Diskurs 19 - Jugend & Musik

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Themenschwerpunkt „Jugend & Musik“


Autorinnen / Autoren Mag. Bernhard Heinzlmaier, Institut für Jugendkulturforschung Seite 04 – 05

Mag. (FH) Claudio Herburger; Leiter der OJA Rankweil Seite 08 − 09

Bettina Rein, MAS klinische Musiktherapie, Lehrmusiktherapeutin (ZHdK), Chorleiterin Seite 06 − 07

Impressum Medieninhaber, Herausgeber: koje - Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung, Bregenz und aha - Tipps & Infos für junge Leute, Dornbirn | Redaktionsleitung: Regina Sams | Redaktionsteam: Thomas Müller, Michael Rauch, Monika Paterno, Johannes Grabuschnigg, Raphaela Dünser - redaktion@jugend-diskurs.at | Lektorat: Daniela Egger | Gestaltung & Illustrationen: chilidesign.at | Druck: Hugo Mayer GmbH, Dornbirn | Finanzierung: Land Vorarlberg - Jugend Diskurs kostenlos bestellen: abo@jugend-diskurs.at

Im Diskurs haben Menschen als Autor/innen Gelegenheit, ihre Interpretationen von Zahlen und Fakten sowie persönliche Meinungen und Haltungen als redaktionellen Beitrag darzustellen.


Die ersten Worte Eine Welt ohne Musik, nicht auszudenken

Wozu braucht die Jugend die Musik?

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Musik und Identität

06-07

Inhalt Tanz die Akzeptanz II

08-09

Blasmusik ist out?

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VOICES Interview

12-13

Musik ist mein Leben

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Jung sein

18-20

Aus der Jugendarbeit

21-23

Dass Musik nicht nur der Unterhaltung dient wussten wir alle bereits im frühen Kindesalter, spätestens als wir bemerkten, wie emotional unsere Eltern auf gewisse Klänge reagierten. Wir ergriffen die Chance, uns von ihnen abzugrenzen, indem wir möglichst laut aufdrehten. Was immer es war, was sich damals auf dem Plattenteller drehte – es musste anders sein als die Musik der Erwachsenen. Dass Musik tief berühren kann und die Phantasie und die Sehnsucht weckt, dass sie Stimmungen beeinflusst und Gleichgesinnten ein schnelles Erkennungsmerkmal ist, das alles wissen wir nicht erst aus Hollywood-Filmen. Musik ist eine Möglichkeit, andere Welten zu betreten, sie führt uns, wenn wir dann später mal etwas toleranter und offener für andere Klänge geworden sind, in solch unterschiedliche Klangerlebnisse, dass es einer Reise gleichkommt. Musik bildet. Sie bildet sogar das mathematische Verständnis, wie die modernen Neurologen behaupten – zumindest eine bestimmte Art von Musik, Bach zum Beispiel. Das Beste aber an der Musik ist – sie verliert nie ihre Bedeutung. Seit Jahrtausenden ist Musik ein wesentliches Mittel zur Identifizierung, zur Abgrenzung, zur Freude. Wir hoffen Sie freuen sich auch beim Lesen der aktuellen Ausgabe über ... Musik. Daniela Egger, für das Redaktionsteam

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Matthias Rogat

Wozu braucht die Jugend

die Musik? Seit der Antike ist das Verhältnis der Jugend zur Musik ein zentrales Thema der Philosophie. Platon hatte großen Respekt vor ihr, er hielt sie für geeignet, tief in die Seele einzudringen und sie gewaltig zu erschüttern. Auch Aristoteles beschäftigte sich in seiner „Politik“ über viele Seiten mit der Musik, weil er ihr, wie auch Platon, eine tiefe Wirkung auf die Seele des Menschen zuschrieb (vgl. Politik VIII, 1340b). Im Gegensatz zu Platon, der nur an der Funktion der Musik für die Erhaltung

und Stabilisierung des Staates und der gesellschaftlichen Strukturen interessiert war, betrachtete Aristoteles die Musik auch im Hinblick auf ihren individuellen Nutzen für den Einzelnen. Neben der bildenden und der reinigenden Funktion hob er deren Bedeutung für die Entspannung und Erholung von den Anstrengungen des täglichen Lebens hervor (vgl. Politik VIII, 1342a).

Wenn alles einem Zweck dient Die Musik, wie die Kunst im Allgemeinen, führt in unserer Zeit in den Schulen


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und anderen Bildungseinrichtungen ein Schattendasein. Nützliche Fächer, vor allem naturwissenschaftlich-technische und betriebswirtschaftliche, werden ihr vorgezogen. Die Folge ist die Herrschaft einer halbierten Vernunft, die sich primär auf das technisch Machbare und das ökonomisch Zweckmäßige ausrichtet und die Bildung des Charakters und der Seele und damit der humanitären Fähigkeiten der Menschen mehr und mehr in den Hintergrund drängt. Dabei wäre vor allen in Zeiten des überbordenden Leistungs- und Konkurrenzdrucks, der immer mehr Stress- und Burnout-Opfer auch unter Jugendlichen fordert, die Musik von großer, vor allem kompensatorischer Bedeutung. Mehr denn je fällt es den Jugendlichen in unserer zweckrationalen Zeit schwer, ihr individuelles Dasein zu rechtfertigen. Sich selbst entfremdet und verdinglicht taumeln viele durch die Welt und halten sich ausschließlich durch punktuelle Konsumvergnügungen über Wasser.

Rauschhafte Erlebnisse Die Welt wird immer kälter und rationaler. Das stellt auch der deutsche Soziologe Andreas Reckwitz fest und empfiehlt auch gleich ein Gegenmittel: die Ästhetisierung. Ganz im Sinne von Aristoteles sieht er Kunst und

Kultur, das Schöne, aber auch das Rauschhaft-Exzessive als die „langfristig wirkungsmächtigste Antwort auf die zweckorientierten und normativen Rationalisierungsprozesse der Moderne sowie deren Affekt- und Motivationsmangel“ (Reckwitz 2012:319). Denn Technik und Betriebswirtschaft als solche können uns kaum begeistern, noch kann uns die kalte Vernunft motivieren. Motiviert und begeistert wird der Mensch in erster Linie von sinnstiftenden Lebenskonzepten, sinnlichen Erlebnissen, emotionalen Erfahrungen, dionysisch-rauschhaften Begebenheiten und ästhetischen Erfahrungen, zu denen die Musik gehört.

Event oder Sozialkritik Für Friedrich Nietzsche ist die Musik dionysisch, d.h. sie ist das Medium des Rausches, der Affekte, der Verzückung mit ihrer „Vernichtung der gewöhnlichen Schranken und Grenzen des Daseins“ (Nietzsche 1999:57). Im Rausch der Gefühle kann die enge, technokratisch-zweckrationale Wirklichkeit, der Leistungs- und Konkurrenzdruck vorübergehend „transzendiert“, d. h. überschritten, vergessen, ausgelöscht werden. Die Musikkultur hat sich in den letzten Jahrzehnten von einem Phänomen, in dessen Mittelpunkt gut gespielte Gitar-

renmusik mit möglichst sozialkritischen Texten stand (vgl. Hinze 209:30) zu einem Eventereignis gewandelt, in ein alle Sinne überstürmendes Gesamtkunstwerk, das den rauschhaften Eskapismus befördert. Die elektronische Instrumentalmusik boomt, denn die Mehrheit der Jugendlichen will und kann nicht mehr denken, wenn die Arbeit vorbei ist. Sie ist erschöpft und hat vor allem Angst vor dem Ende der Party und dem Zurück in eine Welt, die in den Texten der Berliner Elektro-Super-Gruppe “Moderat” wie folgt charakterisiert wird: „This ist not what you wanted, not what you had in mind“ (Musikexpress August 2013). Mag. Bernhard Heinzlmaier, Institut für Jugendkulturforschung

Literatur Aristoteles: Politik. Hamburg 2009 Hinz, Ralf: Pop-Diskurse. Zum Stellenwert von Cultural Studies, Pop-Theorie und Jugendforschung. Bochum 2009 Musikexpress August 2013 Nietzsche, Friedrich: Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik. München 1999 Reckwitz, Andreas: Die Erfindung der Kreativität. Zum Prozess gesellschaftlicher Ästhetisierung. Frankfurt am Main 2012


Fritz Kröber

Musik und

Identität Musiktherapeutische Arbeit mit Jugendlichen Zahlreiche Untersuchungen über die Wirkung und Bedeutung von Musik sagen es deutlich: In keinem anderen Lebensabschnitt ist die Musik so wichtig für die Identitätsbildung wie in der Jugend. Die rasche Entwicklung von verschiedenen Musikströmungen sowie die große Vielfalt der Musikstile, die von Jugendlichen gehört wird, macht es für erwachsene Menschen schier unmöglich, einen

Überblick zu behalten bzw. mit ihren Kindern „mitreden“ zu können. Diese Realität stellt eine klare Abgrenzung von Jugendlichen gegenüber Erwachsenen dar, welche für den Ablösungsprozess junger Menschen elementar ist. Die Entwicklung neuer Musiktrends nimmt an Geschwindigkeit rasant zu, so dass bereits ein Altersunterschied von acht bis zehn Jahren ins Gewicht fällt – wer 25 Jahre älter ist, kann bereits nicht mehr „mitreden“.


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In der Musiktherapie mit Jugendlichen steckt die große Chance, mit einem Medium arbeiten zu können, das einen hohen Stellenwert bei Jugendlichen hat. Andererseits birgt der Musikgeschmack der einzelnen Personen erschwerend in sich, dass sehr unterschiedlich definiert wird, mit welcher Art Musik sie sich identifizieren können und welche abgelehnt wird. Eine weitere Herausforderung ist die Tatsache, dass Musik von Jugendlichen vor allem konsumiert wird. Sie müssen sich mit Hemmungen auseinandersetzen, um sich selbst den spielerischen und gestaltenden Umgang mit Musik erlauben zu können.

Ausdruck eigener Gefühle Allein die Präsenz vieler verschiedener Klangkörper verleitet zum Angreifen, Spielen und Hinhören. Gleichzeitig werden Äußerungen hörbar wie: „ich kann nicht spielen …, ich bin unmusikalisch …, das klingt nicht wie die Band …“. Dem raschen Abwerten des eigenen Tuns muss eine sensible Einladung zum gemeinsamen Spiel an den Instrumenten entgegengesetzt werden. Wenn es gelingt, eine freie Improvisation (Impro-

Christian Wegerle

Musik erreicht viele

visation ohne musikalische Regeln) zu gestalten, in der spürbar wird, dass ein einfacher Rhythmus oder ein einfühlsamer Klang die Gruppe verbinden kann, erleben die Jugendlichen einen „AHA-Effekt“. Dies wird zur wichtigen Ausgangsbasis - im aktiven Musikmachen erleben sie eine Bestärkung ihrer Fähigkeiten und lassen sich auf den Ausdruck der eigenen Gefühle ein. Die Musik kann zum befreienden Erlebnis werden und unterschiedlichen emotionalen Zuständen Klang verleihen.

Negative Auswirkungen von Musik Musik hat aber nicht ausschließlich positive Effekte. Ein starrer Rhythmus oder ein harmonisch einlullendes Spiel kann als Einengung und Unfreiheit erlebt werden, als Zwang der Gruppe auf das Individuum. Negativbeispiele hierfür finden wir in martialischen Rhythmen, manipulierenden Sprechchören und

Liedern, welche fixes Instrumentarium von diktatorischen, unterdrückenden Geisteshaltungen sind und waren. Musik hat die Kraft, Menschen in positiver Weise miteinander zu verbinden oder sie zu manipulieren, beide Aspekte sind nahe beieinander und bedürfen der achtsamen Reflexion.

Stärkung des Selbstwerts Viele Jugendliche machen in der musiktherapeutischen Auseinandersetzung zum ersten Mal die Erfahrung einer eigenen Klanggestaltung und somit den Schritt weg vom ausschließlichen Konsumieren. Einige von ihnen fassen während dieser Zeit auch den Entschluss, ein Instrument zu erlernen. Das Vertrauen in eigene Fähigkeiten wird durch das Gestalten von Musik gestärkt und lustvoll erlebt. Bettina Rein MAS, klinische Musiktherapie Lehrmusiktherapeutin (ZHdK), Chorleiterin


Offene Jugendarbeit Rankweil

Tanz

die Akzeptanz II

„Hip Hop“ als Schwerpunktthema beim Jugendsozialarbeitsprojekt 2013 der OJA Rankweil

„Hip Hop meets Rock – Tanz die Akzeptanz“ stand im vergangenen Jahr im Fokus der OJA Rankweil. Aus diesem Projekt entstanden Ideen für eine Weiterführung – gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendtanzverein „One Step Ahead“ (OSA) wurde „Tanz die Akzeptanz II: Culture of Hip Hop“ für 2013 geplant.

Der Hip Hop soll positiv besetzt werden und aufzeigen, dass es sich nicht um eine Gewaltkultur handelt, wie allgemein in den Medien propagiert wird. Die Vorurteile (Frauenfeindlichkeit, Gangster, Drogen etc.) sind tief verwurzelt. Vielmehr ist der Hip Hop eine Gemeinschaft, eine Community (PEACE, LOVE, UNITY & FUN) und auch ein soziales Netzwerk. Um diesen Aspekt bekannter zu machen, findet eine „Addict Dance Tour“ durch die Jugendhäuser Vorarlbergs statt. Gemeinsam mit BesucherInnen des Jugendtreffs Planet, Mitgliedern des Vereins OSA sowie interessierten

Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurde das Projekt bis ins Detail selbst initiiert, geplant und umgesetzt, es ist daher ein klassisches Jugendbeteiligungsprojekt. Über das Projekt hinweg werden Begegnungsmöglichkeiten geschaffen, kultureller Austausch findet statt, Traditionen werden gepflegt.

Das war bereits: „ONE ON ONE FIGHT NIGHT“ – eine Battle für MC’S. „Projekt Ziellos“ – eine ziellose Reise organisiert von Jugendlichen für Jugendliche. „City Pool Beatz Vol. III“ – eine Konzert-


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Offene Jugendarbeit Rankweil

und Tanzveranstaltung rund um die „Hip Hop“ Kultur. „Streetball Jam“ – Basketball Event zwei gegen zwei. „VISMUT Junior Battle“ – Tanzbattle für Kinder und Jugendliche mit weniger als zwei Jahren Tanzerfahrung. „Hip Hop Newcomer“ – Hip Hop Newcomer präsentierten ihre Texte und Songs. „Hip Hop Cafe“ – wöchentlich stattfindende Veranstaltung für Tanzbegeisterte. „Dance Addict Tour“ – Einführung in die Geschichte des Hip Hop mit Graffiti-Workshop sowie „Popping“ bzw. „Locking“ Tanzworkshops. „Streetdance Trip“ – Jugendliche organisierten eine Reise nach Italien und präsentierten Streetdance Performances. „Rankweil tanzt“ – Organisation eines Tanzevents am Marktplatz Rankweil, um aufzuzeigen, dass die Jugendkultur Hip Hop ein verbindendes gesellschaftliches Element ist. Exkursion „Battle Of The Year“ – Internationale Hip Hop Tanzveranstaltung.

Das kommt noch: „Internationales Risk Battle“ – Internationales Breakdance Event und Hip Hop Tanzveranstaltung. „Konzert mit Soulvision Allstars“ – eine James Brown Tribute Band, welche das positive Image des Hip Hop pflegt. „Konzert Hip Hop meets Rock II“ – 2. Auflage des Konzerts aus dem vorjährigen Jugendsozialarbeitsprojekt „Hip Hop meets Rock – Tanz die Akzeptanz“. „Workshop Dance Addict Tour“ – Erarbeitung eines Workshops, welcher Genuss/Sucht thematisiert und zur persönlichen Reflexion des Konsumverhaltens anregen soll. „Abschlussevent Culture of Hip Hop“ – Präsentation der Ergebnisse aus dem Projekt.

Die Bedeutung der Hip Hop Musik Musik ist das Kernelement des Hip Hop, ihre Entwicklung wurde durch verschiedene Einflüsse geprägt – zu den Wichtigsten gehören die Funk Ära und James Brown ist eine der Leitfiguren die-

ser Musikrichtung. Die Hip Hop Kultur trat zu Beginn vorwiegend gegen gesellschaftliche Missstände auf. Die heutige, problematische Hip Hop Szene, die von Gewalt, Drogen und Sexualität erzählt, steht unter amerikanischen Einflüssen wie z. B. der Band „50 Cent“. Die deutsche Hip Hop Szene hat sich teilweise diesem Trend hingegeben, hier sind Bushido, Sido und andere zu nennen. Auch die zum Teil frauenfeindlichen bzw. rassistischen Texte haben ihren Ursprung in der amerikanischen Hip Hop „Gangsta“ Bewegung zur Jahrtausendwende. Aber es gibt inzwischen andere Töne im Hip Hop, und diese Aspekte soll das Projekt ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken, aber auch die Jugendlichen erreichen, die sich bewusster ihre Musik auswählen und dem Hip Hop ein neues Gesicht geben können. Mag. (FH) Claudio Herburger; arbeitet seit 2007 als Leiter in der OJA Rankweil und ist in der Projektleitung des Jugendsozialarbeitsprojekts „Tanz die Akzeptanz II: Culture Of Hip Hop“.


Claudia Gaschler

Blasmusik ist out?

Von wegen …! Der Vorarlberger Blasmusikverband ist mit 5.000 JungMusikantInnen die größte Organisation Vorarlbergs, die mit Jugendlichen vielseitigste Programme gestaltet. Der Vorarlberger Blasmusikverband ist keine „Ausbildungsstätte“ im Sinne von Unterricht, sondern bietet Seminare, Projekte und Weiterbildungen, die das Ausbildungsprogramm an Musikschulen etc. ergänzt.

Vereinsarbeit sehr groß geschrieben Die JungmusikerInnen von heute sind die MusikantInnen von morgen. Ohne Jugendliche geht es nicht – das ist

dem Vorarlberger Blasmusikverband und jedem einzelnen Verein im Ländle sehr bewusst. Darum kümmert sich jeder Verein, teils mit Unterstützung des Verbandes oder anderen Instituten, um die Werbung für ihren Verein. Wir, der VBV, sind stolz darauf, einer der größten Verbände in Sachen Jugend zu sein.

Landes- und Bezirksarbeit Aufgrund der großen „Schar“ an MusikantInnen braucht es viele „helping hands“, die im Hintergrund eigene Projekte organisieren. Dazu gehören die alljährlich stattfindenden Jungmusiksemi-


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nare oder -lager. Neben theoretischem und praktischem Unterricht kommt vor allem auch der Spaß nicht zu kurz. Denn Musik soll motivieren, Freundschaften knüpfen und vor allem Lust auf mehr machen. Die Projekte „Struwwelpeter“ oder „urig – uhrig“ gehören neben vielen anderen zu den Vorzeigeprojekten im Land.

Das erste IBC-Projekt Mit dem 1. IBC – dem Internationalen Blasmusik Camp – vereinte der VBV erstmals talentierte Blasmusikerinnen und Blasmusiker ab 16 Jahren und die renommierten Wiener Symphoniker unter einem Dach. Fünf Tage unterrichteten Dozenten der Symphoniker die TeilnehmerInnen. Dieses Projekt bot Konzertliteratur auf höchstem Niveau, präsentiert wurde das Erarbeitete beim großen Abschlusskonzert auf der Bregenzer Werkstattbühne. Um die hervorragende Leistung der jungen MusikerInnen in einem würdigen Rahmen vorzustellen, boten die Bregenzer Festspiele an, die Sonntagsmatinee unter das Motto „Brass Impossible“ zu stellen. Das Engagement, die Motivation und

vor allem die Freude der jungen MusikerInnen begeisterten das Publikum und die OrganisatorInnen.

Wettbewerbe als Motivation Egal ob beim Sport, in der Schule oder bei der Arbeit – wir brauchen Ziele, um Erfolge zu feiern. Jährlich wechseln sich „Musik in kleinen Gruppen“ und der „Jugendblasorchester-Wettbewerb“ ab. Unter den ZuhörerInnen sitzt eine dreiköpfige Jury, die mit spitzen Ohren auf jedes kleine Detail hört. Die besten Orchester bzw. die besten Ensembles erhalten eine Einladung zum Bundeswettbewerb. Dort präsentiert sich dann schon die Elite der österreichischen Blasmusikjugend.

Erfolgreiche Ensembles wachsen heran Das Ensemble „Drum Circle“, um nur ein Beispiel zu nennen, ist nicht nur unter den LändledrummerInnen, sondern auch schon über die Grenzen hinaus bekannt. Auf die Frage, was der Reiz an einem Wettbewerb ist und wie es sich anfühlt, bei einem Bundeswettbewerb

das Ländle zu vertreten, sagt Markus Kilga von „Drum Circle“: „Wenn man mehrere Wochen auf ein Ziel hin probt, dann ist die Einladung zum Bundeswettbewerb eine Bestätigung, dass man seine Arbeit gut gemacht hat. Aber erst der Auftritt selbst ist dann gigantisch, die Anspannung vor dem Auftritt, die perfekte Show auf der Bühne, das Gefühl ist unbeschreiblich – und natürlich jedes Mal eine neue Herausforderung.“ Raphaela Dünser, Landesmedienreferentin des Vorarlberger Blasmusikverbandes

Vorarlberger Blasmusikverband Bereich: Jugend Vereine: 129 Jugendliche in Vereinen und Ausbildung: 6.500 Jugendkapellen: 82 Ansprechperson: Landesjugendreferent Helmut Geist Kontakt Vorarlberger Blasmusikverband Bahnhofstraße 6, 6800 Feldkirch T: 05522 72266 www.vbv-blasmusik.at E: office@vbv-blasmusik.at Pressekontakt: Landesmedienreferat des VBV Raphaela Dünser T: 0664 25 17 400 E: presse@vbv-blasmusik.at Weitere Informationen über den Vorarlberger Blasmusikverband unter www.vbv-blasmusik.at


Paul Mundthal

VOICES ist heute ein „Selbstläufer“ Interview mit Oskar Egle, Chorleiter und Gründer des Landesjugendchores VOICES

Oskar, du bist quasi der Vater und Gründer des Vorarlberger Landesjugendchores, der heuer sein zehnjähriges Jubiläum feiert. Wie stolz ist man da? Selbstverständlich bin ich stolz darauf, dass es überhaupt gelungen ist, einen Landesjugendchor in Vorarlberg zu installieren. Möchte aber den zweiten

Vater – Roland Repnik – unbedingt erwähnen, der besonders in den Anfängen eine ganz wichtige Antriebskraft und große Unterstützung gewesen ist. Stolz bin ich auch, dass der Landesjugendchor VOICES zum „Selbstläufer“ geworden ist. Zurzeit singen ca. 90 Jugendliche in diesem Chor und seit Jahren ist es nicht mehr notwendig, Werbung für den Landesjugendchor zu machen. Jährlich werden ungefähr 20 interessierte Jugendliche in den Chor aufgenommen. Was hat sich im letzten Jahrzehnt u. a. durch VOICES getan? Da sind die Folgen noch nicht wirklich sichtbar. Auf jeden Fall ist VOICES auch

„Schuld“ daran, dass es seit einigen Jahren auch einen Landeskinderchor im Ländle gibt. Wenn die Mitglieder von VOICES älter werden, so bin ich ganz fest davon überzeugt, werden sich einige davon früher oder später in der Chorszene aktiv als Chorsänger (oder vielleicht sogar als Chorleiter) bemerkbar machen. Was unterscheidet VOICES von anderen Landesjugendchören? Wir möchten in Vorarlberg möglichst vielen Jugendlichen die Chance bieten, in diesem Chor zu singen. Es gibt zwar für jeden Interessenten ein Vorsingen – aber ein Auswahlchor ist VOICES nicht wirklich!


Was waren für dich persönlich die besonderen Highlights der letzten zehn Jahre? Dazu zählen ganz sicherlich das Projekt WITNESS (eine moderierte Tanz-Chormusik-Performance zum Thema „Sklaverei – gestern und heute“), die CD-Aufnahme der LATIN JAZZ MASS, Mitwirkung bei der Chorweltmeisterschaft in Graz, Konzerte gemeinsam mit anderen Chören und Orchestern (REQUIEM von Andrew Lloyd Webber, MISA TANGO von Bacalov, THE ARMED MAN von Karl Jenkins) und viele eigene tolle Konzerte in der Kulturbühne AMBACH in Götzis. Wie schaffst du es, dich immer wieder aufs Neue zu motivieren? Motivation ist tatsächlich das Um und Auf. Wenn es gelingt – was Gott sei Dank meistens der Fall ist – ein starkes Feuer bei der Jugend für das gemeinsame Singen, also das Chorsingen zu entfachen, dann kommt im Gegenzug so viel an Begeisterung und Energie zurück, dass der Aufwand und die Arbeit schnell vergessen sind. Dabei darf natürlich die Auswahl der Literatur nicht unterschätzt werden. Geeignete Songs können die Motivation für das Singen sogar noch steigern. Was ist an der Arbeit mit Jugendlichen im Gegensatz zu Erwachsenen anders? Das ist eine schwierige Frage. Erwachsene sind stabiler, verlässlicher und

berechenbarer. Jugendliche sind im Gegensatz dazu impulsiver, lassen sich schneller mitreißen und können Begeisterung und Freude besser zum Ausdruck bringen. Sie sind auf der Bühne wesentlich hemmungsloser und präsenter. Worauf dürfen wir uns in den nächsten zehn Jahren freuen? So weit habe ich noch nicht nach vorne geschaut. Zunächst freuen wir uns auf das Jubiläumskonzert im November, die Präsentation unserer ersten CD mit der LATIN JAZZ MASS, im Frühjahr 2014 wollen wir als besonderes Zuckerl in unserem Jubiläumsjahr an einem internationalen Chorfestival teilnehmen, im Herbst 2014 werden wir bei der Produktion des Musiktheaters Vorarlberg in „Jesus Christ Superstar“ mitwirken. Abschließen werden wir das Jahr 2014 mit einem Weihnachtskonzert. Was wünschst du dir für die Zukunft von VOICES? Ich wünsche VOICES für die Zukunft noch viele erfolgreiche Konzerte, den Jugendlichen viel Freude und Spaß beim gemeinsamen Singen. Gleichzeitig hoffe ich, dass auch weiterhin viele Jugendliche das Chorsingen entdecken und dass die ehemaligen Mitglieder in Chören in ihrer unmittelbaren Umgebung chormusikalisch eine Erfüllung finden. Das Interview führte Mag. Herbert Motter, Chorverband Vorarlberg

Chorverband Vorarlberg

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Latin Jazz Mass Erfolgreiche österreichische Erstaufführung Der 60-köpfige Landesjugendchor VOICES und die Jazz-Combo bewegten sich unter der Leitung von Oskar Egle sicher und gekonnt in allen südamerikanischen Rhythmen. Das mitreißende Konzert „The Latin Jazz Mass“ des Schweizer Komponisten Martin Völlinger bildete den Abschluss der CD-Aufnahmen des Chores. Die CD ist beim Helbling-Verlag erhältlich. www.helbling.at

Info Seit der Gründung 2003 haben insgesamt ca. 170 Jugendliche in diesem Chor gesungen. Derzeit sind es ca. 90 aktive Sängerinnen und Sänger. 50 Auftritte mit etwa 20 Konzerten, sieben Chorreisen (davon 4 ins Ausland). Homepage VOICES: www.voices4you.com Homepage Chorverband Vorarlberg: www.chorverbandvlbg.at


Musik

ist mein Leben

Matthias Rogat

www.v-tunes.at


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Ein Tag ohne Musik? Undenkbar. „Musik verbindet – sie ist eine Sprache, die auf der ganzen Welt gesprochen wird. Ich kann mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen“, sagt Johannes, 21 Jahre, Bandmitglied von „Mic ‚N‘ Strings“. Mit diesem Hintergrund wurde in intensiver Planungszeit und unter Mitarbeit zahlreicher Jugendlicher die neue Vorarlberger Musikplattform v:tunes entwickelt. Mitte Sommer 2013 war es so weit: v:tunes ging unter www.v-tunes.at online. „Mit v:tunes hat Vorarlberg nun endlich eine ernstzunehmende MusikerInnen-Plattform. Optisch und technisch toll umgesetzt besticht v:tunes vor allem mit dem regionalen Aspekt und dem „Indie-Feeling“, das bei den großen internationalen Plattformen meist nicht existiert. Die Mitarbeit von jugendlichen MusikerInnen in der Entwicklung und dauerhaften Betreuung ist hierbei sicher von maßgeblicher Bedeutung“,

bringt es Lukas Hechenberger von der Band „Vertigo“ auf den Punkt. Die Plattform wurde von jungen MusikerInnen, der 360 – Vorarlberger Jugendkarte und GAU (GarageArtsUnited) in Kooperation mit der Kulturabteilung und Jugendabteilung des Landes Vorarlberg entwickelt.

Homebase für Musik Egal ob Bass-Indie, Soul-Diva oder Klavier-Poet: auf v:tunes können sich alle MusikerInnen mit eigenem Profil, Fotos

Benjamin Eichler

„Musik ist dein Leben? Dann ist v:tunes deine Homebase“ – unter diesem Motto ist heuer im Sommer die neue Vorarlberger Musikplattform www.v-tunes.at online gegangen. v:tunes kooperiert eng mit den Jugendeinrichtungen in Vorarlberg.

und Songs präsentieren. Wie gut die neue Heimat für Musikbegeisterte bei den Jugendlichen ankommt, belegen erste Zahlen. Rund 50 junge Vorarlberger Bands haben sich bisher registriert und präsentieren sich und ihre Musik auf v:tunes. Die Bandbreite ist enorm: von Alternative Rock von Bands wie „The Yellow Riffs“ bis Metal von Formationen wie die „Moros“ sind alle Genres vertreten. Was bisher nur einem ausgewählten Kreis vorbehalten war, wird somit einer breiten Masse an musikbe-


AMPLITUNE (Thüringen), Quelle: v-tunes.at

geisterten Menschen zugänglich. Den jungen Bands eröffnen sich dadurch völlig neue Möglichkeiten.

News aus der Szene „v:tunes bietet immer wieder interessante Auftrittsmöglichkeiten, so konnten wir zum Beispiel im vorarlberg museum spielen. Generell ist die Plattform sehr praktisch, denn man erfährt schnell und übersichtlich alles über Events und verschiedenste Bands aus Vorarlberg. MusikerInnen können sich hier präsentieren und sich gleichzeitig über alle Neuigkeiten der Vorarlberger Musikszene informieren“, meint Katharina von „The Traggers“. Zusatzbonus: Konzerte und Auftritte die auf v:tunes gepostet werden, gelangen automatisch in den neuen Online-Eventkalender der 360 unter www.360card.at/events. Übersichtlich eingeteilt in verschiedene Kategorien wie Party, Konzerte, Kultur und Info-

Veranstaltungen kann hier nach angesagten Events und Geheimtipps gesucht werden. Befüllt wird der Eventkalender von Jugendlichen für Jugendliche. Die Empfehlungen der „Event-Scouts“ helfen dabei das Angebot in Sachen Szene, Party und Kultur in Vorarlberg und Umgebung voll auszukosten.

MusikerInnen vernetzen sich Musikschaffende können auf v:tunes nicht nur den eigenen Sound präsentieren, sondern auch Synergien nutzen. Eine Möglichkeit, die auch Dabbi mit ihrer Band „Mad but True“ nutzt: „v:tunes bietet die perfekte Möglichkeit, sich mit anderen regionalen Bands zu vernetzen und gemeinsame Konzerte zu organisieren. Und natürlich über Neuigkeiten in der Vorarlberger Musikerszene bestens informiert zu sein.“ Bestens informieren können sich Musikaffine auch im Online-Wissenspool unter www.v-tunes.at/wissen.

Im v:tunes Wiki teilen Musikschaffende ihr Wissen rund um das Thema Musik im Ländle inklusive wichtiger Links und Kontakte. Hier findet man zum Beispiel Infos zu Proberäumen, Auftrittsmöglichkeiten und Aufnahmestudios. Kürzlich wurde ein Artikel unter dem Titel „Alles über Konzerte selber machen“ veröffentlicht. Ein weiterer Bonus für die Musik-Community: Unter „Börse“ können Instrumente, Bandmitglieder u.v.m. gesucht, getauscht und gefunden werden.

v:tunes bietet Workshops Über 100 Musikaffine haben sich inzwischen auf v:tunes angemeldet, nicht nur um sich zu präsentieren, in der Börse zu stöbern, sich zu vernetzen und Wissen auszutauschen sondern auch um das spezifische Workshop-Angebot der Musikplattform zu nutzen. Bisher wurden Workshops zu Themen wie „Musikrechte“ „Tontechnik“ oder „Recording“ erfolgreich durchgeführt. Im Sommer fanden exklusive Führungen beim Szene Open Air und beim Woodrock Festival statt. Weitere musikalische Workshops, Seminare und Weiterbildungen sind in Planung und werden unter www.v-tunes. at/news angekündigt.


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Support für junge Bands sowie Möglichkeiten erste Erfahrungen auf der Bühne zu sammeln bietet traditionell in Vorarlberg die Offene Jugendarbeit. v:tunes kooperiert mit zahlreichen Jugendeinrichtungen und versucht einen überregionalen Mehrwert zu schaffen. Viele Workshops von v:tunes werden in Zusammenarbeit und in den Örtlichkeiten der OJA durchgeführt. Große Unterstützung finden junge Musikschaffende seit vielen Jahren bei der Offenen Jugendarbeit Dornbirn (OJAD). „Neben den ständig belegten Proberäumen können junge Bands auch erste HomerecordingErfahrung in unserem Proberaum-Studio sammeln. Das Kulturcafé Schlachthaus mit seinem bunten Konzertprogramm ist ein Treffpunkt für die Vorarlberger

Musikszene. Junge Menschen haben die Möglichkeit, das Konzertprogramm mitzugestalten und zu bestimmen“ erklärt Sebastian Mischitz von der OJAD. Bühne, Tonstudio, Proberäume und Workshops bieten den Jugendlichen auch viele weitere Jugendeinrichtungen im Ländle wie das „Between“ und die „Amazone“ in Bregenz, das „Graf Hugo“ in Feldkirch oder die „Villa K“ in Bludenz.

Bedarf an Proberäumen v:tunes möchte den Bedürfnissen junger Musikschaffender in Vorarlberg Gehör verschaffen. Herauskristallisiert hat sich nach vielen Gesprächen mit MusikerInnen der Bedarf an Probemöglichkeiten. Vor allem im Rheintal herrscht akuter Proberaum-Mangel. Laurence Feider für das Team von v:tunes

David Bertsch

Kooperation mit Jugendarbeit

Culture Factor Y Sehr schwierig ist die Situation derzeit in Lustenau, wo im Juni die Proberäume des Jugendzentrums Culture Factor Y aus feuerpolizeilichen Gründen gesperrt werden mussten. Gleichzeitig wurde der CFY-Keller geschlossen, in dem neben den Bandauftritten zahlreiche kulturelle Veranstaltungen stattfanden und ehrenamtliche Partizipationsgruppen ihre Veranstaltungen von Hip Hop-Workshops bis zu politischen Diskussionen organisierten. Multicore, Spektrum, Carpe Noctem, usw. waren nur einige der vielfältigen Partizipationsgruppen im Culture Factor Y, die erfolgreich im Kulturkeller veranstaltet haben. Die Gruppen existieren immer noch, jedoch den Veranstaltungsraum für die vielen Konzerte, Vorträge, Partys, Aktionstage und Workshops gibt es nicht mehr. Vielen Jugendlichen wurde somit die Möglichkeit genommen, einem leidenschaftlichen Hobby nachzugehen. Ich hoffe, dass wir zusammen mit der Gemeinde Lustenau, die uns bereits sehr unterstützt, eine Lösung finden und den Jugendlichen ihre Freizeitaktivitäten zurück geben können“, meint dazu Michael Lapitz, Sprecher der BürgerInnenInitiative „Wir wollen/Wir brauchen ein neues Jugend- und Kulturhaus in Lustenau“.


Jannik Schall

jung sein ... Was bedeutet Musik für dich?

Samuel, 15, Lauterach

Harald, 44, Lauterach

Musik hat in verschiedenen Lebenslagen eine sehr wichtige Bedeutung für mich. Meine Stimmung ist deshalb je nach Musikrichtung verschieden. Am liebsten höre ich zum Beispiel Reggae, Blues, Soul und R’n’B. Mit der Musik verbinde ich unter anderem einen Besuch auf einem Festival, an das ich mich dann erinnere.

Für mich hat die Musik eine sehr große Bedeutung. Ich mache selbst Musik, gehe aber auch gerne auf Konzerte oder höre Musik einfach nur zur Unterhaltung. Mit Musik verbinde ich Sehnsucht, Trauer oder Freude. Zu meinen Lieblingsmusikrichtungen gehören auf jeden Fall Reggae, Blues, Soul und Rock. Bei Festivals bekomme ich meistens ein Woodstock-Feeling.


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Raffael, 22, Feldkirch Ich höre generell jede Art von Musik, aber die Band „Linkin Park“ gehört definitiv zu meinen Favoriten. Ich besitze sämtliche CDs von ihnen und auch einen Gürtel, welchen ich fast immer trage. Die Musik hilft mir, meinen Kopf abzuschalten, aber

auch um am Wochenende Party zu machen. Je nach Musik kann ich mich entweder in eine nachdenkliche oder in eine glückliche Stimmung versetzen. Ich habe schöne Erinnerungen an meine Freundin, wenn ich ein bestimmtes Lied höre.

Anja, 18, Lauterach Musik bedeutet für mich Entspannen und Frust abbauen. Bei trauriger Musik muss ich manchmal weinen und Hardrock höre ich, wenn ich wütend bin. Meine Lieblingsband ist Linkin Park. Die Band Passenger mag ich auch sehr gerne. Früher habe ich Tokio Hotel gehört, es war aber

eher wie eine Art Gruppenzwang für mich. Mit der Musik verbinde ich meine erste große Liebe und die Erinnerung an meine beste Freundin. Mein Bruder hat mich sehr mit seiner Lieblingsmusikrichtung inspiriert und ich habe schon einige seiner Lieblings-Lieder auf meinem i-pod.

Kimberly, 16, Hohenems

Alexander, 16, Höchst

Birgit, 50, Feldkirch

Jeden Tag höre ich Musik. Meine Gefühle haben je nach Musik eine andere Bedeutung für mich. Am liebsten höre ich Metal. Heute hört man meiner Meinung nach am meisten Pop, Rock, Dubstep und House. Mit der Musik verbinde ich Erinnerungen und verschiedene Eindrücke.

Je nach Geschmack höre ich eine andere Musikrichtung. Ich habe keine bestimmte Lieblingsmusik und höre am liebsten die aktuellsten Hits aus den Charts. Ich denke, dass im Moment vor allem Rock und Pop angesagt sind. Ich höre jeden Tag Musik.

Ich höre am liebsten Elton John, Elvis Presley, Adriano Celentano und Rainhard Fendrich. Musik wirkt auf mich beruhigend, herzlich, temperamentvoll und bewegt mich zum Mitsingen und Mittanzen. Ich erinnere mich dabei an einen vergangenen Italien Urlaub. Ich war schon auf verschiedenen Konzerten wie Herbert Grönemeyer, Rainhard Fendrich oder Cats Musical.


Lukas, 16, Hohenems

Jasmin, 19, Lauterach

Angelika, 17, Bregenz

Meine Lieblingsmusikrichtung ist Metal. Ich höre praktisch den ganzen Tag Musik und dadurch hat sie für mich eine sehr große Bedeutung in meinem Leben. Mit der Musik verbinde ich auch verschiedene Erlebnisse, wie zum Beispiel den Tod meiner Oma.

Musik ist für mich Unterhaltung. Bestimmte Lieder wecken bei mir Erinnerungen an schöne oder traurige Erlebnisse. Am liebsten höre ich Pop und die aktuellen Charts. Meine Lieblings-Radiosender sind Ö3, Kronehit und Antenne Vorarlberg. Früher habe ich vor allem Us5, the Backstreet Boys oder Avril Lavigne gehört.

Die Musik ist für mich der perfekte Zeitvertreib für jeden Tag. Sie unterstützt mich in verschiedensten Lebenslagen, egal ob ich gerade traurig, wütend oder super gelaunt bin. Ich bevorzuge Rock, Hip Hop, aber auch manchmal klassische Musik. Die Musik erinnert mich an den Sommer.

Paul, 19, Hörbranz Die Musik hat für mich eine sehr große Bedeutung. Mich sieht man eigentlich den ganzen Tag, auch in der Schule, mit Kopfhörern in den Ohren. Verschiedene Musikrichtungen beeinflussen meine Stimmung. Meine Lieblingsmusik ist Metal. Ich habe mir das Logo meiner

Karin, 56, Höchst Meine Lieblingsmusik ist 70-er und 80-er Pop. Mir gefällt Simon & Garfunkel, Elton John oder Austro-Pop wie Rainhard Fendrich oder Peter Cornelius, von denen ich jeweils ein Konzert besucht habe. Mit der Musik verbinde ich Wohlbefinden und sie weckt bei mir Erinnerungen. Ich war auf verschiedenen Konzerten, wie Chicago, Neil Diamond oder Cat Stevens. Das Musical Cats habe ich 1983 in Wien besucht. Außerdem habe ich auch Les Miserables und Das Phantom der Oper gesehen. Die Interviews führte Belinda Winter.

Lieblingsband „InFlames“ als Tattoo auf meinen Arm stechen lassen. Selber spiele ich Gitarre und nehme KlavierUnterricht. In meiner Freizeit komponiere ich sehr gerne Lieder an meinem Computer und präsentiere diese dann meinen Freunden und Verwandten.


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Aus der Jugendarbeit Das sind die GewinnerInnen des Jugendprojektwettbewerbs 2013 Gesucht wurden die besten Projekte aus den Bereichen Jugendkulturen, Lebensraumgestaltung, Soziales, u. v. m. Am 19. Oktober konnten sich Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren beim regionalen Jugendprojektwettbewerb in Dornbirn austauschen, Kontakte knüpfen, Erfahrungen sammeln und gewinnen. Die PreisträgerInnen des regionalen Jugendprojektwettbewerbes sind: - Die Moaninger Minis: „Jugend hilft“ -

ein Projekt für „TISCHLEIN DECK DICH“ - Die Offene Jugendarbeit Lustenau: „Wir wollen/Wir brauchen ein neues Jugend- und Kulturhaus in Lustenau“ - Der Verein YCC Austria: „Play right! Theater für Menschenrechte“ - Die Offene Jugendarbeit Feldkirch und die Offene Jugendarbeit Lebensraum Vorderland: „Voll porno, oder was?!“ - Das Team von Sebastian und Lukas Productions: „Off access - Reale Kontakte“

- Die Villa K., Offene Jugendarbeit Bludenz: Konzertreihe „Decontrol Concerts“ Diese Jugendlichen dürfen sich am Samstag, 16. November 2013, in der Jugendbeiz Talhof in St. Gallen beim interregionalen Jugendprojektwettbewerb mit Liechtenstein und dem Kanton St. Gallen messen. Infos unter www.vorarlberg.at/jugend

Jugendredewettbewerb 2014 Am Donnerstag, 3. und Freitag 4. April 2014 findet in der Jungen Halle der Frühjahrsmesse Dornbirn der LandesJugendredewettbewerb statt. Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren sind eingeladen, sich noch bis Freitag, 15. März 2014, zum Bewerb anzumelden. Der Jugendredewettbewerb ist ein seit vielen Jahren bewährtes Forum für engagierte Jugendliche, ihr Rednertalent unter Beweis zu stellen und zu einem

selbst gewählten Thema vor Publikum ihre Meinung zu sagen. Die Teilnahme am Bewerb ist in verschiedenen Kategorien möglich. Zur Vorbereitung werden kostenlose Sprechtrainings angeboten. Den besten Rednerinnen und Rednern winken nicht nur tolle Sachpreise, sie dürfen darüber hinaus Vorarlberg beim Bundesbewerb vertreten. Infos unter www.vorarlberg.at/jugend


Papparazza Alarm mit Ariane Grabherr im Mädchenzentrum Amazone! Foto & Studio 1: Knipse deine Motive und entwickle den Schwarz-Weiß-Film im Amazone Fotolabor! Freitag, 13. Dezember 2013, 16 bis 18 Uhr, Mädchenzentrum Amazone

Foto & Studio 2: Get the picture! Im zweiten Workshop bringst du in der Dunkelkammer deine selbstgewählten Bildausschnitte auf Fotopapier! Samstag, 14. Dezember 2013, 15 bis 19 Uhr, Mädchenzentrum Amazone

City Pool Beatz 2014 Die Veranstaltung City Pool Beatz ist mittlerweile schon ein Begriff in der Hip-Hop Szene. Mit über 500 BesucherInnen und 100 TänzerInnen platzte das Alte Hallenbad letztes Jahr aus allen Nähten. Auch dieses Jahr konnte wieder ein buntes Programm auf die Beine gestellt werden. HipHop-Fans aus dem ganzen Ländle werden auch 2014 beim City Pool Beatz Vol. 4 wieder voll auf ihre Kosten kommen. Grundgedanke Der Grundgedanke, jungen talentierten KünstlerInnen einen Raum und Platz zu

geben, steht bei den beteiligten Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit im Vordergrund. Den KünstlerInnen wird bei diesem Event eine Bühne zur Verfügung gestellt, auf der sie sich präsentieren können, um von einer großen Öffentlichkeit gesehen zu werden. City Pool Beatz bietet eine perfekte Plattform für junge kreative Talente im Bereich Tanz und Musik. JedeR einzelne ist herzlich willkommen! Die jungen KünstlerInnen werden in ihrem Tun und Handeln gefördert und gestärkt, einen Abend lang im Rampenlicht zu stehen und sich selbst präsentieren zu können. Kooperationen In Kooperation mit verschiedensten Systempartnern (koje – Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung, taktisch klug Eventbegleitung und weitere) wird in der Poolbar in Feldkirch ein Abend mit Jugendlichen und für Jugendliche gestaltet. City Pool Beatz bietet allen BesucherInnen die Möglichkeit

sich von Tanzeinlagen und Musik begeistern zu lassen. Einen ganzen Abend lang tanzen, feiern und Spaß haben steht im Vordergrund. Komm auch du und sei dabei beim City Pool Beatz IV, am 8. März 2014, ab 17 Uhr in der Poolbar in Feldkirch. Weitere Informationen findest du ab Februar 2014 auf den Homepages der Offenen Jugendarbeit Feldkirch (www.grafhugo.at), Offenen Jugendarbeit Frastanz (www. jugendhausk9.at), Offenen Jugendarbeit Rankweil (www.ojar.at), Offenen Jugendarbeit Meiningen (www.meiningen. at/familie/offene-jugendarbeit.php) und der Offenen Jugendarbeit Lebensraum Vorderland (www.jugend-vorderland.at). Mag.a (FH) Nicole Beck Leitung Offene Jugendarbeit Lebensraum Vorderland Rautenastraße 44, A-6832 Röthis T: 0664/1402663 E: nicole.beck@vorderlandhus.at


23 Heavy & Speed Metal und mehr „It’s now or never!“ Beim Vorverkauf der Schi-Saisonkarten können 360-InhaberInnen kräftig sparen. Gutschein ausdrucken, Tarife checken und ermäßigte Saisonkarte abholen! 360 card nicht vergessen. www.360card.at/winter Sparen ermöglicht die 360 – Vorarlberger Jugendkarte auch beim Kauf von Helm und Rückenprotektor bei Gigasport und bei der Teilnahme an einem Freeride-Safety-Camp.

Bald wird’s lauschig … 100 % Jugend bietet der heurige Online-Adventkalender von aha und 360. Jugendliche haben die 24 Türchen mit ihren Ideen befüllt und verkürzen somit das Warten aufs Christkind. Ab 1. Dezember unter www.aha.or.at und www.360card.at

Pressetexte richtig schreiben Donnerstag, 9. Jänner 2014, 18 – 21 Uhr in der Offenen Jugendarbeit Dornbirn, Schlachthausstraße 11. Referent: Thomas Matt Wie schreibt man am besten informative und lebendige Berichte für das interne Vereinsblatt, den Newsletter, die Homepage, die Zeitung oder ...? Damit über die nächste erfolgreiche Veranstaltung möglichst viel in den Medien zu lesen ist, wollen wir diese Frage in einem Workshop aufgreifen. Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, an Hand von bereits im Vorfeld geschickten

Notizen/Texten einen Bericht unter fachmännischer Anleitung zu bearbeiten. Thomas Matt bereitet sich mit Hilfe der Beispieltexte vor. Schickt daher bitte eure Beispieltexte im Vorfeld bis zum 19. Dezember 2013 an: andrea.fridrich@koje.at. Bitte bringt zusätzlich euren Text inklusive Fotos auf eurem Laptop mit, damit diese direkt bearbeitet werden können. Anmeldung bis 19. Dezember 2013, begrenzte Plätze! T: 05574 45838 oder E: andrea.fridrich@koje.at Selbstbehalt: € 20,00, ermäßigt € 15,00

Heavy & Speed Metal am 14. Dezember im Schlachthaus in Dornbirn Jeden Montag: 18 – 19 Uhr Selbstverteidigung für Mädchen. Einstieg jederzeit möglich. Teilnahme kostenlos. Bequeme Kleidung von Vorteil. Jeden Mittwoch: 14 – 18 Uhr Offener Betrieb U16 Jeden Donnerstag: 18 – 19 Uhr Tanzworkshop „New Style“ Jeden Sonntag: 14 – 20 Uhr Hip Hop Café www.ojad.at

Stop Racism! Es geht dir auf die Nerven, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft ausgegrenzt werden? Lerne, was du dagegen unternehmen kannst! Mittwoch, 22. Jänner 2014, 16 bis 18 Uhr, Mädchenzentrum Amazone Weitere Termine unter: www.amazone. or.at/termine

Vorarlberger Schülerball Von SchülerInnen für SchülerInnen – die perfekte Kombination aus Ball und Party mit über 1.000 Jugendlichen bietet nur der Vorarlberger Schülerball. Tickets für den legendären Abend am 11. Januar 2014 im Festspielhaus Bregenz gibt‘s in allen Sparkassen und bei LändleTicket.


Ausgabe 19, Dezember 2013 www.jugend-diskurs.at

DVR 0662321

Österreichische Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt

Der nächste Diskurs...

Tobias Mittmann

Sollten Sie keine Zusendung des Jugend-Fachmagazins Diskurs wünschen, melden Sie sich bitte unter abo@jugend-diskurs.at oder im aha unter 05572/52212.

... erscheint im Frühsommer 2014. Kostenloses Diskurs-Abo: abo@jugend-diskurs.at

Auf den Punkt gebracht.


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