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Albert Palowski Hainallee Ein Gedicht in Farbe

Herbst 2009


Am Ende des Tages überqueren wir das große Wasser. Mit dem Ende der Nacht segeln wir zurück. Im Verborgenen entfaltet sich die G l e i c h z e i t i g k e i t von Leben und Traum. Wird sichtbar. Nicht offensichtlich. Unbeschwert treibt der Himmel im Alltag sein Unwesen, tänzelt unbekümmert zwischen unseren Zehen. Seine schönsten Geschichten lässt er geräuschvoll auf die Erde fallen. Regentropfen. Blätter. K a s t a n i e n . T a u b e n . . F a r b e n . K lä n ge etc. Auf dem Wasser kann man ihn tanzen sehen. Ihm in den Blättern lauschen. In der nassen Erde ihn riechen. Im Sterben begreifen: Dass wir uns nie wirklich von ihm entfernt haben. Dass wir anders sind als das, wofür man uns hält. Dass uns Angst nie zu etwas bewegen, noch von etwas abhalten darf. Dass wir im gleichen Augenblick leben und träumen, s t e r b e n u n d w a c h e n Dass wir sind. Weil wir sind. Ein Niemandsland. Verzerrt im Raum. A.P.


Hainallee

F端r Conny


Š 2009 Albert Palowski


Albert Palowski - Hainallee  

Palowski, Albert - Hainallee 152-210

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