur Ausstattung und zur Forschung am betreffenden Fachbereich erhoben. Das CHE-Hochschulranking gilt als das umfassendste und detaillierteste in Deutschland. Aber auch in Österreich, Teilen der Schweiz, den Niederlanden und Italien haben sich Hochschulen und Universitäten mit ihrem deutschsprachigen Studienangebot an der Erhebung beteiligt. Alle drei Jahre wird jedes Fach im CHE-Ranking neu untersucht. Waren es 2007 die Ingenieur- und Geisteswissenschaften sowie Psychologie und Erziehungswissenschaft, erhob das Institut in diesem Jahr Daten in den Bereichen Medien, Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaftslehre, Jura, Politikwissenschaft, Soziale Arbeit, Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsingenieurwesen neu. Zur genauen Qualitätsermittlung der Studiengänge untersucht das Ranking eine Reihe von Merkmalen. Je nach Fach werden bis

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zu 34 dieser Indikatoren ausgewertet um daraufhin die verschiedenen Aspekte des Studiums zu kennzeichnen. Ein sehr wichtiger Indikator ist die „Studienorganisation insgesamt“, dieser ist ein Ausdruck dafür wie zufrieden die Studierenden an ihrer Hochschule mit ihrer Studiensituation sind. Das CHE-Ranking vergibt keine Noten, sondern ordnet die Hochschulen pro Fach beziehungsweise Studienrichtung jeweils drei Gruppen zu – der Spitzengruppe, dem Mittelfeld und der Schlussgruppe. Schließlich entsteht daraus eine Wertungstabelle in der die verschiedenen Studienorte aufgelistet werden.

Nicht alles was Gold ist glänzt. Kritik am CHE-Ranking

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Ende 2007 wurden vermehrt Stimmen laut das CHE-Ranking zu boykottieren. In einem Artikel vom November letzten Jahres kritisierte der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) vor allem die grundlegende Idee der Hochschulrankings: „Hinter den Rankings verbirgt sich die Idee einer Ökonomisierung der Bildung - Bildung wird nur noch anhand einiger wirtschaftlicher Faktoren beurteilt anstatt es als Grundrecht und als öffentliches Gut zu begreifen, was jedem Menschen gleichermaßen offen stehen muss.“ Bereits Anfang 2007 beendete die Österreichische Qualitätssicherungsagentur (AQA), welche seit 2004 das CHE-Ranking für österreichische Hochschulen koordinierte, die Zusammenarbeit mit dem Centrum für Hochschulentwicklung. Alexander Kohler, Geschäftsführer der AQA sagte in einem Interview: „Ich denke, dass eine fundierte Studieninformation viel mehr bringt als der Blick aufs Ranking“, zudem basiert das CHE-Ranking auf sehr geringen Stichprobengrößen und ist deshalb statistisch gesehen nur bedingt aussagekräftig, so Kohler. Nichts desto trotz wurde das CHE-Ranking auch in diesem Jahr pünktlich veröffentlicht. Es ist und bleibt trotz aller Kritik eine wichtige Hilfestellung für Studienanfänger. Letztendlich liegt es im Ermessen eines jeden Einzelnen welche Informationen genutzt werden und wie aussagekräftig diese einzuordnen sind.

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Digitale Medien Furtwangen

Die Professoren und Studierenden des Fachbereiches Digitale Medien dürfen sich freuen. In der neusten Ausgabe des ZEIT Studienführers hat die „HS Furtwangen“ überdurchschnittlich gut abgeschnitten. In vier der fünf ausgewählten Indikatoren wird die Hochschule als Spitzengruppe gekennzeichnet. Lediglich der „Praxisbezug“ erhält die Bewertung Mittelgruppe. Somit ist die Fachhochschule Furtwangen auf Augenhöhe mit Fachhochschulen aus Köln, Karlsruhe oder Ulm. Der Fachbereich Digitale Medien, mit seinen drei Studiengängen „Medieninformatik“, „Online Medien“ und „Computer Science in Media“ ist unter dem Bereich „Medien-, Kommunikationswissenschaft, Journalistik“ zu finden.

Das CHE-Ranking hat seinen Namen nicht etwa von Che Guevara, sondern vom „Centrum für Hochschulentwicklung“.

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Interview mit Prof. Dr. Dirk Eisenbiegler Die Veranstaltung Online-Programmierung ist Bestandteil des Studiengangs OnlineMedien. Sie findet im vierten Semester statt und baut auf die Vorlesung Programmieren aus dem zweiten Semester auf. Um die theoretisch vermittelten Grundlagen der Vorlesung zu vertiefen, gibt es zusätzlich ein Pflicht-Praktikum. Darin wird die zuvor gelernte Theorie direkt auf praxisbezogene Aufgabenstellungen angewandt. Die Aufgaben müssen in studentischer Eigenarbeit gelöst werden. In der Veranstaltung werden Inhalte wie Nebenläufigkeit, SocketProgrammierung, verteilte Anwendungen, Web-Applications, Datenbankanbindung und RMI gelehrt. Diese Programmierkonzepte, welche auf Netzwerktechnologien beruhen, sind Grundbestandteile eines jeden Online-Programmierers: Nebenläufigkeit (engl. Multithreading = mehrere Handlungsfäden) macht es möglich, dass mehrere Programme auf einem Rechner gleichzeitig ausgeführt werden können. Durch Socket-Programmierung können Programme über ein Netzwerk miteinander kommunizieren und Daten austauschen. Verteilte Anwendungen nennt man eine Anwendung, die mehrere Computer mit einbeziehen, welche über ein Netzwerk miteinander verbunden sind (Client/Server-Konzept). Web-Applications sind http/html Standards wie Serverprogramme oder HTML-Formulare. Hierzu wird im Praktikum zum Beispiel ein Online-Ticket-Verkauf mit Platzreservierung programmiert. Datenbankanbindungen dienen dazu Daten einer verteilten Anwendung zu verarbeiten und diese über eine zeitliche und räumliche Distanz zu transportieren. RMI (remote method invocation) ermöglicht es, dass Objekte einer JavaVirtualMaschine (JVM) von Objekten in einer entfernten, nicht auf dem eigentlichen Computer befindlichen, JVM aufgerufen werden können. Professor Eisenbiegler ist Dozent der Veranstaltung Online-Programmieren.Er studierte Informatik an der Universität Karlsruhe (TH). Im Anschluss arbeitete er einige Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter, bevor er promovierte. Danach war er vier Jahre Mitarbeiter bei der „IBM Deutschland Entwicklung GmbH“. Seit dem Wintersemester 2002 unterrichtet er als Professor für Informatik, Programmieren, Onlineprogrammieren, Semantik von Programmiersprachen und Mobile and Interactive Applications an der HFU. dmag: Was hat Sie dazu bewegt, Professor für das Fachgebiet Programmieren an der Hochschule Furtwangen zu werden? Eisenbiegler: Die frische Schwarzwaldluft und der gute Ruf der Hochschule. Also genau die Gründe, wegen derer die Hochschule auch bei unseren Studierenden so beliebt ist.

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Java ist auch eine Insel – Ihre Bevölkerungsdichte ist eine der höchsten der Welt.

dmag: Welche Bedeutung/Stellenwert hat die Veranstaltung OnlineProgrammierung für den Studiengang OnlineMedien? Eisenbiegler: Die Veranstaltung Online-Programmierung gibt einen Einstieg in die Welt der verteilten Anwendungen. Der Fokus liegt auf Services. Weiterführende Veranstaltungen an der Fakultät DM sind die Vorlesungen „Online Anwendungen“ und „Mobile and Interactive Applications“. dmag: Wieso Java und nicht eine andere Programmiersprache? Eisenbiegler: Der Fokus der Fakultät DM liegt nicht primär auf der Vermittlung einer bestimmten Programmiersprache, sondern auf der Vermittlung von Programmier-Konzepten. Die in den Veranstaltungen vermittelten Konzepte sind leicht auf andere Programmiersprachen übertragbar. Trotz einer großen Vielfalt an Programmiersprachen sind die verwendeten Konzepte oft sehr ähnlich. Bei der Konstruktion komplexer Softwaresysteme werden inzwischen vor allem objektorientierte Programmiersprachen eingesetzt. Java ist eine moderne objektorientierte Programmiersprache, die zahlreiche Konzepte des modernen Programmierens in einer systematischen Weise unterstützt. Mit Java wird ein großer Anwendungsbereich von der Programmierung von Smartcards über eingebettete Systeme bis hin zu Serveranwendungen abgedeckt. Java hat eine sehr große Verbreitung erreicht und ist nicht an einen bestimmten Hardware- oder Betriebssystemhersteller gebunden. Aus diesen Gründen ist Java im Hochschulbereich inzwischen zur dominanten Programmiersprache geworden. dmag: Wie wichtig ist die Veranstaltung und das daraus erworbene Wissen in Ihren Augen für die (berufliche) Zukunft eines OM‘lers? Eisenbiegler: Die letzten fünfzehn Jahre haben dem Internet zum Durchbruch verholfen. „Online“ zu sein ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. „Online sein“ heißt nichts anderes als eine verteilte Anwendung zu benutzen. Auf der Basis des Internets interagiert eine lokale Anwendung auf einem Arbeitsplatzrechner mit einem Dienst auf einem Server. Für einen Studierenden des Studiengangs OnlineMedien ist es wichtig zu verstehen, wie man verteilte Anwendungen (also „Online-Anwendungen“) konzipiert und technisch umsetzt. Wie kommt man von einer Aufgabenstellung zu einer technischen Lösung? Welche technischen Möglichkeiten gibt es bei der Konstruktion verteilter Anwendungen? Welche Möglichkeiten gibt es zur effizienten Strukturierung komplexer verteilter Anwendungen? Wie programmiert man eine verteilte Anwendung und wie betreibt man sie? Die Entwicklung in diesem Bereich ist nach wie vor dynamisch. Die Nachfrage nach Experten ist in diesem Bereich ungebrochen hoch.


digitale astrofotografie Seminar um Mitternacht: Die WPV Digitale Astrofotografie.

Dass Studierende oft nachts arbeiten ist eine Binsenweisheit, dass sie sich aber um Mitternacht mit einem Professor auf dem Brend treffen um die gelernten Seminarinhalte anzuwenden, ist sicherlich die Ausnahme – da dies im WPV Digitale Astrofotografie aber die Regel ist, soll diese WPV hier vorgestellt werden. Die Wahlpflichtveranstaltung „Digitale Astrofotografie“ fand dieses Semester erstmals an der Fakultät Digitale Medien statt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Einsatzmöglichkeiten und auch die Grenzen des Einsatzes digitaler Kameras bei der Fotografie lichtschwacher astronomischer Objekte sowie die Besonderheiten der digitalen Bildverarbeitung derartiger Astrofotos kennenzulernen und auszuprobieren. Im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltung „Digitale Astrofotografie“ werden die verschiedenen Techniken der Bildverarbeitung in der digitalen Astrofotografie thematisiert. Je nach Aufnahmeobjekt – Sternbilder, Mond, Planeten, Galaxien, Planetarischen Nebel etc. – sind unterschiedliche Aufnahmetechniken und Verarbeitungsschritte notwendig:

auf das Licht dieser Wellenlänge (656,28 nm) ausrichten zu können. Die Fotografie der Protuberanzen setzt dabei einen entsprechenden CCD-Chip zur Aufnahme voraus, der bei dieser Wellenlänge ausreichend empfindlich ist. Die Fotografie von Sternhaufen, planetarischen Nebeln sowie Galaxien ist die Königsdisziplin der digitalen Astrofotografie: Lichtstarke Teleskope sammeln über mehrere Minuten oder Stunden das schwache Licht der Deepsky-Objekte. Die Bildverarbeitung kann dann hingegen – ganz irdisch – in Photoshop erfolgen.

Die Aufnahme von Sternformationen und Sternfeldern ist noch relativ einfach möglich; eine digitale Spiegelreflexkamera mit Stativ reicht für Strichspuraufnahmen aus. Bei längeren Belichtungszeiten wird schon eine exakt zur Erdachse ausgerichtete Nachführung notwendig. Bei der Mond- und Planetenfotografie kommen hingegen leistungsfähige Teleskope und digitale Filmkameras zum Einsatz, da nicht mehr nur einzelne hoch vergrößerte Bilder der Planeten oder von Monddetails aufgenommen werden, sondern hunderte oder tausende von Bildern um anschließend bei der Bildverarbeitung aus diesem „digitalen Bilderberg“ die besten und schärfsten Bilder auszuwählen, bei denen die Luftturbulenzen das Bild am wenigsten verwaschen haben. Erst nach entsprechenden Align- und Stacking-Prozessen stehen Planetenbilder zur Verfügung, die dann in entsprechenden Programmen zur Astronomischen Bildverarbeitung weiter bearbeitet werden können. Ganz anders verhält es sich bei der Fotografie der Sonne im H-AlphaLicht. Zur Fotografie der Sonnenprotuberanzen ist der Einsatz eines engbandigen Filters (H-Alpha) notwendig um die Aufnahme exakt

Da der Schwarzwald für die digitale Astrofotografie zwar ganz gut geeignet ist, optimale Bedingungen jedoch eher in den USA oder Südamerika zu finden sind, wird im Rahmen der WPV auch der Einsatz der digitalen robotic-astrofotography thematisiert und die Teilnehmer steuern über das Internet ein in der Wüste New Mexicos installiertes Teleskop, um mit diesem Aufnahmen unter optimaleren Bedingungen im klassischen LRGB-Verfahren zu gewinnen – und diese dann im Schwarzwald zu verarbeiten. Wegen der großen Nachfrage wird die Veranstaltung auch im kommenden Wintersemester angeboten werden. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, mögen sich Interessenten bitte per Mail an Prof. Dr. Dittler wenden. Als Teilnahmevoraussetzungen sollte Interesse an Fotografie und digitaler Bildverarbeitung ebenso mitgebracht werden, wie die Bereitschaft die eine oder andere sternenklare Nacht mit Kamera und Teleskop draußen zu verbringen. Details zur Veranstaltung finden Sie auch in dem Blog, das im Rahmen der Veranstaltung dieses Semester entstanden ist: http://digitaleastrofotografie.wordpress.com/

Im Rahmen der Veranstaltung werden zunächst die einzelnen Schritte der digitalen Bildverarbeitung anhand bestehenden Rohmaterials vorgestellt, ehe in einem zweiten Schritt nachts eigene Fotos von Sternbilder, Mond, Planeten und einigen hellen DeepSky-Objekten angefertigt werden. Der nächtliche Einsatz auf dem Brend zeigt dann sehr schnell, ob die theoretischen Überlegungen aus dem Seminarraum dem Test in der Realität standhalten.

„Macht es, kosmisch betrachtet, wirklich was aus, wenn ich NICHT aufstehe und arbeiten gehe?“ [aus Douglas Adams, „Per Anhalter durch die Galaxies“]

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tag der medien Zum ersten Mal veranstalten wir dieses Semester offiziell den Tag der Medien. Er verbindet die verschiedenen Ereignisse, die traditionell an diesem Tag an der Fakultät Digitale Medien stattfinden, miteinander. Hierzu gehören die Projektpräsentationen des fünften Semesters der Studiengänge Medieninformatik und OnlineMedien und die MediaNight, die jedes Semester stattfindet. Der letzte Dienstag vor der Klausurzeit ist für die Fakultät Digitale Medien ein sehr wichtiger Tag. Besonders gilt dies für die Studierenden des fünften Semesters, denn an diesem Tag präsentieren sie ihre Projekte, an denen sie zwei Semester lang gearbeitet haben. (siehe auch Seite 14 bis 19) In diesem Semester gibt es acht Projekte, die nacheinander vorgestellt werden. Die Präsentationen finden im I-Bau der Hochschule Furtwangen statt. Hier hat jede Projektgruppe einen Projektstand, an dem sie ihr Projekt genauer vorstellen kann. So bekommen auch andere Studierende, Professoren und Firmenpartner einen umfassenden Einblick in die Arbeit der letzten Monate der Projektgruppen an der Fakultät. Bei entspannter Atmosphäre und lockerer Stimmung kann man einen sehr interessanten und lehrreichen Tag verbringen. Vormittag und Nachmittag stehen somit ganz im Zeichen der Projektarbeit.

Dies ist nicht nur für die Studierenden ein wichtiger Tag, sondern auch für Professoren und externe Firmenpartner, die die einzelnen Projekte ja erst ermöglicht haben. Neben den Projektpräsentationen werden dieses Semester zum ersten Mal zusätzlich zwei Vorträge externer Referenten gehalten. So bekommen Studierende und Firmenpartner weiterführende Informationen zu aktuellen Fachthemen. Nach den Projektpräsentationen überbrücken wir die Zeit bis zur Medianight mit einem Grillen vor dem I-Bau. Bei Würstchen Bier und Musik können sich Studierende und Besucher entspannen und die Präsentationen und Projekte noch einmal Revue passieren lassen. Im Anschluss an das Grillen startet in der Aula der Hochschule Furtwangen die MediaNight, dem Höhepunkt des Tages der Medien. Dieses Ereignis zelebrieren wir seit vielen Jahren jedes Semester. Am Anfang war die MediaNight noch nicht so bekannt und wurde in einem Vorlesungssaal abgehalten. Doch dies änderte sich schnell, so dass die „Location“ in die Aula verlegt wurde. Mit Hilfe unseres Studentensenders „Radio GLF“ wird die MediaNight jedes Semester live per Internetstream ins World Wide Web ausgestrahlt. So können sich auch Studierende oder Familienangehörige, die nicht vor Ort sind, zuschalten und an diesem Event teilhaben. Die MediaNight ist das große Ereignis für die Fakultät Digitale Medien und natürlich für jeden Studierenden, der eine eigene Produktion eingereicht hat. Eine Jury, bestehend aus zwei Professoren, zwei Mitarbeitern und zwei Studenten, bewertet die Beiträge und wählt die jeweils besten für die aktuelle MediaNight aus. Diese Produktionen können aus Audiobeiträgen, die in der Audiotechnik erstellt wurden, oder aber kurzen Filmen, die man in Medienkonzeption oder Mediengestaltung konzipiert und umgesetzt hat, bestehen. Außerdem gibt es noch Beiträge aus Wahlpflichtveranstaltungen, wie z.B. „GLF Campus TV“ oder „Professionelle Kameraführung und Lichtsetzen“.

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Ein Cocktail ist ursprünglich ein mit einer Hahnenschwanzfeder garnierter Drink.


Die Fakultät DM ist bestrebt ein möglichst umfangreiches und vielseitiges Spektrum darzubieten. Zusätzlich kommen meist noch ein oder zwei Beiträge von anderen Fakultäten der Hochschule hinzu. Ein Highlight der MediaNight ist die Preisverleihung, in der die besten Beiträge dem Medienpreis der Hochschule Furtwangen University geehrt werden. Zusätzlich zu den in der Aula vorgeführten Medienbeiträgen, stellen außerhalb der Aula Studierende verschiedene Medieninstallationen aus, die innerhalb des Semesters entwickelt wurden. Sie sind an mehreren Ständen aufgebaut, so dass man von Stand zu Stand schlendern und sich die Installationen vorführen und präsentieren lassen kann. Im Konferenzzimmer neben der Aula zeigen wir ebenfalls interaktive Arbeiten.

Auch im Erdgeschoss unterhalb der Aula ist Kreatives zu bewundern. Eine Galerie mit den besten Fotos der Foto-Wahlpflichtveranstaltung zum Beispiel. Einen gediegenen Abschluss bildet schließlich die After-Cocktail-Party in der alten Cafeteria. Neben Cocktails gibt es natürlich auch Bier und alkoholfreie Getränke, so dass einer guten Party nichts mehr im Wege steht. Unterstützt wird das Ganze durch DJ‘s der Fakultät Digitale Medien und Professoren, die sich als Barkeeper für die Versorgung der Studierenden verdingt haben.

Durch eine geschmückte Cafeteria entsteht so eine tolle Atmosphäre, in der man mit Professoren, Kommilitonen oder den externen Partnern, noch einmal über den gesamten Tag der Medien, oder auch zwanglos über das Wetter reden und den Abend in netter Stimmung ausklingen lassen kann.

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-externe Projekte mit Hilfe eines betreuenden Professors bearbeitet. Die Projektteilnehmer müssen sich selbstständig in Aufgabenstellungen einarbeiten und Lösungen entwickeln. Dabei stehen die Studierenden in direktem Kontakt mit ihren Auftraggebern, die das Projekt von der Konzeption bis hin zur Umsetzung begleiten.

CRM im Web 2.0 Das Projekt war Element einer großangelegten umfassenden CRM-Initiative der Dresdner Bank und sollte den Online-Bereich abdecken. Das Ziel war, eine Web 2.0-Strategie für das Kundebeziehungsmanagement (CRM) der Dresdner Bank zu entwickeln, die sich mit den Fragen des Nutzens und der Messbarkeit von Web 2.0-Anwendungen beschäftigt. Außerdem würde eine Empfehlung abgeben, ob und wie Web 2.0 im CRM überhaupt sinnvoll einsetzbar ist. Hauptaufgabe während des gesamten Projektes war die Konzeption von verschiedenen Ideen, die im Bereich Web 2.0 für eine Bank umsetzbar wären, kombiniert mit der bereits angesprochenen Strategie. Nach Absprache mit den Betreuern der Dresdner Bank wurde anfangs eine Spieleplattform für Kinder ins Auge gefasst, später jedoch auf die Zielgruppe „junge Familien“ ausgeweitet. Daraus entstand schließlich ein komplettes Web 2.0-Portal mit Blog, Forum, Videos, Wiki etc. Neben der Konzeption dieses Portals stand im zweiten Projektsemester vor allem der Prototyp im Mittelpunkt. Dieser soll der Dresdner Bank zukünftig als Anschauungsmodell dienen.

projektstudium

2 Semester Teamarbeit

Das Projektstudium findet im vierten und fünten Semester statt und ist ein einzigartiges Merkmal der Fakultät Digitale Medien. Ziel ist es, Studierende an aktuelle Projekte der Wirtschaft heranzuführen und das im Studium erworbene theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen und auszubauen. In Gruppen zwischen vier und sechs Studentinnen und Studenten werden hochschulinterne und

Studierende: Catherine Bühnsack, Ralf Engler, Stephan Meßmer, Christian Polz, Oliver Rzepka, André Weideck, Dennis Weiß Betreuender Professor: Prof. Dr. Fritz Steimer Firma: Dresdner Bank

100% VS

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Studierende: Roland Czybulinski, Jochen Klink, Dominik Lesik, Michael Maier, Andreas Schultheis, Friedhelm Schulze, Patrick Wieczorek Betreuender Professor: Prof. Michael Hoyer Firma: Hoyer Consult

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe StoryVS findet einmal im Jahr die Medienpräsentation „100% VS“, rund um die Bürger aus Villingen–Schwenningen, statt. Der Ort des Geschehens ist die Neue Tonhalle in Villingen, in der bis zu 900 Gäste Platz finden. Präsentiert werden erstklassige Fotografien vom Reportagefotograf Michael Kienzler, verknüpft mit einer belebten Präsentation, arrangiert von Prof. Michael Hoyer. Im Projekt „100% VS“ sollte geeignetes Filmmaterial erstellt werden, welches im Rahmen der kommenden Medienpräsentation Verwendung finden würde. Die zu verwendenden Themen sollten die Vielfalt der Einwohner Villingen-Schwenningens wiederspiegeln. Aus diesem Grund wurde ein bunter Querschnitt von Inhalten aus Bereichen, wie zum Beispiel Sport, Kultur und Jugendaktivitäten gewählt. Um den hohen Anforderungen an die Bildqualität entsprechen zu können, wurden die Filmsequenzen in hochauflösendem HD-Format gedreht und dem Auftraggeber und Projektbetreuer Herrn Prof. Michael Hoyer zur Verfügung gestellt.


Projekt Bürger-Port Das Innenministerium Baden-Württemberg betreibt in Zusammenarbeit mit net-value das Portal „www.service-bw.de“. Die Idee zum Bürger-Port Projekt entstand aufgrund bemängelter Bedienbarkeit des Portals von Seiten der Nutzer. Durch zusätzliche Hilfe- und Unterstützungsfunktionen aus diesem Projekt sollte der Umgang mit www.service-bw.de erleichtert werden. Als Ziel setzten sich die Studierenden die Realisierung einer Guided-Tour, sowie eine Machbarkeitsstudie über die Einbindung eines intelligenten Chatbots, auch Avatar genannt. Der Avatar soll in der Lage sein, ein intelligentes Gespräch mit dem Nutzer zu führen und ihn an einen Chat zu binden. Um dies zu ermöglichen, wurde mit AIML (Artificial Intelligence Markup Language), einer auf XML basierenden Sprache, gearbeitet. Als Server-Komponente wurde „Rebecca“ gewählt, welche mit einer Berkeley-Datenbank arbeitet. Das äußerliche Erscheinungsbild des Avatars sollte möglichst alle Nutzer von „www.service-bw.de“ ansprechen. Das Team entschied sich für eine weibliche, 30-jährige Person, um einen seriösen und vertrauenswürdigen Eindruck zu vermitteln. Für die realistische Umsetzung wurde der Avatar komplett in 3D modelliert und nach dem anschließenden Rigging (Skelettbildung) animiert. Der zweite Teil des Projekts, die Guided-Tour, ergänzt die bisherigen Hilfefunktionen um eine benutzerfreundlichere Variante. Sie soll dem Nutzer mit aussagekräftigen Bildern und kurzen Textbeschreibungen die wichtigsten Funktionen näher bringen. Die Touren sind

Studierende: Frederic Eickriede, Jakob Gantert, Sebastian Mayer, Mathias Rothenhäusler, Parzival Röthlein, Marion Schubert, Florian Waldmann Betreuender Professor: Prof. Dr. Wolfgang Taube Firma: Innenministerium Baden-Württemberg

so aufgebaut, dass jede für sich in wenigen Minuten absolviert werden kann und dem Nutzer schnell Antworten liefert. Bei den Lösungsansätzen musste stets auf die Einhaltung der „Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung“, kurz BITV, geachtet werden dies erschwerte die Entwicklung, da bestimmte Technologien von vornherein ausscheiden mussten.

E-Learning Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Zu dieser Erkenntnis kam eine Gruppe von Studenten, die sich in ihrem Projektstudium praktisch mit dem Thema E-Learning befassten. Die Partnerfirma, welche ihnen dazu die Möglichkeit bot, ist die Dr. Thorsten Bosch AG aus Schondor f am Ammersee, in der Nähe von München, welche sich auf Verkaufstraining mittels Blended-Learning-Szenarien spezialisiert hat.

Das Ziel der Projektgruppe bestand in der Entwicklung von sechs kreativen Software-Lernmodulen, die ganzheitlich in eine E-Learning Anwendung eingebettet werden sollten. Die Vorgabe war, die verschiedenen Formate und Möglichkeiten des Internets zu nutzen und auszuschöpfen. Da die bisherigen Module der Firma ausschließlich auf CD-Rom basierten, war es besonders wichtig, dass die Studierenden webbasierte Lernmodule entwickeln. Inhaltlich beschäftigen sich die Software-Module mit diversen Themen aus dem Bereich der Vertriebskompetenz und sollen zur Schulung entsprechender Softskills von Verkäufern im Fachhandel eingesetzt werden. Der Anwender eines Moduls wird dabei mit verschiedenen Situationen im Vertrieb konfrontiert und soll bewerten, ob der Verkäufer sich in diesen richtig verhalten hat. So wird zum Beispiel beurteilt, ob auf den Kunden eingegangen wurde, ob der gezeigte Verkäufer richtig gekleidet war oder ob ihn die Beratung zufrieden stellen konnte. Am Ende eines jeden Moduls werden die Ergebnisse ausgewertet und ausgegeben.

Studierende: Matthias Gops, Karina Humboldt, Le Phuong Huynh, Lucie Mackova, Carina Maierhofer, Manuel Noll, Moritz Ramforth Betreuender Professor: Prof. Dr. Ullrich Dittler Firma: Dr. Thorsten Bosch AG Der Ammersee ist mit einer Fläche von 46,6 km² der drittgrößte See Bayerns.

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Interactive-Public-Viewing Seit der Weltmeisterschaft im Jahr 2006 werden Public-ViewingEvents immer populärer. Menschen verschiedensten Typs und Alters treffen sich, um gemeinsam ihre Lieblingsmannschaft anzufeuern, oder um einfach in einer stimmungsvollen Atmosphäre ein Fußballspiel zu sehen. Nicht nur Fußballfans, sondern auch Marketing- und Werbeagenturen haben sich zur diesjährigen Europameisterschaft dieses Ereignis zum Nutzen gemacht, um neue Kontakte zu knüpfen. So auch die Firma Stormvision multimedia aus Lörrach, bei der die Idee zu Interactive-Public-Viewing im Frühjahr 2007, während des Praxissemesters von OnlineMedien Student Christian Wauer, entstand. Die Idee des innovativen Projektes ist es, während eines PublicViewing-Events den Zuschauern die Möglichkeit zu bieten, mit ihrem Mobiltelefon ein Multiplayer-Spiel auf einer Public-ViewingLeinwand zu spielen. Gemeinsam mit Stormvision Geschäftsführer Michael Balle und dem betreuenden Professor´Nikolaus Hottong wurde beschlossen, diese Idee durch eine Projektgruppe im Projektstudium realisieren zu lassen. Nach einer kurzen Evaluierungsphase der Bluetooth-Technologie, die bei der späteren Realisierung verwendet werden sollte, konzipierte das Projektteam vorerst mit dem Klassiker Spiel Paddle-Pong einen kleinen Beta-Prototypen, der während der MediaNight im Wintersemester 07/08 zum Einsatz kam. Nach diesem erfolgreichen Test konnte die Projektgruppe beginnen, vertieft in die Umsetzung eines eigenen Spiels einzusteigen. Die Konzeption dieses speziellen Multiplayer-Spiels war zu diesem Zeitpunkt schon weit vorangeschritten. Im Vordergrund der Spielkonzeption standen vor allem die Förderung der Gruppendynamik, Bildung interner Teamstrategien und jede Menge Spaß am Spiel. >>>

werden. Dort wurde die (3D-)Programmierung von Spielaufbau und Spiellogik in der Programmiersprache C++ umgesetzt. Um später die Steuerung über ein Mobiltelefon zu ermöglichen, mussten die durch den Spieler gedrückten Tastensignale von einem Server empfangen, in Steuerbefehle umgewandelt und über ein Netzwerkkabel an den Spielserver übergeben werden. Mit Voranschreiten des Projekts wurden die Schnittstellen immer häufiger überprüft, erweitert und vor allem getestet, was nicht immer problemfrei ablief und daher viel Arbeitszeit erforderte. Ergänzend zu den bereits bestehenden Schnittstellen wurde von dem Projektteam eine Komponente zum flexiblen Einbinden von Werbeelementen realisiert, welche für Sponsoren eines Public-Viewing-Events interessant sein könnte. Die Werbegrafiken und die Texturen der Spielfiguren können so an den jeweiligen Sponsor und dem jeweiligen Event angepasst werden. Zusätzliche Motivation des Projektteams war ein von Beginn an in Aussicht gestellter Einsatz in einer PublicViewing-Arena während der Europameisterschaft 2008. Dem gesamten Team hat es viel Spaß gemacht, das innovative und vielseitige Projekt in die Realität umzusetzen.

Studierende: Matthias Konkel, Christoph Lehner, Sarah Blum, Christian Wauer, Paul Walter, Michael Meyer, Gunnar Bindig Betreuender Professor: Prof. Nikolaus Hottong Firma: Stormvision multimedia

Welche Technologien stecken in dem Projekt?

Besonderes Augenmerk sollte auf der Zusammenführung aller parallelen Projektschnittstellen (Grafik, Spiel-Logik und Netzwerkschnittstelle für Bluetooth) liegen. Zur Umsetzung des Game Designs wurden diverse Spielfiguren in Maxons Cinema 4D entworfen, modelliert und animiert. Zur anschließenden Verwendung mussten diese, mit Texturen aufgepeppten Figuren, aus dem 3D-Programm exportiert und in die freie 3D-Grafik-Engine „Irrlicht“ geladen

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Im Englischen bedeutet Public Viewing einfach ein öffentliches Anschauen (z. B. bei Beerdigungen, aber auch in Sternwarten, Kinovorführungen o.ä.).


SmART Kunst im öffentlichen Raum kann sich meist nahtlos in ihre Umgebung integrieren oder eine unauffällige Form besitzen. Dadurch wird sie oft nicht wahrgenommen.

Das Projekt SmART (Smart Art) findet im Rahmen des Projektstudiums im Forschungszentrum für Intelligente Medien (RCIM) an der Hochschule Furtwangen in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen (HSG) statt. Hierbei stellt die HSG ihre umfangreiche Kunstsammlung für das Projekt zur Verfügung. Anhand des Kunstwerkes „Steinschlag“ von Lothar Baumgarten zeigt SmART neue Wege der Kommunikation zwischen Betrachter und Kunstwerk auf. Öffentliche Gebäude, Parks und Plätze werden von Architekten nicht nur wegen der gesetzlichen Auflagen oder gesellschaftlichen Erwartungen mit Kunstwerken versehen, sondern auch um der gesamten Bevölkerung Kunst zugänglich zu machen. Das Projekt SmART hat es sich zum Ziel gemacht, das Potential der vielen Betrachter, die alle über ein anderes Hintergrundwissen verfügen, zu bündeln und zum gemeinsamen, tieferen Eintauchen in ein Kunsterlebnis zu nutzen. Darüber hinaus soll dem Kunstwerk die Möglichkeit gegeben werden, auf sich selbst aufmerksam zu machen. Anhand des ausgewählten Kunstwerks von Lothar Baumgarten („Steinschlag“), das paradigmatisch für Kunst im öffentlichen Raum steht, wird eine neue Form der Wahrnehmung und der Interaktion mit dem Kunstwerk entwickelt. Damit die Werke den Menschen auffallen, nutzt die Projektgruppe akustische Reize, welche interaktiv erweiterbar sind. Das Kunstwerk besteht aus Emailleplatten, die auf Beton aufgebracht sind. Diese werden auch für Straßenoder Hausnummernschilder ver wendet und stehen somit in direkter Verbindung zur Straße. Um eine Kommunikation zwischen Betrachter und Kunstwerk herzustellen, benötigt man zunächst eine gemeinsame Sprache, welche durch den unmittelbaren Bezug zur Straße bestimmt wird – virtuelles Graffiti. Den Augenzeugen wird die Möglichkeit gegeben, in Form von Sprachaufnahmen und Graffiti, Fragen an das Kunstwerk zu stellen oder Kommentare abzugeben. Bereits bei der Eingabe von Anmerkungen werden diese mit inhaltlich ähnlichen Kommentaren und Hintergrundinformationen verknüpft. Mit jeder gestellten Frage und jedem Kommentar wächst die Anzahl der möglichen Antworten. Für dieses lernende System setzt SmART eine Komponente ein, die logische Verknüp-

fungen der verschiedenen Elemente erstellt. Daraus resultiert, dass die Betrachter eine aktive Rolle übernehmen, in der sie bestimmen, welche Inhalte angezeigt werden und inwieweit diese an Informationsgehalt zunehmen. Hierdurch entsteht ein Kreislauf, bei dem alle Teilnehmer bewusst zur Formung des Gruppen- und Kunsterlebnisses beitragen. Die Agierenden informieren das Kunstwerk. Ein Umstand, der dem gruppendynamischen Web-2.0 Gedanken nahe steht – Art 2.0. Das Projekt SmART setzt sich damit von bereits bestehenden Ansätzen zur Benutzerführung ab. Herkömmliche Audioguides lenken den Betrachter zwar durch ein Museum und geben ihm auch viele Informationen mit, jedoch wird er dadurch von seiner Außenwelt abgeschnitten. SmART erfüllt den Anspruch der Informationsvermittlung, ohne den Betrachter zu isolieren und ermutigt ihn zum Handeln. Wichtig ist, dass der Teilnehmende selbst wählen kann, wie viele und welche Informationen er auf welchem Wege erhalten möchte. Die Handelnden wählen Hintergrundinformationen, durch eine Zeigegeste auf die verschiedenen Bereiche des Kunstwerks, aus. Durch das Projekt SmART werden Erkenntnisse über die Kunst-Betrachter-Kommunikation gewonnen. Diese Erfahrungen können Grundlage für weitere Forschungsprojekte zu Themenbereichen wie Gruppen-/Kunsterlebnis oder Rezeption von Kunst im öffentlichen Raum sein. Bei der Entwicklung der Idee war es dem Team von SmART wichtig, darauf zu achten, dass die Umsetzung auch auf andere Kunstwerke adaptiert werden kann. Damit geht das Projektteam SmART einen ersten Schritt in Richtung einer neuen Art des Kunsterlebens, bei dem das Gruppenerlebnis im Vordergrund steht.

Studierende Maria Gutknecht, Marco Hanowski, Sebastian Kern, Philipp Moore, Viktor Pfaff, David Starkmann, Rolf Strittmatter Betreuender Professor: Prof. PD Dr.-Ing. Wolfgang Maass Firma: Fakultät Digitale Medien in Kooperation mit der Universität St. Gallen

Unter Steinschlag versteht man meist den Niedergang von Steinen oder Geröll an einem Berg.

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bildwerk film – eine DVD Produktion

23 Drehtage, 56 Bänder HDV-Material, mehrere tausend Kilometer Fahrt, drei beschädigte Autos, ein Totalschaden, ein Film, drei Zusatzinhalte, 13 Fahrer und vier Varianten, das Fahrrad zu nutzen. Eine Gruppe von sieben Studenten stellte sich in diesem Projekt der Herausforderung, eine multimediale DVD über Freiburgs Bikeszene zu produzieren. Das Projekt entstand im Sommer 2007 aus eigener Initiative und lief als ein hochschulinternes Projekt der Fakultät Digitale Medien. Die Sieben hatten den Anspruch, alle Produktionsund Arbeitsschritte der DVD selbst zu bewältigen. Dabei war es ihnen sehr wichtig, als ein möglichst eigenständiges Unternehmen aufzutreten und betriebliche Prozesse analog zu professionellen Medienfirmen zu verwirklichen. Somit nannten sie sich kurzerhand „bildwerk film“ und waren ab sofort eine Produktionsfirma. Am Anfang des Projektes stand die Idee „eine Radsport DVD zu produzieren“. Allerdings hatte man zu diesem Zeitpunkt recht wenige Vorkenntnisse vom „Radsport“. Die Studenten wussten zwar was ein BMX ist, aber was man damit alles außerhalb einer Halfpipe anstellen konnte, wusste niemand so recht. Klar war nur, dass der Radrennsport à la Tour-de-France keine Rolle spielen sollte. So musste sich die Gruppe erstmal in diesen (Extrem-)Sport einfinden. Nach einigen Recherchen wusste man nun, was der Unterschied zwischen Freeride, Crosscountry und Downhill ist. Auch, dass ein BMX nicht nur für die Halfpipe gedacht ist, sondern man damit Street, Trial oder Dirt - mit jeweils kleineren Modifikationen am Rad - fahren kann, war nun klar. Schon vor dem Start des Projektes und auch während der Einfindungsphase in die Materie, wurde der Kontakt zu Freiburgs Bikern gesucht. Die Projektgruppe musste abklären, welche Disziplinen von wem wie gut gefahren wurden. Es galt dann auszuwählen, welche Sportvarianten im Film und auf der DVD ausführlich vorgestellt werden sollten. „bildwerk film“ entschied sich für Freeride, Trial, Street und Dirt. Schon früh während der Konzeption des Films war man sich einig, die Fahrer nicht nur auf ihren Bikes zeigen zu wollen. Dem Zuschauer sollten neben dem was die jeweilige Sportart ausmacht, auch die Menschen, die sie betreiben, vorgestellt werden. Was sind das für Leute, die sich, um ihre eigene Achse drehend, meterweit durch die Luft schmeißen, mit 50 km/h einen schmalen steinigen Bergweg herunter rasen, oder aus dem Stand heraus mit dem Rad eine Mauer hochspringen können? Die Fahrer sollten zu Wort kommen, sich vorstellen können

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und dem Zuschauer näher bringen, was ihre Sportarten auszeichnet und wo für sie der Reiz und die Motivation liegen. Auch sollte der Film nicht nur aus einer abgehackten Flut von spektakulären Bildern, begleitet von mitreißender Musik, bestehen. Alle Disziplinen sollten möglichst fließend ineinander übergehen. Interviews der Biker, filmische Sequenzen sowie verschiedenste Impressionen und die Tatsache, dass fast ausschließlich auf HDV gedreht wurde, runden den „bildwerk film“- Film zu einem anspruchsvollen Gesamtwerk ab. Neben dem Film sollte aber noch mehr auf der DVD zu sehen sein. Somit kreierten die Sieben einen „multimedialen Infotainmentbereich“, welcher auf unterhaltsame Weise dem User interessante Details und Besonderheiten des Bikens näher bringt. Man sollte selbst entscheiden können, was man erfahren möchte. So entstanden Showroom, Trickshow und das Streckenverzeichnis. Je nachdem welche Disziplin der Benutzer auswählt, fährt im Showroom der passend gekleidete Fahrer, samt Bike, ins Bild. Nun können markante Elemente des Fahrerequipments, sowie des Bikes ausgewählt werden. Daraufhin erscheinen detaillierte Informationen zur getroffenen Auswahl. Auf diese Weise erfährt man im Handumdrehen, wieso die Felgen eines Trialbikes gelöchert sind und warum ein Freerider einen Integralhelm tragen sollte. Die Trickshow wird von Andreas Kromer, dem mehrfachen Deutschen- und Weltmeister im Trial gehalten. Er erklärt dem User detailliert verschiedene Grundlagentechniken, die sowohl Anwendung beim Mountainbiken, als auch beim Streeten oder Trialfahren finden. Zudem wird die mechanische Vorgehensweise des Fahrers bei Tricks, wie dem „Wheelie“, oder einem „One-Eighty“ erläutert. Die Möglichkeit sich über die verschiedenen Bikeparks und Strecken zu informieren, bietet das Streckenverzeichnis. Hier findet man alles Wissenswerte für den nächsten Ausflug mit dem Bike. Zum Beispiel wo sich überall eine Bikerstrecke befindet, wie man dort hin kommt und was eine Tageskarte kostet. Ideal für diejenigen, die durch Film, Showroom und die Trickshow Lust bekommen haben, mal selbst auf einem Freeridebike zu sitzen. Während der Drehs wurde von der Projektgruppe alles an Equipment genutzt, was die Hochschule zur Verfügung stellen konnte.

Eine Spezialsammlung der Staatlichen Museen zu Berlin beherbergt einen der weltweit bedeutendsten Bestände an Bildwerken von der Spätantike bis zum beginnenden 19. Jahrhundert.


Für „bildwerk film“ ist die nun produzierte DVD ein Prototyp. Über einen möglichen Vertrieb wollen die Sieben nach den Klausuren ausführlich nachdenken. Parallel zu der eigentlichen Produktion wurde eine Website angefertigt auf der man sich schon frühzeitig über das Team, ihr Vorhaben und den aktuellen Projektstatus informieren konnte. Es wurden Bilder zu abgeschlossenen Drehs sowie

attac

News veröffentlicht. Auch ein Teaser war schon Anfang Februar online. Auf www.bildwerkfilm.de wird die Projektgruppe den Film via Stream veröffentlichen.

Studierende: Achim Dold, Casjen Ennen, Felix Gellert, Janosch Kilpper, Marcus Mangeot,Lena Rothfuss,Benjamin Wiedenbruch Betreuender Professor: Prof. Christian Fries Firma: Fakultät Digitale Medien

Die in Frankreich gegründete Organisation attac, zu Deutsch „Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen“, wollte ihr Customer-Relationship-Management-System(CRM) optimieren. Es hat die Aufgabe, Mitgliederdaten zu sammeln und auszuwerten und außerdem soll es die Prozesse in Datenbanken automatisieren. attac hat es durch ihr Netzwerk geschafft, selbst Organisationen wie Verdi, Pax Christi oder BUND zu verbinden. Dabei steht attac gegen eine Globalisierung, die nur an mächtigen Wirtschaftsinteressen orientiert ist. Die ca. 18600 registrierten Mitglieder, Spender als auch Organisationen machen es zu einem der größten Unternehmen im Non-Profit-Sektor. Die Projektgruppe erstellte ein Portal zur Verbesserung des Beziehungsmanagementsystems (CRM), das speziell auf die mittelständische Organisation angepasst wurde. Die Mitgliederverwaltung der Datenbank ist nun schnell und einfach durchzuführen. So kann die Organisation ihr Fundraising sowie Kommunikation mit seinen Mitgliedern und Interessenten verbessern. Auf das veraltete CRM-System kann immer noch über eine Schnittstelle zugegriffen werden.

Auch ein gewisser Bela B. ist Mitglied bei attac.

2 Semester Teamarbeit

Studierende: Michael Scharinger, Christian König, Miriam Müller, Dennis Steinrock Betreuender Professor: Prof. Christoph Zydorek Firma: attac

projektstudium

Regelmäßig wurden drei der Sony HVR Z1 auf Kamerakran, Stabilisator und Stative montiert. Tonequipment wurde ebenso mitgeführt wie Lichtsets. Sogar eine Leiter der Hausmeister wurde für ein Kamera-Schienensystem der Marke Eigenbau ausgeliehen. Auch kam ein eigens gebautes Seilsystem für Parallelfahrten zum Einsatz. Mit insgesamt 23 Drehtagen, 56 Bändern HDV-Material, mehreren tausend Kilometern Fahrt, drei beschädigten und einem zerstörten Auto, einer überfahrenen Nikon D80, sowie Kreuzbandrissen und Zeckenbissen, haben die Bildwerkler viel gegeben um Ihre DVD fertigstellen zu können. Ganz im Stile einer solchen Produktion kam auch das Marketing nicht zu kurz. Neben ausführlicher Werbung in szenetypischen Foren und Websites fanden auch andere Werbeaktionen in Furtwangen und Freiburg statt.

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Fotos S.5 Fries

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Fotos S.6 Fries

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Fotos S.7 Fries

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_root.container.loadMovie(galeriename+“/“+galeriename+“_“+stand+“.jpg“); }else{ stand = stand + 1; root.container.loadMovie(galeriename+“/“+galeriename+“_“+stand+“.jpg“); } } _root.zurück.onRelease = function () { if (stand == 1) { stand = anzahl; _root.container.loadMovie(galeriename+“/“+galeriename+“_“+stand+“.jpg“); stand = stand - 1; _root.container.loadMovie(galeriename+“/“+galeriename+“_“+stand+“.jpg“); (enterFrame){ if (this._x < newx+10 && this._x > newx-10){ newx = random(650)+100;

tutoriat: flash und actionscript

package { import flash.display.Sprite; URLRequest; import flash.net.URLVariables;

import flash.net.navigateToURL;

}else{

*/ onClipEvent

import flash.net.

Interview mit Tutor Andre Lang Tutorien sind ein willkommenes Weiterbildungsangebot von Studenten für Studenten, sie decken vorlesungsbegleitende aber auch vorlesungsunabhängige Themen ab. Für das dmag haben wir Andre Lang befragt. Er studiert im 6. Semester OnlineMedien und leitet zusammen mit Alessandro Scalisi das Tutoriat „Flash & Actionscript“, an der Fakultät Digitale Medien.

dmag: Was ist Flash und was kann man damit machen? Andre: Flash ist ein vektorbasiertes Animationsprogramm, das erst von Macromedia und später von Adobe aufgekauft wurde. Durch die ständige Weiterentwicklung und mit der Programmiersprache Actionscript können auch komplette Anwendungen samt Audio-, Video und 3D-Inhalten erstellt werden. Flash eignet sich gut um visuell dynamische Inhalte darzustellen. Durch ein Browser-Plug-In werden die Flash-Clips auf allen Plattformen identisch dargestellt, ohne dass man spezielle Tricks für verschiedene Internet-Browser braucht. Anwendungsbereiche sind zum Beispiel kleinere Websites für Produkte (Microsites), Werbebanner, Animationen und Multimedia-Anwendungen aller Arten. dmag: Seit wann arbeitest du mit Flash? Andre: Mit Flash habe ich früher in der Schule angefangen, um Präsentationen für Referate zu erstellen. Während meines Praxissemesters in einer Werbeagentur im Interactive-Bereich war es Tagesgeschäft für mich, mit Flash Microsites zu arbeiten und Werbebanner zu entwickeln. dmag: Warum hast du dich entschieden ein Flash-Tutoriat anzubieten? Andre: Zum Einen, weil es mir Spaß macht, mein gelerntes Wissen weiterzuvermitteln und zum Anderen, weil ich es als gute Ergänzung zum Studium sehe, da Flash in keiner Lehrveranstaltung der Hochschule behandelt wird. Außerdem bekommt der Tutor, wenn er das Tutoriat zum ersten Mal anbietet, ECTS Credits dafür gutgeschrieben.

dmag: Ist es dein erstes Tutoriat das du anbietest? Andre: Ja, es ist das erste Mal das ich ein Tutoriat anbiete. Da ich nächstes Semester nicht mehr in Furtwangen bin, ist es auch das letzte Mal. Sonst würde ich es wahrscheinlich nochmal anbieten. dmag: Welche Kenntnisse werden im Flash-Tutoriat vermittelt? Andre: Dieses Tutoriat wird für Einsteiger angeboten, also angefangen bei den Grundlagen vom Programmaufbau und den Möglichkeiten, die Flash bietet. Weitere Schwerpunkte sind einfache Animationstechniken sowie die Strukturierung von FlashDateien, Audio- und Videoinhalte in Flash. Dazu werden praxisnahe Übungen bearbeitet, an denen das Gelernte umgesetzt werden soll. dmag: Wie hoch ist der Arbeitsaufwand für einen Tutor? Andre: Allgemein würde ich den Arbeitsaufwand als nicht so hoch einordnen, da man sich mit dem Thema auch privat beschäftigt und schon Erfahrungen mit dem Programm hat. Wir haben am Anfang einen groben Fahrplan erstellt und bereiten jede Stunde einzeln vor, um auch gezielter auf Feedback von den Teilnehmern eingehen zu können. dmag: Welche Tipps und Erfahrungen kannst du anderen Studierenden geben, die überlegen auch ein Tutoriat anzubieten? Andre: Man sollte sich vor Beginn des Tutoriat einen Leitfaden überlegen, welche Themen man alle behandeln will und ausreichend Zeit für Übungen und Fragen der Teilnehmer mit einberechnen. Außerdem ist es sinnvoll sich frühzeitig um die Raumreservierung zu kümmern.

„Wahrscheinlich würde ich es wieder machen.“

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prax dmag: Dein Name? Christiane Reich dmag: OM | MI? OM natürlich dmag: Firma | Stelle? OXID eSales AG Freiburg | Onlinemarketing dmag: Wie bist du auf die Stelle gekommen? Als erstes habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wo meine Kenntnisse und Fähigkeiten liegen und in welchem Bereich ich mein Praktikum am liebsten absolvieren würde. Im Intranet bin ich auf die OXID eSales AG in Freiburg gestoßen, die Stellenanzeige auf ihrer Website klang sehr vielversprechend. dmag: Erzähl uns doch was zum Bewerbungsvorgang Ich habe circa 12 Bewerbungen abgeschickt, von manchen habe ich gar nichts gehört, aber bei der Hälfte bin ich immerhin zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Am Ende hatte ich dann drei Zusagen und habe mich dann für das Praktikum bei der OXID eSales AG in Freiburg entschieden. dmag: Was macht ein Praktikant bei OXID? Der Tag beginnt um neun Uhr mit dem Prüfen der Emails und Starten der relevanten Programme sowie einem Latte Macchiato :). Die Aufgaben umfassen das Erstellen und den Versand von Newslettern, Onsite- sowie Offsite-Optimierung der Website und häufig die Bearbeitung von Grafiken. dmag: Wie gut hat dich OM 1+2 vorbereitet? Das Grundstudium hat mich gut vorbereitet, auch wenn ich in meinem Praktikum davon manches nicht anwenden kann, oder auf Wissen zurückgreifen muss, dass ich mir selber angeeignet habe. Doch Inhalte aus den Vorlesungen wie Grundlagen der Gestaltung, Marketing&Werbung oder Projektmanagement kann ich oft sehr gut gebrauchen. dmag: Vorstellung versus Realität? Meine Vorstellung davon, was im Praktikum auf mich zukommt wurde im positiven Sinn voll erfüllt und teilweise sogar übertroffen. Um die typische Praktikantenarbeit kommt aber keiner rum. dmag: Resümee Das Prax ist eine wichtige Erfahrung für mich und mein Studium und ich bin jetzt froh darüber, dass es in unserer Fakultät schon im dritten Semester Pflicht ist!

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Bezogen auf die Einwohnerzahl gibt es in Freiburg die meisten Kinogänger in Deutschland.


dmag: OM | MI? OM

feedbac

dmag: Dein Name? Daniel Reimann

dmag: Firma | Stelle? University of Cape Town - Division of Geomatics

dmag: Wie bist du auf die Stelle gekommen? Ein Kommilitone gab mir den Tipp, dass es eine Ausschreibung im Intranet gibt. dmag: Erzähl uns doch was zum Bewerbungsvorgang Ausschreibung gelesen; Email Kontakt aufgenommen -> per Mail beworben ;)

dmag: Was macht ein Praktikant bei der University of Cape Town? Optimierung von 3D-Scandaten, Panoramabilder erstellen/bearbeiten, Team auf den Touren in Afrika begleiten um neue Daten zu sammeln. 3D-Modelle der Architekturobjekte (alte Tempel, Kirchen etc.) erstellen und diese in geographische Datenbanken einfügen. Eventuell drehen wir noch einen Videofilm über das Projekt. Es gibt aber noch viel mehr zu tun - bin gespannt, was kommt ;-) dmag: Wie gut hat dich OM 1+2 vorbereitet? Ich kann mich bisher nicht beklagen. Habe mich in keiner Situation hilflos gefühlt. Man weiß zumindest stets, wo man suchen muss. (grinst) Aber konkret in meinem Falle: Computergrafik und Videotechnik.

dmag: Vorstellung versus Realität? Die Stelle ist echt genial, besser als erwartet (und ich hab viel erwartet). Werden nächste Woche nach Namibia fahren um dort einen Canyon zu scannen, den die Macher von „10.000BC“ haben wollen. Aber auch im Büro ist es absolut top – nette Kollegen, immer ein Ohr für Fragen und total lockere & witzige Atmosphäre. dmag: Was ich sonst noch loswerden will Wagt es! Unsicherheit ist echt fehl am Platz. Solange man sich realistische Chancen auf die Rahmenbedingungen einräumt (Finanzen, Organisation etc.) sollte man sich auf jeden Fall für ein Auslandspraktikum bewerben. Man kann eigentlich nur gewinnen - egal wie es ausgeht. Selbst wenn die Arbeit nicht 100% dem entspricht, was man sich vorstellt. Das neue Land ist immer eine gute Erfahrung für sich.

Ein Stück Südafrika in Freiburg findest du im Café Grace.

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informations- und medienzentrum Wer kennt diese Situation nicht: Es sind mal wieder nur noch gefühlte drei Stunden bis ein Referat fällig ist und fertig ist bisher… beinahe nichts. Eigentlich will man sich mit seiner Arbeitsgruppe treffen, nur ist die eine Hälfte noch zu Hause im verlängerten Wochenende und die andere Hälfte noch im Bett. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren will man schon einmal mit der Internetrecherche beginnen, aber gerade jetzt streikt der VPN Client für das HFU WLAN. Na ja, in den PC Pools gibt es ja zum Glück genug verfügbare Rechner. Auf dem Weg dorthin kann man auch noch in der Bibliothek vorbeischauen, um sich zu erkundigen, ob das dringend benötigte Fernleihbuch schon da ist und als Abschluss scheint auch die Anmeldung bei FELIX nicht zu funktionieren. Und dabei sind doch dort die wichtigen Leitlinien für das Referat hinterlegt. Zugegeben, so krass gab es diese Situation wohl noch nicht, schließlich funktionieren die Hochschulinstitutionen in den meisten Fällen sehr gut. Trotzdem sollen die Dienstleistungen durch die Gründung des Informations- und Medienzentrums (IMZ) noch weiter verbessert werden. Am 28. Mai 2008 wurde das IMZ offiziell im Senat der Hochschule Furtwangen gegründet, doch was ist dieses IMZ eigentlich? Was steckt dahinter und vor allem: Was hat es mit dem oben beschriebenen Problem zu tun? All dem ging eine Empfehlung des Hochschulgesetzes des Landes voraus, in der vorgeschlagen wurde, die Hochschulen sollten ihre internen Abteilungen zwecks größerer Effektivität stärker verzahnen. Da die drei Abteilungen der Hochschule, Bibliothek, Rechenzentrum und die Learning Services (die unter anderem die Lernplattform FELIX betreibt) immer schon eng zusammengearbeitet haben, war es nur ein kleiner Schritt, diese Abteilungen zu einer zentralen Institution zusammen zu führen. Das Informations- und Medienzentrum ist also die Vereinigung dieser drei Hochschulabteilungen. Durch diesen Zusammenschluss sollen die Dienstleistungen der einzelnen Abteilungen besser aufeinander abgestimmt werden und so größere Flexibilität und eine verbesserte Serviceorientierung geboten werden. So wurde beispielsweise im Raum C1.10 eine zentrale Anlaufstelle für Studierende eingerichtet, um Probleme aus allen drei Abteilungen zentral lösen zu können. In unserem Fall könnte man also während die Probleme mit der Fernleihe geklärt werden herausfinden, warum der VPN Client nicht funktioniert und gleichzeitig die FELIX-Anmeldung

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Furtwanger Studenten fangen immer rechtzeitig an zu arbeiten.

wieder funktionstüchtig machen. Aber das IMZ kann noch mehr. Die Dienstleistungen der Abteilungen wurden erweitert, Dienste wie FELIX, CITAVI, vitero oder der E-Teaching Award wurden erst durch das IMZ ermöglicht. CITAVI? vitero? Was das ist und wie kann es hilfreich sein? Nun anfangs hatten wir noch das Problem mit der verstreuten Arbeitsgruppe. Mit einem virtuellen team-room (vitero) ist das kein Thema mehr. Mit dieser webgestützten Software können Studenten in virtuellen Teams zusammenarbeiten, Meetings abhalten, Referate erstellen oder Studieninhalte besprechen. Und wenn spätestens bei der Bachelor-Thesis das Quellenverzeichnis etwas umfangreicher wird hilft die Literaturverwaltungssoftware CITAVI. Die Software unterstützt bei der Verwaltung der Quellen, prüft ob gesuchte Werke in der Bibliothek vorhanden sind, erinnert an Ausleihfristen und generiert wissenschaftlich korrekte Zitationen. Der E-Teaching Award ist ein weiteres Angebot des IMZ. Er wurde in diesem Semester erstmalig vergeben und würdigt herausragende Integration von E-Teaching in die Lehre. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis richtet sich an alle Lehrenden der Hochschule Furtwangen und soll den Einsatz digitaler Medien in der Lehre fördern. Das Preisgeld ist zweckgebunden und soll von den Preisträgern im Bereich E-Teaching investiert werden. Alle Studierenden können Veranstaltungen vorschlagen, die als Preisträger in Frage kommen. Ein Expertengremium ermittelt dann anhand von Kriterien wie medialer Mehrwert oder didaktischer Qualität einen Gewinner. Das Informations- und Medienzentrum bietet also eine ganze Menge, aber Prof. Dr. Christoph Reich, als Leiter des IMZ und sein Stellvertreter Prof. Dr. Ullrich Dittler, sind bestrebt, diese Dienstleistungen noch weiter auszubauen. So wurden dieses Semester die Webauftritte der Bibliothek, des Rechenzentrums und der Learning Services unter der Dachmarke IMZ vereinigt. Mittelfristig soll der Bereich Online Services, der die Pflege des Internetauftritts der Hochschule übernehmen wird, das IMZ sinnvoll ergänzen. Die Hochschule Furtwangen bemüht sich damit ihr Angebot weiter zu verbessern, um den Studierenden vor allem in den Bereichen Kundenorientierung und Serviceleistung noch mehr Unterstützung bieten zu können, denn Situationen wie oben beschrieben will bestimmt niemand erleben. Obwohl das IMZ den Studierenden bei vielen Problemen helfen kann, rechtzeitig anfangen zu arbeiten sollte man trotzdem immer noch.


thesis: Stephan Pfaff Corporate Social Responsibility in der Medienbranche

Dein Name? Stephan Pfaff Dein Studiengang? Medieninformatik Woher kommst Du? Unglaublich aber wahr, ich halte es hier in Furtwangen schon seit meiner Geburt aus. In welchem Zeitraum schreibst du? 03/08 – 08/08 Dein Thesisthema? Arbeitstitel: Corporate Social Responsibility in der Medienbranche Wie bist du auf das Thema gekommen? Ich war auf der Suche nach einem Thema, bei dem es um Medien und Gesellschaft geht. Prof. Dr. Christoph Zydorek hat mir dann diese Thesis angeboten. Wer sind deine betreuenden Professoren? Prof. Dr. Stefan Selke als Erstbetreuer und Prof. Dr. Christoph Zydorek als Zweitbetreuer. Welche Vorbereitungen hast du vorab getroffen? Nicht viele, da ich mich sehr kurzfristig dazu entschieden hatte meine Thesis in diesem Semester zu schreiben. Warum hast du dich entschieden deine Thesis an der HFU zu schreiben? Wenig Ablenkung! Bist du mit dem bisherigen Fortschritt deiner Thesis zufrieden? Nein. Ich hatte zuerst Probleme das Thema anzugehen, da ich mir erst einmal einen Überblick darüber verschaffen musste, was sich

hinter Corporate Social Responsibility verbirgt und was die interessanten Problemstellungen sind. Ich habe dann in eine Richtung gearbeitet, die sich später als ungeeignet herausstellte. Das hat mich Zeit gekostet. Wenn du nochmal von vorne beginnen könntest, würdest du etwas anders oder besser machen? Ich würde natürlich alles besser machen! Nein, das kann ich im Moment nicht sagen. Ich bin nach wie vor motiviert und kann die Frage wohl erst beantworten, wenn ich das Ergebnis in der Hand halte. Hast du wichtige Tipps für zukünftige Thesis-Schreiber? Beschäftigt euch mit einem Thema, bevor ihr eure Entscheidung trefft. Wählt ein Thema, das euch wirklich interessiert. Lest Bücher! Schon während des Studiums. Da stecken jede Menge Ideen drin, für eine Thesis und für vieles Andere. Bist du mit deiner Entscheidung zufrieden, die Thesis an der HFU zu schreiben? Ja. Was du schon immer mal sagen wolltest, oder was dir noch wichtig zur Thesis ist? In Furtwangen könnte richtig was passieren, wenn sich die Studenten mal zusammen tun würden. Ein bisschen mehr Eigeninitiative und Kreativität, nicht immer nur drauf warten, dass sich andere kümmern und dann könnt ich mir gut vorstellen, dass hier richtig interessante Sachen entstehen. Es gibt doch genügend clevere Mädels und Jungs aus Fachbereichen, die sich ergänzen. Engagiert euch in eurer Fachschaft oder anderweitig hier an der HFU, es lohnt sich. Was machst du nach deiner Thesis, bzw. was hast du geplant? Entweder einen Master, oder in den nahen Osten wandern.

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thesis: Antonio Lopes Analyse der immersiven Wirkung auf Wahrnehmung und Verhalten von auditiver Wellenfeldsynthese

Dein Name? Antonio Lopes

Warum hast du dich entschieden deine Thesis an der HFU zu schreiben? Ich kenne keine Firma oder eine andere Hochschule, die ein WFS-System zur Verfügung stellt. Außerdem ist das Arbeiten im MediaSynthesis-Lab sehr entspannt, da ich alle Freiräume habe, die ich brauche. Bist du mit dem bisherigen Fortschritt deiner Thesis zufrieden? Jein, auf Grund von Bauhindernissen war das Lab nicht immer nutzbar, ansonsten ja.

Dein Studiengang? OnlineMedien Woher kommst Du? Heilbronn In welchem Zeitraum schreibst du? 03/08-08/08 Dein Thesisthema? Analyse der immersiven Wirkung auf Wahrnehmung und Verhalten von auditiver Wellenfeldsynthese in Kombination mit hochauflösenden Bewegtbildern auf Basis des stereoskopischen HD-Video. Grundidee ist eigentlich die Untersuchung von Mehrwerten zwischen Stereo, 5.1 Dolby-Digital-Sound und WFS. Es sollen die Mehrwerte zwischen WFS und konventionellen Klang-Systemen wie z.B. in herkömmlichen Haushalten heraus gearbeitet werden. Wie bist du auf das Thema gekommen? Ich bin allgemeinhin als Audio-Mensch bekannt, woraufhin Prof. Nikolaus Hottong mir das Thema nahe gelegt hat. Wer sind deine betreuenden Professoren? Erster Betreuer Prof. Nikolaus Hottong und zweiter Betreuer Prof. Dr. Bruno Friedmann. Welche Vorbereitungen hast du vorab getroffen? Ich hab mich hauptsächlich in die WFS-Thematik eingelesen. Da ich mich hobbymäßig und mittlerweile auch selbstständig (GbR) mit Musik und Audiotechnik beschäftige, war im Bereich des digitalen Audio für den theoretischen Teil meiner Thesis glücklicherweise wenig Vorbereitung nötig.

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Wenn du nochmal von vorne beginnen könntest, würdest du etwas anders oder besser machen? Ne! Hast du wichtige Tipps für zukünftige Thesis-Schreiber? Besucht das WPV „Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben“, bei Prof. Dr. Stefan Selke und lest das entsprechende Buch von Manuel R. Theissen. Bist du mit deiner Entscheidung zufrieden, die Thesis an der HFU zu schreiben? Absolut! Keine Lust auf eine Firma. Hatte ich schon im Praxissemester. Was du schon immer mal sagen wolltest, oder was dir noch wichtig zur Thesis ist? Ich bin froh und sehr dankbar in Furtwangen studiert zu haben. Danke an meine Mom, meine liebe Freundin Karo und an Gernot a.k.a. Mad Scientist. An alle Bands und Musiker da draußen: Kommt bei uns im LAB SIX vorbei (www.labsix.de). Was machst du nach deiner Thesis, bzw. was hast du geplant? Auf jeden Fall den Master in irgendeiner Form und LAB SIX weiter ausbauen.


media synthesis lab Das eierlegende Wollmilchstudio Nach langem Warten der Endabnahme ist das MediaSynthesisLab (MSL) seit dem Sommersemester 2008 einsatzfähig. Das MSL ist ein einzigartig ausgestattetes Verbundlabor der interdisziplinär ausgerichteten Fakultät Digitale Medien und verbindet sowohl konzeptionell, als auch produktionstechnisch die neuesten Medientechnologien miteinander. Studierende haben hier die Möglichkeit, raumbasierte Interaktionskonzepte zu realisieren, wie sie zunehmend auf Messen, in Showrooms, Museen und im Eventmarketing sowie bei audio-visuellen Installationen, aber auch in der Studiotechnik nachgefragt werden. Den Kern des MSL stellt das Verbund-Cluster dar, bestehend aus drei im Halbkreis angeordneten Leinwänden mit Stereorückprojektion sowie einer Wellenfeldsynthese-Anlage, die eine räumliche Bewegung von Audioquellen ermöglicht. Verbunden mit einem professionellen Trackingsystem, einer konventionellen Lautsprecheranlage, High-Definition Studiokameras und einem Greenscreen, sind der audio-visuellen Gestaltung von realen und virtuellen Events keine Grenzen gesetzt.

zukunftsweisende Anwendungen mit einem hohen konzeptionellen und technologischen Innovationsgrad. Das von der Baden-Württembergischen Landesstiftung finanzierte System ist bundesweit einmalig. Das dazugehörige Wiki ist noch im Aufbau, hier werden die Dokumentationen und Arbeitsergebnisse der Studenten und Professoren eingetragen. Ansprechpartner sind Katja Wahl und Bernhard Costa als technische Verantwortliche und Prof. Daniel Fetzner als Koordinator des Labs. Infos unter www.verbundlabor.de

Es war eine strategische Entscheidung der Fakultät, mit dem MSL ein Technologiefeld anzubieten, das die neuen interessanten Medienbereiche praktisch unterstützt und synergetisch verbindet. Interaktion und die dazu notwendigen Sensor- und Aktorsysteme, Einbeziehung von Benutzerhandlungen, von Raum und Körperlichkeit, das sind einige wichtige Beispiele, die im MSL realisierbar sind. Viele Inhalte unserer Studiengänge orientieren sich schon in diese Richtung. Der geplante neue Studiengang „Medienkonzeption“ wird sich ebenfalls mit diesen Themen beschäftigen, ein Zeichen, dass hier schon bei der technischen Ausbauplanung des I-Baus innovativ im Voraus gedacht wurde. In Kooperation mit namhaften Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen entstehen hier

Die Redewendung „eierlegendes und milchgebendes Wollschwein“ entstand 1968 im Bundeswehrjargon als Bezeichnung für Mehrzweckkampfflugzeuge wie den Tornado.

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DM Absolvent Guido Zimmermann (Character Technical Director Dreamworks/ San Francisco)

dmag: Du lebst nun seit einigen Jahren in San Francisco. Wie leicht ist es Dir gefallen in solch einer Metropole zurechtzukommen? Vermisst du den Schwarzwald und die Heimat auch ein bisschen? Als ich 2004 bei PDI DreamWorks angefangen habe, kannte ich San Francisco und die Bay Area schon recht gut, denn ich hatte 1999 an dem Austausch zwischen der Hochschule Furtwangen und der San Francisco State University teilgenommen. Nach dem ich ein Semester dort verbracht hatte, bin ich sogar noch ein halbes Jahr länger auf eigene Faust in San Francisco geblieben. Ich habe damals bei Mesmer Animation Labs, einer kleinen Schule für 3D Animation in Berkeley, Softimage unterrichtet. Ich hatte eine sehr gute Zeit in San Francisco als Student und als Freelance Instructor. Aber natürlich hatte ich damals keine Ahnung, dass es mich ein paar Jahre später wieder hierher verschlagen würde. Ich musste nach meinem Aufenthalt in San Francisco wieder zurück nach Furtwangen um mein Studium zu Ende zu bringen. Danach bin ich dann in die Schweiz gezogen und dachte meine Zeit in San Francisco sei abgeschlossen. Aber wie es das Schicksal will bin ich also schon wieder hier. Natürlich vermisse ich Deutschland schon manchmal. Ich bin weit weg von meiner Familie. Außerdem fühle ich mich manchmal auch etwas isoliert von Deutschland und dem, was gerade so passiert in der Öffentlichkeit. So musste ich zum Beispiel die WM 2006 im TV anschauen und musste mir immer von Freunden und Familie anhören, wie toll doch die Stimmung in Deutschland sei. Man kann wohl nicht alles haben. Zum Glück habe ich hier aber viele Freunde gefunden, viele davon genauso aus aller Welt wie ich selbst. dmag: Du hast 2001 deinen Abschluss an der Hochschule Furtwangen gemacht. Im Nachhinein betrachtet: Würdest Du wieder in Furtwangen studieren? Ich würde auf jeden Fall wieder in Furtwangen studieren. Ich hatte eine Spitzen Zeit im Schwarzwald und pflege immer noch Kontakt zu einigen meiner damaligen Kommilitonen. Außerdem hat mich die FH Furtwangen sehr gut auf meine heutigen Aufgaben vorbereitet. Die meisten Leute denken, um bei einer Firma wie PDI DreamWorks arbeiten zu können, müsste man ein Spezialist in einer 3D Software sein. Das stimmt nicht. Eine Software zu erlernen ist keine große Sache, denn auf das fundamentale Verständnis kommt es an. Die meisten großen 3D Studios haben sowieso eigene Software. Daher sind ein tiefes Verständnis in Dingen wie z.B. Objekt Orientiertem

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„Sehr oft höre ich in meinem Hinterkopf einen gewissen Professor Walter“

Denken, Vektor Mathematik aber auch gestalterische Fähigkeiten die Grundlagen, die einen wirklich weiterbringen. Mein Studium an der FHF hat mich aber außer gute Informatiker-Kenntnisse auch viel in gestalterischer Hinsicht gelehrt. Es ist eben dieser Mix aus tiefen technischen Kenntnissen, aber auch guten gestalterischen Fähigkeiten, die das Studium der Medieninformatik meiner Meinung nach so einzigartig und erfolgreich macht. Wenn ich heute meine Aufgaben als Character Technical Director bei PDI DreamWorks anschaue, so kann ich mit Sicherheit sagen, dass das Medieninformatik-Studium genau das Richtige für mich war. dmag: Welche Bereiche fandest du im Studium besonders sinnvoll, welche hast du eher als Qual empfunden? Das Medieninformatik-Studium an der FH Furtwangen hat mich eigentlich erst auf die Idee gebracht, mich mit 3D Animation zu beschäftigen. Ich kann mich gut erinnern, wie mich die 3D Computer Grafik - Vorlesungen besonders fasziniert haben. Der damalige 3D Computer-Raum mit (heute antiken) SGI Computern mit Softimage 3D Software war für mich das Interessanteste überhaupt. Das war die Basis für meinen heutigen Job. Meine Aufgaben als Character Technical Director sind viel technischer als allgemein angenommen. Wir verwenden nicht nur fertige Software, sondern entwickeln unsere eigenen Tools. Sehr oft höre ich in meinem Hinterkopf einen gewissen Professor Walter zu mir sprechen, ich höre Predigten über Objekt orientiertes Programmieren und modernes Software Design. Ich bin sehr froh, dass ich diese Stimmen in mir höre, denn es hilft wirklich ungemein. Erst heute verstehe ich manchmal warum wir damals so etwas lernen mussten. Ebenso hat ein wichtiger Teil meiner Arbeit sehr viel mit Mathematik zu tun, vor allem Vektor-Mathematik. Damals an der FH war Mathematik manchmal recht mühsam und trocken. Doch heute kann ich Mathematik im 3D-Raum zum Leben erwecken und das ist gar nicht mehr trocken. Ebenso wie das MI-Studium besteht auch mein Job heute grob aus 2 Teilen: zum Einen dem technischen Bereich (Informatik, Mathematik), aber auch dem gestalterischen Teil. Und das MI-Studium hat mir sehr viel beigebracht in der Hinsicht. Was ich damals als Qual empfunden habe? Alles was mit BWL zu tun hat. Das liegt mir wohl einfach nicht so. Zum Glück hat das auch keinerlei Bedeutung für meinen Job heute. Aber ich bin sicher für viele andere Berufe ist es eben doch wichtig.


dmag: In einem Satz: welchen Tipp kannst Du momentanen OM-lern und MI-lern geben? Ich denke, ich bin nur qualifiziert, um für Jobs in meinem Bereich Tipps zu geben, denn ich bin wohl doch sehr spezialisiert und meine Tipps sind bestimmt von wenig Bedeutung für andere Berufe. Aber falls jemand ein Technical Director oder ähnliches werden will: Technische Grundlagen sind absolut wichtig. Ein gutes Auge und gestalterisches Verständnis sind genau so wichtig. Was wirklich nicht so wichtig ist, ist ein Spezialist in einer bestimmten Software zu sein. Sollte jemand mit dem Gedanken spielen, einmal in einem großen Animations Studio zu arbeiten: Es ist viel einfacher erst in einer kleineren Firma zu arbeiten und Erfahrung zu sammeln. Das Ziel sollte außerdem sein, ein gutes Demoreel zu entwickeln. Es sollte kurz und beeindruckend sein und eindeutig gezielt die Fähigkeiten demonstrieren, für die man sich bewirbt. Damit ist man dann viel besser vorbereitet, sich in einem großen Studio zu bewerben. Ich glaube das war weit mehr als ein Satz. dmag: Du warst einer der Verantwortlichen bei der Produktion von Shrek 3. Kannst Du diesen Film überhaupt noch sehen oder macht es gerade deswegen besonderen Spaß ihn anzuschauen? Naja, ich kann „Shrek The Third“ natürlich nicht mehr neutral anschauen, ich kenne viel zu viele Details und kann den Film nicht mehr einfach genießen. Am liebsten schaue ich ihn mit anderen Leuten an und beobachte die Reaktionen, das ist echt interessant. Daher kann ich es auch kaum erwarten bis „Kung Fu Panda“ und „Madagascar: Escape 2 Africa“ in die Kinos kommen. dmag: Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß? Um meine Antwort besser zu verstehen sollte ich kurz beschreiben, was meine Arbeit eigentlich genau ist. Als Character Technical Director (kurz Character TD) bin ich dafür zuständig, Animationsund Deformations-Systeme zu entwickeln, damit ein 3D Charakter Model möglichst einfach und vielseitig animiert werden kann und stets dabei gut aussieht. Ein gutes Character-System ist wie gutes Software-Design: Eine leichtverständliche Benutzeroberfläche verbirgt die komplexen, technischen Systeme unter der

Haube. Im Prinzip besteht mein Job darin, die Animatoren vor den ganzen notwendigen Systemen und Komplikationen im 3D Raum zu beschützen damit sich die Charaktere ganz intuitiv und leicht verständlich bewegen und animieren lassen und dabei allen ästhetischen Anforderungen gerecht werden. Die Entwicklung des Deformations-Systems bedeutet vereinfacht gesagt, Punkte in Abhängigkeit vom aktuellen Stand des Animation-Systems im 3D Raum zu verschieben. Das Ziel dabei ist es, sicherzustellen, dass der Charakter immer gut aussieht und sich glaubwürdig verformt, wenn er animiert wird. Dieser Aspekt des Character-TD-Jobs bietet einige interessante künstlerische Herausforderungen. Wir müssen die Form und das Aussehen von Knien, Ellenbogen, Schultern, Gesichtern und anderen Körperteilen in verschiedenen Stadien ihres Bewegungsraums festlegen. Das ist zum einen technisch eine Herausforderung, weil man im Grunde Muskeln, Fett, Haut und andere Dinge simuliert, die die Deformation eines Charakters beeinflussen; es ist vor allem aber auch künstlerisch anspruchsvoll, weil es die hohen Standards des Films aufrecht erhalten und dabei stets gut aussehen muss. Ein dritter Teil meiner Aufgaben besteht darin, unsere Charakter Systeme und die 3D Tools stets weiter zu entwickeln. Die 3D Charaktere müssen in der sich stets verändernden Produktionspipeline integriert werden. Logik muss entwickelt werden und Skripte und Programme werden stets weiterentwickelt. Dieser Teil meiner Arbeit hat viel mit Scripting, Programmieren und Software Design zu tun. Das bedeutet, als Character TD bin ich gleichzeitig Computerspezialist und Künstler. Viele Aufgaben sind technisch sehr anspruchsvoll und benötigen Programmierung sowie mathematische Kenntnisse. Andererseits habe ich auch künstlerisch sehr anspruchsvolle Aufgaben. Es ist eben diese einzigartige Kombination, die meinen Job so interessant macht. dmag: Wie siehst du die Zukunft deiner Branche? Welche Fähigkeiten muss man mitbringen, um erfolgreich zu sein? Es gibt inzwischen recht viele verschiedene Berufe in der 3D Animations- und Special Effects Industrie. Die Anforderungen sind sehr verschieden. Wenn man sich das Berufsbild eines Character TD anschaut, dann gehen die meisten Schulen meiner Ansicht nach technisch nicht genug in die Tiefe. Ein Informatikabschluss wie z.B. Medieninformatik ist besser geeignet. Denn ich kann nur immer wieder unterstreichen, wie wichtig eine solide Basis technischen Grundwissens ist. Später eine Software zu lernen ist dann keine so große Sache mehr. Aber, bei aller Liebe zur Technik, wer erfolgreich sein will braucht gute gestalterische Fähigkeiten, ohne die geht es nicht. Es gibt aber auch viele Berufe die weit weniger oder kaum noch technische Anforderungen haben. Wenn das Ziel ist, Animator zu werden, braucht man keinen Informatikabschluss und Animationsschulen leisten gute Arbeit. dmag: Wie sehen deine persönlichen Pläne für die nächste Zeit aus? Ich habe erst vor kurzem mit einem ganz neuen Film begonnen, der erst 2010 in die Kinos kommen wird. Außerdem hat sich auch viel in unserer Technologie verändert und ich bin mit diesem neuen Film an der vordersten Front mit den neuesten Tools die wir entwickelt haben. Das ist sehr spannend für mich, da ich stets dazu lerne und ich einen Beitrag für die kommende Generation von 3D Technologie leisten kann. Das wird mich wohl die nächsten paar Jahre beschäftigen. Es gibt noch viel zu tun.

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doppelabschluss in wien Nur 802km trennen dich vom Doppelabschluss Darf es sonst noch was sein? Ja…? Wunderbar! Denn seit Juli 2007 haben Studenten und Studentinnen der Hochschule Furtwangen und der Fachhochschule des BFI in Wien die Möglichkeit ihren Abschluss zu toppen. Um die Entwicklung weiterer internationaler Studienmöglichkeiten für Studierende voranzutreiben und die internationalen Beziehungen zwischen den beiden Institutionen zu festigen, kooperieren die Fakultät DM und der Studiengang PIT (Projektmanagement und Informationstechnik) nun miteinander. Im Austausch mit zwei Wiener Studenten können OnlineMedianer und Medieninformatiker zusätzlich einen weiteren Abschluss erwerben. So trägt man nach dem Studium nicht nur den Titel „Bachelor of Science, OnlineMedien“ bzw. „Bachelor of Science, Medieninformatik“, sondern erwirbt zusätzlich den Titel „Bachelor of Arts in Buisness, BA“. Nicht nur auf Grund der kulturellen und geografischen Vorzüge Wiens ist es eine Überlegung wert, Furtwangen für zwei Semester den Rücken zu kehren, sondern gerade im Bezug auf die Zeit nach dem Studium können die Absolventen/innen mit Doppelabschluss ihre Aussichten auf einen erstklassigen Job verbessern. Vor allem für Studierende, die später in die Berufsfelder des IT-Consultings oder Projektmanagement gehen wollen, bietet Wien zielführende Veranstaltungen an. So kann man sich in relativ kurzer Zeit weitere Fähigkeiten aus den Bereichen der BWL, des Managements und des Projektmanagements aneignen. Alle Kurse und Vorlesungen in

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Wien werden nach Bestehen international bestätigt und anerkannt. Damit erhält man eine heutzutage gern gesehene internationale Qualifikation. Doch wie schafft man es nun letztendlich als Student aus Furtwangen nach Wien und andersrum? Ganz einfach – zumindest fast ganz einfach. Die Anzahl der Studierenden, die an diesem Austausch teilnehmen können, ist begrenzt. Lediglich zwei Personen haben die Möglichkeit an dem Programm teilzunehmen. Während an der Fachhochschule des BFI Wien der Notendurchschnitt entscheidet, wer nach Furtwangen darf, obliegt im Schwarzwald die Entscheidung dem Studiendekan. Zusätzlich müssen die ersten fünf Semester an der HFU und die ersten vier Semester an der FH in Wien erfolgreich absolviert worden sein, bevor man an der jeweiligen Hochschule zwei Semester Lehrveranstaltungen besuchen darf. Die endgültige Teilnahme am Doppelabschlussprogramm muss spätestens bis zum 15.Mai/15.Dezember eines jeden Jahres von den Studiendekanen bestätigt werden. Als Teilnehmer des Austauschprogrammes hat man an der jeweils anderen Hochschule eine/n Programmkoordinator/in als Ansprechpartner. Diese dienen unter anderem dazu die Studierenden in allen mit dem Auslandsstudium verbundenen administrativen Angelegenheiten zu unterstützen. Wer also zum Beispiel gerne nähere Informationen zu Stipendien hat, kann sich seitens Öster-


reich an Frau Mag. Claudia Redtenbacher, seitens der HFU an Frau Brigitte Minderlein vom Akademischen Auslandsamt wenden. Eine feste Zuordnung in einem Semester ist somit nicht vorgesehen. Es müssen lediglich die geforderten ECTS Punkte über die beiden Semester erbracht werden. So können sich Studierende in Absprache mit dem jeweiligen Studiengangleiter individuelle Fächerkombinationen weitläufig selbst zusammenstellen. Von der Größe ähnelt die Fachhochschule in Wien der HFU. Rund 2000 Studenten zählt die Wiener Hochschule. Dabei gehört sie zu den privaten Hochschulen Wiens. Anders als in Furtwangen finden in Wien die Vorlesungen und Kurse nicht in Blöcken statt, sondern vielmehr zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Räumen. Um dabei nicht die Übersicht zu verlieren, sind Terminlisten im Intranet vorhanden. Zusätzlich informiert ein Infoscreen der FH die Studenten. Neben der allgemeinen Anwesenheitspflicht unterscheidet Wien sich von Furtwangen auch dadurch, dass es keine klassische Klausurzeit gibt. Sobald eine Vorlesung abgeschlossen wird, folgt die Klausur. So finden diese über das gesamte Semester verteilt statt. Dies hat natürlich den Vorteil, dass der Vorlesungsstoff noch präsent ist. Des Weiteren finden die in Wien gehaltenen Vorlesungen und Kurse immer nur einmal jährlich statt. So können Studierende im Sommer nur die Kurse belegen, die es im Winter nicht gibt und umgekehrt. Das für DM-Studierende sechste Semester ist in Wien dafür vorgesehen, Lehrveranstaltungen und Kurse zu besuchen. Gleichzeitig kann man sich an die neue Hochschule gewöhnen, Professoren und Lehrbeauftragte besser kennenlernen und natürlich nicht zuletzt die

>>> was man als Studierender über Wien alles wissen könnte, sollte oder müsste: Wien... ... liegt circa 800km von Furtwangen entfernt. ... ist die Bundeshauptstadt der Republik Österreich. ... wurde durchzogen von Habsburgern, Kelten, Römern, Babenbergern, türkischen Belagerungen, Napoleons Truppen, Sissi und Franz Joseph und letztendlich den Touristen. ... liegt mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 9,8C° deutlich über der Furtwangens. ... hat um die 2 Millionen Einwohner im Ballungsraum – das ist ein Viertel aller Einwohner Österreichs. ... wird mittlerweile von über 9 Millionen Touristen im Jahr besucht. ... unterliegt mit 660mm gegenüber 1687mm Niederschlag im Jahr Furtwangen um einiges.

neue Stadt genießen. Im siebten Semester folgt dann die Bachelor Thesis. Hierbei wird man sowohl von einem Professor aus Furtwangen als auch von einem an der Wiener Hochschule lehrenden Professoren betreut. Dabei wird einem offen gelassen, ob man die Thesis in Englisch oder Deutsch verfassen möchte. Beides ist ohne Probleme möglich. Die am Ende des letzten Studiensemesters fällige Abschlussprüfung muss sowohl an der Wiener Hochschule als auch in Furtwangen absolviert und bestanden werden. Andernfalls wird der Doppelabschluss nicht anerkannt. Hat man nun beide Semester erfolgreich absolviert, die Thesis geschrieben und die Abschlussprüfung an beiden Hochschulen bestanden, steht dem Doppelabschluss nichts mehr im Wege. Man bekommt zusätzlich den akademischen Grad der jeweiligen Partnerinstitution verliehen und hat somit auf nationaler und internationaler Ebene verbesserte Aussichten im Berufsfeld. Des Weiteren gilt zu erwähnen, dass durch das Doppelabschlussprogramm keine weiteren Studiengebühren anfallen. Während der Zeit des Auslandsaufenthalts bleibt man an der Heimathochschule eingeschrieben und zahlt so die Semestergebühren von 577€, die ohnehin jedes Semester fällig sind. Wer es nun ernsthaft in Erwägung zieht in Wien seine Bachelorthesis zu schreiben, der kann sich auf der Homepage der Fachhochschule des BFI in Wien weitere Informationen unter www.bfi.de einholen. Am besten jedoch wendet ihr euch aber an Professor Wilhelm Walter.

... entspricht bezüglich der Lebenshaltungskosten durchschnittlich denen einer deutschen Großstadt. ... hält für stressige Momenten eine Melange bereit. ... ist die Bundeshauptstadt der Republik Österreich. ... lockt Tausende von Besucher einmal im Jahr zum bekanntesten Opernball - sogar die gute Paris Hilton war schon dabei. ... ist gern mal Filmkulisse. Neben Sissi wurden am Wiener Prater zum Beispiel schon mysteriöse Fälle von Kommissar Rex gelöst. ... sämtliche Museen, Denkmäler, Touristenattraktionen, Lokale, Diskotheken und Konzerte sind mit Studentenrabatten versehen. ... bietet für Studierende eine Semesterkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel für 117€. ... hat den Österreichischen Austauschdienst (www.housing.oead.at) damit beauftragt, bei der Zimmervergabe in den vielen Wohnheimen zu helfen.

Wo das Kulturzentrum zum Wohnzimmer wird!

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warum furtwangen? Dieser Frage hat sich Michael Maier, OM5, aus Freiburg angenommen.

Bevor ich mich im Wintersemester 2004/2005 für OnlineMedien in Furtwangen eingeschrieben habe, versuchte ich ein Semester zuvor mein Glück an der TFH Berlin mit Medieninformatik. Dieses kontrastreiche Dreieck möglicher Studien- und Wohnorte, Freiburg, Berlin und Furtwangen, bot mir viele schöne und wohl auch nicht wenige eher triste Momente in meinem Leben. Anfängliche Abenteuerlust und Neugierde auf den charmanten „arm aber sexy“ Berliner Großstadtflair wurden bald durch ein Gefühl des Verlorenseins an einer Massenuni ersetzt. Der scheinbar endlose Betondschungel mit viel Gestank und miesen Fahrradwegen engten mich fühlbar ein. Wieder einmal, nach anfänglicher Euphorie auf die Ferne, dominierte Heimweh zur badener Regio meine Gefühlswelt. Somit war die Sache nach wenigen Monaten und zur Enttäuschung mancher Berliner Freunde für mich klar: Studienwechsel! Neben dem für mich viel versprechenden Studiengang OnlineMedien ist nicht zu bestreiten, dass vor allen Dingen die Nähe der Hochschule Furtwangen zu meiner Heimatstadt Freiburg den größten Pluspunkt darstellt. Dieser erwies sich jedoch als äußerst trügerisch. Zwei Stunden Fahrzeit mit Bummelbus und -bahn, Benzinpreise die nur eine Richtung kennen - auf, auf und davon. Mal eben zum Treffen im Biergarten nach Freiburg ist nicht drin. Lebt und studiert man also im Schwarzwald, gilt es sich an den einfachen Dingen des Lebens zu erfreuen. Bereits die Hochschule selbst bietet jedem mit der passenden Einstellung zu genüge Beschäftigung und Unterstützung zu gleichen Teilen und dient somit als guter und positiver Antrieb durch kalte Wintertage. Die Hochschule erfreut sich national als auch international eines beeindruckend guten Rufs. Ob dies hauptsächlich auf unterschiedlichen Uni-Rankings (siehe CHE-Ranking, Seite 8), oder mehrheitlich schlicht auf herausragende Leistungen nicht repräsentativer Wunderknaben beruht, vermag ich nicht zu beurteilen. Ist die Hochschule Furtwangen tatsächlich so gut wie ihr Ruf, frage ich mich manchmal, wie schlecht andere Universitäten sein müssen. Auch wenn die Hochschule eine Vielzahl unterschiedlicher Studiengänge anbietet, bin ich bereits mit meinem komplett ausgelastet und kann so nur von OnlineMedien

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„Ich denke, also spinn ich.“

berichten. Glücklicherweise habe ich damit den wohl interessantesten und einfach Tollsten ausgewählt. Für uns OMler wurde quasi exklusiv der neue I-Bau errichtet, welcher mit modernem Design, Computern und Videoeinrichtungen zu begeistern weiß. Auch die Kollegen von Medieninformatik schauen gelegentlich bei gemeinsamen Veranstaltungen vorbei. Einige dieser manchmal etwas seltsam anmutende Zeitgenossen scheinen viel Spass an der Bewältigung von mathematischen oder Programmcode spezifischen Problemen zu haben, viele von ihnen sind jedoch genauso wie die OMler mehr an einer neuen aufregenden GLF Produktion (www.radioglf.de) oder internationalen Videoproduktionen (http:// webuser.hs-furtwangen.de/~ccwebs) interessiert. Mein Fach Online Medien, kombiniert mit dem reichhaltigen Angebot unterschiedlichster und teils auch exotischer Wahlpflichtveranstaltungen, erhält mein Prädikat wertvoll, sofern man das Grundstudium hinter sich gelassen hat. >>>

my girl wants to party all the time

Oberflächliche Unterschiede der Fachrichtungsgeschmäcker werden beim, nennen wir‘s überschaubaren Angebot von Partys und Veranstaltungen wieder glatt gebügelt. Es gibt so wenig vom Nightlife zu berichten, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Zum Einen wäre da die Erstsemesterparty. Da jedes Semester neue Erstsemestler eintreffen, gibt es glücklicherweise auch die passende Party dazu. Ob diese so gut ist, dass es lohnt, sich extra hierfür zu immatrikulieren, weiß ich nicht - ich war noch auf keiner. Durchaus spannender als auch anspruchsvoller ist hingegen die MediaNight, welche zum Ende eines jeden Semesters veranstaltet wird. Hier präsentieren stolze Studenten ihre Werke aus V ideo, Grafik und Informatik. Ergebnisse der Produktionen aus zwei Semestern, Projektstudium, unterhaltsame


Filme, entstanden in Einzelveranstaltungen, oder die Abschlussarbeiten erfolgreicher Absolventen zeugen vom hohen Niveau der Hochschule. Auf soviel gute Arbeit will angestoßen werden, womit die Veranstaltung oft feucht fröhlich von statten geht. Zeigt der Kalender jedoch weder Anfang noch Ende eines Semesters und man befindet sich somit dummerweise in einem ganz alltäglichen Furtwängler Uni Tag, steht man vor der schwierigen Frage, entweder in den Speicher oder zur Fubar zu gehen. Für einen Großteil in Furtwangen wohnhafter Studenten bietet ersteres den immensen Vorteil, keine zwanzig Schritte von der eigenen Wohnungstür entfernt zu sein. Die im vierzehnten Stock des größten Studentenwohnheims, GHB, befindliche Kneipe garantiert exklusiven Studentenflair, humane Preise auf Flüssignahrung und einen Ausblick über die Skyline Furtwangens. Die Bezeichnung Bar und Lounge verdient die Fubar in Furtwangen wohl am ehesten. Entstammt die Namensgebung anderen Absichten, oder waren sich die Betreiber der hoffnungslosen Nightlifeszene Furtwangens bewusst, mir erscheint der Titel jedenfalls äußerst passend (Fubar, engl. Akronym für „Fucked Up Beyond All Recognition“). Mit ihrem Quasimonopol hat sich die Fubar in ihrer kurzen Entstehungsgeschichte schnell als Stammbar etabliert. Partys mit Funk, House und sonstigem Gedröhne runden das Portfolio angenehm ab. Solange die Fubar nicht wieder durch die Ausgangstüre verlassen wird, könnte man fast meinen, man sei dem schnarchenden Schwarzwaldmief entflohen. >>>

Es lebe der Sport

Frischluft- und Sportfanatiker dürften in Furtwangen zu genüge Möglichkeiten zum Austoben finden. Wessen Herz für Fussball schlägt, der trifft sich mit Kommilitonen zum kicken auf dem Bolzplatz des FC 07 Furtwangen. Im Sommer wird für gewöhnlich auf dem Rasenplatz des Vereins das Uni-Fussballturnier veranstaltet, bei dem Fachbereiche und einzelne Semester um die Gunst des Publikums und vor allen Dingen um Siegtore buhlen. Wohl dem der keine Spielernummer trägt und sich ganz auf Bier, Grillwürste und Fangesang konzentrieren kann. Für Jogger sind im Umkreis Furtwangens ausreichend Trainingsmöglichkeiten vorhanden, um sich unter Umständen sogar auf Halb- und 41km-Marathons vorzubereiten. Es muss nicht immer gleich schweißtreibender Massensport sein. Ausgerüstet mit gutem Schuhwerk, zünftigem Vesper und Wanderstock lassen sich wunderschöne Gebiete des Schwarzwalds erkunden. Im Ferienland um die anliegenden Orte Triberg, Schonach, Schönwald und Furtwangen, entspringen auf einem nur wenige Quadratkilometer großem Gebiet vier bedeutende Flüsse der Region, darunter auch die Donauquelle. Die Triberger Wasserfälle, die größten Deutschlands, sind keine zwanzig Kilometer entfernt, verschiedene Wanderpfade starten direkt in Fur twangen und führen durch große landschaftliche Schönheiten der Region. Für

Abkühlung sorgt das Freibad Furtwangens. Leider besitzt es lediglich ein Becken mit 50m Länge und sieht vom Zubringer kommend im Winter immer furchtbar trostlos aus. Doch das liegt wohl in der Natur eines Freibads. Wintersportler haben in Furtwangen noch Grund zur Freude, sofern die von mir viel gelobte globale Erwärmung nicht exponential voranschreitet. Zahlreiche Lifte laden zu Ski- und Snowboardabfahrten ein. Auf unzähligen Kilometern Strecke sollen Skilangläufer sich bereits verirrt und nie wieder nach Hause gefunden haben. >>>

press play to continue

Kommen wir zu meiner Lieblingsdisziplin: Sofasurfing in privaten Establishments. Gerüchten zufolge wurde in Furtwangen das Pokerspiel erfunden. Jede WG die was auf sich hält, kann ein hochkarätiges Pokerset und einen stilechten Kartentisch vorweisen. Da Rauchen in den eigenen vier Wänden noch nicht verboten wurde und das beste Bier eh im Schwarzwald heimisch ist, sind atmosphärische Pokerabende bei vielen die Regel. Eine weitere beliebte Königsdisziplin bei computeraffinen Studenten stellt eSport dar. Zu Zeiten in denen selbst der Schwarzwald erfolgreich ins DSLNetz integriert wurde, mögen große LAN Sessions an Bedeutung verloren haben, dennoch findet man unter den örtlichen Gamern eine hervorragende Infrastruktur zur Kommunikation, Datentausch und Laddergaming. Einer nicht nachvollziehbaren und voreingenommenen Studie von mightymaia.de zufolge, finden 30% aller Gamer Furtwangens Gefallen an Ego-Shootern mit klassischen Disziplinen wie Deathmatch und Capture the Flag. Gut ein Viertel mögen es strategischer, doch das sehnsüchtige, beinahe fanatische Warten auf Starcraft 2 lässt manchen Eroberer verzweifelt ins Lehrbuch beißen. Von Casual Gamern bleibt selbst eine solche Hochburg wie Furtwangen nicht verschont, so gaben über 30% der Befragten an, sich nicht, oder nur oberflächlich mit Computerspielen zu beschäftigen. Ein fragwürdiger Trend, erwirtschaftet die Industrie doch seit nunmehr einer halben Dekade höhere Gewinne als Hollywood. Aus Rücksicht auf die eigenen studentischen Leistungen sollte man vielleicht vom umfassenden Angebot großartiger, aber leider auch all zu zeitfressender TV Serien, gepresst auf DVD oder Harddisc, Abstand halten. Ähnliches gilt für lebensausfüllende Online Rollenspiele („need fettes roxxer epic!!1“), aber mir zeigt die Erfahrung, dass ich auch ohne diese Entertainment Möglichkeiten meine Freizeit nicht sonderlich sinnvoller zu nutzen weiß. Ein Studium in Furtwangen ist wie ein Stück Kohle in der Hand. Schwarz, staubig und trocken. Doch presst man es mit Willenskraft und Ausdauer zusammen, entsteht zu guter Letzt ein lohnenswerter Diamant, welcher einem manch verschlossene Tür zu öffnen vermag.

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tanz und interaktion „Darf ich um diesen Tanz bitten?“ Tanz und Interaktion? Was soll das denn? Eine WPV, wozu? Und was macht man da überhaupt? Fragen über Fragen und sicherlich genau so viele Bilder schießen einem durch den Kopf: angefangen beim letzten Club- Besuch, über spirituelle Regentänze (irgendwo muss der Regen in Furtwangen ja her kommen), den wilden Bewegungen in Musikclips oder doch ganz klassisch in Form des Wiener Walzers. Tanz begegnet uns, unterhält uns, verbindet uns, inspiriert uns seine Formen und Ausprägungen kennen praktisch keine Grenzen. Kunsttanz gehört deswegen zur gestalterischen Ausbildung wie beispielsweise Zeichnen oder Musizieren. In Anlehnung an den Gestaltbegriff aus dem visuellen Bereich schlägt daher der norwegische Informatiker Dag Svanaes einen kinästhetischen Gestaltbegriff vor - sogenannte „interactive Gestalts“, die beim Entwurf raumbasierter Interaktionskonzepte helfen sollen. Wozu das Ganze Gut sein soll, ist spätestens seit dem Erfolg der Spielekonsole WII klar. Raumbasierte Interaktionsformen haben offensichtlich ein großes Marktpotential, für deren Inhalte nicht zuletzt überzeugende Choreografien entwickelt werden müssen. Die WPV Tanz und Interaktion greift dieses Thema auf und bringt die Tanzkunst mit einer technischen und medialen Umgebung in Verbindung. Dieses Zusammenspiel ist eigentlich nichts Neues, gerade auf der Bühne, beim Theater, Film oder bei Videos findet eine Interaktion von Körper und Technik statt. Videotracking und Motion Capturing sind die neuen digitalen Anwendungsbereiche und stellen auch den Bezug zu unserer Fakultät Digitale Medien her. Im Seminar Tanz und Interaktion geht es deshalb, trotz ausgereifter Techniken, primär darum, ein Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln. Von den Teilnehmern sollen choreografische Bewegungsmuster entwickelt, angewandt und dokumentiert werden. Sie sollen einen Zugang zur Tanzkunst finden und mit Musik und Texten interagieren. Der kreative Umgang mit Bewegung und Raum ist auch ein wichtiger Aspekt bei der WPV Interaktive Medieninstallation (IMI) sowie beim Projektstudium fogpatch, mit denen die WPV Tanz und Interaktion inhaltlich verzahnt ist. Zeitgenössischer Tanz bedient sich vieler

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Let’s dance to Joy Division and celebrate the irony.

Seiten und greift die unterschiedlichsten Impulse auf. Das Vorurteil, dass Tanzen sehr feminin und daher besser für Frauen ist, wird dadurch auch widerlegt. Tanz und Bewegung kann in der Tat sehr weiblich und feinfühlig sein, doch tanzen ist auch kraftvoll, stark, physisch und es ist eine große körperliche Disziplin gefordert, denkt man nur an die akrobatischen und sportlichen Ansätze. Mit Michael Langeneckert konnte die Hochschule einen international agierenden Choreograph, Tänzer und Trainingsleiter gewinnen. Im Gebiet zeitgenössischer Tanz/Tanztheater entwickelte er zahlreiche Projekte und arbeitet unter anderem an den Theatern von Linz (A), Luzern (CH) und dem Staatstheater Kassel. Langeneckert will in der WPV keine Tänzer ausbilden, das ist aufgrund der vielen Formen auch gar nicht möglich. Was aber möglich ist, ist den Teilnehmern einen minimalistischen Einblick in die Welt des Kunsttanzes zu geben. In einem größeren Kontext sollen durch die Arbeit neue Blickwinkel und Herangehensweisen entdeckt und herausgebildet werden. Der Lehrbeauftrage Michael Langeneckert beschreibt es als „einen Blick über den Tellerrand“ für Studenten der Fakultät Digitale Medien. Für die allermeisten sind die angewandten Methoden kein Teil des alltäglichen Studienalltags (wenn man nächtliche Tanzveranstaltungen außer acht lässt) und trotzdem können sie hilfreich sein, neue Lösungsansätze zu entdecken oder zu entwickeln. Das es dafür bereits längst eine ausgeprägte Szene gibt, kann man beispielsweise auf http://www. dance-tech.net sehen. Neben der Wahlpflichtveranstaltung Tanz und Interaktion soll es künftig weitere Angebote in diese Richtung geben: die Professoren Fetzner, Taube und Selke arbeiten im Rahmen des Zentrums ISIC an einem Forschungsantrag zum Thema „Entwurfsmuster für Tanz in medialer Umgebung“. Kooperationspartner sind das ZKM Karlsruhe und die Universität Freiburg. Man darf also gespannt sein - und daran mitwirken.


Stefan Selke Über Methoden, Inhalte und Betreuung.

Seit Anfang April lehrt und betreut Professor Dr. phil. Stefan Selke an der Fakultät Digitale Medien mit einer umfangreichen und sehr nützlichen Auswahl an Wahlpflichtveranstaltungen. Einige kennen Professor Selke noch aus früheren Semestern, als er bereits als Lehrbeauftragter an der Hochschule unterrichtet sowie Projekte wie zum Beispiel TANGENS (Technology and Gender in Applied Science) betreut hat. Nach einem abgebrochenen Studium für Flugzeugbau und Raumfahrttechnik ist Prof. Selke zufällig durch einen Mitbewohner auf Soziologie gekommen, was sich direkt als Volltreffer herauskristallisierte. Nach dem Studium der Soziologie, Anthropologie und Portugiesisch sowie der Promotion 2001 mit dem Thema „Visuelle Soziologie”, arbeitete er vier Jahre am infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften GmbH. Mit Abstechern in Brasilien, Karlsruhe und Villingen-Schwenningen ist er nun erfolgreich in Furtwangen gelandet, allerdings ohne Flieger, denn in Furtwangen gibt es für den Privatpiloten und leidenschaftlichen Segelflieger leider keinen Flugplatz. Furtwangen. Wieso Furtwangen? Es dreht sich nicht alles nur um Technik und harte Fakten, schließlich wollen, beziehungsweise fliehen 50 Prozent der Studierenden während des Studiums ins Auslandssemester, warum also nicht im Schwarzwald lernen, wie man in anderen Kulturen besser zurechtkommt? Warum nicht lernen, wie man mit sich selbst zurechtkommt?

diskutiert wird. Der dritte Bereich ist dann die Betreuung von Thesis-Arbeiten, Praxis- und Projektsemestern. Als Meta-Ebene zwischen Inhalt und Methode steht die Veranstaltung „Persönlichkeitsentwicklung“, welche Herrn Selke besonders am Herzen liegt, da seiner Ansicht nach, in der beschleunigten Gesellschaft von heute viele zu schnell ins Leben und die Berufs- oder Professionswahl stolpern. Setzungen werden ab einem bestimmten Punkt im Leben irreversibel, das Risiko des Scheiterns immer größer. Sehr schwammige Anforderungen treten an das Individuum von Aussen, wobei die Frage „Wie will ich sein?“ immer weniger beachtet wird. Diese Frage ist allerdings, so Prof. Selke, essentiell und alles andere als eine Kuschelrock-Fragestellung. Daher möchte er während der Veranstaltung Persönlichkeitsentwicklung einen Hinweis geben, wie man sich dieser Frage annähert. Ein Großteil der Teilnehmer seiner Veranstaltungen ist im höchsten Maße beeindruckt und sieht die Vorlesungen als sinnvolle Ergänzung zum informatiklastigen Studium. Ebenso positiv sind die bisherigen Erfahrungen von Prof. Selke in Furtwangen und vielleicht genau aus diesem Grund hat er schon einige Pläne, die er am Standort Furtwangen gerne umsetzen möchte.

Prof. Selke sieht den Nutzen in drei wesentlichen Bereichen: Methoden, Inhalte und Betreuung. In den Vorlesungen „Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben“ sowie „Methoden der empirischen Sozialforschung“ sieht er sich als Zulieferer der Methoden, gewissermaßen ein Werkzeugkoffer, der dem Studierenden mit auf den Weg gegeben wird. In den Veranstaltungen „Soziologie digitaler Medien“ mit der Vertiefung „Medien und Gesellschaft“ wird kritisch reflektiert, was Technik und Medien, die unter anderem in Furtwangen entstehen, bewirken, welche Medien die Gesellschaft fordert und wie jene Medien sich auf die Gesellschaft auswirken. Es wird interessierten Studierenden die Möglichkeit gegeben über den Tellerrand oder auch über den Schwarzwald hinaus zu blicken. Der Bereich Inhalte wird grob in die Ebenen „Einzelbereiche“, also die Veränderung der Erwerbsstrukturen durch Wissensarbeiter sowie die Veränderung des Kommunikationsverhaltens und der eigenen Identität und „Gesamtgesellschaft“ gegliedert, in welcher dann die Wirkung von Massenmedien reflektiert oder auch die Informationsverarbeitung durch das „Google Cut&Paste“-Syndrom

Mit Leib und Selke.

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zahlen und fakten Es grünt so grün.

Clevere Studierende werden es sicher schon gemerkt haben. Irgendwie fehlen 48 Parkplätze. Seit dem letzten Winter weist ein kleines, vertrauenerweckendes Schild hinter dem I-Bau freundlich darauf hin, dass auf einem Teil des Parkplatzes keinerlei Fahrzeuge abgestellt werden dürfen. Die Landesbehörde Vermögen und Bau Konstanz Außenstelle Rottweil beziehungsweise die Betriebsleitung in Stuttgart begründete diese Maßnahme mit dem Wort Verkehrssicherheitsgründe. „In den Fahrgassen sind einige der Rasengittersteine lose und verschoben. Durch die starken Höhendifferenzen sind Stolperfallen entstanden“, erläuterte Reinhart Lehmann, technischen Leiter der HFU Furtwangen. Knapp acht Monate nachdem der Parkplatz gesperrt wurde hat sich immerhin ein bisschen an der Situation geändert – der Schnee ist getaut und eine Grünfläche erstreckt sich vor dem Betrachter. Auch war schon ein Gutachter vor Ort, dieser geht von einem zu feinkörnigem Material für den Unterbau aus. Bis zum 17. April 2008 waren die ausführende Baufirma und das verantwortliche Planungsbüro dazu aufgefordert eine außergerichtliche Einigung abzugeben, dazu kam es allerdings nicht, da beide die Verantwortung für den Schaden ablehnen. Nun muss ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt werden, was von der Betriebsleitung von Vermögen und Bau beantragt werden muss. Danach gibt es zwei Möglichkeiten; entweder das Land beauftragt die Reparatur und streckt dessen Kosten vor oder es wird abgewartet bis ein rechtskräftiges Gerichtsurteil vorliegt. Frau Hempfer von der Betriebsleitung Vermögen und Bau in Stuttgart meinte in diesem Zusammenhang, dass davon ausgegangen wird, dass der Parkplatz im Oktober 2008 wieder zur Verfügung steht. Genauere Angaben zum Sachstand wollte sie allerdings nicht machen.

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Immerhin ein Termin, bedenkt man, dass es bis dahin ziemlich genau zwölf Monate her ist seitdem der Parkplatz gesperrt wurde. Bleibt nur noch ein Frage offen: Wer beseitigt das bis dahin angewachsene Unkraut?


impressum dmag sommersemester 2008

dmag enstand in der Wahlpflichtveranstaltung „Öffentlichkeitsarbeit” an der Hochschule Furtwangen. >>>

Redaktion

Leitung, V.i.S.d.P.: Prof. Christian Fries Alexandra Hättich, Patrick Heneise, Mahnaz Jahangirimehr, Tsui King Yi  Yu, Stefanie Lebfromm, Michael  Maier, Armin Moritz, Shefali Nagy, Simone Oesterle, Alexandra Olejnik, Simon Schmitt, Jessica Schmitz, Christian Seliger, Florian Waldmann, Lars  Wittenberg Einzelne Artikel geben nicht die Meinung der gesamten Redaktion wieder. >>> Bilder Titel - Jessica Schmitz, Tsui King Yi Yu S.7, S.41, S.42 - Patrick Heneise S.20, S.21, S.22, S.23, S.24, S.26 - WPV Foto >>> Grafik/Layout Christian Seliger und Michael Maier >>> Druck Leo Druck GmbH Rober-Koch-Str. 6 7833 Stockach www.leodruck.com >>> Herausgeber Hochschule Furtwangen Robert-Gerwig-Platz 1 78120 Furtwangen www.hs-furtwangen.de

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dmag - Ausgabe 02  

Das Magazin der Fakultät Digitale Medien an der Hochschule Furtwangen University.

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