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EXPEDITIONSKREUZFAHRTEN 2018/2019

Arktis · Spitzbergen · Grönland · Antarktis


Expeditionskreuzfahrten Kleine Schiffe – groĂ&#x;e Erlebnisse

Die Ortelius vor Anker in Spitzbergen mit fantastischem Ausblick auf gewaltige Gletscher


Liebe Reisefreunde,

Mit Ihrem Expeditionsschiff erreichen Sie Gebiete, die auf anderen Wegen gar nicht oder nur mit sehr viel Aufwand zugänglich wären. Besuchen Sie abgelegene Inseln oder selten angesteuerte Regionen und genießen Sie die einzigartigen Erlebnisse, die dort auf Sie warten. Wir lassen Ihren Polartraum Wirklichkeit werden. Mit Fernweh im Blut, Ihr DIAMIR-Kreuzfahrtenteam

Spitzbergen 20-41 Grönland 40-49 Nordnorwegen 50-51 Reisekalender Arktis 52-53 Antarktis 54-83 Reisekalender Antarktis 84-85 Schiffsbeschreibungen 86-103 Häufig gestellte Fragen 104-107 Allgemeine Reisebedingungen 110-111

Foto: Sandra Petrowitz

Titelfoto: Marina Leder (1), Foto diese Seite: Sylvia Wesser (1)

Aufbruch in unbekannte Welten auf den Spuren der Entdecker – wer träumt nicht davon? Eine ebenso komfortable wie erlebnisreiche Möglichkeit, in den Fußspuren der großen Abenteurer die scheinbar lebensfeindlichen Polarregionen zu erkunden, ist eine Expeditionskreuzfahrt. Ob Eisbären-Beobachtung im Packeis der Arktis oder Begegnungen mit Pinguinen, Seebären und Walen in der Antarktis: Die Touren kombinieren das Beste aus zwei Welten – den Komfort einer Kreuzfahrt mit den berauschenden Naturerlebnissen einer Expedition. Und immer mit einem Hauch Abenteuer.


Expeditionskreuzfahrten Einzigartige Tierbeobachtungen

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Südgeorgien ist berühmt für seine riesigen Kolonien von Königspinguinen


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Foto: Melanie Ritschel (1)


Expeditionskreuzfahrten Unerwartete Begegnungen

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Eine Sattelrobbe beobachtet die Besucher.


Ihr Expeditionskreuzfahrten-Team im Büro Sylvia Wesser Die Diplom-Geografin ließ sich bereits während ihres Studiums vom Reisefieber anstecken. Zahlreiche Touren führten sie durch Europa, aber auch nach Nepal, Ecuador, Chile und Perú. 2013 wurde sie auf einer Expeditionskreuzfahrt nach Spitzbergen vom Polarvirus gepackt, 2014 folgte eine Tour zur Bäreninsel und nach Spitzbergen, 2015 erkundete sie die Antarktische Halbinsel. Sylvia berät Sie zu allen Expeditionskreuzfahrten in die Antarktis.

Livia Sloma Livia bereist(e) viele Länder Europas und Südame­ rikas – wandernd, im Kanu, mit Rentier- und Hundeschlitten. Seit der ersten Spitzbergenreise 2014 schlägt ihr Herz für die Polarregionen und es folgten weitere Schiffsreisen 2015 nach Ostgrönland und 2017 auf dem Seeweg nach Spitzbergen. Sie ist federführend verantwortlich für alle Expeditionskreuzfahrten und berät Sie zu allen Touren in die Arktis.

Sabine Walther Zwölf Jahre lang bereiste Sabine die Mittelmeer­ länder bis hin zu den Vereinigten Arabischen Emi­ raten, wo sie als Gästebetreuerin und Reiseleiterin unterwegs war. Nun zieht es sie auch in die kühlen Regionen dieser Erde, insbesondere nach Spitz­ bergen, wo sie sich 2016 erstmals auf die Suche nach Eisbären begab. Sabine berät Sie kompetent zu allen Reisen in die arktischen Regionen.

Fotos: Jörg Ehrlich (2), Livia Sloma (1), Sabine Walther (1), Sylvia Wesser (1)

Jörg Ehrlich Der begeisterte Naturfotograf ist Mitgründer von DIAMIR, Geschäftsführer und Marketingleiter sowie verantwortlich für die Amerika- und Europaabteilung. Die polaren Gebiete dieser Erde gehören seit Jahren zu seinen größten Leidenschaften und bieten immer wieder einmalige Fotomotive. Reisen führten ihn bereits nach Spitzbergen, Grönland, Südgeorgien, auf die Falkland-Inseln und die Antarktische Halb­ insel. Er leitet persönlich eine Fotoreise nach Spitzbergen (siehe S. 24).

Ihre Vorteile bei DIAMIR auf einen Blick: s 17 Jahre DIAMIR – 17 Jahre Erfahrung s Intensive Reiseerlebnisse und Begegnungen durch kleine Gruppen s Herausragende Reise- und Beratungskompetenz unserer Reiseexperten s Qualifizierte Tourenleiter durch Erfahrung und regelmäßige Schulungen s Langjährige, zuverlässige Partner in den Reiseländern s Stetige Weiterentwicklung unseres Reiseportfolios und Qualitäts­ management s Umfangreiches Angebot an individuellen Reisen und Reisebausteinen s Planungssicherheit durch garantierte Abreisen s Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis s Frühbucherrabatt auf DIAMIR veranstaltete Gruppenreisen und Treue-Gutschein s DIAMIR-Versicherungspaket mit bestem Rundum-Schutz zu Sonderkonditionen s Breite Palette an Spezialkatalogen – zu Reisethemen und Reiseländern

Wussten Sie, dass… s Garantierte Reisen stets aktuell auf unserer Homepage abrufbar sind, s alle Reisen auch ohne Flug buchbar sind, s Alleinreisende ein halbes Doppelzimmer anfragen können, s Sie uns während der Reise über unsere 24-Stunden-Notfallhotline stets erreichen können, s wir Ihnen die freie Wahl der Fluggesellschaft anbieten, s wir für Sie gern auf Wunsch, soweit von der Airline angeboten, eine Flug-Sitzplatzreservierung vornehmen.

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Nachhaltigkeit

Das Reisen – es ist Ihre und unsere Passion. Wir arbeiten täglich daran, Ihnen die schönste Zeit des Jahres unvergesslich zu machen. Dabei lassen wir nichts unversucht – und verstehen es, Ihre Urlaubswünsche wahr werden zu lassen. Jedoch sind Beförderungsmittel, die umweltschädliches CO2 ausstoßen, sowie Infrastruktur wie Straßen und Schienen nötig und aus dem heutigen Reisealltag kaum mehr wegzudenken. Das belastet die Umwelt und uns Menschen, denn nicht nur zum Überleben sind wir auf die Natur angewiesen – gerade beim Reisen wollen wir nicht auf ihre Schönheit verzichten. Deshalb haben wir nach einem Weg gesucht, um neben unserem bisherigen Engagement noch nachhaltiger reisen zu können. Unsere DIAMIR-Lösung: Den Naturverbrauch, gemessen als CO2-Fußabdruck unserer Reisen, kompensieren wir durch Wildnisschutz. Gemeinsam mit der Dresdner Stiftung Wilderness International schützen wir Natur in Kanada:

Unser Regenwald-Projekt im Toba Valley, dem Grizzlybären-Tal in Westkanada – eindrücklich, wild, nachhaltig!

Ausgezeichnet: Unser Waldprojekt gewinnt den 2. Platz bei Europas größtem Umweltpreis

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Warum schützen wir Urwälder im Industrieland Kanada? Jahrtausendealte Bäume brauchen unseren Schutz, egal wo sie zu Hause sind. Urwaldschutz ist ein internationales Anliegen. Im Gegensatz zu vielen tropischen Ländern ist unser Natur­ schutz­projekt mittels Landkauf in Kanada rechtssicher und garantiert von Dauer. Denn Kanada hat 2011 seinen Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll verkündet und derzeit 80 Prozent seiner Küstenregenwälder an Forstkonzerne zur Abholzung verpachtet. Durch den Grundbucheintrag wird der durch Wilderness Inter­national und DIAMIR bewahrte Regenwald davon nicht betroffen sein! Mit jeder DIAMIR-Reise kompensieren wir in drei Dimensionen: 1. Reisebuchung: Wald wird geschützt Die Fläche errechnet sich aus dem CO2-Fuß­ abdruck der Reise. 2. Reise: freigesetztes CO2 wird gebunden Durch Schutz kanadischer Bäume kann CO2 in deren lebender Biomasse gebunden werden. 3. Zukunft: Nachhaltigkeit wird garantiert Lebensräume und Artenvielfalt werden im Toba Valley langfristig geschützt.

Weitere Informationen finden Sie online unter www.diamir.de/diamir-goes-green. Gern stehen wir Ihnen unter nachhaltigkeit@diamir.de für Rückfragen zur Verfügung.

So werden Sie Wildnispate: s DIAMIR gleicht den CO2-Fußabdruck mit dem Schutz von arten­reichen Lebensräumen aus! s Die Treibhausgase werden in CO2-Einheiten berechnet – für alle Flüge, Transporte und Übernachtungen. s 50 Prozent vom CO2-Fußabdruck der Reise werden durch DIAMIR mit dem Wilderness International-Waldschutz kompensiert! s Dafür wird 2017 eine 192.000 m2 große Fläche Regenwald in Westkanada geschützt, welche ca. 20.119.680 Kilogramm CO2 in Biomasse speichern kann! s Das entspricht ca. 50 Prozent des CO2-Fuß­ abdrucks aller im Jahr 2017 von DIAMIR veranstalteten Reisen! s Als Nachweis über den Wildnisschutz erhalten Sie von uns eine Urkunde mit der genauen Lage des DIAMIR-Waldes. Nun ist es an Ihnen zu entscheiden, ob Sie die andere Hälfte ebenfalls kompensieren: s Zusätzlich können Sie die weiteren 50 Prozent des CO2-Fußabdrucks Ihrer gebuchten Reise mit einer Waldschutz-Spende an Wilderness International kompensieren und damit die Schutzfläche „wachsen“ lassen! s Für Ihre direkte Spende erhalten Sie eine Urkunde mit der genauen Lagebezeichnung Ihres persönlich geschützten Waldes und eine Spendenbescheinigung.

Foto: www.wilderness-international.org | Reinhard Mink

DIAMIR goes Green


Expeditionskreuzfahrten

Fotos: Martin van Lokven (1), Sandra Petrowitz (1)

Kompetente Partner

Reisen in die Polarregionen bedürfen einer wesentlich umfangreicheren Planung als eine „normale“ Rundreise. Daher freuen wir uns, dass wir schon seit vielen Jahren auf die Kompetenz von Oceanwide Expeditions zählen können, die auf diesem Gebiet absolute Spezialisten sind. Bereits in den 1990er Jahren entstand die Leidenschaft für Polarregionen, und Oceanwide Expeditions war eine der ersten Firmen, die Kreuzfahrten auf kleinen Schiffen in die Arktis und Antarktis anboten. Das Unternehmen wurde in den letzten Jahren mehrmals mit dem World Travel Award in der Kategorie „World’s Leading Polar Expedition Operator“ ausgezeichnet.

Oceanwide Expeditions ist Eigner und Betreiber einer Eismeerflotte mit vier Schiffen, welche in den Polarregionen und quer über den Atlantik unterwegs sind: die Motorschiffe PLANCIUS und

ORTELIUS (jeweils max. 116 Passagiere), der Traditionssegler REMBRANDT VAN RIJN (max. 33 Passagiere) und der Zweimastschoner NOORDERLICHT (max. 20 Passagiere).

Oceanwide Expeditions Der Umwelt zuliebe s Vollmitglied der AECO (Association of Arctic Expedition Cruise Operators) s Vollmitglied der IAATO (Inter­ national Association of Antarctic Tour Operators) s Initiator von Umweltschutzkampagnen, z.B. „Clean up Svalbard“ s Sponsor von Bird-Life zum Schutz von Goldschopf-Pinguinen und Albatros-Arten s Unterstützer der „Save the Albatross Campaign“ s Verwendung von ökologischen Produkten an Bord

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Expeditionskreuzfahrten Aufbruch in die Polarregionen

Expeditionskreuzfahrten sind eine komfortable und erlebnisreiche Möglichkeit, die Polarregionen zu erkunden. „Expedition“ bedeutet in diesem Zusammenhang auch größtmögliche Flexibi­lität: Zwar folgen Sie einer vorher ausgearbeiteten Route, sind aber unterwegs offen für alles, was sich ereignen mag – die schönsten Momente lassen sich in den seltensten Fällen planen. Genießen Sie die Augenblicke, wenn im ersten Licht des Tages mehr als 100 Buckelwale ums Schiff herum spielen, ein Eisbär schnaufend übers Packeis wandert oder die ersten Nordlichter der Saison über den Sternenhimmel tanzen…

Außendecks und einen Aufenthaltsbereich mit Panoramablick. Damit Sie Pinguinkolonien, Eisbergen und Vogelfelsen noch näher kommen, aber auch Wanderungen an Land unternehmen können, steigen Sie regelmäßig in robuste Schlauchboote (Zodiacs) um, die Sie ans Ufer bringen oder mit denen Sie zu ausgiebigen Ausfahrten aufbrechen.

Die Expeditionsschiffe wurden speziell für den Einsatz in den Polargebieten konstruiert, viele von ihnen sind ehemalige Forschungsschiffe, verstärkt für den Aufenthalt im Eis. Sie bieten neben Komfort für ihre Passagiere großzügige

Die Beschränkung auf eine überschaubare Zahl von Passagieren – das größte Schiff bietet Platz für etwas mehr als 100 Gäste – ist ein entscheidender Vorteil. Die kleine Zahl an Gleichgesinnten trägt zum entspannten Flair der Touren bei. Sie ist aber auch wesentliche Voraussetzung dafür, dass Sie als Passagier die zur Verfügung stehende Zeit bestmöglich nutzen können. So dürfen in der Antarktis maximal 100 Passagiere zur gleichen Zeit an Land gehen. Bei einem größeren Schiff muss der Landgang deshalb in Gruppen ablaufen, was bedeutet, dass diese Zeit an Land fehlt – es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man eine oder zwei Stunden bei einer Pinguinkolonie verbringen darf! Auf Ihrer Reise betreut Sie ein erfahrenes internationales Expeditionsteam. Die Expeditionsleitung erarbeitet gemeinsam mit dem Kapitän

Früh buchen – drei gute Gründe Größte Auswahl an Terminen und Touren Je früher Sie Ihre Reise planen, desto besser stehen die Chancen, dass Sie sich den Termin aussuchen können, der am besten in Ihre Urlaubszeit passt.

Größte Kabinenauswahl Eine möglichst frühe Buchung sichert Ihnen Ihre Wunschkabine oder bevorzugte Kabinenkategorie. Beliebte Kabinen(-kategorien) sind häufig schon früh vergeben.

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Günstige und gute Flüge

Wann ist „frühzeitig“?

Nicht nur die Zahl der Plätze auf dem Schiff ist begrenzt, sondern auch die Anzahl der Flugverbindungen. Eine frühe Entscheidung spart daher nicht nur Geld, sondern verhindert auch, dass eventuell unnötige Zusatznächte vor Ort in Kauf genommen werden müssen.

Je früher, desto besser! Die Erfahrung hat gezeigt, dass manche Reisetermine schon ein Jahr im Voraus gut gebucht sind. Faustregel: Wer sich neun bis zwölf Monate vor der Reise um die Buchung kümmert, hat gute Chancen. Wer in die Arktis möchte (Saison von Mai bis September), sollte sich spätestens im Herbst zuvor anmelden, für die Antarktis (Saison von Oktober bis März) im vorhergehenden Winter oder Frühling.


Bedeutung der Symbole Individueller Tourcode/Reisenummer einer Reise ANTUSH Deutschsprachige Reiseleitung Englischsprachige Reiseleitung Teils deutsch-, teils englischsprachige Reiseleitung Langstreckenflug ab/an Deutschland inklusive Übernachtung in festen Unterkünften wie Hotels, Pensionen, Berghütten Übernachtung in Zelten, Hängematten oder unter freiem Himmel Schiffsübernachtung/-en Reisetermin mit garantierter Durchführung

Fotos: Tom Curfs (1), Jörg Ehrlich (1), Rolf Stange (1), Markus Walter (1), Sylvia Wesser (1), Archiv (1)

Schwierigkeitsgrade

das tägliche Programm mit Rücksicht auf die Gegebenheiten vor Ort. Guides und Lektoren teilen in Vorträgen ihr umfangreiches Wissen über die Natur und die Geschichte der bereisten Regionen. Gegebenenfalls sind zusätzlich Spezialisten an Bord, zum Beispiel Kajak- oder Tauchguides, Bergführer oder Fotografen, die ihrerseits einen ganz besonderen Beitrag zum Expeditionsprogramm leisten.

men Sie von der Expeditionsleitung eine Einweisung in die bevorstehende Aktivität. Am Abend werden die Erlebnisse des Tages noch einmal zusammengefasst, häufig sind diese „Recaps“ mit zusätzlichen Informationen angereichert – ganz auf das abgestimmt, was Sie an diesem Tag erlebt haben. Und natürlich stehen Ihnen Expeditionsleitung, Guides und Lektoren für Gespräche zur Verfügung – nutzen Sie die Chance, ausgewiesenen Polarexperten „Löcher in den Bauch“ zu fragen! Die Bordsprache ist in aller Regel Englisch. Das bedeutet, dass sich die Mannschaft und die Guides auf Englisch verständigen und die Vorträge in englischer Sprache gehalten werden. Auf bestimmten Terminen wird explizit eine zweite Sprache angeboten (bilingual), einige Termine sind rein deutschsprachig geführt. Die entsprechenden Termine sind bei den einzelnen Reisen jeweils besonders gekennzeichnet.

Insbesondere an Seetagen stehen üblicherweise Vorträge auf dem Programm. Wenn Sie dann Ihr nächstes Anlandungsziel erreichen, sind Sie auf das, was Sie erwartet, dank vieler Hintergrundinformationen bestens vorbereitet und können das Erlebnis deshalb ganz anders genießen. Bevor Sie zu einem Landgang oder einer Panoramafahrt in die Schlauchboote steigen, bekom-

Auch wenn nur eine Auswahl an Terminen deutschsprachig geführt wird, so sind viele Reisen deutschsprachig begleitet. Das bedeutet, dass mindestens ein Guide im Expeditionsteam Deutsch spricht und Ihnen alle Fragen die Reise und das Leben an Bord betreffend beantworten kann.

Die Reisen von DIAMIR sind weder für Extremsportler noch für Survial-Freunde konzipiert, sondern für ganz normale Menschen, die im Urlaub gern körperlich aktiv sein möchten. Unterschiedliche Reisearten erlauben es, dass jeder seine persönliche Traumreise findet. Da sich die Anforderungen bei den unterschiedlichen Reisen teilweise sehr stark voneinander unterscheiden, haben wir alle Touren in fünf Schwierigkeitsgrade untergliedert. Kategorie 1 Einfache Touren mit geringer körperlicher Anstrengung, bei denen extreme Temperaturen die Reise eher selten beeinträchtigen und allenfalls bei Tagesausflügen auftreten. Kategorie 2 Mittelschwere Touren, Aktivurlaub. Tägliche körperliche Anstrengungen treten in moderatem Umfang auf. Extreme Temperaturen oder längere Transfers müssen akzeptiert werden. Kategorie 3 Anspruchsvolle Touren mit häufigen körper­lichen Anstrengungen, für die eine gute Kondition und mentale Belastbarkeit erforderlich ist. Kategorie 4 Schwere Touren mit sportlichem Anspruch und mehrtägigen, überdurchschnittlich körperlichen Anstrengungen, denen Sie auch mental gewachsen sein müssen. Sie sollten im Alltag unbedingt regelmäßig Sport treiben.

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Expeditionskreuzfahrten Kleine Schiffe – große Erlebnisse

Hauptschwerpunkt aller Reisen ist die Entdeckung der (polaren) Tier- und Landschafts­ welten. Daher sind alle Seestrecken möglichst kurz gehalten, um so viel Zeit wie möglich für Anlandungen und Zodiac-Ausflüge nutzen zu können. An Land haben alle Gäste die Möglichkeit, sich viel Zeit zum Entdecken und Fotografieren zu nehmen oder an Wanderungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade teilzunehmen. Auf vielen Terminen werden zusätzlich Aktivprogramme wie Schneeschuhwandern, Campingnächte in der Antarktis, Tauchen, Kajaktouren, Bergsteigen oder Fotoworkshops angeboten.

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Ihr Team an Bord (Auswahl)

Fotos: Sylvia Wesser (3), Jan Belgers (1), Christian Engelke (1), Troels Jacobsen (1), Rinie van Meurs (1), Sandra Petrowitz (1), Dr. Katja Riedel (1), Philipp Schaudy (1), Archiv (1)

Rinie van Meurs, Expeditionsleiter „Angezogen von der natürlichen Wildnis der Antarktis und Arktis bin ich als Expeditionsleiter seit über 20 Jahren in den polaren Regionen tätig und habe mehr als 200 Expeditionsreisen geleitet. Spitzbergen und die dort lebenden Eisbären sind meine große Leidenschaft. Gemeinsam mit meinem internationalen Team engagiere ich mich, Ihnen diese besonderen Erlebnisse näher zu bringen.“

Kleine Schiffe Große Vorteile

An Bord Viel Komfort, wenig Etikette

s Wenig Passagiere an Bord: keine Wartezeiten beim Ausbooten, schneller Einstieg ins Landprogramm s Viel Zeit für aktive Naturerlebnisse und intensive Tierbeobachtungen s Komfortable Unterbringung s Kurze Seestrecken – viel Zeit an Land s Je nach Wetterbedingungen täglich bis zu zwei Anlandungen (vormittags und nachmittags) s Alle Zodiac- und Landausflüge bereits im Reisepreis eingeschlossen s Flexible Reiserouten, angepasst an Wetter, Eisverhältnisse sowie Tierbeobachtungen s Fachkundiges, qualifiziertes Expeditions­team: 11 Guide-Lektoren bei Basecamp-Reisen in der Antarktis, 7 Guide-Lektoren auf der Antarktis-Halbumrundung, 8 Guide-Lektoren bei allen anderen Reisen s Professionelle Vorträge und Tourenleitung s Offene Brücke – direkter Kontakt zu Mannschaft und Kapitän s Digitales Expeditionslogbuch nach Abschluss der Reise

s Sehr gute Küche, exzellenter Service – alle Mahlzeiten an Bord inklusive s Snacks, Kaffee und Tee an Bord inklusive s Kein Luxus, dafür Komfort und Gemütlichkeit s Legere und persönliche Atmosphäre an Bord s Alle Altersgruppen sind willkommen s Buchung von geteilten Kabinen für Allein­ reisende möglich s Betreuung durch einen Bordarzt (Plancius und Ortelius) s Wandergummistiefel werden leihweise kostenfrei zur Verfügung gestellt (Plancius und Ortelius) s Umfangreiche Serviceleistungen an Bord (z.T. gegen Aufpreis, z.B. Wäscheservice, Telefon, Internet, Bibliothek)

Troels Jacobsen, Expeditionsleiter „Die unendliche Weite der Antarktis und Arktis: Allein der Gedanke an diese faszinierenden Regionen löst die Sehnsucht nach Tierbegegnungen und atemberaubenden eisigen Landschaften sowie dem Nacherleben geschichtsträchtiger Expeditionen aus. Wir bringen Ihren polaren Reisetraum zum Leben, jeden Tag und so oft es Wetter- und Eisverhältnisse zulassen. Ein einzigartiges Programm erwartet Sie.“ Philipp Schaudy, Expeditionsleiter „Ich bringe Ihnen den hohen Norden und den tiefen Süden so hautnah wie möglich. Seit meinem ersten Kontakt mit den hohen Breiten hat mich der Polarvirus befallen, und es zieht mich wieder und wieder in die eisigen, unwirtlich-schönen Gegenden unseres Planeten. Wer mit mir als Expeditionsleiter reist, sei gewarnt: Dieser Virus ist ansteckend!“ Sandra Petrowitz, Guide-Lektor „Auf meiner ersten Reise in die Polarregionen habe ich mich in die unendlichen Weiten, die einzigartige Natur und das traumhaft schöne Licht der hohen Breitengrade verliebt. Seither kehre ich als Fotoreiseleiterin und Guide in die Wunderwelt der Arktis und der Antarktis zurück, wann immer ich kann – mit großer Begeisterung, die ich gern an die Gäste weitergebe.“ Dr. Katja Riedel, Guide-Lektor „Die Polarregionen haben mich schon immer fasziniert. Ich habe Spitzbergen auf Skiern erkundet, bin mit einem Segelboot in die Antarktis gesegelt, habe Kajaktouren dort unternommen, überwinterte 15 Monate auf der Neumayer-Station in der Antarktis und engagierte mich als freiwilliger Wissenschaftsassistent in Westgrönland. Seit 2011 bringe ich meine Leidenschaft auf Expeditionsschiffen ein.“ Christian Engelke, Expeditionsleiter „Ich bin seit jeher von den hohen Breiten begeistert und habe u.a. drei unvergessliche Jahre auf Spitzbergen verbracht; inzwischen lebe ich in Tromsø. Das besondere Licht und die Tierwelt des Nordens begeistern mich wie am ersten Tag. Ich freue mich darauf, meine Begeisterung und mein Wissen mit Ihnen zu teilen. Auf Spitzbergen, Grönland, in Nordnorwegen oder auch in der Antarktis.“

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Schwimmendes Hotel Ein Tag an Bord

Ihr Expeditions-Kreuzfahrtschiff ist das schwimmende Basislager der Reise – komfortabel, gemütlich und praktisch, aber ohne jenen überflüssigen Luxus, den man mit dem Begriff Kreuzfahrt häufig verbindet. Auf den Touren steht die grandiose Natur der Polarregionen im Mittelpunkt; die Expeditionsleitung versucht jeden Tag so zu gestalten, dass Sie so viel Zeit wie möglich an Land verbringen. Dementsprechend lautet die Devise: Fleecejacke statt Smoking, Wanderhose statt Abendkleid. An Bord herrscht eine angenehme, ungezwungene Atmosphäre. Die Reisenden verbindet die Liebe zur Natur, die Begeisterung für Tierbeobachtungen und die Leidenschaft für die Schönheit der polaren Gebiete.

Das Leben an Bord spielt sich größtenteils auf den Außendecks oder in der Panoramalounge ab, von hier hat man einen fantastischen Ausblick auf die unmittelbare Umgebung des Schiffes. Einen großen Teil der Zeit verbringen Sie an Land – auf Wanderungen, Schneeschuhtouren, Fotoexkursionen – oder auf SchlauchbootRundfahrten an den schönsten Plätzen: an Gletscherfronten und Vogelfelsen, vor Tierkolonien oder zwischen Eisbergen. Sie haben auf Ihrer Reise also jede Menge Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. Auf manchen Touren sind für Gäste mit entsprechenden Vorkenntnissen sogar Kajak-Ausflüge oder Tauchgänge Bestandteile des Programms. Übrigens: Alles kann, nichts muss – wer einmal keine Lust auf Aktivitäten hat, kann selbstverständlich auch gern an Bord bleiben und die Umgebung von dort aus genießen. Ergänzt wird der aktive Teil der Expeditionskreuzfahrt durch ein umfangreiches Vortragsprogramm an Bord. Fachkundige Beiträge der Lektoren und Guides, die ausgewiesene Kenner

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der Polarregionen sind und häufig einen wissenschaftlichen Hintergrund haben, ergänzen Naturbeobachtung und Naturgenuss um Zusatzwissen und spannende Informationen. Das Spektrum reicht von Biologie über Geologie bis hin zu Themen aus der reichen Polarhistorie. Außerdem gibt es immer wieder Gastvorträge aus verschiedenen Themenbereichen.

Fotos: Jörg Ehrlich (2), Sandra Petrowitz (2), Jan Belgers (1), Livia Sloma (1), Erwin Vermeulen (1), Sylvia Wesser (1), Markus Zuber (1), Archiv (2)

Der typische Tagesablauf Jede Expeditions-Schiffsreise in der Arktis und der Antarktis ist anders – das macht einen großen Teil ihrer Faszination aus. Die äußeren Bedingungen wie Wind, Wetter und Eisverhältnisse, aber vor allem die grandiose Natur der Polarregionen sorgen dafür, dass selbst zwei unmittelbar aufeinander folgende Reisen mit einer sehr ähnlichen Route zu komplett unterschiedlichen Touren werden können. Dies ist auch ein Grund dafür, dass viele Gäste, die sich den berühmten „Polarvirus“ eingefangen haben, meist mehrfach wiederkommen – man erlebt nie zweimal das Gleiche, aber man erlebt immer etwas Außer­ gewöhnliches.

Daher spielt Flexibilität auf den Reisen eine entscheidende Rolle, und die beste Vorbereitung ist, offen und voller Neugier zu sein für alles, was die Natur möglich macht – auch wenn es nicht im Programm steht. Die Tourenverläufe, die Sie in diesem Katalog finden, dienen nur als Anhaltspunkte für die Route, die aktuellen Gegeben­ heiten und Möglichkeiten vor Ort entscheiden über das tatsächliche Programm – lassen Sie sich überraschen!

Beispiel für einen Tag in Spitzbergen (Reise „Im Eisbärland“, Seite 24) 08:00 Uhr

14:30 Uhr

Weckruf und Frühstücksbuffet (bis 09:00 Uhr). Einige Frühaufsteher sind bereits an Deck und genießen die ruhigen Morgenstunden.

Das Wetter ist perfekt für eine Schlauchboot-Ausfahrt zu den vielen großen und kleinen Eisbergen am Schweigaardbreen – der bedeckte Himmel lässt die Blautöne im Eis regelrecht leuchten. Viele der Eisberge wirken wie mit einem feinen weißen Zuckerguss überzogen – es ist frisch gefallener Schnee. Nicht nur für die Fotografen könnte die herrliche Fahrt zwischen den Eisbrocken endlos weitergehen…

09:30 Uhr

18:30 Uhr

Eigentlich ist ein Vortrag über Naturfotografie angesetzt, aber da die Bedingungen in der vergangenen Nacht günstig waren, ist das Schiff bereits an der entlegenen Insel Karl XII Øya angekommen – laut Tagesplan sollte dies am Nachmittag der Fall sein. So aber wird das erste Schlauchboot schon um 09:45 Uhr zu Wasser gelassen. In den folgenden eineinhalb Stunden umrunden die Gäste in den Zodiacs die kleine Insel und zählen nicht weniger als sieben Eisbären. Außerdem beobachten sie Dreizehenmöwen, Gryllteisten, Eismöwen, Skuas sowie Eiderenten mit Nachwuchs. In unmittelbarer Nähe der Insel halten sich außerdem mehr als 100 Walrosse auf, zumeist Mütter mit Jungtieren. Sie sind wachsam und scheinen sich einen Spaß daraus zu machen, in einiger Entfernung stets im Rücken der Schlauchboote aufzutauchen.

Tageszusammenfassung (Recap): Das Expeditions­ team fasst in der Lounge die Erlebnisse des Tages zusammen, garniert sie mit spannenden zusätzlichen Informationen und gibt einen Ausblick auf den kommenden Tag.

20:00 Uhr

13:00 Uhr

Abendessen im Restaurant. Es beginnt sacht zu schneien.

Mittagessen im Restaurant. Währenddessen setzt das Schiff seine Fahrt fort und erreicht am Nachmittag die Albertinibukta, an deren Ende die Gletscherfront des Schweigaardbreen liegt.

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Aktivprogramm für jedermann Von Anfänger bis Experte

Auf ausgewählten Terminen haben Sie die Möglichkeit, ergänzend zum „normalen“ Zodiac- und Landprogramm an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Das Expeditionsschiff wird zum Basislager für Ihr polares Abenteuer. Erkunden Sie die überraschend bunten Unterwasserwelten bei einem Tauchgang, gleiten Sie im Kajak lautlos durch Eiswelten und vorbei an gigan­ tischen Eisbergen. Oder Sie verbringen eine unvergessliche Nacht beim Camping auf dem antarktischen Kontinent. Aber auch auf Wandertouren, ob mit oder ohne Schneeschuhe, lassen sich die kalten Regionen entdecken.

Landprogramm und Zodiactouren Geführte Landausflüge (Wanderungen, Tierbeobachtungen und Zodiacfahrten) sind auf allen Reisen inklusive. Je nach Witterung sind in der Regel zwei Landgänge pro Tag geplant (außer an Seetagen), wobei „Landgänge“ Zodiactouren zwischen Eisbergen, der Besuch einer Pinguinkolonie, ein Spaziergang am Strand oder etwas längere Wanderungen sein können. Das Programm ist vielfältig und für alle Passagiere kostenfrei. Ziel ist das aktive Naturerlebnis an Land und auf See. Auf allen Kreuzfahrten werden Wanderungen angeboten – in der Regel eine leichtere, eine mittlere und eine anspruchsvollere Tour von ca. 2-3 Stunden, jeweils am Vormittag und/oder Nachmittag. So kann jeder Teilnehmer das für sich passende Anspruchsniveau auswählen.

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Wandern Auf ausgewiesenen Wander-Terminen wird das übliche Wanderprogramm weiter ausgedehnt: Hier werden auch Ganztageswanderungen von 5-7 Stunden angeboten. Für das Mittagessen er-

halten Sie ein Lunchpaket. Sie sollten für diese Touren auf jeden Fall gute Kondition mitbringen. Die endgültige Entscheidung, wo und in welcher Form die Wanderungen stattfinden, trifft der Expeditionsleiter an Bord am Tag der geplanten Wanderung.


Schneeschuhwandern

Fotos: Jörg Ehrlich (1), Martin van Lokven (1), Peter de Maagt (1), Sandra Petrowitz (1), Richard Wadey (1), Markus Walter (1)

Am Anfang der Saison kann sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis recht viel Schnee liegen. Um das Gehen auf dem Schnee zu erleichtern, werden Wanderungen mit Schneeschuhen angeboten – das Wandern ist einfach und bedarf keiner technischen Kenntnisse. Schneeschuhe sind für alle kostenlos an Bord erhältlich, sie passen unter alle Schuhgrößen und können auch in Kombination mit den zur Verfügung gestellten Wandergummistiefeln verwendet werden.

Camping Auf einigen Reisen in die Antarktis können Sie eine besonders intensive Erfahrung machen: eine Nacht „open air“! Die Camping-Ausrüstung wird gestellt: Zelte, wind- und wasserdichte Biwak­ säcke, Schlafmatten und Polar-Schlafsäcke bieten Komfort während der Nacht. Natürlich werden Sie auch beim Camping durch einen Expeditionsguide betreut. Pro Nacht dürfen max. 30 Teilnehmer campen, die Durchführung ist abhängig vom Wetter, von lokalen Standort- und Umweltschutzvorschriften. Die Campingnacht muss vor Reiseantritt gebucht werden.

Kajaktouren

Tauchen

Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, fast lautlos zwischen Eisbergen unterwegs zu sein. Das Kajakprogramm wird parallel zu allen anderen Exkursionen angeboten, in der Regel sind mindestens 4 Kajakausflüge pro Reise geplant. Vorkenntnisse und gute physische Kondition sind Voraussetzung zur Teilnahme. Das Kajakprogramm richtet sich nach den vorherrschenden Wetter- und Eisverhältnissen. Die endgültige Entscheidung, wo und in welcher Form die Kajaktouren stattfinden, trifft der Expeditions­ leiter an Bord. Bei Buchung des Kajakprogramms erhalten Sie weitere Informationen mit Ihrer Buchungsbestätigung. Die Polargebiete bieten eine spektakuläre Unterwasserwelt, die einen Blick wert ist! Das Tauchprogramm richtet sich nach den vorherrschenden Wetter- und Eisbedingungen – geplant sind 1-2 Tauchgänge pro Tag, die parallel zu allen anderen Programmpunkten stattfinden. Taucher müssen erfahren sein und Vorkenntnisse im Tauchen mit Trockenanzügen in kalten Gewässern mitbringen. Die endgültige Entscheidung, wo und in welcher Form die Tauchgänge stattfinden, trifft der Expeditionsleiter an Bord, der von einem Dive Master und Tauchlehrern unterstützt wird. Bei Buchung des Tauchprogramms erhalten Sie weitere Informationen mit Ihrer Buchungsbestätigung.

Basecamp Die Basecamp-Termine in der Antarktis bieten besonders viel Erlebnis zum kleinen Preis. Sie haben die Möglichkeit, an allen angebotenen Aktivitäten mindestens einmal teilzunehmen – und das ohne zusätzliche Kosten! Genaue Informationen finden Sie auf den Seiten 72-73.

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Die Arktis Packeis und Mitternachtssonne: Im Reich der Eisbären

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Seltener Anblick: Gleich zwei Eisbären wurden hier von der Kamera „eingefangen“.


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Foto: Jรถrg Ehrlich (1)


Die Arktis Spitzbergen • Grönland • Island

Im Packeis – Eisbär-Territorium

NATIONALPARK NORDOST-GRÖNLAND

l Kaiser-Franz-Joseph-Fjord

l Scoresby-Sund l Ittoqqortoormiit

Farbenprächtiger Kong-Oscar-Fjord

GRÖNLAND

Akureyri l

ISLAND l Reykjavik

Heimat der Eisberge – Scoresby-Sund

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SPITZBERGEN

NORDAUSTLANDET WESTSPITZBERGEN l Ny-Alesund

EDGEØYA

l Longyearbyen

Westspitzbergen – schroffe Berge, gigantische Gletscher

Fotos: Sandra Petrowitz (3), Erwin Vermeulen (2), Jörg Ehrlich (1), Laurens Steijn (1)

Turbulentes Treiben am Alkefjellet

l Tromsö

JAN MAYEN

Nordnorwegen: Orcas und Buckelwale hautnah

SCHWEDEN

NORWEGEN

Geheimnisvolles, einsames Jan Mayen

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Spitzbergen Eine Einleitung

Der offizielle norwegische Name für den Archipel ist Svalbard, die Bezeichnung „Spitzbergen“ ist amtlich für die Hauptinsel reserviert, historisch aber die korrekte Bezeichnung für die gesamte Inselgruppe. Spitzbergen untersteht norwegischer Souveränität, gehört aber nicht zum Vertragsgebiet des Schengener Abkommens.

Willem Barentsz und Jan Cornelisz Rijp, die 1596 Spitzbergen entdeckten. Unter dem Eindruck der schroffen Berglandschaft im Nordwesten gaben sie der Insel den Namen „Spitsbergen“. Schon bald wurde die Insel ein Tummelplatz der Walrossjäger und Walfänger. Niederländer, Engländer und andere Europäer suchten Spitzbergen über Jahrzehnte hinweg auf und betrieben viele Stationen zur Verarbeitung ihrer Jagdbeute. Um 1900 wurde Spitzbergen Ziel einer Reihe von Expeditionen; viele davon wollten die Insel als Startpunkt für Nordpol-Expeditionen nutzen. Einige erlangten Berühmtheit, etwa die Ballonfahrt des Schweden Andrée sowie die Luftschiffexpeditionen von Amundsen und Nobile.

Ihr arktisches Abenteuer startet in der Regel in Longyearbyen, dem Sitz der norwegischen Verwaltung. Der Ort mit etwa 2000 Einwohnern bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen und Unternehmen, außerdem ein erstaunlich vielfältiges kulturelles Angebot. Der Altersdurchschnitt ist jung, und es gibt überraschend viele Kinder. Kultur und Freizeitaktivitäten werden großgeschrieben, und da es außerhalb der Siedlungen keinerlei Straßen gibt, sind Motorschlitten und Boote übliche Verkehrsmittel. Vermutlich haben schon die Wikinger Spitzbergen erreicht, möglicherweise auch russische Jäger (Pomoren) im frühen 16. Jahrhundert. Historisch gut dokumentiert ist die Reise der Niederländer

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Dass es auf Spitzbergen große Kohlevorkommen gibt, wussten schon die frühen Walfänger und Jäger, aber erst im späten 19. Jahrhundert wurde das Potenzial der industriellen Gewinnung entdeckt. Der größte Teil von Spitzbergens Fläche ist auch heute noch kaum berührte Wildnis. Die Landschaft ist erstaunlich abwechslungsreich: von tiefen Fjorden und unzugänglichen Steilküsten geprägt, von Gletschern, flacher Tundra und schroffen Bergen, die sich oft über 1000 m erheben. Das Landesinnere ist überwiegend gletscherbedeckt; vielerorts reichen die Gletscherarme bis ans Meer und kalben während der aktiven Phase im Sommer immer wieder.


Fotos: Sandra Petrowitz (3), Josh Harrison (1), Sylvia Wesser (1), Markus Zuber (1)

Der unvergletscherte Untergrund ist unterhalb einer Tiefe von etwa einem Meter dauerhaft gefroren. Dies macht sich vor allem während und nach der Schneeschmelze bemerkbar, da das Wasser kaum versickern kann und der Boden nass und sumpfig wird. Während der Westen Spitzbergens ein eher mildes, maritim geprägtes arktisches Klima hat, ist der Osten trockener mit fast wüstenhaft geringen Niederschlägen. Die Ostküste steht unter dem Einfluss des kalten Ostspitzbergenstroms und ist oft bis weit in den Sommer von großen Treibeismassen umgeben. Im Gegensatz dazu bleibt die von einem Ausläufer des Golfstroms beeinflusste West- und westliche Nordküste weitgehend eisfrei. Nur einzelne Fjorde frieren im Frühjahr zu. Wolken und Nebel sind auf Spitzbergen häufig, mit Schneefall muss auch im Sommer gerechnet werden, und der Wind, der meist aus West oder Nord weht, kann überraschend auf Sturmstärke auffrischen.

Spitzbergen – die beste Reisezeit

Die hohe nördliche Breite bringt Spitzbergen von April bis August durchgehend Tageslicht: In Longyearbyen geht die Sonne etwa vom 20. April bis zum 26. August nicht unter. Die Temperaturen bleiben rund um die Uhr recht konstant, im Sommer normalerweise zwischen 2 °C und 8 °C. Im Gegensatz dazu steht die stürmische Polarnacht, während der die Sonne von Ende Oktober bis Mitte Februar nicht zu sehen ist. Während einer Schiffsreise besuchen Sie vorwiegend abgelegene Regionen fernab der Siedlungen und lernen eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt kennen. Auch historische Plätze, etwa aus der Walfangzeit, sowie die farbenfrohe Tundra und riesige Gletscher liegen entlang der Fahrtrouten – all dies potenziell rund um die Uhr in strahlendem Sonnenschein!

Die Saison für Expeditionskreuzfahrten in Spitzbergen beginnt im April und endet im September. Im Juni erwacht die Natur der Arktis – die Vögel kehren in ihre Kolonien zurück; die Vogelfelsen sind zu dieser Zeit Schauplätze optischer und akustischer Spektakel. Auf dem Eis lassen sich Robben und Eisbären entdecken. Juli und August sind die beliebtesten Reisemonate. Die Eisverhältnisse lassen in der Regel

eine Umrundung Spitzbergens zu, die Packeisgrenze ist gut erreichbar, und dank des Polartags hat man 24 Stunden Licht. Ende August taucht die Sonne zum ersten Mal wieder unter den Horizont. Fotografen schätzen das besondere Licht zu dieser Zeit. Im September verzuckert der erste Schnee die Berge, und in den Fjorden bildet sich Eis. Die Tage werden schnell kürzer – magisches Licht und herrliche Stimmungen erwarten Sie.

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Im Land der Eisbären

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von Sandra Petrowitz Ein Eisbär! Aufregung macht sich auf der Plancius breit. Im Nu sind die Schlauchboote zu Wasser gelassen, schon stehen wir allesamt abfahrbereit an der Gangway. Ein Zodiac nach dem anderen legt ab in Richtung Strand. Dort trabt ein Eisbärweibchen gemächlich an der Wasserkante entlang. Der erste Eisbär der Reise aus so unmittelbarer Nähe! Die Schlauchboote folgen der Eisbärin langsam, parallel zum Ufer fahrend. Madame Eisbär guckt sich das Treiben aus kleinen dunklen Augen an, gähnt herzhaft – und tapst weiter. Wir sind für sie bei weitem nicht so interessant wie sie für uns. Keine Frage: Wer nach Spitzbergen fährt, will Eisbären sehen. In der Region um Spitzbergen und in der Barentssee hat man die Population im Jahr 2004 auf etwa 2650 Tiere geschätzt. Neuere Zahlen gibt es nicht. Zum Vergleich: Die Zahl der Einwohner Spitzbergens wird aktuell ebenfalls mit rund 2650 angegeben. fen, auf der die kleine Familie in großer Entfernung dahinwandert, stellt sich heraus, dass auch die Eisbärin von heute Morgen inzwischen hier angekommen ist. Sie treibt sich am Ufer herum, betrachtet ihr Spiegelbild im Wasser, legt sich in der Sonne nieder, den Kopf auf den Vorderpfoten, und betrachtet uns nachdenklich. Hinter ihr erstreckt sich das Eis, in der Ferne ragen blaue Zacken in den Himmel, jene spitzen Berge, die der Inselgruppe den Namen gaben. Es ergeben sich fantastische Fotogelegenheiten, und als dann auch noch zwei Zwergwale plötzlich neben den Schlauchbooten auftauchen, prustend ausatmen und wieder abtauchen, kennt unsere Begeisterung keine Grenzen mehr. Es lebe das Eisbärland! Der Eisbär ist der Hauptgrund für viele Naturbegeisterte, die abgelegenen Inseln weit nördlich des Polarkreises – Spitzbergens Hauptort Long­ yearbyen, zugleich das Verwaltungszentrum des Archipels, liegt auf 78 Grad nördlicher Breite – zu besuchen. Es gibt noch jede Menge andere spannende Tiere an Land und in den Gewässern rund um Spitzbergen: Wale, Walrosse, Rentiere, Polarfüchse, Vögel. Aber die Erwartungshaltung, einem Eisbären zu begegnen, stellt für die meisten Besucher alles andere in den Schatten: Der Eisbär ist der Löwe der Arktis. Am Nachmittag unternehmen wir einen zweiten Zodiac-Ausflug, immer noch begeistert vom vormittäglichen Eisbären-Abenteuer. Wir sind der Meinung, der Morgen werde schwer zu übertreffen sein. Und irren uns gewaltig. Das Expeditions­ team hat erneut Eisbären gesichtet – eine Mutter mit zwei Jungen. Als wir am Rande der Eisfläche eintref-

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Über Nacht trägt uns die Plancius aus dem Liefde­ fjorden hinaus. Spitzbergen per Schiff zu erkunden bietet die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Regionen der Inselgruppe kennen zu lernen und bis an die Packeisgrenze heranzufahren – das erhöht die Chancen auf eine Eisbärensichtung erheblich. Während die meisten Gäste in ihren Kojen schlummern und einige schlaflose Genießer an Deck stehen, um die Mitternachtssonne mit ihren fantastischen Lichtstimmungen zu bestaunen, steuert die Crew das Schiff zum nächsten Ziel. Nachdem wir den 80. Breitengrad überquert haben, fahren wir in die Hinlopenstraße ein. Sie trennt Spitzbergen von der nordöstlich gelegenen Insel Nord-

austlandet. Unser Ziel sind eigentlich die Walrosskolonien im Sorgfjorden, aber die am Strand ruhenden Tiere haben heute keine Lust auf Besucher und verschwinden flugs im Wasser, als wir uns nähern. Wer Walrosse bislang für wenig spannende Tiere gehalten hat, weiß es nach dem nächsten Morgen besser. Bei kabbeliger See machen wir uns in den Schlauchbooten auf zum Strand von Torellneset. Als wir uns einen Weg durch die in der Bucht schwimmenden Eisberge bahnen, tauchen die ersten Walrossköpfe direkt neben dem Boot auf. Das Motorengeräusch hat sechs der neugierigen Geschöpfe herbeigelockt, und nun sehen sie sich die seltsamen Besucher aus der Nähe an. Die Besucher wiederum, kaum an Land gestiefelt, reihen sich am Strand auf, um die Walrosse zu fotografieren, die in wenigen Metern Entfernung auftauchen, sich umschauen, abdrehen und wieder abtauchen, immer von Neuem, so als wollten sie Kontakt aufnehmen, trauten sich aber nicht recht. Zuletzt hätten wir die massigen, dunklen Leiber fast mit der Hand berühren können, so klein war der Abstand zwischen Mensch und Tier geworden. Neben dem Klicken der Kameras ist kaum ein anderes Geräusch zu hören als das pustende Ausatmen der Walrosse und das Platschen der Körper in den Wellen. Wir sind begeistert von dieser unerwartet intensiven Begegnung!


Fotos: Sandra Petrowitz (6)

Ursprünglich war auf dieser Tour eine Umrundung Spitzbergens geplant. Doch den Weiterweg gen Süden blockiert das Eis. Wir müssen umkehren – auf Spitzbergen hat die Natur das Sagen. Hier herrschen Wind und Wetter, Eis und Gezeiten, hier bestimmen die Tiersichtungen das Programm. Auch aus diesem Grund gleicht keine Expeditionskreuzfahrt einer anderen – man erlebt immer wieder etwas anderes. Nicht umsonst trifft man an Bord der Schiffe viele Gäste, die schon zum zweiten oder dritten Mal in Spitzbergen sind. Zurück auf die Plancius: Für den nächsten Morgen ist ein Schlauchbootausflug zum Vogelfelsen Alkefjellet vorgesehen. Allerdings weht es in der Hinlopenstraße gewaltig – der Wind ist zu stark, um die Zodiacs zu Wasser zu lassen. Stattdessen manövriert der Kapitän die Plancius nahe an die beinahe senkrecht aufragenden Vogelklippen heran, und so können wir das geschäftige Treiben in der Wand beobachten. Tausende Dickschnabellummen in ihrem eleganten schwarzweißen Federkleid sitzen dicht an dicht auf schmalen Felssimsen. Vor und über der Kolonie herrscht dichter Flugverkehr, das Wasser ist getupft mit Lummen, und das akustische Spektakel beeindruckt uns mindestens genauso wie die schiere Unüberschaubarkeit der Kolonie.

Wir stehen mit Fernglas und Kamera an der Reling und registrieren gespannt jede Bewegung des Bären. Er geht ein paar Meter. Setzt sich hin. Beguckt seine Pfoten. Steht wieder auf. Trabt ein Stückchen weiter. Legt sich der Länge nach in den Schnee und fischt mit den Tatzen in der Luft. Hebt den Kopf. Senkt ihn wieder. Wir sind in diesem Moment die geduldigsten Menschen nördlich von Longyearbyen – wenn nur der Eisbär noch näher käme… Leider hat er andere Pläne und verschwindet im Schneetreiben. Kaum bleibt Zeit, diese Begegnung zu verarbeiten, da kommt erneut eine Durchsage via Bordlautsprecher: ein zweiter Eisbär, viel näher als der erste! Das Schiff scheint ihn zu interessieren, und er wandert heran, um es sich anzusehen. Dann trollt er sich entlang der Eiskante, und das große Schiff folgt ihm gemächlich. Vor lauter Begeisterung nur nicht das Fotografieren vergessen – und das innerliche Dankeschön an den Bären. Der Eisbär tapst noch immer scheinbar ziellos im Weiß herum, entfernt sich dabei aber zunehmend vom Schiff. Was für ein Tag! Die Nacht, die im Juni gar keine ist, wandelt sich übergangslos in einen ätherisch stillen Morgen mit Wolken, die auf der Wasseroberfläche entlang-

gleiten. Unsere Umgebung ist eine Symphonie aus Grautönen – das Licht dieses Morgens ist nicht von dieser Welt. Die Fotografen schwelgen, die Speicherkarten füllen sich. Wer nicht fotografiert, steht an Deck oder in der Panoramalounge, schaut und staunt und saugt die einzigartige Stimmung in sich auf. Am letzten Tag hängen die Wolken tief, und auch wir lassen ob des bevorstehenden Abschieds die Köpfe hängen. Es kommt uns so vor, als seien wir gerade erst an Bord gegangen, und nun ist die Tour schon fast wieder vorbei! Aber Spitzbergens Natur hat sich noch einmal etwas Besonderes ausgedacht. Ein paar zottelige Rentiere grasen am Fuß des Vogelberges Alkhornet, und während sie am Anfang sehr darauf bedacht sind, uns nicht zu nahe kommen zu lassen, werden Ausdauer und Wasserfestigkeit am Schluss unserer Wanderung doch noch belohnt: Wenn wir uns langsam und vorsichtig und mehr kriechend als laufend bewegen, nehmen die Tiere praktisch keine Notiz mehr von uns. Und so entstehen bei grauem Wetter, Regen und Wind am letzten Tag die schönsten Rentierbilder der gesamten Reise. Nur der Polarfuchs lässt sich nicht blicken. Na, dann müssen wir wohl noch mal wiederkommen …

Am Nachmittag überqueren wir erneut den 80. Breitengrad und nähern uns dem Meereis. Das ganze Schiff widmet sich nun einer einzigen Aufgabe: Eisbären finden. Da! Ein Schatten schleicht in einem gefühlten Kilometer Entfernung über das makellose Weiß – ein großes Eisbärmännchen, der „König der Arktis“, ist auf der Suche nach Robben. Es beginnt zu schneien, der Eisbär ist ein Schemen im Schneewirbel.

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Fotoreise ins Eisbärland 8 Tage Nordwestspitzbergen

s DIAMIR-Fotoreiseleitung durch Jörg Ehrlich s Sehr gute Chancen für Eisbärensichtungen s Ortelius: Schiff mit höchster Eisklasse s Fahrt zur Packeisgrenze, Lebensraum der Eisbären s Zodiac-Ausflüge zu Gletscherfronten und Vogelfelsen

DIAMIR-Fotoreiseleiter: Jörg Ehrlich ist Höhenbergsteiger und leidenschaftlicher Fotograf. Seit seiner ersten Expedition zu den 7000ern des Pamir, die er fotografisch dokumentierte, gehört die Kamera zu seiner Grundausstattung unterwegs. Der begeisterte Natur- und Reise­ fotograf ist zudem Autor und Initiator zahlreicher Vorträge, Filme als auch Reisereportagen. Als Mitgründer und Geschäftsführer von DIAMIR Erlebnisreisen erkundet der studierte Elektroingenieur viele Wochen im Jahr neue Reiseziele in aller Welt. Als Expeditionsbergsteiger leitet er zugleich selbst Bergtouren rund um den Globus. Seine besondere Leidenschaft jedoch gilt der Tierbeobachtung – sei es in Afrika, Lateinamerika oder in den Polarregionen. Außerdem ist er bei vielen Foto- und Reisemessen im gesamten deutschsprachigen Raum am DIAMIR-Stand zu finden. www.joerg-ehrlich.de 1. Tag: Anreise (A) Individuelle Anreise nach Longyearbyen. Begrüßung durch den Reiseleiter. Je nach Ankunftszeit bleibt eventuell Zeit, noch ein wenig durch Longyearbyen zu bummeln, das sehr sehenswerte Svalbard-Museum zu besuchen oder zur Eiderenten-Kolonie zu spazieren. Gegen 16 Uhr Treff am Hafen und gemeinsame Einschiffung. Am frühen Abend heißt es „Leinen

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Die Beobachtung von Eisbären in ihrer natürlichen Umgebung steht im Mittelpunkt, die flexible Routenführung und die Eisklasse der Ortelius tragen zu einem besonderen Erlebnis bei. Foto-Fans werden im Foto-Workshop mit Tipps und Tricks versorgt. los“. Fahrt durch den Isfjorden. Übernachtung an Bord. 2. Tag: Raudfjord (F/M/A) Sie reisen zur Nordküste von Westspitzbergen. Ziel ist der Raudfjord, wo sehr oft Eisbären gesichtet werden. Der von Gletschern dominierte Fjord wird außerdem gern von Bart- und Ringelrobben besucht, die auf den hier treibenden Eisschollen ausruhen. In den Klippen entlang der Küstenlinie

nisten Seevögel und in kleinen, geschützten Nischen findet man das erste zarte Grün arktischer Vegetation. Übernachtung an Bord. 3. Tag: Monacogletscher (F/M/A) Je nach Wetterbedingungen könnte das heutige Ziel der Liefdefjorden sein, an dessen Ende sich die 5 km lange Front des Monacogletschers ins Meer schiebt. Beim Kreuzen vor der gewaltigen Abbruchkante kann man Dreizehenmöwen beim


Spitzbergen 8 Tage Reise ab 3150 €

SPIFO1

Schwierigkeit:

Fotos: Jörg Ehrlich (2), Sandra Petrowitz (2), Sylvia Wesser (2)

Fischen beobachten und in den vergangenen Jahren wurden hier oft Eisbären in fotografisch einmaliger Umgebung angetroffen. Übernachtung an Bord.

4. Tag: Hinlopenstraße (F/M/A) Nur wenige Wochen des Jahres, wenn die Temperaturen das Eis langsam aufbrechen, ist die Hinlopenstraße für Schiffe befahrbar. Die beeindruckenden Treibeisfelder laden zu einer Zodiactour rund um die teils riesigen, teils klitzekleinen Eisbrocken ein. Hier werden oft Bart- und Ringelrobben beobachtet, aber auch Eisbären und die seltene Elfenbeinmöwe werden regelmäßig gesichtet. Am Alkefjellet brüten unzählige Dickschnabellummen an einer fast senkrechten Klippe, es herrscht ständiges Kommen und Gehen und es wird lautstark gezankt. Etwas ruhiger geht es in der Palanderbukta auf Nordaustlandet zu, wo Rentiere, Kurzschnabelgänse und Walrosse leben. Übernachtung an Bord. 5. Tag: Siebeninseln (F/M/A) Die nördlichste Inselgruppe Spitzbergens, die Siebeninseln, liegen nördlich von Nordaustlandet. Sie hoffen auf eine Anlandung auf Phippsøya,

dort sieht man oft Walrosse entlang der Küstenlinie. Nun nehmen Sie Kurs nach Norden, wo Sie entlang der Packeisgrenze die Stille und Schönheit der Arktis genießen und nach Eisbären, Elfenbeinmöwen und Rosenmöwen Ausschau halten. Sie nähern sich dem 81. Breitengrad – von hier aus sind es nur ca. 540 Meilen bis zum geogra­ fischen Nordpol! Übernachtung an Bord. 6. Tag: Entlang der Eisgrenze (F/M/A) Sie folgen der Eisgrenze Richtung Westen, auf stetiger Suche nach Eisbären. Manche Tiere sind sehr neugierig und kommen bis auf wenige Meter ans Schiff heran, andere Bären beobachten das Treiben an Bord lieber aus der Ferne. Rosenund Elfenbeinmöwen haben ihren Lebensraum ebenfalls hier im Norden und Finnwale, Buckelwale oder die seltenen Grönlandwale finden entlang der Eiskante nährstoffreiche Futterquellen. Übernachtung an Bord. 7. Tag: Rückkehr in den Süden (F/M/A) Oft ruht eine große Gruppe von Walrossen am Ufer des Forlandsundet, vom Strand aus lassen sich die wuchtigen Tiere wunderbar fotografieren. Alternativ ist ein Besuch im St.-Johns-Fjord möglich oder eine kleine Wanderung zur Vogelkolonie bei Alkhornet, wo oft Polarfüchse den Fuß der Felswände nach herabgestürzten Jungvögeln und Eiern absuchen. Auch SpitzbergenRentiere grasen hier oft auf den Wiesen. Gegen Mitternacht erreichen Sie den Hafen von Long­ yearbyen. Übernachtung an Bord. 8. Tag: Heimreise (F) Ausschiffung in Longyearbyen und individuelle Heimreise.

Leistungen ab/an Longyearbyen · DIAMIR-Fotoreiseleitung durch Jörg Ehrlich bei Buchung des Fotokurses (inkl. Workshop an Bord) · Deutschsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahren laut Programm abhängig von Eis- und Wetterbedingungen · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 7 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 7xF, 6xM, 7xA Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches Termine und Preise 05.06.18 – 12.06.18

Ortelius

Zusatzkosten Fotokurs (6 – 12 Teilnehmer): 190 € Internationale Flüge: ab 790 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Vordergründiges Ziel der Reise ist die Sichtung von Eisbären. Abhängig von den vorherrschenden Bedingungen ist das Schiff evtl. für 2-3 Tage im Packeis unterwegs, um Ausschau nach Eisbären zu halten. An solchen Tagen finden entsprechend keine Landgänge statt. Die endgültige Entscheidung trifft der Expeditionsleiter vor Ort. Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Siebeninseln Nordaustlandet l Palanderbukta Liefdefjord Hinlopenstraße Fuglehuken l Westspitsbergen l Longyearbyen

05.06.–12.06.18 Vierbett-Kabine

3150 €

Dreibett-Kabine

3900 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

4400 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

4800 €

Zweibett-Kabine Deluxe

5100 €

Superior-Kabine

5750 €

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Im Eisbärland 8 Tage Nordspitzbergen

s Mit eisgängigem Schiff mehrere Tage im Packeis s Sehr hohe Chance auf Eisbärensichtungen s Arktis pur zwischen Packeis und Gletschern s Beobachtung von Walrossen, Robben und Seevögeln s Zodiac-Ausflüge und kleine Wanderungen

Sie begeben sich gezielt in die Spuren des „Königs der Arktis“. Es werden Orte angesteuert, an denen sehr oft Eisbären gesichtet werden, und Sie verbringen einige Tage im Packeis – dem wichtigsten Lebensraum von Eisbär, Robbe, Elfenbeinmöwe & Co. 3. Tag: Monacogletscher (F/M/A) Je nach Wetterbedingungen könnte das heutige Ziel der Liefdefjorden sein, an dessen Ende sich die 5 km lange Front des Monacogletschers ins Meer schiebt. Beim Kreuzen vor der gewaltigen Abbruchkante kann man Dreizehenmöwen beim Fischen beobachten und in den vergangenen Jahren wurden hier oft Eisbären in fotografisch einmaliger Umgebung angetroffen. Übernachtung an Bord.

1. Tag: Longyearbyen – Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Longyearbyen. Je nach Ankunftszeit bleibt eventuell Zeit, noch ein wenig durch Longyearbyen zu bummeln oder das sehr sehenswerte Svalbard-Museum zu besuchen. Gegen 16 Uhr Einschiffung. Am frühen Abend heißt es „Leinen los“. Fahrt durch den Isfjorden. Übernachtung an Bord. 2. Tag: Raudfjord (F/M/A) Sie reisen zur Nordküste von Westspitzbergen. Ziel ist der Raudfjord, wo sehr oft Eisbären gesichtet werden. Der von Gletschern dominierte Fjord wird außerdem gern von Bart- und Ringelrobben besucht, die auf den hier treibenden Eisschollen ausruhen. In den Klippen entlang der Küstenlinie nisten Seevögel und in kleinen, geschützten Nischen findet man das erste zarte Grün arktischer Vegetation. Übernachtung an Bord.

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4. Tag: Hinlopenstraße (F/M/A) Nur wenige Wochen des Jahres, wenn die Temperaturen das Eis langsam aufbrechen, ist die Hinlopenstraße für Schiffe befahrbar. Die beeindruckenden Treibeisfelder laden zu einer Zodiactour rund um die teils riesigen, teils klitzekleinen Eisbrocken ein. Hier werden oft Bart- und Ringelrobben beobachtet, aber auch Eisbären und die seltene Elfenbeinmöwe werden regelmäßig gesichtet. Am Alkefjellet brüten unzäh-


Spitzbergen 8 Tage Reise ab 3150 €

SPINOR

Schwierigkeit: Leistungen ab/an Longyearbyen · Deutsch- und/oder englischsprachiges Expeditionsteam (je nach Termin) · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahren laut Programm abhängig von Eis- und Wetterbedingungen · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 7 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 7xF, 6xM, 7xA

Fotos: Sandra Petrowitz (3), Jörg Ehrlich (1), Livia Sloma (1)

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches

lige Dickschnabellummen an einer fast senkrechten Klippe, es herrscht ständiges Kommen und Gehen und es wird lautstark gezankt. Etwas ruhiger geht es in der Palanderbukta auf Nordaustlandet zu, wo Rentiere, Kurzschnabelgänse und Walrosse leben. Übernachtung an Bord.

entlang der Packeisgrenze die Stille und Schönheit der Arktis genießen und nach Eisbären, Elfenbeinmöwen und Rosenmöwen Ausschau halten. Sie nähern sich dem 81. Breitengrad – von hier aus sind es nur ca. 540 Meilen bis zum geogra­ fischen Nordpol! Übernachtung an Bord. 6. Tag: Entlang der Eisgrenze (F/M/A) Sie folgen der Eisgrenze Richtung Westen, auf stetiger Suche nach Eisbären. Manche Tiere sind sehr neugierig und kommen bis auf wenige Meter ans Schiff heran, andere Bären beobachten das Treiben an Bord lieber aus der Ferne. Rosen- und Elfenbeinmöwen haben ihren Lebensraum ebenfalls hier im Norden und Finnwale, Buckelwale oder die seltenen Grönlandwale finden entlang der Eiskante nährstoffreiche Futterquellen. Übernachtung an Bord.

5. Tag: Siebeninseln (F/M/A) Die nördlichste Inselgruppe Spitzbergens, die Siebeninseln, liegen nördlich von Nordaustlandet. Sie hoffen auf eine Anlandung auf Phippsøya, dort sieht man oft Walrosse entlang der Küstenlinie. Nun nehmen Sie Kurs nach Norden, wo Sie

7. Tag: Rückkehr in den Süden (F/M/A) Oft ruht eine große Gruppe von Walrossen am Ufer des Forlandsundet, vom Strand aus lassen sich die wuchtigen Tiere wunderbar fotografieren. Alternativ ist ein Besuch im St.-Johns-Fjord möglich oder eine kleine Wanderung zur Vogelkolonie bei Alkhornet, wo oft Polarfüchse den Fuß der Felswände nach herabgestürzten Jungvögeln und Eiern absuchen. Auch SpitzbergenRentiere grasen hier oft auf den Wiesen. Gegen Mitternacht erreichen Sie den Hafen von Long­ yearbyen. Übernachtung an Bord.

Termine und Preise 29.05.18 – 05.06.18 Ortelius 04.06.18 – 11.06.18 Plancius 05.06.18 – 12.06.18* Ortelius 12.06.18 – 19.06.18 Ortelius 15.06.18 – 22.06.18 Plancius 19.06.18 – 26.06.18 Ortelius 22.06.18 – 29.06.18 Plancius 29.06.18 – 06.07.18 Plancius * Auch als Fotoreise buchbar: siehe Seite 24.

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 750 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Vordergründiges Ziel der Reise ist die Sichtung von Eisbären. Abhängig von den vorherrschenden Bedingungen ist das Schiff evtl. für 2-3 Tage im Packeis unterwegs, um Ausschau nach Eisbären zu halten. An solchen Tagen finden entsprechend keine Landgänge statt. Die endgültige Entscheidung trifft der Expeditionsleiter vor Ort. Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe). Siebeninseln Nordaustlandet l Palanderbukta Liefdefjord Hinlopenstraße Fuglehuken l Westspitsbergen l Longyearbyen

8. Tag: Heimreise (F) Ausschiffung in Longyearbyen und individuelle Heimreise.

29.05.–05.06.18 04.06.–11.06.18 05.06.–12.06.18 12.06.–19.06.18 15.06.–22.06.18 19.06.–26.06.18 22.06.–29.06.18 29.06.–06.07.18

Vierbett-Kabine

3150 €

3150 €

3150 €

3150 €

3150 €

3150 €

3150 €

3150 €

Dreibett-Kabine

3900 €

3900 €

3900 €

3900 €

3900 €

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3900 €

3900 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

4400 €

4400 €

4400 €

4400 €

4400 €

4400 €

4400 €

4400 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

4800 €

4800 €

4800 €

4800 €

4800 €

4800 €

4800 €

4800 €

Zweibett-Kabine Deluxe

5100 €

5100 €

5100 €

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5100 €

5100 €

5100 €

5100 €

Superior-Kabine

5750 €

5750 €

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5750 €

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5750 €

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Rund um Spitzbergen 10 Tage Expeditionskreuzfahrt

s Aktive Kreuzfahrt mit abwechslungsreichem Programm s Zodiac-Ausflüge, Tierbeobachtungen, Wanderungen s Eisbärenbeobachtung entlang der Packeisgrenze s Einblick in die Geschichte Spitzbergens s Landschaftliche Vielfalt: Gletscher, Gipfel, Tundra & Fjorde

1. Tag: Anreise und Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Longyearbyen. Vor dem Einschiffen besteht evtl. noch die Möglichkeit, das sehr sehenswerte Svalbard-Museum zu besuchen. Einschiffung im Hafen von Longyearbyen gegen 16 Uhr. Am frühen Abend Fahrt durch den Isfjorden. Übernachtung an Bord. 2. Tag: Westküste und Ny Ålesund (F/M/A) Für den Vormittag ist eine Zodiactour im Kross­ fjorden geplant, an dessen Ende die spektakuläre Abbruchkante des 14.-Juli-Gletschers in den Fjord fließt. An den Hängen rundum blüht eine Vielzahl an Pflanzen, auf den Felsen brüten Dreizehenmöwen und Dickschnabellummen und im Fjord tummeln sich Bartrobben. Auch den Polarfuchs sieht man hier oft, wie er am Fuß der Vogel-

Die ganze Vielfalt Spitzbergens erleben Sie auf dieser Reise. Ausgehend vom komfortablen Expeditionsschiff erkunden Sie schroffe Westküste und die eisbedeckten Inseln im Osten. Sie begegnen Walrossen, Polarfüchsen, Seevögeln und Eisbären.

kolonien nach hilflosen Jungvögeln sucht. In der einstigen Bergbausiedlung Ny Ålesund fuhr früher die nördlichste Eisenbahn der Erde – die Lokomotive und einige Wagen der Kohlebahn können Sie noch immer dort bewundern. Ny Ålesund hat sich inzwischen in eine moderne Forschungsstation verwandelt. Sie haben Zeit für einen Bummel durch den Ort, wo in unmittelbarer Nähe der Häuser verschiedene Gänse und Küstenseeschwalben brüten. Auch ein Spaziergang zum alten Ankermast, an dem Amundsen (mit der Norge, 1926) und Nobile (mit der Italia, 1928) ihre Luftschiffe auf dem Weg zum Nordpol festmachten, ist möglich. Übernachtung an Bord. 3. Tag: Monacogletscher (F/M/A) Am Eingang des Liefdefjorden ist eine Tundrawanderung bei Reindyrsflya geplant, wo Eiderenten, Kurzschnabelgänse und manchmal auch die seltenen Prachteiderenten nisten. Am Ende des Liefdefjorden kreuzen Sie entlang der beeindruckenden Abbruchkante des Monacogletschers, wo Dreizehenmöwen fischen und wo oft Eisbären an der Gletscherkante gesichtet werden. Übernachtung an Bord. 4.-5. Tag: Im Packeis 2x(F/M/A) In der nördlichsten Inselgruppe Spitzbergens, den Siebeninseln, versuchen Sie eine Anlandung auf Phippsøya. Von hier aus sind es nur noch

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540 Meilen zum Nordpol. Das Schiff verweilt mehrere Stunden im Packeis, wo Eisbären, Walrosse und die seltenen Elfenbeinmöwen leben. Sie haben Zeit, die Stille und Schönheit der arktischen Natur in Ruhe zu genießen und nach Eisbären Ausschau zu halten. Je nachdem, wie weit die Eiskante vom Festland entfernt ist, bleibt eventuell Zeit für einen Ausflug in den Sorgfjord, wo oft eine Herde Walrosse beobachtet werden kann. Auf einer kleinen Wanderung kommen Sie an Walfängergräbern aus dem 17. Jahrhundert vorbei und vielleicht treffen Sie eine ganze Familie von Alpenschneehühnern. 2 Übernachtungen an Bord.

6. Tag: Hinlopenstraße (F/M/A) Die beeindruckenden Treibeisfelder in der Hinlopenstraße laden zu einer Zodiactour rund um die Eisbrocken ein. Hier werden oft Bart- und Ringelrobben beobachtet, aber auch Eisbären und die seltene Elfenbeinmöwe werden regel-


Spitzbergen 10 Tage Reise ab 3950 €

SPIRUN

Schwierigkeit:

Fotos: Sandra Petrowitz (2), Ivonne Bischofs (1), Jörg Ehrlich (1), Ulrich Kelberlau (1), Livia Sloma (1)

Leistungen ab/an Longyeabyen · Deutsch- und/oder englischsprachiges Expeditionsteam (je nach Termin) · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahren laut Programm abhängig von Eis- und Wetterbedingungen · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 9 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 9xF, 8xM, 9xA

mäßig gesichtet. Am Alkefjellet brüten unzählige Dickschnabellummen an einer fast senkrechten Klippe, es herrscht ständiges Kommen und Gehen und es wird lautstark gezankt. Etwas ruhiger geht es in der Augustabukta auf Nordaustlandet zu, wo Rentiere, Kurzschnabelgänse und Walrosse leben. Sie wandern entlang der beeindruckenden Küstenlinie, die über Jahrtausende von der Natur geformt wurde, und genießen die Blicke auf die drittgrößte Eiskappe der Welt. Übernachtung an Bord.

Im Süden des Freeman-Sundes liegt Edgeøya, wo Sie den Nachmittag in der Diskobukta verbringen wollen. Der Strand der Bucht ist übersät mit sibirischem Treibholz und Walknochen. Ganz in der Nähe bewohnen Dreizehenmöwen, Gryll­ teisten und die räuberischen Eismöwen die Wände einer schmalen Schlucht. Hier patroullieren oft Polarfüchse und manchmal auch Eisbären mit ihren Jungtieren auf der Suche nach jungen Vögeln, die aus dem Nest gefallen sind. Übernachtung an Bord. 8. Tag: Hornsund (F/M/A) Die zahlreichen Seitenfjorde des spektakulären Hornsundes sind das heutige Ziel. Flankiert wird der Fjord von zahlreichen schroffen Gipfeln, die veranschaulichen, warum die holländischen Entdecker die Inselgruppe „Spitsbergen“ nannten. 14 atemberaubende Gletscher wälzen ihre Eismassen die Hänge herab ins Meer und es gibt gute Chancen auf Robben- und Eisbärbeobachtungen. Übernachtung an Bord.

7. Tag: Barentsøya und Edgeøya (F/M/A) Sie fahren in den Freeman-Sund. Im Norden liegt Barentsøya, wo eine Landung in Sundneset geplant ist. Eine alte Trapperhütte erzählt vom schweren Leben der Pelzjäger in der Arktis und auf einer Wanderung im Umkreis suchen Sie nach Rentieren und Weißwangengänsen.

9. Tag: Recherchefjord (F/M/A) Auf Ahlstrandhalvøya, an der Mündung des VanKeulen-Fjords, zeugen unzählige Skelette von Weißwalen (Belugas) von der Zeit des sinnlosen Abschlachtens im späten 19. Jahrhundert. Inzwischen hat sich die Population erholt und Sie können Belugas wieder in größeren Gruppen antreffen. Am Nachmittag erkunden Sie die Tundra am Ende des Recherchefjordes, wo oft Rentiere grasen. Gegen Mitternacht erreicht das Schiff den Hafen von Longyearbyen. Übernachtung an Bord.

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches Termine und Preise 06.07.18 – 15.07.18 Plancius 14.07.18 – 23.07.18 Ortelius 01.08.18 – 10.08.18 Ortelius 11.08.18 – 20.08.18 Plancius 20.08.18 – 29.08.18 Plancius * * leicht geänderter Tourenverlauf: inkl. Kvitøya Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 650 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Die Chancen einer kompletten Umrundung von Spitzbergen liegen bei 30% in der ersten Julihälfte, bei 60% in der zweiten Julihälfte, bei 90% in der ersten Augusthälfte und bei 95% in der zweiten Augusthälfte. Falls eine Umrundung aufgrund der gegebenen Eisverhältnisse nicht möglich ist, wird sich das Programm auf den Nordwesten oder Südwesten von Spitzbergen konzentrieren. Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Siebeninseln

Storøya Kvitøya Nordaustlandet Liefdefjord l Palanderbukta l Ny Ålesund l Hinlopenstraße Westspitsbergen Barentsøya l Longyearbyen Edgeøya l Hornsund

10. Tag: Ausschiffung (F) Ausschiffung am Morgen (je nach Abflugzeit ggf. auch eher) und individuelle Heimreise.

06.07.–15.07.18 14.07.–23.07.18 01.08.–10.08.18 11.08.–20.08.18 20.08.–29.08.18

Vierbett-Kabine

3950 €

3950 €

3950 €

3950 €

3950 €

Dreibett-Kabine

4900 €

4900 €

4900 €

4900 €

4900 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

5700 €

5700 €

5700 €

5700 €

5700 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

6150 €

6150 €

6150 €

6150 €

6150 €

Zweibett-Kabine Deluxe

6550 €

6550 €

6550 €

6550 €

6550 €

Superior-Kabine

7400 €

7400 €

7400 €

7400 €

7400 €

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Nordatlantik-Querung: Auf dem Seeweg nach Spitzbergen 12 Tage Niederlande • Schottland • Jan Mayen • Spitzbergen

s Querung des Nordatlantik s Intensive Vogelbeobachtungen: Basstölpel, Sturmvögel, Trottellummen… s Sehr gute Chancen auf Walsichtungen s Auch verkürzt mit Zustieg in Aberdeen buchbar

1. Tag: Vlissingen– Anreise (A) Individuelle Anreise nach Vlissingen, gegen Mittag Einschiffung. Am späten Nachmittag verlässt das Schiff den Hafen Richtung Norden. Übernachtung an Bord.

Sie durchqueren mehrere Klimazonen auf dem Weg gen Norden – von Holland geht es entlang der britischen Küste zu den rauen Shetland-Inseln, zur mystischen Insel Jan Mayen und schließlich bis Spitzbergen, auf der Suche nach Robben, Eisbären und Walen. und Mr. Hyde“) entworfen. In den Gewässern rundum gibt es gute Chancen Zwergwale, Weißschnauzen-Delfine, Orcas und Schweinswale zu beobachten. Übernachtung an Bord. 4. Tag: Shetland-Inseln (F/M/A) Fair Isle gehört zu den Shetland-Inseln, dort werden Sie von den wenigen Einwohnern herzlich begrüßt. Die Inselbewohner sind besonders für ihre Strickkünste bekannt. Eine Wanderung führt

2. Tag: Seetag (F/M/A) Sie durchqueren die Nordsee mit Kurs Aberdeen. Halten Sie Ausschau nach Delfinen und See­ vögeln! Übernachtung an Bord. 3. Tag: Aberdeen (F/M/A) Ankunft in Aberdeen, bekannt als „Granitstadt“ mit mehreren Auszeichnungen als „blühende Stadt Großbritanniens“. Wer möchte, kann die Reise auch hier in Aberdeen beginnen. Der Leuchtturm von Girdle Ness (sichtbar, sobald Sie in die Nordsee kommen) wurde vom Großvater des berühmten schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson („Der seltsame Fall des Dr. Jekyll

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zu einem Vogel-Observatorium. Es ist Frühling und die Wiesen blühen bereits… Später sehen Sie auf der kleinen Shetland-Insel Mousa typische „brochs“ (Steinfestungen aus der Eisenzeit). Und mit etwas Glück beobachten Sie einige der auf den Shetland-Inseln heimischen Robbenarten, Trottellummen, Raubmöwen oder andere Vogelarten. In der Nacht können Sie Sturmvögel beobachten, die zu ihren Nistplätzen zurückkehren. Übernachtung an Bord.


Niederlande • Schottland Jan Mayen • Spitzbergen 12 Tage Reise ab 1750 €

SPIATL

Schwierigkeit: Leistungen ab Vlissingen/an Longyearbyen · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 11 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 11xF, 10xM, 11xA

Fotos: Josh Harrison (1), Rinie van Meurs (1), Sandra Petrowitz (1), Erwin Vermeulen (1), Archiv (2)

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches 5.-6. Tag: Auf See 2x(F/M/A) Sie nehmen Kurs nach Norden. Das nächste Ziel ist die entlegene Insel Jan Mayen, etwa 300 Seemeilen nordöstlich von Island. Auf der Überfahrt haben Sie ausreichend Zeit nach vorbeiziehenden Zwerg-, Finn- oder sogar Blauwalen zu spähen. Vielleicht stoßen Sie auch auf eine Gruppe Orcas oder gar auf die seltenen Grönlandwale. 2 Übernachtungen an Bord. 7. Tag: Jan Mayen (F/M/A) Jan Mayen ist eine vulkanisch entstandene Insel, dominiert vom Beerenberg. Eindrucksvolle Gletscher wälzen sich an seinen Hängen von 2300 m herab ins Meer. Durch ihre Funktion als norwegische Militärstation gab es lange Jahre keine Möglichkeit, die Insel zu besuchen. Mit einer Sondergenehmigung ist es aber in der Regel möglich, die Wetterstation zu besuchen. Wenn die Bedingungen es zulassen, wandern Sie nach Kvalrossbukta. Hier finden Sie Überreste einer holländischen Walfangstation aus dem 17. Jahrhundert sowie eine Kolonie von brütenden Eissturmvögeln. Sie hoffen auch auf einen Besuch von Koksletta, wo Krabbentaucher und Dickschnabellummen in der Nähe einer Gletscherfront nisten und sich gegen die Angriffe räuberischer Eismöwen schützen. Übernachtung an Bord.

8.-10. Tag: Auf See und entlang des Packeises 3x(F/M/A) Sie fahren der Mitternachtssonne und dem ewigen Eis entgegen, Zeit um Ausschau zu halten nach Grönlandwalen, Delfinen, Robben und einer Vielzahl von Seevögeln. Sie versuchen, bis 79° nördliche Breite an den Rand des Packeises zu kommen. Hier sind Eisbären und die seltenen Elfenbeinmöwen heimisch. Dann steuern Sie in westliche Richtung zum Kontinentalschelf. Die Region bietet ausreichend Nahrung für viele Walarten, unter anderem für Finnwale. Schließlich wenden Sie sich Spitzbergen zu. An den „Eingangstoren“ der großen Fjorde halten Sie weiter Ausschau nach Blau- und Zwergwalen. 3 Übernachtungen an Bord.

Termine und Preise 18.05.18 – 29.05.18 Ortelius 20.05.18 – 29.05.18* Ortelius * 10-Tage-Kurzvariante ab Aberdeen

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 450 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe). Longyearbyen Spitzbergen

Grönland

11. Tag: Westspitzbergen (F/M/A) Sie suchen nach Walrossen bei Sarstangen, Engelskmansbukta oder Poolepynten. Am Abend ist eine Anlandung bei Alkhornet geplant, einer großen Seevogel-Kolonie. Oft grasen hier Rentiere und mit etwas Glück beobachten Sie den Polarfuchs bei seinen Streifzügen entlang der Vogelfelsen. Gegen Mitternacht Ankunft im Hafen von Longyearbyen. Übernachtung an Bord.

Jan Mayen Island Färöer-Inseln

Lofoten Norwegen ShettlandInseln

Schottland Aberdeen

Vlissingen

12. Tag: Longyearbyen – Abreise (F) Ausschiffung und individuelle Heimreise.

18.05.–29.05.18 20.05.–29.05.18

Vierbett-Kabine

1950 €

1750 €

Dreibett-Kabine

2450 €

2200 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

2700 €

2450 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

2950 €

2650 €

Zweibett-Kabine Deluxe

3200 €

2850 €

Superior-Kabine

3600 €

3250 €

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Spitzbergen: Ein Sommer in der Arktis

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Von Sandra Petrowitz Anfang Juni Bevor die Maschine zur Landung in Longyearbyen ansetzt, fliegt sie einen weiten Bogen über die Berge und den Fjord. Die Gipfel sind weiß, bis fast ins Tal zieht sich die Schneeauflage an den Flanken. Tief unten, eine winzige Silhouette im Blaugrün der See, liegt ein Segelschiff vor Anker. Die Saison der Expeditionskreuzfahrten in den Gewässern rund um Spitzbergen beginnt im arktischen Frühling; Segelschiffe sind unter den Ersten, die sich hinaufwagen in die hohen Breitengrade. Der Sommer ist kurz im hohen Norden, aber unglaublich intensiv. Was die Natur betreibt, betreibt sie mit unbändiger Kraft. Jeder Monat fühlt sich an wie eine komplette Jahreszeit: Im Juni ist Frühling, im Juli Sommer, im August Herbst, und der September bringt den Winter. Als wir einige Tage später in den Kongsfjord einfahren, ist Weiß die dominierende Farbe – trotz 24 Stunden Tageslicht. Wir landen unterhalb der Hütten von Ny-London und stapfen durch den Schnee aufwärts. Einen der bereits schneefreien

Flecken hat sich die hier brütende Falkenraubmöwe als Sitzplatz ausgesucht, und die Ornithologen und Fotografen unter den Gästen knien andächtig in gebührender Entfernung nieder und richten die Teleobjektive aus. Für Vogelbeobachter ist die erste Saisonhälfte auf Spitzbergen unvergleichlich spannend – die Brutvögel kehren aus dem Süden zurück, in den Vogelkolonien tobt das Leben, man bekommt die Tiere im spektakulären Prachtkleid zu Gesicht. Eine kleine Wanderung führt uns hinauf zu einem Aussichtspunkt. Wir waten durch Schmelzwasserpfützen und spiegeln uns in Tümpeln, und dann entdeckt doch tatsächlich jemand das erste Blümchen! Ein winziger Gegenblättriger Steinbrech streckt seine purpurfarbenen Blüten der Sonne entgegen. Wieder knien die Fotografen nieder – zu erstaunlich ist die Rückkehr des Lebens im arktischen Sommer, als dass man an den zarten Farbtupfern einfach vorbeigehen könnte. Im Fjord schaukeln die Eisberge, auf den Bergen liegt Schnee, man holt sich problemlos binnen kürzester Zeit einen Sonnenbrand, und an geschützten Stellen blüht es bereits – Spitzbergen im Juni ist ein Ort der Kontraste. Wir arbeiten uns weiter nach Norden vor. Im Raudfjord sind jede Menge Spuren zu sehen, und irgendwann erblicken wir tatsächlich einen Eisbären, der sich einen immens steilen Schneehang hinaufarbeitet und über die Kuppe verschwindet. Wir fahren langsam näher ans Land heran und

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entdecken zwei weitere weiße Punkte: eine Mutter mit Jungtier, die sich am Ufer an einem Kadaver gütlich tun. Das Wasser ist hier so flach, dass wir mit dem Schiff nicht näher herankönnen, deshalb bestaunen wir das Schauspiel aus der Entfernung. Für die Nacht hat der Kapitän einen ganz besonderen Platz im Sinn. Zehn Uhr abends, es ist genauso hell wie mittags, legen wir in einer kleinen Bucht an, die noch zugefroren ist – das Festeis dient als Ankerplatz. Eisbären-Tapsen auch hier, die Mitternachtssonne strahlt. Kein Laut ist zu hören bis auf die Rufe, mit denen sich gelegentlich ein Vogel bemerkbar macht. Eine Robbe hebt den Kopf aus dem Wasser, schaut sich um und taucht wieder ab. Die Zeit steht still.

Ende Juni Das Meereis nördlich von Spitzbergen ist die Heimat der Eisbären. Hier wandern sie auf der Suche nach Robben weite Strecken über die endlose Fläche, die sich rings um uns erstreckt. Diesmal sind wir mit einem Motorschiff unterwegs, das für den Einsatz im Eis geeignet ist, und suchen den weißen Fleck im Weiß – Eisbärweiß hat einen etwas anderen Farbton als Eisweiß. Das Expeditionsteam steht entweder auf der Brücke oder draußen an Deck, und jeder sucht mit dem Fernglas konzentriert die Umge-

bung ab. (Die Gäste, herzlich eingeladen mitzusuchen, beteiligen sich mit Ausdauer und Enthusiasmus an dieser Aufgabe.) Und sucht. Und sucht. Und findet! Der erste Bär wandert in einiger Entfernung übers Eis und nimmt von uns kaum Notiz. Gut, dann suchen wir eben weiter. Es empfiehlt sich, zwischendrin immer wieder mal das Fernglas abzusetzen und die Schönheit, Klarheit, Einzigartigkeit der eisigen Sphären zu bewundern, in denen wir uns bewegen. Das Meer ist spiegelglatt, kein Windhauch zu spüren. Man sieht meilenweit. Die dunklen Punkte auf dem Eis sind Robben, wesentlich leichter zu entdecken als Bären. Aha, aufgeregtes Gemurmel! Und unmittelbar danach die Durchsage: zwei Eisbären! Die beiden Protagonisten, junge Männchen, nähern sich allmählich dem Schiff. Sie beginnen zu rangeln, erheben sich auf die Hinterbeine und ringen miteinander, schieben sich mit den Vorderpfoten gegenseitig herum, setzen ab und beginnen von vorn. Sparring nennt sich diese Kampelei unter Jungbären, und es gehört viel Glück dazu, so etwas miterleben zu dürfen. Es geht hierhin und dorthin, mal scheint der eine die Oberhand zu gewinnen, mal der andere; dann lassen sich beide ins Wasser gleiten und messen dort weiter ihre Kräfte. Am Ende trollen sie sich, und wir atmen durch. Was für ein Schauspiel – und das am ersten Tag im Eis!


Fotos: Sandra Petrowitz (8)

Mitte Juli Der Schnee ist auf dem Rückzug, aber auf unserer Wanderung zum Aussichtsberg Faksefjellet müssen wir trotzdem noch Schneefelder überwinden, durch Schmelzwasserbäche waten und aufpassen, dass uns der matschige Boden nicht die Gummistiefel von den Füßen klaut. Der Ausblick entschädigt für alle Mühen. Am anderen Morgen erwachen wir an einer der berühmtesten Vogelkolonien von Spitzbergen, Alkefjellet. Freund­licherweise lichtet sich der Nebel, als alle Schlauchboote zu Wasser gelassen sind, und wir können bis dicht an die senkrechten Felswände heranfahren, um die Dickschnabellummen zu beobachten, die hier zu Abertausenden nisten: Gurren, Geschrei und Geflatter, ein Spektakel, das seinesgleichen sucht – wer Vögel bisher nicht spannend fand, ändert hier seine Meinung. Am Fuße der Klippen sind Polarfüchse auf Streifzug, und einer macht uns die Freude und kommt bis ans Ufer heran. Die Sonne blinzelt durch die Nebelschwaden und taucht die Szenerie in magisches Licht.

Mitte August

Schlauchboot nach dem anderen vorsichtig etwas abseits an. Als schließlich alle, die das Wetter nicht abschreckt, an Land sind, erleben sie die schönste Walross-Parade: Die charismatischen Stoßzahnträger patrouillieren im flachen Wasser zwischen den Eisbergen und betrachten uns, wie wir da so wenige Meter entfernt am Strand stehen, vollkommen fasziniert von dem Schauspiel. Wer sich hinhockt oder hinsetzt, erlebt eine Begegnung auf Augenhöhe – unglaublich beeindruckend.

grasend immer näher. Als wir am letzten Abend in Longyearbyen einlaufen, rutscht die Sonne gerade aus dem unteren Rand der grauen Wolkendecke heraus. Die Häuser, die Berge, alles leuchtet dunkelrot – es wird nicht mehr lange dauern, dann verschwindet das Licht. Bis zum nächsten Jahr.

Ende August

Noch einmal brechen wir auf ins Eisbärland nördlich von Spitzbergen. Die Sonne steht tief, der erste Neuschnee überzuckert die dunklen Berge. Eisblumen bilden sich an den Brückenfenstern. Aber die Erlebnisse sind sensationell: zwei kampelnde Bären, insgesamt fünf Tiere an den schon ziemlich gefledderten Resten einer Robbe, eine tiefenentspannte Bärin, die im Windschatten eines sanft gerundeten Eisbergs schlummert. Und dann noch ein Weibchen, das liebend gern bis auf Nasenlänge ans Schiff herangekommen wäre, aber dem frischen, noch sehr dünnen Meereis nicht traute. Auf dem Rückweg machen wir Halt am markanten Vogelfelsen Alkhornet, unterhalb dessen sich Rentiere mit ihrem Nachwuchs aufhalten. Die Jungtiere sind unwiderstehlich knuffig und mindestens genauso neugierig wie wir, und nachdem wir uns leise angeschlichen und sie Zutrauen zu uns gefasst haben, kommen sie

Einer der seltenen Regentage. Wir haben uns auf unserem Weg rund um Spitzbergen an der Westund Nordküste entlang bis zu den Siebeninseln vorgearbeitet und dort eine Eisbärin getroffen, die neugierig an den Strand gelaufen kam, wo wir in unseren Schlauchbooten die allerbesten Logenplätze hatten. Wir haben dank günstiger Eisbedingungen selten besuchte Ecken von Nordaustlandet angesteuert, die wunderbare Gesteinsstrukturen aufweisen, und nun sind wir an der Insel Edgeøya im Südosten der Inselgruppe angekommen. Es ist nicht nur nass, sondern auch mächtig neblig, also verbieten sich Ausflüge ins Inland, und vor der Anlandestelle haben sich Eisschollen zu einem hübschen Labyrinth aufgestaut. Aber die Walrosse würden wir unseren Gästen schon gern zeigen. Also landen wir ein

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Nordspitzbergen mit dem Segelschiff 12 Tage Nordspitzbergen

s Historisches Segelschiff, liebevoll restauriert s Kleine Gruppe mit familiärer Atmosphäre s Flexible Routenführung und individuelle Betreuung s Intensive Wanderungen durch die Tundra s Viele Möglichkeiten zur Tierbeobachtung

1. Tag: Anreise und Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Longyearbyen. Es bleibt evtl. Zeit für einen Bummel durch Longyearbyen. Einschiffung am späten Nachmittag. Am Abend Fahrt nach Tryghamna. Übernachtung an Bord.

2. Tag: Forlandsundet (F/M/A) Am Morgen besichtigen Sie in Tryghamna die Reste einer englischen Walfangstation aus dem 17. Jahrhundert und die Ruinen einer Siedlung russischer Pomoren aus dem 18. Jahrhundert. Später wandern Sie nach Alkhornet zu einem Vogelfelsen. Manchmal sieht man Polarfüchse, die die Hänge unterhalb des Felsens nach Eiern und Jungvögeln absuchen. Auch Rentiere grasen hier häufig. Im Forlandsundet hoffen Sie, dass eine Herde Walrosse auf ihrem oft besuchten Ruheplatz zu finden ist. Übernachtung an Bord.

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Auf dieser Segeltour ist viel Zeit für intensive Wanderungen, Erkundungen und Tierbeobachtungen in Regionen, die große Schiffe nicht erreichen können. Die kleine Gruppe an Bord des historischen Schiffs ermöglicht eine sehr flexible Routenplanung. 3. Tag: Ytre Norskøya (F/M/A) Einfahrt in den Fuglefjorden mit spektakulärem Ausblick auf den Svitjod-Gletscher und die Birgerbukta. In dieser Region werden oft Eisbären gesichtet. Alte Tranöfen der Basken erzählen von der vergangenen Walfangepoche – heute brüten hier Raubmöwen. Sie versuchen, bis zur kleinen Insel Ytre Norskøya zu gelangen. Sie diente den holländischen Walfängern viele Jahre lang als Ausguck. Noch heute können Sie ihrem Pfad bis hinauf auf den kleinen Gipfel folgen, vorbei an Vogelklippen. Auch hier finden sich an der Küste Tranöfen aus dem 17. Jahrhundert sowie fast 200 Gräber von Walfängern, zwischen denen Schmarotzerraubmöwen und Eiderenten nisten. Übernachtung an Bord.

Rentieren wunderbare Weidegründe und Nistplätze für viele Watvogelarten. An den Seen und Tümpeln können Sterntaucher und die farbenfrohen Prachteiderenten beobachtet werden. Übernachtung an Bord. 6. Tag: Liefdefjorden (F/M/A) Sie segeln in den Liefdefjorden, an dessen Ende sich der gewaltige Monacogletscher ins Meer schiebt. Hier leben Prachteiderenten und die kleinen Thorshühnchen. Sollte der Fjord durch Eis versperrt sein, kreuzen Sie entlang der Eiskante, Lebensraum von Bartrobben, Seevögeln und dem König der Arktis, dem Eisbären. Übernachtung an Bord.

4. Tag: Raudfjord (F/M/A) Im Raudfjord an der Nordküste Spitzbergens wälzen sich zahlreiche Gletscher die Hänge hinab ins Meer – ein spektakulärer Anblick! Auf den Eisschollen im Fjord ruhen oft Bart- und Ringelrobben aus, die steilen Bergflanken werden von Vogelkolonien belebt und die Chancen stehen gut, hier auf Eisbären und Weißwale (Belugas) zu stoßen. Übernachtung an Bord.

7. Tag: Magdalenenfjord (F/M/A) Den Morgen nutzen Sie, um bei Fuglesangen große Vogelkolonien zu beobachten – vor allem die putzigen Krabbentaucher nisten hier. Weiter südlich fahren Sie in den Magdalenenfjord ein, einen der landschaftlich schönsten Fjorde Spitzbergens, in den unzählige, riesige Gletscher münden. Beim Landgang stoßen Sie auf Spuren einer englischen Walfangstation aus dem 17. Jahrhundert. Übernachtung an Bord.

5. Tag: Reindyrsflya (F/M/A) Eine Anlandung im größten Tundragebiet Spitzbergens, der beeindruckenden Reindyrsflya, ist geplant. Das leicht hügelige Gebiet bietet den

8. Tag: Ny Ålesund (F/M/A) Sie besuchen Ny Ålesund, die nördlichste permanent bewohnte Ortschaft der Erde. Der ehemalige Startplatz vieler Nordpolexpeditionen


Spitzbergen 12 Tage Reise ab 3150 €

SPISNO

Schwierigkeit:

Fotos: Sylvia Wesser (3), Jan Belgers (1), Jörg Ehrlich (1), Sandra Petrowitz (1)

Leistungen ab/an Longyearbyen · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahren laut Programm abhängig von Eis- und Wetterbedingungen · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Reiseliteratur · 11 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 11xF, 10xM, 11xA

(zum Beispiel Amundsen und Nobile) und einstige Bergbausiedlung hat sich in eine moderne Forschungsstätte verwandelt. Die Vögel der Umgebung haben sich an Menschen gewöhnt und sind ungewöhnlich zutraulich geworden. Weißwangen- und Kurzschnabelgänse, Eiderenten, Küstenseeschwalben und mehrere Watvogelarten können hier aus geringer Distanz beobachtet werden. Ab und zu sieht man Rentiere. Übernachtung an Bord.

9. Tag: 14.-Juli-Gletscher (F/M/A) Am Morgen fahren Sie von Ny Ålesund zum 14.-Juli-Gletscher, wo Sie in sicherem Abstand vor der Gletscherfront kreuzen. Nahe dem Gletscher nisten Dickschnabellummen, andere Alken sowie Papageitaucher. Begünstigt durch den Vo-

gelkot (Guano) und die geschützte Südlage blüht an den Talhängen eine Vielzahl an Pflanzen. Übernachtung an Bord. 10. Tag: Küste des Forlandsundet (F/M/A) Auf dem Weg nach Süden versuchen Sie eine Anlandung auf Fuglehuken, wo viele Überreste aus der Ära der Eisbärenjagd zu finden sind sowie große Seevogelkolonien. Alternativ sind Wanderungen in der Tundra entlang des Forlandsundet möglich oder Sie suchen noch einmal nach Walrossen entlang der Küste. Übernachtung an Bord. 11. Tag: Isfjord (F/M/A) Den Morgen nutzen Sie für eine Anlandung auf Bohemanflya, einem großen Tundragebiet mit beeindruckenden geologischen Formationen entlang der Küste. Dann führt die Reise nach Gipsvika, tief in den Isfjord. In der Nähe der majestätischen Klippe von Templet gehen Sie an Land – spektakuläre Berge mit Sedimentgestein aus dem Oberkarbon vor rund 290 Millionen Jahren erwarten Sie hier. Danach geht die Reise zurück nach Longyearbyen. Übernachtung an Bord. 12. Tag: Abreise (F) Ausschiffung und individuelle Heimreise.

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches Termine und Preise 01.06.18 – 10.06.18 Rembrandt van Rijn* 01.06.18 – 12.06.18 Noorderlicht 12.06.18 – 23.06.18 Noorderlicht 23.06.18 – 04.07.18 Noorderlicht 29.08.18 – 09.09.18 Noorderlicht * leicht geänderter Tourenverlauf: 10 Tage Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 690 € Teilnehmerzahl 14 – 20 (Noorderlicht) 24 – 33 (Rembrandt van Rijn) Hinweis Diese Tour ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Smeerenburg Reindyrsflya

Fuglehuken l l Ny Ålesund Westspitsbergen l Longyearbyen

01.06.–10.06.18

Dreibett-Kabine (Bullauge)

3150 €

Zweibett-Innenkabine

3400 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

3800 €

01.06. – 12.06.18

12.06. – 23.06.18

23.06. – 04.07.18

29.08. – 09.09.18

3700 €

3700 €

3700 €

3700 €

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Frühlingserwachen in der Arktis 8 Tage Nordspitzbergen

s Historisches Segelschiff mit viel Flair s Vorsaison: kaum andere Schiffe unterwegs s Ausgedehnte Schneeschuh-Wanderungen s Beobachtung von Robben, Rentieren, Eisbären

1. Tag: Anreise und Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Longyearbyen. Vor dem Einschiffen bleibt evtl. Zeit für einen Bummel durch das Städtchen. Am Nachmittag Einschiffung. Am frühen Abend fahren Sie nach Tryghamna. Übernachtung an Bord.

2. Tag: Forlandsundet (F/M/A) Am Morgen besichtigen Sie in Tryghamna die Reste einer englischen Walfangstation aus dem 17. Jahrhundert und die Ruinen einer Siedlung russischer Pomoren aus dem 18. Jahrhundert. Später wandern Sie nach Alkhornet zu einem Vogelfelsen, wo die ersten Vögel sich eifrig ans Brutgeschäft machen. Auch Rentiere halten sich hier häufig auf. Weiter nördlich suchen Sie im Forlandsundet nach einem Ruheplatz von Walrossen. Übernachtung an Bord.

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Ab April kehrt das Leben nach Spitzbergen zurück, in den Vogelkolonien beginnt die Brutarbeit, die Mitternachtssonne scheint. In den stillen Wochen vor dem Saisonstart beobachten Sie in Ruhe Rentiere, Polarfüchse und Eisbären.

3. Tag: Ytre Norskøya (F/M/A) Einfahrt in den Fuglefjorden mit spektakulärem Ausblick auf den Svitjod-Gletscher und die Birgerbukta. In dieser Region werden oft Eisbären gesichtet. Alte Tranöfen der Basken erzählen von der vergangenen Walfangepoche – heute brüten hier Raubmöwen. Sie versuchen, bis zur kleinen Insel Ytre Norskøya zu gelangen. Sie diente den

holländischen Walfängern viele Jahre lang als Ausguck. Noch heute können Sie ihrem Pfad bis hinauf auf den kleinen Gipfel folgen, vorbei an Vogelklippen. Auch hier finden sich an der Küste Tranöfen aus dem 17. Jahrhundert sowie fast 200 Gräber von Walfängern, zwischen denen vielleicht schon die ersten Schmarotzerraubmöwen und Eiderenten nisten. Übernachtung an Bord.


Spitzbergen 8 Tage Reise ab 2400 €

SPISSN

Schwierigkeit: Leistungen ab/an Longyearbyen · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge und Wanderungen laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Reiseliteratur · 7 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 7xF, 6xM, 7xA

Fotos: Sandra Petrowitz (4), Jan Belgers (1), Erwin Vermeulen (1)

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches 4. Tag: Raudfjord (F/M/A) Im Raudfjord an der Nordküste Spitzbergens wälzen sich zahlreiche Gletscher die Hänge hinab ins Meer – ein spektakulärer Anblick! Auf den Eisschollen im Fjord ruhen oft Bart- und Ringelrobben aus, die steilen Bergflanken werden von Vögeln belebt und die Chancen stehen gut, hier auf Eisbären und Weißwale (Belugas) zu stoßen. Übernachtung an Bord.

6. Tag: 14.-Juli-Gletscher (F/M/A) Sie fahren zum 14.-Juli-Gletscher, wo Sie in sicherem Abstand vor der Gletscherfront kreuzen. Nahe dem Gletscher nisten Dickschnabellummen, andere Alken sowie Papageitaucher. Am Nachmittag geht es nach Ossian Sarsfjellet, wo Sie Dreizehenmöwen und Dickschnabellummen auf den Klippen aus nächster Nähe beobachten können. Alternativ besuchen Sie Ny Ålesund, die nördlichste permanent bewohnte Ortschaft der Erde. Der ehemalige Startplatz vieler Nordpolexpeditionen (zum Beispiel Amundsen und Nobile) und einstige Bergbausiedlung hat sich in eine moderne Forschungsstätte verwandelt. Die Vögel der Umgebung haben sich an Menschen gewöhnt und sind ungewöhnlich zutraulich geworden. Weißwangen- und Kurzschnabelgänse, Eiderenten, Küstenseeschwalben und mehrere Watvogelarten konnten hier schon beobachtet werden, ab und zu sieht man Rentiere. Übernachtung an Bord.

Termine und Preise 23.03.18 – 30.03.18 Noorderlicht 15.04.18 – 22.04.18 Noorderlicht 04.05.18 – 11.05.18 Rembrandt van Rijn 11.05.18 – 18.05.18 Rembrandt van Rijn 18.05.18 – 25.05.18 Rembrandt van Rijn 25.05.18 – 01.06.18 Rembrandt van Rijn * * Sondertermin Hike & Sail: Schwerpunkt Wandern Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 550 € Teilnehmerzahl 14 – 20 (Noorderlicht) 24 – 33 (Rembrandt van Rijn) Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

7. Tag: Isfjord (F/M/A) Den Morgen nutzen Sie für eine Anlandung auf Bohemanflya, einem großen Tundragebiet mit beeindruckenden geologischen Formationen entlang der Küste. Dann führt die Reise nach Gipsvika, tief in den Isfjord. In der Nähe der majestätischen Klippe von Templet gehen Sie an Land – spektakuläre Berge mit Sedimentgestein aus dem Oberkarbon vor rund 290 Millionen Jahren erwarten Sie hier. Danach geht die Reise zurück nach Longyearbyen. Übernachtung an Bord. 5. Tag: Reindyrsflya (F/M/A) Eine Anlandung im größten Tundragebiet Spitzbergens, der beeindruckenden Reindyrsflya, ist geplant. Das leicht hügelige Gebiet bietet den Rentieren wunderbare Weidegründe und Nistplätze für viele Watvogelarten. Übernachtung an Bord.

Smeerenburg Reindyrsflya

8. Tag: Heimreise (F) Ausschiffung in Longyearbyen und individuelle Heimreise.

Fuglehuken l l Ny Ålesund Westspitsbergen l Longyearbyen

23.03. – 30.03.18 15.04. – 22.04.18 04.05.–11.05.18 11.05.–18.05.18

18.05.–25.05.18 25.05.–01.06.18

Dreibett-Kabine (Bullauge)

2450 €

2450 €

2450 €

2450 €

Zweibett-Innenkabine

2400 €

2600 €

2600 €

2600 €

2600 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

2950 €

2950 €

2950 €

2950 €

2400 €

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Herbstzauber unter Nordlichtern 8 Tage Westspitzbergen

s Saisonende unter Nordlichtern s Kaum noch andere Schiffe unterwegs s Kleines Segelschiff mit familiärer Atmosphäre s Fantastisches (Abend-)Licht zum Fotografieren s Arktische Flora im bunten Herbstkleid

1. Tag: Anreise und Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Longyearbyen. Vor dem Einschiffen besteht die Möglichkeit, einen Rundgang durch die Siedlung zu unternehmen. Am Nachmittag werden die Segel gesetzt und Sie fahren nach Alkhornet, einem Vogelfelsen mit Kolonien von Dreizehenmöwen sowie einer Fuchshöhle. Bei Trygghamna besichtigen Sie die Reste einer englischen Walfangstation aus dem 17. Jahrhundert und die Ruinen einer Siedlung russischer Pomoren aus dem 18. Jahrhundert. Übernachtung an Bord.

2.-5. Tag: Bellsund-Fjordsystem 4x(F/M/A) Sie verlassen Trygghamna und setzen die Reise fort zur Nordseite des Bellsundes, einem Fjordsystem mit zwei großen Nebenfjorden (VanMijenfjord und Van-Keulenfjord) und einer

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Spät im Jahr ist die perfekte Zeit für Nordlichtbeobachtungen auf Spitzbergen. Aber auch die Tage sind gefüllt: mit Ausflügen zu Jägerhütten und verlassenen Kohleminen, Wanderungen und der Beobachtung von Polarfüchsen, Beluga­ walen oder Eisbären.


Spitzbergen 8 Tage Reise ab 2400 €

SPISWE

Schwierigkeit: Leistungen ab/an Longyearbyen · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge und Wanderungen laut Programm abhängig von Eis- und Wetterbedingungen · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Reiseliteratur · 7 Ü: Schiff in Zweibett-Kabine · Mahlzeiten: 7xF, 6xM, 7xA Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches

Fotos: Jörg Ehrlich (5), Sandra Petrowitz (1)

Termine und Preise 16.09.18 – 23.09.18 23.09.18 – 30.09.18 30.09.18 – 07.10.18 07.10.18 – 14.10.18 14.10.18 – 21.10.18 kleinen Seitenbucht (Recherchefjord). Die faszinierende Geologie und die wunderschönen Landschaften, wie zum Beispiel die lange schmale Insel Akseloya, die fast den gesamten Van-Mijen­ fjord blockiert, lohnen einen Besuch. In Fridtjofhamna befindet sich der oft kalbende Gletscher Fridtjofbreen, umrundet von traumhaften Gipfeln. Das reiche Tierleben der Region hat Jäger seit vielen Jahrhunderten angelockt. Sie wandern auf diesen historischen Fußspuren und entdecken Überreste der Jagdhütten. Der Recherchefjord ist eines der Gebiete in Spitzbergen mit der höchsten Konzentration an historischen Orten, z.B. aus der Periode der Walfänger (17. Jahrhundert) und des Kohleabbaus (20. Jahrhundert). Der Recherche-Gletscher endet in der Lagune, die bereits im Oktober zufriert. Eisbären sind ab und an im Bellsund zu finden und Sie versuchen, sie aufzuspüren. Belugas (Weißwale) kommen ebenfalls regelmäßig in dieses Gebiet. 4 Übernachtungen an Bord.

6. Tag: Barentsburg (F/M/A) Sie besuchen Barentsburg, die einzige von Russen bewohnte Siedlung auf Spitzbergen, oder Sie landen in Colesbukta an, einer verlassenen russischen Kohlesiedlung. Dabei erfahren Sie Interessantes über die Arbeit in den Minen Spitzbergens. Übernachtung an Bord. 7. Tag: Isfjord-System (F/M/A) Sie befahren den inneren Teil des Isfjord-Systems. In wolkenlosen Nächten erleben Sie hier Lufttemperaturen bis zu -10 °C. Dies führt in einigen Fjordzonen bereits zur Bildung von neuem Meereis. Diese Nächte bieten aber auch hohe Chancen, die geheimnisvollen Nordlichter zu beobachten. Gegen Abend Rückkehr nach Longyearbyen. Übernachtung an Bord.

Noorderlicht Noorderlicht Noorderlicht Noorderlicht Noorderlicht

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 550 € Teilnehmerzahl 14 – 20 Hinweis Diese Tour ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

8. Tag: Heimreise (F) Ausschiffung und individuelle Heimreise.

l Nordfjord

Isfjord

Tryghamna l

l Longyearbyen l Barentsburg

Bellsund l Recherchefjord

Zweibett-Innenkabine

16.09. – 23.09.18 23.09. – 30.09.18 30.09. – 07.10.18 07.10. – 14.10.18 14.10. – 21.10.18 2400 €

2400 €

2400 €

2400 €

2400 €

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SPISRU

Spitzbergen Spitzbergen-Umrundung mit dem Segelschiff 16 Tage Reise ab 4850 € 16 Tage Spitzbergen

Höhepunkte s Aktive Segelkreuzfahrt mit intensiven Wanderungen s Hohe Flexibilität durch kleines Schiff Schwierigkeit: Termine und Preise Wieder buchbar für Sommer 2019 – wir nehmen gern Ihre Vormerkung entgegen! Teilnehmerzahl: 14 – 20 Leistungen ab/an Longyearbyen Englischsprachiges Expeditionsteam; umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortragsprogramm an Bord; Reiseliteratur; 15 Ü: Schiff in Zweibett-Kabine; Mahlzeiten: 15xF, 14xM, 15xA Hinweis Diese Tour ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Nordaustlandet Smeerenburg West­ spitsbergen l Ny Ålesund Hinlopenstraße Barentsøya Longyearbyen l Edgeøya Hornsund

SPISGR

l

Mit dem Segelschiff rund um Spitzbergen – erleben Sie die einzigartige Natur des arktischen Archipels besonders intensiv auf dem historischen Zweimastschoner Noorderlicht. In einer kleinen Gruppe unternehmen Sie intensive Wanderungen in die Welt der polaren Kältewüste…

Spitzbergen • Grönland Herbstlicher Farbrausch mit dem Segelschiff 18 Tage Reise ab 4950 € 18 Tage Spitzbergen • Ostgrönland

Höhepunkte s Vom Tierparadies Spitzbergen zum Geburtsort der Eisberge in Grönland s Scoresby-Sund: spektakuläre geologische Formationen Schwierigkeit: Termine und Preise Wieder buchbar für Sommer 2019 – wir nehmen gern Ihre Vormerkung entgegen! Teilnehmerzahl: 24 – 33 Leistungen ab Longyearbyen/an Nerlerit Inaat (Constable Point) Englischsprachiges Expeditionsteam; umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortragsprogramm an Bord; Reiseliteratur; 17 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie; Mahlzeiten: 17xF, 16xM, 17xA Hinweis Diese Tour ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Kaiser-FranzJoseph-Fjord ScoresbySund Grönland

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Spitzbergen

l l Nerlerit Inaat Longyearbyen l

Ittoqqortoormiit

Spitzbergen und Grönland: zweimal Arktis pur! Mit einem historischen Segelschiff erkunden Sie erst den Norden Spitzbergens mit seiner artenreichen Tierwelt, danach erwartet Sie die spektakuläre Bergwelt und die herbstlich-bunte Tundra Ostgrönlands.


Ski & Sail – Alpine Gipfel in Westspitzbergen 8 Tage Westspitzbergen

Spitzbergen 8 Tage Reise ab 2400 €

EXSSPI

Höhepunkte s Anspruchsvolle Skitouren in großartiger Landschaft s Einstieg in die Touren oft direkt am Anlandepunkt

Fotos: Jörg Ehrlich (1), Sandra Petrowitz (1), Rob Tully (1), Markus Walter (1)

Schwierigkeit: Termine und Preise 29.04.18 – 06.05.18 Noorderlicht Teilnehmerzahl: 14 – 20 Leistungen ab/an Longyearbyen Englischsprachiges Expeditionsteam; alle Landgänge, Skitouren und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen; umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortragsprogramm an Bord; Reise­ literatur; 7 Ü: Schiff in Zweibett-Kabine; Mahlzeiten: 7xF, 6xM, 7xA Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Kongsfjord

Westspitzbergen mit seinen alpinen Gipfeln bis etwa 1000 m Höhe, mächtigen Gletscherfronten, die zum Teil bis ins Meer hinabreichen, und seinen unberührten Tiefschneefeldern ist ein wahrer Abenteuer-Spielplatz für Skitourengeher!

St.-Jonsfjord Isfjord l Longyearbyen

Scoresby-Sund: Mit dem Segelschiff zur Wiege der Eisberge 12 Tage Ostgrönland

Grönland 12 Tage Reise ab 3850 €

GROSSC

Höhepunkte s Karge Tundra im leuchtend bunten Herbstkleid s Eine Region, geprägt von Gletschern und riesigen Eisbergen Schwierigkeit: Termine und Preise 25.08.18 – 05.09.18 Rembrand van Rijn Teilnehmerzahl: 24 – 33 Leistungen ab/an Nerlerit Inaat (Constable Point) Englischsprachiges Expeditionsteam; umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortragsprogramm an Bord; Reiseliteratur; 11 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie; Mahlzeiten: 11xF, 10xM, 11xA Hinweis Diese Tour ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Scoresby­ Land

Danmarks Ø l

Jameson­ Land l Nerlerit Inaat

Su nd VolquartBoonsKüste y-

l

Røde Ø

S coresb

Der Scoresby-Sund ist einer der schönsten Fjorde der Welt. Sie erleben neben der atemberaubenden Natur das Leben an Bord eines historischen Segelschiffes, die leuchtend orangerote Herbsttundra sowie die ersten Nordlichter am Sternenhimmel.

l

Ittoqqortoormiit

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Grönland Eine Einleitung

Grönland ist die größte Insel der Welt. Die Küsten sind überwiegend von kalten Strömungen umgeben. Zusammen mit der kalten Luft, die vom Inlandeis kommt, bringen diese Strömungen ein arktisches Klima hervor. Das Inlandeis erstreckt sich 2500 km in Nord-Süd-Richtung und ist bis zu 1000 km breit, es bedeckt 80 Prozent der Fläche Grönlands. Die unvergletscherte Fläche Grönlands umfasst immer noch gewaltige 350.000 Quadratkilometer, was ungefähr der Größe Deutschlands entspricht. Nahezu ein Drittel der Insel wurde 1972 in Nordostgrönland im größten Nationalpark der Erde unter Schutz gestellt.

Den artenreichsten Bewuchs findet man im subarktischen Südwesten Grönlands. In geschützten Tälern wachsen sogar kleine Birkenwälder. Weiter nördlich schließt sich die niederarktische Zone mit Weidengebüsch an, das im mittelarktischen Gürtel nur noch zwergenhaft klein über den Boden kriecht. Im hohen Norden gehen die Tundren schließlich in die karge Polarwüste über. Fast überall gibt es weite Moorlandschaften und Feuchtgebiete. Viele Pflanzenarten sind von der Bevölkerung über viele Jahrhunderte hinweg genutzt worden, als Medizin oder als Ergänzung zur sonst

stark von Fleisch geprägten Ernährung. Auch heute noch sammeln viele Grönländer körbeweise Pilze und Beeren. In Grönland brüten regelmäßig 52 Vogelarten. Die Säugetierfauna Grönlands ist artenreicher als auf Spitzbergen: Hier leben Eisbär, Polarwolf, Eisfuchs, Hermelin, Halsbandlemming, Moschusochse, Rentier und Schneehase. Der Eisbär ist im Westen selten, im Norden und Nordosten hingegen häufiger. In den Küstengewässern Grönlands werden Finn-, Zwerg- und Buckelwale, Narwale und Weißwale („Belugas“), gelegentlich auch Blau-, Buckel-, Grönland- und Grindwale gesichtet.

Ostgrönland – die beste Reisezeit

Die ältesten Gesteine Grönlands wurden auf ein Alter von 3,7 Milliarden Jahren datiert, einzelne Mineralkörner können sogar noch etwas älter sein – nur wenig jünger als die Erde, deren Existenz vor 4,6 Milliarden Jahren ihren Anfang nahm. Große Teile Grönlands sind geologisch sehr alt, insgesamt hat die Insel eine sehr lange, komplexe Entwicklung durchlaufen, deren Ergebnis sich vielerorts in einem spektakulären, abwechslungsreichen Landschaftsbild niederschlägt. Grönland hat einen Mineralreichtum, der unter Fachleuten sowie Sammlern weltbekannt geworden ist.

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Die beste Reisezeit für Nordostgrönland liegt im August und September; nur für wenige Wochen macht das Eis die gewaltigen Fjordsysteme wie den Scoresby-Sund zugänglich. Eisberge im besten Licht, die Herbstfarben der

Tundra, Moschusochsen und Schneehasen – Fotografen und Entdeckern bietet sich innerhalb kürzester Zeit ein unermesslicher Reichtum an Eindrücken. Dies ist auch die beste Zeit für Nordlichtbeobachtungen.


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Fotos: Sandra Petrowitz (4), Livia Sloma (3), Ivonne Bischofs (1)


i

Scoresby-Sund Eine Reise in die Welt der Farben | Von Livia Sloma GRÖNLAND. Schon der Name dieser riesigen Insel macht mir Gänsehaut. Als großer Freund der kühlen Regionen reise ich am liebsten in alle Gebiete, die nördlich von Flensburg liegen. Und nun soll es nach Grönland gehen, eine Gegend, die den Superlativ praktisch erfunden hat. Es ist nicht nur die größte Insel der Erde, sondern beherbergt auch den größten Nationalpark der Welt. Fast ganz Grönland ist von einer kilometerdicken Eisschicht bedeckt. Und da wir schon bei den Superlativen sind: Es geht nicht irgendwohin, sondern in das größte Fjordsystem der Erde, den Scoresby-Sund, flächenmäßig fast so groß wie Dänemark! Die Reise beginnt aber erst einmal in Island – in Akureyri gehe ich an Bord der Plancius, einem kleinen Expeditionsschiff mit maximal 116 Passagieren. Es gilt, die Dänemark-Straße zu überqueren, die Island von Grönland trennt und durch die in den letzten Tagen ein heftiger Sturm gefegt ist. Aber wir haben Glück, die Überfahrt ist zwar noch ein wenig holprig, jedoch keinesfalls unerträglich. Ein ganzer Seetag lässt mich den Alltag vergessen und erinnert mich daran, dass vor gar nicht allzu langer Zeit diese Reise nur wenigen Menschen vorbehalten war – und diese haben sich oft aus purer Not in den Norden aufgemacht, um ihr Glück auf Walfangbooten oder Forschungsschiffen zu suchen. Wie komfortabel habe ich es da – fantastische Mahlzeiten aus der Bordküche, eine geheizte Kabine mit herrlichem Ausblick auf das Meer und Panoramablick aus der gemüt­ lichen Lounge heraus oder von einem der großzügigen Außendecks… Am Nachmittag geht ein Raunen durch die Reihen der Passagiere – am Horizont tauchen erste schwarze Silhouetten auf. Eisberge oder Berge? In diesem Moment reißt auch der Himmel auf und die Sonne verlässt uns in den nächsten Tagen zumindest tagsüber nicht mehr. Die Temperaturen liegen angenehm knapp über dem Gefrierpunkt. Das ist nicht selbstverständlich für Mitte September – in der Arktis ist der Herbst jetzt auf dem Vormarsch. Doch erst jetzt ist der Scoresby-

Sund überhaupt bereisbar. Bis etwa Mitte August verschließt ein kaum zu durchdringender Packeisgürtel den Eingang in das mächtige Fjordsystem, erst im Spätsommer bzw. Frühherbst hat sich das Eis so weit nach Norden zurückgezogen, dass Schiffe in den Fjord einfahren können. Ich verbringe Stunden draußen an Deck, während sich die dunklen Umrisse langsam in eine gewaltige Bergkette sowie davor treibende, ebenso gewaltige Eisberge verwandeln. Ab der Einfahrt in den Scoresby-Sund komme ich dann aus dem Staunen nicht mehr heraus. Hier sind die Eisberge so riesig wie größere MehrfamilienHäuser, aber nicht minder beeindruckend zeigen sich die gigantischen Felswände, die den Fjord rechts und links begrenzen. Sie ändern in den nächsten Tagen immer wieder ihr Gesicht – mal sind es sanft gerundete, vom Neuschnee überzuckerte Kuppen, mal ist es tief zerfurchter, im Sonnenschein tiefdunkelrot leuchtender Sandstein, und dann wieder sind es schroffe, weit über 1000 m in den Himmel ragende Felsnadeln, die sich in ihrer Form und Schönheit mit den berühmten Gipfeln Patagoniens messen können. Mindestens ebenso beeindruckend ist das Wasser im Fjord. Am Vormittag, wenn der Himmel schon azurblau strahlt, die Sonne aber noch nicht über die Bergspitzen gekrochen ist, wirkt es anthrazitgrau bis tiefschwarz, später wandelt es

sich, von der Sonne beschienen, zu verschiedensten Blau- und Grüntönen. Und immer wieder sehe ich Wasser in seiner kältesten Form vorbeischwimmen: als kleine Platten Meereis, als hauchdünne Eisdecke am frühen Morgen, als kopfgroße, dahindümpelnde Eisbrocken oder als meterhoher, mal schneeweißer, mal hellblau und schwarz gestreifter Eisberg.

Damit alle Passagiere diese fantastische Landschaft ausgiebig genießen können, entscheidet der Expeditionsleiter, das Konzept von zwei Anlandungen täglich etwas zu ändern. Während der Vormittage kreuzen wir entlang der gewaltigen Bergketten, schauen, staunen, und versuchen die Bilder mit unseren Kameras einzufangen – aber ein Foto kann kaum die Gewaltigkeit dieser (Eis-)Berge wiedergeben. Nachmittags werden die Zodiacs zu Wasser gelassen und wir unternehmen ausgedehnte Wanderungen durch die herbstlich bunt gefärbte Tundra. Zwergbirken und Beerensträucher, alle kaum höher als wenige Zentimeter, tragen ein fantastisches Kleid aus tausenden Gelb-, Orangeund Rottönen. Der Kontrast zu den umliegenden Bergen, dem blauen Himmel und dem weißen Eis könnte größer kaum sein! Und wer genau hinschaut, entdeckt in dieser scheinbar einsamen Landschaft eine Menge Leben: Abgesehen von den laubtragenden Pflanzen gibt es Flechten in intensivsten Farbschattierungen, Moose, so weich wie ein Daunenkissen, blendend weiße Schneehasen, die sich in die rot-orange Umgebung ducken, Schneehühner, die schon fast vom graubraunen Sommerkleid zum weißen Wintergefieder gewechselt haben und in der Ferne eine kleine Herde gewaltiger Moschusochsen.

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Fotos: Livia Sloma (6)

Sehr eindrücklich in Erinnerung bleibt mir auch der Besuch des Eisberg-Friedhofes bei Røde Ø. Schnell erschließt sich, warum das kleine Eiland „rote Insel“ genannt wird – dunkelroter Stein, wohin man blickt. Der Tag ist bedeckt – wurden wir in den letzten Tagen von der Sonne regelrecht verwöhnt, so lässt die Wolkendecke heute die Farben in einer schier unfassbaren Intenstität leuchten. Neben der Insel sieht man das besonders gut: Hier sind hunderte Eisberge auf Grund gelaufen. Von schneeweiß über hellgrau bis schwarz, von pastellblau über himmelblau bis neontürkis reicht die Palette der Töne im Eis. Nicht weniger vielfältig sind die Formen der Eisberge: Wir finden fast rechteckige Klötze, filigrane Eisberge mit gewaltigen Torbögen darin, einen Eisberg, der von Wasser und Wind in die Form eines Kirchenschiffes geschliffen wurde, himmelhohe Türme und klitzekleine, spiegelklare Eisbrocken. Das Zodiac bahnt sich seinen Weg durch den Eisberg-Friedhof, der in seiner Skurrilität, aber auch Schönheit einem Traum zu entspringen scheint. Einen Nachmittag verbringe ich auf ganz besondere Weise auf dem Wasser des ScoresbySunds: im Kajak. Die Sonne scheint so warm vom Himmel, dass die Temperaturen im zweistelligen Bereich erscheinen, obwohl das Thermometer gerade einmal 3 Grad über Null anzeigt. Es herrscht völlige Windstille. Noch nie in meinem Leben habe ich so vollkommene Stille erlebt. Kein Vogel singt, ganz leise platschen winzige Wellen an die Eisberge, ganz vorsichtig gleiten die Paddeln durchs Wasser, und einige Minuten fällt kein Wort. Jeder genießt diese Minuten der (inneren) Ruhe, die man bei uns in dieser Form nirgends mehr erleben kann. Es fällt schwer, zum Schiff zurückzukehren… Am letzten Tag im Scoresby-Sund erreichen wir die kleine InuitSiedlung Ittoqqortoormiit. Der Besuch stimmt uns auf die Rückkehr in die Zivilisation ein – nach den Tagen der Einsamkeit ist es schon fast ein Schock, auf andere Menschen zu treffen. In der kleinen Siedlung gibt es eine Wetterstation, eine Kirche, einen winzigen Supermarkt und ein paar Häuser, Schlittenhunde, Schneemobile und Quads. Eisbärenfelle hängen über dem Veranda-Geländer eines Hauses, gleichzeitig stehen in jedem Vorgarten pinke

Kinder-Fahrräder und geländegängige Kinderwagen. Hier trifft Tradition auf Moderne. In den zwei oder drei winzigen Souvenir-Läden gibt es wunderschöne Perlen-Handarbeiten, Moschusochsen-Wolle (die leichteste, wärmste und edelste Wolle der Welt) sowie spannende Bücher. Natürlich möchte ich nicht die faszinierendste Farbe dieser Reise verschweigen: hellgrün. Kaum vorstellbar in der herbstlichen Arktis, aber das Grün schmückte nicht das Wasser oder die Tundra, sondern den nächtlichen Himmel. Zwei Nächte hintereinander konnte ich die mystischen

Schleier des Nordlichts über den Himmel wabern sehen. Die Formenvielfalt war beeindruckend – Lichter, die direkt nach unten aufs Schiffsdeck zu reichen schienen, Sterne, Wellen, und eben die typischen Schleier. Und das alles vor der Kulisse eines Sternenhimmels, dessen Schönheit von keiner einzigen Straßenlaterne eingeschränkt wurde. Jede Reise geht einmal zu Ende und so nimmt die Plancius schließlich Kurs Richtung Süden. In der Dänemark-Straße erwartet uns dann noch ein langersehnter Höhepunkt: eine Gruppe von mindestens 50-70 Delfinen taucht ganz in der Nähe auf und wir können sie fast eine halbe Stunde beobachten – wobei nicht ganz klar ist, ob das Schiff den Delfinen folgt oder andersherum. Die Tiere scheinen sich einen Spaß daraus zu machen, die Richtung zu wechseln, immer wieder aus dem Wasser aufzutauchen, abzutauchen und ganz woanders wieder zum Vorschein zu kommen. Mindestens genauso beeindruckend die zwei Stunden, die wir im Akureyri-Fjord erleben, als der Kapitän auf den Hafenlotsen warten musste: Rund ums Schiff tummeln sich unzählige Wale, vor allem Buckel- und Zwergwale. Immer wieder schießen Blas-Wolken gen Himmel und ab und zu taucht ein Rücken oder eine Schwanzflosse auf. Was für ein Finale dieser Reise der Superlative! Reiseroute: Akureyri – Scoresby-Sund (Nordvestfjord: Fredericksdal – Ø Fjord – Rypefjord – Rødefjord – Røde Ø – Ittoqqortoormiit) – Akureyri

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Herbstlicher Farbrausch in der Arktis 14 Tage Spitzbergen • Grönland • Island

s Drei reizvolle Regionen in einer Reise: Westspitzbergen, Ostgrönland, Nordisland s Walrosse, Gletscher und Geschichte auf Spitzbergen s Eisberge, Laubfärbung und fantastische Landschaften im Scoresby-Sund

1. Tag: Longyearbyen (A) Individuelle Anreise nach Longyearbyen. Vor dem Einschiffen bleibt eventuell noch Zeit für einen Stadtbummel, einen Besuch der Pfarrkirche oder des Svalbard-Museums. Gegen 16 Uhr Einschiffung. Am frühen Abend wird der Anker gelichtet und das Schiff fährt durch den Isfjorden. Übernachtung an Bord.

2. Tag: Raudfjord (F/M/A) Sie fahren in den Raudfjord an der Nordostküste von Spitzbergen, einem schönen Fjord mit spektakulären Gletschern. Hier sind Ringelrobben und Bartrobben zuhause, die Vegetation ist überraschend vielfältig – vor allem in geschützten Nischen. Außerdem werden hier oft Eisbären gesichtet. Sie nehmen Kurs auf Moffen Island, wo sich meist Walrosse am Strand versammeln. Übernachtung an Bord. 3.-4. Tag: Auf See 2x(F/M/A) Das Schiff nimmt Kurs gen Westen und Sie durchqueren die Grönlandsee. Sie halten Ausschau

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Die Reise vereint die Westküste Spitzbergens mit ihren spektakulären Gletschern, mit der noch sehr wenig besuchten Ostküste Grönlands, wo Sie den wunder­ schönen, eisberggefüllten Scoresby-Sund besuchen, bevor die Reise im Norden Islands endet. nach Walen, Delfinen und Seevögeln, die das Schiff oft ein Stück begleiten. Vielleicht können Sie schon Nordlichter über den Horizont huschen sehen. 2 Übernachtungen an Bord. 5. Tag: Foster Bugt (F/M/A) Sie nähern sich Grönland und versuchen durch das Eis in die Foster Bugt zu fahren, wo Sie auf

eine Anlandung bei Myggbugten hoffen. Hinter der alten Jagdhütte (norwegische Trapper jagten hier früher Eisbären und Polarfüchse) breitet sich die offene Tundra aus, die von Moschusochsen bewohnt wird. Auf den kleinen Seen sind Gänse beheimatet. Sie steuern durch den Kaiser-Franz-Joseph-Fjord, umgeben von hohen Bergen und riesigen Eisbergen. Alternativ besu-


Spitzbergen Grönland • Island 14 Tage Reise ab 5150 €

SPIGRO

Schwierigkeit: Leistungen ab Longyearbyen/an Akureyri · Deutsch- und englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Schlauchbootfahrten und Wanderungen laut Programm abhängig von Eis- und Wetterbedingungen · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 13 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 13xF, 12xM, 13xA chen Sie den engen Sofia-Sund, hier kann man mit etwas Glück Moschusochsen vom Schiff aus beobachten. Übernachtung an Bord.

Fotos: Jörg Ehrlich (4), Sylvia Wesser (1)

6. Tag: Entlang der Ostküste Grönlands (F/M/A) Bei guten Wetter- und Eisverhältnissen landen Sie in der Blomster Bugt, um dort die farbenfrohen geologischen Formationen zu bestaunen. Schneehasen und seltene Vogelarten kann man hier zu sehen bekommen. Am Nachmittag nehmen Sie Kurs entlang „Teufelsschloss“ und Ella Ø, wo vielleicht noch Zeit für eine weitere Anlandung am frühen Abend bleibt. Übernachtung an Bord. 7. Tag: Segelsällskapets-Fjord (F/M/A) Am Morgen fahren Sie in den SegelsällskapetsFjord ein – an der Nordseite befindet sich das interessante Berzelius-Gebirge. An einem geeigneten Platz an der Südseite des Fjords landen Sie an, wo Ihnen spannende Sedimentgesteine „zu Füßen liegen“. Eine Wanderung führt zu einem kleinen See – die Chancen sind gut, hier Moschusochsen, Schneehasen oder Schneehühner zu sehen. Am Nachmittag tastet sich das Schiff in den Alpe-Fjord, der so spektakulär ist, wie der Name schon andeutet. Eine Zodiactour führt bei guten Bedingungen rund um den Gully-Gletscher. Einst versperrte er den Zugang zum Inneren des Fjordes, heute kann man tief in den Fjord hineinsteuern. Ein abenteuerliches Unterfangen! Übernachtung an Bord. 8. Tag: Antarcticahavn (F/M/A) Die erste Tageshälfte verbringen Sie in Antarcticahavn, einem weitläufigen und ausgedehnten Tal, in dem man auch Moschusochsen begegnen kann. Zu dieser Zeit leuchtet die karge arktische Vegetation bereits in herbstlichen Gelb- und Rottönen. Dann nehmen Sie Kurs auf den Scoresby-Sund. Übernachtung an Bord. 9. Tag: Scoresby-Sund (F/M/A) Sie erreichen den Scoresby-Sund, das größte Fjordsystem der Erde, und fahren entlang der schroffen, vergletscherten Volquart-Boons-Küste. Bei guten Bedingungen begeben Sie sich auf eine erste Zodiac-Tour entlang einer der Gletscherfronten und können eventuell in der Nähe des Måne-Gletschers an Land gehen. Später ist eine Anlandung auf Danmarks Ø geplant, wo sich die Ruinen einer Inuit-Siedlung befinden, die vor ca. 200 Jahren verlassen wurde, sowie ein alter Friedhof. Am Abend geht die Reise weiter durch spektakuläre Fjorde gen Westen. Rund­ herum sind Sie umgeben von Eisbergen. Übernachtung an Bord.

10. Tag: Kap-Hofmann-Halvø (F/M/A) Heute gehen Sie auf der Kap-Hofmann-Halvø an Land. In dieser Gegend weiden oft Moschusochsen, mit etwas Glück können Sie hier auch das Alpenschneehuhn und den Eistaucher finden. Die Landschaft ist ausgesprochen schön, das Laub von Zwergweide und Zwergbirke hat sich bereits bunt gefärbt. Auch die arktischen Beeren wie Heidel- oder Krähenbeere tragen mit satten Farben zu einem pittoresken Bild bei. Abends geht die Fahrt weiter durch den Fjord Richtung Scoresby-Land. Die Tundra mit ihren warmen Herbstfarben, die blauen Eisberge und die hohen Berge im Hintergrund bilden einen perfekten Kontrast. Übernachtung an Bord. 11. Tag: Scoresby-Land (F/M/A) Im nordwestlichen Fjord bei Scoresby-Land treffen Sie am Morgen auf gigantische Eisberge, teilweise über 100 m hoch und mehr als einen Kilometer lang. Da der Fjord selbst nur etwa 400 m tief ist, sind die meisten dieser Eisgiganten hier auf Grund gelaufen. Sie gehen in der Nähe vom Sydkap an Land, um die Überreste eines Winterdorfs der Thule-Kultur zu besichtigen. Die Einwohner lebten vom Fang des Grönlandwals und benutzten die Walknochen als Dachbalken. Übernachtung an Bord. 12. Tag: Ittoqqortoormiit (F/M/A) Am Morgen landen Sie an einer Lagune an der Südküste von Jameson-Land, wo sich Watvögel und Gänse für die herbstliche Migration sammeln. Moschusochsen und Halsbandlemminge schaffen es, vom kargen Pflanzenwuchs dieser Tundra zu leben. Am Nachmittag erreichen Sie Ittoqqortoormiit, mit ca. 500 Einwohnern die größte Siedlung am Scoresby-Sund. Schlendern Sie durch den Ort und achten Sie auf die Felle von Robben, Moschusochsen und Eisbären, die vor den bunt gestrichenen Häusern zum Trocknen aufgespannt sind. Auch ein Postamt gibt es hier. Am Abend geht es dann gen Süden entlang der atemberaubenden Landschaft der BlossevilleKüste. Übernachtung an Bord. 13. Tag: Seetag (F/M/A) Auf der Fahrt nach Island durchqueren Sie die Dänemarkstraße und hoffen, hier Wale und Seevögel beobachten zu können. In der Nacht präsentieren sich vielleicht noch einmal Nordlichter am Himmel. Übernachtung an Bord. 14. Tag: Akureyri (F) Mit der Ankunft in Akureyri endet die Schiffsreise. Optional Sammeltransfer nach Reykjavík (ca. 6h). Individuelle Heimreise oder Verlängerung in Island.

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches Termine und Preise 05.09.18 – 18.09.18

Plancius

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 650 € Sammeltransfer Akureyri – Reykjavík: 60 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Kaiser-FranzJoseph-Fjord ScoresbySund

l

Spitzbergen l Longyearbyen Ittoqqortoormiit

Grönland l Akureyri Reykjavik l Island

05.09.–18.09.18 Vierbett-Kabine

5150 €

Dreibett-Kabine

6250 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

7300 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

7950 €

Zweibett-Kabine Deluxe

8450 €

Superior-Kabine

9500 €

47


Scoresby-Sund: Wiege der Eisberge 8 Tage Ostgrönland

s Scoresby-Sund, größtes Fjordsystem der Erde s Gigantische Eisberge vor traumhafter Bergkulisse s Moschusochsen und Wale beobachten s Intensive Wanderungen in der herbstlichen Tundra

1. Tag: Akureyri (A) Individuelle Anreise nach Akureyri oder Sammeltransfer ab Reykjavík (optional) durch das herbstliche Hochland. Einschiffung im Hafen von Akureyri gegen 16 Uhr. Am frühen Abend Fahrt nordwärts in Richtung Dänemarkstraße. Übernachtung an Bord.

2. Tag: Auf See (F/M/A) Es geht nordwärts über den Polarkreis durch die Dänemarkstraße, wo Sie Eissturmvögel, Dreizehenmöwen, Basstölpel und große Gruppen von Trottellummen und Tordalken beobachten können. Auch nach Walen sollten Sie Ausschau halten. Am frühen Abend tauchen die ersten Eisberge am Horizont auf, die vor der grönländischen Ostküste driften. Übernachtung an Bord.

48

Unterwegs im größten Fjordsystem der Erde! Spektakuläre Felsformationen in warmen Braun- und Rottönen, riesige, teils skurril geformte Eisberge, Moschusochsen in der Tundra und das herbstlich-bunte Kleid der Pflanzen erwarten Sie im Scoresby-Sund… 3. Tag: Danmarks Ø (F/M/A) Heute erreichen Sie den Scoresby-Sund und fahren entlang der schroffen, vergletscherten Volquart-Boons-Küste. Bei guten Bedingungen begeben Sie sich auf eine erste Zodiac-Tour entlang einer der Gletscherfronten und können eventuell in der Nähe des Måne-Gletschers an Land gehen. Später ist eine Anlandung auf Danmarks Ø geplant, wo sich die Ruinen einer Inuit-Siedlung

befinden, die vor ca. 200 Jahren verlassen wurde, sowie ein alter Friedhof. Am Abend geht die Reise weiter durch spektakuläre Fjorde gen Westen – rundherum sind Sie umgeben von Eisbergen. Übernachtung an Bord. 4. Tag: Kap-Hofmann-Halvø (F/M/A) Sie gehen auf der Kap-Hofmann-Halvø an Land. In dieser Gegend weiden oft Moschusochsen,


Grönland 8 Tage Reise ab 3150 €

GROSCO

Schwierigkeit: Leistungen ab/an Akureyri · Deutsch- und englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Eis- und Wetterbedingungen · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 7 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 7xF, 6xM, 7xA

Fotos: Sandra Petrowitz (4), Jörg Ehrlich (1)

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches mit etwas Glück können Sie hier auch das Alpenschneehuhn und den Eistaucher finden. Die Landschaft ist ausgesprochen schön, das Laub von Zwergweide und Zwergbirke hat sich bereits bunt gefärbt. Auch die arktischen Beeren wie Heidel- oder Krähenbeere tragen mit satten Farben zu einem pittoresken Bild bei. Abends geht die Fahrt weiter durch den Fjord Richtung Scoresby-Land. Die Tundra mit ihren warmen Herbstfarben, die blauen Eisberge und die hohen Berge im Hintergrund bilden einen perfekten Kontrast. Übernachtung an Bord. 5. Tag: Scoresby-Land (F/M/A) Im nordwestlichen Fjord bei Scoresby-Land treffen Sie am Morgen auf gigantische Eisberge, teilweise über 100 m hoch und mehr als einen Kilometer lang. Da der Fjord selbst nur etwa 400 m tief ist, sind die meisten dieser Eisgiganten hier auf Grund gelaufen. Sie gehen in der Nähe vom Sydkap an Land, um die Überreste eines Winterdorfs der Thule-Kultur zu besichtigen. Die Einwohner lebten vom Fang des Grönlandwals und benutzten die Walknochen als Dachbalken. Übernachtung an Bord.

6. Tag: Ittoqqortoormiit (F/M/A) Am Morgen landen Sie an einer Lagune an der Südküste von Jameson-Land, wo sich Watvögel und Gänse für die herbstliche Migration sammeln. Moschusochsen und Halsbandlemminge schaffen es, vom kargen Pflanzenwuchs dieser Tundra zu leben. Am Nachmittag erreichen Sie Ittoqqortoormiit, mit ca. 500 Einwohnern die größte Siedlung am Scoresby-Sund. Schlendern Sie durch den Ort und achten Sie auf die Felle von Robben, Moschusochsen und Eisbären, die vor den bunt gestrichenen Häusern zum Trocknen aufgespannt sind. Auch ein Postamt gibt es hier. Am Abend geht es dann gen Süden entlang der atemberaubenden Landschaft der Blosseville-Küste. Übernachtung an Bord.

Termine und Preise 18.09.18 – 25.09.18

Plancius

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 490 € Sammeltransfer Reykjavík – Akureyri – Reykjavík: 120 € Tauchen (nur für erfahrene Kaltwassertaucher): 395 € Kajak: 310 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

7. Tag: Auf See (F/M/A) Sie nehmen Kurs auf Island. Den gesamten Tag auf See halten Sie Ausschau nach Walen und Zugvögeln, in der Nacht nach der Aurora Borealis (Nordlichter). Übernachtung an Bord. 8. Tag: Heimreise (F) Ankunft in Akureyri, optional Bustransfer (ca. 6h) nach Reykjavík. Individuelle Heimreise oder Verlängerung auf Island. Scoresby-Sund l Sydkap Danmarks Ø l l Ittoqqortoormiit Grönland l

Akureyri Reykjavik l Island

18.09.–25.09.18 Vierbett-Kabine

3150 €

Dreibett-Kabine

3900 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

4400 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

4800 €

Zweibett-Kabine Deluxe

5100 €

Superior-Kabine

5750 €

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Segeln, Nordlichter und Wale 8 Tage Norwegen

s Gezielte Suche nach Buckel- und Schwertwalen (Orcas) s Gute Zeit für Nordlichtbeobachtungen s Gemütliches historisches Segelschiff als Basislager s Kleine Wanderungen und Erkundungen

1. Tag: Tromsø – Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Tromsø, das wegen seiner schönen Atmosphäre manchmal „Paris des Nordens“ genannt wird. Begrüßung an Bord des Segelschiffes „Noorderlicht“ im Hafen. Der Abend steht für kleine Erkundungen in der Stadt zur Verfügung. Übernachtung an Bord.

2. Tag: Langsundet (F/M/A) Am Morgen verlässt das Schiff den Hafen von Tromsø und Sie steuern Richtung Nordosten in den Langsundet, einer der vielen wunderschönen Fjorde. Geplant ist eine Anlandung im kleinen Dorf Hansnes sowie eine Wanderung auf den Aussichtsberg Storheia (306 m). Bei gutem Wetter haben Sie einen fantastischen Rundumblick auf den Fjord. Die Nacht verbringen Sie in Dyrsfjorden an der Nordspitze der Insel Ringvassøya. Übernachtung an Bord.

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Das reiche Futterangebot lockt im Winter Buckelwale und Orcas nach Nordnorwegen. Sie gehen auf die Suche nach den sanften Riesen, befahren tief eingeschnittene Fjorde, unternehmen kleine Wanderungen und halten nachts Ausschau nach Nordlichtern. 3.-5. Tag: Vengsøyfjorden und Kaldfjorden 3x(F/M/A) Die nächsten Tage verbringen Sie auf der Suche nach Orcas und Buckelwalen, welche sich von den Heringen in den Fjorden rund um Tromsø ernähren. Je nachdem, wo sich die Wale aufhalten, umfahren Sie die Insel Kvaløya („Walinsel“)

etwas nördlich von Tromsø oder es geht Richtung Süden rund um die Insel Senja. In beiden Regionen hat es in den letzten Jahren sehr viele Walsichtungen gegeben. Neben Orcas und Buckelwalen sind die Chancen gut, Seeadler zu beobachten, die ebenfalls vom „Herings-Spektakel“ profitieren. Die prächtigen Adler gehören zu den


Norwegen 8 Tage Reise ab 1760 €

NORSWT

Schwierigkeit: Leistungen ab/an Tromsø · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge und Wanderungen laut Programm abhängig von Eis- und Wetterbedingungen · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Reiseliteratur · 7 Ü: Schiff in Zweibett-Kabine · Mahlzeiten: 7xF, 6xM, 7xA

Fotos: Jan Belgers (2), Jörg Ehrlich (1), Wim van Passel (1), Erwin Vermeulen (1), Sylvia Wesser (1)

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches

größten Vögeln Europas und sind ganzjährig in Nordnorwegen heimisch. Die Tageslichtstunden verbringen Sie auf der Suche nach Walen. Gegen Nachmittag, wenn das Licht schwindet und der Himmel oft ein spektakuläres Farbenkleid trägt, werden bei gutem Wetter kleine Wanderungen in der Umgebung unternommen. Nachts halten Sie Ausschau nach Nordlichtern, die bei klarem Himmel sehr oft zu sehen sind. 3 Übernachtungen an Bord. 6. Tag: Sommarøy (F/M/A) Sie setzen die Umsegelung von Kvaløya fort und erreichen die kleine Insel Sommarøy. Sie wandern entlang der Küste mit ihren vielen kleinen Buchten und weißen Stränden. Bei guten Bedingungen

besteigen Sie den Mount Hillesøya (211 m) mit Panoramablick auf die zerklüftete Küstenlinie. Übernachtung an Bord. 7. Tag: Rückkehr nach Tromsø (F/M/A) Sie schließen die Umrundung von Kvaløya ab und kehren zurück nach Tromsø, noch einmal vorbei an der traumhaften Landschaft Nordnorwegens. Am letzten Abend können Sie noch einmal in der hübschen Stadt auf Entdeckungstour gehen. Übernachtung an Bord. 8. Tag: Tromsø – Heimreise (F) Morgens Ausschiffung und individuelle Heimreise.

Termine und Preise 26.11.17 – 03.12.17 23.12.17 – 30.12.17 30.12.17 – 06.01.18 06.01.18 – 13.01.18 24.02.18 – 03.03.18 03.11.18 – 10.11.18 10.11.18 – 17.11.18 17.11.18 – 24.11.18 24.11.18 – 01.12.18 01.12.18 – 08.12.18

Noorderlicht Noorderlicht Noorderlicht Noorderlicht Noorderlicht Noorderlicht Noorderlicht Noorderlicht Noorderlicht Noorderlicht

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 480 € Teilnehmerzahl 14 – 20 Hinweis Je nach Saison und Walsichtungsmöglichkeiten wird der Tourenverlauf angepasst. Im November bis Anfang Dezember halten sich die Wale erfahrungsgemäß eher rund um die Insel Kvaløya auf, später ziehen sie etwas mehr Richtung Süden in die Region um Andenes und die Insel Senja. Den endgültigen Tourenverlauf bestimmt der Expeditionsleiter an Bord. Diese Tour ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Dyrsfjorden l l Hansnes Tromvik l Sommarøy Kald-l l Tromsø lfjorden Andenes

l Grylle-l Gibostad

l

fjorden

Skrolsvik l

Zweibett-Innenkabine Zweibett-Innenkabine

26.11. – 03.12.17 23.12. – 30.12.17 30.12. – 06.01.18 06.01. – 13.01.18 24.02. – 03.03.18 1760 €

1760 €

1760 €

1850 €

1850 €

03.11. – 10.11.18 10.11. – 17.11.18 17.11. – 24.11.18 24.11. – 01.12.18 01.12. – 08.12.18 1760 €

1760 €

1850 €

1850 €

1850 €

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Reisekalender Arktis Alle Expeditionskreuzfahrten im Überblick

Seite

Motorschiff Segelschiff deutsch englisch Aktivität

Oktober 2017 29.10. – 05.11.17

Segeln, Nordlichter und Wale

50

Segeln, Nordlichter und Wale

50

23.12. – 30.12.17

Segeln, Nordlichter und Wale

50

30.12. – 06.01.18

Segeln, Nordlichter und Wale

50

Segeln, Nordlichter und Wale

50

Segeln, Nordlichter und Wale

50

Frühlingserwachen in der Arktis

36

15.04. – 22.04.18

Frühlingserwachen in der Arktis

36

29.04. – 06.05.18

Ski & Sail – Alpine Gipfel in Westspitzbergen

41

04.05. – 11.05.18

Frühlingserwachen in der Arktis

36

11.05. – 18.05.18

Frühlingserwachen in der Arktis

36

18.05. – 25.05.18

Frühlingserwachen in der Arktis

36

18.05. – 29.05.18

Auf dem Seeweg nach Spitzbergen

30

25.05. – 01.06.18

Frühlingserwachen in der Arktis

36

29.05. – 05.06.18

Im Eisbärland

26

November 2017 26.11. – 03.12.17 Dezember 2017

Januar 2018 06.01. – 13.01.18 Februar 2018 24.02. – 03.03.18 März 2018 23.03. – 30.03.18 April 2018

Mai 2018

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Mitternachtssonne an der Küste Westspitzbergens


Seite

Motorschiff Segelschiff deutsch englisch Aktivität

Juni 2018 01.06. – 10.06.18

Nordspitzbergen mit dem Segelschiff

34

01.06. – 12.06.18

Nordspitzbergen mit dem Segelschiff

34

04.06. – 11.06.18

Im Eisbärland

26

05.06. – 12.06.18

Fotoreise ins Eisbärland

24

F,

12.06. – 19.06.18

Im Eisbärland

26

12.06. – 23.06.18

Nordspitzbergen mit dem Segelschiff

34

15.06. – 22.06.18

Im Eisbärland

26

19.06. – 26.06.18

Im Eisbärland

26

22.06. – 29.06.18

Im Eisbärland

26

23.06. – 04.07.18

Nordspitzbergen mit dem Segelschiff

34

29.06. – 06.07.18

Im Eisbärland

26

06.07. – 15.07.18

Rund um Spitzbergen

28

14.07. – 23.07.18

Rund um Spitzbergen

28

01.08. – 10.08.18

Rund um Spitzbergen

28

11.08. – 20.08.18

Rund um Spitzbergen

28

20.08. – 29.08.18

Rund um Spitzbergen inkl. Kvitøya

28

25.08. – 05.09.18

Mit dem Segelschiff im Scoresby-Sund

41

29.08. – 09.09.18

Nordspitzbergen mit dem Segelschiff

34

Juli 2018

Foto: Sylvia Wesser (1)

August 2018

September 2018 05.09. – 18.09.18

Herbstlicher Farbrausch in der Arktis

46

16.09. – 23.09.18

Herbstzauber unter Nordlichtern

38

18.09. – 25.09.18

Scoresby-Sund: Wiege der Eisberge

48

23.09. – 30.09.18

Herbstzauber unter Nordlichtern

38

30.09. – 07.10.18

Herbstzauber unter Nordlichtern

38

07.10. – 14.10.18

Herbstzauber unter Nordlichtern

38

14.10. – 21.10.18

Herbstzauber unter Nordlichtern

38

17.11. – 24.11.18

Segeln, Nordlichter und Wale

50

24.11. – 01.12.18

Segeln, Nordlichter und Wale

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Segeln, Nordlichter und Wale

50

Oktober 2018

November 2018

Dezember 2018 01.12. – 08.12.18

53


Die Antarktis Eispaläste und Tierparadiese: In der Heimat der Pinguine

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Zwei Eselspinguine vor der spektakulären Kulisse der Antarktischen Halbinsel, im Hintergrund die Ortelius


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Foto: Sylvia Wesser (1)


Die Antarktis Eine Einleitung

Antarktische Halbinsel Die Antarktische Halbinsel – Ziel der meisten Expeditionskreuzfahrten in der Südpolarregion, die in Ushuaia (Argentinien) starten – ist ein Teil des Kontinents Antarktika. Es handelt sich um die südliche Fortsetzung jener Bergkette, die in Nordamerika beginnt und sich bis nach Südamerika erstreckt, ehe sie bei Feuerland in der Schottischen See versinkt. Anschließend verläuft sie zumeist als submariner Rücken, ehe sie an der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel wieder Meeresspiegel-Niveau erreicht. Die Antarktische Halbinsel besteht aus zahlreichen abgelegenen Inseln und einer 800 km langen Gebirgskette, deren höchste Gipfel bis auf etwa 2800 m ansteigen. Die Halbinsel bietet die spektakulärsten Landschaftseindrücke und die

größte Tiervielfalt in der gesamten Antarktis: Eisberge, Gletscher, schroffe Gipfel, Pinguine, Robben, Wale und Seevögel… Die Antarktische Halbinsel hat ein kaltes, windiges Klima. Insgesamt kann das Wetter als trocken bezeichnet werden, aber dennoch können jederzeit Regen- oder Schneeschauer niedergehen. Die Sommertemperaturen bewegen sich knapp über 0 °C.

Falkland-Inseln Die Falkland-Inseln, 500 km östlich von Argen­ tinien gelegen, gehören zu den letzten verbleibenden bewohnten Regionen, die wirklich abseits ausgetretener Pfade liegen. Atemberaubende Landschaft, eine gastfreund­ liche, traditionsverbundene Kultur und vor allem

die reiche Tierwelt fügen sich zum einem einmaligen Gesamtbild. Die hügelige Landschaft erinnert manchen Besucher an die schottischen Highlands, sogar das Wetter hat etwas Schottisches an sich: Es ist generell kühl, windig und oft feucht. Der Archipel besteht aus rund 800 Inseln und ist eine Schatzkammer für Naturliebhaber und Fotografen. Große Kolonien von SchwarzbrauenAlbatrossen, fünf Pinguinarten, See-Elefanten und viele andere Tiere sind hier zu finden. Seit 1833 ist die Inselgruppe britisch, aber die Souveränität wird von Argentinien in Frage gestellt. Das Verwaltungszentrum der Falklands ist Stanley. Drei Viertel der Gesamtbevölkerung (etwa 2500 Menschen) leben hier. Stanley verdankt seinen Aufstieg zur Hauptstadt der Inseln der Tatsache, dass es im 19. und frühen 20. Jh. zu einem wichtigen Reparaturhafen für jene Schiffe wurde, die Kap Hoorn umrundeten. Noch heute zeugen zahlreiche Wracks in der Nähe der Siedlung von dieser Zeit.

Südgeorgien Die Hauptinsel der gleichnamigen Inselgruppe, 1400 km östlich der Falkland-Inseln gelegen, ist eines der großen Naturparadiese der Erde, Heimat von Wanderalbatrossen und zahlreichen anderen Seevogelarten, großen Königspinguinkolonien (bis zu 200.000 Brutpaare) und tausenden Pelzrobben… Die Insel ist etwa 170 mal 30 km groß, bergig und zerklüftet; die schneebedeckten Gipfel erreichen eine Höhe von fast 3000 m. Mehr als 160 Gletscher fließen ins Meer. Viele Strände auf dem fast unbewohnten Eiland sind von großen Gruppen der riesigen See-Elefanten bevölkert, die dicht beieinander liegen, um sich während

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Fotos: Sylvia Wesser (2), Rainer Gulbins (1), Roswitha Parnreiter (1), Sandra Petrowitz (1), Markus Walter (1)

des Fellwechsels gegenseitig warm zu halten. Südgeorgien ist aber auch eng mit der Erkundungsgeschichte der Antarktis verbunden – so befindet sich in Grytviken das Grab von Sir Ernest Shackleton. Die erste nachgewiesene Landung gelang dem britischen Entdecker James Cook, der die Insel auf seiner zweiten Weltreise ansteuerte. Wenig später kamen Jäger, die es auf Robben und SeeElefanten abgesehen hatten, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Südgeorgien das Zentrum der Walfangindustrie im Südatlantik. Die Ära endete erst 1964 – zu diesem Zeitpunkt waren die einst riesigen Walpopulationen bereits zusammengebrochen. Heute stehen Wale und Robben vollständig unter Schutz, die Robbenbestände haben sich erholt, und auch die Wale, bei deren Populationen die Erholung langsamer vonstatten geht, sind auf den Reisen wieder regelmäßig zu sehen. Südgeorgien ist für seine rasch wechselnden Witterungsverhältnisse bekannt – binnen einer halben Stunde kann das Wetter von Sonnenschein und blauem Himmel in einen heftigen Sturm umschlagen. Regen und Schnee können zu allen Jahreszeiten fallen.

Rossmeer Eine Destination für echte Entdecker: Nur wenige Reisende haben die Chance, das entlegene Rossmeer kennen zu lernen. Die Antarktis-Halbumrundung von Südamerika nach Neuseeland (oder umgekehrt) führt in den südlichen Teil der Antarktischen Halbinsel. Hier befinden sich selten besuchte Ziele wie die Vulkaninsel Peter-I.-Island, die Hütten der britischen Entdecker Shackleton und Scott, die McMurdo-Station und das Packeis der Amundsen-See sowie Macquarie Island – willkommen auf einer der spektakulärsten Expeditionen der Welt!

Ushuaia

und kühles Wetter ist in Ushuaia die Regel, Schauer sind keine Seltenheit. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 5°C und 15°C. Für Überseeschiffe gibt es in Ushuaia nur einen unübersehbaren Anleger mitten im Hafen. Der Eingangsbereich befindet sich gegenüber der Lasserre-Straße, dem Governeursgebäude und dem Hotel „Albatros“. Passagiere müssen eine Bordkarte vorweisen, um die Sicherheitskontrolle am Hafeneingang zu passieren. Es wird dringend empfohlen, mindestens einen Tag vorher nach Ushuaia anzureisen, da es bei Flügen zu Verzögerungen kommen kann oder das Fluggepäck eventuell erst später ankommt. Das Schiff legt pünktlich ab und kann nicht auf Passagiere oder Gepäck warten!

Ihre Reise in die Antarktis beginnt üblicherweise in der südlichsten Stadt Argentiniens. Windiges

Antarktis – die beste Reisezeit Weddellmeer Das riesige, mehr als 2000 km breite Weddellmeer befindet sich auf der Südostseite der Antarktischen Halbinsel. Es erstreckt sich so weit nach Süden, dass es in den direkten Einfluss des sehr kalten antarktischen Kontinentalklimas gelangt. Die Durchschnittstemperaturen sind hier niedriger als auf der Westseite der antarktischen Halbinsel. Im Februar und März können sie sogar leicht unter den Gefrierpunkt sinken. Das Larsen- und das Filchner-Ronne-Eisschelf stellen die Begrenzung in südwestlicher und südlicher Richtung dar. Von dort stammen die riesigen Tafeleisberge, die im Weddellmeer häufig anzutreffen sind. Der nordwestliche Teil des Weddellmeeres, den die Expeditionskreuzfahrtschiffe ansteuern, ist relativ gut vor den Westwinden geschützt, was für vergleichsweise gutes und oft stabiles Wetter sorgt. Nichtsdestotrotz können jederzeit starke katabatische Winde auftreten, die das Programm beeinflussen können, außerdem kann das Packeis im Weddellmeer Programmänderungen nötig machen. Die „Endurance“, das Schiff des berühmten Polarforschers Shackleton, wurde 1915 im Weddellmeer vom Eis eingeschlossen und zerdrückt. Nach 15 Monaten im Packeis erreichten Shackleton und seine Männer Elephant Island und konnten schließlich wohlbehalten zurückkehren.

Die antarktische Expeditionskreuzfahrten-Saison beginnt im November und endet im März. Im November und Dezember gibt es teils noch recht viel Schnee und Eis; an Land ist man oft mit Schneeschuhen unterwegs. Die Pinguine kehren in ihre Kolonien zurück und beginnen mit dem Brutgeschäft. Dies ist auch die beste Zeit, um ins Weddellmeer zu den Kaiserpinguinen und Tafeleisbergen zu reisen. Auf Südgeorgien kämpfen im Frühling die See-Elefanten und die Pelzrobben um die Weibchen und die besten Plätze in den Kolonien – ein einzigartiges Spektakel! Der antarktische Hochsommer im Januar und Februar ist ideal, um den Pinguin-Nachwuchs und Seevögel wie Albatrosse, Seeschwalben und

Sturmvögel zu beobachten; auf Südgeorgien und den Falkland-Inseln wird man mit intensiven Begegnungen mit Königspinguinen und neugierigen jungen Pelzrobben belohnt. Gegen Ende des Sommers, im Februar und März, bekommt man in der Antarktis mit einiger Wahrscheinlichkeit traumhaft schöne Lichtstimmungen zu sehen. Das Eis hat sich zurückgezogen; Anlandungen weit im Süden sind möglich. Die kleinen Pinguine sind schon fast so groß wie ihre Eltern und immer hungrig. Die Chancen für Walbeobachtungen stehen gut. Im März kündigt sich bereits der antarktische Winter an – die ersten Schneefälle sorgen für makelloses Weiß.

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Die Antarktis Von den Falkland-Inseln bis ins Rossmeer CHILE

ARGENTINIEN Port Stanley

Punta Arenas Beagle-Kanal

Ushuaia Kap Hoorn

Falkland-Inseln Grytviken

Südgeorgien

S 60° Drake-Passage

South-Orkney-Inseln Esperanza Ushuaia: Südlichste Stadt der Welt

r Polarkreis e h c i l Süd

Bellingshausen-See

South-Sandwich-Inseln

Antarktische Halbinsel Weddellmeer S 75°

Filchner-Ronne-Eisschelf

Unterwegs zum magischen südlichen Polarkreis

Antarktische Halbinsel: Schönheit ohne Grenzen

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Deception Island: spektakuläre Kraterinsel

Tierparadies Falklandinseln

South-Shetland-Inseln Elephant Island Half Moon Island Deception Island

Adelaide Island

Weddellmeer

Insel der Könige: gigantische Brutkolonien in Südgeorgien

Antarktische Halbinsel Alexander Island

Fotos: Sylvia Wesser (2), Sandra Petrowitz (1), Werner Thiele (1), Erwin Vermeulen (1), Archiv (2)

Brabant Island Paulet Island Anvers Island Esperanza Neumayer-Kanal Port Lockroy Snow Hill Island Peterman Island Neko Harbour Lemaire-Kanal Paradiesbucht

Auf der Suche nach Kaiserpinguinen auf Snow Hill Island

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Falklands, Südgeorgien, Antarktis Naturparadiese am Ende der Welt | Von Sandra Petrowitz Auf Expeditionskreuzfahrt in der Heimat der Pinguine: Nicht umsonst gelten die Antarktis und Südgeorgien als absolute Traumziele für Naturfans. Pinguinkolonien, See-Elefanten und Pelzrobben, Wale und Albatrosse, raue Landschaften, wilde Küsten und faszinierende Welten aus Schnee und Eis erwarten Abenteuerlustige, die sich auf den Weg ans andere Ende der Welt machen. Dort hat die Natur das Sagen – und sie beschenkt ihre Besucher mit einem grandiosen Abenteuer. Von Ushuaia auf Feuerland, dem Ausgangspunkt unserer Expeditionskreuzfahrt, sind es mehr als 400 Seemeilen – gut 700 Kilometer – bis zu den Falklands. Während der Überfahrt haben wir Zeit, uns an das sachte Schaukeln der Plancius zu gewöhnen. Die Plancius, einst als Forschungsschiff in Diensten der Königlich Niederländischen Marine, ist für den Einsatz in den Polarregionen mit einem verstärkten Rumpf ausgestattet und bietet gut 100 Gästen Platz; die Unterbringung ist komfortabel, verzichtet aber auf überflüssigen Luxus – im Mittelpunkt der Reise steht das Natur­ erlebnis. Entsprechend finden sich die meisten Gäste schnell auf den Außendecks oder in der Panorama-Lounge ein. Die Sonne scheint, die Gischt zerplatzt in weißen Kämmen, und die dem Schiff folgenden Albatrosse und Sturmvögel wiegen sich im Wind.

Wo wir in den kommenden knapp drei Wochen anlanden wollen, gibt es keine Häfen oder Stege. Robuste Schlauchboote, Zodiacs genannt, werden uns an Land und wieder zurück zum Schiff bringen. Unser erstes Ziel sind die Falklandinseln, ein herrlich abgelegenes Fleckchen Erde mit-

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ten im Südatlantik. Als sich der Bug des Schlauchboots auf den Sandstrand von Carcass Island schiebt, ist das Empfangskomitee schon da: Magellanpinguine erwarten uns – die erste Pinguinart von insgesamt sieben, die wir auf dieser Reise zu sehen hoffen. Wir spazieren im schönsten Sonnenschein über die Insel. Angesichts weißer Strände und türkisblauen Wassers wähnen wir uns eher in tropischen Breiten als im Südatlantik.

Schwarzbrauen-Albatrossen und Kormoranen. Anders als diese können sie aber nicht fliegen, sondern müssen tagein, tagaus den mühsamen Fußweg nehmen – felsauf und felsab. Wir tun es ihnen nach und steigen hinauf zur Kolonie. Von hier hat man einen wunderbaren Blick. Wir sitzen ganz ruhig neben den Vögeln, schauen hinaus aufs Meer, beobachten die Tiere bei ihrer Rückkehr nach Hause und genießen jede Sekunde, die wir hier sein dürfen.

Die zweite Landung führt auf die Insel Saunders. Auch hier leben – wie auf Carcass – nur die InselEigentümer, und ab und an kommen vogel- und naturverrückte Menschen zu Besuch. Es gibt Pinguinkolonien, Albatrosse und Scharben, Möwen und Falklandkarakaras, eine Raubvogelart. Die Felsenpinguine, die wir auf Carcass ebenfalls antreffen, sind Kletterkünstler. Sie nisten hoch oben über dem Strand und teilen sich ihre Kolonie mit

Nach einem Ausflug in die Hauptstadt Stanley (2000 Einwohner, sehr britisch, sehr gelassen) machen wir uns auf den Weg nach Südgeorgien. Es sind fast 800 Seemeilen, gut 1400 Kilometer, bis nach Grytviken. Die zweitägige Überfahrt nutzen wir, um uns bei Vorträgen an Bord auf das einzustimmen, was uns auf Südgeorgien erwartet: paradiesisches Tierleben, wilde Landschaften, möglicherweise etwas ruppige Bedingungen, aber in jedem Fall eine einzigartige Nähe zur Natur. Außerdem muss jeder SüdgeorgienBesucher seine Bekleidung gründlich reinigen, um keine fremden Arten einzuschleppen. Und so sitzen wir mit dem Staubsauger da und säubern Jacken und Hosen, Handschuhe und Mützen, saugen Klettverschlüsse ab und krempeln Taschen nach außen, reinigen Fotorucksäcke und Kamerataschen.


Die Spannung steigt, und die Stimmung an Bord wird noch besser, als die ersten hochhausgroßen Eisberge vorbeigeschwommen kommen. Später erhaschen wir die ersten Blicke auf die wilde Insel, deren felsige Gipfel über Gletschern aufragen. Und dann gehen wir an Land – und finden uns mitten zwischen Königspinguinen, Pelzrobben und See-Elefanten wieder. Südgeorgien, ein britisches Überseegebiet, diente seit dem 18. Jahrhundert vor allem Walfängern und Robbenjägern als Stützpunkt im Südatlantik. Die rücksichtslose Ausbeutung der Bestände hatte katastrophale Auswirkungen auf die Populationen. Vor dem Hintergrund dieser Geschichte erstaunt die Furchtlosigkeit der Tiere auf Süd­ georgien daher umso mehr. Man fühlt sich als Mensch hier nicht als Bedrohung, und die Tiere kommen aus Neugier häufig ganz nah heran. Sie wissen ja nichts von den fünf Metern Abstand, dieser menschgemachten und für Menschen gedachten Regel, die nicht gilt, wenn Tiere von sich aus diesen Abstand unterschreiten…

Fotos: Sandra Petrowitz (7)

Südgeorgiens Superstars sind die Königspinguine. Sie leben in Kolonien von mehreren zehntausend Tieren zusammen und sind gerade in der Mauser. Die adulten Tiere wechseln das Gefieder, und bei den Jungtieren wird aus dem bräunlichen Daunenflaum – mit dem sie nicht schwimmen und selbst Futter erjagen können, sondern darauf angewiesen sind, dass die Eltern sie füttern – das erste Federkleid.

Dann geht es nach Grytviken. Der einzige Ort auf Südgeorgien ist heute ein Freilichtmuseum. Die Tranöfen und Maschinen aus der Walfangzeit stehen noch, und zwischen den Ruinen wandern Königspinguine herum, räkeln sich See-Elefanten und Pelzrobben. Es ist ein ganz eigenartiges Miteinander von Vergangenheit und Gegenwart. In Grytviken liegt auch der legendäre Polarforscher Ernest Shackleton begraben, der 1916 mit fünf Männern seiner „Endurance“-Expedition von Elephant Island bis nach Südgeorgien segelte, um Hilfe zu holen – 800 Seemeilen in einem offenen, 7,50 m langen Boot. Bis heute gilt diese Fahrt als seemännische Meisterleistung. Die Rettungsaktion war nötig geworden, nachdem die „Endurance“ vom Eis des Weddellmeeres zerdrückt worden war. Die Besatzung hatte zunächst auf dem Eis campiert und sich anschließend in drei kleinen Booten nach Elephant Island retten können.

Point Wild, jenes winzige Fleckchen Ufer, an dem die Mitglieder der Shackleton-Expedition monatelang ausharrten. Weil der Platz nur für wenige Menschen auf einmal ausreicht, nehmen alle anderen erst einmal die Eisberge in der Nähe in Augenschein. Am Nachmittag ist sogar eine zweite Landung auf Elephant Island möglich. Wir begeistern uns vor allem für die Eselspinguin-Küken, die sich am Strand herumtreiben und darauf warten, dass die Eltern mit dem Futter zurückkommen. Sobald sich ein Elterntier zeigt, geht die wilde Hatz los: Papa oder Mama vorneweg, die Küken hinterher. Um die Eltern dazu zu bringen, die heruntergeschlungene Nahrung wieder auszuwürgen, pickt das Kleine mit seinem Schnabel immer wieder an den Schnabel des Elterntiers. Irgendwann öffnet sich dann der Schlund, und das Krillpaket wandert vom großen Schnabel in den kleinen. Unser nächstes Ziel war eigentlich der Antarctic Sound, aber es stellt sich heraus, dass diese Wasserstraße im Norden der Antarktischen Halbinsel komplett von Eis blockiert ist. Deshalb finden wir uns am anderen Morgen in der Bransfield Strait zwischen den Südshetlands und der Antarktischen Halbinsel wieder. Es ist windstill und sonnig; auf den Eisschollen liegen Seeleoparden, auf kleinen Eisbergen balancieren Adeliepinguine, und zwischendrin stoßen wir auf schlafende Buckelwale – ein Tag im Paradies. Am Nachmittag nehmen wir Kurs auf Deception Island, die Caldera eines Vulkans, die sich mit Wasser gefüllt hat. In den Krater kann man mit dem Schiff hineinfahren, und nach dem Abendessen landen wir an. Die ganz Mutigen nehmen hier ein Bad im eisigen Meer – der „Polarplansch“ kostet Überwindung, aber der Spaß ist umso größer.

Irgendwann bricht der letzte Tag des Aufenthalts in der Antarktis an. Noch vor dem Frühstück besuchen wir Mikkelsen Harbor, eine Bucht auf Trinity Island. Auf den schneefreien Fleckchen brüten Eselspinguine vor einer spektakulären Gletscherkulisse, in der es hin und wieder rumpelt, wenn sich das Eis im Gletscherinneren zurechtschiebt. Dank des frühen Starts können wir noch eine Schlauchbootfahrt zwischen den Eisbergen von Cierva Cove unternehmen und zur argentinischen Forschungsstation Primavera fahren. Aber dann ist es mit einem Schlag vorbei, unser antarktisches Abenteuer: Der Bug der „Plancius“ zeigt nach Norden, und wir machen uns auf den Weg durch die Drake-Passage zurück nach Ushuaia.

In knapp drei Wochen sind an Bord viele Freundschaften entstanden. Wir haben einzigartige Momente geteilt und magische Augenblicke erlebt. Wir haben jede Minute dieser ganz besonderen Reise genossen, ob in Sonnenschein, Graupel oder Wind, und wir kehren ein kleines bisschen verändert heim – voller Begeisterung für die Natur an diesem wunderschönen Ende der Welt. Und am letzten Abend, ehe wir in Ushuaia ankommen, schenkt uns der Beagle-Kanal noch ein wahres Farbfeuerwerk zum Sonnenuntergang.

Diese Insel ist unser nächstes Ziel. Auf dem Weg dorthin bekommen wir unseren Sturm, der – so sagt man – zu jeder Reise in die Antarktis gehört. Schließlich wird die See wieder ruhiger, und der Wind lässt nach. Raus an Deck! Ein so farbenprächtiger wie friedlicher Sonnenuntergang belohnt uns, und am nächsten Morgen erwachen wir bei traumhaften Bedingungen: wenig Wind, kaum Dünung – das ist sehr selten. Wir machen uns in den Zodiacs auf den Weg. Unser Ziel ist

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Die große Fotoreise 20 Tage Falkland-Inseln • Südgeorgien Antarktische Halbinsel

s DIAMIR-Fotoreiseleitung durch Michael Lohmann s Alle Höhepunkte der Antarktis in einer Reise s Beobachtung von See-Elefanten, Seeleoparden, Albatrossen, Königspinguinen… s Auf den Spuren Shackletons unterwegs in Südgeorgien

DIAMIR-Fotoreiseleiter: Michael Lohmann (GDT) Der erfahrene Reiseleiter, Natur- und Landschaftsfotograf reist so gern, wie er fotografiert. Stets auf der Suche nach magischen Momenten hat er während der letzten Jahrzehnte viele Länder dieser Erde bereist – voller Faszination über deren Vielseitigkeit. Schwerpunkt seiner Touren sind die Landschaften Ostafrikas und ganz besonders die Polarregionen. 2018 und 2019 führt er für DIAMIR Reisen in die Antarktis. www.ma-mo.com 1. Tag: Ushuaia – Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Ushuaia (wir empfehlen die Anreise zwei Tage vor Einschiffung). Am Nachmittag Einschiffung. Gegen Abend führt die erste Etappe durch den Beagle-Kanal nach Osten zum offenen Atlantik. Übernachtung an Bord.

In Begleitung eines Fotoreiseleiters haben Sie auf dieser Reise viel Zeit für Entdeckungen: Auf dieser intensiven Expeditionskreuzfahrt lernen Sie gleich mehrere Naturparadiese intensiv kennen und werden in allen fotografischen Aspekten unterstützt. 2. Tag: Auf See (F/M/A) Auf der Überfahrt zu den Falkland-Inseln (Islas Malvinas) kommen besonders Vogelbeobachter auf ihre Kosten: Wander- und SchwarzbrauenAlbatros sowie verschiedene Sturmschwalben und Kapsturmvögel gehören zu Ihren ständigen Begleitern. Übernachtung an Bord. 3. Tag: Falkland-Inseln (F/M/A) Den Tag verbringen Sie im Westen des FalklandArchipels. Wanderung entlang der Küste der Insel Carcass, wo Magellan- und Eselspinguine brüten. Auf der Insel Saunders sehen Sie die majestätischen Schwarzbrauen-Albatrosse, die sich eine Brutkolonie mit den kleinen Felsenpinguinen teilen. Außerdem sind hier Königs-, Esels- und Magellanpinguine sowie Königskormorane (Königsscharben) heimisch. Übernachtung an Bord. 4. Tag: Falkland-Inseln (F/M/A) Stanley, die Hauptstadt der Falkland-Inseln mit ihren bunten Dächern, gepflegten Gärten und englischen Pubs gibt Ihnen einen Einblick in die Kultur der Falkländer. Das interessante Museum der Stadt vermittelt Eindrücke aus den ersten Jahren der englischen Besiedlung und des Falklandkrieges von 1982. Sie haben Zeit, den Ort auf eigene Faust zu erkunden. Übernachtung an Bord. 5.-6. Tag: Auf See 2x(F/M/A) Unterwegs nach Südgeorgien. Während der Fahrt

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überqueren Sie die Antarktische Konvergenz, wo das kalte Wasser der Antarktis auf die wärmeren Wassermassen nördlicherer Gefilde trifft. Es wird merklich kühler. Das reiche Nahrungsangebot in der Konvergenz lockt Albatrosse und viele andere Seevögel an. 2 Übernachtungen an Bord.

7.-10. Tag: Südgeorgien 4x(F/M/A) Am Nachmittag des 7.Tages erreichen Sie Südgeorgien. Die Wetterbedingungen werden das Programm in den nächsten Tagen bestimmen. Mögliche Anlandungsstellen sind die Bucht Elsehul, Right Whale Bay, Salisbury Plain, Godthul, St. Andrews Bay, Gold Harbour, Cooper Bay oder der Drygalski-Fjord – die Orte bieten eine dramatische Vielfalt von Landschaften und ein breites Spektrum von Tierarten, wie zum Beispiel SeeElefanten, Pelzrobben, Königs-, Esels-, und Goldschopfpinguine, Graukopf- und Rußalbatrosse, Sturmvögel und Sturmschwalben.


Antarktis 20 Tage Reise ab 11.900 €

ANTFO2

Fotos: Sandra Petrowitz (3), Jörg Ehrlich (1), Erwin Vermeulen (1), Sylvia Wesser (1)

Schwierigkeit:

Ein weiterer Höhepunkt (sofern genehmigt) ist der Besuch von Prion Island, auf der Sie die riesigen Wanderalbatrosse beobachten können. In Fortuna Bay haben Sie eventuell die Möglichkeit, den Spuren der britischen Polarlegende Sir Ernest Shackleton auf einer Wanderung nach Stromness Bay zu folgen. Bei der Walfangstation Grytviken lohnt neben der restaurierten norwegischen Kirche und dem hervorragenden Walfangmuseum auch ein Spaziergang zur britischen Forschungsstation in King Edward Point und ein „Pilgergang“ zum nahegelegenen Friedhof, wo Shackleton seine letzte Ruhestätte fand. Ebenfalls in Grytviken befinden sich die Ruinen einer Walfangstation, die heute nur noch von Robben, SeeElefanten und Pinguinen bewohnt wird. In Salisbury Plain, St. Andrews Bay und Gold Harbour befinden sich die größten Brutkolonien von Königspinguinen, teilweise mit über 100.000 Brutpaaren. Zwischen den Pinguinen ziehen im Dezember und Januar große Gruppen von See-Elefanten ihre Jungen groß. Am Nachmittag des 10.Tages verlassen Sie Südgeorgien in Richtung South Orkneys. 4 Übernachtungen an Bord. 11. Tag: Auf See (F/M/A) Auf der Überfahrt zu den South-Orkney-Inseln werden Sie sicher wieder von vielen Seevögeln begleitet. Am Anfang der Saison sehen Sie mit etwas Glück noch Packeis und können seltenere Antarktisvögel wie den Schneesturmvogel oder die McCormick-Raubmöwe ausmachen. Übernachtung an Bord. 12. Tag: South-Orkney-Inseln (F/M/A) Auf den South-Orkney-Inseln sind die Bedingungen oft stürmisch. Sie versuchen der argentinischen Station „Orcadas“ einen Besuch abzustatten. Das freundliche Stationspersonal zeigt Ihnen, wie man hier lebt und arbeitet. Alternativ gelingt vielleicht eine Anlandung in der Shingle Cove auf Signy Island. Übernachtung an Bord. 13. Tag: Auf See (F/M/A) Ein weiterer Tag auf See, während Sie Kurs auf die Antarktische Halbinsel nehmen. Es kommen die ersten großen Eisberge in Sicht und die

Chancen sind gut, Finnwale zu beobachten. Übernachtung an Bord. 14.-17. Tag: Antarktische Halbinsel 4x(F/M/A) Bei guten Eisbedingungen steuern Sie durch den Antarctic Sound ins Weddellmeer. Große Tafel­ eisberge kündigen Ihre baldige Ankunft auf der Ostseite der Antarktischen Halbinsel an. Es ist eine Anlandung bei Brown Bluff geplant, hier betreten Sie zum ersten Mal den antarktischen Kontinent. Je nach Eisbedingungen kann das Schiff evtl. auch längere Zeit im spektakulären Weddellmeer verbringen. Die Reise konzentriert sich – wenn die Bedingungen im Weddellmeer einen Aufenthalt dort nicht zulassen – auf die nördliche Gerlachestraße und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, entlang der Westküste der Antarktischen Halbinsel nach Süden vorzustoßen. Hier versuchen Sie in Neko Harbour oder in der Paradiesbucht den Atlantischen Kontinent zu betreten, beides atemberaubende Landschaften mit riesigen, kalbenden Gletschern, umrahmt von alpinen Gipfeln. Es bestehen gute Chancen, Buckel- oder Zwergwale zu sichten. Wenn Zeit bleibt, durchfahren Sie den Neumayer-Kanal und besuchen die britische Station Port Lockroy – lebendes Museum und südlichstes Postamt der Welt. Oder Sie landen auf Jougla Point, wo Sie Eselspinguine und Blauaugenkormorane beobachten können. In den frühen Morgenstunden des 17.Tages hoffen Sie auf eine Anlandung auf Cuverville Island, wo die größte Kolonie Eselspinguine zuhause ist. Gegen Mittag geht es dann Richtung Ushuaia. 4 Übernachtungen an Bord.

Leistungen ab/an Ushuaia · DIAMIR-Fotoreiseleitung durch Michael Lohmann (inkl. Workshop an Bord) bei Buchung des Fotokurses · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 19 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 19xF, 18xM, 19xA Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches Termine und Preise 19.01.18 – 07.02.18 09.01.19 – 28.01.19

Plancius Plancius

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 1200 € Fotokurs (6 – 12 Teilnehmer): 330 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

18.-19. Tag: Auf See 2x(F/M/A) Auf der Fahrt nach Norden durch die Drake-Passage begegnen Sie noch einmal einer Vielzahl von Seevögeln und haben Zeit, die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren zu lassen. 2 Übernachtungen an Bord. 20. Tag: Ushuaia (F) Sie erreichen den Hafen von Ushuaia. Ausschiffung und individuelle Heimreise (Flüge ab ca. 14 Uhr empfohlen).

Ushuaia

l Falkland-Inseln Port Stanley

Südgeorgien Grytviken l

l

South-OrkneyInseln South-Shetland- l Orcadas-Station Inseln l Brown Bluff Antarktische Halbinsel

Drake-Passage

19.01.–07.02.18 09.01.–28.01.19

Vierbett-Kabine

11.900 €

12.250 €

Dreibett-Kabine

12.900 €

13.300 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

14.250 €

14.700 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

14.900 €

15.350 €

Zweibett-Kabine Deluxe

16.000 €

16.500 €

Superior-Kabine

17.100 €

17.600 €

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Fotoreise: Falkland-Inseln intensiv 10 Tage Falkland-Inseln

s DIAMIR-Fotoreiseleitung: Sandra Petrowitz (GDT) s Tipp für Fotografen: Albatrosse, Pinguine, See-Elefanten… s Blühende Gärten, brütende Pinguine s Anlandungen & Wanderungen auf verschiedenen Inseln s Magellan-, Esels-, Königs- und Felsenpinguine

DIAMIR-Fotoreiseleiter: Sandra Petrowitz (GDT) …hat drei ihrer Leidenschaften zum Beruf gemacht: Schreiben, Fotografieren und Reisen. Ihre Themen sucht und findet die Journalistin am liebsten in der Natur und beim Erkunden ferner Länder – vom Himalaya bis Patagonien und von der Sahara bis Neuseeland. Sandra gehört dem Herausgeber-Team des Foto-Letters „fotoespresso“ an; ihr Buch zum Thema Reisefotografie ist 2012 erschienen. Als Fotoreiseleiterin war sie bereits in der Antarktis, in der Arktis und in Jordanien im Einsatz. Die fantastische Natur und das magische Licht der hohen Breitengrade haben es ihr besonders angetan: Sandra ist regelmäßig auch als Guide auf Expeditions-Kreuzfahrtschiffen in den Polar­ regionen unterwegs. www.sandra-petrowitz.de 1. Tag: Puerto Madryn – Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Puerto Madryn. Am Nachmittag Treff mit dem Reiseleiter und gemeinsame Einschiffung. Auf dem Weg Richtung offener Ozean halten Sie Ausschau nach Walen. Übernachtung an Bord. 2.-3. Tag: Auf See 2x(F/M/A) Auf dem Weg in Richtung Falkland-Inseln wird das Schiff von vielen verschiedenen Seevögeln begleitet, darunter Albatrosse und Sturmvögel.

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Die Falkland-Inseln sind ein Paradies für Tierfotografen – auf relativ kleinem Raum finden sich hier gleich mehrere Pinguinarten, große Herden See-Elefanten und die beeindruckenden Albatrosse. Sie landen und wandern auf den schönsten Inseln. Nach wie vor sind die Chancen hoch, auf Wale zu stoßen. 2 Übernachtungen an Bord. 4.-8. Tag: Unterwegs auf den Falklands 5x(F/M/A) Die Falklands sind viel mehr als nur der Schauplatz des Krieges von 1982. Es erwartet Sie ein für die exponierte Lage im Atlantik einzigartig reiches Tierleben. Schon auf der Anfahrt sollten Sie Ausschau halten nach Peale-Delfinen und nach Commerson-Delfinen mit ihren markanten

weißen Rücken. In den nächsten Tagen sucht das Expeditionsteam je nach Wind- und Wetterbedingungen die schönsten Anlandungspunkte heraus, z. B. auf Steeple Jason Island, Carcass Island, Saunders Island, Volunteer Point, Sparrow Cove, Bleaker Island, Sea Lion Island oder am New Island South Wildlife Reserve. Intensive Natur­ erlebnisse sind Ihnen sicher! Eine Vielzahl von Tieren kann hier beobachtet und fotografiert werden! So befindet sich auf Steeple Jason Island die größte Brutkolonie


Antarktis 10 Tage Reise ab 4700 €

ANTFO3

Schwierigkeit:

Fotos: Sandra Petrowitz (5), Bernd Gerlach (1), Erwin Vermeulen (1)

Leistungen ab Puerto Madryn/an Ushuaia · DIAMIR-Fotoreiseleitung durch Sandra Petrowitz bei Buchung des Fotokurses (inkl. Workshop an Bord) · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 9 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 9xF, 8xM, 1xM (LB), 7xA (ca. 113.000 Tiere) der gewaltigen SchwarzbrauenAlbatrosse, außerdem brüten auf den FalklandInseln Magellanpinguine, Eselspinguine, Königs­ pinguine und Felsenpinguine – nirgends sonst können diese Arten gemeinsam beobachtet werden. Viele verschiedene Watvögel, Sperlingsvögel (viele von ihnen endemisch) und Blauaugenscharben machen sich lautstark oder farbenprächtig bemerkbar, während sich an den Stränden das Bellen von Mähnenrobben, Seebären und SeeElefanten dazwischenmischt.

viktorianischen Häusern, gepflegten Gärten und englischen Pubs vermittelt sie Ihnen einen Einblick in die Kultur der Falkländer. Auch das Museum der Stadt ist einen Besuch wert – es erzählt von den ersten Jahren der englischen Besiedlung und vom Falklandkrieg 1982. Sie haben ausreichend Zeit, den Ort auf eigene Faust zu erkunden. 5 Übernachtungen an Bord.

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches Termine und Preise 29.10.18 – 07.11.18

Ortelius

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 1200 € Fotokurs (6 – 12 Teilnehmer): 330 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Je nach Landungspunkt werden unterschiedlich lange Wanderungen angeboten (z. B. zu nahe gelegenen Aussichtspunkten). Oder Sie bleiben in Küstennähe und fotografieren Pinguine bei Ihrem Brutgeschäft, beobachten Albatrosse bei den oft tollpatschigen Start- und Landemanövern oder schauen sich das Treiben in den Robben­ kolonien an. Natürlich besuchen Sie auch die Hauptstadt Stanley (früher Port Stanley) mit gerade einmal 2100 Einwohnern. Mit ihren bunten Dächern,

9. Tag: Auf See (F/M/A) Auf dem Weg Richtung Ushuaia genießen Sie ein letztes Mal die Begleitung der majestätischen Albatrosse. Übernachtung an Bord.

Steeple Jason Island Carcass Island Saunders Island Westfalkland Beaver Island

Ostfalkland Port Stanley l

Bleaker Island Sea Lion Islands

10. Tag: Ushuaia (F) Am Morgen Ankunft in Ushuaia und Ausschiffung.

29.10.–07.11.18 Vierbett-Kabine

4700 €

Dreibett-Kabine

5200 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

5700 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

5950 €

Zweibett-Kabine Deluxe

6450 €

Superior-Kabine

6900 €

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Im Reich der Pinguine 11 Tage Antarktische Halbinsel

s Einmalige Tierbeobachtungen: Seeleoparden, Albatrosse, Pinguine… s Wanderungen und Zodiac-Fahrten s Im Schlauchboot ganz nah an riesige Eisberge s Optional: Kajaktouren oder eine Nacht im Zelt

1. Tag: Ushuaia – Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Ushuaia (wir empfehlen die Anreise zwei Tage vor Einschiffung). Am Nachmittag heißt es „Herzlich willkommen an Bord“. Der Einstiegshafen liegt in der südlichsten Stadt der Erde: Ushuaia. Die pittoreske Hauptstadt Feuerlands, eingerahmt von der schneebedeckten Martial-Bergkette, ist zum Beaglekanal hin ausgerichtet. Die erste Etappe der Reise führt dann auch durch diesen wild zerklüfteten Kanal nach Osten bis zum offenen Atlantik. Übernachtung an Bord.

2.-3. Tag: Auf See 2x(F/M/A) Kap Hoorn und die Spitze der Antarktischen Halbinsel sind ca. 1050 Seemeilen voneinander entfernt und durch die Drake-Passage getrennt. Dieser Treffpunkt der polaren und subpolaren Meeresströmungen beeinflusst nicht nur die Ausdehnung und Richtung der Eisbergbewe-

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Auf Ihrer Reise lernen Sie die schönsten Regionen der Antarktischen Halbinsel intensiv kennen, darunter Eilande wie Cuverville oder Danco Island oder die wunderschöne Paradiesbucht. Sie beobachten Seeleoparden, verschiedene Pinguine, Wale und Robben. gungen, sondern sorgt auch für ein reichhaltiges Nahrungsangebot im Südatlantik. So ist es nicht verwunderlich, dass Wander-, Graukopf-, Schwarzbrauen- und Rauchiger Albatros sowie verschiedene Sturmschwalben, wie etwa Buntfüßige, Schwarzbauch-, Weißflügel-Sturmschwalben und Kapsturmvogel zu Ihren ständigen Begleitern zählen. Auch Silber-, Blau- und Schneesturmvogel geben sich die Ehre. In der Nähe der SouthShetland-Inseln können Sie die ersten Eisberge ausmachen. 2 Übernachtungen an Bord. 4.-8. Tag: Antarktische Halbinsel 5x(F/M/A) Die Reise führt Sie direkt in das Herzstück der Antarktis – „High Antarctica“. Vorbei an Melchior Island und durch den Schollart-Kanal zwischen Brabant und Anvers Island geht es gen Süden. Mögliche Anlandungspunkte sind Cuverville Island, Danco Island, Neko Harbour, die Paradiesbucht, Port Lockroy, Jougla Point, Petermann Island oder Melchior Island. Cuverville Island ist eine kleine Felseninsel zwischen dem bergigen Antarktischen Kontinent und Rongé Island. Hier befindet sich eine große Kolonie Eselspinguine und auch Raubmöwen nisten hier. Wenn Sie auf der der eisbedeckten Insel Danco landen können, beobachten Sie hier nistende Eselspinguine und möglicherweise auch Weddell- und Krabbenfresserrobben. In Neko Harbour besteht die Möglichkeit, den antarktischen Kontinent zu betreten – das Glet-

schergebiet ist von atemberaubender Schönheit. Von hier könnte es weiter durch die mit Eisbergen gefüllte Paradiesbucht und die umliegenden Fjorde gehen und zur (meist unbesetzten) argentinischen Forschungsstation Almirante Brown.

Halten Sie die Augen offen – auf dem Weg in die Paradiesbucht gibt es mit großer Wahrscheinlichkeit Buckel- und Zwergwale zu sehen! Bei Neko Harbour oder in der Paradiesbucht sind ZodiacAusflüge zwischen großen Eisbergen geplant. Im Neumayer-Kanal kommen Sie in die Nähe der historischen Forschungsstation Port Lockroy auf Goudier Island. Das südlichste Postamt der Welt und lebendes Museum wird von den Briten verwaltet (Besuch ist abhängig von Fahrplan und Anlandegenehmigung). Ganz in der Nähe, auf der kleinen Insel Jougla Point können eine Kolonie Eselspinguine und Blauaugenkormorane beobachtet werden – das Gebiet ist perfekt geeignet


Antarktis 11 Tage Reise ab 4550 €

ANTUSH

Schwierigkeit:

Fotos: Jörg Ehrlich (2), Sandra Petrowitz (1), Erwin Vermeulen (1), Markus Walter (1)

Leistungen ab/an Ushuaia · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung · Lesungs- und Vortragsprogramm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 10 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 10xF, 9xM, 10xA

für eine Campingnacht an Land oder für Kajak­ ausflüge. Wenn die Eisverhältnisse es erlauben, durch­ fahren Sie den spektakulären Lemaire-Kanal mit seinen steilen Felswänden und mächtigen Gletschern, die krachend direkt ins Meer kalben. Südlich des Kanals ist ein Besuch auf Petermann Island geplant. Hier nisten Königskormorane, Esels- und Adeliepinguine. Auch Zwerg-, Finn- und Buckelwale können hier oft beobachtet werden. Mit etwas Glück nähern Sie sich Seeleoparden. In Richtung Norden durch die Gerlachestraße erreichen Sie Wilhelmina Bay, wo oft Buckelwale auf Futtersuche zu beobachten sind. Sie unternehmen eine Zodiac-Tour und gelangen bei guten Bedingungen bis zum Wrack der Guvernøren, einem alten Walfangschiff, das hier im Jahre 1915 havarierte. Rund um die Melchior-Inseln inmitten

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches

einer wunderschönen Landschaft mit vielen Eisbergen, können Sie hoffentlich noch einmal Wale, Seeleoparden und Krabbenfresserrobben beobachten. Gegen Mittag des 8.Tages nehmen Sie Kurs auf die Drake-Passage. 5 Übernachtungen an Bord.

Termine und Preise 23.01.18 – 02.02.18 Ortelius 07.02.18 – 17.02.18 Plancius 19.03.18 – 28.03.18*/** Plancius 28.01.19 – 07.02.19 Plancius 06.02.19 – 16.02.19** Ortelius 07.02.19 – 17.02.19 Plancius 22.03.19 – 31.03.19*/** Plancius * leicht geänderter Tourenverlauf: 10 Tage, Schwerpunkt Walbeobachtung

9.-10. Tag: Seetage 2x(F/M/A) In der Drake-Passage haben Sie noch einmal die Möglichkeit, Seevögel zu beobachten und die riesigen Wanderalbatrosse zu treffen. Während der Seetage werden natürlich auch Vorlesungen an Bord angeboten. 2 Übernachtungen an Bord. 11. Tag: Ushuaia – Ausschiffung (F) Sie kommen morgens im Hafen von Ushuaia an. Individuelle Heimreise.

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 1200 € Campingnacht: 150 € Kajak: 375 € ** Tauchen: 425 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Anvers Island Neumayer-Kanal Lemaire-Kanal

Gerlachestraße l Neko Harbour Paradiesbucht

l

Vernadsky-Station Antarktische Halbinsel

3.1.–13.1.18 9.1.–19.1.18 13.1.–23.1.18 23.1.–2.2.18 7.2.–17.2.18 19.3.–28.3.18 28.1.–7.2.19 6.2.–16.2.19 7.2.–17.2.19 22.3.–31.3.19

Vierbett-Kabine

6150 €

6150 €

6150 €

6150 €

6150 €

4550 €

6350 €

6350 €

6350 €

4700 €

Dreibett-Kabine

6950 €

6950 €

6950 €

6950 €

6950 €

5050 €

7150 €

7150 €

7150 €

5200 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

7600 €

7600 €

7600 €

7600 €

7600 €

5500 €

7850 €

7850 €

7850 €

5700 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

7900 €

7900 €

7900 €

7900 €

7900 €

5800 €

8150 €

8150 €

8150 €

5950 €

Zweibett-Kabine Deluxe

8500 €

8500 €

8500 €

8500 €

8500 €

6300 €

8750 €

8750 €

8750 €

6450 €

Superior-Kabine

9100 €

9100 €

9100 €

9100 €

9100 €

6750 €

9350 €

9350 €

9350 €

6900 €

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Die große Reise 19 oder 20 Tage Falkland-Inseln • Südgeorgien Antarktische Halbinsel

s Alle Höhepunkte der (Sub-)Antarktis in einer Reise s Beobachtung von See-Elefanten, Seeleoparden, Ren­tieren, Albatrossen, Königspinguinen… s Auf den Spuren Shackletons unterwegs in Südgeorgien s Die schönsten Plätze der Antarktischen Halbinsel

1. Tag: Ushuaia – Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Ushuaia (wir empfehlen die Anreise zwei Tage vor Einschiffung). Am Nachmittag Einschiffung. Gegen Abend führt die erste Etappe durch den Beagle-Kanal nach Osten zum offenen Atlantik. Übernachtung an Bord.

Auf dieser intensiven Reise lernen Sie die britisch geprägten Falkland-Inseln, das Tierparadies Südgeorgien und die raue, vergletscherte Antarktische Halbinsel intensiv kennen. So können Sie sich der Faszination Antarktis in aller Ruhe hin­ geben. Auf der Insel Saunders sehen Sie die majestätischen Schwarzbrauen-Albatrosse, die sich eine Brutkolonie mit den kleinen Felsenpinguinen teilen. Außerdem sind hier Königs-, Esels- und Magellanpinguine sowie Königskormorane (Königsscharben) heimisch. Übernachtung an Bord. 4. Tag: Falkland-Inseln (F/M/A) Stanley, die Hauptstadt der Falkland-Inseln mit ihren bunten Dächern, gepflegten Gärten und englischen Pubs gibt Ihnen einen Einblick in die Kultur der Falkländer. Das interessante Museum der Stadt vermittelt Eindrücke aus den ersten Jahren der englischen Besiedlung und des Falklandkrieges von 1982. Sie haben Zeit, den Ort auf eigene Faust zu erkunden. Übernachtung an Bord.

2. Tag: Auf See (F/M/A) Auf der Überfahrt zu den Falkland-Inseln (Islas Malvinas) kommen besonders Vogelbeobachter auf ihre Kosten: Wander- und SchwarzbrauenAlbatros sowie verschiedene Sturmschwalben und Kapsturmvögel gehören zu Ihren ständigen Begleitern. Übernachtung an Bord. Bei der Reise ab Puerto Madryn kommt ein Seetag hinzu. 3. Tag: Falkland-Inseln (F/M/A) Den Tag verbringen Sie im Westen des FalklandArchipels. Wanderung entlang der Küste der Insel Carcass, wo Magellan- und Eselspinguine brüten.

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5.-6. Tag: Auf See 2x(F/M/A) Unterwegs nach Südgeorgien. Während der Fahrt überqueren Sie die Antarktische Konvergenz, wo das kalte Wasser der Antarktis auf die wärmeren Wassermassen nördlicherer Gefilde trifft. Es wird merklich kühler. Das reiche Nah-

rungsangebot in der Konvergenz lockt Albatrosse und viele andere Seevögel an. 2 Übernachtungen an Bord. 7.-10. Tag: Südgeorgien 4x(F/M/A) Am Nachmittag des 7.Tages erreichen Sie Südgeorgien. Die Wetterbedingungen werden das Programm in den nächsten Tagen bestimmen. Mögliche Anlandungsstellen sind die Bucht Elsehul, Right Whale Bay, Salisbury Plain, Godthul, St. Andrews Bay, Gold Harbour, Cooper Bay oder der Drygalski-Fjord – die Orte bieten eine dramatische Vielfalt von Landschaften und ein breites Spektrum von Tierarten, wie zum Beispiel SeeElefanten, Pelzrobben, Königs-, Esels-, und Goldschopfpinguine, Graukopf- und Rußalbatrosse, Sturmvögel und Sturmschwalben. Ein weiterer Höhepunkt (sofern genehmigt, geschlossen 20.11.-07.01.) ist der Besuch von Prion Island, auf der Sie die riesigen Wanderalbatrosse beobachten können. In Fortuna Bay haben Sie eventuell die Möglichkeit, den Spuren der britischen Polarlegende Sir Ernest Shackleton auf einer Wanderung nach Stromness Bay zu folgen. Bei der Walfangstation Grytviken lohnt neben der restaurierten norwegischen Kirche und dem hervorragenden Walfangmuseum auch ein Spaziergang zur britischen Forschungsstation in King Edward Point und ein „Pilgergang“ zum nahegelegenen Friedhof, wo Shackleton seine letzte Ruhestätte fand. Eben-


falls in Grytviken befinden sich die Ruinen einer Walfangstation, die heute nur noch von Robben, See-Elefanten und Pinguinen bewohnt wird. In Salisbury Plain, St. Andrews Bay und Gold Harbour befinden sich die größten Brutkolonien von Königspinguinen, teilweise mit über 100.000 Brutpaaren. Zwischen den Pinguinen ziehen im Dezember und Januar große Gruppen von See-Elefanten ihre Jungen groß. Am Nachmittag des 10.Tages verlassen Sie Südgeorgien in Richtung South Orkneys. 4 Übernachtungen an Bord. 11. Tag: Auf See (F/M/A) Auf der Überfahrt zu den South-Orkney-Inseln werden Sie sicher wieder von vielen Seevögeln begleitet. Am Anfang der Saison sehen Sie mit etwas Glück noch Packeis und können seltenere Antarktisvögel wie den Schneesturmvogel oder die McCormick-Raubmöwe ausmachen. Übernachtung an Bord.

South Shetlands sind oft windig oder in Nebel gehüllt, aber sehr kontrastreich. Sie können Eselspinguine, Zügelpinguine, Weddellrobben und Riesensturmvögel beobachten. Mögliche Anlandungsorte sind zum Beispiel Half Moon Island oder Deception Island. Auf Deception tastet sich das Schiff durch eine spektakuläre enge Einfahrt mit steilen Felswänden bei Neptune’s Bellow ins Innere vor. Die hufeisenförmige Vulkaninsel umschließt einen versunkenen Krater, der sich zum Meer öffnet und einen von der Natur geschaffenen Hafen bildet. Hier findet man heiße Quellen, eine verlassene Walfangstation und tausende Vögel. In der Gerlachestraße könnten Sie bei Cierva Cove anlanden, wo Sie die schroffen, vereisten Berge der Davisküste bewundern, oder bei Mikkelsen Harbour an der Südküste von Trinity Island, wo Eselspinguine in malerischer Landschaft heimisch sind. Gegen Mittag des 16.Tages nehmen Sie Kurs auf die Drake-Passage.

14.-16. Tag: Antarktische Halbinsel und South Shetland 3x(F/M/A) Bei guten Eisbedingungen steuern Sie durch den Antarctic Sound ins Weddellmeer. Große Tafel­ eisberge kündigen Ihre baldige Ankunft auf der Ostseite der Antarktischen Halbinsel an. Es ist eine Anlandung bei Brown Bluff geplant, hier betreten Sie zum ersten Mal den antarktischen Kontinent. Je nach Eisbedingungen kann das Schiff evtl. auch längere Zeit im spektakulären Weddellmeer verbringen. Die 19-tägigen Reisen konzentrieren sich dann vor allem auf die South-Shetland-Inseln und – wenn die Bedingungen im Weddellmeer einen Aufenthalt dort nicht zulassen – die nördliche Gerlachestraße. Die vulkanisch entstandenen

Fotos: Sandra Petrowitz (2), Jan Bryde (1), Jörg Ehrlich (1), Jan Veen (1)

ANTFSA

Schwierigkeit: Leistungen ab/an Ushuaia · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Reiseliteratur · Bei 20-tägiger Reise zusätzlich 1 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie, 1xF, 1xM, 1xA · 18 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 18xF, 17xM, 18xA Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches

12. Tag: South-Orkney-Inseln (F/M/A) Auf den South-Orkney-Inseln sind die Bedingungen oft stürmisch. Sie versuchen der argentinischen Station „Orcadas“ einen Besuch abzustatten. Das freundliche Stationspersonal zeigt Ihnen, wie man hier lebt und arbeitet. Alternativ gelingt vielleicht eine Anlandung in der Shingle Cove auf Signy Island. Übernachtung an Bord. 13. Tag: Auf See (F/M/A) Ein weiterer Tag auf See, während Sie Kurs auf die Antarktische Halbinsel nehmen. Es kommen die ersten großen Eisberge in Sicht und die Chancen sind gut, Finnwale zu beobachten. Übernachtung an Bord.

Antarktis 19 oder 20 Tage Reise ab 9650 €

Die 20-tägigen Reisen bieten darüber hinaus die Möglichkeit, entlang der Westküste der Antarktischen Halbinsel etwas weiter nach Süden vorzustoßen. Hier versuchen Sie in Neko Harbour oder in der Paradiesbucht den Atlantischen Kontinent zu betreten, beides atemberaubende Landschaften mit riesigen, kalbenden Gletschern, umrahmt von alpinen Gipfeln. Es bestehen gute Chancen, Buckel- oder Zwergwale zu sichten. Wenn Zeit bleibt, durchfahren Sie den NeumayerKanal und besuchen die britische Station Port Lockroy – lebendes Museum und südlichstes Postamt der Welt. Oder Sie landen auf Jougla Point, wo Sie Eselspinguine und Blauaugen­ kormorane beobachten können. In den frühen Morgenstunden des 17.Tages hoffen Sie auf eine Anlandung auf Cuverville Island, wo die größte Kolonie Eselspinguine zuhause ist. Gegen Mittag geht es dann Richtung Ushuaia. 3 bzw. 4 Übernachtungen an Bord. 17.-18. Tag: Auf See 2x(F/M/A) Auf der Fahrt nach Norden durch die Drake-Passage begegnen Sie noch einmal einer Vielzahl von Seevögeln und haben Zeit, die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren zu lassen. 2 Übernachtungen an Bord. 19. Tag: Ushuaia (F) Sie erreichen den Hafen von Ushuaia. Ausschiffung und individuelle Heimreise (Flüge ab ca. 14 Uhr empfohlen).

Termine und Preise 29.11.17 – 18.12.17* 02.02.18 – 20.02.18 17.02.18 – 08.03.18 03.11.18 – 23.11.18* 03.12.18 – 22.12.18 09.01.19 – 28.01.19 16.02.19 – 07.03.19 * 21 Tage ab Puerto Madryn

Plancius Ortelius Plancius Plancius Plancius Plancius Ortelius

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 1200 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

l Falkland-Inseln Port Stanley

Ushuaia

Südgeorgien Grytviken l

l

South-OrkneyInseln South-Shetland- l Orcadas-Station Inseln l Brown Bluff Antarktische Halbinsel

Drake-Passage

9.11.–29.11.17 29.11.–18.12.17 16.12.–3.1.17 19.1.–7.2.18 2.2.–20.2.18 17.2.–8.3.18 3.11.–23.11.18 3.12.–22.12.18 9.1.–28.1.19 16.2.–07.3.19

Vierbett-Kabine

9650 €

9650 €

10.400 €

11.900 €

11.300 €

11.300 €

9950 €

10.700 €

12.250 €

11.650 €

Dreibett-Kabine

10.550 €

10.550 €

11.350 €

12.900 €

12.300 €

12.300 €

10.900 €

11.700 €

13.300 €

12.700 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

11.550 €

11.550 €

12.500 €

14.250 €

13.500 €

13.500 €

11.900 €

12.900 €

14.700 €

13.900 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

12.100 €

12.100 €

13.100 €

14.900 €

14.100 €

14.100 €

12.500 €

13.500 €

15.350 €

14.500 €

Zweibett-Kabine Deluxe

12.900 €

12.900 €

14.000 €

16.000 €

15.200 €

15.200 €

13.300 €

14.400 €

16.500 €

15.650 €

Superior-Kabine

13.900 €

13.900 €

15.000 €

17.100 €

16.200 €

16.200 €

14.300 €

15.450 €

17.600 €

16.700 €

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i

Basecamp Ortelius: Antarktische Abenteuer von Sandra Petrowitz Anfang März, irgendwo in der Drake-Passage auf dem Weg zur Antarktischen Halbinsel. Als ich am frühen Morgen zur Brücke hinaufsteige, liegen die meisten Passagiere noch in ihren Kojen. Frühstück gibt’s um acht, aber Sonnenaufgang ist schon eine gute Stunde vorher – und was für einer! Blau und Rosa, Orange und Gelb, zum Schluss sogar noch ein Regenbogen – schade nur, dass es außer der Brückencrew und mir keiner sieht. Na klar, die gemächlichen Schiffsbewegungen machen müde, zumal am ersten Tag an Bord, und auf dem Tagesprogramm steht jede Menge Vorbereitung auf unsere Basecamp-Tour. Da schlummert man gern, bis Hotelmanager Michael per sanfter Durchsage das Frühstücksbuffet für geöffnet erklärt. Basecamp bedeutet: eine Expeditionskreuzfahrt, bei der über die Anlandungen und kleinen Wan­ derungen hinaus zusätzliche Aktivitäten im Mittelpunkt stehen. Es sind Taucher an Bord, die unter Anleitung zweier Dive Master ihre Tauchgänge absolvieren werden. Ein Kajakguide kümmert sich um die Kajakfahrer, das Programm für die Bergsteiger steht unter der Leitung von Bergführern. Zwei Campingguides begleiten die Gäste bei ihren Camping- oder Biwaknächten, und ich kümmere mich als Fotoguide um alle Fragen rund ums Fotografieren und um den täglichen Fotoworkshop.

Am Nachmittag gehen wir in Dorian Bay an Land. Mit meiner kleinen Fotogruppe stapfe ich durch den frischen Schnee zuerst zur Hütte hinüber, vorbei an ruhenden Pelzrobben. Im Inneren der Damoy Hut, in Benutzung zwischen 1973 und 1993, ergeben sich nicht nur schöne Detailaufnahmen; das Licht, das durch die offene Tür hereinfällt, schafft auch gute Voraussetzungen für Porträts. Dann aber zieht es uns weiter zu den Eselspinguinen, die entlang des Ufers eindeutig in der Mehrheit sind. Eine Wandergruppe hat sich aufgemacht, einen nahen Geländerücken zu erklimmen, und bildet mit ihren bunten Jacken einen schönen Kontrast zum Schneeweiß. Je weiter der Nachmittag voranschreitet, umso besser wird das Licht. Schneedetails, Steinformationen, Landschaft, Pinguinporträts … Unversehens geraten wir in eine Jagdszene: Ein Pinguinjunges, noch mit grauem Daunenflaum auf dem Rücken, hastet hinter dem Elterntier her, das soeben vom Fischzug zurückgekehrt ist. In ihrer wilden Hatz scheren sich beide überhaupt nicht um uns, sausen um uns herum, zwischen uns durch und wieder ins flache Wasser. Es ist unvergesslich, einem Jungpinguin beim Schmollen zuzusehen, wenn nicht alles nach seinem Kopf geht. Irgendwann sitzen die Fotografen stumm inmitten dieser Wunderwelt, haben die Kameras weggepackt und bestaunen die Antarktis, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigt. Noch lange nach der Rückkehr auf die Ortelius steht mancher an Deck und schaut ins schwindende Licht des Abends, das die Gipfel rosa färbt.

haupten, das an und in einer echten antarktischen Gletscherspalte gemacht zu haben? Die Fotografen haben die Pinguinküken entdeckt und posieren dann gegenseitig für Porträts. Anschließend beobachten wir von unserem Aussichtspunkt auf halber Höhe die Kajakfahrer. Sie sind mit ihrem Guide in die Mitte der Bucht gefahren und machen sich nun bereit, in ihren roten Booten die umliegenden Eisberge in Augenschein zu nehmen.

Die zweite Hälfte der Gäste, die bislang in den Schlauchbooten das Gletscher-Amphitheater erkundet hat, kommt jetzt an Land. Wir wiederum fahren mit den Zodiacs hinaus in die Bucht, immer auf der Suche nach Fotomotiven. Der bedeckte Himmel ist perfekt geeignet, um die Blautöne im Eis herauszuarbeiten. Eisdetails und Weddellrobben im Schnee, das Zodiac vor einer gewaltigen Gletschermauer, Spiegelungen – und schließlich sogar eine Krabbenfresserrobbe, die auf ihrer Eisscholle ruht und sich vom Klicken der Kameras nicht stören lässt.

Nach dem Abendessen bringen wir die Camper an Land, die ihre Nacht im Biwaksack oder im Zelt verbringen werden. Ausgestattet mit warmen Schlafsäcken, Isomatten und voller Enthusiasmus richten sie sich ein, begleitet von den beiden Campingguides. Nicht alle bekommen ein Auge zu – was auch am fantastischen Sternenhimmel liegt.

Bis aufs Tauchen gilt für alle Aktivitäten: anmelden und mitmachen. Gedacht ist das Ganze so, dass jeder möglichst alles mal ausprobieren kann: am Vormittag Kajak, am Nachmittag Fotografie, am nächsten Morgen Bergsteigen … Das bedeutet natürlich auch, dass die Gäste Briefings zu den einzelnen Aktivitäten bekommen und sich jeder mit der nötigen Ausrüstung vertraut macht. Am dritten Tag erreichen wir kurz nach dem Frühstück den weißen Kontinent. Die Wolken hängen in Fetzen um die Berggipfel, dennoch können wir gigantische Eismassen und schroffe Felszacken ausmachen. Eisberge tauchen wie Schemen aus dem Nichts auf. Hinter einem Schneerücken zeigt sich für Momente blauer Himmel. Noch spannender ist, was direkt vor unseren Nasen geschieht: Was man für schwärzliche Baumstämme hätte halten können, die im Wasser treiben, sind in Wirklichkeit Buckelwale!

70

Über Nacht frischt der Wind auf, die dichte Wolkendecke entlässt Schneeflocken, und die Sicht war auch schon mal besser, als wir uns am anderen Morgen daran machen, die Camper wieder abzuholen. Sie müssen ein Stückchen zu Fuß gehen, denn die Schlauchboote können sie bei diesen Bedingungen nur an einer anderen als der Landestelle abholen. Es ist ein großes Abenteuer, aber schließlich sind alle wieder an Bord und erzählen mit leuchtenden Augen von der Nacht, während Schlafsäcke und Matten im Vortragsraum über flugs gespannten Seilen trocknen. Paradise Bay versteckt sich hinter Schneeschauern. Neuschnee hat die Berge einge­ zuckert. Die Stimmung ist schon fast weihnachtlich friedvoll – und das im März. Die Bergsteiger seilen sich an und erklimmen den Aussichtsgipfel hinter der Station Brown, um anschließend zur allgemeinen Begeisterung eine Übung in Spaltenbergung zu absolvieren – wer kann schon von sich be-

Am nächsten Morgen bringen wir zuerst die Bergsteiger an Land. In zwei Seilschaften machen sie sich auf den Weg zum Gipfel des Mt. Jabet (646 m). Praktischerweise fahren wir mit dem Schiff noch eine Weile parallel zu ihnen und können sie gut beobachten – angeseilte Ameisen in einer Riesenwelt aus Fels, Eis und Schnee. Sie wiederum können, sobald sie ein bisschen höher gestiegen sind, zusätzlich zum allgemeinen fantastischen Ausblick auch Port Lockroy sehen, wo wir an Land gehen. Wer von der Station im richtigen Moment mit dem Fernglas nach oben schaut oder das Teleobjektiv bemüht, bekommt die Bergsteiger am Gipfel zu Gesicht. Die KajakGruppe arbeitet sich derweil durch die mit kleinen Eisstücken gefüllten Gewässer zwischen Port Lockroy und der Nachbarinsel Jougla Point, vorbei an Gletscherwänden und Pinguinkolonien. Währenddessen wissen die Stationsbesucher nicht, was sie mehr be-


Fotos: Sandra Petrowitz (7)

geistert: die Sonne, die zwischen den Wolken hervorlugt, das Museum, das südlichste Postamt der Welt, der Souvenirshop – oder doch die jungen Eselspinguine, die hier noch zutraulicher sind? Als ich mich in den Schnee setze, werde ich sehr zur Begeisterung der umstehenden Gäste sofort gründlich vom Pinguin-Nachwuchs inspiziert: Taugen die Reißverschluss-Zipper? Schmeckt das Hosenbein? Kann man den Rucksackgurt vielleicht anknabbern? Hat der Kamera-Riemen irgendeinen Nährwert? Irgendwann liegen fast alle auf dem Boden, ob vor Lachen oder wegen des besseren Foto-Standpunkts.

Die Taucher haben heute ganz besonders viel Glück: Ein Seeleopard ist gerade dabei, an einem nahe gelegenen Eisberg einen Pinguin zu verspeisen. Schnell entscheiden die Tauchguides

auf Schnorcheln statt Tauchen, um die Robbe so wenig wie möglich zu stören. Die Taktik macht sich bezahlt – in einem wunderbaren Erlebnis und zahlreichen Fotos. Anschließend gibt’s an einer anderen Stelle doch noch den geplanten Tauchgang, und diesmal sind es die Walknochen auf dem Meeresgrund, die die Taucher begeistern. Die Zeit verfliegt. Die Antarktis nimmt uns mit allen Sinnen gefangen. In Neko Harbour begleiten Buckelwale bei Schneefall unsere Schlauchboote. Bald ist das Deck der Ortelius weiß. Wunderbares Porträtlicht bei bedecktem Himmel – oder die Gelegenheit, auf dem Deck hinter der Brücke einen Schneemann zu bauen. Bei Petermann Island erreichen wir unseren südlichsten Punkt. Hier treffen wir neben vielen Eselspinguinen auch auf einige Adeliepinguine. Sie stecken mitten in der Mauser und sehen mit ihrem halb erneuerten Federkleid arg gerupft aus. Auf dem Hinweg war der legendäre Lemaire Channel vor lauter Schnee und Wolken kaum zu erkennen. Nun, im Abendlicht, ist die Durchfahrt umso spektakulärer, zumal der Kapitän zuerst eine Ehrenrunde in der südlich gelegenen Gletscherbucht dreht. Eisberge, ein Seeleopard, Spiegelungen vom Feinsten – es ist ein magischer Abend.

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Basecamp Antarktis 12 Tage Antarktische Halbinsel

s Entlang der Westküste der Antarktischen Halbinsel s Zahlreiche Aktivitäten schon inklusive s Auf Wunsch Kajaktouren, Schneeschuhwanderungen oder Zeltübernachtung inmitten der Antarktis s Fantastische Gipfelmöglichkeiten für Bergsteiger

1. Tag: Anreise und Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Ushuaia (wir empfehlen die Anreise zwei Tage vor Einschiffung). Am Nachmittag heißt es „Herzlich willkommen an Bord“. Der Einstiegshafen liegt in der südlichsten Stadt der Erde: Ushuaia. Gegen Abend Fahrt durch den Beagle-Kanal zum offenen Atlantik. Übernachtung an Bord.

2.-3. Tag: Drake-Passage 2x(F/M/A) Kap Hoorn und die Spitze der Antarktischen Halbinsel sind ca. 1050 Seemeilen voneinander entfernt und durch die Drake-Passage getrennt. Die Meeresströmungen beeinflussen nicht nur die Ausdehnung und Richtung der Eisbergbewegungen, sondern sorgen auch für ein reichhal­ tiges Nahrungsangebot im Südatlantik. So ist es

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Die Basecamp-Termine bieten besonders viel Erlebnis zum kleinen Preis! Sie bleiben längere Zeit an ausgewählten Orten, wo das Schiff Drehkreuz für ein abwechslungsreiches Aktivprogramm wird: Kajaktouren, Camping, Fotoworkshop, Wandern, Bergsteigen… nicht verwunderlich, dass Wander-, Graukopf-, Schwarzbrauen- und Rauchiger Albatros sowie verschiedene Sturmschwalben zu Ihren ständigen Begleitern zählen. Auch Silber-, Blau- und Schneesturmvogel geben sich die Ehre. In der Nähe der South-Shetland-Inseln können Sie die ersten Eisberge ausmachen. 2 Übernachtungen an Bord.

4.-9. Tag: Multiaktiv-Programm in der Eiswelt 6x(F/M/A) Die Reise führt mitten in das alpine Herz der Hochantarktis, vorbei an den Melchior-Inseln im Schollart-Kanal zwischen Brabant und Anvers Island. Wenn Sie die antarktische Halbinsel erreichen, sieht das Basecamp-Konzept vor, länger an besonders schönen Orten zu verweilen,


Antarktis 12 Tage Reise ab 5600 €

ANTBAS

Schwierigkeit:

Fotos: Markus Walter (2), Jörg Ehrlich (1), Sandra Petrowitz (1), Rinie van Meurs (1), Carlos Villoch (1)

Leistungen ab/an Ushuaia · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung · Umfangreiches Aktivitätenprogramm (Kajaktouren, Fotoworkshop, Wandern, Bergsteigen, Camping) · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 11 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 11xF, 10xM, 11xA um Zeit für verschiedenste Aktivitäten zu haben. Geschützte Buchten und Fjorde laden zu ausgedehnten Kajaktouren ein, Wanderer erkunden die Küstenlinie oder erkunden das Landesinnere. Anspruchsvolle Gipfeltouren mit tollen Aussichtspunkten erwarten alle Bergbegeisterten, eisberggefüllte Buchten bieten zahllose Fotomotive. Und wo es die Bedingungen zulassen, wird über Nacht das Zeltcamp errichtet für eine unvergessliche Nacht unter dem Sternenhimmel der Polarwelt.

Während der ganzen Reise halten Sie neben dem Aktivprogramm Ausschau nach Seeleoparden, Buckel-, Finn- und Zwergwalen und Robben. Auch der Besuch von Esels- und Adeliepinguinkolonien steht auf dem Programm. Sie verlassen die antarktische Halbinsel gegen Mittag am 9. Tag und nehmen Kurs auf Südamerika. 6 Übernachtungen an Bord. 10.-11. Tag: Auf See 2x(F/M/A) In der Drake-Passage haben Sie noch einmal die Möglichkeit, Seevögel zu beobachten und die riesigen Wanderalbatrosse zu treffen. Während der angebotenen Vorträge werden die vergangenen Tage rekapituliert. 2 Übernachtungen an Bord.

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches Termine und Preise 04.11.17 – 15.11.17 25.11.17 – 06.12.17 03.03.18 – 14.03.18 07.11.18 – 18.11.18 28.11.18 – 09.12.18 18.12.18 – 29.12.18 29.12.18 – 09.01.19 17.02.19 – 28.02.19 07.03.19 – 18.03.19* * Schwerpunkt Wandern

Ortelius Ortelius Ortelius Ortelius Ortelius Ortelius Ortelius Plancius Ortelius

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 1200 € Mögliche Ziele sind der Neumayer-Kanal, wo die geschützten Gewässer rund um Wiencke Island zum „austoben“ einladen, die britische Forschungsstation Port Lockroy mit dem sehenswerten Museum und dem südlichsten Postamt der Welt, die Fahrt durch den Lemaire-Kanal nach Petermann Island, Neko Harbour mit seinen riesigen Gletschern und alpiner Umgebung, die Paradiesbucht oder auch Danco und Cuverville Island.

Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe). 12. Tag: Ushuaia (F) Ankunft in Ushuaia am Morgen. Individuelle Heimreise.

04.11.–15.11.17 25.11.–06.12.17 18.12.–29.12.17 29.12.–09.01.18

Vierbett-Kabine

5600 €

6150 €

6300 €

6300 €

Dreibett-Kabine

6950 €

6950 €

7100 €

7100 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

6850 €

7600 €

7750 €

7750 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

7150 €

7900 €

8100 €

8100 €

Zweibett-Kabine Deluxe

7650 €

8500 €

8700 €

8700 €

Superior-Kabine

8150 €

9100 €

9300 €

9300 €

Brabant Island Anvers Island Neumayer-Kanal

Gerlachestraße l Neko Harbour

Vernadsky-Station

l

Antarktische Halbinsel

03.03.–14.03.18 07.11.–18.11.18 28.11.–09.12.18 18.12.–29.12.18 29.12.–09.01.19 17.02.–28.02.19 07.03.–18.03.19

Vierbett-Kabine

6150 €

6350 €

6350 €

6600 €

6600 €

6350 €

6350 €

Dreibett-Kabine

6950 €

7150 €

7150 €

7400 €

7400 €

7150 €

7150 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

7600 €

7850 €

7850 €

8100 €

8100 €

7850 €

7850 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

7900 €

8150 €

8150 €

8450 €

8450 €

8150 €

8150 €

Zweibett-Kabine Deluxe

8500 €

8750 €

8750 €

9050 €

9050 €

8750 €

8750 €

Superior-Kabine

9100 €

9350 €

9350 €

9650 €

9650 €

9350 €

9350 €

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Expedition ins Weddellmeer – Auf der Suche nach Kaiserpinguinen 11 Tage Antarktische Halbinsel • South-Shetland-Inseln

s Exklusives Reiseerlebnis: Expedition ins Weddellmeer s Mit etwas Glück: Besuch einer Kolonie Kaiserpinguine auf Snow Hill Island s Beobachtung von Kaiserpinguinen im Packeis s Gigantische Eisberge im größten Randmeer der Antarktis

1. Tag: Anreise und Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Ushuaia (wir empfehlen die Anreise zwei Tage vor Einschiffung), die südlichste Stadt der Welt und Hauptstadt Feuerlands. Am Nachmittag heißt es: „Herzlich willkommen an Bord“. Die erste Etappe der Reise führt durch den wild zerklüfteten Beagle-Kanal nach Osten bis zum offenen Atlantik. Übernachtung an Bord.

2.-3. Tag: Drake-Passage 2x(F/M/A) Auf dem Weg nach Süden durch die Drake-Passage beobachten Sie eine Vielzahl an Seevögeln, z.B. Wander-, Graukopf-, Schwarzbrauen- und Rußalbatrosse sowie verschiedene Sturmschwalben. In der Nähe der South-Shetland-Inseln können Sie die ersten Eisberge ausmachen. 2 Übernachtungen an Bord.

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Bei dieser Expedition beobachten Sie Kaiserpinguine am Rand des Packeises in einer Region, geprägt von gigantischen Tafeleisbergen und Packeis. Bei guten Bedingungen erwartet Sie ein exklusives Erlebnis: Der Besuch einer KaiserpinguinKolonie. 4.-7. Tag: Weddellmeer 4x(F/M/A) Die Bedingungen im Weddellmeer können sehr unterschiedlich sein. Die Reise hat Expeditionscharakter – der Expeditionsleiter und der Kapitän werden für die folgenden Tage immer die bestmögliche Route und die schönsten Anlandungsplätze aussuchen. Die Hubschrauber werden für Rundflüge über die fantastische und weitgehend unberührte Landschaft im Weddellmeer genutzt und Sie versuchen, einzelne Kaiserpinguine entlang der Packeisgrenze aufzuspüren. Die Landschaft ist atemberaubend, mit Sandsteinformationen, erstarrten Lavaflüssen, ins Meer kalbenden Gletschern, riesigen Eisbergen und Packeis so weit das Auge reicht. Wenn die Bedingungen es zulassen landen Sie auf Tafeleisbergen oder an für Schiffe völlig unzugänglichen Stellen. Eine mögliche Landestelle ist Brown Bluff, vielleicht einer der schönsten Orte an der gesamten Nordspitze des antarktischen Kontinents mit steilen Felswänden und großen Findlingen, einer Eiskappe sowie schönen vulkanischen Gesteinsformationen. Hier nisten tausende Adeliepinguine an den Hängen, ein paar Eselspinguine mischen sich darunter. Sie beobachten mit etwas Glück einzelne Kaiserpinguine und Adeliepinguine auf den Eisschollen, Kapsturmvögel und Riesensturmvögel, Raubmöwen und Sturmschwalben. Die Landschaft ist geprägt durch die Berge, die sich durch die Eiskappen bohren und durch steil abfallende Eiswände.

Ein weiteres Ziel könnte Duse Bay sein, wo Sie auf einem felsigen Hügel in der Nähe einer alten Schutzhütte mit Blick auf die Bucht landen. Es liegt noch viel Schnee, aber dort, wo das Gestein unter Schnee und Eis hervorblitzt, ist es fast vollständig mit faszinierenden Flechten in allen Formen und Farben bedeckt. Oder es geht nach Devil Island und Vega Island mit großen Kolonien von Adeliepinguinen. Wer möchte, wandert auf die Spitze eines Aussichtshügels, von wo man einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung genießt.

Auf dem Weg zurück nach Norden ist ein Besuch der argentinischen Station Esperanza geplant. Immer noch halten Sie Ausschau nach Kaiserpinguinen auf den Eisschollen. Und vielleicht bleibt Zeit für eine Anlandung auf Gourdin Island, wo gleich drei Pinguinarten leben: Kehlstreifenpinguine, Eselspinguine und Adeliepinguine. 4 Übernachtungen an Bord.


Antarktis 11 Tage Reise ab 8200 €

ANTWED

Schwierigkeit: Leistungen ab/an Ushuaia · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung · Helikopter-Flüge abhängig von Wetter und Genehmigungserteilung · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 10 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 10xF, 9xM, 10xA

Fotos: Hans Murre (3), Franco Banfi (1), James Cresswell (1)

Alternativprogramm 5.-6.Tag Wenn der Weg nach Snow Hill Island frei ist von mehrjährigem Packeis, nähert sich das Schiff so weit wie möglich der Insel. Sie nutzen die Helikopter, um die Kaiserpinguin-Kolonie auf der Insel zu erreichen.

Das Schiff steuert so nah wie möglich an Snow Hill Island heran und wird hier die nächsten zwei Tage verbleiben. Dann kommen die Helikopter zum Einsatz. Bei günstigen Wetterbedingungen können pro Helikopter je 6 Gäste nach Snow Hill Island gebracht werden. Damit die Kaiserpinguine nicht gestört werden, sucht der Pilot einen Landeplatz in gebührender Entfernung zur Kolonie aus – eine kleine Wanderung von ca. 45 min bringt Sie dann zur Kolonie. Hier erwartet Sie ein einmaliges Erlebnis: Sie sind mitten in der Kolonie, können die imposanten Tiere in Ruhe beobachten und fotografieren und ein klein wenig ein Teil dieser riesigen Kolonie werden. Die Chancen, die Kaiserpinguin-Kolonie zu erreichen, liegen bei ca. 30%. In den Jahren 2012-2016 hat das Eis zweimal ein Vordringen so weit nach Süden möglich gemacht.

8. Tag: South-Shetland-Inseln (F/M/A) Für den Vormittag ist eine Anlandung auf Deception Island geplant. Wenn es die Bedingungen zulassen, tastet sich das Schiff durch die spektakuläre, enge Einfahrt („Neptune‘s Bellow“) mit steilen Felswänden auf der Südostseite ins Innere vor. Die hufeisenförmige Vulkaninsel umschließt einen versunkenen Krater, der sich zum Meer öffnet und einen von der Natur geschaffenen Hafen bildet. Hier findet man heiße Quellen, eine verlassene Walfangstation und tausende Kapsturmvögel, viele Dominikanermöwen sowie Antarktische Raubmöwen und Küstenseeschwalben. Buntfußsturmschwalben und Schwarzbauchmeerläufer haben ihre Nistplätze in den Ruinen der alten Walfangstation gefunden. Gegen Mittag nehmen Sie Kurs auf Ushuaia. Übernachtung an Bord. 9.-10. Tag: Auf See 2x(F/M/A) In der Drake-Passage haben Sie noch einmal die Möglichkeit, Seevögel zu beobachten und die riesigen Wanderalbatrosse zu treffen. Es werden Vorträge und Lesungen angeboten und Sie haben Zeit, die Reise in Ruhe ausklingen zu lassen. 2 Übernachtungen an Bord. 11. Tag: Ushuaia (F) Sie kommen morgens im Hafen von Ushuaia an. Individuelle Heimreise.

Ushuaia l

South-Shetland-Inseln

Deception Island

Antarctic Sound

Antarktische Halbinsel

15.11.–25.11.17 18.11.–28.11.18

Vierbett-Kabine

8200 €

9100 €

Dreibett-Kabine

8800 €

9800 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

9300 €

10.450 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

9700 €

10.800 €

Zweibett-Kabine Deluxe

10.150 €

11.300 €

Superior-Kabine

10.700 €

11.900 €

Snow Hill Island

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches Termine und Preise 15.11.17 – 25.11.17 18.11.18 – 28.11.18

Ortelius Ortelius

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 1200 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Die Reise ins Weddellmeer ist wie kaum eine andere Reise in die Antarktis vor allem als Expedition zu verstehen. Wind, Wetter und Eis bestimmen den Tourenverlauf. Die endgültigen Tagesprogramme werden vor Ort vom Expeditions­ team festgelegt. Flexibilität ist wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Reise. Der beschriebene Tourenverlauf ist lediglich ein Beispiel, wie die Reise verlaufen könnte. Wer sich darauf einlassen kann, der wird mit einmaligen Erlebnissen belohnt. Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe). Helikopter Für beide Tour-Varianten gilt: Alle Helikoptereinsätze sind wetterabhängig. Es gibt keine Garantien, auch nicht auf eine bestimmte Flugzeit pro Gast pro Ausflug. Die Wetterverhältnisse können sich schnell verändern und einen Einfluss auf das Anlande- und Flugprogramm nehmen. Passagiere erklären sich bei Buchung damit einverstanden. Die Sicherheit aller Passagiere bei Durchführung des Programmes hat allerhöchste Priorität. Kompromisse sind nicht möglich. Kann das Anlandungsprogramm nicht wie vorgesehen stattfinden, ergeben sich daraus keinerlei Regressansprüche. Für das Alternativprogramm gilt zusätzlich: Die Helikoptereinsätze sind jeweils für den gesamten Tag geplant, die einzelnen Flüge dauern bis zu 15 min. Es handelt sich um reine Shuttle-Flüge, keine Sightseeing-Flüge. Pro Helikopter können max. 6 Gäste transportiert werden. Der Pilot sucht den Landeplatz so aus, dass die Kolonie nicht gestört oder belästigt wird, ein Fußmarsch von ca. 45 min zur Kolonie ist daher nötig. Den Anweisungen der Guides und Piloten ist Folge zu leisten! Auch in der Kolonie dürfen die Tiere durch die Anwesenheit der Gäste nicht gestört, beunruhigt oder belästigt werden.

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Südgeorgien intensiv 16 Tage Südgeorgien

s Das raue Südgeorgien: Tierparadies und Fotografen-Traum s Fantastische Tierbeobachtungen: Pelzrobben, Königspinguine und See-Elefanten s Tourende in Montevideo (Uruguay) – interessante Anschlussprogramme möglich

1. Tag: Ushuaia (A) Individuelle Anreise nach Ushuaia (wir empfehlen die Anreise zwei Tage vor Einschiffung). Am Nachmittag heißt es „Herzlich willkommen an Bord“. Die Hauptstadt Feuerlands, eingerahmt von der schneebedeckten Martial-Bergkette, ist zum Beaglekanal hin ausgerichtet. Durch diesen wild zerklüfteten Kanal fahren Sie nach Osten zum offenen Atlantik. Übernachtung an Bord.

2.-5. Tag: Auf See 4x(F/M/A) Während der Seetage kreuzen Sie die Antarktische Konvergenz. Dieser Treffpunkt der polaren und subpolaren Meeresströmungen beeinflusst nicht nur die Ausdehnung und Richtung der Eisbergbewegungen, sondern sorgt auch für ein reichhaltiges Nahrungsangebot im Südatlantik. So ist es nicht verwunderlich, dass Wander-, Graukopf-, Schwarzbrauen- und Rauchiger Albatros sowie verschiedene Sturmschwalben zu

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Südgeorgien liegt abseits der gängigen Antarktis-Routen und ist für Tierbeobachter und Fotografen ein absoluter Geheimtipp! Es erwartet Sie eine zerklüftete wilde Welt aus Fels und Eis, besiedelt von Königspinguinen, See-Elefanten, Rentieren… Ihren ständigen Begleitern zählen. Vorträge und Präsentationen bereiten Sie auf die kommenden Tage in Südgeorgien vor. 4 Übernachtungen an Bord. 6.-10. Tag: Tierparadies Südgeorgien 5x(F/M/A) Sie erreichen das wilde Südgeorgien – eine Expedition zu einem der schönsten Orte der Welt beginnt. Mögliche Anlandungsstellen sind die

Bucht Elsehul, Right Whale Bay, Salisbury Plain, Godthul, St. Andrews Bay, Gold Harbour, Cooper Bay oder der Drygalski-Fjord. Diese besonderen Orte bieten eine dramatische Vielfalt von Landschaften und ein breites Spektrum von Tierarten wie zum Beispiel See-Elefanten, Pelzrobben, Königs-, Esels-, und Goldschopfpinguine, Graukopfund Rußalbatrosse, Sturmvögel und Sturmschwalben.


Antarktis 16 Tage Reise ab 6350 €

ANTSGO

Schwierigkeit:

Fotos: Martin van Lokven (1), Rinie van Meurs (1), Jan Veen (1), Erwin Vermeulen (1), Robert Wilpernig (1)

Leistungen ab Ushuaia/an Montevideo · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 15 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 15xF, 14xM, 15xA

Jetzt im Herbst sind die meisten KönigspinguinKüken bereits geschlüpft, nur wenige Elternvögel brüten noch. Das Leben konzentriert sich an den Stränden: Es ist ein ständiges Kommen und Gehen von Pinguinen, dazwischen mengen sich die unzähligen Jungtiere der Antarktis-Seebären, die in der Brandung spielen, sowie die riesigen SeeElefanten. Es ist ein faszinierendes Schauspiel, die bis zu vier Tonnen schweren Tiere zu beobachten! Makkaroni- und Eselspinguin-Küken sind in der Mauser und bieten wunderbare Fotomotive inmitten der grandiosen Bergkulisse aus Fels und Eis. Mitunter sind auch die Küken der Wanderalbatrosse bereits geschlüpft. Wenn eine Anlandung bei Prion Island möglich ist, können Sie dort einen Blick in die Nester der riesigen Tiere werfen, deren Flügelspannweite bis zu 3,5 m betragen kann. Aber auch abseits der Strände können Sie zahllose Tiere beobachten: Oft werden Buckel-, Finnoder Zwergwale gesichtet, die in den nahrungsreichen Gewässern unterwegs sind. Einer der Höhepunkte der Reise ist sicherlich der Besuch von Grytviken. Ein Besuch des kleinen Walfang-Museums sowie des Grabes von Sir Ernest Shackleton ist ein Muss! Wer möchte, wandert den letzten Abschnitt der Shackleton-Route von Fortuna Bay bis Stromnes Bay. 5 Übernachtungen an Bord.

11.-15. Tag: Auf See Richtung Uruguay 5x(F/M/A) Abermals überqueren Sie die Antarktische Konvergenz und nehmen wieder Kurs auf den Südamerikanischen Kontinent. Beobachten Sie die zahllosen Seevögel und Wale, die dem Schiff auf der Reise nach Norden folgen und lauschen Sie spannenden Vorträgen, die das Erlebnis Südgeorgien rekapitulieren und ergänzen. So klingen die aufregenden Tage an Land entspannt aus. 5 Übernachtungen an Bord. 16. Tag: Montevideo (F) Am Morgen erreichen Sie Montevideo, die Haupstadt Uruguays. Ausschiffung und individuelle Heim- oder Weiterreise.

31.03.–15.04.19 Vierbett-Kabine

6350 €

Dreibett-Kabine

7150 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

7850 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

8150 €

Zweibett-Kabine Deluxe

8750 €

Superior-Kabine

9350 €

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches Termine und Preise 31.03.19 – 15.04.19

Plancius

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 1200 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Right Whale Bay l

l Prion Island

l Stromness St Haakon l Bay Grytviken Andrews l Bay Süd Georgien Gold Habour l

l King

Drygalski Fjord l l Cooper Bay

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Sehnsuchtsziel Polarkreis 12 Tage Antarktische Halbinsel • South Shetland-Inseln

s Zum Traumziel südlicher Polarkreis s Später Termin: beste Chancen auf gute Eisbedingungen s Wunderschöne Lichtstimmungen für Fotografen s Saison für intensive Walbeobachtungen

1. Tag: Anreise und Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Ushuaia (wir empfehlen die Anreise zwei Tage vor Einschiffung). Am Nachmittag heißt es „Herzlich willkommen an Bord“. Der Einstiegshafen liegt in der südlichsten Stadt der Erde: Ushuaia. Die pittoreske Hauptstadt Feuerlands (Argentinien), eingerahmt von der schneebedeckten Martial-Bergkette, ist zum Beaglekanal hin ausgerichtet. Dieser wurde 1834 von Kapitän Fitz Roy und Charles Darwin entdeckt. Die erste Etappe der Reise führt dann auch durch diesen wild zerklüfteten Kanal nach Osten bis zum offenen Atlantik. Übernachtung an Bord.

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Spät im antarktischen Sommer, lassen die Bedingungen mit etwas Glück eine Überquerung des südlichen Polarkreises zu. Kaum sonst ein Mensch hat seinen Fuß in diesen Gefilden auf Land gesetzt… es ist das Reich von Eis, Walen, Pinguinen und Seevögeln. 2.-3. Tag: Auf See 2x(F/M/A) Kap Hoorn und die Spitze der Antarktischen Halbinsel sind ca. 1050 Seemeilen voneinander entfernt und durch die Drake-Passage getrennt. Dieser Treffpunkt der polaren und subpolaren Meeresströmungen sorgt für ein reichhaltiges Nahrungsangebot im Südatlantik. So ist es nicht verwunderlich, dass Wander-, Graukopf-, Schwarzbrauen- und Rauchiger Albatros sowie verschiedene Sturmschwalben zu Ihren ständigen Begleitern zählen. In der Nähe der South-ShetlandInseln können Sie die ersten Eisberge ausmachen. 2 Übernachtungen an Bord.

4.-9. Tag: Unterwegs in der Antarktis 6x(F/M/A) Der Spätsommer in der Antarktis bietet vielerlei Möglichkeiten, aktiv zu werden. Die Berge werden vom ersten Schnee überzuckert, aber die Bedingungen sind immer noch gut zum Wandern. Die Pinguinküken sind in der Mauser und verlieren langsam ihren Flaum. Die Strände werden von ihrem Geschnatter erfüllt, während Seeleoparden darauf warten, den einen oder anderen unerfahrenen Pinguin im Flachwasser zu erwischen. Buckelwale nutzen die letzten Sommertage, um sich satt zu fressen, bevor ihre Wanderung in den Norden beginnt. Mögliche Anlandungspunkte der Reise sind z.B. in Hannah Point auf den South-Shetland-Inseln mit Kehlstreifenpinguinen, Eselspinguinen und Riesensturmmöwen oder auch die Insel Deception. Die hufeisenförmige Vulkaninsel umschließt einen versunkenen Krater – schon die Einfahrt in diesen Kraterring ist spektakulär. Im Innern findet sich ein natürliches Hafenbecken, welches Walfängern jahrzehntelang als Operationsbasis diente. Die Reise könnte weiter nach Cuverville Island führen. Die kleine Felseninsel liegt zwischen dem bergigen Antarktischen Kontinent und Rongé Island. Hier befindet sich eine große Kolonie Eselspinguine und auch Raubmöwen sind hier heimisch. Je nach Bedingungen versuchen Sie in Neko Harbour oder in der Paradiesbucht den Antarktischen Kontinent zu betreten – atembe-


Antarktis 12 Tage Reise ab 6150 €

ANTPOL

Schwierigkeit:

Fotos: Sylvia Wesser (3), Jörg Ehrlich (1), Sandra Petrowitz (1)

Leistungen ab/an Ushuaia · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung · Umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortrags­ programm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 11 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 11xF, 10xM, 11xA raubende Gletschergebiete mit kalbenden Eisbergen und eisgefüllten Fjorden. Mit dem Zodiac können Sie die abgelegenen Seitenausläufer des Fjordes befahren. Wenn es die Eisverhältnisse erlauben, fahren Sie durch den engen Lemaire-Kanal nach Petermann Island, wo Sie Adeliepinguine und Blauaugenkormorane beobachten. Oder Sie landen auf Pleneau Island, wo es gute Möglichkeiten gibt, See-Elefanten anzutreffen. In diesem Gebiet begegnet man außerdem oft Buckel-, Zwerg- und Finnwalen. Geplant ist die Weiterfahrt an den Argentine Islands entlang zum Crystal Sound, südlich des Polarkreises. Die Berge ragen hier dramatisch aus dem Meer und sind über und über von Eis bedeckt. Evtl. bleibt Zeit für eine Anlandung auf Fish Island, der südlichsten von Adeliepinguinen und Blauaugenkormoranen bewohnten Insel der Antarktischen Halbinsel, oder einen Besuch der britischen Station auf Detaille Island. Auf dem Rückweg nach Norden versuchen Sie, durch den atemberaubenden Neumayer-Kanal und die Gerlachestraße zu fahren. Sie erreichen die schöne Inselgruppe Melchior Islands, wo Sie die letzten Eisberge sehen und hoffentlich Seeleoparden,

Krabbenfresserrobben und Walen begegnen. Gegen Mittag des 9.Tages nehmen Sie Kurs auf Ushuaia. 6 Übernachtungen an Bord.

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches Termine und Preise 08.03.18 – 19.03.18 28.02.19 – 11.03.19

10.-11. Tag: Seetage 2x(F/M/A) In der Drake-Passage haben Sie noch einmal die Möglichkeit, Seevögel zu beobachten und die riesigen Wanderalbatrosse zu treffen. Während der Seetage werden natürlich auch Vorlesungen an Bord angeboten. 2 Übernachtungen an Bord. 12. Tag: Ushuaia (F) Sie kommen morgens im Hafen von Ushuaia an. Individuelle Heimreise.

Plancius Plancius

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 1200 € Kajak: 375 € Tauchen: 425 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Hannah Point l Deception Island

SouthShetlandInseln

Anvers Island

Gerlachestraße Antarktische Halbinsel Petermann Neko Harbour Crystal Island Sound l

08.03.–19.03.18 28.02.–11.03.19

Vierbett-Kabine

6150 €

6350 €

Dreibett-Kabine

6950 €

7150 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

7600 €

7850 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

7900 €

8150 €

Zweibett-Kabine Deluxe

8500 €

8750 €

Superior-Kabine

9100 €

9350 €

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Terra Incognita – Abenteuer am Polarkreis 15 Tage Antarktische Halbinsel • South-Shetland-Inseln

s „Deep South“: Über den Polarkreis hinaus s Perfekte Zeit für Walbeobachtungen s Selten besuchte Anlandungspunkte wie Pourquoi Pas Island, Horseshoe Island, Base Y s Später Termin: gute Chance auf passende Eisverhältnisse

1. Tag: Ushuaia – Einschiffung (A) Individuelle Anreise nach Ushuaia (wir empfehlen die Anreise zwei Tage vor Einschiffung). Am Nachmittag heißt es „Herzlich willkommen an Bord“. Die erste Etappe der Reise führt durch den wild zerklüfteten Beagle-Kanal nach Osten bis zum offenen Atlantik. Übernachtung an Bord.

2.-3. Tag: Auf See 2x(F/M/A) Kap Hoorn und die Spitze der Antarktischen Halbinsel sind ca. 1050 Seemeilen voneinander entfernt und durch die Drake-Passage getrennt. Dieser Treffpunkt der Meeresströmungen sorgt für ein reichhaltiges Nahrungsangebot im Südatlantik. So ist es nicht verwunderlich, dass Wander-, Graukopf-, Schwarzbrauen- und Rauchiger Albatros sowie verschiedene Sturmschwalben zu Ihren ständigen Begleitern zählen. In der Nähe der South-Shetland-Inseln können Sie die ersten Eisberge ausmachen. 2 Übernachtungen an Bord.

80

Tief eingeschnittene Fjorde, Gletscher und unzählige Eisberge, Pinguinkolonien und spektakuläre Seepassagen bezaubern alle, die rund um den südlichen Polarkreis auf Entdeckungstour gehen. Die Spätsaison ist darüber hinaus die Zeit der Wale… 4.-11. Tag: Entlang der antarktischen Halb­ insel 8x(F/M/A) Die Reise führt Sie direkt in das Herzstück der Antarktis – „High Antarctica“. Vorbei an Melchior Island und durch den Schollart-Kanal zwischen Brabant und Anvers Island geht es gen Süden in eine Welt eisiger Schönheit. Die erste Anlandung

könnte auf Cuverville Island stattfinden, einer kleinen Felseninsel mit einer großen Kolonie Eselspinguine. Auch in Neko Harbour oder in der Paradiesbucht ist eine Landung geplant – hier können Sie zum ersten Mal Fuß auf den antarktischen Kontinent setzen. Beide Gebiete sind von atemberaubender


Antarktis 15 Tage Reise ab 6800 €

ANTTER

Schwierigkeit: Leistungen ab/an Ushuaia · Englischsprachiges Expeditionsteam · Alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen · Umfangreiches Lesungs- und Vortragsprogramm an Bord · Feste Wandergummistiefel (leihweise) · Reiseliteratur · 13 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie · Mahlzeiten: 13xF, 12xM, 13xA

Fotos: Franco Banfi (1), Elke Lindner (1), Sandra Petrowitz (1), Erwin Vermeulen (1), Sylvia Wesser (1)

Nicht in den Leistungen enthalten An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Treibstoffzuschlägen nach dem 1.2.17; optionale Aktivitäten; evtl. nötige Zusatzübernachtungen vor oder nach der Tour; Reisekrankenversicherung (obligatorisch); Serviceleistungen an Bord; Trinkgelder; Persönliches Schönheit, Zodiactouren führen in die umliegenden Fjorde und durch eisgefüllte Buchten. Halten Sie die Augen offen – es gibt mit großer Wahrscheinlichkeit Buckel- und Zwergwale zu sehen! Die Reise führt immer weiter nach Süden und nach einer langen Nachtfahrt gelangen Sie in die Nähe des südlichen Polarkreises. Hier ist die Durchfahrt der engen Seepassage „the Gullet“ zwischen Adelaide Island und dem Antarktischen Kontinent geplant. Außerdem hoffen Sie auf die Erlaubnis, die britische Forschungsstation Rothera zu besuchen – eine einmalige Gelegenheit, eine aktive Station in vollem Betrieb zu sehen. Sie versuchen, Pourquoi Pas Island zu umrunden, benannt nach dem Schiff des berühmten französischen Entdeckers Charcot. Enge Fjorde, hohe Berge und riesige Gletscher prägen die Gegend. Auf Horseshoe Island steht die britische „Base Y“ aus den 1950er Jahren noch so, wie sie verlassen wurde – als kämen die Bewohner jeden Moment zurück. Und wenn die Eisverhältnisse es zulassen, fahren Sie weiter bis Stonington Island, bis 1975 die britische „Base E“. Sie könnte die südlichste Anlandestelle werden, bevor es wieder in Richtung Norden geht. Auf der Rückfahrt hoffen Sie auf eine Zodiactour bei Fish Island. Myriaden von Eisbergen treiben

vor der Küste und viele Adelie-Pinguine sind hier heimisch. Wenn es die Zeit erlaubt, besuchen Sie Petermann Island oder Pleneau Island, wo eine Vielzahl von Vögeln beobachtet werden kann und bei Zodiactouren zwischen Eisbergen schon oft Seeleoparden und Krabbenfresserrobben beobachtet wurden. Außerdem ist die Gegend bekannt für Zwerg- und Buckelwalsichtungen sowie große Kolonien Eselspinguine. Schließlich erreichen Sie die Melchior Islands, wo Sie vielleicht noch ein letztes Mal Seeleoparden und Wale beobachten, bevor das Schiff Kurs auf die Drake-Passage nimmt. 8 Übernachtungen an Bord. 13.-14. Tag: Seetage 2x(F/M/A) In der Drake-Passage haben Sie noch einmal die Möglichkeit, Seevögel zu beobachten und die riesigen Wanderalbatrosse zu treffen. Während der Seetage werden natürlich auch Vorlesungen an Bord angeboten. 2 Übernachtungen an Bord. 15. Tag: Ushuaia – Ausschiffung (F) Sie kommen morgens im Hafen von Ushuaia an. Individuelle Heimreise.

Termine und Preise 14.03.18 – 28.03.18 18.03.19 – 31.03.19

Ortelius Ortelius

Zusatzkosten Internationale Flüge: ab 1200 € Tauchen: 600 € Teilnehmerzahl 70 – 116 Hinweis Die Reise ist wie kaum eine andere vor allem als Expedition zu verstehen. Wind, Wetter und Eis bestimmen den Tourenverlauf. Die endgültigen Tagesprogramme werden vor Ort vom Expeditionsteam festgelegt. Flexibilität ist wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Reise. Der beschriebene Tourenverlauf ist lediglich ein Beispiel, wie die Reise verlaufen könnte. Wer sich darauf einlassen kann, der wird mit einmaligen Erlebnissen in einer der am seltensten besuchten Regionen der Erde belohnt. Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Hannah Point l

SouthShetlandInseln

Neko Harbour Lemaire-Kanal

Adelaide Island The Gullet Stonington Island

14.03.–28.03.18 18.03.–31.03.19

Vierbett-Kabine

7050 €

6800 €

Dreibett-Kabine

7850 €

7600 €

Zweibett-Kabine (Bullauge)

8550 €

8300 €

Zweibett-Kabine (Fenster)

9000 €

8700 €

Zweibett-Kabine Deluxe

9800 €

9300 €

10.500 €

9950 €

Superior-Kabine

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ANTASS

Antarktis Antarktische Halbinsel und South Shetland 11 Tage Reise ab 4950 € 11 Tage Expeditionskreuzfahrt

Höhepunkte s Spektakuläre Fahrt in den Krater von Deception Island s Saisonbeginn: Wanderungen mit Schneeschuhen möglich Schwierigkeit: Termine und Preise 06.12.17 – 16.12.17 Ortelius 23.11.18 – 03.12.18 Plancius 09.12.18 – 18.12.18 Ortelius Teilnehmerzahl: 70 – 116 Leistungen ab/an Ushuaia Englischsprachiges Expeditionsteam; alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung; umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortragsprogramm an Bord; feste Wandergummistiefel (leihweise); Reiseliteratur; 10 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie; Mahlzeiten: 10xF, 9xM, 10xA Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe). South-Shetland-Inseln l Half Moon Island Deception Island Brabant Island Antarktische Halbinsel Anvers Island Gerlachestraße Port Lockroy l

Neben den landschaftlichen Schönheiten, die die Antarktische Halbinsel zu bieten hat, erkunden Sie auch die etwas nördlicher gelegenen und oft windumtosten South Shetland-Inseln. Begegnungen mit der Tierwelt kommen ebenfalls nicht zu kurz.

Petermann Island

Antarktis Auf Entdeckertour im Weddellmeer 12 Tage Reise 12 Tage Antarktische Halbinsel • ab 6350 € South-Shetland-Inseln

ANTWEB

Höhepunkte s Expedition in eine selten besuchte Region s Flexible Tourenplanung – je nach Wetter immer das bestmögliche Programm

Schwierigkeit: Termine und Preise 11.03.19 – 22.03.19 Plancius Teilnehmerzahl: 70 – 116 Leistungen ab/an Ushuaia Englischsprachiges Expeditionsteam; alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung; umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortragsprogramm an Bord; Reiseliteratur; 11 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie; Mahlzeiten: 11xF, 10xM, 11xA Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe).

Ushuaia l

South-Shetland-Inseln

Deception Island

Brown Bluffs Antarctic Sound James Ross Island Antarktische Halbinsel

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Bei dieser Reise erkunden Sie eine der unbekanntesten Regionen der Antarktis. Sie steuern ins Weddellmeer, wo nicht nur unzählige Tiere wie See-Elefanten, Robben und Pinguine leben, sondern auch gute Bedingungen für Wanderungen gegeben sind.


Antarktis Antarktis-Halbumrundung – Auf den Spuren von Amundsen und Scott 32 Tage Reise 32 Tage Antarktische Halbinsel • Rossmeer • Neuseeland ab 19.950 €

ANTROS

Höhepunkte s Spektakuläre Antarktis-Teilumrundung s Viele historische Orte, u.a. der Südpolexpeditionen von Amundsen und Scott Schwierigkeit: Termine und Preise Wieder buchbar für Januar 2020 – wir nehmen gern Ihre Vormerkung entgegen! Teilnehmerzahl: 70 – 116 Leistungen ab Ushuaia/an Bluff oder umgekehrt Englischsprachiges Expeditionsteam; alle Landgänge, Wanderungen und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig von Wetter- und Eisbedingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung; Helikopter-Flüge abhängig von Wetter und Genehmigungserteilung; umfangreiches, wissenschaftlich fundiertes Vortragsprogramm an Bord; Reiseliteratur; 31 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie; Mahlzeiten: 31xF, 30xM, 31xA Hinweis Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe). Argentinien Ushuaia Peter-I.-Island Antarktische Bellingshausen-Meer Halbinsel Amundsen-Meer WeddellNeuseemeer land Rossmeer Ross-Eisschelf Bluff Kap Campbell Island Adare

Fotos: Jörg Ehrlich (1), Wim van Passel (1), Rolf Stange (1), Archiv (1)

Pazifischer Ozean

Die Antarktis-Halbumrundung ist die ultimative Expeditionskreuzfahrt – nicht nur dank der Helikopter, die Sie zu entlegenen Landestellen bringen. Es geht z.B. zum Startpunkt von Amundsens Südpolexpedition und in die antarktischen Trockentäler.

Atlantische Odyssee 34 Tage Südgeorgien • Tristan da Cunha • St. Helena • Ascension • Kapverden

Eine Kreuzfahrt für Abenteurer und Genießer, die entlegene Gebiete auf komfortable Art erkunden möchten: Von Ushuaia führt diese Reise bis zu den tropischen Kapverden, wo Wälder, Palmen und Sonnenschein das Bild prägen.

Südgeorgien • Atlantikinseln 34 Tage Reise ab 6450 €

ANTATL34

Höhepunkte s Einzigartige Route von Südamerika bis in die Tropen s Einsame Inseln Ascension, Gough, St. Helena Schwierigkeit: Termine und Preise 28.03.18 – 30.04.18 Plancius Teilnehmerzahl: 70 – 116 Leistungen ab Ushuaia (Argentinien)/an Praia (Kapverden) Englischsprachiges Expeditionsteam; alle LandAfrika gänge, Wanderungen Kapverden und Schlauchbootfahrten laut Programm abhängig Ascension von Wetter- und EisbeSt. Helena dingungen sowie ggf. Genehmigungserteilung; Tristan da Cunha umfangreiches, wissenGough-Insel schaftlich fundiertes VorSüdtragsprogramm an Bord; amerika Reiseliteratur; 33 Ü: Schiff in gebuchter Kabinenkategorie; Mahlzeiten: 33xF, Südgeorgien Ushuaia 32xM, 33xA l Hinweis Antarktische Diese Tour ist eine ZuHalbinsel buchertour (internatioAntarktis nale Gruppe).

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Reisekalender Antarktis Alle Expeditionskreuzfahrten im Überblick

Seite

deutsch englisch

November 2017 04.11. – 15.11.17

Basecamp Antarkti

72

15.11. – 25.11.17

Auf der Suche nach Kaiserpinguinen

74

25.11. – 06.12.17

Basecamp Antarktis

72

29.11. – 18.12.17

Die große Reise

66

Antarktische Halbinsel und South Shetland

82

Dezember 2017 06.12. – 16.12.17 Januar 2018 19.01. – 07.02.18

Die große Fotoreise

62

23.01. – 02.02.18

Im Reich der Pinguine

64

02.02. – 20.02.18

Die große Reise

66

07.02. – 17.02.18

Im Reich der Pinguine

64

17.02. – 08.03.18

Die große Reise

66

Februar 2018

März 2018

84

03.03. – 14.03.18

Basecamp Antarktis

72

08.03. – 19.03.18

Sehnsuchtsziel Polarkreis

78

14.03. – 28.03.18

Terra Incognita – Abenteuer am Polarkreis

80

19.03. – 28.03.18

Im Reich der Pinguine

64

28.03. – 30.04.18

Atlantische Odysee

83

Wandertour bei Dorian Bay

Aktivitäten


Seite

deutsch englisch

Aktivitäten

Oktober 2018 29.10. – 07.11.18

Fotoreise: Falkland-Inseln intensiv

64

03.11. – 23.11.18

Die große Reise

66

07.11. – 18.11.18

Basecamp Antarktis

72

18.11. – 28.11.18

Auf der Suche nach Kaiserpinguinen

74

23.11. – 03.12.18

Antarktische Halbinsel und South Shetland

82

28.11. – 09.12.18

Basecamp Antarktis

72

09.12. – 18.12.18

Antarktische Halbinsel und South Shetland

82

18.12. – 29.12.18

Basecamp Antarktis

72

29.12. – 09.01.19

Basecamp Antarktis

72

09.01. – 28.01.19

Die große Fotoreise

62

28.01. – 07.02.19

Im Reich der Pinguine

64

06.02. – 16.02.19

Im Reich der Pinguine

64

07.02. – 17.02.19

Im Reich der Pinguine

64

16.02. – 07.03.19

Die große Reise

66

17.02. – 28.02.19

Basecamp Antarktis

72

28.02. – 11.03.19

Sehnsuchtsziel Polarkreis

78

07.03. – 18.03.19

Basecamp Antarktis

72

11.03. – 22.03.19

Auf Entdeckertour im Weddellmeer

82

18.03. – 31.03.19

Terra Incognita – Abenteuer am Polarkreis

80

22.03. – 31.03.19

Im Reich der Pinguine

64

31.03. – 15.04.19

Südgeorgien intensiv

76

November 2018

Januar 2019

Februar 2019

Foto: Sandra Petrowitz (1)

Dezember 2018

März 2019

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Die Expeditionsschiffe Komfortable Basislager fĂźr Ihr Polarabenteuer

86

Die Plancius wartet in Spitzbergen auf die RĂźckkehr der Passagiere vom Landgang


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Foto: Jรถrg Ehrlich (1)


Motorschiff …

Vor allem bei ihrer ersten Tour nach Spitzbergen oder Grönland fragen sich Interessenten oft, welche Schiffsart besser für sie geeignet ist. Das ist eine sehr persönliche Angelegenheit, aber mit einigen Überlegungen kann man sich an die eigene Wahl herantasten. Nachfolgend haben wir für Sie Informationen zusammengestellt, die Ihnen die Entscheidung erleichtern sollen. Wenn Sie Fragen haben oder unschlüssig sind, rufen Sie uns einfach an – wir beraten Sie gern. Einzelheiten zu den Schiffen entnehmen Sie bitte den Schiffsporträts ab S. 90.

Unterwegs mit dem Motorschiff

Die beiden Motorschiffe in der Oceanwide-Flotte, Plancius und Ortelius, sind ehemalige Forschungsschiffe, die für den Einsatz als Expeditions-Kreuzfahrtschiffe umgebaut und modernisiert wurden. Sie bieten viel Komfort und sind dank ihrer Konstruktion in der Lage, im Eis zu navigieren. Beide verfügen über großzügige Außendecks mit viel Raum für Tier- und Naturbeobachtung, und die Brücke auf dem obersten Deck ist der perfekte Aussichtsplatz. Generell lässt sich sagen: Wer

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großen Wert auf Komfort, Geräumigkeit und die Annehmlichkeiten eines Hotels legt oder schwerpunktmäßig ins Packeis reisen möchte, sollte eher zum Motorschiff tendieren. Passagierzahl. Plancius und Ortelius, beide rund 90 Meter lang, bieten Platz für maximal je 116 Passagiere. Für das Ein- und Aussteigen in die und aus den Zodiacs (von denen jeweils zehn an Bord sind) stehen je zwei Gangways zur Verfügung. Komfort & Ausstattung. Der Alltag auf Expeditionskreuzfahrt spielt sich größtenteils entweder an Land oder auf den geräumigen Außendecks bzw. in der Lounge oder auf der Brücke ab – schließlich will man ja möglichst nichts von der Schönheit der Natur verpassen. Die Plancius verfügt zusätzlich zum Restaurant über eine Panorama-Lounge als Aufenthaltsort und für Vorträge; auf der Ortelius gibt es zusätzlich zu Restaurant und Lounge einen Vortragsraum. Darüber hinaus warten beide Schiffe mit einem Wäscheservice auf; die Kommunikation mit der Außenwelt ist auf Wunsch per Telefon, E-Mail oder Internetverbindung (alles via Satellit) möglich. Für die Dauer Ihres Aufenthalts an Bord bekommen Sie leihweise Gummistiefel zur Verfügung gestellt. Kabinen. Die Kabinen sind zweckmäßig und komfortabel ausgestattet; alle verfügen über ein eigenes Bad mit Dusche und WC. Je nach Kategorie hat die Kabine entweder Bullaugen oder Fenster. Ab den Zweibett-Kabinen aufwärts schlafen Sie in normalen Betten; in den Dreierund Vierer-Kabinen gibt es Doppelstockbetten. Die breite Auswahl an Kabinenkategorien – von

der Vierer bis zur Superior – ist einer der großen Vorteile der Motorschiffe: So findet jeder die passende Kategorie. Expeditionsteam. Ein mindestens achtköpfiges internationales Expeditionsteam betreut Sie an Bord sowie während der Landgänge und Ausflüge. Die Guides bestreiten auch das informative Vortragsprogramm. Ein Schiffsarzt ist mit an Bord. Das Hotel-Team sorgt dafür, dass Sie sich während Ihres Aufenthalts wohlfühlen – vom Kabinenservice bis zu kulinarischen Genüssen in Restaurant und Bar. Publikum und Sprache. Auf den Motorschiffen findet man ein bunt gemischtes Publikum; die Mehrzahl der natur- und reisebegeisterten Gäste ist zwischen 45 und 65 Jahre alt. Die Schiffs­ sprache ist Englisch, aber auf vielen Touren sind deutschsprachige Guides mit an Bord – oder es sind bilinguale oder rein deutschsprachige Reisen.


Fotos: Dietmar Denger (1), Jörg Ehrlich (1), Markus Eichenberger (1), Kari Medig (1), Markus Walter (1), Archiv (1)

… oder Segelschiff?

Unterwegs mit dem Segelschiff

Die beiden Segelschiffe in der Oceanwide-Flotte waren ursprünglich Heringsfänger (Rembrandt van Rijn) bzw. Feuerschiff (Noorderlicht), ehe sie für den Passagierbetrieb umgebaut und für den Einsatz in arktischen Gewässern ausgerüstet wurden. Beides sind traditionelle Segelschiffe mit maritimem Flair und Charme, mit Tauen und Wanten, Segeltuch und Steuerrad – Schiffsnostalgiker werden sich an Bord sofort zu Hause fühlen. Segeln. Unterwegssein mit einem Segelschiff bedeutet nicht, dass man stets unter Segel fährt. Segelschiffe haben auch einen Motor – nicht immer findet man günstige Segelbedingungen vor, aber auch in diesen Fällen möchte man zur nächsten Anlandestelle gelangen. Gehen Sie davon aus, dass auf den Segelschiff-Reisen gesegelt wird, wann immer dies mit Blick auf die Verhältnisse und den Zeitplan möglich ist. Sonst fahren Sie unter Motor. Navigation im Eis. Die beiden Segler verfügen jeweils über einen verstärkten Bug, sodass sie eisgefüllte Gewässer sicher befahren können, aber nicht für den Einsatz in dichterem Eis geeignet sind.

Schiffsgröße und Kabinen. Segelschiffe haben aufgrund ihrer Bauweise nicht so großzügige Platzverhältnisse wie Motorschiffe. Die Kabinen sind etwas kleiner, die Betten (vor allem die oberen) eventuell etwas schmaler, und statt Fenstern haben die Kabinen Bullaugen oder Oberlichter. Auf der Noorderlicht haben maximal 20 Gäste Platz; hier gibt es gemeinschaftliche Duschen und Toiletten. Auf der Rembrandt van Rijn können maximal 33 Gäste mitfahren; alle Kabinen haben ein eigenes Bad. Ein Großteil des täglichen Lebens spielt sich auf den Außendecks ab. Die Wege auf den Segelschiffen sind erfreulich kurz. Das Einund Aussteigen in die und aus den Zodiacs erfolgt über eine Leiter. Gäste- und Altersstruktur. Tendenziell entscheidet sich ein etwas jüngeres, international bunt gemischtes Publikum fürs Segelschiff. Die Mehrzahl der Gäste ist zwischen 30 und 55 Jahre alt. Darunter sind passionierte Segler und begeisterte Wanderer ebenso wie Menschen, denen das unmittelbare, intensive Naturerlebnis wichtig ist; Leute, die die persönliche Atmosphäre auf einem kleineren Schiff schätzen, genauso wie Gäste, die das Erlebnis Arktis möglichst lange auskosten möchten. Geschwindigkeit und Reichweite. Einer der großen Vorteile von Segelschiffen ist das reduzierte

Tempo (maximal 7 bis 9 Knoten, ca. 13 bis 16 km/h) – man ist langsamer unterwegs als mit einem Motorschiff, hat mehr Zeit zum Schauen, Staunen, Genießen und Fotografieren. Für eine Spitzbergen-Umrundung mit der Noorderlicht sind 16 Tage vorgesehen, mit dem Motorschiff 10 Tage. Tiefgang. Die Segelschiffe haben weniger Tiefgang als die Motorschiffe (zwischen 2,80 und 3,20 m im Vergleich zu fünf Metern und mehr). Das bedeutet auch, dass die Segelschiffe flachere Gewässer befahren oder näher an die Küste heranfahren können. Mithelfen beim Segeln. Keine Bange: Sie brauchen weder Segelerfahrung noch müssen Sie an Bord arbeiten – Ihre Hilfe ist der Crew aber sehr willkommen, zum Beispiel beim Hissen oder Einholen der Segel. Selbstverständlich bekommen Sie eine Einweisung, und Ihre Unterstützung ist eine komplett freiwillige Sache. Sie werden aber feststellen, dass der gemeinsame Einsatz Sie und Ihre Mitreisenden schnell zu einem Team zusammenschweißt und unheimlich Spaß macht; obendrein bekommen Sie einen perfekten Einblick ins Segeln auf einem traditionellen Schiff. Seegang & Co. Ein häufiges Bedenken: „lieber kein Segelschiff, denn das schaukelt stärker als ein Motorschiff“. Fakt ist: Die Segelschiffe von Oceanwide Expeditions sind kleiner und kürzer als die Motorschiffe, und sie haben weniger Tiefgang. Ein Segelschiff unter Segeln wird jedoch vom Winddruck relativ stabil in Position gehalten. Unabhängig davon sind die Verhältnisse in den Fjorden von Spitzbergen und Grönland meist wirklich gut, sodass sich die Schiffsbewegungen ohnehin in Grenzen halten.

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m/v Plancius Entdeckerschiff mit modernem Komfort

Die Plancius ist ein kleines, modernes und nach höchsten Sicherheitsstandards ausgerüstetes Polarschiff. Durch ihre hohe Eisklasse (1D) ist sie perfekt geeignet für erlebnisreiche Eisfahrten in die Antarktis und Arktis. Die Plancius ist komfortabel und stilvoll eingerichtet, aber sie ist kein luxuriöses Schiff. Der Schwerpunkt der Kreuzfahrt liegt auf dem informativen, wissenschaftlich fundierten Reiseprogramm, bei dem so viel Zeit wie möglich an Land verbracht wird. Einsatzgebiete: Antarktis von Oktober bis März, Arktis von Juni bis September

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Fotos: Sandra Petrowitz (2), Hanneke Dallmeijer (1), Robert van Kempen (1), Monica Salmang (1), Archiv (1)

Geschichte der m/v Plancius Das Schiff wurde ursprünglich 1976 in den Niederlanden gebaut und war unter dem Namen „Ms. Tydeman“ als ozeanografisches Forschungsschiff der königlichen holländischen Marine viele Jahre auf den Weltmeeren unterwegs. 2008 wurde es in „Plancius“ umgetauft, komplett umgebaut und zu einem Passagierschiff gemäß geltender Vorschriften des Lloyd´s Register und SOLAS-Standards („Safety Of Life At Sea“) erweitert. Seit 2009 ist die Plancius in den polaren Regionen als Kreuzfahrtschiff im Einsatz.

mitarbeiter in der Antarktis (davon 1 Expeditionsleiter) beziehungsweise 8 Expeditionsmitarbeiter in der Arktis (davon 1 Expeditionsleiter), sowie ein Arzt.

Komfort und Charakter Die Plancius bietet maximal 116 Passagieren sowie der Crew ein „Zuhause auf Zeit“. Zum Team gehören 18 Personen nautische Crew, 19 Personen Hotelcrew (6 Köche, 1 Hotelmanager, 1 Steward/ Barkeeper und 11 Stewards), 8-11 Expe­ditions­

Neben den Kabinen gibt es an Bord viel Platz: Passagiere sind jederzeit auf der Brücke willkommen, außerdem bieten die Außendecks viel Raum (Deck 4 kann sogar ganz umwandert werden). Auf Deck 3 befindet sich das Restaurant, das auch als Vortragsraum mit moderner Präsenta­ tionstechnik dient. In der Lounge auf Deck 5 kann man den Tag mit einem Getränk von der Bar und dem Panorama-Ausblick auf die Umgebung ausklingen lassen.

Das Schiff ist für vielerlei Aktivitäten ausgerüstet: Es werden (je nach Termin) Kajaks, Tauchausrüstung, Schneeschuhe, Zelte und Schlaf­säcke mitgeführt. Jedem Gast steht ein Paar feste Wander­ gummistiefel zur Verfügung.

Technische Daten Passagiere: 116 Personal: 48 Länge: 89 Meter Breite: 14,5 Meter Tiefgang: 5 Meter Eisklasse: 1D Geschwindigkeit: max. 10-12 Knoten

Die Plancius ist mit einer Geschwindigkeit von ca. 10-12 Knoten unterwegs. Dabei sorgt das Dieselelektrische Antriebssystem für eine beträchtliche Reduzierung der Motorengeräusche und der Vibration, die spezielle Schiffsschraube für einen besonders leisen Antrieb. 10 Mark-V-Zodiacs mit 40 PS starken Außenbordmotoren stehen für Anlandungen und Ausflüge zur Verfügung. 2 Gangways erlauben dabei einen zügigen und sicheren Wechsel von Schiff zu Zodiac und zurück.

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Passagiere können aus 53 Kabinen in 6 Kategorien wählen – alle Kabinen sind Außenkabinen mit eigener DU/WC.

2 Dreibett- und 4 Vierbett-Kabinen · Gelegen auf Deck 2 · Je ca. 15 m2 · 2 Stockbetten · 1 Bullauge · Schreibtisch und Stuhl, Schrank · TV, Telefon, Fön · Mindestens 4 Steckdosen

9 Zweibett-Kabinen (Bullauge) · Gelegen auf Deck 3 · Je ca. 15 m2 · 2 Einzelbetten · 1 Bullauge · Schreibtisch und Stuhl, Schrank · TV, Telefon, Fön · Mindestens 4 Steckdosen

26 Zweibett-Kabinen (Fenster) · Gelegen auf Deck 4 · Je ca. 15 m2 · 2 Einzelbetten · 1 Fenster · Schreibtisch und Stuhl, Schrank · TV, Telefon, Fön · Mindestens 4 Steckdosen

2 Zweibett-Kabinen Deluxe · Gelegen auf Deck 4 · Je ca. 15-18 m2 · 2 Einzelbetten · Eckkabine mit 2 Fenstern · Schreibtisch und Stuhl, Schrank · TV, Telefon, Kaffee- und Teemaschine · Fön, Bademantel · Mindestens 4 Steckdosen

10 Superior-Kabinen · Gelegen auf Deck 4, 5 und 6 · Je ca. 21 m2 · Doppelbett (Kingsize) · Mindestens 2 Fenster · Schreibtisch und Sessel, Schrank · TV, Telefon, Kühlschrank, Kaffee- und Teemaschine · Fön, Bademantel · Mindestens 4 Steckdosen

Alle Kabinenabbildungen sind Beispiele.

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Fotos: Archiv (6)

Darstellung nicht maĂ&#x;stabsgerecht Fahrtrichtung Ăœ

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m/v Ortelius Entdeckerschiff mit höchster Eisklasse

Wie die Plancius ist auch die Ortelius ein kleines, modernes und nach höchsten Sicherheitsstandards ausgerüstetes Polarschiff. Mit der Eisklasse UL1 bzw. 1A eignet sich die Ortelius perfekt für Fahrten in solidem Meereis sowie mehrjährigem Packeis. Die Ortelius ist schlicht, aber gemütlich. Der Schwerpunkt der Kreuzfahrt liegt auf dem informativen, wissenschaftlich fundierten Reiseprogramm, bei dem so viel Zeit wie möglich an Land verbracht wird. Einsatzgebiete: Antarktis von November bis März, Arktis von Juni bis September

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Fotos: Sylvia Wesser (2), Elke Lindner (1), Jens Meyer (1), Archiv (2)

Geschichte der m/v Ortelius Die Ortelius wurde 1989 in Danzig (Polen) gebaut und diente viele Jahre lang der Russischen Akademie für Wissenschaften. Seit 2011 ist sie nun – umgebaut und an geltende Vorschriften angepasst – in den polaren Regionen im Einsatz. Benannt wurde sie nach dem holländisch/flämischen Kartografen Abraham Ortelius (1527-1598), der 1570 den ersten modernen Weltatlas „Theatrum Orbis Terrarum“ veröffentlichte – zu dieser Zeit das teuerste Schriftwerk, das jemals publiziert wurde.

Komfort und Charakter Die Ortelius ist etwas größer als die Plancius. Insgesamt bietet sie Platz für 116 Passagiere und 48 Crewmitglieder (20 Personen nautische Crew, 19 Personen Hotelcrew, 7-8 Personen Expeditions­ team/Guides sowie 1 Bordarzt). Auch die Ortelius bietet großzügige Deckflächen, von denen man einen wunderbaren Ausblick auf die polaren Landschaften hat. Passagiere können jederzeit die Brücke besuchen, um dort einen Einblick in die Arbeit des Kapitäns und der Offiziere zu bekommen.

Das Restaurant auf Deck 4 sowie die Lounge und Bar auf Deck 5 bieten Küche auf hohem Niveau, eine vielfältige Getränke-Auswahl und die Möglichkeit, mit Mitreisenden aus aller Welt ins Gespräch zu kommen. Der Vortragsraum (Deck 3) bietet ideale Bedingungen für spannende Referate und Lesungen. Ausflüge werden mit den 10 Mark-V-Zodiacs mit 60 PS starken Außenbordmotoren durchgeführt. Zwei Gangways ermöglichen das schnelle Ein- und Ausbooten bei Anlandungen. Außerdem verfügt die Ortelius über ein Helikopter-Landedeck – die

Helikopter werden bei einigen Reisen in die Antarktis eingesetzt, um abgelegene Plätze erreichen zu können. Das Schiff ist für vielerlei Aktivitäten ausgerüstet: Es werden (je nach Termin) Kajaks, Tauchausrüstung, Schneeschuhe, Zelte und Schlafsäcke mitgeführt. Jedem Gast steht ein Paar feste Wandergummistiefel zur Verfügung. Passagiere können aus 49 Kabinen in 6 Kategorien wählen – alle Kabinen sind Außenkabinen mit eigener DU/WC und wurden von 2014 bis 2017 komplett renoviert.

Technische Daten Passagiere: 116 Personal: 48 Länge: 91 Meter Breite: 17 Meter Tiefgang: 5,8 Meter Eisklasse: 1A Geschwindigkeit: max. 12-14 Knoten

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Passagiere können aus 49 Kabinen in 6 Kategorien wählen – alle Kabinen sind Außenkabinen mit eigener DU/WC.

2 Dreibett- und 4 Vierbett-Kabinen · Gelegen auf Deck 3 · Je ca. 15 m² · 2 Stockbetten · 2 Bullaugen · Schreibtisch und Stuhl, Schrank · Telefon, Fön · Mindestens 4 Steckdosen

27 Zweibett-Kabinen (Bullauge) · Gelegen auf Deck 3 und 4 · Je ca. 15 m² · 2 Einzelbetten (teilweise hochgeklappte Stockbetten) · 2 Bullaugen · Schreibtisch und Stuhl, Schrank · Telefon, Fön · Mindestens 4 Steckdosen

12 Zweibett-Kabinen (Fenster) · Gelegen auf Deck 5 · Je ca. 15 m² · 2 Einzelbetten · 2 Fenster · Schreibtisch und Sessel, Schrank · Telefon, Fön · Mindestens 6 Steckdosen

2 Zweibett-Kabinen Deluxe · Gelegen auf Deck 5 · Je ca. 15 m² · 2 Einzelbetten · Eckkabine mit 3 Fenstern · Schreibtisch und Sessel, Schrank · TV, Telefon, Kaffee- und Teemaschine · Fön, Bademantel · Mindestens 6 Steckdosen

6 Superior-Kabinen · Gelegen auf Deck 5 · Je ca. 21 m² · Doppelbett · 2 bis 4 Fenster · Schreibtisch und/oder Sessel, Schrank · TV, Telefon, Kühlschrank, Kaffee- und Teemaschine · Fön, Bademantel · Mindestens 5 Steckdosen

Alle Kabinenabbildungen sind Beispiele.

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Fotos: Archiv (6)

Darstellung nicht maĂ&#x;stabsgerecht Fahrtrichtung Ăœ

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s/v Rembrandt van Rijn Dreimastschoner mit Format

Der Dreimast-Traditionssegler Rembrandt van Rijn wurde 1922 gebaut und als Focksegler für den Fang von Heringen eingesetzt. 1994 wurde das Schiff in den Niederlanden als Dreimastschoner für den Passagierbetrieb umgerüstet und segelte dann in Spitzbergen (1994-1996) und auf den Galapagos-Inseln (1998-2001). Wie bei allen Segelreisen sind auch an Bord der Rembrandt van Rijn Flexibilität und Teamgeist Voraussetzung für ein gelungenes Reiseerlebnis. Mithilfe an Bord ist erlaubt und wünschenswert. Einsatzgebiete: Arktis (Spitzbergen und Grönland) von April bis Oktober. 2011 wurde die Rembrandt van Rijn komplett restauriert und umgestaltet. Sie ist mit moderner Kommunikations- und Navigationstechnik ausgestattet und entspricht den hohen Sicherheitsanforderungen von SOLAS („Safety Of Life At Sea“).

Technische Daten Passagiere: 33 Personal: 12 Länge: 50 Meter Breite: 6,65 Meter Tiefgang: 2,8 Meter Eisklasse: eisverstärkter Bug Geschwindigkeit: max. 9 Knoten An Bord befindet sich eine erfahrene 12-köpfige Crew (inklusive 2 Expeditionsguides). 33 Passagiere finden hier eine gemütliche Basisstation für Touren in Spitzbergen oder Grönland. Im großzügigen Restaurant können alle Passagiere gemeinsam die Mahlzeiten einnehmen.

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Außerdem gibt es eine separate Bar mit Lesetisch. Das geräumige Außendeck bietet herrliche Ausblicke auf die Umgebung – auch mit gesetzten Segeln. Aufgrund ihrer Wendigkeit ist die Rembrandt van Rijn bestens geeignet für Expeditionsfahrten in engen Fjorden oder um kleine Inseln. Zwei robuste Zodiacs ermöglichen Landungen und Exkursionen in entfernten und unzugänglichen Gebieten, die von großen Schiffen nicht besucht werden können.


Darstellung nicht maßstabsgerecht Fahrtrichtung Ü

Fotos: Geert Kreos (3), Olga Lartceva (1), Rolf Stange (1), Archiv (3)

16 Kabinen stehen zur Wahl, alle mit DU/WC.

1 Dreibett-Kabine (Bullauge) · 1 Stockbett und 1 Einzelbett · Kleines Bullauge

6 Zweibett-Innenkabinen · 1 Stockbett

9 Zweibett-Kabinen (Bullauge) · 1 Stockbett · Kleines Bullauge

Alle Kabinenabbildungen sind Beispiele.

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s/v Noorderlicht Zweimastschoner mit Tradition

Das gemütliche Segelschiff Noorderlicht („Nordlicht“) wird für Expeditionskreuzfahrten in und um Spitzbergen sowie in Norwegen eingesetzt. Wie bei allen Segelreisen sind auch an Bord der Noorderlicht Flexibilität und Teamgeist Voraussetzung für ein gelungenes Reiseerlebnis. Mithilfe an Bord ist erlaubt und wünschenswert. Einsatzgebiete: Arktis (Spitzbergen) von Mai bis Oktober, Norwegen von Oktober bis März.

Die Noorderlicht wurde 1910 in Flensburg als Dreimast-Schoner gebaut und fuhr zunächst hauptsächlich auf der Ostsee. 1991 erwarben die gegenwärtigen Besitzer das Schiff, erneuerten die Takelage und richteten das Interieur nach den Regeln von „Register Holland“ neu ein. Heute ist das Schiff als Zweimast-Schoner getakelt und für den Einsatz auf allen Meeren geeignet. Ihr Rumpf ist verstärkt, so dass ihr auch leichtes Eis nichts ausmacht.

Technische Daten Passagiere: 20 Personal: 5 Länge: 46 Meter Breite: 6,5 Meter Tiefgang: 3,2 Meter Eisklasse: eisverstärkter Bug Geschwindigkeit: max. 7 Knoten

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Zur Crew gehören drei professionelle niederländische Seeleute und Segler, ein Koch und ein erfahrener Expeditionsleiter. Jeder Passagier darf beim Hantieren mit den Segeln mithelfen oder auch mal das Ruder übernehmen. Für die Anlandungen hat die Noorderlicht zwei robuste Zodiacs dabei. Maximal 20 Passagiere können in 10 Kabinen untergebracht werden. Diese sind mit jeweils einem Stockbett, Schrank und Waschbecken (fließend Heißwasser) ausgestattet. Anstatt von Bullaugen verfügen die Kabinen über MilchglasDecken, über die Tageslicht in die Kabinen fällt. Vier Duschen und fünf Toiletten befinden sich auf dem Gang. Die Mahlzeiten werden gemeinsam im großen Speiseraum eingenommen, auch eine gemütliche Leseecke mit Sofa ist vorhanden. Vom Außendeck schweift der Blick über die spektakuläre Umgebung – auch mit gesetzten Segeln.


Zweibett-Kabine

Zweibett-Kabine Stockbetten

WC Bad

Bibo

Darstellung nicht maĂ&#x;stabsgerecht Fahrtrichtung Ăœ

Bar

Stockbetten

WC

Lounge/Restaurant

Bad

oilet Deck 2

9

7

B / WC

10

8

B / WC

6

5

3

1

B / WC B / WC

4

2

Fotos: Jan Belgers (1), Markus Eichenberger (1), Maike Groeneveld (1), Archiv (3)

Deck 1

10 Zweibett-Kabinen

Zweibett-Kabine

Stockbetten

WC Bad

Alle Kabinenabbildungen sind Beispiele.

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m/v Hondius Entdeckerschiff mit dem gewissen Etwas

Luxuriöser Zuwachs in der Oceanwide-Flotte: Die Hondius, die erstmals 2019 unterwegs sein wird, wurde speziell für die hohen Anforderungen der Expeditionsprogramme in den Polarregionen entwickelt. Eisklassifiziert mit „Polarklasse 6“, vergleichbar mit der vorherigen finnisch-schwedischen Eisklasse „1A-Super“, wird Hondius das stärkste eisgängige Schiff der Branche sein. Es bietet maximal 180 Gästen höchstmöglichen Komfort.

Geschichte der m/v Hondius Das Schiff, das in Kroatien gebaut wird, kombiniert als innovatives Oceanwide-Flaggschiff luxuriösen Hotelkomfort mit höchster Eisklasse. Der Fokus der Touren liegt dabei nach wie vor auf dem Naturerlebnis an Bord und an Land; das Entdecken und Erkunden von Naturräumen verbunden mit Aktivitäten sowie die Beobachtung der Tierwelt spielen weiterhin die Hauptrolle. Hondius ist mit Stabilisatoren ausgestattet und

Technische Daten Passagiere: 180 Personal: 76 Länge: 107 Meter Breite: 17,6 Meter Tiefgang: 5,3 Meter Eisklasse: Polarklasse 6 (1A-Super) Geschwindigkeit: max. 15 Knoten

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wird sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis zum Einsatz kommen. In Sachen Namensgebung bleibt Oceanwide seiner Tradition treu, die Schiffe nach holländisch-flämischen Kartografen zu benennen, deren Entdeckerdrang auch heute noch inspiriert: Jodocus Hondius (1563-1612) war gelernter Kupferstecher, der sich bald auf die Produktion von Karten und Globen spezialisierte. Am bekanntesten wurde er mit seinen frühen Karten der Neuen Welt und Europas; er repräsentierte das Goldene Zeitalter der Kartografie in Holland und trug dazu bei, Amsterdam im 17. Jahrhundert als Zentrum der europäischen Kartografie zu etablieren.

Komfort und Charakter Die Hondius bietet maximal 180 Passagieren Platz. Dabei stehen acht verschiedene Kabinenkategorien zur Wahl – von der Vierbettkabine bis hin zur Hondius-Suite. 14 luxuriöse Suiten

und Superior-Kabinen verfügen über einen Balkon bzw. einen französischen Balkon. Insgesamt 76 Besatzungsmitglieder (einschließlich des Hotel- und des Expeditionsteams) kümmern sich um die Navigation, um das Wohl der Gäste und um das Aktivprogramm. Die Atmosphäre an Bord ist leger-gemütlich und ungezwungen-informell – Entdeckungsreise und Naturerlebnis stehen im Mittelpunkt. Ein gesamtes Deck ist für (mehrsprachige) Vorträge und Präsentationen vorgesehen. Dafür steht neben der Panoramalounge auch ein separater Hörsaal zur Verfügung. Für einen schnellen Übergang in die Zodiacs sorgen die zwei separaten Gangways und die zusätzliche Indoor-Plattform, die auch für besondere Aktivitäten wie das Kajak- oder Tauchprogramm verwendet wird.


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Fotos: Archiv (3)


Häufig gestellte Fragen

Wie muss man sich eine Expeditionskreuzfahrt vorstellen? Ausgehend von einem komfortablen Expeditionsschiff steht das aktive, intensive Naturerlebnis im Vordergrund, als Gäste verbringen Sie so viel Zeit wie möglich an Land. Ergänzend dazu gibt es an Bord ein informatives Vortragsprogramm. Durch die geringe Zahl der Teilnehmer ergibt sich ganz von selbst eine angenehme, familiäre Atmosphäre. Die Unterbringung und das Leben an Bord sind gemütlich und komfortabel, aber nicht luxuriös.

Welche Eisklassen haben die Schiffe? Die Plancius wurde von der holländischen Marine mit der Eisklasse 1D zertifiziert (leichte Eisverhältnisse), allerdings ist der Rumpf deutlich stärker. 1D ist die leichteste Eisklasse in der Klassifizierung (Lloyds-Register). 1A ist die höchste Klasse im Lloyds-Register (Eisdicke bis 0,8 m, schwierige Eisverhältnisse), diese Eisklasse hat die Ortelius. Sie ist daher besonders für den Einsatz in Regionen geeignet, in denen mit sehr viel und ggf. mehrjährigem Packeis zu rechnen ist (z.B. Antarktis-Halbumrundung, Weddellmeer). Die Segelschiffe Rembrandt van Rijn und Noorderlicht haben beide einen verstärkten Bug.

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In welchem Zeitraum liegen die Touren in der Arktis und der Antarktis? Jeweils im Polarsommer der entsprechenden Region: Die arktischen Gebiete wie Spitzbergen und Grönland sind in der Regel von Ende April bis ca. Mitte Oktober für Expeditionskreuzfahrten zugänglich. Die antarktische Saison beginnt im November und dauert bis Ende März. Detaillierte Informationen zur Reisezeit finden Sie auf den Seiten 21 (Spitzbergen), 43 (Grönland) und 57 (Antarktis). Mit welchen Temperaturen und Wetterbedingungen muss man auf den Expeditionskreuzfahrten rechnen? An den Küsten der Antarktis variieren die Temperaturen im Sommer zwischen -5 °C und 8 °C, im Hochsommer (Dezember bis Februar) liegen sie üblicherweise um den Gefrierpunkt oder etwas darüber. In Kombination mit starkem Wind fühlen sich diese Temperaturen aber wie ernsthafte Minusgrade an – deswegen ist warme, winddichte Bekleidung wichtig, um ein Auskühlen des Körpers zu verhindern. In der Arktis liegen die Temperaturen in der Zeit von Juni bis September üblicherweise zwischen 5 °C und 10 °C. Die Wassertemperatur beträgt meist knapp über 0 °C. Wozu dienen die Schlauchboote? Die robusten Schlauchboote, Zodiacs genannt, ermöglichen Anlandungen an vielen Stellen, die sonst völlig unzugänglich sind. Dazu gehören unter anderem abgelegene Strände, Felsküsten und Riffe. Mit ihrem geringen Tiefgang und sechs separaten Luftkammern ermöglichen die äußerst sicheren und widerstandsfähigen Boote außerdem spannende Rundfahrten, so genannte „zo-

diac cruises“, bei denen Sie die ganze Faszination Ihrer unmittelbaren Umgebung aus dem Schlauchboot heraus erleben. Wie laufen Anlandungen mit dem Schlauchboot ab? Nach der entsprechenden Ankündigung durch die Expeditionsleitung finden Sie sich an der Gangway ein, über die Sie – gegebenenfalls mit Hilfe der Besatzung – in die Schlauchboote einsteigen. Anschließend bringen die Bootsführer ihre Passagiere zur Anlandungsstelle. Dort stehen Mitglieder des Expeditionsteams bereit, um Ihnen beim Aussteigen behilflich zu sein. Wichtig: Die überwiegende Mehrzahl der Anlandungen sind so genannte „nasse Landungen“ – die ersten Schritte nach dem Aussteigen aus dem Zodiac an den Strand führen durchs Wasser. Aus diesem Grund sind ausschließlich kniehohe Gummistiefel geeignetes Schuhwerk für die Anlandungen! Muss man im Zodiac eine Schwimmweste tragen? Ja. Ihnen steht eine leichte, komfortable Rettungsweste zur Verfügung, die sich bei Kontakt mit Wasser automatisch aufbläst (Automatikschwimmweste). Sie müssen diese Rettungsweste in den Zodiacs immer tragen. Bei Wind und Seegang können Sie die Weste zu Ihrer Sicherheit auch an Deck tragen. Darüber hinaus befindet sich in Ihrer Kabine eine große, orangefarbene Rettungsweste. Diese ist für Notfälle und die Rettungsboote bestimmt. Wie schützt man empfindliche Geräte wie Kameras vor Feuchtigkeit? Feuchtigkeitsempfindliche Ausrüstung wie Kamera und Fernglas ist in einem wasserdichten


Beutel gut aufgehoben, der vor allem bei den Zodiac-Fahrten Schäden durch Spritzwasser und Regen vermeidet. Sind an Land alle Passagiere gemeinsam unterwegs? Nein. In der Regel werden die Gäste in mehrere Gruppen aufgeteilt, um längere und kürzere Wanderungen sowie einen gemütlichen Spaziergang anzubieten. Bei Reisen mit Foto-Schwerpunkt ist in der Regel auch eine „Fotogruppe“ dabei, die besonders viel Zeit zum Fotografieren hat. Jede Gruppe wird durch mindestens einen Guide begleitet.

Fotos: Jörg Ehrlich (2), David Penndorf (1), Markus Walter (1)

Sind die Guides bewaffnet? Auf den Expeditionskreuzfahrten in die Antarktis: nein. Auf den Fahrten in der Arktis verfügen die Guides wegen der Möglichkeit, Eisbären zu begegnen, über Schusswaffen. Daher ist es unbedingt erforderlich, dass die Gäste in Gruppen zusammen- und bei ihrem Guide bleiben, damit ihre Sicherheit gewährleistet ist. Gibt es Einschränkungen, was während der Landgänge möglich ist? Ja. Der Naturschutz und die Rücksicht auf Tiere, Pflanzen und nicht zuletzt auf die in den Zielregionen lebenden und arbeitenden Menschen haben oberste Priorität – wie auch die Sicherheit der Gäste. Während der vorbereitenden Informationstreffen an Bord werden Sie hinsichtlich wichtiger Verhaltensweisen, die dem Naturschutz dienen, informiert – und bei der Umsetzung an Land sind die Guides Ihnen gerne behilflich. Grundsätzlich gilt: Lassen Sie nur Fußspuren zurück, nehmen Sie nur Erinnerungen mit. Bei Landgängen in der Arktis müssen Sie generell in Sichtweite der Guides bleiben (Eisbärengefahr).

Wie viel Zeit ist für die Landgänge vorgesehen? Es ist schwer, diese Frage pauschal zu beantworten, da die Antwort von Wetter, Eis, dem Zeitrahmen und den zurückzulegenden Distanzen abhängt. Auf manchen Reisen (z.B. Antarktis oder Grönland) sind zunächst mehrere Tage Anfahrt auf See nötig, an die sich eine intensive Phase mit einer Reihe von Landungen anschließt. Auf anderen Reisen landen Sie vom ersten Tag an täglich zwei- oder sogar dreimal. In den hohen Breiten haben Sie fast rund um die Uhr Tageslicht, was Möglichkeiten eröffnet, gelegentlich frühmorgens oder noch abends an Land zu gehen – oder sogar mitten in der Nacht. Oft ist das Licht zu diesen Zeiten am schönsten. Grundsätzlich möchte das Expeditionsteam Ihnen so viel wie möglich von den schönen Regionen zeigen, aber es steht Ihnen immer frei, zwischendurch auch an Bord zu bleiben und dort zu entspannen. Wie sieht der typische Tagesablauf einer Expeditionskreuzfahrt aus? Eine beispielhafte Schilderung des Tagesablaufs finden Sie auf Seite 13.

Ist der angekündigte Programmablauf verbindlich? Nein. Alle Tourenverläufe dienen nur der groben Orientierung und als Beispiel. Die tatsächlichen Programme hängen immer von den Eis- und Wetterbedingungen vor Ort ab, in hohem Maße aber auch von unvorhergesehenen Möglichkeiten zu Tierbeobachtungen sowie zu spontanen spannenden Landungen. Expeditionsleitung und Kapitän legen gemeinsam kurzfristig das tägliche Programm fest, um den bestmöglichen Erfolg der Reise zu garantieren. Flexibilität ist auf Expeditionsreisen von entscheidender Wichtigkeit! Wie erfahren die Gäste an Bord vom vorgesehenen Tagesprogramm? Die geplanten Programme sind an Bord jederzeit entweder auf Bildschirmen oder in Form von Aushängen einsehbar. Der Expeditionsleiter wird jeweils im Voraus ein Tagesprogramm entwerfen, das sich aber jederzeit flexibel ändern kann, je nach sich unerwartet ändernden Bedingungen, neu verfügbaren Informationen oder Möglichkeiten zur Tierbeobachtung. Wenn ein Vortrag abgesagt wird, um eine sich plötzlich bietende Gelegenheit für einen Landgang oder Tierbeobachtungen wahrzunehmen, wird das Expeditionsteam versuchen, den Vortrag bei nächster Gelegenheit nachzuholen. Mit Lautsprecherdurchsagen werden Sie aktuell auf dem Laufenden gehalten. In welchen Sprachen erfolgen die Durchsagen an Bord? An Bord gibt es regelmäßig Lautsprecherdurchsagen mit Programmhinweisen. Diese erfolgen normalerweise auf Englisch, auf bilingualen (zweisprachigen) Reisen auch in einer weiteren Sprache, z.B. Deutsch. Bei rein deutsch geführten Reisen sind sowohl die Aushänge als auch alle Durchsagen sowie die Vorträge ausschließlich auf Deutsch. Was ist eine „bilinguale Tour“? Auf bestimmten Terminen wird explizit eine zweite Sprache angeboten; so ist auf deutsch-englischen Fahrten mindestens ein deutschsprachiger Lektor oder Expeditionsleiter an Bord. Informations­ treffen, Durchsagen, Vorträge und Reisetage­ bücher gibt es auf bilingualen Fahrten sowohl auf Englisch als auch in der zweiten Sprache (i.d.R. Deutsch); die Vorträge der jeweiligen Sprachen können hierbei voneinander abweichen. Simultanübersetzungen von Vorträgen sind nicht möglich, aber auf vorherige Anfrage bekommen Sie am Ende gern eine zusammenfassende Übersetzung. Die Sprache innerhalb der einzelnen Gruppen an Land hängt von der Gruppe ab, die Sie Ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechend wählen. Dabei ist es nicht möglich, dass jede dieser Gruppen von einem deutschsprachigen Mitarbeiter begleitet wird. Auch bei Zodiacfahrten ist es nicht möglich, dass sich in jedem einzelnen Boot ein deutschsprachiger Fahrer oder Lektor befindet. Wird auf Segelschiffen immer gesegelt? Die Schiffe Rembrandt van Rijn und Noorderlicht sind Segelschiffe. Sofern es die Wind- und Wetterverhältnisse zulassen, werden die Segel gehisst. Vorrang haben aber das Naturerlebnis und die Anlandungen – daher sind beide Schiffe auch mit einem Motor ausgerüstet, so dass Sie auch bei nicht zum Segeln geeigneten Verhältnissen so viel wie möglich von der arktischen Landschaft erleben können.

Gibt es einen Dresscode an Bord? Der Expeditionsatmosphäre der Fahrten entsprechend ist die Bekleidung an Bord sportlich-leger. Denken Sie daran, dass Sie oft an Deck gehen werden, um von dort aus Tiere zu beobachten oder die Aussicht auf Landschaft und Treibeis zu genießen, so dass es praktisch ist, an Bord Schuhe mit rutschfester Sohle zu tragen und eine warme Jacke in Reichweite zu haben – der Ruf „Wal in Sicht“ kommt oft unerwartet! Das Schichtenprinzip bei der Bekleidung (siehe unten) ermöglicht es, sich schnell an den Wechsel zwischen dem warmen Innenbereich und dem kalten Außendeck anzupassen.

Wie sollte man sich für eine Expeditions­ kreuzfahrt in die Polarregionen kleiden? Die Wahl der richtigen Bekleidung für kaltes, wechselhaftes Wetter ist eine sehr persönliche Angelegenheit und hängt von Ihren individuellen Erfahrungen, Bedürfnissen und Empfindungen ab. Als guter Ausgangspunkt kann vielleicht die Überlegung dienen, dass eine Expeditionskreuzfahrt in die Polarregionen grundsätzlich ähnliche Anforderungen an Ihre Bekleidung stellt wie ein Skiurlaub in den Alpen. Sie sollten immer eine wind- und wasserdichte, aber atmungsaktive äußere Schicht tragen, die nicht zu eng ist, da etwas Luft innerhalb der Kleidung ausgezeichnet isoliert. Wolle, Seide und moderne Synthetikfasern wie Fleece isolieren besser als Baumwolle. Der Trick, um unter allen Bedingungen angenehm warm zu bleiben, besteht im Schichtenprinzip. Dieses gibt Ihnen die notwendige Flexibilität, um auf Wetteränderungen zu reagieren – Sie können immer schnell eine weitere Schicht anziehen, wenn es kalt wird, oder im umgekehrten Fall eine ablegen. Gute Handschuhe und eine warme, winddichte Mütze sind ebenfalls sehr wichtig. Welches Schuhwerk ist geeignet? Absolut notwendig sind kniehohe, robuste und bequeme Gummistiefel, die Sie auf den Zodiacfahrten und bei den Anlandungen verwenden. Die Stiefel müssen Sie bis fast zum Knie vollständig vor Wasser schützen – knöchelhohe Wanderstiefel, auch wenn sie wasserdicht sind, sind nicht ausreichend! Bitte beachten Sie, dass Sie von der Teilnahme an Landgängen ausgeschlossen werden können, wenn Sie ungeeignete Stiefel haben. Bequeme und gut passende Gummistiefel mit kräftiger, rutschfester Profilsohle empfehlen sich auch für die Wanderungen an Land; die Tundra ist oft nass, gelegentlich sind Bäche und kleine Flüsse zu queren. Die Stiefel müssen gut passen; bitte achten Sie darauf, dass Sie die Stiefel nicht zu klein wählen, denn dann bekommen Sie schnell kalte Füße. Zu viel Platz im Stiefel hingegen können Sie in gewissem Rahmen mit einem zusätzlichen Paar Socken und/oder Einlegesohlen ausgleichen. Gute Gummistiefel gibt es etwa von Aigle oder Viking, sie sind in Jagd- und Angelläden oder bei OutdoorAusrüstern erhältlich.

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Bei allen Reisen an Bord der Plancius und der Ortelius stehen Gummistiefel (Größe 36-47) für alle Passagiere leihweise und kostenfrei zur Verfügung. Es ist durchaus eine Überlegung wert, ein Paar eigene Einlegesohlen mitzubringen. Besteht an Bord die Möglichkeit, Kleidung waschen zu lassen? Es gibt an Bord der Motorschiffe eine Wäscherei, die Ihnen nach Möglichkeit zur Verfügung steht. In Ihrer Kabine sind Formulare und Wäschebeutel vorhanden, Sie bekommen die Wäsche in der Regel innerhalb von 24 Stunden zurück. Chemisches Reinigen ist an Bord nicht möglich. Auf den Segelschiffen wird kein Wäscheservice angeboten. Wie ist der Altersdurchschnitt an Bord? Die Passagiere sind normalerweise zwischen 30 und 80 Jahre alt, die meisten zwischen 45 und 65 (auf dem Segelschiff Noorderlicht eher etwas jünger). Die Expeditionsreisen sprechen individuell gesinnte Reisende aus aller Welt an, die ein stark ausgeprägtes Interesse an abgelegenen Regionen mitbringen. An Bord entwickelt sich schnell eine angenehme Atmosphäre, die fast immer ein wichtiger Teil des Gesamterlebnisses der Reise ist. Oft sind mehrere Nationalitäten an Bord vertreten. Gibt es eine Kinderermäßigung? Kinder unter 16 Jahre erhalten eine Ermäßigung von 40 % auf den Kabinenpreis in Superior-Kabinen (als Aufbettung gemeinsam mit 2 Erwachsenen), Dreibett-Kabinen (gemeinsam mit 2 Erwachsenen) und in Vierbett-Kabinen (geteilt mit 3 Erwachsenen).

Wie funktioniert die Einschiffung? Sie reisen zum jeweiligen Zielort an und können am Abreisetag bereits Ihr Gepäck an Bord abgeben – die Crew nummeriert Ihre Gepäckstücke und bringt alles an Bord. Dann können Sie, sollte noch Zeit sein, in Ruhe den Ort bzw. die Stadt erkunden. Denken Sie daran, etwas Warmes ins Handgepäck zu packen, damit Sie am Schiff das Hauptgepäck nicht noch einmal umräumen müssen. Ab ca. 16 Uhr können alle Passagiere an Bord – bitte halten Sie Ihren Boarding Pass bereit! Ihr Gepäck befindet sich dann bereits in Ihrer Kabine. Ist die Brücke für Passagiere zugänglich? Sie können die Brücke fast immer besuchen und werden schnell feststellen, dass sie hervorragend geeignet ist, um die Schiffsoperationen zu beobachten, nach Tieren Ausschau zu halten oder einfach die Aussicht zu genießen. Bitte denken Sie jedoch daran, dass die Brücke primär ein Arbeitsraum ist, in dem Kapitän und Offiziere konzentriert arbeiten, um das Schiff sicher zu steuern. Essen, Trinken und Rauchen sind Passagieren auf der Brücke nicht gestattet. Im Hafen, während rauer See, wenn ein Lotse auf der Brücke ist oder zu anderen Zeiten kann es aus Sicherheitsgründen oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen

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erforderlich sein, die Brücke für Passagiere zu schließen. Fragen Sie im Zweifel bitte den wachhabenden Offizier. Kann man an Bord Souvenirs kaufen? Im Souvenirshop an Bord der Plancius und Ortelius, dessen Öffnungszeiten bekanntgegeben werden, können Sie unter anderem T-Shirts, Sweatshirts, Bücher und Postkarten erwerben. Kann man an Bord E-Mails empfangen und versenden oder telefonieren? An Bord können Sie das Iridium-System (SatellitenKommunikationssystem) nutzen, um E-Mails zu schicken und zu empfangen und um Telefongespräche zu führen. Die Kosten werden am Ende der Reise abgerechnet. Kann man an Bord Akkus aufladen und elektrische/elektronische Geräte betreiben? Ja. Die Stromversorgung entspricht europäischem Standard: 220 Volt, 60 Hertz. Die Steckdosen sind für Schuko-Verbindungen vorgesehen, wie sie etwa in Deutschland üblich sind. Für manche Geräte, etwa mit anderen Steckern, kann ein Adapter oder Transformator erforderlich sein.

Sie unternehmen primär eine Schiffsreise, die ohne große sportliche Leistungen auskommt. Das Team wird versuchen, so viel Zeit wie möglich an Land vorzusehen, aber es steht Ihnen selbstverständlich immer frei, an Bord zu bleiben und zu entspannen. Um an den Anlandungen teilzunehmen, müssen Sie in der Lage sein, die steile Gangway zu den Zodiacs hinauf- und hinabzugehen und in die Boote ein- sowie aus ihnen auszusteigen. Mannschaft und Mitarbeiter sind Ihnen dabei gerne behilflich, und mit etwas Übung wird dies schnell zur Routine. An Land werden Sie sich auf unebenem, oft felsigem oder nassen und manchmal glattem oder schneebedecktem Untergrund bewegen. Wenn Sie Gehschwierigkeiten haben, sollten Sie nicht teilnehmen. Die Expeditionskreuzfahrten führen in abgelegene Regionen, in denen es keine medizinische Versorgung gibt. Sie können daher nicht teilnehmen, wenn Sie in einer gesundheitlichen Verfassung sind, die einen Bedarf an medizinischer Versorgung wahrscheinlich macht oder Sie täglicher Behandlung bedürfen.

Sind vegetarische Mahlzeiten möglich? Falls Sie bestimmte Wünsche oder Anforderungen an Ihre Ernährung haben wie etwa Allergien, Laktose- oder Glutenunverträglichkeit, teilen Sie uns dies bitte bei Buchung mit. Informieren Sie an Bord auch den Hotelmanager nochmals, damit die Küche rechtzeitig alles vorbereiten kann. Auch vegetarische oder vegane Ernährung muss durch den persönlichen Fragebogen, der zu den Reiseunterlagen gehört, angefordert werden. Auf dem Segelschiff Noorderlicht sind keine veganen Mahlzeiten verfügbar. Ist es erlaubt, an Bord zu rauchen? An Bord der Schiffe gilt ein Rauchverbot. Im Innenbereich ist Rauchen grundsätzlich überall verboten. Auf dem Deck ist Rauchen an bestimmten Plätzen erlaubt, aber es ist nicht gestattet, Zigarettenkippen über Bord zu werfen! Rauchen Sie bitte nicht in der Nähe von Zodiacs, Motoren oder Treibstoffbehältern. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf Nichtraucher! Ist ein Arzt an Bord? An Bord der Motorschiffe gibt es eine kleine Krankenstation zur Erstversorgung sowie zur Behandlung kleiner medizinischer Probleme, dessen Ausstattung aber nicht mit der einer Klinik an Land vergleichbar ist. Wenn Sie sich krank oder unwohl fühlen, steht der Schiffsarzt zu Ihrer Verfügung. Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen oder Allergien gegen bestimmte Medikamente haben, informieren Sie bitte frühzeitig den Schiffsarzt (und die Reederei vorab über den medizinischen Fragebogen, den Sie bei Buchung erhalten), damit er im Falle eines Notfalls sämt­ liche Informationen hat. An Bord der Segelschiffe Noorderlicht und Rembrandt van Rijn gibt es keinen Arzt. Welche körperlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen sind nötig, um an einer Reise teilzunehmen? Sie müssen in guter gesundheitlicher Verfassung und in der Lage sein, jeden Tag einige Stunden lang zu wandern. Sie müssen sich außerdem an Bord selbständig sicher bewegen können – auch bei Seegang (einschließlich Besteigen von Treppen und Gangway).

Was passiert bei einem medizinischen Notfall? Expeditionskreuzfahrten führen in abgelegene Regionen weit abseits von Siedlungen oder gar Städten. Eine medizinische Hilfe und Versorgung im Notfall wie in unseren Breiten kann daher grundsätzlich nicht vorausgesetzt werden. Der Arzt an Bord der Motorschiffe kann eine Erstversorgung durchführen, verfügt jedoch nicht über ein voll ausgestattetes Krankenhaus, sondern hat lediglich eingeschränkte Möglichkeiten. Im (extrem seltenen) Fall eines medizinischen Notfalles entscheidet der Schiffsarzt gemeinsam mit dem Kapitän über eine eventuelle Routenänderung, um eine schnelle Evakuierung und medi­ zinische Versorgung des Betroffenen zu ermöglichen. In einigen Regionen der Arktis kann ggf. eine Hubschrauber-Bergung erfolgen. Eine Bergung oder Evakuierung kann mehrere Stunden oder auch Tage in Anspruch nehmen und entsprechende Auswirkungen auf die gefahrene Route haben. Auch deshalb ist es nötig, dass die Passagiere größtmögliche Umsicht walten lassen – bitte befolgen Sie die Anweisungen der Schiffscrew und halten Sie sich insbesondere bei Seegang immer mit mindestens einer Hand fest. Eine Auslandsreise-Krankenversicherung ist obligatorische Voraussetzung für die Reisen; der Abschluss einer Versicherung, die auch die Bergungskosten trägt, ist dringend ratsam. Welche Versicherungen sind nötig? Für die Teilnahme an den Expeditionskreuzfahrten ist eine Auslands-Krankenversicherung obligatorisch. Diese muss auch die Rückholung in me-


dizinischen Notfallsituationen abdecken. Es empfiehlt sich auch der Abschluss einer Suchund Bergungskostenversicherung.

Fotos: Sylvia Wesser (2), Jörg Ehrlich (1), Toine Hendriks (1)

Welche Nebenkosten fallen an Bord an? Alkoholische Getränke und Limonaden von der Bar oder im Restaurant, Souvenirs sowie Kosten für E-Mail, Telefon und Wäscheservice werden auf Ihrem Kabinenkonto geführt und am letzten Reisetag abgerechnet. Sie bezahlen in Euro oder USDollar oder mit Kreditkarte (Visa oder MasterCard, keine Kreditkartenzahlung auf der Noorderlicht) beim Hotelmanager. Bordwährung ist Euro. Wieviel muss für Trinkgelder eingeplant werden? Es ist üblich, Mannschaft und Mitarbeitern an Bord am Ende der Reise ein Trinkgeld zukommen zu lassen, das anschließend intern in gleiche Anteile für alle Mitarbeiter aufgeteilt wird. An Bord erhalten Sie hierzu weitere Informationen. Für Mannschaft und Mitarbeiter sind Euro am besten. Sie können auch einem einzelnen Mannschaftsmitglied oder Mitarbeiter ein individuelles Trinkgeld geben. Trinkgeld ist eine persönliche Angelegenheit, und Sie entscheiden selbst über den Betrag, den Sie ggf. geben wollen. Im Gegensatz zu großen „klassischen“ Kreuzfahrtschiffen gibt es keine Pflicht, ein Trinkgeld zu zahlen. Wer gern etwas geben möchte, der kann als grobe Richtlinie mit 10 € pro Reisetag kalkulieren. Kann man an Bord Ausrüstung ausleihen? Auf der Plancius und der Ortelius ist es möglich, kostenlos robuste Gummistiefel (Größe 36-47) auszuleihen. Außerdem stehen auf der Plancius und Ortelius zum Saisonbeginn nach Bedarf Schneeschuhe für alle Gäste kostenfrei zur Verfügung. Auch die Ausrüstung für optionale Kajaktouren und Zeltübernachtungen in der Antarktis wird gestellt. Was tun bei Seekrankheit? Die Erfahrung zeigt, dass es auf den meisten Reisen zu ein paar Fällen von Seekrankheit kommt, aber die allermeisten Betroffenen gewöhnen sich schnell an die Bewegung des Schiffes und sind nach einem Tag auf See wieder auf den Beinen. Wenn Sie befürchten, besonders anfällig zu sein, sollten Sie vor der Reise mit Ihrem Arzt sprechen. Er wird Ihnen Medikamente empfehlen, die Sie sich in ausreichender Menge besorgen sollten. Achten Sie auch bei Seekrankheit darauf, etwas zu essen, sowie auf ausreichend Schlaf. Bei Bedarf steht Ihnen auf den Motorschiffen auch der Schiffsarzt zur Verfügung. Normalerweise fährt das Schiff vor allem nachts, gelegentlich aber auch tagsüber, um Landestellen zu erreichen. Rechnen Sie insbesondere auf offener See mit Seegang, etwa in der Dänemarkstraße (zwischen Island und Ostgrönland) und in der Drake-Passage (zwischen Südamerika und der Antarktischen Halbinsel).

Tipps zur richtigen Bekleidung und Ausrüstung sätzlich eine Daunenjacke, da die Temperaturen Sie brauchen keine komplette Expeditions-Ausrüsteilweise weit unter den Gefrierpunkt sinken köntung, um eine Schiffsreise in die Arktis oder Antarktis nen zu unternehmen – die Temperaturen liegen in der Antarktis in der Regel um den Gefrierpunkt, in der s Wasserresistenter Tagesrucksack für Kamera, Fernglas, weitere Ausrüstung und Reservekleidung Arktis kann es an schönen Tagen bis zu 15 °C warm s Ggf. wasserdichte(r) Beutel, um Kameras und anwerden. Bewährt hat sich das „Zwiebelprinzip“ – dere feuchtigkeits-empfindliche Ausrüstung wähstatt einer dicken Schicht mehrere dünne Schichrend der Schlauchbootfahrten verstauen zu können ten, die je nach Bedarf kombiniert werden können. (es reichen zur Not normale Plastikbeutel) Auf jeden Fall sollten Sie auf eine wind- und wass Warme Hosen (Skihosen oder robuste Hosen, als serfeste oberste Schicht achten! Schicht über der langen Unterhose und unter der Regen-Überhose, z.B. Trekkinghosen) Um den Transport nicht unnötig zu erschweren beachten Sie die Grundregel: „So viel wie nötig, so s Thermo-Unterwäsche (warme, lange Unterwäsche aus Seide, Kunstfaser oder Merinowolle) wenig wie möglich“. Alles sollte miteinander koms Pullover/Jacke(n), z.B. mittelschweres Fleece binierbar sein, auf etwas „Schickes für abends“ können Sie getrost verzichten. Damit Sie bei Wal- s Halsschutz (Schal, Halstuch, oder besonders praktisch: Buff – erfüllt den gleichen Zweck wie ein sichtungen, Nordlichtern oder anderen ungeplanSchal, lässt sich aber besser verstauen) ten Naturspektakeln schnell an Deck sind, behalten Sie Ihre praktische Outdoor-Kleidung in der Regel s Handschuhe (z.B. relativ dünne, schnell trocknende Fingerhandschuhe und bei Bedarf dickere Fäustlinge auch beim Essen an. zum Drüberziehen, Reserve-Paar nicht vergessen). Empfehlung v.a. für Fotografen: Fingerhandschuhe Die nachfolgende Liste soll Ihnen bei der Auswahl mit freien Fingerspitzen und „Fingerklappe“ Ihres Reisegepäcks eine kleine Hilfe sein. Natürlich sollten Sie auch Ihre eigenen Erfahrungen und Be- s Warme Socken (ggf. über einem Paar dünner Kunstfaser- oder Wollsocken tragen, mehrere Paar in Redürfnisse beim Packen mit einbeziehen. serve) s Mütze (warmes und winddichtes Modell, das auch die Ohren schützt) s Sonnenschutz: hochwertige Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, möglichst wasserfrei. Bitte beachten Sie, dass die Strahlung durch die Reflexion auf Wasser, Schnee und Eis noch verstärkt wird und selbst bei bedecktem Himmel überraschend stark ist. s Gutes Fernglas s Kamera und ausreichend Film oder Speicherkarten. Die Erfahrung zeigt, dass es ratsam ist, eine (kleinere) Reservekamera mitzubringen für den Fall, dass Ihr Erstgerät Schaden nimmt. In einer Umgebung mit viel Feuchtigkeit und Spritzwasser ist dies s Kniehohe, robuste Gummistiefel mit kräftiger schnell einmal geschehen, und es ist äußerst entSohle (können an Bord der Plancius und Ortelius täuschend, ohne Kamera dazustehen, umgeben kostenfrei ausgeliehen werden) von einmaligen Motiven. Kalkulieren Sie Ihren Bes Evtl. zusätzlich feste, knöchelhohe, wasserdichte darf an Filmen oder Speicherkarten und nehmen Wanderschuhe bzw. feste Schuhe, die Sie an Bord Sie dann lieber die doppelte Menge. Denken Sie tragen können auch an einen Reserveakku sowie ein Ladegerät. s Wasser- und winddichte Jacke mit Kapuze. Die Jacke s Ein kleiner Gehörschutz (Ohropax) ist sinnvoll. ist eines Ihrer wichtigsten Kleidungsstücke. Sie Vielleicht schnarcht Ihr Kabinennachbar. sollte gut sitzen, damit Sie sie bequem über Ihren anderen Schichten tragen können, und unbedingt s Robuste, schnell trocknende Sandalen sind auf dem Schiff sehr praktisch wasserdicht sowie möglichst auch winddicht, aber atmungsaktiv sein. Ideal sind moderne Membranen s Mehrere T-Shirts für den Alltag auf dem Schiff (nicht an Land, da sie zu lange zum Trocknen brauchen). wie Gore-Tex. Auch Segelbekleidung kann gut ges Verteiler-Dosen oder USB-Ports können sehr prakeignet sein. tisch sein, wenn man mehrere Geräte (z.B. Kamera s Bei Touren, die viel über offenes Meer führen (z.B. und Laptop) aufladen muss. Besonders in VierbettAntarktis-Halbumrundung) oder sehr früh/sehr Kabinen erleichtert ein Verteiler das Laden. spät in der Saison stattfinden, empfiehlt sich zu-

Gibt es einen Einzelzimmer-Zuschlag? Allein reisende Teilnehmer können eine Zweibett-, Dreibett- oder Vierbett-Kabine mit gleichgeschlechtlichen Mitreisenden teilen und müssen dafür keinen Zuschlag zahlen. Ein EinzelkabinenZuschlag ist nur fällig, wenn ausdrücklich eine Einzelkabine gewünscht wird. Es können nur Zweibett-Kabinen zur Alleinnutzung gebucht werden, der Preis beträgt 1,7x den ausgeschriebenen Kabinenpreis.

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Verschaffen Sie sich einen Überblick Reisen mit DIAMIR

Reiseverlängerung – Vor- und Nachprogramme Oft bietet sich als Ergänzung zu unseren Reisen ein Vorprogramm oder eine Verlängerung an. Teilen Sie uns Ihre Wünsche und Vorstellungen mit – wir finden fast immer eine Lösung.

Frühbucherrabatt Bei Buchung einer im Katalog veröffentlichten und von DIAMIR veranstalteten Gruppenreise bis sechs Monate vor Reisebeginn erhalten Sie einen Frühbucherrabatt von 3%. Tourcode Zur eindeutigen Kennzeichnung jeder Reise finden Sie auf dem Randstreifen einen sechs- bis achtstelligen Tourcode. Um Verwechslungen zu vermeiden, bitten wir Sie, bei Anfragen, Buchungen oder sonstiger Korrespondenz stets diesen Tourcode zu nutzen. Wenn Sie diesen um den von Ihnen gewünschten Abreisetermin erweitern, können Sie Ihre Tour unverwechselbar benennen – zum Beispiel SPIFO1-050618. Buchungsablauf Nach Eingang einer schriftlichen Reiseanmeldung erhalten Sie von uns eine Reisebestätigung nebst Reisepreissicherungsschein, eine Anzahlungsrechnung über 25% des Reisepreises sowie Informationen zum Zielland und zu Reiseversicherungen. Bei ggf. erfolgenden Änderungen Ihrer Buchung erhalten Sie ca. 4 Wochen vor Abreise nochmals eine aktualisierte Restrechnung. Ca. 1-2 Wochen vor Abreise erhalten Sie Ihre finalen Reisedokumente wie Flugtickets und Voucher. Nach Rückkehr von Ihrer Reise freuen wir uns über die Rücksendung des ausgefüllten Fragebogens zur Tour (den Sie selbstverständlich auch online ausfüllen können).

Alleinreisende / geteilte Kabinen Für Alleinreisende besteht die Möglichkeit, Kabinen mit gleichgeschlechtlichen Mitreisenden zu teilen. Es fällt dann kein Einzelkabinen-Zuschlag an. Einzelkabinen buchen wir nur bei konkreter Nachfrage – in allen anderen Fällen gehen wir davon aus, dass geteilte Kabinen gewünscht werden. DIAMIR-Sondergruppenreisen Sie möchten eine Reise für eine größere Gruppe ab 10 Personen organisieren? Wir konzipieren Ihnen dafür eine in sich geschlossene und nur durch Sie beworbene Sondergruppenreise. Nehmen Sie dazu mit unserem Vertriebsteam Kontakt auf und teilen Sie uns Ihre Anforderungen mit. Unsere Länderexperten lassen Ihre individuellen Wünsche anschließend in enger Abstimmung mit Ihnen Wirklichkeit werden! Unser Vertriebsteam erreichen Sie unter vertrieb@diamir.de. Eine ausführliche Beratung … … und weitere Informationen erhalten Sie von unserem DIAMIR-Team in Dresden, in den DIAMIRReisebüros in Berlin, München und Dresden oder im Reisebüro in Ihrer Nähe sowie rund um die Uhr auf unserer stets aktuellen Internet-Präsenz.

Ihre Reisebuchung Preise Mit Erscheinen des vorliegenden Kataloges gelten ausschließlich die hierin abgedruckten Preise. Alle in vorangegangenen Katalogen oder anderen Publikationen veröffentlichten Preise verlieren damit ihre Gültigkeit (Irrtümer vorbehalten).

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Mindestteilnehmerzahl Einige unserer Reisen können erst bei Erreichen der ausgeschriebenen Mindestteilnehmerzahl durchgeführt werden. Sollte dies nicht der Fall sein, so behalten wir uns bis zum 35. Tag vor Reisebeginn die Absage wegen Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl vor. Den eingezahlten Reisepreis erstatten wir selbstverständlich unverzüglich zurück. Auf Punkt 6.2 unserer Allgemeinen Reisebedingungen möchten wir an dieser Stelle ergänzend hinweisen. Reiseversicherungen Auf jeder Urlaubsreise sollte man optimal versichert sein. DIAMIR Erlebnisreisen arbeitet auf diesem Gebiet seit Jahren mit der renommierten HanseMerkur Versicherungsgruppe zusammen. Wir haben eigens für unsere Erlebnisreisen das Versicherungspaket „BEST-OF Rundum-Schutz“ zusammengestellt, zu dem Sie unsere Mitarbeiter gern beraten und das Sie in unseren Büros abschließen können. Weitere Details zu den Reiseversicherungen finden Sie unter www.urlaubsschutz24.de

An- und Abreise Fluggesellschaften Bei der Auswahl der Fluggesellschaften legen wir großen Wert auf Zuverlässigkeit und Qualität. Sollten Sie jedoch mit einer anderen als der von uns ausgewählten Airline fliegen wollen, bemü-

hen wir uns im Rahmen der Verfügbarkeit gern um eine Alternative. Rail & Fly Für die umweltfreundliche Anreise zum Flughafen können wir Ihnen (in Kombination mit einem Flugticket) zu unseren Reisen in Kooperation mit der Deutschen Bahn ein attraktives Rail & FlyAngebot unterbreiten. Direkt bei Reisebuchung ausgewählt kostet das Rail & Fly-Ticket 40 € pro Person für die Hin- und Rückfahrt – egal wie kurzfristig Sie buchen. Bei nachträglicher Buchung ab 59 Tage vor Abreise belaufen sich die Kosten auf 90 € pro Person für die Hin-und Rückfahrt.

Kerosinzuschläge Aufgrund stark schwankender Weltmarktpreise für Öl ist es seit einigen Jahren gängige Praxis vieler Reedereien, zusätzlich zum Reisepreis Treibstoffzuschläge zu erheben. Diese schwanken je nach Route und werden oftmals kurzfristig angehoben. Mit Erscheinen dieses Kataloges für die Saison 2018/19 haben wir selbstverständlich alle uns bei Drucklegung (1.2.2017) bekannten Zuschläge in unsere Reisepreise einkalkuliert. Jedoch lassen sich weitere Erhöhungen durch die Reederei nicht ausschließen. In diesem Fall sind wir gezwungen, diese als Zuschlag in Rechnung zu stellen.

Gäste anderer Länder sind herzlich willkommen Auf unseren Touren begrüßen wir gern deutschsprachige Gäste aus unseren europäischen Nach­ barländern und dem Rest der Welt. Bei Verfügbarkeit von Anschluss- oder Direktflügen ab dem Flughafen in Ihrer Wohnortnähe buchen wir auf Wunsch gern die bequeme Anreisealternative Ihrer Wahl!

Fotos: Jörg Ehrlich (1), Sabine Walther (1)

Katalog Unser Katalog enthält ein umfangreiches Angebot an Reisemöglichkeiten in die Arktis und Antarktis. Die wichtigsten Informationen zu Leistungen und Schwierigkeitsgrad sind bei jeder Reise kompakt zusammengefasst. Die verbindlichen Leistungsbeschreibungen und eventuelle Anforderungen zu jeder Reise finden Sie im Internet.


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Allgemeine Reisebedingungen 1. Anmeldung, Reisebestätigung 1.1. Mit der Anmeldung zu einer ausgeschrieben Reise bietet der Reisende der DIAMIR Erlebnisreisen GmbH (nachfolgend kurz „DIAMIR“ oder „Reiseveranstalter“) den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Mit der Anmeldung erkennt der Reisende diese Allgemeinen Reisebedingungen an, die die gesetzlichen Regelungen (insbesondere §§ 651a-m BGB; §§ 4-11 BGB-InfoV) ergänzen und das Vertragsverhältnis zwischen DIAMIR als Reiseveranstalter und dem Reisenden näher ausgestalten. 1.2. Die Anmeldung kann schriftlich, mündlich oder fernmündlich vorgenommen werden. Sie erfolgt durch den Reisenden auch für alle in der Anmeldung mitaufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtung der Reisende wie für seine eigenen Verpflichtungen einsteht, sofern er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat. Der Reisende ist an seine Anmeldung bis zur Annahme durch DIAMIR, jedoch längstens 14 Tage ab dem Datum der Anmeldung gebunden. 1.3. Der Reisevertrag kommt mit der Annahme durch DIAMIR zustande. Der Reisende erhält dazu von DIAMIR eine schriftliche Reisebestätigung. Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, wird hierauf in der Reisebestätigung ausdrücklich hingewiesen. An dieses neue Angebot ist DIAMIR 10 Tage gebunden. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebotes zustande, wenn der Reisende innerhalb von 10 Tagen die Annahme erklärt. 1.4. Die vorliegenden Reisebedingungen gelten ausschließlich für die von DIAMIR selbst veranstalteten Reisen. 1.5. Bei einzelnen Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden, oder Reisen fremder Veranstalter, die im Prospekt mit dem Zusatz „Diese Reise wird von einem DIAMIR-Partner veranstaltet“ versehen und damit als Reisen eines Fremdveranstalters deklariert sind, tritt DIAMIR nur als Vermittler auf. Bei diesen Leistungen bzw. Reisen gelten ausdrücklich die Geschäfts- bzw. Reisebedingungen des jeweiligen fremden Vertragspartners. Diese werden dem Reisenden bei Vertragsschluss vorgelegt bzw. vollständig übermittelt.

2. Bezahlung, Zusendung von Reisedokumenten 2.1. Nach Vertragsabschluss wird nach Aushändigung eines Sicherungsscheines im Sinne von § 651k Abs. 3 BGB eine Anzahlung fällig, die in Höhe von 10% des Reisepreises zu zahlen ist. Für Schiffsreisen/Kreuzfahrten beträgt die Anzahlung 25% des Reisepreises. 2.2. Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet. 2.3. Der restliche Reisepreis wird spätestens 4 Wochen vor Reiseantritt fällig, sofern der Sicherungsschein übergeben ist und die Reise nicht mehr aus dem in Ziffer 6.2 genannten Grund abgesagt werden kann. 2.4. Bei Buchungen, die weniger als 4 Wochen vor Reisebeginn erfolgen, ist der gesamte Reisepreis nach Übergabe des Sicherungsscheines sofort fällig. 2.5. Sind die Voraussetzungen der Fälligkeit des Reisepreises erfüllt, so besteht für den Reisenden ohne vollständige Zahlung des Reisepreises kein Anspruch auf Erbringung der Reiseleistung. Bei Überweisungen ist der vollständige Zahlungseingang des Reisepreises auf dem Konto von DIAMIR maßgeblich. 2.6. Die Reiseunterlagen werden dem Reisenden nach seiner Wahl bei vollständigem Zahlungseingang des Reisepreises ausgehändigt oder zugesandt.

2.7. DIAMIR ist berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und als Entschädigung Rücktrittskosten nach Ziffer 5.3. dieser Reisebedingungen vom Reisenden zu verlangen, wenn dieser den fälligen Reisepreis nach einer Mahnung und angemessener Fristsetzung nicht gezahlt hat. 2.8. Rücktrittsentschädigungen, Bearbeitungsund Umbuchungsentgelte sowie Versicherungsprämien sind sofort fällig.

3. Leistungen 3.1. Der Umfang der vertraglich vereinbarten Leistungen ergibt sich aus den Leistungsbeschreibungen im Prospekt von DIAMIR und den ausdrücklich mit dem Reisenden vereinbarten Sonderwünschen sowie den hierauf bezogenen, die Vereinbarung nachträglich wiedergebenden Informationen in der Reisebestätigung. 3.2. Die im Prospekt von DIAMIR enthaltenen Angaben sind bindend. DIAMIR behält sich jedoch ausdrücklich vor, aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren Gründen vor Vertragsschluss eine Änderung konkreter Reiseleistungen der Reiseausschreibung zu erklären, über die der Reisende vor seiner Buchung in Kenntnis gesetzt wird. 3.3. Aus den genannten Gründen behält sich DIAMIR überdies auch ausdrücklich vor, vor Vertragsschluss eine Änderung des konkreten Reisepreises der Reiseausschreibung zu erklären, über die der Reisende vor seiner Buchung in Kenntnis gesetzt wird. 3.4. Reisebüros und Reiseleitungen sind nicht bevollmächtigt, vom Inhalt des Reisevertrages abweichende Zusicherungen zu geben oder abändernde oder ergänzende Vereinbarungen zu treffen.

4. Leistungs- und Preisänderungen 4.1. Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsschluss auch aufgrund des spezifischen Charakters der Reisen notwendig werden und die von DIAMIR nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. In einem solchen Fall werden adäquate Ersatzleistungen angeboten. 4.2. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. 4.3. DIAMIR ist verpflichtet, den Reisenden über Leistungsänderungen oder -abweichungen unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Gegebenenfalls wird DIAMIR dem Reisenden eine kostenlose Umbuchung oder einen kostenlosen Rücktritt anbieten. 4.4. DIAMIR behält sich vor, die ausgeschriebenen und mit der Buchung vereinbarten Preise im Fall der Erhöhung der Beförderungskosten, insbesondere der Treibstoffkosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren und Einreisegebühren oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse (Kostenfaktoren) gemäß der jeweils nachfolgenden Berechnung zu ändern, wobei der entsprechende Erhöhungsbetrag zum vereinbarten Reisepreis addiert wird: Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten, so kann DIAMIR bei einer auf den Sitzplatz des jeweiligen Reisenden bezogenen Erhöhung den konkreten Erhöhungsbetrag vom Reisenden verlangen. In den anderen Fällen werden die vom Beförderungsunternehmen pro Beförderungsmittel geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze des Beförderungsmittels geteilt. Den sich so ergebenden,

konkreten Erhöhungsbetrag kann DIAMIR vom jeweiligen Reisenden verlangen. Sofern die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben wie Hafen-, Flughafengebühren oder Einreisegebühren erhöht werden, kann DIAMIR den jeweils anteiligen, konkreten Erhöhungsbetrag vom jeweiligen Reisenden verlangen. Bei einer Änderung der geltenden Wechselkurse nach Abschluss des Reisevertrages kann DIAMIR den entsprechenden, anteiligen, konkreten Erhöhungsbetrag der Verteuerung vom jeweiligen Reisenden verlangen. Eine Preiserhöhung ist nur zulässig, sofern zwischen Vertragsabschluss und dem vereinbarten Reisetermin ein Zeitraum von mehr als 4 Monaten liegt. 4.5. DIAMIR hat gegenüber dem Reisenden eine solche Preisänderung oder die Änderung einer wesentlichen Reiseleistung unverzüglich nach Kenntnis vom Änderungsgrund zu erklären. Eine Preiserhöhung muss dem Reisenden jedoch spätestens mit Ablauf des 21. Tages vor dem vereinbarten Abreisetermin zugehen. Preiserhöhungen nach diesem Zeitpunkt sind nicht mehr zulässig. 4.6. Bei Preiserhöhungen um mehr als 5% oder im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Reisende berechtigt, ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn DIAMIR in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus ihrem Angebot anzubieten. 4.7. Der Reisende hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung von DIAMIR dieser gegenüber geltend zu machen.

5. Rücktritt durch den Reisenden 5.1. Der Reisende kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter oder seinen empfangszuständigen Personen. DIAMIR empfiehlt ausdrücklich, den Rücktritt schriftlich zu erklären. 5.2. Tritt der Reisende vom Reisevertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, kann DIAMIR eine angemessene Entschädigung verlangen. Die Höhe der Entschädigung bestimmt sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der von DIAMIR ersparten Aufwendungen sowie dessen, was sie durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwerben kann. 5.3. DIAMIR kann für jede Reiseart unter Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendungen und des durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen gewöhnlich möglichen Erwerbs sowie der Nähe des Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn eine Entschädigung in einem prozentualen Verhältnis zum Reisepreis unter Beachtung der nachstehenden Staffel festsetzen (pauschalieren): s Bei allen von DIAMIR veranstalteten Reisen ausgenommen Schiffsreisen/Kreuzfahrten - kann DIAMIR eine pauschalierte Entschädigung wie folgt verlangen: Rücktritt bis zum 60. Tag vor Reiseantritt 10%, vom 59. bis zum 30. Tag vor Reiseantritt 20%, vom 29. bis zum 22. Tag vor Reiseantritt 30%, vom 21. bis zum 15.Tag vor Reiseantritt 50%, vom 14. bis zum 7. Tag vor Reiseantritt 75%, ab dem 6. Tag vor Reiseantritt 90%.

keine oder wesentlich niedrigere Kosten entstanden sind, als die unter Ziffer 5.3 für den einzelnen Fall ausgewiesenen pauschalen Kosten. 5.5. Bis zum Reisebeginn kann der Reisende verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. DIAMIR kann dem Eintritt des Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, so haften er und der Reisende der DIAMIR gegenüber als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten.

6. Rücktritt und Kündigung durch den Reiseveranstalter DIAMIR kann in folgenden Fällen vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag kündigen: 6.1. DIAMIR kann den Reisevertrag aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Reiseleiter oder örtliche Vertreter von DIAMIR sind zur Erklärung der Kündigung bevollmächtigt. Ein wichtiger Grund kann insbesondere gegeben sein, wenn der Reisende den vorher bekannt gegebenen besonderen Reiseanforderungen nicht genügt oder wenn er durch sein Verhalten den Reiseablauf nachhaltig stört oder gefährdet und dem auch nach Abmahnung nicht abgeholfen wird oder abgeholfen werden kann. Im Falle dieser Kündigung behält DIAMIR grundsätzlich den Anspruch auf den Reisepreis, muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen erlangt werden einschließlich der ihr von den Leistungsträgern gutgebrachten Beträge. 6.2. Bei Nichterreichen einer in der Reiseausschreibung angegebenen Mindestteilnehmerzahl kann DIAMIR bis 5 Wochen vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten (Zugang beim Reisenden). In jedem Fall ist DIAMIR verpflichtet, den Reisenden unverzüglich nach Eintritt der Voraussetzung für die Nichtdurchführung der Reise hiervon in Kenntnis zu setzen und ihm die Rücktrittserklärung unverzüglich zuzuleiten. Der Reisende erhält den eingezahlten Reisepreis unverzüglich zurück.

7. Höhere Gewalt 7.1. DIAMIR kann den Reisevertrag bei nicht voraussehbarer, höherer Gewalt kündigen, wenn dadurch die Reise erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt würde. In diesem Fall ist auch dem Reisenden die Kündigung gestattet. Wird der Vertrag gekündigt, so kann DIAMIR für die erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. 7.2. Weiterhin ist DIAMIR verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere falls der Vertrag die Rückbeförderung umfasst, den Reisenden zurückzubefördern. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last.

8. Abhilfe, Minderung, Kündigung s Bei allen von DIAMIR veranstalteten Schiffsreisen/Kreuzfahrten kann DIAMIR eine pauschalierte Entschädigung wie folgt verlangen: Rücktritt bis zum 30. Tag vor Reiseantritt 25%, vom 29. bis zum 22. Tag vor Reiseantritt 40%, vom 21. bis zum 15.Tag vor Reiseantritt 60%, vom 14. bis zum 7. Tag vor Reiseantritt 80%, ab dem 6. Tag vor Reiseantritt 90%.

8.1. Wird die Reise nicht vertragsgemäß erbracht, so kann der Reisende Abhilfe verlangen. Der Reiseveranstalter kann auch in der Weise Abhilfe schaffen, dass er eine gleichwertige Ersatzleistung erbringt. Der Reiseveranstalter kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.

5.4. Dem Reisenden ist es jederzeit vorbehalten, nachzuweisen, dass DIAMIR im Zusammenhang mit dem Rücktritt oder dem Nichtantritt der Reise

8.2. Für die Dauer einer nicht vertragsgemäßen Erbringung der Reise kann der Reisende eine entsprechende Herabsetzung des Reisepreises ver-


langen (Minderung). Der Reisepreis ist in dem Verhältnis herabzusetzen, in welchem zur Zeit des Verkaufs der Wert der Reise in mangelfreiem Zustand zu dem wirklichen Wert gestanden haben würde. Die Minderung tritt nicht ein, soweit es der Reisende schuldhaft unterlässt, den Mangel anzuzeigen. 8.3. Wird eine Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Reiseveranstalter innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Reisende im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen den Reisevertrag – in seinem eigenen Interesse und aus Beweissicherungsgründen zweckmäßig durch schriftliche Erklärung – kündigen. Dasselbe gilt, wenn dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels aus wichtigem, dem Reiseveranstalter erkennbaren Grund nicht zuzumuten ist. Der Bestimmung einer Frist für die Abhilfe bedarf es nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird. Er schuldet dem Reiseveranstalter den auf die in Anspruch genommenen Leistungen entfallenden Teil des Reisepreises, sofern diese Leistungen für ihn von Interesse waren. 8.4. Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder der Kündigung Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen, es sei denn, der Mangel an der Reise beruht auf einem Umstand, den der Reiseveranstalter nicht zu vertreten hat.

9. Haftung und Beschränkung der Haftung 9.1. Die vertragliche Haftung von DIAMIR für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, – soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder – soweit die DIAMIR für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist. 9.2. Für alle Schadensersatzforderungen des Reisenden aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, haftet DIAMIR bei Sachschäden auf 4100,– € beschränkt. Übersteigt der dreifache Reisepreis diese Summe, ist die Haftung für Sachschäden auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt. Diese Haftungshöchstsummen gelten jeweils je Reisenden und Reise. 9.3. DIAMIR haftet nicht für Leistungsstörungen sowie Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen, Reiseprogramme usw.), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Reisebestätigung ausdrücklich als Fremdleistung so gekennzeichnet wurden, dass sie als solche für den Reisenden erkennbar nicht Bestandteil der Leistungen des Reiseveranstalters sind. 9.4. Ein Schadensersatzanspruch gegen DIAMIR ist insoweit beschränkt oder ausgeschlossen, als aufgrund internationaler Übereinkommen oder auf solchen beruhenden gesetzlichen Vorschriften, die auf die von einem Leistungsträger zu erbringenden Leistungen anzuwenden sind, ein Anspruch auf Schadensersatz gegen den Leistungsträger nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen ist. 9.5. Kommt dem Reiseveranstalter die Stellung eines vertraglichen Luftfrachtführers zu, so regelt sich die Haftung nach den Bestimmungen des Luftverkehrsgesetzes in Verbindung mit den internationalen Abkommen von Warschau, Den Haag, Guadalajara und dem Montrealer Übereinkommen (nur für Flüge nach USA und Kanada). Diese Abkommen beschränken in der Regel die Haftung des Luftfrachtführers für Tod oder Körperverletzung sowie für Verluste und Beschädigungen von Gepäck. Sofern der Reiseveranstalter

in anderen Fällen Leistungsträger ist, haftet er nach den für diese geltenden Bestimmungen.

10. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung 10.1. Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der Reisende innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter unter dessen unten genannten Anschrift geltend zu machen. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert worden ist, oder wenn es sich um deliktische handelt. 10.2. Gepäckschäden, Zustellungsverzögerungen bei Gepäck oder Gepäckverlust im Zusammenhang mit Flügen sind nach internationalen Übereinkommen unabhängig von der genannten Frist darüber hinaus binnen 7 Tage bei Gepäckverlust und binnen 21 Tagen bei Gepäckverspätung nach Aushändigung des Gepäcks anzuzeigen. Es wird empfohlen, unverzüglich an Ort und Stelle die Schadensanzeige bei der zuständigen Fluggesellschaft zu erheben. Gleichermaßen ist der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck der örtlichen Reiseleitung oder DIAMIR gegenüber innerhalb der genannten Monatsfrist anzuzeigen. 10.3. Ansprüche des Kunden nach den §§ 651 c – f BGB aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Reiseveranstalters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Reiseveranstalters beruhen, verjähren in zwei Jahren. Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Reiseveranstalters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Reiseveranstalters beruhen. Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651 c – f BGB verjähren in einem Jahr. 10.4. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt. Schweben zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Kunde oder der Reiseveranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein. 10.5. Die Abtretung von Ansprüchen gegen DIAMIR ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht unter mitreisenden Familien¬angehörigen bzw. Mitreisenden einer gemeinsam gebuchten Reise.

11. Mitwirkungspflicht Der Reisende ist verpflichtet, bei auftretenden Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mitzuwirken, eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten. Im Falle von Beanstandungen ist er verpflichtet, diese unverzüglich der örtlichen Reiseleitung zur Kenntnis zu geben. Diese ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Unterlässt es der Reisende schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt ein Anspruch auf Minderung nicht ein.

12. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften 12.1. DIAMIR verpflichtet sich, Staatsangehörigen des Staates, in dem die Reise angeboten wird, über die notwendigen Pass- und Visumerfordernisse, insbesondere über die Fristen zur Erlangung dieser Dokumente sowie deren eventuelle Änderungen vor Reiseantritt zu unterrichten. Für Angehörige anderer Staaten gelten möglicherweise andere Pass- und Visumerfordernisse, über die das zuständige Konsulat Auskunft gibt. Darüber hinaus verpflichtet sich DIAMIR, den Reisenden über die notwendigen gesundheitspolizeilichen Formalitäten sowie deren eventuelle Änderungen vor Reiseantritt zu unterrichten.

12.2. DIAMIR haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, es sei denn, dass der Reiseveranstalter die Verzögerung zu vertreten hat. Vorstehendes gilt auch, wenn der Reisende DIAMIR mit der Besorgung beauftragt hat. Von den diplomatischen Vertretungen erhobene Gebühren für die Bearbeitung der Visumanträge sind im Pauschalpreis nicht enthalten. 12.3. Der Reisende ist für die Einhaltung aller für die Durchführung der Reise wichtigen Vorschriften selbst verantwortlich. Insbesondere gilt dies auch für die korrekte Schreibweise des eigenen Namens sowie der Namen aller ggf. in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtung der Reisende wie für seine eigenen Verpflichtungen einsteht, entsprechend der offiziellen Schreibweise im Reisepass. 12.4. Alle Nachteile, insbesondere die Zahlung von Rücktrittskosten, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu Lasten des Reisenden, ausgenommen wenn sie durch eine schuldhafte Falsch- oder Nichtinformation von DIAMIR bedingt sind.

13. Gültigkeiten der Prospektangaben 13.1. Sämtliche Angaben in diesem Prospekt über Leistungen, Programme, Termine, Preise und Reisebedingungen entsprechen dem Stand der Drucklegung im August 2013. 13.2. Mit Erscheinen des neuen Prospekts 2014, verlieren alle vorher erschienenen Kataloge ihre Gültigkeit.

14. Sonderleistungen, Vergünstigungen Im Prospekt beworbene Sonderleistungen bzw. Vergünstigungen der DIAMIR, insbesondere Frühbucherrabatte, werden ausdrücklich nur bei den von DIAMIR veranstalteten Reisen gewährt. Für entsprechende Regelungen anderer Veranstalter ist DIAMIR nicht verantwortlich.

15. Unterrichtung des Fluggastes über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens DIAMIR ist auf Grund der Verordnung (EG) Nr. 2111/2005 über die Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmers verpflichtet, den Reisenden bei der Buchung der Reise für die Beförderung im Luftverkehr über die Identität der/des ausführenden Luftfahrtunternehmen(s) zu unterrichten. Ist die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens bei der Buchung noch nicht bekannt, so ist DIAMIR verpflichtet, dem Reisenden den Namen bzw. des Luftfahrtunternehmen(s) mitzuteilen, die wahrscheinlich die betreffenden Flüge durchführen werden. Sobald DIAMIR Kenntnis über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens erhält, wird sie den Reisenden über die Identität der bzw. des ausführenden Luftfahrtunternehmen(s) unterrichten. Wird das bzw. die ausführenden Luftfahrtunternehmen nach der Buchung gewechselt, so leitet DIAMIR für die Beförderung im Luftverkehr unabhängig vom Grund des Wechsel unverzüglich alle angemessenen Schritte ein, um sicher zu stellen, dass der Reisende so rasch wie möglich über den Wechsel unterrichtet wird. In jedem Fall wird der Reisende bei der Abfertigung oder, wenn keine Abfertigung bei einem Anschlussflug erforderlich ist, beim Einstieg unterrichtet. DIAMIR sorgt dafür, dass der betreffende Reisende für die Beförderung im Luftverkehr über die Identität der oder des Luftfahrtunternehmen(s) unterrichtet wird, sobald diese Identität feststeht, insbesondere im Falle eines Wechsel des Luftfahrtunternehmens. Die von der europäischen Gemeinschaft veröffentlichte gemeinschaftliche Liste der Luftfahrtunternehmen, gegen die in der Gemeinschaft eine Betriebsuntersagung ergangen ist, ist im Internet aktuell abrufbar unter http://ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/ air-ban/index_de.htm oder auf Anfrage bei DIAMIR erhältlich.

16. Datenschutz DIAMIR überlassene personenbezogene Daten werden elektronisch verarbeitet und genutzt, soweit sie zur Vertragsdurchführung erforderlich sind. Soweit nicht für DIAMIR erkennbar ist, dass der Reisende zukünftig keine schriftlichen Informationen über aktuelle Angebote wünscht, möchte DIAMIR auch weiter unter Nutzung der dafür notwendigen Daten informieren. Im Bereich „Datenschutz“ der Website von DIAMIR bzw. über die unten bezeichnete Adresse des Reiseveranstalters kann der Reisende jederzeit mitteilen, dass er die Zusendung weiterer Informationen nicht wünscht. Zwingende gesetzliche Bestimmungen zur Einholung von Zustimmungen zur Datenverarbeitung bleiben unberührt.

17. Rechtswahl und Gerichtsstand; Sonstiges 17.1 Auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung. Das gilt auch für das gesamte Rechtsverhältnis. Der Kunde kann den Reiseveranstalter an dessen Sitz verklagen. Soweit der Kunde Kaufmann oder juristische Person des privaten oder des öffentlichen Rechtes oder eine Person ist, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland hat, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Reiseveranstalters vereinbart. 17.2 Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages oder dieser Allgemeinen Reisebedingungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge.

18. Einschränkungen Irrtum bei Preisangaben und Terminen bleiben vorbehalten. Stand August 2013 Reiseveranstalter: DIAMIR Erlebnisreisen GmbH Berthold-Haupt-Str. 2 01257 Dresden/Deutschland Amtsgericht Dresden: HRB 18847 Geschäftsführer: Jörg Ehrlich, Thomas Kimmel, Markus Walter Reiseveranstalter-Haftpflichtversicherung: Generali Versicherung AG, 81737 München


Reiseanmeldung Fax: (0351) 31 20 76 Tourcode laut Katalog Tourcode (Beispiel) ST

DIAMIR Erlebnisreisen GmbH Berthold-Haupt-Str. 2 01257 Dresden

PA

NI

FL

OT

Tag des Reisebeginns

1C

0

51

0

67

1

84

Tourcode Reiseziel Reisetermin Reisepreis EZ-Zuschlag Vorprogramm/Verlängerung

1. Person (Anmelder)

2. Person

weitere Personen

Name (Schreibweise wie im Reisepass!): Vorname (Schreibweise wie im Reisepass!): Straße: PLZ/Wohnort: geboren am: geboren in: Nationalität: Telefon: Fax: E-Mail: Reisepassnummer: Reisepass ausgestellt am: Reisepass gültig bis: Ausstellungsort Reisepass: Beruf: Im Notfall verständigen (Name, Tel.): EZ

Zimmerwunsch1: Rail & Fly bei Buchung : 40 € 2

Ja

DZ

½ DZ

EZ

Nein

Ja

DZ

½ DZ

EZ

Nein

Ja

DZ

½ DZ Nein

Zusatzwunsch: (z.B. Gewünschter Abflugort, Einzelzimmer, Flugzubringer, Versicherung)

Für die Verfügbarkeit eines halben Doppelzimmers kann keine Garantie übernommen werden. Bei Buchungsbestätigung wird erst einmal der volle EZ-Zuschlag in Rechnung gestellt. Sollte sich bis 4 Wochen vor Abreise ein geeigneter Zimmerpartner finden, wird der EZ-Zuschlag gutgeschrieben. Bei Nichtangabe des Zimmerwunsches wird bei einer alleinreisenden Person automatisch ein Einzelzimmer und bei 2 gemeinsamreisenden Personen automatisch ein Doppelzimmer gebucht. 2 Direkt bei der Buchung berücksichtigt kostet das Rail & Fly Ticket immer 40 € pro Person für die Hin- und Rückfahrt, egal wie kurzfristig Sie buchen. Bei nachträglicher Buchung ab 59 Tage vor Abreise belaufen sich die Kosten auf 90 € pro Person für die Hin- und Rückfahrt. 1

Ich bin einverstanden, dass vor der Reise meine o.g. Telefonnummer und E-Mail-Adresse an andere Reiseteilnehmer weitergegeben werden:

ja

nein

Dieser Anmeldung liegen die aktuellen Reiseausschreibungen der DIAMIR Erlebnisreisen GmbH zu Grunde. Ich bin über die derzeitigen Visa- und Impfbestimmungen informiert. Für die von der DIAMIR Erlebnisreisen GmbH veranstalteten Reisen gelten ausschließlich die im aktuellen Prospekt abgedruckten Allgemeinen Reisebedingungen. Die Allgemeinen Reisebedingungen der DIAMIR Erlebnisreisen GmbH sind mir bekannt und ich erkenne diese mit meiner Unterschrift an. Bei einzelnen Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden, oder Reisen fremder Veranstalter, die im Prospekt mit dem Zusatz „Diese Reise wird von einem DIAMIR-Partner veranstaltet“ versehen und damit als Reisen eines Fremdveranstalters deklariert sind, tritt die DIAMIR Erlebnisreisen GmbH nur als Vermittler auf. Bei diesen Leistungen bzw. Reisen gelten ausdrücklich die Allgemeinen Geschäfts- bzw. Reisebedingungen des jeweiligen fremden Vertragspartners. Die Schreibweise von Vorname und Name aller von mir angemeldeten Personen entsprechen der offiziellen Schreibweise im Reisepass. Ort/Datum

Unterschrift

Ich erkläre mich für die vertragliche Verpflichtung aller von mir angemeldeten Teilnehmer in gleicher Weise haftbar wie für meine eigene Anmeldung. Ort/Datum

Unterschrift


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DIAMIR Erlebnisreisen: Expeditionskreuzfahrten 2018/2019  

Expeditionskreuzfahrten in die Arktis, Antarktis, nach Spitzbergen und Grönland sind in diesem Spezialkatalog von DIAMIR zusammengefasst.

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