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Dachreiter

2 2021

e vangelisch in Königsfeld · w w w.e vik.de

KITA ARCHE

250 JAHRE MISSION IN LABRADOR

KÖNIGSFELDER NACHRICHTEN

Jesus lebt – Stationenweg 06

Einladung zum Missionsfest 12

Neuer Newsletter 15

VIELstimmig EINS

Foto: Kita Arche; zvg.; Roland Zumbu ehl / CC BY-S A 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de; bearbeitet

200 Jahre Evangelische Landeskirche in Baden

Willkommen .................................................................. 2 Thema: 200 Jahre Badische Union Aus der Trennung zur Vereinigung ................................ 2 Highlight der Kirchengeschichte und Grund zum Feiern ... 3 Verschiedene Stimmen ................................................ 4 Angedacht: Der dreeinige Gott als Geheimnis der Welt .......... 5 Kita Arche · Zinzendorfschulen ......................................... 6 Abgebildet .................................................................... 7

Ortsplan & Partner ...................................................... 8-9 Junger Dachreiter: Geburtsstunde der Kirche ................. 10 Einfach zuhören: neuer Podcast Lammgeplauder ............. 11 Aus den Räten · Gemeindeleben .................................... 12 Gemeindeleben · Neuhauser Spalte ............................... 13 Gemeinbereich · Termine ............................................. 14 Internet · Kontakt ........................................................ 15 Schawuot (Shavuot) – Was ist denn das? .......................... 16


2 willkommen 200 Jahre Badische union · Die Urkunde

Aus der Trennung zur Vereinigung

Nun leben wir alle schon über ein Jahr unter den einschränkenden Umständen der Pandemie. Viele neue Wege mussten wir finden, um miteinander in Kontakt zu bleiben. Es ist immer ein Anlass zur Freude, wenn Barrieren zwischen Menschen überwunden werden können. An Pfingsten erlebten die Freunde von Jesus das Wunder, dass ihre Worte Grenzen sprengten. Ein Pfingstwunder sahen vor 200 Jahren viele in dem Zusammenfinden zweier evangelischer Konfessionen zu einer vereinigten Evangelischen Kirche im Baden. Diese Union war die Geburtsstunde der Badischen Landeskirche. Sie wird in diesem Sommer gefeiert. In diesem Dachreiter erfahren Sie mehr. Auch sonst gibt es vieles, das wir mit Ihnen Teilen möchten. Ich grüße Sie im Namen aller Mitarbeitenden auf diesem Wege herzlich. Bleiben Sie behütet. Ihr Christoph Huss | Titelbild: Kirchenfenster mit PfingstMotiv von Hans Stocker in der katholischen Kirche St. Peter in Büsserach, Kanton Solothurn, Schweiz

auf unserer Website

> Was steht in der Urkunde, mit der die badische Landeskirche sich aus zwei unterschiedlichen Kirchen, der lutherischen und der reformierten, gebildet hat?

E

s war nicht nur eine Verordnung von oben, obwohl der Landesherr die Absicht hatte, dass die Evangelischen sich einigen sollten. Es war auch ein Entschluss der Synodalen, die sich gleichberechtigt aus beiden Kirchen zusammengefunden und den festen Willen hatten, etwas Neues zu gestalten. In der Urkunde werden der lutherische und der Heidelberger Katechismus der Reformierten genannt – beide sollten in der neuen Kirche ihre Gültigkeit behalten. Aber es war klar, dass der schwierigste Punkt das Abendmahl war. Da hatte es in den 300 Jahren seit der Reformation nur immer weitere Abgrenzungen gegeben: Die lutherische Auffassung war der katholischen Lehre von der direkten Gegenwart der Person Christi in Brot und Wein sehr ähnlich, während die Reformierten das Abendmahl eher als eine Erinnerungsfeier an den Tod und die Auferstehung von Christus sahen. Wie sollte man aus dieser Sackgasse herauskommen? Auf der Synode war ein Wille da, sich zu begegnen – und eine gegenseitige Achtung. In der Vorrede der Urkunde heißt es: „In diesem gemeinsamen Glauben und Geist (der beiden Kirchen) war von Anfang und blieb die Möglichkeit, aus der Trennung heraus zur Vereinigung und Einheit zu gelangen.“ Man hat etwas gemacht, das mir sehr imponiert. Man hat gesagt, bei der Feier des Abendmahls ist die Gemeinde zusammen, denkt an die Gnade Gottes und erlebt seine Gegenwart – aber sie denkt nicht zuerst an die Unterschiede. Die gegensätzlichen Vorstellungen verschwinden dadurch zwar nicht, aber sie werden gegenüber der Gemeinsamkeit nicht so wichtig. In der Formulierung der Urkunde heißt es da: „So

vereinigte sich die Generalsynode in der Lehre von dem heiligen Abendmahl ... in folgenden Sätzen, ohne jedoch damit in Hinsicht der besonderen Vorstellungen darin die Gewissen binden zu wollen.“ Das heißt, man feiert gemeinsam, auch wenn man weiß, dass der andere vielleicht eine konkret andere Vorstellung vom Abendmahl hat. Und das ist eine Auffassung von Kirche und Glauben, die mir auch heute gut gefällt. Ich gehe zum Abendmahl oder besuche den Gottesdienst und kann mich damit abfinden, nicht in allen Auffassungen mit den anderen Kirchengliedern übereinstimmen zu müssen. Dennoch kann ich eine Gemeinsamkeit im Bewusstsein der Anwesenheit Gottes fühlen, die uns als Teilnehmer auf jeden Fall verbindet. Das ist auch ganz nah zu dem, wie die Brüdergemeine 1727 ein gemeinsames Abendmahl feierte und dabei eine besondere Gemeinschaft erlebte. Sie drückte das mit dem Satz aus „Wir lernten lieben“. Die damalige Feier des Abendmahls gilt als Beginn der Brüdergemeine und wird jedes Jahr am 13. August bedacht. Es ist aber auch eine Erfahrung, die die Christen in der badischen Union von Reformierten und Lutheranern im Jahr 1821 machten, dass es auf die Gemeinsamkeit und nicht auf die Unterschiede im Glauben ankommt. Das ist auch eine Hoffnung, die in mir ist, dass wir Christen weitergehen können und als Evangelische auch mit den katholischen Christen diese Gemeinsamkeit im Glauben erleben können – und dass sich das eines Tages in der Bildung einer gemeinsamen Kirche ausdrücken wird über die jetzigen konfessionellen Grenzen hinweg. Dietrich Siebörger | Mehr zur Unionsurkunde, ihren vollständigen Text und Impulse für die Gegenwart finden Sie auf www.evik.de. Ein Ausschnitt der Unionsurkunde findet sich im Gesangbuch, Ausgabe Baden, EG 886.

Auf der Website können Sie Singstunde und Predigtgottesdienst live mitfeiern und auch anschließend als Aufzeichnung anschauen, Predigten lesen und vieles mehr. www.evik.de Die Website lässt sich auch gut mit mobilen Geräten betrachten; einfach den QR-Code mit dem Smartphone scannen.

Ausstellung Filmclip Ein zweiminütiger Film informiert über den Start der Evangelischen Landeskirche in Baden durch die Badische Union. Er ist zu finden auf der Website der Badischen Landeskirche: ekiba.de/landeskirchegemeinden/unisono-200-jahre-ekiba

Die Ausstellung „Miteinander auf dem Weg – Die Entstehung der Ev. Landeskirche in Baden 1821“ kommt im Sommer in den Schwarzwald-Baar-Kreis. Vom 6. bis 16. August ist sie im Kirchensaal in Königsfeld zu sehen, anschließend in der Johanneskirche in Villingen. Im Gottesdienst am 8. August in Königsfeld steht das Jubiläum im Mittelpunkt.

Dachreiter 2021-2 • Foto: D. Fleig; zvg.; Evangelische Landeskirche in Baden

Liebe Mitglieder und Freunde der Kirchengemeinde, der Herrnhuter Brüdergemeine am Ort und außerhalb, liebe Gäste in Königsfeld!


3 200 Jahre Badische union · Die Geschichte

Highlight der Kirchengeschichte und ein Grund zum Feiern Dachreiter 2021-2 • Foto: zvg.; Maurice Babey / Basel Historical Museum / CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de; Andreas Praefcke / CC BY 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de

2021 begeht die Evangelische Landeskirche in Baden ein besonderes Jubiläum: Die Union aus lutherischen und reformierten Gemeinden im Großherzogtum Baden im Jahr 1821 markiert die Gründung der badischen Landeskirche. 2021 blicken wir auf 200 Jahre zurück. Ein guter Anlass zum Erinnern und um zu entdecken, wie modern man damals dachte.

Karl-Friedrich von Baden Ein aufgeklärter und toleranter Herrscher 65 Jahre lang, von 1746 bis 1811, regierte Markgraf Karl-Friedrich von Baden. Er prägte das kleine Land am Rhein; unter seiner Leitung blühten Universitäten, Schulen, Verwaltung und Wirtschaft. Er schaffte Folter und Leibeigenschaft ab; er sorgte für die rechtliche Gleichstellung von Juden. In den Umwälzungen Europas nach der französischen Revolution und den napoleonischen Kriegen wuchs sein Herrschaftsgebiet um das zehnfache, 1806 wurde er der erste Großherzog von Baden. Um aus dem alten Flickenteppich ein Ganzes zu formen, wollte er auch Frieden stiften unter den Kirchen.

Union von unten kommt eher voran Viele Menschen waren das konfessionelle klein-klein etwa bei Schulen und Ehen satt. Aufgeklärte Bürger von Mannheim und Heidelberg veranstalteten eine Unterschriftenaktion und äußerten „den ernsten und feierlichen Wunsch, dass die bisherigen Unterscheidungs-Zeichen der beiden Kirchen in Glaubens-Angelegenheit aufhören.“ Vor allen das 300jährige Reformationsjubiläum 1817 hat in vielen Menschen, nicht nur in Baden, den Wunsch wachsen lassen, als Evangelische eine gemeinsame Kirche zu formen. Darauf ließ sich Nachfolger des Großherzogs gerne ein. Im Oberkirchenrat fanden sich mit dem Prälaten J. P. Hebel, mit N. C. Sander und J. L. Ewald umsichtige Leute, die einen Prozess für eine Kirchenunion in Gang setzten. Entworfen wurden ein gemeinsamer Katechismus, eine Kirchenverfassung, eine Gottesdienstordnung und einiges mehr. Die Papiere gingen dann in die Kirchenbezirke und Gemeinden. Die Mühe dieses demokratischen Weges zahlte sich aus. Es gab immer mehr Befürworter.

Die Synode in der Karlsruher Stadtkirche Vom 2. bis 26. Juli 1821 tagte die neu zusammengestellt Generalsynode in der Karlsruher Stadtkirche. Prälat Hebel sprach nach dem feierlichen Einzug ein langes Gebet. Danach wurde eine Woche hinter verschlossenen Türen in kleinen Gruppen getagt. Lützelsachsen sagt „Nein“ Der ganze Süden Badens mit Freiburg war Am 10. Juli kam gleich das heißeste Thema katholisch. Die Kurpfalz mit der berühmten ins Plenum: das Verständnis und die Feier Universität Heidelberg, an der auch Comenius studiert hatte, war evangelisch-refor- Karlsruher Stadtkirche miert. Baden-Durlach mit dem Zentrum Karlsruhe war evangelisch-lutherisch. 1807 schufen der Großherzog und seine Ratgeber einen Oberkirchenrat für alle Evangelischen. Doch diese Union von oben stieß auf Widerstand. Zum Beispiel in Lützelsachsen bei Weinheim. Dort musste 1806 das lutherische Kirchlein wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Nun sollten die Lutheraner in der größeren Kirche der Reformierten ihre Gottesdienste feiern. Sie durften aber die Orgel nicht benutzen und mussten ein Drittel der Kollekten an die Reformierten abführen. Sie wandten sich hilfesuchend an den Oberkirchenrat in Karlsruhe. Der dachte, jetzt machen wir in Lützelsachsen die erste Kirchenunion als Modell für ganz Baden. Doch die Reformierten vor Ort meinten, sie gingen nur mit den Lutheranern zusammen, wenn dies in ganz Baden der Fall wäre; vorher nicht. Man konnte sie nicht umstimmen. Am Ende mussten die Lutheraner wieder aus dem Gebäude ausziehen.

Johann Peter Hebel des Abendmahls; darüber hatten sich Lutheraner und Reformierte einst getrennt. Nachdem der Textentwurf eingebracht war, wollte man über solch ein Glaubensthema nicht einfach abstimmen, sondern bat noch bestehende Bedenken offen zu äußern. Es trat eine feierliche Stille ein. Nach fünf Minuten stellt der Präsident der Synode bewegt fest, dass man offensichtlich allgemeine Einstimmung gefunden habe. „Es war wie das Walten des Heiligen Geistes über der Versammlung.“ So ermutigt wurden in den folgenden Wochen alle Punkte besprochen. Am 26. Juli 1821 konnte die Unionsurkunde verabschiedet werden. Als Vereinigungsfesttag mit eine ersten gemeinsamen Abendmahlsfeier in allen Gemeinden nach neuem Ritus wurde der 28. Oktober 1821 festgelegt. Christoph Huss |


4 200 Jahre Badische union · Verschiedene Stimmen

Wer wie ich aus dem Rheinland nach Baden kommt, weiß: Rheinische und Badische Landeskirche sind beides Kirchen der Union. Baden begeht dieses Jahr das 200-jährige Bestehen der Union, die Rheinische, eigentlich Preußische Union existiert etwas länger seit 1817. Friedrich Wilhelm III. von Preußen vereinte zum 300. Reformationsjubiläum in seinen West- und Ostgebieten die Kirchen des reformierten und des lutherischen Bekenntnisses. Dem schlossen sich nach und nach viele Kirchen an, auch die im damals preußischen Rheinland. Die unierten Gemeinden behielten ihre Tradition und ihren Ritus, konnten jedoch nun gemeinsam das Abendmahl feiern. Wie eigentlich auch vorher, „aber nun neu belebt, einte sie das Band des Glaubens an Christus.“* Der Schritt zu gegenseitiger Anerkennung und Toleranz ist ein Grund zum Feiern. Meine Heimatgemeinde ist reformiert, die nächsten Nachbargemeinden lutherisch. Während es bei uns nüchterner zuging, fand ich manches bei den Nachbarn ansprechend: Abbildungen, Farben und das Abendmahlverständnis. So feierte ich in unserer reformierten Gemeinde das Abendmahl als heimliche Lutheranerin.

Beim Wechsel in die Badische Landeskirche bemerkte ich kaum eine Veränderung. Etwas anders erlebte ich es mit der Herrnhuter Brüdergemeine – von ihr wusste ich durch meine Ausbildung und die Losungen – nun aber lernte ich sie aus nächster Nähe kennen. Nach weiser Entscheidung vor über 100 Jahren leben beide Kirchen als zwei Gemeindeteile unter einem Dach, behielten ihre Traditionen und Eigenständigkeit, sind aber wie die Union durch den Glauben verbunden. Ich empfinde es als bereichernd, aus der Verschiedenheit manches Wertvolle zu entdecken – wir passen gut zusammen! Ursula Böcker | * aus der Badischen Unionsurkunde

Uns verbindet mehr als uns trennt Die Badische Union, die zum Reformationsfest 1821 in den Gemeinden im Gottesdienst vollzogen wurde, ist für mich eine spannende Sache. Da ist es gelungen, eine Einheit aus der Vielfalt herzustellen. Es gab zu Beginn des 19. Jahrhunderts, nach den napoleonischen Wirren, etliche Unionen in Deutschland. Das Besondere in Baden war aber, dass man sich nicht nur geeinigt hat, dass Reformierte und Lutherische miteinander Abendmahl feiern, mal reformiert, mal lutherisch, sondern dass in der Unionsurkunde ein klug formulierter Kompromiss zum Abendmahl gefunden wurde. Damit hat Baden diesen dogmengeschichtlichen Konflikt zwischen Luther und Zwingli, wo es eben auch um das Abendmahl ging, 300 Jahre später gelöst.

Das heißt, die Badische Union ist eine Einheit aus Vielfalt, die bis heute besteht. In der Unionsurkunde steht, dass der Geist des hochherzigen und begeisterten Zusammenseins in unser Land ausströmt, sodass Baden eine Gemeinschaft ist, die kirchlich und politisch im Land eine wichtige Bedeutung hat. Unsere Unterschiede in Baden sind heutzutage weniger die zwischen reformiert und lutherisch, das wird kaum noch thematisiert, weil die Fusion so erfolgreich war, sondern es gibt eher unterschiedliche Zugänge zur Frömmigkeit, die liberal oder eher fundamental sind. Ein Konflikt war zum Beispiel in den letzten Jahren die Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren, der aber mit einem gemeinsamen Verfahren gut gelöst wurde. „Uns verbindet mehr, als uns trennt“. Es geht in der Badischen Union um einen Blick für die Stärken des Anderen, nicht für die Schwächen, das ist die Schlüsselkonstellation, die bis heute Baden prägt.

VIELstimmigEINS „VIELstimmigEINS“ steht auf dem lesenswerten, informativen Info-Heft, das die Kirchenleitung zum 200-jährigen Jubiläum der Evangelischen Landeskirche in Baden herausgegeben hat. Es zählt für mich zu den Besonderheiten der badischen Landeskirche, dass man hier mit unterschiedlichem Abendmahlsverständnis gut und harmonisch miteinander Kirche sein kann. Das macht es Menschen, die aus anderen Landeskirchen nach Süddeutschland kommen leicht, sich in einer badischen Kirchengemeinde auch theologisch bald zuhause fühlen zu können. Ich bin vor 50 Jahren mit meiner Familie nach Baden gekommen und habe mich gerne ehrenamtlich engagiert, mit Pressearbeit, im Kirchengemeinderat, in der Bezirkssynode und seit geraumer Zeit in der Landessynode. Und ich empfinde es immer wieder als besonders bewegend, wenn ich im Abendmahlskreis am Altar stehe und meine Nachbarin / mein Nachbar mir das Brot weitergibt mit den theologisch schlichten Worten „Brot des Lebens, für Dich gegeben“ und dann den Wein, „Kelch des Friedens für Dich“. Dass mit der badischen Union, der Vereinigung von Lutheranern und Reformierten zur Evangelisch-Protestantischen Kirche im Großherzogtum Baden, unterschiedliches Abendmahlsverständnis keine Rolle mehr spielte, war im Rahmen des landesherrlichen Kirchenregiments sicher auch ein Stück weit Staatsraison. Aber damit kann man hier seit 200 Jahren gemeinsam Kirche sein und Abendmahl feiern.

Elisabeth Winkelmann-Klingsporn Mitglied der badischen Landessynode |

UNISONO, das lesenswerte und interessante Dr. Isa Breitmaier | Info-Heft zum 200-jährigen Jubiläum der Evang. Landeskirche in Baden, ist unter www.unisono2021.de im Internet zu finden.

Dachreiter 2021-2 • Foto: T. Brach, I. Breitmeier, E. Winkelmann-Klingsporn

Von Union zu Union


5 Angedacht · Pfingsten & Trinitatis

Der dreieinige Gott als Geheimnis der Welt > Wenn wir vom christlichen Monotheismus sprechen, müssen wir vom trinitarischen Monotheismus reden. Hierbei geht es um den Kern des christlichen Glaubens – darum, was wir meinen, wenn wir von Gott reden. Es ist nicht egal, was wir uns unter Gott vorstellen, denn unsere Vorstellungen bestimmen unser Leben.

G

ott ist zwar unsichtbar, aber nicht unbekannt, weil er sich in der Person Jesus Christus bekanntgemacht hat. Deshalb glauben wir nicht einfach an einen Gott, sondern an den drei-einigen Gott als Vater, Sohn und Heiligen Geist. Was das bedeutet, versucht die Trinitätslehre verständlich zu machen. Sie erzählt die trinitarische Geschichte Gottes als Liebesgeschichte mit uns Menschen und der ganzen Schöpfung.

Schöpfung zum Ziel kommt, dass Gott in seiner trinitarischen, den Menschen einbeziehenden Liebesbeziehung einmal alles in allem sein wird. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gehören zur ewigen Liebesgeschichte Gottes. Niemand geht verloren, weil Gott uns in seiner trinitarischen Gemeinschaft Lebensraum einräumt.

Die Glaubenserfahrung, dass Gott in dieser Welt auf verschiedene In der Identifikation Gottes mit dem Gekreuzigten zeigt sich Gott Weise wirkt (als Schöpfer, als Erlöser) und Menschen zum Glauben als Leben schaffende Liebe – als Liebender und Geliebter, der als an ihn kommen (durch den Heiligen Geist), führt beim Nachdenken Heiliger Geist den Menschen in seine Liebesgemeinschaft einbeziehen will. zur Vorstellung eines trinitarischen Gottes. Was ist damit gemeint? Gott ist das Geheimnis dieser Welt in ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Dabei ist Gottes Sein nicht statisch, sondern dynamisch – es ist im Werden. Die Geschichte der Schöpfung ist Ausdruck und Konsequenz des geheimnisvollen ewigen inneren Beziehungsgeschehens Gottes als Vater, als Sohn und als Heiliger Geist: Als Vater setzt er die Schöpfung aus dem Nichts in Gang, als Sohn ermöglicht er durch die Erlösung die Beziehung der Schöpfung zum ewigen Beziehungsgeschehen Gottes und als Heiliger Geist bezieht er diese Schöpfung in seine ewige Beziehungsgeschichte ein.

Dieses trinitarische Gottesverständnis führt zu einer konkreten sozialen Struktur. Der christliche Glaube an den trinitarischen Gott zeigt sich im sozialen Miteinander der Christen: Die trinitarische Liebesgemeinschaft Gottes soll sich in der Liebesgemeinschaft der Christen in der Gemeinde widerspiegeln. Ausdruck dieser Liebesgemeinschaft Gottes mit den Menschen ist das Abendmahl. Deshalb verspricht Jesus Christus: „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20)

Dachreiter 2021-2 • Abbildung: zvg.

Aus diesem Grund lässt sich die leibhaftige Gemeinde vor Ort auch nicht durch eine virtuelle ersetzen. Die Das Wesen dieses inneren Beziehungsgeschehens und der Anaugenblickliche Zunahme von trieb der Beziehungsgeschichte virtuellen Gottesdiensten widerspricht mit seiner Schöpfung ist die Liedem trinitarischen Gottesverständnis. Gott be. Deshalb ist der trinitarische Gott will uns nicht im unverbindlichen individualistischen virtuellen Raum des Digitalen begegnen die schöpferische Liebe schlechthin und alles, was dieser Liebe entgegensteht, wird durch ihre Macht (auch wenn bei Gott natürlich alle Dinge möglich sind!), überwunden. sondern in unseren „anfassbaren“ Mitmenschen. Denn er hat uns entsprechend seiner trinitarischen Beziehungsgemeinschaft als soWeil dieser göttlichen Liebe nichts unmöglich ist, kann sie auch ziale Wesen geschaffen. aus dem Tod neues Leben entstehen lassen. Deshalb sind das Böse und der Tod nicht das Letzte, sondern nur das Vorletzte. Ostern ist „Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott die Feier des Sieges der ewigen trinitarischen Liebesgemeinschaft und Gott in ihm.“ (1. Johannes 4,16) Die Liebe ist immer konkret Gottes über den Tod. Der Glaube an den trinitarischen Gott ist und manifestiert sich deshalb im konkreten Umgang der Christen die Zuversicht, dass die ewige Liebesgeschichte Gottes mit seiner miteinander. Johannes Treude |

Wie Königsfeld zu Baden kam Die Veränderungen in Europa durch Napoleon hatten auch Konsequenzen für Königsfeld. Zu seiner Gründung im Jahr 1806 gehörte der Ort zu Württemberg. Die Namensgebung „Königsfeld“ gefiel dem frisch gekürten württembergischen König, auch wenn die Herrnhuter Sied-

ler den himmlischen König dabei im Kopf hatten. Doch schon vier Jahre später bekam Königsfeld einen anderen Landesherrn. 1810 schlossen Württemberg und Baden einen Grenzvertrag und sortierten einige kleine Gebiete um. Im Zuge dessen fielen Teile des Breisgaus, die ehemalige Landgraf-

schaft Nellenburg und Gebiete im mittleren Schwarzwald Baden zu: Hornberg, Schiltach, Gutach. Auch Königsfeld gehörte zu diesem Gebiet. Die Einwohner wurden Badener. Eine Delegation machte sich auf den Weg nach Karlsruhe, um dem Badischen Großherzog zu huldigen.


6 Kita Arche · Zinzendorfschulen

Stationen-Oster-Weg: „Laufe und Bete“ Schnelltests In den Wochen vor Ostern setzten sich die Erzieherinnen mit den Kindern der Kita und Luftfilter Arche thematisch mit der Passionsgeschichte Jesu auseinander. Unter dem Motto

“Laufe und Bete“ machten wir zum Abschluss den Kreuzweg von Jesus für die Kinder erfahrbar. Der Weg rund um den Gottesacker umfasste sechs Stationen, welche die Kinder dazu einluden, die Geschichte mit all ihren Sinnen und durch aktives Mitwirken zu erleben.

Um den Präsenzunterricht an den Zinzendorfschulen so sicher wie möglich zu gestalten, wurden zusätzlich zu den Abstands-, Masken- und Hygieneregeln diverse Vorkehrungen getroffen.

1. Station: „Einzug in Jerusalem“ 4. Station: „Jesus wird verurteilt“ Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem um Jesus wird verurteilt, er soll am Kreuz auf Seit März werden Schnelltests für Mitarbeimit seinen Jüngern das Passafest zu feiern. Golgatha sterben. Dorthin muss er sein tende und ältere Schülerinnen und Schüler Kreuz tragen. angeboten – inzwischen auch für Fünft- und Sechstklässler – alles auf freiwilliger Basis.

Die Kinder spielen den Einzug nach. Sie jubeln Jesus mit Zweigen in ihren Händen zu und singen das Lied: “Ho-Ho-Hosianna“. 2. Station: „Jesus feiert mit seinen Jüngern das Abendmahl“ Jesus feiert gemeinsam mit seinen Jüngern das Passafest, weil sie sich daran erinnern möchten, dass Gott ihnen die Freiheit aus Ägypten geschenkt hat.

Mehrmals pro Stunde erinnert eine Lautsprecherdurchsage daran zu lüften, jetzt wurden in den Klassenräumen auch noch 26 Luftfilter eingebaut. Die Geräte im Wert von rund 23.000 Euro wurden aus dem Zuschussprogramm des Landes angeschafft. Sie arbeiten mit einer UV-Lampe, die sämtliche Viren und Bakterien in der Luft innerhalb von Millisekunden abtöten. Laut Die Kinder helfen Jesus die Balken tragen. Hersteller durchdringen die sehr energiereichen, kurzwelligen UVC-Strahlen die 5. Station: „Kreuzigung“ Zellmembran oder Virushülle und zerstöAuf Golgatha, am Kreuz muss Jesus ster- ren die Erbinformationen von COVID-19, ben. Die Soldaten bringen am Kreuz ein Influenza sowie anderen Viren, Bakterien Schild an, auf dem INRI geschrieben steht. und Sporen, sodass sie sich nicht mehr verINRI bedeutet: „Der König der Juden“. mehren können. Vorteilhaft an den Luftreinigungsgeräten ist auch, dass keine Filter in Schutzkleidung gewechselt und im Sondermüll entsorgt werden müssen.

Die Kinder helfen den Tisch für das Abendmahl zu decken. Anschließend feiern sie in 6. Station: „Auferstehung Jesu Gemeinschaft das Passafest. Sie teilen das am Ostermorgen“ Brot und danken Gott im Gebet dafür. Das Grab ist offen, die Sonne scheint und die Dunkelheit ist verschwunden. Ein Engel 3. Station: „Im Garten Gethsemane, Gottes spricht: „Fürchtet Euch nicht! Jesus Jesus wird gefangengenommen“ ist auferstanden! Im Garten Gethsemane angekommen sagt Jesus zu seinen Jüngern, dass er zu seinem Vater beten möchte. Auch die Jünger sollen wachen und mit ihm beten. Die Hausmeister Stefan Sohmer (rechts) und Valerian Fangrath installieren die Luftreinigungsgeräte in den Klassenzimmern.

Als Zeichen der Auferstehung knüpften die Kinder eine Seilsonne. Jesus lebt! Er ist Auferstanden! Er liebt jeden einzelnen. Die Kinder legen sich hin und stellen sich Gemeinsam singen die Kinder das Lied: schlafen. Da wurden sie aufgeweckt, Solda- „Jesus liebt die Kinder“. ten kommen, Jesus wird verhaftet. An einem Seil laufen die Kinder zur nächsten Station. Elke Schramm, Kirsten Stern |

Ein weiterer Baustein, der an den Zinzendorfschulen für Sicherheit sorgt, ist das Desinfizieren von Kontaktflächen und Händen. Derzeit werden jede Woche fünf Liter Desinfektionsmittel verbraucht, letztes Jahr haben sich die Kosten dafür auf 10.000 Euro summiert. Stephanie Wetzig (gekürzt) |

Dachreiter 2021-2 • Foto: KiTa Arche, Zinzendorfschulen

Aus den Balken legen die Kinder ein Kreuz und bringen das Schild „INRI“ daran an. Als Zeichen für Jesu Tod, wird ein dunkles Tuch über das Kreuz gelegt. Schweigend liefen die Kinder zur letzten Station.


7 Abgebildet

Ostermorgen Es war wohl das erste Mal, dass ein Ostermorgen vom Gottesacker live ins Internet übertragen wurde. Jens Hagen machte das mit seiner Ausrüstung und seinem Fachwissen möglich. So konnten viele zu Hause mit dabei sein, wie um 7 Uhr morgens die Botschaft „Der Herr ist auferstanden“ erklang und der Toten des vergangenen Jahres gedacht wurde. Auf dem Gottesacker konnten 100 Menschen mitfeiern. Sogar Gemeindegesang war draußen unter der Maske möglich.

Jesus lebt

Kindermutmachtage

Die Osterbotschaft konnte man auch im Rasenstück vor dem Kirchensaal lesen. Stephan Klingner, Christiane Vollprecht und Gabriele von Dressler hatten eine Idee des früheren Hausmeisters Konrad Weisser wieder aufleben lassen und im Herbst Blumenzwiebeln eingepflanzt. In den Ostertagen bildeten Narzissen und Traubenhyazinthen den Schriftzug „Jesus lebt!“

Die KinderMutMachTage vom 18. bis 21. März standen unter dem Motto: „Der kleine Botaniker und die großen Botschaften“. Sie wurden überwiegend online durchgeführt. Am Samstagvormittag jedoch trafen wir uns auf dem Zinzendorfplatz zu einem Stationenlauf, in einem zeitlichen Abstand und nach Familien getrennt. Die Tage haben sehr viel Spaß gemacht.

Dachreiter 2021-2 • Foto: Hagen Fotodesign; Huss; U. Brusch

Weltgebetstag In diesem Jahr fand der Weltgebetstag in der Katholischen Kirche in Neuhausen statt. Frauen aus Vanuatu luden Frauen und Männer zum Beten der Liturgie ein. Singen durften nur einige Sängerinnen und Sänger von der Empore. Im nächsten Jahr wird der Weltgebetstag aus England, Wales und Nordirland kommen.


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10 Junger Dachreiter

Geburtsstunde der Kirche richtigen Worte finden, um jemanden zu trösten, wenn er traurig ist, wenn wir bei einem Streit versöhnende Worte finden, wenn wir an Ostern haben wir die Auferstehung von Jesus gefeiert. Es ist so- erklären, warum wir an Jesus glauben. mit für uns Christen auch immer wieder ein Neuanfang. Jetzt feiern wir wieder einen Anfang: Pfingsten. Dieses Fest ist sozusagen Ich lade Euch herzlich dazu ein, das untere Rätsel auszufüllen. Es die „Geburtsstunde“ der Kirche. Kirche heißt Gemeinschaft der gibt nämlich noch etwas, was uns Jesus mit seinem Heiligen Geist Gläubigen. Jesus hat seinen Freunden versprochen, dass sie eine schenken wird. Hilfe und Unterstützung bekommen, um das Evangelium weiterzutragen. Dafür schenkt Jesus ihnen seinen Heiligen Geist. Die Un- Viel Spaß dabei terstützung des Heiligen Geistes kann so aussehen, dass wir die Herzlichst, Euer Wolfram Wschetezka |

Extra für Kinder: evik.de/mini Auf www.evik.de/mini findet Ihr Minigottesdienste, Kinder- und Familiengottesdienste online. Dazu gibt es auch immer wieder ein kreatives Angebot zum Ausdrucken. Schaut doch mal wieder vorbei – und schreibt uns, ob es Euch gefällt!

Dachreiter 2021-2 • Foto: zvg.

Liebe Kinder,


11 Jugend

Einfach zuhören: Neuer Podcast Lammgeplauder Auch wenn viele Freizeiten und Projekte der überregionalen Jugendarbeit durch die Pandemie mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen haben, schläft die überregionale Jugend der Herrnhuter Brüdergemeine nicht! In diesem Artikel werden wir euch ein aktuelles Projekt der Jugend vorstellen. Dabei handelt es sich um einen Podcast namens Lammgeplauder. Darin werden wichtige Fragen thematisiert, die die Herrnhuter Brüdergemeine und das aktuelle Weltgeschehen betreffen. Zu diesem spannenden Projekt hat Sonja Siebörger mit Leonhard Reche, einem Mitglied des Redaktionsteams, gesprochen. Welche Themen behandelt ihr im Podcast? Welche Zielgruppe wollt ihr ansprechen? So richtig festgelegt sind wir da nicht, aber es soll unter anderem in Zukunft um die Themen Kirchenasyl, Rechtspopulismus und Nachhaltigkeit gehen. Außerdem wird es immer wieder Folgen über aktuelle Ereignisse in der Jugend geben. In der aktuellen Folge geht es beispielsweise um die zurückliegende Frühjahrswerkstatt. Allgemein lässt sich sagen, dass es um Themen geht, die die Jugend interessieren und auch oft auf Werkstätten etc. thematisiert werden. Wir freuen uns auch, wenn wir von unseren Hörern und Hörerinnen Vorschläge bekommen, die man uns unter redaktion @lammgeplauder.de schicken kann.

Obwohl es ein Podcast der Jugend ist, sollen natürlich nicht nur Jugendliche zuhören. Lammgeplauder soll nicht nur uns als Jugend informieren, sondern auch die Mitglieder in den Gemeinden auf dem Laufenden halten, was wir so machen. Bestenfalls hören also nicht nur Jugendliche Lammgeplauder, sondern auch andere Altersgruppen. Wir haben da keine Einschränkungen getroffen, da der Podcast auch überall verfügbar ist, können ihn sich auch Leute anhören, die mit der Brüdergemeine nichts zu tun haben.

Welche Interviewpartner waren schon zu Gast in dem Podcast?

Dachreiter 2021-2 • Foto: zvg.

In unserer ersten Folge haben wir mit Jill Vogt aus Herrnhut geredet, die uns erzählt hat, vor welchen Herausforderungen man in Wie seid ihr auf die Idee von Lammgeder Gemeindearbeit in Zeiten einer Pandeplauder gekommen und warum gerade mie steht. In der jüngsten Folge haben wir ein Podcast? Ivonne Stam, eine Jugendbeauftragte aus den Niederlanden, zu Gast und immer sind Die Idee entstand auf der Herbstwerkstatt Mitglieder der Jugend als Interviewpartin Leipzig. Wir wollten ein Instrument ha- ner dabei. Auch weiterhin ist es uns wichtig, ben, mit dem man über die Entwicklungen Stimmen aus den Gemeinden einzufangen. in der Jugend und der Brüder-Unität informiert bleibt. Da die überregionale Jugendarbeit weit verstreut ist, ist es schön zu erfahren, was in anderen Gemeinden passiert oder wie sich geplante Projekte z. B der Arbeitskreis Nachhaltigkeit entwickeln. Besonders toll ist es natürlich auch, dabei bekannte Stimmen zu hören. Wir haben uns für einen Podcast entschieden, weil das Format besonders bei jungen Leuten gerade sehr beliebt ist. Viele Prominente, Comedians oder Musiker haben Podcasts. Die Themen, die da behandelt werden sind sehr vielfältig – vom lustigen ,,Laberpodcast‘‘ bis zu Politikpodcasts mit zwei Stunden Länge gibt es alles. Diese vielfältige Einsatzmöglichkeit hat uns begeistert. Einen Podcast kann man auch einfach ,,nebenbei‘‘ konsumieren, auf dem Weg zur Schule bzw. Arbeit oder beim Sport. Außerdem hält sich der technische Aufwand in Grenzen, ein Mikrofon hat mittlerweile jeder in seinem Handy, man muss nur auf Aufnahme drücken und es kann losgehen.

Wo kann man euch überall zuhören? Uns gibt es auf allen gängigen Podcast-Plattformen, z. B. auf Spotify, Apple Podcast, Google Podcast. Bei den meisten Plattformen muss man sich auch nicht anmelden um mitzuhören. In den Gemeindebriefen und im Herrnhuter Boten wird darüber informiert, wenn eine neue Folge erscheint. | Lammgeplauder-Redaktion: Karine, Kira, Charlotte, Pauline, Inga, Volker, Friedrich, Nella, Johann, Leonhard www.lammgeplauder.de


12 Aus den R äten Gemeindeleben Gemeinbeitrag Seit letztem Jahr beschäftigt sich der Ältestenrat mit dem Umgang mit nichtzahlenden Gemeindegliedern. Wir haben dazu letztes Jahr in einem ausführlichen Dachreiter-Beitrag über die Mitgliedsbeiträge berichtet (Dachreiter 2021-3, Seite 6). Die Mitglieder des Ältestenrats haben alle nichtzahlenden Gemeindeglieder persönlich angeschrieben. Wir freuen uns, dass es dazu Rückmeldungen gab und zehn Mitglieder ihren Beitrag nun bezahlen. Vielen Dank dafür!

Versammlungen und Gottesdienste Nach wie vor stecken wir mitten in der Corona-Pandemie. Deshalb sind langfristige Planungen kaum möglich. Das merken wir besonders bei unseren Versammlungen, die sich innerhalb von Tagen von Präsentversammlungen zu Onlineformaten verwandeln. In den Räten haben wir dazu einen Orientierungs-Inzidenzwert von 100 festgelegt. Unter diesem Wert sind Veranstaltungen im Saal mit Gemeinde möglich, darüber leider nicht. Das ist für uns alle keine leichte Entscheidung.

Danke Wir möchten allen Mitgliedern der Gesamtgemeinde danken, dass sie mit uns gemeinsam durch diese schwere Zeit gehen. Wir möchten den Mitarbeitenden im Büro, im Christoph-Blumhardt-Haus und in der Kindertagesstätte Arche danken, die unter diesen besonderen Bedingungen so großartige Arbeit leisten. Wir denken auch an alle Mitarbeitenden in den Zinzendorfschulen. Wir beten, dass diese schwere Zeit bald ein Ende hat. Gabriele von Dressler |

Missionsfest Wir wollen am 18. bis 20. Juni unser traditionelles Missionsfest feiern. Hierzu sind alle herzlich eingeladen. Thema ist „Kirche im Schneesturm – 250 Jahre Herrnhuter Mission in Labrador“. Ab 1770 haben die ersten Herrnhuter Missionare an der rauen Nordwestküste im heutigen Kanada mehrere Missionsstationen errichtet und den dort lebenden Inuit das Evangelium von Jesus Christus gebracht. Auch Königsfeld hatte eine intensive Beziehung zu diesem Missionsfeld: Im 19. Jahrhundert sind 21 Personen aus dem Schwarzwald als Missionare oder Missionarsfrauen auf diese Stationen ausgereist; elf dieser Brüder und Schwestern

davon waren gebürtige Königsfelder. Was ist aus dieser Arbeit geworden und wie können wir uns mit den Brüdern und Schwestern dort heute verbunden fühlen? Diesen Fragen wollen wir nachgehen. Neben interessanten Vorträgen, einer Ausstellung mit Orginalexponaten, einer Kinderralley wird – je nach Corona-Lage – auch für das leibliche Wohl gesorgt. Besonders freut uns, dass Inge, Christiane und Klaus Vollprecht direkt von ihren persönlichen Eindrücken und Erfahrungen aus Labrador berichten können. Hierbei wird auch ein seltener Filmbeitrag von deren Vater Gerhard Vollprecht gezeigt. Wolfgang Schaible |

Dreisprachige Synode der Brüdergemeine digital Am 6. März 2021 fand zum ersten Mal in der Geschichte der Europäisch-Festländischen Provinz der Brüder-Unität eine digitale Zusammenkunft der Mitglieder der Synode statt. Dass dies angesichts der drei Konferenzsprachen der Synode möglich sein würde, hatten sich viele nicht vorstellen können. Aber es klappte erstaunlich gut, sich aus verschiedenen Ländern Europas für einen Tag zusammenzuschalten. Es war nicht als Synodaltagung, sondern als Synodalforum anberaumt. Es wurden keine Beschlüsse gefasst, aber die Synodalen hatten Gelegenheit zum Gedankenaustausch über die Brüdergemeine in der Corona-Zeit und zur Frage, was wir aus dieser Zeit mitnehmen werden, sobald die Pandemie vorübersein wird. Die Synodalen erhielten dazu zwei Impulsvorträge: den ersten durch Br. Livingstone Thompson, Mitglied der Kirchenleitung der Britischen Unitätsprovinz und Gemeinhelfer in Belfast, den zweiten durch Schw. Nelly

Cambrigde, Mitglied im Synodalvorstand und Vorsitzende des Ältestenrates der Gemeinde Utrecht. In einer Gruppenphase in den synodalen Ausschüssen wurde im Anschluss über die Erfahrungen während und die Erwartungen für nach der Pandemie gesprochen. Die Teilnehmer dieses ersten digitalen Synodalforums erlebten die Zusammenkunft als inspirierend und hoffnungsvoll. Die nächste reguläre Synodaltagung ist für die Zeit vom 5. bis 12. März 2022 in Herrnhut geplant.

Kirchentag – digital und dezentral Der 3. Ökumenische Kirchentag, der für den 13. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt geplant war, findet nun digital und dezentral statt. Von den morgendlichen Bibelarbeiten über Podien, Foren und Workshops bis zu den Gottesdiensten kann man alles online miterleben: www.oekt.de ist der Zugang zum Programm und den Angeboten.

Dachreiter 2021-2 • Abbildungen: zvg.; Sebastian Fleig

Nun werden wir in einem weiteren Schritt den persönlichen Kontakt zu den Gemeindegliedern suchen, die sich noch nicht gemeldet haben. Unsere Gemeinde ist auf den finanziellen Beitrag all ihrer Mitglieder angewiesen. Und sollte es finanzielle Nöte geben, findet sich sicher auch ein Weg.


13 Gemeindeleben Neuhauser spalte Liebe Christen,

Glaube im Gespräch

wir feiern Pfingsten, die „Geburtsstunde“ der Kirche. Christus hat seinen Jüngern den Auftrag gegeben, in alle Enden der Welt zu ziehen, um das Evangelium zu verkünden. Dafür gab er ihnen seinen Heiligen Geist als Begleiter mit auf den Weg. Auch uns schenkt er seinen Geist an Pfingsten. Pfingsten steht somit auch für Aufbruch. Aufbruch in ein neues Leben mit Christus. Wie kann dies in Pandemie-Zeiten aussehen? Es ist für alle Menschen zurzeit sehr schwer, die Hoffnung auf eine Zeit nach der Pandemie nicht zu verlieren. Die Kirchen haben den göttlichen Auftrag, den Menschen Mut zu machen, ihnen in diesen Zeiten beizustehen. Und das geschieht in unterschiedlichen Weisen.

Unter der Überschrift „Glaube im Gespräch – weil es Fragen gibt und wir reden müssen – weil der Glaube herausgefordert ist“ laden wir seit März 2021 alle zwei Wochen zu einem Bibelgespräch online ein. Nachdem leibhaftige Treffen von Gruppen und Kreisen seit Monaten nicht möglich waren, suchten wir diesen digitalen Weg, um über aktuelle Themen des Glaubens sprechen zu können. Zugleich entfielen damit alle räumlichen Schranken. Mitglieder und Freunde, die außerhalb Königsfelds wohnen, können ohne Probleme teilnehmen. Zusammen mit dem Ältestenratsmitglied Stefan Richter bereiten Schw. von Dressler oder Br. Huss den

Abend vor und moderieren das Gespräch. Es wird immer geschaut, welcher der anstehenden Predigttexte sich besser eignet. Wir können uns vorstellen, dass wir dieses Angebot auch nach der Pandemie in variierter Form fortsetzen. Interessierte, die keinen Computer haben, sind von diesem Angebot nicht ausgeschlossen. Die Videokonferenz macht eine Teilnahme mit einem normalen Telefon möglich. Diese kann jeweils im Gemeindebüro erfragt werden. Der Zugang zur digitalen Form findet sich jeweils auf unserer Website www.evik.de.

Newsletter „Königsfelder Nachrichten“ in neuer Gestalt

Dachreiter 2021-2 • Foto: c. Huss

Die elektronischen Königsfelder Nachrichten, die bisher von Manfred Kruppa an diejenigen verschickt wurden, die diesen Newsletter abonniert hatten, sollen künftig in Königsfeld erstellt und versandt werden. Im letzten Dachreiter wurde darüber bereits informiert. Da unser Gemeindebrief nur alle drei Monate erscheint, soll der Newsletter die Lücke dazwischen mit zwei Ausgaben füllen. Jeweils zu Beginn eines Monats kommt entweder ein Dachreiter oder ein Newsletter. Auch wenn eine neue Ausgabe des Dachreiter erscheint, wird darauf durch einen Newsletter hingewiesen. Man bekommt also jeden Monat eine Nachricht in das digitale Postfach.

Königsfelder Nachrichten

Das Ziel der Königsfelder Nachrichten ist es vor allem, Mitglieder der Gemeinde, die nicht in Königsfeld wohnen, auf dem Laufenden zu halten und auf aktuelle Angebote hinzuweisen. Aber auch Königsfelder haben die Möglichkeit, dadurch regelmäßig Informationen aus der Evangelischen Gesamtgemeinde zu bekommen. Der Newsletter soll nicht länger als ein bis zwei Seiten sein und erreicht die Abonnenten als E-Mail. Auf unserer Website www.evik.de lässt er sich bestellen. Man kann ihn jederzeit auch wieder abbestellen. Um Mitglieder und Freunde ohne Internet nicht auszuschließen, gibt es auch die Möglichkeit, das Blatt per Post zu erhalten. Sie können sich hierfür im Gemeindebüro melden. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Mitglieder dieses neue Angebot wahrnehmen.

Bitte melden Sie sich an. www.evik.de/newsletter

Das Wort Gottes kommt online zu Ihnen nach Hause. Bei geringerer Inzidenzzahl öffnen wir die Kirche, unter Berücksichtigung des Hygienekonzepts, für die Gottesdienstbesuchenden. Für mich als Kirchengemeinderatsmitglied und Jugendmitarbeiter der Brüder-Unitat ist es auch sehr schwierig, ob wir in Neuhausen einen Familiengottesdienst in Präsenzform gestalten oder nicht. Es ist für Pfarrer, Pfarrerin und mich keine leichte Situation, dies zu entscheiden, da ich den Auftrag Gottes sehr ernst nehme. Für die Kindertagesstätte in Neuhausen bieten wir über www.evik.de online Kindergottesdienste an, da Schw. von Dressler und ich nicht mehr in Präsenzform dort sein können/dürfen, um mit den Kindern eine Morgenandacht zu feiern. Uns fehlen dieser Morgen und das Reden über Gott, mit den Kindern. Es macht auch sehr traurig. Wir hoffen und haben auch den Glauben, dass es wieder eine Zeit geben wird, an dem es wieder möglich sein wird, dass wir gemeinsam in der Kirche wieder singen dürfen, wieder ins Gespräch kommen, nach einem Gottesdienst. Wir glauben daran, dass es wieder möglich sein wird, in der Kita die Morgenandachten mit den Kindern zu feiern. Wir glauben auch daran, im Juli wieder unser ökumenisches Sommerfest mit Gottesdienst feiern zu können. Der Glaube daran gründet auf die Worte Jesu, die er uns mitgegeben hat. „Ich bin bei Euch allezeit, bis ans Ende der Welt“. So wollen wir, trotz der Pandemie, mit Ihnen in eine neue Zeit aufbrechen, in der wir gemeinsam, und doch auch (noch) getrennt, unseren Glauben vor allen Menschen bezeugen. Christus ist die Hoffnung und das Leben. Leben wir also mit ihm! Bleiben Sie alle behütet und gesegnet. Ihr Wolfram Wschetezka


14 GemeinBereich Termine Lachen-Speyerdorf, 18. Juli 2021, 10.10 Uhr, Evangelische Kirche Gottesdienst der Herrnhuter Missionshilfe (HMH) mit Pfr. Stephan Oberlinger und Br. Manfred Kruppa. Die betreffende Kirche Lachen oder Speyerdorf steht heute noch nicht fest. Bitte in der Woche vor dem Gottesdienst bei Schw. Raabe erfragen (07725 9382-0).

9. Männerchor-Wochenende

Online-Angebote für den Bereich Die Gottesdienste im Königsfelder Kirchensaal sind im Internet als Livestream und Aufzeichnung zugänglich: Samstags 19.00 Uhr: Singstunde Sonntags 10.00 Uhr: Predigtgottesdienst www.evik.de

Wir wollen es wagen, das zu planen, obwohl wir natürlich nicht genau wissen, wie dann die Corona-Lage ist. Aber erst einmal laden wir fröhlich ein!

Begegnung nach dem Gottesdienst jeden zweiten Sonntag im Anschluss an den Gottesdienst kurz vor 11.00 Uhr, www.evik.de Glaube im Gespräch Bibeltexte und aktuelle Fragen, jeden zweiten Freitag, 19.00 Uhr mit S. Richter, G. v. Dressler und C. Huss, www.evik.de Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise mit Ihnen in Kontakt bleiben können.

Öffnungszeiten Gemeindebüro · Zinzendorfplatz 3 Mo, Di, Do, Fr: 10 – 12 Uhr · Mi: 14 – 16 Uhr

Gottesdienste in Neuhausen 18. Juli, 10.00 Uhr, Ökumenischer Gottesdienst mit Bläserchor und anschließendem Sommerfest

Regio-Gottesdienste Himmelfahrt, 13. Mai, 10.00 Uhr Regio-Gottesdienst in Mönchweiler Pfingstmontag, 24. Mai, 10.00 Uhr Ökumenischer Regio-Gottesdienst in Königsfeld 11. Juli, Ökumenischer Regio-Gottesdienst im Kurpark

aktuelle termine: www.evik.de

Musikalische Leitung: Christiane Mebs, Neuwied, Alexander Rönsch, Herrnhut Anreise: Donnerstag, ab ca. 17:00 Uhr Abreise: Sonntag, nach dem Mittagessen Kostenbeitrag: 82 € (ermäßigt: 72 €, Zelter 60 €, Förderbeitrag 100 €), Unterkunft in den Gästezimmern in Herrnhaag (i.d.R. Mehrbettzimmer), Hotel- / Pensionsplätze bei Aufpreis auf Anfrage möglich Anmeldung: mit Angabe zur Stimmlage (Tenor I/II, Bass I/II), Geburtstag, Anschrift und E-Mail-Adresse bis 15.08.2021 bei Ev. Brüdergemeine Rhein-Main Mulanskystraße 21, 60487 Frankfurt info@herrnhuter-in-hessen.de

Am Samstag, 10. Juli 2021, soll Schw. von Dressler in einem speziellen Gottesdienst um 14 Uhr ordiniert werden. Mit der Ordination überträgt die Brüdergemeine den Auftrag und das Recht der öffentlichen Wortverkündigung und zur Sakramentsverwaltung auf Lebenszeit. Sie wird damit Pfarrerin oder Gemeinhelferin, wie es die Brüdergemeine nennt. Die Ordination war bereits für den November 2020 geplant und musste verschoben werden. Noch ist nicht deutlich, wie umfangreich dieser Anlass gefeiert werden kann. Dies wird erst kurzfristig anhand der aktuellen Pandemie-Lage und Schutzvorschriften entschieden.

SCHWESTERNSEMINAR Den göttlichen Funken schüren Wege der Mystik entdecken Eine Zeitreise in die Mystik, Workshops – Mystische Übungen, Feuer schüren – ein Abend am Lagerfeuer, ein Gottesdienst mit „mystischen Elementen“ 16. - 18. Juli 2021, Herrnhaag

Sammlung zur „Woche der Diakonie“

In der „Woche der Diakonie“ vom 12. bis 20. Juni 2021 bittet die Badische Kirche um Unterstützung für die diakonische Arbeit in Gemeinden, Kirchenbezirken und Landeskirche. Kleine Spenden können in die WandKostenbeitrag: 70 € zzgl. Fahrtkosten kassen an den Eingängen des Kirchensaals Wer einen Zuschuss benötigt, melde sich eingeworfen, größere Beträge gerne überwiesen werden. Spendenquittungen werden bitte bei Katharina Rühe. am Jahresende ausgestellt. Aufgrund der Corona-Hygiene-Maßnahmen gibt es nur 21 Plätze. Bitte meldet Euch Kto-Inhaber: Ev. Brüdergemeine Königsfeld schnell an mit Namen, Adresse und E-Mail- Evangelische Bank; BIC GENO DEF1 EK1 adresse und der Angabe, ob wir diese an die IBAN: DE38 5206 0410 0000 5075 04 Teilnehmerinnen weitergeben dürfen, spä- Verwendungszweck: „Woche der Diakonie“ testens bis zum 16.06.2021 bei: Katharina Rühe, Büdesheimer Straße 6, persönliche mitteilungen 61118 Bad Vilbel, Tel.: 06101 98 44 577, katharina.ruehe@herrnhuter-in-hessen.de TAUFEN 27.03.2021 Leven Yapicioglu Das Team: Jutta Taege, Katharina Rühe, HEIMGÄNGE Annelie Schmitt und Christina Schramm 27.01.2021 Hilda Schmidt, geb. Anselm (84 Jahre) RegelmäSSige Versammlungen 09.02.2021 Helmut Staiger (91 Jahre) 11.02.2021 Hildegard Grothe (104 Jahre) Sonntag, 10.00 Uhr: 10.03.2021 Manfred Broghammer (84 J.) Predigtgottesdienst 30.03.2021 Helmut Kachler (89 Jahre) Samstag, 19.00 Uhr: 11.04.2021 Reiner Lang (79 Jahre) Singstunde (Liedgottesdienst) 17.04.2021 Peter Vollprecht (84 Jahre)

Dachreiter 2021-2 • Foto: zvg.

Durch die Pandemie hat unsere Gemeinde nun verstärkt Online-Angebote entwickelt. Damit sind die Begegnung nach dem Gottesdienst und das Bibelgespräch (vgl. Seite 13) nun auch für Interessenten im Bereich zugänglich, die im Internet unterwegs sind:

Mann haste Töne! Wir singen Geistliches und Geselliges aus verschiedenen Epochen, eventuell auch wieder Herrnhuter Musik aus dem 18. Jahrhundert und etwas Modernes. Lassen wir Ordination uns überraschen! Gabriele von Dressler 23. - 26. September 2021, Herrnhaag


15 Internet: Kirchensaal und Umfr age Kontakt

Kirchensaal-Rundgang jetzt auch virtuell möglich

Dachreiter 2021-2 • Foto: zvg.

Sich umschauen, während man zu Hause auf der Couch sitzt – das ist jetzt mit dem 360°-Rundgang durch den Kirchensaal in Königsfeld möglich. Schon beim Blick auf den Zinzendorfplatz kann man sich Einzelheiten zum Brunnen und zum Zinzendorfdenkmal erklären lassen. Im Kirchengebäude angekommen, lässt sich über Flure spazieren und durch den Saal schweben. Überall sind weitere Details, Informationen, Bilder, Filme und Hörbeispiele zu entdecken. Der 360°-Rundgang kann auch während einer Besichtigung vor Ort als digitaler Führer verwendet werden. Der Kirchensaal ist täglich zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet.

findet sich auf der Website der Kommune Königsfeld www.koenigsfeld.de im Menüpunkt Tourismus / Zinzendorfplatz. www.evik.de/kirchensaal

Kurze Umfrage zur Gottesdienst-Übertragung zwischen 13. und 20. Juni – machen Sie mit? Unsere Gottesdienstübertragung als Livestream ist seit zehn Jahren eine gute Möglichkeit, den Bewohnern des Christoph-Blumhardt-Hauses und allen Interessierten mit einem Internetzugang eine Teilnahme an unseren Singstunden und Predigtgottesdiensten von zuhause zu ermöglichen. In den letzten zwölf Monaten war dieser Livestream sowie die anschließend verfügbare Aufzeichnung zeitweise die einzige Möglichkeit, an den Gottesdiensten im Kirchensaal teilzunehmen. Zahlreiche technische Veränderungen haben die Qualität von Bild und Ton und die Stabilität der Übertragung erheblich verbessert. Viele dankbare Reaktionen zeigen uns, dass das Angebot angenommen wird.

Der 360°-Rundgang ist ein Projekt der Evangelischen Landeskirche in Baden. „Dialog im Netz“ will Kirchenräume multimedial erfahrbar machen. Im Jahr 2019 hatte sich die Evangelische Gesamtgemeinde um eine Teilnahme beworben, 2020 entstanden Konzepte mit 360°-Panoramen, Informationen, Hörproben und Filmsequenzen. Seit März 2021 ist die Seite www.kircheninbaden.de online. Zu den 24 anderen Kirchen in Baden, die man virtuell begehen kann, gehören die Johanneskirche in Villingen, die Christuskirche in Mannheim und Maria-Magdalena-Kirche in Freiburg. Auf unserer Website www. evik.de findet sich der digitale Rundgang Ergänzend zu den Auswertungsmöglichim Menupunkt „Kirchensaal“. Er ist auf al- keiten der Videoplattform, die nicht immer eine schlüssige Antwort auf die Frage gibt, len digitalen Endgeräten abrufbar. wieviele Menschen tatsächlich an unseren Der 360°-Rundgang durch den Königs- Online-Gottesdiensten teilnehmen, möchfelder Kirchensaal ergänzt perfekt den ten wir gerne im Juni an zwei Sonntagen Rundgang um den Zinzendorfplatz, der alle online Teilnehmenden bitten, sich an anlässlich seiner Neugestaltung von der einer kleinen Umfrage auf der Website zu Kommune, dem Historischen Verein und beteiligen. Wer die Zeit hat, dazu noch drei der Evangelischen Gesamtgemeinde ent- Fragen zu beantworten, hilft uns bei der wickelt wurde und seit 2019 mit der App weiteren Planung unserer Angebote. Bitte Königsfeld zu Verfügung steht. Die App machen Sie mit vom 13. bis 20. Juni 2021. für Smartphones bietet Informationen Details finden Sie auf www.evik.de. in mehreren Sprachen, auch in einfacher Sprache. Mit Hilfe des öffentlichen W-Lans Diejenigen, die kein Internet haben und auf dem Zinzendorfplatz ermöglicht sie ei- stattdessen unseren schriftlichen Sonnnen geführten Rundgang auf den Platz und tagsgruß erhalten, sind uns bekannt. Daentlang der umliegenden Häuser. Die App her ist hier keine Rückmeldung nötig.

EVANGELISCHE BRÜDERGEMEINE EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE Zinzendorfplatz 3, 78126 Königsfeld im Schwarzwald Telefon: 07725 93 82-0, Fax: 07725 93 82-22 E-Mail: gemeindebuero@koenigsfeld.org • Pfarrer Christoph Huss; Telefon: 07725 93 82-20 E-Mail: huss@koenigsfeld.org • Pfarrerin Gabriele von Dressler Telefon: 07725 93 82-33 E-Mail: dressler@koenigsfeld.org • Jugendmitarbeiter Wolfram Wschetezka E-Mail: wschetezka@koenigsfeld.org • Verwaltungsleiterin Uta Swoboda Telefon: 07725 93 82-12 E-Mail: swoboda@koenigsfeld.org • Kantorin Ulrike Brusch, Telefon: 07725 10 70 E-Mail: brusch@koenigsfeld.org • Manfred Kruppa, Pastoraler Mitarbeiter Region Nord, Brückstraße 7, 76703 Kraichtal 2, Telefon: 07251 9614 51 E-Mail: m.kruppa@koenigsfeld.org Jugendräume Tel.: 07725 93 8215 Evangelischer Kindergarten Arche Tel.: 07725 28 32 E-Mail: kindergarten@koenigsfeld.org Kontaktadressen Region Nord • Manfred Kruppa (siehe oben) • Katharina Kronbach, Leopoldstraße 61, 76337 Waldbronn, Telefon: 07243 358 77 85, E-Mail: k.kronbach@koenigsfeld.org • Andreas Schlimm, In den Klostergärten 31, 67227 Frankenthal, Telefon + Fax: 06233 288 47, E-Mail: ab.schlimm@koenigsfeld.org Kontaktadressen Region Süd • Christoph Huss (siehe oben) • Barbara Hofmann, Emmendinger Straße 14, 79211 Denzlingen, Telefon: 07666 990 87, E-Mail: b.hofmann@koenigsfeld.org • Pfr. i. R. Gerold Peper, Hauptstraße 148, 79576 Weil am Rhein, Telefon: 01515 393 85 82 SeniorenAppartements im Herrnhuter Haus Zinzendorfplatz 7; Leitung: Uta Swoboda (s. o.) Christoph-Blumhardt-Haus Alten- & Pflegeheim Ambulanter Pflegedienst, Tages- und Kurzzeitpflege, spez. Pflege bei Demenz, Servicewohnen, offener Mittagstisch, Stellwaldstr. 1, 78126 Königsfeld i. Schw. Leitung: Tobias Weymann, Telefon: 07725 93 85-0 E-Mail: info@christoph-blumhardt-haus.de Internet: www.christoph-blumhardt-haus.de Bankverbindung / Spendenkonto Evangelische Bank · SWIFT-BIC: GENO DEF1 EK1 IBAN: DE38 5206 0410 0000 5075 04 Konto-Inhaber: Ev. Brüdergemeine Königsfeld Für Überweisungen an die Ev. Kirchengemeinde bitte Verwendungszweck „Landeskirche“ angeben. Diakonisches Werk im Schwarzwald-Baar-Kreis Beratungsstelle für Schwangere und junge Familien, allgemeine Sozialberatung, Kurvermittlung, Schuldenberatung, Telefon: 07721 84 5150, E-Mail: villingen@diakonie.ekiba.de, www.diakonie-sbk.de

impressum Dachreiter – der vierteljährlich erscheinende Gemeindebrief der Evangelischen Gesamtgemeinde Königsfeld Herausgeber: Evangelische Brüdergemeine und Evangelische Kirchengemeinde Königsfeld (Anschrift s. o.) Redaktion: Judith Baudis, Ursula Böcker, Gabriele von Dressler, Christoph Huss (verantw.), Angelika Munk-Rombach, Johannes Treude Realisation & Verlag: DIGNUS.DE Medien GmbH Klimaneutral, Recyclingpapier: www.dignus.de 2,50 Euro je Ausgabe, 9 Euro im Jahr für vier Ausgaben


16 Portr ait 16

Schawuot (Shavuot) – Was ist denn das? > Weniger bekannt als das Passahfest (Pessach) oder das Laubhüttenfest (Sukkot) ist das zweitägige Wochenfest, aus dem unser Pfingstfest hervorgegangen ist. Es ist das zweite der drei großen jüdischen Wallfahrtsfeste, die seit Mose alljährlich begangen werden. (2. Mose bzw. Exodus 34, 18 - 23)

Doch Schawuot heißt auch Schwur oder Gelübde. Es ist der Tag, an dem G-TT Seinem Volk vor ca. 3.300 Jahren die Tora (= Gesetz, Gebote) durch Mose am Berg Sinai übergab. An diesem Tag erneuerte ER den ewigen Bund mit Seinem Volk und die Juden versprachen IHM ihre Loyalität. Das g-ttliche Geschenk der Tora wird alljährlich neu empfangen. Die geschmückte Synagoge symbolisiert an diesen Tagen den Sinai. Alle Männer, Frauen und Kinder sollen am ersten Tag des Festes kommen, um die Zehn Gebote zu hören, die im Mittelpunkt der Lesung stehen. Die Kinder nehmen eine zentrale Stellung ein: Es wird erzählt, Dass G-TT Bürgen für die Einhaltung Seiner Gebote forderte. „Himmel und Erde sollen unsere Bürgen sein“, sagten die Juden, aber G-TT antwortete: „Diese werden nicht ewig bestehen.“ „Die Vorväter sollen unsere Bürgen sein“, sagten die Juden, aber G-TT antwortete: „Diese sind beschäftigt.“ Erst als die Juden versprachen: „Unsere Kinder sollen unsere Bürgen sein“, stimmte G-TT zu: „Diese sind exzellente Bürgen.“ Das Buch Ruth wird am zweiten Tag gelesen, denn sie gilt als Vorbild einer Nichtjüdin, die den jüdischen Glauben angenommen hat (= Proselytin). König David, der Urenkel Ruths, wurde laut Überlieferung an Schawuot geboren und starb mit 70 Jahren an eben diesem Fest. An beiden Schawuot-Abenden zünden die Frauen und Mädchen die Feiertagskerzen an und sprechen die Segenssprüche: Gelobt seist Du, Ewiger, unser G-TT, König der Welt, der uns durch Seine Gebote geheiligt und uns befohlen hat, das JomTow-Licht anzuzünden. Gesegnet seist Du, G-TT, unser G-TT, König des Universums, der uns das Leben schenkt, uns erhält und uns erlaubt, dieses Fest zu feiern.

Zu Schawuot ist es üblich, milchige Speisen zu essen, zum Beispiel, Pfannkuchen mit Quark und Honig. Für diesen Brauch gibt es mehrere Gründe: • Am Tag der Gesetzgebung wird daran erinnert, dass König Salomo die Tora mit der Süße von Milch und Honig vergleicht. (Hoheslied 4, 11) • Das hebräische Wort Chalaw (= Milch) hat den symbolischen Zahlenwert 40. Das erinnert an die 40 Tage und Nächte, die Mose auf dem Berg Sinai fastete, bis er von G-TT die Gesetzestafeln für sein Volk erhielt. • Bis zur Gesetzgebung kannte das Volk Israel keine Reinheitsvorschriften. Zusätzlich zu den Zehn Geboten erhielten sie alle Gesetze auf einen Schlag und stellten fest, dass ihre Töpfe unrein waren, denn sie hatten darin unkoscheres Fleisch gekocht und Milch mit Fleisch vermischt. Bis alle Gefäße rituell gereinigt waren und bis die erlaubten Tiere nach Vorschrift geschächtet wurden, aßen die Juden daher nur Milchspeisen, Obst und Gemüse. Nach Apostelgeschichte 2,1 war es an Schawuot, als der Heilige Geist G-TTes (Ruach Ha Kodesch) auf die Jünger Jesu herabkam und Seine Worte in ihren Mund legte. Um den Namen Gottes niemals zu missbrauchen, wird er grundsätzlich nie ausgesprochen und auch nicht vollständig geschrieben. Pronomen, die sich auf Gott beziehen, werden aus Ehrerbietung groß geschrieben. Judith Baudis |

Reihe: JÜDISCHES LEBEN Jüdinnen und Juden leben nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Zahlreiche Aktionen in diesem Jahr haben zum Ziel, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen. Der Dachreiter beteiligt sich daran mit der Portrait-Reihe dieses Jahres.

Dachreiter 2021-2 • Foto: zvg.

Das hebräische Wort Schawuot heißt übersetzt Wochen. Sieben Wochen plus einen Tag, also 50 Tage nach Pessach, wird das Fest der Weizenernte bzw. der Erstfrüchte gefeiert (16.-18.05.2021). Auf Griechisch heißt Schawuot „Pentekoste“ ( => Fünfzig => Pfingsten).

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Dachreiter 2021-2  

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