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Das Festivaljournal Ihrer Tageszeitung

Innenstadt Lörrach 27. Juni bis 28. Juli

STIMMEN ’19

Spielorte:

Sonderbeilage Samstag, 29.Juni 2019 www.verlagshaus-jaumann.de

Burghof Lörrach Schlosspark Binningen (CH) St. Ottilien Lörrach-Tüllingen Marktplatz Lörrach Reithalle Wenkenpark Riehen (CH) Domplatz Arlesheim (CH) Rosenfelspark Lörrach


Stimmenjournal 2019 SONDERBEILAGE · Samstag, 29. Juni 2019 · Seite 3

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populäres trifft auf experimentelles 26. Stimmen-festival in lörrach und im Dreiländereck Am Anfang seines zweiten Vierteljahrhunderts bietet das in Lörrach verwurzelte, mit der Grundidee länderübergreifender Veranstaltungsorte aber ins Dreiland ausstrahlende Festival ein breites Spektrum musikalischer Genres. Von der Intimität der Singer-Songwriter über Folkiges, Indierock und Hip-Hop bis zu Pop, Funk und klassischen Konzerten. Stimmen hat sich im Laufe der ersten 25 Jahre zu einem stilistisch breiten Festival entwickelt, und auf diesem Pfad wollen wir auch in diesem Jahr und in der Zukunft weitergehen. Topstars des internationalen Musiklebens begegnen weniger bekannten, Stimmen, die es zu entdecken gilt, Populäres trifft auf Experimentelles. Im Zentrum von Stimmen steht die Vielfalt ganz unterschiedlicher Spielorte, kombiniert mit einem grenzübergreifenden Konzept. Konzerte auf dem Lörracher Marktplatz, im Rosenfelspark und im Burghof werden ergänzt von klassischen Konzerten in der pittoresken Kirche St. Ottilien auf der Tüllinger Höhe. Deutlich erweitert ist in diesem Jahr das Programmangebot in der Schweiz: Neben den bereits traditionellen Spielorten, der Reithalle im Wenkenpark in Riehen und dem Domplatz in Arlesheim kommt der Schlosspark Binningen dazu, in dem es Klassik-Abende mit internationalen Opernstars zu erleben gibt.

Eröffnet wird das 26. Stimmen-Festival am 4. Juli mit dem kubanischen Ensemble Vocal Sampling, einer Ausnahmeformation, die es fertigbringt, nur mittels ihrer Stimmbänder die groovigen Klänge eines ganzen Salsa-Orchesters nachzubilden. Auf dem Marktplatz Lörrach ist der britische Charts-Überflieger des letzten Sommers, George Ezra, zu erleben. Ein besonderes Glanzlicht wird sicherlich der Auftritt des nimmermüden „Godfather of Punk“, Iggy Pop – eine Legende, die so beherzt wie eh und je über die Bühne stürmt. Daneben geben sich deutsche Topstars ganz unterschiedlicher Stilrichtungen das Mikro in die Hand: Jan Delay & Disko No. 1 stehen – ideal für heiße Sommernächte – für funkigen Hip-Hop, Revolverheld für Songs mit Tiefgang und Ohrwurmqualität. Letztere zeichnet auch Beirut aus, eine Indie-Band rund um den als FolkWunderkind gehandelten Amerikaner Zach Condon, die einen Basar unterschiedlichster Klangfarben eröffnen.

Lörrach singt! 4 Stimmen on Tour 5 Festivaleröffnung im Burghof mit „Vocal Sampling“ 6 Burghof: Cat Power, Joe Jackson und Lautten Compagney 7 Schlosspark Binningen: Basler Sinfonieorchester 8 Kirche St. Ottilien 9 Marktplatz: Jan Delay und „Don‘t kill the Messenger“ 11 Programm Stimmen 2019 12-13 Marktplatz: George Ezra und Beirut 14 Marktplatz: Revolverheld 15 Marktplatz: Iggy Pop 16 Wenkenpark Riehen 17 Domplatz Arlesheim 18 Domplatz Arlesheim 19 Rosenfelspark: Höchste Eisenbahn und Judith Hill 20 Rosenfelspark: Nakhane und Mary Andrade 21 Rosenfelspark: D/TROIT und Kiefer Sutherland 22

info & ticketS

Jede im Vorverkauf erworbene Eintrittskarte ist zugleich Fahrschein für den Öffentlichen Nahverkehr des RVL. Das Konzertticket berechtigt am Geltungstag zu einer einmaligen Hin- und Rückfahrt zur Veranstaltung mit Bussen und Bahnen (2. Klasse) im Gesamtbereich des RVL. Karten sind unter der Ticket-Hotline 07621 / 940 89-11 / -12 oder online unter www.stimmen.com sowie in den Geschäftsstellen unserer Zeitung in Lörrach, Schopfheim und Weil am Rhein erhältlich.

Stimmenjournal Eine Sonderbeilage des Verlagshauses Jaumann Die OberbaDische - Markgräfler TagblaTT - Weiler ZeiTung Verantwortlich: Guido Neidinger Redaktion: Alexander Anlicker Gestaltung: Alexander Anlicker Anzeigen: Achim Abele Druck: Druckzentrum Südwest, Villingen-Schwenningen

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Stimmenjournal 2019 SONDERBEILAGE · Samstag, 29. Juni 2019 · Seite 4

Singen für Kinderrechte „Lörrach singt!“ am heutigen Samstag in der Lörracher Innenstadt Die 18. Ausgabe des Lörracher Gesangsfestes, die mit unzähligen Sängerinnen und Sängern, Ensembles und Chören die Innenstadt in ein Stimmenmeer verwandelt, steht in diesem Jahr ganz im Zeichen von „30 Jahre UNKinderrechtskonvention“ und Unicef. Neben bekannten Gesichtern und Stimmen sind in diesem Jahr bei „Lörrach singt!“ auch wieder einige neue Formationen dabei. Chöre der Region vom Oberrhein bis ins Markgräflerland sowie Ensembles aus der Schweiz, Frankreich sowie weiteren Regionen und Ländern treten bei diesem Gesangsfest auf. Die geballte Singenergie in der südbadischen Kleinstadt

Auch KInder und Jugendchöre sind mit dabei. zieht Akteure und Besucher magisch an. Der Tag wird wieder mit ansteckender

LÖRRACH

TURMSTRASSE 23

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Atmosphäre punkten; Verschiedene Mitsingangebote und Workshops der Sänger und Gäste zeigen, dass Musik keine Grenzen setzt, sondern Verbindungen schafft. Um 10 Uhr eröffnen der Oberbürgermeister der Stadt Lörrach, Jörg Lutz sowie der künstlerische Leiter des Stimmen-Festivals, Markus Muffler, auf dem Marktplatz den Gesangstag. Nach dem Auftakt der Mitsingaktion mit Erhard Zeh dürfen zwischen 11 und 17 Uhr Besucher, Sänger und Touristen in ein Klangmeer menschlichen Gesangs eintauchen. An verschiedenen Stationen der Lörracher Innenstadt sind zahlreiche verschiedene Formationen und Gesangsrichtungen zu erleben. Über den Tag verteilt werden Erhard Zeh sowie viele Chöre und Ensembles die Teilnehmer bei mehreren Workshops und Mitmachangeboten zum Singen animieren. Das große Finale um 17 Uhr stellt das Jubiläum „30 Jahre UN-Kinderrechtskon-

vention“ und Unicef in den Mittelpunkt. Großes Finale Der Lörracher Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Abélia Nordmann bestreitet das Singfinale am Burghof, bei dem der Kinder- und Jugendchor für die Kinderrechtskonvention als Uraufführung einen großen Geburtstagsgesang stampft, singt, spricht und dichtet. Im diesjährigen Singfinale erklingen die Artikel der Konvention in Form von jungen und alten Liedern sowie gemeinsamen Circlesongs. Zusammen mit dem Publikum wollen die Kinderstimmen auf und neben der Bühne das Bewusstsein für die Rechte aller Kinder und Menschen weltweit stärken. Eine zweite Uraufführung bietet bereits vormittags der Schulchor der Grundschule Kandern unter der Leitung von Anja Kegel mit einem für „Lörrach singt!“ neu komponierten Lied.


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Zwei Künstler auf Achse „Stimmen on Tour“ mit „And the Golden Choir“ und Mikaela Davis Im mittlerweile sechsten Jahr wird die Stimmen-Tournee durchs Dreiländereck fortgesetzt. Mit „And The Golden Choir“ und Mikaela Davis sind zwei Musiker zu erleben, die ihre fein gesponnene Klangwelt auf einzigartige Weise erweitern. Mit diesen beiden Künstlern kommt die musikalische StimmenGemeinschaft nach Liestal ins Kul-

turhotel Guggenheim, nach Murg-Oberhof ins Café Verkehrt, nach LörrachBrombach in den Werkraum Schöpflin, zur Brauerei Rothaus nach Grafenhausen sowie in die Gaststätte Babeuf im Freiburger Stadtteil Stühlinger. „And The Golden Choir“ Tobias Siebert ist „And The Golden Choir“: ein Mann, seine Schallplatten und viele Klangfarben. Sieberts Begleitband dreht sich auf Schallplatte knisternd neben ihm im Kreis, während er alte Holzinstrumente bedient und in das vielfarbige Klangkaleidoskop seines „Barock-Folk“ (Musikexpress) seine bittersüße Stimme mischt. Mikaela Davis Die US-amerikanische Sängerin Mikaela Davis ist immer für eine Überraschung gut. Wer sie zum ersten Mal hört, ist erstaunt, wie reif die

gerade mal 25-jährige Musikerin daherkommt – sowohl in ihren Texten, in ihrer Musik und wie in ihrer markanten Stimme. Greift sie dann noch beherzt in die Saiten ihrer Harfe, bleibt so mancher Mund vor Erstaunen offen stehen. Davis macht mit ihrem unorthodoxen, akkordbetonten Spiel die Harfe zum Rock-Instrument. An allen Spielorten ist der Eintritt frei. Die Platzkapazität an den Spielorten ist begrenzt. Es besteht daher keine Einlassgarantie.

Info Sonntag, 30. Juni, 16 Uhr, LörrachBrombach, Werkraum Schöpflin Montag, 1. Juli, 19 Uhr, Grafenhausen, Brauerei Rothaus Dienstag, 2. Juli, 20 Uhr Freiburg, Babeuf - Kneipe im Stühlinger Der Eintritt ist jeweils frei.


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A-cappella aus Kuba Festivaleröffnung mit „Vocal Sampling“ am Donnerstag, 4. Juli, 20.30 Uhr, im Lörracher Burghof Die sechsköpfige kubanische A-cappella-Gruppe Vocal Sampling zählt zu den außergewöhnlichsten Formationen ihrer Art. Ausschließlich mit Klängen, die mit Mund und Händen gemacht werden, deckt die mit dem Latin Grammy ausgezeichnete Ausnahmeformation das gesamte Klangspektrum einer ausgewachsenen Salsa-Formation ab. Die Sänger imitieren Perkussion, Bläser und alles, was zur temperamentvollen Musik Lateinamerikas gehört, nur mit ihren Stimmbändern und schaffen damit die Illusion eines üppig besetzten Salsa-Orchesters. Die erstaunliche Vielfalt und Wandlungsfähigkeit ihrer Stimmen, ver-

InFo Donnerstag, 4. Juli, 20.30 Uhr, Burghof Lörrach. Tickets für 35, 30 und 25 Euro.

Die Formation „Vocal Sampling“ aus Kuba bunden mit einer fantasievoll theatralischen und technisch erstklassigen Performance, brachte das Vokalsextett

zu bedeutenden Festivals, etwa nach Montreux, oder in ehrwürdige Konzerthäuser wie die Royal Albert Hall.


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Von Pop und Rock bis Klassik Cat Power, Joe Jackson und „lautten compagney“ im Burghof Ebenfalls im Burghof zu erleben sind Cat Power mit einem ruhigen, atmosphärisch dichten Singer-SongwriterProgramm und Joe Jackson, der zum 40-jährigen Bühnenjubiläum die besten Songs aus allen Dekaden auspackt und für Anhänger anspruchsvoller Pop- und Rockmusik ebenso viel im Angebot hat wie für Jazzfans. Cat Power Die Musik von Cat Power alias Chan Marshall, Sängerin, Songwriterin, Musikerin und Produzentin, ist „rauchig, düster, sanft, erotisch“ (laut.de) Im vergangenen Herbst kam ihr neues Album „Wanderer“ heraus. Das Album enthält Auftritte von langjährigen Freunden und Landsleuten sowie ein Feature von Lana Del Rey. Geschrieben und aufgenommen in Miami und Los Angeles im Laufe der letzten Jahre ist „Wanderer“

die bemerkenswerte Rückkehr einer legendären amerikanischen Stimme. Joe Jackson Im Gepäck hat der musikalische Kosmopolit sein neues Album „Fool“, das den Komödien und Tragödien des Lebens nachspürt. Die neue Scheibe, mit der Jackson nach Kritiker- und Fa n m e i nu n g zur absoluten To p f o r m aufläuft, hat einiges gemeinsam mit Jacksons Erstling „Look Sharp!“.

„lautten compagney“ Im Burghof findet zudem das Finale der Monteverdi-Trilogie mit den Berliner Alte-Musik-Spezialisten „lautten compagney“ statt – mit der Meisteroper „L’Orfeo“. Das Ensemble ist bekannt dafür, Alte Musik mit inspirierter Vitalität in die Gegenwart zu holen und schart mit Gyula Orendt (Bariton), Pia Davila (Sopran) und Ida Aldrian (Mezzosopran) Solisten von internationalem Format um sich.

Info Dienstag, 16. Juli, 20 Uhr, Burghof Lörrach: Cat Power und Patty Moon (Support); Tickets: 48 und 42 Euro Mittwoch, 17. Juli, 20 Uhr, Burghof Lörrach: Joe Jackson; Tickets: 65, 60 und 55 Euro Sonntag, 21. Juli, 18 Uhr, Burghof Lörrach: „lautten compagney“ & Gyula Orendt mit Monteverdis „L‘Orfeo“; Tickets: 54, 48 und 44 Euro


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Tonfilmschlager und Belcanto Im Schlosspark Binningen ist an zwei Abenden das Basler Sinfonieorchester Basel vor malerischer Kulisse zu erleben Es begleitet am 5. Juli Natalie Karl und Michael Pflumm bei einer Zeitreise zu den schönsten Tonfilmschlagern der 30er-Jahre in dem Programm „Ich küsse Ihre Hand, Madame“ und untermalt am folgenden Abend die Stimmen der russischen Diva Olga Peretyatko und des Tenors Dmitry Korchak in einem Programm virtuoser und zu Herzen gehender BelcantoArien. Ende der 1920er Jahre verdrängte der Tonfilm den Stummfilm. Meister des Unterhaltungsfachs wie Werner Richard Heymann, Theo Mackeben oder Franz Grothe wussten die neue Plattform für Schlager und eigens komponierte Filmmusiken effektvoll zu nutzen.

Legendär ist zum Beispiel „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n“ oder der Tango „Ich küsse Ihre Hand, Madame“ – im Original gesungen von dem zauberhaften Tenor Richard Tauber für den gleichnamigen Film mit Marlene Dietrich. In den 30er Jahren sorgten dann Stars wie Zarah Leander mit „Kann denn Liebe Sünde sein“ für Gänsehaut und Publikumslieblinge wie Heinz Rühmann mit „Ein Freund, ein guter Freund“ für vergnügliche Momente. Opern der Belcanto-Ära sind eine riesige Feier gesanglicher Virtuosität. Die ebenso wunderschönen wie windungsreichen Verzierungen, der ins Herz treffender Melodien, treiben Opernfreunden regelmäßig Tränen in die Augen. Und doch ist dieses Fest vokaler Meisterschaft kein Selbstzweck, sondern dient dem Ausdruck tiefer

Emotionen, von denen die Hauptfiguren in den Opern von Bellini, Donizetti, Mozart und Bizet im Innersten erschüttert werden: Liebe, Schmerz, Eifersucht, Rache – und immer wieder: Sehnsucht. Mit der Star-Sopranistin Olga Peretyatko und dem Tenor Dmitry Korchak sind zwei Solisten zu erleben, die momentan in der internationalen Opernlandschaft zu den gefragtesten Interpreten gehören. Olga Peretyatko begeistert mit samtenem Sopran, während Dmitry Korchak die notwendige Stimmkraft mitbringt, um ihr in den ergreifenden Duetten Paroli bieten zu können.

Info Freitag, 5. Juli, 20 Uhr, Schlosspark Binningen (CH): Sinfonieorchester Basel & Natalie Karl und Michael Pflum mit „Ich küsse Ihre Hand, Madame“; Tickets: 75, 65, 55 und 30 Euro Samstag, 6. Juli, 20 Uhr, Schlosspark Binningen (CH): Sinfonieorchester Basel & Olga Peretyatko & Dmitry Korchak mit Operngala; Tickets: 75, 65, 55 und 30 Euro


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Irdische und himmlische Liebe Musik des 17. Jahrhunderts und irische Volksweisen in der Kirche

mers mit eindringlich schönen traditionellen Liedern und Melodien ein.

Die Sopranistin Miriam Feuersinger und der Lautenist Julian Behr füllen mitKlängen des 17. Jahrhunderts die Kirche St. Ottilien. Sie bieten ein Programm über die Gefühlsachterbahn irdischer und himmlischer Liebe, während das Vokaltrio White Raven nebelumwölkte Volksweisen aus Irland zelebriert.

Feuersinger & Behr

White Raven Das Vokaltrio White Raven, bekannt für „A-cappella-Perfektion in Reinkultur“ (Weiler Zeitung) kommt mit Liedern und Balladen aus Irland und Schottland zum Stimmen-Festival. „Celtic Summer Songs“ entführt das Publikum an die atlantische Küste Irlands und Schottlands, zu seinen schönen Seen, Flüssen und nebelumwölkten Bergen und Tälern. Das Programm fängt die Stimmung eines keltischen Som-

Virtuosen britischer Melancholie und vergessene deutsche Meister des 17. Jahrhunderts begegnen sich in diesem intimen Programm zu den Freuden und Leiden irdischer Liebe sowie ihrem himmlischen Pendant, das alle Farben dieses universellen und allersehnten Gefühls um-

fasst. Die Sopranistin Miriam Feuersinger und der Lautenist Julian Behr lassen im ersten Konzertteil („Irdische Liebe“) Werke von Purcell, Dowland, Morley und Holborne von den emotionalen Facetten der menschlichen Liebe samt Achterbahnfahrt der Gefühle künden. Im zweiten Teil spürt das Duo der Liebe des Menschen zum Göttlichen mit einer faszinierenden Auswahl an Werken verborgener mittel- und norddeutscher Perlen des 17. Jahrhunderts nach.

Info Sonntag, 7. Juli, 18 Uhr, Kirche St. Ottilien, Lörrach-Tüllingen: White Raven mit „Celtic Summer Songs“; ausverkauft Dienstag, 9. Juli, 20 Uhr, Kirche St. Ottilien, Lörrach-Tüllingen: Miriam Feuersinger & Julian Behr mit „Von irdischer und himmlischer Liebe“; Tickets: 35 Euro


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Im Maßanzug auf der Bühne Mit Jan Delay kommt einer der größten deutschen Popkünstler der vergangenen Jahre bereits zum dritten Mal nach Lörrach. In der Poplandschaft gibt es nur wenige Musiker, die eine ähnlich überraschungsreiche Karriere vorweisen können wie er, heißt es in der Pressemitteilung des Festivals. Dass sich für ihn Erfolg an Erfolg reiht, liegt aber nicht nur an seiner treffsicheren Reimkunst und seinem feinen Sinn für knackige Slogans. Auch seine besondere, näselnde Gesangsstimme ist nicht allein dafür verantwortlich. Dass der „soul funk brother“ im Maßanzug so gefeiert wird, liegt ganz entscheidend an seiner Begleitband Disko No. 1. Diese musikalische Allzweckwaffe unterstützt Jan Delay, wohin es ihn auch immer verschlägt. Die energiegeladene Live-Band bohrt mit ihm Funk-Bretter, breitet geschmei-

Info Mittwoch, 10. Juli, 19.30 Uhr, Marktplatz Lörrach: Jan Delay & Disko No. 1; Tickets: 52 Euro

dig Soul-Samt aus oder wippt lässig im Reggae-Groove. Zwischen Dancehall und Classic Rock ist dieser Combo nichts fremd. Soul, Funk, Reggae und Dancehall Mit den Beginnern war er als Eizi Eiz ein Stern der Rap-Szene und führte den deutschen Hip-Hop auf neue Höhen, als Jan Delay stürmte der Hamburger Jan Phillip Eißfeldt mit einer bunten Mischung aus Soul, Funk, Reggae und Dancehall die Charts. Der Mann mit den vielen Pseudonymen hat für jeden etwas im Sakko. Seine Alben haben ihm zahlreiche Charterfolge eingebracht, Auftritte bei nationalen und internationalen Song Contests

sowie bei Live Earth säumen seine Karriere; zwei Mal gab es Platin. Kaum jemand schüttelt so lässig Welthits aus dem Ärmel. Und kaum jemand nimmt die Bühne so schnell in Beschlag und dreht live so auf. StimmenBandwettbewerb Eröffnet wird der erste Konzertabend auf dem Marktplatz von den Siegern des ersten StimmenBandwettbewerbs, und davon gibt es in diesem Jahr gleich zwei: Die Sängerin Miva und die Schopfheimer Band „Don‘t Kill The Messenger“ lagen zu Wettbewerbsende nahezu gleichauf, und beide konnten sich von den nächstplatzierten mit deutlichem Abstand absetzen. Daher hat die Festivalleitung in Absprache mit Jan Delay entschieden, den Support-Slot zu teilen.


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OF BURGh

Stimmen-Festival SO 30. Juni, MO 1. Juli und DI 2. Juli, Eintritt frei Liestal (CH) | Murg-Oberhof (D) | Lörrach-Brombach (D) Grafenhausen (D) | Freiburg (D)

STIMMEN ON TOUR

MIKAELA DAVIS / AND THE GOLDEN CHOIR SA 29. Juni, Innenstadt Lörrach (D), 10 Uhr, Eintritt frei

LöRRaCh SINGT! DO 4. Juli, Burghof Lörrach (D), 20.30 Uhr, € 35 | € 30 | € 25

FESTIVaLERöFFNUNG VOCAL SAMPLING

FR 5. Juli, Schlosspark Binningen (CH), 20 Uhr, € 65 | € 55 | € 45 | € 30

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SINFONIEORChESTER BaSEL & NaTaLIE KaRL & MIChaEL PFLUMM ICH KüSSE IHRE HAND, MADAME

SA 6. Juli, Schlosspark Binningen (CH), 20 Uhr, € 75 | € 65 | € 55 | € 30

SINFONIEORChESTER BaSEL & OLGa PERETYaTKO & DMITRY KORChaK KIR

TILIEN T O . T ChE S

OPERNGALA

SO 7. Juli, Kirche St. Ottilien, Lörrach-Tüllingen (D), 18 Uhr, € 35

WhITE RaVEN CELTIC SUMMER SONGS

DI 9. Juli, Kirche St. Ottilien, Lörrach-Tüllingen (D), 20 Uhr, € 35

MIRIaM FEUERSINGER & JULIaN BEhR VON IRDISCHER UND HIMMLISCHER LIEBE MI 10. Juli, Marktplatz Lörrach (D), 20 Uhr, € 52

LöRRa Ch-BRO MBaCh

JaN DELaY & DISKO NO. 1 SUPPORT: MIVA, DON’T KILL THE MESSENGER DO 11. Juli, Marktplatz Lörrach (D), 20 Uhr, € 52

GEORGE EZRa SUPPORT: KAwALA

FR 12. Juli, Marktplatz Lörrach (D), 20 Uhr, € 48

BEIRUT

SUPPORT: OH LAND SA 13. Juli, Marktplatz Lörrach (D), 19.30 Uhr, € 47

REVOLVERhELD

SUPPORT: GREG HOLDEN, CéLINE HUBER


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SO 14. Juli, Marktplatz Lörrach (D), 20 Uhr, € 78

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IGGY POP SUppORt: FéMIna

DI 16. Juli, Burghof Lörrach (D), 20 Uhr, € 48 | € 42

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SUppORt: patty MOOn MI 17. Juli, Burghof Lörrach (D), 20 Uhr, € 65 | € 60 | € 55

jOE jAcKSOn DO 18. Juli, Reithalle im Wenkenpark Riehen (CH), 20 Uhr, € 35

SUdAn ARcHIVES SUppORt: MaRIaMa

FR 19. Juli, Domplatz arlesheim (CH), 20 Uhr, € 48

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SUppORt: anna LEOnE

Sa 20. Juli, Domplatz arlesheim (CH), 20 Uhr, € 48

cAlExIcO And IROn & wInE SUppORt: HOng

SO 21. Juli, Burghof Lörrach (D), 18 Uhr, € 54 | € 49 | € 44

lAUTTEn cOMPAGnEY & GYUlA OREndT U. A.

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MOntEVERDI: L‘ORFEO

DI 23. Juli, Rosenfelspark Lörrach (D), 20 Uhr, € 32

dIE HöcHSTE EISEnBAHn SUppORt: tHE REHatS

MI 24. Juli, Rosenfelspark Lörrach (D), 20 Uhr, € 39

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SUppORt: LúCIa DE CaRVaLHO DO 25. Juli, Rosenfelspark Lörrach (D), 20 Uhr, € 32

nAKHAnE SUppORt: anaïS

FR 26. Juli, Rosenfelspark Lörrach (D), 20 Uhr, € 39

MAYRA AndRAdE SUppORt: CéLInE RUDOLpH

Sa 27. Juli, Rosenfelspark Lörrach (D), 20 Uhr, € 32

d/TROIT

SUppORt: FLORE M SO 28. Juli, Rosenfelspark Lörrach (D), 20 Uhr, € 44

KIEFER SUTHERlAnd SUppORt: WaynE gRaHaM

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Stimmenjournal 2019 SONDERBEILAGE · Samstag, 29. Juni 2019 · Seite 14

Britischer Senkrechtstarter George Ezra – Best British Male Solo Artist 2019 der Brit Awards – ist der musikalische Senkrechtstarter des Jahrzehnts. Sein Debütalbum „Wanted On Voyage“ schlug 2014 wie eine Rakete ein und bescherte Ezra Topplatzierungen in den Charts sowie Platingewinne. Kein Wunder, dass der Nachfolger „Staying At Tamara’s“ international mit Hochspannung erwartet wurde. Sein Fernweh-Sommer-Hit

„Shotgun“ kletterte in Großbritannien auf Platz Eins und stürmte mit seinem Sonnenfeeling weltweit in den Hitlisten nach oben. Auch die ungehemmt gut gelaunte erste Single „Paradise“, die sich um das

paradiesische Gefühl einer neuen Liebe dreht, macht Lust auf Ezras zweiten Streich und zeigt an, wohin die Reise geht. Ezras Zweitling enthält Songs über Rückzug, Träume, Ängste und Liebe, die der junge Singer-Songwriter auf seinen Reisen schrieb – inspiriert von der Brandung auf der Isle of Skye, einem umfunktionierten Kuhstall in Nordwales oder einer Unterkunft in Barcelona bei der titelgebenden Tamara. Das Ergebnis sind Songs voller positiver und aufbauender Erzählungen.

Der 26-jährige britische Singer-Songwriter George Ezra tritt bei den Marktplatzkonzerten auf.

Alle Grenzen hinwegfegen Indie-folk mit „Beirut“ und leise, intime Töne von „oh Land“ am freitag auf dem Lörracher Marktplatz

Die Indie-Folk-Band Beirut fegt stilistisch alle Grenzen mühelos hinweg. Mit im Gepäck hat die US-amerikanische Formation um Multiinstrumentalist Zach Condon ihr neues Album „Gallipoli“, das den ohnehin schon äußerst

vielseitigen Sound der Band nochmals um neue Farben erweitert. Das einstige Folk-Wunderkind wartet mit sepiagetönten, nostalgisch schönen Melodien auf, die zu den Ecken und Kanten im Soundgewand einen schönen Kontrast bilden. Die dänische Sängerin und Komponistin Nanna Øland Fabricius, besser bekannt als „Oh Land“, trat im Jahr 2008 mit ihrem Debüt-Album „Fauna“ an die Öffentlichkeit. Nach fünfjähriger

Pause ist sie mit einem intimen und leisen Album zurück.

Info Donnerstag, 11. Juli, 20 Uhr, Marktplatz Lörrach: George Ezra und „Kawala“ (Support); Tickets: 52 Euro Freitag, 12. Juli, 20 Uhr, Marktplatz Lörrach : „Beirut“ und „Oh Land“ (Support); Tickets: 48 Euro


Stimmenjournal 2019 SONDERBEILAGE · Samstag, 29. Juni 2019 · Seite 15

Wohlgefühl macht sich breit Die sympathische Hamburger Band kehrt zum Stimmen-Festival zurück und präsentiert ihr aktuelles Album „Zimmer mit Blick“ Wie man von „Revolverheld“ erwarten kann, ist die Platte mit kraftvollen, positiven Songs gespickt. Das erfolgreiche Quartett beschwört mit seiner Musik all .das, was Menschen und ihre Freundschaften groß macht: das gemeinsame Gefühl! Bereits im Jahr 2016 hat die Band „ Revolverheld“ erstmals den ausverkauften Marktplatz in Lörrach verzaubert. Céline Huber mit neuem Album Die Eröffnung teilen sich an diesem Abend zwei Künstler. Die Musik der

InFo Samstag, 13. Juli, 19.30 Uhr, Marktplatz Lörrach: „Revolverheld“ sowie Greg Holden und Céline Huber (Support); Tickets: 47 Euro

aus Lörracher stammenden Sängerin Céline Huber ist authentisch, einnehmend und zugleich verspielt. Mit ihrem neuen Album „Auf der Suche“ mit Liedern über die großen Fragen des Lebens zeigt sich die Vokalistin experimentierfreudig rund um die Genres Pop und R’n’B mit einer Prise Jazz.

Der Singer-Songwriter Greg Holden verarbeitet auf dem Album „World War Me“ eine tiefe existenzielle Krise und wendet zugleich den Blick nach vorn. Sich auf seine Stärken als Songwriter besinnend, gelingt es ihm, aus der persönlichen Misere neue Kraft zu schöpfen und an seine größten Erfolge anzuschließen.


Stimmenjournal 2019 SONDERBEILAGE · Samstag, 29. Juni 2019 · Seite 16

„Godfather of Punk“ Iggy Pop ist mehr als der „Godfather of Punk“. Er ist eine Legende, die mehr Bands beeinflusste als diese wahrscheinlich selbst wahrhaben möchten. Als musikalisch innovativer Rebell ist Iggy Pop nicht nur eine Ikone der Pop- und Rockmusik, sondern ist mit seiner früheren Band „The Stooges“ auch in die „Rock and Roll Hall of Fame“ eingegangen. Seinen freien und revolutionären Geist hat sich der mittlerweile 71-Jährige bewahrt. Er begeistert weiterhin mit nacktem Oberkörper die Massen, nachdem er 2016 mit dem Soloalbum „Post Pop Depression“ wie mit einem Paukenschlag zurückgekehrt

Info Sonntag, 14. Juli, 20 Uhr, Marktplatz Lörrach: Iggy Pop und Fémina (Support); Tickets: 78 Euro

ist. Mit diesem gefeierten Album war er seiner Zeit ebenso voraus, wie Jahrzehnte zuvor, als er die rohe Energie des Punkrocks ebenso definierte wie den dreckig-trüben Grunge-Sound, noch bevor irgendjemand dafür ein Wort gefunden hatte. Jetzt ist Iggy Pop wieder da, und er rockt die Bühnen so ungestüm wie eh und je. Trio Fémina Die Eröffnung des Abends gestaltet das Trio Fémina, das sich nicht auf nur einen Musikstil festlegen lässt. Stattdessen mischen die drei Charaktere von Fémina alles zusammen – mal Hip-Hop, unterlegt von lateinamerikanischen Rhythmen, abgewechselt von Beats, die an den Pop der frühen 2000er Jahre erinnern, dann wieder Rap mit ein bisschen Folk und dann plötzlich Funk. Den Status als Geheimtipp hat das Trio schon längst hinter sich gelassen. Alles ist bunt, wild und passiert in ir-

reschnellem Spanisch und Portugiesisch.


Stimmenjournal 2019 SONDERBEILAGE · Samstag, 29. Juni 2019 · Seite 17

Musikalisches Do- It-Yourself Die Reithalle im Wenkenpark in Riehen (CH) gehört am 18. Juli Sudan Archives mit einer Mischung aus eigenwilligem Violinspiel und elektronischen Sounds.

Sudan Archives wartet mit einer höchst eigenwilligen Mischung aus selbst erlerntem Geigenspiel und experimenteller elektronischer Musik auf, versehen mit Einsprengseln aus R&B, Hip-Hop und Folk. Damit ist die 24-jährige Musikerin, die ihre Songs komplett im Alleingang komponiert, einspielt und produziert, ein Musterbeispiel in Sachen musikalisches Do-It-Yourself. Die Versatzstücke aus verschiedenen musikalischen Genres sind grundiert von der Spielweise der Fiddler aus dem Sudan, die mit ihrer Verwendung der Violine als Rhythmusinstrument für die in Los Angeles ansässige Sängerin und Geigerin eine wichtige Inspirationsquelle darstellt. Beigebracht hat sich die Musikerin das Geigenspiel selbst nach Gehör, nun bringt sie die Violine mit Beats zusammen.

Mariama Die musikalischen Einflüsse, die auf die Songs von Mariama einwirken, sind so vielfältig wie ihre biografischen Stationen. An der Westküste Afrikas in Sierra Leone geboren, wuchs Mariama in Köln auf. Schon als Kind begann sie, sich auf der Gitarre ihrer Mutter eigene Melodien und Lieder auszudenken. Ihren ganz eigenen Ton hat Mariama spätestens 2018 mit dem Album „Love, Sweat and Tears“ gefunden, auf dem sie ihre Erfahrungen auf Reisen durch Europa und Afrika festgehalten hat.

Info Donnerstag, 18. Juli, 20 Uhr, Reithalle im Wenkenpark Riehen (CH): Sudan Archives und Mariama (Support); Tickets: 35 Euro


Stimmenjournal 2019 SONDERBEILAGE · Samstag, 29. Juni 2019 · Seite 18

Grenzüberschreitender Sound Der Domplatz in Arlesheim (CH) wird am 19. Juli von den chilligen Sounds des Erfolgsduos Morcheeba überströmt. Morcheeba, das umtriebige Duo um Sängerin Skye Edwards sowie Gitarrist und Keyboarder Ross Godfrey, hat mit seinem grenzüberschreitenden Sound in den Neunzigern das Trip-Hop-Genre entscheidend geprägt. In den Live-Sets finden sich sowohl Klassiker als auch Tracks der jüngsten Studio-CD „Blaze Away“, die bei Fans und Musikkritik begeistert aufgenommen wurde. In den Abendstunden, bei gedämpftem Licht und einem Whiskey entstand in Skyes heimischem Nähzimmerchen das Grundgerüst eines vielschichtigen Albums, bei dem zahlreiche illustre Gäste mitgewirkt haben. „Blaze Away“ ist sowohl Neustart als auch Rückkehr zu den Wurzeln der in der Londoner Clubszene groß gewordenen Formation. Der zukunftsgewandte Sound ist roher, gitarrenlastiger und fängt noch mehr als bisher die Energie ein, die Morcheeba live entfachen. Davon konnten sich die Fans bei den ausverkauften Shows rund um den Globus überzeugen. Anna Leone Die ersten Klänge des Abends auf dem Domplatz in Arlesheim formt Anna Leone. Die sparsam instrumentierten Songs der Schwedin verströmen emotionale Nähe und Glaubwürdigkeit und ziehen so das Publikum direkt in die persönlich gefärbten Texte ihrer Lieder hinein. Dort geht es um Hoffnung und Selbstzweifel, Stärke und Verletzlichkeit, verbunden mit der puren, unge-

Morcheeba künstelten und introvertierten Musik von Anna Leone – glaubwürdiger Folk in der Tradition der ganz Großen. Nach Veröffentlichung ihrer Debütsingle „My Soul I“ überschlug sich die internationale Presse fast vor Begeisterung.

Info Freitag, 19. Juli, 20 Uhr, Domplatz Arlesheim (CH): Morcheeba und Anna Leone (Support); Tickets: 48 Euro


Stimmenjournal 2019 SONDERBEILAGE · Samstag, 29. Juni 2019 · Seite 19

Wüste trifft Sumpf Sie sind Stammgäste: Die Musiker der Südstaaten-Indie-Band Calexico steht in Arlesheim zum wiederholten Mal auf der StimmenBühne Als sich im Jahr 2005 die amerikanische Indie-Band Calexico aus Arizona mit dem Singer-Songwriter Iron & Wine zusammentat, um die gemeinsame EP „In the Reins“ mit deftigen Südstaaten-Ingredienzen zusammenzubrauen, waren Kritiker und Fans aus dem Häuschen. Da waren nicht nur die Stärken jedes einzelnen Partners verbunden, sondern auf einmal so etwas wie das Doppelherz-Phänomen spürbar: zwei vereinigt zu einer neuen, starken Einheit – allerdings mit Gegensätzen. „Wüste trifft Sumpf“ (MOJO) war der Slogan dieses kontrastreichen Doppels. Beide Partner ließen der Musik genug Luft zum Atmen und lebten ihren Spieltrieb als selbsternannte „Frankensteins of instru-

ments“ aus. Nach 14 Jahren vereinigen Calexico und Iron & Wine wieder ihre Kräfte, ein besonderes Ereignis für Fans und angehende Anhänger dieses Doppels. Hong Der ausgebildete Geiger Hong bewegt sich mit Stimme, Gitarre und Streichquartett-Begleitung außerhalb jeden Rasters. Außergewöhnlich ist auch die Intensität, die er mit seiner eigenwilligen Mischung aus Verletzlichkeit und donnernder Gewalt auf der Bühne entfacht. Die Formation steht für Konzerte voller Überraschung und berührender Momente, die Hong mit seiner charakteristischen Stimme schafft.

Info Freitag, 20. Juli, 20 Uhr, Domplatz Arlesheim (CH): Calexico and Iron & Wine, Hong (Support); Tickets: 48 Euro


Stimmenjournal 2019 SONDERBEILAGE · Samstag, 29. Juni 2019 · Seite 20

Soul, Funk, Elektro und Weltmusik Den Festivalabschluss bildet die Reihe der Rosenfelspark-Konzerte. „Die Höchste Eisenbahn“ macht wieder Musik. Im eigenen Studio, ohne Produzenten, ohne Zeitplan, ohne Rücksicht auf Jahreszeit und Biorhythmus. Trommeln werden bespannt, Saiten aufgezogen, Drum Machines entstaubt und Hüpfburgen aufgeblasen. Erst wird ins Blaue musiziert: Felix Weigt, Max Schröder, Moritz Krämer und Francesco Wilking denken an nichts, nur dass der eine Akkord eine Schaukel und der andere eine Gewitterwolke ist. „The Rehats“ „The Rehats“, die den Abend in Schwung bringen, sind ein junges Freiburger Quintett, das viele unterschiedliche Stilarten unter einem Hut vereint. Symbolisch für die stilistische Offenheit sind die diversen Kopfbedeckungen, die auf der Rückseite ihrer DebütEP „Nothing But The Truth“

abgebildet sind. Judith Hill Die Multiinstrumentalistin und Sängerin Judith Hill hat mit „Golden Child“ ein „GrooveMonster“ sondergleichen vorgelegt. Die Amerikanerin erweist sich an Gitarre, Tasten, Mischpult und mit ihrer ultrakraftvollen Stimme als denkbar vielseitig begabte Musikerin. Judith Hills Musik führt direkt zurück in

die wilden 80er, ruft den unvergesslichen Prince in Erinnerung und ist doch ganz getragen von der ungemein energiegeladenen künstlerischen Stimme der Grammy-Gewinnerin Judith Hill. Lúcia de Carvalho Einheizerin des Abends ist Lúcia de Carvalho. Sie ist das beste Beispiel dafür, wie Einflüsse und Stile verschiedener Länder, Kontinente und Kulturen zu einem Neuen verschmelzen können. In Angola geboren ,verbindet die Sängerin, Tänzerin und Trommlerin Rhythmen brasilianischer Musik, die sie während ihrer Kindheit in Portugal aufgesogen hat, mit urbanen Klängen ihrer Jugend in Frankreich.

InFo Dienstag, 23. Juli, 20 Uhr, Rosenfelspark Lörrach: „Die höchste Eisenbahn“ und „The Rehats“ (Support); Tickets: 32 Euro Mittwoch, 24. Juli, 20 Uhr, Rosenfelspark Lörrach: Judith Hill und Lúcia de Carvalho (Support); Tickets: 39 Euro


Stimmenjournal 2019 SONDERBEILAGE · Samstag, 29. Juni 2019 · Seite 21

Weltenbummler Die Konzertbesucher im Lörracher Rosenfelspark erwartet eine musikalische Weltreise

Nakhane gilt als große Hoffnung in der Musiklandschaft Südafrikas. Die kraftvollen und gleichzeitig verletzlichen Texte des Sängers sprechen aus der Seele eines Menschen, dessen sexuelle Orientierung in der sehr engen und strengen christlichen Kultur, von der die Moralvorstellungen der Ethnie der Xhosa durchdrungen ist, viele Narben hinterlassen hat. Nakhane ist ein musikalisch-poetisches Universalgenie, gesegnet mit einer einfühlsamen und zarten Stimme. In Kombination mit elektronischer Popmusik samt vieler weitere musikalischer Farben zwischen Gospel, Folk, Walzer oder melodramatischen Streichern verspricht das ein intensives emotionales Erlebnis, dem man sich kaum entziehen kann. Anaïs Der Abend wird von einer Künstlerin eröffnet, in deren Biografie Musik ebenfalls zeitweise die Funktion eines Ventils einnahm. Musik fängt da an, wo die Sprache an ihre Grenzen kommt. Bei der Sängerin Anaïs trifft das in existenzieller Weise zu. Musik ist ihre künstlerische Stimme, die an die Stelle tritt, wo früher Verstummen und Schweigen war, hervorgerufen durch heftige Umbrüche und Erfahrungen des Fremdseins in immer wieder neuen Ländern. Heimisch fühlt sie sich allein in der Musik.

Mayra Andrade

Mayra Andrade breitet eine große musikalische Weltkarte aus: Von ihrer Heimat – den Kapverdischen Inseln – geht es über die Popmusik Europas hin zu den Träumereien des brasilianischen Tropicalismo. Ihr Gesang ist geprägt von strahlenden, tanzenden Farben, ihre Stimme klingt wie mit einem Hauch Pfeffer gewürzt. Samtige Beats und prägnante Melodien unterstützen das exotische Feeling, und so klingt die aus mehreren Quellen schöpfende Musik von Mayra Andrade, als wäre sie auf einer Tropeninsel entstanden.

DER GEMEINSAME RAUM

Céline Rudolph Die Sängerin und Weltenbummlerin Céline Rudolph bewegt sich zwischen Berlin, São Paulo, Paris und New York in groovigem Jazz ebenso wie in brasilianischer Musik, afrikanisch geprägter World Music, eindringlich interpretierten Chansons und urbanen Singer-Songwriter Sounds. Sie lässt sich zwischen Genres, Sprachen und Städten treiben und landet immer punktgenau in der Musik.

Info Donnerstag, 25. Juli, 20 Uhr, Rosenfelspark Lörrach: Nakhane und Anaïs (Support); Tickets: 32 Euro Mittwoch, 24. Juli, 20 Uhr, Rosenfelspark Lörrach: Mayra Andrade und Céline Rudolph (Support); Tickets: 39 Euro

WWW.ZEITRAEUMEBASEL.COM


Stimmenjournal 2019 SONDERBEILAGE · Samstag, 29. Juni 2019 · Seite 22

Country-Rock zum Finale Das Finale im Rosenfelspark bestreitet der Leinwandstar und Country Rocker Kiefer Sutherland. Am Vorabend spielt Dänemarks feinste Soul-Band „D/Troit“. Der als Schauspieler hochdekorierte Leinwandstar Kiefer Sutherland ist ein Multitalent. Der Golden Globe, ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und viele weitere Auszeichnungen ehren seine Schauspielkunst. Sutherland war darüber hinaus zehn Jahre lang Viehzüchter und heimste als Rodeo-Reiter Medaillen ein. Sein Herz aber schlägt für die Musik. Er verwandelt persönliche Erfahrungen in Songs, die in der Tradition amerikanischer Musik wurzeln. Kiefer Sutherland erzählt in seinen ungeschliffenen musikalischen Diamanten Geschichten ebenso überzeugend und emotional wie als Schauspieler. Doch nur in seinen Songs kommt die persönliche Seite von Kiefer Sutherland ungefiltert authentisch zum Vorschein. Es hat einige Zeit gedauert, bis Sutherland genug Vertrauen in seine Songs hatte. Jetzt weiß er, dass die ungeschönten Emotionen seiner

Songs Rock, Country und Blues vor allem live Gänsehaut erzeugen.

im Süden der USA durch die Kneipen getingelt.

Wayne Graham

Flore M

Eröffnet wird das Rosenfelspark-Finale von der Band Wayne Graham, bestehend aus zwei Brüdern. Sie heißen Kenny und Hayden Miles und stammen aus Whitesburg, einem ehemaligen Bergbaustädtchen im Südosten von Kentucky.

Die junge Französin Flore Mayima schafft es, mit Leidenschaft ihre GospelWurzeln mit modernem Soul und emotionsgeladenem Blues zu verbinden. Den Stil, den die Sängerin mit süßer und kraftvoller Stimme in ihren eigenen Liedern kreiert, nennt sie „Blues- & Soul-Spiritual“.

„D/troit“ Dänemarks feinste Soul-Band „D/ troit“ kommt zurück und beweist erneut, dass Northern Soul auch eine ganz andere Bedeutung haben kann. Frontmann und Sänger Toke Bo Nisted singt mindestens so, als habe er sein halbes Leben in der Motor City Detroit geschuftet und sei die andere Hälfte

InFo Samstag, 27. Juli, 20 Uhr, Rosenfelspark Lörrach: „D/Troit“ und Flore M (Support); Tickets: 32 Euro Sonntag, 28. Juli, 20 Uhr, Rosenfelspark Lörrach: Kiefer Sutherland und Wayne Graham (Support); Tickets: 44 Euro


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