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1 2019

Dachreiter e vangelisch in Königsfeld · w w w.e vik.de

ANGEDACHT

KLINIKSEELSORGE

Verraten, verspottet 04

Wo die Menschen uns brauchen 05

Foto: M. Mack; zvg.; W. Trenkle; C. Huss

NEUER GESANGBUCHANHANG

Bunte Mischung, reiche Vielfalt 03

Willkommen .................................................................. 2 Thema: Neuer Gesanbuchanhang Bibeltexte neu geordnet ............................................. 2 Bunte Mischung, reiche Vielfalt ................................... 3 Angedacht: Verraten, verspottet .................................... 4 Klinikseelsorge: Wo die Menschen uns brauchen ............... 5 Zinzendorfschulen: Neuer Austausch ............................... 5 Neue Gottesdienste in der Region ................................... 6

Ortsplan & Partner ...................................................... 7-9 Junger Dachreiter ........................................................ 10 Jugend ....................................................................... 11 Abgebildet .............................................................. 12-13 Aus den Räten ............................................................. 12 Neuhauser Spalte ......................................................... 13 Termine, Versammlungen & Kontakt .......................... 14-15 Zinzendorfplatz: Erdmuth-Dorotheen-Haus ..................... 16


2 willkommen Neuer Gesangbuchanhang

Liebe Mitglieder und Freunde der Kirchengemeinde, der Herrnhuter Brüdergemeine am Ort und außerhalb, liebe Gäste in Königsfeld!

In der Passions- und Osterzeit werfen wir den Blick auf entsprechende Lieder. Zufällig haben sich die Verfasserinnen auf Seite vier dasselbe Lied ausgesucht und beleuchten es von zwei Seiten. Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich, im Namen aller Mitarbeiterinnen, eine gesegnete Besinnung in der Passionszeit und österliche Freude. Ihr Christoph Huss |

auf unserer Website

Auf der Website der Gesamtgemeinde finden Sie aktuelle Nachrichten, ausgewählte Predigten zum Nachlesen und vieles mehr. Hineinschauen lohnt sich! www.evik.de Auch frühere Ausgaben des Dachreiter stehen online zum Blättern und Lesen zur Verfügung. Die Website lässt sich auch gut mit mobilen Geräten betrachten; einfach den QR-Code mit dem Smartphone scannen.

Bibeltexte neu geordnet > Was ist die neue Perikopenordnung, und wofür brauchen wir sie?

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n jedem Gottesdienst werden verschiedene Bibeltexte gelesen, einer als Lesung, einer als Text für die Predigt und weitere als Wochenspruch und in der Liturgie. Bei „Perikopen“ geht um diese Bibeltexte, die irgendwie zusammenpassen sollen. Es gäbe ja verschiedene Möglichkeiten, diese Bibeltexte auszusuchen. Der Pfarrer könnte etwa überlegen, worüber er gerne einmal reden würde und einen entsprechenden Bibeltext nehmen. Oder jemand könnte ein Messer nehmen, in die Bibel hineinstechen und über die getroffene Seite predigen. Oder man fängt vorne in der Bibel an, bis man durch ist. Wie soll man es also machen?

fangreicher ist. Der Grund ist zunächst einleuchtend: In der christlichen Kirche sollte oft über Jesus Christus und seine Worte gesprochen werden. Aber die Zahl der Ordner zeigt, dass das Verhältnis von Abschnitten aus dem Alten und dem Neuen Testament bisher zu einseitig war. Dies hat die neue Perikopenordnung geändert und mehr Texte aus dem ersten Teil der Bibel aufgenommen – auch Psalmen. Jetzt stammen ein Drittel der Texte aus dem Alten Testament. Auch Frauen kommen öfter vor. Und die Reihen wurden gemischt, nicht ein ganzes Jahr Evangelien, ein ganzes Jahr Johannes oder Briefe von Paulus. Da hatte bei der bisherigen Perikopenordung mancher Pfarrer Die Alte Kirche hat schon früh vom Juden- und vielleicht auch manches Gemeindeglied tum die Sitte übernommen, für die Wochen gestöhnt, wenn schon wieder ein ähnlicher des Jahres eine Leseordnung aufzustel- Bibelabschnitt an der Reihe war. len. Das hatte den Zweck, dass die Gläubigen die ganze Schrift kennenlernen, auch Muss ich eigentlich über den vorgeschlawenn nicht jedes eigene Kapitel drankommt. genen Text predigen? Nein. Wenn ein besonDie Kirche hat zusätzlich das Leben Jesu deres Vorkommnis etwas anderes nahelegt, auf das Jahr verteilt, passend zu den Jah- ist der Prediger nicht an den Vorschlag gereszeiten, angefangen bei der Geburt Jesu. bunden. Ich schaue meist am Montag, was Martin Luther hat bei der Reformation des der Vorschlag ist und was sonst noch anliegt. Gottesdienstes die Lesereihen der Alten Kir- Meist nehme ich aber gerne den entspreche übernommen, während die reformierten chenden Abschnitt. Wer wissen will, was Kirchen eher ein biblisches Buch Kapitel für ein Text am kommenden Sonntag dranfür Kapitel durchnahmen. Im 19. Jahrhun- kommt, kann in der Leseordnung hinten im dert gab es fünf Predigtreihen für fünf Jah- neuen Anhang nachsehen; 2019 wird über re, 1958 wurde eine sechste Reihe ergänzt. den Text der ersten Reihe gepredigt. Auch Diese wurde mit leichten Veränderungen bis im Losungsbuch steht der Wochenspruch als zum letzten Jahr gehandhabt. Thema des Sonntags, das Evangelium, die Epistel aus den Briefen und der Predigttext. Für mich als Pfarrer bedeutet dies, dass die Bibeltexte alle sechs Jahre wiederkommen. Dabei bemerkt man noch weitere kleinere Zu vielen habe ich schon mehrfach gepre- Veränderungen: Wochenlieder gibt es nun digt. So sind in den letzten 35 Jahren zehn zwei, aus unterschiedlichen Traditionen; die Aktenordner voller Predigten entstanden. Epiphaniaszeit endet nun immer am SonnManches Alte kann man wieder aufgreifen, tag vor dem 2. Februar und es gibt ein paar anderes nicht. Auffällig ist, dass die Ord- neue Gedenktage als Möglichkeit. ner in meinem Regal nur ganze zwei Predigten zum Alten Testament enthalten. Und Christoph Huss | das, obwohl der erste Teil der Bibel viel um-

Dachreiter 2019-1 • Foto: D. Fleig; C. Huss; DIGNUS.DE

Wie sehr uns ein Gottesdienst anspricht, hängt von vielem ab, vor allem von den Liedern und Texten, die verwendet werden. Der neue Anhang zum Gesangbuch der Evangelischen Kirche in Baden „Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder“ ist da eine richtige Fundgrube. Er enthält auch eine Übersicht über die neue Zuordnung der „Perikopen“, der Bibeltexte für den jeweiligen Sonntag, den die evangelische Kirche Ende 2018 eingeführt hat. Es macht Freude, mit dem neuen Buch Gottesdienst zu feiern. In dieser Nummer des Dachreiter stellen wir beides vor. Das neue Buch steht nun in den Schränken neben dem Evangelischen Gesangbuch und dem der Brüdergemeine.


3 Neuer Gesangbuchanhang

Bunte Mischung, reiche Vielfalt > Mit dem neuen Gesangbuchanhang ist es wie mit allem Neuen: man sollte es nicht einfach hinnehmen, sondern schauen, was für einen selbst und die eigene Gemeinde passt.

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ugegeben: als ich erfuhr, dass unsere Landeskirche einen neuen Anhang zum Evangelischen Gesangbuch mit mehr als 200 neuen Liedern einführen möchte, war ich skeptisch. Je näher die Einführung jedoch rückte, desto mehr habe ich die Chancen dieses Liederbuches erkannt.

Dachreiter 2019-1 • C. Huss; M. Mack

Denn schon sehr bald wurde bekannt, dass viele der über 200 Liedern gar keine wirklich „neuen“ Lieder sind. Zum einen war da in Vergangenheit das kleine blaue Heft „Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder“, das in vielen unserer Gemeinden bereits verwendet wurde. Die Nummern 1 bis 94 sind im neuen Anhang eins zu eins übernommen worden. Diese Lieder sind vielerorts schon bekannt und werden von unterschiedlichen Gemeindegruppen gerne gesungen. Und auch im neuen Liedteil gibt es viele Lieder, die regional bereits seit längerem gesungen wurden. Die Sammlung bündelt also vieles, das schon da war, und macht es denjenigen zugänglich, die es noch nicht kannten. Hierbei habe ich schon bald festgestellt, dass die landeskirchenübergreifende Liedkommission es sich mit den rund hundert neu aufgenommenen Lieder nicht leicht gemacht hat. Aus über 3.000 Liedvorschlägen hat sie eine Auswahl treffen müssen. Dass hierbei regional unterschiedliche Singsze-

nen und -gewohnheiten aufeinandertrafen, können Sie sich sicherlich vorstellen. Die uns nun vorliegende Auswahl ist in meinen Augen aber keineswegs ein wildes Potpourri. Ich sehe es vielmehr als eine bunte Mischung, also eine reiche Vielfalt. Selbstverständlich wird nicht jedes Lied für jede Gemeinde oder Gemeindegruppe geeignet sein. Während die einen lieber Lobpreis singen, möchten die andern eher einen PopSong einstudieren. Wieder andere möchten vielleicht einen neuen Text auf eine altbekannte Melodie singen. All dies ist mit dem Liederbuch möglich: wir haben die Wahl! Mit dieser Wahl verbunden sind auch die Chancen zu neuen Musizierformen. Gibt es eine Band in der Gemeinde, oder ein Lobpreis-Team? Dann kommen andere Lieder in Frage als im kleinen Gemeindezentrum, wo nur ein Klavier oder jemand mit der Gitarre zur Begleitung zur Verfügung steht. Viele Lieder wurden auch mehrstimmig gedruckt, was die Möglichkeit eröffnet, ab und zu einen Refrain mehrstimmig zu singen. Und was musikalisch gilt, ist auch auf die Texte zu übertragen: Hier gibt es alte Texte mit neuen Melodien und neue Texte mit alten Melodien. Diese sind theologisch ebenso unterschiedlich wie die Melodien dazu. Sie sehen: Es gibt vielfältige Möglichkeiten, und ich bin mir sicher, dass für jeden Anlass etwas dabei ist, was gut passt und sich vor Ort adäquat umsetzen lässt. Übrigens: Umfangreiches Begleitmaterial ist übrigens beim Strube-Verlag erschienen (Tastenbegleitheft, Band-Material mit transponierenden Stimmen, Chorhefte, Werkbuch mit praktischen Tipps und Vorlagen für Andachtsformen).

Ich persönlich kann nach nunmehr dreimonatiger aktiver Nutzung in Gottesdienst, Andacht, Gemeindeabend und Chorprobe also durchaus ein positives Fazit ziehen. Denn mit dem neuen Gesangbuchanhang ist es wie mit allem Neuen: man sollte es nicht einfach nur hinnehmen, sondern reflektiert betrachten und schauen, was einen selbst und die eigene Gemeinde passt. Insofern wünsche ich Ihnen viel Freude beim Singen und Beten aus dem neuen Liederbuch. Marius Mack, Bezirkskantor |


4 Angedacht

Verraten, verspottet ins von den Passionsliedern im neuen badischen Anhang des Evangelischen Gesangbuchs hat mich besonders angesprochen. Es beginnt mitten im Passionsgeschehen – verraten vom Freund, verspottet, verhöhnt und verlacht von der Umwelt, unverstanden, bemitleidet von den Gesprächspartnern des so Geschundenen, den Verfassern Christof Messerschmidt und Verena Rothaupt. Sie sprechen behutsam mit ihm, ohne seinen Namen zu nennen. Zugleich gelingt es ihnen, unmissverständlich klar zu machen, um wen es sich handelt, seine Herkunft zu klären; denn da waren doch die Lieder der heiligen Nacht, der Jubel der Engel über den Retter der Welt. Verklungen, nichts übrig – kein Fröhlich soll mein Herze springen – nein, die Herzen sind leer, ausgetrocknet von Schmerz und Klage. Es scheint, als würden gleichzeitig das Hosianna für den König und das schaurige Kreuzige für den vermeintlichen Übeltäter ertönen. Die Jünger sind entmutigt und hilflos auf der Flucht. Was soll werden? Hier erreicht das Gespräch aus der Vergangenheit überleitend die Gegenwart. Da sind auch Fragen: Warum dies, wofür kann dein Leiden und Sterben gut sein? Vielleicht auch für mich? Ich kann mich mit hineinnehmen lassen, die Zweifel, in den Vergleich. Du, Herr, du kennst das Leiden, deshalb kannst du mir in Angst und im Finstern Mut machen.

Und nun findet derjenige, der den Leidenden nicht loslässt, die Ebene zur eigenen Not. Er nimmt an, dass diesem Gequälten kein Schmerz, auch nicht sein persönlicher wütender Schmerz unbekannt ist. Kein Leid der Welt geht an diesem Leidenden vorbei, und er fühlt seine Hände gehalten und sein Herz getröstet – so, wie nur dieser trösten kann. Der Sprecher – oder ist es jemand, der betet – fühlt bei allen Fragen doch die Gewissheit: Der, der diesen Weg ging, weil es Gott gefiel, in dessen Leid ist auch mein Schmerz aufgehoben. Nicht Verlorenheit, sondern Befreiung zum Leben, weil Jesus als Mensch den Menschen ganz nahe kommt, weil er Leid überwunden hat. Besonders freue ich mich über den Refrain, da findet sich vor allem die Hoffnung auf den Ostermorgen. Der große Bogen von der Krippe zum Kreuz, von Weihnachten zu Ostern wölbt sich über dieses Lied. Die Gemeinde singt das Evangelium. Noch ist es ein unvertrautes Lied, doch ich glaube, dass ich es gern singen werde – gerade wegen der Zwiesprache über Passion, Schmerz und Trost. Ursula Böcker |

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ls am 1. Advent 2018 der neue Anhang zum Evangelischen Gesangbuch eingeführt wurde, war ich so sehr mit den Liedern für Advent und Weihnachten beschäftigt, dass ich mich noch gar nicht so richtig damit beschäftigen wollte. Nach einer kurzen Chorpause im Januar 2019, als dann die Notenbücher für Chor und Bläser ausgepackt waren, haben wir in den ersten Proben in beiden Chören ein paar Lieder ausprobiert. Das Lied Verraten, Verspottet hat dabei eine interessante Wirkung hervorgerufen. Im Satz für den Kirchenchor singt der Sopran die Melodie mit dem Text der drei Strophen. Die Unterstimmen singen: Hosianna. Hilf, Herr, hilf! Kreuziget ihn! Den Refrain-Text singen alle. Aber diese beiden Ausrufe – Hosianna und Kreuziget – so dicht nebeneinander zu singen, war zunächst schwierig. Allerdings verdichten beide Ausrufe die Aussage des Liedes. In der zweiten Strophe heißt es auch Hosianna und Kreuziget sind sich so nah. Es fällt schwer, beides so schnell hintereinander zu singen, man möchte nicht Kreuzige singen. Zwar bekommt Kreuzige in den großen Passionen zum Beispiel von Johan Sebastian Bach sehr viel Aufmerksamkeit und wird sehr energiereich gesungen – aber ohne Hosianna. Vielleicht fällt es uns deshalb so schwer, weil wir vor nicht allzulanger Zeit das Hosianna in der Kirche gesungen haben und auch bald wieder singen – „nur“ Hosianna, ohne Kreuziget. Bei uns im Kirchenchor hat es zum neuen Nachdenken angeregt. Wer darauf achten will: Wir werden das Lied in der Passionsbetrachtung am 11. April singen. Ulrike Brusch |

Dachreiter 2019-1 • Liedtext: Christof Messerschmidt und Verena Rothaupt. Melodie: Verena Rothaupt. © Strube, München; Foto: zvg.

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5 Klinikseelsorge Zinzendorfschulen

Neuer Austausch > Schüler/innen der Ockbrook School in England waren zu Gast in Königsfeld.

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an kann noch so viel über fremde Länder lesen – am meisten lernt man über andere Kulturen durch Reisen. Daher pflegen die Zinzendorfschulen schon immer den Schüleraustausch mit verschiedenen Ländern. Als jüngste Partnerschule wurde die Ockbrook School im englischen Derbyshire gewonnen, Eine Schule mit Internat, die ebenfalls von der Brüdergemeine getragen wird.

Wo die Menschen uns brauchen > Seit Sommer 2018 hat die katholische Seelsorgeeinheit „An der Eschach“ wieder einen zweiten Priester, Vikar Adalbert Mutuyisugi. Manche haben ihn schon bei ökumenischen Anlässen kennengelernt. Er hat sich auch in der MediClin Albert-Schweitzer und Baar-Klinik (ASK) als neues Mitglied im Seelsorgeteam bekanntgemacht. Klinikmitarbeiter Wolfgang Trenkle stellt ihn in einem Beitrag vor, den wir hier in Ausschnitten wiedergeben dürfen.

I

n den ersten Jahren nach der Weihe wird ein Priester in der römisch-katholischen Kirche als Vikar bezeichnet. Er trägt in dieser Zeit noch keine alleinige Verantwortung für die Pfarrei. Vikar Adalbert Mutuyisugi ist bereits seit 21 Jahren Priester und trug in Ruanda für große Gemeinden Verantwortung. Aufgrund der Sprachhürde stellt er sich in Deutschland noch in die jeweils zweite Reihe. So in seiner letzten Vikarstelle in Waldkirch bei Freiburg und auch jetzt in der katholischen Seelsorgeeinheit „An der Eschach“ für neun Gemeinden an der Seite des leitenden Pfarrers Alexander Schleicher. „Ich bin froh, dass du hier in die Klinikseelsorge eingestiegen bist“, freut sich sein Kollege Pfarrer Christoph Huss. Erstmals zeichnete Vikar Adalbert für die ak-

Dachreiter 2019-1 • Foto: Wolfgang Trenkle; Stefanie Wetzig

Klinikseelsorge Getragen wird die Klinikseelsorge an der MediClin Albert-Schweitzer und BaarKlinik (ASK) von der Evangelischen Gesamtgemeinde und der Katholischen Seelsorgeeinheit „An der Eschach“. Hauptansprechpartner ist Pfarrer Christoph Huss. Jeden Freitag ab 18.30 Uhr finden im Wechsel der drei Gemeinden im Raum der Stille Abendmahls- und Eucharistiefeiern statt. Zu dem Team, das von Kolleginnen im Ruhestand unterstützt wird, gehört Diakonin Gabriele von Dressler. Die Mitarbeitenden stehen auch für Seelsorge zur Verfügung. Die Klinikseelsorge an der ASK kann auf eine rund zwanzigjährige Tradition zurückblicken.

In der ersten Dezemberwoche waren 20 Austauschschüler/innen in Königsfeld. Ihr großer Wunsch war, die Adventszeit in Deutschland zu erleben. Doch zunächst lernten sie bei einem gemütlichen Abend in der Waldauschänke nicht nur schwäbische Dinnete, sondern auch ihre Tauschpartner kennen, zu denen sie im Vorfeld per E-Mail Kontakt hatten.

tuellen Abendbesinnungen an der Klinik mitverantwortlich und gestaltete zwei Eucharistiefeiern. Die Freude, während des Klinikaufenthalts eine christliche Abendbesinnung zu erleben oder Gottesdienst feiern zu können, ist vielen Patienten ins Gesicht geschrieben. Gesundung während des Reha-Aufenthaltes bezieht sich nicht nur auf den Körper.

In den darauffolgenden Tagen stand neben Unterrichtsbesuchen und Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten der Besuch von Weihnachtsmärkten in Villingen und Stuttgart auf dem Programm. Bei einem bunten Nachmittag stimmten sich alle gemeinsam auf das Weihnachtsfest ein. Sie sangen gemeinsam Lieder, lasen Weihnachtsgedichte und verglichen die weihnachtlichen Bräuche „Den größten Unterschied zwischen den der beiden Länder. Anschließend besuchten Kirchengemeinden in meinem Heimat- einige Schülerinnen und Schüler noch die land und jenen in Deutschland sehe ich in Adventssingstunde im Kirchensaal. der Altersstruktur der Mitglieder“, so Vikar Adalbert. „In Ruanda sind die meisten sehr Ein Gegenbesuch ist im Juli geplant. Welche jung. In Deutschland finden sich eher die Äl- Auswirkungen der Brexit darauf hat, stand teren in den Gottesdiensten.“ Auf mehrere bei Redaktionsschluss jedoch noch nicht Gemeinden aufgeteilte Seelsorgeeinheiten fest. Stefanie Wetzig | finden sich hingegen auch in den katholisch geprägten Ländern Ruanda, Kongo und Burundi. Die Menschen legten bisweilen zu Fuß lange Strecken zurück, um sonntags einen Gottesdienst feiern zu können. Ein weiterer gravierender Unterschied fällt Vikar Adalbert in der ausgiebigen Verwaltungsarbeit eines Pfarrers in Deutschland auf: Bürokratie verknappe leider die Zeit für die pastorale und damit eigentlich priesterliche Arbeit. Christoph Huss kann ihm nur zustimmen. „Wir müssen dorthin, wo die Menschen uns brauchen“, so Vikar Adalbert. In Afrika bedeute dies, die Menschen in oft stark improvisierten Kirchen zu besuchen. Die Kirchen in Deutschland sind baulich stabil, dafür nicht selten tendenziell eher leer. Klinikseelsorge stelle ein solches Besuchen dar, ein Suchen danach, wo Menschen Hilfe benötigten. Wolfgang Trenkle |

Bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier lernten die Schülerinnen und Schüler aus England und Deutschland die landestypischen Bräuche und Lieder kennen.


6 Evangelisch in der Regio Brüdergemeine überregional

mann haste töne! Herzliche Einladung an alle, die gerne

mal wieder Einladung in einem Männerchor sinHerzliche

gen, zum 8. Männer-Chor-Wochenende an alle, die gerne der Brüdergemeine auf dem Herrnhaag gerne mal vom 19. bis 22. September 2019 gerne mal wieder in einem Män Wir singen Geistliches und Geselliges aus verschiedenen Epochen, evtl. zum auch Herrnhuter Musik aus dem 18. Jahrhundert und etwas Modernes. Musikalische Leitung: Christiane Mebs, der Herrnhuter Brüderge Alexander Rönsch, evtl. Niels Fischer in Herrnhaag und Christian Arndt Anreise: Donnerstag, ab19.-22. 17 Uhr, AbreiSeptember 20 se: Sonntag, nach dem Mittagessen Wir Kostenbeitrag: singen Geistliches und Geselliges 65 €, ermäßigt: 45 € aus versch wieder Herrnhuter Musik aus dem Jahrhundert Unterkunft in Gästezimmern in 18. HerrnLassen wir uns überraschen! haag (i. d. R. Mehrbettzimmer), Hotel-/ Pensionsplätze bei Aufpreis möglich Musikalische Leitung: Christiane Mebs, Neuwied, A Anmeldung mit Angabe zur Fischer, Stimm-Zeist und evtl. Niels lage (Tenor I/II, Bass I/II), GeburtsAnreise: Donnerstag, ab ca. 17:00 Uhr tag, Anschrift und E-Mailadresse bis Abreise: Sonntag, nach dem Mittagessen 31. Juli 2019 bei Ev. Brüdergemeine Kostenbeitrag: € (ermäßigt:21, 45,-60487 €) Rhein-Main,65,Mulanskystr. Unterkunft in den Gästezimmern in H Frankfurt, E-Mail: info@herrnhuter(i.d.R. Mehrbettzimmer) in-hessen.de > Die evangelischen Kirchengemeinden der Regio Nord des Kirchenbezirks verstärHotel / Pensionsplätze bei entsprech ken 2019 das Angebot gemeinsamer Gottesdienste. möglich

8. Männer – Chor – Woc

Neue Gottesdienste in der Region ies vereinbarten die Gremien der Kirchengemeinden Buchenberg/Weiler, Königsfeld und Mönchweiler, nachdem die Hauptamtlichen bereits 2017 im Rahmen einer Fortbildung ein regionales Gottesdienstkonzept erarbeitet hatten. Neben den traditionellen ökumenischen Angeboten (Bibelwoche, Pfingstmontag, Kurparkgottesdienst sowie Buß- und Bettag) und den ebenfalls lange eingespielten vier evangelischen Regiogottesdiensten (Epiphanias, Ostermontag, Himmelfahrt, Herbst) wurden zusätzliche Projekte angedacht, bei denen eine/r der Mitarbeitenden ein Angebot für eine bestimmte Zielgruppe in der Regio macht – eventuell an wechselnden Orten. Mitunter wird parallel noch ein klassischer Gottesdienst in der Region stattfinden. Familienkirche – Tut doch gut! Die Familienkirche bietet ein Generationen verbindendes Gottesdienstereignis. Die Geschichten sind spannend, die Atmosphäre entspannend, Kinder werden beteiligt, Lieder mit der Gitarre begleitet, jede/r kann mitmachen, Spontanes wird begrüßt. Um eine Mitte herum entwickelt sich der Gottesdienst, in dem Elemente wie Kerzen, Steine, Decke, Tücher und vieles mehr eingesetzt werden. Die Teilnehmenden erwartet ein lebendiger Gottesdienst mit Tiefgang! Und danach wird gemeinsam gegessen. Beginn: 11 Uhr, Ende gegen 13 Uhr. Termine: 24. März in der Gemeindehalle in Weiler, 7. Juli im Gemeindehaus Arche in Mönchweiler und 8. Dezember in den Räumen der Brüdergemeine. Leitung: Pfarrer Förschler mit Teams.

Stationengottesdienste: Zwei Stationen-Got- Anmeldung: Freiwilligendienst mit Angabe zur Stimmlage (Tenor I/II, B tesdienste (ein Gottesdienst zur üblichen Gotauf dem Herrnhaag Anschrift und aktueller Mailadresse! tesdienstzeit, bei dem man im Raum von einer bis zum 31. Juli 2019 bei Station zur anderen geht) und ein begehbarer Ab September 2019 stehen Stellen für Gottesdienst zum Beginn des KonfirmandenFreiwilligendienste auf dem Herrnhaag Ev. Brüdergemeine Rhein-Main jahres (in einer Art Ausstellung werden die offen. WirMulanskystr. suchen Menschen, die ein Le21 Teile des Gottesdienstes erklärt), für alle Konben in Beziehung zu Gott, Mitmensch 60487 Frankfurt firmanden in der Region. Durchführung: Iris und Schöpfung gestalten wollen. info@herrnhuter-in-hessen.de Roland, noch ausstehende Termine: begehbarer Gottesdienst am 10. November ab 10 Uhr Was euch erwartet: in Buchenberg. • Ein Jahr intensives Leben

• Sinnvolle, eigenverantwortliche

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Jugendgottesdienst – von der Jugend für alle: Tätigkeiten Dieser Gottesdienst findet um 17 Uhr statt- • Taschengeld, Unterkunft und außerhalb der klassischen Gottesdienstzeit. Verpflegung Durchführung: Gabriele von Dressler und Königsfelder Jugend. Termine: 25. Mai JuFür Menschen ab 21 Jahren bis ins Rengendsingstunde in Königsfeld, 20. November tenalter bietet der Herrnhaag vielfältige Jugendgottesdienst in Königsfeld Einsatzgebiete verschiedene Gaben einSingen mit dem neuen Anhang: Als weiteres zeitlich begrenztes Regioprojekt kam für Anfang 2019 das Singen mit dem neuen badischen Anhang dazu, in Zusammenarbeit mit dem Bezirkskantorat – Regie Christoph Huss. Dritter Termin: Sonntag, 14. April 2020, 19 Uhr in Mönchweiler. Predigtverbund: Wir treffen uns vier Mal im Jahr für die Jahresplanung und gottesdienstliches Fein-Tuning. 2019 tauchen diese Angebote nun erstmals in den Gottesdienstplänen auf. Die Kolleginnen und Kollegen der Region freuen sich, Sie dazu einladen zu können.

zubringen oder zu erproben:

Gästebetreuung, Andachten, Begleitung Jugendlicher mit Sozialstunden, Renovierungsarbeiten, Gartenarbeit, Holz und Heizung, Kochen, Zeit haben für Gespräche, Führungen, Cafédienste, Social Media, Mitarbeit bei Bücher- und Trödelmarkt, Geländegestaltung zum Ort der Einkehr, Mitwirkung bei Veranstaltungen des Vereins und anderes mehr Macht geeignete Leute gerne darauf aufmerksam! Fühlt ihr euch angesprochen oder habt Fragen? Schreibt an freiwilligendienst@herrnhaag.de

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Seit über 60 Jahren sind wir komp im OFFENER MIT TAGSTISCH petent Pflegen, Versorgen und altersgerechten Wohnen. Sie können unsere Dienster >auch ambule lant in Anspruch ei nehmen. Gerne W kommen wir zu Ihnen nach Hause und versorgen Sie in Ihrer gewohnten Umgebung – ganz nach Ihrem individuellen Bedarf.

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Auch bei Ihnen zu Hause!

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Café Sapel Der Laden mittendrin Schwarzwald-Apotheke Brilleant optic Kachler – Raumausstatter Die Bestatterin Cordula Schwarzwälder > Neuhausen Mönchweiler, Villingen-Schwenningen

Stellwaldstr. 1 · 78126 Königsfeld im Schwarzwald Tel.: 07725 9385-0 · Ambulanter Pflegedienst: -55 www.christoph-blumhardt-haus.de

FOTO: ZVG.; VICTOR / FOTOLIA; PHOTOGRAPHEE.EU / FOTOLIA

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Hallo liebe Kinder,

An alle Mädchen und Jungen zwischen 6 und 12 Jahren

Ihr könnt aus diesem Buchstabenquadrat sechs Wörter suchen, die Wörter suchen: Auferstehung; Frauen; Freude; Jesus; Engel; Angst in Königsfeld und Umgebung auf einer Zeile vorwärts oder rückwärts, diagonal aufwärts oder abwärts zu lesen sind. Wenn Ihr sie gefunden habt, dann markiert sie.

Wir laden Euch herzlich ein zu unserer

Und am Ende wisst Ihr, warum wir das Osterfest feiern. Viel Spaß

Pfingstfreizeit

Ostern feiernkönnt wirIhrdie ……………………………………von Jesus Christus. Im Anschluss sie dann in den Lückentext unten einfüllen.

dabei. Er lebt und die ……………….. darüber ist groß.

18. bis 22. Juni 2019 · Trossingen Aber das war nicht von Anfang an so. Die Jünger versteckten„Steppachhalde“ sich nach dem Tod von Naturfreundehaus Wörter suchen: Auferstehung; Frauen; Freude; Jesus; Engel; Angst 65 Euro Eure Gabi (Gabriele von Dressler, Diakonin) |

JesusOstern in einem Haus und verschlossen die Tür. Sie hatten große ……………….. feiern wir die ………………..……………………von Jesus Christus. Er lebt und die ………...……….. darüber ist groß. Aber das war nicht

Wir wollen in dieser Zeit miteinander fröhlich sein und viel zusammen erleben: Spielen, nachdenken, singen, gestalten, kochen und die Freizeit genießen.

Jesus hatte doch versprochen, bei ihnen zu sein. Er hat so viele Menschen mit von Anfang an so. Die Jünger versteckten sich nach dem Tod von

„Auf Gott ist Verlass!“ heißt das Thema unserer Gottes Botschaft erreicht. Und nun? Plötzlich klopfte es an ihre Tür. Jesus in einem Haus und verschlossen die Tür. Sie hatten große diesjährigen Pfingstfreizeit und Ihr dürft wieder gespannt sein, was wir uns für Euch ausgedacht haben. Die Leitung hat Gabriele von Dressler, und für das leibliche Wohl sorgen Renate und Thomas Brach.

……………………kamen zu ihnen und erzählten ihnen, dass Jesus lebt. Sie waren ………………. . Jesus hatte doch versprochen, bei ihnen zu sein. Er hat

so viele Menschen mit Gottes Botschaft erreicht. Und nun? Plötz-

meldetDer Euch bisStein zum 24. Mai im Gemeindebüro gerade auf dem Weg zum Grab, da erschraken sieBitte sehr. vom Grab war lich klopfte es an ihre Tür. ………..........………… kamen zu ihnen und

an. Wir melden uns dann wieder bei Euch.

Bis dahin Grüße war. weggerollt. Eindass …………………..sprach sie an und erzählte ihnen, washerzliche passiert erzählten ihnen, Jesus lebt. Sie waren gerade auf dem Weg Eure Gabriele von Dressler

zum Grab, da erschraken sie sehr. Der Stein vom Grab war weggerollt. Ein ………..........………….. sprach sie an und erzählte ihnen, was passiert war. Diese gute Nachricht konnten sie nicht für sich behalten: Ja, …………....……… lebt.

Dachreiter 2019-1

Diese gute Nachricht konnten sie nicht für sich behalten: Ja, ………………… lebt.


11 Jugend

Jugendraum Antonia

Ich freue mich, dass wir zusammen so ein Projekt machen dürfen. Ich bin gespannt, wie es aussehen wird und ob es so wird, wie wir es uns vorstellen.

Lena

Ich finde die Möglichkeit gut, dass wir mitgestalten können.

Phoebe

Ich freue mich, dass wir die Möglichkeit haben, den Jugendraum zu renovieren, und unsere Ideen mit einbringen dürfen.

Marina

Ich finde es toll, dass wir einen eigenen Raum haben und renovieren dürfen.

Ronja

Ich freue mich, dass wir jetzt einen gemütlichen Raum haben. Ich freue mich auch schon auf unsere Renovierungsaktion.



Dachreiter 2019-1 • Foto: zvg.

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Gottesackerordnung Dem Thema „Neue Gottesacker-Ordnung“ und damit der Einführung der Wiederbelegung von Gräbern, außerhalb des historischen Teils, haben sich der Gottesacker-Ausschuss und der Ältestenrat seit 2017 in vielen Sitzungen gewidmet. Da die Entwürfe der Gottesackerordnung und der Gesamtplan zur Wiederbelegung der Brüder-Unität in Herrnhut zur Genehmigung vorgelegt werden müssen, und weil es mehrfach Vorschläge zu Änderungen gab, die bei uns zu weiteren Abwägungen führten, dauerte es bis zur endgültigen Fassung etwas länger als erhofft. Aber es zeigt sich wieder einmal: „Gut Ding will Weile haben“. Angelika Munk-Rombach |

Klausurtagung von Ältesten- und Kirchengemeinderat Was mich bewegt? Mit der Frage im Gepäck waren die Mitglieder von Ältestenrat und Kirchengemeinderat zu ihrer Klausurtagung Ende Januar nach Kloster Kirchberg gereist. Als Gäste waren Mitglieder des Bereichsbeirats und die Kantorin dabei. Es wurden wertvolle Tage für die beiden Leitungsgremien. Für manche war es die letzte Tagung, denn Ende 2019 finden in beiden Organen Neuwahlen statt. Die ersten Vorbereitungen sind bereits angelaufen. Dann werden Menschen gesucht, die in der Doppelgemeinde etwas bewegen wollen.

Weihnachtsmusical Leuchte kleiner Stern, so hieß das Weihnachtsmusical von Siegfried Fietz und Daniela Dicker, das wir im Dezember in der Kleinen Christnacht aufgeführt hatten. 15 Kinder probten seit Oktober die Lieder und fünf weitere kamen dann als Sprecher dazu. Es war eine sehr schöne und intensive Zeit.

Lebendiger Advent Zum ersten Mal fand in der Adventszeit in Königsfeld die Aktion Lebendiger Advent statt. Immer zur gleichen Uhrzeit trafen sich Einwohner, um gemeinsam eine Geschichte zu hören, zu singen und sich so auf die Weihnachtszeit vorzubereiten. Die Aktion wollen wir gerne in diesem Jahr wieder durchführen.

Dachreiter 2019-1 • Foto: Hagen Foto design; Hans Rohrbach, c. Huss; G. Fischer

Den Ältestenrat und den Vermögensausschuss beschäftigen seit Sommer 2018 die Planungen für die notwendig gewordenen Umbauten im Christoph-Blumhardt-Haus (CBH). Baden-Württemberg hat eine neue Landesheimbauverordnung erlassen, die deutlich höhere Anforderungen an Pflegeheime stellt. Ziel sind vor allem Einzelzimmer und moderne sanitäre Anlagen (WC und Dusche). Die Umbauarbeiten sollen im Herbst 2019 beginnen und abschnittsweise in den Gebäudeteilen bis zum Frühjahr 2020 fertiggestellt werden. Die angestrebte Verbesserung der Wohnsituation der Bewohner/innen erfordert eine große Investition, die sorgfältig auf sichere finanzielle Beine gestellt werden muss. Sie ist für den künftigen Betrieb unseres Alten- und Pflegeheims unabdingbar.


13 Abgebildet Neuhauser Spalte

Passion

Gespräch Christen-Muslime Der Einladung in die Moschee des Türkisch-Islamischen Vereins Spaichingen Fatih Cami folgten am 29. November 2018 mehr als 30 Personen aus der Region. Nach einer Einführung in das Thema „Vorbild Abraham – in beiden Religionen“ entwickelte sich ein Gespräch, in dem ein großer Teil der Anwesenden engagiert und konzentriert seine Meinungen und Anregungen vortrug. Dabei wurden Unterschiede, aber auch sich in beiden Religionen ähnelnde oder sogar vergleichbare Ansichten zur Geschichte und Bedeutung Abrahams deutlich. Der Abend diente als erster in der neuen Reihe „Christen und Muslime – Gespräch und Kenntnis statt Schweigen und Misstrauen“ dem Kennenlernen in der Begegnung und ließ bei allen Beteiligten die Hoffnung auf weitere Kontakte, mehr Offenheit und höhere Akzeptanz in der Öffentlichkeit wachsen. Erfahrbar wird, wie aus Fremden Bekannte werden und wie sich Furcht Schritt für Schritt in Vertrauen wandelt. Zum zweiten Abend luden Fatih Cami Spaichingen, DITIB-Moschee Rottweil, sowie die Evangelische Gesamtgemeinde zusammen mit den Zinzendorfschulen am 23. Januar 2019 um 19.30 Uhr nach Königsfeld in den Helene-Schweitzer-Saal ein.

Der Begriff Passion kommt aus dem französischen passion (spätlateinisch passio) und bedeutet leidenschaftliche Hingabe. Jesus war, in dem, was er tat, sehr leidenschaftlich. Schon als Zwölfjähriger ging er in die Synagoge, legte den Priestern die Schrift aus und diskutierte mit ihnen. Später legte er sich mit den Pharisäern an und machte dabei keine Kompromisse. Er war vom Willen seines Vaters überzeugt und lebte dies seinen Jüngern, wie auch den Menschen, denen er begegnete, vor. Er hat das gesagt, was er dachte. Wie sieht das bei uns aus? Reden wir aus Leidenschaft, wenn wir von etwas überzeugt sind? Machen wir unsere Meinung kund? Ich erlebe immer wieder, dass Menschen, denen ich begegne, sich über vieles aufregen. Leider passiert das meist nur im kleinen Kreis, wo man für seine Meinung nicht verurteilt wird. Woran liegt das? Angst davor, seine Arbeit zu verlieren, dass es zu einer Trennung im privaten Bereich kommt? Es gibt sicher noch mehr Gründe, warum wir das, was wir denken, nicht aussprechen. Dabei hat es Jesus uns vorgemacht. Er ist unser zentraler Punkt christlichen Glaubens. Wir können somit auf ihn vertrauen, dass uns nichts passiert. Er sagte zu uns: „Ich bin bei Euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“ Was soll uns also passieren?

Dachreiter 2019-1 • Foto: M. Endler und C. Fischer

Leidenschaftlich, heißt für mich auch, dass wir unsere Gefühle zum Ausdruck bringen sollten. Wut, Aggression, Trauer, Liebe, Angst sind solche Begriffe. Als Jesus mit seinen Jüngern im Garten Gethsemane war und betete, hatte er Angst vor dem Sterben und dem Tod. Er zweifelte und wollte, dass „dieser Kelch an mir vorübergeht“. Und dann sagte er etwas sehr Wichtiges, so wie wir es auch im Vaterunser beten: „Dein Wille geschehe.“ Er vertraute darauf, dass sein Vater das Richtige macht, und gab sich dem Leidensweg, den er nach der Verhaftung erfuhr, voll und ganz hin. Bis hin zum Tod.

Kindermutmachtage 30 Kinder kamen im Februar dieses Jahres zu den Kindermutmachtagen. Das Thema war: „Komm, freu dich mit uns – die Seligpreisungen.“ Gemeinsam machten wir uns mit Franz und Mara und dem glücklichen Otto mit Hilfe von Geocaching auf die Suche nach Botschaften aus der Bergpredigt. Wir haben viel gesungen, gebastelt, gelacht und am Sonntag diese mutmachenden Tage mit einem Familiengottesdienst beendet. Es war eine sehr schöne Zeit für klein und groß.

Eine weitere Bedeutung für das Wort Passio ist Leiden, Krankheit. Viele Menschen leiden, weil sie krank sind, eine chronische Krankheit oder eine Behinderung haben. Sie sind auf Unterstützung angewiesen. Ist es da nicht auch der Wille Gottes, dass wir uns um sie kümmern? Durch unsere Hilfe, aus unserem Glauben heraus, können wir einen Teil dazu beitragen, dass das Leid gemindert wird. Haben Sie Mut, sich mit voller Hingabe, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten, zu engagieren. Es kann Ihnen nichts passieren! „Ich bin bei Euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“ Wolfram Wschetezka |


14 Gemeinbereich Termine Hassloch, 24. März 2019 9.30 Uhr: Christuskirche, Langgasse 84, Hassloch, Gottesdienst der Herrnhuter Missionshilfe (HMH) mit Pfr. Christoph Stetzer und Br. Manfred Kruppa Freiburg, Samstag 13. April 2019 17.00 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Treffen zum Palmsonntag – ein Programm für die ganze Familie: kurze Andacht, Imbiss, Bastelprogramm für die Kinder, Palmsonntagsliturgie mit Hosianna-Singen Freiburg, 10. Mai 2019 18.30 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Fortsetzung der Reihe „Die Reformatoren“ mit Br. Gerold Peper

Unitätsgebetswacht In die zehntägige Gebetsperiode in der Europäisch-Festländischen Provinz vom 23. März bis zum 2. April 2019 reiht sich die Gemeinde Königsfeld am 1. April ein. Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Gebetskette zu beteiligen. Tragen Sie ihren Namen hierzu in die aufliegende Liste ein; sie liegt nach den Gottesdiensten am linken Ausgang; in der Woche im Gemeindebüro, telefonisch erreichbar unter 07725 9382-11. Die entsprechende Gebetszeit halten Sie selbst zu Hause, allein oder mit Freunden. Eine Liste mit Gebetsanliegen liegt ebenfalls bei. Weitere Hilfen finden Sie auf unserer Website.

Freiburg, 7. Juni 2019 18.30 Uhr: Gemeindezentrum PetrusPaulus, Lorettostraße 59, Freiburg Fortsetzung der Reihe „Die Reformatoren“ mit Br. Gerold Peper

Gottesdienste in Neuhausen 10. März 2019, 10.30 Uhr Familiengottesdienst 19. April, 10.15 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Speyerdorf

28. April, 10.30 Uhr Familiengottesdienst

Sonntag, 10.00 Uhr: Predigtgottesdienst Mittwoch, 18.15 Uhr: Friedensgebet Donnerstag, 19.30 Uhr: Bibelgespräch Lachen-Speyerdorf, 27. Oktober 2019 • 9.00 Uhr: Evangelische Kirche, Bauern doktor-Gros-Straße 37/39, Lachen • 10.10 Uhr: Evangelische Kirche, Langensteinstraße 29, Speyerdorf Gottesdienste der Herrnhuter Missionshilfe (HMH) mit Pfr. Stephan Oberlinger und Br. Manfred Kruppa Informationen auch auf www.evik.de

Regio-Gottesdienste Ostermontag, 22. April, 10.00 Uhr Regio-Gottesdienst in Weiler Himmelfahrt, 30. Mai, 10.00 Uhr Ökumenischer Regio-Gottesdienst in Mönchweiler 24. März 2019, 11.00 Uhr Familienkirche in Weiler 14. April 2019, 19.00 Uhr Singen mit dem neuen Anhang in Mönchweiler 25. Mai 2019, 19.00 Uhr Jugendsingstunde in Königsfeld

Samstag, 19.00 Uhr: Singstunde (Liedgottesdienst)

TEXTILE PASSION Kreuzwegstationen gestaltet von Gabriele King Ausstellung vom 1. bis 11. April 2019 im Kirchensaal 4. Passionsbetrachtung 4. April, 19.30 im Kirchensaal „Jesus begegnet den weinenden Frauen“ 5. Passionsbetrachtung 11. April, 19.30 im Kirchensaal „Jesus wird seiner Kleider beraubt“ mit Chor und Bläsern

Öffnungszeiten Gemeindebüro · Zinzendorfplatz 3 Mo, Di, Do, Fr: 10 – 12 Uhr; Mi: 14 – 16 Uhr Historische Sammlung Zinzendorfplatz 3 Sonntag und Feiertag: 11 – 12 Uhr Der Laden Mittendrin · Friedrichstraße 7 Mo – Fr: 09.30 – 12.30, 14.30 - 18.00 Uhr, Sa: 09.30 – 13.00 Uhr

persönliche mitteilungen TAUFEN 24.11.2018 Isabel Zimmermann 16.12.2018 Finja Haas 16.12.2018 Mathi Haas 16.12.2018 Valentin Haas 16.12.2018 Angelina Hübsch 24.02.2019 Sinjin Alexander Haase AUFNAHME IN DIE BRÜDERGEMEINE 15.12.2018 Christian Haase HEIMGÄNGE 23.11.2018 Elisabeth Friedmann, geb. Becker (95 Jahre) 25.11.2018 Wolfram Paul (96 Jahre) 02.12.2018 Wolfgang Märtz (89 Jahre) 04.12.2018 Irma Kessler (98 Jahre) 27.12.2018 Anneliese Schubert, geb. Paulus (92 Jahre) 29.12.2018 Ruth Stoltenberg (91 Jahre) 30.12.2018 Peter Munk (97 Jahre) 18.01.2019 Helga Fader 25.01.2019 Ruth Schaible 03.02.2019 Irmgard Hartmann 08.02.2019 Waltraud Rettenmaier

Dachreiter 2019-1 • Foto: Immanuel Giel / CC BY 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de; Gabriele King; DIGNUS.DE

RegelmäSSige Versammlungen


15 Termine Kontakt

Passion und Ostern 2019 IN KÖNIGSFELD Sonntag, 24. März 11.00 Uhr Familienkirche in Weiler Donnerstag, 28. März 19.30 Uhr 3. Passionsbetrachtung Donnerstag, 4. April 19.30 Uhr 4. Passionsbetrachtung Donnerstag, 11. April 19.30 Uhr 5. Passionsbetrachtung mit Chören Samstag, 13. April 10.00 Uhr Minigottesdienst im Kirchensaal Samstag, 13. April 19.00 Uhr Bethaniastunde Palmsonntag, 14. April 10.00 Uhr Gottesdienst mit Hosiannastunde 19.00 Uhr Singen mit dem neuen Anhang in Mönchweiler Montag, 15. April 15.00 Uhr Christoph-Blumhardt-Haus: Abendmahl nach Ordnung der Brüdergemeine 19.30 Uhr Leseversammlung Dienstag, 16. April 19.30 Uhr Leseversammlung Mittwoch, 17. April 19.30 Uhr Leseversammlung mit Abendmahlsvorbereitung Gründonnerstag, 18. April 15.00 Uhr Leseversammlung (Gethsemanestunde) 19.30 Uhr Abendmahl nach Ordnung der Brüdergemeine (mit Wein)

Dachreiter 2019-1 • Grafik: zvg.

Karfreitag, 19. April 9.00 Uhr Leseversammlung (Lesen der Leidensgeschichte) 10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl nach Ordnung der Bad. Landeskirche 10.15 Uhr Neuhausen: Gottesdienst mit Abendmahl nach Ordnung der Badischen Landeskirche 14.30 Uhr Leseversammlung (Todesstunde) Samstag, 20. April 19.00 Uhr Grabesliturgie Ostersonntag, 21. April 6.00 Uhr Feier des Ostermorgens (Kirchensaal) mit Gang zum Gottesacker 7.15 Uhr Osterfrühstück (im Haus Christian Renatus) 10.00 Uhr Gottesdienst nach Ordnung der Badischen Landeskirche Ostermontag, 22. April 10.00 Uhr Regio-Gottesdienst in Weiler

EVANGELISCHE BRÜDERGEMEINE EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE Zinzendorfplatz 3, 78126 Königsfeld im Schwarzwald Telefon: 07725 93 82-0, Fax: 07725 93 82-22 E-Mail: gemeindebuero@koenigsfeld.org • Pfarrer Christoph Huss; Telefon: 07725 93 82-20 E-Mail: huss@koenigsfeld.org • Pfarrerin Annerose Klingner-Huss; Telefon: 07725 93 82-20 E-Mail: klingner-huss@koenigsfeld.org • Diakonin Gabriele von Dressler Telefon: 07725 93 82-33 E-Mail: dressler@koenigsfeld.org • Verwaltungsleiterin Karen Warnecke-Gehrhardt Telefon: 07725 93 82-12 E-Mail: warnecke-gehrhardt@koenigsfeld.org • Kantorin Ulrike Brusch, Telefon: 07725 10 70 E-Mail: brusch@koenigsfeld.org • Manfred Kruppa, Pastoraler Mitarbeiter Region Nord, Brückstraße 7, 76703 Kraichtal 2, Telefon: 07251 9614 51 E-Mail: m.kruppa@koenigsfeld.org Jugendräume Tel.: 07725 93 8215 Evangelischer Kindergarten Arche Tel.: 07725 28 32 E-Mail: kindergarten@koenigsfeld.org Kontaktadressen Region Nord • Manfred Kruppa (siehe oben) • Katharina Kronbach, Leopoldstraße 61, 76337 Waldbronn, Telefon: 07243 358 77 85, E-Mail: k.kronbach@koenigsfeld.org • Andreas Schlimm, In den Klostergärten 31, 67227 Frankenthal, Telefon + Fax: 06233 288 47, E-Mail: ab.schlimm@koenigsfeld.org Kontaktadressen Region Süd • Christoph Huss (siehe oben) • Barbara Hofmann, Emmendinger Straße 14, 79211 Denzlingen, Telefon: 07666 990 87, E-Mail: b.hofmann@koenigsfeld.org • Pfr. i. R. Gerold Peper, Hammersteiner Straße 15, 79400 Kandern, Telefon: 07626 97 27 11, 597 22 49 SeniorenAppartements im Herrnhuter Haus Zinzendorfpl. 7; Ltg: K. Warnecke-Gehrhardt (s. o.) Christoph-Blumhardt-Haus Alten- & Pflegeheim Ambulanter Pflegedienst, Tages- und Kurzzeitpflege, spez. Pflege bei Demenz, Servicewohnen, offener Mittagstisch, Stellwaldstr. 1, 78126 Königsfeld i. Schw. Leitung: Jürgen Lieberum, Telefon: 07725 93 85-0 E-Mail: info@christoph-blumhardt-haus.de Internet: www.christoph-blumhardt-haus.de Bankverbindung / Spendenkonto Evangelische Bank · SWIFT-BIC: GENO DEF1 EK1 IBAN: DE38 5206 0410 0000 5075 04 Konto-Inhaber: Ev. Brüdergemeine Königsfeld Für Überweisungen an die Ev. Kirchengemeinde bitte Verwendungszweck „Landeskirche“ angeben. Diakonisches Werk im Schwarzwald-Baar-Kreis Beratungsstelle für Schwangere und junge Familien, allgemeine Sozialberatung, Kurvermittlung, Schuldenberatung, Telefon: 07721 84 5150, E-Mail: villingen@diakonie.ekiba.de, www.diakonie-sbk.de

impressum Dachreiter ist der Gemeindebrief der Evangelischen Gesamtgemeinde Königsfeld und erscheint vierteljährlich für Mitglieder, Einwohner, Gäste und Freunde. Herausgeber: Evangelische Brüdergemeine und Evangelische Kirchengemeinde Königsfeld (Anschrift s. o.) Redaktion: Christoph Huss, Gabriele von Dressler, Angelika Munk-Rombach, Ursula Böcker Realisation & Verlag: DIGNUS.DE Medien GmbH Klimaneutral, Recyclingpapier: www.umwelt.dignus.de 2,50 Euro je Ausgabe, 9 Euro im Jahr für vier Ausgaben


Dachreiter

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Gang um den Zinzendorfplatz

Erdmuth-Dorotheen-Haus

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ingebettet in seine vorzügliche Umgebung zwischen Zinzendorfplatz und dem zum Haus gehörigen großzügigen Park bietet dieses alte Gebäude eine besondere Lehr- und Wohnatmosphäre. Tagesschüler und die das Haus bewohnenden Mädchen des Zinzendorfinternats können die barocke Gestaltung von Haus und Garten als ihre Schul- und Wohnumgebung erleben und genießen. Niemand sieht diesem ehemaligen Chorhaus der ledigen Schwestern an, dass es einst in seiner Entstehung in vier Abschnitten erbaut wurde. Der erste Teil entstand bereits 1809, weitere wurden 1815, 1839 und schließlich 1862 errichtet. „1836 richtete die Gemeine im Schwesternhaus eine „Mädchenstube“ ein. Von kundigen Schwestern angeleitet, lernten anfangs nur die Ortskinder, bald aber auch Pensionärinnen Nähen, Schneidern, Bügeln und Kochen. Ein Jahr lang blieben die Mädchen im Schwesternhaus und durften bestenfalls am Sonntagnachmittag in der eigenen Familie einen Besuch machen“, berichtet Wolfgang Rockenschuh in der Festschrift zum 175-jährigen Bestehen der Zinzendorfschulen. Später, als diese Einrichtung stagnierte, wurde 1905 eine „Kochschule“ eröffnet, die sich mit der nützlichen Möglichkeit verdient machte, einen „bürgerlichen Mittagstisch für Kurgäste“ anzubieten. So etwa lassen sich die Anfänge des heute das ganze Haus ausfüllenden Schullebens beschreiben. Die Umgestaltung des Zinzendorfplatzes nimmt immer mehr Form an. Am 3. Oktober 2019 soll er feierlich eingeweiht werden. In der Portrait-Reihe 2019 machen wir einen Gang um den Platz und stellen einige Häuser und ihre Namensgeberinnen und -geber vor.

Welche Rolle spielt dabei heute die Rückbesinnung auf die Namensgeberin Erdmuth Dorothea von Reuß? Fremd erscheinen die damalige Welt, die damaligen Lebensschwerpunkte, die damalige Frömmigkeit. Dabei darf aber gerade die Bedeutung dieser Vertreterin des Adels und Ehefrau des Begründers und Gestalters der Brüder-Unität, Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, nicht außer Acht gelassen werden. Erdmuth Dorothea, als fromme, auf die Welt des Glaubens hin ausgerichtete Frau bewies in ihrem Leben immer wieder Mut und große Fähigkeiten, sich selbst bis an den Rand ihrer Kräfte für das Gedeihen der neuen kleinen Kirche der Herrnhuter einzusetzen. Abkehr von „der Welt“ gehörte entschieden zu den alltäglichen Lebensmaximen. Tanz, Musik, aufwändige Kleidung, üppiges Essen, Jagd, Theater gehörten in den Bereich von Versuchungen, denen sie sich entsprechend ihres gemeinschaftlichen Umfelds zu entziehen verstand oder manchmal auch gegen ihren persönlichen Willen entschließen musste. Zudem gehörte zu ihren Stärken, sich verantwortungsbewusst für ein mittelständiges Unternehmen, welches das Schloss- und Anwesen in Berthelsdorf darstellte, einzusetzen und für Land- und Forstwirtschaft, Häuserbau und deren Instandsetzung zu sorgen, wie selbstverständlich auch für Schlossangestellte und Dorfbewohner. Und nicht selten war sie dabei gezwungen, diese komplexen Aufgaben in Abwesenheit ihres Mannes zu meistern. Heute, wenn in den Mauern des Schwesternhauses gelernt wird, mögen diese Gedanken, dieses Wissen möglicherweise im Hintergrund verbleibend ihre Wirkung nicht verfehlen. Es ist ein Haus, in dem sich Menschen bilden, heranwachsen, lernen, das eigene Leben zu gestalten – um fit zu werden für Aufgaben, die das zukünftige Leben an sie stellen wird. Christoph Fischer, Schulpfarrer |

Dachreiter 2019-1 • Foto: C. Fischer

> Jeden Tag, wenn nicht gerade Ferien sind und Königsfeld die Gesichter und Stimmen der Jugendlichen entbehrt, realisiert sich im alten und ehrwürdigen Schwesternhaus als Schul- und Internatsgebäude der Zinzendorfschulen ein wichtiger Teil des schulischen Lebens.

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Dachreiter 2019-1  

Evangelische Gesamtgemeinde Königsfeld im Schwarzwald, Herrnhuter Brüdergemeine, Evangelische Landeskirche in Baden

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