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Landwirtschaftskammer Wien

DIE INFORMATION  Gartenbau  Wein- & Obstbau  Land- & Forstwirtschaft

Ausgabe 4 - April 2012

EDITORIAL

Ing. Robert Fitzthum Kammerdirektor

Erfolgreiche Bildungssaison 2011/2012 geht zu Ende Eine erfolgreiche Bildungssaison, welche zeitgemäße und vielfältige Weiterbildungsprogramme bot, neigt sich allmählich dem Ende zu. Die Teilnehmerzahlen und Beteiligung der Wiener LandwirtInnen, GärtnerInnen und WinzerInnen an den diversen Bildungsveranstaltungen zeigen einmal mehr, dass die stetige Weiterbildung und Wichtigkeit einer fundierten Grundausbildung eine bedeutsame Rolle im Rahmen des „Unternehmen Landwirtschaft“ der LandwirtInnen, WinzerInnen und GärtnerInnen spielt. Ein besonderer Dank gilt der LFIGeschäftsführerin Dipl.-Ing. Doris Preßmayr und ihrem Team, den MitarbeiterInnen der LK Wien für die Konzeption, Durchführung und Abwicklung der einzelnen Weiterbildungsprogramme. Die Beratungssaison ist bereits voll im Gange. Mit dem professionellen und spezialisierten Beratungsangebot der LK Wien beraten und begleiten wir Sie bei Ihren betrieblichen Entwicklungen. Das Beratungsangebot reicht von der Basis- über die fachspezifische Beratung bis hin zu kostenpflichtigen Top-Beratungsleistungen, die der/die LandwirtIn/WinzerIn/GärtnerIn durch die Berater der Landwirtschaftskammer Wien in Anspruch nehmen kann. Alle Beratungsprodukte finden Sie laufend ausgewiesen in der Kammerzeitung sowie im Internet unter: www.lk-wien.at.

Wiener Winzertour 2012 Lesen Sie mehr dazu auf Seite 7.

Sparpaket: Landwirtschaftskammer erreicht erhebliche Änderungen bei Auflösungsabgabe Neue Regelung entlastet Landwirtschaft Die Landwirtschaftskammer Wien hat sich vehement gegen die im Stabilitätspakt 2012 bis 2016 der Bundesregierung festgeschriebene sogenannte "Auflösungsabgabe" gewehrt. Diese besagte, dass Dienstgeber künftig für jedes aufgelöste Dienstverhältnis einen Arbeitsmarktbeitrag in Höhe von EUR 110,- leisten sollen. Darunter fallen alle Arbeitsverhältnisse, die länger als zwei Monate dauern. Streng genommen also auch Saisonniers und Erntehelfer, die ein entscheidender Produktionsund Wettbewerbsfaktor der heimischen Landwirtschaft und insbesondere in den Sonderkulturbetrieben des Wein- und Gemüsebaus unverzichtbar sind. "Diese Maßnahme hätte für diese Wiener Betriebe jährliche

Ausgaben von mehr als EUR 200.000,- bedeutet - eine unzumutbare finanzielle Belastung", daher lehnte LK-Präsident Ing. Franz Windisch diese Regelung in den letzten Wochen "entschieden" ab. Auflösungsabgabe erst ab 6 Monaten. Nunmehr werden alle Dienstverhältnisse, die auf längstens sechs Monate befristet sind, von der Abgabepflicht ausP.b.b. Verlagspostamt 1060 Wien

genommen. Ebenfalls gefallen ist die Rahmenfristbetrachtung, wonach alle Dienstverhältnisse innerhalb von 12 Monaten zusammenzuzählen sind. Dies hätte bei Kulturen, bei denen mehrere Arbeitsspitzen und damit mehrere Beschäftigungsintervalle im Jahr zu verzeichnen sind (Gartenbau, Weinbau), zu inakzeptablen Belastungen geführt. Lesen Sie weiter auf auf Seite 2! 02Z032283 M


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Fortsetzung von Seite 1

INTERESSENVERTRETUNG

DIE INFORMATION

Erntehelfer für Wien 125 Kontingentplätze bereits freigegeben VON MAG. CHRISTIAN REINDL

ING. FRANZ WINDISCH

Präsident der Landwirtschaftskammer Wien „Mit dieser Änderung konnte eine zusätzliche Belastung für unseren Berufsstand verhindert werden.“ Auch die Forderung nach einer Ausnahme für Ferial- und Berufspraktikanten wurde erfüllt. Anmerkung: Die LK Wien merkt an, dass Änderungen gegenüber der Regierungsvorlage im Plenum noch möglich sind

@

Internet-Tipp: www.lk-wien.at

Der Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz hat bereits ein Kontingent für die kurzfristige Beschäftigung ausländischer ErntehelferInnen in der Landwirtschaft unterschrieben.

ge, Zuschlag nach dem Insolvenzentgeltsicherungsgesetz und Landarbeiterkammerumlage. Unter Umständen sind auch BV-Beiträge zu entrichten (ab dem zweiten Monat; wenn der Erntehelfer innerhalb von 12 Monaten beim selben Dienstgeber wie-

der beschäftigt wird, ab dem 1. Tag). Für Beschäftigungen von Erntehelfern aus den EU-8-Staaten entfällt seit dem 1. Mai 2011 die Befreiung von der Entrichtung des Pensionsversicherungsbeitrages!

Somit stehen für das Bundesland Wien zusätzlich 125 Kontingentplätze für ausländische Erntehelfer zur Verfügung. Wie hinlänglich bekannt darf die Dauer der Beschäftigungsbewilligung 6 Wochen nicht übersteigen. Die Laufzeit der Beschäftigungsbewilligung für einen Erntehelfer muss spätestens am 30. November 2012 enden. Beschäftigungsbewilligungen für neue EU-Bürger sind vorrangig zu erteilen. Folgende Personen kommen als Erntehelfer in Betracht: Rumänen und Bulgaren sowie Asylwerber werden bevorzugt bewilligt. Personen, die als Touristen sichtvermerksfrei einreisen dürfen: Kroaten, Serben, Montenegriner, Mazedonier, Albaner oder Staatsangehörige aus Bosnien und Herzegowina, sofern sie Inhaber biometrischer Reisepässe sind. Aufgrund der fremdenrechtlichen Bestimmungen benötigen diese vor Erteilung der Beschäftigungsbewilligung an den Arbeitgeber eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, die mit Zustimmung des Gastarbeiters im Inland (Bezirkshauptmannschaft, Bundespolizeidirektion) zu beantragen ist. Unterschiede bei Pensionsversicherungsbeiträgen. Die vom Dienstgeber zu entrichtenden Sozialabgaben für Erntehelfer sind pensionsversicherungsfrei, sodass nur folgende Beiträge abzuführen sind: Kranken-, Unfall-, Arbeitslosenversicherungsbeiträ-

AIZ-Meldung Köstinger: Marktnachteile für landwirtschaftliche Unternehmer ausgleichen Agrarausschuss im EU-Parlament debattierte Instrumente der GAPBrüssel "Die Landwirtschaft braucht nach 2013 verlässliche Rahmenbedingungen und Instrumente, um die Preissituation stabil zu halten", forderte Elisabeth Köstinger, ÖVP-Agrarsprecherin im EU-Parlament, in der Debatte am 28. März des Landwirtschaftsausschusses über die Gesetzesvorschläge zur gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013. "Dem steigenden Kostendruck für die Betriebe - höhere Rohstoff- und Energiepreise bei gleichzeitigem Preisdruck auf die Produkte - muss man weiterhin mit Marktmaßnahmen begegnen", erklärte Köstinger, die sich klar gegen weitere Deregulierungen im Agrarbereich ausspricht. Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen müsse die gemeinsame Marktordnung im Rahmen der GAP durch Interventionen sowie öffentliche und private Lagerhaltung den Betrieben eine Mindeststütze bieten, fordert Köstinger von der Kommission Folgelösungen nach dem Auslaufen von Milch- und Zuckerquoten. "Man muss die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, genau analysieren. Die Anpassung an den Weltmarkt darf nicht auf Kosten der Betriebe gehen." Partnerschaften mit nachgelagertem Bereich und Wissenschaft forcieren "Viel Potenzial liegt in neuen und starken Partnerschaften zwischen bäuerlichen Betrieben, den nachgelagerten Bereichen sowie der Wissenschaft. Dadurch können Innovationen bei Ressourceneffizienz, Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit in der agrarischen Produktion weiter vorangetrieben werden", begrüßt Köstinger diesbezügliche Vorschläge zur Gründung von Innovationspartnerschaften im Rahmen der Förderprogramme zur LE. Die Vielfalt der Programme der Ländlichen Entwicklung ermögliche Investitionen, die direkt der regionalen Wirtschaft zugute kommen, so die Abgeordnete.


RECHT

DIE INFORMATION

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Tragen von Schutzkleidung bei der Vor- Ort- Kontrolle VON DIPL.-ING. FH STEFANIE GLÖNKLER

Neue Richtlinien für die Kontrollorgane bei den Vor-OrtKontrollen der AMA. Das Betreten der Gewächshäuser ist nur noch mit Schutzkleidung erlaubt.

Registrierung von Stammarbeitskräften Landwirtschaftskammer Wien erreicht Verbesserungen für Rumänen und Bulgaren VON MAG. CHRISTIAN REINDL

Keine Kontingentbewilligung für „registrierte Stammarbeiter“ erforderlich. Seit 1. Mai 2011 darf das AMS auch für registrierte befristet beschäftigte Ausländer (Rumänen, Bulgaren und Drittstaatsangehörige), die bereits in den Kalenderjahren 2006 bis 2010 jeweils vier Monate im Rahmen von Saisonkontingenten für den Wirtschaftszweig Landund Forstwirtschaft beschäftigt waren, Beschäftigungsbewilligungen außerhalb der Kontingente erteilten (= „registrierte“ Stammarbeiter“). Registrierung nur bis 30. April 2012 möglich. Die in Betracht kommenden Personen können sich innerhalb eines Jahres nach In-Kraft-Treten der Regelung beim AMS registrieren lassen. Für registrierte Saisoniers können dann Beschäftigungsbewilligungen außerhalb von Kontingenten und ohne Arbeitsmarktprüfung mit einer Geltungsdauer von durchgehend längstens sechs Monaten erteilt werden. Mehrere Saisonbewilligungen pro Kalenderjahr und Branche sind zulässig. Die Gesamtdauer aller Saisonbewilligungen pro Kalenderjahr darf jedoch zehn Monate nicht überschreiten. Aus

fremden- und aufenthaltsrechtlichen Gründen ist nach sechs Monaten eine Unterbrechung notwendig. Registrierte Saisoniers erhalten – wie bisher – ein Visum zur Einreise (bei Visumpflicht). Für registrierte Saisoniers ohne Visumpflicht (= alle Westbalkanstaaten mit Ausnahme des Kosovo) reicht – wie bisher – eine sog. Unbedenklichkeitsbescheinigung der Fremdenpolizei. Die Beschäftigungsbewilligung gilt als Aufenthaltstitel für die Dauer der Beschäftigung. Ein weiterer Aufenthalt nach Ende der Beschäftigung wäre daher illegal. Zusätzliche Optionen für Rumänen und Bulgaren Ergänzend wird nun vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz klargestellt, dass für Rumänen und Bulgaren, die diese Registrierungsvoraussetzung nur deshalb nicht erfüllen, weil sie ihre Bewilligung in einem oder mehreren Jahren außerhalb der Kontingente (beispielsweise durch einhellige Bewilligung des Regionalbeirates) bekommen haben, das AMS nun ermächtigt wird, auch außerhalb der Kontingente Beschäftigungsbewilligungen zu erteilen, falls das Ersatzkraftverfahren er-

gebnislos bleibt. Diese Bewilligung setzt die einhellige Zustimmung im Regionalbeirat voraus. Mangels dieser sind die betroffen Saisonarbeitskräfte bevorzugt im Rahmen der Kontingente zu bewilligen. „Unter der Voraussetzung der Zustimmung des Regionalbeirates könnte damit eine wesentliche Entlastung für die Wiener Betriebe erreicht werden“, freut sich Vizepräsident Leopold Waclawek.

Das Überprüfen der Förderungsvoraussetzungen setzt eine VorOrt- Kontrolle durch ein Kontrollorgan der Agrarmarkt Austria (AMA) voraus. Diese Überprüfung beinhaltet auch das Betreten der Wirtschaftsräume und der angesprochenen Gewächshäuser sowie eine Probenahme der Kulturen. Einwegschutzkleidung wird Pflicht. Bis dato war bei dieser Probenahme ausschließlich das Tragen von Einweghandschuhen Pflicht, um eine mögliche Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen zu unterbinden. In Zukunft wird bei allen derartigen Kontrollen von den Kontrollorganen auch ein Schutzanzug getragen. Landwirtschaftskammer Wien erreicht Klarstellung. Die Landwirtschaftskammer Wien hat sich bei der AMA mit Nachdruck um Klärung dieses Problem bemüht. „Damit ist endlich Klarheit über die Vorgehensweise bei Kontrollen geschaffen worden“, freut sich Leopold Waclawek, Vizepräsident der LK Wien.

Zukünftig muss bei jeder Kontrolle eine Einwegschutzkleidung getragen werden. Foto: LK Wien

Diese Einwegschutzkleidung (Overall und Handschuhe) wird dem Kontrollorgan von der AMA zur Verfügung gestellt und anschließend am Betrieb, mit der Bitte um Entsorgung, hinterlassen. Sollte ein Kontrollorgan keine Einwegschutzkleidung tragen, so kann der Zutritt verweigert werden.


4 APRIL 2012

WEITERBILDUNG

DIE INFORMATION

www.lfi.at Schnelle, kreative Küche Wer kennt das nicht? Neben einem oftmals stressigen Alltag bleibt wenig Zeit für das Kochen von aufwendigen und zeitintensiven Gerichten, sei es im bäuerlichen Familienalltag, im hauseigenem Buschenschankoder Heurigenbetrieb. Sie möchten schnelle und einfache Gerichte zaubern, die zudem schmackhaft und vollwertig sind? Bei der Kochvorführung, bei der Sie auch gerne mitarbeiten dürfen, erfahren Sie mit welchen Rezepten und heimischen Lebensmitteln Ihnen das gelingt. Zusätzlich viele praktische Tipps und arbeitswirtschaftliche Grundsätze aus erster Hand sowie Kostproben aller Speisen. Datum: Mi, 2. Mai 2012, 18 Uhr Ort: Neues "Kochstudio" der Landwirtschaftskammer Wien, Gumpendorfer Straße 15, 1060 Wien Kursbeitrag: € 30,00 Zielgruppe: Junge interessierte, DirektvermarkterInnen und BuschenschenkerInnen Anmeldung: bis 17. April 2012 Datum: Do, 3. Mai 2012, 16 Uhr Ort: Neues "Kochstudio" der Landwirtschaftskammer Wien, Gumpendorfer Straße 15, 1060 Wien Kursbeitrag: € 30,00 Anmeldung: bis 17. April 2012

Grundausbildung Schule am Bauernhof, in der Gärtnerei oder am Winzerhof in Wien endete am 9. März 24 ausgebildete LandwirtInnen/WinzerInnen und GärtnerInnen ermöglichen künftig Wiens SchülerInnen Einblicke in die Landwirtschaft in Wien und fördern lebendiges, lebensnahes Lernen „vor Ort“ VON VERENA SCHEIBAUER, BED

Aussagen wie „die Sonne geht im Norden auf, Hühner legen drei Eier am Tag, Kühe haben elf Zitzen und die Frau vom Hirsch ist ein Reh“ werden bald der Vergangenheit angehören, wenn die frisch ausgebildeten Schule am Bauernhof-LandwirtInnen ihr Wissen vermitteln. Das Projekt "Green Care" holt das erfolgreiche Konzept „Schule am Bauernhof“ in die Bundeshauptstadt. Somit wird es möglich Wiens Schüler/Innen lebendiges und lebensnahes Lernen vor Ort mit allen Sinnen zu ermöglichen. Green Care erweitert die herkömmliche landwirtschaftliche Produktpalette der aktiven Akkerbau-, Winzer- und Gärtnereibetriebe um pädagogische, therapeutische und pflegerische Produkte bzw. Dienstleistungen. Die breite Palette der Produkte reicht von bestehenden Produkten wie Schule am Bauernhof, Kinderbetreuung am Hof über viele neue Produkte im Präventions- und Gesundheitsförderungsbereich, bis hin zur Betreuung von älteren Menschen oder Menschen mit Behinderung im Rahmen von „Tageszentren am Hof“ oder „Betreutem Wohnen“.

Die Grundausbildung hat mit Jänner 2012 erstmalig in Wien erfolgreich gestartet. Schule am Bauernhof ist nicht nur eine gute Möglichkeit, eine zusätzliche Einkommenschance für den Betrieb zu eröffnen, sondern es macht vor allem Freude mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, ihnen landwirtschaftliche Inhalte zu vermitteln und so ihre Haltung als zukünftige umweltbewusste KonsumentInnen zu stärken. „Vom Konzept Schule am Bauernhof profitieren nicht

nur die Landwirte Wiens, sondern vor allem die Schulen bzw. die über 328.000 Kinder und Jugendliche in Wien (Quelle: Statistik Austria 2009), die die Möglichkeit haben ein qualitatives Angebot direkt am Lernort "Bauernhof/Winzerhof/Gärtnerei" wahrzunehmen und so lebendiges und lebensnahes Lernen vor Ort zu erfahren und die Beziehung und Vernetzung der Menschen zur und mit der Natur zu verstehen“, so Kammerdirektor Ing. Robert Fitzthum.

Die frisch ausgebildeten „Schule am Bauernhof“-TeilnehmerInnen. Foto: LK Wien

Anmeldung Anmeldung zu allen Veranstaltungen (wenn nicht anders angegeben) bei Alexandra Csida, Tel.: 01/587 95 28-11, alexandra.csida@lk-wien.at Bitte Anmeldeschluss beachten! Dieser Termin ist entscheidend, ob eine Veranstaltung durchgeführt oder bei mangelndem Interesse abgesagt wird.

MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND, LÄNDERN UND EUROPÄISCHER UNION

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.


GREEN CARE

DIE INFORMATION

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Kikeriki am Morgen, statt Kummer und Sorgen Senioren aus der Stadt am Bauernhof als neue Chance VON DR. DORIT HAUBENHOFER

Es war einmal: Statt von Autolärm, würden alte Menschen vom Kikeriki eines Hahnes geweckt, statt Tag ein Tag aus graue Betonwände, sieht der Senior beim morgendlichen Blick aus dem Fenster blühende Obstbäume, ein Maisfeld oder reife Trauben kurz vor der Weinlese. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann weckt sie noch heute das Hupen der Autos und der laute monotone Straßenlärm…

oder gut, aber schon etwa 20% als schlecht oder sehr schlecht. (Gesundheitsbefragung Statistik Austria im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend für die Jahre 2006 und 2007). Und an dieser Stelle kommen nun Sie als Landwirt/In, Gärtner/In oder Winzer/In im urbanen Ballungsraum ins „Spiel“. Denn gerade Sie könnten dem steigenden Pflegebedarf eine Lösung entgegensetzen: Alternative Wohnformen für Senioren auf Ihrem eigenen Betrieb. Von Tageszentren, Betreutem Wohnen, über Wohngemeinschaften bis hin zu generationenübergreifenden Projekten ist vieles denkbar. Denn sowohl der ambulante, als auch der stationäre Betreuungsbedarf wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stetig ansteigen. Mehr als 80% der rund 380.000 Pflegegeldbezieher/Innen in Österreich sind 60 Jahre oder älter. Allein in Wien sind die Gesamtkosten der Krankenanstalten von 2001 bis 2010 von etwa 2,5 Millionen € auf 3,2 Millionen € gestiegen. Davon entfielen im Jahr 2010 1,7 Millionen auf Personalkosten, und 153.000 € auf Medikamentenkosten.

Es ist sicher auch Ihnen bekannt, dass zunehmend mehr Menschen in Österreich immer älter werden. Lag der Anteil der Personen im Alter von 60 Jahren 2010 schon bei 23,1% soll er sich im Jahr 2030 schon bei 31, 2% befinden (Quelle Statistik Austria). Tendenz steigend. Dies entspricht etwa einem Drittel der Gesamtbevölkerung. Parallel dazu ist auch die allgemeine Lebenserwartung ständig im Steigen begriffen. Gleichzeitig beurteilen nur noch 38% aller Personen über 75 Jahre ihre eigene Gesundheit subjektiv als sehr gut

Rund drei Viertel der Kosten der Krankenanstalten betreffen den stationären Versorgungsbereich, der auch am meisten zur Gesamtkostensteigerung beiträgt (Quelle Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend). Wenn man sich nun die demografischen Veränderungen bis 2030 ins Gedächtnis ruft, muss man kein Experte sein, um zu erkennen, welche Anforderungen künftig noch auf uns alle zukommen werden. Die Situation spitzt sich also immer weiter zu. Es fehlt zunehmend an Pflegepersonal und an Pflegeplätzen. In den Medien ist

Sie sind Landwirt/In, Gärtner/In oder Winzer/In, arbeiten gerne mit älteren Menschen, oder haben sogar eine entsprechende Ausbildung, oder vielleicht auch leer stehende Räumlichkeiten zur Verfügung? Dann lesen Sie bitte hier unbedingt weiter, es könnte sich nämlich für Sie lohnen!

mittlerweile von tausenden fehlenden Pflege – und Betreuungsplätzen die Rede. In Österreich ist der Punkt, an dem das traditionelle Gesundheitssystem dem Ansturm bald nicht mehr gewachsen ist, beinahe erreicht. Insofern wird der Wunsch nach Alternativen immer lauter, um einem Kollaps vorzubeugen. Allerdings steht Österreich mit diesem Problem nicht alleine da, auch viele andere Länder sind davon betroffen. Bis vor einigen Jahren etwa waren in den Niederlanden die Wartelisten so lang, dass der Staat sich dazu entschlossen hat, die Wege zu alternativen Pflege- und Betreuungsplätzen zu erleichtern. In dieser Phase kam es zu einem enormen Aufschwung unterschiedlichster Formen der kurz- und langfristigen Betreuung und Pflege auf landwirtschaftlichen Betrieben. Auch Österreich und seine Landwirt/Innen, Gärtner/Innen oder Winzer/Innen haben bereits begonnen diesen Weg einzuschlagen. Inzwischen gibt es österreichweit schon einige Einzelinitiativen, die vergleichbare Konzepte sehr erfolgreich umgesetzt haben – man denke an das Betreute Wohnen bzw. das Tageszentrum am Adelwöhrerhof (‚Die Information’- Ausgabe vom September 2011). Hier wird eine sogenannte Green Care Initiative bereits in den Betrieb integriert, und schlägt somit eine Brücke zwischen Landwirtschaft und Betreuung/Pflege, Mensch und Natur. Nun sollen aber auch verstärkt Landwirt/Innen, Gärtner/Innen und Winzer/Innen in der Nähe urbaner Ballungsräume, zum Bei-

spiel gerade in und um Wien, angesprochen werden. Denn der Vorteil des Stadt – Land Gefälles lässt sich gerade im urbanen Einzugsgebiet besonders gut verknüpfen und der Bedarf und die Nachfrage sind gegeben. Neue Produkte sollen gemeinsam mit Landwirt/Innen, Gärtner/Innen, Winzer/Innen und Sozialträgern entwickelt werden. Die Palette reicht von einem kurzzeitigen Besuch älterer Menschen (von nur ein paar Stunden pro Tag oder Woche, Beispiel Gartentherapie), bis zur Einrichtung von Tageszentren, oder auch der permanenten Pflege und Hospizbetreuung. Der Kreativität sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt. Jede(r) Landwirt/In, Gärtner/In oder Winzer/In kann sein oder ihr Angebot - abgestimmt auf die eigenen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Interessen - individuell entwickeln und umsetzen. Auch das Angebot selber kann individuell gestaltet werden, und kann sich von sozialen Zusammentreffen bis zu freiwilliger Mitarbeit rüstiger und mobiler ältere Menschen am Betrieb erstrecken. Also neugierig geworden? Dann informieren Sie sich doch gleich. Nicole Prop Mobil: +43 699 1 923 50 80 E-Mail: nicole.prop@lk-wien.at Web: www.greencare-wien.at


6 APRIL 2012

GREEN CARE

DIE INFORMATION

Green Care Schnuppertag „So möchte ich später auch alt werden“ Am 8. März 2012 fand die Green Care Exkursion zum Thema Betreutes Wohnen und Pflege statt VON NICOLE PROP, BA ECON

Die gut besuchte Exkursion führte die TeilnehmerInnen der Green Care Veranstaltung ins „Grüne Herz Österreichs“ – die Steiermark. Erstes Anfahrtsziel war das Seniorenzentrum der Caritas in Rottenmann, wo die TeilnehmerInnen herzlich mit Kaffee und Brötchen willkommen geheißen wurden. Maria Gschaider, die Fachbereichsleiterin für Betreuung und Pflege der Caritas Graz, und DGKS Anita Winter, die Hausund Pflegedienstleiterin des Seniorenzentrums Rottenmann, führten durch die „konventionelle“ Pflegeeinrichtung, die sich durch die liebevolle Gestaltung auszeichnet. Wichtige Aspekte für die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen wurden er-

läutert, wie z.B. der rücksichtsvolle Umgang mit Geschichte, Kultur und Tradition der Klienten, sowie die Relevanz der sinnvollen Beschäftigung. Projekte mit Schülern aus der Umgebung stehen bei der Caritas Einrichtung in Rottenmann ebenso auf dem Programm wie z.B. das gemeinsame Stricken einer Patchworkdecke, das Singen und Basteln oder auch Gedächtnistraining. Nach der Besichtigung des Seniorenzentrums der Caritas ging es weiter nach St. Oswald Möderbrugg, wo sich die TeilnehmerInnen bei einem gemütlichen Mittagessen beim Kirchenwirt stärken konnten, bevor es zum nächsten Programmpunkt, der Besichtigung eines innovativen Pflegemodells am Bauernhof, dem Adelwöhrerhof, ging. Da der landwirtschaftliche Betrieb als Einnahmequelle für die ganze Familie nicht ausreichte, Herr und Frau Steiner aber nicht außerbetrieblich arbeiten wollten, hatte Frau Steiner die Idee ihren erlernten Beruf der diplomierten Krankenschwester mit

dem Betrieb zu verbinden. So machte die Familie Steiner aus der Not eine Tugend, investierte 12 Monate in Planung, Umwidmung, Umbau und Finanzierung, und konnte schließlich im Oktober 2002 die stationäre Einrichtung für pflegebedürftige Menschen am Adelwöhrerhof eröffnen, die mittlerweile Lebensraum für 14 KlientInnen aus der Umgebung bietet. Die SeniorInnen werden nicht nur professionell gepflegt, sondern können sich auch aktiv in das Leben am Hof einbringen. Ob sie mit Hundedame Roxy spielen/schmusen, die Pferde, Schweine und Hasen füttern, sich der Pflege der Hochbeete widmen, oder einfach nur die Natur bei einem Spaziergang im Hausgarten genießen – auf dem Adelwöhrerhof wird es nie langweilig. Aber nicht nur die KlientInnen, sondern auch Herr und Frau Steiner haben immer etwas zu tun. Derzeit absolvieren sie gerade den LFI Zertifikatslehrgang „Tiergestützte Pädagogik | Therapie | soziale Arbeit am Bauernhof“ beim ÖKL (siehe Website: www.bauernhof-therapietiere.at) um den Bewohnern ihrer Pflegeeinrichtung künftig noch mehr bieten zu können. Die TeilnehmerInnen der Exkursion zeigten sich beeindruckt von dem Ergebnis der Bemühungen von Familie Steiner, und der Lebensqualität, die den KlientInnen geboten wird. Man war sich einig: „So möchte ich später auch alt werden“ und „Wo kann man sich bitte anmelden?“

Die ExkursionsteilnehmerInnen am Adelwöhrerhof. Foto: Green Care

Information - Green Care Am 27. März fand die erste Green Care Info-Veranstaltung für die LKs der Bundesländer statt. Die Teilnehmer der Landwirtschaftskammern, aus dem Lebensministerium und dem LFI Österreich, wurden darüber informiert was bisher geschah, woran derzeit intensiv gearbeitet wird und welche weiteren Schritte geplant sind. Die Veranstaltung fand früher statt als geplant, da das Interesse seitens der Landwirtschaft und der Sozialträger groß ist. Um diese Chance frühzeitig zu nutzen werden bereits jetzt die Weichen gestellt.


WEINBAU

DIE INFORMATION

APRIL 2012

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Wiener Winzertour, die Vierte:

Rendezvous mit dem Wiener Gemischten Satz Fr, 20. und Sa, 21. April 2012, 15 bis 20 Uhr VON BARBARA MÜLLNER, BA

„Willkommen beim Wiener Gemischten Satz!“ heißt es heuer bei der 4. Wiener Winzertour am 20. und 21. April. Die Wiener Winzerinnen und Winzer öffnen ihre Heurigenund Kellertüren und laden zum Gespräch, zu Wein und Essen und ganz besonders zum Entdecken einer typischen Wiener Wein-Spezialität. Das gibt es nur in Wien: Weinberge innerhalb der Grenzen einer Großstadt, Spazierwege zwischen den Rebstöcken, Heurige, die mit der Straßenbahn erreichbar sind und, im Rahmen der 4. Wiener Winzertour, auch noch „Winzer zum Anfassen“. Rund zwanzig Wiener Weinbaubetriebe im 19. und 21. Bezirk öffnen an diesen beiden Tagen ihre Pforten für alle Freunde und Liebhaber des Wiener Weines ebenso wie für all jene, die es noch werden könnten und einfach einmal „Wein-Schnuppern“ wollen. Die Wiener Winzerinnen und Winzer geben Einblick in ihre Arbeit, erklären die Besonderheiten ihrer Weine und

Lagen und verraten so manchen Tipp über die Kombination von Weinen und Speisen. Dazu gibt es kleine Köstlichkeiten vom Wiener Heurigen-Buffet und die Weine des großartigen Jahrgangs 2011 im Glas. Wiener Gemischter Satz – Die Wiener Vielfalt in einem Glas! „Star“ der 4. Wiener Winzertour ist der Wiener Gemischte Satz – ein Wein, der die ganze Sortenvielfalt der Wiener Weingärten in sich vereint. Diese typische Wiener Wein-Spezialität, die bereits im 19. Jahrhundert (!) vielfach ausgezeichnet wurde, war lange Zeit fast in Vergessenheit geraten, erlebte aber zuletzt ein spektakuläres Comeback und ist heute wieder in aller Munde. Im Unterschied zur Cuvée, bei der verschiedene Weine erst im Keller vereint werden, stehen beim Gemischten Satz mehrere Rebsorten wie Riesling, Grüner Veltliner, Weißburgunder, Traminer, Rotgipfler oder Zierfandler im selben Weingarten. Die Trauben werden gemeinsam gelesen und verarbeitet und ergeben einen einzigartig-

vielschichtigen Wein, der die Eigenschaften jeder Rebsorte zu einem komplexen Gesamterlebnis verbindet. Türen öffnen – Weinkultur erleben. „Die Wiener Winzertour ist einer der Höhepunkte des Weinjahrs in Wien und für uns ein ganz besonderer Event“, erklärt Robert Fitzthum, Direktor der LK Wien: „Die Winzer öffnen ihre Türen für jedermann und auch Menschen, die einfach nur gerne ein gutes Glas Wein trinken, haben dabei die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zuwerfen und mehr über den Wiener Wein zu erfahren.“. Dass sich das auf jeden Fall lohnt, findet auch Herbert Schilling, selbst Winzer und Obmann des Wiener Weinbauverbandes: „Die Qualität der Wiener Weine und die Weinkultur insgesamt haben sich in den vergangenen Jahren toll entwikkelt – und wir Winzer sind stolz darauf, das auch einem breiten Publikum zeigen zu können!“ Das Wiener Winzertour Package: Wein & Wissen im Paket. Damit

die Wiener Winzertour ein leistbares Vergnügen ist, gibt es das Winzertour Package. Für nur € 5 pro Weinbaubetrieb können Besucher gemeinsam mit der Winzerin oder dem Winzer ausgewählte Weine verkosten, fachsimpeln und alles Wissenswerte rund um den Wein erfahren. Wer dabei Lust auf mehr bekommt und sich einen Wein für den Genuss zu Hause kauft, nimmt bei einem Kauf von drei Flaschen als Geschenk ein edles Wiener Weinglas im Design-Karton mit: So steht dem kultivierten Weingenuss in den eigenen vier Wänden nichts mehr im Wege. Bequem und umweltfreundlich mit den Öffis unterwegs. Als besonderer Service im Rahmen der Wiener Winzertour wird, zusätzlich zum öffentlichen Verkehrsnetz, mit dem der Großteil der Betriebe erreicht werden kann, ein kostenloser Shuttleservice der Wiener Linien eingerichtet – schonend für Umwelt und Geldbörse. Die Fahrpläne sind unter www.wienerwein.at zu finden.

Die Wiener Winzertour ist eine Maßnahme der Landwirtschaftskammer Wien.


8 APRIL 2012

BERATUNG

DIE INFORMATION

Maß- und Eichgesetz “Tara-Pflicht” VON VERENA SCHEIBLAUER, BED

Am 1. Jänner 2012 trat eine Novelle des Maß- und Eichgesetzes in Kraft, wonach die Nettoverwiegung ("TaraPflicht") beim Verkauf loser Waren verpflichtend ist. Beim Verkauf offener Ware muss die Tara-Taste (Nullstell-Taste) gedrückt werden bzw. darf das Verpackungsmaterial nicht mitgewogen werden. Ausnahmen davon gibt es lediglich bei:  Trennblättern von bis zu einem Gramm Eigengewicht,  bei Messvorgängen in der Selbstbedienung durch Konsumentinnen und Konsumenten selbst (z.B. Obst und Gemüse) und

 bei Verwendung von handelsüblichen Schutzpapieren offener Süßwaren Konsequenz Ab 1. Jänner 2012 muss die Tara-Taste gedrückt werden oder bei der Preisermittlung das Gewicht von Verpackungsmaterial abgezogen werden. Waagen ohne Tarierungsmöglichkeit, die zum Stichtag 31. Dezember 2010 bereits in Betrieb waren, dürfen noch bis 31. Dezemeber 2015 weiter verwendet werden. Ab dem 1. Jänner 2016 dürfen solche Waagen nicht mehr für die Preisermittlung verwendet werden.

Wie wird die Saison, was machen wir dieses Jahr, wie geht es weiter, was machen wir heuer besser? Fragen, die Sie gerne mit uns erörtern können. Nutzen Sie unser Mehr an Beratung, Mehr an Vernetzung, Mehr an Unabhängigkeit, Mehr an Information, Mehr an Kontakten zu Behörden, internationalen Organisationen und vieles mehr! Eben darum stellen wir Ihnen die Frage, darf’s ein bisserl mehr sein? Kulturberatung und das Mehr der lk-projekt GmbH. Kontakt: Stefanie Glönkler und Gregor Hoffmann, 01-5879528-34 Foto: LK Wien


DIE INFORMATION

DIREKTVERMARKTUNG

Genuss mit Garantie 162 „Gutes vom Bauernhof“ Betriebe aus Niederösterreich und Wien garantieren beste Qualität, die auch regelmäßig überprüft wird. VON MAG. WOLFGANG WISEK, LK NÖ

Wieselburg: Das Qualitätssiegel „Gutes vom Bauernhof“ steht für „Genuss mit Garantie“. KonsumentInnen können damit sicher sein, Produkte in bester Qualität zu erhalten. Im Rahmen der Generalversammlung des Landesverbandes für bäuerliche Direktvermarkter erhielten 5 weitere qualitätsbewusste Direktvermarkter das Gütesiegel „Gutes vom Bauernhof“ aus den Händen von LKR Renate Schrenk und NR Johann Höfinger, Obmann des Landesverbandes für bäuerliche Direktvermarkter NÖ. Damit sind in Niederösterreich und Wien bereits 162 Betriebe mit der Gutes vom Bauernhof Hoftafel gekennzeichnet. Für Konsumenten ein klares Zeichen, wo Produkte mit höchster Qualität angeboten werden.

NR Johann Höfinger gratuliert den neu ausgezeichneten Betrieben: „Die Direktvermarkter sind die Brückenbauer zum Konsumenten und tragen im Zuge ihrer Arbeit Wertvolles zum Image der Landwirtschaft bei.“ LKR Renate Schrenk freut sich, dass es mit „Gutes vom Bauernhof“ ein österreichweit einheitliches Gütesiegel gibt, das den Konsumenten echte bäuerliche Produkte in bester Qualität garantiert. Folgender Betrieb aus Wien darf nun auch das „Gutes vom Bauernhof“-Siegel führen: Manfred Holzhacker Wien, Donaufelderstraße Tel.: 0676/4035123 Ruccola, Lollo Rosso, Eisberg-, Eichblattund Vogerlsalat, Knollen- und Stangensellerie, Kraut, Kohl, Bio-Topfkräuter, Schnittkräuter Am landwirtschaftlichen Betrieb von Manfred Holzhacker wächst und gedeiht es fast das ganze Jahr über. Basilikum ver-

strömt einen angenehm mediterranen Duft. Am Betrieb werden Topfkräuter in Bio-Qualität und viele verschiedene Salate angebaut. So zum Beispiel Ruccola, Lollo Rosso, Eisberg-, Eichblattund Vogerlsalat. Neben den Salaten gibt es auch noch Sellerie, Kraut und Kohl. Im Rahmen der zusätzlichen Absatzmöglichkeiten die es für Mitgliedsbetriebe gibt, werden seine Produkte bald auch in den ADEG Märkten in Perchtoldsdorf und Laxenburg erhältlich sein. Über das Gütesiegel „Gutes vom Bauernhof“. „Gutes vom Bauernhof“ ist ein Qualitätsprogramm der österreichischen Landwirtschaftskammern für bäuerliche Direktvermarktungsbetriebe. Seit 2002 können sich Direktvermarkter aus Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten, Wien, der Steiermark und dem Burgenland dafür bewerben. Wenn sie den Kriterien entsprechen, erhalten sie das Zertifikat. Die Produkte müssen vom eigenen Hof stammen und selbst verarbeitet werden – unter

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Einhaltung hoher Qualitäts- und Hygienevorschriften. Höherqualifizierung in Bereichen wie Qualitätssicherung, Produktion, Marketing und Verkauf ist wichtig für den Betriebserfolg. Das „Tüpferl auf dem i“ ist ein professioneller Auftritt nach außen. Von unabhängiger Stelle werden sowohl Anwärter als auch bereits bestehende „Gutes vom Bauernhof“ Betriebe nach diesen festgelegten Richtlinien kontrolliert und bewertet. Sämtliche „Gutes vom Bauernhof“ Direktvermarkter und detaillierte Informationen sind unter www.gutesvombauernhof.at nachzulesen Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Verena Scheiblauer, BEd Landwirtschaftskammer Wien 01/587 95 28 - 39, 0664 60 259 111 39, verena.scheiblauer@lk-wien.at www.gutesvombauernhof.at

Selfcheck/Bildungs- und Orientierungsberatung Die LK Wien unterstützt Sie bei der Auswahl Ihrer geeigneten Beratungs- und Weiterbildungsangebote! Unser Angebot für Sie Wir zeigen auf, wo Handlungsbedarf besteht und liefern Ihnen maßgeschneiderte Lösungsvorschläge: . Durch den „Self Check“, eine anonyme Online -Applikation können Sie kostenlos und unverbindlich Ihre persönlichen und unternehmerischen Kompetenzen bequem von zu Hause aus analysieren und Ihren Weiterbildungs-/Beratungsbedarf abklären. . Ein qualifizierter Bildungs- und Orientierungsberater erstellt mit Ihnen gemeinsam anhand der Self Check Ergebnisse, einen maßgeschneiderten Bildungs- und Orientierungsplan.

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Kontakt und Anmeldung Verena Scheiblauer, BEd T +43 (0)1 5879528-39 M +43 (0)664 6025911139 verena.scheiblauer@lk-wien.at www.lk-wien.at

Zeitbedarf . Selfcheck - 10 min, www. selfcheck.at . Bildungs- und Orientierungsberatung LK Wien - 1 h Kosten Kostenlos

LK Beratung Gemeinsam. Mehr Erfolg.


10 APRIL 2012

LANDJUGEND

DIE INFORMATION

KOMMENTAR

Barbara Müllner, BA Geschäftsführerin Landjugend-Junggärtner

Führungswechsel im Referat Wiener Landjugend – Junggärtner Mein Name ist Barbara Müllner und Ende Februar habe ich das Referat Wiener Landjugend-Junggärtner von meinem Kollegen Klaus Zambra übernommen. Ich bin seit mittlerweile sechs Jahren in der Landwirtschaftskammer Wien tätig und seit Abschluss meines Marketing & Sales Studiums an der FH WIEN für das Agrarmarketing verantwortlich. Einige von euch kennen mich daher vielleicht schon persönlich von den vielen Veranstaltungen und Aktivitäten rund um die Wiener Landwirtschaft. Als Referentin für die Landjugend-Junggärtner möchte ich eure Begleiterin in den verschiedensten Bereichen sein. Ich freue mich auf die neue Herausforderung - die gemeinsame Arbeit und die Gestaltung der unterschiedlichsten Projekte aber auch auf die gemütlichen Stunden in eurer Runde?

Landjugend on Summerstage

Im Rahmen der Frühjahrstagung der Österreichischen Landjugend freuten sich die Verantwortlichen der Wiener Landjugend-Junggärtner Vertreter aus allen Bundesländer auf der Wiener Summerstage zu begrüßen. Im urbanen Flair, mit Schmankerl und Wiener Weinen verbrachte man einen gemeinsamen Abend, lernte sich gegenseitig kennen und tauschte die eine oder andere Neuigkeit aus. Beeindruckt zeigten sich die Kollegen aus den Bundesländern auch über die Leistungen der Wiener Landwirtschaft, des Garten- und Weinbaus. Als neues Team der Wiener Landjugend-Junggärtner möchten wir uns nochmals bei allen bedanken, dass wir so herzlich in eure Gemeinschaft aufgenommen wurden und freuen uns schon auf die kommenden Tagungen und Projekte.

Eure, Barbara

Foto: LK Wien

Solides Fundament für eine Partnerschaft mit Zukunft LK Wien und die Niederösterreichische Versicherung verstärken ihre Zusammenarbeit Die Niederösterreichische Versicherung (NV) pflegt bereits seit Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft mit der LK Niederösterreich und weitet diese Kooperation nun auf die LK Wien aus. Als Experte für den Agrarsektor kann die NV durch entsprechende Produkte, fundierte Beratung und Fachvorträge wichtiges Know-How einbringen. Im Rahmen dieser Kooperation hat das Projekt Green Care - als Vorzeigeprojekt für die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Nutzen und sozialem Engagement – einen besonderen Stellenwert. Fundament für die Kooperation ist die gemeinsame Philosophie der LK Wien und der NV - der Mensch steht im Mittelpunkt. Vor allem der persönliche Kontakt und die individuelle Betreuung ist der NV ein besonderes Anliegen. Deshalb stehen für alle Mitglieder der LK Wien und der Wiener Landjugend persönliche Ansprechpartner zur Verfügung.

Für die LK Wien Franz Eisenhut 0664/80109 – 5037 franz.eisenhut@noevers.at

Für die Wiener Landjugend Christoph Weber 0664/80109 – 5952 christoph.weber@noevers.at

Sei es eine Beratung, ein kostenloser Polizzencheck oder eine Risikoanalyse für Ihren Betrieb - Herr Eisenhut und Herr Weber nehmen sich gerne für Sie Zeit.


DIE INFORMATION

SOZIALES

SVB - Generalversammlung Über 3 Milliarden Euro für bäuerliche Sozialversicherungsleistungen im Jahr 2012

Unter dem Licht des Stabilitätspaketes 2012 kamen die VersichertenvertreterInnen der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) unter dem Vorsitz von Obmann ÖKR Karl Donabauer am 6. März 2012 zur ersten Generalversammlung dieses Jahres in der Hauptstelle in Wien zusammen, bei welcher das Budget für 2012 beschlossen wurde. Viel Schaffenskraft und Gestaltungswillen demonstrierten die Mitglieder der Generalversammlung angesichts der Herausforderungen, die mit der Querfinanzierung der Unfallversicherung über die Rücklagen aus der Krankenversicherung und den weiteren Auswirkungen des Spar- und Stabilitätspakets 2012-2016 sowie der Gesundheitsreform auf die bäuerliche Sozialversicherung wie auch auf das gesamte Sozialsystem zukommen. In der Sitzung dieses obersten Entscheidungsgremiums der SVB wurde an diesem Tag das Budget für das laufende Jahr beschlossen. Auch die Zuweisung an den Unterstützungsfonds und eine Gesamtbeschlussfassung der Satzung, die durch mehrmalige Änderungen notwenig geworden war, standen auf der Tagesordnung. Bei dieser Generalversammlung konnte Obmann Donabauer als Gast Generaldirektor Stellvertreter Dr. Christoph Klein als Vertreter des Hauptverbandes begrüßen. GDStv. Dr. Klein sprach die Kernthemen der Gesundheitsreform und den angestrebten „Kostendämpfungspfad“ an, mit dem das Ziel verfolgt wird, die Ausgabensteigerung im Gesundheitswesen

an das Wirtschaftswachstum anzugleichen und die hohe Qualität der Versorgung beizubehalten. In diesem Zusammenhang äußerte er sich anerkennend über die in der SVB geleisteten Einsparungen, die die bisher festgesetzten Ziele des Hauptverbandes noch übertroffen haben. Generaldirektor Mag. Ledermüller erläuterte die Eckpunkte und Besonderheiten des Jahresvoranschlages 2012 in den einzelnen Versicherungszweigen. Das Gesamtvolumen des SVB-Budgets, das sich aus Versichertenbeiträgen und Bundesmitteln zusammensetzt, wird im Jahr 2012 3,055 Milliarden Euro betragen und sich zu 18,4 % auf die Krankenversicherung (KV), 3,8 % auf die Unfallversicherung (UV), 70,4 % auf die Pensionsversicherung (PV) aufteilen. Zudem entfallen 7,4 % auf Pflegegelder aus PV und UV. In der Krankenversicherung ist nach den positiven Abschlüssen in den letzten Jahren auch heuer ein Bilanzgewinn prognostiziert. Die weitere Entwicklung kann jedoch durch etwaige Kostensteigerungen im Heilmittelbereich und strukturell bedingt stagnierende Beitragseinnahmen als schwieriger angenommen werden. Zudem sollen die Rücklagen aus der Krankenversicherung mittelfristig die Finanzierung der Unfallversicherung sichern, welche im Jahr 2013 durch den Wegfall des Bundesbeitrages in die roten Zahlen geraten wird. Dabei zu erwähnen ist aber auch, dass in der Landwirtschaft durch die gezielte Unfallverhütung und ein gesteigertes Sicherheitsbewusstsein ein Rückgang an Unfällen verzeichnet werden kann. In der Pensionsversicherung werden etwa 2,15 Milliarden Euro für Pensionsversicherungsleistungen ausgegeben, wobei die Anzahl der PensionsbezieherInnen leicht rückläufig ist. An der Pensionsbelastungsquote, dem Verhält-

nis von aktiven Versicherten zu Pensionisten, lässt sich jedoch die schwierige Strukturentwicklung im bäuerlichen Bereich ablesen. Auf 1000 aktiv Versicherte kommen hier bereits knapp 1200 Pensionisten. Mit der rückläufigen Zahl der aktiv Erwerbstätigen einher geht auch die Entwicklung des Beitragsaufkommens, wobei dieses mit den nun im Zuge des Stabilitätspaketes vorgesehenen Maßnahmen eine Steigerung erfahren wird. Der Verwaltungskostendeckel wird auch heuer eingehalten, wobei Mag. Ledermüller auf eine weitere ambitionierte Strukturmaßnahme hinwies. Trotz laufender Konsolidierung im Verwaltungsbereich der SVB wurde ein genereller Personalstopp ab Mitte Jänner 2012 beschlossen. Der Obmann der SVB und Nationalratsabgeordneter ÖKR Karl Donabauer berichtete zur aktuellen Lage der bäuerlichen Sozialversicherung und ging auf die Bedeutung der sozialen Absicherung ein, die gerade im bäuerlichen Bereich nicht immer so selbstverständlich gewesen ist und zu dessen Erhalt und Weiterentwicklung immer wieder auch neue Wege eingeschlagen werden mussten. Obmann Donabauer zog eine beeindruckende Bilanz der sozialpolitischen Errungenschaften in den letzten Jahren und Jahrzehnten, zu denen auch die Einführung von Krankenschein und e-card für Bäuerinnen und Bauern und das breite Leistungsspektrum der SVB mit zahlreichen, maßgeschneiderten Präventions- und Hilfsprogrammen zählen. Nachdem für Bauern kein Krankenstand und kein Krankengeld vorgesehen sind, gehört auch das Angebot der sozialen Betriebshilfe zu den bedeutenden Einrichtungen, durch die wirksam geholfen werden kann und welche weiterzuentwickeln sind.

APRIL 2012

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Im Vordergrund steht heute, die umfassende soziale Absicherung für bäuerliche Familien zu erhalten. Trotz der Maßnahmen, die im Stabilitätspaket 2012 bis 2016 vorgesehen sind und zu denen auch eine Beitragssatzanpassung und die Anhebung des Tätigkeitsschutzalters bei krankheitsbedingten Pensionen gehören, vermittelte Donabauer einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft. So haben alle Gruppen ihren Teil beizutragen, wobei für die Bäuerinnen und Bauern noch weit größere Belastungen im Bereich der Sozialversicherung verhindert werden konnten. Zu einer unabdingbaren Forderung des SVBObmannes gehört in diesem Zusammenhang auch, die Härtefallregelung, die Schwerkranken einen früheren Pensionszugang ermöglichen kann, unbefristet zu verankern. Donabauer zeigte sich überzeugt, dass die Finanzierbarkeit der bäuerlichen Sozialversicherung auch in Zukunft abgesichert ist. Die budgetäre Situation und die gesetzten Maßnahmen ermöglichen der SVB den Spielraum, weiter arbeiten und die Serviceleistungen für die Bäuerinnen und Bauern in gewohnt hoher Qualität erbringen zu können. Der Obmann unterstrich die Leistungen und den Wert eines eigenständigen, auf die Betreuung der bäuerlichen Berufsgruppe spezialisierten Hauses, wobei der Blick auf die beachtlichen sozialpolitischen Errungenschaften und die solide Arbeit dem Unternehmen SVB Bestand gibt. Abschließend sprach er den VersichertenvertreterInnen und MitarbeiterInnen, die ihrer Arbeit mit Begeisterung nachkommen, seinen Dank aus und fügte den Appell hinzu, weiter mit Freude, Schaffenskraft und Engagement für die soziale Absicherung der bäuerlichen Familien einzutreten. „Die derzeitige Situation gibt keinen Grund zu jubeln, aber die Gesamtbewertung der bäuerlichen Sozialversicherung gibt Grund, zufrieden zu sein.“


12 APRIL 2012 SPRECHTAGE Einmal im Monat besteht in der LK Wien die Möglichkeit, ein kostenloses Rechts- und Steuerberatungsgespräch in Anspruch zu nehmen. Rechtsberatungssprechtag Mi, 11. April 2012 9 - 11 Uhr Mag. Peter Bubits Steuerberatungssprechtag Mi, 25. April 2012 10 - 12 Uhr Mag. Alfred Komarek Terminvereinbarung bzw. Anmeldung und kurze Rücksprache bei Mag. Christian Reindl (Tel: 01/5879528-27; e-mail: christian.reindl@lk-wien.at) unbedingt erforderlich!

Impressum Das Mitteilungsblatt der Landwirtschaftskammer Wien Die Information erscheint 12 mal pro Jahr; Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Verlages; veröffentlichte Texte gehen in das Eigentum des Verlages über, es kann daraus kein wie immer gearteter Anspruch, ausgenommen allfällige Honorare, abgeleitet werden.

Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Landwirtschaftskammer Wien, 1060 Wien, Gumpendorfer Straße 15

Chefredakteur: KDir. Ing. Robert Fitzthum

Anzeigenannahme: KDir Ing. Robert Fitzthum, Landwirtschaftskammer Wien, 1060 Wien, Gumpendorfer Straße 15, Tel. 01/587 95 28/25, Fax 01/587 95 28 /21, e-mail direktion@lk-wien.at Abo-Service : Eveline Leeb Layout: Irene Diendorfer

Herstellung: Herold Druck und Verlag AG, Faradaygasse 6, 1030 Wien Verlagsort: Wien

AKTUELLES Blumenmärkte 2012 – Die Gärtner kommen zu den Wienern 85 Standorte bieten von 16. April bis 5. Mai 2012 Blühendes für Balkon und Garten Auch in diesem Jahr kommen die Wiener Gärtner mit ihren Qualitätsprodukten wieder in die Bundeshauptstadt, quer durch Wien um bunte und blühende Beetund Balkonblumen anzubieten.

Der Startschuss für die traditionellen Blumenmärkte fällt am 16. April 2012. 3 Wochen lang bekommt die Wiener Bevölkerung dann die besondere Gelegenheit, frische Produkte für Balkon, Terrasse und Garten direkt von den Produzenten zu erwerben. Dabei stehen die Gärtner für Fragen rund um die richtige Pflege zur Seite, unterstützen mit gestalterischen Ideen und beraten über den idealen Standort und die Auspflanzung.

DIE INFORMATION Bereits seit mehr als 30 Jahren werden die Blumenmärkte von den Wiener Gärtnern organisiert – eine erfolgreiche Aktion, die von der Bevölkerung gerne genutzt und von den Kooperationspartnern – der MA 42 – Stadtgärtner und der Tageszeitung KURIER – seit Jahren in bewährter Weise unterstützt wird. Eine Übersicht aller Standplätze finden Sie unter www.die-wienergaertner.at


Die Information - April 2012