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Kunst & Kultur & Gesellschaft

ziehharmonika und moderiert auf seine tiefsinnige-witzige Weise. Die Cellistin Elisabeth Haas bringt mit ihrem Gesang alles zum Schweben. Saxophonist Kurt Gersdorf zeigt in Improvisationen, was in alpinem Material alles so steckt. Gernot Haslauer wirkt mit Kontrabass und Flügelhorn, sowohl solistisch als auch groovig begleitend. Und Bernhard Wimmer schlagwerkt einfühlsam und geht, wenn´s nötig ist, auch mit gehörigem Nachdruck ans Werk. Geschrei Jodler „Ursprünglich waren wir mit Märchentheater in Volksschulen unterwegs“, erzählt Elisabeth Haas. „Später entstanden auch Märchenstunden für Erwachsene, mit Liedern und Saxophonbegleitung vom bekannten Salzburger Künstler Kurt Gersdorfer. Dann folgte ein Pionierskonzert 1999, wo wir das erste Mal zu fünft gespielt haben. „Was mir an „Der Berg“ am meisten gefällt, ist dass unsere Musik so positiv ist. Ich mag Kunst, die positiv ist. Musik, die man fühlen kann und die einem Raum und Kraft gibt“, betont sie. Haas studierte am Mozarteum, in Berlin und in Wien Cello und Jazzgesang. Ihre Großmutter stammt aus Pongau und so ist sie in den Pongau gekommen. Bei einer Vernissage in Radstadt lernte sie Max kennen. Gemeinsam mit Max, der früher Hauptschullehrer war, ist sie „das Duo Bergspitze“, so hat sie jedenfalls einmal der Kabarettist Josef Hader bezeichnet. „Max kämpft aber oft darum, dass auch das Laute durchkommt und seinen Platz hat. Jodler entstanden ja auch so, dass man seine Befindlichkeiten in die Landschaft raus ließ. Der Jodler ist das schönste Geschrei der Welt. So kann man Hindernisse niederreißen oder Schmerz und Freude ausdrücken.“ Stolz ist sie auf die genialen Texte und Kompositionen von Max: „Sie sind schön zweideutig und kommen direkt aus dem Leben.“ Überhaupt sind sich die beiden stark eins: „Wir bestärken uns gegenseitig durchzuhalten und unsere Ansprüche hochzuhalten. In der Kunst ist man auch oft verletzlich und verwundbar. Wir lassen uns mit unserer Musik auf unser Umfeld ein und sind oft überrascht über das positive Feedback unserer Fans. Damit öffnen wir oft Dinge, was andere auch spüren.“ Stiller Berg „Innergebirg ist eine Seele und Innergebirg ist eine Region. Ich bin ein regionaler Künstler und will beispielsweise nicht in Deutschland spielen. Ich brauche den Dialog mit den Menschen aus unserer Region“, sagt Max und zeigt auf den Lackenkogel. „Der Berg ist unerschütterlich. Das kann man auch auf unsere Formation übertra-

gen. Da steht er.“ Der Berg ist nicht laut. „Der stille Berg ist der unsere. Das ist auch wichtig in unserer Zeit, die oft so laut ist und vom Leistungsdenken durchdrungen. Leider muss man bei uns immer weiter hinaufgehen, um diese ruhigen Plätze zu finden.“ Maria Riedler

Foto: Maria Riedler

Elisabeth Haas und Max Steiner „das Duo Bergspitze“, so Kabarettist Josef Hader.

Konzerttermine 25.09. „Berg trio“, Lions-Veranstaltung in Werfen, Kuenburggewölbe 26.09. „Der Berg – 15 Jahre“ in Lofer/Kulturverein Binoggl 07.11. „Der Berg – 15 Jahre“ in Neukirchen am Großvenediger 12.11. „Der Berg – 15 Jahre“ im Oval/Europark 22.11. „Der Berg – 15 Jahre“ im Schoss Goldegg

Pongauerin Herbst/Winter 2015 | 21

Die Pongauerin1  
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