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Dachreiter evangelisch in Königsfeld · www.evik.de

KINDER & JUGEND

Das Liebste Seite 10

Chortreffen rückt näher Seite 13

2016

REFOR M ATION & EINE WELT

In weiter Ferne · so nah! Seite 16

Zusammen leben mit verschiedenen Religionen

Foto: Fadi El Binni Al Jazeer a Engl. / CC-BY-SA 2.0; D. Fleich; zvg.

Friede sei mit Euch

ABGEBILDET

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Willkommen ................................................................. 2 Gemeindearbeit: Neue Aufgabenverteilung ...................... 6 Thema: Zusammenleben mit verschiedenen Religionenzum gegenseitigen Zinzendorfschulen: Offen für Neues ............................... 11 6 Willkommen ................................. 2 Reformation Einladung zum Gemeintag ............... Thema: OsternReformation · Fest des Lebens ............................................. 2 Ortsplan & Partner und Politik Vorteil ........................................... 5 ..................................................... Junger Dachreiter .................... 12 -7-9 13 Mit-Tun „Abrahams Töchter“ Interreligiöse Frauenbegegnung .... 3 Junger Dachreiter .................................................... bei „Dein Wille·geschehe“ ..... 2 Abgebildet ................................ 6 - 7 Nachrichten & Termine ............ 1410-11 - 15 „Stützpunkte Glauben in einer multireligiösen 4 Abgebildet .............................................................. für Einkehr, Arbeit Welt ........................... Ortsplan & Partner ..................... 8 - 9 Wegbereiter der Reformation 2: 12-13 und Verbindendes suchen, Trennendes respektieren Gemeintag Südwest: · Von Engeln Eseln ........ Verantwortung ......................... 3 Damit Neues entstehen kann .......... 10 Bileam Die Suche nach dem und wahren Weg .... 13 16 Echt menschlich handeln .................................................... 5 Der Nachrichten & Termine, Versammlungen & Kontakt .... 14-15 reformatorisch ......................... 4 Zinzendorfschulen: andere Hilfe für Flüchtlinge ohne Freiwillige 4undenkbar! ........... 5 Reife Reformation & eine Fürbittengebet ................................ Weg zur Mittleren ................. 10 Welt: In weiter Ferne · so nah! ......... 16


2 willkommen Friede sei mit euch... DACHREITER 1/2016

Liebe Mitglieder und Freunde der Kirchengemeinde, der Herrnhuter Brüdergemeine am Ort und außerhalb, liebe Gäste in Königsfeld!

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Christoph Huss | Den Dachreiter können Sie auch am PC, auf dem Tablet oder Smartphone lesen. Alle Jahrgänge seit 2005 stehen Ihnen zur Verfügung. Mit der Freitextsuche finden Sie schnell das Thema Ihrer Wahl. www.dachreiter.org

Ostern · Fest des Lebens | Ostern ist das älteste christliche Fest – bei uns zur Frühlingszeit mit Schneeglöckchen, Narzissen und Tulpen; Bäume schmücken sich mit Grün und Vögel üben ein neues Lied.

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och Ostern ist kein Frühlingsfest, wie es die alten Germanen feierten. Der Termin des Osterfestes richtet sich nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang, aber Ostern ist auch kein Mondfest, das es im Orient, in der Antike oder bei den Kelten gab. Was wird Ostern gefeiert, wie antworten wir Menschen, die in unserem Land leben, aber einer anderen Religion angehören? Sie haben zwar arbeitsfrei, aber keinen Festtag. Ostern ist für uns das Fest des Lebens. Sehr schön, doch was ist die Ursache? Ganz einfach wird das nicht bei Gesprächspartnern, denen unser Glaube nicht vertraut ist. Wir könnten es mit den Gewährsleuten versuchen, über die die Osterbotschaft in die Welt und auch zu uns kam, den Osterzeugen. Es gibt mehrere, einige namentlich erwähnt, die an jenem Ostermorgen oder etwas später begriffen: Das Leben siegt über den Tod, der geliebte Freund Jesus, der Gekreuzigte, ist nicht tot, sondern lebt. Wir feiern das Leben, vor allem das Leben des auferstandenen Jesus Christus – es wurde als erstes, zunächst vorsichtig, von diesen Osterzeugen bejubelt. Davon berichteten sie. Doch wer waren sie? Da ist Maria Magdalena, die erste Osterzeugin, eine Frau, eine von schwerer Krankheit Geheilte, oder auch die mit zweifelhaftem Ruf, die Jesus die Füße salbt, die unter dem Kreuz steht, die nicht vom Grab weicht und den auferstandenen Jesus er-

kennt – und die anderen Jünger informiert. Da ist Petrus, mal bekenntnisstark, mal irritiert, bald mit dem Schwert rasselnd, bald feiger Verleugner, voller Reue und Liebe. Da ist Thomas, der ungläubig zweifelt, dessen Glaube durch die Berührung des Auferstandenen gestärkt wird. Sie alle sind keine makellosen Vorbilder, sondern Menschen mit Schwächen, mit Ecken und Kanten. Gemeinsam empfinden sie Trauer, Furcht und Hoffnungslosigkeit, miteinander erleben sie, dass die Hoffnung sich erneuert, ihr Mut zurückkehrt und Tränen dem Lachen weichen können – weil Jesus lebt. Ostern, das Fest des Lebens, das Fest des Glaubens. Ohne Ostern keine Christen. Ostern ist das Fest der Freude über alles, was Gott an neuem, an gelingendem und bleibendem Leben schenkt. Ostern ist auch das Fest des Friedens und der Versöhnung. Jesus zeigt uns den menschenfreundlichen Gott, der uns Menschen kennt und trotzdem liebt, der zum Frieden einlädt, auch zum Frieden untereinander. Der auferstandene Jesus grüßte seine Freunde: Friede sei mit euch! Dieser Friedensgruß ist auch in anderen Religionen so bekannt wie die Sehnsucht nach Frieden. Die ersten Osterzeugen fassten ihre Freude über die Begegnung mit dem lebendigen Jesus in den kurzen Satz: Der Herr ist auferstanden! Christen überall, auch bei uns, wiederholen diesen Gruß an jedem Osterfest. Ursula Böcker |

Foto: zvg.

rst vor gut einem Jahr haben wir eine Ausgabe des Dachreiter dem Thema „Flüchtlinge“ gewidmet – 4/2014: „Raum in der Herberge?“ Die Fragen um die Aufnahme der Menschen bei uns und um den Umgang mit den verschiedenen religiösen und kulturellen Prägungen werden inzwischen hitziger debattiert. Deshalb greifen wir in dieser Nummer des „Dachreiter“ die Frage auf, wie wir offen, ehrlich und vor allem friedlich mit den verschiedenen Einsichten und Überzeugungen umgehen können. Das „Friede sei mir Euch“ des Auferstandenen wollen wir hören und hören lassen. Wir danken allen, die im vergangenen Jahr den „Dachreiter“ in besonderer Weise gefördert haben – allen, die ihn weiterhin oder erstmals als Werbepartner unterstützen. Vor diesem Hintergrund haben Ältestenrat und Kirchengemeinderat entschieden, den Gemeindebrief künftig wieder viermal im Jahr erscheinen zu lassen – mit leichten Anpassungen beim Umfang der jeweiligen Hauptthemen, aber weiterhin in seiner bewährten Qualität. Zu ihr gehört auch die Bereitstellung als E-Paper für PC, Tablet und Smartphone, denn immer mehr Leserinnen und Leser schauen in diese Online-Ausgabe des Dachreiters (s. u.). Veränderungen gab es auch in der Redaktion. Helfried Glitsch wurde aus ihr verabschiedet; wir danken ihm für seine Mitarbeit in den letzten Jahren. Ursula Böcker und Albrecht Moritz arbeiten weiter mit dem jeweils zuständigen Pfarrer am inhaltlichen Konzept; neu gewonnen wurde Angelika Munk-Rombach. Allen Schreiberinnen und Schreibern dieser Nummer sagen wir herzlichen Dank. Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir ein frohes Osterfest. Der Friede Christi möge sie erfüllen.


DACHREITER 1/2016 ... zusammen leben mit verschiedenen Religionen

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„Abrahams Töchter“ · Interreligiöse Frauenbegegnung | In der Villinger Initiative wollen Frauen einander respektvoll und offen, mit Wertschätzung und Interesse begegnen. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen, voneinander zu lernen, Unterschiede zu respektieren und Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Foto: zvg.

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rwachsene und Kinder aus dem Ausland wurden in der Gemeinde sowie den Schulen und Internaten Königsfelds schon immer interessiert und herzlich willkommen geheißen. Menschen mit fremden Religionen waren bisher eher nicht dabei. Sie siedelten sich in den letzten Jahrzehnten, im Gegensatz zu den umliegenden Städten, hier nicht im selben Maß an. In Villingen fanden sich im Jahr 2003 christliche Frauen verschiedener Kirchen zusammen, weil sie gerne mit muslimischen Frauen, die inzwischen zahlreich in der Region lebten, Kontakt aufnehmen und in den Interreligiösen Dialog treten wollten. Karin Nagel von der Evangelischen Erwachsenenbildung Villingen organisiert seit über zwölf Jahren die Treffen, zu denen neben Christinnen und Muslimas auch Frauen der Israelitischen Kultusgemeinde Rottweil-Villingen kommen. Mehrmals im Jahr wird unter einem bestimmten Thema zu einem nachmittäglichen Treffen eingeladen, zu dem Frauen unterschiedlichen Alters kommen, manche mit Kindern, manche sind schon Großmütter. Von Trossingen bis Blumberg, St. Georgen bis Donaueschingen, Schwenningen und Villingen geht der Bereich. Auch Königsfelderinnen waren, besonders am Anfang, beteiligt. Zunächst ging es um das gegenseitige Kennenlernen der Bräuche und Traditionen um Geburt, Aufnahme in die Religionsgemeinschaft, Hochzeit, Kindheit, Alter, Be-

erdigung, dann Gebet und Glaube. Im Mittelpunkt steht immer die Frage: Wie ist das bei euch? In kurzen Einführungsreferaten berichtet jeweils eine muslimische, christliche und jüdische Frau von den Eigenheiten ihrer Religionsausübung, danach ergeben sich lebhafte Gespräche der Frauen miteinander bei Tee oder Kaffee und mitgebrachten Spezialitäten der verschiedenen Kulturen. Die Villinger Initiative „Abrahams Töchter“ ist Teil des Interreligiösen Frauennetzwerks in Baden. Zu ihrem Selbstverständnis gehört unter anderem, einander respektvoll und offen, mit Wertschätzung und Interesse zu begegnen, Vorurteile abzubauen, voneinander zu lernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken, Unterschiede zu respektieren und Gastfreundschaft zu pflegen. So sprechen die verschiedenen

Moscheegemeinden, Kulturvereine und die Israelitische Kultusgemeinde immer wieder Einladungen zu Besuchen aus. Im letzten Herbst machten sich die Frauen gemeinsam auf zu einem Tagesausflug nach Ulm, wo sie in der neuen Moschee in Söflingen vom dortigen Imam informiert wurden, im Stadtzentrum die neuerbaute Synagoge vom Rabbiner erklärt bekamen und im Ulmer Münster die Schönheit und Größe dieser Kirche auf sich wirken ließen. Die vielen Fragen, die die Frauen in den verschiedenen Gotteshäusern stellten und die dort beantwortet wurden, haben „Abrahams Töchter“ wieder einander näher gebracht.

Angelika Munk-Rombach |

Mehr Informationen zu den Treffen von „Abrahams Töchtern“ gibt es bei der Evangelischen Erwachsenenbildung Villingen unter Telefon 07721 845171 und E-Mail info@erwachsenenbildung-villingen.de


4 Friede sei mit euch... DACHREITER 1/2016

Bilder: Besuch einer Königsfelder Reisegruppe im Haus der Religionen in Bern 2015

Glauben in einer multireligiösen Welt

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ergeblich sucht die Politik nach Wegen des Friedens und der Gerechtigkeit. Die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt weiter zu. Immer mehr Menschen entfliehen der Gewalt und der Perspektivlosigkeit und stehen vor Europas Türen. Deutschland hat in bewundernswerter Weise seine Türen geöffnet und geflohene Menschen aufgenommen. Überall fanden sich Ehrenamtliche, die für einen freundlichen Empfang gesorgt und Hilfe bei den ersten Schritten geleistet haben. Doch auch Befürchtungen werden laut, ob kommende Herausforderungen zu meistern sind und Gefahren nicht unterschätzt werden. Der Ton in Deutschland ist rauer geworden, gereizter, ungeduldiger. Es wird polarisiert, Andersdenkende werden verdächtigt. Auch in der Kirche wird mitunter polarisiert. Dabei braucht es genau das Gegenteil. Es braucht eine große Bereitschaft, einander zuzuhören, das Gemeinsame zu entdecken und das Trennende zu respektieren. Es wird viel Offenheit brauchen von Gemeinden und von dem einzelnen Glaubenden, die Menschen, die kulturell und religiös anders geprägt sind, zu verstehen. Es wird auch Unbefangenheit und Spontaneität brauchen, denn manche Begegnung ist lange nicht so kompliziert, wie Bedenkenträger vermuten. Es wird Neugier brauchen, Freude an Kontakten auf Augenhöhe. Wann auch immer wir mit Menschen, die uns fremd sind, in Kontakt kommen, kann es keine Besserwisser geben, denn jeder hat seine Kompetenz und Erfahrung.

Es wird auch Standfestigkeit brauchen. Ein klares Nein ist zu sagen zu rechter Gewalt und zur Einschüchterung von Flüchtlingen und Helfern, ebenso wie zu Straftaten, die aus Flüchtlingsheimer heraus verübt werden. Es wird Klarheit brauchen über das, was uns prägt. Christen sind gefordert, ihren Glauben verständlich zu machen, einen Glauben der Barmherzigkeit und der Freiheit, dort wo Menschen danach fragen oder wo andere den christlichen Glauben für ihre Sache missbrauchen. Es wird Mut und Sanftmut brauchen, unseren Glauben zu leben und auch anderen

diese Möglichkeit zu lassen. Ein Zitat aus der Denkschrift „Christlicher Glaube und religiöse Vielfalt in evangelischer Perspektive“ aus dem Jahre 2015: „Die evangelische Theologie begreift das „allein durch Christus“ heute nicht als Lizenz zur Nötigung anderer, sondern als das freie und darum andere frei lassende Bekenntnis.“ Und ein Zitat aus den „Empfehlungen zu einem Verhaltenskodex“ weltweiter Kirchenverbände von 2011 unter dem Titel „Das christliche Zeugnis in einer mulitreligiösen Welt“: „Für Christen/innen ist es ein Vorrecht und eine Freude, Rechenschaft über die Hoffung abzulegen, die in ihnen ist, und dies mit Sanftmut und Respekt zu tun.“ Es wird auch Mut brauchen für den offenen Dialog mit anderen Religionen, zum Miteinanderleben unter einem Dach wie im „Haus der Religionen“ in Bern, gegen allen Argwohn, der solche Grenzüberschreitungen ablehnt. Mission als das sanftmütige Zeugnis vom eigenen Glauben und Dialog mit Menschen anderer Religion auf Augenhöhe schließen sich nicht aus, sondern gehören zusammen. Es wird allen Sachverstand brauchen, um Konflikte und Polarisierungen zu überwinden, um herzufinden, wie doch noch Frieden werden kann in Syrien, um zu verstehen, wie Flüchtlingsströme im Zeitalter der social media laufen, um Wege der Integration in Deutschland zu ebnen. Wir leben in einer besorgniserregenden Zeit. Wir brauchen allen Glauben, den wir haben. Christoph Huss |

foto: C. Huss

| Die Weltlage hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Staaten und Religionsgruppen, die Jahrzehnte einigermaßen friedlich miteinander auskamen, stellen sich gegeneinander, Staaten in islamischen Ländern sind im Aufruhr, andere wie Russland und die Türkei haben die Waffen wieder ausgegraben.


DACHREITER 1/2016 ... zusammen leben mit verschiedenen Religionen

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Verbindendes suchen, Trennendes respektieren, menschlich handeln | Meist trennen eher Lebensgewohnheiten als unterschiedliche Glaubenssätze. Doch auch der interreligiöse Dialog hilft, einen „Kampf der Kulturen“ zu vermeiden.

Foto: C. Huss

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m Jahr 1969 erschien in den USA ein Buch, das die Welt aufhorchen ließ: „The Clash of Civilizations“, auf deutsch: Kampf der Kulturen. Der Harvard-Professor Samuel Huntington (1927-2008) sah nach dem Ende des Kalten Krieges und der ideologischen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West einen neuen Konflikt heraufziehen, der unsere westliche Zivilisation herausfordern würde, nämlich das Zusammenprallen (clash) der westlichen, christlich geprägten Wertegemeinschaft mit den von anderen Religionen bestimmten aufstrebenden Regionen der Welt, davon in erster Linie den bevölkerungsstarken von sozialen Problemen belasteten Staaten des Islam. Nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 begann tatsächlich ein „Kampf gegen den Terror“, von Huntington als „gerechter Krieg“ bezeichnet. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich wenige Tage nach dem 11. September die dicke Überschrift „Krieg gegen den Terror“ auf der „Bild“-Zeitung sah und sofort dachte: Gegen Terror kann man doch nicht kämpfen! Mit Gewalt vermehre ich doch das Übel nur; das ist doch so, als ob ich in ein Krebsgeschwür steche und damit dessen Ausbreitung fördere. Terror, zumal wenn er sozial und religiös fundiert ist, kann man doch nur eindämmen, indem man sich darum bemüht, die Ursachen zu begreifen, Fehlentwicklungen zu erkennen und dagegen anzugehen – auch im „eigenen Lager“. Waren all diese Fragen noch bis in den letzten Sommer hinein für uns in Deutschland eher theoretischer Natur und für manche heiße Diskussion geeignet, so sind sie inzwischen überlebenswichtig geworden. Denn mit dem Terror in unserem Nachbarland Frankreich und dem Flüchtlingsstrom, der ungebremst unsere Heimat erreicht, müssen wir alle Stellung beziehen. Um einen „Kampf der Kulturen“ auch in unserem Land zu vermeiden, ist es wichtig, das Verbindende zu sehen. Und da gibt es gerade mit dem Islam erstaunlich viel Gemeinsames: Den Glauben an den einen Gott, der den Menschen geschaffen hat, die Geschichten vom Paradies, von

der Sintflut mit dem Segensversprechen Gottes, von Abraham, Isaak, Jakob und Josef, sowie den Propheten, von denen für die Muslime Jesus nach Mohammed als der wichtigste gilt – allerdings sehen sie in ihm nicht den Sohn Gottes. Auch Muslime leben in Erwartung des Jüngsten Gerichts und sind aufgefordert, den Nächsten zu lieben und soziale Verantwortung zu übernehmen. Fast zur gleichen Zeit, in der Huntington vom „Kampf der Kulturen“ gesprochen hat, gründete der Tübinger Theologe Hans Küng (geb. 1928) die Stiftung „Weltethos“. Ihm kommt es darauf an, das Verbindende der Religionen zu betonen, und da gilt für fast alle die Goldene Regel, die am verständlichsten in dem Sprichwort formuliert ist: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch keinem andern zu!“ Das Trennende der Kulturen betrifft oft weniger die religiösen Lehren als die Lebensgewohnheiten und die sittlichen Normen. Von denen hat sich das meiste im Laufe der Geschichte herausgebildet. Dabei sollten wir immer bedenken: Jeder wird in seine Umgebung hineingeboren und vertraut natürlich denen, die ihm das Leben geschenkt und ihn aufgezogen haben. Es sollte doch möglich sein, schon aus diesem Grund das als fremd Empfundene am anderen zu respektieren! Hans Küng hat folgende programmatischen Sätze formuliert, die man auch auf einer Schautafel im Königsfelder Albert-Schweitzer-Haus lesen kann: „Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen. Kein Friede unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.“ Darunter steht – ganz im Sinne Albert Schweitzers: „Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und der Ehrfurcht vor dem Leben.“ Denn „böse“ ist nach Albert Schweitzer die Zerstörung von Leben und „gut“ dessen Bewahrung. Wie viel besser stünde es um die Welt, wenn dieser schlichte Grundsatz von allen beachtet würde! Das wäre doch wohl eine bessere Perspektive als ein „Kampf der Kulturen“. Dr. Albrecht Moritz |

Veronika von Hochberg und Hans-Beat Motel besprechen Details des Ehrenamtlicheneinsatzes bei den Flüchtlingen. Schwester von Hochberg setzt sich auch in der Anschlussunterbringung in Villingen ein.

Hilfe für Flüchtlinge – ohne Freiwillige undenkbar! Seit dem 15. Dezember wohnt eine Gruppe von Frauen und Kindern aus dem Irak mitten in Königsfeld. Es handelt sich um Flüchtlinge mit besonderem Betreuungsbedarf, für die Königsfeld mit seiner Ruhe und den Fachärzten der MichaelBalint-Klinik ideale Voraussetzungen bietet. Einige Wochen vor ihrer Ankunft wurden ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht. Einer ersten Einladung der kommunalen Verwaltung zu einem Informations-Nachmittag waren rund 30 Interessierte gefolgt. Inzwischen hat sich diese Zahl erhöht, sodass derzeit nicht alle von ihnen eingesetzt werden können. Benötigt wurden die ehrenamtlichen Kräfte schon vor der Ankunft der Gruppe. Es galt, die Unterkunft herzurichten, Betten zu beziehen und die Angereisten mit einem leckeren Essen zu empfangen. Ehrenamtliche Kräfte halfen, die Wege zu den Geschäften in Königsfeld zu zeigen und sich in ihnen zurechtzufinden. Über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel wurden die Neuangekommenen besonders betreut; so besuchten fast alle die „Kleine Christnacht“. Dann galt es, weitere Aufgaben zu verteilen. Im Vordergrund standen die Beschäftigung für die Kinder und Jugendlichen und deren Einschulung. Auch dabei war die Hilfe von kundigen Freiwilligen unverzichtbar. Inzwischen ist es gelungen, die Kinder in Königsfeld und Mönchweiler einzuschulen. Drei ältere Jugendliche besuchen einen besonderen Unterricht in Schwenningen. Sehr wichtig ist der Sprachunterricht für die erwachsenen Frauen. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Deutsch-Grundkenntnissen, sondern auch um das Erlernen von Lesen und Schreiben einer für die Flüchtlinge unbekannten Schrift. Dieser Unterricht liegt ausschließlich in den Händen von Freiwilligen. Auch für einen Handarbeitskurs haben Ehrenamtliche die Verantwortung übernommen und vermitteln die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Dennoch sind Fahrten zum Landratsamt oder Besuche bei Ärzten ohne Auto schlecht zu bewältigen. Die Mitglieder einer Gruppe „Fahrdienst“ übernehmen solche Fahrten. Hans-Beat Motel |


6 Gemeindearbeit zinzendorfschulen DACHREITER 1/2016

Neue Aufgabenverteilung | Wer ist für was zuständig, wen kann man ansprechen für bestimmte Gebiete der Gemeindearbeit? Im Herbst 2015 trafen sich Renate Brach, Silke Bauer-Gerold, Thomas Gerold und Christoph Huss mehrfach, um die Aufgabenverteilung untereinander einer kritischen Klärung zu unterziehen.

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Joachim Dietermann eröffnete den Interreligiösen Tag mit einem Vortrag über religionssensible Erziehung.

Offen für Neues | Interreligiöser Tag der Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen: Angehende Erzieher setzen sich mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen auseinander.

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eligionspädagogik ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts an den Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen der Zinzendorfschulen. Neulich hatten die angehenden Erzieher beider Fachrichtungen bei einem Interreligiösen Tag Gelegenheit, sich in verschiedenen Workshops mit den unterschiedlichen Aspekten auseinander zu setzen. „Das war wirklich ein ganz besonderer Tag“, so die Abteilungsleiterin Sozialpädagogik und Sozialwesen, Maria-Elke Schoo-Schemmann, als zum Abschluss alle Gruppen im Kirchensaal ihre Ergebnisse präsentierten. Den Auftakt hatte der Darmstädter Religionspädagoge Joachim Dietermann gemacht, der über religionssensible Erziehung sprach. Allen Kindern gebühre Achtung und Respekt und jedes Kind habe das Recht auf Religion. Dabei sei es normal, dass alle verschieden sind – auch in religiöser Hinsicht. In dem Workshop des Pfarrers, der für religionspädagogische Beratung und Fortbildung im Fachbereich Kindertagesstätten zuständig ist, erarbeiteten die Zinzendorfschüler Methoden, mit denen sie dies später im Beruf umsetzen können. Das Theologisieren und Philosophieren mit Kindern sei dabei ein wichtiger Aspekt, so Dietermann: „Es zeigt, dass man sich für ihre Gedanken interessiert.“ Für den Bereich „Interkulturelles Training“ waren die externen Fachleute Ursula Becky und Bernhard Beier-Spiegler eingeladen. Jeder zweite in der Gruppe besitzt einen Migrationshintergrund. Es ging auch um die korrekte Verwendung von Sprache. „Einheimisch“ als Gegensatz zu „Migranten“ sei kein so glückliches Wort, so Beier-Spiegler vom Team Migration der Ev. Kirche in Baden, denn das unterstelle, dass Migranten nicht heimisch seien. Um interkulturelle und interreligiöse Kompetenz ging es in dem Workshop, in dem Begrüßungsrituale unterschiedlicher Kulturkreise erarbeitet und Chancengerechtigkeit beleuchtet wurde. In einem anderen Workshop bekamen Schülerinnen Anregungen, wie sie singend und tanzend ihre späteren Schützlinge um die Welt führen können, im Bereich Darstellender Kunst wurden interkulturelle Konflikte im Theater erlebt. Eine weitere Gruppe unternahm eine Exkursion in die neue Moschee in Villingen und ein Film- und Fotoworkshop beschäftigte sich mit dem Thema „Vielfalt wahrnehmen“. „Dieser Tag, an dem wir Die detaillierte Übersicht der Aufgabenverteilung im Verkündi- alle gemeinsam gearbeitet haben, zeigt, dass wir offen sind für Neues“, gungsdienst ist dem Jahresbericht 2015 beigefügt und im Gemein- freute sich Maria-Elke Schoo-Schemmann. debüro erhältlich.

Stephanie Wetzig |

Foto:zinzendorfschulen

chwester Bauer-Gerold und Bruder Gerold sind jeweils zu 50 Prozent in der Gemeinde angestellt, Bruder Huss zu 100 Prozent. Sie teilen sich die Bereiche Versammlungen, Seelsorge, Bildung und Leitungsaufgaben möglichst gleich entsprechend der Stellenanteile. Schwester Klingner-Huss ist nach dem Auslaufen ihres Auftrags im Kirchenbezirk ausschließlich in den Zinzendorfschulen angestellt und in der Gemeinde ehrenamtlich tätig. Schwester Brach hat eine 50-Prozent-Stelle mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit. Bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen steht es den Gemeindegliedern weiterhin frei, einen der drei angestellten Pfarrerinnen oder Pfarrer anzusprechen. Wird ein bestimmter Termin gewünscht, hält der- oder diejenige die Feier, die oder der bereits für den Termin eingeteilt ist oder zur Verfügung steht. Eine gleichmäßige Verteilung entsprechend der Stellenanteile wird angestrebt. Hinsichtlich der Regionen außerhalb des Kernortes Königsfeld sind alle Pfarrer für einen Bereich Hauptansprechpartner: Schwester Bauer-Gerold für Neuhausen, Bruder Gerold für den Brüdergemeinbereich Süd (Bodensee-Südbaden) und Bruder Huss für den Norden (Mittel- und Nordbaden, Pfalz und Saarland). Auch bei den Leitungsaufgaben gibt es unterschiedliche Zuständigkeiten: Bruder Huss ist im Kirchengemeinderat, Bruder Gerold momentan Vorsitzender der Ältestenrates und Schwester Bauer-Gerold ist als Mitglied des Vermögensausschusses eine wichtige Ansprechpartnerin für die Verwaltung. In der Jugendarbeit hat Schwester Bauer-Gerold in den letzten beiden Jahren wichtige Impulse gesetzt. Sie hat auch weiterhin den Vorsitz im Jugendausschuss. Die Jugend- und Kinderarbeit mit den regelmäßigen Angeboten, den Freizeiten und Events liegt wieder ganz in den Händen von Schwester Brach. Dazu gehören auch die neuen Projekte „Konfi 3“ und eine TheaterAG in der Grundschule. Unsere Gemeinde folgte damit einer Empfehlung der Landeskirche, Angebote in den Schulen zu machen, nachdem die Kinder durch Ganztageskonzepte sehr viel stärker als früher schulisch gebunden sind. Auf eine Anfrage der Grundschule ist die Gemeinde gerne eingegangen. Seit Februar nimmt Schwester Brach mit guter Resonanz dieses Angebot der Kirche in der Schule wahr. Auch hinsichtlich der Anstellung der Kantorin Ulrike Brusch gab es eine Veränderung. In Gesprächen mit der Direktion der Brüder-Unität zum Zweck einer Kostenreduzierung für die Brüdergemeine Königsfeld wurde vereinbart, dass Königsfeld eine 50-Prozent-Stelle finanziert und im Gegenzug der Kantorin Freiräume für Tätigkeiten außerhalb der Gemeinde schafft. Dazu gehören Absprachen über freie Tage in der Woche und ein freies Wochenende alle sechs Wochen. Dies bedeutet, dass die Gemeinde künftig stärker musikalische Gemeindeglieder und Gäste zur musikalischen Gestaltung der Gottesdienste anfragen wird. Dass es diese gibt, hat sich in der Vergangenheit gezeigt. |


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Das Liebste Liebe Kinder, liebe Jugendliche, liebe Eltern!

U

nsere Welt rückt immer mehr zusammen. Die neuen Medien ermöglichen uns eine Vielzahl an Informationen über Menschen, Länder und Kulturen. Wir lernen fremde Menschen aber auch auf direktem Weg kennen, weil sie zu uns ins Land kommen. Um Ängste und Vorurteile abzubauen, ist es immer gut, ein bisschen mehr über andere Kulturen und Religionen zu wissen. Es hilft, die Menschen zu verstehen und zu respektieren. Wichtig ist aber auch, dass wir über unseren eigenen Glauben Bescheid wissen, um gut miteinander ins Gespräch kommen zu können und dann vielleicht sogar Gemeinsamkeiten zu entdecken – wie in nachfolgender Geschichte. Eine gemeinsame Geschichte Am 23. Juni im letzten Jahr haben unsere türkischen Mitbürger das Opferfest gefeiert. Es ist ein Erinnerungsfest an Abraham, den die Muslime Ibrahim nennen. Im Mittelpunkt steht das Opfer eines Hammels, von dessen Fleisch ein Teil an Arme verschenkt wird. Die Kindergartenleiterin fragte den kleinen Metin: „Ist euer Opferfest schön?“ Metins Augen wurden ganz groß: „Genauso schön, wie euer Weihnachtsfest!“ Da beschloss die Kindergartenleiterin, das Hammelfest mit den türkischen und deutschen Kindern und Eltern zusammen im Kindergarten zu feiern. Die türkischen Mütter haben in der Kindergartenküche ein Frühstück vorbereitet, wie es in der Türkei üblich ist. Da gab es

Weißbrot, schwarze Oliven und Schafskäse – alles wurde auf einem Holzbrett ausgebreitet und auf den Boden gestellt. Dazu gab es Kindertee aus türkischen Teegläsern. Das Frühstück schmeckte allen Kindern sehr gut. Nach dem Frühstück gingen die türkischen Mütter wieder in die Küche, um das Mittagessen zu kochen. Die Hauptsache ist ein Fleischgericht aus Hammelfleisch, dessen Vorbereitung viel Zeit kostet. Die deutschen Eltern, die Erzieherinnen, die türkischen Väter und alle Kindern versammelten sich im Hauptraum des Kindergartens. Dann erzählte ein türkischer Vater die Geschichte, die zum türkischen Opferfest gehört: Einmal hat Gott einen großen Wunsch gehabt an seinen Propheten Ibrahim. Ibrahim sollte ihm das schenken, was er am liebsten hat. Ibrahim überlegte: „Ob Gott meine Schafe haben will, durch die ich reich geworden bin? Nein – vielleicht will er meine Kamele haben, für die ich so viel Geld bezahlt habe? Doch auch die Kamele sind nicht das Liebste, was ich habe. Das Liebste ist auch nicht mit Geld zu bezahlen. Jetzt weiß ich es, das Liebste auf der Welt ist für mich mein Sohn Ismael.“ – Und Ibrahim ging zu seinem Sohn Ismael: „Gott möchte das Liebste von mir. Weil du mein Liebstes bist, werde ich dich ihm schenken.“ Ismael fragte: „Aber Vater, wo treffen wir denn Gott?“ Ibrahim antwortete: „Wir machen einen weiten Spaziergang zu dem großen Berg Morija. Lass uns ein paar

Scheiben Brot mitnehmen, und dann machen wir uns auf den Weg.“ Der Teufel näherte sich Ismael und flüstert ihm ins Ohr: „Etwas Schreckliches wird geschehen! Flieh Ismael!“ Doch Ismael vertraute seinem Vater und hörte nicht auf die Einflüsterungen des Teufels. Er bewarf ihn mit kleinen Steinen. – Weil die türkischen Kinder daran dachten, sind sie zum Opferfest mit kleinen Steinchen in der Hand in den Kindergarten gekommen. – Nach einem weiten Weg kamen Ibrahim und sein Sohn Ismael schließlich an den hohen Berg. Aber Ismael konnte auch hier Gott nicht entdecken und forderte seinen Vater auf: „Ruf doch Gott, und sage ihm, dass wir beide hier sind, damit er mich mitnehmen kann.“ Ibrahim tat das. Aber Gott wollte Ibrahim seinen Sohn gar nicht wegnehmen. Er schickte Ibrahim einen Hammel, den wollte er geschenkt haben, und nicht Ismael. Den hat Ibrahim dann Gott zum Opfer gebracht. Danach machten sich Ibrahim und sein Sohn wieder auf den Weg nach Hause, feierten ein großes Fest und freuten sich darüber, dass sie zusammen bleiben durften. Und der türkische Vater fuhr fort: „So ein Fest feiern wir auch heute noch. Weil wir heute an Ibrahim und Ismael denken, schlachten wir Hammel und essen das Hammelfleisch. Für einen Hammel sparen manche Familien viele Monate lang.“ Die Kindergartenleiterin ergänzte dann: „Auch wir Christen kennen eine ganz ähnliche Geschichte. Sie wird im Alten Testament erzählt über Vater Abraham und seinem Sohn Isaak. Der Prophet Ibrahim im islamischen Glauben ist der Erzvater Abraham bei den Juden und bei den Christen. Und dann denken wir daran, dass Jesus das Lamm Gottes ist, das Osterlamm, das die Versöhnung zwischen Gott und uns Menschen bewirkt hat.“ – Und ein deutscher Vater sagte auch noch etwas: „Den Berg Morija gibt es auch heute noch, auf dem Tempelberg von Jerusalem. Von hier aus soll Mohammed in den Himmel aufgestiegen sein. Das ist derselbe Berg, auf dem Abraham Gott sein Liebstes geben wollte. Morija heißt: Gott sieht. Und heute noch sagt man: Das ist der Berg, da sieht man Gott.“ – Eine deutsche Mutter sagte: „Es gibt viele gemeinsame Dinge zwischen den drei großen Religionen, der christlichen, der islamischen und der jüdischen Religion.“ Beim Mittagessen, beim wohlschmeckenden Hammelfleischmahl, sagte die kleine Hannah ihrem Freund Metin, dass sie sich gefreut hat, so viel über die Türkei und den Glauben kennengelernt zu haben. Viele herzliche Grüße Eure Renate Brach |

Foto: Fadi El Binni Al Jazeer a Engl. / CC-BY-SA 2.0

10 junger DACHREITER 1/2016


fĂźr Kinder, jugend und Eltern

Jede Religion ist Ausdruck von Gottsuche und Gottfindung und verdient Respekt und Toleranz. Das Puzzle ergibt einen LĂśsungsansatz, der zu dieser Aussage passt.

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12 Abgebildet DACHREITER 1/2016

Tag der Kirchengemeinde

Taizé-Gottesdienst

Am 10. Januar fand der Taizé-Gottesdienst, wie sonst auch einmal im Jahr, im Kirchensaal statt. Zahlreiche Gottesdienstbesucher von Nah und Fern waren dazu erschienen. Dietrich Bonhoeffer war zentrales Thema dieses Gottesdienstes. Besonders schön ist es immer, die Taizélieder an diesem Tag mit vergrößertem Orchester zu singen.

Den Sonntag Invokavit am 14. Februar beging der landeskirchliche Teil der Evangelischen Gesamtgemeinde als Tag der Kirchengemeinde, in diesem Jahr auch wieder mit einem Gemeindenachmittag im Helene-Schweitzer-Saal. Das Jahresthema „Reformation und die Eine Welt“ bildete den Rahmen der Veranstaltung. Die Kirchengemeinderatsmitglieder R. Wittmann und D. Siebörger legten den Teilnehmern an den Tischen Quizfragen zur Reformationsgeschichte mit ihren globalen Auswirkungen vor. Vor dem Kaffeetrinken wurde die Gemeinde durch KGR-Vorsitzenden J. Hagen in der Gemeindeversammlung über die Herausforderungen des letzten Jahres informiert. Kirchenrechner H. Rohrbach erläuterte nach einer Übersicht über die Finanzstruktur die Überlegungen, die zur Einführung des freiwilligen Königsfelder Kirchenbeitrages geführt haben. Hiermit sollen vor allem diejenigen angesprochen werden, die keine Kirchensteuer entrichten. Ziel ist es, sinkende Zuweisungen der Landeskirche, etwa bei der Kurseelsorge, auszugleichen, um auch künftig die Angebote der Evangelischen Gesamtgemeinde aufrechterhalten zu können. Ebenso ist der Einsatz für besondere Projekte denkbar.

Kunstretter Konfifreizeit

Zur Hinführung zum Abendmahl diente das Wochenende der Konfirmandinnen und Konfirmanden in Trossingen vom 22. bis 24. Januar. Jugendliche Teamer und Schw. Brach begleiten die Gruppe mit Br. Huss. Von links nach rechts: Hanna Richter, Mirjana Klein, Maurice Fossé, Jill Schreiber, Nick Strötgen, Nico Gründling und Dominik Schäfer.

2015 wurde im Raum der Stille der MediClin Baar Klinik eines der beiden Kirchenfenster eingebaut, die Br. Huss mit J. Kronbach und einigen Freiwilligen aus der Kapelle des Klinikums Villingen hatte übernehmen können. Die MediClin veröffentlichte den Einbau, und da zur selben Zeit das Villinger Klinikum abgebrochen wurde und mit ihm manche Baukunst vernichtet wurde, gilt Br. Huss nun als „Kunstretter“ und wird darauf immer wieder angesprochen.

Nach dem Wunsch der Synode der Brüder-Unität trafen sich die Brüdergemeinen in den unterschiedlichen Regionen 2015 und 2016 zu Zukunftswerkstätten. Vom 19. bis 21. Februar versammelten sich in Stuttgart Delegierte aus den Gemeinden des Süd-West-Teams, um anhand des Leitbildes Zukunftsfragen der Gemeinden und der Region in den Blick zu nehmen. Zu Beginn wurden sie von Altdekan Hans-Joachim Zobel als Moderator aufgefordert, ihr Netzwerk spielerisch beim Bau eines Turmes aus Holzklötzen zu erproben.

Foto: U. Brusch; C. Huss, C. Nack; W. Trenkle

Zukunftswerkstatt


DACHREITER 1/2016 abgebildet Gemeintag Südwest

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‚Bileam - Von Engeln und Eseln‘ Herrnhaag 10.-12. Juni

Tanzen

Gespräch und Aktion

Engelliturgie

Das Chortreffen rückt näher ...

... und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Erfreulicherweise können wir schon auf finanzielle Teilerfolge zurückschauen. Die Lachmusik im Oktober, bei der der Kirchenchor zu einem Bunten Abend mit Gästen einlud, hatte viele Zuschauer. Auch das Benefizessen im September 2015 und Januar 2016 wurde gut angenommen. Wir hoffen weiter auf die Spendenfreudigkeit der Königsfelder und der Gäste.

Je tz t an me ld en!

Malen

Abendsegen am Lagerfeuer

Thematische Wanderung

Kreative Aktion in Kleingruppen

und vieles mehr

Der Gemeintag bietet die Gelegenheit zum Austausch über diese Fragen, zur gegenseitigen Ermutigung und zur fröhlichen Begegnung von Jung und Alt. Bileams Geschichte, in der Engel und Esel vorkommen, wird uns durch das Wochenende geleiten (4. Mose 22-24). Wir freuen uns auf die Anmeldung bis zum 10. Mai 2016 im Gemeindebüro oder bei der Sozietät Herrnhaag. Es laden ein die Sozietäten in der Schweiz und die Gemeinden in Südwestdeutschland: Bad Boll, Ebersdorf, Königsfeld, Neuwied und Rhein-Main und die Sozietät Herrnhaag. Erwach- Nicht-Ver- Jugend sene dienende 11-17 J. Übern. im Haus 60 € 40 € 25 € Übern. im eig. Zelt 45 € 30 € 14 €

Kinder Kinder Familie 4-10 J. bis 3 J. 15 € 0 € 125 € 10 € 0 € 90 €

Die Unterbringung im Haus ist einfach und die Bettenzahl begrenzt. Wer im eigenen Zelt übernachtet, zahlt einen geringeren Preis. Übernachtungen im Hotel oder einer Pension sind gegen Aufpreis möglich. Mit der Anmeldung ist eine Anzahlung von 25 € pro Erwachsenem zu überweisen an Ev. Brüdergemeine Rhein-Main bei der Evang. Bank, IBAN:DE37 5206 0410 0004 0045 66, BIC: GENO DEF1 EK1, Kennwort: Gemeintag + Name

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Anmeldung zum Gemeintag auf dem Herrnhaag Vorname Nachname Alter

foto: D. Fleich; H. Rohrbach; zvg.

Klausurtagung

Landeskirchlicher Kirchengemeinderat (KGR) und Ältestenrat (ÄR) der Brüdergemeine kamen im Januar 2016 zu einer Klausurtagung in Beuggen zusammen. Hauptthema waren Fragestellungen, die mit der Flüchtlingssituation zusammenhängen: Begegnung mit anderen Religionen, interreligiöse Aspekte in den verschiedenen Einrichtungen der Gemeinde. Die Tagung gab den Anstoß zum Thema dieser DachreiterAusgabe. Vorne von links: Referent Werner Ross (Rheinfelden), Verwaltungsleiterin Karen Warnecke-Gehrhardt, Pfarrer Dr. Thomas Gerold (Vorsitz ÄR), Pfarrerin Silke Bauer-Gerold, Pfarrer Christoph Huss, Schulpfarrer Christoph Fischer (ÄR). Mitte von links: Gerold Peper (Bereichsbeirat Süd, Kandern), Christiane Paul-Klingner (Synodale), Katharina Kronbach (Bereichsbeirat Nord, Waldbronn), Dietrich Siebörger (KGR), Angelika Munk-Rombach (ÄR), Doris Belke (ÄR). Hinten von links: Jens Hagen (Vorsitz KGR), Rainer Wittmann (KGR), Volker Hornscheidt (ÄR), Hans Rohrbach (KGR, Neuhausen), Renate Brach (Diakonin, KGR), Edeltraut Gäng (KGR, Neuhausen). Nicht auf dem Bild: Irene Hahn (ÄR), Malte Müller (KGR, Neuhausen), Reinhard Sapel (ÄR), Christiane Vollprecht (ÄR).

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Auf jeden Fall

Bei Bedarf

... im Haus ... im Zelt ... im Hotel / einer Pension Anreise mit der Bahn dem Auto Bis 10. Mai anmelden im Gemeindebüro oder bei der Sozietät Herrnhaag, z. Hd. E. Becker, Herrnhaag 2, 63654 Büdingen, E-Mail: becker@herrnhaag.de


Hassloch, 03. April 2016, 10.00 Uhr Pauluskirche, Martin-Luther-Straße Gottesdienst der Herrnhuter Missionshilfe mit Pfarrer Christoph Stetzer und Bruder Manfred Kruppa, der über die Arbeit der Brüdergemeine in Lettland berichten wird. Karlsruhe-Rüppur, 17. April 2016, 15.00 Uhr Ev. Gemeindehaus, Diakonissenstraße 26 Schw. Christiane Paul-Klingner berichtet von ihrem Auslandseinsatz als Hebamme im Krankenhaus in Isoko, Tansania – Leitung der Veranstaltung: Schw. Katharina Kronbach. Lachen-Speyerdorf, 05. Juni 2016 Gottesdienste der Herrnhuter Missionshilfe mit Pfarrer Stephan Oberlinger und Bruder Manfred Kruppa 09.00 Uhr Speyerdorf 10.10 Uhr Lachen Gemeintage auf dem Herrnhaag, 10.–12. Juni 2016 Bileam – von Engeln und Eseln Siehe Einladung auf Seite 13 Bereichswochenende, 16.–17. Juli 2016 An dem Wochenende treffen sich in Königsfeld der Bereichsbeirat und die örtlichen Gremien. Gäste aus dem Bereich sind herzlich willkommen zum Konzert der Zinzendorfschulen am Samstagnachmittag, zur Singstunde und zum Gottesdienst am Sonntag, in dem Bruder Kruppa die Predigt hält. Termine Freiburger Kreis 2016 durchgegeben von Schw. Birg aus Freiburg 29. Januar, 19. Februar, 18. März, 15. April, 20. Mai, 24. Juni, 15. Juli, 23. September jeweils 16.30 bis 18.30 Uhr Weitere Informationen auf www.evik.de. Aktuelle Informationen erhalten Sie über den gemeindeeigenen Newsletter für den Bereich: Anmeldung mit dem Wort subscribe im Betreff an news@koenigsfeld.org

Einführungskurs „Christen und Muslime“ ab Dienstag, 4. April, 19.00 Uhr Ökumenisches Zentrum, St. Georgen Leitung: Karin Nagel, Martin Höflin Schöpfen aus der Kraft der Stille Einführung das Herzensgebet Mittwoch, 5 Termine vom 6. April bis 4. Mai, 17.30 Uhr, EB-Seminarraum, Villingen Leitung: Barbara Reeg-Blech, Prädikantin Anmeldung: EB-Telefon 07721 8451-71

„Abrahams Töchter“ · Interreligiöse Frauenbegegnung · Besuch der Moschee Villingen Sonntag, 10. April, 14.30 Uhr Es sind nur noch wenige Wochen, bis 241 Sänge- Güterbahnhofstraße 7, Villingen rinnen und Sänger aus den Niederlanden, der Martin Buber – Seine Herausforderung an Schweiz, USA und Deutschland nach Königsfeld das Christentum kommen; Anreise ist am 5. Mai 2016. Es wer- Dienstag, 12. April, 19.30 Uhr, den Autofahrer gesucht, die einige Gäste in St. Donauhalle, Donaueschingen Georgen am Bahnhof abholen können. Zum öf- Referent: Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel fentlichen Programm gehört am Samstag, dem 7. Mai 2016, um 16.30 Uhr das große Chorkon- Die Musik als Markenzeichen der Reformation zert auf dem Zinzendorfplatz, um 19.30 Uhr Freitag, 29. April, 19.30 Uhr die Singstunde und am Sonntag, dem 8. Mai Ev. Gemeindehaus, Hauptstr. 27a, St. Georgen Referent Dr. Friedemann Fritsch 2016, um 10.00 Uhr der Gottesdienst. Diskussionsabend „Die Umweltentzyklika – ein Drehbuch zur Nachhaltigkeit?“ Kinderfreizeit in Trossingen Mittwoch, 11. Mai, 20.00 Uhr Ev. Gemeindehaus, Donaueschingen Mädchen und Jungen zwischen Mit Gottlieb Brunner, kathol. Theologe sechs und 14 Jahren sind herzJobst Kraus, BUND nachhaltige Entwicklung lich eingeladen! Diesmal in der

5. - 8. Mai 2016

Woche nach Pfingsten, mit genauso viel Spaß wie in den letzten Jahren! Wir wollen miteinander fröhlich sein und viel zusammen erleben: spielen, nachdenken, singen, gestalten, kochen und die Freizeit genießen. 24.-28. Mai 2016 im Naturfreundehaus „Steppachhalde“ in Trossingen; detaillierte Einladung im Frühjahr 2016 Weitere Informationen bei Renate Brach

Synagogen in Lengnau und Endingen Exkursion ins Aargau, Schweiz Sonntag 19. Juni, 10.00 – 17.00 Uhr Anmeldung: EB-Telefon: 07721 8451-71 Herausforderungen und Chancen des Alters Samstag, 9. Juli, 9.30 – 13.00 Uhr, Martin-Luther-Haus, Wehrstraße 2, Villingen Referentin: Ulla Reyle, Gerontologin, Praxis Alternswissenschaft und Supervision, Tübingen Das vollständige Programm der Ev. Erwachsenenbildung ist im Gemeindebüro erhältlich oder unter Telefon 07721 8451-71, E-Mail info@erwachsenenbildung-villingen.de

Termine für Schwestern 2016

Ferientage für Senioren vom 12. bis 17. September 2016 „Du stellst meine Füße auf weiten Raum ...“ Die Brüdergemeine in Südwestdeutschland und der Schweiz lädt ältere Mitglieder sowie Freunde und Freundinnen ein zu einer Ferienwoche in Oberstdorf im Oberallgäu. Wir verbringen eine Woche der Entspannung und Erholung von Leib und Seele in der Stille eines landschaftlich schön gelegenen heilkli-

Angebote der Evangelischen Erwachsenenbildung (EB)

matischen Ferienorts am Rande der Alpen, bei Spaziergängen und einem Ausflug in der Umgebungmit der Möglichkeit, mit anderen ins Gespräch zu kommen, und gemeinsam etwas zu erleben. Leitung: Pfr. Christoph Reichel (Neu-Ulm) und Pfr. Volker Schulz (Basel). Mehr Informationen im Gemeindebüro

09.04., Schwesterntreffen in Herrnhut Info: Jill Vogt, Telefon: 035873 33604 24.09., Schwesterntag in Neudietendorf Info: Annette Theile, Telefon: 036202 78622 23.-25.09., Schwesternseminar auf dem Herrnhaag Thema: Einfach spielen – eine biblische Geschichte Info: Katharina Rühe, Telefon: 069 709831 05.11., Schwesterntag in Neuwied Info: Karen Wilson, Telefon: 02631 899821

Gr afik: zvg.

Nachdem der Versammlungsort in Heidelberg-Rohrbach nicht mehr zur Verfügung steht, sind wir auf der Suche nach einer Alternative. Daher müssen wir die Termine in Heidelberg im Moment leider aussetzen.

18. Chortreffen

der evang. Brüdergemeine

Gemeinbereich

Königsfeld im Schwarzwald

14 Nachrichten & ter mine DACHREITER 1/2016


versammlungen DACHREITER 1/2016 kontakt Versammlungen in neuhausen

Versammlungen in der Karwoche und zu Ostern

6. März 2016, 10.30 Uhr Familiengottesdienst

Samstag, 19. März 19.00 Uhr Bethaniastunde

25. März 2016, 10.15 Uhr mit Abendmahl

Palmsonntag, 20. März 10.00 Uhr Familiengottesdienst mit Hosiannastunde inkl. Lesung für Kinder und Abschluss der Kindermutmachtage

1. Mai 2016, 10.30 Uhr Familiengottesdienst, Maiwanderung

Regio-Gottesdienste 28. März 2016, 10.00 Uhr Regio-Gottesdienst in Weiler 5. Mai 2016, 10.00 Uhr Regio-Gottesdienst mit Bläsern in Mönchweiler 16. Mai 2016, 9.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in Obereschach in der katholischen Kirche 16. Mai 2016, 10.30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in Weiler

regelmäSSige versammlungen in Königsfeld Sonntag, 10.00 Uhr, Predigtgottesdienst Mittwoch, 18.15 Uhr, Friedensgebet Donnerstag, 19.30 Uhr, Bibelgespräch Samstag, 19.00 Uhr, Singstunde (Liedgottesdienst)

persönliche mitteilungen - - - - - - - - - TAUFEN - - - - - - - - 24.10.2015 Jette Herminghaus 15.11.2015 Theo Singer 19.12.2015 Jette Neumann 26.12.2015 Lorenz Horstmann-Silitonga 31.01.2016 Amelie Klausnitzer

Montag, 21. März 19.30 Uhr Leseversammlung Dienstag, 22. März 19.30 Uhr Leseversammlung Mittwoch, 23. März 19.30 Uhr Leseversammlung mit Abend mahlsvorbereitung Gründonnerstag, 24. März 15.00 Uhr Leseversammlung (Gethsemanestunde) 16.00 Uhr Christoph-Blumhardt-Haus: Abendmahl nach Ordnung der Brüdergemeine 19.30 Uhr Abendmahl nach Ordnung der Brüdergemeine (mit Wein) Karfreitag, 25. März 9.00 Uhr Leseversammlung 10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl nach Ordnung der Badischen Landeskirche 10.15 Uhr Neuhausen: Gottesdienst mit Abendmahl nach Ordnung der Badischen Landeskirche 14.30 Uhr Leseversammlung (Todesstunde) Samstag, 26. März 19.00 Uhr Grabesliturgie

- - - - - - - TRAUUNGEN - - - - - - -

Jugendräume Tel.: 07725 93 82 15 Ev. Kindergarten „Arche“ Tel.: 07725 28 32 E-Mail: kindergarten@koenigsfeld.org Diakonisches Werk im Schwarzwald-Baar-Kreis Beratungsstelle für Schwangere und junge Familien, Allgegemine Sozialberatung, Kurvermittlung, Schuldenberatung, Tel.: 07721 84 51 50, E-Mail: villingen@diakonie.ekiba.de, www.diakonie-sbk.de Sozialstation Judith Wolf-Baum Tel.: 07725 91 57 14, 0152 217 317 55 Kontaktadressen Region Nord • Katharina Kronbach, Leopoldstraße 61, 76337 Waldbronn, Tel.: 07243 358 77 85, E-Mail: k.kronbach@koenigsfeld.org • Manfred Kruppa, Brückstraße 7, 76703 Kraichtal 2, Tel.: 07251 96 14 51 E-Mail: m.kruppa@koenigsfeld.org • Andreas Schlimm, In den Klostergärten 31, 67227 Frankenthal, Tel. + Fax: 06233 288 47, E-Mail: ab.schlimm@koenigsfeld.org Kontaktadressen Region Süd • Barbara Hofmann, Emmendinger Straße 14 79211 Denzlingen, Tel.: 07666 990 87 • Pfr. i. R. Gerold Peper, Hammersteiner Straße 15 79400 Kandern, Tel.: 07626 97 27 11, 597 22 49 SeniorenAppartements im Herrnhuter Haus Zinzendorfpl. 7; Ltg: K. Warnecke-Gehrhardt (s. o.)

Bankverbindung / Spendenkonto Konto-Inhaber: Ev. Brüdergemeine Königsfeld Bank: Evangelische Bank (neue Firmierung) IBAN: DE38 5206 0410 0000 5075 04 SWIFT-BIC: GENO DEF1 EK1 Für Überweisungen an die Ev. Kirchengemeinde bitte Verwendungszweck „Landeskirche“ angeben.

- - - - - - - - HEIMGÄNGE - - - - - - - -

Foto: zvg.

EVANGELISCHE BRÜDERGEMEINE EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE Zinzendorfplatz 3, 78126 Königsfeld Telefon: 07725 93 82 0, Fax: 07725 93 82 22 E-Mail: gemeindebuero@koenigsfeld.org • Pfarrer Christoph Huss; Tel.: 07725 93 82 20 E-Mail: huss@koenigsfeld.org • Pfarrerin Silke Bauer-Gerold; Tel.: 07725 93 82 26 E-Mail: bauer-gerold@koenigsfeld.org • Pfarrer Thomas Gerold; Tel.: 07725 93 82 26 E-Mail: gerold@koenigsfeld.org • Verwaltungsleiterin Karen Warnecke-Gehrhardt Tel.: 07725 93 82 12 E-Mail: warnecke-gehrhardt@koenigsfeld.org • Kantorin Ulrike Brusch, Tel.: 07725 10 70 E-Mail: brusch@koenigsfeld.org • Jugenddiakonin Renate Brach, Tel.: 07725 71 42 E-Mail: r.brach@koenigsfeld.org

Alten- & Pflegeheim Christoph-Blumhardt-Haus Stellwaldstraße 1, 78126 Königsfeld Leitung: Jürgen Lieberum, Tel.: 07725 93 85 0 E-Mail: info@christoph-blumhardt-haus.de

30.01.2016 David u. Jasmin Reich, geb. Möller 06.10.2015 Dieter Glimmann (78 Jahre) 07.11.2015 Erna Aberle (92 Jahre) 13.11.2015 Bernd Adelmann (71 Jahre) 17.11.2015 Luise Ruschmann (97 Jahre) 05.12.2015 Elsbeth Schrödter (84 Jahre) 06.12.2015 Pier Doxie (81 Jahre) 12.12.2015 Elsa Lehmann (94 Jahre) 15.12.2015 Lucia Härtel (93 Jahre) 25.12.2015 Helga Meyer (92 Jahre) 25.12.2015 Richard Podschaske (82 Jahre) 27.12.2015 Gisela Ahne (65 Jahre) 31.12.2015 Horst von Mücke (87 Jahre) 01.01.2016 Gisela Kremzow (91 Jahre) 17.01.2016 Hannelore Freigang (60 Jahre) 23.01.2016 Walter Gabler (92 Jahre) 27.01.2016 Ilse Rockenschuh (89 Jahre) 04.02.2016 Angela Heidi Jung (58 Jahre)

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Ostersonntag, 27. März 6.45 Uhr Feier des Ostermorgens mit Gang zum Gottesacker (Beginn im Kirchensaal) 8.00 Uhr Osterfrühstück (im Haus Christian Renatus) 10.00 Uhr Gottesdienst nach Ordnung der Badischen Landeskirche Ostermontag, 28. März 10.00 Uhr Regio-Gottesdienst in Weiler

impressum Dachreiter, der Gemeindebrief der Evangelischen Gesamtgemeinde Königsfeld, erscheint vierteljährlich für Mitglieder, Einwohner, Gäste und Freunde. Herausgeber: Evangelische Brüdergemeine und Evangelische Kirchengemeinde Königsfeld (Anschrift s. o.) Verantwortlich für diese Ausgabe: Christoph Huss Realisation & Verlag: DIGNUS.DE Medien GmbH Umweltfreundlich gedruckt: www.umwelt.dignus.de 2,50 Euro je Ausgabe, 9 Euro im Jahr für vier Ausgaben


Dachreiter

16 DACHREITER 1/2016

16 DACHREITER 1/2016 Reformation & eine Welt

In weiter Ferne · so nah! | 25 Jahre partnerschaftliche Beziehungen des Kirchenkreises Villingen mit der südindischen Kirche

s waren erste Telefonate, später dann einzelne Briefe und schließlich persönliche Begegnungen, die den Grundstein für eine bis heute bestehende Freundschaft gelegt haben. Waren es anfangs Pfarrer und Bischöfe, so folgten bald Mitarbeitende und Gemeindeglieder, Frauen und Männer, Erwachsene und Jugendliche, die diese Kontakte pflegten und die Partnerschaft trugen. In Erinnerung an diese bereichernden und spannenden 25 Jahre besuchten im November 2015 Dekan Wolfgang Rüter-Ebel (oben links) und Pfarrer Oliver Uth (oben rechts) den neugewählten Bischof Mohan Manoraj, der seit Ende 2014 die Karnataka Southern Diocese (KSD) der Church of South India (CSI) leitet. Die Christen (aller Konfessionen) sind mit einem Anteil von drei bis vier Prozent an der Gesamtbevölkerung nur eine kleine Minderheit. Ihr soziales Engagement, das sich in Kinderheimen, Schulen, Altenfürsorge, Krankenhäusern und so manch anderen Bildungseinrichtungen zeigt, stellt jedoch ein prägendes Element in der indischen Gesellschaft dar. Die KSD, deren 80 Gemeinden auf dem Gebiet zwischen Bangalore, Mysore und Mangalore liegt, hat nun mit Bischof Manoraj erstmalig in der Geschichte der CSI einen Vertreter der Dalits in die Leitungsverantwortung gewählt. Und Bischof Manoraj plant Projekte zur Förderung der auf dem Land lebenden und in allen Belangen benachteiligten Dalitsfrauen und –mädchen. Damit will er weitergeben, was er aufgrund der Bemühungen der Basler Missionare vor 200 Jahren empfangen hat. Diese waren es nämlich, die in Südindien mit der Frohen BotREIHE: Reformation & eine Welt Dem letzten Jahr vor dem Reformationsjubiläum 2017 hat die Evangelische Kirche in Deutschland das Thema „Reformation und die Eine Welt“ gegeben. In den Portraits auf der letzten Seite stellen wir Aspekte dieses Themas vor: Weltweite Partnerbeziehungen unserer Gemeinde, globale Netzwerke und deren Freud und Leid.

schaft von der Liebe Gottes und der Versöhnung durch Christus jedem Menschen Wertschätzung entgegengebracht haben. Viele Dalits haben dies mit offenen Herzen aufgenommen, aber auch heute noch leiden die kastenlosen Dalits unter Chancenungleichheit, Unterdrückung und Geringachtung. Die KSD unter Bischof Manoraj schenkt ihnen wieder neu die Aufmerksamkeit. Dankbar weiterzugeben, was empfangen wurde und mit der Botschaft des Evangeliums sich um jene kümmern, die in der Gesellschaft übersehen und benachteiligt werden – das sind Aspekte, die uns in der Begegnung mit den Christen aus Indien berühren und beeindrucken. Und das sind nur zwei Aspekte eines bunten und vielfältigen Blumenstraußes, der uns in dieser Partnerschaft dankbar werden und staunen läßt über Gottes Werk in und mit seiner Kirche. „In weiter Ferne – so nah.“ Mit unseren Partnern freuen wir uns über die in alle Welt ausgegangene Reformation – und durch unsere Partner kommt diese wieder zu uns zurück. Wir sehen, wir lernen, wir feiern gemeinsam die eine weltweite Kirche Jesu Christi. Das ist ein besonderes und bereicherndes Geschenk, welches wir dankbar annehmen und pflegen wollen. Darum lädt der Kirchenbezirk auch zu einem Besuch in Indien im Sommer dieses Jahres ein. Oliver Uth |

Reisedatum: 25.08.-10.09.2016; Kosten: ca. 1.100 €; Informationen dazu erhalten bei Pfr. O. Uth, E-Mail oliver.uth@kbz.ekiba.de Oliver Uth ist seit 2015 Bezirksbeauftragter für Mission und Ökumene im Kirchenbezirks Villingen. Schon in seiner früheren Tätigkeit in der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck war er in der Partnerschaftsarbeit zur Moravian Church in Südafrika und zu Kirchen in Indien tätig. September 2014 zog er als neuer Pfarrer der Lukaspfarrei mit seiner Frau Barbara Uth und vier Kindern nach Villingen.

foto: zvg.

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Dachreiter 2016-1  
Dachreiter 2016-1  

Evangelische Brüdergemeine, Evangelische Kirchengemeinde, Evangelische Gesamtgemeinde Königsfeld im Schwarzwald