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Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, darin sind sich alle einig: Die Duale Hochschule BadenWürttemberg (DHBW) bedeutet für Lörrach, das Dreiländereck und den gesamten Südwesten der Republik eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Angesichts der Popularität und der Leistungen muss der Vergleich mit dem Niveau einer Universität keinesfalls versteckt werden. Anonymität und überfüllte Vorlesungssäle sind an der DHBW Fremdwörter. Lehrveranstaltungen in kleinen Gruppen und intensive persönliche Betreuung durch die Dozenten erhöhen die Motivation und Lernfreude der Studierenden und ermöglichen damit ein effektives Studieren. Daneben fördern moderne Lehrmethoden die Eigeninitiative der Studierenden und bieten Gelegenheit zum Erwerb wichtiger Schlüsselqualifikationen. Weiterer Vorteil: Das Studium dauert nur drei Jahre. Während dieser Zeit wird Wissen auf Hochschulniveau vermittelt und gleichzeitig in der Praxis vertieft. Obendrein können die Absolventen schon früh anspruchsvolle berufliche Aufgaben übernehmen. All das zeigen die Beiträge und Präsentationen in der vorliegenden elften Ausgabe unseres Jahresmagazins „Das duale Original“. Viel Freude beim Lesen! Ihr Peter Ade

SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Ausgabe 2018/2019

Die DHBW Lörrach genießt landesweit und international einen hervorragenden Ruf. Bei Studieninformationstagen können junge Menschen nach Herzenslust schnuppern. Foto: Peter Ade

Stets passgenaue Angebote Die DHBW verbindet auf einzigartige Weise ein wissenschaftliches Hochschulstudium mit unternehmerischer Praxis VON PETER ADE Im Rhythmus von drei Monaten wechseln die Studierenden zwischen Hochschule und Partnerunternehmen und erwerben damit gleichermaßen fundiertes theoretisches Wissen, praktische Berufserfahrung und wichtige „Soft Skills“. Mit dem Angebot internationaler Studiengänge werden die Studierenden auf die zunehmende Internationalisierung der Wirtschafts- und Arbeitswelt und den beruflichen Einsatz im Ausland vorbereitet. Dabei werden auch sprachliche und kulturelle Kenntnisse vermittelt. Studienaufenthalte bei ausländischen Partnerhochschulen und Gastprofessuren ausländischer Dozenten runden das Studienangebot ab. Auf dem Arbeitsmarkt sind die Absolventen der DHBW dank ihres fundierten Wissens und ihrer

Impressum

Praxiserfahrung sehr erfolgreich. In den letzten Jahren hatten jeweils rund 90 Prozent der Studierenden bei ihrem Abschluss bereits einen festen Arbeitsvertrag in der Tasche. Die DHBW Lörrach mit ihren 2100 Studierenden hat sich seit ihrer Gründung vor 35 Jahren zu einem zentralen Element des Bildungs- und Wirtschaftsstandorts im südbadischen Raum entwickelt. Von den rund 700 Partnerunternehmen kommen mehr als die Hälfte aus der Region. Bei den Studierenden sind es sogar gut zwei Drittel, die aus der Region von Waldshut bis Freiburg stammen. Aufgrund der Lage im Dreiländereck ist die DHBW selbstverständlich auch über die Grenzen hinweg sehr gut vernetzt mit Hochschulen und Unternehmen aus dem Elsass und der Nordwestschweiz. „Unsere beiden trinationalen Studiengänge sind

hervorragende Beispiele für gelebte Trinationalität“, freut sich Rektor Professor Theodor Sproll. Mit neuen Studienangeboten in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Informatik, bei denen mit der Université de Haute Alsace zusammengearbeitet wird, stärkt die DHBW ihre grenzüberschreitenden Aktivitäten weiter und spiegelt damit auch den Bedarf und das Interesse seitens der Unternehmen und der Studieninteressierten wider. Das weitere Vorantreiben der Internationalität und Vielfalt der Hochschule ist ein strategischer Schwerpunkt. Er wird auch belegt durch die Zusammenarbeit der DHBW Lörrach mit über 35 Hochschulen weltweit. Dies alles zeigt nach Ansicht der baden-württembergischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, dass die DHBW für die Zukunft gut aufgestellt ist. Wörtlich: „Ich bin mir sicher, dass wir so auch in der kommenden Zeit unsere gemeinsam gesteckten Ziele erreichen können: Jungen Menschen eine ausgezeichnete, zukunftsfähige Ausbildung zu geben.“

DuAL sTuDIereN AN Der DHBW LÖrrACH 2018/2019 Eine Anzeigengeschützte Sonderveröffentlichung des Verlagshauses Jaumann • Die Oberbadische • Markgräfler Tagblatt • Weiler Zeitung Verantwortlich: Guido Neidinger • redaktion: Peter Ade • Gestaltung: Alexander Anlicker Texte und Fotos: Susann Jekle, Jolin Pfeiffer, Peter Ade, Hubert Bernnat, Frank Maier, Juri Junkov, Kristoff Meller, Matthias Stauss, Philipp Schließer Anzeigen: Christian Hügerich Druck: Druckzentrum Südwest • Jährliche erscheinung


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Seit ihrer Gründung in Lörrach haben rund 10 000 Absolventinnen und Absolventen an der DHBW ihren Abschluss erwoben und leisten einen wertvollen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und den Wohlstand in der Region. Foto: DHBW

Garant für Wettbewerb, Innovation und Wohlstand in der Region „Um ihrer Verantwortung für die Chancen der Studierenden, die Wettbewerbsfähigkeit der dualen Partner sowie die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region gerecht zu werden, muss sich die DHBW weiterentwickeln können.“ Über die aktuelle Situation der Hochschule in Lörrach sprach Peter Ade mit Rektor Professor Dr. Theodor Sproll.

Herr Professor Sproll, was bildet aus Ihrer Sicht die Basis der Erfolgsgeschichte der DHBW Lörrach, der man nachsagt, sie habe das Niveau einer Universität erreicht? Die DHBW BadenWürttemberg insgesamt ist eine einzigartige Bildungsinstitution und Erfolgsgeschichte des Landes, gewachsen aus einer besonderen Beziehung zwischen Hochschule, Gesellschaft und Industrie. Im Jahre 2011 wurde sie als erste Hochschule

des Landes systemakkreditiert, das heißt die Leistungsfähigkeit ihres Qualitätsmanagements wurde extern bestätigt. In Lörrach allein bilden wir mit 750 Unternehmen, den dualen Partnern, im dualen Studienmodell an den beiden Lernorten Theorie und Praxis, unsere derzeit 2.100 Bachelorstudenten aus. Etwa 100 Studierende befinden sich in weiterführenden Masterprogrammen, die vom Center of Advanced Studies an verschiedenen Studienorten angeboten werden. Wenn man etwas über die Qualität eines Angebots der Hochschule wissen will, befragt man am besten seine Kunden: Laut den Ergebnissen der neu-

esten landesweiten Befragung der Absolventen im Auftrag des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg 2018, waren 85 Prozent der Absolventen der DHBW rückblickend zufrieden bis sehr zufrieden mit dem Studium im Allgemeinen.

Die DHBW ist „angekommen“ in der Region. Sind Sie zufrieden mit dem Grad der Akzeptanz in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft? Ich spüre einen sehr starken Rückhalt und Unterstützung der Partnerunternehmen, widergespiegelt vor allem auch in der Zusammensetzung unseres Hochschulrats.

Unsere Partnerunternehmen sind sich bewusst, dass sich ihre Investition in ihre Studierenden schnell auszahlen wird. Ich nehme auch sehr das persönliche Engagement des Oberbürgermeisters und der Landrätin wahr und schätze dieses sehr. Die DHBW hat insgesamt in den letzten zehn Jahren deutlich überproportional einen Beitrag zum politisch gewünschten Studienplatzausbau in Baden-Württemberg beigetragen. Dabei ist sie in vielerlei Hinsicht, nicht zuletzt auch finanziell, in Vorleistung getreten. Kurse wurden in sogenannten Ausbauprogrammen durchgeführt, die nicht voll ausfinanziert waren.

Diese Kurse haben sich verstetigt und um die Qualität halten zu können und in den weiteren Ausbau investieren zu können, bedarf es einer nachhaltigen Finanzierung aller bestehenden Kurse und Angebote. Dies ist so auch im Koalitionsvertrag zugesichert worden. Um ihrer Verantwortung für die Chancen der Studierenden, die Wettbewerbsfähigkeit der dualen Partner sowie die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region gerecht zu werden, muss sich die DHBW weiterentwickeln können.

Welche Bedeutung hat die DHBW für die regionale Wirtschaftsentwicklung? Seit der Gründung in Lörrach haben rund 10.000 Absolventen ihren Abschluss erworben und leisten einen wertvollen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Wohlstand in der Region. Sie qualifiziert und bindet den Fachkräftenachwuchs vor Ort und stärkt nachhaltig die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in der Region. Darüber hinaus begleitet die DHBW als Wissens- und Transferpartner unsere Unternehmen in einem Umfeld mit raschen demographischen und technologischen Wandel. Unsere Partnerunternehmen in Lörrach und der Region investieren bei 2.100 Studierenden über drei Jahre an Ausbildungsvergütung und Sozialversicherungsleistungen rund 120 Millionen Euro. Ein Teil dieser Vergütung fließt als Kaufkraft sicherlich vor Ort auch wieder in den heimischen Einzelhandel.


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Professor ung fürDr. Theodor Sproll Foto: DHBW/ Juri Junkov

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Studentenwohnheim hat hohe Priorität Fortsetzung des Interviews mit DHBW-Rektor Professor Theodor Sproll Wie reagiert die Hochschule auf die Digitalisierung?

Das Thema Digitalisierung an der DHBW Lörrach ist nicht nur ein Schlagwort: Im Moment engagieren sich etwa 15 Kolleginnen und Kolledergen an verschiedenen Projekten, die sich alle mit Themen der Digitalisierung beschäftigen. Wir haben das große Glück über die Dr. K. H. Eberle-Stiftung allein in den beiden letzten Jahren Drittmittel von mehr als einer Million Euro eingenommen zu haben, die die Kompetenz in der praxisnahen Forschung um das Thema der Digitalisierung unterstreichen. Ergebnisse dieser Forschungsprojekte fließen zurück an unsere Unternehmen, aber auch in die Lehre, um die Aktuich voralität des Lehrprogramms der Studiengänge sicherzustellen. Konkret laufen

Projekte der angewandten Forschung zu den Themen: Sicherheitsgerichtetes und autonomes Assistenzsystem im Industrie 4.0 Umfeld; drei Digitalisierungsprojekte zum Thema Arbeitswelt der Zukunft; Digitalisierung und Knowledge Transformation. Der Dr. K. H. Eberle Preis dieses Jahres beschäftigt sich mit der Entwicklung eines autarken Rollstuhls.

Welche weitere strategische Ausrichtung planen Sie für die nächsten Jahre? Alle Studiengänge der DHBW befinden sich im turnusgemäß stattfindenden Reakkreditierungsprozess und alle Studiengänge nutzen diesen Prozess, um das bestehende Lehrangebot zu überprüfen und den Anforderungen des Marktes anzupassen. So wird

zum Beispiel das Thema der Digitalisierung in den Lehrveranstaltungen nahezu aller Studiengänge integriert. Die Profile der Ausschreibungen für neu zu berufende Professorinnen und Professoren werden diese Änderungen widerspiegeln. Inhaltlich werden wir unser Angebot mit den fachlichen Inhalten der Funktionalen Sicherheit und Cyber Security ergänzen und ein spezifisches Kompetenzzentrum in diesem Bereich etablieren. Methodisch-didaktisch werden wir verstärkt über unser Education Support Center auch neue Lernmethoden des Blended Learning in Ergänzung zu den klassischen Vorlesungsformen einsetzen.

Die Zahl der Studierenden nimmt stetig zu. Wird die räumliche Kapazität kurz- und auch mittelfristig ausreichen? Offiziell anerkannt liegt der sogenannte Flächenfehlbestand der DHBW Lörrach bei rund 600 Quadratmetern. Dieses Defizit

wird ausgeglichen durch eine Optimierung der Vorlesungsplanung und Raumplanung insgesamt. Im Moment liegt ein Bedarf mit noch höherer Priorität meines Erachtens aber im Bau eines Studierendenwohnheims, um die Attraktivität des Standorts weiter zu stärken. Mit dem Studierendenwerk Freiburg und der Stadt sind wir meiner Einschätzung nach auf einem guten Weg, dieses Projekt zu realisieren.

Die DHBW verfolgt zielstrebig die Internationalisierung: Welches sind die Schwerpunkte des internationalen Programms? Internationalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein wesentliches Element des Studienangebots, um junge Talente auch vorzubereiten auf ein Arbeitsumfeld, das sich globalisiert hat und die Geschäfte unserer Partnerunternehmen seit langem über die Landesgrenzen hinweg gehen. Konkret vor Ort werden wir das seit über zehn Jahren be-

stehende Netzwerk mit chinesischen und anderen Hochschulen im asiatischen Raum erweitern. Auch werden wir die bestehenden rund 30 etablierten Kooperation mit Hochschulen in Europa, den USA und Südamerika sukzessive ausbauen. Ein weiterer neuer Baustein ist, dass wir ab dem kommenden Semester das Angebot an englischsprachigen Veranstaltungen deutlich ausbauen werden und dabei auch verstärkt auf Dozenten unserer Partnerhochschulen zurückgreifen werden. Eine Kollegin koordiniert diese Aufgabe und systematisiert diesen Ansatz sehr professionell. Wenn wir Auslandserfahrungen in der Theorie und Praxis zusammenfassen, verbringen fast die Hälfte unserer Studierenden zumindest ein Semester im Ausland und sammeln dort Erfahrungen. Dieser Prozess wird begleitet durch eine Verstärkung des International Office als Koordinationsstelle der Internationalisierung der DHBW.


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Aushängeschild der Wirtschaftsregion Landrätin Marion Dammann: Mit über 40 Partnerhochschulen in aller Welt trägt die DHBW Lörrach zur kulturellen Vielfalt der Region bei und ermöglicht gleichzeitig ihren Studierenden, neue Länder, neue Perspektiven und neue Herangehensweisen kennenzulernen. Im Dreiländereck Frankreich-Schweiz-Deutschland gelegen, bietet der Landkreis Lörrach vieles, was andernorts nicht in Kombination gefunden werden kann: Landesgrenzen zu Frankreich und der Schweiz, urbane Siedlungen und versteckte Weiler, Rheinebene und Hochschwarzwald, heiße Sommer und kalte Winter, Weltmarktführer und Kleinstbetriebe, mondäne Fußgängerzonen und Wanderwege, die an Weiderind vorbeiführen. In dieser Vielfalt stecken Charme, Chancen, aber auch Herausforderungen des Landkreises Lörrach. Vielerorts wird die kulturelle und landschaftliche Diversität des Landkreises als bedeutender Standortfaktor erkannt. Zusätzlich zu einem lebenswerten Wohn- und Lebensumfeld bietet der Landkreis Lörrach auch einen attraktiven Arbeitsmarkt und eine vielfältige Bildungslandschaft: Neben den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen ist insbesondere die Duale Hochschule Baden-

Württemberg (DHBW) mit Standort in Lörrach ein Aushängeschild der Wirtschaftsregion Südwest. In nicht wenigen Bundesländern wird das einzigartige

Studienmodell der DHBW, das die Verquickung von Theorie und Praxis ermöglicht, neidvoll bewundert. In über 20 verschie-

denen, national und international akkreditierten dualen Bachelorstudiengängen können an der DHBW Lörrach die Forschungsbereiche Wirtschaft, Technik und Gesundheitswesen studiert werden.

Verquickung von Theorie und Praxis Darüber hinaus werden auch berufsintegrierte und berufsbegleitende Master angeboten. Gemeinsam mit mehr als 750 Partnern ermöglicht die Duale Hochschule derzeit rund 2.100 jungen Männern und Frauen ein Studium in Verbindung mit beruflichen Erfahrungen. Dass die DHBW Lörrach ein Erfolgsmodell ist, zeigt nicht nur ihr Bestehen, das in verschiedenen Formen bis ins Jahr 1981 zurückreicht, sondern auch eine Quote von über 80 % Studierenden, die nach Absolvierung ihres Studiums direkt übernommen werden oder in eine Festanstellung starten. Mit über 40 Partnerhochschulen in aller Welt trägt die DHBW Lörrach zur kulturellen Vielfalt der Region bei und ermöglicht gleichzeitig ihren Studierenden, neue Länder, neue Perspektiven und neue Herangehensweisen kennenzulernen. Diese Offenheit und Flexibilität tragen zur wichtigen Rolle der DHBW im Hinblick auf das Innovationspotenzial der Region bei. Neue Chancen und speziell die Möglichkeiten, die die Digitalisierung

bietet, zu erkennen, wird in Zukunft zentral für die Weiterentwicklung des Arbeitsmarktes und damit des Lebens im Landkreis Lörrach sein. Nur so kann auch den gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen unserer Zeit – etwa dem demografischen Wandel und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel, der einige Berufsfelder in unserer Region betrifft – begegnet werden. Aus diesem Grund bin ich froh, mit der DHBW einen exzellenten Partner im Landkreis zu wissen, der verlässlich für gut ausgebildeten, leistungsfähigen Nachwuchs in Schlüsselbranchen unserer regionalen Wirtschaft sorgt. Ich bin stolz, dass die DHBW mit dem Alleinstellungsmerkmal des 2016 eingerichteten Kontaktstudiums für Flüchtlinge einen wichtigen Beitrag zur Integration von Geflüchteten leistet. Und ich hoffe, dass die Duale Hochschule auch in Zukunft durch Erfindungsreichtum und Innovationsgeist glänzen und weiterhin als Ausbildungszentrum mit Zugkraft für begabte Menschen einen bedeutenden Standortfaktor für die ansässige Wirtschaft darstellen kann. Ich wünsche der Hochschule, den Studierenden und der Region ein weiteres erfolgreiches Studienjahr. Gleichzeitig möchte ich alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zu den hochwertigen Veranstaltungen, beispielsweise zur Teilnahme an den kostenfreien Angeboten des Studium Generale und der Vortragsreihe „Lunch & Learn“, einladen.


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„Technik - ist ja doch etwas für mich“ Girls‘ Day - Mädchenzukunftstag: An dem einmal im Jahr stattfindenden Aktionstag sollen speziell Mädchen dazu motiviert werden, naturwissenschaftliche und Nurtechnische Berufe zu ergreifen

Knapp 40 Schülerinnen eroberten die DHBW Lörrach im Rahmen des bundesweiten Girls‘ Day und erkundeten die Bereiche Technik und IT. Prof. Dr. Jörg Thietke (Prorektor und Dekan der technischen Fakultät) freute sich, die Mädchen im Alter zwischen zehn und sechszehn Jahren zu sen, derbegrüßen und äußerte die Hoffnung einige der Teilnehmerinnen in ein paar Jahren als Studentinnen technischer Studiengänge begrüßen zu dürfen. Den Schülerinnen stand mit vier Workshops ein

r

Zwei Schülerinnen beim Testen Ihrer Programmierung des NAO Roboters. Er sollte den beiden einen Witz erzählen. breites Feld zur Auswahl, so dass jede den für sich

spannendsten Bereich auswählen konnte.

In der Elektrotechnik bauten die Teilnehmerinnen eine Uhr und lernten damit spielerisch, wie eine elektronische Schaltung funktioniert. Auf den Laborplätzen, an denen normalerweise die Studierenden lernen, durften die Schülerinnen nach einer Sicherheitsanweisung direkt selber Schaltpläne stecken. Tabea und Lisa hatten sich extra angemeldet, weil sie es spannend fanden unbekannte Berufe kennenzulernen und reinzuschnuppern und so etwas Neues für sich zu entdecken. Witzeerzählen und Tanzen stand im Fokus des Informatik-Workshops. Die Teilnehmerinnen programmierten kleine NAO-Roboter darauf auf Sprachbefehle zu reagie-

ren, Dinge zu bringen oder Breakdance zu tanzen. Eine Reise in die Nanowelt der Werkstoffe traten die Schülerinnen im Labor für Werkstoff- und Oberflächenanalytik an. Im vierten möglichen Workshop stiegen die Mädchen direkt in die Produktion ein. Nach einer Einführung mit einigen Fachtermini zeigten die die Teilnehmerinnen keinerlei Berührungsängste und legten sofort los mit der digitalen Zeichnung erster Körper. Im Verlaufe des Workshops verfeinerten sie Ihre Kenntnisse immer mehr, so dass sie am Ende ihren eigenen Handyhalter selbst designt hatten und im 3D-Drucker ausdruckten.


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Wichtiger Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg: Die Internationalisierung des Studiums spielt an der Studienakademie Lörrach eine besonders große Rolle. Baden-Württemberg gehört zu den innovativsten Regionen Europas. Gemessen an der Zahl der Patentanmeldungen pro Einwohner oder am Anteil der Unternehmensumsätze, die in Forschung und Entwicklung investiert werden, liegt der deutsche Südwesten in Europa weit vorne. Und es sind nicht nur die großen bekannten Namen der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer, die für diese Spitzenstellung verantwortlich sind. Auch und gerade kleine und mittlere Unternehmen in unterschiedlichen Branchen und in den verschiedenen Regionen des Landes sind vielfach als so genannte „Hidden Champions“ Weltmarktführer in ihrem jeweiligen Marktsegment. In Südbaden sind die Medizintechnik und speziell im Dreiländereck, am Hochrhein, die pharmazeutische Industrie und ihre Zulieferer eine wichtige Säule von Innovation und wirtschaftlichem Wohlstand für die Region. Alle diese Firmen, vom kleinen Ingenieurbüro bis zum global agierenden

Großkonzern, brauchen qualifiziert ausgebildete Fach- und Führungskräfte. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) kommt diesem Bedürfnis in einzigartiger Weise entgegen: theoretische Studienphasen an der Hochschule und praktische Studienphasen in einem Unternehmen wechseln sich im dreimonatigen Rhythmus ab. So bekommen die Studierenden nicht nur ein wissenschaftlich fundiertes Studium geboten, sondern können auch von Anfang an Erfahrungen in der Anwendung des Gelernten in der betriebli-

chen Praxis sammeln. Die Praxisphasen sind dabei mehr als Praktika. Sie dienen der Fortsetzung des Studiums, an einem anderen Lernort. Die Ausbildungsstätten, die so genannten Dualen Partner, sind Mitglieder der DHBW und als solche in den Hochschulgremien vertreten, in denen die Curricula der verschiedenen Studiengänge entwickelt und beschlossen werden. Der wirtschaftliche Erfolg Baden-Württembergs basiert aber nicht nur auf der Innovationskraft seiner Unternehmen. Ebenso wichtig ist deren internationale Ausrichtung: In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 exportierten Unternehmen aus Baden-Württemberg Waren im Wert von über 150 Milliarden Euro. Am Dreiländereck ist die Nachbarschaft zur

Schweiz und zu Frankreich in vielen Lebenslagen besonders spürbar. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Internationalisierung des Studiums gerade an der Studienakademie Lörrach der DHBW eine besonders große Rolle spielt. Eine besondere Spezialität sind die beiden trinationalen Studiengänge „International Business Management trinational“ und „Mechatronik trinational“, die in Kooperation mit Hochschulen in Frankreich und

der Schweiz durchgeführt werden.

Trinationale Studiengänge

Aber auch in den anderen Studiengängen gehören studienbezogene Auslandsaufenthalte für viele Studierende der DHBW Lörrach ganz selbstverständlich zum Studium dazu. Mit mehr als 33 000 Studierenden ist die DHBW die größte Hochschulewerden des Landes. In etwa 9000 Unternehmen und sozialen Einrichtungen absolvieren diewird vo Studierenden ihre praktischen Studienphasen.

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Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg


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Die DHBW steht sowohl für eine akademisch fundierte als auch an der Berufspraxis ausgerichtete Ausbildung von Fach- und Führungskräften.

FORTSETzUNG VON SEITE 8 In den Theoriephasen werden sie an der Hochschule von knapp 1900 Mitarbeitern, darunter mehr al s 700 Professoren, betreut. Das Lehrangebot wird von über 6500 nebenberuflichen Dozenten ergänzt, die den Studierenden Wissen aus der beruflichen Praxis für die Praxis vermitteln.

Aus der Praxis für die Praxis Mit ihren neun Studienakademien ist die DHBW an insgesamt zwölf Standorten in Baden-Württemberg vertreten. Damit bietet die DHBW ihren Dualen Partnern und ihren Studierenden die Möglichkeit einer einerseits akademisch fundierten und andererseits an der Berufspraxis ausgerichteten Ausbildung von Fachund Führungskräften vor Ort. Die Ausbildungsvergütung, die die Studierenden von ihren Ausbildungsstätten erhalten, ermöglicht vielen jungen Menschen ein Studium, die sonst aus wirtschaftli-

chen Gründen davon Abstand genommen hätten. Die DHBW leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit in Baden-Württemberg. Die Studienakademien der DHBW sind inzwischen aber mehr als ein reiner Bildungspartner für die Unternehmen ihrer jeweiligen Region. Angefangen von studentischen Projekten über Abschlussarbeiten bis zu kooperativen Forschungsprojekten unterstützen die Professoren die Dualen Partner in Forschung und Entwicklung. Die DHBW ist dabei nicht nur Partnerin für klassische Forschungsund Entwicklungsprojekte, sondern oft auch für die Anpassung von wissenschaftlichen Erkenntnissen an die Bedürfnisse der Dualen Partner.

Forschung und Entwicklung Das Duale Studium in Baden-Württemberg hat vor rund 40 Jahren an den Berufsakademien begonnen. Im Jahr 2009 wurde aus den Berufsakademien die Duale Hochschu-

le Baden-Württemberg. Was als Versuchsballon gestartet wurde, um eine Brücke zwischen betrieblicher und akademischer Ausbildung zu schlagen, ist inzwischen selbst zum Exportschlager geworden. In aller Welt, von Südamerika bis China, ahmen Universitäten und Hochschulen das Prinzip der DHBW nach. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg ist ein Erfolgsmodell, das einen wichtigen Beitrag dazu leistet, junge Menschen auf verantwortungsvolle Tätigkeiten in Unternehmen und sozialen Einrichtungen in Baden-Württemberg vorzubereiten. Eine Ausbildung, auf die sie ihren Lebensentwurf gründen und mit der sie zur Innovationsfähigkeit unserer Gesellschaft beitragen können. Als Wissenspartner der Wirtschaft unseres Landes trägt die DHBW dazu bei, die Spitzenstellung Baden-Württembergs als innovationsstärkste Region Europas zu stärken. Wir wollen auch in den nächsten Jahren gemeinsam mit aller Kraft vorangehen!


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„Anmelden und gefunden werden“ DHBW Lörrach startet Bewerberbörse für Studieninteressierte und Duale Partner VON JOLIN PFEIFFER Die neue Online-Plattform „Bewerberbörse“ der DHBW Lörrach bringt Studieninteressierte und Duale Partner auf einfache Art zusammen. Die Suche nach passenden Unternehmen oder sozialen Einrichtungen bzw. nach geeigneten Studierenden für ein duales Studium wird damit für alle Beteiligten einfacher. In nur wenigen Schritten legen Studieninteressierte ihr Profil an, ebenso wie die kooperierenden Unternehmen und sozialen Einrichtungen der Hochschule.

Unter dem Motto „Anmelden und gefunden werden“ ermöglicht die Bewerberbörse ein virtuelles Zusammentreffen von Studieninteressierten und Dualen Partnern. Foto: DHBW Nach dem MatchingVerfahren werden auf diese Weise passgenaue

Studienplätze und Duale Partner angezeigt. Wer an der DHBW Lörrach studieren möchte, bewirbt sich nicht an der Hochschule, sondern bei den zahlreichen Unternehmen und sozialen Einrichtungen, die mit der DHBW Lörrach kooperieren, den Dualen Partnern. Bisher mussten sich Studieninteressierte bei der Suche nach einem Studienplatz durch eine Liste mit rund 750 Dualen Partnern klicken.

Rund 750 duale Partner der DHBW Ab sofort haben es Schülerinnen und Schüler leichter: Unter dem Motto „Anmelden und gefunden werden“ ermöglicht die Bewerberbörse ein virtuelles Zusammentreffen von Studieninteressierten und Dualen Partnern. Die Nutzung der Bewerberbörse ist einfach: Studieninteressierte registrieren sich online und legen in wenigen Schritten ein

Profil an, in dem sie ihre Studiengang-Präferenzen sowie ihre Kenntnisse und Qualifikationen angeben und eine Umkreissuche definieren. Zusätzlich können ein Foto, der Lebenslauf und Zeugnisse hochgeladen werden. Die Profile sind ausschließlich für registrierte Duale Partner der DHBW Lörrach sichtbar. Großer Vorteil für die Schülerinnen und Schüler: Sie erreichen viele Unternehmen und soziale Einrichtungen auf einmal, insbesondere auch die „Hidden Champions“, die von Bewerberinnen und Bewerbern oft gar nicht wahrgenommen werden, obwohl sie in ihren Bereichen führend sind. Die Bewerberbörse ist damit die ideale Ergänzung zur klassischen Bewerbung bei den Dualen Partnern. Auch für die Dualen Partner bringt die Bewerberbörse Vorteile mit sich, bietet sie doch die Möglichkeit, eine Vielzahl an Profilen zu sichten und interessante Bewerberin-

nen und Bewerber gezielt anzusprechen. Die Bewerberbörse kann damit die bereits bestehenden Akquise-Maßnahmen im Personalmarketing ergänzen. Vor allem mittlere und kleine Unternehmen erhalten damit die Chance, potentielle Studierende für ihr Unternehmen zu begeistern. Andere DHBW Studienakademien, wie beispielsweise in Mannheim, Karlsruhe und Stuttgart, betreiben bereits eine Bewerberbörse. Der Service hat sich schnell etabliert und ist sowohl bei Studieninteressierten als auch bei Dualen Partnern sehr beliebt. Die Registrierung in der Bewerberbörse ist ein kostenloses Zusatzangebot der DHBW und ersetzt nicht das reguläre Bewerbungsverfahren bei den Dualen Partnern.

Link zur Bewerberbörse

bewerberboerse.dhbwloerrach.de


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Ein starkes Zusammenspiel ist Garant für die Erfolgsgeschichte Die IHK kooperiert seit Jahrzehnten erfolgreich mit der DHBW und hat die Entwicklung von Anfang an begleitet VON THOMAS CONRADY UND CLAUDIUS MARX

Wissen, das an der Hochschule generiert wird, und das Können, das sich im Betrieb entwickelt, münden in eine individuelle, persönliche Kompetenz der Studierenden. Unternehmen und Hochschule, Ausbildungsbetrieb und Bildungseinrichtung, Theorie und Praxis - das Zusammenspiel zweier Systeme zur optimalen Lösung komplexer Aufgaben ist keine Erfindung des Menschen. Sein eigenes Gehirn ist „dual organisiert“: linke und rechte Hälfte ergänzen sich gegenseitig mit komplementären Systemleistungen und potenzieren so das Gesamtergebnis. Rationale Erwägungen und emotionales Empfinden, empirisches Erfahrungswissen und kreative Phantasie, kühle Strategie und menschliche Empathie – aus der Synthese wird ein Ganzes, das mehr ist als die Summe seiner Teile. Die DHBW kann Ähnliches von sich behaupern sehrten. Das Wissen, das an der Hochschule generiert wird, und das Können, das sich im Betrieb entwickelt, münden in eine individuelle, persönliche Kompetenz der Studierenden, deren Wert sich in statistischen Parametern objektivieren lässt: die geringe Abbrecherquote an der Hochschule und die hohe Behaltensquote in den Unternehmen sprechen

für sich. Hier greifen zwei Systeme erfolgreich und passgenau ineinander. Die Absolventen verfügen mit ihrem akademischen Abschluss über die berufliche Hand-

lungskompetenz, nahtlos und voll durchstarten zu können. Die Professoren an der Hochschule und die Betreuer im Betrieb haben ihnen die Fähigkeit vermittelt, komplexe

betriebliche Aufgaben selbstständig planen, durchführen und kontrollieren zu können. Sie selbst haben schon während des Studiums unter Beweis gestellt, dass sie Leistung in einem festen Zeitrahmen zuverlässig abrufen können. Die DHBW ist Teil und

Präsident Thomas Conrady (links) mit dem Hauptgeschäftsführer der IHK HochrheinBodensee, Professor Claudius Marx.

Träger dieses Qualitätsversprechens, ihre Historie eine Erfolgsgeschichte. Heute reicht die Attraktivität ihrer Studiengänge weit über die Region und die Landesgrenzen hinaus. Die kooperierenden Unternehmen haben die Studierenden fest in die Planung und Entwicklung ihrer eigenen Personalstrategie integriert. Die Absolventen stützen nachhaltig und substanziell die Ressource „Qualifizierte Fachkraft“ und sind so zu einem starken Asset, einem echten Trumpf für die Wirtschaft in der Region HochrheinBodensee geworden. Die IHK kooperiert seit Jahrzehnten erfolgreich mit der DHBW und hat die Entwicklung von Anfang an begleitet. Die Wirtschaft braucht den Motor der dualen Ausbildung und das Feedback der Unternehmen bestätigt, wie sehr dieses qualifizierte Angebot geschätzt wird. Um so mehr ist es der IHK ein Herzensanliegen, die dualen Ausbildungswege weiterzuentwickeln und die Qualifikation junger Menschen kontinuierlich an den Anforderungen der Unternehmenswelt auszurichten. In der Region vom westlichen Bodensee bis zum südlichen Oberrhein fördern DHBW und IHK gemeinsam qualifizierte Nachwuchskräfte und stärken Unternehmen mit Fach- und Führungskräften. So können wir als Region auf den Weltmärkten erfolgreich bestehen!


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Frisch und direkt vor Ort gekocht Ein Blick hinter die kulissen der Mensa der DHBW Lörrach VON SUSANN JEkLE Durchschnittlich 350 Mittagessen werden täglich in der Mensa der DHBW Lörrach ausgegeben: Mensaleiter Dirk Fabricius und sein sechsköpfiges Team kümmern sich darum, dass die Studierenden auf dem Campus Hangstraße immer etwas Frisches zum Essen haben. Das kulinarische Highlight der Studierenden: Jeden Dienstag gibt es Riesen-Hamburger. Als Hochschuldienstleister in der Region ist das Studierendenwerk Freiburg auch für die Mensa der Lörracher DHBW zuständig. Anfang 2016 hat das Werk die Einrichtung übernommen. „An all unseren Hochschulen wird immer frisch vor Ort gekocht“, erzählt Christian Brogle, Bereichsleiter der Hochschulgastronomie beim Studierendenwerk Freiburg. Er leitet zudem den zentralen Einkauf und das Qualitätsmanagement. Unter dem Motto „cook and serve“ erfolgt der letzte Schritt des Kochens direkt bei der Essensausgabe. „Bei Caterern, die Schulmensen beliefern, ist das ganz anders“, erklärt Brogle. Dort werde gleich das fertige Essen geliefert. Das Studierendenwerk setzt sein Augenmerk hingegen auf Frische. Das Werk kauft bei vielen regionalen Lieferanten ein, zum Beispiel bei Bäckern, Metzgern oder Gemüsebauern. Anderes

Dirk Fabricius und Christian Brogle in der Mensa-küche der DHBW Lörrach wird zentral bestellt. „Uns ist es wichtig, die Lebensmittel bis zum Erzeuger zurückverfolgen zu können“, betont Brogle.

Fairtrade- und Bio-Produkte Auch mit Bio- und Fairtrade-Produkten wird in der Mensa gekocht. In Sachen Hygiene- und Qualitätsmanagement legt das Studierendenwerk Freiburg ebenfalls hohe Standards an den Tag: „Unsere Struktur geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus“, sagt Brogle. Die Mensa der DHBW Lörrach ist eine Kombination aus Cafeteria und Mensa. Morgens gibt es ab 8.30 Uhr Kaffee, belegte Brötchen, Joghurt und Müsli sowie frisches Obst, den ganzen Tag über

kann man in der Mensa Snacks und Getränke zu kaufen. Ab 11.45 Uhr fängt die Ausgabe des Mittagessens an. Täglich gibt es vier verschiedene Menüs zur Auswahl: Von den drei Hauptgerichten ist eines vegetarisch oder sogar vegan, außerdem gibt es ein Salatbuffet. Durch die unterschiedlichen Menüs kann auf Allergien und Unverträglichkeiten eingegangen werden. „Bei uns wird jeder satt“, ist Brogle überzeugt. Im direkten Kontakt zum Mensapersonal können die Studierenden ihre Wünsche äußern und auf persönliche Einschränkungen hinweisen.

Glutenfreie Alternativen „Mit der Zeit kennt

man die Leute und kann auf sie eingehen“, weiß Mensaleiter Dirk Fabricius aus Erfahrung. „An der Essensausgabe kann man miteinander reden und zum Beispiel Kartoffeln als glutenfreie Alternative zu Nudeln bekommen.“ Da der Speiseplan möglichst abwechslungsreich sein soll, wird stets zwölf Wochen lang außer den sogenannten Tageshits wie Schnitzel und Käsespätzle nichts wiederholt. Und: „Jeden Dienstag gibt es Riesen-Hamburger“, erzählt Fabricius. Seit er die Hamburger mit Spezialsoße und Pommes frites vor einigen Jahren eingeführt hat, sind sie der Hit unter den Studierenden. Die Bezahlung des Essens erfolgt heutzutage bargeldlos mit einer Chipkarte. Durch das „Autoload“-Prinzip kann

Foto: Susann Jekle die Karte regelmäßig aufgeladen werden. „Das bargeldlose Zahlen beschleunigt die Abläufe“, sagt Brogle.

Zahlen mit der Chipkarte Durch die Natur des dualen Studiums sind stets unterschiedlich viele Studierende auf dem Campus. „Maximal werden rund 450 Essen ausgegeben“, erzählt Fabricius, der seit neun Jahren die Mensa leitet. „Manchmal sind es mit 80 bis 100 Essen deutlich weniger.“ Durch diese Erfahrungswerte kann eine Überproduktion vermieden werden. „Eine gute Auswahl ist wichtig“, sagt auch Brogle. „Aber natürlich soll auch möglichst wenig weggeworfen werden.“


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Zum Summercamp aus Fernost Durch die Mitwirkung an Wissenschaftsfestivals in China entstand die Idee für ein Summercamp, an dem auch Studierende der DHBW Lörrach teilnahmen Der Verein Science & Technologie, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, veranstaltet neben den Science Days im Europa-Park eine Reihe anderer attraktiver Bildungsprojekte. Schülerinnen und Schüler der Nanjing Xuanwu Foreign Language School aus Nanjing und der Beijing No.8 High School aus Peking beschäftigten sich an den ersten Tagen im Europa-Park mit der deutschen Lebensweise

und führten Gespräche über Themen wie Klimawandel, Raumfahrt, technische Kybernetik und Schlüsselkompetenzen im 21. Jahrhundert. An dem Summercamp nahmen insgesamt 93 Schüler mit sieben Betreuungspersonen teil. Vor wenigen Tagen waren davon etwa 75 Schüler zu Gast bei der Dualen Hochschule in Lörrach. Sie wurden vom Prorektor und Dekan der Fakultät Technik, Prof. Dr. Jörg

Schülerinnen beim Bau eines Kühlschrank-Alarms Foto: DHBW Thietke begrüßt, der ihnen einen kurzen und interessanten Überblick über die Möglichkeiten eines Dualen Studiums gab. Danach ging es in einen

von vier Workshops: Der Fachbereich Maschinenbau gab eine Einführung in die 3D-Konstruktion. Ein zweiter Workshop des Maschinenbaus widmete

sich der Werkstoff- und Oberflächenanalytik. Im Fachbereich Elektrotechnik konnten die Besucher aus Fernost einen eigenen Kühlschrank-Alarm zusammenbauen. In der Informatik wurden mobile Roboter gebaut und programmiert. Professorin Frauke Steinhagen, Studiengangsleiterin Elektrotechnik, die den Veranstaltungsablauf an der DHBW Lörrach in Kooperation mit dem Science & Technologie organisierte und auch dort alls Kuratorin tätig ist, zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz der Teilnehmer an den technischen Studiengängen: „Es ist schön zu sehen, mit welch großer Begeisterung die Schülerinnen und Schüler an die spannenden Themen im Maschinenbau und der Elektrotechnik rangegangen sind.“


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Dialog in höchst spannenden Formen Beispiel aus dem Bereich der Digitalisierung und Forschung: Ein Rollstuhl, der mit dem Behinderten „spricht“ VON DR. FRANK MAIER Es passiert viel in der Hochschullandschaft – und oftmals auch hinter verschlossenen Türen. Doch eine Hochschule trägt Wissen auch nach außen und vermittelt gern auch auf den ersten Blick vielleicht komplexe Themen mal in Kurzfassung. Um dies zu ermöglichen, können viele Wege gegangen werden: einer führt über klassische Publikationen oder Vorträge, ein anderer über die Nutzung weitgefächerter Kommunikationskanäle und damit verbundener, unterschiedlichster Dialogformen. Um diese Möglichkeiten zu etablieren und den Dialog auf vielfältigste Weise zu nutzen, geht die DHBW Lörrach mit dem Dr. K. H. Eberle Media Lab einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung. So hat beispielsweise das im März eröffnete Media Lab unter der Leitung von Dr. Paul Thomas Kandzia vom Education Support Center der DHBW Lörrach und Philipp Mandau, Projektmitarbeiter im Media Lab, in den letzten Monaten schon viele wertvolle Beiträge, die sich dem Thema Wissenstransfer widmen, geleistet. Dies äußert sich in einer Vielzahl qualitativer Videobeiträge, die einzelne Themen der Lehrenden aufgreifen und diese dann für Studierende oder auf öffentlichen Plattformen zur Verfügung gestellt

werden. Die Bandbreite reicht dabei von kurzen Videoclips, die Ausschnitte aus Lehreinheiten enthalten, bis hin zu Aufzeichnungen von kompletten Lehrveranstaltungen oder Vorlesungen oder gar dokumentarischen Darstellungen verschiedenster Prozessabläufe und Geschehnisse eines Unternehmens. All die neuen Möglichkeiten sind aber nicht dazu da „die Lehre durch digitale Medien zu ersetzen, sondern eine der Einzigartigkeiten, die die Duale Hochschule ausmacht – nämlich kleine Kurse, die eine individuelle Betreuung der Studierenden ermöglichen – um eine didaktische Komponente zu erweitern und dahingehend mit flexiblen Konzepten in die Zukunft zu schauen“, sagt Professor Theodor Sproll, Rektor der DHBW Lörrach. Als einer der Ersten nutzte beispielsweise Professor Valentin Weislämle vom Studiengang BWLTourismus, Hotellerie und Gastronomie unmittelbar mit der Eröffnung des Media Labs die neuen Möglichkeiten indem er Inhalte des Studiengangs und Tätigkeiten der Studierenden in kleinen Videoclips umsetzen lies um diese in der Lehre einzusetzen und auch um anderen Interessierten zur Verfügung zu stellen. Die Digitalisierung ist natürlich nicht nur eine Schnittstelle im Bereich der Kommunikation, son-

Philipp Mandau ist Projektmitarbeiter im Media Lab für Wissenstransfer an der Dualen Hochschule Foto: DHBW dern – in der heutigen Zeit – auch eine Schnittstelle zwischen Mensch und Mensch oder des Menschen und der Technik. Und so steht unter dem Leitgedanken „Mensch und Technik ‚sicher‘ vereinen“ ein Projekt das sich vor allem Menschen mit Gehbehinderungen oder auch Seheinschränkungen widmet, die täglich auf Transportmittel angewiesen sind.

Mensch und Technik verbinden Diese Menschen stehen im Mittelpunkt des von der Dr. K. H. Eberle Stiftung geförderten Forschungsvorhaben von Professor Ossmane Krini, der in diesem Zusammenhang zudem im Bereich „neue Sicherheits- und Cybertechnik für Menschen mit eingeschränkter Gesundheit“ forscht. Ziel des Vorhabens ist ein intelligenter Rollstuhl,

welcher hochsicherheitsgerichtet und autark Patienten verlässlich transportieren und mit den diesen kommunizieren kann.

Eberle-Stiftung fördert Forschung So soll der Rollstuhl unter anderem per Fingerabdruck sensible persönliche Daten abrufen können, während die Kommunikationsübertragung durch höchste Sicherheitsvorkehrungen (Cyber Security) abgesichert wird. Dem Patienten wird in Zukunft der Alltag damit deutlich vereinfacht, Pfleger werden entlastet und Patienten gewinnen mehr Selbstständigkeit. So tragen die genannten Beispiele einen wesentlichen Teil dazu bei die „Hochschule nach außen zu öffnen, Wissen nach außen zu tragen und die Wissenschaft einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“,

so Thomas Schwind, Vorstandsvorsitzender der Dr. K. H. Eberle Stiftung. Um Wissen nach außen zu tragen und darüber hinaus international in den Diskurs zu stellen wird im Rahmen eines von Professor Valentin Weislämle, Professor Winfried Heinzler und DiplomVolkswirt Wendy Fehlner – aus dem Studiengang BWL-Tourismus, Hotellerie und Gastronomie ein „Internationales Forschungszentrum“ etabliert werden, welches sich der „Koordination im Bereich Digitalisierung – Bildung – Internationalisierung“ widmet. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Optimierung des Studiums und der Lehre im internationalen Kontext. Dabei gilt es die vorliegenden Internationalisierungsprojekte zu vernetzen und zu integrieren, in dessen Rahmen sich verschiedene Teilprojekte abzeichnen.


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kennenlernen beim „Pub Crawl“

Die Studierendenvertretung ist Ansprechpartner für alle studentischen Angelegenheiten VON SUSANN JEkLE Ab dem kommenden Semester ist die neue StuV im Amt, die mit vielen neuen Ideen und voller Energie ins kommende Studienjahr starten will. „Bisher bestand die Studierendenvertretung immer aus zwölf Leuten“, sagt Maximilian Efinger. Der 21-Jährige studiert im vierten Semester Wirtschaftsinformatik und ist seit einem halben Jahr Teil der StuV. „Ab dem kommenden Semester darf jeder mitmachen, der möchte.“ An den anderen DHBW-Standorten in Baden-Württemberg werde das bereits so gehandhabt.

Studieren an der DHBW in Lörrach macht Spaß. Seit die Lörracher StuV zum Wintersemester 2012/13 eingeführt wurde, bestand die Gruppe stets aus den beiden Be-

reichsleitern für Wirtschaft und Technik sowie jeweils fünf Vertretern. Die Arbeit in der StuV ist in insgesamt sieben

Referate – also Fachbereiche – aufgeteilt. Dazu gehören Themen wie Finanzen, IT, Marketing, Kommunikation, Veranstaltungen und Kultur, und Sport. So werden zum Beispiel Volleyball- oder Fußballturniere für die Studierenden organisiert. Auch regelmäßige Partys finden statt, bei denen die jungen Leute miteinander in Kontakt kommen können. „Durch die beiden Standorte in Lörrach ist es schwierig, Leute aus anderen Studiengängen kennenzulernen“, erklärt Efinger. Deshalb sind gesellige Veranstaltungen wie der „Pub Crawl“, der immer zu Beginn eines Semesters stattfindet, so beliebt. Dabei ziehen 200 bis 250 Studenten von Bar zu Bar.

Mit jeweils zwei Stimmen ist die Studierendenvertretung auch im Senat und Hochschulrat vertreten. Mit dem Rektorat wird ein enger Kontakt gepflegt. Außerdem kümmern sich die Bereichssprecher um alle Belange und Probleme in ihrem Bereich. „Egal, ob jemand ein Problem mit seinem Dozenten hat oder Beratung mit der Prüfungsordnung braucht – man kann mit jedem Anliegen zu uns kommen“, erklärt Efinger. Die StuV ist auch bei der Entscheidung, welche Professoren neu an der DHBW Lörrach unterrichten, beteiligt. Der Hauptgrund, sich bei der Studierendenvertretung zu engagieren, war für Maximilian Efinger folgender: „Ich möchte mich für die Studenten einsetzen und etwas bewegen.“

Bahn frei für attraktive Laufbahn DHBW-Absolventen sind gefragte Nachwuchskräfte in der Speditions- und Verkehrswirtschaft Die Grenzen werden immer offener und die Verkehrsmärkte immer weiter liberalisiert, schlanke Produktionsverfahren verlangen ausgeklügelte Logistik; Güterströme von bislang unbekanntem Ausmaß müssen transportiert werden – vor diesem spannenden internationalen Szenario

Partner der Ausbildung sind die qualifizierten DHBW-Absolventen gefragte Nachwuchskräfte der Speditions- und Verkehrswirtschaft. Als Kooperationspartner der Dualen Hochschule

Spedition, Transport und Logistik ist ein Schwerpunktstudiengang für Betriebswirtschaftsstudenten an der DHBW. Foto: WZ Lörrach bietet Scheerer Logistik Studentinnen und Studenten des Studiengangs „BWL – Spedition, Transport und Logistik“ Plätze für die Praxisblöcke im Unternehmen. Mit dem praxisnahen Studienkonzept

bildet Scheerer Fach- und Führungskräfte im eigenen Haus aus, um sie für anspruchsvolle Aufgabenstellungen gezielt zu qualifizieren. Nach erfolgreichem Abschluss winkt in der Regel eine Festanstellung. Geeignet ist das Studium vornehmlich für Bewerberinnen und Bewerber, die über ein ausgeprägtes Organisationstalent, vernetztes Denken, Eigenverantwortlichkeit, Eigeninitiative sowie über gute Fremdsprachenkenntnisse verfügen. Weitere Infos unter www.dhbw-loerrach. de und www.scheererlogistik.de

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Land und Leute kennenlernen

Stipendium der Baden-Württemberg-Stiftung für Studentinnen aus China Im Zuge der 2007 vereinbarten Kooperation zwischen der DHBW Lörrach und der Beijing Wuzi University haben sich bereits gut hundert Studierende aus China im hiesigen Studiengang „BWL-Spedition, Transport und Logistik“ - unter der Leitung der Professoren Armin Schwolgin und Frank Bayer - eingeschrieben. Aufgrund ihrer Leistungen wurden dieses Frühjahr erneut drei von ihnen für das begehrte Baden-Württemberg-Sti-

Die Stipendiatinnen: (v.l.) Wanying He, Keran Zhu und Yongxin Shi sowie in der zweiten Reihe (v.l.) Dr. Björn Steiert und Professor Armin Schwolgin und Britta Goertz von der DHBW Foto: DHBW pendium vorgeschlagen. Konkret bedeutet dies eine Unterstützung für die

Französische Lebensart Die Fromi-Unternehmensgruppe ist in mehr als 60 Ländern mit knapp 180 Mitarbeitern vertreten und zählt zu den Marktführern im weltweiten Export französischer Gastronomieprodukte (Wein, Schokolade, Käse...). Fromi arbeitet mit prestigeträchtigen Auftraggebern wie Papillon oder Valrhona und hat es sich zur Aufgabe gemacht, deren Produkte in der ganzen Welt bekannt zu machen. Darüber hinaus vertreibt das Unternemen seine eigenen Marken auf internationaler Ebene. Foto: zVg

Gesamtdauer des Aufenthalts in Deutschland mit einer Summe von je 4200

Euro. Entsprechend wurden die Studentinnen Wany-

ing He (20), Yongxin Shi (21) und Keran Zhu (20) mit der Übergabe der Urkunden gewürdigt. Die drei Stipendiatinnen sammelten praktische Erfahrung bei den Unternehmen Tally Weijl und Streck, die ihnen die Möglichkeit boten, konkrete Einblicke in diverse Tätigkeitsgebiete der Logistik zu erhalten. Anschließend brachen sie mit ihren Kommilitonen, die momentan bei anderen Partnern beschäftigt sind, zur ZARA-Tour auf. Dabei stand eine Besichtigung der wichtigsten niederländischen und belgischen Häfen auf dem Programm.


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Leistung lohnt sich an der DHBW Lörrach Circle of Excellence: Talent-Programm für herausragende Studierende

Dass sich Leistung lohnt, ete dererfuhren herausragende Studierende der DHBW Lörrach sehr direkt. Die Kursbesten wurden zum Kick-off des Circle of Excellence (CoE) eingeladen, wo sie in den nächsten Jahren exklusive Veranstaltungen und individuelles Coaching angeboten bekommen werden. Fachliche Vorträge, Essen und Trinken, Vorstellungsrunden und Raum zum Networking – geleitet und moderiert von Prof. Dr. Christian GruningerHermann (Studiengangsleiter und Professor für

Handelsbetriebslehre an der DHBW Lörrach) zeigten den Studierenden, welche Chance sich ihnen in den nächsten Semestern bieten wird. Die Begrüßung der neuen Mitglieder des Circle of Excellence, die sich in entspannter Atmosphäre in der Mensa zu einem gemeinsamen Dinner und begleitenden Vorträgen trafen, erfolgte durch Professor Theodor Sproll, Rektor der DHBW Lörrach: Er lobte das „Engagement der herausragenden Studierenden“ und betonte, dass Unternehmen „jene

Mitglieder des Circle of Excellence der DHBW Lörrach jungen Führungskräfte, die sich einbringen und gut in Teams engagieren, suchen“. Der Circle of Excellence biete die besten Rahmenbedingen, um sich für diesen Bereich weiter zu qualifizieren.

Professor GruningerHermann vermittelte den Studierenden einen ersten Vorgeschmack auf die Veranstaltungen, die ihnen in den nächsten Semestern angeboten werden. Dies reicht von

Lounge-Gesprächen mit Vertretern aus der Wirtschaft, Outdoor-Workshops zur Teambildung bis hin zu Firmenbesichtigungen, Karrieregesprächen oder FührungsWorkshops.


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Disziplin und emotionale Stabilität Welche kriterien müssen Studierende für einen erfolgreichen dualen Studienabschluss mitbringen? Das aktuelle Forschungsprojekt „Erfolgskriterien für das duale Studium“ der DHBW Lörrach hat dafür wichtige Indikatoren gefunden VON SUSANN JEkLE Die Abbruchquote ist an der DHBW im Vergleich zu einer Universität oder Fachhochschule deutlich geringer. „Dennoch ist es uns ein Anliegen, dass die Unternehmen geeignete Studierende auswählen, die über die entscheidenden Grundvoraussetzungen verfügen, um das duale Studium erfolgreich meistern zu können. Das ist Ziel für die Studierenden selbst, die dualen Partner und natürlich auch die DHBW“, sagt Dr. Linda Zimmermann. Gemeinsam mit Prof. Dr. Uwe Schirmer, dem Leiter des Studiengangs BWLPersonalmanagement, arbeitet Zimmermann seit Beginn des Jahres an dem Forschungspro-

jekt „Erfolgskriterien für das duale Studium“, welches durch Mittel des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg zwei Jahre möglich ist. Dadurch sollen duale Ausbildungspartner bei Bedarf in Zukunft bei der Auswahl von geeigneten Bewerbern unterstützt werden. Im ersten Schritt des Forschungsprojektes wurden 22 Professoren der DHBW Lörrach und auch duale Ausbildungspartner befragt: Welche Eigenschaften hängen am stärksten mit dem dualen Studienerfolg zusammen? Dabei kristallisierte sich heraus, dass besonders die nötigen fachlichen Voraussetzungen wie mathematische Kompetenzen

und Intelligenz, aber auch die Motivation und Persönlichkeit der Studierenden ausschlaggebend für den Erfolg des dualen Studiums sind. „Wichtig sind Disziplin und emotionale Stabilität“, erklärt Zimmermann. Um den regelmäßigen Wechsel zwischen Theorie und Praxis im dualen Studium zu bewältigen, ist zudem wichtig, dass die angehenden Studierenden mit einer realistischen Erwartungshaltung in ihr Studium starten. Auch mehrere hundert

Studierende sowie einige Studienabbrecher der DHBW Lörrach wurden für das Projekt befragt, w e s h a l b sie sich für ein duales

Studium entschieden haben. „Die hohe Praxisorientierung sowie die guten Arbeitsmarktchancen durch den Einblick in die Praxis sind für viele der Grund“, sagt Zimmermann.

FORTSETZUNG AUF SEITE 19

Dr. Linda Zimmermann arbeitet an dem Forschungsprojekt „Erfolgskriterien für das duale Studium“. Foto: Susann Jekle

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Mathematische Kompetenz, Motivation und Persönlichkeit Wichtige Eigenschaften, die zum Studienerfolg führen FORTSETzUNG VON SEITE 18 Die Studierenden wissen es zu schätzen, dass die Dozenten durch ihre eigene Praxiserfahrung wissen, welche Kompetenzen geschärft werden müssen.

Eigenständiges Arbeiten verlangt Was die dualen Studenten mitbringen müssen, ist auch die Bereitschaft zum eigenständigen Arbeiten. Und auch wissenschaftliches Arbeiten in Form von zwei Projekt-

arbeiten und einer Bachelorarbeit ist ein wichtiger Bestandteil des dualen Studiums. Im nächsten Schritt des Projekts sollen geeignete Auswahlverfahren gefunden werden, die die relevanten Kompetenzbereiche gut messen. „Wir wollen die dualen Partner bei der Bewerberauswahl unterstützen“, meint Zimmermann. Aus den Ergebnissen der aktuellen Forschungsarbeit wollen Schirmer und Zimmermann Diagnostik-Tools testen und weiterentwickeln. Damit soll durch das Messen einzelner

Kompetenzen festgestellt werden, wie gut ein Kandidat ins Unternehmen passt, wie seine mathematischen Kompetenzen sind und welche berufsbezogene Persönlichkeit ein Studieninteressierter hat. Diagnostik-Instrumente wie auch eTesting-

verfahren sollen in den kommenden anderthalb Jahren getestet, angepasst – und idealerweise etabliert – werden. Die Forschungsarbeit soll das Bewerbungsverfahren der dualen Ausbildungspartner ergänzen und verlässliche Antworten geben. Dass sich angehende Studierende vor ihrer Entscheidung gut über das duale System informieren, ist ebenfalls ein

Im Hörsaal der DHBW Lörrach

wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Studium. „Vielen Interessenten hilft ein Schnupperpraktikum im Vorfeld“, sagt Zimmermann. Auch auf der Website der DHBW und im Gespräch mit Alumni kann man sich gut informieren. Derzeit ist ein Film mit Berichten von Studierenden in Planung, bei dem es um deren Erfahrungen aus dem dualen Studium gehen soll.

Foto: DHBW


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Christine Schneider ist Verwaltungsdirektorin der DHBW Lörrach. Foto: DHBW/ Juri Junkov

Eine familienfreundliche Hochschule Die DHBW Lörrach wurde schon zum zweiten Mal als familiengerechte Hochschule ausgezeichnet. VON SUSANN JECkLE Familie und Beruf oder Studium zu vereinbaren, stellt viele Eltern vor eine große Herausforderung. Deshalb kommt die DHBW Lörrach ihren Mitarbeitern und Studierenden mit ihrem Angebot sehr entgegen. Erst im vergangenen Monat wurde die DHBW Lörrach wieder mit dem Zertifikat „familiengerechte Hochschule“ ausgezeichnet. Rektor Professor Theodor Sproll freute sich über die Auszeichnung: „Damit wird unser positiver Weg, zu dem wir aufgebrochen sind, bestätigt, um Familie und Beruf besser miteinander vereinbar zu machen.“ Im Jahr 2012 erhielt die DHBW Lörrach das Zertifikat zum ersten Mal.

Bei der Auszeichnung wurden unter anderem die flexiblen Modelle zur Arbeitszeitgestaltung und vielfältige individuelle Teilzeitmöglichkeiten gewürdigt, ebenso das große Angebot an Fort- und Weiterbildungen und die intensivierte Vernetzung der einzelnen DHBWStandorte zum Thema familiengerechte Hochschule. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist sehr wichtig für die DHBW als Arbeitgeber: Mit flexibler Teilzeit, einem Telearbeitsangebot, bei dem daheim gearbeitet werden kann und der Option auf ein Sabbatjahr kommt die DHBW Lörrach ihren Mitarbeitern entgegen. „Bereits seit 2013 gibt es an unserem Standort in der Marie-Curie-Straße ein Familienzimmer“, er-

zählt Christine Schneider, Verwaltungsdirektorin der DHBW Lörrach. Diesen Raum können Dozenten, Studenten und Mitarbeiter der DHBW Lörrach für die selbstorganisierte Betreuung ihrer Kinder nutzen. So können kurzfristige Ausfälle und Engpässe bei der Kinderbetreuung überbrückt werden.

Forschertage für kinder „Das Studium an der dualen Hochschule ist in drei-Monats-Blöcken organisiert“, sagt Schneider. Für Studierende mit Kindern sei dieser Zeitplan sehr straff. Deshalb wird derzeit überlegt, wie man das Curriculum entstraffen und Studenten mit Kindern mehr Flexibilität bieten kann. „Unser Stu-

dierendenservice wurde weiterqualifiziert, um mit einem fundierten Beratungsangebot auch für Eltern da zu sein“, freut sich die Verwaltungsdirektorin. Dieses Beratungsangebot komme schon jetzt sehr gut an und solle weiter ausgebaut werden. Vor zwei Jahren hat die Duale Hochschule BadenWürttemerg einen Notfallfonds für Studenten mit Kindern eingerichtet, um zum Beispiel die Erstausstattung fürs Kinderzimmer zu finanzieren. Außerdem werden werdende Eltern motiviert, ihr Studium trotzdem weiterzuverfolgen. In Kooperation mit dem Kinderland Lörrach gibt es einen Belegplatz, der von Externen genutzt werden kann. Auch das Thema Pflege ist für die DHBW Lörrach ein Bereich, in dem Hilfe geboten wird. Derzeit werden zwei Pflegeguides etabliert: „Diese beiden Leute werden dafür qua-

lifiziert, Fragen in Sachen Pflege zu beantworten“, erklärt Schneider. Die Guides sollen Mitarbeitern und Studenten zur Seite stehen. Die DHBW Lörrach baut ihr Programm in Sachen Familienfreundlichkeit weiterhin aus: In diesem Jahr findet erstmals die „Kinder-Forschertage Ferienbetreuung“ für Kinder zwischen fünf und 13 Jahren statt. Unter dem Motto „Auf Du und Du mit dem Roboter“ dürfen 20 Kinder von Mitarbeitern und Studierenden während der Herbstferien Versuche in den Laboren machen, eine motorbetriebene Bürste bauen und im Videostudio der Hochschule etwas aufnehmen. „Dabei soll das Interesse für Wissenschaft und Technik schon bei den Kindern geweckt werden“, erklärt Schneider. Oft sei es schwierig, Studenten für die Technik-Studiengänge zu gewinnen.


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Sicher - flexibel - stark Die DHBW als Arbeitgeber: 51 fest angestellte Professoren, 89 Tarifbeschäftige und fünf Auszubildende VON SUSANN JEkLE „Die Grenznähe zur Schweiz bekommen wir deutlich zu spüren“, berichtet Bettina Ganser, Fachleiterin für Personal bei der DHBW Lörrach. „Gehaltstechnisch können wir nicht mit den Schweizern mithalten.“ Stattdessen bietet die DHBW Lörrach mit ihrem lebendigen und innovativem Umfeld andere Vorzüge. 145 Mitarbeiter – davon 51 fest angestellte Professoren, 89 Tarifbeschäftige und fünf Auszubildende – sind derzeit bei der DHBW

Lörrach angestellt. Zu den verschiedenen Berufen an der dualen Hochschule gehören ganz unterschiedliche Bereiche, die alle Teil des großen Ganzen sind: zum Beispiel die Verwaltung, Marketing und Finanzen, aber auch Bibliothek, Prüfungsamt und der Studierendenservice. „Die DHBW bietet feste Arbeitsplätze, in der Regel unbefristet“, erzählt Ganser. „Das ist ein großer Pluspunkt in Sachen Sicherheit.“ Im öffentlichen Dienst sind die Mitarbeiter gut abgesichert. Es ist auch Platz

für Neuerungen: Durch einen Zuwachs an akademischen und Projektmitarbeitern, der zwischen acht und zehn Prozent liegt, tun sich an der dualen Hochschule stets neue Bereiche und Themen auf. „Innovation und Forschung sind auf dem Vormarsch“, freut sich Ganser. Regelmäßige Weiterqualifizierung und Förderung der DHBW-Mitarbeiter sind der Personalleiterin sehr wichtig. So wird zum Beispiel

ein Englisch-Sprachkurs angeboten, aber auch die schulische und akademische Weiterbildung der Angestellten wird seitens der DHBW unterstützt. Für neue Mitarbeiter gibt es einen sogenannten Onboarding-Prozess, damit sich die neuen Kollegen am Arbeitsplatz gleich gut aufgehoben fühlen. Für die ersten Monate bekommen sie einen Mentor an die Seite gestellt. Auch eine Stadtführung durch Lörrach soll bald zur B e -

Personalleiterin Bettina Ganser

Foto: DHBW

grüßung und Eingewöhnung neuer Mitarbeiter angeboten werden. Um die Gemeinschaft der fast 150 Angestellten zu fördern, finden auch außerhalb der Arbeitszeiten Unternehmungen statt. „Neulich haben wir unseren Betriebsausflug zur Augusta Raurica gemacht“, erzählt Ganser. Viermal jährlich findet ein Campusbriefing für alle Mitarbeiter statt: Dabei werden neue Projekte und Entwicklungen vorgestellt. Durch das gegenseitige Informieren werden die Mitarbeiter der beiden Standorte Hangstraße und Marie-Curie-Straße verbunden. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement bietet die duale Hochschule ihren Mitarbeitern zudem an – dazu gehören Rückenschule, Yoga, ergonomische Beratung und Sehtests.


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Von wegen überfüllte Hörsäle Individuelles Arbeiten und Lernen wird an der DHBW großgeschrieben Für ein Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Lörrach spricht vieles: unmittelbare Praxisnähe, erste Berufserfahrung und finanzielle Unabhängikeit. Außerdem locken individuelle Betreuung, anerkannte Hochschulabschlüsse und exzellente Jobaussichten. Die Studenten schließen an der DHBW ihr Studium nach drei Jahren mit dem Bachelor ab. Gleichzeitig sammeln sie anderthalb Jahre Berufserfahrung im Unternehmen. Aufgrund der im Drei-MonatsRhythmus wechselnden Theorie- und Praxispha-

sen erleben die Studierenden eine intensive und abwechslungsreiche Zeit. Der Rektor der Lörracher Hochschule, Professor Theodor Sproll, ist daher sicher: „Die DHBW ist die einzige Hochschule in Deutschland, die dem Anspruch der Dualität wirklich gerecht wird.“

Finanzielle Unabhängigkeit Die Studenten erhalten während der gesamten Studienzeit eine monatliche Vergütung durch ihr Unternehmen. Sie sind dadurch früh finanziell

Das Studium an der DHBW lässt viel Raum für individuelles Arbeiten und Lernen. Foto: DHBW unabhängig und können sich auf das Studium konzentrieren. Die optimale Qualifizie-

rung für das Berufsleben durch das Bachelor-Studium an der DHBW zeigt sich an der einzigartigen

Übernahmequote ins Unternehmen: Im Durchschnitt erhalten mehr als 80 Prozent der Absolventen schon vor dem Ende ihres Studiums einen festen Arbeitsvertrag. Neben den hervorragenden Jobaussichten wird von den Studenten vor allem auch die Betreuungsqualität geschätzt. Kleine Gruppengrößen von 30 Studenten garantieren eine intensive Betreuung und schaffen eine persönliche Studienatmosphäre, in der Anonymität und überfüllte Hörsäle echte Fremdwörter sind. Zur Qualität des dualen Studiums tragen maßgeblich die Dozenten bei. An der DHBW Lörrach vermitteln fast 60 hauptberufliche Professoren sowie eine Vielzahl besonders qualifizierter Experten aus den Unternehmen Inhalte aus ihren Spezialgebieten.


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Projekte bieten Freiraum, um etwas bewegen zu können Erfolgsformel der Sparkasse LörrachRheinfelden: Systematische Ausbildung und intensive Fortbildung Die Sparkasse LörrachRheinfelden bietet zahlreiche attraktive Ausbildungsstellen an, unter anderem Bachelor of Arts (B.A.) in Fachrichtung Finanzdienstleistungen – ein dreijähriges duales Studium.

Partner der Ausbildung Beim selbstständigen Arbeiten und im direkten Kontakt lernt der Student den erfolgreichen Umgang mit den Kunden. Die DHBW-Studenten werden mit verantwortungsvollen Projekten betraut, bei de-

Die Sparkasse bildet aus

Für den Erfolg der Sparkasse stehen rund 410 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Derzeit befinden sich 35 Nachwuchskräfte in einem Ausbildungsverhältnis. Ansprechpartner sind Lutz Pankrath (Abteilungsdirektor Personalmanagement) und Jannina Brokatzky (Leiterin Aus- und Fortbildung). Sie sind zu erreichen über Telefon. 07621 / 41 10 oder E-Mail info@sparkasse-loerrach.de. Mehr Infos unter www. sparkasse-loerrach.de/ ausbildung

nen sie selbstständiges Arbeiten trainieren. Hier bietet sich Freiraum für jeden, der gerne etwas bewegen möchte. Ziel der Projekte ist es, die frischen Ideen der Nachwuchskräfte umzusetzen. Um optimal auf die Praxis vorbereitet zu sein, finden zusätzlich Seminare und Verkaufstrainings statt. Aus Haltingen kommt Katrin Eberhardt, DHBW Studentin bei der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden.

Kombination von Theorie und Praxis So schildert sie selbst Erfahrungen und Eindrücke: „Ein reines Theoriestudium kam für mich nie in Frage – denn gerade die Kombination von Theorie und Praxis machen ein duales Studium sehr attraktiv. Erlerntes aus den Theoriephasen lässt sich somit in der Praxis konkretisieren und umgekehrt.

Berufserfahrung sammeln Außerdem hat man die Möglichkeit, durch den Einsatz in verschiedenste Abteilungen, schnell herauszufinden was einem besonders liegt und Spaß macht. Die Sparkasse LörrachRheinfelden bietet dar-

Katrin Eberhardt aus Haltingen ist DHBWStudentin bei der Sparkasse LörrachRheinfelden

über hinaus eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten als Ausgleich zum Alltag an: zum Beispiel den alljährlichen Herbstbummel mit anschließendem

Mitarbeiterfest, kostenlose Kinoabende und jede Menge sportliche Teamaktivitäten. Der Hauptgrund, weshalb ich mich immer wie-

Meine Ausbildung bei der Sparkasse:

Lena, 20 Jahre, Finanzassistentin Bewirb dich jetzt für unsere Ausbildungsgänge: Bankkauffrau/-mann, Finanzassistent/-in, Kauffrau/-mann für Versicherungen und Finanzen, DHBW-Studien BWLFinanzdienstleistung oder BWL-Dienstleistungsmanagement / Media, Vertrieb und Kommunikation. Wir freuen uns auf deine Bewerbung unter: . www.sparkasse-loerrach.de/karriere

der für ein duales Studium entscheiden würde, ist die Chance, während des Studiums grundlegende Berufserfahrung zu sammeln.“


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Engstirnigkeit ist kein Erfolgsmodell Hubert bernnat, früherer Direktor des Hans-Thoma-Gymnasiums Lörrach, ist begeistert von der internationalen Ausrichtung der DHbW. VON HUbERT bERNNAT

D

reiland, Dreiecksland oder Dreiländereck - das ist der Versuch einen Namen zu finden für eine Region, die heute in drei nationale Länder aufgeteilt ist: die Schweiz, Frankreich und Deutschland. Historisch gibt es für diese Region keinen Begriff, wohl aber ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Verbundenheit. Dies ist entstanden aus gemeinsamen Sprachwurzeln, geschichtlichen Erfahrungen und kulturellen Übereinstimmungen. Die Region im Herzen Europas war aber immer auch Durch- und Zuzugsgebiet.

Der Rhein hat manche Kontakte erschwert, aber nie verhindert. Herrschafts- und Einflussbereiche überquerten den Rhein wie selbstverständlich. Und schon die Römer bauten Brücken, um ihren linksrheinischen mit dem rechtsrheinischen Besitz zu verbinden. Bis zum Ersten Weltkrieg trennten die Grenzen nicht wirklich. Die Industrialisierung ließ ein miteinander verflochtenes trinationales Dreieck Mülhausen, Basel, Lörrach entstehen, in dem der Verkehr von Menschen und Waren selbstverständlich war. Symbolisch dafür war der Eisenbahnbau Mitte des 19. Jahrhunderts, der das Dreiland damals zu dem am intensivsten durch Eisenbahnen erschlossenen

Gebiet von ganz Europa machte. Basel hatte zweitweise drei Bahnhöfe: einen schweizerischen, den badischen und einen französischen. Den Badischen Bahnhof als exterritoriale Besonderheit gibt es heute noch. Zwei Weltkriege haben nationale Grenzen verschärft, die historisch so nicht zwangsläufig entstanden sind. Sie haben Trennungslinien entstehen lassen und Kontakte erschwert, aber nicht verhindert. Heute versucht man wieder stärker zusammenzurücken. Der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg ist dafür das augenfälligste und markanteste Projekt. Zwei Tramlinien von Basel nach Weil und von Basel nach St. Louis überschreiten heute als europäisches Alleinstellungsmerkmal wie schon einmal nach dem Ersten Weltkrieg nationale Grenzen. Auch die Politik trägt dem Rechnung durch Einrichtung der Trinationalen Metropolregion Oberrhein mit den vier Teilgebieten Elsass, Nordwest-Schweiz, Südpfalz und Baden. 6 Millionen Menschen leben in diesem am weitesten gefassten DreilandPerimeter. Mit dem Oberrheinrat hat er ein eigenes Parlament. Darunter existiert die RegioTriRhena, die als Europaregion einen

länderübergreifenden Lebens- und Wirtschaftsraum am südlichen Oberrhein bildet. Er umfasst Gebiete um Colmar, Mülhausen, Freiburg, Lörrach, Basel und Liestal mit zusammen 2,3 Millionen Einwohner. Die RegioTriRhena kümmert sich um Projekte in den Bereichen Kultur, Tourismus, Jugend, Sport, Bildung, Kommunikation, Transport, Raumordnung, Umwelt, Messen und Kongresse sowie Wirtschaft. Mit rund 830.000 Einwohnern ist der Trinationale Eurodistrikt Basel die kleinste Einheit. 60 % der Bevölkerung des TEB leben in der Schweiz, 30 % in Deutschland und 10 % in Frankreich.

H

ochschulen sind per se dem grenzüberschreitenden Denken und Forschen verpflichtet. Denken und Forschen lassen sich nicht beschränken. Und gibt es in der Forschung Grenzen, so müssen diese in einem offen geführten ethisch bestimmten und an den Werten des Grundgesetzes orientierten Diskurs festgelegt werden. Nicht umsonst ist in Artikel 5 des Grundgesetzes in Absatz 3 die Freiheit von Forschung und Lehre ausdrücklich garantiert. Sie gehört damit zum unantastbaren Wesenskern unserer Demokratie.

Hubert bernnat

Grenzüberschreitendes Denken und Forschen gilt aber nicht nur im fundamentalen Sinne, sondern es ist heute notwendiger denn je auch innerhalb einzelner Fachgebiete die engen Grenzen zu überschreiten und fächerübergreifend und vernetzt zu arbeiten. Das ist eine der großen Zukunftsaufgaben und in einer Zeit, in der sich das Wissen der Menschheit alle zwei Jahre verdoppelt. Noch vor zehn Jahren ging man dafür von einem Zeitraum von 5 - 7 Jahren aus. Grenzüberschreitendes Denken und Forschen kann natürlich nicht beschränkt sein auf die Arbeit an einer Hochschule oder an den Hochschulen eines

Landes. Grenzüberschreitendes Denken und Forschen benötigt auch den Austausch und den Kontakt über die nationalen Grenzen hinweg. Die Trinationale Metropolregion Oberrhein wirbt für das Gebiet mit den international anerkannten, hervorragenden Leistungen in den Bereichen Innovation, Bildung und Forschung. Auch die DHBW Lörrach trägt ihren Teil dazu bei, in dem sie, wie sie auf ihrer Homepage schreibt, „die privilegierte Lage im Herzen des Dreiländergebiets von Deutschland, der Schweiz und Frankreich, dem so genannten Dreiländereck“ nutzt. Daher bietet sie Studiengänge in enger Kooperation mit der Universität des Oberelsass Mülhausen-Colmar und der Fachhochschule der Nordwestschweiz an.

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Offenes Denken und Forschen Bernnat: „Internationalisierung ist heute mehr denn je Voraussetzung für ein zukunftsorientiertes Ausbildungskonzept und wird an der DHBW Lörrach seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzt.“ FORTSETzUNG VON SEITE 24

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lockaden sind genau das, was einem offenen grenzüberschreitenden Denken und Forschen widerspricht. Im Moment erleben wir in vielen Ländern den Ruf danach, ausschließlich die nationalen Interessen als Maßstab für das politische Handeln zu nehmen. Grenzen und Mauern sollen wieder oder neu errichtet werden und man in engermöchte sich am liebsten abschotten. Zudem gibt es eine Tendenz, Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit hule dereinzuschränken, teilweise fast abzuschaffen. Eingriffe in die sogenannten Kommunikationsrechte, die Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, stehen häufig am Anfang. Sie sind aber der Kern der politischen Grundrechte. Eingriffe in die Unabhängigkeit der Justiz, also in die zu den Wesensmerkmalen einer Demokratie gehörenden Gewaltenteilung, folgen. Häufig von der Öffentlichkeit nicht im gleichen Maße wahrgenommen, gehen damit auch Eingriffe in die Freiheit von Forschung und Lehre einher. Die Autonomie von Hochschulen wird beschnitten oder sogar ganz abgeschafft, missliebige Professoren und Dozenten entlassen, oppositionelle

Studenten vom Studium ausgeschlossen. Manche Gängelung erfolgt auch über die Verteilung von Geldern, die für Forschung und Lehre zur Verfügung stehen. Gefördert wird, wer sich regierungskonform verhält. Auf der Homepage des Internationalen Treffens der Nobelpreisträger von 2017 heißt es: „Von Budapest bis zum Bosporus ist die wissenschaftliche Freiheit in der Region gefährdet. Im Fokus steht dabei der Druck, den die ungarische Regierung auf die Central European University (CEU) ausübt. Doch dies ist nur ein Beispiel für eine allgemeinere Welle der Schikanierung und Unterdrückung von Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Institutionen. Inzwischen finden sich besorgte Bürger zusammen, die die Wissenschaftsfreiheit gefährdet sehen.“ Umso erfreulicher ist es, dass ich als ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters im November 2017 neun Studenten der Wirtschaftshochschule Budapest zu einer einwöchigen Hospitation an der DHBW Lörrach im Rathaus begrüßen konnte.

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elcome Week für Internationals DHBW begrüßt internationale Studieren-

Regional verwurzelt - weltoffen in der zielsetzung: Studierende an der DHWB Lörrach Foto: Peter Ade de“, ist auf der aktuellen Homepage der DHBW Lörrach zu lesen. Und weiter heißt es dort: „Aktuell sind für drei bis sechs Monate Studentinnen und Studenten aus Malaysia, Mexico, der Ukraine und der Türkei, sowie Spanien an der DHBW Lörrach im Kurs BWL-International Business (englisch) eingeschrieben. Im Rahmen einer Welcome-Week fand im Kurs General Management ein World Café mit dem Schwerpunktthema Nachhaltigkeit statt. Zusammen mit dem Dozenten Hans-Peter Luz und Professor Sylvia Gnad gab es zum Auftakt eine Exkursion auf den Vitra Campus in Weil am Rhein. Unter anderem wurde dabei die Produktion des Aluminium Chairs besichtigt und an dessen Beispiel das Thema Nachhaltigkeit erläutert.“ Weltoffenheit und In-

ternationalität gegenüber der Vormachtstellung einzelner Nationalstaaten, das ist die Frage, die dahinter steht. Die DHBW bekennt sich somit in ihren Grundsätzen nicht zur zum weltweit einmaligen System des dualen Studiums aus Praxis und Theorie und zur Trinationalität im Dreiländereck von Schweiz, Frankreich und Deutschland. Sie steht auch für Internationalität, nicht nur im grenzenlosen Forschen und Denken, sondern auch in den internationalen Kontakten und Ausrichtungen. Die DHBW Lörrach hat einen klaren regionalen Bezug, vor allem auch in der Partnerschaft mit regionalen Firmen. Doch gerade diese mittelständischen, oft noch Familien geführten Unternehmen wissen, dass sie nur bei globaler Ausrichtung im weltweiten Konkurrenz-

kampf bestehen können. Heimatverbundenheit und Weltoffenheit müssen keinen Gegensatz bilden. Engstirnigkeit ist nicht das Erfolgsmodell der Zukunft. Freiheit der Lehre und Forschung ist nur mit Offenheit über Grenzen hinaus möglich. Für die DHBW Lörrach ist das selbstverständlich: „Internationalisierung ist heute mehr denn je Voraussetzung für ein zukunftsorientiertes Ausbildungskonzept und wird an der DHBW Lörrach seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzt.“ Das richtige Zeichen gegen Nationalismus und Abschottung ist daher der Willkommensgruß, der über die DHBW Homepage von Lörrach in die Welt geht: „The DHBW Loerrach welcomes all students from partner universities worldwide to study for one or two terms on our campus.“


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SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Ausgabe 2018/2019

„Ein atemberaubendes Gefühl“ Unvergessliche Erfahrung: Zwölf Studierende der DHBW Lörrach vertraten in der UN-Simulationskonferenz (NMUN) in New York das Land Suriname VON PHILIPP SCHLIESSER UND MATTHIAS STAUSS An der DHBW Lörrach wird viel Wert auf die fachliche Ausbildung im Bereich Wirtschaft und Technik gelegt. Ergänzend stehen besonders engagierten Studierenden weitere Möglichkeiten zur Verfügung, um über den fachlichen Kernbereich hinauszublicken – und die UN-Simulationskonferenz in New York ist definitiv eines der spannendsten Projekte für Studierende in Lörrach. „Die Teilnahme an NMUN ist eine unvergessliche Erfahrung, die unter anderem mit Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen, Fleiß, wenig Schlaf, aber auch mit Glücksmomenten in Verbindung steht. Eines meiner persönlichen Glanzlichter war die Abschlusszeremonie im UNHeadquarter, bei der der singapurische Botschafter eine bewegende Rede über Klimaschutz gehalten hat, und man sich dadurch noch besser in die Rolles eines Diplomaten hineinversetzen konnte. Es war ein atemberaubendes Gefühl“, schilderte Sofie de Jesus Santos, eine der Teilnehmerinnen, ihre Erfahrungen. Bereits seit Dezember 2017 bereiteten sich die zwölf Studierenden an den Wochenenden auf die Konferenz vor. Umso größer war ihre Freude Ende März endlich als Jung-Diplomaten an der Konferenz mitwirken zu können. Zum insgesamt siebten Mal beteiligte sich die DHBW am Na-

Für ihre Leistungen wurden die DHBW-Studierenden am Ende der Konferenz gar mit einem Delegations-Award ausgezeichnet. Foto: DHBW tional Model United Nations (NMUN), der größten Simulationskonferenz der Vereinten Nationen. Die vier Studentinnen und acht Studenten der Fakultäten Wirtschaft und Technik vertraten die Interessen des südamerikanischen Landes Suriname. In unterschiedlichen Ausschüssen der Vollversammlung der Vereinten Nationen galt es die globalpolitischen Ansichten Surinames bestmöglich unter den weiteren 192 Nationen zu platzieren. „Das übergeordnete Ziel einer jeden Delegation war es, andere Nationen als Unterstützer für sei-

ne Themen zu gewinnen. Daraus entwickelten sich dann Resolutionsentwürfe, über welche im kompletten Ausschuss abgestimmt wurde, erklärt Simon Klaus.

Nur 90 Sekunden für den Redner „Auch wenn die NMUN super organisiert war, fühlte man sich am Anfang von den vielen Eindrücken überwältigt. Aber schnell entstanden Strukturen und Prozesse, die zu entsprechenden nationenübergreifenden Resolutionen führten.“

so Lars Eversmann über die Anfänge der Konferenz. Gespräche fanden maßgeblich während den informalen Sessions statt. Im Gegensatz dazu, waren die formalen Sessions dazu vorgesehen, in Form von knappen Reden vor dem kompletten Ausschuss die Meinung seines Landes kundzutun. Für Simon Schäffer sein aufregendes Erlebnis: „Jeder Redner hatte nur etwa 60 bis 90 Sekunden Zeit. Hier seinen Standpunkt zu verdeutlichen war eine echte Herausforderung. Das endgültige Verfassen von Resolutionsentwürfen ging einher mit

hohen Anforderungen an Formulierung und Layout. „So war es auch wichtig seine Stärken und Schwächen neu herauszufinden, sagt Simon Klaus. „Aber da man ständig mit allen im Gespräch war, konnte man so die Aufgaben gut aufteilen um dann schnell zu einem Ergebnis zu kommen. Ein wirklicher Vorteil war, dass man als DHBW Student mit seinen Erfahrungen aus der Praxis und im Teamwork Prozesse auch schnell und gut mit anderen Nationen koordinieren konnte.“ Jeden Abend folgte für die DHBW-Delegation zusätzlich noch eine gemeinsame Besprechung. Hier wurde der Tag reflektiert und das weitere Vorgehen besprochen. Trotz der mentalen Anstrengungen blieb auch genügend Zeit, sich bei einem gemeinsamen Abendessen oder einem Abschiedsbrunch in lockerer Atmosphäre auszutauschen. „Die DHBW Delegation ist im Laufe der Vorbereitungsmonate in Lörrach und insbesondere während der Konferenz zusammengewachsen. Dabei sind aus Fremden, die in Lörrach unterschiedliche Fächer studierten, wahre Freunde geworden“, sagt Frau Prof. Dr. ZukowskaGagelmann, die als Faculty Advisor eine unterstützende Funktion in New York inne hatte. Für ihre Leistungen wurden die DHBW-Studierenden am Ende der Konferenz gar mit einem Delegations-Award ausgezeichnet. Ein weiterer Erfolg der Studierenden war, dass die Delegation im Vorfeld der Reise zahlreiche Sponsoren zur finanziellen Unterstützung finden konnte - fast alle geplanten gemeinschaftlichen Kosten dadurch gedeckt.


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SONDERVERÖFFENTLICHUNG · Ausgabe 2018/2019

Was wird aus mir? Alumni im Portrait Was bringt ein Studium an der DHBW Lörrach? Wir haben fünf Alumni der DHBW Lörrach gefragt, wie sie auf ihr Studium zurückblicken.

s. „Aber

Alle fünf sind erst seit wenigen Jahren fertig rmit ihrem Dualen Studium und schauen noch mit frischem Blick auf aus derIhr Studium zurück. amworkEin Großteil der Absolventen, rund 80 Prozent, unterzeichnet nach dem Studium ein einen Arlgte fürbeitsvertrag bei ihrem Dualen Partner – so gut wie alle haben vor dem Ende ihres Studiums bereits einen unterzeichneten Arbeitsvertrag vorliegen. Manche machen noch einen Master, oft vom Arbeitgeber finanziert berufsbegleitend, oder als Vollzeitstudium.

Hanna Rueggeberg: Ich habe von Oktober 2012 bis März 2016 International Business Management trinational studiert. Mein Dualer Partner war Novartis. Derzeit arbeite ich als Communications Manager bei Novartis, wo ich für unsere globalen internen Kommunikationskanäle verantwortlich nde derbin. Dabei bin ich stark in die internen Kommunikationen und Events von runserem CEO involviert – ziemlich spannend! Ich würde definitiv wieder Dual studieren – ich konnte während dem Studium praktische Erfahrung sammeln, in verschiedene Tätigkeiten und Bereiche des Unternehmens reinschauen und

ein weites Netzwerk aufbauen. Dadurch habe ich meine Stärken entdeckt und gemerkt, in welcher Funktion ich nach dem Studium arbeiten und mich weiterentwickeln möchte. In einem Unternehmen zu arbeiten, dass neue Wege in der Medizin beschreitet um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und ihr Leben zu verlängern macht mich extrem stolz.

Lila Jami: Ich habe von 2011 bis 2014 BWL- Handel und Dienstleistungsmanagement studiert und mein Dualer Partner war Edeka bzw. Hiebers Frische Center in Lörrach und Umgebung. Aktuell arbeite ich als Head of Research bei MPB Recruitment Group AG, Executive Search in der Schweiz. Dort suche ich mit dem Team, das ich leite, nach potentiellen Kandidaten für unsere Kunden und führe die Direktansprache durch. Seit kurzem habe ich erfolgreich einen MBA in General Management absolviert, für den ich finanzielle Unterstützung von meinem Arbeitgeber bekommen habe. Ich kann ein Duales Studium im Bereich BWL definitiv empfehlen. Wir im Personalmanagement merken es immer mehr, dass Studierende mit Berufserfahrungen einen

schnelleren Einstieg in die Arbeitswelt schaffen. Sie sind gestandener, gerade aufgrund ihrer Erfahrungen aus den Praxissemestern. Zudem können sie an der Dualen Hochschule die Theorie auch direkt transferieren und in der Praxis anwenden. Im Dualen System habe ich nicht nur Theorie gelernt, sondern auch viele wichtige Kompetenzen erworben, wie mit Druck und Stress innerhalb kurzer Zeit umzugehen oder sich Themen in wenig Zeit anzueignen und wiederzugeben.

Zoltan Torma: Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Handel und Dienstleistungsmanagement von 2014 bis 2017 bei Obi. Ich bin Marktleiter in einem Obi-Baumarkt mit über 50 Mitarbeiternin Niederösterreich. Ich würde wieder das duale Studium wählen, da ich neben dem Studium das Gelernte laufend in der Praxis umsetzen konnte. Man bekommt eine zweifache Ausbildung in kurzer Zeit und erlernt verantwortungsbewusst und zielorientiert zu arbeiten und gesellschaftliches, soziales Engagement sowie Verantwortung für Umsatz und Personal zu übernehmen. Neben der Theorie, die man im Studium erlangt,

bekommt man parallel dazu eine praxisnahe Ausbildung. Man kann das Erlernte nach jedem Studienabschnitt im Unternehmen umsetzen. Nach den Praxismonaten kann man die Erfahrungen in kleinen Studiengruppen mit den Kollegen und Dozenten austauschen. Ich hatte die Möglichkeit das Gelernte an verschiedenen Standorten zu absolvieren. So konnte ich Erfahrungen in unterschiedlichen Märkten sammeln. Nach meiner Ausbildung habe ich ein Angebot als Marktleiter bekommen. Rückblickend war die Entscheidung richtig, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe. Ohne dem Dualstudium wäre es sicher nicht so leicht möglich gewesen gleich eine leitende Funktion zu übernehmen.

Felix Humm: Ich habe an der DHBW Lörrach Maschinenbau in der Fachrichtung Konstruktion und Entwicklung studiert und habe dabei in der Praxisphase bei Sick gearbeitet. Angefangen habe ich im Jahr 2014 und Ende 2017 mein Studium beendet. Nach meinem Studium wurde ich direkt im Bereich der Ausbildung als Mechanik-Ausbilder übernommen. Ich bilde Azubis in den Berufen Technisches Produktdesign, Industriemechaniker und Maschinen- und Anlagenführer aus. Zudem bin ich für

unseren dualen Maschinenbaustudenten bei SICK verantwortlich. Ich würde wieder dual studieren. Vor meinem Studium habe ich bereits eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert und mir die Frage gestellt, ob mir ein duales Studium überhaupt Vorteile bietet. Es stellte sich jedoch relativ schnell heraus, dass die Arbeit mit Ingenieuren in den Praxisphasen und die Theoriephasen in Lörrach nochmal ganz etwas anderes als eine duale Ausbildung sind. Trotz häufigen Klausurenstresses und vielen Praxisberichten war für mich die DH-Zeit eine der besten Zeiten, die ich bisher erleben durfte.

Benjamin Mayer: Von 2014 bis 2017 studierte ich Elektrotechnik in der Fachrichtung Automation. Ich bin noch bei meinem ehemaligen Partnerunternehmen ED Netze GmbH, und dort in der Netzinformations- und Messtechnik tätig. Aufgrund der Energiewende ändern sich die Anforderungen an das Stromnetz ständig und neue Richtlinien und Gesetze treten in Kraft. Ich betreue zudem aktuell unseren dualen Studenten der Elektrotechnik. Dabei profitiere ich stark von meinen eigenen Erfahrungen an der DHBW Lörrach und kann diese entsprechend weitergeben.


DHBW 2018  
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