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Blaue Stunden Durch die Nacht mit Hans Frick Hans Frick (1940 – 2003), der am 3. August 87 Jahre alt geworden wäre, zählt zu den bedeutendsten Autoren der deutschen Nachkriegszeit. Kein anderer Frankfurter Schriftsteller hat diese Stadt so hart porträtiert wie der im Gallusviertel aufgewachsene Sohn einer Arbeiterin und eines jüdischen Kunsthändlers. Mit 30 Jahren schrieb der Autodidakt Frick seinen ersten Roman, in dem ein von Schuld und Albträumen verfolgter KZ-Arzt versucht, einen Prozess gegen sich selbst zu erwirken: Breinitzer oder Die andere Schuld erschien 1965.

In Kooperation mit

In einem Gespräch zwischen dem Schriftsteller und Frick-Verehrer Franz Dobler und der Moderatorin Hanne Kulessa soll an den zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Frankfurter Autor Hans Frick erinnert werden. Dazu liest Till Weinheimer aus den Büchern Fricks. Das Gespräch findet am Donnerstag, 3. August, um 19 Uhr im Museum Judengasse statt. Die Filmvorführung im Deutschen Filmmuseum mit einer Einführung von Hanne Kulessa schließt inhaltlich an den Gesprächsabend an. HANS, EIN JUNGE IN DEUTSCHLAND Deutschland 1985. R: Sohrab Shahid Saless Drehbuch: Hans Frick 149 Min. DigiBeta

Mit Einführung Hanne Kulessa (Autorin)

1985 verfilmte der aus politischen Gründen aus seinem Heimatland emigrierte iranische Regisseur Sohrab Shahid Saless den autobiografischen Roman Die blaue Stunde des Frankfurter Schriftstellers Hans Frick. Der Film schildert Fricks Erfahrungen während des Nationalsozialismus und beschreibt seine Angst vor Verfolgung und der Entdeckung seiner jüdischen Herkunft, die ihn veranlasst kurz vor Kriegsende die Stadt zu verlassen. Als er nach der Kapitulation zurückkehrt, erfährt er, dass seine Mutter immer noch anonyme Drohbriefe erhält. Saless übersetzt Fricks Kindheitserinnerungen in eine eindringliche Bildsprache.

Donnerstag, 17.08. 20:00 Uhr

Filmmuseum August 2017  

Kinoprogramm, Ausstellungen, Projekte des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main. (c) Deutsches Filminstitut

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