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Welt zeit Reise Ein Bildat l a s de r Zei tzo n e n Fid es S i gen eg e r


Erich John – Gestalter der Weltzeituhr Als Treffpunkt Uraltberlinern wohlbekannt, stand noch am Anfang des 20. Jahrhunderts eine „UraniaSäule“ auf dem Alexanderplatz. Urania – die Muse der Sternenkunde – hatte dem runden Werbeträger der Uhrenfabrik „Urania“, bestückt mit einer großen Normaluhr, den Namen gegeben. Beim Wiederaufbau des Alexanderplatzes in den 60ern kam der Gedanke auf, nahezu an gleicher Stelle wieder eine Uraniasäule als Treffpunkt und Sinnbild moderner Wissenschaft und Technik zu errichten. Die Auswertung des so ausgeschriebenen Wettbewerbs im Sommer 68 rückte meinen Entwurf einer Weltzeituhr in den Mittelpunkt. Mein Entwurf ersetzt den Stundenzeiger durch einen Stundenring, der die Stunden, gekennzeichnet durch die Farben des Goetheschen Farbkreises, durch die 24 Zeitzonen wandern lässt. Die Tafeln der Zeitzonen ermöglichen die schriftliche Darstellung von mehr als 150 Orten im Erdkreis. Das darüber kreisende Planetensystem lässt unseren Zeitbezug zu dem Geschehen im Weltraum deutlich werden, fungiert hier mit dem durch einen Ring gekennzeichneten Saturn, aber als Minutenzeitgeber. Eine Umdrehung – eine Minute. Ich erhielt den Auftrag, den Entwurf in Form eines Modells zu konkretisieren. Dieses erregte dann auf der Berliner Kunstausstellung „Architektur und Bildende Kunst“ im August 68 reges Interesse. Befragt, ob ich den Entwurf realisieren könnte, machte ich die Erteilung einer Sondergenehmigung zur Beschaffung von Material und zur Bildung von „Feierabendbrigaden“ zur Bedingung.

Die Realisierung dieses zehn Meter hohen und in der Gestaltung sehr komplexen Objektes wäre unter den herrschenden Bedingungen der Planwirtschaft der DDR unmöglich gewesen. Diese Sondergenehmigung, versehen mit „bedeutenden“ Unterschriften, wurde mir dann erteilt. Insgesamt waren während des neun-monatigen Baus 129 Kollegen meistens nach Feierabend tätig. Die Bauleitung, Materialbeschaffung und Logistik fiel mir zu. Es wurde die unter den bestehenden Umständen gewagteste Unternehmung meines Lebens. Die Schlüsselübergabe erfolgte, verbunden mit einem Fest und gegenseitigem Schulterklopfen am 30. September 1969 an den Oberbürgermeister Herrn Fechner. Am 30. September 2009 zeigt die Weltzeituhr auf dem Berliner Alex bereits 40 Jahre an, was die Stunde in der Welt geschlagen hat. Wie von Anfang an vorgesehen, wurden Namenstafeln ausgetauscht, weil sich die Welt inzwischen verändert hat. Sie ist für die Berliner und ihre Gäste immer ein beliebter Treffpunkt und ein Symbol der Weltoffenheit unserer Stadt, auch zur Zeit der Mauer gewesen und geblieben. Es wäre zu wünschen, dass sie noch recht lange in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten bleibt!


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Luftaufnahme von Honolulu

Badende am Strand von Honolulu

Honolulus Stadtteil Waikīkī hat enorme Hotelkapazitäten

historische Karte von Honolulu

japanischer Überraschungsangriff auf Pearl Habour 7. Dezember 1941


Auf Deutsch bedeutet Honolulu „beschützter Hafen“.

Honolulu ist die Hauptstadt des USBundesstaates Hawaii und befindet sich an der Südküste der Insel O‘ahu. Sie ist eine der größten Städte des Pazifiks und der einwohnerreichste Census-designated place der Vereinigten Staaten. Fast jeder ausländische Tourist landet hier auf dem größten Luftdrehkreuz des Pazifiks. Honolulus Stadtteil Waikiki ist aufgrund seiner exponierten Lage und der enormen Hotelkapazitäten ein attraktives Touristikziel.

Honolulu ist ein wichtiger Luftverkehrsund Schifffahrts-Knotenpunkt (Flughafen Honolulu) und wegen des tropischen Klimas vor allem für den Fremdenverkehr von Bedeutung. In der Nähe liegen der berühmte Badestrand Waikiki und der US-Marinestützpunkt Pearl Harbor, Ort des japanischen Überraschungsangriffs vom 7. Dezember 1941. Durch den japanischen Angriff auf Pearl Harbor, der den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg auslöste, wurde der Hafen weltbekannt. Der Luftangriff erfolgte in den Morgenstunden des 7. Dezember 1941 und kostete 2.403 USAmerikanern das Leben. Obwohl die gefürchteten Kamikaze durch die Japaner strategisch erst ab 1944 eingesetzt wurden, gab es bereits Angriffe solcher Art in Pearl Harbor. Das damals gesunkene Schiff USS Arizona (BB-39) wurde, wie auch die mit dem Schiff gesunkene Besatzung, nie geborgen und liegt heute als Gedenkstätte immer noch auf dem Grund von Pearl Harbor. Über dem Wrack der Arizona wurde eine schwimmende Gedenkstätte verankert, die mit einem kleinen Boot besucht werden kann. Das Öl, das noch heute aus dem Wrack austritt und das man an der Wasseroberfläche beobachten kann, wird auch „Tränen der Arizona“ genannt. Seit 1980 befindet sich hier auch das Arizona Memorial, das an die Geschehnisse des Angriffes vom 7. Dezember 1941 erinnert. Im Museum sind neben Originalteilen der USS Arizona auch Modelle von den japanischen Flugzeugträgern ausgestellt, von denen die japanischen Verbände gestartet waren. Des Weiteren kann hier auch ein Modell der auf Grund liegenden Arizona mit der darüber erbauten Gedenkstätte besichtigt werden. Die Gedenkstätte der USS Arizona selbst ist nur per Boot erreichbar und ist Teil der festgelegten

/Honolulu/

Michael Kevin Kearney (* 18. Januar 1984 in Honolulu) ist ein ehemaliges Wunderkind aus den USA. Er stellte mehrere Weltrekorde auf und arbeitet jetzt als Universitätsdozent an der Vanderbilt University in Tennessee. Seit 2006 ist er Doktor der Biochemie.

Besichtigungstour, zu der auch ein vorab etwa 30 Minuten langer Dokumentarfilm über den Angriff vom 7. Dezember 1941 gehört. In unmittelbarer Nähe des Arizona Memorial liegt seit 1998 das Museumsschiff USS Missouri (BB-63) vertäut. Auf diesem Schlachtschiff wurde am 2. September 1945 in der Bucht von Tokio die bedingungslose Kapitulation Japans unterschrieben.

Der frühere Bürgermeister der Stadt, Frank F. Fasi hat das Bussystem aufgebaut, unter dem Namen TheBus. Es wurde zweimal von der American Public Transportation Association als „America‘s Best Transit System“ (Amerikas bestes Verkehrssystem) ausgezeichnet, einmal 1994–1995 und einmal 2000–2001.


Der Schriftsteller Herman Melville hielt sich im Juni 1842 vier Monate auf der Insel Nuku Hiva auf. In seinem Roman „Typee“ schildert er - romantisch überzeichnet, doch keineswegs unrealistisch - sein Leben mit einem Clan der Marquesas. Der Erfolgsroman erschien 1846 bei John Murray in London. Die in dem Buch enthaltene Kritik an Kolonisierung und Missionierung führte zu heftigen Angriffen konservativer Kreise. Dennoch beeinflusste der Roman viele spätere Autoren die über die Südsee schrieben, zum Beispiel Robert Louis Stevenson, Jack London oder Robert Dean Frisbie.

/Marquesas/ Die Marquesas-Inseln (franz.: „Archipel des Marquises“; ursprünglicher Name „Te Fenua Enata“ übersetzt „Die Erde der Männer“) gehören geografisch und politisch zu Französisch-Polynesien. Sie liegen 1.600 Kilometer nordöstlich von Tahiti bei 9° Süd und 139° West (Hiva Oa) südlich des Äquators im Pazifischen Ozean.

Das Inselinnere ist überwiegend gebirgig, stark zerklüftet mit tief eingeschnittenen Tälern, deren Flüsse sich zum Teil mit spektakulären Wasserfällen ins Meer ergießen. Die Süd- und Ostseite der Inseln ist in Luv mit üppiger tropischer Vegetation nahezu undurchdringlich bedeckt. Der Regenwald reicht bis in die höchsten Gipfel. Die windabgewandte Nordwestseite ist meist arid, mit spärlichem Bewuchs und stellenweise wüstenähnlichem Charakter. Der tropische Regenwald der Inseln ist sehr artenreich. Ein Forschungsprojekt der Smithsonian Institution hat festgestellt, dass von den 714 dort vorkommenden Gefäßpflanzen 337 einheimische Spezies sind, davon nahezu die Hälfte endemisch. Der Bestand an Farnpflanzen ist mit 27 Familien, 55 Gattungen und 117 Arten einer der reichhaltigsten auf der Erde.

Die Missionare jeder Glaubensrichtung taten ihr Bestes, die überlieferte Kultur mit Kava-Trinken, Fruchtbarkeitsund Mannbarkeits-Riten, Tatauierung, Schädelpräparation, Tanz und traditioneller Musik auszumerzen, allerdings versuchten sie auch - und das letztlich mit Erfolg - Kannibalismus und die ständigen Stammeskriege zu unterbinden.

2.660 2.157 571 unbewohnt unbewohnt unbewohnt unbewohnt 1.986 671 587 unbewohnt unbewohnt

Einwohnerzahl der Marquesas Nuku Hiva Nord Ua Pou Nord Ua Huka Nord Eiao Nord Hatutu Nord Motu Iti Nord Motu One Nord Hiva Oa Süd Tahuata Süd Fatu Hiva Fatu Huku Molopu Süd

Politisch gehören die Marquesas heute zum französischen Überseeland (Pays d‘outre-mer - POM) Französisch-Polynesien und sind damit der EU angegliedert. Sie werden durch eine Unterabteilung (Subdivision administrative des Îles Marquises) des Hochkommissariats von Französisch-Polynesien (Haut-commissariat de la République en Polynésie française) mit Sitz in Papeete verwaltet.


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Meeresbucht auf den Marquesas

Karte der Inselgruppe der Marquesas

tanzende Einwohner der Marquesas am Strand

Brotfrucht Hauptnahrungsmittel auf den Marquesas


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historische Aufnahme einer Versammlung in Nome

Nome ist eine Goldgräber-Stadt, deren Architektur durch Brände zerstört wurde und heute fast vollständig verschwunden ist.


Von der kanadischen Grenze bis zur Beringsee erstreckt sich die gewaltige „Brooks Range“. In dieser unberührten Wildnis liegen einige der schönsten Naturschutzgebiete der Vereinigten Staaten: der Kobuk Valley National Park, das Noatak National Preserve, das Selawik National Wildlife Refuge und der Gates of the Arctic National Park and Preserve.

Große Brände in den Jahren 1905 und 1934 und gewaltige Stürme 1900, 1913, 1945 und 1974 zerstörten die Goldgräber-Architektur der Stadt, von der heute nichts mehr erhalten ist.

Nome ist eine Stadt im Nome Census Area des US-Bundesstaats Alaska.

/Nome/

Nome ist der Zielort für den Iditarod, das längste und härteste Schlittenhunderennen der Welt. Start ist jeweils am 1. Samstag im März in Anchorage. Die ersten Gespanne erreichen das 1500 km entfernte Ziel nach 9 Tagen. Das Rennen erinnert an den dramatischen Transport von Serum zur Bekämpfung einer Diphtherieepidemie, die 1925 in der Stadt ausgebrochen war.

Bereits 1902 errichteten die drei norwegischen Einwan- derer-Brüder Asle, Sigurd und Leonhard Seppala eine kleine Natursprungschanze am Anvil Mountain in Nome, Alaska. Die größte Weite auf der Dry Creek Ski Jump, die bis ca. 1913 genutzt wurde, erreichten Asle und Leonhard Seppala mit 103 Fuß, nachdem die Schanze 1906 mit einem Holzanlauf und steinernem Tisch umgebaut worden war.

Interessantes zur Geschichte des Goldrauschs, der Ureinwohner und der Eskimo-Kunst vermittelt das „Carrie McLain Museum“, das darüber hinaus eine Sammlung von 6.000 historischen Fotos sein Eigen nennt.

Die Region von Nome wurde von den Inuit jahrhundertelang als Jagdgründe genutzt, es gab jedoch nie eine feste Ansiedlung. 1889 fanden die Schweden Jafet Lindberg, Erik Lindblöm und John Brynteson Gold in der Nähe des heutigen Nome. So wurde schnell eine feste Siedlung gegründet, die bereits 1899 10.000 Einwohner hatte.

Nome liegt inmitten einer Tundralandschaft, die von hier aus auf rund 480 Straßenkilometern fast sternförmig befahren werden kann. Im Sommer blühen die Wildblumen und die baumlose Steppe ist bevölkert von Rentieren, Elchen, Karibus und zahlreichen Vogelarten.


Anchorage wurde 1916 in Jack Londons Novelle “In the eye of the hunter” verewigt und 1988 von Folksängerin Michelle Shocked im Album „Short, Sharp, Shocked“ besungen.

Robert Christian Hansen (* 15. Februar 1939 in Estherville, Iowa) von den Medien „The Flying Nightmare“ (dt.: Der fliegende Alptraum) genannt, ist ein USamerikanischer Serienmörder aus Alaska, der mindestens 17 Frauen mit seinem Privatflugzeug zu einer entlegenen Hütte brachte, grausam misshandelte und anschließend in die Wildnis entließ, um sie zu jagen und zu töten. Er ist der schlimmste Serienmörder Alaskas und gilt als einzig bekannter Serienmörder, der noch lebende Opfer per Flugzeug transportierte.

/Anchorage/ Anchorage (englisch für Ankerplatz), eine Stadt (und gleichzeitig zusammengefasst als Borough) in Alaska, wurde 1915 als Hauptquartier der Alaska Railroad gegründet. Mit 279.671 Einwohnern (2007) ist es die größte Stadt und industrielles Zentrum von Alaska, aber nicht die Hauptstadt. Diese ist Juneau.

Am 27. März 1964 verursachte ein schweres Erdbeben Todesfälle und großen Sachschaden. Das „Good Friday“Erdbeben gilt als heftigste seismische Aktivität, die je in den USA gemessen worden ist. Diesem Erdbeben fielen einige der wenigen historischen Gebäude der Stadt zum Opfer. Heute stehen an entsprechender Stelle Funktionsbauten von Industrie und Handel ohne historischen oder architektonischen Wert. Als bedeutendstes Bauwerk der Stadt gilt das 1924 von Frank Lloyd Wright errichtete Cityhospital. Mit seiner großzügigen, funktionalen Art-DecoEmpfangshalle setzte der Architekt wesentliche Maßstäbe für nachfolgende Krankenhaus- und Heimpflegebauten. Die nickelverarbeitende Industrie gilt als größter Wirtschaftsfaktor der ansonsten eher strukturschwachen Region. Zugleich sorgen die vier örtlichen Galvanisierungsbetriebe für eine erhebliche Umweltbelastung in der Stadt und der unmittelbaren Umgebung.

Sarah Louise Palin (geborene Heath; * 11. Februar 1964 in Sandpoint, Idaho) ist eine amerikanische Politikerin und Mitglied der Republikanischen Partei. Seit dem 4. Dezember 2006 ist sie Gouverneurin des US-Bundesstaates Alaska und damit erste Frau in diesem Gouverneursamt. Bei den Präsidentschaftswahlen 2008 war sie an der Seite von John McCain republikanische Kandidatin für die Vizepräsidentschaft. Sie heiratete Todd Palin, einen in der Region North Slope tätigen Unternehmer, der viermal den Tesoro Iron Dog gewann – das weltweit längste Schneemobilrennen. Der Ehe entstammen fünf Kinder; das jüngste wurde im Frühjahr 2008 mit Down-Syndrom geboren, das zweitälteste − die 18jährige Tochter Bristol − machte sie am 28. Dezember 2008 zur Großmutter. Entgegen der Ankündigung im US-Wahlkampf 2008 nach dem Schulabschluss zu heiraten trennte sich die Tochter zwei Monate nach der Geburt vom Vater des Kindes. Sie bezeichnet sich selbst als Hockey mom. Bis 2002 war sie praktizierende Pfingstlerin. Palin lebt mit ihrer Familie in Wasilla, etwa 65 Kilometer nördlich von Anchorage. Auf den für 2008 veröffentlichten Ranglisten von Google lag die Wortkombination „Sarah Palin“ auf Platz 1 der Seiten mit den größten Steigerungen der Suchbegriffsabfragen. Sie rangierte dabei deutlich vor Barack Obama. Sarah Palin kandidierte im Präsidentschaftswahlkampf 2008 erfolglos an der Seite von John McCain für die Vizepräsidentschaft der Vereinigten Staaten. Sie wäre die erste Frau gewesen, die dieses Amt bekleidet, nicht aber die erste Kandidatin. Bereits 1884 kandidierte Marietta Stow als Vizepräsidentin; 1984 kandidierte mit Geraldine Ferraro als Bewerberin der Demokraten erstmals eine Frau auf der Plattform einer der

großen Parteien für die Vizepräsidentschaft. Die Nominierung erfolgte erstmals öffentlich bei einer Wahlkampfveranstaltung in Dayton (Ohio). Palin war nicht McCains erste Wahl, sein Favorit Joe Lieberman war durch den konservativen Flügel der Republikaner blockiert worden. Sie hatte allerdings ihre Nominierung bereits im September 2007 vorbereitet, indem sie einflussreiche konservative Pressevertreter nach Alaska eingeladen und bewirtet hatte. Diese warben für sie als Vizepräsidentschaftskandidatin. Wenige Tage nach der Nominierung wurde die Schwangerschaft von Palins 17-jähriger lediger Tochter bekannt. Das wurde in der Öffentlichkeit wegen Palins politischen Positionen zur Sexualkunde thematisiert. Palins Auftreten und Kleidungsstil im Wahlkampf, insbesondere die von ihr getragene Brille, beeinflussten die Mode in den Vereinigten Staaten. Die Kleidung löste allerdings später eine Debatte in den Vereinigten Staaten aus, als bekannt wurde, dass die Republikaner Kleidung, Schminke und ihre Frisur mit 150.000 $ finanziert hatten. Die Imageberaterin hielt das für notwendig, um das Aussehen einer Provinzlerin abzustreifen und stattdessen einen kosmopolitischen Look zur Schau zu stellen. Spender für den Wahlkampf der Republikaner und Anhänger der Partei kritisierten diese Verwendung von Wahlkampfgeldern.


Abbildungsindex Anchorage

Anchorage

Am 27. März 1964 verursachte ein schweres Erdbeben, auch „Good Friday“ Erdbeben genannt, Todesfälle und großen Sachschaden.

Sarah Palin - Gouvaneurin des Bundesstaates Alaska

Goldfunde


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Architektur der EXPO 1986

verregneter Tag in Vancouver

Vancouver Film Studios


Vancouver gilt als regnerische Stadt, im Durchschnitt regnet es pro Jahr an 166 Tagen. Zwischen November und März kann oft bis zu 20 Tage hintereinander Regen fallen, wenn die als Pineapple Express (Ananas-Express) bezeichnete subtropische Windströmung warme und feuchte Luft aus Hawaii heranführt.

Die Stadt ist darüber hinaus hinter Los Angeles und New York der drittwichtigste Standort der nordamerikanischen Filmindustrie und wird daher auch als „Hollywood North“ bezeichnet. Vancouver wird regelmäßig als eine von drei Städten mit der weltweit höchsten Lebensqualität bewertet. Rund 10 % aller Hollywood-Filme werden in und um Vancouver gedreht, weshalb die Stadt häufig als „Hollywood North“ bezeichnet wird. Bei der Produktion von Fernsehserien ist Vancouver der wichtigste Standort hinter Los Angeles. Die Vancouver Film Studios gehören zu den bedeutendsten Film- und Fernsehstudios weltweit, weitere Unternehmen der Film- und Fernsehbranche haben ihren Sitz in verschiedenen Vororten. Gründe für das Ausweichen nach Vancouver sind der günstige Wechselkurs des kanadischen Dollars, die gleiche Zeitzone wie Los Angeles sowie die landschaftliche und architektonische Vielfalt in Greater Vancouver, die das Darstellen verschiedenster Szenerien aus der ganzen Welt ermöglicht. Begünstigt wird die Filmindustrie auch durch Steuererleichterungen der kanadischen Regierung.

/Vancouver/

Es leben Menschen vieler Ethnien und verschiedenster Religionen in der Stadt, wodurch Vancouver eine multikulturelle Gesellschaft besitzt. 47,1 % der Bevölkerung gehören einer von der kanadischen Statistikbehörde so bezeichneten „sichtbaren Minderheit“ (visible minority group) an. Vancouver weist mit 7,2 Prozent die höchste Rate an interkulturellen Ehen in Kanada auf (der Landesdurchschnitt beträgt 3,2 %). Hinter Toronto und vor Montreal ist Vancouver das zweitbeliebteste Ziel für Immigranten in Kanada. Es gibt mehrere Stadtteile, die stark von einer bestimmten ethnischen Gruppe geprägt sind. So finden sich in Vancouver neben der zweitgrößten Chinatown in Nordamerika (nach San Francisco) auch Gegenden, in denen indische („Punjabi Market“), italienische („Little Italy“), japanische („Japantown“), koreanische („Koreatown“) oder griechische („Greektown“) Einflüsse spürbar sind.

Vancouver ist eine sehr junge Stadt, weshalb durchweg moderne Gebäude das Stadtbild prägen. Einige sind in architektonischer Hinsicht herausragend, so z. B. das an das Kolosseum erinnernde Hauptgebäude der Vancouver Public Library oder das zeltartige Gebäude Canada Place, der ehemalige kanadische Pavillon der Weltausstellung 1986. Nachdem Vancouver den Zuschlag zur Durchführung der Weltausstellung 1986 erhalten hatte, begann in der Stadt ein Bauboom, der mit wenigen kurzen Unterbrechungen bis heute anhält. 1983 wurde das BC Place Stadium eröffnet, das erste überdachte Stadion Kanadas. Im Januar 1986 folgte die erste Linie des SkyTrain, einer Hochbahn, die Vancouver mit den Vororten verbindet. Weitere markante Bauten, die im Hinblick auf die Expo 86 entstanden und seither das Stadtbild prägen, sind Science World, Canada Place und die Plaza of Nations.


1910 entdeckten die Filmproduzenten die Region Los Angeles als ideales Produktionsgelände und zogen von New York und Chicago nach Hollywood. In den folgenden Jahren erzielten Gilbert M. Anderson mit seinen Western und Mack Sennett mit seinen Slapstick-Komödien weltweit große Erfolge. Als 1927 der Film „Der Jazzsänger“ den Tonfilm zum Durchbruch verhalf, setzte erneut ein Aufschwung ein. Die Filmindustrie mit Sitz in Hollywood wurde zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige in den Vereinigten Staaten und lockte viele Neuankömmlinge nach Los Angeles. Der erste Monumentalfilm in Farbe – David O. Selznicks Film „Vom Winde verweht“ – kam 1939 in die Kinos und gewann zehn Oscars.

/Los Angeles/ Los Angeles (aus dem spanischen Los Ángeles, zu deutsch: die Engel) oder auch kurz L.A. ist eine Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien. Sie liegt am Pazifischen Ozean und dem Los Angeles River. Am Ostrand der Metropolregion verläuft die San-Andreas-Verwerfung; außerdem befindet sich direkt unter der Stadt die Puente-Hills-Verwerfung. Die daraus resultierende Erdbebengefahr erklärt die strengen Bauvorschriften, die im gesamten südkalifornischen Erdbebengebiet angewandt werden. Seit 1800 wurde Los Angeles von neun großen Erdbeben mit einer Intensität von sechs und höher auf der Richterskala und Tausenden von kleineren Beben erschüttert. Zahlreiche Gebäude sind erdbebensicher gebaut, was die Anzahl an Todesopfern bei Beben wesentlich verringert.

Im September 2002 wurde im Zentrum der Stadt die Kathedrale „Our Lady of the Angels“ eingeweiht; der als postmoderne Interpretation einer spanischen Missionsstation gestaltete Kirchenbau mit einem 40 Meter hohen Glockenturm ist Teil eines Kulturareals, das die Innenstadt neu beleben soll.

Bis zum Jahre 1958 bestand zudem eine gesetzliche Vorschrift, wonach die Obergrenze für Gebäude 45 Meter beziehungsweise 14 Stockwerke nicht übersteigen durfte. Eine Ausnahme war nur das Rathaus von 1928 mit 138 Metern. Erdbebensichere Konstruktionen machten das Gesetz dann später überflüssig. Die Gefährdung durch Erdbeben, die Abkehr von dichter Bebauung und die Festlegung eines Leitbildes, wonach Los Angeles eher eine Art „City in the Garden“ werden sollte, standen als Idee hinter dieser Vorschrift. Auch dies ist eine Erklärung für die Ausdehnung der Stadt. In Los Angeles und Umgebung befinden sich zahlreiche Meisterwerke der Villenarchitektur. Dazu gehören unter anderem das „Gamble House“ der Architekten Charles und Henry Green, Richard Neutras „Lovell House“ und die Bauten Irving Gills. Viele der Gebäude des in Europa nahezu unbekannten Architekten Irving Gill sind zerstört oder weitestgehend verändert worden, was zu fortschreitenden Verlusten seines Schaffens führt. Weitere Beispiele der Wohnarchitektur sind das „Schindler House“ des Architekten Rudolph Michael Schindler in West Hollywood sowie Frank Lloyd Wrights „Hollyhock House“ in Little Armenia und „Ennis House“ in Los Feliz. Besonders „Hollyhock House“ zählt zu den bedeutendsten Werken Wrights. Das Haus erinnert mit seinen glatten Putzflächen

und Ornamenten aus Betonfertigteilen an einen Maya-Tempel aus Mittelamerika. Im Hof befinden sich Wasserspiele in der Form eines Amphitheaters. Weitere bemerkenswerte Gebäude stammen von John Lautner, einem Schüler Frank Lloyd Wrights. Berühmtestes Beispiel ist die 1960 entstandene „Malin Residence“, auch „Chemosphere“ genannt. Das auf einer steilen Böschung über dem San Fernando Valley erbaute Gebäude erinnert in der Form an ein achtkantiges UFO, wobei ein einziger Betonpfeiler die Konstruktion trägt, was tatsächlich den Effekt des Schwebens verstärkt. Weit verstreut über das Stadtgebiet finden sich ferner die sogenannten „Concept Houses“, darunter Pierre Koenigs „Bailey House“, auch bekannt als „Case Study House No. 21“ und das „Stahl House“ („Case Study House No. 22“). Beide Häuser wurden auf zuvor als unbebaubar gehaltenen Grundstücken errichtet. Diese können ebenso besichtigt werden, wie das „Eames House“ des Designers Charles Eames und seiner Ehefrau, der Künstlerin Ray Eames in Santa Monica.

Die Stadt wird manchmal als horizontal city bezeichnet, da sie relativ wenige Wolkenkratzer besitzt und das gesamte Stadtgebiet sehr weitläufig ist. Hohe Grundstückspreise führen im Zentrum von Los Angeles trotzdem dazu, dass Hochhäuser sich dort inzwischen auch durchsetzen.


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Los Angeles

Luftaufnahme Brände bei Los Angeles

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Marienstatue in der Cathedral of Our Lady of the Angels

Eames-Haus Universal Studios Chemosphere von Lautner Case Study 22 Haus von Pierre Koenig Hollyhock House von Frank Lloyd Wright Case Study House von Pierre Koenig

vom Erdbeben zerstĂśrtes Haus


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Erlebnisbad in der West Edmonton Mall

Luftaufnahme von der West Edmonton Mall

West Edmonton MallNachbauten europ채ischer Architektur und Nachbau des Schiffs Santa Maria


Edmonton ist eine der wohlhabendsten Städte in Kanada, nicht zuletzt wegen der großen Ölsand-Vorkommen in der Nähe. Edmonton ist der wirtschaftliche Mittelpunkt von Nord- und Zentral-Alberta und ein bedeutendes Zentrum der Erdölund Erdgasindustrie. Zuliefer- und Dienstleistungsbetriebe sowie Forschungseinrichtungen ergänzen die Produktionssparte. Aufgrund der Konzentration an petrochemischen Betrieben wird die Stadt seit den 1940er Jahren als Oil Capital of Canada („Ölhauptstadt Kanadas“) bezeichnet. Mit den Athabasca-Ölsanden nordöstlich der Stadt verfügt Kanada über die weltweit zweitgrößten Reserven an Erdöl nach Saudi-Arabien (der Anteil beträgt rund 15 %).

Edmonton ist die Hauptstadt der kanadischen Provinz Alberta und hat 752.412 Einwohner (Stand 2008). Die Metropolregion (CMA) hat 1.081.300 Einwohner (Stand 2008). Damit ist Edmonton die zweitgrößte Stadt in Alberta und die sechstgrößte in Kanada. Mit 683 km² Gesamtfläche ist sie eine der größten Städte Nordamerikas der Fläche nach. Sie hat damit aber auch eine der niedrigsten Bevölkerungsdichten von nordamerikanischen Großstädten. Die West Edmonton Mall befindet sich in Edmonton, Kanada. 23 Jahre lang, von 1981 bis 2004, war sie das größte Einkaufszentrum der Welt. Heute ist sie mit 350.000 m² Verkaufsfläche Nummer sechs in der Welt; die komplette Fläche des Komplexes beträgt allerdings 492.000m². Damit ist die Mall die größte ihrer Art, nicht auf die Verkaufs-, sondern auf ihre Gesamtfläche bezogen. Die Mall wurde in vier Phasen von 1981 bis 1998 errichtet. Nach Beendigung der letzten Bauphase umfasst sie nun eine Gesamtfläche von etwa 500.000 m². Die gesamten Baukosten beliefen sich auf etwa 1,2 Milliarden Kanadische Dollar. In der Mall gibt es über 800 Geschäfte und andere Einrichtungen, darunter sechs große Kaufhäuser wie The Bay, Zellers, Sears und andere. Es gibt 26 Kinosäle und ein IMAX-3D-Kino. Des Weiteren gibt es den Freizeitpark Galaxyland, ein Spaßbad, ein Aquarium, ein Eishockeyfeld, einen künstlichen See (Deep Sea Adventure) und mehr als 110 Restaurants. Das Spaßbad (World Waterpark) verfügt über mindestens 10 Rutschen, von denen die Höchste eine Endgeschwindigkeit von über 50 km/h für den Wagemutigen erlaubt. Der World Waterpark ist das größte Indoor-Freizeitbad Nordamerikas. Der künstliche See beherbergt unter anderem einen Nachbau der Santa Maria. Für die 22 Millionen Besucher pro Jahr steht der größte Parkplatz der Welt, mit über 20.000 Stellplätzen zur Verfügung.

/Edmonton/

Edmonton ist jedes Jahr Austragungsort mehrerer Festivals (daher der Spitzname „The Festival City“). Das Works Art & Design Festival von Ende Juni bis Anfang Juli zeigt Kunstwerke und Design von kanadischen und internationalen Künstlern. Das Edmonton International Street Performer‘s Festival Mitte Juli ist ein bedeutendes Straßenkünstlerfestival mit Darbietungen von Künstlern aus aller Welt. Wichtigster Anlass im Sommer ist Capital EX (früher Klondike Days). Es war ursprünglich ein Jahrmarkt, der Themen um den Klondike-Goldrausch aufgriff. Angeboten werden Chuckwagon-Rennen, Fahrgeschäfte, Konzerte, Handelsmessen und Feuerwerk. Im November findet zusammen mit einer Landwirtschaftsausstellung das Canadian Finals Rodeo statt, eines der bedeutendsten Rodeos Nordamerikas.

Das Straßennetz der Stadt ist zum größten Teil rasterförmig. Die Straßen sind meist nummeriert; in NordSüd-Richtung werden sie als Streets bezeichnet, in West-Ost-Richtung als Avenues. Innerhalb des seit den 1950er Jahren überbauten Gebiets folgen die Autobahnen und zahlreiche Hauptstraßen jedoch nicht dem Rastersystem.

Die ersten Menschen siedelten vor rund 5000 Jahren im Gebiet des heutigen Edmonton. Die ersten Europäer erreichten das Gebiet um 1754. Erste Ansiedlungen im heutigen Edmonton reichen bis ins Jahr 1795 zurück, als die Hudson‘s Bay Company und die North West Company im heutigen Nordosten der Stadt Handelsposten für Pelze gründeten.

Das Edmonton International Fringe Festival Mitte August ist nach dem Edinburgh Festival Fringe das zweitgrößte Theaterfestival der Welt. Ebenfalls im August wird das Edmonton Folk Music Festival ausgetragen. Das Edmonton Heritage Festival zeigt die Kultur der verschiedenen Einwanderervölker. Weitere wichtige Veranstaltungen sind das Free Will Shakespeare Festival (Shakespeare-Aufführungen), das Duanwu Festival (Drachenbootfest) und das Edmonton International Film Festival.


/Denver/ Denver hat wegen seiner Lage (1.600 m) ein kontinentales Gebirgsklima mit teilweise extremen Temperaturschwankungen und geringen Niederschlägen. Im Winter ist es kalt, trocken und oft sonnig. Nachts sind Temperaturen unter -10 °C keine Seltenheit, mittags steigen sie auf über 0 Grad. Gelegentlich ist Denver von Kaltlufteinbrüchen aus dem Norden betroffen, die Temperaturen bis unter -20 °C und starke Schneefälle mit sich bringen. Im Sommer wird es nachmittags mit 30 °C ziemlich heiß, dennoch ist die Luft trocken, weshalb die Temperaturen erträglich sind. Nach Sonnenuntergang wird es jedoch schnell kalt und bis zum Morgen sind es nur noch 10–15 °C, also bis zu 20 °C Temperaturunterschied. Insgesamt hat die Stadt 400 mm Niederschlag im Jahr, mit einem Maximum im Frühling (April / Mai) und einem Minimum im Winter (Januar / Februar). Denver ist außerdem mit über 3000 Sonnenstunden pro Jahr einer der sonnigsten Orte der USA. Die niedrigste je gemessene Temperatur liegt bei -34 °C und die höchste bei 40 °C.

Denver ist seit 1876 die Hauptstadt des US-Bundesstaates Colorado, gelegen am östlichen Fuß der Rocky Mountains. Denver war ursprünglich eine Goldgräbermetropole und hat heute 556.835 Einwohner.

Denver liegt genau eine Meile über dem Meeresspiegel (Markierung auf der 15. Stufe an der Westseite des Capitols) und wird daher auch Mile High City genannt. Wegen der Nähe zu den Rocky Mountains ist Denver traditioneller Sitz zahlreicher Bergbauunternehmen.

Die Popularität Denvers ist unheimlich: Jeder will hier leben, egal zu welchem Preis. Das nimmt bisweilen absurde Züge an, wenn topausgebildete Akademiker als Liftburschen, Kellner oder Lastwagenfahrer arbeiten, nur um in der Nähe der Berge zu sein. Die Stadt hat die gebildetsten Bürger der USA: 92 Prozent haben einen High-School-, 35 Prozent einen Uni-Abschluss. Doch die Leute hier definieren sich nicht über ihren Job, ihr Haus oder ihr Einkommen, sondern darüber, wie gut sie Ski fahren, wie oft sie joggen, welches Mountainbike sie fahren und wann sie das letzte Mal beim Angeln waren.

Besonders stolz sind die Denverites darauf, dass am Speer Boulevard der Cheeseburger 1944 das Licht der Welt erblickte, als der Drive-in-Restaurantbesitzer Louis Ballast eine Scheibe Käse auf einen Hamburger legte. 1976 hätten die Olympischen Winterspiele in Denver abgehalten werden sollen, doch der damalige Gouverneur Richard Lamm lehnte dies wegen der hohen Kosten ab und die Spiele wurden daraufhin in Innsbruck (Österreich) ausgetragen.

Am 20. April 1999 kam die Stadt wieder weltweit in die Schlagzeilen, als an der vorstädtischen Columbine High School zwei Jugendliche ein Massaker verübten, bei dem sie zwölf Mitschüler, einen Lehrer und sich selbst töteten.

Gemessen an der Fläche ist der 1995 eröffnete und im Nordosten der Stadt gelegene internationale Denver International Airport (DEN) der größte Flughafen der USA und einer der größten Flughäfen der Welt. Hinsichtlich des Verkehrsaufkommens ist DIA der viertgrößte in den USA und der neuntgrößte weltweit (Stand: 2006).

Der D&F Tower, wurde 1910 nach dem Vorbild des Turmes am Markusplatz in Venedig erbaut und war zu dieser Zeit das höchste Gebäude westlich des Mississippi River.

Jedes Jahr im Januar wird Denver zur Wild-West-Hauptstadt, wenn die weltgrößte Viehauktion und ein zweiwöchiges Rodeo Bauern, Rancher und Cowboys in die Stadt bringen. Der Erfinder des Wilden Westens, der legendäre Büffeljäger und Showman Buffalo Bill, starb vor fast 90 Jahren in der Stadt. Heute liegt er begraben auf einem Hügel nahe der City – mit grandiosem Blick über Denver und die Prärie. Und in der Denver Post finden sich noch immer Anzeigen wie diese: „Cowboys gesucht. Müssen eigenen Sattel und Zaumzeug haben. Keine Trinker. Zuschrift an Red Ryder Ranch ...“ .


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Denver

Flughafen von Denver unter einer Schneedecke

Flughafen von Denver

Der Cheeseburger wurde in Denver erfunden

das Denver Art Museum und der D&F Tower


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Luftaufnahme von Halifax

Halifax liegt am Atlantik

Luftaufnahme der Zitadelle

durch seine exponierte Lage am Atlantik ist Halifax wichtiger Dreh-und Angelpunkt gewesen 1 Kriegsschiffe im Ersten Weltkrieg vor Halifax 2 Schiff der kanadischen Marine 3+4 der Pier 21 war Ankunftsort für Einwanderer 5 die „Dartmouth Ferry“


1752 wurde eine Fährverbindung zwischen Halifax und Dartmouth am gegenüberliegenden Ufer eingerichtet, welche heute als „Dartmouth Ferry“, die älteste bis heute sich in Betrieb befindliche Salzwasserfähre Nordamerikas ist. Im Jahr 2002 wurde das 250 jährige Bestehen der Fährverbindung gefeiert. Eingerichtet wurde die Verbindung zwischen Dartmouth und Halifax um die Militärgarnision von Halifax mit Lebensmitteln und Eis für die Eishäuser zu versorgen. Bis 1955, als die Angus L. Macdonald Bridge eröffnet wurde, war die Fähre die einzige Direktverbindung zwischen Halifax und Dartmouth. Heute ist die Fähre in den ÖPNV der HRM eingegliedert.

Am 9. Juli 1749 landete Captain General Edward Cornwallis mit etwa 2500 Siedlern auf der so genannten Chebucto Halbinsel, um eine befestige Siedlung als Vorposten für das britische Militär zu errichten. Diese kleine Gemeinde wurde nach Lord Halifax benannt, dem Präsidenten der britischen Handelskammer. Ein Jahr später, im Jahr 1750, wurde „Dartmouth“ gegründet, das nach der Stadt Dartmouth in England sowie zur Ehre von Sir William Legge, dem zweiten Grafen von Dartmouth, benannt wurde.

Während des Ersten Weltkrieges war Halifax wieder ein Dreh- und Angelpunkt militärischer Operationen und Logistik. Dabei kamen bei der Explosion des französischen Schiffes Mont Blanc, der Halifax-Explosion, die große Teile der Halbinsel verwüstete, mindestens 1635 Menschen ums Leben. Über 2000 blieben vermisst, 9000 wurden verletzt und 25000 verloren ihr Obdach.

/Halifax/

Der Hafen besitzt zwei große Containerterminals, eine Ölraffinerie sowie weitere Ladungsdocks für das Verladen von Autos und anderen Gütern mit direktem Anschluss zur Eisenbahn. Des Weiteren existieren spezialisierte Einrichtungen für die logistische Versorgung von Hochsee-Gas- und Ölförderanlagen nahe Sable Island sowie der Suche nach Vorkommen von fossilen Brennstoffen vor der Küste Nova Scotias.

Halifax besitzt als Basis der Atlantikflotte der kanadischen Marine noch immer eine signifikante militärische Bedeutung und stellt den größten Militärkomplex der kanadischen Marine sowie – nach stationiertem Personal – die größte Militäreinrichtung des Landes dar. Halifax ist ebenfalls die Basis der kanadischen Küstenwache.

Pier 21 war ein bedeutender Ankunftsort für Einwanderer bis in die 1950er Jahre und ist heute ein Museum und eine nationale historische Stätte.

Die Stimmung war aufgeheizt. Frankreichs damaliger Präsident Jacques Chirac bezeichnete Währungsspekulanten als den „Aids-Virus der Weltwirtschaft“. Trotz der Spannungen zwischen den G7Staaten und der aggressiven Rhetorik einigte man sich auf bestimmte Punkte. Dazu zählten: Ein besseres Frühwarnsystem des Währungsfonds, Notfallkreditlinien, die im Krisenfall schneller gezogen werden konnten, und eine bessere Zusammenarbeit der nationalen Aufsichtsbehörden.

Der Gipfel 1995 im kanadischen Halifax, der auf die Mexikokrise folgte, stand unter keinem guten Stern. Gastgeber Kanada lag wegen des Fischfangs im nordwestlichen Atlantik im Clinch mit der Europäischen Union. Die Vereinigten Staaten wiederum stritten sich mit Japan über Autoexporte und drohten mit Strafzöllen auf Luxuswagen. „Diese Spannungen behinderten den Halifax-Gipfel stark“, erinnert sich Nicholas Bayne, britischer Diplomat und Forscher an der London School of Economics.

Kriege und internationale Konflikte halfen der Entwicklung zu Reichtum und Wohlstand der HRM enorm. Der Siebenjährige Krieg ist ein erstes Beispiel. Kurz darauf, um 1770, im amerikanischen Unabhängigkeitskampf war Halifax wieder Ausgangspunkt und Basis militärischer Operationen zu Land und zu Wasser. Viele Schwarze siedelten in dieser Zeit in der HRM, gefolgt von Jamaikanern, was zu einer starken schwarzen Gemeinschaft führte.

Halifax bietet einige Sehenswürdigkeiten. Die wichtigste Sehenswürdigkeit bildet die Zitadelle (Fort George) im Zentrum der Stadt.

http://www.ftd.de

Das Argument gegen fixe Wechselkurse von Großbritanniens damaligem Premierminister John Major, dass der Bestand an Währungsreserven nicht einmal halb so groß sei wie der tägliche Handelsumsatz auf den Währungsmärkten, habe niemand widerlegen können, sagt Bayne. Der Hintergrund: Um ein System fester Wechselkurse aufrecht zu erhalten, intervenieren Zentralbanken auf dem Devisenmarkt und setzten dabei ihre Währungsreserven ein.

Große Strukturreformen blieben indes aus. So wurden keine Kapitalverkehrskontrollen vereinbart, auch die Wiedereinführung fester Wechselkurse wurde abgelehnt. Ebenfalls keine Unterstützung fand eine Steuer auf Währungsgeschäfte, die sogenannte Tobin-Tax nach ihrem Erfinder James Tobin. „Kapitalverkehrskontrollen galten als rückwärtsgewandt, eine Steuer als zu leicht zu umgehen“, sagt Ökonom Bayne.


/La Paz/ Der volle Name der Stadt lautete zunächst Nuestra Señora de La Paz („Unsere Liebe Frau des Friedens“) wegen eines verhinderten Indianeraufstandes; den heutigen Namen erhielt sie 1825 zum Gedenken an die siegreiche Schlacht bei Ayacucho im Unabhängigkeitskrieg gegen die Spanier.

La Paz - Morales warf den Industriestaaten vor, mit ihrer Klima- und Wirtschaftspolitik die Überflutungen in seinem Land ausgelöst zu haben. Es gebe Länder, die mit ihrer unkontrollierten, maßlosen Industrialisierung die Erde verschmutzten und die Umwelt zerstörten, sagte der bolivianische Präsident. Und die armen Länder leiden darunter“, zitierte die Zeitung „Hoy Bolivia“ den Politiker. Der Staatschef kritisierte insbesondere jene wohlhabenden Länder, die das Kyoto-Protokoll zur Reduzierung von Treibhausgasen nicht respektierten. Durch Überflutungen und Schlammlawinen sind in dem Andenland in den vergangenen zwei Monaten mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Zehn Menschen werden vermisst. Im Zuge der Unwetter registrierten die Gesundheitsbehörden einen Anstieg lebensbedrohlicher Seuchen. Bisher seien 1660 Fälle von Dengue-Fieber und 1452 Malaria-Erkrankungen gemeldet worden. Die Wasserund sanitäre Versorgung seien durch das Hochwasser eingeschränkt worden, warnte die Uno. In einer Erklärung baten die Vereinten Nationen die internationale Gemeinschaft um Finanzhilfen in Höhe von 9,2 Millionen Dollar. Ohne einzelne Länder zu nennen, kritisierte Morales vor allem die Staaten, die sich nicht an das Kyoto-Protokoll zur Verminderung der Kohlendioxide-

missionen halten. Dies sind vor allem die USA, die etwa 25 Prozent aller Klimagase weltweit freisetzen. Meteorologen führen die heftigen Niederschläge auf das Klimaphänomen El Niño zurück. Es wird alle vier bis fünf Jahre durch eine Erwärmung des Pazifischen Ozeans ausgelöst. Besonders betroffen von den Überflutungen sind die Regionen Santa Cruz und Beni an der Grenze zu Brasilien. In der nordöstlichen Amazonasregion Beni, die von der Landwirtschaft abhängig ist, kamen mehr als 22.000 Rinder um. Yucca-, Reis- und Bananenpflanzungen wurden vernichtet. In dem besonders geschädigten Osten des Landes breiten sich unterdessen Infektionskrankheiten weiter aus. Nach Worten von Gesundheitsministerin Nila Heredia ist darunter das hämorrhagische Dengue-Fieber am gefährlichsten, das bei mangelnder Behandlung zum Tod von etwa 30 Prozent der Erkrankten führt. Bisher starben an der schweren Form des von Mücken übertragenen Fiebers vier Menschen. http://www.spiegel.de/

Die Stadt liegt auf ca. 3.600 Metern ü.d.M. in dem ca. 400 Meter tiefen Canyon des Río Chokeyapu, der in die umgebende Hochebene des Altiplano eingeschnitten ist und sich zu einem Talkessel mit einem geschützten und angenehmen Klima weitet. Auf der Hochebene westlich von La Paz ist die Stadt El Alto entstanden, die inzwischen mit 775.836 Einwohnern fast genau so groß wie La Paz ist; dort befindet sich auch der internationale Flughafen La Paz-El Alto.

Der Höhenunterschied zwischen den weiter talabwärts gelegenen südlichen Stadtteilen mit vielen Villen und dem Stadtrand am oberen Ende des Talkessels beträgt knapp 1000 m, was bei der Abfahrt von El Alto hinunter nach La Paz zu einem der spektakulärsten Ausblicke Boliviens führt. Die Wohnviertel weisen eine deutliche Übereinstimmung zwischen Höhenlage und sozialem Status auf: je höher die Lage, desto ärmer die Bewohner und umgekehrt. Bei einer durchschnittlichen Abnahme der Temperatur um 0,6 °C je 100 m liegt die Differenz zwischen den tiefsten und den höchsten Wohnlagen bei immerhin 6 °C im Jahresmittel; auch die Höhenkrankheit stellt in den oberen Vierteln ein größeres Problem dar. Die Stadt wird vom mächtigen Illimani (6.439 m) mit seinen drei Gipfeln beherrscht. Mit viel Fantasie kann man in den Felsen an seinen Hängen ein Bild eines Indio mit Frau, Kind und einem Lama erkennen.

Der öffentliche Nahverkehr besteht hauptsächlich aus Minibussen und Sammeltaxis. So gibt es mehr als 200 verschiedene Routen, die jeden Bereich der Stadt abdecken. Die Busse halten ohne feste Haltestellen auf Zuwinken oder Zuruf, was insbesondere auf den stark belasteten Hauptstraßen im Zentrum zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führt. Versuche der Stadtverwaltung, im Zentrum verbindliche Haltestellen vorzuschreiben, waren bisher erfolglos.

Verona Pooth, deutsche Entertainerin, wurde in La Paz geboren.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind das Valle de la Luna (Deutsch: Mondtal) im Süden der Stadt, Tiahuanaco und der Titicaca-See. Außerdem kann der Chacaltaya besucht werden, auf dem die, mittlerweile stillgelegte, höchste Skipiste der Welt liegt. Bei La Paz liegt das höchstgelegende Radrenn-Oval der Welt. Das Alto Irpavo Velodrome liegt auf 3408 Meereshöhe.


Abbildungsindex La Paz

La Paz

Bergstraße bei La Paz

Chacaltaya, die höchstgelegendste Skipiste der Welt

Verena Pooth wurde in La Paz geboren

1+2 Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen in La Paz 3+4 Verkehr in La Paz


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Die meisten Orte sind nur durch eine Hubschruberverbindung zu erreichen

grönländische Hunde

Dörfer in Ostgrönland


Tunu/Østgrønland (Ostgrönland) war bis 2009 einer der drei Verwaltungsbezirke (amt) Grönlands. Der Verwaltungssitz befand sich in der Hauptsiedlung, Tasiilaq. 2005 belief sich die Bevölkerungszahl auf 3800.

Mit einer Fläche von fast 1 Mio. Quadratkilometern ist der Nationalpark in Nordostgrönland der weltweit größte. Wegen des Schutzes der einzigartigen Fauna und der historischen Hinterlassenschaften früherer Expeditionen müssen Personen, die nicht in den beiden Orten in Ostgrönland wohnen, eine Erlaubnis zum Betreten des Parks beantragen. Abgesehen von Bediensteten der Wetterstationen und Teilnehmern der Sirius-Patrouille leben keine Menschen in diesem Gebiet. Dass diese Gegend für Forscher so interessant ist, liegt nicht nur an den historischen Siedlungen, sondern auch daran, dass hier fast die gesamte Flora und Fauna Grönlands anzutreffen ist.

/Ostgrönland/

1931 besetzten norwegische Fischer mit Billigung ihrer Regierung in Oslo die Ostküste Grönlands. Norwegen begründete die geplante Inbesitznahme Ostgrönlands damit, dass Dänemark in den vergangenen Jahrhunderten nur Westgrönland erschlossen, besiedelt und effektiv beherrscht hatte und daher auch nur Ansprüche auf den Westteil der Insel geltend machen könne. Eine Teilung der Insel drohte, nach einem Haager Schiedsspruch zog sich Norwegen 1933 aber zurück.

Tunu heißt auf Deutsch übersetzt etwa “der Rücken des Landes”.

In Ostgrönland gibt es zwei größere und sieben kleine Orte. Menschen leben in Ostgrönland mit Unterbrechungen seit vielen tausend Jahren. Durch den langen Winter mit einer Eisdecke auf dem Meer und durch den breiten Treibeisgürtel im Frühjahr und Sommer, der mit dem Strom an der Küste vorbeizieht, ist Ostgrönland von anderen Teilen Grönlands und dem Rest der Welt abgeschnitten. Aus diesem Grunde findet man an dem 2700 km langen Küstenabschnitt auch heute nur die beiden Orte Tasiilaq und Ittoqqortoormiit sowie sieben kleine Ortschaften.


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Reykjavík

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Álfrún Gunnlaugsdóttir, Schriftstellerin Bubbi Morthens, Sänger Magnús Ver Magnússon, vier mal stärkster Mann der Welt Arnaldur Indriðason, Autor von Kriminalromanen Ágústa Eva Erlendsdóttir alias Silvia Night, Sängerin, Ikone, Schauspielerin Baltasar Kormákur, Schauspieler und Regisseur Björk Guðmundsdóttir, Sängerin

8 Jón Páll Sigmarsson, vier mal stärkster Mann der Welt 9 Jóhann Hjartarson, Schachgroßmeister 10 Guðjón Valur Sigurðsson, Handballspieler 11 Björgólfur Guðmundsson, Unternehmer und Milliardär 12 Barði Jóhannson, Sänger 13 Björgólfur Thor Björgólfsson, Unternehmer und Milliardär 14 Margrét Vilhjálmsdóttir, Schauspielerin 15 Emilíana Torrini, Sängerin 16 Eiður Smári Guðjohnsen, Fußballspieler 17 Bobby Fischer, Schach-Großmeister


Reykjavík ist die Stadt mit dem weltweit höchsten Autoaufkommen pro Kopf. Daher verfügt die Stadt inzwischen über einige bis zu sechsspurige Stadtautobahnen. Die Ringstraße Nr. 1 führt durch die Außenbezirke der Stadt hindurch. Sie erstreckt sich nach Osten weiter über die Hellisheiði Richtung Selfoss und nach Nordwesten Richtung Akranes und Borgarnes, wobei sie das Reykjavík überragende Bergmassiv der Esja umrundet. Derzeit wird die Staatsstraße zum internationalen Flughafen bei Keflavík vierspurig ausgebaut. Einen Bahnhof gibt es nicht, da auf Island keine Eisenbahnen existieren.

In den 1920er und 1930er Jahren prosperierte die Stadt zunächst aufgrund der profitablen Produktion von Stockfisch und des Fischexports allgemein. Später litt allerdings auch sie unter der wirtschaftlichen Depression (vgl. z. B. Halldór Laxness’ Romane). Der Aufschwung kam mit dem Zweiten Weltkrieg und der Besetzung zunächst durch die Engländer, dann durch die Amerikaner (vgl. etwa die Romane von Einar Kárason). Dennoch erklärte sich Island offiziell als neutral.

Die isländische Bezeichnung „Rauchbucht“ rührt vermutlich von den Dämpfen der heißen Quellen in der Umgebung her und wird einem Missverständnis des ersten Siedlers Ingólfur Arnarson zugeschrieben. Die Stadt ist die älteste permanente Siedlung des Landes. Obwohl die ersten Siedler bereits 870 das Land bevölkerten, wuchs das Gebiet nur sehr langsam und wurde erst 1786 offiziell zur Stadt erhoben.

Der größte Fluss durch Reykjavík ist der lachsreiche Elliðaá, welcher nicht schiffbar ist.

Reykjavík liegt im Südwesten der Insel am Anfang der Halbinsel Reykjanesskagi, die dünn besiedelten Vororte reichen jedoch bis weit nach Süden und Osten. Die Zone der plattentektonischen Verschiebung, die Island von Südwesten nach Nordosten quert, führt auch über diese Halbinsel. Daher gibt es häufiger Erdbeben, die allerdings meist glimpflich verlaufen. Die Küste der Stadt ist geprägt von Halbinseln, Höhlen, Meerengen und Inseln. Während der Eiszeit (vor etwa 10.000 Jahren) waren Teile des Stadtgebietes von Gletschern bedeckt, andere Teile lagen unterhalb der Wasserlinie. In den Warmperioden und am Ende der Eiszeit waren einige heutige Hügel (wie Öskjuhlíð) Inseln. Die Hügel Öskjuhlíð und Skólavörðuholt sind ehemalige Schildvulkane, die zu den wärmeren Perioden der Eiszeit aktiv waren. Mit 914 Metern Höhe ist der Esja der höchste Berg der Umgebung.

/Reykjavík/

Reykjavík wurde auch immer mehr in der Welt bekannt, nachdem im Jahre 1972 dort die Schachweltmeisterschaft zwischen Bobby Fischer und Boris Spasski entschieden worden war.

Außerdem hat Reykjavík ein außerordentlich effizientes öffentliches Verkehrssystem aufzuweisen: Busse mit fünf dezentralen Busbahnhöfen und einem zentralen Busbahnhof, dem BSÍ, sowie einen Inlandsflughafen in der Nähe des Tjörnin. Er ist der zweitgrößte Flughafen des Landes und befindet sich innerhalb der Stadt, südlich des Zentrums. Flüge von dort gehen aber auch nach Grönland und zu den Färöer-Inseln. Er wurde von den Britischen Streitkräften während des Zweiten Weltkriegs in den damaligen Randgebieten der Stadt erbaut. In der Diskussion ist die Verwendung der - in Island viel billigeren - Energiequelle Strom für den öffentlichen Nahverkehr. Man ist wegen der Erdbebengefahr vom Einsatz von Straßenbahnen abgekommen und wird sich vermutlich letztendlich für ein Bussystem mit elektrischen Oberleitungen entscheiden. Inzwischen wird auch Wasserstoff als Antriebsquelle für Busse ausgetestet.

Die großen Wasservorkommen und vulkanische Aktivität eröffnen Island viele Möglichkeiten. Die meisten Häuser der Stadt nutzen das geothermische Heizsystem. Es ist das größte dieser Art auf der Erde.


/Accra/ Accra ist die Hauptstadt und mit 1.963.460 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2005) die größte Stadt Ghanas sowie dessen administratives und wirtschaftliches Zentrum.

1877 wurde die Hauptstadt der damaligen britischen Kolonie „Goldküste“ von Cape Coast nach Accra verlegt. „Gesundheitliche Gründe“ wurden unter anderem angeführt für diese Entscheidung. Die Briten wollten hier eine Stadt nach ihren Vorstellungen errichten, um sich so vor den „Krankheiten der Einheimischen“ zu schützen.

Stadtplanerische Vorschriften wurden nach britischem Vorbild erlassen, Slumviertel beseitigt und ein rechteckiges Straßen- und Bebauungssystem angelegt. Die einheimische Bevölkerung wurde in die überfüllte „Native Town“ nördlich der europäischen Stadt verdrängt. Östlich entstanden britische Vororte und z. B. ein Cricket- und ein Golfplatz sowie eine Pferderennbahn. 1899 war Accra der geschäftigste Hafen der Goldküste. Accras Bedeutung lag allerdings in seinen Handelsaktivitäten, die Produktion und Weiterverarbeitung von Gütern unterlag Begrenzungen durch die koloniale Gesetzgebung. Ein „Zentraler Geschäftsdistrikt“ wurde für europäische Geschäftsleute aus anderen Ländern als Umschlags-, Lagerund Bankenbereich eingerichtet. Nach dem Bau einer Eisenbahnverbindung nach Sekondi-Takoradi entwickelte sich Accra endgültig zum wirtschaftlichen Zentrum Ghanas.

In Accras Vorort Korle Bu befindet sich die Medizinische Universitätsklinik, das Korle Bu Teaching Hospital. Es zählt zu den modernsten Kliniken Westafrikas. Hier befinden sich neben der Inneren Medizin, Chirurgie und den üblichen Kliniken das einzige Zentrum für Brandwunden und eine der wenigen Radiotherapie-Einrichtungen dieser Region.

Erwähnenswert ist auch Schloss Christiansborg, das im 17. Jahrhundert von den Dänen erbaut wurde und heute als Regierungssitz dient.

Als Hauptstadt der Kronkolonie wurde Accra bald auch zum Zentrum des zivilen Widerstandes gegen die Kolonialherrschaft. 1869 scheiterte noch ein Versuch, nach dem Vorbild der zeitgleich gebildeten Fantiföderation eine Accra Native Confederation als ersten Schritt zur Selbstverwaltung der Region einzurichten. Erfolgreich dagegen verhinderte 1897 die Aboriginal Rights Protection Society (also die „Gesellschaft zum Schutz der Rechte der Eingeborenen“) in Accra einen Erlass, der unbebautes und -bewohntes Land automatisch zum Eigentum der Kolonialmacht machen sollte. 1920 kamen in Accra 20 Delegierte aus allen Teilen Britisch-Westafrikas zusammen und gründeten hier den National Congress of British West Africa, der sich für mehr soziale und politische Rechte der Einheimischen einsetzte. 1948 kam es zu den sogenannten Accra-Unruhen nachdem mehrere friedliche Demonstranten erschossen worden waren. Diese „Unruhen“ waren ein Geburtshelfer der Unabhängigkeitsbewegung Ghanas und machten den späteren ersten Präsidenten Kwame Nkrumah landesweit bekannt.


Abbildungsindex Accra

Accra

am Strand von Accra

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Charles Akonnor, ghanaischer und deutscher Fußballspieler Anthony Yeboah, ghanaischer Fußballspieler Asamoah Gyan, ghanaischer Fußballspieler Jerry Rawlings, ehemaliger Präsident von Ghana Marcel Desailly, französischer Fußballspieler Michael Essien, ghanaischer Fußballspieler

7 Derek Boateng, ghanaischer Fußballspieler 8 Christian Saba, ghanaischer Fußballspieler 9 Joe Tex Frimpong, ghanaischer Fußballspieler 10 Kofi Amoah Prah, deutscher Weit springer 11 Joseph Arthur Ankrah, ehemaliger Staatschef von Ghana 12 Nii Lamptey, ghanaischer Fußballspieler 13 Lawrence Aidoo, ghanaischer Fußballspieler 14 Stephen Appiah, ghanaischer Fußballspieler 15 Charles Takyi, deutsch-ghanaischer Fußballspieler 16 Alex Nyarko, ghanaischer Fußballspieler


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Frédéric Chopin

John III. Sobieski Monument Janusz Korczak Monument Sowjetisches Soldaten Monument Monument im Lazienki-Park Adam Mickiewicz Monument Monument für Mordechaj Anielewicz Denkmal für den Warschauer Aufstand John III. Sobieski Monument Polish Cavalry Monument Ewa Monument Die Meerjungfrau Statue Kopernikus Statue Syrenen Statue Lotnikow Monument Chopin Denkmal Skulpturen im Stil des sozialistischen Realismus Monument des Aufstandes im Warschauer Ghetto Monument der im Osten Ermordeten

das zerstörte Warschau 1945


Wie andere Zentren Mitteleuropas auch profitiert Warschau von der Wende 1989. Die Stadt beansprucht den Titel größte Baustelle Europas, denn in der Innenstadt sind in den letzten Jahren viele Läden, Einkaufszentren, Bürohochhäuser und Freizeitmöglichkeiten geschaffen worden. Warschau hat sein BlockbautenImage abgelegt und ist nun neben Frankfurt, London, Rotterdam und Paris die „höchste“ Stadt Europas.

Warschau liegt in der Übergangszone vom maritimen zum kontinentalen Klima. Die Durchschnittstemperatur liegt bei ca. 8 °C, wobei im Januar durchschnittlich etwa –3 °C und im Juli 19 °C gemessen werden. Die Sommer sind warm und können heiß werden, die Winter sind kühl und teilweise auch sehr kalt. Das Warschauer Klima ist trocken, die Summe der jährlichen Niederschlagsmenge übersteigt nicht 550 mm. Eine dicke Schneeschicht ist in den Wintermonaten keine Seltenheit und die Gewässer in den Parkanlagen sowie die Weichsel können vollständig zufrieren.

Am 18. April 1943 kam es zum Aufstand im Warschauer Ghetto unter der Führung von Mordechaj Anielewicz und Marek Edelman, als Reaktion auf die Liquidierung des Ghettos durch die SS. Am 8. Mai 1943 nahmen sich die meisten jüdischen Anführer im Versteck in der Ulica Miła 18 das Leben. Einigen jüdische Einheiten (unter anderem Marek Edelman) gelang die Flucht zum polnischen Untergrund. Eine Folge des Ghettoaufstandes war, dass von der SS am 16. Mai 1943 die Große Synagoge in Warschau zerstört, ein ganzes Stadtviertel niedergebrannt und die meisten der überlebenden Juden im KZ Treblinka ermordet wurden. International wurde dieser Widerstand gegen die Deutsche Besatzung aufmerksam registriert.

In den 1810/20ern lebte und konzertierte der junge Frédéric Chopin in Warschau, der in der Nähe der Stadt in den Gutshof der Familie seiner Mutter Żelazowa Wola geboren wurde.

/Warschau/

Nach Warschau ist der Asteroid (1263) Varsavia benannt.

Seit 1840 erreichte die Eisenbahn Warschau, und bald war eine erste Verbindung nach Wien fertiggestellt. Während des Völkerfrühlings 1848 blieb es in Warschau, anders als in den preußischen und österreichischen Teilungsgebieten, relativ ruhig, denn die Verschwörer, die einen gesamtpolnischen Aufstand planten, wurden zuvor verhaftet. In dieser Zeit wurde auch die Textilindustriestadt Łódź ca. 80 km südwestlich von Warschau in Kongresspolen an der Eisenbahnstrecke nach Wien aufgebaut und stieg bald zu einer der führenden Industriemetropolen Europas auf.

Aufgrund der oft tragischen Stadtgeschichte gibt es in Warschau sehr viele Gedenkstätten an Opfer von Fremdund Gewaltherrschaft. Hierzu gehören vor allem das Mahnmal des Warschauer Ghettos, die Zitadelle, Pawiak sowie zahlreiche kleinere Gedenktafeln und -steine, auf die der aufmerksame Besucher an fast jeder Straßenkreuzung trifft.

Nach dem Wiener Kongress wurde Warschau die Hauptstadt des Königreiches Polen (Kongresspolen), das vom russischen Zaren in Personalunion mit Russland regiert wurde. Es erhielt 1817 eine relativ liberale Verfassung, und der polnische Sejm in Warschau hatte weitgehende Befugnisse. Die Exekutivmacht lag bei dem Statthalter Großfürst Konstantin, dem Bruder des Zaren Alexander I. (Russland)


/Wien/ Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 wachsen die Verkehrs- und wirtschaftlichen Beziehungen zu den nördlichen und östlichen Nachbarstaaten Österreichs wieder deutlich. Die geografische Nähe zum ehemaligen Ostblock macht sich wieder stark bemerkbar. So liegt Wien beispielsweise nur 60 km von der slowakischen Hauptstadt Bratislava entfernt; solch eine Nähe zweier Hauptstädte ist in Europa einmalig (abgesehen vom Sonderfall Vatikan – Rom). Seit 21. Dezember 2007 – Ausdehnung des Schengen-Raumes u.a. auf Tschechien, die Slowakei und Ungarn – können die Staatsgrenzen Ostösterreichs erstmals seit November 1918 ohne Grenzkontrollen und an jeder beliebigen Stelle überquert werden. Vom Wiener Stadtgebiet ist nur ein relativ kleiner Anteil verbaut. Etwa die Hälfte Wiens ist Grünland, größere Teile werden auch landwirtschaftlich genutzt. Wien erstreckt sich von einer Seehöhe von 151 m in der Lobau bis zu 542 m, die auf dem Hermannskogel erreicht wird. Hier, im Nordwesten, sowie im Westen und Südwesten Wiens reicht der Wienerwald mit seinen Höhen (Leopoldsberg, Kahlenberg) und Wäldern bis ins Stadtgebiet hinein. Die Donau tritt durch die Wiener Pforte, eine Enge zwischen dem rechtsufrigen Leopoldsberg und dem linksufrigen Bisamberg, nach Wien ein. Aus dem Wienerwald fließen außerdem zahlreiche kleine Flüsse in die Stadt, der bekannteste davon ist die Wien. Die Berge im Westen werden im Süden von den eiszeitlichen Terrassen (Wienerberg und Laaer Berg) fortgesetzt. Dieses gesamte Gebiet wird zum Weinbau genutzt, es bildet die Weinbauregion Wien.

Von internationaler Bedeutung ist das Wiener Musikschaffen, das bis heute von prominenten Komponisten und Musikern geprägt ist. Der Wiener Walzer, die Wiener Sängerknaben, musikalische Großveranstaltungen wie das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker oder der Wiener Opernball, aber auch die Opern- und Theatergebäude sind weltweit bekannt. Berühmt ist Wien auch für seine Literatur, Kaffeehauskultur und Küche. Wichtige Strömungen bzw. Zirkel waren oder sind etwa die Wiener Klassik, die Wiener Schule (Musik), die Zweite Wiener Schule der Musik; der Wiener Kreis der Philosophie, die Wiener Gruppe der Literatur, die Wiener Schule des Phantastischen Realismus in der Malerei, die Österreichische Schule der Wirtschaftstheorie. Europaweit wird die Zeit um 1900 als Wiener Moderne bezeichnet und trägt damit der damaligen kulturellen, künstlerischen und wissenschaftlichen Vormachtstellung Wiens Rechnung. In der Spanischen Hofreitschule werden Vorstellungen der Hohen Schule der Reitkunst der Lipizzaner gezeigt.

Doch die 1960er-Jahre waren auch vom einsetzenden Kinosterben geprägt. Existierten 1953 noch über 200 Kinos in der Stadt, blieben 1983 lediglich 69 Kinos mit 96 Sälen über. Mit steigender Verbreitung von Multiplex-Kinos ab den 1980er-Jahren konnte zwar der Trend der sinkenden Kinoanzahl nicht gestoppt werden, doch stieg in den 1990ern die Anzahl der Säle auf 191 im Jahr 2001 wieder an. Wegen des nunmehrigen Überschusses und geringerer Auslastung sank die Zahl auf Kosten weiterer Kinos bereits 2002 wieder auf 166 ab. Das 1900 gegründete Erika-Kino in der Kaiserstraße galt bei seiner Schließung im Jahr 1999 als ältestes noch betriebenes Kino der Welt. Heute ist es ein Theaterspielraum. Seither gelten die 1905 gegründeten, im 14. Wiener Gemeindebezirk befindlichen Breitenseer Lichtspiele als das älteste noch bespielte Kino Wiens.

Ein bekannter Veranstaltungsort der Stadt für subkulturelle Aktivitäten ist das früher im Besitz der KPÖ stehende und von Autonomen besetzte ErnstKirchweger-Haus (EKH). Dort wurden neben diversen Workshops, Arbeitsgruppen, Informations- und Beratungstätigkeiten auch regelmäßig Konzerte und Partys mit Rock, Punk oder auch Tekno abgehalten. Auch die Volxtheaterkarawane findet ihre Heimat im EKH. Mittlerweile ist dieser Treffpunkt im Besitz der Stadt Wien.

Die wohl bekannteste öffentliche Badeanlage Wiens ist das Gänsehäufel – eine Insel an der Alten Donau, die zur Gänze dem Badevergnügen gewidmet ist. Direkt daneben befindet sich das „Kleine Gänsehäufel“, eine Halbinsel, auf der sich mehrere Arbeiterbäder, die während der Zeit des „Roten Wiens“ eröffnet wurden, befinden. Auch andere öffentliche Bäder stammen aus dem „Roten Wien“, wie etwa die Kinderfreibäder oder das Amalienbad im 10.Bezirk. Noch unter einem christlichsozialen Bürgermeister wurde 1914 das Jörgerbad eröffnet. Noch älter ist das Dianabad, welches 1806 vorerst nur für die gesellschaftliche Oberschicht fertiggestellt wurde. Ebenfalls zum Baden genutzt wird die zwischen der Neuen Donau und der Donau gelegene, über 21 km lange Wiener Donauinsel.

Sämtliche Abwässer werden durch die Wiener Kanalisation in die städtische Hauptkläranlage in Simmering geleitet, wobei bis vor kurzem bei Reinigungsarbeiten und starkem Regen verdünntes Kanalwasser, sogenanntes Mischwasser, in den Donaukanal bzw. die Donau gelangte. Dieses Problem wurde von der Stadt Wien mit dem Bau des Wiental Kanals behoben. Der Wiental Kanal ist 3,5 km lang und wurde im Jahr 2006 fertiggestellt. Nunmehr wird das Abwasser gänzlich gesammelt und nach verfügbarer Kapazität der Kläranlagen dann an diese abgegeben.

Das Kanalisationssystem gelangte durch den Film Der dritte Mann zu internationaler Berühmtheit.


Abbildungsindex Wien

Wien

1-3 Falco, S채nger

Wiener Schnitzel


Abbildungsindex Wien

Wien

1-3 Falco, S채nger

vorige Seite: Mikhail, 33, Moskau, Russland diese Seite: Alessandro, 20, Lausanne, Schweiz Schnitzel n채chste Seite: Angeles,Wiener 49, Don Benito, Spanien


Abbildungsindex Wien

Wien

1-3 Falco, S채nger

Wiener Schnitzel


13 : 00 helsinki Riga Tallinn Wilna Minsk Kiew Bukarest Sofia Nikosia Ankara istanbul athen Tel Aviv Jerusalem Beirut damskus Kairo Kapstadt


13 : 00 Minsk 2314 km Beirut 13 : 00


Minsk


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Minsk


Abbildungsindex Minsk

Minsk

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zerstörtes Minsk 1945 Bibliothek von Minsk Circus Expo-Ausstellungsgebäude

Juden auf der Flucht 1941/44

Gebäude mit Relief in Minsk

Max Mirny, Tennisspieler


Vor dem deutschen Einmarsch befand sich in Minsk eine der sowohl prozentual als auch in absoluten Zahlen größten jüdischen Gemeinden der Sowjetunion. 90,000 bis 100,000 Einwohner der Stadt waren Juden. Damit lag der jüdische Anteil an der Bevölkerung der Stadt unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg bei rund 30 %. In der Kesselschlacht bei Minsk im Zweiten Weltkrieg wurde Minsk zu 95% zerstört. Bereits am 28. Juni 1941, nur sechs Tage nach Kriegsausbruch, war die Stadt im Wesentlichen von den deutschen Truppen erobert worden. Die Rote Armee konnte mehrere Tausend Bewohner der Stadt in das sichere Hinterland evakuieren, der Großteil der 300.000 Einwohner blieb jedoch in der zerstörten Stadt und vielen blieb nichts anderes übrig als in Erdlöchern zu leben. Unmittelbar nach der Eroberung der Stadt begannen die Deutschen die Jagd auf die jüdische Bevölkerung sowie auf alle Kommunisten und deren Sympathisanten, derer man habhaft werden konnte.

/Minsk/

Zentrale Plätze sind der Lenin-Platz (der ehemalige Unabhängigkeitsplatz) und der Siegesplatz (weißruss.: Плошча Перамогі, russ.: Площадь Победы), dessen Erscheinung vor allem durch einen weithin sichtbaren Obelisken und die an seiner Nordostseite gelegenen ovalen Gebäudekomplexe im sowjetischen Empire-Stil geprägt ist. Nicht zuletzt durch die Ereignisse nach den Präsidentschaftswahlen im März 2006 ist auch der Oktoberplatz (weißruss.: Кастрычніцкая плошча, russ.: Октябрская площадь ) mittlerweile gut bekannt, der als zentraler Platz für Kundgebungen dient und dessen prägendes architektonisches Element der in den 1980er-Jahren erbaute Palast der Republik (weißruss.: Палац Рэспублікі, russ.: Дворец Республики) ist.

Die Minsker Stadbezirke „Partisan“ und „Oktjabr“ unterhalten Partnerschaften zum Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf.

1984 wurde die Minsker Metro eröffnet. Von den zwei Linien, die sich im Zentrum kreuzen, ist die Linie 2 in nord-südlicher Richtung bereits fertiggestellt. Der Ausbau von Linie 1 (in ost-westlicher Richtung) dauert an. Das Streckennetz sieht auch eine dritte Linie vor.

Mit der Auflösung der Sowjetunion 1992 wurde die Republik Weißrussland mit Minsk als Hauptstadt unabhängig. Minsk ist seitdem auch Sitz der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).

In der Kesselschlacht bei Minsk im Zweiten Weltkrieg wurde Minsk zu 95% zerstört.


/Beirut/ Beirut ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region mit vielen Verlagen und Universitäten, unter anderem der Amerikanischen Universität Beirut.

Während des libanesischen Bürgerkriegs (1975-1990) war die Stadt in einen muslimischem Westen und einen christlichen Osten geteilt. Im Juli 1982 drang Israel in den Libanon ein und zwang die PLO in diesem Libanonfeldzug am 21. August zum vollständigen Rückzug. Der Westen Beiruts wurde 10 Wochen lang belagert und bombardiert. Der Abzug der PLO wurde unter Aufsicht durch eine multinationale Schutztruppe, überwiegend amerikanische und französische Soldaten, durchgeführt. Am 17. September 1983 beschoss die US Navy erstmals Stellungen der Syrer in der Nähe von Beirut. Die multinationale Friedenstruppe verließ allerdings 1983 den Libanon, nachdem am 23. Oktober 1983 bei zwei Bombenanschlägen auf die multinationalen Hauptquartiere, die der Hisbollah zugeschrieben werden, 241 US-Soldaten und 58 Franzosen getötet wurden. 1985 richtete Israel eine Schutzzone im Vorfeld der israelischen Grenze ein. Bei einem Autobombenanschlag am 8. März 1985, der dem schiitischen geistlichen Führer Scheich Muhammad Hussein Fadlallah galt, wurden 80 Menschen getötet und 256 verletzt. Im Oktober 1990 endete der Bürgerkrieg. Beirut wurde über weite Strecken wieder neu aufgebaut.

Die Stadt wird oft als “Paris des Nahen Ostens” bezeichnet.

Am 13. Juli 2006 griff Israel im Verlauf des Julikrieges den Flughafen der Stadt an. Bei diesem und weiteren Luftangriffen wurden viele Libanesen getötet. Im weiteren Verlauf der Bombardements im Zuge des Israel-Libanon-Konfliktes wurden viele Stadtzüge Beiruts, vor allem im Süden der Stadt, zerstört. Darüber hinaus wurde ein großer Teil der regionalen Verkehrsinfrastruktur durch Bomben und Raketenangriffe zerstört oder schwer beschädigt.

Bis zum Bürgerkrieg bestand im Libanon ein von Beirut ausgehendes Eisenbahnnetz mit Strecken u.a. nach Syrien und zeitweise bis nach Palästina (heutiges Israel). Als Folge des Bürgerkriegs verkehrt heute im gesamten Libanon kein Schienenverkehrsmittel mehr.

Beirut ist die konfessionell vielfältigste Stadt des Nahen Ostens. In ihr leben Christen (Maroniten, Griechisch-Orthodoxe, Syrisch-Orthodoxe, SyrischKatholische, Armenisch-Orthodoxe, Armenisch-Katholische, Römisch-Katholische und Protestanten), Muslime (Sunniten und Schiiten) sowie Drusen. Die meisten Juden haben Beirut seit 1975 verlassen. Etwa 50 % sind Christen, (davon 30 % Maroniten, gefolgt von Griechisch-Orthodoxen mit 16 %), 50 % Muslime, 25 % davon Schiiten. Dabei ist der Norden von Beirut überwiegend von Sunniten und Christen bewohnt. Der Osten Beiruts ist ausschließlich von Christen bewohnt, der Westen von Sunniten. Der Süden Beiruts ist überwiegend von Schiiten bewohnt.


Abbildungsindex Beirut

Beirut

Pro-SyrienDemonstration in Beirut

1-3 Aufnahmen von Beiruts Küste 4 zerstörtes Gebäude nach dem Angriff Israels im Juli 2006

Pro-SyrienDemonstration in Beirut


14 : 00 Murmansk St. Petersburg Moskau Teheran + 30‘ Bagdad Aden Sanaa Addis Abeba Mogadischu Daressalam Antananarivo Kuwait


14 : 00 Murmansk 3581 km Daressalam 14 : 00


Murmansk


Daressalam


Murmansk


Daressalam


Daressalam


Murmansk


Daressalam


Murmansk


Abbildungsindex Murmansk

Murmansk

russisch-britisches Veteranentreffen in Murmansk

U-Boot-Wracks bei Murmansk

Atom-Eisbrecher bei Murmansk


Einmal im Jahr wird in der Stadt ein großes Fest gefeiert, wenn die Polarnacht dem Polartag weicht. Dieses Fest besteht aus einer Vielzahl von Veranstaltungen, beispielsweise Aufführungen nationaler Lieder und Tänze der Ureinwohner, aber auch Rentierrennen oder Eissegeln.

Murmansk (russisch Мурманск, von murman für Nordmänner, Norweger, finnisch Muurmanni) ist eine nördlich des Polarkreises gelegene Hafenstadt auf der russischen Halbinsel Kola.

Ausläufer des aus dem Golf von Mexiko kommenden Golfstroms sichern der Stadt einen auch im Winter eisfreien Hafen, der bis 1991 militärisches Sperrgebiet war. Noch heute ist Murmansk Hauptstützpunkt der russischen Nordmeerflotte. Zusätzlich zur Nordmeerflotte ist zwei Kilometer nördlich von Murmansk die russische Eisbrecherflotte Atomflot mit nuklear sowie konventionell betriebenen Schiffen beheimatet. Die Flotte umfasst fünf Nukleareisbrecher (Stand: 1994), ein nuklearbetriebenes Transportschiff und einen Flusseisbrecher. Betreiber der Flotte ist die Murmansk Shipping Company; eine private Gesellschaft, an der der Staat jedoch noch immer einen sehr hohen Anteil hat. Die Nukleareisbrecher werden sowohl zur Versorgung der östlichen Eismeergebiete als auch für andere zivile, vornehmlich touristische Zwecke, verwandt.

Besonders schön ist die Stadt zur Fliederblüte im Juli, wenn die aus Belgien stammenden Fliederbüsche am LeninProspekt in voller Blüte stehen.

/Murmansk/ Während des Russlandfeldzugs der deutschen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg war Murmansk ab dem Frühsommer 1941 das Ziel mehrerer militärischer Operationen (Unternehmen Silberfuchs), die teils gemeinsam mit finnischen Truppen durchgeführt wurden. Murmansk war aufgrund seines ganzjährig eisfreien Hafens ins Interesse gerückt; vor allem sollte die Sowjetunion durch eine Eroberung der Stadt vom Zugang zur Barentssee und somit zum Nordatlantik abgeschnitten werden. Weiterhin sollte durch das Unternehmen ein Abzug sowjetischer Truppen aus dem Süden bei Leningrad erreicht werden. Als Endziel des Unternehmens stand die Isolation der gesamten Kola-Halbinsel vom Rest der Sowjetunion. Jedoch gerieten aufgrund widriger Witterungsbedingungen, der Schwächung der Streitkräfte und von Nachschubproblemen die Operationen ins Stocken und es kam zu Stellungsgefechten mit der Sowjetarmee, die für beide Seiten mit hohen Verlusten einhergingen.

Verschiedene Forschungseinrichtungen zur Fischereiforschung und Ozeanographie haben in Murmansk ihren Sitz.

Die Gegend um Murmansk gilt als das größte Atommülllager der Welt. Einen großen Teil davon bilden ausgebrannte Brennstäbe und Kernreaktoren ehemaliger, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion stillgelegter AtomU-Boote.

Die deutsche Luftwaffe warf auf die Stadt insgesamt 185.000 Fliegerbomben ab.


/Daressalam/ Daressalam (arabisch ‫مالسلا راد‬, „Haus des Friedens“, auch Dar es Salaam, übliche Kurzbezeichnung: Dar) ist mit 2.698.651 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2005) die größte Stadt in Tansania. Ab 1891 hatte die deutsche Kolonialverwaltung (Deutsch-Ostafrika) in Daressalam ihren Sitz. Am 1. Oktober 1897 wurde das erste große Regierungskrankenhaus, das Ocean Road Hospital, eröffnet. 1902/03 eröffneten die Deutschen das modernste biologisch-landwirtschaftliche Institut in Amani, wo unter anderen 1905 und 1906 die Mediziner Robert Koch und Zimmermann arbeiteten. Ab 1920 übernahm die Mandatsregierung Stadt und Kolonie, bis 1961 die Unabhängigkeit erklärt wurde.

Daressalam ist das wirtschaftliche Zentrum von Tansania. In der Stadt gibt es etwa 575 größere Industriebetriebe, die tansanische Zentralbank sowie Filialen nationaler (wie die auf Mikrokredite spezialisierte Dar es Salaam Community Bank) und internationaler Banken und Versicherungen. An der Dar es Salaam Stock Exchange werden die Aktien der wichtigsten tansanischen Unternehmen gehandelt. 2002 lag das jährliche ProKopf Einkommen bei 584.086 Tsh (rund 368 Euro), wobei 35 Prozent der Bevölkerung durchschnittlich nur 387.319 Tsh (rund 243 Euro) verdienen. Im Jahr 2000/2001 waren 7,5 Prozent der Bevölkerung zu arm, um sich ausreichend ernähren zu können, verglichen mit 13,6 Prozent im Jahr 1991/1992.

1888 verpachtete Sultan Sayyid Khalîfa Daressalam zusammen mit der gesamten Küste des heutigen Tansania an die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft. Am 28. Oktober 1890 verkaufte Sultan Sayyid ‘Alî Stadt und Küste. Ab 1890 hatte sich die Kolonialverwaltung im kleinen Küstenort Bagamoyo eingerichtet, doch dann wurde das 60 Kilometer weiter südlich gelegene Daressalam wegen seines Naturhafens für die Deutschen interessanter. Ab 1891 hatte die deutsche Kolonialverwaltung (DeutschOstafrika) in Daressalam ihren Sitz. Am 1. Oktober 1897 wurde das erste große Regierungskrankenhaus, das Ocean Road Hospital, eröffnet. 1902/03 eröffneten die Deutschen das modernste biologisch-landwirtschaftliche Institut in Amani, wo unter anderen 1905 und 1906 die Mediziner Robert Koch und Zimmermann arbeiteten. Ab 1920 übernahm die Mandatsregierung Stadt und Kolonie, bis 1961 die Unabhängigkeit erklärt wurde. Ab 1964 war es Hauptstadt Tansanias, bis diese 1974 offiziell nach Dodoma verlegt wurde. Allerdings verbleiben wichtige Regierungsfunktionen in Daressalam.

Daressalam wird gewöhnlich mit dem antiken Rhapta gleichgesetzt, das nach dem Periplus Maris Erythraei (40–70 n. Chr.) an der Küste von Azania lag. Dem anonymen Autor zufolge erhielt es seinen Namen wegen der zusammengenähten Boote (rhapton ploiarion), die die Einheimischen benutzten. Man konnte hier Elfenbein und Schildkrötenpanzer einhandeln.

Der innerstädtische Verkehr wird durch Busse und Minibusse (Dalla-Dalla) bestritten. Die Hauptverkehrsstraßen sind gut ausgebaut. Nebenstraßen sind oft nicht asphaltiert und nachts nicht beleuchtet.


Abbildungsindex Daressalam

Daressalam

Männer mit Elfenbeinstoßzähnen

Sonntagsnachmittagskonzert in Daressalem, Deutsch-Ostafrika, 1906

Skyline von Daressalam mit Fähre nach Kigamboni


15 : 00 Nishnij Nowgorod Wolgograd Baku Tiflis Eriwan Kabul + 30‘ Mauritius


15 : 00 Wolgograd 7745 km Mauritius 15 : 00


Wolgograd


Mauritius


die größte Lenin-Statue Russlands


10 km


Wolgograd

Волгоград Wolgograd Stalingrad


Mauritius


Wolgograd


Mauritius


Wolgograd


Abbildungsindex Wolgograd

die größte Lenin-Statue Russlands

Monumentalstatue „Mutter Heimat ruft“ in Wolgograd

Eisunstläufer Maxim Wiktorowitsch Marinin mit seiner Partnerin

der junge Stalin 1902 mit 24 Jahren

Joseph Stalin

Волгоград Wolgograd Stalingrad

verschiedene Schreibweisen und Namen der Stadt


Wolgograd liegt 1.075 km südöstlich von Moskau am rechten Ufer der Wolga, rund 400 km nördlich der Mündung des Flusses ins Kaspische Meer. Die Stadt erstreckt sich in einer Breite von bis zu 10 km über 100 km am Ufer der Wolga entlang.

Durch die Schlacht von Stalingrad, den für das Deutsche Reich symbolischen Wendepunkt des Zweiten Weltkrieges im Winter 1942/43, ging Wolgograd in die Geschichte ein.

Wolgograd ist eine russische Großstadt mit rund 986.400 Einwohnern (2007).

1925 wurde sie in Stalingrad (Stalinstadt) umbenannt. 1942–1943 wurde die Stadt in der Schlacht von Stalingrad vollständig zerstört. Der Wiederaufbau begann gleich nach ihrer Befreiung 1943. Im Rahmen der Entstalinisierung wurde der Name 1961 in Wolgograd geändert. In jüngster Zeit mehren sich (nationalistische) Stimmen, die Stadt wieder in Stalingrad umzubenennen, um auf die historische Dimension der Ereignisse von 1943 hinzuweisen.

/Wolgograd/

Die Stadt ist von der typischen Architektur der 1950er und 1960er Jahre der Sowjetunion geprägt.

Seine erste und einzige Partnerin ist seit 1996 Tatjana Totmjanina. Ihre erste Trainerin war Natalja Pawlowa (1996–2001). Sie starten für Sdushor SKA, Sankt Petersburg und trainieren bei Oleg Wassiljew, dem Olympiasieger 1984 im Paarlauf (mit Partnerin Jelena Walowa). Zunächst in Chicago, USA und nach Totmjaninas Unfall bei Skate America wieder im Yubileiny Sports Palace, St. Petersburg. In neun Jahren Teamarbeit haben sie insgesamt 39 Medaillen (davon 23 goldene) gewonnen. Im Oktober 2004 erlitten sie beim Grand Prix Wettbewerb einen schweren Unfall, als Maxim bei einer so genannten Lasso-Hebung das Gleichgewicht verlor und Tajana mit dem Kopf voran auf das Eis stürzte. Sie musste bewusstlos ins Krankenhaus gebracht werden und es wurde befürchtet, dass dies das Ende ihrer Karriere sei. Aber Tatjana verlor das Vertrauen in ihren Partner nicht, und schon im Februar 2005 wurden sie wieder unangefochten Europameister und einen Monat später auch Weltmeister. Bis zum Ende ihrer Karriere wurden sie insgesamt fünf Mal Europameister und zwei Mal Weltmeister.

Maxim Wiktorowitsch Marinin, Eiskunstläufer


Den Touristen wird wie in vielen Urlaubsländern vielerorts imitierte Markenkleidung angeboten. Oft beschränken sich die Geschäfte auf einfache T-Shirts und Polo-Shirts und das Bedrucken oder Besticken dieser mit bekannten Markennamen. Dies ist auf Mauritius erlaubt, solange die Rechteinhaber ihre Warenzeichen und Designs nicht lokal sowohl beim “IP Office” als auch beim Zoll angemeldet haben. Aufgrund der geringen Größe der Insel sind natürlich die wenigsten Firmen bereit, diesen bürokratischen Aufwand auf sich zu nehmen, so dass dem Verkauf von billiger Markenkleidung kaum Einhalt auf der Insel geboten wird.

/Mauritius/ Mauritius ist ein Inselstaat im Südwesten des Indischen Ozeans, ungefähr 900 Kilometer östlich von Madagaskar. Im Norden befinden sich die Seychellen und im Westen befindet sich das französische Überseedépartement La Réunion. Der Staat Mauritius besteht aus zwei großen und mehreren kleineren Inseln: Auf Mauritius selbst, der größten Insel des Landes, liegt die Hauptstadt Port Louis. Große Teile der Hauptinsel sind von einem Riff umgeben, aus dem sich einige weitere kleine Inseln wie Amber Island erheben, in unmittelbarer Nähe zu Mauritius liegen ferner Gunners‘ Coin (Coin de Mire) (8 km vor der Nordküste) und Round Island 22 km nordöstlich.

Mauritius wird alle 5-6 Jahre im Sommer von Zyklonen heimgesucht, die auf der Insel Verwüstungen anrichten.

Die stabile politische Lage auf der Insel nach der Unabhängigkeit zog in hohem Maße ausländische Investoren an, was Mauritius eines der höchsten Pro-KopfEinkommen Afrikas einbrachte. In den letzten Jahren wurde das Wirtschaftswachstum durch Naturkatastrophen und fallende Zuckerpreise stark verlangsamt, was zu Protesten aufgrund des Lebensstandards der überwiegend kreolischen Bevölkerung führte. Der Rohrzucker, der auf fast 90 % der kultivierten Fläche angebaut wird, ist eine der Haupteinnahmequellen von Mauritius: Er macht 25 % der Exporteinkommen aus. Ein mit der Europäischen Union geschlossenes Abkommen sicherte den Zuckerrohrbauern lange Zeit Preise, die zuletzt um 36 % über dem Weltmarktniveau lagen. Dieses Privileg wird zwischen 2006 und 2015 sukzessive abgebaut. Auch die Textilindustrie, ein wichtiger Wirtschaftszweig, ist aufgrund von limitierten Exportquoten unter Druck geraten.

Das Parlament von Mauritius besteht aus mindestens 62 und maximal 70 Mitgliedern. Diese werden alle fünf Jahre in den 21 Wahlbezirken (engl.: constituencies) gewählt, jeder Bezirk stellt drei Abgeordnete, mit Ausnahme von Rodrigues, das zwei stellt. Die restlichen acht sind die „besten Verlierer“ aller Bezirke, die bestimmten im „normalen“ Wahlergebnis unterrepräsentierten Ethnien angehören müssen. Die Sinnhaftigkeit des Best Loser Systems, das auf einer Volkszählung der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts fußt, ist umstritten und könnte im Zuge einer diskutierten Wahlreform gestrichen werden.

Die Mauritian Labour Party (MLP) regierte in der Zeit von 1947 bis 1982 durchgehend entweder alleine oder in einer Koalition. Die Allianz von Mauritian Militant Movement und Mauritian Socialist Party (MMM/PSM) gewann die Wahlen von 1982 und bekam alle 60 Sitze zugesprochen. 1983 liefen Politiker von der MMM zur PSM über und vereinten sich zur Militant Socialist Movement (MSM) und bildeten eine Mehrheit in der Koalition mit der MLP.


Abbildungsindex Mauritius

10 km

am Strand von Mauritius

immitierte Markenkleidung wird auf Mauritius vielerorts angeboten

Karte von Mauritius mit seinen Distrikten

Mauritius in Lautschrift


Abbildungsindex Mauritius

10 km

am Strand von Mauritius

Karte von Mauritius mit seinen Distrikten

Mauritius in Lautschrift

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Abbildungsindex Mauritius

10 km

am Strand von Mauritius

immitierte Markenkleidung wird auf Mauritius vielerorts angeboten

Karte von Mauritius mit seinen Distrikten

Mauritius in Lautschrift


16 : 00 Jekaterinburg ASchgabat Bischkek Duschanbe Neu Dehli + 30‘ Karachi Colombo + 30‘


16 : 00 Jekaterinburg 3581 km Karachi 16 : 00


Jekaterinburg


Karachi


Karachi

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Jekaterinburg


Karachi


Karachi


Jekaterinburg


Jekaterinburg


Karachi


Karachi


Jekaterinburg


Jekaterinburg


Karachi


Jekaterinburg


Abbildungsindex Jekaterinburg

Karte mit Jekaterinburg

Winter in Jekaterinburg

Der letzte Zar, Nikolaus II.

die Zarenfamilie wurde in Jekaterinburg ermordet

der Fernsehturm und der Circus von Jekaterinburg

das Zentrum von Jekaterinburg


Die bekannteste historische Sehenswürdigkeit der Stadt ist eine Kathedrale (Allerheiligen) an der Stelle, an der am 17. Juli 1918 die Ermordung der Zarenfamilie stattfand. Dieser Ort ist mittlerweile ein Wallfahrtsort für Anhänger des russischen Zarentums. Diese Kathedrale wird auch die „Kirche auf dem Blut (im Namen aller Heiligen)“ oder einfach „Heilig-Blut-Kathedrale“ genannt.

Jekaterinburg wurde im 20. Jahrhundert weltweit bekannt, weil die Bolschewiki hier 1918 den letzten Zaren, Nikolaus II., mitsamt seiner Familie ermordeten.

Moderne Wahrzeichen sind der unvollendete Fernsehturm und das Gebäude des Zirkus. Ersterer gilt als eines der höchsten unvollendeten Bauwerke der Welt.

Jekaterinburg befindet sich nur knapp 40 Kilometer von der imaginären Trennlinie zwischen Europa und Asien entfernt, welche im Westen bei der Stadt Perwouralsk verläuft. An dieser Stelle steht eine Europa-Asien-Säule. Die natürliche Grenze wird von dem Ural gebildet. Der Zeitunterschied zu Moskau beträgt zwei Stunden und zu Mitteleuropa vier Stunden

/Jekaterinburg/

Die Stadt Jekaterinburg ist nach Perm die zweitwichtigste Industriemetropole des Urals. Einen Schwerpunkt bildet mit über 40 angesiedelten Unternehmen die Produktion von Rüstungsgütern.

Das Klima der Region ist kontinental mit großen Temperaturschwankungen. Die Sommer sind bis zu 35 °C warm, aber kürzer als in Mitteleuropa. Frühjahr und Herbst sind ausgesprochen kurz. Die Winter hingegen können bis zu 5 Monate dauern und erreichen Temperaturen bis -35 °C .


/Karachi/ Der Volkszählung von 1998 zufolge sind die Sprachen folgendermaßen verteilt: Urdu 48,52 Prozent; Panjabi 13,94 Prozent; Paschtu 11,42 Prozent; Sindhi 7,22 Prozent; Belutschisch 4,34 Prozent; Seraiki 2,11 Prozent; Andere 12,4 Prozent. Die anderen Sprachen schließen Gujarati, Brahui und Bengalisch ein Aktuelle Probleme Karatschis sind die steigende Kriminalität und zahlreiche ethnische Konflikte, die Pakistan immer noch erschüttern. Karatschi war das Epizentrum zahlreicher Unruhen während der 1980er Jahre und ist weiterhin Schauplatz von religiöser Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten. Die Größe Karatschis brachte auch viele Terroristen dazu, in Karatschi ihre Basis aufzuschlagen und infolgedessen sind Anschläge von militanten, mit al-Qaida verbundenen Gruppen, gegen Ausländer verübt worden. 2003 wurde ein al-Qaida-Mitglied mit Namen Tawfiq bin Attash in Karatschi verhaftet.

Am 27. Juli 2003 lief der mit 40.000 Tonnen geladene Öltanker „Tasman Spirit“ vor der Küste von Karatschi auf Grund. Nach dem Auseinanderbrechen des Schiffes am 14. August 2003 liefen etwa 12.000 Tonnen Öl ins Meer. Dabei wurden mehrere Küstenabschnitte verseucht und das Ökosystem der nahen Mangrovenwälder geschädigt. Tausende Vögel, Fische und Meeresschildkröten starben.

Eine der wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten der Stadt ist Mazar-e-Quaid, das Mausoleum des Begründers von Pakistan, Mohammed Ali Jinnah (1876-1948). Das Gebäude wurde in den 1960er Jahren aus weißem Marmor gebaut. Aus dem umgebenden Park wird das Mausoleum in der Nacht mit starken Scheinwerfern angestrahlt. Zu besonderen Anlässen werden dort Zeremonien abgehalten. Auch besuchen zahlreiche Staatsgäste aus dem Ausland diesen Ort. Dreimal täglich findet eine Wachablösung statt. Probleme bereitet neben der Luftverschmutzung der Industriebetriebe und des Autoverkehrs auch die Verseuchung einiger Küstengebiete. So befindet sich in Karatschi einer der weltweit größten Schiffsschrottplätze. Zahlreiche große Schiffe (Frachter, Öltanker und Passagierschiffe) aus aller Welt werden dort in ihre Bestandteile zerlegt. Viele Materialien enthalten Asbest, Dioxine, Schwermetalle, Polychlorierte Biphenyle (PCB‘s) und andere giftige Inhaltsstoffe in hohen Konzentrationen. Zusammen mit Altöl und anderem Giftmüll wird dieses Material ins Meer geworfen oder am Strand verbrannt. Ohne Schutzbekleidung und Schutzbrillen sind die Arbeiter den giftigen Substanzen ausgesetzt. Sicherheitsvorkehrungen sind nicht vorhanden. So kommt es fast täglich zu Erkrankungen, Verletzungen und tödlichen Unfällen. Am 18. Oktober 2007 kehrte die frühere Premierministerin von Pakistan, Benazir Bhutto, nach acht Jahren Exil wieder in ihre Heimatstadt Karatschi zurück, gegen den Widerstand von Präsident Pervez Musharraf. Die Rückkehr Bhuttos

aus dem Exil war stark umjubelt, doch die Feiern wurden durch einen der blutigsten Anschläge in der pakistanischen Geschichte abrupt beendet. Kurz nach Mitternacht des 19. Oktober 2007 explodierten zwei Sprengsätze in unmittelbarer Nähe des Konvois Bhuttos. Ihre Wagenkolonne befand sich zu diesem Zeitpunkt auf halbem Weg vom Flughafen zum Mausoleum von Staatsgründer Jinnah in Karatschis Innenstadt. Bei dem Selbstmordanschlag wurden 135 Menschen getötet, Bhutto selbst blieb aber unverletzt. Bhutto macht Anhänger des früheren Militärmachthabers und Präsidenten Mohammed Zia ul-Haq für den Anschlag verantwortlich. Nachdem sie im Oktober 2007 aus ihrem Exil in Dubai zurückgekehrt war, etablierte sie sich als Oppositionsführerin, wurde jedoch zwei Wochen vor der geplanten Parlamentswahl bei einem Attentat getötet. Der Strand von Clifton in Karatschi ist einer der längsten Strände der Welt. Er befindet sich am Arabischen Meer und bietet zahlreiche Möglichkeiten der Unterhaltung für Familien und Touristen. Dazu gehören unter anderem das Pferde- und Kamelreiten, der Besuch von Freizeitparks und Gaststätten. Riesenschildkröten sind in Hawkesbay Beach zu besichtigen, wenn sie ihre Eier in den von der Sonne erwärmten Sand legen. 1996 eröffnete der Aladdin Park, ein Unterhaltungspark für die ganze Familie. Er besitzt einen Wasserpark mit olympischem Schwimmbecken, Kinderschwimmbecken und Wellenbad, ein Einkaufszentrum und mehrere Restaurants. Im Fischerdorf kann man ein Barbecue veranstalten, mit dem Boot oder der Mini-Eisenbahn fahren. Weitere Unterhaltungsparks sind das Dream World Resort

am Super Highway, der Safari Park an der University Road und Jibes Playland, Finland and Bowling Allay in New Clifton.

1964 eröffnete die Ringbahn Karatschi (Karachi Circular Railway) ihren Betrieb. Der Verkehr musste 1999 wegen Korruption und politischer Einflussnahme der sogenannten „Transportmafia“ vorübergehend eingestellt werden. Am 8. März 2005 kam es auf der Linie Karachi City Station nach Malir Cantonment zur Wiedereröffnung eines 29 Kilometer langen Teilabschnittes. Eine vollständige Revitalisierung der 58 Kilometer langen Ringbahnstrecke ist geplant. Das gesamte Streckennetz soll bei seiner Fertigstellung eine Länge von 86,6 Kilometer haben.

In der Stadt existiert heute kein leistungsfähiges öffentliches Verkehrssystem mit hoher Kapazität, wie eine U-Bahn, Stadtbahn oder Straßenbahn, das die Straße entlasten würde. Die Hauptlast des Öffentliche Personennahverkehrs (ÖPNV) wird von dieselbetriebenen Omnibussen bewältigt. Das Bus- und Minibusnetz ist gut ausgebaut, die Fahrzeuge sind jedoch meist überfüllt. Ein weiteres Verkehrsmittel sind die zahlreichen Taxis, die aber während des Ramadan meist nur tagsüber fahren. Außerdem gibt es Autorikschas.

Karatschi sieht sich einem schweren Verkehrskollaps gegenüber. Die Anzahl der Autos ist zu groß für die Straßen. Das macht das Fahren in der Stadt gefährlich und verursacht hohe Zeitverluste in Folge von Staus. Viele innerstädtische Straßen sind in schlechtem Zustand, was das Verkehrsproblem nur noch vergrößert. Die Luftverschmutzung in Folge von Auto- und Industrieabgasen ist sehr hoch.


Abbildungsindex Karachi

Karachi

Laden in Karachi

Demonstration in Karachi

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Hochstraße in Kimari Aladdin Park Verkehr in Karachi das Öltankerunglück der „Tasman Spirit“ im Jahr 2003

Benazir Bhutto, Politikerin, † 27. Dezember 2007

Mazar-e-Quaid, Mausoleum des Begründers von Pakistan, Mohammed Ali Jinnah (1876-1948)


17 : 00 omsk almaty taschkent Nowosibirsk rangun + 30‘ Dhaka


17 : 00 Almaty 2494 km Dhaka 17 : 00


Almaty


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Almaty


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Abbildungsindex Almaty

Almaty mit Tian-Schan– Transili-Alatau-Gebirge am Horizont

Verkäuferin auf dem Barakholka Markt

das große Eisstadium Medeo bei Almaty

kyrillischer Schriftzug auf dem Zelyony Bazar


Almaty liegt am Nordfuß des nördlichsten Gebirgszuges des Tian-Schan – TransiliAlatau (russ. Zailijskij-Alatau, dessen nur schwer überwindliche Bergketten mit Gletschern vom Pik Talgar (5.017 m. ü. NN.), der von fast überall in der Stadt zu sehen ist, gekrönt werden. Der größte Berg innerhalb des Stadtterritoriums heißt Kok-Töbe und ist 1.070 Meter hoch. Zudem befinden sich in der Umgebung von Almaty etwa 300 Gletscher, von denen der Korshnewskogound Tujuks-Gletscher die größten sind.

Almaty (kasachisch Алматы/Almaty, in der neuen inoffiziellen Lateinschrift Almatı; 1867 bis 1921 russ. Верный/Werny, 1921 bis 1994 Alma-Ata – von kasachisch „алма“/alma (Apfel) und „ата“/ata (Großvater)) ist die ehemalige Hauptstadt Kasachstans und mit 1,35 Mio. Einwohnern die größte Stadt dieses Staates. Sie liegt im Südosten Kasachstans unweit der Grenze zu Kirgisistan.

/Almaty/

Nationalitäten: (2003) Kasachen: Russen Uiguren Tataren Koreaner Ukrainer Deutsche 43,6 % 40,2 % 5,7 % 2,1 % 1,8 % 1,7 % 0,7 %

Traditionell leben im Umkreis von Almaty die Kasachen des Älteren Shus, Sippe Dshany des Stammes Dulat bzw. Sippen Tschibyl und Aikym des Stammes Schapraschty. In der Stadt selber ist die Stammeszugehörigkeit der kasachischen Bevölkerung höchst unterschiedlich, teilweise gar nicht ermittelbar.

Die Stadt umgeben zahlreiche blühende Gärten (vor allem natürlich Apfelbaumgärten); Obst-, Getreide-, Tabak- und Melonenplantagen; Weinberge. Im Gebirgsvorland existieren Haine von Aprikosen, Weißdorn und Wildapfel. Etwas höher beginnen stammdichte Nadelwälder, Alpenwiesen und schließlich die schneebedeckten Eisgipfel. Auch das Tierreich um Almaty ist sehr reich. Außer den üblichen Nagetieren leben in den Bergwäldern Bären, große Katzen wie Luchse, sowie das Wappentier der Stadt, der Schneeleopard. Den Tian-Schan bewohnen zudem Bergziegen und -schafe (Arhare). In den Steppenregionen trifft man häufig auf Wölfe und Füchse.

Bis 1997 war Almaty Hauptstadt Kasachstans und des gleichnamigen Gebiets. Jetzt allerdings ist sie keines von beidem, denn die Landeshauptstadt wurde nach Akmola (heute Astana) und die Gebietshauptstadt nach Taldyqorghan verlegt. Obwohl das Gebiet immer noch „Almaty Oblysy“ heißt, ist Almaty kein Teil davon. Sie ist eine autonome „Stadt mit Sonderstatus“, von denen es in Kasachstan noch zwei weitere gibt – Astana und Baikonur.

Im Jahre 1993 wurde die Stadt erneut umbenannt, in Almaty, das heißt Stadt der Äpfel oder der Apfelbäume.

Von den modernen Erholungsparks nach dem Muster von Disneyland gibt es in Almaty noch drei weitere: „Phantasiepark Ajja“, Park „Bobek“ und Park „Family“. Tierliebhaber können im großen Zoo von Almaty Elefanten, Nilpferde, Krokodile, sowie viele andere Tierarten beobachten. Allerdings bewegt sich der Zoo nach westlichem Verständnis auf einem niedrigen Niveau: Viele der Tiere sind in viel zu kleine Gehege und Käfige eingepfercht, werden ununterbrochen von den Besuchern mit ungeeigneter Nahrung versorgt und zeigen erhebliche Verhaltensstörungen.

Das im Gebirge Tian-Schan liegende Teilgebirge Transili-Alatau (Zalij-Alatau) ist eine Sehenswürdigkeit an sich. Unweit der Stadt liegt „Medeo“- das höchstgelegene (1691 Meter) und eines der größten Eisstadien der Erde, in dem etwa 120 Weltrekorde im Eisschnelllauf erzielt wurden. Bekannt ist auch der Schymbulak–Skikomplex mit Skipisten und einer langen Seilbahn. Die Anlage ist aber mittlerweile renovierungsbedürftig.


/Dhaka/ Dhaka ist die Hauptstadt Bangladeschs und mit 6.080.671 Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 11.490.872 in der Agglomeration (Stand 1. Januar 2005) vor Chittagong und Khulna die größte Stadt des Landes.

Dhaka liegt am Fluss Buriganga. Die Stadt liegt nur etwa sechs Meter über dem Meeresspiegel. Es herrscht tropisches Klima; während des Monsuns von Mai bis September können die stürmischen Regenschauer zum Zusammenbruch der Kanalisation führen und Überschwemmungen großen Ausmaßes verursachen. So standen im Sommer 2004 nach gewaltigen Monsunregenfällen 40 Prozent Dhakas unter Wasser.

Jatiya Sangsad Bhaban: Haus der Nationalversammlung, entworfen von dem US-amerikanischen Architekten Louis Kahn, gilt als eines der größten Parlamentsgebäude der Welt.

Dhaka liegt an einem Seitenarm des Flusses Dhaleswari im Herzen der größten Jute-Anbauregion der Welt.

Die Stadt scheint nie still zu stehen, ständig zu pulsieren und zu atmen. Alles und jeder führt den ruhelosen Kampf ums Dasein in einem der ärmsten Länder der Erde, in dem sich viele ihr Glück in der Hauptstadt versprechen. Allein 600.000 Rikshas machen diesen Ort zu einem Gewimmel aus Krach, Farben und Geheimnissen. Die Straßen sind die ökonomischen, politischen und sozialen Adern der Stadt und alles Leben spielt sich hier ab.

Heute leben in der Hauptstadt Dhaka rund 13 Millionen Menschen. (1950 hatte die Stadt 410.000 Einwohner, 1980 hatte die Stadt über 3 Millionen). Dhaka ist weltweit die elftgrößte urbane Agglomeration. Im Jahr 2015 wird Dhaka knapp 17 Millionen Einwohner zählen. Seit den 1960er Jahren erlebt die Stadt, vor allem durch Zuzug vom Land, ein ungebremstes Wachstum. 30 bis 40 Prozent der Einwohner leben in Elendsvierteln. Mit rund 400 Euro liegt in der Hauptstadt das jährliche Durchschnittseinkommen pro Kopf über dem im Rest des Landes.


Abbildungsindex Dhaka

Dhaka, der Hafen

Dhaka hat rund 12 Millionen Einwohner

Bäuerin trennt Jutefasern von Halmen

aus Jute hergestellte Teppiche

Epitaph auf dem Grab von Abul Barkat, Sprachaktivist, getötet während der Sprachen-Bewegung von 1952


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Krasnojarsk

tradtionelle sibirische Holzhäuser

1 Kommunalny Brücke 2 Vantovyjj Brücke 3 Kommunalny Brücke 4 Oktjabr‘skijj Brücke

der zugefrorene Jenissei

Eisbader am Jenissei

der Jenissei


Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in Krasnojarsk 40.000 Menschen, heute über 900.000. Durch Evakuierung der Zivilbevölkerung aus dem Westen der Sowjetunion während des Krieges und durch die politische Verbannung wuchs die Stadt. Zwischen 1938 und 1956 wurden in das westsibirische Gebiet Krasnojarsk eine Million Menschen deportiert und zur Zwangsarbeit eingesetzt.

Krasnojarsk (russisch Красноярск) ist eine Stadt in Russland am Jenissei sowie an der Transsibirischen Eisenbahn. Mit 937.200 Einwohnern (2008) ist Krasnojarsk die drittgrößte Stadt Sibiriens nach Nowosibirsk und Omsk. Sie ist die Hauptstadt der Region Krasnojarsk und ca. 4100 km östlich von Moskau gelegen.

Der Prospekt Mira ist die Haupteinkaufsstraße der Krasnojarsker Bewohner. Sie wurde fünfmal umbenannt: Zuerst hieß sie Große Straße, dann Woskressenskaja-Straße – nach dem Namen der ersten steinernen drei-stöckigen Woskressenskaja-Kirche, die auf der Strelka in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg war sie die Sowjetische Straße, später hatte sie den Namen StalinProspekt und heute Prospekt Mira („Allee des Friedens“).

/Krasnojarsk/

Kirowski Leninski Oktjabrski Sowjetski Swerdlowski Zentralny Schelesnodoroschny

Die Stadt ist in sieben Stadtteile (sogenannte Rajons) gegliedert:

In der Umgebung von Krasnojarsk sind Überreste eines Mammuts entdeckt worden, die mindestens 12.000 Jahre alt sind. Die Fragmente des Mammutskeletts entdeckten Arbeiter auf dem Gelände des zentralen städtischen Friedhofes. Bislang hatte man Mammutreste nur im russischen Hohen Norden z.B. bei UstPort gefunden.

Nahe der Stadt Krasnojarsk liegt einer der größten unterirdischen Industriekomplexe der Welt, das „Bergbau- und Chemiekombinat“ Schelesnogorsk (früher Krasnojarsk-26), ein früher streng geheimes und bis heute von der Außenwelt abgeschirmter Betrieb, in dem seit seiner Gründung in den 1950er-Jahren unter anderem in drei Plutonium-Reaktoren Material für das russische Kernwaffenprogramm erzeugt wurde.


Vom 12. bis 14. Mai 1998 kam es in Jakarta und im ganzen Land zu den schwersten Unruhen seit dem missglückten kommunistischen Putschversuch im Jahre 1965, und stürzten das Land zum Teil in Chaos und Anarchie. Angehörige der Spezialeinheit KOPASSUS entführten und töteten mehrere Anhänger der Demokratiebewegung in der Stadt und lösten somit die Unruhen aus. Zehntausende Menschen zogen plündernd durch die Straßen, zündeten Häuser und Autos an, zahlreiche chinesische Frauen wurden vergewaltigt. Das „Volunteers Team for Humanity“ dokumentierte 152 Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe, 20 der Opfer starben. Nach Angaben der offiziellen Staatskommission für Menschenrechte Komnas HAM forderten die Unruhen in Jakarta 1.188 Menschenleben und 101 Verletzte. Nur ein kleiner Teil der Opfer gehörte zur chinesischen Minderheit. Die meisten Toten waren Plünderer, die in den brennenden Gebäuden eingeschlossen wurden. Am 21. Mai 1998 trat Suharto als Präsident des Landes zurück.

Stadtplaner gehen davon aus, dass bis 2020 eine neue Riesenstadt Jabotabek mit 25 Millionen Menschen entstanden sein wird. Jabotabek ist aus den Anfangsbuchstaben der Städte Jakarta, Bogor, Tangerang und Bekasi zusammengesetzt, die dann in etwa die Grenzen der neuen Metropole bilden werden.

/Jakarta/ Der geologische Aufbau der Insel Java, auf der Jakarta liegt, ist hauptsächlich durch das vulkanische Material bestimmt. Nur ein geringer Teil der Fläche besteht aus älteren Gesteinen, mehr als zwei Drittel sind von vulkanischen Ablagerungen bedeckt: Aschen, Tuffen und Lava jüngerer und älterer Ausbrüche. Der übrige Teil besteht aus tertiären Sedimenten.

Die Einwohnerzahl Jakartas ist von etwa 600.000 im Jahre 1945 auf 8,6 Millionen im Jahre 2008 angewachsen. Dieser drastische Bevölkerungszuwachs hat in Teilen der Stadt zu Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, einer Zunahme des Verkehrs und hoher Umweltverschmutzung geführt. Um ein weiteres Ansteigen der Einwohnerzahl zu verhindern, haben die Verantwortlichen der Stadtverwaltung im Jahre 1970 eine Zuzugsbeschränkung erlassen, gemäß der nur noch Personen mit Arbeitsstelle nach Jakarta ziehen dürfen. Auch durch die eng gezogenen Stadtgrenzen ist die Bevölkerungszunahme inzwischen deutlich abgeschwächt, diese findet überwiegend in den unzähligen Vororten statt, die inzwischen 10,0 Millionen Einwohner aufweisen. In der Metropolregion Jakarta leben 2008 insgesamt 18,6 Millionen Menschen.

In den folgenden Jahren kam es zu mehreren Bombenanschlägen in der indonesischen Hauptstadt. Eine Bombenexplosion vor der Residenz des philippinischen Botschafters am

1. August 2000 forderte zwei Tote und 23 Verletzte, darunter auch der Diplomat. Am 13. September 2000 detonierte in einer Tiefgarage der Börse in Jakarta eine Autobombe und löste einen Brand aus. 15 Menschen wurden getötet und 27 verletzt. Die Polizei nimmt an, dass die Täter aus dem Umfeld von Suharto kommen und der Anschlag das Ziel hatte das Korruptionsverfahren gegen den früheren Präsidenten zu stören. Da sich in dem Gebäude ein Büro der Weltbank befand, wird aber auch internationaler Terrorismus nicht ausgeschlossen. Bei einem Sprengstoffanschlag auf das JW Marriott Hotel am 5. August 2003 starben zwölf Menschen. Es gab ungefähr 150 Verletzte. Die Polizei vermutet einen Selbstmordattentäter der Islamistengruppe Jemaah Islamiyah hinter dem Anschlag. Mehrere Verdächtige wurden nur Tage später festgenommen. Die australische Botschaft war ein Jahr später, am 9. September 2004, Schauplatz eines Terroranschlages, bei dem insgesamt elf Menschen ihr Leben verloren, den Selbstmordattentäter mitgerechnet, und 168 Menschen verletzt wurden. Auch hier war nach verschiedenen Angaben die Gruppe Jemaah Islamiyah verantwortlich.

Durch die starke Belastung der Straßen mit Autos und Mopeds kommt es zum täglichen Stau, der nicht nur die Fortbewegung erschwert und zu erhöhter Luftverschmutzung durch Abgase führt, sondern auch andere Probleme verschärft: so kann in der Hauptstadt der Müll schon deshalb nicht effizient entsorgt werden, weil die Müllfahrzeuge die meiste Zeit im Stau stehen. Die Staubildung wird in Jakarta auch durch die fehlende Verkehrsmoral, insbesondere der öffentlichen Busse und Mofas gesteigert. Die kleineren Busse lassen ihre Fahrgäste an allen Stellen ein- und aussteigen. Dazu werden alle Fahrbahnränder, aber auch die Mitte der Fahrbahn genutzt. Fahrzeuge nutzen nicht die vorgesehenen Fahrstreifen, wechseln häufig ohne Ankündigung die Fahrspuren, halten keinen Seiten- und Sicherheitsabstand, biegen über mehrere Fahrspuren ab. Unfälle sind keine Seltenheit. Eine Unfallregulierung findet meist nicht statt.

Der Botanische Garten in Bogor, in der Nähe von Jakarta, ist Sitz vieler internationaler Forschungsinstitute. Er wurde am 18. Mai 1817 von Caspar Georg Carl Reinwardt (1773–1854) aus Lüttringhausen gegründet und enthält heute eine Sammlung von über 3.000 Pflanzenarten, darunter unter anderem über 200 Palmenarten und 883 Orchideenarten. Berühmt ist die Titanenwurz (Amorphophallus titanum), ein Aronstabgewächs mit einem über zwei Meter hohen Blütenstand. Der Botanische Garten ist ein beliebtes und lohnendes Ausflugsziel in einer ruhigen und angenehmen Umgebung.


Abbildungsindex Jakarta

Jakarta

Slums

Autobahnen in Jakarta

während des Monsums kommt es immer wieder zu Überschwemmungen

es gibt zahlreiche Taxis in Jakarta

hölzerne Slum-Häuser über dem Wasser des Ciliwung Flusses gebaut

Demonstration muslimischer Frauen


Abbildungsindex Jakarta

Jakarta

Slums

Autobahnen in Jakarta

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während des Monsums kommt es immer wieder zu Überschwemmungen

Demonstration muslimischer Frauen

es gibt zahlreiche Taxis in Jakarta

hölzerne Slum-Häuser über dem Wasser des Ciliwung Flusses gebaut


Abbildungsindex Jakarta

Jakarta

Slums

Autobahnen in Jakarta

während des Monsums kommt es immer wieder zu Überschwemmungen

es gibt zahlreiche Taxis in Jakarta

hölzerne Slum-Häuser über dem Wasser des Ciliwung Flusses gebaut

Demonstration muslimischer Frauen


19 : 00 Irkutsk Ulan-Bator Peking Shanghai Manila Perth HongKong Kuala Lumpur Singapur


19 : 00 Ulan-Bator 8880 km Perth 19 : 00


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die k채lteste Hauptstadt der Welt


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die abgelegenste GroĂ&#x;stadt der Welt


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die k채lteste Hauptstadt der Welt Ulan-Bator

mongolische Landschaft mit Felsen

Pferderennen sind ein Teil des traditionellen Nationalfestes Naadam

ein mongolischer Reiter

Luftaufnahme von Jurtensiedlung am Standrand von Ulan-Bator


Zentrum der Stadt ist der SüchbaatarPlatz, der nach dem mongolischen Revolutionär benannt wurde, von dem sich auch der Namen der Stadt ableitet. In der Stadt gibt es verschiedene Zeugnisse des Lamaismus, beispielsweise das Gandan-Kloster und den Palast des Oberhaupts des tibetischen Buddhismus in der Mongolei, des Bogd Gegeen Khan, als dessen Sitz die Stadt auch einst gegründet wurde. Das Gandan-Kloster liegt westlich des Stadtzentrums. Es ist für seine 26 Meter hohe Statue der Göttin Janraisig (Sanskrit: Avalokiteshvara) berühmt und das größte Kloster der Mongolei. In seiner nachrevolutionären Geschichte mussten die Mönche des Klosters Repression und Unterdrückung überstehen, als in den 1930er-Jahren – ähnlich wie in der Sowjetunion – Gläubige verfolgt wurden. 1938 hatten sowjetische Truppen die Statue demontiert und eingeschmolzen. Die buddhistische Gemeinde ließ nach 1990 mit umgerechnet fünf Millionen Dollar Spenden eine neue vergoldete Janraisig errichten. Für den Dalai Lama, das eigentliche Oberhaupt des Klosters, wurde ein Thronsessel neu erbaut.

Ulaanbaatar (mongolisch Улаанбаатар; zu Deutsch „roter Held“; deutsch auch nach dem russischen Namen Ulan-Bator) ist die Hauptstadt der Mongolei mit 1.044.500 Einwohnern[1] (39 % aller Einwohner der Mongolei). Das Verwaltungsgebiet von Ulaanbaatar hat eine Fläche von 4.704,4 Quadratkilometern und ist damit etwa doppelt so groß wie das Saarland.

Ulaanbaatar ist eine Stadt zwischen Moderne und Tradition. Einmal im Jahr, am 11. Juli, findet das größte Volksfest des Landes, Naadam, statt. Hierzu kommen die Männer von allen Landesteilen, um sich miteinander im Wettkampf beim Ringen, Reiten und Bogenschießen zu messen.

/Ulan-Bator/

Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von -2 °C gilt sie als die kälteste Hauptstadt der Welt. Das liegt vor allem an den extrem kalten Wintermonaten mit Temperaturen von durchschnittlich -17 bis -21 °C (tagsüber -10 bis -15 °C, nachts um -25 °C). Im Sommer wird es hingegen mit Durchschnittswerten von 15 bis 17 °C recht warm (tagsüber rund 20 °C, nachts 10 °C), im Hochsommer bis 30 °C.

Das „Kamel-Museum“ beherbergt 250 Ausstellungsstücke rund um das Baktrische Kamel.

Im allgemeinen ist das Gesundheitswesen der Mongolei staatlich geregelt. Jeder offiziell erwerbstätige Mongole zahlt in eine staatliche Pflichtversicherung ein, die Medizinversorgung ist für alle Mongolen kostenfrei. Das Gesundheitswesen ist im Vergleich zum Westen mit einem geringen Budget ausgestattet und wird in vielen Bereichen aus dem Ausland unterstützt. Die Tibetische Medizin ist in einigen Regionen verbreitet und kann an der buddhistischen Universität, auch von Ausländern, als Lehrfach belegt werden.

Nach wie vor ziehen während der Sommermonate Familien als traditionelle Nomaden aufs Land und leben nur in der kalten Jahreszeit in der Stadt.

In der Stadt bündelt sich das mongolische Straßen- und Flugnetz, auch die Transmongolische Eisenbahn wurde durch Ulaanbaatar geführt. Sie verbindet die Stadt mit der Transsibirischen Eisenbahn und dem chinesischen Bahnnetz. Es gibt direkte Züge nach Moskau und nach Peking


/Perth/ Perth wurde am 12. August 1829 am Swan River nahe dessen Mündung in den Indischen Ozean von Captain James Stirling gegründet, mit dem Ziel, die Franzosen von der Besiedlung des australischen Westens abzuhalten. Die offizielle Gründung von Perth war im Jahre 1856.

Als „Seele der Stadt“ bezeichnen die Bürger von Perth den Kings Park, ein 400 Hektar großes Gelände am Rande der City, das zu einem Großteil noch aus ursprünglichem australischen Buschland besteht. Den südlichen Teil des Parks nimmt der Botanische Garten ein. Von der Höhe des Parks hat man auch einen guten Blick auf den Swan River, der sich an dieser Stelle zu einem See erweitert, und auf die modernen Glasund Betonbauten an seinem Ufer. Sie sind ein Resultat des westaustralischen Bodenschatz-Booms. Dabei musste manches alte Gebäude den modernen Bauten weichen. Perth, schon 1829 von britischen Siedlern gegründet, verlor dadurch viel von seinem Charme, obwohl es noch immer schöne alte Gebäude wie etwa das Government House (1864), die Deanery (1859), die Town Hall (1867) oder das His Majesty’s Theatre (1904) gibt. Der älteste Park ist Stirling Gardens (1845), das älteste Gebäude ist das Old Courthouse (1836). Das größte Gebäude in Perth ist das Hochhaus Central Park mit 226 Metern und 51 Etagen, dicht gefolgt vom Bank WestGebäude mit 214 m und 52 Etagen.

Perth ist die abgeschiedenste Großstadt der Erde. Die nächstliegende größere Stadt Adelaide liegt 2.845 km entfernt. Perth liegt weiter von Sydney entfernt als von Jakarta.

Perth ist eine Metropole des Segel- und Wassersports. Die Wassertemperatur des Indischen Ozeans ist aufgrund einer Meeresströmung, die von der Antarktis kommt, relativ niedrig und liegt beständig bei 20 bis 22 °C.

Das Gebiet der drittgrößten australischen Metropole hat mittlerweile die Größe von 5.400 km² überschritten und erstreckt sich von den Stränden am Indischen Ozean ostwärts bis zu den Ausläufern der Darling Range. Das Zentrum liegt etwa 10 km Luftlinie vom Indischen Ozean entfernt im Binnenland. Die City liegt dort, wo der Swan River sich zu einem See ausdehnt.


Abbildungsindex Perth

die abgelegenste Großstadt der Welt Perth

Perth ist eine Metropole des Segel- und Wassersports

„Pinnacles“ im NambungNationalpark bei Perth

Luftaufnahme von Perth


Abbildungsindex Perth

die abgelegenste Großstadt der Welt Perth

„Pinnacles“ im NambungNationalpark bei Perth

Luftaufnahme von Perth

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Abbildungsindex Perth

die abgelegenste Großstadt der Welt Perth

Perth ist eine Metropole des Segel- und Wassersports

„Pinnacles“ im NambungNationalpark bei Perth

Luftaufnahme von Perth


20 : 00 Jakutsk PjรถngJang Tokyo Seoul


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StraĂ&#x;enschild nach Jakutsk

der Winter in Jakutsk fordert dicke Kleidung

Turm des Ostrogs (2002 abgebrannt)


Die Stadt entstand Mitte des 17. Jahrhunderts aus einem Ostrog, also einer von einem Palisadenzaun umgebenen Siedlung, wie sie im Zuge der russischen Eroberung Sibiriens vielerorts gegründet wurden. Dieser Ostrog wurde 1632 auf der rechten Seite der Lena errichtet und 1643 auf die linke verlegt.

Die Stadt Jakutsk (russisch Якутск, jakutisch Djokuuskaj (Дьокуускай)) hat rund 245.600 Einwohner (2007) und ist Hauptstadt der Teilrepublik Sacha (auch Jakutien genannt) im russischen Föderationskreis Fernost. Sie liegt am Fluss Lena und ist im Winter die kälteste Großstadt weltweit. Die Stadt ist nicht weit entfernt von Oimjakon, dem Kältepol der bewohnten Gebiete der Erde.

Jakutsk ist die Hauptstadt Jakutiens und liegt am Fluss Lena. Die Entfernung nach Moskau beträgt knapp 4900 Kilometer (Luftlinie) und die Zeitverschiebung sechs Stunden.

/Jakutsk/

Seit seiner Gründung war Jakutsk der Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Expeditionen zur Erkundung Sibiriens. In deren Verlauf weilten in der Stadt unter anderem Semjon Deschnjow, Vitus Bering und Ferdinand von Wrangel.

Das Permafrost-Institut von Jakutsk ist das einzige Institut der Welt, das sich nur mit der Erforschung des Permafrosts beschäftigt und für die unter diesen Bedingungen lebenden Menschen Lösungen für ihre vielfältigen Probleme erarbeitet.

Die extremen klimatischen Bedingungen bedeuten in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. So müssen etwa die meisten Häuser auf Betonstelzen gebaut werden, damit sie den darunterliegenden Permafrostboden nicht durch Auftauung destabilisieren. Um Trinkwasser aus Grundwasser zu gewinnen, müssen Brunnen gebohrt werden, die die hunderte Meter dicke Permafrostschicht durchbrechen. Das Wasser wird heute aber hauptsächlich der Lena entnommen. Viele Motoren laufen im Winter ununterbrochen, da sie ansonsten von der Kälte kaputt gingen oder am Morgen bei Temperaturen von unter -50°C nicht mehr anspringen würden. Schulfrei gibt es erst unterhalb von -50°C.

Die Anbindung ans russische Straßennetz besteht nur mit Unterbrechungen, da die Fernstraße M56 von Newer über Tynda am rechten Ufer der Lena ankommt (Siedlung Nischni Bestjach), die Stadt jedoch links der Lena liegt. Der Verkehr läuft im Sommer mit Fähren, im Winter über das Eis. Im Frühjahr und im Herbst ist jedoch eine Überquerung des Flusses zwischenzeitlich je nach Eissituation nicht möglich. In dieser Zeit ist Jakutsk nur über den Flughafen (YKS) erreichbar.


/Tokyo/ Tokio (auch: Tokyo, jap. 東京) liegt in der Kanto-Region im Osten der Insel Honshū in Japan. Seit 1603, dem Beginn des Tokugawa-Shogunates, ist das ehemals unbedeutende Fischerdorf Edo das Zentrum der Politik und Verwaltung des Landes. Seit 1868 ist Tokio auch offizielle Hauptstadt Japans und mit dem Kaiserpalast Tokio Sitz des Tenno.

Tokio liegt in einer der aktivsten Erdbebenzonen der Welt. Kleine Erdbeben sind in der Stadt nichts Außergewöhnliches. Während der sehr aktiven Phasen können kleine, bemerkbare Erdbeben fast täglich auftreten. Trotz aller Anstrengungen ist den Wissenschaftlern eine wirksame Erdbebenvorhersage bisher noch nicht gelungen.

Im Zweiten Weltkrieg begannen die Vereinigten Staaten am 24. November 1944 mit der Bombardierung Tokios, und auch am 25. Februar und am 10. März 1945 flogen amerikanische Bomber schwere Luftangriffe. Ganze Stadtteile mit in traditioneller Holzbauweise errichteten Gebäuden wurden ein Raub der Flammen, über 100.000 Menschen starben. Auch der historische Kaiserpalast wurde vernichtet.

Tokio ist heutzutage eine der schnelllebigsten und modernsten Großstädte der Welt und kreiert einerseits in vielen Bereichen wie beispielsweise Mode und Unterhaltungselektronik ständig neue Trends, ist aber andererseits auch eng mit der japanischen Tradition verbunden.

Jährlich Anfang April öffnen sich in Tokio die Kirschblüten (sakura no hana). Sie symbolisieren Schönheit, Perfektion, aber auch Vergänglichkeit auf der Höhe des Ruhmes. Die Menschen in Japan verehren die blassrosa Pracht deshalb als Sinnbild für ein kurzes, aber erfülltes Leben. Die Kirschblüte ist auch die offizielle Pflanze von Tokio. In den etwa zwei Wochen, in denen die Kirschen in der Stadt blühen, treffen sich Japaner zum Picknick (Hanami, wörtlich Blütenschau) in den Parks mit Freunden, Kollegen und Familie. Die Kirschblüte ist auch ein Anlass, zu für ihre Kirschblüte besonders berühmten Parks und Gegenden zu reisen oder bekannte Sehenswürdigkeiten neu zu erleben. Berühmt für ihre Kirschblüten sind der Ueno-Park und der Park des Kaiserpalasts.

Wie archäologische Funde belegen, war das Stadtgebiet schon in der Steinzeit besiedelt. Ursprünglich war Tokio unter seinem früheren Namen Edo ein kleiner Fischereihafen. Um das Jahr 1457 ließ der damalige Daimyō Ota Dokan nahe dem Dorf eine Burg bauen. Die Siedlung erlangte erst 1590 Bedeutung, als sie in den Besitz des Shōgun Tokugawa Ieyasu (1543–1616) überging.

Weil der Platz knapp ist, liegen einige Fahrschulen auf Dächern. Die älteste, im Norden Tokios, seit 1966 auf einem („Ito-Yokado“) Supermarkt, führt dort 35 Autos, je mit Fahrlehrer, auf imitierten Kreuzungen und Zebrastreifen. Der Motorrad-Unterricht wurde wegen Absturzgefahr gestrichen. Die Idee haben längst auch andere japanische Städte aufgegriffen.


Abbildungsindex Tokyo

Tokyo

bl체hende Kirschb채ume in Tokyo

Stauanzeigeschild

Erdbebenschutzkleidung f체r Kinder

traditionelle japanische Holzh채userarchitektur


21 : 00 Chabarowsk Wladiwostok Sydney Canberra Melbourne


642 km

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22:00 Magadan Sachalin


Der fliegende Sozialist Die Schlagzeilen in der Sonderausgabe des Neuen Deutschland konnten gar nicht groß genug sein, die Aktuelle Kamera meldete sich alle halbe Stunde aus dem „Kosmos-Studio“. Die DDR jubelte, die SED triumphierte. Schließlich hatte der Sozialismus endlich einmal bewiesen, dass er dem Westen überlegen ist. Der Himmel war nicht mehr blau, sondern rot, und der Genosse Sigmund Jähn wurde über Nacht berühmt. Schließlich war der NVA-Offizier am 26. August 1978 der erste Deutsche, der an Bord einer russischen Weltraumrakete ins All flog und in der Raumstation Sojus 6 innerhalb von acht Tagen insgesamt 125 Mal die Erde umkreiste. Auch 30 Jahre später kann Sigmund Jähn noch über den „wunderschönen blauen Glanz“ der Erde schwärmen. Er plaudert gerne von den Experimenten an Bord und über die russische Seele. Doch über den anderen Teil seiner Geschichte mag der mittlerweile 71-jährige Rentner mit den schneeweißen Haaren nicht mehr reden. „Ich mag die Fragen nicht“, sagt Sigmund Jähn dann und winkt ab. Denn der zweite Teil der Geschichte handelt von Politik und vom Kalten Krieg. Von dem deutsch-deutschen Wettlauf ins All, den vor 30 Jahren die DDR gewann, und von einer Propaganda-Schlacht. Die SED bejubelte ihren sozialistischen Helden, die Genossen reihten ihn ein unter Geistesgrößen wie Leibnitz, Humboldt oder Einstein. Sie überhäufte ihn mit Orden und reichte ihn auf Empfängen herum. Der Osten überhöhte den Sohn der Arbeiterklasse, im Westen hingegen wurde er verhöhnt. Dort sah man nur die Propagandashow und verkannte die technische und die menschliche Leistung. Die deutsch-deutsche Welt stand Kopf. Denn aus dem DDR-Bürger Jähn machte die SED, die alles Deutsche zuvor aus ihrer Propaganda verbannt hatte, wieder einen „Deutschen“. In den Westmedien hingegen, die sonst gerne die Fahne der Wiedervereinigung hochhielten, schrumpfte Jähn zu einem „Sachsen im Weltall“ oder gar verächtlich zum „Mitesser auf der RussenRakete“. Erst fünf Jahre später feierte die Bundesrepublik Ulf Merbold als ihren ersten Deutschen im All. Die gespaltene Wahrnehmung wirkt nach. Im Westen kennen Sigmund Jähn heute nur Experten, im Osten hingegen wird das einst bekannteste Gesicht des Sozialismus immer noch auf der Straße erkannt. Und noch heute ärgert sich der einstige Kosmonaut darüber, wenn in Büchern von westdeutschen Autoren nicht er, sondern Merbold als erster Deutscher im All genannt wird. Aus Sicht der SED war Sigmund Jähn ein nahezu idealer Held. Als Sohn eines Sägewerkarbeiters war dieser unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in Vogtland aufgewachsen. Er glaubte an den Sozialismus und wurde

Mitglied der Partei. Er wollte sich seinen Traum vom Fliegen erfüllen und ging deshalb 1955 als 18-Jähriger zur kasernierten Volkspolizei, dem Vorläufer der NVA. Jähn flog dort Kampfjets, stieg zum Generalmajor auf, und als er das Angebot erhielt, mit einer sowjetischen Raumkapsel ins All zu fliegen, da konnte Jähn „einfach nicht widerstehen“. Sigmund Jähn bedankte sich artig. Er schwenkte die rote Fahne, lernte die Reden auswendig, die ihm das SED-Politbüro aufschrieb. Doch Jähn litt gleichzeitig, ihm war der Rummel um seine Person „eher peinlich“, er schämte sich für manche „schmierige Phrase“, die ihm von seinen Genossen vorgelegt wurde. Und wenn Jähn 30 Jahre später die Frage beantworten soll, warum er diese Inszenierung mitgemacht hat, dann sagt er zunächst, „Politik und Ideologie ist immer dabei, auch heute“. Doch gleichzeitig hat sich Jähn in der DDR in seine Rolle gefügt. Er habe als Offizier der NVA „auf dem Boden der DDR“ gestanden, Befehle ausführen müssen, sagt er und bringt es schließlich auf einen einfachen Nenner, „wer A sagt muss auch B sagen“. Doch jenseits der Propaganda stieß Jähn auch auf „echte Begeisterung“ und „wirkliches Interesse“. Viele DDR-Bürger jubeln ihm ehrlich zu. Wie im Westen war die Raumfahrt auch im Osten zu einer Projektionsfläche für Hoffnungen und Träume im Fortschrittsglauben der siebziger Jahre geworden. Der Kosmonaut wurde zu einer Identifikationsfigur. 1990 war dann allerdings Schluss. Die SED-PDS wollte ihn im Wendeherbst 1989 noch einmal nach ganz vorne schieben, als Beleg für die Erneuerung der Partei in den Vorstand wählen, doch da wollte Jähn nicht mehr: „Ich sollte wieder benutzt werden, da habe ich gesagt: ‚jetzt reicht´s‘.“ Jähn begann stattdessen eine zweite Karriere in der Raumfahrt, Moskau brauchte nach 1989 Geld, die westdeutsche und europäische Raumfahrt hingegen suchte nach Alternativen zum amerikanischen Spaceshuttle. Jähn zog zurück in das Kosmonautenausbildungszentrum im „Sternenstädtchen“ bei Moskau, wo er schon auf seinen Flug ins All vorbereitet worden war. Dort war er fortan der Kontaktmann zwischen der Deutschen Gesellschaft für Luft und Raumfahrt (DLR), der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) und der russischen Raumfahrtbehörde. Der einst verhöhnte Genosse Jähn wurde für den Westen zum Türöffner. Von Christoph Seils © ZEIT ONLINE 1.4.2009


Den Kosmos im Blick Schon von Weitem sieht man ein metallisches Ungetüm in der Sonne glitzern, halbrund und flachgedrückt wie ein Ufo. Hochtechnologie in einer lebensfeindlichen Wüste, wo kein Gras mehr wächst und sich kein Mensch freiwillig aufhält. In dieser unwirklichen Welt, in über 5000 Metern Höhe an der Westseite der chilenischen Anden, bauen Astronomen am größten Teleskop der Welt. Bislang steht lediglich das ufoförmige Technikgebäude. 66 mobile Parabolantennen sollen in den nächsten Jahren dazukommen. Zusammengeschaltet werden sie ein bis zu 16 Kilometer großes Observatorium ergeben. Es soll ein weitgehend unbekanntes Bild des Weltalls zeigen: kalte Gaswolken, bislang unsichtbare Planeten, uralte Strukturen – aufgenommen im Bereich zwischen Radiowellen und optischem Licht. Alma (Atacama Large Millimeter Array) heißt das Projekt, das Himmelsforscher aus Europa, Nordamerika und Japan gemeinsam vorantreiben. Luís Chaparro gefällt das Kürzel Alma, in seiner spanischen Muttersprache bedeutet es »Seele«. Der Ingenieur steht im soeben fertiggestellten Technikgebäude, für das er verantwortlich ist. Es riecht nach frischer Farbe, die Klimaanlage zeigt 13,3 Grad Celsius. Das Bauwerk zählt zu den höchstgelegenen der Erde, in ihm sollen künftig die Signale der einzelnen Antennen gesammelt und verarbeitet werden. Hier sitzt die Seele des Projekts. Wenn Chaparro durch die raumhohen, getönten Scheiben schaut, fällt sein Blick auf eine rötlich braune Marslandschaft, das Chajnantor-Plateau. Die von schroffen Vulkangipfeln eingerahmte Hochebene, auf der sich einst die Parabolspiegel drehen sollen, zieht sich in vielen Wellen hin. Kein Baum, kein Grasbüschel bietet Orientierung. Nur ein Andenfuchs streunt um die Zelte, die Arbeiter inmitten der Ödnis aufgebaut haben. Geschützt von den Zeltplanen, gießen sie die Fundamente für die künftigen Teleskope. »Trockenheit und Temperaturunterschiede sind unsere größten Probleme«, sagt Chaparro. Nebenan, im künftigen Konferenzraum des Technikgebäudes, ist vor wenigen Tagen eine Glasscheibe zersplittert. Der Temperatursprung von minus 30 Grad in der Nacht auf zehn Grad am Tag knackte das eigentlich robuste Material. Was Ingenieure plagt, lässt Astronomen jubeln. Letztere haben genau diese extremen Bedingungen gesucht: Die Strahlung im Submillimeterbereich, die das Riesenteleskop einfangen soll, reagiert extrem empfindlich auf Wasserdampf. Sie wird vom Dampf absorbiert. Je feuchter die Atmosphäre, desto schwächer die Himmelssignale. Von allen zuvor untersuchten Standorten, ob auf Hawaii, im Himalaya oder am Südpol, bietet das Chajnantor-Plateau die klarste und stabilste Luftqualität. 23 Stufen führen in den ersten Stock des Technikgebäudes. Für Tagesbesucher, die nicht an die Höhe gewöhnt sind, ist jede Stufe eine Belastung. Die Luft enthält hier nur etwa halb so viel Sauerstoff wie auf Meereshöhe. Das Atmen fällt schwer, das Blut pocht in den Schläfen. Deshalb misst Luís Chaparro die Sauerstoffsättigung im Blut seiner Gäste. Bereits am Fuße des Berges vollführte ein wortkarger chilenischer Sanitäter diese Prüfung. Jeder Gast musste unterschreiben, dass er mit allem rechnet, auch mit dem eigenen Tod. Und dass er dafür niemanden verantwortlich machen werde. 79 Prozent Sauerstoffsättigung zeigt Chaparros Messgerät an. Normal sind 95 bis 98 Prozent, Werte unter 80 gelten im Flachland

als Fall für den Notarzt. Hier oben hilft, falls nötig, der Griff zur tragbaren Sauerstoffflasche. Überall stehen neben den Schreibtischen die kleinen Atemhelfer. »Am liebsten hätten wir das ganze Gebäude unter Druck gesetzt – wie die Kabine eines Flugzeugs«, sagt Chaparro. Doch das wäre zu aufwendig gewesen. Jetzt wollen die Ingenieure den Anteil des Sauerstoffs an der dünnen Luft von 20 auf 28 Prozent erhöhen und so das Atmen erleichtern. Läuft in zwei bis drei Jahren alles wie geplant, sollen sich ohnehin nur noch zwei Menschen hier oben aufhalten – für Notfälle. Der Normalbetrieb wird vom Basislager aus kontrolliert, das 2100 Meter tiefer liegt. Wie ein brauner, etwas verworrener Faden schlängelt sich die Straße zwischen Plateau und Kontrollzentrum die Andenhänge hinab: Almas Lebensader, ein 28 Kilometer langer holpriger Highway. Über diesen eigens gebauten Weg sollen in diesem Jahr die ersten Antennen aufs Plateau geschleppt werden. Noch sind vor allem Baufahrzeuge unterwegs, die mächtige Staubfahnen hinter sich herziehen. Doch die Antennentransporter stehen schon bereit. Richard Hills klopft gegen einen der Reifen, der ihm fast bis zum Kinn reicht. »Das wird ein echter Schwertransport«, sagt der wissenschaftliche Leiter des Alma-Projekts. In seiner Stimme schwingt Anerkennung mit, nicht nur wegen der 28 Riesenreifen, auf denen die Transporter rollen. Die Schwerlaster können eine komplette Alma-Antenne auf ihre Ladefläche hieven. So ein Parabolspiegel wiegt stolze 115 Tonnen. Samt Zugmaschine dröhnen bei jeder Fahrt fast 250 Tonnen aufs Plateau. Vor allem die letzten Kilometer sind kritisch. »In der dünnen Luft büßen die Motoren etwa die Hälfte ihrer Leistung ein«, sagt Hills. Zwei Aggregate, jedes so stark wie ein Formel-1-Motor, sollen den Leistungsabfall kompensieren. Die in Deutschland gebauten Transporter »Lore« und »Otto« bewältigen maximal zehn Prozent Steigung. Damit es nicht steiler wird, wurde die Straße teils mehrere Meter tief in den Hang gegraben. Seltene Säulenkakteen, die unter Naturschutz standen, mussten weichen und verpflanzt werden. Tanklaster versprühen Salzwasser auf dem trockenen Untergrund, um die unbefestigte Piste noch härter zu machen – alles für Lore und Otto. Noch haben die beiden leichtes Spiel. Kurz vor Weihnachten 2008 ist die erste Antenne offiziell ans Alma-Projekt übergeben worden. Derzeit muss diese Antenne lediglich auf dem Betriebshof hin- und hergeschoben werden. Dabei sollte das Projekt eigentlich schon abgeschlossen sein. Als Mitte der neunziger Jahre die ersten Pläne entstanden, rechneten die Astronomen mit maximal zehn Jahren für Bau und Entwicklung. Doch schnell zeigte sich, dass Alma wungewöhnlich ist. Während Astronomen ihre bisherigen optischen Vorzeigeobjekte – das gut 300 Kilometer von Alma entfernte Very Large Telescope (VLT) der Europäer, das amerikanische Keck- oder das japanische Subaru-Teleskop (beide auf Hawaii) – in Alleingängen bauten, lässt sich Alma nur als riesiges Gemeinschaftsprojekt realisieren. Das führt zu entsprechenden Problemen und Verzögerungen. So konnten sich die Partner zum Beispiel nicht auf einen gemeinsamen Antennenhersteller einigen. Nun bauen eben drei Konsortien die 66 Parabolspiegel: ein europäisches unter französischer Leitung, ein amerikanisches, an dem das Bonner Max-PlanckInstitut für Radioastronomie beteiligt ist, und ein


japanisches. Jede Gruppe hat ihr eigenes Revier. Am weitesten sind die Japaner. Auf ihren Testständen stehen säuberlich aufgereiht bereits vier Parabolspiegel. Wie zu einer unhörbaren Musik können sie ein Antennenballett aufführen, sich um die eigene Achse drehen, die Schüssel heben und senken, mal synchron, mal als Solisten. Fast lautlos. »Wo es geht, verzichten wir auf mechanische Antriebe«, sagt Richard Hills. »Weder Staub noch Wetter sollen den Antennen etwas anhaben können.« Statt hakelnder Zahnräder bewegen Magnetspulen die Schüsseln – schneller und genauer als bei bisherigen Radioteleskopen. Auch für die Beschaffenheit der zwölf Meter großen Spiegel gelten höchste Ansprüche. Die Unebenheiten auf der Spiegeloberfläche dürfen 0,025 Millimeter nicht überschreiten. »Schließlich wollen wir mit Alma Dinge sehen, von denen wir bislang allenfalls zu träumen wagten«, sagt Hills. Die Wellenlängen (0,3 bis 10 Millimeter), für die die Antennen optimiert sind, entsprechen einer Strahlung, die hauptsächlich kühlere Objekte im Universum abgeben: junge Sterne, die sich gerade bilden, oder Planeten in deren Umgebung. Optische Teleskope, wie das mehr als 2000 Höhenmeter tiefer gelegene VLT, können diese Prozesse nicht sehen, weil sie sich in dichten Staub- und Gaswolken abspielen. Submillimeterstrahlen durchdringen die rotierenden Wolken dagegen problemlos; mit ihrer Hilfe lassen sich Temperatur, Dichte und Bewegungen in den kosmischen Kinderstuben messen. Die tiefgründigen Strahlen eröffnen zudem einen Blick auf die ältesten, am weitesten entfernten Objekte im Weltall. Richard Hills, ein ruhiger Brite mit dickem Bauch und dicker Brille, wird beim Gedanken daran ganz kribbelig. »Wir hoffen, bis zu zwölf Milliarden Jahre in der Zeit zurückschauen zu können.« Damit das gelingt, müssen die 66 Spiegel perfekt zusammenarbeiten. Nur so wird aus vielen Einzelantennen ein gewaltiges Teleskop mit bis zu 16 Kilometern Durchmesser. Das Zusammenspiel, von Astronomen Interferometrie genannt und bislang vor allem mit Radioteleskopen praktiziert, wird von einem Computerprogramm gesteuert. Es sucht in allen empfangenen Signalen nach ähnlichen Mustern und setzt diese in Relation zur räumlichen Entfernung der Antennen. Bei 66 Spiegeln ein enormer Aufwand: Um alle Daten verarbeiten zu können, fallen pro Sekunde 60 Billiarden Multiplikationen an. Nachdem alle Störgeräusche entfernt und die Daten komprimiert und aufbereitet sind, landen Sekunde für Sekunde 65 Megabyte auf den Festplatten der Astronomen.

Die Büros im Alma-Kontrollzentrum bieten mit ihren breiten Fensterfronten und dem Ausblick auf den Salzsee Salar de Atacama, wo in der Ferne Flamingos im Wasser waten, angenehme Arbeitsplätze. Dennoch werden sich nicht viele Astronomen in die chilenische Wüste verirren. »Alma ist kein Teleskop, bei dem man als Forscher vor Ort sein muss«, sagt Hills mit leichtem Bedauern. Beobachtungsaufträge werden via Internet erteilt, die Daten fließen auf dem gleichen Weg zurück. Im Kontrollzentrum sitzen nur die Teleskop-Operateure. Sie sollen sicherstellen, dass alles wie gewünscht funktioniert, möglichst rund um die Uhr. »Wir wollen das Teleskop 24 Stunden am Tag nutzen«, sagt Hills. Denn für den Bau und Betrieb von Alma (das 30 bis 50 Jahre lang laufen soll) werden derzeit Kosten von 800 Millionen Euro veranschlagt. Das soll sich durch möglichst viele Ergebnisse rentieren. Selbst im Winter darf das Teleskop nicht stillstehen, sogar wenn in der staubtrockenen Atacama-Wüste ein halber Meter Schnee fällt. In einem solchen Fall werden die eingeschneiten, aber hoffentlich nicht eingefrorenen Hightech-Schüsseln direkt auf die Sonne ausgerichtet – deren Strahlen sollen das Abtauen übernehmen. Ein extremer Ort macht notgedrungen erfinderisch. Dennoch kann sich Richard Hills keinen besseren Standort vorstellen. Okay, einen einzigen vielleicht. »Wenn wir so etwas wie Alma im Weltraum platzieren könnten, wäre das natürlich fantastisch«, sagt er und blickt in den blauen chilenischen Himmel. »Aber dort oben wäre es auch tausendmal teurer.« Von Alexander Stirn © DIE ZEIT, 05.02.2009 Nr. 07


«Ich will zum Mond » Thomas Reiter ist Deutschlands Vorzeigeastronaut. Kein anderer Landsmann war so lange im All wie er: Von September 1995 bis Februar 1996 arbeitete er an Bord der russischen Raumstation Mir und erst letzten September kehrte er von einer fast dreimonatigen Mission auf der Internationalen Raumstation (ISS) zurück. Jetzt, 50 Jahre, nachdem der Start des russichen Sputnik-Satelliten am 4. Oktober 1957 den Aufbruch der Nationen ins All markierte , will Reiter der deutschen Raumfahrt neuen Schub geben. Nicht mehr im Orbit, sondern am Schreibtisch: In Kürze soll er am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) neuer Vorstand für Raumfahrt, Forschung und Entwicklung werden. Der 49-Jährige hat sich viel vorgenommen: Die Deutschen auf dem Weg zu den Sternen - das ist für ihn mehr als eine Vision. ZEIT online: Vor 50 Jahren begann mit dem russischen Sputnik ein Wettlauf mit den Amerikanern ins All. Sie waren mit beiden Seiten im All. Sind die Kontrahenten inzwischen jenseits der Erde dicke Freunde? Thomas Reiter: So ganz eitel Sonnenschein ist das auch heute noch nicht immer. Gerade bei einem so komplexen System wie der Internationalen Raumstation (ISS) stellen die Schnittstellen eine besondere Herausforderung dar. Da kommt es schon vor, dass es auf der Arbeitsebene im Getriebe mal knirscht. ZEIT online: Man sagt ja, die Russen würden jedes technische Problem mit dem Schraubenschlüssel lösen, während die Amerikaner erstmal eine Computeranalyse starten müssen. Reiter: Da ist was dran. Wir haben im Westen eine Tendenz zum Perfektionismus. Wir versuchen, aus Raumfahrtsystemen das Maximale herauszuholen, dafür werden sie dann ziemlich kompliziert. Die Russen bauen einfachere Geräte, die dafür sehr robust sind. Die kann man an Bord tatsächlich noch mit einfachen Werkzeugen reparieren: Schraubenzieher, Lötkolben, Strommessgerät. Bei den westlichen Geräten benötigt man oft Spezialwerkzeuge, um Fehler zu finden und zu beheben. ZEIT online: Das klingt ja eher nach recht wenig technischer Zusammenarbeit. Reiter: Man arbeitet zwar zusammen, möchte sich aber bei dem technischen „Know-How“ dann lieber doch nicht in die Karten schauen lassen. Wie genau etwa die CO2-Filter im amerikanischen- oder russischen Segment aufgebaut sind, oder wie der Quellcode der Software für die Lagekontrolle aussieht - so etwas würden beide Seiten nicht verraten. Historisch gesehen hat sich trotzdem viel bewegt: Ich war sehr überrascht, wie freizügig die russische Seite war, als ich dort 1993 vor meinem Aufenthalt auf der Mir-Station zur Ausbildung war. Die technischen Dokumente, die ich damals zum Lernen benötigt habe, waren bis dahin noch als geheim eingestuft gewesen. Aber ich durfte sie lesen und sogar Notizen machen. Man hat mir sehr viel etwa über das Lebenserhaltungssystem der Mir und die Steuerung der Sojus-Kapsel verraten. Nach der Mission war ich der erste „NichtRusse“, der als Sojus-Return-Commander ausgebildet

wurde. Das heißt, ich hatte den Führerschein, um mit der Sojus von der Station abzudocken und zurück zur Erde zu fliegen. Als erster Ausländer bekam Thomas Reiter den Führerschein, um in russischen Sojus-Kapseln zurück zur Erde zu fliegen ZEIT online: Das geschah aber alles erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Reiter: Zum Teil, denn die Zusammenarbeit auf der Mir-Station begann erst in den Neunzigern, als Vorbereitung auf die ISS. Dass damals technisch die Möglichkeit geschaffen wurde, ein Shuttle an die Mir-Station anzudocken, hatte enormen symbolischen Charakter. Allerdings gab es schon in den Siebziger Jahren eine gemeinsame Apollo-Sojus-Mission, bei der ein Apollo-Raumschiff im Orbit an ein Sojus-Raumschiff andockte. ZEIT online: Die Raumfahrer haben den eisernen Vorhang also viel früher überwunden als die Politiker? Reiter: Offensichtlich haben Astronauten und Raumfahrtforscher schon sehr früh erkannt, dass internationale Zusammenarbeit sie nicht nur wissenschaftlich weiter bringt, sondern auch noch die Kosten senkt. Das gilt eigentlich für die Forschung generell. Nur steht die Politik dem manchmal im Wege. ZEIT online: Ist es denn da nicht erstaunlich, dass gerade ein neues Wettrennen ins All losgeht? Amerikaner, Japaner, Chinesen und Inder - alle wollen plötzlich zum Mond . Und auch Deutschland plant einen eigenen Orbiter. Reiter: Ich verstehe das nicht als Wettrennen. Eher glaube ich: Wir stehen vielleicht am Beginn einer neuen Ära der Erkundung des Weltraums. Wir müssen uns bereits heute Gedanken machen, wie es nach der Internationalen Raumstation weitergehen soll. In wenigen Jahren wird sie fertig sein, dann folgt eine Nutzungsphase und dann wird es in der Erkundung des Weltraums durch den Menschen weitergehen. Darum wollen die Amerikaner Ende des nächsten Jahrzehnts wieder den Mond betreten. Thomas Reiter war mit Amerikanern und Russen im All. Hier frei schwebend im US-Shuttle Discovery ZEIT online: Aber Menschen auf dem Mond sind ja nun nichts Neues. Reiter: Ja, aber sie sind der nächste nötige Schritt, um mit der bemannten Raumfahrt weiter zu machen– bevor vielleicht tatsächlich Menschen zum Mars fliegen. ZEIT online: Lohnt denn der Aufwand? Länder wie Indien oder China haben doch andere Sorgen als die teure Mondfahrt. Reiter: Das sieht man dort anders. Die Raumfahrt ist eine Investition mit unmittelbarem Nutzen für das alltägliche Leben. Telekommunikation via Satelliten, Erdbeobachtung, Navigation – das ist ja alles nicht mehr wegzudenken. Bei der Weiterentwicklung wollen die Nationen vorne mitspielen.


ZEIT online: Dazu muss man bis zum Mond fliegen und Menschen ins lebensfeindliche All schicken? Reiter: Ja, das ist durchaus sinnvoll. Bemannte Raumfahrt ist ein Gütesiegel für die industriellen Fähigkeiten eines Landes, ein Beweis, dass man mit bestimmten Hochtechnologien umgehen kann. Wer raumfahrttaugliche Technik demonstriert, der zeigt zum Beispiel, dass er extrem leichte Anlagen bauen kann, die höchst effizient arbeiten. Im Weltraum haben sie kein Kraftwerk stehen, sondern Sie müssen jegliche Energie mit Solarpanelen selbst gewinnen. Die Systeme müssen auch sehr zuverlässig sein. Denn was kaputt geht, kann nicht einfach ausgetauscht werden. Außerdem muss Weltraumtechnik extremen Umweltbedingungen standhalten. Diese Eigenschaften sind auch für viele Technologien auf der Erde wichtig. In der bemannten Raumfahrt ist man gezwungen, sie zur Perfektion zu entwickeln. Darum ist sie ein starker Technologietreiber. ZEIT online: Hand aufs Herz: Ist das der einzige Grund für die bemannte Raumfahrt? Würden Sie gerne selbst zum Mond fliegen? Reiter: Ganz klar: ja. Die Vorstellung, mit eigenen Füßen auf der Oberfläche eines anderen Himmelskörpers zu stehen, ist fantastisch. Als Elfjähriger habe ich das erlebt, als Neil Armstrong den Mond betrat, und dachte: Mensch, das muss ja wahnsinnig sein. Also ich würde da sofort mitfliegen. ZEIT online: Technisch ist es längst möglich, Menschen zum Mond zu schicken. Trotzdem will Deutschland Anfang nächsten Jahrzehnts nur eine Sonde in den Trabantenorbit schießen. Reiter: Vor der Rückkehr von Menschen zum Mond müssen wir Voruntersuchungen machen. Zum Beispiel muss die Oberfläche des Mondes mit sehr hoher Genauigkeit zum Beispiel kartografiert werden. Mit dem Mars haben wir das schon gemacht, mit dem Mond noch nicht. Genau dazu soll die deutsche Mission dienen. Damit lassen sich auch gute Landeplätze für Menschen festlegen. ZEIT online: Warum ist der Mond-Orbiter im nationalen Alleingang geplant? Bisher wären solche Projekte nur in europäischen Kooperationen denkbar gewesen. Reiter: Wir sind bestens für diese Mission gewappnet. Deutschland hat ganz enorme wissenschaftliche und industrielle Kapazitäten dafür. Man muss das auch mal beweisen. Mit diesem Mond-Orbiter können wir unsere technologischen Fähigkeiten sehr gut vorführen. ZEIT online: Ist das eine Absage an die Zusammenarbeit im Rahmen der europäischen Raumfahrtagentur Esa? Reiter: Nein, ganz und gar nicht. Aber innerhalb der komplizierten technologischen Programme der Esa muss es auch immer eine gewisse Führung geben. Die kann Deutschland durchaus gelegentlich übernehmen. Wenn ich vor Publikum von meinen Weltraum-Missionen berichte, schlägt mir jedes Mal eine enorme Begeisterung entgegen. Sie geht quer durch alle Altersklassen und wird stärker. Gerade deshalb wäre es mein Wunsch,

dass Deutschland innerhalb Europas bei der weiteren Erkundung des Weltalls durch den Menschen eine stärkere Rolle spielt. ZEIT online: Die Politik werden Sie wohl erst überzeugen müssen. Die soll schließlich das Geld geben. Reiter: Neben allen utilitaristischen Effekten ist Raumfahrt auch eine Kulturaufgabe. Wir haben historisch schon immer neue Horizonte erkundet. Gerade von Europa aus sind Entdecker und Pioniere in die Welt gestartet. Nichts anderes ist es, wenn in zehn Jahren Menschen auf dem Mond und irgendwann vielleicht auf dem Mars landen. Das ist ein Bestandteil unserer Kultur, den man ein bisschen vergessen hat. Dieses Interesse, diese Neugierde ist doch eigentlich etwas, das uns auszeichnen sollte als Menschen. Bald mehr Deutsche im All? der designierte DLR-Vorstand Thomas Reiter - hier beim Weltraumspaziergang entlang der ISS - würde das gerne sehen Reiter: Gerne, aber auch mehr Europäer generell. Es ist aus europäischer Sicht sehr schade, dass wir zwar an Bord der ISS tolle Forschungsmöglichkeiten haben, aber nicht selbst dorthin fliegen können. Wir müssen uns immer bei den Russen und den Amerikanern anstellen. Europa könnte durchaus einen autonomen, bemannten Zugang zum Weltraum erreichen, und wir müssen da nicht bei Null anfangen. ZEIT online: Wir nehmen einfach die Ariane 5, Europas Superrakete. Reiter: Ja, stark genug wäre sie. Momentan schießt die Ariane nur Satelliten ins All . Aber ursprünglich war sie dafür entwickelt worden, Menschen in den Orbit zu bringen. Diesen Plan hatte man zwar verworfen. Aber man könnte die Rakete heute immer noch mit relativ einfachen Mitteln ausbauen. ZEIT online: Teuer wäre es trotzdem. Alle europäischen Länder müssten mehr zahlen, auch Deutschland. Reiter: Ja, das wäre ein zusätzliches Programm, für das dann entsprechende Gelder bereitgestellt werden müssten. Aber die Vorteile wären so vielfältig: Ein europäischer Zugang zum Weltraum wäre nicht nur EU-Technologieförderung par Excellence. Er könnte darüber hinaus eine Kristallisationswirkung haben für die Entwicklung einer europäischen Identität. Und: Eine solche Initiative könnte mehr junge Leute für Natur- und Ingenieurswissenschaften begeistern. Da mangelt es. Es ist doch so: Was uns fehlt, sind Visionen. Am meisten solche, die nicht so furchtbar abstrakt sind. Das Gespräch führte Björn Schwentker © ZEIT online, 2.10.2007


Wie schnell, wie hoch, wie weit?


Wirkt die Schwerkraft nur im freien Fall? Wie schnell fällt ein Körper? Ist die Schwerkraft überall gleich? Wie kann man die Schwerkraft überwinden? Wie wirkt die Fliehkraft? Wie kommt es zur Kreisbahn? Ist es leicht die Erde zu verlassen? Was ist ein Gravitationskrater? Wie kommen wir aus diesem Krater heraus? Wie verläuft die Bahn eines Sputnik in diesem „Gravitationskarter“? Kann man nicht „schön langsam“ von der Erde loskommen? Welchen Gesetzen gehorcht ein Körper im Weltraum? Welche Bahn beschreibt eine Rakete im Weltraum? In welcher Höhe soll man künstliche Trabanten schicken? Warum fliegt der künstliche Trabant in einer eliptischen Bahn? Was ist ein Rückstoßmotor? Stößt sich ein Rückstoßmotor von der umgebenden Luft ab? Womit kann man Raketenmotoren betreiben? Wovon hängt die Schubkraft eines Raketenmotors ab? Wie sieht eine Pulverrakete aus? Welchen Treibstoff braucht man für eine Flüssigkeitsrakete? Wie funktioniert eine Flüssigkeitsrakete? Welche Raketen entwickelten die USA nach dem Kriege? Was sind die „Treibstoffe der Zukunft“? Atomenergie für Raketen? Kann man Raketen mit „Licht“ betreiben? Welches ist die günstigste Startrichtung? Wann kann man einen Erdsatelliten sehen? Wie sieht der Fahrplan der Sputniks aus? Wie sieht der Weg eines Sputnik über den Himmel aus? Kann man sich selbst einen Fahrplan aufstellen? Kann ein Sputnik auf die Erde fallen? Wie sieht es in der Atmosphäre der Erde aus? Woher kommt die kosmische Strahlung? Was wünschen sich die Astronomen? Was können wir vom Sputnik über unsere Erde erfahren? Welche Gestalt hat unsere Erde? Wie weit sind die Kontinente voneinander entfernt? Was erzählt ein Satellit über das Innere der Erde? Was können wir über das Wetter erfahren? Kann man von Satelliten aus das Wetter beeinflussen? Können wir den Mond erreichen? Wie lange dauert ein Flug zum Mond? Warum wollen wir den Mond umfliegen? Fernsehübertragungen vom Mond? Wie lange dauert die Reise? Wann können wir zum Mars starten? Was braucht der Mensch zum Leben im Weltraum? Wie kann man das Temperaturproblem lösen? Wie versorgt man den Raumfahrer mit Sauerstoff? Kann der Mensch den Zustand der Schwerelosigkeit ertragen? Wie bewegt man sich im Zustand der Schwerelosigkeit? Wie kann man künstlich Schwerkraft erzeugen? Wie lebt man auf einer Außenstation? Welche Gefahren drohen dem Weltraumfahrer? Wie kann man das Raumschiff vor Meteoriten schützen? Wann ist es soweit? aus dem Inhaltsverzeichnis des Buches „Raketen, Sputnik, Weltraumschiff: 100 Fragen“, Rolf Rothmayer, 1958


Zweite «Erde » entdeckt Günther Wuchterl kann sich vor Begeisterung kaum halten. „Ich habe zu diesem Fund eine ganze Liste von Superlativen aufgestellt, 20 werden es bestimmt sein“, schwärmt der Planetenforscher. „Auf jeden Fall ist das die spannendste Geschichte, die ich je erlebt habe.“ Mit dem knappen Wörtchen „das“ beschreibt Wuchterl eine Entdeckung, auf die seine Zunft seit Langem gewartet hat: Zum ersten Mal wurde außerhalb unseres Sonnensystems ein erdähnlicher Planet nachgewiesen, der ähnlich groß und schwer wie unser Heimatplanet ist. Der Sensationsfund gelang Wuchterl und seinem Kollege Artie Hatzes mithilfe des europäischen CoRoT-Satelliten und wurde soeben auf einer Pressekonferenz anlässlich des ersten CoRoT-Symposiums in Paris vorgestellt. Vor großen Worten ist den Forschern, die an der Thüringer Landessternwarte Tautenburg arbeiten, dabei nicht bange: „Die Frage nach der Existenz fremder terrestrischer Planeten ist damit erledigt“, freut sich der aus Österreich stammende Sternentheoretiker Wuchterl. Wie bitte? Wurde in den vergangenen Jahren nicht immer wieder von erdähnlichen Planeten berichtet, die um fremde Sterne kreisen? Feierte nicht schon 1999 ein großes deutsches Nachrichtenmagazin in einer Titelstory „Die Zwillingsschwester der Erde“? Tatsächlich bricht immer wieder die Begeisterung bei den Kommentatoren durch, wenn wieder einmal jene verwackelten Lichtsignale aufgefangen werden, die darauf hindeuten, dass in einem fremden Sternensystem ein Himmelskörper rund um eine Sonne kreist. 335 solcher Exoplaneten wurden mittlerweile gefunden, seit 1995 die Schweizer Astronomen Michel Mayor und Didier Queloz erstmals einen Begleiter des Sterns 51 Pegasi nachwiesen. Doch wirklich erdähnlich ist von den 335 bisherigen Exoplaneten keiner. Ihre Bahnradien und Massen legen nahe, dass es sich ausnahmslos um Gasriesen handelt, die eher dem Planeten Jupiter gleichen als unserem heimeligen blauen Erdball. Da kommt das Objekt, das nun von CoRoT entdeckt wurde, unserer Heimat schon näher: Der Planet im Sternbild Einhorn, einige Hundert Lichtjahre von der Erde entfernt, wiegt etwa sechsmal so viel wie die Erde und weist einen Radius auf, der eindreiviertel Erdradien entspricht. Damit hätte man „den bisher kleinsten und masseärmsten Planeten eines anderen Sterns als der Sonne entdeckt“, heißt es triumphierend in der Pressemeldung der Forscher von der Landessternwarte Tautenburg (die zugleich zum Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gehören). Ihr „exo-terrestrischer Planet“, den sie auf den wenig romantischen Namen CoRoT-Exo-7b tauften, hat eine „Dichte nahe jener der Erde“ und besteht demnach nicht aus Gas, sondern aus schweren, erdähnlichen Elementen. Damit gehöre er definitiv „in die Gruppe der terrestrischen Planeten, deren Vertreter bisher ausschließlich in unserem Sonnensystem zu finden waren“. Hat die Suche nach außerirdischem Leben also ein Ende, ist es Zeit für ein astrobiologisches Halali? Und sollten wir schon einmal ein Raumschiff startklar machen in Richtung Sternbild Einhorn? Vorsicht. Vor dem Abheben empfiehlt sich ein Blick auf das planetare Kleingedruckte: Die Umlaufzeit des neuen Exoplaneten beträgt nämlich weniger als einen Tag, in nur 21 Stunden saust er einmal um seine Sonne; und sein Abstand beträgt nur etwa drei Millionen Kilometer, das entspricht einem Fünfzigstel der Distanz Erde-

Sonne. Daraus folgt, dass auf CoRoT-Exo-7b höllische Temperaturen herrschen müssen. Leben dürfte dort kaum zu finden sein. Dennoch werten Experten die Entdeckung als Durchbruch. „Damit ist bewiesen, dass man mit CoRoT im Prinzip solche erdähnlichen Planeten finden kann“, lobt Jakob Staude vom Max-Planck-Institut für Astronomie. „Und das ist genau das, was man sich von dem Weltraumteleskop erhofft hat.“ Der 2006 gestartete CoRoT-Satellit – ein Projekt der französischen Raumfahrtbehörde CNES unter Beteiligung von Deutschland, Österreich, Belgien, Spanien und Brasilien – soll nämlich 120.000 Sterne überwachen und gezielt nach jenen Helligkeitsschwankungen suchen, die auftreten, wenn ein Planet vor diesen fernen Sonnen vorbeizieht. Dabei geht es nicht nur um einzelne Funde, sondern um die grundlegende Frage, wie häufig überhaupt Planeten außerhalb unseres Sonnensystemen anzutreffen sind. Ist unsere Erde ein Ausnahmefall – oder eher kosmologische Normalität? Um das zu beantworten, muss man mehr finden als große, leicht zu ortende Gasriesen. Doch kleinere Sternbegleiter machen sich eben kaum bemerkbar, was die Suche extrem mühsam gestaltet. Dass nun tatsächlich die Ortung eines erdgroßen Planeten gelang, hat auf dem CoRoT-Symposium in Paris dementsprechend große Begeisterung hervorgerufen. „CoRoTs Schlüsselfund stößt das Tor zu den erdähnlichen Welten bei anderen Sternen weit auf“, jubeln die Forscher. Damit haben die Europäer sogar den Amerikanern ein Schnippchen geschlagen, die im März ihre Raumsonde Kepler ins All schießen wollen und diese vorab priesen als „die erste Nasa-Mission, die erdgroße Planeten entdecken kann“. Diesen Erfolg darf nun die Forschergruppe von der Thüringer Landessternwarte für sich verbuchen. Für Häme sieht Günther Wuchterl dennoch keinen Anlass. „Kepler und CoRoT ergänzen sich sehr gut.“ Denn die CoRoT-Sonde nimmt ihre Untersuchungsobjekte jeweils nur 150 Tage lang in den Blick. Um aber einen Planeten zweifelsfrei nachzuweisen, muss man mindestens drei seiner Umläufe (sogenannte Transits) um seine Sonne beobachten. CoRoT kann also allenfalls Planeten finden, deren Umlaufdauer maximal 50 Tage dauert. Der Kepler-Satellit dagegen soll sehr viel mehr Geduld aufbringen und Umlaufdauern bis zu einem Jahr beobachten. Solche Planeten könnten dann als „noch erdähnlicher“ gefeiert werden. Um allerdings die fundamentale Frage – Ist da draußen jemand? – zu beantworten, bedarf es mehr als nur des Nachweises von erdgroßen Steinkugeln, die im rechten Abstand um fremde Sonnen kreisen. Dazu müsste man auch deren Licht untersuchen und darin freien Sauerstoff finden können. Erst dann wäre klar, dass außerhalb der Erde Photosynthese stattfindet – und damit Leben möglich ist. Für die Planetenforscher bleibt also noch einiges zu tun. Günther Wuchterl freut sich schon darauf: „Wir leben in extrem spannenden Zeiten.“ Von Ulrich Schnabel © ZEIT ONLINE, 3.2.2009


23 : 00 Kamtschatka Wellington


23 : 00 Kamtschatka 10738 km Wellington 23 : 00


Kamtschatka


Wellington


Kamtschatka


Wellington


Kamtschatka


Wellington


Kamtschatka


Wellington


Wellington


Abbildungsindex Kamtschatka

die Halbinsel Kamtschatka

Ureinwohner Kamtschatkas

im Tal der Geysire

Schiffswrack


Kamtschatka ist, in erdgeschichtlichen Zeiträumen gemessen, noch ein sehr junges Land. Gewaltige Kräfte sind hier erst seit etwa zwei Millionen Jahren am Werk. Die pazifische Erdplatte schiebt sich in breiter Front mit einer Geschwindigkeit von acht bis zehn Zentimeter pro Jahr unter den Rand der eurasischen Platte. Dabei wurde die Halbinsel hochgedrückt.

Kamtschatka ist mit ca. 370.000 km² die größte Halbinsel Ostasiens und befindet sich zwischen der Beringstraße und dem Ochotskischen Meer bzw. Sachalin. Sie erstreckt sich von Ostsibirien nach Süden; ihre Fortsetzung in Richtung Japan ist die Inselkette der Kurilen. Die wichtigste Stadt Kamtschatkas, Petropawlowsk-Kamtschatski, liegt an der Awatscha-Bucht, die zu den größten Naturhäfen der Welt zählt.

/Kamtschatka/

Der größte Teil der Bevölkerung besteht aus Russen. Nur etwa 2,5 Prozent stammen von den ursprünglich hier lebenden Ureinwohnern ab und gehören zu den Volksgruppen der Korjaken, Itelmenen und Ewenen.

Heute leben etwa 380.000 Menschen auf Kamtschatka. Die Halbinsel ist relativ dünn bevölkert. Ca. 65 % der Einwohner leben in der größten Stadt Petropawlowsk-Kamtschatski, die Hauptstadt der Region Kamtschatka und wirtschaftliches Zentrum der Halbinsel ist.

Erst seit 1990 ist die KamtschatkaHalbinsel für Touristen zugänglich. Über 50 Jahre lang war sie militärisches Sperrgebiet, von wo aus die Sowjetunion die USA an der gegenüberliegenden Küste des Pazifiks ausspähte. Den Schutz dieses Gebietes nahmen die sowjetischen Militärs sehr ernst. Sowjetbürger brauchten eine Sondergenehmigung, wollten sie nach Kamtschatka reisen oder dort leben. 1983 schoss das Militär ein Verkehrsflugzeug der Korean Airlines ab, das tief in den sowjetischen Luftraum eindrang und nicht auf Kontaktaufnahmeversuche reagierte. Da die Militärs davon ausgingen, dass es sich um ein getarntes US-amerikanisches Spionageflugzeug handelte, wurde es abgeschossen. 269 Insassen kamen dabei ums Leben.

Eine Hauptattraktion auf Kamtschatka ist das Tal der Geysire mit etwa 90 Geysiren. Es wurde von der Unesco zum Welterbe erklärt. Heiße Wasserfontänen erlangten bis zu 40 m Höhe, ihre Dampfschwaden teilweise mehr als 200 m. Im Juni 2007 wurden bei einem Erdrutsch Teile des UNESCO-Welterbes zerstört.

Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka wurde ein auf zehn Milliarden Barrel geschätztes Erdölvorkommen entdeckt.


Die früheste Bezeichnung für die Gegend um den heutigen Ballungsraum ist „Te Upoko o Te Ika a Maui“ (englisch: the Head of Maui‘s fish) oder „Der Kopf von Mauis Fisch“. Der Begriff ist auf die fischähnliche Formgebung der neuseeländischen Nordinsel zurückzuführen.

/Wellington/ Wellington (Te Reo Maori: Te Whanganuia-Tara) ist die Hauptstadt von Neuseeland und nach Auckland der zweitgrößte Ballungsraum des Landes. Sie hat 448.956 Einwohner und befindet sich an der Südspitze der Nordinsel des Landes. Das Gebiet ist das politische und kulturelle Zentrum des Landes sowie Mittelpunkt der neuseeländischen Filmund Theaterindustrie.

Bekanntheit erlangte es für seine malerische Lage zwischen Naturhafen und grünen Hügellandschaften, in die abgestufte Vororte eingebettet sind, die oft aus kolonialen Villen bestehen.

Zur Zeit der ersten europäischen Entdecker des Gebiets – Abel Tasman im Jahr 1642 und James Cook im Jahr 1770 – waren die Ufergegenden am Wellington Harbour übersät mit kleinen Māori-Siedlungen (Māori: Pā). Obwohl beide Europäer anlegen und das Gebiet erforschen wollten, scheiterten sie aber bei ihren ersten Versuchen wegen der äußerst starken Strömung und den schwierigen Windverhältnissen. Seit dieser Zeit hat die Gegend den Ruf, sehr „windig“ zu sein. Erst knapp 70 Jahre später begann die erste geplante Besiedlungswelle durch die Europäer, als William Wakefield im Auftrag der 1839 gegründeten New Zealand Company in Neuseeland große Landflächen von den Māori erwerben sollte, bevor die bri-tische Krone deren Aktivitäten beenden konnte. Als Wakefield nun am 20. September desselben Jahres mit seinem Schiff, der Tory am „großen Hafen des Tara“ ankam, spielte der ehemals dominierende Maori-Stamm Ngahi Tara keine große Rolle mehr und wurde vom aufstrebenden Te Ati Awa-Stamm verdrängt. Letzterer unterstützte die Europäer in deren Bestreben, eine Siedlung am von den Europäern als „Port Nicholson“ bezeichneten Naturhafen zu errichten, weil sie sich im Gegenzug von den Europäern Unterstützung gegen den verfeindeten Ngati ToaStamm erhofften. Sie verließen im Tausch gegen 100 Musketen, 100 Decken, 60 rote Nachtmützen, ein Dutzend Regenschirme und weitere verschiedene Kleinigkeiten widerwillig ihr Land. Allerdings gab es Übersetzungsschwierigkeiten und das Prinzip des Landbesitzes ist den Māori unbekannt. Hinzu kommt, dass nach den Auseinandersetzungen unter den verschiedenen Stämmen eine eindeutige Zuordnung der Siedlungsgebiete sowieso nicht möglich war.

Der gesamte Ballungsraum Wellington wird von einer aktiven geologischen Verwerfung durchzogen. Unweit des heutigen Stadtzentrums schiebt sich die leichte, dicke Australische Platte über die dünnere, aber schwerere Pazifische Platte. Die Bewegungen dieser beiden Platten führten zur Bildung dreier großer Störungen, die entweder mitten durch die Städte oder nahe an ihnen vorbei führen: die Ohariu-Verwerfung, die Wairarapa-Verwerfung und die Wellington-Verwerfung. Wenn sich nun eine dieser Störungszonen plötzlich bewegt, entstehen Erdbeben. Letztere dieser Verwerfungen führt durch das gesamte Hutt Valley geradewegs durch das Stadtzentrum von Wellington City.

Die Stadt ist das Zentrum der neuseeländischen Filmindustrie. In Anlehnung an Hollywood, dem wichtigsten Standort der amerikanischen Filmindustrie, wird Wellington inzwischen oft als Wellywood bezeichnet. Diesen Spitznamen trägt die Stadt seit der Weltpremiere von Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs im Jahr 2003.


Abbildungsindex Wellington

Wellington

das Westpac Stadium

Peter Jackson, Regisseur

traditionelle BegrĂźĂ&#x;ung der Maori

der gesamte Ballungsraum von Wellington ist von einer geologischen Verwerfung durchzogen


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24 : 00 Kap Deschnew Apia


24 : 00 Kap Deschnew 8847 km Apia 24 : 00


Kap Deschnew


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Kap Deschnew

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Kap Deschnew


Abbildungsindex Kap Deschnew

Kap Deschnew

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Walknochen Visualisation einer Br端cke 端ber die Behringsee

Satellitenaufnahme des Kap Deschnew und der Behringsee


Die Koordinaten des Kaps, das nach dem russischen Seefahrer und Pelztierjäger Semjon Deschnjow, der es 1648 als erster Europäer umschiffte, benannt wurde, sind 66° 4‘ 45“ N, 169° 39‘ 7“ W Koordinaten: 66° 4‘ 45“ N, 169° 39‘ 7“ W.

Das Kap Deschnjow, alternative Schreibweise Kap Deschnjew (russisch: Мыс Дежнёва) ist der nordöstlichste Punkt von Russland bzw. Asiens.

Dem westlichen Kap Deschnjow (Russland, Asien) liegt das östliche Kap Prince of Wales (Nordamerika, USA) in einer Entfernung von 82 km gegenüber.

/Kap Deschnew/

Das Gebiet war im Roman So weit die Füße tragen Ausgangspunkt der Flucht des Clemens Forell.

Durch die Beringstraße, die Ostsibirien von Alaska, somit Russland von den USA und damit Asien von Amerika trennt, verläuft in Nord-Süd-Richtung die globale Datumsgrenze.


/Apia/ Apia ist die Hauptstadt von (West-) Samoa. Die Stadt liegt an der Nordküste der Insel Upolu und verfügt über den einzigen Hafen des Landes mit internationaler Bedeutung. In Apia leben etwa 45.000 Menschen (Zählung 2001).

Apia hat sich in den letzten zehn Jahren vom verschlafenen Städtchen kolonialer Prägung zu einer modernen lebendigen Stadt entwickelt. Das Stadtbild wird von vielen neuen Bauten bestimmt, die den erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung Samoas widerspiegeln. So gab es hier die erste Filiale einer US-amerikanischen Schnellimbisskette in der Südsee. Einkaufspassagen, Banken und Versicherungsgebäude zeigen die Entwicklung ebenso wie eine früher kaum vorstellbare Vielfalt an Läden, neuerdings sogar Straßencafés und eine kleine Fußgängerzone. Geldautomaten, Handys und Internetcafés sind überall zu finden; ebenso hat sich der Autoverkehr zu internationaler Dimension entwickelt. Die – häufig verfallenden – Bauten aus der Kolonialzeit wurden zum größten Teil abgerissen; zuletzt das alte Zollhaus, das einem Parkplatz wich.

Die Geschichte von Apia als dem größten Hafen Samoas ist gleichzeitig die Geschichte der Kanonenbootpolitik im Konflikt um Samoa. Der Zyklon vom 13. bis 17. März 1889 führte zum Verlust sämtlicher vor Ort befindlicher sechs Kriegsschiffe der Gegner Deutschland und USA im Hafen von Apia. Gut über zweihundert Seeleute ließen ihr Leben. Die Parteien verständigten sich daraufhin in der Konferenz von Berlin (1889) zunächst auf eine friedliche gemeinsame Verwaltung von Samoa unter einem gemeinsam eingesetzten König. Daneben sanken auch alle zivilen Handelsschiffe in der Bucht. Lediglich dem englischen Kriegsschiff HMS Calliope (1884) gelang aufgrundseiner äußerst starken Maschine die Flucht vor dem Unwetter auf die freie See.


Abbildungsindex Apia

Apia

Apia wird immer wieder von heftien St端rmen heimgesucht, besonders schwerwiegend war der Zyklon von 1889


Umschlag = Plakat der Zeitzonen der Erde

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