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planeins Ausgabe 1/15 DE 6,- Euro

Architektur

Sanierung

Lebenswelt

Mรถbeldesign

Projekte & Personen

Das Neue im Alten

Vielfalt & Dauer

Die Architektur im รถffentlichen Dialog

Die Herausforderung Altbremer Haus

Mensch + Natur = Harmonie Zuhause im Resort Spascher Sand

Neue Trends und ewige Klassiker


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Die Zukunft ist da.


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15 Seite 2 – 5 Andere Zeiten andere Räume Von Gefängniszellen zu Büroräumen

Editorial Die Themen für unsere zweite Ausgabe von planeins zusammenzustellen war kein Problem. Im Gegenteil. Architektur, Bauen und Wohnen ist schließlich unser Arbeitsfeld. Schwieriger wurde es bei der Titelgestaltung. Hier trat uns aus der wunderbaren Fülle und Vielfalt der Themen, Aspekte, Projekte eine nicht zu lösende Aufgabe entgegen: Ein Motiv zu finden, in dem das gesamte Themenspektrum abgebildet wird. Wir entschieden uns schließlich für ein Wohnhaus auf dem Stadtwerder in Bremen, das im Rahmen des Tages der Architektur 2015 vorgestellt wird. Im Inneren des Magazins werden alle weiteren Gebäude aus unserer Region vorgestellt, die für diese seit zwanzig Jahren erfolgreiche und publikumswirksame Aktion der Architektenkammern ausgewählt wurden. Und hier verwandelte sich die Fülle wieder in das Glück, das sie ja eigentlich auch ist: Denn verwurzelt, wie wir in unserer eigenen Region sind, gut vernetzt und entsprechend informiert, können wir hier aus dem Vollen schöpfen. In einem anderen Beitrag wird die Sanierung eines Altbremer Hauses beschrieben. Ich empfinde es als großes Privileg, dass mir durch die Arbeit für das Magazin oft Einblick in die Lebenswelten Anderer gewährt wird und ich dabei immer wieder aufs Neue erfahre, wie unverwechselbar und authentisch doch Wohnräume etwas vom Wesen ihrer Bewohner spiegeln. Nicht zuletzt durch die Wahl der Möbel. Wenn aber Möbel Ausdruck von Persönlichkeit sind, wie geht das dann mit Trends und Moden zusammen? Mit dieser Frage im Gepäck haben wir uns virtuell auf den Weg gemacht und die Möbelmessen in Köln und Mailand besucht. Mit dem Ergebnis, dass der eigene Wunschzettel um einige Positionen gewachsen ist. Auch Einrichtungsexperten der Region haben wir nach ihrem Lieblings-Möbelklassiker gefragt. Dass diese nicht immer im Haus, sondern auch mal in der Garage stehen können, beweist ein Innenarchitekt auf ganz außergewöhnliche Weise. Neugierig? Dann wünsche ich Ihnen viel Anregung und Lesegenuss. Ihre Karin Raschke

Seite 6 – 9 Der Körper wird neu – aber die Seele bleibt Sanierung eines Altbremer Hauses Seite 10 – 15 Natur & Komfort & das eigene Ich Das Resort Spascher Sand Seite 16 – 23 Gestaltete Form von Lebensräumen und Lebensgefühlen Tag der Architektur Seite 26 – 29 Balance zwischen Natur und Moderne Das Gutshaus Trupe Seite 30 – 35 Mehr Philosophie als Möbel Designklassiker Seite 36 – 39 Ein Zuhause für Menschen unterwegs Boardinghouse Bremen Seite 40 – 45 Garage oder Herrenzimmer Ein Carport wird zum Lebensraum Seite 46 – 49 Tanzen im Grünen Neugestaltung eines veralteten Gartens Seite 52 – 53 Komfortabel leben für Jung und Alt Barrierefreies Wohnen Seite 54 – 57 Der Augen-Blick und die innere Stimme Umbau einer Ferienwohnung auf Sylt Seite 58 – 61 Das Haus denkt – der Mensch lenkt Smart Home erobert die Wohnwelt Seite 64 – 67 Stadt oder Land Stichwort der Zeit: Lückenbebauung Seite 68 Impressum

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Zeichnung: NLA Hannover Mappe 1240 Bl. 15

Die Geschichte und Baugeschichte des Amtshofs in Bruchhausen-Vilsen umfasst auch die erfolgreiche Sanierung einer Sanierung.

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Wo heute Wohnprojekte für die Zukunft entworfen werden, wurde vor einigen Jahren noch Recht gesprochen und manch einer hatte ein Quartier auf Zeit, in dem er seine Sünden der Vergangenheit bedenken konnte; und sei es nur die einer durchzechten Nacht. In einer Gefängniszelle. Die Wände der Zellen wurden herausgenommen, die Räume vergrößert, der Gerichtssaal neu entdeckt. Seit zwei Jahren befinden sich dort Büros für die Mitarbeiter des Ateliers Reissbrett. Vorher allerdings mussten die Folgen einer Sünde aus der Vergangenheit beseitigt werden. Begangen wurde sie Ende der Sechziger Jahre an dem Gebäude selbst, das 1897 als Königlich Preußisches Gericht in Bruchhausen-Vilsen, damals noch zwei getrennte Orte, erbaut worden war. Wenn Andrea Blome sich an das Amtshaus erinnert, wie sie es 2012 gemeinsam mit ihren Partnern vom Atelier Reissbrett, dem Ingenieurbüro und der Baubetreuung, vorgefunden hatte, stehen ihr der Sinn und die Aufgabe ihres Berufs als Architektin lebhaft vor Augen.

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Foto vorher: ATELIER REISSBRETT

Andere Zeiten andere RAume

Foto: Tristan Vankann

Von Gefängniszellen zu BüroräumeN


„Man hatte das Gebäude eigentlich zu Tode saniert“ Andrea Blome Erst der neue Glanz, in dem das alte Amtshaus wieder erstrahlt, macht die vergangene Bausünde offenbar. Heute ist das bei der ersten Sanierung aller Reize beraubte Gebäude optisch wieder mit seiner Geschichte identisch.


Niemand hätte in dem schmucklosen – die Verteidiger jener Bausünde würden vielleicht sagen „funktionalen“ – Putzbau ein einst herrschaftliches Gebäude vermutet. Das Sandsteinportal war verschwunden, statt des Schmuckgiebels gab es nun ein schlichtes Walmdach, und der Reiz der Backsteinfassade war unter grauem Putz begraben worden. „Man hatte das Gebäude eigentlich zu Tode saniert“, sagt Andrea Blome und meint, dass es wohl auch eine Modefrage gewesen sei. „Möglicherweise gab es auch Schäden am Dach oder am Giebel. Jedenfalls wollte man nicht mehr diesen repräsentativen Stil, diese Verzierungen wie er für Gebäude um die Jahrhundertwende typisch war.“ Nichts erinnerte mehr daran, dass es früher einmal als „Hohes Gericht“ zu dem nachbarlichen, inzwischen abgebrannten Sommerschloss der

Grafen von Hoya gehörte. Nur seine herrschaftliche Funktion war in gewisser Weise noch erhalten geblieben. Denn von 1973, als der Gerichtssitz Bruchhausen-Vilsen nach Syke verlegt wurde, bis zum Jahr 2010 diente das ehemalige Amtshaus als Polizeigebäude mit einer abgetrennten Wohnung. Zwei Jahre Leerstand waren die Übergangszeit, bis die Bürogemeinschaft des Ateliers Reissbrett den Amtshof erwarb, weil die Büros der „drei Unternehmen unter einem Dach“ zu klein geworden waren. Ehe sie im Erdgeschoss und im Obergeschoss ihres neuen Domizils die neuen Büroräume bezog, ging es jedoch an die Sanierung der Sanierung. Der Amtshof sollte in ein repräsentatives Gebäude zurück verwandelt werden, das er vor Jahrzehnten gewesen war, als noch Schloss, Mühle und Mühlenteich in seiner Nachbarschaft lagen. „Wir haben den Giebel wiederhergestellt. Und wenn er auch nicht ganz die ursprüngliche Höhe hat, so gibt er dem Gebäude doch wieder ein Gesicht“, sagt Andrea Blome. „Der Giebel ist doch ein prägendes Stilmittel.“ Das trifft auch auf die wieder eingearbeiteten Einfassungen der Fenster und die Gliederung der Fassade zu. Die über die Jahre in die Höhe gewachsenen Tannen, die das Grundstück verdüsterten, wurden weggenommen. Heute fällt der Blick wieder frei auf den ehemaligen Gerichtssitz als einen Teil der Geschichte von Bruchhausen-Vilsen. Innerhalb eines Jahres entstand der Amtshof neu als eine Erinnerung an sich selbst. Nur ein Putzbau hat er bleiben müssen. „Die Backsteinfassade war nicht wiederherzustellen“, erklärt Andrea Blome, „das wäre ein kompletter Neubau geworden.“ Und wer weiß, was zum Vorschein gekommen wäre, hätte man den gesamten Putz heruntergeschlagen.

„Da haben wir einfach mal geguckt“, erzählt Andrea Blome. Die alte Decke gab es tatsächlich noch. „Wir haben dann die auf drei Meter Höhe eingezogene Decke komplett runtergenommen.

Die Zeichnung zeigt den Originalgrundriss von 1895. Die roten Wände markieren den neuen Grundriss und umreißen die neue Raumstruktur. Großzügiger, weiter – schließlich sind hier keine Gefängniszellen mehr.

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Grundrisse: NLA Hannover Mappe 1240 Bl. 11, 12

Eine Überraschung bei der Sanierung gab es auch so; sogar eine höchst erfreuliche. Der Tipp kam von einem Mitarbeiter des Gemeindearchivs. Die Decke in dem ehemaligen Amtsgerichtsaal im Obergeschoss sei nicht immer so niedrig gewesen wie heute. Früher habe es dort eine Holzbalkendecke gegeben.


Zum Vorschein kam auf 4,30 Meter Höhe eine so gut wie unversehrte Holzbalkendecke, die auch noch farbig gestaltet war.“ Auf dem oberen Flur wurde bei den Sanierungsarbeiten außerdem eine reizvolle Kappendecke gefunden, eine gemauerte Ziegeldecke mit kleinen Bögen.

Foto vorher: ATELIER REISSBRETT

Nun ist der ehemalige Saal des Königlich Preußischen Gerichtshofs wieder ein Raum mit Stil und Atmosphäre. Seine fünfzig Quadratmeter wurden umgenutzt zu einem Besprechungszimmer mit angrenzendem Büro. Und wenn die Vertreter des Ateliers Reissbrett dort mit ihren Kunden sitzen, ist der ehemalige Gerichtssaal wie das ganze Gebäude zugleich ein Ausstellungsstück und eine Referenz ihrer Arbeit und Partnerschaft. Denn „vom ersten Strich bis zum letzten Stein“ waren sie alle, Architektin, Ingenieure und Bauplaner, an ihrem Amtshof aktiv beteiligt.

Foto: Tristan Vankann

Dipl.-Ing. Andrea Blome leitet das Architekturbüro im Atelier Reissbrett, in dem sie mit der Ingenieurpartnerschaft Hüttmann, Otto, Alberts und der d. h. g. Baubetreuung GmbH zu drei Firmen unter einem Dach verbunden ist.

Helle Flure und hohe Decken. Im Königlich Preußischen Gerichtshof von einst werden heute Wohnprojekte der Zukunft entworfen.

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Der KOrper wird neu aber die Seele bleibt e

Das Altbremer Haus ist eine Herausforderung für jeden Architekten. Bei seiner Sanierung gilt es, neue Eigenschaften bruchlos mit dem ursprünglichen Charakter zu versöhnen.

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Fotos: Stefan Straßenburg

Werner Marks und Ralf Springer sind beruflich immer wieder dort zu Hause, wo viele andere gerne privat zu Hause wären. In einem Altbremer Haus im „Viertel“, jenem Gebiet von Ostertor und Steintor, das in den Siebziger Jahren offiziell zum Sanierungsgebiet erklärt wurde.

Der Weg dorthin war eine Herausforderung. Wenn Werner Marks beschreiben soll, worin sie gelegen hat, sagt er: „Es war das ganze Projekt.“ Genau darin bestand der Reiz.

Das ist es auch heute noch, und wenn die Diplom-Ingenieure Marks und Springer dort wieder einmal ein Haus verlassen haben, bleiben ihre Spuren zurück. In der Fassade, im Wohnklima, im veränderten Schnitt der Wohnräume. „Altbremer Häuser zu sanieren ist unser Metier“, sagen die beiden Gründungs-Geschäftsführer des Bremer Unternehmens bautec.

Die Auftraggeber wollten das Haus innen völlig umbauen. Tatsächlich aber war es kein Umbau, sondern eine Sanierung. Die Bauherren waren von dem Haus und der Gegend eingenommen, seit sie es im Internet entdeckt hatten. „Als wir es dann zum ersten Mal von innen sahen, wirkte es doch ein bisschen hutzelig und klein.“ Niedrige Decken, kleine Räume. „Aber wir dachten sofort, daraus können wir etwas machen.“ Ihre Baupartnerschaft mit bautec begann.

Im Hohenpfad, der vom Ostertorsteinweg durch ein malerisches, einst großbürgerliches Viertel zur Contrescarpe führt, haben sie ihre jüngste Spur praktisch als ein neues Haus hinterlassen. Rein äußerlich allerdings, sieht man von Dach und Dachterrasse ab, gleicht es dem Altbremer Haus, das es einmal war und fügt sich bruchlos ein in das Gesamtbild der Häuser in der unmittelbaren Nachbarschaft.

„Bauen“, so einer der Grundsätze von Werner Marks, „ist ein kommunikativer Prozess.“ In diesem Fall führte er zu einer völligen Entkernung des Hauses. Als in den Siebziger Jahren hohe Räume und Stuck nicht mehr gefragt waren, die erste Ölkrise den Trend zu niedrigeren Räumen noch verstärkte, wurden in vielen Altbremer Häusern neue, niedrigere Decken eingezogen. So auch hier.

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Der Kamin hat hier gleich drei Funktionen. Als Feuerstelle, als ästhetisches Element des Raums und als Versteck, in dem ein bis ins Erdreich reichender tragender Pfeiler verborgen ist. Der wurde notwendig, nachdem tragende Wände verschwanden, um die Räume größer zu machen. Ein Schatz im Fußboden waren die alten, original Planken, die als siebte Schicht unter anderen Bodenbelägen zum Vorschein kamen.

Das war indessen erst eine Hälfte der baulichen Herausforderung. Bei der anderen Hälfte galt es, die Kunst des Ingenieurs mit der des Architekten zu verbinden. Denn die bauliche Konstruktion mit ihren erheblichen statischen Eingriffen sollte nicht sichtbar sein. Im Deckenbereich half der Kundenwunsch, eine zentrale Belüftung und Deckenstrahler zu installieren. Dafür musste die Decke um zwanzig Zentimeter abgehängt werden. „Dort konnten wir gut die Stahlträger verstecken“, erzählt Werner Marks. Im Wandbereich wurden die Stützen mit verputzt. Eine ungewöhnliche Hilfe war der große Kamin, den sich die Auftrageber wünschten. In ihn wurde ein bis ins Erdreich reichender tragender Pfeiler eingemauert. Nun mussten sie wieder herausgenommen werden, um den Räumen mehr Volumen zu geben. „Die größte Schwierigkeit aber“, so Marks, „bestand in den extremen statischen Eingriffen, um den Wunsch der Auftraggeber nach einem „offenen Grundriss“ zu erfüllen. „Die Räume größer zu machen, bedeutete, Wände wegzunehmen. Doch irgendwo müssen die Lasten schließlich hin. Um sie abzufangen, mussten wir bis in den Keller ein Fundament im Erdreich schaffen“, erzählt der Ingenieur.“

Ein anderer tragender Pfeiler, der im Untergeschoss durch das Büro läuft, erwies sich als dekoratives Stilelement, wie die Eigentümer berichten: „Die Wandfläche geht jetzt nicht mehr ganz durch, sondern bekommt durch den schwarzen Pfeiler einen Bruch. Das sieht richtig gut aus.“ „Nicht ganz leicht“ war, so Marks, die Gestaltung von Dach und Dachterrasse; wenn auch aus anderen Gründen. Hier galt es, das Bauamt davon zu überzeugen, dass das Gebäude trotz eines steileren Dachs und eines architektonisch

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Die Fliesen für das geräumige Bad und die Küche waren „Liebe auf den ersten Blick“. Sie wurden bereits zwei Jahre vor dem Einzug gekauft.

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kunstvollen runden Pavillons als Ausstieg auf die Dachterrasse sich in die Harmonie des Straßenbildes einfügen würde.

Der gemütliche Dachgarten mit Blick über die Dächer des Viertels. Der ungewöhnliche Pavillon dazu ist auf dem Foto auf Seite 6 zu sehen.

Bei dieser Aufgabe und ebenso bei der energetischen Struktur des Gebäudes halfen den Ingenieuren die Erfahrungen, die sie bereits bei anderen und auch größeren Objekten im Dialog mit Denkmalschützern gemacht hatten. So wurde die Wand mit einer Innendämmung versehen, um die Stuckfassade zu erhalten. Das klingt einfacher als es tatsächlich war, denn um keine Feuchtigkeitsprobleme durch Wärmebrücken zu erhalten, mussten zum Teil die Decken geöffnet werden. Dreifach verglaste Holzfenster im Stil des Hauses, eine 34 Zentimeter starke Zellulose-Dämmung im völlig neu aufgebauten Dach, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung im ganzen Haus, sicherten den Bauherren die Förderung der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau).

„Bei dem einen oder anderen Problem haben wir schon einmal gedacht, es geht nicht“, erinnert sich Werner Marks. „Aber am Ende ging es doch. Und obwohl es nur ein kleines Reihenhaus ist, wirkt es nun trotzdem großzügig.“ Die Bauherren fassen Wirkung und Wohnen im neuen alten Haus in einen kurzen Satz zusammen: „Das ist Glück in allen Variationen.“

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Eine Lebenswelt der Harmonie

Natur & Komfort & das eigene Ich Das Resort Spascher Sand ist eine Lebenswelt uralter Sehnsüchte, verbunden mit den Anforderungen und Bedürfnissen von morgen. Modernste Baustoffe, Technologien, ein elektronisches Kommunikationssystem, eingebettet in eine gestaltete Landschaft mit lagunenblauen Seen, alten Bäumen und Straßen ohne Durchgangsverkehr. Fotos: Spascher Sand

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Das Musterhaus am kleinen See ist offen f체r Besichtigungen und l채dt zum Bleiben ein.

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früher

heute

Ein verlassenes Dornröschen-Schloss war die Keimzelle vom Resort Spascher Sand. Nach seiner Entdeckung wurde es modernisiert und mit neuem Leben erfüllt. Seit dem Jahr 2004 beherbergt es eine renommierte Privatschule, die für alle offen ist.

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Begonnen hat die Geschichte von Spascher Sand mit der Entdeckung eines DornröschenSchlosses auf einem ehemaligen Kasernengelände bei Wildeshausen. Das ist vierzehn Jahre her. Rund um das Dornröschen-Schloss ist auf 23 Hektar das Resort Spascher Sand entstanden. Ein Märchen, in dem gelebt werden kann. Als das Unternehmer-Ehepaar Rixen damals bei einem Ausritt durch den Naturpark Wildeshauser Geest dieses Gutshaus erblickte, sahen beide durch den Charme des Verfalls hindurch auf eine Vision. Dies war der Ort, eine Lebenswelt nach ihren Vorstellungen zu erbauen.

Ein Wohnareal, das Zeiten zurückholt, in denen der Mensch noch mit sich und der Natur in Harmonie lebte. Erbaut mit modernsten Baustoffen und Technologien, in sich verbunden über ein Nervensystem elektronischer Vernetzungen, das über Glasfaserkabel bereits in jene Zukunft hinein reicht, in die sich das Resort Spascher Sand täglich entwickelt. Inspiriert von den Brüdern Stephan Damke, dem Architekten und dem Landschaftsund Gartenarchitekten Thomas Damke. Kein Auto steht auf den Straßen, die sich zwischen den lagunenblauen Spiegeln angelegter Seen winden.


Kein Verkehrslärm stört die Ruhe zwischen sanften Hügeln und alten Bäumen, die Zugangskontrolle über die SpascherSandCard verhindert den Durchgangsverkehr. Über allem liegt ein elektronisches Sicherheitsnetz, in das sich jeder Bewohner bis zur Komplettüberwachung seines Hauses beliebig einschalten, von dem er sich aber auch abkoppeln kann. Ganz wie er mag. Und damit bildet sich in der Elektronik das soziale Konzept ab.

dass sie zur Gemeinschaft einladen und doch jedem seine eigene, unantastbare Welt garantieren.

Die Grundstücke sind so geschnitten, Bungalows, Häuser, Villen, Apartmenthäuser so über das Gelände verteilt und in die Parklandschaft eingefügt,

Eine Vielfalt von Concierge-Dienstleistungen ermöglicht, je nach Lust oder auch Notwendigkeit, die Entkoppelung von den Pflichten des Alltags:

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30.10.2012

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Ein Wohnareal „für das gesamte Alters- und Lebensspektrum“, sagt Ingo Stritter, Direktor für Verkauf und Marketing der Spascher Sand Immobilien GmbH. „Junge Menschen, Familien mit heranwachsenden Kindern oder deren Kinder schon aus dem Haus sind. Menschen, die die Ruhe genießen möchten.“

An dem neuen großen See entsteht der nächste Bauabschnitt, harmonisch eingebettet in einhundert Hektar Wald- und Parklandschaft.

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Nach dem Sturm ist vor dem Sturm. Keiner weiß, wann der nächste schwere Sturm über Deutschland hinwegfegt. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist. Mit der Allianz Wohngebäudeversicherung sichern Sie sich frühzeitig gegen die finanziellen Folgen von Sturmschäden ab. Kommen Sie zu uns. Wir beraten Sie gerne. Vermittlung durch:

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Botengänge, Einkaufsservice, Babysitter, Chauffeurdienste bis nach Bremen, Reparaturen, Reisebuchungen, Reinigungsservice von Anzug und Kostüm bis zum ganzen Haus und vieles mehr… Urlaub im Alltag. Der Urlaub beginnt in dem Augenblick, in dem man auf das zwischen den Flussläufen der Hunte und der Aue gebettete Gelände kommt. Der atmosphärische Zusammenklang der umgebenden Natur setzt sich in der Architektur der Gebäude und der Landschaft fort. Das Gestaltungskonzept garantiert die unantastbare klassisch-zeitlose Architektur. In Farbe und Form eine Vielfalt im Gleichklang, wie auf dem Gemälde eines der großen niederländischen Meister. Aus diesem perfekten Konzept entsteht die besondere Atmosphäre des Wohnareals.

Dächer eingedeckt mit wetterbeständigen Tonschindeln, Dachrinnen und Fallrohre aus Kupfer, für das Mauerwerk stehen elf, dem Gestaltungskonzept entsprechende Verblender zur Wahl, durchgeformt bis Fugenfarbe und Tiefe. „Diese wertbeständige und nachhaltige Verbindung“, erklärt Ingo Stritter, „sichert das stimmige Bild des Resorts. Jedes Haus hat seine persönliche Handschrift. Harmonie ist nicht Monotonie. Einklang herrscht auch zwischen Technik und Materialien mit den Erfordernissen der Zeit: Baubiologische Materialien für Häuser im Massivoder Holzrahmenbau, Holzfenster mit Dreifachverglasung, umweltschonende Versorgung der Gebäude mit gefiltertem Brunnenwasser.

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Das allgegenwärtige Gebot der Energieeffizienz führt zu einer Unterschreitung der Energiesparverordnung um 15 Prozent. Im Herbst 2012 zogen die ersten Bewohner auf dem Spascher Sand ein. Der erste Bereich des Areals am kleinen See ist laut Stritter „im Kern bereits komplett verkauft. Bald werden hier sämtliche Häuser bezogen sein“. Inzwischen hat für 25 Park- und Wassergrundstücke rund um den großen See der zweite Bauabschnitt begonnen. Ein dritter See ist geplant, ein Mischgebiet an der Peripherie des Areals mit, so Stritter, „kleinen, feinen Einkaufsmöglichkeiten und vielleicht auch einem Café“. Die Vision von Ehepaar Rixen, die das gesamte Projekt aus Eigenkapital finanzieren, ist Realität geworden. Am Anfang aber stand für die Pädagogin und den mit Entwicklungen und Patenten weltweit erfolgreichen Diplom-Ingenieur nicht die Vision, sondern ein Wunsch: Der Gesellschaft von ihrem Lebenserfolg etwas zurückzugeben. Kein Zufall, dass das erste Projekt auf Spascher Sand 2004 ein Kindergarten und eine Privatschule waren, deren Ruf so weit gedrungen ist, dass über den eigenen Busfuhrpark sogar aus einem Umkreis von 50 km Schüler geholt werden, die sich in der Wildeshauser Geest auf das Leben vorbereiten wollen. Umgeben von 100 Hektar Wald- und Parklandschaft ist aus der Keimzelle Dornröschen-Schloss eine eigene Wirklichkeit entstanden. Verbunden mit der übrigen Welt. Fünf Minuten mit dem Auto zur A1. Zweieinhalb Kilometer zum Bahnhof der Kreisstadt Wildeshausen, eine halbe Autostunde zum Bremer Flughafen. Eine Idylle durchweht von Welt und Weite. Die Lebensphilosophie von Spascher Sand.

Von Afrika durch die Welt zum Spascher Sand Resort-Manager mit internationaler Erfahrung – Ingo Stritter kümmert sich um den Aufbau und die Vermarktung von Spascher Sand, betreut Interessenten und Käufer „von der ersten Anfrage bis zur Bauplanung“. Vor einem dutzend Jahren lebte er noch mit seiner Familie in Nachbarschaft von Giraffen und Nashörnern, in einem rund 6000 Hektar großen Naturschutzreservat in Namibia, das er 1997 mit seiner Familie aufbaute. Sein Weg aus dem Südwesten Afrikas in die Wildeshauser Geest führte ihn durch die Welt – zuerst jedoch zu seinen Wurzeln in die Heimat seines Urgroßvaters. In vierter Generation in Windhoek, Namibia geboren, ging Stritter nach dem Schulabschluss nach Deutschland, wo er eine Lehre als Hotelfachmann und Koch absolvierte. Es folgte ein Studium als Hotelmanager. 1997 Rückkehr nach Afrika, um das Naturschutzgebiet samt Infrastruktur zu erschließen und aufzubauen. Unter seiner Leitung wurden Wildtiere, die es hier nicht mehr gab, wieder neu angesiedelt. Das GocheGanas Private Nature Reserve & Wellness Village wurde 2004 eröffnet und inzwischen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2008 verspürten er und seine Familie den Wunsch noch einmal die Weite der Welt zu entdecken. Ein Zufall brachte sie nach Ostafrika, wo sie die Leitung eines Strandhotels auf der Insel Sansibar übernahmen und es zu einem Beach Resort ausbauten. Vier Jahre später entschlossen sie sich, ihre Kinder in der Heimat von Sabine Stritter aufwachsen zu lassen, die aus Harpstedt stammt. Sie entdeckten Spascher Sand – eine Liebe auf den ersten Blick und fürs Leben. „Wir hatten gleich den Eindruck, den richtigen Ort für unser neues Zuhause gefunden zu haben. Und dazu die fantastische Herausforderung das Resort zu betreuen und weiter zu entwickeln.“

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Gestaltete

Foto: Andreas Braun

von LebensrĂ„umen und LebensgefĂœhlen


Der Tag der Architektur ist auch ein Tag des Dialogs zwischen Architekten, Bauherren und der Öffentlichkeit. Eine Plattform für bauliche Möglichkeiten und Perspektiven im Wandel der Bedürfnisse, Ansprüche und der Notwendigkeiten.

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„Architektur hat Bestand“. Das Motto des diesjährigen Tages der Architektur bildet sich nicht allein in den Baudenkmälern ab, sondern ebenso in Stadtvierteln und Wohnquartieren. Einerlei ob sie Jahrzehnte alt sind oder Jahrhunderte. Schon immer drückte sich in der Architektur ein Verhältnis des Menschen zu seiner Zeit und in den Kathedralen und Tempeln sogar sein Verhältnis zur Ewigkeit aus. „Architektur bewegt“, lautete das Motto vor einem Jahr, und beide Leitsätze kombiniert ergeben eine gedankliche Architektur. Denn Architektur hat dann Bestand, wenn sie Bewegungen in der Gesellschaft und in der Zeit aufnimmt. Und dabei selbst Lebensräume und Lebensgefühle bewegt.

Foto: Olaf Baumann

Dazu braucht sie den Dialog mit der Öffentlichkeit, um neue Perspektiven zu entwickeln. „Architekturkommunikation“ ist nicht zufällig zu einem Fachgebiet an Hochschulen geworden. In ganz Niedersachsen, Bremen und bundesweit werden am Tag der Architektur seit zwanzig Jahren Bauwerke und Anlagen unentgeltlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in Führungen vorgestellt.

Erbaut im Jahre 2009 gehörte dieses Firmengebäude in Lohne zu den vorgestellten Projekten am Tag der Architektur. Der Bau wurde 2010 für den Niedersächsischen Staatspreis nominiert.


Foto: Martin Henze

Dieses Gebäude von Stefan Feldschnieders und Tobias Kister wurde als Produktionsstätte konzipiert und seitdem für unterschiedliche Nutzungen umgebaut. Es hat dabei gestalterisch und funktional nichts von einem qualitätsvollen Entwurf eingebüßt. „Eine Plattform neue Architektur zu besichtigen, mit Bauherren und Architekten zu sprechen“, erklärt Wolfgang Schneider, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen, zu diesem SommerEvent, der sich am letzten Juni-Wochenende etabliert hat. Und er spricht von einem „Nebeneinander von großen Entwicklungsperspektiven und kleinen, bewohnernahen Bauprojekten“. Architektur ist nicht nur das Rathaus, ein Geschäftshaus in der City, Hotel, ein Bahnhof oder Parlamentsgebäude. Architektur ist auch die Straße, in der man wohnt. Die Flucht ihrer Fassaden, die Linie ihrer Dächer, die Arabesken von Giebeln und Erkern, an denen man auf seinem Weg nach Hause vorüber geht. Diese Architektur im Alltag freilich ist so selbstverständlich, dass sie als das, was sie ist, häufig gar nicht mehr wahrgenommen wird: Gestaltete Form in einem Lebensraum. Eben dies wird an diesem Tag im ganzen Land erlebbar, konkretisiert in Beispielen und Fragestellungen der Öffentlichkeit nahe gebracht. Architektur ist nicht nur eine dem eigenen Leben ferne Abstraktion aus Goldenem Schnitt und Tempelsäulen, sondern eine baulich-gestalterische Reaktion auf Herausforderungen der Zeit. Stichworte: Klimaschutz, Energie, sozialer Zusammenhalt.

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Explodierende Mieten in den Ballungsräumen, einhergehend mit gestiegener Wohnungsnachfrage, die Balance zwischen individuellem und gemeinschaftlichem Leben in sozial neu durchmischten Stadtstrukturen sind Aufgabe und Verantwortung für den Architekten. Flexible Raumstrukturen, intelligente Grundrisse… Die Bauwirtschaft kann diese Problemstellungen nicht alleine lösen. Ein markantes Beispiel dafür liefert der durch die Energiesparverordnung dynamisierte Trend, Wohnräume im Sinne der Ökologie luftdicht zu verpacken. Technologisch ist das kein Problem mehr. Doch sollten auch unter den Erfordernissen der Energiewende Fassaden und Charaktere von Gebäuden erhalten werden. Die Geschäftsführerin des Instituts Wohnen und Umwelt in Darmstadt, Dr. Monika Meyer, traf beim vergangenen Symposium für Baukultur in Niedersachsen den Punkt: „Hohe technische Entwicklungen zum energieeffizienten Bauen sind begrüßenswert, aber es geht auch ohne. Bei der Entwicklung von bauimmanenten Lösungen sind Architekten in besonderem Maße gefordert.“ Damit ergänzte sie die Analyse und mit ihr Forderung von Wolfgang Schneider: „dass die Energiewende mit den bewährten Mitteln der Architektur zu bewältigen ist“. Am Tag der Architektur ist die bauliche Vielfalt mit ihren Zwecken, Formen, Lösungen zu besichtigen, aber auch mit ihren Möglichkeiten und Perspektiven. Städte, Regionen, Wohnquartiere werden sich auch künftig mit den Ansprüchen und Bedürfnissen der Menschen verändern. Die Architektur hat Bestand.


Tag der offenen architektur

Wohnquartier Gut Hoher Kamp 1-28 / 28759 Bremen Treffpunkt: Gut Hoher Kamp / Auf dem Hohen Ufer 112 Führungen: 28.06.15 – 12:00, 14:00 & 16:00 Uhr Bauherrin: NORD-Bau GmbH & Co. KG u.a. In Bremen-St. Magnus, inmitten eines wunderschönen Parkareals, wird seit 2011 das Quartier „Gut Hoher Kamp“ entwickelt. 25 Häuser als frei stehende Villen und individuelle Ketten- und Doppelhäuser bilden ein einheitliches Konzept mit gemeinsamer Architektursprache. Bei der Konzeption der Wohnanlage wurde besonders auf wechselseitige Blickbeziehungen und Privatsphären geachtet. Dadurch ergibt sich nicht nur ein besonderes Maß an Individualität, sondern auch an Intimität und Geborgenheit. Foto: Daniel Sumesgutner

Architekten: Bernd C.W. Müller, Axel Diederichs, Jürgen Keil, Christian Buck, Gruppe GME Architekten BDA, www.gruppe-gme.de / Lars Wittorf Architekt BDA, www.larswittorf.com Laura Jahnke Architekten, www.laurajahnke.net

Wohnhaus Tanzwerder 78 / 28199 Bremen Treffpunkt: vor dem Haus Führungen: 28.06.15 – 11:00, 13:00 & 15:00 Uhr (maximal 20 Personen pro Führung) Bauherren: Sandra Rybak und Dr. Erhan Dogu

Foto: Thomas Weber

Der Neubau auf der Stadtwerder-Insel entspricht dem Ziel der Baufamilie, zentral innerstädtisch und möglichst ohne PKW-Nutzung zu wohnen. Gewünscht wurde eine klare, zeitgemäße Architektur, gebaut mit nachwachsenden Baustoffen und einer wirtschaftlichen und energiesparenden Heizungs- und Gebäudetechnik. Im Ergebnis ist ein kubisches Gebäude in Holzrahmenbauweise im Energiestandard Effizienzhaus 40 entstanden. Die Wärmeerzeugung erfolgt durch eine Wärmepumpe mit Tiefbohrung, ergänzt durch eine Lüftungs- und eine Photovoltaik-Anlage. Architekt: Hans-Martin Kahrs, KAHRS ARCHITEKTEN, www.kahrs-architekten.de

Plusenergiegebäude Franz-Liszt-Straße 21 / 27711 Osterholz-Scharmbeck Treffpunkt: am Objekt Führungen: 28.06.15 – 13:00, 14:00, 15:00, 16:00 & 17:00 Uhr Bauherren: Familie Zarrouk-Segelken

Foto: Architekturbüro Riebschläger

Dieses Plusenergiegebäude basiert auf einer Splitlevel-Bauweise mit lichten Raumhöhen zwischen 2,40 – 3,30 m. Es ist ein Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Trapezblechfassade. Das Gebäude verfügt über eine Komfortlüftung und eine Abluftwärmepumpe. Das nach Süden geneigte Pultdach ist komplett mit einer PV-Anlage bedeckt. Der Jahrertrag deckt sowohl die Heizenergie als auch den Haushaltsstrom. Der verbleibende Überschuss reicht für cirka 15.000 km Elektromobilität. Architekten: Architekturbüro Riebschläger, www.riebschlaeger-architektur.de


Tag der offenen architektur

Quartier am Waffenplatz Heiligengeistwall 10-13 / 26122 Oldenburg Treffpunkt: Waffenplatz, Ecke Mottenstraße / Wallstraße Führungen: 28.06.15 – 11:00, 13:00 & 14:30 Uhr Bauherrin: TBM Alpha Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG Das neue Wohn- und Geschäftshaus „Quartier am Waffenplatz“ trägt den Namen des gleichnamigen Platzes und befindet sich am Rande der großen und gut funk-tionierenden Fußgängerzone Oldenburgs. Der ganzheitliche Ansatz des Neubaus greift die vielschichtigen Potenziale des Standortes auf und soll mit einer hochwertigen Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie, innovativer Büronutzung und städtischem Wohnen sowie einem deutschlandweit einmaligen Mobilitätsangebot zum Quartiersmotor werden.

Foto: Olaf Mahlstedt

Architekten: Angelis & Partner Architekten mbB, www.angelis-partner.de

Kita Hannah An den Voßbergen 126 / 26133 Oldenburg Treffpunkt: Haupteingang Führungen: 28.06.15 – 11:00, 13:00 & 15:00 Uhr Bauherrin: aktiv und irma Kita GmbH Im Stadtteilzentrum Kreyenbrück präsentiert sich die Kindertagesstätte als skulpturaler Baukörper mit ruhiger Putzfassade. Einschnitte in der Fassade werden durch einen Materialwechsel betont und bilden Spielzonen zwischen drinnen und draußen. Das zwei Geschosse miteinander verbindende Foyer ermöglicht verschiedene Sichtbeziehungen und fungiert als zentraler Begegnungsort zwischen den verschiedenen Gruppen. Durch Nischen, Höhlen und eine differenzierte Belichtung entstehen vielfältige Raumsituationen, die zum Spielen, Ausruhen, Entdecken und Bewegen einladen.

Foto: Archimage | Meike Hansen

Architekten: Lars Frerichs, Yaike Dunselman, Leontine Behrendt, Heiko Matthias, neun grad architektur, www.9grad.net

Einfamilienwohnhaus Felix-Oberborbeck-Straße 1 / 49377 Vechta Treffpunkt: am Objekt Führungen: 28.06.15 – 10:00, 12:00 & 14:00 Uhr Bauherren: Familie Zarrouk-Segelken Durch den dunklen Klinker und die großzügige Eckverglasung sticht das Gebäude aus den umliegenden Wohnhäusern heraus und verbindet das Klassische mit dem Modernen. Der Wohnbereich gliedert sich in eine Kaminecke mit Gaskamin und einen privateren Lesebereich. Dieser Teil des Gebäudes liegt tiefer, als der großzügige Kochbereich mit Kochinsel und zentralem Esstisch, sodass sich blickgeschützte Rückzugszonen ergeben. Architekt: Ansgar Pigge, PIGGE ARCHITEKTEN, www.pigge-architekten.de

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Foto: Nath


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Studentenwohnheim

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Lange Reihe 28 28219 Bremen Treffpunkt: vor dem Haus Führungen: 10:00, 11:00, 12:00, 13:00, 14:00, 15:00 & 16:00 Uhr Architekt: Kai Daniel Hesse, 360Grad/Architektur, www.360grad-architektur.com 2

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Zahnarztpraxis

Am Wall 149/159 28195 Bremen Treffpunkt: Haupteingang Führungen: 11:00, 13:00 & 15:00 Uhr Innenarchitekt: Rainer Kriesche-Radtke, KRIESCHE-Plan, www.krische-plan.de

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Büro- und Geschäftshaus

Bahnhofstraße 1 28195 Bremen Treffpunkt: Eingang Bahnhofstraße 1 Führungen: 11:00, 13:00 & 15:00 Uhr Achitekten: Max Dudler, Elvire Dietrich, Dietrich Architekten + Ingenieure, www.dietrich-hb.de

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Kleiner Ratskeller

Hinter dem Schütting 8 28195 Bremen Treffpunkt: Eingang Führungen: 11:00, 13:00 & 15:00 Uhr Innenarchitektin: Beate Bohling, www.beatebohling.com

Park am Weserwehr

Hastedter Osterdeich 28207 Bremen Treffpunkt: Haupteingang der Parkanlage am Parkschild (Höhe Inselstraße) Führungen: 11:00, 12.30 & 14:00 Uhr Landschaftsarchitektin: Swantje Berthine Knaut, Dieter Kayat, Umweltbetrieb Bremen, www.ubbremen.de 7

Weinkontor

Auf der Muggenburg 9/An der Reeperbahn 28217 Bremen Treffpunkt: Haupteingang, Auf der Muggenburg 7 Führungen: 11:00, 13:00 & 15:00 Uhr Achitekten: Hans-Jürgen Hilmes, Ebba Lamprecht, Mitverfasser: Eric Sievers, Hilmes Lamprecht Architekten BDA, www.hlarch.de

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Sportpark im Überseepark

Am Winterhafen 28217 Bremen Treffpunkt: Uferpromenade / Ecke Landmarktower, Konsul-Smidt-Str. 90 Führungen: 11:00, 13:00 & 15:00 Uhr Landschaftsarchitekten: Peter Schatz, Michael Kaschke, WES GmbH LandschaftsArchitektur, www.wes-la.de Streetanlage: DSGN Concepts UG Bowl-Anlage: Dirk Lücke, Studio L2Architektur 8

Gemeindezentrum St. Nikolaus

Beim Ohlenhof 19 28237 Bremen Treffpunkt: Eingang Foyer Führungen: 11:00, 13:00 & 15:00 Uhr Architekten: Jost Herbert, Wolfgang Tobias, Mitverfasser: Anke Butt, Isabel Carrera, Anne Büscher, Osana Eisenbeis, zweimeterzehn architekten BDA, www.zweimeterzehn.de

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Stadtquartier Lesum-Park

Charlotte-Wolff-Allee 28717 Bremen Treffpunkt: Charlotte-Wolff-Allee, vor dem Gesundheitszentrum Führungen: 11:00, 13:00 & 15:00 Uhr Architekt: Philipp Oster, PROCON Ingenieurgesellschaft mbH 10

Bürogebäude mit Ausstellungsraum

Märschendorfer Straße 23 49413 Dinklage Treffpunkt: Haupteingang Führungen: 12:00, 14:00 & 16:00 Uhr Architekten: Elke Meinert-Bahlmann, Andreas Möller, mb architektur GmbH, www.moeller-bahlmann.de 11

Aussichtsturm am Moorwald

vor dem Haus Middelreeg 2 26349 Jade-Nordmentzhausen Treffpunkt: am Turm Führungen: 11:30, 13:10 & 14:30 Uhr Architekt: Andreas Wenning, baumraum, www.baumraum.de 12

Headquarter Krogmann

Kroger Pickerweg 142 49393 Lohne-Kroge Treffpunkt: Haupteingang Führungen: nach Bedarf Architekten: Martin und Günther Despang, Despang Architekten, www.despangarchitekten.com

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Lernhaus im Campus

Am Barkhof 7 27711 Osterholz-Scharmbeck Treffpunkt: am Objekt Führungen: 11:00 & 13:00 Uhr; In Kombination mit Mensa und Medienzentrum: 10:00, 12:00 & 14:00 Uhr Landschaftsarchitekten: Michael Horeis, Niels Blatt, Horeis + Blatt Partnerschaft, www.hb-la.de Architekten: Prof. Johannes Kister, kister scheithauer gross, www.ksg-architektende; Tobias Kister, Architekten BDA Feldschnieders + Kister, www.fk-architekten.de 14

Mensa und Medienzentrum

Am Barkhof 27711 Osterholz-Scharmbeck Treffpunkt: Foyer des Medienzentrums Führungen: 10:00, 12:00 & 14:00 Uhr (in Kombination mit Lernhaus) Architekten: Dirk Landwehr, Cornelia Susanne Beiß, Trapez Architektur / Dirk Landwehr, www.trapez-architektur.de 15

StautorCarree

Huntestr. 14, Amalienstr. 1 + 3 26135 Oldenburg Treffpunkt: Haupteingang Amalienstraße 3 Führungen: 11:00 & 13:00 Uhr (Es wird um Voranmeldung per E-Mail unter info@kbgarchitekten.de bis zum 26.06.2015 gebeten.) Architekten: Ingo Knetemann, Christoph Bagge, Claudius Grothoff, kbg architekten knetemann bagge grothoff, www.kbgarchitekten.de

Kaspershof Mehrgenerationenhaus

Kaspersweg 86 26131 Oldenburg Treffpunkt: am Objekt Führungen: 11:30, 13:00, 14:30 & 16:00 Uhr Architekten: Ulf Brannies, Rita Fredeweß MA: Elke Cording, Architekturbüro team 3, www.team-3.de Landschaftsarchitekt: Hans-Joachim Flemmig, www.pgf-ol.de 17

Büro- und Handelszentrum

Am Großen Geeren 31-33 27721 Ritterhude Treffpunkt: Haupteingang Führungen: 11:00, 13:00 & 15:00 Uhr Architekten: Architekten BDA Feldschnieders + Kister, www.fk-architekten.de 18

Haus W

Lange Gasse 12 27367 Sottrum Treffpunkt: am Objekt Führungen: 11:00, 14:00 & 15:00 Uhr Architekt: Frank Püffel, Püffel Architekten BDA, MA: Dorothea Windheuser, Klaas Jahnke, www.pueffelarchitekten.de 19

Weltnaturerbeportal

Edo-Wiemken-Straße 26316 Varel-Dangast Treffpunkt: Haupteingang Führungen: 11:00, 13:00, 15:00 Uhr Architekt: Architekt Dipl.-Ing. Johannes Schneider BDA, www.johannes-schneider.net

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Krandelbad

Am Krandel 15 27793 Wildeshausen Treffpunkt: Haupteingang Führungen: nach Bedarf Architekt: Udo Janssen, janßen bär partnerschaft mbB, www.jbp-architekten.de Landschaftsarchitekt: Niels Blatt, Horeis + Blatt Partnerschaft, Garten- und Landschaftsarchitekten BDLA, www.hb-la.de


Planeins Interview

MIT Andrea geisterherbolzheimer

„Der Tag der Architektur soll Mut machen fUr innovative AnsAtze.“ Andrea Geister-Herbolzheimer ist Mitglied der Jury bei der Auswahl der Objekte für den Tag der Architektur. Die Diplom Architektin gehört seit 2013 dem Vorstand der Architektenkammer Niedersachsen an. Für die Sanierung des alten Bundesbahn-Wasserturms in Oldenburg wurde sie 1989 mit dem höchsten Preis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ausgezeichnet. Im selben Jahr gründete sie das Planungsbüro „Architektin/nen im Wasserturm“. 2001 Gründung und Geschäftsführung der Projektentwicklungsgesellschaft „Wasserturm GmbH“. Ihre Entwurfs- und Gebäudekonzeptionen wurden mehrmals mit Preisen ausgezeichnet. Nach welchen Kriterien werden die Objekte ausgewählt, die am Tag der Architektur der Öffentlichkeit präsentiert werden? Andrea Geister-Herbolzheimer: Das Thema Baukultur soll ja über den Tag der Architektur möglichst einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden. Wichtig vor allem ist die Qualität des Entwurfes und die gestalterische Umsetzung. Die Bandbreite der ausgewählten Projekte geht dabei von den unterschiedlichen Aufgabenstellungen aus – vom Wohnhaus über die Gewerbehalle bis zur Kita. Aber Regionalität spielt ebenfalls eine Rolle, damit auch strukturschwache Gebiete am Tag der Architektur einbezogen sind. Sind diese Kriterien in den vergangenen zwanzig Jahren dieselben geblieben? Abgesehen davon, dass die Jury jährlich wechselt, hat sich an den Kriterien nichts verändert. Haben sich bei der Auswahl durch Vorgaben der Politik oder auch durch technologische Entwicklungen Akzente verschoben? Es werden keine Vorgaben durch die Politik vorgenommen. Natürlich versuchen wir als Kammer durch die Auswahl der Gebäude, auch öffentliche Diskussionen anzuregen und damit gerade auch Bauherrn Mut zu machen, innovative Ansätze in der Architektur mit umzusetzen. Als erste Kammer haben wir Barrierefreiheit, Inklusion oder auch Energiewerte als wichtige Planungsaspekte von Gebäuden erkannt und thematisiert. Wie viele Objekte werden in diesem Jahr an wie vielen Orten präsentiert und wie viele Bewerbungen gab es? Es wurden insgesamt 135 Projekte ausgewählt und da sich in diesem Jahr der Tag der Architektur 20 Jahre jährt, wurden in der Broschüre außerdem zwanzig

weitere herausragende Objekte mit aufgenommen. Sie stehen stellvertretend für wichtige Impulse in der Architektur der vergangenen 20 Jahren, zeigen aber auch die wechselnden Baufelder der Architekten und Bauherrn auf. Für 2015 wurde die Kita Hanna in Oldenburg des Büros 9°Grad ausgewählt, da der Bau von Kindertageseinrichtungen aufgrund der politischen Vorgaben zur Zeit eines der häufigsten Bauaufgaben für Architekten darstellt. Wie erreichen Sie es bei dieser Fülle jedem Objekt bei der Auswahl gerecht zu werden? Die Bewerber haben bestimmte Vorgaben. Das Projekt muss in Fotos, Grundrissen und Lageplan dokumentiert werden. Wichtig ist uns auch die Verortung des Gebäudes, also in welchen baulichen Kontext das Projekt steht. Insofern sind Ansichten und Perspektiven zusätzlich hilfreich. Die Eingaben sollten schon sorgfältig gewählt werden, denn es können nicht 200 Objekte, die alle regional gestreut sind, von der Jury bereist werden. Gibt es bei der Auswahl eine Balance im Verhältnis von privaten und öffentlichen Objekten? Ich würde sagen das gleicht sich aus. Wie lange vor dem Tag der Architektur müssen Sie mit der Auswahl beginnen oder ist dies ein kontinuierlicher Prozess von einem Tag der Architektur zum nächsten? Ab Mitte November bis Anfang Februar können sich Mitglieder online bei uns bewerben. Es werden aber auch alle Architekten, Bürgermeister und Stadtbauräte angeschrieben. Die Jury tagt im Februar. Anschließend wird dann die App von uns vorbereitet und die Broschüren zum Tag der Architektur veröffentlicht.


DesignBoulevard

Faszination Inneneinrichtung

Bildquelle: PABLO & PAUL

Kunst für Dich Nie war zeitgenössische Kunst so begehrt. Der Weltkunstmarkt verzeichnet Rekorde, die Hälfte des internationalen Umsatzes wird mit moderner und zeitgenössischer Kunst erzielt. Nur in den meisten Wohnzimmern hängt keine Kunst. Diese Lücke zu schließen, sind Dr. Philipp Bode und Christoph Buchmann mit PABLO & PAUL angetreten, einer Online-Plattform für erschwingliche und exklusive Kunst. Aktuell besteht das Kunstportfolio aus rund 400 Malereien, Zeichnungen oder Fotografien. Die Preise der Unikate und exklusiven Editionen reichen von 100 bis maximal 5.000 Euro. Erreicht werden soll ein Publikum, das nicht auf Kunstmessen und in Galerien anzutreffen ist, sich aber sehr wohl für Kunst interessiert. www.pabloundpaul.com

Fotoquelle: raumplus

Ein Musterhaus erzeugt Energie Es gibt gleich mehrere Gründe, das Effizienzhaus-Plus von HO-Immobilien zu besuchen. Als Musterhaus zeigt es alle Facetten nachhaltigen Bauens. Dabei überzeugt schon allein die architektonisch reizvolle Gestaltung. Doch darüber hinaus verbirgt sich dahinter ein kleines Kraftwerk. Durch die Kombination von Photovoltaikanlage, geringem Strombedarf sowie optimaler Wärmedämmung produziert das Haus überschüssigen Strom. Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten trägt das wesentlich zur beschleunigten Amortisation bei. Angesichts des Innovations-Niveaus überrascht es auch nicht, dass sämtliche Funktionen im Haus sich über Smartphone steuern lassen. Jeden Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr öffnen sich die Türen und HO-Immobilien lädt ein, sich in einem geschmackvoll eingerichteten Haus über sämtliche Details zukunftsweisender Hausplanung zu informieren.

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Foto: Jan Kath

Zur imm 2015 ist der raumplus Hauptkatalog erschienen, der auf über 100 Seiten einzigartige Raumlösungen präsentiert. Wer sich lieber ein Bild vor Ort machen und gleichzeitig kompetente Beratung und inspirierende Anregung in Anspruch nehmen möchte, dem sei das Studio GÖTZ GUDDAS in Bremen empfohlen. Gleittürensysteme, als Raumteiler oder Einbauschrank, werden hier mit attraktiven Innensystemen und hochwertigen sowie funktionalen Aluprofilen zu perfekten Raumlösungen. Für anspruchsvolle Innenarchitektur bietet raumplus grenzenlose Möglichkeiten. GÖTZ GUDDAS, Bremen, www.GoetzGuddas.de

Fotoquelle: HO-Immobilien


Die neuen handgeknüpften Teppiche aus der Serie Heritage von Jan Kath schließen eine Lücke zwischen den traditionellen, orientalisch gemusterten „Perserteppichen“ und den schlicht und flächig gestalteten Gabbeh oder Tibet-Teppichen. Sie verbinden Neues und Althergebrachtes in einem Kunstwerk. Durch aufgebrochene Strukturen und neue Ansichten entstehen individuelle und einzigartige Stücke. Größe, Farben, Feinheit der Knüpfung und Material können vom Kunden ausgewählt werden. Dies ist für das Einrichtungskonzept der heutigen Zeit von großer Bedeutung. So entstehen handgeknüpfte Unikate, die für Liebhaber moderner und neuartiger Teppiche zu Gestaltungselementen stilvoller Wohnkonzepte werden. Heinrich Gleue Perser-Teppiche, Bremen www.teppich-gleue.de

Fotoquelle: desiary.de

Seit mehr als einem halben Jahrhundert begeistert die multifunktionale Küchenmaschine von Vorwerk Millionen Haushalte rund um den Globus. Jetzt hat Vorwerk den Klassiker modernisiert. Mit dem neuen Thermomix wird Kochen digital. Ausgestattet mit einem Touchscreen und einem Wähler lässt sich der Thermomix intuitiv bedienen. Neu ist auch der größere Mixtopf aus Edelstahl mit 2,2 Liter Fassungsvermögen. Sein leistungsstarker Motor mit bis zu 10.700 Umdrehungen pro Minute macht ihn zum idealen Küchenpartner. Ein Topf, ein Messer, zwölf Funktionen. Der Thermomix kann nicht nur rühren, mixen, vermischen und zerkleinern, sondern auch kochen, dampfgaren, wiegen, mahlen, kneten, schlagen, kontrolliert erhitzen und emulgieren. Alles ohne lästiges Umbauen und Umrüsten, ein echtes Multitalent. http://thermomix.vorwerk.de

Couturier für den Boden

Fotoquelle: Vorwerk

Der neue Thermomix

Design und Emotion Für den Online-Bummel durch inspirierende Design-Welten möchten wir in dieser Ausgabe desiary.de empfehlen. Hier paart sich das gestalterische Fingerspitzengefühl der Innenarchitektin mit dem Einkaufsgeschick der Betriebswirtin. In Personalunion kombiniert Julia Ritter diese beiden Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmung. Sehr zum Vorteil Ihrer Kunden, denn bei desiary.de gibt es mit viel Liebe ausgesuchte Design- und Wohnaccessoires, die mit zeitloser Schönheit einem Interieur die persönliche Note verleihen. Dabei sucht Julia Ritter immer nach dem Besonderen, ob preisgekröntes Design oder handgefertigte Waren feiner Manufakturen. Ständig ist sie weltweit auf der Suche nach einzigartigen, zeitlosen Accessoires, die das Potenzial haben, Lieblingsstücke zu werden. Nicht umsonst trägt diese Plattform den Beinamen „identity store“. www.desiary.de

// PLANEN // PRODUZIEREN // VERLEGEN // PFLEGEN // HÖLINGER HOLZFUSSBODEN

Vom Baum zum Raum.

Seit über 15 Jahren steht der Name Hölinger für Qualität & Verlässlichkeit.

Unsere Arbeit besteht aus solider Handwerkskunst. Wir arbeiten nach Ihren Wünschen, produzieren auf Bestellung und machen auch Bezug auf Qualität keine Zugeständnisse. Unsere Leistungen:

HÖL I N G E R HO L Z F U S SB ODE N M A N U FA K T U R

// Massivholzdielen bis 22 mm // Teppich raus - Diele rein. Dünne Diele, (12 mm) auch für Verlegung auf Fußbodenheizungen // Große Ausstellungsfläche in Hölingen (120 m 2) // Bürozeiten: Mo. - Fr.: 8 - 12 Uhr, 13 - 18 Uhr, Sa: 9 - 14 Uhr

Dorfstraße 1 // 27243 Hölingen // T.: 04434-354 // www.hoelinger-holzfussboden.de // NEU: Kaminholz ab Hof


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Balance zwischen Natur und Moderne 

Fotoquelle: WaBe-Haus

Im Ortskern von Trupe wird die Schwedische Fichte zwischen alten Eichen und Buchen heimisch. Als Holzrahmenbau trägt sie das „Gutshaus Trupe“, das neueste Projekt mit der Handschrift von WaBe-Haus.

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Seit ewigen Zeiten lösen alte Bäume einen Reflex in der Seele aus. Er hat mit Dauer und Beständigkeit, Geborgenheit und Schutz zu tun. Alte Bäume lassen ein Verhältnis zum Leben entstehen, das mit einem einzigen Begriff nicht zu erklären ist. Der Ortsteil von Trupe liegt von Bremen-Borgfeld kommend, gleich am Anfang von Lilienthal, gleich nach Überquerung der Wümmebrücke. Gegenüber der 800 Jahre alten Kapelle steht zur Zeit noch ein leider in die Jahre gekommenes Bauernhaus mit Nebengebäuden. Wie ein Trieb aus altem Stamm soll hier im nächsten Jahr der Neubau des „Gutshauses Trupe“ in Holzrahmenbauweise wachsen. Die schlichte, geradlinige Eleganz des hanseatischen Stils ist die sichtbare Qualität. Sie umschließt modernes Wohnen im Inneren, sowohl in der Architektur der Räume, als auch in Bauart und Technik. In einem alten Ortskern ein Gebäude zu errichten, das Modernität ausstrahlt und doch nicht im Widerspruch zu seiner Umgebung steht, so der Firmeninhaber Stefan Wasser, sei hier die besondere Herausforderung gewesen. Mit solchen Aufgaben befasst sich die kreative Feder der Architektin Carolin Hinz, die seit über zehn Jahren eigens dafür beschäftigt wird. „Wir wollen ein Grundstück mit der neuen Bebauung nicht aus dem Kontext reißen, sondern je nach Umfeld ein Einfügen und Hervorheben der Qualitäten erzielen.“

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Folgt man der Straße Trupe nach Westen, gelangt man auf ihr zum nahen Flachwasser der Truper Blänken, einem Naturschutzgebiet mit Kibitzen, Bekassinen, Braunkehlchen, Fischottern. Auf der anderen Seite der Hauptstraße geht es ins Naturschutzgebiet der Wümmewiesen.

Wohnung 7 115,68 qm

EG

Eingebettet in die Natur sind es von dem Grundstück, auf dem das „Gutshaus Trupe“ entstehen wird, dennoch nur 300 Meter bis zur Straßenbahn-Haltestelle nach Bremen. Sieben Eigentumswohnungen befinden sich in einem Gebäudekomplex, dessen hoher Energiestandard KfW 70 niedrigste Energiekosten garantiert. Ein Fahrstuhl im Treppenhaus macht die Wohnungen im Obergeschoss auch mit Gepäck und Großeinkäufen bequem erreichbar. Sieben Wohnungen – und jede ist anders. Wohnung 1 74,60 qm

Wohnung 2 Wohnung 3 87,81 qm 87,81 qm

Wohnung 4 74,63 qm

OG

Wohnung 5 74,87 qm

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Wohnung 6 74,90 qm

Geradlinig und dezent, mit einem Wort: Hanseatisch. So wird sich der Neubau des „Gutshauses Trupe“ in den alten Ortskern Trupe einfügen. Sieben Eigentumswohnungen und keine gleicht der anderen. Familien, Singles, ältere Menschen – jeder findet hier den Grundriss, der seinem Lebenszuschnitt entspricht. Und alle Räume werden durchweht von dem besonderen Klima, das allein der Baustoff Holz erzeugt.

„Wir haben hier Wohnungen unterschiedlich in Größe und Schnitt, die sowohl für ältere Menschen geeignet sind, als auch für Jüngere, Singles und Familien“, erklärt Stefan Wasser. 74 bis 115 Quadratmeter groß, mit Balkon oder Terrasse mit Gartenanteil, mit einem offenen Wohnraum mit Küche und mindestens zwei weiteren Räumen. Und überall große Fensterflächen mit Blick in den Garten, von den Obergeschossen ins weite Wümmeland, auf Eichen und Buchen. So wunderbar Feuchtgebiete mit ihrer Artenvielfalt, ihrem Erholungswert auch sind, im Haus haben sie nichts zu suchen. Und damit ist Stefan Wasser wieder bei dem Stoff, der sein Leben bestimmt: Holz. Holzbauweise bedeutet Trockenbauweise mit hohem Dämmwert. Bei dem „Gutshaus Trupe“ in Holzrahmenbau wird Schwedische Fichte verwendet: kammergetrocknet, gehobelt, auf den Kern geschnitten, wo sich das stabile, feste, kerngesunde Holz befindet. Zusammen mit den weiteren Holzbaustoffen in Plattenform ist Schimmelbildung ebenso ausgeschlossen wie der Einzug eines ungeliebten Untermieters, dem Holzbock.


Alle Räume werden durchatmet von einem Klima, wie es allein der Baustoff Holz erzeugt. Es besteht aus gesunder Luftzirkulation, angenehmer Temperatur, einem Gefühl, spürbar und doch in seiner Wirkung nicht mit einem einzigen Begriff zu erklären. „Ich vergleiche das immer mit dem Lächeln der Mona Lisa“, sagt Stefan Wasser. Jeder empfindet das Geheimnis dieses Gemäldes anders und behält es mit ebenso einem Lächeln in Erinnerung. So wie die Bauherren und Gäste der WaBe-Häuser. Leonardo da Vinci hat es übrigens auf Holz gemalt.

„Holz ist unsere Leidenschaft“ lautet das Motto des von Stefan Wasser 1998 gegründeten Unternehmens. Holz bedeutet: Im Einklang mit der Natur. Jedes WaBe-Haus ist ein Unikat. Auf die Wünsche der Bauherren zugeschnitten, entstehen individuelle Energiesparhäuser. WaBe-Haus Wasser & Behrens GmbH Worphauser Landstraße 20 b 28865 Lilienthal Telefon 04208 919958-0 www.wabe-haus.de

Träume werden Räume

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Individuelle Häuser / Natürliche Baustoffe Modernes Handwerk / Niedrigster Energieverbrauch Energieausweis (EnEV) / Natürliche Dämmstoffe Anbauten / Sanierung / gewerbliche Gebäude


Foto: Lounge Chair, Design Charles & Ray Eames, Š Vitra

DESIGNKLASSIKER

Mehr Philosophie e als MObel In beiden findet sich Konstanz im Wandel


Foto: Rolf Benz

In diesem hochmodernen Sofa klingt ein Vierteljahrhundert an. Rolf Benz 323 ist ganz auf zeitgenössische Sitzgewohnheiten abgestimmt und hat dennoch den direkten Draht zum Klassiker. Designerin Anita Schmidt ließ sich von ihrem früheren Werk zu diesem neuen, raffinierten Stück Sitzkultur inspirieren.

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Keinen Raum gestaltet der Mensch so frei und unabhängig nach seinen Wünschen, Bedürfnissen, seinem Geschmack, wie seine Wohnung. Denn hier kann er ganz sein, was er stets sein will: Er selbst. Und wenn dieses innere Selbst auch wandelbar ist, so behält es doch seine Identität und verändert sich nicht mit den Moden. Stehen Wohntrends und Einrichtungsmoden also dazu in einem Widerspruch? Lieben kann man nur, was man kennt. Eine Tatsache, die nicht allein der Liebe eine weite Welt eröffnet, sondern auch der Gestaltung seiner Wohn- und Lebenswelt. Der Reiz des Unbekannten, das es zu entdecken gilt. Und weil die jedes Jahr Maßstäbe setzende internationale Einrichtungsmesse IMM Cologne schon vorbei ist, heißt es an dieser Stelle: Auf ins Internet! Zu einem virtuellen Bummel, um die neuesten Trends in der Welt der Designmöbel zu erkunden. Als Zeichen der Zeit wurde auf der IMM mit Pure Village ein neues, zukunftsweisendes Messeformat präsentiert. Kreativ werden hier Möbelsysteme, Einzelmöbel, Farb- und Lichtkonzepte, Bodenund Wandgestaltungen in einer inspirierenden Einrichtungswelt dargestellt. Damit wird diese Plattform der zunehmenden Überschneidung von Sortimentsbereichen gerecht und bildet ein Forum für unkonventionelle Interieur-Design-Konzepte.

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Das Regal „System M“ von Thomas Merkel nimmt sich selbstbewusst zurück, um Raum zu lassen für Individualität.

Ursula Geismann, Trend- und Designexpertin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie sagt: „Im Internet erleben die Menschen, wie schnelllebig die Zeit ist. Schon die ständigen Updates gehen ihnen an die Nerven, deshalb sucht man Zeitbezug und Dinge, die schon einmal da waren.“ Was es schon vor langer Zeit gab und Substanz hat, das kehrt häufig als eine zeitgemäße Variation von sich selbst zurück, oftmals dabei auch neu interpretiert. Der Eames Lounge Chair beispielsweise. Ergänzend zum ursprünglichen Modell aus dem Jahre 1956 bietet Möbelhersteller Vitra diesen Sessel neuerdings in einer 10 cm größeren Version an, um den heute durchschnittlichen Körpermaßen eines Menschen aus westlichen Industrienationen gerecht zu werden.

Foto: USM

Eine verchromte Kugel ist seit 50 Jahren das verbindende Element des Regalsystems Haller von USM.

Bei Rolf Benz kommt nach 25 Jahren das Sofa 323 als Reedition heraus. Obwohl in seiner ersten Fassung noch immer erfolgreich, wurde es auf der IMM Cologne in drei Breiten, zwei Sitztiefen als auch zwei Sitzhöhen sowie verschiedenen Fußversionen vorgestellt. Vielfalt im Beständigen scheint die Devise zu sein. Seit langem wird dieser Leitgedanke bei USM Möbelbau meisterhaft umgesetzt. Längst zum zeitlosen Design-Klassiker geworden, verspricht das einfache, jedoch geradezu geniale Regalsystem Haller dauerhafte Kompatibilität.

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Und dies nicht allein in Bezug auf Funktion und Erweiterbarkeit. Auch das Design passt sich jeder Stilrichtung an. Ob Privaträume oder Bürolandschaften – Haller ist zurückhaltend präsent und steht für zeitlosen Geschmack und werthaltige Qualität. Am gleichfalls legendären Regalsystem 606, das bis 2013 vom Hersteller SDR+ in Lizenz vertrieben wurde, zeigt sich, dass Reeditionen nicht immer unproblematisch sind. In diesem Fall war der Urheber und weltweit bekannte Designer Dieter Rams mit einer erfolgten Auflage in Sonderfarben nicht einverstanden, woraufhin sämtliche Lizenzen dem Londoner Hersteller Vitsoe übertragen wurden. SDR+ firmiert seitdem nur noch unter S+, allerdings nicht ohne ein vielversprechendes Regalsystem im Portfolio. Der Chefdesigner des Hauses, Thomas Merkel, entwickelte mit dem System M eine ebenso ästhetische wie funktionale Alternative, der technisch innovative Halterungen besondere Flexibilität verleihen. Möglicherweise ein Klassiker von morgen? Welche Möbel in unser eigenes Wohnkonzept passen, bleibt letztlich der kreativen Freiheit überlassen. Ob planvoll oder intuitiv schaffen wir uns Lebensräume, in denen wir zuhause sind mit unseren Wünschen, Bedürfnissen und Ansprüchen. Vielleicht sind Klassiker deshalb Klassiker, weil es dem Designer gelungen ist, mit seiner Idee ein allgemeines Anliegen zu materialisieren, das immer mitklingt, sich mit unserem Lebensgefühl paart und Akzente in einem unverwechselbaren Interieur setzt. „Mit meinen Arbeiten Ordnung schaffen, das Chaos eliminieren, und sich auf das Wesentliche konzentrieren“ – die Design-Philosophie von Dieter Rams bildet sich in seinen Möbeln ab. Sie schaffen dadurch einen Ruhepol, der dennoch Spielräume für fantasievolle Interpretationen lässt.

Foto: S+ Systemmöbel

Nach dieser Erfahrung ist es von Köln zum Salone Internazionale del Mobile in Mailand nicht mehr als ein Gedankensprung mit Mausklick, schließlich ist dies die bedeutendste Messe für alle großen Möbelmarken der Welt. Und dort bestätigte sich, worauf man bei der Lektüre führender Designermagazine und einschlägiger Internetportale schon vorbereitet wurde: Die aktuellen Wohntrends sind – die Klassiker. Bewährt, dabei zeitlos in Ästhetik und Funktionalität. Wie ist das zu erklären?


Neue skandinavische Leichtigkeit About a Chair von Hay Der About A Chair (AAC 22) von Hee Welling für HAY hat sich meiner Meinung nach in den letzten Jahren zu einem echten „jungen“ Klassiker entwickelt. Die Kunststoffschale mit ihrer klassischen Form geht mit dem Untergestell aus geseifter Eiche eine Verbindung neuer skandinavischer Leichtigkeit ein. Die auffallend reduzierte Form des AAC passt zum Esstisch und ist ebenso gut am Schreibtisch oder in der Kantine einsetzbar. Der About A Chair ist bewusst einfach und schlicht gehalten und kann gerade deshalb problemlos mit anderen Möbeln und Umgebungen kombiniert werden. Das gute Preisleistungsverhältnis ist nicht zuletzt durch Bequemlichkeit begründet. Viele Kunden, die mit Stuhlklassikern von Eames, Panton oder Breuer im Elternhaus aufgewachsen sind, entscheiden sich heute gerne für den AAC von HAY, da dieser als Allround-Talent und neue Designikone sich immer mehr zu einem neuen Klassiker entwickelt. Fotoquelle: POPO

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Gutes Design ist langlebig, innovativ und ästhetisch. Gutes Design macht ein Produkt brauchbar. Eben diese Attribute verkörpert das Sofa DS – 167 aus der Manufaktur de Sede. Der skulpturale Korpus ist filigran, schlank und modern. Leger an den flexiblen Rückenlehnen angebrachte Kissen, weich gezeichnete Absteppungen und reduzierte Edelstahlfüße komplettieren das Bild einer sinnlichen Sitzlandschaft, die jederzeit beliebig gestaltet werden kann und das Lebensgefühl „Homing“ auf’s Schönste verkörpert.

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Der Sessel F 51 ist ein Entwurf von Walter Gropius und wird heute von TECTA hergestellt. 1923 wurde er anlässlich der großen Bauhausausstellung im Direktorenzimmer ausgestellt. Die ungewöhnliche Kragarmkonstruktion ist gleichzeitig wesentliches Gestaltungselement dieses kompakten Sitzmöbels. Trotz dicker Polster vermittelt der Sessel aufgrund dieser Konstruktion einen schwebenden Eindruck. Mir gefällt besonders, dass Farben und Materialien flexibel kombiniert werden können. So lässt sich dieser Sessel harmonisch in jeden Stil integrieren, genauso wie er eigenwillige Akzente setzen kann.

Design mit System Das Regalsystem 606, von Dieter Rams 1960 entworfen, gehört für mich zu den besten Klassikern. Seit der Lizenzübertragung auf den britischen Hersteller Vitsoe ist der Vertrieb auf dem deutschen Markt leider eingeschränkt. Um so mehr freut es mich, meinen Kunden mit dem System M von Thomas Merkel eine vielversprechende Alternative bieten zu können. Es ist sehr flexibel und lässt sich für jeden Anspruch individuell zusammenstellen. Ebenso wie das 606 kann man es beliebig erweitern oder veränderten Ansprüchen anpassen. Auch sein zeitloses Design spricht dafür, dass System M auf dem besten Weg ist, zum Klassiker zu werden.

Fotos: Einrichtungshaus Kehlbeck

Foto: Treibholz Foto: Regalsystem 606, sdr+

Linientreues Quadrat

Christiane Kehlbeck Einrichtungshaus Heinrich Kehlbeck, Oyten www.kehlbeck.de

Oliver Teich Treibholz – Natürliche Einrichtungen, Bremen www.treibholz-wohnen.de

Intuitive Lichtsteuerung Wir mögen die durchdachte Lichttechnologie der LED-Schreibtischleuchte Roxxane von Nimbus. Sie sorgt für perfektes Licht im Büro, im Home-Office und auch im Living-Bereich. Dank ihrer Friktionsgelenke und eines 3D-Gelenkkopfes ist sie äußerst beweglich. Ohne Berührung regiert die Leuchte auf Gesten und ist so steuer- und dimmbar. Das gibt ihr persönliche Züge. Auch aus gestalterischer Sicht ist Roxxane ein Multitalent. Geometrisch und reduziert in der Form passt sie sich an und hat zugleich eine unaufdringliche Präsenz. Schön ist es auch, dass es sie in verschiedenen Farben gibt. Karola Klinkenborg-Schamuhn & Frank Schamuhn FORUM LICHT, Bremen www.forum-licht.de Fotoquelle: FORUM LICHT

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l Kn ol te r W al Fo to :

Die Vintage-Variante des FK

Vor über 30 Jahren schaffte ich mir zwei Schalensessel von Preben Fabricius & Jørgen Kastholm an. Die verspielte Leichtigkeit der minimalistischen Form hatte es mir angetan. Als Innenarchitekt liebe ich durchdachte Möbel, deren Funktion und Ästhetik eine zeitlose Einheit bilden. Dieser Stuhl hat vieles mit mir erlebt – auch eine kurze Zeit, in der ich einem Trend folgte und mich für andere Bürostühle entschied. Einer inneren Stimme gehorchend, wurden meine zwei Tulip Chairs solange sicher verwahrt. Längst gehören sie nun wieder zu meiner inspirierenden Büroeinrichtung. Sie sind unvergleichlich und trotz eines hohen Sammlerwertes unverkäuflich. Ihre Gebrauchsspuren erzählen gemeinsame Geschichten. In dieser Form wird das Modell nicht mehr aufgelegt, darum freue ich mich über die Raritäten, die mir ans Herz gewachsen sind. Obwohl ich Möbel aus dem Hause Walter Knoll sehr schätze, wollte ich meine Tulip-Chairs mit Vintage-Charme gegen keine Reedition eintauschen. Hartmut Fricke Fricke – Holz · Handwerk · Architektur, Neubruchhausen – Bassum www.fricke1859.de

Vielseitiger Eyecatcher

Foto: LEOLUX

Für einen Klassiker ist der PARABOLICA von LEOLUX fast ein bisschen jung. Allerdings trägt er schon seit sechs Jahren das Prädikat der Reddot-Auszeichnung. Er besticht nicht nur durch seine außerordentliche Funktion, sondern ist aufgrund seiner Asymmetrie Gestaltungselement für jeden Raum. Die Form erlaubt gleichzeitig Positionen: bequemes Sitzen, entspanntes Liegen oder aktives Sitzen mit der Armlehne als kleine Arbeitsfläche. Es gibt den PARABOLICA mit rechter oder linker Armlehne. Auch die für LEOLUX typische Auswahl an Farben und Materialen machen diesen Sessel zu einem prägenden Objekt individueller Einrichtungen. Andreas Rzepka Wagner Wohnen GmbH, Syke www.wagner-wohnen.de

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Metamorphose im Strom der Zeit. Ein Bürohaus mit Bürohausfassade in der Bremer Innenstadt soll seine Umnutzung zu einem Wohn- und Geschäftshaus mit moderner Architektur erfahren. 54 Kleinraumwohnungen für Mieter auf Zeit. Im Erdgeschoß ein Restaurant, im Keller Abstellplätze für Autos.


Boardinghouse

Ein Zuhause für Menschen unterwegs

BAD ca. 5,4qm

ANKLEIDE ca. 4,4qm

FLUR ca. 5,4qm

WOHNEN/KOCHEN ca. 25,9qm

Neues Leben in den Innenstädten. Die mobile Gesellschaft schafft ihre eigenen Wohnquartiere, die der erhöhten Flexibilität im Erwerbsleben gerecht werden.

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Ein Bürohaus in der Bremer Innenstadt soll in ein Boardinghouse umgewandelt werden. Was als nüchterne Nachricht erscheint, ist in Wahrheit ein Zusammenfluss dreier unterschiedlicher Zeitströmungen, die sich in diesem Projekt konkretisieren. Mobilität, Flexibilität, Revitalisierung von Innenstädten. „Das Boardinghouse ist eine Wohnform, die am Markt gesucht wird“, erklärt Patrick Denker. Er ist einer von drei Geschäftsführern der Bremer Architekten-Gemeinschaft GMD, die dieses Bürohaus in der Faulenstraße in ein modernes Wohnquartier umwandeln will. Zu einem Zuhause auf Zeit für Pendler, Menschen, die arbeitsbedingt unterwegs sind, Geschäftsleute, Handlungsreisende, Lehrkräfte an Universitäten, Handwerker und Ingenieure auf Montage…

Fotoquelle: GMD Architekten

Geplant sind in dem Wohn- und Geschäftshaus mit einer Gesamtfläche von etwas mehr als 3000 Quadratmetern 54 Kleinraumwohnungen. Voll ausgestattete Mini-Apartments zwischen 40 und 50 Quadratmetern mit Bad, kleiner Küche, Umkleidenische und integriertem Schlaf-Wohnbereich. Im Erdgeschoß eine Gastronomie, das Kellergeschoß als Tiefgarage mit zwei Ebenen. Für die Architekten von GMD, die in der Überseestadt zu Hause sind, ein Glücksfall, „denn innerstädtische Grundstücke sind extrem schwierig zu bekommen oder nur mit großem Aufwand umzunutzen“, erklärt Patrick Denker. Hinzu kommt ein weiteres, mitunter unüberwindbares Hindernis: Der Bebauungsplan.

Doch in diesem Punkt kreuzt sich das Interesse der Architekten mit dem der Stadt. „Um das Wohnen in bisher als Kerngebiet festgesetzten Bereichen der Innenstadt zu ermöglichen, werden momentan die noch bestehenden Bebauungspläne überarbeitet“, schreiben Bausenator und Wirtschaftssenator gemeinsam zu der Studie „Umwandlung von Büroimmobilien in Wohnraum“ zu dem Konzept „Bremen Innenstadt 2025“. Nach diesem Konzept soll „im Immobilienstand nach zeitgemäßen und zukunftsfähigen Wohnungen“ gesucht werden. Zielvorstellung: Bis zum Jahr 2020 den Anteil der in der Innenstadt lebenden Menschen um zehn Prozent zu steigern. Aus der geplanten Verbindung von Erwerbsleben und urbanem Wohnen soll eine neue soziale Durchmischung hervorgehen, denn „nicht nur für die einkommensstarken Gruppen, sondern für alle Bevölkerungsschichten soll Wohnen in der Innenstadt in allen Lebensphasen und -formen möglich sein“, heißt es in der Studie. Sie ist nicht zuletzt eine Reaktion auf den anhaltenden Trend, dass es die Menschen zurück in die Städte zieht. In eine Infrastruktur der kurzen Wege, in die Nähe von Kultur- und Freizeitangeboten, in eine größere Nähe zum Arbeitsplatz, einhergehend mit geringeren Fahrtkosten und der Unabhängigkeit vom Auto. Gebraucht würden „innovative und attraktive Gebäudetypologien“ – ein Stichwort, das in Verbindung mit der Studie „Bremen Innenstadt 2025“ die Architekten von GMD zur Tätigkeit aufrief.

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Die Straßenbahn vor der Haustür, eine Viertelstunde bis zum Flughafen, zehn Minuten bis zum Hauptbahnhof, mit dem Auto in wenigen Minuten auf den Autobahnen A1 und A27. Verkehrsgünstiger kann ein Boardinghouse als Zuhause auf Zeit für Berufstätige mit mobilen Arbeitsplätzen oder Arbeitsweisen nicht liegen.

Apartments klein, fein, und es fehlt an nichts. Eine geschickte Architektur ermöglicht es, auf kleinstmöglichem Raum ein komplettes Wohnprogramm zu realisieren.

„Hinzu kommt, dass die Skelettbauweise des Gebäudes ideale bauliche Voraussetzungen für eine Umnutzung in Wohnraum schafft“, erklärt Patrick Denker. Tragende Decken, die durch das ganze Gebäude laufen, Unterzüge und Stützen bilden eine ideale Tragestruktur, die dem ArchitektenTeam „große Freiheit und maximale Flexibilität bei der Gestaltung der Wohnräume“ eröffnet. Immobilien mit Leerstand zu revitalisieren ist freilich keine leichte Aufgabe. „Also müssen wir auch etwas an der äußeren Erscheinung ändern“, erklärt Denker. „Da die gesamten Außenflächen statisch nicht erforderlich sind, wird die vorhandene Klinkerfassade vollständig zurückgebaut.“ Wo sich jetzt noch eintönige, lange Fensterreihen durch eine rote Klinkerfassade ziehen, sollen einmal Wohnwürfel hängen, die als Stilelemente mit ihrer Mischung aus Technik, Urbanität und Ästhetik der Fassade Eleganz und Modernität verleihen. Die Würfel sind jedoch nicht nur ein Stilelement, sondern auch erweiterter Wohnraum. Hier kann man an einem kleinen Tisch im Sessel sitzen und durch das große Fenster auf das Straßenleben unter sich blicken, die Faulenstraße hinunter bis zum Brill. An den Seiten zur Straßenfront und nach hinten sind die Kuben mit einem anthrazitfarbenen Blech geschlossen. Privatheit mitten im städtischen Leben.

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„Im Erdgeschoss denken wir an eine Gastronomie, wo sich die Bewohner des Boardinghouses morgens auf dem Weg zur Arbeitsstätte ihre Brötchen und ihren Kaffee holen können“, erklärt Denker. Und auf den beiden Parkebenen im Untergeschoß, so Denkers Vorstellung, lasse sich neben den Abstellplätzen für das Auto im Sinne der Green Mobility auch eine E-Bike-Station einrichten. Ein Wohnkonzept für eine moderne Metropole. Eine neue Erfindung allerdings ist das Boardinghouse nicht. In den USA und in Metropolen Europas ist es längst eine Antwort auf die Zeitströmungen Flexibilität, Mobilität und Revitalisierung von Innenstädten.

GMD - ein Triumvirat der Ideen und ihrer Verwirklichung. Seit Februar 2014 sind die Architekten Patrick Denker, Nico Grashoff und Lars Müller ein Team. Ihr Leistungsbild umfasst die Projektentwicklung mit Kombination der Faktoren Standort, Kapital und Projektidee. Kompetent in allen Phasen von der Beratung und Planung, bis zur Überwachung und Übergabe. GMD Architekten GmbH Schuppen 1 Konsul-Smidt-Strasse 12, 28217 Bremen Telefon 0421 36513651 www.gmd-architekten.com


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Auf der 2.000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche sind über 50 Musterküchen aufgebaut, die jedoch nur einen Vorgeschmack auf das geben sollen, was möglich ist. Starke Partner wie NOLTE-Küchen, NOBILIA, HÄCKER, AEG, SIEMENS, NEFF, MIELE, BLANCO, BERBEL, BORA, LECHNER, JUMA, NABER sowie VILLEROY&BOCH runden das Erfolgsrezept des Studios ab und sind ein Garant für Innovation und Markenqualität.

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Fotos: Armin Reichelt


Die Metamorphose eines Carports zu einem Lebensraum. In dem ungewĂśhnlichsten Auftrag seiner Karriere fand Innenarchitekt Fricke ein Arbeitsfeld mit Ăźberraschenden Perspektiven.

Garage oder Herrenzimmer


Hobby und Technik, Inneneinrichtung und Kontemplation. Eine Garage kann viel mehr sein als nur ein Stellplatz. Als Ort eines stillen Genusses musste sie allerdings erst entdeckt werden.

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In seiner langen Laufbahn als Innenarchitekt hat Hartmut Fricke den unterschiedlichsten Räumen Schönheit, Stil und Atmosphäre gegeben. Meistens entstand dabei eine Heimstatt für das Lebensgefühl seiner Auftraggeber. Aber eine Heimstatt für ein Auto? Motorräder?

In diesem Fall war es bloß ein Carport als offenes Erdgeschoß eines ungenutzten Fachwerkhauses, durch das der Wind Staub, Regen und Blätter wehte. Dann sagte der Freund einen Satz, der als Leitmotiv den Innenarchitekten Fricke durchs Leben begleitet: „Kannst du das nicht schön machen?“

Der ungewöhnlichste Auftrag seines gestalterischen Lebens begann mit der schlichten Bemerkung eines Freundes, der die meisten Männer auf der Welt sofort zustimmen würden: „Da hast du siebeneinhalb Quadratmeter Auto, von dem du einmal geträumt hast, an dem dein Herz hängt, und das steht zwischen kahlen, weiß getünchten Wänden, neben einem Rasenmäher. Das ist doch nicht richtig.“

Und so entstand eine Garage als Wohnzimmer für Auto und Motorrad. Als Hobbyraum mit dem Ambiente eines Lebensraums, in dem man nicht nur seine Motorradstiefel anzieht, am Auto werkelt, sondern wo man sich auch mal zurückzieht und umgeben von geliebten Gegenständen seinen Gedanken nachhängt.

Das Echo von seinem Innenarchitekten entsprach genau dem, was er selbst dachte: „Die Menschen hängen ihre Bilder in klimatisierte Räume. Käse und Wein werden sorgfältig gelagert, aber das schöne Fahrzeug, das sie mit Liebe gekauft und erspart haben, steht lieblos in einer Betonbude.“ So behandelt man keinen Gegenstand, den man liebt. Wir sprechen hier nicht von Autos, die nichts Anderes sind als ein Gebrauchsgegenstand zur Fortbewegung, und die von ihrem Besitzer nicht mehr widerspiegeln als seine Silhouette auf ihrem Lack. Sondern von Autos, in denen sich, vom Kühlergrill über Kotflügel, Innenausstattung und Anordnung der Antriebsaggregate etwas von seiner Persönlichkeit, seinem Gefühl für Schönheit, Stil, Raffinement spiegelt. Es kann übrigens auch ein Motorrad sein. Doch eine Garage ist nun einmal eine Garage.

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Nachdem der erste Schritt getan und der Carport in einen geschlossenen Raum mit Rolltor, Türen, Fenstern umgewandelt worden war, ahnte auch der Gestalter noch nicht das Gesamtkunstwerk, das am Ende herauskommen würde. Der Schlüssel dazu war, wie so oft das Lieblingsmaterial des gelernten Tischlermeisters: Holz. Altes, von außen verwittertes Holz. Er trennte es auf, bearbeitete es jedoch nicht, sondern bürstete es lediglich ab. Aus dem Altholz entstand von den Bodenfliesen bis zur Unterkante der Fenster die halbhohe Täfelung. Seine Natürlichkeit und Ursprünglichkeit gab dem Raum Charakter. Zugleich gab es ihm etwas so Malerisches, dass es einen professionellen Maler auf der Stelle inspirierte, die Wände mit pastoralen Motiven zu bemalen. Alles abgestimmt auf Farbe und Ausdruck des alten Holzes. Strich über Balken, Garagentor, über die Beschläge, dass sie den Charme von Gebrauch und Vergangenheit annahmen.


Altes Holz, ein alter Werkzeugschrank. Ursprünglichkeit und Authentizität des Materials verbinden sich mit dem ursprünglichen Drang des Menschen nach Aufbruch und nach Ruhe.

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Das soll aber immer noch eine Garage bleiben, mahnte der Innenarchitekt. Guter Geschmack duldet keine Übertreibungen. Überraschungen allerdings schon. Wenn sie dann auch noch, wie in diesem Fall, mit einem Stilelement verbunden sind, ist es einfach ein Glücksfall. Nachdem der Raum isoliert war, musste er noch beheizbar gemacht werden. Strom bot sich an, weil Stromleitungen bereits vorhanden waren. Die Suche nach geeigneten Heizkörpern offenbarte ein fantastisches Sortiment an Elektroheizkörpern in originellen Ausführungen.

Am Anfang waren ein ungenutzter Raum, ein unbehaustes Haus und eine Idee. Am Ende hatten das Auto und die Motorräder ein Zuhause, das zu ihnen passte.

Die Wahl fiel auf zwei Heiztafeln, die wie Schultafeln aussehen und die tatsächlich auch beschrieben werden können. Symmetrisch an den Längsseiten des Raums einander gegenüber hängend, unterbrechen sie das Altholz auf interessante Weise, und kein Mensch kommt auf die Idee, dass sie zusammen mit dem weißen Kachelofen den Raum beheizen. Mit dem weißen, mehrfach, also auch elektrisch beheizbaren 125 Jahre alten Original Kachelofen, war das Gesamtkunstwerk Wohngarage komplett. Als alles fertig war, haben sich Innenarchitekt und Auftraggeber in ihrer gemeinsamen Freude einen Moment lang angesehen, synchron in ihrer Überraschung über das Ergebnis. So ungewöhnlich die Vorstellung von einer Garage als Herrenzimmer und als Wohnzimmer für Auto und Motorräder anfangs auch war, am Ende schien es so, als hätte die Logik der Aufgabe und des Gegenstands zur Entdeckung einer bis dahin verborgenen Wirklichkeit geführt. Hartmut Fricke sah sich im Land um und entdeckte ein riesiges Potenzial an ungenutzten Nebenräumen und Gebäuden. Ebenso wurde ihm ein Potenzial in den Vorstellungen und Wünschen von Freunden, Bekannten offenbar, die von diesem Projekt erfuhren. Am Anfang hielten sie ihn für verrückt und am Ende sagten sie: Wenn es fertig ist, schick mir unbedingt sofort die Unterlagen.

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Holz, Handwerk, Architektur bestimmen das Leben des Innenarchitekten Hartmut Fricke. Keimzelle des Unternehmens ist die 1859 gegründete Tischlerei Fricke. Heute werden in dem Familienbetrieb, den Hartmut Fricke in fünfter Generation führt, individuelle Einzelmöbel hergestellt, Modernisierungen durchgeführt und Innenarchitekturen für Räume und ganze Gebäudekomplexe geschaffen. Fricke GmbH & Co. KG Sudwalder Straße 3 27211 Neubruchhausen Telefon 04248 9400 www.fricke1859.de


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Im Wohngarten unserer Zeit dr체cken sich ver채nderter Lebensstil und gewandeltes Freizeitverhalten aus. Als Folge davon ist eine neue Gartenkultur entstanden.


Fotoquelle: Gärtner von Eden

Tanzen im Grünen Wenn das Haus modernisiert worden ist, muss der veraltete Garten neu gestaltet werden. Denn Gärten werden heute als verlängerte Wohnzimmer erlebt.

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Im Lebensgefühl unserer Zeit ist der Garten mehr und mehr zu einem Teil des Hauses geworden, in den schönen Monaten gewissermaßen die Verlängerung des Wohnzimmers. Wer sein Haus modernisiert und dabei womöglich noch einen zeitgemäßen Anbau hinzufügt, sieht sich nicht selten einem unbeabsichtigten Stilbruch gegenüber. Der in Anlage und Gestaltung veraltete Garten harmoniert nicht mehr mit dem Haus. Im Haus befindet man sich auf der Höhe der Zeit: Lichte, offene Räume, reduzierte Formen. Im Garten hingegen befindet man sich in den Achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Ihn in die Gegenwart zu überführen, ist eine der Kernaufgaben der erfahrenen Gartengestalterin Claudia Schaaf. Der Garten als Element modernen Lebensstils hat einen eigenen Begriff kreiert: Loungen – unter freiem Himmel, auf bequemen Möbeln mit anderen bis in die Nacht zusammensitzen, reden, essen, trinken. Wohnzimmer-Komfort unterm Sternenhimmel. Ist dieser Trend auch nicht ganz neu, so repräsentiert er doch ein Freizeitverhalten, auf das bis zur Jahrtausendwende Gärten noch nicht ausgerichtet waren. Weder gab es die entsprechenden Sitz-

ecken mit Sofaqualität, noch die dazu passende Gartengestaltung. „Wir sollten einen zeitgemäßen Wohngarten schaffen, der viel Raum für das Leben und Feiern unter freiem Himmel bietet“, sagt Claudia Schaaf. Die Gartenarchitektin ist Geschäftsführerin des renommierten Gartenbauunternehmens Ingo Beran aus Neu-Wulmstorf und mit ihm Mitglied der Gärtner von Eden. In dieser Genossenschaft haben sich rund 60 Gartengestalter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen, die sich auf Planung, Anlage und Pflege anspruchsvoller Privatgärten spezialisiert haben. „Manche Besitzer wollen in ihrem Garten tanzen können“, erzählt Claudia Schaaf. Wird dieser Wunsch auch nur gelegentlich an sie herangetragen, so drückt sich in ihm doch ein gewandeltes Verhältnis der Menschen zu ihrem Garten aus. Und natürlich erfüllt sie ihn. Der Gartenteil, der in diesem Fall bei der Neugestaltung im Fokus stand, wurde nicht mit Rasen, sondern mit großformatigen Granitplatten ausgelegt. Ein perfekter Untergrund zum Tanzen, der den architektonischen Charakter des Gartens


„Wir sollten einen zeitgemäßen Wohngarten schaffen, der viel Raum für das Leben und Feiern unter freiem Himmel bietet.“ Claudia Schaaf

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s ensprache de m er die Form de in , it ht m ic es tre unters und überdi aus aufnimmt ren modernen Anb tektur des älte hi rc Backsteina en ht ic hl sc r de harmoniert. Gebäudeteils t die Fläche der Platten läss at rm Fo e oß „Das gr bt Claudia erscheinen“, gi er öß gr em rd auße , warum sie teren Grund an ei w n ne m der ei af Scha ied. Im Zentru Lösung entsch e es tisches di ra r fü ad qu ch si te sie ein er zi at pl he äc n der Platplattierten Fl e Proportione di s da n, ke seiner Mitte Wasserbec nde Schale in ru ne Ei t. m im ten aufn kligkeit und nge Rechtwin re st e di nden ht ric durchb er ebenfalls ru iederum mit vi w rt ist ie s nd se ie po D es . korr n Beet im benachbarte t en ni ra äß G ef s zg au an Pfl e Platten elegt – wie di ist n er nd so , he mit Splitt ausg s Pflanzfläc al r nu t ch ni t – und dien selement. iges Gestaltung ein eigenständ glatt ne große, aus Planung ist ei r de ck k. tü an zs kb er Ec Ein H gebaute nkirai-Bohlen der geraspelten Ba die Anlehnung r eh m ht einmal ic mit tre et rs ld te bi un , e ch Si n Wohnberei de an ng nu farbenfrohen, Gartenpla einen ebenso en ss ch Ki en nt ihren bu et Sitzplätze au kfang und biet ic Bl en n ht de ic e hl wie sc tig lockert si en. Gleichzei für große Rund dstück auf. un Nachbargr m zu z ut ch ts Sich te pflanzung folg ung für die Be d Garun s au H Bei ihrer Plan e Motiven, di ei dr af ha et Sc , Geom rie Claudia tische Tradition ea ns ha : en ten präg che. aufs Wesentli und Reduktion


Vasen. Wasserbecken, Bodenplatten, s Formen ühl setzt sich au Das Gartengef e wirkungsdi zusammen, n lie ia er at M und er stehen ialog zueinand voll in einem D . und zur Natur

n regels Auge mit ihre da n ue fre er n chzeitig für Buchskugel rgen aber glei so , en den rm Fo mäßigen t zu den gera n Kontrapunk te tig ch si , ab ag einen be n Bodenbel ten Winkeln vo Linien und rech n und Bank. GarWasserbecke mgebung des rleitung zur U be Ü dung te en nf rw sa Ve ne Ei großzügige e di h rc du er geschaffen. tens wird hi d Hortensien un en dr en od von Rhod n ig anmutende mit ihren fedr r he e. uc rä ng st re en St Perück ept die m klaren Konz de imen -H hm es -d ne ne Blüten Sieben-Söh de en m am st enpol zu Der aus China exotischen Geg n ne ei et ld bi anzenausmels-Strauch geprägten Pfl ch is im he n te der ansons wahl.

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Limited Edition „summer green“ Mit der Farbe „summer green“ bringt der Panton Chair aus dem Hause Vitra sattes Grün auf Terrassen und Balkone. Allerdings gibt es den Klassiker nur bis zum Sommer 2015 in dieser limitierten Sommerfarbe. Für alle Liebhaber dieses zeitlosen Möbels Grund genug, sich ein Ensemble zu sichern. Denn ohne Frage wird auch der sommergrüne Freischwinger wertbeständig und ewig jung bleiben. Die Technik des Freischwingers in Verbindung mit der körpergerechten Form und dem leicht flexiblen Material gibt dem Design-Klassiker einen guten Sitzkomfort. Unsere Designexperten auf Seite 33 – 35 sind die richtigen Ansprechpartner für alle, die sich den Panton Chair „summer green“ sichern wollen.

Foto: Florian Böhm © Vitra

Eine Entdeckung für Grillfreunde ist der neue LotusGrill. Er sieht gut aus und seine ausgeklügelt patentierte Funktion macht ihn unschlagbar. Obwohl mit Holzkohle betrieben, ist durch die Konstruktion eine Rauchentwicklung unmöglich, wodurch dieser Grill auch für Innenräume geeignet ist. Mit nur 3,5 Kilo Gewicht und einer soliden Tasche ist er ein idealer Begleiter für den kleinen Ausflug. Ausgezeichnet wurde der kleine kompakte Tischgrill bereits mit einigen Preisen, darunter der Red Dot Design Award. Weitere Informationen unter: www.lotusgrill.de

Fotoquelle: C4sun

Ein echtes Segel Wie die großen Segel eines Viermasters im Wind wölbt sich das ellipsoide Sonnensegel, während die geräuschlose Mastmechanik und der leise surrende Rohrmotor das Segel auf die gewünschte Position fährt. Als luftige Kuppel spannt es sich über das Gelände und schafft darunter ein stimmungsvolles Raumgefühl. Elegant und robust zugleich trotzt es Wind und Wetter. Das mit dem Red Dot Award ausgezeichnete Sonnensegel elips4sun stammt aus der Manufaktur des Sonnensegel-Herstellers C4sun. Vertriebspartner für den Nordwesten ist Achternbosch aus Oldenburg, ein erfahrenes Fachunternehmen für Markisen, Rollläden und Haustüren. Die Wahl des richtigen Segels beginnt hier mit guter Beratung, denn C4sun Sonnensegel sind immer Unikate. Achternbosch GmbH, Oldenburg www.achternbosch-oldenburg.de

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Wohltuende Wärme, würziger Duft edler Hölzer und der Blick in die Natur. Mit einem einzigen Schritt eine sanfte Brise oder die prickelnde Kälte von Schnee spüren – das ist purer Saunagenuss im eigenen Garten. Außensaunen der Marke Wärmegrad schaffen neuen Raum für Erholung nach finnischem Vorbild: naturverbunden und zu jeder Jahreszeit. Jede Wärmegrad-Außensauna verfügt über einen separaten, beheizten Wohn- und Wellnessraum, der das Naturerlebnis durch große Fensterfronten auch in der Entspannungsphase perfektioniert. Außensaunen von Wärmegrad werden komplett montiert geliefert und per Kraneinsatz an Ihrem Bestimmungsort installiert. WÄRMEGRAD, Posthausen, www.wärmegrad.de

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Barrierefreies Wohnen ist ein Stichwort unserer Zeit. Seine volle Bedeutung erfährt man jedoch meistens erst aus der unmittelbaren Erfahrung. Der Tischlermeister Franz Reisch erfuhr es, als er eine zeitlang Gehhilfen benötigte. Die meisten Wohnungen, so fand er in dieser Zeit heraus, sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht tauglich. Also machte er sich als Inhaber des über 60 Jahre alten Familienunternehmens Tischlerei Reisch in Ganderkesee daran, für die Verbesserung dieses Zustandes zu arbeiten. Das eindrucksvolle Resultat ist im Ortszentrum von Ganderkesee zu besichtigen: Eine Musterwohnung von 160 qm, komplett barrierefrei. Zugleich ist es eine Ausstellung, mit der Franz Reisch und seine Frau Ursula erlebbare Wohnlösungen vorführen, die von Besuchern sogleich erprobt werden können. Das beginnt bereits am Eingang, der ebenso wie der Flur weiträumiger ist als bei Standardwohnungen üblich. Die Türen sind mindestens 98,5 cm breit, so dass sie mit Rollstuhl oder Rollator

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problemlos passiert werden können. Über Türsysteme der Firma Dorma/Gira werden die Türen automatisch geöffnet und geschlossen. Und natürlich sind die Schalter niedrig genug angebracht, um vom Rollstuhl aus betätigt zu werden. Wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist, benötigt Mobilität in den Gegenständen. In der Küche sind die Arbeitsflächen in der Höhe verstellbar. Die Höhe der Spüle lässt sich zwischen 76 und 104 Zentimetern variabel bestimmen. Auch das Kochfeld mit Touchscreen lässt sich per Knopfdruck nach oben und nach unten verschieben. Ein eigens für Rollstühle konzipierter Bereich ermöglicht Küchenarbeiten auch im Sitzen. Absenkbare Schränke, die sich durch Berühren öffnen und schließen, in niedriger Höhe angebrachte Fenstergriffe vervollständigen hier das durchdachte Raumkonzept.

Fotos: Jörg Stipke

Eine Musterwohnung in Ganderkesee präsentiert erlebbare Wohnlösungen.


Verstellbare Arbeitsflächen, automatische Türen für Räume und Schränke. Wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist, benötigt Mobilität in den Gegenständen.

Im Schlafzimmer lässt sich der Kleiderschrank sogar per Fernbedienung öffnen, und ein elektronischer Kleiderlift fährt die Kleidung heraus. Im Bad setzt sich die Mobilität der Dinge mit einem in der Höhe verstellbaren Waschbecken und dem verstellbaren Spiegel fort, und selbstverständlich muss man in die Dusche nicht über eine Schwelle treten. Doch der Zweck regiert nicht allein. Die Funktionalität ist eingebettet in Eleganz und Ästhetik, in Form und Farbe. Mag man heute auch noch von Standardwohnungen und barrierefreien Wohnungen sprechen. Die veränderte Altersstruktur der Bevölkerung und der Wunsch nach einem langen, selbstständigen Wohnen wird die barrierefreie Wohnung zur Standardwohnung machen.

Seit 2006 ist der Familienbetrieb Mitglied in der Handwerker-Kooperation „Komfort erleben“. Firmenchef Franz Reisch, der die 1951 gegründete Tischlerei in der zweiten Generation führt, hat dieses Arbeits- und Lebensfeld aus eigener Anschauung entdeckt – und entwickelt. Tischlerei Franz Reisch GmbH Am Steinacker 1 27777 Ganderkesee Telefon 04222 93170 www.reisch-tischlerei.de

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Titelfoto: Shutterstock Fotoquelle: O&K Wohnkonzepte

Ferien auf Sylt

Der AugenBlick und die innere Stimme

Die Kunst, in einem Geb채ude zu erkennen, was es noch nicht ist, aber werden kann.


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Seit dem Seufzer „das Land der Griechen mit der Seele suchen“, den Goethe seine Iphigenie seufzen ließ, gilt die Seele als der verlässlichste Kompass bei der Suche nach dem Ort der Sehnsucht. Denn mit der Seele sieht man, was im Augen-Blick noch nicht zu erkennen ist. Linda Voss-Knirsch erlebte einen solchen Augenblick vor einem Haus auf Sylt, wo sie vor Jahren ihre Flitterwochen verlebt hatte. „Das brauchen Sie sich gar nicht anzusehen“, hatte der Makler der Sparkasse Sylt sie gewarnt. „Das ist total heruntergekommen.“ Ein in den 1970er Jahren gebautes Haus in Tinnum, auf halbem Wege zwischen Keitum und Westerland, direkt an den Tinnumer Wiesen gelegen. Sie hatte sich nicht abschrecken lassen. Eine Ferienwohnung auf Sylt war ein langgehegter Wunsch. Und während in ihren Augen noch das Erschrecken über den in der Tat realistisch beschriebenen Zustand des Hauses lag, das ihr im Internet so reizvoll erschienen war, blickte die Seele schon tiefer – und ließ in ihrer Vorstellungswelt ein ganz anderes Haus erstehen. Schließlich war sie mit einem sicheren Gefühl für Räume und Harmonien geboren worden. Mit dieser Gabe, die sich in der Tischlerwerkstatt ihres Großvaters entwickelt und vertieft hatte, als sie noch ein Mädchen war, ging nun durch das Haus. Sah sich in den beiden Wohnungen um, in die es unterteilt war. Eine im Erd-, die andere im Obergeschoss. Registrierte, wie verwohnt, und hoffnungslos veraltet es war. Hoffnungslos?

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Sie hatte doch gerade noch bei der Ankunft die charmante Lage am Ende eines Stichwegs entdeckt, den Reiz des Grundstücks erkannt, das mit seinen 400 Quadratmetern für Sylter Verhältnisse ziemlich groß war. Nun riss sie in Gedanken Mauern ein, schuf eine neue Raumaufteilung, neue Grundrisse – ein neues Haus. Zu Hause in Schwarme erzählte sie alles ihrem Ehemann, dem Bauunternehmer Stefan Knirsch. Der ließ sich von ihrer Begeisterung anstecken. Ihrem Spürsinn vertraute er ohnehin (schließlich hatte sie ihn geheiratet). Hinzu kam, dass in jenem Jahr 2009 die Wirtschaft in einer Krise steckte. Mit lukrativen Immobilienangeboten konnte man nicht rechnen. Wenig später sah Stefan Knirsch das Haus mit eigenen Augen und fand die Raumvisionen seiner Frau realistisch und überzeugend. Gemeinsam fertigten sie noch an Ort und Stelle Skizzen an, was aus dem Objekt gemacht werden könne. Zu ihrer freudigen Überraschung stellte sich heraus, dass auch eine Garage am anderen Ende des Weges zum Anwesen gehörte. Auf der Heimfahrt riefen sie den Makler aus dem Auto an: Das Haus sei gekauft! Fantasien warten nicht gerne lange auf ihre Verwirklichung. Als eines Morgens der Bautrupp von Oentrich & Knirsch anrückte, lagen die Vorbesitzer noch in ihrem verkauften Haus im Bett. Als im Untergeschoss bereits die ersten Mauern eingerissen wurden, packten im Obergeschoss die Vorbesitzer noch ihre Koffer. In den folgenden Wochen entkernten die Handwerker von Oentrich & Knirsch das gesamte Haus. Nach und nach materialisierte sich aus dem Mauerstaub in Form, Farbe und Material jenes Haus, das Linda Voss-Knirsch mit ihrer Seele schon gesehen hatte. Räume, die atmen. Großzügig geschnitten, hell und klar und weit, wie der Nordseehimmel über dem Haus. Nur nicht so verschwenderisch mit Energie, denn das Haus wurde auch energetisch modernisiert und saniert. Die Räume im Ober- und im Erdgeschoss wurden zu einer einzigen Wohnung zusammengefügt. Drei Schlafzimmer, drei Bäder, eine Küche, ein Wohn-Esszimmer. Alle Räume großzügig geschnitten, hell und komfortabel und energetisch saniert. Ein kleiner Heizungs- und ein Abstellraum. So präsentiert sich das Ferienhaus nun seinen Inselbesuchern. Ein gepflegter Garten, zwei sonnige Terrassen, über die der Seewind hinwegstreicht. Schon oft hatte Linda Voss-Knirsch die Kunden ihres Ehemanns bei der Ausstattung ihrer Häuser beraten und dabei ihr Gespür für authentische Einrichtungen und ihre Freude daran ausgelebt; harmonisch und fantasievoll im Stil.


Viele Einbaumöbel wurden direkt in der eigenen Tischlerei in Schwarme gefertigt und auf die Insel transportiert. Hohe Standards wie Fußbodenheizung, ein Kamin, Echtholzparkett und eine Küche, die keine Wünsche offen lässt, haben dem Haus dann auch fünf Sterne vom Deutschen Tourismusverband eingebracht. Von den Sternen am Nachthimmel über dem Meer ganz zu schweigen.

Von dem Abenteuer mit dem heruntergekommenen Haus auf Sylt empfing Linda Voss-Knirsch den entscheidenden Impuls für einen eigenständigen Geschäftszweig: O&K Wohnkonzepte. Als Beraterin der Bauherren der Baufirma ihres Ehemanns Oentrich&Knirsch hat sie reichlich Erfahrungen gesammelt. Möbel und Einrichtungen haben sie schon als Kind fasziniert. Ein Erbe vom Großvater und Urgroßvater, die beide eine Tischlerwerkstatt besaßen.

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Das Haus denkt der Mensch lenkt Das Smart Home erobert die Wohnwelt. Das richtige Licht zur richtigen Zeit. Das richtige Klima zu jeder Zeit.

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Fotoquelle: Busch Jäger

Wie von Geisterhand springt die Tür auf. Der Griff zum Lichtschalter ist überflüssig, eine zentrale Steuereinheit ist so programmiert, dass in jedem Zimmer automatisch die richtige Helligkeit und Beleuchtungsart eingestellt wird. Dies alles geschieht durch einen Chip, der vor ein Lesegerät gehalten wird. Das intelligente Haus, Smart Home, ist dabei die Wohnwelt zu erobern. Intelligente Überwachungssysteme, Thermostate und Lichtanlagen steigern die Wohnqualität (Beleuchtung, Temperatur, Mediennutzung), optimieren das Raumklima (Fenster, Lüftungsanlagen), sparen Energie durch optimale Heizungseinstellungen. Hinzu kommt höhere Sicherheit durch Einbruchschutz. Die Grundidee eines Smart Home ist so einfach wie genial und zwar für Neu- und Altbau gleichermaßen. Elektronische Systeme erledigen

Aufgaben bei Fenstern und Jalousien, die sich je nach Wetterlage öffnen oder schließen. Die Kostenersparnis durch situatives Klima- und Beleuchtungsmanagement gewinnt angesichts steigender Strompreise an Attraktivität. Die Heizung registriert künftig automatisch, ob sich jemand im Raum befindet und regelt entsprechend die Temperatur. Schaltet sich der erste Rechner im Homeoffice ein, beginnt in der Küche die Kaffeemaschine zu laufen. „Wer ohnehin eine technische Komplettlösung anstrebt, muss in der Basisausstattung im Rahmen der Neubauplanung nicht wesentlich mehr ausgeben, als bei einer herkömmlichen Elektroinstallation“, meint Martin Weber, technischer Leiter des Gira Revox Studios in Hannover. Im Jahr 2012 wurde dieses umfassende Servicepaket bundesweit zum ersten Mal direkt in den


Die Nachfrage nach intelligenter Technik ist weiterhin steigend. Doch das Thema ist so komplex, dass es ratsam ist, einen Fachmann hinzuzuziehen. Weil die Gebäudesystemtechnik viele weitere Gewerke beeinflusst, ist ein untereinander kommunizierendes, ganzheitliches System normalerweise Insellösungen vorzuziehen. „Ein wenig Technikbegeisterung sollte schon sein“, meint Uwe Stenzel aus Bremen. Der Elektroingenieur führt einen Hightech-Showroom mit technischen Raffinessen, nur zehn Gehminuten von der Bremer Innenstadt entfernt. Dort setzt er modernste Gebäudetechnik und faszinierende MultimediaAnwendungen in einem exklusiven Wohndesign in Szene.

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Wie weit Innovationen führen können, zeigt das Beispiel des Resorts Spascher Sand in Wildeshausen. Hier wurde ein komplettes Areal mit Glasfaser vernetzt. Die Bewohner dieser exklusiven Wohnanlage haben Zugriff auf umfangreiche und leistungsfähige Gebäudesystemtechnik. Das beginnt schon bei der Zufahrt. Besucher melden sich am Tor an und werden hier bereits über Video gesichtet. Verschwindet langsam eine beachtliche Edelstahlsäule im Boden, wird Einlass gewährt. Bewohner weisen sich mit einer Chipkarte aus, die gleichzeitig zur Bedienung der eigenen Alarmanlage und ganz bequem als Haustürschlüssel zu benutzen ist. Am Beispiel des Musterhauses erfährt man Smart Home in Vollendung. Installiert und eingerichtet von der ortsansässigen Firma Hoge Systemtechnik werden hier Licht, Verdunkelung, Heizung, Mediennutzung und Sicherheitseinrichtungen über eine zentrale Steuerung reguliert. Eingesetzt wurde dafür die Technik von Busch Jäger, Marktführer

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Fotoquelle: Busch Jäger

Einfach und komfortabel wird über das Home-Panel die gesamte Gebäudesystemtechnik gesteuert. Szenarien, die den Gewohnheiten entsprechen, können als wählbare Szenarien hinterlegt werden.

Quadratmeterpreis einer Wohnung integriert – bis hin zu einem Web-Concierge, der auf Knopfdruck per Videoschalte oder E-Mail erreichbar ist und die Wünsche der Wohnungseigentümer entgegennimmt.


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auf dem Gebiet der Elektroinstallationstechnik und kompetenter Partner für intelligente Gebäudevernetzung auf Basis von KNX. Die optimale Vernetzung des Musterhauses ist beispielhaft für das gesamte Areal. Bewohner stellen sich aus der Vielzahl von Möglichkeiten ihr persönliches Nutzerprofil zusammen. Die Möglichkeiten der Automatisierung sind schier endlos, doch Tim Hoge weiß, dass Anwender sich eine einfache Bedienung wünschen. Daher wird der gelebte Alltag in wählbare Szenen übersetzt, die dann über einen einzigen Schalter ausgelöst werden. So gibt es eine Lichtszene „Essen“, eine Lichtszene „Fernsehen“ oder eine Lichtszene „Putzen“. Alles kann sowohl über das hausinterne Panel bedient werden oder auf Wunsch auch über Smartphone oder Tablet.

Foto: Spascher Sand

Ein schöner Nebeneffekt: An den Wänden sind keine Schalter notwendig, was einer ruhigen Optik zugute kommt. Genauso einfach wird die Temperatur geregelt, Jalousien herauf- oder heruntergefahren oder die Alarmanlage bedient.

Wer eine komplette und optimal gesicherte Steuerungstechnik haben will, muss laut Martin Weber etwa 20.000 Euro in der Komplettlösung für sein Einfamilienhaus einkalkulieren. Das sei nicht wesentlich über den Kosten einer üblichen Elektroinstallation im Neubau, zumindest wenn man ohnehin etwas ambitionierter Richtung Smart Home denke. Selbst im Altbau sind solche Techniklösungen möglich, am ehesten im Rahmen einer Gebäudesanierung. Eine der jüngsten Herausforderungen auf diesem Gebiet bestand für Weber darin, eine denkmalgeschützte Villa in ein modernes Smart Home zu verwandeln. Motto: „Die fortgeschrittenste Technik ist jene, die unsichtbar ist und sich ins tägliche Leben verwebt.“

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BUCHTIPP Charme des Alters – Vorzüge der Moderne Alte Häuser haben ihren ganz eigenen Charme. Von außen gesehen. Nur macht Charme allein noch keine komfortable Wohnwelt. Von innen betrachtet, wird die Moderne dann häufig schmerzlich vermisst. Die Räume zu eng geschnitten, unpraktisch in ihrer Funktion, der Lage zueinander, von der Haustechnik ganz zu schweigen. Doch es gibt Lösungen, um Stil und Qualitäten eines Altbaus mit den Vorzügen moderner Architektur und den technischen Errungenschaften für das Innenleben eines Hauses miteinander verbinden lassen. Mehr Raum, mehr Licht, mehr Wohnqualität. Davon werden in diesem Buch informativ und anschaulich in Fotos, Grundrissen und Texten viele interessante Beispiel vorgestellt – die Lust auf einen Altbau machen. Häuser mit Charakter – Umbauen, erweitern, aufstocken Verlag DVA Architektur, ISBN 978-3-421-03980-4

Die schönsten Blüten der Opposition Der neue Traum vom Raum im Baum

Die ewige Suche nach der idealen Synthese

Einst war es ein Kindertraum, heute verkörpert es weltweit einen neuen, höchst individuellen Wohn- und Lebenstrend: Das Baumhaus. Die dritte, erweiterte Auflage dieses erfolgreichen Titels präsentiert über 40 zeitgenössische Baumhaus-Projekte in Europa und Übersee. Hinzu kommen eine Vielzahl unterschiedlicher Designstudien aus dem Architekturbüro baumraum des Bremer Architekten und Diplom-Ingenieurs Andreas Wenning. Das gestalterische Spektrum reicht von privaten Refugien über Erlebnisräume in der Natur bis hin zu Baumhaus-Hotels. Ergänzt wird der reich bebilderte Band durch einen Blick auf die Geschichte und Facetten der Baumhaus-Architektur in den verschiedenen Kulturen.

Ob Hotel oder Restaurant, Neubau oder Umgestaltung eines alten Gebäudes, stets geht es für den Innenarchitekten um die ideale Synthese aus Schönheit, Funktionalität und Machbarkeit. Das offizielle Handbuch des Bundes Deutscher Innenarchitekten (BDIA) 2015/16 präsentiert eine aktuelle Auswahl professionell geplanter Objekte, die das breite Spektrum seiner Mitglieder vorstellen. Im Jubiläumsjahr 2015 thematisieren hochkarätige Fachbeiträge das Phänomen wachsender Internationalität und Globalisierung, das auch auf Projekte und Arbeitsweise deutscher Innenarchitekten wirkt. 22 Beispiele aus den Reihen des BDIA bieten Einblick in die Welt der Innenarchitektur für Bauherren und andere Interessierte.

Baumhäuser Neue Architektur in den Bäumen Verlag Dom Publishers (DE/EN) ISBN 978-3-86922-409-1 (DE)

Handbuch Innenarchitektur 2015/16 Bund Deutscher Innenarchitekten (Hrsg.) ISBN 978-3-7667-2137-2

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Wohl niemand, der durch die harmonische Landschaft eines englischen Gartens wandert, käme auf die Idee, dass diese im 18. Jahrhundert entwickelte Gartenkunst aus dem Geist einer oppositionellen politischen Haltung entstanden ist. Zwölf Gärten, die den Ruf des englischen Gartens als das Idealbild einer gestalteten Natur unterstreichen, werden anschaulich in Wort und Bild vorgestellt. Sie gehören zu den Schönsten im gesamten Vereinigten Königreich und können alle auch heute noch besucht werden. Das Vorwort gibt einen historischen Abriss der Anfänge des Englischen Gartens, der Anhang einen Überblick über die wichtigsten Nachfolgegärten in Deutschland unter anderem in Potsdam, Kassel-Wilhelmshöhe, Schwetzingen oder Berlin. Der englische Garten Verlag Klaus Wagenbach ISBN 978-3-8031-1180-7


veranstaltungen

Planen, Modernisieren, Sparen

Vom Traum zum Haus

bauraum Bremen e. V. ist eine kompetente Anlaufstelle für Bauherren. Im Mittelpunkt stehen Klima- und Umweltschutz sowie gesundes Bauen und Wohnen. Hier wird nachhaltiges Bauen erlebbar gemacht durch Ausstellungen, Veranstaltungen und sachverständige Beratung. Ein wesentlicher Baustein des Konzeptes sind die Bremer Hausgespräche, die sich regelmäßig mit relevanten und aktuellen Themen rund ums Bauen befassen. Ein umfassender Terminplan steht unter www.bauraum-bremen.de zur Verfügung. Veranstaltungsort ist: bauraum Bremen e.V., Friedrich-KarlStraße 96, 28205 Bremen

Mit einer Seminarreihe für Bauherren unterstützt die Architektenkammer Hannover Bauherren bei der Planung Ihres Bauvorhabens. An sechs Abenden werden ausführlich die Themen „Grundlagen des Bauens“, „Kostenoptimiertes Bauen“, „Energieoptimiertes Bauen“, „Umbauen, Anbauen, Sanieren“, „Barrierefrei (Um)Bauen“ und „Gartenplanung“ behandelt. Fundierte Lehr- und Arbeitsmaterialien helfen, die richtigen Fragen zu stellen und sich zu Hause ganz in Ruhe auf das Unternehmen Traumhaus vorzubereiten. Für die Region Nordwest werden die Seminare im September in Twistringen und im Oktober in Oldenburg angeboten. Nähere Informationen unter: www.aknds.de

Zum Gelingen einer Bau- oder Renovierungsmaßnahme trägt maßgeblich die Wahl der richtigen Partner bei. Dabei vertrauen Bauherren sich gerne einem Handwerker oder Dienstleister vor Ort an. Leistungsfähige Betriebe nutzen daher gerne die Möglichkeit, sich mit ihren Kompetenzen in der Region zu präsentieren. Eine attraktive Plattform dafür bietet Cornelius Vogel von act event in Osterholz-Scharmbeck. Sein erfolgreiches Messeformat „Baumesse Nord“ zieht regelmäßig zahlreiche Besucher an. Rund um effizientes Bauen, Sanieren und Renovieren geht es alljährlich in Osterholz-Scharmbeck, Vechta, Verden, Soltau und Delmenhorst. Die nächsten Termine sind: - 17. + 18.10., Stadthalle OHZ - 7. + 8.11., Rasta Dome Vechta Nähere Informationen unter: www.Baumesse-Nord.de

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Lebensmittelpunkte mit Infrastruktur

E

Es gibt Häuser, die sich sofort in ein Gefühl verwandeln. Man braucht sie nicht einmal vor Augen zu haben. Sobald man an sie denkt, setzen sie eine Lebensvorstellung in Gang. Das Landhaus. Das Stadthaus. Jahrzehntelang galt das Landhaus als Traumhaus schlechthin. Komfort, Luxus, räumliche Großzügigkeit. Fern vom Lärmpegel, von Tempo und Terminen des Erwerbslebens in der Stadt. Rückzugsgebiet ins eigene Ich. Ein friedliches Paradies. Für die Erfüllung des Wunsches, Wohnraum und Lebensraum nach dem eigenen Lebensgefühl ideal zu verschmelzen, hat es Konkurrenz bekommen. Heute gilt für viele das Stadthaus als Traumhaus schlechthin. Unmittelbar am Puls des Lebens. Verbunden mit all den öffentlichen Einrichtungen, die unter dem Begriff Infrastruktur zusammengefasst werden. Räumliche Begrenztheit kompensiert durch moderne Haustechnik. Statt ländlicher Idylle soziale Durchmischung und geringe Fahrtkosten.

Fotos: Joachim Fliegner

Stadt oder lAnd


Mut zur Lücke Ein derart großzügiges Anwesen mitten im dicht besiedelten Ostertorviertel vermutet man kaum angesichts des eng bebauten Straßenzuges.

Im Wellenschlag des Wandels in der Gesellschaft, der Arbeitswelt und ihren Rahmenbedingungen, fließt, etwas zugespitzt ausgedrückt, die Bevölkerungsflut, die sich einst aus der Stadt ins Land ergoss, seit einiger Zeit in die Stadt zurück. Im Speckgürtel der Stadt lässt sich die ideale Synthese am leichtesten finden. Allerdings ist dementsprechend die Nachfrage hoch und somit auch der Preis. Stadthaus oder Landhaus? Das ist eine Frage des Temperaments, der Ansprüche und Lebenshaltung. Verbunden ist sie mit der Wahl: Neubau oder Sanierung eines Altbaus? Und einer dritten Frage: Wie und wo finde ich das richtige Objekt? Für eine Großstadt wie Bremen ist die Möglichkeit, neue Baugebiete zu erschließen, auf natürliche Weise begrenzt. Die Gebietsreserven sind weitestgehend erschöpft. In den ländlichen Gemeinden ist Raum zwar vorhanden, doch hat sich in jüngerer Vergangenheit ein anderer Trend entwickelt: Alte Ortskerne, die zu verwaisen drohen, revitalisieren, statt Neubaugebiete in der umgebenden Landschaft zu erschließen. Das Stichwort der Zeit ist dabei für Stadt und Land dasselbe: Lückenbebauung. „Umbau statt Zuwachs – Baulücken und Leerstandskataster“, für dieses Projekt wurde die Samtgemeinde Liebenau im Landkreis Nienburg erst jüngst bei dem deutschlandweiten Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ mit einem Preis belohnt. Das war kein Zufall,

es war ein Symptom und ein Signal. Gefragt waren in der Ausschreibung Projekte, die die Zukunftsperspektiven einer Region stärken. Das Kataster war 2011/12 im Projekt „Umbau statt Zuwachs“ der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland entstanden. Mehr als einhundert der insgesamt 412 Städte, Samt- und Einheitsgemeinden in Niedersachsen nutzen inzwischen das vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) angebotene Baulücken und Leerstandskataster. Tendenz steigend. „Auch umliegende Bundesländer und die allgemeine Ressortforschung des Bundes“, so die LGLN, „greift auf das niedersächsische Modell als gelungenes und erprobtes Beispiel zurück.“ Das deckt sich mit den Erfahrungen der Immobilienmaklerin Elke Benjes in Bruchhausen-Vilsen. „An Dörfer angeschlossene Neubaugebiete haben sich überholt.“ Zentralisierung, Revitalisierung alter Ortskerne, Stärkung der Innenverdichtung – unter diesen Gesichtspunkten sollen Baulücken, leerstehende Gebäude, Brachflächen künftig genutzt werden. Das politische Ziel geht einher mit einem Wandel der Wünsche. Viele Interessenten, so Elke Benjes, suchen Baulücken wegen der sie umgebenden gewachsenen Infrastruktur. Dabei muss es sich nicht um eine Lücke zwischen anderen Häusern handeln, es kann auch eine Wiese oder ein Garten sein.

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Fotoquelle: Oentrich & Knirsch

bereits fündig. Von einem 45-qm-Grundstück im historischen Schnoorviertel bis zu einer 6000 qm großen Industriebrache.

Große Grundstücke, die eingebettet in die Natur an eine gute Infrastruktur angebunden sind, müssen auch auf dem Land erst einmal gefunden werden.

Die Arbeitsgruppe entstand als Reaktion auf den durch die Volkszählung von 1987 offenbar gewordenen Wohnungsbedarf der Stadt. Und auf die Erkenntnis, dass die Flächen für Neubaugebiete im Land Bremen weitgehend erschöpft waren oder sich in absehbarer Zeit erschöpfen würden. Seit 1990 sind laut „Arbeitsgruppe Baulücken“ mehr als 15 000 Wohnungen in Bremen entstanden. Und noch immer existieren in der Hansestadt schätzungsweise rund 3000 Baulücken. Zahnlücken in Wohngebieten, Gebäude, die man aufstocken kann, bereits bebaute Grundstücke mit freien Flächen. Die positiven Effekte ihrer Bebauung, sieht die Behörde so: „Durch die Innenentwicklung werden bestehende Quartiere erneuert und belebt, die vorhandene Infrastruktur wird intensiver genutzt.“

Über den Immobilienmarkt werden nicht nur gewachsene Ortskerne und Stadtteile revitalisiert, sondern auch ein altes Kinderspiel: Die Schatzsuche. Denn Baulücken sind nicht leicht zu finden, und wenn man eine gefunden hat, nicht immer problemlos sogleich zu nutzen, wegen der Nachbarschaftsrechte, unklarer oder verwickelter Eigentümer-Gemeinschaften, Jahrzehnte alten Bauvorschriften, die unter ganz anderen städtebaulichen und bevölkerungspolitischen Voraussetzungen festgelegt worden sind. Beim Bremer Bausenator gibt es seit nunmehr 25 Jahren behördliche Schatzsucher: Die 1990 gegründete „Arbeitsgruppe Baulücken“, deren Mitarbeiter in Bremen unterwegs sind, um Möglichkeiten für eine Lückenbebauung ausfindig zu machen. Über 7000 Mal wurden sie

Nach erfolgreicher Schatzsuche können sich Bauherren in spe den „Baulücken-Service“ des Bausenators in Anspruch nehmen: Unterstützung unter anderem bei Genehmigungsverfahren, Finanzierung, baulichen Problemstellungen. Am Ende gibt es von der Arbeitsgruppe Baulücke ein „Baulücken-Testat“, mit dem man sich unter anderem um ermäßigte Hypothekenzinsen bewerben kann. Für ein Eigenheim mit Stadthaus-Charakter muss man jedoch nicht in der Stadt wohnen, sondern kann ebenso gut in einer ländlichen Gemeinde leben, wo eine Baulücke zu einer Synthese aus lebendiger Natur und lebendiger Infrastruktur wird. Und zu einem Konzept für die Zukunft, das über die Baulücke hinausweist. „Umbau statt Zuwachs“ ist nicht nur ein Motto für die Bauwirtschaft, es ist auch ein gesellschaftspolitisches Gebot der Zeit.

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Planeins ERKUNDUNGEN

mit hans weidinger

Zur Revitalisierung von Ortskernen Lückenbebauung ist für den Asendorfer Architekten Hans Weidinger die Lösung, um die Vergangenheit alter, gewachsener Ortskerne mit einer neuen Zukunft zu verbinden. Und Familien, die nicht in der Stadt, sondern in ländlicher Umgebung ein lebendiges, sozial durchmischtes Quartier suchen, ein neues Zuhause zu geben. Viele Innendörfer und Kerngebiete bluten aus. „Häuser zerfallen dort und stehen als Ruinen und werden nicht genutzt“, sagt er und beklagt den Verlust, des dörflichen, örtlichen Charakters. Sein Befund steht dabei im Kontrast zu einem Bedarf. „In meiner Kundschaft wollen viele auf dem Land leben, aber nicht in einem typischen Neubaugebiet.“ Baulücken seien in den Gemeinden zwar zu finden, aber mitunter nur schwierig zu nutzen, erklärt er und erzählt ein Beispiel: „Ein Bauherr wollte ein Haus bauen, aber er wollte keine Dachschrägen haben. Es fand sich zunächst keine einzige Möglichkeit.“ Er habe beim Gemeinderat den Vorschlag gemacht, die zum Teil über sechzig Jahre alten Bebauungspläne modernen Erfordernissen anzupassen.

Im Zeitalter der Solarkollektoren könne man doch keine eng begrenzten Dachneigungswinkel mehr vorschreiben. Mit Hilfe der Informationen aus dem Leerstandskataster wurde schließlich eine Lücke gefunden, die für den Neubau in Frage kam. Für eine effektive Revitalisierung alter Ortskerne sei gegebenenfalls die Mithilfe der öffentlichen Hand notwendig. Zum Beispiel, um einen einstöckigen sanierungsfähigen Altbau, der aber langfristig zu zerfallen drohe, auf zwei Geschosse aufzustocken. Weidinger: „Dann brauche ich nicht mehr Grund, kann aber mehr Quadratmeter schaffen und erhalte das alte Gebäude.“ Neubau, Sanierung und Modernisierung, Erweiterung in Baulücken. Ein Programm, mit dem der Charakter alter Ortskerne erhalten bleibt und mit seiner sozialen Durchmischung mit Leben erfüllt wird. „Dann kann“, so Hans Weidinger, „auch der Tante Emma Laden vielleicht erhalten werden, wenn wir genug Fußgänger haben, die dort einkaufen gehen.“


Impressum

PLANEINS IM ABO Erhalten Sie 2x im Jahr das Magazin planeins bequem per Post nach Hause und erfahren unmittelbar nach Erscheinen der aktuellen Ausgabe, welche attraktiven Bau- und Wohnprojekte der Region wir vorstellen. Jahresabopreis inkl. Versand: 15,- Euro Einfach bequem online abonnieren unter:

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Herausgeber

Diers + Hemmje · Kreative Kommunikation Inh. Karin Raschke Bahnhofstraße 46, 27305 Bruchhausen-Vilsen Telefon 04252 93868-0, Fax 93868 -13 dh@diersundhemmje.de www.diersundhemmje.de www.planeins.net

Chefredaktion

Karin Raschke

Autoren

Uwe Prieser, Karin Raschke, Hans-Jörg Werth

Titelbild

Wohnhaus – Tanzwerder, Bremen KAHRS ARCHITEKTEN Foto: Stefan Straßenburg

Design

Christoph Karnebogen, Harald Hemmje

Schlussredaktion Peter Schmidt-Bormann Vertrieb Sarah Gerken Aboverwaltung Anzeigenleitung ISSN

2364-7817

Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Urheberrechte der von planeins konzipierten Anzeigen liegen beim Verlag. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Rücksendung kann nur dann erfolgen, wenn Rückporto beiliegt. Alle im Heft genannten Veranstaltungstermine sind ohne Gewähr.


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planeins - Ausgabe 1/15  

Das Magazin für Architektur, Bauen und Wohnen im Nordwesten

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