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Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System. Stellen Sie die Qualit채t unserer gebauten Umwelt sicher. Das DGNB System unterst체tzt Sie bei Planung, Bau und Betrieb nachhaltiger Geb채ude und Quartiere.


2

DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Inhaltsverzeichnis

03

Der Wachstumsmarkt Nachhaltiges Bauen.

04

Das DGNB Zertifizierungssystem. Qualität umfassend dokumentieren.

08

Starker neuer Wirtschaftsfaktor. Das DGNB Zertifikat aus Sicht der Investoren und Betreiber.

10

Der Weg zum DGNB Zertifikat. In vier Schritten zum Nach­haltigkeits­ziel.

13

Die Anwendung des DGNB Systems. Ganzheitlich planen, bauen und bewerten.

22

Nachhaltigkeit im großen Maßstab. Nutzungsprofile für Quartiere.

23

Zertifizierungskosten.

25

Reizvoller Zukunftsmarkt. Nachhaltiges Bauen aus Sicht der Auditoren.

26

Zentrale Organe der DGNB Systementwicklung. Effektiv zusammenarbeiten.

28

Ergänzend zum DGNB System. Für jeden das passende Angebot.

30

Die DGNB Mitglieder. Umfassender Wissenspool und Basis des DGNB Systems.

© DGNB Juni 2013 Titel: 5 Morgen Dahlem Urban Village DGNB Vorzertifikat in Silber © STOFANEL Investment AG

Quasar Istanbul DGNB Vorzertifikat in Gold © Marcel Wanders


Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

DER WACHSTUMSMARKT NACHHALTIGES BAUEN.

Nachhaltiges Handeln ist aus der Bau- und Immobilienwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Die Themen Ressourcenschonung, Werterhalt und Nutzer­ komfort rücken beim Planen, Bauen und Betreiben der gebauten Umwelt immer stärker in den Fokus. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. ist der richtige Partner, um diese Aspekte in Ein­klang zu bringen. Mit unserem DGNB Zertifizierungssystem helfen wir Ihnen, die Qualität Ihrer Projekte zu optimieren und transparent dar­zustellen.

Klimawandel, Ressourcenverknappung, Finanzkrise – unsere Gesellschaft steht vor zentralen Herausforderungen, die sie nicht an die kommenden Generationen weitergeben darf. Das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln wächst in allen Lebensbereichen. Und zahlreiche technische Lösungen bieten uns die Möglichkeit, bereits heute die Verantwortung für morgen zu übernehmen. Eine nachhaltige Entwicklung muss ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Ziele in Einklang bringen. Die Bau- und Immobilienwirtschaft kann dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Laut Bundesumweltministerium wird rund ein Drittel des Ressourcenverbrauchs in Deutschland von Gebäuden verursacht. Für Abfallaufkommen und CO2-Emissionen gilt Ähnliches. Nachhaltiges Bauen zielt darauf ab, diese Kennwerte systematisch zu reduzieren. Gleichzeitig sind nachhaltige Lebensräume wirtschaftlich effizient und entsprechen den Bedürfnissen der Nutzer. Vor diesem Hintergrund gründeten führende Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen der Bau- und Immobilienwirtschaft im Sommer 2007 die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. Mit dem Ziel, nachhaltiges Bauen konsequent voranzutreiben, haben wir ein Zertifizierungssystem zur Beschreibung und Bewertung besonders umweltfreundlicher, ressourcen­ sparender, wirtschaftlich effizienter und für den Nutzerkomfort optimierter Gebäude sowie lebens­ werter Quartiere entwickelt – das DGNB System. Darüber hinaus widmet sich der Verein mit seiner stetig wachsenden Mitgliedergemeinschaft der Förderung von nachhaltigem Bauen durch fundierten Know-how-Transfer, gezielte Weiterbildung und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema. Die DGNB ist mit ihren über 1.200 Mit­ gliedern Deutschlands zentrale Plattform für nachhaltiges Bauen – und damit Ihr starker Partner im Wachstumsmarkt Nachhaltiges Bauen.

3


4

DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Das DGNB Zertifizierungssystem. Qualität umfassend dokumentieren.

Zertifizierungssysteme für nachhaltiges Bauen gibt es einige. Das DGNB System ist einzigartig. Es zeichnet sich durch seine ganzheitliche Be­trach­tung von Öko­no­ mie, Ökologie und Nutzerkomfort aus. Auf Basis einer einheitlichen Sys­tema­tik kann es präzise auf unterschiedliche Gebäudenutzungen und länder­spe­zi­fi­sche An­forderungen angepasst werden. Das System wird international angewendet und ist insbesondere durch das DGNB Vorzertifikat von Anfang an das optimale Planungsinstrument. Ganzheitlicher Qualitätsanspruch. Durchgängige Systematik. Ob Neubauten, Bestandsimmobilien oder Modernisierungen, ob einzelne Gebäude oder ganze Quartiere – die einheitliche Bewertungssystematik der DGNB Zertifizierung betrachtet durchgängig alle wesentlichen Aspekte des nachhaltigen Bauens. Diese umfassen die sechs Themenfelder Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort. Dabei fließen die ersten vier Themenfelder gleichgewichtet in die Bewertung ein. Damit ist das DGNB System das einzige, das dem wirtschaftlichen Aspekt des nachhaltigen Bauens ebenso große Bedeutung zumisst wie den ökologischen Kriterien. Im Fokus der Bewertung steht der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes. Grundsätzlich werden dabei keine einzelnen Maßnahmen bewertet, sondern anzustrebende Leistungsziele definiert.

Das DGNB Zertifizierungssystem der 2. Generation (Beispiel für Gebäude)

Ökologische Qualität

Ökonomische Qualität

Soziokulturelle und funktionale Qualität

22,5%

22,5%

22,5%

Technische Qualität 22,5%

Prozessqualität 10%

Standortqualität


5

Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

Breite Anwendung. National und international. Das DGNB System ermöglicht eine präzise Anpassung des

dem Thema Nachhaltiges Bauen und insbesondere mit dem

Kri­terien­katalogs und der Gewichtung einzelner Kriterien

DGNB Zertifizierungssystem beschäftigen. Die DGNB orga-

an unterschiedliche Gebäudetypen und Nutzungsarten. Zu­

nisiert gemeinsam mit der Community Veranstaltungen

dem hat die DGNB ihr Zertifizierungssystem und ihr Aus­

und Ausbildungen. Besteht in einem Land mit einer lokalen

bildungsangebot von Anfang an sowohl auf den nationalen

Organisation eine DGNB Kooperation, werden gemeinsa-

wie den internationalen Markt ausgerichtet. Da sich das Sys­

me Aktivitäten angeboten. Bei großem Interesse kann die

tem einfach auf klimatische, bauliche, gesetzliche und kul-

lokale Organisation das System adaptieren und exklusiver

turelle Besonderheiten in anderen Ländern anpassen lässt,

DGNB Systempartner werden.

ist die DGNB in der Lage, weltweit zu zertifizieren und ihren hohen Qualitätsanspruch umzusetzen. Für die internationa-

Partnerorganisation vor Ort

le Zer­ti­fizierung geht die DGNB zwei verschiedene Wege:

Für den Fall, dass in einem Land ein DGNB Systempartner etabliert ist, adaptiert die DGNB zusammen mit dieser

Direktanwendung des DGNB Systems

Orga­nisation das Zertifizierungssystem noch weiter an

Für alle Länder stellt die DGNB eine internationale Version

die lokalen Anforderungen und an die vorherrschende

ihres Systems bereit, das auf aktuellen europäischen

Baukultur. So können wir weltweit Gebäude nach glei-

Normen und Standards basiert. Dadurch sind wir in der

chem Maßstab und mit gleicher Systematik auszeich-

Lage, weltweit Gebäude und Quartiere direkt zu zertifizie-

nen und bei Investoren, Bauherren und Nutzern für Ver­

ren. In einigen Ländern existiert eine DGNB Community,

gleichbarkeit, Transparenz und Sicherheit sorgen. Projekte

eine Gruppe von Interessierten und Experten, die sich mit

werden hier durch den DGNB Systempartner zertifiziert.

DAS DGNB PARTNERNETZWERK Amerika

Europa

Asien

Polen

Deutschland

Ukraine

Slowenien

Thailand Italien

D  GNB Systempartner

DGNB Community

DGNB Kooperation


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DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Nachhaltigkeit planen. Mit dem DGNB Vorzertifikat.

Nachhaltigkeitsziele von Städten und Gemeinden umsetzen. Transparent und zuverlässig.

Je früher die DGNB Kriterien in die Planungsphase einbe-

Nachhaltiges Bauen ist ein zentrales Element in der Politik

zogen werden können, umso besser. Die Vor­zerti­fiz­ ierung

von Städten und Gemeinden. In den Kommunen wächst

bietet die Möglichkeit, Immobilien bereits von Anfang an

der Bedarf an verlässlichen Grundlagen, die ihre jeweili-

unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit zu opti­mieren

gen Nachhaltigkeitsziele voranbringen können. Die DGNB

und dies verbindlich zu dokumentieren.

gilt mit ihrem unabhängigen transparenten und qualitätsgesicherten Zertifizierungssystem bei Städten und

Das hat eine ganze Reihe von Vorteilen bei Planung, Bau

Gemeinden als kompetenter Ansprechpartner, wenn es

und Vermarktung: Durch die frühzeitige Definition aller

um nachhaltiges Bauen geht. Mit der Zertifizierung von

wesentlichen Kriterien der Nachhaltigkeit verfügen alle

Quartieren – aber auch von Bildungseinrichtungen, Wohn-

Beteiligten im Planungsteam über klare Vorgaben. Das

oder Verwaltungsgebäuden bis hin zu gemischt genutzten

sorgt für Transparenz, unterstützt das Risikomanagement

Gebäuden – bietet das DGNB System speziell für Behörden

und stellt die geplanten Leistungsziele auf eine sichere

passende Instrumente zur Umsetzung und Dokumentation

Basis. Genauso wie die Finanzierung. Und natürlich erhöht

ihrer Nachhaltigkeitsziele.

die Auszeichnung mit dem anerkannten Qualitätszeichen auch den Vermietungs- und Verkaufserfolg. Das bedeutet für Bauherren und Investoren: mehr finanzielle Sicherheit zu einem frühen Zeitpunkt.

bedeutung des dgnb vorzertifikats

Grundlagenermittlung

Vorplanung

Entwurfs- und Genehmigungsplanung

Ausführungs- und Detailplanung

Beeinflussbarkeit

Beginn

DGNB Vorzertifizierung

Ausschreibung, Vergabe

Bauausführung

Aufwand der Änderungen

Fertigstellung


Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

Qualität auszeichnen. Die Vorteile der DGNB Zertifizierung auf einen Blick.

Werte sichern. Risiken senken. Die Vorteile für Investoren und Bauherren. 

Qualität von Anfang an: Mit dem DGNB Vorzertifikat haben Bauherren und Nutzer schon in der frühen Pla­

Mehr Lebensqualität. Weniger Nebenkosten. Die Vorteile für Nutzer. 

Gesunde Nutzer: Das DGNB System berücksichtigt das

nungs­phase die Sicherheit, dass die Leistungsziele eines Ge­ bäudes mit dessen Fertigstellung erreicht werden können. 

schaftlichen Nachhaltigkeit eines Gebäudes wird ebenso

Wohlbefinden und die Gesundheit der Gebäudenutzer,

bedeutend eingestuft wie die Relevanz der ökologischen,

Krankenstände werden dadurch minimiert. 



Marktchancen erhöhen: Das DGNB Zertifikat erhöht

und fördert dadurch geringere Kosten und Prozess­

die Chancen bei Verkauf und Vermietung, da die hohe

optimierungen im Betrieb. So können Nebenkosten

Qualität eines Gebäudes für Eigentümer und Nutzer

durch eine nachhaltige Planung langfristig reduziert

sichtbar wird.

werden. 

soziokulturellen und technischen Aspekte.

Nutzer profitieren: Das DGNB System hat von Anfang an den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes im Blick

Ökonomie gleichgewichtet: Die Relevanz der wirt-



Weitervermietung sichern: Die Nachfrage nach zertifi-

Für die nächsten Generationen: DGNB ­zertifizierte

zierten Gebäuden steigt zunehmend, dadurch wird das

Gebäude sind ressourcenschonend gebaut, tragen

Leerstandsrisiko solcher Immobilien minimiert.

weniger zu Treibhausemissionen bei und können groß­



teils dem Rohstoffkreislauf wieder zurückgeführt wer-

DGNB Zertifikat ermöglicht schnellere und günstigere

den. Zudem tragen sie zu einer Reduktion des Abfall­

Kreditvergaben.

aufkommens bei. Damit schützen sie aktiv unsere Umwelt.

Finanzierung vereinfachen: Die Aussicht auf ein



Vergleichbarkeit weltweit: DGNB-zertifizierte Gebäude sind sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene miteinander vergleichbar.



Höhere Planungseffizienz. Weniger Aufwand. Die Vorteile für Planer und Architekten. 

stehen einzelne Profile auf der einheitlichen Basis des DGNB Systems bereit, um eine marktgerechte Zerti­fi­ zierung anzubieten.

Integrale Planung fördern: Insbesondere die DGNB Vorzertifizierung unterstützt die integrale Planung und

Präzise Bewertung: Für unterschiedliche Gebäudearten



Transparenz sicherstellen: Mithilfe der DGNB Zertifi­ zierung werden die relevanten Themen des nachhaltigen

erschließt dadurch zu einem frühen Zeitpunkt Opti­

Bauens zuverlässig geprüft und aufbereitet. Somit ist

mierungs­potenziale bei Erstellung, Betrieb, Um- und

die Grundlage für spätere Betriebsoptimierungen bzw.

Rückbau, die dann kostenoptimiert realisierbar sind.

Umnutzung gegeben.

Damit steht die Qualitätssicherung des Projekts von Anfang an im Fokus. 

Zielgerichtet planen und monitoren: Eine systematische Definition der Nachhaltigkeitsziele anhand des DGNB Kriterienkatalogs sensibilisiert frühzeitig alle Beteiligten für die Umsetzung und dient als zentrales Instrument in der Qualitätssicherung während der Bauphase.



Relevanz von Bauprodukten. Klare Orientierung. Die Vorteile für Produkthersteller. 

Klare Innovationspotenziale: Entlang dem Kriterien­ katalog zeigt das DGNB System Herstellern auf, inwiefern Bauprodukte Einfluss auf die Nachhaltigkeit eines

Gesamtperformance bewerten: Das DGNB System

Gesamtprojektes nehmen. Damit können Produkte

gibt Zielwerte vor, die mit der Gesamtleistung eines

gezielt unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit ­weiter­-

Gebäudes erreicht werden müssen, nicht ­einzelne

entwickelt und optimiert werden. Auch hier steht die

Maß­nahmen, und fördert damit innovative Ge­bäude-

Betrachtung des gesamten Lebenszyklus – und damit die

konzepte.

langfristige Qualität von Bauprodukten – im Fokus.

7


8

DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Starker neuer Wirtschaftsfaktor. Das DGNB Zertifikat aus Sicht der Investoren und Betreiber.

Christoph Kraus Geschäftsführer Immobilien bei Lidl

„Für uns ist es wichtig zu wissen, dass wir mit unseren Maß­nahmen im Bereich Nachhaltigkeit auf dem richtigen Weg sind, und da ist die Bewertung durch eine neutrale Instanz wie die DGNB sehr hilfreich. Als Filialist war unser Anspruch bei der Ent­wicklung der umweltfreundlichen neuen Filialgeneration jedoch von Anfang an, dass wir Nachhaltigkeit mit einem serien­reifen Baukonzept verbinden wollen. Unser Ziel ist erreicht: Lidl ist eines der ersten Unternehmen, das die DGNB Zerti­ fizierung eines Bau-Masterplanes umgesetzt hat. Wir können nun für alle Filialen der neuen Gene­ration sicherstellen, dass höchste Nachhaltigkeitsstandards eingehalten werden.“

Prof. Dr.-Ing. Kunibert Lennerts Geschäftsführer, ikl Ingenieurbüro Prof. Dr.-Ing. Kunibert Lennerts GmbH

„Durch die in der DGNB verankerten Lebenszyklusbetrachtung kommt der Nutzungsphase und den damit verbundenen Leis­tungen endlich die ihnen angemessene Bedeutung zu. Unser Ziel ist es, diesen Ansatz weiterzuentwickeln und für einen ste­tigen Austausch zwischen Forschung und Praxis zu sorgen. Die DGNB mit ihren Mitgliedern aus allen Bereichen der Immo­bi­lien­wirtschaft ist als international anerkannte Institution hierfür die ideale Plattform. Darum engagieren wir uns sowohl als KIT (Karlsruher Institut für Technologie) wie auch als beratendes Ingenieurbüro in der Weiterentwicklung und Verbreitung des DGNB Systems sowie der Auditorenausbildung.“


Zhangjiang Science & Culture Exchange Centre, Shanghai, China DGNB Vorzertifikat in Gold Š Shanghai Owen Enterprise Development Co., Ltd.


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DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Der Weg zum DGNB Zertifikat. In vier Schritten zum Nach­haltigkeits­ziel.

Das DGNB Zertifikat hat sich innerhalb kurzer Zeit am Markt etabliert. Zahlreiche Bauherren setzten bereits auf die anerkannte Auszeichnung. Dabei ist der Weg zum Zertifikat klar definiert. Sie möchten ein Gebäude oder ein Quartier mit dem DGNB System nachhaltig planen, bauen und auszeichnen lassen? Die DGNB hat dafür einen klaren Ablauf definiert, der parallel zu den übrigen Prozessen, sowohl bei der Zertifizierung als auch bei der Vorzertifizierung Anwendung findet. So werden Arbeitsschritte harmonisiert und Sie können nicht nur Zeit, sondern auch Kosten sparen. Das DGNB System unterstützt alle Entwicklungsschritte eines Projekts von der Konzeptionsphase bis zur Fertigstellung. So werden Fehlentwicklungen frühzeitig sichtbar, Qualität wird messbar und transparent.

Der Zertifizierungsprozess in vier Schritten: 1. Vorbereitung und Anmeldung: Zunächst wendet sich der Auftraggeber an einen zugelassenen DGNB Auditor. Diese Auditoren werden von der DGNB Akademie nach anspruchsvollen Qualitätsrichtlinien ausgebildet. Der DGNB Auditor begleitet das Projekt des Auftraggebers von Anfang an und unterstützt ihn von der Anmeldung zur Zertifizierung bis zum Abschluss des Prozesses. Nach der Projektanmeldung schließt der Auftraggeber einen Zertifizierungsvertrag mit der DGNB. Zwischen DGNB und Auditor besteht kein Vertragsverhältnis. Das gewährleistet die größtmögliche Objektivität der DGNB Zertifizierungsstelle. Durch kontinuierliche Weiterbildung der Auditoren sichert die DGNB die Qualität der Auditorenarbeit. 2. Einreichung: Der Auditor stellt die nötigen Unterlagen zur Zertifizierung zusammen und nimmt eine subjektive Bewertung der Nachhaltigkeit des Gebäudes bzw. Quartiers anhand des DGNB Kriterienkatalogs vor. Daraufhin reicht er alle erforderlichen Unterlagen und Nachweise zur Konformitätsprüfung bei der DGNB Zertifizierungsstelle ein. 3. Konformitätsprüfung: Die DGNB Zertifizierungsstelle führt die inhaltliche Konformitätsprüfung der Unterlagen durch. Daraufhin verschickt die DGNB ihren Prüfbericht an den Auditor. Dieser schickt seine Stellungnahme zurück an die DGNB und legt bei Bedarf weitere Unterlagen bei. Dann prüft die DGNB ein zweites Mal und verschickt im Anschluss den zweiten Prüfbericht an den Bauherrn und den Auditor. Sind alle Parteien mit dem Prüfungsergebnis einverstanden, gibt der Bauherr seine finale Freigabe. Anschließend wird das Prüfungsergebnis vom Zertifizierungsausschuss der DGNB bestätigt. In der Regel dauert dieser Prozess sechs bis acht Wochen. 4. Ergebnis und Verleihung: Nach Freigabe der Ergebnisse verschickt die DGNB eine Mitteilung über das Zertifizierungsergebnis an Auftraggeber und Auditor. Abschließend verleiht die DGNB das Vorzertifikat oder Zertifikat für das entsprechende Projekt. Um dies für Sie besonders öffentlichkeitswirksam zu präsentieren, findet die Verleihung in der Regel bei aufmerksamkeitsstarken Veranstaltungen wie Messen, Kongressen oder der Einweihung des Gebäudes als DGNB Ortstermin statt.


Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

Der Weg zum Zertifikat

DGNB AUDITOR

DGNB GESCHÄFTSSTELLE

DGNB ZERTIFIZIERUNGSAUSSCHUSS

Auftraggeber beauftragt DGNB Auditor Auditor meldet das Gebäude für die Zertifizierung bei der DGNB an

Auftraggeber schließt Vertrag mit DGNB

2. EINREICHUNG

1. VORBEREITUNG UND ANMELDUNG

AUFTRAGGEBER

DGNB schließt Vertrag mit Auftraggeber

Auditor reicht erforderliche Unterlagen bei DGNB ein

DGNB führt erste inhaltliche Prüfung durch und verschickt Prüfbericht an Auditor

3. PRÜFUNG

Auditor schickt Stellungnahme zum Prüfbericht an die DGNB DGNB führt zweite inhaltliche Prüfung durch und verschickt Prüfbericht an Auditor Auftraggeber erklärt sein Einverständnis mit dem Prüfungsergebnis

4. ERGEBNIS UND VERLEIHUNG

DGNB Zertifizierungsausschuss bestätigt das Prüfungsergebnis

DGNB verschickt abschließende Ergebnismitteilung an Auftraggeber und Auditor Das geprüfte Gebäude wird mit dem DGNB Vorzertifikat bzw. Zertifikat ausgezeichnet

11


Neckarbogen DGNB Vorzertifikat in Silber Š BUGA Heilbronn 2019 GmbH


Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

Die Anwendung des DGNB Systems. Ganzheitlich planen, bauen und bewerten.

Das DGNB System bildet die gesamtheitliche Betrachtungsweise des nachhaltigen Bauens auf einem hohen Niveau ab, das für unterschiedliche Gebäudetypen genauso wie für ganze Quartiere identisch bleibt. Die Grundlage dafür sind zwei entsprechende Kriterienkataloge. Um eine präzise und aussagekräftige Zertifizierung für die jeweilige Gebäudenutzung anzubieten, werden die einzelnen Kriterien nach ihrer Bedeutung für das jeweilige Nutzungsprofil gewichtet und in eine Bewertungsmatrix eingepflegt. Je nach Erfüllungsgrad wird das DGNB Zertifikat in Gold, Silber oder Bronze verliehen. Damit zeichnet die DGNB Gebäude und Quartiere aus, die Nachhaltigkeitskriterien in herausragender Weise erfüllen. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die Systeminhalte und Nutzungsprofile im Detail vor.

Neubau Glantal-Klinik Meisenheim DGNB Vorzertifikat in Silber © Sander.Hofrichter Architekten

13


14

DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Gold, Silber, Bronze. Die Erfüllungsgrade.

Er­fül­lungs­grad muss in den ergebnisre­le­vanten The­men­ ge­bie­ten ein Ba­sis­ni­veau – den Min­dest­er­füllungs­grad –

Für jedes Kriterium des DGNB Zertifizierungssystems wur-

erreichen, um die jeweilige Aus­­­zeichnung zu erhalten.

den eindeutige Zielwerte definiert, für deren Er­reich­ung ma-

Für Gold ist beispielsweise ein Erfüllungs­grad von mind.

ximal 10 Punkte vergeben werden. Je nach Er­füllungs­grad

65 % in den ersten fünf The­men­ge­­bieten not­wen­dig. Ein

eines Kriteriums gibt der Auditor seine Bewertung hierfür

Erfüllungsgrad von mind. 50 % bedeutet Silber und für

ab. Alle Kriterien eines Themenfelds werden dann zu einem

35 % wird das Gebäude mit Bronze ausgezeichnet. Für Be­

Teil­er­füllungs­grad zusammengefasst. Die Teil­er­füllungs­gra­de

stands­ge­bäu­de gibt es bei der Aus­zeichnung „Zerti­fiziert“

der Themen­felder Ökologie, Ökonomie und sozio­kultur­elle

keinen Mindesterfüllungsgrad.

und funktionale Aspekte sowie Technik gehen mit je 22,5 % in die Gesamtbewertung eines Gebäudes bzw. Quartiers

Präzise anpassen. Die Kriteriengewichtung.

ein, bei Prozessen sind es 10 %. Die Standortqualität wird bei den Gebäuden separat ausgewiesen, fließt jedoch über

Um beim DGNB Zertifikat ein Höchstmaß an Aus­sage­kraft

das Kri­terium Markt­fähig­keit in die Bewertung mit ein. Bei

und Präzision zu erreichen, haben wir für unsere Kri­te­rien

der Zertifizierung von Quartieren ist die Standortqualität in

klare Zielwerte definiert. Jedes Kri­te­rium kann entsprechend

die Kriterien integriert. Die Lage beeinflusst somit wesent-

seiner dokumentierten oder be­rech­ne­ten Qualität bewertet

lich die Ge­samt­bewertung des Quartiers.

werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, es je nach gesellschaftlicher und po­li­ti­scher Relevanz sowie Bedeutung für

Ab einem Gesamterfüllungsgrad von 50 % erhält das Ge­

das je­wei­li­ge Nutzungsprofil mit dem entsprechenden Faktor

bäude das DGNB Zertifikat in Bronze. Ab einem Erfüllungs­

zu ge­wich­ten oder vollständig auszublenden. Die Anpassung

grad von 65 % wird das DGNB Zertifikat in Silber verge-

der Kriterien­ge­wichtung für einzelne Nutzungs­profile erfolgt

ben. Für ein DGNB Zertifikat in Gold muss das Projekt

in unseren interdisziplinär besetzten Ar­beits­grup­pen in en-

einen Gesamterfüllungsgrad von 80 % erreichen. Bestands­

ger Ab­stim­mung mit weiteren qualitäts­sichern­den Gremien

gebäude erhalten ab einem Gesamterfüllungsgrad von

– insbesondere dem DGNB Fachausschuss.

35 % die Auszeichnung „Zertifiziert“. die dgnb bewertungsgrafik

Die DGNB hat den Anspruch, eine einheitlich hohe Qua­

.3

V1

.1

PRO2

PRO1.5

PRO2.1

.1

EN

Ö

KO

TE

.4

HE V1.3

TEC

TÄT

TEC

A LI

EN

1.3

HN

QU

IS C

.2

V1

EN

HE

QU

C1

SC

die dgnb bewertet nach erfüllungsgraden

GI

AL

LO

IT

1.5

ÄT

PRO1.4

PRO1.3

PRO1

%

PRO1.2

.7

C TE

72

1.6 TEC

reicht daher für ein Zer­ti­fik­ at allein nicht aus. Auch der

PRO2.2

U P R O Z E S S Q A LIT Ä T 6 8.6 %

li­tät der Ge­bäu­de zu fördern. Der Ge­samt­er­füllungsgrad

Mindester­ füllungs­­grad

TEC1.2

Auszeichnung

ab 35 %

— %

Zertifiziert*

ab 50 %

35 %

Bronze

ENV2.2

67.5%

TEC1.1

Gesamterfüllungsgrad

ENV2.3 SOC3.3 .2 SOC3

.1

SOC3

ECO

2.3

1.1

.2

7.1

LI UA

C1 .5 SO

.4 1.3

LE

QUA

SOC1.1

SOC

NA

LIT Ä T

6 3.1 %

ECO2.2

TIO

SOC1 .2

NK

2.1

FU

C1

D

ECO

UN

SO

E

L

*Diese Auszeichnung gilt nur für Bestandsgebäude

.7

C1

SO

EL

Gold

SO

UR

65 %

Silber

LT

ab 80 %

50 %

T5

C

KU

ab 65 %

2.1

C1 .6

ZIO

%

C2

SO

SO

SOC

SO

7 6.5 %

.1

ENV2

Gesamter­ füllungs­grad

ÖK

O

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IS

CH

E

Q


15

Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

Prozessqualität (PRO)

technische qualität (TEC)

Soziokulturelle und funktionale Qualität (SOC)

ökonomische qualität (ECO)

Ressourceninanspruchnahme und Abfallaufkommen (ENV2)

Lebenszykluskosten (ECO1)

bedeutungsfaktor

anteil an der Gesamtbewertung

ENV 1.1

Ökobilanz – emissionsbedingte Umweltwirkungen

7

7,9 %

ENV 1.2

Risiken für die lokale Umwelt

3

3,4 %

ENV 1.3

Umweltverträgliche Materialgewinnung

1

1,1 %

ENV 2.1

Ökobilanz – Primärenergie

5

5,6 %

ENV 2.2

Trinkwasserbedarf und Abwasseraufkommen

2

2,3 %

ENV 2.3

Flächeninanspruchnahme

2

2,3 %

ECO 1.1

Gebäudebezogene Kosten im Lebenszyklus

3

9,6 %

ECO 2.1

Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit

3

9,6 %

ECO 2.2

Marktfähigkeit

1

3,2 %

SOC 1.1

Thermischer Komfort

5

4,3 %

SOC 1.2

Innenraumluftqualität

3

2,6 %

SOC 1.3

Akustischer Komfort

1

0,9 %

SOC 1.4

Visueller Komfort

3

2,6 %

SOC 1.5

Einflussnahme des Nutzers

2

1,7 % 0,9 %

Wertentwicklung (ECO2)

Gesundheit, Behaglichkeit und Nutzerzufriedenheit (SOC1)

Funktionalität (SOC2)

Gestalterische Qualität (SOC3)

Qualität der technischen Ausführung (TEC1)

SOC 1.6

Außenraumqualitäten

1

SOC 1.7

Sicherheit und Störfallrisiken

1

0,9 %

SOC 2.1

Barrierefreiheit

2

1,7 %

SOC 2.2

Öffentliche Zugänglichkeit

2

1,7 %

SOC 2.3

Fahrradkomfort

1

0,9 %

SOC 3.1

Verfahren zur städtebaulichen und gestalterischen Konzeption

3

2,6 %

SOC 3.2

Kunst am Bau

1

0,9 %

SOC 3.3

Grundrissqualitäten

1

0,9 %

TEC 1.1

Brandschutz

2

4,1 %

TEC 1.2

Schallschutz

2

4,1 %

TEC 1.3

Wärme- und feuchteschutztechnische Qualität der Gebäudehülle

2

4,1 %

TEC 1.4

Anpassungsfähigkeit der technischen Systeme

1

2,0 %

TEC 1.5

Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit des Baukörpers

2

4,1 %

TEC 1.6

Rückbau- und Demontagefreundlichkeit

2

4,1 %

TEC 1.7

Immissionsschutz

0

0,0 %

PRO 1.1

Qualität der Projektvorbereitung

3

1,4 %

PRO 1.2

Integrale Planung

3

1,4 %

PRO 1.3

Nachweis der Optimierung und Komplexität der Herangehensweise in der Planung

3

1,4 %

PRO 1.4

Sicherung der Nachhaltigkeitsaspekte in Ausschreibung und Vergabe

2

1,0 %

PRO 1.5

Schaffung von Voraussetzungen für eine optimale Nutzung und Bewirtschaftung

2

1,0 %

Qualität der Planung (PRO1)

Qualität der Bauausführung (PRO2)

StandortQUalität (SITE)

Kriterienbezeichnung

Kriteriengruppe

Wirkungen auf globale und lokale Umwelt (ENV1)

Kriteriennummer

Ökologische Qualität (ENV)

Themenfeld

Neubau Büro- und Verwaltungsgebäude, Version 2012

Standortqualität (SITE1)

PRO 2.1

Baustelle / Bauprozess

2

1,0 %

PRO 2.2

Qualitätssicherung der Bauausführung

3

1,4 %

PRO 2.3

Geordnete Inbetriebnahme

3

1,4 %

SITE 1.1

Mikrostandort

2

0,0 %

SITE 1.2

Image und Zustand von Standort und Quartier

2

0,0 %

SITE 1.3

Verkehrsanbindung

3

0,0 %

SITE 1.4

Nähe zu nutzungsrelevanten Objekten und Einrichtungen

2

0,0 %


16

DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Kernkatalog für Gebäude

Kernkatalog für quartiere   Ökologische Qualität



Ökobilanz – emissionsbedingte Umweltwirkungen



Ökobilanz



Risiken für die lokale Umwelt



Gewässer- und Bodenschutz



Umweltverträgliche Materialgewinnung



Veränderung des Stadtteilklimas



Ökobilanz – Primärenergie



Artenvielfalt und Vernetzung



Trinkwasserbedarf und Abwasseraufkommen



Berücksichtigung von möglichen



Flächeninanspruchnahme

Umwelteinwirkungen  

Flächeninanspruchnahme Gesamtprimärenergiebedarf und Anteil erneuerbarer Primärenergie



Energieeffiziente Bebauungsstruktur



Ressourcenschonende Infrastruktur, Erdwassermanagement



Lokale Nahrungsmittelproduktion



Wasserkreislaufsystem

  Ökonomische Qualität 

Gebäudebezogene Kosten im Lebenszyklus



Lebenszykluskosten



Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit



Fiskalische Wirkung auf die Kommune



Marktfähigkeit



Wertstabilität



Flächeneffizienz

  Soziokulturelle und funktionale Qualität 

Thermischer Komfort



Soziale und funktionale Mischung



Innenraumqualität



Soziale und erwerbswirtschaftliche Infrastruktur



Akustischer Komfort



Objektive / Subjektive Sicherheit



Visueller Komfort



Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen



Einflussnahme des Nutzers



Lärm- und Schallschutz



Außenraumqualitäten



Freiraumangebot



Sicherheit und Störfallrisiken



Barrierefreiheit



Barrierefreiheit



Nutzungsflexibilität und Bebauungsstruktur



Öffentliche Zugänglichkeit



Städtebauliche Einbindung



Fahrradkomfort



Städtebauliche Gestaltung



Verfahren zur städtebaulichen und gestalterischen



Nutzung von Bestand

Konzeption



Kunst im öffentlichen Raum



Kunst am Bau



Grundrissqualitäten


Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

(Fortsetzung)

(Fortsetzung)

Kernkatalog für Gebäude

Kernkatalog für quartiere

17

 Technische Qualität 

Brandschutz



Energietechnik



Schallschutz



Effiziente Abfallwirtschaft



Wärme- und feuchteschutztechnische Qualität



Regenwassermanagement IT- und Telekommunikationsinfrastruktur Demontage-, Trenn- und Recyclingfreundlichkeit

der Gebäudehülle





Anpassungsfähigkeit der technischen Systeme





Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit

der Infrastruktur

des Baukörpers



Instandhaltung, Pflege, Reinigung



Rückbau- und Demontagefreundlichkeit



Qualität der Verkehrssysteme



Immissionsschutz



Qualität der Straßeninfrastruktur



Qualität der ÖPNV-Infrastruktur



Qualität der Radverkehrsinfrastruktur



Qualität der Fußgängerinfrastruktur

 Prozessqualität 

Partizipation

Qualität der Projektvorbereitung



Verfahren zur Konzeptfindung

Integrale Planung



Integrale Planung

Nachweis der Optimierung und Komplexität



Kommunale Mitwirkung

der Herangehensweise in der Planung



Steuerung



Sicherung der Nachhaltigkeitsaspekte in



Baustelle / Bauprozess

Ausschreibung und Vergabe



Vermarktung



Schaffung von Voraussetzungen für eine



Qualitätssicherung und Monitoring

  

optimale Nutzung und Bewirtschaftung 

Baustelle / Bauprozess



Qualitätssicherung der Bauausführung



Geordnete Inbetriebnahme

 Standortqualität ist auf Kriterienebene in die Bewertung integriert 

Mikrostandort



Image und Zustand von Standort und Quartier



Verkehrsanbindung



Nähe zu nutzungsspezifischen Objekten und Einrichtungen


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DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Umfassendes Portfolio. Die Nutzungsprofile für Gebäude.

Derzeit steht das DGNB System für die Zertifizierung von rund 20 verschiedenen Nutzungsprofilen auf nationaler und internationaler Ebene zur Verfügung. So geht die

Die Bau- und Immobilienbranche befindet sich in stetigem

DGNB auf die Besonderheiten und Bedürfnisse der ver-

Wandel. Daher ist die Flexibilität des DGNB Systems von

schiedenen Nutzungen ein und passt ihr System dement-

Vorteil: Grenz-, Referenz- und Zielwerte können jederzeit

sprechend an die spezifischen Anforderungen an. Laufend

auf aktuelle Entwicklungen hin angepasst werden. So ist

erarbeiten die Gremien der DGNB weitere Profile.

es möglich, neue Nutzungsprofile für unterschiedliche Gebäudetypen zügig zu entwickeln. Gleichzeitig können

Nachfolgend erhalten Sie eine kurze Darstellung der be-

auch bestehende Nutzungsprofile kontinuierlich weiterent-

stehenden DGNB Nutzungsprofile. Eine detailliertere und

wickelt werden.

immer aktuelle Übersicht finden Sie auf unserer Website › www.dgnb-system.de.

Das DGNB Zertifizierungssystem unterscheidet zwischen Neubauten und Gebäuden im Bestand. Als Neubauten

Büro- und Verwaltungsgebäude

gelten Gebäude, die weniger als drei Jahre in Betrieb sind.

Dieses Nutzungsprofil steht für alle Gebäude bereit,

Bestandsgebäude sind Immobilien, die mindestens drei

die überwiegend für Büro- und Verwaltungstätigkeiten

Jahre im Betrieb sind – und im selben Zeitraum nicht um-

genutzt werden. Neben den ökologischen und wirt-

fangreich modernisiert wurden. Hier erfolgt die Bewertung

schaftlichen Aspekten, wie beispielsweise der

auf Basis der tatsächlichen Verbrauchswerte. Hinzu kom-

Verbrauchswerte, liegt ein Schwerpunkt der Bewertung

men Gebäude mit nachhaltig relevanten Mo­der­ni­sie­

auf dem Nutzerkomfort – etwa in akustischer, thermi-

r­ungs­maß­nah­men, etwa an der Fassade oder bei der

scher und visueller Hinsicht –, der großen Einfluss auf die

technischen Gebäudeausrüstung.

Leistungsfähigkeit und Motivation von Arbeitskräften hat.

Anwendungsmöglichkeiten des dgnb Zertifizierungssystems

Bulgarien

Neubau

International

  

Gebäude



Bestand

 



Quartiere

Neubau

 

Bildungsbauten Büro- und Verwaltungsgebäude Handelsbauten Hotelgebäude Industriebauten Wohngebäude ...

Gewerbequartiere Industriestandorte Stadtquartiere

Mischnutzung

Deutschland


Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

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Wohngebäude

wird neben dem eigentlichen Gebäude auch die umge-

Auch Wohngebäude können zur Zertifizierung an-

bende Grünfläche beziehungsweise der Krankenhauspark

gemeldet werden. Ein Fokus der Bewertung liegt auf

mit bewertet. Das Nutzungsprofil steht gleichermaßen für

Komfort und Wohlbefinden der Nutzer. Somit schlagen

Krankenhäuser, Rehabilitation, psychosomatische Kliniken

sich Kriterien wie Schallschutz, räumliche Flexibilität und

und Universitätskliniken bereit.

Innenraumluftqualität deutlich in der Gewichtung nieder. Niedrige Betriebskosten und der Werterhalt von

Bildungsbauten

Wohngebäuden sowie die Qualität der Wohnungen selbst

Mit dem Nutzungsprofil Bildungsbauten stellt die DGNB eine

nehmen ebenfalls eine zentrale Rolle in der Bewertung ein.

weitere wichtige Variante ihres Zerti­fi­zier­ungssystems bereit:

Für Wohnbauten mit weniger als sechs Wohneinheiten

für Kindergärten, Schulen, Weiterbildungseinrichtungen

steht jetzt Bauherren und Planer ein besonders schlanker

sowie Universitätsgebäude und deren Räume, die haupt-

Kriterienkatalog zur Verfügung.

sächlich für Seminare, Vorlesungen oder als Klassenzimmer genutzt werden. In die modular aufgebaute Bewertung

Gesundheitsbauten

fließt auch die Bewertung von Nebennutzungen wie

Das Zertifikat für Gesundheitsbauten beinhaltet aufgrund

Büros, Küchen, Mensen, Bibliotheken oder Sporträumen

der vielfältigen Nutzung verschiedene Flächentypen:

ein. Separate Gebäude wie Sporthallen, Bibliotheken oder

Es betrachtet in unterschiedlicher Gewichtung so-

Kantinen werden dagegen nicht betrachtet. Die Gestaltung

wohl die Räume für Unter­suchung, Therapie und den

von Außenanlagen wird aufgrund ihrer hohen Bedeutung

Aufenthaltsbereich für Patienten als auch den Büro-

für Nutzer bei der Bewertung berücksichtigt.

und Verwaltungstrakt und die Gewerbeflächen, wie etwa das Café. Der therapeutische Aspekt ist bei Gesundheitsbauten besonders wichtig. Aus diesem Grund

Neubau VHV Kindergarten, Hannover DGNB Zertifikat in Gold © Eberhard Franke


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DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Hotelbauten

Energiebedarf und Familienfreundlichkeit nehmen in die-

Auch bei Hotelimmobilien sind die speziellen An­for­

sem Nutzungsprofil ebenfalls eine zentrale Rolle ein. Nur

der­ungen der Branche zu beachten. Daher misst das

eingeschränkt berücksichtigt wird hier hingegen der

Nutzungsprofil neben Ökologie und Ökonomie insbeson-

Mieterausbau.

dere auch Komfortaspekten hohe Bedeutung zu. Darüber wird auch die jeweilige Sterne-Kategorie berücksichtigt

Versammlungsstätten

und die Standortqualität entsprechend der Nutzung bewer-

Das Nutzungsprofil für Versammlungsstätten steht für un-

tet: Die Anforderungen an Stadthotels mit verkehrsgünsti-

terschiedliche Nutzungstypen zur Verfügung: Kongress­

ger Infrastruktur unterscheiden sich von denen abgelege-

hallen, Messe- oder Stadthallen, Museen, Theater und

ner Landhotels. Einen weiteren wichtigen Aspekt stellen

Varietés, Bibliotheken und Terminalgebäude. Es basiert

die Betriebs- und Unterhaltskosten dar, die vor allem in der

vorwiegend auf den Kriterien der Büro- und Ver­wal­tungs­

Vor- und Entwurfsplanung eines Objekts festgelegt werden.

bauten, berücksichtigt jedoch die jeweiligen Be­sonder­ heiten einer Versammlungsstätte wie etwa Beleuchtungs-

Handelsbauten

bzw. Veranstaltungskonzepte, Frischwasserverbrauch

In die Bewertung fließt sowohl die Performance des Ge­

oder thermischen Komfort. Besonderen Schwerpunkt legt

samt­gebäudes als auch die des Ausbaus mit ein. Auf­grund

das Profil auf eine optimale Umnutzungsfähigkeit: Es be-

des hohen Energie- und Medienverbrauchs in Han­dels­­

wertet beispielsweise die Durchfahrtshöhe für die verti-

bauten liegt hier ein Bewertungsschwerpunkt. Zudem wur-

kale Erschließung, etwa für große Exponate, sowie die

de der Aspekt der Fa­milien­freundlichkeit integriert. Bei der

Einzelsteuerung der Klima­technik, die für Konferenzräume

Bewertung von Einkaufszentren werden in erster Linie die

von großer Bedeutung sind.

Erschließungs-, Versorgungs- und Bewirtschaftungsflächen einschließlich des Ausbaus betrachtet. Die Aspekte

Potsdamer Platz DGNB Zertifikat in Silber © SEBAM


Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

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Industriebauten

stellt es einen wichtigen Anteil des Innenausbaus dar.

Im Unterschied zu anderen Nutzungsprofilen wird

Das neue Nutzungsprofil steht aktuell für Büro- und

bei der Bewertung von Industriebauten eine verkürz-

Verwaltungsgebäude sowie Handelsbauten bereit. So

te Nutzungsdauer von 20 Jahren zugrunde gelegt. Bei

können beispielsweise die Ausbauten für Supermärkte,

Logistikgebäuden kommt dem Standort eine höhe-

Discounter oder Shoppingcenter zertifiziert werden, un-

re Auf­merksamkeit zu. Zudem schlägt sich der Aspekt

abhängig davon, ob sie neu gebaut werden oder das

der Erreichbarkeit für Menschen und Güter in des-

Gebäude bereits besteht.

sen Bewertung nieder. Ein wichtiges Merkmal bei der Bewertung von Produktionsstätten ist die getrennte Betrachtung von Arbeits- bzw. Produktionsflächen und Büro­arbeits­plätzen. Mieterausbau Die Ausbauqualitäten eines Gebäudes beeinflussen sehr stark die Qualität des Gebäudes und das Wohlbefinden der Nutzer. Mit dem neuen Nutzungsprofil können sie genau diese Qualitäten zertifizieren lassen. Dazu gehören alle Seiten des Innenausbaus mit den raumumschließenden Oberflächen. Betrachtet werden beispielsweise Fußböden, nicht tragende Innenwände oder die zur Mieteinheit gehörenden Türen. Erstmals wird in diesem Nutzungsprofil das Konzept der Möblierung mit beleuchtet, schließlich

Bewertungsstufen für gebäude

Planung

Fertigstellung

Gültigkeit bis zur Fertigstellung

Gültigkeit  unbegrenzt  3 Jahre bei Bestandsgebäuden


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DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Nachhaltigkeit im groSSen MaSSstab. Nutzungsprofile für Quartiere.

Für den Neubau von Quartieren wurden jeweils eigene

Städten. Im Jahr 2050 werden es sogar 70 % sein. Das

Kriterienkataloge entwickelt. Selbstverständlich entspre-

DGNB Nutzungsprofil für Stadtquartiere erfasst alle rele-

chen auch diese Nutzungsprofile in ihren Grundlagen dem

vanten Themen des nachhaltigen Bauens: von der Struktur

Leitmotiv der DGNB und betrachten die bewährten

eines Quartiers über Freiflächenangebote, Bil­dungs­

Themenfelder.

einrichtungen, Nahversorgung, kulturelle Einrichtungen, nachhaltige Mobilität bis hin zur Instandhaltung, Pflege

Insbesondere sollen Quartiere zertifiziert werden, die sich

und Reinigung.

unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten von bisherigen Entwicklungen abgrenzen.

Gewerbequartiere. Gewerbequartiere geraten zunehmend in den Fokus kom-

Da sich die Entwicklung von Quartieren über einen langen

munaler Strategien einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Zeitraum in mehreren Phasen erstreckt, bieten wir die

Ein wichtiges Merkmal von nachhaltigen Gewerbequar­

Auszeichnung gemäß der DGNB Philosophie in Form eines

tieren ist die Vernetzung mit der Umgebung und die

Vorzertifikats und eines Zertifikats an. Aufgrund der lan-

Sicherstellung einer Durchmischung. Gefordert sind min-

gen Bauzeiten werden jedoch zwei Arten von Zertifikaten

destens drei verschiedene Nutzungsarten mit einem Anteil

unterschieden: Das erste wird nach Fertigstellung von

von jeweils mindestens 10 %.

25 % der Erschließung verliehen und ist fünf Jahre gültig. Das zweite Zertifikat erhalten Sie nach Fertigstellung von

Industriestandorte.

75 % der Bebauung mit unbegrenzter Gültigkeit.

Konzepte zur Verbesserung der Auf­enthaltsqualität und

Stadtquartiere.

Mitarbeiter sind für dieses Nutzungsprofil ebenso relevant

Bereits heute lebt die Hälfte der Weltbevölkerung in

wie etwa die Themen Ökobilanz und Lebenszyklus­kosten.

Kinderbetreuung sowie Einkaufs­möglich­keiten für die

Bewertungsstufen für quartiere


Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

Zertifizierungskosten.

Generell umfassen die Zertifizierungsgebühren die Abwicklung des gesamten Zertifizierungsprozesses vonseiten der DGNB. Hinzu kommen die variablen, projektabhängigen Honorarkosten für den Leistungsaufwand des DGNB Auditors. Das folgende Schaubild erläutert anhand eines Beispiels, wie sich die Zertifizierungskosten zusammensetzen.

Zertifizierungsgebühren

Fixe Kosten Umfassen den Zertifizierungsprozess der DGNB, hierzu zählen die beiden ersten Prüfungsrunden der Konformitätsprüfung.

Gebühren /  Kosten sind abhängig von

   

Beispiel

   

Honorarkosten für die Auditorenleistungen

+



Leistungsaufwand des Auditors

Brutto-Grundfläche: 10.000 m² Nutzungsprofil: NBV12 Zertifizierungsart: Zertifikat DGNB Mitglied: Ja



L eistungsaufwand des Auditors: projektabhängig

4.980,00 €

Zertifizierungskosten

Variable Kosten Diese Kosten sind stark projektabhängig und werden separat in einem Vertrag zwischen Bauherr und Auditor abgestimmt.

Brutto-Grundfläche Nutzungsprofil Vorzertifikat / Zertifikat DGNB Mitgliedschaft des Antragstellers

=

+

Honorarkosten für die Auditorenleistungen

=

 .980,00 € + Honorarkosten 4 für die Auditorenleistungen

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Bürogebäude Herdweg 19 in Stuttgart DGNB Zertifikat in Gold © Blocher Blocher Partners


Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

Reizvoller Zukunftsmarkt. Nachhaltiges Bauen aus Sicht der Auditoren.

Amelie Lerch Projektleiterin, Witte Projekt­management GmbH

„Wir sind Gründungsmitglied der DGNB und engagieren uns seit der ersten Pilotphase für einen effektiven und wirtschaftlichen Einsatz des Zertifikats. Das Thema Nachhaltigkeit hat uns und unsere Arbeit bereits vor Gründung der DGNB bewegt und be­gleitet. Die Zertifizierung ermöglicht eine hohe Planungs­sicherheit: Mit ihr können wir Immobilien heute umfassend, über den gesamten Lebenszyklus und unter verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit bewerten. Damit wird die Gebäude­per­for­ mance messbar und vergleichbar. Inzwischen stellt das DGNB Zertifikat ein Qualitätssiegel für das gesamte Gebäude dar und gewinnt bei Banken und Investoren immer größere Bedeutung. Wir freuen uns, auch in Zukunft die vielfältigen Zertifizierungskriterien und Nutzungsprofile im Rahmen der DGNB weiterzuentwickeln.“

Dr. Thorsten Huff makon GmbH & Co. KG

„Die derzeitige dynamische Entwicklung bei der Gebäude­zerti­fizierung beweist, dass das DGNB Zertifikat den Anforderungen des Marktes und der Gesellschaft gerecht wird. Dabei dient das Zertifikat bei Weitem nicht nur als Vermarktungsmedium für hochwertige Gebäudeeigenschaften, sondern hat sich bei konsequenter Anwendung bei Neubauten und Modernisierungen aufgrund seiner breiten inhaltlichen Ausrichtung als qualitätssicherndes Instrument im Bauprozess bewährt. In Zukunft wird zusätzlich die verstärkte Anwendung bei Bestandsgebäuden stattfinden. Die Er­fahrung aus den Projekten, die ich betreuen durfte, hat gezeigt, dass die Gebäudezertifizierung nicht, wie anfangs von vielen vermutet, nur zusätzlichen Aufwand erzeugt, sondern dass tatsächlich ein Mehrwert für das Gebäude, die Nutzer und die Umwelt erzielt wird.“

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DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Zentrale Organe der DGNB Systementwicklung. Effektiv zusammenarbeiten.

Der Fachausschuss ist das zentrale inhaltliche Ent­schei­dungs- und Qua­li­täts­sicherungs­ gremium der DGNB. Er ist zuständig für die Prüfung von neuen Nutzungs­profilen, für die inhaltliche Anpassung bestehender Profile und für die Weiterentwicklung der Inhalte und Anforderungen des DGNB Zer­ti­fizierungssystems. Neue Nutzungsprofile des DGNB Systems werden von unseren Mitgliedern in verschiedenen Arbeitsgruppen entwickelt. Denn in ihrer breiten Expertise liegt die Stärke des Systems.

DGNB Fachausschuss

Dr.-Ing. Peter Mösle, Drees & Sommer Advanced Building Technologies GmbH, Vorsitzender Themen: Energie, TGA, Facility Management

Dr.-Ing. Wolfram Trinius, Ingenieurbüro Trinius GmbH, Stellvertretender Vorsitzender Thema: Lebens­zyklus­kosten

Ralf Bode, atmosgrad° gmbh Themen: Werte

Matthias Fischer, Universität Stuttgart Thema: Ökobilanzen

Martin Hoffmann, GFÖB / ARCADIS Deutschland GmbH Themen: Komfort, Bauakustik, Bau- und Schadstoffe

Fleur Keller, Hascher + Jehle Planungsgesellschaft mbH Themen: Funktionale und Gestalterische Qualität

Rolf Messerschmidt, Joachim Eble Architektur Themen: Freiraum, Klima

Manfred Wacker, Universität Stuttgart Thema: Mobilität

Stefan Werrer, Freier Architekt Themen: Städtebau, Standort

Jan Zak, ikl GmbH Thema: Standort, Prozessqualität


Stadtfenster Duisburg DGNB Vorzertifikat in Silber Š Multi-Stadtfenster Duisburg


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DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Ergänzend zum DGNB System. Für jeden das passende Angebot.

Das Zertifizierungssystem ist das Angebot der DGNB, um die Realisierung des nachhaltigen Bauens aktiv voranzutreiben. Mit der DGNB Akademie und dem DGNB Navigator bieten wir darüber hinaus weitere leistungsstarke Bausteine für die Mitgestaltung des Wachstumsmarkts Nachhaltiges Bauen an.

Das gesamte Wissen zum DGNB Zertifizierungssystem haben wir für Sie in unseren DGNB Handbüchern kompakt zusammengefasst. Die innovative DGNB System Software macht die Zertifizierung nachhaltiger Immobilienprojekte für Auditoren einfacher und effizienter, denn sie spart Zeit und entlastet den Nutzer. Die Software unterstützt den gesamten Zertifizierungsprozess – von der Bearbeitung der Projekte über die Einreichung der Unterlagen bis zur Konformitätsprüfung. Die DGNB Akademie gliedert sich in drei Be­reiche. Zum einen vermittelt sie dem breiten Fach­publikum allgemeines Grund­lagen­ wissen über die für das nachhaltige Bauen rele­van­ten Themen. Dabei ist der Abschluss zum DGNB Registered Professional möglich. Wer dagegen das DGNB Zertifizierungssystem als Karriere­ chance versteht, kann sich zur nationalen und internationalen

DGNB System Software. Einfach effizienter auditieren.


Ausgezeichnet. Nachhaltig bauen mit System.

Anwendung des Systems das dafür notwendige, Wissen aneignen. Dies wird durch die anerkannten Abschlüsse des DGNB Auditors und DGNB Consultants dokumentiert. Zum anderen bieten wir auf die Anforderungen unserer Mitgliedsunternehmen speziell zugeschnittenen Vor-Ort-Schulungen vielfältiges Knowhow zu Spezialthemen des nachhaltigen Bauens an. Bauprodukte tragen maßgeblich zur Nachhaltigkeit eines Gebäudes bei. Mit dem DGNB Navigator haben wir eine einzigartige Online-Plattform entwickelt, die alle am Produkt­ auswahlprozess Beteiligten – von Herstellern über Archi­tekten, Planern bis hin zu Auditoren – unterstützt und die erforderlichen Informationen transparent bereitstellt. Dabei sorgen die standardisierten, auf das DGNB System abgestimmten Datenabfragen für eine zuverlässige Orientierung bei der Bereitstellung und Suche der relevanten Informationen. So bringt der DGNB Navi­ ga­tor das Informationsangebot von Herstellern mit der Nachfrage von Planern auf einer Plattform zusammen und stellt eine wichtige Brücke zwischen Bauprodukten und dem DGNB Zerti­ fi­zierungssystem für Gebäude her. Der DGNB Navigator ist international anwendbar: Er berücksichtigt ISO-Normen und steht in englischer Sprache zur Verfügung.

dgnb Akademie: nachhaltig bauen lernen

dgnb navigator: die online-plattform

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DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Die DGNB Mitglieder. Umfassender Wissenspool und Basis des DGNB Systems.

Bei der DGNB engagieren sich über 1.200 Unternehmen aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienbranche. Gemeinsam mit der DGNB Geschäftsstelle entwickeln sie kontinuierlich das Zertifizierungssystem der DGNB weiter und leisten einen wichtigen Beitrag, um das nachhaltige Bauen weltweit voranzutreiben. Ihr Ziel: die gebaute Umwelt für Menschen angenehmer und komfortabler gestalten. Als DGNB Mitglied genießen Sie zudem viele weitere Vorteile und Vergünstigungen rund um das DGNB System.

Den Markt genau beobachten und mitgestalten, auf seine Akteure und ihre Bedürfnisse eingehen und in die Zukunft denken – das sind einige der vielen Aufgaben, der sich die DGNB e. V. mit ihren Mitgliedern widmet. Werden auch Sie ein aktiver Teil davon. Entwickeln Sie mit uns gemeinsam das DGNB System mit seinen verschiedenen Nutzungsprofilen weiter – und sichern Sie sich so eine führende Stellung im Wachstumsmarkt Nachhaltiges Bauen.

Interdisziplinäre Gemeinschaft. Attraktive Vergünstigungen. Eine Mitgliedschaft bei der DGNB lohnt sich nicht nur aus professioneller, sondern auch aus finanzieller Sicht. Genießen Sie umfangreiche Vergünstigungen bei der Zertifizierung mit dem DGNB System oder bei der Ausbildung in der DGNB Akademie. Interesse? Dann werden Sie DGNB Mitglied. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne über mitgliederbetreuung@dgnb.de.

empfang des tausendsten mitglieds


Kongresshaus Kap Europa DGNB Vorzertifikat in Gold Š ECE


DGNB GmbH Kronprinzstraße 11 70173 Stuttgart, Germany Phone +49 (0) 711 72 23 22-0 Fax +49 (0) 711 72 23 22-99 E-Mail info@dgnb.de www.dgnb-system.de

Die DGNB GmbH ist eine hundertprozentige Tochter­ gesellschaft der DGNB e. V.


DGNB System