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Dirndl Fr端hjahr/Sommer 2013

MAGAZINE


FRÜHJAHR/SOMMER 2013 AUSGABE NR. 4 HERAUSGEBERIN & REDAKTEURIN NADINE BATISTA SANTOS redaktion@dirndlmag.de ISSN Nummer 2196-1530 TITELBILD FOTOGRAFIN JOHANNA KREUTZER www.johannakreutzer.de STYLING OLIVER RAUH www.oliverrauh.blogspot.com HAARE & MAKE UP SIGI KUMPFMÜLLER @ Fameagency.com MODEL TIMEA BIRKNER @ M4 Models Management DIRNDL & BLUSE SUSANNE SPATT via Lodenfrey COLLIER GABRIELE FRANTZEN ALLE PREISANGABEN OHNE GEWÄHR! Für Anzeigenbuchungen kontaktieren Sie Dirndl Magazine bitte per Email an anzeigen@dirndlmag.de. Die aktuellen Mediadaten, Anzeigenformate und Preise finden Sie auf unserer Webseite www.dirndlmag.de/mediadaten DIE NÄCHSTE AUSGABE Die Herbst/Winter 2013 Ausgabe des Dirndl Magazines erscheint voraussichtlich im August 2013 Noch mehr Dirndl Mode und Couture finden Sie auf unserer Webseite www.dirndlmag.de

NETZWERK www.facebook.com/dirndlmagazine www.twitter.com/dirndlmag www.pinterest.com/dirndlmag www.instagram.com/dirndlmag DRUCK Color Gruppe GmbH Geretsriederstr. 10 81379 München www.colorgruppe.de

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BRIEF AN DIE

LESER In diesem Jahr tut sich wirklich viel in der Trachtenszene. Endlich! Genau so wie in der regulären Mode setzt man lieber auf Qualität als auf Quantität. Das Dirndl Magazine befindet sich mittlerweile im dritten Jahrgang und sie halten die bereits vierte Ausgabe in den Händen! Unser Ziel ist es nach wie vor einen breitgefächerten Überblick über die moderne Dirndl- und Trachtenszene zu bieten, um euch die Qual der Wahl unter all den prächtigen Kollektionen etwas zu erleichtern. Ebenfalls neu in diesem Jahr sind die ersten Münchner Trachtentage. Die Erfinder und Veranstalter dieses neuen Events stellen wir euch in dieser Ausgabe exklusiv vor! Wie bereits im letzten Jahr, zeigen wir euch in dieser Frühjahrsausgabe

wieder die neuesten und edelsten Brautdirndl. Ganz besonders freuen wir uns, euch die exklusive Modestrecke „Liebeserklärung“ zu präsentieren in der wir nicht nur reguläre Brautdirndl zeigen, sondern auch einen angesagten „Trachten-Cross-Over-Style“! Viele interessante Interviews, Berichte über Newcomer und Trends haben wir zusammengestellt. Nach einem langen Winter begrüßt uns der Frühling in sanften Farben! Ob Pasteltöne, saftige Sommerfarben oder Blumendruck, in diesem Jahr heisst es Farbe bekennen! Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden dieser Ausgabe und wünschen jetzt allen Leserinnen und Lesern viel Spaß beim Durchblättern, Lesen der Artikel und Schmökern in unserer neuen Ausgabe! Wir freuen uns auf euer Feedback!

Nadine Batista Santos Herausgeberin

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Inhalt

Impressum Brief an die Leser Trachtenrunway Schaufenster Herstellerverzeichnis Kolumne

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Brautdirndlstrecke LIEBESERKLÄRUNG Pretty Dirndl BRAUTDIRNDL Frühjahr/Sommer 2013 Must-Haves für die Braut NADINE & PAUL Hochzeit im Dirndl

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Die schönsten Dirndl Designer Interview SAMTHERZ 58 im Frühjahr Modestrecke Wer ist eigentlich ASTRID SÖLL 62 FRÜHLINGSERWACHEN Die ganze Welt in Tracht Dirndl Magazine stellt vor TRACHTSETTER 66

TRENDS 70 Frühlingsgefühle Sommerfrische 72 Rosengarten Spitzenklasse 86 Klare Sache Musterschüler Interview mit SchmuckLabel TWENTYTEN Schmuck und Accessoires

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TRACHTEN AUF DEM

Die ersten Einblicke in die Kreationen der kommenden Saison bekommt man auf dem Laufsteg. Zarte Muster, Blumendrucke und weich fallende Stoffe finden sich in vielen Kollektionen wieder und strahlen weibliche Eleganz aus!

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FOTOS: Reed Exhibitions Salzburg/Andreas Kolarik; Bernard Lesczynski

RUNWAY


TRACHTSETTER

SPORTALM

MOTHWURF DIRNDL MAGAZINE Fr端hjahr/Sommer 2013

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LIEBES ERKLÄRUNG

moderne tracht für den schönsten tag im leben eines dirndls FOTOS JOHANNA KREUTZER WWW.JOHANNAKREUTZER.DE MODEL TIMEA @M4 MODELS MANAGEMENT STYLING OLIVER RAUH WWW.OLIVERRAUH.BLOGSPOT.COM

HAARE & MAKE UP SIGI KUMPFMÜLLER @FAMEAGENCY.COM USING CHANEL/SEBASTIAN PROFESSIONELL ASSISTENZ MAX SCHÜTZE & SANDRA DÄUBLER PRODUKTION NADINE BATISTA SANTOS DANK AN DIE SHOOTINGLOCATION RILANO NO. 6 IM LENBACH PALAIS MÜNCHEN WWW.RILANO-NO6.COM

Dirndl mit Schürze und Bluse SUSANNE SPATT über Lodenfrey, Schleier ALIDA, Kranz VINTAGE, Kette GABRIELE FRANTZEN, Ring CAPOLOVORO, Armreifen und Schuhe HERMÈS

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BRAUTDIRNDL Frühjahr/Sommer 2013 Heiraten will gelernt sein. Es erfordet oft monatlanger Recherche und Planung bis alles perfekt ist für den schönsten Tag! Da gehört die Wahl des Brautkleides zu einer der wichtigsten Aufgaben! Wer sich für eine Hochzeit im Dirndl etnschieden hat, fragt sich nun welches Dirndl am besten zu einem passt, ohne verkleidet zu wirken. Und wohlfühlen möchte man sich ja auch noch! Wir haben für euch recherchiert und bieten hier einen Überblick über die Brautdirndl aus den Kollektionen für Frühjahr/Sommer 2013.

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LENA HOSCHEK

FOTO: Lupi Spuma DIRNDL MAGAZINE Fr端hjahr/Sommer 2013

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Samtherz DESIGNER INTERVIEW

Mit dem innovativen Samtmieder sitzt das Dirndl wie eine zweite Haut. Samtherz hat hiermit eine Revolution in der Dirndlwelt geschaffen! Doch, wie kam es dazu? Dirndl Magazine hat bei der Designerin des Labels, Monika Strobl-足Klein genau nachgefragt!

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„Meine Urgroß-­ tante trug täglich auf der Alm Dirndl und ich erinnere mich an dieses besondere Rascheln ihres Rockstoffes!“

Monika Strobl-­Klein, Designerin und Firmengründerin und Sandra Bogdanovic, Mitgeschäftsführerin

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Liebe Monika, welchen Bezug hast du zum Dirndl? Gibt es prägende Kindheitserinnerungen? In der Tat, in meiner frühen Kindheit verbrachte ich viel Zeit bei meinen Urgroßeltern am Tegernsee. Meine Urgroßtante war Sennerin und auch dort auf der Alm lernte ich die Schönheit der Natur und die bayerische Kultur zu schätzen. Meine Urgroßtante trug täglich auf der Alm Dirndl und ich erinnere mich an dieses besondere Rascheln des Rockstoffes, sie muss wohl stets mindestens drei Unterröcke getragen haben. Doch ihre Tracht war funktional, es gab mehrere Taschen, in die ein riesiger Schlüsselbund passte. Die unteren Schürzenecken hatten Knöpfe und konnten über Kreuz an der Taille befestigt werden um so in der Schürze Dinge zu transportieren. Sie war eine schöne Frau in Tracht. Schon da wurde mir klar, das Dirndl ist nicht nur ein Kleid, sondern ein Lebensgefühl! Welche persönlichen Erfahrungen haben zur Entstehung deines Labels Samtherz beigetragen? Den Rest meiner Kindheit verbrachte ich nicht mehr auf der Alm und als Erwachsene reiste ich beruflich durch die ganze Welt. Als Unternehmensberaterin machte ich Karriere in einer männerlastigen Branche und habe jahrelang aus Koffern gelebt. Das Tragen von unbequemer Businesskleidung und der Wunsch als moderne Karrierefrau nur mit leichtem Gepäck unterwegs Urgroßtante in Tracht, Foto von Monika Strobl-Klein zu sein, haben mich zu dem Gedanken bewogen, Kleidung zu entwickeln, die mich im Berufsleben genau so wie im Privaten sondern immer andere Menschen, die Schönheit jeder Frau und ihre unperfekte Eleganz, diese am besten noch in Bewegung. Für gut aussehen lässt. unser Champagner Trüffel Dirndl inspirierte mich ein hübsches, Nach vielen Jahren des Reisens fand ich nach Bayern und seiner rothaariges Mädchen, das mit ihrer braunen Strickjacke an mir Tradition zurück und der Prototyp des Samtmieders entstand. vorbeihuschte. Da ich zum Ausgleich unter anderem Yoga mache und die Kleidung dafür nichts mit mir und meiner bayerischen DNA zu Was trägst du selbst am liebsten? tun hatte, entwarf ich einen Yogalook mit dem dazu passenden Ich trage gerne meine Dirndl auch als Kleider ohne Schürze mit Mieder aus dehnbarem Samt. Mit dem so beweglichen Mieder einem Gürtel in der Taille. Sonst trage ich am liebsten klassische kam auch bald das erste Samtdirndl und die neue Geschäftsidee: Faltenröcke aller Art und weite Röcke mit Petticoat darunter.Ich Dirndl, die jede Bewegung mitmachen, aber nahtgenau und trage meinen eigenen Stil und immer, was mir gefällt. taylormade sitzen. Und ich entschied mich dazu, mich mit dieser Was sind deine Lieblingsorte oder Plätze an denen du Idee selbständig zu machen. dich besonders wohlfühlst? So habe ich versucht, die bayerische Tradition nach meiner Sehr gerne bin ich an einem Bergsee, sogar lieber als am Erfahrung im In- und Ausland in meinen Kollektionen neu zu Meer. Aber auch die nordische Natur wie zum Beispiel eine Schneelandschaft in Schweden gefallen mir gut. Aufgrund vieler interpretieren. Freundschaften und Erinnerungen sind New York, Stockholm, Lässt sich so ein kreativer Beruf denn überhaupt mit Lissabon und Paris, einige meiner Lieblingstätte in die ich gerne reise! dem Privatleben vereinbaren? Wenn man etwas mit Leidenschaft tut, ist die eigene Bereitschaft mehr Energie einzusetzen viel größer. Ich habe viel Spaß an Vielen Dank Monika, für diesen aufschlussreichen meiner Arbeit, das was ich tue, macht mich glücklich. Meine Einblick in deine kreative Welt! Zufriedenheit überträgt sich auf meine Familie und mein Sohn mit seinen dreizehn Jahren beobachtet kritisch und ist stolz auf Noch mehr Informationen zu Samtherz und der kompletten Kollektion finden sie unter www.samtherz.de die neuen Dirndl. FOTOS Stephan Rumpf Was inspiriert dich zu neuen Ideen? Witzigerweise sind es nie Dinge oder Objekte die mich inspirieren TEXT Nadine Batista Santos, André Adamus DIRNDL MAGAZINE Frühjahr/Sommer 2013

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WER IST EIGENTLICH

Astrid  Söll Eigentlich stammt die Regensburgerin Astrid Söll aus einer ganz anderen Welt als die der Mode. Sie studierte Kunstgeschichte und vergleichende Kulturwissenschaften. Anschließend war sie über 10 Jahre im klassischen Musikbereich tätig. Die Thurn & Taxis Schlossfestspiele gehörten beispielsweise zu ihren Projekten. Die Welt der Kunst steckt voller spannender Geschichten, die von den Künstlern auf die unterschiedlichste Weise erzählt werden. Der eine bevorzugt es, seine Gefühle auf Leinwand auszudrücken, der andere mag lieber mit rauhen Materialien wie Holz oder Stein arbeiten. So findet Astrid Söll Gefallen an eher trachtenuntypischen Stoffmustern wie Toile de Jouy, exotischen Tiermotiven oder symmetrischen Grafikornamenten.

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Die Verwendung von hochwertigsten Stoffen ist ein großes Kriterium für Frau Söll. So werden feine Seidendirndl mit nahezu durchsichtigen Spitzenschürzen vervollständigt. Die Spitzenschürzen selbst sind aufwendig mit Perlen und glänzenden Seidengarnen bestickt. Neu im Sortiment der Kollektion 2013 sind Jacken und Mieder aus Samt und Leinen, die das Dirndloutfit perfekt ergänzen.

Schürzenband fällt auf und zeigt sich doch harmonisch! Wie ein dramatisches klassisches Musikstück wirken die Dirndl in kräftigem Grün oder Petrol. Aufgelockert wird der barocke Söll-Look mit verspielten Charinis an denen Tiermotive, knallrote Himbeeren und die üblichen Münzen oder Hörner hängen. Traum und Tradition treffen hier aufeinander und zeigen das Dirndl als wahres Kunstwerk.

Ebenfalls herausstechend sind die auffallenden und kontrastreichen Farbkombinationen, die in der Modewelt auch Mehr Informationen und Bilder der aktuellen Kollektion finden „Color-Blocking“ genannt werden. So wird ein bordeauxroter Sie auf www.soell-dirndl.de Dirndlrock mit einem türkisen Schürzenband kombiniert. Auch das komplett kirschrote Dirndl mit einem schokobraunen FOTOS: Rainer Fleischmann / www.r-photo.de

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DIRNDL MAGAZINE STELLT VOR

TRACHTSETTER Re-­Kitz heißt jetzt TRACHTSETTER! Die Starnberger Alpen-­Couturiere Nina Wirtz erklärt im exklusiven Gespräch mit Dirndl Magazine den Schritt ihres Labels nach vorne. Mit Kampagnengesicht und Topmodel Marie Nasemann und neuer „trachtbarer“ Kollektion unterstreicht TRACHSETTER seinen Anspruch, modische Trachten-­Trends zu setzen.

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in klarer, kurzer und ebenso bedeutungsvoller Satz schallt durch den Trachtenwald: Re-Kitz heißt jetzt TRACHTSETTER! Für Nina Wirtz, Gründerin und Designerin des Labels, nicht nur eine Namensänderung, sondern viel mehr ein Statement:

„Wir sind aus dem Namen rausgewachsen. Zu Beginn war unser Anspruch, die traditionelle Trachtenmode zu revolutionieren, daher Re-Kitz.“ Bald wurde im Starnberger Showroom nicht mehr nur revolutioniert, immer mehr Trends wurden gesetzt. „In den vergangenen vier Jahren wuchs der Erfolg und mit ihm kamen dann immer mehr Kitze in den Fashionwald. Das sehe ich klar als Kompliment. Dennoch darf man sich da nicht ausruhen: Wir haben unser Design kontinuierlich weiterentwickelt. Nicht mehr Revolution, sondern die Evolution steht heute im Vordergrund. All das hat uns bewogen, neue Wege zu gehen und wieder ein klares Alleinstellungsmerkmal zu schaffen: Re-Kitz heißt jetzt TRACHTSETTER, damit beginnt auch ein neuer Abschnitt.“

haben, und in jede Lebenssituation passen. „Sowohl für den Geschäftstermin, den glamourösen Anlass, oder einfach casual in Kombination mit lässiger Freizeitmode, bieten wir jetzt eine noch breitere Auswahl. Das ist sozusagen Tracht-á-Porter,“ schwärmt die Designerin. Drei Dirndl-Linien ROSENQUARZ, BERGKRISTALL und BRILLANT, vereinen traditionelle Trachtenschnitte und alpenländische Stoffe zu gewohnt einzigartigen Dirndlkreationen. Dabei zeichnet sich jedes Dirndl durch eine auffällig klare und unprätentiöse Silhouette aus. Dirndl Magazine zeigt Ihnen als erster die Highlights der neuen Kollektionen. Machen Sie sich selbst ein Bild. Wir finden, der neue Name hält, was er verspricht. Mehr Informationen und Kollektionsbilder finden Sie auf der Webseite www.trachtsetter.de

Die Message: TRACHTSETTER ist mehr. Das Angebot an alpiner Mode wird erweitert: Die neue Linie TRACHTBARES zeigt ein FOTOS Bernard Lesczynski stilvolles und innovatives Sortiment an Kleidern, Röcken, TEXT Nico Wirtz Kostümen, Blusen und Jacken, die das ganze Jahr Saison

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„Wir haben unser Design kontinuierlich weiterentwickelt. Nicht mehr Revolution, sondern die Evolution steht heute im Vor-­ dergrund.“

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FRÜHLINGS ERWACHEN Die Mode für Stadt, Land und Berg. Frische Farben und modische Schnitte mischen die Trachten-­Mode im Frühling auf. Die Liebe zur Tradition zeigt sich im Material, im Detail und in der Selbstverständlichkeit, wie Tracht heute getragen wird. Die modische Strickjacke zur Lederhose, das traditionelle Trachten-­Sakko zur Jeans. Tracht für die City. Mode für den Berg. Zeitloser Chic für jeden Tag

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DIE GANZE WELT

inTracht In diesem Jahr finden zum ersten Mal die Münchner Trachtentage statt. Damit gibt es endlich eine Verbrauchermesse die direkt im Zentrum der Trachtenwelt seine Türen öffnet. Wie es zu dieser Idee kam und was uns in naher Zukunft noch erwartet erzählen uns Caroline Humeniuk und Gina Rehle. Wie kam es zu der Idee der Münchner Trachtentage? Es ist nichts Neues, dass Trachtenläden vor der Wiesn wie Pilze aus dem Boden schießen, aber sicher für anspruchsvolle Trachtenliebhaber ein wahrer Graus. Die Krönung dieses Wahnsinns war im letzten Jahr der erste „Dirndl to Go Laden“. Kein Wunder, dass deshalb auch das Niveau der Tracht auf der Wiesn von Jahr zu Jahr erschreckend sinkt. Als ich mir im Frühjahr 2012 im Rahmen eines neuen Marketingprojektes Gedanken machte, wie und wo man ein neues, sehr exklusives Trachtenaccessoire charmant präsentieren könnte, habe ich schnell erkannt, dass es hier eine Lücke gibt. Kaum zu glauben, aber bisher gab es nur die Order- und Fachbesuchermesse in Salzburg und zahlreiche regionale Trachtenmärkte. Allerdings keine attraktive Besuchermesse gekoppelt mit einer Verkaufsausstellung. Eine erste Recherche hat gezeigt, dass es alleine in und um München ca. 250 Designer/innen und kleine Herstellerbetriebe gibt, die ihr Herz und viel Engagement dem Thema Tracht, alpine Fashion und stilgerechten Accessoires schenken. Ihre Philosophie: hochwertige zeitlose Materialien, Werterhalt und Nachhaltigkeit. Wow, die Begeisterung war groß und eines sofort klar: Es wird in München ein neues Event geben: eine Publikumsmesse für anspruchsvolle Trachtenliebhaber, die auf der Suche nach dem Individuellen und Besonderen sind.

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„Eines war sofort klar: Es wird in München ein neues Event geben: eine Publikumsmesse für anspruchsvolle Trachtenliebhaber, die auf der Suche nach dem Besonderen sind.“

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„Wer kennt ihn nicht, den Toni Jochner von „Alpenwahn“. Ohne ihn würde die gesamte Trachtenbranche wohl nicht so glänzen.“

Der Name für dieses Event? Münchner Trachtentage - schnörkellos und absolut selbsterklärend. Und das Konzept: Eine einzigartige Location, kombiniert mit einem offenen und pfiffigen Standkonzept verleiht den Münchner Trachtentagen ein stilvolles Wohlfühlambiente. Musikalische und kulinarische Schmankerl, traditionelle und mitreißende Einlagen, extravagante Modeschauen, sowie ein exklusives Messemagazin werden diesen Event für Aussteller und Besucher zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Gedacht, getan. Damit die 1. Münchner Trachtentage bereits im März 2013 stattfinden können, war ein professionelles Team erforderlich. Mein Dank gilt dem Veranstalter und Organisator der marktmädchen gmbh, den Vertriebsprofis der Eventagentur

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s’Rehle KG, Nadine Batista Santos, der Herausgeberin des Dirndl Magazine, der PR Agentur Sweet Communication und den zahlreichen Unterstützern. Der Alpenwahn geht weiter... Wer kennt ihn nicht, den Toni Jochner von „Alpenwahn“. Ohne ihn würde die gesamte Trachtenbranche wohl nicht so glänzen. Als er von den Münchner Trachtentagen erfahren hat, war seine Neugierde geweckt und er lud Gina Rehle und mich in seine Glitzerwelt nach Holzkirchen ein. Die sofortige Sympathie war ungewöhnlich stark und er unterstützte unser Vorhaben mit all seinen Kräften. Berauscht von seiner Kreativität, haben wir das Konzept der Münchner Trachtentage weiter entwickelt und planen gemeinsam eine


Roadtour durch Bayern und Baden-Württemberg, mit dem Namen „Tracht & Style“. Während der Akquise zu den Münchner Trachtentagen ist uns aufgefallen, dass der Marktplatz von Dirndl & Co. weit über die Grenzen von München reicht. Das junge Labels, Künstler oder Handwerker, teils sehr unbekannt, keinen Showroom oder gar einen Laden in anderen Städten betreiben. Ihnen wollen wir die Möglichkeit bieten, sich dem breiten Publikum zu präsentieren. Der Startschuss fällt im Mai 2013 in Rosenheim und führt uns über die Landesgrenzen hinaus. Eventagentur s’Rehle KG Mit viel Engagement und Liebe zum Detail ist Gina Rehle in das Projekt „Münchner Trachtentage“ eingestiegen. Wenn auch vorerst brachenfremd, hat sich die heimatverbundene Allgäuerin in diesen Geschäftszweig mit all den kreativen Designer/innen und traditionsreichen Betrieben verliebt. Vielleicht, weil schon ihr Urgroßvater ein Schuhmachermeister in Tirol war und sie den Geruch von Leder liebt, oder ihr Großvater in den Wintermonaten stets schnitzte und zeichnete und sie im Sommer mit auf die Jagd nahm. Aufgewachsen in der Umgebung von großen Geweihen und unzähligen Krickerln sitzt sie manchmal in der Zauberwelt von Alpenwahn und sieht lächelnd dabei zu, wie dergleichen mit Strasssteinen beklebt werden und sich zahlreich verkaufen. Nach Stationen in Köln, Kempten und Berlin hat sie nun ihr eigenes Unternehmen gegründet. Mit der Tracht & Style Roadtour 2013 startet eine neue Ära für ihr Team. Vertrieb und Marketing sind ihre große Leidenschaft, und so mancher Aussteller der Münchner Trachtentage konnte sich davon schon überzeugen. Neue Aufgaben reizen die 37-jährige an jedem Tag und die der Ideenfluss scheint nie abzureisen. Deshalb darf man sicher auch weiterhin gespannt bleiben, was noch alles folgen wird. Mehr Infos über die Münchner Trachtentage finden Sie unter www.muenchner-trachtentage.de Caroline und Gina tragen folgende Labels Bild Seite 63: CAROLINE CocoVero GINA Samtherz FOTOS Stephan Sonn TEXT Caroline Humeniuk

Bild Seite 64: GINA Goldstück CAROLINE Dirndl Liebe

16.-17. MÄRZ· 1. MÜNCHNER TRACHTENTAGE KONGRESSHALLE MÜNCHEN - STAND 30

Dirndl - Manufaktur TEL. ATELIER 0831/96091860 · INFO@ALPENHERZ.DE DIRNDL MAGAZINE Frühjahr/Sommer 2013 89 KEMPTEN · WWW.ALPENHERZ.DE


TRENDS 2013

Frühlingsgefühle Bei Frühling denken wir sofort an fröhliches Vogelgezwitscher, erfrischende Blumendüfte und warme Sonnenstrahlen. Sanfte Farben umsäumen die Parks und Wiesen und schnell kommen Frühlingsgefühle auf. Der Maler W.H. Hunt sagte treffend: „Farben sind das Lächeln der Natur.“ Sie verbreiten gute Laune und zaubern jedem ein Lächeln aufs Gesicht.

FOTO: Helge Kirchberger

Auch die Dirndlmode lässt sich durch diese Jahreszeit inspirieren und spielt mit den Farben des Frühlings. Pastellfarben wie Mint, Flieder oder zarte Rosatöne in Kombination mit weiß beherrschen die Frühjahrsmode.

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SUSANNE SPATT DIRNDL MAGAZINE Fr端hjahr/Sommer 2013

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TRENDS 2013

Sommerfarben Anders als im Frühling, brauchen wir im Sommer kräftigere Farben. Die Natur steht in voller Blüte und leuchtet um die Wette. Der azurblaue Himmel bietet einen wunderbaren Kontrast zum saftigen Grün der Bäume und den wildesten Farben der Tier-­ und Pflanzenwelt.

FOTO: Darren Jacklin

Das macht Laune auf bunte Kleider! Auch wir bekennen Farbe und kombinieren unsere Kleidung in vielen Kontrastfarben. Noch ein paar Blumen ins Haar, farbigen Lipenstift auftragen und los geht’s in den Sommer!

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FISCHER DIRNDL DIRNDL MAGAZINE Fr端hjahr/Sommer 2013

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TRENDS 2013

Rosengarten Ein bunter spätsommerlicher Garten, leicht verwildert, in dem die verschiedensten Blumen um die Wette blühen wirkt auf uns meist romantisch. Süßer Rosenduft liegt in der Luft und ein weht eine leichte Brise.

FOTO: Lupi Spuma

So stellen sich viele Designer den perfekten Dirndl-­Sommer vor. Seien es Rosen, Stiefmütterchen, Sonnenblumen oder Flieder, bedruckt oder bestickt, diese Blumenmuster wirken trotzdem erwachsen mit einer verspielten Note.

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Spitzenklasse

FOTO: Martin Höhne

Die Verarbeitung von Spitze in Dirndlschürzen hat sich innerhalb der letzten Jahre etabliert und wird in dieser Saison mit den feinsten und filigransten Spitzen perfektioniert. Ob in Kontrastfarben oder Ton-­in-­Ton, eine Spitzenschürze gibt einem schlichten Dirndl den letzten edlen Schliff !

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ALPENHERZ DIRNDL MAGAZINE Fr端hjahr/Sommer 2013

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TRENDS 2013

Klare Sache Schlichte, edle Dirndl in GrautĂśnen und beigen Schattierungen kombiniert mit Pastellfarben sind ein neuer Trend in dieser Saison. Die Klarheit der Schnitte mit leichten Farbakzenten wirken besonders frisch. Oft verwendete Materialen sind Leinen, Baumwolle und Seide. Pure Eleganz!

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SPORTALM DIRNDL MAGAZINE Fr端hjahr/Sommer 2013

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DIE HEISSESTEN TRENDS, NEWS UND KOLLEKTIONEN DER TRACHTENWELT AUF www.dirndlmag.de

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