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Dachreiter e vangelisch in Königsfeld · w w w.e vik.de

ANGEDACHT

ZINZENDORFSCHULEN

DIENST IN DER GEMEINDE

Was bleibt? 04

Eine Erde reicht nicht 05

Mitarbeitende gesucht 15

Foto: Laura Weisser; Zinzendorschulen; zvg.; Hagen Foto Design

Ein Platz füllt sich mit Leben

Willkommen .................................................................. 2 Thema: Ein Platz füllt sich mit Leben Programm zur Einweihung ........................................... 2 Die Form des Platzes spricht für sich ............................ 3 Angedacht: Was bleibt? .................................................. 4 Zinzendorfschulen: Eine Erde reicht nicht ........................ 5 Arche: Der bewegte Wald ............................................... 5 Das Christoph-Blumhardt-Haus blüht für die Bienen .......... 5

Abgebildet .................................................................... 6 Ortsplan & Partner ...................................................... 7-9 Junger Dachreiter .................................................... 10-11 Aus den Räten · Stellungnahme Populismus ..................... 12 Überregionale Treffen .................................................. 13 Neuhauser Spalte ......................................................... 13 Termine, Versammlungen, Mitarbeit & Kontakt .......... 14-15 Zinzendorfplatz: Das Haus Veil ...................................... 16


2 willkommen Ein Platz füllt sich mit Leben

Liebe Mitglieder und Freunde der Kirchengemeinde, der Herrnhuter Brüdergemeine am Ort und außerhalb, liebe Gäste in Königsfeld!

Der Platz füllt sich mit Leben ...

Der Sommer lockt die Leute in Königsfeld und Neuhausen aus den Häusern; Gottesdienste und Feste können im Freien stattfinden. Seit Ende Juli ist der erneuerte Zinzendorfplatz frei zugänglich und füllt sich mit Leben. Man muss sagen: Der finanzielle Einsatz der politischen Gemeinde, unterstützt durch Land und Bund, hat sich gelohnt. Wenn auch der Verlust der alten schattenspendenden Bäume noch mancherorts schmerzt, findet die gelungene Planung und Gestaltung doch breite Anerkennung. Schon jetzt zeigt sich, dass der neue Platz bei Gästen Aufmerksamkeit erregt und als Ort der Begegnung taugt. Man trifft sich dort, kommt ins Gespräch und teilt vielleicht sogar ein mitgebrachtes Getränk. Dies verbindet und macht Hoffnung. Am 3. Oktober findet die feierliche Einweihung statt.

Was da noch alles stattfinden könnte!

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich, im Namen aller Mitarbeiterinnen, einen hoffnungsvollen Herbst. Ihr Christoph Huss |

auf unserer Website

Programm zur Einweihung des neugestalteten Zinzendorfplatzes

Auf der Website der Gesamtgemeinde finden Sie aktuelle Nachrichten, ausgewählte Predigten zum Nachlesen und vieles mehr. Hineinschauen lohnt sich! Auch frühere Ausgaben des Dachreiter stehen online zum Blättern und Lesen zur Verfügung. www.evik.de Die Website lässt sich auch gut mit mobilen Geräten betrachten; einfach den QR-Code mit dem Smartphone scannen.

Donnerstag, 3. Oktober 10.00 Uhr Ökumenischer Festgottesdienst im Kirchensaal mit A. Mutuyisugi, G. v. Dressler C. Fischer, C. Huss und dem Bläserchor der Ev. Gesamtgemeinde 11.15 Uhr Festakt auf dem Zinzendorfplatz, musikalische Umrahmung durch die Musik- und Trachtenkapelle Neuhausen 12.00 – 19.00 Uhr • Fest mit Bewirtung am Zinzendorfweg, kulinarische Meile • Geschichte des Zinzendorfplatzes: Ausstellungen und Filme im Kirchengebäude • Genussdorf im Pfarrgarten • Platzkonzert mit der Musik- und Trachtenkapelle Neuhausen • Musikalische und szenische Auftritte auf den Bühnen, Mitmachtheater • Szenische und historische Führungen • Verkaufsoffener Feiertag, Hütten mit historischen Handwerkern in der Friedrichstraße • Angebote für Kinder: Tombola, Luftballons, Mal- und Bastelecke, Spielstraße, Spielmobil, Kürbisschnitzen – an verschiedenen Orten 19.00 Uhr Konzert des nordbadischen Bläserensembles unter Leitung von Landesposaunenwart Armin Schäfer im Kirchensaal Freitag, 4. Oktober 19.00 – 20.30 Uhr Nacht der Lichter rund um den Brunnen (Taizékreise mit G. Schwarz) 2. – 5. Oktober Tagung der Vertreter aus den europäischen Brüdergemein-Orten

Dachreiter 2019-3 • Foto: D. Fleig; Collage: C. Bordt und C. Huss

Mittwoch, 2. Oktober 11.30 - 12.00 Uhr Eröffnungsevent der Schüler (Texte und Musik)


3 Ein Platz füllt sich mit Leben

Die Form des Platzes spricht für sich > Bei der Neugestaltung des Zinzendorfplatzes wurde nicht nur um das Ganze, sondern auch um manches Detail gerungen. Denn am schönsten ist es, wenn eine Gestaltung für sich selbst spricht, wenn die Form stimmig ist sowie intuitiv erfasst wird. Manches andere versteht man, wenn man um Hintergründe weiß und die Bedeutung kennt. Hier ein paar Beispiele. Zinzendorfstein Wo soll der Zinzendorfstein hin? Das war eine Frage bei der Neugestaltung. Soll das Denkmal wieder in die Mitte ans Wegekreuz? Nein, bitte nicht. Der Stein steht jetzt frisch überholt in einem der Blumenfelder, der Blick Zinzendorfs geht zur Mitte. Gut so, denn der Platz erhielt zwar 1933 den Namen des Grafen, um anderen Widmungen zuvorzukommen, aber Zinzendorf steht nicht im Mittelpunkt der Gemeinschaft.

gerüstet zu sein. Ein Ort zum Auftanken und Kräftesammeln ist Königsfeld heute noch für die Gäste in den Reha-Einrichtungen. Die Theologen der Brüdergemeine haben gerne nach den biblischen Bezügen in den Gestaltungsformen der Gemeinde gesucht. In den letzten Jahrzehnten stand die Frage im Raum, ob die klassischen Herrnhuter Siedlungsformen etwas mit der Vision des „himmlischen Jerusalem“ zu tun haben, die am Ende der Bibel steht. Zwölf Tore bei zwölf Häusern am Platz könnten darauf hinweisen. Es lässt sich aber nichts finden, das belegen würde, dass die Herrnhuter früher die Siedlungen so gedeutet hätten, während es im Kirchensaal und auf dem Gottesacker mancherlei Bezüge zur Offenbarung gibt. Zinzendorf warnt eher vor Idealisierungen. Umso spannender ist der 2009 von Ulrike Carstensen publizierte Hinweis auf das Büchlein des Landvermessers P. C. G. Reuter, der für die Herrnhuter eine Siedlung in Nordamerika planen sollte. In seinem „Rissbüchlein“ von 1761 bezieht er sich auf Städte der Leviten, wie sie im Alten Testament beschrieben werden (4. Mose 35 u. a.). Sie versahen in

Dachreiter 2019-3 • Foto: Huss; Unitätsarchiv Herrnhut

Der Brunnen in der Mitte Nun ist er wieder da, der Brunnen in der Mitte des Platzes. Als er im letzten Sommer aufgebaut wurde, konnte man sehen, mit welcher Sorgfalt die Steinmetze den roten Sandstein aus dem heimischen Seedorf ausgesucht und bearbeitet haben. Einen ähnlichen Brunnen gibt es bis heute in einer der ältesten Siedlungen der Brüdergemeine auf dem Herrnhaag. In Königsfeld gab es bis 1870 ebenfalls einen Brunnen in der Mitte, einen achteckigen Trog erst aus Holz, dann aus Eisen mit Brunnenstock und vier Laufröhren. Als er nicht mehr gebraucht wurde, setzte man an die Stelle 1887 eine Wettersäule. Zuletzt war an der Stelle nichts mehr. Schön, dass dort nun der Brunnen ist. Zum Plantschen – und weil die Brüdergemeine den Brunnen im Zentrum der Gemeinde als Hinweis auf Jesus Christus versteht, der lebendiges Wasser gibt (Johannes 4, 10). Wo ist denn hier die Kirche? „Man sieht nun, wie groß der Platz ist.“ So sagten es viele in der letzten Zeit. Man kann das Ensemble wieder wahrnehmen. So war es auch einmal gedacht. Königsfeld ist die letzte Gründung der Herrnhuter Brüdergemeine in der barocken Siedlungsperiode. Das macht sie besonders. Man orientierte sich an den typischen Formen der anderen Siedlungen. Dazu gehörte nach Möglichkeit eine Anordnung der Häuser um einen freien Platz. Der „Große Saal“ war in einem der Häuser untergebraucht, etwas hervorgehoben, aber doch eingebunden in die Zeile der anderen Gebäude. Es gab noch andere Säle, etwa im Schwesternhaus. Das ganze Leben sollte Gottesdienst sein: Aufwachen, arbeiten und schlafen können liturgisch verstanden werden; Kirche ist nicht nur sonntags, sondern jeden Tag und in allen Häusern. Der „Große Saal“, heute zur allgemeinen Verständlichkeit „Kirchensaal“ genannt, ist die gute Stube für sonntags und wann immer man sie braucht.

Israel den Dienst der Priester. Das trifft sich gut mit dem Selbstverständnis der Herrnhuter als Gemeinschaft im Dienst an Gott und den Menschen.

All dies kann man erkennen, entdecken oder erfahren auf dem neugestalteten Zinzendorfplatz. Ein Kompliment und ein Dank an die Keine Insel der Seligen Verantwortlichen. Herrnhuter Siedlungen waren als Orte des Kommens und Gehens Christoph Huss | gedacht. Darum blieb der Gasthof die erste Adresse am Platz – dort Publikationen mit Hinweis auf Reuters Rissbüchlein: Ulrike Carstensen, Stadtgelegen, wo die Straße den Platz erreicht. Gemeinden sollten nach planung im Pietismus, Herrnhaag in der Wetterau und die frühe Architektur der Auffassung Zinzendorfs keine „Insel der Seligen“ sein, sondern der Herrnhuter Brüdergemeine, Herrnhut 2009. Ebenso 2009 in: Deutscher „Lazarett“ und „Pfeilschmiede“ – um für die Aufgaben des Lebens Historischer Städteatlas Nr. 3 Herrnhut und Herrnhuter Siedlungen.


4 angedacht

Was bleibt? > Es ist Herbst. Eine leise Wehmut beschleicht so manchen von uns. Frühjahr und Sommer sind vorbei, der Winter steht vor der Tür. Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler, das Jahr erlebt seine „reife Zeit“. och auch ein Jahreshöhepunkt liegt in diesem dritten Quartal: September und Oktober sind die Monate der Haupternte. Süße Früchte, Kartoffeln, Gemüse werden eingefahren und – wenn nicht sofort verzehrt – eingelagert oder konserviert für die kommende kalte Zeit. Der Wein wird gelesen und gekeltert. Die Vielfalt an Farben und an frischer, vitaminreicher Kost ist zum Staunen! Im Judentum feiert man nun das Laubhüttenfest, an dem die runden Früchte einen besonderen Stellenwert haben. Man schläft unter einem Blätterdach, durch das die Sterne funkeln. So ist man Gott und dem Himmel nah. Und wir Christen feiern Erntedank. Getreide und Rüben, Obst und Kürbisse schmücken den Altarraum. Die Landwirte haben seit März hart gearbeitet. Doch ohne das richtige Verhältnis von Sonnenschein und Regen, ohne Wind und Bestäubungsinsekten, und nicht zuletzt ohne Bewahrung vor spätem Frost, Hagelschlag, Feuer und Schädlingsbefall gibt es keine Ernte. Wir sind angewiesen auf den Segen von oben. Deshalb singen wir: „Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn.“ Dankbarkeit ist eine Herzenshaltung, die uns prägt, uns vor Hochmut bewahrt und die Gott die Ehre gibt.

Und wie steht es mit der Herbstzeit des Lebens? Auch sie kennt diese widersprüchlichen Gefühle: Der Sturm und Drang der Jugend hat sich gelegt. So manche Lebenspläne haben sich erfüllt, andere Hoffnungen jedoch zerschlagen. Die verbleibende Lebenszeit verkürzt sich rasant. Kleinere und größere Zipperlein machen sich bemerkbar. Erinnerungen an früher nehmen immer mehr Raum ein: Schöne Erlebnisse, aufregende Abenteuer, tiefe Enttäuschungen, Erfolge und Lebenskämpfe haben sich tief in die Gesichtszüge und in unser Wesen eingegraben. Viele ziehen nun Bilanz: Hat sich mein Leben gelohnt? Ist es gelungen? Habe ich Karriere gemacht? Mein Haus, mein Auto, meine Weltreisen? Wie lief es mit Ehe und Familie? Bin ich geachtet, beliebt, gar berühmt? Was bereue ich?

Vertrauen in ihn schöpfen und die wir an unsere Mitmenschen weitergeben. Wer aus dem Glauben, aus der Dankbarkeit und aus der Liebe lebt, wird nicht verbittern, selbst wenn viele Träume zerplatzt sind. Leben gelingt in der Verbindung mit dem dreieinigen Gott. Jesus spricht: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun ... Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringet und werdet meine Jünger.“

So wie die Früchte der Natur abhängig sind vom Fleiß und Können des Landwirts und von den Wetterbedingungen, so kommt die Frucht unseres Lebens nicht aus uns allein, Doch die eigentliche Frage sollte lauten: sondern aus unserer Beziehung zu Gott und Was zählt wirklich? Was sind die Werte, die der Bereitschaft, unser Tun vom Heiligen weder von Rost noch von Motten noch vom Geist leiten zu lassen. Börsen-Crash zerstört werden? Was bleibt, Gott stellt sich vor als „Ich bin, der ich bin“ wenn nun der Winter kommt? oder auch nach anderer Übersetzung „Ich Der Apostel Paulus schreibt im 1. Korinther werde sein, der ich sein werde“ (2. Mose 3, 13, 13: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, 14). Gott ist, der da war und der da ist und Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größ- der da bleiben wird. Wer sich ihm anverte unter ihnen.“ traut, darf mit ihm und bei ihm bleiben. Das gilt nicht nur für diese kurze Erdenzeit, sonDie Währung, die allein vor Gott zählt, heißt dern für die Ewigkeit. „Liebe“. Es ist die Liebe, die wir aus dem Judith Baudis |

Dachreiter 2019-3 • Foto: Laura Weisser

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5 Zinzendorfschulen · Kindertagesstätte Arche · Christoph-Blumhardt-Haus

Der bewegte Wald

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m 12. Juli 2019 fand das Sommerfest der Kindertagesstätte Arche statt. Der Walderlebnisnachmittag im Doniswald begeisterte die Familien. Durch verschiedene vorbereitete Stationen (Schnitzen, Wald- und Wiesenweben, Knotenschule) war es ihnen möglich, selbstständig den Wald auf vielfältige Weise zu erkunden. In Bewegung kamen Jung und Alt im aufgebauten Niedrigseilgarten, Schaukelparadies und durch die Waldfähre. Viele Familien waren bei den drei interessanten Waldführungen mit Förster Gapp dabei. Zum Schluss gab es noch eine Überraschung. Durch sein witziges Mitmachtheater auf der Waldbühne brachte Olaf Jungmann vom Rollmopstheater Villingen die Kinder, Eltern, Großeltern und Fachkräfte zum Lachen und rundete unser Fest ab.

Eine Erde reicht nicht ...

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s war eine Aktion, die nachdenklich machte: Auf dem Schulhof der Zinzendorfschulen lagen eine Woche lang 40 mal 80 Zentimeter große Fußabdrücke, mit denen sich jeder fragen konnte, wie umweltverträglich er lebt. Die wiederverwendbaren Füße hatte das Schulwerk gemeinsam mit dem Eine-Welt-Laden Ujamaa organisiert. Sie waren zu einem Parcours mit 36 einfachen Fragen zum individuellen Lebensstil ausgelegt. Aus der daraus resultierenden Punktzahl ergab sich dann eine grobe Einschätzung des persönlichen ökologischen Fußabdrucks.

Dachreiter 2019-3 • Fotos: Zinzendorfschulen; Kindertagesstätte Arche; Christoph-Blumhardt-Haus

Einige der Fragen auf den Fußabdrücken – vor allem aus dem Bereich Mobilität – ließen sich für die Schüler der Unterstufe schlecht beantworten, denn sie haben keinen Führerschein. „Da habe ich einfach die Werte meiner Eltern genommen“, sagte Mira. Sie lebt schon vorwiegend vegetarisch und würde gerne noch den Schritt zum veganen Leben machen, da ihr die Problematik der Milchprodukte, die es ohne Fleischkonsum nicht gäbe, bewusst ist. Aber sie hat schon an anderer Stelle angefangen und sammelt manchmal an Bushaltestellen den Müll auf. Auch ihre Mitschülerin Siara nimmt Neujahr und zu Fastnacht achtlos weggeworfenen Unrat mit. Neben der Mobilität befassten sich die Fragen mit den Themen Ernährung, Konsum und Energie. Die Ergebnisse zeigten, wie viele Erden jemand bei seinem Lebensstil benötigt. Im bundesweiten Durchschnitt liegt der Verbrauch bei drei Erden, alle zufällig befragten Schüler und Lehrer lagen darunter. Aber kaum jemand verbraucht so wenig Ressourcen, dass er mit nur einer Erde auskäme. „Da bekommt man Gänsehaut, wenn man sich dessen bewusst wird“, so Lehrerin Frauke Zander, nachdem sie mit der Klasse 6c den Parcours durchlaufen hatte. Stephanie Wetzig |

Ein herzliches Dankeschön gilt den Waldkindergärten „Zauberwald“ in Königsfeld und „Wurzelzwerge“ in Niedereschach, die durch das Ausleihen zusätzlicher Materialien für den Niedrigseilgarten eine große Unterstützung waren. Der Förderverein finanzierte die Schaukeltücher, der Elternbeirat zwei Hängematten, die Theateraufführung, organisierte die Verpflegung und lud zu einer Brotzeit für zwischendurch ein. Ein großer Dank geht an alle Eltern, die tatkräftig mitgeholfen haben, und an EDEKA HolzkySchulz für viele leckere Äpfel. Wir schauen auf ein sehr gelungenes Sommerfest zurück und hoffen, dass die neu entfachte Abenteuerlust noch lange anhalten wird. Das Arche-Team |

Das CBH blüht für die Bienen

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twas Besonderes bekommen die Seniorinnen und Senioren, Mitarbeitende und Gäste des Christoph-Blumhardt-Hauses (CBH) zu sehen: Seit Mitte Juni stehen vor der gedeihenden Blumenwiese zwei Bienenkästen sowie zwei Insektenhotels für Wildbienen und andere Nützlinge. Interessiert kam der ein oder andere schon auf unser Höfle, während der Hausmeister, Thomas Grossmann, das Insektenhotel aufbaute: Was das wohl werden wird? Gerhard Schaetz, Imker aus Erdmannsweiler, hat dem ChristophBlumhardt-Haus zwei Bienenvölker zum Übersommern anvertraut. Er wird die Bienen weiterhin pflegen, und vielleicht bekommen wir die Möglichkeit, Näheres über das Bienenleben kennenzulernen. Das sonnige Wetter lockte die Bienen gleich am ersten Tag aus ihren Kästen, und es ist eine Freude, den lebendigen Schwarm beim Einund Ausfliegen zu beobachten. Sabine Henke |


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gottesdienst im Kurpark meinde aus allen katholischen und evangelischen Gemeinden der Region und dem „Treffpunkt Leben Königsfeld“ zusammengefunden. Die Begleitung lag in den Händen des Regio-Posaunenchors, einer Band und eines Gospelchores des „Treffpunkt Leben“.

Konfis in Konstanz

Gemeindefest im Pfarrgarten

16 Konfirmandinnen und Konfirmanden waren am 17. Juli auf den Spuren von Jan Hus in Konstanz. Die Reize der Stadt und des Bodensees boten die Kulisse zum Kennenlernen in der neuen Gruppe und zur Begegnung mit dem Reformator, der dort sein gewaltsames Ende gefunden hatte. Der neue Kurs wird von Schwester Klingner-Huss und Schwester von Dressler begleitet.

Hätte es am 25. Mai nicht so geregnet, wäre das Gemeindefest sicherlich noch schöner gewesen. Die wasserempfindlichen Teile des geplanten Pfarrgartenfestes wie das Kaffeetrinken und die Singstunde mussten drinnen stattfinden. Andere ließen sich von ein paar Tropfen nicht abschrecken; Stockbrot wurde gebacken und die Blumenwiese eingesäht. Waldführung, Bienenhotels bauen und E-Autofahren waren auch möglich. Das Thema „Mit der Schöpfung auf du und du“ wurde am Sonntag im Gottesdienst zum Schöpfungstag vertieft.

Frauen im Kloster Kirchberg Unter der sachkundigen Leitung von Ursula Böcker fand am 11. Juli der Ausflug des Frauenabendkreises zum Kloster Kirchberg statt – ein Berneuchner Haus, das für Tagungen gemietet werden kann und auch eigene Veranstaltungen anbietet. In der Kirche informierte der Leiter, Herr Gössner, über die interessante Geschichte des Klosters. Im Anschluss lud die Klosterschenke zur Stärkung ein, und ein Rundgang durch die Außenanlagen brachte unter anderem den Nonnenfriedhof sowie den gotischen Kreuzgang zum Vorschein.

Sommerfest in Neuhausen Den Schlusspunkt vor den Sommerferien in der Gesamtgemeinde setzte am 21. Juli zum wiederholten Male der ökumenische Familien-Gottesdienst in Neuhausen mit anschließendem Sommerfest, das zum ersten Mal direkt im Schatten der Kirche St. Martin stattfand. Das Foto zeigt Vikar Adalbert im Gespräch mit Wolfram Wschetezka, der mit Schwester von Dressler die Familiengottesdienste in Neuhausen verantwortet.

Dachreiter 2019-3 • Foto: C. Huss; G. v. Dressler; M. Motel

Wie jedes Jahr stellte die politische Gemeinde Königsfeld das Haus des Gastes und den Kurpark für den ökumenischen Gottesdienst im Freien am 14. Juli zur Verfügung. Zum Thema „Stimmt die Chemie noch?“ hatte sich auf den Plätzen im Freien eine bunte Ge-


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In der Evangelischen Gesamtgemeinde wird Ende dieses Jahres gewählt: Die Brüdergemeine ruft am 17. November zu Wahlen für den Ältestenrat auf, die Kirchengemeinde wählt am 1. Dezember neue Älteste. Möchten Sie sich engagieren und mehr darüber erfahren, welche Aufgaben die Räte in unserer Gemeinde übernehmen? Sprechen Sie die Hauptamtlichen oder bisherigen Ältesten an. Die Namen und weitere Informationen zu den Wahlen finden Sie auf www.evik.de unter Gemeinde -> Gremien.


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Foto: Yuri Arcurs / Fotolia

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FOTO: ZVG.; VICTOR / FOTOLIA; PHOTOGRAPHEE.EU / FOTOLIA

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10 Junger Dachreiter


Dachreiter 2019-3 • Foto + Grafik: zvg.

11 Jugend

Gespannt auf Neues

Vorurteile überwinden

Gabriele von Dressler: Liebe Phoebe, Du hast Dein Abitur in den Zinzendorfschulen abgelegt und wirst Königsfeld im August verlassen. Wohin führt Dich Dein Weg? Phoebe: Für ein Jahr werde ich nach Mexiko gehen. Ich verlasse das beschauliche Königsfeld und ziehe nach Puebla, eine Großstadt von circa 1,5 Millionen Einwohnern, 9.623 Kilometer von hier entfernt. Organisiert wird mein freiwilliges soziales Jahr von dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Hilfswerk „missio“. Die beiden katholischen Organisationen fördern Projekte in Afrika, Asien und Amerika – wie zum Beispiel in Mexiko, um weltweit für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.

Gabriele von Dressler: Liebe Lena, Du hast Dein Abitur in den Zinzendorfschulen abgelegt und wirst Königsfeld im September verlassen. Wohin führt Dich Dein Weg? Lena: Ich werde mit der Organisation Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) nach Amersfoort in die Niederlande reisen und dort von September 2019 bis August 2020 ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren. Mir hat die Organisation von Anfang an zugesagt, da sie sich mit dem Holocaust und der Nachkriegszeit beschäftigt und unter diesem Thema Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit leistet. Außerdem unterstützt sie aktuelle gesellschaftliche Randgruppen.

Was genau ist Deine Aufgabe dort? In Puebla werde ich in dem Jungenheim „Hogares Calasanz“ tätig sein. Die Jungen sind zum Teil verwaist, lebten auf der Straße oder haben ihre Familien verlassen. Hier kümmere ich mich um die Jungs im Alter von sechs bis zehn Jahren, um ihrem Alltag wieder eine Struktur zu geben. Wenn die Kinder aus der Schule zurückkehren, werde ich sie vor allem bei ihren Hausaufgaben unterstützen. In der Freizeit werden wir gemeinsam Spiele spielen, Sport und Musik machen oder anderweitig kreativ sein. Eventuell darf ich vormittags in der Küche helfen, um das Essen zuzubereiten.

Was genau ist Deine Aufgabe dort? Meine Arbeit befindet sich in dem eben erwähnten Aufgabenfeld, ich werde nämlich drei Tage pro Woche in einer Einrichtung für Wohnungslose arbeiten. Sie erhalten dort unter anderem Waschmöglichkeiten und etwas zu essen. Also gehören Tätigkeiten wie kochen und Wäsche waschen zu meinen Aufgaben. Die restlichen Wochentage bin ich in einer Wohngruppe mit autistischen Jugendlichen aktiv. Wir werden dort gemeinsam kochen und die Freizeit gestalten. Welche Erfahrungen wirst Du von Deiner Heimatgemeinde Königsfeld mitnehmen? Der Glaube und die Freizeitangebote der Brüdergemeine, die ich immer gerne mitmache, haben mich sehr geprägt und mir ein Gefühl von Gemeinschaft mitgegeben. Außerdem nehme ich ein Gefühl von Zugehörigkeit mit, welches mich auch in Holland begleiten wird, da die Gemeinde Zeist nicht weit von Amersfoort entfernt ist.

Welche Erfahrungen wirst Du von Deiner Heimatgemeinde Königsfeld mitnehmen? Durch die Freizeiten der Brüdergemeine konnte ich viele Leute kennenlernen, mit welchen ich mich immer wieder treffe, auch wenn sie am anderen Ende Deutschlands leben. Diese Erfahrung von Gemeinschaft hat mir gezeigt, dass ich auch Worauf freust Du Dich am meisten? in Mexiko Anschluss finden werde und Das ist schwer zu sagen, da mich so viele mich dort ebenso mit neuen Menschen anfreunden kann. Außerdem sagt mir diese Veränderungen in verschiedenen BeErfahrung, dass ich auch nach dem Auslandsjahr noch Kontakt zu reichen erwarten. Ich freue mich sehr auf die neuen Erfahrungen den mexikanischen Bekanntschaften halten kann, auch wenn sie und auf neue Menschen die ich kennenlernen werde. Auch freue ich mich darauf, eine neue Sprache zu lernen, mich in einer neuen Stadt ziemlich weit weg wohnen. selbst zurechtzufinden, und etwas über die niederländische Worauf freust Du Dich am meisten? Kultur zu erfahren. Ich werde in dem Jahr auch Ich freue mich sehr auf die Kultur und die Menmit eigenen Vorurteilen und Berührungsschen in Mexiko. Mexiko ist ein Land der ängsten konfrontiert sein und erhoffe Musik und des Tanzes. Hier gibt es unmir, diese zu überwinden und dazuglaublich viele Feste, bei denen alle zulernen. | zusammenkommen, gemeinsam essen, trinken und tanzen. Ich freue mich schon darauf, neue Menschen kennenzulernen und neue Erfahrungen in einem ganz anderen Land zu sammeln. Allgemein freue ich mich sehr auf das Auslandsjahr und bin gespannt darauf, wer und was mich alles erwarten wird. |


12 Aus den R äten Stellungnahme Neue Gottesackerordnung genehmigt

Gabriele von Dressler mit Sakramentsverwaltung beauftragt Schwester von Dressler hat in den letzten beiden Jahren neben ihrer Tätigkeit in der Gemeinde an der Evangelischen Hochschule in Freiburg ein Aufbaustudium im Fachbereich Theologische Bildungs- und Diakoniewissenschaft absolviert. Sie hat dort im Mai ihren Abschluss gemacht und ist damit auch in der badischen Kirche als Gemeindediakonin anerkannt. Die Direktion hat den Räten nun mitgeteilt, dass sie dies zum Anlass genommen hat, sie im Rahmen ihrer Tätigkeit in Königsfeld auch mit der Sakramentsverwaltung, mit dem Halten von Taufen und dem Leiten des Abendmahls zu beauftragen. Die Räte haben dies begrüßt, die Leitung des Kirchenbezirks hat keine Bedenken geäußert. Wir gratulieren Schwester von Dressler zu ihrem Abschluss und freuen uns, dass sie sich nun auch in diesem erweiterten Bereich einsetzen kann. Wir wollen sie als Gemeinde in ihrer Arbeit begleiten. Angelika Munk-Rombach |

Erklärung gegen Rechtspopulismus > In der letzten Dachreiter-Ausgabe wurde in dem Artikel „Die Kirche ist bunt“ die Erklärung der Brüder-Unität zum Populismus erwähnt. Es war eigentlich die Absicht, den Text dieser Erklärung mit abzudrucken, was hiermit nachgeholt wird.

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ie Brüdergemeine hat sich in der Vergangenheit politischer Äußerungen in der Öffentlichkeit enthalten. Manchmal mag das weise gewesen sein, manchmal sind wir einander aber auch Orientierung schuldig geblieben. Angesichts dessen, dass heute grundlegende Werte in Europa auf dem Spiel stehen, können wir als Leitung der Evangelischen Brüder-Unität nicht schweigen. 1. Als europäische Kirchenprovinz einer internationalen Kirche sprechen wir uns deutlich gegen jede Form von Nationalegoismus und Eurozentrismus aus. Menschen in anderen Teilen der Welt sind unsere Schwestern und Brüder.

botes, Fremde zu unterstützen, sensibilisieren uns für jeden Versuch, Geflüchtete und Migranten zu Sündenböcken zu machen. Wir widersprechen, wenn das Sterben von Tausenden Menschen im Mittelmeer bagatellisiert wird. Geflüchtete dürfen nicht in Gefängnisse oder Lager eingesperrt werden. Kindern, die in unseren Ländern aufgewachsen sind, ist unabhängig vom Herkunftsland ihrer Eltern das Bürgerrecht zu gewähren.

6. In unserer Kirche nennen wir uns Brüder und Schwestern und bemühen uns um geschwisterlichen Umgang. Wir wünschen uns, dass auch das Miteinander in unseren Gesellschaften wieder mehr von Akzeptanz und gegenseitigem Respekt geprägt wird. 2. Christliche Werte und Traditionen sind Hasserfüllte Sprache lehnen wir ab und ruuns wichtig. Wir akzeptieren nicht, dass sie fen zu einem friedlichen Dialog über die eudazu benutzt werden, Menschen mit ande- ropäischen Grundwerte auf. rer religiöser Überzeugung zu diffamieren Direktion der Evangelischen Brüderoder auszuschließen. Unität – Herrnhuter Brüdergemeine 3. Jesus, der im Mittelpunkt unserer Kirche Bad Boll – Herrnhut – Zeist, steht, war zuallererst jüdischer LehrmeiDezember 2018 ster. Wir wollen hellhörig sein für alle Formen von Antisemitismus – auch in unserer eigenen Tradition. 4. In unserer Kirche bemühen wir uns, mit Unterschieden in Kultur, Überzeugung und Frömmigkeit respektvoll umzugehen. Wir erwarten dies auch von Politikern, Medien und Meinungsmachern in unserer Gesellschaft. 5. Unsere Kirche ist seit ihrer Entstehung von Migration geprägt. Dieses Erbe und das Wissen um das Gewicht des biblischen Ge-

Dachreiter 2019-3 • Grafik: zvg.; Foto: Evangelische Brüder-Unität; C. Huss

Ältestenrat und Kirchengemeinderat, der Gottesackerausschuss und der Gemeinrat haben sich in vielen Sitzungen mit einer neuen Ordnung für den Gottesacker beschäftigt, die es ermöglicht, Gräber nach einer bestimmten Zeitspanne erneut zu belegen. Die Brüdergemeine hat gegen solch eine Wiederbelegung keine prinzipellen Bedenken, sie ist aber bisher in Königsfeld nicht üblich gewesen. Solch eine Ordnung muss von der Direktion der Brüder-Unität gebilligt werden. Diese Genehmigung traf nun ein. Bei einer Informationsveranstaltung im Oktober wird die dann gültige Gottesackerordnung der Gesamtgemeinde und der Bevölkerung des Kernorts Königsfeld vorgestellt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zur Durchführung zu stellen. Die Verwaltungsleitung der Evangelischen Brüdergemeine Königsfeld, der Ältestenrat und die Gemeinhelfer (Pfarrer) laden dazu ein am Montag 14. Oktober 2019 um 19 Uhr im HeleneSchweitzer-Saal.


13 Überregionale Treffen Neuhauser Spalte

Offene Türen Am 21. Juli war es wieder soweit. Wir feierten unser schönes, ökumenisches Sommerfest. Es stand unter dem Motto: „Gottes Haus hat offene Türen“. An diesem Tag wurde im Kirchensaal in Königsfeld kein Gottesdienst gefeiert. Stattdessen pilgerten viele Christen, ob mit Auto, in Fahrgemeinschaften oder zu Fuß zum Haus Gottes nach Neuhausen in die St. Martinskirche.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – Von Abschieden und Neuanfängen Hilfestellung uns unser Glaube gibt. Wie können wir sie gestalten? In drei Richtungen wollen wir das weiterdenken: • Übergänge pilgernd gestalten • Wenn ein Menschen heimgeht ... Je älter wir werden, desto deutlicher wird, • Alles hat und braucht seine Zeit dass Abschiede und Übergänge in neue Lebensphasen zu unserem Leben dazugehö- Kosten: 70 Euro plus Fahrtkosten. Für ren. Neben dem Loslassen von Menschen, Zuschüsse meldet Euch bitte bei mir. BitOrten und Kräften steht dann ein Neube- te meldet Euch umgehend an mit Name, ginn. In ihm den Zauber zu entdecken, fällt Adresse und Mailadresse und der Angamal schwerer, mal leichter. Wir glauben, be, ob wir diese an die Teilnehmerinnen dass sogar noch die Todesstunde uns neu- weitergeben dürfen, bei: en Räumen entgegengehen lässt. Wir wol- Katharina Rühe, Büdesheimer Straße 6, len schauen, wie Menschen in der Bibel mit 61118 Bad Vilbel, 06101 98 44 577 solchen Übergängen umgehen und welche katharina.ruehe@herrnhuter-in-hessen.de Schwesternseminar der Herrnhuter Brüdergemeine 27. - 29. September 2019 Herrnhaag bei Büdingen

Wer sich erinnert, lebt zweimal – Biographische Spurensuche

Dachreiter 2019-3 • Foto: K. Rühe; Grafik: zvg.; Foto: zvg.

Nachhaltig handeln, aber wie?

Silvester-Rüstzeit für Erwachsene 29. Dezember 2019 - 2. Januar 2020 Haus „Sonnenschein“, Ebersdorf (Thüringen)

In gemütlicher Atmosphäre wollen wir die Tage des Jahreswechsels gemeinsam verbringen und uns über das Thema austauschen. Persönliche Erinnerungen unSchwesterntag Südwest ter verschiedenen Aspekten führen uns 19. Oktober 2019, Wiesbaden zu Spuren, die wir unseren Nachfahren Wir treffen uns um 10.30 Uhr im Umwelt- hinterlassen wollen oder für den Lebensladen, Luisenstraße 19, zu einem brü- lauf nutzen können. derischen Exkursionstag in die Praxis. Schw. A. Rohde-Carbach aus der Gemeinde Die Kosten für Unterkunft und VollverRhein-Main wird von ihrer Arbeit im Um- pflegung betragen 159 Euro pro Perweltladen berichten. Nach einem Mittags- son, Einzelzimmerzuschlag pro Nacht 8 gebet an der Marktkirche und Mittagessen Euro, Bettwäsche 6,50 Euro. unternehmen wir einen von Attac-Mitar- Die Vorbereitungsgruppe mit Gabi Künbeitern geleiteten konsum- und globalisie- zel, Mechthild Clemens, Annette Künzel rungskritischen Stadtspaziergang durch und Theo Clemens bittet um Anmeldung Wiesbaden. Ende ca. 17.30 Uhr, Kosten: 10 bis spätestens 31. Oktober 2019 an: Annette Künzel, Euro inklusive Mittagessen Weitere Informationen über Margit Lessing, Tel. 030 4042542 oder 0151 55668446 Anmeldungen bitte bis zum 20.09.2019 an: familie.kuenzel@gmx.de Böhmische Straße 52A, 12055 Berlin lessing@ebg-neuwied.de

Wir begannen dieses Fest mit einem ökumenischen Gottesdienst, an dem sich viele tatkräftig beteiligten. Hier konnte man gut erkennen, wie ein ökumenisches Gemeindeleben aussehen kann. Gottes Haus ist für alle offen. Das heißt auch, dass wir alle zusammen im Anschluss an den Gottesdienst unter den Kastanienbäumen zusammensaßen bei Grillwurst, Salaten und Brot. Im Hause Gottes, in freier Natur, konnten wir ins Gespräch kommen und auch mal die Seele baumeln lassen. Selbstverständlich durfte das musikalische Rahmenprogramm nicht fehlen. Das Bläserensemble zeigte hierbei sein Können und ein vielseitiges Repertoire. Zudem ist es auch schön zu sehen, dass immer mehr Familien mit ihren Kindern an so einem Fest teilnehmen. Wir hoffen alle auf eine weitere fruchtbare und gute ökumenische Zusammenarbeit und sind froh und dankbar darüber, dass wir immer wieder offene Türen in der St. Martinskirche vorfinden. Wolfram und Edeltraud Wschetezka |


14 Gemeinbereich Termine

Heidelberg, 6. Oktober 2019 15.00 Uhr: Bethanien Krankenhaus, Kapelle/Akademieraum, Rohrbacher Straße 149, Heidelberg Gottesdienst nach Ordnung der Brüdergemeine mit Br. Manfred Kruppa Freiburg, 11. Oktober 2019 18.30 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg „Das Werden der Brüdergemeine“ mit Br. Christoph Huss, Information für Interessierte Lachen-Speyerdorf, 27. Oktober 2019 • 9.00 Uhr: Evangelische Kirche, Bauern doktor-Gros-Straße 37/39, Lachen • 10.10 Uhr: Evangelische Kirche, Langensteinstraße 29, Speyerdorf Gottesdienste der Herrnhuter Missionshilfe (HMH) mit Pfr. Stephan Oberlinger und Br. Manfred Kruppa Karlsruhe-Rüppurr, 8. Dez. 2019 15.00 Uhr: Evangelisches Gemeindehaus, Diakonissenstraße 26, Karlsruhe: Traditionelles Advent- und Weihnachtstreffen mit Schw. Gabriele von Dressler, Br. Manfred Kruppa und Bläsern aus Königsfeld

Betreuung des Gemeinbereichs Viele Mitglieder der Brüdergemeine Königsfeld wohnen außerhalb des Ortes im „Bereich“. Dieser reicht vom Bodensee bis ins Saarland. Die Mitarbeitenden der Gemeinde und die Ehrenamtlichen im Bereichsbeirat versuchen, den Kontakt zu den Mitgliedern ausserhalb zu halten – durch den „Dachreiter“, Geburtstagsgrüße, Besuche und Gemeindeversammlungen. Sie freuen sich auch, wenn Mitglieder sich von sich aus auf dem Weg machen oder Interesse an einem Besuch anmelden. Die Zuständigkeiten für die Regionen wurden 2019 nach dem Abschluss der Ausbildung von Schw. von Dressler und dem Auslaufen der geringfügigen Beschäftigung von Br. Manfred Kruppa neu festgelegt. Br. Huss betreut weiterhin den südlichen Bereich zwischen Kinzigtal (Offenburg), Hochrhein und Bodensee, unterstützt durch Schw. Hofmann und Br. Peper; Versammlungen finden in Freiburg statt. Es käme auch ein Treffen am Bodensee in Frage. Den nördlichen Bereich (Nord- und Mittelbaden, Südpfalz, Saarland) übernimmt nun verstärkt Schw. von Dressler. Br. Kruppa unterstützt nach Maßgabe seiner Kräfte bei der Planung und Durchführung der Versammlungen. Wir danken ihm für seinen verstärkten Einsatz in den letzten drei Jahren. Seine Beauftragung als ehrenamtlicher pastoraler Mitarbeiter wurde von der Direktion um weitere drei Jahre verlängert. Schw. Kronbach und Br. Schlimm unterstützen die Arbeit; Versammlungen werden in Heidelberg und Karlsruhe angeboten. Alle Kontaktdaten finden Sie im Impressum auf Seite 15 oder auf der Website www. evik.de. Dort kann man sich auch für einen Newsletter anmelden und einen Flyer mit den aktuellen Terminen finden.

SKifreizeit Nächstes Jahr findet wieder eine Familienskifreizeit in Adelboden statt. Die Einladung wird im Dezember zur Verfügung stehen. Der Termin ist wie immer die Woche nach Ostern: 13. bis 18. April 2020.

Freiburg, 14. Dezember 2019 15.00 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Adventstreffen für die ganze Familie, mit Andacht, Kaffeetrinken, Bastelprogramm für die Kinder, Adventsliturgie mit Hosianna-Singen und Kerzen, mit Br. Christoph Huss Informationen auch auf www.evik.de

Öffnungszeiten Gemeindebüro · Zinzendorfplatz 3 Mo, Di, Do, Fr: 10 – 12 Uhr; Mi: 14 – 16 Uhr Historische Sammlung Zinzendorfplatz 3 Sonntag und Feiertag: 11 – 12 Uhr Der Laden Mittendrin · Friedrichstraße 7 Mo – Fr: 09.30 – 12.30, 14.30 - 18.00 Uhr, Sa: 09.30 – 13.00 Uhr

RegelmäSSige Versammlungen Sonntag, 10.00 Uhr: Predigtgottesdienst Mittwoch, 18.15 Uhr: Friedensgebet Donnerstag, 19.30 Uhr: Bibelgespräch Samstag, 19.00 Uhr: Singstunde (Liedgottesdienst)

Regio-Gottesdienste 22. September, 10.00 Uhr Hof-Gottesdienst in Buchenberg bei Familie Stolbert (Pfarrer Förschler) 20. November, 19.30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag in Buchenberg

Gottesdienste in Neuhausen 15. September, 10.30 Uhr Familiengottesdienst mit Taufe 17. November, 10.30 Uhr Familiengottesdienst 25. November, 10.15 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zum Ewigkeitssonntag

persönliche mitteilungen TAUFEN 28.07.2019 Samuel Klapik 28.07.2019 Jonathan Willi 28.07.2019 Alea Zehnbauer TRAUUNGEN 08.06.2019 Edeltraud Wschetezka-Gäng und Wolfram Wschetezka 06.07.2019 Manuel Geiger und Jennifer, geb. Raddatz 27.07.2019 Patrick Grüninger und Malika Gnädig-Grüninger BESTÄTIGUNG DER MITGLIEDSCHAFT IN DER BRÜDERGEMEINE 25.02.2019 Nicolai Hahn 05.05.2019 Kira Schiewe 01.06.2019 Amelie Fobel 01.06.2019 Lena Huss 01.06.2019 Clemens Fischer AUFNAHME IN DIE LANDESKIRCHE 01.07.2019 Sven Zehnbauer HEIMGÄNGE 22.04.2019 Adolf Kugler (97 Jahre) 17.05.2019 Horst Dannert (90 Jahre) 26.05.2019 Christiane Paul-Klingner (59 Jahre) 21.06.2019 Inge Trubicin, geb. Anthes (81 Jahre) 14.07.2019 Oskar Obergfell (94 Jahre)

Dachreiter 2019-3 • Foto: zvg.

Freiburg, 13. September 2019 18.30 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Freiburger Treffen für alle, die an der weltweiten Arbeit der Brüdergemeine interessiert sind; Thema: „Bildung für die Zukunft“ – Wie Waisenkinder durch die Herrnhuter in Tansania Zukunft geschenkt bekommen. Mit Br. Johannes Klemm, TeamLeader Africa bei Mission 21, Basel. 18.30 Uhr: Ankommen und Imbiss, 19.00 Uhr: Vortrag und Gespräch


15 Dienst in der gemeinde Kontakt

Mitarbeitende gesucht Sternbau

In diesem Herbst soll ein neuer Stern für den Kirchensaal entstehen. Der alte ist inzwischen so verknautscht, dass man ihn nicht mehr aufhängen kann. Im letzten Jahr gab es einen ersten Sternbaukurs. Einige der Teilnehmenden haben sich bereiterklärt, sich am Bau des großen Sterns zu beteiligen. Nun werden weitere Helfer/innen gesucht, Menschen mit Erfahrung im Bau von Adventssternen oder mit Geschick im Umgang mit Papier und Kleber. Eine Einführung wird angeboten. Möchten Sie sich an der Sternbau-Aktion beteiligen, die Ende September starten soll? Interessierte werden gebeten, sich bis 15. 9. 2019 im Gemeindebüro zu melden: Telefon 9382-11, E-Mail gemeindebuero@koenigsfeld.org Ihre C. Huss und K. Zwick.

meindeleben weiterhin regelmäßig anbieten können. Können Sie sich vorstellen, dabei mitzuhelfen? Jeweils zwei Mitglieder des Kaffeeteams bereiten um 9.30 Uhr alles vor (Kaffee und Tee kochen, Geschirr richten, …), sodass man nach dem Gottesdienst nur den Kaffee auf die Tische im Gemeindezentrum stellen oder den Teewagen in die Kirche schieben muss. Je nach Länge des Gottesdienstes und Zahl der Gäste ist man um ca. 12 Uhr mit dem Abwasch fertig. Intessierte können sich gerne im Gemeindebüro oder bei der Koordinatorin Birgit Fleig melden.

Jugendräume Tel.: 07725 93 8215 Evangelischer Kindergarten Arche Tel.: 07725 28 32 E-Mail: kindergarten@koenigsfeld.org

Blumenschmuck

Kaffeedienst

Die Einladung zur Begegnung nach dem Gottesdienst bei einer Tasse Kaffee oder Tee gehört seit vielen Jahrzehnten zu jedem Gottesdienst in Königsfeld. Das Team, das das Nötige dazu vorbereitet, braucht nun dringend Verstärkung, damit wir dieses kommunikative Element im Ge-

EVANGELISCHE BRÜDERGEMEINE EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE Zinzendorfplatz 3, 78126 Königsfeld im Schwarzwald Telefon: 07725 93 82-0, Fax: 07725 93 82-22 E-Mail: gemeindebuero@koenigsfeld.org • Pfarrer Christoph Huss; Telefon: 07725 93 82-20 E-Mail: huss@koenigsfeld.org • Pfarrerin Annerose Klingner-Huss; Telefon: 07725 93 82-20 E-Mail: klingner-huss@koenigsfeld.org • Diakonin Gabriele von Dressler Telefon: 07725 93 82-33 E-Mail: dressler@koenigsfeld.org • Verwaltungsleiterin Karen Warnecke-Gehrhardt Telefon: 07725 93 82-12 E-Mail: warnecke-gehrhardt@koenigsfeld.org • Kantorin Ulrike Brusch, Telefon: 07725 10 70 E-Mail: brusch@koenigsfeld.org • Manfred Kruppa, Pastoraler Mitarbeiter Region Nord, Brückstraße 7, 76703 Kraichtal 2, Telefon: 07251 9614 51 E-Mail: m.kruppa@koenigsfeld.org

Jeweils am Samstag wird der Blumenschmuck vorne im Kirchensaal erneuert. Hierfür ist das Blumenteam zuständig. Leider ist der Kreis in letzter Zeit immer kleiner geworden. Wäre das etwas, wo Sie sich gerne im Gemeindeleben einbringen würden? Die Blumen werden auf dem Markt gekauft oder es bietet sich etwas an aus dem eigenen Garten oder der Natur. Intessierte können sich gerne im Gemeindebüro oder bei der Ansprechperson Inge Kurt melden.

Mitarbeitende gefunden

Kontaktadressen Region Nord • Manfred Kruppa (siehe oben) • Katharina Kronbach, Leopoldstraße 61, 76337 Waldbronn, Telefon: 07243 358 77 85, E-Mail: k.kronbach@koenigsfeld.org • Andreas Schlimm, In den Klostergärten 31, 67227 Frankenthal, Telefon + Fax: 06233 288 47, E-Mail: ab.schlimm@koenigsfeld.org Kontaktadressen Region Süd • Christoph Huss (siehe oben) • Barbara Hofmann, Emmendinger Straße 14, 79211 Denzlingen, Telefon: 07666 990 87, E-Mail: b.hofmann@koenigsfeld.org • Pfr. i. R. Gerold Peper, Hammersteiner Straße 15, 79400 Kandern, Telefon: 07626 97 27 11, 597 22 49 SeniorenAppartements im Herrnhuter Haus Zinzendorfpl. 7; Ltg: K. Warnecke-Gehrhardt (s. o.) Christoph-Blumhardt-Haus Alten- & Pflegeheim Ambulanter Pflegedienst, Tages- und Kurzzeitpflege, spez. Pflege bei Demenz, Servicewohnen, offener Mittagstisch, Stellwaldstr. 1, 78126 Königsfeld i. Schw. Leitung: Jürgen Lieberum, Telefon: 07725 93 85-0 E-Mail: info@christoph-blumhardt-haus.de Internet: www.christoph-blumhardt-haus.de Bankverbindung / Spendenkonto Evangelische Bank · SWIFT-BIC: GENO DEF1 EK1 IBAN: DE38 5206 0410 0000 5075 04 Konto-Inhaber: Ev. Brüdergemeine Königsfeld Für Überweisungen an die Ev. Kirchengemeinde bitte Verwendungszweck „Landeskirche“ angeben. Diakonisches Werk im Schwarzwald-Baar-Kreis Beratungsstelle für Schwangere und junge Familien, allgemeine Sozialberatung, Kurvermittlung, Schuldenberatung, Telefon: 07721 84 5150, E-Mail: villingen@diakonie.ekiba.de, www.diakonie-sbk.de

Dachreiter 2019-3 • Foto: zvg.

impressum Im Archiv der Brüdergemeine Königsfeld werden viele wertvolle und interessante Schriften und Bilder aus der Geschichte Königsfelds und der Brüdergemeine aufbewahrt. Auf den Aufruf zur Mitarbeit im Archiv in der letzten Nummer des „Dachreiter“ haben sich erfreulicherweise zwei Mitglieder der Kirchengemeinde gemeldet, die nun den ehrenamtlichen Mitar-

beiterstamm im Archiv ergänzen. Neu gewonnen werden konnten Dagmar Hess und Harald Meyer. Liesel Christoph und Irmgard Weisser werden sie einarbeiten und haben nun die Möglichkeit, sich nach Maßgabe der Einarbeitung und der eigenen Kräfte zurückzuziehen. Wir wünschen den neuen Ehrenamtlichen viele interessante Entdeckungen bei ihrer Tätigkeit.

Dachreiter ist der Gemeindebrief der Evangelischen Gesamtgemeinde Königsfeld und erscheint vierteljährlich für Mitglieder, Einwohner, Gäste und Freunde. Herausgeber: Evangelische Brüdergemeine und Evangelische Kirchengemeinde Königsfeld (Anschrift s. o.) Redaktion: Christoph Huss, Gabriele von Dressler, Angelika Munk-Rombach, Ursula Böcker Realisation & Verlag: DIGNUS.DE Medien GmbH Klimaneutral, Recyclingpapier: www.umwelt.dignus.de 2,50 Euro je Ausgabe, 9 Euro im Jahr für vier Ausgaben


Dachreiter

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Gang um den Zinzendorfplatz

Das Haus Veil –– Zinzendorfplatz 7a > Das Veil-Haus wird heute nicht mehr als eigenes Gebäude erkannt. 1869 wurde es durch einen schmalen hohen Verbindungbau mit dem Gemeinlogis (heute „Herrnhuter Haus“) verbunden. Ursprünglich aber war es das zweite Gebäude am Platz und erstes Privathaus, erbaut von dem Kaufmann Philipp Heinrich Veil (1748 - 1828), der als einer der Gründer Königsfeld gilt. ls Veil im September 1808 nach Königsfeld zog – zunächst in den Gasthof, sein Haus war noch nicht fertig – war er schon 60 Jahre alt und ein erfahrener und leidgeprüfter Mann, wie sein Lebenslauf ausweist. Er stammte aus Schorndorf. Seine erste Frau litt an Depressionen, die sich im Laufe der Jahre verschlimmerten. 13 Jahre betreute er sie selbst, bis er sich genötigt sah, sie in einem „Irrenhaus“ in Ludwigsburg unterzubringen. Dort starb sie 1804 im Alter von 54 Jahren. Ins neue Haus in Königsfeld zog Veil mit seiner zweiten Frau Susanna Louise Keller. Hier war die lang ersehnte Siedlung der Herrnhuter in Württemberg im Entstehen. Hier wollte Veil nun auch selbst wohnen. Er schreibt: „Die liebe Brüdergemeine hatte ich früher als ein aufgestecktes Licht und als ein Kleinod in der Hand des Weltheilandes kennen und schätzen gelernt, mich viel aus ihren Schriften erbaut, im Glauben gestärkt und mich so innig mit ihr im Geist verbunden gefühlt, dass ich in derselben meine Wallfahrt zu beschließen wünschte.“ Zeitlebens hatte Veil die Nähe von Gleichgesinnten gesucht. Trotz eines christlichen Elternhauses fand er „das gewünschte wahre Christentum“ in seiner Umgebung in Schorndorf nicht. Sein Großvater ebnete ihm schließlich den Weg in ein christliches Handelshaus, das in Verbindung mit der Herrnhuter Brüdergemeine stand. Bei ihr fand er seine geistliche Heimat. Die Verbindungen der Herrnhuter zu Württemberg entstanden schon 1729 und erlebten eine wechselhafte Geschichte mit Höhen und Tiefen. Der „Stuttgarter Bruderrat“ der Herrnhuter hatte die Koordination vor Ort und stand im Kontakt zur dortigen evangelischen Kirchenleitung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der alte Wunsch nach einer Herrnhuter Siedlung in Süddeutschland wieder lebendig. Veil half, ihn zu erfüllen. 1804 war er zusammen mit dem Diasporaarbeiter Lorenz Nagel auf den Hörnlishof im Schwarzwald gestoßen und hatte den Altvogt Matthias Lehmann aus Mönchweiler, wie er ein Freund der Brüdergemeine, beim Erwerb des Hofes unterstützt. Einmal in Königsfeld ansässig, waren seine Erfahrungen und Be-

ziehungen als Kaufmann von großem Nutzen für die neue Gemeinde. Mit Pfarrer Tschirpe arbeitete er die rechtlichen Grundlagen des Gemeinwesens aus, war bei Verhandlungen mit Behörden dabei und half dem Gemeinladen auf die Sprünge. Nachdem die Unitäts-Ältesten-Konferenz in Herrnhut zugestimmt hatte, durfte sich Veil als erster Privatmann mit seiner Familie in Königsfeld ansiedeln. 1809 war sein Haus fertig. Ein Torbogen verband es mit dem Gemeinlogis. Weil Wohnraum knapp war, nahm er weitere Familien, zeitweise auch die ledigen Brüder, in sein Haus auf. Sein Schwiegersohn verkaufte später das Haus an die Brüdergemeine. Hat Veil in Königsfeld das wahre Christentum gefunden, dass er gesucht hatte? Der Lebenslauf verrät Ernüchterung und eine überraschende Erkenntnis: erst als er am ersehnten Ort war, habe er erkannt, dass die Gemeinde „ein Krankenhaus sei und ihre sämtlichen Einwohner täglich und stündlich des himmlischen Arztes bedürfen, dass aller Mängel ungeachtet der Heiland sein Regiment in derselben führt und mit allen ihren Mitgliedern seinen seligen Zweck erreicht“. An seinem Lieblingsplatz über dem Tal des Hörnlebaches pflanzte Veil eine Eiche, die 150 Jahre lang als „Veil-Eiche“ an ihn erinnerte. Sie musste erst dem Ausbau des August-Heisler-Weges weichen. Ein Gemälde aus der Anfangszeit aus dieser Perspektive zeigt die Gebäude des Zinzendorfplatzes. Das Veil-Haus ist schon fertig, der Kirchensaal im Bau. Christoph Huss | Details im ausführlicheren Artikel des Verfassers über P.-H. Veil im Dachreiter 2/2006, zu finden unter www.evik.de „Gestern & heute“. Der umgestaltete Zinzendorfplatz wird am 3. Oktober 2019 feierlich eingeweiht (vgl. Seite 2). Die Portrait-Reihe in den Dachreiter-Ausgaben dieses Jahres macht einen Gang um den Platz und stellt einige Häuser und ihre Namensgeberinnen und -geber vor.

Dachreiter 2019-3 • Foto: Archiv der Brüdergemeine Königsfeld; C. Huss

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Dachreiter 2019-3  

Evangelische Gesamtgemeinde Königsfeld im Schwarzwald; Evangelische Brüdergemeine; Evangelische Kirchengemeinde Königsfeld; Herrnhuter; Brüd...

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Evangelische Gesamtgemeinde Königsfeld im Schwarzwald; Evangelische Brüdergemeine; Evangelische Kirchengemeinde Königsfeld; Herrnhuter; Brüd...

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