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Agile Softwareentwicklung

Agile Softwareentwicklung. Ein Plädoyer.

#IT-Projekte, #Agiles-Manifest, #Agile-Teams, #SCRUM, # KANBAN, #Selbstorganisation

Agiles Denken – verstanden als Methode unternehmerischen und strategischen Handelns – beruht auf einem bestimmten Mindset: Damit agile Projekte in Organisationen funktionieren, ist es wichtig, dass die Beteiligten die Prinzipien dieses Vorgehens verinnerlicht haben, oder bereit und fähig sind, sich darauf einzulassen. Grundsätzlicher Leitgedanke bei dieser Methode ist, dass bei der Gestaltung von Prozessen der Fokus auf Menschen, deren Interaktion und Kollaboration gelegt wird, um diese effektiver und möglichst fehlerfrei zu machen. Wesent­ liches Kriterium agiler Softwareentwicklung ist ein iteratives Vorgehen auf allen Ebenen: bei der Programmierung, im Team und beim Management. Statt im Voraus in allen Einzelheiten genau zu planen, wird in kurzen Zyklen gearbeitet. Rückkoppelungen fließen ständig ein, da sich die Anforderungen während

der Projektlaufzeit noch ändern und oft zu Projektbeginn noch gar nicht vollständig bekannt sind. In den vergangenen Jahren wurden agile Ansätze zunehmend auch in Projekten ohne Softwareentwicklungsschwerpunkt angewendet – und neben dem klassischen Projektmanagement haben sie Einzug in den Methodenbaukasten von Projekt­ managern gefunden und werden auch in der Literatur und auf Fachkonferenzen als gleichwertige Vorgehensweise behandelt. Die früher hauptsächlich auf reine Softwareentwicklungsprojekte ausgerichteten agilen Vorgehensweisen wie SCRUM [1], KANBAN oder Design Thinking, basieren auf Werten und Prinzipien des sogenannten „Manifests Agiler Softwareentwicklung“, das 2001 erstmals formuliert wurde [2].

Bild 1: Komplexität lässt sich nur mit Selbstorganisation beantworten (© Cenit AG)

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DOK.magazin 1.2019  

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