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Ăœber die Kunst das Leben so zu nehmen, wie es kommt.

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„Wie muss man leben?“ ... diese Frage beschäftigt die Menschen, seit sie denken können. Für den griechischen Philosophen Sokrates die zentrale Fragestellung seiner Betrachtungen, die bis heute relevant sind. Inzwischen gibt es unzählige philosophische Reflexionen, literarische Werke und praktische Anleitungen zur Daseinsbewältigung des Individuums. Mit vielen Facetten. Doch während manche Menschen mit Lebenskunst schlicht „la dolce vita“ oder unbeschwertes Leben meinen, stellt sich für andere diese Frage sehr viel existenzieller. Als wir vor zwei Jahren unser 50-jähriges Jubiläum feierten, veröffentlichten wir eine Broschüre mit 50 Geschichten vom Lachen. Und baten anstelle von Geschenken um Spenden für den Verein für krebskranke Kinder Hannover e.V. Das Zusammentreffen mit diesen Kindern hat mich tief berührt. Wie sie und ihre Eltern ihr Schicksal bewältigen, ist vorbildlich. Was der Verein leistet, ist ein Lehrbeispiel für Nächstenliebe. Der Künstler Rainer Mörk arbeitet seit über zehn Jahren regelmäßig auf der Station und malt mit den Kindern. Auf unseren Wunsch hin haben sie Zähne gemalt. Und so sehen Sie hier, wie wahre Lebenskünstler nicht nur in der Lage sind die Zähne zusammen zu beißen, sondern dem Schicksal auch die Zähne zeigen: voller Lebensfreude, Hoffnung und Lust am Leben. Herzlichst, Ihr Gerd Kock

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Christiane Wulff Schirmherrin des Vereins für krebskranke Kinder Hannover e.V.

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Rund 1.800 Kinder erkranken in Deutschland jährlich an Krebs, in Niedersachsen zählen wir ca. 80 Neuerkrankungen pro Jahr. Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten Hand in Hand seit mehr als 30 Jahren und mit guten Erfolgen daran, die Überlebenschancen zu verbessern. Deswegen sollten wir all jenen, die mit dieser Krankheit konfrontiert werden, Mut machen niemals aufzugeben. Hier müssen wir besondere Anstrengungen unternehmen. Doch auch wenn betroffene Eltern heute hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können, belastet eine solche Erkrankung die ganze Familie extrem. Es gibt inzwischen viele Initiativen, die sich um die Kinder und ihre Eltern kümmern, das ist erfreulich. Unsere Kinder werden nicht allein gelassen, und vor allem private Initiativen leisten wertvolle Hilfen. Deshalb freue ich mich über die Initiative von Gerd Kock, ein Werk mit gemalten Bildern von krebskranken Kindern zu veröffentlichen. Mit dem Titel „Lebenskünstler“ trifft diese Broschüre genau den Tenor, den wir brauchen, um den Kindern beizustehen, indem wir ihnen Mut auf das Leben machen und ihnen zeigen, dass sie mitten unter uns sind und bleiben. Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Menschen dieses Werk in die Hände bekommen und sich mit diesem Thema beschäftigen. Es lohnt sich, denn unsere erkrankten Kinder wird es mit Stolz und Hoffnung erfüllen, wenn sie davon erfahren, wie aufmerksam sich die Menschen mit ihren Bildern und ihrem Schicksal auseinandersetzen und wie gern sie helfen.


Die Gedanken sind frei Es geht bunt zu auf der Kinderkrebsstation der Medizinischen Hochschule Hannover. Dem Künstler Rainer Mörk und der Kunsttherapeutin Ulrike Holtermann sei Dank. Mehrmals pro Woche kommen sie mit Ideen und Materialien auf die Station und bieten den Kindern die Möglichkeit, im Spielzimmer oder auch am Bett Bilder und andere kleine Kunstwerke zu schaffen. Die Kinder freuen sich darauf. Das Zeichnen und Malen mit Rainer und Ulrike ist eine willkommene Abwechslung und Ablenkung vom anstrengenden Klinikalltag. In entspannter Atmosphäre können sie ihren Gefühlen Ausdruck verleihen und in der Phantasie das Krankenhaus verlassen. Beim spielerischen und konzentrierten Arbeiten entstehen neue Gedanken - Stimmung kommt auf. Oft wird gelacht. Und wenn ein Kind selbst etwas Schönes gemalt hat, gibt ihm das ein gutes Gefühl. „Wir ermutigen die Kinder eigene Lösungen zu finden,“ betont Rainer Mörk, „technische Fähigkeiten und Begriffe werden spielerisch vermittelt. Das und der Prozess des künstlerischen Schaffens sind entscheidend – nicht das Endprodukt.“ Der Weg ist das Ziel.

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Zähne zeigen! Das können die Kinder der kinderonkologischen Station ganz besonders gut: Und zwar mit alles bezwingendem Charme und echter Kreativität. Zwölf besondere Zähne, Acryl auf Leinwand, in der Größe 30 x 30 cm, sind unter Anleitung des Künstlers Rainer Mörk entstanden.

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Lenas „Lachender Zahn“ ist der erste Zahn in der zwölfteiligen Zahnreihe auf der kinderonkologischen Station. Natürlich war der erste der schwerste Zahn. Und Lena wollte zunächst gar nichts einfallen: „Ich weiß nicht was ich malen soll!“. Plötzlich aber ging’s – und ihr zurückhaltendes und humorvolles Wesen half ihr, einen richtig farbenfrohen Zahn zu schaffen, der den Betrachter freundlich anstrahlt. Die Zahnwurzel trägt Höschen und Socken – und tritt somit durchaus gesellschaftsfähig auf.

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do von Ta Tado wollte ein bewusst gruseliges Werk schaffen. Sein Zahn hat natürlich zwei Extrabeißer, die dem Vampir als Grundausstattung dienen. Von einem der Beißer tropft frisch gezapftes Blut. Des Vampirzahns Arme sind in Wahrheit furchterregende Schlangen –so spielt der junge Künstler geschickt mit den Ängsten seiner Mitmenschen. Die selbstverständlich blutleere Farbigkeit unterstreicht seine Bildaussage: „Seht euch um, der Vampirzahn geht um!“

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et von Pi Mit dem Zengel machte sich Piet mit seiner Mutter ans Werk, einen „Z(ahn)-Engel zu schaffen. Der Zengel trägt Engelsflügel und hebt gerade ab, um in die unendlichen Weiten der Stratosphäre zu entschweben. Was ihn wohl beflügelt? Wurde er gerade vom Zahnarzt gerettet? Oder dient der Zengel vielleicht als Symbol für einen geheilten Zahn? Die Künstler ließen es offen – komm’ Betrachter, mach Dir selbst einen Reim auf diesen geheimnisvollen Zengel.

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Wenn sich die richtigen Zähne treffen - dann kann aus Sympathie leicht Liebe werden. Herzchen umschwirren die weibliche Zähnin, kenntlich durch roten Kussmund und lange Wimpern. Der Zahn lächelt seine Holde verliebt an – das Ganze spielt sich natürlich in rosaroter Umgebung ab. Das lebensfrohe und witzige Bild von Nadine bringt es auf den Punkt: Zähne zum Verlieben schön.

adine N n vo

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Johanna hat mit Ihrem Zahn im Türkis vielleicht den Prototyp einer innovativen digitalen Verblendung gestaltet. Möglicherweise ein Modell für die Zukunft? Auf jeden Fall ein Schmuckstück. Mit smaragdfarbenen dreieckigen Augen, einer amethystblauen Nase als Sterntattoo und bernsteingelbem Make-up. Werden Zähne so zum modischen Accessoire?

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han o J n o v

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et und tter i P n o v Mu seiner Ist als eines der ersten Zahnbilder als Gegenpol zum „Zengel“ gedacht. Der Zahn als GroßBaustelle mit vielen Gewerken. Kleine Männchen, vielleicht die norwegischen Kinderpuppen „Karius“ und Baktus“, arbeiten im Dienste der Zahngesundheit als Maurer, Bohrer und Anstreicher. Die Künstler stellen den Zahn bewusst in den Mittelpunkt der Aktivitäten – denn es lohnt sich in jedem Fall einen gesunden Zahn zu erhalten. Das ist die Botschaft.

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spar r Mutter a C n vo eine un d s

Ganz schön wertig - der Zahn als Wertanlage. Das süße Kunstmaterial der Schokomünzen ist durchaus doppelsinnig zu verstehen: Einerseits lassen sie den Zahn wertvoll und schick gestaltet erscheinen. Andererseits kann nach dem Auspacken der Schokolade eine dunkle Stelle auf den Zähnen erscheinen. Wehret den Anfängen!

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olina brina r a C a vo n un d S Zwei Schwestern schaffen ein Werk: Im lebendigen Wechselspiel malten Carolina und Sabrina zusammen einen „Ringel“-Zahn mit dekorativen Streifen und einen Zahn mit roter Rose und grünem Blattwerk. Die Ansicht zeigt zwei gut miteinander befreundete Zähne, die locker und entspannt in eine gemeinsame Zukunft gehen. Können sie das? Die frohe Farbigkeit des Bildes meint: „Ja!“

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arolin C n o v

Auch eine Gemeinschaftsarbeit, Hand in Hand von Mutter und Tochter gemalt. Der Blümchenzahn soll als Zeichen für einen gesunden Zahn stehen. Der gestreifte Zahn weist an einigen Stellen goldene Kariesstellen auf. Obwohl er eigentlich „farblich“ einen gesunden Eindruck macht. Gesund oder krank – das fröhliche Farbspiel macht keinen Unterschied zwischen den Zähnen.

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Zwei ziemlich beste Freundinnen haben dieses sehr ansprechende Zahn-Portrait von einem verliebten Paar gemalt. Über einen ganzen Nachmittag haben die beiden jungen Damen wie ein Herz und eine Seele gemalt – und dieses charmante Bild kreiert. Sie flirtet heftig – er mag’s kaum glauben. Der verschwenderische Einsatz von Glitzerfarben in Wimpern und Krone unterstreicht die Attraktivität dieses kleinen Kunstwerks.

Lisa d n u n hristi

von C

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Geschickt und kunstfertig haben Caspar und seine Mutter diesen „Zahn-Weiß“ mit viel Farbe gespachtelt. Beeinflusst von der abstraktkonstruktivistischen Malweise schwebt ein blütenweißer Zahn in majestätischer Reinheit über azurfarbenen Hintergrund. Die künstlerische Ausführung dieses Bildes macht einen sehr professionellen Eindruck.

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Der freundliche Zahn schwebt geheilt in absoluter Schwerelosigkeit am Himmel. Akribisch genau und mit echter Freude haben Angelina und der anleitende Künstler Rainer Mörk den „Happy-Zahn“ erschaffen. Von Luftballons getragen genießt der strahlend lächelnde Zahn seine entspannte Situation: Alles wird gut!

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Zeit ist Leben

Prof. Dr. Lothar Seiwert, Keynote-Speaker, Bestsellerautor „Simplify your Time“, „Wenn du es eilig hast, gehe langsam“ www.Lothar-Seiwert.de

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Was ist Luxus? Eine schicke Wohnung, ein toller Job, viel Geld? Sicher ist es schön, all diese Dinge zu haben. Doch die Zukunftsforscher sind sich einig: Wahrer Luxus ist, dem Stress und der Hektik des Alltags zu entkommen und ganz einfach Zeit zu haben. Welche unermessliche Bedeutung Zeit hat, wird uns am schnellsten klar, wenn unsere Liebsten oder wir selbst ernsthaft erkranken. Wenn wir erkennen müssen, dass Zeit nicht selbstverständlich oder unendlich vorhanden ist, sondern ein äußerst knapp bemessenes, kostbares Gut, dass es auszukosten gilt. Jeder von uns hat jeden Tag 86.400 Sekunden zur Verfügung. Das sollte eigentlich reichen, um Zeit für das, was Ihnen wirklich wichtig ist, zu haben. Also: Begeben Sie sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit, bevor es zu spät ist und Ihre Zeit vielleicht ganz plötzlich nicht mehr planbar ist. Was ist Zeit? »Es gibt ein großes und doch ganz alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach. Die meisten nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bisschen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit ...«. Diese wunderbaren Zeilen stammen aus »Momo«, dem Romanklassiker von Michael Ende. Die kleine Momo kennt das Geheimnis der Zeit. Alle Kinder kennen es. Denn Kinder haben immer Zeit. Ihre Tage sind lang und erfüllt. Wochen und Monate erscheinen endlos – das Jahr ewig. Kinder wissen: Zeit ist ein wertvolles Geschenk, das man nicht achtlos verschwenden darf. Fangen Sie an, mehr aus Ihrer Zeit zu machen. Hören Sie auf mit irgendwie und irgendwann! Verschieben Sie Ihr Leben nicht länger auf später. Beginnen Sie noch heute, Ihren Umgang mit der Zeit zu verbessern! Mit dieser Broschüre wollen wir Ihnen Mut machen, mit Ihrem Leben und Ihrer Zeit bewusster umzugehen. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg und bestes, entspanntes Gelingen!


Verein für krebskranke Kinder Hannover e.V.

Viel mehr als stets ein Ohr für die Sorgen der Familien

Bärbel Dütemeyer, 1. Vorsitzende des Vereins für krebskranke Kinder Hannover e.V. und Stellv. Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Kinderkrebsstiftung und der Deutschen LeukämieForschungshilfe

Alle Stationszimmer sind dank des Vereins mit TV, DVD und Internetzugang ausgestattet. Zudem möblierte der Verein die Spielzimmer und Wartebereiche und stattete sie mit Spielzeug, Büchern, Hörbüchern, DVDs usw. aus, der Bestand wird regelmäßig ergänzt und erneuert. Mit Hilfe von Spenden konnte der Verein außerdem zahlreiche Umbauten und Verschönerungsmaßnahmen realisieren.

1984 entschloss sich eine kleine Gruppe betroffener Eltern, krebskranke Kinder und ihre Familien in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in den schwierigsten Phasen ihres Lebens zu unterstützen. Man gründete den Verein zur Förderung der Behandlung krebskranker Kinder, Hannover e.V. Das Engagement der Eltern und zahlreiche politische Kontakte bewirkten, dass sich die Kinderkrebsstation zur Abteilung für pädiatrische Hämatologie und Onkologie entwickelte. Diese Zeit markiert einen Wendepunkt. Bis dahin galt Krebs als Krankheit ohne Hoffnung auf Heilung. Mittlerweile können etwa zwei Drittel aller krebskranken Kinder geheilt werden.

Wenn die Welt aus den Fugen gerät Auch wenn Kinder heute mehrheitlich eine günstige Prognose haben: Die Diagnose „Krebs“ hebt manche Familien schlagartig komplett aus den Angeln. Der normale Lebensrhythmus gerät vollkommen durch- einander. Die Angst um das Leben des Kindes wird alles bestimmend. Erschwerend dazu kommen organi- satorische Fragen, denn die Therapie dauert ca. neun Monate, in denen nichts mehr planbar ist. Zu den Georgia Mysegades, Helga Opitz, einzelnen Therapieblöcken müssen die Kinder in die Stellvertretende Stellvertretende MHH kommen. Dazwischen können sie zur Vorsitzende des Vereins Vorsitzende des Vereins Regeneration zwar nach Hause – aber es kann jederfür krebskranke Kinder für krebskranke Kinder zeit Komplikationen geben, so dass eine spontane Hannover e.V. Hannover e.V. Aufnahme in die Klinik auch zwischen den Therapie blöcken notwendig wird. Auch in der Zeit zu Hause sind die Kinder stark immungeschwächt, fühlen sich schwach und krank. Sie dürfen weder in den Kindergarten noch in die Schule, müssen speziell ernährt und vor allen Infektionsquellen geschützt werden. Eine Rundumbetreuung ist unerlässlich. Als wäre das noch nicht genug, haben die Eltern oft auch noch eine lange Anreise, denn die Medizinische Hochschule Hannover ist das Zentrum für an Krebs erkrankte Kinder aus ganz Niedersachsen, teilweise darüber hinaus. Und die Eltern wollen und müssen rund um die Uhr ganz nah bei ihren Kindern sein. Eine fröhliche Station Trotz all der großen Sorgen und Probleme ist die Abteilung für pädiatrische Hämatologie und Onkologie eine fröhliche Station – dazu trägt der Elternverein maßgeblich bei. Eine positive Atmosphäre hilft den Kindern auf ihrem Weg wieder gesund zu werden. Der Verein hat stets ein offenes Ohr für die Nöte der Familien und versucht in den unterschiedlichsten Situationen Hilfestellung zu geben. In erster Linie sind Helga Opitz, Georgia Mysegades und Bärbel Dütemeyer die Ansprechpartnerinnen. Wichtige Funktionen erfüllen aber auch die Schatzmeisterin Anke Meyer und die Schriftführerin Gabriele Kowollik. Das gesamte Team arbeitet teilweise schon sehr lange eng zusammen und man ergänzt sich bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben hervorragend.

Zahlreiche Erleichterungen durch den Verein Vieles, was der Verein leistet, passiert hinter den Kulissen, ist nicht sichtbar. Transparent aber wird die Arbeit des Vereins durch etliche Maßnahmen und Projekte, die den Kindern und ihren Eltern erhebliche Erleichterungen verschaffen. Beispielsweise durch die kostenlose Bereitstellung von sehr schön eingerichteten und gut ausgestatteten Elternwohnungen für jeweils drei Familien und drei Elternappartements für je eine Familie. Dieses zweite Zuhause auf Zeit liegt gegenüber der Kinderklinik, so dass die Eltern auch nachts sofort bei ihren Kindern sein können. Der Verein hat die Wohnungen gemäß den normalen Tarifen des Mietspiegels von der MHH gemietet und sorgt auch für deren Reinigung und Instandhaltung. Für Eltern, die auf der Station bei ihrem Kind übernachten wollen, weil es entweder noch sehr klein ist oder es ihm gerade sehr schlecht geht, hat der Verein alternativ qualitativ sehr hochwertige Klappbetten angeschafft.

Immer begeistert erwartet werden von den Kindern die Künstler und Musiktherapeuten, die zweimal wöchentlich auf die Stationen kommen. Hier entstehen echte Kunstwerke. Mit „Mutperlen“ begleitet der Verein die Kinder durch die Therapien. Bei ihrer Erstaufnahme bekommen die Kinder eine lange bunte Schnur, die mit einer Ankerperle versehen ist und den Namen des Kindes trägt. Für alle folgenden verschiedenen Eingriffe bekommen die Kinder jeweils eine ganz spezielle Perle, die diesen symbolisiert. So entsteht im Laufe der Behandlung eine lange, bunte, individuelle Kette – ein dekoratives Tagebuch ohne Worte.

Das Schulprojekt „Klassissimo“ ist besonders für die größeren Kinder wichtig. Via Netbook bleiben die Kinder mit ihrer Klasse verbunden und haben so die Möglichkeit am Unterricht teilzunehmen und den Anschluss zu behalten. Es geht aber auch darum, dass das Kind ein aktives Mitglied der Klassengemeinschaft bleibt und nicht für Monate in einem angstbesetzten nebulösen Raum verschwindet, denn dann entstehen enorme Berührungsängste, die eine Kontaktaufnahme erschweren. Durch die Kamera des Netbooks kann der Patient live erleben, was in der Schule los ist und auch Bilder aus der Klinik in die Schule schicken. Eltern und Kinder werden durch regelmäßig stattfindende Veranstaltungen auf der Station kommunikativ eingebunden: sei es durch das wöchentliche Elternfrühstück am Mittwoch, regelmäßige Bastelnachmittage mit Kaffee und Kuchen, das wöchentliche Angebot zum Nordic Walking oder durch kleine, saisonal bestimmte Feste.

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Verein für krebskranke Kinder Hannover e.V.

Familien in akuter finanzieller Notlage bekommen Unterstützung aus dem Sozialfonds des Vereins. Es gibt Zuschüsse beispielsweise für notwendige Kuraufenthalte, besondere Wünsche der Patienten oder ihrer Geschwisterkinder, Ergänzungsfinanzierung von Beerdigungen oder auch die Übernahme der Überführungskosten von Kindern ins ausländische Heimatland. Dies sind ein- oder auch mehrmalige Unterstützungen, aber keine regelmäßige Alimentierung.

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Extrem wichtig ist dem Verein die Forschungsförderung. Finanziert wurden beispielsweise der Teil eines wissenschaftlichen Forschungsbaus, eine Stiftungsprofessur für fünf Jahre mit PostDoktoranden, Sachmittel und auch Geräte, um die Forschung nach den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der kindlichen Krebserkrankungen zu unterstützen. Alle Eltern stellen sich die Frage: „Warum gerade unser Kind?“ Diese Frage kann noch niemand beantworten. Aber es wird danach geforscht und es gibt bereits Erkenntnisse über genetische Komponenten und darüber, dass es bei bestimmten Völkergruppen unterschiedlich hohe Zahlen von Erkrankungen gibt. In den letzten Jahren wurden schon große Fortschritte erzielt, u.a. durch immer individuellere Medikamentenzusammensetzungen und eine Verbesserung der Medikation gegen die Nebenwirkungen. Doch es bleibt weiterhin viel zu tun.

Familien, deren Kind leider verstorben ist, bietet der Verein eine regelmäßige offene Trauergruppe mit einem professionellen Trauerbegleiter und einmal im Jahr ein Wochenendseminar. Im Anschluss an die Therapie können die Kinder am Waldpiratencamp in Heidelberg teilnehmen – ein Angebot der Deutschen Kinderkrebsstiftung, durch das die Kinder ihr Selbstbewusstsein nicht nach medizinischen, sondern nach erlebnispädagogischen Gesichtspunkten wieder erlangen. Familienveranstaltungen wie das Sommerfest und die Weihnachtsfeier oder auch die alle zwei Jahre stattfindende Informationsveranstaltung „Tag der Hoffnung“ bieten den Familien die Möglichkeit, den Kontakt zur Klinik und zu Wegbegleitern auch nach der Therapie zu halten und zu pflegen.

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Beim Sommerfest 2012 auf dem Gelände des „Stifts zum Heiligen Geist“ schaute auch der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister gern vorbei und besuchte die Station 64 a in der Kinderklinik. Der Verein für krebskranke Kinder Hannover e.V. pflegt Kontakte nicht nur zu Sponsoren, sondern auch zur Politik, sind diese doch unerlässlich für weitere dringend benötigte Investitionen. Zum alljährlich stattfindenden Sommerfest lädt der Verein auch die Ehemaligen ein und verbringt mit ihnen ein paar vergnügliche und entspannte Stunden.

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„Herr, schenk mir ein hörendes Herz“ (Augustinus)

Cornelia Reinert, Sozialpsychologin, Soziologin, Dipl.-Pädagogin und Erzieherin

Cornelia Reinert hat gelernt, mit der Achterbahn menschlicher Gefühle umzugehen. Zweimal täglich geht sie in die Zimmer der Kinderkrebsstation und schaut sehr genau, wie es um die Patienten steht. Hellwach, mit wohltuender Ruhe und humorvoller Wärme geht sie aufmerksam auf die Kinder und Jugendlichen ein. „Höre bitte, was ich nicht sage,“ lautet der stille Appell. Die erfahrene Psychologin versucht herauszufinden, was hinter der Maske steckt. Nachdem sie früher als Erzieherin mit behinderten Kindern und als Psychologin in der Psychiatrie und im Gefängnis tätig war, sind ihr nahezu alle emotionalen Höhen und Tiefen vertraut. Auf der Kinderkrebsstation ist sie seit Dezember 2010 tätig - und nimmt viel für sich selbst mit. „Viele Patienten hier sind manchmal viel weiter als ich. Die Kinder besitzen eine erstaunliche Weisheit. Ich sage ihnen oft, dass sie mich wieder ganz viel gelehrt haben.“ Wenn beispielsweise ein Mädchen, das nichts mehr bewegen kann, sagt: „Macht mal hin, ich will nächste Woche wieder zur Schule!“ – dann beschämt mich das und ich frage mich oft: „Woher nimmt sie diese Kraft?“ Cornelia Reinert muss schnell sein im Erfassen von Gefühlszuständen, denn auf der Kinderkrebsstation kann sich in Bruchteilen von Sekunden alles ändern. „Gerade noch herrscht Euphorie und alles scheint gut, dann kommt das Ergebnis eines MRT oder ein Referenzbefund und macht alle Hoffnung zunichte. „Wir alle sind hier immer mit extremen Situationen konfrontiert.“ Wie geht man damit um? „Herr, schenk mir ein hörendes Herz“ ist der Leitgedanke der Psychologin. Aktionismus müsse ganz hinten anstehen. Wo jedes Wort zu wenig ist, ist oftmals jedes Wort zu viel.

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Deswegen sind kleine Rituale wichtig, zum Beispiel „Gute Nacht“ sagen. Perspektiven wechseln. Versuche, den Alltag erträglicher zu machen. Die gesunden Anteile stärken. Manchmal die Erfüllung ganz spezieller Wünsche: „Bring mir mal ‘n Döner mit.“ Oder die 17-jährige, die auf der Station Pfannkuchen backen und damit etwas Heimeliges schaffen möchte - „Kriseninterventionspfannkuchen“. Die Freude teilen, wenn sie wieder etwas geschafft haben. Wege finden, mit Rückschlägen umzugehen. „Das, was wir getan haben, bleibt. Nicht das, was wir gern noch getan hätten.“ Aushalten, was nicht auszuhalten ist. Stirbt ein Kind, gibt es angesichts einer solchen Katastrophe nur eines: Sich um Kraft, Zuversicht und Hoffnung zu bemühen. Nicht weglaufen. Dableiben, die Verzweiflung ertragen. Die Betroffenen nicht allein lassen. „Diese Kinder haben vom Leben einen großen Rucksack bekommen, aber wie sie ihn packen und tragen, liegt bei ihnen. Ich unterstütze sie dabei, wie so viele andere hier auch.“ „Manchem Jugendlichen gebe ich gern zu verstehen, dass er eine Psychologin braucht, wie eine dritte Schulter.“ „Humor hilft. Lachen ist ein schönes Erlebnis.“ Während viele der betroffenen Kinder im Hier und Jetzt leben und das Heute „schön“ oder „doof“ finden, nehmen Eltern oftmals die 365 Tage des nächsten Jahres vorweg. Cornelia Reinert rät den Kindern: „Habt ein bisschen Geduld mit Euren Eltern. Es dauert, bis Ihr sie groß habt.“ – Den Eltern versichert sie: „Ich bin da, wenn Sie mich brauchen.“


Mut Perlen

Kleine Perlen für große Geschichten. Mit den Mut-Perlen hat die Deutsche Kinderkrebsstiftung eine Idee aufgegriffen, die unter dem Titel „Bravery Beads“ aus den angelsächsischen Ländern stammt. Von deren Erfolg beeindruckt hat die holländische Elterngruppe für krebskranke Kinder und Jugendliche (VOKK) einen Satz Perlen speziell für diesen Zweck entworfen. In Absprache mit VOKK wurde die Initiative aufgegriffen und auch in Deutschland eingeführt. Jede Perle ist eine kleine Belohnung auf dem Weg durch die Behandlung. Gleich zu Beginn, wenn die Diagnose steht, bekommt das Kind eine lange gewachste Schnur, eine Perle mit dem Logo der Elterngruppe, eine Perle mit dem Anker (Symbol für Hoffnung) und Buchstabenperlen für seinen Namen. Danach entsteht die jeweils eigene Kette. Jede Perle hat ihre Bedeutung und steht für eine bestimmte Intervention. So erzählt jede Kette eine eigene, ganz persönliche Geschichte. Wenn die Kinder vom „Sammelfieber“ gepackt sind, freuen sie sich schon auf die nächsten Perlen und damit bekommt der jeweilige Eingriff einen anderen, nicht mehr ganz so bedrohlichen Stellenwert.

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Mit der Vorfreude auf die „Belohnung“ können Ängste in den Hintergrund treten. Gleichzeitig bekommen die Patienten einen viel besseren Einblick in die Routine ihrer Behandlung. Die verschiedenen Eingriffe werden „sichtbar“, jeder kann anhand der Kette lesen, an welcher Stelle der Therapie der Patient gerade ist. Die Kinder und Jugendlichen lieben es, ihre Ketten deutlich sichtbar ans Bett oder an den Tropfständer zu hängen, denn darüber kommen sie auch mit Fremden schnell ins Gespräch. Anhand der Perlen können sie erklären, was sie hinter sich haben – und verdeutlichen, was sie noch erwartet. Manche Ketten werden sehr lang, wenn es zum Beispiel Komplikationen gibt oder eine Stammzelltransplantation durchgeführt werden muss.

Viele Patienten heben ihre Kette noch lange nach Abschluss der Behandlung auf, verwahren sie wie einen Schatz oder dekorieren damit ihr Zimmer. Auch für Eltern, deren Kind verstorben ist, kann eine solche Kette ein besonderes Kleinod sein, eine ganz individuelle Erinnerung an ihr Kind.


Chemotherapie

(2 Perlen)

Ein Supertag

Haarausfall

Pieks

Prothese

Notaufnahme Bluttransfusion Sondenernährung

Operation

Stammzell-/Knochenmarktransplantation

(2 Perlen)

Isolierung

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Kinder erkranken in den meisten Fällen grundlegend anders an Krebs als Erwachsene. Während bei Erwachsenen Karzinome beispielsweise mehr als 90 Prozent der Erkrankungen ausmachen, kommen diese bei Kindern und Jugendlichen nur selten vor (1 %). Etwa 46 Prozent der Kinder und Jugendlichen treffen Erkrankungen des Blut bildenden Systems (Leukämien und Lymphome), dann folgen Hirntumore unterschiedlicher Art (ca. 22 %) und Neuroblastome (ca. 8 %). Weitere für das Kinder und Jugendalter typische Tumoren treten an Knochen, Weichteilen, Nieren, Augen oder der Leber auf. Heute überleben in Deutschland mehr als 80 Prozent aller krebskranken Kinder und Jugendlichen, bei einigen Krebsarten sind es sogar über 90 Prozent. Fachleute führen diese Erfolge darauf zurück, dass heute fast alle Kinder im Rahmen so genannter Therapieoptimierungsstudien behandelt werden. Das heißt, dass alle jungen Patienten nach einheitlichen Standards die jeweils beste Therapie unter Bedingungen erhalten, die eine sehr gute Überwachung, einen intensiven Austausch aller Fachleute und die direkte Übernahme international verfügbaren neuen Wissens ermöglichen. Die Deutsche Kinderkrebsstiftung fördert einen beträchtlichen Teil aller derzeit in Deutschland laufenden Therapieoptimierungsstudien im Bereich der Kinderonkologie. Nicht nur die Nachricht, dass die Krankheit überstanden ist, beschert den Kindern und ihren Eltern einen Supertag. Angesichts der Tatsache, dass es während der langwierigen und schwierigen Behandlung oft kritische Momente gibt, sorgen schon positive Blutwerte für euphorische Glücksgefühle. Und so gibt es nicht nur die grüne Mut-Perle für einen schrecklichen Tag, sondern auch die rote für den „Supertag“. Sie erinnert daran, dass es plötzlich auch wieder bergauf gehen kann.

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„Das Positive überwiegt.“

Ist es Berufung oder Zufall, dass Sie diese Aufgabe übernommen haben? Ich wollte schon als Jugendlicher Kinderarzt werden. Dafür habe ich viel gearbeitet, aber auch sehr viel Glück gehabt: In Düsseldorf fing ich meine Ausbildung an und bekam eine Assistenzarztstelle in der Kinderonkologie. Ich hatte das Glück, immer auf Menschen zu treffen, die Vorbilder waren und die mich darüber hinaus auch noch sehr unterstützt und gefördert haben. Darauf, dass ich hier Klinikchef wurde, habe ich nicht direkt hingearbeitet, das kann man nicht gut planen. Ich habe aber immer gerne und viel gearbeitet. Auch hat mich meine Familie entsprechend unterstützt. Wie gehen Sie persönlich damit um, täglich mit solchen – vor allem für die Betroffenen – extrem belastenden Situationen konfrontiert zu sein? Wir versuchen das Positive zu sehen. Viele unserer jungen Patienten können wir mittlerweile aufgrund der großen Erfolge in der Kinderonkologie dauerhaft heilen. Wir versuchen den Kindern und Eltern die Angst zu nehmen, wenn zunächst alles für sie zusammen bricht. Eine derartige Tätigkeit ist natürlich immer nur im Team möglich. Ist aus Ihrer ärztlichen Tätigkeit im Laufe der Zeit mehr als ein „Job“ geworden?

Prof. Dr. med. Christian Kratz, Direktor der Abteilung für pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover

Zum Glück ist es kein Job. Ich identifiziere mich mit der Aufgabe und habe das Glück, es nicht als Arbeit zu empfinden, sondern als Teil meines Lebens. Trotzdem ist es wichtig, Familie und private Dinge nicht zu vernachlässigen. Hat Sie diese Tätigkeit verändert?

Professor Dr. med. Christian Peter Kratz (44) ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Nach seinem Studium für Humanmedizin an der Ruhruniversität Bochum sowie an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf wurde er in Düsseldorf und San Francisco zum Kinderarzt ausgebildet. Später arbeitete er als Oberarzt in der Klinik für Kinderonkologie am Universitätsklinikum in Freiburg und anschließend als Leiter der Kinderonkologie in Wellington, Neuseeland. Von 2009 bis 2012 war Prof. Dr. Kratz am National Cancer Institute in Washington tätig. Im März 2012 übernahm er die Leitung der Kinderonkologie an der Medizinischen Hochschule in Hannover. Prof. Dr. Kratz forscht an den genetischen Krebsursachen bei Kindern und wurde insbesondere für seine Forschung am Krebsgen “RAS“ ausgezeichnet. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.

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Ich denke ja. Zum einen rege ich mich nicht mehr über Kleinigkeiten auf. Man wird lockerer, wenn es um Lappalien geht. Außerdem wird mir klar, dass Gesundheit viel mehr wert ist als Materielles. Zudem lerne ich über meinen Beruf viele beeindruckende Menschen kennen.

„Ihr Kind hat Krebs.“ Das wirkt auf die Betroffenen wie ein Hammerschlag – ein Albtraum. Und wie geht man damit um, so eine niederschmetternde Diagnose nicht nur einmal, sondern ständig vermitteln zu müssen? Prof. Dr. med. Christian Kratz, Direktor der Abteilung für pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover, gibt Antworten.

Was stärkt die Kinder – was macht ihnen Mut? Ich denke, wenn sie merken, dass ihre Eltern nicht in Panik sind – wenn sie ruhig sind und auch mal wieder lachen können. Wenn die Therapie Erfolge zeigt. Wir können das auch mit beeinflussen, indem wir sehr professionell arbeiten und ruhig bleiben. Wie motivieren Sie Ihr Team? Das brauche ich gar nicht, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind alle hoch motiviert. Wichtig ist, dass wir uns gegenseitig wertschätzen. Was ertragen die betroffenen Kinder besser: Bewusstmachung oder Ablenkung? Beides hat seinen Stellenwert, aber die Kinder merken, wenn man ihnen nicht die Wahrheit sagt. Man darf sie nicht anlügen, sondern sollte eine altersgemäße, adäquate Sprache finden. Es ist wichtig, mit den Eltern vorher über die bevorstehende Kommunikation mit den Kindern zu sprechen. Welchen Stellenwert hat der Verein für krebskranke Kinder auf der Station? Die Projekte des Vereins sind für die betroffenen Familien eine wesentliche Hilfe, um mit der schlimmen Situation und den kaum zu beschreibenden Sorgen klarzukommen. Der Verein finanziert Personal, verbessert unsere Räumlichkeiten, stellt Elternwohnungen bereit, sorgt für Leben auf der Station – z.B. durch die Beschäftigung des Künstlers Reiner Mörk, der mit den Kindern malt, unterstützt die Familien bei finanziellen Engpässen. Dies sind nur Beispiele der noch viel längeren Liste an Dingen, die der Verein für uns tut. Die Behandlung unserer Patienten wäre ohne die Unterstützung nicht zu bewältigen.


Das individuelle Gestalten von Caps ist nicht nur beliebt, sondern hat hier auch eine besondere Bedeutung: W채hrend der Chemotherapie fallen die Haare aus und die Kinder m체ssen konsequent vor Sonnenlicht gesch체tzt werden.

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IMPRESSUM Herausgeber: Dental Labor Kock Betriebs GmbH & Co. KG Hansastraße 85 49134 Wallenhorst Telefon 05407-83 82 0 Telefax 05407-83 82 20 info@kock.net www.kock.net

DENTAL LABOR KOCK Wallenhorst · Pritzwalk · Richtenberg

Dental Labor Gerd Kock Pritzwalk GmbH & Co. KG Heinrich-Gätke-Straße 11 16928 Pritzwalk Telefon 03395-30 21 65 Telefax 03395-30 79 07 E-Mail: dl.pritzwalk@kock.net

Hier dreht sich alles um Zähne: Das Dental Labor Kock mit Stammsitz in Wallenhorst und Niederlassungen in Pritzwalk und Richtenberg ist mit rund 250 Mitarbeitern das größte familiengeführte Dental Labor Deutschlands. Ursprünglich ein reines Präzisionshandwerk, ist die Dentaltechnik heute eine Symbiose aus digitaler Hochleistungstechnik und traditionellem Zahntechniker-Handwerk. Gerd Kock sen. gründete das Unternehmen 1960, im Jahr 1998 kam Zahntechnikermeister Gerd Kock jun. in die Geschäftsführung. Seit 2000 leitet er als Geschäftsführender Gesellschafter die Labore in Wallenhorst, Pritzwalk und Richtenberg. Das Dental Labor Kock trägt nicht nur die soziale Verantwortung für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern nimmt gern auch seine gesellschaftliche Verantwortung wahr. Anlässlich des 50-jährigen Betriebsjubiläums 2010 bat das Unternehmen anstelle von Geschenken um Spenden für den Verein für krebskranke Kinder e.V. und konnte dem Verein schließlich 15.000 Euro überreichen. 2012 entschied sich das Dental Labor Kock, die bisher üblichen Weihnachtsgeschenke an die Kunden zu bündeln und dafür dem Verein erneut eine Spende zu überreichen sowie diese Broschüre zu produzieren. Gerd Kock jun. dankt seinen Kunden für ihr Verständnis und ihre Unterstützung!

Dental Labor Gerd Kock Richtenberg GmbH & Co. KG Stralsunder Straße 3 18461 Richtenberg Telefon 038322-53 50 Telefax 038322-50 533 E-Mail: d.richtenberg@kock.net Konzeption/Text: Heike Drogies www.heikedrogies.de Christiane Wulff, Schirmherrin des Vereins für krebskranke Kinder Hannover e.V., die Vorsitzende Bärbel Dütemeyer, der damalige Klinikchef Prof. Dr. Christoph Klein und Dr. Philipp Rösler als Bundesminister für Gesundheit (v.l.) freuten sich Anfang 2011 über einen Scheck in Höhe von 15.000 Euro, den Gerd Kock jun. (Mitte) übergab.

Gestaltung: Drogies Tomorrow Werbeagentur GmbH www.drogies.de Fotos: Heike Drogies Rainer Mörk Dr. Reinhard Schwarz Druck: Levien-Druck GmbH www.levien.de Wir danken dem Vorstand des Vereins für krebskranke Kinder Hannover e.V. und dem Künstler Rainer Mörk für die Unterstützung bei der Realisierung dieser Broschüre. Verein für krebskranke Kinder Hannover e.V. www.verein-fuer-krebskranke-kinder-hannover.de Rainer Mörk www.rainermoerk.de Vielen Dank auch an Prof. Dr. Lothar Seiwert für seinen Beitrag zum Thema „Zeit“. www.Lothar-Seiwert.de


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