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Mai / Juni / Juli 2021 | Ausgabe Nr. 17 | Online Edition

9772466380019

25th Vienna Pride & Diplomats for equality

Laut der ECDC–Liste ist Kroatien derzeit im grünen Bereich

Finnland ist offiziell das glücklichste Land der Welt

Die BRI wird von immer mehr Ländern begrüßt und unterstützt

Botschafter der Republik Kroatien – INTERVIEW

Botschafterin der Republik Finnland – INTERVIEW

Botschafter der Volksrepublik China – INTERVIEW

S.E. Daniel Glunčić

I.E. Pirkko Mirjami Hämäläinen

Honduras feiert 200 Jahre Unabhängigkeit Lesly Amalia Sanchez Moncada

Chargés d‘affaires der Republik Honduras – INTERVIEW

S.E. Xiaosi Li

Vienna Diplomatic Residences & Buildings Irakische Botschaft


SLOWENIEN. SO NAH! MEINE ART DES ABENTEUERS. Slowenien ist reich an natürlichen Wasserquellen und ruft geradezu nach Aktivitäten im und am Wasser. Finden Sie im Meer, in den Seen und Flüssen oder in den Schwimmbädern Erfrischung. Lassen Sie sich beim Segeln und Surfen den Wind durch die Haare wehen oder entdecken Sie beim Rudern oder Stand-up-Paddling die kristallklaren Gewässer Sloweniens.

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inhal t

Nationalfeiertage 30-45

Juli

Veranstaltungen

01

Kanada „Canada Day“

03

6-9

Belarus

S.E. Xiaosi Li Botschafter der Volksrepublik China in der Republik Österreich – INTERVIEW

Unabhängigkeitstag

04

46-47

Eurovision Song Contest

Vereinigte Staaten von Amerika

Unabhängigkeitstag (1776)

05

Cabo Verde Tag der Unabhängigkeit im Jahre 1975

05

10-13

Venezuela Jahrestag der Erklärung der

I.E. Pirkko Mirjami Hämäläinen Botschafterin der Republik Finnland in der Republik Österreich – INTERVIEW

Unabhängigkeit im Jahre 1811

48-51

Jubiläum - 25. Regenbogenparade in Wien & Diplomatie für Gleichberechtigung

07

Nepal Nationalfeiertag

11

Mongolei Nationalfeiertag

13

Montenegro

14-15

Nationalfeiertag

S.E. Daniel Glunčić Botschafter der Republik Kroatien in der Republik Österreich – INTERVIEW

14

52-53

Die Donau. Eine Reise in die Vergangenheit

Frankreich Jahrestag der Erstürmung der

Bastille (1789)

20

Kolumbien Jahrestag der

Unabhängigkeitserklärung (1810)

21

Belgien

18-21

Lesly Amalia Sanchez Moncada Chargés d‘affaires der Republik Honduras in der Republik Österreich – INTERVIEW

Nationalfeiertag

54-55

ALBERTINA Modern : Wonderland

23

Ägypten Jahrestag der Revolution im Jahre 1952

28

Peru Jahrestag der Erklärung der

Unabhängigkeit im Jahre 1821

30

26-29

Vienna Diplomatic Residences & Buildings Irakische Botschaft 4

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56-59

Auf den Spuren von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph

Marokko Jahrestag der Thronbesteigung S.M.

König Mohammed VI.


Nationalfei er tage August 01.

Schweiz Bundesfeier (1291)

06.

Bolivien

Jahrestag der Erlangung der Unabhängigkeit

07.

Côte d‘Ivoire

Jahrestag der Erlangung der Unabhängigkeit

07.

Jamaika

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung

09.

Singapur Nationalfeiertag

10.

Ecuador

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1809

11.

Tschad Nationalfeiertag

15.

Indien Tag der Unabhängigkeit

15.

Liechtenstein Nationalfeiertag

editorial

Nearer, my God, to Thee Zu Beginn dieses Jahrhunderts, im Jahr 2000, kamen von den Top 100 Unternehmen 41 aus Europa. Heute nur noch 15. Europa braucht dringend einen Neustart, neue Führer und neue Ideen. Wie kam es von der attraktivsten Völkergemeinschaft, von der Generationen junger Menschen in Osteuropa träumten und in die weiterhin Millionen Flüchtlinge Robert Coban Publisher / Herausgeber aus Asien und Afrika strömen – zum Synonym für Scheitern, Langsamkeit, Bürokratie und Unattraktivität. Hat die Pandemie, die die Tourismusbranche besonders hart getroffen hat, tatsächlich die Wahrheit enthüllt, dass Europa nur ein Museum im Freien ist, eine „alte Dame“, die weiß, wie man sich schön anzieht und schminkt, aber nicht weiß, was zu tun, wenn ein Hund sie auf der Straße jagt – sie ist hilflos. Kann Europa die Kraft, Energie und das Know-how der Migranten, die ihm weiterhin entgegenlaufen, nutzen, um wieder konkurrenzfähig zu werden und ein gleichberechtigter Konkurrent zu den USA und China zu werden? Die jetzige undankbare Bürokratie aus Brüssel lässt die EU immer mehr wie die UdSSR von 1985 aussehen. Tschernobyl steht vor der Tür und ein paar Jahre später – das Ende. Die Band an Deck spielt schon „Nearer, my God, to Thee“, reiche Männer sitzen im Salon, trinken Whisky und Martini, die Armen springen über Bord und der Kapitän und die Crew versichern uns weiterhin, dass „das Boot unsinkbar ist“.

17.

Indonesien Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit

19.

Afghanistan Tag der Unabhängigkeit

20.

Ungarn Jahrestag der Staatsgründung

24.

Ukraine Nationalfeiertag

25.

Uruguay

Jahrestag der Erlangung der Unabhängigkeit im Jahre 1825

27.

Moldau

Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit (1991)

31.

Kirgisistan

Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit (1991)

31.

”Color Media Communications” LTD, 21132 Petrovaradin, Štrosmajerova 3

Malaysia

Jahrestag der Erlangung der Unabhängigkeit im Jahre 1957

31.

Trinidad und Tobago

Jahrestag der Erlangung der Unabhängigkeit

www.diplomacyandcommerce.at Svetlana Nenadovic

Vladimir Dudas

svetlana.nenadovic @diplomacyandcommerce.at

Robert Coban

Direktor / Chefredakteur

Jakob Riess Journalist

TIN 107871532 • Matriculation number 20887303 · Phone: +381 21 4897 100 • Fax: +381 21 4897 126 Office: Vase Čarapića 3/IV/38, Belgrade • 011 4044 960

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Publisher / Herausgeber

robert.coban @diplomacyandcommerce.at

CIP - Katalogizacija u publikaciji Biblioteke Matice Srpske, Novi Sad 33 Diplomacy & Commerce / glavni i odgovorni urednik Žikica Milošević, 2016, br. 1 (mart)-.Novi Sad: Color Media Communications, 2016 - , -33cm Mesečno. ISSN 2466-3808 = Diplomacy & Commerce COBISS.SR-ID 303269895

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Diplomatie / Politik

S.E. Xiaosi Li, Botschafter der Volksrepublik China in der Republik Österreich

Die Belt & Road-Initiative wird von immer mehr Ländern begrüßt und unterstützt und wird sicherlich eine größere Entwicklung in der Zukunft erleben In den letzten Jahren sorgte China für 30 Prozent des globalen Wirtschaftswachstums S.E. Xiaosi Li Botschafter der Volksrepublik China in der Republik Österreich 

Im Mai dieses Jahres waren es genau 50 Jahre seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Österreich.

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China und Österreich betonen, das 50. Jubiläum zum Anlass zu nehmen, die Entwicklung der Beziehungen kontinuierlich voranzutreiben

Österreich zu sprechen sowie über die Wirtschaft Chinas, die immer häufiger als Wirtschaftstiger bezeichnet wird, sowie über Tweets von Botschafter Li und die Pandemie und ihre Folgen.

Dieses große Jubiläum war Anlass für das Magazin Diplomacy and Commerce Austria, mit dem

Geehrter Botschafter Li, in diesem Jahr jährt sich zum 50. Mal die Aufnahme diplomati-

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geehrten Botschafter S.E. Xiaosi Li über die diplomatischen Beziehungen zwischen China und


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

scher Beziehungen zwischen China und Österreich. Können Sie uns sagen, wie diese Beziehungen heute aussehen, und besteht, Ihrer Meinung nach, die Möglichkeit, sie noch zu intensivieren?

Die chinesisch-österreichischen Beziehungen haben sich in den vergangenen 50 Jahren gut entwickelt. 2018 stattete Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Begleitung von Bundeskanzler Sebastian Kurz China einen Staatsbesuch ab, und unsere Beziehungen wurden auf die Ebene einer freundschaftlichen strategischen Partnerschaft angehoben. 2019 besuchte Bundeskanzler Kurz China nochmals und der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses der VR China, LI Zhanshu, war auch in Österreich zu Besuch. Das bilaterale Handelsvolumen ist seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mehr als 400-fach erhöht. Nun ist China Österreichs viertgrößter Handelspartner weltweit. Auch gastieren die Wiener Philharmoniker, die Wiener Symphoniker sowie die Wiener Sängerknaben regelmäßig in China. Für chinesische Künstlergruppen ist Österreich immer eine beliebte Destination. Derzeit bestehen 20 Städte- und Regionenpartnerschaften. 2019 gab es zwischen beiden Ländern vier Direktflüge, 1,03 Millionen chinesische Touristen besuchten Österreich. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben sich beide Länder gegenseitige Unterstützung gewährt und ausgezeichnet zusammengearbeitet. Die traditionell gute Freundschaft hat sich in der Krise bewährt. Mit dem Beginn der Umsetzung des 14. Fünfjahresplans sowie der langfristigen Ziele bis zum Jahr 2035 wird sich ab heuer Chinas Wirtschaft weiterhin stabil und schnell entwickeln, was allen Ländern der Welt einschließlich Österreich neue Chancen bietet. Neben traditionellen Bereichen können beide Länder die Zusammenarbeit bei der Digitalwirtschaft, grüner Entwicklung, Belt & Road-Initiative (BRI) sowie Olympischen Winterspielen in Beijing vertiefen bzw. ausbauen.

Gibt es Pläne, dieses wichtige Jubiläum in Österreich zu feiern, und wird es kulturelle Veranstaltungen geben, die dieses Jubiläum sowohl in China als auch in Österreich begleiten?

Am 28. Mai haben Chinas Staatspräsident Xi Jinping und

Haben Sie Informationen darüber, wie groß die chinesische Diaspora in Österreich und in Wien ist, und wie sind die Beziehungen, die die Botschaft der Volksrepublik China zu ihren Bürgern hat?

Seit einiger Zeit werfen bestimmte Leute im Westen der chinesischen Regierung „Genozid“ und „Zwangsarbeit“ in Xinjiang vor, manche griffen sogar zu Sanktionen. Diese Anschuldigungen basieren jedoch auf reinen Lügen von antichinesischen Separatisten und zielen nur darauf ab, China zu verleumden, sich in die inneren Angelegenheiten Chinas einzumischen und seine Entwicklung zu bremsen

Unserer Einschätzung nach leben zur Zeit ungefähr 30.000 Chinesen in Österreich, davon mehr als die Hälfte davon in Wien. Die Überseechinesen in Österreich haben sich gut in die Gesellschaft integriert und sich stets für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Österreichs eingesetzt. Während der CoronaPandemie haben sie eine große Menge medizinischer Hilfsgüter an österreichische Institutionen gespendet, was einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Freundschaft zwischen unseren beiden Völkern war. Die Botschaft hat die chinesischen Staatsbürger in Österreich immer zur Einhaltung der österreichischen Gesetze aufgefordert, und zugleich ihnen notwendige konsularische Hilfe geleistet. Von der österreichischen Regierung sowie von der österreichischen Bevölkerung erhalten die

Große Mauer / Foto: China National Tourist Office

der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Ministerpräsident Li Keqiang und Bundeskanzler Sebastian Kurz bzw. Außenminister Wang Yi und Bundesminister Alexander Schallenberg Glückwunschbotschaften zum 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern ausgetauscht. Beide Seiten betonten, das 50. Jubiläum zum Anlass zu nehmen, um die Entwicklung unserer Beziehungen kontinuierlich voranzutreiben. Zum 50. Jubiläum fanden auch Dialoge und

Austausch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur usw. sowie zwischen den Partnerregionen und -städten statt. Eigentlich haben wir auch eine Reihe von Empfängen, Vorträgen, Konzerten, Ausstellungen und anderen Veranstaltungen geplant. Angesichts der CoronaPandemie mussten manche davon aber abgesagt oder verschoben werden. Mit der Besserung der Corona-Situation sowohl in China als auch in Österreich ist es zu hoffen, dass einige Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte planmäßig durchgeführt werden können.

Chinesen in Österreich Anerkennung und Lob. Sie sind sehr aktiv im sozialen Netzwerk Twitter, wo Sie kürzlich einen Tweet gepostet haben: „Diejenigen, die China dämonisieren, werden am Ende den Preis dafür zahlen, denn wenn sie ihre Argumentation nicht mit Fakten rechtfertigen oder beweisen können, verlieren sie die Glaubwürdigkeit gegenüber den Menschen ihres eigenen Landes und der Welt. Men-

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Diplomatie / Politik

schen mit einem Sinn für Gerechtigkeit können leicht richtig von falsch unterscheiden“ - Welches Ereignis hat Ihre Reaktion ausgelöst, und wer sind diejenigen, die versuchen, China zu dämonisieren?

Seit einiger Zeit werfen bestimmte Leute im Westen der chinesischen Regierung „Genozid“ und „Zwangsarbeit“ in Xinjiang vor, manche griffen sogar zu Sanktionen. Diese Anschuldigungen basieren jedoch auf reinen Lügen von antichinesischen Separatisten und zielen nur darauf ab, China zu verleumden, sich in die inneren Angelegenheiten Chinas einzumischen und seine Entwicklung zu bremsen. Das lehnen wir entschieden ab. Bei Xinjiang-bezogenen Fragen geht es weder um Menschenrechte noch um ethnische oder religiöse Angelegenheiten, sondern schlichtweg um die Bekämpfung von Terrorismus, Separatismus und Extremismus. In den letzten Jahren ist die chinesische Regierung rechtmäßig gegen gewalttätige und terroristische Aktivitäten in Xinjiang vorgegangen und hat eine Reihe von Deradikalisierungsmaßnahmen ergriffen, die Erfolge erzielt haben. Fakten sprechen mehr als Worte. Einmal sehen ist besser als hundertmal hören. Ohne Glaubwürdigkeit kann man sich nicht behaupten. Mit solch haltlosen Anschuldigungen könnten diejenigen, die China dämonisieren wollen, das Land wohl einigermaßen beeinträchtigen. Schließlich werden sie nur ihre eigene Glaubwürdigkeit bzw. ihren eigenen Ruf im In- und Ausland schädigen.

um China zu verleumden bzw. zu attackieren. Die Pandemie ist eine wissenschaftliche Frage und sollte deswegen von Wissenschaftlern untersucht und gelöst werden. Vor mehr als einem Jahr waren alle Augen auf Wuhan gerichtet. Wie ist die aktuelle Situation in Wuhan, und hat sich das Leben in China wieder vollständig normalisiert?

Wuhan, die Region die letztes Jahr am stärksten vom Coronavirus betroffen war, begann am 23. Januar 2020 mit einem 76-tägigen harten Lockdown. Um die Pandemie so schnell wie möglich einzudämmen, haben die Menschen in Wuhan viel dafür geopfert. Die Erfolgsgeschichte von Wuhan spiegelt den Erfolg Chinas bei der Pandemiebekämpfung wider. Es zeigt den großen Kampfgeist gegen die Pandemie, dass China das Menschenleben über alles stellt, Gefahren trotzt, die Wissenschaft respektiert, eine gemeinsame Zukunft sichert und die Kräfte der ganzen Nation bündelt. Zur Zeit ist die Pandemie sowohl in Wuhan, als auch in anderen Regionen Chinas, effektiv unter Kontrolle gebracht worden, und das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben hat sich in China wieder normalisiert. Momentan werden in China täglich ca. 20 Neuinfektionen gemeldet und davon sind die meisten vom Ausland eingeschleppt.

S.E. Xiaosi Li, Botschafter der Volksrepublik China

Aufgrund des wirtschaftlich wachsenden Einflusses und der Bedeutung chinesischer Investitionen im Ausland hat China den Beinamen des Wirtschaftstigers erhalten. Wie hat

Haben Sie seit Ausbruch der Corona-Pandemie das Gefühl, dass Sie Ihr Land häufiger und intensiver vor verbalen Angriffen schützen müssen?

Jede Pandemie kann irgendwann und irgendwo auftreten und ist ein gemeinsamer Feind der Menschheit. Als weltweit erstes Land hat China das Virus gemeldet und umgehend die WHO sowie relevante Länder informiert, dazu weiters entschlossene Maßnahmen ergriffen und die Lage binnen kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht. Dabei hat China Anteilnahme und Unterstützung von vielen Ländern erhalten, darunter auch von Österreich. Als sich die Pandemie weltweit verbreitete, ist China trotz eigener Schwierigkeiten vielen anderen Ländern zu Hilfe gekommen, was den humanitären Geist durch Solidarität in der Krise zum Ausdruck brachte. Durch ein neuartiges Virus ausgelöst, kann 8

Zur Zeit ist die Pandemie sowohl in Wuhan, als auch in anderen Regionen Chinas, effektiv unter Kontrolle gebracht worden und das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben hat sich in China wieder normalisiert die Corona-Pandemie bei manchen Zweifel hervorrufen, und das ist verständlich. Es ist aber inakzeptabel, dass einige Leute bzw. Länder,

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die die eigene Corona-Lage nicht in den Griff bekommen konnten, bloß China die Schuld zuweisen oder gar das Virus politisieren,

Frühlingsfest / Foto: China National Tourist Office


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Beijing / Foto: China National Tourist Office

sich die Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung Chinas ausgewirkt, und hat sie Chinas Auslandsinvestitionen und Projekte wie die Neue Seidenstraße beeinflusst?

Seit mehr als 40 Jahren wächst Chinas Wirtschaft rasant. Das Land erlebt eine anhaltende soziale Stabilität. China hat sich zur weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft und zugleich zum größten Warenhandelsland, Produzentenland, Devisenreserveland sowie Empfängerland von ausländischen Direktinvestionen entwickelt. In den letzten Jahren sorgte China

China hat sich zur weltweit zweitgröSSten Volkswirtschaft und zugleich zum gröSSten Warenhandelsland, Produzentenland, Devisenreserveland sowie Empfängerland von ausländischen Direktinvestionen entwickelt. In den letzten Jahren sorgte China für 30 Prozent des globalen Wirtschaftswachstums. für 30 Prozent des globalen Wirtschaftswachstums. Trotz Corona schaffte China im vergangen Jahr ein Wachstum von 2,3%. Und im ersten Quartal des laufenden Jahres wuchs Chinas BIP um 18,3%. Das

Wachstum von industrieller Wertschöpfung, Einzelhandelsumsatz mit Konsumgütern, Investitionen in Sachanlagen sowie Importen und Exporten von Waren lagen jeweils zwischen 25% und 30%,

der Zuwachs von der Nutzung ausländischer Investitionen sogar 40%. Diesbezüglich sind wir voller Zuversicht, das Ziel eines jährlichen Wirtschaftswachstums von mehr als 6% zu erreichen. Nachdem die BRI vor sieben Jahren ins Leben gerufen wurde, hat das Handelsvolumen zwischen China und BRI-Partnerländern mehr als 7,8 Billionen US-Dollar betragen, die Gesamtinvestitionen über 110 Milliarden US-Dollar. 2020 legten die China-Europa-Güterzüge mit einer Steigerung von 50% 12.4069 Fahrten zurück - als eine offene Win-WinPlattform für die internationale Wirtschaftszusammenarbeit.

Foto: China National Tourist Office

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Diplomatie / Politik

Zum vierten Mal in Folge wurde Finnland zum glücklichsten Land der Welt gekürt Vor allem die Natur ist für die Finnen die wichtigste Quelle für Gesundheit und Glück

I.E. Pirkko Mirjami Hämäläinen, Vienna Pride 2021 (links)

I.E. Pirkko Mirjami Hämäläinen Botschafterin der Republik Finnland in Österreich

Finnland wurde zum vierten Mal in Folge zu dem Land erklärt, in dem man am glücklichsten leben kann. Gefolgt von Dänemark, der Schweiz, Island und den Niederlanden. Im neuen Bericht über das Glück der Vereinten Nationen, der vom Analyseinstitut „Gallup“ zusammengestellt wurde, 10

Zum vierten Mal in Folge wurde Finnland zum glücklichsten Land der Welt gekürt. Inzwischen sollten wir anfangen, daran zu glauben und stolz darauf zu sein  wurden die Bürger von 149 Ländern der Welt gebeten, zu bewerten, wie glücklich sie sind. Es überrascht nicht, dass Norwegen, Schweden, Luxemburg, Neuseeland und Österreich ebenfalls zu den zehn glücklichsten Ländern der Erde

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gehören. Bei der Erstellung des Berichts wurden Maßnahmen wie soziale Unterstützung, persönliche Freiheiten, BIP und Korruptionsgrad berücksichtigt. Die Autoren des Berichts gaben an, dass Menschen in fast einem Drittel der Länder

im Vergleich zum Vorjahr eine „höhere Häufigkeit negativer Emotionen“ haben, die sie der Pandemie zuschreiben. Allerdings ergab sich in 22 Ländern auch eine Verbesserung. Mehrere asiatische Länder schnitten besser ab als im Vorjahr. Ob sich die Finnen ihres Glücks im Verhältnis zum Rest der Welt bewusst sind, was das Geheimnis dieser Zauberformel ist, die zum Glück führt und was die Finnen und die Republik Finnland anders als andere machen, darüber haben wir


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

exklusiv für das Magazin Diplomacy and Commerce Austria mit I.E. Pirkko Mirjami Hämäläinen, Botschafterin der Republik Finnland in Österreich gesprochen. Frau Botschafterin, sind sich die Finnen ihres Glücks im Verhältnis zum Rest der Welt bewusst?

Zum vierten Mal in Folge wurde Finnland zum glücklichsten Land der Welt gekürt. Inzwischen sollten wir anfangen, daran zu glauben und stolz darauf zu sein. Ich denke, dass wir unser eigenes Land schätzen, aber dass wir am glücklichsten sind, ist immer eine kleine Überraschung. Was ist das Geheimnis, das zu diesem Glück führt, und was unternimmt die Republik Finnland, um ihre Bewohner sorgloser und glücklicher zu machen?

Es gibt viele Faktoren, die eine Grundlage für das Glück der Finnen schaffen. Wir haben ein kostenloses öffentliches Schulsystem, zu dem auch Universitäten gehören. Unser Schulsystem hat aufgrund seiner hohen Qualität international viel positive Beachtung gefunden. 

Vor allem die Natur ist für die Finnen die wichtigste Quelle für Gesundheit und Glück. Wir haben über 500 000 Sommerhäuser in Finnland und die meisten davon liegen am See oder am Meer. Fast 200.000 Seen bieten uns eine Möglichkeit zum Entspannen und GenieSSen.

Lakeland District / Foto: Visit Finland

Auch die Qualität des Gesundheitssystems ist hoch und die Kinderbetreuung für Familien kostengünstig. Dies bietet die Möglichkeit, für beide Elternteile zu arbeiten.

Wir hatten das Glück, auch die Covid-19-Pandemie ganz gut überstanden zu haben. Sie sagen, dass die Finnen ihrer Regierung vertrauen und sich auch an die Regeln hal11


Diplomatie / Politik

Die Hauptstadt Helsinki / Foto: Mistervlad / shutterstock

ten. Man weiß nie, ob die Pandemie zurückkommt, aber zumindest haben wir jetzt Impfungen. Vor allem die Natur ist für die Finnen die wichtigste Quelle für Gesundheit und Glück. Wir haben über 500 000 Sommerhäuser in Finnland und die meisten davon liegen am See oder am Meer. Fast 200.000 Seen bieten uns eine Möglichkeit zum Entspannen und Genießen. Wir haben helle Sommer und dunkle Winter. Das bedeutet, dass wir die Sommerzeit so gut wie möglich genießen, um den Winter zu überstehen. Nicht zuletzt ist unsere Saunakultur eine der Hauptquellen des Glücks.  Ein Finne ohne Sauna ist eine Seltenheit. Wir gehen auch im Sommer in die Sauna, wenn es auch draußen heiß ist. Die

Magisches Lapland / Foto: Visit Finland

Saunatour in Iisakki Village / Foto: Harri Tarvainen, Visit Finland

Ein Finne ohne Sauna ist eine Seltenheit. Wir gehen auch im Sommer in die Sauna, wenn es auch drauSSen heiSS ist. Die Saunakultur ist sogar in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes eingetragen. Saunakultur ist sogar in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes eingetragen.

Lakeland District / Foto: Visit Finland

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Können Sie uns als Diplomatin, die oft in anderen Ländern wohnt und die Möglichkeit zum Vergleich hat, sagen, was machen Finnen anders, um glücklicher zu

sein als der Rest der Menschheit?

Es ist schwer zu sagen, was wir anders machen. Ich habe festgestellt, dass die Menschen überall ziemlich gleich sind. Die Umstände sind unterschiedlich und vielleicht ist das ein Teil der Antwort. Wir leben im Norden der Welt, wo wir


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

noch vier Jahreszeiten und den starken Einfluss der Natur erleben können. Ein funktionierendes öffentliches und politisches System, Demokratie und die Sorge um das Wohlergehen der Menschen könnten andere sein. Haben Sie Ratschläge für uns, welche Orte und Sehenswürdigkeiten ein Tourist in Finnland besuchen sollte?

Der nördlichste Teil Finnlands, Lappland, ist die magische arktische Region voller Kontraste. Tatsächlich sind Kontraste ein Schlüsselfaktor für die Faszination Lapplands, wo das 24-StundenSonnenlicht im Sommer die dunklen Wintertage voller Nordlichter ersetzt

Helsinki, die nachhaltige Hauptstadt Finnlands, ist eine pulsierende Küstenstadt mit wunderschönen Inseln und großartigen grünen Stadtgebieten. Helsinki marschiert zu einem wunderbaren und einzigartigen Beat mit dynamischem Essen, Design, Architektur – und Inseln–Szenen. Finnland ist bekannt für seine über 188.000 Seen und rund 180.000 Inseln, von denen sich viele im Lakeland District befinden, dem größten in Europa. Das finnische Seenland ist ein blaues Labyrinth aus Seen, Inseln, Flüssen und Kanälen, durchsetzt mit Wäldern und Kämmen, das sich über Hunderte von Kilometern in einer ruhigen und atemberaubend schönen Weite erstreckt. Ein perfekter Ort, um die Sauna zu genießen!

Der nördlichste Teil Finnlands, Lappland, ist die magische arktische Region voller Kontraste. Tatsächlich sind Kontraste ein Schlüsselfaktor für die Faszination Lapplands, wo das 24-Stunden-Sonnenlicht im Sommer die dunklen Wintertage voller Nordlichter ersetzt. Welche typischen finnischen Spezialitäten und welche lokale Getränke sollte jemand probieren, der nach Finnland reist?

Karjalanpiirakka oder karelisches Gebäck: Die Kruste wird aus Roggenmehl hergestellt und mit Reis oder Kartoffeln gefüllt. Korvapuusti („Ohrohren“), Zimtschnecken, bei denen man bei ein oder zwei nur schwer stoppen kann… Heurige Kartoffeln mit Hering, frischem Seefisch oder Pfifferlingsauce. Ganz einfach, sehr lecker!  Finnischer Squeky Cheese, auch Käsebrot genannt, am leckersten mit Moltebeermarmelade!  Kaffee: Wir lieben Kaffee einfach! Die Finnen konsumieren mehr Kaffee pro Person als jede andere Nation der Welt.

Aurelia borealis / Foto: Visit Finland

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Diplomatie / Politik

S.E. Daniel Glunčić: Meinen Urlaub werde ich teilweise in Split und auf der Halbinsel Pelješac verbringen

Im ersten Halbjahr hatten wir in Kroatien 148.700 Gäste aus Österreich bei 732.905 Nächtigungen Die aktuelle epidemiologische Situation in Kroatien ist zurzeit gut. Laut der ECDC–Liste ist Kroatien derzeit im grünen Feld. S.E. Daniel Glunčić Botschafter der Republik Kroatien in der Republik Österreich

Nach fast 15 Monaten seit Ausbruch der Corona-Virus-Pandemie und nach dem letzten Sommer, der aufgrund der damaligen epidemiologischen Situation von Angst, Unsicherheit und Reisen mit Ungewissheit geprägt war, befinden wir uns im Sommer 2021 und haben Hoffnung auf die Rückkehr zum normalen Leben. 14

Die aktuelle Coronavirus-Situation in Europa bringt Zuversicht die Zahl der Geimpften steigt, und die Zahl der Infizierten sinkt. In der Sommerhitze, vor allem nach dieser stressigen Zeit, die hinter

uns liegt, träumt fast jeder von Meer, Strand und Sonne. Wie ist die aktuelle Situation in einem der beliebtesten Reiseziele der Österreicher? Ist es notwendig, vor der Abreise eine PCR Testung

Es lohnt sich wirklich, bei einem guten Gläschen Wein / Sekt und einigen Austern, die dort schon gezüchtet werden, ein wenig die Seele baumeln zu lassen und den Alltag weit hinter sich zu lassen

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durchführen zu lassen, besteht eine Quarantänepflicht, und wie sind die Einreisebedingungen? Darüber haben wir exklusiv für Diplomacy and Commerce Austria mit S.E. Daniel Glunčić, Botschafter der Republik Kroatien in Österreich, gesprochen.


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Sehr geehrter Botschafter Glunčić, wissen Sie, wieviel Touristen aus Österreich jedes Jahr ihren Sommerurlaub an der kroatischen Küste verbringen?

Im Rekordjahr 2019 wurden 1.469.425 Ankünfte und 7.761.576 Nächtigungen verzeichnet. Im Jahr 2020, das stark von der Pandemie gekennzeichnet war, besuchten uns 369.314 österreichische Staatsbürger bei 2.535.314 Nächtigungen. Im ersten Halbjahr 2021, vom 1. Jänner bis 23. Juni,  hatten wir 148.700 Gäste aus Österreich bei 732.905 Nächtigungen.

Wie ist die aktuelle epidemiologische Situation in Kroatien, was ist für die Einreise erforderlich und was sollten Reisende vor ihrer Abreise wissen?

Die aktuelle epidemiologische Situation in Kroatien ist zurzeit gut. Laut der ECDC–Liste ist Kroatien derzeit im grünen Feld. Da sich Österreich zurzeit auch auf der grünen Liste befindet, gibt es zur Zeit keine Einschränkungen für die Einreisenden aus Österreich. Es wird allerdings empfohlen, sich vor der Reise nach Kroatien per online-Formular auf der Onlineplattform „Enter Croatia“ zu registrieren. Diese Vorabregistrierung ist keine Pflicht, kann aber die Einreise beschleunigen, da die Fragen, die eventuell an der Grenze von Beamten der Grenzpolizei gestellt werden könnten, quasi schon im Vorfeld beantwortet wurden. Und man muss sich selbstverständlich erkundigen, welche aktuellen Einreisebestimmungen am Tag der Rückreise nach Österreich gelten.

Hafenpromenade von Split

Als wirklichen Geheimtipp kann ich dabei die kleinen Küstenorte Mali Ston und Ston empfehlen und zwar vor allem für Touristen, die beabsichtigen ihren Urlaub in der Region um Dubrovnik zu verbringen

Der Tourismus-Sektor hat im letzten Jahr weltweit große Verluste erlitten - wie ist die Prognose der kroatischen Re-

Geheimtipp von Botschafter Glunčić - Bucht von Mali Ston

gierung? Wird dieser Sommer wie früher sein, und kehren wir zur Normalität zurück?

In den Zeiten, in der sich die Lage jederzeit aufgrund der Pandemie ändern kann, ist es sehr schwierig irgendwelche Prognosen abzugeben. Am wichtigsten ist, die derzeit günstige epidemiologische Situation weiter aufrecht zu erhalten, in Österreich so wie auch in Kroatien. Sollte die epidemiologische Lage in beiden Ländern stabil bleiben, beziehungsweise in den kommenden Wochen und Monaten so gut wie jetzt sein oder sogar besser werden, dann können wir in Kroatien auf eine gute Gästebzw. Tourismussaison hoffen.

Wenn man bedenkt, dass wir kurz vor Ferienbeginn stehen, kann ich nicht anders, als Sie zu fragen - wo werden Sie Ihren Sommerurlaub verbringen, und haben Sie an der kroatischen Küste einen Geheimtipp für unsere Leser?

Meinen Urlaub werde ich teilweise in Split und auf der Halbinsel Pelješac verbringen. Als wirklichen Geheimtipp kann ich dabei die kleinen Küstenorte Mali Ston und Ston empfehlen und zwar vor allem für Touristen, die beabsichtigen, ihren Urlaub in der Region um Dubrovnik zu verbringen. Es lohnt sich wirklich, bei einem guten Gläschen Wein / Sekt und einigen Austern, die dort schon gezüchtet werden, ein wenig die Seele baumeln zu lassen und den Alltag weit hinter sich zu lassen. So vor allem in den Abendstunden mit dem Blick auf die Bucht von Mali Ston, in Ston selbst oder im nahe gelegenen Ort Kobaš, der am besten mit dem Boot erreicht werden kann. 15


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Diplomatie / Politik

Honduras feiert 200 Jahre Unabhängigkeit und das ist für uns ein besonders wichtiges Ereignis 200 Jahre seit sich unsere Vorfahren aufmachten, Honduras als freie, souveräne und unabhängige Nation zu etablieren

Lesly Amalia Sanchez Moncada, Chargés d’affaires der Republik Honduras / Foto: D&C Austria

Lesly Amalia Sanchez Moncada Chargés d‘affaires der Republik Honduras in der Republik Österreich

Die Republik Honduras ist eines der zentralamerikanischen Länder, das den Vorteil hat, Zugang zu zwei Ozeanen zu haben, nämlich den Atlantik und den Pazifik. Mit seiner opulenten Vegetation (48% des Landes sind von Wald bedeckt), den kilometerlangen Stränden und dem reichen kulturellen Erbe ist es eines der begehrtesten exotischen Reiseziele der Welt. 18

Die Geschichte zeigt, dass das Gebiet des heutigen Honduras mindestens 1000 Jahre vor Christus von den Mayas bewohnt wurde, die aus bisher unerklärlichen Gründen um 900 n. Chr. dieses Gebiet verließen. Dieses tropische Land erhielt seinen Namen mit der Ankunft

von Christopher Columbus, der 1502 von seinem Schiff in der Nähe von Trujillo an Land ging und zum ersten Mal auf dem Boden des amerikanischen Kontinents landete. Er nannte es Honduras (Tiefe), was auf das tiefe Wasser der karibischen Küste hindeutet.

Honduras feiert 200 Jahre Unabhängigkeit, ohne Zweifel ist es ein besonders wichtiges Datum für uns. 200 Jahre seit sich unsere Vorfahren aufmachten, Honduras als freie, souveräne und unabhängige Nation zu etablieren

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Anlässlich des 200. Jahrestages der Unabhängigkeit der Republik Honduras sprachen wir für das Magazin Diplomacy and Commerce Austria mit Frau Lesly Amalia Sanchez Moncada, Geschäftsträgerin der Republik Honduras in der Republik Österreich, über das große Jubiläum von Honduras, über 150 Jahre seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und Honduras, den Ökotourismus und Reiseziele, Wirtschaft und Auslandsinvestitionen, Kaffee, aber auch andere Güter, die die Visitenkarte dieses zentralamerikanischen Landes sind.


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Einer der Hauptgründe für die Eröffnung der Botschaft von Honduras in Österreich im Jahr 2018 war die Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Wir fördern Initiativen zur Stärkung der Freundschaft, Zusammenarbeit und Investition In diesem Jahr feiert die Republik Honduras 200 Jahre seit ihrer Unabhängigkeitserklärung. Ist für den 15. September anlässlich eines so großen Jubiläums eine große Feier geplant?

Ja, Honduras und die anderen zentralamerikanischen Länder feiern 200 Jahre Unabhängigkeit, ohne Zweifel ist es ein besonders wichtiges Datum für uns. 200 Jahre seit unsere Vorfahren sich aufmachten, Honduras als freie, souveräne und unabhängige Nation zu etablieren. Wir planen eine Veranstaltung zum Gedenken an die Zweihundertjahrfeier. Wir wissen aber noch nicht, ob die Beschränkungen im September es uns ermöglichen, eine große Veranstaltung durchzuführen. Sicher ist aber, dass wir den ganzen September über verschiedene Aktivitäten haben werden, die es uns ermöglichen, Ihnen unser Land näher zu bringen und auch ein kleines Stück Honduras durch kulturelle, touristische und kommerzielle Aktivitäten nach Österreich

zu bringen - damit wir gemeinsam unsere Unabhängigkeit feiern können. 2021 wird auch der 150. Jahrestag seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Republik Honduras und der Republik Österreich gefeiert. Können Sie uns sagen, wie die Beziehungen bisher liefen und gibt es eine Mög-

lichkeit, Ihrer Meinung nach, diese Beziehungen noch zu verbessern?

Die Beziehung zwischen Honduras und Österreich war in den letzten Jahren auf die Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen, die humanitäre Hilfe durch NGOs wie die Kindernothilfe geleistet haben, und die Unterstützung bei der Entsendung von Freiwilligen von NPH Österreich

Copán-Ruinen, wichtigstes kulturelles Reiseziel in Honduras, das 1980 von der UNESCO zum archäologischen Weltkulturerbe erklärt wurde

fokussiert. Wir hatten die Unterstützung Österreichs bei der Finanzierung von zinsgünstigen Krediten, mit denen wir Projekte in den Bereichen Bildung, Wasser und Gesundheit durchgeführt haben. Wir haben auch an der Infrastruktur mit Unterstützung der Österreichischen Entwicklungsbank (OeEB) gearbeitet, durch eine Kreditlinie bei der Central American Bank for Economic Integration (CABEI). Einer der Hauptgründe für die Eröffnung der Botschaft von Honduras in Österreich im Jahr 2018 war die Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Wir fördern Initiativen zur Stärkung der Freundschaft, Zusammenarbeit und Investitionen. Um dies zu erreichen, arbeiten wir mit den BMEIA in einem Mechanismus zur Einrichtung politischer

Das Maya-Kulturerbe zieht jährlich mehr als eine Million Touristen in Honduras an.

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Diplomatie / Politik

Apropos Tourismus, welche Reiseziele würden Sie empfehlen, wenn es um Sommer- Öko- und Erholungstourismus geht?

Konsultationen, der es ermöglichen wird, die Beziehungen und die Kommunikation zu Themen von Interesse für beide Länder zu stärken. Wir haben auch die österreichische Privatwirtschaft eingeladen, den nationalen Wiederaufbauprozess nach den ETA / IOTA-Hurrikanen zu unterstützen. Ausländische Investitionen sind willkommen und fördern den nachhaltigen Wiederaufbau von Honduras. Die durch das Coronavirus verursachte Pandemie hat fast alle Lebens- und Geschäftsbereiche auf dem gesamten Planeten erschwert. Wie ist die aktuelle Situation in Honduras?

Wie jedes andere Land der Welt ist auch Honduras von Covid-19 betroffen, aber ich glaube, dass sich unser Land inmitten der Widrigkeiten erhebt, die Beschränkung uns IT-freundlicher gemacht hat und uns die Möglichkeit gibt, präsent zu sein - Beispiel E-Government: die Regierung von Präsident Juan Orlando Hernández, hat vorgeschlagen, die digitale Regierung zu fördern, um Prozesse und ausländische Direktinvestitionen in Honduras zu erleichtern. Es gibt auch einen starken Impuls für kleine und mittlere Unternehmen und den Konsum lokaler Produkte und Waren. Ich denke, dies hat unsere Wirtschaft begünstigt. Auch Großprojekte werden gefördert, wie der „Palmerola International Airport“, der einer der größten und modernsten Airports im mittelamerikanischen Raum sein wird. Wir haben bereits wichtige Partner, wie den Flughafen München. An dieser Stelle laden wir die österreichischen Flughafenbehörden ein, die Möglichkeiten einer Direktverbindung in unsere Region zu prüfen. Derzeit hat Honduras Direktflüge mit Europa wie Roatán-Mailand und Madrid-San Pedro Sula und wir hoffen, mit der Eröffnung unseres neuen „Palmerola Int. Flughafen“ werden es viele mehr.

Roatan West Bay - Weißer Sand, türkisfarbenes Meer und unberührte Natur sind ein Garant für einen Traumurlaub

Falls Sie einen Badeurlaub in warmem, kristallklarem Wasser und mit weichem weiSSen Sand genieSSen möchten, sollten Sie eine Reise durch unser zauberhaftes Archipel mit seinen drei wunderschönen Inseln nicht verpassen: Roatán, Guanaja und Útila in der honduranischen Karibik ausweis. Dies ist möglich, weil wir Fortschritte im Impfprozess für unsere Bevölkerung machen. Wir hoffen, dass durch das Erreichen

Ist es angesichts der Pandemie derzeit möglich, nach Honduras zu reisen und unter welchen Bedingungen?

Honduras Grenzen bleiben offen. Es ist also möglich, unser Land zu besuchen und eine Reise in dieses wunderschöne Land zu planen. Dazu benötigen Personen, die nach Honduras einreisen, einen Covid19-Negativtest für diejenigen, die noch nicht geimpft sind und es gilt die uneingeschränkte Einreise für Personen mit vollständigem Impf20

Biosfera Río Platano - Marca País

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der sogenannten „Herdenimmunisierung“ auch die Einschränkungen wie die Verwendung von Masken aufgehoben werden können.

Honduras hat mehrere ideale Orte für den ökologischen Tourismus. Ich glaube, dass diese Art von Aktivitäten in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat, auch dank der Tatsache, dass die Regierung diese Art von Aktivitäten nicht nur für den lokalen Tourismus, sondern auch für internationale Touristen, die dem Lärm der Städte entfliehen und in Abenteuerreisen, Pflanzen- und Tierbeobachtungen usw. eintauchen möchten, fördert. Für diejenigen, die unser Land besuchen möchten, kann ich eine Tour durch den Nationalpark „Montaña de Celaque“ empfehlen. Ciudad Blanca liegt im Biosphärenreservat des Flusses Plátano und „La Ceiba“ für Abenteuerreisen. Honduras zählt mindestens 8.000 verschiedene Pflanzenarten und mehr als 700 Vogelarten, für diejenigen, die sich für Vogelbeobachtung interessieren. Aber wenn Sie einen Badeurlaub und warmes, kristallklares Wasser mit weichem weißen Sand genießen möchten, dürfen Sie eine Reise durch unser zauberhaftes Archipel mit seinen drei wunderschönen Inseln nicht verpassen: Roatán, Guanaja und Útila in der honduranischen Karibik. Diese drei Inseln sind dafür bekannt, die schönsten in der zentralamerikanischen Region zu sein, wir haben auch das größte Korallenriff nach Australien. In Roatán können Sie verschiedene Aktivitäten genießen, diese Insel ist die größte und Teil des riesigen mesoamerikanischen Riffsystems. Roatán ist weltweit bekannt für seine Strände, Tauchplätze und sein Meeresleben. Útila, das sich das ganze Jahr über als einer der besten Orte der Welt zum Tauchen anbietet und das zu wirklich niedrigen Preisen und mit der PADI-Zertifizierung (Professional Association of Diving Instructors). Die Insel ist auch das Rückzugsgebiet des Walhais , dem größten Fisch der Welt.  Wir haben die „Cayos Cochinos“, ein Archipel aus fünfzehn kleinen Inseln, zwei größeren und dreizehn kleinen Inseln oder Inselchen, die in ganz Europa, insbesondere in Spanien und Italien, dank Reality-Shows wie Survivor, die dort aufgenommen wurden, beliebt wurden.


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Honduras hat auch ein reiches historisches Erbe. Was muss ein Tourist vom kulturellen Erbe sehen, wenn er Ihr Land besucht?

Das ist richtig, wir sind ein Land mit einer wichtigen kulturellen Vielfalt, ein Erbe ist unserere Maya-Kultur im Westen von Honduras, insbesondere in den Copán-Ruinen, dem wichtigsten kulturellen Reiseziel in Honduras, das 1980 von der UNESCO zum archäologischen Weltkulturerbe erklärt wurde. Es ist eine der wichtigsten Überreste der MayaZivilisation. Es hat seine Form und Design bewahrt und auch seine Umgebung ist weitgehend erhalten. Der Standort liegt 180 km von San Pedro Sula, der zweitwichtigsten Stadt in Honduras, entfernt. Die Ruinen von Copan haben viele touristische Attraktionen und es braucht mindestens einen Tag, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Darüber hinaus gibt es in Honduras neun kulturell differenzierte ethnische Gruppen, die Chorti, Lenca, Miskito, Nahua, Pech, Tawahka, Tolupán; und die Afro-Nachkommen Garifuna und schwarze Garifuna und englischsprachige Schwarze oder Kreolen.  Jede ethnische Gruppe lebt landesweit in unterschiedlichen Gebieten, was fast jeden Winkel von Honduras mit unterschiedlichen Speisen, Musik, Produkten und kulturellen Aktivitäten bereichert. Wie wichtig ist der Tourismus für Honduras und haben Sie Daten darüber, wieviele Touristen Ihr Land jährlich besuchen? Der Tourismus ist für unser Land besonders wichtig, da er für viele honduranische Familien eine Einkommens- und Arbeitsmöglichkeit darstellt. In den letzten Jahren sind die Einnahmen aus dem Tourismus auf 600,6 Millionen Dollar gestiegen, bei einer Besucheranzahl von 2,3 Millionen Besuchern. Dies hat im letzten Jahr zweifellos einen erheblichen Rückgang erlitten und die Besucherzahlen im Jahr 2020 haben sich gegenüber 2019 um fast 70,1% verringert.

Süden unseres Landes angebaut werden und deren Großteil nach Europa exportiert wird. Die Anzahl der Aquakulturen ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Unser Land produziert Garnelen, Tilapia und Hummer, all dies ist von erheblicher Bedeutung und trägt direkt zu unserem BIP bei.

Oak Ridge Roatan

In Honduras gibt es neun kulturell differenzierte ethnische Gruppen, und jede von ihnen lebt landesweit in unterschiedlichen Gebieten, was fast jeden Winkel von Honduras mit unterschiedlichen Speisen, Musik, Produkten und kulturellen Aktivitäten bereichert

Honduras ist Kaffeeproduzentenland Nummer eins in Zentralamerika

nen, dass die Finanzintermediation im Land stark zugenommen hat und vor allem die Landwirtschaft. Wie bereits erwähnt, sind

Der Tourismus ist ein Wirtschaftszweig, was sind die anderen wichtigen Wirtschaftszweige in Honduras, die am meisten zum Bruttoeinkommen des Landes beitragen?

Wenn wir über die Sektoren sprechen, die den größten Beitrag zur honduranischen Wirtschaft leisten, können wir auch erwäh-

Wieviele Investoren ausländischer Unternehmen sind in Honduras vertreten, in welchen Wirtschaftszweigen sind sie am zahlreichsten und aus welchen Ländern kommt die größte Anzahl an Investoren?

Punta Sal

wir das Kaffeeproduzentenland Nummer eins. In Zentralamerika produzieren wir Bananen, rohes Palmöl und Melonen, die im

Die Vereinigten Staaten waren und sind seit jeher der größte Investor in Honduras, auf die mindestens drei Viertel der ausländischen Direktinvestitionen in Honduras entfallen. Der privilegierte Ort, den unser Land mit Zugang zum Atlantischen Ozean und zum Pazifischen Ozean einnimmt, hat uns zum Hauptsitz vieler Unternehmen mit ausländischem Kapital gemacht. Mehr als 100 amerikanische Unternehmen sind dort tätig. In den letzten Jahren haben jedoch andere - wie mexikanische Unternehmen - ausländische Direktinvestitionen (FDI) in unserem Land erhöht, gefolgt von mittelamerikanischen (guatemaltekischen) Unternehmen sowie kolumbianischen Investitionen, die 21% der ausländischen Direktinvestitionen ausmachen. Einen niedrigeren Prozentsatz sehen wir bei europäischen Investitionen, bei Unternehmen aus dem Telekommunikationssektor. Bei dem Gedanken an Honduras denkt der durchschnittliche Europäer an Kaffee und Bananen. Welche anderen Produkte oder Marken sind die Visitenkarte von Honduras?

Definitiv ist Kaffee unser größtes Aushängeschild, wir belegen derzeit den 5. Platz als Kaffeeproduzent weltweit und sind Nummer eins in der Region. Hondurasischer Kaffee ist weltweit sehr gut aufgestellt, daher freut es mich zu hören, dass Europäer bei Kaffee an Honduras denken! Bananen, Garnelen, Tilapia, Hummer, rohes Palmöl, Kakao, Melonen und Wassermelonen -  insgesamt möchten wir auch unseren Landwirtschafts- und Aquakultursektor stark positionieren. Honduras ist auch für den Export von Textilien und Bekleidung sowie für den Export von Kabelbäumen und Automobilkomponenten für Fahrzeuge anerkannt. 21


Grant me greenery, but not yet

Climate change will feature heavily in Germany’s election But the difficult discussions will have to wait

THE FIRST sign of trouble on the Rhine, Europe’s busiest inland waterway, was when the river cruises and hotel ships disappeared. Then the cargo vessels got smaller, or simply stopped sailing; goods like coal were shifted to trains. Water levels fell low enough to expose unexploded wartime bombs. These grim scenes, described by Florian Krekel of the Bingen office of Germany’s Waterways and Shipping Administration, date from autumn 2018, when a long drought so depleted the waters along this scenic part of the Rhine that navigation became near-impossible. Manufacturers on the river had to slash production, exporters were cut off from world markets and petrol stations in Cologne had to raise prices. The disruption shaved 0.2% off German GDP, according to the Kiel Institute for the World Economy. Over two-thirds of Germany’s land area was afflicted by the great drought of 2018. Soon afterwards climate change shot up the list of voters’ priorities (see chart). And as its effects, potential or actual, on Germany’s waterways, forests and farms have become harder to ignore, it has remained at or near the top ever since. Germany’s parties, gearing up for an election in late September, are reacting accordingly. The Green Party, which approved its manifesto at a party pow-wow last weekend, has naturally placed climate policy at the centre of its offer. But the centre-right Christian Democrats (CDU), their Christian Social Union (CSU) allies in Bavaria, and the Social Democrats (SPD), who currently rule in coalition, have also had to put their imprints on it. Parliament is debating a revision to Germany’s climate law, spurred by a constitutional-court ruling that made the government tighten its climate goals. In 1990, in the newly reunified country’s first election, the Greens boasted, “Everyone is talk-

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Should Mr Laschet and Ms Baerbock find themselves yoked in coalition after the election, as many expect, climate will be among the toughest elements of the negotiations. ing about Germany. We’re talking about the weather.” Three decades on, their rivals have fallen into line. Yet that may not work to the Greens’ advantage. Although climate’s prominence in Germany’s debate is new, the old tactic of tarring the Greens as a bossy Verbotspartei (“prohibition party”) still looks potent. When Annalena Baerbock, the party’s chancellor-candidate, recently said petrol prices would have to rise, the CDU/CSU and SPD hammered her for building climate policy on the backs of poor motorists. Armin Laschet, her CDU rival, says the Greens threaten Germans’ sacred right to an annual jolly in Majorca. “People in the cities telling people in the countryside how to live—it’s crazy,” grumbles Jochen Ratzenberger, a Greensceptic Rhineland winemaker. The Greens have slumped in polls. Their response is twofold. First, to tamp down excesses in their own ranks. At the Green congress the leadership saw off activists who wanted bolder promises to increase Germany’s new carbon price. Sec-

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ond, to provide a cheerful narrative for the climate struggle. Robert Habeck, who leads the party with Ms Baerbock, delivered a barnstorming speech linking climate action to heroic themes like freedom and justice. More prosaically, the Greens have a plan to redistribute dividends from carbon tariffs to Germany’s less well-off. But voters distrust such schemes. Nor are they wild about making specific sacrifices, such as paying more for petrol or ditching meat. Germany must now reduce greenhouse-gas emissions by 65% (from 1990 levels) by 2030, in order to reach net-zero emissions by 2045. This will have a dramatic impact on everything from retrofitting housing stock to the speed with which German petrolheads are weaned off the combustion engine. “Most people have no clue what it will take for Germany to achieve its goals,” says Anita Engels, a climate sociologist at Hamburg University. Few politicians seem inclined to tell them. In theory, the CDU/CSU’s emphasis on market methods for climate

action versus the Greens’ penchant for regulation could make for “healthy debate” in the campaign, reckons Ottmar Edenhofer, head of the Potsdam Institute for Climate Impact Research. Some younger CDU MPs, sniffing the political wind, would indeed like to take the fight to the Greens. But others doubt the wisdom of battling on Green turf, and they seem to have Mr Laschet’s ear. A leaked draft of the CDU’s imminent manifesto offered little detail on climate. A new report by More in Common, an international group that works on social polarisation, finds a broad consensus across Germany for climate action, alongside concerns about fairness and a sense of personal helplessness. Two-thirds of Germans it polled want binding climate rules. “Politicians are threatening social cohesion by not acting,” says Laura-Kristine Krause, the outfit’s Germany director. Should Mr Laschet and Ms Baerbock find themselves yoked in coalition after the election, as many expect, climate will be among the toughest elements of the negotiations. The new targets must be met, and the court satisfied. Postponing tricky conversations carries its own costs.  From The Economist, published under licence. The original article, in English, can be found on www.economist.com


Inoculation, inoculation, inoculation

The West is passing up the opportunity of the century There could be no better advertisement for democracy and free markets than a rapid global vaccination drive

IMAGINE AN INVESTMENT that would earn a return of 17,900% in four years. Better yet, the initial outlay would be easily affordable. Who on Earth would pass up such an opportunity? The answer, it seems, is the leaders of the Group of Seven (G7), a club of rich democracies which holds its annual summit this week. By failing to act fast enough to inoculate the world against covid-19, they are passing up the deal of the century. That is not just economically foolish, it is a moral failure and a diplomatic disaster, too. On the face of things, the G7 is the very picture of concern. Boris Johnson, Britain’s prime minister and the host of the summit, wants it to come up with 1bn doses of vaccine to donate. America alone plans to give away 500m doses. Joe Biden, America’s president, says his visit to Europe, the first trip abroad of his presidency, is intended to prove that America and its allies have more to offer the world than China and Russia. His priority, he wrote in an article in the Washington Post, is “ending this pandemic”. As generous as the talk of donations sounds, in fact it is miserly. Britain, which has ordered five times the doses it needs, is only now giving any away. COVAX, the international effort to provide vaccines to ill-supplied countries, is billions of jabs short. For the G7 to do anything less than fund it in full, with a clear schedule for handing over cash and vials, would be a travesty. To get roughly 70% of the planet’s population inoculated by April, the IMF calculates, would cost just $50bn. The cumulative economic benefit by 2025, in terms of increased global output, would be $9trn, to say nothing of the many lives that would be saved. The cost amounts to just 0.13% of the G7’s GDP—a fifth of the amount its members have pledged to spend

each year helping other countries. If a group formed to wrestle with big international threats cannot resolve to make such a no-brainer of an investment on humanity’s behalf, what can it do? In his article in the Post Mr Biden acknowledged that America’s reputation for solving global problems has taken a beating in the past few

to bankroll Russia by expanding a pipeline system through which it imports Russian gas. Mr Biden likes to stress that “America is back”. Despite the refreshing rhetoric, some of his administration’s actions—in particular its Buy American edict that tightens rules obliging the federal government to favour

If a group formed to wrestle with big international threats cannot resolve to make such a no-brainer of an investment on humanity’s behalf, what can it do? years, and that authoritarian states like China and Russia pose a grave challenge to the Western order. Yet America and its allies have struggled to present a united front to the world’s autocrats in recent months. The EU signed an investment deal with China just before Mr Biden took office, to the new president’s dismay. Germany seems determined

domestic suppliers over foreign ones—look more like America First protectionism than a new internationalism. The world awaits more practical evidence of American re-engagement, and its ability to rally its allies behind it. The credibility of American leadership is vital not just for the struggle against the pandemic.

It will be essential for the even greater global test on the horizon: grappling with climate change. After four years when America often seemed more interested in kicking sand in the world’s face than helping it to its feet, vaccines provide it with the ideal means to rehabilitate its image. The United States and its allies displayed great technological mettle by developing several highly effective vaccines and scaling up their production in record time. They therefore have something tangible and urgently needed to offer the rest of the world. Mr Biden is unlikely to get a better chance to demonstrate the benefits of American leadership, and the power of democracy and free markets to boot. Making sure that the rest of the world is inoculated as quickly as possible would be a shot in the arm for America and its allies, too.  From The Economist, published under licence. The original article, in English, can be found on www.economist.com

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His best beloved

The tainted genius of Rudyard Kipling The author of the “Just So Stories” is a case study in reconciling admiration with judgment

ALREADY, IN HIS mid-30s, the Bombayborn writer Rudyard Kipling had begun to polarise the public. In 1901 satirists claimed that “the British Empire was placed in his charge” as a precocious child, “and it is still there”. By 1910, writes John Batchelor, the hardline imperialism that Kipling developed alongside his friendship with the colonial plunderer Cecil Rhodes meant that “his reputation was damaged, and would remain damaged”. Yet the novelist Henry James, another friend, thought the mastercraftsman who wrote “Kim”, “The Jungle Books” and some of his age’s finest short fiction was “the most complete man of genius…I have ever known”. T.S. Eliot championed his verse and called him “the greatest Englishman of letters of his generation”. More recently Salman Rushdie, also Bombay-born, dubbed Kipling “a writer with a storm inside him”, who “creates a mirror-storm of contradictory responses”. Today he is an avatar for debates over Britain’s past, and a case study in reconciling admiration with judgment. Critics and readers fret over the paradoxes of an author who, in a poem, thanked “Allah Who gave me two/Separate sides to my head”. This ingenious, versatile and empathetic literary magpie, once a teenage journalist in colonial Lahore, became “a ravenous observer of the world”. Nonetheless, his allegiance to British imperialism “pulled him into explicitly racist writing”. How could the strident jingoist and the shape-shifting magician share the same brain? Like Kipling himself, Mr Batchelor lets the big picture emerge from small details. Fluent, engaging and gently erudite, his account centres on the making of the “Just So Stories”. These 12 “alternative creation narratives” were originally meant for Kipling’s beloved daughter Josephine, who died, aged six, in 1899; they were

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Kipling sympathises with the adventurers yet depicts their sometimes painful comeuppance. published in 1902. He combined text, drawings (see picture) and design into an enchanting package that young readers still enjoy. This trumpeter of empire somehow emerged from the arts-andcrafts aestheticism of late-Victorian Britain. His uncle by marriage was the august painter-designer Edward Burne-Jones. His father was John

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Lockwood Kipling, an artist with Pre-Raphaelite connections who headed the Mayo School of Arts in Lahore (now Pakistan’s National College of Arts) and researched traditional Indian skills. As Mr Batchelor says, in the “Just So Stories” and elsewhere, Rudyard was meticulously attentive to the presentation of his work.

With their talking animals, wondrous transformations and incantatory, fairy-tale voices, the “Just So Stories” use imagery and mythology not just from the India of Kipling’s fondly remembered youth but other far-flung places he had visited, from South Africa to New England, Australia to the Amazon. Several tales, including “The Elephant’s Child”, “How the Leopard Got his Spots” and “How the Camel Got his Hump” pivot on acts of rebellion and disobedience, with the discoveries—and punishments—that ensue. Kipling sympathises with the adventurers yet depicts their sometimes painful comeuppance. For his part, Mr Batchelor sees the stories as “jewel-like works of art”. His analysis takes in the main themes of Kipling’s life and work, from his “fluid and protean” sense of identity, to his infatuation with Rhodes and his Pre-Raphaelite heritage. Not least, there is the “deep and lasting” grief for Josephine that imbues the tales with a subtext of mortality and loss. But he stumbles when he says the “Just So Stories” are “a text from which the concerns of the empire are successfully excluded”. Kipling’s flag-waving brand of globalisation, a cultural eclecticism that mingles fascination with condescension, his gift for identifying both with underdogs and overlords—these traits surface in his fables, deepening and darkening them. Even here, what Mr Batchelor calls the “obvious split” in Kipling “between the creative writer and the political writer” never quite holds firm. Those “separate sides to my head” are eternally locked together. How the Just So Stories Were Made. By John Batchelor. Yale University Press; 240 pages; $25 and £18.99  From The Economist, published under licence. The original article, in English, can be found on www.economist.com


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Diplomatische Residenzen und Gebäude in Wien / Vienna Diplomatic Residences & Buildings

Irakische Botschaft - Palais Larisch-Mönnich

Irakische Botschaft Palais Larisch-Mönnich Palais Larisch-Mönnich - im Stil der französischen Renaissance erbaute Juwel aus dem Ende des 19. Jahrhunderts

Als Teil der Rubrik „Diplomatische Residenzen und Gebäude in Wien“ - präsentieren wir diesmal eine der weniger bekannten Perlen der Wiener Architektur, die sich direkt gegenüber von Stadtpark und Kursalon befindet. Das Palais Larisch-Mönnich in der Johannesgasse 26 beheimatet  die Botschaft der Republik Irak in Wien. Es ist uns eine Ehre, Ihnen dieses im Stil der französischen Renaissance erbaute Juwel aus dem Ende des 19. Jahrhunderts zu präsentieren. Es wurde von den bedeutendsten Architekten ihrer Zeit, vom umjubelten Architektenduo Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg geplant. Fertiggestellt wurde es allerdings erst nach dem Tod der beiden Architekten 1868 von Karl Stattler. 26

Das Palais Larisch-Mönnich wurde im Stil der französischen Renaissance von 1867 bis 1868 vom bedeutendsten Architektenduo ihrer Zeit, Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg geplant

Geschichte

Das Palais Larisch-Mönnich wurde im Jahr 1868 erbaut und hat seinen exquisiten architektonischen Glanz sowie seine üppigen Innenräume über die Jahrzehnte im ursprünglichen Originalzustand bewahrt. Der Palast wurde im Auftrag des Grafen Johann Larisch-Mönnich, ehemaligen Statthalter von Selisia und Finanzminister, sowie späteren Obersthofmarschall am Hof von Kaiser Franz-Joseph in Auftrag gegeben und diente als FamilienStadtresidenz. Weltkrieg und das  Palais Larisch-Mönnich

Üppige Wandverzierung, das Thonet Bodenparkett, die Aubusson-Sitzgarnitur und die Kronleuchter, die von der Firma Lobmeyer & Sons restauriert wurden

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Während des Zweiten Weltkriegs blieb das Palais von größeren Zerstörungen verschont und kam mit kleinen Schussnarben an den Außenwänden davon.


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Nach dem 2. Weltkrieg wurde es während der Besatzung Wiens für kurze Zeit als Kulturhauptquartier der russischen Streitkräfte genutzt. Anfang der 50er Jahre wurden Teile des Palais (Erdgeschoss, 1. Obergeschoss und Beletage) von der irakischen Monarchie (19201958) angemietet. Damals residierten die Nachfahren des Grafen Larisch-Mönnich noch in den oberen zwei Stockwerken und im Dachgeschoss, Mitte der 70er Jahre während des Ölbooms im Irak kaufte die Republik Irak das historische Palais in Wien zusammen mit einigen anderen wertvollen Gebäuden in Paris und Rom. Das Gebäude in Wien wurde in den Jahren 2012-2014 einer Gesamtrestaurierung unterzogen. Das gesamte Palais dient bis heute als Botschaft, und die Konsulatsabteilung befindet sich im Erdgeschoss.

Die Einzigartigkeit dieses Parketts ist, dass die Firma Thonet bis dahin nur für die Herstellung von Tische und Stühle bekannt war. FuSSböden von Thonet sind damals, wie heute, eine Seltenheit, die nur an wenigen Orten in Wien zu finden ist

Foto: DIplomacy and Commerce Austria

Stil & Lage

Das Palais Larisch-Mönnich wurde im Stil der französischen Renaissance von 1867 bis 1868 vom bedeutendsten Architektenduo ihrer Zeit, Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg, geplant und dem Baumeister Paul Wasserburger erbaut. Das Palais entstand auf einem großen Eckgrundstück, das sich gegenüber von dem damals neu errichteten Stadtpark und dem Wien-Fluss auf der anderen Seite befindet.

S.E. Baker Fattah Hussen, Botschafter der Republik Irak in Österreich

Auch heute noch zieht das irakische Botschaftsgebäude mit seiner blaugrün-goldverzierten Eckkuppel in der Johannesgasse 26 viele Blicke auf sich. Architektonische Details

Die Architekten, die ihrer Zeit voraus waren, implementierten viele innovative sowie platzsparende Lösungen und führten neue Techniken wie die raffinierten Fensterrahmen und Schlösser sowie die versteckten Beistelltischplatten des Esszimmers ein. Es gibt ein Kühlsystem, inspiriert von alter Architektur, wobei kühle Luft aus dem Keller durch eine Bodenöffnung frische Luft durch das Haupttreppenhaus in die erste und Beletage verteilt. Das Treppenhaus wiederum ist eine neue Interpretation der normalerweise als Servicetreppe verwendeten Wendel, aber mit der Verwendung von raffinierten Handläufen aus Eisen und üppigem Deckenstuck. Es ist eine der schönsten und festlichsten Treppen Wiens. Die Innenausstattung: Fußböden von Thonet und die letzten erhaltenen Marmorbecken der Epoche. Die Beletage ist mit opulentem Wand- und Deckenstuck verziert und das Highlight auf diese Etage ist der Fussboden, der von der damals neuen, aufstrebenden Firma Thonet hergestellt wurde. Die Einzigartigkeit dieses Parketts ist, dass die Firma Thonet 27


Diplomatische Residenzen und Gebäude in Wien / Vienna Diplomatic Residences & Buildings

Alle Vorhänge und die Wandverkleidung aus Seide und Satin wurden von der österreichischen Traditionsstofffirma Backhausen gefertigt

bis dahin nur für die Herstellung von Tische und Stühle bekannt war. Fußböden von Thonet sind damals, wie heute, eine Seltenheit, die nur an wenigen Orten in Wien zu finden ist. Einer davon ist das Palais Larisch-Mönnich. Noch eine Besonderheit ist, dass Marmorstein die Beletage-Kamine säumt. Genau dieser Marmor ist auch in den berühmten Châteaux de Versailles in Frankreich verwendet worden. Ein weiteres sehr gut erhaltenes Merkmal befindet sich in der Kellerhalle, die früher die unterirdische Stallung war und damit der Vorläufer der modernen Tiefgarage war. Vom Erdgeschoss, wo die Kutschen geparkt waren, führt ein Weg über eine flache Treppe, wo die Pferde vom Hof zu ​​ ihrem großzügigen Ruheraum in den Keller geführt wurden. Und genau dort befindet sich eine wahre Rarität - es handelt sich um die letzten erhaltenen Marmorbeckenarmaturen der Epoche. Inneneinrichtung:  Möbel von Aubusson, Krönleuchter aus Murano-Glas, Wandverkleidung und Vorhänge von Backhausen… Eine große Anzahl der originalen Möbel sind noch gut erhalten und schmücken mehrere Räume in der Beletage, sowie die Aubusson-Sitzgarnitur. Der riesige Samtvorhang in der Haupthalle und die Wandverkleidung aus Seide und Satin wurden von der österreichischen Traditionsstofffirma Backhausen gefertigt. Die außergewöhnlichen und authentischen Kronleuchter wurden alle von einer anderen bekannten österreichischen Firma, der Firma Lobmeyer & Sons, restauriert, die 28

Die Kronleuchter wurden alle von der Firma Lobmeyer & Sons rest

Ähnlichkeiten der mesopotamischen Zivilisation

Der Stuck erinnert an die mesopotamischen Ornamente, die auch in sumerischen, babylonischen und assyrischen Artefakten zu finden sind.

Einige Details des klassischen französischen Renaissance-Stils, die im Stuck der Decken in der Beletage zu finden sind, erinnern uns an mesopotamische Ornamente - genau wie Palmen und die Kamillenblüten, die auch in den sumerischen, babylonischen und assyrischen Artefakten zu finden sind

Die im Palais zu findende Kunst weist Ähnlichkeiten mit der mesopotamischen Zivilisation und dem irakischen Erbe auf.

ursprünglich die meisten PalaisKronleuchter produzierte. Ein spektakulärer moderner Kronleuchter aus Murano-Glas mit einer Höhe von etwa zehn Metern

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Die im Palais zu findende Kunst deutet auf Ähnlichkeiten mit der mesopotamischen Zivilisation und dem irakischen Erbe hin. Was reiner Zufall war, entpuppte sich als einer der Hauptvorteile der Innenausstattung der Irakische Botschaft in Wien. Einige Details des klassischen französischen Renaissance-Stils, wie die Rosette und die Rocaille, die im Stuck der Decken in der Beletage zu finden sind, erinnern uns an mesopotamische Ornamente - genau wie Palmen und die Kamillenblüten, die auch in den sumerischen, babylonischen und assyrischen Artefakten zu finden sind. Die Liste der Ähnlichkeiten ist lang: eine große dekorative Marmorsäule am Eingang erinnert an die Säulen der antiken Stätten in Mesopotamien sowie an die traditionellen Hofhäuser in Mossul

Die moderne irakische Kunstinstallation von der Designerin Rima Al-Juburi

hängt über zwei Etagen in der Festtreppe. Dieser Kronleuchter wurde während der letzten Renovierung des Palais in Murano nach Maß bestellt und gefertigt.

(Irak), die Fenster mit Blick auf den Eingang, um die ankommenden Gäste zu beobachten, ein weiteres Merkmal, das in den traditionellen Häusern im ganzen Irak zu finden


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

tauriert

ist, die berühmten mit ShanahilHolz verzierten projizierten Fenster über den Eingängen der traditionellen Häuser „um zu sehen und nicht gesehen zu werden“ und die Luftzirkulation aus dem Keller erinnert wieder an die traditionelle Belüftung, den „Badgir“, der irakischen Häuser. Ungewöhnlich sind auch die Farben an der Decke der Beletage, bestehend aus dunkelgoldenen Verzierungen und Farben der mesopotamischen Artefakte, in den Farbtönen Türkis, Grün, Orange und Blau, die an die berühmten glasierten Kacheln des babylonischen Ischtar-Tors und den reich verzierten Schmuck der Königin Puabi von Ur Wie, sowie an die wunderschönen bunt verzierten Kuppeln, die im ganzen Irak zu sehen sind, erinnern. Man kann also sagen, dass das Palais Larisch-Mönnich ein perfekter Dialog zwischen zwei verschiedenen Kulturen ist, die irgendwie harmonisch zusammenarbeiten und die Schönheit des Ortes ergänzen.

Botschafter Hussen vor dem Kamin der aus dem gleichen Marmorstein gefertigt wurde, der im berühmten Palais Versailles zu finden ist

„Das Botschaftsgebäude stellt die perfekte Verschmelzung zweier beeindruckender Kulturen dar, die nicht nur als diplomatische Institution, sondern auch als Symbol für Harmonie, Integration und Brückenbau dienen“ - Rima Al-Juburi, Designerin der modernen irakischen Kunstinstallationen in der Botschaft

liegenden Wand von den letzten erhaltenen Marmorbeckenarmaturen der Epoche, befinden sich unter den Hochhausfenstern mesopotamisch inspirierte türkisfarbene Porzellankrüge mit Keilschrift mit Fragmenten aus dem Gilgamesch-Epos, die mit der klassischen Marmorbeckenwand harmonieren. „Das Botschaftsgebäude stellt die perfekte Verschmelzung zweier

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Die moderne irakische Kunstinstallation

Eine der Herausforderungen bei der Renovierung war die Einführung einer modernen irakischen Kunstinstallation in diesem historischen Palais, ohne den klassischen Geist des Gebäudes zu verletzen. Nach einem langen Studium der verschiedenen Ornamente und Ähnlichkeiten wurden die Installationen von der Designerin Rima Al-Juburi als Spaziergang durch die Geschichte entworfen, der die reichen historischen Ornamente einer verschwindenden Zivilisation hervorhebt.

Ein spektakulärer, moderner Kronleuchter aus Murano-Glas mit einer Höhe von etwa zehn Metern hängt über zwei Etagen in der Festtreppe

In den ehemaligen Stallungen befinden sich mesopotamisch inspirierte türkisfarbene Porzellankrüge mit Keilschrift aus Fragmenten des Gilgamesch-Epos von der Designerin Rima Al-Juburi.

Eine wahre Rarität - die letzten erhaltenen Marmorbeckenarmaturen der Epoche

Die Reise durch die moderne irakische Kunstinstallation beginnt mit dem ältesten Fragment, das in Tell Hasuna in der Nähe von Samara, Irak (7.000 v.Ch.), gefolgt von Babylonier, Assyrer und reicht bis zu den Ornamenten der Hatra (500 n.Ch.) in Form von 12 zylindrischen

Objekten, die an der Wand der festlichen Treppe des Palais angebracht sind, deren maßgefertigte Messinghalterungen mit den Wandleuchten des Palais und dem Handlaufornamenten harmonieren. Im Keller, in den ehemaligen Stallungen, an der gegenüber-

beeindruckender Kulturen dar, die nicht nur als diplomatische Institution, sondern auch als Symbol für Harmonie, Integration und Brückenbau dienen“ - Rima AlJuburi, Künstlerin und Designerin der modernen irakischen Kunstinstallationen in der Botschaft. 29


Veranstaltung

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

27 30 Jahren Unabhängigkeit der

Republik Slowenien und Verabschiedung von Botschafterin I.E. Ksenija Škrilec zum Mandatsende mai

Nach der Podiumsdiskussion anlässlich von 30 Jahren Unabhängigkeit der Republik Slowenien, die am Vormittag im Festsaal der Diplomatischen Akademie in Wien stattfand, wurde zu Mittag ein Empfang im Innenhof der Akademie arrangiert. Beim dem Empfang verabschiedete sich I.E. Mag. Ksenija Škrilec, Botschafterin der Republik Slowenien in der Republik Österreich, zum Man-

datsende, sie war seit Dezember 2017 in Wien im Amt. Bei diesem Empfang verabschiedete sich eine große Anzahl ihrer Kollegen vom Diplomatischen Korps in Österreich von Botschafterin Škrilec. Das Magazin Diplomacy and Commerce Austria bedankt sich bei Botschafterin Škrilec für eine großartige Zusammenarbeit, und wir wünschen ihr viel Glück im Leben und für ihre zukünftige Karriere.

S.E. Bakar Fattah Hussen (Irak), Marija Lakic-Barfus (Botschaftsrätin von Montenegro), S.E. Nebojsa Rodic (Serbien) und S.E. Kemal Kozaric (Bosnien und Herzegowina)

S.E. Donatas Kušlys (Litauen), I.E. Ksenija Skrilec (Slowenien), I.E.Veronika Erte (Lettland) und S.E. Peter Misik (Slowakei)

Zana Marijan (Slowenisches Tourismusbüro), I.E. Ksenija Škrilec, Botschafterin Slowenien, , Wolfgang Petritsch (Diplomat und Politiker), Dipl. Ing. Boris Podrecca und Lojze Peterle (Ehemaliger Ministerpräsident und ex Außenminister der Republik Slowenien)

S.E. Nenad Kolev, Botschafter ( Nord-Mazedonien), S.E. Nebojsa Rodic (Serbien) und S.E. Kemal Kozaric (Bosnien und Herzegowina)

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Botschafter unter sich: S.E. Roland Bimo (Albanien, S.E. Donatas Kušlys (Litauen), I.E.Veronika Erte (Lettland) und S.E Ivan Sirakov (Bulgarien)


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Veranstaltung

27 Die Podiumsdiskussion „30 Jahre

Unabhängigkeit der Republik Slowenien – Starker Partner im gemeinsamen Europa“ mai

teil: Erhard Busek, (Vorstandsvorsitzender, Institut für den Donauraum und Mitteleuropa-IDM und 1991-1995 Vizekanzler der Republik Österreich), Werner Fasselabend (Präsident Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik und 1990-2000 Bundesminister für Landesverteidigung der Republik Österreich), Lojze Peterle (1990-1992 Ministerpräsident  der Republik Slowenien, 1993-1994 Außenminister der Republik Slowenien und 2004-2019 MEP), Wolfgang Petritsch (1999-2002 Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Diplomat und Politiker) und Maria Škof (Rechtsanwältin, Kanzlei Grilic-Vouk-Škof). Die Podiumsdiskussion wurde von Stefan Vospernik (Stv. Ressortleitung Außenpolitik/International, APA) moderiert.

Foto: Dipomacy and Commerce Austria

Anlässlich von 30 Jahren Unabhängigkeit der Republik Slowenien luden I.E. Mag. Ksenija Skrilec, Botschafterin der Republik Slowenien in der Republik Österreich, und I.E. Barbara Zvokelj, Ständige Vertreterin der Republik Slowenien bei den Vereinten Nationen, der OSZE und anderen internationalen Organisationen in Wien, ein. Die Podiumsdiskussion „30 Jahre Unabhängigkeit der Republik Slowenien – Starker Partner im gemeinsamen Europa“ fand heute, am 27. Mai, im Festsaal der Diplomatischen Akademie in Wien statt. Die versammelten Gäste wurden von Emil Brix, Direktor von der Diplomatischen Akademie Wien, I.E. Ksenija Škrilec und I.E. Barbara Žvokelj begrüßt. An der Podiumsdiskussion nahmen herausragende Redner

E. Ksenija Škrilec, Botschafterin Slowenien und Svetlana Nenadovic-Glusac, Direktorin Diplomacy and Commerce Austria

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Veranstaltung

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

19 Ausstellungseröffnung "Natura

Viva" des slowenischen Grafikers Štefan Galič mai

Am ersten Tag der Öffnung nach dem Lockdown organisierte die Botschaft der Republik Slowenien als erste diplomatische Vertretung in Wien ein Treffen, und der Grund dafür war die Ausstellungseröffnung von „Natura Viva“. Es handelt sich um Vernissage des slowenischen Grafikers Štefan Galič, die am Mittwoch, dem 19. Mai, in der Galerie Bahoe Art House in Wien stattgefunden hat.

Die versammelten Gäste wurden von Walter Famler, Generalsekretär von Alte Schmiede, begrüßt, gefolgt von Ausstellungseröffnung und einer Begrüßungsrede von I.E. Mag. Ksenija Škrilec, Botschafterin der Republik Slowenien in der Republik Österreich. Nach der Eröffnung der Ausstellung „Natura Viva“ in der Galerie gab es einen Empfang in der Residenz von Botschafterin Škrilec mit kulinarischer Begleitung aus der Gemeinde Lendava.

Botschafterin Skrilec mit Kollegen aus Kroatien und Polen

Botschafter unter sich: I.E. Jolanta Kozlovska (Polen), S.E. Daniel Gluncic (Kroatien) und S.E. Nebojsa Rodic (Serbien) mit Gattin (v.r.n.l.)

28 Botschafterin Ksenija Škrilec hat

sich von Wien mit einem abendlichen Konzert verabschiedet mai

I.E. Ksenija Škrilec, Botschafterin von Slowenien, hat zum Konzert des jungen Pianisten Urban Stanič am Freitag, dem 28. Mai, zu sich in ihre Residenz gebetet. In der Residenz in der Bankgasse versammelte I.E. Ksenija Škrilec Freunde von der Republik Slowenien und verabschiedete sich mit

der wunderbaren musikalischen Darbietung an ihrem letzten Abend in der Residenz in Wien und von ihrem Mandat in der österreichischen Hauptstadt. Der Abend war voller schöner Emotionen und eine Gelegenheit für ihre Wiener Freunde, sich von Frau Škrilec zu verabschieden. Auf Wiedersehen Frau Exzellenz!

Hoher Gast Herr Alojz Kovšca, Präsident des Staatsrates der Republik Slowenien, Gastgeberin I.E. Ksenija Škrilec und der junge slowenische Pianist Urban Stanič

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Foto: Dipomacy and Commerce Austria

I.E. Ksenija Škrilec, Botschafterin von Slowenien


Auf Wiedersehen Ihr Exzellenz Mag. Ksenija Skrilec

Botschafterin der Republik Slowenien in der Republik Österreich Memories from Vienna

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Veranstaltung

25 Mandelbaum als

Zeichen der Freundschaft zwischen Israel und Wien mai

„So wie die Wurzeln eines Baums immer tiefer werden, wächst auch die Freundschaft zwischen dem Staat Israel und der Stadt Wien immer stärker“ - das ist die Botschaft des frisch gepflanzten Mandelbaums im Rathauspark, den Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und der israelische Botschafter in Wien, S.E. Mordechai Rodgold, am 25. Mai besucht haben. Der Mandelbaum steht in Israel als Symbol der Freundschaft, die Wiener Pflanze trägt eine deutsch-englisch-hebräische Zusatztafel mit der Botschaft der Verbundenheit. „Als weltoffene Stadt tragen wir gleichzeitig eine große Verantwortung aus unserer Geschichte. Die jüdische Kultur ist ein wichtiger Bestandteil Wiens und die jüdische Gemeinde ist ein wichtiger und fixer Bestandteil von Wien“, sagte Bürgermeister Ludwig. Auch Botschafter Rodgold unterstrich die guten Beziehungen der Stadt Wien mit Israel: „Der Mandelbaum und seine Früchte werden bereits in der Bibel, im Buch Genesis (43,11) erwähnt. Er ist in Israel der erste Baum, der schon am Ende des Winters blüht, und den Frühling ankündigt. Dieser Baum ist somit ein passendes Symbol für die blühende Freundschaft zwischen Wien und Israel, die so gut gedeihen soll wie dieser Baum“, so Rodgold.

Bürgermeister Michael Ludwig und Botschafter S.E. Mordechai Rodgold / Copyright: C.Jobst/PID

Bürgermeister Michael Ludwig pflanzt mit dem Botschafter aus Israel S.E. Mordechai Rodgold einen Mandelbaum / Copyright: C.Jobst/PID

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26 GroSSes Goldenes Ehrenzeichen des

Landes Wien für chinesischen Botschafter Li Xiasoi mai

Nach längerer Corona-Pause, fand am 26. Mai im Stadtsenatssitzungssaal des Wiener Rathauses wieder eine feierliche Ehrung statt: Bürgermeister Dr. Michael Ludwig verlieh dem Botschafter der Volksrepublik China, S.E. Li Xiaosi, das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. Bürgermeister Dr. Ludwig betonte den traditionellen Zusammenhalt zwischen Österreich und China – so werde heuer das 50-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen beider Länder gefeiert –, vor allem aber auch die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Wien und Beijing: „In diesem Zusammenhang möchte ich an eine Initiative nach Ausbruch

der Corona-Krise erinnern, die ganz eindeutig Ihre Handschrift trägt“, so Ludwig zu Botschafter Li, „ich spreche von den 39.000 FFP2-Masken, die im Vorjahr - auf Ihre Vermittlung hin – von unserer bestens integrierten chinesischen Community an die Wienerinnen und Wiener verteilt wurden. Diese spontane Hilfe mitten in der Krise war ein starkes Zeichen der Verbundenheit zwischen Beijing und Wien.“ Die Laudatio auf Herrn Li Xiaosi hielt Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer. Unter den Festgästen befanden sich u. a. der Erste Präsident des Wiener Landtages Ernst Woller, die Abgeordnete zum Nationalrat Maria Großbauer und der Diplomat Peter Launsky-Tieffenthal.

LI Xiaosi, Botschafter der Volksrepublik China und Bürgermeister Dr. Michael Ludwig

Foto: Copyright: C.Jobst/PID

Die Laudatio auf Herrn Li Xiaosi hielt Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer

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Veranstaltung

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

10 Eine Führung

durch die Ausstellung „Nach dem groSSen Krieg. Ein neues Europa 1918-1924“ Am 10. Juni fand von der Botschaft der Republik Polen in Österreich auf dem Heldenplatz in Wien die Führung zur Ausstellung mit dem Namen „Nach dem großen Krieg. Ein neues Europa 1918-1924“ statt. Sie ist dem Ersten Weltkrieg gewidmet und zeigt die Spuren, die er auf der Landkarte Europas hinterlassen hat. Die Präsentation der Freilichtausstellung wurde von Rafał Rogulski, Direktor des Instituts des Europäischen Netzwerkes Erinnerung und Solidarität, und Monika Sommer, Direktorin des Hauses der Geschichte Österreich, gehalten. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit einer internationalen Gruppe von HistorikerInnen entstanden. Sie ist der Versuch, die stürmischen Anfänge der Zwischenkriegszeit unter besonderer Berücksichtigung Mittel- und Osteuropas in Erinnerung zu rufen. Sie enthält über 200 Archivdokumente in multimedialer Form – Fotos, Dokumente, Filme, Karten sowie individuelle Erinnerungen von ZeitzeugInnen. Der Erste Weltkrieg (1914-1918) hat das Antlitz des europäischen Kontinents völlig verändert. Vier Großmächte zerfielen, mehr als ein Dutzend neue Staaten entstanden auf ihren Trümmern. Das „Neue Europa” entstand im Spannungsfeld unterschiedlicher, oft unvereinbarer Interessen. Für einen Teil der betroffenen Nationen stellten die Auswirkungen des Krieges vor allem eine ungeheure Tragödie dar, für den anderen dagegen den Höhepunkt ihres Kampfes um die nationale Unabhängigkeit. Alle aber standen vor der Notwendigkeit, die Kriegszerstörungen zu beheben und die Mühen der Modernisierung im Schatten nicht nur politischer, sondern auch sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Veränderungen in Angriff zu nehmen. Die Ausstellung zeigt dass nach dem Ersten Weltkrieg neu gestaltete Europa im internationalen Kontext und erleichtert so das Verständnis seiner Bedeutung für die Entstehung einer neuen Ordnung Europas nach 1918. Die Open Air Ausstellung „Nach dem großen Krieg. Ein neues Europa 1918-1924“ ist noch bis 2. Juli 2021 am Heldenplatz, neben dem äußeren Burgtor, zu sehen.

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jun


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Veranstaltungen

10 Wunderbarer Abendempfang in der jun

polnischen Botschaft in Wien

nommierten Koch und seinem Team, das eigens aus Polen angereist war. Nach dem Abendessen wandte sich Botschafterin Kozłowska an die Gäste, bedankte sich bei allen Anwesenden sowie dem Küchenteam, und als Gastgeberin nahm sie dankbar alle Komplimente für die Organisation und einen schönen Abend entgegen. Der angenehme Abend endete wieder auf der Terrasse der Botschaft, wo in der Frische der Abendluft Kaffee und Wodka „Žubrovska“ serviert wurden.

Foto: Dipomacy and Commerce Austria

I.E. Jolanta Róża Kozłowska, Botschafterin der Republik Polen in Österreich, lud zum Abendempfang zur Ehren der OrganisatorInnen der Ausstellung „Nach dem großen Krieg. Ein neues Europa 1918-1924“ am Wiener Heldenplatz, in die Botschaft der Republik Polen in Wien ein. Der Empfang begann auf der Terrasse der Botschaft mit Blick in den Garten, später wurde ein Dinner serviert, dessen Menü vier Gänge erstklassiger polnischer Spezialitäten beinhaltete, zubereitet von einem re-

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Veranstaltungen

11 Russlands

Nationalfeiertag wurde mit einem Empfang in der russischen Botschaft in Wien gefeiert jun

S.E. Dmitrij Ljubinskij, Botschafter Russlands in Österreich, begrüßte die versammelten Gäste

Russischer Botschafter S. E. Dmitrij Ljubinskij mit Gattin Elena, die Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Margot Klestil-Löffker, und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreichs Dr. Richard Schenz

Dr. Ernst Huber, Botschafter Ljubinskij, Dr. Richard Schenz (WKÖ Vizepräsident) und Erich Holnsteiner (ÖNB)

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Russische hochrangige Diplomaten in Österreich

Foto: Botschaft der Russischen Föderation

Am vergangenen Freitag, 11. Juni, wurde in der Botschaft der Russischen Föderation in Wien der Nationalfeiertag Russlands - im viel kleineren Kreis als üblich - gefeiert. Angesichts der strengen Anti-CoronaVorgaben der österreichischen Behörden, die derzeit vorschrieben sind, konnten nur 50 Gäste teilnehmen, es war dies auch der erste Empfang nach eineinhalb Jahren. S.E. Dmitrij Ljubinskij, Botschafter Russlands in Österreich, begrüßte die versammelten Gäste aus dem Außenministerium und dem Bundeskanzleramt Österreichs sowie Freunde Russlands aus gesellschaftspolitischen, geschäftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Kreisen mit einer feierlichen Rede. Dieser Empfang machte den geladenen Gästen große Freude, da man Freunde, Partner und Bekannte wieder persönlich zu sehen bekam und mit ihnen von Angesicht zu Angesicht kommunizieren konnte, was in der Diplomatie besonders wichtig ist.


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

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Veranstaltung

15 Ausstellung „Rettet die Kinder“

jun

`im Gartenpalais Lichtenstein

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der schwedischen Hilfsaktion „Rettet die Kinder“ („Rädda Barnen“) wurde am 15. Juni im Gartenpalais Lichtenstein eine Ausstellung eröffnet. Es handelt sich hierbei um eine der wichtigsten Hilfsorganisationen nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Feier zu diesem bedeutenden Jubiläum und die Ausstellung wurden von der Schwedischen Botschaft in Wien, zusammen mit schwedischen Organisationen in Österreich und ihren Mitgliedern sowie dem Palais Liechtenstein organisiert. Die versammelten Gäste hat die Botschafterin I.E. Mikaela Kumlin Granit begrüßt, gefolgt von der Rede von Prinz Constantin von und zu Lichtenstein. Am 15. und 16. Juni 2021 hatten Interessierte die Möglichkeit gehabt, die Ausstellung im Rahmen von verschiedenen Zeitfenstern zu besichtigen, drei Mal hat die schwedische Historikerin Jenny Ohman zusätzlich Vorträge auf Deutsch und Schwedisch gehalten. Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren litt die Bevölkerung in weiten Teilen Europas an

Hunger und Not. Schweden startete dank Folke Bernadotte, der Anfang 1945 die ersten skandinavischen KZInsassInnen mit den bekannten „Vita bussarna“ aus den Lagern rettete, die Initiative der sogenannten „Schwedenspeisung“. In nicht weniger als elf europäischen Ländern wurden dabei hilfsbedürftige Kinder versorgt, unabhängig der Herkunft, Religion oder der politischen Einstellung ihrer Eltern. Selbst von Lebensmittelrationierungen betroffen, spendeten die BürgerInnen Schwedens in einer „EinKronen-Sammlung“ vor allem für Österreich und Deutschland Millionen schwedische Kronen. Mit diesen Beiträgen wurden die sogenannten „Schwedensuppen“ an Kleinkinder, unterernährte Schulkinder und TBC-gefährdete Jugendliche ausgegeben. Allein in Österreich waren es im Zeitraum von Anfang 1946 bis April 1949 über 60.000 Kinder, an die Suppe oder Milchspeisen ausgeteilt wurden. Mit eigenen Tellern, Bechern oder leeren Konservendosen kamen die Kinder zu den Ausgabestellen. Gegessen wurde vor Ort, da ihnen die Mahlzeiten persönlich zugutekommen sollten.

I.E Mikaela Kumlin Granit, Botschafterin vom Königreich Schweden 

Begrüßungsrede: Prinz Constantin von und zu Lichtenstein

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Foto: Diplomacy and Commerce Austria

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Schwedische Historikerin Jenny Ohman

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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

15 Das Festival

CRO-ArT 2021 wurde in Wien eröffnet jun

Am Dienstag, dem 15. Juni, wurde in Wien das Festival CRO-ArT 2021 mit dem wunderbaren Konzert “Sacre et profane - Serioso und Scherzoso” des Streichorchester der Musikakademie aus Zagreb eröffnet. CRO-ArT Festival ist ein gemeinsames Projekt der Kroatischen Botschaft in Österreich, der Musikakademie aus Zagreb und dem Ministerium für Kultur und Medien der Republik Kroatien. Zur Eröffnung des Festivals CROArT lud die kroatische Botschaft in Wien ein, und das Konzert fand im sakralen Raum der St. Peterskirche statt. Die Werke: „Die Sieben letzten Worte Jesu Christi“ von Zoran Novačić, „Trauermusik für Viola und Streicher“ von Paul Hindemith, Improvisation und Drmleč aus Međimurje (aus dem Zyklus „Aus dem Balkan“) von Josip Štolcer Slavenski, „Herr Fasching“ von Tomislav Uhlik und „Scherzo für Streicher“ von Fran Lhotka wurden unter künstlerischer Leitung von Marko Glogović (Violine) und Andrea Nikolić  (Viola) aufgeführt.

- - Potpis - -

Begrüßungsrede: S.E. Daniel Gluncic, Botschafter der Republik Kroatien

Niederländische Botschafter S.E. Aldrik Gierve, S.E. Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Pedro Lopez Quintana (Vatikan) und S.E. Daniel Gluncic, Botschafter der Republik Kroatien (v.l.n.r)

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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

26 Eröffnung der

schwedischen Filmwoche in Wien jun

Das schwedische Filmfestival in Wien wurde feierlich am Donnerstag, 24. Juni, eröffnet und findet vom 25. Juni bis zum 2. Juli statt. Eröffnet wurde das Festival mit einer Begrüßunsgrede von Frau Helena Zimmerdahl, Gesandte von der Schwedischen Botschaft sowie Direktor des Luxushotels Palais Hansen Kempinski am Ring. Es findet in Kooperation mit der Botschaft des Königreichs Schweden in Österreich und der ÖsterreichischSchwedischen Gesellschaft, die dieses Filmfestival organsiert, statt. Als Eröffnungsfilm wurde der Schwedische Film „The HundredYear-Old Man Who Climbed Out the Window and Disappeared“  (Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand, 2013), nach dem gleichnamigen Roman von Jonas Jonasson, gezeigt. Im Ballsaal des Palais Hansen Kempinski wird vom 25. Juni bis 2. Juli 2021 täglich ein schwedischer Top-Film gezeigt.

- - Potpis - -

Blumen für Frau Helena Zimmerdahl, Gesandte von der Schwedischen Botschaft, Lea Widen, Vizepräsidentin Österreich-Schwedische Gesellschaft und Mag. Andrea Wimpissinger, Referentin für Wirtschaft, Medien und Kultur, Schwedische Botschaft in Wien, vom Kempinski-Team (v.r.n.l.)

Midsommar-Special vom 25. Juni bis 2. Juli:

Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Schwedische Filmwoche im Palais Hansen Kempinski Das Palais Hansen Kempinski feiert Midsommar, das große schwedische Fest zur Sommersonnenwende, und organisiert ab 25. Juni für eine Woche lang Kinoabende mit schwedischen Top-Filmen der vergangenen Jahre. Darunter sind der Publikumshit „Der 100-Jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“, das Biopic „Becoming Astrid“, die Dokumentation „Palme“ und preisgekrönte Spielfilme wie „Garden Lane“. Die Filmvorführung findet täglich um 18:30 statt. Am Samstag- und Sonntagnachmittag um 16:00 Uhr gibt es zusätzlich einen schwedischen Kinderfilm. Kino mit Kulinarik im Kempinski Der Kinoeintritt ist kostenlos. Für die passende kulinarische Begleitung werden Etageren mit schwedischen Snacks, darunter Nötkött Tatar, Kottbullar und Prinzen Törtchen angeboten. Der Küchenchef des Palais Hansen bekommt dafür tatkräftige Unterstützung von einem jungen Lehrling aus Schweden, der seit kurzem seine Lehre in der Küche des Hotels absolviert.

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POP KULTUR

Der Eurovision Song Contest hat einen mutigen Schritt nach vorne gemacht! Ein neues Spektakel für eine neue Zeit

Nach Meinung vieler war der diesjährige ESC der beste in der Geschichte, oder zumindest in den letzten Jahren. Mutige Schritte nach vorne, viele Hits, ungewöhnliche Songs und der Sieg des unerwarteten Gewinners von Sanremo, einer Alter-Rock-Band aus Rom, die auf Italienisch sang. Die Zeiten ändern sich und wir sind froh. Jugendliche sind nicht nur verrückt nach den 80ern, wie in neuen Singles von The Weeknd, Miley Cyrus und Twenty One Pilots, oder vielen anderen Dingen - wie die Stranger Things-Serie zeigt, sondern sie wenden sich auch Chansons (französische Vertreterin Barbara Pravi) und sanften Liedern (Victoria, eine Vertreterin Bulgariens, auf den Spuren von Billie Eilish) zu. Auch der Classic Rock

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Viel Hoffnung: Die jungen Leute haben genug vom elektronischen Beat, denn der hat wenig mit der realen Welt von Blut und Schweiß zu tun.

Auch die „Einheimischen“ Europas sind vergiftet von der Ästhetik und Philosophie der Ignoranz, Arroganz und Kriminalität. Auf der anderen Seite brachte Måneskin cool und sexy den Rock und Underground zurück

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aus dem „Goldenen Zeitalter“ erlebt sein Revival. Er wurde von einer jungen Band aus den USA namens Greta Van Fleet wiederbelebt, und jetzt kommt eine weitere Band junger Leute aus Italien dazu, die alle auf Italienisch singen und zwei Siege davongetragen haben - Sanremo und Eurovision. Ihr Name ist Måneskin, was auf Dänisch Mond bedeutet. Sie leiten ihren Namen von der Tatsache ab, dass die Bassistin, die blonde Victoria de Angelis, eine Dänin mütterlicherseits ist. Also entschieden sich alle Mitglieder, einen Bildbegriff aus dieser Sprache zu wählen, um ihre Haltung zu zeigen.  Sie sind 20-22 Jahre jung und haben sich an der JF Kennedy High School in Rom kennengelernt und beschlossen, eine Rockband zu gründen. Italie-


Text: Z. Milo Foto: EBU

nisch zu sein trägt nur zum Exotischen bei. Dies lässt uns hoffen, dass die Zeit des nicht-melodischen HipHops zu Ende geht und all diese primitive Ästhetik auf dem Weg mit sich nimmt. Mit dem Verschwinden der Verherrlichung der Straße, des Drogenhandels, der leichten Frauen und der schnellen Autos werden auch viele der Probleme, mit denen Europa jetzt konfrontiert ist, verschwinden.  Auch die „Einheimischen“ Europas sind vergiftet von der Ästhetik und Philosophie der Ignoranz, Arroganz und Kriminalität. Auf der anderen Seite brachte Måneskin cool und sexy den Rock und Underground zurück. Obwohl sie ein wenig wie Bowie, Placebo, Nine Inch Nails, Led Zeppelin, Arctic Monkeys, sogar Nirvana, oder Marylin Manson sowie Rage Against the Machine aussehen, rappen sie sogar ein bisschen - wie Billie Eilish oder Yungblud.  Der Rap wird nicht verschwinden, aber er wird sich von der nervigen Nicht-Melodizität und den Buden mit Crimos und Möchtegern-Crimos abheben. Die Chansons kehren in der modernen Fassung vielleicht durch die große Tür zurück, in einer Kombination von Edith Piaff und Zaz, wie Barbara „Pravi“ Pjevic beschreibt. Halb Serbisch, halb Iranerin und komplett französisch, dass sie nicht mehr Französisch sein kann. Man reist einfach nach Paris, wenn man ihr zuhört.  Finnischer „Nu Metal“ führte uns zurück in das goldene Zeitalter von Linkin Park vor 20 Jahren. Ukrainische Volksmusik brachte eine unglaubliche Stimmung mit - eine Mischung aus Rave und Ethno, mit altslawischer Mythologie und moderner Behandlung. Ungewöhnlich und fett, aber es passt. Es ist ein völliges Rätsel, wie Spanien und Großbritannien jeweils null Punkte vom Publikum und auch Großbritannien zusätzlich von der Jury bekommen konnte. Aber vielleicht wirkt es, um ihnen beizubringen, beim nächsten Mal jemanden wirklich Guten zu schicken.  Die Italiener schickten den Sieger von Sanremo, die Franzosen schickten einen neuen ChansonStar und Großbritannien hat neben diesen starken Stars nie daran gedacht, jemanden zu schicken, der die Zuschauer wirklich

Italien

Frankreich

Sänger Damiano David hat Europa mit seinem androgynen Aussehen in den Wahnsinn getrieben – Frauen sind verrückt geworden, viele Männer auch

Malta

Ukraine

umwirft. Wahrscheinlich wären Dua Lipa (auch wenn sie nicht für Großbritannien, sondern für Albanien singen würde) oder Robbie Williams, Enrique Iglesias oder Shakira deprimiert, wenn sie nicht die ersten beim ESC wären. Wenn sie diesen Wettbewerb ernst nehmen, ist es keine Schande, nicht zu gewinnen. Malta, Litauen und Island werden wir diesen Sommer in Diskotheken am Meer hören. Den serbischen Beitrag auch, aber es gibt eine offensichtliche Verschiebung von der „Destiny‘s Child“-Ästhetik zu einem neuen, kühnen und weniger kommerziellen Ausdruck, angeführt von Italien, Frankreich, Finnland und der Ukraine. Diesmal können wir uns große Festivals der Welt vorstellen, von Sziget bis Rock am Ring, die die Top 5 des Eurovision Song Contest buchen, was bisher undenkbar war. Jetzt kehren wir eher zu guter Musik als zu Provokation zurück, was gut ist. Der vorherige Ansatz, siehe Österreichs Beitrag von Conchita Wurst, hat einige Länder und Zuschauer vom Eurovision Song Contest weggetrieben.  Sänger Damiano David hat Europa mit seinem androgynen Aussehen in den Wahnsinn getrieben – Frauen sind verrückt geworden, viele Männer auch. Die Wut von Musikern mittleren Alters und ultramaskulinen Männern zeigt nur, dass Damiano mit seiner Einstellung richtig liegt. Viel Hoffnung: Die Jugend hat genug von der Elektronik, die mit der realen Welt von Blut und Schweiß wenig zu tun hat. Die Generation Z erschien auf der Bühne, mit ihrer Ästhetik und ihrem Verständnis der Realität, sagen Soziologen und unterscheiden sich dadurch drastisch von der vorherigen Generation. Sie sind ruhig, aber sie sind Digital Natives und sehnen sich nach der Vergangenheit. Sie kaufen Plattenspieler, kaufen dazugehörige Nadeln über das Internet und holen alte Led Zeppelin- oder Visage-Platten heraus und interessieren sich nicht für das, was derzeit aufgelegt wird. Aufgrund dieser Haltung werden sie eine neue Strömung durchsetzen, die, wie wir hoffen, besser sein wird. Die Welt bleibt der Jugend, und irgendwie scheint es uns, dass wir uns nach diesem ESC um diese Welt nicht mehr große Sorgen machen müssen.

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Veranstaltung

Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Jubiläum 25. Regenbogenparade in Wien & Diplomats for equality Kampf für Akzeptanz, Respekt und für gleiche Rechte in Österreich, Europa und auf der ganzen Welt

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Text: Svetlana Nenadovic-Glusac

Farben des Regenbogens, Ampellichter, die gleichgeschlechtliche Paare zeigen, bis hin zu Fahnen an Straßenbahnen, staatlichen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäusern und Magistraten, bis zu den Terrassen von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, auf der eine mehrere Meter lange regenbogenfarbene Fahne hängt, und der Terrasse von Bürgermeister Michael Ludwig am Rathaus. Leider ist eine solch wichtige Unterstützung durch die Behörden nicht überall auf der Welt präsent. In vielen Staaten leiden LGBTIQ+ Personen weiterhin unter Schikanen, Diskriminierung und Gewalt,

in manchen bezahlen sie sogar mit ihrem Leben für ihre Orientierung, weshalb der Kampf für die Rechte der LGBTIQ-Mitglieder sehr wichtig ist. Die TeilnehmerInnen der Vienna Pride haben sich um circa 13.00 Uhr in der Nähe vom Rathausplatz versammelt und der Paradeanzug setzte sich dort um 14 Uhr in Bewegung. Knapp über 10.000 Menschen gingen solidarisch an diesem heißen Junitag Seite an Seite, verschmolzen zu einem regenbogenfarbenen Fluss, der auf der Ringstraße in die entgegengesetzte Richtung floss, mit einer starken

Von der ersten Vienna Pride bis heute begleitet die ganze Veranstaltung ein wichtiger politischer Kampf um mehr Anerkennung und Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Heterosexuellen, Trans-, Cis-, Inter- und queeren Menschen, die gemeinsam für Akzeptanz, Respekt und für gleiche Rechte in Österreich, Europa und auf der ganzen Welt demonstrieren Am Samstag, 19. Juni, fand in Wien zum 25. Mal die Wiener Regenbogenparade statt.  Von der ersten Vienna Pride bis heute begleitet die ganze Veranstaltung ein wichtiger politischer Kampf um mehr Anerkennung und Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Heterosexuellen, Trans-, Cis-, Inter- und queeren Menschen, die gemeinsam für Akzeptanz, Respekt und für gleiche Rechte in Österreich, Europa und auf der ganzen Welt demonstrieren.  Wien ist eine der wenigen Metropolen der Welt, die den Juni zum Monat der LGBTIQ-Rechte erklärt hat. Die massive Unterstützung der schönen Stadt an der blauen Donau ist fast an jeder Ecke  zu sehen, von Fußgängerüberwegen in den

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Veranstaltung

Foto: Jan Ziegler / Diplomats for Equality

Foto: Jan Ziegler / Diplomats for Equality

Foto: Screenshot Facebook

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Botschaft „Stay safe, stay proud“ (Bleib sicher, bleib stolz) – so lautete das Motto der Regenbogenparade in Wien. Die Route führte über die gesamte Ringstraße: über Parlament, Heldenplatz, Staatsoper, Stubenring, Urania, Schwedenplatz, Franz-Josefs-Kai, Börse, Universität Wien bis zurück zum Rathausplatz, wo die Abschlusskundgebung mit Ansprachen von AktivistInnen und PolitikerInnen ab 17 Uhr stattfand. Diplomats for equality:

Vertreter des diplomatischen Korps in Österreich unterstützten die LGBTIQ-Community in Wien mit persönlichem Engagement. Die Botschafter vielen Länder versammelten sich zusammen mit Botschafts-Mittarbeitern um 48

13 Uhr vor dem Haupteingang der Vereinten Nationen in Wien und machten von dort einen Spaziergang mit einem Transparent mit der Aufschrift „Diplomacy for equality“ in Richtung Innenstadt und schlossen sich den restlichen TeilnemerInnen an. Die Vertreter der Botschaften von Großbritannien, der USA, Kanada, Australien, Finnland, Schweden, Malta, Zypern, Dänemark, den Niederlanden, Irland sowie Vertreter der Offenen Liste des Außenministeriums Österreich „DiplomatInnen für equality“, Nico Marchetti (Nationalratsabgeordne-

Foto: Screenshot Facebook

Foto: Screenshot Facebook

Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Dabei waren Vertreter der Botschaften von GroSSbritannien, der USA, Kanada, Australien, Finnland, Schweden, Malta, Zypern, Dänemark, den Niederlanden, Irland sowie Vertreter des AuSSenministeriums Österreichs, Team von UN Globe und die EU Delegation.

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ter), Team von UN Globe und die EU Delegation. trugen gemeinsam gehend mit dem Transparent „Diplomatie für Gleichberechtigung“ ihren persönlichen Beitrag bei und zeigten das Statement ihrer Länder in Bezug auf die Rechte, die die LGBTIQ+Community überall auf der Welt verdient.


Text: Svetlana Nenadovic-Glusac

Foto: Jan Ziegler / Diplomats for Equality

Knapp über 10.000 Menschen gingen solidarisch an diesem heiSSen Junitag Seite an Seite, verschmolzen zu einem regenbogenfarbenen Fluss, der auf der RingstraSSe in die entgegengesetzte Richtung floss, mit einer starken Botschaft „Stay safe, stay proud“– so lautete das diesjährige Motto der Regenbogenparade in Wien.

Foto: Jan Ziegler / Diplomats for Equality

Foto: Jan Ziegler / Diplomats for Equality

Foto: Diplomacy and Commerce Austria

Foto: Jan Ziegler / Diplomats for Equality

Foto: Jan Ziegler / Diplomats for Equality

Foto: Jan Ziegler / Diplomats for Equality

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Geschichte / Ausstellung

Die Donau. Eine Reise in die Vergangenheit In der großen Sonderausstellung „Die Donau“ laden außergewöhnliche Werke aus der Österreichischen Nationalbibliothek zu einer „Reise in die Vergangenheit“ ein

Die Pasetti-Karte im Prunksaal / Foto: Virgil Widrich, 2021

Sonderausstellung „Die Donau - Eine Reise in die Vergangenheit“ bis 7. November 2021 Österreichische Nationalbibliothek / Josefsplatz 1 / 1010 Wien

Über Jahrhunderte war die Donau ein ungezähmter Naturraum. Stromschnellen gefährdeten die Schifffahrt, große Über50

Budapest, Ofen und Pesth © Österreichische Nationalbibliothek

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schwemmungen bedrohten selbst die Kaiserstadt Wien. Das änderte sich erst im 19. Jahrhundert, als sich die Habsburgermonarchie die Kultivierung des Flusses zur Aufgabe machte. Die Donau wurde zu einer wichtigen Wasserstraße und verband die Länder des Vielvölkerstaates. Was über die Jahrhunderte gleich geblieben ist: Der Strom mit seinen spektakulären Uferlandschaften ist ein einzigartiger Sehnsuchtsraum. Musiker besangen „Die schöne, blaue Donau“ und Künstler wie Jakob Alt hielten sie in beeindruckenden Aquarellen fest.


Aussicht von Nußdorf gegen Wien © Österreichische Nationalbibliothek

Pressburg/Bratislava mit Fliegender Brücke © Österreichische Nationalbibliothek

Belgrad © Österreichische Nationalbibliothek

Hochwasserkatastrophe in Wien im März 1830 © Österreichische Nationalbibliothek

Donauregulierung – Bagger © Österreichische Nationalbibliothek

Ausschnitt aus der Pasetti-Karte © Österreichische Nationalbibliothek

In der großen Sonderausstellung „Die Donau“ laden diese und weitere außergewöhnliche Werke aus der Österreichischen Nationalbibliothek zu einer „Reise in die Vergangenheit“ ein. Thematisiert wird die Donau als Grenze ebenso wie als verbindendes Element, als Sehnsuchtsraum von Künstlern und als Verkehrsstraße. Und natürlich geht es auch um Naturkatastrophen und schützenswerten Naturraum.

berühmten Pasetti-Karte. Diese ab 1857 vom k.k. Staats-Ministerium herausgegebene Landkarte bietet

Den Höhepunkt der Ausstellung bildet eine spektakuläre, 44 Meter lange Reproduktion der

Den Höhepunkt der Ausstellung bildet eine spektakuläre, 44 Meter lange Reproduktion der berühmten Pasetti-Karte. Diese ab 1857 vom k.k. Staats-Ministerium herausgegebene Landkarte bietet eine äuSSerst präzise Darstellung der Donau auf dem Gebiet der Habsburgermonarchie

eine äußerst präzise Darstellung der Donau auf dem Gebiet der Habsburgermonarchie von Passau bis zum Eisernen Tor. Sie hatte damals den Zweck, ein öffentliches Bewusstsein für die politische und wirtschaftliche Bedeutung dieses Wasserweges für die gesamte Donaumonarchie zu schaffen. Heute, nach den großen Regulierungsmaßnahmen und der Errichtung zahlreicher Kraftwerke, ist sie eine Erinnerung an eine Donau, die es so nicht mehr gibt. 51


kultur

Muntean/Rosenblum Untitled (Before we know it...), 2000 / Acryl auf Leinwand / ALBERTINA, Wien – Familiensammlung Haselsteiner © Muntean/Rosenblum

Wonderland ALBERTINA Modern - bis 19. September 2021

ALBERTINA modern Karlsplatz 5 / 1010 Wien

Die dritte Ausstellung der ALBERTINA modern, greift auf den reichen Sammlungsbestand der ALBERTINA zurück. Über hundert Meisterwerke werden in sieben Kapiteln von Andy Warhol bis Roy Liechtenstein, Anselm Kiefer bis Katharina Grosse, Ad Reinhardt bis Cecily Brown, Marc Quinn bis Erwin Wurm, von Albert Oehlen bis Markus Schinwald gezeigt. Die Schau spiegelt das große Spektrum an zeitgenössischer Kunst aus allen Sammlungen der ALBERTINA nach 1945 wider und 52

Roy Lichtenstein / Wallpaper with blue Floor Interior, 1992 / Siebdruck / ALBERTINA, Wien ©Estate of Roy Lichtenstein/Bildrecht, Wien, 2021

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setzt räumlich Schwerpunkte: Von der Popkunst und ihren zeitgenössischen Ausläufern (Tom Wesselmann, Andy Warhol, Alex Katz) über die abstrakt expressionistische Malerei von (Cecily Brown, Katharina Grosse und Wolfgang Hollegha) bis zu einer Zusammenschau der großen deutschen Maler (Baselitz, Penck, Anselm Kiefer, Jörg Immendorff und Markus Lüpertz). Georg Baselitz, der zuletzt 80 Jahre alt wurde und die Kunstwelt auf den Kopf stellte, wird Maria Lassnig gegenübergestellt. Enfants terribles wie Gelatin und Franz West bringen sich hingegen für eine anarchische Antikunst in Stellung.


Mehr als eine Ausstellung: Eine Schausammlung zeitgenössischer

Kunst Mit Wonderland etabliert die ALBERTINA Österreichs wieder eine komplette Neuaufstellung ihrer Sammlung. Im Grunde handelt es sich hier um eine Ausstellung von mehreren Ausstellungen, die sich aufeinander beziehen, die lose miteinander verbunden und dennoch unabhängig voneinander existieren können. Gegenwelten treffen hier aufeinander. Aus ihrem Fundus könnte – und wird – die ALBERTINA in Zukunft noch zwei Dutzend weiterer Ausstellungen von selber Qualität im Rahmen dieser neuen Schausammlung präsentieren. Ganz wie im Wonderland bei Lewis Carroll finden wir hier einen Zusammenprall von verschiedenen Kunst-Wirklichkeiten vor, widersprüchliche Fantasiewelten existieren nebeneinander. Lewis´ Wunderland ist kein Schlaraffenland. Es ist aber auch kein Kerker. Es 5 ist vieles, und alles gleichzeitig. Je nach Lesart, sind die eröffneten Welten bedrohlich oder geben Hoffnung.

Anselm Kiefer / Wege der Weltweisheit: die Hermannsschlacht, 1993 / Holzschnitt, Acryl und Schellack auf Papier, Collage auf Leinwand / Albertina, Wien – Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft; © Anselm Kiefer und Albertina, Wien

Die Kunstwerke sind in sieben Kapitel gegliedert, nicht immer benachbart oder unmittelbar zusammenhängend: ∙ Pop oder die Brüchigkeit des Glücks mit Hauptwerken von Warhol, Liechtenstein, Wesselmann und Katz, aber auch die Neo-Pop-Bewegung des Marc Quinn und Harold Ancart. ∙ Die Anarchie in der Kunst mit Werken von Franz West und Gelatin. ∙ An den Rändern der Stadt oder der Melancholie in der Kunst unserer Zeit mit zwei Räumen für Muntean und Rosenblum sowie dem Leipziger Christian Brandl und andererseits Markus Schinwald mit zwei Neuerwerbungen sowie Franz Zadrazils unscheinbare Fassadenbilder. ∙ Formen der Abstraktion mit Werken von Ad Reinhardt, San Francis, Morris Lewis und Pierre Soulages sowie Hollegha, Prachensky und Staudacher sowie als jüngste Erwerbungen Cecily Brown und Katharina Grosse. ∙ Maria Lassnig und Georg Baselitz Der Maler, der das Motiv seiner Nützlichkeit und seiner Realität beraubt, der die Motive auf den Kopf stellt zusammen mit der Künstlerin, die die Body-AwarenessArt erfunden hat. ∙ Deutschland und die Last der Vergangenheit Deutschland mit den bedeutenden und seit den 1960er Jahren und bis heute dominierenden Individualisten Georg Baselitz, Markus Lüpertz, Jörg Immendorff, Penck und Anselm Kiefer. Die alte Katastrophe, der Zweiter Weltkrieg und die alte Teilung als gemeinsames Thema von Malern, die wie eine Gruppe waren und eine Bewegung und Schule begründeten. ∙ Das Gesicht und seine Maske Spektakuläre Porträtfotografie von Gottfried Helnwein, dem in den 1970er und 1980er Jahre Größen wie Andy Warhol und Keith Harring, Mick Jagger, Clint Eastwood und Michael Jackson Porträt gestanden sind.

Erwin Wurm / Fat car convertible, 2005 / Polyester, silber/pink / ALBERTINA, Wien – The ESSL Collection © Bildrecht, Wien, 2021

Gottfried Helnwein / Andy Warhol, New York, 1983 / ALBERTINA, Wien © Gottfried Helnwein | Bildrecht, Wien, 2021

Fiona Rae / Wonderland, 2004 / Acryl-Mischtechnik auf Leinwand / ALBERTINA, Wien – The ESSL Collection © Bildrecht 2021 / © Foto: Buchmann Galerie Berlin

Die Last der Geschichte

Der große Mittelsaal widmet sich den deutschen Individualisten. Hier begegnen uns starke Individuen, deutsche Künstler, die die Last der Geschichte, die Last der deutschen Vergangenheit zum Ausgangspunkt ihrer Kunst gemacht haben: Anselm Kiefer, Georg Baselitz, der die NS-Vergangenheit kritisiert, Markus Lüpertz, der die Militarisierung der deutschen Gesellschaft anprangert, Penck, der in der DDR mit Malverbot belegt und ausgestoßen wurde oder Immendorff, der die deutsche Teilung, weil sein eigenes Leben und Sterben immer wieder aufs Neue davon abhing, verarbeitet. Diese alten Künstler sind in ihrer Wirkung auf die Kunst gar nicht zu überschätzen, obwohl sie nie Teil einer Gruppe gewesen sind. Vielleicht erklärt gerade das ihren seit Jahrzehnten anhaltenden Erfolg, ihre dominante Stellung in der Kunst. Pop-Art: Die Brüchigkeit des Glücks

Kein Weg führt auch an der PopArt vorbei, wenn man sich im Land zeitgenössischer Kunst bewegt. Wir erleben sie hier jedoch, trotz der ihr innewohnenden, farbexpressiven Schlagkraft in ihrer Zerbrechlichkeit: Harold Ancarts Streichholz wird in wenigen Sekunden abgebrannt sein, wir finden kopulierende Skelette vor, die Badenden von Alex Katz zeigen eine brüchiges Glücksversprechen. Doch auch das liegt im Auge der Betrachter und seiner Perspektive.

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kultur

Auf den Spuren von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph Das Sisi Museum mit Kaiserappartements und Silberkammer in der Wiener Hofburg

Kaiserin Elisabeth-Statue von Hermann Klotz / © Schloss Schönbrunn / Kultur-und Betriebsges.m.b.H. / Severin Wurnig

Sisi Museum Hofburg – Michaelerkuppel 1010 Wien Öffnungszeiten: ab 1. Juli 2021 Täglich und an Feiertagen 10:00 – 17:00 Uhr

Das Sisi Museum, ein Standort der Schönbrunn Group, bietet abwechslungsreiche Führungsformate, die den Gästen die faszinierende Persönlichkeit Elisabeths näherbringen und spannende Einblicke in das Leben und Wirken des Langzeitmonarchen Franz Joseph geben. Am Originalschauplatz und dem langjährigen Wohnort des Kaiserpaares ist die Aura von Sisi zu spüren – wie sie wirklich war und was an ihr bis heute so anziehend wirkt. Ob bei einer Führung mit den KulturvermittlerInnen des Museums oder ausgestattet 54

Sisi Museum Michaelerplatz / © Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H. / Severin Wurnig

Das Sisi Museum mit Kaiserappartements und Silberkammer in der Wiener Hofburg gewährt den BesucherInnen mit vielfältigen Führungen historischauthentische Einblicke in den imperialen Lebensalltag des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth

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mit einem Audioguide – das Sisi Museum verspricht ein begeisterndes und berührendes Erlebnis mit einer Fülle an authentischen und persönlichen Gegenständen der Kaiserin Elisabeth. Die Kaiserappartements, die durch umfangreiche Restaurierungsarbeiten weitgehend im Originalzustand besichtigt werden können, vermitteln die private Wohnatmosphäre von Franz Joseph und Elisabeth, welche imperialen Glanz, aber nicht verschwenderischen Prunk ausstrahlt. Die Silberkammer präsentiert Glanzstücke des kaiserlichen Haushaltes. Führungen:

Führung durch das Sisi Museum und die Kaiserappartements

Bei dieser Führung tauchen die BesucherInnen in das persönliche Lebensumfeld des vorletzten öster-


reichischen Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth ein. Es werden die Highlights des Sisi Museums präsentiert und die originalen imperialen Wohnappartements von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth besichtigt. Highlights der Silberkammer

Sisi Museum Michaelerkuppel Eingang © Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H. / Severin Wurnig

Im Rahmen dieser Führung erfährt man, wie der kaiserliche Haushalt organisiert war. Es wird von der Organisation der ehemaligen Hoftafel- und Silberkammer erzählt und es werden ganz besondere Stücke aus der Sammlung gezeigt – prunkvolles Service, Kochgeschirr aus der Hofküche, wertvolles Porzellan und beeindruckende Tafelaufsätze. Neben dem Geschirr für öffentliche Anlässe gibt es auch private Objekte, die spannende Rückschlüsse auf den Geschmack ihrer BesitzerInnen zulassen.

Kaiserliche Alltagsgeschichten

Replik des ungarischen Krönungskleides / © Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H. / Severin Wurnig

Kaiser Franz Josephs spartanischer Lebensstil bestimmte nicht nur dessen eigenen Tagesablauf, sondern auch den des gesamten höfischen Haushalts. Die Führung schildert den kaiserlichen Alltag – vom Ritual frühmorgens, wenn der „Badewaschler“ um halb vier Uhr früh seinen Dienst antrat, um dem Kaiser beim Baden behilflich zu sein, bis zum abendlichen Galadiner. Neben dem Staatsmann werden auch der Privatmann

Grösser Salon der Kaiserin Elisabeth / © Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H. / Severin Wurnig

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kultur

Speisesaal / © Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H. / Severin Wurnig

Turn- und Toilettezimmer der Kaiserin Elisabeth / © Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H. / Severin Wurnig

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Schlafzimmer Kaiser Franz Josephs © Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H. / Severin Wurnig

Diamantstern der Kaiserin Elisabeth / © Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H. / Severin Wurnig

Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth Gemaelde von F. X. Winterhalter 1895 / © Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H. / Severin Wurnig

Franz Joseph und seine zahlreichen Bediensteten vorgestellt. Sie sorgten im Hintergrund für den reibungslosen Ablauf des kaiserlichen Haushaltes. Die BesucherInnen lernen die weniger bekannten und überraschend humorvollen Seiten des Monarchen kennen.

Das Sisi Museum verspricht ein begeisterndes und berührendes Erlebnis mit einer Fülle an authentischen und persönlichen Gegenständen der Kaiserin Elisabeth

Kaiserliches Küchengeflüster

serlichen Hof. Als er Anfang 1918 zum Chefkoch ernannt wurde, hatte er bereits 30 Dienstjahre hinter sich. In der Rolle von Rudolf Munsch führt unsere Kulturvermittlung durch die ehemalige Hofsilber-und Tafelkammer in der Wiener Hofburg und erzählt spannende Geschichten aus dem

Rudolf Munsch war Kaiserin Elisabeth neun Jahre lang als Koch zugeteilt und begleitete Kaiser Franz Joseph auf dessen Manöver- und Jagdreisen. Die Ausbildung zum Koch absolvierte er im Hotel Imperial am Ring. Im Jänner 1888 kam er an den kai-

kaiserlichen Küchenalltag. Taschenlampenführungen für Kinder und Erwachsene

Im Dunkeln die ehemaligen kaiserlichen Gemächer in der Hofburg besuchen? Mit einer Taschenlampe in alle Ecken und Winkel leuchten? Normalerweise darf man nicht ein-

fach so durch die kaiserliche Wohnung spazieren, aber in Begleitung einer Zofe oder eines Kammerdieners ist es an manchen Abenden möglich. Kinderführung – Auf den Spuren der schönen Sisi

War Sisi wirklich so schön oder leistete der Pressedienst Seiner Allerhöchsten Majestät nur gute Arbeit? Wie lebte diese beeindruckende Persönlichkeit eigentlich? Um diese spannenden Fragen zu beantworten, begeben sich die Kinder im Rahmen der Führung in die Wohnräume des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth. 57


Auf Wiedersehen Ihr Exzellenz I.E. Mikaela Kumlin Granit

Botschafterin vom Königreich Schweden in der Republik Österreich Memories from Vienna

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Diplomacy and Commerce Austria # 17: READ NOW  

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