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UNABHÄNGIGES MONATSMAGAZIN

Poetisches und Besinnliches LESUNG › Autorin Helga Höfle las im ZMO-Buchstabensalon

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BRETZENHEIM – Besinnliches, Poetisches, Märchenhaftes und Romantisches gab es jetzt im ZMO-Buchstabensalon zu erleben. Dort las die Mainzer Autorin Helga Höfle aus ihren zahlreichen Werken vor, musikalisch ansprechend begleitet vom Bretzenheimer FlamencoGitarristen Manolo Lohnes. „Wir stellen im kleinen und familiären Rahmen etwas Besonderes vor“, sagte ZMOVorsitzende Jutta Hager zu den rund 20 Kulturinteressierten im Buchstabensalon. „Die Texte von Helga Höfle sind etwas sehr Ansprechendes.“ Die Autorin präsentierte ihre modernen Tierfabeln, wundersamen Großstadtmärchen und poetischen Puppenmärchen. „Das Wichtigste, was wir zu schenken haben, ist Zeit“, zitierte die Autorin aus dem Kinderbuch „Peter sammelt die Zeit“. Darin sammelt der Junge Peter die Zeit in einer Schachtel. „Erwachsene haben keine Zeit“, hat er festgestellt - wie wahr. In „die Reise der Zikaden nach Jerusalem“ geht es um eine arabische, eine jüdische und eine christliche Zikade. Diese Zirpen treten bei einem Konzert für alle Tiere auf, sind aber als kleine Insekten einzeln kaum zu hören. Da tun sie sich entgegen aller religiöser Konventionen zusammen und geben ein tolles Konzert,

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das bei allen Tieren prima ankommt – eine interessante Geschichte, die zum Nachdenken anregt. „Der Flug der Eule“ aus dem gleichnamigen Bilderbuch ist ein modernes Märchen um zwei alte Marionetten, die Prinzessin und der Sänger. Sie leben in einer Schachtel auf einem Speicher und suchen einen Puppenkünstler, bei dem sie bleiben und noch einmal auftreten können. Der Fuchs und die

Autorin Helga Höfle las aus ihren Werken im ZMOBuchstabensalon, musikalisch begleitet von Manolo Lohnes. Foto: Oliver Gehrig Eule helfen ihnen auf ihrem Weg und die Prinzessin will Tänzerin werden, um für immer beim Sänger bleiben zu können – eine Geschichte voller Poesie. Einblicke in die Mainzer Historie gab Helga Höfle dann

in ihrer Geschichte „Raimundistraße 2“ über das Zuhause ihrer Kindheit. Im Januar 1950 zog sie in eines von nur zwei Häusern in der Straße nahe der Christuskirche, die nach den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg übrig geblieben waren. „Der Rest war in Trümmern.“ Auch diese Geschichte regte zum Nachdenken an. 

von Oliver Gehrig

Pro und Contra zum Zentrenkonzept ORTSBEIRAT › Schlagabtausch im Ortsbeirat BRETZENHEIM – Das Pro und Contra zum städtischen Zentrenkonzept bestimmte die jüngste Sitzung des Bretzenheimer Ortsbeirates. Hintergrund ist die jüngste Diskussion über die Ansiedlung eines Drogeriemarktes im Schleifweg. Die Bretzenheimer SPD sieht dadurch das Zentrenkonzept gefährdet und beantragte, das Zentrenkonzept zu stärken und

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Gewerbeansiedlung im Ortskern zu unterstützen. Michael Wiegert (SPD) sieht den Ortskern generell im Aufwind. „Das Einkaufszentrum Hans-BöcklerStraße entwickelt sich gut.“ Die CDU bezweifelte, dass die Ansiedlung eines Drogeriemarktes mit 500 Quadratmetern Verkaufsfläche und 50 Parkplätzen im Ortskern möglich wäre und sprach sich erneut für eine Modernisierung des Zentrenkonzeptes aus. „Wo haben wir die Leerstände, die nach diesem Konzept schreien?“, fragte Ortsvorsteherin Claudia Siebner (CDU) rhetorisch. „Wir haben nur einen Leerstand in einem Privatgebäude.“ Unterstützung gab es vom Koalitionspartner. „Das Zentrenkonzept ist der Realität anzupassen“, bekräftigte Uwe Marschalek. „Das Zentrenkonzept gehört überarbeit, es ist nicht mehr zeitgemäß“, ergänzte CDU-Fraktionssprecher Manfred Lippold. Er erinnerte daran, dass es bis vor rund zehn Jahren noch einen Drogeriemarkt im

Am Schleifweg möchte ein Drogeriemarkt aufmachen. Foto: Oliver Gehrig

Einkaufszentrum Hans-BöcklerStraße gab. „Ein Drogeriemarkt ist notwendig.“ Hans-Joachim Nolda (CDU) versicherte, die Nahversorgung im Ortskern sei gesichert. „Wir wollen die Entwicklung im Ortskern nicht schlecht reden, wir wollen es nur besser machen“, entgegnete Michael Wiegert im Namen der Sozialdemokraten. Der SPDAntrag wurde mit den Gegenstimmen der CDU und FDP bei Enthaltung der Grünen und der ÖDP abgelehnt. In einem Antrag der bürgerlichen Koalition aus CDU, ÖDP und FDP beschäftigte sich das

Gremium mit Veränderungssperren und dem Erlass von Bebauungsplänen für die Straßen Lanzelhohl, Backhaushohl, Mühlweg und Albanusstraße sowie den Ortskern, um dort übermäßige und ausufernde Nachverdichtung zu verhindern. „Wir müssen schauen, dass aus einem Zweifamilienhaus kein Hochhaus wird“, erläuterte Manfred Lippold. Dieser Antrag wurde bei einer Enthaltung der Grünen einstimmig auf den Weg gebracht.



von Oliver Gehrig

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Die Lokale Süd Mai 2019  

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