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Gewusst Einkaufen und GenieĂ&#x;en im Badischen

Dezember 2020

Foto: Andrey Kiselev - stock.adobe.com

In 50.000 Haushalten von Basel, Riehen, Pratteln, Birsfelden, Allschwil, Muttenz, Bettingen, Binningen, Augst, Bottmingen, Frenkendorf, Giebenach, Kaiseraugst, Rheinfelden, Magden und MĂśhlin.

Es weihnachtet trotzdem!

Bummeln und wandern in der badischen Nachbarschaft


Vorneweg

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n den vergangenen Wochen war Corona wieder beherrschendes Thema im Dreiland. In der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland führten die steigenden Infektionszahlen zu neuerlichen massiven Einschränkungen - wenngleich die Maßnahmen einmal mehr höchst unterschiedlich ausfallen. n Deutschland wird die Gastronomie für einen Monat abermals heruntergefahren. Die Beizen sind zu. Bis voraussichtlich Ende November dürfen Gasthäuser Essen nur zum Mitnehmen anbieten. Dies zumindest war Stand der Dinge bei Redaktionsschluss. ei steigenden Zahlen ändern sich die Vorschriften quasi im Tagesrhythmus. Was heute gilt, kann sich morgen schon wieder geändert haben. ine Menge Veranstaltungen, die wir im letzten Heft angekündigt haben, sind corona-bedingt ins Wasser gefallen. Alle Anlässe, die wir in dieser Ausgabe ankündigen, können theoretisch ebenso wieder abgesagt werden, sollten die Infektionszahlen zu weiteren Verschärfungen führen. Wir empfehlen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, im Zweifelsfall kurzfristig beim jeweiligen Veranstalter nachzufragen. Zu jeder Ankündigung haben wir die Kontaktdaten ans Ende gestellt. ieles ist derzeit nur eingeschränkt möglich, auf Weihnachten dürfen wir uns umso uneingeschränkter freuen. Es wird ruhiger werden als in den vergangenen Jahren - machen wir das Beste daraus. Sie wissen ja: selbst einen harten Brocken wie Ebenezer Scrooge im Weihnachtsmärchen von Charles Dickens hat der Geist der Weihnacht verzaubert. DIE REDAKTION

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Die neuen Corona-Verordnungen im Überblick

Burghof setzt auf das neue Jahr Programmplanung mit einigen Unwägbarkeiten

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Einkaufen im Badischen

Über den Rhein verbunden Großes trinationales Ausstellungsprojekt

Auf den Allmendweiden

Herbstausflug in eine wunderbare Landschaft

Die Country-Saison steht bevor

Im Rössle freut man sich auf die kommende Saison

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Geheimtipp Geiersnest

Spaziergänge abseits von Lärm und Hektik

Schwarz, weiß, grau

Neue Ausstellung im Haus Salmegg in Rheinfelden

Viel Kunst im Loft

Blickfänge im Schauraum von Renate Schöpflin

Digitaler Lesespaß

Kinderbuchmesse geht online über die Bühne

Da blüht uns noch was

Initiative für einheimische Pflanzen

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Dezember 2020

Mehr als eine Sprache

Die Regionalgruppe Wiesetal der Muettersproch-Gsellschaft feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Im Interview erklärt deren langjährige Leiterin Heidi Zöllner, was den alemannischen Dialekt ausmacht und warum sie sich für ihn einsetzt. Das Gespräch führten wir auf Alemannisch. Um einen Eindruck von dem Dialekt zu vermitteln, haben wir einige alemannische Sätze (kursiv) in den Text übernommen. Frau Zöllner, im Wiesental zwischen Lörrach und Feldberg ist das Alemannische auf dem Rückzug, und zwar vorne im Tal deutlich stärker als hinten. Manche Eltern sprechen Hochdeutsch mit ihren Kindern, obwohl der Nachwuchs das Hochdeutsche über Schule und Fernsehen sowieso lernt. Viele Kinder können kein richtiges Alemannisch mehr. Was halten Sie davon? Heidi Zöllner: Do devo halt i gar nüt, weil s Alemannischi nit nur e Sproch isch, sondern au e Stuck Kultur. In der Schweiz oder auch in Bayern spricht man ganz selbstbewusst und selbstverständlich die jeweiligen Dialekte. Ich würde mir wünschen, dass es bei uns auch so wäre. Das Alemannische wird zunehmend auch ans Hochdeutsche angeglichen. Wie finden Sie diese Verwässerung? Die finde ich persönlich fürchterlich. Entweder schwätz i Hochdütsch oder i schwätz Alemannisch. Die Verwässerig schadet em Dialekt ender, als dass si ihm hilft. Zuedem hört mer immer weniger usse, wo einer herchunnt. Auch deshalb, weil heute viele Leute eine Arbeitsstelle auswärts haben, gleichen sich die dialektalen Unterschiede immer mehr an.

Früher hat man deutlich herausgehört, von wo jemand herstammte. In Zell sagt man für ‘grün’ zum Beispiel ‘grüen’ und vier Kilometer weiter in Hausen sagt man schon ‘griäen’. Worin liegt für Sie die Schönheit des alemannischen Dialekts? Ich sage Ihnen zwei Beispielsätze: ‘Sie hat ihr Baby im Kinderwagen’. Und: ‘Sie hät ihre Buschili in de Schese’. Mengi Sache sin im Alemannische eifach weicher. ‘Buschili’ ist doch viel lieblicher und herzlicher als ‘Baby’. So git s e hufe Sache. Au, wenn öbber mit öbberem schimpft, chunnt des im Alemannische it so hart dure.

es sowohl Dialekt als auch Hochdeutsch spricht. Wie beim Lernen einer Fremdsprache fördert es die Verknüpfung der Synapsen im Gehirn.

wollen ja auch, dass man konsequent alemannisch schwätzt. Sie können es zwar selber nicht, aber sie verstehen es und sie mögen es. Mein früherer Chef, der kein Alemanne war, lernte zum Beispiel begeistert den Ausdruck ‘I mueß emol luege’, um ihn von da an regelmäßig zu verwenden.

Worin sieht die MuettersprochGsellschaft ihre Aufgaben? Dodrin, dass d Muettersproch erhalte blibt in Wort un Schrift. Darüber aufzuklären, dass der alemannische Dialekt nichts Schlechtes Heidi Zöllner lebt in Hausen im Wiesental. Als Leiterin der 120 Mitglieder starken Re- ist, sondern eine gionalgruppe Wiesetal - einer der aktivsten Bereicherung. AuWarum tun sich vie- Gruppen in der gesamten Muettersprochßerdem fördern le mit ihrem aleman- Gsellschaft - hat sie ordentlich zu tun. wir Mundart-Aunischen Dialekt so Wenn Zeit bleibt, schreibt sie selbst auf toren, damit sie schwer? auftreten können Alemannisch, überwiegend KurzgeschichDo defür git s fascht ten und manchmal auch Gedichte. und Honorare erso viili Gründ, wie s halten. Wir von Lütt git. Die einen der Regionalgruphalten sich für etwas Bes- Wie gehen Sie vor, wenn ihr pe Wiesetal laden außer im seres, den anderen ist der Gegenüber kein Aleman- Januar jeden Monat einen Dialekt im Kindergarten nisch spricht? anderen Mundart-Autor und in der Schule ausge- Wenn öbber Hochdütsch oder eine Mundart-Autrieben worden. Wieder schwätzt, schalt ich au- torin ins Hebelhaus nach andere meinen, ihre Kinder tomatisch uf Hochdütsch Hausen ein. 25 Besucher hätten Nachteile, wenn sie um. Wenn ich aber merke, sind immer da, manchmal Dialekt sprechen. Dabei ist dass der andere Aleman- auch 50 oder 60, dann ist es erwiesen, dass es einem nisch versteht, spreche es allerdings gestopft voll Kind Vorteile bringt, wenn ich Alemannisch. Viele im Hebelhaus. Bei unseren

Abenden legen wir Wert darauf, auch unbekannten Autoren eine Plattform zu geben. Da sind manchmal die schönsten Diamanten dabei. Gibt es denn so viele Mundart-Autoren? Leider sind viele gute Mundart-Autoren bereits verstorben und es wird schwieriger, junge Nachfolger zu finden. Aber wir laden ja regelmäßig auch Autoren aus der Schweiz und aus dem Elsass ein. Und wir suchen nach Wegen, um die jungen Leute zu erreichen, zum Beispiel auf Facebook und Youtube. Mir sin scho in de hüttige Zit acho. Stößt die Arbeit der Muettersproch-Gsellschaft auch in der Schweiz auf Interesse? Rund um Basel ja. Das liegt zum Teil auch an Johann Peter Hebel, der ja aus Hausen stammte und für den sich viele Basler engagieren, zum Beispiel in der Hebelstiftung. Zum Hebelfest in Hausen kommen traditionell auch Gäste aus der Schweiz. Als Vertreterin der MuettersprochGsellschaft war ich selber schon zum Vogel Gryff Tag eingeladen, was für mich eine hohe Ehre und ein Riesenerlebnis war. Fortsetzung auf Seite 4


Fortsetzung von Seite 3 Viele Schweizer schütteln den Kopf darüber, dass es der alemannische Dialekt bei uns so schwer hat. Für sie ist der Dialekt die Hauptsprache. Gibt es noch Hoffnung für das Alemannische? Es gibt zwischenzeitlich auch im vorderen Wiesental Kindergärten, in denen ganz bewusst zumindest stundenweise wieder alemannisch gesprochen wird. Das freut mich wahnsinnig. Die große Feier zum 40-Jährigen fiel wegen Corona ins Wasser. Wie haben Sie das Jahr erlebt? Des isch scho e komisch Johr gsi. Außer unserer Mitgliederversammlung

im Februar konnten wir nichts machen. Wenn es möglich ist, werden wir unsere Jubiläumsfeier 2021 nachholen.

Wie Sunnestrahle Wärnt E fründlich Wort En liebe Blick S Herz De Himmel goht uf Bringt Liebi in d Welt Un s choschtet nüt Heidi Zöllner

Den ganzen November sind die Gärten im Landhaus Ettenbühl in Hertingen kostenfrei geöffnet. Auch hier gilt: Es dürfen nur Personen aus maximal zwei Haushalten gemeinsam unterwegs sein. Auf sieben Hektar Fläche gebe es auch in der Hochsaison keine Engpässe bei Abständen und Kontakten, teilt das Landhaus Ettenbühl mit. Das Restaurant bleibt allerdings geschlossen.

INFO: Heidi Zöllner Telefon: (0049)7622-1631 E-Mail: wiesetal@muettersproch.de www.alemannisch.de

INFO: Landhaus Ettenbühl Hof Ettenbühl 79415 Bad Bellingen-Hertingen Telefon: (0049)07635-827970 www.landhaus-ettenbuehl.de

E fründlich Wort

Anzeigenleitung: Achim Abele (verantw.) Tel. (0049)7621/4033-39

Impressum Gewusst wo Einkaufen und Genießen im Badischen Verlag und Herausgeber: Oberbadisches Verlagshaus Georg Jaumann GmbH & Co. KG Am Alten Markt 2, D-79539 Lörrach Projektleitung: Martin Pförtner, Tel. (0049)7621/4033-12 E-Mail: m.pfoertner@verlagshaus-jaumann.de Kontakt mit Verlag/Anzeigen: Am Alten Markt 2, D-79539 Lörrach. Tel. (0049)7621/4033-30. Fax (0049)7621/4033-82 E-Mail: anzeigen@verlagshaus-jaumann.de

Juni 2019

Städtlitag

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Offene Gärten im Landhaus Ettenbühl

Kontakt zur Redaktion: Tel. (0049)7621/4033-50. Fax (0049)7621/4033-81 E-Mail: gewusstwo@verlagshaus-jaumann.de Redaktion: Veronika Zettler, Guido Neidinger (Ltg.) Druck: Badisches Druckhaus Baden-Baden GmbH Erscheinungsweise: 12 mal jährlich Verbreitung: 50.000 Exemplare in Basel, Allschwil, Augst, Bettingen, Binningen, Birsfelden, Bottmingen, Frenkendorf, Giebenach, Kaiseraugst, Rheinfelden, Riehen, Magden, Möhlin, Muttenz und Pratteln. Anzeigenpreise: z.Zt. nach der Preisliste Nr. 64 Verlagshaus Jaumann.

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Dezember 2020

Maskenpflicht in Fußgängerzonen und auf Märkten.

Einkaufen und genießen

im Badischen

Die Corona-Regeln in der Nachbarschaft Besucher aus der Schweiz können weiterhin problemlos in der badischen Nachbarschaft einkaufen. In Baden-Württemberg gilt für den „kleinen Grenzverkehr“ eine 24-Stunden-Regel für Gäste aus den nächsten Kantonen wie BaselStadt, Basel-Landschaft, Aargau, Appenzell (Innerrhoden, Ausserrhoden), Jura, Schaffhausen, Solothurn, St. Gallen, Thurgau und Zürich. Keine Restaurantbesuche Gastronomie-Besuche sind in Deutschland im November nicht möglich. Zum 2. November ist eine neue, bundesweite Corona-Verordnung in Kraft getreten, die bis voraussichtlich Ende November gilt und weitere Einschränkungen mit sich bringt. So sind Gastronomiebetriebe, Bars, Dis-

In der Lörracher Fußgängerzone weisen Plakate und Schilder auf die Maskenpflicht hin.

kotheken und Beizen geschlossen. Die Lieferung oder Abholung von Essen ist möglich. Einkaufen wie bisher Geöffnet bleiben hingegen die Geschäfte. Dabei soll sichergestellt werden, dass sich in Läden nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Weiterhin gilt in Geschäften die Maskenpflicht sowie das Abstandsgebot. Keine Konzerte Schließen müssen im November auch Einrichtungen der Freizeitgestaltung wie etwa Theater, Konzerthäuser, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen oder Wettannahmestellen. Geschlossen bleiben zudem Thermal- und Spaßbäder sowie Saunen. In der Öffentlichkeit soll man sich aktuell nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts sowie maximal eines weiteren Haushalts, höchstens jedoch mit zehn Personen aufhalten. In verschiedenen Fußgängerzonen und auf öffentlichen Plätzen gilt die Maskenpflicht. Entsprechende Schilder informieren darüber. INFO: Zu den in Baden-Württemberg geltenden Corona-Verordnungen gibt es eine Übersicht im Internet unter www. baden-wuerttemberg.de.


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Dezember 2020

Planung voller Unwägbarkeiten

Aufgrund der gestiegenen Corona-Infektionszahlen wurden in Deutschland Ende Oktober neuerliche Einschränkungen beschlossen. Auch der Lörracher Burghof musste alle geplanten Veranstaltungen bis Ende November absagen. „Was kommen kann, weiß keiner“, dieses Zitat von Henrik Ibsen kann man seit vielen Jahren im Foyer des Lörracher Burghofs lesen - und im Jahr 2020 scheint es die Lage des Kulturhauses besonders gut zu treffen. Nachdem der Burghof unlängst ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet und die Besucherkapazität von 800 Personen auf maximal 180 reduziert hatte, muss das Haus nun trotzdem - wie andere Kultureinrichtun-

gen - im November schließen. Alle Veranstaltungen für diesen Monat wurden bereits abgesagt. Kurz zuvor hatte der Burghof das neue Programm für das erste Quartal 2021 vorgestellt. Mehr als 30 Veranstaltungen diverser Sparten sind derzeit im Vorverkauf zu buchen, darunter Klassikkonzerte mit dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Sinfonieorchester Basel sowie Kabarett mit LaLeLu, Alfons und Pawel Popolski.

Alfons

Ebenfalls dabei: Tanz mit Aterballetto, Konzerte von Dominique Horwitz, Stiller Has und Gisela João. Einige Künstler wollen Doppelauftritte pro Abend geben, damit die Besucher gut Abstand halten können. Wie die Corona-Situation im Januar aussehen wird, weiß derzeit freilich noch niemand.

KRAAN

Gardi Hutter

Tickets und Infos im Internet unter www.burghof. com oder telefonisch unter (0049)7621-940 890.

Burghof-Programm Frühjahr 2021 9. Januar 2021, 18 & 20.30 Uhr: Stuttgarter Kammerorchester 10. Januar, 18 Uhr: Spot The Drop 14. Januar, 20 Uhr: Hary de Ville 15. Januar, 18 & 20.30 Uhr: Volkmar Staub & Das Badische Sympathie Orchester 16. Januar, 18 & 20.30 Uhr: Alfons 17. Januar, 11 Uhr: Duo Jilo 19. Januar, 10 Uhr: Die kleine Seejungfrau 20. Januar, 20 Uhr: KRAAN 21. Januar,18 & 20.30 Uhr: LaLeLu unplugged

28. Januar, 18 & 20.30 Uhr: Florian Schroeder 29. Januar, 18 & 20.30 Uhr: ONAIR 3. Februar, 20 Uhr: Anne Ehmke & Daniel Vogel 4. Februar, 20 Uhr: Burghofslam: Das Original 27. Februar, 20 Uhr: Matthias Egersdörfer 28. Februar, 18 Uhr: Fauré Quartett 3. März, 20 Uhr: Augustin Hadelich (Violine) & Charles Owen (Klavier) 4. März, 20 Uhr: Gisela João 5. März, 20 Uhr: Ensemble Recherche 6. März, 18 & 20.30 Uhr: Vince Ebert 7. März, 11 Uhr:

Klavierduo Neeb 11. März, 20 Uhr: Birth Control 12. März, 20 Uhr: Cello-Oktett des Sinfonieorchesters Basel 14. März, 20 Uhr: Aterballetto 16. März, 20 Uhr: Gardi Hutter 17. März, 20 Uhr: Dominique Horwitz & Friends 18. März, 20 Uhr: The King‘s Singers 19. März, 20 Uhr: Stiller Has 21. März, 20 Uhr: Kabarett Distel 26. März & 27. März: Between The Beats Festival

Stiller Has

Anne Ehmke


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Die Sanftheit ist zurückgekehrt Die 2,15 Meter hohe Skulptur „Douceur“ (Sanftheit) ist in den Schlaufen-Kreisel bei der Insel im Stadtzentrum von Weil am Rhein zurückgekehrt. Ihre Erschafferin, Kesselhaus-Künstlerin Maritta Winter, konnte das Werk vergangenes Jahr während der Biennale in Venedig in den Giardini della Marinaressa ausstellen, und setzte derweil an die Stelle der Douceur eine andere Plastik. Nun ist die Sanftheit - versehen mit einer neuen, wetterfesten Schicht - wieder an ihrem angestammten Platz. Die Skulptur gehört zur Galerie im öffentlichen Raum, die vor allem im Bereich der Weiler Hauptstraße eine Reihe von Installationen zeigt: angefangen vom Pferdekopf von Max Sauk über das „Lotterweib“ von Dorothee Rothbrust im Läublinpark und „Respekt“ von Volker Scheurer bis hin zu „Saulus“ von Reini Bombsch und dem „Obelisken“ von Antoine Zgraggen. Informationen unter www.marittawinter.com.

Es geht voran Die Dreiländergalerie am Europaplatz in Weil am Rhein wächst Bauteil für Bauteil in die Höhe. Das auf 100 Millionen Euro taxierte Projekt sieht neben 60 bis 70 Läden und Gastronomiebetrieben ein Parkhaus mit rund 550 Stellplätzen vor. Läuft alles planmäßig, wird das Einkaufszentrum in einem knappen Jahr eröffnet.


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Dezember 2020

Über den Rhein verbunden Bei einem grenzüberschreitenden Projekt sind mehr als 30 Ausstellungen geplant

Es ist ein großes Projekt, das im übernächsten Jahr realisiert werden soll. Im Mittelpunkt: Der Rhein. Die Macher: Direktoren und Kuratoren von Museen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Geplant sind mehr als 30 Ausstellungen zum Thema Rhein. Eine Tagung der Mitwirkenden, die unlängst im Dreiländermuseum Lörrach stattfand, verstanden die Teilnehmer

auch als Signal: Gerade in Zeiten der Pandemie und einer für viele überraschenden, kurzfristigen Grenzschließung im Frühjahr wolle man die grenzüberschreitende Zusammenarbeit pflegen und ihr neue Perspektiven für die nahe Zukunft geben. Die Ausstellungen werden in Südbaden, in den Departements Haut Rhin und Bas Rhin und in der Nordwestschweiz zu sehen

sein und den Rhein unter verschiedenen Aspekten beleuchten. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Natur, Ökologie und Schifffahrt sollen ebenso Thema sein wie Archäologie, Industrialisierung, Kunst, Kultur und Technik sowie verschiedene, regionale, nationale und trinationale Blickwin-

Organisieren die bislang größte Ausstellungsreihe zum Thema Rhein: Teilnehmer der trinationalen Arbeitstagung im Dreiländermuseum Lörrach.

kel. Die Ausstellungsreihe von großen und kleineren Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz will dadurch einen besonders breitgefächerten Zugang schaffen. Die Aufnahme weiterer Ausstellungen ist möglich. Nächstes Arbeitstreffen ist am 4. Mai 2021. Weitere Informationen im Internet unter www.dreilaendermuseum.eu/de/NetzwerkMuseen.

Info

Das Netzwerk Museen organisiert die Ausstellungsreihe im Rahmen des Museums-Pass-Musées. Der Museums-Pass-Musées ermöglicht den Eintritt in 335 Museen, Schlösser und Gärten in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Ausführliche Informationen zum Pass gibt es im Internet unter www. museumspass.com.


Dezember 2020

Der Hirtenpfad bei Fröhnd ist nicht nur landschaftlich ein Genuss. Erlebbar wird auch die Geschichte der Jahrhunderte währenden Allmendwirtschaft, die im Oberen Wiesental bis noch vor Kurzem praktiziert wurde.

Unmutsbekundungen an einer Lörracher Gaststätte.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) kritisiert die neuerliche Schließung von Gaststätten. Die Zahlen des Robert-Koch-Institus würden in Hotellerie und Gastronomie kein relevantes Infektionsgeschehen zeigen, so DEHOGAPräsident Guido Zöllick. +++++ Wie wird die Gastronomie den Corona-Winter überstehen? Im November soll in Deutschland erst einmal alles dicht bleiben. Da nutzt es auch wenig, dass die Anschaffung von Heizpilzen und Wärmestrahlern für die Gastronomie staatlich gefördert wird. Dies soll es den Wirten leichter machen, ihre Gäste im Freien zu bedienen und dadurch das Infektionsrisiko zu verringern. +++++

Nachdem auch das Kirschtortenfestival in Todtnauberg in diesem Jahr abgesagt werden musste, steht ein neuer Termin fest: Am 25. April 2021 soll von 11 bis 17 Uhr wieder nach Leibeskräften gebacken und dekoriert werden. Professionelle Zuckerbäcker und Hobbykonditoren stellen dem Publikum ihre Kreationen

Auf die Allmendweiden 8 des Oberen Wiesentals

aus Sahne, Biskuit, Kirschen, Schokolade und Kirschwasser vor. Alle an diesem Tag gemachten Torten werden prämiert. Die tollsten Bäcker erhalten einen Preis, der/die Beste wird Schwarzwälder Kirschtortenkönig/in. Wer mitmachen möchte, erhält Informationen im Internet: http://kirschtorte.de oder telefonisch: (0049)7652-1206 8530. +++++ Viele alte Apfelsorten sind im Dreiländereck ganz oder fast ganz verschwunden. Mit dem Projekt Öpfelgärtli will Eleonora Zickenheiner diesem Verlust entgegensteuern. Zum einen handelt es sich dabei um ein Forschungsprojekt an der HumboldtUniversität Berlin. Anhand von 120 Sorten soll untersucht werden, welche Inhaltsstoffe regionale Apfelsorten enthalten, welche besonders gesund und etwa für Allergiker verträglich sind. Zum anderen werden Apfelsorten, die sich auf Basis der Forschungsergebnisse als empfehlenswert erweisen, in ein sogenanntes Arboretum (ein Erhaltungsgarten) in Binzen gepflanzt. Der Garten soll durch Informationen rund um die Sorten und ihre Geschichte ergänzt werden. Infos zum „Öpfelgärtli“ im Internet unter www.öpfelgärtli. de.

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er durch das Obere Wiesental fährt, kann etwa ab Zell im Wiesental in den Dörfern links und rechts der Straße aufwärts noch die Terrassenfelder sehen - sie erinnern mitunter an die Vignobles am Genfer See oder an die Reisfelder in Asien. „Gliechdeil“ nennt man sie hier, die Allmendfelder der Landwirte, die alle paar Jahre unter den Bauern neu aufgeteilt wurden. Gerechte Aufteilung war selbstverständlich in der Allmendwirtschaft im Feld, im Wald und auf der Weide. Durch die in Wiesental und Hotzenwald praktizierte Realteilung beim Erbe, die eben auch Gerechtigkeit bedeutete, wurden die zu bewirtschaftenden kleinen Haus- und Hofgüter schmaler. Umso wichtiger war es, dass jeder sein Auskommen hatte. iese Allmende hatte über Jahrhunderte funktioniert und wurde nicht nur auf den Äckern praktiziert. Sie erfüllte ihren Zweck auch auf dem Weidberg für die Milchkühe im Sommer. n den steilen Hängen rund um das Obere Wiesental waren die Hinterwälder zu Hause, eine Rasse von unternehmungslustigen, neugierigen und aufgeweckten kleinen Rindern, die - besonders geländegängig und robust - auch mit mageren Weiden viel anfangen konnte. hre großen Vorzüge sprachen sich herum. Nicht nur, dass ihre Milch von den Bergweiden so gut schmeckte, nein, auch im Ausland wurden die Hinterwälder wegen ihres Fleischs renommiert,

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Das Hinterwälder Rind (Kuh rechts) ist im Südschwarzwald zu Hause. Längst werden hier auch andere Rinderrassen gehalten. so dass es heute wieder einen sicheren Bestand gibt. Waren sie früher die geliebten Haustiere jedes Hofs, so sind sie heute in größeren Herden unterwegs auf Weiden bis zum Feldberg. uf Pfaden wie dem Hirtenpfad, den die Gemeinde Fröhnd (zwischen Zell und Schönau) ihrem letzten Dorfhirten gewidmet hat, kann man die Hinterwälder bis zum einbrechenden Winter noch antreffen und die Allmendgeschichte des Wiesentals nachvollziehen. on der Schweiz kommend, steuert man das Gebiet am einfachsten über die Bundesstraße B317 an. Kurz vor Schönau hat man zwei Abzweigungsmöglichkeiten: Links nach Fröhnd über die Kastler Brücke

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hoch auf den Parkplatz Tannenboden oder wenig später links nach Wembach, hinauf über das Dorf Hof an schönen alten Schwarzwaldhäusern vorbei zum Parkplatz. Von hier aus können Wanderer dem sechs Kilometer langen Hirtenpfad mit tollen Blicken auf die Höchsten des Südschwarzwalds folgen. Direkt vor Augen hat man den Belchen, etwas weiter Feldberg und Silberberg, auf der gegenüberliegenden Talseite Staldenkopf und Hochgscheid, weiter unten die Allmendterrassen. er Höhenunterschied beträgt auf der empfohlenen Route 250 Meter. Die reine Gehzeit liegt bei rund zwei Stunden - bei den spektakulären Ausblicken kann es aber durchaus doppelt so lange dauern.

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Foto aus der coronafreien Country-Saison 2019: Familie Engler mit Gästen.

Country-Wochen Im Rössle

Vor 25 Jahren haben Thomas und Cornelia Engler den historischen Landgasthof „Rössle“ in Hertingen übernommen. Das Jubiläumsjahr haben sich die beiden zwar etwas anders vorgestellt, aber es ist nun einmal nicht zu ändern: Voraussichtlich den ganzen November über müssen Restaurants, Gasthöfe und Beizen in Deutschland wegen Corona geschlossen bleiben und so eben auch das Rössle. Mit Essen zum Abholen hat das herzliche Gastronomen-Ehepaar Engler während des ersten „Lockdowns“ im Frühjahr einiges überbrücken können: „Viele Gäste haben uns dabei ganz toll unterstützt“, berichtet Cornelia Engler. Auch während der neuerlichen Schließung bietet das Rössle wieder Essen zum Mitnehmen an. Dafür steht ab sofort die Country-Karte bereit, die auch

Western-Atmosphäre in Hertingen: Während der CountryWochen ist das Rössle aufwändig dekoriert. im Internet abgerufen werden kann. „Wir hoffen, dass wir Anfang Dezember wieder regulär öffnen dürfen und dann in die Country-Wochen starten können“, so Thomas Engler. Die Country-Wochen im Rössle haben einen fast schon legendären Ruf und erfreuen sich Jahr für Jahr großer Beliebtheit bei den Gästen.

Corona-bedingt wird es diesmal zwar etwas anders zugehen als in den Vorjahren. Da durften die Gäste zum Beispiel nach guter alter Cowboy-Manier die Schalen von verputzten Erdnüssen einfach von der Tischkante fegen. „In diesem Jahr lassen wir uns wegen

der Infektionsrisiken aber etwas anderes einfallen“, sagt Cornelia Engler. Allen Einschränkungen zum Trotz wird es die Speisekarte wieder in sich haben. Unter anderem locken der Bison-Burger und das feine Bisonsteak aus Kanada, außerdem Spareribs, Lammrücken, Rinderfilet, Folienkartoffeln, Entenbrust, Fischgerichte, Nachos und das gute Kartoffelpfännli. Wie gewohnt im Rössle kommen auch die Vegetarier und die Ve-

ganer keineswegs zu kurz. Das Faible für WesternKulinarik hat übrigens gute Gründe: Bevor Cornelia und Thomas Engler in Hertingen heimisch wurden, bereisten sie die Welt. Besonders das Jahr im kanadischen Lake Louise hinterließ bleibenden Eindruck. „Zu unserem Jubiläum möchten wir allen unseren Gästen ein ganz herzliches Dankeschön sagen“, so Thomas und Cornelia Engler.

Info Landgasthof Rössle Hinterdorfstraße 14 79415 Bad BellingenHertingen Telefon: (0049)7635-9180 www.roessle-hertingen.de Öffnungszeiten (voraussichtlich) ab Dezember: Mittwoch bis Sonntag 11 bis 14.30 Uhr und 17 bis 22 Uhr. Montag und Dienstag ist Ruhetag.


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Dezember 2020

Geheimtipp Geiersnest

Das Geiersnest ist zwar vor allem vielen Freiburgern bekannt, trotzdem hat das Ausflugsziel immer noch Geheimtippcharakter: Hier oben kann man weitgehend einsame Spaziergänge und Wanderungen unternehmen und dabei eine der spektakulärsten Rundumsichten des Schwarzwalds genießen. Das perfekte Ziel für einen herbstlichen Tagesausflug. Von Basel aus erreicht man das Ziel in etwas mehr als einer Stunde. Wer auf der Autobahn A5 anfährt, nimmt die Ausfahrt Bad Krozingen und folgt der Beschilderung nach Ehrenkirchen, Bollschweil und Sölden. Auf halber Strecke Zwischen Sölden und Bollschweil zweigt ein unscheinbares Sträßlein ab in Richtung St. Ulrich. Doch der Schein trügt, denn je höher man kommt, desto umwerfender wird das Panorama.

sichtigt werden. Hier war schon im 9. Jahrhundert von St. Gallen aus eine Klostergründung unternommen worden. 1087 gründete an dieser Stelle der Heilige Ulrich (auch genannt Ulrich von Zell, Ulrich von Regensburg

oder Ulrich von Cluny) ein neues Priorat. 1740 wurde die alte Kirche abgebrochen und der Grundstein zu den neuen, prächtigen Gebäuden gelegt. In den folgenden Jahren schmückten verschiedene, teils bedeutende Künstler

Kirche und Kloster aus. Das Grab des im Jahr 1093 verstorbenen Ulrich befindet sich übrigens in der Kirche.

Zweiter Halt: Geiersnest Nach der Kirchenbesichtigung sollte man unbedingt den Berg weiter hinauf fahren oder wandern. Ein Parforce-Ritt auf dem Drahtesel ist allerdings nur durchtrainierten Zeitgenossen zu empfehlen: Die Strecke bis zum Geiersnest und dem sogenannten Hörnle-Sattel gilt nach Feierabend und an Erster Halt: St. Ulrich Wochenenden als echte Ein erster Stopp empfiehlt Herausforderung für Amasich im Örtchen St. teur- und Profi-RadUlrich. Am Bergfahrer. hang wollen die Doch auch, wer Vor der Kirche St. Ulrich befindet sich ein großer romanischer Taufstein, der imposante Barockdie Höhe mit dem aus einem einzigen, acht Tonnen schweren Sandsteinblock gehauen ist. Um kirche St. Ulrich Auto erklimmt, den Koloss ranken sich viele Rätsel und Sagen. Eine von ihnen besagt, der und die Gebäude wird oben mit eiHeilige Ulrich von Zell habe den Teufel höchstselbst durch eine List dazu einer ehemaligen nem wunderbaren gebracht, den Stein auf den Berg hinauf zu schaffen. Klosteranlage beAusblick belohnt,

Der Teufelsstein

der an guten Tagen nach Westen bis zu den Vogesen und nach Osten bis zum Schauinsland und den beiden Windrädern bei der Holzschlägermatte reicht. Tipp: Kurz unterhalb des Hörnle-Sattels im „Gerstenhalmstüble“ einkehren. Von der Terrasse des kleinen Lokals schweift der Blick nach Süden über St. Ulrich bis zum Belchenmassiv und zum Blauen. Dazu kann man einfache, aber leckere und preiswerte Vesper oder Kaffee und Kuchen genießen. Dritter Halt: Irgendwo Zwischen St. Ulrich und Geiersnest darf man überall gestrost einmal abbiegen, denn fast jede Seitenstraße endet bei einem Gasthaus oder einem Hof mit Fremdenzimmern. Mit einem Abendessen auf dem Heinehof, dem Schweighof oder im Rössle St. Ulrich setzt man einen gelungenen Schlussakkord.


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Dezember 2020

Schwarz, Weiß, Grau

Neue Ausstellung im Haus Salmegg Zwei Künstlerinnen, deren Werke trotz unterschiedlicher Materialien miteinander harmonieren, zeigt der Arbeitskreis Kunst des Vereins Haus Salmegg in Rheinfelden. Die Keramikerin Monika Debus und die Kalligraphin Chris van Weidmann bedienen beide ein eher limitiertes Farbenspektrum zwischen Weiß, Beige, Grau und Schwarz. Monika Debus lebt und arbeitet im Westerwald. Ihre Gefäße werden beim Salzbrand gefärbt, eine alte Technik ihrer Wahlheimat. Die dabei entstehenden

Zeichnungen sind nicht im Detail planbar. Ganz anders die Schriftzeichnungen der Kalligraphin Chris van Weidmann. Ihre Zeichnungen bestechen durch Präzision - Schrift und Schriftbild werden eins. In Lörrach aufgewachsen, lebt Weidmann heute in der Schweiz. INFO: Ab 6. Dezember bis 3. Januar, samstags und sonntags jeweils von 12 bis 17 Uhr. www.haus-salmegg.de, Telefon: (0049)7623-95 237.

„Kunst im Loft“ mit neuer Gruppenausstellung Claudia Ruf, Fatma Majied, Barbara Rößler, Hans-Peter Ziegler und Bonito Nyakpo sind mit ihren Werken in einer neuen, sehenswerten Ausstellung bei „Kunst im Loft“ zu sehen. Natürlich ist auch Renate Schöpflin mit Arbeiten vertreten, sie ist es, die in ihrem Atelier und Schauraum „Kunst im Loft“ in Lörrach-Brombach regelmäßig auch anderen Künstlern eine Präsenta-

tionsmöglichkeit bietet. In dem 200 Quadratmeter großen Loft auf dem früheren Schöpflin-Areal setzt Renate Schöpflin keine Grenzen. Im Grunde jeder, der künstlerisch tätig ist, kann sein Werk hier zeigen. Ob man nun Neuling ist oder sich bereits einen künstlerischen Ruf erarbeitet hat, ob Student oder Ruheständler, ob aus Deutschland, der Schweiz

oder woanders her. Freilich mit der Option, dass sich nicht nur interessierte Betrachter, sondern für das ein oder andere auch ein Käufer einfindet. INFO: Öffnungszeiten des Lofts in der Schopfheimerstraße 25/4 sind sonntags von 14 bis 18 Uhr. Infos unter Telefon (0049)175-129 4964 oder www.kunst-im-loft.com.

BAD KROZINGEN Schwarzwald • Markgräflerland

An Bildschirmen statt Büchern

Kinderbuchmesse 2020 als Online-Veranstaltung Ein Ereignis für alle kleinen und junggebliebenen Leseratten ist alljährlich im Herbst die Kinderbuchmesse im und um den Burghof in Lörrach. Horden von schmökernden Kindern, die alle Ecken des Gebäudes belagern, wird es allerdings im Corona-Herbst 2020 nicht im Burghof geben. Stattdessen setzen

die Organisatoren vom 20. bis zum 22. November auf eine digitale Ausgabe der 29. Kinderbuchmesse. Diverse Lesungen, Workshops und Buch-Tipps soll es als Video-Übertragung oder per Video-Telefonie geben. Dreharbeiten für die Video-Streams laufen im eigens eingerichteten TV-Studio im Burghof und

in Außen-Drehs schon seit Anfang Oktober, wie der Burghof mitteilt. Weitere Mitwirkende würden eigene Videos aufzeichnen und dabei Einblicke in ihre Arbeitszimmer geben. INFO: Programmpunkte, Links und Uhrzeiten gibt es im Internet: www.burghof-leselust.com.

Kostbarkeiten entdecken

Vita Classica Therme + Private Spa + Dinner • • • •

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ab 269 €

1 ÜN/Frühstücksbuffet tägl. Eintritt Vita Classica-Therme und Saunaparadies (ohne Zeitlimit) 1 x frisch gepresster Energie-Cocktail 1 x Private Spa / Türkisches Bad: • Wassergüsse, Peeling • Gesichtspackung, Körpereinseifung mit Oliven- oder Lavendelseife • Schaummassage • Ölmassage • Candle Light-Dinner inkl. 1/4 Wein, 1 Flasche Wasser und Kaffee/Espresso • Gratis Bus- & Bahnfahren in der Region ca. 45 Min. ab Basel Kur und Bäder GmbH Herbert-Hellmann-Allee 12 D-79189 Bad Krozingen Tel. +49(0)7633/4008-154 www.bad-krozingen.info


Ausblick

Mähdrescher auf einer Blumenwiese bei Lenzkirch in Grünwald. Hier wurden für das Projekt des Naturparks Südschwarzwald Samen von Bärwurz und Schwarzer Flockenblume geerntet.

Bald soll es noch artenreicher blühen Im Naturpark Südschwarzwald läuft seit 2016 das Modellprojekt „Schwarzwälder Wiesenvielfalt“, bei dem Samen von heimischen Wildblumen und Gräsern auf Wiesen im Schwarzwald geerntet und wieder für die Begrünung eingesetzt werden. Das Projekt soll zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Der Hintergrund: In Anpassung an ihren Standort haben Pflanzen regionale, zum Teil sogar lokale Besonderheiten ausgebildet. Bisher wurde im Schwarz-

wald allerdings kein Saatgut heimischer Wiesenpflanzen gewonnen. Wer Saatgut für eine Wiesenbegrünung einsetzen wollte, war auf die Herkunft aus dem sehr großen Produktionsraum „Südwestdeutsches Berg- und Hügelland“ angewiesen, der sich nördlich bis Frankfurt und Trier erstreckt. Im Zuge des nunmehr abgeschlossenen Projekts wurden artenreiche Wiesen im Schwarzwald gesucht, die sich zur Ernte von Saatgut heimischer

Wildblumen, Wiesenkräuter und Gräser eignen. Diese so genannten „Spenderflächen“ sollten die typischen Arten aufweisen und mit einem Mähdrescher befahrbar sein. Nicht zuletzt mussten die Flächenbewirtschafter, die Landwirte, einverstanden sein. Im Verlauf konnten immer mehr Wiesen in das Projekt einbezogen werden. Dieses Jahr wurden 26 Flächen von 16 Projektpartnern beerntet. INFO: www.naturpark-suedschwarzwald.de

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Weihnachtskonzert

Silvesterkonzert

Der neuen Corona-Verordnung gemäß hat die Orchestergesellschaft Weil am Rhein ihr geplantes Konzertwochenende in der Altrheinhalle in Weil-Märkt auf Dezember verschoben. Die neuen Termine: Samstag, 19. Dezember, 19 Uhr, und Sonntag, 20. Dezember, 17 Uhr. Werke von Bach, Mozart und Elgar stehen im Mittelpunkt.

Das Silvesterkonzert mit Organistin Irmtraud Tarr hat im badischen Rheinfelden Tradition. Am 31. Dezember, 17 Uhr, soll es in der Kirche St. Josef wieder so weit sein, sofern Corona es zulässt. Mit dabei: Das Quintetto Inflagranti mit Basil Hubatka und Bernhard Diehl (Trompeten), Heiner Wanner (Horn), Niki Wüthrich (Posaune) und Karl Schimke (Tuba),

INFO: Vorverkauf ab 1. Dezember bei Stern Optik, Hauptstraße 226, Weil am Rhein, Telefon: (0049)7621-71316. Foto: DeshaCAM - stock.adobe.com

Foto: Ulrike Stephan

Dezember 2020

INFO: Vorverkauf bei der TouristInfo Rheinfelden, Telefon (0049)7623-9668 720.

Gewusst Wo Dezember 2020  

Gewusst Wo Dezember 2020