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www.soelden.com

MAGAZIN SKIWORLDCUP OPENING

Schweizer Volksheld

Didier Cuche erklärt, warum es auch nach ihm echte Typen im Weltcup geben wird. Seite 12–14

Kunstvolle Lorbeeren

Besuch in der Werkstätte, in der Söldens Pokale und Kunstwerke von Weltformat entstehen. Seite 16–19

26.10. – 28.10.2012

Kondition am Mikrofon Wie Alexandra Meissnitzer und Hans Knauß lernten, das Kommentieren zu lieben. Seite 22–24


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Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, Sölden, das Ötztal und ganz Tirol von seiner gastfreundlichen wie sportlichen Seite zu präsentieren und stellt einen wertvollen Beitrag für Tirol als Sport- und Kulturland dar. Einmal mehr zeigt sich unser Land als ausgezeichneter Gastgeber und beliebter Austragungsort von Sportevents vor einem internationalen Publikum.

In Sölden starten die Athletinnen und Athleten zudem in eine für Österreich ganz besondere Saison. Mit der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Schladming im Februar 2013 dürfen wir uns auf ein hochkarätiges sportliches Ereignis im eigenen Land freuen. Ich wünsche den Veranstaltern des heurigen SkiWeltcup-Auftakts in Sölden alles Gute und den Zuschauerinnen und Zuschauern spannende Rennen. Den Athletinnen und Athleten wünsche ich viel Glück und einen guten Start in eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison. Ihr Günther Platter Landeshauptmann von Tirol

IMPRESSUM Für den Inhalt verantwortlich bzw. Gesamtherstellung: Maria Falkner, Polak Mediaservice Gestaltung: West Werbeagentur, Landeck Bildnachweis: Markus Geisler – Polak Mediaservice / Erich Spiess / Franz Wierer / Ötztal Tourismus / Albin Niederstrasser FIS / ÖSV / Land Tirol / Bergbahnen Sölden / Hansjörg Pichler / Gerhard Berger / ORF Universität Innsbruck /Skigymnasium Stams

Skiworldcup Opening Magazin

Der Auftakt des SkiWeltcups in Sölden hat sich über die Jahre zu einem fixen Termin für viele Tirolerinnen und Tiroler etabliert. Auch unzählige ausländische Wintersport-Fans lassen sich dieses sportliche Großereignis am Rettenbachferner nicht entgehen.

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Wertvoller Beitrag für das Sportland Tirol


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Wie gewohnt können wir in Sölden mit perfekter Organisation, bestens präparierten Pisten, einem vielfältigen Rahmenprogramm und tausenden begeisterten Skifans rechnen. Wie in den Jahren zuvor freut sich das Skipublikum in der ganzen Welt über den Auftakt einer neuen Wettkampfsaison. Die FIS wünscht allen Athleten viel Erfolg und den Organisatoren und ihren zahlreichen Helfern eine gelungene Veranstaltung.

Gian Franco Kasper Internationaler Ski Verband – Präsident

Sölden: Die abermalige Bedeutungs-Steigerung! Die Bedeutung, welche den alpinen SaisonAuftaktrennen auf dem Rettenbachferner beigemessen wird, bedarf keiner weiteren Erklärung. Die Weltcupkonkurrenzen haben dies jeweils, aber besonders in den vergangenen Saisonen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die diesmalige Veranstaltung unterliegt allerdings einer abermaligen Bedeutungs-Steigerung. Die Gründe liegen auf der Hand: WM 2013 in Schladming, also im eigenen Land, und die damit beginnende Qualifikationsmühle bei der führenden Alpin-Nation sowie die erstmals rennmäßige

Möglichkeit, das modifizierte RS-Ski-Material zu testen. Und dies auf dem anspruchsvollsten Weltcup-Riesenslalomhang der ganzen Saison. Die Sölder Veranstalter haben Jahr für Jahr ihre Professionalität bezüglich großer Sport-Events unter Beweis gestellt. Sie werden auch dieses Mal all ihre Professionalität einsetzen, um perfekte Bedingungen zu bieten.

Prof. Peter Schröcksnadel ÖSV-Präsident

Skiworldcup Opening Magazin

Wieder einmal wird die Audi FIS Ski Weltcup Saison auf dem Rettenbachgletscher in Sölden eröffnet. Es ist schon das 15. Mal, dass der Saisonauftakt hier im Ötztal stattfindet. Das „Gletscher Opening“ ist zugleich der Auftakt eines FIS WM-Winters. Nach Stoneham in Quebec, Kanada, wo die Snowboarder um ihren Weltmeistertitel kämpfen werden, wird ab dem 4. Februar 2013 in Schladming und der Steiermark der Saison-Höhepunkt der alpinen Skirennläufer über die Bühne gehen. Ab Sölden sind es genau 100 Tage bis zu den FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften oder dem „Skifest mit Herz“ wie die Organisatoren den Anlass treffend nennen.

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Der beste Ort für das „Opening“


Seit nunmehr knapp 20 Jahren findet das Auftaktrennen in die neue Ski-Saison in Sölden statt. Gemeinsam wollen wir auch heuer wieder mit den Athleten und Sportbegeisterten aus der ganzen Welt ein großartiges Ski-Fest feiern und genießen. Neben den beiden Rennveranstaltungen gibt es wie immer ein attraktives Rahmenprogramm, beispielsweise mit der Ö3Bühne, der spektakulären Fanclubparade, den Startnummernverlosungen vor und den Siegerehrungen nach den Rennen sowie dem legendären Oktoberfest in der Freizeit Arena. Auch der Weltcup-Hang erstrahlt heuer in neuem Glanz. Die vorgenommene Pistenkorrektur bietet nun ausreichend Platz für die Streckenführung des Rennens und zusätzlich können auch zahlreiche Zuschauer in den entsprechenden Bereichen eine ganz besondere Rennatmosphäre erleben. Gleichzeitig wurde im Rennstreckenverlauf auch in die Verstärkung der Schneeanlage investiert. Dadurch kann eine durchgängige Beschneiung im gesamten Verlauf gewährleistet werden. Von Seiten der Bergbahnen wurden hier sämtliche Anstrengungen unternommen, die Arbeiten rechtzeitig zum Abschluss zu bringen. Durch die Korrektur kann nun parallel zu den Rennen auch der Publikumsskilauf ungehindert stattfinden. Somit können alle Wintersportbegeisterten neben den spannenden Rennen auch das ganz private Skivergnügen auf den beiden Gletschern genießen. Ganz besonders freuen wir uns auch heuer wieder über die internationale Zusammensetzung der Rennläufer-Teams im Weltcup. Wie jedes Jahr nutzen die Teams und Mannschaften aus den verschiedensten Nationen schon im Vorfeld die optimalen Trainingsbedingungen bei uns im Ötztal, um sich ideal auf dieses erste Rennen und auf die kommende Saison vorzubereiten. An dieser Stelle möchten wir uns auch bei den hunderten Helfern für die großartige Unterstützung, den Einsatz und die Mithilfe bedanken – ohne diese könnten die Rennen nie ein so großer Erfolg werden. Ein herzliches Vergelt´s Gott an alle Beteiligten! Lassen Sie uns nun gemeinsam einem ganz besonders spannenden Skiwinter – ganz im Zeichen der Alpinen Ski WM Schladming 2013 – entgegenblicken! Allen Fans wünschen wir ein faszinierendes Wochenende und den Athleten ein verletzungsfreies Rennen und viel Erfolg!

Ein großes Skifest feiern

Für das Präsidium des Weltcup-Organisationskomitees Jakob Falkner, Präsident (3. v. links) Bürgermeister Mag. Ernst Schöpf, Vizepräsident (4. v. links) Bernhard Riml, Vizepräsident (2. v. links) Andre Arnold, Vizepräsident (rechts) Rainer Gstrein, Rennleiter (links) Hansjörg Posch, Finanzen (2. v. rechts)

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Sehr geehrte Skisportfreunde!

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Programm 2012


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Programm 2012

26.10. – 28.10.2012

1. Durchgang RSL Damen

12.45 Uhr

2. Durchgang RSL Damen

18.30 Uhr

FIS FORUM ALPINUM

Freizeit Arena

Startnummernverlosung Damen Postplatz Ortszentrum

anschließend

KRONE „WELTCUP PARTY“

Rettenbachgletscher anschließend

Siegerehrung

anschließend

Ö3-Gletscherparty

17.00 Uhr

Parade der Fanclubs

18.30 Uhr

Siegerehrung & Preisübergabe Damen

18.45 Uhr

Startnummernverlosung Herren KRONE „WELTCUP PARTY“

19.00 Uhr

Weltcup-Oktoberfest Jetzendorfer Hinterhofmusikanten, DJ RM on Tour (Eintritt: € 11,00 pro Pers.)

09.30 Uhr

1. Durchgang RSL Herren

12.45 Uhr

2. Durchgang RSL Herren

Ortszentrum Sölden

Postplatz Ortszentrum

Freizeit Arena

Rettenbachgletscher anschließend

Siegerehrung und Preisübergabe

anschließend

Ö3 Mountainmania & Fanclubprämierung

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Freitag

09.30 Uhr

Sonntag

13.00 – 16.00 Uhr

Samstag

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Worldcup Opening


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WELTCUPHANG NEU

Piste frei – auch in Zukunft! Mit einer groß angelegten Pistenkorrektur am Rettenbachferner haben die Bergbahnen Sölden während der Sommermonate 2012 auch in die Zukunft des FIS-Skiweltcup-Openings investiert. Anfang Oktober konnten die Arbeiten abgeschlossen werden – „just in time“ für den Weltcup-Auftakt.

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ufgrund der Gletscherschmelze in den vergangenen Jahren ist im mittleren Bereich des Weltcuphanges am Rettenbachferner ein Felskopf ausgeapert. Dadurch hatten sich die Bergbahnen Sölden gezwungen gesehen, den Rand der „Piste 31“ in den letzten Jahren ca. 50 Meter orografisch nach rechts zu verlegen. Doch nach der letzten Wintersaison war nun Handeln angesagt. Eberhard Schultes, Abteilungsleiter in Sachen Infrastruktur, erklärt das Großprojekt: „Die Arbeiten wurden frühzeitig gestartet. Den abgetragenen Felsbereich haben Pistenmaschinen abgeschoben. Ein neu errichteter Damm unterhalb der Senke sorgt dafür, dass das Material im Hang liegen bleibt.“ Das Absprengen stellte eine große Herausforderung dar, zum Einsatz kam dabei ein Bagger mit Bohrlafette. Im Hang gewonnenes Felsmaterial ließ sich sofort wieder im Hang integrieren. Dadurch waren keinerlei Materialtransporte zu oder von der direkten Projektumgebung notwendig.

Erfolgreicher Verlauf Die Arbeiten in derartigem Gelände sind naturgemäß außerordentlich herausfordernd. Gearbeitet wurde unter schwierigsten Bedingungen, doch konnte die Pistenkorrektur unfallfrei und allen behördlichen Genehmigungen entsprechend erledigt werden. Einmal mehr zeichnen die Spezialisten und Mitarbeiter der Bergbahnen Sölden für die Arbeiten verantwortlich, Unterstützung erhielten sie von einheimischen Erdbewegungsunternehmen. „Alles lief zu unserer vollsten Zufriedenheit“, freut sich Eberhard Schultes.

Schutz für den Gletscher Ziel war es, eine möglichst homogene Felsoberfläche zu schaffen, die sich an das Niveau des umliegenden

Gletschers anpasst. In weiterer Folge kann nun mittels der Beschneiungsanlage die Schneeauflage stets aufs Neue gestärkt werden. Was letztlich auch den Rückgang des Rettenbachgletschers verzögert. Notwendigerweise wurde in diesem Zuge auch die bestehende Schneileitung verlegt, drei zusätzliche Schneeerzeuger stehen zudem seit vergangenem Sommer im Einsatz. Erfreulich: Die Beschneiung arbeitet mittlerweile mit deutlich reduziertem Energieaufwand. Seitdem der Speicherteich Panorama auf 2.900 Metern Seehöhe in Betrieb ist, entfällt das Hinaufpumpen von Wasser. All dies unterstützt letztlich die jährliche Austragung des Weltcup-Openings im Oktober.

Mehr Platz für Alle Dank der Korrektur rückt die Weltcupstrecke wieder einige Meter in Richtung Schwarze-Schneid-Bahn – und somit in ihren ursprünglichen Verlauf. Beim Weltcup-Auftakt ist nun entlang der Rennstrecke mehr Platz für die Fans, die ihre Stars aus nächster Nähe anfeuern können. Auch der Publikums-Skilauf gewinnt durch die Pistenkorrektur mehr Raum – sogar während des Renngeschehens, wo bisher nur mehr ein schmaler „Streifen“ frei war. So können sich RennläuferInnen und SkigebietsbesucherInnen gleichermaßen über mehr Platz, Fläche und Schneesicherheit auf der „Piste 31“ freuen.


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Marke Sölden

Die steilste unter den steilen: Dank Hangkorrektur können Fans entlang der Piste ihren Stars noch näher sein.


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IM Gespräch mit Didier Cuche

Charakterkopf mit Tirol-Affinität: Didier Cuche ist mit fünf Streif-Erfolgen der „Kaiser von Kitzbühel“. In Sölden fuhr er den RTL-„Altersrekord“ ein.


Der erste Winter nach dem Rücktritt des ältesten Sölden-Siegers aller Zeiten: Didier Cuche über das Geheimnis seiner Konstanz, die FISReform im Riesentorlauf und seine Rolle als Schweizer Volksheld.

Herr Cuche, wie geht es Ihnen in der Skipension? Cuche: Sehr gut, mir ist nicht langweilig. Es gab rund um meinen Abschied viele Termine. Ich bin weiterhin als Botschafter für meine langjährigen Partner AUDI, Head und Ovomaltine im Einsatz. Frisch dazu gekommen sind Kjus und Corum, eine Uhrenmarke aus La Chaux-de-Fonds. Momentan stelle ich ein CharityGolfturnier für Jugendskifahrer unserer Region auf die Beine. Gänzlich lösen können Sie sich offenbar ja nicht von den Rhythmen des Weltcup-Zirkus. Im Sommer 2012 unterstützten Sie Ihren ehemaligen Abfahrtskollegen Beat Feuz in Chile bei dessen Umstieg auf ein neues Skifabrikat. Cuche: Wir waren schon im Frühling gemeinsam bei Tests unterwegs. Ich habe mit Head in sechs Jahren viel Erfahrung gesammelt. Wir wollten dieses Wissen nahtlos an Beat weitergeben, damit er so schnell wie möglich sein Bestes zeigen kann mit seinen neuen Skiern. Nimmt der Jüngere die Ratschläge des Altmeisters an? Cuche: Wir kennen uns ja schon lange. Wir sind miteinander und gegeneinander gefahren. Unsere Beziehung war immer fair und kollegial. Ich glaube, er hat das schon geschätzt, dass wir zusammen arbeiten können. Würden Sie zustimmen, wenn man Sie als besten Abfahrtsläufer der letzten Jahre bezeichnet? Cuche: Ich schätze nicht gerne meine eigene Leistung ein. Eines kann ich jedoch sagen: Ich war sicher konstant, die vier Kugeln in der Abfahrt und jeweils eine im

Super-G und im Riesentorlauf sind doch sehr bezeichnend. Ob ich deshalb der beste Abfahrer war, sollen andere entscheiden. Sie sind in zehn Jahren kein einziges Mal in der Abfahrt ausgeschieden. Woher kam diese Stabilität? Cuche: Ich habe mit Ausfällen und Stürzen früh meine Grenzen kennengelernt. Zum Glück waren das nie extrem schlimme Stürze, aber Verletzungen hatte ich dennoch genug. Alleine ein Oberschenkel- und ein Wadenbruch sowie eine Knieverletzung waren darunter. Ich habe dann hart daran gearbeitet, eine gewisse Sicherheit in meinen Fahrstil zu bringen, das ging auch über den konditionellen Bereich. Ich habe keine verrückten Sachen gemacht. Viel spezifisches Training zur Stabilisierung des Gleichgewichts hat sicher auch geholfen. Sie sind der älteste Abfahrts-Weltcupsieger und auch der älteste Weltcupsieger, Ihre großen Erfolge haben Sie erst relativ spät eingefahren. Cuche: Die Silbermedaille 1998 in Nagano im Super-G war eigentlich ein früher Erfolg. Ich konnte als junger Läufer auch im Weltcup Siege einfahren, wenn auch nicht in so starker Regelmäßigkeit wie während meiner letzten sechs Rennjahre. Es hat dann bis 2007 gedauert, ehe ich in Aare erneut eine Medaille bei einem Großereignis gewinnen konnte. Im Frühjahr 2007 habe ich dann auch die erste Kugel in der Abfahrt gewonnen. Der WM-Titel 2009 war sicher eine Krönung der Form dieser Jahre. Wie wichtig sind Ihnen Ihre Rekorde? Cuche: Es ist schön, dass es diese Rekorde gibt, aber ich habe keinen speziellen Stolz darauf.

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Die Österreicher waren mir nicht böse

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Gespräch mit DIDIER CUCHE


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IM Gespräch mit DIDIER CUCHE

Man fühlt sich extrem wohl, wenn man nach diesem ersten Rennen mit einem Sieg in die Saison starten kann. In erster Linie bin ich froh, dass ich so lange Ski fahren und Erfolge feiern konnte und meine Karriere ohne körperliche Beschwerden beenden durfte. Der Rekord ist ein kleines Plus. Warum ist bei Ihnen diese Phase der Seriensiege erst später losgegangen? Cuche: Ich habe in allen Bereichen eine Entwicklung durchgemacht, auch als Mensch. Man merkt, dass es auch andere Dinge neben dem Skifahren gibt, die wichtig sind, zum Beispiel Gesundheit. Letztlich habe ich etwas mehr Abstand vom Druck bekommen und bin dadurch gelassener in die Rennen gegangen. Jetzt, nachdem Ihre Karriere beendet ist, können Sie es uns ja verraten: Wie groß war die Genugtuung für Sie als Schweizer, den Titel des Kaisers von Kitzbühel verpasst zu bekommen? Niemand hat auf der Streif so oft gewonnen wie Sie. Cuche: Ich habe mich in Kitzbühel Schritt für Schritt wohler gefühlt. Wenn man dort schnelle Rennen fahren und gewinnen kann, ist das schon eine große Ehre. Aber ich hatte irgendwie auch immer das Gefühl, dass mir nicht viele Österreicher böse waren, dass sich viele sogar mit mir freuen konnten und man mich akzeptierte. Ich hatte generell immer sehr viel Spaß in Österreich. Seitdem Sie Sölden vor drei Jahren gewonnen haben, sind Sie auch in dieser Disziplin der älteste Läufer. Verbindet Sie außer diesem Rekord etwas Persönliches mit dem Ort? Cuche: Wir waren über Jahre im Hotel Erhart, wo ich mich immer zuhause gefühlt habe. Eigentlich ist es überraschend, dass ich dort so große Erfolge hatte. Das Eröffnungsrennen zu gewinnen, ist schon etwas Spezielles. Man fühlt sich extrem wohl, wenn man nach diesem ersten Rennen vor so toller Kulisse mit einem Sieg in die Saison starten kann. Ich bin auch heuer in Sölden mit dabei und werde die ganze Sache etwas anders genießen als bisher. Was sagen Sie zu den neuen Regelungen im RTL betreffend Ski-Taillierungen? Cuche: Ich war bei den ersten Trainingseinheiten in Übersee dabei. Optisch hat das noch nicht ganz so dynamisch und flüssig ausgesehen. Ich bin auf den Anpassungsprozess im Herbst gespannt. Ich denke,

dass spätestens nächsten Frühling niemand mehr darüber redet, aber die Athleten und Skimarken tun sich jetzt am Anfang schwer, das in den Griff zu bekommen. Ich persönlich fand die Umstellung schade. Die Erwartungshaltung in Bezug auf eine Verringerung der Verletzungen ist allerdings groß. Cuche: Im Frühling wird man wieder über Verletzte sprechen, aber ich glaube kaum, dass es einen großen Unterschied geben wird. Wenn das 1 bis 2% weniger sein werden, ist es schon viel. Mit den neuen Skiern passieren die Verletzungen aufgrund anderer Fehler. Ich hoffe allerdings, dass wir den Beweis bekommen, dass es wirklich etwas bringt, auch wenn ich es nicht glaube. Sie gelten in der Schweiz als Volksheld, haben 136.000 Fans auf Facebook. Diese Popularität kann nicht alleine Ihren Erfolgen geschuldet sein. Woher kommt sie? Cuche: Das macht nicht nur der Erfolg aus, aber er ist nötig dafür. Es ist die Persönlichkeit, aber auch hier muss man andere fragen. Ich glaube, ich war immer fair, auch gegenüber den Gegnern. Ich habe nie nach Entschuldigungen oder Ausreden gesucht, ich war ehrlich zu anderen und zu mir selbst. Ich war auch sehr direkt, was meine Meinung betrifft. Diese Mischung aus Ehrlichkeit und Direktheit, das wird es wohl sein. Sie sind das, was man einen richtigen Typen nennt. Gibt es davon mittlerweile zu wenige im Skiweltcup? Cuche: Das ist schwierig. Charaktertypen können sich mit den Jahren entwickeln. Sie sind auch schon da, wenn sie jung sind. Sie werden aber erst mit den Erfolgen akzeptiert. Es werden immer wieder solche Persönlichkeiten kommen. Wenn alle Charaktertypen wären, würde es allerdings auch nicht mehr auffallen. Werden wir Sie in den nächsten Jahren als Betreuer oder TV-Experte erleben? Cuche: Ich kann es nicht sagen, alles zu seiner Zeit. In den nächsten zwei Jahren wird es wohl kaum der Fall sein. Im Moment wäre es jedenfalls nicht richtig für mich, als Ko-Kommentator über den ganzen Winter unterwegs zu sein. Gewisse punktuelle Auftritte schließe ich allerdings nicht aus, wenn es mein Terminkalender zulässt. Herr Cuche, danke für das Gespräch.


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SO ENTSTEHEN DIE SIEGERPOKALE

Nach dem FIS-Rennwochenende in Sölden werden wieder sechs Pokale stolze neue BesitzerInnen gefunden haben. Doch wer steckt eigentlich hinter den ehernen Lorbeeren? Die Spur führt in die Kunst- und Metallgießerei Krismer in Telfs, wo nicht nur die Kunstobjekte renommierter Bildhauer Form annehmen.

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s ist ein archaisches Handwerk, das die Brüder Wolfgang und Roland Krismer betreiben. In ihrer Kunst- und Metallgießerei am Ortsrand von Telfs/Tirol umfängt den Besucher gleich beim Eintreten typische Werkstattatmosphäre. Geprägt vom Geruch nach Metall und Feuer, vom Wechsel zwischen konzentrierter Stille und schrillen Flexgeräuschen, von der gesamten Farbenpalette zwischen Alusilber und Rußschwarz. Wohin das Auge blickt ein Sammelsurium an Gegenständen und Materialien, das der Laie nur langsam entziffert. Der schwarze Sand hier wird für den Sandguss und damit auch für die Herstellung der Sölder Pokale benötigt. Die aufgestapelten Aluminiumbarren warten darauf, in der Hitze des schwarzen Kessels dort ihren Aggregatzustand zu wechseln. Eine Mitarbeiterin formt indessen mit Fingerspitzengefühl Modelle aus Wachs, die später durch das anspruchsvolle Wachsausschmelzverfahren ihre endgültige Form erlangen werden. Metallene Kunstobjekte, die in der hohen Halle geduldig auf ihren nächsten Bestimmungsort warten, machen aus dem Arbeitsplatz von Wolfgang und Roland Krismer wie nebenbei eine echte Kunstgalerie.

Im Auftrag der Kunst „Viele bekannte nationale und internationale Bildhauer haben ihre Werke bei uns gießen lassen. Diese Skulptur etwa“ – Wolfgang deutet auf ein unübersehbares Metallungetüm – „stammt von Bruno Gironcoli, den wir schon zur Biennale in Venedig begleiten

1, 2 oder 3, Hauptsache am Stockerl dabei! Die Ziffern sind aus Messing, Alu oder Bronze, in ansteigender Reihenfolge.

Wolfgang (links) und Roland Krismer führen die Kunstgießerei seit 1994. Roland hat den Pokal für Sölden einst entworfen.

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Sieger und Trophäen in Top-Form


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SO ENTSTEHEN DIE SIEGERPOKALE

durften. Auch für VALIE EXPORT, Erwin Wurm, Georg Herold, Lois Weinberger und Walter Pichler haben wir zahlreiche Ideen verwirklicht.“ Und das sind nur einige Namen, die ihm spontan einfallen. Im Jahre 2000 kam dann von den Bergbahnen Sölden der Auftrag, die Pokale für die FIS-Weltcuprennen in Sölden herzustellen. „Anfangs gossen wir jedes Jahr mehrere Pokale, da ja auch die Snowboarder in Sölden Rennen fuhren. Jetzt sind es jährlich sechs Pokale, also je drei für Damen und Herren. In jedem stecken etwa acht Arbeitsstunden. Dabei werden die Alumodelle zuerst in gestampften Sand gedrückt, dann der Negativabdruck in Metall gegossen und die einzelnen Teile zusammengeschweißt.“ Während der untere Teil der Trophäe die markanten Ötztaler Berge andeutet, formt sich der obere Teil zu einem Globus – Roland, der „Kreative“ in der Firma, hatte sich beim Entwurf am Symbol des damaligen Sölden-Logo orientiert. „Den Griff dazwischen mussten wir gleich verlängern, damit ihn die Läufer auch in ihren dicken Skihandschuhen richtig anpacken konnten“, erzählt Wolfgang weiter. Das entscheidende Detail ist natürlich die kleine Ziffer aus Messing, Alu oder Bronze, die die Reihenfolge der Geehrten anzeigt. Auch die Unterseite ziert eine Besonderheit: „Im Freudentaumel wird der Pokal ja oft in die Höhe gestemmt. Deshalb haben wir unten noch den Schriftzug Sölden angebracht“ – dadurch wird auch der umfassende Marketinggedanke sichtbar.

Haben oder Wollen Seit dem Jahr 2000 bekommen die drei Erstplatzierten in Sölden diesen außergewöhnlichen Preis überreicht. Den ersten Pokal mit der goldenen Eins nahmen übrigens Hermann Maier und Martina Ertl mit nach Hause. Bei den erfolgreichsten Skiläufern der letzten Jahre steht mittlerweile eine nette Sammlung an Sölden-Globen: Stephan Eberharter, Frédéric Covili, Ted Ligety, Anja Pärson, Andrine Flemmen heißen nur einige, die in Sölden seither öfters am Podest gelandet sind. Ein Kuriosum brachte übrigens das Damenrennen 2002: Mit Andrine Flemmen (NOR), Tina Maze (SLO) und Nicole Hosp (AUT) finishten gleich drei Läuferinnen mit exakt derselben Zeit. „Da mussten wir die vorbereiteten Pokale mit den Ziffern 1, 2 und 3 rasch adaptieren“, so die Telfer Kunstgießer. Einer, der diesen Preis übrigens noch in seiner umfangreichen Trophäensammlung vermisst, ist Österreichs Parade-Riesentorläufer Benni Raich. Wolfgang erinnert sich schmunzelnd an ein Gespräch mit einem Freund des Skistars: „Ich hab’ dem Benni ausrichten

Die Summe der einzelnen Teile: Mehrere gegossene Formteile werden zum Weltcup-Pokal zusammengesetzt.

lassen: Wenn er will, dann gieß’ ich ihm einen!“ Für einen Sportsman wie Benni Raich aber würde eine solche „Abkürzung“ ohnedies nicht infrage kommen – lieber wirft er sich beim Rennen 2012 einmal mehr voll ins Zeug. Wird Wolfgang Krismer den Kampf um seine Pokale denn live verfolgen? „Klar, ich gehe selbst gerne Ski fahren und schaue mir die Rennen im Fernsehen an. Ich freue mich dann natürlich sehr über die Siegerbilder mit den Pokalen“, spricht der zweifache Familienvater und wendet sich wieder konzentriert seiner Arbeit zu.

Firmenportrait Die „Heimat“ der Pokale Den Grundstein des Familienunternehmens Metall- und Kunstgießerei Krismer in Telfs legte Kunibert Krismer im Jahre 1959. Zunächst stellte er vor allem Alu-Industrieguss für Maschinenteile her, im Lauf der Zeit stiegen die Anfragen im Bereich Kunstguss und schließlich spezialisierte sich die Firma auf die verschiedenen Herstellungstechniken von Kunstobjekten. 1994 wurde der Betrieb von den beiden Söhnen Wolfgang, gelernter Former und Gießer, und Roland, ausgebildeter Gold- und Silberschmied, übernommen. Neben den Werken renommierter (inter-)nationaler Künstler und wichtigen Preisen wie Life Award und „Life goes on“-Tara entstehen in der Werkstatt, in der vier Personen beschäftigt sind, seit 12 Jahren auch die Siegerpokale für die FIS-Weltcuprennen in Sölden.


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Marke Sรถlden

Gefinkelter Marketingschachzug: Damit das Sรถlden-Logo auch beim Hochstemmen gut sichtbar ist, wurde es auf der Unterseite der Pokale angebracht.


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KOOPERATION

Homebase für ÖSV-Athleten

Ende 2012 eröffnet sich Besuchern des AQUA DOME ein neues, erweitertes Wohlfühlangebot.

Insgesamt acht „Krafttankstellen” stehen den ÖSV-Athleten seit 2006 österreichweit für Trainingsaufenthalte zur Verfügung. Grundlage dafür bildet die Kooperation zwischen der VAMED Vitality World mit ihren Thermen- und Gesundheitsresorts und dem heimischen Skiverband.

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er westlichste Außenposten im Reich des Gesundheitsdienstleisters liegt 20 km vor Sölden und unterzieht sich derzeit einer Revitalisierung um 20 Millionen Euro. Ab Dezember 2012 lockt der AQUA DOME Tirol Therme Längenfeld im Ötztal mit einer noch größeren Angebotsdichte. Tausche Wissen gegen optimale Trainingsmöglichkeiten: Auf dieser simplen Grundlage beruht die bereits sieben Jahre andauernde Kooperation zwischen dem weltweit führenden Gesundheitsdienstleister VAMED und dem Österreichischen Skiverband. Das erklärte Ziel der Partnerschaft, sich der Förderung von Vitalität, Gesundheit und Fitness zu verschreiben, bleibt nicht ein Privileg der absoluten Spitzensportler. Von den Nationalteams bis zum Nachwuchs aller Sparten des ÖSV wird die Kooperation ausgiebig genützt.

Ötztal: Von der Therme auf die Piste Mit der Nähe zum Skigebiet Sölden punktet Tirols einzige „echte“ Therme, der AQUA DOME in Längenfeld, nicht nur bei Urlaubsgästen, sondern auch bei den heimischen Spitzenathleten. Ab Dezember 2012 eröffnet sich im Ötztal eine neue Wohlfühldimension. Um 19,7 Millionen Euro erfährt die Therme eine Erweiterung um 60 neue Zimmer, Seminarräumlichkeiten und einen exklusiven 2.000 m² großen Premium-SPA-Bereich nur für Hotelgäste.

AQUA DOME Neu ab Dezember 2012

Sportwissenschaftliches Know-how vom ÖSV Im Gegenzug partizipiert die VAMED Vitality World durch den Wissenstransfer vom ÖSV, der in die Entwicklung neuer Fitness- und Gesundheitsangebote einfließt. „Unsere Sportler schätzen die optimalen Trainingsmöglichkeiten. Zudem ist es gerade beim intensiven Konditions- und Krafttraining wichtig, perfekte Regenerationsmöglichkeiten vorzufinden und genau das ist bei der VAMED Vitality World der Fall. Die Vielfalt der Angebote und die hohen Standards lassen wirklich keine Wünsche offen“, bewertet ÖSV-Sportdirektor Hans Pum die Zusammenarbeit eindeutig als erfolgreich für beide Seiten.

Neuer Trakt mit 54 Doppelzimmern und sechs Familiensuiten Mit fünf zusätzlichen Seminarräumen erhöht sich die GesamtTagungsfläche auf 900 m². Kapazität für bis zu 800 Personen im MICE-Bereich. Premium-Spa exklusiv für Hotelgäste: Das Spa 3.000 am Dach des Thermengebäudes wartet auf zwei Ebenen und einer Fläche von 2.000 m² mit neuen Annehmlichkeiten auf: Alpenkräutersauna, Mineralienwelt mit Ötztaler Kristall- bad, Bar- und Loungebereich, Ruheraum, Paarwannen mit original Längenfelder Thermalwasser, finnische Sauna mit Blick auf die Ötztaler Bergwelt u.v.m.

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Skiworldcup Opening Magazin Skiworld Opening Magazin

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Marlies Schild und ihre ÖSV-Kollegen zählen zu den regelmäßigen Gästen im AQUA DOME.


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Alexandra Meissnitzer Nach ihrer aktiven Karriere begleitet die 1973 geborene Abtenauerin seit 2008 als KoKommentatorin für den ORF den FIS-Weltcup in den Speed-Disziplinen der Damen. Zur optimalen Vorbereitung absolvierte sie ein viermonatiges Praktikum in der Sportredaktion des Österreichischen Rundfunks. Darüber hinaus schloss die zweifache Weltmeisterin im Vorjahr erfolgreich ihr MBAStudium ab. Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Vortragende und Moderatorin betreibt sie das Lokal „Genussprojekt“ in Salzburg. www.meissnitzer.com


Kondition am Mikrofon Ein Rennwochenende ganz wie früher? Nach ihrem Wechsel von der Piste in die Moderatoren-Kabine blieben Alexandra Meissnitzer und Hans Knauß dem Skizirkus weiterhin eng verbunden. Ihre jetzigen Erfolge feiern sie aber nicht mehr mit der schnellsten Zeit, sondern mit präzisen Informationen für die Fernsehzuschauer.

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as kommt nach der Karriere als Skiprofi? Für Alexandra Meissnitzer und Hans Knauß löste sich diese schwierige Frage in Wohlgefallen auf, als sie der Österreichische Rundfunk als Ko-Kommentatoren für den Skiweltcup verpflichtete. „Der Skisport ist ein wichtiger Teil meines Lebens und umso glücklicher kann ich mich schätzen, dass ich dieser Leidenschaft weiterhin beruflich nachgehen darf“, erklärt Hans Knauß. Auch Meissnitzer freut die „extrem spannende Aufgabe“ unter gänzlich anderen Bedingungen: „Das Ganze ist nicht mehr so stark emotional geprägt wie als Rennläuferin.“

Direkter Kontakt bevorzugt Den Weltcupauftakt in Sölden nutzen beide ORFKommentatoren zur Informationsbeschaffung. Während Meissnitzer bereits einige Tage früher anreist, um „Neuigkeiten abzuchecken“, kommt der Steirer Knauß meist am Freitag ins Ötztal und unterzieht sich einer ersten Belastungsprobe. „Die Pressekonferenzen und Branchenevents überlasse ich meinen Kommentatoren-Kollegen. Ich suche stattdessen den Kontakt mit den Serviceleuten in einem der Lokale von Sölden. Das tut der Stimme zwar nicht gut, aber mein Wissensstand erhöht sich dadurch wesentlich“, schmunzelt Knauß.

In Sachen Recherche setzen beide generell auf das unmittelbare Gespräch mit Sportlern, Servicemitarbeitern und Trainern. „Ich pflege den direkten Kontakt zu den Läuferinnen. Man darf nicht immer alles glauben, was in der Zeitung steht“, erläutert Alexandra Meissnitzer ihr journalistisches Verständnis. Dank seiner beiden Brüder Bernhard und Franz, die für Blizzard/Nordica bzw. Fischer als Betreuer tätig sind, erhält Hans Knauß bereits vorab Informationen aus erster Hand über die Trainingsvorbereitungen in Übersee.

Kein Job für Langschläfer Ein Déjà-vu durchlaufen die beiden beliebten Persönlichkeiten am eigentlichen Renntag. Wie zu ihren besten Zeiten als Profisportler klingelt der Wecker sehr früh und mahnt zum Aufbruch Altstar Hans Knauß: Als Ko-KomRichtung Rettenbachglet- mentator 10 Minuten früher auf scher. „Hier hat sich wenig auf der Piste, um niemanden von den Aktiven zu stören. verändert, die Rennwochenenden sind sehr intensive Tage“, bekennt Meissnitzer. Ähnlich gestaltet sich die Morgenroutine von Knauß: „Ich bin meistens zehn Minuten vor den Läufern zur Besichtigung unterwegs, denn ich möchte niemanden stören.“

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MODERATOREN IM PORTRAIT


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MODERATOREN IM PORTRAIT

Dennoch heißt es für die Ex-Sportstars, weiterhin in Form zu bleiben: Auch wenn sie nicht mehr aktiv ins Renngeschehen eingreifen, wollen die beiden ORFKommentatoren bei ihren Kamerafahrten dennoch der österreichischen Skination einen sauberen Lauf in einer achtbaren Zeit präsentieren. Hans Knauß schwört auf Bergsteigen, Mountainbiken und den Gang ins Fitnessstudio zur optimalen Vorbereitung. Etwas Praxis auf den Brettern, die die Skiwelt bedeuten, darf natürlich nicht fehlen. „Letztes Jahr vor meiner Kamerafahrt in Sölden bin ich genau einen Tag frei Ski gefahren, heuer müssen es mehr sein“, verrät der Schladminger. Als Adrenalin fördernd beschreibt auch die gebürtige Abtenauerin Alexandra Meissnitzer die Bewältigung des Weltcuphangs: „Manchmal trifft man unerwartet auf eisige Stellen. Solche Situationen oder Sprünge und die Geschwindigkeit über 100 km/h lassen die Kamerafahrt sehr prickelnd werden.“

Vom Einzelkämpfer ins Moderatorenteam An seine Anfänge 2005 in der Sprecherkabine erinnert sich Hans Knauß noch genau zurück: „Ich habe mich einfach auf mein Quasi-Talent verlassen. Ich galt schon immer als der Talentierte und nicht als der Strebsame.“ Statt bestehende Kommentatoren nachzuahmen, entwickelte er seinen eigenen Stil. Wertvolle Unterstützung erhielt er von seinen Kollegen Oliver Polzer und Thomas König. Die Moderation während der Live-Übertragung ist für die Salzburgerin Meissnitzer geprägt von Spontaneität: „Im Laufe der Zeit spielt sich das recht gut ein.“ Als größten Trumpf bewertet sie die Fähigkeit, sich in die Läuferinnen hineinversetzen zu können. Dies erleichtert in Folge, innerhalb der kurzen Zeit die technischen Details bestmöglich zu erklären.

Balanceakt am Mikrofon Herausfordernd erweist sich die Gratwanderung bei der Wissensvermittlung für die Fernsehzuschauer. Immerhin bedient man eine Zielgruppe, die von absoluten Ski-Insidern bis zum Otto Normalverbraucher reicht. Knauß versucht sich an einem Mix: „Ab und zu haue ich ein paar Brocken für die Skifans rein, gleichzeitig versuche ich mit meinen Moderatorenkollegen auch der 70-jährigen Oma das Renngeschehen verständlich näherzubringen.“

Der 41-jährige Schladminger wechselte nach seiner Zeit als Skiprofi im Jahr 2005 zum ORF und ist als Ko-Kommentator bei allen alpinen Skirennen (außer Slalom) der Herren im Einsatz. Während seiner Zeit im Skirennsport ließ er sich zum Trainer ausbilden (C-Trainer Ski-Alpin). Der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele in Nagano 1998 unterstützt zahlreiche soziale Projekte (Wings for Life, Special Olympics, ...) und steht immer wieder als Werbeträger vor der Kamera. www.hans-knauss.com

Hans Knauß

Den Zuseher im Fokus hat auch Alexandra Meissnitzer: „Ich sehe es als meine Aufgabe, das Rennen durch Zusatzinformationen, die ein anderer nicht hat, noch spannender zu machen.“

Blick über die rot-weiß-rote Brille hinaus Der Rollenwechsel vom Profisportler zum Moderator fürs Fernsehen verändert auch die Wahrnehmung. „Als Läufer ist man verständlicherweise nur mit dem Sport beschäftigt. Heute sehe ich die Zusammenhänge viel deutlicher. Ohne Medieninteresse gibt es kein Sponsoring und in Folge keine Rennen“, so Knauß. Deshalb bedarf es seiner Ansicht nach auch charismatischer Typen vom Schlage einer Lindsey Vonn. „Natürlich ist es lässig, noch dabei zu sein“, beschreibt Alexandra Meissnitzer ihre Verbundenheit zum Weltcupgeschehen. Dennoch freut es sie, dass es ihr im Sommer gelingt, das Korsett der „Wintersportlerin“ abzulegen und andere Tätigkeiten als Vortragende bzw. ihr Restaurantprojekt voranzutreiben.


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61 % 10 km Zehn Kilometer dichtes Kabelnetz Mit 15 Kameras entlang der Strecke rückt der ORF den Skiweltcup in Sölden ins perfekte Bild für die TV-Zuschauer. Ein dicht gesponnenes Netz von zehn Kilometern an Kabeln transportiert die Signale der Kameras in den Übertragungswagen. Zum Vergleich: Die Streckenlänge von der Talstation der Gaislachkoglbahn bis zum Rettenbachgletscher beträgt insgesamt 13 Kilometer.

Eine steile Angelegenheit Bis zu 61 Prozent Gefälle weist die Weltcupstrecke an der abschüssigsten Stelle auf. Die Profis kämpfen während ihres Laufs mit einer durchschnittlichen Neigung von 35,6 Prozent. Damit die Piste das Prädikat „weltcuptauglich“ verdient, dauern die Vorbereitungen für eine optimale Pistenpräparierung knapp drei Wochen.

11.000 Fahrgäste Weltcup im Zeichen der Mobilität Nutzte Hannibal noch eine Elefantenherde zum Transport über die Alpen, so geht’s für die Skifans heute wesentlich komfortabler auf den Gletscher. Um tausende Besucher bequem und umweltschonend an den Ort des Geschehens zu bringen, stehen bis zu 55 Busse pro Renntag im Einsatz. Bis zu 11.000 Fahrgäste werden an beiden Tagen auf den Rettenbachgletscher per ShuttleService befördert. Komfortabel auf den Gletscher – VIPs fahren etwas exklusiver, aber auch reguläre Fans erfreuen sich eines komfortablen Transfers auf den Gletscher.


ZAHLEN · FAKTEN · HINTERGRUND

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274 GB Beanspruchte Datenleitung Während des Weltcupwochenendes 2011 wurden im Pressezentrum über 274 Gigabyte an Daten über das Netz der Telekom Austria in alle Welt versandt. Dabei nimmt der Upload von Fotos und Videodateien die größten Kapazitäten in Anspruch. Würde vom Rennen am Rettenbachgletscher nur in Textform berichtet, ließen sich mit der angegebenen Menge fast 68,5 Millionen eng beschriebener DIN-A4 Seiten füllen.

Jahrgang 1991: Alexis Pinturault

Medienzentrum: Von hier aus werden Nachrichten und TV-Bilder in alle Welt versandt – in enormen (Daten-)Mengen.

Skiworldcup Opening Magazin

Nationenmix, Jungspunde & Routiniers Sportler aus insgesamt 19 Nationen gingen beim FIS-Weltcupauftakt 2011 in Sölden an den Start. Das „Exoten”Ranking führte hierbei der Georgier Alex Beniaidze an und mittels Staatsbürgerschaftswechsels hielt der gebürtige Italiener Mirko Deflorian die Fahne Mazedoniens hoch. Satte vierzehn Jahre Altersunterschied liegen zwischen dem Franzosen Alexis Pinturault (1991) und den 1977 geborenen Routiniers Didier Defago und Bode Miller. Beim Endergebnis des Rennens wies die Lücke zwischen Pinturault und Miller allerdings nur mehr 1,03 Sekunden auf.

2012

19 Nationen


28 Sportwissenschaftler Nachbauer: Zahlreiche Faktoren beeinflussen das Sturzrisiko.

„ Der Skirennlauf bleibt dynamisch und attraktiv. Die Wirkung der veränderten Skigeometrie ist viel zu gering, als dass Fernsehzuschauer optische Unterschiede erkennen können. Werner Nachbauer

Skifahren wie zu Hinterseers Zeiten? Experten sehen im neuen FIS-Reglement keinen Rückschritt.


Beim Weltcup-Auftakt in Sölden liegt besondere Spannung in der Luft: Nicht nur die ersten Sieger der Saison, sondern auch ihr Fahrstil mit den neuen Rennski weckt Interesse. Zur Premiere des umstrittenen neuen FIS-Skireglements kommentieren Experten aus Medizin, Wissenschaft und Nachwuchssport seine Auswirkungen und Treffsicherheit.

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s war eine schwere Geburt. Lange schien die Diskussion zwischen FIS, Athleten und Skiindustrie von unüberwindbaren Gegensätzen geprägt – während der Internationale Skiverband mit neuen Materialregelungen mehr Sicherheit für die Läufer durchsetzen wollte, weigerten sich einige Betroffene wie etwa RTL-Weltmeister Ted Ligety, vom attraktiven Fahrstil mit extrem taillierten Carvern abzugehen. Und auch die Firmen, die auf dem „gefährlichen“ Material sitzenzubleiben fürchteten, erhoben ihre Stimme. „Das ist dann Skirennfahren wie zu Zeiten eines Hansi Hinterseer“, war zu hören. Andere Top-Fahrer wie Benni Raich begrüßten wiederum das „entschärfte“ Material. Auslöser der FIS-Reformbestrebungen waren nämlich viele schwere, oft sturzlose Knieverletzungen als direkte Folge der enormen Kurvenkräfte am stark taillierten Ski. Erst nach intensiver Einbindung der Sportler und Skifirmen beruhigten sich die Gemüter…

Achtung, jetzt gilt’s! … und ab Winter 2012/13 wird es im Riesentorlauf- und Speed-Bereich ernst: Die neuen Rennski sind länger, schmäler und weniger tailliert. Beim RTL, der Disziplin mit den revolutionärsten Änderungen, bedeutet das eine Mindestlänge von 1,95 m bei den Herren (bisher 1,85 m) und 1,88 bei den Damen (bisher 1,80 m). Dazu

Stams-Direktor Staudacher: Noch mehr Augenmerk auf technische Ausbildung legen.

2012

Attraktiv auch ohne Wespentaille

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Skiworldcup Opening Magazin

NEUES FIS-SKIREGLEMENT

darf der Ski vor der Bindung höchstens noch 95 mm breit sein, und der Radius wurde von 27 auf 35 m (bei den Damen von 23 auf 30 m) vergrößert. Die Frage, was diese Lösung bringt, stellt man am besten jenen, die sich täglich auf verschiedenste Art mit den Konsequenzen beschäftigen.

Sicherheit geht vor? „Wir Sportmediziner sind froh, dass die FIS diese Initiative ergriffen hat, um die Verletzungen zu reduzieren“, bezieht Christian Hoser, Facharzt für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie an der Sportsclinic Austria, klar Stellung. Aus der Praxis weiß er, dass es am häufigsten die Knie trifft: „Dort treten die größten Kräfte auf, die sich in gewissen Situationen entladen und Kniebandverletzungen verursachen.“ Für Rennläufer bedeutet das selbst bei minimalinvasiven Behandlungsverfahren zumeist Auch der eine Pause von 6 bis 8 Monaten. Die kritischste neuen FIS-Vorgaben könne man da- Zuschauer wird her als ein Signal an die Athleten sekaum einen hen, dass von Verbandsseite ein ernsthafter Versuch unternommen wurde, Unterschied das Verletzungsrisiko zu reduzieren bemerken. – Werner Nachbauer, Dekan für Psy- Arno Staudacher chologie und Sportwissenschaften an der Universität Innsbruck, verweist auf den mentalen Aspekt: „Athleten könnten durch die Reduktion des Stressors „materialbedingtes Verletzungsrisiko“ eine noch bessere Wettkampfeinstellung finden.“ Ob das neue FIS-Skireglement alleine dieses Risiko senken kann, bleibt aber differenziert zu betrachten. Neben der Skigeometrie bestimmen auch andere Faktoren das Sturzrisiko und die Belastung im Schwung, führt Werner Nachbauer noch Pistenbedingungen, Ski- und Schuhsteifigkeiten, Sicht und Fahrgeschwindigkeit als Einflussgrößen an. „Allerdings sind diese Faktoren viel schwieriger normier- und prüfbar.“


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NEUES FIS-SKIREGLEMENT

Gerechtigkeit siegt? Ein weiterer Kritikpunkt am neuen Skireglement betraf das Faktum, dass die „aggressiven“ Damenski im Nachwuchsbereich noch erlaubt bleiben, während die Weltcupläufer bereits mit neuem Material starten. Allerdings war das auch bisher schon gängige Praxis, erklärt Arno Staudacher, FIS-Funktionär und Direktor am Skigymnasium Stams: „Der Damenski ist grundsätzlich weicher und weniger aggressiv. Zudem werden diese Ski nur von den größeren und älteren Nachwuchsläufern verwendet, die auch die entsprechende Kraft und das notwendige Gewicht mitbringen. Mit der Angabe einer Maximallänge für RTL-Ski (188 cm) im U16- und U14-Bereich soll zudem verhindert werden, dass Herrenski zur Anwendung kommen.“ Auch für ihn ist es wichtig zu betonen, dass die Aggressivität nicht allein vom Ski ausgeht, sondern vom „Gesamtpaket“ Ski, Schuh und Standhöhe sowie Pistenpräparierung.

Eine Frage des Stils? Nach zahlreichen Tests scheint auch den härtesten Kritikern mittlerweile klar, dass sich der befürchtete Attraktivitätsverlust in Grenzen hält und auch in technischer Hinsicht keine komplette Umstellung nötig ist. Unfallchirurg Christian Hoser: Für Werner Nachbauer, BiomechaFroh, dass die FIS die nik-Spezialist, ändert sich am grundInitiative ergriffen hat. sätzlichen Bewegungsablauf kaum etwas: „Die Dosierung des Kantens durch die geringere Skibreite und der Innenlage durch die geringere Taillierung muss angepasst werden,

Wir Sportmediziner sind froh, dass die FIS diese Initiative ergriffen hat, um die Verletzungen zu reduzieren. Christian Hoser

„ Verletzungen waren und bleiben das Risiko des Leistungssports. Entscheidend für den Karriereverlauf sind ihre Häufigkeit und Schwere. Da diese leider zunehmen, besteht Handlungsbedarf.“ Arno Staudacher

wobei dies kein prinzipielles Problem darstellen sollte.“ Und für Arno Staudacher ist der Fahrstil auf Weltklasseniveau ohnehin eine individuelle Eigenheit, der bestimmte Hang-, Schnee- und Materialsituationen eben mehr oder weniger liegen: „Ein Topathlet passt sich den Gegebenheiten relativ rasch an. Wer dies am schnellsten und besten kann, ist weiterhin vorne!“ In der Kaderschmiede Stams nimmt man das neue FISSkireglement daher gelassen: „Mit den Schülern wird vor allem an Kondition und Technik gearbeitet, sodass die Materialentwicklung nur marginale Auswirkungen auf das Training hat. In Hinkunft muss jedenfalls noch mehr Augenmerk auf eine solide technische Ausbildung gelegt werden, um ganz vorne mitfahren zu können“.

Alles auf Ideallinie? Es entsteht also durchaus der Eindruck, dass der Skirennsport mit den strengeren Materialvorgaben in die richtige Richtung geht. Christian Hoser bewertet die Entwicklung aus ärztlicher Sicht jedenfalls positiv: „Grundsätzlich ist es der FIS hoch anzurechnen, dass sie sich für die Sicherheit engagiert. Das gibt es nicht in sehr vielen Sportarten mit hohen Geschwindigkeiten.“ Auch für Werner Nachbauer ist der Versuch lobenswert, aber er bleibt skeptisch: „Die langjährige Verletzungsstatistik des ÖSV zeigt, dass mit keiner der bisher durchgeführten Limitierungen der Skigeometrie eine Verletzungsreduktion erzielt werden konnte. Es müssten also weitere Maßnahmen wie etwa eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit folgen.“ Ob sich die Hoffnungen der FIS, den Sport durch Materialvorschriften sicherer zu gestalten, also erfüllt haben, wird wohl erst der gesamte Saisonverlauf zeigen.

Jene Athleten, die sich rasch anpassen, sind weiterhin vorne.


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Schlaflos in Sölden Nicht nur für Athleten ist das Weltcup-Opening fordernd. Auch die Fans gehen bis an ihre Grenzen. Trompete spielen bei Minusgraden, Anfeuern trotz Heiserkeit, FlaggeSchwenken bis zum Muskelkater: Dass sich da manch’ Einfädler beim Après (und Avant) Ski einschleicht, liegt in der Natur der Sache. Aber der Jahrhundertsager des Rudi Nierlich bringt’s auch in der Fankurve auf den Punkt: „Wonn’s laft, donn laft’s.“


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PORTRAIT Elisabeth Flatscher

Körperliche Höchstleistungen und das Ausloten der eigenen Grenzen prägen den Alltag im alpinen Skirennsport. Elisabeth Flatscher, Physiotherapeutin beim Österreichischen Skiverband, arbeitet gemeinsam mit Österreichs Ski-Assen am sensiblen Gleichgewicht zwischen Training, Regeneration, Reiz und Therapie.

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er moderne Leistungssport bringt es mit sich, dass der Mensch mehr denn je in seiner Gesamtheit gesehen und behandelt wird. Die Physiotherapie nimmt mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert im Trainings- und Wettkampfalltag ein, da sich durch ihr breites Wirkungsspektrum vielerlei Probleme bereits im Vorfeld behandeln lassen“, erzählt Elisabeth Flatscher. Seit mehr als zwölf Jahren begleitet die ausgebildete Masseurin und Sportphysiotherapeutin Österreichs Ski-Damen als Teil des ÖSVTeams sowohl in der Vorbereitung als auch durch den gesamten Rennwinter. Besonders die skifahrerisch hochbelasteten Muskeln, Bänder und Gelenksfunktionen der Spitzenathleten werden zur Vorbeugung von Verletzungen und Überlastungserscheinungen regelmäßig überprüft und gegebenenfalls behandelt. Nach dem Training oder Wettkampf stehen Regenerations- bzw. Entspannungsmaßnahmen am physiotherapeutischen Plan. Die Motivation, im Leistungssport zu arbeiten, ist für Elisabeth Flatscher klar: „Mit Spitzensportlern zu arbeiten ist für mich deshalb so interessant, weil sie Ziele haben und diese unbedingt erreichen wollen. Und wenn ich einen Teil zu dieser Verwirklichung beitragen kann, ist das für mich die größte Motivation“, so die gebürtige Salzburgerin.

Gegenseitiges Vertrauen und Respekt als Basis Eine, die ihre Ziele in beinahe unnachahmlicher Manier zu erreichen weiß, ist Slalomkönigin Marlies Schild. Österreichs erfolgreichste Torläuferin aller Zeiten startete ihre Karriere im Österreichischen Skiverband beinahe zeitgleich mit Elisabeth Flatscher – und zählt seither, bedingt

Top-Physiotherapeutin Elisabeth Flatscher: „Es war großartig, nach ihrer schweren Unterschenkelverletzung Marlies Schilds Sieg in Lienz zu erleben.“

durch ihre zahlreichen Verletzungen, auch zu den vertrautesten „Patientinnen“ der ÖSV-Therapeutin. „Elisabeth und ich arbeiten schon sehr lange zusammen. Das ist natürlich ein großer Vorteil, da sie mich und meine „Geschichte“ sehr gut kennt und daher meistens weiß, wie sie mich behandeln muss, um den gewünschten Erfolg zu erreichen“, verrät die 33-fache Slalom-Weltcupsiegerin. Und die Liste der gemeinsamen Erfolge ist lang: Vier Slalom-Gesamtweltcupsiege, zwei Goldmedaillen bei den Skiweltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen und Åre sowie zwei Silbermedaillen bei Olympischen Winterspielen verbuchen die beiden ÖSV-Damen unter anderem auf dem gemeinsamen Konto. Und das ist kein Zufall, weiß die erfahrene Physiotherapeutin: „Da wir viel gemeinsam unterwegs sind und oft auch mehrere Wochen am Stück, lernt man die Eigenheiten jedes Einzelnen sehr gut kennen. Es entwickelt sich sehr oft ein freundschaftliches Verhältnis. Das Wichtigste für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Therapeut und Athlet sind gegenseitiges Vertrauen und Respekt.“ Als einen ihrer persönlich größten Triumphe nennt Elisabeth Flatscher Marlies Schilds ersten Slalom-Sieg in Lienz nach deren schwerer Unterschenkelverletzung 2008. Eine Verletzung, die sich Marlies Schild im selben Jahr beim Training am anspruchsvollen Rennhang am Sölder Rettenbachferner zugezogen hatte und die ihren Start beim Weltcupauftakt im Ötztal seither vereitelt hat. Auch 2012 ist Marlies Schild eine prominente Abwesende beim offiziellen Startschuss für die kommende Weltcupsaison. „Mein Herz blutet ein bissl, weil ich in Sölden nicht fahre. Ich bin ja eine Rennfahrerin und es wäre dazu gleich das erste Rennen im eigenen Land. Das Herz würde Ja sagen. Aber der Kopf und die Vernunft sagen Nein“, erklärt die Slalom-Weltcupsiegerin im Vorfeld. Eine Entscheidung, der auch die beste Vorbereitung und Therapie nichts entgegenzusetzen haben. Denn: „Über all meinen Zielen stehen für mich die Überzeugung, der Spaß und die Leidenschaft für das, was ich mache – dann sollte der Rest auch klappen! Dennoch komme ich immer wieder sehr gerne nach Sölden zum Training, vor allem im Frühjahr und im Herbst“, so Marlies Schild.


2012 Nach dem Rennen ist vor dem Rennen: Regeneration und Entspannung sind Teil des physiotherapeutischen Masterplans.

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Ganzheitliches Training, ganzheitlicher Erfolg


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Electric Mountain Festival Volume 2 Nach dem Weltcup-Opening am Rettenbachgletscher ist vor den Winterevents: Sölden gilt wie keine andere Destination in den Alpen als Garant für faszinierende Berginszenierungen auf Weltklasse-Niveau. Mit dem Electric Mountain Festival setzt man auch in Sachen „Beats“ international Akzente.

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as Electric Mountain Festival hat 2012 seine Feuertaufe bestanden und den ganzen April lang Tausende Menschen in seinen Bann gezogen. Das Festivalkonzept wird 2013 in Sölden seine elektrisierende Fortführung finden. Die Idee dahinter: Die größten Namen der elektronischen Musikszene sorgen im April für brodelnde Atmosphäre vor außergewöhnlicher Kulisse. Die besten Beats auf den Bergen von Sölden scheinen nicht nur für das Partypublikum eine ansprechende Idee zu sein. Die Aussicht, am höchstgelegenen DJ-Pult der Welt zu performen, sorgte selbst beim weitgereisten französischen Superstar Da-

vid Guetta im Vorjahr für spontane Begeisterung. Die Licht- und Lasershow zum House-Sound von DJ Antoine am Giggijoch lockte ebenfalls Tausende an. Auch im kommenden Winter wird das Line-up der DJs in Sölden Weltklasse-Niveau haben, denn der Erfolg von 2012 wird konsequent weiter verfolgt. Darum startet man in Sölden heuer die „Electric Mountains“ bereits am 1. Dezember und holt den ganzen Winter lang Top-Acts nach Sölden. Das Highlight bleibt die Festival Week, die von 2. bis 5. April das Ötztal zum Mittelpunkt der Partyszene Europas machen wird. Das komplette Line-up wird demnächst veröffentlicht. Alle Informationen unter: www.electric-mountain-festival.com


EVENTS

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2012

Hannibal is in the house Nach zwei Jahren ist es wieder so weit: Das Gletscherschauspiel Hannibal kehrt im April 2013 auf den Rettenbachferner zurück. Regisseur Hubert Lepka verspricht für das Spektakel neue Sportarten und einmal mehr großartige Dramatik.

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annibal überquerte den Alpenhauptkamm mit einem Heer von 60.000 Mann und 37 Elefanten. Ganz so viele Darsteller sind in Sölden zwar nicht im Einsatz, aber der Aufmarsch an Menschen und technischem Material entfaltet beim einzigartigen Ötztaler Gletscherschauspiel auch mit weniger Fußvolk eine ungeheuer faszinierende Wirkung. Wiewohl der Aufwand für ein zeitgenössisches Theaterstück wahrlich epische Dimension erreicht: Eine 500 Mann starke Kompanie an Schauspielern, Skifahrern, Pistenbully-Fahrern und Extremsportlern zeichnet den Feldzug des legendären karthagischen Feldherren nach. Die Bühne für dieses Schauspiel misst drei Kubikkilometer, ja sie reicht bis an den Himmel, über den Jetpiloten ihre Kreise ziehen. Das Geschehen zieht die Besucher multimedial in seinen Bann: Tänzerinnen stellen auf einer 20m hohen Pyramide den Senat von Rom dar. Venus fliegt spektakulär am Helikopter hängend in der Arena ein, wo sie sogleich Aeneas zur Rede stellt, weil er nicht wie vereinbart Rom gründete, sondern sich in Karthago mit Königin Dido vergnügte. Hannibal wird am Ende der Aufführung,

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kopfüber am Seil baumelnd, mit dem Hubschrauber auf ganz dramatische Art und Weise ausgeflogen, ehe der viel bestaunte pyrotechnische Schlussvorhang (von Christian Czech, Pyrovision) fällt.

Bode als Karthager? Damit dieses Stück überhaupt gelingen kann, bietet Regisseur Hubert Lepka eine Vielzahl von Spitzensportlern auf. Nur mit den jeweils weltbesten einer Zunft kann diese Inszenierung gelingen. Base-Jumper, Fallschirmspringer, Paraglider und Drachenflieger, Speedkiter sowie die Spitzenpiloten der Flying Bulls beherrschen den Abendhimmel. Am Fuße des WeltcupSteilhangs zeigen Motocross- und Skidoo-Champions ihr Können, unerwartet grazil bewegen sich die 26 Pistenbullys der Sölder Bergbahnen, die Hannibals Elefanten darstellen. Isi Grüner, beim Skiweltcup als Streckenchef im Einsatz, schnallt sich im Stück einen starken Benzinmotor, der einen Propeller antreibt, auf den Rücken. In Windeseile rast er als Späher Hannibals über alle Berge. Und, wer weiß, gut möglich, dass sogar Sölden-Botschafter Bode Miller als schauspielender Skifahrer in das Heer Hannibals eingebunden wird. Fix ist jedenfalls bereits der Termin: der 12. April 2013.


Was uns bewegt. Die Krone macht’s zum Thema.

Schau in die Krone.


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Bestimmungen

ALLGEMEINES Teilnahmeberechtigt sind die vom jeweiligen nationalen Verband gemeldeten Wettkämpfer, die Inhaber einer gültigen FIS-Lizenz (Art. 208.2 IWO) sind. Der Zutritt zu den abgesperrten Räumen (Pisten) ist ausnahmslos nur mit Zustimmung des Chief-Race-Directors zulässig. Betreten der Wettkampfanlagen nur mit offiziellen Akkreditierungsausweisen, Damen und Herren getrennt. Im Übrigen wird auf die Bestimmungen des Weltcup-Reglements und der IWO, insbesondere betreffend Werbung und Ausrüstung, hingewiesen. VERANSTALTER Austria Ski Veranstaltungsges.m.b.H. A-6020 Innsbruck Olympiastraße 10 c/o Bergbahnen Sölden A-6450 Sölden Skiweltcup-Eröffnung Sölden 2012 DURCHFÜHRENDER VEREIN Skiclub Sölden-Hochsölden A-6450 Sölden

WERTUNG Riesenslalom Damen Riesenslalom Herren RENNLEITUNG Rennbüro Sölden, Freizeit Arena. Besondere Mitteilungen der Rennleitung und des Kampfgerichtes werden beim Rennbüro und bei der Mannschaftsführer-Sitzung verlautbart. MELDESCHLUSS Für alle nationalen Verbände bis spätestens 22. Oktober 2012. VERSICHERUNG Für die Versicherung der Teilnehmer sind die nennenden Verbände verantwortlich. PROTESTE Allfällige Proteste gemäß IWO im Rennbüro am Rettenbachgletscher. VERTRAGSGRUNDLAGE Die Anforderungen an den Zustand und die Sicherheitsmaßnahmen der Renn- und Trainingsstrecken richten sich nach den jeweils

gültigen Bestimmungen der internationalen Wettlaufordnung (IWO) des internationalen Skiverbandes (FIS), dem jeweils gültigen Reglement und Austragungsmodus des Alpinen Weltcups und der jeweils gültigen Vereinbarung (Pflichtenheft) zwischen Organisations-Komitee (OK) und der FIS, wobei die Anordnungen der jeweiligen Jury maßgebend sind. Jeder Teilnehmer verpflichtet sich, eigene Bemängelungen der Jury vorzutragen. Mit seinem Start gibt der Wettkämpfer zu erkennen, dass der gegebene Pistenzustand und die vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen als geeignet und ausreichend anerkannt werden. Eine darüber hinausgehende Haftung für einen bestimmten Pistenzustand oder bestimmte Sicherheitsvorkehrungen übernimmt der Veranstalter nicht. OFFIZIELLE ANSCHLÄGE Im Rennbüro Freizeit Arena und im Rennbüro Rettenbachgletscher. PREISGELD je Bewerb EUR 65.000,–


40 26.10. – 28.10.2012

SA

FR

Timetable 17.00 Uhr

Mannschaftsführersitzung

Freizeit Arena Festsaal

18.30 Uhr

Öffentliche Startnummernverlosung Damen

Postplatz Zentrum

09.30 Uhr

1. Durchgang RSL Damen

12.45 Uhr

2. Durchgang RSL Damen

18.30 Uhr

Siegerehrung & Preisübergabe Damen

18.45 Uhr

Öffentliche Startnummernverlosung Herren

09.30 Uhr

1. Durchgang RSL Herren

12.45 Uhr

2. Durchgang RSL Herren

SO

Rettenbachgletscher

anschließend

Siegerehrung und Preisübergabe

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2012

Die letzten ergebnisse

Herren 2011

Damen 2011 1. Lindsey Vonn 2. Viktoria Rebensburg 3. Elisabeth Görgl 4. Tessa Worley 5. Maria Pietilae-Holmner 6. Anna Fenninger 7. Kathrin Zettel 8. Jessica Lindell-Vikarby 9. Taina Barioz 10. Julia Mancuso 11. Dominique Gisin 12. Tina Weirather 13. Lena Dürr 14. Michaela Kirchgasser 15. Lara Gut 16. Stefanie Köhle 17. Anne-Sophie Barthet 18. Barbara Wirth 19. Irene Curtoni 20. Fabienne Suter Anja Pärson 22. Giulia Gianesini 23. Tina Maze 24. Maria Höfl-Riesch 25. Marie-Michele Gagnon 26. Jessica Depauli Andrea Fischbacher 28. Ana Drev

2:24,43 2:24,47 2:24,83 2:25,23 2:25,33 2:25,67 2:25,91 2:25,96 2:26,24 2:26,29 2:26,35 2:26,43 2:26,44 2:26,49 2:26,74 2:26,96 2:26,98 2:27,11 2:27,19 2:27,27 2:27,27 2:27,34 2:27,54 2:27,56 2:27,68 2:27,76 2:27,76 2:28,48

1. Ted Ligety 2. Alexis Pinturault 3. Philipp Schörghofer 4. Carlo Janka 5. Ivica Kostelic 6. Marcel Hirscher Thomas Fanara 8. Steve Missilier 9. Bode Miller 10. Kjetil Jansrud 11. Romed Baumann 12. Aksel Lund Svindal 13. Fritz Dopfer 14. Gauthier de Tessieres 15. Andre Myhrer 16. Marcus Sandell 17. Manfred Mölgg 18. Massimiliano Blardone 19. Benjamin Raich 20. Hannes Reichelt 21. Davide Simoncelli 22. Jean-Philippe Roy 23. Alexander Ploner 24. Marc Berthod 25 . Sandro Viletta 26. Cyprien Richard 27. Giovanna Borsotti 28. Didier Defago

2:22,00 2:22,29 2:22,51 2:22,58 2:23,16 2:23,23 2:23,23 2:23,26 2:23,32 2:23,37 2:23,40 2:23,41 2:23,42 2:23,65 2:23,66 2:23,68 2:23,72 2:23,73 2:23,76 2:23,96 2:24,01 2:24,06 2:24,41 2:24,43 2:24,82 2:24,88 2:25,36 2:28,75


Hop, Hop Hop, Hop Hop, Hop Hop, Ho. Auf gehts in die neue Weltcup Saison. Wir Wir wünschen wünschen unseren Lokalmatadoren und allen anderen Skistars einen 2012/13. perfekten Start in den Winter 2011/12.

falkner-riml.at

Falkner & Riml GesmbH & CoKG, Dorfstraße 49, 6450 Sölden Tel.: 05 0104-210, Fax: 05 0104-299, info@falkner-riml.at


Kontakte

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Rennbüro

ab Mittwoch, 24. Oktober Freizeit Arena Mi von 14.00 – 20.00 Uhr Do – Sa von 8.00 – 20.00 Uhr So von 8.00 – 16.00 Uhr Telefon: 0 52 54 – 500-104 Fax: 0 52 54 – 500-105 ab Samstag, 27. Oktober Rettenbachgletscher Telefon: 0 52 54 – 506-101 Fax: 0 52 54 – 506-101

Quartieroffice bis Mittwoch, 24. Oktober Ötztal Tourismus – Michaela Klotz Telefon: 0 57 200 – 245 Fax: 0 57 200 – 201 E-Mail: michaela.klotz@oetztal.com Ulrike Prettenhofer Telefon: 0 57 200 – 252 Fax: 0 57 200 – 201 E-Mail: ulrike.prettenhofer@oetztal.com ab Donnerstag, 25. Oktober Freizeit Arena Do von 14.00 – 18.00 Uhr Fr – Sa von 8.00 – 20.00 Uhr So von 8.00 – 14.00 Uhr Telefon: 0 52 54 – 500-108 Fax: 0 52 54 – 500-109

Akkreditierung ab Mittwoch, 24. Oktober Freizeit Arena Mi von 14.00 – 20.00 Uhr Do – Sa von 8.00 – 20.00 Uhr S0 von 8.00 – 16.00 Uhr www.feratel.com

Pressecenter bis Mittwoch, 24. Oktober Tourismusverband Sölden Telefon: 0 57 200 – 217 Fax: 0 57 200 – 201 presse.soelden.com ab Donnerstag, 25. Oktober Freizeit Arena Do von 14.00 – 20.00 Uhr Fr von 8.00 – 21.00 Uhr Sa von 7.00 – 21.00 Uhr S0 von 7.00 – 18.00 Uhr Telefon: 0 52 54 – 500-100 Fax: 0 52 54 – 500-101 ab Freitag, 26. Oktober ab 12.00 Uhr Rettenbachgletscher Fr von 14.00 – 18.00 Uhr Sa – So von 8.00 – 18.00 Uhr Telefon: 0 52 54 – 506-100 Fax: 0 52 54 – 506-100

VIP-Büro bis Dienstag, 23. Oktober Bergbahnen Sölden Telefon: 0 52 54 – 508-113 Fax: 0 52 54 – 508-120 E-Mail: m.falkner@soelden.com ab Mittwoch, 24. Oktober Freizeit Arena Mi – Sa von 8.00 – 20.00 Uhr So von 8.00 – 16.00 Uhr Telefon: 0 52 54 – 500-106 Fax: 0 52 54 – 500-107

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2012

bis Dienstag, 23. Oktober Bergbahnen Sölden Telefon: 0 52 54 – 508-113 Fax: 0 52 54 – 508-120 E-Mail: bergbahnen@soelden.com


46

Komitee

Organisationskomitee Präsidium Jakob Falkner OK-Präsident

Andre Arnold Vizepräsident

Hansjörg Posch Finanzen

Bernhard Riml Vizepräsident

BM Mag. Ernst Schöpf Vizepräsident

Skiclub Sölden

TSV

OK-Sekretariat

Rennsekretariat

VIP/Eintrittskarten

Sigi Grüner

Mag. Reinhard Eberl

Mag. Jakob Falkner Maria Falkner

Alfons Schranz Reinhold Gigele

Maria Falkner

Bauten Gletscherstadion

Strecke

Parkplatz/Straße

Funk

Verkehr

BL Eberhard Schultes

Rainer Gstrein SS Sölden/Hochsölden

BL Gerold Frank

Johann Auer Andreas Schöpf

Ing. Helmut Kuprian

Jury / Rennkomitee FIS Chief Race Direktor Herren

FIS Chief Race Direktor Damen

Techn. Delegierter FIS

Rennleiter

Streckenchef

Günter Hujara Hans Pieren

Atle Skardaal Markus Mayr

Rainer Senoner

Rainer Gstrein

Isi Grüner

Technische Dienste Absperrung

Beschallung

Pressezentrum

Zeitnehmung

Videowall

Fa. Alpina

Murdock

TELEKOM

LONGINES

Fa. Faber


47

Skiworldcup Opening Magazin

2012

Komitee

ASVG

ÖSV

Koordination Akkreditierung & Notfallkomitee

Akkreditierung & Zutrittskontrolle

Rupert Steger

Dr. Klaus Leistner

Michael Maier

Fa. Feratel Michael Gritsch

Presse & Fanclubs

Quartiere

Catering Gletscher

Rahmenprogramm

Rettungswesen

Ernst Lorenzi

Michaela Klotz Ulrike Prettenhofer

Martin Riml GmbH

Markus Kneisl Robert Hanser Manfred Wurzer

Dr. Hermann Köhle Rotes Kreuz Sölden Bergrettung Sölden

Sicherheit

Marketing Sölden

Merchandising

Freizeit Arena

PI Sölden FF Sölden Michael Gritsch

Mag. Oliver Schwarz

David Glanzer

Sepp Fiegl

Startrichter

Zielrichter

Chef der Torrichter

Chef Berechnung

Alois Scheiber

Andreas Gstrein

Jürgen Gritsch

Karl Gstrein

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LiFe RAdio WinTeRToUR 16. 12. 2012

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