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Themenschwerpunkt „Grenzenlos!?“


Autorinnen / Autoren Martin A. Fellacher, MA DSA, Fachbereichsleiter Flüchtlings- und Migrantenhilfe, Caritas Vorarlberg Seite 10 − 11

Marc Vincent

Dr. Kurt Greussing, Sozialwissenschaftler Seite 04 – 06

Dr.in Renate Huber Historikerin, Kulturwissenschaftlerin, Trainerin, Coach in eigener Praxis in Dornbirn Seite 07 − 09

Impressum Medieninhaber, Herausgeber: koje - Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung, Bregenz und aha - Tipps & Infos für junge Leute, Dornbirn | Redaktionsleitung: Regina Sams | Redaktionsteam: Thomas Müller, Michael Rauch, Monika Paterno, Johannes Grabuschnigg - redaktion@jugend-diskurs.at | Lektorat: Margit Schneider | Gestaltung & Illustrationen: chilidesign.at | Druck: Hugo Mayer GmbH, Dornbirn | Finanzierung: Land Vorarlberg - Jugend Diskurs kostenlos bestellen: abo@jugend-diskurs.at

Im Diskurs haben Menschen als Autor/innen Gelegenheit, ihre Interpretationen von Zahlen und Fakten sowie persönliche Meinungen und Haltungen als redaktionellen Beitrag darzustellen.


Die ersten Worte Grenzenlos mutig?

Zuwanderungsland Vorarlberg

04-06

Kultur trifft Kultur

07-09

Inhalt Jugendliche auf der Flucht

10-11

Jung sein

12-14

Einfach nur Reisen?

15-17

Projekt Ziellos

18-19

Jugendbegegnung im Land der Riesen

20-21

Grenzen überschreiten und Horizont erweitern mit EU-Förderung

22-23

Aus der Jugendarbeit

24-27

„Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“ Kurt Marti Gott sei Dank gibt es immer wieder mutige Menschen, die gehen, die mutig ein neues Land kennen lernen. Die Gründe für Grenzüberschreitungen können ganz unterschiedlich sein: Die Lust, eine neue Kultur kennen zu lernen, aber auch wirtschaftliche Gründe oder die Bedrohung des eigenen Lebens können Menschen dazu bringen, ihre Heimat zu verlassen, über die Grenzen zu gehen. Wie bereichernd es sein kann, eine neue Kultur zu erleben, eine neue Sprache zu erlernen, neue Erfahrungen zu sammeln … – aber auch vor welche Herausforderungen sich junge Menschen beim Überschreiten von Grenzen gestellt sehen – zeigt dieser Diskurs auf. Es warten interessante Eindrücke und Einblicke auf Sie! Mag.a Regina Sams für das Redaktionsteam

Alle bisherigen Diskurs-Ausgaben und Abo kostenlos bestellen unter www.jugend-diskurs.at


Zuwanderungsland

Vorarlberg Inessa Podushko, pixelio.de

– wie man durch „Fremde“ „einheimisch“ wird


Vorarlberg ist seit den 1870er Jahren ein klassisches Zuwanderungsland. Große Vorhaben wie der Bau von Fabriken, der Bahnbau und der Bau von Elektrizitätswerken zogen Arbeitskräfte an – zuerst aus dem italienischsprachigen Teil der österreichischen Monarchie, später auch aus deutschsprachigen Kron- bzw. Bundesländern. Die Umsiedlung von Südtiroler/inne/n und der Einsatz von rund 10.000 Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter/inne/n im Zweiten WeltWelt krieg (Vorarlberg hatte damals 150.000 Einwohner/innen) waren passgenaue Versuche, den Arbeitskräftebedarf der Vorarlberger Industrie zu stillen. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten die Zuwanderungswellen von Kärntner/inne/n und Steirer/inne/n vor allem in die Textilindustrie und das Baugewerbe ein. Schließlich kamen Migrant/inn/en aus der Türkei und (Ex-)Jugoslawien. Am Beginn der 1970er Jahre waren 22 % der unselbstständig Erwerbstätigen in Vorarlberg nicht-österreichische Staatsbürger/innen – damals der größte Anteil in Österreich, noch vor Wien. Seit der Jahrtausendwende gibt es eine zunehmende Zuwanderung aus EU-

aha

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Ländern, vor allem aus Deutschland. Hier handelt es sich nicht mehr – wie früher – um Menschen, die erst einmal als Fabriksarbeiter/innen und gering qualifizierte Hilfskräfte beschäftigt werden, sondern oft um Fachkräfte mit sehr guter Ausbildung. Im Jahre 2012 waren von den 369.000 Bewohner/inne/n Vorarlbergs 78.000 Zuwanderer der ersten Generation und 55.000 deren in Österreich geborene Kinder – zusammen 21,3 % der Gesamtbevölkerung. Vorarlberg ist also zu einem klassischen Zuwanderungsland geworden und ist es bis heute geblieben. Gleichzeitig war Vorarlberg immer auch ein Abwanderungsland. Dazu muss man nicht bis zu den Bregenzerwälder Barockbaumeistern zurückschweifen, die im 17. und

18. Jahrhundert mit ihren Bauleuten nach Süddeutschland, in die Schweiz und ins Elsaß zogen. Entscheidender war eine starke Auswanderung in die USA, die zwischen 1800 und 1938 mindestens 8.000 Menschen umfasste (einige Hundert versuchten ihr Glück auch in Brasilien und Argentinien). Nach dem Zweiten Weltkrieg wanderten Vorarlberger/innen zur Arbeitssuche bis nach Australien aus, vor allem aber in die Schweiz und nach Deutschland.

„Fremd“ macht „einheimisch“ Paradoxerweise hat sich, im Gegensatz zur andauernden sozialen Erfahrung von Zuwanderung, ab dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts ein Vorarlberger Landesbewusstsein herausgebildet,


Zuwanderer/innen werden öffentlich Alles das hat dazu geführt, dass beispielsweise Menschen mit einem italienischen Familiennamen erst in den letzten 20 bis 30 Jahren, also hundert Jahre nach der Zuwanderung ihrer Vorfahren,

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das strikt zwischen „Fremden“ und „Einheimischen“ trennt. Die Formulierung und Verbreitung dieses Vorarlberger Landesbewusstseins hing zuerst mit dem starken Zuzug italienischer Arbeitskräfte zusammen, der an bestimmten Orten wie Bludenz oder Hard besonders fühlbar war. Durch die Straßenund Bahnbauten kamen damals aber fast alle Vorarlberger Orte zumindest zeitweilig mit Zugewanderten in Berührung. Mit den dann folgenden Zuwanderungswellen ist diese Erfahrung vertieft und verallgemeinert worden. In Zeitungen, Heimatbüchern und im öffentlichen Gespräch sind Bilder dieser Zugewanderten formuliert worden. Solche Bilder mussten mit der Wirklichkeit keineswegs übereinstimmen – etwa dass „die Italiener“ besonders trinkfreudig, streitlustig, nicht besonders fleißig, unstet und wanderlustig sowie politisch revolutionär seien. Diese Bilder hatten nämlich nicht nur die Funktion, die Fremden zu beschreiben, sondern gerade auch die Einheimischen, somit „die Vorarlberger/innen“: und zwar durch eine einfache Umkehrung. Die „Vorarlberger/innen“ sahen sich – sozusagen im Spiegel der „Fremden“ – selbst als nüchtern, diszipliniert, arbeitsam, seßhaft und politisch konservativ. Zurückgeführt wurde das auf ihre rassische Abstammung von den „Alemannen“ – auch das übrigens eine Erfindung.

in der maßgeblichen großen Partei des Landes, der ÖVP, Platz gefunden haben. Er wird nun von Angehörigen der vierten und fünften Migrant/inn/engeneration eingenommen, die in die akademisch gebildete Mittelklasse aufgerückt sind. Bei den türkischen und jugoslawischen Migrant/inn/en könnte es ein bisschen schneller gehen. Doch trotz massiver Einbürgerungen in den 1980er und 1990er Jahren und breiter rechtlicher Stabilisierung des Aufenthalts sitzt mit Vahide Aydin erst eine Abgeordnete im Vorarlberger Landtag, deren Eltern im Zuge der türkisch-jugoslawischen Zuwanderung der 1970er und 1980er Jahre ins Land gekommen waren. Allerdings besteht eine entscheidende Veränderung darin, dass die verschiedenen heutigen Zuwanderergruppen ins-

gesamt selbstbewusster und fordernder geworden sind als ihre Vorgänger/innen. Sie sind, von der Politik über die Kultur-szene bis zur Jugendarbeit, ein Teil der Vorarlberger Öffentlichkeit geworden. Und wo es – unvermeidlich – Auseinan-dersetzungen und Konflikte gibt, wird zu-nehmend nicht mehr über Zuwanderer/ innen geredet, sondern mit ihnen. Dr. Kurt Greussing

Zum Autor Kurt Greussing ist Sozialwissenschaftler. Er beschäftigt sich auch immer wieder mit Themen der neueren Vorarlberger Landesgeschichte – unter anderem mit den Zuwanderungen des 19. und 20. Jahrhunderts und ihrer Verarbeitung in der politischen Debatte.


„Kultur“

Sarah Baur, Youthmedia.eu

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trifft „Kultur“ – Im Spannungsfeld zwischen Anpassung und Beibehaltung

Kulturelle Grenzen werden im 21. Jahrhundert laufend neu ausverhandelt. Doch wer trifft hier eigentlich auf wen?

Erwartungen von Erwachsenen zusammenprallt? Von welchen Kulturen ist hier die Rede?

Ist es etwa bei einer Firmenzusammenlegung eine Unternehmenskultur, die auf eine andere trifft, mit der sie sich eventuell schwer vereinbaren lässt? Oder vielleicht eine bestimmte Jugendkultur, die mit einer anderen konkurriert oder mit gewissen gesellschaftlichen

„Kulturen“ im Konflikt? Spätestens seit dem Erscheinen des umstrittenen Buches „Clash of Civilizations and the Remaking of the World Order“ des amerikanischen Politologen Samuel Huntington Mitte der 1990er Jahre klingt dieses Bild vom „Kampf der Kul-


Alexander Franke,Youthmedia.eu

turen“ in den aktuellen Diskussionen immer wieder an. Nach dem Ende des Kalten Krieges und des Zerfalls des ehemaligen „Ostblocks“ fiel das ursprüngliche Bedrohungsszenarium des Ost-West-Konflikts weg. Doch es wurde bald ein neues gefunden. Nun wurde ein Gegensatz zwischen Nord und Süd – zwischen dem christlich geprägten Abendland und der muslimischen Welt – konstruiert. Nicht mehr unterschiedliche politische Weltanschauungen stehen sich gegenüber, sondern unterschiedliche Kulturen, die nun nicht selten ethnisch-religiös definiert werden. In Vorarlberg würde dieses „Kultur Kultur trifft Kultur“ wohl sehr schnell im Spannungs-

feld von „einheimisch“ versus „türkisch“ bzw. „muslimisch“ verortet werden. Das „Andere“, das Abweichende wird dabei den Zugewanderten zugewiesen. Dieses Zusammentreffen erfolgt somit unter den Vorzeichen eines deutlichen Ungleichgewichts. Dies liegt in mancher Hinsicht in der Natur der Sache, würde doch die Integration von Migrant/innen in die Auf Aufnahmegesellschaft nicht funktionieren, wenn sie sich dem bestehenden Wertekonsens vollkommen verschließen und sie sich nicht zumindest ein Stück weit den kulturellen Rahmenbedingungen anpassen würden. Allerdings hat sich seit der Jahrtausendwende in den diskursiven Auseinander Auseinandersetzungen gerade rund um den Begriff der „Leitkultur“ verstärkt eine Sichtweise etabliert, die diese Anpassungsleistung in erster Linie als Bringschuld der Zugewanderten sieht.

Dynamisches Verständnis von „Kultur“ Dabei bleibt außer Acht, dass Kultur eben niemals etwas Starres, Fixiertes sein kann, sondern quasi per Definition etwas sein muss, das – in Abgrenzung zum Konzept der Natur – von Menschen gestaltet und damit auch immer wieder weiterentwickelt und verändert wird. Es ist zudem naheliegend, dass nicht in jeder Gemeinschaft quasi das Rad immer wieder neu erfunden wird, sondern Er Errungenschaften eben auch von anderen übernommen werden. Unsere heutige westliche Gesellschaft


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wäre in der jetzigen Form ohne bestimmte Kulturtransfers, die aus dem Zusammentreffen mit anderen entstanden sind, gar nicht denkbar. Zwei ganz banale Beispiele seien hier erwähnt: Wäre nach der „Entdeckung“ Amerikas durch Christof Kolumbus nicht auch die „Neue Welt“ – etwa in Form der Kulturpflanzen Kartoffeln, Mais, Tomaten und Kakao – in die „alte“ gekommen, sähe unser Speiseplan heute weniger vielfältig aus. Und wenn wir noch etwas weiter zurückgehen in die Zeit der muslimischen Expansion auf die Iberische Halbinsel im Frühmittelalter, wird klar, dass jede MenMage Know-how – etwa im Bereich der Mathematik, Medizin und Architektur – auf diesem Weg nach Europa gelangt ist.

Ilija Trojanow und Ranjit Hoskoté be„Kampfschreiben Kultur in ihrem Buch „Kampfabsage“ – einer Entgegnung zur These von Huntington – denn auch über die Metapher des Flusses: „Kulturen bekämpfen sich nicht – sie fließen zusammen“.

macht. Sie bewegen sich im Hinblick auf ihre Zugehörigkeit in einem hybriden Raum, der nicht unbedingt der Logik von „entweder oder“ folgt, sondern ein „Beides“ inkludiert. Oder anders ausgedrückt: Sie leben inmitten von Vielfalt. Dr.in Renate Huber

Zwischen den Stühlen? In Bezug auf die zweite Generation von Zugewanderten wird häufig das Bild des „Aufwachsens zwischen zwei Kulturen“ verwendet und nicht selten problematisiert. Zweifellos sind diese Jugendlichen in ihrer Identitätssuche noch stärker gefordert als andere. Sie verfügen jedoch auch über ein breiteres Spektrum an kulturellem Wissen, das dieses Dazwischen für sie durchlässiger und vermischter

Zur Autorin Dr.in Renate Huber arbeitet als Universitätslektorin, Coach und Trainerin im Bereich Interkulturelle Kompetenz / Diversity und ist Autorin des Buches „Wie gehe ich mit Vielfalt um? Eine Handlungsanleitung nach dem SudokuPrinzip“ www.vielfaltgestalten.at


George Kivernitis, Youthphotos.eu

Jugendliche

auf der Flucht

Wenn ein Leben in ihrem Heimatland aufgrund von Krieg, Verfolgung oder anderen Gründen nicht mehr möglich ist, suchen Menschen Schutz und fliehen. Unter den Menschen, die nach Österreich kommen, hoffen auch Jugendliche auf eine bessere Zukunft. Sie stehen dann vor besonderen Herausforderungen.

Es gilt dabei zwei Gruppen zu unterscheiden: Jene, die ein Stück Geborgenheit in Form ihrer Familie „mitgebracht“ haben und andererseits jene, die den oft sehr weiten und vor allem schwierigen sowie riskanten Weg alleine hinter sich bringen mussten.

Schulpflicht oder nicht? Kommen junge Menschen in Österreich an, stehen sie vor einem Problem, das zwei Färbungen hat, aber jedes Mal eine Herausforderung darstellt: Ist er oder sie nach dem österreichischen Gesetz schulpflichtig, dann heißt es

sehr schnell „Schulbank drücken“, auch wenn am Anfang kein Wort von dem verstanden wird, was Lehrende oder Mitschüler/innen von sich geben. In diesen Fällen ist es erstaunlich, wie rasch die meisten trotzdem die ersten Brocken der deutschen Sprache aufschnappen und innerhalb kürzester Zeit fähig sind, sich zu verständigen. Sind die betreffenden Jugendlichen allerdings nicht mehr schulpflichtig, dann sind die Möglichkeiten sehr begrenzt. Einerseits fehlt ein regelmäßiges Tagesstruktur-Angebot, andererseits wird den Jugendlichen das Bedürfnis, sich in der


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Wartezeit während des Asylverfahrens weiterzubilden, verwehrt. Aus diesem Grund hat die Caritas mit Unterstützung der Landesregierung seit ungefähr zwei Jahren das Bildungsprojekt für jugendli jugendliche Flüchtlinge ins Leben gerufen. Dort werden sie sehr individuell gefördert, sei es beim Erlernen der deutschen Sprache oder aber auch bei der Vorbereitung auf den Hauptschulabschlusskurs.

… mit Familie Sind Jugendliche im Familienverband hier, so gibt das merkbaren Halt. Allerdings gilt es, sich intensiv mit dem Rollenverständnis auseinanderzusetzen, da die bekannte Familienform aus den oft patriarchalischen Herkunftsländern ins Wanken gerät. Flüchtlinge werden in Österreich per Erlass zu „hilfs- und schutzbedürftigen Fremden“ ernannt, was den Vätern die gewohnte Rolle des Versorgers abspricht. Damit gehen auch den Jugendlichen die gewohnten „Role Models“ verloren. Verunsicherung und Orientierungslosigkeit können die Folge sein.

… ohne Familie Eine besondere Gruppe stellen die „unbegleitet minderjährigen Flüchtlinge“ (UmF) dar. Diese sind alleine nach Ös-

terreich gekommen, ohne familiären Anschluss. Oft waren sie zwei Jahre oder länger unterwegs, bis sie schließlich in einer der beiden Wohngemeinschaften in Vorarlberg gelandet sind. Manche haben noch Kontakt zu ihren Familien, oder zumindest Teilen davon, andere wissen nicht einmal, ob ihre Eltern und Geschwister noch leben. Im Gepäck haben sie oft einen enormen Druck ihrer Familie, in Österreich Fuß zu fassen und die Zurückgebliebenen – sei es im Heimatland oder im Flüchtlingslager irgendwo in der Region – finanziell zu unterstützen. Dass sie hier nicht einmal arbeiten dürfen, trauen sie sich ihren Angehörigen oft gar nicht zu erzählen, aus Angst, als Versager/in zu gelten.

Die Chance einer Lehre Seit zwei Jahren gibt es einen Erlass der Bundesregierung, der Jugendlichen einen Zugang zu Lehrstellen ermöglicht. Allerdings nur in Mangelberufen, die sich über das Verhältnis 1:10 definieren, das heißt auf zehn offene Lehrstellen kommt maximal ein Bewerber. Diese Hürde ist sehr hoch, weshalb derzeit in Vorarlberg nur bestimmte Berufe in der Gastronomie infrage kommen. Trotzdem führt es dazu, dass den Betroffenen geraten werden muss, diese Chance zu

ergreifen, auch wenn sie selbst oft lieber noch ein Jahr in die Schule gehen würden, um erst einmal die Sprache gut genug zu lernen. Doch man weiß nie, wann das Asylverfahren abgeschlossen sein wird, weshalb ein Hinauszögern des Lehrbeginns eine vertane Chance bedeuten kann. Ein Ausbildungs- und Lebensplan, wie wir ihn mit Jugendlichen in einer anderen Lebenssituation machen würden, ist aufgrund der Rahmenbedingungen nicht möglich.

Das Trauma der Flucht Zu all diesen strukturellen Problemen kommt natürlich auch die Tatsache, dass die Jugendlichen mit Erfahrungen zu uns kommen, die wir uns gar nicht ausmalen können. Zu den Gewalterfahrungen in der Heimat kommen oft schwierige Fluchtgeschichten, die Ausbeutung in jeglicher Form beinhalten können. Wer in Europa Asyl beantragen will, ist gezwungen, illegal einzureisen. Die immer höheren Zäune rund um die Europäische Union machen die Fluchtrouten immer riskanter. Damit werden selbstverständlich auch die Erlebnisse auf der Flucht immer brutaler. Martin A. Fellacher, MA DSA, Fachbereichsleiter Flüchtlings- und Migrantenhilfe, Caritas Vorarlberg


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jung sein ... Interviews mit jungen Menschen

Thomas Visneider, 19 Jahre, aus Dornbirn „Ländle goes Europe“ in Luxemburg Im Sommer 2011 und 2012 war ich für jeweils zehn Tage in Luxemburg und habe an „Ländle goes Europe“ teilgenommen. Von einem Kulturunterschied zwischen Österreich und Luxemburg kann man nicht wirklich sprechen, aber die Teilnehmer, die bei LGE dabei waren, kamen aus verschiedenen Ländern mit verschie-

denen Kulturen. So hatte ich beispielsweise viel mit Spaniern und Franzosen zu tun, was sehr interessant war! Diese zehn Tage waren etwas Besonderes. Das erste Mal alleine von zuhause wegzufahren und auf Gleichaltrige aus verschiedenen Nationen zu treffen, das erlebt man nur einmal.

Mohammed Kabo, 20 Jahre, aus Koidu, Sierra Leone Asylbewerber und AMS Kurs Vor drei Jahren musste ich Sierra Leone verlassen und nehme seitdem an einigen AMS Kursen und regelmäßig an Deutschkursen teil. Zurzeit hole ich meine Ausbildung als Maler nach. Das

gefällt mir sehr gut. Anfangs war es ein bisschen schwierig, sich an ein neues Umfeld und die neue Sprache zu gewöhnen, aber mittlerweile habe ich keine Probleme mehr damit.


13 Lena Herburger, 19 Jahre, aus Altach EFD in Dilbeek, Brüssel Ich befinde mich schon über sieben Monate in Belgien und wohne und arbeite auf einem Kinderbauernhof ganz in der Nähe von Brüssel. Anfang August werde ich nach Österreich zurückkommen. Wir Jugendlichen können wirklich von Glück reden, dass wir die Möglichkeit haben, so einfach und billig ins Ausland gehen zu können. Natürlich ist man anfangs nervös, weil so viel Neues auf

einen zukommt, aber man macht viele neue Erfahrungen. Hier traue ich mich, zum Beispiel, verschiedene Sachen auszuprobieren, die ich in Österreich wahrscheinlich nicht gemacht hätte. Meiner Meinung nach kann man nur während eines länger andauernden Auslandsaufenthaltes Erfahrungen machen, die man im eigenen Heimatland niemals machen könnte.

Cornelius Wohlgenannt, 20 Jahre, aus Dornbirn Zivildienst in Pasacaballos (Cartagena), Kolumbien Für mich war schon lange klar, dass ich nach der Schule weitere Länder und fremde Kulturen kennenlernen möchte – im Auslandsdienst fand ich die perfekte Möglichkeit. Als Auslandsdiener hatte ich die Chance, für zwölf Monate den Alltag in Pasacaballos, einem kleinen Dorf im Norden Kolumbiens, mitzuerleben, was eine sehr erfahrungsreiche und prägende Zeit für mich war. Besonders spannend fand ich den Prozess der anfänglichen Annäherung an die neue

Kultur und tagtäglich bemerkte ich, wie sich meine Sichtweise zu dieser änderte. Ich entwickelte schnell ein Gefühl für die neue Umgebung und akzeptierte sie recht bald mit all ihren Facetten als Selbstverständlichkeit. Plötzlich selber Ausländer zu sein, als Weißer in einem Dorf afrokolumbianischer Bevölkerung aufzufallen, war sehr augenöffnend. Man entwickelt ein viel globaleres Bewusstsein, wenn man die Kehrseite unseres luxuriösen Lebens vor Augen hat.

David Niederer, 20 Jahre, aus Gaißau EFD in Ylivieska, Finnland Ich bin vom 2. September 2013 bis zum 2. Juni 2014 in einem Jugendhaus in Ylivieska, Finnland beschäftigt. Abgesehen davon, dass die Finnen ein ruhiges Volk sind, mit denen es etwas schwieriger ist, ein Gespräch zu beginnen, ist der Kulturunterschied zwischen Finnland und Österreich gar nicht so groß. Ich habe meine Reise ins Ausland als wichtigen Schritt angesehen, etwas Neues zu erleben und Freundschaften mit Menschen

aus aller Welt zu knüpfen. Es ist für mich mittlerweile viel einfacher, auf fremde Menschen zuzugehen und mit ihnen Spaß zu haben, etwas zu erleben. Sobald ich die Möglichkeit habe, im Rahmen meines späteren Studiums ein Auslandssemester zu machen, werde ich es auf jeden Fall tun. Meine Englischkenntnisse haben sich extrem verbessert und die Menschen, die ich kennenlernen durfte, möchte ich nicht missen.


Stephanie Sieber, 24 Jahre, aus Schwarzenberg EFD in Estland und Wwoof in Argentinien 2009 war ich neun Monat in Estland und in Argentinien war ich 2013 für vier Monate. Wenn ich Argentinien und Estland mit Österreich vergleiche, hat Österreich natürlich mehr mit Estland gemeinsam. In Argentinien musste ich mich erst etwas an die Südländermentalität gewöhnen. Vor allem mit der Zeiteinteilung gab es einige Unstimmigkeiten. Ich habe mich sehr auf meine Reise gefreut, deshalb war es nicht sonderlich

schwer für mich, Österreich zu verlassen. In Argentinien war es vor allem die Natur, die mich unglaublich beeindruckt hat. Aber generell gibt es beim Reisen natürlich viele Erfahrungen und Eindrücke, die einem im Gedächtnis bleiben. Ich empfehle jedem, der nach der Schule noch nicht genau weiß, was er machen möchte, für einige Zeit ins Ausland zu gehen. Vor allem schätzt man nach einer langen Reise das Ankommen daheim am meisten.

Judith König, 16 Jahre, aus Dornbirn „Ländle goes Europe“ in Deutschland Ich war im aha in Dornbirn und nahm mir ein paar Newsletter mit. Darunter war einer über ein Camp in Deutschland mit dem Namen „Neuerburg“. Da ich meine Sommerferien immer mit meiner besten Freundin verbringe, fragte ich sie, was sie davon halten würde und so meldeten wir uns an. Es war für mich eigentlich keine fremde Kultur. Die Länder in Mitteleuropa haben mehr oder weniger die gleiche

Kultur, und die geringen Unterschiede kann man eigentlich leicht übersehen. Im Camp lernte ich Menschen kennen, die ich heute zu meinen besten Freunden zähle. Und wie es der Zufall so will, werde ich in Luxemburg auch meine Osterferien verbringen und Freunde vom Camp besuchen. Ich bin so froh, dass ich diese Erfahrung gemacht habe und möchte sie nicht missen.

Lehel Csiki, 25 Jahre, aus Târgu Mures, Rumänien EFD in Götzis und s‘Loackerhuus

Die Interviews führten die aha/360Reporterinnen Amina Aidi und Raphaela Huber. Die ausführlichen Interviews sind unter

www.jugend-diskurs.at nachzulesen.

Von September 2012 bis Ende August 2013 habe ich den EFD in Götzis gemacht und bin seitdem im Loackerhuus beschäftigt. Rumänien ist ein sehr einfaches und armes Land und als ich nach Österreich gekommen bin, war es sehr ungewohnt zu sehen, dass die Menschen hier alles haben. Aber ich habe während meines

Aufenthaltes hier viel gelernt. Vor allem selbstständiger zu leben, da ich hier in Österreich alleine bin. Anfangs war ich sehr schüchtern, das hat sich aber durch das Kennenlernen von neuen Menschen und das Leben in einem fremden Land verbessert. Ich entwickle mich ständig weiter und es hört bis jetzt nicht auf.


Katholische Kirche Vorarlberg

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Einfach nur

Reisen?

Nicht mit uns! Einfach anders. SolidarEinsatz der Dreikönigsaktion.

„Ich begann fast täglich zwischen Welten zu wandern.“ (Bernadette Fessler, SE-Teilnehmerin 2012)

und mittlerweile weiß ein Mensch nicht mehr, ob er/sie eher Störfaktor oder doch Hilfe ist.

Für die Vorarlberger/innen Bernadette Fessler, Mathias Andreatta und Raphael Grabher-Meyer war klar, was sie möchten: Eine völlig neue Erfahrung sammeln, in eine ihnen noch unbekannte Kultur eintauchen und helfen. Helfen. Was heißt das denn? So oft wurde das Wort unter anderem in der Entwicklungszusammenarbeit missbraucht

„Am Ende weiß ich nicht, wer mehr von meinem Einsatz profitierte, ich oder die Kinder.“ (Bernadette Fessler) Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar vermittelt als entwicklungspolitische Organisation Praktika und Volontariate bei ihren Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateiname-


Schulbildung, Einkommen …) Entwicklungs und Katastrophenpro Katastrophenpro• Entwicklungsgramme • Stärkung der Frauenrechte • bio-dynamische Landwirtschaft

Erfahrungen zum Angreifen Bernadette Fessler (22), Studentin aus Hörbranz, Kenia 2012, Arbeit mit Kindern in Slumgebieten: „Ich hatte einen vielseitigen Aufgabenbereich. Zu meinen Hauptaufgaben gehörte das Unterrichten von Creative Arts, also Kunstunterricht. Ich habe noch nie so viel gelernt wie in meiner Zeit in Kenia.“ Mathias Andreatta (23), Tischler aus Nenzing, Philippinen 2013, Katastrophenprävention/-hilfe und Gemeindeentwicklung: „Gearbeitet habe ich als Tischler, Gehilfe

Katholische Kirche Vorarlberg

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rika, die immer das letzte Wort haben. Derzeit ist der Solidareinsatz in Indien, Südafrika, Kolumbien, Nicaragua, Peru und auf den Philippinen möglich. Volontär/innen erfahren Neues, wie Land, Kultur, Lebens- und Arbeitsweise. Der Mehrwert zu den Erfahrungen, die man durch bloßes Reisen macht, ist das Eingebettetsein in eine Organisation vor Ort. Eine gesunde Mischung aus fachlichem und sozialem Engagement bietet der Person die Möglichkeit, sich intensiv auf neue Weltanschauungen einzulassen. Ihre Kenntnisse und Fertigkeiten werden in den Arbeitsbereichen der Partnerorganisationen eingebracht: • Verteidigung von Kinderrechten • Informations- und Bildungsarbeit mit Straßenkindern und Gruppen in sozialen Randlagen (Flüchtlinge, Jugend, Armensiedlungen …) • Gemeindeentwicklung (Gesundheit,

bei Vermessungen, (AutoCAD) Lehrer, Filmemacher. Ob die Arbeit was bringt oder ob sich was bewegt, kann ich eindeutig mit ja beantworten. Es geht sogar so weit, dass ich mir das Ziel gesetzt habe, selbst eine Spendenaktion zu starten.“ Raphael Grabher-Meyer (20), Rettungssanitäter aus Höchst, derzeit in Indien, Straßenkinderprogramm: „Ich arbeite hier in einer Station, wo die substanzabhängigen Kinder betreut werden. Ich bin Lehrer, Respektsperson, Vorbild und Freund gleichzeitig an einem Tag. Ich werde hier nicht mit Geld, sondern mit der Gewissheit, dass ich was bewirkt habe, bezahlt.“ Er gibt Englisch-, Mathematik-, Bastel- und Zeichenunterricht und macht Freizeitbeschäftigung.

Warum die Welt so ist, wie sie ist … Der Dreikönigsaktion ist es wichtig, dass


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licher Schönheit und sagenhaft menschlicher Wärme, existiert auch die KehrKehr seite: Ausbeutung, Benachteiligung, Gewalt. Doch diese Kehrseite kommt nicht von irgendwoher.

… und der Alltag vor Ort Ständig wirst du angeredet und angegafft. *** Das Essen ist scharf, aber voll gut – und das Obst erst. *** Der Verkehr ist der Wahnsinn!! Auch die Polizei wird angehupt, denn die

interessiert der Verkehr gar nicht. *** Zweistündige Fahrt auf dem Dach des Wagens (halber Hitzeschlag, aber geiles Feeling). *** Sternenklarer Himmel. Das einzige Geräusch waren die kreischenden Affen und die singenden Vögel. Fledermäuse so groß wie Bussarde und Eulen. *** Schallendes Gelächter und es starrten dich gerade mal vier bis fünf Zähne an. Mag.a Susanne Schaudy, Fachreferentin der Dreikönigsaktion in Vorarlberg

Infos Anforderungen an Volontär/innen: • Mindestalter: 20 Jahre • Zeitraum: min. 3 Monate • Kosten: keine Vermittlungsgebühr; Aufenthaltskosten sind selbst zu tragen • Soziales oder entwicklungspolitisches Interesse und Engagement • Ausreichende Sprachkenntnisse • Teilnahme an Vorbereitungs- und Nachbereitungseinheiten Katholische Kirche Vorarlberg

die Volontär/innen wissen, worauf sie sich einlassen. Es handelt sich um einen Einsatz in einem Entwicklungsland, wo die Lebensumstände oft ganz anders sein können, als sie es gewohnt sind. Sie werden mit sozialen Notlagen konfrontiert und im besten Fall erhalten sie einen Einblick in das notwendige „Warum“ dahinter: „Ich habe begonnen, Dinge noch mehr zu hinterfragen und Reichtum und Armut nicht einfach an anzunehmen, sondern zu fragen ‚warum?‘. Durch meinen Einsatz wurde mir vieles klar, warum die Welt so ist, wie sie ist.“ (Bernadette Fessler) Neben landschaft-

Noch Fragen? www.solidareinsatz.at E: susanne.schaudy@kath-kirche-vorarlberg.at


Offene Jugendarbeit Rankweil

Projekt Ziellos Eine Reise nach Egalwohin

Ein Abenteuer der besonderen Art erlebten vergangenes Jahr eine Woche lang 15 Jugendliche und ihre Begleiter/innen: Sie unternahmen eine Reise durch Europa – völlig ziellos. Man stelle sich vor: Es treffen sich 23 Menschen. Die meisten kennen sich gar nicht oder nur flüchtig. Ein paar sind zu zweit da, manche kommen alleine. Die Personen sind zwischen 16 und 41 Jahren alt. Die Mitglieder dieser ungleichen Gruppe haben eines gemeinsam: Sie wissen nichts.

Komplett Ziellos Auf dem Parkplatz wartet ein Bus. Er wird bald losfahren. Nach Egalwohin. Mehr Voraussetzungen gibt es bei Ziellos nicht. Das Kooperationsprojekt der Jungen Kirche Vorarlberg (Out Of Time), der Offenen Jugendarbeit Rankweil, der Vorarlberger Landjugend und der Stadt Feldkirch stellt sich bewusst dem durchgeplanten Alltag gegenüber. Nichts ist ausgemacht, keiner weiß, wohin es geht. Jede/r stellt sich einem neuen Abenteuer. Es gibt eine Landkarte und einen Zirkel, der die einzigen Grenzen


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dieser ziellosen Reise vorgibt. Planlosig Planlosigkeit und Verantwortung liegen dabei sehr nah beieinander. Jeden Tag sind drei andere junge Leute für die Wahl des Ziels verantwortlich. Sie überlegen aus dem Nichts heraus und agieren so spontan, wie es der Augenblick zulässt. Vor-Ort-Pro Unterkunft, Essen und ein Vor-Ort-Proor gramm werden während der Reise organisiert.

Einzigartige Erfahrung

Offene Jugendarbeit Rankweil

Die gesamte Karwoche 2013 hinweg war die Gruppe unterwegs. 2.100 Kilometer legte sie zurück. Ihre Reise führte sie von Rankweil nach Vicenza, Venedig und Savona, weiter über Monaco nach Nizza/Antibes, Hone, Zürich und wieder zurück nach Rankweil. Dabei ist beson-

ders hervorzuheben, dass diese ungleiche Gruppe 24 Stunden am Tag miteinander verbracht hat und dabei nicht nur die Verantwortung für die Organisation übernahm, sondern vor allem auch die Verantwortung füreinander. Dies war bemerkenswert und führte teils zu sehr ergreifenden Momenten.

Route nachverfolgen Unterwegs führte die Gruppe ein Reisetagebuch in Form eines Blogs (http:// ziellos2013.blogspot.com). Zudem gibt es weitere Bilder der spannenden Reise ins Ungewisse auf der Seite www.facebook.com/outoftime.alltag. Claudio Herburger, Offene Jugendarbeit Rankweil, Jugendleiter und Johannes Lampert, Junge Kirche Vorarlberg, Projekt „Out Of Time“

Statements Johanna Cristina Krecke: „Ob Italien, Frankreich oder die Schweiz, Kälte oder Sonnenschein, Warmwasser oder eben nicht – die Woche war unvergesslich, vielleicht auch, weil nicht immer alles perfekt war. Mit dieser Gruppe hat es ja fast ein tolles Abenteuer werden müssen!“ Arabella „Kim“ Rosani: „Als wir heimwärts gefahren sind, wollte ich irgendwie gar nicht nach Hause. Ich habe die Leute hier wirklich sehr ins Herz geschlossen und durfte mit ihnen unterwegs extrem tolle Erfahrungen sammeln. Das Projekt war einfach der Hammer!“ Anna-Maria Lampert: „Unglaublich, was wir auf dieser Reise alles gelernt haben! Es war wahrlich eine Geduldsübung, aber jeder Einzelne hat mit Bravour bestanden. Was mir besonders gut gefallen hat: Du musst die Entscheidungen der anderen akzeptieren und dich darauf einlassen, was passiert: Genial!“


Autonomes Jugend- und Kulturzentrum Between

Jugendbegegnung

im Land der Riesen

Das Autonome Jugend- und Kulturzentrum Between nahm das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen der Landeshauptstadt Bregenz und der Nordirischen Stadt Bangor zum Anlass, mit einer zwölfköpfigen Gruppe in den Nordwesten des Vereinigten Königreichs aufzubrechen, um gemeinsam mit britischen Jugendlichen herauszufinden, wie grenzenlos Europa tatsächlich ist.

Nach einem knapp zweistündigen Flug nach Dublin erwartete die Gruppe bereits das erste – im wahrsten Sinne des Wortes – grenzüberschreitende Erlebnis. Instinktiv blickten wir beim Überqueren des Zebrastreifens erst nach links. In einem Land aber, in dem Linksverkehr herrscht, läuft man mit dieser Technik ganz schnell in ein fahrendes Fahrzeug. „Obwohl ich weiß, dass die Autos von der anderen Seite kommen, muss ich mich total zwingen, erst nach rechts zu sehen“, bemerkte eine Teilnehmerin nach der dritten erfolgreich überquerten Straße – und sprach der

Gruppe damit aus der Seele. Verrückt, dass man auf so eine alltägliche Tätigkeit plötzlich so achten muss.

Sprachliche Hürden Direkt nach der Ankunft trafen die Jugendlichen aus Bangor und Bregenz bei einem gemeinsamen Mittagessen zum ersten Mal aufeinander. Die anfänglich übliche Schüchternheit wurde durch die Sprachbarriere noch verstärkt. Die Angst vor Fehlern in der Grammatik oder der Aussprache war doch größer, als viele in den Vorbereitungstreffen zugeben wollten. Erst als die Teilneh-


21 menden am nächsten Tag gemeinsam mit verbundenen Augen einen acht Meter hohen Parcours im Hochseilgarten absolvieren mussten, brach das Eis. Ohne Kommunikation war das einfach nicht zu schaffen. Zurück am Boden, berichteten die Teams über ihre Erfahrung, in schwindelerregender Höhe mit verbundenen Augen auf jemanden, der die eigene Sprache nicht beherrscht, angewiesen zu sein. Für die Bregenzer Jugendlichen war überraschend, dass die nordirischen Teilnehmenden viel größere Unsicherheit empfanden, als sie selbst. Ein Jugendlicher aus Bangor versuchte, das so zu erklären: „Selbst wenn ihr manchmal Fehler macht beim Englischsprechen, das ist immer noch besser, als gar kein Deutsch zu können.“ So hatten die Besucher/innen aus Österreich das noch gar nicht gesehen.

Europa – grenzenlos begrenzt oder mehr als krumme Gurken?

Autonomes Jugend- und Kulturzentrum Between

In kleinen Workshops, die vor und zwischen dem Sport- und Freizeitprogramm stattfanden, tauschten sich die 24 Jugendlichen über Europa und die EU aus und entwickelten gemeinsame Visionen, entdeckten aber auch gänzlich unterschiedliche Haltungen. Die anstehende Europawahl selbst war für die meisten britischen Jugendlichen kaum ein The-

ma, da das Wahlalter in Großbritannien bei 18, und nicht wie in Österreich bei 16 Jahren liegt. Generell konnten wir feststellen, dass alle Teilnehmenden die europäische Idee grundsätzlich unterstützen, die Skepsis gegenüber der Europäischen Union und vor allem gegenüber dem Euro bei den britischen Jugendlichen erheblich höher ist.

Am Damm der Riesen und am Set von „Game of Thrones“ Eines der Highlights für die jungen Reisenden war der Tagesausflug entlang der Antrim Coast, die unter anderem als Kulisse für die Erfolgsserie „Game of Thrones“ diente. Hier im Nordosten zeigt sich die grüne Insel von ihrer Postkartenseite. Der Meerblick ist atemberaubend! Die schroffen Klippen werden von sanften grünen Buckeln überthront, das Meer bricht an dem abwechselnd mal steil aufsteigenden, mal flach abfallenden Vulkanund Kalkgestein. Eine Landschaft, wie man sie von zu Hause sicher nicht kennt. Die Menge der geschossenen Bilder reichte bald für ein ausgiebiges Daumenkino. Das Ziel der Fahrt war der Giant‘s Causeway, der Damm der Riesen, ein aus 40.000 gleichmäßig geformten Basaltsäulen bestehendes UNESCO-Welterbe, das vor rund 60 Millionen Jahren durch schnell abkühlende Lava entstand.

Einladung zum Gegenbesuch Der Abschied nach dieser intensiven Woche fiel sowohl den jugendlichen Teilnehmer/innen als auch den Betreuungspersonen sichtlich schwer. Die Einladung des AJZ Between zum Gegenbesuch in Vorarlberg im Februar 2015 wurde nur zu gerne angenommen. Auf Facebook tauschen sich die jungen Menschen aus beiden Ländern bereits in einer eigens erstellten Gruppe aus und basteln am Programm. Der größte Wunsch der zukünftigen Gäste: Schnee! Mal sehen, was wir da machen können … Steve Hackert, Jugendarbeiter, Autonomes Jugend- und Kulturzentrum Between in Bregenz

Statements Robin, 14 Jahre „Ich glaube, dass wir in Vorarlberg Europa viel mehr im täglichen Leben spüren als die Menschen hier in Nordirland. Wir überqueren ständig Grenzen, ohne den Pass zeigen oder Geld wechseln zu müssen. Vielleicht sind uns die Vorteile deswegen näher.“ Oli, 14 Jahre „Anfangs habe ich mich zurückgehalten mit dem Englisch sprechen, aber wenn man die Leute dann kennenlernt, will man sich ja auch unterhalten. Dann ist es auch gar nicht mehr schlimm, wenn man Wörter falsch ausspricht oder nicht weiß.“ Steffi, 15 Jahre „Die Entfernungen auf den Verkehrsschildern sind hier in Meilen angegeben, obwohl wir noch in Europa sind. Ich tue mir schwer, die Distanzen richtig einschätzen zu können.“


Sophia Dimitriadis, EFD-Freiwillige in Griechenland

Grenzen

überschreiten

... und Horizont erweitern mit EU-Förderung: Erasmus+ macht’s möglich!

Das neue EU-Programm Erasmus+ fördert Projekte in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Es ermöglicht jungen Menschen, einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren, sich weiterzubilden, an einer Jugendbegegnung teilzunehmen oder sich als europäische Freiwillige zu engagieren. Für Aktivitäten der außerschulischen Jugendarbeit stehen in den nächsten sieben Jahren im Rahmen dieses Programms 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Junge Menschen zwischen 13 und 30 Jahren erfahren bei den grenzüberschreitenden Projekten Eur-

opa im Alltag und erwerben wichtige Kompetenzen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung. Auch haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte der Offenen und Verbandlichen Jugendarbeit gewinnen durch den Erfahrungsaustauch mit europäischen Kolleg/innen. Unterstützt werden Mobilitätsprojekte (Jugendbegegnungen, Europäischer Freiwilligendienst – EFD, Vernetzung von Fachkräften der Jugendarbeit), Projekte, die auf Innovation und grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Jugend- und Bildungsbereich abzielen (Transnationale Jugendinitiativen, Strategische Partnerschaften, Kapazitätsausbau in außereu-


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Ländle goes World: Landesförderung für Freiwilligeneinsätze außerhalb Europas

Ländle goes Europe: Landesförderung für Jugendbegegnungen und Weiterbildungen Internationale Jugendbegegnungen, die von Vorarlberger Jugendorganisationen und -einrichtungen durchgeführt werden, können vom Jugendreferat beim Amt der Vorarlberger Landesregierung kofinanziert werden. Grundlage für die Förderung im Rahmen von „Ländle goes Europe“ sind die Kriterien des EU-Programmes Erasmus+:

Jugend in Aktion: Die teilnehmenden Jugendgruppen beschäftigen sich mit gemeinsamen Themen und erfahren mehr über die Kultur der Partnergruppen aus einem oder mehreren anderen Ländern, mit denen das Programm gemeinsam vorbereitet und durchgeführt wird. Organisationen, die eine Jugendbegegnung in Vorarlberg durchführen, erhalten pro Teilnehmer/in pro Tag € 5,(maximal € 2.000,-). Organisationen, die Jugendliche zu einer Jugendbegegnung in einem anderen Land entsenden, erhalten 15 Prozent der Reisekosten (maximal € 1.000,-). Ebenfalls gefördert werden internationale Weiterbildungen von Fachkräften der Jugendarbeit mit einem Beitrag von maximal € 150,-. Weitere Informationen: www.vorarlberg.at/vorarlberg/seiten/ antraege_formulare/jugendbegegnungen-antraga.htm www.vorarlberg.at/vorarlberg/seiten/antraege_formulare/weiterbildungenimjugendbe.htm

Junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren mit Wohnsitz in Vorarlberg, die sich zwischen drei und zwölf Monate in einem Land außerhalb Europas im Sozialbereich freiwillig engagieren, können beim Jugendreferat beim Amt der Vorarlberger Landesregierung eine Förderung für ihre Reise- und Unterhaltskosten beantragen. Weitere Informationen: www.vorarlberg.at/vorarlberg/seiten/ antraege_formulare/freiwilligereinsatzimausl.htm

Weitere Informationen zu grenzüberschreitenden Fördermöglichkeiten Infoblatt „Förderungen für Jugendprojekte“: www.aha.or.at/europa/eu-foerderprogramme/programm-jugend-in-aktion E-Mail-Newsletter aha – news international: Informiert einmal monatlich über aktuelle Fördermöglichkeiten und interkulturelle Vernetzungsangebote. Anmeldung: E: aha@aha.or.at Mag.a Veronika Drexel, Koordination Internationale Projekte, aha – Tipps & Infos für junge Leute, E: veronika.drexel@aha.or.at

Melanie Schroll, EFD-Freiwillige in Finnland

ropäischen Ländern) und Projekte, die Jugendliche und politisch Verantwortliche in Dialog miteinander bringen. Nächste Antragsfrist: 1. Oktober 2014 Weitere Informationen: www.aha.or.at/europa/eu-foerderprogramme/programm-jugend-in-aktion www.jugendinaktion.at www.erasmusplus.at Beratung bei der Beantragung einer Förderung für außerschulische Projekte: E: clemens.ruedisser@aha.or.at (EFD), E: veronika.drexel@aha.or.at (andere Projekte)


Aus der Jugendarbeit 360-Eventkalender Event verpasst? Nicht mit dem 360-Eventkalender! Alle wichtigen Ver Veranstaltungen auf einen Blick, recher recherchiert von den 360-Event-Scouts: von Jugendlichen für Jugendliche. Jeden Freitag gibt’s zudem einen Event-Tipp, welche Veranstaltungen nicht verpasst werden sollten. Events können auch selbst eingetragen werden.

Event-Tipp: Gratis v:tunes DJ-Workshop Geschichte des DJings, Technik und ver verschiedene Stilrichtungen. Von und mit den v:tunes-Members Felix und Marvin von Mental Escape Pool. Samstag, 5. Juli 2014, ab 15 Uhr Kulturcafé Schlachthaus, Dornbirn Anmeldung bis 27. Juni unter E: music@vtunes.at, www.v-tunes.at

Der Workshop findet im Rahmen des Hip-Hop-Weekends vom Kulturcafé Schlachthaus statt. Nähere Informationen, weitere Events und Tipps unter www.360card.at/events NEU: Der 360-Eventkalender ist nun auch über die 360-App abrufbar!

Neuauflage „Körperbilder in den Medien“ Die Broschüre „Körperbilder in den Medien – Konstruierte Realitäten von Frauen & Männern“ folgt dem Ziel, die Ideale von Frauen und Männern in den Medien zu entzaubern und gängige Rollenbilder, Körpercodes und Stereotypen offen zu legen. Die Fachstellen für Gleichstellungsfragen aus dem Bundesland Vorarlberg, dem Fürstentum Liechtenstein und dem Kanton Graubünden initiierten 2013/2014

das Projekt betrifft:rollenbilder. Der Ver Verein Amazone wurde mit der Umsetzung der Wanderausstellung rollen:parkour beauftragt. Die Broschüre „Körperbilder in den Medien“ ist Teil dieser Ausstellung und wurde dafür überarbeitet und neu aufgelegt. Die Broschüre kann im Verein Amazone angefordert werden unter E: office@ amazone.or.at oder T: 05574/45801.


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MYKI 2014 – es geht wieder los! Der Österreichische Kinderschutzpreis MYKI startet ins neue Jahr und ab sofort können Projekte eingereicht werden: Bis einschließlich 26. September 2014 können private Personen, öffentliche private Institutionen (Gemeinden, Schulen etc.), Vereine und Firmeninitiativen, die sich ganz besonders für das Wohl und

den Schutz von Kindern einsetzen, ihre Initiativen einreichen. Wollen Sie uns Ihr Projekt vorstellen? Bitte befüllen Sie dafür das OnlineTeilnahmeformular unter www.kinderschutz-preis.at, wo Sie auch nähere Informationen zum Österreichischen Kinderschutzpreis MYKI finden.

Wir stoßen an auf 10 Jahre AmazoneBar! Die AmazoneBar ist mit ihren schmackhaften, alkoholfreien Cocktails ein beliebter Treffpunkt im Mädchenzentrum. Seit 2004 ist die AmazoneBar on tour und auf vielen Events in und außerhalb von Vorarlberg anzutreffen. Am 13. Juni 2014 ab 17 Uhr wird der 10. Geburtstag der AmazoneBar in der Kirchstraße in Bregenz gefeiert. Der Verein Amazone bietet zum Thema Gesundheitsförderung ein breitgefächertes Angebot, das den Fokus auf geschlechtssensible Maßnahmen legt. Die AmazoneBar ist ein Teil davon. „Ziel ist es, einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol im Sinne des Peer-

Education-Ansatzes von Jugendlichen für Jugendliche zu fördern“, erklärt die AmazoneBar-Verantwortliche, Ariane Grabherr. Dies wird einerseits ermöglicht, indem die Gäste der AmazoneBar eine schmackhafte Alternative zu alkoholischen Getränken kennenlernen, andererseits ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht und Alkohol bei der Ausbildung und den Einsätzen ein ständiges Thema und regt Jugendliche zum Überdenken der eigenen Konsumgewohnheiten an. Spannendes Geburtstagsprogramm Zum großen Straßenfest mit allen Nachbarinnen und Nachbarn lädt der Verein

Amazone und das AmazoneBar-Team alle Mädchen, Jungen und Erwachsenen ein. Auf dem Programm stehen Showmixen, ein Gewinnspiel und das Anschneiden eines legendären Geburtstagskuchens. Für den passenden Sound sorgen DJane Mithras und Besucherinnen des Mädchenzentrums Amazone. Die alkoholfreien AmazoneBar-Drinks mit cooler Optik und super Geschmack stehen natürlich im Mittelpunkt des Geschehens! Verein Amazone Kirchstraße 39, 6900 Bregenz T: 05574/45801 E: office@amazone.or.at www.amazone.or.at/amazonebar


Jugendprojektwettbewerb Eure Ideen sind gefragt! Gesucht werden die besten Jugendprojekte aus den Bereichen Jugendkulturen, Lebensraumgestaltung, Soziales usw. Es können Jugendinitiativen, Freundeskreise, Offene und Verbandliche Jugendarbeit, Jugendorganisationen, Vereine, erwachsene Initiator/innen sowie Gemeinden teilnehmen. Beim regionalen Bewerb am Samstag, den 18. Oktober 2014 im ORF Publikumsstudio in Dornbirn gibt es insgesamt € 4.500,- zu gewinnen. Die besten Projekte können am interregionalen Jugendprojektwettbewerb teilnehmen. Anmeldeschluss ist der 16. Juni 2014. Alle Infos unter: www.jugendprojekte.at

Klipp & Klar Talk Der Klipp & Klar Talk gibt Mädchen die Möglichkeit, im geschützten Rahmen Fragen zu Themen wie Verliebtheit, Pubertätsveränderungen, Regel, Liebeskummer, Sexualität u.v.m. zu stellen. Es gibt keine peinlichen Fragen! Termine: 6. Juni und 2. Juli 2014, jeweils ab 17 Uhr im Mädchenzentrum Amazone

Kinder in die Mitte und die Kinder- und Jugendanwaltschaft gemeinsam für die

Rechte von Kindern und Jugendlichen Kinderrechte sind speziell auf Kinder und Jugendliche angepasste Menschenrechte. Sie sollen Kindern und Jugendlichen ein Leben in Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit sichern. In der „Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes“ sind die Kinderrechte festgeschrieben. Um Projekte und Initiativen, welche die Rechte von Kindern und Jugendlichen in Vorarlberg bekannt machen und si-

cherstellen besonders auszuzeichnen, schreiben Kinder in die Mitte und die Kinder- und Jugendanwaltschaft 2014 zum fünften Mal den „Vorarlberger Kinderrechtepreis“ aus. Der Wettbewerb richtet sich an Kinderbetreuungseinrichtungen, Kindergärten und Schulen, Gemeinden und Städte, Einzelpersonen und private Initiativen, Ehrenamtliche, Vereine und Institutionen. Ausgezeichnet werden Projekte, an denen sich Kinder und Jugendliche beteiligen, die vorbeugend

und Schutz bietend sind. Als Preisgeld winken im Gesamten € 5.000,- für jene Projekte, die von der Jury ausgezeichnet werden! Es können Projekte aus den Jahren 2013 und 2014 eingereicht werden. Einreichfrist ist der 11. Juli 2014. Alle Details und Infos: Kinder- und Jugendanwaltschaft oder Kinder in die Mitte www.vorarlberg.at/kija oder www.vorarlberg.at/kinderindiemitte


27 Tag der Offenen Jugendarbeit 2014 Freitag, 27. Juni 2014, 14 - 21 Uhr, Bregenz (Bahnhofstraße/Kaiserstraße) Am 27. Juni 2014 findet bereits zum vierten Mal österreichweit der Tag der Offenen Jugendarbeit statt. Die Offene Jugendarbeit Vorarlberg feiert diesen Tag in der Bregenzer Innenstadt mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm und vielen verschiedenen Stationen, die zum Mitmachen einladen! Programm für Jugendliche und Junggebliebene:

• Amazone Bar mit antialkoholischen Cocktails • Tischfußballtisch • Torwand • Chilloutbereich • Rauschbrillenparcours • Buttons und Schlüsselanhänger selber machen • grrrlz*wortlaut (Besucherinnen können ihr eigenes Statement verfassen und öffentlich machen) • Bühne: Sänger/innen, Tanzgruppen, Rapper/innen

• Graffiti • Und natürlich gibt es Informationen über die Offene Jugendarbeit in Vorarlberg. Kommt vorbei und feiert mit uns den Tag der Offenen Jugendarbeit! Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung Gallusstraße 12, 6900 Bregenz, T: 05574/45838 Weitere Infos folgen unter www.koje.at.

aufZAQ Zertifizierte AusbildungsQualität für die Kinder- und Jugendarbeit Seit zehn Jahren bestätigen die Landesjugendreferate Österreichs und das Amt für Jugendarbeit Südtirol mit aufZAQ die hochwertige Qualität von Lehrgängen für Personen, die in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit tätig sind. Seit kurzem wird aufZAQ darüber hinaus vom Bundesministerium für Familien und Jugend mitgetragen, und in Wien wurde eine eigene aufZAQGeschäftsstelle eröffnet. aufZAQ bietet bei der Auswahl eines Aus- oder Weiterbildungsangebotes Orientierung. Gleichzeitig ist es ein verlässlicher Nachweis dafür, dass es sich beim jeweiligen Lehrgang um eine fach-

lich qualitativ-hochwertige Aus- oder Weiterbildung handelt, die sich stark an der Praxis orientiert. Auf der aufZAQ-Website (www.aufzaq. at) sind alle aufZAQ-zertifizierten Lehrgänge aufgelistet. Diese stehen allen Teilnehmer/innen offen; eine Mitgliedschaft in einer bestimmten Organisation ist keine Teilnahmevoraussetzung. Auf der Website ist auch beschrieben, welche Qualitätsstandards aufZAQzertifizierte Lehrgänge erfüllen und wie man neue Lehrgänge einreicht.


Ausgabe 20, Juni 2014 www.jugend-diskurs.at

DVR 0662321

Österreichische Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt

Der nächste Diskurs... Anna-Chiara Schaub, www.youthmedia.eu

Sollten Sie keine Zusendung des Jugend-Fachmagazins Diskurs wünschen, melden Sie sich bitte unter abo@jugend-diskurs.at oder im aha unter 05572/52212.

... erscheint im Herbst 2014 zum Thema „Kinderrechte“. Kostenloses Diskurs-Abo: abo@jugend-diskurs.at

Auf den Punkt gebracht.


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