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Stadt, Land, Netz! 100 IDEEN FÜR EINE DIGITALE WELT

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Stadt, Land, Netz! 100 IDEEN FÜR EINE DIGITALE WELT

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„ Damit aus Innovationen Geschäftsideen werden und aus Geschäftsideen Erfolge, braucht es eine Gesellschaft, die Neuem offen und mit informiertem Blick gegenübersteht.“

JOACHIM GAUCK Bundespräsident


WIR BRAUCHEN INNOVATIONSKRAFT UND RISIKOBEREITSCHAFT „Die Preisträger 2015 nehmen die Menschen aus der Mitte von Wirtschaft,  Kultur und Gesellschaft mit auf den Weg in einen neuen digitalen  beruflichen und sozialen Alltag. Deutschlands vernetzte Zukunft braucht diese Innovationskraft und Experimentierfreude, aber auch  diese Risikobereitschaft.“

JÜRGEN FITSCHEN Co-Vorsitzender des Vorstands Deutsche Bank AG und Mitglied des Präsidiums Deutschland – Land der Ideen e.V.


DIE DIGITALE VERNETZUNG IST EIN ZENTRALER ERFOLGSFAKTOR „Die zunehmende digitale Vernetzung ist zu einem zentralen Erfolgsfaktor unserer Gesellschaft geworden: Wissen wird als gemeinsames Erbe in die Zukunft übertragen, und durch den technologischen Fortschritt profitieren die Menschen in fast jedem Bereich ihres täglichen Lebens. Projekte und Ideen zu zeigen, die einen besonderen Beitrag für den digitalen Wandel leisten – das ist in diesem Jahr das Ziel des Wettbewerbs ‚Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen’.“

ULRICH GRILLO Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und Präsident der Initiative Deutschland – Land der Ideen e.V.


DER WETTBEWERB 2015 Vorwort von Alexander Dobrindt

Liebe Leserinnen und Leser,

wir erleben derzeit eine einzigartige Innovationsphase. Die Digitalisierung verändert in einem disruptiven Prozess Lebensbereiche, Branchen und Märkte. Nach Medien, Handel und Dienstleistungssektor und dem Wandel zur Industrie 4.0 ist die Mobilität das nächste große Innovationsfeld. Die 100 Preisträger des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ zeigen die ganze Bandbreite dieser Transformation: von E-Health, Smart Living und Virtual Reality über digitalen Musikunterricht bis zu vernetztem Fahrradfahren und multifunktionalen Grünflächen für die intelligente Stadt. Die „Ausgezeichneten Orte im Land der Ideen 2015“ leben schon jetzt unsere Zukunft: total digital – total normal. Denn Innovation und Wertschöpfung werden schon bald zu einem wesentlichen Teil durch Digitalität bestimmt sein. Das heißt: Die Geschichte industrialisierter Volkswirtschaften lässt sich nur digital fortschreiben. Jetzt entscheidet sich, ob Deutschland Innovationsland bleibt oder Stagnationsland wird. Damit wir den Sprung von der Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft zur Innovationsgesellschaft 4.0 schaffen, müssen wir drei Herausforderungen annehmen: 1. Flächendeckender Zugang zu schnellen Netzen Superschnelles Breitband ist eine Frage der Teilhabe an Inno-

vationen und Grundstein eines digitalen Leistungszentrums Deutschland. Gemeinsam mit der Wirtschaft haben wir deshalb ein Milliarden-Paket für den Breitbandausbau geschnürt, mit 
 dem wir unser Breitbandziel einer Grundversorgung mit mindestens 50 Mbit/s bis 2018 erreichen. 2. Mehr soziale Marktwirtschaft in der digitalen Ökonomie Die Marktwirtschaft wurde im 20. Jahrhundert sozial flankiert, weil es eine Monopoltendenz des Kapitals gab. Sie wurde öko-logisch sensibilisiert, weil sich eine Ressourcen-Monopolisierung anbahnte. Heute müssen wir sie digital definieren, weil eine Monopolisierung der Informationen droht. Wir brauchen eine neue digitale Ordnungspolitik, die den Wettbewerb und den Ausbau unseres Gründergeschehens weiter aktiviert. Ziel muss es sein, ein innovationsfreundliches Umfeld zu schaffen und junge Unternehmen besonders in der Wachstumsphase mit ausreichend Kapital auszustatten. Der Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ ist hierbei ein wichtiger Baustein, um frische Ideen zu fördern und digitale Kompetenz am Standort Deutschland zu bündeln.


3. Big Data als Chance begreifen Wir müssen Big Data als Chance begreifen! Die preisgekrönten Projekte aus dem „Land der Ideen“ zeigen, dass digitale Wertschöpfung in einem unmittelbaren Zusammenhang mit einem Zuwachs an Daten und ihrer Vernetzung steht. Wer Wirtschaftswachstum und Innovation vom Datenwachstum entkoppeln will, der entkoppelt unsere Gesellschaft vom Wohlstand. Die Veredelung von Daten – von Big Data zu Smart Data – muss eine deutsche Kernkompetenz sein. Ich bin überzeugt: Diese drei Elemente weisen den Weg zum digitalen Wirtschaftswunder. Lassen Sie uns die Jahrhundertchance Digitalisierung nutzen! Die 100 „Ausgezeichneten Orte“ zeigen, wie der Sprung zur Innovationsgesellschaft 4.0 aktiv gestaltet werden kann.

ALEXANDER DOBRINDT, MDB Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur


GESUCHT: DEUTSCHLANDS DIGITALE GOLDIDEEN Wettbewerbsjury kürt die „Ausgezeichneten Orte 2015“

„Digitale Technologien und Ideen eröffnen Kulturschaffenden die Chance, Kunstwerke, Musik-Events oder Theateraufführungen in den Alltag der Menschen zu bringen, losgelöst on den Orten ihrer Entstehung.“

PROF. DR. MARTIN ROTH Direktor des Victoria und Albert Museum in 
 London und Juryvorsitzender des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der I-

„Dieses Projekt halte ich für absolut auszeichnungswürdig, das sollten wir mit in unsere Auswahl nehmen.“ „Aber ist es wirklich praxisrelevant?“ „Ich finde die Idee zwar originell, aber wie weit ist die Umsetzung? Nur auf ein Versprechen hin prämieren wir die Einreichung nicht.“ Drei Meinungen zu einem von mehr als 1.000 Projekten, die beim Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ eingereicht wurden: Wird es zu den Siegern gehören? Mit viel Leidenschaft und Engagement diskutieren die Juroren unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Michael Hüther vom Institut der


deutschen Wirtschaft Köln während der diesjährigen Berliner Jurysitzung. Die Expertengruppe aus Wissenschaftlern, Unternehmern, Politikern, gesellschaftlichen und kulturellen Akteuren macht es sich nicht leicht, die Besten der Besten auszuwählen. Während sich die einen für ihre Favoriten stark machen, halten 
 die anderen mit messerscharfen Argumenten dagegen. Gute Ideen made in Germany auf dem Prüfstand Damit ein Projekt zu den 100 ausgewählten Siegern gehören darf, muss es strenge Kriterien erfüllen. Bringt es die Digitalisierung in Deutschland voran? Welche Antworten bietet es auf Herausforderungen, die sich in Zukunft stellen? Ist die Idee sowohl innovativ als auch umsetzungsstark? Hat sie Vorbildcharakter und ist sie wegweisend für den Standort Deutschland? Unterstützt wird die 18-köpfige Jury bei der Entscheidung von ihrem Beirat. Die Fachleute für Digitalisierung helfen mit ihrer Expertise dabei, einzuschätzen, ob die Idee das Potenzial hat, als Best-Practice-Beispiel für erfolgreiche Projekte made in Germany zu dienen. Und der Beirat ist beim diskutierten Projekt einer Meinung: „Eine Innovation, die Maßstäbe in der Wirtschaft setzen wird.“ „Sie gibt wirklich eine Antwort auf ein praxisrelevantes Problem – vorausgesetzt, die Kosten bleiben im Rahmen.“ Zustimmendes Raunen im Konferenzsaal. Am Ende stimmt die Jury ab: Ja, die Innovation hat es in die Liste der Besten geschafft! Im Anschluss wird weiterdiskutiert über die Vielzahl von Ideen, die in den ver-

„Es gibt nicht den einen großen Masterplan, mit dem sich die Digitalisierung in Deutschland vorantreiben lässt. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie kreative Köpfe Lösungen für verschiedenste Bereiche finden – vom Alltag bis zum Wirtschaftsleben – von denen andere lernen können.“

PROF. DR. MICHAEL HÜTHER Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und Juryvorsitzender des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ (unteres Bild)


VIDEO: FACHBEIRAT PETER 
 BORCHERT (HUB:RAUM)

VIDEO: FACHBEIRAT MARK HOFFMANN (VERTICAL MEDIA)

VIDEO: FACHBEIRAT RALF BREMER (GOOGLE GERMANY)

VIDEO: FACHBEIRAT UND JOVOTO-GRÜNDER UNTERBERG

schiedenen Wettbewerbskategorien – Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Umwelt, Bildung und Gesellschaft – eingereicht wurden. Das Spektrum reicht von der Wissensplattform im Internet bis hin zu digitalen Projekten, die die Vernetzung kompletter Fabriken steuern. Nachdem die 100 „Ausgezeichneten Orte“ feststehen, sind die Juroren zum Schluss überzeugt: „Die Qualität der eingereichten Ideen war in diesem Wettbewerbsjahr außerordentlich hoch.“


ÜBER DIE „AUSGEZEICHNETEN ORTE 2015“ Fakten und Meinungen zum Wettbewerb

„Die Qualität der einzelnen Wettbewerbsbeiträge hat mich sehr überrascht. Insbesondere im Start-up-Sektor gibt es viele interessante Initiativen, die zeigen: Deutschland ist in diesem Bereich gut aufgestellt.“ IRIS PLÖGER Abteilungsleiterin Digitalisierung und Internationale Wertschöpfungsstrukturen beim Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. sowie stellvertretendes Jurymitglied des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“.

UNTERNEHMEN SCHIEBEN GUTE IDEEN AN Mehr als jedes zweite Siegerprojekt wurde von einem Unternehmen ins Leben gerufen, jedes vierte kommt aus der Wissenschaft.

5 Fachbeiratsmitglieder „Wer aus dem Wettbewerb als Sieger hervorgegangen ist, hat sich das wirklich verdient. Die Jurysitzung ist kein Abhaken von Projekten, sondern da wird intensiv diskutiert und gerungen, wer zu den Besten der Besten gehört.“ DR. RALF BREMER Leiter politische Kommunikation und Unternehmenssprecher von Google Germany sowie Fachbeiratsmitglied des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“.

halfen der Jury bei der Wahl der 100 Sieger.

18 Jurymitglieder aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur kürten die „Ausgezeichneten Orte 2015“.

„Viele Siegerprojekte gehen infrastrukturelle Herausforderungen durch digitale Lösungen an. In der Logistik gibt es zum Beispiel tolle Vernetzungen von Playern, die Prozesse beschleunigen und Probleme lösen.“ ADELHEID FEILCKE Leiterin Partnerschaften & Projektkoordination bei der Deutschen Welle und Jurymitglied des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“.

„Alle reden immer von den USA und Silicon Valley, wenn es um Digitalisierung geht. Der diesjährige Wettbewerb hat gezeigt, dass Deutschland sich mit seinen Ideen wirklich nicht verstecken muss.“ CHRISTIAN RUMMEL Deputy Global Head of Brand Communications und Corporate Citizenship sowie Jurymitglied des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“.

1 000 Projekte wurden für den Wettbewerb 2015 eingereicht.

24 Prozent der Projektinitiatoren sind wissenschaftliche Einrichtungen.

57 Prozent der Projektinitiatoren sind Unternehmen.


KÖNIGLICHER GAST: QUEEN BESICHTIGT „AUSGEZEICHNETEN ORT”

Bei ihrem Deutschlandbesuch im Juni 2015 macht die Queen Station in der TU Berlin. Das Ergebnis: ein Panoramafoto – aufgenommen mit der Panono Ballkamera, die zum „Ausgezeichneten Ort” gekürt wurde.

DIE WIRTSCHAFT MACHT DAS RENNEN In sechs Kategorien kürte die Jury die Gewinner. Besonders häufig wurden 
 Projekte ausgezeichnet, die die Digitalisierung der Wirtschaft vorantreiben.

7 Prozent Kultur

9 Prozent Umwelt

16 Prozent Bildung

17 Prozent Wissenschaft

21 Prozent Gesellschaft


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ALLE PREISTRÄGER 2015

68 43–48

100 Ideen aus 16 Bundesländern

33 32 78–80 27 02–26 49–51

31

82–83

69

28

99

87

76 54

38 95

66

63–65 92

39–41

29 71–72 56 70

89–91 30

55

42 61–62

84

36–37

98

34–35

100

73 77

52

74

57–60 67

93–94

01 96

97 75 85

86

53

81


01 Baden-Baden United Charity Internetauktionen 02 Berlin Going Green – Lernprojekt für mehr Nachhaltigkeit 03 Berlin Kindersuchmaschine fragFINN.de 04 Berlin EXPLORE CLASSICAL MUSIC! 05 Berlin Hacking Box – Hardware für digitale Experten von morgen 06 Berlin Blog für digitale Bürgerrechte netzpolitik.org 07 Berlin yetu – die smarte Smart Home Lösung 08 Berlin Columba – der digitale Nachlassdienst 09 Berlin SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht. 10 Berlin Sichere E-Petitionen 11 Berlin Onlineplattform „Politik bei uns: Kommunalpolitik für Dich“ 12 Berlin Media Dementia – Digitaler Helfer für Unterwegs 13 Berlin Panono – Panorama Ballkamera 14 Berlin opendoors – Plattform für Bürgerbeteiligung 15 Berlin Dauerausstellung „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“ 16 Berlin Ecosia – die Suchmaschine, die Bäume pflanzt 17 Berlin PlugSurfing – Bezahlsystem für E-Ladestationen 18 Berlin SOPAT – Online-Partikelmesstechnik 19 Berlin Tandemploy – Jobsharing leicht gemacht 20 Berlin Friendsurance – Peer-to-peer-Versicherungen 21 Berlin Medexo – Medizinische Experten online 22 Berlin auticon – Berufsperspektiven für Menschen im Autismus-Spektrum 23 Berlin 3YOURMIND – 3D-Druckservice für Industrie und Architektur 24 Berlin Wikidata 25 Berlin medx/DX: Ein System zur ärztlichen Diagnoseunterstützung 26 Berlin Opening Science – wie das Internet die Forschung verändert 27 Bernau bei Berlin Hochschulplattform iversity 28 Bielefeld KogniHome – die mitdenkende Wohnung 29 Bingen am Rhein Viprinet Multichannel VPN Router 30 Blieskastel Vorausschauendes Energiemanagement im Forschungsund Anwendungszentrum Blieskastel 31 Braunschweig TOoL+ – Neue Datenautobahn für den Mobilfunk 32 Bremen edicted. Outsourcing für Juristen 33 Bremerhaven Wissensplattform meereisportal.de 34 Darmstadt CryptoController – Sicherheit der digitalen Infrastruktur 35 Darmstadt Multi-Mechanismen-Adaption für das künftige Internet (MAKI)

36 Dresden ARTOMAT – App für Gegenwartskunst 37 Dresden CityTree – Multifunktionale Grünfläche für die intelligente Stadt 38 Essen Intelligente Aufzüge 39 Frankfurt a.M. awamo GmbH – IT für den afrikanischen Mikrofinanzsektor 40 Frankfurt a.M. Mentorenprogramm Digitale Helden 41 Frankfurt a.M. COBI – System für vernetztes Fahrradfahren 42 Fulda Software für maßgeschneiderte Strömungssimulationen 43 Hamburg Hacker School – Bildungsangebot für Nachwuchsprogrammierer 44 Hamburg Protonet – Unabhängiger Datenspeicher 45 Hamburg Tinnitracks – Lieblingsmusik gegen Tinnitus 46 Hamburg Culture-inclusive.com – Portal für barrierefreie Kulturangebote 47 Hamburg smartPORT logistics – Vernetzte Hafenlogistik 48 Hamburg BAG2GO – Der intelligente Koffer 49 Hannover #creativecoder{ – Traineeprogramm für kreative Programmierer 50 Hannover Bundesweite Kirchen-App 51 Hannover Intelligente Prothesen für mehr Bewegungsfreiheit 52 Herzogenaurach Service Fascination – Interaktive Verkaufskonzepte für den Handel 53 Immenstadt Industrie 4.0 – Mehr Produktivität durch Vernetzung 54 Iserlohn KOTT-SMART – intelligente Sanitärtechnik 55 Jena Digitale Weltansichten online: 3D-Modelle historischer Globen 56 Kaiserslautern Display as a Service – dynamische Verknüpfung von Bildschirmen 57 Karlsruhe e-Installation – Virtueller Erlebnisraum für Medienkunst 58 Karlsruhe ArtiMinds Robotics – der intelligente Fertigungsassistent 59 Karlsruhe Data-driven Sushi: Digitale Absatzplanung für frische Lebensmittel 60 Karlsruhe ResoCable – Digitaler Schnelltest für abgespannte Seilkonstruktionen 61 Koblenz Masterstudiengang Web Science 62 Koblenz IT-Schulungen für Menschen in Handwerksberufen 63 Köln innatura – Online-Plattform für fabrikneue Sachspenden 64 Köln Website www.nachrichtenleicht.de 65 Köln Virtuelles Kraftwerk Next Pool 66 Leipzig Econamic Grid – virtueller, dezentraler Großspeicher 67 Leonberg 3D-Erfassungsroboter IPO.Eye 68 Lübeck gestigon – Software für berührungslose Computersteuerung

69 Magdeburg Virtueller Reiseführer Luther Trip 70 Maikammer PC-Tafel e.V. – Computer für Bedürftige 71 Mainz Online-Service Digitale Lesewelten 72 Mainz Virtual-Reality-Experimente – der digitale Physikunterricht 73 Michelau SkIDentity – Elektronische Identität für Onlinedienste 74 Mulfingen Weltweite Vernetzung für effizientere Produktion 75 München Volkswagen Data Lab – Big Data für die Mobilität von morgen 76 Oberhausen PRECOBS – Software zur Vorhersage von Straftaten 77 Ochsenfurt Digitalisierte Untersuchung der Bienenwelt in ganz Europa 78 Oldenburg ambiact – Stromsensor für den Hausnotruf 79 Oldenburg Telemedizin-Netzwerk für Menschen ohne Zugang zu ärztlicher Versorgung 80 Oldenburg Testlabor für intelligente Stromnetze – SESA-Lab 81 Ottobrunn Messsystem für die Optimierung der CFK-Produktion 82 Potsdam Internet-Bildungsplattform openHPI 83 Potsdam Medical Research Insights – Softwarelösung für die medizinische Forschung 84 Prüm Stadt-Land-Netz – Wasser, Strom, Gas und Internet in einer Trasse 85 Puchheim SWOP-Team – digitaler Charity-Flohmarkt 86 Radolfzell Möggingen MaxCine – Öffentlichkeitszentrum für Kommunikation und Austausch 87 Rheda-Wiedenbrück Mobile Retter – smartphonebasiertes Ersthelfersystem 88 Rostock Cyber-physische Äquivalenz – Intelligente Produktionssteuerung 89 Saarbrücken Bildungsinitiative Onlinerland Saar 90 Saarbrücken PanBox – Transparente Datei- und Ordner-Verschlüsselung für Cloud und Storage 91 Saarbrücken PrintScreen – Displays zum Ausdrucken 92 Sankt Augustin Open Roberta – Spielerisch Programmieren lernen 93 Stuttgart Virtuelles Labor Bauphysik 94 Stuttgart AX Semantics 95 Troisdorf Risikomanagement-Plattform DHL Resilience360 96 Tübingen Sectio Chirurgica: Hochschulmedizin mit digitalem Live-Unterricht 97 Ulm Companion-Technologie für kognitive technische Systeme – Individuelle digitale Assistenten 98 Weimar Weimarpedia – Interaktives Kulturlexikon für Schüler 99 Wildau 3D-Trainingssimulation HumanX 100 Würzburg Forschungsstelle RobotRecht


KATEGORIE: WIRTSCHAFT

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Die Preisträger des Jahres 2015 im Bereich Wirtschaft Die Digitalisierung revolutioniert die Wirtschaft – vom Handwerker, der via Facebook für seine Firma wirbt, bis zur Fabrik 4.0, in der intelligente Roboter eigenständig neue Fertigungsteile ordern und Drohnen die Inventur übernehmen. Kreative Start-ups entwickeln noch nie dagewesene Ideen für Produkte und Dienstleistungen und schaffen neue Märkte und Konsumentenbedürfnisse. Ein Wandel, der auch mit Herausforderungen verbunden ist. Um mit der jungen, flexiblen Konkurrenz Schritt halten zu können, müssen bestehende Unternehmen aus allen Sparten ihre bisherigen Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen: Welche digitale Strategie bringt in Zukunft den Erfolg? Wie lassen sich neue IT-Experten gewinnen und Mitarbeiter so fördern, dass sie den digitalen Wandel voranbringen? Wie können Abläufe verbessert und zeitgemäße Produkte an den Start gebracht werden? Welche Potenziale die Digitalisierung für den Wirtschaftsstandort Deutschland bietet, zeigen die „Ausgezeichneten Orte 2015“: zum Beispiel T-Systems International mit ihrer prämierten BAG2GO, einem intelligenten Koffer, der sich nicht nur selbst wiegen kann, sondern auch von Tür zu Tür transportiert wird, ohne dass sich sein Besitzer um die Logistik kümmern muss. Cloud-basierte Kommunikationssysteme wie smartPORT logistics sorgen dafür, dass Warenströme per Schiff und Lkw reibungslos fließen und effizienter abgewickelt werden können. Und im Blaichacher Bosch Werk wird sogar die komplette Vernetzung in der Fabrik der Zukunft getestet.


ROBOTER MIT ADLERAUGEN IPO.Plan GmbH
 Heidenheimer Straße 6 71229 Leonberg
 www.ipoplan.de

Mit 3D-Abbildern von Produktionsstätten erleichtert ein Roboter industriellen Planern die Arbeit In der Hektik industrieller Fertigung sieht die Wirklichkeit oft anders aus als auf dem Papier. Damit Planer trotz umgestellter Regale oder Arbeitsstationen genau planen können, müssen sie die Produktionsumgebung regelmäßig erfassen. Das erforderte bisher viel Handarbeit – die nun der Roboter IPO.Eye übernimmt. Das selbstständig fahrende Gerät erstellt detaillierte 3D-Abbilder, die direkt digital weiterverwendet werden können. Dabei braucht der Roboter mit Tiefensensor-Technik nur einen Bruchteil der bisher benötigten Zeit. So gewinnen Mittelständler Planungssicherheit und sparen Planungszeit.


PER KNOPFDRUCK IN DIE DRITTE DIMENSION Eine Software vereinfacht den 3D-Druck von Industrie- und 
 Architekturmodellen Ob für Kundenpräsentation oder Entwicklung neuer Produkte: Mithilfe sogenannter CAD-Software erstellen Architekten und Ingenieure dreidimensionale Modelle von Gebäuden oder Maschinen. Um die Miniaturausgabe ihrer Ideen über einen 3D-Drucker ausdrucken zu können, muss die Vorlage perfekt sein, was bisher oft viele Stunden zusätzlicher Detailarbeit bedeutete. Die 3YOURMIND GmbH hat ein Zusatzprogramm für CAD-Software entwickelt, das CAD-Dateien auf Knopfdruck für den dreidimensionalen Ausdruck optimiert – das spart Zeit und Geld. Zudem betreibt die Firma eine Online-Plattform, mit der ein passender Druckdienstleister gefunden werden kann.

3YOURMIND GmbH Hardenbergstraße 38
 10623 Berlin
 www.3yd.de


ROBOTER DENKT MIT ArtiMinds Robotics GmbH Kolberger Straße 16A 76139 Karlsruhe
 www.artiminds.com

Maschinen lernen neue Bewegungsabläufe ohne aufwendige 
 Programmierung und lassen sich so flexibler einsetzen Wenn Industrieroboter Bauteile in hoher Geschwindigkeit millimetergenau platzieren, ist das ein beeindruckendes Schauspiel. Doch die Maschinen sind nicht sehr schlau – neue Tätigkeiten lernen sie nur mühsam. Die Software von ArtiMinds macht Roboter intelligenter. Damit können sie kleine Störungen wie ein verrutschtes Bauteil selbstständig korrigieren. Neue Aufgaben können ihnen menschliche Bediener unkompliziert beibringen, indem sie den Roboterarm manuell an die richtige Stelle bewegen. Das ermöglicht den flexiblen Einsatz in verschiedenen Produktionsbereichen und macht die Automatisierung wirtschaftlicher.


IT-BERATER GEFRAGT! Ein Unternehmen sorgt dafür, dass Menschen im AutismusSpektrum ihre Talente im Berufsleben entfalten können Quellcodes prüfen, Daten erfassen oder Software testen – die meisten Menschen wären mit solchen Aufgaben überfordert. Nicht so Menschen mit bestimmten Formen des Autismus. Dank ihres analytisch-logischen Denkens und ihrer hohen Konzentrationsfähigkeit erkennen sie beispielsweise in großen Datenmengen schnell Fehler oder verknüpfen erkannte Muster zu kreativen Lösungen. Stärken, die das IT-Start-up auticon in seinem Unternehmen nutzt. Über 40 Berater im Autismus-Spektrum arbeiten in gemischten Projektteams mit Nicht-Autisten zusammen. Dabei arbeiten die auticon-Berater stets bei den Kunden vor Ort.

auticon GmbH
 Hardenbergstraße 19 10623 Berlin
 www.auticon.de


ARTIKEL PER KNOPFDRUCK aexea GmbH
 Marienstraße 42 70178 Stuttgart
 www.aexea.de

Eine Software soll aus Daten und Zahlen Nachrichten erstellen Man nehme eine Portion Daten, eine Prise Grammatik, eine Handvoll Kommentare und lasse alles von einer Textmaschine durchrühren – fertig ist die Nachricht: Die Software AX Semantics erstellt automatisiert Meldungen zu aktuellen Ereignissen. Damit das funktioniert, sind Daten, Regelwerke, Sprachprogramme und Konversationslexika in dem Programm hinterlegt. So liefert das Programm zum Beispiel Sekunden nach dem Abpfiff eines Fußballspiels einen fertigen Bericht. Es wertet dazu statistische Infos über Fouls, Torschützen und Tabellenstand aus und verbindet diese mit aktuellen Wetterdaten.


BALLASTFREI REISEN DANK SMARTEM GEPÄCK Intelligente Koffer ersparen Passagieren Stress und ermöglichen 
 Fluglinien eine effizientere Abfertigung Sperrige Trolleys, lange Warteschlangen und Gerangel am Gepäckband – Reisen wäre viel schöner ohne Koffer. Diese Vision will das Unternehmen T-Systems zusammen mit Airbus und dem Gepäckhersteller Rimowa verwirklichen: BAG2GO ist ein intelligenter Koffer, der sich nicht nur selbst wiegen, sondern von der Haustür bis zum Hotel allein reisen kann. Das smarte Gepäckstück ist mit Software-Modul und Display ausgestattet. So kann es jederzeit per Smartphone geortet und sogar umgebucht werden. Wenn Koffer auf dem Landweg oder per Cargo-Flieger unterwegs sind, ist das Passagierflugzeug zudem schneller in der Luft und hat mehr Platz für Reisende.

T-Systems International GmbH
 Lademannbogen 21-23
 22339 Hamburg
 www.t-systems.com


SMARTE MASCHINEN VOR 
 media transfer AG (mtG)
 Dolivostraße 11 64293 Darmstadt
 www.mtg.de

HACKERN SCHÜTZEN Eine Software-Lösung gewährleistet die sichere Kommunikation zwischen Maschinen im Internet der Dinge In intelligenten Energienetzen und anderen digitalen Infrastrukturen kommunizieren in Zukunft immer mehr Maschinen miteinander. Diese Entwicklung bietet neue Möglichkeiten für innovative Software (Smart Home, Industrie 4.0 etc.). Gleichzeitig muss die Kommunikation zwischen Maschinen vor Manipulationen geschützt werden. Für Anwendungsentwickler stellt die Umsetzung höchster Sicherheitsanforderungen eine Herausforderung dar. Mit dem CryptoController von mtG steht ein Security-Baustein zur Verfügung, der von den Anwendungsentwicklern schnell und einfach angebunden werden kann und die Steuerung von intelligenten Maschinen bestmöglich absichert.


PROGNOSEN FÜR FRISCHE IM KÜHLREGAL Eine innovative Software hilft dabei, den Bedarf von frischen 
 Lebensmitteln präzise zu planen Jeden Tag finden Sushi, Salate und Wraps von Natsu Foods ihren Weg in bundesweit 3.000 Supermärkte. Die Absatzplanung dahinter wird von Blue Yonder, einer Prognosesoftware, effizienter gemacht. Sie sagt den zukünftigen Bedarf im Supermarkt präzise voraus. Der Effekt: Natsu Foods kann seinen Kunden die Frische der Produkte garantieren, den Rohstoffeinkauf der schnell verderblichen Ware besser kalkulieren sowie Restbestände und Überschüsse deutlich reduzieren. Das spart Kosten, schont Ressourcen und garantiert Verbrauchern stets frische Ware. Eine Software, die auch im Online-Handel eingesetzt wird, zum Beispiel beim Multichannel-Retailer OTTO.

Blue Yonder GmbH
 Ohiostraße 8
 76149 Karlsruhe
 www.blue-yonder.com


DER VIRTUELLE KANZLEIASSISTENT edicted GmbH
 Am Wall 164 28195 Bremen
 www.edicted.de

Eine Plattform vernetzt Juristen mit Studenten und Referendaren und ermöglicht eine intelligente Jobverteilung Recherche, Blogartikel oder Schriftsatzaufträge kosten Juristen viel Zeit. Großkanzleien steht für solche Aufgaben eine große Zahl an Studenten, Referendaren und Anwälten zur Verfügung. Für kleinere oder im ländlichen Raum angesiedelte Kanzleien ist es oft nicht so einfach, qualifizierte Assistenzkräfte zu finden. Die Plattform edicted. hilft ihnen bei der deutschlandweiten Auslagerung. Ein Verteilungsalgorithmus findet je nach Schwierigkeitsgrad und Rechtsgebiet den passenden Bearbeiter für den Job. Davon profitieren Kanzleien und junge Auftragnehmer, die von überall arbeiten und in der Branche erste Kontakte knüpfen können.


HIER GIBT’S GELD ZURÜCK Ein Finanzmodell belohnt Versicherte, die sich über eine Online-
 Plattform zusammenschließen Eine Haftpflicht-, Rechtsschutz- oder Hausratversicherung abgeschlossen und keinen Schaden verursacht? Das sollte belohnt werden, finden die Gründer von Friendsurance: Versicherte, die sich auf der Internetplattform zusammenschließen und einen Teil ihrer Prämie in einen gemeinsamen Topf einzahlen, bekommen am Ende des Jahres einen Bonus – vorausgesetzt die Police wurde von niemandem aus der Gruppe in Anspruch genommen. Faires und umsichtiges Verhalten wird so finanziell belohnt. Von dem Modell profitieren nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Versicherungen. Sie sparen Kosten, da das Modell die Hemmschwelle für einen Versicherungsbetrug erhöht.

Alecto GmbH
 Schützenstraße 6 10117 Berlin
 www.friendsurance.de


gestigon
 Maria-Goeppert-Straße 9a
 23562 Lübeck
 www.gestigon.com

KLEINE GESTE, GROßE WIRKUNG Mithilfe einer neuen Software können Autos, Fernseher oder PCs berührungslos bedient werden Der Autositz stellt sich von selbst ein, sobald der Fahrer Platz nimmt. Der PC geht automatisch in den Ruhemodus, wenn sich sein Nutzer von ihm abwendet. Und der Fernseher stellt sich leiser, weil der Zuschauer es per Fingerzeig befiehlt. Eine Geste oder Bewegung – und Gegenstände machen, was ihr Besitzer will: Was nach Zukunftsmusik klingt, kann schon bald Realität sein. Die Gründer des Startup-Unternehmens gestigon haben eine Software entwickelt, die Hand- und Körperbewegungen in Computerbefehle übersetzt. Sie ordnet die Bilder einer 3D-Kamera einem bestimmten Befehl zu und revolutioniert so die Interaktion zwischen dem Menschen und seinem Umfeld.


INDUSTRIE 4.0 IM PRAXISTEST In einer Fabrik werden die ganzheitliche Digitalisierung erprobt und die Mitarbeiter für den Wandel fit gemacht Über Industrie 4.0 reden alle – Bosch handelt entschieden. Eine Vorreiterrolle übernimmt das Werk Blaichach/Immenstadt. Ziel ist es, die komplette Fertigung zu vernetzen. Die 2013 begonnene Umstellung läuft auf Hochtouren. Schon jetzt verzeichnen das Allgäuer Werk und der angeschlossene weltweite Fertigungsverbund für ABS/ESP-Bremsregelsysteme bemerkenswerte Produktivitätssteigerungen. Großen Wert legt Bosch darauf, nicht nur die Maschinen, sondern auch die Menschen fit für die Arbeit in der vernetzten Fabrik zu machen. So lernen die circa 3.000 Mitarbeiter im Werk etwa in der Aus- oder Weiterbildung, wie sie von den neuen Technologien bei der Fertigungsplanung oder in der Logistik

Bosch Werk Blaichach Robert-Bosch-Straße 1 87509 Immenstadt
 www.bosch.de


SMART ELEVATOR: 
 ThyssenKrupp AG
 ThyssenKrupp Allee 1
 45143 Essen
 www.thyssenkrupp.com

DAS INTERNET DER AUFZÜGE Aufzüge schicken Daten in die Cloud und geben damit frühzeitig Hinweise auf etwaigen Wartungsbedarf Zunehmend mehr Menschen leben in großen Städten. Die wachsende Zahl von Megacitys kommt ohne Hochhäuser nicht aus. Dadurch werden Aufzüge immer wichtiger – sie müssen zuverlässig arbeiten. Aufzüge von ThyssenKrupp sollen daher ihre Funktionsdaten in Echtzeit zur Analyse in die Cloud senden. Anstatt wie bisher auf eine Störung zu reagieren, können die Servicetechniker proaktiv agieren. Damit lassen sich Ausfälle vermeiden und Ressourcen effizienter einsetzen. Das von ThyssenKrupp zusammen mit Microsoft und CGI entwickelte Monitoringsystem soll in der zweiten Jahreshälfte 2015 vorgestellt werden.


DAS HANDWERK MACHT SICH FIT 
 FÜR DIE DIGITALISIERUNG Ein Kompetenzzentrum befähigt Menschen in Handwerksberufen, 
 digitale Werkzeuge in ihren Arbeitsalltag zu integrieren Unsere Arbeitswelt wird immer digitaler. In vielen Handwerksberufen besteht jedoch Nachholbedarf, den das Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation der Handwerkskammer Koblenz erkannt hat. Es schult Lehrlinge, Gesellen und Meister, das Internet und die Digitalisierung für ihren Beruf zu nutzen. Sie lernen zum Beispiel, wie eine 3D-Software funktioniert oder wie die eigene Firmenwebseite entsteht. Wer eigene Ideen mitbringt, erhält professionelle Hilfe, diese in Taten umzusetzen. Damit schlägt das Projekt gleich mehrere Brücken: Hemmnisse überwinden, Handwerksbetriebe zukunftsfähig machen und lokale Firmennetzwerke stärken.

Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation
 der Handwerkskammer Koblenz Friedrich-Ebert-Ring 33 56068 Koblenz
 www.hwk-kompetenzzentrum.de


Kottmann Technologie GmbH Lanferkamp 3
 58635 Iserlohn
 www.kottmann.eu

TRINKWASSER PER INTERNET STEUERN Mit Smart-Home-Technik wird die Nutzung von Waschmaschine, Armaturen und Co. intelligenter und sicherer Wasserschläuche, die mitdenken oder sogar zum Wassersparen motivieren? Die Smart-Home-Technik von Kottmann misst Wasserverbrauch, Temperatur sowie Druck, steuert den Wasserfluss und ist im Haus vielfältig einsetzbar: Wer unter der Dusche steht,hat auf einem Display am Brauseschlauch zum Beispiel direkt seinen Warmwasserverbrauch im Blick. Und per Smartphone oder Tablet können Nutzer die Wasserzufuhr einzelner wasserführender Geräte beim Verlassen des Hauses unterbrechen – vorausgesetzt ein sogenannter Trinkwasser-Aktor ist installiert. Tritt ein Leck auf, trennt sich der intelligente Schlauch selbst vom Wassernetz.


DOPPELT HÄLT BESSER Über ein Online-Portal können Patienten Zweitmeinungen von 
 medizinischen Experten einholen Wer krank ist und sich für eine Therapie entscheiden muss, will alle Möglichkeiten ausloten. Doch oft fehlen Zeit und Mittel, um einen weiteren Arzt aufzusuchen. Das Portal medexo.com vermittelt Patienten an passende Spezialisten, die ihnen zu erhaltenen Diagnosen eine fundierte zweite Meinung geben können. Das funktioniert postalisch oder komplett online – ohne weite Anfahrten und lange Wartezeiten. Nicht nur Patienten profitieren von dem unkomplizierten Kontakt zum Expertennetzwerk. Für Ärzte ist das Portal oft der erste Schritt, ihr Berufsprofil im Bereich digitaler Medizin auszubauen.

Medexo GmbH Hauptstraße 117 10827 Berlin
 www.medexo.com


SAP SE Konrad-Zuse-Ring 10 14469 Potsdam
 www.sap-innovationcenter.com

BIG DATA FÜR DIE MEDIZIN Eine Software erleichtert es Forschern und Ärzten, klinische Daten zu verknüpfen und auszuwerten Personalisierte Medizin, eine individuell auf den Patienten zugeschnittene Behandlung, gilt als Zukunftstrend – der allerdings Ärzte und Forscher vor große Herausforderungen stellt: Immer mehr Informationen gilt es auszuwerten. Denn neue Diagnosemöglichkeiten wie etwa die Genomanalyse oder bestimmte bildgebende Verfahren führen zu komplexen Datenbeständen. Um diese zu verknüpfen, fehlte bislang die passende Software. Eine Lücke, die nun die Anwendung schließt, die das SAP Innovation Center in Potsdam entwickelt hat. Sie ermöglicht es, Daten schnell und unkompliziert zu analysieren.


INDUSTRIE 4.0 ÜBER DEN WOLKEN Mit einem digitalen Mess- und Analysesystem lassen sich Qualitätsmängel in der Kunststoffproduktion vermeiden Weil sie deutlich leichter und steifer als Stahl sind, kommen Bauteile aus carbonfaser-
 verstärktem Kunststoff (CFK) häufig in der Luftfahrt zum Einsatz. Die Produktion verläuft aber keineswegs automatisch, sondern in vielen einzelnen Schritten in präziser Handarbeit. Die Qualitätskontrolle nimmt daher viel Zeit und Geld in Anspruch. Um diese Kosten zu mindern, hat die Firma AIRBUS APWORKS ein neues Mess- und Analysesystem entwickelt. Dieses erfasst alle Produktionsschritte in der Fertigung von CFK-Werkstücken und wertet die gesammelten Daten in Echtzeit aus. So sorgt das System standortübergreifend für Qualität und optimierte Prozesse.

AIRBUS APWORKS GmbH Willy-Messerschmitt-Straße 1 85521 Ottobrunn
 www.apworks.de


Sirrix AG 
 in Zusammenarbeit mit Fraunhofer SIT
 Im Stadtwald D3 2 66123 Saarbrücken
 www.sirrix.de

VERTRAUEN IST GUT, VERSCHLÜSSELN BESSER Eine Software erleichtert es Forschern und Ärzten, klinische Daten zu verknüpfen und auszuwerten Personalisierte Medizin, eine individuell auf den Patienten zugeschnittene Behandlung, gilt als Zukunftstrend – der allerdings Ärzte und Forscher vor große Herausforderungen stellt: Immer mehr Informationen gilt es auszuwerten. Denn neue Diagnosemöglichkeiten wie etwa die Genomanalyse oder bestimmte bildgebende Verfahren führen zu komplexen Datenbeständen. Um diese zu verknüpfen, fehlte bislang die passende Software. Eine Lücke, die nun die Anwendung schließt, die das SAP Innovation Center in Potsdam entwickelt hat. Sie ermöglicht es, Daten schnell und unkompliziert zu analysieren.


GUT ANGEKOMMEN Durch eine Risikoanalyse weltweiter Daten macht eine Software internationale Lieferketten sicherer Bevor Produkte wie Smartphones, Digitalkameras oder Autos in den Handel kommen, haben sie meist eine weite Reise hinter sich – viele entstehen aus Hunderten Bauteilen zahlreicher Hersteller rund um den Globus. Damit Unternehmen erkennen können, ob Gütern auf dem Weg zu ihnen Hindernisse drohen, hat der Logistikanbieter DHL die cloud-basierte Software Resilience360 entwickelt. Sie analysiert, ob teure Ausfälle durch Risiken wie Streiks, politische Unruhen oder auch Naturkatastrophen zu erwarten sind und Güterströme umgelenkt werden müssen: für ein besseres Risikomanagement in Zeiten der Globalisierung.

Deutsche Post DHL Resilience Junkersring 55 53844 Troisdorf
 www.dhl.com/resilience360


DIE UMKLEIDEKABINE ALS STILBERATER Universität Nürnberg-Erlangen, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, adidas-Group
 Bamberger Straße 56 91074 Herzogenaurach
 www.adidas-group.com

Mittels digitaler Technik verknüpfen Händler Online- und Offline-Shopping – für ein ganz neues Einkaufserlebnis Klingt nach Zukunft, ist aber schon Realität: Ein Schaufenster, an dem Kunden auch nach Ladenschluss noch per Touchscreen im Warenangebot stöbern und dann mit ihrem Smartphone einkaufen können. Oder eine Umkleidekabine, in der Käufer Zusatzinformationen über das gerade probierte Kleidungsstück erhalten oder Bilder von sich direkt auf Facebook posten können. Nur zwei innovative Servicekonzepte, die Wirtschaftsinformatiker der Uni Nürnberg-Erlangen zusammen mit der adidas Group entwickelt haben. Ihr Ziel: mit Funktionen des Online-Handels das Einkaufen im Laden wieder zum Erlebnis zu machen.


IHREN AUSWEIS BITTE! Mit einer neuen Technologie lassen sich Online-Geschäfte auch 
 von unterwegs sicher abwickeln Sich sicher mit dem Smartphone im Netz auszuweisen, ist keine Zukunftsmusik mehr. Möglich macht es der SkIDentity-Dienst, den das Start-up-Unternehmen ecsec entwickelt hat. Damit lassen sich mithilfe des elektronischen Personalausweises verschlüsselte elektronische Identitäten (eIDs) generieren, die aus der Cloud auf mobile Endgeräte übertragbar sind. Nutzer können sich so etwa beim Internetshopping sicher mit ihrem Smartphone ausweisen. Dank SkIDentity sollen auch kleine Unternehmen und kommunale Behörden ihrer Kundschaft auf einfache Weise die Authentifizierung über elektronische Identitäten ermöglichen.

ecsec GmbH Sudetenstraße 16 96247 Michelau
 www.ecsec.de


INTELLIGENTER HAFEN FÜR 
 Hamburg Port Authority AöR
 Neuer Wandrahm 4 20457 Hamburg
 www.hamburg-port-authority.de

WAREN AUS ALLER WELT Ein Kommunikationssystem vernetzt Logistikakteure in Häfen und lässt Warenströme reibungslos fließen Ein Industriehafen ist ein kompliziertes Konstrukt. Um den Warenumschlag so problemlos wie möglich bewältigen zu können, müssen alle Akteure die verschiedenen Logistik-prozesse perfekt aufeinander abstimmen. Leichter fällt das mit smartPORT logistics: Die Informations- und Kommunikationsplattform vernetzt Disponenten und Lkw-Fahrer mit allen an der Logistik im Hafen Beteiligten. Das cloud-basierte System verarbeitet dabei stetig Infos wie zum Beispiel Standort, Verkehr und Warendaten, um das Zusammenspiel von Schiffen, Terminals und Lkws optimal zu steuern. Gleichzeitig werden Ankunftszeiten aktualisiert und die Lkw-Fahrer per App informiert. Für eine sichere und effiziente Warenabwicklung.


OPTIMAL IM FLUSS Mithilfe einer Software für Strömungssimulationen können Mittelständler ihre Produkte virtuell perfektionieren Ob Propeller, Pumpen, Ventilatoren oder Windturbinen: Bei der Entwicklung neuer Produkte in der Automobil-, Energie- oder Lebensmitteltechnik ist die Untersuchung des Strömungsverhaltens von Luft oder Flüssigkeiten unverzichtbar. Mithilfe der Software des hessischen Ingenieurbüros für technisch-wissenschaftliche Berechnung TWB können auch mittelständische Unternehmen ohne eigene Simulationsabteilungen ihre Produkte virtuell optimieren oder testen. So hat das TWB beispielsweise zusammen mit der Fachhochschule Frankfurt am Main ein Windströmungsmodell entwickelt, mit dessen Hilfe Betreiber wirtschaftlich lohnende Standorte für kleinere Windanlagen finden können.

Ingenieurbüro für technisch-
 wissenschaftliche Berechnung TWB Am Alten Schlachthof 4 36037 Fulda
 www.twb-ing.de


SOPAT GmbH
 Ackerstraße 76 13355 Berlin
 www.sopat.de

BIS INS KLEINSTE DETAIL Fotooptische Sonden vermessen kleinste Partikel und sorgen für effizientere Prozesse in der Industrie Körner, Tropfen, Luftblasen – schon kleinste Abweichungen können in der Industrie zu Qualitätseinbußen führen. Daher ist es nötig, chemische, pharmazeutische und biotechnologische Prozesse regelmäßig zu überprüfen. Keine leichte Aufgabe – deshalb hat das Berliner Start-up SOPAT (Smart Online Particle Analysis Technology) eine neue Messtechnik entwickelt. Eine fotooptische Sonde mit integrierter Bildverarbeitungssoftware liefert in Echtzeit Bilder kleinster Partikel. Fehler in der Produktion, etwa Pigmente in Lack oder Blasen in Schlagsahne, können erkannt und behoben werden. Damit wird die Produktion ressourcenschonender, effizienter und sicherer.


GETEILTE ARBEIT, VOLLER ERFOLG Mithilfe einer neuen Technologie macht eine Jobsharing-Plattform 
 Lust auf Teilzeit Ob Propeller, Pumpen, Ventilatoren oder Windturbinen: Bei der Entwicklung neuer Produkte in der Automobil-, Energie- oder Lebensmitteltechnik ist die Untersuchung des Strömungsverhaltens von Luft oder Flüssigkeiten unverzichtbar. Mithilfe der Software des hessischen Ingenieurbüros für technisch-wissenschaftliche Berechnung TWB können auch mittelständische Unternehmen ohne eigene Simulationsabteilungen ihre Produkte virtuell optimieren oder testen. So hat das TWB beispielsweise zusammen mit der Fachhochschule Frankfurt am Main ein Windströmungsmodell entwickelt, mit dessen Hilfe Betreiber wirtschaftlich lohnende Standorte für kleinere Windanlagen finden können.

Tandemploy UG Greifswalder Straße 37 10405 Berlin
 www.tandemploy.com


Viprinet Europe GmbH
 Gaustraße 22-32 55411 Bingen am Rhein
 www.viprinet.com

NIE MEHR OFFLINE Ein patentierter Router bündelt mehrere Leitungen und senkt so das Internet-Ausfallrisiko für Unternehmen Wenn die Videokonferenz ins Wasser fällt oder die Datenübertragung fehlschlägt, kann das für Unternehmen teuer werden. Ein Netzbetreiber allein kann keinen Schutz vor Internetausfall gewährleisten – warum also nicht mehrere Anbieter einbinden? Genau das macht der Multichannel VPN Router von Viprinet: Das Gerät bündelt mehrere Internetzugänge auf einmal und reduziert so das Ausfallrisiko auf fast null. Selbst bei mobiler Nutzung via WLAN funktioniert etwa das Streaming von Videos reibungslos. Der Router sorgt für eine leistungsstarke Verbindung mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit, auch im ländlichen Raum. Diese ist zudem verschlüsselt und für sensible Daten geeignet.


HIGHTECH-ANTRIEB FÜR SMARTE AUTOS Das interdisziplinäre Denklabor arbeitet an Zukunftstechnologien 
 für den Wirtschaftsstandort Deutschland Der vernetzte Kunde ist keine Zukunftsmusik: Das Volkswagen Data Lab erprobt neue Technologien zur Analyse von Massendaten und entwickelt in kurzer Zeit Software-Prototypen, unter anderem für die Mobilität der Zukunft. Die Lösungen entstehen im Team aus Fahrzeug- und IT-Spezialisten, Start-ups, Technologiefirmen und Forschungspartnern. So zeigt das Labor zum Beispiel, wie große Datenmengen den Verkehrsfluss in der Stadt optimieren können. Oder wie umfangreiche Big-Data-Analysen Reparaturen ersparen können. Um den IT-Nachwuchs auszubilden, kooperiert das Volkswagen Data Lab mit führenden Universitäten im Bereich Data Science.

Volkswagen Data Lab Ungererstraße 69 80805 München
 www.volkswagenag.com


ebm-papst
 Bachmühle 2 74673 Mulfingen
 www.ebmpapst.com

WENN VENTILATOREN UM HILFE RUFEN ebm-papst steuert die Herstellung seiner 15.000 Produkte über eine Software und macht Fertigung und Qualitätsprüfung Den weltweit verteilten Fertigungs- und Prüfprozess für ein Portfolio von rund 15.000 Produkten zu koordinieren, ist eine Herausforderung. Der Hersteller für Luftund Antriebstechnik ebm-papst steuert seine globale Fertigung bereits seit 2009 zentral über eine Software. Die Mitarbeiter sind somit jederzeit genau darüber informiert, welcher Produktionsschritt bereits getätigt wurde und welche Schritte noch anstehen. Das Ergebnis ist eine effizientere und ressourcenschonendere Herstellung. ebm-papst fungiert zudem als Referenzunternehmen für die von SAP stammende Software und berät andere Firmen bei deren Digitalisierung.


KATEGORIE: KULTUR

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Die Preisträger des Jahres 2015 im Bereich Kultur Für kulturelle Institutionen wie Museen, Kinos oder Konzerthäuser bietet der digitale Wandel viele Chancen. Sie vernetzen sich unkompliziert mit internationalen Künstlern und Förderern oder gewinnen über soziale Medien mehr Besucher. Mit neuen Techno-logien lassen sich Kunstwerke oder Veranstaltungen interaktiver gestalten sowie Barrieren abbauen – dank Digitalisierung können Zuschauer kulturelle Highlights von überall miterleben. Mit den neuen Möglichkeiten verändert sich aber auch das
 Publikum: Kulturschaffende haben es heutzutage mit selbstbewussten Usern zu tun, die es gewohnt sind, schnell und unkompliziert an Informationen zu kommen und Unterhaltungsangebote individuell an ihre Bedürfnisse anzupassen. Vor allem junge Menschen brauchen neue Zugänge zu Kunst und Kultur, die es ihnen ermöglichen, selbst kreativ zu werden. Einen solchen Zugang bietet zum Beispiel das Kulturlexikon Weimarpedia, das Schüler auf Erkundungstour durch die Goethestadt schickt. Ihre Entdeckungen können sie im Anschluss multimedial aufbereiten und online veröffentlichen. Dieser interaktive Ansatz überzeugte die Jury des Wettbewerbs. Ein weiterer „Ausgezeichneter Ort 2015“ ist der ARTOMAT der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: eine App, die dabei hilft, moderne Kunst zu verstehen. Um Medienkunst-Installationen zu jeder Zeit und an jedem Ort erlebbar zu machen, experimentiert das ebenfalls prämierte Projekt e-Installation mit Telepräsenz-Technologien wie Datenbrillen.


EINE APP ALS KUNSTVERMITTLER Staatliche Kunstsammlungen Dresden
 Taschenberg 2 01067 Dresden
 www.skd.museum

Mit dem Smartphone können Nutzer zeitgenössische Kunst 
 analysieren und interpretieren Was sollen diese Linien bedeuten? Und warum steht da ein Karton in der Mitte des
 Raumes? Bisweilen entzieht sich zeitgenössische Kunst den ersten Deutungsversuchen ihrer Betrachter. Da kann es nützlich sein, ein Werkzeug wie den ARTOMAT zur Hand zu haben: Die von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und TBO INTERACTIVE entwickelte App hilft Anwendern, die Welt der Kunst besser zu verstehen. Dazu muss das Werk mit dem Smartphone nur kurz fotografiert werden. Schon beginnt die App damit, die Komposition etwa anhand von Farben oder Strukturen zu analysieren und Interpretationsmöglichkeiten aufzuzeigen.


WENN DAS SMARTPHONE ZUM KIRCHENFÜHRER WIRD Mithilfe einer App können Einheimische und Touristen Gotteshäuser in ihrer Umgebung entdecken Ob gotisch, barock oder modern: Deutschland ist reich an sehenswerten Gotteshäusern. Oft beherbergen sie zudem unbekannte kunsthistorische Kostbarkeiten. Mit ihrer kostenlosen App will die Evangelische Kirche die Wahrnehmung für solche Schätze stärken. Per Umkreissuche auf dem Smartphone können Touristen und Einheimische Kirchen in ihrer Nähe leicht finden. Ein digitales Datenblatt informiert über Öffnungszeiten und Gottesdienste und verlinkt zur jeweiligen Gemeinde. Eingesprochene Texte und Videos zu einzelnen Kirchen, ein Kinder-Audioguide sowie ein theologisch-architektonisches Glossar machen das Angebot abwechslungsreich und nutzerfreundlich.

Evangelische Kirche
 in Deutschland Herrenhäuser Straße 12 30419 Hannover
 www.ekd.de


Sennheiser
 Friesenweg 7 22763 Hamburg
 www.sennheiser-connect.com

KULTUR GENIEßEN – 
 INKLUSIVE KULTURLANDKARTE Ein barrierefreies Online-Portal informiert über kulturelle Veranstaltungen für Menschen mit Behinderung Ob spannender Kinofilm oder mitreißendes Theaterstück: Kultur sorgt für Abwechslung im Alltag. Damit auch Menschen mit Behinderung kulturelle Veranstaltungen genießen können, müssen diese barrierefrei gestaltet sein. Das Portal culture-inclusive.com des Audiospezialisten Sennheiser sammelt Angebote, die für alle zugänglich sind – auf einer Website, die für alle les- oder hörbar ist. Kulturfans können die gelisteten Institutionen auf der interaktiven Karte nach ihren Vorlieben und Bedürfnissen filtern. So finden sie beispielsweise Museumsführungen in Gebärdensprache oder Kinos, die für Sehbehinderte eine Beschreibung auf der Tonspur (Audiodeskription) anbieten.


RUNDGANG DURCH VERNETZTE WELTEN Die Ausstellung macht die Welt der Informations- und Kommunikationsnetze für Laien verständlich Mit der Dauerausstellung „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“ stellt das Deutsche Technikmuseum die Lebenswirklichkeit in einer vernetzten Welt dar und fragt, wie die Besucher damit umgehen wollen. Ob Telefon, Computerspiel oder Transatlantikkabel – über 500 Objekte aus den letzten 200 Jahren und Medienstationen zeigen durchaus auch kritisch, welchen Einfluss die Vernetzung auf unseren Alltag gewonnen hat. Der spielerisch-interaktive Rundgang soll insbesondere Kinder, Jugendliche und Familien an das Thema heranführen und sie anregen, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Stiftung Deutsches
 Technikmuseum Berlin Trebbiner Straße 9 10963 Berlin
 www.sdtb.de


Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik
 Albert-Einstein-Straße 7 07745 Jena
 www.iof.fraunhofer.de

HISTORISCHE WELTANSCHAUUNGEN Ein 3D-Scanner erstellt räumliche Abbilder historischer Globen 
 aus Museumsmagazinen Von wegen „die Erde ist eine Scheibe“: Spätestens seit dem 15. Jahrhundert gibt es
 Globen, die den historischen Wissensstand der Geografie und Astronomie sowie kulturelle Vorstellungen ihrer Epoche repräsentieren. Die meisten dieser historischen Globen stauben in Museumsmagazinen ein. Eine Kooperation des Fraunhofer-Instituts mit der Uni Jena macht sie nun virtuell verfügbar: Mit einem innovativen 3D-Scanner, der sowohl Form als auch Farbe erfasst, entstehen perfekte digitale Abbilder dieser Weltenmodelle, die demnächst frei zugänglich im Internet für die Öffentlichkeit bereitstehen sollen. Damit wird ein Verfahren entwickelt, um nicht nur Globen, sondern perspektivisch Kulturschätze aller Art in die digitale Ära zu überführen.


MIT DATENBRILLE INS VIRTUELLE MUSEUM Mithilfe von Telepräsenz-Technologien erschaffen Forscher eine 
 digitale Arche Noah für Medienkunstwerke Video- und Klanginstallationen, computergesteuerte Objekte in Bewegung – Medienkunstwerke fordern oft alle Sinne ihres Betrachters. Anders als zweidimensionale Gemälde brauchen sie jedoch viel Platz. Daher werden sie selten dauerhaft ausgestellt. Kunstwissenschaftler und Informatiker des Karlsruher Instituts für Technologie arbeiten an Möglichkeiten, solche Kunstwerke für die Zukunft digital zu bewahren. Dafür 
 sollen Telepräsenz-Technologien wie Datenbrillen zum Einsatz kommen. So können Interessierte aus aller Welt die Installationen virtuell besuchen und sie jederzeit ortsunabhängig in 3D erleben.

ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale und Lehrstuhl für Intelligente Sensor-Aktor-Systeme (ISAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Kaiserstraße 12 76131 Karlsruhe
 www.zak.kit.edu/e-installation


WEIMARS KLASSIKER MIT JUNGEM GESICHT Klassik Stiftung Weimar
 Burgplatz 4 99423 Weimar
 www.klassik-stiftung.de

Auf ihrer selbst gestalteten Wissensplattform erklären und erforschen Schüler die Kulturgeschichte der Goethestadt Was ist der Friedrich-Schiller-Code? Wo wohnte Goethe? Welches Denkmal erinnert an den Dichterfürsten? Weimarpedia weiß mehr: Das interaktive Kulturlexikon macht 
 Jugendlichen Lust, Weimars Klassik auf eigene Faust zu entdecken – und zwar digital und vor Ort. Wer mit Tablet oder Smartphone in der Goethestadt unterwegs ist, kann seine Entdeckungen im Medienstudio online stellen, zum Beispiel als Film, Bildergeschichte oder Lexikonartikel. Die Einträge nutzen andere User und kommen so auf eigene Rechercheideen. Auf einer digitalen Karte bilden die erforschten Orte ein Wissensnetz, in dem sich die jungen User bewegen. So spannend kann Kulturgeschichte sein.


KATEGORIE: WISSENSCHAFT

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Die Preisträger des Jahres 2015 im Bereich Wissenschaft Bits und Bytes sind längst nicht mehr nur ein Thema für Fachbereiche wie Informatik oder Physik. Die Digitalisierung durchdringt den gesamten Wissenschaftsbetrieb in Deutschlands Hochschulen. Ein Beispiel sind neue kollaborative Wege des Arbeitens. Wo früher Wissenschaftler als Einzelkämpfer unterwegs waren, setzt sich eine Kultur des gemeinsamen Denkens und Handelns durch. Mitglieder der Open Science Community machen ihre Arbeitsprozesse frei im Netz zugänglich und nutzen die „Weisheit der Vielen“, um Projekte voranzutreiben. Und nicht nur die Forschungskultur, auch die Publikationsweise verändert sich. Zukünftig könnte es gängige Praxis sein, dass bereits veröffentlichte Fachartikel von verschiedenen Autoren ständig aktualisiert und verbessert werden – ähnlich wie bei Wikipedia. Wie Online-Technologien bereits heute genutzt werden können, um Wissenschaft vernetzter, schneller, effizienter und offener zu gestalten, untersuchen Forscher des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft im prämierten Projekt Opening Science. Ein Großteil der „Ausgezeichneten Orte 2015“ in der Kategorie Wissenschaft zeigt zudem, wie in der deutschen Hochschullandschaft der digitale Wandel selbst erforscht wird und neue Technologien und Programme entstehen, die ihn beschleunigen. So sorgt zum Beispiel das Preisträgerprojekt MAKI (Multi-Mechanismen-Adaption für das künftigeInternet) dafür, dass sich die Kommunikationssysteme der Zukunft flexibler an Veränderungen anpassen. Und im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz verknüpfen Wissenschaftler einzelne Displays zu gigantischen Bildschirmwänden.


MMM Medizinische Modellbau Manufaktur GmbH
 Freiheitstraße 124/126 15745 Wildau
 www.mmm-3d.de

DER HÜFTKNOCHEN, DER AUS 
 DEM DRUCKER KAM Mit Knochen- und Organmodellen aus dem 3D-Drucker lassen sich Operationen besser planen und durchführen Vom Spielzeug bis zur Motorschraube – moderne 3D-Drucker bringen allerlei Gegenstände aus Kunststoff hervor. Das Projekt HumanX nutzt die dreidimensionalen Kopien für die Medizin. Auf Basis bildgebender Verfahren wie CT oder MRT entstehen anatomische Modelle, die Organe oder Knochen mit Muskel- und Hautgewebe originalgetreu abbilden. Sie eignen sich zum Beispiel, um besonders schwierige chirurgische Eingriffe besser zu planen. Mit den 3D-Modellen lassen sich aber auch der medizinische Nachwuchs trainieren und Innovationen beschleunigen.


DIE MITDENKENDE MASCHINE Forscher entwickeln eine Technologie, mit der sich technische 
 Systeme individuell auf ihre Nutzer einstellen Sie träumen von einer Welt voller intelligenter Geräte, aber ohne starre Benutzer-
 führungen oder komplizierte Anleitungen. Um diese Vision zu verwirklichen, arbeiten Wissenschaftler verschiedener Disziplinen an einer neuen Technologie. Sie soll es ermöglichen, Waschmaschinen, Heimkinoanlagen, Buchungssystemen oder Automaten sogenannte Companion-Eigenschaften zu verleihen. Solche Systeme orientieren sich an individuellen Anforderungen, Fähigkeiten, Vorlieben und Bedürfnissen ihrer Nutzer und stellen sich gar auf emotionale Befindlichkeiten ein. So werden sie zu echten Helfern – ganz ohne frustrierende Hindernisse.

Universität Ulm,
 Sonderforschungsbereich/ Transregio 62 James-Franck-Ring 89081 Ulm
 www.sfb-trr-62.de/


Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
 Joachim-Jungius-Straße 11 18059 Rostock
 www.igd-r.fraunhofer.de

WIE DATEN ZU PRODUKTEN WERDEN Für die Fertigungsprozesse der Industrie 4.0 erforscht das Fraunhofer-Institut Werkzeuge zur Steuerung Die Digitalisierung und Vernetzung industrieller Fertigungsprozesse verspricht mehr Flexibilität und mehr Effizienz. Gleichzeitig braucht es für die zunehmend aufwendigere Produktionssteuerung neue Werkzeuge. Mit dem Projekt der Cyber-physischen
 Äquivalenz erstellen die Fraunhofer-Forscher eine visuelle Darstellung der Produktion 
 in Echtzeit und machen diese somit für den Menschen leichter verständlich und kontrollierbar. Das Projekt nutzt Visual-Computing-Technologien für eine intelligente Produktionssteuerung in der vernetzten Fabrik. Dadurch lassen sich Prozesse flexibel verändern. Und die Wahrscheinlichkeit von Produktionsausfällen wird verringert.


MEHR BEWEGUNGSFREIHEIT FÜR PIXEL Mit einer neuen Software können viele einzelne Monitore in eine 
 gigantische Bildschirmwand verwandelt werden Smartphone, Tablet, Monitor – der Alltag ist heutzutage voller Bildschirme. Die meisten davon sind allerdings starr an eine Informationsquelle gebunden. Wissenschaftler des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) sorgen mit einer neuen Software für mehr Flexibilität: Displays unterschiedlicher Größe und Auflösung können damit per Standardnetzwerk verknüpft und von beliebig vielen Geräten bespielt werden. So sind völlig neue Formen der Gestaltung und Steuerung möglich – von der riesigen Bildschirmwand bis zur Kombination von mehreren Rechnerdisplays während einer Konferenz.

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) Trippstadter Straße 122 67663 Kaiserslautern
 www.dfki.de


WENN DER ROBOTER SCHULD HAT Forschungsstelle RobotRecht, 
 Juristische Fakultät der Julius-
 Maximilians-Universität Würzburg
 Domerschulstraße 16 97070 Würzburg
 www.jura.uni-wuerzburg.de/lehrst uehle/hilgendorf/startseite/

Eine Forschungsstelle führt Hersteller und Anwender technischer 
 Neuheiten sicher durch den Paragrafendschungel Technische Innovationen setzen nicht nur Impulse, sie werfen auch häufig neue Rechtsfragen auf: Was passiert, wenn ein autonomes Fahrzeug die falsche Entscheidung trifft? Wer haftet, wenn ein Roboter außer Kontrolle gerät oder der smarte Kühlschrank 3.000 Liter Limo bestellt? Hier hilft die Forschungsstelle RobotRecht weiter: Die Würzburger Juristen beraten Hersteller und Anwender neuer Technologien zur aktuellen Gesetzeslage und klären sie frühzeitig über rechtliche Risiken auf. Die praxisnahe juristische Projektbegleitung gibt den Entwicklern auf diese Weise Sicherheit und unterstützt sie dabei, innovative Technologien zur Marktreife zu führen.


FEINGEFÜHL AUS DER CLOUD Eine zukünftige Generation Prothesen lernt dank digitaler Technologien, sich wie ein Mensch zu bewegen Kaffee kochen, Wäsche waschen, Schuhe binden: Wer einen Arm verloren hat und 
 auf eine Prothese angewiesen ist, lebt mit täglichen Hürden. Intelligente Prothesen sollen Menschen mit Handicap künftig helfen, in gewohnte Bewegungsabläufe zurückzufinden. Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover forschen an den Grundlagen, die technischen Helfer mit einer sonst nur vom Menschen bekannten Feinfühligkeit auszustatten. Erkennt eine Prothese etwa eine ihr noch unbekannte Tätigkeit, sucht sie automatisch in der Cloud nach einem ähnlichen Muster und adaptiert es. Eine App speichert sämtliche Bewegungen und sorgt dafür, dass die Prothesen aller Anwender digital voneinander lernen.

Institut für Regelungstechnik,
 Leibniz Universität Hannover
 Appelstraße 11 30167 Hannover
 www.irt.uni-hannover.de


EIN ZUHAUSE MIT KÖPFCHEN Exzellenzcluster Kognitive 
 Interaktionstechnologie (CITEC)
 Inspiration 1 33619 Bielefeld
 www.cit-ec.de

Intelligente Technik ermöglicht älteren und hilfsbedürftigen Menschen ein selbstständiges Leben zu Hause Die Tür begrüßt Besucher, der Garderobenspiegel erinnert an den Schlüssel, der Herd warnt, wenn die Milch überzukochen droht: Was nach Alice im Wunderland klingt, sind nur einige Fähigkeiten der mitdenkenden Wohnung, die 14 Partner aus Wissenschaft, Industrie sowie Sozial- und Gesundheitswesen im Projekt KogniHome entwickeln. Das Ziel: eine Wohnung, die die Menschen in ihrem Alltag unterstützt – ausgestattet mit intelligenter, lernender Technik, die einfach durch Sprache oder Gestik bedient werden kann. Gerade für Senioren eine Chance, länger in den eigenen vier Wänden zu wohnen.


DIGITALER MITDENKER Eine Software hilft Hausärzten, seltene Erkrankungen oder ein 
 Krebsleiden frühzeitig zu erkennen Kein einzelner Arzt kann bei einer Diagnose alle häufigen und seltenen Erkrankungen gleichzeitig bedenken. Aber medx/DX hilft dabei. Dieser digitale Assistent stellt binnen kürzester Zeit eigene Vermutungen an und gibt Empfehlungen dazu, was zusätzlich abgeklärt werden sollte. Anders als bei klassischen Ansätzen künstlicher Intelligenz wurde dieses System also nicht entwickelt, um menschliches Denken zu ersetzen. Es soll den Arzt dabei unterstützen, auch seltene oder besonders schwerwiegende Erkrankungen möglichst frühzeitig zu erkennen.

medx GmbH Adalbertstraße 20 10977 Berlin
 www.medx.net


Technische Universität Darmstadt
 Rundeturmstraße 10 64283 Darmstadt
 www.maki.tu-darmstadt.de

DAS NETZ VON MORGEN IST AUF ALLES GEFASST Forscher untersuchen, wie Kommunikationssysteme sich selbstständig an veränderte Bedingungen anpassen könnten Wie sieht das Internet der Zukunft aus? Welche digitalen Kommunikationsmittel kommen neu dazu? Fest steht, dass sich Nutzerverhalten, Geräte und damit verbundene Herausforderungen verändern werden. Ein Sonderforschungsbereich an der Technischen Universität Darmstadt arbeitet daher an einer Multi-Mechanismen-Adaption für das künftige Internet. Kommunikationssysteme sollen so gestaltet werden, dass sie verschiedene technische Kanäle kombinieren und sich selbstständig an veränderte Rahmenbedingungen anpassen können. Das verhindert zum Beispiel Überlastungen des Mobilfunknetzes, wenn sich große Menschenmengen versammeln.


PROGRAMMIEREN WIRD ZUM KINDERSPIEL Mit einer offenen grafischen Programmierplattform sammeln Schülerinnen und Schüler ohne technische Hürden erste Programmiererfahrungen Fächer wie Mathematik, Technik und Naturwissenschaften stoßen bei Schülerinnen und Schülern oft auf wenig Begeisterung. Diese will das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS fördern: Mit der offenen grafischen Programmierplattform Open Roberta erwecken Jugendliche ihre selbst gebauten Robotermodelle zum Leben. Die Bedienung erfolgt ganz einfach über den Interbrowser, sodass Lehrkräfte die Plattform ohne technische Hürden im Schulunterricht einsetzen können. Um besonders Mädchen für IT-Berufe zu gewinnen, programmieren im Rahmen der Open-Source-Aktivitäten von Open Roberta auch Studentinnen mit. 

Fraunhofer-Institut für Intelligente
 Analyse- und Informationssysteme IAIS Schloss Birlinghoven 53757 Sankt Augustin
 www.iais.fraunhofer.de


UMBAU DES ELFENBEINTURMS Alexander von Humboldt Institut 
 für Internet und Gesellschaft Oberwallstraße 9 10117 Berlin
 www.hiig.de

Forscher wollen wissen, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die wissenschaftliche Arbeit hat Die Digitalisierung verändert die Wissenschaft. Das Projekt Opening Science erforscht, wie Online-Technologien genutzt werden können, um Wissenschaft vernetzter, schneller, effizienter und offener zu gestalten. In diesem Zusammenhang ergründen die Mitarbeiter des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft auch die Möglichkeiten, Laien für die Arbeit in wissenschaftlichen Projekten zu motivieren. Beispielsweise kann die Zoologie dank des Internets auf die Beobachtungen von Tausenden Freiwilligen zurückgreifen, wenn es um Daten zu einem Vogelzug geht.


VERBRECHEN DER ZUKUNFT IM VISIER Eine Software sagt Einbrüche voraus und hilft der Polizei, weitere 
 Straftaten zu verhindern Die Zahl der Wohnungseinbrüche wächst, die Aufklärungsquote ist gering. Denn die Straftatanalyse ist meist aufwendig und langwierig. Die Lösung für das Problem liefert PRECOBS (Pre Crime Observation System): Innerhalb weniger Minuten durchforstet die Software alle kriminalistischen Daten und sagt voraus, wo und wann der nächste Einbruch stattfinden wird. Die Idee hinter dem System: Täter handeln nach Mustern, die Prognosen über Folgetaten ermöglichen. So ist die Polizei vor dem Täter am Tatort – und greift zu. Mit Erfolg: In den Regionen, in denen PRECOBS bisher zum Einsatz kam, nahmen Delikte um über 30 Prozent ab.

Institut für musterbasierte
 Prognosetechnik Königshardter Straße 103 46145 Oberhausen
 www.ifmpt.de


Exzellenzcluster „Multimodal 
 Computing and Interaction“ 
 an der Universität des Saarlandes Campus E1 7 66123 Saarbrücken
 www.mmci.uni-saarland.de

DAS DISPLAY, DAS AUS DEM DRUCKER KAM Forscher entwickelten ein Verfahren, mit dem selbst Laien Bildschirme individuell gestalten und ausdrucken können Ein Display selbst zu gestalten und eigenhändig zu bauen, war bisher eine Aufgabe 
 von Spezialisten. Der Saarbrücker Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction“ermöglicht es mit seinem Printscreen-Verfahren jetzt auch Laien, ein Display herzustellen. Anstatt Prototypen mit sperrigen Bildschirm-Modulen auszustatten, können Kreative ein individuelles Display gestalten und ausdrucken – auf Papier, Leder, Holz und Kunststoff.Dies ermöglicht nicht nur neuartige mobile Endgeräte, sondern auch innovative Anwendungen wie Smart Packaging, Smart Paper, Smart Signage und Wearables.


WENN BRÜCKEN MÜDE SCHWINGEN Dank digitalem Schnelltest können Brückenschäden frühzeitig erkannt und behoben werden Rostende Stahlseile, morscher Beton: Jede zweite Straßenbrücke ist sanierungsbedürftig. Ein Problem, das drängt. Denn je eher Schäden entdeckt werden, desto einfacher die Reparatur. Mithilfe eines digitalen Schnelltests machen sich Karlsruher Wissenschaftler auf die Suche nach müdem Material: Sie messen die Schwingungen der Seile, die der Brücke ihre Spannung geben. Beginnen sie zu rosten, kommt es schnell zu Teilausfällen und dann schwingen sie in einer anderen Frequenz – wie die Saiten einer verstimmten Geige. Im Abgleich mit älteren Daten lassen sich so genaue Aussagen über den Zustand vieler Brücken, Stadiondächer oder Windenergieanlagen treffen.

Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Massivbau und
 Baustofftechnologie Gotthard-Franz-Straße 3
 76131 Karlsruhe
 www.imb.kit.edu/mb


OFFIS
 Escherweg 2 26121 Oldenburg
 www.offis.de

GRÜNE ENERGIE SCHLAU MANAGEN Im virtuellen Labor testen Industrie und Forschung das 
 intelligente Stromnetz von morgen Wie lässt sich grüne Energie aus Windparks, Biokraftwerken oder Solaranlagen am besten in vorhandene Stromnetze integrieren? Wie kann eine Überlastung vermieden werden? Um regenerativ erzeugte Energie zu managen, braucht es intelligente Netze, sogenannte Smart Grids. Im SESA-Lab des Oldenburger Informatikinstituts OFFIS können Forschungs- und Industriepartner einzelne Smart-Grid-Komponenten – wie zum Beispiel Steuer- und Regelungstechnologien – in einem virtuellen System realitätsnah testen. Ein wichtiger Schritt, um die intelligenten Stromnetze schnellstmöglich auszubauen und die Energiewende zu beschleunigen.


DAS RUNDFUNKNETZ WIRD ZUR 
 ENTLASTUNGSSTRECKE Durch eine Erweiterung des LTE-Standards lassen sich mobile 
 Daten über das Fernseh- und Rundfunknetz übertragen Unterwegs E-Mails empfangen, Videos ansehen oder nach einem Restaurant googeln: Smartphones sind immer dabei. Doch damit steigt auch das Datenaufkommen im Mobilfunknetz. Mobilfunkanbieter warnen bereits vor Kapazitätsgrenzen. Um dennoch das rasant wachsende Datenvolumen bewältigen zu können, erforscht das Projekt Tower Overlay over LTE-Advanced+ (TOoL+) der TU Braunschweig eine neue Technik. Dabei wird der aktuelle Mobilfunkstandard so erweitert, dass die in Richtung Smartphone gesendeten Daten über das bestehende Fernseh- und Rundfunknetz effizient verbreitet werden können. So entlastet TOoL+ das Mobilfunknetz.

Institut für Nachrichtentechnik
 der TU Braunschweig Schleinitzstraße 22 38106 Braunschweig
 www.ifn.ing.tu-bs.de


Wikimedia Deutschland e.V.
 Tempelhofer Ufer 23-24 10963 Berlin
 www.wikimedia.de

EINE DATENBANK FÜR DAS WISSEN DER WELT Wikidata ist eine frei nutzbare Datenbank für strukturierte Informationen, die von Menschen und Maschinen gelesen und editiert werden können Alles fließt. Die Einwohnerzahlen von Ländern und Städten etwa verändern sich dauernd. Dabei aktuell zu bleiben, ist zum Beispiel für die Autoren von Wikipedia eine echte Herausforderung. Bisher mussten sie solche Veränderungen manuell in ihre Beiträge einpflegen. Das Projekt Wikidata baut eine frei nutzbare Datenbank für Informationen auf, die auch von Maschinen gelesen werden können. Mithilfe dieser Datenbank könnten sich digitale Lexika wie Wikipedia künftig zum Teil automatisch aktualisieren. Zudem lassen sich die Daten frei kombinieren: Eine Rangliste der größten von einer Frau regierten Städte etwa könnte mit wenigen Klicks erstellt werden.


WEGWEISER MEEREIS! Das Internetportal bündelt Expertenwissen sowie ein Karten- und Datenarchiv zum Thema Meereis Der Klimawandel lässt die Temperaturen auf der Erde steigen – und das Eis an den Polen schmelzen. Welche Folgen das hat, untersucht das Alfred-Wegener-Institut am Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Auf der Internetplattform meereisportal.de macht es bereits seit 2013 gemeinsam mit der Universität Bremen wissenschaftlich gesicherte Hintergrundinformationen, Forschungsergebnisse sowie Kartenmaterial für jedermann zugänglich. So wollen die Wissenschaftler zum einen den Austausch zwischen Forschung und Öffentlichkeit anregen, zum anderen die nötige Informationsbasis für eine gesellschaftliche Debatte über das Zukunftsthema Klimawandel schaffen.

Alfred-Wegener-Institut,
 Helmholtz-Zentrum für
 Polar- und Meeresforschung Am Handelshafen 12 27570 Bremerhaven
 www.awi.de


KATEGORIE: UMWELT

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Die Preisträger des Jahres 2015 im Bereich Umwelt Wie kann der wachsende Verkehr auf unseren Straßen intelligenter gesteuert werden? Wie lässt sich der steigende Energiehunger durch grünen Strom decken? Und welche Möglichkeiten gibt es, um Ressourcen zu sparen? Moderner Umweltschutz und zeitgemäße Mobilität sind längst nicht mehr ohne digitale Technologien und Ideen denkbar. Bereits heute ist die Bundesrepublik internationaler Schrittmacher für digitale Umwelttechnologien und Services. Ingenieure und Unternehmen entwickeln immer intelligentere Lösungen und Systeme, um etwa die schwankende Stromzufuhr durch regenerative Quellen zu managen, Energie zu sparen oder Elektromobilität alltagstauglich zu machen. Der „Ausgezeichnete Ort 2015“ PlugSurfing erleichtert es zum Beispiel Autofahrern, mit einem E-Mobil unterwegs zu sein. Mithilfe einer App wird nicht nur das Aufladen, sondern auch das Bezahlen an der Strom-Zapfsäule einfacher. Wie eine multifunktionale Grünfläche für bessere Luft sorgen kann und gleichzeitig als WLAN-Spot dient, zeigt das Dresdner Start-up Green City Solutions. Und das virtuelle Kraftwerk Next Pool überzeugte die Wettbewerbsjury mit einem ausgereiften Konzept für eine zuverlässige Versorgung mit grünem Strom. Anhand einer Telekommunikationslösung vernetzt es rund 2.000 regenerative Energieanlagen und steuert sie. Nur drei von zahlreichen Wettbewerbsideen, die zeigen, wie Deutschland künftig seine Vorreiterrolle im Bereich digitale Umwelttechnologien weiter ausbauen kann.


GRÜNE LITFASSSÄULE 2.0 Green City Solutions 
 GmbH & Co. KG Andreas-Schubert-Straße 23 01069 Dresden
 www.mygcs.de

Ein Pflanzsystem verbessert die Luft und vernetzt dank digitaler Technologie Bürger und Unternehmen Besonders in den Städten belastet die Luftverschmutzung Umwelt und Gesundheit. Doch oft fehlen Platz und Geld für mehr Bäume und Parks. Das Dresdner Start-up Green City Solutions hat mit dem CityTree eine spezielle Grünfläche entwickelt: Die mobile Vertikalbegrünung bietet Wuchsfläche für Feinstaub absorbierende Moose und Blütenpflanzen. Zugleich fungiert sie als WLAN-Hotspot und Werbeträger. Logos oder QR-Codes lassen sich darauf mit Pflanzen oder Kunststoffpixeln abbilden. Noch ein Plus: Das multifunktionale Pflanzsystem erfasst dank Sensor- und Fernwartetechnik Daten zur Luftreinhaltung. Ein nachhaltiges Projekt, von dem Bürger, Unternehmen und Umwelt profitieren.


DER SCHWARMINTELLIGENZ AUF DER SPUR Schüler entwickeln Bienenstöcke, mit denen sie Daten erfassen und Nachwuchsforscher europaweit vernetzen Bienen produzieren nicht nur Honig, sondern haben als Bestäuber von Blütenpflanzen eine ökologische Schlüsselrolle. Doch viele Rätsel rund um das nützliche Insekt sind bislang ungelöst. Um diese Wissenslücken zu schließen, entwickelte der Verein europa- fels gemeinsam mit Würzburger Schülern die HOBeeBox: Der Hightech-Bienenstock sammelt über Sensoren Daten zum Verhalten seiner Bewohner, etwa die Zahl der Flüge. In Kooperation mit Bildungspartnern in ganz Europa soll ein Netz von Messstationen entstehen. So liefern die Hightech-Kästen wertvolle Ergebnisse, die Schüler für den Nutzen von Natur sensibilisieren und die Lebensbedingungen für Bienen verbessern.

europafels e.V. Breslauer Straße 19 97199 Ochsenfurt
 www.europafels.eu


Deutsche Energieversorgung GmbH Am Schenkberg 12 04349 Leipzig
 www.deutsche-energieversorgung.de

STROM ZU VERSCHENKEN Als Teil eines dezentralen Energiespeichers bekommen Verbraucher Strom umsonst und sorgen für Netzstabilität Viel Wind, viel Watt. Grüne Energiequellen fließen unregelmäßig. Stürmt es, können riesige Strommengen die Netze so überlasten, dass ihr Zusammenbruch droht. Und bisher reichen die technischen Kapazitäten nicht aus, um die überschüssige Energie abzufangen und zu speichern. Im Notfall bedeutet das sogar den Stillstand für Windkraftparks. Hier hilft das Econamic Grid des Leipziger Unternehmens Deutsche Energieversorgung: Es vernetzt Haushalte, die über einen Energiespeicher verfügen, zu einem dezentralen Stromdepot. Wer Teil dieses Smart Grids ist, bekommt überflüssigen Strom geschenkt und sorgt für Stabilität im öffentlichen Netz.


WENN WEB-RECHERCHE BÄUME PFLANZT Eine kostenfreie Suchmaschine macht ihre Nutzer zu digitalen 
 Umweltschützern Im Internet wie gewöhnlich suchen und dabei der Umwelt helfen? Die Suchmaschine Ecosia, die auf Technologien von Yahoo und Bing basiert, macht es Nutzern einfach, sich nachhaltig zu engagieren. Das Unternehmen will der weltweiten Abholzung entgegenwirken und bis 2020 eine Milliarde Bäume pflanzen. Wer Ecosia verwendet, hilft mit jeder Anfrage, einen Baum zu pflanzen. Dabei entstehen dem Nutzer keine Kosten, die Spenden stammen aus Werbeeinnahmen von Suchanzeigen. Jeden Monat fließen mindestens 80 Prozent des Ertragsüberschusses an ein Aufforstungsprojekt in Burkina Faso. Davon profitieren die Gemeinden und die Wirtschaft vor Ort.

Ecosia GmbH Crellestraße 3 10827 Berlin
 www.ecosia.org


AUF DEN SPUREN VON WEISS-
 Max-Planck-Institut für 
 Ornithologie Radolfzell Am Obstberg 1 78315 Radolfzell Möggingen
 www.orn.mpg.de/maxcine

STORCH UND CO. Mithilfe digitaler, interaktiver Technik lässt ein Forschungsinstitut Interessierte an seiner Arbeit teilhaben Forschen im Elfenbeinturm ist nicht Sache der Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Ornithologie. Mit dem Besucherzentrum MaxCine sucht das Institut bewusst den Dialog mit der Öffentlichkeit. Interessierte können sich im interaktiven Medienraum über die Forschungsarbeit sowie die „Movebank“ informieren: In der OnlineDatenbank sind weltweit Bewegungsmuster von Wildtieren gespeichert, die mit GPS-Sender ausgestattet wurden. Und mit der „Animal Tracker App“ kann jeder ihre Routen in Echtzeit verfolgen. Mehr noch: Wer etwa Weißstörche entdeckt, kann Beobachtungen und Fotos über die App direkt in die Datenbank hochladen.


EINFACHER GRÜN TANKEN Mit einer App und einem Funkchip-Schlüsselanhänger lassen sich Elektroautos überall unkompliziert aufladen Grüne Mobilität liegt im Trend. PlugSurfing macht es künftig noch einfacher, umweltfreundlich unterwegs zu sein – ohne Angst, dass der Strom ausgeht: Mithilfe einer App finden Fahrer schnell und unkompliziert heraus, wo sie ihren Wagen aufladen können. Das Programm kann auf mehr als 15.000 Tankstellen in ganz Europa zugreifen. Und nicht nur das Aufladen wird einfacher, sondern auch das Bezahlen. Per Funkchip oder App können die Nutzer ihre „Füllung“ unkompliziert abrechnen. Bisher brauchten sie für die Tankstellen verschiedener Anbieter unterschiedliche Chipkarten oder Verträge.

PlugSurfing GmbH Glogauer Straße 21 10999 Berlin
 www.plugsurfing.com


EIN GRABEN, FÜNF LEITUNGEN Landwerke Eifel Michelbach 1 54595 Prüm
 www.swt.de

Eine zentrale Leitungstrasse für Wasser, Energie und Kommunikation wird zur Lebensader für eine ländliche Region Er ist das Rückgrat eines bundesweit einmaligen Infrastrukturprojekts, mit dem die Landwerke Eifel die Region Westeifel zukunftsfest machen wollen: ein 80 Kilometer langer Graben von der Oleftalsperre bis nach Trier, über den künftig ein Zehntel der Fläche des Landes Rheinland-Pfalz mit Trinkwasser versorgt werden soll. Mehr noch: In der Trasse werden neben Leitungen für Erdgas, Biogas und Strom auch Glasfaserkabel verlegt. Letztere versorgen künftig 27.000 Haushalte mit schnellem Internet und bilden zugleich die Grundlage für die intelligente Vernetzung von Energieerzeugern und Verbrauchern.


SMARTER STROM FÜR EINE SAUBERE ZUKUNFT Eine neue Technologie vernetzt Kraftwerke zu einem virtuellen Verbund und macht grünen Strom zukunftssicher Der Strom der Zukunft ist grün und wird dort erzeugt, wo er gebraucht wird. Aber wie klappt die Energieversorgung, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint? Die Lösung liefert das virtuelle Kraftwerk Next Pool: Mithilfe einer neuen Netzwerk-lösung vernetzt das Projekt rund 2.500 regenerative Energieanlagen und steuert sie. Je nach Strombedarf werden die einzelnen Anlagen hoch- oder heruntergeschaltet. Erst durch die Bündelung vieler kleiner Erzeuger wird es möglich, den Strom an den entsprechenden Strombörsen zu vermarkten und so für ein verlässliches Stromnetz mit grünem Strom zu sorgen.

Next Kraftwerke GmbH Lichtstraße 43g 50825 Köln
 www.next-kraftwerke.de


Hager Group / 
 IS Predict (Oelma / Sauter / Lonsdorfer) Hager Group
 Zum Gunterstal 66440 Blieskastel
 www.hagergroup.com

EIN GEBÄUDE, DAS MITDENKT Durch vorausschauendes Energiemanagement wird aus einem 
 Gebäude der Hager Group ein intelligentes, grünes Kraftwerk Im saarländischen Blieskastel steht ein Gebäude, das immer genau weiß, was zu tun ist – und wann. Für das Forschungs- und Anwendungszentrum der Hager Group haben die Firmen IS Predict, Oelma, Sauter und Lonsdorfer ein intelligentes Energiemanagement konzipiert. Eine Software-Lösung sammelt große Datenmengen, etwa über das Verbrauchsverhalten der Nutzer oder aktuelle Wettervorhersagen, und erstellt daraus genaue Prognosen für den Strombedarf. Selbstlernend und vorausschauend entwickelt das Gebäude so Strategien, die die Speicherung und Erzeugung eigener Energie effizienter gestalten.


KATEGORIE: BILDUNG

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Die Preisträger des Jahres 2015 im Bereich Bildung Hacker, Bastler, Troubleshooter: Qualifizierten IT-Nachwuchs braucht das Land! Programmierer und Technikprofis werden in Deutschland vielerorts händeringend gesucht. Insgesamt fehlen rund 41.000 IT-Spezialisten. Um neue Big-Data-Experten und Cloud-Fachleute zu gewinnen, gilt es bereits in der Schule die Begeisterung für das Thema Software-Entwicklung zu wecken. Neben technischem Knowhow ist zudem mehr Medienkompetenz gefragt: Kinder und Jugendliche müssen für die Risiken beim Suchen von Informationen im Internet, im Umgang mit privaten Daten oder bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken stärker sensibilisiert werden. Darüber hinaus braucht es neue Konzepte und Ideen, die in jedem Alter digitale Teilhabe ermöglichen. Die Bildungsinitiative Onlinerland Saar macht als „Ausgezeichneter Ort 2015“ vor, wie Vertreter aller Generationen, insbesondere der Generation 60+, im digitalen Alltag ankommen und sich fortbilden können. Zu den diesjährigen Preisträgerprojekten gehört zudem fragFINN: Die Suchmaschine für Kinder verweist ausschließlich auf pädagogisch geprüfte, altersgerechte Inhalte. So können kleine Surfer gefahrlos erste Erfahrungen im Netz sammeln. Lust auf digitales Tüfteln und Programmieren macht die Hacking Box: Die Initiatoren versorgen Lehrer mit der nötigen Hardware für erste Programmier-Experimente im Unterricht.


KICKSTART IN DIE IT- UND KREATIV-KARRIERE [kre|H|tiv] Netzwerk 
 Hannover e.V. Vahrenwalder Straße 7 30165 Hannover
 www.kre-H-tiv.net

Im praxisorientierten Traineeprogramm werden junge Talente in nur 
 zwölf Monaten zu kreativen Programmierern Qualifizierten IT-Nachwuchs braucht das Land! Den will das [kre|H|tiv] Netzwerk Hannover liefern: mit dem Traineeprogramm #creativecoder{, bei dem junge IT-Begeisterte in zwölf Monaten zu kreativen Programmier-Profis ausgebildet werden. Die Teilnehmer arbeiten jeweils vier Tage pro Woche in einem Partnerunternehmen und lernen dort ihr künftiges Berufsumfeld kennen. Freitags und samstags ergänzen sie ihr praktisches Wissen durch Theorie. Neben technischem Know-how stehen zum Beispiel auch Projektmanagement und Kreativtechniken auf dem Lehrplan. Damit bereiten sich die Trainees auf einen Job an der Schnittstelle zwischen IT und Kreativwirtschaft vor.


DAS SAARLAND WIRD ZUM ONLINERLAND Eine landesweite Initiative bringt der Generation 60+ den digitalen Alltag näher „Oma, das musst du unbedingt mal googeln.“ „Ich schick dir die Einladung per Mail.“ Am Internet kommt heute niemand mehr vorbei. Doch nicht jeder ist im Netz unterwegs– 60 Prozent der Generation 60+ nutzen das Internet kaum oder gar nicht. Die Initiative Onlinerland Saar will Menschen fit machen für den Alltag in einer digitalen Gesellschaft. Mit Erfolg: Seit 2004 haben bereits über 40.000 Teilnehmer die Angebote der Initiative genutzt. Saarlandweit lernen sie, wie man im Internet kommuniziert, einkauft, sicher Geldgeschäfte erledigt oder Gesundheitsportale nutzt.

MedienNetzwerk SaarLorLux e.V. Nell-Breuning-Allee 6 66115 Saarbrücken
 www.onlinerland.saarland


DIE BERLINER PHILHARMONIKER Berlin Phil Media GmbH Leipziger Platz 1 10117 Berlin
 www.digitalconcerthall.com

IN DER SCHULE Mit einem kostenlosen Zugang zur Digital Concert Hall können Konzerte der Berliner Philharmoniker im Unterricht erlebt werden EXPLORE CLASSICAL MUSIC! öffnet die Türen der Berliner Philharmonie für Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt – unabhängig vom sozialen Hintergrund – und ermöglicht ihnen so den Zugang zu klassischer Musik. Seit 2012 verlosen die Berliner Philharmoniker jährlich zusammen mit der Deutschen Bank 500 Lizenzen an Schulen und Universitäten für ihren virtuellen Konzertsaal: Lehrende können damit das umfangreiche Konzertarchiv und die Live-Konzerte des Orchesters kostenlos zu Unterrichtszwecken nutzen und ihren Schülern klassische Musik auf höchstem Niveau audiovisuell vermitteln. 


DAS TRANSATLANTISCHE KLASSENZIMMER Im digitalen Austausch mit Gleichgesinnten in den USA erarbeiten Schüler Projekte für mehr Nachhaltigkeit Englischunterricht einmal anders: Statt über Büchern und Vokabelheften zu brüten, vernetzen sich Schüler beim Lernprojekt Going Green mit Partnerschulen und Experten in den USA, um lokale Projekte zu globalen Umweltthemen umzusetzen. Dabei entwickeln sie nicht nur eine App für die Suche nach lokalen Lebensmitteln oder drehen Videos darüber, wie man Ökokosmetik selbst herstellen kann. Sie erarbeiten sich auch ganz nebenbei ein umfangreiches Vokabular, das ihnen im klassischen Unterricht kaum untergekommen wäre. Sustainability, Nachhaltigkeit, ist für sie kein Fremdwort mehr – ebenso wenig wie Medienkompetenz und interkulturelles Arbeiten.

LIFE e.V./eXplorarium, Partner:
 US-Botschaft, Leuphana
 Universität Lüneburg Rheinstraße 45/46 12161 Berlin
 www.goinggreen2014.org


Hacker School UG Cremon 36 20457 Hamburg
 www.hacker-school.de

PROGRAMMIEREN MIT DEN PROFIS In der Hacker School experimentieren Jugendliche mit der 
 Entwicklung eigener Apps, Spiele und Websites Mit nur wenigen Zeilen Code können Programmierer schon eindrucksvolle Apps oder Spiele entwickeln. Wie ihnen das gelingt, lernen IT-begeisterte Jugendliche in der Hacker School. Die Hamburger Non-Profit-Initiative organisiert regelmäßig Kurse, in denen junge Talente von erfahrenen Software-Experten lernen. Diese engagieren sich ehrenamtlich, um die neue Generation für ihr Berufsfeld zu begeistern. Die Jugendlichen entdecken die verschiedenen, komplexen Sprachen hinter einem Programm oder einer Website und setzen sie direkt für eigene Projekte ein – vom ferngesteuerten Roboter bis zum digitalen Bootsrennen in 3-D.


WERKZEUGKASTEN FÜR IT-NACHWUCHS Mit Hardware zum Ausleihen weckt eine Stiftung bei Kindern und Jugendlichen die Lust am digitalen Tüfteln Computerprogramme und Websites entwickeln? Oder Sicherheitslücken bei Software finden und schließen? Wer fit im Programmieren ist, hat als Digital-Experte beste Karrierechancen. Mit der Hacking Box unterstützt die Technologiestiftung Berlin außerschulische Initiativen, die Kinder und Jugendliche für digitales Experimentieren begeistern und ihnen einen kritischen Umgang mit den neuen Technologien vermitteln. In der Leih-Box enthalten sind verschiedene Hardware-Komponenten, die die Kreativität der Nachwuchsprogrammierer wecken. So werden junge Computerfans medienkompetent und IT-sicher zugleich.

Technologiestiftung Berlin Fasanenstraße 85 10623 Berlin
 www.technologiestiftung-berlin.de


DIGITALER CAMPUS FÜR ALLE iversity GmbH, Hauptquartier iversity
 Berliner Straße 33 16321 Bernau bei Berlin
 www.iversity.org

Auf iversity.org können Lernwillige kostenlose Online-Kurse an europäischen Unis ihrer Wahl belegen Europaweit sind Unis mit steigenden Studierendenzahlen und sinkenden Budgets konfrontiert. Die Folge: Überfüllte Hörsäle und Zulassungsbeschränkungen gehören zum Alltag vieler Bildungshungriger. Die Plattform iversity.org will das ändern. Hier können europäische Hochschulen Online-Vorlesungen und -Seminare anbieten, die dann auf dem digitalen Campus von Tausenden Studenten belegt werden – ganz ohne Gebühren. Erbrachte Leistungen können in der Regel auf ein Präsenzstudium angerechnet werden. Diese frei zugänglichen Kurse (Massive Open Online Courses) fördern zudem das lebens- lange Lernen: Jedermann kann sich jederzeit genau das aneignen, was er braucht.


IT-VORLESUNG PER INTERNET Wissenschaftler machen in kostenlosen Online-Kursen Fachleute und Laien fit für den digitalen Wandel Im Hörsaal sitzen, Präsentationen anschauen, für Prüfungen lernen und danach mit anderen Studierenden fachsimpeln – all das geht auch vor dem eigenen Rechner, und zwar ganz ohne Studiengebühren. Das Hasso-Plattner-Institut bietet Interessierten seit 2012 multimediale Kurse zu Informatikthemen auf seiner openHPI-Plattform. Die Zielgruppen reichen vom Fachpublikum, das sich mit der aktuellen Forschung vertraut machen will, bis zu Laien, die verstehen wollen, was hinter jenen Techniken steckt, die die Welt verändern. Für Motivation sorgen spielerische Elemente und die Vernetzung der Lernenden untereinander – und die sind zwischen acht und 80 Jahren alt.

Hasso-Plattner-Institut für
 Softwaresystemtechnik GmbH Campus Griebnitzsee 14482 Potsdam
 www.hpi.de


SICHERER SURFRAUM FÜR DIE JÜNGSTEN fragFINN e.V.
 Beuthstraße 6 10117 Berlin
 www.fragfinn.de

Mit einer speziellen Suchmaschine finden Kinder ausschließlich 
 altersgerechte und pädagogisch geprüfte Inhalte Das Netz ist voller spannender Websites, Videos, Spiele – auch für kleine Surfer. Doch nicht alles, was online ist, ist für Kinder geeignet. Die Suchmaschine fragFINN.de bietet Internetanfängern ab sechs Jahren einen geschützten Raum, um die Vielfalt der virtuellen Welt zu erkunden. Sie zeigt ausschließlich Ergebnisse an, die von Medienpädagogen geprüft und als kindgerecht beurteilt wurden. Über 11.000 Seiten stehen den Kleinen bei ihren Suchanfragen zur Verfügung. Die Liste der sicheren Inhalte ist tagesaktuell. Die jungen Nutzer sind zudem aufgefordert, das Angebot mitzugestalten und eigene Vorschläge einzubringen.


NEUE NETZEXPERTEN BRAUCHT DAS LAND In einem interdisziplinären Studiengang lernen Studierende, das Internet umfassend zu verstehen Kaum etwas hat die Welt so sehr verändert wie das World Wide Web. Diesen Wandel zu verstehen und ihn auch selbst gestalten zu können, sollen die Absolventen des Masterstudiengangs Web Science an der Universität Koblenz-Landau lernen. So wie das Web ein technisches Phänomen ist, das auf die gesamte Gesellschaft ausstrahlt, beschränkt sich Web Science nicht auf IT, sondern geht auf die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen ein. Damit ist der Studiengang in Deutschland der erste, der künftige InternetExperten interdisziplinär ausbildet.

Universität Koblenz-Landau, Institute for Web Science and Technologies Universitätsstraße 1 56070 Koblenz
 www.west.uni-koblenz.de


FRÜH GEFÖRDERT, HALB GEWONNEN Stiftung Lesen Römerwall 40 55131 Mainz
 www.stiftunglesen.de

Mit praktischem Know-how unterstützt eine Initiative Eltern und Lehrer bei der Vermittlung digitaler Medienkompetenz Leseförderung ist das zentrale Anliegen der Stiftung Lesen. Das geht längst nicht nur mit Büchern, sondern auch mit digitalen Medien wie Apps, E-Books oder Spielen. Gerade Kindern und Jugendlichen bieten digitale Medien Leseanreize, die es zu nutzen gilt. Der Online-Service Digitale Lesewelten macht auf das Potenzial neuer Angebote für die Leseförderung aufmerksam. Eltern und Lehrer erhalten über Informationen, konkrete Empfehlungen und didaktisch-methodische Handreichungen neue Impulse für die Leseförderung. So werden sie selbst vertraut im Umgang mit neuen Formaten und können als Lesevorbild dienen.


ONLINE VON CHIRURGEN LERNEN Online übertragene Vorträge aus dem Operationssaal bringen 
 Studierenden medizinisches Praxiswissen näher Wie funktioniert der Magen-Darm-Trakt? Welche Blutgefäße versorgen das Gehirn? Über die Online-Plattform des Instituts für Klinische Anatomie der Universität Tübingen können sich Studierende in einen digitalen Operationssaal zuschalten. Erfahrene Chirurgen zeigen in der Lehrveranstaltung Sectio Chirurgica, wie eng Anatomie, Chirurgie und Radiologie verbunden sind. Moderne Kameratechnik überträgt die Lehrveranstaltungen live ins Internet. Fragen der Zuschauer werden sofort im Live-Chat beantwortet. Was früher nur einer kleinen Gruppe zugänglich war, erreicht heute mehr als ein Viertel aller Medizinstudierenden in Deutschland.

Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik der Universität Tübingen Elfriede-Aulhorn-Straße 8 72076 Tübingen
 www.sectio-chirurgica.de


MODERNE PHYSIK INTERAKTIV ERLEBEN Johannes Gutenberg-
 Universität Mainz, Institut für Physik Staudingerweg 7 55128 Mainz
 www.vre.uni-mainz.de

Ein digitales Schülerlabor zeigt, wie E-Learning den Physikunterricht begreifbar machen kann Hochspannung und empfindlichste Messungen im Klassenzimmer? Das Projekt Virtual-Reality-Experimente der Universität Mainz simuliert anspruchsvolle Versuche in einem virtuellen Physikraum. Dabei vernetzt die Software interaktive Tafeln, Tablets und andere digitale Unterrichtsmedien. Schüler können nun Experimente durchführen, die bisher zu gefährlich, für den Unterricht zu kostspielig oder zu zeitaufwendig waren. Die intuitive Bedienung knüpft an den digitalen Lebensalltag junger Menschen an und lässt sie in die virtuelle Physikwelt eintauchen. Wie im echten Leben können sie hier mit ihren Fingern Tasten drücken und Regler drehen.


MIT DEM SMARTPHONE AUF LUTHERS PFADEN Jugendliche führen Spaziergänger mit einer webbasierten Karte durch die Heimat des berühmten Reformators In Sachsen-Anhalt liegen die Wurzeln von Martin Luther und der Reformationsbewegung. Die Plattform Luther Trip und die dazugehörige App der .lkj) und des Werkleitz Gesellschaft e.V. schicken Spaziergänger auf eine reale Entdeckungstour. Gemeinsam mit Jugendlichen aus der Region wurden verschiedene Routen entwickelt, auf denen Neugierige den Spuren des Reformators folgen können. Die jungen Projektmitarbeiter machen dabei Historie multimedial erlebbar: Digitale Karten weisen den Weg und liefern Fotos, Videos, Tonmaterial sowie individuelle Eindrücke zu geschichtsträchtigen Orten entlang der Strecke. Das macht Lust auf die Region und ihre Geschichte.

.lkj) Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V., Werkleitz Gesellschaft e.V. Liebigstraße 5
 39104 Magdeburg
 www.luther-trip.de


EXPERIMENTE PER MAUSKLICK Lehrstuhl für Bauphysik 
 der Universität Stuttgart Pfaffenwaldring 7 70569 Stuttgart
 www.lbp.uni-stuttgart.de

Ein virtuelles Labor zeigt, wie E-Learning technische Studiengänge flexibler machen kann Wie messe ich die Luftdichtheit eines Gebäudes? Wie lange hält welches Material einem Brand stand? Was angehende Architekten und Bauingenieure bisher nur in den Räumen ihrer Hochschule einüben und testen konnten, funktioniert jetzt auch online. Im virtuellen Labor des Lehrstuhls für Bauphysik der Universität Stuttgart können Studenten ihrer Leidenschaft zu tüfteln und zu experimentieren jederzeit und an jedem Ort nachgehen– ohne sich um einen Praktikumsplatz bewerben zu müssen. Was in vielen geisteswissenschaftlichen Fächern längst Standard ist, macht so auch naturwissenschaftliche und technische Studiengänge flexibler.


KATEGORIE: GESELLSCHAFT

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Die Preisträger des Jahres 2015 im Bereich Gesellschaft Der digitale Bürger will Gutes tun und mitreden, wenn es um politische Entscheidungen geht. Neue Informations- und Kommunikationslösungen beflügeln das bürgerschaftliche Engagement und die Lust auf Mitbestimmung. Vom digitalen Gemeinsinn profitieren soziale Organisationen, die per SpendenApp zusätzliche finanzielle Mittel generieren – und Menschen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind und Angebote wie Sharing-Plattformen nutzen können. Projekte wie Blogs für Online-Bürgerrechte oder Konzepte für sichere E-Petitionen sorgen zudem für politische Transparenz und fördern die öffentliche Meinungsbildung. Innovative Lösungen sorgen so auf vielfältige Weise für mehr Teilhabe am modernen, digitalen Gemeinwesen: Das eröffnet neue Möglichkeiten, den Herausforderungen der älter werdenden Gesellschaft zu begegnen, Jüngere für Politik zu begeistern sowie die Inklusion voranzutreiben. Unter den „Ausgezeichneten Orten 2015“ befinden sich in der Kategorie Gesellschaft zahlreiche Projekte, die Menschen den Alltag und die politische Mitbestimmung erleichtern. Zum Beispiel die cloudbasierte Software opendoors, die Bürgerbeteiligung problemlos möglich macht. Allein wohnenden, älteren Menschen bietet der ambiact-Stromsensor mehr Sicherheit, ihren Angehörigen weniger Stress. Die Online-Plattform innatura bildet eine Brücke zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen, indem sie unverkäufliche, aber einwandfreie Waren als Sachspenden vermittelt.


oldntec GmbH Escherweg 2 26121 Oldenburg
 www.oldntec.de

WENN DER WASSERKOCHER 
 ENTWARNUNG GIBT Ob allein wohnende, ältere Menschen Hilfe brauchen, erkennt 
 ein Stromsensor an den von ihnen genutzten Geräten Immer mehr ältere Pflegebedürftige wollen nicht im Heim, sondern in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Damit Angehörige sich keine Sorgen machen, lösen Hausnotrufsysteme Alarm aus, falls die Senioren sich mithilfe einer Taste nicht regelmäßig selbst melden. Ein praktischeres Modell hat die Firma oldntec mit dem Verein Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Informatikinstitut OFFIS entwickelt. Benutzen die Pflegebedürftigen ein bestimmtes Haushaltsgerät, meldet der angeschlossene Sensor ambiact automatisch: Alles in Ordnung! Die Zahl der Fehlalarme wird so verringert und die Akzeptanz des Systems erhöht.


KREDITVERGABE PER FINGERABDRUCK Eine maßgeschneiderte IT-Lösung erleichtert die Vergabe von Krediten an Bauern und Kleinunternehmer in Afrika In weiten Teilen Afrikas gibt es keine Bankfilialen. Benötigte Kredite nehmen Bauern und Kleinunternehmer daher bei Mikrofinanzinstituten auf. Diese arbeiten jedoch meist papierbasiert und können Kunden mangels fälschungssicherer Ausweise schwer identifizieren. Gegen die daraus resultierenden Kreditausfälle sichern sich die Geldverleiher mit hohen Zinsen von über 60 Prozent ab. Um dieses Problem zu lösen, stattet das Start-up BCB die Mikrofinanzinstitute mit einer auf Tablet-PCs basierten, mobilen IT-Lösung aus, sodass Mitarbeiter jeden Kundenkontakt digital erfassen können. Die Identifizierung gelingt mit FingerabdruckScannern. Das Ergebnis: mehr Transparenz, gesenktes Risiko und bezahlbare Kredite.

awamo GmbH Falkstraße 5 60487 Frankfurt am Main
 www.credit-bureau-africa.com


netzpolitik.org Schönhauser Allee 6-7 10119 Berlin
 www.netzpolitik.org

BAHN FREI FÜR INTERNETNUTZER Eine Plattform engagiert sich für ein offenes Web und informiert 
 über Netzpolitik Warum darf es im Web keine Zensur geben? Wie lässt sich die Netzneutralität stärken? Wie viel Macht dürfen Internetkonzerne über unsere Daten haben? Die Macher des Weblogs netzpolitik.org engagieren sich seit über zehn Jahren für ein offenes Netz und die digitalen Rechte der Bürger. Ziel ist es, rund um alle Themen zu informieren, die der digitale Wandel mit sich bringt – ob für Kultur, Politik oder Gesellschaft – und eine breite öffentliche Debatte anzustoßen. Mit Erfolg: Der preisgekrönte Weblog prägt seit über zehn Jahren den netzpolitischen Diskurs in Deutschland und ist zu einer wichtigen Stimme in der Medienlandschaft geworden.


DER DRAHTESEL WIRD ZUM 
 VERNETZTEN ALLESKÖNNER Ein digitales System macht aus jedem Fahrrad problemlos und günstig ein Smart Bike Wo bleiben neben smarten Autos eigentlich die intelligenten Fahrräder? Das fragten sich die Gründer eines Frankfurter Start-ups und entwickelten ein System für vernetztes Radeln: The Smartest Connected Bike System for Everyone (COBI). Dabei wird das Smartphone zur Schaltzentrale, die mit einem speziellen Handy-Case am Lenker eingerastet wird. In einer handschaltergesteuerten App sehen Radfahrer neben Echtzeitdaten wie Geschwindigkeit, Trittfrequenz oder Energieverbrauch auch eine hochwertige Rad-Streckennavigation, können den Musikplayer steuern oder telefonieren. Zum COBI-Paket gehören eine Diebstahlsicherung sowie moderne LED-Scheinwerfer und Rücklichter, die sich selbstständig ein- und ausschalten.

COBI GmbH Schloßstraße 92 60486 Frankfurt am Main
 www.cobi.bike


LETZTE RUHE AUCH IM NETZ Columba Online Identity Management GmbH Ritterstraße 3 10969 Berlin
 www.columba.de

Ein Online-Dienst hilft Hinterbliebenen, die Spuren des Verstorbenen 
 Testament, Tod, Erbe – Themen, die viele aus ihrem Leben verdrängen. Für Hinterbliebene kann das zum Problem werden. Denn immer häufiger kommt zum materiellen Nachlass auch ein digitales Erbe hinzu. Die wenigsten wissen jedoch, bei welchen Online-Diensten oder sozialen Medien der Verstorbene registriert ist oder wie seine Zugangsdaten lauten. Die Experten von Columba helfen, das digitale Erbe zu regeln. Mit einem einzigartigen Schutzpaket werden Internetaktivitäten des Verstorbenen aufgespürt, Accounts oder Social-Media-Profile gelöscht oder übertragen, fortlaufende Kosten gefunden und gestoppt sowie Guthaben transferiert – damit Hinterbliebene in Zeiten des Abschieds eine Sorge weniger haben.


ZWEITE CHANCE FÜR SHAMPOO 
 MIT SCHÖNHEITSFEHLER Eine Online-Plattform vermittelt unverkäufliche, aber einwandfreie Waren als Spenden an soziale Organisationen Eine falsche Zahl auf der Verpackung kann eine ganze Ladung Zahnpasta für den Hersteller nutzlos machen. Weil es für Unternehmen umständlich und teuer ist, Fehlproduktionen zu spenden, landen sie oft direkt in der Entsorgung. Dieser Verschwendung macht die Online-Plattform innatura ein Ende: Sie vermittelt diese Produkte an gemeinnützige Organisationen, organisiert Lagerung, Transport, Verteilung und die notwendige Verwaltung. Ob Akkuschrauber oder Shampoo: Die Bestellung läuft wie beim Online-Shopping. Für die sozialen Organisationen fällt lediglich eine geringe Vermittlungsgebühr an.

innatura gGmbH Landgrafenstraße 73 50931 Köln www.innatura.org


Media4Care UG Weserstraße 167 12045 Berlin
 www.mediadementia.de

DIGITALER HELFER FÜR UNTERWEGS Dank neuartigem Assistenzsystem wird das Tablet zum digitalen
 Helfer für Menschen mit Demenz Bis 2050 wird die Zahl der Demenzkranken in Deutschland auf drei Millionen ansteigen. Trotz Krankheit so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu führen, das wünschen sich die Betroffenen ebenso wie ihre Angehörigen. Dabei helfen kann Media Dementia, ein digitales Assistenz- und Betreuungssystem, das auf die Bedürfnisse Älterer zugeschnitten ist. So wird das Tablet zur wichtigen Stütze im Alltag: Mit Filmen, Rätseln oder Spielen können geistige und körperliche Fitness trainiert werden. Auch die Vernetzung mit Familie und Betreuern klappt dank Tablet reibungslos – für mehr digitale Teilhabe und weniger soziale Isolation.


NEUE HELDEN BRAUCHT DAS NETZ Jugendliche werden zu digitalen Mentoren und beraten Schüler zu Cybermobbing und Datenschutz im Netz Jeder siebte Jugendliche wurde schon einmal im Internet gemobbt. Die Angriffe reichen vom Ausschluss aus Chatgruppen über die Veröffentlichung peinlicher Fotos bis zu sogenannten Hass-Websites. Hier sind die Digitalen Helden gefragt: Schüler der Klassen acht bis zehn werden in Online-Kursen und Workshops ausgebildet, um jüngere Schüler bei Themen wie Datenschutz, Fotourheberrecht oder Cybermobbing zu beraten. In Notfällen stehen ihnen Fachleute zur Seite. Ziel des Projekts ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Eine Initiative, die Jugendlichen beibringt, Probleme im Netz zu lösen und sich kritisch mit Chancen und Risiken des Internets auseinanderzusetzen.

Digitale Helden gemeinnützige GmbH Weberstraße 78, Hinterhaus 60318 Frankfurt
 www.digitale-helden.de


WENN JEDE SEKUNDE ZÄHLT Mobile Retter e.V. Alleestraße 93 33378 Rheda-Wiedenbrück
 www.mobile-retter.de

Per App kann die Notrufzentrale freiwillige Ersthelfer alarmieren 
 und an den Unfallort lotsen Rettungsdienste sind schnell, doch manchmal kommen auch sie zu spät. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde. Je eher reanimiert wird, desto größer 
 die Überlebenschance. So kam ein Notarzt auf die Idee, die App „Mobile Retter“ zu entwickeln. Freiwillige, die Erfahrung in Sachen Erste Hilfe haben wie Ärzte, Krankenschwestern oder Sanitäter, können sich registrieren lassen. Wird in ihrer Nähe ein Notruf über 112 abgesendet, werden sie über ihr Smartphone geortet, alarmiert und zum Unfallort gelotst. So bleibt die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens nicht ungenutzt und Leben kann gerettet werden.


DIE LIZENZ ZUM EINMISCHEN Eine offene Daten-Plattform macht es einfacher, kommunale Entscheidungen für Bürger transparent darzustellen Ob es um gefällte Alleebäume geht oder um den Bau der neuen städtischen Mehrzweckhalle: Kommunen sollten Entscheidungen möglichst transparent machen. Der Verein Open Knowledge Foundation hat deshalb das Ratsinformationssystem „Politik bei uns“ entwickelt. Es stellt Verwaltungsdaten für die Entwicklung und Umsetzung von Bürgerinformationsplattformen bereit. Mithilfe dieses offenen Systems lassen sich zum Beispiel Beschlussvorlagen und Anfragen einfach recherchieren – vorausgesetzt die jeweilige Kommune veröffentlicht Daten unter freier Lizenz. So wird Politik transparent und fördert Partizipation.

Open Knowledge
 Foundation Deutschland e.V. Schlesische Straße 6 10997 Berlin
 www.okfn.de


OFFENE TÜR MIT NIEDRIGER SCHWELLE Zebralog Chausseestraße 8 10115 Berlin
 www.opendoors.zebralog.de

Eine kostenlose Software senkt die Hürden für Mitbestimmung 
 und stärkt politische Transparenz Demokratie erschöpft sich nicht darin, dass Bürger alle paar Jahre wählen dürfen. Die Digitalisierung lässt sich nutzen, um Verwaltung, Politik, Unternehmen und Bürger bei Entscheidungsprozessen zusammenzubringen. Mit opendoors hat die Agentur Zebralog eine kostenlose Open-Source-Plattform für Partizipation entwickelt, die sich besonders einfach in der Microsoft Azure Cloud installieren lässt. Hier können zum Beispiel Politiker oder Unternehmen Fragen beantworten, Interessengruppen Diskussionspunkte sammeln und alle Beteiligten einen Dialog führen – transparent und ohne technische Hürden.


EIN VÖLLIG NEUES FOTOERLEBNIS Die Panono Ballkamera nimmt einfach und schnell 360°x360°Panoramen mit über 100 Megapixeln auf Die Panono GmbH entwickelt innovative digitale Kameras. Das erste Produkt ist die Panono Panoramawurfkamera, die erste Consumer-Kamera mit über 100 Megapixeln. Einfach in die Luft geworfen, lösen die 36 Kameras am höchsten Punkt automatisch aus. So entstehen mit einem Klick hochauflösende Panoramen. Zusätzlich kann man die Kamera auf einem Selfie-Stick oder Stativ montieren und über die Panono App auslösen. Die Panoramen werden in der Panono Cloud zusammengefügt und können dort im persönlichen Profil verwaltet werden. Die Panono App schafft ein neues Bilderlebnis – mittels der Bewegungssensoren in den mobilen Endgeräten kann man sich durch den aufgenommenen Moment noch einmal hindurchbewegen.

Panono GmbH Dudenstraße 10 10965 Berlin
 www.panono.com


NEUES LEBEN FÜR ALTE TECHNIK PC-Tafel e.V. Weinstraße Nord 26 67487 Maikammer
 www.pctafel.de

Damit sozial Benachteiligte digital dabei sein können, bringt ein Verein aussortierte Computer wieder in Schwung Wer technisch stets auf dem neuesten Stand sein will, muss viel in Hardware investieren. Doch um an der digitalen Gesellschaft teilhaben zu können, reicht auch ein älteres Gerät. Das stellten die Gründer des Vereins PC-Tafel fest – und sorgen seitdem dafür, dass aussortierte Computer, Drucker oder Handys nicht zu früh als Elektroschrott enden. Repariert, aufgerüstet und mit aktueller Software versehen, werden die gespendeten Geräte kostenlos an Bedürftige weitergegeben. Ein Projekt, das sozial Benachteiligten ermöglicht, die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen – und eine Recycling-Idee, die die Umwelt schont.


MEINE DATEN GEHÖREN MIR! Ein auch von Laien zu bedienender Server soll Freiberuflern und 
 kleinen Unternehmen die Hoheit über ihre Daten geben Daten bei einem professionellen Anbieter online zu speichern und sie somit von überall und jederzeit abrufen zu können, kann durchaus praktisch sein. Dabei stellt sich aber auch immer die Frage nach der Datensicherheit. Die Firma Protonet bietet deshalb Mini-Server an, die sich auch von IT-Laien mit nur wenigen Handgriffen aufstellen und einrichten lassen. Auf diese Weise können zum Beispiel Freiberufler und kleine Unternehmen ihre Daten in den eigenen Räumlichkeiten selber sichern und für sich beziehungsweise die Mitarbeiter von unterwegs aus zugänglich machen.

Protonet GmbH Große Bergstraße 160 22767 Hamburg
 www.protonet.info


Initiative SCHAU HIN! Chausseestraße 13 10115 Berlin
 www.schau-hin.info

SICHER DURCH DIE MEDIENWELT Eine Initiative führt Kinder an den verantwortungsvollen Umgang mit TV, Internet und Spielen heran Auf dem Tablet Filme ansehen, fürs Schulreferat im Internet recherchieren oder Spiele zocken: Die Medienwelt eröffnet Kindern viele Möglichkeiten, stellt sie aber auch vor Herausforderungen. Die Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“, eine Initiative von BMFSFJ, Vodafone, Das Erste, ZDF sowie TV Spielfilm, gibt Eltern und Erziehenden das Rüstzeug an die Hand, um ihren Nachwuchs zu einem bewussten Umgang mit der Vielfalt an Medienangeboten zu erziehen. Auf einer Webseite finden sie Tipps zu verschiedenen Themen. Bei Fragen hilft ein Mediencoach weiter. Ein TV-Spot, interaktive Instrumente wie ein Medien-Fitnessprogramm, ein Online-Test für Eltern zu ihrem Medienverhalten oder eine App ergänzen das Angebot.


UNTERSCHREIBEN, ABER SICHER! Der neue Personalausweis kann zur eindeutigen Identifizierung bei Online-Petitionen genutzt werden Für Online-Petitionen ist es wichtig, dass hinter jedem Unterstützer nicht nur ein anony-mer Klick, sondern ein Mensch steht. Die bei vielen anderen Anwendungen im Web sonst übliche Kombination aus Benutzername und Passwort ist dafür nicht optimal. Das Petitionsportal des Deutschen Bundestages wurde deshalb um eine neue Funktion erweitert: Es ermöglicht Anwendern, sich mithilfe des neuen Personalausweises zu registrieren, um Petitionen einzureichen oder unterstützen und diskutieren zu können. Der Ausweis wird somit also zur Unterschrift – und macht es einfacher, sich politisch zu engagieren.

Petitionsausschuss des
 Deutschen Bundestages Platz der Republik 1 11011 Berlin
 www.epetitionen.bundestag.de


PLATZ MACHEN, SCHNÄPPCHEN JAGEN, GUTES TUN sociaLive GmbH Benzstraße 11 82178 Puchheim
 www.swop-team.de

Per Flohmarkt-App inserieren Nutzer Gegenstände – der Abholende bezahlt nicht, sondern spendet Geld für einen guten Zweck Omas Kommode oder die Sammelfiguren aus den Neunzigern – was andere wegwerfen, ist bei Flohmarkt-Fans oft heiß begehrt. Nun bietet die App SWOP-Team die Möglichkeit, auch digital nach alten Schätzen zu suchen. Nutzer können auf der Plattform ausgemistete Möbel und Gegenstände einstellen. Wer sich für ein Stück interessiert, muss dieses nur noch abholen. Anders als bei einem üblichen Flohmarkt bezahlt der glückliche neue Besitzer nicht, sondern spendet einen freiwilligen Betrag an eine regionale Non-Profit-Organisation. Das stärkt soziales Engagement und schont die Umwelt.


MEDIZINISCHE HILFE – DIREKT UND ÜBERALL! Telemedizin bringt schnelle fachärztliche Hilfe zu Menschen in entlegenen Regionen In einigen Regionen Deutschlands herrscht Ärztemangel, vor allem auf dem Land oder an den Küsten sowie auf den Inseln und Halligen. Gleichzeitig wächst durch das Installieren von Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee der Bedarf für eine medizinische Notfallversorgung. Das Klinikum Oldenburg hat deshalb zusammen mit der IQmed GmbH das Telemedizin-Netzwerk entwickelt. Damit soll Hochleistungsmedizin in allen Regionen Deutschlands und der Welt verfügbar werden. Dazu steht vor Ort ein kleines Gerät, das über Kommunikationswege wie Satellit oder Mobilfunk Vital-daten einer Person sowie hochauflösende Audio- und Videosequenzen an das Klinikum überträgt. Dort können die Ärzte dann eine Diagnose stellen und geeignete Maßnahmen veranlassen.

Klinikum Oldenburg gGmbH +
 IQmedworks GmbH Rahel-Straus-Straße 10 26133 Oldenburg
 www.telemedizin.klinikum-oldenburg.de


Sonormed GmbH Neuer Kamp 30 20357 Hamburg
 www.tinnitracks.com

LIEBLINGSLIED STOPPT DAUERPIEPEN Eine neue Technologie lindert Störgeräusche bei Tinnitus-Patienten 
 mit Hilfe von Musik Drei Millionen Deutsche leiden an Tinnitus. Das Piepen oder Klirren im Ohr entsteht, wenn überaktive Nervenzellen im Hörzentrum dem Gehirn den störenden Ton vorgaukeln. Die Firma Sonormed hat eine Technologie entwickelt, die diese Zellen ausbremst. Tinnitracks filtert aus Musik die Tinnitus-Frequenz heraus, die der Patient zuvor online angeben muss – ebenso wie seine Lieblingslieder, die ihm Sonormed nach der ton- 
 technischen Bearbeitung zurückschickt. Dann ist alles einfach: ein bis zwei Stunden täglich die Songs hören und den Tinnitus wirksam behandeln – ohne Hörgerät, Vor-Ort-Therapie oder komplizierte Software.


ONLINE-AUKTIONEN FÜR KINDER IN NOT Durch Versteigerung einzigartiger Geschenke und Erlebnisse generiert eine Plattform Spenden in Millionenhöhe Ein signiertes WM-Trikot, ein Nordpol-Rundflug oder ein exklusives Treffen mit dem Lieblingsstar: Auf der Plattform United Charity stehen Geschenke und Erlebnisse zur Auktion, die es in keinem Laden zu kaufen gibt. Online kann jeder unkompliziert mitsteigern und sich eines der Unikate sichern. Das Besondere daran: Jeder, der etwas aus dem Angebot ergattert, wird automatisch zum Spender. Denn die Erlöse aus den Versteigerungen gehen zu 100 Prozent an Hilfsprojekte für Kinder. Über vier Millionen Euro konnte die private Stiftung hinter der Plattform bereits für gemeinnützige Organisationen und Kinder in Not sammeln.

United Charity
 Augustaplatz 8
 76530 Baden-Baden
 www.unitedcharity.de


BARRIEREFREIER WOCHENRÜCKBLICK Deutschlandfunk
 Raderberggürtel 40
 50968 Köln
 www.nachrichtenleicht.de

Eine Nachrichten-Webseite informiert in einfacher Sprache über gesellschaftlich relevante Themen Wenn Nachrichtensprecher zu schnell reden oder umständlich formulieren, können viele Menschen nicht mehr folgen. Das gilt besonders für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Die Webseite nachrichtenleicht.de formuliert deshalb konsequent in einfacher Sprache. Der vom Deutschlandfunk 2013 gestartete Wochenrückblick fasst immer freitags die wichtigsten Nachrichten aus Politik, Kultur, Vermischtem und Sport zusammen. Verknüpft werden die Texte mit hörverständlichen Audiobeiträgen. Ein Wörterbuch erklärt schwierige Begriffe.


EINE FÜR ALLE Ein Smart-Home-System ermöglicht, sämtliche Geräte zu Hause
 über eine einzige Plattform zu vernetzen und zu bedienen „Smart Home” ist für viele gleichbedeutend mit Jalousien- und Lichtsteuerung. Warum nicht wirklichen Mehrwert schaffen – etwa dass die Wohnungsklingel den Fernseher pausiert, um das Bild der Türkamera auf den Bildschirm zu projizieren? Weil Kompatibilitätsrestriktionen solche Szenarien bisher verhindern. yetu schafft Abhilfe: Unabhängig von Marke und Betriebssystem verbindet die Smart-Home-Plattform alle Geräte zu Hause miteinander. Dank offener Standards ist es möglich, Anwendungen hinzuzufügen und mit anderen Nutzern im Haushalt zu teilen. Was nicht auf Kosten der Sicherheit geht: Die hardware-seitige Verschlüsselung schützt die Daten vor Zugriff durch Dritte, wie sogar den Anbieter selbst.

yetu AG
 Hardenbergstraße 9A
 10653 Berlin
 www.yetu.com


DEUTSCHLAND DIGITAL Die fünf Wettbewerbstrends aus der Fraunhofer-Studie

Trend 1: Wissenswert – Daten intelligent nutzen Das Datenvolumen wächst im digitalen Zeitalter rasant. Wie lassen sich die Informationen nutzen, um Diagnosen zu stellen oder Vorhersagen zu treffen? Wie können Daten archiviert und für alle zugänglich gemacht werden? Intelligentes Wissensmanagement wird künftig zum entscheidenden Faktor.

Trend 2: Netzfähig – Digitale Kompetenz erwerben Ob Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell im Internet ausbauen, oder Eltern, die lernen, ihre digitale Identität genauso selbst-verständlich zu pflegen, wie ihre Kinder es tun: In allen Sparten der Gesellschaft passen sich die Akteure an die neuen Möglichkeiten an, die sich durch die Digitalisierung bieten. IT-Kompetenz und Fachexpertise sind gefragt, um den Wandel zu meistern.

Trend 3: Klickbewusst – Bewusst surfen und Ressourcen sparen Welche Optionen bietet die Digitalisierung, um Wasser, Strom und andere Ressourcen einzusparen? Welchen ökologischen Fußabdruck hinterlasse ich durch mein Surfverhalten? Die Ein-sicht, dass nichts umsonst ist in der digitalen Welt, wächst. Die ausgezeichneten Ideen tragen zur Bewusstseinsbildung bei und motivieren, die Kosten für Gesellschaft und Umwelt zu reduzieren.

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Trend 4: Grenzüberschreitend – Systembarrieren überwinden Immer mehr intelligente Technologien vereinfachen unseren Alltag – vom Smart Home bis zur Telemedizin. Damit sie nahtlos ineinandergreifen und reibungslos funktionieren, werden Systeme verschmolzen, ihre Grenzen ausgeweitet sowie Leistungen gebündelt – für mehr Belastbarkeit. In Zukunft wird es eine Schnittstelle für alles geben: eine Universalbedienung für das Leben, die jeder individuell und selbstbestimmt für sich nutzen kann.

Trend 5: Wandelbar – Technik, die sich anpasst Eine technische Lösung für alle – das war gestern. Adaptive Systeme lernen, die Bedürfnisse und Vorlieben der Nutzer umzusetzen und passen sich automatisch an diese an: vom Raumklima 
 über die Einrichtung des PC-Desktops bis hin zu den Frühstücks- wünschen. Möglich wird das durch verbesserte Sensortechnik sowie uns allumgebende Technologien.

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) untersuchte im Auftrag der Deutschen Bank die „Ausgezeichneten Orte 2015“. Bei der Analyse der 100 Siegerprojekte zeichneten sich fünf große Trends für den digitalen Wandel ab.


RÜCKENWIND FÜR GUTE IDEEN Impressionen vom Netzwerktreffen 2015

VIDEO: STADT, LAND, NETZWERKEN! 
 IMPRESSIONEN VOM NETZWERKTREFFEN 2015

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„Das Netzwerktreffen bietet allen Teilnehmern einen großen Mehrwert. Sie können sich austauschen und Kontakte mit anderen Playern aus ihrer Fachrichtung knüpfen.“

„Die Auszeichnung ist für uns als Start-up ein Gütesiegel, das für die Qualität unserer Idee steht. In Zukunft wünschen wir uns noch mehr Sichtbarkeit sowie Unterstützung von politischer Seite.“

FRIEDER JURETZEK

JÖRG SCHÜLER

TU Braunschweig, erforscht im Projekt „TOoL +“, wie mobile Daten über das Fernseh- und Rundfunknetz übertragen werden können.

gehört zu den Gründern des Programms „Digitale Helden“, in dem Jugendliche andere Schüler rund um Datenschutz oder Cybermobbing beraten.


„Unsere Idee, unverkäufliche Waren über eine Online-Plattform an soziale Organisationen zu vermitteln, ist einmalig in Deutschland. Wir freuen uns, dass die Auszeichnung 
 potenziellen Spendern signalisiert: Dieses Projekt ist unterstützenswert.“

DIANA OCHS ist bei „innatura“ zuständig für den Ausbau des NPO-Partnernetzwerks und das Fundraising.


STOLZMOMENTE: DER WETTBEWERB 2014 Im vergangenen Jahr wurden Ideen für die ländlichen Räume gekürt

AUSGEZEICHNET: Die Treptitzer machen ihre Abwasser- und Energieinfrastruktur zukunftsfit – und wurden zum Bundessieger 2014 in 
 der Kategorie Umwelt gekürt (links).

WISSBEGIERIG: Das schulbegleitende Programm „GemüseAckerdemie“ begeistert junge Menschen 
 für Landwirtschaft (rechts).

KLÄNGE IM STROH: Mit Musik, Theater, Literatur und Kunst im Pferdestall bringt „Kultur rockt“ neues Leben ins Dorf (unten).

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VIDEO: DAS WAR „INNOVATIONEN QUERFELDEIN“ - EIN RÜCKBLICK AUF DAS WETTBEWERBSJAHR 2014/15 UND SEINE AUSGEZEICHNETEN ORTE


GRÜNER UNTERWEGS: Rund um das Thema umweltfreundliche Fahrzeuge informiert das „Elektromobilitätszentrum Birkenfeld“ (links).

POETRY SLAM STATT KOPFSPRUNG: Friedberger Bürger verwandeln ihre Jugendstil-Schwimmhalle in das „Theater Altes Hallenbad“ (links).

IN SIEGERLAUNE: Ihre Preisverleihung feierten die Initiatoren der landwirtschaftlichen IT-Lösung „M2M-Teledesk“ im Fußballstadion (rechts oben).

WIRTSCHAFTSSTÄRKE: Mit einem Festakt wird der „SW-Agent“ gewürdigt – eine Computersimulation, die bei der Energiewende unterstützen soll (rechts).


DIE WETTBEWERBSJURY UND DER FACHBEIRAT Die Expertenjury wählt die 100 besten Ideen, unterstützt von einem

Juryvorsitz Prof. Dr. Michael Hüther Direktor und Mitglied des Präsidiums, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

Jurymitglied Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. e. h. mult. Dr. h. c. mult. Hans-Jörg Bullinger Mitglied des Senats, Fraunhofer-Gesellschaft

Juryvorsitz Prof. Dr. Martin Roth Direktor des Victoria and Albert Museum, London

Jurymitglied Johannes Boege General Manager DIE WELT / WELT am SONNTAG

Jurymitglied Stephanie Bschorr Präsidentin, Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. ( VdU )

Jurymitglied Adelheid Feilcke Leiterin Partnerschaften & Projektkoordination, Deutsche Welle

Jurymitglied Sabine Heimbach Leiterin des Hauptstadtbüros, Deutsches Aktieninstitut

Jurymitglied Prof. Dr. Claudia Kemfert Abteilungsleiterin Energie, Verkehr, Umwelt, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW), und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit, Hertie School of Governance

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Jurymitglied Thomas Krüger Präsident, Bundeszentrale für politische Bildung

Jurymitglied Andrej Kupetz Fachlicher Leiter und Geschäftsführer, Rat für Formgebung

Jurymitglied Prof. Dr. h. c. Klaus-Dieter Lehmann Präsident, Goethe-Institut

Jurymitglied Holger Lösch Mitglied der Hauptgeschäftsführung, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.

Jurymitglied Prof. Dr. sc. nat. Christoph Meinel Institutsdirektor und Geschäftsführer, Inhaber des Lehrstuhls für Internet-Technologien und Systeme, Hasso-Plattner-Institut

Jurymitglied Cornelia Quennet-Thielen Staatssekretärin, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Jurymitglied Judith Rakers Journalistin und TV-Moderatorin

Jurymitglied Christian Rummel Deputy Global Head of Brand Communications & Corporate Citizenship, Deutsche Bank AG


Jurymitglied Mehmet Tanrıverdi Ehrenpräsident, Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland e.V. (BAGIV)

Jurymitglied Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. mult. Wolfgang Wahlster Vorsitzender der Geschäftsführung und technischwissenschaftlicher Leiter, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH

Mitglied im Fachbeirat Peter Borchers Founder & Head of hub:raum – Incubator of Deutsche Telekom, Deutsche Telekom AG

Mitglied im Fachbeirat Mark Hoffmann Co-Founder & CEO, Vertical Media GmbH

Mitglied im Fachbeirat Dr. Tobias Miethaner Leiter der Abteilung Digitale Gesellschaft, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Mitglied im Fachbeirat Bastian Unterberg Geschäftsführer, Jovoto GmbH

Mitglied im Fachbeirat Dr. Ralf Bremer Leiter politische Kommunikation und Unternehmenssprecher, Google Germany GmbH


JUBILÄUM Eine Erfolgsgeschichte feiert Geburtstag

BEEINDRUCKENDES ZAHLENWERK

Gute Ideen „made in Germany“ sind weltweit erfolgreich. Der Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ – ehemals „365 Orte im Land der Ideen“ – würdigt seit 2005 die Innovationskraft kreativer Köpfe: Tausende Preisträger wurden in den letzten zehn Jahren von der Wettbewerbsjury gekürt. 2.855 Preisträger wurden in den letzten zehn Jahren prämiert. Jede einzelne Auszeichnung wurde durch Vertreter der Deutschen Bank und der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ überreicht.

„Zahlreiche außergewöhnliche Ideen haben von der Auszeichnung profitiert, darauf sind wir sehr stolz. Für viele Preisträger war die Würdigung ein starker Erfolgsmotor“, sagt Ariane Derks, Geschäftsführerin der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“. Der größte Innovationswettbewerb Deutschlands verschafft den prämierten Projekten und ihren Initiatoren eine öffentliche Bühne und bietet ihnen ein starkes Netzwerk.

30 Prozent

Ein nationales Gütesiegel Die „Ausgezeichneten Orte“ sind mittlerweile zu einem Gütesiegel geworden, das über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bekannt ist. Wie sich der Wettbewerb in den letzten zehn Jahren entwickelt hat und welche Erfolgsgeschichten die gekürten Ideen geschrieben haben, hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) im Auftrag der Deutschen Bank analysiert. Ausgewählte Daten, Fakten und Umfrageergebnisse:

der Ideen sind als geistiges Eigentum geschützt und wurden zum Beispiel als Patent, Marke oder Geschmacksmuster angemeldet.

43,6 Prozent der Gewinner wollen ihre Idee weiter ausbauen.

138

36,5 Prozent der „Ausgezeichneten Orte“ haben neue Arbeitsplätze geschaffen.


DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGS Wie die Preisträger auf ihre Ideen kamen:

22,8 Prozent erkannten das Potenzial für einen gesellschaftlichen Mehrwert.

IM WESTEN VIEL NEUES Nordrhein-Westfalen kann die meisten „Ausgezeichneten Orte“ vorweisen. Gemessen an der Einwohnerzahl, liegt Bremen vorne, vor Berlin und Hamburg. Die Zahl der Sieger nach Bundesländern:

19,8 Prozent fiel ein Problem oder ein Missstand auf. 66 68

131 68 12,2 Prozent sahen das Potenzial für eine nachhaltigere Herangehensweise.

11,4 Prozent

216

348

entwickelten ihr Projekt im Austausch mit anderen Disziplinen oder Akteuren.

80

107

478

10,3 Prozent verfügten über den kreativen Spielraum in ihrem Unternehmen oder in ihrer Organisation.

214

9,9 Prozent erkannten den Bedarf für eine neue Dienstleistung.

135

70

101 66 328 379

9,8 Prozent identifizierten den Bedarf für ein neues Produkt.

3,8 Prozent Sonstiges


WETTBEWERB 2005 BIS 2015

Viele Köpfe, viele Ideen

Meilensteine im Jahrzehnt der Ideen Prominente Fürsprecher 365 Goldideen

Zum Symbol für die Vernetzung der Preisträger wird das Gruppenfoto vom Netzwerktreffen: Alles dreht sich um Ideen.

Der Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ startet in Berlin. Die Initiatoren eröffnen die Bühne für Ideen „made in Germany“.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Brandenburgs Landeschef, Matthias Platzeck, gratulieren dem ausgezeichneten Hasso-Plattner-Institut.

BITTE NOCH N

2005

2006

2007

2008

2009

Berliner Luftballons

Druckfrisch: das erste Ideenbuch Siegerehrung, die Erste

In der jährlich erscheinenden Publikation werden alle Preisträger eines Jahrgangs porträtiert.

Das Projekt „Sprechende Haltestellen“ der Stadtwerke Münster ist der 1.000. Gewinner. Daran erinnern 1.000 Ballons, die vor dem Reichstag aufsteigen.

Vor geschichtsträchtiger Kulisse Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank küren die ersten Sieger – darunter die Staatskapelle Unter den Linden.

Bundespräsident Horst Köhler lädt die Preisträger ins Deutsche Histo-rische Museum zum Empfang ein.


Impulse für Schloss Bellevue 100 Ideen fürs Netz

Die Kanzlerin als Laudatorin

Angela Merkel ehrt das Bundesleistungszentrum Kienbaum als „Ausgewählten Ort 2010“ und überreicht den Sonderpreis „Gelebte Einheit“.

Während der „Woche der Umwelt“ im Park von Schloss Bellevue stellen verschiedene Preisträger ihre „Ausgewählten Orte“ vor.

Der Fachbeirat trifft sich zur Konzeption des neuen Wettbewerbsthemas. Es lautet: „Stadt, Land, Netz! Innovationen für eine digitale Welt“.

Die perfekte Welle Das Duisburger Unternehmen Nemos gewinnt Energie aus Meereswellen. Applaus und die Auszeichnung gibt es dafür von Frank-Walter Steinmeier.

CH NICHT BEARBEITEN.

2010

2011

2012

2013

2014

2015

1 Thema, 100 Sieger Publikumssieger gesucht

1.998, 1.999, 2.000!

Die ersten Bundessieger nehmen in der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt die Auszeichnung in Empfang. Publikumspreis Nummer eins geht an die Richard Jahre GmbH. Ab jetzt hat der Wettbewerb ein Jahresthema – und noch 100 „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Den Anfang macht „Ideen finden Stadt“. Klicks für die Insel

Ein intelligenter Arzneischrank wird 2.000. „Ausgewählter Ort“. Entwickelt wurde er an der Universität Stuttgart.

Die SmartRegion Pellworm schafft es in der Online-Abstimmung zur beliebtesten Idee des Jahres.


BILDNACHWEIS Titel © Alan Graf/cultura/Corbis S. 2 Kleinschmidt/MSC S. 3 Deutsche Bank S. 4 Christian Kruppa S. 6 Bundesregierung/Kugler S. 7-8 Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert S. 11 Panono GmbH S. 12 © bestpixels/Fotolia.com, Tandemploy, © www.digitale.schule, Deutsche Bank S. 15 © iStock.com/svetikd S. 17 IPO.Plan GmbH S. 18 3YOURMIND GmbH, Fotograf: André Breske S. 19 ArtiMinds Robotics GmbH, Fotograf: Simon Fischer S. 20 auticon GmbH S. 21 aexea GmbH, Fotografin: Bea Pötzsch S. 22 T-Systems International GmbH, Fotograf: Patrick Runte S. 23 Peter Gervais S. 24 Blue Yonder GmbH, Fotograf: Markus Köller S. 25 Volker Crone S. 26 Alecto GmbH/Friendsurance, Fotografin: Charlen Christoph S. 27 gestigon S. 28 Robert Bosch GmbH – Werk Blaichach, Fotograf: WOLFRAM SCHROLL S. 29 ThyssenKrupp S. 30 Handwerkskammer Koblenz, Fotograf: Herbert Piel, Piel Media S. 31 Kottmann Technology, Michael Hanzelmann S. 32 Medexo GmbH, Fotografin: Franziska Gruschke S. 33 SAP SE S. 34 AIRBUS APWORKS GmbH, Fotograf: Sven Marquart S. 35 shutterstock/alphaspirit S. 36 DP DHL, Fotografin: Shehrina Kamal S. 37 adidas AG, Fotografin: Anna-Lena Angermaier S. 38 Dr. Detlef Hühnlein S. 39 Hamburg Port Authority S. 40 Karl Georg Stapf S. 41 SOPAT GmbH, Fotograf: Urs Kuester S. 42 Tandemploy UG, Fotograf: Christian Stumpp S. 43 Frauke Bönsch S. 44 Volkswagen, Fotografin: Ellen Carolin Simon S. 45 ebm-papst S. 46 © DragonImages/Fotolia.com S. 48 TBO INTERACTIVE, Fotograf: Danilo Bittorf S. 49 EKD, Fotograf: Hr. Holger Kirschning/Kirchengemeinde Bad Oldesloe S. 50 Sennheiser Streaming Technologies GmbH S. 51 © SDTB/Foto: Clemens Kirchner S. 52 Fraunhofer IOF Jena, Fotograf: Walter Oppel (IOF) S. 53 Fotografin: Tanja Meißner/KIT|Kunstwerk: Nam June Paik: „Versailles Fountain“ (1993), ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe S. 54 Klassik Stiftung Weimar S. 55 © Syda Productions/Fotolia.com S. 57 MMM GmbH, Fotograf: Fotostudio SCHAUGENAUHIN S. 58 SFB/Transregio 62, Fotograf: Stefan Berger S. 59 Fraunhofer IGD S. 60 André Mailänder S. 61 Forschungsstelle RobotRecht, Fotografen: E. Hilgendorf/L. Blechschmitt S. 62 Institut für Regelungstechnik, Hannover, Designer: Tobias Ende S. 63 Uni Bielefeld/CITEC Fotograf: Jörg Heeren S. 64 medx GmbH, Fotograf: Fabian Schröder S. 65 Technische Universität Darmstadt, Fotograf: juergenmai.com S. 66 Fraunhofer IAIS, Fotograf: Kurt Fuchs S. 67 CC-BY hiig.de S. 68 Institut für musterbasierte Prognosetechnik, Fotograf: Ralf Middendorf S. 69 Universität des Saarlandes, Embodied Interaction Group S. 70 Foto: Steffen Siegel S. 71 OFFIS – Institut für Informatik S. 72 Fotograf: Andreas Gudat S. 73 Marius Hoch S. 74 Renate Treffeisen/AWI S. 75 Westend61/Getty Images S. 77 Green City Solutions GmbH & Co. KG S. 78 HOBeeBox-Team, Fotograf: Martin Ostersen S. 79 Deutsche Energieversorgung GmbH S. 80 Ecosia (3)/WeForest.org S. 81 MPI ORN RAD © MaxCine, Fotografin: Simone Rosenfelder S. 82 PlugSurfing GmbH S. 83 KNE – AöR 86 KNE – AöR S. 84 Next Kraftwerke GmbH S. 85 Hager Group, S. 86 Hero Images/ Getty Images S. 88 [kre|H|tiv] Netzwerk Hannover e.V. S. 89 MedienNetzwerk SaarLorLux e.V., Fotograf: Jan Bubel S. 90 Berlin Phil Media GmbH, Fotograf: Xanthippi Anastasiadou, 3rd Primary School Xanthi S. 91 US-Botschaft Berlin, gemeinfrei, kein Copyright S. 92 Hacker School UG (haftungsbeschränkt), Fotograf: Andreas Ollmann S. 93 Technologiestif-

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tung Berlin, Fotografin: Jeanette Dobrindt S. 94 iversity GmbH, vertreten durch Martin Schmucker S. 95 Hasso-Plattner-Institut, Fotograf: HPI/Arthur Silber S. 96 fragFINN e.V. S. 97 Fotograf: Tran Mau Tri Tam S. 98 Stiftung Lesen S. 99 Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik, Universität Tübingen, Fotograf: Manfred Mauz S. 100 Anna Regenauer S. 101 Werkleitz 2014 S. 102 Lehrstuhl für Bauphysik der Universität Stuttgart, Fotograf: Dipl.-Ing. Holger Rösel Gesellschaft S. 103 © KidStock/Blend Images/Corbis S. 105 oldntec GmbH S. 106 Fotograf: Benedikt Kramer S. 107 netzpolitik.org, Von Volker Grassmuck S. 108 COBI GmbH S. 109 Columba Online Identity Management GmbH S. 110 Karin Desmarowitz S. 111 Media4Care UG, Fotograf: Marc Aurel Engels S. 112 Digitale Helden gGmbH, Fotograf: Florian Borns S. 113 Mobile Retter e.V. S. 114 Leonard Wolf S. 115 Franziska Krug, (franziska.krug@pressefotografin.de) S. 116 Panono GmbH S. 117 shutterstock/Sergiy Zavgorodny S. 118 Protonet GmbH, Philipp Abbass S. 119 Schau Hin, Fotograf: Hans Christian Plambeck S. 120 Bundesdruckerei GmbH S. 121 sociaLive GmbH, Fotografin: Cornelia Fuchs S. 122 Klinikum Oldenburg, Fotograf: Frank Szypniewski S. 123 Sonormed GmbH, Fotograf: Michael Osei S. 124 United Charity S. 125 Deutschlandfunk S. 126 yetu AG, Fotograf: Pierre Pasler S. 129-131 Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert S. 1 Deutschland – Land der Ideen/Christian Schneider-Bröcker, Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert, Deutschland –Land der Ideen/Matthias Kneppeck/FOX S. 132-134 Deutschland – Land der Ideen/Holger Peters, Deutschland – Land der Ideen/Sabine Grothues, Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert, Deutschland – Land der Ideen/Andreas Mann S. 135-137 Hüther: Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Roth: Thierry Bal, Boege: Axel Springer SE, Bschorr: VdU, Henriette Olbrisch, http://henrietteolbrisch.de, Bullinger: Ansgar Pudenz/Fraunhofer, Feilcke: Deutsche Welle, Heimbach: Bundesregierung – Bergmann, Kemfert: Paul Ripke, Krüger: Lars Welding, Kupetz: Lutz Sternstein/ www.lutz-sternstein.com, Lehmann: Mirko Krizanovic, Lösch: Christian Kruppa, Meinel: KAY HERSCHELMANN, Quennet-Thielen: BMBF, Rakers: Amanda Berens, Rummel: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert, Tanrıverdi: Franz Möller, Wahlster: Jim Rakete, Borchers: hub:raum, Bremer: Frank von Wieding, Hoffmann: Vertica Media, Miethaner: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert, Unterberg: jovoto/Kai Müller S. 140 2005: Michael H. Ebner, 2006: Michael H. Ebner, 2006_Ideenbuch: Deutschland – Land der Ideen/Kay Herschelmann, 2007: Deutschland – Land der Ideen/ Kay Herschelmann, 2008: Deutschland – Land der Ideen/Christof Rieken, 2009: Deutschland – Land der Ideen/ Nikola Kuzmanic S. 141 2010: Deutschland – Land der Ideen/Kay Herschelmann, 2011: Deutschland – Land der Ideen/Uwe Völkner/Fotoagentur FOX, 2012: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert, 2013: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert, 2014: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert


IMPRESSUM Eine Publikation der Deutsche Bank AG und 
 der Land der Ideen Management GmbH, © 2015

Gestaltung, Layout und Grafik Michael Reinhardt (fischerAppelt)

Herausgeber Lektorat Deutsche Bank AG Taunusanlage 12 60325 Frankfurt am Main Christian Rummel, Deputy Global Head of 
 Brand Communications & Corporate Citizenship Florence Schneider, Leitung Projektteam 
 „Deutschland – Land der Ideen“ „Deutschland – Land der Ideen“ Land der Ideen Management GmbH Kurfürstendamm 21 10719 Berlin Holger Lösch, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. und Vorsitzender des Aufsichtsrats, Land der Ideen Management GmbH Ariane Derks, Geschäftsführerin Land der Ideen Management GmbH

Publikationskonzept Sandra Haake-Sonntag (Deutsche Bank) Diana Ali, Stefan Volovinis („Deutschland – Land der Ideen“) Antje Lenz (fischerAppelt)

Redaktion und Text Regina Dombrowski (Deutsche Bank) Dörte Schütz („Deutschland – Land der Ideen“) Inga Beutler, Ralf Junge, Kristin Lübcke, Harry Olschok, 
 Marie Scheffer, Sophia Steinmann (fischerAppelt)

askitext@web.de

Produktion Staudt Medienproduktion, Hattersheim

Druckerei W.B. Druckerei GmbH, Hochheim am Main

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Die in dieser Publikation veröffentlichten Inhalte unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Jede Art der Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Urhebers bzw. Autors. Die Herausgeber waren bemüht, alle Reproduktionsrechte zu klären. Eventuelle rückwirkende Ansprüche bitten wir über projektbuero.land-der-ideen@db.com an 
 die Deutsche Bank zu richten. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für die männliche wie die weibliche Form.


Gründer Guide LEITFADEN FÜR START-UPS UND JUNGUNTERNEHMER

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DEUTSCHE START-UPS UND GRÜNDER IN ZAHLEN 67 Prozent der Jungunternehmen peilen deutsche Märkte an, nur 27 Prozent zielen auf Weltmärkte ab.

70 Prozent der Gründer verwirklichen ihre Geschäftsidee im Dienstleistungsbereich.

25 Prozent aller Start-ups sind in der Software-Branche tätig.

90 Prozent der Newcomer sehen die Finanzierung als größte Heraus-forderung in der ersten Phase der Unternehmensgründung.

915.000 Gründungen gab es im Jahr 2014 in Deutschland.


BERLIN IST HAUPTSTADT DER Hamburg 37,0

DIGITALEN NEWCOMER

Berlin 74,3

Dresden 31,8

Köln 42,1

Frankfurt 36,3

Stuttgart 34,7 München 40,2

Zahl der Start-ups im engeren Umfeld der Digitalwirtschaft im Jahr 2013 pro 10.000 Personen


„ START-UPS WOLLEN IMMER  SCHNELLER WACHSEN“ Berlin ist der Hotspot für digitale Gründer. Welche Trends sich in der Branche abzeichnen, weiß Antje Uhlig vom bereichsübergreifenden Team Startups@Berlin der Deutschen Bank. Die Spreemetropole gilt als der Anziehungspunkt für Startups in ganz Deutschland. Was macht die Stadt so attraktiv? Berlin ist vielfältig, offen, kreativ – alles ist möglich. Und vor allem sitzen hier Unternehmen, die gezeigt haben, wie schnell aus ganz Klein ganz Groß werden kann. Nicht zuletzt überzeugt die Stadt mit einer hervorragenden Infrastruktur für junge Unternehmen. Obendrein sind die Lebenshaltungskosten im Vergleich mit anderen Metropolen immer noch sehr moderat.

ein guter Partner für die kaufmännische Seite des Projekts.

Wohin entwickelt sich die Berliner Start-up-Szene derzeit? Digitale Gründer wollen heute immer schneller wachsen. Sich einen Vorsprung mit einer guten Idee zu sichern, bedeutet, Erfolg zu sichern. Besonders stark entwickeln sich derzeit Start-ups, deren Geschäftsmodelle international ausgerichtet sind. Im Trend liegen zudem Projekte aus den Bereichen E-Health und Mobilität. Aber auch Technologieunternehmen der Fintech-Branche, die spezielle Finanzdienstleistungen anbieten, boomen.

Mehr Informationen zum Team Startups@Berlin unter:
 http://www.deutsche-bank.de/pfb/content/lp-startups.html

Haben Sie ein Erfolgsrezept für Gründer? Das eine Erfolgsrezept gibt es nicht. Wichtig ist aber sicher, die eigene Idee in ein gutes Konzept zu gießen und sich den Rat von anderen Marktteilnehmern einzuholen – sie können die Erfolgsaussichten am besten einschätzen. Unverzichtbar ist auch

Was sind die Geschäftsideen, die Sie begeistern? Mich persönlich faszinieren Ideen, die einen praktischen Nutzen 
 im Alltag stiften, wie zum Beispiel das Internetportal GoEuro, das 
 die, länderübergreifende, Buchung von Reisen extrem vereinfacht.
 Der Gründer hat dieses Geschäftskonzept auf einer dreimonatigen Rucksacktour quer durch Europa entwickelt.

ANTJE UHLIG leitet das Team Startups@Berlin der Deutschen Bank


VON DER IDEE ZUM EIGENEN UNTERNEHMEN Schritt 1 Her mit der Idee! Auf der Suche nach der zün-
 denden Idee sollten Sie sich 
 folgende Fragen stellen: Was sind aktuelle Trends in meiner 
 Branche? Mit welchen Problemen beschäftigen sich Kunden oder Unternehmen? Welche Patente liegen beim Deutschen Patent- und Markenamt brach? Und: Welche Idee passt zu mir? Wenn Sie dann noch für das Thema brennen, dann ist 
 es Zeit, Ihr Unternehmen zu 
 verwirklichen.

Schritt 2 Ohne Businessplan läuft nichts Am Anfang steht ein ausgefeilter Businessplan. Er liefert Ihnen Orientierung und Geldgebern gute Investitionsgründe. Diese Punkte dürfen in Ihrem Plan nicht fehlen: Geschäftsund Finan-zierungsmodell, Zielgruppen- und Wettbewerbsanalyse, Team und Vorhaben, Risiken und Chancen des Projekts. Außerdem: Was macht Ihr Start-up beziehungs-weise Ihr Unternehmen besonders? Tipp: Erfahrene Gründer kennen sich aus, bitten Sie sie um Hilfe!


Schritt 3 Der Name als Visitenkarte Sie haben sich für einen Firmennamen entschieden? Checken Sie online, ob es ihn bereits gibt. Oder recherchieren Sie auf den Seiten des Deutschen Patent- und Markenamts. Dort melden Sie anschließend Ihr Unternehmen an, lassen es ins Handels-register eintragen und sichern sich die Domain. Visieren Sie ausländische Märkte an, ist das europäische Harmonisierungsamt Ihre Anlaufstelle.

Schritt 4 Auf die Form kommt es an Eine Unternehmergesellschaft oder lieber eine Gesellschaft
 mit beschränkter Haftung? Mit
 der Rechtsform legen Sie fest,
 in welchem Verhältnis die Grün-
 der zueinander stehen, wer Geschäftsführer wird, wer in welchem Ausmaß haftet oder wie Kapital beschafft werden kann. Wählen Sie sorgfältig aus, am besten gemeinsam mit einem Notar. Denn ein späterer Wechsel kostet meist Geld und Zeit.

Schritt 5 Alles amtlich machen Egal ob Sie einen Gewerbeschein, eine Genehmigung oder Zulassung brauchen: Als Gründer bekommen Sie es mit verschiedenen Behörden und Institutionen zu tun, zum Beispiel mit dem Finanzamt oder der Industrie- und Handelskammer. Ein Notar kann für Sie die Eintragung ins Handelsregister beantragen. Detaillierte Informationen bieten der Behördenwegweiser und das Existenzgründerportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.


WIE FINDE ICH DIE PASSENDE FINANZIERUNG FÜR MEINE IDEE? Vier Tipps von Dr. Christoph Westerburg vom Team Startups@Berlin der Deutschen Bank Eine gute Idee, aber keine Sicherheiten? Ausreichend Eigenkapital ist das A und O für Gründer. Wer für seine Idee eigenkapitalnahe Finanzierungen sucht, ist nicht bei Banken an der richtigen Adresse, sondern braucht Investoren mit großem Risikohunger. Wagnis-kapital für Gründer gibt es bei Business Angels und Venture Capitalists. Sie verleihen nicht nur „finanzielle Flügel“, sondern stehen in der Regel auch mit Branchenwissen und einem umfassenden Netzwerk zur Seite. Ihr Geschäftsmodell begeistert? Dann sollten Sie Ihr Glück auf einer Crowdfunding-Plattform versuchen. Gut zu wissen: Angesichts der wachsenden Konkurrenz wird es immer wichtiger, sich dort gekonnt zu präsentieren. Um Nutzer langfristig für das eigene Projekt zu begeistern, sollten Gründer Investoren bei der Stange halten, indem sie regelmäßig über den Fortgang des Projekts informieren. Erste Gewinne sind schon in Sicht? Generiert Ihr Unternehmen bereits erste Cashflows, kann auch ein Bankkredit bei den nächsten Schritten des Wachstums helfen. Bevor das Darlehen bewilligt wird, muss ein Unternehmen erst seine Bonität nachweisen. Beim Vereinbaren eines Kredits sollte eine hohe Sondertilgung ausgehandelt werden, die es bei einer guten Geschäftsentwicklung ermöglicht, den Kredit ganz oder teilweise auch vor dem Ablauf der Darlehenszeit zurückzuzahlen.

An staatliche Starthilfe gedacht? Für Start-ups und Gründer gibt es ein großes Angebot an Förder-
 programmen – von Beratungsleistungen bis zu Finanzierungen. 
 Die Agentur für Arbeit vergibt zum Beispiel Zuschüsse und die KfW unterstützt mit dem „Gründercoaching“ Beratungsstunden finanziell. Einen umfassenden Überblick über alle Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union liefert zudem die Förderdatenbank, im Internet unter www.foerderdatenbank.de. DIE GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN FÜR GRÜNDER

29 Prozent Furcht, weniger zu ver-dienen als Angestellte

70 Prozent Bürokratischer Aufwand

€ 54 Prozent Angst zu scheitern

72 Prozent Fehlendes Kapital

52 Prozent Fehlende Sicherheiten


DIE JAGD NACH DER GOLDIDEE Wie finden kreative Köpfe die Idee, mit der sie erfolgreich durchstarten? Ratschläge vom Fachbeirat des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2015“.

„Kollaboratives Arbeiten schafft beste
 Chancen für gute Ideen. Besonders der
 Austausch mit Experten unterschiedlichster Disziplinen eröffnet neue Perspektiven.“

„Am Ende hängt es an den Leuten, die die Idee an den Markt bringen. Das Team entscheidet über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts.“

PETER BORCHERS hub:raum – Deutsche Telekom AG

„Suchen Sie nach ungelösten Problemen, die möglichst viele Menschen betreffen. Wenn Sie dafür kreative und praktische Lösungen finden, folgt ein erfolgreiches Geschäftsmodell von ganz alleine.“

DR. TOBIAS MIETHANER Bundesministerium für Verkehr
 und digitale Infrastruktur

DR. RALF BREMER Google Germany GmbH

„Crowdstorming ist die Evolution von Brainstorming. Über das Netz erlaubt der Crowdstorm nahezu unbegrenzte
 Kreativität einzubinden, um neue Impulse für das eigene Projekt zu erhalten.“

BASTIAN UNTERBERG Jovoto GmbH

„Regeln brechen, querdenken. Das sollte jeder, der auf Ideensuche für ein neues Projekt ist. Und er sollte keine Angst vor dem Scheitern haben.“

MARK HOFFMANN Vertical Media GmbH


ANLAUFSTELLEN FÜR GRÜNDER

BUNDESWEITE ANGEBOTE

Stipendiatisches Startup-Netzwerk SUN e.V. Telefon: (030) 69201331 E-Mail: info@startupnetzwerk.org
 http://www.startupnetzwerk.org

Bundesverband Deutsche Startups e.V. Telefon: (030) 60989591-0 E-Mail: info@deutschestartups.org
 http://www.deutschestartups.org

Bitkom e.V. Ansprechpartnerin: Lucie Volquartz Telefon: (030) 27576-0 E-Mail: bitkom@bitkom.org
 http://www.bitkom.org

KfW Bankengruppe Telefon: (0800) 5399001 E-Mail: info@kfw.de
 http://www.kfw.de

High-Tech Gründerfonds (HTGF) Telekommunikation, Medien, Software, Internet Ansprechpartner: Dr. Tanja Emmerling, Michael Wieser Telefon: (0228) 82300-164; (0228) 82300-162 E-Mail: t.emmerling@htgf.de; m.wieser@htgf.de
 http://high-tech-gruenderfonds.de/de/

Karlsruher Institut für Technologie KIT-Gründerschmiede Ansprechpartnerin: Karola Janz Telefon: (0721) 608-22497
 http://kit-gruenderschmiede.de/de/gruenderberatung/

Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand GmbH Telefon: (0711) 263709-0 http://www.bwhm-beratung.de/

Mannheim Center for Entrepreneurship and Innovation, Institut für Mittelstandsforschung Telefon: (0621) 181-2894 E-Mail: info@mcei.de http://www.mcei.de/starting-up/incubator/startup-lounge

BAYERN

Bayerischer Industrie- und Handelskammertag BIHK e.V. Telefon: (089) 51160 E-Mail: info@bihk.de http://www.bihk.de/bihk/bihk/home Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern Informations- und Kommunikationstechnologie Telefon: (089) 51160 E-Mail: ihkmail@muenchen.ihk.de http://www.muenchen.ihk.de/de/home/

BADEN-WÜRTTEMBERG

Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag e.V. Referent für Kommunikation: Tobias Tabor Telefon: (0711) 22550064 E-Mail: tobias.tabor@bw.ihk.de
 http://www.bw.ihk.de/

BERLIN

Industrie- und Handelskammer zu Berlin Telefon: (030) 31510-0 E-Mail: service@berlin.ihk.de http://www.ihk-berlin.de http://www.gruenden-in-berlin.de/


Die Berlin Startup-Unit

BremerExistenzGründungsINitiative B.E.G.IN

Koordinator: Carl-Philipp Wackernagel Telefon: (030) 46302450 E-Mail: startupunit@berlin-partner.de http://www.berlin-partner.de/standort-berlin/die-berlin-startup-unit/

Telefon: (0421) 32346412 E-Mail: info@begin24.de http://www.begin24.de/

B!Gründet Netzwerkkoordination: Steffen Terberl Telefon: (030) 83873609
 E-Mail: info@begruendet-berlin.de http://www.begruendet-berlin.de

ProFund (FU Berlin) Marketing und Kommunikation: Marion Kuka Telefon: (030) 83873656 E-Mail: marion.kuka@fu-berlin.de http://www.fu-berlin.de/sites/profund/

HAMBURG

Handelskammer Hamburg Existenzgründung und Unternehmensförderung Telefon: (040) 36138138 E-Mail: service@hk24.de http://www.hk24.de/

H.E.I. Hamburger ExistenzgründungsInitiative Telefon: (040) 6117000 E-Mail: bg-hamburg@bg-hamburg.de http://www.hei-hamburg.de/

Centre for Entrepreneurship (TU Berlin) Gründungsservice Telefon: (030) 31428377 E-Mail: info@gruendung.tu-berlin.de http://www.entrepreneurship.tu-berlin.de/menue/willkommen/ BRANDENBURG

Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg Team Existenzgründung und Unternehmensförderung: Uta Häusler Telefon: (0035) 56211410 E-Mail: u.haeusler@ihk-ostbrandenburg.de http://www.ihk-ostbrandenburg.de/

HESSEN

Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main Existenzgründung und -sicherung Telefon: (069) 21972010 E-Mail: info@frankfurt-main.ihk.de http://www.frankfurt-main.ihk.de/

The Pitch Club Geschäftsführer: Daniel Kuczaj, Stefan Maas Telefon: (0177) 2993124 E-Mail: frankfurt@thepitchclub.com http://www.thepitchclub.com

ZukunftsAgentur Brandenburg Telefon: (0331) 660-3856 E-Mail: info@zab-brandenburg.de http://www.zab-brandenburg.de

MECKLENBURG -VORPOMMERN

Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg BREMEN

Handelskammer Bremen Gründung und Förderung: Bert C. Cecchia Telefon: (0421) 3637232 E-Mail: cecchia@handelskammer-bremen.de http://www.handelskammer-bremen.ihk24.de/

Unternehmensgründung Ansprechpartner: Tino Zimmermann Telefon: (0395) 5597302 E-Mail: tino.zimmermann@neubrandenburg.ihk.de http://neubrandenburg.ihk.de/no_cache/aktuell/

Bildungswerk für Wirtschaft GmbH Telefon: (03847) 66-333 E-Mail: info@bdw-mv.de http://www.bdwmv.de/de/existenzgruender


NIEDERSACHSEN

Industrie- und Handelskammer Hannover Gründerberatung: Nadine Sasmaz Telefon: (0511) 3107270 E-Mail: handel-dienstleistungen@hannover.ihk.de http://www.hannover.ihk.de/

Gründerfreundliches Niedersachsen Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Ansprechpartnerin: Heike Laue 
 (Existenzgründung) Telefon: (0511) 120-5519 Ansprechpartnerin: Kirsten Redelfs (Unternehmensnachfolge) Telefon: (0511) 120-5527 E-Mail: info@mw.niedersachsen.de
 http://www.gruenderfreundliches.niedersachsen.de/ NORDRHEIN-WESTFALEN

Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen Gründungswerkstatt Telefon: (0211) 367020 E-Mail: info@ihk-nrw.de http://www.ihk-nrw.de

IMG Innovations-Management GmbH Telefon: (0631) 31668-0 E-Mail: info@img-rlp.de http://www.img-rlp.de

Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation Telefon: (06131) 160-5610 E-Mail: stiftung.innovation@mbwjk.rlp.de http://www.stiftung-innovation.rlp.de SAARLAND

Industrie- und Handelskammer Saarland Existenzgründung und Unternehmensförderung Ansprechpartner: Dr. Thomas Pitz Telefon: (0681) 9529211 E-Mail: thomas.pitz@saarland.ihk.de http://www.saarland.ihk.de/

Saarland Innovation & Standort e.V. Telefon: (0681) 9520-470 E-Mail: info@saar-is.de
 http://www.saar-is.de SACHSEN

Düsseldorfer Innovations- und Wissenschafts-Agentur GmbH (DIWA)

Industrie- und Handelskammer Leipzig

Geschäftsführer: Dr. Thomas Heck Telefon: (0211) 77928200 E-Mail: info@diwa-dus.de http://www.diwa-duesseldorf.de/

Existenzgründer Ansprechpartnerin: Katrin Rücker Telefon: (0341) 12671456 E-Mail: ruecker@leipzig.ihk.de http://www.leipzig.ihk.de/unternehmen.html

StartupDorf e.V. Telefon: (0211) 17607293 E-Mail: contact@startupdorf.de http://www.startupdorf.de/

RHEINLAND-PFALZ

Industrie- und Handelskammer Pfalz Existenzgründung und Unternehmensförderung Ansprechpartner: Steffen Blaga Telefon: (0621) 59042100 E-Mail: steffen.blaga@pfalz.ihk24.de http://www.pfalz.ihk24.de/

SACHSEN-ANHALT

Ansprechpartner: Marie-Luise Hanisch, Ulrich Falk Telefon: (0391) 5693-199 E-Mail: hanisch@magdeburg.ihk.de, falk@magdeburg.ihk.de, internet@magdeburg.ihk.de http://www.magdeburg.ihk.de/starthilfe


SCHLESWIG-HOLSTEIN

Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein Arbeitsgemeinschaft der IHK zu Flensburg, zu Kiel und zu Lübeck Ansprechpartner: Uwe Lehmann Telefon: (0431) 5194-0 E-Mail: lehmann@kiel.ihk.de; ihk@kiel.ihk.de http://www.ihk-schleswig-holstein.de THÜRINGEN

Industrie- und Handelskammer Erfurt Existenzgründung Ansprechpartner: Konrad Eismann Telefon: (0361) 3484209 E-Mail: eismann@erfurt.ihk.de http://www.erfurt.ihk.de/

Wir in Thüringen Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft Telefon: (0361) 3797999 http://www.wir-thueringen.de/

Bei den angegebenen Adressen handelt es sich um eine Auswahl.


IMPRESSUM Eine Publikation der Deutsche Bank AG und der Land der Ideen Management GmbH, © 2015

Herausgeber Deutsche Bank AG Taunusanlage 12 60325 Frankfurt am Main Christian Rummel Deputy Global Head of Brand Communications & Corporate Citizenship Florence Schneider 
 Leitung Projektteam 
 „Deutschland – Land der Ideen“ „Deutschland – Land der Ideen“ Land der Ideen Management GmbH Kurfürstendamm 21 10719 Berlin Holger Lösch Mitglied der Hauptgeschäftsführung, 
 Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. und Vorsitzender des Aufsichtsrats, Land der Ideen Management GmbH Ariane Derks Geschäftsführerin Land der Ideen Management GmbH Die in dieser Publikation veröffentlichten Inhalte unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Jede Art der Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Urhebers bzw. Autors. Die Herausgeber waren bemüht, alle Reproduktionsrechte zu klären. Eventuelle rückwirkende Ansprüche bitten wir über projektbuero.land-der-ideen@db.com an die Deutsche Bank zu richten. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für die männ-liche wie die weibliche Form. Mit freundlicher Unterstützung des Team Startups@Berlin der Deutschen Bank.


QUELLEN AXA Studie, 2015: Innovationen und Unternehmensgründungen in Deutschland und in den USA.
 URL: https://www.axa.de/site/axade/get/documents/axade/AXA.de_Dokumente_und_Bilder/Unternehmen/Presse/Pressemitteilungen/Dokumente/2015/AXA-Studie-Innovation en-und-Unternehmensgruendungen-in-D-und-USA.pdf, Stand 21.07.2015 Berlin’s Digital Economy in the Fast Lane, 2014: Investitionsbank Berlin. 
 URL: http://www.ibb.de/portaldata/1/resources/content/download/newsletter/berlin_aktuell/Digitale_Wirtschaft-2014_-_ENGLISCH.pdf, Stand 21.07.2015 Gründungsmonitor KfW, 2015: URL: https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Gründungsmonitor/Gründungsmonitor-2015.pdf, Stand 21.07.2015 Start-up-Barometer Deutschland, 2014: Valid Research im Auftrag von Ernst & Young GmbH. 
 URL: 
 http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/EY_Start-up_Barometer_2014/$FILE/EY-Start-up-Barometer-2014.pdf, Stand 21.07.2015


www.ausgezeichnete-orte.de www.deutsche-bank.de/ideen

STADT, LAND, NETZ! 100 Ideen für eine digitale Welt  

„Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank suchten in dieser Wettbewerbsrunde 100 Innovationen, die Digitalisierung und Vernetzung...

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