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Direkt Aktuelles vom Deutschen Baugewerbe.

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BUILD UP Skills

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Die EU-Bauproduktenverordnung

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SEPA in vier Monaten Pflicht

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4/2013


Liebe Leserinnen und Leser,

RA Felix Pakleppa

der Bundestagswahlkampf hat vor allem gezeigt: Die Politiker aller Couleurs diskutieren darüber, wie die Steuergelder für soziale Wohltaten ausgegeben werden. Wer das Geld erwirtschaften soll und wie die Unternehmen gestärkt werden können, um den Wohlstand unseres Landes zu sichern, ist dabei völlig in den Hintergrund getreten.

Dabei ist eines klar: Ein leistungsfähiger Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und von existenzieller Bedeutung für den Wohlstand in Deutschland. Denn die mittelständischen Unternehmen stehen für unternehmerische Verantwortung, für Arbeitsund Ausbildungsplätze in Deutschland. Diese Unternehmenskultur gilt es zu fördern und zu stärken, d.h. Deutschland braucht eine Politik, die den Mittelstand stärkt. Zwei Punkte sind unabhängig vom Wahlausgang wichtig: Erstens brauchen wir höhere Investitionen. In allen westlichen OECD-Staaten einschließlich der USA sind die öffentlichen Investitionen von etwa 4 Prozent in den 60-iger Jahren auf aktuell ca. 2,5 Prozent zurückgegangen. Deutschland weicht deutlich von diesem Trend ab und ist bei einer öffentlichen Investitionsquote von 1,5 Prozent gelandet. Dieser unheilvolle Trend muss trotz Schuldenbremse umgedreht werden. Eine gut funktionierende Infrastruktur ist unerlässliche Voraussetzung für den Erfolg unserer Volkswirtschaft sowie des Standorts Deutschland. Neben direkter Investitionen in die öffentliche Infrastruktur brauchen wir eine konsistente Wohnungsbaupolitik. Dazu gehören für das deutsche Baugewerbe höhere steuerliche Anreize für den Wohnungsneubau, eine auskömmliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung sowie des demografisch bedingten Umbaus von Wohnungen. Als zweiten wesentlichen Punkt brauchen wir eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für die rund 70.000 Bauunternehmen in Deutschland; dazu zählen die Schaffung praktikabler Regelungen im Bereich des Bauvertragsrechts, keine Änderung des AGB-Rechts zulasten der mittelständischen Betriebe sowie eine Stärkung des Meisterbriefs als Ausweis von Qualität in der Bauausführung im europäischen Kontext. Eine Reform der Erbschaftssteuer und die Wiedereinführung der Vermögensteuer lehnen wir ab. Gleichzeitig fordern wir im Interesse der rund 750.000 Beschäftigten in unserer Branche eine Abschaffung der sog. "Kalten Progression". Die Bauwirtschaft leistet einen Anteil von rund 4 % am Bruttoinlandsprodukt und stärkt ganz wesentlich die Binnennachfrage und damit die Konjunktur in Deutschland. Diese starke Rolle der Branche muss auch die Politik widerspiegeln. Daher fordern wir den Erhalt des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung als eigenständiges Ressort in einer zukünftigen Bundesregierung. Es gibt also viel zu tun, wir werden uns für Sie auch in der nächsten Legislaturperiode in die Politik einmischen. Ihr

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BUILD UP Skills

Ausbildung und Qualifizierung für die Energiewende

V.l.: Dr. Volker Born, ZDH-Abteilungsleiter Berufliche Bildung, Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, BIBB-Präsident, Christian Heinecke, wissenschaftlicher Mitarbeiter HPI-Institut, Rolf Rehbold, stellvertretender FBH-Direktor, Katharina Bensmann, dena-Projektleiterin Energieeffiziente Gebäude, Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband des Deutschen Baugewerbes.

Welche Anstrengungen zur Ausbildung und Qualifizierung müssen in der EU unternommen werden, um die Energieziele verwirklichen zu können? In 30 Ländern wurden dazu im Rahmen der europäischen Bauinitiative BUILD UP Skills Untersuchungen vorgenommen. In Deutschland hatte der ZDH die Federführung der ZDB beteiligte sich mit drei weiteren Konsortionalpartnern. Im Rahmen des Projektes wurde untersucht wie viele Fachkräfte am Bau in Deutschland beschäftigt sind, welche Qualifikationen diese Personen besitzen und ob sie quantitativ und qualitativ ausreichen, um die klima- und energiepolitischen Ziele im Gebäudebereich bis 2020 erreichen zu können. Die europäischen Initiative BUILD UP Skills – eine Initiative zur Ausbildung von Arbeitskräften in den Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien hatte zum Ziel, Lücken im Bereich der Qualifizierung und bei der Anzahl der Beschäftigten aufzudecken und die erforderlichen Schritte zur

Beseitigung der Defizite einer sogenannten QualifikationsRoad-Map darzulegen. BUILD UP Skills Deutschland - Das Ergebnis Im Ergebnis hat sich gezeigt, dass Deutschland gut gerüstet ist, die energie- und klimapolitischen Ziele im Gebäudebereich erreichen zu können. Insbesondere die notwendigen Qualifikationsbündel sind in den Ausbildungs- und Meisterprüfungsordnungen der betrachteten Berufe breit verankert und die relevanten Technologien und Prozesse werden weitgehend abgedeckt. Durch die technikoffen und handlungsorientiert formulierten Aus- und Fortbildungsordnungen kann schnell auf technische Entwicklungen reagiert werden. Bei der Umsetzung ist der Blick auf die Schnittstellen zu anderen Gewerken durch prozessübergreifendes Denken und einem umfassenden Verständnis vom „Haus als System“ zu verbessern.

In der Podiumsdiskussion zur Abschlusveranstaltung der Untersuchung konnte dann auch festgestellt werden, dass es in Deutschland keine neuen Berufe braucht, sondern dass die bestehenden in bewährter Weise weiterentwickelt werden müssen. Allerdings sind bereits aus der Status quo-Analyse heraus auch quantitative und qualitative Lücken sowie Hindernisse erkennbar: So ist absehbar, dass sich nach 2020 auch bundesweit ein zunehmender Fachkräftemangel am Bau einstellen wird, wenn die energetischen Sanierungsaktivitäten auf dem höheren Niveau fortgesetzt bzw. sogar noch gesteigert werden müssen, während der demographische Wandel immer stärker das Fachkräfteangebot sinken lässt. Vor diesem Hintergrund kommt der frühzeitigen Sicherung einer ausreichenden Anzahl von qualifizierten Fachkräften am Bau eine wichtige Bedeutung zu. (ku)

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Anhaltend großer Informationsbedarf zur EU-Bauproduktenverordnung Auch die anschließenden Referate sowie die Podiumsdiskussion ließen Kritik an der europäischen Bauproduktennormung anklingen. Es herrscht Konsens, dass eine nationale Nachregelung der europäischen Baunormung derzeit noch erforderlich ist. Der Vorsitzende des Normenausschusses Bau im DIN, Prof. Dr. Simsch, appellierte an die Beteiligten, sich stärker in den Normungsprozessen zu engagieren: „Denn wer nicht normt, der wird genormt“, so Prof. Simsch.

Franz Xaver Peteranderl, ZDB-Vorstandsmitglied, kritisierte die unbefriedigende Baunormungssituation.

Seit 1. Juli 2013 ist die EUBauproduktenverordnung für die Marktunternehmer in Kraft getreten, was das Deutsche Institut für Normung (DIN), Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) zum Anlass für eine gemeinsame Informationsveranstaltung nahmen, um ein erstes Resümee zu ziehen. Klaus Pöllath, Vizepräsident Technik im HDB, unterstrich, dass die Deutsche Bauwirtschaft von dem gemeinsamen europäischen Markt für Bauprodukte profitiert und die EU-Bauproduktenverordnung begrüßt. Allerdings müssen sich die Grundanforderungen an Bauwerke in den wesentlichen Produktmerkmalen widerspiegeln. Diesbezüglich weisen jedoch einige europäische Bauproduktnormen Defizite auf, so dass hier eine nationale Nachregelung erforderlich bleibt, so Pöllath. Franz Xaver Peteranderl, ZDBVorstandsmitglied, verdeutlichte die aus Sicht der Baupraxis

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unbefriedigende Baunormungssituation am Beispiel von Mauerwerksprodukten. Aus ursprünglich einer nationalen Produktnorm sind aufgrund der erforderlichen nationalen Nachregelungen für die Anwendung von Mauersteinen nunmehr drei Produktnormen zu berücksichtigen. An diesem Beispiel lasse sich die in den vergangenen Jahren erheblich gestiegene Komplexität und der ausufernde Umfang der Baunormung ablesen.

Die Bauwirtschaftsverbände weisen darauf hin, dass der erstrebenswerte gemeinsame europäische Markt für Bauprodukte nicht zu Lasten der Sicherheit und Nachhaltigkeit der Bauwerke gehen darf. Solange die europäischen Produktnormen Mängel aufweisen, muss national nachgeregelt werden, alles andere wäre verantwortungslos. (mh)

Johannes Niedermeyer stellte die Positionen des Holzbaus dar.

Baupraktiker und Normungsspezialisten tauschten sich aus.


SEPA in vier Monaten für alle Unternehmen Pflicht Bis Ende Januar 2014 Umstellung des Zahlungsverkehr auf IBAN und BIC SEPA ist die Abkürzung für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area). In fünf Monaten, zum 1. Februar 2014, werden in 32 europäischen Staaten die bisher verwendeten nationalen Überweisungen und Lastschriften in Euro eingestellt; stattdessen können überall nur noch die einheitlichen SEPA-Zahlungsverkehrsprodukte genutzt werden - sowohl im Inland als auch im grenzüberschreitenden EUROZahlungsverkehr.

Die deutsche Kreditwirtschaft bietet Hilfestellung bei der Umwandlung von Kontonummer bzw. Bankleitzahl in IBAN und BIC, z.B. über das IBAN-ServicePortal des Bank-Verlages (www. iban-service-portal.de) oder die CD-Rom-Lösung „SEPA Account Converter“ der Star Finanz-Software Entwicklung und Vertriebs GmbH. Zu geeigneten Instrumenten gibt auch die Hausbank Hinweise.

In Unternehmen, die ihre Überweisungen ausschließlich mit Papier-Überweisungsträgern tätigen (Achtung: neue SEPAFormulare besorgen!), wird es in erster Linie darum gehen, alle neuen IBAN-Kontoverbindungen der Geschäftspartner in Erfahrung zu bringen bzw. den Kunden die eigene betriebliche IBAN und BIC mitzuteilen. Das erfolgt am einfachsten über eine entsprechende Ergänzung auf

Grundsätzlich sollte die Erfassung der neuen Kontoverbindungsdaten mit größter Sorgfalt geschehen und automatisch konvertierte Daten nachträglich anhand der Rechnungsangaben kontrolliert werden: Denn die Banken sind nicht verpflichtet, die Kontoverbindung mit dem Namen des Empfängers abzugleichen, so dass falsch konvertierte Kontoverbindungen oder Tippfehler vor Ausführung der Überweisung nicht auffallen und gestoppt werden. Bei gebündelter elektronischer Übermittlung von Überweisungen oder Lastschriften in Euro ist nach dem 1. Februar 2014 das neue einheitliche SEPA-Datenformat XML (eXtensible Markup Language) des ISO 20022 Standards zu verwenden. Belegloser Zahlungsverkehr durch Einreichen der Zahlungsdaten per Diskette an die Bank wird daher künftig nicht mehr möglich sein.

dem geschäftlichen Briefpapier, auf Ausgangsrechnungen und Formularen.

Das neue einheitliche SEPA-Format für Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen nutzt statt nationaler Kontonummern und Bankleitzahlen die IBAN und die BIC und wird europaweit den bargeldlosen Zahlungsverkehr vereinfachen, beschleunigen und preisgünstiger machen. Die Unternehmen haben bis zum 31. Januar 2014 Zeit, den Wechsel auf die einheitlichen Überweisungs- und Lastschriftstandards zu organisieren. Für Verbraucher gibt es eine Übergangsphase bis 1. Februar 2016, in der die Banken Inlandsaufträge von Verbrauchern weiter¬hin mit Kontonummer und BLZ entgegennehmen. Die Umstellung des hauseigenen Zahlungsverkehrs sollte von den Unternehmen nicht unterschätzt werden: Vielfach sind die Zahlungsverkehrsanwendungen so in die Software-Architektur eingebunden, dass sich Wechselwirkungen mit anderen Programmen ergeben. Dies sollte zunächst genau analysiert werden. Anschließend müssen die Stammdaten umgestellt, also die Kontoverbindungsdaten von Kunden und Lieferanten, von Mitarbeitern und öffentlichen Stellen (Finanzamt, Krankenkasse und dgl.) auf IBAN und BIC geändert werden.

Bei Unternehmen, die ihre Überweisungen aus einer Buchhaltungssoftware heraus generieren, über das Onlinebanking versenden und ihre Kontoauszüge regelmäßig elektronisch in die Buchhaltungssoftware einlesen, werden - neben der Umstellung der Kreditoren- und Debitorenstammdaten auf IBAN und BIC - auch Anpassungen der Software an das neue einheitliche SEPA-Datenformat XML notwendig – soweit diese nicht bereits durch die Softwarehersteller erfolgt sind. Der aufwändigste Umstellungsprozess erwartet diejenigen Unternehmen, die ihre Forderungen per Lastschrift von Ihren Kunden einziehen. Dies ist jedoch im Baugewerbe kaum der Fall. Ö

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Feinstaubgrenzwerte

Keine Verschärfung zulasten der Bauwirtschaft! Ö In Finnland und anderen europäischen Ländern liegt der Anteil der SEPA-Zahlungen an allen Inlandsüberweisungen schon bei 100 %, Deutschland hinkt mit einem Anteil von 7 % hinterher. Dabei sind von Seiten der Banken alle technischen Voraussetzungen geschaffen und SEPA-Überweisungen schon lange möglich. Die Bundesbank empfiehlt den Unternehmen, ihre Umstellungsarbeiten bis Oktober 2013 beendet zu haben, um die bis Anfang Februar 2014 verbleibende Zeit noch als Testphase nutzen zu können. Denn sollte die Technik am 1. Februar 2014 nicht funktionieren, droht im wahrsten Sinne des Wortes „die Zahlungsunfähigkeit“, also das Aussetzen des unternehmerischen Zahlungsverkehrs aufgrund technischer Mängel. Die Banken dürfen nämlich von Unternehmen eingereichte Zahlungen nach dem alten Format ab Februar 2014 nicht mehr bearbeiten, sondern müssen sie den Einreichern zurückgeben. Weitergehende Informationen erhalten Sie bei Ihrer Hausbank oder von Ihrem Landesverband sowie in der ZDB-Infoline (unter Wirtschaft – Betriebswirtschaft und EDV – Finanzierung – SEPA). In der Infoline ist neben mehreren SEPA-Broschüren auch das SEPA-Merkblatt des ZDB hinterlegt mit einer vollständigen Zusammenfassung zu SEPA-Überweisungen und -lastschriften inkl. Handlungsempfehlungen für die Umstellung im Unternehmen. Einen ersten Eindruck vom Anpassungsbedarf erhalten die Betriebe mit Hilfe der SEPACheckliste. (mar)

„Die Diskussion über die mögliche Änderung des Feinstaubgrenzwertes bereitet dem Baugewerbe große Sorgen. Schon die Einhaltung des bisherigen Grenzwertes für den Feinstaub stellt viele Betriebe vor große Probleme.“ Erläuterte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, in einem Schreiben an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. In der Diskussion ist, den sog. MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration) von 3 mg/ m3 auf 0,3 mg/ m3 zu reduzieren. „Dieser Wert mag in den staubfreien Produktionshallen der Industrie erreichbar sein. Für die Bauwirtschaft, das sagt schon der gesunde Menschenverstand, ist dieser Wert Utopie. Es sei denn, wir verzichten komplett auf jegliche Bautätigkeit. Alternativ müssten unsere Mitarbeiter den ganzen Tag mit Atemschutzmasken auf den Baustellen arbeiten, wobei letzteres verboten ist.“ So der ZDBHauptgeschäftsführer. Das deutsche Baugewerbe hält auch die Vorstellung, sämtliche Betriebe sollten anhand von individuellen Messungen auf ihren Baustellen Maßnahmenpläne vorlegen, angesichts der Betriebsstruktur für absurd. „Wir fordern daher das Bundesarbeitsministerium auf, eine technische Machbarkeits-

studie für die Praxis in Auftrag zu geben, in der zwingend alle Wirtschaftszweige mit allen Arbeiten und Tätigkeiten erfasst sind. Neben den Interessen der Großindustrie müssen dabei die Tätigkeiten und Bedingungen für die mittleren und kleinen Handwerksbetriebe gleichbe-

Arbeitsschutz ist kein Luxus.

rechtigt berücksichtig werden.“ So Pakleppa. Pakleppa forderte das Arbeitsministerium auf, von einer Verschärfung der Grenzwerte abzusehen und darauf zu achten, dass die Grenzwerte sowohl technisch als auch mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand in der betrieblichen Praxis umsetzbar sein müssen.

Staubfreie Produktion ist auf Baustellen unmöglich.

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Berufsstart Bau

Baubranche startet Pilotprojekt für Ausbildungsnachwuchs Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses stellt viele Branchen vor wachsende Herausforderungen. Die Bauwirtschaft geht neue Wege und startet ein zwölfmonatiges Pilotprojekt, mit dem Maßnahmen zur gezielten Vorbereitung auf eine Ausbildung in der Bauwirtschaft finanziell gefördert werden. Bis zu 3 Mio. EUR werden dazu aus der umlagefinanzierten Berufsausbildungsförderung von der Baubranche zur Verfügung gestellt. Die Bauwirtschaft bietet attraktive Ausbildungsplätze und starke berufliche Perspektiven. Dennoch führt auch hier die demografische Entwicklung zunehmend dazu, dass Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Dabei spielt auch die Eignung von potenziellen Bewerbern eine wichtige Rolle. Dieses Handlungsfeld haben die Sozialpartner in der Bauwirtschaft – der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und die Industriegewerkschaft BauenAgrar-Umwelt – gemeinsam in den Fokus genommen. Durch eine Anpassung der tariflichen Ausbildungsförderung, bei der wesentliche Kosten für Berufsausbildung durch eine Umlage von allen Unternehmen der Bauwirtschaft gemeinsam getragen werden, wurde die Möglichkeit einer Finanzierung auch für Qualifizierungsmaßnahmen geschaffen, die noch vor Beginn einer Berufsausbildung liegen. Das jetzt gestartete Pilotprojekt Berufsstart Bau setzt auf regionale Maßnahmen der überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Bauwirtschaft in Kooperation mit den in der Region ansässigen Bauunternehmen und zielt auf ausbildungswillige junge Menschen im Sinne einer Einstiegsqualifizierung. Ziel des Projektes ist es, die Maßnah-

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menteilnehmer optimal auf den Beginn einer Bau-Berufsausbildung im Sommer 2014 vorzubereiten. Neben den Qualifizierungsanteilen im Betrieb können dabei Ausbildungsblöcke in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten stattfinden, deren Kosten – ebenso wie die Kosten für sozialpädagogische Begleitung – durch das Pilotprojekt finanziert werden. Die Finanzierung nach verschiedenen Förderkriterien sowie die laufende Evaluierung innerhalb der zwölfmonatigen Laufzeit des Pilotprojektes werden von SOKA-BAU (Urlaubsund Lohnausgleichskasse der

Bauwirtschaft) in Wiesbaden durchgeführt. Insgesamt stehen für Berufsstart Bau bis zu 3 Mio. EUR als Finanzierungsmittel zur Verfügung. (schr)

Spanische Jugendliche für das deutsche Baugewerbe Die in den letzten Monaten gehäuft erschienen Presseberichte über die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa hat die Bildungszentren des Baugewerbes e.V. (BZB) zur Anwerbung spanischer Jugendlicher ermutigt. Viele Ausbildungsstellen in Deutschland bleiben unbesetzt, weil es oft an geeigneten Bewerbern fehlt. So auch im Bausektor. Mit Fördermitteln der Bundesagentur für Arbeit können junge Menschen aus dem europäischen Ausland Praktika in deutschen Betrieben machen, um sich für eine Ausbildung im Dualen System zu empfehlen. Die BZB stehen seit Monaten in engem Kontakt zu ihren spanischen Partnern und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) in Bonn, die im Namen der Bundesagentur für Arbeit das Projekt „Job of my Life“ federführend leitet. Die BZB nutzen dieses Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem spanischen Bauverband FLC (Fundacion Laboral de la Construccion),

um gezielt motivierte junge Spanier und Spanierinnen für eine Ausbildung in Deutschland zu interessieren. Alle Teilnehmer haben einen Schulabschluss und sind mindestens 18 Jahre alt. Mehr als 60 Kandidaten ohne Ausbildungsstelle hatten sich zuvor in Spanien um die 24 Praktikumsplätze beworben. Nach einem vorbereitenden Sprachkurs von 4 Wochen im Heimatland kamen die jungen Spanier/ innen aus Madrid, Malaga und Saragossa für ein 4-wöchiges Praktikum nach Deutschland. Handwerksbetriebe in Krefeld, Wuppertal, Moers, Schwalmtal, Kevelaer, Remscheid, Goch, Essen und Jüchen beteiligten sich sehr engagiert an diesem Projekt. Am Ende stand nun die Entscheidung an, Ausbildung in Deutschland: Ja oder Nein. Die Betriebe wollen ihre freien Lehrstellen für die Ausbildung zum Maurer, Fliesenleger, Stuckateur, Kanal-, Straßen- und Garten-Landschaftsbauer, Dach-


decker oder Maler besetzen und hatten definitiv das Ziel, den jungen Spaniern über das Praktikum hinaus eine Chance zur Ausbildung zu geben. Während des Praktikums waren die südländischen Praktikanten im Gästehaus des BZB Krefeld untergebracht und wurden während ihres Aufenthaltes intensiv betreut. Dazu gehörten auch die Fortsetzung des Sprachkurses, das Kennenlernen eines neuen Landes, ihrer Menschen und deren Lebensart. Die Kommunikation und Betreuung auch außerhalb der betrieblichen Praktikumszeit wurde durch eine in Spanien aufgewachsene Sprachbegleiterin nachhaltig unterstützt. Als ausgebildete Architektin im Baubereich konnte sie auch fachliche Kenntnisse einbringen. In den vier Wochen ihres Aufenthaltes hatten die couragierten jungen Menschen in vielfältiger Weise Gelegenheit, mit der Ausbildung in Deutschland vertraut zu werden. Auch die Ausbilder in den Betrieben haben die Zeit genutzt, sich ein Bild von den Fähigkeiten, Kenntnissen und dem Verhalten ihrer spanischen Praktikanten zu machen. Dabei verständigten sie sich mit Händen und Füßen, aber auch Übersetzungsprogramme auf dem Smartphone wurden genutzt. Die gemeinsame Abschlussveranstaltung mit allen Unternehmern und den spanischen Praktikanten im BZB Krefeld wurde dazu genutzt, um nochmals von allen Beteiligten ein persönliches Feedback einzuholen. Die Unternehmer, die sich noch nicht sicher waren, einen ihrer spanischen Schützlinge zu übernehmen, hatten hier die abschließende Gelegenheit, sich zu entscheiden. Trotz nach wie vor vieler offener Fragen seitens der Betriebe, z.B. im Zusammenhang mit Sprachkenntnissen oder der Berufsschule, war die Resonanz dennoch überwältigend: 14 Ausbildungsverträge wurden von den Betrieben angeboten. Davon wurden 11 abgeschlossen:

4 Stuckateure, 2 Kanalbauer, 1 Maurer, 1 Straßenbauer, 2 Maler, 1 Fliesenleger. 3 Spanier konnten sich nicht von ihrer Heimat trennen und sagten dem Betrieb ab. Die spanischen Jungs haben sich über alle Maßen gefreut: „Endlich habe ich eine Perspektive und kann an meiner Zukunft arbeiten“, so Angel Rodriguez (22), der eine Ausbildung zum Maler beginnt. Auch Byron Patango kann sein Glück und damit die Chance auf ein besseres Leben kaum fassen und fiel vor lauter Freude seinem neuen Chef Christian Heemskerk um den Hals. Die Spanier haben am 30.08.2013 die Heimreise angetreten und werden hoffentlich vollzählig zum Ausbildungsbeginn Anfang Oktober dauerhaft nach Deutschland zurückkehren. Die BZB sowie die beteiligten Unternehmen rechnen auch zukünftig damit, mit unterschiedlichen Herausforderungen in den nächsten Monaten konfrontiert zu werden. Ein „Knackpunkt“ wird der Berufsschulunterricht sein. Die Erfahrungen der letzten Wochen zeigen, dass die sprachlichen Kenntnisse trotz eines vorbereitenden und unterstützenden Sprachkurses bei weitem nicht ausreichen, um dem regulären Berufsschulunterricht folgen zu können. Weitere Herausforderungen ergeben sich bei der Wohnungssuche und Behördengängen. Das Projekt hat bisher gezeigt, dass das Förderprogramm der Bundesregierung viele Fragen aufgeworfen hat. Aus Sicht vieler kleinerer Unternehmen, vor allem Handwerksbetriebe, ist es nahezu unmöglich, ohne qualifizierte Vermittler ihre offenen Ausbildungsplätze mit geeigneten ausländischen Jugendlichen zu besetzen. Wird seitens der Bundesregierung ernsthaft an der Fortfüh-

rung des Projektes „The Job of my life“ zur Gewinnung von Auszubildenden festgehalten, muss sich auf Grund der Erfahrungen wohl einiges ändern. Die Umsetzung in die Realität erfordert ein hohes Maß an persönlicher Unterstützung dieser Jugendlichen. „Gib alles. Dann geben wir dir viel dazu“ – klingt sehr vielversprechend, jedoch reicht eine bloße finanzielle Unterstützung aus Sicht der BZB und der beteiligten Betriebe bei weitem nicht aus. Dieses Projekt mag vielleicht dem ein oder anderen ausländischen arbeitslosen Jugendlichen mit vorhandenen Sprachkenntnissen neue Perspektiven bieten – jedoch würde der Großteil der derzeit arbeitslosen Jugendlichen schon an dem Bearbeitungsprozess der vielfältigen Antragsunterlagen scheitern. Die BZB wussten von Anfang an, dass sich ein solches Projekt nur realisieren lässt, wenn man dieses stellvertretend für die Teilnehmer zu einem Projekt bündelt und mit verlässlichen Partnern in Spanien und im engen Kontakt mit potentiellen Ausbildungsbetrieben in Deutschland umsetzt. Ohne langjährige Erfahrungen aus Mobilitätsprojekten und der bestehenden Vernetzung mit den Partnern in Spanien wären die Ausbildungsverhältnisse nie zu Stande gekommen.

24 junge Spanier waren zum Praktikum in Deutschland.

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Mindestlöhne am Bau

Baugewerbe begrüßt Kabinettsentscheidung zur Allgemeinverbindlicherklärung

ZDB-Vizepräsident Frank Dupré freut sich über die Allgemeinverbindlicherklärung der Mindestlöhne am Bau.

Das Bundeskabinett hat in seiner letzten Sitzung vor der Bundestagswahl entschieden, den Tarifvertrag zur Regelung der Mindestlöhne im Baugewerbe vom 3. Mai 2013 für allgemeinverbindlich zu erklären. Der neue Mindestlohn tritt am 1. Januar 2014 in Kraft. Zur Entscheidung des Bundeskabinetts erklärte der Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes und Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Frank Dupré, in Berlin: „Wir begrüßen die Entschei-

dung des Bundeskabinetts sehr, unseren in diesem Jahr ausgehandelten MindestlohnTarifvertrag für allgemeinverbindlich zu erklären. Damit hat die Bundesregierung für die rund 750.000 Beschäftigten der Branche für die kommenden Jahre Klarheit geschaffen und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass trotz des erheblichen Arbeitskostengefälles innerhalb der europäischen Bauwirtschaft Bauleistungen in Deutschland zu fairen Arbeitsbedingungen angeboten werden. Mit dem Auslaufen der Übergangsregelungen am Jahresende für die vorübergehende Beschäftigung von bulgarischen und rumänischen Arbeitskräften in Deutschland gewinnt diese allgemeinverbindliche Mindestlohnregelung weitere Bedeutung. Nur durch die allgemeinverbindlichen Mindestlöhne kann verhindert werden, dass Baubetriebe, die heimische Arbeitskräfte beschäftigen und hier Steuern und Sozialabgaben entrichten, durch einen unfairen Wettbewerb vom Markt verdrängt werden.“

Zum Hintergrund: Der derzeit geltende Mindestlohn-Tarifvertrag für das Baugewerbe vom 28. April 2011 läuft am 31. Dezember 2013 aus. Am 1. Januar 2014 tritt ein neuer Tarifvertrag zur Regelung der Mindestlöhne im Baugewerbe mit einer vierjährigen Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 in Kraft. Die mit Wirkung vom 1. Januar 2014 geltenden Mindestlöhne des Baugewerbes betragen in den alten Bundesländern 11,10 € (Mindestlohn 1) bzw. 13,95 € (Mindestlohn 2) und in den neuen Bundesländern, in denen nur der Lohn der Lohngruppe 1 ein allgemeinverbindlicher Mindestlohn ist, 10,50 €. Mit Wirkung vom 1. Januar 2017 wird ein bundeseinheitlicher Mindestlohn (Mindestlohn 1) von 11,30 € erreicht. Die Arbeitgeber gehen davon aus, dass bei Abschluss des nächsten Mindestlohn-Tarifvertrages der allgemeinverbindliche Mindestlohn 2 auch in den alten Bundesländern entfallen wird.

Handwerk im Gespräch mit KfW und Ministerium Vorhabenbezogene Unabhängigkeit in den KfW-Programmen In den KfW-Programmen Energieeffizient Sanieren gilt seit dem 1. März 2013 eine vorhabenbezogene Unabhängigkeit zwischen Beratung und Ausführung. Dies hat zu Unverständnis und Unmut bei den betroffenen Gebäudeenergieberatern im Handwerk geführt und konnte in einem Gespräch mit Vertretern der KfW und des Bauministeriums zum Ausdruck gebracht werden. Bei dem Gespräch zwischen Vertretern der KfW und des Bauministeriums mit Vertretern der Handwerksverbände haben beide Seiten

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Gebäudeenergieberater im Handwerk setzten sich in Berlin für ihre Berufsgruppe ein.

ihre Position und die dahinterstehenden Ursachen mit den damit verbundenen Entscheidungen ausgetauscht und die gegenseitigen Sorgen und Bedenken ernst genommen. Dabei wurden gleichzeitig Vorschläge des Handwerks vom Verordnungsgeber wie auch der KfW positiv aufgenommen.


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Neue Rubrik auf www.zdb.de: Zahl der Woche Auf der neuen Homepage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes www.zdb.de gibt es die neue Rubrik „Zahl der Woche“. Dabei werden aktuelle und interessante Daten rund um das Baugewerbe kurz und knapp präsentiert. In der 36. Kalenderwoche lautete die Zahl der Woche:

trifft. Bislang galt, dass etwa 1,7 % des Kaufwertes an Notarund Gerichtskosten einzuplanen sind. Nunmehr werden es knapp 2 % sein.

13,1 %

Die Nebenkosten liegen im unteren Beispielfall bei 8,3 %, im oberen bei 13,1 % des Kaufpreises inkl. Nebenkosten. D.h.: Bei einem Kaufpreis von 290.000

Nebenkosten beim Kauf einer Immobilie. Wer Wohneigentum erwirbt, zahlt nicht nur für das Grundstück und die Baukosten. Bezahlt werden müssen auch die sog. Nebenkosten. Sie werden für Grunderwerbsteuer, Notarund Grundbuchkosten sowie Maklergebühren erhoben. Diese Kosten steigen seit Jahren, was den Erwerb von Wohneigentum zusehends verteuert. Seit 2006 legen die Bundesländer den Steuersatz bei der Grunderwerbsteuer selbst fest. Dies nutzten die Länder (bis auf Sachsen und Bayern) dazu, die Steuer, die früher in Deutschland einheitlich 3,5 % betragen hat, systematisch zu erhöhen. So werden ab 1. Januar 2014 in Berlin 6 % und in SchleswigHolstein 6,5 % auf den Kaufpreis fällig. "Die Politik trägt damit auch dazu bei, dass zu wenig gebaut wird bzw. dass zu wenig in Wohneigentum investiert wird." So Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe zu dieser Entwicklung. Zum ersten August 2013 steigen lt. Handelsblatt zudem die Gebühren für Notare und Grundbuchämter im Schnitt um 15 %, was vor allen Dingen Immobilienkäufer und Kreditnehmer

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Schließlich wird oft noch eine Maklergebühr fällig, die von Bundesland zu Bundesland variiert. Der Käuferanteil liegt dabei zwischen knapp 4 % bis gut 7 %.

Euro für eine Wohnimmobilie werden je nach Bundesland zwischen 26.300 und 43.900 Euro an Nebenkosten fällig, eine Differenz von fast 18.000 Euro, für die eine Familie, die im Monat 1.000 Euro beiseite legen kann, anderthalb Jahre sparen muss. "Dieses führt dazu, dass sich gerade Schwellenhaushalte keine eigene Wohnung leisten können, denn diese Kosten müssen direkt beglichen werden und gehen zulasten des Eigenkapitals." erläuterte Pakleppa die Konsequenz einer verfehlten Politik.

Nebenkosten beim Erwerb von Wohneigentum Wohnimmobilienerwerb bei Neubau Grund und Boden bei einer Größe von 500 m2 und 80 € Kosten pro m2 kostet das Grundstück

40.000 €

Baukosten

250.000 €

Gesamtkosten (=Kaufpreis)

290.000 €

Nebenkosten

%-Satz

Kosten

%-Satz

Kosten

Grunderwerbsteuer

3,5 %

10.150 €

6%

17.400 €

Notar- und Grundbuchkosten

2%

5.800 €

2%

5.800 €

Maklerkosten

3,6

10.353 €

7,14 %

20.706 €

Nebenkosten gesamt

26.303 €

43.906 €

Kaufpreis inkl. Nebenkosten davon Nebenkosten

316.303 €

333.906 €

8,3 %

13,1

Steuern und staatlich festgesetzte Gebühren machen das Eigenheim teuer.

Weitere bereits veröffentlichte Zahlen der Woche finden Sie unter www.zdb.de / Baukonjunktur:

13.600.000.000 € beträgt 2014 das Investitionsbudget im BMVBS

239.500 Wohnungen in 2012 genehmigt.

4%

beträgt der Anteil der Bauwirtschaft an der Bruttowertschöpfung.

294.763 Ausbildungsverträge ist das Bauhandwerk seit der Wiedervereinigung bis 2012 eingegangen.


Aus den Bundesfachgruppen Bundesverbandes Ausbau und Fassade Rainer König ist neuer Vorsitzender

Die Fachversammlung des Bundesverbandes Ausbau und Fassade im ZDB wählte Stuckateurmeister Rainer König aus dem baden-württembergischen Bad Herrenalb zu ihrem neuen Bundesvorsitzenden. Der 49jährige Unternehmer leitet sein Familienunternehmen bereits seit vielen Jahren; erst kürzlich hatte das Unternehmen sein 125jähriges Bestehen gefeiert und gleichzeitig ein neues Firmengebäude eingeweiht. Rainer König handelt nach dem Leitspruch „Wenn ich kein Geschäft habe – dann muss Rainer König ist neuer Vorsitzender. ich bauen“ und bietet neben klassischem Putz und Trockenbau Leistungen aus einer Hand an, von der Renovierung bis zum Bau kompletter Gebäude, wie z.B. Wohn- und Geschäftshäuser sowie Gewerbebauten.

Messe Estrich Parkett Fliesen Loewenstein ist Schirmherr

Die EstrichParkettFliese 2014 findet vom 26. bis 28 Juni 2014 auf dem Gelände der Bayerischen BauAkademie in Feuchtwangen statt. „Die Schirmherrschaft für die EPF habe ich gerne übernommen“ sagt Loewenstein. Als ZDBPräsident sei er nicht nur für den Straßenbau gefordert. Er vertrete alle Gewerke – auch die Estrich- und Fliesenleger, zumal die Technologie der Verkehrsflächen in Gebäuden und im Außenbereich bei allen Unterschieden in den Anforderungen entscheidende gemeinsame Grundlagen habe. Loewenstein: „Der Fußboden ist ein wichtiges Bauteil der Gebäude.“ Zusammen mit der Bundesfachgruppe Estrich und Belag im ZDB, dem Bundesverband Estrich und Belag, der Bundesfachschule Estrich + Belag, dem Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik sowie den Organisationen des Fliesen- und Natursteingewerbes als den ideellen Trägern wird die Bayerische Bauakademie die EPF auch 2014 zu einem Event mit erlebbarer Fußbodenpraxis machen. Anzeige

Rainer König steht bereits seit fünf Jahren an der Spitze des Fachverbandes der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg. König erklärte nach seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden: „Mir geht es darum, die Interessen unserer Handwerksbetriebe in Berlin zu vertreten. Unser Aufgabe ist riesig: Die energetische Sanierung und Modernisierung ist ein zentrales Aufgabengebiet für die Zukunft. Der Stuckateur ist quasi der geborene Fachmann dafür. Aufgabe des Verbandes ist es, unseren Betrieben dabei größtmögliche Hilfestellung zu leisten.“ Rainer König dankte gleichzeitig Jürgen G. Hilger, der das Amt des Bundesvorsitzenden in jüngere Hände abgegeben hatte: „Jürgen Hilger hat in den vergangenen zwölf Jahren viel für unseren Verband geleistet. Dafür gebührt ihm unser Dank und unsere Anerkennung.“ Hilger führte den Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB seit 2001 und gehört auch dem ZDB-Vorstand an. In seine Zeit fiel der Aufbau eines Nationalteams der Stuckateure, aus dem heraus Andreas Schenk in diesem Jahr den Weltmeistertitel für die deutschen Stuckateure bei der WorldSkills in Leipzig holte.

Jürgen G. Hilger führte zwölf Jahre den Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB.

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ZDB Service

Termine

Berufsbildung Merkblatt zur Übernahme von Auszubildenden

7. - 9. Oktober Expo Real 2013

In der Infoline oder bei Ihrem Landesverband erhalten Sie ein ZDB-Merkblatt, in dem die Regelungen des neuen Tarifvertrages zur Übernahme von Auszubildenden im Baugewerbe erläutert werden.

Bautagebuch Fassadensanierung

Am Beispiel der Peter-SchweizerGrundschule in Gundelfingen zeigt das neue Bautagebuch unter www.zimmermeistermodernisieren.de, wie die Schule in einem begrenzten Zeitfenster durch eine vollständige Erneuerung der Außenfassade qualitativ hochwertig an die technischen Anforderungen von heute angepasst wird.

Ratgeber Rund um die Außenwand

Dieser Ratgeber gibt Interessierten eine „erste Hilfe“, um sich vor allem zu den Themen Außenwand, Wärmedämmung und Klimaschutz zu informieren, ganz gleich, ob es sich um Neubau oder Modernisierung handelt. www.stuckateur.de Der Ratgeber rund um die Außenwand Für Modernisierer und Bauherren.

Internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen in München. Weitere Infos: www.expo-real.net

7. - 10. Oktober BIM Week München

Die Internationale BIM Week&Forum 2013 des buildingSMART e.V. vom 7. bis 10. Oktober in München ist das herausragende BIM Ereignis für alle am Bauwesen Beteiligten. Hier können Sie sich über nachhaltige Entwicklungen und innovative Trends des vernetzten Arbeitens mit Building Information Modelling (BIM) Methoden informieren, Kontakte knüpfen, Erfahrungen austauschen. Weitere Informationen und Anmeldemeldemöglichkeiten gibt es unter www.buildingsmart.de.

11.-12. Oktober Internationale Sachverständigentagung Ausbau und Fassade

Der internationale Sachverständigenkreis Ausbau & Fassade (ISK) lädt zur Sachverständigen- und Baufachtagung nach Regensburg ein. Seit 1999 haben sich die ISK-Tagungen zu qualifizierten, baufachlichen Weiterbildungsveranstaltungen entwickelt. Die Veranstaltung wird von einer kleinen Messe begleitet, bei der internationale Produkthersteller, Dienstleister und Verlage die Tagungsteilnehmer zusätzlich informieren. http://isk-tagung.com/

5. - 6. November Sachverständigentage Fliesen und Naturstein

Das Programm in Fulda bietet neben hochkarätigen Vorträgen ausreichend Raum für fachliche Diskussionen sowie die Bewertung von Produkten, Konstruktionen und ausgeführten Arbeiten. Auch in diesem Jahr findet eine begleitende Fachausstellung mit allen namhaften

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Unternehmen der Branche statt. Weitere Informationen finden Sie im Internet: www.fachverband-fliesen.de

22. - 23. November Sachverständigenseminar Straßen- und Tiefbau

Das diesjährige Sachverständigenseminar Straßen- und Tiefbau findet am 22./23. November 2013 in Hannover statt. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr Baubehinderungen und Nachtragsansprüche für Bauzeitverlängerung bzw. gestörten Bauablauf, TrenchingVerfahren, ZTV Wegebau, DIN 18300 ATV Erdbauarbeiten – Homogenitätsbereiche, RStO 12, Änderungen gegenüber RStO 01, Erfahrungen mit der gebundenen Pflasterbauweise. Die im Rahmen der letzten beiden Sachverständigenseminare durchgeführte Diskussionsrunde "Fragen aus dem Sachverständigenalltag" wird aufgrund der sehr guten Resonanz der Teilnehmer fortgeführt. In dieser Diskussionsrunde können konkrete Anliegen der Teilnehmer, wie etwa Fragen zum Regelwerk, spezielle Schadensfälle etc, zusammen mit den Referenten und den Sachverständigenkollegen beraten werden. Teilnahmeberechtigt sind außer den öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für das Straßenbauerhandwerk auch Interessenten, die eine Bestellung als öbv Sachverständiger anstreben. Das Seminar dient der Vertiefung des Fachwissens und der Fortbildung im Sachverständigenwesen. www.zdb.de

Beilagenhinweis Save the Date Deutscher Bauwirtschaftstag 2013 Volkswagen Nutzfahrzeuge


Aktuelle Daten für das Bauhauptgewerbe Stand September 2013 Die Daten je Bundesland können unsere Mitgliedsunternehmen der ZDB-Infoline entnehmen (Wirtschaft/Bauwirtschaft und Konjunktur/Baumarkt).

Geleistete Arbeitsstunden   nach Bauart, in Millionen Wohnungsbau Wirtschaftsbau Öffentlicher Bau insgesamt  Hochbau  Straßenbau   Sonstiger Tiefbau Insgesamt   davon Betriebe mit 20 und   mehr Beschäftigten

Beschäftigte   (in Tausend)

Juni

2013

Jan. - Juni

Veränderung 2013/2012 in % Juni Jan. - Juni

34,3 24,4 22,5 4,4 10,1 8,0 81,1

164,3 123,9 97,8 21,8 40,7 35,3 386,0

-2,0 -3,4 -0,2 0,4 -0,1 -0,8 -1,9

-5,6 -5,8 -7,3 -5,6 -7,6 -8,0 -6,1

44,4

209,8

1,4

-3,4

Juni

2013

Jan. - Juni

Veränderung 2013/2012 in % Juni Jan. - Juni

Insgesamt

740,6

725,3

-1,9

-1,2

   davon Betriebe mit 20 und    mehr Beschäftigten

402,0

393,6

1,2

1,0

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart, in Millionen Euro Wohnungsbau Wirtschaftsbau Öffentlicher Bau insgesamt  Hochbau  Straßenbau   Sonstiger Tiefbau Insgesamt   davon Betriebe mit 20 und   mehr Beschäftigten

Auftragseingang nach Bauart, in Millionen Euro

Veränderung 2013/2012 in %

2013 Juni

Jan. - Juni

Juni

Jan. - Juni

3.027,5 2.957,7 2.459,1 490,2 1.138,1 830,8 8.444,3

13.343,8 13.723,9 9.657,6 2.334,6 3.965,7 3.357,4 36.725,3

0,4 -2,2 1,1 1,1 -0,4 3,4 -0,3

-4,1 -5,3 -5,9 -1,7 -9,7 -3,9 -5,0

5.612,9

24.265,4

1,9

-2,9

2013 Juni

Veränderung 2013/2012 in % Jan. - Juni

Juni

Jan. - Juni

11,5 17,6 3,6 0,3 4,2 4,4 11,0 9,2

4,2 1,2 2,0 3,0 3,5 -0,5 2,1 0,3

Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten

Wohnungsbau Wirtschaftsbau Öffentlicher Bau insgesamt  Hochbau  Straßenbau   Sonstiger Tiefbau Insgesamt   real

1.186,6 2.500,9 2.041,2 358,1 1.070,7 612,4 5.728,7

5.435,9 11.920,7 10.514,6 1.894,5 5.061,7 3.558,3 27.871,2

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Geburtstage

Termine 2013 2. Oktober

Fachversammlung Fliesen und Naturstein im ZDB

Berlin

7. Oktober

Sitzung Bundesfachgruppe Estrich und Belag

Berlin

8. Oktober

Herbsttagung Bundesfachgruppe Brunnenbau, Spezialtiefbau und Geothermie

Hannover

8. - 9. Oktober

Betriebswirtschaftlicher Ausschuss

Berlin

10. - 11. Oktober Herbsttagung Feuerfest- und Schornsteinbau

Hannover

15. Oktober

Ausschuss für Berufsbildung

Berlin

17. Oktober

Ausschuss für Umwelt, Technik Berlin und Unternehmensentwicklung

17. Oktober

Arbeitskreis Arbeits- und Tarifrecht

5. - 6. November 15. Sachverständigentage Fachverband Fliesen und Naturstein

Am 10. September vollendete Prof. Dr. Karl Robl, Träger des Ehrenrings des Deutschen Baugewerbes, sein 70. Lebensjahr.

Halle Fulda

9. - 11. Nov.

62. BundesleistungswettbeBiberach werb in den bauhandwerklichen Berufen

14. - 15. Nov.

Baumaschinen- und Geräteausschuss

Salzburg / Freilassing

14. - 15. Nov.

Arbeitskreis Bahnbau

Salzburg

22. - 23. Nov.

Sachverständigenseminar Straßen- und Tiefbau

Hannover

27. November

Deutscher Obermeistertag

Berlin

28. November

Deutscher Bauwirtschaftstag

Berlin

Personen und Verbände

Impressum: V.i.S.d.P.: Dr. Ilona K. Klein Redaktion: Carin Hollube

Der bisherige Hauptgeschäftsführer Dieter Smieja tritt in den Ruhestand. Rechtsanwalt Ingo Beilmann hat am 1. September 2013 seine Nachfolge angetreten.

Unter Mitarbeit von: Michael Heide, Dieter Kuhlenkamp, Regine Maruska, Harald Schröer.

Verband Baugewerblicher Unternehmer Bremen

Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Rechtsanwältin Dunja Salmen (vormals Bergs) ist nach ihrer Elternzeit seit dem 1. September 2013 wieder für die Hauptabteilung Recht, Abteilung Bau- und Vergaberecht tätig. Rechtsanwalt Klaus Bissinger ist weiterhin für die Hauptabteilung Recht, Abteilung Bau- und Vergaberecht tätig. Zum 1. Oktober 2013 übernimmt Dipl.-Ing. Sebastian Geruschka die Geschäftsführungen für die Bundesfachgruppen Straßen- und Tiefbaugewerbe sowie Brunnenbau, Spezialtiefbau und Geotechnik im ZDB. Dipl.-Ing. Michael Heide übernimmt die Geschäftsführung der Bundesfachgruppe Estrich und Belag von Dipl.-Ing. Rudolf Domscheid, Dieser erhält die Geschäftsführung der Bundesfachgruppe Betonwerkstein, Fertigteile, Terrazzo und Naturstein.

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Seinen 65. Geburtstag feierte Assessor Dieter Smieja, Geschäftsführer des Verbands baugewerblicher Unternehmer im Lande Bremen, am 1. September.

Titelfoto: Bergmann Fotos: Beuth, BVR, ZDB, ZDH/Werner Schüring. Zentralverband des Deutschen Baugewerbes Kronenstraße 55 - 58 10117 Berlin Telefon 030 20314-408 Telefax  030 20314-420 E-Mail presse@zdb.de ISSN 1865-0775


ZDB-Direkt 4/2013