Diskurs 18 - Jugend & Umwelt

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Themenschwerpunkt „Jugend & Umwelt“


Autorinnen / Autoren Ing. Harald Feldmann, Abfalltechnischer Amtssachverständiger Seite 04 − 05

Claudia Mäser, Öffentlichkeitsarbeit Offene Jugendarbeit Dornbirn Seite 12 − 13

Michael Pompl, Naturfreunde Vorarlberg Seite 06 − 07

Impressum Medieninhaber, Herausgeber: koje - Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung, Bregenz und aha - Tipps & Infos für junge Leute, Dornbirn | Redaktionsleitung: Regina Sams | Redaktionsteam: Thomas Müller, Michael Rauch, Monika Paterno, Johannes Grabuschnigg, Raphaela Dünser - redaktion@jugend-diskurs.at | Lektorat: Daniela Egger | Gestaltung & Illustrationen: chilidesign.at | Druck: Hugo Mayer GmbH, Dornbirn | Finanzierung: Land Vorarlberg - Jugend Diskurs kostenlos bestellen: abo@jugend-diskurs.at

Im Diskurs haben Menschen als Autor/innen Gelegenheit, ihre Interpretationen von Zahlen und Fakten sowie persönliche Meinungen und Haltungen als redaktionellen Beitrag darzustellen.


Die ersten Worte Hat die Umwelt eine Chance?

Littering

04-05

Kids for nature

06-07

Inhalt Die Umwelt und der Landesjugendbeirat

08-09

Naturschutz bei der Alpenvereinsjugend

10-11

Let‘s go solar

12-13

Bestmüll statt Restmüll

14-15

Wir machen Schrott wieder flott

16-17

Jung Sein

18-20

Aus der Jugendarbeit

21-23

Es ist ein schwieriges Unterfangen, Jugendliche für den sorgsamen Umgang mit der Umwelt zu sensibilisieren, wenn von den Erwachsenen im großen Stil das Gegenteil gelebt wird. Gefühle der Ohnmacht und der Sinnlosigkeit liegen da nah bei dem Bestreben, das eigene Verhalten zu hinterfragen und für sich einen Weg zu finden, wie man selbst umweltfreundlich leben kann und will. Trotzdem herrscht gerade bei Jugendlichen ein hohes Umweltbewusstsein, was die vordergründigen Themen angeht: die Motivation, sich energiesparend zu bewegen, ist hoch, und auch wenn es Ausnahmen gibt, aber die meisten der Befragten antworten, sie würden Müll trennen und nicht auf die Straße werfen. Wer jedoch tiefer in die Materie blickt, der muss sich über die Anschaffung von elektronischen Geräten und Mobiltelefonen ebenso seine Gedanken machen wie über die eigene Ernährung, oder den Kauf von BilligKleidern. Die Umwelt hört nicht beim Mülltrennen und Autofahren auf, ihre Ausbeutung ist allgegenwärtig und es ist leicht, nicht hinzusehen oder nur einen Teil zu sehen. Es gibt also auch für kommende Generationen noch einen langen Umdenkprozess zu bewältigen, den wir Erwachsene selbst schleunigst nachholen sollten. Aber die Inhalte der aktuellen Ausgabe geben durchaus auch Grund zur Hoffnung – lesen Sie selbst! Daniela Egger, für das Redaktionsteam

Alle bisherigen Diskurs-Ausgaben und Abo kostenlos bestellen unter www.jugend-diskurs.at


Littering Katharina

– Ein Produkt der Wegwerfgesellschaft!


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„Littering“ - von engl. «litter»: Abfall; verstreuen, umherwerfen, in Unordnung bringen. In Vorarlbergs Haushalten fallen jährlich ca. 31.000 kg Restabfälle an. Das bedeutet, dass jede/r Vorarlberger/in ca. 84 kg Restabfall pro Jahr produziert. Dieses Material wird in Schweizer Verbrennungsanlagen thermisch verwertet.

von Take-Away-Produkten und Kiosk-Artikeln – ist inzwischen groß. Und damit steigt auch die Abfallmenge. Es ist mehr Material vorhanden, das potenziell gelittert werden kann.

Unser aller Lebensraum

Der größere Teil des Litterings entsteht in der Nacht. Gerade bei jungen Leuten, die abends oder nachts unterwegs sind, ist das soziale Umfeld viel weniger kontrollierend. Die Jungen sind unter sich und haben weniger Hemmungen, ihren Abfall auch mal liegen zu lassen. Auch im Zusammenhang mit Alkohol neigen sie eher dazu, zu littern.

Zukunftsvorsorge als Gegenmaßnahme Bewusstseinsbildung ist eine der Maßnahmen, die das Problem in Zukunft

Die Vorarlberger/innen produzieren ca. 14.000 kg Bioabfälle, ca. 10.000 kg Kunststoff Verpackungsabfälle, ca. 31.000 kg Altpapier, ca. 2.000 kg Altmetall, ca. 12.000 kg Altglas und diverse Kleinmengen anderer Materialien. In Summe hinterlässt jede/r Vorarlberger/in also ca. 294 kg Abfall pro Jahr. Diese Haushaltsabfälle werden sortenrein gesammelt und zum größten Teil einer Verwertung zugeführt.

eindämmen soll. Die Vorarlberger Landesregierung setzt hier mit der Kampagne „RIKKI – Schlauberger vermeiden Abfall“ schon bei den ganz Kleinen an. In Vorarlbergs Kindergärten und Volksschulen wird im Rahmen des Projektes Aufklärungsarbeit zum Thema Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Littering geleistet (www.vorarlberg.at/rikki). Es besteht die Hoffnung, dass die heranwachsenden Generationen dadurch sensibler mit ihrer Umwelt umgehen. Ing. Harald Feldmann Abfalltechnischer Amtssachverständiger

Martin

Die Beseitigung von Fast-Food-Verpackungen, Dosen oder Zigarettenstummeln kostet den Gemeinden viel Geld. Warum lässt der Mensch seinen Abfall liegen? Das Wort Littering ist neu, wie auch das Phänomen. Es hängt zusammen mit dem veränderten Konsum- und Freizeitverhalten: Die Menschen haben heutzutage mehr Möglichkeiten sich zu allen Tages- und Nachtzeiten zu bewegen. Zugleich steigen die Bedürfnisse des mobilen Menschen. Die Angebotspalette im öffentlichen Raum – gerade

Jugendliche „littern“ mehr als Erwachsene

Das neudeutsche Wort «Littering» bezeichnet die Verunreinigung von Straßen, Plätzen, Parkanlagen oder öffentlichen Verkehrsmitteln durch liegen gelassene Abfälle. Das Online-Lexikon Wikipedia nennt das Phänomen «Vermüllung».

Abteilung Abfallwirtschaft beim Amt der Vorarlberger Landesregierung


alle BIilder: Naturfreunde Vorarlberg

Kids for Nature Die Broschüre „Kids for Nature“ wurde von Kindern für Kinder gestaltet. Sie beschreiben darin die Besonderheiten der Aulandschaften an der Ach und machen so Lust auf ein Erleben des europaweit bedeutsamen Naturjuwels. Im Rahmen der Kampagne „Wasser: Wege“, die von den österreichischen Naturfreunden gemeinsam mit den Bundesforsten durchgeführt wird, erkundeten 18 Kinder während eines

zweitägigen Workshops unter fachkundiger Betreuung von Doris Märk den Auwald. Ihre Eindrücke hielten sie in Bildern, Gedichten und Geschichten fest. Die Arbeiten der Kinder wurden in die Broschüre eingearbeitet. Sie soll nun an den Schulen der Umgebung verteilt werden. Für die qualifizierte Aufbereitung der Texte und die Gestaltung zeichnet Dipl.-Ing. Andrea Lichtenecker von der „Naturfreunde Internationale“ verantwortlich.


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Auwälder verschwinden Ausgedehnte Auwälder wie an der Mündung der Bregenzerach in den Bodensee sind heute eine Besonderheit. Viele von ihnen wurden schon vor langer Zeit gerodet und trockengelegt, um die fruchtbaren Böden für die Landwirtschaft zu nutzen. Und auch der Bau von Kraftwerken, wie wir sie heute an fast allen größeren Flüssen vorfinden, setzt den Auwäldern zu, weil dadurch die regelmäßigen Überschwemmungen ausbleiben, die für die Auwälder notwendig sind. So gehören Auwälder heute zu den am stärksten bedrohten Waldtypen Europas. Mit den Auen sind auch viele Tier-­und Pflanzenarten selten geworden und stehen heute auf den Roten Listen der gefährdeten Arten. Die noch bestehenden Auwälder haben daher eine besondere Bedeutung. So wurde auch der Auwald an der Bregenzerach­-Mündung vom Land Vorarlberg als Natura 2000­-Gebiet ausgewiesen und ist damit Teil eines EU­ weiten Schutzgebietnetzwerks.

Vielfältige Tier-­und Pflanzenwelt Uns Menschen laden die Auwälder dazu ein, in eine spannende Welt voller Abenteuer und Überraschungen ein-

zutauchen und die Natur zu spüren – die Geräusche der Tiere, die Gerüche nach Wald und Erde, verborgene Tümpel und Altarme, eine vielfältige Tier-­ und Pflanzenwelt warten auf uns, wenn wir uns nur ein bisschen Zeit nehmen und genau hinschauen.

Broschüre „Kids for Nature“ Im Beisein zahlreicher, namhafter Vertreter/innen der Naturschutzorganisationen sowie der Vorarlberger Naturschutzanwältin Katharina Lins wurde die Broschüre von Doris Märk, der Umweltreferentin der Naturfreunde Vorarlbergs, und einigen Kindern präsentiert. Sie eignet sich hervorragend für das Arbeiten mit Acht- bis Zwölfjährigen. Sie sensibilisiert für die Geräusche und

Laute, die Gerüche des Augebietes und führt an verborgene Tümpel und Altarme. Die Kinder lernen den Artenreichtum zu erkennen. Mit unserer Broschüre wollen wir Lust auf einen Ausflug in die Au machen und zugleich auch dazu aufrufen, den Auwald zu schützen und zu erhalten. Michael Pompl Naturfreunde Vorarlberg

Kontakt Naturfreunde Vorarlberg A. Schneider Str. 19, 6900 Bregenz T: 05574 45781 E: vorarlberg@naturfreunde.at Die Broschüre ist kostenlos erhältlich.


Eva Moser

DieundUmwelt der Landesjugendbeirat Nach dem Schwerpunktthema „Zivilcourage“ im Jahr 2011 hat sich der Landesjugendbeirat auch für das Jahr 2013 ein Schwerpunktthema gesetzt. Aufbauend auf den Aktionsmonat im März steht die „Junge Halle“ ganz im Zeichen der Umwelt. Im Aktionsmonat März organisierten zahlreiche Mitgliederorganisationen des Landesjugendbeirats verschiedene Aktionen zum Thema Umwelt mit und für ihre Jugendlichen. Die Vorarlberger Pfadfinder und Pfadfinderinnen leisteten einen Beitrag zur Verringerung des CO2 Ausstoßes. Sie motivierten Kinder

und Jugendliche zu einer Fahrradtour quer durchs „Ländle“. Dabei wurden zahlreiche Pfadfinderheime in Vorarlberg angefahren. Die Katholische Jugend und Jungschar griffen das Thema in Form von Sparsamkeit und Nachhaltigkeit auf. Bei der Kleidertauschparty konnten gut erhaltene Kleidungsstücke mitgebracht und diese mit der Kleidung anderer Teilnehmer getauscht werden. Bei der Alpenvereinsjugend ist das Thema Umwelt das ganze Jahr aktuell, sie werden im Frühjahr eine Alpreinigung organisieren. Interessierte Jugendorganisationen sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen.

Bestmüll statt Restmüll Zehn Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit in Vorarlberg haben sich des Themas „Bestmüll statt Restmüll“ angenommen. Aus Abfall wurden hochwertige Produkte wie Handytaschen, Mappen, Kunstwerke, Möbel, Fahrräder, … hergestellt. Die VillaK organisierte eine witzige Fotoaktion: Diverse Slogans wie zum Beispiel „Ich mach schmutzige Geschäfte“ „24 Stunden geöffnet“ wurden mit Jugendlichen auf die Bludenzer Mülleimer geklebt, mit einer analogen Kamera dokumentiert und die Bilder dann in der Dunkelkammer der VillaK entwickelt. So wird die allgemeine


09 Dornbirner Frühjahrsmesse

Umweltsituation in unserer Gesellschaft zum Thema gemacht, das eigene Müllverhalten und das von anderen wird reflektiert. Alle Projekte hatten das gleiche Ziel, sie wollen Jugendliche für die Umwelt und besonders für das Thema Müll sensibilisieren.

15 Jahre „Junge Halle“ In der „Jungen Halle“ (Halle 7), die ihr 15-jähriges Bestehen feiert, stellen sich die Mitgliedsorganisationen des Landesjugendbeirats vor. Die Halle steht ganz unter dem Schwerpunktthema Umwelt. Sei es nun beim Kletterturm des Alpenvereins, oder beim Bemalen und Aufpeppen mit coolen Sprüchen von bio-fairen Stofftaschen der Katholischen Jugend und Jungschar. Bei der Offenen Jugendarbeit Dornbirn und beim Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung können die Produkte der „Bestmüll statt Restmüll“ Aktion bestaunt werden. Sie sollen dazu animieren, das „Wegwerfen“ neu zu überdenken.

Walk ‘n Roll auf der Frühjahrsmesse Zu Fuß, per Rad, Moped oder Auto – am aha/360-Stand auf der Frühjahrsmesse Dornbirn dreht sich alles ums Thema „Mobilität“: die Drehscheibe für Ra-

sante, Flotte, Gemütliche! Jugendliche können sich auf ihrem Lieblingsgefährt in der Foto-Arena ablichten lassen, die 360-Ermäßigungen für Fahrrad, Moped und Auto checken, beim Online-Gewinnspiel einen tollen Preis gewinnen, Tipps & Infos zum Thema „Mobilität“ holen, eine 360-Card gratis beantragen oder ihre alte 360-Card umtauschen.

Bühnenprogramm in der „Jungen Halle“ Auch heuer organisiert die Offene Jugendarbeit Dornbirn das Bühnenprogramm in der Jungen Halle auf der Dornbirner Frühjahrsmesse. Wie jedes Jahr haben Jugendliche aus ganz Vorarlberg die Möglichkeit, ihr Können vor großem Publikum zu zeigen. Egal ob Tanzgruppe, Modeschau, Gesang/Rap, Theater oder ganz etwas anderes – Action wird auf alle Fälle erwartet! Zusätzlich findet am Donnerstag und Freitag vormittags der Vorarlberger Landesjugendredewettbewerb statt. 360-Card Besitzer/innen bekommen für den Eintritt auf die Messe eine Ermäßigung: € 6,50 statt € 8,-! Andreas Kresser, Vorsitzender des Vorarlberger Landesjugendbeirats Regina Sams, Stellvertretende Vorsitzende des Vorarlberger Landesjugendbeirats

Folgende Vorarlberger Jugendorganisationen freuen sich über ihren Besuch in der Jungen Halle: aha – Tipps & Infos für junge Leute Aktion kritischer Schüler/innen Alpenvereinsjugend Gewerkschaftsjugend Junge Grüne Junge ÖVP Katholische Jugend und Jungschar Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung Naturfreundejugend Offene Jugendarbeit Dornbirn Pfadfinder und Pfadfinderinnen Ring Freiheitlicher Jugend Schülerunion Sozialistische Jugend Supro – Werkstatt für Suchtprophylaxe Wasserrettung Jugend

Factbox Landesjugendbeirat Der Jugendbeirat berät die Landesregierung in allen Angelegenheiten (z.B. Gesetzesentwürfe, Jugendförderung, …) die Kinder und Jugendliche betreffen. Die Aufgaben des Jugendbeirates: • Aktionen und Projekte im Interesse der Jugend erarbeiten – besonders auch gewalt- und suchtpräventive • Information, Kommunikation und Zusammenarbeit unter den Mitgliedernund deren Organisationen fördern • Jugendinteressen und Anliegen des Jugendbeirates in der Öffentlichkeit vertreten und nationale und internationale Kontakte wahrnehmen Mitglieder des Landesjugendbeirats sind: Vertreter/innen der Verbandlichen und Offenen Jugendarbeit als ordentliche Mitglieder und Vertreter/innen von Facheinrichtungen als Mitglieder für den Informationsaustausch (kooptierte Mitglieder). Kontakt: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Gesellschaft, Soziales und Integration, Fachbereich Jugend und Familie Landhaus, 6901 Bregenz T: +43 5574 511 - 24127 E: jugend@vorarlberg.at


Alle Bilder: Alpenverein

Naturschutz bei der Alpenvereinsjugend Umwelt-Sammelaktionen rund um die Alpenvereinshütten und den Wanderwegen, Respektiere deine Grenzen, Wegarbeiten zur Erhaltung des rund 5700 km langen Wanderwegenetzes in Vorarlberg, Sanierung und Betreuung der Klettergärten – das alles steht in den Jahresprogrammen der 45 Ortsgruppen der Alpenvereinsjugend im Vordergrund.

Aktiver Umweltschutz ist uns wichtig, wir helfen auch bei kurzfristigen Aktionen mit. Ein schönes Beispiel ist die Aktion im Juni vergangenen Jahres auf der Alpe Hutla. Durch gewaltige winterliche Naturereignisse wurde die Umgebung der Alpe schwer in Mitleidenschaft gezogen. Über 20 Mitglieder erklärten sich sofort dazu bereit mitzuhelfen. Und so konnten Steine aus der Wiese ent-


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fernt werden, der Weg wieder begehbar gemacht werden und vieles mehr.

Was Hänschen nicht lernt Schon bei den Kindergruppen versuchen wir das sinnvolle Zusammenleben mit unserer Natur zu lehren. Denn: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. In der Gruppenarbeit verbringen wir viel Zeit in der Natur. Wichtig ist die Freude in der Natur, so dass die Kinder keine sinnlosen Zerstörungen durchführen oder einfach Müll wegwerfen. Wobei wir auch sehr darauf bedacht sind, dass nicht nur mit den Pflanzen, sondern auch mit Tieren sorgsam umgegangen wird. Daher unterstützen wir auch ganz intensiv die Aktion der Vorarlberger Landesregierung „Respektiere deine Grenzen“. Aber nicht nur unsere Jugendlichen, sondern auch alle anderen Alpenvereinsmitglieder informieren wir immer wieder über den Umgang mit der Natur, um z.B. bei Schitouren die Tierwelt so wenig wie möglich zu stören.

Jungbäume schützen Ein erlebnisreicher Termin ist die schon seit über 20 Jahren stattfindende Aufforstaktion um Hohenems. Hier werden herumliegende Äste zusammengetragen, um den alljährlich fast 800 gesetzten Jungbäumen ausreichend Platz zum Wachsen zu geben. Sie stellen den nötigen Halt für den angeschlagenen Boden wieder her.

Wir reden mit Es gibt noch einen anderen, wichtigen Beitrag, den die Alpenvereinsjugend leistet. Als zweitgrößte Jugendorganisation in Vorarlberg unterstützt sie auch ihre Mutterorganisation bei der Erstellung von Stellungnahmen zu wichtigen Projekten wie z.B. Schigebietsverbindungen wie Mellau – Damüls, Lech – Warth oder Heliskiing-Bewilligungsverfahren. Unser Fokus ist das Gleichgewicht zwischen Natur, Naturnutzung und Naturschutz. Es ist uns klar, dass wir damit nicht immer im Sinne der Fremdenverkehrsorganisationen denken. Viele Bürger/innen im schönen „Ländle“ wollen die Natur genießen, das ist aber nur möglich, wenn wir große, scheinbar wichtige Projekte des Fremdverkehrs oder der Gemeinde zumindest hinterfragen. Eines sollten wir uns immer wieder vor Augen halten: Eine glücklich aufwachsende Jugend braucht die Natur.

Räumungsarbeiten in Schnifis Zum Abschluss möchte ich noch kurz auf unser Projekt mit der Gemeinde Schnifis und den zuständigen Genossenschaften eingehen: Im Zeitraum Mai bis Juni wollen wir in den Gebieten der Alpe Alpila, Alpe Hutla und Almein Entbuschungs- und Räumungsarbeiten durchführen. Dabei werden uns alle Organisationen des Jugendbeirats unterstützen. Horst Huber, Obmann Alpenvereinsjugend Vorarlberg

Factbox Alpenverein Auszug aus der Alpenvereinssatzung §2-Zweck: ... Zweck des Vereins ist, das Bergsteigen, alpine Sportarten und das Wandern zu fördern und zu pflegen, die Schönheit und Ursprünglichkeit der Bergwelt zu erhalten, die Kenntnisse über die Gebirge und ihre Umwelt zu erweitern und zu verbreiten und dadurch auch die Liebe zur Heimat zu pflegen sowie Wissenschaft und Forschung in diesem Bereich zu fördern. Der Verein ist dem alpinen Natur- und Umweltschutz verpflichtet. Arbeitsgebiet des Vereins ist das Bundesgebiet der Republik Österreich, sein Betätigungsfeld sind die Berge der Welt ... Kontakt: Alpenverein Vorarlberg Landesgeschäftsstelle
 Untersteinstrasse 5
 6700 Bludenz www.alpenverein.com/vorarlberg


Alle Bilder: Offene Jugendarbeit Dornbirn

Let‘s go solar Die Projektgruppe „Let‘s go solar“ der Offenen Jugendarbeit Dornbirn startete im Jahr 2012 mit einer Studie zum Mobilitätsverhalten junger Menschen. Nun kann ein Teil dieser Studie erstmals präsentiert werden. Bisher nahmen 151 Jugendliche aus Vorarlberg an der Befragung teil. Vor allem wollte die Studie ergründen, wie bewusst die Jugendlichen ihre Wahl der Verkehrsmittel treffen und wie sich ihr Wohlbefinden in öffentlichen Verkehrs-

mitteln bei dieser Entscheidung niederschlägt. Das Projekt „Let‘s go solar“ möchte das Bewusstsein für umweltschonende Mobilität erhöhen.

Öffis schneiden gut ab Die Befragung ergab, dass 43% der Jugendlichen mit den Öffis unterwegs sind, 24% am liebsten zu Fuß gehen und 13% mit dem Fahrrad. Somit ist nur jeder 5. mit einem „CO2-Produzenten“ mobil. Ein nicht uninteressanter Faktor ist sicherlich, dass 90% der Befragten


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keineswegs der Meinung sind, dass es uncool ist, mit dem Bus oder dem Zug zu fahren. Das Image der Öffis ist also durchwegs positiv. Auch fühlen sich über 73% der Befragten am Bahnhof sicher und sogar knapp 90% im Zug. Es kann zusammengefasst gesagt werden, dass die Jugendlichen gerne Zug und Bus benutzen, sich auch in den Verkehrsmitteln wie auch an den Haltestellen bzw. Bahnhöfen sehr sicher fühlen, die Infrastruktur ausreichend gut bewerten und sie auch keinen Imageverlust erleiden.

Faltrad und Elektro-Scooter Das Projekt „Let‘s go solar“ bietet interessante Alternativen, um den Besitz bzw. die Nutzung eines Autos oder Mopeds möglichst unattraktiv zu halten. So hat die Offene Jugendarbeit Dornbirn bereits ein beachtliches Spektrum an umweltfreundlichen und spaßigen Fortbewegungsmitteln, die den Jugendlichen unkompliziert und kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Jugendlichen können das tolle Brompton-Faltrad (dieses ist in wenigen Sekunden zusammengefaltet und kann dann kostenlos in Bus und Bahn mitgenommen werden), einen Elektroscooter oder auch das Elektro-Landrad

ausborgen. Sogar für den Transport von größeren Dingen ist man ausgerüstet: Mit dem eigens umgebauten Lastenrad kann man nicht nur umweltfreundlich transportieren, sondern es sieht auch wirklich super aus und ist überaus leicht zu handhaben. Und sollte die Last dann wirklich einmal zu groß werden, steht das Elektroauto zur Verfügung, das mit Ökostrom „getankt“ wird.

Bodenseeumrundung mit dem Rad Trotzdem soll der Gebrauch des Fahrrades nicht an Image verlieren und dessen Nutzung ist in vielerlei Hinsicht zu fördern. So nimmt die OJAD auch heuer wieder am Fahrradwettbewerb des Landes Vorarlberg teil und bringt so zahlreiche gleichgesinnte Jugendliche zusammen. Die Hartgesottenen starten im Sommer eine Bodenseeumrundung mit den Fahrrädern – jede/r kann mitmachen! Die Projektgruppe „Let‘s go solar“präsentiert sich auf der Dornbirner Frühjahrsmesse in der Jungen Halle (04.04. – 07.04.) und auch als Teil der Weltumweltwoche am 05.06. Hier erfahren Jugendliche, wie sie mitmachen oder den Verleih in Anspruch nehmen können. Claudia Mäser, Öffentlichkeitsarbeit Offene Jugendarbeit Dornbirn

Info Weitere Infos bzw. Details zur gesamten Studie und auch über das Umweltprojekt der OJAD „let‘s go solar“ bekommt ihr auch gerne bei Sebastian persönlich (E: sebastian.mischitz@ojad.at).


Niels Richter

Wir machen Schrott wieder flott! In der Offenen Jugendarbeit Lustenau wird Upcycling als Alternative zum Recycling etabliert. Upcycling ist eine Form des Recyclings, bei der es im Gegensatz zum Downcycling zu einer materiellen Aufwertung der Ausgangsstoffe kommt. Ziel ist es, aus wertlosen Materialien ein neues Produkt zu gewinnen. Dieser Prozess bietet Entfaltungsmöglichkeiten für kreatives, handwerkliches und umweltbewusstes Arbeiten. Die bei den Lustenauer Jugendbeteiligungstagen 2008 gegründete Partizipationsgruppe “Buntes Lustenau” hat sich im

Rahmen des landesweiten Projekts der Offenen Jugendarbeit “Bestmüll statt Restmüll” diesem Thema gewidmet. Die Jugendlichen verwerten alte, zum Teil unbrauchbare Fahrräder, Einzelteile und Metallschrott zu eigens designten Bikes. Die auf Basis des “try and error” Prinzips agierende Gruppe ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Offenen Jugendarbeit Lustenau geworden.

Long Jane In dutzenden Stunden der Planung und des Arbeitens haben die Jugendlichen ein Lastenrad nach dem Vorbild einer


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“Long Jane” gebaut. In Kooperation mit der berühmten “Bike Kitchen Vienna” ist der Gruppe ein herausragendes Werkstück gelungen. Von der Detailplanung bis zur Fertigstellung konnten sich die Jugendlichen konstruktiv in das Geschehen einbringen und so mit ihren Fähigkeiten die Realisierung des Projekts ermöglichen. Schweißen, lackieren, verlegen der Kabelzüge, komplettieren und Feineinstellung der Bremsen und Gangschaltung – das alles wurde in Eigenregie geleistet. Die wahrscheinlich größte Herausforderung war dabei eine stabile Rahmenkonstruktion zu entwickeln, die auch bei hohen Lasten und der gegebenen Überlänge des Fahrrades einen angemessenen Fahr- und Lenkkomfort bietet.

im Hinblick auf Umweltverträglichkeit zu reflektieren. Das praktische Arbeiten und Entwickeln von Ideen leistet einen wertvollen Beitrag zur Berufsorientierung. Außerdem ergeben sich auch zusätzliche Vorteile, wie zum Beispiel für arbeitssuchende Jugendliche im Projekt “Gute Geister”: sie können das Fahrrad für Plakatierfahrten und Botengänge als kostengünstige und umweltschonende Alternative zum PKW verwenden. Die Jugendlichen im Projekt “Gute Geister” haben im Normalfall keinen Führerschein – was die Verwendung des Fahrrades noch attraktiver macht.

Dieses Projekt beinhaltet sowohl für die teilnehmenden Jugendlichen als auch für die Nutznießer der fertig gestellten Arbeiten ein breites Erfahrungsfeld. An erster Stelle stehen persönlichkeitsbildende und gruppendynamische Abläufe wie auch Freizeitgestaltung. Neben dem Spaß und der Chance, die eigenen handwerklichen Fähigkeiten zu verbessern, haben die Teilnehmer/innen die Möglichkeit, ihr Mobilitätsverhalten

OJA Lustenau

Breites Erfahrungsfeld

Umweltbewusste Betriebsführung Durch den Einsatz der “Long Jane” können CO2 Emissionen im Mobilitätsbereich verringert werden. Das Lastenfahrrad ist ein Teil des “Öko-Profit” Projektes, das eine umweltbewusste Betriebsführung zum Ziel hat. Abschließend möchten sich die Verantwortlichen bei den ehrenamtlichen Helfer/innen für die vielen geleisteten und noch zu leistenden Stunden herzlich bedanken! Michael Hollenstein, Jugendarbeiter der Offenen Jugendarbeit Lustenau und tätig als Begleiter des Projekts Stefan Hagen, derzeit Zivildienstleistender der Offenen Jugendarbeit Lustenau


Alle Bilder: Offene Jugendarbeit Bregenzerwald

Bestmüll

statt Restmüll

Eingehüllt statt zugemüllt ... Ziel unserer Aktion zum Thema Jugend und Umwelt war es, gemeinsam mit anderen Jugendverbänden des Landes ein Zeichen zu setzen.

Außerdem wollten wir die Jugendlichen auf kreative Weise für das Thema Umwelt sensibilisieren und zu einem verantwortungsvolleren Umgang bewegen. Uns war wichtig, beim Thema „Müll“ ein Produkt zu finden, das auch von Jugendlichen produziert wird. Unsere Wahl fiel darum ziemlich schnell auf Altpapier. Denn wer kennt sie nicht, die Berge an alten Zeitungen, Magazinen, Plakaten, Postwürfen oder Verpackungen, die in jedem Haushalt anfallen. Altpapier produzieren wir alle täglich. Möglichkeiten

zu finden, dieses vermeintliche Abfallprodukt kreativ wieder zu verwerten und Neues, Nützliches daraus zu schaffen reizte uns.

Unsere „Bestmüllerin“… Mit Angelika Longo fanden wir schnell die ideale Partnerin, die uns half, unseren Ideen Gestalt zu verleihen. Die als Graphikerin tätige Bregenzerin sucht selber ständig Wege und Ideen, um aus Recycling-Materialien Originelles entstehen zu lassen. Auch mit Altpapier arbeitet sie


17 Für die Tonne …? Meinungen zur Aktion von unseren kreativen Köpfen Victoria, 14 „Ich war schon von den Bildern, die Agnes uns vorab von Angelikas Arbeiten gezeigt hat, begeistert und entschloss mich darum gleich, beim Workshop dabei zu sein. Altpapier hab ich ja genug zu Hause und so stellte sich auch die Frage der Kosten nicht – was ich als Schülerin super finde. Zuerst war ich noch ein bisschen skeptisch, wie schwer es werden würde die Taschen zu machen, denn auf den ersten Blick schaut es gar nicht so einfach aus. Beim Arbeiten merkte ich dann aber gleich, dass es eigentlich ganz einfach geht, wenn man einmal „den Dreh raus hat“. Ich konnte schlussendlich sogar drei Handytäschchen an einem Nachmittag machen.“

schon länger und kreiert alle möglichen Dinge daraus. Hauptsächlich, indem sie das Papier zuschneidet, faltet, auf verschiedene Arten flechtet und dann in die unterschiedlichsten Formen bringt.

Vom (Papier-) Müllberg zum Kunstwerk Von Angelikas Mustern inspiriert, entschieden sich unsere Mädchen ziemlich schnell dafür, Handytaschen, i-pod Hüllen sowie Taschen aus den mitgebrachten Zeitungen und Zeitschriften machen zu wollen. Um besser arbeiten zu können, haben wir die Gruppengröße im Vorfeld bewusst begrenzt und die in-

teressierten Jugendlichen auf mehrere Workshops aufgeteilt. Bereits am ersten Nachmittag entstanden richtig gute Ergebnisse, die sofort überzeugten. Auch die weiteren Runden erfüllten voll und ganz unsere Erwartungen. Die fertigen Täschchen sind absolute Hingucker und Einzelstücke! Originelle Unikate, die einem vermeintlichen Abfallprodukt zu neuen Ehren verhelfen und dem/ der Besitzer/in den einen oder anderen neidvollen Blick garantiert!

Recyclingfähig? Unser Fazit: Altpapier bietet unglaublich viele Möglichkeiten. Es zu flechten, wie wir es gemacht haben, ist nur eine der vielen Optionen, um unsere Papierberge kreativ abzubauen und dabei ohne viel Aufwand und Geld ganz Persönliches herzustellen. Unsere Idee zu „recyceln“ können wir darum nur wärmstens empfehlen! Agnes Hollenstein Jugendkoordinatorin Offene Jugendarbeit Bregenzerwald, Projektleiterin

Nadine, 15 „Ich fand den Nachmittag super. Ich hätte nicht gedacht, dass aus ein paar alten Zeitungen, die ich eigentlich wegschmeißen wollte, so coole Sachen entstehen können. Um meine Handytaschen beneiden mich meine Freundinnen auch schon! Ich werde auf jeden Fall bei der nächsten Flechtrunde wieder dabei sein, um meine Auswahl zu vergrößern!“ Maja, 17 „Ich habe mich dafür entschieden, eine große Tasche zu flechten und finde das Ergebnis toll! So eine hat sonst niemand. Auch den Workshop selber fand ich gut. Angelika hat die Arbeitsschritte verständlich erklärt und war sehr geduldig mit uns. Ich werde meine Tasche auf jeden Fall gleich meinen Freundinnen vorführen und zu Hause noch ein passendes Handytäschchen flechten.“

Kontakt und Information Offene Jugendarbeit Bregenzerwald Agnes Hollenstein Impulszentrum/ Gerbe 1135, 6863 Egg T: 0664/ 1204745 E. office@ojb.at www.ojb.at


Philipp Linstädter

jung sein ... Interviews mit jungen Menschen

Thomas,18 Jahre, Lustenau Ich finde es wichtig, dass man bewusst darauf schaut, was man isst und was man einkauft – heutzutage ist ja so viel Gift im Essen. Ich wär mehr dafür, dass man selbst anbaut oder Sachen aus ökologischem Anbau kauft, vor allem wenn man kleine Kinder hat. Um die Umwelt zu schützen versuche ich, keinen Müll auf

die Straße zu werfen und nicht viel Plastik zu verwenden. Man sollte bewusst durch die Welt gehen und darauf schauen, wenig Müll zu machen. Den Leuten sollte klar werden, dass sie dadurch die eigene Welt und ihren Körper kaputt machen, man sollte ihnen die Augen öffnen, dass sie mal aus ihrem Egoismus aufwachen.

Jennifer, 20 Jahre, Bürs Unsere Umwelt und der Umweltschutz sind mir sehr wichtig, weil ich möchte, dass es meine Kinder in Zukunft mal auch so schön haben, wie wir jetzt. Selber trenne ich immer den Müll und fahre fast nie mit dem Auto. Wir haben zuhau-

se auch eine Solaranlage um Energie zu sparen und heizen nicht mit Öl, sondern mit Holz. Ich finde es eigentlich schlimm, dass Zug und Bus so teuer sind. Mit dem Auto kommt man einfach überall billiger und viel schneller hin.


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Judith, 21 Jahre, Altach Zum Umweltschutz gehört für mich dazu, weniger mit dem Auto, sondern mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren und nicht zu viel mit dem Flugzeug zu fliegen. Wichtig ist auch, dass man Energie spart, vor allem, dass man das Licht nicht immer brennen lässt, wenn man es eigentlich nicht braucht und dass man elektronische Geräte nicht auf Standby lässt, sondern ganz ausschaltet. Selber trenne ich immer meinen Müll, fahr im-

mer mit Öffis und versuche, Energie zu sparen. Ich finde, man sollte höhere Strafen für große Firmen und Betriebe einführen, wenn sie durch Schadstoffe die Umwelt verschmutzen. Selber würde man die Umwelt mehr schützen, wenn man weniger Rindfleisch isst – weil Rinder ja viel Methan ausstoßen – wenn man vor allem regionale Produkte kauft, die keinen langen Transportweg haben und wenn man auf Plastiksäcke verzichtet.

Manuel, 21 Jahre, Altach Um die Umwelt zu schützen kann man zum Beispiel mehr mit dem Fahrrad fahren, leere Nespresso Kapseln zurückbringen und nicht wegwerfen und die Fenster nicht zu lange auflassen, dass die ganze Wärme und Energie verloren geht. Die Sachen, die ich gerade gesagt habe, auf die achte ich eigentlich selbst, um die Umwelt zu schützen. Ich trenne immer Müll, ich

fahre sehr oft Fahrrad und bringe immer meine Kaffee-Kapseln zurück. Ich würde es für den Umweltschutz sehr wichtig finden, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver gemacht werden. In Vorarlberg fahren die Busse nicht die ganze Nacht durch, deshalb muss man mit dem Auto fahren, wenn man abends fort geht und nachts noch nach Hause kommen will.

Lisa, 17 Jahre, Bludenz Umweltschutz bedeutet für mich, dass man vor allem etwas gegen den vielen Müll und die Abgase der Autos macht, weil sie die Luft und die Umwelt verschmutzen. Mir ist Umwelt sehr wichtig, weil ich es schlimm finde, dass so viel Müll auf die Straße geworfen wird und dass man vor allem bei Raststationen

einfach den Müll liegen lässt. Ich selber werfe meinen Müll immer in den Mülleimer, auch die Zigarettenstummel werfe ich nicht einfach auf den Boden. Ich finde, es sollte ein Gesetz gegen Umweltverschmutzung geben. Jedes Mal, wenn man Müll einfach auf die Straße wirft, muss man € 10,- Strafe zahlen.


Nadja, 17 Jahre, Vandans und Claudia, 16 Jahre, Braz Zu unserem Leben gehört Umwelt einfach dazu – und wir sind eben ein Teil der Umwelt. Darum sollten wir auf die Umwelt aufpassen und versuchen, sie zu schützen, dann schützen wir auch uns selbst. Für uns ist Umweltschutz vor allem, dass man nicht immer mit dem Auto fährt, Müll nicht einfach auf die Straße wirft und wenn man sieht, dass jemand Müll auf den Boden wirft, sie

darauf vielleicht aufmerksam macht. Es trägt leider jede und jeder von uns bei, dass es momentan nicht so gut läuft mit dem Umweltschutz. Die Politik setzt sich viel zu wenig für den Umweltschutz ein, vor allem nicht, dass der CO2–Ausstoß zurückgeht. Außerdem haben sich die Elektroautos nicht wirklich durchgesetzt, auch weil sie noch viel zu teuer sind.

Teresa, 19 Jahre, Bregenz Für mich gehört zum Umweltschutz zum Beispiel, dass man Müll trennt, dass man mehr mit dem Fahrrad fährt und dass man mit Wasser sparsam umgeht. Ich schaue schon darauf, dass ich die Umwelt schütze aber trotzdem ist mir die Umwelt nicht so wichtig. Ich möchte auf gewisse Dinge wegen der Bequemlichkeit nicht verzichten, zum Beispiel das Auto fahren. Eigentlich der wichtigste Punkt ist für mich aber, dass ich finde, dass man

als Einzelne nicht viel gegen Umweltverschmutzung machen kann. Ich versuche, die Umwelt zu schützen; ich trenne den Müll und ich probiere, nicht so oft mit dem Auto zu fahren. Manchmal fahre ich aber schon Auto, weil die öffentlichen Verkehrsmittel nicht so gut sind und man viel länger braucht. Darum finde ich, dass es für den Umweltschutz wichtig wäre, die Verbindungen der öffentlichen Verkehrsmittel besser zu machen.

David, 19 Jahre, Dornbirn Ich achte darauf, nur Bio-Produkte und vor allem nur Recycling-Produkte zu kaufen, gehe nie zu McDonalds essen, weil McDonalds ja die Umwelt nicht schützt, und esse nicht so viel Fleisch. Ich fahre auch viel mit dem Bus und dem Zug, fahre Fahrrad oder laufe – zwar habe ich den Führerschein, aber ich fahre praktisch kaum Auto. Man sollte insgesamt weniger mit dem Auto fahren und mehr mit

den Öffis – die Verbindungen sind ja gut – und mehr auf Mülltrennung achten. In Französisch haben wir auch gelernt, dass man in Läden auf Plastiksäcke verzichten und zum Beispiel mit einem Rucksack einkaufen gehen sollte. Ich würde mir wünschen, dass es mehr Recycling- und Bio-Produkte in den Läden gibt und man nicht lange danach suchen muss – vor allem nach Recycling-Produkten.

Die Interviews führte Linda Achberger, aha/360-Jugendreporterin


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Aus der Jugendarbeit Solidarität gegen Vorurteile Jugendliche haben im Rahmen von Seminaren der youngCaritas Workshops gegen Rassismus entwickelt und wurden zu Anti-Rassismus Trainer/innen ausgebildet. Acht Teams der ausgebildeten Jugendlichen verschiedenster Herkunft und Religionszugehörigkeit können Workshops an Schulen (außer Volksschulen), in Unternehmen und

in Jugendeinrichtungen anbieten. Die Workshops werden aus Mitteln der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung finanziert und sind daher kostenlos. Weitere Infos: youngCaritas, Mag. Dipl-Päd. Oliver Natter, E: oliver.natter@caritas.at

Jugendliche und das Web 2.0 – Chancen und Gefahren Facebook, Youtube, Smartphones, etc. – Jugendliche bewegen sich anscheinend spielend leicht durch die digitale Welt. Jedoch kommt es zunehmend zu Problemen wie Urheberrechtsverletzungen, Abmahnungen, Cybermobbing, Sexting usw. In dieser Schulung werden einerseits die Faszination und die Chancen der digitalen Welt beleuchtet. Andererseits werden aktuelle Risiken des Web

2.0, sowie mögliche Handlungsstrategien bzw. präventive Maßnahmen aufgezeigt. Dieser Abend findet im Rahmen des Projekts „REFLECT AND ACT!“ statt und wird durch den Fonds Gesundes Österreich und den Fonds Gesundes Vorarlberg gefördert. Christian Rettenberger verfügt über mehrjährige Erfahrung in der Jugendarbeit und Mediengestaltung und ist als Referent für

das Projekt „Reflect and Act“ der Supro und SaferInternet.at tätig. Veranstaltet von am.puls am Dienstag, 23. April 2013, 18:00 – 21:00 Uhr Supro (Werkstatt für Suchtprophylaxe), Am Garnmarkt 1, Götzis Anmeldung bitte bis 19.04.2013 an koje - T: 05574 45838 per Mail: andrea.fridrich@koje.at


Europa im Fokus Im Mai findet europaweit die European Youth Week statt. Das aha stellt diesen Monat ganz unter das Zeichen europäischer Begegnungen. Die ahaMitarbeiter/innen und Jugendliche informieren über Möglichkeiten ins europäische Ausland zu gehen wie zum Beispiel Studieren, Reisen, Arbeiten oder Europäischer Freiwilligendienst. Bei der internationalen Fotoausstellung „Blickwinkel“ präsentieren Jugendliche aus anderen europäischen Ländern, was ihnen „vorarlbergisch“ vorkommt. Ausstellung und Infos vom 1. bis 31. Mai im aha Bregenz, Dornbirn, Bludenz Speed-Dating mit Europäischen Freiwilligen am 28. Mai, 16 Uhr, aha Dornbirn www.aha.or.at/europafokus

Land fördert Projekte Mit bis zu € 1.500 unterstützt Kinder in die Mitte Projekte, die sich für mehr Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit in Vorarlberg einsetzen. Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Einrichtungen und Organisationen privaten und öffentlichen Rechts – alle ausschließlich nicht-gewinnorientierter Art aus Vorarlberg (z.B. Privatinitiative, Gemeinde, Jugendgruppe, Elternverein) können eine finanzielle Unterstützung beantragen. Gewerbliche Anbieter sind ausgeschlossen. Alle Infos dazu: www.vorarlberg.at/kinderindiemitte

15 Jahre Amazone frech, bunt, vielfältig und kein bisschen leise Unter dem Namen Kecke Quecke wurde der Verein Amazone 1998 mit dem ersten Vorarlberger Mädchenzentrum ins Leben gerufen, bevor ihm 2001 die Mädchen den Namen Mädchenzentrum Amazone gaben. Seit 2011 fokussiert der Verein Amazone in Vorarlberg, Österreich und über die Grenzen hinweg die Vision der Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit. Die Umsetzung der thematischen Arbeitsschwerpunkte erfolgt mit feministischer Haltung über die Zugänge Bildung und Förderung in den drei Handlungssäulen: Mädchenzentrum, Mädchenberatung und Fachstelle Gender. Mädchen und Unterstützende haben es überhaupt möglich gemacht: Seit 15 Jahren ist der Verein Amazone Treff-

punkt und Anlaufstelle für Mädchen und steht mit der Fachstelle für Qualität in der Genderarbeit. Zu diesem freudigen Anlass sagen wir „Danke!“ für langjährige Kooperationen und Unterstützungen und laden herzlich zu einem spannenden und vielfältigen Geburtstagsfest am Samstag, den 15. Juni 2013 ein, bei dem wir stolz die Vereinsentwicklung und die Arbeit der drei Handlungssäulen präsentieren und gemeinsam feiern wollen. Eckdaten zum Programm 14 - 18 Uhr Stationen & Workshops 15 Uhr offizieller Teil ab 18 Uhr Feiern & Tanzen Weiter Infos folgen unter: www.amazone.or.at


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Alles mobil im April! Der Startschuss zum Monat der Mobilität im aha und bei 360 fällt mit „Walk ‘n Roll“ auf der Frühjahrsmesse Dornbirn. Im April können Jugendliche außerdem im aha Bregenz, Dornbirn und Bludenz ihr Bike von Werkzeit checken und reparieren lassen. Ermäßigungen für Motorradhelme, Fahrsicherheitstrainings, Nachttaxis, Informationen über Mitfahrgelegenheiten und vieles mehr runden den Monat der Mobilität ab. www.aha.or.at/mobil Helmaktion: € 10,- Ermäßigung auf Helme von Loitz (ab einem Einkaufswert von € 50,-) mit der 360!

Weltspieltag Am 28. Mai 2013 ist Weltspieltag! Dabei soll durch Aktionen das Recht auf Spiel stark gemacht werden. Gruppen und Einzelpersonen, Schulen, Kindergärten, Kinderbetreuungseinrichtungen, Spielgruppen, Gemeinden, usw. sind eingeladen, um den 28. Mai 2013 Plätze und Freiräume für Spielaktionen zu nützen. Dazu leistet Kinder in die Mitte einen finanziellen Beitrag. Einsendeschluss der Spielaktionen: 26. April 2013! Weitere Infos unter: www.vorarlberg.at/kinderindiemitte

Landesjugendsingen Herzlich Willkommen sind interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sowie Gesangsbegeisterte beim Landesjugendsingen am Mittwoch, den 24. April 2013 (nachmittags) und Donnerstag, den 25. April 2013 im Cubus in Wolfurt – hier werden junge Chöre in Vorarlberg ihr Können präsentieren und vor einer Fachjury unter Beweis stellen. Ein Festakt mit feierlichem Gottesdienst findet am Freitag, dem 26. April statt. Alle weiteren Infos unter: www.vorarlberg.at/jugend

Jugendprojektwettbewerb Eure Ideen sind gefragt! Gesucht werden die besten Jugendprojekte aus den Bereichen Jugendkulturen, Lebensraumgestaltung, Soziales usw. Es können Jugendinitiativen, Freundeskreise, offene und verbandliche Jugendarbeit, Jugendorganisationen, Vereine, erwachsene Initiatorinnen und Initiatoren sowie Gemeinden teilnehmen.

Beim regionalen Bewerb am Samstag, den 19. Oktober 2013 im ORF Landesstudio Dornbirn gibt es insgesamt € 4.500 zu gewinnen. Die besten Projekte können am interregionalen Jugendprojektwettbewerb teilnehmen. Anmeldeschluss ist der 17. Juni 2013. Alle Infos unter: www.jugendprojekte.at


Ausgabe 18, März 2013 www.jugend-diskurs.at

DVR 0662321

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Der nächste Diskurs...

juliane schwabenbauer

Sollten Sie keine Zusendung des Jugend-Fachmagazins Diskurs wünschen, melden Sie sich bitte unter abo@jugend-diskurs.at oder im aha unter 05572/52212.

... erscheint im Herbst 2013. Kostenloses Diskurs-Abo: abo@jugend-diskurs.at

Auf den Punkt gebracht.


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