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Foto: M. Bausch; I. Jahnke; © John Rutt er; Nheyob / CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

2020

Dachreiter e vangelisch in Königsfeld · w w w.e vik.de

ANGEDACHT

BLICK IN DEN BEREICH

PORTR AIT

Perspektive von Ostern 04

Neue Impulse in Freiburg 13

Kirche ohne Chor ... 16

Glaube zwischen Vertrauen und Zweifel Willkommen .................................................................. 2 Thema: Passion und Ostern Glaube zwischen Vertrauen und Zweifel ....................... 2 Glaube zwischen Torheit und Weisheit ......................... 3 Angedacht: Leben aus der Perpsektive von Ostern ......... 4 Zinzendorfschulen · Kita Arche Christoph-Blumhardt-Haus .............................................. 5 Abgebildet .................................................................... 6

Ortsplan & Partner ...................................................... 7-9 Junger Dachreiter: Ostereier ......................................... 10 Jugend: So viele neue Dinge ......................................... 11 Aus den Räten · Nachrichten · Termine .......................... 12 Blick in den Bereich: Neue Impulse im Raum Freiburg ..... 13 Neuhauser Spalte ......................................................... 13 Termine, Versammlungen, Kontakt ............................ 14-15 Portrait: Eine Kirche ohne Chor ist wie ... ....................... 16


2 willkommen Passion und Ostern

Das neue Jahr ist schon wieder einige Monate alt. Der Winter weiß nicht so recht, ob er kommen oder gehen soll. Erfreulicherweise werden die Tage jetzt wieder länger, die Natur ist am Aufwachen ... Glaube zwischen Vertrauen und Zweifel. Der Leidensweg von Christus und vielleicht auch eigene Belastungen stellen uns manche Frage. Für mich gehört zum Kreuz Ostern dazu. Es geht in dieser Ausgabe des Dachreiters nicht nur um Passion und Ostern. Wir wollen im Portrait auf der letzten Seite dieses Jahr auf Komponisten und Musiker schauen, die ein Jubiläum feiern. Was passiert in Neuhausen oder im Gemeinbereich? Was beschäftigt die Jugend, welche Feste werden wir feiern. Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich, im Namen aller Mitarbeitenden, Vertrauen. Ulrike Brusch |

auf unserer Website

Auf der Website der Gesamtgemeinde finden Sie aktuelle Nachrichten, ausgewählte Predigten zum Nachlesen und vieles mehr. Hineinschauen lohnt sich! Auch frühere Ausgaben des Dachreiter stehen online zum Blättern und Lesen zur Verfügung. www.evik.de Die Website lässt sich auch gut mit mobilen Geräten betrachten; einfach den QR-Code mit dem Smartphone scannen.

> Haben Sie auch gerade bemerkt, dass Sie die Jahreslosung längst vergessen hatten? Dabei ist sie doch wirklich kurz und prägnant. Im Jahr 2019 hieß sie „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Die Weltlage scheint uns ja eher unfriedlicher geworden zu sein. Fördert das nun mehr unseren Glauben oder den Unglauben?

I

n der Geschichte des Markus-Evangeliums kommt ein Vater eines epilepsiekranken Kindes zuerst zu den Jüngern und dann zu Jesus mit der Bitte, ihn doch zu heilen. Womöglich war er schon bei so manchen Ärzten und Heilern. Alles negativ. Was ist da noch übrig von Glauben und Vertrauen? Ist er nicht schon zu oft enttäuscht worden? Er hat schließlich vor Augen, dass das Leben seines Sohnes bei fortschreitender Krankheit nicht lange währen wird. Das Gespräch mit Jesus scheint recht konfrontativ gewesen zu sein. Vater: Wenn du etwas kannst, dann hilf doch. Jesus: Alles ist möglich dem, der glaubt. Darauf schreit der Vater es heraus: Ich glaube, hilf meinem Unglauben.

Für uns stellen sich Krankheitsprobleme heute ganz anders dar. Eigentlich hätten wir täglich Grund zum Danken angesichts der Heilungen durch ärztliche Behandlung und Medizin. Dadurch ist unser Leben so viel besser und schöner geworden. Hat das unseren Glauben beflügelt und unseren Unglauben verkleinert? Aber es ist ja nicht so, dass unser Glaube die gute Seite in uns ist und unser Unglaube die böse, die es zu bekämpfen gilt. Glaube ohne Unglaube gibt es nicht. Wo Vertrauen ist, ist immer auch Zweifel. Wo Zuversicht ist, ist eben auch Anfechtung. Es ist ein lebendiger Prozess, in dem beide miteinander ringen, beide Seiten sich zur Geltung bringen.

Ich glaube,

hilf meinem

Ein mutiges Wort. Er hält mit seiner Skepsis Und Jesus verurteilt nicht hinter dem Berge. Da sind ja so viele uns deshalb nicht, weil negative Erfahrungen, der Unglaube bei uns wie viel hat er gebenoch eine Rolle spielt, tet, was hat er alles gegenau so wenig, wie in tan. Aber es hat nichts der Geschichte den VaJahreslosung 2020 ter. Wir wissen doch, genützt. Und das gibt dass es im Glaubenser zu, da ist Unglaube in ihm gewachsen. leben Entwicklungen Markus 9,24 Angst, dass sich nichts gibt. Manchmal geht ändern wird. Die Bees vorwärts. Und fürchtung, dass diese Krankheit nicht über- manchmal gibt es Umwege, die wir zunächst wunden werden kann. Das liegt wie eine nicht verstehen. Die Welt, auch unsere kleine Strafe Gottes auf ihm. Welt, ist komplizierter als eine Einteilung in Gut und Böse. Aber das alles führt ihn nicht dahin zu resignieren, aufzugeben. Nein, ihn treibt die Ein Ehepaar erzählte mir, dass sie mit ihrem Hoffnung, dass Gott ihm doch noch helfen schwerbehinderten Sohn einen Heilungskann. Die bisherigen Erfahrungen beein- gottesdienst besucht hatten. Er dauerte die trächtigen seinen Glauben, aber sie zerstö- ganze Nacht. Der Sohn wurde nicht geheilt. ren ihn nicht. Aber sie sagten, dass dieser Gottesdienst ihnen ein sehr starker Trost geworden ist. Beides ist da, es ringt in ihm. Aber sein Vertrauen ist noch lebendig. Und wenn Jesus Vielleicht ist das ja das unbeschriebene Geund die Jünger von Gott gesandt sind, sollten heimnis unserer Jahreslosung, dass man sie dann nicht die sein, die helfen könnten? sich auf den, der vor uns steht, einlassen Ich glaube… Ich lege meine ganz Last vor muss. Und das ist Jesus. In der Geschichte dich. Ich gebe dir mein letztes Vertrauen. wie in unserem Alltag. Auf ihn sehen, uns nicht bei der kleinsten Enttäuschung abwen„Erbarme dich und hilf uns.“ den, uns auf sein Wort einlassen, dass kann Solches Vertrauen ist bei Jesus nicht an der unser Weg durch das ganze Jahr 2020 wie verkehrten Adresse. Er verlangt nicht hun- durch unser Leben sein. tertprozentigen Glauben als Voraussetzung. Und er hilft dem Schwerkranken und bringt Kurt Rittinghaus | ihn zurück ins Leben. Der Name ‚Jesus‘ heißt: Gott hilft. Welch ein Glück.

Unglauben!

Dachreiter 2020-1 • Foto: Christoph Huss; Jens Hagen

Liebe Mitglieder und Freunde der Kirchengemeinde, der Herrnhuter Brüdergemeine am Ort und außerhalb, liebe Gäste in Königsfeld!

Glaube zwischen Vertrauen und Zweifel


3 Passion und Ostern

Glaube zwischen Torheit und Weisheit > Das Kreuz ist das Symbol des Christentums. Es findet sich an vielen öffentlichen Stellen, etwa auf vielen europäischen Berggipfeln. Viele Menschen tragen ein Kreuz um den Hals, und nicht wenige verbinden damit ein persönliches Bekenntnis. Was aber hat es mit dem Tod Jesu auf sich? Wie kann man ihn Menschen heute erklären? War er wirklich notwendig? Der Beitrag will Mut machen, die verschiedenartigen Antworten der Bibel stehen zu lassen, auch wenn manche Frage offen bleibt. Traditionen und Motive, um das Unbegreifliche und Unvergleichliche auch Anderen weitergeben zu können. Es gibt nicht eine Deutung des Todes Jesu, sondern viele: Jesu Tod als Opfer für die Sünden der Menschen – hier dienen die Riten des jüdischen Gottesdiensten als Vergleich; Jesu Tod als Freikauf – hier dient der antike Sklavenmarkt als Vergleich; Jesus als Weizenkorn, das in die Erde gesenkt wird und viel Frucht bringt – hier dient Saat und Ernte als Vergleich; Jesus als der gute Hirte, der sein Leben für das Leben der Schafe gibt – auch dies ein Bild aus der bäuerlichen Welt; Jesus als der leidende Gottesknecht. So könnte man fortfahren, und die Kirche hat im Laufe ihrer Geschichte weitere Deutungen hinzugefügt.

Kruzifix in der Buchenberger Friedhofskapelle von Emil Jo Homolka

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Dachreiter 2020-1 • Foto: Christoph Huss

er „Urknall“ des christlichen Glaubens war die Auferstehung von Jesus. Wäre Jesus den Frauen und Männern aus seinem Anhängerkreis nicht nach seinem Tod erschienen, hätte er sich ihnen nicht auf gänzlich neue und doch vertraute Weise gezeigt und mit ihnen gesprochen, dann hätte sich die Bewegung wohl bald verlaufen. Mit dem Oster-Ereignis war deutlich, dass die Geschichte von Jesus mit den Menschen nicht vorbei war mit seinem Tod, sondern erst anfing. Angesichts dieser Erfahrung ergriff die Jünger erst einmal Zittern und Entsetzen.1 Dann fingen sie an zu fragen, wie sie das alles verstehen sollten. Sie begannen, sich an Hinweise in den Worten von Jesus und in den Schriften der Bibel zu erinnern. Musste nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen, fragt Jesus die Jünger auf dem Weg nach Emmaus. Ein wichtiger Hinweis von Jesus selbst lag noch nicht lange zurück. Als Jesus den Jüngern beim Passahmahl Brot und Wein ausgeteilt hatte, hatte er dazu gesagt: Mein Leib, für euch gegeben, mein Blut, für euch vergossen. Dieses „für euch“ haben die Christen in den folgenden Jahrzehnten auf verschiedenste Weise durchbuchstabiert. In einer Handreichung der Evangelischen Kirche heißt es dazu: „Keine der bestehenden Überlieferungen reichte für sich genommen und allein aus, um das Einmalige und Neue umfassend zur Geltung zu bringen.“2 Man fand Deutungen mit Hilfe vielfältiger 1 Bei den schräg gedruckten Bibelzitaten wurde wegen der Lesbarkeit auf die Stellenangabe verzichtet. Sie lassen sich aber mit einer Konkordanz oder im Internet leicht finden. 2 Für uns gestorben - Die Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi - Ein Grundlagentext des Rates der EKD 2015, S. 38

Diese Vielfalt der Deutungen ist für mich ein wunderbares Angebot. Sie sind wie verschiedene Fenster, durch die ich auf das Kreuz schauen kann.3 Ich will die Verschiedenartigkeit ernst nehmen und nicht alles durcheinander mischen. Ich will jedes Bild der Bibel wahrnehmen, auch das, was mir momentan fremd ist. Vor allem aber habe ich nicht die Erwartung, dass ich jemals für alle einleuchtend erklären werde können, warum Jesu Tod und Auferstehung die Rettung für uns Menschen ist. Warum sollte ich schlauer sein als Paulus und viele nach ihm. Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist‘s eine Gotteskraft. Ein Versuch, den Tod Jesu logisch zu erklären, ist weit verbreitet. Die mittelalterliche Deutung von Anselm von Canterbury etwa hat in viele Liedtexte Eingang gefunden. Dort ist der Glaube so verstanden worden, dass der zornige Gott durch den Tod von Jesus Christus umgestimmt werden musste, uns gnädig zu sein. Dies mag vor 1000 Jahren einleuchtend gewesen sein, es verzerrt aber die Aussage der Bibel. Christus muss nicht Gott mit uns, sondern uns mit Gott versöhnen. Gottes Liebe ist nicht das Resultat des Kreuzes, sondern seine Motivation. Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Es hat Menschen immer schon irritiert, dass Gott als Mensch unter Menschen leben wollte und den leidensvollen Weg ging. Die Rettung der Menschen kam nicht von oben herab, sondern von innen heraus. Wichtig wurde mir kürzlich ein Satz, den Jesus zu Johannes dem Täufer sagt, als der ihn nicht taufen will, weil er es nicht angemessen findet: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er‘s geschehen. Auch wenn wir das Kreuz nicht logisch erklären können: Lass es geschehen! Das Wort vom Kreuz steht in der Mitte des Evangeliums. Ich staune über diesen Weg, den Gottes Liebe zu den Menschen geht, und lasse es geschehen. Christoph Huss |

3 nach Tom Smail, Windows on the Cross, 1995


4 angedacht

Sonnenaufgang am Sillerenbühl, Adelboden

Leben aus der Perspektive von Ostern > Ostern gehört neben Pfingsten und Weihnachten zu den christlichen Hauptfesten. Ostern ist für den christlichen Glauben das Fundament – und trotzdem können viele Menschen heute nichts mehr mit Ostern anfangen. Das leere Grab wird mit Ostereiern und Osterhasen gefüllt. o die Sonne von Ostern untergeht, bleibt die Nacht von Karfreitag. Wem die Beziehung zu Gott als Schöpfer allen Lebens keine Wirklichkeit mehr ist, dem bleibt nur noch die Wirklichkeit des Todes als Abbruch aller Beziehungen.

Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat die Situation des modernen Menschen und die daraus folgenden Konsequenzen für unser Leben in seinem Buch „Fröhliche Wissenschaft“ hellsichtig und schonungslos dargestellt. Er schlüpft in die Rolle des „tollen (= ver-rückten) Menschen“, um den Lesern etwas mitzuteilen, was offenbar ihren momentanen geistigen Horizont übersteigt. Die Menschen tappen noch im Dunklen, weshalb der tolle Mensch „am hellen Vormittage auf dem Marktplatz eine Laterne anzündete und ... unaufhörlich schrie: Ich suche Gott! Da dort gerade viele von denen zusammenstanden, welche nicht an Gott glaubten, so erregte er ein großes Gelächter.“ Er versucht nun, Ihnen die Konsequenzen ihrer praktischen alltäglichen Gottlosigkeit deutlich zu machen. „Was taten wir, als wir die Erde von ihrer Sonne losketteten? ... Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? ... Hier schwieg der tolle Mensch. Seine Zuhörer schwiegen und blickten befremdet auf ihn. ... Man erzählt noch, dass er in verschiedene Kirchen eingedrungen sei. Darauf angesprochen, habe er entgegnet: Was sind denn diese Kirchen noch, wenn sie nicht die Grüfte und Grabmäler Gottes sind?“ Wer Gott zum höchsten Wert einer Moral, einer Ethik entleert, beraubt ihn seiner lebensschaffenden schöpferischen Macht. Wer den christlichen Glauben nur noch als ethisches System versteht, macht aus ihm eine Leistungsideologie. Das Leistungsprinzip gilt dann nicht nur für die Ebene des Handelns, sondern für alle Bereiche des Lebens. Als Überschrift über unserem Leben steht nicht mehr „Du darfst“, sondern „Du musst“ – Gesetz ohne Evangelium!

Karfreitag ohne Ostern führt letztlich in die Sinn- und Hoffnungslosigkeit – sowohl für das eigene Leben als auch für die Welt. Für viele Menschen ist heute der Himmel (heaven) leer. An die Stelle Gottes tritt der Gott Mammon (praktischer Materialismus), das Leben wird zum Tanz um das goldene Kalb. Der Sinn des Lebens ist dann die Abarbeitung einer Lebenscheckliste: Geld, Karriere, Erfolg, kaufen, reisen, erleben ... Die Angst, etwas zu verpassen bzw. Ansprüchen nicht gerecht zu werden, ersetzt die Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens und führt zu zunehmenden psychischen Erkrankungen. Dagegen setzt der Osterglaube einen Kontrapunkt: Gott ist die letzte, umfassende schöpferische Dimension des Lebens, zu der wir in einer unauflöslichen Beziehung stehen. Wir gestalten unser Leben aus der Perspektive von Ostern. Deshalb rechnen wir mit den Möglichkeiten Gottes in unserer täglichen Wirklichkeit. Wir dürfen sein und werden! „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben ... uns scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Röm. 8, 38f). Auf diesem Fundament der Osterhoffnung können wir unser Leben auch in einer chaotischen Welt verantwortlich gestalten im Sinne des Martin Luther (wahrscheinlich zu Unrecht) zugeschriebenen Zitats: „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ Diese österliche Lebenshaltung bewahrt uns vor totalitären Ideologien jeder Farbe, die zur Erreichung ihrer Ziele über Menschenschicksale hinweggehen, und macht uns fähig, sich den Herausforderungen unserer Zeit sachlich zu stellen und vernünftige Lösungsschritte zu finden – ohne die Grenzen menschlicher Möglichkeiten zu verleugnen. Johannes Treude | Lektüreempfehlung: Jean Paul, Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei (Text im Internet; Tondatei auf youtube.com)

Dachreiter 2020-1 • Foto: M. Bausch

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5 Zinzendorfschulen · Kita Arche · Christoph-Blumhardt-Haus

Mamadou Diallo war drei Wochen Praktikant im CBH und unterstützte die Alltagsbegleiter bei ihrer Arbeit. Er brachte viel Spaß in Wie jedes Jahr kam Bürgermeister Link zum Neujahrsempfang ins die Gymnastikrunde, da er liebend gerne Fußball spielte. Die BeChristoph-Blumhardt-Haus (CBH). Die Bewohner freuten sich, mit wohner zeigten großes Interesse an seiner Herkunft und Geschichihm auf ein gesundes Jahr 2020 anzustoßen und sich über Neues te und kamen zahlreich in den Speisesaal, als er an seinem letzten Tag eine Präsentation von seinem Heimatland vorbereitet hatte. aus der Gemeinde zu unterhalten.

Dachreiter 2020-1 • Foto: Christoph-Blumhardt-Haus; Zinzendorfschulen; Kindertagesstätte Arche

Start ins neue Jahr

Realschule wird zweizügig

„Gott schenkt Zeit“

Vom kommenden Schuljahr an bieten die Zinzendorfschulen beginnend mit Klasse fünf einen zweiten Zug an ihrer Realschule an. „Die Realschule hat inzwischen wieder eine hohe Akzeptanz bei den Eltern in unserer Region“, stellte der stellvertretende Schulleiter und Abteilungsleiter der Realschule, Helmut Hertnagel, fest. In den vergangenen Jahren habe die Nachfrage die Zahl der Schulplätze, die die Zinzendorf-Realschule bieten konnte, deutlich überschritten.

Zu diesem Thema trafen sich Kinder, Eltern, Geschwister, Erzieher und Gemeindemitglieder am 17. Januar zur Wochenendandacht. Pfarrer Huss erläuterte in seiner Ansprache, dass alles seine Zeit hat. Weihnachten, Fasnacht und Ostern können nicht gleichzeitig gefeiert werden. Den Sonntag hat uns Gott geschenkt, um uns Zeit für Pausen, für uns selbst und die Liebsten zu nehmen. Schenken auch Sie sich etwas Zeit.

„Dieser steigenden Nachfrage werden wir ab dem Schuljahr Herzliche Einladung an alle Interessierten! Wir freuen uns, Sie zu 2020/2021 mit einer zweiten Klasse entgegenkommen“, erklärt unseren nächsten Wochenendandachten am 27. März und 8. Mai Helmut Hertnagel. Außerdem steige auch in den höheren Klassen um 12.45 Uhr in der Kita Arche begrüßen zu dürfen. das Interesse an Schulplätzen von Schülerinnen und Schülern, welche aus anderen Schularten an die Zinzendorf-Realschule wechseln möchten. Die Änderungen im Privatschulgesetz haben das Ihrige dazu beigetragen, um die Entscheidung zugunsten einer zweizügigen Realschule voranzutreiben: „Dadurch konnten wir den Schulbeitrag an unserer Realschule auf ca. 120 Euro pro Monat senken.“ In den Klassen der Realschule ist Platz für rund 24 Schülerinnen und Schüler. Sie können sich ebenso wie die Gymnasiasten zur Ganztagsbetreuung an drei, vier und fünf Tagen in der Woche anmelden. Zudem bieten die Zinzendorfschulen einen Kurs für Schülerinnen und Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten an, der den Übergang in die weiterführende Schule erleichtert.


Neue Räte machen sich auf den Weg

Neuer Stern erfolgreich verstaut

Im mittelalterlichen Kloster Kirchberg, heute ökumenisches Gäste- und Tagungshaus, fand die Klausurtagung des Ältestenrats der Brüdergemeine und des Kirchengemeinderats der Kirchengemeinde statt. Seit dem Jahr 1952 ist die einzigartige Zusammenarbeit der beiden Gemeinden vertraglich geregelt. Die Tagung wurde von den Teilnehmenden zur Orientierung über die anstehenden Herausforderungen und zum Kennenlernen genutzt. Durch die Wahlen im vergangenen Jahr sind beide Gremien zur Hälfte neu besetzt. Von links nach rechts: Barbara Fritz, Wolfgang Schaible, Susanne Jehle, Christoph Fischer, Stefan Richter, Christiane Vollprecht, Judith Mittwoch-Baudis, Wolfram Wschetezka, Sebastian Fleig, Helmut Römmling, Gabriele von Dressler, Karl-Heinz Bergen, Christoph Huss, Katharina Kronbach, Jens Hagen, Karen Warnecke-Gehrhardt. Nicht im Bild: Norbert, Fobel, Amelie Fobel, Stephan Klingner.

Zum 1. Advent konnte ein neuer großer Stern im Kirchensaal aufgehängt werden. Nachdem der alte durch jahrelange Verwendung und das jährlich Auf- und Abhängen unansehnlich geworden war, hatte sich 2018 eine Sternbaugruppe gebildet und mit der nötigen Technik vertraut gemacht. Im Oktober 2019 ging es an die Arbeit für den großen Stern. Die Konstruktion des 50-zackigen Sterns aus Papier und Pappe lag in den Händen von Kay Zwick. Nach und nach entstanden Körper und Zacken. In der Woche vor dem ersten Advent kam der Zusammenbau, erst in der Brüderloge, dann im Saal. Bei der letzten Zacke wurde Ilse Kurt um Assistenz gebeten, die zusammen mit ihrem Mann den letzten Stern gebaut hatte. Nach dem Ende der Epiphaniaszeit wurde er nun von den Hausmeistern, Kay Zwick und Christoph Huss (hinter der Kamera) erfolgreich im Verschlag hinter der Orgel verstaut.

Neuer Diakonieverband Am 14. Januar 2020 wurde die Gründung des gemeinsamen Diakonieverbands des evangelischen Kirchenbezirks Villingen und der Evangelischen Kirchengemeinde Schwenningen in der Stadtkirche im Stadtbezirk Schwenningen mit einen Gottesdienst gefeiert. Seit 1976 arbeiten das Diakonische Werk im Schwarzwald-Baar-Kreis unter dem Dach der badischen Landeskirche und die diakonische Ortsstelle der zur württembergischen Landeskirche gehörenden Evangelischen Kirchengemeinde Schwenningen gut zusammen. Mit dem Zusammenschluss der beiden Einrichtungen wird die Zusammenarbeit jetzt noch nahtloser. Haupt- und ehrenamtlich in der Diakonie engagierte Frauen und Männer haben den gemeinsamen Diakonieverband auf den Weg gebracht (von links): Dekan Wolfgang Rüter-Ebel, Pfarrer Klaus Gölz, Wolfgang Fricker, Gerhard Schilling, Ursula Winkler, Anita Neidhardt-März, Diakonie-Pfarrer Markus Arnold, Reinhold Hummel und Rolf Lampprecht. Nicht im Bild: Diakonie-Pfarrer Bernhard Jäckel.

Ursula Böcker übergibt Organisation Taizé-Gottesdienst 2003 hatte Ursula Böcker die Organisation der Taizé-Gottesdienste von Pfarrer Jürgen Fobel übernommen. Damals war sie als Diakonin in der Gästearbeit der Evangelischen Brüdergemeine in Königsfeld in den Ruhestand getreten; die Taizégebete wurden ihr zur Herzensangelegenheit. Nun musste sie diese Aufgabe gesundheitshalber abgeben. Die Organisation übernimmt Renate Brach, die ihrerseits kürzlich als Königsfelds Jugenddiakonin das Ruhestandsalter erreichte und seit langem zu dem bewährten Team der Musiker und Helfer gehört.

Dachreiter 2020-1 • Foto: J. Hagen, C. Huss, E. Winkelmann-Klingsporn, Th. Brach

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10 Junger Dachreiter

Ostereier Bald ist es wieder soweit und ihr werdet im Garten oder im Haus auf die Suche nach bunt gefärbten Eiern gehen. Aber warum färben wir eigentlich die Eier? Das Ei gilt in vielen Kulturen als ein Symbol der Fruchtbarkeit, des Lebens und der Auferstehung. In ihm steckt neues Leben. Im alten Ägypten wurde das Ei als Ursprung des Lebens verehrt. Eier wurden schon damals als Grabbeigabe genutzt, um damit an die Auferstehung zu erinnern. Im Mittelalter wurden die Eier rot gefärbt. Sie sollten an den Tod Jesu erinnern. Später wurden die Eier auch bunt gefärbt. Von Aschermittwoch bis Karfreitag gab es eine strenge Fastenzeit. Das bedeutet, dass Menschen auf Lebensmittel wie Fleisch und Eier verzichteten. Es gab strenge Vorschriften, was gegessen werden durfte. Nur die Hühner produzierten trotzdem ihre Eier. Damit diese nicht schlecht wurden- es sind ja immerhin sechs Wochen dazwischen, wurden sie hart gekocht und dann gefärbt, damit sie von neuen Eiern unterschieden werden konnten.

Und welche Farben gibst Du den Eiern? Und dem Hasen, dem Korb und dem Gras?

Dachreiter 2020-1 • Foto: zvg.

Bis heute hat sich dieser Brauch erhalten. Und es ist schön, wenn wir Ostern wieder bunte Eier suchen können. |


11 Jugend

So viele neue Dinge ... Matthias Borth aus Königsfeld lebt für einige Monate in Australien. Gabriele von Dressler hat ihn gefragt, was er für Erfahrungen macht.

Dachreiter 2020-1 • Foto: zvg.

Gabriele von Dressler: Hallo, lieber Matthias, du befindest dich ja gerade auf der anderen Seite der Weltkugel. Wo bist Du genau und seit wann? Matthias Borth: Auch erstmal hallo oder wie man hier in „Down Under“ (andere Bezeichnung für Australien) sagt: „S‘gorn on“ (in richtigem Englisch natürlich: „What is going on“), was sich deutsch in „Was läuft“ oder auch „Was geht ab“ übersetzen lässt. Es ist sehr interessant, weil es solche Dinge häufig gibt und die Sprache sehr durch die „Jugendsprache“ beeinflusst ist, was sie zu einer ganz besonderen Art Englisch macht. Naja, ich will nicht zu sehr vom Thema abschweifen. Ich bleibe bei meiner Tante und meinem Onkel mit ihren beiden Töchtern, und sie wohnen in einem Haus ungefähr 20 Minuten Autofahrt von der Großstadt Brisbane im Staat Queensland entfernt. Diese Stadt wird auch „Brissie in Sunshine State“ genannt, was ganz zutrifft, da wir öfter Temperaturen über 35 Grad haben. Im Moment sind wir gerade im Urlaub in Neuseeland, da momentan die Temperaturen ihre Spitze erreichen und das selbst den Australiern zu heiß ist. Hier in Neuseeland ist nämlich sehr europäisches Klima. Ich bin am 9. Oktober eingereist, also jetzt schon ein wenig mehr als drei Monate hier. Aber ich muss sagen, die Zeit verfliegt und es hat sich wie zwei Wochen angefühlt. Was machst Du in Australien? Welche Aufgabe hast Du? Ich gehe hier in die Schule und war bis vor sechs Wochen in der zehnten Klasse. Aber im Moment sind Sommerferien, und nach denen werde ich dann die elfte Klasse besuchen. Ich habe keine wirkliche Aufgabe, ich habe nur die Verpflichtung, in die Schule zu gehen. Mir selbst habe ich die Aufgabe gegeben, meine Grenzen zu testen, hinter einen eigenen Horizont zu schauen, aber vor allem meinen Alltag so zu gestalten, dass immer etwas passiert und ich als völlig veränderter Mensch zurückkomme – hoffentlich im positiven Sinne. Das heißt zum Beispiel, mal andere Kleidungsstile auszuprobieren, auch wenn das nur etwas Kleines ist, aber auch Dinge wie Sportaktivitäten. Ich habe hier nämlich mit der Martial Art Teak Wo Do angefangen, das ist eine Selbstverteidigungskampfsportart aus Korea – etwas, das ich nie erwartet hätte, jemals zu machen. Außerdem habe ich hier mit der Fotografie angefangen, mit dem Ziel, eine schöne Erinnerung an die Zeit hier zu schaffen.

In den Medien haben wir sehr viel von den vielen großflächigen Bränden im ganzen Land gehört. Wie ist die Lage vor Ort? Das ist schwierig zu sagen, da wir ja momentan in Neuseeland sind. Alles, was ich sagen kann, dass es sehr extrem ist. Es gab seit Beginn der Aufzeichnung noch nie so einen großen Brand, und man fühlt mit den betroffenen Menschen mit, die versuchen, ihren Alltag so gut es geht normal weiterzuführen. Vor allem, wenn man in einer stark gefährdeten Gegend ist, ist das natürlich schwer. Den Leuten bleibt überlassen, ob sie sich aus ihrem Haus zurückziehen oder es verteidigen wollen, die Feuerwehr kann nicht garantieren, jeden retten zu können. Nur einmal zur Darstellung, wie extrem es ist. Man kann nur warten, da die Feuer inzwischen zu groß sind und meiner Meinung nach zu spät gehandelt wurde. Zum Beispiel wurde die Armee zu spät eingeschaltet, und auch die internationale Einbindung kam zu spät. Es ist schön zu hören, dass die schlechte Nachricht jetzt auch Deutschland schließlich erreicht hat, dass die Leute das Ausmaß sehen und man international handeln kann. Die USA schicken derzeit Löschflugzeuge. Die Feuer werden voraussichtlich bis April brennen, falls es nicht den großen Regen gibt, auf den alle hoffen. Aber auch danach ist es noch lange nicht vorbei, da wahrscheinlich Tausende obdachlos und ganze Dörfer niedergebrannt sein werden. Ich kann nur sagen, man kann den freiwilligen Feuerwehrleuten danken, die ihr Leben riskieren, und natürlich dem Premierminister Scott Morrison, der sich nach dem Ausbruch der Katastrophe erstmal verzogen hat, einen schönen Urlaub auf Hawaii wünschen. Wann kommst du zurück nach Königsfeld? Ich werde beim jetzigen Stand am 10. April in Zürich einfliegen, also am Karfreitag. Jedem, der in ein anderes Land geht, ob jetzt für kurze oder lange Zeit, möchte ich sagen: Öffnet eure Augen und euer Herz. Es liegen so viele neue Dinge in einem anderen Land, sowohl in der Umwelt als auch menschlich, dass man gar nicht alles erfassen kann. Man weiß nie, was als nächstes passiert, vielleicht findet man seine große Leidenschaft, viele andere Dinge oder auch die große Liebe ... Danke, dass Du die Fragen beantwortet hast. Wir wünschen dir noch eine gute Zeit in Australien. Bleib behütet und sei ganz doll gegrüßt aus deinem Heimatort Königsfeld. Ich bedanke mich für die Möglichkeit, meine Meinung mitzuteilen. Eins noch: Ich weiß, Regen nervt wirklich manchmal, aber er ist ein Segen – er ist Leben. Wir können uns glücklich in der Lage schätzen, in der wir insgesamt in Deutschland, als auch im kleinen Königsfeld sind. Liebe Grüße und „c ya later“ (see you later – bis bald). |

Termine für Jugendliche auf Seite 12


12 Aus den R äten Nachrichten · Termine

Der am 1. Advent komplett neu gewählte Kirchengemeinderat wurde am 4. Advent in sein Amt eingeführt, nachdem den Ausgeschiedenen gedankt worden war. Edeltraut Wschetetzka-Gäng und Hans Rohrbach gehörten ihm sechs Jahre an, Malte Müller und Dietrich Siebörger zwölf Jahre. Ein Dankeschön an alle vier für ihren großen Einsatz in diesem Gremium. Wiedergewählt wurden Susanne Jehle und Jens Hagen, der in der konstituierenden Sitzung erneut zum Vorsitzenden bestimmt wurde. Neu gewählt wurden KarlHeinz Bergen, Judith Mittwoch-Baudis, Barbara Fritz und Wolfram Wschetetzka. K.-H. Bergen wird sich im neuen Gremium des Themas „Finanzen“ annehmen, während H. Rohrbach auch nach seiner Ratszeit den Bereich „Königsfelder Kirchenbeitrag“ weiter betreut. Die Klausurtagung Ende Januar im Kloster Kirchberg nutzen die beiden Gremien zur gegenseitigen Wahrnehmung der Anliegen und Kompetenzen und zur Orientierung über die künftigen Herausforderungen. Siehe Foto S. 6. Im Dezember erreichte die Räte eine erfreuliche Mitteilung: Die Vollzeitstelle eines Jugendmitarbeiters für die Evangelische Gesamtgemeinde und die Zinzendorfschulen Königsfeld, die die Evangelische Brüder-Unität ausgeschrieben hatte, kann 2020 besetzt werden. Wolfram Wschetetzka wird zum 1. September 2020 die neue Aufgabe in Schule und Gemeinde übernehmen. Er wohnt im Königsfelder Ortsteil Neuhausen, ist Erzieher mit der Zusatzausbildung eines Diakons und vor Ort durch seine Tätigkeiten in Schule und Gemeinde bekannt. In der Gemeinde war die 50-Prozent-Stelle für Kinder- und Jugendarbeit zuletzt vakant; die 50 Prozent in den Zinzendorfschulen wurden neu geschaffen. Die Tätigkeit in beiden Institutionen soll gemeindliche und schulische Jugendarbeit verbinden. Christoph Huss |

Geburtstagsbesuche Neuhausen Alle Gemeindeglieder in Königsfeld und Neuhausen werden ab dem 65. Lebensjahr zu ihrem Geburtstag von einem Gemeindeglied besucht, bei halbrunden und runden Geburtstagen von Pfarrer oder Diakonin. In Königsfeld wird diese Aufgabe von einem Kreis von Ehrenamtlichen übernommen, der sich monatlich trifft, um die Besuche zu verteilen. In Neuhausen wurde dieser Dienst lange Jahre durch Christa Conzelmann getan. Die Gemeinde bedankt sich herzlich bei ihr, nachdem sie diese Aufgabe nun abgeben musste. Übergangsweise übernahm nun Wolfram Wschetezka die Besuche zu den Geburtstagen in Neuhausen. Es wäre schön, wenn diese Aufgabe wieder in die Hände von Ehrenamtlichen gelegt werden könnte. Gemeindeglieder, die dazu bereit wären, können gerne mit Schw. von Dressler oder Br. Huss Kontakt aufnehmen.

Tanzwochenende für Jugendliche

Südwild-Wochenende für junge Erwachsene

Frühjahrswerkstatt für Jugendliche

Der neue Prospekt ist da!

28. Februar - 1. März 2020 Bad Boll, ab 16 Jahren Kennst du diese kleine Veränderung, die in deinem Körper vor sich geht, wenn du einen großartigen Song hörst? Tanzen verändert uns und der Glauben kann verändern. Gibt es Parallelen? Aus starrem Alltag wird schwungvolle Bewegung. Aus depressivem Wintergrau wird fröhliches Frühlingsbunt. Sei dabei! Anmeldung an: angelika.fitzner@ebu.de

6. - 8. März 2020 Bad Boll, ab 14 Jahren Gemeinsam wollen wir uns auf den Weg in ein neues Freizeitenjahr wagen und uns dafür fit machen. Neben Gesang, Gebet und Wiedersehen wollen wir über aktuelle Themen der EBU Jugend reden. Dabei wollen wir unseren Blick in die weltweite Unität lenken und uns mit der Arbeit der Herrnhuter Missionshilfe befassen. Anmeldung bis 14.02.2020 an: florian.vollprecht@ebu.de

17. - 19. April 2020 Siehe auch Neuwied, ab 21 Jahren Seite 7 Mit Schwung geht’s aufwärts! Wir springen in ein neues Jahrzehnt. Ein Jahrzehnt, dass viele Veränderungen bereithält. Es braucht Menschen, die es wagen, große Sprünge zu machen, über den eigenen Schatten zu springen und Abgründe und Distanzen zu überwinden. ... uuuuuuuund hepp! Anmeldung bis 31.03.2020 an: angelika.fitzner@ebu.de Ein großer Schatz unserer Kirche ist ihre überregionale Struktur. So auch in der Kinder- und Jugendarbeit. Alle sind eingeladen, Gleichaltrige aus den anderen Gemeinden kennenzulernen, alte Bekannte wiederzutreffen, spannende Orte zu entdecken und Glauben in Gemeinschaft zu erleben. Am besten geht das auf den vielen Freizeiten! Der neue Prospekt mit allen Veranstaltungen liegt ab sofort im Kirchsaal aus, kann im Pfarramt angefragt oder online eingesehen werden.

www.jugend.ebu.de

Dachreiter 2020-1 • Foto: W. Conzelmann; zvg.

In beiden Räten standen Ende 2019 Neuwahlen an. Der Ältestenrat, bei dem im Abstand von drei Jahren jeweils die Hälfte des Gremiums neu gewählt wird, konnte sich nach der Einführung am 1. Advent bereits am 2. Dezember neu konstituieren. Nachdem Angelika Munk-Rombach, Reinhard Sapel und Christiane Vollprecht nicht mehr zu Wahl standen, wurden ihre Plätze von Norbert Fobel, Stefan Richter und Helmut Römmling eingenommen. Wir danken den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihren Einsatz und ihr Mitdenken in diesem Gremium. Für Kontinuität sorgen Wolfgang Schaible, Stephan Richter und Sebastian Fleig, sowie die amtlichen Mitglieder Karen Warnecke-Gehrhardt, Gabriele von Dressler und Christoph Fischer. Auf Vorschlag des Rats berief die Direktion Amelie Fobel als Vertreterin der Jugend in den Ältestenrat. Er wählte Schw. von Dressler zur Vorsitzenden und Br. Römmling zum Stellvertreter.


13 Blick in den Bereich Neuhauser Spalte

Unser Kreuz Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz. Fragen wir uns nicht auch immer, was es mit dem Kreuz auf sich hat? Als Christen wissen wir es. Wir setzen es in Verbindung mit dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi. Das Kreuz steht jedoch auch für Erlösung, Befreiung und Vergebung unserer Schuld.

Neue Impulse im Raum Freiburg

Dachreiter 2020-1 • Foto: S. Ahne, I. Jahnke; zvg.

Die Gemeindearbeit im Bereich ruht auf drei Säulen: schriftliche Kontakte (Gemeindebrief, Newsletter, Geburtstagsgrüße), Veranstaltungen (Gottesdienste im Bereich oder Freizeiten) und Besuche. Die Brüdergemeine Königsfeld hat die sogenannte Bereichsarbeit in zwei regionale Abschnitte eingeteilt, die jeweils von einem der Hauptamtlichen und von einem Teil des Bereichsbeirats betreut werden. Als Grenze zwischen Norden und Süden sehen wir das Kinzigtal an. Im Norden finden momentan in Heidelberg und Karlsruhe Versammlungen statt, im Süden in Freiburg. Vor gut drei Jahren übernahm ich im Vakanzjahr die Zuständigkeit für den südlichen Bereich, während Br. Kruppa sich verstärkt des Nordens annahm. Da gab es durch Anfragen für Trauungen und Taufen gleich mehrere Anlässe für Fahrten nach Freiburg und in den Kaiserstuhl. Ich habe daraus ein- oder mehrtägigen Reisen mit Besuchen bei Gemeindegliedern etwa im Großraum Freiburg, am Hochrhein oder am Bodensee gemacht, um mit den verstreuten Mitgliedern Kontakt aufzunehmen sowie die Bedürfnisse und Möglichkeiten in den Blick zu bekommen. Diese Kontakte machten mir Mut, es zusätzlich zum Freiburger Kreis, der von G. Peper vorbereitet wird, mit weiteren Treffen in der Dreisamstadt zu versuchen. So entstanden die Treffen vor dem 3. Advent und vor dem Palmsonntag, zu dem zuletzt 18 Leute kamen, davon sechs Kinder. Auch mit diesen Veranstaltungen sind wir zu Gast im GemeindezenDie größere Zahl der Mitglieder der Brüdergemeine Königsfeld wohnt nicht im Ort Königsfeld, sondern in dem großen Bereich zwischen Saarland und Bodensee. Oft ist dieser Teil der Gemeindearbeit gar nicht im Blick. In diesem Jahr wollen wir in einer Reihe von Beiträgen vorstellen, wie sich dieser Teil der Gemeindearbeit gestaltet.

trum der Petrus-Paulus-Gemeinde, das mit der Straßenbahn gut erreichbar ist, können den Kirchenraum mit dem Flügel und die Küche nutzen. In einer Zeit, in der manche Veranstaltungen mangels Beteiligung eingestellt werden mussten, freut einen als Pfarrer ein solcher Neuanfang besonders. Die andere Idee, Menschen zu einer Abendveranstaltung um das Thema Mission einzuladen, fand noch nicht die erhoffte Resonanz.

Ein neues Angebot für Mitglieder im Bereich sind auch die Konfirmandenwochenenden, die die Brüdergemeinen im Südwesten seit kurzem gemeinsam veranstalten. Damit haben Jugendliche seit langem wieder die Möglichkeit, in der Brüdergemeine den Unterricht zu besuchen und konfirmiert zu werden. Ende 2020 soll ein neuer Kurs unter Leitung von Katharina Rühe beginnen, nach etwa zwei Jahren wird er mit einer Konfirmation abgeschlossen. Zwei Jugendliche unserer Gemeinde haben bereits Interesse bekundet, weitere können sich gerne im Pfarramt melden. Auch wer gerne einmal einen Besuch erhalten würde, kann gerne Kontakt aufnehmen, dann kann ich die nächste Tour entsprechend planen. Christoph Huss |

In der katholischen Kirche in Neuhausen feiern wir alle zwei Monate einen ökumenischen Familiengottesdienst. Mittlerweile haben wir einen festen Stamm an Familien, die regelmäßig teilnehmen. Trotzdem frage ich mich, warum es nicht mehr werden. Liegt es an diesem Kreuz, das so schwer auf den Schultern liegt? Oder weil wir nicht wissen, wie wir mit unserem Glauben umgehen sollen? Jesus selbst hat dieses Kreuz nach Golgatha getragen. Er hat es für uns auf seine Schultern genommen, auch wenn er das im Garten Gethsemane zunächst nicht wollte. Erst nach seinem Flehen, dass dieser Kelch an ihm vorübergehen solle, hat er sich sozusagen umentschieden und gesagt: „Doch nicht mein Wille geschehe, sondern dein Wille“. Auch im Vaterunser beten wir: „Dein Wille geschehe“. Ist das nicht eine frohe Botschaft, die unser Kreuz entlastet? Warum es im Familiengottesdienst nicht mehr Familien gibt, kann ich ruhig in Gottes Hand geben. Es ist somit ein Gefühl der Befreiung. Ich kann Flyer in den Kindergarten geben, mit den Familien ins Gespräch kommen und somit Werbung machen. Wenn ich dann alles im Rahmen meiner Möglichkeiten, gemacht habe, vertraue ich Gott, dass er alles Weitere tut. Somit lade ich Sie ganz herzlich ein, sich durch das Kreuz erlösen und befreien zu lassen. Die Frage also: „Wer braucht das Kreuz?“ beantworte ich somit mit einem eindeutigen – Jeder. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Passionszeit. Wolfram Wschetezka |


14 Gemeinbereich Termine

Freiburg, 4. April 2020 15.00 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Treffen zum Palmsonntag – ein Programm für die ganze Familie: kurze Andacht, Imbiss, Bastelprogramm für die Kinder, Palmsonntagsliturgie mit Hosianna-Singen Haßloch, 19. April 2020 10.00 Uhr, Christuskirche Missionssonntag mit der Herrnhuter Missionshilfe (HMH), nach dem Gottesdienst mit Pfr. Christoph Stetzer und Br. Manfred Kruppa wird letzterer über ein Thema aus der Arbeit der HMH berichten. Freiburg, 8. Mai 2020 18.30 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Freiburger Kreis Freiburg, 26. Juni 2020 18.30 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Freiburger Kreis Freiburg, 10. Juli 2020 18.30 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Freiburger Kreis Änderung Kontakt Region Süd Gerold Peper ist umgezogen: Hauptstraße 148, 79576 Weil am Rhein, neue Telefonnummer: 01515 393 85 82 Informationen auch auf www.evik.de

Pfingstfreizeit 2020

9. - 13. Juni 2020 in Trossingen, für Mädchen und Jungen, 6-12 Jahre, Naturfreundehaus „Steppachhalde“ 65 Euro „Der kleine Botaniker und die großen Botschaften“ heißt das Thema unserer diesjährigen Pfingstfreizeit. Das wird eine spannende Sache – wir haben wieder viel vor! Die Leitung haben die Diakone Gabriele von Dressler und Wolfram Wschetezka mit Team. Für das Essen sorgen Renate und Thomas Brach. Anmeldung bis Freitag, 22. Mai 2020 im Gemeindebüro bei Schw. Raabe, Tel. 07725 93 82 11, E-Mail: Gemeindebuero@koenigsfeld.org

Unitätsgebetswacht In die weltweite Gebetskette der Brüder-Unität reiht sich die Gemeinde Königsfeld am 1. April ein. Sie sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Tragen Sie Ihren Namen hierzu in die nach den Gottesdiensten am linken Ausgang aufliegende Liste ein – oder unter der Woche im Gemeindebüro. Die entsprechende Gebetszeit halten Sie selbst zu Hause, allein oder mit Freunden. Eine Liste mit Gebetsanliegen liegt ebenfalls bei. Weitere Hilfen finden Sie auf unserer Website.

Gottesdienste in Neuhausen 15. März, 10.30 Uhr Familiengottesdienst 10. April, 10.15 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl 24. Mai, 10.30 Uhr Familiengottesdienst mit Taufe

Regio-Gottesdienste Die wichtigsten Termine 2020 22.03. Tag der Kirchengemeinde, Gemeindenachmittag mit Gemeindeversammlung

Ostermontag, 13. April, 10.00 Uhr Regio-Gottesdienst in Weiler Himmelfahrt, 21. Mai, 10.00 Uhr Ökum. Regio-Gottesdienst in Mönchweiler

25.-26.04. Konfirmation 9.-10.05. Missionsfest 01.06. Ökumenischer Regio Gottesdienst im Kirchensaal, Beginn 10.30 Uhr 21.06. Familiengottesdienst mit der KiTa Arche 27.-28.06. Schwesternfest Frauensonntag 05.07.

Ökumenischer Regio-Gottesdienst im Kurpark

26.07. Sommerfest in Neuhausen 25.-28.09. Jahrestagung von Unitas Fratrum in Königsfeld 27.09.

Festtag der Eheleute und Paare

04.10. Erntedankfest 11.10. Gottesdienst im Rahmen der Internationalen Albert Schweitzer-Preis-Verleihung 25.10. Bläsergottesdienst Einen ausführlichen Jahresplan finden Sie auf unserer Website www.evik.de.

Öffnungszeiten Gemeindebüro · Zinzendorfplatz 3 Mo, Di, Do, Fr: 10 – 12 Uhr; Mi: 14 – 16 Uhr Historische Sammlung Zinzendorfplatz 3 Sonntag und Feiertag: 11 – 12 Uhr Der Laden Mittendrin · Friedrichstraße 7 Mo – Fr: 09.30 – 12.30, 14.30 - 18.00 Uhr, Sa: 09.30 – 13.00 Uhr

RegelmäSSige Versammlungen Sonntag, 10.00 Uhr: Predigtgottesdienst Mittwoch, 18.15 Uhr: Friedensgebet Donnerstag, 19.30 Uhr: Bibelgespräch Samstag, 19.00 Uhr: Singstunde (Liedgottesdienst)

persönliche mitteilungen AUFNAHME IN DIE BRÜDERGEMEINE 15.11.2019 Bettina Müller-Boysen 30.11.2019 Kathrin Algner 30.11.2019 Frank Algner BESTÄTIGUNG DER MITGLIEDSCHAFT IN DER BRÜDERGEMEINE 14.12.2019 Rike Dannert, geb. Kachler 29.12.2019 Mona Dannert HEIMGÄNGE 21.10.2019 Mechthild Zippel, geb. Meyer (90 Jahre) 24.10.2019 Christiane Otterbach, geb. Staude (84 Jahre) 28.10.2019 Elfriede Kuttruff, geb. Fleig (98 Jahre) 30.10.2019 Hans Rhode (75 Jahre) 10.12.2019 Erika Eickert, geb. Kanter (89 Jahre) 15.12.2019 Erdmuth Sepp (95 Jahre) 17.12.2019 Rotraut Seidel, geb. Heller (89 Jahre) 24.12.2019 Angela Glitsch, geb. Kempff (87 Jahre) 03.01.2020 Hildegard Weisser, geb. Stahl (95 Jahre) 04.01.2020 Eduard Hammermeister (83 J.)

Dachreiter 2020-1 • Foto: zvg.

Freiburg, 20. März 2020 18.30 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Freiburger Kreis


15 K arwoche & Ostern · VERSAMMLUNGEN IN KÖNIGSFELD Kontakt

Sonntag 20.00 Uhr

1. März Taizé-Gottesdienst im Kleinen Saal

Donnerstag 19.30 Uhr

5. März 1. Passionsbetrachtung

Donnerstag 19.30 Uhr

12. März 2. Passionsbetrachtung

Donnerstag 19.30 Uhr

19. März 3. Passionsbetrachtung

Dienstag 24. März 15.00 Uhr Ökumenischer Seniorennachmittag im Helene-Schweitzer-Saal Referent: Pfarrer Krech, Niedereschach: „Grenzen setzen, Grenzen achten und Grenzen überwinden“ Sonntag 20.00 Uhr

29. März Taizé-Gottesdienst im Kleinen Saal

Donnerstag 19.30 Uhr

2. April 4. Passionsbetrachtung mit Chören

Samstag 4. April 19.00 Uhr Bethaniastunde Palmsonntag 5. April 10.00 Uhr Gottesdienst mit Hosiannastunde

Jugendräume Tel.: 07725 93 8215 Evangelischer Kindergarten Arche Tel.: 07725 28 32 E-Mail: kindergarten@koenigsfeld.org Kontaktadressen Region Nord • Manfred Kruppa (siehe oben) • Katharina Kronbach, Leopoldstraße 61, 76337 Waldbronn, Telefon: 07243 358 77 85, E-Mail: k.kronbach@koenigsfeld.org • Andreas Schlimm, In den Klostergärten 31, 67227 Frankenthal, Telefon + Fax: 06233 288 47, E-Mail: ab.schlimm@koenigsfeld.org

Montag 6. April 15.00 Uhr Christoph-Blumhardt-Haus: Abendmahl nach Ordnung der Brüdergemeine 19.30 Uhr Leseversammlung

Kontaktadressen Region Süd • Christoph Huss (siehe oben) • Barbara Hofmann, Emmendinger Straße 14, 79211 Denzlingen, Telefon: 07666 990 87, E-Mail: b.hofmann@koenigsfeld.org • Pfr. i. R. Gerold Peper, Hauptstraße 148, 79576 Weil am Rhein, Telefon: 01515 393 85 82

Dienstag 7. April 19.30 Uhr Leseversammlung

SeniorenAppartements im Herrnhuter Haus Zinzendorfpl. 7; Ltg: K. Warnecke-Gehrhardt (s. o.)

Mittwoch 8. April 19.30 Uhr Leseversammlung mit Abendmahlsvorbereitung Gründonnerstag 9. April 15.00 Uhr Leseversammlung (Gethsemanestunde) 19.30 Uhr Abendmahl nach Ordnung der Brüdergemeine (mit Wein) Karfreitag 10. April 9.00 Uhr Leseversammlung (Lesen der Leidensgeschichte) 10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl nach Ordnung der Badischen Landeskirche 10.15 Uhr Neuhausen: Gottesdienst mit Abendmahl nach Ordnung der Badischen Landeskirche 14.30 Uhr Leseversammlung (Todesstunde) Samstag 11. April 19.00 Uhr Grabesliturgie Dachreiter 2020-1 • Foto: zvg.

EVANGELISCHE BRÜDERGEMEINE EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE Zinzendorfplatz 3, 78126 Königsfeld im Schwarzwald Telefon: 07725 93 82-0, Fax: 07725 93 82-22 E-Mail: gemeindebuero@koenigsfeld.org • Pfarrer Christoph Huss; Telefon: 07725 93 82-20 E-Mail: huss@koenigsfeld.org • Pfarrerin Annerose Klingner-Huss; Telefon: 07725 93 82-20 E-Mail: klingner-huss@koenigsfeld.org • Diakonin Gabriele von Dressler Telefon: 07725 93 82-33 E-Mail: dressler@koenigsfeld.org • Verwaltungsleiterin Karen Warnecke-Gehrhardt Telefon: 07725 93 82-12 E-Mail: warnecke-gehrhardt@koenigsfeld.org • Kantorin Ulrike Brusch, Telefon: 07725 10 70 E-Mail: brusch@koenigsfeld.org • Manfred Kruppa, Pastoraler Mitarbeiter Region Nord, Brückstraße 7, 76703 Kraichtal 2, Telefon: 07251 9614 51 E-Mail: m.kruppa@koenigsfeld.org

Ostersonntag 12. April 6.15 Uhr Feier des Ostermorgens (Kirchensaal) mit Gang zum Gottesacker 7.30 Uhr Osterfrühstück (im Haus Christian Renatus) 10.00 Uhr Gottesdienst nach Ordnung der Badischen Landeskirche Ostermontag 13. April 10.00 Uhr Regio-Gottesdienst in Weiler

Christoph-Blumhardt-Haus Alten- & Pflegeheim Ambulanter Pflegedienst, Tages- und Kurzzeitpflege, spez. Pflege bei Demenz, Servicewohnen, offener Mittagstisch, Stellwaldstr. 1, 78126 Königsfeld i. Schw. Leitung: Jürgen Lieberum, Telefon: 07725 93 85-0 E-Mail: info@christoph-blumhardt-haus.de Internet: www.christoph-blumhardt-haus.de Bankverbindung / Spendenkonto Evangelische Bank · SWIFT-BIC: GENO DEF1 EK1 IBAN: DE38 5206 0410 0000 5075 04 Konto-Inhaber: Ev. Brüdergemeine Königsfeld Für Überweisungen an die Ev. Kirchengemeinde bitte Verwendungszweck „Landeskirche“ angeben. Diakonisches Werk im Schwarzwald-Baar-Kreis Beratungsstelle für Schwangere und junge Familien, allgemeine Sozialberatung, Kurvermittlung, Schuldenberatung, Telefon: 07721 84 5150, E-Mail: villingen@diakonie.ekiba.de, www.diakonie-sbk.de

impressum Dachreiter ist der Gemeindebrief der Evangelischen Gesamtgemeinde Königsfeld und erscheint vierteljährlich für Mitglieder, Einwohner, Gäste und Freunde. Herausgeber: Evangelische Brüdergemeine und Evangelische Kirchengemeinde Königsfeld (Anschrift s. o.) Redaktion: Christoph Huss, Gabriele von Dressler, Angelika Munk-Rombach, Ursula Böcker Realisation & Verlag: DIGNUS.DE Medien GmbH Klimaneutral, Recyclingpapier: www.umwelt.dignus.de 2,50 Euro je Ausgabe, 9 Euro im Jahr für vier Ausgaben


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Portr ait

Eine Kirche ohne Chor ist wie ein Körper ohne Seele > Der englische Komponist und Dirigent John Rutter ist einer der bedeutendsten Chor- und Kirchenmusiker. Seine Werke werden weltweit aufgeführt – eine Würdigung zu seinem 75. Geburtstag. ohn Rutter wurde 1945 in London geboren. Seine Großmutter schrieb in einem Brief, dass er als Sechsjähriger von morgens bis abends laut gesungen und unaufhörlich das Familien-Klavier bearbeitet habe. „Zum Glück für meine Eltern und Nachbarn ...“, so sagte er viele Jahre später selbst, begann er schließlich, seine Musik leiser mitzuteilen, indem er sie aufschrieb und so zum Komponieren kam. Er stellte außerdem fest, dass er schon als kleiner Junge, als er noch Sopran sang, die Chormusik liebte. Dies hat sich mit dem zunehmenden Verständnis der Texte verstärkt, je tiefer seine Stimme über den Alt und Tenor schließlich bis zum Bass gesunken ist. Obwohl seine Eltern nichts mit Musik zu tun hatten, suchten sie eine Schule aus, die auf eine lange musikalische Tradition zurückblickte, wo er gemeinsam mit seinem Schulfreund John Taverner das Komponieren lernte. Auch heute noch ist die Chormusik für John Rutter sehr wichtig: „Beim Singen drücken wir in der Musik unsere Seele aus und beim Zusammenkommen mit anderen Sängern bilden wir ein Emblem der menschlichen Harmonie. Eine Kirche ... ohne Chor ist wie ein Körper ohne Seele.“ Nach seinem Studium der Musik am Clare College in Cambridge, später war er von 1975 bis 1979 dessen Musikdirektor, schuf er Werke für Chor, Orchester und Kammermusik. 1981 gründete er seinen eigenen Chor, die Cambridge Singers. Heute nehmen Komposition und Dirigieren gleich großen Raum in Rutters Leben ein. Als Gastdirigent und -dozent stand er bereits in vielen Konzertsälen, Universitäten, Kirchen, Musikfestivals und Konferenzen in Europa, Skandinavien und Nordamerika am Pult.

Musikalisch kann Rutter der Postmoderne zugeordnet werden. Eine vielschichtige Harmonik und Rhythmik, die auch Jazz-Elemente aufnimmt, und ein großer melodischer Erfindungsreichtum geben seiner Musik suggestive Kraft. Dabei werden auch textliche und melodische Zitate aus weit zurückliegenden Epochen auf überraschend frische Art eingearbeitet. Sein Auftragswerk für das goldene Thronjubiläum von Königin Elisabeth, eine Vertonung des 150. Psalms, kam 2002 beim Erntedankgottesdienst in der St. Pauls-Kathedrale in London zur Uraufführung. Rutters Chorwerke, darunter das Magnificat, Requiem und das Gloria, werden rund um den Erdball aufgeführt. 2007 wurde John Rutter Commander of the Order of the British Empire (CBE) und 2013 mit der Orlando di Lasso-Medaille des Allgemeinen CäcilienVerbandes für Deutschland (ACV) ausgezeichnet, 2019 wurde ihm für sein vielfältiges Schaffen der Preis der Europäischen Kirchenmusik auf dem gleichnamigen Festival in Schwäbisch Gmünd verliehen. Neben anderen zeitgenössischen Komponisten wie Eric Whitcare oder Morten Lauridsen aus den USA gilt er als einer der bedeutendsten und populärsten Komponisten von Chor- und Kirchenmusik. Ulrike Brusch | Die Musik spielt in der Kirche eine große Rolle. Im Jahr 2020 feiern mehrere Komponisten oder Musiker einen runden Geburtstag. In unserer Reihe stellen wir sie vor: John Rutter, Ludwig van Beethoven, Wilhelm Kempff, Carl Orff.

Dachreiter 2020-1 • Foto: © John Rutter

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