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Filmmuseum Januar 2017 Kinoprogramm Ausstellungen ¡ Projekte


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Information & Ticketreservierung Tel. 069 - 961 220 220

Impressum Herausgeber: Deutsches Filminstitut – DIF e.V. Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main Vorstand: Claudia Dillmann, Dr. Nikolaus Hensel Direktorin: Claudia Dillmann (V.i.S.d.P.) Presse und Redaktion: Frauke Haß (Ltg.), Sarah Hujer, Manfred Riepe Texte: Gaby Babić, Ines Bayer, Andreas Beilharz, Jonas Ebling, Natascha Gikas, Winfried Günther, Sarah Hujer, Manfred Riepe, Daniel Ruh, Patrick Seyboth, Urs Spörri, Treppe 41 Vorführer/innen: Christian Appelt, Michael Besser, Pramila Chenchanna, Hans-Peter Marbach, Günther Volkmann Gestaltung: Optik — Jens Müller www.optik-studios.de Druck: Fißler & Schröder – Die Produktionsagentur 63150 Heusenstamm Anzeigen (Preise auf Anfrage): Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 069 - 961 220 222 E-Mail: presse@deutsches-filminstitut.de Abbildungsverzeichnis: Alle Abbildungen stammen aus dem Bildarchiv des Deutschen Filminstituts, sofern nicht anders verzeichnet. Titelmotiv: REAR WINDOW (US 1954)

KINOHIGHLIGHTS 2016

I, DAniel BLAKE ≥ Seite 19


INHALT

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Sonderausstellung: Die Kunst von Aardman Filmreife Ferientage Bundesverdienstorden für Claudia Dillmann Nachruf: Hans-Joachim Schlegel Eröffnung Stanley Kubrick in Mexiko Nachlass von Maximilian Schell Gäste im Deutschen Filmmuseum 2016

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Filmprogramm Kinohighlights 2016 Alfred Hitchcock Klassiker & Raritäten: Geschlechterkampf Lecture & Film: Ernst Lubitsch Filmclub Treppe 41 Late Night Kultkino Kinderkino

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Specials Was tut sich: DAS VERSPRECHEN Peter Sempel über Bazon Brock Townes Van Zandt Schulkinoreihe: Erinnerung an den Holocaust

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Service Programmübersicht Eintrittspreise/Anfahrt Vorschau

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FREIER EINTRITT für Kinder und Jugendliche betrifft nur die STÄDTISCHEn MUSEEN Die Stadt Frankfurt am Main hat beschlossen, vom 1. Januar 2017 an den Eintritt in die städtischen Museen für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren kostenfrei zu ermöglichen. Diese Entscheidung begreifen wir als richtigen und wichtigen kulturpolitischen Schritt. Auch das nicht-städtische Deutsche Filmmuseum würde diesen freien Zugang für junge Menschen gern gewähren. Dies ist uns jedoch nicht möglich, weil wir auf die Einnahmen nicht verzichten können. Die Stadt ist derzeit nicht bereit, uns die Ausfälle zu ersetzen, im Gegensatz zu den rein städtisch geführten Museen. Wir müssen daher an den bestehenden Eintrittspreisen für Kinder und Jugendliche festhalten.


© Aardman Animations Ltd 2016

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AUSSTELLUNG

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Die Kunst von Aardman – Wallace & Gromit, Shaun das Schaf & Co im Deutschen Filmmuseum Sonderausstellung und Begleitprogramm Die Zeit rast: Nur noch bis zum 29. Januar ist die Sonderausstellung Die Kunst von Aardman im Deutschen Filmmuseum zu sehen. Normalerweise rast auch der Film: Er fliegt mit 24 Bildern pro Sekunde an unseren Augen vorbei. In der Aardman-Ausstellung ist das anders: Die Szenen sind angehalten, eingefroren. Die Besucher/innen sehen und erleben den ganz konkreten Stoff, aus dem die Knetpuppen-Träume geschaffen sind. Da gibt es zum Beispiel ein ordentlich angelegtes Beet, wie in einem ganz gewöhnlichen Schrebergarten. Kohlköpfe, Wirsing und orangefarbene Kürbisse sind fein säuberlich

aufgereiht. Das Gemüse sieht so appetitlich aus, dass man es ernten möchte. Das ist kein Zufall, denn für das Aardman Studio arbeiten Künstler/innen, die sich mit Hingabe in die Gestaltung stürzen – in diesem Fall eben in das individuelle Modellieren von Kürbissen und Kohlköpfen. Deshalb, so Merlin Crossingham, Creative Director bei Wallace & Gromit, unterscheidet sich jeder Kohlkopf vom anderen – wie das in der Natur ja auch der Fall ist.

bis NUR NOCH 2017 29. Januar


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AUSSTELLUNG

Das detailverliebte Miniatur-Filmset ist nur ein Bruchteil der komplexen Welt der Aardman-Figuren. Sechs Langfilme produzierte das Studio aus Bristol in den vergangenen ­ 16 Jahren. Im Vergleich zu den zwei computeranimierten Produktionen ARTHUR CHRISTMAS (Arthur Weihnachtsmann, US/GB 2011, R: Sarah Smith, Barry Cook) und FLUSHED AWAY (Flutsch und Weg, US/GB 2006, R: David Bowers, Sam Fell) verdeutlicht die Ausstellung eines: Wallace & Gromit oder Shaun das Schaf sind keine Kompilation von Pixeln, die per Mausklick generiert wird. Sie sind auch nicht, wie im konventionellen Zeichentrick, „nur“ Farb- und Pinselstrich. Sie alle sind „echt“. Die bis ins kleinste Detail liebenswürdig gestaltete Welt der Aardman-Charaktere hat etwas

unwiderstehlich Haptisches. „Ein Triumph der Handarbeit im Zeitalter des digitalen Kinos“, so fasst Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filmmuseums, die künstlerische Arbeit der Briten zusammen. Aardman hat eine regelrechte Renaissance des Animationsfilms ausgelöst. Dass die Firma nicht zufällig mit fünf Oscars® belohnt wurde, können die Besucher/innen der Ausstellung im Detail nachvollziehen – allerdings nur noch einen Monat lang. Dann kehren Wallace & Gromit, Shaun das Schaf und Co zurück ins heimatliche Bristol.


Nur noch einen Monat „Die Kunst von Aardman“! Kreative Gästebucheinträge von Besucher/innen Die Aardman-Austellung stößt auf begeisterte Zustimmung bei einem internationalen Publikum: „Beau musée, très intéressante“, notiert ein französischer Besucher im Gästebuch zur Ausstellung. „So much fun“, pflichtet ein englischsprachiger bei. „Ich fand es cool, mal hinter die Kulissen meiner Kindheit zu schauen“, ergänzt ein weiterer. Das Gästebuch beweist auch, dass die Ausstellung dazu anregt, selbst kreativ zu werden. Hier einige Beispiele:

Der Besuch der Ausstellung Die Kunst von Aardman setzt bei vielen Besucher/innen aus aller Welt kreative Kräfte frei.


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AUSSTELLUNG

Wein und Knete: Aardman after work Zu einem knetbunten Feierabend lädt das Deutsche Filmmuseum an jedem zweiten Mittwoch im Monat ein. In einer Führung erfahren die Teilnehmer/innen, wie im Aardman Studio in Bristol aus ersten Entwurfskizzen Knetfiguren und schließlich aufwändig animierte Filme werden. Zum Ausklang des Abends gibt es ein Glas Wein im Ausstellungsfoyer. Mittwoch, 11. Januar, 19 Uhr Unterstützt durch Jacques’ Wein-Depot, Schweizer Str. 44a, Frankfurt

Studiotour im Trickfilmland Die Macher/innen des Sandmännchen-Kinofilms laden zu einer Tour durch ihr Trickfilmstudio ein. Interessierte können hautnah miterleben, wie Trickfilme entstehen. Freitag, 13. Januar, 18 Uhr Kosten: 12,- Euro pro Person · Anmeldung erforderlich Ort: Trickfilmstudio der scopas medien AG (Daimlerstraße 32-36, Frankfurt)

Offenes Filmstudio mit Morph

Die Besucher/innen des Offenen Filmstudios (4. OG) können sich jeden Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr in der Bluebox in ihre Lieblingsfilme beamen lassen und außerdem kleine Trickfilme mit der Aardman-Knetfigur Morph erstellen. Filmanalyse zu Aardman Ab sofort für Gruppen individuell buchbar.

Anmeldung und Information: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de Tel: 069 – 961 220 223 (Mo bis Fr, 10–15 Uhr)

© DreamWorks LLC, Aardman Features Ltd & Pathé Image 2000

Begleitprogramm


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Aktion:

Filmreife Ferientage

FILMREIFE FERIENTAGe

Ein Tag v oll Film

Montag, 2. bis Donnerstag, 5. Januar In den Weihnachtsferien macht das Deutsche Filmmuseum für junge Besucher/innen ein ganz besonderes Angebot: Highlights aus dem Kinderkino, spannende Ausstellungen und Experimente im Filmstudio sorgen für einen perfekten Ferientag im Filmmuseum – in

Kombination mit einem Besuch der Dauerausstellung für nur fünf Euro oder der Sonderausstellung Die Kunst von Aardman für nur sieben Euro. Jeden Tag können AardmanBesucher/innen tolle Fanartikel zu Shaun das Schaf gewinnen.

Kurzfilme: Wallace & Gromit Großbritannien 1989-2008. R: Nick Park Animationsfilme. 60 Min. DF

In 40 Jahren produzierte Aardman mehr als 70 Kurzfilme, darunter die Abenteuer des Erfinders Wallace und seines Hundes Gromit. Am 2. Januar, sind ALLES KÄSE und DIE TECHNOHOSE zu sehen, am 4. Januar UNTER SCHAFEN und AUF LEBEN UND BROT. DIE PIRATEN! – EIN HAUFEN MERKWÜRDIGER TYPEN Großbritannien/USA 2012. R: Peter Lord, Jeff Newitt Animationsfilm. 88 Min. DF. Ohne Altersbeschränkung

Der Piratenkapitän will „Pirat des Jahres“ werden. Er frohlockt, als der Wissenschaftler Darwin erkennt, dass es sich beim Vogel des Kapitäns um ein Exemplar des bisher für ausgestorben gehaltenen Dodos handelt.

Montag, 02.01. 10:30/13:30/ 15:30 Uhr Mittwoch, 04.01 10:30/13:30/ 15:30 Uhr

Dienstag, 03.01. 10:30/13:30/ 15:30 Uhr

SHAUN DAS SCHAF Großbritannien/Frankreich 2014. R: Mark Burton, Richard Starzak Animationsfilm. 85 Min. o. D. Empfohlen ab 5 Jahren

Shaun das Schaf treibt es mit dem Unfug so weit, dass der Bauer die Farm verlassen muss. Sofort macht sich die Schafherde zusammen mit Hund Bitzer auf den Weg in die Großtadt, um ihn zurückzuholen.

Donnerstag, 05.01. 10:30/13:30/ 15:30 Uhr


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Aktuelles

Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Claudia Dillmann Direktorin des Deutschen Filminstituts im Dezember geehrt Irgendwann fiel das unvermeidliche Wort: Sie sei die „Grande Dame“ des Films in Deutschland. Etikettierungen wie diese behagen Claudia Dillmann gar nicht. Aber sie liegen wohl immer noch nahe, wenn eine Frau in führender Position ausgezeichnet, mit höchsten Weihen bedacht wird. In diesem Fall mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, den Boris Rhein, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst, bei einem Festakt im Dezember überreichte. Dass sie eine in den 1950er Jahren geborene Frau ist, thematisierte Claudia Dillmann – mit Humor und Ironie – ohnehin selbst, wenn auch indirekt: Sie begeisterte die rund 150 Gäste im Kino des Deutschen Filmmuseums mit einer famosen Auswahl an Werbefilmen aus den 50er Jahren, die Frausein und Weiblichkeit auf heute höchst belustigende Weise thematisieren und als Vehikel ihrer Werbebotschaften nutzen. Von diesem Frauenbild, so die implizite Botschaft Claudia Dillmanns, haben wir uns erfreulicherweise längst sehr weit entfernt. "Frauengold" damit zu bewerben, dass es den Eigensinn und Widerspruchs-

geist von Frauen bricht, würde heute wohl niemand mehr wagen. Doch in der Waschmittelwerbung dominieren, wie Claudia Dillmann in ihren Dankesworten betonte, eben immer noch die Frauen. Und das, obwohl diese sich längst die Spitzen von Unternehmen, Politik und Kultureinrichtungen erobert haben. Wie Claudia Dillmann. Den Orden erhielt die Direktorin des Deutschen Filminstituts für ihren Einsatz für die Filmkultur: „Claudia Dillmann hat ein besonderes Gespür für die Zukunft des Films, die sie mit großer Fachkenntnis, Begeisterung für das Bewegtbild und der Leidenschaft, neue Wege einzuschlagen, mitgestaltet", betonte Minister Rhein. Laudator Hans Helmut Prinzler hob ihr Engagement in der europäischen Filmpolitik hervor und zwei herausragende Projekte, die Claudia Dillmann initiierte: das Filmfestival goEast und die InternetPlattform filmportal.de. Doch nicht nur ihre Arbeit als Kulturmanagerin, auch ihre Publikationen und Ausstellungen zu zahlreichen bedeutsamen Themen hätten "die Filmkultur in der Bundesrepublik Deutschland bereichert".


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Hans Joachim Schlegel beim goEast-Filmfestival 2014.

Hans-Joachim Schlegel gestorben Das Deutsche Filminstitut und goEast Festival des mittel- und osteuropäischen Films trauern um einen Freund und Kollegen Der Filmhistoriker, -theoretiker und -kritiker Hans-Joachim Schlegel, geboren 1942 in Leipzig, ist am 30. Oktober in Berlin gestorben. Schlegel war ein international geschätzter und geachteter Experte für das Kino Mittel- und Osteuropas. Neben zahlreichen eigenen Aufsätzen und Büchern zu diesem Themenkomplex profilierte er sich auch als versierter Übersetzer von Filmliteratur aus dem Russischen, Slowakischen, Tschechischen und Polnischen. So übersetzte er etwa Andrej Tarkowskijs berühmtes Buch Die versiegelte Zeit. Gedanken zur Kunst, zur Ästhetik und Poetik des Films, das 1985 erstmals auf Deutsch erschien, und die Schriften Sergej Eisensteins. 1999 war er Herausgeber des Bandes Die subversive Kamera. Zur anderen Realität in mittel- und osteuropäischen Dokumentarfilmen, der auch ins Tschechische und Russische übertragen wurde. Hans-Joachim Schlegel nahm zahlreiche Lehraufträge an Universitäten und Filmhochschulen wahr. Darüber hinaus war er Delegierter der Berlinale für den osteuropäischen Film und Mitarbeiter zahlreicher internationaler Filmfestivals, etwa der Oberhausener Kurzfilmtage und der Internationalen Filmfestspiele von Venedig. Von der Filmhochschule Bratislava wurde Schlegel für seine langjährigen Verdienste die Ehrendoktorwürde

verliehen. Bei goEast – Festival des mittelund osteuropäischen Films war Hans-Joachim Schlegel an der Konzeption des ursprünglichen Festivalformats beteiligt, und vom ersten Festivaljahr 2001 an Mitglied der Auswahlkommission. Über viele Jahre hinweg wirkte er als engagierter und unverzichtbarer Ideengeber und war den Festivalgründerinnen Claudia Dillmann und Swetlana Sikora in enger und freundschaftlicher Zusammenarbeit verbunden. Für goEast hat HansJoachim Schlegel auch das festivaleigene Symposium ins Leben gerufen und viele Jahre lang geleitet. 2002 veröffentlichte er dazu den Sammelband Subversionen des Surrealen im mittel- und osteuropäischen Film. „Das Deutsche Filminstitut und goEast konnten sich sehr glücklich schätzen, einen der weltweit renommiertesten Experten für das Kino Mittel- und Osteuropas an ihrer Seite zu haben. Hans-Joachim Schlegel wird mit seiner Leidenschaft für dieses Kino und seinen streitbaren und bereichernden Diskussionsbeiträgen zur Programmauswahl schmerzlich vermisst werden“, sagte Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts.


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AKTUELLES

Requisiten und Kostüme aus 2001: A SPACE ODYSSEY (GB/US 1968, R: Stanley Kubrick)

Stanley Kubrick in Mexico City Ausstellung des Deutschen Filmmuseums tourt weiter Hunderte Besucher/innen, Pressevertreter/innen und geladene Gäste drängten am 1. Dezember 2016 in die Cineteca Nacional Mexico, um bei der Eröffnung der vom Deutschen Filmmuseum konzipierten Ausstellung Stanley Kubrick in Mexico City dabei zu sein. Die Cineteca, eine beeindruckende Einrichtung mit 100 000 Besucher/innen pro Monat und

Vitrine mit der ObjektivSammlung von Stanley Kubrick

zehn eigenen Kinos, beherbergt die Schau zum Gesamtwerk des Regisseurs bis zum 29. Mai 2017. Zur Eröffnung waren Jan Harlan, Produzent der Filme von Stanley Kubrick, Katharina Kubrick, die Tochter des Regisseurs, sowie die Kuratoren Hans-Peter Reichmann und Tim Heptner nach Mexiko gereist.


Nachlass von Maximilian Schell wird erschlossen Ausstellung und Katalog für 2019 geplant Der künstlerische Nachlass des Schauspielers, Regisseurs und Produzenten Maximilian Schell, zu dem auch das Archiv seiner Schwester Maria Schell gehört, ging im Mai dieses Jahres an das Deutsche Filminstitut. Nach einer Reihe von Vorbereitungen hat jetzt die Erschließung des Materials begonnen. Ein Archivar sichtet die Text- und Drehbücher, Fotografien, Notizen, Skizzen, Geschäftskorrespondenzen und Presseausrisse, ordnet und katalogisiert sie. Dass dieser Prozess interessante Erkenntnisse für die Filmwissenschaft zu Tage bringen wird, steht bereits nach einer ersten Durchsicht des Nachlasses fest. Neben zahlreichen Recherchematerialien und direkten Korrespondenzen mit Marlene Dietrich, die Maximilian Schell während der Arbeit an seinem Dokumentarfilm MARLENE (BRD 1984) zusammentrug, enthält sein Nachlass eine beeindruckende

Autografensammlung: Er bewahrte handschriftliche Briefwechsel sowohl beruflicher als auch privater Natur auf, etwa mit Robert Bresson, Gustaf Gründgens und Federico Fellini, mit der Schauspielerin Elisabeth Bergner – und natürlich mit Marlene Dietrich. Auch die breite Öffentlichkeit erhält die Möglichkeit, einen Blick auf einige der archivarischen Kostbarkeiten zu werfen: Im Sommer 2019 präsentiert das Deutsche Filmmuseum eine Sonderausstellung zum filmischen Wirken von Maximilian Schell, dazu erscheint ein umfangreicher Katalog. Der Ankauf des Nachlasses von Maximilian und Maria Schell wurde durch die Hessische Kulturstiftung ermöglicht, die Art Mentor Foundation Lucerne unterstützt großzügig die Konzeption von Ausstellung und Katalog.

Maximilian Schell in DAS SCHLOSS (BRD 1968, R: Rudolf Noelte)


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RÜCKBLICK AKTUELLES

Gäste im Kino des Deutschen Filmmuseums 2016 Hochkarätige Filmschaffende waren im Jahr 2016 im Kino des Deutschen Filmmuseums zu Besuch. Hier ein Rückblick in Bildern auf eine kleine Auswahl der illustren Gäste. Agnès Varda 11. Februar 2016 · 14. April 2016 In der Reihe Lecture & Film setzten sich von Oktober 2015 bis Juli 2016 Wissenschaftler/innen mit dem Werk von Agnès Varda auseinander. Gleich zweimal war die französische Regisseurin persönlich zu Gast und beeindruckte mit klugen Analysen, persönlichen Anekdoten und einer auch im Alter von 88 Jahren ungestillten Unternehmungslust.

Doris Dörrie 3. März 2016 Maria Schrader 6. Juli 2016 In der Reihe Was tut sich – im deutschen Film? stellten unter anderem drei deutsche Regisseurinnen ihre gefeierten aktuellen Filme vor – Maria Schrader und Nicolette Krebitz wechselten hierfür vom Schauspielfach hinter die Kamera, Doris Dörrie begab sich für ihren Film einmal mehr nach Japan.


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Nicolette Krebitz 6. September 2016 Ulrich Tukur 1. Mai 2016 Ulrich Tukur und Klaus Lemke durften im vergangenen Jahr eine Filmreihe ganz nach ihren Wünschen zusammenstellen. Während sich Lemke in seiner Carte Blanche ausschließlich auf deutsche Filme konzentrierte, bekannte Tukur sich zu seinem „düsteren, persönlichen Geschmack“.

Klaus Lemke 2./3. November 2016 Anton Corbijn 17. Oktober 2016 Zur Buchmesse kam der niederländische Regisseur Anton Corbijn gemeinsam mit dem Autor und Darsteller Bart Chabot ins Deutsche Filmmuseum. Die befreundeten Künstler würdigten ihren langjährigen Weggefährten, den Rockmusiker Herman Brood, in einem skurril-unterhaltsamen Gespräch. Sebastian Koch 22. Oktober 2016 Einen gut gelaunten und äußerst entspannten Sebastian Koch erlebten die Besucher/innen des ihm gewidmeten Abends im Kino des Deutschen Filmmuseums. Er enthüllte unter anderem, dass er die Hessen mag, insbesondere ihren Humor, und den Odenwald.


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KINOHIGHLIGHTS 2016 Mit einer Auswahl herausragender Filme aus dem Kinojahr 2016 startet das Kino des Deutschen Filmmuseums ins Programm des neuen Jahres. Die beliebte Reihe bietet nach dem Festtagstrubel Gelegenheit, verpasste Kino-Erlebnisse nachzuholen oder einen neugewonnenen Lieblingsfilm erneut auf der großen Leinwand zu genießen – natürlich in der Originalfassung mit Unter­ titeln. Die Reihe wird im Februar fortgesetzt.

HAIL, CAESAR! USA/Großbritannien 2015. R: Ethan Coen, Joel Coen D: Josh Brolin, George Clooney, Ralph Fiennes, Scarlett Johansson 106 Min. DCP. OmU

Sonntag, 01.01. 18:00 Uhr Dienstag, 03.01. 20:45 Uhr

Eddie Mannix arbeitet als PR-Agent für eines der großen Hollywood-Studios der 50er Jahre. Mit diskretem Eingreifen sorgt er dafür, dass sich die Extravaganzen der Stars nicht zu medialen Skandalen hochschaukeln. Als am Set der Produktion „Hail, Caesar!“ der Hauptdarsteller Baird Whitlock spurlos verschwindet, muss der Troubleshooter einmal mehr die Wogen glätten. Doch die Eitelkeiten der beteiligten Sternchen und Filmemacher stellen ihn vor eine Aufgabe, die ihn unweigerlich an seine Grenzen führt. Zwischen feinsinniger Komödie und selbstreferenzieller Hommage spornen die Coen-Brüder zahlreiche Schauspielgrößen zu Höchstleistungen an.


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RAK TI KHON KAEN Cemetery of Splendour Thailand/Großbritannien/Frankreich/Deutschland/Malaysia 2015 R: A. Weerasethakul. D: J. Widner, B. Lomnoi. 122 Min. DCP. OmU

Ein provisorisches Krankenhaus im thailändischen Khon Kaen: Hier werden Soldaten versorgt, die an einer mysteriösen Schlafkrankheit leiden. Äußerlich kerngesunde Männer fallen vom einen auf den anderen Moment ins Koma. Die freiwillige Helferin Jen kümmert sich um einen schlafenden Soldaten, als ein Medium ihr den Zutritt in dessen Bewusstsein ermöglicht. Mit diesem einzigartigen Film-Gedicht zeigt der thailändische Regisseur Apichatpong Weerasethakul, dass keine visuellen Effekte nötig sind, um das Kinopublikum zu verzaubern. Sein ruhiger, im Detail waghalsiger Film setzt Maßstäbe im Erzählen von Geschichte und Geschichten.

Montag, 02.01. 20:30 Uhr Donnerstag, 05.01. 18:00 Uhr

FRANTZ Deutschland/Frankreich 2016. R: François Ozon. D: Paula Beer, Pierre Niney, Ernst Stötzner, Marie Gruber. 114 Min. DCP. OmU

Frantz ist als Soldat in den Ersten Weltkrieg gezogen und nicht mehr zurückgekehrt. Im schmerzlichen Gedenken an ihren gefallenen Verlobten besucht Anna täglich dessen Grab. Als hier eines Tages der junge Franzose Adrien auftaucht, löst das in ihrem Heimatdorf wilde Spekulationen aus. Schließlich haben die Deutschen den Krieg gegen den Erzfeind Frankreich verloren. Doch die beiden Männer scheint entgegen aller Wahrscheinlichkeit eine Freundschaft verbunden zu haben. Mit wunderbaren Schwarzweiß-Aufnahmen schuf François Ozon einen zeitlosen Antikriegsfilm über Verlust, Trauer und die rätselhaften Wege der Liebe.

Freitag, 06.01. 20:30 Uhr Sonntag, 08.01. 18:00 Uhr


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KINOHIGHLIGHTS 2016 DER BUNKER Deutschland 2015. R: Nikias Chryssos. D: Pit Bukowski, Daniel Fripan, Oona von Maydell, David Scheller. 88 Min. DCP

Donnerstag, 12.01. 18:00 Uhr Freitag, 13.01. 20:30 Uhr

Die Bewohner des Bunkers suchen einen Untermieter. Und so stößt ein Student zu einem reichlich absonderlichen Ehepaar, das unter der Erde haust. Obwohl der junge Mann sich eigentlich nur in das Zimmer einquartiert, um sich seiner Forschungsarbeit über Higgs-Partikel zu widmen, wird er bald zum Hauslehrer des Sohnes seiner Gastgeber. Der Achtjährige will Präsident werden und braucht demnach eine richtige Ausbildung, vor allem züchtige Erziehung. Nikias Chryssos‘ Debüt ist anrührend, urkomisch, peinlich berührend, schockierend. Die Ausdrucksmöglichkeiten des deutsch-griechischen Regisseurs kennen keine Grenzen. Ein potenzieller Kultfilm. SAUL FIA Son of Saul Ungarn 2015. R: László Nemes. D: Géza Röhring, Levente Molnár, Urs Rechn, Todd Charmont. 107 Min. Blu-ray. OmU

Sonntag, 15.01. 18:00 Uhr Dienstag, 17.01. 20.30 Uhr

Das Holocaust-Drama SAUL FIA erhielt in Cannes den Großen Preis der Jury und wurde mit dem Oscar® für den Besten ausländischen Film ausgezeichnet. László Nemes erzählt die Geschichte von Saul, der die Leichen seiner getöteten Mithäftlinge verbrennen muss. Als er glaubt, seinen toten Sohn unter den Opfern entdeckt zu haben, versucht er, ihn vor dem Verbrennen zu bewahren und ihm die letzte Ehre durch eine traditionell jüdische Bestattung zu erweisen. Mitreißend und lähmend zugleich wirft der Film des ungarischen Regisseurs die Frage auf, wie viel Menschlichkeit in einer entmenschlichten Welt möglich ist.


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ANOMALISA USA 2015. R: Duke Johnson, Charlie Kaufman Animationsfilm. 91 Min. DCP. OmU

Michael Stone lebt in der inneren Isolation. Zu seiner Umgebung findet er keinen Kontakt, Gesichter und Stimmen seiner Mitmenschen erscheinen ihm alle gleich. Zwar ist er ein gefeierter Autor von Selbsthilfebüchern, sich selbst vermag er allerdings nicht zu helfen. Erst als er auf einer routinemäßigen Dienstreise Lisa kennenlernt, bricht sein innerer Panzer auf. Charlie Kaufman ­adaptiert sein eigenes Bühnenstück aus dem Jahr 2005 als Animationsfilm. Auch ohne echte Schauspieler/innen versprüht sein faszinierenderes und philosophisch anmutendes Werk Authentizität und Menschlichkeit.

Donnerstag, 19.01, 18:00 Uhr Freitag, 20.01 20:30 Uhr

I, DANIEL BLAKE Ich, Daniel Blake Großbritannien/Frankreich/Belgien 2016. R: Ken Loach. D: Dave Johns, Hayley Squires, Dylan McKiernan, Briana Shann. 101 Min. DCP. OmU

Daniel und Katie aus Newcastle navigieren durch die Bürokratie des Sozialstaates, wo sie mit zahlreichen Fallstricken zu kämpfen haben. Denn die Sozialhilfe gewährt Leistungen nur unter hohem Aufwand. Das bekommt Daniel zu spüren, der nach einem Herzanfall krankgeschrieben wird, woraufhin das Arbeitsamt ihm die finanzielle Unterstützung streicht. Dass Katie in einer ähnlichen Situation feststeckt, führt die beiden zusammen. Sie führen einen Zermürbungskampf gegen die Windmühlen der Bürokratie, deren Opfer jene sozial Schwachen sind, die im Grunde doch nur nach den Regeln des Systems spielen müssen. Ken Loachs Sozialdrama wurde in Cannes mit der Goldenen Palme prämiert.

Sonntag, 22.01. 18:00 Uhr Dienstag, 24.01. 20:30 Uhr


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KINOHIGHLIGHTS 2016 FUOCOAMMARE Seefeuer Italien/Frankreich 2015. R: Gianfranco Rosi Dokumentarfilm. 114 Min. DCP. OmU

Donnerstag, 26.01. 18:00 Uhr Freitag, 27.01. 20:30 Uhr

In seinem mit dem Goldenen Bären der Berlinale prämierten Dokumentarfilm zeigt Gianfranco Rosi den Alltag auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa. Geprägt ist dieser vom Aufeinandertreffen der Inselbewohner/innen mit den täglich ankommenden Geflüchteten, für die Lampedusa die erste Anlaufstelle auf der Suche nach Freiheit ist: Rosi zeigt eine Frau, die beim Makrelenreinigen das Radio der Wasserschutzwache hört, Migrant/innen, die intensive Aufnahmeuntersuchungen erleben, und den zwölfjährigen Samuele, der am liebsten mit seiner Steinschleuder spielt. FUOCOAMMARE berichtet von einer der großen menschlichen Tragödien unserer Zeit. SPOTLIGHT USA 2015. R: Thomas McCarthy. D: Mark Ruffalo, Miachel Keaton, Rachel McAdams. 128 Min. DCP. OmU

Sonntag 29.01. 18:00 Uhr Dienstag 31.01. 20:30 Uhr

Für die US-amerikanische Tageszeitung „The Boston Globe“ arbeiten die renommiertesten Journalist/innen des Landes: das legendäre Spotlight-Team. Anfang der 2000er verdichtet sich bei den Reporter/innen ein ungeheuerlicher Verdacht: Vertuscht die Erzdiözese der katholischen Kirche in Massachusetts einen Sex-Skandal? Als die Zeitung nach und nach einen vielfachen Kindesmissbrauch ans Licht der Öffentlichkeit zerrt, erschüttert ihre Berichterstattung das Land. Thomas McCarthy zeigt die Aufarbeitung eines Eklats erschreckenden Ausmaßes. Der respektvolle Umgang mit der Materie und der durchgängig fesselnde Plot führten verdientermaßen zum Oscar® für den Besten Film.


in Kooperation mit

Ein Projekt von

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11. SchulKinoWochen Hessen 6. bis 17. März 2017

Hessische Kinos werden zum Klassenzimmer! Schulvorstellungen im Kino des Deutschen Filmmuseums Eine verbindliche Anmeldung im SKW-Projektbüro ist erforderlich Der Junge und die Welt Auftakt Singin‘ in The Rain USA 1952 | 99 Min. | empf. ab 12 6.3.2017 | 9:00

Ghostland DE 2016 | 86 Min. | empf. ab 14 7.3.2017 | 11:00

Tschick DE 2016 | 93 Min. | empf. ab 12 8.3.2017 | 8:30

Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel DE 2016 | 87 Min. | empf. ab 12 LUCAS PRÄSENTIERT 8.3.2017 | 11:00

BRA 2013 | 82 Min. | empf. ab 8 9.3.2017 | 8:30

Suffragette – Taten statt Worte GB 2015 | 107 Min. | empf. ab 14 9.3.2017 | 11:00

Kurzfilmprogramm Komposition und Vertonung ca. 100 Min. 10.3.2017 | 9:30

Spiel mir das Lied vom Tod ITA, USA 1968 | 165 Min. | empf. ab 16 13.3.2017 | 9:00

Morris aus Amerika DE, USA 2016 | 91 Min. | empf. ab 13 15.3.2017 | 9:00

ANMELDUNG BIS 17. FEBRUAR!

81 hessische Kinos beteiligen sich an den 11. SchulKinoWochen Hessen. Tel. 069 961220-682 | hessen@schulkinowochen.de www.schulkinowochen-hessen.de


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HITCHCOCK - Master of suspense Zum 100. Geburtstag des Regisseurs und zur hierzu konzipierten Ausstellung Obsessionen. Die AlptraumFabrik des Alfred Hitchcock in den Jahren 2000/2001 war zum letzten Mal eine große Hitchcock-Filmreihe im Deutschen Filmmuseum zu sehen. Seitdem standen in unterschiedlichen Kontexten einzelne Filme von Hitchcock auf dem Programm, und immer wieder zeigte sich, dass das Interesse des Publikums an seinen Filmen ungebrochen ist. Aus diesem Grund zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums im Januar 2017 eine größere Auswahl der Werke Hitchcocks. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf seinen Spionagefilmen und Thrillern, in denen er die Motive von Angst, Schuld und Identitätsverlust variiert. Dass er ein Meister des "Suspense" ist – eines mit Spannung und Bangen erwarteten Ereignisses, das über lange Zeit nicht eintritt – ist in allen Filmen spürbar. Hitchcock legte großen Wert auf die künstlerische Kontrolle über sein Werk und ebenso auf die Vermarktung seiner Filme. Er machte sich selbst zum Markenzeichen, indem er regelmäßig Cameo-Auftritte in seinen Filmen hatte und in den Trailern zu seinen Filmen auftrat. Hitchcocks Filmkarriere begann 1919 mit der Gestaltung von Zwischentiteln für Stummfilme. Bereits in dieser Zeit lernte er seine spätere Ehefrau, die Cutterin Alma Reville, kennen, die fortan maßgeblich an seinen Filmen beteiligt war. Seinen ersten großen Erfolg als Regisseur feierte er bereits in der Stummfilmära mit THE LODGER (GB 1926). In den 1930er Jahren machte er sich mit seinen Thrillern vor dem Hintergrund der heraufziehenden Kriegsgefahr in Europa einen Namen als versierter Genreregisseur. 1939 wanderte Hitchcock schließlich in die USA aus. Bis zu seinem Tod im April 1980 drehte er 53 Spielfilme. Sein versierter Umgang mit Farben macht Alfred Hitchcock zu einem der zentralen Regisseure der Filminstallation ROT, die von März 2017 an im Deutschen Filmmuseum zu sehen ist.


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THE 39 STEPS Die 39 Stufen Großbritannien 1935. R: Alfred Hitchcock. D: Robert Donat, Madeleine Carroll, Lucie Mannheim. 87 Min. DCP. OF

Ein Kanadier in England wird für den Mörder einer jungen Frau gehalten und flieht vor der Polizei nach Schottland, wo er den Mord selbst aufklären will. Dabei gerät er in die Fänge eines Spionagerings. THE 39 STEPS ist eines von Alfred Hitchcocks britischen Meisterwerken, welches vor allem von dem raschen Tempo lebt, mit dem es von einem Abenteuer zum nächsten springt, und von dem Understatement, das der Regisseur dabei an den Tag legt. In vielen Elementen nimmt der Film Hitchcocks amerikanischen NORTH BY NORTHWEST von 1959 vorweg.

Sonntag, 01.01. 20:30 Uhr Montag, 02.01. 18:00 Uhr

SABOTAGE Großbritannien 1936. R: Alfred Hitchcock D: Sylvia Sidney, Oscar Homolka, John Loder. 76 Min. 35mm. OF

Carl Verloc lebt als Geschäftsführer eines Londoner Kinos mit seiner Frau und deren kleinem Bruder zusammen, ist aber in Wahrheit ein gefährlicher Saboteur im Dienste einer Geheimorganisation. Ein Kriminalbeamter kommt ihm auf die Spur und tarnt sich als Gemüsehändler. SABOTAGE ist die freie Bearbeitung eines Romans von Joseph Conrad und voll von typischen Hitchcock-Elementen: Besonders berühmt wurde die Szene, in der ein Junge nichtsahnend ein Paket mit einer tickenden Bombe durch London transportiert.

Mittwoch, 04.01. 20:30 Uhr Freitag, 06.01. 18:00 Uhr


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HITCHCOCK - Master of suspense YOUNG AND INNOCENT Jung und unschuldig Großbritannien 1937. R: Alfred Hitchcock D: Nova Pilbeam, Derrick de Marney. 80 Min. DCP. OF

Samstag, 07.01. 20:30 Uhr

Ein weiblicher Filmstar wird tot aufgefunden, und zwar von einem Freund, der daraufhin des Mordes verdächtigt wird. Um seine Unschuld zu beweisen, versucht der Mann, Hilfe von der Tochter des Polizeichefs zu erhalten. Wieder einmal – wie schon in THE 39 STEPS – spielt Hitchcock das Thema des unschuldig Verfolgten durch, der nicht zur Polizei gehen kann und den Fall selbst lösen muss – und wieder tut er es mit einem gehörigen Schuss Ironie und Understatement. Grandios ist vor allem die Schlussszene im Grand Hotel.

FOREIGN CORRESPONDENT Mord USA 1940. R: Alfred Hitchcock D: Joel McCrea, Laraine Day, Herbert Marshall. 119 Min. 35mm. OF

Sonntag, 08.01. 20:30 Uhr

Im Jahr 1939 wird der Reporter Johnny nach England und Holland entsandt, um die politischen Hintergründe des drohenden Zweiten Weltkriegs zu recherchieren. Kurz nach seiner Ankunft in den Niederlanden wird er Zeuge eines Attentats auf den Diplomaten Van Meer und kommt einem deutschen Spionagering auf die Spur. Aus dem damals hochaktuellen Stoff entwickelte Hitchcock einen seiner visuell und dramaturgisch mitreißendsten Spionagethriller.


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SHADOW OF A DOUBT Im Schatten des Zweifels USA 1943. R: Alfred Hitchcock D: Teresa Wright, Joseph Cotten. 108 Min. DCP. OF

Charlie Oakley besucht seine Schwester, die mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der kalifornischen Kleinstadt Santa Rosa wohnt. Der wohlhabende Verwandte aus der Großstadt ist hier willkommen und entwickelt eine besonders intensive Beziehung zu seiner ältesten Nichte – bis bei dieser der Verdacht aufkeimt, dass es sich bei ihrem Onkel um einen gesuchten Serienmörder handeln könnte. Die Kleinstadtatmosphäre wird von Hitchcock und dem Schriftsteller Thornton Wilder, der das Drehbuch schrieb, sehr anschaulich beschworen.

Dienstag, 10.01. 20:30 Uhr Mittwoch, 11.01. 18:00 Uhr

STAGE FRIGHT Die rote Lola Großbritannien 1950. R: Alfred Hitchcock. D: Marlene Dietrich, Jane Wyman, Michael Wilding. 110 Min. 35mm. OF

Jonathan Cooper wird verdächtigt, den Ehemann seiner Geliebten, der Schauspielerin Charlotte Inwood, ermordet zu haben. Um die Wahrheit herauszufinden, lässt sich Eve Gill, eine Schauspielschülerin und Freundin Jonathans, bei Charlotte als Zofe anstellen. STAGE FRIGHT war nach zehn Jahren in Hollywood der zweite Film, den Hitchcock wieder in England drehte. Zum ersten Mal übernahm seine Tochter Patricia eine kleine Rolle. Marlene Dietrich spielte Charlotte Inwood und bestimmte selbst, aus welchem Winkel und mit welchem Licht sie aufgenommen werden wollte.

Freitag, 13.01. 18:00 Uhr


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HITCHCOCK - Master of suspense I CONFESS Zum Schweigen verurteilt USA 1953. R: Alfred Hitchcock D: Montgomery Clift, Anne Baxter, Karl Malden. 95 Min. 35mm. OF

Samstag, 14.01. 20:30 Uhr

A restoration by the BFI National Archive in association with STUDIOCANAL

Ein Priester hat das deutsche Einwanderer-Paar Otto und Alma Keller als Hausmeister und Haushälterin eingestellt. Otto Keller erzählt dem Priester im Beichtstuhl, dass er versehentlich einen Anwalt getötet hat. Da zwei Zeuginnen einen Mann im Priesterrock vom Tatort flüchten sahen, wird der Priester des Mordes verdächtigt – wegen des Beichtgeheimnisses darf er die Wahrheit aber nicht enthüllen. I CONFESS ist der „katholischste“ Film von Alfred Hitchcock, was insbesondere die Thematisierung des Beichtgeheimnisses in der Handlung verdeutlicht.

BLACKMAIL Erpressung Großbritannien 1929. R: Alfred Hitchcock. D: Anny Ondra, Sara Allgood, John Longden. 80 Min. DCP. Stumm mit engl. ZT

Principal restoration funding provided by The Hollywood Foreign Press Association and The Film Foundation. Additional funding provided by Deluxe 142, Pia Getty, Col & Karen Needham, and the Dr Mortimer & Theresa Sackler Foundation.

Sonntag, 15.01. 12:00 Uhr

Klavierbegleitung: Uwe Oberg

Eine junge Frau tötet einen Mann, als dieser versucht, sie zu vergewaltigen, und wird in der Folge von einem Detektiv und einem Erpresser immer weiter in die Enge getrieben. BLACKMAIL war zunächst als Stummfilm konzipiert. Nachdem große Teile des Films bereits gedreht waren, fiel der Entschluss, dass er Hitchcocks (und Englands) erster Tonfilm werden sollte. Einzelne Szenen wurden daraufhin neu gedreht, andere blieben stumm erhalten. Obwohl Hitchcock selbst stolz auf seine Pioniertat war, entfaltet die hier gezeigte stumme Version des Filmes ihren ganz eigenen Charme.


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REAR WINDOW Das Fenster zum Hof USA 1954. R: Alfred Hitchcock D: James Stewart, Grace Kelly, Wendell Corey. 112 Min. DCP. OF

Einer von Hitchcocks bis heute berühmtesten und gelungensten Thrillern ist REAR WINDOW: Ein Fotograf hat sich bei einem Unfall ein Bein gebrochen und kann deshalb seine Wohnung nicht verlassen. Um sich zu beschäftigen, beginnt er, seine Nachbarschaft mit dem Fernglas zu beobachten. Irgendwann schöpft er den Verdacht, dass ein Mord geschehen ist. REAR WINDOW ist ein Film über einen Voyeur, der auch das Kinopublikum zu ebensolchen macht. Für den Film wurde die bis dahin größte bei Paramount entstandene Kulisse gebaut.

Sonntag, 15.01. 20:30 Uhr Mittwoch, 18.01. 20:30 Uhr

THR WRONG MAN Der falsche Mann USA 1957. R: Alfred Hitchcock D: Henry Fonda, Vera Miles, Anthony Quayle. 105 Min. 35mm. OF

Ein erfolgloser New Yorker Nachtclubmusiker wird verdächtigt, das Büro einer Versicherungsgesellschaft und zwei Geschäfte ausgeraubt zu haben. Weil mehrere Indizien und Zeugenaussagen gegen ihn sprechen, gerät er in die Mühlen des Polizeiapparats und der Justiz. THE WRONG MAN wird ganz aus der subjektiven Perspektive des Verdächtigten geschildert und ist der einzige Hitchcock-Film, der auf einer realen Geschichte beruht. Der Regisseur gab ihm folglich einen quasidokumentarischen Anstrich.

Freitag, 20.01. 18:00 Uhr Sonntag, 22.01. 20:30 Uhr


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HITCHCOCK - Master of suspense THE TROUBLE WITH HARRY Immer Ärger mit Harry USA 1955. R: Alfred Hitchcock. D: Edmund Gwenn, John Forsythe, Shirley MacLaine. 99 Min. 35mm. OF

Samstag, 21.01. 20:30 Uhr

Alfred Hitchcock ging diese schwarze Komödie scheinbar leicht von der Hand: Eine Leiche liegt plötzlich in einer beschaulichen kleinen Gemeinde in Neuengland herum und bereitet den friedlichen Nachbar/innen allerlei Probleme – allen voran die Frage, wie sie sie wieder loswerden können. Der Film ist geprägt von einem sehr trockenen Humor und ist in wunderbaren Herbstfarben gedreht. Zum ersten Mal arbeitete Hitchcock mit dem Komponisten Bernard Herrmann zusammen.

THE BIRDS Die Vögel USA 1963. R: Alfred Hitchcock D: Rod Taylor, Tippi Hedren, Jessica Tandy. 120 Min. DCP. OF

Mittwoch, 25.01. 20:30 Uhr Freitag, 27.01. 18:00 Uhr

In einer Gemeinde an der kalifornischen Küste beginnen Vögel aus dem Nichts heraus, die Menschen anzugreifen. Hitchcock lässt sich viel Zeit, um die Figuren (und die Vögel) einzuführen und die Spannung erst ganz allmählich aufzubauen; umso wirkungsvoller ist das Ergebnis. THE BIRDS wurde zu einem Hitchcock-Klassiker. Viele der Toneffekte schuf Oskar Sala auf dem Trautonium, einem von ihm entwickelten Sound-Effektgerät, das als Vorläufer heutiger Synthesizer gilt.


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TORN CURTAIN Der zerrissene Vorhang USA 1966. R: Alfred Hitchcock D: Paul Newman, Julie Andrews. 128 Min. 35mm. OF

Ein US-amerikanischer Atomphysiker und Raketenspezialist gibt sich als politischer Überläufer aus und geht in die DDR, um bei einem Kollegen in Leipzig an eine Formel zu gelangen, die ihm für seine Forschung noch fehlt. Nicht von ihm vorgesehen ist, dass seine Verlobte ihm folgt. TORN CURTAIN ist einer der unterschätztesten Hitchcock-Filme: ein ironisches und souveränes Spiel mit dem in den 1960er Jahren angesagten, ganz eigenen Genre von Filmen zum Thema Kalter Krieg und Spionage.

Samstag, 28.01. 20:00 Uhr

FRENZY Großbritannien 1972. R: Alfred Hitchcock D: Jon Finch, Barry Foster, Al McCowen. 116 Min. 35mm. OF

Für seinen vorletzten Film kehrte Alfred Hitchcock nach London zurück, in das Milieu seiner Jugend: den Gemüsemarkt von Covent Garden, den es zur Zeit der Dreharbeiten noch gab. Hier treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der Frauen stranguliert; der Verdacht fällt allerdings auf einen Unschuldigen. Alle typischen Elemente eines Hitchcock-Films sind hier versammelt: der Suspense, das Unterstatement, der trockene Humor und eine Reihe technisch brillant realisierter filmischer Kniffe.

Sonntag, 29.01. 20:30 Uhr


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KLASSIKER & RARITÄTEN In Kooperation mit dem Städel Museum

Geschlechterkampf Die Frage nach der männlichen und weiblichen Identität ist von ungebrochener Aktualität. Das Städel Museum präsentiert in einer Sonderausstellung noch bis zum 19. März 2017 prägnante künstlerische Positionen zu diesem Thema von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Unter den ausgestellten Werken finden sich Stücke von Max Liebermann, Gustav Klimt und Frida Kahlo – auch Filmausschnitte sind Teil der Ausstellung. Die Filme sind im Januar in Gänze im Kino des Deutschen Filmmuseums zu sehen. METROPOLIS Deutschland 1927. R: Fritz Lang. D: Brigitte Helm, Alfred Abel 145 Min. 35mm. (Restaurierte Fassung von 2010, Musikfassung)

Dienstag, 03.01. 18:00 Uhr

Im futuristischen Metropolis leben die wohlhabenden Bewohner/innen der Oberstadt in Saus und Braus, derweil die ausgebeuteten Arbeitermassen tief unter der Erde an gigantischen Maschinen schuften. Angeführt werden sie von Maria, der „Heiligen der Unterdrückten“, die die gewaltlose Befreiung aus der Knechtschaft propagiert. Um sie außer Gefecht zu setzen, erschafft der Erfinder Rotwang einen humanoiden Roboter, dem er das Aussehen Marias verleiht. Die falsche Maria soll die Massen aufwiegeln und somit einen Vorwand für ihre weitere Unterdrückung liefern.


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AFGRUNDEN Abgründe Dänemark 1910. R: Urban Gad. D: Asta Nielsen, Poul Reumert, Hans Neergaard. 35 Min. OmeU

Gleich ihr erster Film AFGRUNDEN machte Asta Nielsen international berühmt. Höhepunkt ist ein gewagter Gaucho-Tanz (s. Titelbild der Reihe), den eine zeitgenössische Kritik als unzüchtig empfand. LA COQUILLE ET LE CLERGYMAN Frankreich 1928. R: Germaine Dulac 39 Min. 35mm. OF

Germaine Dulacs LA COQUILLE ET LE CLERGYMAN entstand nach einem Drehbuch von Antonin Artaud (der sich später allerdings distanzierte). Der Film, der unter Verwendung von Zeitlupen- und Zerreffekten sowie Traumsymbolik eine ödipale Geschichte erzählt, gilt als erstes genuin surrealistisches Werk der Filmgeschichte.

Dienstag, 10.01. 18:00 Uhr

Mit Klavierbegleitung

UN CHIEN ANDALOU Ein andalusischer Hund Frankreich 1929. R: Luis Buñuel, Salvador Dalí. D: Pierre Batcheff, Simone Mareuil. 17 Min. Blu-ray. OmeU. Musikfassung von 1960

Luis Buñuels und Salvador Dalís gemeinsames Werk UN CHIEN ANDALOU ist ein Meilenstein des surrealistischen Films. Die beiden schrieben das Drehbuch in kürzester Zeit, basierend auf zwei Träumen der Künstler. Gedreht wurde der Film mit dem Ziel, der traumartigen Bilderfolge treu zu bleiben und eine zusammenhängende Narration um jeden Preis zu vermeiden. DIE BÜCHSE DER PANDORA Deutschland 1929. R: Georg Wilhelm Pabst. D: Louise Brooks, Fritz Kortner, Gustav Diessl. 134 Min. DCP. Musikfassung

Georg Wilhelm Pabsts Stummfilmklassiker basiert lose auf Frank Wedekinds Theaterstücken Erdgeist (1898) und Die Büchse der Pandora (1903). Dr. Schön, Zeitungsverleger und Mitinhaber eines Revue-Theaters, erliegt den Reizen der Blumenverkäuferin Lulu, doch die Hochzeitsnacht endet tragisch. Lulu gelingt die Flucht nach Paris, wo sie einem Erpresser in die Hände fällt und erneut fliehen muss. DIE BÜCHSE DER PANDORA brach eine Reihe von Tabus und machte Louise Brooks zur Legende. Die US-Amerikanerin glänzt als verführerische Femme fatale, die drei Männern zum Verhängnis wird, ehe sie selbst einem Mörder zum Opfer fällt.

Dienstag, 17.01. 18:00 Uhr


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KLASSIKER & RARITÄTEN EKSTASE Tschechoslowakei/Österreich 1933. R: Gustav Machatý D: Hedwig Kiesler, Aribert Mog, Zvonimir Rogoz. 79 Min. DF

Vorfilm MESHES OF THE AFTERNOON USA 1943. R: Maya Deren, Alexander Hamid 14 Min. 16mm. OF

Dienstag, 24.01. 18:00 Uhr

EKSTASE ist der erste Spielfilm der Schauspielerin Hedwig Kiesler, der ihr das Tor nach Hollywood öffnete, wo sie als Hedy Lamarr Karriere machte. Er erzählt die Geschichte der jungen Eva, die unglücklich mit einem viel älteren Mann verheiratet ist und sich in den lebenslustigen Adam verliebt. International berühmt wurde der Film wegen einer Szene, in der man Hedy Lamarr nackt in einem See baden und anschließend durch ein angrenzendes Waldstück laufen sieht. Für weitere Aufregung sorgte eine Großaufnahme von Hedy Lamarrs Gesicht in sexueller Ekstase. KING KONG King Kong und die weiße Frau USA 1933. R: Merian C. Cooper, Ernest B. Schoedsack D: Fay Wray, Robert Armstrong. 100 Min. 35mm. OmU

Dienstag, 31.01. 18:00 Uhr

Auf der Suche nach einer Kulisse für einen Abenteuerfilm reist ein US-amerikanischer Regisseur mit der Schauspielerin Ann Darrow zu einer entlegenen Insel, die von dem Riesenaffen King Kong beherrscht wird. Dieser entführt die schöne Ann in sein Reich und verliebt sich in die weiße Frau. Es gelingt ihr zu fliehen – der Affe wird überwältigt, in die USA gebracht und dort ausgestellt. Bei einer Präsentation im Theater reißt sich King Kong los, ergreift die Schauspielerin und flieht ... „Das Filmmonstrum basiert auf der Idee des frauenraubenden, als männliches Alter Ego dienenden Gorillas, wie ihn Emmanuel Frémiet schon 1887 dargestellt hat“ heißt es im Ausstellungs-Katalog des Städel Museums.


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Internationales Festival für junge Filmfans

Crowdfunding Vom 16. Januar bis zum 16. Februar 2017 LUCAS auf Startnext unterstützen, magische Kinomomente für junges Publikum ermöglichen und vom LUCASShirt bis zur Privatvorstellung im Kino des Deutschen Filmmuseums die besten Dankeschöns sichern: startnext.com/LUCAS lucasfilmfestival.de


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LECTURE & FILM Schnell wie der Witz. Die Filme von Ernst Lubitsch

„[A]ußerdem waren ihm in seinen Filmen die Türen immer wichtiger als die Menschen“ Aus dem Essay Was Lubitsch berührt (Schnell wie der Witz) von Frieda Grafe (1990)

Alle VeranstaltungsMitschnitte sind zu finden unter filmportal.de und ernst-lubitsch.de

Die Filme von Ernst Lubitsch reißen das Publikum im Nu in ihren Bann. Das fängt schon mit den ungewöhnlichen Titeln an: DER BLUSENKÖNIG (DE 1917), KÄSEKÖNIG HOLLÄNDER (DE 1917) oder DER G.M.B.H.-TENOR (DE 1916) – und das sind nur drei seiner mehr als 70 Werke, alle drei Filme sind aktuell verschollen. Lubitsch arbeitete schnell. 1915 in Berlin drehte er elf Filme, 1932 in Hollywood fünf, darunter TROUBLE IN PARADISE. Als Asta Nielsen sich beklagt, sie habe in seinem Film gar nicht richtig weinen können, schreibt Lubitsch ihr 1920 in einem Brief: „Sie können es mir immer noch nicht verzeihen, daß ich Sie bei einer Großaufnahme statt 5 nur 2 Meter haben weinen lassen. Aber glauben Sie mir, Ihre Tränen kullerten so echt aus den Augen über die Backen auf die Bluse, daß das Publikum nach 2 Metern vollauf ergriffen war.“ Lubitsch ist gewitzt, und das meint nicht einfach nur, dass es etwas zu lachen gibt. Gewitzt ist jemand, der wach ist, der scharf beobachten kann, jemand, der Einfälle hat und einen präzisen Humor. In der Militärzuckerbäckergarnison der BERGKATZE (DE 1920) isst der Trompeter im ovalen Rähmchen gerade eine Wurst, als er zum Morgenappell bläst. In vier Hochbetten nebeneinander räkeln sich Soldaten im Nachthemd. Einer klettert müde aus dem Bett, schlurft zum Fenster, macht es zu. Der Zuckerbäckerkommandant kommt in den Schlafsaal, zwirbelt an seinem Schnurrbart und brüllt irgendetwas, das keiner versteht. Das Tempo zieht an, die Soldaten beeilen sich mit der Katzenwäsche. Der Kommandant geht wieder – die Soldaten springen zurück ins Bett. Bis Juli 2017 widmet sich die Reihe Lecture & Film mit Vorträgen von Expert/innen und einem thematischen Begleitprogramm Ernst Lubitsch und seinen Filmen. Im Januar sind die Begleitfilme ursprünglich deutschsprachigen Filmschaffenden in Hollywood gewidmet.

Nennung der an der Veranstaltung beteiligten Institutionen auf Seite 53.


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Aushöhlung der AUSTERNPRINZESSIN Ein Live-Video-Essay-Kochkurs von Kevin B. Lee Vortrag in englischer Sprache „DIE AUSTERNPRINZESSIN wird in Echtzeit ausgeschlürft und verschlungen: Diese Live-Vorstellung bestimmter Video-Essay-Techniken enthüllt, wie Ernst Lubitschs Klassiker zusammengesetzt sind, während ein neuer Blick auf Kameraführung, Produktionsdesign und Schauspielkunst des deutschen Meisters geworfen wird, welche für den gewissen Lubitsch Touch sorgen. Die rohe Verspeisung wird empfohlen. CocktailSauce kann nach Belieben dazu gereicht werden.“ Kevin B. Lee ist leitender Video-Essayist der Plattform Fandor. Er produzierte mehr als 300 Video-Essays, in denen er sich mit Film und Medien auseinandersetzte. Das Sight & Sound Magazine bezeichnete seinen mittellangen Film TRANSFORMERS: THE PREMAKE als einen der besten Dokumentarfilme des Jahres 2014. Darüber hinaus ist er der erste Gast der Harun Farocki Residency in Berlin.

DIE AUSTERNPRINZESSIN Deutschland 1919. R: Ernst Lubitsch. D: Ossi Oswalda, Victor Janson, Harry Liedtke. 63 Min. 35mm/DCP. Dt. ZT

Klavierbegleitung: Uwe Oberg

Mit DIE AUSTERNPRINZESSIN etablierte Ernst Lubitsch seine eigene Form der rasanten Gesellschaftskomödie: Der schwerreiche Geschäftsmann Quaker hat sein Vermögen mit Meeresfrüchten verdient und ist deshalb allerorten als Austernkönig bekannt. Seine temperamentvolle Tochter, die „Austernprinzessin“, will unbedingt einen europäischen Adligen ehelichen. Dabei gerät sie jedoch an den mittellosen Prinzen Nuki, der zunächst seinen Diener vorschickt. Sie heiratet diesen sofort und löst damit zahlreiche Turbulenzen bis hin zu einer Foxtrott-Epidemie aus. Kritiker B. E. Lüthge schrieb 1919 im Film-Kurier: „Fabelhaft. So eine Idee! Unerhörte Aufmachung! Aber da lacht man eben nicht mehr, sondern man – staunt.“

Donnerstag, 12.01. 20:15 Uhr Filmbeginn: ca. 20:30 Uhr 35mm-Doppel­projektion mit Video-Live-Essay. Eintritt frei! Samstag, 14.01. 18:00 Uhr (nur Film) DCP, Musikfassung


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Lecture & Film Ärger im Paradies Lecture von Ute Holl „Geschichten, die davon ausgehen, dass das Paradies nicht nur eine Pforte hat, sondern mindestens zwei Ausgänge, sind die besseren. Es könnten ja zwei Eingänge werden. In der klassischen Dreier-Besetzung – Mann, Frau, Schlange – lassen sich bereits so viele Kombinationen durchspielen, dass jeder Gott überflüssig wird. Lubitsch versteht sich auf genau diese Spiel-Theorie des Kinos. Der Ärger jeder Tür ist, dass sie etwas eröffnen kann, gerade wenn sie geschlossen wird. Der Ärger im Film beginnt mit Türen in Venedig, wo bei Nacht Körperteile gegen Geld getauscht werden. Allerdings ist ein Müllmann schon dabei, den Abfall der Sünden zusammenzukehren. Beim Tauschen und Durchqueren der Türen bleibt nämlich immer etwas hängen. Daher kann jemand etwas mitgehen lassen und doch Ehrenmann bleiben. Geld ist ja nie weg, sondern höchstens auf der anderen Seite des Verschlusses.“ Ute Holl lehrt Medienästhetik an der Universität Basel und forscht zur Wissensgeschichte des Kinos und der elektronischen Medien. TROUBLE IN PARADISE USA 1932. R: Ernst Lubitsch D: Miriam Hopkins, Herbert Marshall, Kay Francis. 83 Min. 16mm. OF

Donnerstag, 19.01. 20:15 Uhr Filmbeginn: ca. 21:15 Uhr Eintritt frei! Samstag, 21.01. 18:00 Uhr (nur Film)

Gaston und Lily sind gerissene Gauner. In Venedig lernen sich die beiden kennen und versuchen, sich vor romantischer Kulisse gegenseitig zu berauben. Schließlich verlieben sie sich ineinander und beschließen, fortan als hochstapelndes Betrügerpärchen gemeinsame Sache zu machen. Paris ist die nächste Station ihres Raubzuges, wo sie der reichen Parfümerie-Erbin Mariette Colet eine wertvolle Handtasche entwenden. Die darin enthaltenen Juwelen reizen die beiden Langfinger so, dass sie sich als Mitarbeiter von Mariette Colet engagieren lassen. Doch der Plan droht zu scheitern, als sich Gaston in Mariette verliebt.


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THE LAST COMMAND Sein letzter Befehl USA 1928. R: Josef von Sternberg. D: Emil Jannings, Evelyn Brent, William Powell. 88 Min. Blu-ray. Stumm mit engl. ZT. Musikfassung

Emil Jannings brillierte von 1917 an in mehreren Filmen Ernst Lubitschs. 1927 ging er nach Hollywood, wo er seine größten Erfolge mit THE WAY OF ALL FLESH (US 1927, R: Victor Fleming) und THE LAST COMMAND feierte. Jannings erhielt für seine Leistungen in beiden Filmen 1928 den ersten Schauspiel-Oscar® der Filmgeschichte. In THE LAST COMMAND ist er als zaristischer General Sergius Alexander nach der bolschewistischen Revolution auf der Flucht. Er landet in Hollywood, wo er sich als Komparse verdingt. In einem Film über die Revolution bekommt er die Rolle seines Lebens, doch die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen.

Mittwoch, 04.01. 18:00 Uhr Samstag, 07.01. 18:00 Uhr

THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME Der Glöckner von Notre Dame USA 1939. R: William Dieterle. D: Charles Laughton, Maureen O'Hara, Cedric Hardwicke. 113 Min. 35mm. DF

Der missgestaltete und verachtete Glöckner Quasimodo verliebt sich in die schöne Zigeunerin Esmeralda, die als Einzige Mitgefühl für ihn zeigt. Als Esmeralda als angebliche Hexe verfolgt wird, bietet er ihr Zuflucht und Hilfe. William Dieterles THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME gilt bis heute als die beste von zahlreichen Verfilmungen des berühmten Romans von Victor Hugo. Dem 1930 aus Deutschland nach Hollywood emigrierten (Wilhelm) Dieterle gelang es, in eindringlichen expressionistischen Schwarzweißbildern und mit grandiosen Darsteller/innen die historische Atmosphäre getreu der literarischen Vorlage einzufangen.

Mittwoch, 18.01. 18:00 Uhr


LECTURE & FILM

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A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM Ein Sommernachtstraum USA 1935. R: Max Reinhardt, William Dieterle. D: Mickey Rooney, Olivia de Havilland. 116 Min. (gekürzte Fassung). 35mm. OF

Mittwoch, 25.01. 18:00 Uhr Samstag, 28.01. 17:30 Uhr

Der Theaterregisseur Max Reinhardt gilt als Entdecker Ernst Lubitschs, den er im Alter von 19 Jahren als Schauspieler in sein Ensemble am Deutschen Theater Berlin aufnahm. Auch als Filmregisseur versuchte sich Reinhardt, erstmals 1910 mit SUMURUN – der Interpretation eines Theaterstücks, das Lubitsch zehn Jahre später mit sich selbst in der Hauptrolle verfilmte. In den USA drehte Reinhardt nur einen Film, A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM, gemeinsam mit dem ebenfalls emigrierten William Dieterle. Auch in dieser Produktion bewies Reinhardt ein Gespür für große Talente: Er ermöglichte Mickey Rooney und Olivia de Havilland ihre Spielfilmdebüts.

IMMER INFORMIERT Einmal pro Woche informiert unser Newsletter über das aktuelle Kinoprogramm und alle Ereignisse rund um das Deutsche Filmmuseum. Jetzt kostenlos abonnieren unter: http://newsletter.deutsches-filmmuseum.de


Filmclub TREPPE 41

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Treppe 41 ist Freiraum und Experimentierfeld für alle, die ihre Liebe zum Film teilen wollen. Jede/r ist eingeladen, persönliche Entdeckungen im Filmclub vorzustellen und so die eigene Begeisterung weiterzutragen. Bei Getränken auf Spendenbasis lassen die Besucher/innen die gemeinsame Kinoerfahrung auf den Treppenstufen des Filmmuseums nachklingen. KIDS USA 1995. R: Larry Clark. D: Justin Pierce, Chloë Sevigny, Leo Fitzpatrick. 91 Min. 35mm. OmU

Vorgestellt von: Nicholas Brown und Johannes Lehnen Nach dem Film: Austauschen und trinken

KIDS folgt einer Gruppe Jugendlicher, wie sie auf der Suche nach harten Drogen und schnellem Sex einen Tag lang durch die Straßen New Yorks skaten und dabei geradewegs in den Abgrund steuern. Für den Dreh seines rauen Debütfilms versammelte Larry Clark Skateboarder/ innen der örtlichen Szene und ließ den jungen Harmony Korine das Drehbuch schreiben. Clark liefert den „Great American Teenage Movie“ – eine Hommage an die Nineties-Skaterkids und ihre Scheißegal-Attitüde.

Freitag, 13.01. 22:30 Uhr

ERASERHEAD USA 1977. R: David Lynch D: Jack Nance, Charlotte Stewart, Allen Joseph. 89 Min. 35mm. OmU

Vorgestellt von: Jens-Peter Kutz Nach dem Film: Austauschen und trinken

ERASERHEAD erzählt von Geflügel, aus dem es beim Anpieksen mit der Tranchiergabel schwarz herausblubbert, von einer hamsterbäckigen Frau, die in einer Heizung wohnt, und der Verbindung zwischen Radiergummi und Menschenkopf. Bereits in seinem Langfilmdebüt entwickelt David Lynch einen Plot, der sich Interpretationen gerade dadurch entzieht, dass er für alle Deutungen offen ist. Selten war die überstrapazierte Zuweisung „Kultfilm“ so angemessen wie bei diesem Alptraum.

Freitag, 20.01. 22:30 Uhr


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Late Night Kultkino Das Late Night Kultkino bietet als klassisches „Mitternachtskino“ Extremes und Ungewöhnliches, Abseitiges und Subversives – Grenzüberschreitungen von Horror bis Trash, vom schlechten Geschmack bis hin zur künstlerischen Avantgarde. Längst zum Kult Erhobenes hat dabei ebenso seinen Platz wie Entdeckungen oder Umstrittenes. Eine bunte (und teilweise düstere) Mischung mit Filmen aus aller Welt ist im Januar in dieser Reihe zu sehen: ein Gruselklassiker der Universal-Studios, ein Meilenstein des asiatischen Martial-Arts-Kinos und ein britischer DrogenKultfilm aus den 90ern. THE INVISIBLE MAN Der Unsichtbare USA 1933. R: James Whale D: Claude Rains, Gloria Stuart, William Harrigan. 71 Min. DCP. OF

Freitag, 06.01. 22:30 Uhr Samstag, 14.01. 22:30 Uhr

Ein Chemiker erfindet ein Serum, das ihn unsichtbar macht, allerdings kein Gegenmittel, um die Wirkung wieder rückgängig zu machen. Er verfällt Wahnvorstellungen, Machtgier und Verbrechen, was zu Angst und Schrecken in jenem Dorf führt, in dem er sich versteckt hält. THE INVISIBLE MAN ist ein früher Klassiker des fantastischen Films, der zum Vorbild für spätere „Mad Scientist“-Stoffe wurde und neben beeindruckender Tricktechnik auch durch seine ambivalente Figurenzeichnung und seinen grimmigen Humor besticht.


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WONG FEI-HUNG Once Upon a Time in China Hongkong 1991. R: Tsui Hark D: Jet Li, Yuen Biao, Rosamund Kwan. 120 Min. 35mm. OmeU

China im späten 19. Jahrhundert: Das Land öffnet sich dem Westen, doch Shaolin-Meister Wong, Ausbilder einer Elite-Einheit der Armee, sieht die Entwicklungen mit Skepsis und fürchtet eine Unterwanderung durch ausländische Kräfte – zumal seine Angebetete aus dem Ausland mit allzu modernen Ideen zurückgekehrt ist. Schon bald wird der Meister in romantische Verwirrungen verstrickt und muss sich Intrigen und Entmachtungsversuchen erwehren. Die Konflikte gipfeln in grandios inszenierten Kampfkunst-Sequenzen, darunter ein schwindelerregendes Gefecht auf Leitern.

Samstag, 07.01. 22:30 Uhr Samstag, 28.01. 22:30 Uhr

TRAINSPOTTING Großbritannien 1996. R: Danny Boyle. D: Ewan McGregor, Ewen Bremner, Jonny Lee Miller. 94 Min. 35mm. OmU

Eine Clique schottischer Heroin-Junkies verbringt die Tage mit der unablässigen Suche nach Betäubungsmitteln. Nicht nur die Jagd nach dem nächsten Kick, sondern auch die Beschaffung der Drogen im kriminellen Milieu stellt immer wieder eine Herausforderung dar. Die Zerreißprobe zwischen der Euphorie der Trips und der Tristesse des Alltags fordert zunehmend ihren Tribut, doch das Umfeld macht es fast unmöglich, aus dem Teufelskreis zu entkommen. Im Februar kommt die Fortsetzung des Kultfilms in die Kinos – hier ist noch einmal das Original zu sehen, das die Balance zwischen surreal-groteskem filmischem Trip und einfühlsambitterem Milieuporträt hält.

Samstag, 21.01. 22:30 Uhr Freitag, 27.01. 22:30 Uhr


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KINDERKINO n:

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Sonntag, 01.01. 15:00 Uhr

Die Held/innen des Kinderkinos im Januar sind allesamt den Filmtiteln zu entnehmen: Arthur Weihnachtsmann, Emil und seine detektivischen Freunde, Molly Monster sowie Rico und sein Freund Oskar. Ergänzt wird diese Auswahl um ein Kurzfilmprogramm. ARTHUR WEIHNACHTSMANN Großbritannien/USA 2012. R: Sarah Smith, Barry Cook Animationsfilm. 97 Min. Blu-ray. DF. Empfohlen ab 7 Jahren

Das Familienunternehmen „Santa Clause” steht Kopf: Grandsanta hat sich aus dem Geschäft zurückgezogen, und die Söhne Arthur und Steve wollen übernehmen. Die haben jedoch unterschiedliche Vorstellungen davon, wie es weitergehen soll.

EMIL UND DIE DETEKTIVE Deutschland 1931. R: Gerhard Lamprecht D: Rolf Wenkhaus, Fritz Rasp. 75 Min. DCP. Empfohlen ab 6 Jahren Begleitprogramm zur Ausstellung Über Geld spricht man nicht im Museum für Kommunikation

Freitag, 06.01. 14:30 Uhr (mit Kurzfilm) Sonntag, 08.01. 15:00 Uhr

Auf der Zugfahrt nach Berlin wird Emil Tischbein beraubt. Mit einer Gruppe Jungen aus der Stadt gelingt es ihm, den Räuber zu fangen. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei diesem um einen lange gesuchten Bankräuber.


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MOLLY MONSTER Deutschland/Schweden/Schweiz 2016. R: Matthias Bruhn, Michael Ekbladh, Ted Sieger. Animationsfilm. 70 Min. DCP. DF. o. A.

Molly lebt mit ihren Eltern und ihrer Freundin im Monsterland. Als sich Nachwuchs ankündigt, machen sich ihre Eltern auf den Weg zur Monsterinsel, um das Ei auszubrüten. Molly soll bei ihrem Onkel bleiben, doch sie hat anderes im Sinn.

Freitag, 13.01. 14:30 Uhr Sonntag, 15.01. 15:00 Uhr

KURZFILMPROGRAMM – Kuki 63 Min. Empfohlen ab 7 Jahren

Das „KUKI – Kurze für Kids“-Programm zeigt vielseitige Kinderfilme und macht Lust, selbst kreativ zu werden. Gezeigt werden: AAA, BENDE SIRA – ICH BIN DRAN, ZWEI FREUNDE, STRASSENSCHILDER, AMAR, ELECTRIC SOUL, OPOSSUM, KRAKE, FREILANDEIER, LAUREL & HARDY - DIE GROSSE TORTENSCHLACHT und WAS HAT EIN KÄNGURU-TAXI IM KRANKENHAUS VERLOREN?

Freitag, 20.01. 14:30 Uhr Sonntag, 22.01. 15:00 Uhr

RICO, OSkAR UND DER DIEBSTAHLSTEIN Deutschland 2016. R: Neele Leana Vollmar D: Anton Petzold, Juri Winkler. 94 Min. DCP. Empfohlen ab 8 Jahren

Nach dem Tod eines Nachbarn erbt Rico dessen Steinsammlung. Als Rico und Oskar feststellen, dass Ricos Lieblingsstein gestohlen wurde, wird ihr Spürsinn geweckt. Die Jungs beschließen, allein hinter den Dieben herzureisen. Ihre Ermittlung führt die beiden bis an die Ostsee.

Freitag, 27.01. 14:30 Uhr Sonntag, 29.01. 15:00 Uhr


44

SPECIALS

WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM? In Kooperation mit

In der Reihe „Was tut sich – im deutschen Film?“ präsentiert das Kino des Deutschen Filmmuseums einmal im Monat ein aktuelles Werk. Im Januar stellen Marcus Vetter und Karin Steinberger ihren spannungsgeladenen Dokumentarfilm DAS VERSPRECHEN über den seit mehr als drei Jahrzehnten in den USA inhaftierten Deutschen Jens Söring vor.

Marcus Vetter hat sich ganz dem Dokumentarfilm verschrieben. Vornehmlich widmet er sich darin gesellschaftspolitischen Themen und markanten Einzelschicksalen. Er erhielt bereits drei Grimme-Preise sowie den Deutschen Filmpreis für DAS HERZ VON JENIN (DE 2008). Darin porträtiert er einen Palästinenser, der nach dem von israelischen Soldaten verursachten Tod seines zwölfjährigen Sohnes beschließt, dessen Organe israelischen Kindern zu spenden, um deren Leben zu retten. Gemeinsam mit Karin Steinberger, die seit 1991 als Reporterin und Redakteurin für die Süddeutsche Zeitung tätig ist, drehte Vetter unter anderem die preisgekrönte TV-Dokumentation HUNGER (DE 2009). DAS VERSPRECHEN – ERSTE LIEBE LEBENSLÄNGLICH Deutschland/Großbritannien/Niederlande/Schweden/Dänemark 2016 R: M. Vetter, K. Steinberger. Dokumentarfilm. 124 Min. DCP OmU

Vorfilm NOBODY’S FOOL/ OVER YOU DE 2012. R: Volker Schlecht, Alexandra Kardinar. 3 Min. Digital

Mittwoch, 11.01. 20:15 Uhr Nach dem Film spricht Ulrich Sonnenschein (epd Film) mit Marcus Vetter und Karin Steinberger.

Am 30. März 1985 wurden Nancy und Derek Haysom in den USA zu Opfern eines brutalen Doppelmordes. Als Schuldige identifizierten die Ermittler deren Tochter Elizabeth und ihren Freund, den damals 19-jährigen Diplomatensohn Jens Söring. Gemeinsam flüchteten die beiden nach England, wo sie 1986 wegen Scheckbetrugs gefasst wurden. Im anschließenden Prozess wurde Söring 1990 als Täter zu zweimal lebenslänglich verurteilt, Elizabeth wegen Anstiftung zu 90 Jahren Haft. Trotz Sörings Unschuldsbeteuerung und eines fragwürdigen Prozessverlaufs befinden sich beide bis heute im Gefängnis. Der ungewöhnliche Dokumentarfilm rekonstruiert den Tathergang und den Prozess im Stil eines Thrillers.


Foto: Peter Sempel

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Peter Sempel über Bazon Brock Peter Sempel, 1954 in Hamburg geboren, dreht seit 1981 Künstlerporträts und Musikdokumentationen in einem unverwechselbaren Montagestil. Unter anderem widmete er sich dem Filmemacher Jonas Mekas und seinem Werk (JONAS IN THE DESERT, DE 1994), Jonathan Meese und der Kunstwelt (DIE AMEISE DER KUNST, DE 2010) und dem Jazz-Musiker Peter Brötzmann (ROHSCHNITT PETER BROETZMANN, DE 2014). Im Januar ist im Kino des Deutschen Filmmuseums Sempels jüngstes Werk BAZON – ERNSTE SCHERZE zu sehen, ein Film über Bazon Brock, der sich selbst als „Denker im Dienst und Künstler ohne Werk“ bezeichnet.

Zu Gast: Peter Sempel

Foto: Peter Sempel

BAZON – ERNSTE SCHERZE Deutschland 2016. R: Peter Sempel Dokumentarfilm. 112 Min. DCP

BAZON – ERNSTE SCHERZE widmet sich Bazon Brock, Philosoph, Kunst- und Gesellschaftskritiker. Die Kamera mäandert durch seine Gedankenwelt, die sich Friedrich Nietzsche und Peter Sloterdijk, Neo Rauch, Uli Hoeneß und Hausfrauen widmet. Peter Sempel begleitet Brock durch seine Berliner Galerie „Die Denkerei / Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand“ und sein Haus in Wuppertal, zu Auftritten in Museen, Kunsthäusern und Universitäten. Aus all diesen Begegnungen und Ereignissen schuf der Regisseur eine assoziative Collage aus Gedanken, Farben und Musik – von Punk bis Oper.

Donnerstag, 26.01. 20:15 Uhr


SPECIALS

46

Townes van Zandt Ich bin der neue Hilmar und trauriger als Townes heißt das Buch von Martin Wimmer, Büroleiter des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann, mit dem er im Frühjahr 2016 Schlagzeilen machte. Während in der Stadt vor allem sein provozierender Anspruch diskutiert wurde, in die Fußstapfen des ehemaligen Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann treten zu wollen, fand der zweite Teil des Buchtitels weniger Beachtung. Mit dem Dokumentarfilm BE HERE TO LOVE ME – A FILM ABOUT TOWNES VAN ZANDT (US 2004, R: Margaret Brown) bietet das Kino des Deutschen Filmmuseums den Besucher/innen im Januar die Gelegenheit, sich ein Bild davon zu machen, wie traurig „Townes“ wirklich war. BE HERE TO LOVE ME – A FILM ABOUT TOWNES VAN ZANDT USA 2004. R: Margaret Brown Dokumentarfilm. 99 Min. DigiBeta. OmU

Zu Gast: Martin Wimmer

Donnerstag, 05.01. 20:15 Uhr

Townes Van Zandt stammte aus einer reichen Familie in Texas. Statt, wie zunächst vorgesehen, eine Karriere beim Militär zu machen, wurde er Musiker. Er veröffentlichte diverse Alben, der kommerzielle Durchbruch blieb allerdings aus – stattdessen feierten Musiker wie Emmylou Harris oder Sonic Youth Erfolge mit Cover-Versionen seiner Lieder. Zeit seines Lebens litt Van Zandt unter diversen psychischen und physischen Krankheiten sowie unter Alkohol- und Drogensucht. Seine drei Ehen scheiterten. 1997 starb Townes Van Zandt 52-jährig an einem Herzinfarkt. Margaret Brown dokumentiert das Leben und die Musik von Townes Van Zandt anhand von Archivmaterial, Interviews mit Freund/innen und Tonfragmenten.


Schulkinoreihe

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Zukunft der Erinnerung Bundesweite Schulkinoreihe zur filmischen Erinnerung an den Holocaust Die filmische Erinnerung an den Holocaust aufrechtzuerhalten ist eines der Kernanliegen des Arsenal – Institut für Film und Videokunst in Berlin und des Deutschen Filminstituts. Das Arsenal restauriert zentrale Dokumentar- und Experimentalfilme zum Holocaust und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Als Teil einer bundesweiten Schulkinoreihe präsentiert das Deutsche Filmmuseum drei Filme aus diesem Projekt. VOICES FROM THE ATTIC Stimmen vom Dachboden USA 1988. R: Debbie Goodstein Dokumentarfilm. 60 Min. DCP. OmU ECHOES FROM THE ATTIC USA 2015. R: Debbie Goodstein. 36 Min. DCP. OmU

In Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. und der Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft

Information und Anmeldung: kino@deutschesfilminstitut.de Tel: 069 961220 500 Für alle Filme gibt es Lehrmaterialien, die auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

Die Filmemacherin Debbie Goodstein reiste für ihren Film VOICES FROM THE ATTIC mit fünf Cousinen und ihrer Tante nach Polen, um den Dachboden in Augenschein zu nehmen, auf dem ihre Eltern sich während des Zweiten Weltkrieges zwei Jahre lang versteckt hielten. Diese Zeit hat auch bei den Nachgeborenen Spuren hinterlassen – als kollektives Trauma. 25 Jahre später besuchen einige Familienmitglieder erneut den Ort des Überlebens – ECHOES FROM THE ATTIC dokumentiert diese Reise.

Dienstag, 17.01. 10:00 Uhr Donnerstag, 26.01. 10:00 Uhr

DARK LULLABIES Dunkle Wiegenlieder Kanada 1985. R: Irene Lilienheim Angelico, Abbey Jack Neidik Recherche: Harald Lüders. Dokumentarfilm. 81 Min. DCP. OmU

Die Eltern der Regisseurin Irene Lilienheim Angelico stammten aus Warschau. Sie wurden deportiert und in unterschiedlichen Konzentrationslagern interniert. Nach der Befreiung fanden sie einander wieder und emigrierten nach Nordamerika. Die Filmemacherin befragt vor dem Hintergrund ihrer eigenen Familiengeschichte Kinder von Überlebenden: Welchen Einfluss hat die Verfolgung der Eltern auf das eigene Leben?

Dienstag, 24.01. 10:00 Uhr


Im Kino 01.-15. Januar 2017

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tagsüber

18:00 Uhr

01

So

ARTHUR WEIHNACHTSMANN ≥ S. 42 GB/US 2012. Sarah Smith, Barry Cook. 97 Min. DF 15:00 Uhr

HAIL, CAESAR! ≥ S. 16 US/GB 2015. Ethan Coen, Joel Coen 106 Min. OmU

02

Mo

WALLACE UND GROMIT: ALLES KÄSE & DIE TECHNOHOSE ≥ S. 9 GB 1989-1993. Nick Park ca. 60 Min. DF 10:30 Uhr/13:30 Uhr/15:30 Uhr

THE 39 STEPS ≥ S. 23 Die 39 Stufen GB 1935. Alfred Hitchcock 87 Min. OF

03

Di

DIE PIRATEN! – EIN HAUFEN MERKWÜRDIGER TYPEN ≥ S. 9 GB/US 2012. Peter Lord, Jeff Newitt. 88 Min. DF 10:30 Uhr/13:30 Uhr/15:30 Uhr

METROPOLIS ≥ S. 30 DE 1927. Fritz Lang. 145 Min. Musikfassung

04

Mi

WALLACE UND GROMIT: UNTER SCHAFEN & AUF LEBEN UND BROT ≥ S. 9 GB 1995/2008. N. Park. ca. 60 Min. DF 10:30 Uhr/13:30 Uhr/15:30 Uhr

THE LAST COMMAND ≥ S. 37 Sein letzter Befehl US 1928. Josef von Sternberg 88 Min. OF. Musikfassung

05

Do

SHAUN DAS SCHAF ≥ S. 9 GB/FR 2014. Mark Burton, Richard Starzak 85 Min. DF 10:30 Uhr/13:30 Uhr/15:30 Uhr

RAK TI KHON KAEN ≥ S. 17 Cemetery of Splendour TH/GB/FR/DE/MY 2015. Apichatpong Weerasethakul. 122 Min. OmU

EMIL UND DIE DETEKTIVE ≥ S. 42 DE 1931. G. Lamprecht. 75 Min. 14:30 Uhr

SABOTAGE ≥ S. 23 GB 1936. Alfred Hitchcock. 76 Min. OF

06

Fr

07

Sa

THE LAST COMMAND ≥ S. 37 Sein letzter Befehl US 1928. Josef von Sternberg. 88 Min. OF. Musikfassung

08

So

EMIL UND DIE DETEKTIVE ≥ S. 42 DE 1931. Gerhard Lamprecht. 75 Min. 15:00 Uhr

09

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

10

Di

AFGRUNDEN ≥ S. 31 Abgründe DK 1910. Urban Gad. 35 Min. OmeU und zwei weitere Filme

11

Mi

SHADOW OF A DOUBT ≥ S. 25 Im Schatten des Zweifels US 1943. Alfred Hitchcock. 108 Min. OF

12

Do

DER BUNKER ≥ S. 18 DE 2015. Nikias Chryssos 88 Min.

13

Fr

14

Sa

15

So

MOLLY MONSTER ≥ S. 43 DE/SE/CH 2016. Matthias Bruhn, Michael Ekbladh, Ted Sieger. 70 Min. DF 14:30 Uhr

FRANTZ ≥ S. 17 DE/FR 2016. François Ozon 114 Min. OmU

STAGE FRIGHT ≥ S. 25 Die rote Lola GB 1950. Alfred Hitchcock. 110 Min. OF DIE AUSTERNPRINZESSIN ≥ S. 35 DE 1919. Ernst Lubitsch. 63 Min. Dt. ZT Musikfassung

BLACKMAIL ≥ S. 26 Erpressung GB 1929. Alfred Hitchcock. 80 Min. OF 12:00 Uhr Mit Musikbegleitung MOLLY MONSTER ≥ S. 43 DE/SE/CH 2016. Matthias Bruhn, Michael Ekbladh, Ted Sieger. 70 Min. DF 15:00 Uhr Alfred Hitchcock

Kinohighlights 2016

SAUL FIA ≥ S. 18 Son of Saul HU 2015. László Nemes 107 Min. OmU

Lecture & Film

Klassiker

OF Originalfassung DF Deutsche Fassung o.D. Ohne Dialog OmU Original mit deutschen UT


49

20:30 Uhr

22:30 Uhr

THE 39 STEPS ≥ S. 23 Die 39 Stufen GB 1935 Alfred Hitchcock. 87 Min. OF

So

01

RAK TI KHON KAEN ≥ S. 17 Cemetery of Splendour TH/GB/FR/DE/MY 2015. Apichatpong Weerasethakul. 122 Min. OmU

Mo

02

HAIL, CAESAR! ≥ S. 16 US/GB 2015. Ethan Coen, Joel Coen 106 Min. OmU 20:45 Uhr

Di

03

SABOTAGE ≥ S. 23 GB 1936. Alfred Hitchcock 76 Min. OF

Mi

04

BE HERE TO LOVE ME – A FILM ABOUT TOWNES VAN ZANDT ≥ S. 46 US 2004. Margaret Brown. 99 Min. OmU 20:15 Uhr Zu Gast: Martin Wimmer

Do

05

FRANTZ ≥ S. 17 DE/FR 2016. François Ozon. 114 Min. OmU

THE INVISIBLE MAN ≥ S. 40 Der Unsichtbare US 1933. J. Whale. 71 Min. OF

Fr

06

YOUNG AND INNOCENT ≥ S. 24 Jung und unschuldig GB 1937. Alfred Hitchcock. 80 Min. OF

WONG FEI-HUNG ≥ S. 41 Once Upon a Time in China HK 1991. Tsui Hark. 120 Min. OmeU

Sa

07

So

08

Mo

09

SHADOW OF A DOUBT ≥ S. 25 Im Schatten des Zweifels US 1943. Alfred Hitchcock. 108 Min. OF

Di

10

DAS VERSPRECHEN – ERSTE LIEBE LEBENSLÄNGLICH ≥ S. 44 DE/GB/NL/SE/DK 2016. Marcus Vetter, Karin Steinberger. 124 Min. OmU 20:15 Uhr Mit Vorfilm. Zu Gast: M. Vetter, K. Steinberger

Mi

11

DIE AUSTERNPRINZESSIN ≥ S. 35 DE 1919. E. Lubitsch. 63 Min. 20:15 Uhr Live-Video-Essay: Kevin B. Lee Mit Musikbegleitung

Do

12

FOREIGN CORRESPONDENT ≥ S. 24 Mord US 1940 Alfred Hitchcock. 119 Min. OF

DER BUNKER ≥ S. 18 DE 2015. Nikias Chryssos 88 Min.

KIDS ≥ S. 39 US 1995 Larry Clark. 91 Min. OmU Vorgestellt von: Nicholas Brown & Johannes Lehnen

Fr

13

I CONFESS ≥ S. 26 Zum Schweigen verurteilt US 1953. Alfred Hitchcock. 95 Min. OF

THE INVISIBLE MAN ≥ S. 40 Der Unsichtbare US 1933. James Whale. 71 Min. OF

Sa

14

So

15

REAR WINDOW ≥ S. 27 Das Fenster zum Hof US 1954. Alfred Hitchcock. 112 Min. OF

Late Night Kultkino OmeU Original mit engl. UT

Treppe 41

Kinderkino

Specials

Omdt/frU Original mit deutschen und französischen Untertiteln


Im Kino 16. - 31. Januar 2017

50

tagsüber

18:00 Uhr

16

Mo

17

Di

DIE BÜCHSE DER PANDORA ≥ S. 31 DE 1929. Georg Wilhelm Pabst 134 Min. Musikfassung

18

Mi

THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME ≥ S. 37 Der Glöckner von Notre Dame US 1939. W. Dieterle. 113 Min. DF

19

Do

ANOMALISA ≥ S. 19 US 2015. Duke Johnson, Charlie Kaufman 91 Min. OmU

20

Fr

21

Sa

22

So

KURZFILMPROGRAMM – KUKI ≥ S. 43 Verschiedene Regisseure 63 Min. 15:00 Uhr

23

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

24

Di

EKSTASE ≥ S. 32 CS/AT 1933. Gustav Machatý. 79 Min. DF Mit Vorfilm

25

Mi

A MIDSUMMER NIGHT'S DREAM ≥ S. 38 Ein Sommernachtstraum US 1935. Max Reinhardt, William Dieterle 116 Min. OF

26

Do

FUOCOAMMARE ≥ S. 20 Seefeuer IT/FR 2015. Gianfranco Rosi 114 Min. OmU

27

Fr

28

Sa

29

So

RICO, OSKAR UND DER DIEBSTAHLSTEIN ≥ S. 43 DE 2016 Neele Leana Vollmar. 94 Min. 15:00 Uhr

30

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

31

Di

KEINE VORSTELLUNGEN

KURZFILMPROGRAMM – KUKI ≥ S. 43 Verschiedene Regisseure 63 Min. 14:30 Uhr

THE WRONG MAN ≥ S. 27 Der falsche Mann US 1957. Alfred Hitchcock. 105 Min. OF TROUBLE IN PARADISE ≥ S. 36 US 1932. Ernst Lubitsch 83 Min. OF

RICO, OSKAR UND DER DIEBSTAHLSTEIN ≥ S. 43 DE 2016 Neele Leana Vollmar. 94 Min. 14:30 Uhr

I, DANIEL BLAKE ≥ S. 19 Ich, Daniel Blake GB/FR/BE 2016 Ken Loach. 101 Min. OmU

THE BIRDS ≥ S. 28 Die Vögel US 1963. Alfred Hitchcock. 120 Min. OF A MIDSUMMER NIGHT'S DREAM ≥ S. 38 Ein Sommernachtstraum US 1935 M. Reinhardt. 116 Min. OF 17:30 Uhr SPOTLIGHT ≥ S. 20 US 2015. Thomas McCarthy 128 Min. OmU

KING KONG ≥ S. 32 King Kong und die weiße Frau US 1933. Merian C. Cooper, Ernest B. Schoedsack. 100 Min. OF Alfred Hitchcock

Kinohighlights 2016

Lecture & Film

Klassiker

OF Originalfassung DF Deutsche Fassung o.D. Ohne Dialog OmU Original mit deutschen UT


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20:30 Uhr

22:30 Uhr Mo

16

SAUL FIA ≥ S. 18 Son of Saul HU 2015. László Nemes. 107 Min. OmU

Di

17

REAR WINDOW ≥ S. 27 Das Fenster zum Hof US 1954. Alfred Hitchcock. 112 Min. OF

Mi

18

TROUBLE IN PARADISE ≥ S. 36 US 1932. Ernst Lubitsch 83 Min. OF 20:15 Uhr Lecture: Ute Holl

Do

19

ANOMALISA ≥ S. 19 US 2015. Duke Johnson, Charlie Kaufman 91 Min. OmU

ERASERHEAD ≥ S. 39 US 1977. David Lynch. 89 Min. OmU Vorgestellt von: Jens-Peter Kutz

Fr

20

THE TROUBLE WITH HARRY ≥ S. 28 Immer Ärger mit Harry US 1955. Alfred Hitchcock. 99 Min. OF

TRAINSPOTTING ≥ S. 41 GB 1996. Danny Boyle 94 Min. OmU

Sa

21

So

22

Mo

23

I, DANIEL BLAKE ≥ S. 19 Ich, Daniel Blake GB/FR/BE 2016 Ken Loach. 101 Min. OmU

Di

24

THE BIRDS ≥ S. 28 Die Vögel US 1963. Alfred Hitchcock. 120 Min. OF

Mi

25

BAZON – ERNSTE SCHERZE ≥ S. 45 DE 2016. Peter Sempel. 112 Min. Zu Gast: Peter Sempel 20:15 Uhr

Do

26

THE WRONG MAN ≥ S. 27 Der falsche Mann US 1957. Alfred Hitchcock. 105 Min. OF

FUOCOAMMARE ≥ S. 20 Seefeuer IT/FR 2015. Gianfranco Rosi 114 Min. OmU

TRAINSPOTTING ≥ S. 41 GB 1996. Danny Boyle 94 Min. OmU

Fr

27

TORN CURTAIN ≥ S. 29 Der zerrissene Vorhang US 1966 Alfred Hitchcock. 128 Min. OF 20:00 Uhr

WONG FEI-HUNG ≥ S. 41 Once Upon a Time in China HK 1991. Tsui Hark. 120 Min. OmeU

Sa

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So

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Mo

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Di

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FRENZY ≥ S. 29 GB 1972. Alfred Hitchcock 116 Min. OF

SPOTLIGHT ≥ S. 20 US 2015. Thomas McCarthy 128 Min. OmU

Late Night Kultkino OmeU Original mit engl. UT

Treppe 41

Kinderkino

Specials

Omdt/frU Original mit deutschen und französischen Untertiteln


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SERVICE Kino des Deutschen Filmmuseums Schaumainkai 41 · 60596 Frankfurt am Main Information & Ticketreservierung: Tel.: 069 - 961 220 220 Kino kino-des-deutschen-filmmuseums.de Eintrittspreise Regulär: 7,- Euro Ermäßigt (Schüler/Studenten – gilt nicht für Studierende der Universität des 3. Lebensalters U3L): 5,- Euro, Schwerbehinderte: 3,50 Euro Filme mit Gästen, Musikbegleitung, Lecture, 3D: 2,- Euro Zuschlag Für Frankfurt-Pass-Inhaber/innen ermäßigen sich die Preise um die Hälfte. Kinderkino Für Kinder und begleitende Erwachsene: 3,50 Euro; 3D: 1,- Euro Zuschlag Kinocard Ermäßigter Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen Jahresbeitrag: 30,- Euro · ermäßigt: 20,- Euro Ticket: je 4,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Für Sonderveranstaltungen: 1,50 Euro Zuschlag Freundeskreis Freunde des Kinos erhalten die Kinocard, Vorzugskarten bei ausgewählten Filmveranstaltungen und bekommen das aktuelle Programm sowie den wöchentlichen Newsletter zugeschickt. · Jahresbeitrag: 30,- Euro · unter 30-Jährige: 20,- Euro. Freunde des Museums erhalten freien Eintritt in alle Ausstellungen, Einladungen zu den Eröffnungen, den Newsletter und exklusive Informationen zu den Ausstellungen. Jahresbeitrag: 65,- Euro · unter 30-Jährige: 55,- Euro. Informationen: freunde-deutsches-filmmuseum.de freunde@deutsches-filminstitut.de Freunde von Kino und Museum erhalten zusätzlich: Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und zehn Prozent Ermäßigung auf Kataloge zu aktuellen Ausstellungen Jahresbeitrag: 95,- Euro · unter 30-Jährige: 80,- Euro Special für zwei Personen: 160,-Euro · unter 30-Jährige: 130,- Euro Förderkreis Die Mitglieder des Förderkreises tragen entscheidend dazu bei, dass das Deutsche Filminstitut neue attraktive Projekte initiieren kann. Bisher sind im Förderkreis rund 70 Persönlichkeiten engagiert, die die Vermittlung von Filmkultur im Haus am Schaumainkai besonders großzügig unterstützen. Förderkreis-Mitglieder erhalten freien Eintritt in die Ausstellungen und ins Kino. Der Jahresbeitrag beträgt für Privatpersonen 500 Euro, für Unternehmen mindestens 1000 Euro. Kontakt: 069 - 961 220 226 oder foerderkreis@deutsches-filminstitut.de Newsletter Unser wöchentlicher Newsletter informiert per E-Mail über Kino- und Ausstellungs-Programme. Anmeldung unter newsletter.deutsches-filmmuseum.de Programmheft Das monatlich erscheinende Programmheft liegt aus im Deutschen Filmmuseum sowie an ausgewählten Orten in Frankfurt und der Region. Mobilitätspartner des Deutschen Filminstituts

Gegen Vorlage eines ŠKODA-Autoschlüssels erhält der Autobesitzer freien Eintritt in unsere Dauer- und Sonderausstellung.


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Museum · deutsches-filmmuseum.de Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen Dauerausstellung Eintrittspreise: 6,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Sonderausstellung Die Kunst von Aardman. Wallace & Gromit, Shaun das Schaf & Co. 12. Juni bis 29. Januar 2017 · Eintrittspreise: 7,- Euro · ermäßigt: 5 Euro Kombiticket: Dauerausstellung und Sonderausstellung: 10,- Euro · ermäßigt: 7,- Euro Für Studierende der Goethe-Universität Frankfurt sowie für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt in die Ausstellungen frei Museumspädagogik und Filmvermittlung Offenes Filmstudio am Wochenende (Ort: 4. Stock) Samstags und sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr Kostenfreies Angebot, Anmeldung nicht erforderlich Aktiv im Filmmuseum Nach Absprache: Führungen für Privatpersonen und Unternehmen (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Filmanalyse (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Seminare, Workshops (35,- bis 120,- Euro) und Kindergeburtstage (90,- Euro), jeweils plus ermäßigter Eintritt pro Person Nähere Informationen, Preise und Anmeldung unter: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de Tel.: 069 - 961 220 223 · mupaed.deutsches-filmmuseum.de Öffentliche, kostenfreie Führungen (Anmeldung nicht erforderlich; die Teilnehmer/innen bezahlen den reg. Eintritt) Dauerausstellung: jeden Sonntag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 1. Stock Sonderausstellung: jeden Samstag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 3. Stock Service filmcafé Das filmcafé ist bis zum Beginn der letzten Kinovorstellung geöffnet. Flaschengetränke können mit ins Kino genommen werden. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln U1, U2, U3, U8 (Schweizer Platz) · U4, U5 (Willy-Brandt-Platz) Straßenbahn 15/16 (Schweizer-/Gartenstraße) Buslinie 46 (Museumsuferlinie 46) Lecture & Film: Eine Veranstaltungsreihe des Deutschen Filmmuseums, des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe Universität und des Kulturamts der Stadt Frankfurt.

Mitglieder und Förderer


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VORSCHAU: FEBRUAR 2017 Die lange Oscar®-Nacht im Deutschen Filmmuseum Sonntag, 26.02. · 23 Uhr Live-Übertragung der Oscar®-Verleihung ab ca. 1:30 Uhr Bereits zum 89. Mal werden am Sonntag, 26. Februar, in Los Angeles die Academy Awards vergeben, und auch am Schaumainkai in Frankfurt wird wieder der rote Teppich ausgerollt: Die Oscar®-Verleihung wird im Deutschen Filmmuseum auf mehreren Großleinwänden übertragen, bis zum Start der Gala um 1:30 Uhr deutscher Zeit können sich die Gäste mit Snacks, Getränken, einem Besuch in der Dauerausstellung und dem Oscar®Tippspiel auf die Verleihung einstimmen. Das gesamte Oscar®-Wochenende über sind im Kino die Nominierten der Kategorie „Bester Film“ zu sehen.

Africa Alive Zur 23. Ausgabe des Festivals Africa Alive stellt das Kino des Deutschen Filmmuseums im Februar 2017 wieder neue Filmproduktionen und Klassiker aus Afrika vor. Der Länderschwerpunkt ist Südafrika gewidmet. Ein thematischer Fokus gilt Migration und Flüchtlingsbewegungen – aus Afrika nach Europa, aber auch innerhalb Afrikas. In LES SAUTEURS (DK 2016, R: Moritz Siebert, Estephan Wagner, Abou Bakar Sidibé) etwa dokumentiert Abou Bakar Sidibé sein Leben an der Grenze zur spanischen Enklave Melilla an der nordafrikanischen Mittelmeerküste und seine Versuche, das Zaunsystem, das Afrika und Europa hier trennt, zu überwinden.


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Deutsches Filmmuseum Deutsches Filminstitut Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main www.deutsches-filmmuseum.de

Filmmuseum Januar 2017  

Kinoprogramm, Ausstellungen, Projekte des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main. (c) Deutsches Filminstitut

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