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UNABHÄNGIGES MONATSMAGAZIN

Trauer um Alt-OB Jens Beutel Trauer um Herbert Bonewitz NACHRUF › Der SPD-Politiker verstarb im Alter von 72 Jahren MAINZ – Der frühere SPD-Politiker und Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel ist tot. Er starb in der Nacht zum 9. Mai im Alter von 72 Jahren. Von 1997 bis 2011 war Beutel Oberbürgermeister der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Beutels politische Laufbahn in Mainz begann 1974, als er in den Mombacher Ortsbeirat gewählt wurde. Dem Gremium gehörte er 15 Jahre lang an. 1989 wurde er in den Stadtrat gewählt. Ab 1995 amtierte Beutel als SPD -Fraktionsvorsitzender. 1996 kandidierte er erstmals für das Amt des OB und setzte sich in der Stichwahl gegen Norbert Schüler (CDU) durch. 2004 wurde er bereits im ersten Wahlgang gewählt. Zum 1. Januar 2012 trat er in den Ruhestand. Zahlfreiche Parteifreunde sowie Weggefährten Beutels haben bereits ihre Bestürzung und ihre Trauer bekundet und die Bedeutung des Verstorbenen für die Stadt Mainz bekräftigt. Deutschlandweite Aufmerksamkeit und Anerkenung wurde dem Juristen Jens Beutel in der

Alt-OB Jens Beutel (li.) – hier 2011 bei seiner Verabschiedung mit dem damaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck – ist in der Nacht zum 9. Mai im Alter von 72 Jahren verstorben. Archivfoto: Ralph Keim ersten Hälfte der neunziger Jahre zuteil. Als Vorsitzender Richter am Landgericht Mainz leitete er in der Funktion des Vorsitzenden Richters den ersten der sogenannten Wormser Missbrauchsprozesse. Jens Beutel, der am

12. Juli 1946 in Lünen zur Welt kam und 1968 für sein Jurastudium nach Mainz zog, war zudem ein begeisterter und erfolgreicher Schachspieler.



von Ralph Keim

ABSCHIED › Die Fastnachtslegende starb im Alter in 85 Jahren MAINZ – Was für eine traurige Nachricht: Die Fastnachtslegende Herbert Bonewitz ist tot. Der als „Prinz Bibi“ bekannte Aktive des Gonsenheimer CarnevalVereins und des Mainzer Carneval-Vereins und spätere Kabarettist und Buchautor verstarb in Mainz im Alter von 85 Jahren. Herbert Bonewitz kam am 9. November 1933 in Mainz zur Welt, wo er auch zur Schule ging. Beruflich war er in den Bereichen Publizistik, Werbung und Kommunikation tätig. Doch alle Welt kannte ihn als Fastnachter, der kein Blatt vor den Mund nahm und sich mehr als alle anderen über die Obrigkeit lustig machte. Das brachte ihm allerhand Ärger ein. Doch darum scherte er sich nie. Glücklicherweise, denn so wurde er zu einem Glücksfall für Mainz und die Mainzer Fastnacht. 1955 verdiente er sich seine ersten närrischen Sporen, von 1960 bis 1981 zählte er zu den Gonsbachlerchen. Doch besonders seine frechen Vorträge, die von einem subtilen und hintergründigen Humor geprägt waren, entwickelten sich schnell zum Markenzeichen von Her-

Herbert Bonewitz starb im Alter von 85 Jahren. Foto: Ralph Keim bert Bonewitz, der dabei auch seine kabarettistische Ader ausleben konnte. Denn bereits seit Mitte der siebziger Jahre war Bonewitz nicht nur auf der närrischen Rostra zuhause, sondern auch auf den Kabarettbühnen in ganz Deutschland. Das Kabarett war dann sowieso mehr sein Ding. 2006 erhielt wurde Bonewitz auf dem Mainzer Walk of Fame des Kabarett mit einem Stern

der Satire gewürdigt. Daneben war er auch als Autor tätig. Auch Oberbürgermeister Michael Ebling zeigte sich bestürzt: „Mainz verliert einen vielseitigen und höchst talentierten Fastnachter, Kabarettisten, Karikaturisten, Publizisten und Pianisten.“ Seine Rolle als Kabarettist habe er auch als moralische Verpflichtung verstanden hat, um für mehr Toleranz zu werben und jegliche Form gesellschaftlicher und politischer Halbherzigkeit kritisch zu hinterfragen. „Bonewitz war ein blitzgescheiter Geist und ein Charakterkopf. Vor seiner scharfen Zunge musste man sich in Acht nehmen, denn er kannte die Mainzerinnen und Mainzer besser, als so manch einem lieb war“, so Ebling abschließend. Über den Verlust hatte sein Sohn Michael Bonewitz informiert, der dabei seinen Vater zitierte: „Auf meinem Grabstein soll mal stehen: Hier ruhen meine Gebeine. Ich wollt, es wären deine.“ Passender geht es wohl nicht. 

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„Bettenwelt” in neuen Händen und umgebaut GESCHÄFTSWELT › Mainzer Fachgeschäft wird als „Betten Winkler” weitergeführt

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BRETZENHEIM – Das Bettenfachgeschäft „Bettenwelt” in Bretzenheim hat seit Juli vergangenen Jahres einen neuen Besitzer und heißt jetzt „Betten Winkler”. Nach einem kompletten Umbau ist es gerade neu eröffnet worden. Der 1999 gegründete Laden ist an Frank Gaffrey übergegangen. Seit zehn Jahren führt er drei weitere Betten Winkler-Standorte in der Region. „Ich bin froh, dass das Geschäft für die Mainzer erhalten bleibt und ich es an einen Fachmann übergeben konnte, der auch alle Mitarbeiter übernommen hat”, freut sich Gründer und Vorbesitzer Hans Rackow, „Das ist heutzutage leider nicht selbstverständlich und ich bin begeistert von dem schönen neuen Laden.” Betten Winkler existiert seit 1925. Frank Gaffrey ist darin groß geworden. 1980 übernahmen seine Eltern Betten Winkler in Bad Kreuznach, hinzu kamen ein Geschäft in Wiesbaden und Kriftel. Mit Mainz sind es vier Standorte, die er mit 25 Mitarbeitern und viel Begeisterung

Frank Gaffrey und Vorbesitzer der „Bettenwelt” Hans Rackow (v. l. n. r.) freuen sich über das nach einem kompletten Umbau neu eröffnete Geschäft mit neuem Namen „Betten Winkler” in Bretzenheim.  Foto: red leitet. „Mein Ziel ist es, für die Mainzer die Tradition von Herrn Rackow, das Bettenfachgeschäft vor Ort weiterzuführen, ihnen gute Qualität und hervorragenden Service zu bieten“, sagt der 42-Jährige. Das Sortiment an Matratzen, Lattenrosten, Motorrahmen, Bettdecken und Kissen hat Gaffrey ein bisschen erweitert. Die

Auswahl an Bettgestellen, auch für Senioren und Pflegebedürftige, bleibt. Hinzu kommt der Service einer hauseigenen Reinigung für Bettdecken und Kissen. „Ich freue mich, die Mainzer kennenzulernen und ihnen zu besserem Schlaf zu verhelfen”, sagt Gaffrey. red

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Die Lokale Süd Mai 2019  

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