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MeineRegion

Rheinfelden

18/2018

i! Wir si nd dabe12.09.2018

Kein FlixBus Fast unbemerkt ist das Netz des öffentlichen Personenverkehrs um ein Angebot ärmer geworden: Der FlixBus verkehrt nicht mehr zum EuroAirport. An der ver­ waisten Haltestelle am Rheinfel­ der Bahnhof findet sich statt des Fahrplans für die grünen Busse der lapidare Hinweis: „Diese Hal­ testelle wird nicht mehr angefah­ ren.“ Seite 3

Rad­Erlebnistag Das grenzüberschreitende Rad­ Erlebnis „SlowUp“ berührt seit dem Jahr 2009 auch Rheinfelden. In diesem Jahr gibt es für den Ver­ anstaltungstag am Sonntag, 15. September, eine Neuerung in der Löwenstadt: Die städtische Tou­ rist­Information spannt mit den Veranstaltern der Oldtimerschau „Fast und Retro“ zusammen und präsentiert sich auf dem Festplatz am Tutti­Kiesi­Areal. Seite 4

Demonstration Erstmals hat in Rheinfelden eine Demonstration gegen Faschismus und Krieg stattgefunden. Die Ini­ tiatoren stammen aus der Frau­ en­, Umwelt­ oder Flüchtlingsbe­ wegung, der Gewerkschaftsbewe­ gung und von der Friedensbrücke in Lörrach. Seite 5

Investition Zwei neue naturwissenschaftliche Labore an der Gewerbeschule Rheinfelden wird es mit Schul­ jahrsbeginn geben, die für den Laborunterricht der Schüler des Technischen Gymnasiums (TG) wie auch für die Ausbildung der Chemisch­Technischen Assisten­ ten (CTA) und der Pharmazeu­ tisch­Technischen Assistenten (PTA) vorgesehen sind. Investiert wurde rund eine halbe Million Euro. Seite 10

„Useschtuhlete“ Die „Useschtuhlete“ zog auch in diesem Jahr wieder einige Besu­ cher aus Badisch­Rheinfelden an. Herrliches Spätsommerwetter ließ die Veranstaltung zum riesi­ gen Erfolg werden. Seite 12

Der Markt der „Märkte“ erweist sich als wahrer Besuchermagnet Strahlende Gesichter bei den Ver­ anstaltern – Gewerbeverein Rhein­ felden und SüMa Maier“ –, bei den heimischen Geschäften, den Marktbesickern und vor allem bei

den Besuchern gab es beim Markt der „Märkte“ mit verkaufsoffenen Sonntag in der Fußgängerzone, wie auch unsere Bilderseite zeigt. Thorsten Mey, der Chef der Ham­

burger „Fisch­MarktSchreier“ war so begeistert, dass er seine Teil­ nahme und die der „Jungs von der Waterkant“ auch für das kom­ mende Jahr ankündigte. Seite:16


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Theorie und Paxis besser lernen Gewerbeschule | Zwei neue Labore stehen jetzt dem Technischen Gymnasium zur Verfügung Rheinfelden. Zwei neue naturwis­ senschaftliche Labore an der Ge­ werbeschule Rheinfelden wird es mit Schuljahrsbeginn geben, die für den Laborunterricht der Schü­ ler des Technischen Gymnasiums (TG) wie auch für die Ausbildung der Chemisch­Technischen Assis­ tenten (CTA) und der Pharma­ zeutisch­Technischen Assistenten (PTA) vorgesehen sind (DIE OBER­ BADISCHE berichtete). Durch die neuen Labore eröff­ nen sich ganz neue Möglichkeiten für die in den Lehrplänen vorge­ sehenen Laborstunden des TGs für Umwelttechnik. Mehrere Kleingruppen können nun gleich­ zeitig selbstständig forschen und experimentieren. Eine halbe Mil­ lion Euro floss in die Ausstattung der neuen Räume und die Tech­ nologie für die Schülerversuche. Jetzt sind nicht nur die Theorie­ räume, sondern auch die neuen Labore mit digitalen Tafeln auf dem neuesten technischen Stand, schreibt der stellvertretende Schulleiter, Richard Krischak, in einer Pressemitteilung. In den Laboren können die Schüler industrielle Produktions­ prozesse wie Steuer­ und Regel­ prozesse bei umwelttechnischen

lichen und naturwissenschaftli­ chen Studiengänge an Universitä­ ten und Hochschulen studiert werden. Zur Erreichung der allge­ meinen Hochschulreife ist neben Englisch eine zweite Fremdspra­ che erforderlich.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Eine halbe Millionen Euro wurden in die beiden neuen Labore an der Rheinfelder Gewerbeschule investiert. Foto: zVg Anlagen wie Photovoltaik und So­ larthermie, Windenergie oder Wasseraufbereitung optimal si­ mulieren. Weitere vielfältige The­ men der Umwelttechnik wie Müllentsorgung und nachhaltiges Werkstoffrecycling sowie Kraft­ werkstechnologien und Wasser­ aufbereitung können am TG Um­ welttechnik vertiefter gelehrt und gelernt werden als an jeder ande­ ren Schulform. Der Bedarf dieses zukunftsorientierten Wissens und der umwelttechnischen Kom­ petenzen wachse ständig, da in

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Meine Region, 12. September 2018

Standesamtliche Nachrichten aus Rheinfelden Geburten Keine

Eheschliessungen 01.08.2018 Janine Fante und Frank Zehe, Obere Dorfstr. 10, Rheinfelden 01.08.2018 Tina Malzacher geb. Matz und Björn Reinhard Lützelschwab, Schopfheimer Str. 32 A, Rheinfelden 08.08.2018 Simone Blaschke und Jonas Jori Ananda Ritter, Benzelgasse 1 A, Rheinfelden 10.08.2018 Madeleine Michaela Gassner und Daniel Hartmut Fritz Schelker, Hinterm Holz 4, Rheinfelden 10.08.2018 Daniela Caren Trefzger und Stefan Josef Trotta, Theresienstr. 2, Rheinfelden 31.08.2018 Nicola Natascha Eichin und Jan Martin Stiefvater, Im Biefang 7, Rheinfelden

Zukunft eine zunehmende Zahl an Menschen immer mehr Res­ sourcen und Energie benötigt, und biete somit interessante Be­ rufsausbildungen und Studien­ gänge in wachsenden Branchen der Umwelttechnologie, des Ma­ schinenbaus wie auch der Bio­ technologie bis hin zur Forstwirt­ schaft, heißt es weiter. Selbstverständlich können mit dem Abschluss der allgemeinen Hochschulreife am Technischen Gymnasium auch alle anderen angebotenen geisteswissenschaft­

Eine interdisziplinäre Zusammen­ arbeit bieten auch die am TG Rheinfelden angebotenen Semi­ narkurse an. Die von den Schü­ lern selbst gewählten Themen der Arbeiten im Seminarkurs können eine Abiturprüfung ersetzen und beleuchten damit auch gesell­ schaftspolitische, ethische und ge­ schichtliche Aspekte der Umwelt­ technik; diesjährige Arbeiten be­ eindruckten nicht nur durch ihre sehr gute Leistung, sondern auch durch die gewählten Themen wie Kunststoffrecycling in Meeren von Louis Mavrin und Phosphat­ aufbereitung aus Klärschlamm von Lisa Bermel. Gerade die Se­ minararbeit von Lisa Bermel zei­ ge, dass die hier gelehrten Inhalte auch Mädchen ansprechen, urteilt Krischak abschließend.

Sterbefälle 30.07.2018 Eveline Ingrid Peschel geb. Ostermaier, Pestalozzistraße 1, Rheinfelden 04.08.2018 Tilly Büllmann geb. Schwarz, Paradiesweg 1 A, Rheinfelden 04.08.2018 Lothar Karl Hugo Kayser, Pestalozzistraße 1, Rheinfelden 06.08.2018 Monika Lioba Wiedmann geb. Kessler, Ottwanger Str. 8, Rheinfelden 08.08.2018 Kurt August Wenk, Pestalozzistraße 1, Rheinfelden 14.08.2018 Hans Heinz Wolfgang Willert, Pestalozzistraße 1, Rheinfelden 22.08.2018 Horst Albert Leo Dobler, In den Kapellmatten 1, Rheinfelden 23.08.2018 Matthias Baldamus, Josefstr. 1, Rheinfelden 26.08.2018 Johann Josef Zöhner, Goethestr. 16, Rheinfelden 29.08.2018 Ursula Erna Born geb. Klinger, Pestalozzistraße 1, Rheinfelden


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Rheinfelden engagiert sich Aktionswoche | Unterschiedliche Gruppierungen stellen ihre Arbeit vor Rheinfelden. Erstmalig beteiligt sich Rheinfelden an der bundes­ weiten Aktionswoche des bürger­ schaftlichen Engagements, einer der größten Freiwilligenoffensi­ ven in Deutschland. Verschiede­ ne Aktionen und Veranstaltungen machen von Freitag, 14. Septem­ ber, bis Sonntag, 23. September, das bürgerschaftliche Engage­ ment in Rheinfelden in all seiner Vielfalt öffentlich sichtbar. Einen ersten Einblick in die Bandbreite des Ehrenamtes in Rheinfelden geben am Eröff­ nungsabend, Freitag, 14. Septem­ ber, eine Talkrunde sowie eine kleine Ausstellung zur engagier­ ten Stadt. Die öffentliche Auftakt­ veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Rathausfoyer und endet gegen 19 Uhr mit einem kleinen Apéro, der zugleich eine gute Möglich­ keit bietet, mit den verschiedenen ehrenamtlichen Institutionen ins Gespräch zu kommen. Andreas Bücklein und Stefan Nottbrock sorgen für den musikalischen Rahmen.

Motto: „Unsere Türen sind offen“ Die gesamte Woche steht unter dem Motto „Unsere Türen sind of­

Nachtsport, Tanz und Theater Rheinfelden. Das Jugendreferat Rheinfelden bietet jeden Freitag von 20 bis 22 Uhr Nachtsport Kids für Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren in der Sport­ halle der Gewerbeschule an. Im­ mer freitags von 21 bis 24 Uhr wird in den Sporthallen der

Tanz und Theater im Jugendhaus

Das Frauen­Kultur­Frühstück im Bürgertreffpunkt Gambrinus öffnet wäh­ rend der Aktionswoche zum bürgerschaftlichen Engagement in Rheinfel­ den als erstes seine Tür. Foto: Archiv fen“. Den Anfang macht am Samstag, 15. September, um 10 Uhr das Frauen­Kultur­Frühstück im Bürgertreffpunkt Gambrinus. Am Montag, 17. September, lädt das Familienzentrum Rheinfel­ den um 10 Uhr neu Zugezogene zu einem Informationstreffen ein, und die Freiwilligenagentur infor­ miert am Nachmittag um 15 Uhr im Treffpunkt Rathaus Café (Bür­ gertreffpunkt Gambrinus) bei

Eichendorff­Schule und Goethe­ schule Nachtsport für Jugendliche ab 14 Jahren angeboten. Jeden Montag und Freitag von 19 bis 21 Uhr bietet das Jugendre­ ferat im zentralen Jugendhaus „Hip­Hop for Girls“ ab zwölf Jah­ ren an. Neue Tänzerinnen sind willkommen. „Breakdance for Boys“ ab zwölf Jahren findet je­ den Dienstag und Donnerstag von 19 bis 21 Uhr im zentralen Ju­ gendhaus statt. Für alle Kinder und Jugendli­ chen ab zehn Jahren bietet das Ju­ gendreferat Open Sports immer montags von 15.30 bis 17 Uhr und freitags von 13 bis 16 Uhr in der Sporthalle der Schillerschule an. Die Sport­ und Tanzangebote sind kostenlos. Mit dem Theater Tempus fugit wird für alle Kinder und Jugendli­ chen ab zehn Jahren immer don­ nerstags von 15.30 bis 17.30 Uhr im zentralen Jugendhaus eine Mach­Mit­Theater AG angeboten.

Kaffee und Kuchen über die viel­ fältigen Möglichkeiten, sich in Rheinfelden zu engagieren. Von Dienstag bis Samstag je­ weils von 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr lädt das AWO­Schatz­ kästlein zu einem Blick hinter die Kulissen ein, und das St. Josefs­ haus bietet am Freitag, 21. Sep­ tember, um 16 Uhr eine Führung über das Gelände an. Auch der Verein Stadtkino Rheinfelden be­

teiligt sich und zeigt am Freitag, 21. September, den ganzen Tag Filme zum Thema „Nachhaltig­ keit“. Zum Abschluss der Woche des bürgerschaftlichen Engagements präsentieren sich am Samstag, 22. September, von 10 bis 13 Uhr rund 20 Vereine, Gruppen und Initiativen auf dem Oberrhein­ platz. „Für uns bietet diese Woche eine gute Gelegenheit, die große Bandbreite bürgerschaftlichen Engagements in Rheinfelden der Öffentlichkeit vorzustellen und gleichzeitig Werbung zu ma­ chen“, erklärt Stefanie Franosz, Leiterin der Freiwilligenagentur Rheinfelden. WEITERE INFORMATIONEN: n Begleitend zu dem Programm fin­ den am Dienstag, 18., und Mitt­ woch, 19. September, speziell für Vereine Vorträge zum Umgang mit der neuen Datenschutzver­ ordnung statt. Da die Teilnehmer­ zahl begrenzt ist, ist zu diesen Vorträgen eine Anmeldung bei Nicole Ziaja, Tel. 07623/95431 notwendig. n Das genaue Programm findet man im Internet unter www.rheinfel­ den­baden.de.


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notiert

Geselligkeit für Jung und Alt Rheinfelden. Das Treffpunktcafé im Bürgertreffpunkt Gambrinus, Friedrichstraße 6 in Rheinfelden, ist immer montags von 12 bis 17.30 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Malen mit Farben Rheinfelden. Malen mit Acryl­ und Aquarellfarben steht immer montags von 15.30 bis 17 Uhr im Treffpunkt Gambrinus auf dem Programm. Julia Mestriner­Phi­ lipp unterstützt alle, die gerne malen, mit Tipps und Material. Infos bei Julia Mestriner­Philipp unter Tel. 79 89 41.

Strickcafé Rheinfelden. Immer mittwochs von 9 bis 12 Uhr bietet der Bür­ gertreffpunkt Gambrinus ein Strickcafé für Jung und Alt an. Neben Stricken wird auch Filzen angeboten.

Internetcafé Rheinfelden. Jeden Donnerstag bietet der Treffpunkt Gambrinus von 14 bis 17 Uhr ein Internetcafé mit individueller Hilfestellung rund um den Computer an.

Pflegeberatung Rheinfelden. Die Pflegeberatung des Landkreises durch ipunkt der Fritz­Berger­Stiftung findet jeden Donnerstag von 9 bis 12 Uhr im Treffpunkt Gambrinus, Raum 2, statt. Terminvereinbarung unter Tel. 07621 / 410 50 33.

Zehn Jahre alter Beschluss Güterstraße | Anwohnerin entdeckt Ungereimtheiten n

Von Ulf Körbs

Rheinfelden. Der Beschluss ist zehn Jahre alt, und keiner weiß, wie es zu der Aulassung kam – der Bebauungsplan für die Güterstra­ ße (DIE OBERBADISCHE berichtete). Die federführenden Verwal­ tungskräfte sind nicht mehr im Amt: Alt­Oberbürgermeister Eberhardt Niethammer, der da­ mals für Bauachen zuständige Bürgermeister Rolf Karrer und der ehemalige Stadtbaumeister Hans Krusche. Kein Wunder also, dass der amtierende Oberbürger­ meister Klaus Eberhardt auf unse­ re Anfrage antwortet: „Sie spre­ chen einen Zeitraum an, den ich nicht bewerten kann, da ich erst seit 2012 in Rheinfelden bin.“

Diskussion drehte sich mehr um die Frage der Fachmärkte In der politischen Diskussion vor einem runden Jahrzehnt ging es auch weniger um die Belange der Anwohner, sondern vielmehr um die Frage, ob denn in diesem Be­ reich Fachmärkte angesiedelt wer­ den können, ohne die Innenstadt zu schwächen. Bernd Fahle, der als Stadtplaner die Entwicklung begleitete, sah die Chance gege­ ben, aus der Güterstraße ein Gegengewicht zur Schildgasse zu entwickeln. Ganz aus den Augen verlor die

Unter ihrer Ägide wurde der Bebauungsplan Güterstraße beschlossen (v. l): Alt­Oberbürgermeister Eberhardt Niethammer und Alt­Bürgermeister Rolf Karrer. Archivfoto: Ulf Körbs Verwaltung die Anwohner aber nicht und erließ eine Stellplatz­ verordnung. Dort heißt es: „Die Anzahl der auf dem Grundstück nachzuweisenden notwendigen Stellplätze für Wohnungen wird auf 1,5 Stellplätze je Wohneinheit festgesetzt. Eine Ausnahme stel­ len Wohnungen bis maximal 40 Quadratmeter dar, für die nur ein Stellplatz errichtet werden muss“.

Anwohnerin sieht Diskrepanz bei Stellplätzen Und daher fragt sich die Anwoh­ nerin Petra Kaluschke, sie hatte im Mai eine Unterschriftensamm­ lung in dieser Angelegenheit an

Oberbürgermeister Klaus Ebe­ rhardt übergeben, warum bei dem geplanten Neubau entlang der Grenze zum Aldi­Parkplatz jetzt nur ein Stellplatz pro Woh­ nung, die wahrscheinlich mehr Fläche als 40 Quadratmeter ha­ ben, ausreichen soll. Sie meint: „Ich lerne gerade, was es für gra­ vierende Folgen hat, dass das Nachbargrundstück und unser Grundstück aus der damaligen Überplanung von 2008 der Güter­ straße ausgeschlossen wurde.“ Sie ist zugleich entsetzt, dass die Stadtverwaltung erst im Okto­ ber darstellen lassen will, nach welchen Kriterien Vorhaben in Bereichen ohne Bebauungsplan zu beurteilen sind.

Gemeinsam feiern in der Altstadt

Nordic Walking

„Useschtuhlete“ | Riesiger Erfolg dank herrlichem Spätsommerwetter

Rheinfelden. Der Treffpunkt Gambrinus bietet donnerstags Nordic Walking an. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Gemeindezent­ rum St. Josef. Weitere Informatio­ nen bei Heinz Henninger, Tel. 614 77

Rheinfelden/Schweiz (pem). Die „Useschtuhlete“ zog auch in die­ sem Jahr wieder einige Besucher aus Badisch­Rheinfelden an. Herrliches Spätsommerwetter ließ die Veranstaltung zum riesi­ gen Erfolg werden. Ohne Unter­ lass war vom frühen Abend bis in die späte Nacht ein Besucher­ strom zu erkennen, die Gäste lie­ ßen sich Kulinarisch und Musika­ lisch auf abwechslungsreiche Art verwöhnen. Die „Useschtuehlete“ war ein Erfolg auf der ganzen Linie, be­ ziehungsweise auf der ganzen Straße und keiner hatte vor, so schnell wieder nach Hause zu ge­ hen. Zwar bildete nicht wie ge­

Nordic Walking

Foto: Archiv

wohnt eine ununterbrochene Tischreihe den längsten Tisch Rheinfelden, die Tische waren unterbrochen, was der Veranstal­ tung aber keinen Abbruch tat. Die Gäste flanierten die Marktgasse hoch und runter, trafen Bekannte, gesellten sich an die Tische, lie­ ßen sich bei verschiedenen Spei­ sen und Getränken verwöhnen und hielten gerne ein Schwätz­ chen. Der Anlass im Zähringerstädt­ chen genießt einen besonderen Ruf, es herrschte eine ganz spe­ zielle Atmosphäre, vergleichbar mit einem Urlaubstag im Süden, dazu trug auch viel Livemusik bei.

Die Menschen dies und jenseits des Rheins hatten ihren „Plausch“, wie der Schweizer sagt, bei der Usesch­ tuhlete. Foto: Petra Wunderle


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notiert

Freiwilligenagentur vermittelt Bürger Rheinfelden. Die Freiwilligen­ agentur vermittelt Bürger, die sich engagieren möchten, an Einrich­ tungen, die Helfer suchen. Sie ist immer montags von 10 bis 12Uhr und mittwochs von 16 bis 18 Uhr im Raum 2 des Bürgertreffpunkts Gambrinus Sprechstunde. Das Team der Berater informiert da­ bei über Formen und Möglichkei­ ten des Engagements. Kontakt zu den Sprechzeiten unter Tel. 954 63.

Beratungscafé Rheinfelden. Die ehrenamtliche Beratung von Migranten durch Migranten in zehn Sprachen fin­ det immer donnerstags von 10 bis 12 Uhr im Treffpunkt Gambrinus statt.

Schach im Gambrinus Rheinfelden. Der Verein Schach­ Rheinfelden lädt jeden Donners­ tag ab 18 Uhr und jeden Sonntag ab 14 Uhr alle interessierten Schachspieler in den Treffpunkt Gambrinus zum gemeinsamen Schachspiel ein. Anmeldung nimmt Jörg Hostettler, Tel. 01525 / 696 27 72, entgegen.

Im Treffpunkt Gambrinus wird Schach gespielt. Foto: Archiv

SPD macht Rhein sauber Rheinfelden. Alle am Rhein lie­ gende Städte sind aufgefordert, am 15. September in einer ge­ meinsamen Aktion, „ihr“ Rhein­ ufer zu säubern. Auch in Rhein­ felden will die Stadt­SPD ein Zei­ chen setzen und zeigen, dass ihr der Umweltschutz ein wichtiges Anliegen ist. Statt sich über die Vermüllung zu ärgern, beteiligen

Die Fans holen ihre Dauerkarten für die neue Ringersaison bei Fabian Wunderle, Carmen Begger und Timo Zim­ mermann (von links). Foto: Petra Wunderle

Heimkampf am Samstag

Saisonauftakt | Dauerkartenverkauf in Adelhausen Rheinfelden­Adelhausen (pem). Die Ringersaison steht vor der Tür. Die ersten Vorzeichen gab es, als die „Dauerkarten“ ausgegeben wurden. Vorsitzender Timo Zimmer­ mann, der seit März dieses Jahres an der Spitze des Vereins steht, gab zusammen mit Carmen Beg­ ger, Schriftführerin und Vizekas­ siererin, sowie dem Helfer Fabian Wunderle, unter freiem Himmel die Dauersaisonkarten aus. Viele alte und neue Fans der Adelhausener Ringer kamen zu den beiden „Abendverkäufen“, um sich so ihre Dauerkarten zu si­ chern. Der Start in die Ringersaison war bereits am Samstagmit einem Auswärtskampf der Bundesliga­

sich die Genossen gemeinsam mit der SPD Karsau und der Agenda­ Gruppe Rheinuferweg­Putzete an der Aktion und würden sich über weitere Helferf freuen. WEITERE INFORMATIONEN: n Die Aufräum­Aktion findet von 10 bis 13 Uhr statt. Treffpunkt ist der Ausstellungspavillon am Rheinufer. Mitzubringen sind fe­ ste Gummihandschuhe. Bitte auf festes Schuhwerk und lange Klei­ dung achten.

Mannschaft.

Ringer­Bundesliga: Erster Heimkampf am Samstag Der erste Heimkampf der ersten Mannschaft ist am Samstag, 15. September, 19.30 Uhr, gegen den ASV 08 Hüttigweiler. Zimmermann freut sich über sein neues Amt und hat ein Ziel für seinen Verein vor Augen: „Sportlich steht an erster Stelle, dass alle Athleten verletzungsfrei durch die Runde kommen. Bei der ersten Mannschaft setzen wir auf das wiederholte Erreichen der Halbfinale, für die zweite und dritte Mannschaft streben wir einen guten mittleren Tabellen­

platz an. Erfreulich ist auch, dass dieses Jahr einige Nachwuchsath­ leten den Sprung in die Aktiv­ mannschaft geschafft haben.“

Geselligkeit nach hochkarätigem Sport Neben hochkarätigem Sport nimmt in Adelhausen auch die Geselligkeit nach den Ringkämp­ fen einen besonderen Stellenwert ein. Aus diesem Grund wollen Zimmermann und sein Team al­ les daran setzen, dass dies auch weiterhin so bleibt wie in der Ver­ gangenheit, dass viele Besucher den Weg auf den Dinkelberg er­ neut finden und die Ringer anfeu­ ern.


Rätseln,

Lesen & Entspannen 12.09.2018

UNTERHALTUNG & WISSEN Nr. 117

4 5 6 3 7 1 9 2 8

Sudoku schwer

8 4 1 7 2 3 6 9 5

6 9 3 5 1 4 8 7 2

5 2 7 9 6 8 4 3 1

Kurort an der Lahn (Bad ...)

3 7 2 8 9 6 5 1 4

ein Verkehrsmittel

1 8 9 2 4 5 3 6 7

Besitz (... und Gut)

7 6 5 4 3 2 1 8 9

arab. Zupfinstrument

Grenzschutzeinheit (Abk.)

9 1 8 6 5 7 2 4 3

Abk.: links

lauter Anruf

2 3 4 1 8 9 7 5 6

Körnerfrucht

Sudoku mittelschwer

USSchauspielerin (Zsa-Zsa) Stadt in Brasilien (Sao Paulo)

6 8 1 2 3 5 7 4 9

schweiz. Währung (Abk.) Verhältniswort

7 9 5 4 8 1 3 2 6

präzise

kleines Bauernhaus

4 3 2 6 7 9 5 8 1

Kerbtiere, Insekten

Kfz-Z. Rendsburg

3 2 7 5 1 8 9 6 4

dt. Schauspieler (Götz)

Vorname des Autors Gorki

5 6 4 7 9 2 8 1 3

gläsernes Laborgefäß

heilkund. afrik. Magier

9 1 8 3 4 6 2 5 7

chilenische Währung

2 5 3 1 6 7 4 9 8

Hauptstadt in Osteuropa

englisch: spät

Teil des Spielfeldes (Sport)

Priester der Ostkirche

8 4 6 9 5 3 1 7 2

ein Bremssystem (Abk.)

german. Gott ohne Sehkraft

1 7 9 8 2 4 6 3 5

hart, unbeugsam

lustiges Bühnenstück

eine Druckfarbe Orgie

kenian. Staatsmann (Arap)

Kennzeichen

früherer österr. Adelstitel Fluss durch Frankreich

H D E N R V O N A L T L D B U T A U A I L X L A A Y E U D G O E M

Fachgebiet

iranische Provinzhauptstadt

deutsche schnell, Musik der 80er schwungvoll (Abk.)

Kfz-Z. Heinsberg

unterwürfig

Maßnahme

Vorname der Fitzgerald †

K A N A L

Hauptstadt SüdKoreas

Stadtteil von Berlin

expressive JazzMusik

D E M I

merkwürdig, verdächtig

Stadt bei Hildesheim

Lösungen der Rätsel aus Nr. 116 Gosse

französischer Männername

brasil. Großstadt (Kw.)

Quaste

Streichinstrument

Andenindianer

P R E D I G T

ausdruckslos blicken

Hauptstadt Kolumbiens

Entführungsopfer

tropisches Nagetier

Staat in Südwestafrika Satellit

Saharagebirge

V N F A E U K A N R N A NW O I C G E N S T B O B T E E N F R S S Y L E R I N N R S T U P P E A E S E R B S I E S I E

Selbstzüchtigung

Goldmakrele

E M S A R I A N T N U G E B O G E I G R A S F L L L A B B I E K N O T E N R D A G E B S T E R N A O H N O RW E G M A R A D D A D A S I I M A U S E R I D N S I H R K A R T E R

altpersischer Dichter † 1170

Unerbittlichkeit


Bequem und modern: 90 Jahre Kinderschuhe

Kultmarke für Kinderschuhe mit flexibler Laufsohle feiert Jubiläum Bei Kinderschuhen gibt es heute eine große Auswahl. Besonders bekannt ist vor allem die deutsche Kinderschuhmarke elefanten, die 2018 ihren 90. Geburtstag feiert. Genauso alt sind letzt-endlich auch Kinderschuhe, die diese Bezeichnung wirklich verdienen. Denn erst der Klever Schumacher Gustav Hoffmann, der 1928 den Markennamen beim Reichspatentamt in Berlin eintragen ließ, war es, der gemeinsam mit seinem Schwager Fritz Pannier kindgerechte Schuhe entwickelte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trugen Kinder Schuhe, die verkleinerte Versionen von Erwachsenenschuhen waren. Meist waren auch rechts und links nicht unterschieden, denn man war der Meinung, dass Kinderfüße sich den Schuh schon irgendwie passend machen würden. Hoffmann und Pannier stellten erstmals Schuhe nach unterschiedlichen Leisten für rechte und linke Schuhe her. Nachdem die Produktion während des Zweiten Weltkriegs ruhte, wurden ab 1946 mehrere Tausend Paar Kinderschuhe pro Tag produziert. Auch in den folgenden

Bequem und modisch - Kinderschuhe können beides sein. Unter www.elefanten.de kann man unter rund 200 Modellen wählen. Foto: rgz/elefanten Jahrzehnten war es dem Unternehmen ein Anliegen, qualitativ hochwertige Schuhe herzustellen, die Kinderfüßen nötige Bewegungsfreiheit beim Toben geben und sie optimal in ihrer Entwicklung unterstützen. So brachte die

Kultmarke in den 50er-Jahren den ersten Schuh mit flexibler Laufsohle auf den Markt und war in den 70er-Jahren zusammen mit Orthopäden maßgeblich an der Entstehung und Fußmesssystems WMS beteiligt. Infos: www.elefanten.de

Sudoku Füllen Sie das Rätselgitter mit den Zahlen 1 bis 9 komplett auf. In jeder Zeile, in jeder Spalte und in jedem 9x9 Quadrat dürfen die Zahlen 1 bis 9 aber nur einmal vorkommen. Das linke Sudoku ist mittelschwer, das rechte ist schwer.

6 2 1 8 4 6 5 9 2 3 3 5 2 3 9 5 8 3 8 1 4 9 8 6 3 5 7 1 9 2 1 4 8

4 4 1 5 5 9 2 3 7 5 7 6 8

1

9 5

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Großer Beliebtheit erfreute sich der Markt der Märkte in der Rheinfelder Innenstadt.

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Fotos: Ulf Körbs


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Tierheim öffnet seine Türen Rheinfelden. Der Tierschutzver­ ein Rheinfelden und Umgebung veranstaltet sein großes Tier­ heimfest mit einem „Tag der offe­ nen Tür“ am Sonntag, 16. Sep­ tember, von 11 bis 17 Uhr am Tierheim, Staffelweg 6. Mit dem Erlös werden für das Tierheim notwendige Sanierun­ gen und Anschaffungen vorge­ nommen. Es wird bewirtet, zudem gibt es dank der Spender eine schöne Tombola. Unterstützt wird der Tag wieder mit einer Schnitzeljagd für die vierbeinigen Gäste. Die Startge­ bühr beträgt fünf Euro. Die Sie­ gerehrung ist gegen 16 Uhr vorge­ sehen. Der Höhepunkt wird um 14 Uhr die Vorführung der DRK­ Rettungshundestaffel Säckingen sein.

Anmelden für Adventsmarkt Rheinfelden­Adelhausen. Wer beim Weihnachtsmarkt in Adel­ hausen mitmachen will, kann sich bereits jetzt anmelden. An­ sprechpartner dafür sind: Jürgen Rost, Wiesentalstraße 67, Rhein­ felden, Tel. 07623 / 509 26, E­Mail fam_rost@web.de, oder die Orts­ verwaltung Adelhausen. Die Ortsverwaltung ist mon­ tags und donnerstags von 8.30 bis 11 Uhr sowie am Dienstag jeweils von 16.30 bis 19 Uhr geöffnet.

Impressum Verlag und Herausgeber: Oberbadisches Verlagshaus Georg Jaumann GmbH & Co. KG Am Alten Markt 2, 79539 Lörrach Geschäftsführung: Martin Pförtner Chefredakteur: Guido Neidinger Redaktion: Ulf Körbs, Alexander Anlicker Anzeigenleitung: Christian Hüge­ rich Anzeigen: Marina Poloczek, Me­ diaberaterin, Tel. 07621 / 40 33 72 Druck: Druckzentrum Südwest, Villingen­Schwenningen Erscheinungsweise: 14­tägig Mediadaten/Preisliste 2018, Nr. 62 Kontakt zur Redaktion: hochrhein@verlagshaus­ jaumann.de

Diese Situation gibt es am Hochrhein nicht mehr: Seit Anfang August fährt der FlixBus die Haltestellen in Rheinfel­ den, Bad Säckingen und Waldshut­Tiengen nicht mehr an. Foto: zVg/FlixBus

Weit und breit kein FlixBus Linieneinstellung | Hochrhein seit Anfang August nicht mehr im Netz n

cher David Krebs diesen Umstand mit dem Hinweis: „Wir optimie­ ren unser Streckennetz stetig, um für unsere Fahrgäste das bestmög­ liche Angebot bereithalten zu können. Leider führt dies in Ein­ zelfällen auch dazu, dass Halte oder Verbindungen dann nicht mehr angebunden werden kön­ nen.“

Von Ulf Körbs

Rheinfelden. Fast unbemerkt ist das Netz des öffentlichen Perso­ nenverkehrs um ein Angebot är­ mer geworden: Der FlixBus ver­ kehrt nicht mehr zum EuroAir­ port (DIE OBERBADISCHE berichte­ te). An der verwaisten Haltestelle am Rheinfelder Bahnhof findet sich statt des Fahrplans für die grünen Busse der lapidare Hin­ weis: „Diese Haltestelle wird nicht mehr angefahren.“ Dabei kündigte der „Mobilitätsanbie­ ter“, wie sich das im Jahre 2013 gegründete Unternehmen aus München selbst nennt, zum Start Ende April vollmundig an, durch die neuen Linie würden zwischen den Endpunkten München und Basel und ihren jeweiligen Flug­ häfen künftig neun Direktziele angesteuert. Das man sich des Er­ folg von Anfang an nicht ganz si­ cher war, darauf deutet hin, dass die Busse in Rheinfelden nur bei Bedarf halten sollten. Also, wenn bis mindestens 60 Minuten vor Abfahrt ein Fahrschein ab der Lö­ wenstadt gebucht wurde oder Fahrgäste aussteigen wollten.

Keine genauen Angaben zu den Hintergründen

Völlig verwaist ist die FlixBus­Hal­ testelle am Rheinfelder Bahnhof. Foto: Ulf Körbs Doch seit Anfang August kann man gar keine Tickets mehr bu­ chen, was per Internet geschehen musste. Was auch für Bad Säckin­ gen und Waldshut­Tiengen zu­ trifft. Auf Anfrage unserer Zei­ tung kommentiert Firmenspre­

Auf die genaueren Hintergründe geht Krebs indes nicht ein. Son­ dern hält er fest: „Die Gründe da­ für reichen von fehlender Nach­ frage bis hin zu operativen Her­ ausforderungen wie zu lange Fahrzeiten durch lange Anfahrts­ wege – zumeist trifft eine Mi­ schung verschiedenster Gründe zu. So auch im Falle der Halte in Rheinfelden, Bad Säckingen und Waldshut­Tiengen.“ Zugleich verbreitet Krebs auch ein wenig Hoffnung: „ein Wieder­ anschluss oder eine Wiederauf­ nahme zu einem späteren Zeit­ punkt ist daher keinesfalls ausge­ schlossen.“


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Das Spielen am Glücks­ spielautoma­ ten scheint nur auf den ersten Blick ungefährlich. Meist geht der Schuss nach hinten los – und das Spie­ len wird zur Sucht, die dann behan­ delt werden muss. Fotos: Gerd Lustig

Spielsucht ist anerkannte Krankheit Vereinsportrait | bwlv­Außenstelle in Rheinfelden berät und hilft bei Suchtproblemen n

Von Gerd Lustig

Rheinfelden. bwlv: Dahinter ver­ birgt sich der größte gemeinnützi­ ge Träger der Suchtkrankenhilfe in Baden­Württemberg, sprich: Baden­württembergischer Lands­ verband für Prävention und Reha­ bilitation. Ziele sind vor allem, der Abhängigkeit präventiv ent­ gegen zu treten und Suchtkranke zu beraten und zu behandeln. Seit vielen Jahren betreibt der bwlv eine Fachstelle für Jugend­ und Jugendberatung, eine ambu­ lante Einrichtung, die der Fach­ stelle in Lörrach angegliedert ist. bwlv­Team: Das setzt sich zu­ sammen aus Fachkräften der So­ zialarbeit, Sozialpädagogik, Medi­ zin und Verwaltung. „Wir sind zuständig für die Städte und Ge­ meinden Rheinfelden, Grenzach­ Wyhlen und Schwörstadt“, sagt Diplom­Sozialpädagogin Kerstin Deppisch. Beratung: Beraten werden Men­ schen mit Alkohol­ oder Medika­ mentenproblemen, dazu kom­ men Eltern, Angehörige, Partner und Freunde. Darüberhinaus gibt es auch Hilfe in Form von Bera­ tung für alle, die Fragen oder Schwierigkeiten bezüglich Sucht z. B. auch Essstörungen, Spiel­ sucht, Glücksspiel und Medien­ sucht haben. Hilfestellung gibt es ebenso für Arbeitgeber und zu­ weisende Behörden. Begleitung: Die Fachstelle be­ gleitet die Hilfesuchenden durch Information, Beratung und Be­ treuung. Hilfe wird gewährt bei der Vermittlung in Entgiftung und Therapie. Es gibt Einzel­, Paar­

Wenn das Zo­ cken zur Sucht wird: Spiel­ sucht ist eine anerkannte Krankheit.

und Familiengespräche. Gedacht ist ebenso an psychosoziale Be­ gleitung bei der Substitution, der Nachsorge nach einer stationären Therapie. Ferner gibt es Beratung in der JVA, falls die Klienten straf­ fällig geworden sind. Schließlich wird auch Hilfe bei Behördengän­ gen und der notwendigen Sozial­ beratung gewährt. Behandlung: Schweigepflicht ist das oberste Gebot. Behandlun­ gen sind im Übrigen kostenlos, außer MPU (Medizinisch­Psycho­ logische Untersuchung), Rauch­ entwöhnungskurse und Betriebli­ che Sozialberatung. Auf speziel­ len Wunsch geht auch eine ano­ nyme Behandlung. Nötig sind lediglich eine telefonischer und/ oder persönliche Voranmeldung. Einzuhalten sind natürlich die re­ gelmäßigen Termine.

Spezielle Angebote: Die Rauch­ entwöhnungskurse und der Vor­ bereitungskurs auf die MPU wer­ den fortlaufend angeboten, ein­ fach nur nachfragen im Sekreta­ riat. Wie kommt es zur Sucht, spe­ ziell Spielsucht: Neugierde, Lan­ geweile und der lockende Ge­ winn: Das sind die Hauptgründe und Motive für eine Glücksspiel­ sucht. Die Wichtigkeit der Prä­ ventionsarbeit ist auch in der Stadt Rheinfelden anerkannt. Im Sozialausschuss und im Gemein­ derat wurden unlängst Zuschüsse für Präventionsprojekte der Villa Schöpflin Lörrach in Höhe von 20.000 Euro gewährt und wird auch künftig fortgesetzt. Gemäß einem Gemeinderatsbeschluss von November 2016 wird ein Teil der (erhöhten) Vergnügungsteuer

abgezwackt, um die wichtige Arbeit in der Prävention für Ju­ gendliche und junge Erwachsene fortzuführen. Das Geld fließt in einen Fond, aus dem der Land­ kreis 2,5 Stellen bei der Villa Schöpflin als Träger der Suchthil­ fe im Landkreis finanziert. Männlich, jugendlich bis etwa 25 Jahre alt, Migrationshinter­ grund und ein niedriges sozio­ ökonomisches Einkommen: Ge­ nau das ist die Zielgruppe, die be­ sonders in Sachen Glücksspiel­ sucht gefährdet ist, wissen die Fachleute. Aufklärungsarbeit und Information sind daher wichtig. Die Jugendlichen müssen wissen, dass aus einfachem Spiel mit klei­ nem Geld eine Sucht entstehen kann. Dies selbst zu erkennen, ist meist nicht möglich. Daher muss möglichst früh präventiv ange­ setzt werden, um auf die Risiken, die das Glücksspiel nun mal mit sich bringt, aufmerksam zu ma­ chen. Und ebenso werben die Fachleute um Verständnis dafür, dass Spielsucht eine anerkannte Krankheit ist, die nur durch pro­ fessionelle Hilfe behoben werden kann.

INFO Die bwlv­Außenstelle der Jugend­ und Suchtberatung hat ihren Sitz in der Karl Fürstenberg­Straße 17 in Rheinfelden. Öffnungszeiten sind Montag bis Mittwoch jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr. Terminvereinbarungen sind unter der Tel. 07621/ 162 34 90 möglich.


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Neue Kurse an der Musikschule Rheinfelden. Die Musikschule Rheinfelden bietet neue Kurse in „Musikalischer Früherziehung“ und im „Musikgarten“ an. Für diese Angebote sind noch wenige Plätze frei, so dass derzeit noch weitere Anmeldungen entgegen­ genommen werden können. Die „Musikalische Früherzie­ hung“ wendet sich an Kinder ab vier Jahren, die in zwei Jahren eingeschult werden. Die Kinder werden über zwei Jahre hinweg an die Musik herangeführt. Beim Musikgarten wird mit dem Singen von Liedern, mit klei­ nen Klanggeschichten, Finger­, Kreis­ und Singspielen ein „Spiel­ raum“ geschaffen, in dem sich die musikalischen Fähigkeiten und Neigungen des Kindes altersge­ mäß entfalten können. Der Mu­ sikgarten bildet eine gute Grund­ lage für die sich daran anschlie­ ßende Musikalische Früherzie­ hung. Den Musikgarten gibt es für Kinder ab sechs Monaten (Ba­ bymusikgarten), ab 15 Monaten (Musikgarten 1), ab zwei Jahren (Musikgarten 2) und ab drei Jah­ ren (Musikgarten 3). Eltern, die die kreativen Anla­ gen ihrer Kinder auf diese Weise altersgemäß und zielgerichtet ge­ fördert haben möchten, mögen sich baldmöglichst bei der Musik­ schule Rheinfelden melden (Tel. 07623/98 74 oder E­Mail ser­ vice@musikschule­rheinfel­ den.de). Für ältere Kinder (ab sechs Jah­ ren) stehen noch Plätze im Instru­ mentalunterricht zur Verfügung. Musikinteressierte können sich am Info­Tag n am Samstag, 29. September, von 10.30 bis 12.30 Uhr über das Unterrichtsangebot einen Überblock verschaffen.

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Spannende Kombination SlowUp | „Fast and Retro“ und Tourist­Info spannen zusammen Rheinfelden (kör). Das grenz­ überschreitende Rad­Erlebnis „SlowUp“ berührt seit dem Jahr 2009 auch Rheinfelden. In diesem Jahr gibt es für den Veranstal­ tungstag am Sonntag, 15. Septem­ ber, eine Neuerung in der Löwen­ stadt: Die städtische Tourist­Infor­ mation spannt mit den Veranstal­ tern der Oldtimerschau „Fast und Retro“ zusammen und präsentiert sich auf dem Festplatz am Tutti­ Kiesi­Areal anstatt, wie in den zu­ rückliegenden Jahren, auf dem Oberrheinplatz. „Ich finde es eine spannende Kombination“, urteile Gabriele Zissel von der Tourist­Info ges­ tern beim Pressegespräch. Man könne die Veranstaltung gleich­ sam unter das Motto „Mit dem Velo zu den Oldtimern“ stellen, bestätigt sie. Und Jürgen Noller von den Liebhabern alter und nicht ganz so alten Fahrzeuge er­ innert: „Bereits im vergangenen Jahr hat der SlwUp zeitlich und

Unter dem Motto „mit dem Velo zur Oldtimershow“ spannen die Veran­ stalter (von links) Yvonne Noller­Pruss, Jürgen Noller und Rolf Burger von „Fast and Retro“ sowie Corinna Steinkopf und Gabriele Zissel (Tourist­In­ formation) während des Slowup­Sonntags zusammen. Foto: Ulf Körbs örtlich mit unserer Veranstaltung stattgefunden, was von allen Sei­ ten positiv aufgenommen wur­ de.“ Gemeinsam haben die Verant­ wortlichen für den Sonntag ein großes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Die Gäste können Live­Musik genießen mit der

SPERRUNGEN FÜR DEN „SLOWUP“ Auch beim zwölften „Slowup“ im Dreiland, ein grenzüberschreiten­ des, autofreies Vergnügen, be­ steht auf den Straßen des Rund­ kurses Fahrverbot, so dass es für Anwohner und den öffentlichen Nahverkehr zu Behinderungen und Ausfällen kommen wird. Auf deutscher Seite verläuft die Stre­ cke in Rheinfelden ab der Gemar­ kungsgrenze Grenzach­Wyhlen/ Rheinfelden über die B 34 – Augs­ ter Straße – Eigenstraße – Rhein­ felder Straße – Hertener Sträßle –

Eichbergstraße – Werderstraße – Oberrheinplatz – Kapuzinerstraße ­ Friedrichplatz – Basler Straße – Rheinbrückstraße bis zur Grenze. Autos sind rechtzeitig aus dieser Zone herauszufahren. Die Anwoh­ ner werden durch entsprechende Schilder im Vorfeld darauf hinge­ wiesen. Eine entsprechende Um­ leitung wird ausgeschildert. Darü­ ber hinaus werden an diesem Tag zahlreiche Ordner an Kreuzungs­ und Knotenpunkten den Verkehr regeln.

Gruppe „Hayman“ sowie vom Musiker und Gitarrenlehrer Ma­ rio Stracuzzi. Kinder können sich aufder Hüpfburg vergnügen und die Jugendlichen, aber auch jung­ gebliebene Erwachsene, auf dem Streetsoccerfeld vom Jugendhaus. Fußbälle dafür gibt es gegen Pfand am Stand der Tourist­Infor­ mation. Auch für Essen und Trin­ ken ist gesorgt.

„SlowUp­Plaketten“ im Vorverkauf Zissel lenkte die Aufmerksamkeit auf eine weitere Neuerung: Im Vorverkauf sind jetzt schon die „SlowUp­Plaketten“ erhältlich. Das Radfahr­Erlebnis ist zwar kostenlos, aber ganz ohne Geld kommen die Verantwortlichen dennoch nicht aus. Mit dem frei­ willigen Erwerb der Plakette für den Preis von fünf Euro würden die Organisatoren unterstützt..


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Pause tut Anlage nicht gut Sportzentrum | SPD­Stadtratsfraktion besucht Europa­Stadion und Freibad Rheinfelden. „Das großzügige Freibadgelände ist sicher das at­ traktivste in der Region“ – das war die einhellige Meinung der SPD­ Fraktion, die die Sommerpause für eine Besichtigung des Frei­ bads Rheinfelden und des Euro­ pa­Stadions nutzen. Die Mitglie­ der der SPD­Fraktion wurden im Freibad von Schwimmmeister Mathias Wüst und seinem Kolle­ gen Franz­Josef Weber durch die Anlagen des Freibads und das Ge­ bäude geführt. Hierbei wurde deutlich, mit wieviel Engagement die Mitarbei­ ter des Schwimmbads gemeinsam mit dem Gebäudemanagement versuchen, das etwa 40 Jahre alte Schwimmbad attraktiv für die Be­ sucher zu gestalten. Hierfür ste­ hen der neugestaltete Eingangs­ bereich und die neue Gartenanla­ ge, ebenso der sanierte Umkleide­ bereich. Hinzu kamen aufwendige Sanierungsarbeiten

Die SPD­Stadträte beim Freibadbesuch an der Technik vor Saisonbeginn, aber auch ein wechselndes Pro­ grammangebot während der Sai­ son mit Sommernachtschwim­ men, Wassersportangeboten, Kin­ derspielnachmittage, die von vie­ len Badegästen genutzt wurden. Frank Uhlich, im Hauptamt für den Bereich Sportförderung zu­ ständig, informierte die Besucher­ gruppe über die erste statistische Auswertung der zu Ende gehen­ den Badesaison. So wurden bis Ende August 87 000 Badegäste ge­

Foto: zVg

zählt. Acht festangestellte Mit­ arbeiter, drei Saisonmitarbeiter und die ehrenamtlichen Helfer der DLRG sorgten dafür, dass die Saison bisher ohne größere Prob­ leme verlief. Bei der Besichtigung der techni­ schen Anlagen kamen Fragen zum baulichen Zustand und die künftige Schwimmbad­Planung zur Sprache. Für die Umwand­ lung in ein Ganzjahresbad durch den Bau einer neuen Schwimm­ halle spricht schon die Tatsache,

Mehr als 30 Teilnehmer fanden sich zur Demonst­ ration gegen Faschismus und Krieg ein. Foto: Petra Wunderle

Politiker rüsten verbal auf

Demonstration | Für Frieden und gegen Faschismus und Krieg n

Von Petra Wunderle

Rheinfelden. Erstmals hat in Rheinfelden eine Demonstration gegen Faschismus und Krieg statt­ gefunden. Die Initiatoren stam­ men aus der Frauen­, Umwelt­ oder Flüchtlingsbewegung, der Gewerkschaftsbewegung und von der Friedensbrücke in Lörrach (Die Oberbadische berichtete). Mehr als 30 Teilnehmer kamen am Samstag zur Kundgebung auf den Oberrheinplatz, welche Fritz Zell – bekannt dafür, dass er über viele Jahre hinweg die Montags­

demos in Rheinfelden veranstal­ tet hat – organisierte. Anhalten, zuhören und innehalten, das machten Passanten, die Friedens­ freunde und Kriegsgegner. Die Initiatoren machten in Rheinfelden einen Auftakt und setzten ein deutliches Zeichen unter dem Motto „Wir sagen Nein zu Krieg und Faschismus, wir sagen Ja zu Frieden und Soli­ darität“. Zell mahnte: „Wir erle­ ben derzeit eine verbale rechte Aufrüstung von Politikern. Was in Städten wie Chemnitz passiert und passiert ist, das ist eine

Schande und ein Verbrechen. Wir brauchen eine neue, couragierte Friedensbewegung, die sich die­ ser Rechtsentwicklung in der Poli­ tik entschlossen entgegen stellt. Mit Aufklärung, mit Aktionen mit Herz und Verstand.“ Und er verdeutlichte, dass ein großer Teil der Weltflüchtlinge aus gerade den Ländern flieht, die von den angeblich zivilisier­ ten Staaten aufgerüstet werden. Zell kann in Rheinfelden wenig offenen Rassismus erkennen, aber er ist sich darüber bewusst, dass er latent vorhanden ist.

dass die Technik jedes Jahr für sieben Monate stillgelegt werden muss. Dies tut keiner Anlage gut und ist unwirtschaftlich“, sagte Weber. „Die SPD­Fraktion wünscht sich schon lange einen Ausbau des Schwimmbads zu einem Ganzjahresbad. Bisher musste dies bekanntermaßen aus finan­ ziellen Gründen und aufgrund der vielen anstehenden Baupro­ jekten aufgeschoben werden“ so die stellvertretende Fraktionsvor­ sitzende Karin Paulsen­Zenke. Aber es tut sich etwas: Im Herbst wird sich der Gemeinderat mit Umbauplänen befassen. Im Anschluss an den Besuch traf sich die Gruppe mit Dieter Wild, Vorsitzender des Stadt­ sportausschusses Hansjörg Hepp, Hausmeister im Europastadion, in dem gerade eine aufwändige Sanierung der Rasenfläche durch­ geführt wird.


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„fast­and­retro Event“ am Sonntag im Kulturpark „Tutti Kiesi“ Ein Oldtimertreffen mit Flair der 1950er­ und 1960er­Jahre findet am kommenden Sonntag auf dem Festgelände im Kulturpark „Tutti Kiesi“ in Rheinfelden statt. Bei der dritten Auflage spannen die Oldti­ merfans und die veranstaltende Firma Wisem mit der städtischen Touristinformation zusammen. An­ lass ist das gleichzeitig stattfinden­

de grenzüberschreitende Rad­Er­ lebnis „SlowUp“. So präsentiert sich Tourist­Info ebenfalls Fest­ platz am Tutti­Kiesi­Areal anstatt, wie in den zurückliegenden Jah­ ren, auf dem Oberrheinplatz. Man könne die Veranstaltung gleichsam unter das Motto „Mit dem Velo zu den Oldtimern“ stellen, heißt es seitens der Organisatoren. Die­

se haben ein großes Rahmenpro­ gramm auf die Beine gestellt. Die Gäste können Live­Musik genie­ ßen mit der Rock’n’Roll­ und Ro­ ckabilly­Gruppe „Hayman“ sowie vom Musiker und Gitarrenlehrer Mario Stracuzzi. Kinder können sich auf der Hüpfburg vergnügen und die Jugendlichen, aber auch junggebliebene Erwachsene, auf

dem Streetsoccerfeld vom Jugend­ haus. Fußbälle dafür gibt es gegen Pfand am Stand der Tourist­Infor­ mation. Auch für Essen und Trin­ ken ist gesorgt. Die Teilnehmer sorgen für einen besonderen Blickfang, wenn sie sich im Stil ihrer Oldtimer und der jeweiligen Zeit kleiden. Foto: zVg

nus Herten Flohmarkt 14 bis 18 Uhr, DRK­Depot Herten, mit Kaffeestube, Pfalzergruppe Herten

10 bis 17 Uhr, Innenstadt, www.basel­ dreiland.ch fast­and­retro 10 bis 18 Uhr, Festplatz Tutti­Kiesi, Old­ timer­Ausstellung, WISEM Meisterkonzert 1 18 Uhr, Bürgersaal, Elisabeth Brauss (Klavier), Eintritt: 25 bis 28 Euro, ermä­ ßigt 22 bis 25 Euri, Vorverkauf Tourist­ Info und rheinfelden.reservix.de, Süd­ westdeutsche Mozart Gesellschaft

formationen und Beratung zur Nutzung von E­Medien durch Antonius Latsch­ Gulde (VHS) „Die Verlegerin“ 20 Uhr, Rheinflimmern, Reihe „Unser Film“, Verein Stadtkino Rheinfelden in in Zusammenarbeit mit dem Kino

n Terminkalender u Mittwoch, 12. September Rheinfelden NLP­Informationsabend 19 Uhr, VHS­Haus, mit Veronika Plank, VHS Rheinfelden Rheinfelder Wasserkraftwerk 13.30 Uhr, Wasserkraftwerk Rheinfel­ den, öffentliche Besichtigung, ab zwölf Jahren, kostenlos, Anmeldung unter Tel. 07763/ 81­26 50, www.energie­ dienst.de u Donnerstag, 13. September Rheinfelden Lese­Insel 15 Uhr, Stadtbibliothek, „Nur Mut, klei­ ner Fuchs“ von Ulrike Motschiunig, Vor­ lesezeit für Kinder ab fünf Jahren u Freitag, 14. September Rheinfelden Eröffnung 18 Uhr, Foyer des Rathauses, Engagierte im Gespräch, Woche des bürgerschaftli­ chen Engagements, Bürgertreff Gambri­

u Samstag, 15. September Rheinfelden Musik zu Marktzeit 11 Uhr, Christuskirche, mit Dieter Lämmlin, evangelische Kirchenmusik Rheinfelden Frauen­Kultur­Frühstück 10 bis 12 Uhr, Bürgertreff Gambrinus, im Rahmen der Woche des bürger­ schaftlichen Engagements, Spenden für das Frühstücksbuffet erwünscht Herten Flohmarkt 9 bis 12 Uhr, DRK­Depot Herten, Pfal­ zergruppe Herten

Sonntag, 16. September Rheinfelden SlowUp Basel Dreiland u

u Montag, 17. Sepetmber Rheinfelden Café der Freiwilligenagentur 15 Uhr, Bürgertreff Gambrinus, Aus­ tausch über Engagementmöglichkeiten Rheinfelden für Anfänger 10.30 bis 12 Uhr, Familienzentrum Rheinfelden

u Samstag, 22. September Rheinfelden Marktplatz des Ehrenamtes 10 bis 13 Uhr, Oberrheinplatz, im Rah­ men der Woche des bürgerschaftlichen Engagements; Infos, Austausch, Kaffee und Kuchen; Bürgertreff Gambrinus Heiss auf Lesen Abschlussfest 11 Uhr, Stadtbibliothek, Sonderverlo­ sung mit tollen Preisen Kulinarischer Samstag: Kürbis 11 Uhr, Buchhandlung Merkel

u Dienstag, 18. September Rheinfelden E­Medien­Sprechstunde 17.30 bis 18.30 Uhr, Stadtbibliothek, In­

u Sonntag, 23. September Rheinfelden Gesichter der Flucht 17 Uhr, VHS­Haus, Vernissage


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n Terminkalender u Sonntag, 23. September Karsau / Beuggen Schlosskonzert Beuggen 17 Uhr, Rittersaal Schloss Beuggen, „Lie­ derabend“, mit Tanja Baumgartner (Mezzosopran) und Tatiana Korsuns­ kaya (Klavier) u Montag, 24. September Rheinfelden IT­Einführung und Internet 50+ 16 Uhr, VHS­Haus, Infonachmittag mit Wolfgang Franz, VHS Rheinfelden u Mittwoch, 26. September Rheinfelden Datenschutzverordnung DSGVO 19.30 Uhr, VHS­Haus, mit Süleyman Emre, VHS Rheinfelden u Donnerstag, 27. September Rheinfelden Lese­Insel 15 Uhr, Stadtbibliothek, „Endlich bin ich Schulkind“ von Martin Baumbach, Vorlesezeit für Kinder ab fünf Jahren u Freitag, 28. September Rheinfelden „Deportation Class“ 19 Uhr, VHS­Haus, Film und Gespräch mit Seán McGinley und Jörg Hinderer, VHS Rheinfelden Gewerbefest Schildgasse Schildgasse Rheinfelden, IG Schildgasse u Samstag, 29. September Rheinfelden Gewerbefest Schildgasse Schildgasse Rheinfelden, IG Schildgasse E­Medien­Sprechstunde 10.30 bis 11.30 Uhr, Stadtbibliothek, In­ formationen und Beratung zur Nutzung von E­Medien durch Peter Sailer (VHS) Info­Nachmittag der Musikschule 15 bis 17 Uhr, Musikschule, unverbindli­ ches Schnuppern in allen angebotenen Instrumenten, Gruppen und Gesang

Nordschwaben Herbstfest BUND 14 bis 18 Uhr, BUND Streuobstwiese im Gründele Nordschwaben, BUND Orts­ verein Rheinfelden u Sonntag, 30. September Rheinfelden Gewerbefest Schildgasse 13 bis 18 Uhr, Schildgasse Rheinfelden, mit verkaufsoffenem Sonntag, IG Schild­ gasse

n Hinweis

Meisterkonzert mit Elisabeth Brauss (Klavier)

Vereine, Institutionen und Veran­ stalter, die ihre Termine hier ver­ öffentlichen wollen, wenden sich bitte an: Die Oberbadische Am Alten Markt 2 79539 Lörrach Tel. 07621/40 33 58 E­Mail: hochrhein@verlags­ haus­jaumann.de Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist Mittwoch, 19. September.

Das erste Meisterkonzert in der Reihe „UnerHÖRT: Meisterkonzert in Rheinfelden“ findet am Sonn­ tag, 16. Septeber, ab 18 Uhr im Bürgersaal im Rathaus, Kirchplatz 2 in Rheinfelden, statt. Elisabeth Brauss (Klavier) spielt Werke von Scarlatti, Mozoart und Beethofen. Auf dem Programm stehen „Vier Sonaten für Klavier“ von D. Scar­ latti, Wolfgang Amadeus Mozarts „Rondo a moll KV 511“ und die „Sonate F Dur KV 280“ sowie

Ludwig von Beethovens „Sonate G Dur op. 79“ und „Sonate c moll op. 13 ,Pathétique’“. Veranstalter ist die Südwest­ deutsche Mozart Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Kultur­ amt der Stadt Rheinfelden. Karten kosten 28 und 25 Euro (Kategorien I und II) beziehungs­ weise ermäßigt 25 und 22 Euro. Abonnements für alle vier Konzer­ te kosten 96 und 84 Euro (Kate­ gorieren I und II) beziehungsweise

84 und 72 Euro ermäßigt. Die Er­ mäßigung gilt für Schüler, Studen­ ten, Teilnehmer des FSJ und Bun­ desfreiwilligendienst, Inhaber des Tafelausweises Rheinfelden, für Schwerbehinderte mit einer Min­ derung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 50 Prozent. Die Karten sind im Vorverkauf bei der Tourist­Info Rhenfelden in den Geschäftsstellen unserer Zeitung sowie Onlilne unter www.reser­ vix..de erhältlich.


Wild aus heimischer Jagd SONDERVERÖFFENTLICHUNG ­ Mittwoch, 12. September 2018 ­ Seite 8

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Rheinfelden (lu). Jagd und He­ ge sichern in unserer Kulturland­ schaft die Lebensgrundlagen und Lebensräume der freilebenden Tierwelt. Jagd ist daher ebenso wichtig wie anspruchsvoll, und das heißt: Jagd will und muss er­ lernt sein. Die Jägerprüfung, auch das „grüne Abitur“ ge­ nannt, ist unabdingbare Voraus­ setzung. Eine gute Möglichkeit, den Jagdschein zu erlangen, ist die zertifizierte Jagdschule von Ro­ land Heller. Der langjährige He­ geringleiter im Revier Dinkel­ berg II betreibt seit mehr als 40 Jahren, und zwar dies in Koope­ ration mit dem Verein Badische Jäger Lörrach. Die Lehrgänge und Vorbereitungskurse auf die staatliche Jägerprüfung gemäß Jägerordnung des Landes Baden­ Württemberg beginnen jeweils Anfang Oktober und dauern dann bis Anfang Mai. Sind bis dahin bestimmte Pflichtveran­ staltungen absolviert, wird man zur landesweit einheitlichen Jä­ gerprüfung zugelassen. Ist die dann geschafft, wird dies mit einem kleinen Fest und der Frei­ sprechungsfeier begangen. All­ jährlich findet sie im Restaurant „Wasserschloss“ in Inzlingen

Jagdhornbläser bei der Freisprechung statt – verbunden natürlich mit einem zünftigen wie köstlichen Wild­Essen. „Bei unserer Art der Langzeit­ ausbildung benötigen die Interes­ senten keinen Urlaub“, verweist Roland Heller auf einen großen Vorteil. Denn die Ausbildung fin­ det an zwei Abenden in der Wo­ che durch versierte Referenten sowie auch an den Wochenen­ den in Form von Praxisunter­ richt im Jagdrevier Herten statt. Die Ausbildung ist ohnehin sehr praxisorientiert und beinhaltet neben der anspruchsvollen Schießausbildung am Schieß­ stand in Wehr (Pistole, Büchse

Foto: Gerd Lustig und Flinte), die Teilnahme an Treibjagden, das Versorgen des erlegten Wildes, die Ausbildung zur „kundigen Person und der Befugnis zur Entnahme von Tri­ chinenproben, ein Seminar zum küchenfertigen Zerlegen von Wild sowie sonstige Themen rund um Jagd, Hege und Pflege. Umfangreich ist natürlich auch der theoretische Unterricht. „Jagd steht synonym für das Er­ leben und Beobachten der Natur und für Hege/Schutz einer Viel­ zahl von Tierarten sowie auch für deren Bejagung im gesetzli­ chen Rahmen“, macht Heller deutlich. Und das heißt: Da kom­

men Themen wie Biotop­ und Artenschutz, Wildbiologie sowie Land­ und Waldbau und Wildhy­ giene im Unterricht vor. Die Jägerprüfung besteht ins­ gesamt aus drei Teilen – einem schriftlich­theoretischen und einem praktischen Teil, dazu kommt die Schießprüfung. Jeder dieser Prüfungsteile kann sepa­ rat abgelegt werden, hat aller­ dings nur eine Geltungsdauer von 13 Monaten. WEITERE INFORMATIONEN: n Jagdschule Roland Heller, www.jagdschue­heller.de


Wild aus heimischer Jagd SONDERVERÖFFENTLICHUNG ­ Mittwoch, 12. September 2018 ­ Seite 9

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Wild aus hei­ mischer Jagd direkt vom Jä­ ger zum Ver­ braucher: Das ist hierzulande möglich, und zwar dies ganzjährig. Auch Hege­ ringleiter Ro­ land Heller bietet frisches Wildbret zum Verkauf an. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden (lu). Herbstzeit ist Wildzeit? Denkste. „Hierzulande muss man nicht auf den Herbst warten, bei uns gibt es ganzjäh­ rig Wildbret“, sagt Roland Hel­ ler, seit vielen Jahren Hegering­ leiter im Revier Dinkelberg II. Vom Jäger direkt zum Verbrau­ cher: Was früher nur dem Adel vorbehalten war, das kann auf Wunsch heute bei Otto Normal­ Verbraucher das ganze Jahr über frisch auf den Tisch kommen. Wildbret ist ein ganz besonde­ rer Genuss. Es ist köstlich im Ge­ schmack, von natürlicher Her­ kunft und ausgesprochen ge­ sund. Es ist fett­ und kalorien­ arm und enthält wertvolles Eiweiß. Mit Wildbret lässt sich Außergewöhnliches zubereiten. Und man sicher sein: Beim Wild aus heimischer Jagd vom Dinkel­ berg hat man ein hochwertiges Nahrungsmittel. Der Hegering II Dinkelberg des Kreisvereins der Badischen Jäger Lörrach betreut mit zirka 200 Jägern das Wildgebiet des gesamten Dinkelbergs zwischen Wiese, Hochrhein und Wehratal, mit rund 14.000 Hektar Jagdflä­ che. Die häufigsten Wildarten sind bei uns Reh­ und Schwarzwild. Selten gewordenen Wildarten, wie Feldhasen und Bodenbrüter, helfen die Jäger durch freiwillige Schonung und vor allem durch Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Lebensräume (z.B. An­ pachtung von Brach­ oder Stillle­ gungsflächen). Mit praktischem Naturschutz tragen die Jäger da­ mit zum Erhalt der Pflanzen­ und wild lebenden Tierarten bei.

Die Jagdzeiten sind im Übri­ gen gesetzlich geregelt. Schwarz­ wild darf ganzjährig bejagt wer­ den (Ausnahme, wenn Frischlin­ ge da sind); das heimische Reh­ wild darf vom 1. Mai bis 31. Januar bejagt werden. Beide Wildarten eignen sich hervorra­ gend auch zum Grillen in der warmen Jahreszeit. Die Jäger lie­ fern Wildfleisch an Metzgereien, Gastronomiebetrieb und auch di­ rekt an Privatpersonen. „Bei Be­ darf wird das Wildbret auch fachgerecht und küchenfertig zerlegt und auf speziellen Wunsch auch vakuumiert“, sagt Roland Heller, der mit seiner Ehefrau Beatrix immer frisches Wild auf Lager hat. Eines macht der Hegeringleiter vor allem deutlich: „Bei Wild ha­ ben wir es mit einem ganz wert­ vollen Lebensmittel zu tun“, sagt er. Und das heißt: Bei der Ver­ wertung und Zubereitung gelten strenge Vorschriften und es wer­ den alle gesetzlich vorgeschrie­ benen eingehalten. Das Veteri­ näramt des Landkreises Lörrach wacht mit Argusaugen darüber, dass alles korrekt und sauber ab­ läuft im Sinne der strengen Wildbretgesetze. Die schreiben nämlich jeden Schritt genau vor – vom Versorgen des zerlegten Wildes über die Lagerung bis hin zum Verkauf. Und: Auch dann, wenn Wild veredelt wird, sprich: Schinken oder Wurst her­ gestellt wird, ist man stets auf der sicheren Seite. WEITERE INFORMATIONEN: n wildbret@badische­jaeger­ loerrach.de

Meine Region 12.09.2018  
Meine Region 12.09.2018