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Gleiches Geld für gleiche Arbeit

Leiharbeit zurückdrängen!

Leiharbeit zurückdrängen!

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ie Zahl der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in SchleswigHolstein hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl dieser Beschäftigungsverhältnisse von Oktober 2009 bis Oktober 2010 von 12 380 auf 15 200: ein Plus um 22,8 Prozent. Mit diesem Zuwachs übertraf Schleswig-Holstein Hamburg (plus 17,8 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (plus 15,7 Prozent). Das ist die schlichte Kehrseite des von der schwarzgelben Landesregierung und der Industrie- und Handelskammer (IHK) stolz verkündeten Wirtschaftsbooms in Schleswig-Holstein. Die IHK teilte mit, dass jedes dritte Unternehmen seine Ausgaben für Investitionen erhöhen und jede fünfte Firma neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen will.

Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Schon – aber zu welchen Bedingungen: ►► Im Schnitt verdienten sie in Deutschland zuletzt 1456 Euro im Monat, nur jede/r fünfte erhielt mehr als 2000 Euro, jede/r zehnte weniger als 1000 Euro. ►► Auch die Zahl der „Aufstockerinnen und Aufstocker“, also der Lohnabhängigen, die trotz Arbeit auf zusätzliche Unterstützungsleistungen angewiesen sind, steigt kontinuierlich und liegt bundesweit bei etwa 1,5 Mio. Damit setzt sich der Trend der Begünstigung von Unternehmensund leistungslosen Einkommen und des Rückgangs des Anteils der Arbeitsnehmerentgelte am ­Volkseinkommen fort. www.die-linke-sh.de

ie Zahl der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in SchleswigHolstein hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl dieser Beschäftigungsverhältnisse von Oktober 2009 bis Oktober 2010 von 12 380 auf 15 200: ein Plus um 22,8 Prozent. Mit diesem Zuwachs übertraf Schleswig-Holstein Hamburg (plus 17,8 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (plus 15,7 Prozent). Das ist die schlichte Kehrseite des von der schwarzgelben Landesregierung und der Industrie- und Handelskammer (IHK) stolz verkündeten Wirtschaftsbooms in Schleswig-Holstein. Die IHK teilte mit, dass jedes dritte Unternehmen seine Ausgaben für Investitionen erhöhen und jede fünfte Firma neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen will.

Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Schon – aber zu welchen Bedingungen: ►► Im Schnitt verdienten sie in Deutschland zuletzt 1456 Euro im Monat, nur jede/r fünfte erhielt mehr als 2000 Euro, jede/r zehnte weniger als 1000 Euro. ►► Auch die Zahl der „Aufstockerinnen und Aufstocker“, also der Lohnabhängigen, die trotz Arbeit auf zusätzliche Unterstützungsleistungen angewiesen sind, steigt kontinuierlich und liegt bundesweit bei etwa 1,5 Mio. Damit setzt sich der Trend der Begünstigung von Unternehmensund leistungslosen Einkommen und des Rückgangs des Anteils der Arbeitsnehmerentgelte am ­Volkseinkommen fort. www.die-linke-sh.de

© istockphoto.com/kabliczech

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Gleiches Geld für gleiche Arbeit


Für einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn!

W

enn zum 1. Mai 2011 die Arbeitnehmerfreizügigkeit in Kraft tritt, droht allen eine neue Lohndumping-Runde. Nur ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn kann verhindern, dass ArbeitnehmerInnen untereinander um den niedrigsten Lohn konkurrieren. Gleichzeitig garantiert nur der Mindestlohn - wie in fast allen anderen europäischen Staaten - ein Einkommen, von dem man vernünftig leben kann. DIE LINKE in Schleswig-Holstein teilt die Kritik des DGB an den unhaltbare Zuständen im Bereich der Leiharbeitsbranche und fordert die Landesregierung auf sich auf Bundesebene einzusetzen für: ►► „Equal Pay“ sowie einen Flexibilitätszuschlag von 10% für LeiharbeitnehmerInnen im Vergleich zur Stammbelegschaft ab dem ersten Tag ►► einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro

►► eine Beschränkung von Leiharbeit auf maximal drei Monate pro Betrieb ►► ein Verbot zum Einsatz von LeiharbeitnehmerInnen in Betrieben, die bestreikt werden ►► eine gesetzliche Regelung, die Leiharbeit nur mit Zustimmung von Personal- und Betriebsräten zulässt. ►► Sollte Leiharbeit nicht im ­Interesse der ArbeitnehmerInnen geregelt werden können, muss ein Verbot der Leiharbeit angestrebt werden.

www.die-linke-sh.de

DIE LINKE.Schleswig-Holstein Sophienblatt 19 24103 Kiel info@linke-sh.de V.i.S.d.P.: Björn Radke

Für einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn!

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enn zum 1. Mai 2011 die Arbeitnehmerfreizügigkeit in Kraft tritt, droht allen eine neue Lohndumping-Runde. Nur ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn kann verhindern, dass ArbeitnehmerInnen untereinander um den niedrigsten Lohn konkurrieren. Gleichzeitig garantiert nur der Mindestlohn - wie in fast allen anderen europäischen Staaten - ein Einkommen, von dem man vernünftig leben kann. DIE LINKE in Schleswig-Holstein teilt die Kritik des DGB an den unhaltbare Zuständen im Bereich der Leiharbeitsbranche und fordert die Landesregierung auf sich auf Bundesebene einzusetzen für: ►► „Equal Pay“ sowie einen Flexibilitätszuschlag von 10% für LeiharbeitnehmerInnen im Vergleich zur Stammbelegschaft ab dem ersten Tag ►► einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro

►► eine Beschränkung von Leiharbeit auf maximal drei Monate pro Betrieb ►► ein Verbot zum Einsatz von LeiharbeitnehmerInnen in Betrieben, die bestreikt werden ►► eine gesetzliche Regelung, die Leiharbeit nur mit Zustimmung von Personal- und Betriebsräten zulässt. ►► Sollte Leiharbeit nicht im ­Interesse der ArbeitnehmerInnen geregelt werden können, muss ein Verbot der Leiharbeit angestrebt werden.

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Gleiches Geld für gleiche Arbeit  

Am 24. Februar bundesweiter Aktionstag gegen Leiharbeit