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Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, vor rund 40 Jahren begann an den Berufsakademien in Baden-Württemberg das duale Studium. 2009 wurde aus den Berufsakademien die Duale Hochschule Baden-Württemberg. Was als Versuchsballon gestartet wurde, um eine Brücke zwischen betrieblicher und akademischer Ausbildung zu schlagen, ist inzwischen zum Exportschlager geworden. Auch die DHBW Lörrach ist ein Erfolgsmodell, das einen wichtigen Beitrag leistet, um junge Menschen auf verantwortungsvolle Tätigkeiten in Unternehmen und sozialen Einrichtungen vorzubereiten. Eine Ausbildung, auf die sie ihren Lebensentwurf gründen und mit der sie zur Innovationsfähigkeit unserer Gesellschaft beitragen können. Darüber und über vieles mehr berichten wir in der vorliegenden zwölften Ausgabe unseres Jahresmagazins „Das duale Original“. Viel Freude beim Lesen! Ihr Peter Ade

SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Ausgabe 2019/2020

Plus für Bildungs- und Wohnstandort Vorzüglich kombiniert die DHBW das wissenschaftliche Hochschulstudium mit der unternehmerischen Praxis. VON PETER ADE Der Lörracher Oberbürgermeister Jörg Lutz bringt es auf den Punkt: „Die Duale Hochschule ist eine wichtige Einrichtung, die die Attraktivität der Stadt als Bildungs- und Wohnstandort bedeutend steigert.“ Um dies zu dokumentieren und zu unterstützen, vergibt die Stadt seit über zehn Jahren gemeinsam mit dem DHBW-Freundeskreis jährlich ein Stipendium an einen Studierenden mit sehr guten Leistungen. Jeweils ab dem dritten Semester bekommen die Stipendiaten 2000 Euro, verteilt auf vier Studienhalbjahre.

Impressum

Die Studienzeit hoch über Lörrach ist alles andere als eine trockene Angelegenheit. Foto: DHBW Firmen brauchen qualifiziert ausgebildete Fach- und Führungskräfte. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) kommt auch in Lörrach diesem

Bedürfnis in einzigartiger Weise entgegen: theoretische Studienphasen an der Hochschule und praktische Studienphasen in einem Unternehmen wechseln sich im dreimonatigen Rhythmus ab. So bekommen die derzeit mehr als 2000 Studenten nicht nur ein wissenschaftlich fundiertes Studium geboten. Sie können auch von Anfang an Erfahrungen in der Anwendung des Gelernten in der betrieblichen Praxis sammeln. Die Lörracher Landrätin Marion Dammann freut sich, dass auch die Kliniken des Landkreises und das St. Elisabethen-Krankenhaus Lörrach Ausbildungspartner der DHBW sind – vor allem mit Schwerpunkt Gesundheitsmanagement. Im zukünftigen Zentralklinikum Entenbad sollen Gesundheitsangebote ausgebaut und gebündelt werden.

DuAL sTuDIereN AN Der DHBW LÖrrACH 2019/2020 Eine Anzeigengeschützte Sonderveröffentlichung des Verlagshauses Jaumann • Die Oberbadische • Markgräfler Tagblatt • Weiler Zeitung Verantwortlich: Guido Neidinger • redaktion: Peter Ade • Gestaltung: Alexander Anlicker Texte und Fotos: Carolin Salfner, Peter Ade, Hubert Bernnat, Juri Junkov, Matthias Stauss Anzeigen: Achim Abele Druck: Druckzentrum Südwest • Jährliche erscheinung


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Professor Theodor Sproll wurde erst vor wenigen Tagen als Rektor der DHBW Lörrach wiedergewählt. Foto: DHBW

DHBW Lörrach quo vadis? Die fünf strategischen Themenbereiche der nächsten Jahre VON PROFESSOR THEODOR SPROLL Die Themen, die die DHBW Lörrach in den kommenden Jahren beschäftigen, stehen alle im Kontext der generellen DHBW Strategie. Insbesondere geht es um die kontinuierliche Schärfung des Profils als einzige duale und praxisintegrierte Hochschule im Bildungsmarkt. Dies umfasst auch die Sicherstellung und Weiterentwicklung des dualen Prinzips, das heißt die Bildungspartnerschaft zwischen Hochschule und den Partnerunternehmen. Die Themen sind: Lehre und Bildungsangebot, Wissenstransfer und regionale Rolle der DHBW Lörrach, Internationalisierung, Organisatorische Weiterentwicklung, Mitarbeitende

Lehre und Bildungsangebot Die Lehre ist das originäre Leistungsangebot der DHBW und bis heute das Kerngeschäft. Die permanente Weiterentwicklung der Qualität steht hier im Vordergrund. Der Ausgangspunkt hierfür ist sehr gut. Repräsentative Umfragen von Studienabsolventen zeigen mit 80 Prozent „gute bis sehr gute“ Bewertung - ein außergewöhnlich hoher Zufriedenheitsgrad. Das kürzlich abgeschlossene bundesweite Ranking des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) (siehe Seite 9) weist der DHBW Lörrach bei allen drei evaluierten Studiengängen einen Spitzenplatz unter allen teilnehmenden Universitäten und Hoch-

schulen für angewandte Wissenschaften zu. Die Vorteile des dualen Studiums, wie Praxisbezug, Interdisziplinarität, aktuelle Studieninhalte kommen ganz zum Tragen. Es gibt aber auch Herausforderungen in diesem Bereich: So ist die DHBW Lörrach im Moment dabei, alle Studiengänge im Rahmen der Reakkreditierung marktkonform weiterzuentwickeln. Die Themen Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Data Science/Big Data finden Eingang in alle bestehenden Studiengänge. Zum Oktober 2020 starten zudem neu die Studiengänge Digital Business Management sowie Data Science. Neue Lehrmethoden im Bereich Blended Learning werden vom Education Support Center gefördert und sehr gut angenommen. Die DHBW Lörrach wird des Weiteren die Option

prüfen, auch stärker im Bereich der Weiterbildung aufzutreten. Das heißt einzelne Module der Lehrveranstaltungen sollen herausgegliedert und interessierten Unternehmen als einzelne Veranstaltung, zum Beispiel im Rahmen von Weiterbildungsmaßnahmen, angeboten werden.

Wissenstransfer Mit der Novellierung des Landeshochschulgesetzes im Jahr 2019, hat die DHBW auch einen Auftrag zur kooperativen Forschung. Den Transfer von Wissen zwischen Hochschule und den Unternehmen sowie von den Unternehmen in die Hochschule zurück, hat ein enormes Potenzial. Durch die Nähe zu den Unternehmen ist die DHBW prädestiniert, den Bereich der kooperativen Forschung auszubauen. Ziel ist es, zu einem

regionalen „Wissenshub“ zu werden und als Dienstleister für die Partnerunternehmen Kompetenzen anbieten zu können. Insbesondere durch die Finanzierungen der Dr. Eberle-Stiftung konnten Projekte, vor allem im Bereich der Digitalisierung gestartet werden, die zeigen, was praxisorientierte Forschung leisten kann. In Kürze werden die Ergebnisse der ersten Projekte der Öffentlichkeit vorgestellt werden können und man wird sehen: Die DHBW bringt die PS auf die Straße. Zudem ist die DHBW Lörrach seit einem Jahr Mitglied der Forschungsallianz „TriRhenaTech“, einem Zusammenschluss von über 20 Hochschulen am Oberrhein aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland.

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Wettbewerbsorientiertes Lehrangebot FORTSETzUNG VON SEITE 4 Als Teil der trinationalel Forschungsallianz nimmt die DHBW an internationalen Förderprogrammen teil. Forschungsaktivitäten fließen aber auch wieder zurück in die Lehre und stellen sicher, dass das Lehrangebot der Hochschule aktuell und wettbewerbsorientiert bleibt.

Internationalisierung

Die Internationalisierung der DHBW Lörrach ist ein wesentliches strategisches Ziel. Die Hochschule möchte erreichen, dass 50 Prozent aller Studierenden zumindest ein Semester im Ausland bei den mehr als 30 Partnerhochschulen verbringen. gen derWeit vorangekommen ist die DHBW Lörrach ebenfalls mit dem Ziel, das

englischsprachige Lehrangebot in Wirtschaft und Technik auszubauen, um noch attraktiver für sogenannte Incomings, das heißt Studierende aus dem Ausland, zu werden.

Organisatorische Weiterentwicklung Die Weiterentwicklung der Organisation bleibt eine permanente Aufgabe. Etwa stehen wesentliche Änderungen der Gremienstruktur mit einer weiteren Novellierung des Landeshochschulgesetzes an. Diese bedürfen ebenfalls einer Anpassung interner Strukturen und Prozesse. Ziel der Änderungen wird es sein, die Flexibilität zu erhalten und die Schnelligkeit von Abläufen, auch im Zusammenspiel zwischen zentraler und dezentraler Verantwortung zu optimieren. Unsere Rückmeldungen aus dem

Präsidium sind, dass die DHBW Lörrach in vielen Bereichen, zum Beispiel Prüfungsamt, Studierendenservice, Education Support Center, interne Prozesse als Best Practice im Hochschulverbund der DHBW gesehen wird.

Mitarbeitende Personal zu gewinnen und zu halten, ist eine weitere Schlüsselaufgabe. Die DHBW Lörrach wird weiter versuchen, mit attraktiven Arbeitsplätzen zu punkten. Die DHBW Lörrach ist unter anderem familiengerechte Hochschule, hat neben der bereits seit langem geltenden Telearbeit auch eine Dienstvereinbarung Mobile Arbeit eingeführt und versucht, im Bereich der Mitarbeiterförderung durch Weiterbildungsmöglichkeiten wettbewerbsfähig zu sein.

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aus der Seit ihrer Gründung in Lörrach haben mehr als 10 000 Absolventen an der DHBW ihren Abschluss erwoben und leisten einen wertvollen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und den Wohlstand in der Region. Foto: DHBW


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„Sonderposition im Bildungsmix“ „Die DHBW hat eine Sonderposition im Bildungsmix der Region und ist aus der Bildungslandschaft in Südbaden nicht mehr wegzudenken“, unterstreicht Landrätin Marion Dammann im Gespräch mit Peter Ade. Welchen Stellenwert in der Bildungslandschaft Südbaden hat für Sie die Duale Hochschule BadenWürttemberg Lörrach? Nicht nur für die Bildungslandschaft, sondern insbesondere auch für den Wirtschaftsstandort Südbaden ist die DHBW Lörrach von herausragender Bedeutung. Für Studierende bietet sie als einzige Hochschule im Landkreis Lörrach ein

breites Portfolio attraktiver Studiengänge mit dem Vorteil konkreter Praxiserfahrung. Die dualen Partnerbetriebe schätzen die dort vermittelten Fachkenntnisse, die Kooperationsangebote und die lokale Nähe. Einen höheren Stellenwert nehmen immer mehr auch die berufsintegrierten Masterstudiengänge als Fortbildungsmöglichkeiten ein. Kurzum: Die DHBW hat eine Sonderposition im

Vielfältig und facettenreich sind die Studienangebote an der DHBW Lörrach. Foto: Peter Ade Bildungsmix der Region und ist aus der Bildungslandschaft in Südbaden nicht mehr wegzudenken.

Angebote aus. Außerdem werden durch die DHBW Gründungen und Start Ups mitgefördert.

In welcher Form trägt die DHBW Ihrer Meinung nach zur Stärkung der Wirtschaftsregion bei?

Die kulturelle Vielfalt Südbadens ist einzigartig. Welchen Anteil an der Entwicklung hat die DHBW Lörrach?

Die DHBW leistet in verschiedenen Bereichen einen erheblichen Beitrag zur Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Sie ermöglicht es jungen Menschen, zum Studium in der Region zu bleiben, bindet Absolventen an die Region und sorgt zusätzlich für Zuzüge, trägt zur Ausbildung von Fachkräften vor Ort bei, ist Zentrum für Expertise und Anlaufstelle für innovative Forschungsprojekte. Der durch die DHBW angestoßene Zuzug junger Menschen wirkt sich indirekt auch auf die Belebung der Innenstädte und die Nutzung kultureller

Zur kulturellen Diversität der Region trägt die DHBW in erster Linie durch seine Studierenden, Dozierenden und Partnerunternehmen bei, die inzwischen auch oftmals aus Frankreich und der Schweiz kommen. Auch für das weitere Zusammenwachsen unserer Region ist die DHBW wichtig: Grenzüberschreitende Studiengänge zeigen unseren trinationalen Charakter.

Welches sind die zentralen Herausforderungen, damit die DHBW auch in Zukunft als trinationale

Bildungseinrichtung Bestand haben wird? Im Fokus steht bei der DHBW als Sondermodell des Landes BadenWürttemberg natürlich immer wieder die Frage der Finanzierung. Grundsätzlich ist die DHBW als Erfolgsmodell bei Studierenden, in Wirtschaft und Gesellschaft anerkannt. Und das obwohl sie mit geringeren Landesmitteln als andere Hochschulen wirtschaften muss. Hier ist das Engagement der Betriebe aus unserer Region anzumerken, die sich auch finanziell an der Ausbildung von Fachkräften vor Ort beteiligen. Daneben wird zukünftig auch der Vernetzung mit Partnern, insbesondere dem Wissensaustausch mit der Wirtschaft, eine wichtige Rolle zukommen. FORTSETzUNG AUF SEITE 7


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Partner für künftiges zentralklinikum Landrätin Marion Dammann im Interview mit Peter Ade. FORTSETzUNG VON SEITE 6 Wie unterstützt bzw. fördert der Landkreis die Entwicklung der DHBW? Zuerst einmal ist das Landratsamt selbst Partnerunternehmen der DHBW. Aktuell bilden wir 13 Studierende, drei davon an der DHBW Lörrach mit Schwerpunkten BWL-Tourismus und Wirtschaftsinformatik, aus. Des Weiteren führen wir regelmäßig Kooperationsprojekte mit der DHBW durch. Hier geht es vor allem um Vorhaben zur Stärkung des ländlichen Raumes, zu Tourismus, Mobilität oder Digitalisierung. Nach Möglichkeit setze

ich mich politisch für die Stärkung der DHBW ein – ob im Hochschulrat oder in politischen Gesprächen. Abschließend stiftet der Landkreis jährlich auch einen Preis für herausragende Studienleistungen.

Welches sind aus Ihrer Sicht die Vorteile eines Studiums an der Dualen Hochschule gegenüber dem an einer „normalen“ Universität?

Was mir immer wieder von Unternehmern aus der Region gemeldet wird, ist, dass die Mischung aus Theoriephasen und konkreter Praxis einen enormen Vorteil bietet. Oftmals erhalten Studierende dabei auch Projektverantwortung, die es ihnen ermöglicht, ihre Persönlichkeit zu stärken und schnell Führungspotenzial zu entwickeln. Die hohen Übernahmequoten sprechen zudem dafür, dass eine Firmenbindung schon im Studium die Suche nach Fachkräften für Unternehmen vereinfachen kann. Absolvierende der Dualen Hochschule haben damit also gewisse Vorteile gegenüber Bewerberinnen und Bewerbern, die ihre Examina an anders ausbildenden Universitäten ablegen.

Das Gesundheitswesen gewinnt zuneh-

mend an Bedeutung. Sehen Sie Möglichkeiten des verstärkten Zusammenwirkens mit dem zukünftigen Zentralklinikum des Landkreises, zum Beispiel auf dem Gebiet der Ausbildung qualifizierten Pflege- beziehungsweise Fachpersonals? Auch unsere Kreiskliniken und das St. Elisabethen-Krankenhaus sind bereits seit vielen Jahren Partner bei der Ausbildung von Nachwuchskräften – vor allem mit Schwerpunkt Gesundheitsmanagement. Im neuen Zentralklinikum werden Gesundheitsangebote ausgebaut und zentralisiert. Mit Sicherheit wird es auch dort weitere An-

sätze für Kooperationen geben. Letztlich kommen ja mit der Reform des Pflegeberufegesetzes auf Bundesebene auch einige Änderungen bei der Pflegeausbildung auf uns zu. Ab Herbst 2019 wird es an der Fakultät Gesundheit der DHBW Lörrach den neuen Studiengang „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ geben. Dieser richtet sich an Interessierte mit abgeschlossenen Berufsausbildungen aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie und Pflege. Damit ist der Studiengang sehr interessant für eine Teilnahme der Kliniken. Sie sehen: Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und DHBW ist ein Gewinn.


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„Seit Jahren ein Erfolgsmodell“ Für Oberbürgermeister Jörg Lutz steht außer Frage: „Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Lörrach ist eine wichtige Bildungseinrichtung, die die Attraktivität der Stadt als Bildungs- und Wohnstandort bedeutend steigert.“ In einem Beitrag für unser Magazin schreibt der Rathauschef: Kein Wunder, ist doch das duale Studium seit Jahren ein Erfolgsmodell. Es baut auf der bewährten dualen Ausbildung auf und hat die Verbindung von Theorie und Praxis für den Hochschulbereich weiterentwickelt. Durch die Praxisphasen in den kooperierenden Betrieben bekommen die Studierenden von Anfang an einen Bezug zu ihrer Arbeit. Das macht das Studium spannend und begreifbar. Im Herbst wird das umfangreiche Angebot durch einen weiteren Studiengang ergänzt. Das berufsbegleitende Studienangebot „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ richtet sich an Praktiker aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie und Pflege und befähigt sie, neue Versorgungs- und Therapiekonzepte zu integrieren und bestehende Behandlungsstandards interprofessionell zu erweitern. Mit dem neuen Studiengang nimmt sich die DHBW den künftigen Herausforderungen unserer Gesellschaft an. Denn die Zahl der pflege- und therapiebedürftigen Menschen steigt und die Betreuungs- und Behandlungssituationen werden immer komplexer. Hierfür werden Experten benötigt, die durch ihr Studium in der Lage sind, im direkten Kontakt

mit dem Patienten und zu dessen Wohl, nachhaltig hohe Versorgungsqualität zu leisten und interprofessionelle Zusammenarbeit zu stärken. Mit dem neuen Studiengang setzt die DHBW hier Maßstäbe. Eine weitere Besonderheit der DHBW ist ihre internationale Ausrichtung. Neben vier international akkreditierten Bachelor-Studiengängen der Fakultäten Wirtschaft und Technik verfügt die DHBW Lörrach mit den trinationalen Studiengängen Mechatronik und Internationales Business Management über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Diese internationale Ausrichtung der DHBW Lörrach ermöglicht den Studierenden zudem sich aus der Masse der Mitbewerber hervorzuheben. Es freut mich, dass die DHBW Lörrach ihren Studierenden viele internationale Möglichkeiten anbietet,

und ich kann den Studierenden nur empfehlen, sich die internationalen Studienprogramme, Sprachangebote und Kontaktmöglichkeiten der DHBW Lörrach anzuschauen. Die DHBW ist mit derzeit 2100 Studierenden nicht nur für Lörrach von großer Bedeutung, sondern für die ganze Region. Die jungen Menschen haben 17 Studiengänge in Kooperation mit mehr als 700 Partnerfirmen zur Auswahl. Die meisten Studierenden an der DHBW

Lörrach kommen direkt aus Lörrach, aus dem Landkreis und an dritter Stelle aus Freiburg. Die Studiengänge der DHBW Lörrach sind somit sogar für Leute aus der traditionellen Universitätsstadt Freiburg attraktiv. Viele junge Menschen mit Abitur wollen gut ausgebildet sein und doch kein klassisches Hochschulstudium absolvieren. Für sie ist das Angebot der Dualen Hochschule genau richtig. Dank der Praxiserfahrung während des Studiums haben über 80 Prozent der Absolventen schon vor ihrem Studienabschluss einen Arbeitsvertrag. Das ist eine hervorragende Perspektive für die jungen Menschen. Auch die Arbeitgeber wissen das duale Studium zu schätzen: Sind doch die Absolventen für die Unternehmen keine Berufsanfänger, sondern schon Jahre im Unternehmen integriert. Seit 1998 verleiht die Stadt Lörrach jährlich den mit 1000 Euro dotierten „Preis der Stadt Lörrach“ für herausragende Bachelorarbeiten. Mit diesem Preis will die Stadt Lörrach nicht nur Impulse und Auszeichnung für innovative Themen geben, sondern auch ihre große Verbundenheit mit der DHBW Lörrach zeigen. Im November 2018

habe ich den Preis an Hanna Bretz verliehen, die ihre duale Ausbildung im Studiengang BWLGesundheitsmanagement beim Universitätsspital Basel erfolgreich absolvierte. Hanna Bretz befasste sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema „Digitalisierung der Geschäftsprozesse eines mittelständischen Radiologie-Instituts durch Konzeption eines elektronischen Workflows von der Zuweisung bis zum Befundversand“.

Stipendium der Stadt Lörrach Aufgrund des allgemeingültigen und praktikablen Ansatzes lässt sich die prinzipielle Vorgehensweise auf andere Prozesse, Unternehmen und Branchen übertragen. Die ausgezeichnete Arbeit leistet in sehr überzeugender Weise einen nachhaltigen Beitrag zur Prozessoptimierung, Kundenorientierung und Digitalisierung und damit zur Erfolgssicherung des Unternehmens. Eine weitere Anerkennung, mit der die Stadt Anreize für das Studium an der DHBW Lörrach schaffen möchte, ist das „Stipendium der Stadt Lörrach“. Es wird seit 2008 gemeinsam mit dem Freundeskreis der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Lörrach jährlich an einen Studierenden mit sehr guten Leistungen und gesellschaftliches Engagement vergeben. Die Stipendiaten erhalten ab dem dritten Semester 2000 Euro, verteilt auf vier Studienhalbjahre.


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Eine der besten Hochschulen im Land Die DHBW hat sich erstmals der Bewertung durch das Centrum für Hochschulentwicklung gestellt: Mit Erfolg! Beim Ranking des CHE von über 300 Hochschulen hat die DHBW bundesweit Spitzenergebnisse erzielt. Die DHBW Lörrach gehört damit zu den Besten in Baden-Württemberg. Das gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) wird jedes Jahr von der Hochschulrektorenkonferenz und der Bertelsmann Stiftung beauftragt, die Hochschulen im gesamten Bundesgebiet zu evaluieren. Mit über 150 000 befragten Studierenden und mehr als 300 unter-

suchten Universitäten und Fachhochschulen ist das Ranking des CHE der umfassendste und detaillierteste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Die einzelnen Studiengänge werden alle drei Jahre unter die Lupe genommen und neu bewertet. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule. Die DHBW Lörrach hat 2019 zum ersten Mal am

Freudensprünge an einer der besten Hochschulen in Baden-Württemberg Foto: DHBW Ranking teilgenommen und die Studiengänge Mechatronik Trinational, Elektrotechnik und Maschinenbau ins Rennen geschickt. Ausgewertet wurden neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung vor allem die Befragung der Studierenden zu Aspekten wie allgemeine Studiensituation und

-organisation, Lehrangebot sowie räumliche und technische Ausstattung der Hochschule. Mit einer Rücklaufquote der Befragung von über 80 Prozent sind die Ergebnisse für die DHBW Lörrach mehr als repräsentativ. In allen Bereichen erzielte die DHBW Lörrach im Bundesvergleich über-

durchschnittlich gute Ergebnisse. Vor allem der Studiengang Mechatronik Trinational konnte punkten und zählt in allen Aspekten zur „Spitzengruppe“ aller evaluierten Hochschulen. Das sehr gute Ergebnis ist eine Auszeichnung für die Hochschule, aber auch für Studierende und Duale Partner. Darüber hinaus ist es ein Gewinn für alle Studenten, Interessierte und Absolventen. Denn an einer ausgezeichneten Hochschule seinen Abschluss erlangt zu haben, macht sich sehr gut im Lebenslauf und bei Ein- und Aufstiegschancen. Das detaillierte Ergebnis aller deutschen Hochschulen ist online unter www.ranking.zeit.de zu finden.


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DHBW Lörrach – eine Erfolgsgeschichte Grußwort von Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg Europa und Freiheit – das sind zwei prägende Begriffe, auch für die DHBW Lörrach. Denn mit seiner Lage im Dreiländereck zwischen Frankreich, der Schweiz und Deutschland lebt Lörrach das grenzenlose Europa im täglichen Leben vor. Die Studierenden der DHBW Lörrach profitieren von dieser Lage in besonderer Weise: Durch die trinationalen Studiengänge mit Aufenthalten an der DHBW Lörrach, der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz und der Université de Haute-Alsace in Mulhouse, zusätzlich zu den Partnerunternehmen in allen drei Ländern, erleben die Studierenden tagtäglich, was Europa heute so einzigartig und besonders macht. Genau deswegen passt die DHBW Lörrach hervorragend in die vielfältige Hochschullandschaft Baden-Württembergs. Bundesweit bietet kein anderes Land eine solche Diversität an Hochschulen. Forschung und Lehre an den Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und eben auch der Dualen Hochschule BadenWürttemberg sind von höchster Qualität und Bedeutung. Das merkt man auch an dem wachsenden Interesse für ein Studium in Baden-Württemberg: Seit 2005 ist die Gesamtzahl der Studierenden im Land um 50 Prozent auf über 360.000 angestie-

gen. Diese hohe Attraktivität rührt auch von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg: sie stellt eine der wichtigsten bildungspolitischen Innovationen in der Bundesrepublik Deutschland der letzten Jahrzehnte dar. Das Duale Studium in Baden-Württemberg hat vor mehr als 40 Jahren an den Berufsakademien begonnen, aber erst im Jahr 2009 wurde aus den Berufsakademien die Duale Hochschule BadenWürttemberg. Nahtlos setzt die DHBW seit nun zehn Jahren diese Erfolgsgeschichte fort. Die Duale Hochschule BadenWürttemberg bringt dabei nicht nur hochqualifizierte Absolventinnen und Absolventen hervor: Am Standort Lörrach sind das insbesondere auch junge Menschen, die auf verantwortungsvolle Tätigkeiten in

Unternehmen und sozialen Einrichtungen in Baden-Württemberg, in der Schweiz und in Frankreich bestens vorbereitet werden. Sie sind wahrlich Absolventinnen und Absolventen für Europa. Mit fast 34 000 Studierenden ist die DHBW inzwischen die größte Hochschule des Landes geworden. In etwa

9000 Unternehmen und sozialen Einrichtungen absolvieren die Studierenden ihre praktischen Studienphasen. In den Theoriephasen werden sie an der Hochschule von knapp 2000 Mitarbeiterinnen und Mit-

arbeitern, darunter fast 750 Professorinnen und Professoren, betreut. Das Lehrangebot wird von über 6500 nebenberuflichen Dozentinnen und Dozenten ergänzt, die den Studierenden Wissen aus ihrer beruflichen Erfahrung für die Praxis vermitteln. FORTSETzUNG AUF SEITE 11


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Studierende der Lörracher Hochschule - hier mit den überdimensionalen Initialen D-H-B-W - sind für pfiffige Gags immer zu haben. Foto: DHBW

Einzigartiges Studienkonzept Die DHBW Lörrach und Europa verbindet eins: erfolgreiche Konzepte, die das Wohlergehen der Menschen in der Region ermöglichen. FORTSETzUNG VON SEITE 10 Die DHWB baut auf der vielfältigen Unternehmenslandschaft von Baden-Württemberg auf. Von den sogenannten Global Playern, den weltweit agierenden Großkonzernen, bis zu den Kleinunternehmen – sie alle gestalten BadenWürttemberg auf ihre Weise mit. Gerade kleine und mittlere Unternehmen in unterschiedlichen Branchen und in den

verschiedenen Regionen des Landes sind vielfach Weltmarktführer in ihrem jeweiligen Marktsegment. In Südbaden sind die Medizintechnik und speziell im Dreiländereck am Hochrhein die pharmazeutische Industrie und ihre Zulieferer eine wichtige Säule von Innovation und wirtschaftlichem Wohlstand für die Region. Alleinstellungsmerkmal der DHBW ist ihr einzigartiges Studienkonzept, das zwischen Theorie- und

Praxisphasen an den Partnerunternehmen abwechselt, und dabei in beiden Bereichen hochschulische Standards gewährleistet. Gerade die Praxisphasen, die integraler Bestandteil des Studiums sind, ergänzen die akademische Bildung an der Hochschule um eine praxisnahe Qualifizierung in den Partnerunternehmen der DHBW. Die Studienakademien der DHBW sind inzwischen aber mehr als ein reiner Bildungspartner für die Unternehmen ihrer jeweiligen Region: Angefangen von studentischen Projekten über Abschlussarbeiten bis zu kooperativen Forschungsprojekten unterstützen die Profes-

sorinnen und Professoren die Dualen Partner in Forschung und Entwicklung. Ein weiteres wesentliches Merkmal für die Duale Hochschule BadenWürttemberg ist die Bildungsgerechtigkeit, die dort praktiziert wird. Die Vergütung, die die Studierenden von ihren Ausbildungsstätten erhalten, ermöglicht vielen jungen Menschen ein Studium, die sonst aus wirtschaftlichen Gründen davon Abstand genommen hätten. Eindrucksvoll bestätigen die Absolventinnen und Absolventen, dass der Spagat zwischen akademischem Anspruch und praxisnaher Anwendung gelingt. Dies belegen

nicht nur die hohen Studienerfolgsquoten und die hohen Übernahmequoten seitens der Dualen Partner, sondern auch der hohe Anteil der Absolventinnen und Absolventen, die ihre Studienwahl rückblickend erneut treffen würden. Das wollen und werden wir auch in den kommenden Jahren gemeinsam bewahren und weiterentwickeln!

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg


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Mit beiden Beinen im Leben

Seit Jahrzehnten kooperiert die Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee mit der DHBW. Sie hat deren Aufbau und Entwicklung von Anfang an begleitet. VON IHK-PRäSIDENT PROF.CLAUDIUS MARx Wer „mit beiden Beinen im Leben steht“, dem wird nachgesagt, dass er seinen Platz im Leben gefunden hat, ambitioniert und pragmatisch zugleich, zielstrebig und erfolgreich, solide, sicher und selbstbewusst. Die „beiden Beine“ stehen dabei für Standsicherheit, „im Leben“ steht für Realitätsnähe, Praxisbezug, Umsetzungsstärke. Die Absolventinnen und Absolventen eines

dualen Studiums findet man häufig in dieser beneidenswerten Gruppe. Kein Wunder, denn mit ihrer Ausbildung stehen sie in der Tat sicher auf zwei Beinen. Über drei Jahre haben sie intensiv gelernt, theoretisches Wissen aufgebaut, Praxis erfahren und – vor allem – das eine mit dem anderen verknüpft. Diese Erfahrung und die daraus erwachsenen Fähigkeiten machen sie nicht nur persönlich erfolgreich, sicher und selbstbewusst, sondern auch für die Wirt-

schaft ausgesprochen wertvoll. Immer mehr Abiturientinnen und Abiturienten entscheiden sich für ein duales Studium. Sie wollen sich nicht zwischen einer praxisorientierten Ausbildung und einem theoretischen Studium entscheiden müssen. Und sie möchten nicht jahrelang warten, bis sie ihr Wissen anwenden und Geld damit verdienen können. Sie sind im positiven Sinne ungeduldig und möchten am besten „gleich loslegen“. Die Antwort darauf, das Konzept, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden, ist nicht neu, sondern seit vielen Jahrzehnten erfolgreich etabliert. Der Grundstein, der Archetyp der Kombination von schulischer und praktischer Unterwei-

sung wurde mit der dualen Ausbildung gelegt, ein System, das weltweit Anerkennung genießt und vielfach nachgeahmt wird. Mit dem dualen Studium wird dieses Erfolgsmodell perfekt ergänzt und fortgeschrieben, es wird damit umfassender und zugleich leistungsstärker. Auch unsere Wirtschaft ist vom dualen Studium überzeugt. Die Liste der Unternehmen, die Plätze für einen dualen Studiengang anbieten, wird von Jahr zu Jahr länger. Dahinter steckt der Wunsch und die Notwendigkeit, junge Menschen im akademischen Bereich passgenau für einen Betrieb auszubilden. Dass daraus immer wieder eine winwin-Partnerschaft entsteht, lässt sich statistisch belegen: Die geringe Stu-

dienabbrecherquote und die hohe Übernahmequote sprechen für sich. Seit Jahrzehnten arbeitet die IHK HochrheinBodensee deshalb mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zusammen. Bereits 1980 sprach sich die IHKVollversammlung für die Errichtung einer Berufsakademie in Lörrach aus und unterstützte deren Gründung. Seit 2015 ist die IHK auch selbst als Ausbildungsbetrieb der DHBW aktiv. Mit dem Start im Studiengang „International Business Management Trinational“, einer länderübergreifenden Qualifikation, werden unsere Absolventen optimal auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben vorbereitet und stehen sicher im Leben. Mit beiden Beinen.


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Wegweiser für das Büro von morgen „Büro 4.0, das ist unser Thema“, sagt Friedrich Resin. Den Kunden seines Unternehmens stellt er alles bereit, das dazu beiträgt, die Digitalisierung im Büro voranzutreiben, Arbeitsprozesse zu optimieren und diese flexibler zu gestalten. Das Rückgrat bildet dabei eine IT-Infrastruktur, die Resin für seine Kunden von der Analyse über die Planung bis zur Installation maßgeschneidert aufbaut und auf Wunsch betreut. „Wie in der Industrie, so werden auch im Büro intelligente Geräte, die sich untereinander selbst koordinieren, immer stärker Einzug halten“, ist Resin überzeugt. Welch intelligente Lösungen es etwa im Bereich des digitalen Dokumenten-Managements bereits gibt, das ist in den Geschäftsräumen erlebbar. „Noch immer geht zu

viel Arbeitszeit durch manuelle Dokumentenbearbeitung verloren“, sagt Resin, der deshalb das Büro der Zukunft als papierlose Kommunikationsplattform sieht. So sind moderne Multifunktionssysteme heute selbst kleine Computernetzwerke, die eine Vielzahl von Zusatzlösungen bieten. Sie indizieren Dokumente mit dem

Partner der Ausbildung Einscannen, sodass sie unter vorkonfigurierten Suchstichworten digital abgelegt werden können, sie hinterlegen häufig benötigte Formulare direkt in den Druckern oder leiten Dokumente automatisch zur zuständigen Bearbeitungsstelle weiter. Auch andere Vertriebsund Verwaltungsprozesse - von der Produktbeschaffung bis zur Zusammenarbeit mit Behörden lassen sich durch maßgeschneiderte IT-Lösungen

deutlich optimieren. Die Servicetechniker und Consultants von Resin sorgen nicht nur für einen einfachen, schnellen, sicheren und räumlich unabhängigen Datenzugriff, sondern sie halten auch die nötigen interaktiven Werkzeuge bereit, um die immer wichtigere Teamarbeit auch über große Distanzen hinweg jederzeit zu ermöglichen. „Ein Viertel unseres Gesamtumsatzes erzielen wir mit Service- und Dienstleistungen“, weist Resin auf das Portfolio seines Unternehmens in diesem Sektor hin. Die rund 30 Servicemitarbeiter implementieren neue Anwendungen, sind bei Störungen sofort zur Stelle und übernehmen auf Wunsch die komplette Systemsteuerung. Wie eine interdisziplinäre, offene Bürogemeinschaft der Zukunft aussehen könnte, davon vermittelt übrigens das visionäre multifunktionale Business- und Tagungszentrum reforum

Friedrich Resin einen Eindruck, das Friedrich Resin am Dreispitz

in Binzen vor einem Jahr verwirklicht hat.

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Maßgeschneidertes Beratungsangebot Die Allgemeine Studeinberatung bietet eine unabhängige und detaillierte Beratung zur geplanten akademischen Laufbahn Ist Studieren etwas für mich? Was ist ein duales Studium und ist das genau das Richtige für mich? Wo liegen die Unterschiede zu anderen akademischen Ausbildungen? Wie läuft ein duales Studium überhaupt ab? Was muss ich dafür mitbringen und was sind meine nächsten Schritte? Diese Fragen und viele mehr beschäftigen viele Schüler in den letzten beiden Jahrgangsstufen an allgemeinbildenden beziehungsweise beruflichen Gymnasien oder am Berufskolleg. Um genau diese Fragen und viele weitere individuelle Überlegungen zu beantworten, gibt es die Allgemeine Studienberatung an der DHBW. Das ist es, das Team der Allgemeinen Studienberatung an der DHBW Lörrach: Bettina Kinkel und Thomas Köpke. Das sympathische Zweiergespann

hat für diese Aufgabe eigens eine Zusatzausbildung zum personzentriert-systemischen Coach (GwG) absolviert und jahrelange Erfahrung in der Beratung von jungen Menschen in Hinsicht auf ihre akademische Laufbahn. Und das mit einem entscheidenden Standortvorteil: im Gegensatz etwa zu Universitäten in Großstädten, die aufgrund der Vielzahl an Nachfragenden längere Wartezeiten für Beratungstermine nicht vermeiden können, haben Schüler in und um Lörrach hier die Möglichkeit, ihre ganz individuellen Fragen in einem persönlichen Beratungsgespräch zu erläutern. Und das kurzfristig. Ein kurzer Anruf zur Terminabstimmung genügt. Im persönlichen Gespräch klären Bettina Kinkel und Thomas Köpke zunächst ab, in welche Richtung die Schülerin

Das Team der Allgemeinen Studienberatung: Bettina Kinkel (r.) und Thomas Köpke Foto: DHBW oder der Schüler prinzipiell gehen will. Dann wird anhand der bisherigen schulischen Laufbahn hinterfragt, wo die Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen liegen. Die beiden Berater verschaffen sich so ein genaues Bild von der Persönlichkeit. Auf Grundlage dessen ist eine konkrete Beratung für ein potenzielles Studium möglich. Bezogen auf ein Studium an der DHBW Lörrach zeigt das Beraterteam ganz klar auf, was die Herausforderungen und Vorteile eines dualen

Studiums sind und unterstützt gegebenenfalls bei der Wahl eines konkreten Studienganges. Wichtig dabei ist auch die Erklärung des Bewerbungsablaufes: denn Voraussetzung für ein Studium an der DHBW ist es, dass man einen dualen Partner findet. Das bedeutet: Für jeden Studiengang hat die DHBW ein Pool an Unternehmen, sogenannte Duale Partner, die die Praxisphase des Studiums übernehmen und die Studierenden anstellen. Die Studieninteressierten müssen sich zunächst für

einen Studienplatz beim dualen Partner bewerben und dort ein normales Bewerbungsverfahren durchlaufen. Da Studienbeginn an der DHBW jeweils zum 1. Oktober eines Jahres ist und die dualen Partner mit gut einem Jahr Vorlauf ihre künftigen Studierenden aussuchen, sollte man sich schon gut eineinhalb Jahre vor Beginn um ein Studium an der DHBW kümmern und sich auch gern schon im Vorfeld beraten lassen. Aber auch Kurzentschlossene können sich an die Studienberatung wenden und erhalten dort Tipps, beispielsweise für die Überbrückung von Wartezeiten.

Kontakt

Für eine individuelle Beratung können sich Interessierte an die Allgemeine Studienberatung an der DHBW Lörrach wenden: E-Mail: Studienberatung@dhbw-loerrach.de oder Tel. 07621/20 71412/414 wenden.

Geeignet für das duale Studium? Im Rahmen des Forschungsprojektes „Erfolgskriterien im dualen Studium“ an der DHBW Lörrach befragten Professor Uwe Schirmer und die Psychologin Dr. Lindo Zimmermann im Jahr 2018 die verschiedenen Stakeholder (Professorenschaft der DHBW Lörrach, Duale Partnerunternehmen und dual Studierende), über welche Eingangsvoraussetzungen

Studieninteressierte ihrer Meinung nach verfügen sollten, um das duale Studium gut zu meistern. Dabei benennt die Psychologin Linda Zimmermann wesentliche Merkmale: „Numerische Intelligenz und ganz besonders berufsbezogene Persönlichkeitsmerkmale wie Engagement, emotionale Stabilität und Disziplin sind die Erfolgskriterien im dualen Studium.“

Zudem ist die Passung zum dualen Studienkonzept und zum jeweiligen Unternehmen enorm wichtig.

Persönlichkeit zählt Weit ab von Zeugnisnoten zählt also gerade im Dualen Studium die Persönlichkeit. Konkret bedeutet das, dass ein sehr guter Abitur-Notendurchschnitt keine Eintrittskar-

te ins Duale Studium garantiert. Denn es kommt darauf an, sein Partnerunternehmen von sich zu überzeugen, ganz wie im Bewerbungsverfahren im späteren Berufsleben. Dass man für die Studiengänge in den Bereichen Technik und Wirtschaft eine gewisse Affinität für Mathematik und Zahlen mitbringen sollte, ist – unabhängig von der Mathenote im Zeugnis – kein

Geheimnis. Damit Studieninteressierte für sich eine erste Einschätzung vornehmen können, ob dual studieren zu ihnen passt, hat das Projektteam gemeinsam mit Studierenden der DHBW Lörrach einen Film gedreht. Der Film ist auf der Internetseite der DHBW unter www.dhbw-loerrach. de/duales-studium.html zu finden.


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Gewappnet für die digitale Zukunft DHBW Lörrach bietet ab Herbst 2020 zwei neue Studiengänge an: BWL Digital Business Management und Wirtschaftsinformatik - Data Science „Digitale Geschäftsmodelle“, „Business Analytics“ oder „Industrie 4.0“ sind Schlagworte, die den aktuellen Wandel in der Wirtschaft beschreiben. Einkäufe finden zunehmend online statt, Algorithmen fällen autonom betriebswirtschaftliche Entscheidungen, vernetzte Maschinen koordinieren selbstständig Fertigungsprozesse, Geschäftsmodelle sind im

Wandel begriffen. Diesen Transformationsprozess in Unternehmen unterstützen die neuen Studiengänge, die aktuelles betriebswirtschaftliches Wissen mit datenanalytischem Denken unterschiedlich stark verbinden. Neben informationstechnischen Grundlagen lernen Studierende des Studiengangs BWL - Digital Business Management

Der neue Studiengang verbindet Betriebswirtschaft mit IT- und Daten-KnowHow. die vielfältigen betriebswirtschaftlichen Anforderungen und Lösungen im Zuge der Digitalisierung kennen. Studierenden der Wirt-

schaftsinformatik - Data Science lernen betriebswirtschaftliche Anforderungen verstehen und diese mit Methoden und Verfahren des Machine Learning in Lösungen umsetzen. So sind die Absolventinnen und Absolventen gewappnet, digitale Transformationsprozesse in unterschiedlichen Branchen betriebswirtschaftlich zu gestalten und informationstechnisch umzusetzen, um die Voraussetzungen für Markt- und Unternehmenserfolg im digitalen Wettbewerb zu schaffen. „Digital Business Management“ bietet ein

fundiertes BWL-Studium ergänzt um IT-Wissen mit Fokus auf die digitale Wirtschaft. „Data Science“ bietet ein fundiertes Wirtschaftsinformatik-Studium ergänzt um Data ScienceWissen mit Fokus auf die Entscheidungsfindung in Unternehmen. Die Umsetzungsfähigkeit von Anwendungen in Machine Learning, Big Data Technologie und Künstliche Intelligenz stehen im Mittelpunkt. BWL- und IT-Kenntnisse werden kombiniert und bereiten auf die Mitgestaltung von digitalen Geschäftsprozessen vor.


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Erasmus-Programm macht’s möglich Leben und Studieren an Partnerhochschulen am Beispiel von Edirne, mit der Lörrach eine Kulturpartnerschaft pflegt. VON HUBERT BERNNAT

D

ie Lage im Dreiländereck ist das Markenzeichen Lörrachs, die Lage im Dreiländereck ist aber auch das Markenzeichen der westtürkischen Stadt Edirne. Mit Edirne pflegt, die Stadt Lörrach eine Kulturpartnerschaft, aber auch die DHBW Lörrach hat seit 2006 eine internationale Partnerschaft mit der dortigen TrakyaUniversität. Die Hauptstadt Ostthrakiens mit über 150 000 Einwohnern liegt nur knapp zwei Kilometer von der griechischen Grenze im Westen und rund 18

Kilometer von der bulgarischen Grenze im Norden entfernt. Durchflossen wird sie vom Fluss Meric, der im Rila-Gebirge in Bulgarien entspringt. Der Lauf des Flusses, bulgarisch Mariza, kennzeichnet nordwestlich von Edirne die Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland. Nachdem der Fluss das Stadtgebiet Edirnes in einem Bogen nach Süden verlassen hat, bildet er im weiteren Verlauf die Grenze zwischen der Türkei und Griechenland, wo er den Namen Evros besitzt. Der Fluss ist auf traurige Art berühmt geworden, da er als EU-

KOSOVO

SERBIEN

Sofia

Bulgarien BULGARIEN

Edirne

EHEMALIGE JUGOSLAW. REP. MAZEDONIEN

Istanbul

Thessaloniki TÜRKEI

Türkei GRIECHENLAND

Athen

Izmir maps4news.com/©HERE

Grenzfluss auch Ort vieler Flüchtlingsdramen war und ist. Zeitweise waren in Lagern bei Edirne bis zu 15 000 Flüchtlinge untergebracht. Edirne ist die westlichste Großstadt der Türkei und liegt direkt an der Europastraße 80 (E 80), eine West-Ost-Verbindung der Klasse A. Sie erstreckt sich von Lissabon bis an die Grenze zum Iran, unweit der armenischen Grenze. Die Straße verbindet elf Länder und ist mit etwa 5700 Kilometern eine der längsten Europastraßen. Auch Lörrach kennt die Lage an einem Grenzfluss, dem Rhein, und liegt nur wenige Kilometer östlich der E 35, die von Amsterdam bis Rom führt. Beide Städte liegen also an großen internationalen Routen. Auf der E 80 sind es von Edirne bis in Bulgariens Hauptstadt Sofia rund 310 km, bis Istanbul knapp 240 km. Die Zehn-MillionenMetropole am Bosporus, die Europa mit Asien verbindet, ist durch eine moderne und billige

Blick von einer der antiken Brücken über den Meric auf die Selimiye-Moschee in Edirne

Schnellbuslinie, die mehrmals täglich fährt, von Edirne in drei Stunden erreichbar. agia Sophia und Blaue Moschee sind die wohl für den ausländischen Touristen bekanntesten religiösen Gebäude in Istanbul. Ihr Besuch gilt als Muss. Doch architektonisch bemerkenswerter sind die beiden von dem Architekten Sinan, dem „Michelangelo der Osmanen“, im 16. Jahrhundert erbauten Sehzade- und Süleymaniye-Moschee. Beide liegen im beziehungsweise in der Nähe des Stadtzentrums. Wer in Istanbul weilt, sollte vor allem den Besuch letzterer nicht versäumen, zumal sie auch durch ihre herausgehobene Lage am Goldenen Horn besticht. Sinan bezeichnete diesen Bau als sein „Gesellenstück“ und als „ein dem Paradies gleicher, freudenspendender Aufenthaltsort.“ Seine Bauten gelten als Höhe-

H

punkt der klassischen osmanischen Architektur und er als einer der bedeutendsten Architekten aller Zeiten. Doch was nur wenige wissen, ist, dass „sein Meisterwerk“ in Edirne steht. Es ist die zwischen 1568 und 1575 erbaute Selimiye-Moschee, die auf einem Hügel über dem Stadtzentrum thront. Seit 2011 gehört sie zum Weltkulturerbe. Allein ihretwegen lohnt ein Besuch in Edirne, eine Stadt, die allerdings noch viel mehr an kulturellem Erbe zu bieten hat. Darin unterscheidet sie sich von Lörrach. Denn Edirne, das frühere Adrianopel, hat eine alte und reiche Geschichte. Von 1368 bis 1453 war Edirne sogar Hauptstadt des bis weit auf den Balkan reichenden Osmanischen Reiches. Heute dehnt sich die Stadt mit neuen Vierteln nach Osten und Süden aus. Und kommt man über die E 80 aus Richtung Istanbul nach Edirne so fallen bei der Einfahrt in die Stadt, aber noch ein gutes Stück vom Zentrum entfernt, auf der rechten Seite die neuen Gebäude der TrakyaUniversität auf.

FORTSETzUNG AUF SEITE 17

Foto: Stadt Lörrach


hitektur

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Eine Europa zugewandte Stadt Bernnat: „Die Edirner, das konnte man in vielen Gesprächen erfahren, verstehen sich als Teil Europas“ FORTSETzUNG VON SEITE 16

B

eide Hochschulen, die Trakya-Uniel über versität in Edirne und die DHBW Lörrach, eint ihre erst junge Geschichte und die fast zeitgleiche Gründung. Nach der Schließung der Pädagogischen Hochschule erhielt Lörrach 1981 eine Berufsakademie, aus der dann 2009 die Duale Hochschule hervorgegangen ist. Sie begann mit drei Studiengängen und gerade einmal 37 Studenten im Bereich Technik. 1982 wurde in Edirne die Trakya-Universität mit den Fakultäten für Medizin, Ingenieurwesen und Architektur gegründet. Sie hat ihren Namen von der historischen Landschaft Thrakien, deren östlicher Teil heute erzur Türkei gehört. Fast dt, aber50 000 Studierende sind 2018 eingeschrieben, fast auf derso viele wie Lörrach Einwohner hat. Daneben wirkt die DHBW Lörrach mit rund 2500 Studierenden klein und beschaulich. Allerdings bedient die Lörracher DHBW nur eine spezielle Klientel, die praxisbezogen studieren möchte und liegt zudem in Nachbarschaft zwischen den beiden Universitätsstädten Basel und Freiburg. Die Trakya-Universität ist dagegen zuständig für rund 1,5 Millionen Menschen, die nordwestlich von Istanbul leben. In Edirne steht somit die einzige Universität im

europäischen Teil der Türkei. Sie wird auch vornehmlich von Studierenden aus dieser Region besucht. Das Leben ist hier überschaubarer und billiger als in Istanbul, allerdings fehlt das internationale Flair. Edirne ist zudem wie Lörrach keine typische Studentenstadt. Die vielen Studierenden aus dem Umland kehren nach ihren Veranstaltungen wieder nach Hause zurück.

Das neue Rektoratsgebäude der Trakya-Universität; rechts die Lörracher Delegation bei ihrem Besuch 2015 Fotos: Stadt Lörrach

ährend der mehr als zehn Jahre dauernden Partnerschaft zwischen der DHBW und der Trakya-Universität sind etliche Kontakte und Projekte entstanden. Die Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen des ErasmusProgramms der Europäischen Union, das den Studenten- und Dozentenaustausch in Europa fördert. Die gute persönliche Beziehung zwischen dem langjährigen Vorsitzenden von Lörrach International, Professor Manfred Raupp, und dem früheren Rektor der Edirner Universität, dem Kardiologen Professor Enver Duran, haben dazu beigetragen. Raupp wurde für seine Verdienste um die Partnerschaft mit der Stadt Edirne und der

Universität 2015 mit der Ehrenbürgerwürde von Edirne geehrt. Dabei durfte ich als ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters anwesend sein. Es war mein dritter Besuch in der Stadt und ich war wieder beeindruckt von der Gastfreundschaft und der europäischen Atmosphäre, die ich erleben konnte. Die Edirner, das konnte man in vielen Gesprächen erfahren, verstehen sich als Teil Europas. Edirne war schon immer eine multiethnische Stadt, auch dadurch passt sie zu Lörrach. Für Recep Gürkan waren schon in seiner Zeit als Geschäftsführer der Trakya-Universität die Kontakte nach Lörrach und zur DHBW wichtig. Man kann die DHBW und ihren

W

Hubert Bernnat

Rektor Professor Theodor Sproll nur ermuntern, diese Kontakte auch wei-

terhin zu pflegen und zu vertiefen. Anknüpfungspunkte gibt es viele.


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Kürzlich zu Besuch: Heike MebaneKemper (r.), Ansprechpartnerin für deutsche Studierende an den Partnerunis in Kalifornien, mit Kathrin Hebert. Foto: DHBW

Von Lörrach hinaus in die Welt Die DHBW Lörrach bietet ihren Studierenden ein vielfältiges Austauschprogramm mit Universitäten an attraktiven Standorten auf der ganzen Welt. Auch nach Lörrach kommen jedes Jahr ausländische Studierende für einen Studienaufenthalt. Auslandserfahrung gehört zu einem guten Lebenslauf und wird als unverzichtbare Vorbereitung auf ein Berufsleben in einer globalisierten Wirtschaft immer wichtiger. Studierenden der Dualen Hochschule BadenWürttemberg (DHBW) haben die Möglichkeit, eine unvergessliche und dabei gleichzeitig sehr intensive Zeit im Ausland zu verbringen. Sie können eine Praxisphase in einem Unternehmen im Ausland verbringen - und werden hierfür durch ihre dualen Partner freigestellt - oder können ein Semester lang an einer Partnerhochschule studieren. Die Abteilung International Services unter der Leitung von Kathrin Hebert betreut die verschiedenen Förderprogramme und Kooperationen mit Partnerhochschulen rund

um den Globus. Darunter sind zum Beispiel Glanzlichter wie die WUZI University in Peking, die Durban University of Technology in Südafrika, die University of California, St. Barbara, USA, aber auch exotische Ziele wie die University of Kuala Lumpur in Malaysia, die Universidad Anahuac Mayab in Mexiko oder die University of the West Indies in Trinidad & Tobago.

Partnerunis von den USA, über Lettland bis Trinidad & Tobago Auch in Europa gibt es enge Kooperationen mit namhaften Universitäten, die zudem die Möglichkeit der Förderung über das Programm „Erasmus+“ bieten. Hoch im Kurs

stehen beispielsweise die Savonia University of Applied Sciences in Finnland, die Business School INSEEC in Paris, das Ventspils University College in Lettland, die Vistula University in Warschau oder aber die Budapest Business School in Ungarn. Alle Kooperationspartner sind im Internet unter www.dhbw-loerrach.de/ internationaloffice zu finden. „Beliebte Ziele für ein Auslandssemester sind Malaysia und China, aber auch Lettland und Polen. Seit Jahren ungebrochen ist der Trend zu klassischen Zielen, wie in die USA. Ebenfalls seit langem hoch im Kurs steht Südafrika. Unternehmen, insbesondere mit internationaler Ausrichtung oder weltweiten Niederlassungen, bewerten Auslandserfah-

rungen sehr hoch.“, berichtet Kathrin Hebert. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten für die Realisierung des Auslandsaufenthaltes. Zum einen besteht die Möglichkeit der Förderung eines Auslandsaufenthaltes an einer europäischen Partnerhochschule über ein Erasmus+-Stipendium. Eine weitere Option ist ein Studium an einer Partnerhochschule der DHBW und die Ausnutzung der besonderen Konditionen von Kooperationsverträgen, beispielsweise niedrigerer Studiengebühren. Zum dritten können sogenannte „Freemover“ ihren Auslandsaufenthalt und -studium in Eigenregie organisieren.

Internationale Studierende ins Dreiländereck Das Team von International Services steht allen Studierenden der DHBW beratend und unterstützend zur Seite. Auch für die ausländischen Studierenden an der DHBW in Lörrach, soge-

nannte Incomings, bietet die Hochschule zahlreiche Studienangebote in englischer Sprache und den englischsprachigen Studiengang International Business Management. Eine Besonderheit der DHBW Lörrach sind die trinationalen Studiengänge Mechatronik Trinational und International Business Management Trinational, die zu je einem Drittel in Lörrach, an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sowie an der Université de Haute Alsace auf Deutsch und Französisch unterrichtet werden. Forciert werden nun weitere englischsprachige Studienangebote aus dem Bereich Technik. Der Arbeitskreis Internationalisierung, dem Professoren, Dozierende und das International Collaboration Center mit International Services angehören, treibt die Erweiterung eines englischsprachigen Curriculums voran. Und schon jetzt werden einige Vorlesungen je nach Zusammensetzung der Studierenden auf Wunsch auf Englisch gehalten.


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Neuer Studiengang ab Herbst 2019 Berufsbegleitendes Studienangebot (Bachelor) „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ für alle Praktiker aus den Bereichen Physiound Ergotherapie sowie Pflege Die Anforderungen an die Berufsbilder in Pflege und Therapie werden immer komplexer. Das ist u.a. dem demographischen Wandel geschuldet und der zunehmend wichtigeren Rolle von Therapeutinnen und Therapeuten in der Gesundheitsversorgung von Patienten. Analytische Fähigkeiten, ergebnisorientiertes und evidenzbasiertes Handeln auf Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse sind heute da-

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her in therapeutischen Berufen mehr gefragt denn je. Gepaart mit einem Fundament betriebswirtschaftlichen Wissens und Expertise in der Beratung von und Kommunikation mit Patienten. Diesen Anforderungen begegnet der neue Studiengang an der DHBW Lörrach: Interprofessionelle Gesundheitsversorgung. Er befähigt die Absolventen, unter Berücksichtigung interprofessioneller Perspektiven, neue Versorgung-

Der Studiengang „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ wurde anlässlich des Symposiums der Physiotherapie vorgestellt. Foto: Thomas Loisl-Mink und Therapiekonzepte zu integrieren und bestehende Behandlungsstandards interprofessionell zu erweitern.

Gesundheit gestalten statt Krankheit verwalten Im Fokus des Studiums steht, die Therapeuten

zu befähigen, die Handlungskompetenz von Patienten zu fördern und zu begleiten. Das künftige Berufsbild richtet sich am Leitsatz aus, Gesundheit gemeinsam zu gestalten und zu erhalten und nicht Krankheit zu verwalten. Das Studium eröffnet Therapeuten eine neue Perspektive und gibt Im-

pulse, neue Projekte und Angebote in den Unternehmen der Gesundheitsbranche zu etablieren. Das Studium, das sich ausschließlich an Praktiker aus Pflege, Ergotherapie und Physiotherapie mit bereits abgeschlossener Berufsausbildung richtet, startet jeweils im Herbst und läuft über drei Semester. Wie bei den anderen dualen Studiengängen wechseln sich Theorie- und Praxisphasen im Dreimonatsrhythmus ab.

Kontakt

Studiengangsleiter Professor Thomas Messner, Tel. 07621/ 2071179, E-Mail messner@dhbwloerrach.de


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Talentschmiede der Hochschule Seit vier Jahren werden in jedem Studienjahrgang die jeweils fachlich besten und engagiertesten Studierenden der DHBW Lörrach ausgewählt und in den „Circle of Excellence“ (CoE) aufgenommen. Der CoE ist ein über das reguläre duale Studium hinausgehendes, eineinhalbjähriges Programm zur Persönlichkeitsbildung und Talentförderung. Auch in diesem Jahr kommen wieder 21 Studierende in den Genuss eines exklusiven Programms. Acht Studentinnen und 13 Studenten wurden aufgrund ihrer fachlichen Leistung – gemessen in Durchschnittsnoten der ersten drei Semester – und ihrer sozialen Kompetenz ausgewählt und in den CoE aufgenommen. Um die soziale Kompetenz zu messen, leitet das

CoE-Team von Professor Dr. Christian GruningerHermann die Merkmale von den „Big Five der Persönlichkeit bei jungen Erwachsenen“ ab. Diese beinhalten Kooperations-, Konflikt-, Kommunikationsfähigkeit und soziale Verantwortung. Beurteilt werden die Merkmale der sozialen Kompetenz von den Mitstudierenden. Sie benennen diejenigen Fünf aus ihrer Mitte, die diese Kriterien am besten erfüllen. Fachliche Leistung und soziale Kompetenz werden zu einer Gesamtnote verrechnet und somit ein „Kursbester“ ermittelt. Nun erwartet die Studierenden des aktuellen

Circle of Excellence ein attraktives, eineinhalbjähriges Programm mit dem Ziel, die Persönlichkeit der Teilnehmer weiterzuentwickeln, ihr professionelles Netzwerk zu erweitern und sie gezielt auf anspruchsvolle Führungsaufgaben in Unternehmen vorzubereiten. Der Circle of Excellence ist für die Studierenden somit auch ein Karrieresprungbrett. Bis Frühsommer 2020 stehen rund zehn Veranstaltungen und Aktivitäten auf dem Programm. Darunter sind mehrere so genannte LoungeGespräche, bei denen die Mitglieder mit namhaften Führungskräften und Impulsgebern aus der Wirtschaft, Politik und Kultur zusammentreffen. Außerdem gibt es Teambuilding-Maßnahmen, Besuche wichtiger Arbeitgeber der Region mit einzigartigem Blick hinter die Kulissen und

einen zweitägigen Führungsworkshop. Einige der Circle-Mitglieder kommen darüber hinaus in den Genuss eines Kurzaustausches mit der Wuzi University in Peking. Abschließend erhalten alle Mitglieder ein individuelles Karrieregespräch und ein Zertifikat. Zum Start des Programms gab Professor Theodor Sproll, Rektor der DHBW Lörrach, den jungen Menschen motivierende Worte mit auf den Weg: „Ich würde mir wünschen, dass Sie auch weiterhin die Dinge beherzigen, die im Leben und bei der Karriere den Unterschied machen: Engagement zeigen, neugierig bleiben und sich eine positive Einstellung zum Leben und dessen Herausforderungen erhalten. Das sind die wesentlichen Punkte für Erfolg und Spaß.“ Neben interessanten Veranstaltungen und

Unternehmungen hat der Circle of Excellence aber auch einen anderen, schönen Nebeneffekt: Normalerweise kennen sich die Studierenden der einzelnen Kurse nicht immer untereinander, da sie durch den Wechsel von Theorie- und Praxisphasen nicht unbedingt zur gleichen Zeit an der Hochschule sind. Im Talentprogramm lernen sie sich nun kursübergreifend kennen und füllen den Spirit der DHBW mit Leben. „Es herrscht von Anfang an eine sehr kameradschaftliche, gute Stimmung unter den Mitgliedern des Circle. Es ist toll, dass die Studierenden aus den verschiedenen Studiengängen so offen aufeinander zugehen. Ich freue mich darauf, auch diesmal wieder so exzellente und vielversprechende Talente begleiten und ihre Entwicklung miterleben zu dürfen“, resümiert Professor Gruninger-Hermann.

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Acht Studentinnen und 13 Studenten wurden aufgrund ihrer fachlichen Leistung und ihrer sozialen Kompetenz ausgewählt und in den Circle of Excellence aufgenommen. Foto: DHBW


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SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Ausgabe 2019/2020

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Sport als Netzwerk

Lukas Hauser leitet die Basketball-AG der DHBW Lörrach.

Lukas Hauser ist Basketballer aus Leidenschaft. Schon in seiner Jugend hat der aus Freiburg stammende Maschinenbaustudent im Verein gespielt. Heute leitet er die Basketball-AG der DHBW Lörrach. VON MATTHIAS STAUSS „Wir treffen uns jeden Mittwoch um 20.15 in der Turnhalle neben der Theodor-Heuss-Realschule und zocken zusammen“, sagt Hauser. Mit „Wir“ meint er acht bis zehn weitere Studierende, die regelmäßig vorbeischauen. Die Spieler bringen unterschiedliche Vorerfahrungen mit. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Die Freude am aktiven Sport.

Neben der Basketball-AG bietet die DHBW Lörrach für ihre Studierenden eine Reihe anderer sportlicher Aktivitäten an. Fußball, Badminton, Volleyball und die Kampfsportart Krav Maga sind ebenso Teil des Angebots, wie Aerobic, Zumba und Beachvolleyball. Alle Arbeitsgemeinschaften finden in der Regel einmal wöchentlich statt. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Die Trainings-

Foto: Matthias Stauss

zeiten und -orte können der Homepage der DHBW Lörrach entnommen werden. „Das Sportangebot der DHBW Lörrach zeichnet sich besonders durch das Engagement der Studierenden aus, die diese AG‘s zum größten Teil selbst ins Leben gerufen haben und auch in der Regel eigenverantwortlich leiten“, sagt Thomas Köpke. Er ist Sportbeauftragter der Hochschule. Ziel der DHBW sei es, in Zusammenarbeit mit der Stadt Lörrach die Hallen- und Sportplätze zu organisieren und das Sportequipment zu beschaffen. Einer der engagierten Studierenden ist zweifelsohne Lukas Hauser. Neben der Basketball AG kümmert er sich vorüberge-

hend auch um die Fußball AG. Als Leiter ist er nicht nur für die Schlüssel zur Halle zuständig, sondern auch für die Organisation des Trainings.

Engagement der Studierenden „Gerade während den Klausurphasen oder dem Phasenwechsel kann es vorkommen, dass wir zu wenige Teilnehmer sind und ein Training abgesagt werden muss. Wir regeln das über eine WhatsApp Gruppe und über Facebook, so dass dann auch jeder Bescheid weiß.“ Die Leitung der Arbeitsgemeinschaften nimmt Lukas Hauser gerne auf sich. „Ich bin bereit Verantwortung zu überneh-

men“, sagt er. Dank dem Sport konnte er viele neue Bekanntschaften mit anderen Studierenden machen. „Die meisten Studierenden, mit denen ich in Kontakt bin, habe ich beim Basketball und Fußball kennengelernt.“ Der Hochschulsport bietet also nicht nur die Gelegenheit den Kopf frei zu bekommen, sondern ist auch eine tolle Netzwerk-Plattform. „Das Training ist auch kein Muss. Jeder kommt so oft es ihm passt“, fügt Hauser hinzu. Persönlich freut er sich schon auf die diesjährigen Studylympics in Karlsruhe. Mitte Juli werden er und die Fußball AG sich mit Teams anderer DHBWStandorte spannende Duelle liefern.


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Viele spannende Dinge gestalten Seit Beginn ihres Studiums engagiert sich Jessica Siebold in der Studierendenvertretung (StuV) der DHBW Lörrach. Aber das ist noch längst nicht alles, wie die 21-Jährige, die im sechsten Semester BWL-Tourismus studiert im Interview mit Matthias Stauss berichtet.

Jessica, wie kamst du mit der StuV in Kontakt und was waren deine ersten Aufgaben? Ich war im zweiten Semester, als ich das erste Mal an einer öffentlichen StuV-Sitzung teilgenommen habe. Die Sitzungen finden immer dienstags alle zwei Wochen statt und jeder Studierende ist herzlich Willkommen.

Studierende sind willkommen Dort sitzt man gemütlich im StuV-Raum an der Hangstraße und plant anstehende Veranstaltungen und Events, diskutiert über hochschulpolitische Angelegenheiten und bringt die Belange aller Studierenden ein. Ich wurde gleich super aufgenommen und durfte sofort bei der Organisation eines Barabends mithelfen.

Heute bist du gewählte stellvertretende Studierendensprecherin der DHBW Lörrach. Was reizt dich an diesem Ehrenamt? Die Arbeit in der StuV hat mir von Anfang an Spaß gemacht. Ich finde es toll, Dinge für andere Studierende zu organisieren. Durch die StuV habe

ich viel dazugelernt. Das Arbeiten im Team, Disziplin oder auch Empathie gegenüber anderen. Als stellvertretende Studierendensprecherin komme ich mit sehr vielen interessanten Leuten in Kontakt.

Zum Beispiel? Da wären natürlich alle weiteren gewählten sowie die freiwilligen Mitglieder der StuV. Wir teilen uns verschiedene Referate wie Finanzen, Sport oder Kultur untereinander auf. Jeder hat also sein Kernbereich, indem er aktiv ist. Neben der StuV sind es aber auch die vielen anderen Studierenden an der DHBW und auch standortübergreifend im Allgemeinen Studierendenausschuss.

Du engagierst dich also noch in anderen Gremien außer der StuV? Ja. Im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) bin ich Kraft meines Amtes als stellvertretende Studierendensprecherin Mitglied. In diesem Ausschuss treffen sich alle Vertreter der DHBW-Standorte, um über gemeinsame Themen zu sprechen. Neben dem AStA bin ich noch im Senat der DHBW Lörrach. Dort sind zudem gewählte Professoren und die Hochschulleitung mit dabei. Außerhalb des Studiums engagiere ich mich als Studienbotschafterin

StuV-Mitglied Jessica Siebold fühlt sich sichtlich wohl an der DHBW Lörrach und hat immer ein ansteckendes Lächeln parat. Foto: Matthias Stauss und besuche gemeinsam mit anderen Studierenden aus Baden-Württemberg Schulen und gebe den Schülern dort Tipps für deren Studienwahl.

Das klingt nach einer Menge Verantwortung und Zeitaufwand. Parallel steht noch deine Bachelorarbeit an. Wie schaffst du das alles?

Mir macht das einfach große Freude und deswegen ist das für mich auch keine Belastung. Ich bin ein Mensch, der immer alles positiv sieht. Das ist auch hier so. Ich darf so viel spannende Dinge gestalten und erleben.

Was kannst du aus deinen Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre jün-

geren Studenten an der DHBW Lörrach mitgeben? Auf jeden Fall, dass es sich lohnt, über den Vorlesungsplan hinaus zu gucken und sich an einem der vielen Angebote der Hochschule zu beteiligen. Das kann die Studierendenvertretung sein, eine Sport-AG und vieles mehr.


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