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Motor der Wirtschaft

Handwerk

Sonderbeilage, Dienstag, 25. Februar 2020 www.verlagshaus-jaumann.de


Handwerk 2020 SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 2

Die ganze Vielfalt des Handwerks

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ussten Sie, dass es im Deutschen Handwerk mehr als 130 verschiedene Ausbildungsberufe gibt? Nirgendwo sonst erhalten so viele junge Menschen eine Berufsausbildung wie in den Handwerksbetrieben. Die Handwerksbetriebe haben großen Anteil an der Wertschöpfung in der Region. Und die Arbeit wird insbesondere den Handwerkern, die Häuser und Wohnungen neu bauen oder alte Immobilien wieder in Schuss bringen, nicht so schnell ausgehen. Seit die Zinsen derart tief liegen und konservative Geldanlage keinen Gewinn mehr verheißt, ist die Lust auf Werte schaffen markant gestiegen: Lieber investiert man in einen Wintergarten, in eine Küche vom Schreiner oder einen edlen Fußboden, als das Kapital auf der Bank ruhen zu lassen. Die Auftragsbücher sind in vielen Handwerksbetrieben voll. Mitunter

müssen Kunden auch eine längere Wartezeit einkalkulieren. Im Notfall, beispielsweise bei einem Wasserschaden, seien die Fachleute jedoch schnell zur Stelle. Die demographische Entwicklung vor Augen hat die Kreishandwerkerschaft schon lange das Werben um talentierte junge Menschen in den Fokus ihrer Aktivitäten gerückt. Besondere Akzente setzt die Kreishandwerkerschaft mit ihrem „Tag des Handwerks made in Lörrach“. In diesem Jahr wird es zudem erstmals einen „Handwerkertag“ auf der Lörracher Regio-Messe geben. Jetzt stellen wir Ihnen auf 80 Seiten vor, was das Handwerk in unserer Region zu bieten hat. Und geben Ihnen Adressen jener Betriebe an die Hand, die für Arbeiten in Frage kommen – sei es heute, morgen oder auch erst übermorgen. DIE REDAKTION

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Maler Markisen Maurer Metallbau Metzger Motorrad Müller Naturstein Ofenbau Optiker Orthopädietechnik Partyservice/Catering Raumausstatter Recht Recycling Rollladen Sanitär Schlosser Schreiner Sicherheitstechnik Steinmetz Steuer Treppen Trockenbau Türen Versicherung Wärmepumpe Werbung Wintergarten Zahntechnik Zimmerer

32-34 38-41 28-31 54-56 77 14 76 18 64-65 74 75 77 23 15 68-69 38-41 57-62 54-56 46-49 44-45 18 15 46-49 37 46-49 15 42-43 71 54-56 73 50-51

Impressum Die große Handwerksbeilage 2020

Aus dem Inhalt Goldschmied

Kombination aus Kreativität, klassischem Handwerk und schönen Materialen Seite78

Sonderbeilage des Verlagshauses Jaumann Die Oberbadische, Markgräfler Tagblatt, Weiler Zeitung Redaktion: Alexander Anlicker, Peter Ade, Gerd Lustig Verantwortlicher Redakteur: Guido Neidinger Gestaltung: Alexander Anlicker Koordination/Titelseite: Thomas Gutmann Anzeigen: Achim Abele Beratung und Verkauf: Kai-Uwe Birk, Maria Weber, Martina Kessler, Ricarda Ladmann, Karl-Heinz Sütterle, Elke Tirelli, Magdalena Sobek, Darius Wesolowski Druck: Druckzentrum Südwest, Villingen-Schwenningen


Handwerk 2020 e2

SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 3

Handwerk bleibt optimistisch Kreishandwerksmeister und Geschäftsführer ziehen Bilanz / Neue Aktivitäten

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as Handwerk stehe im Moment gut da und sei gut ausgelastet, lautet die frohe Botschaft von Kreishandwerksmeister Martin Ranz im Gespräch mit unserer Zeitung. „Der Fachkräftemangel und Ausbildung sind nach wie vor Themen, die uns weiterhin beschäftigen werden“, ergänzt der Kreishandwerksmeister, der im vergangenen Jahr die Nachfolge von Michael Schwab angetreten hat. Auch das Umweltthema werde verstärkt auf das Handwerk zukommen, sagt Ranz und sieht das auch positiv, bedeute dies doch auch mehr Arbeit für das Handwerk. Die Kreishandwerkerschaft sei daher auch mit Fachleuten in der 365-Dächer-Initiative des Landkreises Lörrach vertreten, ergänzte Geschäftsführer Daniel P. Herkommer, der die Nachfolge von Otfried Eckeret angetreten hat. Zudem stelle das Handwerk einen Experten und einen Stellvertreter im Klimabeirat des Kreises. „Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis ist sehr gut“, unterstreicht Martin Ranz. Schließlich sei die Lobbyarbeit für das Handwerk im Kreis auch eine der Hauptaufgaben der Kreishandwerkerschaft.

Gespräche ausgeweitet Neu ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Gespräche mit der Kommunalpolitik ausgebaut wurden, berich-

Vertreten die Interessen des Handwerks in der Region: Kreishandwerksmeister Martin Ranz (l.) und Geschäftsführer Daniel P. Herkommer. Fotos: Alexander Anlicker tet Geschäftsführer Herkommer. Regelmäßige Gespräche fänden nicht mehr nur mit dem Landkreis und dem Lörracher Oberbürgersmeister, sondern nun auch mit den Oberbürgermeistern von Weil am Rhein, Rheinfelden und Schopfheim statt.

Neuer Auftritt bei Regio-Messe Zum bewährten „Tag des Handwerks made in Lörrach“ gesellt sich in diesem Jahr erstmals auch ein „Tag der Handwerker“ auf der Regio-Messe in Lörrach. Am Mittwoch, 18. März, dreht sich an den Ständen der Innungen in der Halle 10 der Regio-Messe alles um das Handwerk und das Thema Berufsorientierung. Bislang hätten sich bereits mehr als 170 Schüler für diesen Tag angemeldet. Der Besuch lohnt sich, bietet das Handwerk doch mehr als 130 Ausbildungsberufe - Orientierung ver-

spricht da zusätzlich auch der „Lehrstellenradar“ auf der Internetseite des Handwerks: www.handwerk.de. Information und Beratung auf Augenhöhe versprechen die Ausbildungsbotschafter, dass sind geeignete Jugendliche, die von der Handwerkskammer in Freiburg darin geschult werden, wie sie ihre Berufe beziehungsweise ihre Gewerke vorstellen können. Momentan gebe es im Landkreis Lörrach zehn Ausbildungsbotschafter, berichtet Herkommer.

Tag des Handwerks Für den „Tag des Handwerks made in Lörrach“ am Donnerstag, 25. Juni, im Burghof hat die Kreishandwerkerschaft einmal mehr einen spannenden Redner gewonnen: Den Bestseller-Autor Marc Elsberg, der mit dem Thriller „Blackout - Morgen ist es zu spät“ bekannt wurde. „Wir fei-

len noch an dem genauen Thema“, berichtet Ranz. Darüber hinaus beteiligt sich die Kreishandwerkerschaft am Samstag,

19. September, am bundesweiten Tag des Handwerks und präsentiert sich auf dem Alten Markt in Lörrach.

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Kfz-Handwerk SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 4

Kfz-Innung freut sich über neue Mitglieder Neues Akkreditierungssystem ist Mammutaufgabe

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ie KraftfahrzeugInnung im Landkreis Lörrach freut sich über Zuwachs. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe stieg im vergangenen Jahr von 71 auf 91 Betriebe, berichtet Innungsobermeister Horst Wagner im Gespräch mit unserer Zeitung. „Was uns arg bewegt, ist das neue Akkreditierungssystem, das uns der Gesetzgeber auferlegt hat“, antwortet der Obermeister auf die Frage nach den derzeit drängendsten Themen. Die Innungsbetriebe müssen zukünftig nach den Vorgaben der staatlichen Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) verfahren. Das System diene der Sicherstellung von Abläufen bei der Hauptuntersuchung nach Paragraph 29 StVZO (TÜV). Betriebe, welche die Voraussetzungen nicht erfüllen, dürfen in ihrem Haus keine Hauptuntersuchung mehr durchführen lassen. Um den Kunden den Service weiterhin anbieten zu können, mussten die Betriebe in den vergangenen Jahren im Bereich der Technik aufrüsten, und viel in Prüfgeräte und Betriebsausstattung investieren. Für kleinere freie Werkstätten sei dies schwer zu stemmen. Unsere Innungsbetriebe müssen jährlich einen mittleren fünstelligen Betrag in die Betriebsausstattung investieren. Als Beispiel nennt Wagner die Bremsenprüfstände: Wo der Prüfer früher die Werte von der

Das Akkreditierungssystem für die Innungsbetriebe, die Hauptuntersuchungen anbieten, war ein Schwerpunkt der Arbeit für die Kraftfahrzeug-Innung im vergangenen Jahr, berichtete Obermeister Horst Wagner. Foto: zVg Anzeige abgelesen und ins Prüfformular eingetragen hat, müssen die Geräte heute die Werte elektronisch übermitteln. 70 Prozent der Betriebe haben daher in den vergangenen Jahren einen neuen Bremsenprüfstand angeschafft. Die neuen LED-Leuchttechnik macht zudem Investitionen in die Lichtteststände erforderlich. Im Bereich Abgasuntersuchung, die Bestandtteil der Hauptuntersuchung ist, mussten neue Testgeräte mit höheren Genauigkeitsklassen angeschafft werden. Und die Anforderungen werden ab dem 1. Januar 2021 nochmals erhöht, wobei heute noch keiner sagen kann, was dies kostenmäßig betragen wird.

Nach den DAkks-Vorgaben müssen auch alle drei gennanten Prüfgeräte einmal jährlich geeicht und kalibriert werden. Dies kostet zusätzliches Geld. Die Kraftfahrzeug-Innungen haben - unter dem Schirm des Bundesinnungsverbands die Aufgabe der Überwachung und Prüfung übernommen. Im Bereich der Handwerkskammer Freiburg haben sich die Kraftfahrzeug-Innungen Freiburg, Offenburg und Lörrach zusammengeschlossen und dafür unter dem Dach der KfzInnung Freiburg - drei Vollzeit-Stellen geschaffen. Die Kosten werden unter den drei Innungen aufgeteilt. Fortsetzung Seite 5


Kfz-Handwerk SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 5

Betriebe bilden Fachkräfte selbst aus Kfz-Handwerk: Ausbildungszahlen auf hohem Niveau Fortsetzung von Seite 4 Auch die Themen Ausbildung und Fachkräftemangel beschäftigt die Lörracher Kraftfahrzeug-Innung. Wagner freut sich über die auf hohem Niveau stabilen Ausbildungszahlen. Aktuell zählt die Innung im Landkreis knapp 180 Auszubildende im Kfzoder Zweirad-Mechatronikerberuf. „Es gibt immer mehr Betriebe, die viele Lehrlinge ausbilden, weil sie auf dem freien Markt keine Fachkräfte mehr bekommen“, berichtet Wagner. Die angrenzende Schweiz sei nach wie vor aufgrund ihres Lohnniveaus für Fachkräfte beliebt. „Das täuscht aber darüber hinweg, dass man auch in der Schweiz teure Abgaben zahlen muss“, ergänzt der Innungsobermeister. Das Lohnniveau im Landkreis Lörrach habe sich in den vergangen drei Jahren angepasst und deutlich erhöht. „Wir zahlen mittlerweile 15 bis 20 Prozent höhere Löhne um die Fachkräf-

Synthetische Kraftstoffe sind eine Alternative zu Elektroautos. Foto: Bosch/ zVg

te hier zu halten“, sagt Wagner. Kosten, welche die Betriebe natürlich auf den Stundensatz umlegen müssen. Auch wenn die ersten Fachkräfte aus der Schweiz zurückkommen, hat das Thema Ausbildung nach wie vor Priorität. Als Teil der Kreishandwerkerschaft zeigen die Kraftfahrzeug-Innung und ihre Mitglieder an vielen Ausbildungsbörsen Präsenz, aber auch beim geplanten Tag der Handwerker auf der Regio-Messe, oder beim bundesweiten Tag des Handwerks. Die angehenden Kfz-Mechatroniker können auch Auslandserfahrungen sammeln. „Wir bieten als KraftfahrzeugInnung auch Praktika im benachbarten Frankreich an“, sagt Wagner.

Offen für neue Technologien Der Innungsobermeister sieht das Kraftfahrzeuggewerbe vor einem Wandel. „Die Arbeit wird sich komplett verändern“,

meint Wagner mit Blick auf das Thema Elektromobilität. Egal ob neue Betriebsausstattungen und Geräte, die Schulung von Mitarbeitern, oder das Aufstellen von Elektro-Ladesäulen, um den Vorgaben der Hersteller zu entsprechen. Die Betriebe müssen viel Geld in die Hand nehmen. Allein für das Aufstellen von Ladesäulen sieht Wagner Investitionen im mittleren fünfstelligen Bereich auf die Betriebe zukommen. Demgegenüber stünden Umsatzeinbußen von 15 bis 20 Prozent, weil Elektroautos weniger verschleißanfällig sind. Öl und Zahnriemen würden beispielsweise entfallen. Der Kraftfahrzeugexperte spricht sich persönlich für Technologieoffenheit aus und nennt als Beispiel synthetische Kraftstoffe. Damit ließe sich auch das vorhandene Tankstellennetz nutzen. Und das Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle nimmt langsam Fahrt auf. „Es bleibt spannend“, sagt Wagner.


Kfz-Handwerk SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 6

Umsatz wächst, Rendite stagniert Der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes zieht Bilanz

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er Umsatz im Kfz-Gewerbe ist im Jahr 2019 um 4 Prozent auf rund 186 Milliarden Euro gewachsen. Die Umsatzrendite hingegen stagniert bei 1,3 Prozent im vorläufigen Durchschnitt. „Die Anforderungen der Hersteller und Importeure an die Autohäuser steigen nicht zuletzt aufgrund der Transformation hin zur Elektromobilität“, sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski auf der Jahrespressekonferenz des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Berlin. Druck auf die Erträge gab es außerdem wegen des gesunkenen Serviceumsatzes sowie des leichten Rückgangs bei den privaten Neuzulassungen. Der Umsatz im Neuwagenhandel mit Pkw stieg um 10,5 Prozent auf rund 73,4 Milliarden Euro im Vergleich

zum Vorjahr. Der Grund dafür ist in erster Linie der um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegene durchschnittliche Neuwagenpreis (33 580 Euro).

Weniger Umsatz beim Handel mit gebrauchten Pkw Der Umsatz des Markenhandels mit gebrauchten Pkw ist hingegen um 4,8 Prozent auf rund 54,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Das liegt vor allem an dem auf 46 Prozent gesunkenen Anteil des Markenhandels am gesamten Gebrauchtwagenmarkt (Vorjahr 51 Prozent). Der freie Handel hat seinen Anteil am gesamten Pkw-Gebrauchtwagenmarkt im vergangenen Jahr um fünf Prozentpunkte auf 21 Prozent gesteigert. Nach dem Umsatzeinbruch in 2018 gab es im vergangenen

Umsatz Kfz-Gewerbe 2019 Angaben in Milliarden Euro (Veränderungen zu 2018 in Prozent) Neuwagen Lkw

8,87 Mrd. (+6,6) Pkw-Gebrauchtwagen über freien Handel 14,78 Mrd. (+62,8)

Gebrauchtwagen Lkw 4,48 Mrd. (+8,9)

Neuwagen Pkw

73,43 Mrd. (+10,5)

Service

30,03 Mrd. (-10,9)

Pkw-Gebrauchtwagen über Markenhandel 54,51 Mrd. (-4,8)

Gesamtumsatz:

186,10 Mrd. (+4,0) Quelle: ZDK

Jahr einem Umsatzsprung von knapp 63 Prozent auf rund 14,8 Milliarden Euro. Das lag auch an dem

um 24 Prozent höheren Durchschnittspreis (9780 Euro) der über diesen Vertriebsweg gehandelten Fahrzeuge.

Deutliche Einbußen waren im vergangenen Jahr beim Umsatz mit Wartungs- und Reparaturaufträgen zu verzeichnen. So sank der Umsatz um knapp elf Prozent auf rund 30 Milliarden Euro. Die Gründe dafür liegen in einer seit Jahren rückläufigen Reparaturhäufigkeit und einer im vergangenen Jahr niedrigeren Wartungshäufigkeit. Außerdem ist die durchschnittliche Schadensumme bei den in 2019 angefallenen Unfallschäden laut dem DAT-Report 2020 gegenüber dem Jahr 2018 deutlich gesunken. Insgesamt bildet das Kfz-Gewerbe zurzeit 92 550 junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Die Anzahl der Beschäftigten im Kraftfahrzeuggewerbe beträgt 439 000 Mitarbeiter, das sind 0,5 Prozent weniger als im Jahr 2018.


Kfz-Handwerk SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 7

Förderung von Ladesäulen

Der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes gegen Tempolimit

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er Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) spricht sich für die Förderung des Baus von Ladesäulen auch für Autohäuser und Werkstätten aus. Zugleich sprach sich Verbandspräsident Jürgen Karpinski bei der Jahrespressekonferenz in Berlin gegen ein generelles Tempolimit und für ein intelligente Verkehrssteuerung aus.

Förderung von Lädesäulen auch für Autohäuser Mit Nachdruck setzt sich ZDK-Präsident Jürgen Karpinski dafür ein, dass auch Autohäuser und Werkstätten finanzielle Förderung erhalten, wenn sie öffentlich zugängliche Ladesäulen für E-Fahrzeuge schaffen. Erste Förderanträge von Autohäusern waren von der zuständigen Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) abgelehnt worden. Als Begründung wurde angegeben, dass Autohändler sich bereits gegenüber den jeweiligen Herstellern ihrer Marken

dazu verpflichtet hätten, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu errichten. Die Gewährung von Fördermitteln für Ladeeinrichtungen, die ohnehin errichtet würden, verstoße gegen das haushaltsrechtliche Subsidiaritätsprinzip. Diese Begründung habe zu Recht für Empörung nicht nur bei den Autohäusern, sondern auch im ZDK gesorgt. „Entscheidend muss sein, ob der Betrieb auf eigene Kosten eine im öffentlichen Interesse liegende Ladeeinrichtung bereitstellt“, so Jürgen Karpinski. „Die Ablehnungsgründe sind weder uns noch einem kleinen oder mittelständischen Betrieb begreiflich zu machen.“

ZDK gegen ein generelles Tempolimit In der Pressekonferenz wandte sich der ZDKPräsident gegen die Forderung nach einem generellen Tempolimit auf Autobahnen. Die gültige Richtgeschwindigkeit

Werkstätten und Autohäuser die öffentliche Ladestationen bauen, sollen nach dem Willen des ZDK gefördert werden. Foto: Promotor von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen reiche völlig aus. „Die reale Durchschnittsgeschwindigkeit liegt dort nach wissenschaftlicher Begutachtung bei 117 Kilometern pro Stunde“, sagt Karpinski. Wer nicht sowieso

durch bereits bestehende Tempolimits, durch Baustellen oder das hohe Verkehrsaufkommen automatisch eingebremst werde, sollte weiterhin die Möglichkeit haben, auf freien Abschnitten die Geschwindigkeit selbst zu bestimmen. Dies könnte etwa durch

eine dynamische und verkehrsabhängige Steuerung des Verkehrsflusses unterstützt werden. Im Hinblick auf die Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen sollte die Wirkung eines allgemeinen Tempolimits laut dem ZDK-Präsidenten nicht überschätzt werden.


Kfz-Handwerk SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 8

Wenn das Auto Aquarium spielt Was tun bei beschlagenen Scheiben

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raußen ist es kalt und nass, da gehören beschlagene Scheiben im Auto zum Alltag. Ernst wird es, wenn sich gar kein Durchblick mehr einstellen will. Denn Nässe im Auto kann teure Schäden an Polstern und Elektronik anrichten. Dass die Scheiben nach dem Losfahren ein wenig beschlagen, ist im Winter normal. Draußen ist es kalt, dann kondensiert der Atem am kühlen Glas wie im Sommer die Gewitterluft am Bierkrug. Kritisch wird es jedoch, wenn Heizung und Gebläse gar nicht mehr gegen den Nebel ankommen. Denn das deutet auf reichlich Nässe im Innenraum hin, und dann ist eine systematische Fehlersuche gefragt. Läuft das Gebläse, funktioniert die Heizung? Manche Leute haben Angst vor Schadstoffen und machen deshalb alle Schotten zu. Das ist falsch, denn so steigt die Belastung im verhältnismäßig kleinen Innenraum erst recht.

Fünf Tipps gegen beschlagen Scheiben Der fehlende Luftaustausch lässt die Luftfeuchtigkeit weiter ansteigen, die Scheiben beschlagen noch mehr. Besser: Heizung und Lüftung gemäß Bedienungsanleitung einstellen, Luftdüsen auf die Fenster ausrichten. Umluftschalter prüfen. Kein Witz, viele Leute fahren mit geschlossener Umluftklappe und wundern sich über angelaufene Fenster. So aber kann kein Luftaustausch erfolgen, die Umluftschaltung muss geöffnet sein. Klimaanlage einschalten. Die kühlt nicht nur im Sommer, sondern trocknet im Winter auch nasskalte Luft. Kein Wasser ins Auto

Foto: ProMotor

schleppen. Durchweichte Mäntel und tropfende Schirme gehören in den Kofferraum, Schnee von den Schuhen so gut wie möglich abstreifen, damit sich kein Teich im Fußraum bildet. Gummimatten verwenden. Die können einiges anWasser aufnehmen, bevor etwas überschwappt. Am besten nach jeder Fahrt ausleeren, damit nichts durch den Teppich sickert. Bringen diese Selbsthilfetipps keine grundlegende Besserung, ist die Werkstatt gefragt. Denn dann kann man von größeren Wassermengen im Innenraum ausgehen und muss nun forschen, wie diese hereingekommen sind.


Kfz-Handwerk SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 9

Wenn der Anlasser nur müde grunzt Verbraucher mit Bedacht einschalten schont Batterie

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a hat man mühsam am frostigen Morgen die Scheiben freigekratzt, steigt ins Auto, dreht den Schlüssel und – nichts. Nur noch ein müdes Grunzen vom Anlasser, aber der Motor bleibt stumm. Diagnose: Batterie leer. Doch warum passiert das so oft im Winter? Ganz einfach: Je kälter, desto weniger Strom kann die Batterie liefern. Weil die chemischen Reaktionen in ihrem Innern langsamer ablaufen. Gleichzeitig benötigt ein eiskalter Motor aber mehr Kraft zum Anspringen, die der Anlasser aufbringen muss. Und irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem der h jederStrombedarf des Starters die Leistung der Batterie übersteigt. Die meisten Pkw sind dafür ausgelegt, auch bei minus 25 Grad Celsius zuverlässig anzuspringen. Aber nur, wenn die Batterie einigermaßen vollgeladen ist. Zwar hat sich dessen Leistung in den letzten Jahrzehnten rundweg verdoppelt, Anzahl und „Appetit“ der Verbraucher aber auch.

In der Kfz-Werkstatt kann die Batterie getestet werden. Messegeräte ermitteln Kapazität und Kaltstartstrom. Foto: ProMotor Neben einer beheizbaren Heckscheibe sorgt auch ihr vorderes Pendant für das Abtauen. Dazu kommen die Außenspiegel und Scheibenwaschdüsen. Im Fahrzeuginneren sorgen derweil ein beheizbares Lenkrad und eine Sitzheizung für wohligen Komfort, ein Soundsystem für exzellenten Klang. Zum Laden der Batterie bleibt so kaum noch Strom übrig. Erst recht nicht auf Kurzstrecken. Deshalb sollten Autofahrer elektrische Ver-

braucher mit Bedacht einschalten. Und vor allem auch wieder aus. Erst recht, wenn die Batterie schon einige Jahre alt ist und dementsprechend an Leistungsfähigkeit eingebüßt hat. In der Kfz-Werkstatt können die Stromspeicher getestet werden. Die Messgeräte ermitteln Kapazität und Kaltstartstrom. Anschließend gibt die Technik eine Empfehlung zur Batterie-Leistung aus. Damit der Anlasser nicht irgendwann nur noch müde muckt.


Kfz-Handwerk SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 10

Klare Sicht Dafür braucht es gute Scheibenwischer

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as Herbst- und Winterwetter fordert Teile des Fahrzeugs, welche zwar direkt vor den Augen des Autofahrers seinen Dienst tun, aber dennoch oft vernachlässigt werden: Die Scheibenwischer.

Wischerblätter sind empfindlich Wischerblätter sind das ganze Jahr Herausforderungen ausgesetzt. Im Sommer lassen UVStrahlung und Hitze die Wischergummis spröde und porös werden. Wenn diese dann beim Start auch noch über eine verdreckte oder gar trockene Scheibe schrubben, reißen die auf der Windschutzscheibe klebenden Insekten Scharten in die Gummilippen der Wischer. Auch der vergangene Winter war kein Freund der Wischer, als die Scheibenwischer oft als ErsatzEiskratzer gegen Raureif und die dünne Eisschicht benutzt wurden. Und der Herbst sorgt mit Blättern oder Baumnadeln unter dem Gummi dafür, dass

Scheibenwischer sind im Winter permanent im Einsatz. Sie sollten getauscht werden, wenn sie die Scheibe verschmieren. Foto: ProMotor/T. Volz die Wischergummis weiter angegriffen werden. Nicht gut bekommt ihnen, wenn die Wischerarme auf die Scheibe schnalzen. Die dort wirkenden Kräfte sorgen dafür, dass sich die Bügel des Wischerblattes und auch der Arm selbst verbiegen, und der Wischer liegt nicht mehr sauber an. Das führt zum Rattern in der Bewegung. Hier kann dann nur noch die Werkstatt weiterhelfen. Zentrales und zugleich empfindlichstes Werkzeug der Wischer ist die Gummilippe. Dass die Wischer nicht mehr so richtig ihren Dienst verrichten, erkennt man zum

Beispiel an Schlieren oder Streifen auf der Windschutzscheibe. Die feine, auf Bruchteile von Millimetern genau geschnittene Gummilippe ist sehr empfindlich. Schon die kleinste Scharte darin zeigt sich als Streifen im Wischfeld, in dem das Wasser stehenbleibt und die Sicht behindert. Auch der allgemeine Verschleiß der Gummis, der zur Abrundung der beiden Kanten der Wischlippe führt, wirkt sich negativ auf die Sicht aus. Daher raten Fachleute dringend dazu, die Scheibenwischer am besten jährlich zu erneuern.


Kfz-Handwerk SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 11

Starthilfe- heute noch aktuell? Ein Blick in die Bedienungsanleitung hilft meist weiter

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st die Auto-Batterie leer? Dann lässt man sich Starthilfe geben. Aber ist die Stromspende bei modernen Fahrzeugen überhaupt noch zulässig? Autos sind heutzutage rollende Computer. Diese reagieren empfindlich auf Fehlbehandlung, zum Beispiel bei Über- oder Unterspannung. Schon Funkenbildung beim An- und Abklemmen der Überbrückungskabel kann zum Verlust in den gespeicherten Programmen führen. Deshalb sollte Starthilfe vorsichtig und strikt nach den Angaben des Autoherstellers gegeben werden. Ein Blick in die Bedienungsanleitung hilft. Wichtigste Voraussetzung sind natürlich vernünftige Starthilfekabel mit griffigen Klemmen und ausreichend großem Querschnitt. 25 Quadratmillimeter sollten es schon sein, für Dieselmotoren besser 35 Quadratmillimeter. Und dann kommt es auf die Reihenfolge des Verbindens der Kabel an und noch mehr, womit.

Passiert ein Mißgeschick bei der Starthilfe, kann dies den Bordcomputer beeinträchtigen. Foto: ProMotor

Auch das steht in der Bedienungsanleitung: Manche Modelle haben einen separaten Pluspol extra für Starthilfe, bei anderen soll das Pluskabel direkt an die Batterie geklemmt werden. Ähnlich sieht es mit dem Massekabel aus: Auch hier gibt es, je nach Fahrzeugtyp, unterschiedliche Anschlusspunkte. Bei manchen Modellen muss hierzu erst die AbschleppÖse in den Stoßfänger geschraubt werden.

Mit HybridFahrzeugen keine Starthilfe geben Übrigens kann es auch bei Hybrid-Fahrzeugen vorkommen, dass sie trotz ihres großen Hochvolt-Akkus mal Starthilfe benötigen. Denn die meisten Hybriden besitzen zusätzlich eine ganz normale 12-V-Batterie für Beleuchtung, Radio usw. Die dient auch zum Hochfahren des Hybridsystems, ähnlich wie eine Back-Up-Batterie im Heimcomputer. Das Fremdstarten funktioniert hier ähnlich wie

Schlappe Autobatterien führen die jährliche Pannenstatistik an. Dann ist Starthilfe gefragt. Foto: iStock/Imageegami bei konventionellen Antrieben. Allerdings nur in einer Richtung, denn es ist nicht empfehlenswert, mit einem Hybridfahrzeug Starthilfe zu geben. Die kleine 12-V-Batterie ist nicht dafür ausgelegt, einen Motor anzulassen. Und beim Versuch, die fehlende Stromstärke auszugleichen, könnte das Hochvolt-System beschädigt werden. Wer unsicher ist, sollte seine Werkstatt fragen. Die gibt nicht nur Starthilfe, sondern kümmert sich auch gleich um die Ursache des BatterieAusfalls.


Kfz-Handwerk SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 12

Gehwege sind Tabu E-Scooter auf der Straße unterwegs

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ie moderne Form der Tretroller ist der Renner des Sommers. Seit dem 15. Juni vergangenen Jahres ist mit Inkrafttreten der Verordnung für „Elektrokleinstfahrzeuge“ in Deutschland eine neue Fahrzeugklasse für den Straßenverkehr zugelassen. Darunter fallen auch die Elektro-Scooter.

In Fußgängerzonen heißt es „Scooter schieben“. Erlaubt aber ein Schild das Radfahren in der Fußgängerzone, darf man auch mit dem ETretroller dort fahren. Tabu sind auch Gehwege. E-Scooter dürfen nur auf Radwegen gefahren werden. Sind diese nicht vorhanden, muss man die Straße nutzen

werden

Ein kleines Rädchen sorgt dafür, dass die Neigung der Scheinwerfer vom Fahrersitz aus der Beladung angepasst werden kann Foto: ProMotor

Rauf-und-RunterRad wird 30 Jahre alt

Leuchtweitenregulierung seit 1990 vorgeschrieben

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und 90 Prozent der Autos haben es: Seit dem 1. Januar 1990 ist das Rädchen der Leuchtweitenregulierung für neu zugelassene Personenkraftwagen vorgeschrieben. Damit lässt sich die Neigung der Scheinwerfer vom Fahrersitz aus der Beladung anpassen. Legt man hinten Gepäck in den Kofferraum, gibt die Federung dort ein Stück nach und vorn strahlen die Scheinwerfer nun höher und blenden den Gegenverkehr. Mit einem kleinen Rädchen am Armaturenbrett – meistens in der Nähe des Lichtschalters – lässt sich der Lichtkegel dann wieder absenken. Wieviel, darüber erteilt die Bedienungsanleitung Auskunft. Meistens besitzt das Rädchen die Stellungen 0 bis 3, wobei

0 für das unbeladene, mit maximal zwei Personen auf den Vordersitzen besetzte Fahrzeug gilt und 3 für den vollbeladenen Kofferraum oder die Fahrt mit einem schweren Anhänger. Es gibt aber auch Modelle, die kein Stellrad für die Leuchtweite haben. Bei ihnen funktioniert die korrekte Einstellung automatisch, etwa bei Xenon-Lampen oder LEDScheinwerfern. Sensoren an Vorder- und Hinterachse ermitteln dort den Beladungszustand und passen die Leuchtweite darauf an. In der Regel funktioniert das sogar dynamisch, also permanent während der Fahrt. So werden auch Karosseriebewegungen beim Bremsen und Beschleunigen innerhalb von Sekundenbruchteilen ausgeglichen. Dafür

vom Ge vorge

verordn sorgen kleine Elektromo-w toren an den Scheinwerfern. Wer die Leuchtweitenregulierung selten bis gar nicht benutzt, muss damit rechnen, dass sie irgendwann festsitzt. Das ist bei der nächsten Hauptuntersuchung ein erheblicher Mangel und hat eine Nachkontrolle zur Folge. Deshalb: Ruhig mal anAngriff dem Rädchen drehen. Zum Beispiel beimvieren Warten vor einer Ampel. Dann zeigt sich am vorderen Fahrzeug, ob die Lichtkegel beider Scheinwerfer dem Dreh am Rädchen folgen. Wenn nicht, ab in die Werkstatt. Normalerweise lassen sich defekte Leuchtweitensteller einzeln erneuern, anschließend muss der Scheinwerfer neu eingestellt werden., damit auch wirklich niemand geblendet wird.


Handwerk 2020 SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite13

Fassade dämmen S Energiekosten einsparen / Förderung

ie wollen in ein energieeffizientes Zuhause investie­ ren? Das zahlt sich aus: Denn 20 bis 35 Prozent der Energiekosten kön­ nen allein mithilfe einer hochwertigen Fassaden­ dämmung eingespart werden. Sparen lässt sich auch bei der Finan­ zierung durch eine För­ derung der KfW. Was müssen Sie bei der Fassadendämmung be­ achten? Bestimmte Maßnahmen zur Wärmedämmung sind für Neu­ und Altbauten vom Gesetzgeber sogar vorgeschrieben. Wenn Sie beispielsweise nur einen Riss ausbessern lassen, ist keine umfassende Sa­ nierung notwendig. Die EnEV (Energieeinspar­ verordnung) findet An­ wendung, wenn Sie: Ihr Ein­ und Zweifami­ lienhaus nach dem 1. Februar 2002 erworben haben oder mindestens zehn Prozent der Fassade sanieren. Fassade nur renovie­ ren oder dämmen? Am besten beides! Nehmen Sie die Fassadendäm­ mung am besten in Angriff, wenn Sie oh­ nehin die Fassade reno­ vieren lassen. Braucht das Haus beispielsweise einen neuen Anstrich

Wärmedämmung durch Dämmplatten und neuen Verputz an der Außenfassade eines Einfamilienhauses. Foto: KfW/Thomas Klewar oder muss der Putz an manchen Stellen ausge­ bessert werden, bietet sich bei dieser Gelegen­ heit an, die nachträgliche Wärmedämmung gleich mitanzugehen. Die Fix­ kosten wie zum Beispiel für ein Gerüst, fallen so­ wieso an. Welche Möglichkeiten der Fassadendämmung gibt es? Man unterschei­ det zwischen verschiede­ nen Dämmarten. Die Kern­ oder Ein­ blasdämmung wird bei zweischaligem Mauer­ werk angewendet. Hier werden Löcher gebohrt und Mineralschaum oder –wolle bzw. Perlite-Gra­ nulat in den Hohlraum geblasen. Durch den be­ grenzten Zwischenraum ist der Wärmedämm­ effekt hier am geringsten. Beim Wärmedamm­ verbundsystem werden Dämmstoffplatten aus verschiedensten Materi­

alien auf der Außenseite des Gebäudes angebracht, verdübelt und später ver­ putzt. Für eine förderfähi­ ge Einzelmaßnahme muss mit 14 bis 16 Zentimetern Wärmedämmung, je nach Güte des Dämmstoffs, ge­ rechnet werden. Bei der hinterlüfteten Vorhangfassade wird Dämmmaterial zwischen einer Unterkonstruktion eingebaut, die anschlie­ ßend mit Fassaden­ platten oder einer Holz­ verschalung verkleidet wird. Der Vorteil: An­ fallende Feuchtigkeit kann sehr gut durch die Hinterlüftung abgeführt werden, und Sie können dem Gebäude einen ganz neuen Look verpassen. Zu den energetischen Maßnahmen zählt auch Sonnenschutz, der das Raumklima im Sommer positiv beeinflusst und nachts für zusätzlichen Lärmschutz sorgt.

Handwerk

Motor der Wirtschaft Sonderbeilage Dienstag, 25. Februar 2020

Ihre drei Tagezeitungen immer aktuell!!!


Fahrrad / Motorrad SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 14

Gut vorbereitet in die Saison starten Checkpunkte für sicheren und unbeschwerten Motorradspaß

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er Schnee ist weg, die Temperaturen werden täglich wärmer und die Natur erwacht. Auch die Motorradfahrer beenden ihren „Winterschlaf“ und starten in die neue BikerSaison. Damit der Start auf zwei Rädern sicher und mit Vergnügen gelingt, hier einige Tipps zur Vorbereitung eines erfolgreichen Saisonauftakts: Gestartet wird mit einer Sichtkontrolle des Bikes. Gibt es Roststellen oder andere sofort sichtbare Probleme, gilt es erst einmal daran zu arbeiten. Dann folgt die Kontrolle aller wichtigen Bauteile.

Vor dem Start in die Motorrad-Saison muss die Maschine zum Check in die Werkstatt. Foto: ProMotor Eine zentrale Rolle spielen die Reifen: Sie sind

die Verbindung des Motorrads zur Straße. Wie

ist es um Luftdruck und Profiltiefe bestellt? Letztere sollte mindestens bei 1,6 Millimetern liegen. Bei Kleinkraft- und Leichtkrafträdern ist mindestens ein Millimeter erforderlich. Experten empfehlen aus Gründen der Sicherheit aber Profiltiefen von nicht weniger als zwei bis drei Millimetern. Sind die Reifen abgefahren oder gar beschädigt, müssen neue her. Auch ein Blick auf die Felgen ist ratsam: Beschädigungen können zur „Unwucht“ führen und die Tragfähigkeit beeinflussen. Unverzichtbar ist die Überprüfung der Bremsanlage. Die Bremsbeläge dürfen nicht bis zur Verschleißanzeige abgefahren sein und die riefenfreien Bremsscheiben eine Mindestdicke nicht unterschreiten. Die Bremsflüssigkeit muss in ausreichender Menge vorhanden sein, der Pegel zwischen Minimal- und Maximal-

markierung des Behälters liegen. Durch Druck an Handund Fußbremshebel wird die Bremse überprüft: Plötzliche Spielveränderungen oder schwammiger Widerstand am Bremshebel lassen auf Mängel an der Bremsanlage schließen. Die Antriebskette sollte gereinigt und gefettet werden. Wie sieht es mit dem Kettenspiel aus? Einfache Regel zur Überprüfung: Die Kette sollte nicht mehr als zwei Fingerbreit durchhängen, wenn der Fahrer auf dem Motorrad sitzt. Als nächstes sind die Bedienelemente und die Hupe dran. Dann folgt der Test der Beleuchtungseinrichtung: Licht, Blinker, Warnblinkanlage, Bremslicht. Weiter geht es mit Motoröl und Kühlmittel, falls das Bike einen wassergekühlten Motor hat. Die Füllstände müssen unbedingt innerhalb der entsprechenden Markierungen von Peilstab oder Schauglas liegen. Sind Undichtigkeiten am Motorrad zu erkennen, die auf einen Verlust von Betriebsflüssigkeiten an Motor, Getriebe oder dem Bremssystem deuten? Und zum Schluss ist noch die Kontrolle der Batterie zu empfehlen. Den Flüssigkeitsstand von nicht wartungsfreien Batterien überprüfen und notfalls mit destilliertem Wasser auffüllen. Kontrolliert werden muss auch die Ladungskapazität. Keine Mängel entdeckt? Dann steht der ersten Saisonausfahrt nichts im Wege.


Versicherung / Recht / Steuer e 14

SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 15

Mehr Mindestabstand zum Velo Neuregelungen für Autofahrer / Erhöhung der Bußgelder

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as neue Jahr hat wieder eine Reihe von Neuregelungen für Autofahrer mit sich gebracht. Ziel sei es, so Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, „die Straßen noch sicherer, klimafreundlicher und gerechter“ zu machen.

E-Autos als Dienstfahrzeuge Bei der Dienstwagenbesteuerung wird die Bemessungsgrundlage für die private Nutzung eines betrieblichen Elektrooder extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugs bis Ende 2030 halbiert. Im Betrieb des Arbeitgebers bleibt das elektrische Aufladen eines Elektrooder Hybridelektrofahrzeugs bis Ende 2030 steuerfrei. Das gleiche gilt für die zeitweise Überlassung einer betrieblichen Ladevorrichtung zur privaten Nutzung.

Dienstrad und Jobticket Ein weiterer Baustein zur Förderung einer umweltverträglichen Mobilität sind Anreize zur verstärkten Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und des Fahrrads: Zu Jahresbeginn wurden Jobtickets steuerfrei gestellt, allerdings unter Anrechnung auf die Entfernungspauschale. Künftig kann die Ausgabe eines Jobtickets mit 25 Prozent pauschal versteuert werden. Dafür entfällt die Anrechnung auf die Entfernungspauschale. Bis Ende 2030 bleibt die Überlassung eines betrieblichen Fahrrads

durch den Arbeitgeber steuerfrei. Die Steuerbefreiung gilt sowohl für Elektrofahrräder als auch für herkömmliche Fahrräder. Für rein elektrische Lieferfahrzeuge wird eine Sonderabschreibung von 50 Prozent im Jahr der Anschaffung eingeführt - zusätzlich zur regulären Abschreibung. Die Regelung wird von 2020 bis Ende 2030 befristet.

Erhöhung der Bußgelder Das Halten in zweiter Reihe sowie Parken auf Geh- und Radwegen wird mit deutlich höheren Geldbußen sanktioniert. Für diese Verkehrsverstöße werden künftig die Geldbußen von derzeit ab 15 Euro auf bis zu 100 Euro erhöht. Ein zusätzlicher Punkt droht demjenigen, der in zweiter Reihe und auf Fahrradschutzstreifen verbotswidrig hält, der länger als eine Stunde auf dem Geh- oder Radweg parkt oder dadurch andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet. Auch das bislang gestattete dreiminütige Halten auf einem Schutzstreifen wird nicht mehr zulässig sein.

Rettungsgasse Künftig kann das unerlaubte Nutzen einer Rettungsgasse genauso verfolgt und geahndet werden wie das Nichtbilden einer Gasse. Dafür werden Bußgelder zwischen 200 und 320 Euro sowie ein Monat Fahrverbot fällig. Zudem drohen in

Zukunft für diese Verstöße zwei Punkte in Flensburg. Neu ist besonders ein Fahrverbot schon für den einfachen Verstoß des Nichtbildens einer Rettungsgasse.

Mehr Sicherheit für Radfahrer Ein neues Verkehrsschild soll Autos das Überholen von Zweirädern verbieten. Weiter wird ein Mindestüberholabstand von 1,5 Metern innerorts und von zwei Metern außerorts für das Überholen von Fußgängern, Radfahrern und E-Tretrollern festgeschrieben. Außerdem wird es künftig einen grünen Pfeil beim Rechtsabbiegen nur für Radfahrer geben. Analog zu den Tempo -30-Zonen sollen in Zukunft Fahrradzonen angeordnet werden können. Für den Fahrverkehr gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde. Auch Elektrokleinstfahrzeuge sollen hier künftig fahren dürfen. Das Nebeneinanderfahren von Radfahrenden wird ausdrücklich erlaubt, wenn der Verkehr dadurch nicht behindert wird. Für Lastenfahrräder können spezielle Parkflächen und Ladezonen geschaffen werden, die mit einem neuen Verkehrsschild gekennzeichnet werden. Auch ein Verkehrszeichen „Radschnellweg“ wird in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen. Ab 2020 sollen Bussonderfahrstreifen durch ein entsprechendes Zusatz-

Das unerlaubte Nutzen der Rettungsgasse wird teuer. Foto: zVg/Jacques Tarnero zeichen für Pkw und Motorräder mit Beiwagen, die mit mindestens drei Personen besetzt sind, durch die zuständigen Straßenverkehrsbehörden freigegeben werden können. Die Straßenverkehrsbehörden können mit neuen Kennzeichen für Carsharing-Fahrzeuge oder elektrisch betriebene Autos Sonderparkplätze ausweisen. Weiter wird es einen Ausweis zur Kennzeichnung der Carsharing-Fahrzeuge geben, den Nutzer hierfür gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe legen sollen.


Architekten und Ingenieure SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 16

Architekten sind Generalisten Große Hilfe für Häuslebauer / 28. Immobilienmarkt im Burghof Lörrach

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er Traum von den eigenen vier Wänden ist ein viel geträumter. Damit er kein Albtraum wird, bietet der Immobilienmarkt am Samstag und Sonntag, 28. und 29. März, im Burghof Lörrach Infos zu Themen rund um den Erwerb oder Bau eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung. Für Kauf- und Bauinteressierte gibt‘s zum 28. Mal Neuigkeiten und reizvolle Angebote von 22 Anbietern. Neben Bauträgern und Maklern sind Fertighaushersteller, Ausbau- und Bausatzanbieter sowie Banken und Bausparkassen vertreten. Seit 1999 ist der Immobilienmarkt ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender und bietet den Interessenten umfangreiche Informationsmöglichkeiten rund um die Immobilie. In den letzten Jahren entwickelte der Markteinen exzellenten Ruf und

Umfassend informiert wird wieder beim Immobilienmarkt am 28. Und 29. März im Burghof Lörrach. Foto: Peter Ade etablierte sich als Leitveranstaltung ihres Bereichs in der Regio. Die meisten Aussteller bestätigten bislang ein starkes Publikumsinteresse. Besucher loben die hohe Qualität. Die Mischung der einzelnen Bereiche ermöglicht es, sich in kurzer

Zeit mit nahezu allen relevanten Infos über den regionalen Immobilienmarkt zu versorgen.

Beratung durch Architekten Die Immobilie, so die Organisatoren Bernhard Eggs, Lukas Eggs und Felix Karlin, sei begehrter denn je - sowohl für den Eigennutzer, der die ständig steigenden Mieten umgehen möchte als auch den Kapitalanleger. Zwar steigen die Preise für Bau- und Handwerkerleistungen. Hingegen sind Zinsen am Kapitalmarkt günstig wie nie. Wer die Absicht hat, ein Haus zu bauen oder eine Immobilie zu sanieren, tut gut daran, fachlichen Rat einzuholen. Architekten und beratende Ingenieure stehen mit ihrem Wissen und Können hilfreich zur Seite. Das erspart am Ende dem Bauherrn Ärger und Verdruss und unnötige Geldausgaben.

Private Bauherren haben oftmals große Mühe, sich im Dschungel der Finanzierungsmöglichkeiten zu orientieren. Zahlreiche Optionen stehen offen – vom regulären Immobilienkredit über Volltilgungs- und Förderdarlehen bis hin zum herkömmlichen Konsumentenkredit. Um die optimale Variante zu finden, empfiehlt sich die Beratung durch einen Experten. OnlineRechner können zwar helfen, sich einen Über-

blick zu verschaffen und erste Informationen zu sammeln, das Know-how und die Erfahrung eines Fachmanns ersetzen sie aber nicht. Architekten sind Generalisten. Während ihres Studiums und der nachfolgenden zweijährigen berufspraktischen Tätigkeit lernen sie mindestens 20 Fachgebiete handwerklich und theoretisch kennen. Dazu gehören beispielsweise physikalische Zusammenhänge. Sie sind von Bedeutung, wenn es darum geht, Komfort und Witterungsschutz von Gebäuden zu sichern. Technisches Verständnis ist notwendig in Bezug auf Tragwerke, Ver- und Entsorgung, Infrastruktur und Erschließung. Vor allem aber auch in Fragen von Ökologie und Nachhaltigkeit verfügen Architektinnen und Architekten über weit reichende Kenntnisse. Als Planer sorgen sie dafür, dass das Bauwerk nicht nur funktional und gestalterisch den Wünschen des Bauherrn entspricht, sondern auch langfristig den Geldbeutel und die Umwelt schont. (pad)

Planer sorgen nicht nur dafür, dass der Bau den wünschen der Bauherren, sondern dass das Gebäude auch nachhaltig ist.


Handwerk 2020 SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 17

Küche mit selbstspülender Decke Gewerbeakademie Schopfheim investiert eine Million Euro in den Umbau der Mensa

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ie drei Gewerbeakademien im Bereich der Handwerkskammer Freiburg haben sich neu strukturiert. Die Marke „Wissen hoch drei“ ist verschwunden, statt dessen wird die Zugehörigkeit zur Handwerkskammer verstärkt in den Fokus gerückt. Es gibt nur noch die Gewerbeakademie mit drei Standorten. Die Fachbereichsleiter sind für alle Standorte zuständig und Vorgesetzte der jeweiligen Meister. Neben den strukturellen Veränderungen wurde im vergangenen Jahr am Standort Schopfheim kräftig investiert. Die Mensa wurde für rund eine Million Euro umgebaut und die Küche neu eingerichtet. Unter anderem wurde die Lüftungsanlage erneuert und im Keller wurden neue Kühlräume geschaffen. Die Küche ist auf dem neusten Stand und verfügt sogar über eine selbstspülende Decke. Finanziert wurde der Umbau der Mensa unter anderem mit Mitteln des Bundes und des Landes. Die Mensa gibt täglich von 11.30 bis 14 Uhr rund 150 Mittagessen aus, Gäste sind neben den Auszubildenden auch Mitarbeiter der umliegenden Betriebe. Zudem wird hier das Frühstück und Abendessen für die Bewohner des Internats zubereitet, verfügt die Gewerbeakademie Schopfheim doch über ein Internat mit 44 Betten, erklärt Matthias Faißt. Neben seiner Arbeit als Fachbereichsleiter Bau kümmert er sich

am Standort Schopfheim auch um die organisatorischen Belange des Internats. Die pädagogische Betreuung der dort untergebrachten Auszubildenden übernehmen Fachkräfte von der Tüllinger Höhe, erklärt er. Was die Baubranche angeht habe sich die Zahl der Auszubildenden auf niedrigem Niveau eingependelt, berichtet Faißt und ergänzt: „Wir könnten mehr Lehrlinge ausbilden.“ Das Bauhandwerk habe aus seiner Sicht Zukunft, nicht nur wegen der derzeitigen hohen Nachfrage, sondern auch weil die starken Jahrgänge demnächst in Rente gehen. „Wer eine Bau-Lehre macht, hat lebenslang Arbeit“, ist der Fachbereichsleiter überzeugt. Die Handwerkskammer und die Gewerbeakademien wollen künftig verstärkt um Studienabbrecher werben und sind dabei, entsprechende Angebote zu entwickeln. Das Thema Migration stellt auch die Gewerbeakademie vor große Herausforderungen. Jeder zehnte Auszubildende im Handwerk habe einen Migrationshintergrund, berichtet Faißt. Daher gebe es mittlerweile an allen drei Standorten der Gewerbeakademie einen Sozialarbeiter als Ausbildungsbetreuer, der als Schnittstelle zwischen Eltern, Berufsschule und Betrieben fungiert. Die jungen Migranten seien in der Regel gute Handwerker und machten einen guten Abschluss, betont Faißt, größte Barriere sei jedoch die Spra-

Im vergangenen Jahr wurde die Küche der Mensa für rund eine Million Euro erneuert. Neben neuen Kühlräumen gab es eine selbstspülende Decke. Foto: Alexander Anlicker che. Er lobt vor allem deren Begeisterungsfähigkeit und handwerkliches Geschick. Zu den Aushängeschildern der Gewerbeakademie Schopfheim gehören die Job-ErkundungsTage, kurz JET, die nach

wie vor rege nachgefragt werden und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen statffinden. Hier durchlaufen Schüler zwei Wochen lang fünf verschiedene Werkstätten und können die unterschiedlichsten

Berufe kennenlernen. Das Konzept wurde im vergangenen Jahre verfeinert und der Praxisanteil verstärkt. „Wir haben immer mehr Auszubildende, die über JET ihren Beruf gefunden haben“, berichtet Faißt.


Steinmetz / Natursteine / Bestatter SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 18

Friedhöfe für alle Bestattungsformen Gestaltungsvorschläge für bestehende und neue Friedhofsareale

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lternative Bestattungen werden immer attraktiver. Die Menschen verlangen zunehmend nach weniger reglementierten und naturnahen Beisetzungsformen. Gewinnorientierte, private Unternehmen greifen diesen Trend auf und sind damit erfolgreich. Die Träger öffentlicher Friedhöfe können davon lernen, ohne zu kopieren. Neue Bestattungskonzepte lassen sich durchaus auch in vorhandenen Friedhofsarealen verwirklichen, vorausgesetzt, sie werden von den Trägern zugelassen und konsequent als Alternativen zu Friedwald und vergleichbaren Beisetzungsformen geplant. Mit ihrer bewährten, über Jahrzehnte gewachsenen Infrastruktur verfügen die traditionellen Friedhöfe sogar über deutlich bessere Standortvorteile. Auf dieser Basis lassen sich neue, zukunftsorientierte Ansätze realisieren. So sind beispielsweise Grabfelder für andere, nichtchristliche, Glaubensgemeinschaften oder auch für eher esoterisch orientierte Menschen denkbar. Damit kann auf gesellschaftliche Veränderungen und geänderte Werte und Normen reagiert werden. Bei der formalen Gestaltung der Grabfelder ist planerische Kreativität gefragt. Anstelle geometrisch geordneter Reihengräber, die dem Primat der Pflegefreundlichkeit folgen, bieten sich beispielsweise versetzte Grabfelder an, die individuelle Grabstätten mit

Ein Bestattungsgarten ist eine Alternative zu den üblichen schachbrettartig angelegten Gräberfeldern. Foto: BIV Steinmetze Rückzugsmöglichkeiten bieten. Fantasievoll gegliederte Natursteinmauern mit unterschiedlich geformten Nischen können die monotonen Urnenwände mit Schließfachcharakter ersetzen. Hinterbliebene können solche Nischen und Mauerabsätze nach eigenen Wünschen ausgestalten. Und auch für die anonymen Bestattungen gibt es Alternativen, die einen Ort der Erinnerung und Trauer ermöglichen. Funktionieren kann die Umgestaltung bestehender Friedhöfe allerdings nur, wenn auf allzu restriktive Gestaltungsvor-

schriften bezüglich der einzelnen Grabdenkmäler verzichtet wird. Der Nutzer einer Grabanlage sollte möglichst frei sein bei der Wahl von Form, Dimension und Material eines Denkmals. Nur Sicherheitsaspekte und die Integration in das gestalterische Gesamtkonzept eines Friedhofes rechtfertigen weitreichende Restriktionen.

Wichtige Infrastruktur Auch naturnahe Bestattungen verlangen nach einer intakten Infrastruktur. Wege zu den

Gräbern müssen leicht begehbar sein. Bänke und andere Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein und unterstützen die Trauerarbeit. Das trifft ebenso für andere Gestaltungselemente zu, die den Friedhof zu einem Ort auch für Besucher macht. Dazu zählen beispielsweise Wasserflächen, Bachläufe und Brunnen. Spielflächen auf Friedhöfen gelten hierzulande - noch - als pietätlos, in einigen europäischen Ländern sind sie dagegen schon längst Realität. Einrichtungen wie Toilettenanlagen, Parkplätze oder Halte-

stellen des öffentlichen Personenverkehrs sind Elemente der Infrastruktur, die den örtlichen Friedhof im Alltagsleben der Bürger verankern. Die Um- und Neugestaltung sowie die Erweiterung vorhandener Friedhofsanlagen ist eine Gemeinschaftsaufgabe vieler gesellschaftlicher Gruppen und Gewerke. Neben Landschaftsarchitekten sind auch Natursteinverarbeiter, Steinbildhauer und Friedhofsgärtner Gesprächspartner, wenn es um ansprechende Friedhofsareale und Einzelgrabanlagen geht.


Garten / Außenanlagen SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 19

Gärtner sehen Zukunft optimistisch Konjunkturumfrage des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau

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ie GaLaBauUnternehmer in Deutschland beurteilen die wirtschaftlichen Aussichten im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau weiterhin grundsätzlich positiv. Eine leichte Eintrübung der Stimmung zur Branchenentwicklung ist aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Konjunkturschwäche in Deutschland jedoch auch bei den GaLaBau-Unternehmen zu erkennen. Dies geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) hervor. So schätzen knapp 97 Prozent der befragten Unternehmen die derzeitige Lage als zufriedenstellend oder gut ein. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Angaben zur aktuellen Auftragslage. Demnach geben etwas mehr als 91 Prozent der Unternehmen an, dass

Die Gartenbaubetriebe freuen sich über eine gute Auslastung. die Auftragslage zufriedenstellend oder gut ist. Damit liegt die Einschätzung der Unternehmer zur wirtschaftlichen Lage etwas unter der aus dem Vorjahreszeitraum. „Grundsätzlich ist die Stimmung zu den wirtschaftlichen Aussichten der GaLaBau-Branche

weiterhin optimistisch – auch wenn eine leichte Abschwächung aufgrund der anhaltenden Konjunkturschwäche in Deutschland zu beobachten ist. Aber: Die Mehrzahl unserer Betriebe ist wirtschaftlich gut aufgestellt und ausgelastet - das lässt mich die

Foto: Archiv

Aussichten der Branche trotz der leichten Eintrübung positiv sehen“, erklärt BGL-Präsident Lutze von Wurmb.

Auslastung bleibt stabil Die Betriebe im GaLaBau verzeichnen aktuell

eine stabile Auftragslage und damit ein hohes Maß an Planungssicherheit. Demnach reichen die Aufträge in der Pflege durchschnittlich für eine Vollbeschäftigung für die nächsten elf Wochen. Im Bereich Neubau sind die Betriebe im Durchschnitt für die nächsten 17 Wochen ausgelastet. „Gerade in der aktuellen Phase ist es wichtig, jetzt für schlechtere Zeiten vorzusorgen und alle Potentiale auszuschöpfen“, erklärt von Wurmb. „Potentiale liegen in einer durchdachten Einkaufspolitik, in der Vermeidung von Baustellenverlusten, der guten Planung und Transparenz, der klaren Stellung am Markt, der strategischen Finanzplanung, der gezielten Personalplanung, der motivierednden Personalführung und vielen weiteren zu beeinflussenden Faktoren“, fügt von Wurmb an.


Garten / Außenanlagen SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 20

Mehrheitlich gute Auftragslage Landschaftsgärtner sehen Branchenzukunft optimistisch

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ie GaLaBauUnternehmer in Deutschland beurteilen die wirtschaftlichen Aussichten im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau weiterhin grundsätzlich positiv. Eine leichte Eintrübung der Stimmung zur Branchenentwicklung ist aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Konjunkturschwäche in Deutschland jedoch auch bei den GaLaBau-Unternehmen zu erkennen. Dies geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) hervor. So schätzen knapp 97 Prozent der befragten Unternehmen die derzeitige Lage als zufriedenstellend oder gut ein. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Angaben zur aktuellen Auftragslage. Demnach geben etwas mehr als 91 Prozent der GaLaBau-Unternehmen an, dass die Auftragslage zufriedenstellend oder gut ist. Damit liegt die Einschätzung der GaLaBau-Unternehmer zur wirtschaftlichen

Lage etwas unter der aus dem Vorjahreszeitraum „Grundsätzlich ist die Stimmung zu den wirtschaftlichen Aussichten der Galabau-Branche weiterhin optimistisch – auch wenn eine leichte Abschwächung aufgrund der anhaltenden Konjunkturschwäche in Deutschland zu beobachten ist. Aber: Die Mehrzahl unserer Betriebe ist wirtschaftlich gut aufgestellt und ausgelastet - dass lässt mich die Aussichten der Branche trotz der leichten Eintrübung positiv sehen“, erklärt BGL-Präsident Lutze von Wurmb.

Auslastung bleibt stabil Die Betriebe im GaLaBau verzeichnen aktuell eine stabile Auftragslage und damit ein hohes Maß an Planungssicherheit. Demnach reichen die Aufträge in der Pflege durchschnittlich für eine Vollbeschäftigung für die nächsten 11 Wochen. Im Bereich Neubau sind die Betriebe für die nächsten 17 Wochen im Durchschnitt ausgelastet.

Die Themen Stadtgrün und Parkanlagen sind wichtige Zukunftsfelder im GaLaBau, dazu zählt auch die Baumpflege Foto: Alexander Anlicker „Gerade in der aktuellen Phase ist es wichtig, jetzt für schlechtere Zeiten vorzusorgen und alle Potentiale auszuschöpfen“, betont von Wurmb. „Potentiale liegen in einer durchdachten Einkaufspolitik, in der Vermeidung von Baustellenverlusten, der guten Planung und Transparenz, der klaren Stellung am Markt, der strategischen Finanzplanung, der gezielten Personalplanung, der motivierednden Personalführung und vielen weiteren zu beeinflussenden Faktoren“, fügt er an.

Positive Aussichten Auch für die nächsten fünf Jahre gehen die Betriebe von einer guten Wirtschaftsentwicklung aus. Jedoch ist auch hier eine leichte Abschwächung der Stimmungslage zu erkennen. So geben etwas mehr als 54 Prozent der Befragten an, dass sie die Aussichten der Branche für die nächsten fünf Jahre mit sehr gut bzw. gut bewerten. Knapp 39 Prozent der Unternehmer schätzen die Zukunftsperspektiven als zufrie-

denstellend ein. Damit liegt die Einschätzung der Unternehmer zur wirtschaftlichen Zukunft der Branche etwas unter dem Niveau der Befragung aus dem Vorjahr. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Preisentwicklung im Gartenund Landschaftsbau. Auch hier ist eine leichte Eintrübung bei der Einschätzung der GaLaBauUnternehmer im Gegensatz zu den vorherigen Umfragen zu beobachten. „Umso wichtiger ist es, dass wir als Branchenverband wichtige Zukunftsfelder für unsere Betriebe anschieben, um so die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Betriebe positiv zu gestalten. Ich denke da insbesondere an den Klimaschutz und die Gestaltung und Pflege artenreicher Gärten und Parkanlagen. Die neue Ausrichtung der Städtebauförderung zeigt, dass sich hier für die Zukunft ein wichtiges Aufgabengebiet entwickelt, dass wir für unsere Betriebe erschließen möchten“, sagt BGL-Präsident Lutze von Wurmb.


Garten / Außenanlagen SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 21

Gegen Versteinerung Auszeichnung für Initiative „Rettet den Vorgarten“

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ie Initiative „Rettet den Vorgarten“ die der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) ins Leben gerufen hat, ist mit dem PR Report Award 2019 in der Kategorie ContentStrategie ausgezeichnet worden. Die Jury überzeugte vor allem, dass es dem Branchenverband der Landschaftsgärtner gelungen sei, eine gesellschaftliche Debatte zum Thema Vorgartengestaltung anzustoßen und dazu beizutragen, dass lebendige Pflanzen wieder die Hauptrolle in Gärten spielen. Der strategische Ansatz des BGL gegen die Versteinerung zielt darauf ab, mit guten Argumenten für die individuelle und abwechslungsreiche Gestaltung von Vorgärten zu werben. Im ersten Schritt wurden durch eine repräsentative Marktforschung (GfK) die Motive der Menschen untersucht. Ein umfangreiches Dossier deckte historische, fachliche und psychologische Aspekte auf. Auf

dieser Basis wurde eine breit angelegte, positiv ausgerichtete Informations- und Argumentationsstrategie entwickelt. Achim Kluge, Vizepräsident des BGL und Vorsitzender des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit: „Wir wollen nicht gegen Steinwüsten wettern oder polemisieren, sondern machen Lust auf bepflanzte Gärten.“ Die Publizität zum Thema wächst weiter, wobei dem Verband auch die Wirkung der Initiative innerhalb des Berufsstands wichtig ist. Die Fachbetriebe des Garten- und Landschaftsbaus sollen in Zukunft Kundenwünschen nach Kies- und Schottergärten mit guten Gründen begegnen können.

Hintergrund Das Phänomen ist bekannt: Schotterwüsten breiten sich in Deutschlands Neubaugebieten aus - mehr und mehr Vorgärten werden nicht bepflanzt, sondern mit Steinen zugeschüttet. Dieser

Pflanzen bieten Insekten, wie Honigbienen, Nahrung.

Trend hat viele Nachteile: Aufheizung der Flächen in den Sommermonaten statt Schatten und Verdunstungskühle durch Pflanzen, Verlust an Nahrungs- und Lebensraum für Insekten und Vögel, Störungen des Wasserkreislaufs und zusätzliche Belastung der kommunalen Abwassersysteme, Anonymisierung des nachbarschaftlichen Miteinanders ... und anders als viele denken, ist eine solche Flächengestaltung alles andere als pflegeleicht. Die vom BGL ins Leben gerufene Initiative „Rettet den Vorgarten“ soll mittelfristig dazu führen, dass Hausbesitzer den Wert der Fläche vor dem Gebäude wieder schätzen. So dass sie für sich selbst, aber auch für die Nachbarschaft, das Stadtbild und schließlich die Atmosphäre im direkten Lebensumfeld mit lebendigen Pflanzen gestalten wollen. Mehr Informationen unter www.rettet-denvorgarten.de und www. facebook.com/Rettet.den. Vorgarten/

Foto: Alexander Anlicker


Garten / Außenanlagen SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 22

Neuer Vorstand Region Südlicher Oberrhein

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ie Landschaftsgärtner in der Region Südlicher Oberrhein haben neuen Vorstand gewählt. Neuer Regionalvorsitzender ist Stephan Irslinger aus Hohberg. Neu dabei sind außerdem der stellvertretende Regionalvorsitzende Michael Drescher aus Kirchzarten und der Regionalbeauftragter Öffentlichkeitsarbeit Dominik Bartsch von Pfefferer Baumkultur in Müllheim. Der Regionalvorsitzende Andreas Jackobs von der Firma Jackobs & Staenke in Müllheim, sowie der Regionalbeauftragte Ausbildung Tobias Skö-

ries aus Denzlingen, sind wiedergewählt. Der neue Regionalvorsitzende Stephan Irslinger freut sich besonders auf die nun bevorstehende Herausforderung und möchte die Region Südlicher Oberrhein auch weiterhin vorantreiben. Ziel ist es auch zukünftig die Ausbildung im Gartenund Landschaftsbau zu stärken und weitere qualifizierte Mitgliedsbetriebe zu gewinnen. Gegenwärtig sind 77 Mitglieder aus der Region Südlicher Oberrhein im Verband engagiert, darunter 51 Ausbildungsbetriebe.

Im GaLaBau-Blog wird alle zwei bis drei Wochen ein Artikel neue innovative Projekte un die vielfältigen Aufgabengebiete und Lösungsansätze in den Gartenbaubetrieben aufzeigen. Foto: Alexander Anlicker

Gartenbauer bloggen

Neu im Netz: www.galabau-blog.de

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er Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau hat unter dem Namen „Das GaLabau-Blog“ einen eigenen Verbandsblog gelauncht. Ab sofort geben Unternehmerpersönlichkeiten aus den Landesverbänden in regelmäßig erscheinenden Blogartikeln einen tiefergehenden Einblick in ihren beruflichen Alltag und damit in die Vielfältigkeit der GaLaBau-Branche. „Unser Ziel ist es, mit dem GaLaBau Blog den Unternehmerinnen und Unternehmern ein Gesicht im Netz zu geben und digitale Sichtbarkeit zu schaffen. Wir möchten den Lesern einen Blick hinter die Kulissen des unternehmerischen Alltags gewähren und die Menschen in der Branche mit all ihren persönlichen Facetten vorstellen. Mit den Beiträgen zeigen wir zudem kontinuierlich und authentisch die Vielfältigkeit der GaLa-

Bau-Branche“, erklärt BGL-Präsident Lutze von Wurmb. Das GaLaBau-Blog wird deshalb alle zwei bis drei Wochen neue Blogartikel veröffentlichen, die innovative Projekte und die vielfältigen Aufgabengebiete und Lösungsansätze in den GaLaBau-Betrieben aufzeigen: Von der Mitarbeiterbindung, dem Einsatz digitaler Hilfsmittel im betrieblichen Alltag bis hin zum betrieblichen Gesundheitsmanagement oder der Vereinbarkeit von Fami-

Der BGL ist online sehr aktiv. Neben dem Blog bieten die Pflanzenprofis auch eine Pflanzen-App fürs Smartphone an.

lie und Beruf im Betrieb selbst. Denn die Vielfältigkeit des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus spiegelt sich auch in den Unternehmerpersönlichkeiten wider, die ihre unterschiedlichen Ideen, Werte und Leidenschaften einbringen. Jeder Betrieb ist anders, jeder findet eigene Lösungen für die Herausforderungen der Branche. Wie das ganz konkret aussehen kann, können Interessierte ab sofort unter https://galabau-blog.de erfahren. Zusätzlich zu den persönlichen Blogartikeln der Unternehmerinnen und Unternehmer wird das GaLaBau-Blog mit Hintergrundartikeln von Experten zu den einzelnen Themenbereichen ergänzt, um so auch aus der Expertenperspektive Impulse und Anregungen für den interessierten Leser in und außerhalb der Branche bereitzuhalten. Hier geht es zum neuen „GaLaBau-Blog“: www. galabau-blog.de


Raumausstatter SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 23

Profi für Farbe, Form und Stil K Raumausstatter - ein vielseitiger Beruf / Laufend neue Herausforderungen

reativität, fachliche Kompetenz und handwerkliche Perfektion - verbunden mit Innovationsfreude und ausgeprägtem Qualitätsbewusstsein - sind Eckpfeiler in der Arbeit des Raumausstatters. Ziel ist es, den anvertrauten Objekten ihren eigenen Charakter zu geben, um eine Atmosphäre zu schaffen, die sich positiv auf den Menschen auswirkt. Die Fachgeschäfte der Region – meist Familienbetriebe - verfügen größtenteils über jahrelange Erfahrung in den Bereichen Konzepterstellung, Planung und Einrichtung.

Die Kunst der Innenarchitektur

Gerade in einer schnelllebigen Zeit gilt es, bei den Raumkonzepten bleibende Zeichen zu setzen, aber auch neue Wege zu gehen. Unkonventionelle Lösungen sind die Basis der Unverwechselbarkeit – gewohnte Blickwinkel gilt es aufzusprengen und zu verändern, um durch neue Perspektiven in jeglicher Hinsicht zu

überraschen. Die Herausforderung, einen Raum zu beleben, das Besondere hervorzuheben oder das Alte mit Neuem zu verbinden, ist die Kunst der Innenarchitektur. Entwürfe werden individuell auf die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner abgestimmt. Raumausstatter gestalten Wohnund Geschäftsräume und beraten hinsichtlich der Gestaltung und Materialwahl. Fachkräfte planen die Raumausstattung nach den Wünschen des Kunden. Sie ermitteln Kosten und besorgen nach Auftragsabschluss die benötigten Materialien, mit denen sie die Räumlichkeiten gestalten. Sie bereiten die Untergründe vor, verlegen Bodenbeläge, kleiden Wände und Decken mit Stoffen und Tapeten aus, montieren Sicht- und Sonnenschutzanlagen und dekorieren die Räume. Darüber hinaus beziehen Raumausstatter die Polstermöbel neu und führen erforderliche Reparaturen durch. (pad)

Im Atelier des Raumausstatters

Foto: Peter Ade


Fliesenleger SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 24

Fliesen sind idealer Wärmeleiter J D Bauherrenberatung: Welcher Bodenbelag eignet sich für die Fußbodenheizung?

eder, der es kennt, möchte es nicht mehr missen: Die angenehme Raumwärme und das wohlige Barfußgefühl einer mit Fußbodenheizung temperierten, gefliesten Bodenfläche. Dabei ist vielen Bauherren nicht bewusst, dass der Bodenbelag sowohl die Energieeffizienz als auch die Reaktionsverzögerung des Systems entscheidend beeinflusst. Ein idealer Wärmeleiter auf der Fußbodenheizung ist die keramische Fliese – die aus diesem Grund im Neubau immer häufiger als durchgehender Bodenbelag im ganzen Haus eingesetzt wird. Für alle Fußbodenheizungs-Systeme gilt: Je besser die Wärmeleitfähigkeit des Bodenbelags, desto effizienter arbeitet das System und desto geringer fallen Energieeinsatz und damit die Kosten aus. Im Unterschied zu anderen Bodenbelägen,

Ideale Kombi: Fußbodenheizung und Fliese, denn der Bodenbelag entscheidet auch über die Effizienz des Bodenheiz-Systems. Foto: Deutsche Fliese / Steuler die zum Teil eher isolierende Eigenschaften haben, gelten Fliesen neben Naturstein als idealer Wärmeleiter auf der Fußbodenheizung. Dazu erläutert Jens Fellhauer vom Bundesverband Keramische Fliesen: „Bedingt durch ihren äußerst geringen Wärmedurchlasswider-

stand leiten keramische Fliesen die Wärme aus dem System schnell und nahezu verlustfrei an die Fußbodenoberfläche. Damit steigert Keramik einerseits den effektiven Einsatz der Wärmeenergie; andererseits gelingt es der Fliese dadurch, die teils als störend empfundene sogenannte

Reaktionsverzögerung von Fußbodenheizungen abzuschwächen. So gesehen ist die Wahl des Belagsmaterials keine Glaubensfrage, sondern schlicht Physik“. Bedingt durch die niedrigen Vorlauftemperaturen erfordert der Betrieb von Fußbodenheizungen mit regenerativen Ener-

giequellen wie Solarthermie oder Wärmepumpen einen besonders gut wärmeleitfähigen Bodenbelag, um die gewonnene Wärme möglichst optimal und verlustfrei zu nutzen. Aus diesem Grund empfiehlt der Bundesverband Keramische Fliesen, beim Einsatz erneuerbarer Energien den Bodenbelag für Fußbodenheizsysteme besonders sorgfältig auszuwählen und unbedingt die Wärmeleitfähigkeit der unterschiedlichenWände Belagsmaterialien zu vergleichen. Nicht nur im Neubau, sondern auch für die Altbausanierung existieren mittlerweile zahlreiche Spezialsysteme, dieWand in besonders leicht sind sowie eine vergleichsweiseTrendfli dünne Aufbauhöhe aufweisen – und sich damit auch für den Einbau im Rahmen einer Haus- oder Wohnungssanierung eignen.

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Vintage-


Fliesenleger SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 25

Retro-Chic und Vintage-Flair D Fliesen-Trend: Metro-Fliesen / Ursprünglich in U-Bahnhöfen eingesetzt

as Flair vergangener Tage bringen Metro-Fliesen an die Wand. Ihr Name ist Programm, denn ursprünglich wurden die kleinformatigen Rechteckfliesen in U-Bahnhöfen eingesetzt. Ihre typische Facetten-Kante diente dazu, das schwache Licht der damals üblichen Beleuchtung zu reflektieren und zu verstärken. Heute eignen sich Metro-Fliesen besonders, um Wände stilvoll in RetroOptik oder im beliebten Country-Stil zu gestalten. Ob Küche oder Bad, ob lange haltbare Wandgestaltung im Treppenhaus oder Hingucker an der Wand in coolen Bars und Coffee-Shops: die neuen Trendfliesen bringen urbanes Flair in die Wohnung.

Modern oder Retro Wie andere VintageFliesen, zum Beispiel Fliesen mit historischen Dekoren, sind Metrofliesen gerade sehr beliebt. Dabei ist die stilistische Bandbreite der Trendfliesen riesig: Je nach Größe der Fläche, je nach Farbwahl Fliesen der Serie „Metro Flair“ holen Vintage-Optik und Retrocharme ins Bad. Foto: Deutsche Fliese / Villeroy & Boch Fliesen

Fliesentrend: Metro-Fliese „District“ in Mintgrün. und natürlich der Stilrichtung der übrigen Raumgestaltung können Metrofliesen auch modern beziehungsweise völlig zeitlos wirken. Üblicherweise werden Metro-Fliesen in sogenannten „Halbverband“ verlegt, sprich: die Fugen einer Reihe treffen jeweils exakt auf die Mitte der

darunter liegenden Fliese. Möglich ist aber auch eine Formatkombination, sofern die jeweilige Serie in verschiedenen Formaten erhältlich ist. Wünschen Sie sich im neuen Bad eine gemütlich-entspannte Atmosphäre? Dann kommt Ihnen der neue Fliesenmut vielleicht wie gerufen, der neuerdings wieder auf fröhliche Farben und auffällige Farbtrends setzt.

Pastellfarben sind beliebt Bei Metrofliesen sind – neben klassischem schwarz und weiß – pastelliges Grün, Mint oder Türkis sowie gedeckte Rot- und Blau-Töne erhältlich.

Foto: Deutsche Fliese / Agrob Buchtal


Bodenleger SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 26

Edler Fußschmeichler S Parkett im modernen Hausbau ist ein nimmermüder Klassiker

elten vereinte ein Produkt die Tugenden eines Klassikers und die Anforderungen an einen modernen und nachhaltigen Baustoff so sehr wie Parkett. In alten Villen und historischen Schlössern entfaltet der Bodenbelag aus dem Besten des Waldes mit seiner unnachahmlichen Patina ebenso seine Pracht, wie im modernen Hausbau. „Wer für sein neues Eigenheim oder seine neu gekaufte Wohnung etwas sucht, das sowohl dauerhaft gemütlich als auch natürlich und wunderschön ist, kommt um einen Parkettboden nicht herum“, sagt Michael Schmid, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie (vdp). Schmid ärgert es ziemlich, dass so viele rein optisch gut gemachte

Parkett ist ein zeitloser und nimmermüder Klassiker. Imitate den Markt überschwemmen. „Wer sich ein Imitat zulegt, hat immer noch ein Imitat. Das hat mit Holz aus dem Wald allerdings höchstens von der Optik her etwas zu tun, aber weder mit der Haptik noch mit

den vielen Benefits des Naturmaterials“, so der vdp-Vorsitzende. Dabei bietet Parkett in Formen wie der Landhausdiele oder den aktuell eine Renaissance erlebenden Fischgrat- und ChevronOptiken ein Rundum-

Foto: vdp/Hain Natur-Böden sorglos-Paket. „Parkett ist individuell, denn kein Baum und damit auch kein Parkettstab gleicht dem anderen. Parkett ist natürlich, denn es besteht aus Holz mit all seinen wunderbaren Eigenschaften. Parkett ist komfor-

tabel, denn die Füße werden auf ihm niemals unterkühlen. Und Parkett ist langlebig, denn das Holz lässt sich mit relativ wenig Aufwand über einen sehr langen Zeitraum hegen und pflegen“, bekräftigt der Parkett-Experte. Darum sieht er für den Bodenbelag auch trotz unzähliger Imitate eine sichere Zukunft im modernen Hausbau. „Wer sich für Parkett entscheidet, weiß genau, woran er ist. Der edle Fußschmeichler steht auch für Wohngesundheit und begeistert mit attraktiven Farben und einzigartigen Maserungen. Schließlich ist nichts so klimafreundlich und nachhaltig wie Holz, und damit verkörpert Parkett alle heute und zukünftig wichtigen Tugenden.“ (vdp/ds) (vdp)


Bodenleger SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 27

Umweltschutz im Quadrat V

Nur Parkett ist echt nachhaltig iele Bodenbeläge werden mit dem Wort „Holz“ beworben, jedoch muss zum Beispiel eine „Holzoptik“ rein gar nichts mit dem Besten des Baumes zu tun haben. Nur ein Parkettboden in Form von Massiv- oder Mehrschichtparkett ist echt und natürlich. Ist er aber auch nachhaltig? „Wenn ein Bodenbelag den Begriff der Nachhaltigkeit auf sich vereinen kann, dann der Parkettboden. Sein Holz stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft, die Transportwege sind zumeist kurz und auch für die Produktion des Fußbodens wird vergleichsweise wenig Energie benötigt“, so Michael Schmid, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie (vdp). Wie jedoch lassen sich Imitate und ökologische Echtholzfußböden unterscheiden und woran erkennt man, ob der angebotene Boden auch wirklich nachhaltig ist? „Zum einen kann man natürlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Parkettanbieters nach dem Produktmaterial befragen. Eine weitere schnelle und unkompli-

Natürlich und nachhaltig: Parkett. zierte Möglichkeit, den richtigen Bodenbelag zu finden, ist zudem das ‚Real Wood‘-Zeichen“, erklärt Schmid. Dieses Logo wird von der Föderation der europäischen Parkettindustrie (FEP) vergeben. „Das ‚Real Wood‘-Logo belegt ganz klar: Dieser Boden ist aus Holz gemacht und bietet alle Vorteile des Naturmaterials wie Fußwärme, Raumklimaregulierung, Allergikerfreundlichkeit, Haltbarkeit und eine vergleichsweise leichte Pflege“, so der vdpVorsitzende. Ebenfalls hilfreich sei es, nach den bekannten PEFC- oder FSC-Zertifikaten Ausschau zu halten: „Beim Fischkauf achtet der Käufer immer häufiger auf ei-

Foto: vdp/Drüsedau

nen nachhaltigen Fang, Automobile werden immer stärker danach ausgesucht, wie ‚grün‘ sie sind. Warum also sollte man darauf nicht auch beim Kauf eines neuen Bodenbelages achten“, bekräftigt Schmid und schließt: „Holz ist ein echter Umweltschützer, ein Material, das während der gesamten Lebensund Gebrauchsdauer dank seiner CO2-Speicherfähigkeit und seiner oft jahrzehntelangen Nutzung etwas für unser Klima tut. In Form von Ressourcen schonendem und zugleich innovativem Parkettboden kann man das Umweltbewusstsein ausnahmsweise und mit gutem Gewissen ‚mit Füßen treten‘.“ (vdp/ds)

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Hoch- und Tiefbau / Maurer SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 28

Schneller sanieren fürs Klima D 62 Prozent der Wohngebäude im Land sind älter als 40 Jahre ie Bauwirtschaft in Baden-Württemberg hat ein ausgesprochen gutes Jahr hinter sich. Umsätze und Auftragsbestände bewegen sich nach wie vor auf hohem Niveau. In den ersten elf Monaten 2019 erwirtschafteten die größeren Bauunternehmen ab 20 Beschäftigte einen Umsatzplus von 11,3 Prozent. Bezogen auf sämtliche Betriebe erwartet die Branche für das Gesamtjahr 2019 ein Umsatzwachstum von neun Prozent auf rund 19 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 3,5 Prozent auf 107 000. Die Wohnbaugenehmigungen erhöhten sich verglichen zum Vorjahr um 0,8 Prozent auf 43 006. Die Baupreise kletterten um 4,9 Prozent. Ein gutes Signal für die kommenden Monate ist der kräftige Anstieg bei den Auftragseingängen. Bis Ende November 2019 gab es ein Plus von 19,5 Prozent auf 11,22 Milliarden Euro. Besonders im Wirtschaftsbau ging die Nachfrage stark nach

Die Bauwirtschaft im Land mahnt die schleppende Auftragsvergabe für die Sanierung von Brücken an. Foto: zVg

oben. Mit gewisser Sorge sieht die Landesvereinigung Bauwirtschaft jedoch die Auftragsentwicklung im Straßenbau. Hier kam es ab der zweiten Jahreshälfte zu teils deutlichen Rückgängen - trotz ausreichender Investitionsmittel von Bund und Land für die Verkehrsinfrastruktur. Der Verband vermutet, dass sich die Ausschreibungen bei den Straßenbauverwaltungen vor allem wegen fehlender Planungskapazitäten immer mehr verzögern. Einige Behörden hoffen vielleicht auch auf günstigere Preise. Überdies befindet sich die Autobahngesellschaft des Bundes noch immer in

der Aufbauphase. Durch den damit verbundenen Personalwechsel verzögert sich die Auftragsvergabe zusätzlich. Die Geschäftserwartung bei den Straßenbauunternehmen ist daher schlechter als noch vor einem Jahr. Für 2020 fällt die Prognose von Verbandpräsident Bernhard Sänger dennoch optimistisch aus. „Wir rechnen bis Jahresende mit einem Umsatzwachstum von fünf Prozent. Die Baupreise werden um rund 4,5 Prozent steigen.“ Trotz guter Baukonjunktur gibt es laut Sänger aber nach wie vor erhebliche Investitionsdefizite, unter anderem im Bereich Brückenbau. Ein

Großteil stammt aus den 1970er Jahren und ist nicht für die heutige Verkehrslast ausgelegt. Speziell der Schwerlastverkehr macht den Brücken zu schaffen. Der Verband fordert deshalb eine Erhöhung der Mittel für den Erhalt der Brücken sowie die Beschleunigung und Vereinfachung der Erkundungs-, Planungsund Genehmigungsverfahren, insbesondere für Ersatzneubauten an gleicher Stelle. Ausdrücklich hebt die Landesvereinigung aber auch positive politische Entscheidungen hervor. Die aktuell beschlossenen Fördermaßnahmen für die energetische Sanierung im Rahmen des

D

Klimapaktes seien ein wichtiger und längst überfälliger Schritt für mehr Klimaneutralität. „Wer jetzt bei seinem Haus in Wärmedämmung investiert, spart unmittelbar Heizkosten und tut zugleich etwas für dieweit Umwelt“, betont Rainer König, Vizepräsident der Landesvereinigung Bauwirtschaft. Er verweist darauf, dass rund 30 Prozent aller CO2-Emmissionen durch schlecht gedämmte Gebäude und veraltete Heizsysteme entstehen. Aus Das Problem: 62 Prozent aller Wohngebäude in Baden-Württemberg (rund 2,4 Millionen) wurden vor mindestens 40 Jahren gebaut, und damit deutlich vor dervon zwe ersten Wärmeschutzverordnung. w Knapp ein Prozent davon wird pro Jahr saniert. Um die Klimaziele 2050 zu erreichen, müsste sich die Quote aber in etwa verdoppeln. Der finanzielle Anreiz sei da und die Ausbaubetriebe könnten das Volumen durchaus stemmen, meint Rainer König.

Tho


Hoch- und Tiefbau / Maurer SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 29

Lehrlingszahlen stabil D

Duldungsfrist für Flüchtlinge in Ausbildung sollte verkürzt werden

ein ie Bauwirtschaft längst Baden­Württem­ für berg meldet für das Jahr 2019 einen nemleichten Rückgang ih­ mungrer Lehrlingszahlen. Mit Stichtag Ende Dezember und tutgab es in den landes­ eweit neun überbetrieb­ nerlichen Bildungszentren derdes Verbandes insge­ samt 2544 Auszubilden­ weistde, zwei Prozent weniger und 30als im Vorjahr. Allerdings ist die Entwicklung über schlechtalle drei Ausbildungsjah­ undre betrachtet unterschied­ elich. Während das erste Ausbildungsjahr nur ein Prozent weniger Lehrlin­ dege zu verzeichnen hatte, gbetrug der Rückgang im zweiten Lehrjahr gut sie­ sben Prozent. Im dritten undLehrjahr gab es ein Plus vor dervon zwei Prozent. Grund für diese Ent­ wicklung ist eigentlich eine positive Integrati­ onsgeschichte. Immer­ 2050hin haben die Mitglieds­ sichbetriebe des Verbandes in etwa2017 und 2018 pro Jahr rund 120 jungen Ge­ dieflüchteten die Chance tenauf eine Bauausbildung ausgegeben. Damit gingen in nerden Jahren zugleich auch die Lehrlingszahlen nach oben. Leider erfüllten et­ liche der Geflüchteten in Ausbildung nicht alle notwendigen Vorausset­ zungen für ein dauer­ haftes Bleiberecht und mussten Deutschland in den letzten Monaten ver­ lassen. Knackpunkt war häufig die bereits vor der Ausbildung erlangte Duldungsfrist von min­ destens zwölf Monaten. Sie ist Voraussetzung für die Erteilung einer so genannten Beschäf­ tigungsduldung. Für Thomas Möller, Haupt­

geschäftsführer des Bau­ verbandes, eine äußerst schwierige Situation ­ und zwar für alle Be­ teiligten: „Viele der jun­ gen Geflüchteten haben die notwendige Zwölf­ Monats­Duldungsfrist aufgrund langwieriger Asylverfahren noch nicht erreicht, obgleich sie be­ reits seit einigen Jahren im Land sind. Aber auch für unsere Betriebe ist das frustrierend, denn sie sind dringend auf junge Nachwuchskräfte ange­ wiesen und haben gerade bei der Ausbildung dieser Jugendlichen oft jahre­ lange persönliche Inte­ grationsarbeit geleistet.“ Möller appelliert da­ her an die Politik, bei

Das Baugewerbe ist auf Fachkräfte-Nachwuchs angewiesen und leistet viel für die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt. der Erteilung einer Be­ schäftigungsduldung künftig auf eine deutli­ che Verkürzung der be­ reits erreichten notwen­ digen Duldungsfrist für

Flüchtlinge in Ausbil­ dung hinzuwirken. Da­ mit würde man mehr Rechtssicherheit für die Betroffenen und mehr Planungssicherheit für

die Unternehmen schaf­ fen. Letztlich hoffen alle Beteiligten auf eine dau­ erhafte Bleibeperspekti­ ve für diese Lehrlinge in Deutschland.


Hoch- und Tiefbau / Maurer SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 30

„Bau - Dein Ding!“ Werbekampagne der Bauwirtschaft jetzt bundesweit

E

ine Ausbildung in der Bauwirtschaft ist vielseitig, ab­ wechslungsreich und bietet hervorragende Zukunftsaussichten. Die Branche boomt und ist wie kaum eine andere auf gut ausgebildete Fach­ kräfte angewiesen. Den­ noch finden nach wie vor zu wenige Jugendliche über eine Ausbildung den Weg in die Bauwirtschaft. Die zahlreichen Möglich­ keiten und Karrierewege sind offenbar zu wenig bekannt. Häufig herrscht nicht nur bei Schülerin­ nen und Schülern, son­ dern auch bei Eltern, Lehrerinnen und Lehrern und teilweise sogar in der Berufsberatung noch die Vorstellung einer aus­ schließlich körperlich fordernden Tätigkeit, die keine darüber hinausge­ henden Herausforderun­ gen bietet. Wie wenig dies der Rea­ lität entspricht zeigt eine neue, bundesweit ange­ legte Kampagne der Ver­ bände der Bauindustrie. Als Vorlage diente die 2012 seitens der Bauwirt­ schaft Baden­Württem­

Die Bauwirtschaft wirbt um Nachwuch. berg ins Leben gerufene Kampagne „Bau­Dein Ding“, die Jugendlichen auf attraktive Weise die mehr als 20 Ausbildungs­ berufe sowie die Karrie­ remöglichkeiten der Bau­ wirtschaft vorstellt. Kernelement der Kam­ pagne ist die Online­ Informationsplattform www.bau­dein­ding.de. Dort besteht zukünftig unter anderem die Mög­ lichkeit einer bundeswei­ ten Ausbildungsplatzsu­ che. Flankiert wird das Informationsangebot durch regionale Infor­ mationsveranstaltungen, Messeauftritte und Schul­ aktivitäten. In Baden­Württemberg wird hierzu unter ande­ rem der „BauBus“ einge­ setzt. In dem mit vielen Action­Angeboten aus­ gestatteten Bus haben

Foto: Anlicker

Schüler die Gelegenheit, die vielfältigen Baube­ rufe auf ungewöhnliche Weise kennenzulernen. Ein beliebtes Highlight des BauBusses ist die sogenannte BauBox, in der die Schüler virtuell sportliche Mutproben erleben können. Unter anderem besteht hier die Möglichkeit, auf einer Slackline zu balancieren, Longboard zu fahren oder aus 70 Metern Höhe ei­ nen Bungee­Sprung zu wagen. Der BauBus wird pro Jahr von rund 20 000 Schülern besucht. Lehrer in Baden­Würt­ temberg, die einen Be­ such des BauBusses an ihrer Schule anfordern möchten, finden ein ent­ sprechendes Kontaktfor­ mular unter www.bau­ dein­ding.de/bw­de.


Hoch- und Tiefbau / Maurer SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 31

Faszinierende Berufswelt Baubranche bietet sichere Arbeitsplätze und Karrieremöglichkeiten

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ine faszinierenden Berufswelt, die ein vielseitiges Tätig­ keitsfeld bietet und von modernster Technik ge­ prägt ist: Die Bauwirt­ schaft. Zu den Vorteilen der über 20 Bauberufe zählt die Sicherheit der Ar­ beitsplätze: Durch den auch künftig hohen Bau­ bedarf, zum Beispiel im Wohnungsbau, im Um­ weltsektor, in der Ge­ bäudesanierung oder im Verkehrswegebau, ist die Branche auf Jahre hinaus gut beschäftigt. Hinzu kommen sehr gute be­ rufliche Entwicklungs­ möglichkeiten: Wegen des steigenden Durch­ schnittsalters der Fir­ menbelegschaften beste­ hen für Nachwuchskräf­ te ausgezeichnete Auf­ stiegschancen. Auch die Ausbildungsvergütungen können sich sehen lassen: Sie liegen im ersten Lehr­ jahr bei 850 Euro brutto monatlich, im zweiten Jahr bei 1200 Euro und im dritten Jahr bei 1475 Euro. Nicht zuletzt gehört die hohe Qualität der Ausbil­ dung zu den Pluspunk­ ten einer Lehre am Bau. Denn über die betriebli­ che Ausbildung und den Unterricht in der Gewer­ beschule hinaus bietet die Bauwirtschaft ihren Lehrlingen eine umfas­ sende praktische Schu­ lung in überbetrieblichen Ausbildungszentren. Auf diese Weise wird sicher­ gestellt, dass jede zu­ künftige Fachkraft über ein breites Praxiswissen verfügt und so für den späteren Berufseinsatz bestens gerüstet ist.

Tatsache ist: Mit dem technischen Fortschritt sind die Anforderungen an die Fachkenntnisse der am Bau Beschäftigten deutlich gestiegen.

Wissen statt Muskelkraft Mehr denn je ist auf den Baustellen Wissen ge­ fragt, Muskelkraft spielt – auch aufgrund des zunehmenden Maschi­ neneinsatzes – eine we­ niger wichtige Rolle. Da­ her bieten die Bauberufe auch Frauen interessante Berufsperspektiven. Ein „Muss“ ist für alle am Bau Tätigen das lebenslange Lernen durch kontinuier­ liche Weiterbildung. Durchgreifend verän­ dert wird die Arbeitswelt durch die digitale Revo­ lution, die auch in der Baubranche ihren Sie­ geszug antritt. Die Bauverbände ha­ ben daher neue Formen des Wissenserwerbs so­ wie digitale Techniken in die Ausbildung inte­ griert. Dazu gehören die Nutzung digitaler Un­ terrichtsmedien wie in­ teraktiver Whiteboards (Wandtafeln) und Ta­ bletcomputer, das Arbei­ ten mit dreidimensiona­ len CAD­Modellen oder die Einbeziehung der Internetrecherche zum Beispiel bei der Arbeits­ vorbereitung. Ganz neue Möglich­ keiten bietet der Einsatz von Simulatoren bei der Kran­ und Baggerausbil­ dung, der das risikofreie und dennoch realitätsna­ he Üben auch schwieri­ ger Situationen erlaubt. Erlernt wird gleichfalls

Durch den bevorstehenden Generationenwechsel bieten sich im Bauhandwerk gute Aufstiegschancen. der Umgang mit digitalen Vermessungsgeräten, die mit Hilfe von Lasertech­ nik das Berechnen von Flächen und Volumina oder das Abstecken von Baustellen erheblich er­ leichtern. Neue Formen der Zusammenarbeit und der Selbstreflexion beim Lernen entstehen durch die Einrichtung digitaler Plattformen, auf denen Auszubildende Arbeits­ ergebnisse präsentieren und miteinander disku­ tieren können. Nach Abschluss der Ausbildung eröffnen sich jungen Baufachkräften zahlreiche Möglichkeiten für den beruflichen Auf­ stieg. Bei entsprechender Fortbildung können sie Vorarbeiter, Polier oder Meister werden. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann studieren und einen Bauingenieurabschluss erwerben. Eine interes­ sante Perspektive stellt der Schritt in die Selb­ ständigkeit dar. Insgesamt wurden im Ausbildungsjahr 2018/ 2019 in Baden­Würt­ temberg fast 6000 Nach­ wuchskräfte in den Bau­ berufen ausgebildet.


Maler SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 32

Farben gegen Winterblues D Bessere Laune durch Farben / Warum auf den Frühling warten?

as kalte und graue Winterwetter schlägt vielen Menschen schon nach kurzer Zeit aufs Gemüt. Doch mit ein paar Veränderungen in den eigenen vier Wänden kann man diesen düsteren Zustand mit entsprechender Beleuchtung und Farbe recht wirksam verändern. Es ist vor allem Lichtmangel, der uns zu schaffen macht und dafür sorgt, dass wir uns im Winter träge und müde fühlen. Dem Mangel an ausreichend Tageslicht kann man in den dunklen Monaten mit dem Einsatz von speziellen Tageslichtlampen begegnen. Zudem kann die Farbgestaltung entscheidend dabei mithelfen, die oftmals düstere Winterstimmung dauerhaft aufzuhellen. Vor allem die Palette der

Bunte und kräftige Farben heben die Stimmung Herbstlaubfarben mit ihren vielfältigen Gelb-

und Orangetönen an den Wänden sorgt langfristig

für bessere Laune. Nach den Erkenntnissen der Farbpsychologie vermittelt dieses Farbspektrum eine positive Grundstimmung. Aber auch dunkle Rottöne geben Geborgenheit und Wärme, genau das Richtige in der dunklen, kalten Jahreszeit. Bei den Rottönen sollte man jedoch nicht auf knallige Varianten setzen, da sie zwar belebend und inspirierend wirken, aber auch Unruhe und Aggression auslösen können. Hier sind vielmehr dunkle Töne, die in den Violettbereich hineinspielen, angezeigt. Es reicht jedoch, wenn man mit diesen Tönen Akzente setzt und nicht die kompletten Wände damit streicht. Denn sonst besteht die Gefahr, dass der Raum zu dunkel wirkt. Stattdessen können Schablonen für

so genannte Wand-Tattoos genutzt werden, die sich besonders für dunkle Farbtöne auf hellen Untergründen eignen. Oder man setzt beim Streichen von hellen Gelb- und Orangetönen verschiedene kreative Maltechniken ein, die ebenfalls für Abwechslung sorgen. So wird beispielsweise bei der Tupftechnik die Farbe mit einem Schwamm auf die Wände getupft, was der Wand eine luftige und belebende Struktur gibt. Bei der Wickeltechnik zaubert man auf einem hellen Grundton mit einer dunkleren Effektfarbe mit Hilfe eines geknüllten Ledertuchs abwechslungsreiche Strukturen und Muster auf die Wände, die gleich gute Laune machen. Anstatt auf den Frühling zu warten, bietet sich der Jahresbeginn für eine farblich positive Veränderung der Wände an. Damit tut man sich selbst in der dunklen Jahreszeit etwas Gutes. Ein Vorteil, wenn man nicht selber streichen will: Malerbetriebe haben in der kalten Jahreszeit mehr Termine für solche Arbeiten frei, denn Außenarbeiten wie das Streichen von Fassaden sind auf Grund der niedrigen Temperaturen kaum möglich. Mit einer Kombination aus Tageslichtlampen und hellen, freundlich farbigen Wänden sowie entsprechenden farblich passenden Accessoires wie Pflanzen, Vorhängen oder Bildern, sollte sich die Laune allmählich bessern und ein Wohlfühleffekt einsetzen.


Maler SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 33

Der Maler ist auch Experte fürs Raumklima. Foto: Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz

Gesund bauen und modernisieren Malerbetriebe halten umfassendes Angebot bereit

O

b baulicher Feuchteschutz, Wärmedämmung, Schimmel-Prophylaxe oder wohltuende Farbgestaltung von Innenräumen: Der Maler- und Lackiererfachbetrieb hält ein umfassendes Angebot für gesunde Räume bereit. Solide, dauerhaft und wirtschaftlich - zu diesen drei Kriterien beim Bauen gesellt sich seit geraumer Zeit ein wichtiger vierter Aspekt hinzu: das gesunde Raumklima. Gesund bauen, modernisieren und wohnen ist in aller Munde - doch was heißt das eigentlich ? Im Resultat sicherlich, dass man sich in seinem Haus, seiner Wohnung oder an seinem Arbeitsplatz körperlich und seelisch rundum wohl und behaglich fühlt. Dazu braucht es allerdings mehr als nur sogenannte natürliche Materialien oder gesundheitlich unbedenkliche Bauprodukte. Gesundes Wohnen beginnt bei einer intakten Bausubstanz. Mit Profiwissen in Farbe, Gestal-

tung und Bautenschutz zeigt der Maler- und Lackierermeister konsequente Wege zu wohnlichen und wohngesunden Räumen auf. Der Fachmann aus dem Innungsbetrieb weiß, dass Wohnqualität erst durch eine ganze Reihe von Einflußgrößen entsteht. Bautechnik und Materialien, Raumklima und Nutzungsverhalten, Innenarchitektur und Gestaltung - diese und weitere Elemente beeinflußen sich gegenseitig. Gesund wohnen heißt, alle baulichen Faktoren zu berücksichtigen und in ein sensibles Gleichgewicht zu bringen. Für technische wie gestalterische Aufgaben rund ums Haus hat der Maler und Lackierer ausgereifte Lösungen parat. Zum Beispiel im baulichen Feuchteschutz: Trockenes Mauerwerk ist eine wesentliche Voraussetzung für gesundes Wohnen. Feuchte Wände vergrößern die Wärmeleitfähigkeit, ermöglichen das Wachstum des ge-

fürchteten Schimmelpilzes und mindern den Gebäudewert empfindlich. Wenn ein Haus unter Feuchtigkeit leidet, ist der Maler- und Lackierermeister der richtige Ansprechpartner - von der punktgenauen Schadensanalyse über zuverlässige Mauerwerkstrockenlegung, bis hin zu praktischen Tipps, wie Feuchtigkeit durch falsches Wohnverhalten in Zukunft zu vermeiden ist. Hohe Heizkosteneinsparung, weniger Umweltbelastung und ein jederzeit ausgeglichenes Raumklima sind die Vorteile, die WärmedämmVerbundsysteme in die Waagschale des gesunden Wohnens werfen. Auch dies ist eine Leistung, die Maler und Lackierer fachgerecht und für das Auge ansprechend an der Fassade umsetzen. Trockene und warme Räume steigern das körperliche Wohlbefinden. Auftrieb für die Seele schafft der Malerrmeister durch farbige Raumgestaltung.

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Maler SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 34

Keine Kunst – kann also weg! Kampf gegen Graffitis

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raffitis sind nicht nur ein ästhetischer Streitfall, sondern gelten als Sachbeschädigung, deren Entfernung erhebliche Mühe verursacht. Besitzer von Gebäuden mit Klinkern und Verblendern der Firma Röben können jetzt aufatmen: Der von der Firma Remmers entwickelte Graffiti-Entferner AGE wurde an RöbenBaustoffen erfolgreich getestet. Dazu durften sich die Techniker von Remmers zunächst als Graffiti-Sprayer austoben und sowohl rauhe als auch glatte Steine des niedersächsischen Tonbaustoffproduzenten besprühen. Auf allen Röben-Produkten entfaltete der Abbeizer und GraffitiEntferner von Remmers seine volle Wirkung. Die beiden mittelständischen Kooperationspartner weisen auf die Vorteile des Tests für den Anwender hin: Denn dadurch ist

Der AGE Abbeizer & Graffiti-Entferner löst Graffitis von Röben-Klinkern und Verblendern. Foto: Remmers, Löningen / bpr die Anwendungssicherheit beziehungsweise

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Gebäudereiniger SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 35

Perfektion in Sachen Sauberkeit Gebäudereiniger arbeiten auf hohem Niveau / Qualifizierte Leistungsangebote

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bwohl mit der letzten Änderung der Handwerksordnung der Meisterzwang im GebäudereinigerHandwerk weggefallen ist, erfreut sich auch in dieser Branche der Meisterbrief nach wie vor großer Beliebtheit. Eine qualifizierte Weiterbildung ist heutzutage mehr denn je erforderlich, um ein Unternehmen wirtschaftlich führen zu können oder in verantwortungsvolle Führungspositionen zu gelangen. Deswegen ist der Meisterbrief der Schlüssel, mit dem sich neue Wege und Möglichkeiten eröffnen. Mit dem Meistertitel stehen dem Gebäudereinigermeister allerdings auch noch weitere Möglichkeiten offen. Der Meisterbrief berechtigt auch ohne Nachweis der Hochschulreife zum Ingenieurstudium (FH) Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Reinigungs- und Hygienemanagement/technik. Die Reinigungs- und Dienstleistungsangebote der Gebäudereinigungen in der Region sind sorgfältig auf die Bedürfnisse von Unternehmen, Privatpersonen, Gartenbesitzern und Senioren abgestimmt. Gereinigt werden Gebäude, Außenanlagen und Verkehrsflächen. Die qualifizierten Angebote reichen von der klassischen Unterhaltsreinigung bis zur Königsdisziplin im Gebäudereinigerhandwerk, der so genannten Hygienereinigung in Krankenhäusern

Gebäudereiniger in Aktion und Lebensmittel verarbeitenden Betrieben. Daneben finden zahlreiche Spezialreinigungsverfahren Anwendung, zum Beispiel das fachmännische Reinigen von Solaranlagen, die Fassadenreinigung denkmalgeschützter Gebäude oder eine der modernsten Reinigungsmethoden für Wintergärten und großformatige Glasflächen, die ein effizientes, kostengünstiges Reinigen - ohne Verwendung chemischer Reinigungsmittel - ermöglicht. Das Berufsbild des Gebäudereinigers umfasst das Reinigen von Innenräumen, Fassaden und anderen Außenbereichen von Gebäuden jeglicher Art. Mit dem in verschiedenen Kontexten mehrdeutigen Be-

Foto: Archiv griff Reinigung ist hier (im Gegensatz zu rituellen Reinigungen) die Befreiung der Räume und Flächen von physischem Schmutz, Müll und Verschmutzung fast jeglicher Art gemeint. Weitere Aufgaben können hinzukommen, etwa die Pflege von Oberflächen. Gebäudereiniger werden auch zum Reinigen von Fahrzeugen, insbesondere öffentlichen Verkehrsmitteln mit Fahrgasträumen in Bahnen, Bussen Fahrgastschiffen oder Flugzeugen eingesetzt. Reinigungsarbeiten gehörten schon immer zu den Tätigkeiten der Menschen. Das Gebäudereiniger-Handwerk lässt sich allerdings weder von den so genannten Wagenwäschern, die nach dem

Dreißigjährigen Krieg in Norddeutschland auftraten und auch Fassadenreinigung anboten, noch

von den Beschäftigten in der Tradition des klassischen Dienstpersonals ableiten. (pad)


Handwerk 2020 SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 36

Bauen und Sanieren A KfW-Wohneigentumsprogramm / Energieeffizient Bauen

ls einer der weltweit größten Finanzierer von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen fördert die KfW im Auftrag der Bundesregierung die Energiewende, darunter die Sanierung von Häusern und Wohnungen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie den Bau von energieeffizienten Gebäuden. Jede zweite neu gebaute Wohnung in Deutschland ist derzeit von der KfW gefördert. Die KfW hat mit den Programmen „Energieeffizientes Bauen und Sanieren“ und mit der Einführung des KfWEffizienzhaus-Standards eine Marke geschaffen, die inzwischen fest bei Immobilienbesitzern etabliert ist. Der anspruchs-

vollste Standard ist das KfW-Effizienzhaus 40 Plus, welches Energie erzeugen sowie speichern und so den verbleibenden, sehr geringen Energiebedarf überwiegend selbst decken können. Außerdem fördert die KfW grundsätzlich den Kauf oder Bau von selbstgenutztem Wohneigentum, mit Laufzeiten bis zu 25 Jahren und Kreditbeträgen bis 100.000 EUR. Mit diesem Programm unterstützt die KfW vor allem die Vermögensbildung ihrer Kunden und hilft ihnen, der Altersarmut vorzubeugen. Ein wesentlicher Vorteil ist die tilgungsfreie Zeit bis zu drei Jahren, für die sich der Kunde frei entscheiden kann, um am Anfang Doppelbela-

Vor allem Familien profitieren von der Förderung des KfW-Wohneigentumsprogramms. Foto: KfW stungen aus Tilgung und Mietzahlung zu vermeiden. Tilgungspläne, die zu Beginn der Finanzierung festgelegt werden, beugen der „plötzlichen“

Überschuldung vor. Als Finanzierungsbaustein sind diese Darlehen außerdem mit Immobilienkrediten der Hausbank sowie mit weiteren KfW-

Produkten flexibel kombinierbar – auch mit dem Programm „Energieeffizient Bauen“. Deutschland hat sich in der Energie- und Klimapolitik anspruchsvolle Ziele gesetzt. Hierbei spielt insbesondere die Einsparung von Energie eine bedeutende Rolle. Ein besonders hohes Potenzial zur Energieeinsparung liegt im Gebäudebereich. Dort werden gut 40 % Prozent der gesamten Endenergie in Deutschland verbraucht. Ziel der Bundesregierung ist ein weitgehend klimaneutraler Gebäudebestand in Deutschland bis zum Jahr 2050. Dafür müssen Häuser energieeffizienter und die Sanierungsrate gesteigert werden. Rund zwei Drittel der Wohngebäude, die bis 1978 und damit vor der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet wurden, sind energetisch ineffizient. Mit dem KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ lassen sich Sanierungen zum KfWEffizienzhaus finanzieren. Aber auch Teilsanierungen mit energetische anspruchsvollen Einzelmaßnahmen wie z. B. effiziente Heizungsanlagen, Einbau von Lüftungstechnik, Dämmung von Dach oder Außenwand sowie hochwertige Fenster werden gefördert, wenn die energetischen Mindestanforderungen eingehalten werden. Mit dem KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“ wird die Errichtung von besonders energieeffizienten Neubauten gefördert.


Gipser / Trockenbau SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 37

Umweltverträglich bauen

Trockenbau: Spezielle Wandprofile senken Kohlendioxid-Belastung

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achhaltigkeit, Ressourcenschonung und Ökologie haben schon in vielen Bereichen des täglichen Lebens Einzug gehalten. Bio-Lebensmittel, Augos mit geringem CO2Ausstoß sowie sparsame Heizungen und Elektrogeräte sind nur einige Beispiele für ein wachsendes Umweltbewusstsein. Auch Bauprodukte, die komfortables Wohnen ermöglichen und gleichzeitig ökologische Vorteile bieten, rücken zunehmend in den Fokus. Ein Beispiel sind spezielle Wandprofile für Trockenbaukonstruktionen. Trockenbauwände sind generell auf dem Vormarsch, weil sie sich schnell und sauber errichten lassen. Verändern sich im Laufe der Jahre die Platzansprüche im Haus, weil etwa die Kinder ausgezogen sind, kann bei solchen Konstruktionen außerdem die Zimmeraufteilung einfach und kostengünstig verändert werden. Wesentliche Bestandteile einer Trockenbauwand sind die Wandprofile – sie verleihen ihr die nötige Stabilität und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schall- und Brandschutz. Die Elemente nehmen den Dämmstoff auf und dienen als sichere Befestigungsmöglichkeit für die Beplankung der Wand, die aus Gipskarton-, Gipsfaser- oder Lehmbauplatte bestehen kann. Das baden-württembergische Unternehmen Protektor hat nun ein Produktionsverfahren für diese Profile entwickelt,

das abfallfrei ist. Bisher wurden die Wandprofile gestanzt und anfallende Schrottmengen mussten recycelt werden. Die neue Maxi-Tec-Technologie hingegen arbeitet mit einem speziellen Schneidund Faltverfahren bei der Herstellung. Dabei entsteht keinerlei Abfall, wodurch einerseits kein aufwendiges Recycling betrieben werden muss, und andererseits weniger Stahl bei der Produktion benötigt wird. Bis etwa 20 Prozent reduziert sich der Materialeinsatz - und das bei gleichen oder sogar besseren Eigenschaften als bei Standardprofilen. Namhafte Prüfinstitute im In- und Ausland haben dies bestätigt. Was das Verfahren für die Umwelt bedeutet, lässt sich leicht nachrechnen.

Spezielle Öffnungen in den Maxi-Tec-Profilen sorgen dafür, dass Leitungen leichter verlegt werden können. Foto: Protektor/bpr Für die Herstellung einer Tonne Stahl werden zwei Tonnen CO2 ausgestoßen. Bei einer Materialeinsparung von 20 Prozent ergibt sich eine Kohlendioxid-Reduzierung von

400 Kilogramm – das ist die gleiche Menge, welche ein Mittelklasse-Pkw bei einer Fahrstrecke von über 2700 Kilometer ausstößt. Hochgerechnet auf die durchschnittliche

Anzahl an neu gebauten Einfamilienhäusern pro Jahr in Deutschland ließen sich über 27 Tausend Tonnen Kohlendioxid einsparen, wenn das Maxi-Tec-Profil überall zum Einsatz käme. Bauherren und Handwerk profitieren von dem geringeren Gewicht der Profile, denn sie lassen sich dadurch leichter anbringen. Öffnungen am gesamten Profil ermöglichen das Verlegen von Installationsleitungen an beliebigen Stellen, ohne dass sonst übliche zusätzliche Bearbeitungen notwendig sind. Mit den Maxi-Tec-Profilen werden die ökologischen Ansprüche der Hausherren erfüllt – und das auch noch schneller und kostengünstiger als mit herkömmlichen Produkten.


Glaser / Fenster / Rollladen / Markisen / Bauelemente SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 38

Glas ist Natur pur Es braucht nur wenige Zutaten: Quarzsand, Soda und Kalk

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rüher war die Glasherstellung ganz der Natur überlassen: Vulkane haben es hervorgebracht oder aber Blitzeinschläge am Strand. Heute sorgt moderne Technik für die Herstellung dieses reinen Naturproduktes, das einen freien Durchblick bietet, die Kälte vor der Tür hält und wohltuendes, gesundes Tageslicht ins Haus lässt. Für die Herstellung von Glas werden nur wenige Zutaten benötigt. Dazu zählen Quarzsand, Soda und Kalk. Außerdem werden etwa 15 Prozent Restglas oder Verschnittglas aus der Produktion bzw.

Zugeschnittenes Floatglas. Foto: BF/Pilkington Weiterverarbeitung beigemengt und so recycelt. „Das Soda – der wissenschaftliche Begriff lautet Natriumcarbonat – dient dabei der Verringerung

der Schmelztemperatur des Glases, was Energie spart und der Kalk – also Calciumcarbonat – sorgt dafür, dass das Glas besonders hart wird“, erklärt

der Geschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF), Jochen Grönegräs. In Form gebracht wird Glas für Gebäude – so genanntes Flachglas

– heute überwiegend im „Floatglas-Verfahren“. Dabei wird die gut 1600 Grad Celsius heiße Glasmasse auf flüssiges Zinn gegossen. Da Glas leichter ist als Zinn, breitet es sich quasi „schwimmend“ gleichmäßig auf diesem aus und bildet dabei absolut ebene und planparallele Oberflächen. „Durch diese Eigenschaft hat Floatglas gegenüber Gläsern, die in vormaligen Verfahren hergestellt werden, eine ungekannte Oberflächenqualität“, so Grönegräs. Im weiteren Verlauf dieses vollkontinuierlichen Prozesses kühlt das Glas langsam ab und wird anschließend mit gut 600 Grad Celsius in einem Kühlkanal auf etwa 200 Grad heruntergekühlt. Große Ventilatoren bringen es abschließend auf Raumtemperatur und es wird zunächst in große Tafeln von meist 6 Metern Länge zugeschnitten. Es findet dann – in der Regel weiterverarbeitet zu Isolier- oder Sicherheitsglas – in zahlreichen Anwendungen seinen Einsatz, sei es als Verglasung für Fenster, Türen und Fassadenelemente, für Wintergärten, für den Innenausbau zum Beispiel in Flughäfen, Hotels oder Konzerthäusern oder auch für so spannende Objekte wie gläserne Fahrstühle an Hochhäusern oder Aussichtsplattformen, die mit begehbarem Glas ausstaffiert werden und einen aufregenden Ausblick auf die Welt darunter ermöglichen. (BF/DS)


Glaser / Fenster / Rollladen / Markisen / Bauelemente SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 39

Das Eigenheim als Lichtoase D Mehr Fensterfläche bedeutet mehr Lebensqualität

as dunkle Eigenheim mit viel Kunstlicht kann durch neue Fenster hell und freundlich werden: Was heute zählt, ist viel natürliches Licht. Bei der Verwirklichung dieses bei vielen Bauherren oder Wohnraumbesitzern vorhandenen Wunsches helfen sowohl im Neubau als auch in der Sanierung großformatige und gerne auch bodentiefe Verglasungen. Die Rechnung ist an und für sich ganz einfach: Je mehr Fensterfläche ein Haus hat, umso höher ist die Lebensqualität durch Tageslicht und frische Luft. Und das Plus an Lebensqualität tut sowohl der Gesundheit je-

Große Fensterflächen sorgen für mehr Lebensqualität. Foto: Weru Group UNILUX/ Beginenhof Berlin

des einzelnen Bewohners als auch der Konzentration der Mitarbeiter im Unternehmen gut. „Viel Tageslicht ist gut für das Wohlbefinden – nicht nur für den Menschen, sondern auch zum Beispiel für Haustiere“, bestätigt der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fas-

sade (VFF), Frank Lange. Positiv ist außerdem der geringere Stromund Energieverbrauch und damit die CO2-Einsparung moderner Fenster: Wer große Fenster hat, kann das Kunstlicht länger auslassen. „Das gleiche gilt übrigens im Winter für die Heizungs-

anlage. Sonnenlicht bedeutet Wärmeeintrag durch die Verglasung und diese solaren Wärmeeinträge reduzieren in den kalten Monaten die notwendige Heizleistung und somit auch die Rechnung.“ Gegen zu viel Wärme – zum Beispiel im Sommer – helfen diverse

Möglichkeiten. Diese reichen von Sonnenschutzglas über Rollläden und Jalousien bis hin zu am Fenster montierten textilen Lösungen für den Innen- und Außenbereich, im Scheibenzwischenraum verbaute Jalousien sowie zu Sonnensegeln und farbenfrohen Markisen. Die Kombination aus modernen großflächigen Fenstern mit abgestimmten Sonnenschutzvorkehrungen und deren automatische Steuerungen durch Smart Home-Technologien sind die perfekte Lösung: Sie bringen viel Tageslicht, solare Gewinne im Winter und Schutz vor Überhitzung im Sommer. (VFF/DS)


Glaser / Fenster / Rollladen / Markisen / Bauelemente SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 40

Chancen für Zukunft Ausbildung zum R+S-Mechatroniker

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m Vormittag einen Kunden besuchen und dessen Terrasse für eine Markise ausmessen, nachmittags einbruchhemmende Rollläden auf Maß anfertigen: Der Beruf des Rollladen- und Sonnenschutz-Mechatronikers (R+S-Mechatroniker) ist eine Mischung aus Kundenberatung, handwerklicher Arbeit und moderner Steuerungstechnik. Die Branche wächst seit Jahren. Deshalb suchen die R+S-Fachbetriebe engagierte junge Leute, die handwerklich begabt sind und Köpfchen mitbringen. Wer mindestens einen guten Hauptschulabschluss hat, gut rechnen kann und Freude an der gelegentlichen Arbeit im Freien mitbringt, hat gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Fachbetriebe finden sich flächendeckend in ganz

Verbindet Handwerk und moderne Steuerungstechnik: der Rollladen- und Sonnenschutz-Mechatroniker. Foto: zVg Deutschland. Christoph Silber-Bonz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Rollladen + Sonnenschutz (BVRS) bestätigt: „Unsere Ausbildungsbetriebe freuen sich auf motivierten und qualifizierten Nachwuchs.“ Während der dreijähri-

gen Ausbildung erwerben die Azubis die Theorie an darauf spezialisierten Berufsschulen und das praktische Wissen in den Betrieben. Erfahrene R+S-Mechatroniker arbeiten die Nachwuchskräfte in Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie in die Planung und Gestaltung neuer Sonnenschutzanlagen ein. Die Kollegen bringen den Einsteigern alles rund um smartphone- oder tabletgesteuerte Rollläden, Jalousien und Markisen bei. Individuelle Kundenberatung steht ebenfalls auf dem Lehrplan. Das macht die Auszubildenden fit für den Arbeitsalltag, in dem es darum geht, auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen und ihnen passgenaue Lösungen anzubieten. Weitere Informationen gibt es unter www.rsmechatroniker.de.


Glaser / Fenster / Rollladen / Markisen / Bauelemente SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 41

Frühjahrsputz auf der Terrasse Rollläden und Markisen pflegen

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ogelgezwitscher und bunte Blumen leiten den Frühling ein: Wer die ersten warmen Tage auf der Terrasse genießen möchte, sollte den Außenbereich jetzt sommerfit machen. Dazu gehört natürlich auch die Reinigung der Markise und der Rollläden. Das trägt zum Wohlfühlambiente bei und nur ein gepflegter Sonnenschutz funktioniert dauerhaft. Auch wenn Rollläden und Markisen für den Außeneinsatz vorgesehen sind: Schmutz, Blätter und Blütenstaub hinterlassen ihre Spuren auf den Lamellen oder dem Markisentuch. Der Sonnenschutz lässt sich ganz einfach selbst reinigen, aber dabei gilt es, ein paar Dinge zu beachten: „Rollläden und Markisen sollten immer mit Vorsicht

Die jährliche Wartung der Markisen sorgt für dauerhaften Komfort. behandelt werden“, weiß Marcus Baumeister vom Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS). „Der Hochdruckreiniger ist tabu, da der Wasserstrahl die Lamellen verbiegen oder das Markisentuch aufrauen kann. Dies führt zu dauerhaften Schäden.“ Anstatt des Hochdruckreinigers sollte ein

Handfeger mit weichen Borsten verwendet werden. Für eingetrocknete Flecken auf dem Markisentuch eignen sich ein weicher Schwamm, milde Seifenlauge und Wasser. Festes Reiben ist dabei nicht notwendig – das Tuch sollte nicht zu stark beansprucht werden. Wer den Sonnenschutz selbst säubert, sollte zudem

Foto: zVg

vorher die spezifischen Hinweise zur Reinigung in den Herstellerunterlagen nachlesen. Nach dem Reinigen des Markisentuchs muss dieses vor dem Einfahren komplett trocknen, um Verfärbungen und Stockflecken zu vermeiden. Dasselbe gilt auch, wenn das Markisentuch durch einen Regenschauer nass wird.

Im Gegensatz zur Reinigung sollten Reparaturen nur von einem Fachbetrieb des Rollladen- und SonnenschutztechnikerHandwerks durchgeführt werden. Wer versucht, kleine Probleme selber zu beheben, verursacht möglicherweise größeren Schaden. „Die Profis können den Sonnenschutz meist direkt vor Ort reparieren“, sagt Baumeister. Um den Bedienkomfort zu erhöhen, können die Rollladenund Sonnenschutztechniker Motor und Steuerung auf Wunsch nachrüsten. So lassen sich Markise, Rollläden und Co. automatisch steuern. Einmal jährlich empfiehlt der BVRS die Wartung durch einen Fachbetrieb, damit dauerhafter Komfort und ein reibungsloser Lauf der Antriebe gewährleistet sind.


Elektro / Wärmepumpen SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 42

Wärmepumpe schont das Klima Neue Förderrichtlinie für erneuerbare Heizungssysteme

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Einbau ür den umweltschonender Heizungssysteme gelten seit 1. Januar neue Förderrichtlinien. Die Bundesregierung unterstützt den Einbau klimafreundlicher Heizungen wie Wärmepumpen im Rahmen des sogenannten Marktanreizprogramms mit einem Investitionszuschuss von bis zu 35 Prozent im Neubau und in der Modernisierung. Wird eine Ölheizung ersetzt, werden Wärmepumpen sogar mit bis zu 45 Prozent Erstattung der Investitionskosten gefördert. Die Förderung ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen. „Der Umstieg von fossilen Heizungsanlagen auf erneuerbare Heizungssysteme ist ein entscheiden-

der Schritt für die Erreichung der Klimaschutzziele“, sagt Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe. „Mit den neuen Förderrichtlinien schafft die Bundesregierung wichtige Anreize für den Einbau einer umweltschonenden Heizung. Insbesondere der Heizungstausch wird reichlich belohnt.“ Wer bislang mit Öl heizt, bekommt bei dem Wechsel zu einer Wärmepumpe 45 Prozent aller Kosten rund um den Heizungstausch erstattet. Dazu zählen beispielsweise auch die Kosten für die Entsorgung der Altgeräte, für den Einbau von effizienten Flächenheizungen und für die Erschließung der Wärmequelle (Erdbohrungen). Effiziente Heizungssys-

Elektrowärmepumpen bieten eine hocheffiziente Technologie zur Wärmeversorgung. Foto: zVg/BWP teme werden über das Marktanreizprogramm und die KfW bereits seit vielen Jahren gefördert. Die technischen Anforderungen an die Wärmepumpen in Wohngebäuden haben sich im Rahmen der aktuellen Anpassungen nicht geändert. Für die Errichtung einer Wärmepumpe und die dazugehörigen notwendigen Umfeldmaßnahmen beträgt die Förderung sowohl im Be-

stand als auch im Neubau 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Durch eine Austauschprämie erhöht sich die Anteilsförderung beim Ersatz einer Ölheizung auf 45 Prozent der förderfähigen Kosten. Weitere Bonusförderungen gibt es nicht mehr. Förderung gibt es auch für Wärmepumpen, die nur die Bereitstellung der Raumheizung übernehmen - selbst wenn die

Warmwasserbereitung nicht über Erneuerbare Energien erfolgt. Die förderfähigen Kosten betragen bei Wohngebäuden je Wohneinheit maximal 50 000 Euro (brutto) und bei Nichtwohngebäuden maximal 3,5 Millionen Euro (brutto). Entscheidend ist, dass die Anträge vor Vorhabensbeginn beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gestellt werden. Die eingereichten Kosten dürfen die beantragte Summe nicht übersteigen. Ein Überblick über alle Änderungen und Richtlinien in Zusammenhang mit Wärmepumpen ist auf der Webseite des Bundesverbands Wärmepunpen (BWP) unter www.waermepumpe.de/ foederung zu finden.


Elektro / Wärmepumpen SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 43

Energie sparen Trotz Rekordstrompreise 2020 weniger zahlen

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n diesem Jahr fallen die Preiserhöhungen bei Stromversorgern besonders hoch aus – rund fünf Prozent mehr werden im Durchschnitt fällig. Gründe für die Preiserhöhung sind unter anderem die steigenden EEG-Umlagen und höhere Netzkosten. Wer Kosten sparen und dabei auch etwas für die Umwelt tun möchte, beginnt das Jahr mit einem guten Vorsatz: langfristig Energie sparen. Um Stromfresser im Haushalt zu entlarven sollte man zunächst ältere Elektrogeräte mit einem Strommessgerät überprüfen. Gerade bei veralteten Kühlschränken oder Gefriergeräten lohnt sich der Austausch gegen P) unterein Neugerät, da diese das ganze Jahr über 24 Stunden in Betrieb sind. Bei einem Neukauf sollten Verbraucher unbedingt auf das Energielabel achten. Auch ein cleveres Energiemanagement mit einem Smart-Home-System hilft einige Kosten einzusparen und sorgt gleichzeitig für einen Komfortgewinn. Durch die Vernetzung von Heizung, Beleuchtung und Elektrogeräten können Nutzer über eine App den Energieverbrauch jeder-

Cleveres Energiemanagement mit Smart-Home-Systemen. Foto: ZVEH zeit im Blick behalten und alle Elemente von unterwegs aus steuern. Nach dem Verlassen der Wohnung noch die Heizung herunterregeln oder das Licht ausschalten, ist dann kein Problem mehr. Neben smarten Systemen gibt es auch weitere einfache Tricks, im Alltag Energie zu sparen: Beim Waschen und Geschirrspülen die Eco-Funktion der Geräte nutzen und Fernseher oder Computer ganz ausschalten, statt den Stand-by-Modus zu verwenden sind kleine Handgriffe, die dennoch einen großen Unterschied

machen. Wer seine guten Vorsätze in die Tat umsetzen möchte, findet bei den ElektroinnungsFachbetrieben Unterstützung: Die Betriebe helfen, Energiefresser aufzudecken und beraten zu Alternativen. Interessierte finden unter www.elektrobetrieb-finden.de qualifizierte Innungsfachbetriebe in ihrer Nähe. Beim Finden eines Elektrofachhandwerkers in der Nähe hilft die OnlineFachbetriebssuche des Elektrohandwerke unter www.elektrobetrieb-finden.de

Ihre drei Tagezeitungen immer aktuell!!!


Sicherheitstechnik SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 44

Sicher zuhause leben Einbruchschutz und Smart Home / Beim Kauf auf Qualität und Datenschutz achten

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martphones oder Tablet-PCs erleichtern bereits vielfach unseren Alltag. Im Zusammenspiel mit Sicherheitstechnik lassen sie sich auch zum Schutz von Häusern und Wohnungen gegen Einbrecher nutzen. Als Teil eines Smart Home Konzeptes bieten sie neue Bedienmöglichkeiten, zum Beispiel von Alarmanlagen. Laut einer aktuellen Studie der Beratungsfirma Deloitte nutzen schon rund 17 Prozent der Deutschen Smart Home Produkte. Unter den 35- bis 44-Jährigen sind es sogar 23 Prozent, fast jeder Vierte. Im Smart Home – der intelligenten, vernetzten Wohnung der Zukunft – lassen sich alle Geräte vernetzen, die internetfähig sind: Küchengeräte, Unterhaltungselektronik, Heizung, Fenster, Tü-en

Jährlich wird in Dueutschland etwa 165 000 Mal in Wohnungen und 150 000 Mal in Gewerbeimmobilien eingebrochen. und Überwachungsanlagen. Durch die Verknüpfung mit dem Internet kann man auch von unterwegs verschiedene Funktionen steuern und sich vergewissern, ob

zuhause alles in Ordnung ist. Alle wichtigen Statusinformationen der Alarmanlage werden angezeigt. Man erkennt so in Echtzeit, an welcher Stelle zum Beispiel ein

Einbruch-, Wasser- oder Rauchalarm ausgelöst wurde. Findet ein nicht genehmigtes Eindringen in die Wohnung statt, kann das System dies jederzeit auf das Smartphone melden und optional an einen Sicherheitsdienst weiterleiten. Spezielle Apps erlauben außerdem eine Fernsteuerung und Fernüberwachung der Alarm- und Haustechnik. Ob Haustür und Fenster geschlossen oder Rollläden heruntergelassen sind, kann so überprüft werden. Jederzeit und von jedem Ort aus können Änderungen vorgenommen und „Befehle“ erteilt werden: Die Alarmanlage aktivieren, Licht an- und ausschalten, Rollläden nachträglich schließen. Smart Home Produkte zum Selbsteinbauen aus dem Einzelhandel oder von Drittanbietern, gewähren keinen verlässlichen Schutz. Das Risiko der Fehlinstallation oder

der Manipulation von außen ist hoch. Werden datenschutzrechtliche Standards nicht eingehalten, besteht die Gefahr, dass Kriminelle dies ausnutzen. So könnten zum Beispiel bei der Nutzung des Smart Homes in einem ungesicherten WLAN Hacker die Daten auslesen oder sogar die Haustechnik übernehmen. Wirksamen Rundum-Schutz können ausschließlich qualitativ hochwertige Systeme gewährleisten, die den einschlägigen Sicherheitsnormen und -richtlinien entsprechen und von Fachleuten eingebaut werden. Jedes Haus und jede Wohnung bedarf einer individuellen, digitalen Sicherheitslösung, zu der Experten beraten können. Ob bei Umrüstung oder Neubau: Setzen Sie auf professionelle Sicherheit, kontaktieren Sie Fachleute online über die Website www.nichtbei-mir.de.


Sicherheitstechnik SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 45

Betrüger nehmen Senioren ins Visier Warnung vor Einbruch- und Betrugsmaschen

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n jüngster Zeit häufen sich Berichte über Einbrecher und Betrüger, die vorwiegend Senioren ins Visier nehmen. Die Grenzen zwischen Haustürbetrug und Einbruchdiebstahl verschwimmen dabei zunehmend. Die Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ klärt über Gefahren auf und gibt Tipps, wie man sich schützen kann. Eine derzeit beliebte Masche: Betrüger rufen an oder klingeln an der Haustür und geben sich als Polizisten aus. Sie fordern die Bewohner dazu auf, Bargeld und Wertsachen auszuhändigen – angeblich, um diese vor einem unmittelbar bevorstehenden Einbruch sicher zu verwahren. Auf solche Forderungen sollte man nie eingehen, sondern umgehend die Polizei informieren. Die Polizei verwahrt keine Wertsachen.

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Abschließbare Fenstergriffe bieten zusätzlichen Schutz.

Wer sein Haus oder seine Wohnung gut gegen Einbruch gesichert hat, kann solche Ansinnen leichter ignorieren und sich sicher fühlen. Helmut Rieche, Sprecher der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“, erinnert an die Verhaltensregeln, die in solchen Fällen dringend geboten sind: „Auf das Klingeln an der Tür sollte man immer reagieren, denn viele Einbrecher führen Anwesenheitskontrollen durch und schlagen zu, wenn niemand zu Hause ist.“ Gleichzeitig warnt er davor, die Wohnungstür bedenkenlos zu öffnen: „Kasten- oder Querriegelschlösser mit Sperrbügeln sowie ein Türspion oder eine Gegensprechanlage geben Sicherheit beim Türöffnen.“ Auch das vermeintlich beste Geldversteck zuhause schützt nicht

vor Diebstahl. „Wertgegenstände sind am besten im Bankschließfach aufgehoben und größere Mengen Geld gehören aufs Konto“, sagt Rieche. Einbrecher kennen jedes noch so gute Versteck. Wer plant, in Einbruchschutz zu investieren, sollte auch nicht vor digitalen Lösungen zurückschrecken. Viele sind sehr benutzerfreundlich und auch ohne Vorkenntnisse leicht zu bedienen. Eine fachkundige Beratung vor Ort ist allerdings unverzichtbar. Nur zertifizierte Sicherheitsexperten verbauen Technik, die höchsten Standards entspricht und finden individuelle Lösungen für jedes Zuhause. Fachbetriebe in der Nähe lassen sich auf der Website der Initiative „Nicht bei mir!“ mit nur einem Klick finden: www.nicht-bei-mir.de/ experte-finden/

Alarmanlagen bieten Sicherheit. Diese lassen sich auch per Fingerabdruck ausschalten.


Schreiner/Küchen/Treppen/Türen/Innenausbau SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 46

Rustikale Alleskönner Arbeitsplatten-Highlights in der Küche / robust, lebensmittelecht und hygienisch

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rbeitsplatten sind Alleskönner: Zum einen müssen sie in einer Küche genügend Platz zum Vor- und Zubereiten der Lebensmittel bieten. Dabei sollten sie auch viel aushalten können und zudem lebensmittelecht und hygienisch sein. Gleichzeitig sind sie ein wichtiges gestalterisches Mittel, um alle Bereiche optimal miteinander zu verbinden und einer neuen Lifestyle-Küche den letzten Schliff zu verleihen. Darüber hinaus ermöglichen sie das Zurschaustellen attraktiver Deko-Elemente sowie den schnellen Zugriff auf die wichtigsten Kochutensilien und kleinen Küchenhelferlein. In vielen älteren oder kleineren 08/15-Bestandsküchen erfolgt die Vor- und Zubereitung der Lebensmittel in der Regel auf der Arbeitsfläche zwischen Spüle und Kochfeld. Viel Platz ist da meistens nicht. Deshalb hat die AMK, Fach- und Dienstleistungsverband der gesamten Küchenbranche, einen wissen-

Arbeitsplatte in authentischer Massivholz-Optik. schaftlich geprüften Küchenstandard etabliert, der in dem Bereich zwischen Kochfeld und Spüle eine Mindestbreite von 90 Zentimeter vorsieht sowie eine Arbeitsplattentiefe von mindestens 60 Zentimeter, damit alle anfallenden Küchenarbeiten reibungslos erledigt werden können. 90 Zentimeter Arbeitsfläche am Stück sollten es schon mindestens sein – doch mehr als dies ist in jedem Falle noch schöner und bequemer, zumal auch stets genügend zusätzliche Abstellfläche mit eingeplant werden

sollte; beispielsweise für häufig genutzte Tassen und Gläser oder für Lieblingskräuter, Gewürze und Öle, die täglich verwendet werden. Welche Arbeitsplatten zur neuen Lifestyle-Wunschküche perfekt passen, dazu lässt man sich am besten von einem Küchenspezialisten beraten. Denn neben den individuellen Vorlieben für einen speziellen Werkstoff oder eine bestimmte Farbe sind auch die Produkteigenschaften entscheidend. Das Spektrum an Materialien, Dekoren (Nachbildungen) und Farben ist beträcht-

Foto: zVg/AIVIK lich: es reicht von massivem Echtholz, Naturstein (z.B. Granit, Schiefer), Beton, Edelstahl, trendstarker Keramik und Glas bis hin zu Oberflächen in hoch entwickeltem und widerstandsfähigem Schichtstoff mit Antifinger-Print-Beschichtung, Mineralwerkstoff und Quarzkomposit, auch Quarz- und Granitstein genannt. Auch in Sachen Raumästhetik, Anmutung, Farbwirkung und Haptik ist der Rat eines Küchenprofis unschätzbar, denn ein fein abgestuftes und eher dezentes farbliches

Zusammenspiel von Arbeitsflächen, Möbelfronten und Einbaugeräten hat eine völlig andere emotionale Wirkung auf die Besitzer einer neuen Lifestyle-Küche als dominante Farbstellungen, starke Kontraste und sehr auffällige Materialien und Dekore. Besonderes Augenmerk empfiehlt sich, auch auf die haptische Anmutungvor Ve der neuen Arbeitsflächen zu legen und verschiedene Werkstoffe zu befühlen. So ist schnell klar, womit man sich am wohlsten fühlt: mit Oberflächen kühl wie Stein, so Profi-like wie Edelstahl oder eher warm und wohnlich anmutend wie wie bei Holz(Dekor). Mit matten oder glänzenden Küchenarbeitsplatten, glatt und eben wie Glas, oder lieber dreidimensional wie Schieferw und sägerau wie Holz-werden. flächen mit Astlöchern und Rissen. Ob so oder so – die neuen Küchenarbeitsplattenmaterialien, -dekore und -farben entfalten in jedem Falle eine besondere Wirkung.


Schreiner/Küchen/Treppen/Türen/Innenausbau SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 47

Holz hin und wieder pflegen M So bleiben Furnieroberflächen dauerhaft schön und edel öbel mit edlen Furnieroberflächen aus echtem Holz wissen zu begeistern. Damit sie ihr attraktives Aussehen auch dauerhaft behalten, müssen die furnierten Oberflächen hin und wieder gepflegt werden. In der Regel sind Möbel mit einem Oberflächenschutz versehen, der sie vor Verunreinigungen schützt. Wenn sie dann aber doch mal eine Reinigung nötig haben, gibt es einiges zu beachten, damit die schönen Furnieroberflächen nicht beschädigt werden. Grundsätzlich gibt es versiegelte und offenporige Furnieroberflächen, so wie bei dickem Massivholz. Leichte Verschmutzungen auf offenporigen Furnieroberflächen können problemlos mit einem weichen Tuch entfernt werden. Wichtig ist hier: Das Tuch sollte trocken

Mit ein bisschen Pflege bleiben Furnieroberflächen dauerhaft schön und edel. Foto: IFN und vor allem richtig sauber sein. Ansonsten könnte die Oberfläche in Mitleidenschaft gezogen werden. Verboten sind Mikrofasertücher, da sie die Oberfläche zerkratzen können. Milchpolituren sind erlaubt, allerdings muss ihr Auftrag dünn und mit Staubtuch erfolgen. Bei versiegelten Furnieroberflächen kann ein

feuchtes Tuch zum Einsatz kommen. Hier gilt es zu beachten: Feucht bedeutet nicht triefend nass! Mit dem leicht feuchten Tuch muss die stark verunreinigte Stelle sehr vorsichtig abgerieben werden. Anschließend sollte die Stelle umgehend mit einem weichen Tuch ohne Druck trocken gewischt werden. Insbesondere bei Kaffee-,

Tee-, Alkohol- und Obstflecken gilt es schnell zu handeln, damit keine unschönen Spuren zurückbleiben. Bei säurehaltigen Flüssigkeiten sollte die gesäuberte Stelle anschließend mit einem feuchten Leder nachgewischt werden. Auch lackierte Furnieroberflächen dürfen nicht mit Mikrofasertüchern gereinigt werden, da ihre fei-

nen Fasern die furnierte Oberfläche beschädigen können. Möbelpolituren auf Milchbasis sollten sparsam verwendet werden, geben allerdings lackierten Oberflächen wieder einen perfekten Glanz. Zur Reinigung von Furnieroberflächen völlig ungeeignet sind dahingegen bleichende Zusätze (zum Beispiel Zitrone) wie auch alle anderen Reinigungs-, Putz- oder gar Scheuermittel. Kleinere Kratzer und Schrammen in der Furnieroberfläche gehören zu den ganz normalen Gebrauchsspuren. Wenn man sie aber trotzdem beseitigen will, können sie mit Hartwachs im Holzfarbton gefüllt, beigeschliffen und anschließend mit dem passenden Lack oder einer Lasur überzogen werden. Abgelöstes Furnier kann mit Holzleim wieder befestigt werden.


Schreiner/Küchen/Treppen/Türen/Innenausbau SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 48

Experte für Treppen Stil- und Gestaltungselement / Zusätzlicher Stauraum

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reppen gehören zu den wichtigsten Stil- und Gestaltungselementen eines Hauses und werden zunehmend in den Wohnbereich integriert. Als außergewöhnlicher Blickfang sollen sie sich harmonisch in die individuelle Einrichtung einfügen. Der Werkstoff Holz spielt dabei eine bedeutende Rolle: Denn aufgrund seiner warmen Ausstrahlung sowie der vielfältigen Möglichkeiten in Farbgestaltung und Kombinierbarkeit mit anderen Materialien kann Holz jedem persönlichen Wohnstil angepasst werden. Freitragende und Faltwerktreppen, bei denen die Stufen wie gefaltet wirken, eignen sich für einen Einrichtungsstil, bei dem klare Linien gefragt sind. Holzstufen

Holztreppe vom Schreiner in Kombination mit Glas und Edelstahl wirken dabei besonders edel. Kragstufentreppen, die ohne sichtbare Befestigungselemente und auf Wunsch auch ohne Geländer aus der Wand „auskragen“, begeistern Puristen und sind ein Hin-

Foto: zVg gucker. Die klassischen Holztreppen schlechthin sind Wangentreppen. Auch sie lassen sich ganz individuell gestalten, beispielsweise indem die Seiten der Treppenstufen – die Wangen – Stäbe oder Geländer farbig abgesetzt werden.

Abwechs

Tür- und Toren


Schreiner/Küchen/Treppen/Türen/Innenausbau SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 49

Variantenreich wie Mutter Natur Fenster und Türen vom Schreiner

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er früher an Fenster oder Türen dachte, hatte häufig vier Ecken und eine Füllung vor Augen – bei Fenstern aus Glas, bei Türen blickdicht aus Kunststoff oder ähnlichen Materialien. Was von der Beschreibung her grob in die richtige Richtung ging, hat aber mit dem Variantenreichtum heutiger Fenster- und Türenmodelle nichts mehr zu tun: Sie erfüllen mit ihren zahlreichen Bauteilen vielfältige Funktionen, bestehen aus den unterschiedlichsten Materialien und reichen im Falle von Fenstern von kleinen, eckigen oder runden Varianten über bodentiefe, lichthelle Formen bis hin zu großformatigen Verglasungen und bei Türen von genial einfach bis einfach genial. Dazu gesellen sich viele modische Farben, weitab vom tristen Einheitsweiß vergangener Tage. Fenster und Türen bestehen jeweils aus mehreren Dutzend Einzelteilen

Abwechslungsreiches Tür- und Torensemble. Foto: VFF/ RENOLIT

– alle perfekt aufeinander abgestimmt. Einige sind für die Sicherheit zuständig, andere sorgen für eine gute Wärmedämmung, einen erhöhten Komfort und ein gutes Aussehen. Nur wenn alle diese Teile perfekt miteinander harmonieren, ergibt sich ein solides und attraktives Ganzes in Form eines schönen Fensters oder einer einladenden Eingangspforte. Dabei gleicht sprichwörtlich kein Ei dem anderen: Fenster und Türen werden überwiegend individuell auf die Bedürfnisse des Bauherrn oder des Modernisierers und die jeweilige Raumnutzung hin zugeschnitten. Größe und Funktionsweise unterscheiden sich von Bestellung zu Bestellung, ebenso die Farben und Formen. Bodentiefe Fenster, Ganzglasecken, großformatige Hebe-Schiebe-Türen, ausgefallene Rundfenster, Dachfenster unterschiedlicher Ausprägung, moderne Wintergärten für gemüt-

liche Abende mit Blick in die Natur und designorientierte Haustüren mit ganz verschiedenen Optiken bestimmen das Bild moderner Städte, Dörfer und Gemeinden. Ermöglicht wird dieser Variantenreichtum auch durch den gekonnten Einsatz von Kunststoff, Holz und Metall und Kombinationen daraus sowie durch schöne Farben: Kunststofffenster können mit hochwertigen Folierungen aufgewertet werden. Im Trend liegen dabei unter anderem Grautöne sowie Holzdekore in matter Ausführung. In Schulen und Kindergärten, aber auch an einigen Privathäusern, findet sich außerdem auch die ein oder andere intensivere Farbe wie zum Beispiel Blau oder Grün. Bei Metallfenstern machen unter anderem individuell wählbare Pulverbeschichtungen das Rennen und Holzfenster werden gerne mit Lacken oder einer Lasur veredelt und bringen so ihre natürliche Schön-

heit und die Haptik voll zur Geltung. Von den unterschiedlichsten Holzoptiken über wirkungsvolles Anthrazit bis hin zu kräftigen Farben oder auch dezenten Pastelltönen ist dabei alles möglich. Eine hochattraktive Verbindung gehen auch Holz-Metall-Fenster ein. Die Haustür ist schließlich das Glanzlicht: Die

häufig in Kombination eingesetzten Materialien Aluminium, Holz, Kunststoff und Glas bieten endlose Möglichkeiten in der Farbgebung und zusätzliche Applikationen aus Folie, Edelstahl, massivem Holz und echtem Stein sowie individuelle Türgriffe machen aus dem Eingang einen zeitgemäßen Hingucker.


Zimmerer SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 50

Mehr als nur der Dachstuhl Zimmerer – die hohe Kunst des Holzbaus

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ragen Sie jemanden, was ein Zimmerer macht, dann wird er in den meisten Fällen antworten: „Zimmerer bauen den Dachstuhl.“ Stimmt genau. Aber das ist nur eine der zahlreichen Leistungen am Bau, für die ein Zimmerer ausgebildet und bestens qualifiziert ist. Tatsächlich umfasst das Aufgabenspektrum des Zimmerers eine Vielzahl von Tätigkeiten rund um den Neubau und die Modernisierung von Altbauten. Das macht ihn zum Allround-Ansprechpartner für Architekten, Bauherren und Bauinteressierte. Vor allem natürlich, wenn es ums qualitativ erstklassige Bauen mit Holz geht – denn dies ist seit Jahrhunderten die traditionelle Domäne des Zimmererhandwerks. Zimmerer sind beispielsweise gefragte Fachleute für den Bau von Holzhäusern aller Art, die hochpräzise Herstellung vorgefertigter Bauteile, die Aus-

dition ist das Zimmererhandwerk äußerst zukunftsorientiert – Hightech-Wissen inklusive. Schließlich zählt der Holzbau zu den aktuell innovativsten Bautechniken.

Handwerk und Hightech

Zimmerer sind die Fachleute für das Bauen mit Holz. führung von Ausbauarbeiten, beispielsweise bei Dachsanierungen, sowie von Aufstockungen, die Realisierung

von Holzkonstruktionen – vom Dachstuhl über die Treppe bis zum Wintergarten, den Bau geneigter Dächer mit Zie-

gel- oder Dachsteineindeckung, den Einbau von Dachfenstern, Gauben und Lichtkuppeln. Bei aller Liebe zur Tra-

Ein Zimmerer muss deshalb heute nicht nur ganz klassisch mit Hammer und Klopfholz umgehen, sondern auch komplexe CAD-Konzepte erstellen und perfekt umsetzen können. Das Know-how und die Kreativität des Zimmerers leisten einen maßgeblichen Beitrag dazu, dass Gebäude aus Holz flexibel den unterschiedlichsten Wünschen angepasst werden können, andererseits aber auch funktional und energetisch voll überzeugen. Und apropos Moderne: Das Zimmererhandwerk ist kein Männerreservat – es gibt in Deutschland auch immer mehr Zimmerinnen.


Zimmerer SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 51

Ein eigener Bereich unter dem Dach. Beim Dachausbau sollte auch an die Wärmedämmung gedacht werden. Foto: DJD/ Paul Bauder

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Hammer

Dachausbau

Der Zimmerer schaft dauerhafte Werte

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enn es um Geldanlagen geht, dann steht heute nicht mehr alleine die Rendite im Vordergrund, sondern auch die Sicherheit. Besonders sichere Anlagen sind heute alh immerlerdings Investitionen in Sachwerte - am besten in die eigene Immobilie. Denn Modernisierungen, An- oder Ausbauten - beispielsweise durch einen Zimmermeister lohnen sich mehrfach: Eine energetische Sanierung spart bares Geld und macht sich auf Dauer von selbst bezahlt. An- oder Ausbauten erhöhen die Lebensqualität und machen eine vielseitigere Nutzung des Hauses möglich. Und alle Investitionen ins Eigenheim verbessern ihren Wert, wenn das Haus einmal verkauft werden oder in die Hände der nächsten Generation übergeben werden soll.

Zusätzlicher Wohnraum unter dem Dach Zimmermeister sind die Spezialisten, wenn es darum geht, Modernisierungen zu planen und umzusetzen. Wenn es zum Beispiel um den Ausbau eines bisher nicht genutzten Dachstuhls geht, kann der Fachhandwerker alle dafür nötigen Arbeiten in Angriff nehmen. Ist der Raum unterm Dach zu niedrig, bietet sich eine Erhöhung des Kniestocks an, um mehr Kopffreiheit zu erhalten. Eine Alternative in einem fensterlosen Dach sind große Gauben mit senkrechten Fenstern, die ebenfalls mehr Raum schaffen und zugleich Luft und Licht einlassen. Werden sie mit bodentiefen Fenstertüren kombiniert, entsteht in der Mansarde echtes Balkonfeeling. Informationen

und Ideen dazu gibt es unter www.zimmermeister-modernisieren.de. Da der Zimmereifachbetrieb Bauteile aus Holz weitgehend in seiner Werkstatt vorfertigen kann, sind die Bauzeiten jeweils vergleichsweise kurz und die Bewohner müssen meist nicht umquartiert werden.

Dachdämmung fürs Raumklima Zu einem Dachausbau gehört auf jeden Fall auch eine Verbesserung der Dachdämmung, die der Zimmerer je nach Haustyp auf, zwischen oder ergänzend unter den Sparren einbringen kann. Die Dämmung spart Energie im Winter und verbessert die Lebensqualität im Sommer, da sie auch an heißen Tagen für angenehme Temperaturen in den Wohnräumen sorgt.


Handwerk 2020 SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 52

Zulassungsfreie Gewerke nehmen zu Baden-Württembergischer Handwerkstag zählt mehr als 135 000 Handwerksbetriebe im Land

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as baden-württembergische Handwerk hat im Jahr 2019 erneut zugelegt Am 31. Dezember waren 135 570 Betriebe bei den baden-württembergischen Handwerkskammern eingetragen. Die Zahl stieg damit im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um satte 1982 Betriebe oder 1,5 Prozent. Der Sprung über die 135 000er-Marke lässt sich vor allem auf Neugründungen in bestimmten Gewerken des zulassungsfreien Handwerks zurückführen. Der Anteil der zulassungspflichtigen Betriebe am gesamten Handwerk im Land lag Ende 2019 mit 79 246 Betrieben bei 59 Prozent. Die zulassungsfreien Betriebe kamen mit 31 545 Betrieben auf 23 Prozent, für das handwerksähnliche Gewerbe, das im vergangenen Jahr ebenfalls Zuwächse verzeichnete, lag der Wert bei 24 742 Betrieben oder 18 Prozent. Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold sieht die Entwicklung mit einem lachenden und

Der baden-württembergische Handwerkspräsident Rainer Reichhold einem weinenden Auge: „Die Rekordzahl von über 135 000 Betrieben freut uns natürlich. Weniger schön ist jedoch, dass Zuwächse nahezu ausschließlichim im zulassungsfreien Handwerk stattfinden. Viele dieser Betriebe werden von Soloselbstständigen geführt, teilweise auch nur im Nebenerwerb – weshalb kaum neue Arbeits- oder gar

Ausbildungsplätze entstehen.“ Im zulassungspflichtigen Handwerk hingegen seien die Zahlen seit nunmehr neun Jahren rückläufig.Wie schon in den Vorjahren beschränkten sich die Zuwächse im zulassungsfreien Handwerk auf wenige, dafür aber kräftig wachsende Berufe. So gab es im Vergleich zum Jahresbeginn 523 Fotografen (insgesamt

Foto: BWHT

3858 Betriebe) und 513 Gebäudereiniger (insgesamt: 5851) mehr. Zudem fiel ein großer Zuwachs bei Fliesen-, Platten-und Mosaiklegern, Raumausstattern und Schilder-und Lichtreklameherstellern auf. Diese Berufe gehören zu den zwölf, die seit 2020 wieder zulassungspflichtig sind. „Das legt nahe, dass hier, um der Meisterpflicht zu entgehen, noch

schnell Betriebe eingetragen wurden. Ob diese Gründungen allerdings substanzieller Natur sind, bleibt abzuwarten“, sagt Reichhold. In der Tat liegen sowohl die Neueintragungen als auch die Löschungen im zulassungsfreien Handwerk deutlich über den Werten im meisterpflichtigen Handwerk. Der Gesamtzuwachs von 1632 Betrieben oder 5,5 Prozent setzt sich aus 5734 Neugründungen und 4102 Löschungen zusammen. „Die hohe Fluktuation zeigt, dass viele dieser Gründungen nicht auf Dauer angelegt sind oder am Markt nicht überleben können“, sagt Reichhold. Aufgrund der Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Gewerken hofft der Landeshandwerkspräsident hier mittelfristig auf eine positive Entwicklung: „Eine Meisterausbildung sorgt nicht nur für mehr handwerkliches Know-how, sondern bereitet auch auf die Führung eines Betriebs vor.“

Meisterpflicht stärkt Handwerksidentität Baden-Württembergischer Handwerkstag begrüßt Wiedereinführung für zwölf Gewerke

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er Bundestag hat zum Jahreswechsel die Wiedereinführung der Meisterpflicht für zwölf Gewerke beschlossen. Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) begrüßt diese Entscheidung uneingeschränkt. „Es ist eine gute Ent-

scheidung für die Zukunft des Handwerks. Die Abschaffung der Meisterpflicht für über 50 Gewerke durch die frühere rot-grüne Bundesregierung hat zu weniger Qualität, mehr Betriebsschließungen und weniger Fachkräften geführt. Dies

hat dem Image und der Identität des gesamten Handwerks geschadet. Deshalb ist es richtig, dass die heutige Bundesregierung diesen Fehler nun korrigiert. Durch den vereinbarten Bestandsschutz muss sich kein bereits existierender Betrieb Sorgen machen“,

sagt Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold. Insbesondere drei Gründe sprechen für den Meister. Rund 95 Prozent der Lehrlinge im deutschen Handwerk werden in Meisterbetrieben oder in Betrieben mit gleichwertig qualifizierten Be-

triebsleitern ausgebildet. Meisterbetriebe leisten zudem nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur Aus-und Weiterbildung, sondern schaffen eine Qualifikation, von der gerade auch jüngere Menschen beruflich nachhaltig und perspektivisch profitieren


Handwerk 2020 SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 53

Kabelloser Allrounder Kärcher stellt akkubetriebenen Mitteldruckreiniger vor

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ärcher präsentiert mit dem KHB 6 Battery einen neuen Mitteldruckreiniger auf Basis seiner 18-Volt-Akkuplattform. Gartenstühle vom Blütenstaub befreien, Abfalltonnen mühelos reinigen oder das Fahrrad nach der Tour wieder auf Hochglanz bringen – mit einem Wasserdruck von maximal 24 bar eignet sich der kompakte Helfer für vielseitige Reinigungsaufgaben. Die Inbetriebnahme des Geräts ist denkbar einfach: Akku einsetzen,

Gartenschlauch anschließen, loslegen. So spielt der Mitteldruckreiniger seine Stärken vor allem bei der schnellen Zwischenreinigung oder an Orten ohne Stromanschluss aus. Für eine noch größere Unabhängigkeit kann mit dem optional erhältlichen Ansaugschlauch sogar Wasser aus einer Regentonne oder einem Kanister genutzt werden, damit ist der KHB 6 Battery auch prädestiniert für den Einsatz auf Balkonen ohne Wasseranschluss oder auf Reisen mit dem Wohnmobil.

Helfer für vielseitige Reinigungsarbeiten

Foto: Kärcher


Schlosser / Metallbau / Wintergarten SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 54

Feinmechanik und Machinenbau zählen zu den spannenden Tätigkeitsbereichen im Metall-Handwerk.

Hier dreht sich alles um die Produktion

Maschinenbauer sind „Allrounder“ im Metall-Handwerk

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as Metallhandwerk kennt drei Berufsfelder: Metallbauer, Feinwerkmechaniker und Glockengießer. Zum Berufsfeld der Feinmechaniker gehören auch die Maschinenbauer oder Maschinenbaumechaniker. Diese sind die „Allrounder“ im Metallhandwerk. Zunächst erlernen die Maschinenbauer die Grundtechniken der Metallbearbeitung. Damit steht ihnen die ganze Welt der Metallbearbeitung offen. Um selbständig Maschinen und ihre Teile herstellen zu können, müssen Maschinenbauer den ganzen Produktionsprozess kennenlernen und verstehen. Nicht nur Einzelteile und Komponenten, ganze Maschinen und Sondermaschinen werden von ihnen hergestellt, ausge-

liefert und gewartet. Maschinenbaubetriebe sind meist überregional und manchmal auch international tätig. Für eine Karriere als Maschinenbauer sollten Auszubildende Interesse an Technik und Computern mitbringen. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Zum Berufsfeld Feinwerkmechaniker zählen auch die Bereiche Feinmechanik, Werkzeugbau und Zerspannunstechnik. Maschinenbauer sind sowohl in der Industrie und im Handwerk tätig. Der Industriezweig ist aus dem Handwerk der Metallbearbeitung, Schmiede und Schlosser hervorgegangen. Aufbauend auf die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Maschinenbauer kann eine Fortbildung zum Feinwerkmechanikermeister erfolgen.

Feinwerkmechanikermeister planen die Arbeitsabläufe, leiten Fachkräfte an und sind für die betriebliche Ausbildung verantwortlich. Sie nehmen kaufmännische und verwaltende Aufgaben wahr, verhandeln mit Lieferanten, kalkulieren Angebote, erledigen den betriebsbezogenen Schriftverkehr und beraten Kunden. Vor allem in kleineren Betrieben arbeiten Feinwerkmechanikermeister auch selbst praktisch mit und setzen beispielsweise die Entwürfe komplexer Maschinensysteme mit elektronischer und pneumatischer Steuerung um. Sofern sie als Selbstständige einen Betrieb leiten, entwickeln sie die betrieblichen Grundsätze und bestimmen Art und Umfang der Investitionen.


Schlosser / Metallbau / Wintergarten SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 55

Trotz Kälte nah an der Natur In der kühlen Jahreszeit zeigen sich Wintergärten von ihrer besten Seite

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man dem faszinierenden Spiel der Flammen zuschauen. Unter www. sonne-am-haus.de findet man den kompetenten Wintergarten-Fachbetrieb vor Ort.

uch wenn der Klimawandel insgesamt für steigende Temperaturen sorgt: Die kalte Jahreszeit mit ihrem nasskalten Wetter wird es in Deutschland weiterhin geben. Bei Schmuddelwetter ist es in einem Wintergarten mit Wohnraumqualität besonders gemütlich. Man sitzt im Warmen, hat dennoch einen Bezug nach außen und kann beobachten, wie Schnee oder Regen auf die Scheiben fallen.

Den Wert des Hauses steigern

Wohnkomfort im Wintergarten ist keine Zauberei

Schätzungen zufolge werden in Deutschland jährlich etwa 50.000 Wintergärten gebaut. Den weitaus größten Teil davon machen Modelle als ganzjährige Wohnd für die raumerweiterung aus. bildung Für eine solche Nutzung sollte der Wintergarten che und aber entsprechend ausufgaben gestattet sein: „Er muss n mit beispielsweise auf einem kulieren richtigen Fundament ledigen stehen. Zudem sollten zogenen die eingesetzten Materialien über gute Wärmedämmeigenschaften leineren verfügen, damit keine wertvolle Heizenergie meister verloren geht“, erklärt isch mit Rainer Trauernicht vom elsweise Internetportal www. mplexer sonne-am-haus.de. Die me mit entsprechenden Profilsysteme, allen voran Aluminium, und besonders die Verglasungen sind in den letzten Jahren soweit optimiert worden, ndsätze dass diese Bedingungen Art und problemlos erfüllt werden können. „Moderne Steuerungs-

Mitten im Winter und dennoch wohlig warm: Ein Wintergarten macht‘s möglich. Foto: djd/sonne-am-haus.de systeme sorgen außerdem dafür, dass mit der Energie sorgsam umgegangen wird“, ergänzt Trauernicht. Zur Beheizung sind

neben konventionellen Heizkörpern Konvektoren beliebt, die entlang der Glasfronten in den Boden eingebracht sind. Auch Fußbodenheizun-

gen erfreuen sich aufgrund ihrer angenehmen Strahlungswärme großer Beliebtheit. Hat man einen Kaminofen im Wintergarten stehen, kann

Da ein Wintergarten zur ganzjährigen Benutzung eine komplexe Bauaufgabe ist, kommt einer kompetenten Beratung durch einen Wintergartenbauer eine besondere Bedeutung zu. „Neben dem höheren Wohnkomfort ist ein Wintergarten aber auch ein geeignetes Mittel, um den Wert einer Immobilie zu steigern“, betont Rainer Trauernicht. Im „Wettstreit“ mit anderen Objekten werde sich ein Haus mit Wintergarten, der Sonne und vor allem mehr Licht in das Innere bringt, immer positiv absetzen. (djd)


Schlosser / Metallbau / Wintergarten SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 56

Metall macht das Leben schön Der Werkstoff Metall hat viele Vorzüge / Unverzichtbar dort, wo für die Ewigkeit gebaut wird

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enster, Türen und Tore, Treppen und Geländer, Wintergärten, Vordächer, Öfen und Kamine: Metallhandwerk macht das Leben schön. Der Werkstoff Metall hat viele Vorzüge. Seine Festigkeit und Formbarkeit machen ihn überall dort unverzichtbar, wo für die Ewigkeit gebaut wird oder für einen dauerhaften Gebrauch. Klimaschutzfenster sorgen für Behaglichkeit und senken die Energiekosten sofort. Wintergärten schaffen Zwischenräume, die der Seele gut tun. Moderne Handwerksbetriebe verstehen heute mehr als ihr Handwerk. Sie sind Berater und Planer und finden mit Ihnen gemeinsam die passende Lösung. Dass so nicht nur funktionale, sondern auch formschöne und kunstvolle Möbel, Objekte oder Kunstwerke entstehen, das lernen Metallgestalter und Me-

Metallhandwerk ist auch Kunsthandwerk: Schmiedeeiserne Tore und Geländer machen das Leben schöner. talldesigner vom ersten Tag an. Metallhandwerker schaffen bleibende

Werte. Metall und Metallhandwerk sind ein fester Bestandteil europäischer

Kultur und Lebenskunst. Moderne Architektenhäuser, schmiedeeiserne

Tore und Geländer, Kunst am Bau oder im Garten, der Jugendstilbrunnen, der Wintergarten und das Passivhaus, Brunnen und Kamine, Spindeltreppen und Fenstergitter oder Sicherheitsanlagen, die uns ruhig schlafen lassen. Unvorstellbar, wieviel das Metallhandwerk für unser Leben bedeuten kann. Metall ist ein natürlicher Werkstoff, der den großen Vorteil hat, von bleibendem Wert zu sein. Zeitlos modern. Metallgestalter, wie die Schmiede von heute heißen, sind wie ihre Kollegen vom Stahl- und Metallbau Ihr Ansprechpartner, wenn sie ganz persönlich beraten werden wollen. Sie arbeiten mit großen Systemanbietern zusammen und können auch die ganz individuelle Lösung für Sie nach Ihren Wünschen herstellen. Hier finden sie die Spezialisten für alle Fragen rund um das Thema Wohnen und Metall.


Heizung / Sanitär / Klima / Blechner/Fassadenbau SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 57

Metallfassaden immer beliebter F In Kombination mit Wärmedämmung entstehen hochwertige und langlebige Fassaden

r, Kunst assadenbekleidunGarten, gen aus Metall werrunnen, den auch bei Wohnund dashäusern immer beliebter. nen undBauherren können dafür treppenaus einer großen Proer oderduktvielfalt wählen – ob en, dieEdelstahl, Aluminium, -Kupfer oder Zink. Allen -gemeinsam ist die lange andwerkHaltbarkeit, kombiniert edeutenmit einer beeindrucken-den Widerstandskraft der dengegen Witterungseinflüshat, vonse. Die hochwertige und zu sein.stilsichere Optik hand-werklich ausgeführter chmiedeFassadenbekleidungen ist en, sinddann das wertsteigernde en vomi-Tüpfelchen. Metalllbau Ihrfassaden werden vom , wennKlempner, auch Spengler -oder Flaschner genannt, llen. Siemontiert. - Entgegen der weitversammenbreiteten Meinung sind uch dieKlempner übrigens nicht Lösungfür die Wasserinstallati-on im Haus zuständig, -sondern sind Speziazialistenlisten für Metalldächer und umund Metallfassaden. Sie nen undmontieren aber auch Teilverkleidungen entweder als Wetterschutz oder zur Unterstützung der architektonischen Wirkung. Verkleidete Schornsteine, Erker oder Fensterbänke sowie Metallabschlüsse unterhalb des Daches sind keine Seltenheit. Dank der vielfältigen Formbarkeit von Baumetallen wie Titanzink kann nahezu jedes Gebäudeteil schützend verkleidet werden. In Kombination mit geeigneten Dämmstoffen lassen sich auch hochwertige wärmegedämmte und hinterlüftete Metallfassaden umsetzen, die während der langen Lebensdauer den Heizenergiebedarf des Eigen-

Eine Metallfassade hält Jahrzehnte heims nachhaltig senken. Für viele Eigenheimbesitzer ist darüber hinaus die Pflegeleichtigkeit wichtig. Denn an den glatten Metalloberflächen bleibt kaum Schmutz haften, sodass der Aufwand für Reinigung und Instandhaltung sehr gering ist. Fazit: Metallfassaden sind eine nachhaltige und zeitgemäße Alternative zu herkömmlichen wärmegedämmten und verputzten Fassaden. Sie sind besonders wi-

derstandsfähig und sehr lange haltbar. Ansprechpartner für

Foto: ZVSHK Planung und Ausführung finden sich im Klempnerfachbetrieb vor Ort.

Adressen gibt es online unter www.wasserwaermeluft.de. (tnx)


Heizung / Sanitär / Klima /Blechner SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 58

Eine Klimaanlage sorgt bei Sommerhitze für guten Schlaf D Leistungsstarke und energieeffiziente Geräte gefragt ie heißen Sommer 2018 und 2019 lassen die Nachfrage nach Klimaanlagen in die Höhe schnellen – Trend geht in Richtung leistungsstarker und energieeffizienter Geräte Bei Verbrauchern steigt der Wunsch nach gemäßigteren Temperaturen, zumindest im Wohnund Schlafbereich sowie an den Arbeitsplätzen. Viele Eigenheimbesitzer, Arbeitgeber und Ladenbetreiber entscheiden sich daher für den Erwerb einer Klimaanlage. Der Fachverband Gebäude-Klima (FGK) schätzt, dass im extrem heißen Sommer 2018 rund 15 bis 20 Prozent mehr Splitgeräte als in den Vorjahren verkauft wurden. Der bisherige Absatz lag bei ungefähr 200 000 Anlagen pro Saison. Die Zahlen erfassen allerdings nur Split- und VRF-Klimasysteme (variable refrigerant flow: variabler Kaltmittelstrom)

Klimaanlagen sind Sache des Fachmanns. und nicht die mobilen Einzelgeräte, die in Baumärkten und im Internet gekauft werden. Die gestiegenen Verkaufszahlen der Split- und VRF-Systeme schreibt der FGK zum einen den durchgehend heißen Temperaturen, zum anderen einem ver-

änderten Kaufbewusstsein zu. Im Vergleich zu den Vorjahren investierten Verbraucher öfters in höherwertige VRFKlimasysteme. „Früher wurde in Hitzeperioden sehr oft zu den günstigen, aber energieintensiven Mobilgeräten gegrif-

Foto: ZVSHK fen. Seit diesem Jahr geht der Trend, trotz höherer Anschaffungskosten, in Richtung der effektiven und leistungsstarken Multisplit- und VRFAnlagen“, sagen die Experten des Fachverbands. Für den Verband ist es ein klares Zeichen, dass die

Verbraucher auch in Zukunft mit Wärmeperioden rechnen und bereit sind, Investitionen im Bereich Klimatechnik zu tätigen. Die höherwertigen Multisplit- und VRF-Klimasysteme zeichnen sich durch ihre leise Arbeitsweise sowie energieeffiziente und effektive Kühlleistung aus. Somit amortisieren sich die höheren Anschaffungs- undAusgab Installationskosten nach kurzer Zeit. Diese Gerätew müssen von einem Fachmann installiert werden, um die genannten Vorteile zu erhalten. Dieses Jahr mussten viele Verbraucher sehr lange auf den Einbau ihrer Klimaanlage warten, da aufgrund der hohen Nachfrage die meisten Fachbetriebe über Wochen ausgelastet waren. Daher empfiehlt der FGK, sich frühzeitig um einen Termin für die Installation der Anlage zu kümmern und so für den nächsten Sommer gerüstet zu sein.


Heizung / Sanitär / Klima /Blechner SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 59

Klimapaket und Eigenheim N Informationen rund um die Heizung achdem Ende letzten Jahres das sogenannte Klimapaket beschlossen wurde, beginnt die Bundesregierung jetzt mit der konkreten Umsetzung. Dazu gehören auch neue Förderrichtlinien für Heizsysteme, die erneuerbare Energie nutzen. Eigenheimbesitzer, die ihre alte Ölheizung gegen ein System austauschen, das ohne fossile Brennstoffe auskommt, bekommen bis zu 45 Prozent der Ausgaben erstattet. Darüber hinaus gibt es noch weitere Möglichkeiten der Förderung. So unterstützen beispielsweise die KfW-Programme „Energieeffizient Bauen“ und „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ bei energetischen Baumaßnahmen. Auch die Energieberatung selbst ist förderfähig, ebenso wie die Heizungsoptimierung, die schon seit Mitte 2016 mit 30 Prozent bezuschusst wird. In der Summe gibt es für Eigenheimbesitzer, die auf erneuerbare Energien setzen, große finanzielle Unterstützung. Experten gehen davon

Anders als fossile Energieträger verbrennt Holz CO2-neutral und wächst nach. Deswegen fördert die Bundesregierung den Kauf und Einbau von Pellet-Heizungen in Eigenheimen noch stärker als in den vergangenen Jahren. Foto: DEPI/txn aus, dass der Austausch veralteter Heizsysteme sich dadurch deutlich beschleunigt. Weil jeder ausgetauschte Altkessel bis zu 2,7 Tonnen CO2 einspart, wird der Effekt

auf die CO2-Bilanz groß sein. Wer über ein neues und energiesparendes Heizsystem nachdenkt, sollte Kontakt zum Heizungsfachbetrieb vor Ort suchen. Die Experten

sind über den aktuellen Stand der Entwicklung bestens informiert, kennen sich mit Fördermitteln aus und haben vor allem einen umfassenden Überblick über die

aktuell verfügbaren und maximal förderfähigen Heizsysteme. Weitere Informationen Im Internet unter www. wasserwaermeluft.de. (txn)


Heizung / Sanitär / Klima /Blechner SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 60

Ohne Beratung geht es nicht Alte Heizungen werden stillgelegt / Heizungfachbetrieb weiß Rat

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eit Jahresanfang müssen viele Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, stillgelegt und gegen energiesparende Varianten ersetzt werden. Wer einen derartigen Oldie im Keller hat, sollte sich zeitnah in einem Heizungsfachbetrieb beraten lassen. Denn die ohnehin schon komplexen Förderbedingungen wurden jetzt durch „Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wohnungsmarkt“ ergänzt bzw. ersetzt. Was bedeutet das für Eigenheimbesitzer, die ihre alte Heizung

Nach der gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, stillgelegt und gegen moderne und energiesparende Varianten ausgetauscht werden. Foto: ZVSHK/txn austauschen? Seit Januar wird die Anschaffung von reinen Öl-Brennwert-

geräten vom Staat nicht mehr gefördert – der bisherige Investitions-

kostenzuschuss von 15 Prozent durch die KfWBank entfällt. Nachdem

im vergangenen Jahr das Klimapaket beschlossen wurde, wuchs die Sorge, dass es künftig keine öloder gasbetriebenen Heizungen mehr geben wird. Tatsächlich werden beide Heizsysteme auch in Zukunft noch erlaubt sein – wie der Blick in die neuen Förderrichtlinien für den Heizungsbereich zeigt. Wer heute einen Öl- oder Gaskessel kauft, wird ihn voraussichtlich noch bis zum Ende der Gerätelebensdauer betreiben können. Ab Mitte des nächsten Jahrzehnts sind neu eingebaute Heizölkessel aber vermutlich nur noch in Verbindung mit erneuerbaren Energien zulässig. Ein generelles Verbot von Ölheizungen ist derzeit nicht geplant. Allerdings unterstützt die neue Förderrichtlinie den Kauf von Ölheizungen nicht mehr. Es sei denn, der Ölkessel wird mit einer Solaranlage, Wärmepumpe oder einem Pellet- bzw. Holzkessel kombiniert. Kauf und Einbau dieser ergänzenden Bestandteile werden dann finanziell gefördert. Wird auf Öl als Energieträger verzichtet und auf eine Wärmepumpe, Pelletkessel oder Hybridheizung auf Gasbasis gesetzt, erhöht sich die Förderung um zehn Prozent. Dadurch trägt der Staat bis zu 45 Prozent der Investitionssumme und federt so die Umstellungskosten ab. Egal ob Neubau oder Modernisierung: gute Beratung gibt es bei den Experten aus dem Heizungsfachbetrieb vor Ort. Kontaktadressen finden sich unter www.wasserwaermeluft.de.


Heizung / Sanitär / Klima /Blechner SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 61

Mehr Komfort, mehr Sicherheit Das Badezimmer wird intelligent

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orgens beim Zähneputzen die Wetterkarte und die Staumeldungen abrufen, nachmittags auf dem Nachhauseweg per App die Raumtemperatur erhöhen – auch im Badezimmer ist smarte Technologie längst angekommen. Besonders interessant wird es, wenn das intelligente Bad seinen Nutzer per Fingerscan erkennt und Wassertemperatur, Musikwahl, Raumduft und vieles mehr individuell einstellt. Neben Komfort und Unterhaltung geht es aber vor allem um Energieeffizienz und barrierefreie Körperpflege. „Das digitalisierte Bad sollte immer auch altersgerecht

sein“, weiß Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Sehr komfortabel ist beispielsweise die berührungslose Bedienung von WC, Waschtisch und Türen. Sensoren können einen Sturz in der Dusche erkennen und bei Bedarf sogar Hilfe herbeirufen. Sinnvoll sind auch „mitdenkende“ Badezimmerspiegel mit eingebauten Bildschirmen, die beispielsweise an die Einnahme von Tabletten erinnern. Wird ein Badezimmer saniert oder barrierefrei umgestaltet, sollten die neuen Assistenzsysteme gleich mit integriert werden. Eigenheimbesitzer, die damit

Die Digitalisierung ist auch im Badezimmer angekommen. Mit Know-how des SHKFachhandwerkers ist vieles möglich, vor allem in Bezug auf barrierefreie Körperpflege. Foto: rilueda/Fotolia/ZVSHK noch warten möchten, sind gut damit beraten, zumindest die entsprechenden Stromanschlüsse setzen zu lassen – denn ohne Energieversorgung können digitale Assistenten nicht arbeiten. Die Zukunft im eigenen Bad erleben zu können, ist

vor allem eine Frage der fachgerechten Planung und deswegen sollte frühzeitig der Kontakt zu einem SHK-Fachbetrieb gesucht werden. Die Spezialisten bieten optimal aufeinander abgestimmte Smart-Home-Pakete und haben das Know-how für

die Installation der benötigten Sanitär- Stromund Datenleitungen. Den Einbau unterstützt die KfW-Bank mit den Förder-Programmen 159 und 455. Der Fachbetrieb vor Ort findet sich unter www.wasserwaermeluft. de. (txn)


Heizung / Sanitär / Klima /Blechner SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 62

Ausreichend Platz für die Pflege Das Bad sollte schnell behindertengerecht umgebaut werden können

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er im Neubau ein Badezimmer plant oder als Best Ager sein Bestandsgebäude renovieren will, sollte heute schon an morgen denken. Auf der sicheren Seite ist, wer sein Bad so konzipiert, dass es bereits behindertengerecht und barrierefrei ist - oder schnell behindertengerecht und barrierefrei ausgebaut werden kann. Dann sind alle Voraussetzungen für die Pflege im eigenen Zuhause gegeben, schließlich wollen die meisten Pflegebedürftigen am liebsten in den eigenen vier Wänden bleiben. Umbaukosten im Bad werden im Übrigen durch die staatliche KfWFörderbank im Programm „Altersgerechtes Umbauen“ mit bis zu 6250 Euro gefördert. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.kfw.de.

Umbaukosten im Bad werden durch die staatliche KfW-Förderbank mit erheblichen Beträgen gefördert. Foto: djd/ZVSHK/HEWI Wer sich beispielsweise ein Komfortbad zulegt, kann aus ihm mit wenig Aufwand bei Bedarf ein Pflegebad machen. Denn auch bei einem Komfortbad sind Abstände bereits großzügig bemessen, und

ausreichend Platz ist das Wichtigste, wenn es um ein behindertengerechtes Badezimmer geht. Nur wenn das Bad großzügig geplant ist, kann es zum zentralen Ort ambulanter oder häuslicher

Pflege durch Angehörige werden. „Deshalb sollte ein Komfort- oder Pflegebad stets von einem Fachbetrieb geplant sein“, betont Frank Ebisch, Pressesprecher des Zentralverbands

Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Besonders geschulte Handwerksbetriebe findet man etwa unter www.wasserwaermeluft. de. Der Fachhandwerker weiß auch, worauf es bei einer Badsanierung etwa bei der Koordination mit anderen Gewerken ankommt. Bei einer Planung durch den Fachbetrieb wird ein gehbehinderter Mensch im Falle eines Falles für seinen Rollstuhl oder seinen Rollator genügend Platz haben. Angehörige und Pflegekräfte können beim Toilettengang und insbesondere bei der Körperreinigung viel einfacher behilflich sein. Ausreichend Platz heißt schließlich auch, dass die Arbeitsuntensilien der Helfer adäquat untergebracht und Temperatur, Belüftung und Beleuchtung entsprechend angepasst werden.


Handwerk 2020 SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 63

Amortisierung über Jahrzehnte Lohnt sich eine energetische Sanierung überhaupt?

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nvestitionen in die energetische Sanierung von Wohngebäuden sind in der Regel wirtschaftlich, wenn eine Sanierung ohnehin durchgeführt werden muss und die Energiesparmaßnahmen daran gekoppelt werden (Kopplungsprinzip). Wirtschaftlich heißt, dass der Barwert der voraussichtlichen Energiekosteneinsparungen mindestens ebenso hoch ist wie die Kosten der Energiesparmaßnahmen. So ist es zum Beispiel wirtschaftlich, wenn bei einer ohnehin anstehenden Sanierung der Außenfassade gleichzeitig eine Wärmedämmung nach einem KfW-Effizienzstandard angebracht wird. Wohngebäude werden etwa im Durchschnitt alle 30 Jahre grundlegend modernisiert. Wenn dieses Potential genutzt und bei jeder anstehenden Modernisierung energetische Maßnahmen umgesetzt werden, ist das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 theoretisch erreichbar. Die Schweizer Prognos AG bestätigt dieses Ergebnis aus gesamtwirtschaftlicher Sicht in einer Studie: Um die Energiewende zu schaffen, unterstützt die KfW in der Studie bis zum Jahr 2050 Gebäudesanierungen in Höhe von 507 Milliarden Euro (Gesamtinvestition). Die Energiekostenersparnis dieser Sanierungen (Milliarden Euro) finanziert die geschätzten, energieeffizienzbedingten Mehrausgaben (237 Milliarden Euro). Sie

Rechnet sich eine energetische Sanierung überhaupt? Die Fachleute aus dem Handwerk helfen weiter. deckt darüber hinaus zu einem wesentlichen Teil die allgemeinen Renovierungskosten (OhnehinKosten), die unabhängig von der Energieeffizienz einer Sanierung anfallen. Um im Einzelfall für ein Wohngebäude festzustellen, welche Energiesparmaßnahmen wirtschaftlich durchgeführt werden können, ist eine einzelfallbezogene Analyse und Beratung durch einen Sachverständigen erforderlich. Die Einbindung eines Energieberaters ist deshalb bei der KfW-Förderung immer vorgeschrieben. Für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ener-

getischer Sanierungen ist Folgendes zu berücksichtigen: • Die Amortisierung von Investitionen in die energetische Sanierung eines Wohngebäudes erstreckt sich in der Regel auf mehrere Jahrzehnte. • Die zukünftig erzielbaren Energiekosteneinsparungen, die den Wirtschaftlichkeitsrechnungen zugrunde liegen, sind mit Unsicherheit behaftet. • Bei Mietwohnungen fließen die Energieeinsparungen den Mietern zu. Vermieter können die Investitionskosten nach dem Mietrecht auf die Mieter umlegen. Dies

ist jedoch nicht allen Vermietern vollständig möglich, weil die Mieterhöhungen von den Mietern nicht immer akzeptiert werden und zum Teil auch nicht finanziert werden können. Die Zinsverbilligung und Zuschüsse der KfW müssen von den Vermietern gemäß BGB § 559 auf die Mieterhöhung angerechnet werden. Die KfW-Förderung mindert dementsprechend Mieterhöhungen nach energetischen Modernisierungen. Die finanzielle Förderung in den KfWProgrammen verkürzt die Amortisationsdauer von Investitionen in die

Foto: KfW

energetische Sanierung erheblich. Mit der Zinsverbilligung und den Zuschüssen, die der Bund finanziert, amortisiert sich eine energetische Sanierung in der Regel in weniger als 20 Jahren. Außerdem steigen der Wert des Hauses und der Wohnkomfort. Die Förderung trägt damit wesentlich dazu bei, die wirtschaftliche Attraktivität der energetischen Sanierung von Wohngebäuden zu erhöhen. Die PrognosStudie zeigt, dass ohne eine ausreichende finanzielle Förderung die Ziele der Energiewende für den Wohnungsbestand nicht erreicht werden können.


Ofenbau SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 64

Exklusiver Beruf M

Ofen- und Luftheizungsbauer gestalten gemütliche Wärme / Ofenhelden stark gefragt

an könnte sie auch Feuerbändiger oder Wärmekünstler nennen: Ofen- und Luftheizungsbauer. Ein relativ seltener, exklusiver Beruf. Wer dieses Handwerk lernt und ausübt, zähmt das Feuer, bringt das archaische Element in Wohnräume und Häuser. Man gestaltet moderne Feuerstätten in vielfältigen kreativen Formen, Materialien und Ausführungen. Mit individuellem Design und umweltfreundlicher Technik. Langweilig wird es in diesem Beruf nie, denn man macht etwas Sinnvolles mit Kopf, Herz und Hand. Man hat mit Menschen zu tun und erfüllt ihren Traum nach behaglicher Wärme und

Robert Mülleneisen ist glücklich mit seiner Berufswahl: „Kaum ein anderes Handwerk verbindet so viele parallele Tätigkeitsfelder miteinander wie die des Ofen- und Luftheizungsbauers“. romantischem Feuerzauber. Den Traditionsberuf des Ofen- und Luftheizungsbauers haben junge Menschen meist gar nicht „auf dem Schirm“. Dennoch bietet die Ausbildung einzigartige Chancen für

besondere Talente: Menschen mit handwerklichem Geschick und gestalterischen Fähigkeiten. Alle, die mit Hand, Kopf und Herzblut arbeiten und als ganze Persönlichkeit gefragt sein wollen. Alle, die Abwechslung

und spannende Herausforderungen lieben. Die nicht nur im Büro sitzen, sondern zupacken, rauskommen und auch Kundenkontakt haben wollen. Als Ofenbauer kann man mit großen Freiheiten individuell im Team arbeiten und dabei viel selbst bestimmen und gestalten. „Ich kenne keinen Beruf, der so kreativ und vielseitig ist“, sagt Michael Hieckmann – selbst Kachelofenbauer und Vorsitzender der AdK, der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft. „Es ist der schönste Beruf den ich mir vorstellen kann. Wir bauen Kachelöfen, Kaminanlagen, Kaminöfen, Wassersysteme, Gaskamine, Schornsteine

und so weiter auf. Wir haben so viele handwerkliche Aufgaben, wie zum Beispiel Kacheln bearbeiten, Mauern, Schweißen, Verputzen, Dachdecker-, Maler-, Gas/Wasser-Installateur-, Elektrikerarbeiten und viele andere. Dieser Beruf ist sehr vielfältig und immer wieder abwechslungsreich. Dadurch, dass jeder Ofen ein Unikat ist, machen wir nie dasselbe, immer wieder gibt es andere Herausforderungen, dadurch ist auch viel Kreativität gefragt.“ Ofenhelden: gute Chancen für eine sichere, berufliche Zukunft. Fähige Fachkräfte haben exzellente Zukunftsperspektiven, Azubis werden meist übernommen. Mit etwas Berufserfahrung kann man den „Meister“ machen, im Betrieb aufsteigen und Fach- und Führungsaufgaben übernehmen oder sich mit einem eigenem Betrieb selbstständig machen. Spätestens als Meister können gut ausgebildete, ambitionierte Handwerker mehr verdienen, als viele Gleichaltrige mit akademischen Abschlüssen. Insbesondere selbstständige Ofenbauer verdienen oft sehr gut. Weitere Informationen, Downloads und Filme gibt es auf: www.ofenhelden.info. Adressen qualifizierter AdK Ofenbauer-Fachbetriebe und weitere Infos rund um den Kachelofen, Heizkamin und Kaminofen gibt es bei der AdK, der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft, unter www.kachelofenwelt.de.


Ofenbau SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 65

Natürliche Ofenwärme

Quelle für gesundes Wohlbefinden / Immunsystem stärken

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mmunsystem stärken: Diese SuchmaschinenEingabe liefert über 7,5 Millionen Treffer. Besonders in der kälteren Jahreszeit, wenn das Immunsystem auf Hochtouren läuft, sind Ratgeber, Webseiten, Bücher und Produkte zu diesem Thema gefragt. Das Robert-Koch-Institut beobachtet in diesem Zeitraum Erkältungskrankheiten, grippale Infekte und erfasst die Anzahl echter Grippefälle. Stärken lassen sich die Abwehrkräfte durch gesunde Ernährung, ausreichend Ruhe und Schlaf, regelmäßige Bewegung und moderate sportliche Aktivitäten, möglichst an frischer Luft mit Sonnenstrahlung zur Vitamin-D-Bildung. Förderlich sind zudem Stressabbau und Entspannung, zum Beispiel durch milde Wärme. Auf das Immunsystem kann sich die natürliche, entspannende Wärme eines Kachelofens äußerst positiv auswirken. In der Medizin wird Wärmetherapie seit Jahrhunderten angewandt. Wärme lockert Muskeln und Verspannungen, fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an. Bei Physiotherapie- und Wellness-Anwendungen werden unter anderem Infrarot-Lampen oder -Kabinen genutzt. Ärzte und Physiotherapeuten setzen Infrarot-Wärme je nach Indikation zur Linderung bei Erkältungen, im HNO-Bereich, bei Nacken- und Rückenschmerzen, Arthrose, Rheuma, Muskel- und Gelenkbeschwerden ein. Was nicht alle wissen:

Ein echter Kachelofen (Grundofen) gibt seine milde Infrarot-Strahlungswärme über einen langen Zeitraum ab. Foto: AdK/www.kachelofenwelt.de/Gutbrod Jeder Kachelofen erzeugt Infrarot-Wärme. In seiner Ofenkeramik-Ummantelung speichert er große

Mengen an Wärmeenergie, die er überwiegend als milde, langwellige Infrarot-Strahlung über

einen langen Zeitraum abgibt. Und zwar direkt an die Gegenstände und Körper im Raum, ohne die Raumluft auszutrocknen oder Staub aufzuwirbeln. Diese InfrarotStrahlung entfaltet auf körperschonende Weise eine vitalisierende Tiefenwirkung. Sie dringt in die Unterhaut ein, gibt Energie an die dort angrenzenden Gewebeschichten ab, erweitert die Blutgefäße und regt die Blutzirkulation an. Über den Blut- und Lymphstrom werden so auch tiefere Körperregionen und innere Organe erreicht. Dies verbessert die Durchblutung und

kurbelt den Stoffwechsel an. Das Gewebe wird besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, Abwehrzellen gelangen schneller an erkranktes Gewebe. Das Lymphsystem wird angeregt, schmerz- und entzündungsauslösende Substanzen und Stoffwechselendprodukte können schneller abtransportiert werden. Die gesteigerte Durchblutung entspannt Muskeln, Sehnen und fördert die Selbstheilungs-Mechanismen. Generell empfiehlt sich bei Erkrankungen, zur Sicherheit ärztlichen Rat einzuholen, ob und welche Wärme sinnvoll ist.


Dachdecker / Gerüstbauer SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 66

Im Winter den Frühling planen Gründächer sind mehr als blühende Landschaften auf dem Dach

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edes Jahr werden in Deutschland nach Angaben des Umweltbundesamtes rund 150 Quadratkilometer Boden für den Bau von Siedlungs- und Verkehrsflächen versiegelt. Das ist fast ein Drittel der Fläche des Bodensees. Besonders das Dachdeckerhandwerk kann hier für eine teilweise Kompensation dieser Flächenversiegelung einen wertvollen Beitrag leisten: durch die Dachbegrünung. Begrünte Hausdächer sind zwar kein neuer Trend, aber in vielen Großstädten wird inzwischen vermehrt das „Urban Farming“ betrieben. Hier entstehen sogar Nutzflächen mit Gemüsegärten auf Hausdächern. Gerade in den Metropolen erweisen sich begrünte Dächer als kleine „Mini-Biotope“. Hier finden Insekten ein neues Zuhause. Dazu gehören sogar Honigbienen, die andernorts – paradoxerweise auch auf dem Land – auszusterben drohen. Doch nicht nur Bienen können sich über begrünte Dächer freuen. Auch die Menschen, die unter diesen Dächern leben.

Auf dem Dach dieser Werkstatt entstand ein ganzer Garten. Zusatznutzen für die Nachbarn ist ein guter Schallschutz. Denn das Pflanzsubstrat der Dächer besitzt eine große Masse. Und von dieser Masse profitiert der Schallschutz. So kann z. B. nicht nur in Einflugschneisen der Fluglärm im Gebäude verringert werden. Auch die Nachbarn von Betrieben mit hohen Lärmemissionen können von einem Gründach auf der Produktionshalle profitieren. Die Substratschicht, auf der die extensive oder

intensive Begrünung bis hin zu einer Garten- oder Parklandschaft erfolgt, bietet weitere Vorteile: Niederschläge werden hier gespeichert und nur langsam abgeleitet. Damit wird das Kanalnetz bei großen Niederschlagsmengen entlastet. Außerdem wirkt die Verdunstungskälte im Sommer wie eine Klimaanlage für das Haus. Und diese „Klimaanlage“ benötigt keinerlei Energie für ih-

ren Betrieb. Grundsätzlich können Flachdächer, flach geneigte Dächer und sogar manche Steildächer begrünt werden. Dabei spielt die Dachausrichtung nach der Himmelsrichtung nur eine untergeordnete Rolle. Doch Gründächer sind keine Hochbeete. Die Begrünung eines Gebäudedaches ist eine Sache für die entsprechend qualifizierten Experten des

Dachdeckerhandwerks. Am Anfang der Planung steht die Überprüfung der Dachstatik auf die Eignung für diese zusätzliche Belastung. Und die ist durch das Pflanzsubstrat und seine Wasseraufnahme nicht gering. Die Vorbereitung der Begrünung erfordert ebenfalls ein Fachwissen, wie es Dachdeckern bereits in der dreijährigen Ausbildung vermittelt wird. Die unterste Schicht bildet eine zuverlässige Abdichtung. Hinzu kommt eine geeignete Wasserabführung überschüssiger Niederschlagsmengen. Geschützt werden muss die Abdichtung auch gegen das Durchdringen von Wurzeln der späteren Bepflanzung. Das Pflanzsubstrat richtet sich nach der geplanten Bepflanzung. Wie bei jedem Dach darf auch bei begrünten Dächern eine regelmäßige Wartung nicht vergessen werden. Und für die ist nicht der Gärtner, sondern auch der Dachdecker der richtige Ansprechpartner. Weitere Informationen unter www.dachdeckerbw.de


Dachdecker / Gerüstbauer SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 67

Nicht nur ein Freitagsthema Das Dachdeckerhandwerk gehört zu den Pionieren der Solartechnik / Dachbegrünung fürs Klima

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ür das Dachdeckerhandwerk ist Klimaschutz eigentlich schon ein „alter Zopf“. Seit Jahrzehnten gehört die energetische Gebäudeoptimierung zu den wichtigsten Arbeitsbereichen dieses Gewerkes. Mit der Dämmung im Dachbereich begann das Dachdeckerhandwerk, Wärmeverluste zu begrenzen. Heute befassen sich Dachdecker mit der Optimierung des gesamten Gebäudehülle: von der Dämmung der Kellerdecke bis zur Dämmung der obersten Geschossdecke, vom Wärmeschutz der Wände mit vorgehängten hinterlüfteten Fassadensystemen (VHF) bis zur Montage von Solarsystemen zur Strom- und Warmwassererzeugung an Dach und Wand. Gerade im Bereich der Solartechnik waren die Dachdecker echte Pioniere. Nach der sogenannten Ölkrise 1973 wurden vom Dachdeckerhandwerk die ersten Solaranlagen montiert. Die Wärmedämmung der Gebäudehülle – und gerade im Dachbereich – wird im Zuge des Klimawandels immer wichtiger. Denn ein optimierter Schutz vor Wärmeverlusten im Winter ist gleichzeitig ein verbesserter Schutz vor der sommerlichen Wärme unter dem Dach. Mittlerweile sind die Bereiche Reparatur und Sanierung die Hauptaufgabengebiete des Dachdeckers. Im Markt hat sich in Zeiten der Nulloder Strafzinspolitik der Banken und Sparkassen die Erkenntnis durchge-

setzt, dass die Investition in eine energetische Optimierung hohe Erträge bringt. Bei selbstgenutztem Wohneigentum profitiert der Investor durch eine Begrenzung der Kosten für die Heizenergie, bei vermieteten Immobilien steigt der Mietwert aufgrund der geringeren Nebenkosten. Zu den für das Klima erfreulichen Trends gehört zunehmend die Begrünung von Dachflächen. Die relativ hohe Masse dieses zusätzlichen Dachaufbaus kommt zum einen dem Schallschutz zugute. Zum anderen wirkt ein begrüntes Dach wie eine Null-EnergieKlimaanlage, denn durch die Verdunstung des im Substrat gespeicherten Wassers wird das Haus auf natürliche Art gekühlt

Das Dachdeckerhandwerk gehörte zu den Pionieren der Solartechnik. Schon nach der Ölkrise 1973 wurden die ersten Solaranlagen auf Dächern montiert. und vor Überhitzung bei direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Erfreuliche Nebeneffekte der Begrünung: Es ent-

stehen Minibiotope auf den Dächern, die einen Ausgleich zu der durch die Bebauung erfolgten Bodenversiegelung dar-

stellen. Bei starken Niederschlagsmengen wird außerdem das Wasser verzögert in die Kanalisation eingeleitet.


Energieversorgung / Recycling SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 68

Abfall ist wertvoller Rohstoff Recycling dient vielfach der Herstellung neuer Produkte

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ecycling ist die Aufbereitung und Wiederverwendung von Abfällen für neue Produkte. Die Idee der Wiederverwertung ist nicht neu. Schon bei den alten Römern wurden Altmetalle eingeschmolzen, und vielerorts zogen Lumpen- und Schrotthändler durch die Straßen, um alte Töpfe oder kaputte Kleider zu sammeln. Aber wozu macht man das eigentlich? Tagtäglich verwenden wir viele verschiedene Rohstoffe, zum Beispiel Kohle, Metalle, Öl oder Holz, um daraus die unterschiedlichsten Dinge herzustellen, die wir für unser Leben brauchen. Doch Rohstoffe sind auf der Welt nur begrenzt vorhanden, und deshalb müssen wir sparsam mit ihnen umgehen. Beim Recycling werden in Müllanlagen wiederverwertbare Abfälle durch unterschiedliche Verfahren in neue

Rohstoffe verwandelt. So entsteht ein Kreislauf, bei dem Rohstoffe nicht verschwendet, sondern wiederverwertet und somit Natur und Umwelt geschont werden. Abfälle sind Rohstoffe! Weil es für jedes Material ein spezielles Verfahren braucht, um es wieder verwendbar zu machen, darf nichts vermischt werden. Richtige Mülltrennung ist nämlich das A & O fürs Recycling. In den unterschiedlichen Abfallcontainern befinden sich oftmals tonnenweise Schätze. Altes Glas wird eingeschmolzen und zu neuen Flaschen und Gläsern verarbeitet. Aus altem Papier und Karton können neue Schulhefte entstehen. Aber auch Verpackungen und Toilettenpapier werden aus recyceltem Altpapier hergestellt. Aus den gesammelten Kunststoffverpackungen entstehen hauptsächlich neue Produkte, zum Bei-

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spiel Pflanzentöpfe, Roh-zent re, Kanister und Kübel. Alte Getränkedosen, Alt-Es rege metalle und Eisenschrott sind wertvolle Sekun-Bewirts därrohstoff in der Stahl-Abfällen und Aluminiumindustrie. Abfälle aus der BiotonneKreislau werden in Kompostanlagen zu hochwertigemUmsetzu Kompost verwertet. Da der Bedarf an wertvollen Rohstoffen, wieund lös Kupfer oder etwa TantalKreislau (ein Stoff, der in allenAbfallg Computern und Mobil-mehr die telefonen enthalten ist)A in den IndustrienationenKreislau ständig steigt, nimmt derim Vord Import vor allem aus Entwicklungsländern stän-biologis dig zu. Bei der Gewin-Hausha nung solcher Rohstoffetrennt z entstehen gefährlichelang wu Abfälle. Auch wenn wir diese Rohstoffe also nicht selbst herstellen oder gewinnen, verbrauchen wir sie doch alle gemeinsam. Wir sind also alle für den umweltschonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde verantwortlich! (pad)

Fachfirmen entleeren regelmäßig die im gesamten Kreisgebiet aufgestellten Glascontainer, um deren Inhalte dem Recycling zuzuführen. Foto: Peter Ade


Energieversorgung / Recycling SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 69

Biotonne bei Wärme kein Problem Neues Gesetz besagt: Kreislaufführung steht ab sofort im Vordergrund

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as Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) ist das zentrale Bundesgesetz des deutschen Abfallrechts. Es regelt grundlegend nschrottdie umweltverträgliche Bewirtschaftung von Abfällen und die damit gekoppelte Förderung der iotonneKreislaufwirtschaft. Das Gesetz dient der ertigemUmsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie von 2008 ins nationale Recht eund löst das bisherige a TantalKreislaufwirtschafts- und n allenAbfallgesetz ab. Nicht mehr die Entsorgung von Abfällen, sondern ihre ationenKreislaufführung steht mmt derim Vordergrund. Das Gesetz verlangt, die biologischen Anteile von Haushaltsabfällen geohstoffetrennt zu sammeln. Biselang wurden Speise- und enn wir t

Küchenabfälle zusammen mit dem Restmüll in der Hausmülltonne gesammelt und in die Verbrennungsanlage Basel gebracht, wo die energetische Verwertung zu Fernwärme, Dampf und Strom stattfindet. Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, bietet auch die Biotonne für diverse Organismen gute Lebensbedingungen. Für Menschen mit einer normalen Immunabwehr geht zwar von Maden und Schimmelpilzen in der Biotonne keine Gefahr aus. Zudem vermindert das Kondenswasser aus dem Biofilterdeckel die Ausbreitung von Schimmelpilzsporen. Dennoch ist eine von Ungeziefer befallene Tonne lästig. Dabei reicht es,

Ab in die Biotonne: Essensabfälle sollten nicht mehr in den Restmüll gegen werden. Foto: Archiv folgende Tipps zu beachten, um auch im Sommer kein Problem mit Maden, Fliegen und Schimmelpilzen zu bekommen. Tipp 1: Häufig legen Fliegen bereits in der Küche ihre Eier in den Bioabfällen ab. Um das zu verhindern, sammelt man Essensabfälle in einem Vorsortierbehälter mit Deckel, wickelt die Abfälle in Zeitungspapier oder benutzt Papiertüten;

Ressourcen schonen mit Abwärme aus der Industrie für den

chen wir

Energiedienst versorgt Grenzach-Wyhlen mit Nahwärme

ürlichen

E

in Nahwärmenetz versorgt in Zukunft ganze Wohnquartiere mit Wärme aus industrieller Abwärme: Die Bebauung „Neue Mitte“ in Grenzach und die Wohnquartiere Kapellenbach Ost und das Neubaugebiet am Wasserkraftwerk in Wyhlen zählen dazu. Bürgermeister Tobias Benz begrüßte die Zusammenarbeit von Gemeinde und Industrie: „Wir freuen uns, in den neuen Wohnquartieren ressourcenschonende Wärme anbieten zu können. Damit zeigen wir einmal mehr, dass wir in

Grenzach-Wyhlen den Klimaschutz ernst nehmen“. Für die Erreichung der Klimaziele wolle man „neue Technologien wie Power to Gas und das Potenzial aus der Industrie nutzen“. Diese Vorreiterrolle bestätigte ihm Dr. Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Energiedienst: „Wir schätzen die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde an unserem Standort sehr. Nur so ist es möglich, gemeinsam zukunftsweisende Projekte wie die Power to Gas-Anlage zu realisieren und mit Hilfe von ressourcenschonenden

Quellen Wohnquartiere mit Wärme zu versorgen“. Projektleiter Stefan Schlachter stellte die Gebiete der beiden Nahwärmenetze und die Details der Versorgung vor. Er betonte, dass Energiewende gleichzeitig Wärmewende bedeute: „Rund ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs findet in Haushalten statt, davon rund 85 Prozent für Heizung und Warmwasser“. In den neuen Baugebieten Abwärme für die Wärmeversorgung der Bürger zu nutzen, sei „ein zukunftsweisender Weg“.

den Vorsortiereimer bestenfalls täglich leeren, aber spätestens alle drei Tage. Tipp 2: Was für den Vorsortierbehälter gilt, gilt natürlich auch für die Biotonne. Der Fachmann rät: Halten Sie die Biotonne immer geschlossen. Die Gummidichtung und das höhere Gewicht des Deckels halten die Biotonne zuverlässig dicht. So wird verhindert, dass Fliegen und andere Insekten in die Tonne gelangen. Tipp 3: Bedecken Sie nach jeder Leerung den Boden der Biotonne mit zerknülltem Zeitungspapier oder Eierkartons. So wird Flüssigkeit aufgesaugt. Das erschwert die Lebensbedingungen für Insekten und verhindert

Gerüche. Tipp 4: Für die Leerung der Biotonne fällt keine zusätzliche Gebühr an. Stellen Sie Ihre Biotonne also zu jeder Leerung bereit. Tipp 5: Wenn Sie die Möglichkeit haben, stellen Sie die Biotonne in den Schatten, denn die Wärme begünstigt das Wachstum von Schimmelpilzen und anderen Organismen. Tipp 6: Bevor Sie Rasenschnitt in die Biotonne werfen, lassen Sie ihn in der Sonne antrocknen. So werden Vergärungsgerüche reduziert. Tipp 7: Den Deckelrand nach jeder Leerung kurz mit einem essiggetränkten Tuch abwischen. Das verhindert auch hier die Eiablage. (pad)


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Werbung / Grafik / Druck SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 71

Revolution im Büro

Rasante Entwicklung im Druckgewerbe / IT im Vormarsch

K

aum eine Branche hat sich in den letzten Jahren derart rasant entwickelt wie das Druckgewerbe. Die Funktionen der Druckindustrie haben sich intensiv mit der ITTechnologie verbunden und bieten neue Produktions- und Servicechancen an. Berufsbezeichnungen wie Schriftsetzer oder Werbevorlagenhersteller wurden um den Beruf des Mediengestalters erweitert. Die Ausbildung erfolgt im Rahmen des dualen Systems im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Die reguläre Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich. Bis zum Ende der 1960er Jahre beherrschten der Handsatz und die Bleisetzmaschinen (Linotype, Monotype) die Satzherstellung. Anfang der 1970er Jahre begannen der Fotosatz und die EDV ihren Siegeszug im Satz, so dass heute Bleisatz praktisch nur noch als Liebhaberei existiert. Ein Jahrzehnt später setzte sich die Elektronik auch in den einstufigen Reproduktionsbetrieben durch. Die Reproduktionstechnik mit Kameras und Farbauszugsgeräten wurde durch Trommelscanner und elektronische Bildverarbeitungssysteme abgelöst. Ab Mitte der 1990er Jahre begannen durch leistungsfähige Personalcomputer Satzund Bildverarbeitung zu verschmelzen. Durch die PC-Anwen-

Der alte Bleisatz existiert praktisch nur noch als Liebhaberei. Modernste Elektronik hat Einzug gehalten im Druckgewerbe. Foto: Peter Ade dung hat sich die Texterfassung aus den Setzereien zu den Autoren und Verlagen verschoben. Mit dem Siegeszug des Fotosatzes, des Compu-

ter-Publishings und der elektronischen Reproduktion wurde der Hochdruck durch den Offsetdruck abgelöst. Neueste Entwicklungen

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auf der Grundlage digitaler Datenverarbeitung sind Digitaldruck,Druck plattenherstellung direkt vom Datenträger (ohne Belichtung von Offsetfil-

men) und Cross-MediaPublishing (Produktion von Büchern und elektronischen Medien aus einer gemeinsamen Datenquelle). (pad)


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Revolution im Büro

Rasante Entwicklung im Druckgewerbe / IT im Vormarsch

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aum eine Branche hat sich in den letzten Jahren derart rasant entwickelt wie das Druckgewerbe. Die Funktionen der Druckindustrie haben sich intensiv mit der ITTechnologie verbunden und bieten neue Produktions- und Servicechancen an. Berufsbezeichnungen wie Schriftsetzer oder Werbevorlagenhersteller wurden um den Beruf des Mediengestalters erweitert. Die Ausbildung erfolgt im Rahmen des dualen Systems im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Die reguläre Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich. Bis zum Ende der 1960er Jahre beherrschten der Handsatz und die Bleisetzmaschinen (Linotype, Monotype) die Satzherstellung. Anfang der 1970er Jahre begannen der Fotosatz und die EDV ihren Siegeszug im Satz, so dass heute Bleisatz praktisch nur noch als Liebhaberei existiert. Ein Jahrzehnt später setzte sich die Elektronik auch in den einstufigen Reproduktionsbetrieben durch. Die Reproduktionstechnik mit Kameras und Farbauszugsgeräten wurde durch Trommelscanner und elektronische Bildverarbeitungssysteme abgelöst. Ab Mitte der 1990er Jahre begannen durch leistungsfähige Personalcomputer Satzund Bildverarbeitung zu verschmelzen. Durch die PC-Anwen-

Der alte Bleisatz existiert praktisch nur noch als Liebhaberei. Modernste Elektronik hat Einzug gehalten im Druckgewerbe. Foto: Peter Ade dung hat sich die Texterfassung aus den Setzereien zu den Autoren und Verlagen verschoben. Mit dem Siegeszug des Fotosatzes, des Compu-

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Friseur & Kosmetik SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 72

Zurück zur Natur Die Trend-Looks Frühjahr/Sommer 2020

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mweltbewusstsein, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Der ökologische Fußabdruck ist bedeutsamer denn je und erhält auch Einzug in die Modewelt. Die Trendkollektion Frühjahr/Sommer 2020 des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) springt auf die grüne Trendwelle auf und zeigt sich mit weichen Formen, beschwingten Bewegungen und schlichter Natürlichkeit. Neues Jahr, neue Trends: Nach den Comebacks von Vokuhila und Dauerwelle folgt damit die Rückbesinnung zur Natur. Das ZV Modeteam verabschiedet sich vom perfekten Glamour-Look und wendet sich natürlichen und wilderen Strukturen zu. Wiesen, Wälder, Flüsse, Seen und das Meer dienen als Inspirationsquellen. Natürliche Materialien, erdige Farben und pastellige Töne beherrschen die naturalistischen Trendlooks. Der Fokus der neuen Kollektion liegt auf Wellen und längerem Haar auch bei den Männern. Die Frisuren sind authentisch und lebendig und folgen der Trendbewegung „There is no Planet B“. Der Bowl Cut ist mehr als nur ein Haarschnitt – er setzt ein Statement für Offenheit und Stärke. Mit weichen und fedrigen Schnittführungen suggeriert der Look gleichzeitig aber auch eine Leichtigkeit in der Gesamtoptik und wirkt sehr feminin.

Statt Glamour-Look sind aktuell natürliche und wildere Strukturen angesagt. Foto: Zentralverband Friseurhandwerk Das lange Deckhaar fällt weich und rund ins Gesicht und erzeugt viel Bewegung und Volumen. Durch die Aufhellung der Längen und Spitzen des Oberkopfes und der Veredelung im hippen Peach geht mit dem Look die Sonne auf. Girly Quiff: Der Bowl Cut kann je nach Lust und Laune oder Anlass auch rockig, elegant oder romantisch frisiert werden. Der Pony verleiht dem Cut seine extreme Vielseitigkeit und lässt viel Spielraum für das Styling. Er darf also auch ruhig mal wild und undone getragen werden. Mit viel Textur und gelocktem Oberkopf als Swoosh gestylt, ist der Bowl Cut die perfekte Partyfrisur für den Abend. Retro allure: Auch bei den Männern ist die Ponyfrisur wieder stark im Kommen. Dabei werden die Haare an den Seiten

und am Hinterkopf weich und kompakt ausgearbeitet, bleiben aber insgesamt voll. Das längere Deckhaar wird bis zum Pony hin stark durchgestuft - auch stille Wasser sind tief. In die Stirn frisiert eine echte Go-toFrisur. Das schimmernde Tages-Make-Up mit einem zurückhaltenden rosigen Cremerouge auf den Wangen verleiht einen frischen natürlichen Look. Metallisch-Rostrote Highlights auf dem beweglichen Lid und im Augeninnenwinkel sowie ein etwas dunkleres Metallic-Rot am unteren Wimpernkranz setzen die Augen gekonnt in Szene. Die Augenbrauen werden mit einer Brauentusche aufgefüllt und in Form gekämmt und auf die Lippen wird zum krönenden Abschluss ein Lipgloss in einem dezenten Erdton aufgetragen.


Zahntechnik / Dentallabor SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 73

Hochwertige Zahnimplantate Kuratorium perfekter Zahnersatz: Komfortabler Ersatz für fehlende Zähne

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as Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) informiert: Zahnimplantate können in vielen Fällen ein hochwertiger und komfortabler Ersatz für fehlende Zähne sein. Zahnlücken oder ein zahnloser Kiefer schränken den Betroffenen in vielfältiger Weise ein. Die Ästhetik ist gestört; das Lachen erfolgt aus Scham oft hinter vorgehaltener Hand. Beißen und Kauen fallen schwer; die Ernährungsgewohnheiten müssen angepasst werden. Vorhandene Nachbarzähne kippen in Lücken bzw. Gegenzähne wachsen über die Kauebene hinaus und lockern sich; auch hier droht der baldige Zahnverlust. Zudem können die Kiefergelenke beeinträchtig werden. All diese Horrorszenarien müssen nicht sein, denn die Zahnmedizin und Zahntechnik bieten eine Vielzahl von Zahnersatzlösungen. Für jeden Patienten kann das passende Konzept empfohlen werden. Immer häufiger entscheiden sich Patienten für Zahnimplantate.

Zahnimplantate und ihre Funktion Ein Zahnimplantat nimmt die Funktion einer künstlichen Zahnwurzel ein. Das Implantat wird vom Zahnarzt bzw. Oralchirurgen in den Kieferknochen „eingepflanzt“. Aufgrund der biokompatiblen Implantatmaterialien lagert sich der Knochen auf der Implantatoberfläche an, verwächst fest im Kie-

Zahntechniker sind Experten für hochwertigen Zahnersatz. fer und dient sodann der Verankerung des Zahnersatzes. In der Regel besteht das Implantat aus zwei Teilen – dem Implantatkörper („Wurzel“ im Kieferknochen) und dem Implantatabutment (Aufbau für den Zahnersatz). Als Materialien für den Implantatkörper kommen beispielsweise Titan oder seit jüngster Zeit auch Zirkondioxid zum Einsatz. Der Implantatzahnersatz wird im zahntechnischen Meisterlabor individuell für den Patienten hergestellt und unterscheidet sich in Aussehen sowie Funktion kaum von natürlichen Zähnen. Mit Implantaten können sowohl Einzelzähne ersetzt als auch ganze Zahnreihen (zahnloser Kiefer) rekonstruiert werden. Beim Schließen einer Zahnlücke mit einem Implantat müssen keine gesunden Nachbarzähne beschliffen werden. Das Implantat fügt sich in die natürliche Zahnreihe ein wie ein natürlicher Zahn. Im gering bezahnten oder zahnlosen Kiefer kann dem Patienten

mithilfe von Implantaten ein fester Zahnersatz geboten werden. Sichtbare Klammern oder wacklige Prothesen gehören ebenso der Vergangenheit an wie die oft störende Gaumenplatte. Ein implantatgetragener Zahnersatz sorgt für einen hohen Kaukomfort. Die natürlich wirkenden „Zähne“ ermöglichen sehr gute funktionelle und ästhetische Ergebnisse. In der Regel basiert eine Implantat-Therapie auf enger Abstimmung zwischen Zahnarztpraxis und Dentallabor. Häufig erfolgt zunächst eine zahntechnische „Machbarkeits“-Analyse. Vor der eigentlichen Planung wird ein Prototyp des Zahnersatzes angefertigt. Oft helfen digitale Technologien. Der Patient kann diesen Prototypen im Mund testen. Das behandelnde Team – Zahnarzt und Zahntechniker – beurteilt, an welchen Positionen die Implantate in den Kiefer gesetzt werden müssen. Nach dem Einheilen der Implantate stellt der Zahntechniker den Zahn-

ersatz her und orientiert sich an dem vom Patienten für gut befundenen Prototyp. Für die Art des Zahnersatzes auf Implantaten gibt es verschiedene Möglichkeiten. Nach einer Beratung seitens des Zahnarztes entscheidet sich der Patient entsprechend seinen Wünschen und Möglichkeiten. Werden einzelne Zahnlücken mit Implantaten geschlossen, kommen Kronen oder Brücken zum Einsatz, z. B. aus Vollkeramik oder Hochleistungskompositen. Für den gering bezahnten oder zahnlosen Kiefer gibt es diverse Verankerungsmöglichkeiten, wie Doppelkronen, Stege oder auch die feste Brücke. Exakt auf die Situation angepasst, imitiert der Zahntechniker individuell und funktionell äs-

thetisch gesunde schöne Zähne. Oft klagen Patienten mit Vollprothesen über einen mangelhaften Halt des Zahnersatzes. Mit Mini-Implantaten wird eine einfache Lösung geboten. Der Unterschied zu „normalen“ Implantaten: Mini-Implantate sind einteilig. Implantatkörper und -aufbau werden in einem Stück in den Kiefer gesetzt. Da die Implantate einen kleinen Durchmesser haben, ist das Vorgehen sehr schonend. 4 bis 6 Implantate sind ausreichend, um einer Vollprothese wieder Halt zu verleihen. Der Zahntechniker kann entweder die vorhandene Prothese umarbeiten oder einen neuen Zahnersatz zur Verankerung auf den Mini-Implantaten herstellen.


Optiker / Hörgeräteakustiker SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 74

Vorsicht bei Fertigbrillen

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ertigbrillen online bestellen oder beim Discounter kaufen? Keine gute Idee. Solche Sehhilfen, die oftmals sehr günstig in Fernost produziert werden, berücksichtigen keine individuellen Gegebenheiten des Trägers und können zu gesundheitlichen Problemen führen. Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) rät, Brillen immer vom Fachmann anpassen zu lassen. Fertigfernbrillen fallen unter das Medizinproduktegesetz und dürften nach Ansicht des ZVA nicht ohne Weiteres vertrieben werden. Abgesehen davon, dass eine qualifizierte Augenprüfung und Sehstärkenbestimmung beim Augenoptiker oder Optometristen zur Erhaltung der Augengesundheit beitragen, ist die Fehlsichtigkeit bei den allermeisten Menschen auf beiden Augen unterschiedlich.

Hörtest klärt Stressursachen Hörminderung wird von Betroffenen anfangs nicht wahrgenommen

S

tressvermeidung und mehr Zeit für Familie und Freunde stehen auch in diesem Jahr wieder mehrheitlich auf der Liste der guten Vorsätze. Dass die Umsetzung häufig nicht gelingt, wenn das neue Jahr Fahrt aufnimmt und wieder Routine in den Alltag einkehrt, ist eine geradezu klassische Erkenntnis. Dabei könnte schon ein einfacher Hörtest bei einem Hörakustiker in manchen Fällen kurzfristig Stressursachen aufklären und die Grundlage für ein ausgeglichenes und kommunikatives Zusammenleben unter Verwandten und Bekannten legen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass schon geringe Einschränkungen der Hörleistung die Anstrengung beim Sprachverständnis stark erhöhen können. Dadurch treten Stress-

Gutes Hören ist in fast jeder Lebenssituation enorm wichtig und beeinflusst Wohlbefinden und Gesundheit. Bei Fragen rund um den Hörsinn sind Hörakustiker die kompetenten Ansprechpartner. Bild: FGH symptome wie Konzentrationsschwierigkeiten, vorzeitige Ermüdung und Antriebslosigkeit auf. Gleichzeitig leidet die Qualität der zwischenmenschlichen Kommunikation. Anhaltspunkte für

Hörminderungen gibt es im Alltag mehr als genug: Je lauter die Umgebungsgeräusche und je mehr durcheinander geredet wird, umso schwieriger wird es, den Unterhaltungen zu folgen.

Diese Situationen sind auf die Dauer anstrengend, führen zu Missverständnissen und erzeugen Stress. Wenn in ruhiger Umgebung dann wieder die gewohnt normale Verständigung möglich ist, denkt kaum jemand daran, dass mit seinen Ohren etwas nicht stimmen könnte. Mancher Vorsatz kann sich daher mit einem Hörtest leichter umsetzen lassen oder gleich erledigen: Denn nicht selten sind Stresssymptome Anzeichen für unerkannte Hördefizite. Und dem Familienleben und der Lebensqualität kommen gutes Hören und Verstehen immer und grundsätzlich zugute. Eine erste Einschätzung der persönlichen Hörleistung bietet der Online-Hörtest der Fördergemeinschaft Gutes Hören: www.fgh-info.de/ hoertest/hoertest-online.


Optiker / Hörgeräteakustiker SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 74

Vorsicht bei Fertigbrillen

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ertigbrillen online bestellen oder beim Discounter kaufen? Keine gute Idee. Solche Sehhilfen, die oftmals sehr günstig in Fernost produziert werden, berücksichtigen keine individuellen Gegebenheiten des Trägers und können zu gesundheitlichen Problemen führen. Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) rät, Brillen immer vom Fachmann anpassen zu lassen. Fertigfernbrillen fallen unter das Medizinproduktegesetz und dürften nach Ansicht des ZVA nicht ohne Weiteres vertrieben werden. Abgesehen davon, dass eine qualifizierte Augenprüfung und Sehstärkenbestimmung beim Augenoptiker oder Optometristen zur Erhaltung der Augengesundheit beitragen, ist die Fehlsichtigkeit bei den allermeisten Menschen auf beiden Augen unterschiedlich.

Hörtest klärt Stressursachen Hörminderung wird von Betroffenen anfangs nicht wahrgenommen

S

tressvermeidung und mehr Zeit für Familie und Freunde stehen auch in diesem Jahr wieder mehrheitlich auf der Liste der guten Vorsätze. Dass die Umsetzung häufig nicht gelingt, wenn das neue Jahr Fahrt aufnimmt und wieder Routine in den Alltag einkehrt, ist eine geradezu klassische Erkenntnis. Dabei könnte schon ein einfacher Hörtest bei einem Hörakustiker in manchen Fällen kurzfristig Stressursachen aufklären und die Grundlage für ein ausgeglichenes und kommunikatives Zusammenleben unter Verwandten und Bekannten legen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass schon geringe Einschränkungen der Hörleistung die Anstrengung beim Sprachverständnis stark erhöhen können. Dadurch treten Stress-

Handwerk Motor der Wirtschaft Sonderbeilage Dienstag, 25. Februar 2020

Gutes Hören ist in fast jeder Lebenssituation enorm wichtig und beeinflusst Wohlbefinden und Gesundheit. Bei Fragen rund um den Hörsinn sind Hörakustiker die kompetenten Ansprechpartner. Bild: FGH symptome wie Konzentrationsschwierigkeiten, vorzeitige Ermüdung und Antriebslosigkeit auf. Gleichzeitig leidet die Qualität der zwischenmenschlichen Kommunikation. Anhaltspunkte für

Hörminderungen gibt es im Alltag mehr als genug: Je lauter die Umgebungsgeräusche und je mehr durcheinander geredet wird, umso schwieriger wird es, den Unterhaltungen zu folgen.

Diese Situationen sind auf die Dauer anstrengend, führen zu Missverständnissen und erzeugen Stress. Wenn in ruhiger Umgebung dann wieder die gewohnt normale Verständigung möglich ist, denkt kaum jemand daran, dass mit seinen Ohren etwas nicht stimmen könnte. Mancher Vorsatz kann sich daher mit einem Hörtest leichter umsetzen lassen oder gleich erledigen: Denn nicht selten sind Stresssymptome Anzeichen für unerkannte Hördefizite. Und dem Familienleben und der Lebensqualität kommen gutes Hören und Verstehen immer und grundsätzlich zugute. Eine erste Einschätzung der persönlichen Hörleistung bietet der Online-Hörtest der Fördergemeinschaft Gutes Hören: www.fgh-info.de/ hoertest/hoertest-online.


Orthopädietechnik SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 75

Patientenrechte gestärkt Ausschreibung von Hilfsmitteln ist Geschichte / Wohnortnahe Versorgung wieder möglich

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as Ende der Hilfsmittel-Ausschreibungen ist seit 30. November endgültig besiegelt. Nach einer Übergangsfrist wird das bereits im Mai vergangenen Jahres in Kraft getretene Terminservice- und Versorgungsgesetz nun wirksam. „Damit ist der unwürdige Preiskampf auf dem Rücken der Patientinnen und Patienten hoffentlich vorbei. Die Politik hat sich klar für die Qualität der Versorgung positioniert“, betont Klaus-Jürgen Lotz, Präsident des Bundesinnungsverbands für Orthopädie-Technik (BIVOT) und Vertreter der Leistungserbringer im Hilfsmittelbereich. „Wir setzen jetzt auf eine schnelle Reaktion aller gesetzlichen Krankenkassen, um flächendeckend Verhandlungsverträge auf Augenhöhe abzuschließen – wie vom Gesetzgeber gewünscht.“ Nur so sei eine qualitativ hochwertige HilfsmittelVersorgung im Sinne des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes (HHVG) gewährleistet. „Der Wegfall der Ausschreibungen ist nicht nur für uns, sondern vor allem für die gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten ein Grund zum Feiern! Das Vertrauen in eine qualitätsgesicherte Hilfsmittelversorgung ist essentiell: Immerhin betrifft Hilfsmittel-Versorgung 25 Prozent der gesetzlich versicherten Patienten. Wir sprechen hier von mehr als 20 Millionen Hilfsmittel-Versorgungen pro Jahr in Deutschland

Die wohnortnahe und qualitätsvolle Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln ist ein Eckpfeiler des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes. Foto: BIV-OT – Tendenz aufgrund des demografischen Wandels steigend“, sagt Lotz. Der in den letzten Jahren durch Ausschreibungen seitens der Krankenkassen gestiegene Preisdruck habe zu Qualitätseinbußen bei zahlreichen Hilfsmitteln geführt sowie zur Zerschlagung einer wohnortnahen Versorgung. „Dieser Teufelskreis zulasten von Teilhabe und Lebensqualität ist nun durchbrochen. Von 90 Prozent der gesetzlichen Krankenkassen wurden auskömmliche Verträge zu marktüblichen Preisen geschlossen. Einige gesetzliche Krankenkassen aus dem Bereich der Ersatzkassen haben es aber wieder einmal bevorzugt, lieber durch Einzel- oder Open-HouseVerträge jene Dumpingpreise durch die Hintertür wieder in den Markt zu

drücken, die es zu verhindern galt. Nach dem Motto ‚Friss oder stirb!‘ bedeutet dieses Vorgehen für die Leistungserbringer erneut einen ruinösen Preiskampf, welcher am Ende in Aufzahlungen der Versicherten mündet“, kritisiert der BIVOT-Präsident. Nach dem Willen des Gesetzgebers sei es unzulässig, auf Open-House-Diktatverträge auszuweichen. „Das haben einige Krankenkassen anscheinend nicht begriffen und führen Einzelgespräche mit den bisherigen Ausschreibungsgewinnern. Ziel dürfte es sein, mit jenen Folgeverträge abzuschließen und den anderen Leistungserbringern anschließend den Beitritt anzubieten. Derartige Konstruktionen hebeln allerdings die Verhandlungsmöglichkeit der übrigen Anbieter aus. Sie entsprechen nicht der

Zielrichtung des TSVG und wurden vom Gesetzgeber klar untersagt. Wir fordern alle gesetzlichen Krankenkassen zu fairen Verhandlungen auf Augenhöhe auf.“

Fallpauschalen gelten weiter Versorgungen auf Basis von Fallpauschalen, die aufgrund von Ausschreibungsverträgen vor dem 30. November 2019 vergeben worden sind, gelten vorerst weiter. Das bedeutet: Bis zum Auslaufen des jeweiligen Versorgungszeitraums – zum Beispiel einer auf ein halbes Jahr terminierten Belieferung mit Inkontinenzmitteln – sind die Patienten nach wie vor an den Ausschreibungsgewinner und dessen Hilfsmittelangebot gebunden. Danach gilt die freie Lieferantenwahl.

Dieser rechtlich korrekte Ablauf wurde durch das Bundesversicherungsamt (BVA) bestätigt. Insgesamt jedoch ergeben sich für die Patienten erhebliche Verbesserungen: Bei neuen Hilfsmittelversorgungen ist ihre Wahlfreiheit zwischen allen zur Versorgung berechtigten orthopädietechnischen Betrieben und Sanitätshäusern wiederhergestellt. Der zwangsweise Verweis durch die Krankenkassen auf einen Ausschreibungsgewinner entfällt. Lotz: „Die Patienten werden nicht zuletzt finanziell entlastet.“ Außerdem werde die wohnortnahe Versorgung gestärkt: „Die Versicherten müssen künftig nicht mehr akzeptieren, durch einen weit entfernten Anbieter versorgt zu werden – wie es nach etlichen Ausschreibungen der Fall war.“


Bäcker / Müller SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 76

Garant für Frische und Qualität Obermeister: „Ohne Bäckerhandwerk ginge weltweit gar nichts“

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it derzeit etwa 15 Fachbetrieben im Landkreis und rund 50 Auszubildenden ist die BäckerInnung eine wichtige Säule des Mittelstands. „Ohne das Bäckerhandwerk ginge weltweit gar nichts“, ist Obermeister Fritz Trefzger überzeugt und will mit seiner Zunft weiterhin für ein aufgestelltes Handwerk werben, das alt geworden und dennoch jung geblieben sei. Natürlich könnten die Betriebe nicht mit den Preisen der Discounter mithalten. Aber Brezeln, denen man ansehe, dass sie von Hand produziert wurden, würden landauf, landab von zufriedenen Kunden geschätzt. Qualität, Vielfalt und Regionalität - dafür stehe die Innung. „Wir wollen unsere Kunden mit Qualität an uns binden“, so der

Prozent hätten einen Umsatz von unter 520 000 Euro, 33 Prozent könnten Umsätze darüber hinaus bis unter fünf Millionen Euro vorweisen. Und nur fünf Prozent lägen mit ihren Umsätzen über fünf Millionen. Das seien vor allem diejenigen, denen der Staat – zum Beispiel in BadenWürttemberg - nicht permanent auf die Finger klopfe - in erster Linie in Bezug auf Lebensmittelhygiene, Datenschutz und Kassenführung. Frisches Brot gehört auf jeden guten Frühstückstisch. Obermeister. Für die Bevölkerung spielt Brot als Grundnahrungsmittel erst seit dem späten Mittelalter eine Rolle. Etwa ab dem 12. Jahrhundert organisierten sich die Bäcker in Zünften, die ihre Interes-

sen gegenüber der Politik vertraten und den Wettbewerb untereinander regelten. Bäckerin und Bäcker, aber auch Konditorin und Konditor - das sind „Berufe vom Feinsten“ mit guten Karriereaussich-

Foto: Archiv ten. „Wer sich einmal in diesen Beruf verliebt hat, den lässt er nicht mehr los“, sagt Trefzger. Allerdings bedauert Trefzger, dass es vor drei Jahren landesweit noch zehn Prozent mehr Betriebe gegeben habe. 62

Müllerei: anspruchsvoller Beruf

Der Beruf des Müllers ist einer der ältesten der Welt. Der traditionelle Handwerksberuf erscheint heute oft hart und entbehrungsreich. Doch schon im 18. und 19. Jahrhundert aber waren Mühlen sehr oft hochmoderne Verarbeitungsstätten, die effizient die Naturkräfte nutzten. Bekannt sind über 180 verschiedene Nutzungsarten, in denen zum Beispiel Mahl-, Öl-, Sägeoder Schleifmüller arbeiteten. Ihre Produktionsstätten legten den Grundstein für die industrielle Revolution. Wasser- und Windmühlen prägen bis heute viele Landschaften in Deutschland. Heute ist die Müllerei ein Beruf, der im dualen Ausbildungssystem erlernt werden kann. An Müllerschulen erwerben die Auszubildenden alle Kenntnisse, die auf einen modernen Industriebetrieb ausgerichtet sind.Kein kalt (pad) ken in De


Metzger / Catering / Partyservice SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 77

Das Original Schwarzwälder Schinken im ganzen Land beliebt

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ein Supermarkt, kein Discounter, keine Metzgerei, kein kaltes Buffet ohne Schwarzwälder Schinken. Darauf verwies jetzt der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller in seiner Jahresbilanz, die die traditionelle Spezialität als den beliebtesten und meistverkauften Rohschinken in Deutschland erneut bestätigt. „2018 wurden insgesamt 9,4 Millionen Schwarzwälder Schinken abgesetzt und damit das Volumen des Vorjahres gehalten. 70 Prozent davon macht die vorgeschnittene SB-Packung aus. Schwarzwälder Schinken ist somit eine konstante und verlässliche Größe im Handel“, so Marie-Luise Adler, Sprecherin des Schutzverbandes. Der vorwiegend mittelständisch geprägte Verband zeigt sich mit dieser Entwicklung zufrieden, die vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktumfeldes mit rückläufigem

Fleischkonsum und volatilen Rohstoffpreisen bewertet wird. Wichtigster Vertriebspartner ist der Lebensmittelhandel, über den rund 85 Prozent verkauft werden, gefolgt vom Fachhandel mit circa zehn Prozent und der Gastronomie mit fünf Prozent. Die Markenpräsenz im Lebensmittelhandel liegt bei nahezu 100 Prozent. Schwarzwälder Schinken hat die höchste Käuferreichweite und die höchste Wiederkaufsrate im Vergleich zu anderen Rohschinken. Gut ein Viertel der Gesamtproduktion geht in den Export. Die wichtigsten Märkte sind die EU-Länder Frankreich, UK, Benelux und Osteuropa. Schwarzwälder Schinken als eine traditionelle EU-geschützte Spezialität von hochwertiger Qualität auch für zukünftige Generationen zu bewahren, ist eines der Ziele des Verbandes. „Es gilt, das Profil von Schwarzwälder Schinken als leis-

tungsstarker, regional produzierter Rohschinken weiter zu schärfen und dem Verbraucher die Einzigartigkeit und den damit verbundenen kulinarischen Genuss zu vermitteln“, so MarieLuise Adler weiter, die damit auch auf die aktuelle Kampagne „Taste Tradition“ verwies, zugeschnitten auf eine junge Zielgruppe. Unter diesem Slogan findet die vor drei Jahren erfolgreich gestartete Social-MediaKampagne „Genuss auf meine Art“ ihre Fortsetzung. Die Kampagne verfolgt das Ziel, die alltäglichen Genussmomente mit Schwarzwälder Schinken zu visualisieren und authentisch zu vermitteln. Vergangenes Jahr feierte der Schutzverband sein 30-jähriges Bestehen. Hingewiesen wurde auf die wichtigsten Meilensteine, wie die Gründung des Verbandes im Jahre 1989 und die Erlangung des EU-Schutzes für den Schwarzwälder Schinken 1997.

Kein kaltes Buffet ohne Schwarzwälder Schinken. Er ist der meistverkaufte Rohschinken in Deutschland. Foto: Schwarzwälder-Schinken-Verband

Foto: Fleischerhandwerk

Steaks nur aus echtem Fleisch

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er Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) und der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) unterstützen die Initiative aus dem Europäischen Parlament für einen EU-weiten Bezeichnungsschutz für Fleisch und Fleischerzeugnisse vergleichbar mit dem Schutz für Milch und Milcherzeugnisse. Der Verordnungsvorschlag für die gemeinsame Marktordnung wurde unter Federführung des Europa-Abgeordneten Eric Andrieu erarbeitet und betrifft insbesondere das „Steak“, das „Schnitzel“ und den „Burger“. „Als Erzeuger und Verarbeiter von Fleisch stehen wir für die Echtheit unserer Produkte ein. Gleichzeitig sind wir dem

Grundsatz der Wahrheit und Klarheit in der Kennzeichnung verpflichtet. Daher ist es aus unserer Sicht nicht akzeptabel, wenn fleischfreie Lebensmittel mit Bezeichnungen benannt werden, die üblicherweise für Fleisch und Fleischwaren verwendet werden. Eine nationale Regelung in den Leitsätzen des Lebensmittelbuches stößt aus Sicht der Verbände in vielen Fällen an ihre Grenzen. Durch die Initiative des Europaparlaments besteht nun die Chance, auch hierfür einen EU-weiten Bezeichnungsschutz und damit Rechtssicherheit für Hersteller im gesamten Binnenmarkt herbeizuführen“, heißt es in einem Schreiben an Bundes Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner.


Goldschmied SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 78

Schmuckstücke täglich tragen D Goldschmiede bieten individuell maßgeschneiderten Schmuck statt Modeaccessoires

as GoldschmiedeHandwerk ist ein wahnsinnig schönes Handwerk, sagt Alina Plücken, die in Lörrach das Goldschmiede-Atelier betreibt. Schön seien nicht nur die Ausgangsmaterialien wie Gold, Silber, Palladium, Platin oder Edelsteine, sondern auch die Tatsache, dass die fertigen Schmuckstücke ihren Besitzern Freude bereiten, erklärt die Goldschmiedin. Die Kombination aus Kreativität, klassischem Handwerk und schönen Materialen machen für Plücken die Faszination der Goldschmiede-Kunst aus. Es ist eigentlich ein „altes“ Handwerk, die meisten Arbeitsschritte und Techniken, wie Schmelzen und Gießen, Löten, Sägen, Feilen und Bohren sind über Jahrhunderte hinweg gleich geblieben. „Die meisten technischen Neuerungen kommen aus der Zahntechnik“, berichtet sie. Dass zwischenzeitlich auch 3D-Drucker Einzug in Goldschmiedewerkstätten halten, sieht Plücken etwas skeptisch. „Für mich geht die Goldschmiedekunst etwas verloren, wenn alles am Computer designt und dann nur noch gedruckt

Egal ob Sägen, Feilen, Bohren, Biegen oder Löten - das Goldschmiedehandwerk verlangt eine ruhige Hand und viel Geschick. Fotos: Alexander Anlicker wird. Was jedoch nicht heißt, dass sie neuen Techniken gegenüber nicht aufgeschlossen ist. So befindet sich in ihrer Werkstatt in der Luisenstraße auch ein Laserschweißgerät. Anders als beim Löten, wo ein Lot mit einem niedrigeren Schmelzpunkt zum Einsatz kommt, wird beim Laserschweißen das Ursprungsmaterial verflüssigt. „Man sieht dann keine Naht und keine Farbunterschiede“, erklärt die Goldschmiedin die

Vorteile der Lasertechnik. „Meine Goldschmiedewelt steht momenten - wegen der derzeitigen Edelmetallpreise - etwas auf dem Kopf“, antwortet Alina Plücken auf die Frage nach der Stimmung in der Branche.

Edelmetallpreise stehen Kopf Nicht nur, dass die Edelmetallpreise - seit der Finanzkrise 2008 - generell recht hoch seien, derzeit stehen sie wortwörtlich auf dem Kopf. Das seltenere Platin ist teilweise günstiger als Gold, Palladium liegt hingegen über dem Goldpreis. Grund ist die hohe Nachfrage der Industrie nach dem silberweiß glänzenden Edelmetall. Bei Trauringen kann es bei den Damen momentan nicht fein genug sein, antwortet die Gold-

schmiedin auf die Frage nach aktuellen Trends.

Schmale Ringe liegen im Trend Angesagt ist eine Kombination aus schmalen Ringen, so werden beispielsweise Verlobungsring, Trauring und ein Memory Ring - ein mit Diamanten besetzter

Alina Plücken in ihrem Goldschmiede-Atelier

Ring, bei dem jeder Edelstein eine Erinnerung symbolisiert - an einem Finger getragen. Die Herrenringe seien hingegen nach wie vor ganz schlicht.

Individuelle Beratung Ansonsten gebe es beim Schmuck keine Modetrends. Bei Goldschmieden wird jedes Schmuckstück individuell angefertigt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Beratung. Ein Schmuckstück muss auch zur Person passen. Die Schmuckstücke sollten nach Meinung von Plücken auch tägliche getragen werden, nicht nur bei Familienfeiern oder Opernbesuchen. „Klassisch Gelbgold“, antwortet sie auf die Frage nach ihrem persönlichen Lieblingsmaterial und -schmuck.


Handwerk 2020 / Arbeitsschutz SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Dienstag, 25. Februar 2020 · Seite 79

Sicherheit und Gesundheitschutz Arbeitsschutz lohnt sich / Fehlzeiten von Mitarbeitern bedeuten hohe Kosten für Unternehmen

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ehlzeiten von Mitarbeitern bedeuten hohe Kosten für die Unternehmen. „Besonders in kleinen und mittleren Betrieben kann der Ausfall eines Mitarbeiters empfindliche Störungen im Betriebsablauf verursachen. Deshalb liegt es naturgemäß in Ihrem unternehmerischen Interesse, Arbeitsunfälle und Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz zu vermeiden“, heißt es auf der Internetseite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Unternehmer sind verpflichtet, Unfallverhütungsvorschriften zu beachten und die Erste Hilfe organisieren. Diese können dabei auf das Beratungsangebot der Berufsgenossenschaften zurückgreifen. Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, ein Betriebsarzt und Sicherheitsbeauftragte unterstützen den Unternehmer bei der Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen. Unternehmer müssen ihre Mitarbeiter arbeitsmedizinisch betreuen lassen. Dazu wird nach den geltenden Bestimmungen ein Arbeitsmediziner bestellt, der die Vorsorgeuntersuchungen durchführt und in allen Fragen des Gesundheitsschutzes berät. Die Mindestzahl der Einsatzstunden eines Betriebsarztes ist in den BG-Vorschriften festgelegt. Darüber hinaus müssen Fachkräfte für Arbeitssicherheit bestellt werden. Die Sicherheitsfachkräfte müssen über umfangreiche sicherheitstechnische Fachkenntnisse verfügen.

Wer nicht im Schatten arbeiten kann, braucht passende Schutzkleidung um sich vor der Sonne zu schützen. Hautkrebs gehört zu den häufigsten Berufskrankheiten. Foto: BG Bau Die Berufsgenossenschaften bieten die hierfür erforderliche Aus- und Fortbildung an. Es gibt im Betrieb angestellte und externe Sicherheitsfachkräfte sowie überbetriebliche sicherheitstechnische Dienste. Die notwendige Zahl der Einsatzstunden einer Sicherheitsfachkraft ist in den BG-Vorschriften festgelegt. Die Qualität der Betreuung ist bei sicherheitstechnischen Diensten gewährleistet, die das Zertifikat der Gesellschaft für Qualität im Arbeitsschutz (GQA) vorweisen können. Sicherheitsbeauftragte sind Beschäftigte, die den Unternehmer ehrenamtlich bei der Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes unterstützen. Sie sorgen dafür, dass Schutzvorrichtungen und -ausrüstungen vorhanden sind und weisen Kollegen auf sicherheits- oder gesundheitswidriges Verhalten hin. Der oder die Sicherheitsbeauftragte ist keine Aufsichtsperson, sondern hat eine beratende Funktion.

Die Aus- und Fortbildung der Sicherheitsbeauftragten wird von den Berufsgenossenschaften angeboten. Beschäftigt ein Unternehmen mehr als 20 Mitarbeiter, so muss es mindestens einen Sicherheitsbeauftragten bestellen. Sind die Mitarbeiter einer höheren Unfallgefahr ausgesetzt, so empfiehlt sich die Bestellung des Sicherheitsbeauftragten schon bei weniger als 20 Mitarbeitern. Die Benennung sollte schriftlich und unter Absprache mit dem Betriebsrat erfolgen. Weiterhin sollten Sie die Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie den direkten Vorgesetzten einbeziehen.

TOP-Prinzip Das TOP-Prinzip bestimmt die Rangfolge: erst technische, dann organisatorische und zuletzt persönliche Maßnahmen. Technische Maßnahmen: Sicherheitsgerechte Einrichtung und Unterhaltung von Maschinen und Geräten, Betriebsein-

richtungen, Arbeits- und Sozialräumen. Organisatorische Maßnahmen: Regelungen, um Arbeitsvorgänge sicher zu gestalten, zum Beispiel in Betriebsanweisungen und

durch Informationen. Personenbezogene Maßnahmen: Dazu zählen beispielsweise Unterweisungen und persönliche Schutzausrüstung, wie Arbeitskleidung.


Handwerk 2020  

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