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Die

Gesundheits Zeitung Hannover und Umland

Ausgabe 9, 2/2013

April / Mai 2013

Deutschland wird immer dicker! ratgeber

Die Sehnsucht nach frischer Luft Seite 14

gesundheit

Vorsorge

Angorashirts – Hilfe bei Darmkrebsfrüherkennung Rückenproblemen - wann gehen Sie? Seite 18 Seite 19

Pflege

Beauty & Wellness

Forschung & Wissen

Pflegesituation in Deutschland Seite 20

Mit Alltagstricks zur Wunschfigur Seite 21

Grauer Star: Sonderlinse statt Brille Seite 24

wwww.die-gz.de/hannover


Rückenschmerzen, Kopfschmerzen,

Kiefergelenksbeschwerden, N a cke n s ch m e r ze n , Verspannungen, Schwindel,

Schulterschmerzen, Armschmerzen,

Ischiasschmerzen, Knieschmerzen,

Tinnitus, Ohrschmerzen...

Hüftprobleme,

Sehstörungen,

...können Symptome einer Cranio Mandibulären Dysfunktion, kurz CMD sein. eine fehlerhafte Bisslage kann unterschiedliche Schmerzen hervorrufen! ein Symptomkomplex der weit über den kopf und das kiefergelenk hinausgeht. Um Ursachen und Zusammenhänge zu erkennen und damit die richtige therapie einzuleiten, untersuchen wir zusätzlich zu den funktionsdiagnostischen Untersuchungen den ganzen körper. So können wir strahlungsfrei den Rücken und die Wirbelsäule vermessen um eine differenzierte Diagnose zu stellen. gerne informieren wir sie.

Behandlung bisslagebedingter Schmerzen und Kiefergelenkserkrankungen

Bahnhofstrasse 3, 30159 Hannover telefon (0511) 32 92 91 info@cmd-centrum-hannover.de www.cmd-centrum-hannover.de


Inhalt | 3

Titelthema

Deutschland wird immer dicker!

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GEsundheit

www.die-gz.de Twitter www.twitter.com/GZ_Hannover Facebook www.facebook.com/DieGZ.Hannover

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Pflegesituation in Deutschland

Mit Alltagstricks zur Wunschfigur

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Forschung und Wissen

Angorashirts - Hilfe bei Rückenproblemen

Email: hannover@die-gz.de

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Beauty und Wellness

Die Sehnsucht nach frischer Luft

Telefon: (05031) 178 72 74 Telefax: (05031) 178 72 76

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Darmkrebsfrüherkennung

Ratgeber

GZ Hannover Inh. Dirk Eickmeier Speckenstr. 9 31515 Wunstorf

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Pflege

Informationen aus der Region

Verlagsanschrift

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Vorsorge

Lokales

Impressum

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18

Grauer Star: Sonderlinse statt Brille

Herausgeber Dirk Eickmeier Layout Michael Merkle Druck mito-medien, Augsburg Vertrieb Eigenvertrieb (Auslagestellen), Lesezirkel (Praxen, etc.) und zusätzlich kann die GZ (Ausgabe Hannover) in Deutschland auch per Abo bestellt werden (19,50 EUR/Jahr). Die GZ Hannover erscheint unter Lizenz des themenverlags, Augsburg 0821 / 567 4 987-0

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MediaberaterIn gesucht (Anzeigenverkauf)

Sie können diese Tätigkeit in Volloder Teilzeit bzw. auch nebenberuflich ausüben und sich Ihre Arbeitszeit absolut flexibel einteilen. Freiberufliche – provisionsabhängige Bezahlung Telefon: (05031) 178 72 74, Email: hannover@die-gz.de

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Weitere Autoren dieser Ausgabe: Dr. Petra Wenzel, Mascha Labischinski, Heike Boomgaarden, Marc Chèrestal © 2013 Für alle Beiträge der GZ Hannover. Die redaktionellen Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinungen der Redaktion bzw. des Herausgebers wieder. Der Verlag übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben sowie für unaufgefordert

zugesandte Manuskripte, Fotos usw. Bei sämtlichen Gewinnspielen ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Die Urheberrechte für Werbeanzeigen, Fotos sowie der gesamten grafischen Gestaltung bleiben beim Verlag und dürfen nur mit

ausdrücklicher Genehmigung weiterverwendet werden. Höhere Gewalt entbindet den Verlag von der Lieferungspflicht. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 2 vom 01.04.2013


4 | Lokales Hannover. Jedes 6. Kind bzw. Jugendlicher von 3-17 Jahren in Deutschland ist übergewichtig, jedes 16. Grundschulkind leidet bereits unter Adipositas. Der Anteil an adipösen Jugendlichen (14-17 Jahre) hat sich seit den 80/90ern nahezu verdreifacht. Der stärkste Anstieg übergewichtiger und adipöser Kinder ist im Grundschulalter zu finden. Das haben 2007 Hochrechnungen aus den Daten der KiGGS-Studie (Studie des Robert Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland) ergeben. Diese dramatische Zunahme übergewichtiger Kinder ist weltweit zu verzeichnen, so dass bereits von einer „Übergewichtsepidemie“ die Rede ist.

Ursachen und Folgen von Übergewicht bei Kindern Die Ursachen der kindlichen Adipositas sind nicht auf einen Faktor reduzierbar, sondern multifaktoriell. Als Ursache sind nach heutigem Wissensstand im Wesentlichen folgende Faktoren zu nennen: • genetische Disposition • Lebensstil (Ernährung mit übermäßiger Kalorienzufuhr, mangelnde körperliche Aktivität, z.B. zu viel Fernsehen,...) • Umweltbedingungen (sozialer Status, Migrationshintergrund, ...) Die Begründung, das Problem läge bei „den Drüsen“ ist nur sehr selten zutreffend. Bei all den Konsequenzen des kindlichen Übergewichts ist sicher die Entwicklung eines Typ 2-Diabetes die ernsthafteste

Überernährung bei Kindern Der stärkste Anstieg übergewichtiger und adipöser Kinder ist im Grundschulalter zu finden

Bedrohung. Neben den körperlichen Folgeerkrankungen geht Übergewicht im Kindesalter mit psychischen Begleiterkrankungen einher. So sind bereits übergewichtige Kinder im Kindergartenalter Hänseleien und sozialer Ausgrenzung ausgesetzt, die sich im Schulalter oftmals als Mobbing fortsetzen. Die Folgen bei den adipösen Kindern sind ein reduziertes Selbstwertgefühl, depressive Symptome sowie eine erhöhte Ängstlichkeit. Adipositas im Kindesalter bedeutet für die Kinder eine reduzierte Lebensqualität.

Ziel: Frühzeitig intervenieren Um diese Risiken zu minimieren, ist eine möglichst frühzeitige Intervention angeraten. Idealerweise sollte mit präventiven Maßnahmen bereits das Auftreten von Übergewicht bei Kindern vermieden werden. Da sich im Grundschulalter im Vergleich zum Vorschulalter die Häufigkeit von Adipositas verdoppelt, sind Programme, die vor dem Schuleintritt einsetzen, besonders wünschenswert. Da Kleinkinder

insbesondere durch Kopieren und Nachahmen ihrer Bezugspersonen lernen, ist es wichtig, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten in der ganzen Familie und des Umfeldes des Kindes zu beeinflussen (siehe Info-Box, Seite 13)

Behandlungsbedürftige Adipositas: das KiCK-Programm Zur Therapie der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen gibt es in Deutschland ambulante und stationäre Therapiezentren. Ein Beispiel für ein zertifiziertes Programm gegen kindliches Übergewicht ist KICK (Kindergewicht intensiv Coaching im Kinderund Jugendkrankenhaus auf der Bult), das seit 2005 im Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover durchgeführt wird. Beim KiCKProgramm werden übergewichtige Kinder und Jugendliche 12 Monate lang durch ein multidisziplinäres Team aus Medizin, Psychologie, Ernährungsberatung und Physiotherapie begleitet. Die aktive Teilnahme der Eltern an der Schulung ist ein fester

Bestandteil des Programms. Ein Jahr lang finden Gruppenschulungen, praktische Übungen und Familiengespräche statt. Einmal pro Woche erfolgt ein Sporttraining für die Kinder und Jugendlichen in Kleingruppen. So soll gemeinsam eine Änderung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens – und zwar der ganzen Familie – erreicht werden. Ziel dieses Programms ist es nicht nur, langfristig das Gewicht zu reduzieren und zu stabilisieren, sondern auch das Ess- und Bewegungsverhalten der Kinder und ihrer Familien zu verbessern sowie die Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit der Patienten zu steigern.

Fazit Übergewicht im Kindesalter ist kein unausweichliches Schicksal. Effektive Prävention ist um so effektiver je früher damit begonnen wird (im Kindergarten!). Aber auch übergewichtige Jugendliche haben in multidisziplinären Behandlungsprogrammen gute Chancen ihr Gewicht und Essverhalten zu normalisieren.

Prof. Thomas Danne, Zentrum für Kinderdiabetologie und -endokrinologie Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT, Hannover


Lokales | 5

Diabetes – sowohl Körper als auch Seele sind berührt Bilder sagen mehr als Worte Burgdorf. Gute Gefühle heben die Stimmung und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Dieser Effekt sollte auch bei der Behandlung von Diabetes genutzt werden. Marion Behrendt zeigt Menschen mit Diabetes, wie sie auf kreative Weise Einfluss auf ihre Lebensqualität nehmen können. Die Kunsttherapeutin aus Burgdorf nutzt dafür insbesondere Medien aus der bildenden Kunst: Ob Malen, Zeichnen, Collagen erstellen oder plastisches Gestalten, bei ihr können sich Menschen mit Diabetes ausprobieren, neue Erfahrungen sammeln und vielleicht auch ihr künstlerisches Talent entdecken. All dies könne dazu beitragen, ein neues gutes Lebensgefühl zu entwickeln und besser mit dem Diabetes zu leben, erklärt Marion Behrendt. Aufgrund ihrer langjährigen eigenen Erfahrung mit der Stoffwechselstörung kann sie viele Thematiken nachempfinden: „Ich weiß selbst, wie schwierig es für mich war, die Diagnose zu akzeptieren und den Diabetes in meinen Alltag zu integrieren. Häufig führen die Umstände rund um die Stoffwechselstörung zu negativen Gefühlen, Stimmungstiefs und Stress“, erklärt sie. Doch gerade diese Faktoren wirken sich wiederum negativ auf die Blutzuckerwerte aus. „Ich möchte die Betroffenen dabei

geln sich in einer Gestaltung wieder und erklären sich oftmals selbst. „Eine wunderbare Möglichkeit - denn manchmal gibt es einfach keine Worte für das, was ich klären oder verarbeiten möchte“, ergänzt Marion Behrendt.

unterstützen, diesen Kreislauf zu durchbrechen, um dem Wunsch nach körperlichem und seelischem Einklang näher zu kommen. Die kunsttherapeutische Methode halte ich dafür besonders geeignet.“

Eine unbeabsichtigte Unwissenheit über das mögliche Ausmaß des Diabetes kann als fehlende Anerkennung von den Betroffenen empfunden werden und so Konflikte schüren.

Körper & Gefühle

„Trotz all dem: Mit Diabetes kann ich gut leben“, meint Marion Behrendt.

Diabetes, gemein hin bekannt als die Zuckerkrankheit, bei der kein Zucker konsumiert werden darf, wird oftmals unterschätzt. Zahlreiche körperliche Folgeschädigungen sind möglich und stehen teils in Wechselwirkung zueinander. Das kann für die Betroffenen zu einer echten Bedrohung heranreifen und bedeutet seelische Belastung. Häufige Themen in einem Leben mit Diabetes können sein: Schock der Diagnose, fehlende Akzeptanz der Stoffwechselstörung, Angst vor Unterzuckerungen, Stress, Burnout vom Diabetes, Depressionen und besonders die Angst vor Folgeerkrankungen.

Manchmal gehört ein wenig Mut dazu, doch wer aufgeschlossen und probierfreudig ist, kann seine persönliche Einstellung im Umgang mit dem Diabetes entdecken, neue Erfahrungen machen und ein anderes Verständnis für sich und seinen Körper entwickeln.

Perspektivwechsel

Geeignet ist diese Methode für jeden Menschen, der Freude an Kreativität hat. Ob Malen, Zeichnen oder Gestalten, der künstlerischen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.

Diabetes als tägliche Herausforderung kann und muss nicht jederzeit alleine bewältigt werden.

Weitere Informationen unter (05136) 976 719 6, www.marionbehrendt.de , mail@marionbehrendt.de

Der Blick aus einer anderen Perspektive kann Veränderungen herbeiführen und unerkannte Möglichkeiten aufzeigen. Bei der Methode Kunsttherapie erhalten Gefühle durch Form und Farbe eine Gestalt und werden dadurch etwas „greifbarer“. Das alleine kann bereits entlastend oder befreiend wirken. Die Empfindungen und die Erfahrungen spie-

Marion Behrendt Jahrgang 1966, seit 1978 Erfahrungen mit Diabetes Typ 1 Kunsttherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie


6 | Lokales Informationen am Mittwoch

Drei Informationsveranstaltungen zur „Pflege“ Experten des Fachbereichs Senioren der Landeshauptstadt Hannover berichten zu den Themen und stellen sich den Fragen. 10.04.2013: Palliativ Pflege in der stationären Altenpflege 17.04.2013: Gerontopsychiatrische Fachpflege im Pflegeheim 24.04.2013: Das Modell der Hausgemeinschaften Die Informationsveranstaltungen beginnen jeweils um 15.00 Uhr beim Kommunalen Seniorenservice Hannover, Ihmepassage 5 (Eingang über Blumenauer Straße), Tel.: 168-45195.

Die Teilnahme ist auch nur zu bestimmten Terminen möglich. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltungen sind um ca. 17.00 Uhr beendet.

Alltäglichkeit schleicht umher und greift nach den Menschen Clown sein, wo es nichts zu lachen gibt Auetal. Klinikclown Motte arbeitet an Orten, an denen es nichts zu lachen gibt. Angst, Schmerz und Trauer herrschen in den Räumen und Gängen der Krankenhäuser, Einrichtungen und Heimen für psychisch kranke Menschen. Alltäglichkeit schleicht umher und greift nach den Menschen. Der fünfjährige Linus liegt schweigend in seinem Krankenhausbett und blickt hinüber zum Fenster, als still eine Träne über seine Wange kullert. Mottes leises Anklopfen geht ins Leere. Dann blickt eine rote Clownnase durch den Spalt der Zimmertür. Schweigen. Irgendwann durch bricht Linus Mama die Stille. "Er ist so traurig!" Motte schaut und fängt leise an zu summen. Dann erzählt sie, wie eine kleine Träne auf große Reise geht und die Welt entdeckt. Linus rührt sich nicht. Sein Blick bleibt dem Fenster zugewandt. Später entschuldigt seine Mama sich beim Clown für das regungslose Kind. "Heute ist es wohl nicht so gut", sagt sie hilflos. Motte verabschiedet sich von Linus und seiner Mama. Als die Tür schon fast wieder ins Schloss fällt, flüstert jemand leise: "Wann kommst du wieder?"

in diesem Augenblick?" Mit der Freude ist es oft wie mit einer Seifenblase: Zart und zerbrechlich schwebt sie dahin und schimmert in sanften Regenbogenfarben. Mottes Kunst besteht darin, achtsam zu verweilen, zu schauen: Wo

gen ist Ihre Zauberkraft; mit innerer Akrobatik jongliert Sie mit den Bällen, die Ihr zugeworfen werden. Sie erfreut und berührt Ihr Gegenüber und als höchstes aller Kunststücke liebt Sie das Leben - auch in schwierigen Augenblicken. Ist Motte nicht als Klinikclown im Einsatz, dann hält Sie Vorträge, leitet Workshops und Seminare. Die Kunst des Clowns ist es, dem Ernst des Lebens mit Leichtigkeit zu begegnen. Das erfordert natürlich so manchen Salto.

...oft ist es ein kaum spürbarer Händedruck.

Mottes Profession ist die Freude. „Womit kann ich Dich erfreuen - jetzt, hier und

entspringt ein kleiner Funken Freude? Es ist oft die stille Freude, ein Leuchten in den Augen, ein winziges Lächeln oder ein kaum spürbarer Händedruck. Ein Clown in schweren Lebenssituationen – ist das wirklich der passender Gegenüber? Motte reicht keine Medikamente und gibt auch keine Gesprächstherapie. Sie bietet das Spiel an. Lebenskrisen bringen Wut, Angst und Trauer mit sich. Viele unliebsame Gefühle treten auf. Clown Motte öffnet Türen, die anderen Erwachsenen oft unzugänglich sind. Um so wichtiger ist es, dass diese Türen behutsam geöffnet werden. Nur dort wo Motte willkommen ist, betritt Sie den Raum. Einfühlungsvermö-

Schon bald wird Motte von Zimt und Zucker unterstützt. Die weichen wolligen Bolonka-Rüden versprühen vor allem eins - Lebensfreude. Weitere Informationen gern auch unter www.dem-clown-begegnen.de oder Tel. 05752 / 685

Sabine Kemmann (Pädagogin), Klinikclown, Trauerbegleiterin und Hospizbegleiterin für Kinder und Jugendliche


Lokales | 7

Pilates im Zentrum Finden Sie zu mehr Kraft, Gelassenheit und Selbstsicherheit

7. Aegidiuslauf Der Anmeldecountdown zum 7. Aegidiuslauf läuft! Ab sofort können sich alle Laufbegeisterten für den Aegidiuslauf in Hannover am 1. Juni 2013 anmelden. Der Erlös des Laufes kommt dem geplanten Bau des Aegidius-Hauses AUF DER BULT zugute – jeder Kilometer und somit jeder Euro und jeder Cent. Das Aegidius-Haus soll dazu beitragen, dass die Eltern von schwerstbehinderten Kindern und Jugendlichen zumindest zeitweise eine Entlastung erfahren. Hier können Sie sich anmelden und finden weitere Informationen: www.aegidiuslauf.de

Veranstalter des Benefiz-Laufs ist der Lions Club Hannover-Aegidius. c/o BEST COMPANY VIDEO GmbH, Lemförder Straße 3-4, 30169 Hannover, Fax (0511) 87654929, Mail: info@aegidiuslauf.de

Hannover. Pünktlich zum Frühlingsbeginn entsteht bei vielen Menschen der Wunsch auf sanfte Art aktiv zu werden. Helga Euhus bietet Anfängern und Fortgeschrittenen direkt in der Innenstadt Hannovers ein solches Training an: durch ihre Pilates-Stunden finden aufgeschlossene Frauen und Männer zu mehr Kraft, Gelassenheit und Selbstsicherheit mit gezielten Atemtechniken und Bewegungsabläufen. „Das Training richtet sich an Menschen aller Altersgruppen“, so die dynamische Individual-Trainerin Helga Euhus. „Mir geht es darum, Wege aufzuzeigen, wie sie Schritt für Schritt in ihrem ganz persönlichen Tempo Bewegungsabläufe lernen, in denen sie selbstsicher zu neuer körperlicher und seelischer Kraft finden können.“ Sanft und schmerzfrei gestaltet sich das zum Beispiel bei Men-

schen mit chronischen Verspannungen oder Gelenkbeschwerden. „Schon nach kurzer Zeit berichten die Teilnehmer begeistert, dass sie mehr Lebensfreude, Beweglichkeit und Vitalität entwickeln.“ Ob Gruppen- oder Einzeltrainings: Helga Euhus geht in einem ersten Kennlerntraining auf Ihre individuellen Trainingswünsche ein, erstellt ein Programm und begleitet Sie in ihrem schönen Studio unter Einsatz von klassischen Pilates-Geräten dabei, Ihre persönliche Ziele mit einem guten Gefühl zu erreichen. Interessierte können Helga Euhus anrufen oder eine SMS schreiben unter 0151.12308714 Helga Euhus. Pilates im Zentrum. Theaterstr.14c. 2. OG (Galerie Luise). 30159 Hannover www.pilates-im-zentrum.de

Unser Gast: Alida Gundlach Miteinander oder gar nicht Wie Generationen voneinander profitieren können - Autorenlesung Im SeniorenServiceZentrum, Ihmepassage 5 (Eingang Blumenauer Str.) 2. Etage, Veranstaltungszentrum Eintritt: 5 Euro Ende der Veranstaltung: ca. 16:30 Uhr Karten beim Kommunalen Seniorenservice im SeniorenServiceZentrum, Telefon: 168 - 45195 Eine Veranstaltung des KOMMUNALEN SENIORENSERVICE HANNOVER Veranstaltungsmanagement: Jürgen Mai


Titelthema

Deutschland wird immer dicker!

Was ist Fettleibigkeit (Adipositas)?

Adipositas ist eine ernst zu nehmende Gesundheitsbelastung, die unbehandelt zahlreiche schwere und chronisch verlaufende Folgeerkrankungen begünstigt und die Lebenserwartung deutlich verringert. Bei ihrer Entstehung spielen soziokulturelle Gegebenheiten, erbliche Veranlagung, Lebens- und Essgewohnheiten der Herkunftsfamilie sowie individuelle Verhaltensweisen eine bedeutende Rolle. Als Übergewicht gilt laut Weltgesundheitsorganisation ein Body Mass Index (BMI) ab 25. Krankhaft übergewichtig (adipös) ist, wer einen BMI von 30 und mehr hat.

Dicke Menschen werden im Job benachteiligt, als willensschwach abgestempelt und oft sogar verspottet. Aus Frust über den häufig aussichtslosen Kampf gegen die Pfunde ziehen sich viele in die Isolation zurück. Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) spricht mittlerweile sogar von einer globalen Epidemie. Experten zählen deshalb die Prävention und Behandlung der Fettleibigkeit zu den zentralen Herausforderungen für das deutsche Gesundheitssystem.

Neben dem BMI hat sich ein weiteres Maß für die Fettverteilung im Körper etabliert, das für die Einschätzung des Gesundheitsrisikos aufgrund des übermäßigen Körperfetts wichtig ist: die Einschätzung der Bauchfettmasse durch Messung des Taillenumfangs. Bei Frauen sollte das Maßband dabei nicht mehr als 80 Zentimeter anzeigen, bei Männern nicht mehr als 94.

Die Deutschen werden von Jahr zu Jahr immer dicker. 53 Prozent der Frauen und 67 Prozent der Männer in Deutschland sind zu dick, so eine kürzlich veröffentlichte Studie. Besonders besorgniserregend sind der Anstieg von krankhafter Fettleibigkeit (Adipositas) und die Folgen: gesundheitliche Probleme wie Diabetes, Bluthochdruck und Gelenkverschleiß, aber auch psychische Leiden.

Die chronische Krankheit Adipositas hat weltweit epidemische Ausmaße angenommen. Auch in Deutschland nimmt die Häufigkeit der Fettleibigkeit seit Jahrzehnten kontinuierlich zu. Der Anteil übergewichtiger Kinder und Jugendlicher hat sich in den letzten zwanzig Jahren mehr als verdoppelt.

Der BMI-Wert gibt Auskunft, ob eine Erkrankung im Zusammenhang mit Übergewicht besteht beziehungsweise wie weit diese fortgeschritten ist. WHO Richtwerte der Gewichtsklassifizierung nach dem BMI:

Viele Übergewichtige leiden unter ihrer Figur und haben bereits zahlreiche Diäten hinter sich. Die Erfolge sind jedoch meist kurzlebig, oft kommt es zum so genannten JojoEffekt.

Normalgewicht:

BMI 18,5 - 24,9

Das Ziel der Therapie liegt vor allem in einer langfristigen Gewichts-

Übergewicht:

BMI 25,0 und mehr Präadipositas:

BMI 25,0 - 29,9 Adipositas Grad I:

BMI 30,0 - 34,9 Adipositas Grad II:

BMI 35,0 - 39,9 :

Adipositas Grad III (extreme Adipositas)

BMI 40,0 und mehr

Quelle: djd/LINDA Apotheken


Titelthema | 9 kontrolle. Angehörige und Freunde können Betroffene im täglichen Leben unterstützen, indem sie die Ernährungsumstellung und die Bewegungsprogramme mitmachen.

Die 7 Bausteine der Ernährung

Wo liegen die Ursachen einer Fettleibigkeit? Adipositas ist eine chronische Krankheit. Der wichtigste Grund für überhöhtes Körpergewicht ist ein ungesunder Lebensstil: Falsche Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel legen den Grundstein für die schleichende Gewichtszunahme über Jahre. Übergewichtige Kinder kommen häufig aus Familien, in denen ein Elternteil ebenfalls übergewichtig ist. Weil gerade in der Kindheit die Fett- Quelle: Techniker Krankenkasse zellen gebildet werden, bleiben Ernährungswissenschaftler empfehlen für eine gedicke Kinder auch als Erwachsunde Ernährung einen ausgewogenen Speisezettel. Doch wie viel wovon essen? Tipp: Orientieren Sie sich sene zu korpulent. an den TK-Ernährungsbausteinen. Je nachdem wie dick ein Baustein ist, sollte der Anteil an der Nahrung Soziokulturelle Faktoren sein. Die Lebensmittel der unteren fünf Balken sollte Der moderne Lebensstil in man täglich essen, die der oberen zwei in Maßen. Industrieländern ist gekennzeichnet durch Bewegungs- wesentlich stärkeren Rück- Jahre bei Adipösen häufiger mangel und falsche Ernäh- gang des täglichen Energiever- festgestellt werden als früher. Der Körperkult in unserer Gerungsgewohnheiten. Tech- brauchs. sellschaft stellt für viele eine nische Errungenschaften erpsychische Belastung dar, die setzen zunehmend die direkte Soziale Faktoren körperliche Arbeit - sei es im Auch psychisch stabile Be- vor allem im Zusammenhang Haushalt, am Arbeitsplatz oder troffene leiden oft unter der mit Esssucht das problein der Freizeit. Zwar hat sich alltäglich spürbaren sozialen matische Essverhalten noch die Kalorienaufnahme in den Diskriminierung, der sie auf- weiter verstärken kann. letzten Jahrzehnten stetig ver- grund ihrer Erkrankung ausringert, die Zahl der Überge- gesetzt sind. So ist Untersu- Familiäre Faktoren wichtigen nahm im gleichen chungen zu entnehmen, dass Studien zeigen, dass übergeZeitraum aber kontinuierlich Angststörungen und Depres- wichtige Kinder häufiger aus zu. Der Grund dafür liegt im sionen seit Ende der achtziger Familien kommen, in denen

bereits ein Elternteil übergewichtig ist. Diese Ergebnisse weisen einerseits auf die genetische Komponente dieser Erkrankung hin, aber auch auf familiäre Essgewohnheiten. Mütter übergewichtiger Kinder werden häufiger als überbehütend, überfürsorglich beschrieben: Kinder werden mit Essen getröstet, belohnt oder ruhiggestellt. Individuelle Faktoren Liebe geht durch den Magen. Viele Betroffene verbinden mit Essen Selbstfürsorge: Essen wird zur Stressbewältigung, Belohnung oder generell zur Überbrückung negativer Empfindungen eingesetzt. Übergewichtige werden von ihrer Umgebung oft als freundliche und kommunikative Menschen geschildert, die eigenen Problemen wenig Beachtung schenken. Diese Wahrnehmung kann im Zusammenhang mit der Funktionalisierung des Essens als Mittel zur Unterdrückung beziehungsweise Abwehr von Aggression, Ängsten, Kränkungen oder Depression stehen. Einige Betroffene empfinden ihre Körperfülle als Schutz vor Rollenzuweisungen. Primäre Geschlechtsmerkmale und damit auch sexuelle Attraktivität verschwindet unter einer Fettschicht. Das Übergewicht kann die Funktion eines Schutzschildes erfüllen und Betroffenen sozusagen "die Umwelt vom Leibe halten". Andere Ursachen Eine typische Situation, die


10 | Titelthema

häufig mit Gewichtszunahme gekoppelt ist, ist Nikotinentzug. Nicht umsonst ist dieser Effekt für viele Raucherinnen und Raucher ein Hindernis bei dem Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören. Einige Frauen nehmen in der Schwangerschaft mehr an Gewicht zu als in den medizinischen Richtlinien vorgesehen, trotzdem sollte eine Gewichtsreduktion nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit durchgeführt werden. Erkrankungen, die mit einer länger andauernden oder totalen Immobilität einhergehen, können aufgrund des gesenkten Energieverbrauchs zu Übergewicht führen.

Gibt es Möglichkeiten der Vorbeugung? Wer sich gesund ernährt und ausreichend bewegt, kann sein Normalgewicht halten. Sehr

hilfreich hierbei ist auch die seelische Ausgeglichenheit. So kann Stress- oder Frustessen vermieden werden, das bei vielen Menschen zur Gewichtszunahme beiträgt. Vorbeugende Maßnahmen sollten bereits im Kindesalter ansetzen. Eine wichtige Rolle spielt der familiäre Umgang mit Essen und Nahrungsmitteln, da dieser das Essverhalten der Kinder prägt. Besondere Bedeutung kommt hier den regelmäßigen gemeinsamen Mahlzeiten zu, bei denen frische und gesunde Lebensmittel angeboten werden. Kinder benötigen Erklärungen, warum Obst gesund ist und immer konsumiert werden kann, aber Naschereien nur eingeschränkt verzehrt werden sollten. Wenn Eltern ein gutes Vorbild geben, ist für Kinder gesunde und ausgewogene Ernährung etwas ganz Normales und bedarf nur geringer Kontrolle.

Quelle: dbknb.de

Quelle: djd/Verlag Peter Jentschura

Welche Folgeerkrankungen und Komplikationen sind möglich? Übergewicht ist die Grundlage für viele gesundheitliche Störungen. So gehen beinahe jede zweite BluthochdruckErkrankung, fast jeder fünfte Fall von überhöhten Cholesterinwerten, 85 Prozent von Typ2-Diabetes und 35 Prozent der koronaren Herzerkrankungen auf das Konto der Fettsucht. Außerdem begünstigt das krankhafte Übergewicht Arteriosklerose und ihre Folgeerkrankungen, Gallensteinleiden, Abnutzungserscheinungen an den Gelenken, Krebserkrankungen, Gicht und degenerative Erkrankungen, hormonelle Störungen wie erniedrigte Testosteronspiegel bei Männern, Probleme bei der Atmung und nächtliche Atemstillstände (Schlafapnoe). Übergewicht erhöht auch das Operations- und Narkoserisiko

und führt zu Verdauungsbeschwerden. Bei Frauen mit Adipositas treten während der Geburt häufiger Komplikationen auf als bei normalgewichtigen Frauen. Spontangeburten sind bei stark Übergewichtigen seltener. Die Kinder sind häufig größer und haben auch ein höheres Geburtsgewicht (4 kg und mehr), ein Umstand, der Kaiserschnittgeburten ebenfalls öfter notwendig macht. Trotz der Risiken, die ein stark erhöhtes Körpergewicht in dieser Zeit mit sich bringt, dürfen während der Schwangerschaft und Stillzeit keine gewichtsreduzierenden Maßnahmen durchgeführt werden.

Wie wird Fettleibigkeit behandelt? Die meisten Diäten und auch die derzeit zur Verfügung stehenden Medikamente haben in Langzeituntersuchungen nicht


Titelthema | 11

Couch-Potatos

Warum sich Sportmuffel nicht bewegen Quelle: Techniker Krankenkasse (Meinungspuls Sport und Gesundheit)

zu der erhofften dauerhaften Gewichtsreduktion geführt. Da die Gewichtsprobleme bei vielen Betroffenen praktisch ein Leben lang bestehen und die gewichtsstabilisierenden Maßnahmen sehr schwierig einzuhalten sind, sind Rückfälle sehr häufig. Am erfolgversprechendsten haben sich eine individuell abgestimmte Ernährung, regelmäßig durchgeführte Bewegungsprogramme und verhaltenstherapeutische Unterstützung sowie die Unterstützung durch eine Selbsthilfegruppe erwiesen. Bei starkem Übergewicht ist eine ärztliche Unterstützung der Gewichtsreduktion sinnvoll. Da die Rückfallhäufigkeit bei dieser Behandlung sehr hoch ist, liegt das Augenmerk weniger auf dem Erreichen des Normal- oder Idealgewichts als in erster Linie auf einer Gewichtsstabilisierung. Besonders bewährt haben sich interdisziplinäre Behandlun-

Wichtige Voraussetzungen für die Durchführung jeder Behandlung sind: • Die Kooperationsfähigkeit und -bereitschaft des Patienten müssen vorausgesetzt werden können • Der/die Patient/in ist genau informiert über die Erkrankung, eventuelle Komplikationen und den Therapieablauf • Der/die Arzt/Ärztin oder Therapeut/in hat realistische, den individuellen Bedingungen angepasste Behandlungsziele festgesetzt

Quelle: djd/Gynokadin

gen, die in Gruppen von bis zu 15 Betroffenen durchgeführt werden. Bei einer Adipositas des zweiten und dritten Grades ist eine stationäre Behandlung in einer dafür spezialisierten Einrichtung zu überlegen, da hier eventuell auch chirurgische Maßnahmen, z.B. in Form einer Magenverkleinerung mit Hilfe

eines Magenbandes, in Betracht zu ziehen sind. Jede Therapie muss individuell abgestimmt sein und Krankheitsfortschritt, Krankheitsdauer, Anzahl der zusätzlichen Risikofaktoren wie zum Beispiel Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte oder Zuckerkrankheit und Anzahl der Behandlungsabbrüche berücksichtigen.

Was kann man selbst tun? Die Behandlung der Adipositas muss das ganze Leben lang aufrecht erhalten werden. Der Weg zur Normalisierung des Essverhaltens beziehungsweise die Veränderung von Ernährungsgewohnheiten ist langwierig und schwierig.


12 | titelthema Umgang mit Heißhungerattacken • Die Erstellung einer Liste

mit sinnvollen Alternativen zu einer Essattacke hat sich als hilfreich erwiesen. Droht ein Anfall, sind die aufgelisteten Ersatzaktivitäten schnell zur Hand. Lässt sich der Essanfall nicht abwenden, so liefert er zumindest wichtige Informationen über die Erkrankung. Dazu ist es notwendig, die Attacke möglichst bewusst zu durchleben. Dabei sind wichtige Beobachtungskriterien dieAuswahl der Speisen, Reaktionen des Körpers und Empfindungen. Ein weiterer wichtiger

Schritt ist, nach einem Essanfall das unangenehme Gefühl auszuhalten und möglichst nicht zu erbrechen. Erbrechen schadet der Gesundheit und ist kein geeignetes Mittel für die Gewichtsregulierung. Wurde erbrochen, so sind Selbstvorwürfe und jegliche Form der Selbstbestrafung, vor allem aber eine Bestrafung mit Nahrungsentzug, kontraproduktiv. Es ist dann sehr viel wichtiger, sich bewusst zu entspannen. Wesentlich ist auch, dass der Essensplan nach einer Heißhungerattacke nicht verändert wird. Ein Essprotokoll, in dem Situationen und Gefühle vor, während und nach dem

Anfall möglichst genau beschrieben werden, ist für die Krankheitsbewältigung hilfreich.

Tipps für den Alltag • Es ist wichtig, die Kon-

Unterstützung durch eine Selbsthilfegruppe Viele Betroffene erleben die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe als große Erleichterung, da sie mit ihren Problemen nicht mehr alleine sind. Vielen fällt es in der Gruppe leichter, die Ernährungsvorschriften und regelmäßige körperliche Aktivität konsequent durchzuhalten. Die Gruppe bietet Informationen und Unterstützung, ersetzt allerdings nicht eine notwendige psychotherapeutische Behandlung.

sequenzen des eigenen Handelns selbst zu tragen. Hat eine Essattacke stattgefunden, so sollen die Betroffenen die fehlenden Vorräte ersetzen. Geduld ist in hohem Ausmaß notwendig, denn die Behandlung der Erkrankung wird einen längeren Zeitraum beanspruchen. Angehörige und Freunde sollten sich auf keinen Fall scheuen, in dieser schwierigen Situation jede zur Verfügung stehende Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Text: Barmer GEK

1. Gesundheitsmesse öffnet in Gehrden die Tore Am 28. April dreht sich in der Region Hannover alles um die Gesundheit Das Motto dieser vielversprechenden Premiere lautet:

GESUND SEIN - GESUND BLEIBEN! Im Fokus von FIT + VITAL steht die Erhaltung der Gesundheit. Lust am Leben, Gesundheit, Vitalität, Genuss und Wellness für die ganze Familie – mit diesen Schlagwörtern trifft man am Besten den Kern dieser Messe. Geplant sind neben Ernährungs-und Gesundheitsberater, Sportzentren und Naturkostläden, auch Aussteller mit Naturkosmetik, Massagen, Entspannungs- und Freizeitangeboten. Angesprochen werden alle Altersklassen: Ob jung ob alt, ob Mann ob Frau – auf dieser Messe gibt es für jeden das passende Angebot. FIT + VITAL ist eine lebendige Messe. Angucken, Anfassen, Anhören – der Besucher wird mit allen Sinnen angesprochen und wird so aktiv Teil der Veranstaltung. Darüber hinaus wird es den ganzen Tag Vorträge zu den verschiedensten Themen rund um die Gesundheit geben. Der Eintritt beträgt 2€, Kinder bis einschließlich 15 Jahren haben freien Eintritt. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.chevents.de


titelthema | 13 Fortsetzung - Seite 4

Eltern-Tipps für eine gesunde Ernährung und Freude an Bewegung von Anfang an • Erwachsene sind Vorbilder! Das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Eltern und Bezugspersonen wird von den

Kindern genau beobachtet und kopiert, ggf. auch als Argument für das eigene Verhalten angebracht. Also bei Verhaltensveränderungen die ganze Familie miteinbeziehen!

• Alltägliche Bewegung fördern: Schulweg mit dem Rad oder zu Fuß anstatt mit dem Auto, Treppe statt Rolltreppe, draußen Spielen nicht immer nur am PC,...

• Sport fördern! Das Kind/der Jugendliche soll ruhig in verschieden Sportarten reinschnuppern, bis es etwas gefunden hat, das ihm Spaß macht. Dazu noch Interesse der Eltern am Sport der Kinder mit Lob und Anerkennung, das spornt an.

• Gemeinsam kochen! Wenn das Kind/der Jugendliche beim Planen und Vorbereiten der Mahlzeiten helfen darf, hat es auch mehr Lust darauf es zu essen.

• Ausreichend Trinken! Am besten 1-1,5 Liter Wasser (oder ungesüßter Kräuter- und Früchtetee) pro Tag, dadurch wird ein früheres Sättigungsgefühl erreicht.

• Angebot bestimmt Nachfrage! Süßigkeitenvorräte zu Hause vermeiden. Lieber frisch geschnittes Obst oder Gemüse für zwischendurch anbieten.

• Möglichst das Kind nicht mit Essen belohnen. Wenn das Kind etwas Tolles gemacht hat, dann z.B. mit einem Lob oder einer Aktivität, die dem Kind gefällt belohnen.

• Selbstwahrnehmung trainieren! Essen nur bis zum Sättigungsgefühl, dafür langsam essen und einen eventuellen Nach-

schlag erst nach 15 Minuten nehmen, denn erst dann setzt das Sättigungsgefühl ein. Keine Ablenkung beim Essen durch Lesen oder Fernsehen.

• Regelmäßige Mahlzeiten (drei Hauptmahlzeiten) vermeiden Heißhungerattacken. Eventuell bis zu zwei Zwischenmahlzeiten.

• Sparsame Verwendung von Fett beim Essen, dafür vermehrt pflanzliche Lebensmittel und Vollkornprodukte. Quelle: Prof. Thomas Danne

Systemische Einzel-, Paar-, Familientherapie und Hypnose Die systemische Einzel-, Paar- und Familientherapie wie auch die Hypnose sind wissenschaftlich anerkannte und praxiserprobte Verfahren. Mit den Methoden der systemischen Therapie gelingt es, Menschen aus persönlichen Krisen heraus und zurück in einen Zustand von Lebenszufriedenheit zu führen. In Hypnose ist die Aufmerksamkeit nach innen gelenkt und das Unterbewusste als die Summe aller Lebenserfahrungen wird aktiviert und nutzbar gemacht. So wird der Mensch in die Lage versetzt, seine Möglichkeiten zur Verwirklichung seines Zieles zu entdecken und seine Probleme auf individuelle Weise zu lösen. Miteinander kombiniert und auf Ihre ganz eigenen Anliegen hin orientiert ist es möglich, Ihre persönliche Lebensqualität wieder herzustellen, zu verbessern oder zu erhalten.

Sonderpädagogik Aufgrund meiner beruflichen Qualifikation und nachhaltiger Erfahrung im sonderpädagogischen Bereich können auch Menschen mit geistiger Behinderung mein therapeutisches Angebot nutzen.

Seminare Zudem biete ich Seminare für pädagogische Einrichtungen und andere Berufsgruppen an, die im engen Kontakt mit Menschen arbeiten (beispielsweise im Krankenhaus, in der ambulanten Pflege, in Arztpraxen, etc.), gerne auch direkt bei Ihnen vor Ort.

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Neueröffnung

Mai2013

Weitere Informationen unter: www.vonwegen-online.de

Brigitte Schrader Diplom-Pädagogin, systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin


14 | Ratgeber Die darin angebauten Kulturpflanzen zeigen ein beeindruckendes Spektrum an gelebter Arten- und Sortenvielfalt. In Deutschland bewirtschaften 15 Millionen Freizeitgärtner eine Gesamtfläche von etwa 680.000 Hektar. Das entspricht einer Fläche von rund einer Million Fußballfeldern oder 6.800 Quadratkilometern! Gerade jetzt im Frühjahr merken wir es wieder, wenn uns die Sehnsucht nach frischer Luft, Garten und Natur erfasst. Dann wollen wir raus und die erwachende Natur mit Körper, Geist und Seele ganz erfassen und genießen. Im Zuge der tief greifenden wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Entwicklungen erleben Gärten wieder eine Renaissance: Dorthin kann man sich zurückziehen oder gesellig sein, sich erholen oder aktiv sein, klimabewusst seinen Urlaub mit der Familie verbringen und dazu noch gesundes Obst und Gemüse selbst anbauen und genießen! Der Garten wird in einer immer schnell lebenden Gesellschaft zum notwendigen Ort der Entschleunigung. Im Garten können Sie Ihren Ideen einen Raum geben, in dem sie uneingeschränkt aufblühen können. Farben, Formen, Düfte, Licht und Schatten lassen die Seele aufatmen von den virtuellen Welten des Büroalltags. Fühlbare Erlebnisse, wie in feuchte Erde zu greifen oder barfuß über den Rasen zu gehen, entspannen von einengenden Kleiderordnungen und kurzsichtigen Lebensregeln. Das Leben und

Die Sehnsucht nach frischer Luft Unsere Gärten erfüllen heute eine hohe gesellschaftliche, soziale, ökologische und stadtklimatische Funktion Arbeiten im Garten erfüllt den gestressten Menschen mit Zufriedenheit und schenkt uns eine sinnstiftende Tätigkeit in der freien Natur. So sprach schon Johann Wolfgang von Goethe: „Die ganze Natur ist eine Melodie, in der eine tiefe

– das erdet! Und im kalten Winter erinnert Sie die selbst gemachte Marmelade, Saft oder Dörrobst an die wärmenden Sonnenstrahlen des Sommers. Das weckt die Freude auf das nächste Jahr – Leben im Garten.

„Die ganze Natur ist eine Melodie, in der eine tiefe Harmonie verborgen ist.“

oder Gießkannen. Doch davor kann man sich schützen:

• benutzen Sie zum •

• •

• •

(Johann Wolfgang von Goethe)

Harmonie verborgen ist.“ Mal ehrlich: Gibt es etwas Schöneres, als morgens die ersten Sonnenstrahlen der wärmenden Sonne im Garten zu genießen – am besten mit einer Tasse Tee aus selbst gezogener Pfefferminze oder Zitronenmelisse? Spüren Sie die Kraft und Ruhe Ihrer Pflanzen, etwa bei einem kleinen morgendlichen Rundgang? Dabei können Sie auch hier ein lästiges Kräutlein auszupfen, da den Boden mit den Händen streicheln und dort ein wenig gießen – so gestärkt kann der neue Tag kommen. Leben im Garten, in und mit der Natur, und das zu allen Tages- und Jahreszeiten, macht unser Dasein „lebenswerter“. Säen, kultivieren, pflegen, Obst und Gemüse ernten, bevorraten und einmachen, Bäume und Sträucher pflanzen und schneiden, und immer wieder mit blanken Händen die warme Gartenerde spüren

Der Garten stärkt den Körper Zu überwiegend sitzender Tätigkeit im Beruf ist die Arbeit im Garten als willkommener Ausgleich sehr beliebt. Was gibt es schöneres als diese sinnstiftende Tätigkeit in der freien Natur, sie lockert Verspannungen und kräftigt Organe und Muskulatur. Wenn – ja wenn – man es richtig macht! Denn nicht selten geht es im Garten gerade so weiter wie im Büro: einseitige Belastung und Körperhaltung können den Bewegungsapparat schädigen. Besonders belastend für Bandscheiben im Bereich der Lendenwirbelsäule sind Arbeiten in gebückter Position und kopfüber ausgeführte Bewegungen beanspruchen extrem die Halswirbelsäule. Ungewohnt für den Rücken ist auch das Schleppen von schweren Blumenkübeln, Säcken mit Erde

Transport Schubkarren oder Schlauchwagen gießen Sie mit Tropfschläuchen, anstatt Gießkannen zu schleppen schaffen Sie beetnahe Wasserstellen verteilen Sie das Gewicht gleichmässig auf beide Arme, z. B. zwei Eimer, zwei Gießkannen tragen Sie Gewichte auf der Schulter (Sack) mit geradem Oberkörper in der Hocke arbeitet sich besser als stehend und niedergebeugt ausreichend lange Stiele bei den Geräten schonen den Rücken

Heike Boomgaarden, Diplom Gartenbauingenieurin www.Heike-Boomgaarden.de Wesentlich BGK GmbH & Co. KG Handelsregister Bad Kreuznach HR B 21 429 Geschäftsführer: Heike Boomgaarden, Andreas Görner, Lutz Kosack 55494 Erbach Hauptstr. 15 www.wesentlich-gmbh.de info@wesentlich-gmbh.de


Ratgeber | 15 Nerven aus Drahtseil - Tipps für eine stabile Seele

(III) Potenzialanalyse und Werte-Diagnostik:

Gesundheitsmotivation wecken

Therapeuten und Betroffene wissen ein Lied davon zu singen: das Prinzip von gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und Lebensbalance ist einigen Menschen klar – in der Theorie. Doch oft scheitert es an der Umsetzung. Mit der Werte-Diagnostik werden Diskrepanzen zwischen dem Wissen und der Motivation deutlich. Dies inspiriert dazu, sich von krankmachenden Gewohnheiten zu lösen. Erhobene Zeigefinger motivieren nicht zu einer gesunden Lebensweise – der Impuls muss von innen kommen. Aber wie? Die Werte-Diagnostik ermöglicht hier neue Wege zur Motivation, die mit diesem Verfahren erstmals sichtbar gemacht werden kann. Der Klient sieht, wo er wirklich steht. Anstelle des Lernens durch Versuch und Irrtum oder durch Training wird nachhaltiges Lernen durch Einsicht möglich.

Gesunde Ernährung als Basis Gesunde Ernährung ist die wichtigste Basis für das körperliche und seelische Wohlbefinden. Der Organismus muß regelmäßig ausreichend mit lebenswichtigen Vitalstoffen – u.a. Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen – versorgt werden. Die Praxis zeigt, dass nahezu 100% der Klienten mit Burnout und Depressionen ihrer Ernährung keine Beachtung schenken. Warum ist das ein Problem? Unser Urzeit-Organismus hat zwei Funktionszustände: den Stressmodus, welcher Kampf oder Flucht ermöglicht und den Ruhemodus für Ernährung, Regeneration und Fortpflan-

zung. Der moderne Mensch 625, Hefeextrakt, Weizenproist oft gestresst. Eigentlich tein oder Würze. Glutamat ist ein Erregungsgift müsse er sich gemäß für das Geder Weisung hirn und der Botenwird für stoffe einige beweHirnerkrankungen, um die gen verantwortverstärkte Durchlich gemacht. blutung der MusAndere chemikeln, den erhöhten sche NahBlutdruck und rungsmitdie Herzfrequenz telzusätze abzuarbeiten sind unzuund um Orreichend ganschäden unterzu verhindern. suchte GifAndernfalls te u.a. für sind Verspandas Gehirn. nungen, SchmerDie Produkzen, Bluthochdruck Quelle: iStock tion von Glücksund Herzrasen die Folge. Der Ruhemodus zur wichti- botenstoffen für Ruhe- und gen Regeneration rückt immer Entspannungsphasen gelingt dem gestressten Körper immehr in die Ferne. mer seltener, wenn er dafür benötigte Vitalstoffe, hochStress durch wertige Öle und Eiweiße nicht Nahrungsmittel erhält. Falsche Ernährung triggert diesen Teufelskreis. Zuviel Zucker Du bist, was Du isst lässt den Blutzuckerspiegel stark schwanken – wodurch Vielen Menschen sind diese Stresshormone ausgeschüttet Zusammenhänge nicht bewerden. Viele verarbeitete Nah- wusst. Lebensmittelskandale rungsmittel enthalten Unmen- zeigen, dass mit der industrielgen des Geschmackverstärkers len Ernährung vieles im Argen Glutamat – auch deklariert als liegt. Wer sich mit möglichst Aroma, Carrageen, E 621 bis E frischen, regionalen Le-

bensmitteln ohne chemische Zusatzstoffe versorgt und selber kocht, sich auch mit Nahrungsergänzung versorgt, kann Pferdefleisch oder Chemie auf dem Teller abwählen. Für Analog-Schinken und Plastikkäse sind wir nicht gemacht. Für manch einen ist die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten eine Herausforderung. Wer in einer Auswertung der Werte-Diagnostik die Diskrepanz zwischen seinem gesundheitlichem Wissen und dem Tun sieht, ist in der Regel deutlich stärker motiviert, sein Verhalten nachhaltig zu ändern. Lebensfreude und Gesundheit sind auch ohne Medikamente möglich.

Dr. med. Petra Wenzel ist Ärztin, Präventologin und Bestsellerautorin. Als Expertin für die Werte-Diagnostik coacht sie Privatpersonen und Führungskräfte. www.petrawenzel.de


16 | Gesundheit

Die Heilung des Heißhungers Ernähre Deine Zellen. Hör auf Deinen Instinkt. Und dann vergiss Kalorien, Diäten und "Ernährungsexperten". Wir hören ständig Ratschläge von Experten über richtige Ernährung – und wissen am Ende trotzdem nicht, was wir essen sollen. Denn welcher Experte oder Ernährungsratgeber hat denn nun Recht? Der mit den wenigen Kohlenhydraten, mit der Steinzeitdiät oder doch diese Säure-BasenSache? Dabei verlangen wir gar nicht viel: Wir wollen gesund sein, einen starken, schlanken Körper, Energie und gute Laune haben, einfach im Gleichgewicht sein und genießen.

Das tragische Dilemma dabei ist, dass wir nicht mehr auf den einzigen wahren Experten hören, der so absolut für unser Wohlbefinden ist. Stattdessen hören wir auf andere selbsternannte Ratgeber: die Medien, den Arzt, den neuen Diätbestseller. Der einzige jedoch, der genau weiß, was Du brauchst, ist dein eigener Körper und seine von Geburt an eingebauten Instinkte. Dein Körper ist dafür geschaffen, um in perfekter Gesundheit, natürlicher Schönheit und stetiger Energie und

Zufriedenheit zu leben. Du musst ihm nur den ziemlich zugemüllten Weg dorthin ebnen.

Teufelskreis aus Mangel und Heißhunger Und das funktioniert nur mit natürlicher Ernährung, der Nahrung, für die dein Körper geschaffen wurde. Dein Körper weiß das, er versucht Dich ständig mit Appetit, Unbehagen und körperlichen Symptomen zu steuern. Leider hören wir meistens nicht auf ihn, entscheiden statt mit dem Bauch mit dem Verstand, unterdrücken Symptome, verfallen künstlichen, süchtig machenden Ersatznahrungsmitteln und treiben uns dadurch in einen ständigen Mangelzustand. In diesem Zustand ist dein Körper verzweifelt auf der Suche nach Nahrung, in der vielleicht das enthalten ist, was er dringend braucht. Stattdessen bekommt er immer mehr von dem, was er nicht braucht: künstliche Nahrung mit chemischen Zusätzen, die sein System, seine Adern, seine Entgiftungorgane, seine Zellen verstopfen und so seine natürlichen Instinkte außer Kraft setzen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Dein Körper sich – wenn er die richtigen "Zutaten" dafür erhält – innerhalb kürzester Zeit regenerieren kann.

Der grüne Smoothie – Entgifter, Versorger, Heiltrunk Eine Abkürzung und die schnellste Verbindung zurück zu Deinen ursprünglichen Instinkten ist der Grüne Smoothie – ein Zaubertrank aus der Natur. Frisch gemixt aus Früchten und Pflanzengrün (Rezepte unter www.training-am-meer.de), reich an Mineralstoffen, Enzymen, Antioxidantien, Chlorophyll und purer Lebensenergie, entsorgt er Dich von Abfallstoffen und versorgt Dich gleichzeitig mit dem, wonach Dein Körper (vielleicht schon Dein ganzes Leben lang) gesucht hat. Dann wirst Du die wundervolle Erfahrung machen, dass Du ohne ständige Entbehrung und Anstrengung (von den Entgiftungsphasen einmal abgesehen) das erreichst, wonach Du Dich die ganze Zeit gesehnt hast.

Mascha Labischinski, Dipl. Sozialwissenschaftlerin & natürliche Ernährungsberaterin www.training-am-meer.de


Gesundheit | 17 Rubrik

RECHT deutlich Wissenswertes aus dem Medizinrecht

Die Bedeutung der ärztlichen Dokumentation im Prozess wissen könne, dass es mit dem Patienten später zum Streit kommt. In der Praxis wird der ärztlichen Dokumentation deshalb zumeist Glauben geschenkt, was den Patienten in der gerichtlichen Auseinandersetzung nicht selten vor große Probleme stellt. Besteht, wie im Ausgangsfall, der Verdacht, dass die ärztliche Dokumentation nachträglich manipuliert wurde, lässt sich dies in der Regel nicht nachweisen. Dies könnte sich durch das am 26.02.2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz ändern, denn § 630f Abs. 1 S. 2 BGB n. F. bestimmt:

Bettina O. fiel aus allen Wolken als sie las, was ihre Zahnärztin Sabine G. in der EDV-geführten Patientenkartei dokumentiert hatte: „Pat. heute nochmals ausführlich erklärt, wie notwendig es ist, die kaputten Zähne ziehen zu lassen, da auch Entzündungen an den Zähnen sichtbar waren!“ Was war geschehen? Bettina O. hatte ihrer Zahnärztin vorgeworfen, ihr ohne medizinische Notwendigkeit und gegen ihren Willen mehrere erhaltungsfähige Zähne gezogen zu haben. Sie wandte sich an eine Rechtsanwältin, die die Zahnärztin mit diesem Vorwurf konfrontierte und zugleich um Übersendung der Behandlungsunterlagen bat. Aus den daraufhin vorgelegten Unterlagen ging hervor, dass die Patientin angeblich ausführlich aufgeklärt wurde und mit der vorgeschlagenen Behandlung einverstanden war. Wie also ist die Rechtslage? Nach ständiger Rechtsprechung erfüllt jeder (zahn-) ärztliche Eingriff den Tatbestand einer Körperverletzung, wenn und soweit keine wirksame Einwilligung des Patienten in die Behandlung vorliegt. Allerdings hat der Bundesgerichtshof (BGH) bereits 1978 entschieden, dass

Marc Chérestal, Jahrgang 1966, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht mit Sitz in Hannover

der Grundsatz der „Waffengleichheit“ es erfordere, dass der Arzt dem klagenden Patienten Aufschluss über sein Vorgehen bei seiner Behandlung (nur) in dem Umfang gibt, in dem ihm dies ohne weiteres möglich ist, und insoweit auch zumutbare Beweise erbringt. Der BGH führte aus: „Dieser Beweispflicht genügt der Arzt weiterhin durch Vorlage einer ordnungsgemäßen Dokumentation in Operationsbericht, Krankenblatt oder Patientenkartei, wie sie auch gutem ärztlichen Brauch entspricht.“

(Urteil vom 14.03.1978, VI ZR 213/76). Sind die Unterlagen äußerlich ordnungsgemäß und bestehen keine konkreten Anhaltspunkte, die Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit begründen, sei deshalb z. B. bei der Frage, ob ein ärztlicher Behandlungsfehler vorliegt, der dokumentierte Behandlungsverlauf zugrunde zu legen (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 17.03.2005, 8 U 56/04). Der BGH begründet dies im Wesentlichen damit, dass der Arzt zum Zeitpunkt der Dokumentation nicht weiß, ja nicht

„Berichtigungen und Änderungen von Eintragungen in der Patientenakte sind nur zulässig, wenn der ursprüngliche Inhalt erkennbar bleibt.“ Es bleibt zu hoffen, dass die Hersteller von Praxissoftware auf diese Gesetzesänderung reagieren, damit rechtsmissbräuchliche Eintragungen in der Patientenkartei zukünftig unterbleiben oder zumindest erschwert werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.wilhelmrechtsanwaelte.eu oder telefonisch unter 0511 / 89 83 64 0


18 | Gesundheit

Angorashirts – Hilfe bei Rückenproblemen Fast drei Viertel aller 30 bis 60-Jährigen in Deutschland leiden unter Rückenschmerzen. Die Volkskrankheit Nummer 1 entsteht häufig durch muskuläre Schwächen. Vor allem wenn es kühl ist, verspannen sich die Muskeln. Wichtig ist genügend Bewegung durch sanfte Sportarten wie Walking und eine lokale Wärmetherapie. Hier hilft das richtige Darunter: Rückenwärmer-Shirts mit flauschig verstärkten Wärmezonen. Kunstfasern geben zwar schnell Feuchtigkeit nach außen ab, sind aber nicht geeignet, Wärme am Körper zu speichern. Unübertroffen ist hier der Warmhalter Angora, eine wahre Hightech-Faser aus der Natur. Namhafte Textilher-

steller wie Medima nutzen dieses natürliche Kapital und setzen ganz auf das Naturprodukt.

Kommt kühle Luft von außen, wird sie vom Körper ferngehalten, die kö r p e r e i g e n e Angorawolle – perWä r m e fekter Wärmepuffer bleibt inBesonders leicht und nen. Der trotzdem extrem Effekt ist warm: Angorawolle vergleichist angenehm auf der bar mit Haut zu tragen. Die Doppelvielen kleinen Luftg l a s kammern im Inneren scheiben. des Angorahaares wirken Angowie Isolierpolster und rawol le speichern die warme Luft ist damit am Körper. Quelle: Medima/akz-o um ein Viel-

faches wärmer als Schafwolle. Als feinste und leichteste aller Naturfasern ist sie außerdem wunderbar weich. Um die Rückenmuskulatur auch an kühlen Tagen fit zu halten, gibt es jetzt flauschigweiche Rückenshirts mit ganz viel Angora. Speziell verstärkte Wärmezonen im Schulter- und Nierenbereich sorgen für eine gute Durchblutung der Muskeln und können so bei Rückenschmerzen helfen. Die kuscheligen Wärmeshirts gibt es in Fachgeschäften oder online unter www.medima.de. akz-o


Vorsorge | 19

Darmkrebsfrüherkennung - wann gehen Sie? Darmkrebs geht uns alle an, denn er kann jeden treffen: Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 73.000 Menschen neu daran. Damit gehört er zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen.

„Wohnen ist mehr als eine Adresse mit Straße und Hausnummer“ Der Fachbereich Senioren und der Seniorenbeirat der Stadt Hannover möchten den Wunsch älterer Menschen unterstützen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben zu können! Ziel dieser kostenfreien Veranstaltungsreihe: Verdeutlichen, dass eine selbstständige Lebensführung in der eigenen Häuslichkeit auch bei Einschränkungen, die ein hohes Lebensalter mit sich bringen kann, möglich ist.

18. April (Stadtbezirk 4) Von 14:00 bis 16:00 Uhr im Seniorenbüro Roderbruch Cafe Carre, Buchnerstraße 4 Themen: Vorsorgevollmacht, 24-Stunden Pflege, Pflegeversicherung Foto: Diagnoseklinik München/akz-o

Die gute Nachricht: Im Frühstadium entdeckt, ist Darmkrebs zu annähernd 100 Prozent heilbar! Die schlechte: 70 Prozent der Tumore werden erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Dann wird eine Therapie schwierig. Früherkennung ist darum der wichtigste Schutz! „Die Erkrankung entwickelt sich meist aus gutartigen Ausstülpungen der Darmschleimhaut, sogenannten Polypen“, erklärt Prof. Dr. Marcus Seemann, ärztlicher Direktor der Diagnoseklinik München. Rund 30 Prozent dieser Polypen werden zum bösartigen Tumor (Karzinom). Durchschnittlich dauert dies allerdings zehn Jahre. „Dieses relativ lange Zeitfenster bietet daher eine große Chance, die Polypen zu erkennen und frühzeitig zu entfernen“.

Wer regelmäßig VorsorgeDarmspiegelungen ab einem Alter von 55 Jahren nutzt, kann sein Erkrankungsrisiko um fast 80 Prozent senken. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten ihren Versicherten ab diesem Alter zwei kostenlose Darmspiegelungen (Fachausdruck: Koloskopie) im Abstand von zehn Jahren an. Außerdem gibt es heutzutage die Möglichkeit einer sogenannten virtuellen Koloskopie. Bei dieser Methode wird der Dickdarm mittels Computer- oder Kernspintomographie (CT oder MRT) dargestellt und Gewebestrukturen der Organe Schicht für Schicht abgebildet. „In der Diagnoseklinik München setzen wir diese sanften Untersuchungsmethoden seit etwa zehn Jahren ein. Der Arzt begibt sich auf eine virtuelle

Reise durch den Darm, dessen Innenansicht mit all seinen Windungen und Biegungen dargestellt werden kann. Die CT-Untersuchungen dauern rund 60 Sekunden und haben den Vorteil, dass kein Endoskop eingeführt werden muss. Weiterer Vorteil: Auch die Organe außerhalb des Darms und die umliegenden Bauchorgane können mithilfe der Untersuchungsergebnisse exakt beurteilt werden“, sagt Prof. Seemann. Wichtig: Eine frühere Untersuchung kann sinnvoll sein, wenn das individuelle Risiko für Darmkrebs erhöht ist, etwa aufgrund einer erblichen Vorbelastung. Informationen im Internet unter www.DiagnoseKlinikmuenchen.de und Telefon: 089/520550

Referentin: Janka Fleshman (Diakoniestationen Hannover gGmbH) und Beate Schuhmacher (aktiv älter)

30. April (Stadtbezirk 8) Von 10:00 bis 13:00 Uhr in der Begegnungsstätte Mittelfeld, Am Mittelfelde 104 Themen: Pflegeversicherung, Wohnberatung, Tagespflege/ Tagesbetreuung Referentin: Janin Kausche Ehrenberg (Medizin Mobil Haus) und Rüdiger Kunze (Johanniter) Org.: FB Senioren der Landeshauptstadt Hannover und Arbeitskreis „Wohnen im Alter“. Weitere Info: M. Mutlu, Komm. Seniorenservice Hannover, Ihmepassage 5, Tel. 168 414 64


20 | Pflege

Pflegesituation in Deutschland Ein Gegenwarts- und Zukunftsthema (Entwicklungen, Daten & Fakten) Innerhalb der nächsten 40 Jahre wird die Zahl der Pflegebedürftigen auf rund 6 Prozent der Bevölkerung ansteigen und sich damit verdoppeln. Das stellt uns vor gesellschaftliche Herausforderungen - immer mehr werden in Zukunft pflegebedürftig werden und immer weniger werden da sein, um sie zu pflegen und die Kosten dafür zu tragen. Politik und Wissenschaft suchen nach Auswegen, bereits das Jahr 2011 wurde als das "politische Pflegejahr" bezeichnet. Das Thema Pflege wird und muss weiterhin aktuell diskutiert werden und zwar nicht nur aufgrund der Vielzahl der

Einige Daten & Fakten zur Pflegesituation in Deutschland (Quelle: SBK)

Pflegebedürftige:

Entwicklung der Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland: 2005: 2,1 Mio., 2010: 2,4 Mio., 2020: 2,9 Mio., 2030: 3,4 Mio, 2040: 3,9 Mio., 2050: 4,5 Mio.

Die Aufteilung auf die Pflegestufen: Pflegestufe I: 55 %, Pflegestufe II: 33 %, Pflegestufe III: 12 %

Die Aufteilung der Altersgruppen: 80 Jahre und älter: 51 %, zwischen 60 und 80 Jahre: 31 %, zwischen 20 und 55 Jahre: 10 % jünger als 20 Jahre: 4 % Die Pflegebedürftigen sind zu 69 % weiblich und durchschnittlich 80 Jahre alt.

Betroffenen. Leider wird innerhalb der Familien in Deutschland noch immer sehr wenig über die Pflege geredet, viele treffen völlig unvorbereitet auf eine Pflegesituation. Selbst während der Pflege bleibt der offene Dialog häufig aus, wenn sich erneut die Rahmenbedingungen ändern - Hilfsangebote sind nicht bekannt und/oder bleiben auf der Strecke, Entscheidungen werden manchmal übereilt getroffen ohne die Situation erneut zu erfassen und realistisch einzuschätzen. Als Folge bleiben häufig Schuldgefühle, Beziehungskrisen und Überforderung. Die Pflegesituation in Deutschland gibt Anlass zur Sorge.


Beauty und wellness | 21

Mit Alltagstricks zur Wunschfigur Schlanker, fitter, gesünder. Viele Menschen haben das gleiche Ziel: Endlich ein paar Kilo abnehmen. sorgt regelmäßiger leichter Ausdauersport dafür, dass Kalorien verbrannt werden. Dabei sollte jedoch immer der Spaß im Vordergrund stehen. Geeignet sind beispielsweise Sportarten wie Inlineskaten, Joggen oder Schwimmen.

Bei diesem Vorhaben werden häufig Diäten zu Rate gezogen. Denn diese versprechen in kürzester Zeit einen großen Erfolg. Was zunächst verlokkend klingt, hilft oft nur vorübergehend. Der Grund: Wer nach einer Diät wieder wie gewohnt isst, hat die mühsam verlorenen Pfunde schnell wieder zurück. Ratsamer ist es, das Essverhalten dauerhaft zu ändern. Zudem sollte die Gewichtsabnahme nicht als kurzfristiges Ziel gesehen werden. Deutlich gesünder und effektiver ist es, wöchentlich maximal ein Kilo zu verlieren. Kleine Tricks im Alltag helfen, dieses Vorhaben zu erreichen. So empfiehlt Gesundheitstrainerin Helga Benz zum Beispiel, bei Hunger zunächst

Quelle: Black Forest / akz-o

ein großes Glas Mineralwasser zu trinken. „Denn Wasser füllt den Magen und nimmt das erste Hungergefühl“, so Benz. Diese Methode hat sich schon oft bewährt. Auf dem Weg zum Wunschgewicht spielt Mineralwasser wie beispielsweise Black Forest still eine wichtige Rolle. Denn es ist sehr bekömmlich, enthält keine Kalorien und macht es leicht, größere Mengen zu trinken. Der positive

Effekt: Wer viel Wasser trinkt hat weniger Hunger und kurbelt seinen Stoffwechsel an, was sich wiederum vorteilhaft auf die Figur auswirkt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich eineinhalb bis zwei Liter zu trinken. Im Sommer oder beim Sport auch deutlich mehr. Neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr ist Bewegung ein wichtiger Faktor. So

Hypnose – ein angenehmer Weg motiviert seine Ziele zu erreichen und schwierige Lebenslagen zu überwinden. Die ideale Hilfe, auch bei:

• Gewichtsreduzierung • Schlafstörung • Depressiver Verstimmung

Beim Essen hilft der Trick, kleine Teller zu verwenden, da diese die Portion größer aussehen lassen. Die DGE empfiehlt zudem, nicht nebenbei zu essen und sich für das Essen Zeit zu lassen. So wird das Sättigungsempfinden gefördert. Übrigens: Süßigkeiten sind auch beim Abnehmen kein Tabu. Entscheidend ist die Menge. Denn wer sich ab und zu ein kleines Stück Schokolade gönnt, beugt Heißhungerattacken vor und fühlt sich besser. akz-o

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Sigrid Senff. meplus Praxis für angewandte Hypnose. Speckenstraße 9. Wunstorf. (05031) 96 22 88 2, www.meplus.de


22 | Beauty und wellness

Hausputz im Kosmetikschrank Ein prüfender Blick auf Cremes, Lotionen und Tuben sollte immer mal wieder erfolgen, um zu vermeiden, dass das jeweilige Produkt seine Wirkung verloren hat oder sogar schädlich für die Haut ist. Besonders ältere und seit unbestimmter Zeit geöffnete Tuben, Tiegel und Flaschen sollten aus dem Regal verbannt werden. Wir sagen warum. Insbesondere angebrochene Kosmetik- und Pflegeartikel verfügen nur über eine begrenzte Haltbarkeit. Je mehr Luft, Bakterien oder Feuchtigkeit an das Produkt gelangen, desto schneller kann der Inhalt verderben. Achten Sie darauf, Cremes oder Lotionen nur mit sauberen Fingern oder mit einem Spatel zu entnehmen und

nach Gebrauch direkt wieder gut zu verschließen. Tipp: Auf der Verpackung oder in der Packungsbeilage sind grundsätzlich alle Inhaltsstoffe und die Haltbarkeit des Produkts vermerkt. Die meisten Kosmetika sind mindestens zweieinhalb Jahre haltbar. Garantiert der Hersteller eine längere Haltbarkeit, finden Verbraucher ein kleines Symbol in Form eines geöffneten Cremetopfs auf der Tube. Beispielsweise zeigt die Zahl „6M“, dass das Produkt nach Öffnung noch sechs Monate

haltbar ist. Tipp: Notieren Sie auf das Produkt das Datum, an dem Sie es geöffnet haben.

Was ist drin? Auf der Rückseite des Produkts finden Sie unter dem Punkt „Ingredients“ (Bestandteile) alle eingesetzten Stoffe in absteigender Reihenfolge ihrer Konzentration. „Das ist gerade für Menschen mit empfindlicher und zu Allergien neigender Haut interessant. Denn jegliche Duft- oder Zusatzstoffe müssen verzeich-

net werden“, sagt Prof. Stefan Martin, stellvertretender Leiter der Forschergruppe Allergologie an der Hautklinik des Universitätsklinikums Freiburg. Da man sich auf eine europaweit einheitliche Kennzeichnung geeinigt hat, findet man meist eine Kurzversion der chemischen Bezeichnung. Eine Übersetzung in die jeweilige Landessprache ist für den Hersteller nicht verpflichtend. Tipp: Übersetzungshilfe bietet zum Beispiel der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel. akz-o


25 Jahre

WO MAN WELLNESS

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24 | Forschung und Wissen

Grauer Star: Sonderlinse statt Brille FACHZAHNARZT FÜR KIEFERORTHOPÄDIE Ästhetische kieferorthopädische Zahnkorrekturen (Lingualtechnik) Korrektur von Zahnfehlstellungen (Invisalign)

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Bei mehr als 90 Prozent der über 65-jährigen Deutschen stellt der Augenarzt die Diagnose „Grauer Star“ Die ursprünglich klare Linse trübt sich allmählich ein, Betroffene sehen wie durch einen Schleier. Einzige Behandlungsmöglichkeit: Eine Operation, bei der die trübe durch eine künstliche Augenlinse ersetzt wird. Welche Linse eignet sich? Wir haben Tipps.

Dr. Kermani. „Sind sie perfekt auf die Anatomie des Auges abgestimmt, erzielen sie eine scharfe Sicht für Ferne und Nähe, und gleichen neuerdings auch Hornhautverkrümmungen aus.“

Bislang ließ sich die Mehrheit der Katarakt-Patienten die Standardlinse einsetWussten Sie, dass der Graue Star (med.: zen: Bis Ende 2011 bezahlten gesetzliche Katarakt) unbehandelt die häufigste Er- Krankenkassen nur dann eine Operation blindungsursache in der Welt ist? Die Di- inklusive Linsen, wenn der Patient das Imagnose ist aber Quelle: Kermani/Augenklinik am einfache Neumarkt, Köln/akz-o plantat wählte kein Grund zur – entschied Beunruhigung. er sich für die In den meisten Sonderlinse, Fällen handelt musste er diese es sich um ein inklusive OP natürliches selbst zahlen. Phänomen, das gut beFür Kassenhandelt werpatienten nun den kann. Die erschwinglich Operation ist Seit Januar allerdings die einzige Behandlungsmöglichkeit: Hier- 2012: Wünschen gesetzlich Versicherte bei wird die trübe Augen- durch eine eine Sonderlinse, tragen die KrankenkasKunstlinse ersetzt – ein Eingriff, der in sen die Kosten, die auch bei der ImplanDeutschland ca. 600.000 Mal pro Jahr tation einer normalen Linse entstanden durchgeführt wird. „Die heutigen Opera- wären. Der Betroffene zahlt lediglich den tionsverfahren sind besser denn je, sicher Differenzbetrag zwischen einfacher und und schmerzfrei“, sagt Dr. Omid Ker- höherwertiger Linse sowie den ärztlimani, ärztlicher Leiter der Augenklinik chen Mehraufwand. „Diese Bezuschusam Neumarkt in Köln. Bis vor wenigen sung einer lebenslangen Unabhängigkeit Jahren gab es für Graue Star-Patienten von Brille und Co. ist ein klarer Vorteil: nur die Einstärkenlinse (Standardlinse). Früher bezahlte der Kassenpatient rund Die hat aber ein Handicap: Nur ein Seh- 2.500 Euro pro Auge für die Implantabereich kann wieder scharf gesehen tion einer Sonderlinse. Jetzt wird dieser werden – das Nahe oder das Ferne. Betrag immerhin um den Anteil einer Grundsätzlich benötigt der Patient nach Standard- OP gemindert – eine Inveseiner OP mit Standardlinse eine Brille tition, die langfristig meist sogar nied(Lese-, oder Gleitsichtbrille), um den un- riger ist als die Versorgung mit teuren Gleitsichtgläsern“, so Dr. Kermani. Die ausgeglichenen Bereich zu korrigieren. Höhe des jeweiligen Erstattungsbetrages „Moderne Sonderlinsen können die sollten Patienten bei ihrem Operateur Brille komplett überflüssig machen“, so oder ihrer Krankenkasse erfragen. akz-o


26 | Forschung und Wissen

Seltene angeborene Stoffwechselerkrankungen Diagnostik und Therapie in der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)

Thomas bereitet sich gerade aufs Abitur vor. Nach dem Abitur möchte er Maschinenbau studieren. Dies ist nicht selbstverständlich, denn Thomas leidet unter einer vererbbaren Stoffwechselerkrankung, der Phenylketonurie (PKU). Jedes 7500. Kind in Deutschland wird mit einer PKU geboren. Die Leber von Thomas kann den Eiweißbaustein Phenylalanin nicht abbauen. Wird Phenylalanin in größerer Menge mit dem Nahrungseiweiß zugeführt oder unkontrolliert aus den Reserven des Körpers freigesetzt, vergiftet sich der Körper, über längere Zeit wird das Gehirn geschädigt. Unbehandelt leiden die Patienten unter einer geistigen Behinderung und epileptischen Anfällen. Durch eine eiweißarme Ernährung, angereichert mit einem phenylalaninfreien Aminosäuregemisch, lässt sich die Hirnschädigung verhindern, sofern die Erkrankung gleich nach der Geburt erkannt wird. Jedes in Deutschland geborene Kind erhält am 2. Lebenstag ein „Neugeborenenscreening“, Fersenblut wird entnommen und im Labor auf angeborene Erkrankungen untersucht. So können zurzeit 15 angeborene Erkrankungen entdeckt und behandelt werden, bevor es zu einer Schädigung des Körpers kommt. Das Team von Prof. A. Das führt bei Vorliegen einer Erkrankung weitergehende

Bestätigungsdiagnostik durch und leitet eine Therapie ein, die lebenslang überwacht wird. Dadurch kann den betroffenen Patienten - wie Thomas - ein weitgehend normales Leben ermöglicht werden. Seit den ersten Lebenstagen wurden Thomas und seine Eltern von Frau U. Meyer begleitet, die sicherstellte, dass die Eiweißmenge in der Nahrung richtig war und ausreichende Mengen an phenylalaninfreier Aminosäuremischung gegeben wurden, so dass es nicht zu Mangelzuständen kam. Zum Team von Prof. Das an der MHH-Kinderklinik gehören neben Frau Meyer noch Psychologen, Kinderkrankenschwestern, Laboranten, die die Spezialanalytik im Labor durchführen und im Forschungslabor neue Diagnostik- und Behandlungsmethoden entwickeln. Mit dem privaten „Screeninglabor Hannover“, dem größten Labor dieser Art in Deutschland, besteht eine enge Kooperation. Dank dieser berufsübergreifenden Zusammenarbeit kann Patienten wie Thomas ein weitgehend normales Leben ermöglicht werden. Nicht jede angeborene Stoffwechselerkrankung kann mit einer Spezialdiät behandelt werden, berichtet Prof. Das. Bei manchen Erkrankungen kann durch Medikamente die Bildung von Stoffwechsel-

produkten, die vom Körper des Patienten nicht abgebaut werden können, unterdrückt werden, so dass sie sich nicht im Körper ansammeln. Andere Medikamente führen dazu, dass gestörte Enzyme stabilisiert werden und ihre Funktion wieder aufnehmen. Bei einigen Stoffwechselerkrankungen kann das fehlende Enzym im Bioreaktor hergestellt und dem Patienten wöchentlich über die Vene gespritzt werden. Eine weitere Methode, um fehlende Enzyme oder Transportermoleküle zu ersetzen, ist die Organtransplantation. Hierbei hat die MHH langjährige Erfahrung, insbesondere in der Transplantation von Leber, Nieren und Knochenmark bei Kindern. Für eine solche Transplantation kommen Patienten mit angeborenen Stoffwechselerkrankungen in Frage, die weder diätetisch noch medikamentös behandelt werden können oder die trotz Diät und Medikamenten zu Stoffwechselkrisen neigen. Bei solchen Patienten berät das Stoffwechselteam mit anderen Arbeitsgruppen an der MHH das weitere Vorgehen. Aufgrund bestehender Therapiemaßnahmen erreichen heute viele Patienten mit angeborenen Stoffwechselerkrankungen das Erwachsenenalter, der älteste Patient, den Prof. Das und Frau Meyer in der Kinderklinik betreuen,

ist über 80 Jahre alt. Da er keinen Internisten mit Erfahrung im Bereich der angeborenen Stoffwechselerkrankungen findet, kommt er gern in die Kinderklinik, wenngleich das Ambiente mit Plüschtieren und niedrigen Stühlen für ihn ungewohnt ist. Andererseits können Kinder von Patientinnen mit PKU schon im Mutterleib geschädigt werden, eine strenge Stoffwechseleinstellung während der Schwangerschaft ist nötig. Weitere Informationen unter (0511) 532 3220, das.anibh@mh-hannover.de

Prof. A. Das, Leiter der Stoffwechselmedizin an der MHHKinderklinik

Uta Meyer, Diätassistentin an der MHH-Kinderklinik


GZ Hannover Ausgabe April / Mai 2013  

Die GZ Hannover ist eine kostenlose, zweimonatig erscheinende Zeitung mit einer Auflage von etwa 40.000 Exemplaren und rund 12.500 ausgesuch...

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