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TRAINING & EDUCATION NEWS & FACTS

SUCCEED / Ausgabe 2

Weiterbildung: Wer richtig wählt, gewinnt Further education: win through with the right choice > Auffrischen des Fachwissens und laufende Weiterentwicklung der persönlichen Kompetenzen erfordern kontinuierliche Ausund Weiterbildung. Bei der Fülle an inhaltlichen Möglichkeiten und der Vielzahl an Anbietern fällt die Wahl der passenden Aus- und Weiterbildung jedoch manchmal schwer. Der Vergleich macht sicher. > Refreshing one’s professional expertise and consistently developing one’s personal skills requires ongoing further education and training. However, with such a range of options and providers to choose from, making the right choice can be difficult. A comparison makes things clearer.

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ei vielen Weiterbildungsmaßnahmen ist ein hohes zeitliches und finanzielles Investment notwendig und in den meisten Fällen wird eine Weiterentwicklung als Ergebnis erwartet. Es lohnt sich also, Angebote und Institutionen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Festlegen der Zielsetzung An erster Stelle in der Entscheidungsfindung liegen eine grundlegende Bedarfsanalyse und die Feststellung, welche fachlichen Fähigkeiten oder Kompetenzen erworben werden müssen. Gabriele Kolibal, Leitung Aus- und Weiterbildung beim WIFI Wien, empfiehlt zu überlegen, „mit welchen Kompetenzen ich gute Chancen am Arbeitsmarkt habe und womit ich meine Karriereziele am besten erreichen kann“. Um die richtige Entscheidung besser treffen zu können, befürwortet die Weiterbildungsexpertin eine vorgelagerte Potenzialanalyse oder ein Karrierecoaching. Auch die berufliche Zielsetzung und die Erwartungshaltung sollten im Vorfeld ermittelt werden. So rät Nino Tomaschek, Leiter des Postgraduate Center der Universität Wien: „Hilfreich ist, zu fragen, ob ich einen Karrieresprung nach dem Abschluss anstrebe oder mich in eine andere Richtung entwickeln möchte.“ Erst wenn klar ist, in welchem Feld man langfristig tätig sein möchte und in welche Richtung die berufliche Entwicklung gehen soll, kann die Suche nach den geeigneten Weiterbildungsmaßnahmen starten. Zentral ist dabei die Frage: „Welches Programm hilft mir als Person zu einem noch besseren USP am Arbeitsmarkt und hebt mich von anderen ab?“, so Nino Tomaschek. Bei der Entscheidung für ein längerfristiges Studium sollte dann ermittelt werden, ob die Ausbildung berufsbegleitend oder in Vollzeit erfolgen soll. Gerade bei längeren und intensiveren Weiterbildungsprogrammen spielt auch die zeitliche Struktur der Bildungsmaßnahme eine Rolle. „Es ist wichtig, dass der zeitliche Umfang mit der beruflichen Tätigkeit und dem privaten Umfeld vereinbar ist“, gibt Petra Aigner, Managing Director des Continuing Education Center der Technischen Universität Wien, zu bedenken. Prüfung der Angebote Wenn die inhaltliche Richtung feststeht, kann mit der Suche nach passenden Weiterbildungsangeboten begonnen werden. Zur Entscheidungsfindung können verschiedene Kriterien herangezogen werden. So sollte zunächst die Qualität des Weiterbildungsinstituts und des Lehrpersonals näher betrachtet werden. Dazu dienen etwa Informationen über die Trägerorganisation und deren vertretene Interessen sowie die Erfahrungen der Lehrenden. Gabriele Kolibal vom WIFI Wien empfiehlt abzuklären, „wie das Preis-LeistungsVerhältnis, die Qualifikation der Trainerinnen

Petra Aigner, Continuing Education Center der TU Wien: „Zeitlicher Umfang der Weiterbildung muss beruflich und privat vereinbar sein“ Petra Aigner, Continuing Education Centre at the Vienna University of Technology: “It is important that the time commitment required for further education fits in with professional and private life activities”

Gabriele Kolibal, WIFI Wien: „Preis-LeistungsVerhältnis und Qualifikation der Trainerinnen und Trainer sollten im Vorfeld abgeklärt werden“ Gabriele Kolibal, WIFI Vienna: “The price-performance ratio and the qualification level of the coaches should be clarified in advance”

Hubert Biedermann, Montanuniversität Leoben: „Ausbildung ist faktisch wie ein Coaching auf dem Weg nach oben“ Hubert Biedermann, University of Leoben: “Education is in fact rather like coaching someone to climb the career ladder”

und Trainer sowie die Angemessenheit der räumlichen und technischen Ausstattung sind“. Um Interessenten mit den nötigen Informationen zu versorgen, stehen Weiterbildungsinstitute auch im persönlichen Kontakt bei Informationsveranstaltungen und Messen sowie mit individuellen Beratungsgesprächen zur Verfügung. Als weiterer Informationskanal werden „auf Anfrage auch Kontakte zu Absolventen vermittelt, damit Interessenten aus erster Hand Eindrücke zum Studium bekommen können“, beschreibt Petra Aigner das Angebot des Continuing Education Center. Neben kostenlosen Infoabenden bei Lehrgängen setzt das BFI Wien auch auf persönliche Beratung. „Ein Gespräch mit unseren Bildungsberatern kann schon vorab klären, inwieweit der geplante Lehrgang mit den Anforderungen und Interessen zusammenpasst“, so BFI Wien Geschäftsführerin Valerie Höllinger. Nicht nur, ob das Programm zum Kandidaten passt, sondern auch, ob die potenziellen Teilnehmer in die Ausbildung passen, wird gerade bei umfassenden Programmen wie einem MBA ermittelt. Hubert Biedermann, Lehrgangsleiter des MBA-Programms an der Montanuniversität Leoben, über das VorabEinzelgespräch: „Die wesentliche Frage ist der ,personal fit‘: Unterstützt das Programm die Ziele des Kandidaten und welche Voraussetzungen bringt jemand bereits mit?“ Qualifikationen der Lehrenden Neben Fachwissen und didaktischen Kompetenzen erfordern innovative Lernmethoden immer stärker einen Trainertyp, der Selbstlern-Kompetenz bei den Teilnehmenden vermitteln kann. „Anfangs können innovative Lernmethoden irritieren, wenn man das selbstverantwortliche Erarbeiten des Wissens nicht gewohnt ist. Aber genau das ist es, was wir in der Wirtschaft heute brauchen“, schildert Karl H. Pisec, Kurator des WIFI Österreich, den Lern- und Trainingsansatz des österreichweiten Bildungsanbieters. Bei universitären Weiterbildungen sollte auch auf die Nähe zur Forschung und gleichzeitig den Praxisbezug des Programms geachtet werden. Auch für Hubert Biedermann von der Montanuniversität Leoben spielt die Praxisnähe eine große Rolle: „Unsere Teilnehmer bestätigen uns, dass sie die Inhalte unmittelbar im Arbeitsalltag anwenden können. Die Ausbildung ist faktisch wie ein Coaching auf dem Weg nach oben.“ Auch individuelle Betreuung sollte durch Kleingruppen während der Ausbildung gewährleistet werden. Qualität und Internationalität der Teilnehmer Für ein gelungenes praxisorientiertes Lernen sind aber nicht nur die Trainer verantwortlich, sondern auch die Qualität der Teilnehmer hat Einfluss darauf. Bei der Auswahl des Programms sollte daher auch auf Seniorität, Diversität und Qualität der zukünftigen Kolle-

gen geachtet werden. „Unsere Teilnehmer kommen aus den unterschiedlichsten Kultur- und Wirtschaftskreisen und lassen ihre vielfältigen Praxiserfahrungen in das Programm einfließen. Diese Erfahrungen und Kenntnisse sind ebenso lehrreich wie der Input der Vortragenden“, schildert Bodo B. Schlegelmilch, Dean der WU Executive Academy. Auch die Möglichkeit, internationale Kontakte zu knüpfen, ist ein wesentliches Entscheidungskriterium: „Im Rahmen unserer Programme schätzen Teilnehmer, dass sie internationale Erfahrungen zum Beispiel im Rahmen unserer Studienreisen sammeln, sich mit ihren erfahrenen Kollegen aus unterschiedlichen Ländern austauschen können und Vortragende aus der ganzen Welt haben.“ CONTINUING EDUCATION CENTER

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