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wiebel Z Magazin fĂźr das lebenswerte Bamberg

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Kostenlos

 Januar 2013


die ZWIEBEL 1/2013 gruß aus der küche

Das fängt ja gut an

Herzlich willkommen im Jahr 2013! Haben wir es doch wieder geschafft und das, wo doch immer wieder vor dem Weltuntergang am 21.12.12 gewarnt wurde. Falls Sie vorsichtshalber keine Pläne für das Neue Jahr geschmiedet haben, kann die neue Zwiebel Ihnen hoffentlich hilfreich zur Seite stehen. So könnten Sie beispielsweise schon mal Ihren Grill aus dem Schuppen holen und ein paar saftige Steaks fürs Wintergrillen einlegen. Oder Sie gönnen sich mal wieder eine neue Brille für mehr Weitblick ( jetzt, da die Erde sich doch immer noch weiterdreht). Wenn das Wetter passt, gäbe es auch noch wunderbare

Ideen für sportliche Abenteuer im Schnee. Sollte es keine weiße Winterpracht geben, kann man ja immer noch ins Kino gehen (z.B. in die Bamberger Kurzfilmtage) oder einen mörderischen Krimi lesen, der freundlicherweise gleich ein paar Rezepte für delikate Spezialitäten mitliefert. Ach ja, und natürlich sollte man auch mal nach seinen Pflanzen schauen – dass die den Winter möglichst heil überstehen. Denn – das wissen wir ja jetzt – der nächste Sommer kommt ganz bestimmt. Ihre ZWIEBEL-Redaktion

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scharlotte die ZWIEBEL 1/2013

Das

Frü hst üc ks erlebnis !

Bei uns können sie ganztägig lecker Frühstücken! Wir bieten Ihnen eine große Auswahl an verschiedensten Frühstücken z.B. der gierige Gochsheimer für zwei Personen oder den sonnigen Südländer mit vielen mediterranen Spezialitäten. Darfs richtig zünftig sein? Dann ist unser Weißwurstfrühstück genau das richtige für Sie! Natürlich können Sie sich Ihr Frühstück auch selbst zusammenstellen: Wir bieten Ihnen Eiergerichte in verschiedenen Variationen immer frisch zubereitet, leckere Obstsalate und selbstgemachte Quarkspeisen mit frischen Früchten. Zu jedem Frühstück erhalten Sie ein Heißgetränk aus unserer großen Auswahl. Hier finden Sie uns in Bamberg:

Unsere großen Frühstücke erhalten Sie in den Filialen Kettenbrückstraße, im Hellweg Baumarkt und im Einkaufszentrum Market. Unsere kleinen Frühstücke erhalten Sie in den Filialen Memmelsdorfer Straße und Ludwigstraße.

Kettenbrückstraße 4 96052 Bamberg Telefon: 0951/ 20879330

Memmelsdorfer Str. 141 96052 Bamberg 0951/2088974

Graf-Stauffenberg-Platz 5 96047 Bamberg 0951/6030768

Öffnungszeiten: Mo-Fr: 7.00 Uhr bis 19.00 Sa: 7.00 – 19.00 Uhr So 8.00 – 17.00 Uhr

Öffnungszeiten: Mo-Fr: 7:00 - 19:00 Uhr Sa: 7:00 - 19:00 Uhr

Öffnungszeiten: Mo-Fr: 7:00 - 19:00 Uhr Sa: 7:00 - 14:00 Uhr

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Michelinstr. 146 im Hellweg-Baumarkt 96103 Hallstadt 0951/705333 Öffnungszeiten: Mo-Sa: 7:30 - 20:00 Uhr

NEU: Ab dem 8. Januar 2013 finden Sie uns auch im tegut Ludwigstraße 25 in Bamberg gegenüber HBF und ab dem 17. Januar im Einkaufszentrum Market Michelinstraße 142 in Hallstadt!


Das Lesen Sie im Januar 2013 in der Zwiebel Kultur Klappe, die Dreiundzwanzigste Es götterdämmert schwer Gelauscht: Musikneuheiten Gelesen: Buchrezensionen

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ohne ausräumen, und Beleuchtung nach ihren Wünschen

Gesundheit & Genuss Es muss nicht immer Sommer sein Region Bamberg: Der Gipfel des Geschmacks Warnsignale des Körpers

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Neue Zimmerdecke in nur 1 Tag!

Portraits Eine alte Liebe zu jungem Gemüse

• Schnelle, saubere Montage in 1 Tag! • Kein Umräumen der Möbel erforderlich! • Beleuchtung nach Wunsch!

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Lebenswertes Immer der Nase nach Winterurlaub im Treibhausklima Schneespaß in Stadt und Region Kolumne: Scharlottes Welt Gerd Bauer: Cartoon

Wir informieren Sie gern über die Möglichkeiten dieses einzigartigen und über 30 Jahre bewährten Deckensystems!

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Besuchen Sie unsere Ausstellungen: Veranstaltungen Ausgestellt: laufende Veranstaltungen im Januar 2013 Kultur in Sicht Ausgehen: Veranstaltungen im Überblick

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Aktuelles aus Bamberg Kurz & Knackig: was Bamberger bewegt Auslagestellen: hier gibt‘s die ZWIEBEL Impressum, Wichtige Adressen

Mahlzeit! Auch im Winter haben Meisen Hunger. Foto: clipdealer.de/ freddie10

Zaugendorfer Str. 22, 96179 Rattelsdorf-Mürsbach

Mo - Do 13.00 – 17.00 Uhr oder nach Vereinbarung, auch Sa und So

Max-Planck-Straße 20, 91050 Erlangen

Di 10.00 – 14.00, Do 13.00 – 17.00 Uhr 6 51 50

H. Obermeder

Montageservice GmbH & Co. KG Zaugendorfer Straße 22 96179 Rattelsdorf-Mürsbach Telefon 09533/8364

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kurz & knackig die ZWIEBEL 1/2013

Ratschläge aus der GroSSstadt Seit März ist klar: Bambergs Stadtplanungsbeirat wird ein Stadtgestaltungsbeirat. Ist das ein Fortschritt? Könnte es sein. Der Titel ist freilich Wortklauberei und signalisiert allenfalls Aktionismus. Oder hat die Stadt künftig vor, ungeplant zu gestalten? Viel interessanter ist die neue Besetzung. Denn mit der Abberufung von Dr. Karin Dengler-Schreiber wird auch gleich der Sitz des Zentrums Welterbe gestrichen. Weder Vertreter des Denkmalschutzes

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noch Fachleute des Weltkulturerbes beraten also künftig über die Gestaltungen in der Weltkulturerbestadt Bamberg. Mit Heinz Rosenberg schied zudem der einzige hiesige Architekt aus, stattdessen sitzt als zweiter Bamberger neben

Lebensfreude Monat für Monat

Noch ist das Jahr ganz frisch, und wer unter dem Weihnachtsbaum keinen Fotokalender gefunden hat, für den hat die Lebenshilfe Bamberg eine Idee: im stattlichen Format 50 x 50 cm (also recht genau 4 x so groß wie die ZWIEBEL!) bildet der Kalender „Augenblicke“ Fotocollagen des OBA Kulturfestivals ab. Internationale Gruppen zu Gast bei der Offenen Behindertarbeit, aber auch die Projekte der eigenen Akteure kommen in den lebendigen und natürlichen Bildern des Kalenders zur Geltung. Und erinnern an außergewöhnliche Leistungen von un-

gewöhnlichen Menschen. Der Kalender ist für 10,00 Euro in der Buchhandlung Collibri und im Kaufhaus Schrill erhältlich oder über die Internetseite www. lebenshilfe-bamberg.de.

bei der Zulassungsstelle an, wieviele Elektrofahrzeuge eigentlich in Bamberg gemeldet sind. Eine Stunde später die

Infrastruktur im Kleinen

Sie sind die Rettung, sagt die Autoindustrie: Elektroautos, die die viel geliebte Mobilität auch über das Ölzeitalter hinaus gewährleisten sollen. Wenn eines Tages geeignete und sauber herstellbare Speicher erfunden werden und der Strom dafür wirklich brav durch die Sonne erzeugt wird: dann könnte das der Weg sein. Doch solange will Bamberg nicht warten. Hier werden die E-Mobile schon heute angelockt, zum Beispiel mit kostenfreiem Strom. Was sich jeder Haushalt wünscht, realisieren die Stadtwerke an ihren beiden Zapfsäulen am Margaretendamm und am Bambados. Mit einer Kundenkarte kann hier noch bis Ende 2013 kostenfrei Strom für das Elektromobil bezogen werden. Die Klimaallianz Bamberg aus Stadt und Landkreis zieht nach und installiert eine Stromladesäule. Sogar recht innenstadtnah, auf dem Parkplatz des Amts für Landwirtschaft an der Nonnenbrücke. Es gilt der gleiche Nulltarif wie bei den Stadtwerken, nur die Parkgebühren sind zu zahlen. Jetzt werden sich die Schlangen ladewilliger E-Mobile nur so durch die Stadt wälzen, auf der Suche nach dem billigen Sprit aus der Steckdose. Das will die ZWIEBEL genauer wissen und fragt

Antwort: 4 PKW und 9 Sonderfahrzeuge wie Kleinlieferwagen oder der Zweisitzer-Flitzer „Twizzy“. Donnerwetter! Bei dieser Nachfrage kann man leicht Strom verschenken.

Jugendherberge

Normalerweise ist die Regnitz ein recht entspanntes, ruhiges Flüsschen. Doch in der Gegend um Kilometer 52,0 schlägt sie derzeit hohe Wellen. Denn dort steht die Jugendherberge Wolfsschlucht. Seit Jahrzehnten beherbergt sie Schulklassen und Freizeitgruppen, Einzelgäste und Sportmannschaften, zuletzt über 14.000 Übernachtungen im Jahr. Jetzt wird sie beinahe über Nacht geschlossen und zunächst für drei Jahre befristet als Unterkunft für Asylsuchende an den Bezirk vermietet. Ungeachtet eines bis Ende 2014 laufenden Mietvertrags mit der Caritas, was zur Folge hat, dass Tausende bereits zugesagter Buchungen wieder storniert, enttäuschte Schulklassen ausgeladen werden. Dafür ist nun Platz für 50 Flüchtlinge in der Zeit ihres Asylverfahrens, die der Stadt in den

Fotos: Pressestelle Stadt Bamberg

Kurz & Knackig Januar 2013

Baureferent Michael Ilk mit Harald Lang ein weiterer Vertreter der Verwaltung im Beirat. Nur keine unabhängigen Insider! Dafür gern sechs Architekten und Stadtplaner von außerhalb: außer von Ulrich Noßwitz aus Aalen, mit der Bamberger Verkehrsproblematik gut vertraut, wird unsere Stadt jetzt von zwei Münchnern, zwei Nürnbergern und einem Würzburger beraten. Unter dem schönen Titel „Blick von außen“ reisen die Fachleute an fünf Donnerstagen im Jahr 2013 an – und nach einigen Stunden Konferenz wieder ab. Gut, dass es solche Koryphäen gibt. Sonst müsste man am Ende noch Leute fragen, die Bamberg wie ihre Westentasche kennen. Immerhin sind die Sitzungen jetzt öffentlich: die nächste am 21. Februar um 14 Uhr im Rathaus Maxplatz. Wenn die Bamberger nicht gerufen werden, müsen sie eben ungerufen kommen.


die ZWIEBEL 1/2013 kurz & knackig nächsten Wochen zugewiesen werden. Schon für Februar wird jedoch neuer Platzbedarf über die Kapazität der Wolfsschlucht hinaus erkennbar, meint SPD-Fraktionschef Wolfgang Metzner. Obwohl die beiden Kirchen signalisiert haben, in ihren reichhaltigen Immobilienbeständen nach Unterbringungsmöglichkeiten zu suchen (und sie werden bei gutem Willen sicher fündig werden, wo doch beispielsweise die Orden immer mehr an Mitgliedern verlieren), waren SPD und GAL nicht bereit, die Schließung der Jugendherberge auch nur um sechs Wochen aufzuschieben. Hier rächen sich die Versäumnisse der Vergangenheit. Man verließ sich auf stetig sinkende Flüchtlingszahlen und verschloss vor dem Anstieg der letzten Jahre die Augen. Dabei können Bürgerkriege wie in Syrien jederzeit ausbrechen und Verfolgte außer Landes treiben. Afghanistan belegt schon jetzt Rang zwei der Herkunftsländer in Deutschland – dass sich die Zahl der Flüchtigen reduziert, wenn Bundeswehr und US-Army dort abziehen, darf kaum erwartet werden. An der Spitze steht Serbien – ein Land,

das seit März 2012 offizieller Beitrittskandidat der EU ist. Trotzdem sehen sich 8.163 Menschen 2012 dort so verfolgt, dass sie in Deutschland Asyl beantragen. Und natürlich hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erhöhung der Bezüge während des Asylverfahrens seine Folgen: der Monatsdurchschnitt nach dem Richterspruch vom 18. Juli hat sich gegenüber den Vormonaten 2012 glatt verdoppelt – 100% Zuwachs von August bis November gegenüber dem Durchschnitt zwischen Januar und Juli. In den Jahren zuvor ergab dieser Vergleich nur jeweils rund 30% mehr Asylsuchende im Herbst. Gestiegen sind dabei vor allem die Zahlen der geographisch näher liegenden Länder – zum ersten Mal taucht das kleine Bosnien-Herzegowina in den Top Ten der Statistik auf. Niemand bestreitet, dass es dort durch verschiedene Nationalitäten und Religionen viel Leid gibt, aber man sollte auch nicht pauschal ausschließen, dass unter den Asylsuchenden Menschen sind, die den relativen Komfort einer geheizten Unterkunft in Deutschland dem harten Winter in der Heimat vorziehen.

Ist die Schließung der Bamberger Jugendherberge eine Lösung des Unterbringungsproblems? Auf Dauer sicher nicht, zumal die in Aussicht gestellte Wiedereröffnung nach Renovierung finanziell schwer zu bewältigen ist. Man hat sich für drei Jahre eine Entlastung erkauft, doch wo bleiben die langfristigen Lösungen? Die zentrale Unterbringung für 150 Personen im alten Postgebäude an der Memmelsdorfer Straße ist weder durchsetzbar noch vernünftig, nun stehen dezentrale Möglichkeiten im Fokus. Das Lossahaus ist weg. Beim Glaskontorgelände herrscht genervter Stillstand. Das Schaeffler-Areal wird luxussaniert und jede kleine Baulücke geht an Investoren, die zu ambitionierten Preisen Wohnungen verkaufen. Bleiben: die Kasernen. Wenn man sich zugunsten einer pragmatischen Lösung einmal von dem Unbehagen frei macht, Flüchtlingen in lagerähnlichen Anlagen eine Unterkunft zu schaffen – hier ist Platz ohne Ende. Aber dazu braucht es guten Willen und goodwill zu unbürokratischen Wegen. Und das scheint doch etwas viel verlangt. Dann müssen halt die Schulklassen wei-

chen. Wie sagte Wolfgang Metzner noch: man solle nicht die Asylbewerber gegen die Jugendlichen ausspielen. Doch genau das hat der Stadtrat beschlossen.

Axt gegen Axt

Das wird sich Wolfgang Heubisch (FDP), bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst (man beachte Zusammenstellung und Reihenfolge) in Zukunft gut überlegen: ob er es noch einmal wagt, die Axt an die Zuschüsse für die Bamberger Symphoniker zu legen. Denn die wehren sich ab August mit gleicher Waffe – in Person von Marcus Rudolf Axt, der die Nachfolge von Wolfgang Fink antreten wird. Kein Unbekannter in den Reihen des Klangkörpers – war er doch bereits von 2005 bis 2008 als Orchestermanager an der Regnitz, bevor er als Programmplaner zu den Berliner Symphonikern wechselte. Willkommen zurück! [hb]

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DR. CHRISTIAN RUDOLPH Fachanwalt für Sozial- u. Medizinrecht Tätigkeitsschwerpunkte Strafrecht Familienrecht Rentenrecht Zivilrecht Privates Baurecht

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lebenswertes die ZWIEBEL 1/2013 Was Sie darunter tragen, geht uns nichts an. Wie Sie sich darüber kleiden, ist kein Geheimnis. Doch mit welchen Brillen-Modellen Sie im neuen Jahr die Nase vorne haben, wissen wir. Und Sie bald auch.

Immer der Nase nach „Die neue Brillenmode bringt mehr Harmonie ins Gesicht“, sagt Bernhard Wohlfahrt. Und er muss es wissen. Seit 14 Jahren verkauft der Bamberger in seinem Brillenfachgeschäft „Optik in der Austraße“ die neueste Brillenmode – und die ist meistens aus Kunststoff. „Das hat den einfachen Grund, dass Hersteller so die Trends relativ günstig und ohne großes finanzielles Risiko ausprobiert können“, erklärt er.

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Nach der 15 Jahre währenden Dominanz flacher und eckiger Brillen, werden die Formen nun weicher und femininer. „Dieser Trend begann vor zwei Jahren und setzt sich seit einem Jahr langsam durch“, sagt Wohlfahrt. Er selbst trägt am liebsten Brillen des Modelabels „Blutsgeschwister“ aus Stuttgart. Sein Favorit ist das Modell „Disco Detector Large“ in Rot mit hohen Scheiben und unten abgerundeten Ecken aus Metall. Für uns hat er darüber eine schwarze „Davidoff“ und ein weiteres, silbernes „Blutsgeschwister“Modell aufgesetzt (alle 199 Euro).


Fotos: Anny Maurer

Ein trendiges Modell aus Kunststoff fertigte die österreichische Designerin Sashee Schuster mit dem Modell „Waltraut“ an (245 Euro). Auf dem Bügel steht neben dem Namen die Beschreibung „schwarz wiad Nacht“. Wer sie trägt, nimmt von null auf nix die Gesichtszüge einer gestrengen Lehrerin aus den 50er Jahren an – wenn man ihr kein fröhliches Wesen verleiht, so wie Gerlinde Weitzenbeck. Die Optikerin und Lebensgefährtin von Bernhard Wohlfahrt trägt gerne Schmetterlingsbrillen (auch bekannt als CatEye-Brillen), weil sie wild und ein bisschen zickig wirken. Ihre „Urform“ stammt aus den 50er und 60er Jahren und gilt als erste Fashion-Brille. Marilyn Monroe hat sie in dem Film „Wie angelt man sich einen Millionär“ getragen. Die Form ist nicht einfach kombinierbar und steht auch nicht jedem. Allerdings gibt es auch Modelle, die die Wölbung nur leicht andeuten. Ein weiterer Trendsetter in der Austraße ist der Kölner Hersteller „Martin & Martin“. Er designte eine Korrektionsfassung (also eine ganz normale Brillenfassung) in „Kartoffelform“ (so Bernhard Wohlfahrt), die (nur) kantige Gesichter nach einer Investition von 230 Euro tragen können. Ebenfalls bei „Optik in der Austraße“ gerne gesehen sind Titan-Gestelle auf Kundennasen, wie zum Beispiel aus den Reihen des Herstellers „Blackfin“. Seine Kreationen werden

schottenstrAsse 4 · 97483 eltmAnn tel. 09522 2940090 · WWW.oPtIKZWo.De ÖffnungsZeIten: mo. – fr. 8.30 – 12.30 13.30 – 18.00 uhr · sAmstAg 8.30 – 12.30 uhr

EinE BrillE von optikzwo – diE giBt man nicht mEhr hEr!

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Wenn es einfach passt, so dass Sie sich rundum wohlfühlen. Wenn Service, Leistung und trendige Brillenmode eine Einheit bilden – dann ist es sicher eine Brille von OptikZwo.


lebenswertes die ZWIEBEL 1/2013 Die Brillenmacher von „Hossfeld & Zahn“ haben sich bereits im Oktober auf der Pariser Optikfachmesse „Silmo“ von den neuen Trends inspirieren lassen. Auch hier führt man die kaum spürbaren Titanbrillen von „Blackfin“. Außerdem gibt es Modelle von „Gigi Urban Eyewear“ und „Zig Eyewear by Cendrine O.“. Letztere peppt klassische Modelle mit kunstvoll gestalteten Metallbügeln auf (299 Euro).

von „Pramaor italian titanium eyewear“ in Italien entworfen und hergestellt. Das abgebildete Modell in der Hand der Auszubildenden Laura Sponsel (vorige Seite) kostet stolze 275 Euro. Dafür ist es aus Blocktitan (also aus einem Stück) gefertigt, federleicht und wegen seiner Flexibilität so gut wie unzerstörbar. Die Brille hat die klassischen eckigen Formen der Vergangenheit, ist aber in der Scheibe höher und unten an den Ecken abgerundet. Zu den Lieblings-Designern von Gerlinde Weitzenbeck gehört „Anne et Valentin“. Die Optikerin kann dank ihrer ovalen Gesichtsform deren Modell im Browline-Style tragen (270 Euro), bei der die Augenbrauen durch einen verstärkten oberen Rand in Szene gesetzt werden und dem Gesicht einen charmanten Sixties-Charme verleihen. (oben rechts)

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Aber auch das gewagte Modell „Element“ (315 Euro) in knalligem Grün steht ihr. „Obwohl die Brille aussieht wie aus einem Cartoon“, wie sie lachend zugibt.

Bei den Brillen von „Just Eyefashion“ (im Bild unten ein knalloranges Exemplar) lassen sich die Bügel mit einem Klick auswechseln. So wird das Modell für 199 Euro für weitere 45 Euro zu einer ganz neuen Brille – und passt sich jedem Outfit an.


die ZWIEBEL 1/2013 lebenswertes Die Marke „Martine Forsans“ favorisiert im neuen Jahr extravagante Prints wie zum Beispiel Karomuster bei diesen beiden Modellen. Auch Animal-Prints und Colour-Blocking haben wir im Verkaufsraum von „Hossfeld & Zahn“ gesichtet. Die Form orientiert sich am Preppy Look.

Prep ist hip „Preppy“ ist eine Ableitung von „preparatory school“, den Privatschulen der amerikanischen Ostküste und steht für das Styling derer, denen das „Ausgutemhausekommen“ schon aus der Ferne anzusehen ist. Zum Preppy Look gehörte schon in den 80er Jahren die Preppy-Brille. Da die etwas überdimensionierten Pantoformen der damaligen Hornbrillen heute nicht mehr zeitgemäß sind, kommen die neuen Preppy-Brillen heute dynamischer und weniger streberhaft daher. Mit ihr auf der Nase will man nicht auffallen, sondern ein Fashion-Statement abgeben. Die Fassungen sind unisex und können – egal ob in ihrer runderen oder ins Quadratische ge-

henden Variante – sowohl von ihm als auch von ihr getragen werden. Dadurch verwandeln sich die Träger ruckzuck (zumindest optisch) in angehende Elite-Studenten. Ausnahmen bestätigen die Regel. Darum blitzen in den Regalen von Rudolf Kress, dem Inhaber von „Optik Dassler“, auch kleine eckige Brillen in den Ständern. Die Designerstücke von „Yabi Art“ gehören zur aktuellen Linie „Abendzauber“ und sollen ihre Trägerinnen mit Bügeldesign für Individualistinnen verzaubern (249 Euro). Die Herrenmode dagegen gibt sich klassisch. Zur exklusiven Wahl stehen eine „Davidoff“ aus Titan (180 Euro), minimalistisches Design von „ÖGA“ aus Metall (250 Euro) oder ein Stück von „Pass“ (ebenfalls 250 Euro). Erlaubt ist eben, was gefällt. Egal ob es einen hippen Trendnamen trägt – oder nicht. [kk]

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ausgestellt die ZWIEBEL 1/2013

Aktuelle Ausstellungen in Bamberg

Christ ist geboren Maternkapelle di-fr 13-17, sa, so 11-17 Weihnachtsausstellung des Vereins Bamberger Krippenfreunde bis 6.1.2013

Clara Oppel: Sounding

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Villa Dessauer Di-do 10-16, Fr-so 12 - 18 Ausstellung der kärntner klangkünstlerin bis 20.1.2013

Zur Krippe her kommet

Eine Reise ins Heilige Land

Historisches Museum mo-so 9-17 leben und Werk des Bamberger Krippen­ schnitzers Max Huscher bis 6.1.2013

Altes Rathaus di-so 9.30-16.30 Barocke GroSSkrippe der Sammlung Ludwig Bis 6.1.2013

Linien und Achsen

Eight Poets

Entwerdung

Villa Dessauer Di-do 10-16, Fr-so 12 - 18

Innenstadt und Altstadt ganztägig

VR Bank Bamberg Mo-fr 9-17

Ausstellung des diesjährigen Berganza-Preisträgers Gerhard Schlötzer Bis 20.12013

LED-beleuchtete GroSSfiguren aus fiberglas von Jaume Plensa bis 27.1.2013

Gemälde von Petra münch mit Spieluhrenkompositionen von Franz tröger bis 30.1.2013

Fotos: Matthias Schotthöfer, Emil Bauer; aus dem Fotoalbum der Leihgeberin Karin Stader, Museen der Stadt Bamberg, Stadt bamberg Pressestelle

ausgestellt Januar 2013


die ZWIEBEL 1/2013 ausgestellt

Farbenfroh aber auch monochrom

Biodiversität in entenhausen

Gestern – heute – morgen

Café Kunstpause mo-Sa 9.30-18.30 Fotografien und Aquarelle von Gerhard Wolfrum bis 1.2.2013

Naturkundemuseum di-so 10-16 Ein einblick in die reichhaltige Tierwelt von Entenhausen bis 17.02.2013

Rathausschänke, ob. Brücke Mo-so ab 11 Abstrakte Motive in Pastellkreise und Tempera von Sigi hirsch bis 28.2.2013

Mike Rose Klinikum – Foyer ganztägig Ausstellung im Gedenken an den Maler, Bühnenbilder und schriftsteller anlässlich seines 80. Geburtstags bis 1.3.2013 Anzeige

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bamberger kulturleben die ZWIEBEL 1/2013

Klappe, die Dreiundzwanzigste Die Kurzfilmtage locken im Januar, auch nach Gaustadt Vom 21. Januar stehen eine Woche lang Spielfilme auf dem cineastischen Speiseplan, Dokumentar- und Animationsfilme, experimentelle Filme und solche für Kinder, seit wenigen Jahren auch solche aus der Region. „Spannende, lustige, gefühl- und anspruchsvolle Unterhaltung im Kurzformat“, verspricht Traumann. Auf den Gewinner im Hauptwettbewerb wartet „Deutschlands süßeste Filmtrophäe“ – der Bamberger Reiter aus Schokolade, gefertigt von dem Bildhauer Adelbert Heil, selbst ein begeisterter Cineast. 1991 gegründet, gilt das Bamberger Festival als ältestes seiner Art in Bayern und hat in der Folge ähnliche Wettbewerbe etwa in Regensburg nach sich gezogen. Inzwischen kooperiert man auch mit dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia. Bei freiem Eintritt wird dort die Eröffnung gefeiert. Zu den illustren Gästen zählt Hans W. Geißendörfer, der die künstlerische Patenschaft über die 23. Auflage der Kurzfilmtage übernommen hat. Mit Franken verbinden den gebürtigen Augsburger die Kindheit in Neustadt an der Aisch, Internatsjahre in Windsbach und das Studium in Erlangen (Germanistik, afrikanische Sprachen, Psychologie), das bereits mit einem großen Interesse am Film einherging. 2010 drehte Geißendörfer an der Regnitz das Melodram „In der Welt habt ihr Angst“. Der Eröffnungsabend ruft unter dem Titel „Slow Motion“ zur Entschleunigung auf. Ha-

rald Grill macht sich zu Fuß auf ans Nordkap, Volker Gerling geht durch Deutschland und präsentiert sein Daumenkino, Georges Lentz entführt über ein Stück für Gitarre solo in den australischen Outback.

Vorhang auf in den einstigen BavariaLichtspielen Am Dienstag dreht man in Gaustadt die Zeit zurück. In den einstigen Bavaria-Lichtspielen, jetzt Sängerheim, werden „Vocal Stories“ gezeigt, in denen Musik und Kino zueinander finden. Hernach darf das Publikum aus einem Dutzend Filme zwischen „Genialität und Wahnsinn“ einen „Spätzünder“ küren, der für den Wettbewerb nachnominiert wird. Von Mittwoch an stellen sich die Filme der Jury, wobei wiederum auch die Zuschauer ihren Liebling auswählen dürfen. „Auf (Lebens-) Wegen“ nennt sich die erste Rolle; darin geht es etwa auf eine „Kaffeefahrt“ oder, weniger

Fotos : Foto Hagen, Jasper Forth

Brevity is the soul of wit – Shakespeares von Polonius im „Hamlet“ geäußerter Maxime, dass in der Kürze die geistreiche Würze liege, haben sich jene Filmemacherinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum zu Herzen genommen, deren Streifen bei den 23. Bamberger Kurzfilmtagen gezeigt werden. Unter den knapp sieben Dutzend Wettbewerbsbeiträgen (weitere werden in „Specials“ präsentiert) sind auch solche aus Südtirol und Luxemburg. Ein Team um Volker Traumann hat nach intensiver Arbeit und ebensolchen Diskussionen wieder ein spannendes Programm zusammengestellt. Knapp fünftausend Zuschauer wissen das alljährlich zu schätzen.


die ZWIEBEL 1/2013 bamberger kulturleben

lustig, da die Protagonistin an Brustkrebs leidet, in die Berge. „Sehnsucht, Traum und Wirklichkeit“ bringt, unter anderen, die Liebesgeschichte „Herr Alptraum und die Segnungen des Fortschritts“. Es ist auch eine Geschichte über das Animationsfilmemachen und darüber, wie man darüber zur Liebe findet. Nach „Fluch oder Segen?“ fragt die dritte Wettbewerbsrolle, während die vierte ein „Gastspiel“ gibt, die beiden letzten an „Herzrasen“ leiden oder „Mit offenen Karten“ spielen. Apropos Karten – die sichert man sich am besten im Vorverkauf, vor allem für die Preisverleihung am Samstag, die im ehemaligen UFA-Kino im Luli-Saal stattfindet.

„Bamberg dreht ab“ Der Dokumentarfilm-Wettbewerb widmet sich 2013 einem verschwindenden Kulturgut, der Telefonzelle, sodann dem Atomausstieg, dem Drogenkrieg in Mexiko. Wie das Leben in und um Bamberg Filmemacher und Laien zu originellen Geschichten (beispielsweise um

die Rettung Forchheims) inspiriert, führen die zehn Streifen im Wettbewerb „Bamberg dreht ab!“ vor. Singende Monster, Piraten, eine Prinzessin und ein „Großer starker Bruder“ treten im Kinderfilm-Wettbewerb an. Mit einer Spezial-Queer-Rolle sind die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg zu Gast, während das Kurzfilmfestival Jena sich des südkoreanischen Kinos annimmt. Höhenflüge und Abstürze werden tagsüber im Dachgeschoss der Stadtbücherei gezeigt, Eintritt frei; Deutschlandpremiere haben die Streifen der „Augenblicke“-Rolle, die in Zusammenarbeit mit der Erzdiözese vorgestellt werden. Die Kurzfilmtage zählen für Gerhard Seitz zu „Bambergs besten Kulturveranstaltungen“. Der kunstsinnige Pathologe hat die Verbindung zur Oberfrankenstiftung hergestellt und stiftet zudem den Dokumentarfilm-Preis, den „Kentaur“, die gleichfalls von Adelbert Heil geschaffene Eisenplastik. Ungeachtet seines dichten Terminplans versäumt Seitz es nicht, das Festival zu besuchen. Man möge es ihm gleichtun! [jg]

Hans W. Geißendörfer (rechts) kommt aus Franken und gern wieder dorthin zurück: als „Künstlerischer Pate“ der Bamberger Kurzfilmtage 2013. Foto: gff/Alexander Fischerkoesen

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kultur in sicht die ZWIEBEL 1/2013

Bischberger Schlosskonzerte Bischberg, unteres Schloss Di, 1.1.2013, 17.00 Uhr Einen beschwingten Start in das neue Jahr – sofern man sich am Vorabend nicht übernommen hat – bietet der Genuss eines Neujahrskonzertes. Gerne stehen hier leichtere Lieblingsstücke auf dem Programm, denn das Jahr wird noch von selber schwer genug. So hält es auch die Bamberger Mozartgesellschaft und serviert „Meisterwerke aus dem Götterhimmel“ von Bach und Walzer von Johann Strauß. Dazu wird gratis ein Gläschen Sekt serviert (sofern es schon wieder geht), und wer sich von der beschwingten Stimmung noch nicht gleich nach Konzertschluss verabschieden mag, für den klingt der Abend im Gewölbekeller des Schlosses aus.

Bamberger Salonorchester

Alexander Herrmann live

Spiegelsaal der Harmonie So, 6.1.2013, 19.00 Uhr

Konzerthalle mo, 7.1.2013, 20.00 Uhr

Weniger feierlich, dafür umso temperamentvoller geht es an diesem Abend im Spiegelsaal der Harmonie weiter. Hier lädt (allerdings nicht im Wortsinne) das Bamberger Salonorchester zu einem nostalgischen Café-Konzert ein. Der Klang der goldenen Zwanziger zieht durch den feierlichen Saal, wenn Boguslaw Lewandowski mit ungarischer Ver-

Nun treten wir ins neue Jahr St. Jakobskirche So, 6.1.2013, 17.00 Uhr

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Stärk‘ antrinken, ein beliebter Brauch an Dreikönig. Es gibt aber Alternativen: der Chor der Musica Canterey unter Norbert

ble hat sich auf Original-Arrangements des Stars aus dem Berliner Nobelhotel Esplanade spezialisiert, die mit großem Aufwand in Archiven gesucht und rekonstruiert wurden. Stilecht mit vier Streichinstrumenten und drei Saxophonen bzw. Klarinetten besetzt, erklingen altbekannte Titel wie „Du hast Glück bei den Frauen, bel ami“ und „Sag beim Abschied leise Servus“ wie damals nach der Inflation. Steht die heutige auch erst noch bevor, so kann man sich kaum mit schwungvollerer Musik darüber hinweg trösten.

ve im Stile des legendären Stehgeigers Barnabás von Géczy (Der „Paganini des Fünfuhrtees“) zu Melodien aus Schlager und Operette ansetzt. Das von dem Symphoniker Lewandowski geführte Ensem-

Kochen im Fernsehen hat sich ja etwas totgelaufen. Zu viele Fernsehköche, zu viele Sendungen und mit jeder neuen Show rückte der eigentliche Zweck, die Zubereitung köstlicher Mahlzeiten, weiter in den Hintergrund. Nicht selten

entstand eher der Eindruck einer Talkshow am Herd. Alexander Herrmann, Fernsehkoch der ersten Stunde, zieht sich aber nicht einfach in die Küche seines mit einem Michelin-Stern dekorierten Posthotels in Wirsberg bei Kulmbach zurück. Ganz im Gegenteil: er geht auf große Tournee (allein im Januar 23 Ter-

mine!). „Sterneküche durchgedreht“ heißt sein Programm, in dem er sich mit den Hilfsköchen seiner Liveband über das Fernsehkochen auslässt und die Sterneküche in all ihren Facetten mit der Bratengabel aufspießt. Das ist mehr als eine Resteverwertung der Privat-TVSauce, denn hier wird mit viel Musik und Humor gewürzt.

Peter Sheppard Skærved Villa Concordia mi, 9.1.2013, 19.00 Uhr Großer Künstler im großen Saal: der britische Starviolinist Peter Sheppard Skærved gibt Bamberg die Ehre. Zeitgenössische Komponisten lieben ihn: über 200 Werke für Solo-Violine wurden ihm bereits gewidmet, von großen Namen wie Michael Finnissy oder dem jüngst verstorbenen Hans Werner Henze. Gleich mehrere Stipendiaten der Villa Concordia haben für ihn komponiert, und so hat er vor allem deren Werke im Gepäck seines Bamberg-Besuchs. Ansgar Beste als aktueller Villa-Bewohner, und von den Ehemaligen sind es Atli Heimir Sveinsson, Laura Konjetzky, Áskell Másson und Johannes X. Schachtner, von denen Stücke für Violine Solo zu hören sein werden. Wer sich auf den Grammy-nominierten Musiker vorbereiten möchte: seine website www.peter-sheppard-skaerved.com ist ein offenes Buch. Umfangreich wie nur wenige Künstler stellt er Projekte, Ensembles, Konzerte, Aufnahmen ins Internet, versehen mit persönlichen Bemerkungen und Eindrücken, Erlebnissen und Interpretationshinweisen. Ein Almanach zeitgenössischer Violinliteratur.

Foto: Salonorchester, Alexander Herrmann

Kultur in Sicht Januar 2013

Köhler startet mit Alter Musik ins Neue Jahr und lädt (im Wortsinne, denn der Eintritt ist frei) in die Jakobskirche ein. Ein Abend des Übergangs: Chorsätze für die Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönig kommen zur Aufführung. Dabei stehen Komponisten der Stilwendezeit zwischen Renaissance und Barock auf dem Programmzettel – Hans Leo Hassler, Michael Praetorius und Melchior Franck beispielsweise. Ergänzt wird das Chorkonzert durch barocke Instrumentalwerke, die Katja Pütz, Dieter Krefis und Gerhard Weinzierl aufführen.


die ZWIEBEL 1/2013 kultur in sicht

Die Piraten

Foto: SFF Fotodesign

ETA-Hoffmann-Theater Fr, 11.1.2013, 20.00 Uhr Polit-Theater am Schillerplatz? Das wär‘s ja noch: kaum gegründet, die Partei, und schon ein eigenes Theaterstück. Stimmt aber nicht – die Uraufführung der „Piraten“ war schon 1879. Da gab‘s von den heute in Deutschland vertretenen Parteien allein die SPD. Außerdem spielt das Werk in England, genauer: im schönen Penzance, wo Frederic anlässlich des Endes seiner Lehrzeit als Kaper-Azubi erklärt, die Bande verlassen zu wollen. Die war aber auch zu erfolglos, weil zu weichherzig: Waisenkinder wurden generell verschont, weshalb die Frachtschiffe an Englands Südostküste

schon bald nur noch mit vermeintlichen Waisen bemannt waren. Doch der Anführer überzeugt Frederic, dass seine Truppe ohnehin viel ehrenhafter sei als die Ehrenleute der feinen Gesellschaft. Als dann auch noch Mädchen ins Spiel kommen, wird es turbulent. Das Hofer Theater mit Chor und die Hofer Symphoniker bringen diese in England und den USA sehr beliebte komische Oper als Produktion des Theaters am Gärtnerplatz an drei Abenden auf die Bamberger Bühne.

terland an? Schön wär‘s, und der Villa und ihren Künstlern zu wünschen.

Hinterland Villa Concordia di, 15.1.2013, 19.00 Uhr

Martina Schwarzmann

Bamberg ist schon inspirierend, und der Landkreis nicht weniger. Vielleicht sind die Stipendiaten der Villa Concordia deshalb so kreativ? Komponieren (s. 9.1.) und gestalten fleißig, so auch Florian Hüttner. Er hat sich „vom häufigen Durchqueren des Bamberger Umlands“ zu einer Arbeit namens „Hinterland“ inspirieren lassen – und sie im Dezember erstmal in Portugal ausgestellt. Doch jetzt ist auch Bamberg dran: die Grotte der Villa mit ihren steinernen Wänden dient als Kunstraum für die neuen Werke Hüttners. Vielleicht ziehen sie auch Kunstfreunde aus dem Bamberger Hin-

ShowhighlightS

KOnzerthalle, Hegelsaal Mi, 16.1.2013, 20.00 Uhr Mei, schad, die Schwarzmanns Martina, hätt so a liabs Madl wean kenna. Fesch schaugts aus, und oiwai so braaf. Und dann stellt sie sich auf die Bühne und singt so böse Sachen. „Wenn Blicke töten könntn, hätt i nur no Aung für Di!“ – Voodoogstanzl. Oder „Modell Sabine, die Memoiren einer Gummipuppe“. Dazu eine minimalistisch gezupfte Gitarre mit sparsamen Akkorden – das reicht auch, denn die Texte haben‘s ja schon

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24.02.12 12:19

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kultur in sicht die ZWIEBEL 1/2013

in sich. So sehr, dass auch die Juroren der angesehensten Preise nicht mehr weghören können: ganz frisch ereilte die junge Dame der Gewinn des „Salzburger Stiers 2013“. Die Unschuld vom Lande mit der schwarzen Seele spielt ihr neues Programm „Wer Glück hat kommt“, und wir wollen mal hoffen, dass sie damit nur das Publikum meint, dem es gelingt, eine Karte zu ergattern. Sicher sein kann bei ihr nie.

Art in b Buttenheim, Levi-straussmuseum fr, 18.1.2013, 18.00 Uhr

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Jeans und Pop-Art: das passt wie angegossen. Findet auch das Levi-StraussMuseum und lädt den Paderborner Künstler Herman Reichold ein. 20 x 20 cm ist sein Gardemaß für die Art Cubes, seine poppigen Werke in Acryl, die – vom Cartoon inspiriert – knallig bunt und fröhlich daherkommen. Die eckigen Charaktere, Männer, Frauen, Katzen, Hunde, sind das Markenzeichen des gelernten Siebdruckers und früheren Werbers, der noch bis zum 17. Februar im Jeansmuseum gezeigt wird. Der Eintritt zur Vernissage – in Anwesenheit von „Künstler Herman“ – ist frei.

Theater am Michelsberg Sa, 19.1.2013, 20.00 Uhr Sie haben gerade schlechte Laune? ­Super! Konservieren bis zum Neunzehnten! Dann erleben Sie Matthias Egersdörfer und werden feststellen, dass Ihre schlechte Laune gegenüber der Stimmung, die dieser Mann auf die Bühne bringt, ein einziger Born der Freude und der Leichtigkeit ist. Und schuld ist grund-

sätzlich das Publikum, vor allem wenn es lacht. Dummerweise lässt sich das kaum vermeiden, wenn die bedrohlichen Koteletten des beleibten Herrn aus Lauf an der Pegnitz beben, während er sich mittelfränkisch breit über alle Schlechtigkeiten der Welt auslässt. Nörgelnder als alle Nörgler, miesepetriger als alle Miesepeter ist Egersdörfer Balsam für alle, die sich schon kleiner Meckereien schämen und am nächsten Tag mit Blumen vor der Tür des Angepflaumten erscheinen. Darüberhinaus scheint sich jedoch bis zu seinem aktuellen Wohnort Fürth (auch das noch!) herumgesprochen zu haben, dass Tubabegleitung in Bamberg gut ankommt. Bietet er auch kein Lidderadurzeuch, so bringt er trotzdem Heinrich Filsner und sein voluminöses Instrument mit. Vielleicht das einzige Instrument, das zu Matthias Egersdörfer passt.

Wladimir Kaminer ETA-Hoffmann-Theater Fr, 25.1.2013, 20.00 Uhr

Vorurteile über Völker gab es zu allen Zeiten. Doch heute darf es sie nicht mehr geben, zumindest aber darf man sie nicht mehr aussprechen. Denn das wäre politically incorrect. Außer: man gehört selbst dazu. Ein Deutscher, der in England zu seinen Fish & Chips nach Kraut fragt, hat die Sympathien erstmal auf seiner Seite. Bülent Ceylan darf natürlich seine Witze über die Deutschtürken der 3. Generation reißen. Und Wladimir Kaminer unterhält seit seinem Erstling „Russendisko“ bestens mit Geschichten über lärmende und saufende Russen. Umso authentischer, als er den passenden Akzent natürlich mitbringt (und vermutlich sorgsam pflegt). Der Onkel Wanja seines neuen Buches kommt nach Berlin und wandert mit dem Autor durch die Nacht, in seiner Lesung lässt er uns daran teilhaben. Gehen Sie hin und horchen Sie in sich hinein: hat es nicht auch etwas Erholsames, wenn uns jemand mit allgemeiner Billigung die Goldwaage einmal für zwei Stunden aus der Hand nimmt?

Heidi Friedrich/ Birgit SüSS jazzkeller Fr, 25.1.2013, 20.00 Uhr Zwei Kabarettistinnen blicken zurück: Inventur 2012 heißt der Abend mit Heidi Friedrich, Bamberg und Birgit Süß, Würzburg. Und das machen sie richtig: Rück-

blick ist erst dann, wenn etwas zu Ende ist. Anders als Fernsehsender, die sich darin überbieten, die Rückblicke vorzuverlegen, lassen sie das Jahr erst einmal gemütlich vergehen, um dann aus dem

Vollen zu schöpfen. Und 2012 hatte ja auch genug zu bieten: 100 Jahre Biene Maja, Merkozy ade und Bayern München ohne Titel. Ja, es war nicht alles schlecht im vergangenen Jahr, und die Damen erinnern schonungslos daran. Mit Tanzeinlagen und herzergreifenden Melodien, wie sie versprechen.

Bem-vindo Brasil Morphclub Fr, 25.1.2013, 21.00 Uhr Wenn es draußen so kalt ist wie häufig gegen Ende Januar, bietet dieser Abend die Gelegenheit, sich so richtig aufzuwärmen. Carnaval do Brasil heißt nämlich das Motto der 22. Ausgabe dieser brasilianischen Veranstaltungsreihe. Für heiße Rhythmen sorgt Axébamba um Sänger Marcio Lima aus Salvador da Bahia, und auch der Caipirinha heizt – trotz Crushed-Ice – ganz gut ein. Vor, zwischen und nach der Band gibt es auch keine Chance zur Abkühlung, denn dann legt der Kenner der brasilianischen Musikszene (und ZWIEBEL-Musik­redakteur) Frank Keil als DJ auf. Der hat sogar schon die brasilianische Fuball-Nationalmann-

Foto: Matthias Egersdörfer, Heidi Friedrich

Kultur in Sicht Januar 2013

Egersdörfer & Filsner


die ZWIEBEL 1/2013 kultur in sicht schaft auf Betriebstemperatur gebracht, und das wird ihm mit durchgefrorenen Bambergern erst recht gelingen.

Albrecht Mayer Obere Pfarre So, 27.1.2013, 17.00 Uhr Wenn Zuhörer Albrecht Mayers Oboenklang loben – und wer täte das nicht? – kommt neben der großen Präzision vor allem sein ausdrucksstarkes, elegant phrasierendes, ja, gesangliches Spiel zur Sprache. Selbst strenge Barockwerke „singt“ der Weltstar der Klassik auf seinem Instrument – und wo hat er das

Bilder einer Ausstellung: ein Werk mit großer Wucht, in schöner Regelmäßigkeit von den Symphonikern dargeboten. Das ursprüngliche Klavierwerk wurde von Maurice Ravel orchestriert und feiert in dieser Fassung weltweit Erfolge. Doch nach Banz kommt etwas anderes: die Fassung von Gunter Pretzel. Für Harfe, Flöte und Viola – das Debussy-Trio aus München. Dabei stampft Baba Yaga nicht durch ihre Hütte, denn die ist hier aus Papier: Johannes Volkmann ergänzt das Musikstück durch eine szenische Darstellung, während der Aufführung bearbeit er seine 7 1/2 Quadratmeter Spielfläche und lässt Bilder und Figuren zur Musik entstehen. Das Reißen des Papiers wird zu sinnlichen Reise.

Architektur als Drohgebärde

Foto: Decca/Stephan Boehme

VHS, altes E-Werk Di, 29.1.2013, 19.00 Uhr gelernt? Zunächst in langen Jahren im Chor der Oberen Pfarre am Kaulberg. Auch seine ersten Konzerte hörte man dort – Zeit, etwas zurückzugeben. Die Kirche kann‘s brauchen: denn die Sanierung kostet Millionen, und nur der erste Bauabschnitt wurde jüngst abgeschlossen, weitere folgen. Als Beitrag zu den Kosten gibt Mayer ein Benefizkonzert mit Streichern der Bamberger Symphoniker und Karl-Heinz Böhm am Cembalo, dessen Erlös der Oberen Pfarre zufließt. Ein Star, der seine Wurzeln nicht vergisst.

Kammerkonzert Kloster Banz, Kutschenhalle So, 27.1.2013, 19.30 Uhr

Monumental musste es sein. Bauten des Nationalsozialismus waren stets groß, und das nicht nur, um die irre geleiteten Massen zu beherbergen, sondern vor allem, um Macht auszustrahlen. Schwere Materialien wie Sandstein, Granit, Beton dazu übergroße Türen und Räume – ein Konzept, zur Einschüchterung ersonnen. Ein völliger Widerspruch zum im Rest der Welt aufkommenden internationalen Stil des Lichts und der Offenheit. Der emeritierte Architekturprofessor Carsten Jonas referiert in der VHS über die Prinzipien, nach denen im Dritten Reich Gebäude konzipiert wurden und belegt sie anhand konkreter Beispiele. [hb]

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bamberger kulturleben die ZWIEBEL 1/2013

Es götterdämmert schwer Gedanken zum Wagner-Jahr, in Bamberg und darüber hinaus

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der „Götterdämmerung“ ins neue Jahr. Sie schließen die Folge von konzertanten Aufführungen des „Ring der Nibelungen“ im JosephKeilberth-Saal der Konzert- und Kongresshalle ab. Richard Wagner, umstritten (vor allem seines Essays über „Das Judentum in der Musik“ wegen, worin er Juden jegliche Fähigkeit abspricht, sich „künstlerisch kundzugeben“, wie auch auf Grund der späteren Verein-

nahmung seiner Musik durch die braunen Horden), aber eben auch beliebt, besungen und bedichtet (so von Hans-Ulrich Treichel in „Tristan-Akkord“; der Roman erschien 2000). Die Eckdaten dieses Jahrhundertlebens – es ist in Briefen, in Tagebuchblättern und (autobiographischen) Schriften, auch Cosimas, der zweiten Ehefrau, überhaupt von Zeitgenossen, reich dokumentiert – sind schnell gesetzt. Geboren im Mai 1813 zu Leipzig,

Foto: Peter Eberts

Jean Paul und Søren Kierkegaard, Theodor Körner, August Bebel und Willy Brandt, Henri Nannen, Witold Lutosławski, Giuseppe Verdi und natürlich Richard Wagner: Sie alle zählen zu den Jubilaren, derer man sich 2013 erinnern wird. In (Ober-)Franken dürfte naturgemäß, neben Jean Paul, vor allem der Meistersingerkomponist aus Bayreuth gefeiert werden. Doch nicht nur auf dem Grünen Hügel wird man Wagner ehren. Die Bamberger Symphoniker beispielsweise starten mit


die ZWIEBEL 1/2013 bamberger kulturleben

Foto: Thomas Müller

verstorben knappe acht Jahrzehnte später in Venedig. Hatte Wagner am späten Morgen des 13. Februars 1883 noch einen Kaffee mit Cosima getrunken, setzen im Palazzo Vendramin bald Krämpfe ein, ist der Puls nicht mehr zu spüren, gegen drei Uhr ist es aus, dieses Jahrhundertleben.

Mehr als ein Komponist

– Schachtelsätze! – zu lesenden kunsttheoretischen Schriften. Etwa „Das Kunstwerk der Zukunft“ (1850) aus der Zürcher Zeit, in welchem Wagner seine Idee vom modernen Gesamtkunstwerk entwickelt und, aus dem Folgejahr und gleichfalls im Zürcher Exil entstanden, „Oper und Drama“. Darin geht Wagner unter anderem auf seine gerade für den „Ring“ bedeutende Leitmotivtechnik ein.

Wagner, das sei nicht vergessen, ist weit mehr als ein Komponist. Wagner ist daneben Autor, Philosoph und Theoretiker (auch Hundefreund, Tierschützer, Vegetarier). Wichtig, ganz klar. Sie lohnen der Lektüre, diese Briefe, Erinnerungen, festgehalten in „Mein Leben“. Da sind aber auch die nicht immer ganz leicht

Doch zurück zur Musik Wagners, von der im Gedenkjahr 2013 in und um Bamberg nicht eben wenig und weit mehr noch als sonst zur Aufführung kommen wird. Ende Januar, Anfang Februar wird im Joseph-Keilberth-Saal der Konzert- und Kongresshalle „Die Götterdämmerung“ erklingen. Damit schließen Jo-

nathan Nott und die Bamberger Symphoniker im Wagner-Jahr die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ ab, die sie an der Regnitz in konzertanten Aufführungen präsentier(t)en. Konzertant, also ohne Bühnenbild und Inszenierung? Aber ja doch, bekräftigt Intendant Wolfgang Fink. Die bei Wagner keineswegs unwichtigen Leitmotive könne man gerade im Konzertsaal bestens wahrnehmen, ihnen

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bamberger kulturleben die ZWIEBEL 1/2013

Solisten von Weltrang in Bamberg – wieder einmal Bereits als Kapellmeister am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden hat Jonathan Nott – dem wir gern zu seinem Fünfzigsten an Weihnachten post festum gratulieren – sich um Wagner verdient gemacht. Nun also, im Jubeljahr des 200. Geburtstages, der Abschluss des „Rings“. Das Solistenensemble der in Bamberg auf mehrere Abende verteilten „Götterdämmerung“ kann sich hören lassen. Fink freut sich vor allem auf das Bamberg-Debüt der Mezzosopranistin Petra Lang, „eine der großen Wagner-Sängerinnen unserer Zeit“. Der Tenor Christian Voigt wird

Petra Lang – seit bald 20 Jahren mit Wagners Partien auf den Bühnen der Welt unterwegs. Für Intendant Wolfgang Fink ist die Mezzosopranistin „die Brünnhilde der kommenden Jahre“.

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Am Pult Karl Böhm, der sehr intensiv dirigiert habe, wie Meerwein sich erinnert: „Sehr eindrucksvoll war das!“ Unvergessen geblieben ist Meerwein auch, was er auf der Rückfahrt ins heimische Bamberg im Autoradio hörte: dass nämlich Joseph Keilberth in München während des „Tristan“ zusammengebrochen sei. Meerwein machte sich sofort auf in das Stammlokal der Bamberger Symphoniker, Scheiners Weinstube, und überbrachte den Kollegen die traurige Nachricht, die anderntags von der Presse bestätigt wurde.

Mit dem Ring in Heimat Jonathan Notts

Im Sommer sind die Bamberger Symphoniker zu den Luzerner Festspielen eingeladen, wo sie unter ihrem Chefdirigenten in dessen Heimatstadt den „Ring“ geben werden. Auch Luzern ist ja eine Wagner-Stadt. Zwischen 1866 und 1872 war der Opernrevolutionär in der Villa Tribschen zuhause, wo er an der „Götterdämmerung“ arbeitete. In der PfarrBamberg und Bayreuth in enger musikalischer Verbindung kirche ehelichte er Cosima von Bülow. Auch sind zwei ihrer drei („jung, groß, blond und gut aussehend“) in Kinder, Eva und Siegfried, in Luzern geboren. den Feuilletons gar als das „Idealbild eines Mit dem Bamberger „Ring“ wird Wagners TeSiegfried“ gefeiert. Apropos Bayreuth: Joseph tralogie erstmals vollständig bei den LuzerKeilberth, der erste Chefdirigent der Symphoner Festspielen zu hören sein. En passant sei niker von 1950 bis zu seinem Tod im Sommer noch vermerkt, dass auf Einladung Claudio 1968, stand in den frühen Fünfzigern oft am Abbados immer wieder auch Bamberger im Pult des Festspielorchesters. Bis heute finden Festspielorchester Luzern spielen, beispielssich im Orchester der Bayreuther Festspieweise Kai Frömbgen, Solo-Oboist. le Musiker aus Bamberg. Im vergangenen Sommer war es ein gutes halbes Dutzend. Seit einer Dekade hat der Internationale Im Bayreuther Graben sitzt Berthold Opower Richard-Wagner-Verband auch in Bamberg seit einigen Jahren schon unter den ersten eine Dependance, angeführt von Dr. Ingrid Violinen, aber auch die Trompeten, PosauHuther-Thor. Ins Jubiläumsjahr startet man nen und das Schlagwerk sind immer wieder mit einem Besuch des „Lohengrin“ in der vertreten. Viele Sommer war der Cellist Klaus Semperoper unter Christian Thielemann. Greiner im Festspielorchester, ein einziges Thielemann, seit 2012 Chefdirigent der Mal auch Georg Meerwein. 1968 spielte er im Sächsischen Staatskapelle und so etwas wie „Lohengrin“ Englischhorn und dritte Oboe.

Foto: Ann Weitz

folgen, anders als etwa in Bayreuth, wo der Orchestergraben so manches schlucke. Fink stellt die hohe Affinität Notts, der ja eigentlich von der Oper her komme, zu dem Schaffen Wagners heraus.


die ZWIEBEL 1/2013 bamberger kulturleben der aktuelle Nachfolger des Königlich Sächsischen Hofkapellmeisters Wagner, machte schon in Franken Furore. Als Bratscher wirkte er im Orchester der Sommerakademie Pommersfelden mit, unvergessen ist seine Tätigkeit von 1988 an als jüngster Generalmusikdirektor in Nürnberg, die er mit einer mustergültigen Aufführung des „Tristan“ begann.

E.T.A. hoffmanns einfluss auf richard WAgner Im Frühjahr werden sich die Bamberger Wagnerianer nach Leipzig aufmachen, um den Internationalen Richard-Wagner-Kongress in der Geburtsstadt des Meisters zu besuchen. E.T.A. Hoffmanns Einfluss auf Wagner wird im Oktober schließlich ein Symposium beleuchten, zu welchem gerade auch junge Nachwuchswissenschaftler eingeladen werden. Ohnehin ist festzuhalten, dass sich der Wagner-Verband ganz besonders, etwa über verschiedene Wettbewerbe und die Vergabe von Stipendien, der jungen Generation annimmt. Innerhalb des Symposiums wird es im Großen Saal des Theaters am Schillerplatz zur Bamberger Erstaufführung des letzten Werkes von Herbert Rosendorfer (er verstarb im September in Bozen) kommen, das neben Wagner mit Verdi auch den zweiten großen 2013er Musik-Jubilar zum Thema hat. Für „Siegfried und Violetta“ hat Rosendorfer gemeinsam mit Karl Dietrich Gräwe das Libretto verfasst. Das Opernfragment in drei Akten für vier Hörner, Wagnertuben und Schauspieler handelt im Wagnerischen Stabreim von „List, Last, Lust und Lunge“. Wagner und das Horn, das ist ein eigenes Kapitel. Eine der berühmtesten Hornstellen ist ja „Siegfrieds Hornruf“.

Hier schließt sich der Kreis, zu Bamberg – Martin Neubauer vom Brentano-Theater in der Gartenstraße wird mit von der Partie sein – und auch zu den Bamberger Symphonikern. Christoph Eß, der junge, phänomenal begabte und mit Preisen bedachte Solohornist der Bayerischen Staatsphilharmonie, hat die Wagner-Verdi-Melange mit seinem Quartett German HornSound auf CD eingespielt und wird sie, die Melange wie die Silberscheibe, im Oktober an der Regnitz vorstellen. An der Regnitz, an der der noch-nicht-zwanzigjährige Jubilar Wagner im Januar 1833 Station machte und sich, auch hier schließt sich ein Kreis, an E.T.A. Hoffmann erinnerte, unterwegs, mit Postkutsche und Leiterwagen, nach Würzburg, um dort auf eine Spielzeit als Chordirektor zu wirken. 2013 kommt man nur schwerlich an Wagner vorbei, ob nun in Bamberg, Bayreuth, Leipzig, Luzern, München, Dresden.

Jugend für Wagner Und in Stegaurach. Dort gastiert am 1. April das Jugendsinfonieorchester Oberfranken. Auf dem Programm unter anderem die „Rienzi“-Ouvertüre. Es dirigiert Till Fabian Weser. Für den Trompeter der Bamberger Symphoniker und den Initiator der SommerOper Bamberg ist Wagner eine „Schatzkiste aus Eichenholz, schwer zu öffnen, wenn aber geöffnet, dann ein weites Land, in dem man sich genüsslich verlieren mag“. Auch Weser spielte schon in Bayreuth, letzten Sommer sieben Vorstellungen prima vista, also vom Blatt und ohne Probe. „Tannhäuser, Parsifal und Lohengrin haben die Schatzkiste weit geöffnet“, sagt Weser. Drei seiner Schützlinge bei der SommerOper sind vom Wagner-Verband mit einem Stipendium bedacht worden. Und so schließt sich auch hier ein vorerst letzter Kreis. [jg]

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gelauscht die ZWIEBEL 1/2013

Gelauscht Januar 2013

zent Chris Sheldon (u.a. Foo Fighters) entstand auch „I Hope You Get To Meet Your Hero“, einer der Anspieltipps der CD. „Wir sind einfach Skunk Anansie“, resümiert Skin. „Und das genügt vollkommen.“ [fk]

Paul Kuhn Bigband Jazz Pops 25 Years – Live At The Philharmonie Cologne In + Out Records

Skunk Anansie Black Traffic ear Music/edel Nach dem quasi Comeback-Album „Wonderlustre“ (2010) präsentieren Skunk Anansie ein 11 Titel umfassendes neues Studiowerk. Damit können sie recht locker an ihre Erfolgsalben aus den 90er Jahren anknüpfen. Noch immer lebt das Quartett vor allem von Stimme und

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Ausstrahlung der Frontfrau Skin, die mit ihren Mitstreitern dem Alternative-Rock treu geblieben ist. Die Texte von „I Will Break You“ über „I Believed In You“ bis hin zu „Diving Down“ kommen gewohnt kritisch daher, während musikalisch vorwiegend härtere Töne angeschlagen werden. Bei den Sessions in London und Los Angeles unter der Regie von Produ-

Der Pianist, Bandleader und Sänger Paul Kuhn ist einer der namhaftesten deutschen Jazz-Künstler. Auf der vorliegenden Doppel-CD brilliert er mit Aufnahmen, die während der letzten 15 Jahre bei regelmäßigen Konzertserien in der Kölner Philharmonie entstanden. Zunächst spielt Paul Kuhn Stücke mit seiner

Combo, zu der auch der bekannte Trompeter Till Brönner als Gast auf „When I Take My Sugar To Tea“ gehört. Auf der zweiten CD gibt es puren Bigband-Sound zu geniessen. Das Repertoire reicht dabei von Judy Garlands „Leap Frog“ bis hin zu Woody Hermans „Apple Honey“. Insgesamt bietet „Jazz Pops 25 Years“ einen hörenswerten Querschnitt des Schaffens von Paul Kuhn auf höchstem Spielniveau. Nicht umsonst hat er bereits 2010 den Echo Jazz für sein Lebenswerk erhalten. [fk]

Adoro Träume Universal Music Mit der CD „Träume“ präsentiert das Klassikpop-Quintett der ausgebildeten Opernsänger um Assaf Kacholi bereits seinen fünften Longplayer. Wie schon bei den vier mit Gold- bzw. Platin-ausge-

zeichneten Vorgängern, setzen Adoro bei der Songauswahl auf den kalkulierbaren Mainstream-Erfolg. Unter den eingängigen Klassik meets Pop-Stücken befindet sich u.a. „Solang´ Man Träume Noch Leben Kann“ der Münchner Freiheit, „Wenn Worte Meine Sprache Wären“ von Tim Benzko sowie der Ich & Ich-Klassiker „Vom Selben Stern“. Ergänzt um einige eigene Titel und das Duett mit Helene Fischer bei „Dein Ist Mein Ganzes Herz“ kommt man auf insgesamt 13 Titel. Mit diesen nehmen Adoro ihre Fans mit auf eine traumhafte Reise voller Emotionen. Interpretationen, Welthits und TopSongs, wie man sie so noch nicht gehört hat. [fk]

Die Happy 1000th Show Live F.A.M.E./Sony Music

Was im Jahr 2000 mit dem überaus erfolgreichen Debüt „Supersonic“ begann, nahm unter dem Markenzeichen Popcore im Laufe der Jahre mit zahlreichen Veröffentlichungen internationale Ausmaße an. Trotz gelegentlicher Soloprojekte blieben Die Happy zusammen und bereicherten die deutsche AlternativeRock-Szene stets neu. Allen voran Aushängeschild und Stimmwunder Marta Jandová, beweisen sie auch auf dieser Kombination (CD & DVD) ihrer 1000sten Show, warum sie so erfolgreich sind: Talent, Willenskraft, Eigenständigkeit und musikalische Reife haben sich bei ihnen stets ergänzt. Und so feierte man in Ulm kürzlich eine aufregende Jubiläumspar-

ty, bei der u.a. Johannes Strate (Revolverheld), Jennifer (Jennifer Rostock) und Doro Pesch nicht fehlen durften. Und Hits wie „Big Boy“ und „Love To Hate You“ gibt es natürlich auch zu hören. [fk]

Alicia Keys Girl On Fire Sony Music Int. Die 31-jährige New Yorkerin ist zurück im Rampenlicht. Mit ihrem fünften Studio-Album „Girl On Fire“ und der gleichnamigen Single ist der vielfachen


die ZWIEBEL 1/2013 gelauscht

Grammy-Gewinnerin ein weiterer Karrierehöhepunkt gelungen. Zwischen „De Novo Adagio“ und „101“ pendelt sie stimmsicher zwischen Pop, Soul und R n´ B und stellt wieder einmal ihre ansprechenden Fähigkeiten am Klavier unter Beweis. Begleitet wird sie dabei von solide agierenden Musikern. Dem Mainstream-Publikum wird diese Mischung aus Hymnen und Balladen sicher gewohnt gut gefallen, zumal das Songmaterial kaum Wünsche offen lässt. Für Aufnahme und Produktion standen der US-Amerikanerin zahlreiche befreundete KollegInnen zur Seite. Und mit der Quintessenz des ganzen Albums, der Liebe in all ihren Formen, kann sich so ziemlich jeder Hörer identifizieren. Und so hat die junge Mutter erneut alles richtig gemacht. [fk]

Ron Carter The Golden Striker Trio At San Sebastian In + Out Records Der berühmte US-amerikanische Cellist & Jazz-Bassist Ron Carter hat im Laufe seiner langjährigen Karriere an über 2.500 (!) Alben mitgewirkt. Vor historischer Kulisse in San Sebastian zeigen

sich Mulgrew Miller (Piano), Russell Malone (Gitarre) und Ron Carter in bester Spiellaune und präsentieren insgesamt fünf Stücke auf der CD, sowie sieben Stücke auf der DVD. Von „Candle Light“ über „The Golden Striker“ und „Laverne Walk“ bis hin zu „Samba de Orpheu“ zeigt das Trio, wie anspruchsvoll Jazz klingen kann. Alle drei Musiker sind anerkannte Virtuosen auf ihren Instrumenten und lassen so auf dieser limitierten

Deluxe Edition eine geradezu magische Atmosphäre spielerischen Miteinanders entstehen. So wird aus diesem Livemitschnitt ein Meilenstein, der sich nahtlos in Ron Carters musikalische Vita einordnen lässt. [fk]

PIANOFORTEBRASS THE DANCING GAMS SOWIESOUND/LOTUS RECORDS Aufhorchen lässt das jugendfrische Debüt eines österreichischen Quartetts, das sich dem kammermusikalischen Jazz verschrieben hat. Ausschließlich Eigenkompositionen stellen die Multiinstrumentalisten in ungewöhnlicher Besetzung vor. Cello, Klavier und Oboe? Kein Problem, Anna Lang hat es drauf, in Personalunion. Auf neun Instrumente bringen es die vier Musiker, die alle auch

komponieren. Dergleichen muss man erst einmal zustande bringen, und schon gar auf so hohem Niveau. Mario Rom an Trompete und Flügelhorn sorgt für balladesken Chet-Baker-Schmelz ebenso wie, zusammen mit Alois Eberl (Posaune), für scharf-pulsierende Attacken, das eine wie das andere zu hören etwa in den schwungvollen „Lockeren Socken“, mit denen die CD eröffnet. Rhythmischvertracktes Feuer changiert mit wunderbar entspannten (Gernot Haslauer am Kontrabass) Zwischenspielen. Entspannt zudem „Innocente“: Cellokantilenen, gedämpfte Trompete und Akkordeon (nicht weniger famos als an der Posaune:

Eberl), das lässt sich gut als Filmmusik denken (Fellini?). In „Schreck dich nicht!“ schlagen die großen drei Minuten der Oboistin Anna Lang – ein Schumann, via Bartók und einer Nachtclub-Combo ins 21. Jahrhundert gehoben. Zwischendurch sorgt Lang für „Fresh Air“ und gibt uns zum Ausklang „Drei Nüsse“ zu knacken auf den Weg. Viel Neues, viel Gutes, immer Außergewöhnliches: Man schrecke sich nicht! [jg]

Es ist ja immer so eine Sache mit dem Dialekt – singt jemand einen Song auf englisch, ist alles wunderbar, auf bayerisch hingegen hat es immer einen leichten Beigeschmack von uncooler Volksmusik. So richtig kurios aber wird es erst, wenn die Mundarttexte von hawaiianischen Rhythmen unterlegt werden. Und genau diesen Spagat zwischen Bayern und Hawaii hat Claudia Koreck jetzt gewagt: Knapp drei Monate verbrachte die 26jährige mit Sohn und Ehemann (Produzent Gunnar Graewert) auf der Südseeinsel. Entstanden ist dabei das Album „Honu Lani“ . Musiziert wurde mit allem, was die Insel zu bieten hat: eine Holzfigur mit Muschelkette produzierte Shaker-Geräusche, der Holzboden ihrer Hütte ein dumpfes Pochen und auf Kokosnüssen wurde getrommelt. „Eine organische Platte mit erdigen Instrumenten“ ist dabei entstanden – das lag Claudia Koreck besonders am Herzen, als die Stücke dann im Münchner Tonstudio abgemischt wurden: „Der skizzenhafte Charakter der Lieder sollte nicht verloren gehen.“ Das Ergebnis kann sich mehr als hören lassen: die Mischung aus Folk, Blues und Pop unterlegt von hawaiianische Klängen macht nicht nur gute Laune – vor allem die kraftvolle und zugleich zarte Stimme von Koreck geht unter die Haut. [sb]

Claudia Koreck Honu Lani Honu Lani RECORDS

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paarweise die ZWIEBEL 1/2013

Winterurlaub im Treibhausklima Schon vor drei Monaten mussten wir uns von ihnen verabschieden, den geliebten Pflanzen, die uns an den Süden, die Sonne und den letzten Urlaub erinnern. Wie geht es ihnen inzwischen? Ein Besuch im Winterquartier beruhigt.

Lavendel reiht sich an Lavendel, dazwischen Mandarinenbäumchen und andere Pflanzen, die während des Sommers Balkon, Terrasse und Garten ein mediterranes Flair verleihen. Sie sehen gut aus, grün und kein bisschen gestresst – schließlich haben sie es schön hell und warm in ihrem Winterquartier, den Treibhäusern der Gärtnerei Emmerling in der Zollnerstraße.

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70 Euro kostet das Winterquartier pro Quadratmeter Platz, den eine Pflanze über die fünf bis sieben Monate Winterzeit benötigt. Zum Pflegeprogramm gehört wässern, düngen, Pflanzenschutz sowie Rück- und Formschnitt. Braucht eine Pflanze besonders viel Pflege und soll sie auch umgetopft werden, wird das separat berechnet.

„Bei einer Pflanze, die in der Anschaffung Bei einem Streifzug durch seine 1200 Quamehrere hundert Euro kostet, lohnt es sich dratmeter große Gärtnerei zeigt Wolfgang in jedem Fall die 70 Euro auszugeben“, sagt Emmerling die südländischen Schätze seiEmmerling. Da es sich dabei oft um große Pflanzen handelt, bietet er zudem einen GieSSen, Düngen und schneiden – All inclusive gesonderten Abhol- und Bringservice an. Oft ist es aber gar nicht der mateim Pflanzenhotel rielle, sondern der ideelle Wert, der den ner Kunden: Hanf- und Yucca-Palmen sowie Kunden wichtig ist. „Etwa sind es die Geranisämtliche Hibiskusarten im Hydro-Haus, en vom Vater, der nicht mehr lebt oder andedazu große Mengen Oleander, Oliven, Feire Geschichten, weshalb die Leute an ihren gen, Zitrusarten und andere sommerliche Pflanzen hängen“, erzählt Emmerling. Gewächse in drei weiteren Treibhäusern. Von Oktober bis Ende April, manchmal auch AnZuhause überwintern kann versuchen, wer fang Mai, finden rund 1000 Kübelpflanzen das Know-How, die geeigneten Räumlichbei ihm Platz und werden fachmännisch von keiten und den entsprechenden Geldbeutel seinem Team betreut, um im Frühling wieder für die Energiekosten hat, denn das ist nicht in voller Pracht die Treibhäuser verlassen zu nur aufwändig, sondern auch teuer. Nicht können. zu vergessen, dass eine Pflanze ein Lebewe-


die ZWIEBEL 1/2013 lebenswertes sen ist, das sich in der kalten Jahreszeit außergewöhnlichen Bedingungen anpassen muss. Eine schwierige Sache für den Pflanzenfreund, selbst wenn dieser sich gut auskennt. „Wer ein gutes Händchen hat, schafft es vielleicht, seine Pflanze zu überwintern. Bis diese sich allerdings vom ­Winterstress erholt hat, ist der Sommer oftmals vorbei“, meint Emmerling, „entweder kann man sie warm stellen, aber man hat das Licht nicht oder umgekehrt.“ Die Palme vom Balkon ins Wohnzimmer zu holen und mit einer Lichterkette zu behängen, reicht nicht aus. Mit speziellen Pflanzenleuchten kann man zwar Abhilfe schaffen, allerdings verbrauchen sie sehr viel Strom und sind selten ideal zu platzieren. „Dann hat man den Effekt, dass oben alles grün ist und das Blattwerk unten praktisch weg“, so der Gärtnermeister.

nachtssterne selbst zu kultivieren ist Emmerlings Spezialgebiet. Doch bald ist es wieder soweit, die ersten Beet- und Balkonpflanzen lösen die Weihnachtssterne ab und das Winterquartier leert sich nach und nach, wenn die Pflanzen gereinigt und zurückgeschnitten wurden. Ja, wird es etwa schon Frühling? Nein, noch nicht, außer man besucht das Hydro-Haus. Dann scheint für einen Augenblick sogar der Sommer nicht mehr weit. [dp]

Fotos: Daniela Pielenhofer

In Emmerlings Gärtnerei hat jede Pflanze den Platz, den sie braucht, dazu Tageslicht und natürlich Wärme. Die Pflanzen werden entsprechend ihren natürlichen Ansprüchen in den Treibhäusern überwintert: bei fünf bis acht Grad Celsius, bei acht bis zwölf oder bei zwanzig Grad im Hydro-Haus, in dem vor allem für Palmen nahezu tropisch winterliche Temperaturen herrschen und auch mehrere hundert Hydrokulturen Platz finden. Das gefällt etwa dem ein oder anderen Hibiskus so gut, dass dieser auch zur kalten Jahreszeit prachtvolle Blüten trägt. Kein Kunststück, sondern Teil des Pflegeprogramms, meint Emmerling, der auch in diesem Winter wieder voll ausgebucht ist und die ersten Anfragen bereits Mitte August bekommt. Wer keinen der begehrten Plätze ergattert hat, den berät der Gärtnermeister aber auch so. Im Grunde könnte die Gärtnerei noch mehr mediterrane Gewächse zur Überwinterung aufnehmen – wären da nicht die Weihnachtssterne, die bis vor kurzem noch in einem der großen Treibhäuser eigens produziert wurden. Die Weih-

Hier ein Zupf, dort ein Rupf: Wellness für die Bäume ist im Winterquartier inbegriffen.

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lebenswertes die ZWIEBEL 1/2013

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Winterzeit ist Wintersportzeit. Wollen auch Sie ihre übrigen Pfunde von all den Weihnachtsbräten und -plätzchen loswerden, die Sie in nicht enden wollenden FeiertagSessions in sich hineingefuttert haben? Dazu herrlich frische Luft samt angenehmer Wintersonne tanken und dabei jede Menge Spaß haben? Dann nichts wie raus in den Schnee! Die ZWIEBEL verrät, wo man das in Bamberg und Umgebung am besten kann – vergessen Sie die Alpen, ob als Schlittenfahrer, Langläufer, Schlittschuhfahrer oder Schneeschuhwanderer. Wie, letzteres haben Sie noch nie gehört? Dann lassen Sie sich überraschen, was unsere Region zu bieten hat.

Fotos: Daniela Pielenhofer, www.schlichtspiel.de

Schnee­ spaß in der Stadt


die ZWIEBEL 1/2013 lebenswertes Schneeschuhwandern ist in diesem Winter der absolute Trend für alle Wintersportler, die es etwas gemütlicher angehen wollen. Während ein Winterspaziergang ohne Ausrüstung meist nur auf geräumten und gestreuten Gehwegen möglich ist, kann der Schneeschuhwanderer querfeldein ins Gelände gehen. Der Trick: an den Wanderschuhen oder Bergstiefeln, die man auch im Sommer benutzt, werden spezielle Schneeschuhe mit einem breiten Gestell aus Alu und mehreren Spikes an der Spitze für den Schnee angebracht. Wie bei Skiern steigt man mit den Schuhen einfach in die Bindung ein – festziehen, fertig. „Schneeschuhe haben den Vorteil, dass man mit ihnen auf dem Schnee laufen kann und nicht einsinkt“, erklärt René Weyh, über-

zeugter Langläufer und Verkaufsberater bei Rolands Alpin Laden in der Nürnberger Straße. Wie das funktioniert, demonstriert er spontan im Garten hinter dem Laden. „Mit Schneeschuhen lässt es sich prima auch im tiefen Schnee herumspazieren“, sagt Weyh, „dafür sorgen das geringe Gewicht und die Griffigkeit.“ Kostenpunkt je nach Modell und Ausführung: 170 Euro bis 300 Euro.

Auch Schneeschuhwandern bei Nacht in der Domstadt hat das Team des Fachgeschäfts schon ausprobiert. Eine Art besonderer Ausrüstungs-Test, wie Geschäftsführerin Jutta Betz verrät. „Wir sind über den Teufelsgraben zur Altenburg hochgelaufen, haben oben im Restaurant einen Glühwein getrunken und sind dann mit Stirnlampe und Skiern den Hang abgefahren“, erzählt Betz, „das war wirklich ein besonderes Erlebnis.“

Etappenziel Altenburg Tatsächlich sieht Schneeschuhwandern ebenso kinderleicht aus wie es ist. Mit ein paar Stöcken in den Händen zieht Weyh im Garten seine Runden, während die Wintersonne schon bald wieder tief hinter der Häuser-Silhouette der Stadt versinkt.

Wem eine derartige Schneeaktion zu heikel ist, der wandert bei Tageslicht und gutem Wetter über die verschneiten Hügel der Stadt oder sucht sich aus den Wintersportmöglichkeiten in Bamberg und der Region einfach das passende für pures Schneevergnügen aus. [dp]

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lebenswertes die ZWIEBEL 1/2013

Schnee­ spaß in der Region 30

Der Sauersberg ist Bambergs beliebtester Hügel zum Schlittenfahren und Rodeln. Er liegt im Stadtteil Süd-West. Man erreicht ihn ausgehend von der Stadtmitte, wenn man den Kaulberg in Richtung Babenbergerring hochfährt und links in die Panzerleite abbiegt. Der Hügel, an dem bei guter Schneelage sehr viel Betrieb ist, ist unterhalb der Altenburg auf der linken Seite kaum zu verfehlen. Einen vergleichsweise kleinen aber feinen Schlittenberg gibt es im Stadtteil Wunderburg. Man findet den Mini-Schlittenhügel, der eigens für diesen Zweck aufgeschüttet wurde, gleich hinter dem City-Beach. Der Zaun, der den Beach vom Schlittenhügel abgrenzt, wurde nach Auflage der Stadt für die Schlittenfahrer an einigen Stellen abgesichert.

Ein weiterer Hügel zum Austoben im Schnee befindet sich im Wassermann-Park in der Pestalozzi-Straße (Verländerung Giechburgblick).

Rodeln in der Nähe Mit über 200 Metern Länge und ordentlicher Steigung ist der Schlittenberg bei Teuchatz, knapp 20 Kilometer von Bamberg am Rande der Fränkischen Schweiz, für Schneebegeisterte das Beste, was das Umland zu bieten hat. Über Geisfeld, Leesten, Mistendorf und Zeegendorf findet man den Schlittenberg kurz vor der Anhöhe am Teuchatzer Berg in Richtung Teuchatz auf der rechten Seite. Der Schlittenhang ist am Waldrand gelegen und nicht nur relativ lang, sondern auch angenehm breit. Er führt trichterförmig ins Tal und kann sich bei gutem Winterwetter vor Besuchern kaum ret-

Foto: www.schlichtspiel.de

Rodeln in Bamberg


die ZWIEBEL 1/2013 lebenswertes ten. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem nahe gelegenen Wanderparkplatz in Richtung des Ortes Teuchatz.

Einstieg beim Hohlen Stein in Rottmannsdorf, kommen Langläufer garantiert auf ihre Kosten.

Ein weiterer Schlittenberg befindet sich im rund 25 Kilometer entfernten Wattendorf bei Scheßlitz. Von Scheßlitz aus kommend sind gleich nach dem Ortseingang in Richtung Kümmersreuth Parkplätze ausgewiesen. Bis zum Schlittenhang muss man rund 200 Meter Fußweg in Kauf nehmen. Der Hang selbst ist 150 Meter breit und 70 Meter lang. Für Winterspaziergänger sind von dort aus zudem schöne Schnee(schuh)wanderungen ins Tal möglich.

Top-Ski-Langlauf-Möglichkeiten für sportlich ambitionierte bieten die Loipen in Masserberg bei Coburg (Fahrzeit ca. 45 bis 50 Minuten), rund um den Ochsenkopf im Fichtelgebirge (Fahrzeit ca. 1 Stunde) und in Oberhof im Thüringer Wald (Fahrzeit ca. 1 ¼ Stunden).

Tagesausflüge in den Schnee Wer für einen Abstecher in den Schnee etwas weiter fahren möchte, dem empfiehlt sich ein Tagesausflug zum Ochsenkopf ins Fichtelgebirge, etwa nach Warmensteinach/Fleckl. Über A70 (Rg. Bayreuth) und A9 (Rg. Berlin) nimmt man die Abfahrt Bad Berneck und ist in nur 45 Minuten mitten im Winterwald. Ähnlich schön und nur eineinhalb Stunden entfernt gelegen ist der Thüringer Wald. Bei Oberhof lässt sich auch dort schon für einen Tag lang prima wintersporteln.

Etwas professioneller geht es am Staffelberg bei Bad Staffelstein zu. Auf der Lahmer-Loipe,

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Eislaufen Zum Eislaufen stehen in Bamberg der Hainweiher in der Stadtmitte, der Eichelsee im Stadtteil Wildensorg, der Höfener See in der Nähe des Klinikums im Süd-Westen, der Silvanersee in Gaustadt sowie eine künstliche Eisfläche am Troppauplatz im Osten der Stadt zur Verfügung. Die Weiher und Seen werden von der Stadt kontrolliert und erst nach einer Eisstärke von 15 Zentimetern freigegeben, die künstliche Eisfläche wird mehrere Tage lang auf bis zu 10 Zentimetern Dicke aufgebaut. Eisflächen im Umland wie etwa Baggerseen etc. sind mit Vorsicht zu genießen, da sie überwiegend privat bewirtschaftet und daher zumeist nicht durch Probebohrungen geprüft werden. [dp]

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Langlaufen Den puren Schneegenuss können Langläufer bevorzugt im Markt Heiligenstadt rund um den Teuchatzer Berg auskosten. Geloipt wird allerdings nicht mehr – wer sich traut, fährt einfach querfeldein. Gleiches gilt auch für den Steigerwald. Auch hier ist ungezwungener Langlauf-Genuss in der Natur möglich.

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Weitere Infos zu den Wintersport­ möglichkeiten in der Region gibt es beim Gartenamt der Stadt Bamberg unter Telefon 0951/87-1351 sowie beim Landratsamt Bamberg unter Telefon 0951/85-0 und beim Markt Heiligenstadt unter Telefon 09198/9299-0 oder für Tagesausflügler im Internet unter www.masserberg.de, www.erlebnis-ochsenkopf.de und www.thueringen.info

Theatergassen 10 – 96047 Bamberg T +49 (0)951 98 048-0 – F +49 (0)951 98 048-452 H1439@accor.com - ibishotel.com

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gelesen die ZWIEBEL 1/2013

Gelesen Januar 2013

Hannes Rita Falk dtv, 17,90 € „Heute ist der Jahrestag. Es ist auf den Tag und die Stunde genau dieselbe Zeit. Es hat sich gejährt, mein Freund. Mein lieber Freund, Hannes. Es ist die Stunde, in der ich in deinem Blut und Urin knie, und dein Kopf ruht auf dem kalten Asphalt, gefühlte Ewigkeiten lang.“ Kein angenehmer Satz. Er steht am Beginn eines Romans, der den Leser berührt und in seinen Bann zieht. Uli, der Ich-Erzähler, schreibt Briefe an seinen schwer verunglückten Freund Hannes. Er berichtet ihm von allem, was ihm tagtäglich widerfährt. Und er schreibt von seiner Trauer und seiner Wut über den unverän-

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derten Zustand des Freundes. Die Briefe sind ein Bindeglied zwischen Jetzt und Morgen, wenn Hannes wieder ein bewusstes Leben mit seinen Freunden und

seiner Familie führen wird. Für Uli selbst sind die Briefe ein Hoffnungsanker, denn er verliert zu keinem Zeitpunkt die Zuversicht, dass Hannes aus dem Koma erwachen wird. Angenehm unsentimental und mit dem für sie unverkennbaren Humor erzählt Rita Falk, bekannt als Autorin von niederbayerischen Provinzkrimis, diese Geschichte von tiefer Freundschaft, von Liebe, Tod und Trauer und zugleich von der unbändigen Lust auf und nach Leben. [bp]

verschwindet Boys. Anna Ringberg erzählt von Lebensläufen, die alles andere als gradlinig verlaufen sind. Doch zuletzt verdeutlicht sie, dass Scheitern immer eine Frage der Perspektive ist. [bp]

mann „Vögel Mitteleuropas“ eingehend beschrieben werden. Zu Lebzeiten (1780 bis 1857) war Naumann ein gefeierter Naturforscher. Auf den damals ohne Frage größten Ornithologen Deutschlands – anders als der Engländer John Gould und der Amerikaner John James Audubon ist er inzwischen nur der Fachwelt noch bekannt – gehen zahlreiche Vogelnamen zurück, der Waldkauz etwa oder die Dorngrasmücke. Wie Audubon lehn-

KALTE PFOTEN Anne Ringberg rororo, 9,99 € Ein Roman über Männer, in dem Frauen lediglich als Randfiguren vorkommen. Ein Roman, der alle Kuriositäten und Eigenheiten als völlig normal beschreibt, ohne sie zu bewerten. Und schließlich ein Roman, der von einer großen Sympathie für jeden der Protagonisten getragen ist. Dies ist der schwedischen Autorin Anna Ringberg mit ihrem Debütroman gelungen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lasse. Er war Werftarbeiter, Barmann und Kellner, war auf dem Bau, hat sogar „Klos auf Finnlandfähren“ geschrubbt. Kurz: er hatte alle „Scheißjobs“, die man sich nur vorstellen kann. Sein ständiger Begleiter war der Alkohol und seit geraumer Zeit der Whippetrüde Boys. Anlässlich seines 65. Geburtstages trudelt nun eine Schar von Persönlichkeiten ein, die Lasses Leben begleitet und erfüllt haben. Sein Sohn Matti, sein früherer Lebensgefährte Börje, scheinbare Freunde und ein Junkie. Doch am Abend vor seinem Geburtstag

Die Vögel Mitteleuropas Johann Friedrich Naumann die Andere Bibliothek, 99,00 € Der längst vergessene Johann Friedrich Naumann galt hierzulande als bedeutendster Vogelkundler seiner Zeit. Sein glanzvolles Schaffen, im Sommer 1844 abgeschlossen, ist in einem großformatigen Prachtband der „Anderen Bibliothek“ wieder zu entdecken. Die auf zwölf Bände angelegte zweite Auflage (1897 bis 1905) der Originalausgabe ist antiquarisch von 2000 Euro an zu haben, solange man sie überhaupt findet. Kennen Sie den Ziemer? Dann stammen Sie vermutlich aus Sachsen-Anhalt. Denn dort wird die andernorts auch Krammetsvogel, Schomerling oder Schacker genannte Wacholderdrossel (also: turdus pilaris) so bezeichnet. Sie, die Wacholderdrossel, ist eine der Sängerinnen, der Sänger und Greifvögel, deren Kennzeichen, Verbreitung, Gesang, Gewohnheiten, Nahrung und Fortpflanzung in des Kötheners Johann Friedrich Nau-

te es Naumann ab, ausgestopfte Tiere zu zeichnen. „Ich habe ohne Ausnahme mit frischen Exemplaren nach der Natur gearbeitet“, beschrieb er seine Herangehensweise. Die Bilder sind von atemberaubender Schönheit und Vitalität. Groß ist neben der künstlerischen auch die sprachliche Eleganz. Und an den Wortschöpfungen, mit denen Naumann den Gesang der Nachtigall zu beschreiben versucht, hätte auch ein Kurt Schwitters seine Freude gehabt: „Ji jih güh güh güh güh güh dadahidowitz.“ [jg]

Nein! Ich möchte keine Kaffeefahrt! Virginia Ironside Goldmann, 17,99 € „Wenn man älter wird und irgendetwas Größeres wie eine Operation oder auch nur eine ernsthafte Grippe verkraften


die ZWIEBEL 1/2013 gelesen

muss, erreicht man danach nie wieder seine Ausgangsposition. Man geht quasi zehn Schritte zurück und nur neun wieder nach vorne.“ Marie Sharp weiß, wovon sie spricht – schließlich ist sie Mitte 60, grübelt über Facelifting und Akupunktur nach, will eigentlich nie wieder Alkohol trinken und dafür Tagebuch schreiben. Schließlich hat sie eine Menge zu verarbeiten: Lebensabschnitts­gefährte Archie ist an Alzheimer erkrankt und sieht Elefanten im Schrank, Sohn Jack wandert samt Ehefrau und bezauberndem Sohnemann in die Staaten aus. Zum Trost soll ihr Skype installiert werden – auch wenn Marie bis dato keinen Schimmer hatte, was man damit macht. Dank ihrer Sehnsucht nach der Familie (und weil Skypen dann doch keine Lösung ist) macht Marie sich schließlich auf die Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten – eine davon ist die Liebe zu einem deutlich jüngeren Mann. Schließlich will Marie weder Seniorenteller noch Kaffeefahrt. Eine höchst vergnügliche Lektüre – auch und vielleicht gerade für jüngere Leserinnen und Leser. [sb]

Mordsappetit Angela ESSer (Hrsg.) Ars vivendi, 14,90 € Dass schmackhaftes Essen – vor allem die deftige bayrische Küche - durchaus unliebsame Nebenwirkungen haben kann, ist hinlänglich bekannt. Doch

wir reden hier nicht von Kalorien und Fettwerten, sondern von Mord, kaltblütig und raffiniert ausgeführt. In der Krimianthologie „Mordsappetit“ wird mit Bratpfannen um sich geschlagen, da werden Küchenmesser gewetzt und bayuwarische Delikatessen mit giftigen Zusätzen „verfeinert“. 17 mörderische Geschichten und Gedichte jagen einem Schauer über den Rücken – ebenso viele Rezepte lassen einem zugleich das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Denn zu jedem Mord wird im Anschluss die Anleitung für das entsprechende Gericht (nicht das jüngste) geliefert. Mit dabei auch ein kulinarischer Hochgenuss aus dem katholischen Bamberg: Das „Schäuferla des Grauens“ von Thomas Kastura beweist, dass auch hierzulange schwer gesündigt wird. Weitere Autoren sind u.a. Willy Astor, Tessa Korber und Herausgeberin Angela Eßer. Wenn man all die hinterhältigen Geschichten, Gedichte und Gerichte überlebt hat, steht einem Digestif von Leonhard Michael Seidl nichts mehr im Weg: „Doch dann passiert’s – nicht ungewollt, zieht Billy einen großen Colt, er trifft die Cilly in die Stirn, das Blut, das spritzt aus ihrer Birn. Mit kühler Miene sagt drauf Billy: „Jetzt gönn ich mir noch einen Willy!“ [sb]

Netzgemüse Tanja und Johnny Haeusler Goldmann, 9,99 €

Wer wüsste besser als die ZWIEBEL, dass man junges Gemüse hegen und pflegen sollte, damit mal etwas Anständiges aus ihm wird. Ähnlich muss es auch Tanja und Johnny Haeusler ergangen sein – als Eltern zweier Heranwachsender setzen sie sich seit Jahren intensiv mit Social Networks, Videospielen, Smartphones und dem ganzen modernen Zeug aus dem Internet auseinander. Und die beiden Autoren versprechen: nach der Lektüre dieses Buches werden Eltern den Kulturraum Internet mehr lieben als ihre Kinder es tun. Soso! Immerhin handelt es sich beim Ehepaar Haeusler nicht nur um Fachleute im Bereich Internet und Familienstreit, sondern sie wurden auch bereits mit dem Grimme-Online-Award für ihren Weblog „Spreeblick“ ausgezeichnet. Die kennen sich also aus. Nichts desto trotz mussten auch sie mit ihren Söhnen Lenny und Karl (10 und 13 Jahre

alt) einige Regeln aufstellen, damit sie sich sicher und geschützt in der digitalen Welt bewegen können. Angefangen beim Umgang mit Facebook und Twitter über Lernen und Lehren mit YouTube bis hin zum Thema Mobbing im Internet und Gewalt in Videospielen. Ein Buch, das mit viel Humor und anschaulichen Beispielen Eltern hilft, mehr Verständnis und, ja sogar: Begeisterung für die modernen Kommunikationsform der heutigen Jugend aufzubringen. [sb]

Sprachlügen Kai Biermann, Martin Haase Fischer, 9,99 € „Im Zuge einer nachhaltigen Harmonisierung werden wir zeitnah Arbeitnehmer oberhalb des Einstiegslohns freisetzen, da weiteres Negativwachstum nicht darstellbar ist. Diese Maßnahme ist alternativlos.“ So oder ähnlich lauten Mitteilungen von Unternehmen, die kurz vor der Pleite Personal entlassen. Es klingt nur viel harmloser. Und genau das

ist der Sinn, wie der Bamberger Linguistikprofessor Martin Haase und der Journalist und Psychologe Kai Biermann in ihrem neuen Buch „Sprachlügen“ nachweisen. Das obige „Zitat“ enthält allein 10 Begriffe aus dem Inhalt. Von A bis Z erläutern sie angeberisches („Finanzprodukt“), schönfärberisches („Engpass“) oder verfälschendes („Kostendämpfung“) Vokabular aus Politik und Wirtschaft, dass es eine Freude ist. Natürlich werden bei der Lektüre dieses Buches, das auf dem Blog neusprech.org basiert, Assoziationen wach: George Orwell lässt grüßen, auch die DDR, die wenigstens sprachlich voll auf der Höhe war, wenn es darum ging, Missstände zu verschleiern. Nicht dass man alle Begriffe des Buches kennen, alle Einschätzungen der Autoren teilen müsste, doch sie schärfen das Gehör für eine Sprache, die uns für dumm verkaufen will. Aber das muss man differenziert betrachten. [hb]

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ein mensch die ZWIEBEL 1/2013

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die ZWIEBEL 1/2013 ein mensch

Eine alte Liebe zu jungem Gemüse Jahrzehntelang hatte die Gärtnerei Erlacher einen Stand auf dem Bamberger Wochenmarkt. Jetzt ist der Stand weg. Aber Marianne Erlacher, die ist geblieben. Seit sie zwanzig ist, steht sie zwei, manchmal drei Mal pro Woche mit ihrem Gemüse in der Hauptwachstraße. Heute ist sie 73 Jahre alt und die älteste Marktfrau Bambergs.

kann das nicht! Ich kann nicht auf dem Markt verkaufen!“, erinnert sie sich. Aber sie konnte. Zuerst nur samstags, am Rockzipfel die fünf Söhne, weil die restlichen Tage ihre Schwiegermutter, Margareta Erlacher, den Stand beschickte. Mit 87 Jahren übergab sie den Stand komplett an ihre junge Schwiegertochter. Das war 1983. Mittlerweile verkauft Marianne Erlacher seit knapp 50 Jahren Feldgemüse und wenn es nach ihr geht, noch so lange sie hinter dem Holzstand stehen kann.

Sie liebt den Markt, vor allem wegen „ihrer Kunden“. „Wissen Sie, auf die muss ich nicht zugehen, darum fällt mir das Verkaufen leicht. Die kommen auf mich zu und erzählen mir von ihren Sorgen“, sagt sie, während sie mit klammen Fingern Salatköpfe auf die Krämerwaage wirft. Marianne Erlacher hört gerne zu. Und bleibt immer freundlich. Auch wenn einer ihrer Kunden unfreundlich wird? „Ach wissen Sie: Da merke ich nicht so drauf. Das gleichen die anderen wieder aus.“ Wie

Fotos: Anny Maurer

Der Hut will nicht so recht passen. Ständig rutscht die beige Krempe über zwei wache, blaue Augen und wird dann mit einer ungeduldigen Geste an ihren Platz zurückgeschoben. Die Nase darunter tropft und die dürren Hände sind eiskalt. Trotzdem lächelt Marianne Erlacher. Denn hier, auf dem Erzeugermarkt in der Hauptwachstraße, ist sie in ihrem Element. Wenn es um „ihren Markt“ geht, ist der Bamberger Gärtnersfrau kein Superlativ zu hoch. Dabei ist die geborene Schäfer aus Westheim (Landkreis Haßberge) keine Frau der großen Worte. Im Gegenteil: „Wissen Sie, ich kann nicht auf Menschen zugehen. Das liegt mir nicht“, erklärt sie. Darum war ihr nach der Heirat ihres Ehemanns Leo auch ganz bang ums Herz, als es ums Verkaufen ging. „Ich bin ein ruhiger Mensch. Ich hab‘ gesagt: Ich

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ein mensch die ZWIEBEL 1/2013 auf’s Stichwort bleibt eine Frau Mitte 50 vor dem Stand stehen und drückt der Marktfrau einen Becher Kaffee in die Hand. „Trinken Sie den, solange er heiß ist!“ sagt sie und eilt winkend weiter. Einmal pro Woche kommt außerdem eine ältere, fast erblindete Dame an den Stand, um einzukaufen: einen Kopfsalat, ein paar gelbe Rüben, manchmal noch eine Handvoll Bohnen. „Wie finden Sie mich nur immer?“, hat Marianne Erlacher sie einmal gefragt. Die Kundin lachte. „Wenn ich Ihre Stimme höre, Frau Erlacher, dann weiß ich, dass ich richtig bin.“

Kummer mit dem Marktamt Dabei war es in den vergangenen Monaten nicht leicht, den Stand der Erlachers auf dem Markt zu finden. Zum 30. Juni 2012 hatte das Ehepaar seinen Stammplatz vor der TchiboFiliale in der Hauptwachstraße gekündigt.

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Denn Leo Erlacher, 85 Jahre alt, leidet an Altersdemenz. Gärtnermeister Hans-Jürgen Eichfelder sollte den Stand samt Standort übernehmen. Denn er hatte Marianne Erlacher versprochen, sie weiter als Verkäuferin zu beschäftigen. Doch den Gärtner ereilte das Schicksal, das alle Neuen auf dem Markt trifft. „Wer neu ist, muss sich unten anstellen. Das wissen Sie doch, Frau Erlacher“, erklärt Uwe Fischer vom Ordnungsamt der Stadt Bamberg, zu dem auch die „Gaststätten- und Marktangelegenheiten“ gehören. Marianne Erlacher hatte darauf bestanden, „auf die Stadt“ zu gehen. Zum Herrn Fischer. Weil der ihr so einen netten Brief geschrieben hatte, in dem er bedauerte, Frau Erlacher nach Jahrzehnten als Marktfrau zu verlieren. Dabei hatte das Marktamt der Gärtnersfrau in den vergangenen Wochen viel Kummer gemacht.

Nachdem Hans-Jürgen Eichfelder den Stand der Erlachers nicht übernehmen durfte und vom Marktamt auch keinen anderen Standort zugewiesen bekam, war Marianne Erlacher einfach geblieben. Sie mietete ihren alten Standort als Tagesplatz und verkaufte dort ihre Waren. Bis zum 26. Oktober. Da wurde ihr von einem Tag auf den anderen der Platz gekündigt.

„Das ist nicht mehr Ihr Stand!“ Marianne Erlacher verstand die Welt nicht mehr. „Wissen Sie, Herr Fischer, meine Kunden kommen schon seit so vielen Jahren zu mir. Immer am gleichen Fleck. Die wussten doch gar nicht, wo ich jetzt bin, weil ich keine Zeit hatte, es ihnen zu sagen“, erzählt sie. Mit ihren knapp 1,65 Metern kann sie ihre Arme kaum auf dem Stehpult des Angestellten ablegen. Doch das Erzählen tut ihr gut. Die Antwort von Jürgen Fischer fällt kurz und freundlich aus: Der gekündigte Stellplatz sei neu vermietet worden und „der Eichfelder“ hätte Ende Oktober den Platz vorm Deichmann bekommen. Deshalb habe sich Marianne Erlacher als Verkäuferin eines neuen Marktbeschickers unten einreihen müssen. Und muss die Tafel ihres Chefs anbringen. „Das ist nicht mehr Ihr Stand, Frau Erlacher“, sagt er und die alte Frau blickt verlegen zur Seite. Nach so vielen Jahren nicht mehr den Namen Erlacher am Stand zu sehen, tut ihr weh. Weinen hat sie müssen, erzählt sie später auf der Straße, als einer von der Marktaufsicht vor ein paar Wochen an den Stand gekommen wäre und sie aufgefordert hätte, die verwitterte Holztafel abzuhängen. „Dabei hat der Eichfelder noch gar keine machen lassen“, sagt sie fast trotzig. Zum Trost hängt die alte Markttafel jetzt an der Rückwand des Standes. Dort kann sie kein Kunde sehen. Nur Marianne Erlacher, wenn sie sich umdreht. [kk]


die ZWIEBEL 1/2013 ein mensch Der Bamberger Markt 1805 bis 1938 nutzte die Stadt den Maximiliansplatz für Messen und Märkte. Danach wurde der Standort in den nördlichen Teil der Promenade verlegt. 1971 setzte der Stadtrat durch, die Märkte wieder am Maxplatz abzuhalten – gegen den Willen der Marktbeschicker, die gegen den Umzug sogar protestierten. Doch die Stadt setzte sich durch: Der neue Omnibusbahnhof an der Promenade brauchte Platz und schließlich gab es in der Stadt nun eine Fußgängerzone. Seitdem liegt der Erzeugermarkt (mit Marianne Erlacher) in der Hauptwachstraße und im Bereich Grüner Markt sind die Händler angesiedelt. Beide zusammen bilden den Wochenmarkt. Der Maxplatz selbst ist für größere Veranstaltungen und Märkte wie den Weihnachtsmarkt reserviert.

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genuss die ZWIEBEL 1/2013

Nachdem der Weihnachtsbaum langsam ausgedient hat, könnte man ihn doch ruhig schon mal herausholen – den Gartengrill. Nicht weil der Frühling quasi vor der Tür steht, sondern weil Wintergrillen richtig lecker und gesellig sein kann.

Wann haben Sie das letzte Mal ihre Nachbarn gesehen? Oder die Freunde, die Sie im Sommer immer auf dem Keller treffen? Machen Sie der Wintertristesse ein Ende und laden Sie ein paar nette Leute zum Wintergrillen ein – im Nu entwickelt sich auch bei eisigen Temperaturen eine richtig heiße Party. Mit ein bisschen Glück liegt soviel Schnee, dass man daraus eine Schneebar bauen kann – dort werden Grillgut und kalte Getränke bestens gelagert. Für Wärme und Stimmung sorgen Feuerkorb, Lichterketten, Lagerfeuer und zahlreiche Laternen mit Teelichtern.

Selbst marinieren ist trumpf Natürlich müssen selbst ausgemachte Grillprofis bei den veränderten Wetterverhältnissen auf einige Kleinigkeiten achten: Beispielsweise kühlt der Grill bei niedrigen Aussentemperaturen deutlich schneller ab, so dass man für mehr Grillkohle sorgen sollte, damit die Speisen auch genügend Hitze bekommen. Auch gibt es im Winter selten bereits mariniertes Grillgut zu kaufen, deshalb legt man Fleisch und Gemüse am besten selber ein. Einige Fachgeschäfte bieten fertige Barbecue-Marinaden und -Saucen in schmackhaften Varianten an – so kann man sich nach Lust und Laune die einzelnen Geschmacksrichtungen auswählen: süß-sauer, orientalisch-scharf, fruchtig oder auch würzig – wer die Wahl hat, hat die Qual.

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Falls auch Kinder mitfeiern, sollten Sie unbedingt Zutaten für Stockbrot bereithalten:

Etwas Hefteteig – vielleicht mit Rosmarin, Thymian oder Majoran gewürzt – um das Ende eines langen Stocks wickeln und über das Feuer halten. Schmeckt superlecker und macht (nicht nur) den Kleinen riesigen Spaß. Bei klirrender Kälte kann man seinen Gästen natürlich auch eine heiße Suppe anbieten – selbstverständlich auf dem Grill oder Feuerkorb warm gehalten. Und wer sich nicht so gerne bei den kalten Getränken von der Schneebar bedienen möchte, freut sich möglicherweise über heißen Punsch oder Glühwein. Sie merken schon, alles ist möglich bei so einer Wintergrillerei. Lediglich wenn es darum geht, die Stimmung von Abenteuer und Lagerfeuer durch romantische Gitarrenklänge zu vertiefen, könnte es schwierig werden – mit Handschuhen und bei Minusgraden hätte selbst Jimi Hendrix Probleme gehabt, den richtigen Ton zu treffen. Aber Sie können ja immer noch singen – vorausgesetzt, die Nachbarn sind dabei (…nicht dass es zu Beschwerden wegen winterlicher Ruhestörung kommt.) [sb]

Fotos: Klaiber, clipdealer.de/vichnija

Es muss nicht immer Sommer sein...


die ZWIEBEL 1/2013 genuss Grillmarinade 1/2 l Cola 2 Knoblauchzehen, 2 Chilischoten 1 Orange 1 Zitrone 1 Zwiebel Ingwer, Pfeffer und Salz Knoblauch, Ingwer, Zwiebel und Chilischoten fein würfeln, Schale von Zitrone und Orange feinreiben, den Saft auspressen. Mit Cola und Gewürzen in einem Topf bei kleiner Hitze zu Sirup köcheln lassen. Passt zu allen Fleischsorten.

„Das Steak? Nee, das ist meins. Steht doch drauf!“ Die Grillbrandeisen können zweizeilig mit beliebigem Text versehen werden. www.geschenkideen.org

Scharfe Rindfleischsuppe mit Chilibohnen 250 g Bauchspeck im großen feuerfesten Topf anbraten, dann hinzufügen: 1 klein geschnittene Karotte, 2 rote Paprika in Würfeln, 5 scharfe Peperoni 1 kg gewürfeltes Rindfleisch Tomatenmark (1/2 Tube) 2 gehackte Zwiebeln 5 Knoblauchzehen 2 Scheiben geröstetes, kleingewürfeltes Toastbrot 1 Dose Tomaten 1,5 l Wasser 1/4 l Rotwein etwas Petersilie und Chili 4 EL Gemüsebrühe 1 Dose Kidneybohnen 4 kleingewürfelte Kartoffeln Ca. 2 bis 3 Stunden über dem Feuer kochen lassen (oder vorher auf dem heimischen Herd und dann auf dem Grill warmhalten)

HeiSSer Winterpunsch 1 l Rotwein 400 ml Spätlese oder Eiswein 400 ml Wermut 400 ml Traubensaft 2 EL Rosinen geriebene Orangenschale 10 Gewürznelken etwas Ingwer Alle Zutaten aufkochen und etwas ziehen lassen, dann abseihen, mit Rumtopffrüchten und Zucker abschmecken. Vor dem Servieren noch einmal kurz erhitzen.

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genuss die ZWIEBEL 1/2013

Der Gipfel des Geschmacks Der Bamberger Metzgermeister Michael Kalb hat in diesem Jahr mit seiner Kümmelbratwurst den Fränkischen Bratwurstgipfel erklommen. Ein Produkt, das nicht nur Kreativität und Geschmack vereint, sondern auch im Winter in jedem Fall auf den Grill gehört. Sie schmeckt rund und kräftig gewürzt mit einem Hauch von Kümmel, die Kümmelbratwurst der Metzgerei Kalb in der Theuerstadt. Michael Kalb reicht mit einem charmanten Lächeln ein soeben frisch gebratenes Exemplar samt Brötchen über die Theke. Mmmmh – lecker! Das ist doch mal ein Pokal: Michael Kalb hat nicht Wimbledon gewonnen, sondern macht die beste „Kreativbratwurst“ in Franken.

Mit seiner Kümmelbratwurst, die in Form und Größe der Coburger ähnelt, hat Kalb in diesem Jahr in der Kategorie „Kreativbratwurst“ den Fränkischen Bratwurstgipfel in Pegnitz gewonnen. Die geheime Rezeptur aus grobem Bratwurstteig im Bendeldarm,

fein angereichert mit Majoran, Knoblauch und einer Mischung aus Gewürzen und Kümmel, die nur der Metzgermeister selbst kennt, hat die Jury im ersten Anlauf überzeugt. Kalb ist seither sozusagen eine Art Gipfelstürmer. Den glänzenden Pokal hat er im Regal seines Ladens platziert. Dieser, wie auch die vielen anderen Leckereien, die in der Metzgerei angeboten werden, fallen einem sofort ins Auge. Michael Kalb, der in Coburg seine Ausbildung absolvierte, hatte irgendwann die Idee, die Coburger Bratwurst nach einer Eigenkreation

1. Bamberger Süßholzmetzgerei

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Süßholzschinken Metzgerei • Catering • Partyservice

Süßholzwurzen

Theuerstadt 5 – An der Gangolfskirche 96050 Bamberg Tel. 0951 / 23764


die ZWIEBEL 1/2013 genuss

Fotos: Daniela Pielenhofer

„etwas magerer und etwas geschmackvoller“, wie er meint, abzuwandeln. „Die Kümmelbratwurst wird heiß abgeröstet, idealerweise über offenem Feuer und ist so für Sommerwie auch Wintergrillen bestens geeignet“, so der Metzgermeister, „aber auch in der Pfanne erzielt man ansehnliche Ergebnisse.“ Rund fünf Minuten dauert das Brat- bzw. Grillspektakel, bis die Bratwurst auf dem Teller landen kann. „Wenn ihre Konsistenz prall und fedrig ist, ist sie fertig“, sagt Kalb und empfiehlt, seine Bratwurst nicht zu lange zu braten, „um den Kern nicht zu überhitzen.“ Neben der prämierten Kümmelbratwurst hat Kalb sich auf Spezialitäten, die er mit Süßholz verfeinert, festgelegt. Etwa seinen rohen Schinken, den er vier Wochen lang in geraspeltem Süßholz, Salz und Gewürzen einlegt oder seine Süßholzwurzen, die wie eine Salami hergestellt werden. „Leicht geräuchert und natürlich gereift verleiht das geraspelte Süßholz als Gewürzzutat dem Schinken und

den Wurzen einen leicht süßlichen, milden und zarten Geschmack“, sagt Kalb. Den Familienbetrieb, den es seit über 80 Jahren gibt, führt Michael Kalb in der dritten Generation seit nunmehr fünf Jahren. Im Sommer stellt er mit seinen zwölf Angestellten mindestens 1000 Kümmelbratwürste pro Woche her, dazu kommen die SüßholzProdukte sowie alle gängigen Fleisch- und Wurst­arten. Meistverkaufte Produkte sind jedoch Kalbs weit über die Stadt hinaus bekannter Leberkäse sowie „Saure Fleck“ oder „Saure Lunge“ in Dosen. „Ich glaube, ich habe in diesem Jahr davon schon 10.000 Dosen produziert“, meint Kalb und lacht, „eine derart große Nachfrage danach gibt es wohl nur hier in Bamberg.“ [dp]

Auch die Metzgerei Kalb ist Mitglied der Regionalkampagne „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt!“

Die gute Adresse für regionale Produkte und Dienstleistungen im Internet! » www.genuss-landkreis-bamberg.de » www.region.bamberg.de

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anzeige die ZWIEBEL 1/2013

Familienbäckerei mit Anspruch Das Geheimnis des Geschmacks liegt in seiner Natürlichkeit: Die Höreder Bäcker befeuern die Schamottsteine (die als Wärmespeicher dienen und gleichmäßig Hitze abgeben) mit naturbelassenem Holz. Ist die ideale Backtemperatur erreicht, werden die handgeformten Brotteige mehrere Stunden lang gebacken. Es dauert fünf Stunden, bevor das erste Brot aus dem Holzbackofen kommt. So können sich das einzigartige Aroma und die typische Holzofenkruste in aller Ruhe entfalten.

1988 öffnete in Haßfurt die erste Höreder Beck-Filiale, heute sind es mehrere Dutzend: Trotz oder gerade wegen dieses Erfolges ist der Familienbetrieb seinen Prinzipien treu geblieben.

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1935 gründete Eduard Wolf, der Großvater des heutigen Betriebsinhabers, in Oberhohenried (kurz: Höred) die Landbrotbäckerei Wolf. Bekannt wurde er durch sein Holzofenbrot mit der knusprigen Krume, das er zu Fuß oder mit dem Pferdewagen auslieferte. Mittlerweile fahren weiße Lieferwagen mit goldgelbem Firmenlogo die Backwaren aus. Doch noch immer wird das Höreder-Holzofenbrot

Die Backwaren sind ein Spiegel des verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgangs des Familienbetriebs mit der Umwelt und der fränkischen Heimat. Der Natursauerteig wird immer noch nach der altbewährten, überlieferten Methode des Großvaters angesetzt. Außerdem verwendet man ausschließlich hochwertiges Mehl und allerbeste Rohstoffe aus Franken – ohne künstliche Zusatzstoffe. Bei der Herstellung aller Teige geben die Höreder Bäcker eigenes, regelmäßig von einem neutralen Labor kontrolliertes und nach Grander belebtes Brunnenwasser zu. Das traditionelle Handwerk kommt auch neuen Brot- und Gebäcksorten zu Gute. Darum wechselt das Angebot an Bio-Broten, duftendem Gebäck, erlesenen Torten und schmackhaftem Kuchen regelmäßig. Selbst die Snacks werden in allen Filialen frisch be-

legt. Die Auswahl reicht von mediterranem Focaccia mit Serranoschinken über frische Salate bis hin zum Leberkäs‘-Brödla. Besonders stolz ist man auf das ganztägige und umfassende Frühstücksangebot. Auch hier legt man Wert auf das Detail: Der Kaffee wird mit einem Premiumgerät von Daniel Moser frisch aufgebrüht, Käse- und Wurstwaren sind qualitativ hochwertig. Der Meisterbetrieb bildet selbst aus und legt großen Wert auf die Schulung seiner Mitarbeiter. Für die Qualität von Höreder Beck bürgt nicht zuletzt die Auszeichnung „Der Preis der Besten Gold“ der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) 2012. Es wird nur an Unternehmen vergeben, die zwanzig Mal in Folge mit Gold ausgezeichnet wurden. [kk]

Fotos: Anny Maurer (2), Archiv Höreder Beck

am unterfränkischen Firmenstammsitz traditionell im Holzofen gebacken.


die ZWIEBEL 1/2013 scharlotte

Scharlottes Welt Die Welt sieht anders aus, wenn man sie mit den Augen einer Zwiebel betrachtet. Aber hat eine Zwiebel überhaupt Augen? Scharlotte schon – und mit denen sieht sie das Leben in unserer Stadt aus einem ganz eigenen Blickwinkel.

Foto: Katja Kölbl

Im Einkaufsmarkt um die Ecke hat das Alter Einzug gehalten. Die Einkaufswägen sind nicht mehr nur mit Kindersitzen, sondern auch mit Lupen ausgestattet – damit die Generation 50plus das Kleingedruckte besser lesen kann. Der Plan ist gut, doch ich scheitere am Detail. Wie soll man den Wagen mit der daran befestigten Lupe so positionieren, dass man die Preisschilder an den Regalen lesen kann? Eine freundliche Fachverkäuferin erteilt ungefragt Auskunft: „Das geht nicht!“ Was dagegen möglich ist, demonstriert eine freundliche Mutter mit einem weinenden Kleinkind im Einkaufswagen: Lupe rausziehen, Artikel darunter halten, lesen. Ach so, Dankeschön! Also schnell den Fotoapparat gezückt, um die Verbesserung der Lebensqualität umgehend zu dokumentieren. Aber, verflixt, das Vergrößerungsglas schnellt immer wieder in seine Halterung zurück. Ein Beweisfoto ist ohne ein zweites Paar Hände

unmöglich. Wieder rollt die Mutter als Helferin in der Not um die Ecke. Sie hält, ich fotografiere. Das Beweisfoto ist da, aber ich will schnell wieder weg. Erst auf dem Parkplatz wird mir bewusst, dass sich die Einkaufswagen des Supermarktes ohne Münzpfand aus der Wagenschlange lösen lassen. Das ist außerordentlich! Die Geschäftsleitung geht folglich weder davon aus, dass jugendliche Rabauken mit den Gefährten stiften gehen. Noch fürchtet sie, dass ältere Obdachlose damit ihre Habseligkeiten abtransportieren. Vermutlich träumt die Chefetage – zusammen mit vielen Werbetreibenden – von der Kaufkraft der „Best Agers“, den wohlhabenden Senioren. Die sollen trotz der Lupen die sauteueren Bioprodukte in den Einkaufswagen schaufeln und dann in ihren Luxuskarossen vom Hof fahren. Gesehen habe ich zwar keine, aber möglich ist alles. [kk]

Besuchen Sie das Geburtshaus des Jeans-Erfinders! GEBURTSHAUS LEVI STRAUSS MUSEUM Marktstr. 33, Buttenheim Tel. 09545/442602

www.levi-straussmuseum.de Öffnungszeiten: Di, Do 14 - 17 Uhr Sa, So 11-17 Uhr


gesundheit die ZWIEBEL 1/2013

Warnsignale des Körpers Fehlalarm oder Notruf? Hilfe, so heftig waren die Kopfschmerzen noch nie. Und diese Stiche in der Herzregion – sind die noch normal? Der Leberfleck auf der Stirn war früher doch viel kleiner und heller. Wenn der Körper sich mit

Schmerzen oder Veränderungen meldet, sind viele Menschen beunruhigt: Ist noch alles in Ordnung oder steckt vielleicht doch eine ernsthafte Erkrankung dahinter?

Tatsächlich kann es viel helfen, wenn man sich ein bisschen mit der Sprache des Körpers auseinandersetzt. Nicht jeder Schwindel muss besorgniserregend sein, nicht jeder Knoten bedeutet gleich eine Krebserkrankung und auch hinter einer chronischen Müdigkeit steckt nicht zwangsläufig ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem. Der Spagat zwischen Sorglosigkeit und Hypochondrie ist in unserer medizinisch aufgeklärten Gesellschaft nicht immer ganz einfach. Besonders wenn man sich im Internet über bestimmte Symptome schlau machen möchte und auf einen wahren Dschungel von möglichen lebensbedrohenden Erkrankungen trifft. Deshalb hier eine Auswahl ganz typischer Warnsignale des Körpers und die entsprechenden Hinweise, was dahinter stecken könnte.

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Treten häufig auf und sind meistens harmlos. Ursache können Stress, Hals-und Nackenverspannungen, hormonelle Veränderungen (Regel, Wechseljahre), Wassermangel, zu wenig Schlaf oder auch zuviel Alkohol sein. Auslöser für immer wiederkehrenden Kopfschmerz sind aber auch oft Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohrenbereich (z.B. eine chronische Stirnhöhlenvereiterung), Zahn- und Kieferprobleme sowie Augenbeschwerden (z.B. Altersfehlsichtigkeit, Glaukom). Auch eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion kann aufgrund der daraus resultierenden verminderten Körperentgiftung der Grund für heftige Kopfschmerzen sein. Gleiches gilt für zu hohen oder niedrigen Blutdruck. All diese Ursachen lassen sich meistens durch entsprechende Therapien und Medikamente beheben. Tritt der Kopfschmerz jedoch urplötzlich nach einer Anstrengung, mit Übelkeit und Erbrechen sowie starkem Druckgefühl auf, kann eine Hirnblutung dahinterstecken und man sollte schleunigst

Foto: clipdealer.de/SeanPrior

Kopfschmerzen


Festliche Zeiten

die ZWIEBEL 1/2013 gesundheit den Notarzt rufen. Auch bei neurologischen Begleitsymptomen wie Sprach- und Verhaltensstörungen, Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Extremitäten oder gar Krämpfen ist umgehend für ärztliche Hilfe zu sorgen.

kommt, quält sich über den Tag. Ursache dafür können Stress, Hormonumstellung in den Wechseljahren, aber auch Sorgen und Probleme sein. Manchmal reagiert der Körper auch mit Müdigkeit auf bestimmte Medikamente (z.B. Blutdrucksenker) – hier findet sich meistens ein Hinweis auf dem Beipackzettel. Ein weiterer Auslöser für permanente Müdigkeit können auch Blutarmut, Vitaminmangel oder eine Schilddrüsenunterfunktion sein – das lässt sich einfach mit einem Bluttest klären. Ständige Antriebslosigkeit und Erschöpfung sind mitunter jedoch auch Hinweis auf eine Depression.

Schwindel

Foto: clipdealer.de/ digitalgenetics

Hautveränderungen Mit wachsendem Alter treten zunehmend Muttermale und Pigmentflecken auf – da Hautkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland zählt, empfiehlt sich ein regelmäßiger Hautcheck. Meistens sind die Flecken harmlos – oft sind Schwangerschaft, Hormonbehandlungen oder eine altersbedingte Pigmentierung die Ursache. Sind die Male jedoch unscharf begrenzt, asymmetrisch, sehr dunkel oder verschiedenfarbig, wachsen sie ungewöhnlich schnell – dann sollten sie untersucht und gegebenenfalls entfernt werden. Eine weitere Hautveränderung sind sogenannte Xanthelasmen – das sind erhabene, gelbliche Knötchen rund um die Augen – sie sind meistens ein Hinweis auf eine Fettstoffwechselstörung, die ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit sich ziehen kann.

Müdigkeit und Erschöpfung Meistens steckt dahinter ganz einfach eine Schlafstörung – wer nachts nicht zur Ruhe

Vor allem Menschen mit niedrigem Blutdruck kennen dieses Problem. Das unangenehme Drehen im Kopf tritt auch auf bei Unterzuckerung, Blutarmut oder Unterversorgung mit Vitaminen und Nährstoffen. Wer zusätzlich unter Ohrenschmerzen oder Hörstörungen leidet, sollte sein Innenohr untersuchen lassen: eine Entzündung im Ohrlabyrinth könnte die Ursache dafür sein. Wie bei vielen anderen Erkrankungen sind natürlich Medikamente, Alkohol und Drogen schwindelerregend, auch Höhenangst oder der Anblick von Blut können Auslöser für einen Schwindelanfall sein.

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Herzrasen und Atemnot Wenn das Herz mit einem Mal heftig pochend schlägt, dann ist man zu Recht erschrocken. In der Tat ist ein Ruhepuls von über 150 Schlägen pro Minute immer auch ein Warnsignal, dessen Ursache umgehend abgeklärt werden sollte. Dahinter können eine Schilddrüsenüberfunktion, eine akute Entzündung, Lungenerkrankungen, Herzschwäche, eine Arteriosklerose oder andere schwerwiegen-

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gesundheit die ZWIEBEL 1/2013

Gedächtnisstörungen

de Krankheiten stecken. Herzrasen kann aber auch im Zusammenhang mit hormonellen Störungen in den Wechseljahren oder psychischen Stressfaktoren auftreten. Wer zudem leicht ausser Atem kommt, ist möglicherweise auch nur ein bisschen träge geworden – bei mangelnder Fitness kann schon normales Treppensteigen zu Atemnot und Herzklopfen führen, dieses Problem sollte sich mit regelmäßiger Bewegung leicht aus der Welt schaffen lassen. Leidet man allerdings bereits ohne Anstrengung unter Atemnot, sollte man sich untersuchen lassen, denn dann könnte eine Herzerkrankung vorliegen; quält man sich in erster Linie beim Ausatmen, wird häufig Asthma diagnostiziert.

Husten

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In Verbindung mit Halsschmerzen und Schnupfen handelt es sich in der Regel lediglich um eine einfache Erkältung. Im Durchschnitt ereilt uns diese dreimal im Jahr. Wer jedoch ständig und über einen langen Zeitraum husten muss, sollt sich unbedingt untersuchen lassen: Von chronischen Atemwegserkrankungen und Allergien bis hin

Du leidest wohl an Demenz? – eine Frage, die sich schnell stellt, wenn man Termine vergisst, nicht mehr weiß, was man gerade sagen wollte oder um Worte ringt. Häufig sind die Ursachen für die Vergesslichkeit ganz banal: zuviel Stress im Alltag, Schlafmangel oder andere Probleme sorgen dafür, dass nicht alle Informationen jederzeit präsent sind. Hier sollte man sich etwas mehr Ruhe und Erholung gönnen. Wichtig ist aber auch, sein Gedächtnis zu trainieren, bereits Anfang 20 lässt die Erinnerungsfähigkeit nach. Das ist ein ganz normaler Prozess, dem sich aber entgegensteuern lässt. Gerade in unserer modernen Gesellschaft werden viele Dinge

überflüssig, z.B. das Auswendiglernen von Telefonnummern – zugleich wird das Denkvermögen nicht mehr gefordert, ähnlich einem untrainierten Muskel lässt es in seiner Leistungsfähigkeit nach. Wer jedoch unter Orientierungsstörungen leidet, Gegenstände an völlig unüblichen Orten ablegt und bei alltäglichen Handgriffen unsicher ist, sollte sicherheitshalber einen Neurologen aufsuchen. Nicht immer muss es sich um eine irreversible Demenz wie z.B. Alzheimer handelt. Auch Vitamin B-12-Mangel, eine Schilddrüsenunterfunktion oder Elektrolytverschiebungen können Demenzsymptome verursachen und lassen sich mit entsprechender Behandlung einfach beheben.

Knoten Wer bei sich Knoten ertastet, befürchtet oft gleich das Schlimmste. Wenn dieser beim Tasten schmerzhaft ist, handelt es sich häufig lediglich um einen geschwollenen Lymphknoten – ein Zeichen dafür, dass der Körper z.B. gerade einen Infekt oder eine Entzündung bekämpft. Sind die Knoten weich und verschiebbar, wachsen dabei möglicherweise auch noch stark, liegt oft eine harmlose Fettgeschwulst, ein sogenanntes Lipom, vor. Bei kleinen, gelblichen Knötchen an Fingern oder Ohren spricht man von Gicht-Tophi, sie sind ein Warnsignal für eine Stoffwechselstörung, der man mit entsprechender (z.B. fleischarmer) Ernährung und Medikamenten entgegenwirken kann. Knoten in der weiblichen Brust sollten unbedingt vom Frauenarzt untersucht werden – auch hier gibt es zum Glück oft Entwarnung, da es sich lediglich um verhärtete Zysten oder Muskeln handelt. [sb] Die Autorin Syke Brandt ist Journalistin und Heilpraktikerin in Bamberg

Foto: clipdealer.de/ digitalgenetics, pixelio.de/knipseline

zum Lungenkrebs ist alles möglich. Husten kann jedoch auch eine medikamentöse Nebenwirkung von ACE-Hemmern sein: die Blutdrucksenker verengen die Bronchien und lösen somit den Hustenreiz aus. Bei Fieber, Erschöpfung und Müdigkeit könnte auch eine Lungenentzündung vorliegen – selbstverständlich ist hier auch sofort ärztliche Hilfe nötig.


die ZWIEBEL 1/2013 cartoon – gerd bauer

Gerd Bauer illustriert die ZWIEBEL jeden Monat mit einem seiner typischen ­Cartoons, die das fränkische Lebensgefühl auf den Punkt bringen.

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ausgehen die ZWIEBEL 1/2013

Sinfoniekonzert

Ausgehen Januar 2013

Peter Sheppard Skærved Villa Concordia mi, 9.1.2013, 19.00 Uhr

Zum Jubiläum „50 Jahre jugend Musiziert“ spielt das Bayerische landesjugendorchester stravinsky und tschaikovski

britischer Stargeiger spielt kompositionen von stipendiaten der villa concordia

Bischberger Schlosskonzerte

Nun treten wir ins neue Jahr

Feuerwerk der Turnkunst

Bischberg, unteres Schloss Di, 1.1.2013, 17.00 Uhr

St. Jakobskirche So, 6.1.2013, 17.00 Uhr

Stechert-Arena Do, 10.1.2013, 19.00 Uhr

Kafkas Sound‘ n Arts, sandstraSSe sa, 12.1.2013, 21.00 Uhr „Deutscher Powerpop“ nennt die band ihren stil: Interaktiv, exzessiv und kafkaesk

Hinterland Villa Concordia di, 15.1.2013, 19.00 Uhr Stipendiat florian hüttner stellt seine werke in der grotte der villa concordia aus

StrauSS und Bach mit der Bamberger Mozartgesellschaft

Chor der Musica Canterey mit chorsätzen zwischen weihnachten und dreikönig, barocke instrumentalwerke

Turnkunst und trendsport wie slackline oder ropeskipping in einer rasanten show

Neujahrskonzert

Bamberger Salonorchester

Die Piraten

Tetrismeisterschaft

ETA-Hoffmann-Theater Fr, 11.1.2013, 20.00 Uhr

morphclub Mi, 16.1.2013, 20.00 Uhr

Premiere des englischen Erfolgsstücks: komische Oper mit dem Hofer Theater und den hofer symphonikern

Das Kultspiel der frühen Computerära im zentrumdes Morphclub-spieleabends. auch analoge brettspiele willkommen!

Soko steidle

Martina Schwarzmann

Konzerthalle Di, 1.1.2013, 17.00 Uhr Das Bamberger Kammerorchester unter Gerhard Olesch mit einem Bunten programm und versen von eugen roth

Mäc Härder Haas Säle Fr, 4.1.2013, 20.00 Uhr

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Konzerthalle Sa, 5.1.2013, 17.00 Uhr

Ein jahr nach der Premiere traut sich mäc härder mit seinem neuen Programm auch nach Bamberg: „Radieschen von oben“

Spiegelsaal der Harmonie So, 6.1.2013, 19.00 Uhr Melodien aus Schlager und operette im Stil der goldenen zwanziger

Alexander Herrmann live Konzerthalle mo, 7.1.2013, 20.00 Uhr „Sterneküche durchgedreht“: Kochshow mit livemusik

Jazzclub sa, 12.1.2013, 21.00 Uhr Improvisation im kollektiv mit bassklarinette, altsax, bass und drums – der neue „Berlin-Sound of jazz“

KOnzerthalle, Hegelsaal Mi, 16.1.2013, 20.00 Uhr Der name der Münchner kabarettistin ist programm: auSSen brav, innen schwarz


die ZWIEBEL 1/2013 ausgehen

Wunsch nach Kindern – Kinder nach Wunsch? Aula des franz-ludwig-gymn. do, 17.1.2013, 19.30 Uhr

Heinz Sauer und bob degen jazzkeller so, 20.1.2013, 20.00 Uhr

Diskussion zur ethik der präimplantationsdiagnostik

zwei altmeister des europäischen jazz: saxofon und klavier mit stil

Art in b

Kurzfilmtage

Buttenheim, Levi-straussmuseum fr, 18.1.2013, 18.00 Uhr

verschiedene orte ab Di, 22.1.2013

Vernissage zur Ausstellung von künstler herman reichold

23. ausgabe des renommierten kinofestivals. ganzes programm unter www. bambergerkurzfilmtage.de

Egersdörfer & Filsner

Historische Bier­ gärten in BA-Land

Theater am Michelsberg Sa, 19.1.2013, 20.00 Uhr

Schesslitz, Hauptschule mi, 23.1.2013, 19.30 Uhr

Wladimir Kaminer

Albrecht Mayer

ETA-Hoffmann-Theater Fr, 25.1.2013, 20.00 Uhr

Obere Pfarre So, 27.1.2013, 17.00 Uhr

Der erfolgsautor („Russendisko“) liest aus seinem neuen Buch „Onkel wanja kommt“

benefizkonzert des oboenstarsolisten zugunsten der oberen pfarre

Heidi Friedrich/ Birgit SüSS

Symphonischer karneval

jazzkeller Fr, 25.1.2013, 20.00 Uhr

Konzerthalle So, 27.1.2013, 17.00 Uhr

Jahresrückblick der beiden kabarettistinnen mit Witz, tanz und gesang

Musikalisches Ballfest mit leichter muse – ebracher musiksommer

Bem-vindo Brasil

Kammerkonzert

Morphclub Fr, 25.1.2013, 21.00 Uhr

Kloster Banz, Kutschenhalle So, 27.1.2013, 19.30 Uhr

Carnaval do brasil mitten im fränkischen winter. mit axébamba und dj frank keil

mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ für Harfe, Flöte und Viola – und papierkünstler johannes volkmann

Architektur als Drohgebärde

Maulender mittelfranke mit tröstender tuba

Vortrag des Colloquium Historicum Wirsbergense, Dr. Thomas gunzelmann

yaara tal / Andreas Groethuysen

Ein Lied mit gesang

Götterdämmerung

brentano-theater fr, 25.1.2013, 20.00 Uhr

konzerthalle sa, 26.1.2013, 20.00 Uhr

monologe mit martin neubauer, weitere termine. karten telefonisch nur unter 54528

1. akt der konzertanten aufführung durch die bamberger symphoniker. weitere termine

Konzerthalle Sa, 19.1.2013, 20.00 Uhr Klavierduo im Konzert des Musikvereins mit wagner und debussy

VHS, altes E-Werk Di, 29.1.2013, 19.00 Uhr vortrag von prof. carsten jonas über die architektur des nationalsozialismus

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impressum & adressen die ZWIEBEL 1/2013

Impressum Verlag

Satz

Zwiebelverlag GbR Henning Brandt & Manuel Werner Schellenbergerstraße 8 96049 Bamberg

Henning Brandt grafik@die-zwiebel.de

Telefon 09 51 / 51 93 95 - 0 Telefax 09 51 / 51 93 95 - 55 www.die-zwiebel.de post@die-zwiebel.de

Chefredakteur Henning Brandt (V.i.S.d.P.) h.brandt@die-zwiebel.de

Anny Maurer Telefon 09 51 / 9 23 08 85

Anzeigenleitung Manuel Werner Telefon 09 51 / 18 51 70 27 Mobil 01 78 / 9 74 80 80 m.werner@die-zwiebel.de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/2013 vom 1.1.2013. Anzeigenschluss 20. des Vormonats.

Lichtspiel Kino & Cafe Untere Königstr. 34 Telefon 26785 www.lichtspielkino.de

Brentano Theater

Live club / Haas säle

Gartenstr. 7 Telefon 54528

Obere Sandstr. 7 Telefon 53304 www.live-club.de

Chapeau Claque Theater Grafensteinstr. 16 Telefon 39333 chapeau-claque-bamberg.de

Cinestar Kino Ludwigstr. 2 Telefon 3028850 www.cinestar.de

Club Kaulberg Unterer Kaulberg 36 Telefon 51953330 www.nana-productions.de

Redaktion

Druck

Katja Kölbl k.koelbl@die-zwiebel.de

Diözesanmuseum

Safner Druck & Verlags-GmbH 96170 Priesendorf www.safner-druck.de

Domplatz 5 Telefon 502316 www.erzbistum-bamberg.de

Erscheinungsweise

E.T.A.Hoffmann-Platz 1 Telefon 873030 www.theater.bamberg.de

Daniela Pielenhofer [dp] d.pielenhofer@ die-zwiebel.de Syke Brandt [sb] www.globuli-bamberg.de Frank Keil [fk] f.keil@die-zwiebel.de Jürgen Gräßer [jg] post@die-zwiebel.de Dr. Barbara Pittner [bp] post@die-zwiebel.de

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Fotografie

Bamberger Symphoniker Mußstraße 1 Telefon 9808220 (Karten) bamberger-symphoniker.de

die ZWIEBEL (Aufl. 6.000 Ex.) ist monatlich an über 250 Vertriebsstellen in Bamberg kostenfrei erhältlich. © Copyright 2013 für eigens gestaltete Anzeigen und Texte beim Verlag. Nachdruck und Vervielfältigung, (auch auszugsweise). Wiedergabe durch Film, Fernsehen, Rundfunk sowie Speicherung auf elektronischen Medien nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Namentlich oder mit Autorenkürzel gekennzeichnete Texte geben nicht unbedingt die Meinung des Verlags wieder.

E.T.A.-Hoffmann-Theater

Historisches Museum Domplatz 7 Telefon 5190746 www.bamberg.de/museum

Jazzclub Bamberg Obere Sandstr. 18 Telefon 53740 www.jcbamberg.de

Künstlerhaus Villa Concordia Concordiastr. 28 Telefon 955010 www.villa-concordia.de

Wichtige Adressen

Bamb. Marionettentheater Untere Sandstr. 30 Telefon 67600 www. bambergermarionettentheater.de

Morphclub Obere Königstr. 39 Telefon 0170/4230208 www.morphclub.org

Städtische Musikschule Luitpoldstr. 24 Telefon 509960 www.musikschule.bamberg.de

Naturkundemuseum Fleischstr. 3 Telefon 8631248 www.naturkundemuseumbamberg.de

Odeon Kino & Cafe Luitpoldstr. 25 Telefon 27024 www.lichtspielkino.de

Stadtbücherei Bamberg Obere Königstr. 4a Telefon 981190 stadtbuecherei-bamberg.de

Stadtgalerie Villa Dessauer Hainstr. 4a Telefon 871861 www.bamberg.de/museum Viele weitere Infos unter

www.kultur.bamberg.de


Hier finden Sie die Zwiebel – eine Auswahl von Auslagestellen – Gesamtübersicht auf www.die-zwiebel.de

Anton Fischer Fleischwaren

Jäckstraße

Eigenart

Untere Königstraße

Mode für sie

Kleberstraße

Bäckerei & Café Stuber

Zweidlerweg

Ertl Fashion GmbH

Emil-Kemmer-Straße

Collibri Buchhandel

Austraße

Bäckerei Postler

Lange Straße

FADENFROH

Untere Königstraße

Obstmarkt No 6

Obstmarkt

Bäckerei Schneider

Bischberg, Hauptstr.

Feinbäckerei Kerling

Obere Königstraße

Ölkännla

Fortenbachweg

Bar Central

Lange Straße

Feldbaum

Obere Brücke

Pötzinger Vermittlung

Schützenstraße

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Lichtenhaidestraße

Fresh Coffee & Co.

Austraße

Reha-Zentrum Heyd

Bischberg, Amselstr.

Betten Friedrich

Obere Königstraße

Friseur Lenhart

Heumarkt

Restaurant Efendi

Urbanstraße

Bianco Rosso Nero

Lange Straße

Gärtnerei Böhmerwiese

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Rewe Fröhlich

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Biomarkt Endres

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Laurenziplatz

Rewe-Markt Weich OHG

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Austraße

Sell Moden

Hauptwachstraße

Cafe Bar New York

Austraße

Hotel am Blumenhaus

Amalienstraße

Silberschmiede Haertl

Letzengasse

Cafe Esspress

Austraße

Hotel Bamberger Hof

Schönleinsplatz

Sonnenwelten

Heinrichstraße

Café Villa Remeis

St.-Getreu-Straße

Hotel Central

Promenadestraße

Sozialstiftung

Buger Straße

Casa Trentino

Schützenstraße

Hotel National

Luitpoldstraße

Speer Damenmode

Lange Straße

Chicsaal

Keßlerstraße

Hotel Residenzschloss

Untere Sandstraße

Stadt Bamberg, Infothek

Maximiliansplatz

CineStar

Ludwigstraße

Hotel Sandstern

Obere Sandstraße

Stadtbau GmbH Bamberg

Schillerplatz

City-Markt Massak

Lange Straße

Hümmer's Service Shop

An der Breitenau

Tabak & Presse Almstedt

Austraße

coffee fellows

Hallst., Michelinstr.

Immerland

Promenadestraße

Tandem Hotel

Untere Sandstraße

Confiserie Storath AG

Lange Straße

Kachelofen

Obere Sandstraße

Taverna Georgios

Kunigundenruhstr.

Cosma Nail Nagelstudio

Amalienstraße

Kaffee und mehr

Promenadestraße

Teehaus Scharnke

Lange Straße

DaCaBo - Das Cafe Botero

Heumarkt

Konditorei Café Raab Hallst.

Lichtenfelser Str.

Vita Apotheke

Promenadestraße

Dehner Garten-Center

Moosstraße

Konditorei Emmie

Altenburger Straße

Vitamin X

Austraße

Delikatess-Müller

Obere Königstraße

Küchen-Design, Hallstadt

Dr.-Robert-Pfleger-Str.

Vom Fass

Lange Straße

Der neue Metzner

Hauptwachstraße

Kunstpause Cafe

Hauptwachstraße

VR Bank Bamberg

Hallstadt, Marktplatz

Diakonisches Werk

Heinrichsdamm

Lebenswert

Keßlerstraße

Zahleis Uhren + Schmuck

Hauptwachstraße

die Therapeuten

Hainstraße

Mahr's Bräu

Wunderburg

Zum Weinritter

Nürnberger Straße

Eberls Genusswelt GmbH

Dominikanerstraße

Mauerblümchen Spielwaren

Kleberstraße

Edeka Döll

Ottostraße

Minges Kaffee Stammhaus

Grüner Markt

51


4 Sterne Deluxe

rubrik

die ZWIEBEL 1/2013

// Frühjahr 2013 Bandscheibenvorfall // Ingrid Lausund ab 2. Februar

Ivanov // Anton Čechov ab 9. Februar

Electronic City // Falk Richter ab 14. März

Frau Müller muss weg // Lutz Hübner

theater.bamberg.de

Dramaturgie

ab 16. März


die ZWIEBEL 1-2013