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GRAS – Grüne & Alternative StudentInnen

Frauen aussprechen! Auch in der Sprache zeigt sich die Unterdrückung von Frauen deutlich. Weibliche Bezeichnungen kommen im Deutschen nur vor, wenn es sich um eine reine Frauengruppe handelt oder wenn es um Rollenbilder wie z.B. in bestimmten Berufen geht: Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern, Putzfrauen, Nutten. Bei allen anderen, männlich formulierten Begriffen sind Frauen angeblich „mitgemeint”: die Studenten, die Professoren, die Bürger. Die GRAS setzt sich für geschlechtergerechte Sprache ein – gesprochen und geschrieben!

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Verraten

Sprache arbeitet mit Bildern – und schafft Realität. Bei dem Satz „Mechaniker reparieren Autos” haben wir das Bild von Männern im Kopf, die Autos reparieren. Frauen sind eben nicht mitgemeint! Durch geschlechtersensibles Formulieren bekommen Frauen auch in Wort und Schrift den Platz, der ihnen gebührt. Beim Satz „MechaninkerInnen wechseln Öl” tauchen in unseren Köpfen auf einmal auch Frauen auf – und wir gewöhnen uns an das Bild, dass auch Frauen Autos reparieren.

GRAS Uni Wien – wien@gras.at GRAS Juridicum Wien – jus@gras.at GRAS WU Wien – wu-info@gras.at GRAS TU Wien – tu-wien@gras.at Kunstrasen Musikuni Wien – kunstrasen@gras.at bagru*GRAS*boku BoKu – bagru.boku@gras.at GRAS Linz – info@gras-linz.at PUFL-GRAS Innsbruck – pufl@gras.at GRAS Med Innsbruck – med-ibk@gras.at GRAS KF Uni Graz – gras.graz@gmx.at BLATT-GRAS TU Graz – blatt@gras.at GRAS Med Graz – gras.meduni-graz@gmx.at GRAS Salzburg – salzburg@gras.at GRAS Klagenfurt – klagenfurt@gras.at GRAS Bund – aktiv@gras.at

MHV: GRAS - Grüne und Alternative StudentInnen, Lindengasse 40, 1070 Wien

Rollen bil aufbre der chen!

Du bist dran!

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GRAS – Grüne & Alternative StudentInnen

Die Hälfte der Welt gehört uns! Obwohl die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Österreich gesetzlich verankert ist und es seit Jahren Frauenförderungsmaßnahmen gibt, hat sich die Situation nicht verbessert – im Gegenteil: Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen geht wieder weiter auseinander. Frauen verdienen bei gleicher Arbeit um 25,5 % weniger als ihre männlichen Kollegen. Ebenso düster sieht es mit Spitzenpositionen aus, besonders an den Universitäten. Obwohl 56 % aller StudienanfängerInnen weiblich sind, gibt es auf AssistenInnenebene nur mehr ein Drittel Frauen. Unter den ProfessorInnen sind nur mehr 15 % weiblich, es gibt keine einzige Rektorin in Österreich – für Frauen ist die gläserne Decke* nach wie vor bruchsicher.

Die GRAS fordert: 50 % Frauen auf allen Ebenen!

* Die Gläserne Decke steht für das Phänomen, dass Frauen beim Aufstieg innerhalb von Unternehmen oder Organisationen nicht in die Spitzenpositionen kommen, obwohl sie die gleichen Leistungen erbringen wie bevorzugte männliche Kollegen.

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Im Gesetz steht, dass an Universitäten und Hochschulen bei gleicher Qualifikation Frauen einzustellen sind. Dass dieses Gesetz nicht ausreicht, haben die vergangenen Jahre deutlich gezeigt – Berufungskommissionen finden nach wie vor Gründe, warum trotz überragender Qualifikation von Frauen doch nur Männer in die engere Wahl kommen. Daher ist für die GRAS die „Quote“ das zur Zeit einzige Instrument, das eine Steigerung des Frauenanteils in höheren Positionen, unter den Lehrenden und in den Entscheidungsgremien garantiert. Nur so kann langfristig eine faire Machtverteilung gewährleistet werden. Zahlreiche Beispiele aus Politik und Wirtschaft bestätigen, dass freiwillige Quotenregelungen das Geschlechterverhältnis nachhaltig verbessert haben.

GRAS – Grüne & Alternative StudentInnen

Neue Rollenspiele! Rollenbilder sind nach wie vor Teil unserer Gesellschaft und werden täglich wiederholt und erneuert – z.B. in sexistischer Werbung oder in Schulbüchern, in denen der Vater einer Erwerbsarbeit nachgeht, während die Mutter zuhause kocht. Kinder wachsen mit diesen Klischees auf und verstehen sie als normal. LehrerInnen unterrichten Mädchen und Buben unterschiedlich – z.B. wird in Mathematik von den Mädchen weniger, in Sprachen mehr gefordert. Vielfach wird davon ausgegangen, dass Frauen ein schlechteres technisches Verständnis hätten und weniger Interesse an Naturwissenschaften, Politik oder Wirtschaft. Wir Frauen wollen unser Leben frei gestalten können, ohne uns ständig dafür rechtfertigen zu müssen! Es muss Frauen ermöglicht werden, problemlos und vorurteilsfrei z.B. ein technisches Studium zu absolvieren oder abends allein in eine Bar zu gehen. Diese gesellschaftliche Veränderung kann aber nur stattfinden, wenn diese Problematik in allen Teilen der Gesellschaft diskutiert wird

Daher fordert die GRAS feministische Theorie und Kritik als Querschnittsmaterie in allen Studienplänen!

Feminismus Folder - OEH Wahl 2009  

Feminismus Folder - OEH Wahl 2009

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