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Ich wünsche mir mehr eigenständiges Engagement in den Regionen, es muss nicht das gleiche wie auf Bundesebene im Kleinformat sein. Man kann gemeinsame Wettkämpfe und Trainings initiieren und fördern, ohne groß reisen zu müssen. In einigen Landesverbänden gibt es sogenannte Landestrainer, aber egal wie man sie nennt, es sollten engagierte und vor allem akzeptierte erfahrenere Schützen sein, die im Dienste der Kyudoschützen etwas auf den Weg bringen. In dieser Hinsicht gibt es sicherlich viele Wege und Möglichkeiten und ich möchte Euch auffordern und ermutigen, eigene Initiativen zu entwickeln – ein Weg sind die Landesmeisterschaften, die doch viele Bundesländer inzwischen mit großem Erfolg ausrichten. Im Februar 2010 hatten wir ein Treffen der Landestrainer, bei dem wir genau über diese Themen gesprochen haben. Die einhellige Meinung war, dass es wichtig ist, den Wettkampf generell zu fördern und „junge“ Schützen früh zu motivieren. Eine gegenseitige Kooperation und der Austausch darüber wurden angestrebt und gewünscht. 2 Çaglar Engin Vizepräsident-Wettkampf

2011

KyûDô

JapaniScheS BogenSchieSSen DeUtSche MeiSteRSchaFten

3 4. D eut s c he E inzel-und Man n s c haf t s m e i s t e r s c haf t 2 5. S empa i Meis ter sc ha ft ( ab 5 . Dan ) 4 . D eut s c he E inzelmeis te r s c haf t f ü r Ky u - Grad e

In der Halle des Aachener Hockey- und Tennis-Club 1906 e. V. (AHTC) Hubert-Wienen-Straße 23, D-52070 Aachen

Foto: Dr. Regine Stiller · Design: farbton

18.06. ab 14:00 Uhr 19.06. ab 9:00 Uhr

Wettkämpfe I W I E N Kyudo-Europameisterschaften 2011 Die 11. EM in Österreich war die bisher größte in der EKF-Geschichte. 25 Teams aus 14 Nationen gingen Ende Mai an den Start. Viele der „jungen“ Kyudo-Nationen waren in diesem Jahr zum ersten Mal dabei: unter anderem Russland, Rumänien und Ungarn. Q Deutschland wurde von zwei Teams vertreten, deren Mitglieder auf den Kaderlehrgängen nominiert wurden und die sich intensiv auf diesen Wettkampf vorbereitet hatten. Mannschaft Deutschland 1 war: Boris Proppe, Thomas Müller, Michael Brettschneider und Anne Engin; Mannschaft 2: Michel Schubert, Ingo Schindler, Sorin Jurma und Kathrin Zimmermann. Am Samstag sicherte sich im Mannschafts-Wettkampf das Team aus Schweden mit 17/30 Treffern den ersten Platz. Das Team Deutschland 1 lag mit 16/30 gleichauf mit Schweiz 1, konnte sich dann im Stechen aber souverän durchsetzen und erlangte so den 2. Platz. Team Deutschland 2 mußte sich mit einem Platz im Mittelfeld zufrieden geben. Die 21 besten Schützen aus den Mannschaftswertungen qualifizierten sich für den Einzelwettkampf, der am Sonntag stattfand. Aus den deutschen Teams waren mit dabei: Boris Proppe 7/10, Ingo Schindler 6/10 und Thomas Müller 6/10. Mit fünf mal zwei Pfeilen waren Durchhaltevermögen und Konzentrationsfähigkeit der Schützen aufs Höchste gefordert. Es zeigte sich, dass die „jungen“ Nationen sich nicht hinter den „alten“ verstecken mussten: Elena Akimova, eine junge Schützin aus Russland, sicherte sich souverän mit 9 Treffern von 10 Pfeilen den Titel. Laszlo Hennyey aus der Schwedischen Siegermannschaft und Ákos Nagy aus Ungarn mit je 8/10 mussten um Platz 2 und 3 Stechen. Beide trafen den Haya, mit dem Otoya entschied Laszlo Hennyey aus

Schweden das Stechen für sich. Bester Deutscher war Thomas Müller, Platz 4 mit 7 Treffern. Die Wettkampf-Jury (Liam O‘Brien, Feliks F. Hoff und Tryggvi Sigurdsson) sprach einen Stil-Preis aus, der wiederum an die Siegerin des Einzel-Wettkampfes, Elena Akimova, ging. Der Österreichische Kyudo Verband hat diese große Veranstaltung hervorragend organisiert und durchgeführt. 2 Christiane Schöniger / Michael Brettschneider Wettkampf-Beauftragte des DKyuB

100 Jahre Prof. Genshiro Inagaki 2011 21

ZANSHIN I-2011  

Das Deutsche Kyudo Magazin (DKyuB e.V.) German Kyudo Magazine

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