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Sonderbeilage ∙ Sommer 2018

Freizeit & Erholung im Sommer 2018

Dreiländermuseum Ausstellung: „Zeitenwende 1918/19“

Barockschanze

Verteidigungsanlagen in Gersbach

Weinwege

Schön und informativ

www.verlagshaus-jaumann.de


Freizeit & Erholung SONDERVERÖFFENTLICHUNG · SOMMER 2018

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Mit Spaß schnelle Runden drehen Sport | Das Kartraceland im Haltinger Rebgarten / „Eine der besten Adressen in Deutschland“ n

Von Ralph Lacher

Indoor­Karting gibt es seit 1995 – und zu den ersten, die damals dabei waren, zählen Herbert Gerteiser und seine Frau Liane. Seit August 2009 betreiben sie das von ihnen errichtete Kartraceland im Gewerbe­ gebiet Rebgarten im Wei­ ler Stadtteil Haltingen. Ausgestattet mit umfas­ sendem Fachwissen, be­ treiben die Eheleute eine Kartbahn und ein Bistro. „Einer von uns beiden ist immer da, um sich um

INFO

Kontakt Kartraceland Weil am Rhein, Hegenheimerstra­ ße 18, Weil am Rhein, Tel.: 07621/163617­0; E­Mail: info@kartraceland.de u www.kartraceland.de

das Wohl und die Wün­ sche unserer Gäste zu kümmern“, erklären Liane und Herbert Gerteiser. Ein separater Event­Raum, in dem bis zu 60 Personen Platz für Firmenfeiern mit Bewirtung vom Apéro bis Dessert oder Mitarbeiter­ meetings­ und Schulungen Platz finden, ist ebenso vorhanden wie Umkleide­ und Duschräume.

Kinder­ und Jugendausbildung Das Herzstück der weit­ läufigen 4000 Quadratme­ ter großen Anlage ist die Kartstrecke. Die an­ spruchsvoll geführte über 600 Meter lange Bahn wird von Zeit zu Zeit im­ mer etwas verändert, so­ dass es auch für die vielen Stammkunden nie lang­ weilig und für Erstbesu­ cher nicht zu anstrengend ist. „Unsere Strecke hat, je

nach Luftfeuchtigkeit, gu­ Kartraceland einen Kart­ „Pro Kart“ adelte die Ein­ ten bis mittleren Gripp Lizenz als Nachweis da­ richtung im Rebgarten in und lässt sich mit unseren für, dass man über Wissen Haltingen übrigens be­ bewährten 6,5­ und 8,5­ und Können verfügt, um reits in einer Bewertung PS­Benzin­Karts gut be­ die kleinen Boliden ver­ als „eine der besten Adres­ fahren.“ antwortungsbewusst zu sen in Deutschland“. Großen Wert legen die bewegen. Gerteisers auf die Kinder­ Deutschlands und Jugendausbildung im Kart­Magazin Kartsport. „Kartfahren macht nicht nur riesigen Spaß, es ist auch eine ers­ te Schule für das spätere Autofahren und eine gute Verkehrs­ erziehung. Wer sich unter den Nachwuchs­ Racern als ta­ lentiert er­ weist und sich weiter entwickelt, erhält im Im Kartraceland sind Tempo und Fahrvermögen gefragt. Foto: Ralph Lacher


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Natur erleben Rundwege | Strecken im Eggenertal n

Den Barfußpfad im Bad Bellinger Kurpark gibt es seit zehn Jahren, er wird von vielen Besu­ chern frequentiert. Foto: Jutta Schütz

Gut für den Körper Barfußpfad | Bad Bellingen hat einiges zu bieten n

Von Jutta Schütz

Seit zehn Jahren gibt es den Barfußpfad im Kur­ park in Bad Bellingen. 800 Meter ist er lang und führt durch den wilden Teil des Kurparks – im Sommer bei feuchter Witterung sollte deshalb an einen Mücken­ schutz gedacht werden. Über Rindenmulch und wackelnde Teller Jedes Jahr gibt es kleine­ re Neuerungen – so ist eine „Windorgel“, die Geräu­ sche beim Betreten der kippbaren Bretter macht, noch eine recht neue At­ traktion. Im Eingangsbe­ reich zum Rundweg – die Benutzung ist kostenlos – kann man an einer Station mit Informationstafel sei­ ne Schuhe in Regalen unterstellen. Über Rindenmulch, Sand, Kies und große Rheinwaggis, Holzknüppel, eine Brücke, wackelnde Tel­

ler und Balancierelemente macht man sich auf den Rundweg. Spaß ist garan­ tiert, ebenso der gesunde Effekt auf den Körper: Denn Barfußlaufen begüns­ tigt nicht nur die Haltung, sondern wirkt sich auch positiv auf Gelenke und Muskulatur aus. Zudem härtet es ab. Nach Rückkehr zum Ausgangspunkt gibt es die Möglichkeit, die Füße abzuwaschen. Neben dem Barfußpfad bietet Bad Bellingen noch einiges mehr zur Freizeit­ gestaltung. Rundwege am Rhein, in den Reben und im Hertinger Wald ani­ mieren zum Radfahren und Wandern. In Bad Bel­ lingen stehen auch E­Bikes zur Ausleihe bereit. Rundwege, Golf und Therme locken Das Drei­Thermen­Golf­ Resort spricht die Golf­ sportler an. Auf dem Rhein kann man Kanu

und Floß fahren. Eine Boule­Bahn sowie ein Abenteuer­Minigolfplatz laden zu Spiel und Spaß im Kurpark ein. Und wer sich entspannen möchte, kann dies bei einem Be­ such der Balinea Therme tun. Das Landhaus Etten­ bühl in Hertingen bietet Einblicke in englische Gar­ tengestaltung, das Ober­ rheinische Bädermuseum in Bamlach informiert über die Bädergeschichte am Oberrhein. Bad Bellingen bietet viel­ fältige Gastronomie Auch Kulinarik­Freunde können sich im Kurort ver­ wöhnen lassen. Von tradi­ tioneller Markgräfler Kü­ che, italienischer und schweizer Küche bis hin zu exotischen Gerichten bieten die Wirte im Kern­ ort, in Bamlach und Her­ tingen eine große Menü­ auswahl an. n www.bad­bellingen.de

Von Jutta Schütz

Die Rundwege im Egge­ nertal bieten Naturfreun­ den Einblicke in eine großartige Landschaft und deren Flora und Fauna. Auf vier aktive Wander­ routen weist allein die Homepage des Eggener­ tals hin – mit Kilometeran­ gaben, Streckendetails und „Schwierigkeitsgrad“ sowie auf besondere Aus­ sichtspunkte wie zum Bei­ spiel das Steinenkreuzle oder den Hagschutz. Ein besonderer Rund­ weg ist der Reptilienrund­ weg entlang der Trocken­ mauern oberhalb von Nie­ dereggenen. Der Weg startet oberhalb der Nie­ dereggener Kirche. Schau­ tafeln informieren über die Geschichte und außer­ ordentliche Länge der Tro­ ckenmauern sowie deren Besonderheit als Lebens­ raum etwa für Zaun­ eidechsen, Blindschlei­ chen oder Schlingnattern. Der Obstlehrpfad verbin­ det die Ortsteile Niedereg­ genen und Obereggenen mit dem Wanderparkplatz „Stelli“ – hier kann man auch parken, wenn man zum Hagschutz will. Rund zweieinhalb Kilometer lang, verbindet er Informa­ tionen zu Kulturlandschaft und Obstbau im Eggener­ tal. Der BUND Schliengen­ Bad Bellingen wiederum informiert an einem Wan­ derweg am Aubächle über die Vielfalt und Bedeutung der Streuobstwiesen. Hoch oben auf dem Berg bei Schloss Bürgeln gibt es noch einen Rund­ weg – das Bürgler Wald­

wegli, das über den Wald und seine Bedeutung für Wald­Bewirtschaftung und die Natur des Waldes informiert.

Der Hagschutz ist ein Na­ turdenkmal bei Niedereg­ genen – viele Infotafeln lie­ fern Hintergründe. Foto: Jutta Schütz Nach der Wanderung bietet sich eine Einkehr an – feine oder herzhafte Markgräfler Küche steht bei den Gastronomen in Nieder­ und in Oberegge­ nen sowie in der Gastwirt­ schaft bei Schloss Bürgeln auf der Menükarte. Ein Be­ such lohnt sich auch bei den Brennern im Tal, die Besuchern nach Voran­ meldung gerne einen Ein­ blick in ihre Arbeit und Verkostungen anbieten. Die Brände aus dem Egge­ nertal sind vielfach ausge­ zeichnet. Zudem locken kleine Stände entlang der Ortsdurchfahrten und auch ein Hofladen mit Produkten aus dem Tal. n Weitere Infos: www.eg­ genertal.de


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Die Isteiner Schwellen laden dazu ein, sich an heißen Tagen beim Baden im Rhein abzukühlen und die Natur zu genießen.

Ein Sprung ins kühle Nass

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Foto: Reinhard Cremer

Isteiner Schwellen | Badeplatz am Rhein sorgt für Abkühlung an heißen Tagen n

Von Reinhard Cremer

Im Altrhein, zwischen Märkt und Istein, liegen die Isteiner Schwellen. Zwischen ausgewasche­ nen Felsen wechseln Stromschnellen mit ruhig dahinziehendem Wasser. Stellenweise bilden sich kleine Pools. Kiesbänke, Sandstrände und bis ans Wasser reichende Wälder laden dazu ein, zu baden und sich zu sonnen, an den Stellen, an denen es gefahrlos möglich ist, auch zu grillen oder ein­ fach nur die Seele bau­ meln zu lassen. Bei Hochwasser sind die Kalksteinformationen ganz mit Wasser bedeckt. Bei dem derzeit trockenen Wetter ragen sie jedoch in viele kleine zerklüftete Inseln aufgeteilt weit aus dem Wasser heraus. Bei schönem Wetter sind die Schwellen ein Paradies für Ausflügler, egal ob solo, in Gruppen oder mit der ganzen Fami­ lie. Doch auch in nicht so sonnigen Zeiten geizen die Schwellen nicht mit ihren Reizen. Naturliebha­

ber wissen der Landschaft am Klotzen zu jeder Jah­ reszeit und bei jedem Wet­ ter etwas abzugewinnen.

Bedeutende Geotoplandschaft Wie einzigartig die Schwellen sind, beweist die Tatsache, dass im Jahr 2006 eine Jury der Akade­ mie der Geowissenschaf­ ten zu Hannover unter 77 bedeutenden Geotopland­ schaften in Deutschland auch den Isteiner Klotz und die Isteiner Schwellen mit dem Titel „Nationaler Geotop“ (National Geosi­ te) auszeichnete. Von einer erhöhten Aus­ sichtsplattform aus haben Besucher auch bei Hoch­ wasser einen weiten Blick über die einzigartige Schwellenlandschaft. Die Plattform war im Jahre 2009 im Rahmen des „in­ tegrierten Rheinpro­ gramms“ errichtet wor­ den. Wurde die Plattform damals von vielen als stö­ rend empfunden, gehört sie inzwischen fast schon zum Inventar der Schwel­ len. Ursprünglich brandete

der Rhein direkt an den Fuß des Klotzen. Erst die von Johann Gottfried Tul­ la durchgeführte Rhein­ korrektur veränderte das Landschaftsbild um die Mitte des 19. Jahrhunderts nachhaltig. War der Rhein ehedem ein breiter Fluss, wurde er jetzt in ein schmales Bett gezwängt. was zu einer erhöhten Fließgeschwindigkeit führte. Eine Folge davon war, dass die Isteiner Schwellen, die zuvor von mächtigem Rheinkies be­ deckt gewesen waren, frei­ gespült wurden und an die Oberfläche traten. Da die Passage von und nach Ba­ sel für die Schifffahrt im­ mer bedrohlicher wurde, wurde auf der französi­ schen Seite der „Rheinsei­ tenkanal“ (Grand Canal d’Alsace) gebaut. Über diesen im Jahre 1952 er­ öffneten Kanal wird seit­ her der Schiffsverkehr ab­ gewickelt. Zwischen dem Altrhein und dem Rheinkanal liegt eine lang gezogene Insel. Seit 2006 gehört der Insel­ teil zwischen Märkt und den Isteiner Schwellen zum Naturschutzgebiet

der Petite Camargue Alsa­ cienne. Davon profitieren nicht nur Tiere und Pflan­ zen, sondern auch die Menschen, die hier ihre Freizeit abseits von Lärm und Hektik verbringen können.

Auch Goldsucher sind unterwegs Neben Badegästen und Er­ holungssuchenden sind gelegentlich auch Men­ schen zu erblicken, die in gebückter Haltung durch das Wasser streifen, so als suchten sie etwas. Und tat­ sächlich: Sie sind auf der Suche – und zwar nach Gold. Vielfach sind sie in Gruppen unter Anleitung unterwegs. Wo der Fluss langsam fließt, bleibt das bei Hochwasser aufgewir­ belte Gold liegen, wäh­ rend der leichtere Sand weggeschwemmt wird. Goldwaschen ist Geduld­ sache, aber auch Arbeit. Zumeist wird die Geduld mit kleinen in der Pfanne blitzenden Goldflittern belohnt. Eine Möglich­ keit, den Kindergeburtstag mal auf etwas andere Art zu gestalten.

Ausflügler, die mit dem Pkw unterwegs sind, kön­ nen ihr Fahrzeug in un­ mittelbarer Nähe der Schwellen auf einem schattigen Parkplatz ab­ stellen. Erreicht wird die­ ser, wenn man von der Straße von Efringen­Kir­ chen Richtung Istein hin­ ter dem zweiten Kreisel nach links zum Rhein ab­ biegt. Hinweisschilder weisen den Weg hinunter zum Rhein. Zu bedenken ist allerdings, dass es an den Schwellen keine Ver­ pflegungsmöglichkeiten gibt. Außerdem sollten nicht nur Nacktbader die Kraft der Sonnenstrahlen nicht unterschätzen und sich mit Cremes vor Sonnen­ brand schützen – auch bei verhangenem Himmel. Schließlich soll ein schö­ ner Tag an den Schwellen nicht mit einem Sonnen­ brand enden.

INFO Die Isteiner Schwellen sind als Badeplatz und Ausflugsziel das ganze Jahr hindurch kostenlos zugänglich.


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Blick von oben auf die Cassiopeia Therme samt Außenschwimmbecken.

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Foto: Silke Hartenstein

Schon von den Römern geschätzt

Cassiopeia Therme | Badenweilers Badgeschichte reicht weit zurück / 1000 Quadratmeter Wasserfläche n

Von Silke Hartenstein

„Aquae Villae“ – „Wasser­ ort“ nannten die Römer einst die Siedlung, aus der Badenweiler hervorging. Wie die römische Bad­ ruine nahe der Cassiopeia Therme zeigt, genoss man hier bereits vor 2000 Jah­ ren das Bad im Thermal­ wasser. Heute bietet die Cassio­ peia Therme in Badenwei­ ler gehobene Badekultur mit 1000 Quadratmetern Wasserfläche, verschiede­ nen Saunabereichen und Wellness­Angeboten. Hier kann man sich amüsieren, etwas für die Gesundheit tun und im stilvollen Am­

biente die Seele baumeln lassen – und wer eine Stär­ kung braucht, findet Spei­ sen, Snacks und Getränke im zentral gelegenen haus­ eigenen Bistro. Kuppelbad, Marmorbad und Außenbecken An das 1875 eingeweih­ te Markgrafenbad, aus dem die Cassiopeia Ther­ me hervorging, erinnert noch das Foyer mit seinen historischen Deckenmale­ reien. Heute gehören zur 2017 mit fünf „Wellness Stars“ ausgezeichneten Cassiopeia Therme drei unterschiedliche Thermal­ bäder mit ausgewogen mi­ neralisiertem Wasser.

Das Kuppelbad der Therme mit seiner preisge­ krönten architektonischen Kombination aus Licht und 32 Grad Celsius war­ mem Wasser verfügt auch über einen schönen Aus­ blick. Hier können Bade­ gäste zudem gratis an Wassergymnastik­, Aqua­ Fitness­Kursen und Aqua­ Cycling teilnehmen. Das große Außen­ schwimmbecken mit sei­ nem 30 Grad Celsius war­ men Wasser bietet Strö­ mungskanal, Massagedü­ sen, Nackendusche und Sonnenterrassen samt schönem Ausblick. Im dritten Thermalbad, dem Marmorbad, wird bis

zum 28. September die Technik grundsaniert, während der Umbauphase gibt es Preisnachlässe. Zur Bade­ kommt die Saunalandschaft mit ver­ schiedenen Saunen. Hier kann der Gast wählen zwi­ schen Temperaturen von 55 und 100 Grad Celsius, kombiniert mit Aufgüssen aus 100 Prozent ätheri­ schen Ölen. Auf die Jahrtausende al­ te Badekultur Europas ver­ weist das Römisch­Irische Bad, Orient und Okzident finden in der Wellness­Oa­ se mit Rasulbädern, Ha­ mam, Peelings, Massagen und weiteren Behandlun­ gen zusammen.

INFO

Öffnungszeiten Cassiopeia Therme Ernst­Eisenlohr­Straße 1 79410 Badenweiler Tel. 07632/799 200 Öffnungszeiten: Thermalbäder: täglich von 9 bis 22 Uhr; Saunaland­ schaft und Römisch­Iri­ sches Bad: täglich von 11 bis 22 Uhr. Gäste der Cassiopeia Therme können in der Parkgarage bis zu fünf Stunden lang gratis par­ ken. Weitere Infos: www.badenweiler.de/Cas­ siopeia­Therme

Historische Mahlwerke Frick­Mühle | Müllheims lange Mühlentradition Die Frick­Mühle an der Gerbergasse in Müllheim ist eine von sieben Getrei­ demühlen, die es früher in Müllheim gab. Man kann sie jederzeit von außen be­ trachten, Führungen sind nach Absprache möglich. Von April bis Oktober werden jeweils am ersten

Samstag und am dritten Sonntag eines Monats ab 15 Uhr die historischen Mahlwerke und die Stampfe vorgeführt. Die Frick­Mühle ist eine Dépendance des Mark­ gräfler Museums Müll­ heim. Ein Höhepunkt im jährlichen Veranstaltungs­

kalender ist die Museums­ nacht, die am Freitag, 10. August, ab 18 Uhr unter dem Motto „Jazz – Wein – Kultur“ im Blankenhorn­ Palais und in der Frick­ Mühle stattfindet. n Weitere Infos im Inter­ Müllheim, als villa mulinhaimo 757/758 erstmals urkundlich net unter www.markgraef­ erwähnt, beherbergte früher sieben Getreidemühlen. ler­museum.de Foto: zVg


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Am Wasser Seele baumeln lassen Die Neuenburger „Rhein­ gärten“, die im Zuge von Hochwasserschutzmaß­ nahmen geschaffen und 2015 eröffnet wurden, ha­ ben sich zu einem belieb­ ten Naherholungsgebiet entwickelt. Liegewiesen, eine Aussichtsplattform und Sitzstufen direkt am Wasser laden vor allem in der jetzigen Sommerzeit zum Verweilen ein. Jahrhundertelang lag die Zähringerstadt direkt am Rhein. Bedingt durch die Tullasche Rheinregu­ lierung und verschiedene Infrastrukturmaßnamen ist die Stadtmitte heute et­ wa 800 Meter vom Rhein­ ufer entfernt. Durch die Landesgartenschau 2022, die sich direkt an die Rheingärten anschließt, wird die Stadt wieder mit dem Rhein verbunden.

Blick auf die Rheingärten von der Kanalinsel aus. Parkmöglichkeiten für Besucher gibt es an der Rheinhafenstraße kurz vor der Kreuzung zur Rheinwaldstraße (ausgeschilderte Parkfläche). Foto: Alexander Anlicker

Motorisierte Schätze Motorradmuseum | Historische Modelle in Bantzenheim n

Von Dorothee Philipp

Die Faszination histori­ scher Motorräder ist unge­ brochen. Vor allem, wenn sie so zahlreich und so spektakulär präsentiert werden wie in der „Grange à Bécanes“, der Scheune der Drahtesel, in Bantzen­ heim. Eröffnet im Früh­ jahr 2013 bietet das Mu­ seum in seiner jetzt sechs­ ten Saison neben seinen regulären Öffnungszeiten wieder Neuheiten und ei­ nige Veranstaltungen. Den Raum für die Son­ derausstellungen bespielt

in diesem Jahr eine Privat­ Kollektion aus sechs histo­ rischen Motorrädern der Familie Kilchling aus Kan­ dern, die von Anfang an eine enge Kooperation mit dem Bantzenheimer Mu­ seum pflegt. Der eigene Bestand des Museums be­ steht aus der Sammlung des Bantzenheimer Bür­ gers Raymond Lemoine, der seine Kollektion von über 100 Motorrädern aus acht Jahrzehnten der Ge­ meinde vermacht hat. Die­ se stellte daraufhin ein al­ tes Anwesen im Dorfkern zur Verfügung, das mit Mit­

Ein Traum in Kirsch­ rot: Mo­ dell von Ravat Foto: dp

teln aus dem damaligen Gemeindeverband Porte de France Rhin Sud für et­ wa eine Million Euro in ein modernes Museum umge­ baut wurde. 90 der Maschi­ nen sind in der Daueraus­ stellung zu sehen, fachge­ recht restauriert, blitzblank geputzt und jede mit einem ausführlichen Steck­ brief versehen.

INFO

Öffnungszeiten La Grange à Bécanes, 8 rue du General­de­Gaulle, Bantzenheim; www.lagran­ geabecanes.com; Öffnungszeiten (bis letz­ tes Oktoberwochenende) Dienstag bis Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 12.30 und 14 bis 17 Uhr; Montag geschlossen. Führungen (auch auf Deutsch) nach Vereinba­ rung unter Tel. 0033/ 38926 2336.


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Ein Joker für Aktivurlauber Die Zillertal Activcard ist der Urlaubsbegleiter für alle, die den Sommer in den Zillertaler Bergen vom Tal bis auf die Gipfel erleben möchten. Im Ho­ tel Schiestl in Fügenberg haben Zillertal­Fans die ideale Startposition. Das familiengeführte Vier­Sterne­Haus ist schon aufgrund seiner Lage am Eingang des weltberühm­ ten Zillertales ein echter Joker für Aktivurlauber. Die neue Gondelbahn aufs Spieljoch ist nur 150 Meter vom Hotel entfernt. Sie ist eine beliebte „Steig­ hilfe“ für den Wanderge­ nuss zwischen Zillertaler und Tuxer Alpen mit 1000 Kilometer Wanderrouten und 55 Dreitausendern, die rundum Spalier ste­ hen. Im Hotel gibt es Leih­ ausrüstung, Wanderkar­ ten, eine kleine „Touren­ Bibliothek“ und wöchent­ lich drei bis vier geführte Wanderungen bis Okto­ ber. n www.hotel­schiestl.com

Sportlern lacht die Sonne Der Sonnenwinkel Kärn­ tens – so wird das Kärnt­ ner Rosental genannt. Für Outdoor­Sportler ist das milde Klima an der Süd­ seite der Alpen wie ge­ macht. Bis in den Herbst sind sie in der beliebten Aktivregion mit Wander­ schuhen, Bikes und Golf­ schläger, mit Pferd, Angel und Kanu unterwegs. Kenner empfehlen eine Wander­ oder Canyoning­ tour in die Tscheppasch­ lucht. Von 9. September bis 4. November lädt das Wahaha Paradise Sport & Family Resort zur aktiven Herbst­Auszeit. Auf acht Hektar dreht sich in­ und outdoor alles um Bewe­ gung, Spaß und Sport. In 49 großzügigen Apparte­ ments und vier n Chalets wohnen Wahaha­Gäste komfortabel, unkompli­ ziert und gemütlich direkt an der Drau. n wahaha­paradise.com

Die Schlögener Donauschlinge – das schönste Naturwunder Oberösterreichs

Ein Wunder der Natur Hotel Donauschlinge | Donau ändert ihren Lauf plötzlich um 180 Grad Der Ausblick ist einzig­ artig: Mit geballter Kraft ändert die Donau ihren Lauf um 180 Grad. Be­ kannt ist dieses Naturphä­ nomen als „Schlögener Schlinge“. Es gilt als das schönste Naturwunder Oberösterreichs. Und di­ rekt an Ufer befindet sich das gleichnamige Vierster­ ne­Hotel. Von der Terrasse des Hotels haben die Ho­ telgäste, zu denen sich vie­ le Tagesgäste gesellen, einen herrlichen Blick auf eine atemberaubende Flusslandschaft mit vielen Möglichkeiten, sich zu er­ holen oder aktiv zu sein. Der Donausteig bietet

eine Fülle von Wander­ möglichkeiten. Der viel befahrene Donauradweg führt direkt am Hotel vor­ bei. Klettern, Golfen, Rei­ ten und natürlich Wasser­ sport bietet dieses „verbor­ gene“ Paradies unweit von Passau. Das Hotel Donauschlin­ ge wurde rundum moder­ nisiert. Das Panoramares­ taurant bietet einen herrli­ chen Blick auf die be­ rühmte Donauwindung – auch wenn es draußen ein­ mal nicht so gemütlich ist. Die Wellnessoase des Ho­ tels ist ein kleines Refu­ gium, um sich zurückzu­ ziehen. Auch die Feuer­

lounge im Innenhof ist ein willkommener Platz, um die Seele baumeln zu las­ sen. In der Donauschlinge setzt man auf eine neues All­inclusive­Konzept. Von der Vollmond­Wan­ derung über Mountain­ bike­Fahrtechnikkurse bis hin zu Yoga und Rade­ vents wird immer wieder etwas Neues geboten im Riverresort direkt am Na­ turwunder „Schlögener Schlinge“. Und wer geschichtlich interessiert ist, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Bis 4. November dauert die Ausstellung „Die Rück­

kehr der Legion. Römi­ sches Erbe in Oberöster­ reich“. In Schlögen lädt ein außergewöhnlich gut erhaltenes römisches Bad zum Eintauchen in die an­ tike Welt von Architektur, Technik und Lebensfreude ein.

INFO

Donauschlinge Hotel Donauschlinge A 4083 Haibach/Donau Tel. +43 7279/8212 hotel@donauschlinge.at www.donauschlinge.at

Licht, luftig, g´sund Hotel Tann | Unsagbare Ruhe Die Sonne leuchtet auf die frischgrünen Bergwiesen, duftende Alpenblumen, imposante Berge und rau­ schende Wälder – am Rit­ ten, einem der schönsten Sonnenplateaus in Südti­ rol, prägen die Schönheit der Natur und ihre unsag­ bare Ruhe den Sommerge­ nuss. Mitten auf einer Waldlichtung machen Ge­ nießer im Hotel Tann eine Pause vom Alltag. Leiden­

schaftliche Gastgeber ha­ ben diesen Kraftplatz ge­ schaffen. Damit sich Leib und Seele wohlfühlen, wählt Barbara, die Chefin im Tann, die Zutaten für die Küche selbst sorgfältig aus. Alles hausgemacht, selbst angebaut, aus hei­ mischer Zucht oder von Lieferanten der Region – Barbara bringt die ehrli­ che Südtiroler Küche auf die Teller.

Panoramalounge mit Bergblick im Tann 400 Kilometer Wander­ wege führen in die Berge. Ein überwältigendes Pano­ rama breitet sich am Pano­ ramaweg Rittner Horn vor

den Augen des Wanderers aus. Ein Naturwunder sind die einzigartigen Ritt­ ner Erdpyramiden. n www.tann.it


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Jackpot für Wanderer Bis zu 15 Mal in der Wo­ che schnüren die Wander­ und Aktiv­Führer im Süd­ tiroler Wanderhotel Hu­ bertus ihre Wanderschu­ he und marschieren mit bergbegeisterten Gästen in die Natur. Das Hotel Hubertus ( Vier Sterne Su­ perior) ist Mitglied der „best alpine Wanderho­ tels“ – ein verlässliches Gütesiegel für Wander­ Urlauber. Am Kronplatz ist die Aussicht auf die Gipfel des Alpenhaupt­ kammes und der Dolomi­ ten atemberaubend. Das Alpin Panorama Hotel Hubertus liegt in einem 5000 Quadratmeter großen Park Der 25 Meter lange Pool hängst frei­ schwebend zwischen Himmel und Erde – die Front ist verglast und vom Beckenboden nach unten hat man zum Teil freie Sicht. www.hotel­hubertus.com

Festspiele und Bergsommer Ein Fixtermin für Kultur­ freunde sind die Bregen­ zer Festspiele. Mit der In­ szenierung der Oper „Car­ men“ und der bewegen­ den Musik Georges Bizets kommt vom 18. Juli bis 20. August das Flair Anda­ lusiens auf die spektakulä­ re Seebühne. Eine gute Gelegenheit, Kulturgenuss mit kulinari­ schen Glanzpunkten und alpiner Erholung zu ver­ binden, bietet das Hotel Montafoner Hof in Tschagguns. Im Festspiel­ arrangement ist alles drin: Vier Übernachtungen, das Festspielticket für eine Aufführung von „Car­ men“, Bustransfer, Cham­ pagner, Spätimbiss – eine geführte Wanderung im Montafon und eine Wohl­ fühlmassage unter freiem Berghimmel. Das Genießerhotel Montafoner Hof bürgt für ausgezeichnete Küche in Top­Qualität. www.montafonerhof.com

Eines der besten Wellness­Hotels Deutschlands: der Angerhof

Foto: zVg

Perle in grüner Idylle

Bayerischer Wald | Der Angerhof bietet alles – Ruhe ebenso wie Aktivurlaub St. Englar ist eine Perle, die entdeckt werden will. Von der Autobahn zwi­ schen Passau und Regens­ burg schlängelt sich die Straße noch ein ordentli­ ches Stück bis St. Englmar. Aber der Weg lohnt sich: Grüne Idylle, wohin man schaut. St. Englmar liegt mitten im Bayerischen Wald und damit in einer der schönsten Naturland­ schaften Deutschlands. Wer einen guten Ort zur Entspannung vom Alltags­ stress sucht, ist hier am Ziel. „Unbeschwert“ ist

das erste Wort, das einem bei dem Gedanken an Urlaub in dieser grünen Region in den Sinn kommt. Mehr als 200 Kilometer gut markierte Wanderwe­ ge, die jeder unter die Fü­ ße nehmen kann, Moun­ tainbiken und Radeln, Rei­ ten, Klettern, Nordic Wal­ king – es gibt kaum eine Sportart, die in dem male­ risch gelegenen Luftkurort nicht ausgeübt werden kann. St. Englmar ist außer­ dem Sitz eines beeindru­

Erfrischung im Bioschwimmteich

Foto: zVg

ckenden Wellnesshotels. Franz Wagnermayr war Pionier und hat den Ange­ rhof zu einem der besten Wellnesshotels Deutsch­ lands (Vier Sterne Supe­ rior) gemacht. Ein breites Angebot an Fitness­, Spa­ und Beautyprogrammen zeichnet das vielfach prä­ mierte und harmonisch gewachsene Haus aus. Auf einer Anhöhe über St. Englmar gelegen, be­ findet sich der Angerhof inmitten eines 30 000 Quadratmeter großen Ent­ schleunigungsparks mit Bioschwimmteich, einem 500 Meter langen Barfuß­ weg mit Kneipp­Rundwan­ derweg, Solebecken, ita­ lienischem Lustgarten und vielen weiteren Möglich­ keiten, die Seele baumeln zu lassen. Wer will, kann sich sieben Tage in der Woche mit einem ab­ wechslungsreichen Sport­ und Aktivprogramm durch den Urlaub führen lassen – vom gemütlichen Spaziergang bis hin zu an­ spruchsvollen Touren reicht das Angebot. Wer die Ruhe liebt, für den bringt die Fantasie­

Oase tropische Verhältnis­ se in den Angerhof, das Li­ tusorium Salz­ und Sand­ strände, der orientalische Tempel vielfältige Massa­ gen. Im kühlen Salzstollen können Haut und Atem­ wege sich erholen. Ein Dufterlebnis in der Farb­ licht­Sprudelwanne, ein Bad im Vitalfelsenbad – es gibt viel zu genießen im Angerhof. Dazu gehört na­ türlich auch eine ausge­ zeichnete Küche. Gour­ mets dürfen in drei stilvol­ len Restaurants speisen. Vinothek, Bar und Kamin­ lobby runden das Angebot ab. Die Liebe zum Detail, die das Hotelier­Ehepaar Wagnermayr auszeichnet, ist überall in dem weitläu­ figen Haus sichtbar.

INFO

Angerhof Hotel Angerhof, Am Anger 38 94379 St. Englmar Tel. 09965/186­0 hotel@angerhof.de www.angerhof.de


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Forschungstrip im Finstergrund Besucherbergwerk | In Wieden kann man die Tradition des Bergbaus kennenlernen n

ten und Maschinen ausge­ stattet und 2002 wurde der Neubau des Besucherge­ bäudes eingeweiht. Bereits seit über zehn Jahren kann man als besondere Attraktion mit einer Elekt­ rolok in den „Finster­ grund“ einfahren. Wer die dunklen Gänge erforschen möchte, sollte nicht zu luftige Kleidung tragen, da unter Tage le­ diglich acht Grad herr­ schen. Auch festes Schuh­ werk empfiehlt sich bei einem Besuch im „Finster­ grund“.

Von Peter Schwendele

Leicht versteckt in einem der schönsten Seitentäler des Wiesentals liegt der Erholungsort Wieden – be­ kannt durch sein Aushän­ geschild, das „Finster­ grund“ genannte Besu­ cherbergwerk, das Interes­ sierte zu einer Stippvisite unter Tage einlädt. Der Bergbau hat in Wie­ den eine lange Tradition und reicht bis ins 13. Jahr­ hundert zurück. 1972 al­ lerdings war Schluss mit der lange Zeit wirtschaft­ lich attraktiven Unter­Ta­ ge­Förderung von Fluss­ spat. Doch schon 1975 gründeten 22 ehemalige Bergleute den Bergmanns­ verein, dem es zu verdan­ ken ist, dass die Vergan­ genheit bis heute nachvoll­ zogen werden kann. Die ehemaligen Knappen leg­ ten Hand an, um den als

INFO Das Besucherbergwerk in Wieden hat sein Tor geöffnet „Werner IV“ bezeichneten Nordteil des Finstergrund­ Ganges zu öffnen und die­ sen zu einem Besucher­ bergwerk auszubauen. Seit 1982 können Besu­

cher die Atmosphäre im Wiedener Stollen erleben und die Anlage unter Tage erforschen. Die Investitionen in und die Arbeit am Bergwerk

Foto: Archiv gingen jedoch noch wei­ ter. Von 1983 bis 1985 wurde ein Vereinsheim er­ stellt, von 1991 bis 1995 wurde der Stollen mit bergbautechnischen Gerä­

In der Hauptsaison im Ju­ li, August und September hat das Bergwerk mitt­ wochs, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.finster­ grund.de.

Drei Kilometer Kreisel und Kurven: Die Hasenhornbahn ist ein Erlebnis.

Foto: Archiv

Talwärts mit dem Coaster Hasenhornbahn | Rasantes Fahrvergnügen Vom Todtnauer Hausberg Hasenhorn kann man sich mit einem Coaster auf einem fast drei Kilometer langen Kurs ins Tal hi­ nunterstürzen. Es handelt sich um ein rasantes Ver­ gnügen, denn an Kurven und Kreiseln mangelt es der Rodelschlittenbahn an

dem steilen Hang nicht. Sie gilt als die längste und

INFO Die Coasterbahn ist täg­ lich von 9 bis 17 Uhr ge­ öffnet. Weitere Infos unter www.hasenhorn­ro­ delbahn.de.

spektakulärste in ganz Deutschland. Für Tempo­ freaks ein Genuss. Bammel zu haben braucht aber auch derjeni­ ge nicht, der es nicht ganz so zackig liebt, denn die Geschwindigkeit der Coas­ ter kann kinderleicht indi­ viduell bestimmt werden.


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INFO

Die drei Weinwege

Den Weiler Weinweg kann man auch in Ötlingen beginnen, stets mit Blick in die Rheinebe­ ne und in die Basler Bucht. Fotos: Jasmin Soltani

Schön und informativ Weinwege | Einblicke und Ausblicke / Mit Hinweistafeln n

Von Jasmin Soltani

Schöne und informative Weinlehrpfade gibt es vie­ le. Einer mit Ausnahme­ charakter ist der Weinweg, der sich vom Weiler Orts­ teil Ötlingen am Tüllinger Berg entlang über Obertül­ lingen in Lörrach bis nach Riehen in der Schweiz zieht. Wer aussichtsrei­ ches Landschaftserlebnis mit Kultur­ und Kunstge­ nuss verbinden will, ist auf diesem reizvollen grenz­ überschreitenden Weg ge­ nau richtig. Durch uralte Kulturland­ schaft verläuft der seit dem Jahr 2004 eingerich­ tete Weinweg. Wer ihn unter die Füße nimmt, wandert durch blühende Streuobstwiesen mit knorrigen und wind­ schiefen alten Obstbäu­ men, läuft an Waldsäu­ men und Feldgehölz entlang, an Kornfel­ dern, Gärten und Bioto­ pen vorbei und natür­ lich auch viel durch Weinberge: Allesamt von Menschen über Jahrhunderte angelegte und immer wieder auch veränderte Land­ schaften, zuletzt etwa bei der Haltinger Flurneuordnung nach dem Zweiten Welt­ krieg. Ob auf Riehener, Lörra­ cher oder Weiler Gemar­ kung, der Weinweg mit

seinen 50 Hinweistafeln, die nach und nach erneu­ ert und ergänzt werden, ist mehr als ein Lehrpfad in Sachen Rebpflege und Weinbau, sondern gibt Einblicke in den Alltag der Winzer und informiert auch über Geschichte und Geologie sowie die Kultur­ landschaften. So abwechslungsreich das Mosaik der Land­ schaftsbilder entlang des Themenpfads ist, so viel­ seitig ist nebst teils selte­ ner Flora und Fauna auch die Aussicht, die Spazier­ gänger auf dem acht Kilo­ meter langen und für alle Altersgruppen gut bewäl­ tigbaren Weg genießen können. Auf dem Weiler

Teil des Weinwegs, den man an der Abzweigung der Lörracher/Riehener Straße Röhrigasse bei den blauen Stelen oder in Öt­ lingen an der Dorfstra­ ße/Langgaß beginnen kann, bieten sich weite Bli­ cke ins Dreiländereck, nach Basel, in den Sund­ gau, zum Jura, in die Voge­ sen und bis in die Alpen. Hoch oben auf dem Tüllin­ ger zeigt sich die St. Otti­ lienkirche. Wer auf dem Tüllinger Weinweg spa­ ziert, dem liegt das Wie­ sental zu Füßen: bis zu den Gipfeln des Schwarz­ walds und zum Dinkel­ berg reicht bei gutem Wet­ ter die Sicht. Gut im Blick ist vor al­ lem auf dem Riehener Teilstück stets das Beyeler­Museum, während man zwischen Alt­Weil und Ötlingen im­ mer wieder einen Blick auf den Vitra­ Campus samt De­ sign­Museum er­ haschen kann. Neben Gasthäu­ sern, Straußen­ wirtschaften und Weingütern, die entlang der Strecke zu lohnenden Ab­ stechern einladen, bietet sich somit auch ein Besuch der wechselnden Ausstellungen in den beiden Museen an.

Weiler Weinweg Länge: 4 Kilometer Dauer: 2 Stunden Höhenmeter: 72 ab­, 43 aufwärts Tüllinger Weinweg Länge: 1,7 Kilometer Dauer: 30 Minuten Höhenmeter: 39 auf­, 38 abwärts Riehener Weinweg Länge: 2 Kilometer Dauer: 30 Minuten Höhenmeter: 86 auf­, 87 abwärts

Die drei Weinwege sind Teile eines umfangreichen Rad­ und Wanderwege­ netzwerks im Dreiländer­ eck, miteinander kombi­ nierbar oder getrennt be­ gehbar. Zustiege sind an mehreren Stellen möglich Nächste Veranstaltung Weinweg in Flammen auf dem Weiler Weinweg: 4. August 2018 Detallierte Infos unter https://derweinweg.de/


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n Inhaltsverzeichnis Krise und Aufbruch in Europa Das Dreiländermuseum zeigt die Ausstellung „Zeitenwende 1918/19“ Historischer Ort mit Panoramablick Die Burgruine Rötteln eignet sich für einen Besuch mit der ganzen Familie Naherholung auf und im Wasser Immer mehr Menschen entdecken den Rhein für sich Einzigartige Vielfalt Im Botanischen Garten der Uni Basel gedeihen 8000 Pflanzenarten Auf den Spuren des Türkenlouis Barockschanze und andere Sehenswürdigkeiten in Gersbach Das Elsass an einem Ort Écomusée d’Alsace: Lebendiges Museumsdorf bewahrt regionales Erbe Zeitreise in die Vergangenheit Schneiderhof: Verein machte aus einem alten Bauernhaus ein Museum Mit Spaß schnelle Runden drehen Kartraceland im Haltinger Rebgarten ist „eine der besten Adressen“ Gut für den Körper Seit zehn Jahren gibt es den Barfußpfad im Bad Bellinger Kurpark Ein Sprung ins kühle Nass Badeplatz an den Isteiner Schwellen bietet Abkühlung an heißen Tagen Schon von den Römern geschätzt Badenweilers Badgeschichte reicht weit zurück Motorisierte Schätze Museum in Bantzenheim zeigt historische Motorräder Ein Wunder der Natur Die Donau ändert ihren Lauf plötzlich um 180 Grad Perle in grüner Idylle Der Angerhof bietet alles – Ruhe ebenso wie Aktivurlaub Forschungstrip im Finstergrund In Wieden kann man die Tradition des Bergbaus kennenlernen Schön und informativ Weinwege bieten Einblicke und Ausblicke Echter Wasserspaß Vielfältige Angebote und Hindernisse im Wildwasserkanal Links die Schweiz, rechts das Elsass Auf dem Läufelberg finden Wanderer Erholung und eine grandiose Aussicht Lebensqualität auf Markgräfler Art Das Vordere Kandertal hat erstaunlich viel zu bieten Auf dem Brett stehen und paddeln Trendsportart findet auch auf dem Hochrhein immer mehr Anhänger Ein Park für die ganze Familie Im Steinwasenpark gibt es Spaß mit Tieren und rasanten Bahnen Matterhorn: Berg der Superlative Höchste Baustelle der Welt / Neue Seilbahn zum Klein Matterhorn im Bau Hasel: Eisenbahn für Kinder Vergnügte Fahrt mit Lilliput­Zug / Erdmannshöhle lädt zur Besichtigung ein Flugakrobaten am Himmel Vogelpark: Beliebte Freizeiteinrichtung in der Region „wächst. lebt. bewegt.“ Landesgartenschau in Lahr ist mehr als ein Ziel für Gartenfreunde

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Burgruine mit Panoramablick Mit einer Länge von 300 Metern und einer Breite von 30 Metern ist die Burgruine Rötteln die drittgrößte Burgruine Südbadens. Foto: Kristoff Meller

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Einblicke und Ausblicke Mit Hinweistafeln: Den Weiler Weinweg kann man auch in Ötlingen beginnen, stets mit Blick in die Rheinebene und in die Basler Bucht. Foto: Jasmin Soltani

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n Impressum Verantwortlich für den Inhalt: Guido Neidinger Redaktion: Alexander Anlicker, Claudia Bötsch, Walter Bronner, Reinhard Cremer, Marco Fraune, Alexandra Günzschel, Silke Hartenstein, Ulf Körbs, Bernhard Konrad, Ralph Lacher, Ingmar Lorenz, Gerd Lustig, Kristoff Meller, Werner Müller, Tim Nagen­ gast, Guido Neidinger, Harald Pflüger, Dorothee Philipp, Jutta Schütz, Peter Schwen­ dele, Jasmin Soltani, Gerd Sutter, Heinz Vollmar, Michael Werndorff Anzeigen: Christian Hügerich Druck: Druckzentrum Südwest, Villingen­Schenning Die Beilage „Freizeit und Erholung“ ist ein Produkt des Verlagshauses Jaumann, Lör­ rach (Die Oberbadische, Markgräfler Tagblatt und Weiler Zeitung). Es erscheint in einer Auflage von 25 000 Exemplaren. Die Herstellung erfolgte ausschließlich mit Recycling­Papier.

Gletscherblitz macht Tempo Ob Gletscherblitz, Spacerunner oder Coasterbahn – im Steinwasenpark wird den Besuchern vielfältiges Fahrver­ gnügen geboten. Foto: zVg


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Echter Wasserspaß Wildwasserkanal | Vielfältige Angebote / Hindernisse n

Von Jasmin Soltani

Auswärtige buchen gleich ein ganzes Wochenende, damit es sich lohnt, Ein­ heimische aus dem Drei­ ländereck können sich ganz spontan entschei­ den, sich in die Strom­ schnellen des Parc der Eaux Vives in Hüningen zu werfen: Der Wildwas­ serkanal in der Weiler Partnerstadt ist schnell er­ reichbar und bietet jede Menge sportlichen Was­ serspaß. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht es am schnellsten von Weil am Rhein aus über die Drei­ länderbrücke. Autofahrer nehmen die Palmrainbrü­

INFO

Der Park Parc des Eaux Vives: Be­ treiber: Stadt Hüningen Länge des künstlich ange­ legten Wildwasserkanals: 350 Meter; Schwierig­ keitsgrad: II (Mittel), an der Eingangswelle mit­ unter III. Öffnungszeiten (bis 2. September): Mon­ tag bis Freitag:9 bis 21.30 Uhr; Samstag/Sonntag: 9 bis 19.30 Uhr u www.ville­huningue.fr/ de/Wassersport cke und fahren dann nach Hüningen, wo der Wild­ wasserpark gut ausgeschil­

dert ist. Genau richtig für die heißen Sommermonate ist das vielfältige Angebot, mit dem der zur Freizeit­ anlage umgestaltete ehe­ malige Hafen von Hünin­ gen jung und alt lockt. Ob Kanufahren, schnelles Rafting durch schäumen­ des Gewässer, Kajakfah­ ren oder Hydrospeed – der Parc des Eaux Vives bietet Anfängern und Fortge­ schrittenen allerhand Möglichkeiten, diverse Wassersportarten auszu­ probieren. Selbst Profis nutzen mitunter das Ange­ bot zum Training.

Canal de Huningue umgebaut Für Anfänger gibt es Schnupperkurse. Im Ange­ bot sind zudem Gruppen­ und Wochenendkurse, aber auch Einzelunter­ richt. Die gesamte Ausrüs­ tung und Bekleidung (Boote, Neopren, Flossen et cetera) kann gemietet werden. Und dann kann es – ausgerüstet mit einem Nummernschild – ab in die Fluten gehen – allein, mit Freunden oder auch in Gruppen. 1992 hat die Stadt Hü­ ningen den seit Anfang der 1960er Jahre brachlie­ genden Hafen umgestal­ tet. Der Canal de Hunin­ gue wurde zum 350 Meter langen wilden Strom mit einer Reihe von Hinder­ nissen umgebaut. Parallel zum Wildwasserkanal

Der Wildwasserkanal bietet eine Reihe unterschiedlicher Hindernisse. Foto: Jasmin Soltani verläuft ein weiterer Ka­ nal, auf dem die Kanuten zurückpaddeln können. Langes Boote­Tragen wird den Freizeitsportlern so erspart. Der Parc des Eaux Vives

Im Wildwasserpark in Hüningen kann die Ausrüstung fürs Rafting ausgeliehen werden, Neoprenanzüge einschließlich.

empfiehlt sich übrigens auch als Ausflugsziel für Vereine, Gruppen und Fa­ milien – selbst wenn es nicht jeder von ihnen mit dem nassen Element auf­ nehmen will: An den baumbestandenen Ufern kann man spazierenge­ hen, radfahren oder ein­ fach anderen beim Rafting zuschauen. Zwei Spiel­ plätze, eine Kletterwand und eine Boulebahn gehö­ ren ebenfalls zum Areal. Wer länger bleiben will, kann sich in den Gruppen­ unterkünften oder auf dem Zeltplatz einmieten Und selbst die geliebten Vierbeiner müssen nicht zu Hause bleiben. An sie ist mit einer Hundetoilette gedacht.


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Links die Schweiz, rechts das Elsass Läufelberg | Schöne Wege und eine grandiosen Aussicht für Wanderer und Ausflügler n

Von Reinhard Cremer

Noch auf der Gemarkung Egringen liegt der „Gip­ fel“ des 393 Meter hohen Läufelbergs. Doch auch die Fischinger sehen den Läufelberg als „ihren Hausberg“ an – ebenso wie die Schallbacher. Sowohl schmale Stra­ ßen als auch Wanderwege verbinden die drei Dörfer mit dem und über den Läufelberg. Vorbei an Fel­ dern, entlang an Streu­ obstwiesen und durch zahlreiche Weinhänge führen die Wege hinauf zum Schützenhaus, in dem der Schützenverein Egringen beheimatet ist. Nur wenige Meter ent­ fernt hat die Freiwillige Feuerwehr Egringen einen gemütlichen Rast­ platz angelegt. Von dort

Eine großartige Aussicht über das Dreiländereck haben Wanderer auf dem Läufelberg. Foto: Reinhard Cremer aus können Wanderer ihren Blick weit über Ba­ sel hinaus in die Schweiz und mit einer kleinen Wendung nach rechts auch über das Elsass schweifen lassen.

Bei jeder Jahreszeit ist eine Wanderung auf den Läufelberg – egal von wo aus sie begonnen wird – ein Erlebnis. Im Frühjahr, wenn die gebundenen Rebstöcke treiben, im

Mehr als eine Bibliothek

Bücherwurm | Seit zehn Jahren kulturelle Bereicherung

n

Von Ingmar Lorenz

Seit zehn Jahren ist der „Bücherwurm“ für Lese­ ratten in Eimeldingen die erste Anlaufstelle. Mit einem vielfältigen Pro­ gramm bereichert er zu­ dem das kulturelle Leben im Ort. Der „Bücherwurm“ ent­ stand 2008 als Gemein­ schaftsprojekt der Ge­ meinde Eimeldingen und der Evangelischen Kir­ chengemeinde Eimeldin­ gen­Märkt. Mehr als 3000 Bücher können in der Ge­ meindebibliothek im Haus der Begegnungen (Hauptstraße 30b) ausge­ liehen werden – vom Kri­ mi bis hin zur Fantasy­Ge­ schichte. Zudem lassen sich in der Bibliothek auch zahlreiche Sachbü­ cher finden. Darüber hinaus stellt das „Bücherwurm“­Team jedes Jahr ein abwechs­

Der Eimeldinger „Bücherwurm“ im Haus der Begegnung feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Foto: Lorenz lungsreiches Programm zusammen. Regelmäßig gibt es beispielsweise das Bilderbuchkino, in dem Geschichten für Kinder ab drei Jahren vorgestellt werden. Erwachsene kön­ nen sich beim literari­ schen Abend austauschen und auch im Rahmen des Kinderferienprogramms engagiert sich das Team. Eine besondere Veran­ staltung erwartet die Besu­ cher am 19. Oktober, wenn das zehnjährige Be­ stehen der Gemeindebib­

liothek im Haus der Be­ gegnungen gefeiert wird.

INFO Wer Lust hat, die Bestän­ de des „Bücherwurms“ zu durchforsten, kann für einmalig zwei Euro einen Bibliotheksausweis bean­ tragen. Die Ausleihe selbst ist kostenlos. Geöff­ net ist die Bibliothek in der Hauptstraße 30b in Eimeldingen jeden Mon­ tag von 14.30 bis 18.30 Uhr.

Sommer, wenn alles grünt und blüht, die Sonne auf die in vollem Laub stehen­ den Reben scheint, zum Herbst hin, wenn das Obst reif ist und in den Wein­ bergen die Traubenlese in

vollem Gang ist und schließlich im Winter, wenn die Pflanzen ihre Blätter abgeworfen haben und der Schnee – soweit vorhanden – jeden Laut dämpft. Wer möchte, kann sich auf dem Läufelberg sogar trauen lassen. Vor dem Schützenhaus ist die Ecke unter der großen Kastanie als Trauraum ausgewie­ sen. Egringens Ortsvorste­ her Jürgen Schopferer hat dort vor zwei Jahren auch den aus Efringen­Kirchen stammenden Samuel Koch und Sarah Elena Timpe getraut.

INFO Die Wanderwege auf dem Läufelberg sind beschil­ dert und das ganze Jahr hindurch zugänglich.


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Lebensqualität nach Markgräfler Art Ortsporträt | Das Vordere Kandertal – Region mit boomendem Wirtschaftsleben und Freizeitwert n

Von Walter Bronner

Das Vordere Kandertal als angesagte Tourismusre­ gion anpreisen zu wollen, wäre eine starke Übertrei­ bung. Schließlich gibt es nicht einmal einen Urlaubsprospekt von den sechs Verbandsgemeinden Binzen, Eimeldingen, Fi­ schingen, Rümmingen, Schallbach und Wittlin­ gen. Gleichwohl ist der Freizeitwert dieser Region entlang des Kanderbachs hoch beachtlich. Nicht zuletzt wegen der hier anzutreffenden vor­ züglichen Gastronomie, die von gut bürgerlich bis zur Haute Cuisine reicht. Aber auch wegen der vie­ len Feste und Feiern, für die vor allem die zahlrei­ chen Vereine, aber auch Winzer­ und Gastro­Initia­ tiven oder Gewerbe­Ko­ operationen verantwort­ lich zeichnen. In Binzen, der größten Mitgliedsgemeinde, gibt es zum Beispiel den Früh­ lingsmarkt, das Dorffest nebst zünftigen Sommer­ und Herbstfeten, darunter auch ein kleines Country­ Festival. In Schallbach ist das ori­ ginelle Zeechefescht mit seinem kulinarischen Be­ sonderheiten und kulturel­ len Zutaten zu Hause. Letztere gibt es bei den „Schallbacher Kulturta­

Immer ein Besuch wert: der Kanderner „Rossmärt“ mit seinen prächtigen Pferden. Foto: Walter Bronner gen“ auch schon im späten Frühjahr. Und wer es einmal unternimmt, der Kander entlang von Wittlingen bis Eimeldingen zu wandern, eine größere Strecke auf dem gut ausgebauten Rad­ wegnetz zu absolvieren oder urgemütlich die sie­ ben Bahnstationen mit dem historischen Dampf­ zug „Chanderli“ abzuklap­

pern, kann viele verborge­ ne Schönheiten und Be­ sonderheiten entdecken. Hilfreich sein könnte da­ bei auch die Lektüre des aufschlussreichen Bild­ bands „d’r Chander no“ von Rolf Frei, dem Haltin­ ger Meisterfotografen. Das Buch erschien zum 25­Jah­ re­Jubiläum des Verwal­ tungsverbandes Vorderes Kandertal. Es wirft ein

nicht alltägliches Licht auf das, was außerhalb gängi­ ger Ortsbeschreibungen für die Region besonders charakteristisch ist und welche verborgenen Schät­ ze es hier zu entdecken gibt. Etwa den massiven Hinkelstein auf dem schönsten Aussichtspunkt des Binzener Rebbergs. Den geologisch einzigarti­ gen Läufelberg mit seinen

faszinierenden Lösswän­ den, den Blick vom Schall­ bacher Südhang auf das Basler Rheinknie (die ein­ zige Stelle im Markgräfler­ land, die diese Aussicht bietet), die im Dorf ver­ steckte Rümminger Jako­ buskirche, einst Pilgersta­ tion auf dem Weg nach Santiago de Compostela, oder das unwirsch wirken­ de Bärenkopf­Relief aus rotem Sandstein an einem Nebengebäude der Witt­ linger Mühle, mit dem einst der trinkfeste und streitbare Mühlenbesitzer Hannibal von Bärenfels die Dorfbewohner provo­ zierte. Die im Weinbrenner­Stil erbaute Binzener Laurent­ iuskirche zählt zu den stattlichsten Gotteshäu­ sern des Markgräflerlands und symbolisiert quasi das, was das Autorenteam von „d’r Chander no“ als charakteristische Wesens­ art der Vorderen Kandertä­ ler dingfest macht: „selbst­ bewusst, überlegen, groß­ zügig“.

INFO Weitere Informationen über die Region gibt es im Internet auf den Seiten: www.binzen.de, www.ei­ meldingen.de, www. fi­ schingen.de, www.ruem­ mingen.de, www.schall­ bach.de.

Einladende Dorf­ und Kleinstadtidyllen Ortsporträt | Kandern – ideales Revier für Kurzurlauber und Tagestouristen n

Von Walter Bronner

Kandern pflegt sein Image als gastfreundlicher Tou­ rismusort. Zwar sind die Feriengäste, die hier zwei oder gar drei Wochen Urlaub machen, deutlich weniger geworden als frü­ her, dafür verzeichnen Kurzzeit­ und Tagestouris­ mus stetigen Zuwachs. Es locken zum Beispiel

bekannte Feste von origi­ neller lokaler Eigenart, et­ wa das Strüblifest in Woll­ bach, das Storchenfest in Holzen, das Bergfest in Tannenkirch, der Städtli­ tag im Zentralort oder das Schopffest in Riedlingen. Überragendes Festereig­ nis ist jedoch alljährlich im September das dreitägi­ ge Budenfest und der schon viel ältere Rossmärt

am zweiten September­ Montag. „Kanderner Na­ tionalfeiertage“ wird die­ ser Festreigen auch ge­ nannt. Darüber hinaus können sich die Gäste auf zig Kilo­ metern miteinander ver­ netzter Wander­, Themen­ und Lehrpfade ergehen. Die schönsten davon sind in den über 3000 Hektar Waldgebieten der Stadtge­

markung angelegt. Das Nostalgie­Kino und im Sommer das Freibad zu besuchen, ist ebenso emp­ fehlenswert wie eine er­ holsame Rast in einem der zahlreichen Gasthäuser, deren kulinarisches Ange­ bot von typischer Mark­ gräfler Hausmannskost bis zu exotischen Gaumen­ freuden reicht. n Info: www.kandern.de


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Auf dem Brett stehen und paddeln Stehpddeln | Trendsportart findet auch auf dem Hochrhein immer mehr Anhänger n

Von Gerd Lustig

Ursprünglich aus Indone­ sien stammend, dann von Beachboys aus Hawai ent­ deckt, ist eine Trendsport­ art längst auch hier nach Deutschland geschwappt: Stehpaddeln, auch Stand­ up Paddling (SUP) ge­ nannt. Gerade der Rhein, ganz besonders der Hoch­ rhein, mit seinem durch die Stauwehre meist nur leichten Strömung eignet sich bestens für diese wun­ derbare Wassersportart. Stehpaddeln ist eine Mi­ schung aus Kajakfahren und Surfen. Überall sieht man jetzt zuhauf Men­ schen, die auf großen Bret­ tern im Wasser stehen und sich mit einem Paddel fort­ bewegen. Mal schneller, mal langsamer. SUP ist fa­ cettenreich, lässt einen den Alltag schnell vergessen und bringt Menschen ans Wasser, die bislang keine Wassersportler waren. Außerdem sind die inzwi­

schen mehrheitlich ver­ wendeten aufblasbaren Bretter flexibler einsetzbar als bei jeder anderen Was­ sersportart. Das Brett passt in einen Rucksack, kann ohne Probleme auf dem Fahrrad, mit der S­Bahn oder dem Auto transpor­ tiert werden. Erlernen kann den Sport jeder – ob Trainingsanfän­ ger oder Leistungssportler, Kind oder Erwachsener. Die einzige Voraussetzung ist, dass man gut schwim­ men kann und keine Angst vor dem Wasser hat. Experten empfehlen, trotzdem mit einer profes­ sionellen Einweisung oder einem Anfängerkurs zu starten. Wer ohne Trainer auf ein SUP­Brett steigt, sollte folgende Fragen beant­ worten können: Bestehen auf dem Gewässer beson­ dere Regelungen aus Na­ turschutzgründen? Kenne ich alle Gefahrenstellen wie zum Beispiel Fähren­

Stehpaddeln oder auch Standup Paddling (SUP) genannt, wird immer mehr zur Trendsport­ art. Gerade der Hochrhein bietet sich als ideales Revier an. Foto: Gerd Lustig verkehr? Habe ich Wind und Wetter im Blick und kann eventuelle Verände­ rungen richtig einschät­ zen? Fitnessexpertin Kind weist auch darauf hin, dass es wichtig sei, orts­ kundig zu sein und die

Für Fans heißer Reifen n

Von Gerd Lustig

Wer echte Rennatmosphä­ re liebt, der ist bei der In­ door­Kartbahn in Rhein­ felden an der Römerstra­ ße goldrichtig. Hier kön­ nen es die Besucher ordentlich krachen lassen – und das alles mit fünf Zentimeter Bodenfreiheit. Gerne organisiert das Kartbahn­Team diverse Rennveranstaltungen. Zu­ dem gibt in der Kartbahn ein gemütliches Bistro, von dem aus sich das Renngeschehen wunder­ bar live durch die großen Fenster mitverfolgen lässt. Außerdem gibt es eine kleine Gartenterrasse.

Motorsport pur bietet die Kartbahn in Rheinfelden. Renn­ atmosphäre kommt hier schnell auf. Foto: Gerd Lustig

KONTAKT: n Kartbahn Rheinfelden, Römerstraße 85, Tel. 07623/8681.

Strömungen bei Flüssen einschätzen zu können. Wer es indes gleich von Anfang an richtig machen will, dem biete sich in der hiesigen Region eine gute Möglichkeit. „Stonesurf“ in Stein am Rhein bietet

Kurse an sowie auch Ver­ leih. Und es sind auch ge­ führte Touren im Pro­ gramm. Die schönste Tour betrifft sogar Rheinfelden. KONTAKT: n www.stonesurf.ch


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Ein Park für die ganze Familie Steinwasenpark | Spaß und Unterhaltung mit Tierwelt und rasanten Bahnen n

ist, der kann sich ins „Schwarzwald­Kino“ set­ zen und sich dort auf eine visuelle Zeitreise durch die Urlandschaft Süd­ deutschlands begeben. Oder man steigt hinab in die Eiswelt, wo unter an­ derem der sagenumwobe­ ne Yeti wartet. Für kleine­ re Kinder gibt es auch einen Abenteuerspielplatz und ein Märchenkino. Spannend geht es auch im Tierbereich zu, wo auf einem rund 35 Hektar gro­ ßen Gelände rund zwan­ zig Wildarten auf die Be­ sucher warten, darunter Luchse, Waschbären, Mur­ meltiere, Rentiere, Hirsche und Wildschweine.

Von Peter Schwendele

Bereits seit mehr als vier­ zig Jahren lockt der Stein­ wasenpark viele Besucher nach Oberried. Ursprüng­ lich als reines Wildgehege angelegt, hat sich der Park immer mehr zu einem vielfältigen Themenkom­ plex entwickelt. Neben der Tierwelt locken rasan­ te Bahnfahrten oder eine extrem lange Hängebrü­ cke, die sich über den Park spannt. Seit 2014 können sich Besucher an einer Out­ door­Coasterbahn erfreu­ en, bei der die Geschwin­

Eine der Attraktionen: Der River­Splash.

Auch Murmeltiere sind im Steinwasenpark zuhause.

digkeit individuell be­ stimmt werden kann. Nachdem die Coasterlen­ ker von einem Lifter voll­ automatisch zur Bergsta­ tion transportiert worden sind, geht es durch vier fet­ zige Kreisel zurück ins Tal.

Die Allwetterrodelbahn führt auf luftiger Höhe über das Parkgelände und verschafft den Fahrern tol­ le Ausblicke. Attraktiv ist auch ein Wildwasserbereich, der River­Splash, der das An­

Fotos: zVg gebot der Fahrtmöglich­ keiten um eine spritzige Variante ergänzt. Weiter warten der Gletscherblitz, der Spacerunner und zwei Freiluft­Rodelbahnen auf Temposüchtige. Wem all dies zu rasant

INFO In der Hauptsaison vom 1. Juli bis 9. September hat der Park von 9 bis 18 Uhr geöffnet. In der Nebensai­ son vom 10. September bis 4. November ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.steinwasen­park.de.

Der Faden wird weiter gesponnen

Wiesentäler Textilmuseum | Einblicke in die Geschichte der Textilindustrie Das Wiesentäler Textilmu­ seum in Zell ist ein leben­ diges Museum. Genau richtig ist hier, wer einen Einblick in den spannen­ den Bereich der Textil­ industrie gewinnen will, die bis ins zweite Drittel des letzten Jahrhunderts hinein einer der dominie­ renden Bereiche im ge­

INFO Geöffnet hat das Textil­ museum in Zell vom 1. März bis 30. November samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr sowie dienstags von 14 bis 17 Uhr. Weitere Infos unter www.wiesentaeler­textil­ museum.de.

samten Wiesental war. Von der Baumwollfaser über das Spinnen und Schlichten bis hin zum Weben erhalten die Besu­ cher einen tief greifenden Einblick in die Zusam­ menhänge dieses Indust­ riezweigs. Das Örtchen Zell war einst ein Zentrum der Textilindustrie, und das Besondere am dort ge­ legenen Museum ist, dass alle Vorgänge in der Praxis an voll funktionsfähigen Maschinen vorgeführt werden können. Interes­ sierten Besuchern wird auch die Gelegenheit ge­ boten, sich selbst unter Anleitung beim Weben zu versuchen. Außerdem werden an­

Das Wiesentä­ ler Textilmu­ seum ist eine lebendige Ein­ richtung. Foto: Archiv

hand vieler interessanter Bilddokumente, aus der frühesten Zeit der Foto­ grafie bis heute, die Beson­ derheiten textiler Heim­

Manufaktur und Fabrik­ arbeit dargestellt. Das Museum wurde im Jahr 1996 in historischen Fabrikräumen eröffnet

und im Lauf der Zeit mit aufwändigen Umbauten und Renovierungen auf rund 1000 Quadratmeter erweitert.


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Matterhorn: Berg der Superlative Zermatt | Höchste Baustelle der Welt / Neue Seilbahn zum Klein Matterhorn im Bau Zermatt und das Matter­ horn, das sind Sommer­Er­ lebnisse auf den höchsten Bergen Europas. Der Zer­ matter Sommer bietet 400 Kilometer Wanderwege, über 100 Kilometer Moun­ tainbike­Trails sowie 21 Kilometer Pisten auf dem Gletscher. Eine hochste­ hende Gastronomie und viele Events runden das Angebot ab.

fen und guter Bremsen steht einem komfortablen und sicheren Fahrvergnü­ gen nichts im Weg. Der tiefe Schwerpunkt der Carts sorgt für gute Stabili­ tät. Das Angebot besteht bis 30. September und ist für Kinder ab neun Jahren und 135 Zentimeter Größe geeignet.

Fahrt mit „Mountaincarts“

Neu ist ein Paket mit Bike­ Bergbahnticket und Früh­ stücksbuffet. Mit dem Mountainbike geht es mor­ gens früh auf die Berg­ bahn hoch nach Sunneg­ ga. Während der Fahrt steigt die Sonne hinter den Gipfeln empor. Oben an­ gekommen, erwartet die Gäste ein reichhaltiges Frühstück, bevor sie die

Mit dreirädrigen Go­Karts geht es über die neue 1,6 Kilometer lange Moun­ taincart­Strecke von Blau­ herd (2571 Meter) hi­ nunter nach Sunnegga (2288 m). Dank eines be­ quemen Sitzes, einer hoch­ wertigen Aluminium­ konstruktion, breiter Rei­

neue Rundwanderung ab dem Bahnhof Randa ein­ gerichtet. Die Tour dauert vier Stunden und über­ windet zweimal 850 Hö­ henmeter.

Höchste Baustelle der Welt

Mountainbiken in der Morgensonne

Wanderung zur längsten Fußgängerhängebrücke der Welt. Foto: zVg / Valentin Flauraud Bike­Trails im Gebiet Sun­ negga im Licht der Mor­ gensonne genießen.

Weltrekord­ Hängebrücke

Vergangenen Sommer wurde die längste Fußgän­

gerhängebrücke der Welt eröffnet: die Charles­Kuo­ nen­Hängebrücke ober­ halb Randa. Sie misst 494 Meter und führt am höchs­ ten Punkt 85 Meter über den Abgrund. Um sie zu erreichen, wurde eine

Bis zum Herbst verwirk­ licht die Zermatt Bergbah­ nen AG die höchste Drei­ seilumlaufbahn (3S Bahn) der Welt. 145 Personen von 38 verschiedenen Unternehmen sind am größten Bauprojekt in der Geschichte der Zermatt Bergbahnen AG beteiligt. Die 3S Bahn wird ab Ende September bis zu 2000 Personen stündlich auf das „Matterhorn glacier para­ dise“ (Klein Matterhorn) befördern. n matterhornparadise.ch


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Miniaturbahn erfreut Kinder Liliput­Eisenbahn | Betreiber will noch in diesem Jahr einen Förderverein gründen n

Von Christoph Schennen

Für Kinder ist es eine Freu­ de, mit der Liliput­Bahn zu fahren. Josef Schumacher und seine Mitstreiter ha­ ben in unmittelbarer Nähe zur Erdmannshöhle in Ha­ sel eine 300 Meter lange Eisenbahnstrecke aufge­ baut, auf der eine kleine Feldbahn der Baugröße F3 verkehrt. Die Bahnanlage besteht seit sechs Jahren und ist vom 1. Mai bis zum ersten Sonntag im Septem­ ber jeweils sonn­ und

Kinder lieben die Miniatur­Eisenbahn in Hasel. Foto: zVg feiertags geöffnet. „Ge­ plant ist die Gründung

eines Fördervereins“, sagt Josef Schumacher. Mit­

streiter, die bei der Gestal­ tung der Anlage mithelfen wollen, zum Beispiel einen Teich anlegen wol­ len oder Dekoration für die Strecke (zum Beispiel Bahnhofsgebäude) bauen wollen, sind eingeladen, sich auf dem Gelände zu verwirklichen. Schuma­ chers Begeisterung für das Eisenbahnwesen rührt aus seiner Familie. Sein Vater war Bahnhofsvorsteher, und er wohnte mit seinen Eltern in einem Bahnhof östlich von Köln. Mit der

Liliput­Bahn hat er sich jetzt einen Traum erfüllt.

INFO

Liliput­Bahn Eine Runde mit der Bahn dauert fünf Minuten und kostet zwei Euro pro Fahrt, drei Fahrten 5 Euro. Gruppenermäßigung gibt es bei zehn Kindern. Bei Gruppen ab zehn Kindern kostet eine Fahrt 1,50 Euro.

Die Erdmannshöhle ist sehr sehenswert.

Foto: zVg

Unterirdische Räume Erdmannshöhle | Touristischer Höhepunkt von Hasel n

Von Christoph Schennen

Die Attraktion der Ge­ meinde Hasel ist die Erd­ mannshöhle. Nicht zuletzt dank ihr trägt der Ort die Bezeichnung „Höhlen­ dorf“. Die Erdmannshöhle ist eine der ältesten Tropf­ steinhöhlen in Deutsch­ land. Eine Sage berichtet davon, dass im Unter­ grund einst Erdmännchen gehaust haben sollen. Kennzeichen des unterir­ dischen Raums sind die al­ ten und großen Tropfstei­ ne. Der größte von ihnen erreicht eine Höhe von vier Metern und einen

Durchmesser von zwei Metern. Sein Alter wird auf 135 000 Jahre ge­ schätzt. Von der vermesse­ nen Gesamtlänge von 2185 Meter sind 360 Meter für die Öffentlichkeit frei­ gegeben. Die Höhle ist täglich während der Os­ ter­, Pfingst­ und Herbstfe­ rien geöffnet sowie im Juli und August. In der übri­ gen Zeit ist die Höhle nur samstags, sonntags und feiertags geöffnet. Der Eintritt zur Erd­ mannshöhle beträgt 4,50 Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder (bis 18 Jahre) und Studenten.

Klassen zahlen pro Schü­ ler nur 2,50 Euro.

INFO

Höhle Führungen finden zu je­ der vollen Stunde von 10 bis 16 Uhr statt. Sonder­ führungen für Gruppen sind werktags und außer­ halb der Öffnungszeiten nur nach Voranmeldung im Bürgermeisteramt Ha­ sel möglich (Tel. 7762­ 80689­0, E­Mail info@gemeinde­ha­ sel.de).


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Gefiederte Freunde aller Art beherbert der Vogelpark.

Zu den Attraktionen des Vogelparks gehört die Falknerei.

Flugakrobaten am Himmel

Vogelpark | Beliebte Freizeiteinrichtung der Region

Am Anfang stand nur die Idee eines Vogelliebha­ bers, aus einer kaum nutz­ baren Talsenke ein Vogel­ paradies zu machen. Nach der behördlichen Geneh­ migung des Bebauungs­ plans und der gründlichen Vorplanung mit berufenen Fachleuten wurde 1974 mit den Ausbauarbeiten begonnen. Jahrelang wur­ de an Teichen, Volieren und Freigehegen gearbei­ tet. 1980 konnte der Vogel­ park in einer Feierstunde mit dem damaligen Justiz­ minister von Baden­Würt­ temberg, Heinz Eyrich, vielen Gästen und zahlrei­ chen kommunalen Vertre­ tern von Land und Ge­ meinde, der Öffentlichkeit übergeben werden. In den Festansprachen wurde vor allem die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung dieses Unternehmens für die Region hervorgeho­ ben. Bald 40 Jahre nach der Eröffnung gehört der Vo­ gelpark mit zu den attrak­ tivsten Freizeiteinrichtun­ gen in der Region. In der weiten Parklandschaft des

zwischen Weitenau und Schlächtenhaus gelegenen Vogelparks können Besu­ cher auf Tuchfühlung mit den gefiederten Freunden gehen. Vom Verkehr abge­ schirmt und schattig gele­ gen, bietet der rund zehn Hektar große Park Vögeln aus aller Welt ein prächti­ ges Zuhause. Aber auch Äffchen sowie Kängurus, Hasen und Bergziegen le­ ben im Vogelpark. Eine besondere Attrak­ tion sind die täglich um 11 und 15 Uhr stattfindenden Greifvogel­

INFO

Vogelpark Öffnungszeiten: bis 4. No­ vember täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet; an Sonn­ und Feiertagen sowie in der Ferienzeit länger. Gra­ tis Besucher­Parkplätze für zirka 350 Pkw und 15 Busse. Hunde dürfen an­ geleint mitgebracht wer­ den. Weitere Infos unter www.vogelparksteinen.de.

Flugvorführungen auf der Falkneranlage. Nach den Flugshows gibt es um 12 und 16 Uhr ebenfalls täg­ lich moderierte Berberaffen­Fütterungen. In einem Freigehege hat der Besucher direkten Kontakt zu Bennettkängu­ rus, und im Vogelkunde­ haus erfährt man alles Wissenswerte über die heimische Vogelwelt. Im Sittich­ ­Freifluggehege findet sich eine Vielzahl farbenpräch­ tiger Sittiche. Es gibt auch einen Kräutergarten und eine Wassertretanlage mit Barfußpfad. Ab dieser Sai­ son gibt es im Vogelpark ein Labyrinth. Am Rande des Parks be­ finden sich der Spiel­ und Erlebnisbereich, das Strei­ chelgehege mit Zwergzie­ gen, die Gastwirtschaft mit Terrassen und Garten­ wirtschaft, vier Grillplätze und Schutzhütten. Selbst­ verständlich gibt es auch Parkführungen, Falkner­ ­Seminare und Unterricht für Schulklassen. In den Sommerferien bietet der Vogelpark zahlreiche Ak­ tionen für Kinder.

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Fotos: Harald Pflüger


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Herzstück ist – neben Kleingartenanlage und Bürgerpark – der Seepark mit dem künstlich angelegten See. Dieser soll über die Landesgartenschau hinaus Raum für Freizeit und Erholung bieten. Fotos: Alexander Anlicker

„wächst. lebt. bewegt.“

Landesgartenschau | Lahr ist mehr als ein Ziel für Gartenfreunde / Erholung und Freizeit im Fokus n

Gartenschau als Sport­ und Mehrzweckhalle ge­ nutzt.

Von Alexander Anlicker

Die Gartenschauen in Lör­ rach (1983), Freiburg im Breisgau (1986), Weil am Rhein (1999) und Rhein­ felden (2007) liegen schon ein paar Jahre zurück, bis zur Landesgartenschau 2022 in Neuenburg am Rhein sind es noch knapp vier Jahre. Warum also nicht einen Ausflug in die Ortenau unternehmen, zur Landesgartenschau 2018 in Lahr. Diese findet noch bis zum 14. Oktober unter dem Motto „wächst. lebt. bewegt.“ statt. Das Gelände gliedert sich in drei Bereiche: Kleingartenpark, Bürger­ park und Seepark. Das Areal hat eine Gesamtflä­ che von 38 Hektar, es ist damit eine der größten Gartenschauen im Land.

Kleingartenpark

Im Kleingartenpark – di­ rekt nach dem Hauptein­ gang – befinden sich unter anderem verschiedene Schaugärten von Garten­ und Landschaftsbaubetrie­ ben. Vom grünen Wohn­ zimmer mit Outdoor­Kü­ che oder Pool bis hin zu bepflanzten Wänden gibt es eine Fülle von Ideen und Tipps für den Garten. Der großzügige Bürgerpark bietet einerseits viel grünen Raum, andererseits wurde auch neue Infrastruktur für das umliegende Quartier geschaffen, wie beispielsweise eine Kinder­ tagesstätte, die Blumenhalle und Sportanlagen Die Ortenau­Brücke über die Bundesstraße 415 er­ schließt den Seepark und ist das neue Wahrzeichen der Stadt Lahr.

Bürgerpark

Im Mittelpunkt der LGS steht die langfristige städ­ tebauliche Aufwertung, so entstanden im Bürgerpark

Seepark

eine neue Kindertagesstät­ te sowie verschiedene Sport­ und Freizeitangebo­ te. Die Blumenhalle wird beispielsweise nach der

Herzstück des großen Lan­ desgartenschau­Areals ist der Seepark. Der künstlich angelegte See ist nur zwei Meter tief und soll nach der Landesgartenschau der Bevölkerung als Bade­ see dienen.

mit enthalten. Eintrittspreise: Die Ta­ geskarte kostet 18 Euro für Erwachsene, ermäßigt und für Gruppen ab 20 Perso­ nen jeweils 15 Euro. Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren zahlen vier Euro. Die Familien­Tageskarte (zwei Erwachsene und eige­ ne Kinder zwischen sechs und 17 Jahren) kostet 40 Euro. Bei der Anreise mit dem ÖPNV (z.B. Baden­ Württemberg­Ticket) gibt es Rabatte auf den Tages­

eintritt: Erwachsene 2 Euro, Kinder 1 Euro und mit der Familienkarte 5 Euro. Wer die Tickets vorher besorgen möchte, kann diese online unter www.landesgartenschau­ lahr2018.de bestellen. n Anreise: Vom Bahnhof gibt es einen Shuttle­Bus zum Haupteingang (kostenlos bei vorhandener Eintritts­ karte). Die Parkgebühr auf den Besucherparkplätzen beträgt 3 Euro.

INFO

Neueste Gartentrends lassen sich in der Kleingartenanlage, direkt nach dem Haupteingang, entdecken.

n Öffnungszeiten: Die Landesgartenschau Lahr dauert noch bis zum 14. Oktober 2018. Sie ist täg­ lich von 9 bis 19 Uhr ge­ öffnet, die Kasse schließt um 18.30 Uhr. Donnerstag bis Samstag gelten verlängerte Einlass­ zeiten bis 20.30 Uhr. Besu­ cher dürfen bis zum Ein­ bruch der Dunkelheit auf dem Gelände bleiben. In der Tageskarte sind auch die Abendveranstal­ tungen auf den Bühnen

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Das Ausstellungsprojekt gibt einen Überblick über die Zeitenwende 1918/19 und vergleicht systematisch die Situation am Oberrhein in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Foto: zVg/Dreiländermuseum

Krise und Aufbruch in Europa Dreiländermuseum | Ausstellungsprojekt „Zeitenwende 1918/19“

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Von Bernhard Konrad

Das Ende des Ersten Weltkriegs markiert eine tief greifende Zäsur in Europa und den Beginn fundamentaler Veränderungen – auch im Dreiländereck. Im Ausstellungsprojekt „Zeitenwende 1918/19“ befassen sich knapp 30 Einrichtungen des „Netzwerks Museen“ mit diesem Thema. Die Überblicksausstellung ist derzeit bis 3. Februar 2019 im Lörracher Dreiländermuseum zu sehen. Sie gibt einen fundierten Überblick über die Zeitenwende 1918/19 und vergleicht systematisch die Situation am Oberrhein in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Zahlreiche Originale sind auf 400 Quadratmetern ausgestellt, die Begleittexte sind in deutscher und französischer Sprache verfasst. Diese Zeitenwende in der Geschichte des Kontinents (und darüber hinaus) wirkt bis in die Gegenwart nach – noch heute lässt sich in der Beschäftigung mit dem Thema Neues entdecken. Denn: Mitunter endet das Wissen über diese Periode an den Ländergrenzen – auch deshalb, weil manch

Triumph über die Pickelhaube: gallischer Hahn auf deutschem Helm Foto: Bernhard Konrad

ein Thema über Jahrzehnte hinweg zwischen den Staaten oder selbst innerhalb eines Landes nur zögernd angesprochen, geschweige denn aufgearbeitet wurde. Etwa, dass über 120 000 deutschstämmige Bürger aus dem Elsass vertrieben und ihr Besitz beschlagnahmt wurde, nachdem die Region wieder französisch geworden war. „Heute“, so Museumsleiter Markus Moehring, „können wir darüber reden.“ Gleichzeitig verlief die ReIntegration der Elsässer innerhalb Frankreichs weit weniger reibungslos, als es die anfängliche Euphorie

erwarten ließ. Unterdessen wurden Baden und Deutschland Republik, das Frauen-Wahlrecht wurde ebenso eingeführt wie der Acht-Stunden-Tag. Der Umbruch werde meist mit der deutschen Niederlage, wirtschaftlicher Not und Unsicherheit in Verbindung gebracht, sagt Moehring. Neuerdings rücke allerdings der Aufbruch in die Moderne – mit vielen positiven Facetten – stärker ins Zentrum der Debatte. Die Schweiz entwickelte ihren europäischen Sonderweg und wurde durch einen Generalstreik erschüttert. Die für Grenzsi-

cherung eingesetzten Bauern und Handwerker bekamen für ihre Dienste kargen Lohn. Ohne soziale Absicherung verarmten ganze Teile der Bevölkerung: „Die Schweiz stand kurz vor einem Bürgerkrieg“, sagt Moehring. Erst der Einsatz der Armee beendete den Landesstreik. Bis dahin hatten etliche Basler Industrielle als Kriegsgewinnler gut an der vorangegangenen Katastrophe verdient. Und: Erstmals wurden nun Grenzkontrollen auch in Friedenszeiten im Dreiländereck eingeführt. Diese trinationale Perspektive prägt die Ausstel-

lung in Lörrach. Kuratiert wurde sie von Tobias Hebel, Historiker Hubert Bernnat verfasste zahlreiche Hintergrundtexte. Aurea Hardt gestaltete die Schau, die in fünf Abteilungen (Kriegsende, Aufbruch und Umbruch, Nordwestschweiz, Elsass, Baden) Plakate, Alltagsobjekte, zeitgenössische Kunst, Fotografien und etliches mehr zeigt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der auch auf die anderen Offerten im Netzwerk Museen aufmerksam macht. Ein umfangreiches Rahmenprogramm vertieft die Themen.

INFO Dreiländermuseum Basler Straße 143 79540 Lörrach Tel. 07621/415 150 Öffnungszeiten: Di. – So. 11 bis 18 Uhr. Für Gruppen bei Voranmeldung täglich 8 – 22 Uhr; an Feiertagen ist das Dreiländermuseum zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet. Über die Weihnachtstage, den Jahreswechsel und am Fasnachtssonntag ist das Haus geschlossen. n

www.dreilaendermuseum.eu


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Historischer Ort mit Panoramablick Burg Rötteln | Festung aus dem 11. Jahrhundert eignet sich für Besuch mit der ganzen Familie Sie ist das Wahrzeichen der Stadt Lörrach: Oberhalb von Haagen erhebt sich die Burgruine Rötteln und gibt Zeugnis einer Jahrhunderte alten Geschichte. Mit einer Länge von 300 Metern und einer Breite von 30 Metern ist das Kulturdenkmal die drittgrößte Burgruine Südbadens, und erstreckt sich auf einem Bergsporn am Rande des Dreiländerecks.

Geschichte

Im 11. Jahrhundert wurde die Burg von den Herren von Rötteln erbaut – erst im 13. Jahrhundert wurde sie jedoch erstmals urkundlich erwähnt. Mit den Jahren entstand eine der größten und mächtigsten Festungen Süddeutschlands. Beim Bauernaufstand 1525 wurde die Burg geplündert, während des 30jährigen Krieges (1618 bis 1648) beschädigt und schließlich im holländischen Krieg (1672 bis 1678) zerstört. Doch auch als Ruine verlor Rötteln

Tolle Aussicht vom Bergfried der Burgruine Rötteln nicht den Charme und besticht heute als Wahrzeichen des unteren Wiesentals. Im 20. Jahrhundert übernahm der Verein „Röttelnbund“ die Aufgabe, die Ruine zu erhalten

und zu pflegen. Eine freiwillige Arbeitsgruppe des Vereins sorgt dafür, dass die Ruine in einem sauberen und präsentablen Zustand erscheint. Des Weiteren bietet der Verein regelmäßig Führungen durch die weitläufige Burganlage an. Sowohl das Land Baden-Württemberg als auch die Stadt Lörrach sind jeweils Teilbesitzer der imposanten Burgruine.

Aktivitäten

Rund um die Burg gibt es viele Wandermöglichkeiten.

Die Burgruine Rötteln ist ganzjährig geöffnet. Neben einem kleinen Museum in der Landschreiberei befindet sich in der Unterburg der Festungsan-

Fotos: Kristoff Meller lage das Café „Fräulein Burg“ mit Biergarten. Außerdem besticht die Ruine durch eine schöne Panoramaaussicht vom Bergfried – bei gutem Wetter bis zu den Alpen. Der Grillplatz oberhalb der Burg ist zudem ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt. Wer es sportlich mag, kann sich auf dem vielfältigen, schattigen Wanderwegenetz rund um die Burg austoben. Unter anderem führt auch die letzte Etappe des 285 Kilometer langen und viel begangenen Westwegs von Pforzheim nach Basel direkt durch die alten Mauern. Unterhalb der Burg-

ruine beim großen Parkplatz erinnert zudem das Steinportal „Dreiländereck“ an den bekannten Fernwanderweg.

INFO

Burg Rötteln Öffnungszeiten: Mitte März bis Mitte November, täglich von 10 bis 18 Uhr, gestaffelte Eintrittspreise, Führungen nach vorheriger Absprache auch in englischer und französischer Sprache unter info@burgruine-roetteln. de. Mehr Informationen unter www.burgruineroetteln.de


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Im, auf und am Rhein hat sich eine eigene Form des Naherholungstourismus gebildet.

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Fotos: Heinz Vollmar

Naherholung auf und im Wasser

Rhein | Immer mehr Menschen entdecken den Fluss für sich / Oft schlechte Zugangsmöglichkeiten n

Von Heinz Vollmar

Der Hochrhein zwischen Rheinfelden, Grenzach­ Wyhlen und Basel wird immer mehr zu einem Mekka für Wassersportler, Bootfahrer und andere Freizeitaktivisten. Vor al­ lem dann, wenn die Fluten des Rheins bei hohen Luft­ temperaturen wie in den zurückliegenden Wochen wohltuende Abkühlung versprechen. Viele Menschen suchen daher immer wieder die schattigen Rheinuferplätze auf, um dort Ruhe und Entspannung zu suchen. Geradezu ausgebucht sind oftmals die Rheinufer zwi­ schen Rheinfelden und

Die Rheinfähre zwischen Herten/Wyhlen und Kaiseraugst ist bei Ausflüglern sehr beliebt. den Staustufen bei Wyh­ len und Birsfelden. Selbst im Dickicht des oftmals unzugänglichen Uferbe­ reichs sind Menschenan­ sammlungen zu sehen, die im Rhein baden oder so­ gar campieren. Da duftet

es nach Grillgut. Mancher Freizeitkapitän hält da ger­ ne seine Nase in den Wind. Neben den rein wasser­ sportlichen Interessen nut­ zen viele Menschen den Rhein aber auch, um sich

von den Naturschönheiten entlang der Wasserstraße begeistern zu lassen. So et­ wa im Altrheingebiet von Wyhlen, wo sich nicht nur Ornithologen fachkundig mit der Vogelwelt ausei­ nandersetzen, sondern auch Spaziergänger die Einzigartigkeit der Rhein­ auen in vollen Zügen ge­ nießen. In diesen Monaten sehr oft genutzt wird auch die Rheinfähre zwischen Kai­ seraugst und Herten. Der Bootsableger liegt unmit­ telbar an der Gemarkungs­ grenze von Grenzach­ Wyhlen nahe dem römi­ schen Brückenkastell, das ebenfalls einen Blick wert ist. Auch Radler nutzen die

Fähre gerne als Möglich­ keit, um die schweizeri­ sche Seite des Rheins ken­ nenzulernen oder auf einem Rundweg über das Stauwehr in Wyhlen zu­ rückzufahren. Vielerorts werden der­ weil die mangelnden Zu­ gangsmöglichkeiten zum Rheinufer beklagt, denn nur an wenigen Stellen ist es in Grenzach­Wyhlen möglich, an offiziellen Zu­ fahrten zum Rhein zu ge­ langen. Dies soll künftig anders werden, denn die Gemeindeverwaltung arbeitet an Plänen, die Rheinauen und die Rhein­ ufer in der Doppelgemein­ de für die Bevölkerung zu­ gänglicher zu machen.


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Gucken erlaubt, pflücken verboten Botanischer Garten | 8000 Arten aus der ganzen Welt wachsen und gedeihen in Basel n

Von Martina Proprenter

Die Basler sind stolz auf die lange Tradition ihres Botanischen Gartens: 1589 wurde dieser vom Schwei­ zer Botaniker Caspar Bau­ hin gegründet, damals noch am Standort der Al­ ten Universität am Rhein­ sprung. Damit ist er neben Pisa einer der ältesten Bo­ tanischen Gärten welt­ weit. Grundlage dieser Gärten ist die Mischung aus ein­ heimischen und fremdlän­ dischen Pflanzen, die oft Universitäten angeschlos­ sen sind. So auch in Basel. Studenten erforschen im Botanischen Institut rund 8000 Arten in vier Ge­ wächshäusern und dem Freiland mit klingenden Namen wie Alpinum, Tro­ ckenbord oder Schatten­ garten. Publikumsmagnet war lange „Amorphophal­ lus titanum“, die größte Blume der Welt mit einem fürchterlichen Gestank während des seltenen Blü­ hens. 2016 zog der einzige blühfähige Schweizer Ti­ tanwurz wegen Umbau­ arbeiten aber vorerst nach Kerzers im Kanton Frei­ burg um. Welche botanischen Ra­ ritäten und Besonderhei­ ten gerade zu sehen sind, stellen die Gärtner auf einem Infoblatt am Ein­ gang vor. Im Juli sind es acht: von der „Hängenden Hummerschere“ im Tro­ penhaus über die „Reich­ blühende Blutblume“ bis zum „Nickenden Prärie­ sonnenhut“ nahe des

Die runden Blätter der Victoria­Seerose können beachtlich große Durchmesser erreichen. Mammutbaums. Gleich am Hauptein­ gang ist das Tropenhaus, samt skurriler Zeichnung an der Tür: Eine Person läuft eine Treppe herunter, direkt auf ein Krokodil zu. Eine lustige Art der Gärt­ ner, auf die Stufen hinzu­ weisen, die Besucher frü­ her oft übersehen hätten. „Wir haben aber wirklich ein Reptil hier“, verrät Ur­ sina Studer, die derzeit im Garten ein Praktikum ab­ solviert. Die wenigsten Besucher haben aber das Glück, den grünen Stirnlappenbasilis­ ken zu Gesicht zu bekom­ men. Denn der verstecke sich im Tropenhaus immer sehr gut, erzählt sie la­ chend. Nur im Winter sitzt er gerne nahe der Heizung, um sich aufzu­ wärmen. 15 Jahre ist er be­ reits alt. Das Tier kam da­ mals zusammen mit vier Artgenossen aus Bern nach Basel, dessen Wap­ pentier sein mythologi­ sches Ebenbild ist, erin­ nert sich ein Gärtner. Gelegen zwischen Spa­ lentor und Kollegienge­ bäude der Universität zieht der Botanische Gar­ ten Einheimische wie Tou­ risten an, die sich die

Pflanzen anschauen oder auch einfach gemütlich le­ send auf einer Bank in der Sonne oder im Schatten sitzen möchten. Die Pflege der Anlage ist dabei eine richtige Sisyphusarbeit. Je­ den Morgen füllt Ursina Studer die Wasserbecken im Victoriahaus frisch auf, zupft gelbe Blätter ab oder kümmert sich um die Pflanzen im nicht­öffentli­ chen Bereich. Denn hinter

den Glastüren mit der Auf­ schrift „Kein öffentlicher Zutritt“ sind Aufzuchtsta­ tionen oder Sammlungen von Pflanzen, die beson­ dere Pflege brauchen, et­ wa eine Wärmematte. Unübersehbar wird ge­ rade das Forschungsge­ wächshaus des Botani­ schen Instituts umgebaut. Denn der Übergang von diesem zum Garten ist flie­ ßend. Im nächsten Som­

Fotos: Michael Werndorff mer wird dann das Tro­ penhaus abgerissen und als Zwischenlösung ein Zelt aufgebaut. Im Herbst folgt dann der Neubau samt einem Nebelwald­ haus, in dem etwa eine vollständige Sammlung von „Dracula“­Orchideen untergebracht werden soll. Einige dieser Pflanzen sind bereits im Botani­ schen Garten, als Projekt eines Masterstudenten.

INFO

Öffnungszeit

Auch Kakteenliebhaber kommen auf ihre Kosten.

Der Botanische Garten der Universität Basel, Spa­ lengraben 8, Haltestelle „Spalentor“, ist bis Okto­ ber täglich von 8 bis 18 Uhr, von November bis März bis 17 Uhr geöffnet. Eine kostenlose Smart­ phone­Anwendung für iPhone, Android und Win­ dows Phone verzeichnet den Pflanzenbestand, ge­ ordnet nach Sektoren des Gartens. Für jeden Sektor des Freilandes und der Gewächshäuser lassen sich vollständige Artenlis­ ten aufrufen. Weitere Infos unter www.https:// botgarten.unibas.ch.


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Immer einen Ausflug wert: die Barockschanze auf der Scherentann in Gersbach.

Auf den Spuren des Türkenlouis

Barockschanze | Verteidigungsanlagen in Gersbach n

Von Gerd Sutter

Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Barockschanze auf der Scherentann in Gers­ bach. Im Golddorf gibt es mehrere massive Verteidi­ gungsanlagen – Wege ge­ leiten die Besucher unter dem Motto „Auf barocken Pfaden zu den Schanzen

Ausgeschilderte Schanzen­ wege führen zu den alten Anlagen.

des Türkenlouis“ dorthin. Die originalgetreu nach­ gebaute Schanze beim Sportplatz zeigt, wie mächtig die geometrisch exakt konstruierten Vertei­ digungsanlagen waren. Das sechseckige Bauwerk mit Signalturm entstand 2008 in enger Kooperation mit den Minifossis von Werner Störk und dem Heimat­ und Geschichts­ verein Gerisbac sowie mit finanzieller Unterstützung der Stadt Schopfheim. Die Barockschanze ist mit dem Auto erreichbar. Man kann sich ihr aber auch zu Fuß auf den aus Schanzenwegen nähern, die beim Info­Pavillon am Ortseingang beginnen. Einer führt von dort zum Panoramaweg und ober­ halb des Wisentgeheges zum Evangelischen Frei­ zeithaus. An diesem Weg steht auch eine Informationsta­ fel, die fast alle Schanzen­ befestigungen um Gers­ bach beschreibt. Ein Rundweg von elf Ki­ lometer führt über die Straße zu den Mettlenhö­

fen zur Schanze Rappen­ buche mit Sicht zur Eck­ schanze sowie zur Büsele­ ri­Schanze. Über die Wei­ ler Neuhaus und Lochmühle geht es hoch zur Scherentann. Bei entsprechendem Wetter kann der Schan­ zenweg­Wanderer unver­ gleichliche Ausblicke in die Täler und auf die Alpen genießen.

Viele Schanzen rund ums Golddorf Die Vielzahl der Anlagen ist dadurch zu erklären, dass Gersbach im 17. Jahr­ hundert an einer wichti­ gen Wegeverbindung vom Markgräflerland in den Schwarzwald lag. Die Gersbacher Schan­ zen gehören zu der 200 Ki­ lometer langen Verteidi­ gungslinie vom Hochrhein bis nach Heidelberg. Neben den Schanzen hat das Golddorf auch noch andere Sehenswür­ digkeiten zu bieten – das Waldglaszentrum, den Rinderlehrpfad oder den Kunstpfad zum Beispiel.

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Fotos: Gerd Sutter

n KURZINFO www.tourismus­gers­ bach.de Schanzenführungen fin­ den bis Oktober jeden dritten Sonntag auf An­ meldung statt. Außerdem

sind nach Absprache mit der Ortsverwaltung Gruppenführungen mög­ lich (Tel. 07620/227, Mail: L.Hauser­ Deiss@Schopfheim.de).


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Pittoreske Seenwelt Das Salzkammergut ist ein besonderes Stück Ös­ terreich. Wie im Bilder­ buch schmiegen sich glas­ klare Seen, saftige Wiesen und Wälder, Berggipfel und kulturelle Kleinode, malerische Städtchen und historische Sehenswürdig­ keiten aneinander. Da liegt es auf der Hand, dass Outdoor­Abenteurer und viele Genießer das Salz­ kammergut zu einem ihrer Lieblingsplätze er­ klärt haben. Das Landhotel Post Ebensee erstrahlt nach einem Umbau in neuem Glanz. Regionalität und hohe Qualität legen den Grundstein für die wohl­ schmeckenden, kreativen Gerichte und Kreationen aus der Küche. Nur 150 Meter vom Seeufer ent­ fernt und angrenzend an den Rathauspark wohnen Gäste des Hauses in neu renovierten Zimmern – Seeblick inklusive. n hotel­post­ebensee.at

Die Wände hoch Rund um den Matillhof „klettern“ die Bergriesen bis an die Viertausender­ Grenze heran. Die höchs­ ten Gipfel der Ortlergrup­ pe stehen am Talschluss des Martelltales bei Latsch Spalier. Der Matillhof zoomt seine Gäste ganz nah heran an die größten Naturspektakel des Südti­ roler Vinschgaus. Im Norden die Ötztaler Alpen, im Süden die Ort­ lergruppe. Dazwischen liegen der Nationalpark Stilfser Joch, Latsch im Vinschgau und der Matill­ hof. Das Viersterne­Supe­ riorhaus ist ideal für Men­ schen, die das Ursprüngli­ che suchen und die Natur zwischen 600 und fast 4000 Metern auf Schritt und Tritt erleben wollen. Zu den Dreitausender­ und den Sommer­Aktiv­ wochen gibt es kostenlos geführte Wanderungen, Berg­ und Biketouren. n hotelmatillhof.com

Ein authentisches Dorf zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Fotos: Alexander Anlicker

Das Elsass an einem Ort

Écomusée d’Alsace | Lebendiges Museumsdorf bewahrt regionales Erbe Das Écomusée d’Alsace ist ein lebendiges Museums­ dorf, das das regionale Kulturerbe und die regio­ nalen Traditionen voller Enthusiasmus bewahrt, restauriert und ehrt. Als außergewöhnliches Kon­ servatorium des elsässi­ schen Kulturerbes setzt es heute dieses Erbe in Bezie­ hung mit unseren neuen Lebensweisen. Das größte lebendige Freilichtmuseum Frank­ reichs ist wie ein elsässi­ sches Dorf Anfang des 20. Jahrhunderts aufgebaut. Es lässt das ländliche Kul­ turerbe aufleben und prä­ sentiert seinen Besuchern die volkstümliche Kunst

Traditionelle elsässische Küche erleben die Besucher bei Kochvorführungen im „Haus der Geschmäcke und Farben“. und Traditionen des El­ sass: Gebäude und Samm­ lerobjekte, Handwerker bei der Arbeit, Ausstellun­

gen und tägliche Animationen. Ausflüge in der Barke oder in einem von einem Traktor, Och­ sen oder von Pferden ge­ zogenen Anhänger.

Das Leben der Landbewohner entdecken

Landwirtschaft wie vor 100 Jahren: Pflügen mit dem Och­ sengespann

Bei jedem Besuch teilen die Besucher das Leben der Landbewohner und entdecken das außerge­ wöhnliche Kulturerbe des Museums. Dieses enthüllt sich in zahlreichen For­ men: Wohnen, Handwerk,

Küche, Landwirtschaft aber auch Natur und Landschaft mit seinen Gärten, seinem Fluss, sei­ nen Feldern. Das Écomusée d’Alsace besteht aus 75 Gebäuden aus dem ganzen Elsass: Häuser, Bauernhäuser, eine Schule, eine Kapelle, ein Bahnhof, ein Säge­ werk. Es präsentiert die wichtigsten elsässischen Architekturtypen, ausge­ wählt nach Kriterien der Region, der Epoche und der sozialen Schichten.

INFO Öffnungszeiten: 25. März bis 4. Novem­ ber von 10 bis 18 Uhr (Hauptsaison) und 1. De­ zember bis 6. Januar (Weihnachtssaison) von 10.30 bis 18.30 Uhr (Kas­ se schließt um 17 Uhr) Eintrittspreise: Erwachse­ ne: 15 Euro; ermäßigt (Kinder von vier bis zehn Jahren, Schüler, Studen­ ten, Menschen mit Behin­ derung, Arbeitslose und Senioren ab 65 Jahren): 10 Euro. n www.ecomusee.alsace/ de/ n


Freizeit & Erholung SONDERVERÖFFENTLICHUNG · SOMMER 2018

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Zeitreise in die Vergangenheit Schneiderhof | Verein machte aus einem alten Bauernhaus ein Museum Im Bauernhausmuseum Schneiderhof in Kirchhau­ sen (Gemeinde Steinen) können Besucher eine Zeitreise machen. Das 1696 erbaute Bauernhaus ist noch heute so erhalten wie vor 100 Jahren. Dort gibt es eine Rauchküche ohne Schornstein anstelle einer modernen Küche und Handkarren statt Autos. Um das Haus am Leben zu erhalten, bemüht sich ein ehrenamtliches Team das ganze Jahr hindurch um attraktive Angebote und Führungen rund um das Bauernhausmuseum. So kann man sich zum Bei­ spiel beim Schnapsbren­ nen, Nägelschmieden,

INFO

Schneiderhof Öffnungszeiten bis No­ vember an Sonn­ und Feiertagen von 13 bis 17 Uhr, Mittwoch und Sams­ tag von 15 bis 17 Uhr. Tel. 07629/1553.

Ein Haus mit Geschichte und voller Geschichten ist der Schneiderhof in Kirchhausen. Seegrasseile drehen oder Strohschuheflechten ver­ suchen. Ein ganz besonderes An­ gebot im Winter ist auch das „z`Licht go bi de Ber­ ta“. Bei diesem Wandeln auf den Spuren Berta Schneiders können die Be­ sucher einiges aus dem Le­

Die Legi zieht an Wiese | Freizeitoase für viele An sommerlichen Tagen zieht es viele an die Legi. Gemeint ist das Stauwehr in der Wiese. Unterschieden wird in Obere Legi (Bereich bis zur Reviergrenze Schopf­ heim) und Untere Legi (Bereich bis zur Revier­ grenze Steinen). Mitten im Grünen, im Bereich um die Legi, bieten sich Frei­ zeitmöglichkeiten für die ganze Familie. Beim Wanderparkplatz an der B 317 beginnen zu­ dem einige Rundwander­ wege – beschildert vom Schwarzwaldverein. So kann man etwa über den Scheinberg am ehemali­ gen Minenlager (ein ehe­

maliges Munitionsdepot der Franzosen) vorbei wieder zum Wanderpark­ platz zurückwandern. Die herrliche Aussicht auf die Gemeinde Maulburg gibt es gratis dazu. In den Jahren 2010 bis 2012 wurden aufwendige Renaturierungsmaßnah­ men an der Wiese vollzo­ gen. Damit auch der Mensch etwas von der Umgestaltung hat, wurde aus dem Trampelpfad zwi­ schen Wiese und Bundes­ straße ein kombinierter Fuß­ und Radweg gestal­ tet. Im Dezember 2011 wurde zudem ein Steg über den Gewerbekanal gesetzt.

ben dieser außergewöhnli­ chen Frau erfahren und dabei die authentische Umgebung zu ihrer Le­ bensgeschichte betrach­ ten. Früher trafen sich die benachbarten Bauernfa­ milien an Winterabenden in einer warmen Stube bei Most und strickten, spiel­

ten, woben oder tauschten Geschichten aus. Und da man kein elektrisches Licht besaß, diene ein Lichtspan aus Buchenholz als Lichtquelle. Beliebt sind neben dem „z`Licht go“ die Aktions­ tage, die jeden ersten Samstag im Monat zu The­

Foto: Harald Pflüger men wie Nagelschmieden oder „Weckli bache un Angge mache“ stattfinden. Die lebendige Art der Prä­ sentation ist es, die den Gästen bei den Führungen besonders gefällt. Sie er­ fahren dabei, dass das Le­ ben damals kein Zucker­ schlecken war.


Sonderbeilage ∙ Sommer 2018

Freizeit & Erholung im Sommer 2018

Dreiländermuseum Ausstellung: „Zeitenwende 1918/19“

Barockschanze

Verteidigungsanlagen in Gersbach

Weinwege

Schön und informativ

www.verlagshaus-jaumann.de


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n Inhaltsverzeichnis Krise und Aufbruch in Europa Das Dreiländermuseum zeigt die Ausstellung „Zeitenwende 1918/19“ Historischer Ort mit Panoramablick Die Burgruine Rötteln eignet sich für einen Besuch mit der ganzen Familie Naherholung auf und im Wasser Immer mehr Menschen entdecken den Rhein für sich Einzigartige Vielfalt Im Botanischen Garten der Uni Basel gedeihen 8000 Pflanzenarten Auf den Spuren des Türkenlouis Barockschanze und andere Sehenswürdigkeiten in Gersbach Das Elsass an einem Ort Écomusée d’Alsace: Lebendiges Museumsdorf bewahrt regionales Erbe Zeitreise in die Vergangenheit Schneiderhof: Verein machte aus einem alten Bauernhaus ein Museum Mit Spaß schnelle Runden drehen Kartraceland im Haltinger Rebgarten ist „eine der besten Adressen“ Gut für den Körper Seit zehn Jahren gibt es den Barfußpfad im Bad Bellinger Kurpark Ein Sprung ins kühle Nass Badeplatz an den Isteiner Schwellen bietet Abkühlung an heißen Tagen Schon von den Römern geschätzt Badenweilers Badgeschichte reicht weit zurück Motorisierte Schätze Museum in Bantzenheim zeigt historische Motorräder Ein Wunder der Natur Die Donau ändert ihren Lauf plötzlich um 180 Grad Perle in grüner Idylle Der Angerhof bietet alles – Ruhe ebenso wie Aktivurlaub Forschungstrip im Finstergrund In Wieden kann man die Tradition des Bergbaus kennenlernen Schön und informativ Weinwege bieten Einblicke und Ausblicke Echter Wasserspaß Vielfältige Angebote und Hindernisse im Wildwasserkanal Links die Schweiz, rechts das Elsass Auf dem Läufelberg finden Wanderer Erholung und eine grandiose Aussicht Lebensqualität auf Markgräfler Art Das Vordere Kandertal hat erstaunlich viel zu bieten Auf dem Brett stehen und paddeln Trendsportart findet auch auf dem Hochrhein immer mehr Anhänger Ein Park für die ganze Familie Im Steinwasenpark gibt es Spaß mit Tieren und rasanten Bahnen Matterhorn: Berg der Superlative Höchste Baustelle der Welt / Neue Seilbahn zum Klein Matterhorn im Bau Hasel: Eisenbahn für Kinder Vergnügte Fahrt mit Lilliput­Zug / Erdmannshöhle lädt zur Besichtigung ein Flugakrobaten am Himmel Vogelpark: Beliebte Freizeiteinrichtung in der Region „wächst. lebt. bewegt.“ Landesgartenschau in Lahr ist mehr als ein Ziel für Gartenfreunde

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Burgruine mit Panoramablick Mit einer Länge von 300 Metern und einer Breite von 30 Metern ist die Burgruine Rötteln die drittgrößte Burgruine Südbadens. Foto: Kristoff Meller

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Einblicke und Ausblicke Mit Hinweistafeln: Den Weiler Weinweg kann man auch in Ötlingen beginnen, stets mit Blick in die Rheinebene und in die Basler Bucht. Foto: Jasmin Soltani

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n Impressum Verantwortlich für den Inhalt: Guido Neidinger Redaktion: Alexander Anlicker, Claudia Bötsch, Walter Bronner, Reinhard Cremer, Marco Fraune, Alexandra Günzschel, Silke Hartenstein, Ulf Körbs, Bernhard Konrad, Ralph Lacher, Ingmar Lorenz, Gerd Lustig, Kristoff Meller, Werner Müller, Tim Nagen­ gast, Guido Neidinger, Harald Pflüger, Dorothee Philipp, Jutta Schütz, Peter Schwen­ dele, Jasmin Soltani, Gerd Sutter, Heinz Vollmar, Michael Werndorff Anzeigen: Christian Hügerich Druck: Druckzentrum Südwest, Villingen­Schenning Die Beilage „Freizeit und Erholung“ ist ein Produkt des Verlagshauses Jaumann, Lör­ rach (Die Oberbadische, Markgräfler Tagblatt und Weiler Zeitung). Es erscheint in einer Auflage von 25 000 Exemplaren. Die Herstellung erfolgte ausschließlich mit Recycling­Papier.

Gletscherblitz macht Tempo Ob Gletscherblitz, Spacerunner oder Coasterbahn – im Steinwasenpark wird den Besuchern vielfältiges Fahrver­ gnügen geboten. Foto: zVg


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Das Ausstellungsprojekt gibt einen Überblick über die Zeitenwende 1918/19 und vergleicht systematisch die Situation am Oberrhein in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Foto: zVg/Dreiländermuseum

Krise und Aufbruch in Europa Dreiländermuseum | Ausstellungsprojekt „Zeitenwende 1918/19“

n

Von Bernhard Konrad

Das Ende des Ersten Weltkriegs markiert eine tief greifende Zäsur in Europa und den Beginn fundamentaler Veränderungen – auch im Dreiländereck. Im Ausstellungsprojekt „Zeitenwende 1918/19“ befassen sich knapp 30 Einrichtungen des „Netzwerks Museen“ mit diesem Thema. Die Überblicksausstellung ist derzeit bis 3. Februar 2019 im Lörracher Dreiländermuseum zu sehen. Sie gibt einen fundierten Überblick über die Zeitenwende 1918/19 und vergleicht systematisch die Situation am Oberrhein in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Zahlreiche Originale sind auf 400 Quadratmetern ausgestellt, die Begleittexte sind in deutscher und französischer Sprache verfasst. Diese Zeitenwende in der Geschichte des Kontinents (und darüber hinaus) wirkt bis in die Gegenwart nach – noch heute lässt sich in der Beschäftigung mit dem Thema Neues entdecken. Denn: Mitunter endet das Wissen über diese Periode an den Ländergrenzen – auch deshalb, weil manch

Triumph über die Pickelhaube: gallischer Hahn auf deutschem Helm Foto: Bernhard Konrad

ein Thema über Jahrzehnte hinweg zwischen den Staaten oder selbst innerhalb eines Landes nur zögernd angesprochen, geschweige denn aufgearbeitet wurde. Etwa, dass über 120 000 deutschstämmige Bürger aus dem Elsass vertrieben und ihr Besitz beschlagnahmt wurde, nachdem die Region wieder französisch geworden war. „Heute“, so Museumsleiter Markus Moehring, „können wir darüber reden.“ Gleichzeitig verlief die ReIntegration der Elsässer innerhalb Frankreichs weit weniger reibungslos, als es die anfängliche Euphorie

erwarten ließ. Unterdessen wurden Baden und Deutschland Republik, das Frauen-Wahlrecht wurde ebenso eingeführt wie der Acht-Stunden-Tag. Der Umbruch werde meist mit der deutschen Niederlage, wirtschaftlicher Not und Unsicherheit in Verbindung gebracht, sagt Moehring. Neuerdings rücke allerdings der Aufbruch in die Moderne – mit vielen positiven Facetten – stärker ins Zentrum der Debatte. Die Schweiz entwickelte ihren europäischen Sonderweg und wurde durch einen Generalstreik erschüttert. Die für Grenzsi-

cherung eingesetzten Bauern und Handwerker bekamen für ihre Dienste kargen Lohn. Ohne soziale Absicherung verarmten ganze Teile der Bevölkerung: „Die Schweiz stand kurz vor einem Bürgerkrieg“, sagt Moehring. Erst der Einsatz der Armee beendete den Landesstreik. Bis dahin hatten etliche Basler Industrielle als Kriegsgewinnler gut an der vorangegangenen Katastrophe verdient. Und: Erstmals wurden nun Grenzkontrollen auch in Friedenszeiten im Dreiländereck eingeführt. Diese trinationale Perspektive prägt die Ausstel-

lung in Lörrach. Kuratiert wurde sie von Tobias Hebel, Historiker Hubert Bernnat verfasste zahlreiche Hintergrundtexte. Aurea Hardt gestaltete die Schau, die in fünf Abteilungen (Kriegsende, Aufbruch und Umbruch, Nordwestschweiz, Elsass, Baden) Plakate, Alltagsobjekte, zeitgenössische Kunst, Fotografien und etliches mehr zeigt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der auch auf die anderen Offerten im Netzwerk Museen aufmerksam macht. Ein umfangreiches Rahmenprogramm vertieft die Themen.

INFO Dreiländermuseum Basler Straße 143 79540 Lörrach Tel. 07621/415 150 Öffnungszeiten: Di. – So. 11 bis 18 Uhr. Für Gruppen bei Voranmeldung täglich 8 – 22 Uhr; an Feiertagen ist das Dreiländermuseum zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet. Über die Weihnachtstage, den Jahreswechsel und am Fasnachtssonntag ist das Haus geschlossen. n

www.dreilaendermuseum.eu


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Historischer Ort mit Panoramablick Burg Rötteln | Festung aus dem 11. Jahrhundert eignet sich für Besuch mit der ganzen Familie Sie ist das Wahrzeichen der Stadt Lörrach: Oberhalb von Haagen erhebt sich die Burgruine Rötteln und gibt Zeugnis einer Jahrhunderte alten Geschichte. Mit einer Länge von 300 Metern und einer Breite von 30 Metern ist das Kulturdenkmal die drittgrößte Burgruine Südbadens, und erstreckt sich auf einem Bergsporn am Rande des Dreiländerecks.

Geschichte

Im 11. Jahrhundert wurde die Burg von den Herren von Rötteln erbaut – erst im 13. Jahrhundert wurde sie jedoch erstmals urkundlich erwähnt. Mit den Jahren entstand eine der größten und mächtigsten Festungen Süddeutschlands. Beim Bauernaufstand 1525 wurde die Burg geplündert, während des 30jährigen Krieges (1618 bis 1648) beschädigt und schließlich im holländischen Krieg (1672 bis 1678) zerstört. Doch auch als Ruine verlor Rötteln

Tolle Aussicht vom Bergfried der Burgruine Rötteln nicht den Charme und besticht heute als Wahrzeichen des unteren Wiesentals. Im 20. Jahrhundert übernahm der Verein „Röttelnbund“ die Aufgabe, die Ruine zu erhalten

und zu pflegen. Eine freiwillige Arbeitsgruppe des Vereins sorgt dafür, dass die Ruine in einem sauberen und präsentablen Zustand erscheint. Des Weiteren bietet der Verein regelmäßig Führungen durch die weitläufige Burganlage an. Sowohl das Land Baden-Württemberg als auch die Stadt Lörrach sind jeweils Teilbesitzer der imposanten Burgruine.

Aktivitäten

Rund um die Burg gibt es viele Wandermöglichkeiten.

Die Burgruine Rötteln ist ganzjährig geöffnet. Neben einem kleinen Museum in der Landschreiberei befindet sich in der Unterburg der Festungsan-

Fotos: Kristoff Meller lage das Café „Fräulein Burg“ mit Biergarten. Außerdem besticht die Ruine durch eine schöne Panoramaaussicht vom Bergfried – bei gutem Wetter bis zu den Alpen. Der Grillplatz oberhalb der Burg ist zudem ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt. Wer es sportlich mag, kann sich auf dem vielfältigen, schattigen Wanderwegenetz rund um die Burg austoben. Unter anderem führt auch die letzte Etappe des 285 Kilometer langen und viel begangenen Westwegs von Pforzheim nach Basel direkt durch die alten Mauern. Unterhalb der Burg-

ruine beim großen Parkplatz erinnert zudem das Steinportal „Dreiländereck“ an den bekannten Fernwanderweg.

INFO

Burg Rötteln Öffnungszeiten: Mitte März bis Mitte November, täglich von 10 bis 18 Uhr, gestaffelte Eintrittspreise, Führungen nach vorheriger Absprache auch in englischer und französischer Sprache unter info@burgruine-roetteln. de. Mehr Informationen unter www.burgruineroetteln.de


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Im, auf und am Rhein hat sich eine eigene Form des Naherholungstourismus gebildet.

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Fotos: Heinz Vollmar

Naherholung auf und im Wasser

Rhein | Immer mehr Menschen entdecken den Fluss für sich / Oft schlechte Zugangsmöglichkeiten n

Von Heinz Vollmar

Der Hochrhein zwischen Rheinfelden, Grenzach­ Wyhlen und Basel wird immer mehr zu einem Mekka für Wassersportler, Bootfahrer und andere Freizeitaktivisten. Vor al­ lem dann, wenn die Fluten des Rheins bei hohen Luft­ temperaturen wie in den zurückliegenden Wochen wohltuende Abkühlung versprechen. Viele Menschen suchen daher immer wieder die schattigen Rheinuferplätze auf, um dort Ruhe und Entspannung zu suchen. Geradezu ausgebucht sind oftmals die Rheinufer zwi­ schen Rheinfelden und

Die Rheinfähre zwischen Herten/Wyhlen und Kaiseraugst ist bei Ausflüglern sehr beliebt. den Staustufen bei Wyh­ len und Birsfelden. Selbst im Dickicht des oftmals unzugänglichen Uferbe­ reichs sind Menschenan­ sammlungen zu sehen, die im Rhein baden oder so­ gar campieren. Da duftet

es nach Grillgut. Mancher Freizeitkapitän hält da ger­ ne seine Nase in den Wind. Neben den rein wasser­ sportlichen Interessen nut­ zen viele Menschen den Rhein aber auch, um sich

von den Naturschönheiten entlang der Wasserstraße begeistern zu lassen. So et­ wa im Altrheingebiet von Wyhlen, wo sich nicht nur Ornithologen fachkundig mit der Vogelwelt ausei­ nandersetzen, sondern auch Spaziergänger die Einzigartigkeit der Rhein­ auen in vollen Zügen ge­ nießen. In diesen Monaten sehr oft genutzt wird auch die Rheinfähre zwischen Kai­ seraugst und Herten. Der Bootsableger liegt unmit­ telbar an der Gemarkungs­ grenze von Grenzach­ Wyhlen nahe dem römi­ schen Brückenkastell, das ebenfalls einen Blick wert ist. Auch Radler nutzen die

Fähre gerne als Möglich­ keit, um die schweizeri­ sche Seite des Rheins ken­ nenzulernen oder auf einem Rundweg über das Stauwehr in Wyhlen zu­ rückzufahren. Vielerorts werden der­ weil die mangelnden Zu­ gangsmöglichkeiten zum Rheinufer beklagt, denn nur an wenigen Stellen ist es in Grenzach­Wyhlen möglich, an offiziellen Zu­ fahrten zum Rhein zu ge­ langen. Dies soll künftig anders werden, denn die Gemeindeverwaltung arbeitet an Plänen, die Rheinauen und die Rhein­ ufer in der Doppelgemein­ de für die Bevölkerung zu­ gänglicher zu machen.


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Gucken erlaubt, pflücken verboten Botanischer Garten | 8000 Arten aus der ganzen Welt wachsen und gedeihen in Basel n

Von Martina Proprenter

Die Basler sind stolz auf die lange Tradition ihres Botanischen Gartens: 1589 wurde dieser vom Schwei­ zer Botaniker Caspar Bau­ hin gegründet, damals noch am Standort der Al­ ten Universität am Rhein­ sprung. Damit ist er neben Pisa einer der ältesten Bo­ tanischen Gärten welt­ weit. Grundlage dieser Gärten ist die Mischung aus ein­ heimischen und fremdlän­ dischen Pflanzen, die oft Universitäten angeschlos­ sen sind. So auch in Basel. Studenten erforschen im Botanischen Institut rund 8000 Arten in vier Ge­ wächshäusern und dem Freiland mit klingenden Namen wie Alpinum, Tro­ ckenbord oder Schatten­ garten. Publikumsmagnet war lange „Amorphophal­ lus titanum“, die größte Blume der Welt mit einem fürchterlichen Gestank während des seltenen Blü­ hens. 2016 zog der einzige blühfähige Schweizer Ti­ tanwurz wegen Umbau­ arbeiten aber vorerst nach Kerzers im Kanton Frei­ burg um. Welche botanischen Ra­ ritäten und Besonderhei­ ten gerade zu sehen sind, stellen die Gärtner auf einem Infoblatt am Ein­ gang vor. Im Juli sind es acht: von der „Hängenden Hummerschere“ im Tro­ penhaus über die „Reich­ blühende Blutblume“ bis zum „Nickenden Prärie­ sonnenhut“ nahe des

Die runden Blätter der Victoria­Seerose können beachtlich große Durchmesser erreichen. Mammutbaums. Gleich am Hauptein­ gang ist das Tropenhaus, samt skurriler Zeichnung an der Tür: Eine Person läuft eine Treppe herunter, direkt auf ein Krokodil zu. Eine lustige Art der Gärt­ ner, auf die Stufen hinzu­ weisen, die Besucher frü­ her oft übersehen hätten. „Wir haben aber wirklich ein Reptil hier“, verrät Ur­ sina Studer, die derzeit im Garten ein Praktikum ab­ solviert. Die wenigsten Besucher haben aber das Glück, den grünen Stirnlappenbasilis­ ken zu Gesicht zu bekom­ men. Denn der verstecke sich im Tropenhaus immer sehr gut, erzählt sie la­ chend. Nur im Winter sitzt er gerne nahe der Heizung, um sich aufzu­ wärmen. 15 Jahre ist er be­ reits alt. Das Tier kam da­ mals zusammen mit vier Artgenossen aus Bern nach Basel, dessen Wap­ pentier sein mythologi­ sches Ebenbild ist, erin­ nert sich ein Gärtner. Gelegen zwischen Spa­ lentor und Kollegienge­ bäude der Universität zieht der Botanische Gar­ ten Einheimische wie Tou­ risten an, die sich die

Pflanzen anschauen oder auch einfach gemütlich le­ send auf einer Bank in der Sonne oder im Schatten sitzen möchten. Die Pflege der Anlage ist dabei eine richtige Sisyphusarbeit. Je­ den Morgen füllt Ursina Studer die Wasserbecken im Victoriahaus frisch auf, zupft gelbe Blätter ab oder kümmert sich um die Pflanzen im nicht­öffentli­ chen Bereich. Denn hinter

den Glastüren mit der Auf­ schrift „Kein öffentlicher Zutritt“ sind Aufzuchtsta­ tionen oder Sammlungen von Pflanzen, die beson­ dere Pflege brauchen, et­ wa eine Wärmematte. Unübersehbar wird ge­ rade das Forschungsge­ wächshaus des Botani­ schen Instituts umgebaut. Denn der Übergang von diesem zum Garten ist flie­ ßend. Im nächsten Som­

Fotos: Michael Werndorff mer wird dann das Tro­ penhaus abgerissen und als Zwischenlösung ein Zelt aufgebaut. Im Herbst folgt dann der Neubau samt einem Nebelwald­ haus, in dem etwa eine vollständige Sammlung von „Dracula“­Orchideen untergebracht werden soll. Einige dieser Pflanzen sind bereits im Botani­ schen Garten, als Projekt eines Masterstudenten.

INFO

Öffnungszeit

Auch Kakteenliebhaber kommen auf ihre Kosten.

Der Botanische Garten der Universität Basel, Spa­ lengraben 8, Haltestelle „Spalentor“, ist bis Okto­ ber täglich von 8 bis 18 Uhr, von November bis März bis 17 Uhr geöffnet. Eine kostenlose Smart­ phone­Anwendung für iPhone, Android und Win­ dows Phone verzeichnet den Pflanzenbestand, ge­ ordnet nach Sektoren des Gartens. Für jeden Sektor des Freilandes und der Gewächshäuser lassen sich vollständige Artenlis­ ten aufrufen. Weitere Infos unter www.https:// botgarten.unibas.ch.


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Immer einen Ausflug wert: die Barockschanze auf der Scherentann in Gersbach.

Auf den Spuren des Türkenlouis

Barockschanze | Verteidigungsanlagen in Gersbach n

Von Gerd Sutter

Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Barockschanze auf der Scherentann in Gers­ bach. Im Golddorf gibt es mehrere massive Verteidi­ gungsanlagen – Wege ge­ leiten die Besucher unter dem Motto „Auf barocken Pfaden zu den Schanzen

Ausgeschilderte Schanzen­ wege führen zu den alten Anlagen.

des Türkenlouis“ dorthin. Die originalgetreu nach­ gebaute Schanze beim Sportplatz zeigt, wie mächtig die geometrisch exakt konstruierten Vertei­ digungsanlagen waren. Das sechseckige Bauwerk mit Signalturm entstand 2008 in enger Kooperation mit den Minifossis von Werner Störk und dem Heimat­ und Geschichts­ verein Gerisbac sowie mit finanzieller Unterstützung der Stadt Schopfheim. Die Barockschanze ist mit dem Auto erreichbar. Man kann sich ihr aber auch zu Fuß auf den aus Schanzenwegen nähern, die beim Info­Pavillon am Ortseingang beginnen. Einer führt von dort zum Panoramaweg und ober­ halb des Wisentgeheges zum Evangelischen Frei­ zeithaus. An diesem Weg steht auch eine Informationsta­ fel, die fast alle Schanzen­ befestigungen um Gers­ bach beschreibt. Ein Rundweg von elf Ki­ lometer führt über die Straße zu den Mettlenhö­

fen zur Schanze Rappen­ buche mit Sicht zur Eck­ schanze sowie zur Büsele­ ri­Schanze. Über die Wei­ ler Neuhaus und Lochmühle geht es hoch zur Scherentann. Bei entsprechendem Wetter kann der Schan­ zenweg­Wanderer unver­ gleichliche Ausblicke in die Täler und auf die Alpen genießen.

Viele Schanzen rund ums Golddorf Die Vielzahl der Anlagen ist dadurch zu erklären, dass Gersbach im 17. Jahr­ hundert an einer wichti­ gen Wegeverbindung vom Markgräflerland in den Schwarzwald lag. Die Gersbacher Schan­ zen gehören zu der 200 Ki­ lometer langen Verteidi­ gungslinie vom Hochrhein bis nach Heidelberg. Neben den Schanzen hat das Golddorf auch noch andere Sehenswür­ digkeiten zu bieten – das Waldglaszentrum, den Rinderlehrpfad oder den Kunstpfad zum Beispiel.

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Fotos: Gerd Sutter

n KURZINFO www.tourismus­gers­ bach.de Schanzenführungen fin­ den bis Oktober jeden dritten Sonntag auf An­ meldung statt. Außerdem

sind nach Absprache mit der Ortsverwaltung Gruppenführungen mög­ lich (Tel. 07620/227, Mail: L.Hauser­ Deiss@Schopfheim.de).


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Pittoreske Seenwelt Das Salzkammergut ist ein besonderes Stück Ös­ terreich. Wie im Bilder­ buch schmiegen sich glas­ klare Seen, saftige Wiesen und Wälder, Berggipfel und kulturelle Kleinode, malerische Städtchen und historische Sehenswürdig­ keiten aneinander. Da liegt es auf der Hand, dass Outdoor­Abenteurer und viele Genießer das Salz­ kammergut zu einem ihrer Lieblingsplätze er­ klärt haben. Das Landhotel Post Ebensee erstrahlt nach einem Umbau in neuem Glanz. Regionalität und hohe Qualität legen den Grundstein für die wohl­ schmeckenden, kreativen Gerichte und Kreationen aus der Küche. Nur 150 Meter vom Seeufer ent­ fernt und angrenzend an den Rathauspark wohnen Gäste des Hauses in neu renovierten Zimmern – Seeblick inklusive. n hotel­post­ebensee.at

Die Wände hoch Rund um den Matillhof „klettern“ die Bergriesen bis an die Viertausender­ Grenze heran. Die höchs­ ten Gipfel der Ortlergrup­ pe stehen am Talschluss des Martelltales bei Latsch Spalier. Der Matillhof zoomt seine Gäste ganz nah heran an die größten Naturspektakel des Südti­ roler Vinschgaus. Im Norden die Ötztaler Alpen, im Süden die Ort­ lergruppe. Dazwischen liegen der Nationalpark Stilfser Joch, Latsch im Vinschgau und der Matill­ hof. Das Viersterne­Supe­ riorhaus ist ideal für Men­ schen, die das Ursprüngli­ che suchen und die Natur zwischen 600 und fast 4000 Metern auf Schritt und Tritt erleben wollen. Zu den Dreitausender­ und den Sommer­Aktiv­ wochen gibt es kostenlos geführte Wanderungen, Berg­ und Biketouren. n hotelmatillhof.com

Ein authentisches Dorf zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Fotos: Alexander Anlicker

Das Elsass an einem Ort

Écomusée d’Alsace | Lebendiges Museumsdorf bewahrt regionales Erbe Das Écomusée d’Alsace ist ein lebendiges Museums­ dorf, das das regionale Kulturerbe und die regio­ nalen Traditionen voller Enthusiasmus bewahrt, restauriert und ehrt. Als außergewöhnliches Kon­ servatorium des elsässi­ schen Kulturerbes setzt es heute dieses Erbe in Bezie­ hung mit unseren neuen Lebensweisen. Das größte lebendige Freilichtmuseum Frank­ reichs ist wie ein elsässi­ sches Dorf Anfang des 20. Jahrhunderts aufgebaut. Es lässt das ländliche Kul­ turerbe aufleben und prä­ sentiert seinen Besuchern die volkstümliche Kunst

Traditionelle elsässische Küche erleben die Besucher bei Kochvorführungen im „Haus der Geschmäcke und Farben“. und Traditionen des El­ sass: Gebäude und Samm­ lerobjekte, Handwerker bei der Arbeit, Ausstellun­

gen und tägliche Animationen. Ausflüge in der Barke oder in einem von einem Traktor, Och­ sen oder von Pferden ge­ zogenen Anhänger.

Das Leben der Landbewohner entdecken

Landwirtschaft wie vor 100 Jahren: Pflügen mit dem Och­ sengespann

Bei jedem Besuch teilen die Besucher das Leben der Landbewohner und entdecken das außerge­ wöhnliche Kulturerbe des Museums. Dieses enthüllt sich in zahlreichen For­ men: Wohnen, Handwerk,

Küche, Landwirtschaft aber auch Natur und Landschaft mit seinen Gärten, seinem Fluss, sei­ nen Feldern. Das Écomusée d’Alsace besteht aus 75 Gebäuden aus dem ganzen Elsass: Häuser, Bauernhäuser, eine Schule, eine Kapelle, ein Bahnhof, ein Säge­ werk. Es präsentiert die wichtigsten elsässischen Architekturtypen, ausge­ wählt nach Kriterien der Region, der Epoche und der sozialen Schichten.

INFO n Öffnungszeiten: 25. März bis 4. Novem­ ber von 10 bis 18 Uhr (Hauptsaison) und 1. De­ zember bis 6. Januar (Weihnachtssaison) von 10.30 bis 18.30 Uhr (Kas­ se schließt um 17 Uhr) Eintrittspreise: Erwachse­ ne: 15 Euro; ermäßigt (Kinder von vier bis zehn Jahren, Schüler, Studen­ ten, Menschen mit Behin­ derung, Arbeitslose und Senioren ab 65 Jahren): 10 Euro. n www.ecomusee.alsace/ de/


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Zeitreise in die Vergangenheit Schneiderhof | Verein machte aus einem alten Bauernhaus ein Museum Im Bauernhausmuseum Schneiderhof in Kirchhau­ sen (Gemeinde Steinen) können Besucher eine Zeitreise machen. Das 1696 erbaute Bauernhaus ist noch heute so erhalten wie vor 100 Jahren. Dort gibt es eine Rauchküche ohne Schornstein anstelle einer modernen Küche und Handkarren statt Autos. Um das Haus am Leben zu erhalten, bemüht sich ein ehrenamtliches Team das ganze Jahr hindurch um attraktive Angebote und Führungen rund um das Bauernhausmuseum. So kann man sich zum Bei­ spiel beim Schnapsbren­ nen, Nägelschmieden,

INFO

Schneiderhof Öffnungszeiten bis No­ vember an Sonn­ und Feiertagen von 13 bis 17 Uhr, Mittwoch und Sams­ tag von 15 bis 17 Uhr. Tel. 07629/1553.

Ein Haus mit Geschichte und voller Geschichten ist der Schneiderhof in Kirchhausen. Seegrasseile drehen oder Strohschuheflechten ver­ suchen. Ein ganz besonderes An­ gebot im Winter ist auch das „z`Licht go bi de Ber­ ta“. Bei diesem Wandeln auf den Spuren Berta Schneiders können die Be­ sucher einiges aus dem Le­

Die Legi zieht an Wiese | Freizeitoase für viele An sommerlichen Tagen zieht es viele an die Legi. Gemeint ist das Stauwehr in der Wiese. Unterschieden wird in Obere Legi (Bereich bis zur Reviergrenze Schopf­ heim) und Untere Legi (Bereich bis zur Revier­ grenze Steinen). Mitten im Grünen, im Bereich um die Legi, bieten sich Frei­ zeitmöglichkeiten für die ganze Familie. Beim Wanderparkplatz an der B 317 beginnen zu­ dem einige Rundwander­ wege – beschildert vom Schwarzwaldverein. So kann man etwa über den Scheinberg am ehemali­ gen Minenlager (ein ehe­

maliges Munitionsdepot der Franzosen) vorbei wieder zum Wanderpark­ platz zurückwandern. Die herrliche Aussicht auf die Gemeinde Maulburg gibt es gratis dazu. In den Jahren 2010 bis 2012 wurden aufwendige Renaturierungsmaßnah­ men an der Wiese vollzo­ gen. Damit auch der Mensch etwas von der Umgestaltung hat, wurde aus dem Trampelpfad zwi­ schen Wiese und Bundes­ straße ein kombinierter Fuß­ und Radweg gestal­ tet. Im Dezember 2011 wurde zudem ein Steg über den Gewerbekanal gesetzt.

ben dieser außergewöhnli­ chen Frau erfahren und dabei die authentische Umgebung zu ihrer Le­ bensgeschichte betrach­ ten. Früher trafen sich die benachbarten Bauernfa­ milien an Winterabenden in einer warmen Stube bei Most und strickten, spiel­

ten, woben oder tauschten Geschichten aus. Und da man kein elektrisches Licht besaß, diene ein Lichtspan aus Buchenholz als Lichtquelle. Beliebt sind neben dem „z`Licht go“ die Aktions­ tage, die jeden ersten Samstag im Monat zu The­

Foto: Harald Pflüger men wie Nagelschmieden oder „Weckli bache un Angge mache“ stattfinden. Die lebendige Art der Prä­ sentation ist es, die den Gästen bei den Führungen besonders gefällt. Sie er­ fahren dabei, dass das Le­ ben damals kein Zucker­ schlecken war.


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Mit Spaß schnelle Runden drehen Sport | Das Kartraceland im Haltinger Rebgarten / „Eine der besten Adressen in Deutschland“ n

Von Ralph Lacher

Indoor­Karting gibt es seit 1995 – und zu den ersten, die damals dabei waren, zählen Herbert Gerteiser und seine Frau Liane. Seit August 2009 betreiben sie das von ihnen errichtete Kartraceland im Gewerbe­ gebiet Rebgarten im Wei­ ler Stadtteil Haltingen. Ausgestattet mit umfas­ sendem Fachwissen, be­ treiben die Eheleute eine Kartbahn und ein Bistro. „Einer von uns beiden ist immer da, um sich um

INFO

Kontakt Kartraceland Weil am Rhein, Hegenheimerstra­ ße 18, Weil am Rhein, Tel.: 07621/163617­0; E­Mail: info@kartraceland.de u www.kartraceland.de

das Wohl und die Wün­ sche unserer Gäste zu kümmern“, erklären Liane und Herbert Gerteiser. Ein separater Event­Raum, in dem bis zu 60 Personen Platz für Firmenfeiern mit Bewirtung vom Apéro bis Dessert oder Mitarbeiter­ meetings­ und Schulungen Platz finden, ist ebenso vorhanden wie Umkleide­ und Duschräume.

Kinder­ und Jugendausbildung Das Herzstück der weit­ läufigen 4000 Quadratme­ ter großen Anlage ist die Kartstrecke. Die an­ spruchsvoll geführte über 600 Meter lange Bahn wird von Zeit zu Zeit im­ mer etwas verändert, so­ dass es auch für die vielen Stammkunden nie lang­ weilig und für Erstbesu­ cher nicht zu anstrengend ist. „Unsere Strecke hat, je

nach Luftfeuchtigkeit, gu­ Kartraceland einen Kart­ „Pro Kart“ adelte die Ein­ ten bis mittleren Gripp Lizenz als Nachweis da­ richtung im Rebgarten in und lässt sich mit unseren für, dass man über Wissen Haltingen übrigens be­ bewährten 6,5­ und 8,5­ und Können verfügt, um reits in einer Bewertung PS­Benzin­Karts gut be­ die kleinen Boliden ver­ als „eine der besten Adres­ fahren.“ antwortungsbewusst zu sen in Deutschland“. Großen Wert legen die bewegen. Gerteisers auf die Kinder­ Deutschlands und Jugendausbildung im Kart­Magazin Kartsport. „Kartfahren macht nicht nur riesigen Spaß, es ist auch eine ers­ te Schule für das spätere Autofahren und eine gute Verkehrs­ erziehung. Wer sich unter den Nachwuchs­ Racern als ta­ lentiert er­ weist und sich weiter entwickelt, erhält im Im Kartraceland sind Tempo und Fahrvermögen gefragt. Foto: Ralph Lacher


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Natur erleben Rundwege | Strecken im Eggenertal n

Den Barfußpfad im Bad Bellinger Kurpark gibt es seit zehn Jahren, er wird von vielen Besu­ chern frequentiert. Foto: Jutta Schütz

Gut für den Körper Barfußpfad | Bad Bellingen hat einiges zu bieten n

Von Jutta Schütz

Seit zehn Jahren gibt es den Barfußpfad im Kur­ park in Bad Bellingen. 800 Meter ist er lang und führt durch den wilden Teil des Kurparks – im Sommer bei feuchter Witterung sollte deshalb an einen Mücken­ schutz gedacht werden. Über Rindenmulch und wackelnde Teller Jedes Jahr gibt es kleine­ re Neuerungen – so ist eine „Windorgel“, die Geräu­ sche beim Betreten der kippbaren Bretter macht, noch eine recht neue At­ traktion. Im Eingangsbe­ reich zum Rundweg – die Benutzung ist kostenlos – kann man an einer Station mit Informationstafel sei­ ne Schuhe in Regalen unterstellen. Über Rindenmulch, Sand, Kies und große Rheinwaggis, Holzknüppel, eine Brücke, wackelnde Tel­

ler und Balancierelemente macht man sich auf den Rundweg. Spaß ist garan­ tiert, ebenso der gesunde Effekt auf den Körper: Denn Barfußlaufen begüns­ tigt nicht nur die Haltung, sondern wirkt sich auch positiv auf Gelenke und Muskulatur aus. Zudem härtet es ab. Nach Rückkehr zum Ausgangspunkt gibt es die Möglichkeit, die Füße abzuwaschen. Neben dem Barfußpfad bietet Bad Bellingen noch einiges mehr zur Freizeit­ gestaltung. Rundwege am Rhein, in den Reben und im Hertinger Wald ani­ mieren zum Radfahren und Wandern. In Bad Bel­ lingen stehen auch E­Bikes zur Ausleihe bereit. Rundwege, Golf und Therme locken Das Drei­Thermen­Golf­ Resort spricht die Golf­ sportler an. Auf dem Rhein kann man Kanu

und Floß fahren. Eine Boule­Bahn sowie ein Abenteuer­Minigolfplatz laden zu Spiel und Spaß im Kurpark ein. Und wer sich entspannen möchte, kann dies bei einem Be­ such der Balinea Therme tun. Das Landhaus Etten­ bühl in Hertingen bietet Einblicke in englische Gar­ tengestaltung, das Ober­ rheinische Bädermuseum in Bamlach informiert über die Bädergeschichte am Oberrhein. Bad Bellingen bietet viel­ fältige Gastronomie Auch Kulinarik­Freunde können sich im Kurort ver­ wöhnen lassen. Von tradi­ tioneller Markgräfler Kü­ che, italienischer und schweizer Küche bis hin zu exotischen Gerichten bieten die Wirte im Kern­ ort, in Bamlach und Her­ tingen eine große Menü­ auswahl an. n www.bad­bellingen.de

Von Jutta Schütz

Die Rundwege im Egge­ nertal bieten Naturfreun­ den Einblicke in eine großartige Landschaft und deren Flora und Fauna. Auf vier aktive Wander­ routen weist allein die Homepage des Eggener­ tals hin – mit Kilometeran­ gaben, Streckendetails und „Schwierigkeitsgrad“ sowie auf besondere Aus­ sichtspunkte wie zum Bei­ spiel das Steinenkreuzle oder den Hagschutz. Ein besonderer Rund­ weg ist der Reptilienrund­ weg entlang der Trocken­ mauern oberhalb von Nie­ dereggenen. Der Weg startet oberhalb der Nie­ dereggener Kirche. Schau­ tafeln informieren über die Geschichte und außer­ ordentliche Länge der Tro­ ckenmauern sowie deren Besonderheit als Lebens­ raum etwa für Zaun­ eidechsen, Blindschlei­ chen oder Schlingnattern. Der Obstlehrpfad verbin­ det die Ortsteile Niedereg­ genen und Obereggenen mit dem Wanderparkplatz „Stelli“ – hier kann man auch parken, wenn man zum Hagschutz will. Rund zweieinhalb Kilometer lang, verbindet er Informa­ tionen zu Kulturlandschaft und Obstbau im Eggener­ tal. Der BUND Schliengen­ Bad Bellingen wiederum informiert an einem Wan­ derweg am Aubächle über die Vielfalt und Bedeutung der Streuobstwiesen. Hoch oben auf dem Berg bei Schloss Bürgeln gibt es noch einen Rund­ weg – das Bürgler Wald­

wegli, das über den Wald und seine Bedeutung für Wald­Bewirtschaftung und die Natur des Waldes informiert.

Der Hagschutz ist ein Na­ turdenkmal bei Niedereg­ genen – viele Infotafeln lie­ fern Hintergründe. Foto: Jutta Schütz Nach der Wanderung bietet sich eine Einkehr an – feine oder herzhafte Markgräfler Küche steht bei den Gastronomen in Nieder­ und in Oberegge­ nen sowie in der Gastwirt­ schaft bei Schloss Bürgeln auf der Menükarte. Ein Be­ such lohnt sich auch bei den Brennern im Tal, die Besuchern nach Voran­ meldung gerne einen Ein­ blick in ihre Arbeit und Verkostungen anbieten. Die Brände aus dem Egge­ nertal sind vielfach ausge­ zeichnet. Zudem locken kleine Stände entlang der Ortsdurchfahrten und auch ein Hofladen mit Produkten aus dem Tal. n Weitere Infos: www.eg­ genertal.de


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Freizeit & Erholung SONDERVERÖFFENTLICHUNG · SOMMER 2018

Die Isteiner Schwellen laden dazu ein, sich an heißen Tagen beim Baden im Rhein abzukühlen und die Natur zu genießen.

Ein Sprung ins kühle Nass

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Foto: Reinhard Cremer

Isteiner Schwellen | Badeplatz am Rhein sorgt für Abkühlung an heißen Tagen n

Von Reinhard Cremer

Im Altrhein, zwischen Märkt und Istein, liegen die Isteiner Schwellen. Zwischen ausgewasche­ nen Felsen wechseln Stromschnellen mit ruhig dahinziehendem Wasser. Stellenweise bilden sich kleine Pools. Kiesbänke, Sandstrände und bis ans Wasser reichende Wälder laden dazu ein, zu baden und sich zu sonnen, an den Stellen, an denen es gefahrlos möglich ist, auch zu grillen oder ein­ fach nur die Seele bau­ meln zu lassen. Bei Hochwasser sind die Kalksteinformationen ganz mit Wasser bedeckt. Bei dem derzeit trockenen Wetter ragen sie jedoch in viele kleine zerklüftete Inseln aufgeteilt weit aus dem Wasser heraus. Bei schönem Wetter sind die Schwellen ein Paradies für Ausflügler, egal ob solo, in Gruppen oder mit der ganzen Fami­ lie. Doch auch in nicht so sonnigen Zeiten geizen die Schwellen nicht mit ihren Reizen. Naturliebha­

ber wissen der Landschaft am Klotzen zu jeder Jah­ reszeit und bei jedem Wet­ ter etwas abzugewinnen.

Bedeutende Geotoplandschaft Wie einzigartig die Schwellen sind, beweist die Tatsache, dass im Jahr 2006 eine Jury der Akade­ mie der Geowissenschaf­ ten zu Hannover unter 77 bedeutenden Geotopland­ schaften in Deutschland auch den Isteiner Klotz und die Isteiner Schwellen mit dem Titel „Nationaler Geotop“ (National Geosi­ te) auszeichnete. Von einer erhöhten Aus­ sichtsplattform aus haben Besucher auch bei Hoch­ wasser einen weiten Blick über die einzigartige Schwellenlandschaft. Die Plattform war im Jahre 2009 im Rahmen des „in­ tegrierten Rheinpro­ gramms“ errichtet wor­ den. Wurde die Plattform damals von vielen als stö­ rend empfunden, gehört sie inzwischen fast schon zum Inventar der Schwel­ len. Ursprünglich brandete

der Rhein direkt an den Fuß des Klotzen. Erst die von Johann Gottfried Tul­ la durchgeführte Rhein­ korrektur veränderte das Landschaftsbild um die Mitte des 19. Jahrhunderts nachhaltig. War der Rhein ehedem ein breiter Fluss, wurde er jetzt in ein schmales Bett gezwängt. was zu einer erhöhten Fließgeschwindigkeit führte. Eine Folge davon war, dass die Isteiner Schwellen, die zuvor von mächtigem Rheinkies be­ deckt gewesen waren, frei­ gespült wurden und an die Oberfläche traten. Da die Passage von und nach Ba­ sel für die Schifffahrt im­ mer bedrohlicher wurde, wurde auf der französi­ schen Seite der „Rheinsei­ tenkanal“ (Grand Canal d’Alsace) gebaut. Über diesen im Jahre 1952 er­ öffneten Kanal wird seit­ her der Schiffsverkehr ab­ gewickelt. Zwischen dem Altrhein und dem Rheinkanal liegt eine lang gezogene Insel. Seit 2006 gehört der Insel­ teil zwischen Märkt und den Isteiner Schwellen zum Naturschutzgebiet

der Petite Camargue Alsa­ cienne. Davon profitieren nicht nur Tiere und Pflan­ zen, sondern auch die Menschen, die hier ihre Freizeit abseits von Lärm und Hektik verbringen können.

Auch Goldsucher sind unterwegs Neben Badegästen und Er­ holungssuchenden sind gelegentlich auch Men­ schen zu erblicken, die in gebückter Haltung durch das Wasser streifen, so als suchten sie etwas. Und tat­ sächlich: Sie sind auf der Suche – und zwar nach Gold. Vielfach sind sie in Gruppen unter Anleitung unterwegs. Wo der Fluss langsam fließt, bleibt das bei Hochwasser aufgewir­ belte Gold liegen, wäh­ rend der leichtere Sand weggeschwemmt wird. Goldwaschen ist Geduld­ sache, aber auch Arbeit. Zumeist wird die Geduld mit kleinen in der Pfanne blitzenden Goldflittern belohnt. Eine Möglich­ keit, den Kindergeburtstag mal auf etwas andere Art zu gestalten.

Ausflügler, die mit dem Pkw unterwegs sind, kön­ nen ihr Fahrzeug in un­ mittelbarer Nähe der Schwellen auf einem schattigen Parkplatz ab­ stellen. Erreicht wird die­ ser, wenn man von der Straße von Efringen­Kir­ chen Richtung Istein hin­ ter dem zweiten Kreisel nach links zum Rhein ab­ biegt. Hinweisschilder weisen den Weg hinunter zum Rhein. Zu bedenken ist allerdings, dass es an den Schwellen keine Ver­ pflegungsmöglichkeiten gibt. Außerdem sollten nicht nur Nacktbader die Kraft der Sonnenstrahlen nicht unterschätzen und sich mit Cremes vor Sonnen­ brand schützen – auch bei verhangenem Himmel. Schließlich soll ein schö­ ner Tag an den Schwellen nicht mit einem Sonnen­ brand enden.

INFO Die Isteiner Schwellen sind als Badeplatz und Ausflugsziel das ganze Jahr hindurch kostenlos zugänglich.


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Blick von oben auf die Cassiopeia Therme samt Außenschwimmbecken.

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Foto: Silke Hartenstein

Schon von den Römern geschätzt

Cassiopeia Therme | Badenweilers Badgeschichte reicht weit zurück / 1000 Quadratmeter Wasserfläche n

Von Silke Hartenstein

„Aquae Villae“ – „Wasser­ ort“ nannten die Römer einst die Siedlung, aus der Badenweiler hervorging. Wie die römische Bad­ ruine nahe der Cassiopeia Therme zeigt, genoss man hier bereits vor 2000 Jah­ ren das Bad im Thermal­ wasser. Heute bietet die Cassio­ peia Therme in Badenwei­ ler gehobene Badekultur mit 1000 Quadratmetern Wasserfläche, verschiede­ nen Saunabereichen und Wellness­Angeboten. Hier kann man sich amüsieren, etwas für die Gesundheit tun und im stilvollen Am­

biente die Seele baumeln lassen – und wer eine Stär­ kung braucht, findet Spei­ sen, Snacks und Getränke im zentral gelegenen haus­ eigenen Bistro. Kuppelbad, Marmorbad und Außenbecken An das 1875 eingeweih­ te Markgrafenbad, aus dem die Cassiopeia Ther­ me hervorging, erinnert noch das Foyer mit seinen historischen Deckenmale­ reien. Heute gehören zur 2017 mit fünf „Wellness Stars“ ausgezeichneten Cassiopeia Therme drei unterschiedliche Thermal­ bäder mit ausgewogen mi­ neralisiertem Wasser.

Das Kuppelbad der Therme mit seiner preisge­ krönten architektonischen Kombination aus Licht und 32 Grad Celsius war­ mem Wasser verfügt auch über einen schönen Aus­ blick. Hier können Bade­ gäste zudem gratis an Wassergymnastik­, Aqua­ Fitness­Kursen und Aqua­ Cycling teilnehmen. Das große Außen­ schwimmbecken mit sei­ nem 30 Grad Celsius war­ men Wasser bietet Strö­ mungskanal, Massagedü­ sen, Nackendusche und Sonnenterrassen samt schönem Ausblick. Im dritten Thermalbad, dem Marmorbad, wird bis

zum 28. September die Technik grundsaniert, während der Umbauphase gibt es Preisnachlässe. Zur Bade­ kommt die Saunalandschaft mit ver­ schiedenen Saunen. Hier kann der Gast wählen zwi­ schen Temperaturen von 55 und 100 Grad Celsius, kombiniert mit Aufgüssen aus 100 Prozent ätheri­ schen Ölen. Auf die Jahrtausende al­ te Badekultur Europas ver­ weist das Römisch­Irische Bad, Orient und Okzident finden in der Wellness­Oa­ se mit Rasulbädern, Ha­ mam, Peelings, Massagen und weiteren Behandlun­ gen zusammen.

INFO

Öffnungszeiten Cassiopeia Therme Ernst­Eisenlohr­Straße 1 79410 Badenweiler Tel. 07632/799 200 Öffnungszeiten: Thermalbäder: täglich von 9 bis 22 Uhr; Saunaland­ schaft und Römisch­Iri­ sches Bad: täglich von 11 bis 22 Uhr. Gäste der Cassiopeia Therme können in der Parkgarage bis zu fünf Stunden lang gratis par­ ken. Weitere Infos: www.badenweiler.de/Cas­ siopeia­Therme

Historische Mahlwerke Frick­Mühle | Müllheims lange Mühlentradition Die Frick­Mühle an der Gerbergasse in Müllheim ist eine von sieben Getrei­ demühlen, die es früher in Müllheim gab. Man kann sie jederzeit von außen be­ trachten, Führungen sind nach Absprache möglich. Von April bis Oktober werden jeweils am ersten

Samstag und am dritten Sonntag eines Monats ab 15 Uhr die historischen Mahlwerke und die Stampfe vorgeführt. Die Frick­Mühle ist eine Dépendance des Mark­ gräfler Museums Müll­ heim. Ein Höhepunkt im jährlichen Veranstaltungs­

kalender ist die Museums­ nacht, die am Freitag, 10. August, ab 18 Uhr unter dem Motto „Jazz – Wein – Kultur“ im Blankenhorn­ Palais und in der Frick­ Mühle stattfindet. n Weitere Infos im Inter­ Müllheim, als villa mulinhaimo 757/758 erstmals urkundlich net unter www.markgraef­ erwähnt, beherbergte früher sieben Getreidemühlen. ler­museum.de Foto: zVg


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Am Wasser Seele baumeln lassen Die Neuenburger „Rhein­ gärten“, die im Zuge von Hochwasserschutzmaß­ nahmen geschaffen und 2015 eröffnet wurden, ha­ ben sich zu einem belieb­ ten Naherholungsgebiet entwickelt. Liegewiesen, eine Aussichtsplattform und Sitzstufen direkt am Wasser laden vor allem in der jetzigen Sommerzeit zum Verweilen ein. Jahrhundertelang lag die Zähringerstadt direkt am Rhein. Bedingt durch die Tullasche Rheinregu­ lierung und verschiedene Infrastrukturmaßnamen ist die Stadtmitte heute et­ wa 800 Meter vom Rhein­ ufer entfernt. Durch die Landesgartenschau 2022, die sich direkt an die Rheingärten anschließt, wird die Stadt wieder mit dem Rhein verbunden.

Blick auf die Rheingärten von der Kanalinsel aus. Parkmöglichkeiten für Besucher gibt es an der Rheinhafenstraße kurz vor der Kreuzung zur Rheinwaldstraße (ausgeschilderte Parkfläche). Foto: Alexander Anlicker

Motorisierte Schätze Motorradmuseum | Historische Modelle in Bantzenheim n

Von Dorothee Philipp

Die Faszination histori­ scher Motorräder ist unge­ brochen. Vor allem, wenn sie so zahlreich und so spektakulär präsentiert werden wie in der „Grange à Bécanes“, der Scheune der Drahtesel, in Bantzen­ heim. Eröffnet im Früh­ jahr 2013 bietet das Mu­ seum in seiner jetzt sechs­ ten Saison neben seinen regulären Öffnungszeiten wieder Neuheiten und ei­ nige Veranstaltungen. Den Raum für die Son­ derausstellungen bespielt

in diesem Jahr eine Privat­ Kollektion aus sechs histo­ rischen Motorrädern der Familie Kilchling aus Kan­ dern, die von Anfang an eine enge Kooperation mit dem Bantzenheimer Mu­ seum pflegt. Der eigene Bestand des Museums be­ steht aus der Sammlung des Bantzenheimer Bür­ gers Raymond Lemoine, der seine Kollektion von über 100 Motorrädern aus acht Jahrzehnten der Ge­ meinde vermacht hat. Die­ se stellte daraufhin ein al­ tes Anwesen im Dorfkern zur Verfügung, das mit Mit­

Ein Traum in Kirsch­ rot: Mo­ dell von Ravat Foto: dp

teln aus dem damaligen Gemeindeverband Porte de France Rhin Sud für et­ wa eine Million Euro in ein modernes Museum umge­ baut wurde. 90 der Maschi­ nen sind in der Daueraus­ stellung zu sehen, fachge­ recht restauriert, blitzblank geputzt und jede mit einem ausführlichen Steck­ brief versehen.

INFO

Öffnungszeiten La Grange à Bécanes, 8 rue du General­de­Gaulle, Bantzenheim; www.lagran­ geabecanes.com; Öffnungszeiten (bis letz­ tes Oktoberwochenende) Dienstag bis Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 12.30 und 14 bis 17 Uhr; Montag geschlossen. Führungen (auch auf Deutsch) nach Vereinba­ rung unter Tel. 0033/ 38926 2336.


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Ein Joker für Aktivurlauber Die Zillertal Activcard ist der Urlaubsbegleiter für alle, die den Sommer in den Zillertaler Bergen vom Tal bis auf die Gipfel erleben möchten. Im Ho­ tel Schiestl in Fügenberg haben Zillertal­Fans die ideale Startposition. Das familiengeführte Vier­Sterne­Haus ist schon aufgrund seiner Lage am Eingang des weltberühm­ ten Zillertales ein echter Joker für Aktivurlauber. Die neue Gondelbahn aufs Spieljoch ist nur 150 Meter vom Hotel entfernt. Sie ist eine beliebte „Steig­ hilfe“ für den Wanderge­ nuss zwischen Zillertaler und Tuxer Alpen mit 1000 Kilometer Wanderrouten und 55 Dreitausendern, die rundum Spalier ste­ hen. Im Hotel gibt es Leih­ ausrüstung, Wanderkar­ ten, eine kleine „Touren­ Bibliothek“ und wöchent­ lich drei bis vier geführte Wanderungen bis Okto­ ber. n www.hotel­schiestl.com

Sportlern lacht die Sonne Der Sonnenwinkel Kärn­ tens – so wird das Kärnt­ ner Rosental genannt. Für Outdoor­Sportler ist das milde Klima an der Süd­ seite der Alpen wie ge­ macht. Bis in den Herbst sind sie in der beliebten Aktivregion mit Wander­ schuhen, Bikes und Golf­ schläger, mit Pferd, Angel und Kanu unterwegs. Kenner empfehlen eine Wander­ oder Canyoning­ tour in die Tscheppasch­ lucht. Von 9. September bis 4. November lädt das Wahaha Paradise Sport & Family Resort zur aktiven Herbst­Auszeit. Auf acht Hektar dreht sich in­ und outdoor alles um Bewe­ gung, Spaß und Sport. In 49 großzügigen Apparte­ ments und vier n Chalets wohnen Wahaha­Gäste komfortabel, unkompli­ ziert und gemütlich direkt an der Drau. n wahaha­paradise.com

Die Schlögener Donauschlinge – das schönste Naturwunder Oberösterreichs

Ein Wunder der Natur Hotel Donauschlinge | Donau ändert ihren Lauf plötzlich um 180 Grad Der Ausblick ist einzig­ artig: Mit geballter Kraft ändert die Donau ihren Lauf um 180 Grad. Be­ kannt ist dieses Naturphä­ nomen als „Schlögener Schlinge“. Es gilt als das schönste Naturwunder Oberösterreichs. Und di­ rekt an Ufer befindet sich das gleichnamige Vierster­ ne­Hotel. Von der Terrasse des Hotels haben die Ho­ telgäste, zu denen sich vie­ le Tagesgäste gesellen, einen herrlichen Blick auf eine atemberaubende Flusslandschaft mit vielen Möglichkeiten, sich zu er­ holen oder aktiv zu sein. Der Donausteig bietet

eine Fülle von Wander­ möglichkeiten. Der viel befahrene Donauradweg führt direkt am Hotel vor­ bei. Klettern, Golfen, Rei­ ten und natürlich Wasser­ sport bietet dieses „verbor­ gene“ Paradies unweit von Passau. Das Hotel Donauschlin­ ge wurde rundum moder­ nisiert. Das Panoramares­ taurant bietet einen herrli­ chen Blick auf die be­ rühmte Donauwindung – auch wenn es draußen ein­ mal nicht so gemütlich ist. Die Wellnessoase des Ho­ tels ist ein kleines Refu­ gium, um sich zurückzu­ ziehen. Auch die Feuer­

lounge im Innenhof ist ein willkommener Platz, um die Seele baumeln zu las­ sen. In der Donauschlinge setzt man auf eine neues All­inclusive­Konzept. Von der Vollmond­Wan­ derung über Mountain­ bike­Fahrtechnikkurse bis hin zu Yoga und Rade­ vents wird immer wieder etwas Neues geboten im Riverresort direkt am Na­ turwunder „Schlögener Schlinge“. Und wer geschichtlich interessiert ist, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Bis 4. November dauert die Ausstellung „Die Rück­

kehr der Legion. Römi­ sches Erbe in Oberöster­ reich“. In Schlögen lädt ein außergewöhnlich gut erhaltenes römisches Bad zum Eintauchen in die an­ tike Welt von Architektur, Technik und Lebensfreude ein.

INFO

Donauschlinge Hotel Donauschlinge A 4083 Haibach/Donau Tel. +43 7279/8212 hotel@donauschlinge.at www.donauschlinge.at

Licht, luftig, g´sund Hotel Tann | Unsagbare Ruhe Die Sonne leuchtet auf die frischgrünen Bergwiesen, duftende Alpenblumen, imposante Berge und rau­ schende Wälder – am Rit­ ten, einem der schönsten Sonnenplateaus in Südti­ rol, prägen die Schönheit der Natur und ihre unsag­ bare Ruhe den Sommerge­ nuss. Mitten auf einer Waldlichtung machen Ge­ nießer im Hotel Tann eine Pause vom Alltag. Leiden­

schaftliche Gastgeber ha­ ben diesen Kraftplatz ge­ schaffen. Damit sich Leib und Seele wohlfühlen, wählt Barbara, die Chefin im Tann, die Zutaten für die Küche selbst sorgfältig aus. Alles hausgemacht, selbst angebaut, aus hei­ mischer Zucht oder von Lieferanten der Region – Barbara bringt die ehrli­ che Südtiroler Küche auf die Teller.

Panoramalounge mit Bergblick im Tann 400 Kilometer Wander­ wege führen in die Berge. Ein überwältigendes Pano­ rama breitet sich am Pano­ ramaweg Rittner Horn vor

den Augen des Wanderers aus. Ein Naturwunder sind die einzigartigen Ritt­ ner Erdpyramiden. n www.tann.it


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Jackpot für Wanderer Bis zu 15 Mal in der Wo­ che schnüren die Wander­ und Aktiv­Führer im Süd­ tiroler Wanderhotel Hu­ bertus ihre Wanderschu­ he und marschieren mit bergbegeisterten Gästen in die Natur. Das Hotel Hubertus ( Vier Sterne Su­ perior) ist Mitglied der „best alpine Wanderho­ tels“ – ein verlässliches Gütesiegel für Wander­ Urlauber. Am Kronplatz ist die Aussicht auf die Gipfel des Alpenhaupt­ kammes und der Dolomi­ ten atemberaubend. Das Alpin Panorama Hotel Hubertus liegt in einem 5000 Quadratmeter großen Park Der 25 Meter lange Pool hängst frei­ schwebend zwischen Himmel und Erde – die Front ist verglast und vom Beckenboden nach unten hat man zum Teil freie Sicht. www.hotel­hubertus.com

Festspiele und Bergsommer Ein Fixtermin für Kultur­ freunde sind die Bregen­ zer Festspiele. Mit der In­ szenierung der Oper „Car­ men“ und der bewegen­ den Musik Georges Bizets kommt vom 18. Juli bis 20. August das Flair Anda­ lusiens auf die spektakulä­ re Seebühne. Eine gute Gelegenheit, Kulturgenuss mit kulinari­ schen Glanzpunkten und alpiner Erholung zu ver­ binden, bietet das Hotel Montafoner Hof in Tschagguns. Im Festspiel­ arrangement ist alles drin: Vier Übernachtungen, das Festspielticket für eine Aufführung von „Car­ men“, Bustransfer, Cham­ pagner, Spätimbiss – eine geführte Wanderung im Montafon und eine Wohl­ fühlmassage unter freiem Berghimmel. Das Genießerhotel Montafoner Hof bürgt für ausgezeichnete Küche in Top­Qualität. www.montafonerhof.com

Eines der besten Wellness­Hotels Deutschlands: der Angerhof

Foto: zVg

Perle in grüner Idylle

Bayerischer Wald | Der Angerhof bietet alles – Ruhe ebenso wie Aktivurlaub St. Englar ist eine Perle, die entdeckt werden will. Von der Autobahn zwi­ schen Passau und Regens­ burg schlängelt sich die Straße noch ein ordentli­ ches Stück bis St. Englmar. Aber der Weg lohnt sich: Grüne Idylle, wohin man schaut. St. Englmar liegt mitten im Bayerischen Wald und damit in einer der schönsten Naturland­ schaften Deutschlands. Wer einen guten Ort zur Entspannung vom Alltags­ stress sucht, ist hier am Ziel. „Unbeschwert“ ist

das erste Wort, das einem bei dem Gedanken an Urlaub in dieser grünen Region in den Sinn kommt. Mehr als 200 Kilometer gut markierte Wanderwe­ ge, die jeder unter die Fü­ ße nehmen kann, Moun­ tainbiken und Radeln, Rei­ ten, Klettern, Nordic Wal­ king – es gibt kaum eine Sportart, die in dem male­ risch gelegenen Luftkurort nicht ausgeübt werden kann. St. Englmar ist außer­ dem Sitz eines beeindru­

Erfrischung im Bioschwimmteich

Foto: zVg

ckenden Wellnesshotels. Franz Wagnermayr war Pionier und hat den Ange­ rhof zu einem der besten Wellnesshotels Deutsch­ lands (Vier Sterne Supe­ rior) gemacht. Ein breites Angebot an Fitness­, Spa­ und Beautyprogrammen zeichnet das vielfach prä­ mierte und harmonisch gewachsene Haus aus. Auf einer Anhöhe über St. Englmar gelegen, be­ findet sich der Angerhof inmitten eines 30 000 Quadratmeter großen Ent­ schleunigungsparks mit Bioschwimmteich, einem 500 Meter langen Barfuß­ weg mit Kneipp­Rundwan­ derweg, Solebecken, ita­ lienischem Lustgarten und vielen weiteren Möglich­ keiten, die Seele baumeln zu lassen. Wer will, kann sich sieben Tage in der Woche mit einem ab­ wechslungsreichen Sport­ und Aktivprogramm durch den Urlaub führen lassen – vom gemütlichen Spaziergang bis hin zu an­ spruchsvollen Touren reicht das Angebot. Wer die Ruhe liebt, für den bringt die Fantasie­

Oase tropische Verhältnis­ se in den Angerhof, das Li­ tusorium Salz­ und Sand­ strände, der orientalische Tempel vielfältige Massa­ gen. Im kühlen Salzstollen können Haut und Atem­ wege sich erholen. Ein Dufterlebnis in der Farb­ licht­Sprudelwanne, ein Bad im Vitalfelsenbad – es gibt viel zu genießen im Angerhof. Dazu gehört na­ türlich auch eine ausge­ zeichnete Küche. Gour­ mets dürfen in drei stilvol­ len Restaurants speisen. Vinothek, Bar und Kamin­ lobby runden das Angebot ab. Die Liebe zum Detail, die das Hotelier­Ehepaar Wagnermayr auszeichnet, ist überall in dem weitläu­ figen Haus sichtbar.

INFO

Angerhof Hotel Angerhof, Am Anger 38 94379 St. Englmar Tel. 09965/186­0 hotel@angerhof.de www.angerhof.de


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Forschungstrip im Finstergrund Besucherbergwerk | In Wieden kann man die Tradition des Bergbaus kennenlernen n

ten und Maschinen ausge­ stattet und 2002 wurde der Neubau des Besucherge­ bäudes eingeweiht. Bereits seit über zehn Jahren kann man als besondere Attraktion mit einer Elekt­ rolok in den „Finster­ grund“ einfahren. Wer die dunklen Gänge erforschen möchte, sollte nicht zu luftige Kleidung tragen, da unter Tage le­ diglich acht Grad herr­ schen. Auch festes Schuh­ werk empfiehlt sich bei einem Besuch im „Finster­ grund“.

Von Peter Schwendele

Leicht versteckt in einem der schönsten Seitentäler des Wiesentals liegt der Erholungsort Wieden – be­ kannt durch sein Aushän­ geschild, das „Finster­ grund“ genannte Besu­ cherbergwerk, das Interes­ sierte zu einer Stippvisite unter Tage einlädt. Der Bergbau hat in Wie­ den eine lange Tradition und reicht bis ins 13. Jahr­ hundert zurück. 1972 al­ lerdings war Schluss mit der lange Zeit wirtschaft­ lich attraktiven Unter­Ta­ ge­Förderung von Fluss­ spat. Doch schon 1975 gründeten 22 ehemalige Bergleute den Bergmanns­ verein, dem es zu verdan­ ken ist, dass die Vergan­ genheit bis heute nachvoll­ zogen werden kann. Die ehemaligen Knappen leg­ ten Hand an, um den als

INFO Das Besucherbergwerk in Wieden hat sein Tor geöffnet „Werner IV“ bezeichneten Nordteil des Finstergrund­ Ganges zu öffnen und die­ sen zu einem Besucher­ bergwerk auszubauen. Seit 1982 können Besu­

cher die Atmosphäre im Wiedener Stollen erleben und die Anlage unter Tage erforschen. Die Investitionen in und die Arbeit am Bergwerk

Foto: Archiv gingen jedoch noch wei­ ter. Von 1983 bis 1985 wurde ein Vereinsheim er­ stellt, von 1991 bis 1995 wurde der Stollen mit bergbautechnischen Gerä­

In der Hauptsaison im Ju­ li, August und September hat das Bergwerk mitt­ wochs, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.finster­ grund.de.

Drei Kilometer Kreisel und Kurven: Die Hasenhornbahn ist ein Erlebnis.

Foto: Archiv

Talwärts mit dem Coaster Hasenhornbahn | Rasantes Fahrvergnügen Vom Todtnauer Hausberg Hasenhorn kann man sich mit einem Coaster auf einem fast drei Kilometer langen Kurs ins Tal hi­ nunterstürzen. Es handelt sich um ein rasantes Ver­ gnügen, denn an Kurven und Kreiseln mangelt es der Rodelschlittenbahn an

dem steilen Hang nicht. Sie gilt als die längste und

INFO Die Coasterbahn ist täg­ lich von 9 bis 17 Uhr ge­ öffnet. Weitere Infos unter www.hasenhorn­ro­ delbahn.de.

spektakulärste in ganz Deutschland. Für Tempo­ freaks ein Genuss. Bammel zu haben braucht aber auch derjeni­ ge nicht, der es nicht ganz so zackig liebt, denn die Geschwindigkeit der Coas­ ter kann kinderleicht indi­ viduell bestimmt werden.


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INFO

Die drei Weinwege

Den Weiler Weinweg kann man auch in Ötlingen beginnen, stets mit Blick in die Rheinebe­ ne und in die Basler Bucht. Fotos: Jasmin Soltani

Schön und informativ Weinwege | Einblicke und Ausblicke / Mit Hinweistafeln n

Von Jasmin Soltani

Schöne und informative Weinlehrpfade gibt es vie­ le. Einer mit Ausnahme­ charakter ist der Weinweg, der sich vom Weiler Orts­ teil Ötlingen am Tüllinger Berg entlang über Obertül­ lingen in Lörrach bis nach Riehen in der Schweiz zieht. Wer aussichtsrei­ ches Landschaftserlebnis mit Kultur­ und Kunstge­ nuss verbinden will, ist auf diesem reizvollen grenz­ überschreitenden Weg ge­ nau richtig. Durch uralte Kulturland­ schaft verläuft der seit dem Jahr 2004 eingerich­ tete Weinweg. Wer ihn unter die Füße nimmt, wandert durch blühende Streuobstwiesen mit knorrigen und wind­ schiefen alten Obstbäu­ men, läuft an Waldsäu­ men und Feldgehölz entlang, an Kornfel­ dern, Gärten und Bioto­ pen vorbei und natür­ lich auch viel durch Weinberge: Allesamt von Menschen über Jahrhunderte angelegte und immer wieder auch veränderte Land­ schaften, zuletzt etwa bei der Haltinger Flurneuordnung nach dem Zweiten Welt­ krieg. Ob auf Riehener, Lörra­ cher oder Weiler Gemar­ kung, der Weinweg mit

seinen 50 Hinweistafeln, die nach und nach erneu­ ert und ergänzt werden, ist mehr als ein Lehrpfad in Sachen Rebpflege und Weinbau, sondern gibt Einblicke in den Alltag der Winzer und informiert auch über Geschichte und Geologie sowie die Kultur­ landschaften. So abwechslungsreich das Mosaik der Land­ schaftsbilder entlang des Themenpfads ist, so viel­ seitig ist nebst teils selte­ ner Flora und Fauna auch die Aussicht, die Spazier­ gänger auf dem acht Kilo­ meter langen und für alle Altersgruppen gut bewäl­ tigbaren Weg genießen können. Auf dem Weiler

Teil des Weinwegs, den man an der Abzweigung der Lörracher/Riehener Straße Röhrigasse bei den blauen Stelen oder in Öt­ lingen an der Dorfstra­ ße/Langgaß beginnen kann, bieten sich weite Bli­ cke ins Dreiländereck, nach Basel, in den Sund­ gau, zum Jura, in die Voge­ sen und bis in die Alpen. Hoch oben auf dem Tüllin­ ger zeigt sich die St. Otti­ lienkirche. Wer auf dem Tüllinger Weinweg spa­ ziert, dem liegt das Wie­ sental zu Füßen: bis zu den Gipfeln des Schwarz­ walds und zum Dinkel­ berg reicht bei gutem Wet­ ter die Sicht. Gut im Blick ist vor al­ lem auf dem Riehener Teilstück stets das Beyeler­Museum, während man zwischen Alt­Weil und Ötlingen im­ mer wieder einen Blick auf den Vitra­ Campus samt De­ sign­Museum er­ haschen kann. Neben Gasthäu­ sern, Straußen­ wirtschaften und Weingütern, die entlang der Strecke zu lohnenden Ab­ stechern einladen, bietet sich somit auch ein Besuch der wechselnden Ausstellungen in den beiden Museen an.

Weiler Weinweg Länge: 4 Kilometer Dauer: 2 Stunden Höhenmeter: 72 ab­, 43 aufwärts Tüllinger Weinweg Länge: 1,7 Kilometer Dauer: 30 Minuten Höhenmeter: 39 auf­, 38 abwärts Riehener Weinweg Länge: 2 Kilometer Dauer: 30 Minuten Höhenmeter: 86 auf­, 87 abwärts

Die drei Weinwege sind Teile eines umfangreichen Rad­ und Wanderwege­ netzwerks im Dreiländer­ eck, miteinander kombi­ nierbar oder getrennt be­ gehbar. Zustiege sind an mehreren Stellen möglich Nächste Veranstaltung Weinweg in Flammen auf dem Weiler Weinweg: 4. August 2018 Detallierte Infos unter https://derweinweg.de/


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Echter Wasserspaß Wildwasserkanal | Vielfältige Angebote / Hindernisse n

Von Jasmin Soltani

Auswärtige buchen gleich ein ganzes Wochenende, damit es sich lohnt, Ein­ heimische aus dem Drei­ ländereck können sich ganz spontan entschei­ den, sich in die Strom­ schnellen des Parc der Eaux Vives in Hüningen zu werfen: Der Wildwas­ serkanal in der Weiler Partnerstadt ist schnell er­ reichbar und bietet jede Menge sportlichen Was­ serspaß. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht es am schnellsten von Weil am Rhein aus über die Drei­ länderbrücke. Autofahrer nehmen die Palmrainbrü­

INFO

Der Park Parc des Eaux Vives: Be­ treiber: Stadt Hüningen Länge des künstlich ange­ legten Wildwasserkanals: 350 Meter; Schwierig­ keitsgrad: II (Mittel), an der Eingangswelle mit­ unter III. Öffnungszeiten (bis 2. September): Mon­ tag bis Freitag:9 bis 21.30 Uhr; Samstag/Sonntag: 9 bis 19.30 Uhr u www.ville­huningue.fr/ de/Wassersport cke und fahren dann nach Hüningen, wo der Wild­ wasserpark gut ausgeschil­

dert ist. Genau richtig für die heißen Sommermonate ist das vielfältige Angebot, mit dem der zur Freizeit­ anlage umgestaltete ehe­ malige Hafen von Hünin­ gen jung und alt lockt. Ob Kanufahren, schnelles Rafting durch schäumen­ des Gewässer, Kajakfah­ ren oder Hydrospeed – der Parc des Eaux Vives bietet Anfängern und Fortge­ schrittenen allerhand Möglichkeiten, diverse Wassersportarten auszu­ probieren. Selbst Profis nutzen mitunter das Ange­ bot zum Training.

Canal de Huningue umgebaut Für Anfänger gibt es Schnupperkurse. Im Ange­ bot sind zudem Gruppen­ und Wochenendkurse, aber auch Einzelunter­ richt. Die gesamte Ausrüs­ tung und Bekleidung (Boote, Neopren, Flossen et cetera) kann gemietet werden. Und dann kann es – ausgerüstet mit einem Nummernschild – ab in die Fluten gehen – allein, mit Freunden oder auch in Gruppen. 1992 hat die Stadt Hü­ ningen den seit Anfang der 1960er Jahre brachlie­ genden Hafen umgestal­ tet. Der Canal de Hunin­ gue wurde zum 350 Meter langen wilden Strom mit einer Reihe von Hinder­ nissen umgebaut. Parallel zum Wildwasserkanal

Der Wildwasserkanal bietet eine Reihe unterschiedlicher Hindernisse. Foto: Jasmin Soltani verläuft ein weiterer Ka­ nal, auf dem die Kanuten zurückpaddeln können. Langes Boote­Tragen wird den Freizeitsportlern so erspart. Der Parc des Eaux Vives

Im Wildwasserpark in Hüningen kann die Ausrüstung fürs Rafting ausgeliehen werden, Neoprenanzüge einschließlich.

empfiehlt sich übrigens auch als Ausflugsziel für Vereine, Gruppen und Fa­ milien – selbst wenn es nicht jeder von ihnen mit dem nassen Element auf­ nehmen will: An den baumbestandenen Ufern kann man spazierenge­ hen, radfahren oder ein­ fach anderen beim Rafting zuschauen. Zwei Spiel­ plätze, eine Kletterwand und eine Boulebahn gehö­ ren ebenfalls zum Areal. Wer länger bleiben will, kann sich in den Gruppen­ unterkünften oder auf dem Zeltplatz einmieten Und selbst die geliebten Vierbeiner müssen nicht zu Hause bleiben. An sie ist mit einer Hundetoilette gedacht.


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Links die Schweiz, rechts das Elsass Läufelberg | Schöne Wege und eine grandiosen Aussicht für Wanderer und Ausflügler n

Von Reinhard Cremer

Noch auf der Gemarkung Egringen liegt der „Gip­ fel“ des 393 Meter hohen Läufelbergs. Doch auch die Fischinger sehen den Läufelberg als „ihren Hausberg“ an – ebenso wie die Schallbacher. Sowohl schmale Stra­ ßen als auch Wanderwege verbinden die drei Dörfer mit dem und über den Läufelberg. Vorbei an Fel­ dern, entlang an Streu­ obstwiesen und durch zahlreiche Weinhänge führen die Wege hinauf zum Schützenhaus, in dem der Schützenverein Egringen beheimatet ist. Nur wenige Meter ent­ fernt hat die Freiwillige Feuerwehr Egringen einen gemütlichen Rast­ platz angelegt. Von dort

Eine großartige Aussicht über das Dreiländereck haben Wanderer auf dem Läufelberg. Foto: Reinhard Cremer aus können Wanderer ihren Blick weit über Ba­ sel hinaus in die Schweiz und mit einer kleinen Wendung nach rechts auch über das Elsass schweifen lassen.

Bei jeder Jahreszeit ist eine Wanderung auf den Läufelberg – egal von wo aus sie begonnen wird – ein Erlebnis. Im Frühjahr, wenn die gebundenen Rebstöcke treiben, im

Mehr als eine Bibliothek

Bücherwurm | Seit zehn Jahren kulturelle Bereicherung

n

Von Ingmar Lorenz

Seit zehn Jahren ist der „Bücherwurm“ für Lese­ ratten in Eimeldingen die erste Anlaufstelle. Mit einem vielfältigen Pro­ gramm bereichert er zu­ dem das kulturelle Leben im Ort. Der „Bücherwurm“ ent­ stand 2008 als Gemein­ schaftsprojekt der Ge­ meinde Eimeldingen und der Evangelischen Kir­ chengemeinde Eimeldin­ gen­Märkt. Mehr als 3000 Bücher können in der Ge­ meindebibliothek im Haus der Begegnungen (Hauptstraße 30b) ausge­ liehen werden – vom Kri­ mi bis hin zur Fantasy­Ge­ schichte. Zudem lassen sich in der Bibliothek auch zahlreiche Sachbü­ cher finden. Darüber hinaus stellt das „Bücherwurm“­Team jedes Jahr ein abwechs­

Der Eimeldinger „Bücherwurm“ im Haus der Begegnung feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Foto: Lorenz lungsreiches Programm zusammen. Regelmäßig gibt es beispielsweise das Bilderbuchkino, in dem Geschichten für Kinder ab drei Jahren vorgestellt werden. Erwachsene kön­ nen sich beim literari­ schen Abend austauschen und auch im Rahmen des Kinderferienprogramms engagiert sich das Team. Eine besondere Veran­ staltung erwartet die Besu­ cher am 19. Oktober, wenn das zehnjährige Be­ stehen der Gemeindebib­

liothek im Haus der Be­ gegnungen gefeiert wird.

INFO Wer Lust hat, die Bestän­ de des „Bücherwurms“ zu durchforsten, kann für einmalig zwei Euro einen Bibliotheksausweis bean­ tragen. Die Ausleihe selbst ist kostenlos. Geöff­ net ist die Bibliothek in der Hauptstraße 30b in Eimeldingen jeden Mon­ tag von 14.30 bis 18.30 Uhr.

Sommer, wenn alles grünt und blüht, die Sonne auf die in vollem Laub stehen­ den Reben scheint, zum Herbst hin, wenn das Obst reif ist und in den Wein­ bergen die Traubenlese in

vollem Gang ist und schließlich im Winter, wenn die Pflanzen ihre Blätter abgeworfen haben und der Schnee – soweit vorhanden – jeden Laut dämpft. Wer möchte, kann sich auf dem Läufelberg sogar trauen lassen. Vor dem Schützenhaus ist die Ecke unter der großen Kastanie als Trauraum ausgewie­ sen. Egringens Ortsvorste­ her Jürgen Schopferer hat dort vor zwei Jahren auch den aus Efringen­Kirchen stammenden Samuel Koch und Sarah Elena Timpe getraut.

INFO Die Wanderwege auf dem Läufelberg sind beschil­ dert und das ganze Jahr hindurch zugänglich.


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Lebensqualität nach Markgräfler Art Ortsporträt | Das Vordere Kandertal – Region mit boomendem Wirtschaftsleben und Freizeitwert n

Von Walter Bronner

Das Vordere Kandertal als angesagte Tourismusre­ gion anpreisen zu wollen, wäre eine starke Übertrei­ bung. Schließlich gibt es nicht einmal einen Urlaubsprospekt von den sechs Verbandsgemeinden Binzen, Eimeldingen, Fi­ schingen, Rümmingen, Schallbach und Wittlin­ gen. Gleichwohl ist der Freizeitwert dieser Region entlang des Kanderbachs hoch beachtlich. Nicht zuletzt wegen der hier anzutreffenden vor­ züglichen Gastronomie, die von gut bürgerlich bis zur Haute Cuisine reicht. Aber auch wegen der vie­ len Feste und Feiern, für die vor allem die zahlrei­ chen Vereine, aber auch Winzer­ und Gastro­Initia­ tiven oder Gewerbe­Ko­ operationen verantwort­ lich zeichnen. In Binzen, der größten Mitgliedsgemeinde, gibt es zum Beispiel den Früh­ lingsmarkt, das Dorffest nebst zünftigen Sommer­ und Herbstfeten, darunter auch ein kleines Country­ Festival. In Schallbach ist das ori­ ginelle Zeechefescht mit seinem kulinarischen Be­ sonderheiten und kulturel­ len Zutaten zu Hause. Letztere gibt es bei den „Schallbacher Kulturta­

Immer ein Besuch wert: der Kanderner „Rossmärt“ mit seinen prächtigen Pferden. Foto: Walter Bronner gen“ auch schon im späten Frühjahr. Und wer es einmal unternimmt, der Kander entlang von Wittlingen bis Eimeldingen zu wandern, eine größere Strecke auf dem gut ausgebauten Rad­ wegnetz zu absolvieren oder urgemütlich die sie­ ben Bahnstationen mit dem historischen Dampf­ zug „Chanderli“ abzuklap­

pern, kann viele verborge­ ne Schönheiten und Be­ sonderheiten entdecken. Hilfreich sein könnte da­ bei auch die Lektüre des aufschlussreichen Bild­ bands „d’r Chander no“ von Rolf Frei, dem Haltin­ ger Meisterfotografen. Das Buch erschien zum 25­Jah­ re­Jubiläum des Verwal­ tungsverbandes Vorderes Kandertal. Es wirft ein

nicht alltägliches Licht auf das, was außerhalb gängi­ ger Ortsbeschreibungen für die Region besonders charakteristisch ist und welche verborgenen Schät­ ze es hier zu entdecken gibt. Etwa den massiven Hinkelstein auf dem schönsten Aussichtspunkt des Binzener Rebbergs. Den geologisch einzigarti­ gen Läufelberg mit seinen

faszinierenden Lösswän­ den, den Blick vom Schall­ bacher Südhang auf das Basler Rheinknie (die ein­ zige Stelle im Markgräfler­ land, die diese Aussicht bietet), die im Dorf ver­ steckte Rümminger Jako­ buskirche, einst Pilgersta­ tion auf dem Weg nach Santiago de Compostela, oder das unwirsch wirken­ de Bärenkopf­Relief aus rotem Sandstein an einem Nebengebäude der Witt­ linger Mühle, mit dem einst der trinkfeste und streitbare Mühlenbesitzer Hannibal von Bärenfels die Dorfbewohner provo­ zierte. Die im Weinbrenner­Stil erbaute Binzener Laurent­ iuskirche zählt zu den stattlichsten Gotteshäu­ sern des Markgräflerlands und symbolisiert quasi das, was das Autorenteam von „d’r Chander no“ als charakteristische Wesens­ art der Vorderen Kandertä­ ler dingfest macht: „selbst­ bewusst, überlegen, groß­ zügig“.

INFO Weitere Informationen über die Region gibt es im Internet auf den Seiten: www.binzen.de, www.ei­ meldingen.de, www. fi­ schingen.de, www.ruem­ mingen.de, www.schall­ bach.de.

Einladende Dorf­ und Kleinstadtidyllen Ortsporträt | Kandern – ideales Revier für Kurzurlauber und Tagestouristen n

Von Walter Bronner

Kandern pflegt sein Image als gastfreundlicher Tou­ rismusort. Zwar sind die Feriengäste, die hier zwei oder gar drei Wochen Urlaub machen, deutlich weniger geworden als frü­ her, dafür verzeichnen Kurzzeit­ und Tagestouris­ mus stetigen Zuwachs. Es locken zum Beispiel

bekannte Feste von origi­ neller lokaler Eigenart, et­ wa das Strüblifest in Woll­ bach, das Storchenfest in Holzen, das Bergfest in Tannenkirch, der Städtli­ tag im Zentralort oder das Schopffest in Riedlingen. Überragendes Festereig­ nis ist jedoch alljährlich im September das dreitägi­ ge Budenfest und der schon viel ältere Rossmärt

am zweiten September­ Montag. „Kanderner Na­ tionalfeiertage“ wird die­ ser Festreigen auch ge­ nannt. Darüber hinaus können sich die Gäste auf zig Kilo­ metern miteinander ver­ netzter Wander­, Themen­ und Lehrpfade ergehen. Die schönsten davon sind in den über 3000 Hektar Waldgebieten der Stadtge­

markung angelegt. Das Nostalgie­Kino und im Sommer das Freibad zu besuchen, ist ebenso emp­ fehlenswert wie eine er­ holsame Rast in einem der zahlreichen Gasthäuser, deren kulinarisches Ange­ bot von typischer Mark­ gräfler Hausmannskost bis zu exotischen Gaumen­ freuden reicht. n Info: www.kandern.de


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Auf dem Brett stehen und paddeln Stehpddeln | Trendsportart findet auch auf dem Hochrhein immer mehr Anhänger n

Von Gerd Lustig

Ursprünglich aus Indone­ sien stammend, dann von Beachboys aus Hawai ent­ deckt, ist eine Trendsport­ art längst auch hier nach Deutschland geschwappt: Stehpaddeln, auch Stand­ up Paddling (SUP) ge­ nannt. Gerade der Rhein, ganz besonders der Hoch­ rhein, mit seinem durch die Stauwehre meist nur leichten Strömung eignet sich bestens für diese wun­ derbare Wassersportart. Stehpaddeln ist eine Mi­ schung aus Kajakfahren und Surfen. Überall sieht man jetzt zuhauf Men­ schen, die auf großen Bret­ tern im Wasser stehen und sich mit einem Paddel fort­ bewegen. Mal schneller, mal langsamer. SUP ist fa­ cettenreich, lässt einen den Alltag schnell vergessen und bringt Menschen ans Wasser, die bislang keine Wassersportler waren. Außerdem sind die inzwi­

schen mehrheitlich ver­ wendeten aufblasbaren Bretter flexibler einsetzbar als bei jeder anderen Was­ sersportart. Das Brett passt in einen Rucksack, kann ohne Probleme auf dem Fahrrad, mit der S­Bahn oder dem Auto transpor­ tiert werden. Erlernen kann den Sport jeder – ob Trainingsanfän­ ger oder Leistungssportler, Kind oder Erwachsener. Die einzige Voraussetzung ist, dass man gut schwim­ men kann und keine Angst vor dem Wasser hat. Experten empfehlen, trotzdem mit einer profes­ sionellen Einweisung oder einem Anfängerkurs zu starten. Wer ohne Trainer auf ein SUP­Brett steigt, sollte folgende Fragen beant­ worten können: Bestehen auf dem Gewässer beson­ dere Regelungen aus Na­ turschutzgründen? Kenne ich alle Gefahrenstellen wie zum Beispiel Fähren­

Stehpaddeln oder auch Standup Paddling (SUP) genannt, wird immer mehr zur Trendsport­ art. Gerade der Hochrhein bietet sich als ideales Revier an. Foto: Gerd Lustig verkehr? Habe ich Wind und Wetter im Blick und kann eventuelle Verände­ rungen richtig einschät­ zen? Fitnessexpertin Kind weist auch darauf hin, dass es wichtig sei, orts­ kundig zu sein und die

Für Fans heißer Reifen n

Von Gerd Lustig

Wer echte Rennatmosphä­ re liebt, der ist bei der In­ door­Kartbahn in Rhein­ felden an der Römerstra­ ße goldrichtig. Hier kön­ nen es die Besucher ordentlich krachen lassen – und das alles mit fünf Zentimeter Bodenfreiheit. Gerne organisiert das Kartbahn­Team diverse Rennveranstaltungen. Zu­ dem gibt in der Kartbahn ein gemütliches Bistro, von dem aus sich das Renngeschehen wunder­ bar live durch die großen Fenster mitverfolgen lässt. Außerdem gibt es eine kleine Gartenterrasse.

Motorsport pur bietet die Kartbahn in Rheinfelden. Renn­ atmosphäre kommt hier schnell auf. Foto: Gerd Lustig

KONTAKT: n Kartbahn Rheinfelden, Römerstraße 85, Tel. 07623/8681.

Strömungen bei Flüssen einschätzen zu können. Wer es indes gleich von Anfang an richtig machen will, dem biete sich in der hiesigen Region eine gute Möglichkeit. „Stonesurf“ in Stein am Rhein bietet

Kurse an sowie auch Ver­ leih. Und es sind auch ge­ führte Touren im Pro­ gramm. Die schönste Tour betrifft sogar Rheinfelden. KONTAKT: n www.stonesurf.ch


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Ein Park für die ganze Familie Steinwasenpark | Spaß und Unterhaltung mit Tierwelt und rasanten Bahnen n

ist, der kann sich ins „Schwarzwald­Kino“ set­ zen und sich dort auf eine visuelle Zeitreise durch die Urlandschaft Süd­ deutschlands begeben. Oder man steigt hinab in die Eiswelt, wo unter an­ derem der sagenumwobe­ ne Yeti wartet. Für kleine­ re Kinder gibt es auch einen Abenteuerspielplatz und ein Märchenkino. Spannend geht es auch im Tierbereich zu, wo auf einem rund 35 Hektar gro­ ßen Gelände rund zwan­ zig Wildarten auf die Be­ sucher warten, darunter Luchse, Waschbären, Mur­ meltiere, Rentiere, Hirsche und Wildschweine.

Von Peter Schwendele

Bereits seit mehr als vier­ zig Jahren lockt der Stein­ wasenpark viele Besucher nach Oberried. Ursprüng­ lich als reines Wildgehege angelegt, hat sich der Park immer mehr zu einem vielfältigen Themenkom­ plex entwickelt. Neben der Tierwelt locken rasan­ te Bahnfahrten oder eine extrem lange Hängebrü­ cke, die sich über den Park spannt. Seit 2014 können sich Besucher an einer Out­ door­Coasterbahn erfreu­ en, bei der die Geschwin­

Eine der Attraktionen: Der River­Splash.

Auch Murmeltiere sind im Steinwasenpark zuhause.

digkeit individuell be­ stimmt werden kann. Nachdem die Coasterlen­ ker von einem Lifter voll­ automatisch zur Bergsta­ tion transportiert worden sind, geht es durch vier fet­ zige Kreisel zurück ins Tal.

Die Allwetterrodelbahn führt auf luftiger Höhe über das Parkgelände und verschafft den Fahrern tol­ le Ausblicke. Attraktiv ist auch ein Wildwasserbereich, der River­Splash, der das An­

Fotos: zVg gebot der Fahrtmöglich­ keiten um eine spritzige Variante ergänzt. Weiter warten der Gletscherblitz, der Spacerunner und zwei Freiluft­Rodelbahnen auf Temposüchtige. Wem all dies zu rasant

INFO In der Hauptsaison vom 1. Juli bis 9. September hat der Park von 9 bis 18 Uhr geöffnet. In der Nebensai­ son vom 10. September bis 4. November ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.steinwasen­park.de.

Der Faden wird weiter gesponnen

Wiesentäler Textilmuseum | Einblicke in die Geschichte der Textilindustrie Das Wiesentäler Textilmu­ seum in Zell ist ein leben­ diges Museum. Genau richtig ist hier, wer einen Einblick in den spannen­ den Bereich der Textil­ industrie gewinnen will, die bis ins zweite Drittel des letzten Jahrhunderts hinein einer der dominie­ renden Bereiche im ge­

INFO Geöffnet hat das Textil­ museum in Zell vom 1. März bis 30. November samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr sowie dienstags von 14 bis 17 Uhr. Weitere Infos unter www.wiesentaeler­textil­ museum.de.

samten Wiesental war. Von der Baumwollfaser über das Spinnen und Schlichten bis hin zum Weben erhalten die Besu­ cher einen tief greifenden Einblick in die Zusam­ menhänge dieses Indust­ riezweigs. Das Örtchen Zell war einst ein Zentrum der Textilindustrie, und das Besondere am dort ge­ legenen Museum ist, dass alle Vorgänge in der Praxis an voll funktionsfähigen Maschinen vorgeführt werden können. Interes­ sierten Besuchern wird auch die Gelegenheit ge­ boten, sich selbst unter Anleitung beim Weben zu versuchen. Außerdem werden an­

Das Wiesentä­ ler Textilmu­ seum ist eine lebendige Ein­ richtung. Foto: Archiv

hand vieler interessanter Bilddokumente, aus der frühesten Zeit der Foto­ grafie bis heute, die Beson­ derheiten textiler Heim­

Manufaktur und Fabrik­ arbeit dargestellt. Das Museum wurde im Jahr 1996 in historischen Fabrikräumen eröffnet

und im Lauf der Zeit mit aufwändigen Umbauten und Renovierungen auf rund 1000 Quadratmeter erweitert.


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Matterhorn: Berg der Superlative Zermatt | Höchste Baustelle der Welt / Neue Seilbahn zum Klein Matterhorn im Bau Zermatt und das Matter­ horn, das sind Sommer­Er­ lebnisse auf den höchsten Bergen Europas. Der Zer­ matter Sommer bietet 400 Kilometer Wanderwege, über 100 Kilometer Moun­ tainbike­Trails sowie 21 Kilometer Pisten auf dem Gletscher. Eine hochste­ hende Gastronomie und viele Events runden das Angebot ab.

fen und guter Bremsen steht einem komfortablen und sicheren Fahrvergnü­ gen nichts im Weg. Der tiefe Schwerpunkt der Carts sorgt für gute Stabili­ tät. Das Angebot besteht bis 30. September und ist für Kinder ab neun Jahren und 135 Zentimeter Größe geeignet.

Fahrt mit „Mountaincarts“

Neu ist ein Paket mit Bike­ Bergbahnticket und Früh­ stücksbuffet. Mit dem Mountainbike geht es mor­ gens früh auf die Berg­ bahn hoch nach Sunneg­ ga. Während der Fahrt steigt die Sonne hinter den Gipfeln empor. Oben an­ gekommen, erwartet die Gäste ein reichhaltiges Frühstück, bevor sie die

Mit dreirädrigen Go­Karts geht es über die neue 1,6 Kilometer lange Moun­ taincart­Strecke von Blau­ herd (2571 Meter) hi­ nunter nach Sunnegga (2288 m). Dank eines be­ quemen Sitzes, einer hoch­ wertigen Aluminium­ konstruktion, breiter Rei­

neue Rundwanderung ab dem Bahnhof Randa ein­ gerichtet. Die Tour dauert vier Stunden und über­ windet zweimal 850 Hö­ henmeter.

Höchste Baustelle der Welt

Mountainbiken in der Morgensonne

Wanderung zur längsten Fußgängerhängebrücke der Welt. Foto: zVg / Valentin Flauraud Bike­Trails im Gebiet Sun­ negga im Licht der Mor­ gensonne genießen.

Weltrekord­ Hängebrücke

Vergangenen Sommer wurde die längste Fußgän­

gerhängebrücke der Welt eröffnet: die Charles­Kuo­ nen­Hängebrücke ober­ halb Randa. Sie misst 494 Meter und führt am höchs­ ten Punkt 85 Meter über den Abgrund. Um sie zu erreichen, wurde eine

Bis zum Herbst verwirk­ licht die Zermatt Bergbah­ nen AG die höchste Drei­ seilumlaufbahn (3S Bahn) der Welt. 145 Personen von 38 verschiedenen Unternehmen sind am größten Bauprojekt in der Geschichte der Zermatt Bergbahnen AG beteiligt. Die 3S Bahn wird ab Ende September bis zu 2000 Personen stündlich auf das „Matterhorn glacier para­ dise“ (Klein Matterhorn) befördern. n matterhornparadise.ch


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Miniaturbahn erfreut Kinder Liliput­Eisenbahn | Betreiber will noch in diesem Jahr einen Förderverein gründen n

Von Christoph Schennen

Für Kinder ist es eine Freu­ de, mit der Liliput­Bahn zu fahren. Josef Schumacher und seine Mitstreiter ha­ ben in unmittelbarer Nähe zur Erdmannshöhle in Ha­ sel eine 300 Meter lange Eisenbahnstrecke aufge­ baut, auf der eine kleine Feldbahn der Baugröße F3 verkehrt. Die Bahnanlage besteht seit sechs Jahren und ist vom 1. Mai bis zum ersten Sonntag im Septem­ ber jeweils sonn­ und

Kinder lieben die Miniatur­Eisenbahn in Hasel. Foto: zVg feiertags geöffnet. „Ge­ plant ist die Gründung

eines Fördervereins“, sagt Josef Schumacher. Mit­

streiter, die bei der Gestal­ tung der Anlage mithelfen wollen, zum Beispiel einen Teich anlegen wol­ len oder Dekoration für die Strecke (zum Beispiel Bahnhofsgebäude) bauen wollen, sind eingeladen, sich auf dem Gelände zu verwirklichen. Schuma­ chers Begeisterung für das Eisenbahnwesen rührt aus seiner Familie. Sein Vater war Bahnhofsvorsteher, und er wohnte mit seinen Eltern in einem Bahnhof östlich von Köln. Mit der

Liliput­Bahn hat er sich jetzt einen Traum erfüllt.

INFO

Liliput­Bahn Eine Runde mit der Bahn dauert fünf Minuten und kostet zwei Euro pro Fahrt, drei Fahrten 5 Euro. Gruppenermäßigung gibt es bei zehn Kindern. Bei Gruppen ab zehn Kindern kostet eine Fahrt 1,50 Euro.

Die Erdmannshöhle ist sehr sehenswert.

Foto: zVg

Unterirdische Räume Erdmannshöhle | Touristischer Höhepunkt von Hasel n

Von Christoph Schennen

Die Attraktion der Ge­ meinde Hasel ist die Erd­ mannshöhle. Nicht zuletzt dank ihr trägt der Ort die Bezeichnung „Höhlen­ dorf“. Die Erdmannshöhle ist eine der ältesten Tropf­ steinhöhlen in Deutsch­ land. Eine Sage berichtet davon, dass im Unter­ grund einst Erdmännchen gehaust haben sollen. Kennzeichen des unterir­ dischen Raums sind die al­ ten und großen Tropfstei­ ne. Der größte von ihnen erreicht eine Höhe von vier Metern und einen

Durchmesser von zwei Metern. Sein Alter wird auf 135 000 Jahre ge­ schätzt. Von der vermesse­ nen Gesamtlänge von 2185 Meter sind 360 Meter für die Öffentlichkeit frei­ gegeben. Die Höhle ist täglich während der Os­ ter­, Pfingst­ und Herbstfe­ rien geöffnet sowie im Juli und August. In der übri­ gen Zeit ist die Höhle nur samstags, sonntags und feiertags geöffnet. Der Eintritt zur Erd­ mannshöhle beträgt 4,50 Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder (bis 18 Jahre) und Studenten.

Klassen zahlen pro Schü­ ler nur 2,50 Euro.

INFO

Höhle Führungen finden zu je­ der vollen Stunde von 10 bis 16 Uhr statt. Sonder­ führungen für Gruppen sind werktags und außer­ halb der Öffnungszeiten nur nach Voranmeldung im Bürgermeisteramt Ha­ sel möglich (Tel. 7762­ 80689­0, E­Mail info@gemeinde­ha­ sel.de).


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Gefiederte Freunde aller Art beherbert der Vogelpark.

Zu den Attraktionen des Vogelparks gehört die Falknerei.

Flugakrobaten am Himmel

Vogelpark | Beliebte Freizeiteinrichtung der Region

Am Anfang stand nur die Idee eines Vogelliebha­ bers, aus einer kaum nutz­ baren Talsenke ein Vogel­ paradies zu machen. Nach der behördlichen Geneh­ migung des Bebauungs­ plans und der gründlichen Vorplanung mit berufenen Fachleuten wurde 1974 mit den Ausbauarbeiten begonnen. Jahrelang wur­ de an Teichen, Volieren und Freigehegen gearbei­ tet. 1980 konnte der Vogel­ park in einer Feierstunde mit dem damaligen Justiz­ minister von Baden­Würt­ temberg, Heinz Eyrich, vielen Gästen und zahlrei­ chen kommunalen Vertre­ tern von Land und Ge­ meinde, der Öffentlichkeit übergeben werden. In den Festansprachen wurde vor allem die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung dieses Unternehmens für die Region hervorgeho­ ben. Bald 40 Jahre nach der Eröffnung gehört der Vo­ gelpark mit zu den attrak­ tivsten Freizeiteinrichtun­ gen in der Region. In der weiten Parklandschaft des

zwischen Weitenau und Schlächtenhaus gelegenen Vogelparks können Besu­ cher auf Tuchfühlung mit den gefiederten Freunden gehen. Vom Verkehr abge­ schirmt und schattig gele­ gen, bietet der rund zehn Hektar große Park Vögeln aus aller Welt ein prächti­ ges Zuhause. Aber auch Äffchen sowie Kängurus, Hasen und Bergziegen le­ ben im Vogelpark. Eine besondere Attrak­ tion sind die täglich um 11 und 15 Uhr stattfindenden Greifvogel­

INFO

Vogelpark Öffnungszeiten: bis 4. No­ vember täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet; an Sonn­ und Feiertagen sowie in der Ferienzeit länger. Gra­ tis Besucher­Parkplätze für zirka 350 Pkw und 15 Busse. Hunde dürfen an­ geleint mitgebracht wer­ den. Weitere Infos unter www.vogelparksteinen.de.

Flugvorführungen auf der Falkneranlage. Nach den Flugshows gibt es um 12 und 16 Uhr ebenfalls täg­ lich moderierte Berberaffen­Fütterungen. In einem Freigehege hat der Besucher direkten Kontakt zu Bennettkängu­ rus, und im Vogelkunde­ haus erfährt man alles Wissenswerte über die heimische Vogelwelt. Im Sittich­ ­Freifluggehege findet sich eine Vielzahl farbenpräch­ tiger Sittiche. Es gibt auch einen Kräutergarten und eine Wassertretanlage mit Barfußpfad. Ab dieser Sai­ son gibt es im Vogelpark ein Labyrinth. Am Rande des Parks be­ finden sich der Spiel­ und Erlebnisbereich, das Strei­ chelgehege mit Zwergzie­ gen, die Gastwirtschaft mit Terrassen und Garten­ wirtschaft, vier Grillplätze und Schutzhütten. Selbst­ verständlich gibt es auch Parkführungen, Falkner­ ­Seminare und Unterricht für Schulklassen. In den Sommerferien bietet der Vogelpark zahlreiche Ak­ tionen für Kinder.

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Fotos: Harald Pflüger


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Herzstück ist – neben Kleingartenanlage und Bürgerpark – der Seepark mit dem künstlich angelegten See. Dieser soll über die Landesgartenschau hinaus Raum für Freizeit und Erholung bieten. Fotos: Alexander Anlicker

„wächst. lebt. bewegt.“

Landesgartenschau | Lahr ist mehr als ein Ziel für Gartenfreunde / Erholung und Freizeit im Fokus n

Gartenschau als Sport­ und Mehrzweckhalle ge­ nutzt.

Von Alexander Anlicker

Die Gartenschauen in Lör­ rach (1983), Freiburg im Breisgau (1986), Weil am Rhein (1999) und Rhein­ felden (2007) liegen schon ein paar Jahre zurück, bis zur Landesgartenschau 2022 in Neuenburg am Rhein sind es noch knapp vier Jahre. Warum also nicht einen Ausflug in die Ortenau unternehmen, zur Landesgartenschau 2018 in Lahr. Diese findet noch bis zum 14. Oktober unter dem Motto „wächst. lebt. bewegt.“ statt. Das Gelände gliedert sich in drei Bereiche: Kleingartenpark, Bürger­ park und Seepark. Das Areal hat eine Gesamtflä­ che von 38 Hektar, es ist damit eine der größten Gartenschauen im Land.

Kleingartenpark

Im Kleingartenpark – di­ rekt nach dem Hauptein­ gang – befinden sich unter anderem verschiedene Schaugärten von Garten­ und Landschaftsbaubetrie­ ben. Vom grünen Wohn­ zimmer mit Outdoor­Kü­ che oder Pool bis hin zu bepflanzten Wänden gibt es eine Fülle von Ideen und Tipps für den Garten. Der großzügige Bürgerpark bietet einerseits viel grünen Raum, andererseits wurde auch neue Infrastruktur für das umliegende Quartier geschaffen, wie beispielsweise eine Kinder­ tagesstätte, die Blumenhalle und Sportanlagen Die Ortenau­Brücke über die Bundesstraße 415 er­ schließt den Seepark und ist das neue Wahrzeichen der Stadt Lahr.

Bürgerpark

Im Mittelpunkt der LGS steht die langfristige städ­ tebauliche Aufwertung, so entstanden im Bürgerpark

Seepark

eine neue Kindertagesstät­ te sowie verschiedene Sport­ und Freizeitangebo­ te. Die Blumenhalle wird beispielsweise nach der

Herzstück des großen Lan­ desgartenschau­Areals ist der Seepark. Der künstlich angelegte See ist nur zwei Meter tief und soll nach der Landesgartenschau der Bevölkerung als Bade­ see dienen.

mit enthalten. Eintrittspreise: Die Ta­ geskarte kostet 18 Euro für Erwachsene, ermäßigt und für Gruppen ab 20 Perso­ nen jeweils 15 Euro. Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren zahlen vier Euro. Die Familien­Tageskarte (zwei Erwachsene und eige­ ne Kinder zwischen sechs und 17 Jahren) kostet 40 Euro. Bei der Anreise mit dem ÖPNV (z.B. Baden­ Württemberg­Ticket) gibt es Rabatte auf den Tages­

eintritt: Erwachsene 2 Euro, Kinder 1 Euro und mit der Familienkarte 5 Euro. Wer die Tickets vorher besorgen möchte, kann diese online unter www.landesgartenschau­ lahr2018.de bestellen. n Anreise: Vom Bahnhof gibt es einen Shuttle­Bus zum Haupteingang (kostenlos bei vorhandener Eintritts­ karte). Die Parkgebühr auf den Besucherparkplätzen beträgt 3 Euro.

INFO

Neueste Gartentrends lassen sich in der Kleingartenanlage, direkt nach dem Haupteingang, entdecken.

n Öffnungszeiten: Die Landesgartenschau Lahr dauert noch bis zum 14. Oktober 2018. Sie ist täg­ lich von 9 bis 19 Uhr ge­ öffnet, die Kasse schließt um 18.30 Uhr. Donnerstag bis Samstag gelten verlängerte Einlass­ zeiten bis 20.30 Uhr. Besu­ cher dürfen bis zum Ein­ bruch der Dunkelheit auf dem Gelände bleiben. In der Tageskarte sind auch die Abendveranstal­ tungen auf den Bühnen

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Freizeit und Erholung 2018  

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