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Q 4 / 2009

Licht

ink on paper for hungry minds

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2 / 3 ”Licht” is a periodical publication from and for hungry minds which has been launched by Die Krieger des Lichts.brave communications in 2007. It represents our values from different perspectives of art, design, culture and communication. After all, ”Licht” shall just delight and inspire all those open minded people who care. Fortune favours the brave. Die Krieger des Lichts.brave communications

„Licht“ ist ein Fanzine und wird seit 2007 in regelmäßigen Abständen von Die Krieger des Lichts.brave communications veröffentlicht. Die Beiträge zeigen Design, Kunst, Kultur und Kommunikation aus unterschiedlichsten Perspektiven. Es ist von und für interessierte Menschen gemacht, die sich gerne auf Neues einlassen und die Begeisterung dafür mit uns teilen. „Licht“ soll erfreuen und inspirieren. Nicht mehr und nicht weniger. Fortune favours the brave. Die Krieger des Lichts.brave communications

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Special Feature

Little Dragon Von Drachen und Schweden ... Eine Liebeserkl채rung * Text: Lea Rothdach Foto: Studio Seek

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20 / 21 „Little Dragon - schwedische Band.“ Ich erwähne den Namen im Gespräch – weil das eine meiner absoluten Lieblingsbands ist und meistens passiert nichts bei meinem Gegenüber ... das liegt wohl daran, dass Little Dragon immer noch ein Insider Tipp sind ... obwohl sie mit dem letzten Album den Preis der Deutschen Schallplattenkritik bekommen haben ... aber auch das ist was für die Musiknerds ... Also, Little Dragon. Nicht bekannt? Na gut. Little Dragon ist eine schwedische Band. So weit waren wir schon. Stimmt. LD kommen aus Göteborg und kennen sich seit der Schulzeit, wenn sie nicht sogar zusammen in einer Klasse waren. Da sind die drei Jungs - Erik Fredrick und Håkan und das einzige Mädchen Yukimi Nagano (was für ein Name). Diese Yukimi ist halb Japanerin, halb Amerikanerin aber geboren in Schweden. Sie sieht aus wie die asiatische Antwort auf Audrey Hepburn. Sushi bei Tiffany’s sozusagen. Aus dieser scheuen, grazilen, fast schon ätherischen Dame kommt eine Stimme, bei der man eigentlich nach der hinter der Bühne versteckten Afro-Amerikanischen 200 Kilo Frau sucht ... bis man dann völlig konsterniert feststellt, dass die Stimme wirklich aus der kleinen Asia Audrey kommt ... Angefangen hat Yukimi beim schwedischen „Nu Jazz“ (darf man eigentlich nicht mehr schreiben, ist inzwischen fast eine Beleidigung, aber darunter kann man sich wenigstens was vorstellen) Aushängeschild KOOP. Von denen wurde sie entdeckt als sie 16 war & auch sofort als Sängerin mit auf Tour genommen. Da habe ich sie das erste Mal gesehen – da ist sie, wie bei der Schulaufführung im schwarzen Samtkleid nach vorne getippelt, ohne auch nur ein einziges Mal aufzuschauen. Ich dachte zuerst, die KOOP Jungs würden sich einen Scherz erlauben ... Bis aus dem Mädchen mit dem schwarzen Samtkleid diese unglaubliche Stimme kam ... Fanzine_Licht#3_final_rosa.indd 21

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Special Feature Inzwischen schaut Yukimi ins Publikum und manchmal tanzt sie sogar ... sie hatte irgendwann die Nase voll von den exzentrischen KOOP’s. Nachdem sie mit ihren Jungs in Göteborg immer schon Musik gemacht hatte, begannen die Dragons am ersten Album zu arbeiten. Inzwischen kommt das zweite. Wo das erste eher Soul lastig war, geht das zweite mehr in Richtung Electro Pop, auf den wahrscheinlich sogar der Altmeister Prince stolz sein würde. Musik zu beschreiben ist immer ein wenig sinnlos, weil sehr subjektiv ... Vielleicht mit einem Vergleich ... irgendwo zwischen Depeche Mode und Prince mit einer Prise LCD Soundsystem und James Holden ... Gut. Schöne Musik und die asiatische Audrey. Aber das ist

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22 / 23 es noch nicht ganz. Da fehlt noch etwas. Die Band an sich – die haben einen ganz speziellen Draht zueinander. Die kennen sich seit Kindertagen und haben so etwas Verschworenes. So ähnlich wie die skandinavische Antwort auf die „Kleinen Strolche“ oder vielleicht thematisch passender der Vergleich mit „Pippi, Annika und Tommi“. Und das hört man der Musik an. Live wie auf CD. Klar, die Stimme von Yukimi ist herausragend. Aber die wird getragen von dem Rest Ihrer „Gang“. Und da sitzt jeder Ton, jeder Schlag, jeder Piepser ... Und es gibt viele, kleine elektronische Piepser, Quietscher aber auch die haben etwas Verschworenes. Und am Ende kommt eins dabei heraus – Harmonie und Musik, die fröhlich macht (mich zumindest). Little Dragon heißen sie übrigens weil die so sanft wirkende Yukimi eine ganz schöne Kratzbürste sein kann. Daher der „Kleine Drache“ – nichts mit Japan und Kirschblüte und so ... Schön auch das Artwork. Yukimis Vater ist Illustrator & hat das Portrait von Yukimi als Kind – das erste Albumcover -gezeichnet. Das war die Liebeserklärung. Meine. Alle anderen dürfen sich selbst entscheiden, ob sie sich verlieben oder nicht. Entweder ins aktuelle Album „Machine Dreams“ (Peaccefrog / Rough Trade) oder aber live – 05.10. 06.10. 07.10. 08.10. 14.10.

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Ursprung für das Video ist ein Song einer Band, die meine Freundin Sil Egger und ich vor etwa einem Jahr gegründet haben, um uns über die große Distanz zwischen Berlin und Auckland hinwegzutrösten. Nach einigen Songphasen haben wir begonnen auch die Videos dafür zu starten.

Band: 10.000 miles Year: 2008 Song: Dock of the bay http://www.youtube.com/watch?v=BBlC-TwSu6M

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Special Feature

Dietmar Lutz Die Bilder * Text: Kathleen Rahn, Direktorin des Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft Foto: Thomas Ledeganck

Selbst malend, 2009 210 x 210 cm Acryl auf Nessel

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30 / 31 Bei der Betrachtung der Bilder von Dietmar Lutz ertappe ich mich ständig dabei, dass ich mir die gemalten Situationen vorstelle, dass ich die Räume, Orte, Landschaften und Personen mit der Realität vergleiche, was natürlich niemals geht, da die Bilder Repräsentanten für Situationen sind. Und doch geht es mir so, dass ich mir ausgehend von den Bildern Geschichten vorstelle und mich frage, „was hat der Mann (André Niebur) in der Schneelandschaft wohl gerade erlebt? Oder: Was er wohl gerade auf dem einen Bild liest?“. Oder: „Wann hat Matthias Lahme denn so entspannt auf dem Sofa gelegen und was hat er dabei vielleicht erzählt?“. Ich versuche mich von diesen emotionalen Betrachtungen zu lösen und je mehr ich darüber nachdenke, brauche ich das gar nicht, denn ich liebe es doch, diese Geschichten zu lesen oder mir selbst eine Erzählung vorzustellen. Formal bestehen die Bilder aus schnellen, virtuosen Pinselstrichen, sie sind aus leichten nuancenreichen Farben komponiert. Die gezielte Setzung und Breite des Strichs und das ausbalancierte System der Farben fallen jedoch nie ins Gewicht, sie sind einfach da – wie eine Erscheinung von Farbe auf Leinwand. Man hält sich nicht lange mit der Beobachtung der Striche, Flächen und Formen auf, die in der Nähe sehr grob sind und sich auf die Entfernung oft erst zu einem Bild zusammensetzen, sondern sieht sich gleich das Bild als solches an. Das Bild, das Impressionen vom Leben – Porträts des Alltags oder Stationen seines Lebens – bereithält. Es zeigt ein System, das offen bleibt, da man die Bilder nie einfach abtun kann als Historienbilder des Alltäglichen oder Momentaufnahmen, die mich nichts angehen, denn ein jeder kennt diese Situationen und sei es, dass er sie in einem Roman beschrieben bekam. Dieses persönliche Festhalten von Momenten, aber auch das Darstellen von Orten und Freunden ist niemals als soziologische Studie angelegt, niemals strategisch kalkuliert und doch steckt eigentlich alles drin in seinen Bildern: eben die Freunde (eines jeden), das soziale Umfeld, das Leben, die Wohnung, das Atelier, die Jahreszeiten, die uns beschäftigen; Aufnahmen von Reisen, das Flanieren, der Blick aus dem Auto auf die Landschaft um die Autobahn, das Sich-Aufhalten oder Sich-Fortbewegen, Sportmachen, Kunstmachen, Architektur ansehen, Lesen, Herumliegen, Spazierengehen, am Strand sitzen. Man könnte es eine essayistische Darstellung des Lebens nennen, natürlich des Lebens eines aufmerksamen Beobachters und natürlich geht es hier um das Leben eines Künstlers. Das tägliche Anfangen, das tägliche Malen, mittels Aquarellkasten und Papier, mittels digitalem Snapshot (der als Quelle genutzt, jedoch nie ausgestellt wird) und schließlich durch die Verwendung von Acrylfarbe auf Leinwand zeichnet ein umfassendes Bild des Lebens auf. Diese tägliche Handlung quasi als GrundveFanzine_Licht#3_final_rosa.indd 31

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Special Feature hikel ist eines der charakteristischen Merkmale und Motivation der Arbeit von Dietmar Lutz. Einer seiner Freunde und hobbypopMUSEUM-Kollegen, Christian Jendreiko, hat diese Methode des täglichen Neubeginns in dem Titel „Every morning You wake up, You must have a song“ (Collagenserie aus 365 Collagen, 2005) wiederum auf dessen individuelle Weise formuliert. Hierin steckt jedoch genau diese Idee des täglichen Formens, Kreierens, aber auch eine Art Handlungsanweisung, die man sich selbst aufstellt, um die eigenen Sinne zu erweitern, um immer wieder neu zu lernen, zu begreifen und sich letztendlich daran zu erfreuen, noch bevor es der Betrachter ebenso sieht. Sich einer selbst geschaffenen Situation auszusetzen ist sicherlich auch Teil der Arbeit der Künstlergruppe hobbypopMUSEUM, der Dietmar Lutz seit über zehn Jahren angehört. Die Gruppe reist an den jeweiligen Ausstellungsort mit einer Idee, einem Thema oder einer Assoziation und setzt diese als eine Gemeinschaftsarbeit in Form verschiedenartiger Installationen aus Bildern, Sounds, Displays in einem konzentrierten „Sichhineinbegeben“ in die Situation um. Ausgerüstet sind sie mit Pinseln, Leinwänden und eben allem, was ihrer Meinung nach die jeweilige Situation braucht. Dieses offene Zulassen eines möglichen Scheiterns – denn wenn man sich vertut, den Raum falsch einschätzt, mal keine guten Bilder vor Ort hinbekommt oder einfach nicht weiter kann – ist eine sicherlich besondere Qualität der Arbeit des hobbypopMUSEUMs. Hier kann man sich natürlich einfach auf die anderen verlassen, die es schon richten werden, doch das geht nicht auf und das gemeinsame Arbeiten birgt Überraschungen, welche die einzelnen vielmehr als positiven Antrieb denn als Scheitern nutzen. In Anbetracht der zahlreichen Ausstellungen mit der Gruppe und durch den intensiven Austausch der Künstlerfreunde untereinander, muss man auch diese Praxis als einen wichtigen Teil der Arbeit von Dietmar Lutz sehen. Den Freunden, mit denen er zusammenarbeitet, und auch anderen Künstlerkollegen aus London oder San Franzisko begegnet man in den Porträts wieder. Es sind sehr nahe, persönliche Porträts, was man den Darstellungen ansehen kann. Die Nähe entsteht nicht unbedingt nur dadurch, dass die Personen besonders „gut“ getroffen sind, sondern vielmehr dadurch, dass es intime, vertraute Darstellungen sind von meist schönen, attraktiven Männern. Das Vertraute liegt darin, dass man denkt, dass die Porträtierten sich unbeobachtet fühlen, man meint, sie wären auf selbstverständliche Weise einfach da. Oft sind sie in einer Haltung dargestellt, die man eigentlich eher allein, also intim einnimmt, beispielsweise beim Stretchen nach dem Sport oder im Bett liegend und Tag-träumend. Diese Stimmung ist natürlich voller erotischer, aber auch sehr liebevoller, vertrauter Fanzine_Licht#3_final_rosa.indd 32

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Studio, 2008 170 x 150 cm Acryl auf Nessel

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Special Feature

T端r, 2008 230 x 200 cm Acryl auf Nessel

Liegender, 2009 170 x 210 cm Acryl auf Nessel

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34 / 35 Spannung, die ich mich kaum traue auszusprechen, da ich sie eigentlich hiermit schon zerstöre, sieht es doch ein jeder selbst. Die Stimmung des vertrauten Blicks findet man auf vielen Bildern. Dieser Blick auf einen engen Freund ist ebenso eine Facette wie diejenige der Darstellung von Lichtspielen in der Wasserpfütze eines Weges oder der Fall der Sonnenstrahlen, die auf eine Barockfassade einer Kirche treffen. Die Darstellung der Orte ist immer von dieser Stimmung geprägt, von Licht und von einem Blick auf etwas, das einem begegnet, ein Blick auf einen Ort oder einen Raum, der gelebt wurde. In jüngster Zeit hat Dietmar Lutz vermehrt sein Elternhaus aufgesucht um hier Ansichten von Landschaften zu malen. Hierbei entstand z. B. das Bild „Nachbar“ (2008), das darüber Aufschluss gibt, dass es weniger der Blick auf die Landschaft und das Ausüben der Landschaftsmalerei ist, als der Blick zum Nachbarn herüber, dessen Verhalten wiederum eine mögliche Erzählung eröffnet. Auch die Arbeit „Studio“ (2008) verrät viel über den Protagonisten des Ateliers, das durch Attribute wie mit dem Rücken zum Betrachter aufgestellte Leinwände und eine eher nicht repräsentative, sondern vielmehr dem Nachdenken über die eigene Kunst dienliche Hängung von Bildern charakterisiert wird. Auch der Raum wirkt dem Künstler vertraut – es ist ganz selbstverständlich, dass diese Orte auftauchen, sind sie doch Teil und ebenso Aussage des täglichen Erlebens, das Dietmar Lutz in seinen Bildern beschreibt. Diese Beschreibungen setzen sich in den Titeln der Arbeiten in einer Art Subtext als erzählerische Andeutung fort. Mit dem Titel „Selbst malend“ (2009), das den Künstler bei der Arbeit zeigt, wird dieses Spiel der Parallelebene besonders deutlich. Malt sich das Bild selbst? Passiert das Malen en passant, also selbst redend, wie von selbst? Oder ist es ein ironischer Kommentar auf Malerwerkstätten, bei denen nicht klar ist, ob es denn der „Meister selbst“ gemalt hat? Ich denke, entscheidend ist hier der Akt des Sich-Selbst-Darstellens und sich dabei zu beobachten, um es zu malen, was in dem Titel ambivalent durchschimmert. Werden sonst die Freunde, Zeitgenossen porträtiert, wird hier der Blick auf sich selbst zurückgeführt. Der Maler nimmt die für Dietmar Lutz typische Haltung beim Malen auf dem Boden ein, die aber sicher nicht zufällig an die Pose des Narziss erinnert, der sein Spiegelbild im Wasser betrachtet. Sicher ist es ebenso wenig zufällig, dass gerade ein Porträt auf dem Boden liegend gemalt wird. Dieses Bild ist fast wie eine Art Schlüsselerlebnis, da hier zum einen die Person des Künstlers in Bezug zu sich selbst steht, zum anderen aber reiht er sich in die Gruppe der Porträtierten in seinem Werk ein. Es

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Special Feature ist eigentlich unnötig, hier von Authentizität zu sprechen, denn dass diese einfach da ist, sieht man. Man sieht das aufrichtige Interesse an der Welt bei allen seinen Bildern, die wie ein langes Tagebuch über das Leben selbst sind, das ich durchblättere und in Gedanken weiter schreibe – selbst schreibend.

Winter André, 2009 160 x 140 cm Acryl auf Nessel

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Nachbar, 2008 170 x 145 cm Acryl auf Nessel

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Two-Four bpm, 2009 120 x 45 x 65 cm Strichzeichnung, Kupfer, Epoxydharz, Kupferdraht, Leuchstoffrรถhre

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Two-Four 2 bpm, 2008 120 x 90 cm Strichzeichnung, verzinntes Kupfer, Epoxydharz, Kupferdraht, Leuchstoffrรถhre

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Thanks to: Lars Borges ........................................... Dominik Müller ...................................... S Mario Wagner ........................................ S Dominik Müller ...................................... S Markus Hofko ........................................ S Peter Riedel ........................................ S Uwe Eger ............................................ S Bertram Bergner...................................... ...................................... S Studio Seek.......................................... .......................................... S Silke Werzinger ..................................... S Karin Hofko / Simon Oosterdijk ...................... S Nina Pusch .......................................... S Dietmar Lutz ........................................ S Tilman Zitzmann ..................................... S Lars Borges ......................................... S Ina Keckeis ......................................... S Bernd Preiml ........................................ S Verena Reiber ....................................... S Suse Schandelmaier .................................. S

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Special Thanks to: Lea Rothdach & Kathleen Rahn

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Impressum Verlagsadresse: Die Krieger des Lichts GmbH Kornmarkt 2, D -90402 Nürnberg ViSdP: Marco Schnös Konzept & Gestaltung: Die Krieger des Lichts.brave communications Kontakt: licht@dkdl.de Druck: Druckerei Rumpel OHG Lamprechtstraße 6-8, D-90478 Nürnberg Mit freundlicher Unterstützung: Druckerei Rumpel OHG dkdl.de Fanzine_Licht#3_final_rosa.indd 55

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Licht Fanzine N°3