Page 1

CO-C U LT U L TO U R I

M

AS S O C IAT

Kleingruppenreisen · Mountainbiketouren · Bergexpeditionen

S

IO

N

SE

RA

PAM IR

Tadschikistan


Willkommen in Tadschikistan Pamir – das unbekannte Dach der Welt Herzlich Willkommen in einem der ursprünglichsten Länder der Erde! Tadschikistan ist die ärmste und sowohl wirtschaftlich als auch touristisch am wenigsten erschlossene der ehemaligen zentralasiatischen Sowjetrepubliken – aber genau das ist Teil des Reizes einer Reise in dieses unbekannte Paradies. Eine junge Republik mit 8 Millionen Einwohnern, zu 70% aus Hochgebirgen bestehend, die bis in schwindelerregende 7495m Höhe aufragen. Nur 7% des Landes liegen unterhalb von 1000m Meereshöhe und genauso klein ist der Anteil landwirtschaftlich nutzbarere Fläche. Das bedeutet jedoch auch: ca. 90% des Landes sind kaum oder gar nicht erschlossen – ein immenses Potential für

Abenteuertourismus! Für Wanderer und Bergsteiger ist Tadschikistan nicht nur deshalb ein echtes Paradies: Die Großartigkeit der Bergnatur, die großzügige Gastfreundschaft seiner Bewohner und das stabile Schönwetter-Klima im kontinentalen Sommer lassen wohl fast jeden Besucher begeistert schwärmen – und viele von ihnen wiederkommen! Tadschikistan ist wie ein ungeschliffenes Juwel, dessen zahlreiche Facetten sich bisher nur demjenigen erschließen, der den Komfort ausgetretener Pfade hinter sich lässt und wirklich etwas erleben und entdecken will! Sehr lange wird das vielleicht gar nicht mehr so sein, denn mit zunehmender

wirtschaftlicher Unterstützung des Westens lassen Investitionen in die Infrastruktur auch den Tourismus aufblühen. Noch steckt diese Entwicklung in den Kinderschuhen, aber gerade das macht in den kommenden Jahren auch den ganz besonderen Reiz einer Reise nach Tadschikistan aus. Hier ist man in aller Regel allein unterwegs, begegnet höchst selten einmal anderen Trekkingtouristen. Unter den Fahrradfahrern hat sich die Faszination des Pamir Highway hingegen schon herumgesprochen – Jahr für Jahr kommen mehr Fernradler, um die legendenumwobene Hochgebirgsdurchquerung unter die Pedale zu nehmen. Und Bergsteiger kommen ohnehin schon seit längst vergangenen Sowjetzeiten in den Pamir, um hier drei der fünf 7000er des berühmten „Schneeleoparden-Quintetts“ zu erstürmen. Ein echter Geheimtipp sind die faszinierenden Gipfel des Pamir erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wieder geworden.


Himmelsstürmende Berge und großartige Landschaften sind längst nicht alles, was das Land im Schnittpunkt der zentralasiatischen Hochgebirge zu bieten hat. Die nahezu vollständig erhaltene sogdische Ruinenstadt des alten Pendschikent gilt als „Pompeji Zentralasiens“. Der Wakhan-Korridor ist ein nach wie vor bestehendes Relikt des „Great Game“ zwischen den russischen und britischen Kolonialmächten um die Vorherrschaft in Zentralasien. Und historisch bedeutsame Stätten begegnen dem Reisenden ohnehin auf Schritt und Tritt – genauso wie immer wieder faszinierende Überraschungen am Wegesrand, wie beispielsweise die heißen Quellen von Garm Chashma und Bibi Fatima. Der siegreiche Feldzug Alexanders des Großen durch Persien fand dereinst nach der Eroberung Samarkands jähen Halt im Widerstand der Sogden in den unzugänglichen Tälern des Pamir. Dort im unberührten Serawschan, wo Alexander seine spätere Frau Roxane kennenlernte, liegt heute das einsame Trekkingparadies des Jagnob. Schwalbennestern gleich kleben an den Berghängen Dörfer, in denen Traditionen und Sprache der Sogden fortleben und auch die feueranbetenden Kulte des Zoroastrismus noch praktiziert werden…

Das wahre Highlight des unwegsamen Landes ist jedoch der riesige Pamir mit seinen 7000ern und dem gigantischen Fedschenko-Gletscher – mit 70 km Länge der weltweit längste Gletscher außerhalb der Polargebiete. Nicht umsonst wird der Pamir von den Einheimischen als „Bam-i-Dunja“ – das „Dach der Welt“ bezeichnet – ein Titel, dem die unzähligen Gebirgskämme mit ihren gewaltigen Ausmaßen und ihrer unberührten Einsamkeit absolut gerecht werden!

Jahren gibt es sogenannte Homestays, einfache Unterkünfte bei Gastfamilien. Eine Übernachtung hier lässt einen nicht nur die vorzüglichen Kochkünste „Babuschkas“ erleben, sondern auch ganz authentisch und ohne jegliche touristische Verklärung das Leben der einheimischen Bevölkerung kennenlernen. Wohl jeder, der einmal auf das „Dach der Welt“ gereist ist, spürt die Faszination dieses ebenso rauen wie gastfreundlichen Landes. Viele von denen, die einmal da waren, kommen wieder. Vielleicht gehören Sie ja eines Tages auch zu denen, die wiederkommen…

Hilfsprojekte im Pamir Wir unterstützen mehrere Hilfsprojekte, die sich im Pamir engagieren: Ist man in diesen abgelegenen Regionen unterwegs, so wird es nicht lange dauern und man wird von den überaus gastfreundlichen Bewohnern mit Tee, frischem Fladenbrot, Ziegenmilch, Joghurt und frischer Aprikosenmarmelade bewirtet – mit einer offenen Herzlichkeit dem Fremden gegenüber, die ihresgleichen sucht. Inzwischen ist aus dieser jahrhundertealten Tradition der Gastfreundschaft eine Geschäftsidee geworden: seit ein paar

Bartang-has-a-Future www.bartang-has-future.com Pamir-Hilfe e.V. www.pamir-hilfe.de PamirLink www.pamirlink.org Alpinclub Sachsen www.alpinclub.com

Im Fan-Gebirge wandert man entlang einer Perlenkette verschiedenfarbiger Seen durch gewaltige Bergwelten mit Tälern voll grüner, würzig duftender Artschagewächse. Und am türkisblauen Iskanderkul, dem „Alexander-See“, kann man einer Legende nach in Vollmondnächten noch heute sehen, wie die Mähne von Alexanders Streitross Bukephalos über das Wasser jagt… 1


Tadschikistan Fakten & Reiseinfos Klima: Extremes Kontinentalklima mit trockenheißen Sommern und sehr kalten, in manchen Landesteilen schneereichen Wintern. Die Jahresniederschlagsmengen sind relativ niedrig, so dass Steppenvegetation vorherrscht. Geographie: Tadschikistan ist mit 142 000 km² der kleinste der zentralasiatischen Staaten. Mehr als 70% der Fläche sind Hochgebirge, nur 7% liegen unterhalb 1000 m ü.M. Die Grenzen zu Usbekistan Pendschikent (im Westen und Norden, 910 km), Kirgistan (im Norden, 630 km), China (im Osten, 450 km), Afghanistan (im Süden, 1200 km) weisen für Touristen geöffnete Grenzübergänge auf. Bevölkerung: ca. 8 Mio, davon: ca. 70% Tadschiken, 20% Usbeken, 3% Russen sowie Kasachen, Kirgisen, Turkmenen. Von ehemals ca. 39.000 Deutschstämmigen (1979) leben nur noch etwa 1200 im Lande Sprachen: Die Landessprache ist Tadschikisch, welches mit Farsi (Persisch) verwandt ist. Im Pamir gibt es zudem mindestens fünf verschiedene Sprachen, die alle mit Altiranisch verwandt sind. Praktisch alle Menschen sprechen jedoch aufgrund der langen Zugehörigkeit zur Sowjetunion fließend Russisch. Russisch ist als Amts- und Geschäftssprache in den Städten weit verbreitet. Englisch wird kaum gesprochen, einige wenige Restaurants bieten auf Anfrage eine Speisekarte mit englischer Übersetzung.

2

Religion: 90% Islam, 10% russisch-orthodox und andere Minderheiten Hauptstadt: Duschanbe (ca. 720.000 Einwohner)

Khudschand Isfara

USBEKISTAN KIRGISTAN

Tschimtarga (5487)

Fan-Gebirge

Pik Energiya (5120m) Pik Samok (5070m)

Duschanbe

Pamir Highway Kalaikum

Kurgonteppa

Kuljab

Kolchosabad

AFGHANISTAN

Geschichte: Das Gebiet Tadschikistans lag abwechselnd unter der Herrschaft der Perser, Saken und Hunnen und gehörte auch zum Reich Alexanders des

Großen. Im 8. Jh. erreichte der Islam die Region. Während des Mittelalters gehörte Tadschikistan zum Kaiserreich Persien. 1868 wurde das Khanat von Buchara von Russland annektiert, zu welchem das tadschikische Territorium gehörte. 1924 entstand die der Usbekischen SSR unterstellte Tadschikische


Wirtschaft: Tadschikistan verfügt über Reserven an Erdöl, Erdgas und Braunkohle. Wichtigste Exportgüter sind Aluminium und durch Wasserkraft erzeugter Strom. Nach wie vor ist die Bedeutung der Landwirtschaft sehr groß, denn 2/3 der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Einen Schwerpunkt bildet der Anbau von Baumwolle. Die Anpflanzung von Getreide, Gemüse, Obst und Tabak ist sekundär. Daneben werden Rinder, Schafe und Ziegen gehalten sowie Seidenraupen gezüchtet.

ASSR, die 1929 zur Tadschikischen Sozialistischen Sowjetrepublik erhoben wurde. Nach der Unabhängigkeit am 9.9.1991 versank das Land in einem bis 1997 andauernden Bürgerkrieg, von dem es sich bis heute wirtschaftlich nicht erholt hat. Obwohl die militärischen Konflikte längst überwunden sind, ist es eines der ärmsten Länder Zentralasiens. Durch die Unterstützung des Landes im Kampf gegen die Taliban ist auch die wirtschaftliche Unterstützung in den letzten Jahren stark angestiegen und der Tourismus entwickelt sich seit einigen Jahren erfreulich stark aufwärts.

Anreise: Somon Air bietet Direktflüge von Frankfurt (FRA) nach Duschanbe (DYU). Turkish Airlines fliegt Duschanbe und Khudschand mehrmals die Richtung Osch

Pik Lenin (7134m) Pamir-Alai Karakul Pik Korschenewskaja (7105m)

Einreise: Zur Einreise nach Tadschikistan ist ein Visum erforderlich. Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen dieses bereits vor der Anreise beantragen. Dies kann am einfachsten online über www.evisa.tj oder über www.visum.de erfolgen. Für den Besuch von Berg-Badachschan (Pamir) ist ein sogenanntes GBAO-Permit erforderlich, welche auf Antrag ebenfalls vom Konsulat mit ausgestellt wird. Ortszeit: MEZ +4 Stunden. In Tadschikistan gibt es keine Sommerzeit. Die Zeitdifferenz zu Mitteleuropa beträgt daher im Winter +4 Stunden und im Sommer +3 Stunden Beste Reisezeit: Da die meisten Tadschikistan-Reisen die Hochgebirgsregionen mit einschließen, ist der Sommer von Mai bis September die beste Reisezeit. In den Niederungen kann es dann zwar sehr heiß und trocken werden, jedoch herrscht oft wochenlang stabiles Schönwetter vor.

Pik Ismoil Somoni (7495m)

Pass Akbaital (4655m)

Pamir Vanch

Tajik National Park

Murghab

Muztagh Ata (7546m)

CHINA Pamir Highway Yashil Kul

Khorog

Pik Friedrich-Engels (6510m) Pik Majakowski (6095m)

Ishkashim

Pik Karl-Marx (6726m) Vrang

Woche von Istanbul aus an (Vorteil: viele gute Verbindungen von zahlreichen Abflughäfen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz). Zudem gibt es verschiedene Flüge über Moskau und Sankt Petersburg.

Souvenirs: Typische Souvenirs sind Teppiche und Jeans (nahe Khudschand gibt es eine Jeans-Fabrik, die u.a. nach Europa exportiert), aber auch Edelsteine, Kristalle, Trockenfrüchte und kunstvolle Handarbeiten. 3


Natur pur entlang des Pamir Highway

TADPAM

19 Tage Naturrundreise l

Bischkek

Pendschikent

Pik

Pik Lenin

l Osch

l Kommunismus s l s Fan-Gebirge l Karakol

Muztagh Ata s

Duschanbe Pik Karl l l Marx Murghab Kuljab Khorog l sl Langar

Reisen Sie auf den Spuren Alexander des Großen über das Dach der Welt. Vom grünen Duschanbe unternehmen Sie zunächst einen Abstecher ins sagenhaft schöne Fan-Gebirge und das orientalisch geprägte Pendschikent. Anschließend geht es auf dem noch immer abenteuerlichen Pamir Highway tief hinein ins Hochgebirge. Durch gewaltige Gebirgszüge hindurch wenden Sie sich nach Süden, in den geschichtsträchtigen Wakhan-Korridor. Eine märchenhafte Gebirgslandschaft mit Blick auf schneebedeckte Gipfel und türkisblaue Seen umgibt Sie. Auf einsamen Routen, über die einst die Seidenstraße verlief, durchqueren Sie den östlichen Pamir und erleben die 4

s s s s s s s

Zentralasiatisches Roadmovie Großer Bogen durch ganz Tadschikistan bis nach Osch Exkursion ins Fangebirge Sagenhafter Wakhan-Korridor Zwei Passüberfahrten über 4000 m Basislager des Pik Lenin Osch (UNESCO) an der Seidenstraße

faszinierende Natur und die großzügige Gastfreundschaft der Pamiri. Die klare Luft lässt die Farben und Formen in einer atemberaubenden Intensität erscheinen. Der Blick schweift bis zum 100 Kilometer entfernten Muztagh Ata, dem Vater der Schneeberge, in China. Krönender Abschluss ist eine Übernachtung im Basislager des Pik Lenin in Kirgistan. Die überwältigenden Ausblicke auf die umliegenden Gebirgszüge, deren schneegekrönte Häupter den Himmel zu berühren scheinen, werden Sie nie vergessen.

Termine und Preise 05.06.19 – 23.06.19 26.06.19 – 14.07.19 17.07.19 – 04.08.19 21.08.19 – 08.09.19

3290 € 3290 € 3290 € 3290 €

Zusatzkosten Rail & Fly: 50 € Zubringerflug ab D/A/CH: auf Anfrage Teilnehmerzahl 4 – 12 www.diamir.de/TADPAM

Diese Reise ist im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet. Im Einzelfall sprechen Sie uns bitte an. Mindestteilnehmerzahl: 4, Absage bis 28 Tage vor Abreise möglich. Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen: siehe www.diamir.de/agb


Atemlos zwei Handbreit unterm Himmel Wieder einmal auf einem Roadtrip über den Pamir-Highway Gas weg! Das Schlagloch mit größter Vorsicht umkurven. Und dann mit der nächsten Bodenwelle wieder ordentlich Schwung holen. Jawohl, dawai! So kommt man vorwärts auf dem legendären M41: Langsam, aber sicher... Es gibt mindestens drei gute Gründe, sich auf einer Fahrt über den legendären Pamir-Highway ausreichend Zeit zu lassen: Erstens fliegt uns das Auto nicht um die Ohren, zweitens können wir uns an die dünne Luft gewöhnen und kippen auf dem 4655m hohen Akbaytal-Pass nicht aus den Latschen, drittens wollen wir ausgiebig den Blick in eine Landschaft genießen, die es so oder halbwegs ähnlich grandios höchstens noch dreimal gibt in

unserem Universum: Nämlich in Tibet, auf dem bolivianischen Altiplano und (vielleicht) auf dem Mond. Als wir ins riesige Tal des Karakul-Sees eintauchen, verschlägt es uns nicht nur aufgrund der Höhe von 3900m überm Meer den Atem! So intensiv wie an diesem Fleckchen Erde habe ich selten die Farben erlebt, mit denen Mutter Natur ihre Landschaftsbilder malt. Ich bin schon zum zweiten Mal auf dem Pamir-Highway unterwegs, auf einer der höchstgelegenen Fernstrassen der Welt. Und auf der (für mich) mit Abstand schönsten. Man muss sie freilich mögen, diese Einsamkeit zwischen himmelhohen Bergen auf dem Dach der Welt. Die kann genau so süchtig machen wie die herzerwärmende Gastfreundschaft der Pamiri beim Abendmahl in einem der vielen Homestays, die am Wegesrand immer zahlreicher entstehen. Ein Wermutstropfen in den Glückskelch unserer Reiselust ist höchstens der abschreckende Zaun, der meine Freun-

din Kristina und mich direkt neben der Strasse hunderte Kilometer weit begleitet: Der erste Stacheldraht vor der chinesischen Grenze. Wenn man – wie ich – hinter einer Mauer aufgewachsen ist, tut das weh. Aber dafür entschädigt später ein Abstecher vom PamirHighway zu einem alten stillgelegten Observatorium südlich von Murghab: Von hier können wir schier endlos weit in die chinesische Taklamakan-Wüste schauen, sehen den 7546 Meter hohen Muztag Ata zum Greifen nahe vor uns stehen und schauen nachts aus dem Zelteingang der Milchstrasse bei ihrer Wanderung durchs Firnament zu. So geht es eben – Schritt für Schritt – vorwärts und bergauf am Pamir-Highway: Langsam, aber sicher. Budjet, Budjet – so sagen sie hier. Und ich weiß es schon jetzt, mitten im gefühlten Nirgendwo: Ich werde eines Tages gern ein drittes Mal wiederkommen, hierher aufs atemberaubend schöne Dach der Welt. Ihr Thorsten Kutschke, Journalist und Fernsehmoderator 5


Zu Besuch bei Marx und Engels im Pamir

TADTRE

20 Tage Trekkingreise Pik Lenin s Pik Kommunismus Muztagh Ata s s l Duschanbe Zaroshkul l Pik Engels sl Langar Khorog l

Ishkashim l

l

Vrang

Einmal im ungezähmten Pamir-Gebirge zu wandern, ist der Traum eines jeden Bergbegeisterten mit Sinn für Routen, die abseits der ausgetretenen Pfade liegen. Trekking in seiner Reinform, gepaart mit naturkundlichen Exkursionen, erwartet Sie bei unserer sehr beliebten Tour im zentralasiatischen Tadschikistan. Schon allein die Fahrt auf dem legendären Pamir Highway, eine der faszinierendsten Gebirgsstraßen der Welt, und durch den geopolitisch wie historisch hochinteressanten Wakhan-Korridor, lässt viele Entdeckerherzen höher schlagen. Erleben Sie türkisblaue Hochgebirgsseen und versteckte heiße Quellen, umgeben von schneebedeckten Fünf- und 6

s Ideal für Trekkingerfahrene und Kenner s Hochgebirgstrekking mit Packeseln in der Einsamkeit unberührter Natur s Einzigartige Seenlandschaft in über 4000m Höhe s Basislager von Pik Engels und Pik Marx s Legendärer Pamir Highway s Sagenhafter Wakhan-Korridor Sechstausendern im Herzen des hohen Pamir. Dazu kommen reißende Gebirgsflüsse, die Sie zum Teil durchqueren müssen. In den tiefen Schluchten, hinter steilen Pässen und an den unberührten Hängen hat der sehr selten gewordene Schneeleopard eines seiner wenigen verbliebenen Refugien gefunden. Auch wenn die Chance äußerst gering ist, die Gebirgsjäger zu Gesicht zu bekommen, so ist ihre Aura doch allgegenwärtig. Der krönende Abschluss dieser Bergfahrt ist ein Trekking in Richtung der Pamir-Gipfel Friedrich Engels (6510 m) und Karl Marx (6726 m) mit grandiosem Blick zum Hindukusch und Karakorum. Die legendäre tadschikische Gastfreundschaft und die

schmackhafte zentralasiatische Küche runden dieses einmalige Erlebnis ab. Termine und Preise 26.06.19 – 15.07.19 17.07.19 – 05.08.19 21.08.19 – 09.09.19

3210 € 3210 € 3210 €

Zusatzkosten Rail & Fly: 50 € Zubringerflug ab D/A/CH: auf Anfrage Teilnehmerzahl 6 – 12 www.diamir.de/TADTRE

Diese Reise ist im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet. Im Einzelfall sprechen Sie uns bitte an. Mindestteilnehmerzahl: 6, Absage bis 28 Tage vor Abreise möglich. Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen: siehe www.diamir.de/agb


Der Pamir, mein Rad und ich. Mit dem Rad von Dresden nach Ulaan Baatar Wenn es über einen hereinbricht, zu wissen mitten auf dem Pamir Highway zu stehen, auf dem Dach der Welt, dann ist das ein erhabenes Gefühl. Der Weg bis zu den Gipfelpässen ist lang aber lohnenswert. So schlängelt man sich anfangs von Duschanbe über unwegsame Straßen, an Flüssen, über Pässe bis an den Grenzfluss Pandsch, der Tadschikistan mit Afghanistan trennt. Ein besonderes Erlebnis ist dabei der Besuch eines Cross-Border-Marktes, auf dem Tadschiken und Afghanen gemeinsam Handel betreiben. Es gibt natürlich auch touristische Highlights an denen man die wechselhafte Geschichte des Pamir-Gebiets verstehen kann. So säumen verlassene Burgen den Weg und erinnern an die strategi-

sche Vormachtstellung alter Königreiche, Stupa-Pyramiden zeigen dass nicht nur der Islam hier Einzug hielt, die Trachten der Menschen und das Essen rufen einem sofort die zentralasiatische Kultur ins Gedächtnis. Es ist ein Melting Pot, die Nähe zu Afghanistan macht einen besonderen Reiz aus.

laufen zu den Yurten Ihrer Besitzer. Es ist eine fremdwirkende und krasse Gebirgslandschaft die mich besonders beeindruckt hat, denn so etwas habe ich noch nie erlebt. Ihr Johann-Georg Cyffka, DIAMIR-Team Marketing

Landschaftlich ist der Pamir Highway ein enges Tal, alle Wege führen über die zweitgrößte Stadt Khorog, ein wichtiges weil letztes Handelszentrum vor dem Pamir-Gebirge. Doch dann steigt man über den Wakhan-Korridor in eine zurückliegende Zeitrechnung hinauf, über den Khargush-Pass in den Luxus der Weite des Pamir Plateaus. Gekrönt wird die Reise vom Ak-Baital-Pass auf 4655 m (beinahe Mt. Blanc!). Die Naturgewalten und die karge Landschaft lassen das Auge lange schweifen bevor man nach langer Fahrt wieder einen Menschen trifft am Karakul-Hochgebirgssee. Es ist atemberaubend und näher kommt man auf keiner Straße der Welt an den Himmel, die Greifvögel jagen die aberhundert Murmeltiere und die Yaks 7


TADMTB

Pamir-Durchquerung mit dem Mountainbike 14 Tage Mountainbike-Trekking auf 2 Routen l Osch

or

Pik Lenins Pik Kommunismus Karakol l l Duschanbes rrid

Pik Lenins Muztagh Pik Kommunismus Karakol l s Ata l Duschanbes l a T g n l a Rushan Bart Kuljab l

TADMTB-W

Kuljab l

-Ko

l Osch

Wa kh

Khorog l

an

TADMTB-B

Der Pamir ist eine der spektakulärsten und zugleich einsamsten Hochgebirgsgegenden dieser Welt. Auf weit über 7000 Meter erhebt sich der Pamir im Osten Tadschikistans. Den Reisenden erwartet eine einzigartige Kulturlandschaft und grenzenlose Gastfreundschaft. Diese Reise führt Sie per Geländewagen von Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans, über den legendären Pamir-Highway nach Khorog. Hier steigen Sie auf Fahrräder um und fahren in acht Etappen durch das Bartang-Tal, hinauf an den 4020m hoch gelegenen Karakol-See. Über die Grenze geht es weiter nach Kirgistan, wo Sie Ihre BikeTour am Fuße des Pik Lenin (7134m) beenden. Per Transfer geht es in die 8

Muztagh s Ata l Murghab

s Pamir Durchquerung mit eigenem MTB s Spektakuläre Route durch das Bartang-Tal s Gepäcktransport und technische Unterstützung durch Begleitfahrzeug s Begleitung durch den erfahrenen MTB-Guide Stefan Ebert s Großes Finale: per MTB zum Pik Lenin Basislager

geschichtsträchtige Stadt Osch an der alten Seidenstraße. Ihr lokales Begleitpersonal übernimmt während der Tour mit Allradfahrzeugen den Gepäcktransport und versorgt Sie mit köstlichem Essen. Sie fahren die Etappen mit einem leichten Tagesrucksack und bei Bedarf können Teilstücke mit dem Auto zurückgelegt werden.

Termin und Preis via Bartang-Tal 09.09.19 – 22.09.19 2390 € Termin und Preis via WakhanKorridor 03.06.19 – 16.06.19 2390 € Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 520 € Teilnehmerzahl 5 – 12 www.diamir.de/TADMTB-B www.diamir.de/TADMTB-W

Diese Reise ist im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet. Im Einzelfall sprechen Sie uns bitte an. Mindestteilnehmerzahl: 5, Absage bis 60 Tage vor Abreise möglich. Veranstalter: Epic Trails, die Gruppe besteht nicht exklusiv aus DIAMIR-Gästen. Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen: siehe www.diamir.de/agb


Das Schwitzen lohnt sich! Stefan Ebert über die Faszination von Mountainbike-Reisen im Pamir Auch nach vielen Reisen durch den Pamir bin ich immer noch absolut begeistert von dieser imposanten Gegend. Mit dem Fahrrad durch den Pamir zu fahren ist wie eine Zeitreise. Die Menschen leben einfach, sind unglaublich gastfreundlich und alles ist sehr ursprünglich. Der Rhythmus der rauen Natur gibt hier den Takt für das Leben der Menschen vor. Es sind die Begegnung am Wegesrand, die eine Fahrradreise in den Pamir zu einem unvergesslichen Erlebnis machen:die Einladungen zum Tee, die leuchtenden Augen der Kinder und die Menschen, die voller Stolz alles teilen und ein echtes Interesse an uns, ihren Gästen, haben.

Zum Fahrradfahren ist der Pamir eine wirkliche Herausforderung. Trotz vergleichsweise kurzer Tagesetappen auf unseren Reisen fordert einem das trockene Klima, die Sonne, die Höhe und vor allem der raue Untergrund alles ab. Die für das Mountainbike besonders interessanten Routen durch das Bartang-Tal und das Wakhan-Tal haben kaum Verkehr und ermöglichen einen tiefen Einblick in die Kultur und Geschichte der Menschen sowie grandiose Naturerlebnisse mit Ausblicken auf 5.000er, 6.000er und 7.000er. Die Entscheidung für eine der beiden Routen sollten Sie vom Termin abhängig machen. Beide Reisen werden Sie begeistern! Das weit gezogene Wakhan-Tal bietet viele Möglichkeiten für Übernachtungen in Gästehäusern, baden in heißen Quellen und den Besuch von Festungsruinen aus der Zeit der Seidenstraße. Ein absolutes Highlight sind hier die Aussichten auf die 6.000er des Hindukusch sowie unser Camp am Ufer des Yashikul Sees. Im tief eingeschnittenen Bartang-Tal

wechseln sich weite (bar) und sehr enge (tang) Abschnitte ab. Ein faszinierendes Farbspiel der Felsen und Steine bringt scheinbar hinter jeder Kurve neue Landschaften zum Vorschein. Die Besonderheit dieses Tals hat der russische Forschungsreisende Pavel Luknizki, der sich in den 1930er Jahren in das Bartang-Tal verliebte, wie folgt auf den Punkt gebracht: ‚Wer nicht in Bartang war,hat den Pamir nicht gesehen‘. Ab dem Karakul-See verlaufen beide Routen identisch. Die Überquerung des Kyzyl-Art Pass und Abfahrt nach Kirgistan mit seiner endlosen Wiesenund Weidelandschaft, ist ein absoluter Kontrast zur Steinwüste des Pamir. Mit der Fahrt zum Jurten-Camp unterhalb des Pik Lenin bieten die Reisen einen grandiosen Abschluss vor der Kulisse der massiven Eiswand dieses Siebentausenders. Ihr Stefan Ebert, langjähriger Fahrrad-Guide im Pamir

9


Große Seidenstraße

TADKIR

Tadschikistan • Kirgistan Bischkek l l Osch

Duschanbe l Khorog &l Wakhan-Korridor

Reisen Sie mit uns auf der Achse der Kulturen in die Länder Ihrer Wahl und kombinieren Sie nach Herzenslust Georgien, Armenien, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan – sehen Sie den noch heute regen Handel und interkulturellen Austausch über Grenzen hinweg! Kommen Sie mit uns auf die vom venezianischen Kaufmann Marco Polo beschriebenen Karawanenrouten, folgen Sie den Spuren von Alexander dem Großen und Dschingis Khan! Erleben Sie den Mythos und die Geschichten aus tausendundeiner Nacht selbst!

s Zentralasiatische Metropolen: Duschanbe, Osch und Bishkek s Weiße Berggipfel im Pamir und Tienschan hautnah s Nomadenleben in Kirgistan am Issyk-Kul s Der legendäre Pamir Highway via Wakhan-Korridor s Höhenrausch auf dem Pamir Highway s Straßen-Pässe weit über 4000 m s Kirgistan im kulturellen Fokus

Termine und Preise 24.05.19 – 13.06.19 21.06.19 – 11.07.19 02.08.19 – 22.08.19 13.09.19 – 03.10.19

3370 € 3370 € 3370 € 3370 €

Zusatzkosten Rail & Fly: 50 € Zubringerflug ab D/A/CH: auf Anfrage Teilnehmerzahl 6 – 12 www.diamir.de/TADKIR

10

Diese Reise ist im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet. Im Einzelfall sprechen Sie uns bitte an. Mindestteilnehmerzahl: 6, Absage bis 28 Tage vor Abreise möglich. Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen: siehe www.diamir.de/agb


Mit Kindern unterwegs im Pamir Reisebericht von Sebastian Falck Wir stehen vor unserer Ausrüstung und die Vorfreude steigt. Wie in den letzten Jahren wollen wir mit der Familie einige Sommerwochen oben auf dem Pamir verbringen. Die Berge rufen, die Weite lockt und außerdem haben wir in diesem Jahr etwas Besonderes vor – wir wollen mit den Kindern den Alichur paddeln. Dafür haben wir extra unseren Schlauchkanadier mitgebracht. Die ersten Tage der Reise verbringen wir in Khorog, der auf ca. 2100 m gelegenen lebendigen und schönen Hauptstadt des Pamir. Wir treffen Freunde, genießen die Bergluft und akklimatisieren uns. Im schon recht populären Jizewtal frönen wir auf einer mehrtägigen Tour unserer Wanderlust.

Übernachtet wird wie oft hier oben in Homestays, einfachen Gasthäusern, die von lokalen Familien betrieben werden. So sparen wir uns das Übernachtungsgepäck und sind auf jetzt schon bis 3.200 m leichtfüßiger unterwegs. Mit einem Abstecher hoch zur Engelswiese reisen wir durch den WakhanKorridor auf das Pamir-Plateau. Hier suchen wir eine Stelle zum Einsetzen, stellen das Auto bei ein paar Jurten unter und stechen in See. Ein langjähriger Traum wird wahr. Drei Tage folgen wir dem Fluss Alichur über das Hochplateau und überqueren dann noch den Yashikul-See, an dessen Ufer wir uns an einer heißen Quelle mit Freunden verabredet haben.

das Tanimastal hinauf in das Bartangtal einzubiegen und es komplett zu durchqueren. Was für eine herrliche Tour. Mit etwas Planung und Zeit im Gepäck lässt es sich wunderbar mit Familie durch den Pamir reisen. Im Sommer regnet es kaum, man kann sein Zelt aufstellen wo man mag, vielerorts stehen Packesel und Homestays zur Verfügung und mit Kindern ist man sowieso immer und überall willkommen. Und immer wenn wir dachten, uiuiui, jetzt wird es aber anstrengend mit der Höhe, sprangen unsere zwei Kleinen weiter voller Energie vor uns den Trail entlang. Ihr Sebastian Falck, Tadschikistan Experte

Wir wollen weiter, rauf nach Murghab und sind bei unserer Ankunft ganz erstaunt – viele der Homestays im Ort sind belegt. Murghab hat sich etabliert als Etappenziel auf der Reise entlang des Pamir Highway. Wir fahren Richtung Karakul, biegen aber vor Erreichen des Sees nach Westen ab, um über den Kok Jar-Pass mit seiner tollen Aussicht 11


Orient pur

TADUSB

16 Tage Trekking- und Kulturreise l Taschkent

Buchara l

l

Samarkand s Fanberge l Duschanbe

Wenn Sie aktive Erholung und die Geschichten aus 1001 Nacht genauso lieben wie wir, dann ist diese außergewöhnliche Länderkombination ideal für Sie. Erleben Sie die Gegensätze der beiden zentralasiatischer Länder hautnah. Seien Sie herzlich willkommen in der wilden Bergwelt Tadschikistans und den prachtvollen Oasen Usbekistans. Erkunden Sie auf Wanderungen die von schneebedeckten Gipfeln und weiten Tälern geprägte Landschaft des malerischen Fan-Gebirges. Unter Reisenden gilt der Gebirgszug schon länger als einer der schönsten Asiens. Begleitet von den Hufschlägen der Lasttiere laufen Sie karawanengleich entlang stolzer Bergkulissen und tiefblauer Seen durch 12

s s s s s s s

Zentralasiatische Bilderbuchkulissen Tadschikistans Schönster Platz in Samarkand: Registan (UNESCO) Zu Fuß unterwegs im schönen Fan-Gebirge Kultur entlang der legendären Seidenstraße Märchenhafte Oasenstadt Buchara (UNESCO) Berglegenden: Alpinisten-Lager „Vertical“ Ihre eigene Karawane: unterwegs mit Lasttieren

tadschikische Weiten. Eine ursprüngliche Lagerfeuerromantik, begleitet von einem beeindruckenden Sternenhimmel, erwartet Sie am Ende eines jeden Trekkingtages. Beflügelt von diesem einmaligen Naturerlebnis erkunden Sie anschließend den Zauber des Orients im Nachbarland. Die reichen Wüstenoasen Usbekistans gehören nicht ohne Grund zum UNESCO-Weltkulturerbe. Lassen Sie sich von der Schönheit der orientalischen Prachtbauten verzaubern. Flanieren Sie auf einem der schönsten Plätze der Welt, dem beeindruckenden Registan in Samarkand. Bewundern Sie filigrane Mosaike und gewaltige Kuppeldome in Buchara und Taschkent. Das farbenfrohe Feuerwerk

an orientalischen Impressionen wird Sie begeistern. Termine und Preise 07.06.19 – 22.06.19 19.07.19 – 03.08.19 23.08.19 – 07.09.19

2490 € 2540 € 2490 €

Zusatzkosten Rail & Fly: 50 € Zubringerflug ab D/A/CH: auf Anfrage Teilnehmerzahl 6 – 12 www.diamir.de/TADUSB

Diese Reise ist im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet. Im Einzelfall sprechen Sie uns bitte an. Mindestteilnehmerzahl: 6, Absage bis 28 Tage vor Abreise möglich. Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen: siehe www.diamir.de/agb


Von den Fan-Bergen zu den Perlen der Seidenstraße Reisebericht von Dirk Dannecker Unsere Trekking- und Naturrundreise durch die goldenen Fan-Berge ist bereits seit einigen Jahren unheimlich beliebt. Ende August 2017 ging es gemeinsam mit sechs ebenfalls erwartungsfrohen Gästen in diese wenig besuchte und reizvolle Gegend Zentralasiens. Die Hauptstadt Duschanbe empfing uns natürlich mit strahlend blauem Himmel und heißen 37 Grad. Typisch für die Großstädte Zentralasiens ist die Mischung aus dem Charme der alten Sowjetära, moderner Architektur, einem lebhaften Bazar und dem traditionellen, religiösen Leben der Menschen.

Die Reiseroute führt von hier Richtung Norden nach Pendschikent, Ausgangspunkt für die Besichtigung der sogdischen Ruinenstadt und der farbenprächtigen sieben Seen. Den Mittelpunkt der Reise stellt jedoch das Trekking dar, welches geprägt war von herrlicher Hochgebirgslandschaft und einer tollen, zuvorkommenden Begleitmannschaft. Die Reiseleitung war ausgezeichnet, Mubin war stets um alles bemüht und ließ keinen erfüllbaren Wunsch unerfüllt. Seine Erfahrung und Detailwissen gab er jederzeit gern weiter. Die optionale Besteigung des Pik Energie erwies sich allerdings im Spätsommer schwerer als gedacht. Die Gipfelflanke war komplett vereist, weswegen ein Gipfelerfolg nur den technisch erfahrenen Teilnehmern vorbehalten blieb.

Hier muss die Reise aber lang noch nicht zu Ende sein, denn durch die Öffnung des alten/neuen Grenzüberganges zwischen Pendschikent und Samarkand im März 2018 sind Sie relativ schnell in Usbekistan. Samarkand, Buchara und Taschkent, die alten Handelsmetropolen an der Seidenstraße bieten beste Möglichkeiten für einen kulturellen Rahmen Ihrer Reise nach Zentralasien. Beide Länder haben zudem E-Visa-Verfahren eingeführt, sodass die bürokratischen Hürden im Vorfeld Ihrer Reise relativ leicht zu meistern sind. Ihr Dirk Dannecker, DIAMIR-Team Asien

Der letzte Abend in Duschanbe bei traditionellem Bauchtanz, Schaschlik und landestypischen „Wässerchen“ war für alle ein Erlebnis und ein harmonischer Abschluss der Reise. 13


Mit Yak und Pack im Pamir Ein Globetrotter-Team war im Pamir auf Erkundungstour und kam begeistert zurück. Grandiose, fast unberührte Landschaft und angenehme Menschen, deren Türen für Besucher immer offen stehen – so habe ich Tadschikistan erlebt«, erzählt Globetrotter-Geschäftsführer Andreas Bartmann. Zusammen mit seinen Freunden Kay Rittmeister, Holger Moths und Thomas Lipke ist er im Sommer durch das zentralasiatische Gebirgsland gereist. Die vier haben meist beruflich miteinander zu tun: Kay hat Globetrotter viele Jahre als Anwalt begleitet, Holger als Architekt, Thomas war bis vor Kurzem ebenfalls Geschäftsführer. Alle paar Jahre planen die alten Kumpels eine ganz besondere Tour, und nach einem Kanutrip in Kanada und einer Hundeschlitten-Expedition auf Spitzbergen sollte es diesmal eine »Reise ins Unbekannte« werden. Die gewohnte Komfortzone verlassen, Neues entdecken, den eigenen Horizont erweitern. An dieser Stelle kam Matthias Poeschel als »Reiseleiter« ins Spiel. Er lebt in Tadschikistan und berät im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit die Aga-KhanStiftung. Sein Ziel: den Tourismus in 14

der verarmten ehemaligen Sowjetrepublik ankurbeln, denn Tourismus schafft Jobs vor Ort. Viele junge Tadschiken haben keine Perspektive im eigenen Land und gehen als Arbeitsmigranten nach Russland. Eine Tour mit den weit gereisten Globetrottern, so versprach sich Matthias, würde auch wertvollen Input für die Tourismusentwicklung liefern. »Denn so wenig wir Westler über Tadschikistan wissen, so wenig wissen die Tadschiken über die Wünsche und Erwartungen westlicher Traveller«, sagt Matthias. Eine Win-winReise sozusagen. Legendärer Rüttelkurs: Der Pamir Highway »Tadschikistan ist eines der letzten Abenteuer, ein fast weißer Fleck auf der touristischen Landkarte. Ideal für alle, die fernab von Massentourismus als neugierige Entdecker unterwegs sein wollen«, erzählt Matthias im Gespräch mit dem Globetrotter Magazin. Und auch Andreas Bartmann, sonst eher hanseatisch zurückhaltend, gerät ins Schwärmen: »Ich bin selten so positiv von einem Land überrascht

worden. Meine Erwartungen wurden weit übertroffen.« Aber der Reihe nach: Startpunkt ist die Hauptstadt Duschanbe, mit 780 000 Einwohnern das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Tadschikistans. Hier beginnt der legendäre Pamir Highway, der entlang einer Route der alten Seidenstraße ins Hochgebirge führt. Der Begriff Highway erweist sich als missverständlich, denn die Straße ist eher Piste als Autobahn, in der löchrigen Teerdecke lauern Schlaglöcher zuhauf. Die Globetrotter werden ordentlich durchgeschüttelt. Der Pamir Highway führt durch weite Wüstenlandschaften und grüne Hochtäler in eine wilde Gebirgswelt. Mit bis zu 7500 Meter hohen Gipfeln ist der Pamir eines der mächtigsten und zugleich trockensten Gebirge der Welt. Fantastische Ausblicke entschädigen für die Schlaglöcher, und abends lockert ein Bad in heißen Naturquellen die Muskeln wieder. Begeisterung und Nachdenklichkeit gehören auf dieser Reise zusammen. »Tadschikistan ist noch ein sehr ursprüngliches Land. Wie viel davon geht kaputt, wenn mehr Gäste kommen?«, fragt sich Andreas Bartmann.


Gleichzeitig eröffnet ein nachhaltiger Tourismus viele Chancen, und die Globetrotter nehmen ihre Rolle als touristische Entwicklungshelfer ernst. Den drei einheimischen Guides sollen sie vermitteln, wie westliche OutdoorTouristen ticken. Dass Wandern im Pamir, wo schon die Täler auf 3000 Metern liegen, Wissen über Akklimatisierung und Höhenkrankheit erfordert, ist den Gästen aus dem platten Hamburg bewusst. Das Globetrotter-Team fühlt sich fit genug für die geplanten Ein- und Mehrtagestouren in den Bergen. »Einige hatten zur Vorbereitung sogar ein richtiges Höhentraining absolviert«, erzählt Thomas Lipke. Ein Ziel ist die knapp 4000 Meter hoch gelegene Engelswiese, wo man ein Basislager errichten und Tagestouren unternehmen will. Die Engelswiese verdankt ihren Namen jedoch nicht ihrer engelsgleichen Schönheit, sondern dem 6510 Meter hohen Pik Friedrich Engels, an dessen Südflanke die Wiese malerisch liegt – vielleicht doch ein bisschen engelsgleich. Einen Pik Karl Marx (6723 m) gibt es auch. »Die skurrilen Namen stammen noch aus der Sowjetzeit«, erklärt Matthias, »damals wurden im Pamir ›Alpinaden‹ abgehalten, das waren internationale Wettbewerbe für Bergsteiger.« Epische Natur, freundliche Menschen, Spuren uralter Kulturen. Tadschikistan ist ein wunderbares Reiseland für Entdecker – für die Neugier und Abenteuerlust mehr zählen als durchgeplanter Komfort. »Fast unberührte Landschaft und angeneh¬me Menschen, deren Türen für Besucher immer offen stehen.« Beim Aufstieg zeigt sich der Pamir von seiner wilden Seite, es graupelt, regnet und stürmt. Bald ist der schmale Weg vereist. Auf dem spiegelglatten Untergrund verweigern selbst die Esel den nächsten Tritt. Die Gruppe

muss abbrechen und auf andere Reviere ausweichen. Für die Schulung der Guides gleich eine gute Übung, denn solche Planänderungen müssen schnell entschieden und den Gästen gut erklärt werden. Auch das Marschtempo ist ein Thema: »Anfangs wollten die Jungs jede Strecke möglichst schnell bewältigen, wie sie das eben gewohnt sind. Wir erklärten ihnen dann, dass wir ja nur einmal hier sind und die Wanderungen und Ausblicke genießen möchten«, erzählt Thomas Lipke. Basisarbeit in der Kunst des Campens Dass erfahrene Outdoorer statt – nett gemeinter – Beschwichtigungen lieber seriöse Infos erhalten, ist ein weiterer Diskussionspunkt. »Wenn es heißt: noch zwei Kilometer, und es dann aber fünf Stunden bis zum Ziel dauert, ist niemandem geholfen«, sagt Thomas. Ein andermal sollen die Zelte in einem holperigen Kiesbett aufgestellt werden, während die Pferde auf der Wiese nebenan grasen. »Da haben wir schon etwas Basisarbeit geleistet und erklärt, warum auch Wanderer auf gute Campplätze Wert legen, mit schöner Aussicht, Morgensonne, weichem

Untergrund und Wasserstelle in der Nähe«, lacht Andreas. »Auch wenn solche Feinheiten den Guides doch eher fremd waren, haben sie unsere Anregungen wissbegierig aufgesogen, verstanden und schnell umgesetzt.« Umgekehrt dürfen sich die Guides über die Schrullen der altgedienten Globetrotter amüsieren. Neben der ewigen Suche nach dem allerbesten Zeltplatz gehört dazu auch das Mitführen einer gut sortierten CampingBar. »Zum Sonnenuntergang wurden Beutel und Hightech-Trinkschläuche mit flüssigen Köstlichkeiten ausgepackt«, staunt Matthias. Rotwein wird stilecht in Lexan-Gläsern kredenzt. Guter Whisky darf auch nicht fehlen. »Die waren wirklich perfekt ausgerüstet.« Dabei wird nicht nur Know-how weitergegeben, sondern auch Ware aus dem Sortiment: Als die Globetrotter die eher einfache Ausrüstung der Guides inspiziert haben, beschließen sie spontan, ein paar Zelte, Schlafsäcke und anderes Equipment zu sponsern. Übernachtet wird unterwegs nicht nur im Zelt, sondern auch bei einheimischen Familien, »Homestays« heißt dieses auch in anderen Ländern 15


bewährte Konzept. Man schläft oft gemeinsam in einem Raum, jeder auf einer Matte. Die Homestays sind nicht nur eine Einnahmequelle für die Einheimischen. Hier begegnen sich auch die Kulturen und können sich austauschen. »Die vier sind Reiseprofis, das merkt man auch daran, dass sie Gastgeschenke, Postkarten und Fotos von zu Hause mitgebracht haben. So bekommen die Gastgeber auch Einblick in die Welt der Gäste«, erzählt Matthias. Die Gastgeber sprechen manchmal Englisch, meist aber Tadschikisch, Russisch, Wakhi oder Bartangi. Die Guides oder Matthias übersetzen. Projekt Pamir-Toilette Für die deutschen Gäste sind das intensive Einblicke. »Das Leben der Pamiri ist hart und entbehrungsreich. Die Armut ist groß, Ackerbau und Viehzucht auf über 3000 Meter Höhe werfen nicht viel ab. Durch das Land laufen Transportrouten für Opium und Heroin, korrupte Behördenvertreter verdienen dabei. Trotzdem versprühen die Menschen eine ansteckende Lebensfreude, das ist schon sehr besonders. Einfachheit und Reduktion spielen eine große Rolle und färben wohltuend auf uns Besucher ab«, sagt Andreas Bartmann. Touristische Problemzonen wie die Sauberkeit der Betten oder die Beschaffenheit der Toiletten – das kennt man auch von Hiker-Hostels in Nepal – gibt es in Tadschikistan ebenfalls. Matthias und seine Kollegen von der Organisation PECTA (Pamir Eco-Cultural Tourism Association) sind dabei, in den Homestays entsprechende Standards einzuführen: einfache, aber saubere Lager, Haken an der Wand, um Kleider aufzuhängen, und frische Bettwäsche für jeden Gast. Auch die einfachen Plumpsklos sind nicht jedermanns Sache, doch Architekt Holger hat bereits das Projekt »Pamir-Toilette« aufgegleist. Bis er eine probate Lösung 16

entwickelt hat, gilt Matthias’ Grundsatz: »In Tadschikistan muss man halt in die Hocke gehen.« Für Thomas Lipke, den passionierten Fotografen, ist Tadschikistan ein großartiges Reiseland: »Als Tourist bist du hier hier Exot, aber die Leute sind total offen und interessiert, auf eine positive Art neugierig. Sie freuen sich einfach, dass wir in ihrem Land sind. Da gelingen nach netten Gesprächen tolle Portraits.« Fotomotive finden sich auf der Reise an jeder Ecke: schroffe Berge mit mächtigen Gletschern, grasende Yaks, türkisfarbene Gebirgsbäche mit weißen Sandbänken, uralte Festungen und Jurten kirgisischer Nomaden. Quirlige Basare, wo knallgelbe Zitronen, rote Granatäpfel oder grüne Korianderbündel aus den Ständen leuchten. Dazwischen, beim Metzger, ein stolz ausgestellter Kuhkopf. Dem Schneeleoparden auf der Spur Für ein echtes Highlight der Reise sorgt der gut vernetzte Matthias, als die Gruppe die amerikanische Forscherin Tanya Rosen trifft. Tanya arbeitet für Panthera, eine Organisation, die sich weltweit für den Schutz von Großkatzen einsetzt. In Tadschikistan leben noch einige Schneeleoparden. Tanya und ihr Team versuchen mehr über den scheuen, noch sehr unbekannten »mountain ghost« in Erfahrung zu bringen. Gleichzeitig wollen sie dem illegalen Handel mit Schneeleoparden-Fellen Einhalt bieten. Das soll gelingen, indem man aus Wilderern Naturschützer macht und die Bevölkerung für die gefährdeten Schneeleoparden sensibilisiert. Schließlich ist es der Mensch, durch den der Lebensraum der Schneeleoparden schrumpft. Mit Tanya ziehen die Globetrotter los und stoßen auf seltene Marco-PoloSchafe. Die Riesenwildschafe erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 1,30 Meter, ihre gewaltigen Hörner winden

sich zu einem Kreis. »Sie sind wunderschön«, sagt Tanya, »und auch Beute für die Schneeleoparden.« Die Raubtiere lassen sich zwar nicht blicken, aber das wäre wohl zu viel des Glücks gewesen. »Wir haben den Schneeleoparden nicht gesehen, aber dieselbe Luft geatmet. Das allein ist doch schon magisch«, freut sich Tanya. Gar nicht magisch, sondern trocken realistisch gestaltet sich das Ende der Reise: Die Straße nach Duschanbe ist nach starken Regenfällen teilweise weggerissen, kein Durchkommen, auch nicht zum Flughafen. Also muss ein Plan B her. Solche Situationen ist Matthias gewohnt: »In Tadschikistan passiert ständig etwas Unvorhergesehenes. an muss immer auf eine Planänderung gefasst sein.« Er telefoniert und organisiert und bringt die Globetrotter schließlich ans andere Ende des Pamir Highways, nach Osh in Kirgisistan. 600 Kilometer Umweg. Aber von Osh geht ein Flieger Richtung Westen. »So ist das im Pamir«, lacht Matthias, »es klappt alles, nur nicht immer wie geplant.«

»Als Tourist bist du hier Exot, aber die Leute sind auf eine positive Art neugierig.« Ihre Iris Lemanczyk, Autorin und Journalistin


LAUFEN MUSST DU SAGST DU SELBST

W O H I N.

WIR SAGEN WOMIT.

DIE RICHTIGE AUSRÜSTUNG BEKOMMST DU VON UNS

BESUCHE EINE VON UNSEREN ERLEBNISFILIALEN: HAMBURG . BERLIN . KÖLN DÜSSELDORF . FRANKFURT . DRESDEN . STUTTGART . MÜNCHEN ODER << WWW.GLOBETROTTER.DE >>


www.visitpamir.com REISEBERICHTE · LÄNDERINFOS · REISEN

DIAMIRMesse-Termine mit extra PAMIR Stand Globetrottertag, Leipzig Touristik & Caravaning, Leipzig CMT, Stuttgart REISEN Hamburg f.re.e. München ITB Berlin

14.10.2018 21.11. – 25.11.2018 12.01. – 20.01.2019 06.02. – 10.02.2019 20.02. – 24.02.2019 06.03. – 10.03.2019

Empfehlenswert Reiseliteratur sind der Reiseführer von Sonja Bill aus dem Trescher-Verlag (www.trescher-verlag.de, 17,95 €) sowie die beim Schweizer Verlag Gecko-Maps erschienene Kartenserie von Markus Hauser (www.geckomaps.com, je 14.90 €). Für die Bereitstellung von Bild- und Infomaterial bedanken wir uns ganz herzlich bei: Matthias Poeschel, Markus Hauser, Sebastian Falck, Stefan Ebert, Gunther Knauthe, Klaus Jäschke, Dagmar Schreiber, Stefanie Kicherer, Thomas Lipke, Tatjana Rosen, Asadsho Zoolshoev, Wolfgang Schatz, Iris Lemanczyk, Andreas Bartmann, Stephan Glocker und Thorsten Kutschke.

Ansprechpartner: Kornelia Schau Telefon: +49 (0)351 - 31 20 7-341 E-Mail: k.schau@diamir.de

Buchung und Beratung: DIAMIR Erlebnisreisen GmbH tour operator Berthold-Haupt-Straße 2 D-01257 Dresden-Germany

Stefan Hilger Telefon: +49 (0)351 - 31 20 7-322 E-Mail: s.hilger@diamir.de

Telefon: +49 351 31207-0 Telefax: +49 351 31 207-699 E-Mail: info@diamir.de www.diamir.de

CO-C U LT U

S

M

IO

N

L TO U R I

PAM

SE

RA

IR

Dirk Dannecker Telefon: +49 (0)351 - 31 20 7-333 E-Mail: d.dannecker@diamir.de

A S S O C IAT

Profile for DIAMIR Erlebnisreisen

DIAMIR Asien: Tadschikistan Reisen 2019  

Kleingruppenreisen nach Tadschikistan in der exklusiven Broschüre von DIAMIR Erlebnisreisen.

DIAMIR Asien: Tadschikistan Reisen 2019  

Kleingruppenreisen nach Tadschikistan in der exklusiven Broschüre von DIAMIR Erlebnisreisen.