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wiebel Z anzeige

Magazin fĂźr das lebenswerte Bamberg

Kultur Genuss Portraits Lebenswertes Veranstaltungen Aktuelles aus Bamberg

Kostenlos

 Februar 2013


Tra u m we lt e n

1 0 0 J a h r e K a r l - M ay-Verlag – Ausstellung – villa dessauer 2 6. februar – 12. Mai 2013


die ZWIEBEL 2/2013 gruß aus der küche

Halb toll oder

halb schwer?

So kurz er auch ist, der Monat Februar ist für alle da: In der ersten Hälfte erfreut er die Herzen allderjenigen, die fantasievoll kostümiert mit lautstarken „Alaaf“ und „Helau“ durch Bamberg ziehen, die zweite Hälfte beglückt dann eher die Faschingsmuffel, die froh sind, wenn endlich wieder Ruhe einkehrt. Man kann es nehmen wie beim Wein: der Monat ist halb toll oder halb schwer. In jedem Fall hat er dieses Jahr wieder 28 Tage, die es in sich haben. Wenn Sie es ordenlich krachen lassen wollen, dann werfen Sie doch einmal einen Blick auf die Veranstaltungstipps. Ist Ihnen mehr nach Besinnung und Einkehr, finden Sie vielleicht auf dem Stephansberg das

richtige Angebot: Dort bieten die Dillinger Franziskanerinnen regelmäßig spirituelle und geistliche Workshops an – was die Ordenschwestern sonst noch so in Bamberg bewegen, erfahren Sie in dieser Ausgabe. Sie haben keine richtige Lust zu gar nichts? Auch das ist im Monat Februar nichts ungewöhnliches – die dunkle Jahreszeit macht viele Menschen müde und antriebslos, jeder Dritte leidet unter Schlafstörungen – woran das liegt und was man dagegen tun kann, steht ebenfalls in dieser ZWIEBEL. Ihre ZWIEBEL-Redaktion

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scharlotte die ZWIEBEL 2/2013

Das

Frü hst üc ks erlebnis !

Bei uns können sie ganztägig lecker Frühstücken! Wir bieten Ihnen eine große Auswahl an verschiedensten Frühstücken z.B. der gierige Gochsheimer für zwei Personen oder den sonnigen Südländer mit vielen mediterranen Spezialitäten. Darfs richtig zünftig sein? Dann ist unser Weißwurstfrühstück genau das richtige für Sie! Natürlich können Sie sich Ihr Frühstück auch selbst zusammenstellen: Wir bieten Ihnen Eiergerichte in verschiedenen Variationen immer frisch zubereitet, leckere Obstsalate und selbstgemachte Quarkspeisen mit frischen Früchten. Zu jedem Frühstück erhalten Sie ein Heißgetränk aus unserer großen Auswahl. Hier finden Sie uns in Bamberg:

• Unsere große Frühstückskarte finden Sie in den Filialen Kettenbrückstraße, im Hellweg Baumarkt und im Einkaufszentrum Market. • Unsere kleine Frühstückskarte finden Sie in den Filialen Memmelsdorfer Straße und Ludwigstraße.

Kettenbrückstraße 4 96052 Bamberg Telefon: 0951/ 20879330

Memmelsdorfer Str. 141 96052 Bamberg Telefon: 0951/2088974

Graf-Stauffenberg-Platz 5 96047 Bamberg Telefon: 0951/6030768

Öffnungszeiten: Mo-Fr: 7.00 bis 19.00 Uhr Sa: 7.00 - 19.00 Uhr So 8.00 - 17.00 Uhr

Öffnungszeiten: Mo-Fr: 7:00 - 19:00 Uhr Sa: 7:00 - 19:00 Uhr

Öffnungszeiten: Mo-Fr: 7:00 - 19:00 Uhr Sa: 7:00 - 14:00 Uhr

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Michelinstr. 146 im Hellweg-Baumarkt 96103 Hallstadt Telefon: 0951/705333

NEU: Seit 8. Januar 2013 finden Sie uns auch

Öffnungszeiten: Mo-Sa: 7:30 - 20:00 Uhr

und seit 17. Januar 2013 im Einkaufszentrum Market Michelinstraße 142 in Hallstadt .

im tegut Ludwigstraße 25 in Bamberg (gegenüber HBF)


Das Lesen Sie im Februar 2013 in der Zwiebel Kultur Stimmungsvoller Konzertabend Musikverein Bamberg Gelauscht: Musikneuheiten Das Auge isst mit Sehen und gesehen werden Gelesen: Buchrezensionen

17 18 20 22 26 30

pflegeleicht und hygienisch

Gesundheit & Genuss Neue Apotheke am Kranen Region Bamberg: Die Kraft des Mehls Wenn die Nacht kein Ende nimmt

Neue Zimmerdecke in nur 1 Tag!

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• Schnelle, saubere Montage in 1 Tag! • Kein Umräumen der Möbel erforderlich! • Beleuchtung nach Wunsch!

Portraits Gottes fröhliche Schwestern

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Wir informieren Sie gern über die Möglichkeiten dieses einzigartigen und über 30 Jahre bewährten Deckensystems!

Lebenswertes Zwischen Fasten, Fasching und Karneval Kolumne: Scharlottes Welt Das ABC des Billards Entspannung im audio-visuellen Raum Gerd Bauer: Cartoon

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Veranstaltungen Kultur in Sicht Lachen machen: Comedy Lounge im Morph Club Ausgestellt: laufende Veranstaltungen im Februar 2013 Ausgehen: Veranstaltungen im Überblick

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Aktuelles aus Bamberg Kurz & Knackig: was Bamberger bewegt Auslagestellen: hier gibt‘s die ZWIEBEL Impressum, Wichtige Adressen

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Besuchen Sie unsere Ausstellungen: Die Apotheke am Kranen hat neu eröffnet – und stiftet das Titelbild im Februar. Foto: Anny Maurer

Zaugendorfer Str. 22, 96179 Rattelsdorf-Mürsbach

Mo - Do 13.00 – 17.00 Uhr oder nach Vereinbarung, auch Sa und So

Max-Planck-Straße 20, 91050 Erlangen

Di 10.00 – 14.00, Do 13.00 – 17.00 Uhr

H. Obermeder

Montageservice GmbH & Co. KG Zaugendorfer Straße 22 96179 Rattelsdorf-Mürsbach Telefon 09533/8364

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Kurz & Knackig Februar 2013

nicht länger imagefördernd ist. Plötzlich ist der infranken.de-Citybeach nur noch der Citybeach, und vom sonst so faktentreuen Chefreporter liest man zwar allerhand über die „Baugeschichte“, aber kein Wort darüber, wer die Chose überhaupt in Gang gebracht hat. Und den Betreiber Martin Herrmann jetzt fallen ließ.

Lauf ins Blaue Citybeach – zu heiSS geworden

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Schluss ist mit dem Citybeach. Der beim Partyvolk beliebte, bei den Anwohnern eher gefürchtete Treffpunkt wird nach langem Hin und Her jetzt auch vom Bausenat als der Schwarzbau betrachtet, der er immer war und erhält keine weitere Gnadenfrist. So geht es in Bamberg, wenn die Protektion ausbleibt. Denn gestartet ist die Freiluft-Gastronomie als FT-Sunshine Citybeach im Jahr 2005 am Adenauerufer. Nach dem Umzug an den jetzigen Standort am Luitpoldhain ließ unser aller Heimatblatt dort fröhlich Party machen, erst als FTCitybeach, nach Einrichtung seines Internetportals als infranken.de Citybeach. Unter beach.infranken.de kann man sich übrigens davon überzeugen (mal schauen, wie lange noch nach Erscheinen dieser ZWIEBEL) und die guten alten lauten Zeiten Revue passieren lassen. Doch nun ist es vorbei, und nachdem die GAL-Fraktion schon die Bezirksregierung aufgescheucht hat, um am Kanalufer nach dem Rechten zu sehen, schwante der Mediengruppe wohl, dass die Verknüpfung mit einem illegalen Bauwerk

Ein ungerades Jahr, also wird wieder gerannt: der Weltkulturerbelauf wird auch dieses Jahr wieder Tausende auf die Altenburg treiben. Das Logo der

schweißtreibenden Veranstaltung am 5. Mai entwarf vor Jahren schon der polnische Künstler und Stipendiat der Villa Concordia, Ryszard Kajzer. Aktuell hat er einen neuen Schwung Plakate in die Domstadt geschickt, im Siebdruck aufwändig hergestellt und handsigniert, diesmal in strahlendem Blau. Für 20 Euro können sie in der Geschäftsstelle in der Siechenstraße 75 erworben werden, und zum halben Preis gibt es dazu die Ausgaben der vergangenen Läufe.

Um die wurst

Ob die ZWIEBEL denn auch gelesen wird, fragen ihre Inserenten immer gern, und aufgrund der doch sehr positiven Resonanz, die sie bisweilen aus Leserkreisen erhält, kann sie in bester Gewissheit antworten: sie wird. Offensichtlich auch in CSU-Kreisen, was ihr selbstverständlich recht ist. Denn kaum legte sie ihren Lesern in der Januar-Ausgabe das Wintergrillen als fröhliche Freizeitgestaltung ans Herz, lädt die Bamberger Parteigliederung zum 1. Wintergrillen ein. Eingeladen ist „die Bevölkerung“ am 3. Februar ab 16 Uhr in den Innenhof der Altenburg zur bekannt guten Bratwurst aus der Metzgerei Kalb (s. ebenfalls letzte Ausgabe), zu Bier, Glühwein und Musik von Trumpet Voluntary. Was wohl der Pächter des Restaurants Altenburg dazu sagt, der doch sonst so sorgsam darauf achtet, dass kein anderer dort oben gastronomisch tätig wird? Wie auch immer – „die Bevölkerung“ möge es sich schmecken lassen. die ZWIEBEL denkt derweil darüber nach, welches Thema sie als nächstes zur Nachahmung empfiehlt. Vielleicht einen Entspannungstag zur Konfliktbewältigung in Teams?

schnellschuss übers ziel hinaus

Wer wird Tor des Jahres? Schon jetzt hat eine stattliche Rathausmannschaft ihre

Bewerbung abgegeben: nämlich jene, die als Schnellschuss die Jugendherberge Wolfsschlucht räumen ließen, um sie – lieb gedacht, aber schlecht gemacht – für Asylsuchende zu reservieren. Die aber bleiben jetzt in der vermuteten Anzahl aus. Kann man ja nicht vorher wissen, murmelt man ratlos im Rathaus. Naja: wenn das zuständige Bundesministerium im Oktober ankündigt, die Asylverfahren für Menschen aus dem Balkan und aus Russland zu beschleunigen, wenn die Anerkennungsquote für diese Länder nahe null ist, zugleich der prozentuale Anteil der Bewerber von dort stetig steigt, dann liegt es nahe, dass Unterkünfte nicht mehr so intensiv belegt werden wie zuvor. Herbergsvater Trambauer hat indessen die 6.000 vorliegenden Buchungen von Jugendlichen so ziemlich storniert. Nur mal ganz hypothetisch: was passiert eigentlich, wenn die wenigen Flüchtlinge, die dort jetzt wohnen, ausreisen müssen oder in anderen, seit Jahren bestehenden Unterkünften untergebracht werden können? Dann hat die Diakonie (in der letzten Ausgabe hatte die ZWIEBEL versehentlich die Caritas als Mieter benannt, das war natürlich falsch) einen bestehenden Mietvertrag, aber keine Gäste mehr. Die Stadt hat kein Geld, um früher mit der Renovierung anzufangen und verdient auch keines durch Vermietung an den Bezirk. Die Jugendlichen haben anderweitig gebucht. Die Herbergsbetreiber sind eventuell arbeitslos. Das Geld, das 6.000 Besucher in der Stadt gelassen hätten, bleibt aus. Die Wolfsschlucht ist unbewohnt, ihr Zustand verschlechtert sich weiter. „Um Guts zu tun, braucht‘s keiner Überlegung“. Auch Goethe konnte irren.

Fotos: Weltkulturerbelauf Bamberg e.V.

kurz & knackig die ZWIEBEL 2/2013


die ZWIEBEL 2/2013 kurz & knackig

Preis-wert

Wirklich Gutes tun für Menschen die sich engagieren? Hier kommt eine Gelegenheit! Die Stadt lobt auch 2013 wieder den BArrierefrei-Preis aus für Bürger, Unternehmen oder Institutionen, die sich für den Abbau von Barrieren einsetzen. Der Preis beschränkt sich nicht nur auf Beeinträchtigungen für alte Menschen oder Behinderte, auch Hindernisse für Kleinkinder oder Eltern mit Kinderwagen können und sollen ausgeräumt werden. Sieger waren zuletzt die Fahrschule RunnersDrive und der REWE-Markt Rudel. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 28.2., Bewerbungen und Vorschläge an koordinierungsstelle@stadt.bamberg.de oder per Post an das Sozialreferat.

Wenn Du denkst, Du denkst, dann denkst du nur, du denkst

Es ist aber wirklich eine Zwickmühle, mit den Gedenktafeln am Alten Rathaus: die völlig gestrigen Inschriften zum Gedenken an die Opfer des 2. Weltkriegs und Graf Stauffenberg werden regelmäßig zum Ziel von Farbbeutel-Anschlägen. Was tun? Die Tafeln abnehmen und durch eine Formulierung ersetzen, die dem gesellschaftlichen Lernprozess seit 1957, dem Enthüllungsjahr der jetzigen Tafel, Rechnung trägt? Das hieße den illegalen Mitteln Einzelner nachgeben. Kamera­überwachung? Nicht gern gesehen im öffentlichen Raum. Immer wieder putzen? Wird auf Dauer teuer. Stadtrat Andreas Reuß, GAL, holt jetzt zum ganz großen Rundumschlag aus: er wünscht sich ein „Zentrum der Erinnerungskultur“ im Alten Rathaus und bringt darin locker die NS- und Weltkriegsopfer, den Widerstand, die „Hexen“-Verfolgungen und die Beobachtung fränkischer Neonazis unter. Es reicht heute offensichtlich nicht aus, der Opfer zu gedenken, nein: auch der Erinnerung soll man sich bitteschön erinnern. Dieses Mahnmal-Meta-Memorial sollte aber wirklich mit äußerster Sorg-

falt zusammengestellt werden. Nicht dass unsere Nachfolger in 50 Jahren eine Gedenktafel-Ergänzung zur Erinnerung daran brauchen, wie man sich in heutiger Zeit des Erinnerns erinnerte.

Rat-en Sie die Melodie

Mit Starker Begleitung zu singen: 10 kleine Rätelein, die Wahl war sehr komplex, 4 wollten nur „Für Bamberg“ sein, da waren‘s nur noch 6 6 kleine Rätelein, der Mann mit dem Propeller, der ließ sich nicht auf Spielchen ein, er war halt etwas Heller. 5 kleine Rätelein, der eine trägt ’ne Brille, konnt nicht mehr grün den andern sein, was zählt der Wählerwille?

4 kleine Rätelein, die Gaustadter Sirene, sie stellt der CSU ein Bein trotz ihrer schwarzen Gene. 3 kleine Rätelein, eins steckt im Kindergarten, verpöhnt will sie nicht länger sein, zeigt Gelben rote Karten. 2 kleine Rätelein, das eine war recht Sauer, sie fand den neuen Chef gemein trotz seiner grünen Power. 1 kleines Rätelein, einst Mann für das Reale, singt mit Genossen im Verein die Internationale. 0 kleine Rätelein, die Bürger schau‘n gequält. In einem Jahr soll‘s besser sein – und jetzt alle im Chor: denn dann wird neu gewählt! [hb]

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anzeige die ZWIEBEL 2/2013

Neue Apotheke am Kranen macht das Quartett komplett mehr als 70 Mitarbeitern. Dass Held mehrere Apotheken führt, ist übrigens nur möglich, weil 2004 das gesetzliche Mehrbesitzverbot gelockert wurde. Seitdem ist es Apothekern erlaubt, bis zu drei Filialapotheken zu besitzen. In jedem Haus ist mindestens ein approbierter Apotheker vor Ort – das ist Vorschrift.

Bestwerte für Service und Beratung

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„Vielen Apotheken wird es wie den einstigen Tante-Emma-Läden ergehen“, davon ist Apotheker Hartmut Held überzeugt. Doch während sich viele kleinere Apotheken in einer schwierigen finanziellen Lage befinden, geht es für den Apotheker stetig aufwärts.

1987 übernahm der gebürtige Kulmbacher in Strullendorf die Glocken-Apotheke. 2006 gründete er die Bären-Apotheke in Hirschaid/ Sassanfahrt, 2007 folgte die Brücken-Apotheke in Bamberg und nun hat er die Apotheke am Kranen am Obstmarkt 9 eröffnet. So viel Erfolg kann kein Zufall sein – und ist er auch nicht. Hartmut Held folgt einem einfachen Prinzip: den Zahlen. Denn der 56-Jährige gehörte zu den ersten Apothekern, die 1995 in Bayreuth berufsbegleitend das Studium „Betriebswirtschaft für Apotheker“ absolvierten. Mittlerweile sieht sich Held mehr als Unternehmer denn als Apotheker. Kein Wunder, mit

Fotos: Anny Maurer

Das motivierte Team der Apotheke am Kranen freut sich auf die neuen Kunden

Doch Held ist ein Unternehmer mit Prinzipien. Für ihn steht eine sehr gute Beratungsqualität an oberster Stelle. Darum hat Held seine Apotheken freiwillig von dem Stuttgarter Unternehmen Tesalys in mehreren anonymen Testkäufen auf Fachkompetenz und Kundenfreundlichkeit testen lassen. Alle Häuser haben gut oder sogar sehr gut abgeschnitten und bekommen damit das begehrte Apothekensiegel verliehen. Die Brücken-Apotheke liegt sogar an der Spitze aller Bamberger Apotheken. Die neue Apotheke am Kranen soll ebenfalls in Kürze zertifiziert werden.


die ZWIEBEL 2/2013 anzeige

Ein weiteres Steckenpferd des Franken ist die Ausbildung des pharmazeutischen Fachpersonals. „Ich bilde gerne und viel aus. Bei dem derzeitigen Fachkräftemangel ist das auch bitter nötig“, sagt der Apotheker. Mittlerweile hat er über 20 PKAs (pharmazeutischkaufmännische Auszubildende), 20 PTAs (pharmazeutisch-technische Auszubildende) und mehr als zehn Pharmaziepraktikanten (Pharmaziestudenten) ausgebildet. Mit der neuen Filiale (das Haupthaus ist die GlockenApotheke in Strullendorf) hat der Apotheker zehn neue Arbeitsplätze geschaffen.

lein in den Kommissionierungsautomaten investiert, der bis zu 16000 Arzneipackungen auf kleinstem Raum verwaltet. Wenige Tasteneingaben genügen, um dem Kunden das gewünschte Medikament auszuhändigen. „Dafür muss der Bediener nicht einmal vom Kunden weg. Früher waren Apotheker vor allem damit beschäftigt, Medikamente zu holen“, erzählt Helmut Held. Ein weiterer Bonus: In der Apotheke Am Kranen ist ein Defibrillator installiert, der bei einem Herzstillstand Leben retten kann. Außerdem ist ein Wasserspender vorhanden, an dem sich die Kunden gratis bedienen können. Darüber hinaus werden auch hier die überaus beliebten REGNITZ-TALER als Treueprämien mitgegeben, die mittlerweile in vielen Geschäften und Lokalen eingelöst werden können.

Hartmut Held will das Beste aus den gestiegenen Anforderungen an Apotheken machen. „Apotheker müssen heute betriebsund marktwirtschaftlicher denken: Wo sind die nächsten Ärzte? Wie bewegen sich die Passantenströme? Wie mache ich auf mich aufmerksam?“, erklärt er. Aufmerksamkeit werden ihm sicherlich die wechselnden Ausstellungen verschiedener regionaler Künstler garantieren. Dafür stellt der Apotheker zwei Schaufenster zur Verfügung. [kk] Apotheke am Kranen Obstmarkt 9, Bamberg, Telefon 70 04 92 - 0

Schwerpunkte Kosmetik und Homöopathie Auf mehr als 200 Quadratmetern auf zwei Etagen will Held seinen Kunden in der Apotheke am Kranen ein „Verkaufserlebnis“ bieten. Der Beratungsschwerpunkt liegt auf Kosmetik und Homöopathie. Zusätzlich hat der Unternehmer mehr als 100.000 Euro al-

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lebenswertes die ZWIEBEL 2/2013

Zwischen Fasten, Fasching und Karneval. gen lassen, gilt also als ältester bis heute existierender, weltweit. Den kleinsten Umzug, welch ein Kuriosum, initiierte Helmut Scherer am 11. 11. 1956 im westfälischen Unna. Jahr um Jahr nahm daran, bis 2011, ein einziger Bollerwagen teil, gezogen von Scherer himself.

In den Hochburgen des Karnevals wie Köln, Düsseldorf und Mainz schaut das anders aus. Der Kölner Rosenmontagsumzug, der „Zoch“, ist der gemessen an der Teilnehmerzahl größte hierzulande, schlängelt sich sechs Kilometer weit durch die Stadt, der Mainzer bringt es noch auf einen Kilometer mehr. In Köln verfolgen mehr als eine Million Zuschauer das bunte Treiben.

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Und an der Regnitz? „Ritter, Drachen, Burgfräulein – in Bamberg tanzt der Bär“ lautet das Motto des Umzuges am Faschingsdienstag. Zu dem Treiben werden 40 000 Besucher erwartet. Das Stadtmarketing als Veranstalter ruft Vereine, Unternehmen und Verbände dazu auf, sich „in einem begeisterten Umfeld“ zu präsentieren. Reine Werbewagen sind indes unerwünscht, „nur Wagen mit richtiger Faschingsdekoration“ können zugelassen werden. Auch bittet man darum, „ausreichend Kamellen, Bonbons und Süßigkeiten mitzubringen“, auf dass der Umzug auch 2013 ein „Erlebnis für alle kleinen und großen

Besucher“ werde. Als „Erfahrungswert“ für die „Wurfware“ rechnet man im Übrigen mit einem Zentner. Start ist pünktlich um 13.30 Uhr am Markusplatz.

Mit österreich war der SpaSS aus Einen Markusplatz, einen Piazza San Marco gibt es auch in Venedig, dem sich Bamberg ohnehin über die Gondeln und Klein-Venedig verbunden fühlt. Nun ist der Karneval von Venedig (siehe Glosse) nicht nur ein Bravourstück für Kornett, Trompete oder, wenn man wirklich gut ist, auch für Posaune, sondern vor allem der bekannteste Karneval in Italien, neben dem von Rom, über den Goethe seitenweise geschrieben hat, und dem von Florenz. Ein erster Carnevale di Venezia lässt sich bereit 1094 belegen, vor allem aber feierte man Venedigs Sieg (1162) über die Stadt Aquileia in der Provinz Udine, bis die Markusrepublik 1797 Österreich einverleibt wurde und Schluss mit lustig war. Erst durch Federico Fel-

FotoS: Ingo Döring/Thomas Sipemann – pixelio.de

Ein Fasching ohne Umzug, ohne Masken und Menschenmassen, ohne Karren, Kutschen und Konfetti, das ist so wie Weihnachten ohne Christbaum, ohne Lebkuchen, ohne Stollen und Geschenke. Der Nürnberger Faschingsumzug soll sich bis ins Jahr 1397 zurückverfol-


die ZWIEBEL 2/2013 lebenswertes linis „Casanova“-Verfilmung von 1976 kam es zu einer wirklichen Wiederbelebung des Karnevals. Neben Marionettentheater und Feuerwerk sind die (oft halben) Masken typisch für die venezianische Art des Karnevals. Masken, wie sie auch in „Eyes Wide Shut“, Stanley Kubricks letztem Film von 1999, während einer freizügigen Orgie getragen werden. Eine literarisch eindringliche Schilderung des Treibens in Venedig ist nachzulesen in Franz Werfels Verdi. Roman der Oper. Das „alte und hochberühmte Fest des venezianischen Karnevals“ war 1883 allerdings „schon sehr in Verfall geraten“, der große „Karnevalstag war zu einem Jahrmarktsfest herabgesunken“, der Dienstag, der „einmal alle Stände der Stadt in Orgien, Duellen, Abenteuern, Liebesbegegnungen, Intrigen, Gelagen, Morden, Ehebrüchen“ mit „Maskentanz, Liebesschrei und Bacchusruf“ vereint oder eben entzweit hatte, war nicht mehr so wie ehedem.

Morgestraich in Dunkelheit Masken werden auch bei der Basler Fastnacht getragen, der größten der Schweiz. Nacht passt hier gut, denn wer die erleben möchte, muss zeitig aufstehen. Der Rummel beginnt in der Frühe um vier Uhr, und zwar am Montag nach Aschermittwoch, mit dem Morgestraich. Nebenbei eine durchaus löbliche Maßnahme, wenn es darum geht, Strom einzusparen. Die Basler Stadtwerke schalten die Straßenbleuchtung (besser und genauer, denn wir sind ja in der Schwizz, Strassenbeleuchtung) aus. Nur die Laternen der Fastnachtscliquen, der Trommler und Piccoloflötistinnen, sorgen für Erhellung. Ein Spektakel sondergleichen, das Jahr um Jahr Tausende von Aktiven und Zuschauern anzieht. Ein Erlebnis, das auch einem Faschingsmuffel noch nach zweieinhalb Jahrzehnten in Erinnerung geblieben ist. [jg]

Spontane Gedanken zur Fünften Jahreszeit Obschon ich häufiger an einem Rosenmontag Geburtstag feiern darf (dazu unten mehr), ist mir der Fasching ziemlich wurscht. Wie auch der, so sagt man andernorts, Karneval. Was die Etymologie angeht, wagt sich in Sachen Worterklärung mein Deutsches Wörterbuch, mein geschätzt-geliebter Wahrig, hier lediglich an Deutungsversuche. Primo, heißt es dort, Karneval komme womöglich vom neulateinischen carne, vale!, also „Fleisch, lebe wohl!“, was mir als zeitweiliger Verbalvegetarier („Nein, nein, Fleisch ist mir fremd, mag mir nicht munden. Bitte noch so ein Pfälzer Frischsojaleberwurstbrot!“) keineswegs schwer fällt. Secundo, schlägt Wahrig weiter vor, das Wort rühre vom mittellateinischen carnelevale her, was sich mit „Fleischentzug“ übersetzen lässt. Das nun, gleich ein Entzug (des Fleisches, vielleicht sogar alles Fleischlichen, was dann aber doch zu Fasching so leicht nicht einzuhalten ist; man vergleiche hierzu auch das, was die bibelfesten Briten „carnal knowledge“ nennen), klingt ungleich härter denn Erklärungsversuch Numero eins, und doch kann ich, Verbalvegetarier, wie gesagt, sehr gut damit leben. Sodann, drittens, erinnert das Deutsche Wörterbuch an das lateinische (ob neu-, ob mittel-, darüber schweigt Wahrig sich für das eine Mal aus) carrus navalis,

mithin „Schiffskarren, Räderschiff“. Dazu heißt es erhellend, und in Klammern gesetzt: Räderschiffe wurden bei festl. Umzügen zur Wiedereröffnung der Schifffahrt im Februar mitgeführt. Sagen, vielmehr schreiben, ließe sich noch so Manches zu dem Thema Fasching, Karneval und, New Orleans lässt grüßen, Mardi Gras. Weil ich es aber damit nicht wirklich mehr habe, mit dem Fasching, und weil der Rosenmontagsball des BRK am 11. Februar im Ziegelbau längst ausverkauft ist, sagen wir nun adieu. PS: Mein Geburtstag steht heuer einige Tage später an. Statt Charly Niessens Karnevalsschlager – Margit Sponheimer hat ihn mir vergeblich, in „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ nahezubringen versucht – statt „Am Rosenmontag bin ich geboren“ ist mir der „Karneval von Venedig“ lieber, alternativ das Opus 9 von Robert Schumann, der sich bekanntlich an einem Rosenmontag in Düsseldorf in den Rhein stürzte. Weil das Thema mit Variationen über „Le Carnaval de Venise“ des Kornettisten Jean-Baptiste Arban auf der Posaune gespielt werden soll, muss ich nun unbedingt üben. Adieu. Oder doch: Alaaf! Helau!! Und tschüss!!! [jg]

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kultur in sicht die ZWIEBEL 2/2013 vorne ein Team, nach hinten fünf Einzelkämpfer, denen jeder Weg recht ist. Ein Kammerspiel, aus dem Leben gegriffen.

Musica Viva Chor St. Stephan sa, 2.2.2013, 19.30 Uhr

3. Bamberger Zirkus Varieté Zirkus Giovanni Fr, 1.2.2013, 19.00 Uhr

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Das erste Februar-Wochenende steht für das Don Bosco Jugendwerk im Zeichen der Erinnerung an den Ordensgründer. Sein Todestag jährt sich 2013 zum 125. Mal. Der Priester widmete sein Leben benachteiligten Jugendlichen, die er mit einer damals ungewöhnlich zugewandten Pädagogik auf den rechten Pfad führen wollte. 250 Jugendhäuser existierten allein zu seinen Lebzeiten, seit über 90 Jahren arbeiten Institutionen auch in Bamberg an seinen Zielen. Eine feste Einrichtung, wenngleich sie stürmische Zeiten hinter sich hat, ist der Zirkus Don Giovanni. Hier präsentieren lokale wie internationale Varietékünstler am 1. und 2. Februar jeweils um 19 Uhr ein abwechslungsreiches Programm rund um das Thema Wasser. Akrobatik, Jonglage, Gesang, Luftakrobatik, FeuerPerformance, Objektmanipulation, Komik, Einradartistik und Hochradcomedy sind im Zirkuszelt am Teufelsgraben zu sehen. Der gesamte Erlös fließt der Arbeit des Jugendwerks zu. Abgerundet wird das turbulente Wochenende mit einem Festgottesdienst und einem

Bei aller Begeisterung über Richard Wagners 200. Geburtsjahr soll auch ein anderer großer Komponist nicht vergessen werden: vor 100 Jahren wurde Benjamin Britten geboren. Bekannt geworden insbesondere durch sein War Requiem, in dem der bedingungslose Pazifist die Trauer um die Kriegstoten zum Ausdruck bringt, umfasst sein Werk doch auch zahlreiche geistliche Kompositionen. Ihm zu Ehren gibt der musica-viva-Chor unter der Leitung von Ingrid Kasper ein Konzert in der Stephanskirche. Kerstin Rosenfeldt als Alt-Solistin und Naoko Fendrich an der Orgel lassen Werke wie Rosa Mystica, A Charm of Lullabies oder Hymn to St. Cecilia erklingen.

Bandscheiben­ vorfall E.T.A.-Hoffmann-Th., Studio sa, 2.2.2013, 20.00 Uhr Ob das Studio dafür ausreicht? Die neue Produktion „Bandscheibenvorfall“ verspricht Szenen, die nahezu jeder angestellt Berufstätige kennen dürfte: antichambrieren beim Chef. Und das nicht allein, nein: fünf Mitarbeiter sind gerufen. Ganz unterschiedliche Charaktere, ganz verschiedene Karriereziele. Nach

In Ihrer Firma ist das anders? Beobachten Sie die Figuren und erkennen Sie Ihre Kollegen wieder. Vielleicht genauer, als Ihnen lieb ist.

Nacht der Musicals KOnzerthalle sa, 2.2.2013, 20.00 Uhr Unüberschaubar inzwischen: das Angebot an Musicals auf deutschen Bühnen. Nicht selten werden ganze Theaterbauten um ein Bühnenstück herum entworfen. Große Namen aus London oder vom Broadway finden ihr Publikum seit Jahrzehnten auch in Deutschland. Dabei sind es oft nur wenige Titel aus diesen Großinszenierungen, die wirklich hängen bleiben. Mit diesen Stücken tourt jetzt eine Showtruppe durch das Land und präsentiert ein „best of“ von deutschen Musicalbühnen. Cats, Phantom der Oper, Dirty Dancing, Rocky Horror Show, Mamma Mia, König der Löwen und viele mehr kommen in einer Essenz in den Keilberthsaal. Das ist vielleicht nicht das ganz große Erlebnis einer Einzelaufführung, spart aber immens Reisekosten.

String Quartet(s) Villa Concordia Mo, 4.2.2013, 19.00 Uhr Wenige Genres haben es nötiger, beim breiten Publikum Hinwendung zu erzielen als die Kammermusik. Lockt das große Orchester Junge und Interessierte noch durch die bloße Wucht des Klangkörpers und die vielfältigen Schattierungen der Instrumente, so will das intime Zusammenspiel eines Streichquartetts erst einmal mit Geduld entdeckt sein. Georges Lentz, als Komponist derzeit Stipendiat der Villa Concordia, möchte seinen Teil dazubeitragen. Mit Hilfe seiner Klanginstallation „String Quartet(s)“ will er dem Besucher einen anderen, einen neuen Zugang zu den zarten Klängen ermöglichen. Moderne Technik und die ganz eigene Akustik der Grotte der Villa halfen ihm dabei, inspiriert wurde der Luxemburger von einem Bild der Künstlerin Kathleen Petyarre aus seiner Wahlheimat Australien. Die Installation ist bis zum 17. Februar zu sehen.

Traumreise VHS Altes E-Werk Mo, 4.2.2013, 20.00 Uhr Erst kürzlich kam es zu Tage: die Bamberger VHS ist führend hinsichtlich des Kriteriums „Kursangebot im Verhältnis zur Einwohnerzahl“. Aber kein Wunder – es gibt ja auch alles. Sogar einen Pantomimenkurs. Der hat aus der Improvation heraus das Thema für seine Semesterabschluss-Vorstellung gefunden: ein Schriftsteller gelangt durch die selbst erfundenen Geschichten in eine Traum-

Grafik: Adalis, Dramaturgie

Kultur in Sicht Februar 2013

Konzert der a-capella-Formation Six Pack am Sonntag, ebenfalls um 19 Uhr. Karten für beides im Spielwarenladen „Mauerblümchen“ in der Kleberstraße oder an der Abendkasse.


die ZWIEBEL 2/2013 kultur in sicht welt seiner Fantasie. Viel Raum für pantomimische Darstellung unter Leitung der Theaterpädagogin Maria Krumm.

Voll grotesk mit Tuba

Foto: Fab Five

Galerie am Stephansberg Mi, 6.2.2013, 19.00 Uhr Weltuntergang – ist ja sooo 2012. Die Angst davor ist freilich älter. Doch was ist schon die Befürchtung der Kelten (und Gallier), der Himmel könne einem auf den Kopf fallen, gegen das Schreckensbild des Karl Valentin: „Die Luft zitterte wie Schweinssulz, die Erde wühlte sich auf, die Vesuve speiten Honig und Sauerkraut“? Dieses Szenario und viele andere Beispiele der grotesken deutschen Dich-

tung greift Martin Neubauer auf und verbreitet es an mehreren Abenden ab dem 6.2. in der Galerie am Stephansberg. Dazu tanzt die Tuba von Heiko Triebener. Seien Sie aber bitte nicht enttäuscht, wenn am Ende des Vortrags plötzlich der Schluss eintritt.

Fab Five Jazzkeller fr, 8.2.2013, 20.00 Uhr Sie heißen Fab Five, spielen die Musik der berühmtesten Vier der Musikgeschichte, und das zu sechst. Mit Erfolg: unter Hunderten Teilnehmern (dass es davon so viele gibt...) wurden sie 2010 von den Hörern von Bayern 1 zur Bayerns bester Beatles-Band gewählt. Und wie

Narrenpredigt Gemeindehaus St. Josef, Hain Sa, 9.2.2013, 14.30 Uhr

das große Vorbild haben sie treue Fans. So viele, dass ein Konzerttermin gar nicht ausreicht, weshalb sie sowohl am Freitag als auch am Samstag im Jazzclub auftreten. Von „She Loves You“ bis „Let It Be“ haben sie das Beatles-Repertoire im Originalsound drauf. Damit es richtig original wird, fehlen nur noch die kreischenden Backfische in der ersten Reihe. Nachdem die Band jedoch überwiegend aus gesetzten Herren besteht, dürfen auch die Fans gern die Zwanzig schon überschritten haben.

konzerthighlights

Was war der Karneval, bevor er in den heutigen Klamauk ausgeartet ist? Eine Persiflage auf die Mächtigen, die Möglichkeit, einmal im Jahr kritisieren zu dürfen. Sich über die weltlichen Herrscher lustig zu machen ist in unserer Gesellschaft möglich und wird bisweilen sogar überstrapaziert. Über die Religionen lachen? Noch immer ein Tabu. Auf das Brechen von Tabus spezialisiert ist Roland Breitenbach. Der frühere Schweinfurter Pfarrer spricht und schreibt furchtlos, in über 50 Büchern wie „Der kleine Herr Bischof“ oder „Jesus wäre heute ein Palästinenser“. Natürlich hat er sich damit

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mäc härder

MUSIK OHNE (ALTERS-) GRENZEN

27.02.2013 live-cluB BAmBerg

23.02.2013 02.03.2013 hAAS-Säle BAmBerg Konzerthalle Bamberg Samstag

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21.03.2013

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14.03.2013 Stechert ArenA BAmBerg

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Die weltweit erfolgreiche Produktion ist zurück!

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13.07.2013 pArk deS Br nürnBerg


kultur in sicht die ZWIEBEL 2/2013

Ärger mit der Amtskirche eingehandelt, doch blieb er trotzdem über Jahrzehnte in seiner Gemeinde fest verankert. In seinem Vortrag am Faschingssamstag spricht er im Gemeindehaus St. Josef in der Balthasar-Neumann-Straße 14 über die Tradition der Narren- oder Büttenpredigten, in denen Hofnarren den Oberhirten den Spiegel vorhielten. Veranstalter ist der Verein Bildungsangebote Marianum e.V., dem man allein schon hoch anrechnen muss, dass er eine Vortragsreihe „Glaube und Humor“ mit Leben erfüllt.

Werner Koczwara Spiegelsaal der Harmonie sa, 9.2.2013, 20.00 Uhr Für den Normalverbraucher nur mit Humor zu ertragen: das deutsche Rechtswesen. Gründlich, wie wir nun einmal

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Faschingskonzert/ Semesterschluss­ konzert Konzerthalle s0, 10.2.2013, 17.00 Uhr Am Faschingssonntag müssen sich Musikfreunde entscheiden: Drama oder Komödie, feierlicher Ernst oder intelligenter Jux. Und beides um 17 Uhr in der Konzerthalle. Im Hegelsaal rufen Mitglieder der Symphoniker zum Faschingskonzert. Nachdem schon um 11 Uhr die Jüngsten mit dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saёns beglückt wurden, geht es am späten Nachmittag gewag(ner)t zur Sache: Als „Abschlusskonzert zur Eröffnung der Bamberger Richard-Wagner Festspiele“ kommt „Worst of Wagner“ auf die Bühne. Das Bemühen, das Schlechteste von Wagner zunächst zu identifizieren und dann auch noch dem Publikum vorzuwerfen, unterstützt Martin Neubauer in seiner Moderation. Natürlich könnte man es sich leicht machen

und Wagners Werke widerlich würgen, doch steht das angesichts der Qualität des Ensembles nicht zu befürchten. Die Bewährungsprobe für die Schallisolierung der Konzerthalle kommt aus dem anderen, Josef Keilberth gewidmeten Saal. Denn dort haben sich Chor und Orchester der Universität Bamberg Großes vorgenommen: Orffs Carmina Burana. Das Mammutwerk dürfte allein schon der Größe des Orchesters wegen den großen Saal beanspruchen, doch so beliebt, wie die Kantate beim Publikum ist, wird sich auch der Zuschauerraum gut füllen. Unter der Leitung von Burkart M. Schürmann singen Ingrid Peppel und Uwe Schenker-Primus die Solopartien.

5 nach 12 Club Kaulberg Mi, 13.2.2013, 20.00 Uhr Vorsicht, Club Kaulberg! Nachdem sich ein zweifelhafter Hofer Kleingastronom den Begriff „Weltuntergang“ für das Restaurationsgewerbe schützen ließ und nun im Nachhinein alle Mottoparty-Veranstalter verklagt: Vorsicht mit diesem Programm! Denn Stephan Bach und Rolf Böhm haben festgestellt, dass sie den von den Mayas prognostizierten *** überraschenderweise überlebt haben (wie der Rest der Menscheit auch). Und jetzt folgt der Blick zurück ohne Zorn, darauf, wie sich Chansonniers und Sketch­autoren zu allen Zeiten dieses Themas angenommen haben. Ein bunter Kleinkunstabend mit Satiren und Liedern über Endzeitpropheten und ähnlich unterhaltsame Zeitgenossen. Auch am 14. und 16.2. zur gleichen Zeit findet der *** im Club Kaulberg statt.

Celeste + Jesse LichtspielKino, cinestar Ab do, 14.2.2013 Na gut: wenn schon der Valentinstag halloweengleich über den großen Teich geschwappt ist und auch bei uns seit etlichen Jahren die Blumenhändler beglückt, warum nicht gleich den passenden Film dazu? Pünktlich zum 14.2. startet mit „Celeste + Jesse“ eine der typischen munteren amerikanischen Liebeskomödien. Die Story ist schnell erzählt: die Protagonisten erkennen um die 30, dass auch eine Collegeliebe nicht ewig halten muss und trennen sich. Wollen aber Freunde bleiben, gute Freunde, weshalb sie jede freie Minute miteinander verbringen, wie in alten Zeiten. Eines Tages passiert, was passieren muss: Jesse lernt eine andere Frau kennen (immer die Männer). Celeste will die Scheidung. Aber ach,... den Rest können Sie sich denken. Wenn Sie das noch nicht lockt, dann schauen Sie sich mal an, in welchen Meilensteinen der Filmgeschichte die Hauptdarsteller mitgewirkt haben: Rashida Jones („Trauzeuge gesucht“), Andy Samberg („Der Chaos-Dad“) und Emma Roberts („Valentinstag“). Na, wenigstens Elijah Wood („Herr der Ringe“) reißt es raus.

Märchenwelten Unteres Schloss, Bischberg So, 17.2.2013, 17.00 Uhr Zuviel Aufklärung, zuviel Rationalität ist anstrengend. Und so flüchtet der Mensch sich gern in die Romantik; ganze

Foto: Werner Koczwara

Kultur in Sicht Februar 2013

sind, haben wir alle Eventualitäten aufs Beste geregelt: das versehentliche Zustandekommen einer Eheschließung etwa oder verrückt gewordene Grundstücksbegrenzungen. Fälle wie diese hat Werner Koczwara aufbereitet, der seit 20 Jahren die Republik mit Komischem aus der Justiz bereist. Allein dieses Programm „Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt“ hat bisher über tausend Mal für ein fast immer volles Haus gesorgt. Auch aus Ottis Schlachthof kennt man den Schwaben und sein Motto: Lachen ist Notwehr.


die ZWIEBEL 2/2013 bamberger kulturleben

Lachen machen Einen Abend lachen für nur 7,50 Euro. Wem danach ist, der besucht die Comedy Lounge im Morph Club, und wer weiß: unter Umständen lacht er sich dort sogar schlapp.

Man nehme etwas Politisches, eine Portion Alltägliches, dazu ein Quäntchen Persönliches, würze es mit ordentlich Humor und gebe eine Prise fränkische Lebensart hinzu – fertig ist die Comedy Lounge. Einmal im Monat füllen Comedians aus Deutschland und der Region im Morph Club das Abendprogramm mit Witz, Charme und Professionalität. Mia Pittroff, Kabarettistin, Mundartautorin und Poetry Slammerin moderiert die Lounge seit vier Jahren. Die gebürtige Bayreutherin und Wahl-Berlinerin kriegt sie alle: Ob Helene Mierscheid aus Berlin, Philipp Moll aus Fürth oder Daphne DeLuxe aus Hannover – zu einer Einladung der Fränkin nach Bamberg kann kaum eine Comedygröße „Nein“ sagen.

Foto: Kultus Agentur

Über zwei Stunden inklusive Pause darf herzhaft gelacht werden, was das Zeug hält. Für Comedy vom Feinsten braucht es nicht viel: einen Comedian, ein paar rote und blaue Scheinwerfer, eine Bühne, ein Mikro und ein kleines, aber durchaus anspruchsvolles Publikum. 80 bis 100 Comedyfans finden im Morph Club Platz. An der Bar kann man sich in der Pause über den Abend unterhalten oder bei einem Bier oder einer Orangina einfach über den lustigen Abend freuen. Die Comedy Lounge, die vor über zehn Jahren in Würzburg ins Leben gerufen wurde, bietet inzwischen in Schweinfurt, Hof, Coburg und Bamberg Nachwuchskabarettisten, aber auch alten Comedyhasen Raum für Neues. „Die Comedy Lounge ist eine Bühne zum Ausprobieren“, sagt Pittroff. Wer hierher kommt, kann vor kleinem Publikum testen, wie sein Programm und seine Gags ankommen, bevor

Mia Pittroff moderiert die Comedy Lounge seit vier Jahren

er sich damit auf eine große Bühne traut. Und das soll auch so bleiben. „Mir ist es lieber, wenn diese Art der Kleinkunst sich bei einer kleinen Veranstaltung präsentiert“, sagt die Kabarettistin, „über etwas mehr Publikum würden wir uns aber dennoch freuen.“ Die Künstlerauswahl für die Lounges in Hof, Coburg und Bamberg in Zusammenarbeit mit der Konzertagentur Friedrich trägt durchaus Pittroffs Handschrift. „Franken ist nicht riesig mit Kabarettbühnen bestückt“, sagt sie. Spielfreudige Kollegen, die im Idealfall auch die Franken miteinbeziehen, sind immer herzlich willkommen. Viele Kollegen trifft sie selbst bei eigenen Auftritten, häufig ergibt sich der Kontakt spontan. Aber sie bekommt auch viele Anfragen. „Die Warteliste ist lang.“ [dp] Die Lounge Allstars aus Bamberg und Würzburg mit ihren Gästen aus ganz Deutschland treffen sich auch im Februar wieder. Termin: 21.02. um 20 Uhr im Morph Club, Eintrittspreis 7,50 Euro. Erwartet werden Der Weiherer, Jens Heinrich Claassen und Michael Eller. Die Moderation der Februar-Lounge übernimmt der Bamberger Autor und Poetry Slammer Christian Ritter.

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kultur in sicht die ZWIEBEL 2/2013

Hollywoods leben davon. Bevor es den Film gab, waren andere Kunstformen berufen, dieses Bedürfnis zu befriedigen, weshalb Malerei, Dichtung und Musik des späteren 19. Jahrhunderts in schönem Gleichklang den Freuden der Natur huldigten. Wenn die natürliche Natur nicht romantisch genug war, wurde eine Traumwelt erschaffen mit Feen, Geistern, Märchenfiguren. Den Fabelwesen in der Musik spürt die Bamberger Mozartgesellschaft nach, ein Trio mit Klavier, Viola und Klarinette spielt „musikalische Märchen“ der Romantik. Visualisiert wird das Gehörte durch ein Schattentheater von Iris Frötscher und Nadine Brand.

Heidi Friedrich Jazzclub do, 21.2.2013, 20.00 Uhr

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Neues Jahr, neues Programm: wenn der Karneval rum ist und das Leben wieder ernst, stellt sich Heidi Friedrich auf die Bühne des Jazzkellers, und zwar: schwindelfrei. So heißt der zweistündige Abend, und zunächst stellt sich die Frage: Nominativ oder Dativ? Schwindelt sie nicht oder schwindelt ihr nicht? Vermutlich letzteres, denn temperamentvolle Tanzeinlagen sind Bestandteils des Pro-

Dan reeder

J.b.o. Internet-Konzert so, 24.2.2013, 19.00 Uhr 25 Jahre Pink and Black: die Spaßrocker von J.B.O. feiern nächstes Jahr Jubiläum, das scheint größerer Vorbereitung zu bedürfen. Zwar findet das Konzert im Erlanger E-Werk statt und wäre daher eher kein Thema für die ZWIEBEL – wenn es nicht live und in Farbe in jedes Bamberger Wohnzimmer übertragen werden könnte. Das Internet macht‘s möglich. So loggen sich die Fans (und auch die

ETA-hoffmann-Theater, Foyer sa, 23.2.2013, 16.00 Uhr Klangkunst: beide Aspekte dieses Begriffs vereint der amerikanische Künstler und Musiker Dan Reeder in sich. Der Kunstverein konnte den Wahl-Nürnberger für eine Ausstellung und ein Konzert (erst im März) gewinnen. Ab dem 23. Februar sind seine neuesten Arbeiten im Theaterfoyer zu sehen. Die gut verständlichen, gern plakativen Gemälde bringen die Botschaft häufig direkt mit, doch ersparen sie dem Betrachter nicht das Denken. Zudem setzt Reeder sich und sein Erleben gern direkt ins Bild, wie in den „Gedenkstätten für Erinnerungen, die ich nicht mehr habe“. In Doppelfunktion wirken auch die von ihm gestalteten Musikinstrumente. Dreisaitige Holzkistenbässe und das Farb­eimerschlagzeug werden einerseits tatsächlich für die Aufnahmen seiner Musik verwendet, sind andererseits wieder Kunstobjekte in sich. Bemalte Instrumente, vorzugsweise in blau, an Keksdosenverstärker angeschlossen: so ist Musik sogar sehenswert.

Keilberthsaal angesetzt werden. Aber sie können auch was: zu acht, zwei Personen mehr als bei a capella-Ensembles üblich, lassen sie in atemberaubendem Tempo Welthits im Originalsound nur mit der Kraft ihrer Stimmen entstehen. Dabei geht es munter zwischen Bach und Britney Spears hin und her, und selbst die komplizierten Arrangements von Michael Jackson klingen täuschend echt. Doch bleibt es nicht dabei: das quirlige Oktett macht nebenbei noch allerhand Späße und will so am 26. und 27. für zwei rundum unterhaltende Abende sorgen.

Collegium novum Villa Concordia D0, 28.2.2013, 19.00 Uhr

Neugierigen, die sich unter Titeln wie „Fränkisches Bier“, „Faulheit siegt“ oder „Misanthropoly“ nichts rechtes vorstellen können) am Sonntag abend unter www.live13.jbo.de ein und sind live dabei. Wenn die Bandbreite reicht. Und damit ist ausnahmsweise nicht gemeint, wie breit die Band ist.

Voca People KOnzerthalle Di, 26.2.2013, 20.00 Uhr „Wetten, dass“ ist immer noch ein Promotionturbo in Deutschland. Auch die Voca People hat er beschleunigt, offenbar so wirksam, dass gleich zwei Termine für die Damen und Herren in Weiß im

Abschiedskonzert in der Villa Concordia – denn ein Jahr ist so schnell vorbei; die Heimreise naht für alle Stipendiaten, so auch für die Komponisten. Auf Initiative von Annette Schmucki tritt zuvor noch das viel gerühmte Solistenensemble Collegium Novum aus Zürich auf. Unter der Leitung von David Philip Hefti hat es sich der Aufführung zeitgenössischer Musik verschrieben, häufig im Kontext zu Kompositionen vergangener Epochen. Besonders gern in enger Zusammenarbeit mit den Komponisten. Ein Abend wie maßgeschneidert, denn die 25 Musiker haben Werke aller vier Komponisten des aktuellen Jahrgangs einstudiert. Ansgar Beste, Georges Lentz, Andrea Lorenzo Scartazzini und eben Annette Schmucki haben somit noch einmal die beste Gelegenheit, ihre Arbeiten dem Bamberger Publikum en bloc zu präsentieren. Es dürfte eng werden im großen Saal der Villa. [hb]

Foto: JBO

Kultur in Sicht Februar 2013

gramms. Dazwischen geht es wie immer um die Untiefen des Lebens, simsende Kühlschränke, als Erdbeeren verkleidete Sägespäne, aber im Wahljahr 2013 auch um die Politik. Die eingewanderte Rheinländerin wird Horst Seehofer aufs Maul geschaut haben, wenn sie den „flexiblen Standpunktwechsel“ zum Prinzip erhebt und Politikern lauscht, welche heute Worte äußern, die sie gestern selbst nicht geglaubt haben. Wem würde da nicht schwindlig?


die ZWIEBEL 2/2013 anzeige Als besonderer Genuss entpuppte sich der schöne, alte Choral „Es ist ein Ros´ entsprungen“ in einer Bach-Bearbeitung aus der Feder des Dirigenten, den Kammerchor und Domknaben im Wechsel getragen-langsam intonierten, während die Sinfonietta vor ihnen spannungsreich kontrastierend energisch aufspielte.

Fotos: Markus Raupach, Helmut Ölschlegel

Stimmungsvoller Konzertabend So viel Gesang war nie – das Bamberger Weihnachtskonzert 2012 wartete gleich mit drei brillanten Chören auf. Und wie alljährlich bei der „Weihnachtssinfonie“ wurde nach und nach aus Solisten, Orchester, Chören und Publikum eine Einheit, die sich gemeinsam auf das Fest der Liebe einstimmte.

Das hauptsächlich aus Werken Georg Friedrich Händels gestaltete Programm „Silberklänge“ wurde unter Leitung des Symphoniker-Konzertmeisters Harald Strauss-Orlovsky facettenreich präsentiert vom Bamberger Oratorienchor (Christoph Dartsch), den Bamberger Kammerchor-Solisten (Astrid Schön-Roeder) und den Knaben des Bamberger Domchors (Werner Pees), die man für ihren ersten Auftritt im Rahmen des Bamberger Weihnachtskonzerts frenetisch feierte. Ebenfalls meisterhaft interpretierend trugen auch Sopranistin Nina Romy Dörfler sowie die Solotrompeter Lutz Randow und Johannes Trunk dazu bei, die Weihnacht in der ausverkauften Konzerthalle silbrigstrahlend erklingen zu lassen. Traditionell waren die Jüngsten selbstverständlich wieder mit von der Partie: Sophia (6) und Lucius (9) aus der veranstaltenden Künstlerfamilie StraussOrlovsky wechselten munter zwischen Cembalo und Violinen, sensibel sekundiert vom hochkarätigen Kammerorchester Sinfonietta Bamberg.

Bei „O du fröhliche“ und „Hört, der Engel helle Lieder“ waren schließlich alle vereint. Mit jubelndem Glanz aus der Höhe beteiligte sich dabei auch der Unterstufen-Chor des ETA-Hoffmann-Gymnasiums; die von Martina Bönig-Wünsch bestens einstudierten Koloraturen krönten trefflich das gemeinsame Musizieren von Bühnen-Protagonisten und Publikum in der finalen Weihnachtssinfonie. Wieder einmal war der Beweis erbracht, dass man auch jenseits der großen Orchestermusik kunstvolle und niveauvolle Konzertabende gestalten kann. Eine Melange aus Klassik und bekannten Liedern wurde zum herzerfrischenden Erlebnis für Jung und Alt. M. Raupach/A. Körber/Bamberger Mozartges.

Das diesjährige Bamberger Weihnachts­ konzert: 22. Dezember 2013 um 17 Uhr Vorverkauf ab 1. Mai www.weihnachtssinfonie.de

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bamberger kulturleben die ZWIEBEL 2/2013

Eine Fortissimofanfare zu Ehren des Musikvereins

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Das von der ARD preisgekrönte Auryn Quartett bringt der Musikverein am 16. Februar in die Konzerthalle

Keine Stadt vergleichbarer Einwohnerzahl kann mit einem Orchester von Weltrang aufwarten, wie es die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie (unter ihrem Chefdirigenten Jonathan Nott geworden) sind. Aus den Reihen der Staatsphilharmoniker finden sich immer wieder Ensembles zusammen, die in unterschiedlichsten Besetzungen ein breites kammermusikalisches Repertoire in Konzerten darbieten. Es darf aber nicht vergessen werden, dass es, ehe die aus Prag kommenden späteren Bamberger Symphoniker sich nach dem Zweiten Weltkrieg hier ansiedelten, der Musikverein Bamberg war, der sich um die städtische Musikkultur verdient machte. Und immer noch macht. Im vergangenen November ist der Verein für sein nimmermüdes, noch dazu im Ehrenamt geleistetes, Engagement mit der höchsten kulturellen Auszeichnung der Stadt, dem

E.-T.-A.-Hoffmann-Preis bedacht worden. Die 6000 Euro sind bestens angelegt. Schließlich ist eine so hochkarätige Konzertreihe, wie sie der von Andrea Paletta mit Verve, mit Kenner- und Könnerschaft seit über anderthalb Jahrzehnten angeführte Musikverein Bamberg bietet, für wenig Geld nicht zu haben. Die Mitgliedsbeiträge reichen da bei weitem nicht aus. Und so ist man denn auf Förderer und Sponsoren, auf Zuwendungen seitens der Stadt angewiesen. Die Anfänge des Musikvereins reichen zurück ins frühe 19. Jahrhundert. Die Zeit der Fürsten, der Fürstbischöfe und ihrer Kapellen war vorbei. Es war das Bürgertum, das am endlich öffentlichen Musikleben teilhaben wollte. Über das Musizieren im häuslichen Kreis hinaus wollte man um 1820 herum das Konzert-

Foto: Marion Koell

Bamberg kann sich in vielerlei Hinsicht glücklich schätzen. Die Landschaft, die Lebensqualität, die noch immer vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten, letzteres bei einem enormen Angebot an Kultur, um welches vergleichbare Städte Bamberg beneiden dürften, sprechen eine eindeutige, eine angenehme Sprache, die nicht nur Einheimischen gefällt. Gerade für Freunde der Musik (übrigens nicht nur der klassischen, man denke etwa an den Jazzclub und die dort immer wieder gastierenden Größen) tut sich an der Regnitz ein Eldorado auf.


die ZWIEBEL 2/2013 bamberger kulturleben leben pflegen, beispielsweise auch dadurch, dass man das Theaterorchester – eine Dekade zuvor hatte E.T.A. Hoffmann nicht unbedingt auf bestem Fuße mit den Musikern gestanden – unterstützte. Nach einigen, teils kriegsbedingten, Turbulenzen gründete sich der „Musikalische Verein vorzugsweise zur Pflege klassischer Musik“ anno 1872 neu. Bald begann die Hochzeit des Vereins, der gefeierte Virtuosen und herausragende Orchester an die Regnitz holte. Im inzwischen trotz Bürgerprotest extinkten Zentralsaal an der Promenade fanden Konzerte statt, die lange in der Erinnerung blieben. Heute ist es ein absolutes Rarissimum, außer den heimischen Symphonikern ein Spitzenorchester in der Domstadt zu erleben. Im Zentralsaal aber waren die Philharmoniker aus München und die aus Dresden zu Gast, daneben die Wiener Symphoniker. Gleich zweimal konnte man die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler nach Bamberg locken. Dies war das Verdienst des unvergessenen jüdischen Unternehmers Willy Lessing, Schatzmeister des Vereins, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde und bedeutender Mäzen. Nach dem Krieg waren es die Symphoniker unter Joseph Keilberth, die den Bamberger Bürgern orchestralen Glanz boten. Der Musikverein zog sich aber keineswegs zurück, sondern setzte mehr und mehr auf Kammermusik. Sechs, sieben Konzerte mit jeweils wirklich herausragenden Interpreten sind es heute, die das Publikum zumeist in den Keilberth-Saal ziehen, ab und an, wie bei einem mehrtägigen Klavierfestival, in den Spiegelsaal der Harmonie. Freilich dürften es gern, Platz ist ja genug, die Akustik grandios, mehr Zuhörer sein, bei den günstigen Eintrittspreisen sowieso.

Dem Musikverein ist es zu verdanken, dass die kanadische Pianistin Angela Hewitt mit Bach zu hören war, dass der phänomenale Grigori Sokolow auch in Bamberg seine Chopinzugabenflut abfeuern konnte, dass eine Sharon Kam und eine Shirley Brill, um zwei jüngere Klarinettistinnen anzuführen, nach Bamberg kamen. Überhaupt ist es häufig der Nachwuchs, sind es die noch nicht ganz, ganz oben angekommenen Musiker, die es dem Musikverein angetan haben.

Immer wieder Preisträger Andrea Paletta hat sehr gute Verbindungen zum Deutschen Musikrat und zum Musikwettbewerb der ARD in München. So sind immer wieder Preisträger dieses renommierten Wettbewerbs zu erleben. Freilch auch alte Hasen, wie die unverwüstlichen King‘s Singers, die am 22. März Madrigale Carlo Gesualdos singen, daneben mit Sätzen aus „Sacred and Profane“ an Benjamin Brittens Hundertsten erinnern werden. Bereits am 16. Februar sind das ARD-preisgekrönte ­Auryn Quartett und der Cellist Niklas Schmidt zu hören (Haydn, Schubert, Witold Lutoslawski), das Notos Quartett spielt am 13. April Klavierquartette von Mozart, Brahms und William Walton, alle in Moll. Zum Saisonschluss geben die junge Bratschistin Madeleine ­Przybyl und die nicht minder junge Kerstin Mörk am Flügel unter anderem Robert ­Schumanns „Märchenbilder“. Apropos Nachwuchs: „Junge Stars von morgen, heute schon gehört“ heißt das Konzert im Spiegelsaal der Harmonie, am 3. Mai, das der Musikverein gemeinsam mit dem Landesausschuss Bayern von „Jugend musiziert“ veranstaltet. Es spielen Preisträger des Landeswettbewerbs. Das beste zum Schluss: Der Eintritt ist frei. [jg]

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gelauscht die ZWIEBEL 2/2013

[fk]

Gelauscht Februar 2013

Hotel Bossa Nova Na Meia Luz Enja Records Liza da Costa, die Tochter eines Inders und einer Portugiesin , ist das stimmliche Aushängeschild von Hotel Bossa Nova. Jazz war ihre erste Liebe, die sie zwischenzeitlich für Dance & Pop (Captain Jack) aufgab. 2005 startete sie zusammen mit dem Trio Sonntag/Stamm/

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Höhn einen versierten Neuanfang, der aktuell mit dem vierten Album „Na Meia Luz“ aufwartet. Die zahlreichen Konzerte im In- und Ausland haben das Quartett zwischen Jazz, Bossa Nova und Weltmusik zusammengeschweisst, das Repertoire von „Feminina“ bis hin zu „Liberdade“ hat man prägnant und punktgenau im Studio eingespielt. Nicht weiter verwunderlich also, dass sich die in Wiesbaden lebende Gruppe vom Nachspielen der brasilianischen Klassiker verabschiedet hat und stattdessen

Selig Magma Universal Music Ihr Debütalbum mit dem zeitlosen Evergreen „Sie Hat Geschrien“ erschien 1994 und schrieb deutschsprachige Alternative-Rock-Geschichte. Es folgten weitere Veröffentlichungen, der Split aufgrund menschlicher und musikalischer Differenzen, mäßige Soloprojekte und die Reunion 2009. „Magma“ ist das dritte Album nachdem die Fünf wieder zusammen Musik machen und wahrscheinlich eines ihrer besten. Der Freetrack „Love & Peace“, die Single „Alles Auf Einmal“ und auch der Rest des Albums enttäuschen nicht. Noch immer macht Jan Plewkas

Stimme den Unterscheid zu anderen Bands des gleichen Genres aus. Er, der auch erfolgreich auf Rio Reisers Spuren wandelt, lebt mit den alten Freunden & Musikern den Retro-Rock. Als Produzent konnte man mit Steve Power (u.a. Blur, Robbie Williams) einen Fachmann gewinnen, der die Rückbesinnung Seligs auf ihre alten Werte erfolgreich mitgestaltete. [fk]

The Script „#3“ Sony Music Int.

Seit ihrem gleichnamigen Debütalbum (2008) und dem Nachfolger „Science & Faith“ (2012) gelang dem irischen Trio The Script der Aufstieg von einer talentierten Gruppe Studio-Musiker zu Weltstars. Die Pop-Rock-Band aus Dublin gehört zum festen Mainstream-ChartIventar, was sich auch mit „#3“ nicht ändern wird. Daniel O´Donoghue (Gesang/ Keyboard), Mark Sheehan (Gitarre) und Glen Power (Schlagzeug) geben bereits auf der Single „Hall Of Fame“ die Richtung vor, die wieder verstärkt auf Black Music-Einflüsse aus Hip Hop und R´n´B setzt. Das gesamte Album entstand in

den Londoner Sphere-Studios, unterstützt von Produzent Barry und Mixprofi Stent (u.a. Coldplay, Oasis, No Doubt). Und da Till Schweiger „Hall Of Fame“ für seinen Kinofilm „Kokowääh 2“ als Titelstück gewählt hat, werden die Iren auch hierzulande ab Februar ganz oben in den Charts zu finden sein. [fk]

Ziggy Marley In Concert Tuff Gong Worldwide

Reggae-Ikone und fünffacher GrammyGewinner: Ziggy Marley, der älteste Sohn von Rita und Bob Marley, veröffentlicht mit„In Concert“ sein fünftes Solo-Album. „In Concert“ wurde bei der Welttournee von Ziggy Marley im Jahr 2012 aufge-

nommen. Live und auf CD funktioniert dieser Best Of-Mix so hervorragend, weil der jamaikanische Songwriter/Gitarrist u.a von versierten Musikern wie Gitarrist Takeshi Akimoto und Schlagzeuger Santa Davis (Peter Tosh, Jimmy Cliff) beglei-

tet wird. Zudem weist das Songmaterial jede Menge eigene Hits wie „Wild And Free“ oder „Personal Revolution“ auf und enthält mit „War“ und „Is This Love“ auch zwei Klassiker seines 1981 verstorbenen Vaters. Ziggy Marley geht es nach wie vor darum, das Erbe seines Vaters aufrechzuerhalten, positive Werte zu vermitteln und seine Sprache dafür bleibt der Reggae. [fk]

Little Roman & The Dirty Cats Dirty Cats Boogie www.littleroman.jimdo.com Zuerst als reines Nebenprojekt gegründet, hat sich aus der belgischen Formation um Bassist Arnaud Pemmers (The Moon Invaders) mittlerweile eine feste Band entwickelt. Mit „Dirty Cats Boogie“ präsentieren Little Roman & The Dirty Cats ihre Debüt-CD und haben sich darauf ganz dem Rockabilly/ Rock´n Roll der 50er Jahre gewidmet. Die durch zahlreiche Bühnenauftritte zusammengeschweisste Band hat ihren druckvollen Sound aus Coverversionen

Foto: Thomas Rabsch

mit eigenem Songwriting brilliert. Und damit können sie definitiv überzeugen.


die ZWIEBEL 2/2013 gelauscht

(u.a. „Big River“ von Johnny Cash) und Eigenkompositionen (Can´t Go On Like This) nachhaltig gefunden. Nachdem das Quartett in Belgien bereits zu einer der erfolgreichsten Bands abseits des Mainstream gehört, wollen Little Roman & The Dirty Cats nun auch vermehrt im Ausland auftreten. Am Sa., 16.02. hat man in Bamberg/Sound-n-Arts die nächste Gelegenheit, eine ´Dirty Cats Party´ zu feiern. [fk]

P. Morello-Tizian Jost-Erivelton Silva Afternoon in Rio In + Out Records Der deutsche Produzent und Gitarrist Paulo Morello a.k.a. C. P. Schmidkunz

spielt schon seit Jahren mit erstklassigen Musikern der brasilianischen Samba- und Bossa Nova-Szene zusammen. Regelmäßig veröffentlicht er davon auch CD´s, aktuell „Afternoon in Rio“, aufgenommen als Trio mit Pianist Jost und Schlagzeuger/Percussionist Silva. Musikalisch bewegt sich das Gipfeltreffen leichtfüssig zwischen Jazz, Samba, Bossa Nova, bahianischen Rhythmen und Bebop. Der Dreier entfacht einen empfehlenswerten Mix, der vom gleichnamigen Titelstück bis hin zu „Let´s Vamos“ insgesamt 13 Stücke umfasst. Der Plan, Brasil-Jazz im Format der klassischen

Orgel-Trios zu präsentieren, geht auf. Und man sollte sich nicht täuschen: Ein entspannter Nachmittag in Rio de Janeiro kann ganz schön heiß werden, siehe „Canto Da Liberdade“ [fk]

GUSTAV MAHLER DRITTE SYMPHONIE OEHMS CLASSICS Solange ist es noch gar nicht her, dass viele Orchester (und auch nicht wenig Klassikfreunde) um das symphonische Schaffen Gustav Mahlers einen weiten Bogen machten. In den letzten Jahren aber sind die, wenn man die letzte, fragmentarische mitrechnet, insgesamt zehn Symphonien derart häufig eingespielt worden, dass man den Überblick zu verlieren geneigt ist. An die Seite der frühen Zyklen von Rafael Kubelik, von Eliahu Inbal, Bernhard Haitink und Leonard Bernstein sind beispielsweise Aufnahmen mit dem Tonhalleorchester Zürich (David Zinman), der Berliner Philharmoniker (Simon Rattle), des Bayerischen Rundfunks (Mariss Jansons) und – hochgelobt – der Bamberger Symphoniker unter Jonathan Nott getreten. Auch das Kölner Gürzenich Orchester, am Pult Markus Stenz, der im Juni der Jury des Vierten Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs der Bamberger Symphoniker angehören wird, macht sich daran,

eine Gesamtaufnahme einzuspielen, die 2014 abgeschlossen sein soll. Wie schon in der Zweiten, weiß die Fürtherin Michaela Schuster Mezzosopran Text und Melodiebögen des Solos „O Mensch! Gib acht!“ beseelt auszugestalten. Von Anfang an setzt Stenz auf eine eher schlanke, auch im Tempo flotte Lesart, gut durchhörbar sind die einzelnen Stimmen und feinen Soli. Selbst das Finale Adagio, sicherlich einer der bewegendsten, aufwühlendsten Sätze von Mahler überhaupt, ist hier um Minuten kürzer als bei anderen Aufnahmen. Und doch bleibt die Spannung gewahrt. Mahler im Kon-

zert ist im Februar im Keilberthsaal zu hören. Nott und seine Symphoniker machen die Vierte (Christiane Karg, Sopran) und die vom Gürzenich uraufgeführte Fünfte. Damit geht es dann auf Spanientournee. [jg]

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anzeige die ZWIEBEL 2/2013

Das Auge isst mit

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Kunst im Café? Nun, irgendwelche Bilder hängen in jeder Gaststätte, nicht selten einfache Drucke aus dem Baumarkt in billigen Plastik­ rahmen. Doch echte Dalis, Rizzis – und nun auch noch eine OriginalStatuette von Markus Lüpertz? So etwas gibt‘s in Bamberg nur in der Austraße – in der Cafè Bar New York.

aber das Ziel muss sein, dass diese Investition nicht verloren geht“. Und so kommt in der Café Bar New York die Kunstbegeisterung des Inhabers zusammen mit dem Bestreben, auch langfristig von der Wertsteigerung der Kunstwerke zu profitieren. Er genießt seine „Kunst am Arbeitsplatz“, und ganz nebenbei bekommen die Gäste des Cafés ein ungewöhnliches Ambiente geboten. „Einen Glücksfall für die Bamberger Gastronomie“ nennt Galerist Mayer, selbst Stammgast geworden, den gemütlichen, kleinen Betrieb mit nur rund 20 Plätzen. Er freut sich, dass die Werke aus seiner Galerie nicht in Wohnzimmern verschwinden, sondern dem öffentlichen Raum erhalten bleiben.

„Angefangen hat alles mit James Rizzi“, erzählt Inhaber Walter Fischer zu Klängen von Jazz und französischem Chanson am Tresen seines Gastraums. Auf einer USA-Reise hat er sich für die wuseligen New York-Ansichten des 2011 verstorbenen Pop Art-Künstlers mit ihrer dreidimensionalen Ausgestaltung begeistert. Nach der Rückkehr suchte Fischer nach einem Galeristen, der Rizzis Werke anbot – und wurde ganz in der Nähe fündig: Richard H. Mayer vom Kunstkontor Bamberg hatte den international gefragten Künstler einige Jahre zuvor in sein Angebot aufgenommen.

Jüngster Coup ist der Erwerb der Skulptur „Hölderlin“ von Markus Lüpertz. Der Maler und Bildhauer ist an der Elisabethenkirche bekanntlich mit seiner Großplastik „Apoll“ vertreten, die Walter Fischer – anders als manchen Bambergern – gut gefällt. Der Tipp, die 45 cm hohe Bronze­skulptur dieses Künstlers anzukaufen, geht ebenfalls auf Mayer zurück: „Mit einer kleinen Auflage von nur 45 Exemplaren ist diese Serie, das Original steht in London, auf dem internationalen Kunstmarkt äußerst gefragt. Die Auflage war sehr schnell ausverkauft, mit einer deutlichen Wertsteigerung ist zu rechnen“, betont der Experte. Jedes Exemplar der Serie ist auf

Aus diesem ersten Ankauf wurde eine regelmäßige Geschäftsbeziehung, weitere Rizzis fanden den Weg in das Cafe: sechs Originale zieren mittlerweile die Wand zwischen Eingang und Tresen. Wenn man jedoch um die Dali-Verbundenheit von Richard H. Mayer weiß, überrascht es nicht, dass er Fischer auch zu einer Grafik des großen spanischen Surrealisten geraten hat: „Kunst ist immer eine Investition,

Stilecht: der Rizzi-Schuh gehört zu Stammgast Thomas Burkard


die ZWIEBEL 2/2013 anzeige unterschiedliche Art handbemalt, „und wir haben uns den Ausdrucksstärksten herausgesucht“, findet Gastronom Fischer. Doch nicht nur die internationale Kunstwelt hat Platz in den holzgetäfelten Räumen der alten fürstbischöflichen Münzstätte von 1375. Zwischen den Kunstwerken hängen die Portraits bekannter Bamberger Künstler. Irene Hottelmann-Schmidt hat ihre Fotosammlung von Persönlichkeiten wie Hans Morper, Anna Löffler Winkler, Hans Liska, Volker Hinniger oder Robert Haderlein als Leihgabe an das Café überreicht, zusammen mit einem sorgsam zusammengestellten Ordner, der Wissenswertes zu Werk und Lebensweg jedes Künstlers enthält.

Fotos: Anny Maurer

Mit gleicher Sorgfalt betreibt Walter Fischer auch seit sechs Jahren seine Café Bar. Ursprünglich Produktionsleiter einer Großbäckerei, entschied sich der 49-jährige nach Trennung vom Unternehmen dafür, das Café

Galerist Richard H. Mayer berät Walter Fischer bei der Auswahl seiner Kunstwerke

Café-Inhaber Walter Fischer vor dem Rizzi-Kunstwerk, mit dem alles begann

zu eröffnen: „Nie mehr einen Chef haben“, das war nur eine Motivation von mehreren. Zusammen mit seiner Ehefrau Christine Fischer, die den Frühstücksservice betreibt und einer früheren Kollegin bedient er seine Gäste jetzt von 9.30 Uhr bis nachts um zwei. Kommen tagsüber eher Stammgäste, Shopper und Kunstfreunde in die Austraße 8, so dominieren abends Studenten das Geschehen. Die Gäste genießen – neben den Bieren der Brauerei Sonne aus Fischers Heimatort Bischberg – kleine Speisen, Cocktails, ausgewählte Weine und Cognacs und einen ganz besonderen Kaffee. Denn die Namensgebung des Cafés geht nicht etwa auf James Rizzi und dessen Heimatstadt zurück, sondern auf eine kleine, erlesene Kaffeerösterei in der Nähe von Florenz. Sie liefert seit den 1930er Jahren unter dem Namen „Caffee New York“ außergewöhnlich gute Bohnen – in Bamberg exklusiv an Walter Fischer. Damit Kunstfreun-

de mit allen Sinnen genießen können: luxuriösen Kaffee für den Gaumen, stilvolle Musik für das Ohr – und außergewöhnliche Kunstwerke für das Auge. [hb] Cafe Bar New York, Austraße 8 Telefon 2 83 64 87 www.fischermans-cafe-bar-new-york.de

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ausgestellt die ZWIEBEL 2/2013

ausgestellt Februar 2013

Gestern – heute – morgen

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Rathausschänke, ob. Brücke Mo-so ab 11 Abstrakte Motive in Pastellkreise und Tempera von Sigi hirsch bis 28.2.2013

Deutsch-französi­ sche Freundschaft

Biodiversität in entenhausen

ETA-Hoffmann-Theater, Foyer zu den Öffnungszeiten Karikaturen zu 50 Jahren Dt.Franz. Freundschaft bis 4.2.2013

Naturkundemuseum di-so 10-16 Ein einblick in die reichhaltige Tierwelt von Entenhausen bis 17.2.2013

Mike Rose

Dan Reeder

Klinikum – Foyer ganztägig

ETA-Hoffmann-Theater, Foyer zu den Öffnungszeiten

Ausstellung im Gedenken an den Maler, Bühnenbilder und schriftsteller anlässlich seines 80. Geburtstags bis 1.3.2013

Arbeiten des US-Malers und Musikers Ab 23.2. bis 6.04.2013

String Quartet(s) Villa Concordia Mo-do 8-12, 14-16, fr 8-13, sa,so 11-16 Installation zur Komposition in der grotte der Villa Concordia Ab 5.2 bis bis 17.02.2013

Karl May – Traumwelten Villa Dessauer di-Do 10-16, Fr-So 12-18 Illustrationen und Grafiken verschiedener Künstler – 100 Jahre Karl May Verlag ab 26.2. bis 12.05.2013

Fotos: Tobias Bohm, Zdenek Burian

Aktuelle Ausstellungen in Bamberg


die ZWIEBEL 2/2013 scharlotte

Scharlottes Welt Die Welt sieht anders aus, wenn man sie mit den Augen einer Zwiebel betrachtet. Aber hat eine Zwiebel überhaupt Augen? Scharlotte schon – und mit denen sieht sie das Leben in unserer Stadt aus einem ganz eigenen Blickwinkel.

Foto: Katja Kölbl

Ritter, Drachen, Burgfräulein – in Bamberg tanzt der Bär beim Faschingsumzug am 12. Februar. Aber wissen Sie, wen Sie dabei garantiert nicht finden werden? Mich. Ich will weder schunkeln, noch singen und mich erst recht nicht mit anderem Gemüse um die paar mickrigen Bonbons streiten, die von den Faschingswägen geworfen werden. Im vergangenen Jahr wäre ich fast von den rollenden Werbeträgern diverser Autohäuser überfahren worden! Wenn die Bamberger schon Fasching feiern wollen, dann bitte richtig. Nach fränkisch-alemannischer Tradition braucht es Holzmasken und laute Schellen, um den Winter symbolisch zu vertreiben. Wir hatten bisher noch keinen richtigen Winter? Stimmt auch wieder. Aber das kann man ja

getrost der globalen Erderwärmung in die Schuhe schieben. Apropos: Es wäre bestimmt kein Schaden, statt des Winters die Klimaveränderung zu vertreiben. Falls jemand dazu eine gute Kostümierung einfällt: Fotos bitte an die Redaktion. Fasching ist ja vor allem in katholischen Gebieten verbreitet – die Protestanten haben es dem katholischen Bamberg nur nachgemacht. Und jetzt feiern sie gemeinsam. Eigentlich auch völlig sinnfrei. Denn: Ursprünglich wollten die Katholiken noch mal richtig auf den Putz hauen, bevor sie von Aschermittwoch an 40 Tage lang fasteten. Macht heutzutage doch keiner mehr. Obwohl: Sich die Reden am politischen Aschermittwoch anzuhören ist oftmals Strafe genug.

Ein weiterer Faschingsbrauch kommt aus dem alten Rom. Dort feierten die Römer im Altertum das Saturnalienfest. An diesem Tag wurden die Rollen getauscht und die vornehmen Herren bedienten ihre Sklaven. Aus dieser Tradition heraus haben sich die heutigen Büttenreden entwickelt: Leute aus dem Volk schwingen sich auf die Bühne und sagen den Großkopferten ihre Meinung. Das ist mal mehr, mal weniger lustiger. Oftmals überhaupt nicht. Vielleicht kann ich Fasching auch einfach nicht leiden, weil damals wie heute oft Zwiebelsuppe auf den Tisch kommt. Aber nicht mit mir. Ich werde die Narren als Knoblauch verkleidet narren. Und bleibe am Rosenmontag zuhause. [kk]

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bamberger kulturleben die ZWIEBEL 2/2013

Sehen und gesehen werden

Es ist kein Zufall, dass die Künstlerin Rosa Brunner ein so extravagantes Brillenmodell auf der Nase trägt. Genau hinzusehen ist schließlich die Vor­aussetzung dafür, Dinge abzubilden. Das sollen auch die Teilnehmer des Kurses „Porträtieren“ der Uni Royal lernen. Doch Sehen ist das eine. Das Gesehene aufs Papier zu bringen, das andere.

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die ZWIEBEL 2/2013 bamberger kulturleben

Bei ihr hat es auch so angefangen. „Das Porträtieren war mein Einstieg in die künstlerische Auseinandersetzung mit mir selbst.“ Ständig fallen Rosa Brunner solch bedeutungsschweren Worte aus dem Mund. Man möchte sie alle festhalten und aufschreiben. Aber Rosa redet schnell, während die Augen hinter der großen Brille flink die Situation im Raum erfassen. Die sechs Kursteilnehmerinnen sind aus der Mittagspause wieder in den Übungsraum der Uni Royal zurückgekehrt.

Ihr Modell Eva Pachale hat es da leichter. Sie darf beim Erzählen nur ihre Kopfhaltung nicht verändern. Die 58-Jährige unterrichtet am humanistischen Franz-Ludwig-Gymnasium in Bamberg und arbeitet eigentlich gegenständlich. „In meiner Freizeit, mit Ton“, setzt die Bambergerin nach. Doch obwohl sie gerne und gut zeichnet, fällt es ihr schwer, den Charakter ihres Gegenübers in einem Porträt festzuhalten. „Das ist schon etwas anderes und es ist sehr schwer, eine Ähnlichkeit herzustellen“, sagt sie. „Aber ich wollte das immer „Die Menschen müssen lernen, sich wieder anzusehen schon mal versuchen und es und richtig wahrzunehmen“ (Silvia Schär Hahn) macht Spaß.“

Fotos: Anny Maurer

Paarweise stehen sie vor den Staffeleien, auf deren Papier sie am Vormittag mit ungeduldigen Bleistiftspitzen Nasen, Augen und Ohren zeichneten. Jetzt sollen sie ihr Gegenüber porträtieren. Sylvia Schär Hahn und Eva Pachale haben sich schnell geeinigt. Sylvia findet es unangenehm, als Modell mit Blicken taxiert zu werden, also stellt sie sich hinter die Staffelei und beginnt mit dem Zeichnen. Normalerweise ist sie es, die andere beobachtet. Die Schweizerin ist Ethnologin und hat sich auf interkulturelles Coaching spezialisiert. Vor kurzem bezog sie in der Uni Royal ein Büro. Das Porträtieren, meint die 52-Jährige, könne sie gut in ihr Coaching einbauen. „Die Menschen müssen lernen, sich wieder anzusehen und richtig wahrzunehmen“, sagt sie. Das habe viel mit Respekt zu tun. Während sie erzählt, hält Sylvia Schär Hahn mit dem Zeichnen inne. „Beides zusammen geht nicht. Ich muss mich sehr konzentrieren“, erklärt sie. Denn das Zeichnen habe sie zwar schon immer gemocht, aber Porträtieren? Das sei etwas ganz Neues.

Angi Zuber hat schon aufgegeben. „Das sieht so einfach aus, aber es ist wirklich sehr, sehr schwer“, sagt sie und wirft Rosa Brunner einen vielsagenden Blick zu. „Eigentlich dachte ich ja, so schwer kann`s nicht sein“, fügt die 51-Jährige hinzu und ergänzt: „Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, wie das funktioniert. Jetzt bewundere ich Rosa noch mehr für ihr Können. Ich bleibe lieber bei meiner nicht-gegenständlichen Kunst und male.“ Mit einem breiten Lächeln überlässt die Lehrerin für Altenpflege ihrer Kurspartnerin Silvia Rahm die Staffelei. Die 48-Jährige will eigentlich Skulpturen fertigen. „Aber das Porträtieren ist dafür eine Voraussetzung“, sagt die Sozialpädagogin und bringt gekonnt,

aber mit schweißnasser Stirn, Angi Zubers Züge aufs Papier. Geht nicht, gibt`s nicht bei Rosa Brunner. „Die Technik ist sehr erlernbar. Man muss nur mit einem Bleistift über Papier fahren“, sagt sie und lächelt federleicht. Bei der Künstlerin sieht es in der Tat kinderleicht aus. Aber die 49-Jährige hat ihre Karriere ja bereits 1982 mit einer dreijährigen Steinmetz- und Bildhauerlehre in Bamberg begonnen und 1987 ein sechsjähriges Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart angeschlossen. Es folgten zahlreiche Ausstellungen und Symposien im In- und Ausland. 1998 und 2007 lehrte sie an der Universität Bamberg Steinbildhauerei. Das Erfassen von Gegen-

ständen und Menschen ist der gebürtigen Nürnbergerin also bereits in Fleisch und Blut übergegangen. Mit der Uni Royal hat sie 2012 gemeinsam mit Judith Siersberger einen neuen Raum für Kultur in Bamberg geschaffen, wo die beiden Frauen verschiedene Kurse anbieten. Doch künstlerisches Talent hin oder her – Rosa Brunner bleibt dabei: Technik ist erlern-

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bamberger kulturleben die ZWIEBEL 2/2013

bar und die für ein Porträt sowieso. Es gebe ein paar Prinzipien, sagt sie: 1. Die Wahl des Formats ist eine Aussage. Ob dreiviertel, quer, hochkant oder angeschnitten – das will etwas bedeuten. 2. Die Kopfform lässt sich leichter festlegen, wenn man die Augenhöhe in Proportion zur „Strecke“ zwischen Kinn und Schädeldecke setzt. Und 3. Immer vom Großen ins Detail gehen. „Sonst hat man ein wunderschönes Ohr, das leider überhaupt nicht an den Kopf passt“, sagt Rosa Brunner und lacht.

wahrnimmt“, sagt sie. Und: „Man erkennt auch ganz schnell seine eigenen Grenzen.“ – Die des Unvermögens? – „Aber nein!“ sagt Rosa Brunner fast bestürzt. „Die Grenzen der Wahrnehmung!“ Was die 49-Jährige über das Zeichnen und Porträtieren erzählt, gleicht einer Philosophie. „Wir begreifen Zeichnen nicht in erster Linie als Kunstschaffen, sondern als Grundlage des Sehens – ein vitales Werkzeug zum Denken, Erfinden und Kommunizieren“, zitiert sie Anna Chrusciel, Initiatorin des Zeichenfestivals „The Big Draw Berlin“.

An die Grenzen der Wahrnehmung

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Viel wichtiger als das Können ist der Dozentin das Fühlen. „Man entdeckt beim Porträtieren Sachen am anderen, die man sonst nicht

Bei so viel Tiefgang bekommt ein großes, weißes Blatt Papier etwas Bedrohliches. Wie soll man diese Plattform mit so Gewichtigem füllen? Wieder lächelt Rosa Brunner fe-

derleicht. „Wir haben endlos Papier zur Verfügung“, sagt sie. Gegen die Leere im Kopf helfen Zeichenübungen zum Warmwerden. Marina Feldmann hat da eine andere Methode. Die 15-Jährige föhnt ihre Zeichnung. Rosa Brunner erklärt, warum: „Radiert wird


die ZWIEBEL 2/2013 bamberger kulturleben nicht. Aber wenn jemand korrigieren möchte, kann er mit weißer Farbe drüber gehen – und die trocken föhnen.“ Ach so. Marina und ihre Freundin, Antonia Schubert (14), sind die jüngsten Kursteilnehmerinnen. Warum sie hier sind? „Weil es Spaß macht.“ Marina legt nach. „Wenn man sich mit dem Porträtieren beschäftigt, achtet man mehr auf die Details im Leben. Außerdem ist es sehr entspannend.“ Wenn Zeichnen schon in jungen

HANDWERK & TECHNIK HANDWERK

Jahren so weise macht, sollte man unbedingt bald damit anfangen. Mehr Informationen zu den Kunst-Angeboten der Uni Royal gibt es unter www.uni-royalbamberg.de. In Bamberg bieten außerdem Elena Menchinskiy (www.malschule-art.de) und Barbara Winkler (www.barbara-winkler. de) Malkurse für Kinder und Erwachsene an. [kk]

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gelesen die ZWIEBEL 2/2013

Gelesen Februar 2013

Vom Vergnügen, eine ältere Frau zu sein Patricia Clough Btb, 18,99 € Ja, wir werden alle immer älter. Und sehen dabei immer jünger aus, sind fitter und aktiver denn je. Nicht zu vergessen, dass es schon bald mehr ältere als junge Menschen in unserer Gesellschaft geben wird – es ist doch nur noch eine Frage der Zeit, wann mehr Rollatoren als Buggys durch die Gegend geschoben werden. Dennoch regiert die Jugend die Welt – falten- und beschwerdefrei, vor allem aber vom Aussterben bedroht. Wen wundert’s also, dass es immer häufiger zum Aufstand der Alten kommt? Zeitschriften, Fernsehsender, Werbe-

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agenturen und nicht zuletzt Buchautoren beschwören die Faszination des Älterwerdens. So auch die britische

Schriftstellerin Patricia Clough: Selbst bereits Mitte 70, erzählt sie von Frauen, die noch einmal von vorne angefangen und in ihren späten Jahren beeindruckende Lebensentwürfe entwickelt haben. Frauen, die vor Jahrzehnten um Gleichberechtigung gekämpft haben und sich nun gegen eine Gesellschaft auflehnen, die alten Menschen den Wert abspricht. Ohne Frage, „Vom Vergnügen eine ältere Frau zu sein“ ist ein unterhaltsames Leseerlebnis – auch wenn es keine Antworten parat hält, warum das wachsende Selbstbewusstsein der Alten trotz allem immer noch mit dem Streben nach jugendlichem Aussehen und Ansehen verbunden ist. [sb]

Frank Bsirske macht Urlaub auf Krk Oliver Welke, Dietmar Wischmeyer Rowohlt, 16,95 € „Als Sie den Titel gelesen haben, was war Ihre Reaktion? A) Sie haben geschmunzelt. B) Sie haben sich gefragt, ob das überhaupt stimmt. C) Sie haben gedacht: „Na und, soll er doch.“ D) Sie haben die Autoren für Idioten gehalten. Richtig sind A) und D). Sollten Sie B) oder C) gedacht haben, dann gehören Sie leider nicht zu unserer Zielgruppe. Bitte legen Sie das Buch zur Seite oder verschenken Sie es weiter. Danke, dass Sie vorbeigeschaut haben, aber belästigen Sie uns bitte nicht mit fortschreitender Lektüre – und tschüß!“ Bereits im Vorwort spricht das Autorenduo Tacheles – wer sich also zu den A) und D)-Kandidaten rechnen darf, sollte

dennoch vorgewarnt sein – bevor er sich weiter in das Buch vertieft: Welke und Wischmeyer kennen keinen Respekt, und auch ihr Wortschatz befindet sich grundsätzlich unterhalb der Gürtellinie. Stück für Stück demontieren die beiden deutsche Helden der Gegenwart – da marschiert Alice Schwarzer in einen versteckten Kölner-Domina-Club, um sich für einen „Tausender einen Bischof zu

gönnen“, Dieter Bohlen – der dunkelbraune Runzelkopp mit siebzig Jahren nonstop Solarium-Vergangenheit – belästigt im Horst-Hrubesch Seniorenstift die dralle Schwester Irina aus Kasachstan, und Verdi-Chef Bsirske überklebt das Louis-Vuitton-Logo auf seinem Rollkoffer mit Sylt-Aufklebern – aus Rücksicht auf seine Untergebenen. Über 70 deutsche Helden werden so gnadenlos durch den Kakao gezogen, dass sich einem zwangsläufig vor allem zwei Fragen aufdrängen: Wieviel Humor haben diese „Helden“im wahren Leben? Und: Um wieviel Prozent hat sich die Auftragslage einiger Promi-Anwälte seit Erscheinen des Buches verbessert? [sb]

VERDI. ROMAN DER OPER Franz Werfel ZSOLNAY, 1924

Die beiden Antipoden Richard Wagner und Giuseppe Verdi, mithin die beiden großen Komponistenjubilare dieses Jahres, lässt Franz Werfel in diesem

Künstlerroman aufeinander treffen. Der Roman spielt 1883 zur Zeit des Karnevals in Venedig. Verdi befindet sich in einer tiefen Schaffenskrise, und es ist eben Wagner, der Neuerer, den man auch in Venedig, im Teatro La Fenice, feiert, dessen Erfolg ihn in die Krise stürzte. Werfel selbst rang über eine Dekade lang mit dem Stoff, schreckte vor dem möglichen Missklang zwischen „erfabelter Welt“ und „erforschbarer Wirklichkeit“ zurück. Die „ungetrübte Leidenschaft“ für Verdis Musik, ein „Nicht-Loskommen von ihr, die Vertiefung in sein Werk, sein Leben, seine Menschlichkeit“ ließ Werfel dann doch diesen inneren Widerstand überwinden. Erst am Ende des Romans macht Verdi sich auf, Wagner im Palazzo Vendramin aufzusuchen. Doch just an diesem Faschingsdienstag ist Wagner verstorben. Im „Nachspiel“ wird klar, dass Verdi wieder zu komponieren vermag: Die „Verfinsterung seiner Schaffenskraft hatte sich hinweggehoben“, musikalische Eingebungen stellen sich ein, der Otello entsteht. Franz Werfel, 1890 in Prag geboren, gestorben im August 1945 im kalifornischen Exil in


die ZWIEBEL 2/2013 gelesen Beverly Hills, wusste, wovon er schrieb, er kannte sich mit Musik, vor allem der Verdis, aus, war mit Alma Mahler verheiratet, übertrug einige Libretti von Verdi ins Deutsche, etwa den Don Carlos und Die Macht des Schicksals. Außerdem betreute Werfel eine Briefausgabe des Komponisten, dessen Musik ihn auch zu der Novelle Der Tempelherr von 1911 anregte und dem er das Schauspiel Die Versuchung widmete. In Venedig, das Werfel oft besuchte, erkrankte seine Stieftochter Manon Gropius 1934 an Kinderlähmung, an der sie ein Jahr später verstarb. Alban Bergs Violinkonzert – „Dem Andenken eines Engels“ – ist ihr zugeeignet. [jg]

BIN ICH SCHON ERLEUCHTET? SUZANNE MORRISON FISCHER, 9,99 € Ein bisschen aufgedreht, ein bisschen anstrengend, ein bisschen gaga, um in der Sprache von Suzanne Morrison zu bleiben. Oder um es anders zu formulieren: Yoga und der Weg zur Erleuchtung müssen nicht bierernst sein. In ihrem Tagebuch-Roman „Bin ich schon erleuchtet?“ schickt die junge amerikanische Autorin ihre gleichnamige Hauptfigur nach Bali zu einem zweimonatigen Yoga-Retreat. Berauscht von der Landschaft und ernüchtert von den in der Gruppe praktizierten Ritualen, inklusive des morgendlichen Eigenurin-Trinkens, schreibt sich Suzanne ihre Gefühle, Gedanken und Beobachtungen in einem Tagebuch von der Seele. Was zunächst als vergnügliche, leichte Lektüre daher kommt, entwickelt sich mehr und mehr

dafür. Mielke lieferte jede Arbeitskraft, auch ein zwanzigjähriges Jüngelchen aus Ostberlin.“ Körperliche Schwerstarbeit in den Kohleschächten, zahllose Repressalien und Nachstellungen der

zu einer herrlich komischen und zugleich reflektierten Betrachtung der eigenen Befindlichkeiten und Unzulänglichkeiten. Ganz nebenbei denkt sie über den Tod, die Religionen, die Suche nach Gott und ihren american way of life nach. Köstliche Situationskomik, bewegend romantische Szenarien und eine große Portion Realitätssinn gepaart mit milder Selbstironie – ein guter Weg zur Erleuchtung. [bp]

WORKUTA HORST BIENEK WALLSTEIN VeRLAG, 14,90 € Er ist jung, schreibt Gedichte, und Bertolt Brecht hat ihn als Meisterschüler in sein Berliner Ensemble geholt. Mit 22 Jahren wird der junge Horst Bienek von der Staatssicherheit in Ostberlin verhaftet und wegen anti-sowjetischer Hetze und angeblicher Spionage für die Amerikaner zu 20 Jahren Straflager verurteilt. Von Berlin-Lichtenberg wird er mit anderen Verurteilten über Butyrka nach Workuta in Sibirien transportiert. „Ich bin als 22jähriger in einer der großen Städte der Welt, Workuta, angekommen, die Tatsache, dass ich gegen die UlbrichtPolitik der DDR rebelliert hatte, genügte

„Blattnois“ prägen den brutalen Alltag in dem Lager, in dem rund eine Million politische Gefangene zusammengepfercht sind. Über vierzig Jahre nach seiner Verurteilung schreibt Horst Bienek seine Erinnerungen an die Jahre in dem Lager nieder, die nun posthum erschienen sind. Ein nüchterner Bericht, der verstört und Empörung über das Urteil auslöst. Unbedingt zu empfehlen mit dem Nachwort von Michael Krüger. [bp]

Der kleine Flügel Joja Wendt, Kester Schlenz Kindler, 19,95 € Auch Instrumente haben eine Seele. Vor allem dann, wenn sie von echten Könnern gespielt werden und deren Interpretationen verinnerlichen. Joja Wendt muss es wissen, und sein Flügel vermutlich auch, denn der exzellente Pianist und Musikhumorist begeistert seit langem in seinen Konzerten. Mit „Brigitte“-Redakteur Kester Schlenz hat er ein Märchenbuch geschrieben, in dem bis auf zwei unheimliche Diener nur Instrumente vorkommen. Als Klammer für

die Fantasy-Geschichte mit Musik dient ein kleines Mädchen mit einer strengen Klavierlehrerin, doch ist die Erzählsituation im Sog der Geschichte schnell vergessen. Der kleine Flügel – tatsächlich ein veritabler Steinway – gerät in eine Parallelwelt der Instrumente, über die die mächige Kirchenorgel majestoso herrscht. Ihre größte Angst ist, dass ein Instru-

ment moderne Musik spielen, am Ende gar improvisieren würde. Die Situation scheint aussichtlos, sogar die reale Welt ist betroffen und schreitet accelerando dem musikalischen Untergang entgegen. Wenn nicht der kleine Fügel molto presto Gegenmaßnahmen ergreift… Eine nette Geschichte, der Märchenstil strengt über die gut 200 Seiten leider etwas an, auch das Ende ist absehbar, aber dafür ist es ja ein Märchen. Für ältere Kinder durchaus verständlich, die vielen musikalischen Fachbegriffe sind zum besseren Verständnis im Glossar erläutert. [hb]

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portrait die ZWIEBEL 2/2013

Gottes fröhliche Schwestern Die Zeit vergeht und der Tag der Einkleidung steht bevor – die Mädchen erhalten ihr heiliges Kleid, müssen die Eitelkeit der Welt ablegen und das Gewand der Demut anziehen. Eine Schwester nimmt die große Schere und schneidet das Haar ab… Die berühmte „Geschichte einer Nonne“ mit Audrey Hepburn als Schwester Gabrielle hat die Vorstellung vom Leben im Kloster für viele von uns geprägt: Keuschheit, Armut, Gehorsam, Demut und der tiefe Glaube an Gott gehören zum Alltag im Dienste eines Ordens. Doch wie ist das heute? Wie darf man sich das Leben im Kloster im 21. Jahrhundert vorstellen? Rund 50 Jahre nach dem II. Vatikanischen Konzil?

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Die Drei vom Stephansberg: Schwester Pernela, Schwester Friederike und Schwester Maria (v.l.)

Eine Horde kichernder Teenager saust im Affenzahn durch die Gänge, Schwester Maria lädt noch schnell ein paar Bilder vom Computer auf den USB-Stick, Schwester Friederike trägt Flyer für die nächsten Veranstaltungen zusammen, Schwester Pernela schaut sich nach einem ruhigen Eckchen zum Reden um – es geht hoch her bei den Dillinger Franziskanerinnen. „Oh, Sie haben eine Fotografin mitgebracht, da hätten wir uns vielleicht etwas bunter anziehen sollen, das sieht doch dann gleich ein bisschen fröhlicher aus.“ Dabei strahlen die drei Frauen aus dem Orden so viel Humor, Freundlichkeit und Zufriedenheit aus, dass sie das weiß Gott nicht nötig haben.


die ZWIEBEL 2/2013 portrait Rund 20 Schwestern gehören zu den Dillinger Franziskanerinnen im Montana-Haus am Stephansberg – die jüngste ist 42, die älteste genau doppelt so alt. Man muss nicht lange um den heißen Brei herumreden: es gibt immer weniger junge Menschen, die sich heutzutage für ein Leben im Kloster entscheiden. Viele Bamberger wissen nicht einmal, dass es diesen Orden am Friedrichsbrunnen überhaupt gibt, geschweige denn, was die Schwestern für die christliche Gemeinschaft in der Domstadt alles tun. Umso spannender, einen Blick hinter die „Klostermauern“ zu werfen und dabei festzustellen, dass deren Türen weit geöffnet sind und dahinter ganz normale Menschen mit ebenso normalen Stärken und Schwächen leben.

Durch den Orden zum Beruf

Fotos: Anny Maurer

46 Jahre ist es jetzt her, dass Rosamari Schirmer ihr Ordensgelübde, die so genannte Profess, ablegte – geboren im tiefsten Frankenwald, ging sie als junges Mädchen an die Haushaltungsschule Mariahilf in Bamberg, wurde in Maria Medingen an der Frauenfachschule zur Fachlehrerin für Handarbeit und Hauswirtschaft ausgebildet – und war so bereits eingebunden in das klösterliche Leben. Von den damals rund 60 Kandidatinnen war sie eine der wenigen, die später ins Noviziat eintraten. Im Alter von 22 Jahren legte sie die Profess ab. „Ich war tief beeindruckt von den Schwestern und dem, was sie taten, außerdem bekam ich innerhalb des Ordens eine Berufsausbildung, die ich in meinem Heimatdorf nicht erhalten hätte.“ Damals im Jahr 1966 stand die Kirche noch vor ihrer Öffnung und Erneuerung durch das II. Vatikanische Konzil; beispielsweise mussten die Novizinnen sich einen – mitunter recht kuriosen – Schwesternamen aussuchen, den es noch nicht gab: So wurde aus Rosamari Schirmer die Schwester Pernela. Heute ist das ganz anders, da dürfen die Schwestern ihren Taufnamen beibehalten so wie Schwester Maria und Schwester Friederike, die 20 beziehungsweise 36 Jahre nach Schwester Pernela ihre Profess ablegten. Wie ist das, wenn man fast fünf Jahrzehnte als Ordensschwester lebt? Zweifelt man manchmal an seiner Entscheidung für ein Leben im Dienste Gottes und gegen eine eigene Familie mit Ehemann und Kindern? „Natürlich, man muss sich eigentlich immer wieder neu entscheiden – und die Beweggründe ändern sich im Laufe der Zeit“, gesteht Schwester Pernela. „Genau wie in einer langjährigen Ehe – eine Beziehung erlebt Höhen und Tiefen – aber das ist ja völlig normal.“ Und doch werden Schwestern von ihrer Umwelt nicht immer wie „normale Menschen“ wahrgenommen. Als Schwester Pernela

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portrait die ZWIEBEL 2/2013 Ende der 70er Jahre in Bamberg ihr Pädagogik-Studium – natürlich in Schwesterntracht – aufnahm, wurde sie von den Kommilitonen schon ein bisschen als Aussenseiterin behandelt. „Die Sitzungssäle konnten völlig überfüllt sein – neben mir war immer noch ein wenig Platz – man ging einfach auf Distanz. Ich habe dann einfach öfter mal gefragt, wo welche Vorlesung stattfinden würde – was ich natürlich wusste – aber so kam ich ins Gespräch und die Studenten merkten, dass man ganz normal mit mir umgehen konnte.“

ein Reges kommen und gehen im Montanahaus Studentinnen in Schwesterntracht – auch so etwas, das nicht automatisch in unsere Vorstellung vom Leben im Orden passt. Dabei ist das Studium für die Schwestern heutzutage nichts Außergewöhnliches mehr – auch Schwester Maria hat Deutsch und Religion fürs Realschullehramt studiert, Schwester Friederike ist Diplom-Theologin – alles Berufe, die nahelegen, dass der Alltag im Kloster mehr beinhaltet als Gebete und Exerzitien. Bei den Dillinger Franziskanerinnen in Bamberg werden

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beispielsweise regelmäßig Besinnungs- oder Oasentage angeboten: In kleinen Gruppen wird meditiert, gebetet, diskutiert, getanzt oder einfach nur Stille erlebt. Dann gibt es die meditativen Tänze zu sakraler, klassischer oder folkloristischer Musik mit den verschiedensten Themen – eine Gelegenheit für Frauen und Männer, durch Bewegung zur Ruhe zu kommen. Oder die kreativen Tage für Kommunion- und Firmkinder – die spielend, singend, bastelnd oder malend den Weg zu Gott finden und dabei in den franziskanischen Geist der Geschwisterlichkeit eintauchen können. Doch das Montanahaus öffnet seine Pforten auch für christliche Gruppen, Einzelreisende und Schulklassen, die Abstand vom Alltag gewinnen wollen. „Es herrscht ein reges Kommen und Gehen bei uns.“ Das gilt genauso für die Schwestern selbst – Schwester Friederike zum Beispiel ist vormittags im Seelsorgebereich als Pastoralreferentin in Scheßlitz-Jura unterwegs, Schwester Pernela – eigentlich bereits im Rentenalter – ist in der


die ZWIEBEL 2/2013 portrait

Emilia – Mode FÜR INTERESSANTE FRAUEN

Erwachsenenbildung aktiv, gibt Seminare zu verschiedenen franziskanischen Themen (z.B. Erarbeiten und Durchführen des „Franziskanischen Spiritualitätsweges“ mit Mitarbeiter/innenfortbildung oder Besinnungstage in der Advents- und Fastenzeit), Schwester Maria kümmert sich ums Internet und die Öffentlichkeitsarbeit. Und natürlich sind da auch die betagteren Mitschwestern, die ihren Ruhestand in der Geborgenheit des Klosters genießen.

Gemeinsame Gebete bestimmen den Tagesablauf Dass es darüber hinaus einige Fixtermine gibt, an denen sie alle zusammen kommen, entspricht dann schon eher den Vorstellungen, die man vom Leben einer Ordensfrau hat: Morgens um 7 Uhr trifft man sich in der

Lassen Sie sich eine spannende Modesaison nicht entgehen. Wir laden Sie herzlich zum Besuch unseres Geschäftes ein. Die Mode für Frühjahr/Sommer 2013 ist bei uns flieSSend und weich, sanft und leicht mit einer selbstverständlichen, tragbaren Modernität.

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portrait die ZWIEBEL 2/2013 kleinen Kapelle zum Morgengebet, und auch das anschließende Frühstück gehört zum geregelten Klosteralltag. Danach aber geht jede einzelne der Schwestern zum Tagewerk über. Mittags trifft man sich um 12 Uhr zum Mittagsessen mit anschließender Gebetszeit in der Kapelle, gleiches gilt für das Abendlob um 17.45 Uhr mit anschließender Eucharistiefeier. Zu späterer Stunde jedoch treten wieder die ganz persönlichen menschlichen Vorlieben der Schwestern in den Vordergrund – wie zum Beispiel beim Fernsehen: „Da haben wir zum Glück zwei Räume“, verrät Schwester Friederike lachend: „Einen für die Krimi-Fraktion und einen für die Fans vom Musikantenstadl.“ [sb]

Wer sind die Dillinger Franziskanerinnen?

Wie wird man Dillinger Franziskanerin?

Gegründet 1241 in Dillingen a.d. Donau, wo auch heute noch das Mutterhaus und die Generalleitung sind. Der franziskanische Weg in Armut, Gehorsam, Ehelosigkeit und Keuschheit ist geprägt von Kontemplation in Stille und Aktion, Gemeinschaft in Gebet, Arbeit und Freizeit, Einsatz für Gerechtigkeit und Solidarität in der unmittelbaren Umgebung und für die Welt.

Die Aufnahme geschieht in mehreren ­Schritten: Postulat (6 Monate bis 2 Jahre): diese Zeit verbringt die Bewerberin in einem der Konvente und vertieft ihr religiöses Leben. Noviziat (2 Jahre): Probezeit und Einführung in Geist und Leben der Kongregation. Zeitliche Profess: Ordensgelübde für eine bestimmte Zeit (5 bis 9 Jahre). Anschließend: Profess auf Lebenszeit.

Mehr zu den Veranstaltungen und Aktivitäten finden Sie unter www.dillinger-franziskanerinnen-bamberg.de

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die ZWIEBEL 2/2013 genuss

Winterkohl fürs leibliche Wohl Wählen Sie rot oder grün? Oder bevorzugen Sie ihn ganz in weiß und ein bisschen sauer? Sie hätten lieber Rosenknöspchen? Aber auch Wirsing kann Herz (und Magen) beglücken. Egal für welche Variante Sie sich entscheiden: Kohl tut Ihnen in jedem Fall wohl. Was früher als Armeleute-Essen verpönt

war, gilt heute als vitamin- und mineralstoffreiches Genussgemüse. Deshalb möchten wir Ihnen hier eine Auswahl Kohlköpfe mit all ihren guten Eigenschaften und Vorlieben vorstellen – vielleicht können Sie sich ja für den einen oder anderen als winterlichen Tischbegleiter erwärmen.

Weißkohl Ein klassisches Wintergemüse, größtenteils als Sauerkraut verarbeitet – doch auch sehr schmackhaft in Kohlrouladen, Eintöpfen und Aufläufen sowie als frischer Salat. Er enthält viel Vitamin C und E, Kalium, Eisen sowie sekundäre Pflanzenstoffe und Senföle. Etwas Kümmel, Anis oder Fenchel machen ihn nicht nur schmackhafter, sondern auch bekömmlicher.

Rotkohl ist ein klassischer Begleiter zu Braten und Wild, durch seinen süßlichen Geschmack harmoniert er wunderbar mit Obst. Rotkohl enthält den Farbstoff Anthocyan, dessen antioxidativen Eigenschaften entzündungshemmend wirken. Auch Rotkohl ist ein wichtiger Nährstofflieferant in der kalten Jahreszeit: er enthält viel Vitamin B6, C und E, ausserdem reichlich Ballaststoffe.

Foto: givaga / clipdealer.de

Wirsing ist nicht so fest wie Weiß- und Rotkohl, dafür aber besonders zart im Geschmack und macht sich vor allem in der deftigen Winterküche besonders gut. Wenn man ihn ganz fein schneidet, eignet er sich auch prima

als Salat – zum Beispiel mit etwas Speck und Croutons. Neben den Vitaminen B6, C und E enthält er viel Folsäure und Eisen, ausserdem Kalium und Kalzium.

Rosenkohl kann man auch als Nachwuchs bezeichnen, denn hierbei handelt es sich um die Triebknospen der Kohlpflanzen. Sie schmecken etwas süßlicher, wenn sie Frost bekommen haben und sind dann feine Begleiter zu Fleischgerichten, Aufläufen oder Quiches. Dabei etwas kalorienreicher als die „Kohlegen“, sind sie dafür aber mit ebenso viel Vitaminen und Ballaststofffen ausgestattet.

Grünkohl war lange nur in Norddeutschland eine gefragte Spezialität: Mit Brägenwurst oder Pinkel gilt das Grünkohlessen dort als gesellschaftliche Wintertradition. Mittlerweile schätzt man ihn jedoch auch hierzulande – nicht zuletzt dank seines hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalts – ein gesunder Leckerbissen, der sogar in Suppe oder Strudelteig eine gute Figur macht. [sb]

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lebenswertes die ZWIEBEL 2/2013

Das ABC des Billards Sie dachten, Poolbillard als Sport gibt es nur im Fernsehen? Mit der Acht Ball Crew Bamberg liegt der Billardclub für Talente und solche, die es werden wollen direkt vor der Haustüre. Die Mannschaften und Spieler sind sogar in der Verbandsliga des Bayerischen Billardverbands vorn dabei.

Break. Die weiße Kugel läuft rasant über den Tisch und trifft mit voller Wucht auf das Rack. Es klackert, die Kugeln rollen quer über das blaue Tuch, prallen an der Bande ab oder fallen sogar. Gegeben ist – Sekunden später, wenn die Kugeln liegen – eine Spielsituation, die es zu spielen gilt: konzentriert, strategisch und stilvoll. Gesprochen wird kaum, man behält den Gegner lediglich im Auge, der Wettkampf spielt sich auf dem Tisch und im Kopf ab – willkommen beim Poolbillard! Juri Netscher trainiert in der Billard- und Sportsbar „Shooter’s Players Lounge“ in der Pödeldorfer Straße 146, dem Vereinslokal der Acht Ball Crew Bamberg e. V. Die Acht Ball Crew mit derzeit 40 Mitgliedern ist Bambergs einziger Billardclub und wurde 1992 gegründet. Netscher, selbst Trainer, ist einer der besten Spieler, die der Verein zu bieten hat. Im letzten Jahr holte er sich bei der Landesmeisterschaft den Titel als Bayerischer

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10-Ball-Vizemeister und kandidierte für die Deutsche 10-Ball-Meisterschaft. „Es macht Spaß, die eigenen Fortschritte zu sehen“, sagt der 26-Jährige, „wenn Spielsituationen, die vorher schwierig waren, zunehmend einfacher und die Gegner zunehmend schlechter werden.“ Die Idee, Billard als Sportart für sich zu entdecken, kam ihm irgendwann im Urlaub. „Ich fand es nicht so schwer, habe dann im Fernsehen und beim Spielen zunehmend gemerkt, dass noch viel mehr geht“, erzählt er, „das hat mich gereizt, da bin ich in den ABC eingetreten.“ Rund sieben Jahre ist das nun her. Mit nahezu 30 Stunden Training pro Woche über lange Zeit hat er inzwischen ein Niveau erreicht, bei dem er sich auf eine konstante Erfolgsquote verlassen und an dem einen oder anderen Gegner vorbeiziehen kann. „Beim Billard merkt man sofort an den Spielsituationen, die man bewältigt, ob man wei-


die ZWIEBEL 2/2013 lebenswertes tergekommen ist oder nicht“, sagt Netscher. Mit der Zeit entwickelte er seine eigene Spielstrategie. „Das Können ist der Reiz, aber die Konzentration ist nach wie vor bei jedem Ball wichtig.“

Fotos: Daniela Pielenhofer

Billard kann man lernen. „Man braucht Vorwissen über das Spiel, räumliches Sehen und das Gefühl dafür, wie man eine Kugel anspielt, dass sie fällt“, erklärt Netscher. Im Training mit den Vereinsneulingen schaut er sich deren Spielweise an, um zu sehen, woran man arbeiten muss und natürlich die Technik, ob sie stimmt oder nicht. „Wer Talent hat und den Ehrgeiz, weiter zu kommen, wird innerhalb von ein paar Monaten schnell besser“, sagt er. Billardbegeisterte aller Altersklassen ab 18 Jahren und Niveaustufen vom Anfänger bis zum etablierten Spieler sind vor allem für den Ligaspielbetrieb des Vereins gefragt. „Wir haben momentan drei Mannschaften mit jeweils vier Leuten“, sagt der erste Vorsitzende des ABC, Andreas Liebert. Die erste Mannschaft spielt in der Verbands- bzw. ehemaligen Landesliga, die zweite und dritte Mannschaft in der Kreisliga. „Eine vierte Mannschaft wäre wünschenswert“, so der Vorsitzende, „wir suchen Spieler, die sich aktiv beteiligen, um unseren Ligaspielbetrieb weiter auszubauen. Für den ABC steht der Mannschaftsgedanke im Vordergrund, aber es werden auch Einzelmeisterschaften in Turnierform ausgetragen. Etwa Mitternachtsturniere, bei denen die Luft in der Shooter‘s Players Lounge spannungsgeladen flirrt vom stillen Kräftemessen an den Billardtischen. „Billard ist kein Glücksspiel“, meint Liebert. Zwar könne man auch bei einem gemütlichen Bier spielen, ein wenig abschalten und sich entspannen. Die Konzentration, von der

Niederlagen und Erfolge abhängen, liegt dennoch auf dem Tisch – und wächst mit der Übung. „Umso mehr man übt, umso höher kann man bei uns spielen“, so Liebert. Juri Netscher will in jedem Fall weiter üben. „Wenn man sich entwickelt, wachsen die Anforderungen und der Anspruch, auch stärkere Gegner wegzuschießen“, sagt er und lacht, nimmt die blaue Billardkreide von der Bande und streicht damit über das Leder auf der Spitze seines Queues. „Irgendwann in der Bundesliga zu spielen, wäre mein Ziel.“ [dp] Acht Ball Crew Bamberg e.V. Shooter’s Players Lounge Pödeldorfer Straße 146, Tel.: 09 51/ 1 21 47 www.abc-bamberg.info

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genuss die ZWIEBEL 2/2013

Die Kraft des Mehls

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Insgesamt 23 Brotsorten liegen bei der Bäckerei Schneider in Bischberg montags bis samstags im Wechsel in der Auslage. Zehn davon tragen das Bio-Siegel wie etwa Inka-Spitz mit Amaranth, Power Ballast, oder das Frauen Power Brot mit Quinoa, Soja und Leinsamen. Am Beliebtesten ist dennoch das Fränkische Bauernbrot, eines der dreizehn üblichen Brotsorten, dicht gefolgt vom Schneider‘s Spezial mit Gewürzkruste, um nur einige zu nennen. Brot ist das Spezialgebiet der Schneiders. Bäcker- und Konditormeisterin Sabine Schneider hat vor sechs Jahren das Konzept ihres Vaters komplett umgekrempelt, allerdings ohne dabei mit der Tradition zu brechen – sie wollte lediglich zurück zur Natur. „Wir backen wie früher ohne Schnick-Schnack, durch die Kraft des Mehls und mit regionalen Zutaten“, sagt sie. Eier aus Freilandhaltung, die mit der Hand aufgeschlagen werden, selbstgemahlenes Vollkornmehl, selbstgekochte Füllungen, Ver-

zicht auf Konservierungsstoffe, backen auf dem Steinofen und weniger Hefe für bessere Verträglichkeit bei langen Teigführungen ganz nach französischer Art die sich „Le Pur“ nennt – Schneider überlässt ihre Backwaren nicht dem Zufall. Für ihre Brote und Back-Leckereien verwendet sie einen milden Sauerteig. Das Rezept stammt aus der dritten Generation der Bäckerei, die es seit 1832 gibt und mit Sabine Schneider in der nunmehr sechsten Generation modifiziert wurde. Die Bäckermeisterin, die ihre Ausbildung unter anderem auch in Frankreich und der Schweiz genossen hat, setzt auf eine Langzeitführung des Teiges. Rund 20 Stunden dauert es, bis der Sauerteig fertig gegoren ist und für die Herstellung der Brote verwendet werden kann. „Er besteht aus Roggenmehl, Anstellgut und belebtem Wasser, wird mehrmals aufgefrischt und gärt bei warmen Temperaturen unter atmungsaktiven Holzbrettern“, erklärt sie. Ähnlich ist es mit dem Teig für alle anderen Backwaren, der

Fotos: Daniela Pielenhofer

Meersalz und


die ZWIEBEL 2/2013 genuss bei hoher Luftfeuchte und kalten Temperaturen ebenso lange steht, bevor nach französischer Art gebacken wird. Viel Aufwand, der sich aber lohnt. Einige ihrer Brote wurden bereits mit Gold prämiert. Im letzten Jahr hat der Betrieb, der zwei Meister, vier Gesellen und drei Lehrlinge beschäftigt, als einzige ländliche Bäckerei im Raum Bamberg zudem den „Feinschmecker“ des Deutschen Bäckerhandwerks erhalten. Eine Auszeichnung, die sich sehen lassen kann. „Wir beliefern Bio-Läden, Reformhäuser und Gastronomiebetriebe“, sagt Schneider, „den Ladenverkauf gibt es nur hier in Bischberg.“ Wer in der Bäckerei vorbeischaut, kommt auch an einer großen Auswahl feiner, handgemachter Pralinen vorbei und wird in diesen Tagen zudem von allerlei Krapfen mit einem hohen Butter- und Eianteil angelacht. Da gibt es Spanische Krapfen aus Brandteig, gefüllt mit leichter Vanillecreme, Apfelmuskrapfen ohne Zuckerzusatz, Himbeerkrapfen mit echten Himbeeren, den Schokokus und natürlich die klassischen Hiffenmarkkrapfen mit Hagebuttenkonfitüre aus dem Maintal. Für Schlemmer sogar im Sechserpack erhältlich. [dp]

Beschwipster Tee Was trinkt man am besten zum Krapfen: Kaffee, Kakao, Wasser oder einfach ein Glas Sekt? Probieren Sie doch mal unseren „beschwipsten Tee“ – da schmeckt das Faschingsgebäck gleich noch einmal so gut: Schmelzen Sie 100 g braunen Zucker in einem Topf und löschen Sie diesen mit 1 l schwarzen Tee ab. Den dadurch entstandenen Karamell schmelzen, 200 ml Rum und 300 ml Orangensaft hinzufügen und dann mit Zimt, Orangenschale und Sternanis abschmecken. Mit Zitronen- oder Orangenstückchen garnieren.

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gesundheit die ZWIEBEL 2/2013

Wenn die Nacht kein Ende nimmt „Gebt den Leuten mehr Schlaf – und sie werden wacher sein, wenn sie wach sind.“ Dieses Zitat von Kurt Tucholsky bringt auf den Punkt, was Millionen Menschen tagtäglich empfinden: Erschöpfung, Müdigkeit und Antriebslosigkeit – ausgelöst durch schlaflose Nächte.

Etwa jeder dritte Erwachsene hat gelegentlich Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen, ungefähr jeder zehnte leidet unter chronischen Schlafstörungen. Die Ursachen hierfür sind mannigfaltig – organische Erkrankungen, psychische Störungen oder auch mangelnde Schlafhygiene können Auslöser für das Ausbleiben der ersehnten Nachtruhe sein. Umso wichtiger ist, genau abzuklären, was einem den Schlaf raubt. Mitunter genügen kleine Änderung im Lebensstil, um wieder selig in Morpheus Arme sinken zu können.

Gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie wirklich müde sind. Stehen Sie morgens früh auf und vermeiden Sie langen Mittagsschlaf – dann schlafen Sie abends besser ein.

Nachtruhe empfindlich stören. Ausserdem ist es wichtig, auf die richtige Raumtemperatur zu achten: Lüften Sie vor dem Schlafen kräftig durch und drehen Sie die Heizung ab.

Vermeiden Sie anstrengende oder aufregende Tätigkeiten in den späten Abendstunden – nur so kommen Körper und Geist zur Ruhe.

Achten Sie auf gute Matratzen und dem Raumklima angepasste Kissen und

Gedämpftes Licht macht müde – helle Lampen, vor allem mit Tageslichtbirnen, bewirken das Gegenteil. Deshalb bereits ein bis zwei Stunden vor dem Schlafen für Dämmerstimmung sorgen.

Rituale helfen

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ruhig, dunkel und gut belüftet Das Schlafzimmer sollte ruhig und dunkel sein – elektrische Geräte wie Fernseher und Funktelefone können die

Fotos: clipdealer

Dazu zählt vor allem eine gute Schlafhygiene – damit ist natürlich nicht gemeint, dass man schön sauber ins Bett gehen sollte, sondern dass gewisse Rituale helfen können, leichter ein- und durchzuschlafen.


die ZWIEBEL 2/2013 gesundheit

Zudecken – jeder Mensch hat hier andere Vorlieben: manche liegen lieber hart, andere weich, der eine liebt dicke Daunen, der andere dünne Mikrofaser-Steppdecken.

Lesen kann helfen

Bei einer notwendigen Dauermedikation sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, ob es hier für Sie verträglichere Alternativen gibt, manchmal hilft es auch, die Einnahmezeit auf den Vormittag zu verschieben. Nicht zu vergessen, dass auch Genussmittel wie Ni-

Wenn es trotzdem nicht mit dem Einschlafen klappt, machen Sie sich nicht verrückt. Verbannen Sie den Wecker vom Nachttisch – ständig auf die Uhr zu schauen, sorgt für zusätzliche Nervosität. Bevor Sie sich unruhig hin und her wälzen, stehen Sie lieber auf, kochen sich eine Tasse Tee oder lesen etwas ENTspannendes. Doch was, wenn das alles nichts hilft? Dann sollte umgehend nach anderen Gründen geforscht werden, beispielsweise können bestimmte Medikamente den Schlaf stören: Dazu zählen Appetitzügler, coffeinhaltige Schmerzmittel, Betablocker, ACE-Hemmer, Theophyllin oder auch Sympathomimetika.

sen: Man denke nur an dauerhaften Ärger und Stress oder gar Depressionen – gerade diese Beschwerden bedeuten für die Betroffenen nicht selten ein doppeltes Dilemma – sind sie doch nicht nur Auslöser, sondern zugleich auch Folge von Schlafstörungen – hier kann schnell ein Teufelskreis entstehen.

wo liegen die ursachen?

kotin, Kaffee oder schwarzer Tee Einfluss auf den Schlaf-Wachrhythmus haben können. Nun ist es ja leider nicht so, dass die „Schlafstörer“ sich immer so einfach abstellen las-

Deshalb ist es ganz wichtig, erst einmal den Ursachen für die durchwachten Nächte auf die Spur zu kommen. Als erste Maßnahme kann ein umfangreiches Blutbild und eine Untersuchung des Hormonspiegels sehr hilfreich sein: Ein zu niedriger Melantoninspiegel – wie er vor allem in der dunkleren Jahreszeit auftritt – kann ebenso Schlafstörungen verursachen wie ein Mangel des Glückshormons Serotonin. Eine große Rolle für den Schlaf spielen auch die Schilddrüsenhormone – hier kann unter anderem eine Überfunktion schuld sein, wenn man

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gesundheit die ZWIEBEL 2/2013 nicht zur Ruhe kommt. Nicht zu vergessen, das Thema Wechseljahre – nächtliche Hitzewallungen und Schweißausbrüche hindern unzählige Frauen am Durchschlafen. Als weitere körperliche Ursachen können einem Stoffwechsel­erkrankungen wie Diabetes, alle möglichen Herz- und Kreislaufproblematiken, neurologische Störungen wie Polyneuropathie oder das Restless-Leg-Syndrom und natürlich auch Atemwegsbeschwerden den Schlaf rauben.

Die Organuhr gibt Auskunft Hilfreich bei der Ursachenforschung kann auch ein Blick auf die sogenannte Organuhr sein: So geht man in der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) davon aus, dass die einzelnen Organsysteme zu bestimmten Zeiten eine erhöhte, zu anderen wiederum eine ver-

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minderte Aktivität aufweisen: Beispielsweise gilt der Zeitraum zwischen 23 und 1 Uhr als Aktivphase der Gallenblase, zwischen 1 und 3 Uhr früh der Leber, danach folgt von 3 bis 5 Uhr die Lunge und im Anschluss bis 7 Uhr der Dickdarm – mit einfachen Worten ausgedrückt: Wer jede Nacht immer zur gleichen Zeit aufwacht, hat möglicherweise in dem entsprechenden Organsystem eine Störung vorliegen. Die Organuhr kann sowohl zu diagnostischen als auch therapeutischen Zwecken genutzt werden. Das bedeutet, dass heilende Maßnahmen oder die Gabe von Arzneimitteln entsprechend der Erkrankung in den jeweiligen Aktivitätsphasen besonders wirkungsvoll sein können. Liegen also schwerwiegende körperliche und psychische Erkrankungen als Ursache für die Schlafstörungen vor, ist es wichtig, sich in

die Hände eines erfahrenen Arztes oder Therapeuten zu begeben. Was aber, wenn sich nichts finden lässt? Hier lohnt es sich auf jeden Fall, zunächst einmal auf pflanzliche Heilmittel zurückzugreifen: Baldrian, Melisse, Hopfen, Passionsblume oder auch Gänsefingerkraut haben eine schlaffördernde Wirkung: Man kann sie als Tee in sein abendliches „Gute-Nacht-Ritual“ einbauen oder als Kräutertabletten zu sich nehmen (am besten aus der Apotheke, da Einkaufs- und Drogeriemärkte nur schwächer dosierte Mittel vertreiben dürfen). Auch die klassische heisse Milch mit Honig kann beruhigend wirken, genau wie ein warmes (nicht heißes!) Bad mit ätherischen Kräutern wie Lavendel, Ylang-Ylang oder Weihrauch. Manchen Menschen hilft es auch, wenn sie ein Duftkissen oder Potpurri aus Lavendelblüten und anderen entspannenden Kräutern neben ihr Bett stellen.


die ZWIEBEL 2/2013 gesundheit

Eine weitere Möglichkeit sind diverse Entspannungstechniken: Wer Autogenes Training, eine Hypnose-Therapie oder bestimmte Yoga-Übungen praktiziert, kann sich in der Regel gezielt entspannen,– und ist damit bereits einen guten Schritt weiter in Richtung eines erholsamen Schlafs. Desweiteren kann man mit Homöopathie wirkungsvoll gegen Schlafstörungen vorgehen – da es dafür jedoch unzählige verschiedene Mittel gibt, spielen hier die persönliche Verfassung und die Begleitumstände eine entscheidende Rolle: Wann treten die Schlafstörungen auf? Wie lange und wie oft? Tut dabei etwas weh? Liegen Angst, Unruhe oder Stress vor? Oder Schichtdienste und Nachtwachen? Erst nach einem ausführlichen Anamnese-Gespräch wird der Therapeut das

individuell für den Patienten passende Mittel auswählen. Eine gute Alternative sind aber auch homöopathische Komplexmittel: Diese beinhalten in der Regel eine Mischung aus verschiedenen Einzelmitteln mit beruhigender Wirkung – je nach Hersteller, u.a. Avena sativa, Passiflora incarnata, Coffea, Valeriana officinalis, Ambra grisea, Nux vomica, Cimicifuga, Cocculus, Phosphor, Ignatia oder auch Zincum valerianicum – meistens in D4, D6 oder D12-Potenzen. Ein breites Wirkungsspektrum haben auch die Schüssler-Salze: So setzt man beispielsweise Kalium phosphoricum für Nerven und Psyche oder Magnesium phosphoricum zur Entspannung der Muskulatur ein. Doch auch hier gilt – wie in der Klassischen Homöopathie, dass man stets auf die jeweiligen Befindlichkeiten achten und sicherheitshalber einen Experten zu Rate ziehen sollte.

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Schlafbedürfnis reduziert sich Und zuguterletzt noch ein wichtiger Hinweis: Auch wenn wir im Durchschnitt sieben bis acht Stunden Schlaf am Tag benötigen – es gibt Menschen, die mit deutlich weniger auskommen, alles im Rahmen von fünf bis zwölf Stunden kann noch als normal gewertet werden. Vor allem im Alter reduziert sich das Schlafbedürfnis – möglicherweise hilft es schon, wenn man einfach etwas später ins Bett geht und früher wieder aufsteht. [sb]

Fotos: Villeroy & Boch, Clipdealer

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Die Autorin Syke Brandt ist Journalistin und Heilpraktikerin in Bamberg.

Entspannungsübungen und homöopathie

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anzeige die ZWIEBEL 2/2013

Entspannung im audio-visuellen Raum

Wer in der LoLa-Lounge am Laubanger nach Entspannung sucht, weil er gestresst ist vom Alltag und sich zuweilen kraftlos und ausgepowert fühlt, wird in Minutenschnelle fündig. Aus 60 verschiedenen Entspannungsanwendungen und Mentalprogrammen kann man aussuchen, was zu einem passt. Da gibt es Massagen und Wohlfühlprogramme für die Dauer von 10 bis 40 Minuten, Gesundheitsprogramme sowie Programme zum „Relaxen und Genießen“, letztere als StereoTiefensuggestionen und Musiksessions. Das ist das Besondere an der LoLa- Lounge: die Entspannungstherapie übernehmen komplett High-Tech-Geräte – eine völlig neue Erfahrung.

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Für ein 20-Minuten-Programm im Massagesessel wird man mit ein paar Kopfhörern für die sprachgeführte Anwendung und einer Cyber-Brille für die notwendigen Lichtimpulse während der Entspannung ausgestattet. Zu angenehmer Entspannungsmusik fährt einen der Massagesessel in die waagrechte Körperhaltung und man genießt eine ausgiebige Massage der Nacken-, Rücken- und Wadenmuskulatur, während einem eine nette Frau über Kopfhörer erklärt, was gerade passiert. Die Lichtimpulse, die das Gehirn über die Cyber-Brille bekommt, sorgen wenige Minuten später dafür, dass man abschalten

kann. Die Massage stoppt, man atmet tief durch, denkt an nichts mehr und kommt für einige Minuten völlig zur Ruhe. Im Anschluss daran holt einen das Programm langsam zurück. Der Massagesessel wird noch einmal aktiv, die Lichtimpulse werden weniger und die Frau am Ohr gibt kaum noch Anweisungen. Während man der Musik lauscht, wird man wieder in die normale Sitzposition gefahren – schwups, schon ist man wieder mitten im Tagesgeschehen. Vor drei Jahren hat Geschäftsführer Sven Feiertag zusammen mit seinem Partner Julian Knuth das Konzept auf den Weg gebracht. „Die Tage werden immer voller, wir erleben eine regelrechte Überflutung mit Information und Kommunikation. Unsere Idee war es, einen Ort zu schaffen, an dem die Menschen ganz nach ihrem Bedarf Entspannung und Ruhe konsumieren können“, sagt Feiertag. Inzwischen konnte das Unternehmen als FranchiseGeber bereits 11 weitere Lizenzen für LoLa-Lounges etwa in Arztpraxen, Fitnessstudios und WellnessOasen vergeben. In Bambergs MainLounge stehen vier Räume á zwei Mas-

sagesesseln mit Audio-Visuellem-Entspannungssystem zur Verfügung. Der Kunde braucht keinen Termin und kein Rezept, sondern kann einfach vorbeikommen, wann es ihm gefällt. „Es ist immer jemand da, um einen aufzufangen.“ [dp] Die LoLa-Lounge ist Mo. bis Fr. von 10 bis 20 Uhr und Sa. und So. sowie an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Die Preise staffeln sich nach Minuten von 7 bis 23 Euro. Dazu gibt es Fünferkarten ab 55 bis 99 Euro, eigene Kinderprogramme für 5 Euro und Studentenrabatt in Höhe von 5 Euro auf alle Programme. Wer seine persönliche Auszeit regelmäßig in Form einer ganzheitlichen Therapie nutzen will, kann zudem die Entspannungsflat für 49 Euro monatlich buchen. Für ZWIEBEL-Leser gilt dieses Angebot exklusiv bis Ende Februar 2013.

Foto: LoLaLounge

Entspannung im audio-visuellen Raum wann immer man möchte: Das gibt es in der LoLa-Lounge, ganz ohne Rezept.


die ZWIEBEL 2/2013 cartoon – gerd bauer

Gerd Bauer illustriert die ZWIEBEL jeden Monat mit einem seiner typischen ­Cartoons, die das fränkische Lebensgefühl auf den Punkt bringen.

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ausgehen die ZWIEBEL 2/2013

Bandscheiben­ vorfall

Ausgehen Februar 2013

Fünf Angestellte vor der Tür des Chefs. Kammerspiel aus dem Berufsalltag.

Familienkonzert Konzerthalle d0, 7.2.2013, 15.00 Uhr

Eröffnung der klanginstallation von Stipendiat Georges Lentz

das bernstein-Musical Peter pan in konzertanter deutscher Erstaufführung, ltg. till weser

Møn, Bornholm , Öland und Gotland

Bücherflohmarkt

Nacht der Musicals

Sissi

Stadtbücherei Bamberg Fr, 1.2.2013, 14.00 – 18.00 Uhr

KOnzerthalle sa, 2.2.2013, 20.00 Uhr

KOnzerthalle Mo, 4.2.2013, 20.00 Uhr

Bücherspenden und ausrangierte Exemplare für kleines Geld, auch 2.2. von 10.00 bis 14.00 Uhr

„greatest hits“ aus Musicals deutscher Bühnen: Cats, Phantom der Oper, König der Löwen, Mamma mia u.v.m.

alpen-musical um die beliebte kaiserin von österreich

3. Bamberger Zirkus Varieté

Six Pack

Traumreise

Fab Five

Zirkus Giovanni So, 3.2.2013,19.00 Uhr

VHS Altes E-Werk Mo, 4.2.2013, 20.00 Uhr

Jazzkeller fr, 8.2.2013, 20.00 Uhr Sa, 9.2.2013, 20.00 Uhr

Galavorstellung zugunsten der Arbeit des Jugendwerks

witziges A cappella-Ensemble nimmt sich Märchenthemen vor

Abschluss-Vorstellung des Pantomimenkurses der Volkshochschule

Musica Viva Chor

Valerina

St. Stephan sa, 2.2.2013, 19.30 Uhr

Erlöserkirche So, 3.2.2013, 19.30 Uhr

Voll grotesk mit Tuba

KOnzert mit Chorwerken zu Ehren des 100. Geburtstags von Benjamin Britten

Sakrale und weltliche gesänge aus osteuropa. Ensemble Valeria Shiskova

Zirkus Giovanni Fr, 1.2.2013, 19.00 Uhr

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E.T.A.-Hoffmann-Th., Studio sa, 2.2.2013, 20.00 Uhr

String Quartet(s) Villa Concordia Mo, 4.2.2013, 19.00 Uhr

Galerie am Stephansberg Mi, 6.2.2013, 19.00 Uhr M. Neubauer und H. Triebener mit grotesker deutscher dichtung, weitere termine

VHS, Altes E-WErk Do, 7.2.2013, 15.00 Uhr Vortrag von Dr. Walter Folger über ostseeinseln für kunst- und naturfreunde

Bayerns beste beatlesband mit zahlreichen hits ihrer Vorbilder

Narrenpredigt Gemeindehaus St. Josef, Hain Sa, 9.2.2013, 14.30 Uhr vortrag von Roland breitenbach in der reihe „Glaube und Humor“


die ZWIEBEL 2/2013 ausgehen

Ivanov

5 nach 12

Heidi Friedrich

Voca People

ETA-Hoffmann-theater sa, 9.2.2013, 19.30 Uhr

Club Kaulberg Mi, 13.2.2013, 20.00 Uhr

Jazzclub do, 21.2.2013, 20.00 Uhr

KOnzerthalle Di, 26.2.2013, 20.00 Uhr mi, 27.2.2013, 20.00 Uhr

Premiere der Tschechowtragikomödie einer Gesellschaft, die am abgrund tanzt

Kleinkunstabend zu weltuntergang und endzeit mit Stephan bach und Rolf Böhm

premiere des neuen kabarettProgramms „Schwindelfrei“

Werner Koczwara

Cholet-PapauxKänzig

Dan reeder

claudia koreck

ETA-hoffmann-Theater, Foyer sa, 23.2.2013, 16.00 Uhr

live club mi, 27.2.2013, 20.00 Uhr

vernissage zur Ausstellung des kunstvereins mit dem USMaler und Musiker

tour zum neuen, auf hawaii entstandenen album „honu lani“

Spiegelsaal der Harmonie sa, 9.2.2013, 20.00 Uhr jura-Kabarett: „Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt“

Jazzclub fr, 15.2.2013, 21.00 Uhr stilistisch vielfältiges trio mit unkonventionellen kompositionen

welthits im originalsound mit quirligem vokal-oktett

Antistadl

Märchenwelten

kirchen-kabarett

Collegium novum

Morph club Sa, 9.2.2013, 21.00 Uhr

Unteres Schloss, Bischberg So, 17.2.2013, 17.00 Uhr

st. matthäus, Gaustadt so, 24.2.2013, 18.00 Uhr

Villa Concordia D0, 28.2.2013, 19.00 Uhr

Tanzmusik aus franken und vom balkan mit boxgalopp, kapelle rohrfrei, eurumer banditen und bülbül manush

Klaviertrio mit musik der Romantik und schattentheater

CSU in der Kirche: Christlich satirische Unterhaltung mit Pfarrer maybach

konzert des solistenensembles aus zürich mit werken der vier aktuellen stipendiaten

Faschingskonzert/ Semesterschluss­ konzert

comedylounge

J.b.o.

jens neutag

morph club do, 21.3.2013, 20.00 Uhr

Internet-Konzert so, 24.2.2013, 19.00 Uhr

haas-säle do, 28.2.2013, 20.00 uhr

mit Michael Eller, Jens Heinrich Claassen und Der Weiherer, moderiert von christian ritter

Die spaSSrocker von jbo mit ihrem kostenlos im internet übertragenen „vorjubiläumskonzert“

„schön scharf“ – bissiges kabarett-programm aus dem berliner einheitsbrei

Konzerthalle s0, 10.2.2013, 17.00 Uhr „Worst of wagner“, hegelsaal Carmina Burana, keilb.-saal

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impressum & adressen die ZWIEBEL 2/2013

Impressum Verlag

Satz

Zwiebelverlag GbR Henning Brandt & Manuel Werner Schellenbergerstraße 8 96049 Bamberg

Henning Brandt grafik@die-zwiebel.de

Telefon 09 51 / 51 93 95 - 0 Telefax 09 51 / 51 93 95 - 55 www.die-zwiebel.de post@die-zwiebel.de

Chefredakteur Henning Brandt [hb] (V.i.S.d.P.) h.brandt@die-zwiebel.de

Anny Maurer Telefon 09 51 / 9 23 08 85

Anzeigenleitung Manuel Werner Telefon 09 51 / 18 51 70 27 Mobil 01 78 / 9 74 80 80 m.werner@die-zwiebel.de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/2013 vom 1.1.2013. Anzeigen­ schluss 20. des Vormonats.

Lichtspiel Kino & Cafe Untere Königstr. 34 Telefon 26785 www.lichtspielkino.de

Brentano Theater

Live club / Haas säle

Gartenstr. 7 Telefon 54528

Obere Sandstr. 7 Telefon 53304 www.live-club.de

Chapeau Claque Theater Grafensteinstr. 16 Telefon 39333 chapeau-claque-bamberg.de

Cinestar Kino Ludwigstr. 2 Telefon 3028850 www.cinestar.de

Club Kaulberg Unterer Kaulberg 36 Telefon 51953330 www.nana-productions.de

Redaktion

Druck

Katja Kölbl [kk] k.koelbl@die-zwiebel.de

Diözesanmuseum

Safner Druck & Verlags-GmbH 96170 Priesendorf www.safner-druck.de

Domplatz 5 Telefon 502316 www.erzbistum-bamberg.de

Erscheinungsweise

E.T.A.Hoffmann-Platz 1 Telefon 873030 www.theater.bamberg.de

Daniela Pielenhofer [dp] d.pielenhofer@ die-zwiebel.de Syke Brandt [sb] www.globuli-bamberg.de Frank Keil [fk] f.keil@die-zwiebel.de Jürgen Gräßer [jg] post@die-zwiebel.de Dr. Barbara Pittner [bp] post@die-zwiebel.de

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Fotografie

Bamberger Symphoniker Mußstraße 1 Telefon 9808220 (Karten) bamberger-symphoniker.de

die ZWIEBEL (Aufl. 6.000 Ex.) ist monatlich an über 250 Vertriebsstellen in Bamberg kostenfrei erhältlich. © Copyright 2013 für eigens gestaltete Anzeigen und Texte beim Verlag. Nachdruck und Vervielfältigung, (auch auszugsweise). Wiedergabe durch Film, Fernsehen, Rundfunk sowie Speicherung auf elektronischen Medien nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Namentlich oder mit Autorenkürzel gekennzeichnete Texte geben nicht unbedingt die Meinung des Verlags wieder.

E.T.A.-Hoffmann-Theater

Historisches Museum Domplatz 7 Telefon 5190746 www.bamberg.de/museum

Jazzclub Bamberg Obere Sandstr. 18 Telefon 53740 www.jcbamberg.de

Künstlerhaus Villa Concordia Concordiastr. 28 Telefon 955010 www.villa-concordia.de

Wichtige Adressen

Bamb. Marionettentheater Untere Sandstr. 30 Telefon 67600 www. bambergermarionettentheater.de

Morphclub Obere Königstr. 39 Telefon 0170/4230208 www.morphclub.org

Städtische Musikschule Luitpoldstr. 24 Telefon 509960 www.musikschule.bamberg.de

Naturkundemuseum Fleischstr. 3 Telefon 8631248 www.naturkundemuseumbamberg.de

Odeon Kino & Cafe Luitpoldstr. 25 Telefon 27024 www.lichtspielkino.de

Stadtbücherei Bamberg Obere Königstr. 4a Telefon 981190 stadtbuecherei-bamberg.de

Stadtgalerie Villa Dessauer Hainstr. 4a Telefon 871861 www.bamberg.de/museum Viele weitere Infos unter

www.kultur.bamberg.de


Hier finden Sie die Zwiebel – eine Auswahl von Auslagestellen – Gesamtübersicht auf www.die-zwiebel.de

a.p. männer

Karolinenstraße

Ev. BFS für Altenpflege

Hainstraße

Point Fitness Center

Geisfelder Straße

Alt Ringlein

Dominikanerstraße

Fachzentrum MEDICUM

Heinrichsdamm

Poldi - Mode für Kinder

Dominikanerstraße

Aposto

Geyerswörthstraße

Fahrradhandel Löwenbrücke

Äußere Löwenbrücke

Reformhaus "Quelle"

Keßlerstraße

Apotheke in der Hainstraße

Hainstraße

First Reisebüro

Kleberstraße

Reisebüro Schiele

Lange Straße

AWO-Seniorenzentrum

Hauptsmoorstraße

Frauenzimmer

Hauptwachstraße

Restaurant Josch

Untere Königstraße

AYK Sonnenstudio

Pödeldorfer Straße

Gaststätte Zum Domreiter

Dominikanerstraße

Restaurant Weierich

Lugbank

Bäckerei Oppel

Emil-Kemmer-Straße

Goldschmiede Volk

Lange Straße

Rewe Köppl

Caspar-Meyer-Straße

Bäckerei Schüller

Ottostraße

Goldzeit

Kleberstraße

Rewe Rudel

Würzburger Straße

Bäckerei Seel

Lugbank

Hoffmanns steak & fisch

Schillerplatz

Ristorante da Francesco

Am Michelsberg

Bamberger Genuss-Stübchen

Obere Sandstraße

Hotel Altenburgblick

Panzerleite

Rösterei M.A.G.

Keßlerstraße

Bamberger Tourismusbüro

Geyerswörthstraße

Hotel am Brauerei-Dreieck

Holzgartenstraße

Salino

Schillerplatz

Beckstein - Das Kaffeehaus

Lange Straße

Hotel Café Bergschlösschen

Am Bundleshof

Schuh Krügel

Fleischstraße

Bellino Café / Lounge

Emil-Kemmer-Straße

Hotel Europa

Untere Königstraße

Sroka Friseure GmbH

Austraße

BIOLAND-Bauernlädla

Die Bergner

Hotel Goldener Adler

Lichtenfelser Straße

St. Hedwig-Apotheke

Franz-Ludwig-Straße

Blumen Hohe

Nürnberger Straße

Hotel Ibis

Theatergassen

Stilbruch

Obere Sandstraße

Blumenkunst i.d. Kleberstr.

Kleberstraße

Hotel Zum goldenen Anker

Untere Sandstraße

Stadtbücherei Bamberg

Obere Königstraße

Blumenwerkstatt

Keßlerstraße

K&K Gewürzladen

Jäckstraße

Stadtmarketing

Obere Königstraße

Bootshaus im Hain

Mühlwörth

Konditorei Graupner

Lange Straße

Suppenplantage

Schranne

Brauerei Spezial

Obere Königstraße

Kongress- und Konzerthalle

Mußstraße

Tante Emma Laden

Michelsberger Straße

Brücken-Apotheke

Heinrichsdamm

Kunstkontor

Obere Brücke

Tanzschule Scholz

Ohmstraße

bvd Kartenservice

Lange Straße

Lady-Fit

Lichtenhaidestraße

tegut

Ludwigstraße

Café Abseits

Pödeldorfer Straße

Lichtspiel Kino & Café

Untere Königstraße

Treffpunkt Bewegung

Pödeldorfer Straße

Café Restaurant

Am Michelsberg

Malzfabrik Weyermann

Brennerstraße

TX Select

Luitpoldstraße

Caffèbar Kranen

Am Kranen

Martin-Apotheke

Grüner Markt

Ultimativ

Pfahlplätzchen

CariThek

Obere Königstraße

Metzgerei Alt

Erlichstraße

Vespino Bamberg

Kirschäckerstraße

Casa Espana

Judenstraße

Metzgerei Kalb

Theuerstadt

Villa Geyerswörth GbR

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Damenmoden Zahn

Kleberstraße

Mode macht Mut

Luitpoldstraße

Weinfachh. Scharfenberg

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Weinschänke Bischofsmühle

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Der Pelikan

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Zahnarzt Dr. Müller

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Eiscafe buonissimo

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Parfümerie Silvy Hahn

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die ZWIEBEL 2/2013

die ZWIEBEL 2-2013  

Das Bamberger Kulturmagazin mit fröhlichen Schwestern und dem Blick für Gesichter.