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Dachreiter e vangelisch in Königsfeld · w w w.e vik.de

ZINZENDORFSCHULEN

ZINZENDORFPLATZ

Musikalisches Feuerwerk 05

Haus Jacky – Erstes Doktorhaus 16

Foto: wellcomeimages.org/indexplus/obf_images/0c/16/a1d438792a2da58468743f2519af.jpg / CC BY 4.0 creativecommons.org/licenses/by/4.0/; Zinzendorfschulen; Osingar / CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de; Grafik: Margit Lessing

ANGEDACHT

Zwischen Panik und Vertrauen 04

Es kommt ein Schiff geladen ...

Willkommen .................................................................. 2 Thema: Es kommt ein Schiff geladen ... Das Schiff kommt für uns alle ...................................... 2 Angedacht: Zwischen Panik und Vertrauen .................... 4 Angedacht: Was bleibt? .................................................. 4 Zinzendorfschulen: Wincent Weiss zündet Feuerwerk ...... 5 Abgebildet .................................................................... 6 Brot für die Welt ........................................................... 7

Ortsplan & Partner ...................................................... 7-9 Junger Dachreiter ........................................................ 10 Jugend: Königsfeld am Hut ........................................... 11 Aus den Räten · Zinzendorfplatz .................................... 12 Bildung • Adventskalender .......................................... 13 Neuhauser Spalte ......................................................... 13 Termine, Versammlungen, Kontakt ............................ 14-15 Zinzendorfplatz: Das Haus Jacky .................................... 16


2 willkommen Advent & Weihnachten

Liebe Mitglieder und Freunde der Kirchengemeinde, der Herrnhuter Brüdergemeine am Ort und außerhalb, liebe Gäste in Königsfeld! Es kommt ein Schiff geladen ... Wir sind in der Adventszeit angekommen. Advent heißt Ankunft. Eigentlich heißt es im Lateinischen: adventus Domini – Ankunft des Herrn. Diese Zeit steckt voller Vorbereitungen. Häuser und Plätze werden geschmückt, und es wird gebacken. Aus den Häusern ertönt Musik, mal gesungen, mal auf Instrumenten musiziert. Die Geschäfte erwarten in dieser Zeit einen großen Umsatz. Die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest laufen auf Hochtouren.

Das Schiff kommt für uns alle > Das Lied von einem ankommenden Schiff fehlt nie bei den Adventsliedern, die wir alle Jahre wieder singen, obwohl Bethlehem keinen Hafen hat, die Hirten keine Matrosen waren, und die Weisen den weiten Weg zu Fuß nahmen.

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aria und Josef benutzten auf ihrer Reise zur Volkszählung in Josefs Vaterstadt das Taxi der einfachen Leute, den Esel. Was macht Menschen über fünfhundert Jahre hinweg für ein Advents- oder Weihnachtsschiff aufmerksam, was verbinden wir damit? Versetzen wir uns zurück in die Zeit, als es entstand. Der Dichter ist Daniel Sudermann (1550-1631). Er bezieht sich nach älteren Gesangbüchern auf Johannes Tauler (1300-1361), einen Dominikanermönch, Prediger und mystischen Dichter, der in Straßburg und Köln wirkte. Auf ihn gehen nach Vermutung Sudermanns, wenn auch nicht zweifelsfrei belegt, die ersten drei der ursprünglich als Marienlied verfassten

Strophen zurück. Er fand in Taulers Predigten vergleichbare Aussagen wie in dem Lied. Den reichen Ausmalungen von Kirchen jener Zeit ähnlich wurde den Menschen, die längst nicht alle lesen konnten, mit der Bildund Symbolsprache der Lieder das Evangelium dargestellt. Auch wenn es überraschen mag: Das Schiff, das unaufhaltsam, fast unbemerkt, still auf das Land, auf uns, zukommt, wird mit Maria verglichen. Mit vielleicht aus den Gottesdienstfeiern vertrauten Inhalten und Hinweisen wird Zuhörern und Sängerinnen gedeutet, was da geschieht. Das „Schiff geladen bis an sein höchsten Bord, trägt Gottes

Doch wie sieht es in uns aus? Erwarten wir auch in uns die Ankunft unseres Herrn? Haben wir dafür überhaupt in der Vorbereitungszeit die nötige Zeit und Ruhe? Wir sollten sie uns nehmen. Vielleicht auch, indem wir das Lied vom Schiff singen oder lesen. Gottes Sohn kommt zu uns. Er kommt in unsere Geschäftigkeit hinein, leise, klein und zart – als ein Kind. Dieses Kind kann uns verändern und ruhig werden lassen. Wir staunen und dürfen glauben. Dazu ermutigt uns auch die Jahreslosung für das kommende Jahr: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Markus 9,24 Gott kommt in Jesus Christus zu uns, das Wort wird Fleisch – das ist der größte Liebesbeweis. Ihre Gabriele von Dressler |

Auf der Website der Gesamtgemeinde finden Sie aktuelle Nachrichten, ausgewählte Predigten zum Nachlesen und vieles mehr. Hineinschauen lohnt sich! Auch frühere Ausgaben des Dachreiter stehen online zum Blättern und Lesen zur Verfügung. www.evik.de Die Website lässt sich auch gut mit mobilen Geräten betrachten; einfach den QR-Code mit dem Smartphone scannen.

Dachreiter 2019-4 • Foto: zvg.

auf unserer Website


3 Es kommt ein Schiff geladen ...

Sohn voll Gnaden“ erinnert an „Maria voll der Gnaden“ beim Besuch des Engels mit der Ankündigung eines besonderen Kindes (Lukas 1), mehr als Gottes ganze Fülle ist nicht möglich. Es lässt auch darüber nachdenken, dass seinerzeit die Landwege lang, unbequem, schwierig und gefährlich waren. Kostbare Ladung transportierte man übers Meer, das abgesehen von Sturm und Wellengang der günstige Weg für Güter von weit her war. Um eine kostbare Fracht handelte und handelt es sich noch immer, wenn wir so singen, weil Maria Gottes Sohn trägt, „des Vaters ewig‘s Wort“. Wenn es hoch beladen ist, dann heißt es auch, schon bald ist es soweit. Deshalb naht sich das Schiff vorsichtig mit seiner teuren Last.

Dachreiter 2019-4 • Grafik: zvg.

An Christen gerichtet sind die Bildworte einleuchtend: das vom Wind geblähte Segel ist Gottes Liebe, die es bewegt und voranbringt, Liebe, Gottes ureigenes Motiv, und der heilige Geist, der Mast, gibt Halt auf dem Wasser ohne Balken. Wenn der Anker festmacht, ist das Ziel erreicht, der Bestimmungsort gefunden, das Land, die Welt, wir, mit den Worten nach Johannes 1, „das Wort wird Fleisch“, der Sohn kommt nach Gottes Plan und wohnt unter uns. Eine Wellenbewegung aus der himmlischen Welt nach unten, zu uns Menschen. Und nun kommt noch ein großer ökumenischer Sprung über etwa zweihundert Jahre vom katholischen Johannes Tauler, der wahrscheinlich den evangelischen Daniel Sudermann beeinflusste, in die Reformationszeit. Beide Dichter begegnen sich über Zeit und Raum in ihrem tiefen, sehr verinnerlichten Glauben, der für sie Kraftquelle in guten und schweren Zeiten war. Beiden war der direkte Zugang der Herzensfrömmigkeit zu Gott, von dem möglichen Wunder für jeden, der glaubt, wesentlich. Wird bei Tauler Maria, die Mutter Jesu, als Weihnachtsschiff genannt, hat es Sudermann, der den Dreißigjährigen Krieg durchlebte und durchlitt, vom Marienlied zum Christuslied verwandelt – Strophe 4 (Lukas- und Johannesevangelium). Die Strophen 4 und 5 sind Sudermanns Ergänzung unter dem Einfluss der Reformation, ganz klar mit Hinweis auf Römer 6,4 „gleichwie Christus auferstanden ist, so auch wir“. So leitet Sudermann von Weihnachten über die Passion zu Ostern.

dern auch suchende Menschen, die sich mit dem beschäftigen, was da erzählt wird. Ich erinnere mich, dass ich als Schülerin bei der Kindergottesdienst-Weihnachtsfeier immer die Weihnachtsgeschichte (Lukas 2) nach Luther vorlesen wollte, stattdessen verkündete ich jahrelang die Wendeltreppe der Kanzel herabschwebend den Hirten die „große Freude, die allem Volk widerfahren wird“. Mit „Es begab sich aber zu der Zeit ...“ klappte es nie. Auch in meiner Jugend sprach niemand mehr so, aber nur der Wortlaut musste es für mich sein, eigentlich noch immer. So habe ich die Geschichte kennengelernt, und so gehören bei mir Inhalt und Worte zusammen. Wenn auch „Die Bibel im heutigen Deutsch“ oder ähnliche Übersetzungen die Texte zeitgemäß formulieren, finde ich manche Übersetzungsvariationen auch manche, modernen Liedtexte, gewiss längst nicht alle, etwas flach, denn das „alte Lied“ sagt und malt mit seinen Bildern in sechs Strophen das ganze Evangelium – natürlich aus der Zeit und dem Erleben des vermutlichen und des tatsächlichen Dichters. Schwung bekommen die Worte durch die Töne des unbekannten Komponisten der zunächst weltlichen Melodie, einer Tanzweise. Ob uns die Melodie oder der Inhalt der Liedteile aus unterschiedlichen Jahrhunderten Schwung verleihen, muss ich offen lassen. Für unmöglich halte ich es nicht. Zwar scheint mir, dass damals Christen überwiegend, fast selbstverständlich, unter den gewohnten biblischen Aussagen und Liedern vereint waren – so ist das heute nicht unbedingt der Fall. Weder der Gottesdienstbesuch noch der geforderte individuelle Zugang zu Liedern oder der Verkündigung werden für den Sonntag, oder auch Advent und Weihnachten als unerlässliche Programmpunkte gesehen, am ehesten doch wohl die beiden letzten, die immer noch ihre Lichter und Geheimnisse bereit halten. Das könnte die Chance sein, sich von einem vermeintlich unattraktiven, weil uralten Lied mit seinen sprechenden Bildern auf einmal hineinnehmen zu lassen in eine andere Zeit – die Zeit, in der sich Weihnachten ereignet hat, und zu merken, das trifft mein Herz, ja, das ist das Geschenk, die kostbare Fracht, das Jesuskind zu Bethlehem geboren. Das Angebot bleibt bestehen: „das Schiff kommt“ für uns alle, und das alte Weihnachtswunder kann sich im hier und jetzt für Sie und für mich neu ereignen, wenn es bei uns landet und Freude uns erfüllt – das gilt uns. Singt es und freut euch!

Anliegen der Dichter ist es, den Abstand zwischen dem Weihnachtswunder einst und jetzt völlig zu überbrücken, so wie es auch in der Zeitform der Gegenwart geschrieben ist, nicht: „Es ist ein Schiff gekommen“, sondern: „Es kommt ein Schiff“ und weckt HoffUrsula Böcker | nung und Freude. Trotzdem bleibt die Frage: Erreicht der alte Text, Handbuch des Evangel. Kirchengesangbuchs P. Gabriel, Band die manchen fremde Bildsprache uns noch heute? Vielleicht gerade Quellenangaben: I; Kulp, Die Lieder unserer Kirche Sonderband 1958; Köhler, Die biblischen deshalb regt das Lied zum Nachsinnen an, nicht nur Christen, son- Quellen der Lieder, Band III; RGG


4 angedacht

Der Sturm auf dem See 35 Am Abend dieses Tages sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Wir wollen ans andere Ufer fahren.“ 36 Sie ließen die Volksmenge zurück. Dann fuhren sie mit dem Boot los, in dem er saß. Auch andere Boote fuhren mit. 37 Da kam ein starker Sturm auf. Die Wellen schlugen ins Boot hinein, sodass es schon volllief. 38 Jesus schlief hinten im Boot auf einem Kissen. Seine Jünger weckten ihn und riefen: „Lehrer! Macht es dir nichts aus, dass wir untergehen?“ 39 Jesus stand auf, bedrohte den Wind und sagte zu dem See: „Werde ruhig! Sei still!“ Da legte sich der Wind und es wurde ganz still. 40 Und Jesus fragte die Jünger: „Warum habt ihr solche Angst? Wo ist euer Glaube?“ 41 Aber die Jünger überkam große Furcht. Sie fragten sich: „Wer ist er eigentlich? Sogar der Wind und die Wellen gehorchen ihm.“

Zwischen Panik und Vertrauen > Es gibt Momente und Zeiten, da kommt man innerlich nicht zur Ruhe. Die Gedanken kreisen, und die Nerven flattern. Viele Menschen kennen das aus dem eigenen privaten oder beruflichen Leben: eine aktuelle Herausforderung erscheint uns bedrohlich und wir finden keinen Ausweg.

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derer Schrecken erfasst die Jünger: So mächtig ist Jesus! Er spricht nur ein Wort – und dann gehorchen ihm Wind und Wellen. Gab es das nicht schon früher? Als der Prophet Jona im Meer landete und plötzlich alles still wurde. Und war da nicht das Rote Meer, vor dem Israel in höchster Not stand? Gott hieß Mose seinen Stab erheben, und das Meer teilte sich – die Menschen waren gerettet. War es nicht schon ganz am Anfang Gottes Wort, das im Chaos der UrEben noch hatte Jesus den Jüngern von dem Bauern erzählt, der fluten einen Lebensraum erstehen ließ? Am Punkt der Vollendung sein Feld einsäht und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der des Schöpfungswerks steht die Ruhe des Sabbats? Die Stillung des Same geht auf und wächst, … ganz von selbst. Am Abend ist Jesus Sturms durch Jesus war für die Jünger ein „Déjà-vu“. müde vom vielen Reden und bittet die Jünger, mit ihm auf den See hinauszufahren. Er selbst legt sich hinten im Boot auf einem Kis- Manche Fernstehenden mögen das Abflauen des Sturms in jenem sen schlafen. Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort „Kopfkissen“. Moment für Zufall gehalten haben. Bei den Jüngern gab es ein Die Ausleger vermuten, dass es als Ruderkissen verwendet wurde. großes Staunen: Wer ist der? Für mich ist die Geschichte mit dem Kissen eine der großen Mutmachgeschichten der Bibel und der KirJesus schläft selbst dann noch, als ein Wind aufkommt, der sich che. Sie sagt mir: Tue, was du kannst: pflüge und säe und dann verzum Sturm steigert und die Jünger in Panik geraten lässt. Als sie trau, dass Gott wachsen lässt. Fahr hinaus, setze Segel und dann ihn endlich wach kriegen, sagt er den Satz: Warum habt ihr Angst? vertrau, auf die anderen und auf Gott, dem Wind und Wellen gehorIch bin doch da. Er blickt auf die tobenden Wellen und ruft dem chen. Vergiss nicht die Geschichte mit dem Kissen! Christoph Huss | Wind zu, er solle still sein. Die Bedrohung ist vorbei, aber ein ann solch einer inneren Verfassung las ich einmal einem unserer Kinder abends aus der Kinderbibel von Kees de Kort vor. Da traf mich ein einfacher Satz mitten in meine unruhige Seele: Warum habt ihr Angst? Ich bin doch da. Ein Wort von Jesus an die Jünger. Es ist die Geschichte mit dem Kissen – das einzige Mal, dass in der Bibel ein Kissen vorkommt (Markus 4).

Dachreiter 2019-4 • Bild: wellcomeimages.org/indexplus/obf_images/0c/16/a1d438792a2da58468743f2519af.jpg / CC BY 4.0 creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Markus 4 (Basisbibel)


5 Zinzendorfschulen

Wincent Weiss zündet musikalisches „Feuerwerk“ > Ein wahres „Feuerwerk“ an guter Laune zündete der Popstar Wincent Weiss vor den Schülerinnen und Schülern der fünften bis neunten Klassen der Zinzendorfschulen. Diese haben mit ihrer als „Action!Kidz“ im vergangenen Jahr erwirtschafteten 5000-Euro-Spende an die Kindernothilfe die Gesamtspendensumme von einer Million Euro geknackt – und damit das exklusive Event mit dem Chartstürmer aus Schleswig-Holstein gewonnen.

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egleitet nur von seinem Keyboarder und seinem Gitarristen gab der Sänger im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine ein Unplugged-Konzert, das zugleich eine Begegnung mit den Fans war, unter die er sich immer wieder mischte. High Five, Low Five und Ghettofaust verteilend lief er durch die Reihen und stellte sich immer wieder singend auf die Bänke – er machte nicht einmal vor der Orgelempore Halt, auf deren Brüstung er sich rittlings setzte.

Dachreiter 2019-4 • Fotos: Zinzendorfschulen

Mit strahlenden Gesichtern und ungeduldigen Jubelrufen wurde Weiss begrüßt, nachdem die Pressesprecherin der Kindernothilfe, Angelika Böhling, die lange Geschichte der Zusammenarbeit mit den Zinzendorfschulen zusammengefasst hatte und erklärte, wie und wo mit den Spendengeldern geholfen wird. So gingen die Erlöse aus dem vergangen Jahr an Kinder, die in einer indischen Ziegelei schuften, aktuell kümmert sich der Duisburger Verein um Mädchen und Jungen in Äthiopien, die von ihren Eltern als Sklaven Auch reichte Wincent Weiss ein Mikrophon durch die Reihen und verkauft werden, weil sie ihre Kinder nicht ernähren können. beantwortete geduldig Fragen. Ob sie mal in einem seiner Videos mitspielen könnte, wollte eine Schülerin wissen, eine andere fragte, Der 26-jährige Künstler, der sich seit 2015 als Botschafter der Kin- ob er eine Freundin habe. Die Fans wollten wissen, seit wann er Mudernothilfe engagiert, überreichte Schulleiterin Dr. Beate Bieder- sik mache und welches sein liebstes Stück sei. Keine Frage ließ der beck eine Urkunde: „In einer Welt, in der jeder immer nur an sich Sänger unbeantwortet, viele Anekdoten – zum Beispiel sein Nickerdenkt, ist soziales Engagement von Kindern für Kinder in Not ein chen beim Mathe-Abi – gab er zum Besten. Nach der letzten Zugabe echter Lichtblick“, so Wincent Weiss. stellte er sich bereitwillig den Klassen, die als Action!Kidz das Konzert gewonnen hatten, für gemeinsame Fotos zur Verfügung. Bevor er mit seinem Konzert begann, überraschten ihn die Siebtklässler noch mit einer gekonnten Version seines Hits „Feuerwerk“. Die Schülerinnen und Schüler waren von dem Konzert sehr begeisDamit scheinen sie den Musiker so überzeugt zu haben, dass er sein tert: „Ich finde es cool, dass wir ihm Fragen stellen durften“, meinPublikum im Laufe des Konzerts immer wieder aufforderte, mit te Sophia. Karl aus der 6c kannte Wincent Weiss vorher gar nicht, ihm zu singen – die jungen Fans stimmten gerne mit ein. Auf dem „Aber mir hat es gefallen, und ich fand gut, dass er so nett war.“ Programm standen unter anderem die Hits „Musik sein“, „Hier mit dir“, „Nur ein Herzschlag entfernt“ oder „Kaum erwarten“. Stephanie Wetzig |

Dass es nicht selbstverständlich ist, zur Schule zu gehen, sauberes Wasser zu haben, täglich warmes Essen und, wenn nötig, medizinische Versorgung zu bekommen, betonten Schülerinnen und Schüler der Realschule: „Wir sind dankbar, dass wir nicht in unserer Freiheit eingeschränkt werden. Wir sind dankbar, dass wir einen so schönen Zinzendorfplatz zum Treffen und Leben haben.“ Die Oberstufenschüler des Gymnasiums wünschten, dass der Zinzendorfplatz zu einem ruhigen und entspannten Ort wird, an dem Menschen sich zurückzuziehen können, nachdenken können, leben, sich treffen und friedlich beieinander sind, einen Ort haben zum Krafttanken, für Gemeinschaft, Vielfältigkeit, Toleranz, Akit Musik, guten Wünschen der Schüler, einer Ansprache von zeptanz und vieles mehr. Bürgermeister Fritz Link und dem Segen des Schulpfarrers Br. Fischer haben die Zinzendorfschulen eine Voreinweihung des Schülersprecher Jan Wein sprach vom Zinzendorfplatz als nicht neu gestalteten Zinzendorfplatzes gefeiert. „Wir haben Platz“, lau- nur große Bereicherung für Königsfeld, sondern auch eine sehr tete das Motto, unter dem Fischer nicht nur alle Schülerinnen und große Bereicherung für die Schule und die Schüler. „Wir haben Schüler der Zinzendorfschulen, sondern auch die der Grundschule jetzt einen neuen Platz, auf dem wir unsere Freistunden verbrinund die Kinder des Kindergartens Zauberwald sowie weitere Be- gen können. Damit dieser Ort auch schön bleibt, stieß Br. Fischer sucher zu der Feierlichkeit vor dem Kirchensaal eingeladen hatte. die Aktion „Keine Kippen auf den Platz!“ an, bei dem es nicht nur darum geht, selbst keine Zigarettenstummel auf den Boden zu wer„213 Jahre nach der Gründung des schönen Ortes Königsfeld steht fen, sondern auch die von uneinsichtigen Mitmenschen achtlos entuns allen – Jung und Alt – der neugestaltete Platz jeden Tag zu Auf- sorgten aufzusammeln. Glückliche Momente, Freude an dem Platz, enthalt, Entspannung und Begegnung offen“, sagte Pfarrer Fischer. das Vergessen von Sorgen und Leid und vieles mehr wünschte FiBürgermeister Link wünschte in Hinblick auf die Diskussionen, die scher schließlich allen, die ihn betreten in einem gemeinsam mit es im Vorfeld gegeben hatte, dass dieser Platz die Menschen verbin- der Klasse 10R verfassten Segen. | den möge und nicht trennen.

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6 abgebildet

gottesdienst im Kurpark

Erntedank im Kindergarten Arche Der Evangelische Kindergarten Arche feierte Erntedank in der Wochenendandacht. Hierzu waren alle Kinder, Eltern und Gemeindemitglieder eingeladen. Gemeinsam sangen wir zur Begrüßung das Lied „Hereinspaziert, hereinspaziert, willkommen sollt ihr sein“. Diakonin Gabriele von Dressler und ihre mitgebrachte

Handpuppe Lars erzählten gemeinsam eine Geschichte von der Blumenzwiebel. Diese wurde eingepflanzt und wartet in der Erde, bis sie im Frühjahr zur wunderschönen Blüte wird. Zum Abschluss bedankten wir uns mit einem Gebet für alle bunten Farben, dass Gott bei uns ist und wir so viel zu ernten haben.

Geselliges Erntedankfest im CBH Herbstliche Stimmung am 27. September im ChristophBlumhradt-Haus (CBH). Bruder Huss hielt eine Andacht. Gemeinsam tanzten wir den Sitztanz „Bunt sind schon Wälder“ mit Tüchern und sangen herbstliche Lieder. Bei Zwiebelkuchen und Getränken genossen die Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige und Mitarbeitende das gesellige Beisammensein.

Am 11. Oktober feierten die Auszubildenden der IG Weisser aus St. Georgen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ein zünftiges Oktoberfest mit Weißwürsten und Brezeln, Weißbier, Popcorn und Lebkuchen. Für musikalische Unterhaltung sorgte das Akkordeon-Duo Max und Marlene Rapp. Nachdem lecker gespeist wurde, konnten noch verschiedene Spielstationen ausprobiert werden: Glücksrad, Nägel einhauen, Dosen werfen und anderes. Unter Begleitung der Auszubildenden und unserer Alltagsbegleiter/innen waren die Gänge mit Leben gefüllt.

Dachreiter 2019-4 • Foto: zvg.

Zünftiges Oktoberfest im CBH


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Wie schon im letzten Jahr werden in der Adventszeit keine Sammeltüten und Informationen für „Brot für die Welt“ in die Häuser gebracht. Wir bitten Sie, Spenden in die Wandkassen in den Eingängen zum Kirchensaal zu werfen, die den ganzen Dezember hierfür bestimmt sind oder, falls Sie eine Spendenquittung wünschen, den Betrag direkt an die Gemeinde zu überweisen: Konto-Inhaber: Ev. Brüdergemeine Königsfeld Bank: Ev. Kreditgenossenschaft (BLZ 520 604 10), Konto-Nr. 507 504 IBAN: DE38 5206 0410 0000 5075 04 SWIFT-BIC: GENO DEF1 EK1 Verwendungszweck: Brot für die Welt Informationsbroschüren und Spendentüten liegen im Gemeindebüro aus. Spendenquittungen werden in der Regel am Ende des Jahres ausgestellt. Wir danken für Ihr Verständnis.


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10 Junger Dachreiter

Kinderseite Seit September gibt es in unserer Gemeinde einen Kinderchor. Jeden Donnerstag treffen sich die Kinder zwischen 5 und 12 Jahren zum gemeinsamen Singen und Spielen. Einen Auftritt gab es zum Erntedankfest. Weitere Auftritte sind am 1. Dezember in der Hosianna- Stunde um 17.00 Uhr und am Heilig Abend um 15.30 Uhr im Kirchensaal. Wenn auch Du Lust hast mitzumachen: Wir proben jeden Donnerstag von 17.0017.45 Uhr im Kleinen Saal in Königsfeld. Wir haben natürlich auch einen Namen, den Ihr mit dem folgenden Rätsel herausfinden könnt. Er besteht aus drei Worten: 1. Wort:

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2. Wort (4 Buchstaben) Es kann rot oder gelb, grün oder brau, lila oder orange sein. Dann ist es nicht schwarz/weiß, sondern _______________ . 3. Wort

Und? Wer hat unseren Namen erraten? Dann schreibt ihn hier hin. ____ __________ ________ Eure Gabriele von Dressler- Diakonin und Ulrike Brusch- Kantorin

Dachreiter 2019-4 • Foto: zvg.

Was ist das?


11 Jugend

Königsfeld am Hut

Dachreiter 2019-4 • Foto: zvg.

Carlo Borth aus unserer Gemeinde ist im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi) in der Hausmeisterei der Gemeinde angestellt. Gabriele von Dressler: Hallo Carlo, Du bist nun schon ein gutes Jahr als „Bufdi“ in der Hausmeisterei. Welche Aufgaben hast Du dort – und wie gefällt es Dir? Carlo Borth: Danke, mir gefällt es gut! Ich finde vor allem das kollegiale Umfeld in der Hausmeisterei prima. Meine Aufgaben sind sehr vielseitig – viele Tätigkeiten, wie kleine Reparaturen (zum Beispiel Lampen tauschen) in der Kirche, rund um den Platz in den anderen Häusern, sowie auch viele Tätigkeiten an der frischen Luft, wie die Pflege des Gottesackers oder der Winterdienst. Es gibt zwar routinemäßige Aufga- Ich freue mich sehr, dass du zu unserem Jugendben, aber doch ist jeder Tag anders mit dem, was er mit kreis kommst, in dem wir den Jugendgottesdienst sich bringt. gemeinsam vorbereiten. Du setzt Dich da richtig toll mit ein. Hab vielen Dank dafür. Zurück zur Carlo, wir finden es prima, dass wir Dich hier Hausmeisterei. Du bist nach der Schule hierher haben. Du bist ein fröhlicher und hilfsbereiter gekommen, um herauszufinden, was Du später junger Mann! Wir bedauern es schon jetzt, dass Du einmal machen möchtest. Kannst Du das Konzept uns eines Tages wieder verlassen wirst. Was hast des Freiwilligendiensts weiterempfehlen und speDu danach vor? ziell die Arbeit in der Hausmeisterei? Danke, das freut mich echt. Ich möchte in Freiburg Ich finde, der Freiwilligendienst hat mir sehr was gean der pädagogischen Hochschule Realschullehramt bracht, auch die Begleitseminare waren sehr schön. in den Fächern Mathematik und Musik studieren. Ich habe einfach wertvolle Dinge gelernt – auch viel, Mein Freiwilligendienst geht ja noch bis Ende Februar was den Umgang mit brenzligen Situationen und mit 2020, dann habe ich vor, zum Sommersemester 2020 anderen Menschen betrifft. Und ich denke, speziell als anzufangen. Hausmeister ist es einfach cool, dass ich jetzt weiß, wie man einen Wasserhahn montiert oder was man mit Das klingt spannend. Ich freue mich immer, wenn einer Heizung so alles anstellen kann. Das ist einfach ich Musik aus Eurer Wohnung höre. Welche Instru- so nützlich, weil ich als Abiturient doch keinen Plan mente spielst Du denn? von so etwas hatte. Ich denke, dass ich dadurch, ich Ich spiele Gitarre und Klavier und kann auch ein biss- will nicht sagen vollständig, aber ein gutes Stück erchen Bass und Schlagzeug spielen. wachsener geworden bin. Einerseits ist es die Routine (so etwas begleitet einen ja immer), aber andererseits Spielst Du in Musikgruppen mit? diese Vielseitigkeit, mit neuen Abenteuern jeden Tag – Nein, leider zur Zeit nicht, aber ich spiele manchmal ebenso das tolle Kollegium, die sind mir echt ans Herz bei Konzerten und ähnlichem mit, und zu Jamses- gewachsen. Man lernt so viele Leute kennen, die irgensions mit Freunden sag ich natürlich nicht nein. detwas mit Königsfeld am Hut haben. Bis jetzt waren es echt tolle 13 Monate. |


12 Aus den R äten Zinzendorfplatz In den letzten Monaten haben wir uns in den Räten mit den Wahlen für den Kirchgemeinderat und für den Ältestenrat beschäftigt. Wir freuen uns, dass sich ausreichend Kandidaten bereit erklärt haben, die vielfältigen Aufgaben in der Gesamtgemeinde zu unterstützen. Außerdem bereiten wir im Ältestenrat auch die Nachwahl für eine/n Vertreter/ in auf der Synode vor. Diesen Posten hatte Schwester Christiane Paul-Klingner inne, die im Mai dieses Jahres heimging. Im Ältestenrat ist der Umbau im Christoph-Blumhardt-Haus ein weiteres Thema. Die Landesheimbauverordnung in Baden-Württemberg sieht unter anderem vor, dass die Wohnqualität der Bewohner durch die Bereitstellung von ausschließlich Einzelzimmern verbessert werden soll. Der entsprechende Umbau wird noch dieses Jahr beginnen. Das muss gut geplant und durchgesprochen werden. Und dann stehen der neue Jahresplan für die Gesamtgemeinde und auch ein Kostenvoranschlag für alle Bereiche für das Jahr 2020 an. Es gibt also viel zu tun und abzusprechen.

Gabriele von Dressler |

Zu den Kindermutmachtagen vom 13. bis 16. Februar 2020 laden wir Euch Kinder herzlich ein. Unter dem Thema: „Du bist mein Hirte“ wollen wir herausfinden, welche Aufgaben ein Hirte hat. Wir wollen an den Nachmittagen gemeinsam singen, spielen, backen, Gemeinschaft erleben. Am Ende feiern wir zum Abschluss am Sonntag einen Familiengottesdienst.

Am 4. Oktober 2019 fand um 19.00 Uhr eine Nacht der Lichter nach der Weise von Taizé statt. Nach einem Gottesdienst im Kirchensaal zogen wir singend mit brennenden Kerzen zum Brunnen auf den Zinzendorfplatz.

Dachreiter 2019-4 • Grafik + Foto: zvg.

Die Zusammenarbeit beider Räte ist sehr gut. Wir bedanken uns für alle, die ehrenamtlich in diesem Gremium mitwirken. Ein besonderer Dank gilt allen, die nun über viele Jahre mit dabei waren und die Räte jetzt im Dezember verlassen. Die neuen Rätemitglieder stellen wir in der nächsten Ausgabe vor.


13 Bildung • Adventsk alender Neuhauser Spalte

Schiff geladen

Sicherheit neu denken

Es kommt ein Schiff geladen ist das Thema des Dachreiters zur Advents- und Weihnachtszeit. Ein Schiff beladen womit? Mit unseren Sorgen und Nöten, die wir eventuell tagtäglich haben, oder auch mit den freudigen Dingen, die uns im Leben begegnen? Oder sind es unsere Zweifel und Unsicherheiten mit unserem Glauben, die dieses Schiff bis an den Rand füllen?

Schritte auf dem Weg des Friedens Donnerstag, 21. November, 19.30 Uhr Ökumen. Zentrum, Schwarzwaldstraße 2, St. Georgen Referent: Dr. Theodor Ziegler Eine vom Evangelischen Oberkirchenrat entwickelte und im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie plädiert dafür, Sicherheit neu zu denken: Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik.

Omas gegen Rechts

Für Demokratie und Menschenwürde Mittwoch, 27. November, 19.00 Uhr Paulusgemeindehaus, Kalkofenstraße 41, Villingen Referentinnen: Gabi Becker, Angelika Fabry-Flashar Frauen der Freiburger Gruppe Omas gegen rechts erzählen von ihren Aktivitäten und wie es dazu kam, diese Gruppe zu gründen.

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Mit Ochs und Esel

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Kunsthistorische Betrachtungen Mittwoch, 4. Dezember, 19.00 Uhr Münsterzentrum, Kanzleigasse 30, Villingen Vortrag: Dr. Gérard Seiterle Weihnachts-Krippen sind eine alte Tradition. Vortrag zur Entwicklung der bildlichen Darstellungen der Geburt und Kindheit Jesu seit ihren Anfängen.

Nikolaus-Vesper

Führung serbisch-orthodoxe Kirche Samstag, 14. Dezember, 17.00 Uhr Unterer Dammweg 6, Villingen Kirchenführung mit dem orthodoxen Erzpriester Milenko Marković durch die reich bemalte Serbisch-Orthodoxe Kirche. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Villingen lädt anschließend um 18 Uhr zur ökumenischen Nikolaus-Vesper ein.

„Ich trau mich“

Bouldern für Mütter und Kinder Samstag, 11. Januar, 10.00 bis 13.30 Uhr Boulderhalle Villingen Leitung: Lena Krächan, Klettertrainerin Bouldern – das ist Klettern ohne Seil in geringer Höhe über weichen Matten. Mütter, die es zusammen mit ihrem Kind (5 bis 12 Jahre) ausprobieren möchten, sind zu diesem Vormittag eingeladen. Anmeldung: Tel. 07721 845171

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Abrahams Töchter

Besuch der Synagoge in Rottweil Sonntag, 9. Februar, 14.30 Uhr Synagoge Rottweil, Nägelesgraben 24 Alle interessierten Frauen sind herzlich eingeladen, die Synagoge Rottweil/Villingen-Schwenningen kennenzulernen und mit den Frauen der Gemeinde ins Gespräch zu kommen.

Meine Sorgen und Nöte liegen in der Frage: „Wie können wir die Kirche für junge Familien wieder attraktiv machen?“ Meine Freude liegt darin, dass es in den Familiengottesdiensten, die wir hier in Neuhausen alle zwei Monate feiern, langsam bergauf geht. Meine Zweifel liegen darin, ob wir auf dem rechten Weg sind. Wie können wir die jungen Familien erreichen? Hier, glaube ich, ist Hilfe von Gott nötig. Ich vertraue auf ihn, dass er uns ehrenamtlichen Helfer/inne/n, Pfarrer und Diakonin, seinen Geist schenkt, um neue Wege zu beschreiten.

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Das größte Geschenk, das uns Gott in unser Leben hineingegeben hat, ist sein Sohn. Jesus ist an Bord dieses Schiffes. Er ist die Ladung, auf die wir vertrauen und bauen. Die Ökumene kann ein Baustein für eine attraktive Kirche sein. Ein weiterer Baustein für eine lebendige Kirche kann die Musik in der Liturgie sein, die sich an dem sich verändernden Personenkreis orientiert. Das sind nur zwei kleine Beispiele. Unsere Kirche lebt von Ideen und Mut, die uns interessierte Menschen mit auf den Weg geben. Durch viele Ideen können wir das Schiff, das sich Gemeinde nennt, mit Leben füllen.

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Nachdem die Aktion im letzten Jahr so gu- Wir starten am 1. Dezember 2019 um 18 ten Anklang gefunden hat, wollen wir sie Uhr in Neuhausen. Wir freuen uns auf nun auch in diesem Jahr wieder starten. Euch und auf eine ganz besondere Adventszeit! So möchten wir ganz herzlich einladen, vom Das Adventskalender1. bis 24. Dezember beim „Lebendigen Adventskalender“ mitzumachen und „Türen“ Vorbereitungsteam: Michaela Endler/ zu öffnen. Mitarbeiterin Kita Arche, Barbara Stöckermann/Mitarbeiterin Kita Arche, Jeden Abend um 18 Uhr treffen wir (alle die Gabriele von Dressler/Diakonin Zeit und Lust haben) uns für rund 20 bis 30 Minuten vor verschiedenen Häusern, Türen oder Fenstern in Königsfeld und Neuhausen. Ihr dürft Euch überraschen lassen, was da auf Euch wartet.

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Lebendiger Adventskalender 2019 in Königsfeld „Tür um Tür hin zu Weihnachten, zur Geburt Jesu“

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Jesus hatte große Sorgen und Herausforderungen mit den Pharisäern zu meistern, die ihn immer wieder in eine Falle laufen lassen wollten. Jedoch hatte er auch in seinem Wirken Freude erlebt. Als Beispiel ist die Hochzeit von Kanaan zu erwähnen. Und im Garten Gethsemane hatte er auch seine Zweifel. Er hat jedoch auf Gott vertraut und sein Schicksal in seine Hände gelegt.

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Das vollständige Programm der Ev. Erwachsenenbildung erhalten Sie im Gemeindebüro oder auf Anfrage zugesandt, Tel.: 07721 8451-71, E-Mail: eeb.villingen@kbz.ekiba.de

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Angebote der Ev. Erwachsenenbildung

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Ich wünsche Ihnen nun von ganzem Herzen, dass Sie die Adventszeit für sich nutzen können, um Ihren eigenen Rückblick zu erstellen und mit wie viel und unterschiedlichem Gepäck Sie in das neue Jahr gehen wollen. Ich wünsche Ihnen auch von ganzem Herzen eine gesegnete Weihnachtszeit. Dass Sie dieses Schiff mit Gottes Wort, dem Segel der Liebe, dem Mast des Geistes und unserem Herrn Jesus Christus in Ihrem Leben willkommenheißen. Wolfram Wschetezka |


14 Gemeinbereich Termine Karlsruhe-Rüppurr, 8. Dez. 2019 15.00 Uhr: Evangelisches Gemeindehaus, Diakonissenstraße 26, Karlsruhe: Traditionelles Advent- und Weihnachtstreffen mit Schw. Gabriele von Dressler, Br. Manfred Kruppa und Bläsern aus Königsfeld

Freiburg, 24. Januar 2020 18.30 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg „Die Reformatorin Wibrandis Rosenblatt“ mit Br. Gerold Peper Freiburg, 14. Februar 2020 18.30 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg „Menno Simons, ein anderer Reformator“ mit Br. Gerold Peper Heidelberg, 16. Februar 2020 15.00 Uhr: Bethanien Krankenhaus, Kapelle/Akademieraum, Rohrbacher Str. 149, Heidelberg Gottesdienst nach Ordnung der Brüdergemeine mit Br. Manfred Kruppa Freiburg, 4. April 2019 15.00 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Treffen für die ganze Familie vor Palmsonntag Haßloch, 19. April 2020 10.00 Uhr, Christuskirche Missionssonntag mit der Herrnhuter Missionshilfe (HMH), nach dem Gottesdienst mit Pfr. Christoph Stetzer und Br. Manfred Kruppa wird letzterer über ein Thema aus der Arbeit der HMH berichten. Änderung Kontakt Region Süd Gerold Peper ist umgezogen: Hauptstraße 148, 79576 Weil am Rhein, neue Telefonnummer: 01515 393 85 82 Die Termine in Freiburg im neuen Jahr sind hinsichtlich des Raumes noch nicht bestätigt. Bitte versichern Sie sich auf unserer Website, ob es dabei geblieben ist: www.evik.de. Informationen auch auf www.evik.de

Hausgebet im Advent Die Glocken der christlichen Kirchen in Baden-Württemberg laden am Abend des 9. Dezember 2019 um 19.30 Uhr wieder zum Ökumenischen Hausgebet im Advent ein. Dieses Hausgebet mit vorbereiteter Liturgie ist für viele Menschen inzwischen zu einer wertvollen Tradition in der Adventszeit geworden. Sie feiern gemeinsam als Familie, unter Freunden und Bekannten, als Nachbarschaft, in Gruppen und Kreisen auch über die Konfessionsgrenzen hinweg und vielleicht sogar als einander noch Fremde. Die Hefte liegen in Königsfeld an den Eingängen des Kirchensaals aus, in Neuhausen im Eingangsbereich der Katholischen Kirche.

Mit der Regio Sonntag 5. Januar 2020, 10 Uhr im Kirchensaal in Königsfeld: Gottesdienst zu Epiphanias 4. bis 13. Februar 2020: Ökumenische Bibelwochen in der Regio Donnerstag, 6. 2.: Königsfeld Dienstag, 11. 2.: Neuhausen Donnerstag, 13. 2.: Königsfeld Alle weiteren Termine und Orte finden sich in dem Flyer, der in den Gemeinden ausliegt, und auf unserer Website.

Allianzgebetswoche 2020

Die Deutsche Evangelische Allianz lädt vom 12. bis 19. Januar 2020 zur 174. Internationalen Gebetswoche unter dem Titel „Wo gehöre ich hin“ ein. Christen aus unterschiedlichen Kirchen und Kreisen kommen zusammen, um gemeinsam zu beten. In Königsfeld laden der „Treffpunkt Leben“ und die Evangelische Gesamtgemeinde zu zwei Gebetsveranstaltungen ein: Mittwoch 15. Januar 2020, 19.30 Uhr im Treffpunkt Leben, Rotwaldstraße 16 Freitag, 17. Januar 2020, 19.30 Uhr im Kleinen Saal, Zinzendorfplatz 1

Öffnungszeiten Gemeindebüro · Zinzendorfplatz 3 Mo, Di, Do, Fr: 10 – 12 Uhr; Mi: 14 – 16 Uhr Historische Sammlung Zinzendorfplatz 3 Sonntag und Feiertag: 11 – 12 Uhr Der Laden Mittendrin · Friedrichstraße 7 Mo – Fr: 09.30 – 12.30, 14.30 - 18.00 Uhr, Sa: 09.30 – 13.00 Uhr

SKifreizeit Für die Woche nach Ostern, vom 13. bis 18. April 2020 lädt unsere Gesamtgemeinde wieder zur Familienskifreizeit in Adelboden ein. Nach einem Jahr Pause freuen wir uns schöne Pisten (oben der Sillerenbühl mit Blick ins Hahnenmoos) und gute Gemeinschaft im Haus Cantate. Detaillierte Einladungen und Anmeldebogen sind im Gemeindebüro ab 1. Dezember zu bekommen, auch auf der Website www.evik.de.

RegelmäSSige Versammlungen Sonntag, 10.00 Uhr: Predigtgottesdienst Mittwoch, 18.15 Uhr: Friedensgebet Donnerstag, 19.30 Uhr: Bibelgespräch Samstag, 19.00 Uhr: Singstunde (Liedgottesdienst)

Gottesdienste in Neuhausen 26. Dezember 2019, 10.15 Uhr Gottesdienst für die Gesamtgemeinde mit Abendmahl

persönliche mitteilungen TAUFEN 15.09.2019 Sebastian Zimmermann HEIMGÄNGE 01.08.2019 Waltraud Wilde, geb. Reiner (64 Jahre) 04.08.2019 Heiner Flaig (91 Jahre) 12.08.2019 Kerstin Fochler, geb. Teuscher (54 Jahre) 10.08.2019 Frieda Hoffmann, geb. Fiedler (98 Jahre) 19.09.2019 Eva Kamienicka (72 Jahre) 03.10.2019 Lore Will (74 Jahre) 06.10.2019 Rainer Weißig (77 Jahre)

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Freiburg, 14. Dezember 2019 15.00 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Adventstreffen für die ganze Familie mit Andacht, Kaffeetrinken, Bastelprogramm für die Kinder, Adventsliturgie mit Hosianna-Singen und ChristnachtKerzen, mit Br. Christoph Huss. Wer eigene Plätzchen beisteuern kann – gerne. Schw. Kronbach bietet Rooibosprodukte und vieles andere aus dem Moravian Merchandise an.


15 ADVENT & WEIHNACHTEN · VERSAMMLUNGEN IN KÖNIGSFELD Kontakt Sonntag 1. Dezember · 1. Advent 10.00 Uhr Gottesdienst zum 1. Advent nach Ordnung der Brüdergemeine 17.00 Uhr Hosiannastunde Dienstag 15.00 Uhr

3. Dezember Senioren-Adventsfeier für alle über 70-jährigen Gemeindemitglieder im Helene-Schweitzer-Saal, (inkl. Geburtstagsrunde für alle, die in den vergangenen Wochen Geburtstag hatten)

Donnerstag 5. Dezember 19.30 Uhr 1. Adventssingstunde mit dem Bläserchor Sonntag 8. Dezember · 2. Advent 10.00 Uhr Familienkirche nach Ordnung der Badischen Landeskirche, anschließend Gemeindeessen 20.00 Uhr Taizé-Gottesdienst im Kleinen Saal Montag 19.30 Uhr 19.30 Uhr

9. Dezember Frauenabend: Adventsfeier im Gemeindezentrum Ökumenisches Hausgebet im Advent

Donnerstag 12. Dezember 19.30 Uhr 2. Adventssingstunde mit den Zinzendorfschulen Sonntag 15. Dezember · 3. Advent 10.00 Uhr Gottesdienst nach Ordnung der Badischen Landeskirche mit Abendmahl Donnerstag 19. Dezember 19.30 Uhr 3. Adventssingstunde mit dem Kirchenchor Sonntag 22. Dezember · 4. Advent 10.00 Uhr Gottesdienst nach Ordnung der Brüdergemeine Dienstag 24. Dezember · Heiligabend 7.00 Uhr Christmette 15.30 Uhr Kleine Christnacht im Kirchensaal 19.30 Uhr Große Christnacht im Kirchensaal Mittwoch 25. Dezember · 1. Weihnachtstag 10.00 Uhr Gottesdienst nach Ordnung der Badischen Landeskirche Donnerstag 26. Dezember · 2. Weihnachtstag 10.15 Uhr Neuhausen: Gottesdienst für die Gesamtgemeinde mit Abendmahl Samstag 19.00 Uhr

28. Dezember Freie Singstunde

Sonntag 10.00 Uhr

29. Dezember Abendmahl nach Ordnung der Brüdergemeine mit kurzer Ansprache

Dienstag 17.00 Uhr 23.30 Uhr

31. Dezember Jahresschluss nach Ordnung der Bad. Landeskirche mit Abendmahl (Wein) Jahresschlussversammlung nach Ordnung der Brüdergemeine

2020 Mittwoch 1. Januar 10.00 Uhr Gottesdienst nach Ordnung der Badischen Landeskirche zum Jahresanfang Sonntag 5. Januar 10.00 Uhr Regio-Gottesdienst in Königsfeld

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6. Januar kein Gottesdienst

Sonntag, 12. Januar. 20.00 Uhr Taizé-Gottesdienst zum Jahresanfang im Kirchensaal

EVANGELISCHE BRÜDERGEMEINE EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE Zinzendorfplatz 3, 78126 Königsfeld im Schwarzwald Telefon: 07725 93 82-0, Fax: 07725 93 82-22 E-Mail: gemeindebuero@koenigsfeld.org • Pfarrer Christoph Huss; Telefon: 07725 93 82-20 E-Mail: huss@koenigsfeld.org • Pfarrerin Annerose Klingner-Huss; Telefon: 07725 93 82-20 E-Mail: klingner-huss@koenigsfeld.org • Diakonin Gabriele von Dressler Telefon: 07725 93 82-33 E-Mail: dressler@koenigsfeld.org • Verwaltungsleiterin Karen Warnecke-Gehrhardt Telefon: 07725 93 82-12 E-Mail: warnecke-gehrhardt@koenigsfeld.org • Kantorin Ulrike Brusch, Telefon: 07725 10 70 E-Mail: brusch@koenigsfeld.org • Manfred Kruppa, Pastoraler Mitarbeiter Region Nord, Brückstraße 7, 76703 Kraichtal 2, Telefon: 07251 9614 51 E-Mail: m.kruppa@koenigsfeld.org Jugendräume Tel.: 07725 93 8215 Evangelischer Kindergarten Arche Tel.: 07725 28 32 E-Mail: kindergarten@koenigsfeld.org Kontaktadressen Region Nord • Manfred Kruppa (siehe oben) • Katharina Kronbach, Leopoldstraße 61, 76337 Waldbronn, Telefon: 07243 358 77 85, E-Mail: k.kronbach@koenigsfeld.org • Andreas Schlimm, In den Klostergärten 31, 67227 Frankenthal, Telefon + Fax: 06233 288 47, E-Mail: ab.schlimm@koenigsfeld.org Kontaktadressen Region Süd • Christoph Huss (siehe oben) • Barbara Hofmann, Emmendinger Straße 14, 79211 Denzlingen, Telefon: 07666 990 87, E-Mail: b.hofmann@koenigsfeld.org • Pfr. i. R. Gerold Peper, Hauptstraße 148, 79576 Weil am Rhein, Telefon: 01515 393 85 82 SeniorenAppartements im Herrnhuter Haus Zinzendorfpl. 7; Ltg: K. Warnecke-Gehrhardt (s. o.) Christoph-Blumhardt-Haus Alten- & Pflegeheim Ambulanter Pflegedienst, Tages- und Kurzzeitpflege, spez. Pflege bei Demenz, Servicewohnen, offener Mittagstisch, Stellwaldstr. 1, 78126 Königsfeld i. Schw. Leitung: Jürgen Lieberum, Telefon: 07725 93 85-0 E-Mail: info@christoph-blumhardt-haus.de Internet: www.christoph-blumhardt-haus.de Bankverbindung / Spendenkonto Evangelische Bank · SWIFT-BIC: GENO DEF1 EK1 IBAN: DE38 5206 0410 0000 5075 04 Konto-Inhaber: Ev. Brüdergemeine Königsfeld Für Überweisungen an die Ev. Kirchengemeinde bitte Verwendungszweck „Landeskirche“ angeben. Diakonisches Werk im Schwarzwald-Baar-Kreis Beratungsstelle für Schwangere und junge Familien, allgemeine Sozialberatung, Kurvermittlung, Schuldenberatung, Telefon: 07721 84 5150, E-Mail: villingen@diakonie.ekiba.de, www.diakonie-sbk.de

impressum Dachreiter ist der Gemeindebrief der Evangelischen Gesamtgemeinde Königsfeld und erscheint vierteljährlich für Mitglieder, Einwohner, Gäste und Freunde. Herausgeber: Evangelische Brüdergemeine und Evangelische Kirchengemeinde Königsfeld (Anschrift s. o.) Redaktion: Christoph Huss, Gabriele von Dressler, Angelika Munk-Rombach, Ursula Böcker Realisation & Verlag: DIGNUS.DE Medien GmbH Klimaneutral, Recyclingpapier: www.umwelt.dignus.de 2,50 Euro je Ausgabe, 9 Euro im Jahr für vier Ausgaben


Dachreiter

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Gang um den Zinzendorfplatz

Das Haus Jacky - Erstes Doktorhaus - Zinzendorfplatz 5

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leichzeitig mit dem Brüderhaus wurde 1817 das Haus Jacky gebaut. Warum hieß es nicht einfach Apotheke oder Doktorhaus? Anscheinend sah sich die Brüdergemeine nicht in der Lage, das Haus selbst zu erstellen. Vielmehr überließ man dies dem Arzt und Apotheker Johann Jakob Jacky, der 1815 nach Ablegung der Prüfungen in Karlsruhe nach Königsfeld gekommen war. Er kam allerdings aus bescheidenen Verhältnissen und folgte der Empfehlung des Ältestenrates, sich Geld von seinem vermögenden Schwiegervater zu leihen. So geschah es. In der ersten Lehrerin der Mädchenanstalt Maria Magdalena Schatz hatte er die geeignete Ehefrau gefunden. Jacky hatte von Zürich aus die Herrnhuter kennengelernt und war so davon berührt, dass er sich 1813 in Königsfeld um die Aufnahme bewarb. Dem wurde zugestimmt. Andere machten ihn auf den Bedarf in Königsfeld aufmerksam, einen geeigneten Arzt und Apotheker zu finden. Man wollte die Internatsschüler nicht ohne gute medizinische Versorgung lassen. Ebenso natürlich die Königsfelder. Aber das waren ja insgesamt nur 170 Menschen, und das konnte bei den besten Krankheiten keinen Arzt ernähren, obwohl er nicht anspruchsvoll war, sondern „von klein auf an Armut gewöhnt“. Er war der erste von drei Gemeinärzten, die von der Gemeine berufen wurden. Den 40-jährigen, nunmehr Oberwundarzt, befiel 1820 das Zehrfieber. 1824 verstarb er, die Witwe mit vier Kindern, das jüngste gerade zwei Monate alt, zurücklassend. Wie mir scheint, war er neben vielen anderen ein beeindruckendes Beispiel, wie Menschen in der Brüdergemeine den Platz sahen, an den sie sich von Gott gestellt wussten. Gerne traten sie in diesen Dienst, ohne sich darüber Sorgen zu machen, dass ein anderer Weg womöglich viel ertragreicher hätte werden können.

Seine Witwe führte die Apotheke weiter. Sie war es auch, die nun die erste Kleinkinderschule in ganz Baden in ihrem Haus einrichtete. Der Ort aber hatte ein Jahr lang keinen Arzt. Nach dem Tod der Witwe Jacky übernahm deren Schwiegersohn Rudolf Boßhardt das Haus. Der nächste Eigentümer ist der Weber Heinrich Kunz, der 1866 an Clemens Stamm verkaufte. Dessen Sohn Emil kaufte 1910 Spedition und Haus, baute weiter aus und verkaufte dann an die Brüder-Unität, die Eigentümerin bis zum heutigen Tage. Ebenfalls zur Unität gehörte die Firma Just & Cie. Die Spedition wurde mit ihr vereinigt, Heinrich Stuckie wurde schließlich Geschäftsführer und von 1930 bis 1955 Pächter. Bis 1984 wurde die Spedition und Brennstoffhandlung betrieben. Fast wäre es in diesem Jahr zu einer notwendigen Grundsanierung gekommen. Bürgermeister Link legte Pläne für Museen vor, die Zuschuss-Finanzierung schien günstig. Aber es konnten nicht alle gedachten Initiativen zur Unterstützung gewonnen werden. Ein Haus mit recht abwechslungsreicher Geschichte. Zunächst diente es der wirklich anspruchsvollen Perspektive, dass die Herrnhuter Kolonie eine eigene medizinische Versorgung brauchte, und hatte auch den hingebungsvollen Mitarbeiter dazu. Auch dies war ein Beitrag zur Unabhängigkeit und Selbständigkeit der jungen Niederlassung. Das Haus hat manche Veränderung gesehen, wurde dann Eigentum der Unität mit ihren Unternehmungen. Am Ende blieben Mietwohnungen und Pläne für ein Museum, über die das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Kurt Rittinghaus | Die Portrait-Reihe in diesem Jahr macht einen Gang um den neu gestalteten Zinzendorfplatz und stellt einige Häuser und ihre Namensgeberinnen und -geber vor.

Dachreiter 2019-4 • Foto: zvg.; Osingar / CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

> Als zweites Privathaus am Zinzendorfplatz, nach dem Haus Veil Zinzendorfplatz 7a, wurde 1817 das Haus Jacky gebaut. Dabei war der Arzt und Apotheker Johann Jakob Jacky alles andere als vermögend. Heute ist es ein recht schlichtes Wohnhaus, nebenan war der Eingang zum Supermarkt, später Discounter. Aber es gibt neue Pläne für das alte Haus.

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Evangelische Gesamtgemeinde in Königsfeld im Schwarzwald, Herrnhuter Brüdergemeine, Evangelische Landeskirche in Baden, Evangelische Brüder-...

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