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Filmmuseum November 2016 Kinoprogramm Ausstellungen ¡ Projekte


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Information & Ticketreservierung Tel. 069 - 961 220 220

KINDERKINO

ZOOMANIA ≥ Seite 45 Impressum Herausgeber: Deutsches Filminstitut – DIF e.V. Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main Vorstand: Claudia Dillmann, Dr. Nikolaus Hensel Direktorin: Claudia Dillmann (V.i.S.d.P.) Presse und Redaktion: Frauke Haß (Ltg.), Sarah Hujer Texte: Ines Bayer, Andreas Beilharz, Jonas Ebling, Flemming Feß, Natascha Gikas, Winfried Günther, Sarah Hujer, Olaf Möller, Urs Spörri, Treppe 41 Vorführer/innen: Christian Appelt, Michael Besser, Pramila Chenchanna, Hans-Peter Marbach, Günther Volkmann Gestaltung: Optik — Jens Müller www.optik-studios.de Druck: Fißler & Schröder – Die Produktionsagentur 63150 Heusenstamm Anzeigen (Preise auf Anfrage): Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 069 - 961 220 222 E-Mail: presse@deutsches-filminstitut.de Abbildungsverzeichnis: Alle Abbildungen stammen aus dem Bildarchiv des Deutschen Filminstituts, sofern nicht anders verzeichnet. Titelmotiv: Aus dem Film SUBURRA (Italien 2015)


INHALT

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Sonderausstellung: Die Kunst von Aardman Archive von Thome und Schilling

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Filmprogramm Carte Blanche: Klaus Lemke Retrospektive: Geliebt und verdrängt Días de Cine 2016 Verso Sud 22 Lecture & Film: Ernst Lubitsch Stummfilmmatinee: Ernst Lubitsch Klassiker & Raritäten Late Night Kultkino Junger Filmclub Treppe 41 Kinderkino

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Specials Cinéfête Filme zur Wehrmachtsausstellung Filmz-Special: „Neue deutsche Sinnlichkeit“ Premiere: ARMENIA Kino & Couch: DIE VATERLOSEN Human Rights Watch: E-TEAM

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Service Programmübersicht Eintrittspreise/Anfahrt Rückblick

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VERSO SUD 22

VERGINE GIURATA ≥ Seite 33


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AUSSTELLUNG AUSSTELLUNG

Die Kunst von Aardman – Wallace & Gromit, Shaun das Schaf & Co im Deutschen Filmmuseum Sonderausstellung und Begleitprogramm

bis ngert ä erl V 2017 anuar J . 29

das Publikum durch unsere Filme unterhalten wird, ist es uns egal, warum es sie lustig findet“, sagt Crossingham. Derzeit bevölkern die Figuren die Ausstellung „Die Kunst von Aardman“ in Frankfurt: Das Deutsche Filmmuseum stellt das Schaffen der britischen Animationsfilmkünstler vor. Die Ausstellung wurde von Art Ludique – Le Musée in Paris übernommen.

© Aardman Animations Ltd 2016

„Überall auf der Welt finden Menschen aus unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Dinge lustig“, sagt Merlin Crossingham, Creative Director bei Aardman, im Interview (folgende Seiten). Bei Wallace & Gromit, Shaun das Schaf, Morph oder dem Hahn Rocky scheinen sich die Menschen weltweit einig zu sein: Sie begeistern ihre Fans weltweit seit 40 Jahren – in verschiedenen Ländern möglicherweise aus verschiedenen Gründen: „Manche lachen mit uns, manche über uns. Solange


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AUSSTELLUNG

Interview mit Merlin Crossingham „Wir machen Filme, die uns zum Lachen bringen“, bringt Merlin Crossingham, Creative Director bei Aardman, das Besondere des Studios im Interview mit Sarah Hujer auf den Punkt. Was macht Aardman, was Andere nicht können? Merlin Crossingham: Ich glaube, Aardman hat einen besonderen Platz in der Filmwelt wegen seines einzigartigen Stils – sowohl auf den Humor bezogen als auch auf die visuelle Präsentation. Wie sind Sie bei Aardman gelandet? MC: Als Student war ich darauf aus, ernste, künstlerische Filme zu machen, aber dann entdeckte ich meine Begeisterung für den Animationsfilm und die Möglichkeiten der Charaktergestaltung. Bei Aardman arbeite ich seit 1995. Zunächst war ich Aushilfe, dann Animationskünstler. Ich arbeitete an CHICKEN RUN und CURSE OF THE WERE RABBIT mit und überwachte die Animation von A MATTER OF LOAF AND DEATH. Außerdem übernahm ich die Regie für Werbeclips, Fernsehserien und Kurzfilme. In den vergangenen Jahren war ich Creative Director bei Wallace & Gromit – und die Stimme von Morph. Welcher ist Ihr Lieblingscharakter bei Aardman? MC: Mein Lieblingscharakter ist Gromit. Für einen Animationskünstler ist es sehr schwer, ihn richtig hinzubekommen, für einen Regisseur ist er sehr vielseitig. Vor allem aber war ich bereits Fan von ihm, bevor ich Teil von Aardman wurde. Ein wichtiges Element aller Aardman-Filme ist der britische Kontext und Humor. Werden Aardman-Filme

Merlin Crossingham bei seinem Besuch im Deutschen Filmmuseum.

in unterschiedlichen Ländern jeweils anders verstanden? MC: Die Filme von Aardman sind britisch aus Überzeugung. Wir machen Filme, die uns zum Lachen bringen. Überall auf der Welt finden Menschen aus unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Dinge lustig. Manche lachen mit uns, manche über uns. Solange das Publikum durch unsere Filme unterhalten wird, ist es uns egal, warum es sie lustig findet. Das Wichtigste ist, dass es Spaß hat. Sie waren (mindestes) zweimal im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt zu Gast. Wie gefallen Ihnen die Ausstellung, das Museum und die Stadt? MC: Ich war Creative Director für die Ausstellung Die Kunst von Aardman, die ja zunächst für Art Ludique in Paris konzipiert wurde. Ich bin sehr froh, dass das Filmmuseum in Frankfurt die Ausstellung so vertrauensvoll angenommen hat. Ich denke, die Ausstellung fühlt sich in Frankfurt zu Hause. Die Stadt kenne ich sehr gut, weil meine


Schwester einige Jahre hier gelebt hat und ich sie oft besucht habe. Ich habe es immer sehr genossen, in Frankfurt zu sein. Aardman ist kürzlich 40 Jahre alt geworden. Haben Sie ausschweifend gefeiert? MC: Aardman hat über die Jahre einige großartige Parties gefeiert, und das Fest zu unserem Vierzigsten war da keine Ausnahme. Es war eine großartige Nacht mit mehr als 900 Gästen aus den vergangenen 40 Jahren Filmarbeit bei Aardman. Was hat sich in dieser Zeit geändert? MC: Ich bin erst seit knapp 20 Jahren bei Aardman, in dieser Zeit ist die Belegschaft von mehreren Dutzend auf hunderte Mitarbeiter/innen gewachsen. Die Technik entwickelt sich immer weiter – wir sind von Zelluloid auf die digitale Produktion umgestiegen. Aber im Herzen ist Aardman immer gleich geblieben.

Glauben Sie, dass sich Knetanimation langfristig gegen die Computerani­ mation durchsetzen kann? MC: Stop Motion und Computeranimation sind sehr unterschiedlich, und doch konkurrieren die Techniken um die Aufmerksamkeit derselben Zielgruppe in den Kinos. Bisher gab es noch keinen Stop-Motion-Film, der denselben Erfolg an den Kinokassen erreichen konnte wie computeranimierte Blockbuster, aber dennoch sind Stop-Motion-Filme weiterhin erfolgreich. In diesem Jahr werden weltweit mehr Stop-Motion-Filme produziert als jemals zuvor. Es sieht gut aus! An welchen Projekten arbeitet Aardman derzeit? MC: Wir produzieren neue Episoden von Morph und arbeiten weiterhin mit unseren Partnern an Werbespots und Kurzfilmen. Die bahnbrechendste Nachricht ist aber, dass wir aktuell in die Produktion unseres nächsten Langfilms eingestiegen sind, EARLY MAN unter der Regie von Nick Park.

AARDMAN-FILMREIHE FLUSHED AWAY Flutsch und weg Großbritannien/USA 2006. R: David Bowers, Sam Fell Animationsfilm. 35mm. 84 Min. DVD. DF. Empfohlen ab 7 Jahren

Hausmaus Roddy St. James lebt im Londoner High-Society-Viertel Kensington. Als das Spülbecken ungebeten die Kanalratte Sid ausspuckt, findet das idyllische Luxusleben ein jähes Ende, und Roddy landet mit der WC-Spülung in der pitschnassen Welt unter den Straßen Londons. Hier lernt er die clevere Rita kennen und muss sich gegen einen machthungrigen Gangsterboss zur Wehr setzen.

Freitag, 18.11. 14:30 Uhr Sonntag, 20.11. 15:00 Uhr


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AUSSTELLUNG

Wein und Knete: Aardman after work Zu einem knetbunten Feierabend lädt das Deutsche Filmmuseum an jedem zwiten Mittwoch im Monat ein. In einer Führung erfahren die Teilnehmer/innen, wie im Aardman Studio in Bristol aus ersten Entwurfskizzen Knetfiguren und schließlich aufwändig animierte Filme werden. Zum Ausklang des Abends gibt es ein Glas Wein im Ausstellungsfoyer. Mittwoch, 9. November, 19:00 Uhr Unterstützt durch Jacques’ Wein-Depot, Schweizer Str. 44a, Frankfurt

Studiotour im Trickfilmland Die Macher/innen des Sandmännchen-Kinofilms laden zu einer Tour durch ihr Trickfilmstudio ein. Interessierte können hautnah miterleben, wie Trickfilme entstehen. Freitag, 25. November, 18:00 Uhr Kosten: 12,- Euro pro Person · Anmeldung erforderlich Ort: Trickfilmstudio der scopas medien AG (Daimlerstrasse 32-36, Frankfurt)

Offenes Filmstudio mit Morph

Die Besucher/innen des Offenen Filmstudios (4. OG) können sich jeden Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr in der Bluebox in ihre Lieblingsfilme beamen lassen und außerdem kleine Trickfilme mit der Aardman-Knetfigur Morph erstellen. Filmanalyse zu Aardman Ab sofort für Gruppen individuell buchbar.

Anmeldung und Information: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de Tel: 069 – 961 220 223 (Mo bis Fr, 10–15 Uhr)

© Aardman Animations Ltd 2016

Begleitprogramm


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Kino lesen! In Steven Spielbergs Filmen vereinen sich handwerklicher Perfektionismus, märchenhafte Fantasie und moralische Integrität. Hinter der universalen Verständlichkeit seiner Filme steht ein tiefes Verständnis der Ängste, Wünsche und Träume des modernen Menschen, zuletzt in BFG - BiG Friendly Giant zu sehen. 308 S. | Pb. | zahlr. Abb. | € 29,90 ISBN 978-3-89472-808-3 Alle Filme mit, von, über und als Reminiszenz an die Beatles – insgesamt mehr als 200 Filme von across the Universe über let it Be bis hin zu the zomBeatles: all yoU need is Brains. Jörg Helbig stellt die Filme mit Stabangaben und unterhaltsamen Hintergrundinfos vor. Ein Muss für alle Beatles-Fans! 320 S. | Pb.| € 24,90 ISBN 978-3-89472-716-1 50 Jahre Star Trek: Zum Jubiläum gibt es einen neuen Film (STAR TREK BEYOND), Retros im Fernsehen und viele nostalgische Artikel ... und ein schönes Buch, das jeden Fan der Serie auf seine Kosten kommen lässt. «ein Buch in dieser Qualität hat es im deutschen Sprachraum ... noch nicht gegeben.» highlightzone.de 480 S. | Pb. | € 38,00 | ISBN 978-3-89472-768-0 Unser Taschenkalender bietet mehr als nur ein reines Kalenderarium: Spannende Texte erinnern an Ereignisse aus Jahren mit einer «7» und an Filmschaffende, die in 2017 einen runden Geburts- oder Todestag haben. Ein Adressteil mit einer kurzen Darstellung der europäischen Filmmuseen und -festivals vervollständigt den Serviceteil.

208 S. | Fadenheftung und Lesebändchen | zahlr. farb Abb. | € 9,90 ISBN 978-3-89472-987-5 www.schueren-verlag.de


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Aktuelles

Archive von Thome und Schilling Die Archivbestände des Deutschen Filminstituts wachsen kontinuierlich. In jüngster Zeit erfuhren die Abteilung Sammlungen und Nachlässe sowie das Filmarchiv zwei umfangreiche Erweiterungen. Vorlass Rudolf Thome Der aktuelle Dokumentarfilm von Serpil Turhan über Rudolf Thome trägt den Titel ÜBERALL BLUMEN: Der Porträtierte ist leidenschaftlicher Gärtner. Er kocht gerne, fährt täglich Fahrrad, liebt seine Kinder und die Natur. All das beschreibt er akribisch und reich bebildert in seinem OnlineTagebuch (moana.de). In erster Linie ist Rudolf Thome aber immer noch, seit mehr als 48 Jahren mittlerweile, Regisseur und Autor. Im April dieses Jahres empfing er auf seinem Bauernhof im Brandenburgischen ein sechsköpfiges Team aus dem Deutschen Filminstitut. Alle noch vorhandenen Dokumente zu seinem künstlerischen und publizistischen Schaffen wurden gesichtet, für das Archiv ausgewählt, eingepackt und in zwei Transportfahrzeugen verstaut: Filme, Produkti-

Die erste Kopie von Rudolf Thomes Kultfilm ROTE SONNE befindet sich nun im Archiv; rechts: Thome und seine Filmkopien bei der Abholung.

onsunterlagen, Fotos, Drehbücher, Manuskripte und Aufzeichnungen. Das Material befindet sich nun zur Archivierung und Erschließung in den Magazinräumen des Deutschen Filminstituts. Darunter so mancher Schatz: Originalkopien aller ThomeFilme, etwa die erste Kopie seines Kultfilms ROTE SONNE mit Uschi Obermaier (BRD 1969), die Statue aus DIE SONNENGÖTTIN (DE 1992) oder seine frühen Filmkritiken, Tagesplaner und handschriftlichen Drehbuchentwürfe. Die Filme von Rudolf Thome werden in Kürze auch über den Verleih des Deutschen Filminstituts verfügbar sein. Der Kontakt zu Thome besteht bereits seit den 1980er Jahren – 1991 gehörten seine frühen Arbeiten zur Ausstellung Abschied vom Gestern im Deutschen Filmmuseum.


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Nachlass Niklaus Schilling Immer wieder zeigte das Kino des Deutschen Filmmuseums (vormals Kommunales Kino) auch die Werke des Regisseurs Niklaus Schilling. Leihgaben der Produktionsfirma Visual Film stellte Schillings Ehefrau, die Produzentin Elke Haltaufderheide, ebenfalls für die Ausstellung Abschied vom Gestern zum bundesrepublikanischen Film der Jahre 1962 bis 1982 zur Verfügung und übergab diese Anfang der 1990er Jahre dauerhaft dem Museum. Darunter Arbeitsdrehbücher, Werkfotos und Requisiten aus RHEINGOLD (BRD 1978) oder DER WILLI-BUSCHREPORT (BRD 1979). Die Schillings wurden zu Freunden des Hauses – zuletzt waren sie im Jahr 2014 im Kino des Deutschen Filmmuseums zu Gast, wo der Regisseur anlässlich des 25. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer seine DeutschlandTrilogie vorstellte. Am 6. Mai dieses

Jahres starb der Regisseur 72-jährig in Berlin. Sein gesamter künstlerischer Nachlass befindet sich nun in den Archiven des Deutschen Filminstituts. Das Filmarchiv hatte, mit freundlicher Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, noch gemeinsam mit Schilling RHEINGOLD und DER WILLI-BUSCH-REPORT digitalisiert. Die Digitalisierung von DEUTSCHFIEBER (DE 1992) wird demnächst abgeschlossen.

Tilo Prückner im Messerschmitt-Kabinenroller, Regisseur Niklaus Schilling und Kameramann Wolfgang Dickmann (v. l. n. r.) bei den Dreharbeiten zu DER WILLI-BUSCH-REPORT.


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„FILM IZ: SICH SELBST An DER HAND NEHMEN UND INS DUNKLE – STOLPERN.“ — Lemke, 2016

CARTE BLANCHE: KLAUS LEMKE Klaus Lemke kommt nach Frankfurt: zu drei kultverdächtigen Veranstaltungen am Mittwoch, 2., und Donnerstag, 3. November!

Kurtz: „Do you think my methods are insane, Captain?“ Willard: „I can’t see any methods at all, Sir.“ (APOCALYPSE NOW, US 1979, R: Francis Ford Coppola)

Vehement kämpft Klaus Lemke gegen „Papas Staatskino“, das seiner Meinung nach nur Filme hervorbringt, die „wie Grabsteine“ seien, obwohl Deutschland „die schönsten Autos und die schönsten Frauen“ habe. Klaus Lemke ist Autorenfilmer durch und durch. Er war Motor der „Münchner Gruppe“ um Rudolf Thome, Max Zihlmann und Eckhart Schmidt und arbeitete mit Schauspieler/innen wie Iris Berben, Cleo Kretschmer und Wolfgang Fierek, als diese noch gänzlich unbekannt waren. 2012 protestierte er mit entblößtem Hintern neben dem Roten Teppich der Berlinale gegen die Festivalpolitik Dieter Kosslicks. Lemke ist unberechenbar. Der „König von Schwabing“ gilt als Enfant terrible des deutschen Films. Das Kino des Deutschen Filmmuseums ehrt Klaus Lemke im November mit einer Carte-Blanche-Filmreihe. Unter den von ihm ausgewählten Filmen sind natürlich auch einige seiner eigenen Werke: ROCKER (BRD 1972), PAUL (BRD 1974), AMORE (BRD 1978), BERLIN FÜR HELDEN (DE 2012) und exklusiv vor Kinostart sein neuer Film UNTERWÄSCHELÜGEN (DE 2016), der in diesem Jahr auf dem Münchner Filmfest seine Premiere feierte. Dazu Werner Herzogs AGUIRRE, DER ZORN GOTTES (BRD 1972), Christian Petzolds GESPENSTER (DE/FR 2005), der improvisierte KAPTN OSKAR (DE 2013, R: Tom Lass), WILD (DE 2015) von Nicolette Krebitz sowie eine Folge aus Dominik Grafs Kriminalserie Im Angesicht des Verbrechens (DE 2011). Es sind ausschließlich deutsche Filme, die Lemke ausgewählt hat. Lemke per SMS: „Es geht immer nur um die Diskrepanz zwischen Handlung und den handelnden Personen." Und gleich hinterher: „ – es haut eben rein. Wenn man der geballten Irrationalität des Lebens noch waz [sic] irrationaler daherkommt. Baci. K“


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AMORE BRD 1978. R: Klaus Lemke. D: Cleo Kretschmer, Pietro Giardini, Wolfgang Fierek. 73 Min. DigiBeta

Vorfilm HENKER TOM BRD 1966 R: Klaus Lemke 11 Min. 35mm

Vor dem Film spricht Urs Spörri (Deutsches Filminstitut) mit Klaus Lemke über seine Filmauswahl.

Die beschwingte Liebeskomödie AMORE spielt auf dem Münchner Großmarkt: Der schöne Pietro verkauft dort Tomaten. Die eher unscheinbare Maria betreibt mit ihrem verwitweten Vater ein kleines Obst- und Gemüsegeschäft. Täglich begegnen sich Pietro und Maria frühmorgens in der Großmarkthalle. Alle Mädchen interessieren sich für den Italiener, nur Maria hat keine Augen für ihn. Erst als Pietro Marias beste Freundin verführt und anschließend sitzen lässt, beginnt sie eine Racheexpedition. 1979 erhielt Klaus Lemke den Grimme-Preis in Silber für diesen komplett mit Laiendarstellern gedrehten Film.

Mittwoch, 02.11. 18:00 Uhr

Was tut sich – im deutschen Film? In der Reihe WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM? präsentiert das Kino des Deutschen Filmmuseums einmal im Monat ein aktuelles Werk. Im November stellt Regisseur Klaus Lemke seinen Film UNTER­ WÄSCHELÜGEN vor.

In Kooperation mit

UNTERWÄSCHELÜGEN Deutschland 2016. R: Klaus Lemke D: Henning Gronkowski, Mela Feigenbaum, Leila Lowfire. 81 Min. DCP Vorfilm STAATSKINO Deutschland 2010 R: Klaus Lemke 1 Min. Digital

Nach dem Film spricht Urs Spörri (Deutsches Filminstitut) mit Klaus Lemke.

Zwei Frauen stehen im Mittelpunkt des Films: Mela ist Künstlerin, Leila versteht sich als selbstbewusste Nymphomanin und vergisst gelegentlich, das Honorar von ihren Kunden einzufordern. Ihr männlicher Widerpart Henning ist ein galanter, wenngleich großmäuliger Schwätzer. Zwischen ihnen entsteht eine aufregende und stürmische Ménage-à-trois – mitten in München.

Mittwoch, 02.11. 20:30 Uhr


Carte Blanche: Klaus Lemke

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BERLIN FÜR HELDEN Deutschland 2012. R: Klaus Lemke D: Saralisa Volm, Marco Barotti, Anna Anderegg. 80 Min. DCP

Vorfilm STAATSKINO DE 2010 R: Klaus Lemke 1 Min. Digital

Zu Gast: Klaus Lemke

Donnerstag, 03.11. 18:00 Uhr

Kaum sind Anna und Henning in Berlin angekommen, lässt sie ihren Freund sitzen und datet den italienischen Musiker Marco, der bereits in der nächsten Nacht mit Saralisa in der Kiste landet. Als deren Ex-Freund die beiden erwischt, antwortet Saralisa lapidar: „Man muss schon nach Berlin fahren, um mal so richtig durchgevögelt zu werden!“ Harald Martenstein zeigte sich im Tagesspiegel begeistert: „BERLIN FÜR HELDEN sieht wie das Schwabing von 1966 aus. Bohème, wohin man schaut. Ja, vielleicht ist Berlin heute so, wie München mal war.“

PAUL BRD 1974. R: Klaus Lemke D: Paul Lys, Sylvie Winter, Friedhelm Lehmann. 75 Min. DigiBeta

Mittwoch, 09.11. 20:30 Uhr

Nach sieben Jahren im Gefängnis ist Paul wieder frei und zurück in Hamburg. Gemeinsam mit seinen Jungs, den Rockern, feiert er seine Rückkehr. Nichts scheint sich geändert zu haben. Und schon bald findet sich Paul sturzbetrunken auf einer Party in einer Blankeneser Villa wieder – wo er mit einer Maschinenpistole Amok läuft. Klaus Lemke sagte später dazu: „Die Maschinenpistole war echt. Wer bei der Bundeswehr war, hört, dass wir keine Platzpatronen verwendet haben.“ Mit seiner Kameraführung und der wüst-improvisierten Kraft nimmt PAUL zwanzig Jahre vor der Dogma-95-Bewegung deren Ästhetik vorweg.


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ROSEN FALLEN VOM HIMMEL (Folge 6 aus Im Angesicht des Verbrechens) Deutschland 2010. R: Dominik Graf D: Max Riemelt, Ronald Zehrfeld, Alina Levshin. 49 Min. BetaSP

Vorfilm HENKER TOM BRD 1966 R: Klaus Lemke 11 Min. 35mm

„Dominik Grafs Polizeiserie IM ANGESICHT DES VERBRECHENS ist ein Meilenstein der deutschen TV-Geschichte“, stimmte Die Zeit in die geradezu hymnischen Kritiken zur zehnteiligen Serie ein. Im Mittelpunkt stehen die Polizisten Gorsky und Lottner, die gegen organisierte Bandenkriminalität ankämpfen. Sie verfolgen den Spediteur Lenz, der nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus mit der Prostituierten Jelena einen Waggon erster Klasse nach Kiew besteigt. Kurzentschlossen folgen ihnen die beiden Polizisten auf eine irrwitzige Odyssee.

Freitag, 11.11. 20:30 Uhr

ROCKER BRD 1972. R: Klaus Lemke. D: Hans-Jürgen Modschiedler, Gerd Kruskopf, Paul Lys. 85 Min. DigiBeta

Dieser Film gilt als Hamburg-Klassiker, an Originalschauplätzen und mit echten Rockern gedreht. Der 15-jährige Mark mausert sich schnell vom kleinen Bruder zum Nachwuchsrocker. Dann wird Marks Bruder Uli ermordet, und ein Rachefeldzug beginnt. Dominik Graf schreibt zu dem Film und seinem Spielort Hamburg: „Die Straßen der Stadt muss man filmen können. In St. Pauli haben es nun wirklich viele deutsche Regisseure versucht, und geschafft hat es eigentlich nur Klaus Lemke. Die Hitze oder die Kälte, der Staub, der Dunst, die Abgase, der Schweiß, der Sex, der Alkohol, die Drogen ... bei Lemke steht das alles schon in der Luft.“

Samstag, 12.11. 20:30 Uhr


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Carte Blanche: Klaus Lemke KAPTN OSKAR Deutschland 2012. R: Tom Lass D: Tom Lass, Amelie Kiefer, Martina Schöne-Radunski. 78 Min. DCP

Sonntag, 13.11. 20:30 Uhr

Eine neue Bewegung dreht heute Filme im Stil von Klaus Lemke – improvisiert und voller Wildheit: German Mumblecore. Teil davon ist Tom Lass mit seinem Film KAPTN OSKAR: Als sich der melancholische Oskar von seiner aggressiven Freundin Alex trennt, fackelt diese ihm prompt die Wohnung ab. Akzeptieren will Alex die Trennung auch danach nicht. Als Oskar auf die bezaubernde Masha trifft, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Doch es ist kompliziert: Masha verweigert ihm den Sex, während sie Affären mit anderen hat. „It’s electrifying“, sprach Klaus Lemke auf den Anrufbeantworter des Regisseurs. WILD Deutschland 2015. R: Nicolette Krebitz. D: Lilith Stangenberg, Georg Friedrich, Silke Bodenbender. 97 Min. DCP

Mittwoch, 16.11. 20:30 Uhr

Ania ist jung, introvertiert und lebt alleine in einem kleinen Apartment in einer Plattenbausiedlung. Ihr Job in einer IT-Firma erfüllt sie wenig, von ihrem tyrannischen Chef Boris wird sie schikaniert. Doch ihr Alltag verändert sich schlagartig, als ihr im Stadtpark ein Wolf begegnet: Der Blick in die Augen des wilden Tieres löst in ihr eine enorme Faszination aus. Ania verfolgt den Wolf, und schließlich gelingt es ihr, die faszinierende Kreatur einzufangen. Schnell stellt sich heraus, dass das Tier eine anarchische Seite in Ania weckt, die sie – nunmehr instinktiv aggressiv und sexuell provokant – an Grenzen treibt.


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GESPENSTER Deutschland/Frankreich 2005. R: Christian Petzold D: Julia Hummer, Sabine Timoteo, Benno Fürmann. 85 Min. 35mm

Gespenster sind für Christian Petzold „Gestalten, die nicht einsehen wollen, dass sie tot sind“. Sein gleichnamiger Film ist eine moderne Adaption des GrimmMärchens Das Totenhemdchen: Ein Mann fährt auf der Suche nach seiner Frau von Paris nach Berlin. Er findet sie in einer Psychiatrie in Spandau. Wieder zu Hause fährt die Frau Jahr für Jahr aufs Neue nach Berlin, wo sie ihre Tochter sucht, die 1989 im Alter von drei Jahren entführt wurde. Eines Tages entdeckt sie ein Mädchen und glaubt, in ihr ihre Tochter wiedergefunden zu haben: Nina ist eine Streunerin, die unbehaust umherzieht, eine Diebin und Drifterin.

Donnerstag, 17.11. 18:00 Uhr

AGUIRRE, DER ZORN GOTTES BRD 1972. R: Werner Herzog D: Klaus Kinski, Helena Rojo, Peter Berling. 93 Min. 35mm

El Dorado – die Suche nach der sagenumwobenen Stadt des Goldes treibt eine Expedition spanischer Konquistadoren 1561 an, mitten durch die unwegbaren peruanischen Anden. Naturgewalten, das Urwald-Dickicht und die wenig wohlgesonnenen Ureinwohner machen das Weiterkommen zur Qual. Nach einer von Don Lope de Aguirre (Klaus Kinski) angeführten Meute­rei treibt dieser die Truppe erbarmungslos weiter an. Besessen vom Gedanken, Geschichte zu schreiben, kennt sein Größenwahn keine Grenzen. Kinskis Todestag jährt sich am ­ 23. November zum 25. Mal.

Mittwoch, 23.11. 20:30 Uhr


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Geliebt und verdrängt Das Kino der jungen Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1963 „Großartig und irritierend“ nannte der Tagesspiegel die vom Deutschen Filminstitut mitveranstaltete Retro­ spektive zum bundesdeutschen Nachkriegskino, die im August dieses Jahres beim Festival del film Locarno zu sehen war. Und Daniel Kothenschulte schrieb in der Frankfurter Rundschau: „Man kommt kaum heraus aus dem Kino, um ja nichts zu verpassen.“ Um auch dem Frankfurter Publikum die Möglichkeit zu geben, an dieser Retrospektive teilzuhaben, zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums im Oktober und November eine Auswahl wichtiger Filme der Reihe, ergänzt um weitere entdeckungswürdige Werke. Das Anliegen dieser Schau: zu zeigen, dass das Kino der Adenauer-Ära sich bei genauerem Hinsehen als vielgestaltiger, ambivalenter und brüchiger erweist, als gängige filmhistorische Erzählungen glauben machen; dass es politischer und poetischer, ästhetisch ambitionierter und abgründiger, wilder und sinnlicher war als sein Ruf. Anders als in Locarno, wo der Kriminalfilm als Genre im Vordergrund stand, liegt im Deutschen Filmmuseum ein starker Akzent auf dem Heimatfilm: einem genuin bundesrepublikanischen Phänomen, das bislang in seiner Komplexität und Bedeutung kaum gewürdigt wurde. Die Auswahl ist heiter gestimmt, lustvoll, mit einem Zug zur Frivolität, bis hin ins Delirante. Das zeigen Titel wie Paul Mays DIE LANDÄRZTIN (BRD 1958) oder Hans Schott-Schöbingers NACKT, WIE GOTT SIE SCHUF (BRD/AT/IT 1958). Es ist ein lebendiges, vielschichtiges, reiches Kino, das in einem so intensiven Dialog mit seinem Publikum stand, wie man es seither nicht mehr gesehen hat. Wie im Oktober wird es vor allen Filmen Einführungen geben: Neben Mitarbeitern des Hauses sind erneut Autor/innen des Katalogs zur Retrospektive sowie weitere Filmwissenschaftler/innen zu Gast im Filmmuseum.


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Das Begleitbuch zur Retrospektive, aufgrund der großen Nachfrage schon in zweiter Auflage erschienen, ergänzt die Filmschau mit 33 Essays und einer Vielzahl – teils bisher unveröffentlichter – Bilder. Zu den Autoren gehört etwa Dominik Graf, der den Männerbildern im Kino der Adenauer-Ära nachspürt, den Stars und den Eigentümlichkeiten ihrer Darstellungsweisen. Carolin Weidner beleuchtet den Zusammenhang zwischen der jungen deutschen Literatur und der Filmindustrie, während Christoph Huber die Populärliteratur und ihre vielfache Verarbeitung in (Genre-) Filmen betrachtet. Rudolf Worschech lenkt den Blick auf das hohe technische wie künstlerische Können der Kameraleute der Nachkriegszeit, Stefanie Plappert porträtiert den Regisseur Victor Vicas, und Rainer Knepperges weist nach, dass „Papas Kino“ im Grunde „Mamas Kino“ war. Kaum erschienen, gilt Geliebt und verdrängt schon als „Standardwerk" (Verena Lueken, FAZ) und war bereits Filmbuch des Monats August (hhprinzler.de). Für Horst Peter Koll im Film-Dienst liegt die Qualität des Buchs darin, „dass es sich bemüht, nicht in Vorurteile zu verfallen, also auch nicht das verpönte ‚Opas Kino‘ gegen den ‚rebellischen‘ Jungen deutschen Film auszuspielen, sondern in einer Gesamtschau auf das kreative Potenzial in allen Genres und Formaten zu verweisen, auf Durchlässigkeiten, frühe Kontinuitäten und komplexe Entwicklungslinien, die man bisher zu schnell übersehen hat (wollte), um bequeme Schlagworte, Kategorien und Urteile zu kreieren."

Herausgegeben von Claudia Dillmann und Olaf Möller 416 Seiten, 270 Abbildungen, 24,80 €

Der Katalog wurde ermöglicht durch die Förderung der Georg und Franziska Speyer'schen Hochschulstiftung, des Förderkreises des Deutschen Filminstituts und von German Films.


Geliebt und verdrängt

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VIELE KAMEN VORBEI BRD 1956. R: Peter Pewas D: Harald Maresch, Frances Martin, Christian Doermer. 80 Min. 35mm

Einführung am 13.11.: Winfried Günther (Deutsches Filminstitut)

Dienstag, 01.11. 20:30 Uhr Sonntag, 13.11. 18:00 Uhr

Ein Mord(versuch), erzählt aus drei Perspektiven: der des radfahrenden Serientäters, der des Opfers und der des ermittelnden Beamten. VIELE KAMEN VORBEI ist ein gestalterisch eigensinniger, zwischen poetischem Realismus und abstrakten Bildwelten fiebrig oszillierender Thriller, der seinerzeit bei der Kritik viel Aufsehen erregte. Produziert wurde der Film von Gerhard T. Buchholz, einem der faszinierendsten Irrlichter der damaligen Kinolandschaft.

NACKT, WIE GOTT SIE SCHUF BRD/Österreich/Italien 1958. R: Hans Schott-Schöbinger D: Marisa Allasio, Rik Battaglia, Carl Wery. 94 Min. 35mm Film in Farbe Einführung: Gary Vanisian (Filmkollektiv Frankfurt)

Dienstag, 08.11. 20:30 Uhr

Ungefähr von 1956 an ging es mit dem Heimatfilm rasch abwärts. Interessantes findet sich danach vor allem im ewig-schillernden Geschmacksniemandsland der Exploitation. NACKT, WIE GOTT SIE SCHUF gehört zu den thematisch reichsten Exemplaren dieser letzten schönen Berg- und Meerfilmjahre: Ein angehender Priester gerät in Glaubenskonflikte durch die Avancen einer jungen Frau, die ihrerseits im Bann des Eros jener derben Bauarbeiter steht, mit denen das Kloster erbittert um die Wasserzufuhr streitet. Der Film basiert auf einer Schrift von Johannes Mario Simmel, des Linksliberalen der deutschsprachigen Nachkriegs-Bestsellerliteratur.


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WALDWINTER – GLOCKEN DER HEIMAT BRD 1956. R: Wolfgang Liebeneiner D: Claus Holm, Sabine Bethmann, Rudolf Forster. 97 Min. 35mm Film in Farbe Einführung: Andreas Beilharz (Deutsches Filminstitut)

Schon in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs begann eine gewaltige Fluchtbewegung aus Teilen Mittel- und Osteuropas. Wer als deutsch galt oder sich als Deutsche/r verstand, machte sich auf den Weg. Am Ende waren mehrere Millionen Menschen unterwegs, mit dem Ziel, in der BRD eine neue Heimat zu finden. WALDWINTER – GLOCKEN DER HEIMAT zeigt klug, dass Heimat nichts Statisches ist, sondern etwas, das man in sich trägt, eine Haltung, eine Hoffnung und auch eine Sehnsucht.

Donnerstag, 10.11. 18:00 Uhr

DIE LANDÄRZTIN BRD 1958. R: Paul May D: Marianne Koch, Rudolf Prack, Margarete Haagen. 92 Min. 35mm

Einführung: Julian Bodewig (Junger Filmclub Treppe 41)

Paul May, neben Wolfgang Schleif der unbesungene BRD-Großmeister des Regiehandwerks, zeigt sich hier von seiner entspanntesten Seite: Die schlichte Geschichte von der Städterin mit den modernen Ideen und Methoden, die sich gegen die geballten Vorurteile eines Bergdorfes durchsetzen muss, hat er mit einem guten Ohr für amüsante Nuancen und einem wachen Auge für inszenatorisch schlanke Lösungen umgesetzt. Im Übrigen ist DIE LANDÄRZTIN ein Muss für jeden Dominik-Graf-Interessierten, war der Film doch die Kerninspirationsquelle für dessen delirierende Dorffarce DR. KNOCK (DE/AT 1996).

Freitag, 11.11. 18:00 Uhr


Geliebt und verdrängt

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DIE ROTE BRD/Italien 1962. R: Helmut Käutner D: Ruth Leuwerik, Rossano Brazzi, Gert Fröbe. 100 Min. 35mm

Einführung am 16.11.: Carolin Weidner (Filmkritikerin)

Samstag, 12.11. 18:00 Uhr Mittwoch, 16.11. 18:00 Uhr

Regisseur Helmut Käutner reflektierte später seine Wahl von Ruth Leuwerik für die Hauptrolle seines Filmes DIE ROTE kritisch: „Ruth Leuwerik war von vornherein verloren für diesen Stoff. Obwohl sie (...) eine ideale Interpretin war. Wenn man sie überhaupt nicht gekannt hätte, hätte damit eine Karriere begonnen. Aber sie, (...) die untadelige Dame der deutschen Gesellschaft, (...) war hier eine moderne, gebrochene Figur, eine Sekretärin, die mit zwei Männern lebte und einem dritten anheim fiel in Venedig – das war etwas, was die Leute von ihr nicht wissen wollten. Ich wollte das nicht einsehen und (...) habe damit den Film leider aufs Spiel gesetzt.“ DOROTHEA ANGERMANN BRD 1959. R: Robert Siodmak. D: Ruth Leuwerik, Bert Sotlar, Alfred Schieske. 105 Min. 35mm

Einführung am 18.11.: Rudolf Worschech (epd Film)

Freitag, 18.11. 18:00 Uhr Sonntag, 20.11. 20:30 Uhr

Pastor Angermann fürchtet, seine Tochter Dorothea sei im Inneren genauso verdorben wie ihre Mutter, die ihn für einen anderen Mann verließ, und erzieht sie deshalb mit eiserner Strenge. Als sie vom Koch Mario ein Kind erwartet, erzwingt er die Hochzeit, obwohl auch der Ingenieur Michael Sever um ihre Hand anhält. So übergibt er seine Tochter einer unglücklichen Ehe, aus der die junge Frau sich zu befreien versucht. Robert Siodmaks zweite Verfilmung eines Theaterstücks von Gerhart Hauptmann lässt sich auch als Kampf der Generationen um Sitte und Moral lesen.


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MAYA. DER FILM VOM DEUTSCHEN FILMNACHWUCHS BRD 1957. R: Franz Schömbs, Haro Senft, Wolf Schneider, Herbert Vesely, H. C. Opfermann, Walter Koch. 104 Min. 35mm Film in Farbe und s/w

Vorfilm EINE MELODIE – VIER MALER BRD 1955 R: Herbert Seggelke 14 Min. 35mm

Einführung: Lars Henrik Gass (Direktor der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen)

MAYA ist ein Kuriosum: der Versuch, mithilfe eines gemeinsamen Filmprojektes einen bundesdeutschen Filmnachwuchs zu schaffen – und in die Industrie zu integrieren. Die Idee dazu kam von einem Urgestein der Amateurfilmaktivisten: Walter Koch. Zwei der Regisseure, Haro Senft und Herbert Vesely, gehörten fünf Jahre darauf zu den Unterzeichnern des Oberhausener Manifests.

Dienstag, 22.11. 18:00 Uhr

IMMER INFORMIERT Einmal pro Woche informiert unser Newsletter über das aktuelle Kinoprogramm und alle Ereignisse rund um das Deutsche Filmmuseum. Jetzt kostenlos abonnieren unter: http://newsletter.deutsches-filmmuseum.de


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In Zusammenarbeit mit dem Café Azul.

Förderer:

Weitere Sponsoren: Stadtmobil Carsharing, 25hours Hotel Frankfurt, Cafuchico

DÍAS DE CINE 2016 Bereits zum vierten Mal zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums herausragende aktuelle Filme aus Lateinamerika, in diesem Jahr unter dem Motto "Körper und Territorium". Ebenso vielfältig wie die Länder Lateinamerikas ist auch das Filmprogramm: Mit dabei sind unter anderem Filme aus Brasilien, Mexiko, Paraguay und Guatemala, neben Spanisch und Portugiesisch werden in einigen Filmen auch indigene Sprachen gesprochen.

ANTES O TEMPO NÃO ACABAVA Time Was Endless Brasilien/Deutschland 2016. R: Sérgio Andrade, Fábio Baldo D: Anderson Tikuna, Rita Carelli, Begê Muniz. 85 Min. DCP. OmeU

Vorfilm NÓS E A CIDADE Us and the City BR 2009. R: Ariel Duarte Ortega 6 Min. OmeU

Zu Gast: Sérgio Andrade

Donnerstag, 03.11. 20:30 Uhr Empfang: 19:30 Uhr

Kooperationspartner:

In eine indigene Bevölkerungsgruppe im Amazonasgebiet hineingeboren, hat Anderson schmerzhafte Initiationsriten kennengelernt. Nun wohnt er mit seiner Schwester und deren kranker Tochter in der Großstadt Manaus, arbeitet in verschiedenen Jobs und muss sich den Diskrepanzen zwischen seinem modernen Leben und dem Glauben der Schamanen stellen. Die ethnische Vielfalt Brasiliens wird im Film auch durch die sprachliche Vielfalt deutlich: Neben Portugiesisch werden indigene Sprachen wie Ticuna, Saterê, Inhaguetu und Tariano gesprochen.


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METEGOL Fußball – Großes Spiel mit kleinen Helden Argentinien/Spanien 2013. R: Juan José Campanella Animationsfilm. 106 Min. DCP. DF. Empfohlen ab 7 Jahren

KINDERKINO In dem Dorf, in dem Joachim aufgewachsen ist, spielt niemand besser Tischfußball als er – was ihm jedoch nicht dabei hilft, das Herz der schönen Laura zu gewinnen, in die er heimlich verliebt ist. Als plötzlich Rolando, der beste Fußballspieler der Welt, in sein Heimatdorf zurückkehrt, wird Joachims Welt komplett auf den Kopf gestellt. Doch er braucht die Hilfe der Spielfiguren seines Fußballtischs, um das Dorf vor Rolandos bösen Plänen zu retten. Ein actionreicher Kinderfilm vom Regisseur des Oscar®-prämierten Films EL SECRETO DE SUS OJOS (In ihren Augen, AR 2009).

Freitag, 04.11. 14:30 Uhr Sonntag, 06.11. 15:00 Uhr

EL TIEMPO NUBLADO Cloudy Times Paraguay/Schweiz 2014. R: Arami Ullón. Dokumentarfilm 92 Min. DCP. OmU

Die Regisseurin Arami Ullón wohnt mit ihrem Freund in der Schweiz. Doch sie kehrt in ihr Heimatland Paraguay zurück, um sich um ihre an Epilepsie und Parkinson erkrankte Mutter zu kümmern. Als der Zustand der Mutter sich verschlechtert, muss Arami wichtige Entscheidungen treffen – und wird dabei mit ihrer traumabelasteten Kindheit und der schwierigen Beziehung zu ihrer Familie konfrontiert. Der Dokumentarfilm schildert die persönliche Geschichte der Regisseurin, macht dabei auf die schwierige Situation in lateinamerikanischen Pflegeheimen aufmerksam und schildert Probleme, die Angehörige auf der ganzen Welt im Umgang mit ihren betagten Verwandten haben.

Freitag, 04.11. 18:00 Uhr


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DíAS DE CINE EL COMIENZO DEL TIEMPO The Beginning of Time Mexiko 2014. R: Bernardo Arellano. D: Antonio Pérez Carbajal, Bertha Olivia Ramírez, Francisco Barreiro. 110 Min. DCP. OmeU

Freitag, 04.11. 20:15 Uhr

Kooperationspartner:

Als die Renten während der Finanz- und Sozialkrise Mexikos ausgesetzt werden, ist ein älteres Ehepaar gezwungen, seinen Besitz zu verkaufen und kleine Diebstähle zu begehen, um überleben zu können. Das Leben der beiden ändert sich, als ihr Sohn und ihr Enkel, die sie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen haben, unerwartet wieder auftauchen.

YVY MARAEY Land without Evil Bolivien/Mexiko/Norwegen 2013 R: Juan Carlos Valdivia. D: Juan Carlos Valdivia, Elio Ortíz, Felipe Román. 105 Min. DCP. OmU (Spanisch/Guraraní)

Vorfilm LOCOMOCIÓN Locomotion AR 2015 R: Ernesto Baca 3 Min.

Freitag, 04.11. 22:30 Uhr

Auf der Suche nach dem „Yvy Maraey“, dem Land ohne Übel, und nach der zurückgezogen lebenden GuaraníBevölkerung hofft der Regisseur Andrés Wege aus seiner kreativen und existenziellen Krise zu finden. Er beauftragt Yari, ihn auf einem Road-Trip durch Bolivien zu begleiten, wo Andrés als weißer ‚Karai‘ zur Minderheit gehört. Für beide wird es eine Reise der Selbstfindung und des Verstehens, die anfängliche kulturelle Grenzen überwindet.


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LA CASA MÁS GRANDE DEL MUNDO The Greatest House in the World Guatemala/Mexiko 2015. R: Ana V. Bojórquez, Lucia Carreras D: Gloria López, Myriam Bravo. 74 Min. DCP. OmeU (Spanisch/Maya)

Vorfilm DOÑA UBENZA AR 2015 R: Juan Manuel Costa. 4 Min.

Morgens muss die Herde zum Weiden in die Berge und abends wieder zurück. Jeden Tag begleitet das verträumte Maya-Mädchen Rocío im Hochland Guatemalas ihre schwangere Mutter beim Schafehüten. Als bei der Mutter vorzeitig Wehen einsetzen, muss Rocío alleine mit der Herde losziehen. Während sie mit einer Freundin spielt, verschwindet das kleinste Schaf. Die Freundin kann nicht lange bei der Suche helfen, Rocío muss alleine ihre Ängste überwinden – und macht einen großen Schritt Richtung Erwachsenwerden.

Samstag, 05.11. 16:00 Uhr

Kooperationspartner:

MI AMIGA DEL PARQUE My Friend from the Park Argentinien/Uruguay 2015. R: Ana Katz. D: Julieta Zylberberg, Ana Katz, Maricel Álvarez. 85 Min. DCP. OmeU

Zu Gast: Bárbaro Joel Ortiz (Regisseur Kurzfilm)

Liz hat es nicht leicht: Ihr Ehemann dreht einen Dokumentarfilm in Chile, und sie muss sich alleine um ihren neugeborenen Sohn Nicanor kümmern. Im Park, wo sie häufig mit Nicanor unterwegs ist, lernt sie die alleinerziehende Mutter Rosa kennen. Die Freundschaft mit der mysteriösen und unkonventionellen Fabrikarbeiterin bringt für Liz die ersehnte Gesellschaft und noch dazu unerwartete Abenteuer. Vorfilm: 20 AÑOS Zwanzig Jahre Kuba 2009. R: Bárbaro Joel Ortiz. Animationsfilm. 15 Min.

Eine Frau klammert sich an ihre glückliche Vergangenheit, die sie wiedergewinnen möchte. Doch die Gegenwart sieht anders aus.

Samstag, 05.11. 18:00 Uhr

Kooperationspartner:


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DíAS DE CINE NN Peru/Deutschland/Frankreich/Kolumbien 2014. R: Héctor Gálvez D: Paul Vega, Isabel Gaona, Antonieta Pari. 90 Min. DCP. OmeU

Vorfilm HUESOS ROTOS Zerbrochene Knochen GT/CR 2015 R: Gustavo Molina 5 Min. OmeU

Samstag, 05.11. 20:30 Uhr

Die Überreste eines Mannes, der vor langer Zeit während der politischen Unruhen in Peru verschwunden ist, werden exhumiert. Keiner weiß, um wen es sich bei dem Mann handelt. Der einzige Anhaltspunkt, der dem forensischen Team bleibt, um den Verstorbenen zu identifizieren, ist das verschwommene Foto eines kleinen, lächelnden Mädchens, das bei der Leiche gefunden wurde.

LA TIERRA Y LA SOMBRA Land and Shade Kolumbien/Frankreich/Niederlande/Chile/Brasilien 2015. R: César Acevedo. D: José Felipe Cárdenas, Haimer Leal. 97 Min. DCP. OmeU

Sonntag, 06.11. 18:00 Uhr

Kooperationspartner:

Alfonso kehrt nach 17 Jahren in seine Heimat zurück. Der Wald um sein Haus ist einer riesigen ZuckerrohrPlantage gewichen. Feuerrodungen verpesten die Luft, der Qualm hat seinen Sohn todkrank gemacht. Alfonso versucht, sich mit seiner Exfrau, seiner Schwiegertochter und seinem Enkelkind zu arrangieren und das Überleben seiner Familie zu sichern. LA TIERRA Y LA SOMBRA wurde in Cannes mit der Caméra d’Or für den besten Erstlingsfilm ausgezeichnet.


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LAS PLANTAS Plants Chile 2016. R: Roberto Doveris. D: Violeta Castillo, Mauricio Vaca, Ernesto Meléndez. 90 Min. DCP. OmeU

Zu Gast: Rodrigo Gardella (Regisseur Kurzfilm)

Die 17-jährige Florencia kümmert sich allein um ihren Bruder, der im Wachkoma gefangen ist. Sie liest ihm fasziniert aus einem Comic namens „Las Plantas“ vor, der von Pflanzenseelen handelt, die bei Vollmond Besitz von menschlichen Körpern ergreifen. Abends sucht Florencia im Internet Kontakt zu fremden Männern.

Sonntag, 06.11. 20:30 Uhr

Kooperationspartner:

Vorfilm: DESPERTAR Wake Argentinien/Deutschland 2015. R: Rodrigo Gardella. 15 Min. OmeU

Eine Frau will eine Entscheidung treffen, die ihr Leben verändern soll, aber das Schicksal kommt ihr zuvor.

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VERSO SUD 22

Das Gesamtprogramm von Verso Sud liegt von Mitte November an im Deutschen Filmmuseum aus und ist im Internet unter verso-sud.deutschesfilmmuseum.de nachzulesen.

Festival des italienischen Films Das äußerst beliebte Festival Verso Sud bringt von Freitag, 25. November, bis Donnerstag, 8. Dezember, zum 22. Mal eine Auswahl aktueller italienischer Spiel- und Dokumentarfilme nach Frankfurt. Die Hommage ist in diesem Jahr der Regisseurin Cristina Comencini gewidmet, die am Samstag, 26. November, ihren neuen Film LATIN LOVER (IT 2015) persönlich vorstellen wird. Im Festival sind dann fünf frühere Arbeiten von ihr zu sehen. Eröffnet wird Verso Sud am Freitag, 25. November, mit PER AMOR VOSTRO (IT 2015), den Regisseur Giuseppe M. Gaudino dem Frankfurter Publikum präsentieren wird. PER AMOR VOSTRO Aus Liebe zu euch Italien 2015: R: Giuseppe M. Gaudino. D: Valeria Golino, Massimiliano Gallo, Adriano Giannini. 109 Min. DCP. OmU

Eröffnung Verso Sud 22

Zu Gast: Giuseppe M. Gaudino

Freitag, 25.11. 19:00 Uhr Freitag, 25.11. 22:15 Uhr

Anna lebt mitten in Neapel. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und ist ein großzügiger, hilfsbereiter Mensch. Doch sie sieht nicht mehr, was in ihrer Familie wirklich vor sich geht: Ihr Mann ist in kriminelle Kreditgeschäfte verstrickt, die Kinder entfremden sich, und Annas eigene Eltern nutzen sie aus. Die Wirklichkeit droht ihr zu entgleiten. Eine scheinbar alltägliche Geschichte, ungewöhnlich erzählt: Die Kamera scheint zu schweben, schwarzweiß wechselt mit Farbe, in der besonderen Atmosphäre Neapels gedeihen die Visionen. Zusammengehalten werden Realität und Fantasie durch die schauspielerische Leistung von Valeria Golino.


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BELLA E PERDUTA Eine Reise durch Italien Italien 2015. R: Pietro Marcello. D: Tommaso Cestrone, Sergio Vitolo, Gesuino Pittalis. 87 Min. DCP. OmU

Pulcinella, der dumme Diener aus der Commedia dell'arte, soll im heutigen Kampanien den letzten Willen des einfachen Hirten Tommaso erfüllen und einen jungen sprechenden Büffel namens Sarchiapone retten. Er begibt sich mit dem Tier auf eine lange Reise durch das schöne und verlorene Italien. Sie finden eine archaische Welt, in der die einfachen Menschen leben wie vor Jahrzehnten. Regisseur Pietro Marcello ließ sich von der italienischen Sagenwelt inspirieren und zeigt das heutige Italien in all seiner Zerrissenheit. Seit Pier Paolo Pasolini hat kein Filmemacher mit solcher Intensität um die Kultur Italiens getrauert.

Samstag, 26.11. 16:00 Uhr Montag, 28.11. 18:00 Uhr

LATIN LOVER Italien 2015. R: Cristina Comencini. D: Virna Lisi, Marisa Paredes, Angela Finocchiaro, Valeria Bruni Tedeschi. 104 Min. DCP. OmU

Zu Gast: Cristina Comencini

HOMMAGE CRISTINA COMENCINI Saverio Crispo ist Schauspiellegende, Frauenheld und Vater von fünf Töchtern mit fünf Frauen aus vier Ländern. Zum zehnten Todestag versammeln sich alle Töchter und Witwen (nebst männlichem Anhang) in seinem apulischen Heimatdorf. Es ist an Susanna, Saverios ältester Tochter, die sich fremden Familienmitglieder miteinander bekannt zu machen und die temperamentvollen Damen unter Kontrolle zu halten. Eine turbulente Hommage an die „Commedia all’italiana“ der 1960er Jahre mit einem beeindruckenden SchauspielerinnenEnsemble.

Samstag, 26.11. 19:00 Uhr Samstag, 26.11. 22:00 Uhr


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VERSO SUD 22 SE DIO VUOLE Um Himmels Willen Italien 2015. R: Edoardo Falcone. D: Marco Giallini, Alessandro Gassman, Enrico Oetiker. 87 Min. DCP. OmU

Sonntag, 27.11. 12:00 Uhr Mittwoch, 30.11. 18:00 Uhr

Tommaso ist Herzchirurg und so erfolgreich wie arrogant. Sein ganzer Stolz ist sein Sohn Andrea, der Medizin studiert und in Papas Fußstapfen treten soll. Als Andrea sich zunehmend verändert, vermutet Tommaso zunächst, er sei schwul, doch dann offenbart der Sohn der Familie, dass er Priester werden will! Der überzeugte Atheist Tommaso ist schockiert. Er macht den Prediger Don Pietro verantwortlich und will ihn mit allen Mitteln als Scharlatan entlarven... Die temporeiche, glänzend gespielte Komödie lässt Weltbilder und Lebensvorstellungen aufeinander prallen. VA' DOVE TI PORTA IL CUORE Geh, wohin dein Herz dich trägt Italien 1996. R: Cristina Comencini D: Virna Lisi, Margherita Buy, Galatea Ranzi. 110 Min. 35mm. OmU

HOMMAGE CRISTINA COMENCINI

Sonntag, 27.11. 18:00 Uhr

Als Martas geliebte Großmutter stirbt, kehrt sie aus den USA nach Italien zurück, um der Beisetzung beizuwohnen. Sie findet eine Art Tagebuch der Großmutter, in der diese ihr gesamtes Leben beschreibt. In Rückblenden erzählt der Film fortan sowohl das bewegte Leben der Verstorbenen als auch von Martas Kindheit und Jugend, die sie bei der Großmutter verbrachte. Marta sucht in den Erinnerungen nach Erklärungen für die schwierige, von gegenseitigem Unverständnis geprägte Beziehung zu ihrer Großmutter.


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SUBURRA Italien 2015. R: Stefano Sollima. D: Pierfrancesco Favino, Greta Scarano, Jean-Hugues Anglade. 130 Min. DCP. OmU

Suburra – das ist der Name eines verrufenen Stadtviertels von Rom, das schon in der Antike für Prostitution und Armut berüchtigt war. Jetzt ist dieser Ort Schauplatz eines ehrgeizigen Immobilienprojekts. Während auf den Straßen ein brutaler Bandenkrieg wütet, soll die Hafenmeile in ein Vergnügungsviertel mit Casinos und Yachthafen umgewandelt werden. Der mächtige Mafia-Pate „Samurai“ vereint alle Clans der Region, korrupte Politiker, Wirtschafts- und Kirchenvertreter zu einer unheiligen Allianz, um gemeinsam über Suburra zu herrschen. Aber der Frieden hält nicht lange an.

Sonntag, 27.11. 20:15 Uhr Dienstag, 29.11. 18:00 Uhr

VERGINE GIURATA Sworn Virgin Italien/Albanien 2015. R: Laura Bispuri D: Alba Rohrwacher, Flonja Kodheli, Lars Eidinger. 87 Min. DCP. OmU

Hana wächst in der rauen Berglandschaft Albaniens auf, in der alte Gesetze und konservative Geschlechterrollen herrschen. Doch sie begehrt auf und legt nach dem traditionellen Recht des Kanun den Schwur ewiger Jungfräulichkeit ab, um fortan mit dem Namen Mark als Mann behandelt zu werden. Erfüllung findet sie darin nicht und bricht nach Jahren der Einsamkeit zu ihrer Cousine Lila nach Mailand auf. Sie hofft, dort ein neues Leben beginnen zu können, stößt aber bei ihrer Familie zunächst auf Ablehnung und macht in der fremden Gesellschaft ungeahnte Begegnungen. Ein poetisches, vielfach ausgezeichnetes Drama.

Montag, 28.11. 20:30 Uhr


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VERSO SUD 22 IL PIÙ BEL GIORNO DELLA MIA VITA Der schönste Tag in meinem Leben Italien 2002. R: Cristina Comencini. D: Virna Lisi, Margherita Buy, Sandra Ceccarelli. 100 Min. 35mm. OmU

HOMMAGE CRISTINA COMENCINI Dienstag, 29.11. 20:30 Uhr

Auf einem alten Familiensitz am Stadtrand von Rom treffen drei Generationen einer weit verzweigten Sippschaft zu Besuchen und Familienfesten ein. Die Großmutter pocht vergeblich auf traditionelle Werte, wobei in ihrer Vorstellung in der Familie weder Platz für die Homosexualität ihres Sohnes noch für die Vereinsamung ihrer ältesten Tochter ist. Die differenziert gespielte Tragikomödie beschreibt mit großer Sensibilität den sich auflösenden Familienverband. Mit viel Sinn für Situationskomik werden die emotionalen Defizite und Lügengebilde gezeigt, hinter denen Bitterkeit und Verlorenheit aufschimmern. MILIONARI The Prince of Crime Italien 2014. R: Alessandro Piva. D: Francesco Scianna, Valentina Lodovini, Carmine Recano. 98 Min. DCP. OmeU

Mittwoch, 30.11. 20:30 Uhr

Ein klassischer Gangsterfilm, angesiedelt in Neapel: Marcello „Alendelòn“ Cavani ist gezwungen, sich der Mafia anzuschließen, um das Haus der Familie zurückzukaufen. Er steigt zum skrupellosen Gefolgsmann des lokalen Paten Don Carmine auf und heiratet Rosaria, eine naive Schönheit, die nichts von der schmutzigen Arbeit ihres Mannes wissen möchte, aber gern die Vorzüge eines mit blutigem Drogengeld finanzierten gehobenen Lebensstils in Anspruch nimmt. Über die Jahrzehnte häuft Marcello ein Vermögen und immer neue Feinde an. Vor allem ein Gegenspieler namens Piranha macht ihm seinen Platz streitig ...


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ROLLEN SIE DEN ROTEN TEPPICH AUS... … im Deutschen Filmmuseum Ob für ein Firmenjubiläum, eine Tagung, Galaveranstaltung, ein gemütliches Get Together fernab des Büros oder eine ganz private Veranstaltung – wir bieten für jeden Anlass ein exklusives und individuelles Konzept in einer besonderen Umgebung am Frankfurter Museumsufer.

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LECTURE & FILM Schnell wie der Witz. Die Filme von Ernst Lubitsch

„[A]ußerdem waren ihm in seinen Filmen die Türen immer wichtiger als die Menschen“ Aus dem Essay Was Lubitsch berührt. (Schnell wie der Witz) von Frieda Grafe (1990)

Alle VeranstaltungsMitschnitte sind zu finden unter filmportal.de und ernst-lubitsch.de

Die Filme von Ernst Lubitsch reißen das Publikum im Nu in ihren Bann. Das fängt schon mit den ungewöhnlichen Titeln an: DER BLUSENKÖNIG (DE 1917), KÄSEKÖNIG HOLLÄNDER (DE 1917) oder DER G.M.B.H.-TENOR (DE 1916) – und das sind nur drei seiner mehr als 70 Werke, alle drei Filme sind aktuell verschollen. Lubitsch arbeitete schnell. 1915 in Berlin drehte er elf Filme, 1932 in Hollywood fünf, darunter TROUBLE IN PARADISE. Als Asta Nielsen sich beklagt, sie habe in seinem Film gar nicht richtig weinen können, schreibt Lubitsch ihr 1920 in einem Brief: „Sie können es mir immer noch nicht verzeihen, daß ich Sie bei einer Großaufnahme statt 5 nur 2 Meter haben weinen lassen. Aber glauben Sie mir, Ihre Tränen kullerten so echt aus den Augen über die Backen auf die Bluse, daß das Publikum nach 2 Metern vollauf ergriffen war.“ Lubitsch ist gewitzt, und das meint nicht einfach nur, dass es etwas zu lachen gibt. Gewitzt ist jemand, der wach ist, der scharf beobachten kann, jemand, der Einfälle hat und einen präzisen Humor. In der Militärzuckerbäckergarnison der BERGKATZE (DE 1920) isst der Trompeter im ovalen Rähmchen gerade eine Wurst, als er zum Morgenappell bläst. In vier Hochbetten nebeneinander räkeln sich Soldaten im Nachthemd. Einer klettert müde aus dem Bett, schlurft zum Fenster, macht es zu. Der Zuckerbäckerkommandant kommt in den Schlafsaal, zwirbelt an seinem Schnurrbart und brüllt irgendetwas, das keiner versteht. Das Tempo zieht an, die Soldaten beeilen sich mit der Katzenwäsche. Der Kommandant geht wieder – die Soldaten springen zurück ins Bett. Bis Juli 2017 widmet sich die Reihe Lecture & Film mit Vorträgen von Expert/innen und einem thematischen Begleitprogramm Ernst Lubitsch und seinen Filmen. Am Donnerstag, 17. November, spricht Anke Wilkening (Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung) zum Auftakt über DIE BERGKATZE.

Nennung der an der Veranstaltung beteiligten Institutionen auf Seite 57.


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Probleme der Überlieferung. Zur Restaurierung von Ernst Lubitschs DIE BERGKATZE Lecture von Anke Wilkening Ernst Lubitschs DIE BERGKATZE (DE 1921) zählt zu den Klassikern des Weimarer Kinos. Der Film ist vollständig und in gutem Zustand verfügbar, das Kameranegativ des Films ist erhalten. Paradoxerweise ist er dennoch ein verlorener Film, denn alle Originalkopien des Films sind verschollen, sodass jegliche Auskunft über seine ästhetische Konzeption und die zeittypische Einfärbung (Virage und Tonung) fehlt. DIE BERGKATZE ist ein typischer Fall für Probleme der Überlieferung, die jenseits von Digitalisierungsstrategien und Restaurierungsmöglichkeiten liegen. Anke Wilkening ist seit 2002 Mitarbeiterin der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden. Sie ist als Filmrestauratorin tätig, unter anderem arbeitete sie an METROPOLIS (DE 1927, R: Fritz Lang) und DAS CABINET DES DR. CALIGARI (DE 1920, R: Robert Wiene) und publizierte zahlreiche Texte zum deutschen Film der 1920er Jahre.

DIE BERGKATZE Deutschland 1921. R: Ernst Lubitsch. D: Pola Negri, Victor Jansen, Wilhelm Diegelmann. 85 Min. DCP. Stumm, dt. Zwischentitel

Mit DIE BERGKATZE wagte sich Ernst Lubitsch drei Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs an das Genre der Militärkomödie: Ganz in der Nähe Piffkaneiros steht ein großes Fort, das bislang jedem Angriff standgehalten hat. Doch als Frauenheld Leutnant Alexis dorthin strafversetzt wird, hat das ruhige Dasein ein Ende. Der Kommandant hat Angst um seine hübsche Tochter Lilli – Alexis wird aber zunächst von der Räuberstochter Rischka überfallen und in Unterwäsche zurückgelassen. Es beginnt ein Kampf gegen die Räuber. Dabei verliebt sich Rischka in den Leutnant, sehr zum Unwillen des Räuberhauptmanns.

Donnerstag, 17.11. 20:15 Uhr Filmbeginn: ca. 21:15 Uhr Eintritt frei!


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SPECIALS

STUMMFILMMATINEE Double Feature Ernst Lubtisch Zum Auftakt der Lecture-Reihe zu Ernst Lubitsch sind in der Stummfilmmatinee zwei freie Adaptionen von Shakespeare-Stoffen zu sehen. Die Live-Musikbegleitung der Lubitsch-Filme übernimmt Pianist und Komponist Uwe Oberg. ROMEO UND JULIA IM SCHNEE Deutschland 1920. R: Ernst Lubitsch. D: Lotte Neumann, Gustav von Wangenheim, Jakob Tiedtke. 44 Min. 35mm. Stumm, dt. Zwischentitel

Klavierbegleitung: Uwe Oberg

Sonntag, 20.11. 12:00 Uhr

ROMEO UND JULIA IM SCHNEE ist eine unkonventionelle Adaption von Shakespeares Tragödie: In der turbulenten Farce vor verschneiter Dorfkulisse im Schwarzwald sind Romeo und Julia die Nachkommen der verfeindeten Bauernfamilien Capulethofer und Montekugerl. Dem lebensmüden, unglücklichen Liebespaar verkauft der Apotheker statt Gift jedoch nur Zuckerwasser. KOHLHIESELS TÖCHTER Deutschland 1920. R: Ernst Lubitsch. D: Henny Porten, Emil Jannings, Gustav von Wangenheim. 41 Min. 35mm. Stumm, dt. Zwischentitel

Ernst Lubitschs KOHLHIESELS TÖCHTER ist eine ländliche Variante von Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung. Mathias Kohlhiesel will seine zwei ungleichen Töchter verheiraten: die kratzbürstige Liesl und die hübsche Gretl. Xaver und Seppl bemühen sich um Gretl, doch Kohlhiesel will zuerst seine ältere Tochter unter die Haube bringen. Xaver heiratet daher Liesl, um trickreich an die begehrte Gretl zu gelangen.


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EINFACH GUT ESSEN. Ihr Caterer im Rhein-Main-Gebiet

Tel.: 069 / 13 81 94 71 | Mail: info@flow-thekitchen.de Web: www.flow-thekitchen.de


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KLASSIKER & RARITÄTEN Meisterwerke des US-amerikanischen Gangsterfilms Kaltblütige Verbrecher, Draufgänger und gescheiterte Existenzen: Das Kino des Deutschen Filmmuseums zeigt im November vier Klassiker des US-amerikanischen Gangsterfilms. LITTLE CAESAR Der kleine Cäsar USA 1931. R. Mervyn LeRoy. D: Edward G. Robinson, Douglas Fairbanks Jr. 80 Min. 35mm. OmfrU

Samstag, 05.11. 22:30 Uhr Mittwoch, 09.11. 18:00 Uhr

Obwohl es auch in der Stummfilmzeit Gangsterfilme gegeben hat – mit Josef von Sternbergs UNDERWORLD (US 1927) als einem Höhepunkt –, erlebte das Genre erst mit der Weltwirtschaftskrise seine Blüte: Der Gangster war zum zeitgemäßen (Anti-)Helden geworden. Kein Film führt das so exemplarisch vor wie LITTLE CAESAR, dessen enormer kommerzieller Erfolg eine Serie begründete. Erzählt wird die archetypische Geschichte vom Aufstieg eines hartgesottenen Kleinkriminellen zum Gangsterboss – und von seinem Fall. THE ROARING TWENTIES Die wilden Zwanziger USA 1939. R: Raoul Walsh. D: James Cagney, Priscilla Lane, Humphrey Bogart. 104 Min. 35mm. OF

Samstag, 12.11. 16:00 Uhr Dienstag, 15.11. 18:00 Uhr

Im Gegensatz zu Filmen wie LITTLE CAESAR (US 1931) oder SCARFACE (US 1932), welche ihre Protagonisten zu mythischen Figuren stilisieren, ist THE ROARING TWENTIES ein sehr genauer Abriss der gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse in den USA vom Ende des Ersten Weltkriegs bis in die Weltwirtschaftskrise hinein. Die mit dokumentarischen Elementen angereicherte Story von Mark Hellinger und die präzise Regie von Raoul Walsh geben der Geschichte so viel soziale Relevanz wie kaum einem anderen Gangsterfilm.


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WHITE HEAT Sprung in den Tod USA 1949. R: Raoul Walsh. D: James Cagney, Virginia Mayo, Edmond O’Brien. 114 Min. 35mm. OF

In der Rolle eines mutterfixierten, seine innere Schwäche mit Tatendrang überspielenden Gangsters kehrte James Cagney mit WHITE HEAT zu dem Genre zurück, das ihn Anfang der 1930er Jahre bekannt gemacht hatte – älter geworden, aber so energiegeladen wie eh und je. Von maximaler Ausdruckskraft geprägt ist auch die Regie von Raoul Walsh. Wie ein Postzug überfallen wird oder wie ein Mann im Knast vom Tod eines geliebten Menschen erfährt – das hat man niemals besser gesehen als hier.

Freitag, 18.11. 20:15 Uhr Samstag, 19.11. 17:45 Uhr

THE RISE AND FALL OF LEGS DIAMOND J. D. der Killer USA 1960. R: Budd Boetticher D: Ray Danton, Karen Steele. 101 Min. 35mm. OF

Budd Boetticher drehte seine in den 1930er Jahren angesiedelte Geschichte eines dem ersten Anschein nach sympathischen Gangsters, der Frauen bezirzt, wenn er nicht gerade in Schießereien verwickelt ist, mit kleinem Budget und typischen B-Film-Darstellern. Dank seiner unglaublichen visuellen Präzision wurde der Film dennoch zu einem stilbildenden Werk, das bis heute eindrucksvoll vor Augen führt, was das Regiehandwerk ausmacht.

Dienstag, 22.11. 20:30 Uhr Mittwoch, 23.11. 18:00 Uhr


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Late Night Kultkino Zum 100. Geburtstag von Jack Arnold Jack Arnold, geboren 1916 in New Haven, gestorben am 17. März 1992, wäre am 14. Oktober 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums im November und Dezember zwei seiner markantesten Werke. Arnold begann nach dem Zweiten Weltkrieg mit kurzen Industriefilmen. Ein mittellanger Gewerkschaftsfilm aus dem Jahr 1950 wurde für den Oscar® nominiert und brachte Arnold einen Vertrag bei Universal ein, wo er sich in den folgenden Jahren zum Spezialisten für phantastische Filme entwickelte, angesiedelt zwischen Horror und Science Fiction. Gleich drei davon wurden in 3D gedreht. Erst in den 1960er Jahren, als Arnold weitgehend nur noch fürs Fernsehen arbeitete, erkannte die Kritik Qualität und Bedeutung seiner Filme: Obwohl mit geringem Budget gedreht, entwickelten sie einen prägnanten und funktionalen visuellen Stil und reflektierten sehr genau die Ängste der US-Gesellschaft der 1950er Jahre.

CREATURE FROM THE BLACK LAGOON Der Schrecken vom Amazonas USA 1954. R: Jack Arnold D: Richard Carlson, Julia Adams, Richard Denning. 79 Min. DCP. 3D. OF

Samstag, 12.11. 22:30 Uhr Samstag, 19.11. 22:30 Uhr

Auf einer anthropologischen Expedition am Amazonas entdeckt eine Gruppe von US-Amerikanern den „Gill Man", ein prähistorisches Wesen zwischen Mensch und Fisch. Jack Arnold gelingt es, beim Zuschauer Sympathie für das Monster zu erwecken, das in seiner Umgebung aufgestört wird und sich gegen die Eindringlinge zur Wehr setzt. Der große kommerzielle Erfolg des Films führte zu zwei unmittelbaren Fortsetzungen und ungezählten Nachahmungen bis heute.


Junger Filmclub TREPPE 41

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Das Kino des Deutschen Filmmuseums gibt monatlich zwei Programmplätze in die Hände des jungen Filmclubs Treppe 41. Jede und jeder ist eingeladen, geliebte Filme vorzustellen und so die persönliche Begeisterung weiterzutragen. Auf den Treppenstufen des Filmmuseums tauschen Interessierte sich im Anschluss über die gemeinsame Erfahrung aus. KASABA Die Kleinstadt Türkei 1997. R: Nuri Bilge Ceylan D: Emin Toprak, Havva Saglam, Cihat Bütün. 85 Min. 35mm. OmU

Vorgestellt von: Kerim Dogruel Nach dem Film: Treppengespräch mit Wein und Bier

Eine Kleinstadt mitten im türkischen Nirgendwo, erst im Winter, dann im Sommer. Drei Generationen einer Familie im Widerspruch: Zusammenhalt und Konflikt, Geborgenheit und Fernweh, Neugier und Langeweile stehen sich immer gegenüber. In seinem Langfilmdebüt beweist Nuri Bilge Ceylan sein fotografisches Gespür für das Gesicht, für atmosphärische Landschaften und Details, die der Kamera sonst oft verborgen bleiben.

Freitag, 11.11. 22:30 Uhr

DIE AUSGESPERRTEN Österreich 1982. R: Franz Novotny. D: Paulus Manker, Rudolf Wessely, Christine Kaufmann. 97 Min. 35mm

Vorgestellt von: Julia Pirzer Nach dem Film: Treppengespräch mit Wein und Bier

Im Mittelpunkt der Verfilmung von Elfriede Jelineks Roman steht die erste österreichische Nachkriegsgeneration. Ohne Schuldzuschreibungen werden die Spätfolgen von faschistischer Ideologie und praktiziertem Menschenhass aufgedeckt, welche sich in einer Tätergesellschaft nicht mit dem Schutt von der Straße räumen lassen. Eine subtile, visuell brachiale Analyse dessen, womit man sich in Zeiten wieder zunehmender rassistischer Ressentiments konfrontieren muss.

Freitag, 18.11. 22:30 Uhr


44

KINDERKINO Drei actionreiche Animationsfilme und ein deutscher Fantasyfilm: das Kinderkino im November. FUSSBALL – GROSSES SPIEL MIT KLEINEN HELDEN Argentinien/Spanien 2013. R: Juan José Campanella Animationsfilm. 106 Min. DCP. DF. Empfohlen ab 7 Jahren

Freitag, 04.11. 14:30 Uhr Sonntag, 06.11. 15:00 Uhr

Filmbeschreibung ≥ S. 25 Mara und der Feuerbringer Deutschland 2014. R: Tommy Krappweis. D: Lilian Prent, Jan Josef Liefers, Esther Schweins. 94 Min. DCP. Empfohlen ab 12 Jahren

Freitag, 11.11. 14:30 Uhr Sonntag, 13.11. 15:00 Uhr

Die 15-jährige Mara hat es nicht leicht. In der Schule wird sie gehänselt, zu Hause muss sie ihre esoterische Mutter ertragen, und dann sind da noch diese Visionen – bedrohliche Szenen, die ihr nicht aus dem Kopf gehen. Doch dann erfährt sie Unglaubliches: Sie soll eine Seherin sein! Ab sofort hat sie keine geringere Aufgabe, als den drohenden Weltuntergang zu verhindern. Hilfe bekommt sie dabei von Dr. Reinhold Weissinger, Universitätsprofessor für germanische Mythologie. FLUTSCH UND WEG Großbritannien/USA 2006. R: David Bowers, Sam Fell Animationsfilm. 84 Min. DVD. DF. Empfohlen ab 7 Jahren

Freitag, 18.11. 14:30 Uhr Sonntag, 20.11. 15:00 Uhr

Filmbeschreibung ≥ S. 7


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Zoomania USA 2016. R: Byron Howard, Rich Moore Animationsfilm. 109 Min. DCP. DF. Empfohlen ab 7 Jahren

Die Kaninchendame Judy Hopps ist Polizistin und wird in der Tierstadt Zootopia beauftragt, einen kniffligen Fall zu lösen. Zunächst fällt ihr Verdacht auf den vorlauten Fuchs Nick Wilde, doch als beide Opfer einer Intrige werden, müssen sie zusammenarbeiten. Ein tierisch lustiges Disney-Abenteuer!

Freitag, 25.11. 14:30 Uhr Sonntag, 27.11. 15:00 Uhr

KINO SUCHT FREUNDE Unterstützen Sie den Freundeskreis des Deutschen Filminstituts/ Filmmuseums und profitieren Sie von exklusiven Vorteilen. Jetzt informieren unter deutsches-filminstitut.de/freunde-foerderer/


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SPECIALS

CINÉFêTE Das französische Jugendfilmfestival Zum 17. Mal präsentiert das Deutsche Filmmuseum von Donnerstag 10., bis Mittwoch, 16. November, das französische Jugendfilmfestival Cinéfête. Das Programm bietet die Gelegenheit, sieben Filme aus Frankreich im Original mit deutschen Untertiteln zu sehen. Schüler werden an die französische Sprache herangeführt und treten so in den Dialog mit der französischen Kultur.

Filmauswahl 2016 Weitere Informationen unter cinefete.deutschesfilmmuseum.de

BELLE ET SÉBASTIEN: L’AVENTURE CONTINUE Sebastian und die Feuerretter Frankreich 2015. R: Christian Duguay 4. bis 7. Klasse DEMAIN Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen Frankreich 2015. R: Cyril Dion, Mélanie Laurent 8. bis 13. Klasse FATIMA Frankreich 2015. R: Philippe Faucon 9. bis 13. Klasse LES COMBATTANTS Liebe auf den ersten Schlag Frankreich 2014. R: Thomas Cailley 10. bis 13. Klasse LES HÉRITIERS Die Schüler der Madame Anne Frankreich 2014. R: Marie-Castille Mention-Schaar 9. bis 13. Klasse

MICROBE ET GASOIL Mikro und Sprit Frankreich 2015. R: Michel Gondry 7. bis 10. Klasse Die Veranstaltungen im CineStar Metro­ polis finden statt mit freundlicher Unterstützung der

In Zusammenarbeit mit

TOUT EN HAUT DU MONDE Frankreich 2015. R: Rémi Chayé 1. bis 6. Klasse


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Vernichtungskrieg Die Wehrmachtsaustellung und ihre Folgen Die Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944“, die 1995 in Frankfurt gezeigt wurde, zerstörte einen Gründungsmythos der Bundesrepublik. Sie zeigte die Beteiligung der Wehrmacht am systematischen Völkermord des NS-Regimes. Begleitend zu einer Konferenz im Haus am Dom am Freitag, 4., und Samstag, 5. November 2016, die sich rückblickend mit dieser Ausstellung und der sie begleitenden Debatte beschäftigt, sind im Kino des Deutschen Filmmuseums zwei thematisch passende Filme zu sehen.

In Kooperation mit

JENSEITS DES KRIEGES Österreich 1996. Regie: Ruth Beckermann Dokumentarfilm. 117 Min. 35mm

Einführung: Alfons Arns (Film­ wissenschaftler)

Weißgekachelte Räume, Neonlicht, an den Wänden Schwarzweiß-Fotografien der Ausstellung „Vernichtungskrieg“ während ihrer Station in Wien. Vor diesem Hintergrund führte Ruth Beckermann Interviews mit ehemaligen Soldaten über ihre Erlebnisse während der Zeit des Krieges. Ein kompromissloser Film über Erinnerung und Vergessen.

Dienstag, 01.11. 18:00 Uhr

DER UNBEKANNTE SOLDAT Deutschland 2006. R: Michael Verhoeven Dokumentarfilm. 100 Min. 35mm

Einführung: Daniela Kalscheuer (Haus am Dom)

Die Ausstellung „Vernichtungskrieg“ über die Verbrechen der Wehrmacht im Osten war für Michael Verhoeven der Ausgangspunkt seines Dokumentarfilms DER UNBEKANNTE SOLDAT. Anhand von Interviews mit Augenzeugen und Historikern verfolgt der Film die Spuren der Wehrmacht bis in die Ukraine und nach Weißrussland und fragt nach der Beteiligung der Soldaten an den Pogromen.

Dienstag, 08.11. 18:00 Uhr


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SPECIALS

„NEUE DEUTSCHE SINNLICHKEIT“ Eine neue Bewegung im deutschen Kino? In Kooperation mit

Die Festivalakkreditierung berechtigt zu 50% Ermäßigung im Kino des Deutschen Filmmuseums

Poesie und Sinnlichkeit sind zurück im deutschen Kino. Es entstehen Filme, in denen man schwelgen kann, ein Gefühlskino, das gekonnt knapp am Kitsch vorbei navigiert. JONATHAN (DE 2016) von Piotr J. Lewandowski, der als deutscher Beitrag in der Berlinale-Sektion „Panorama“ lief, und der von München bis Taipei preisgekrönte SCHAU MICH NICHT SO AN (DE/MN 2015) von Uisenma Borchu stehen stellvertretend für eine „Neue deutsche Sinnlichkeit“. Die aus der Mongolei stammende Uisenma Borchu studierte an der HFF München. Goldenglobes.com bezeichnete sie jüngst als „The Face of New German Cinema“. Piotr J. Lewandowski wurde für die Co-Regie zur Fernsehserie GÖTTER WIE WIR mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Sein Film JONATHAN erhielt eine besondere Auszeichnung beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen – und gewann zuvor bereits den Hessischen Drehbuchpreis 2013. Vor den Filmen diskutiert Urs Spörri (Deutsches Filminstitut) mit den Gästen über die Grundlagen dieses neuen poetischen Stils im deutschen Kino – von der Ästhetik bis zu den Produktionsbedingungen.

Die Filme laufen im Kooperation mit FILMZ – Festival des deutschen Kinos in Mainz. Die Gespräche mit den Filmschaffenden werden am Freitag, 25. November, im Mainzer Kino CinéMayence (Schillerstraße 11) fortgesetzt. Dort sind von 17:30 Uhr an die mittellangen Filme KIRSCHROT (DE 2008), M WIE MARTHA (DE 2015) und GEISTER, DIE ICH RIEF (DE 2012) von Regisseurin Lena Knauss zu sehen, die mit ihrer erkennbaren Handschrift als eine zentrale Vertreterin der „Neuen deutschen Sinnlichkeit“ zählen kann.


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JONATHAN Deutschland 2016. R: Piotr J. Lewandowski D: Jannis Niewöhner, André M. Hennicke, Julia Koschitz. 99 Min. DCP

Vor dem Film: Podiumsdiskussion mit Uisenma Borchu, Lena Knauss und Piotr J. Lewandowski: „Ästhetik, Farben, Poesie: Was macht die ,Neue deutsche Sinnlichkeit' aus?“

Der 23-jährige Jonathan bewirtschaftet mit seiner Tante einen Bauernhof und kümmert sich aufopferungsvoll um seinen krebskranken Vater Burghardt. Schließlich verliebt sich Jonathan in die Pflegerin seines Vaters – und sorgsam gehütete Familiengeheimnisse kommen ans Licht. „Die Kamera von Jeremy Rouse ist sprunghaft und ruhelos, aber reich an poetischen Schnörkeln, von langsamen Aufnahmen von Waldregenstürmen bis zu Nahaufnahmen von Schmetterlingen, die durch Wellen himmlischer Sonnenstrahlen tanzen. Eine erschütternde Sex-Szene auf einem Krankenhaus-Sterbebett zeigt, dass Lewandowski mit roher Menschlichkeit und pastoraler Pracht umgehen kann“, lobte das US-Branchenblatt Hollywood Reporter.

Donnerstag, 24.11. 18:00 Uhr

SCHAU MICH NICHT SO AN Deutschland/Mongolei 2015. R: Uisenma Borchu D: Uisenma Borchu, Josef Bierbichler, Carina Stemmer. 88 Min. DCP Vor dem Film: Podiumsdiskussion mit Uisenma Borchu, Lena Knauss und Piotr J. Lewandowski: „Ästhetik, Farben, Poesie: Was macht die ,Neue deutsche Sinnlichkeit' aus?“

Aus den befreundeten Nachbarinnen Hedi und Iva, der alleinerziehenden Mutter einer Tochter, wird schon bald ein Liebespaar. Anders als Iva, die sich mit Haut und Haar verliebt hat, betrachtet Hedi das Ganze eher als spielerische Romanze. Als Ivas Vater (gespielt von Josef Bierbichler) auftaucht, kommt es zu Spannungen. Der lebenserfahrene Mann übt auf Hedi eine große Anziehungskraft aus. Es entspinnt sich eine aufgeladene Dreiecksgeschichte.

Donnerstag, 24.11. 20:30 Uhr


50

SPECIALS

PREMIERE: ARMENIA Der gebürtige Frankfurter M. A. Littler widmet sich in seinen Filmen Menschen und Geschichten abseits des Mainstream. Mit ARMENIA (DE/AM/FR 2016) feiert im November sein neuer Film im Kino des Deutschen Filmmuseums Premiere. Die Mischung aus fiktiven und dokumentarischen Elementen und die Beschäftigung mit einem leidgeprüften Land wie Armenien sind ungewöhnlich für Littler und zeigen eine neue Seite seines Schaffens. ARMENIA Deutschland/Armenien/Frankreich 2016. R: M. A. Littler D: Alain Croubalian. 84 Min. OmU

Zu Gast: M.A. Littler, Alain Croubalian

Samstag, 19.11. 20:00 Uhr Sonntag, 20.11. 18:00 Uhr

ARMENIA ist eine geographische, historische und psychologische Reise in die Seelenlandschaft eines Mannes und in das kollektive Bewusstsein eines krisengeschüttelten Landes und seiner Bevölkerung. Der des Lebens überdrüssige Sänger Haig Boghos begibt sich kurz nach seinem fünfzigsten Geburtstag auf eine Reise, um seine von Völkermord, Exil und Diaspora geprägte Familiengeschichte zu rekonstruieren. Seine Odyssee führt ihn von Basel über Frankfurt und Marseille bis in die entlegensten Teile des Kaukasus nach Armenien. Doch mehr als die Rekonstruktion einer Familienhistorie ist seine Reise eine innere, spirituelle Suche nach der eigenen Identität in der Diaspora. Alain Croubalian schlüpft in die Rolle des Haig Boghos, dessen Weg sich an seinem echten Leben und an der Geschichte seiner Familie orientiert. Er ist der Archetyp eines Heimatlosen.


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Kino & Couch Geschwisterbeziehungen In der Reihe „Kino & Couch“ zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums zusammen mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut Filme, die sich mit dem Verhältnis von Geschwistern zueinander auseinandersetzen.

In Kooperation mit

DIE VATERLOSEN Österreich 2011. R: Marie Kreutzer. D: Johannes Krisch, Marion Mitterhammer, Andreas Kiendl. 105 Min. 35mm

Filmkritischer Kommentar Werner SchneiderQuindeau Psychoanalytischer Kommentar Jörg Scharff

Geboren in einer alternativen Wohngemeinschaft, trifft eine Gruppe von Geschwistern anlässlich des Todes ihres gemeinsamen Vaters überraschend auf eine weitere Schwester: Kyra, deren Mutter einst mit ihr die Kommune verließ. Als Kyra erfährt, dass ihre Existenz verschwiegen wurde, beginnt sie, alten Geheimnissen auf den Grund zu gehen. Gemeinsam begeben sich die Geschwister auf Spurensuche in die Vergangenheit.

HUMAN RIGHTS WATCH Filme, die auf Menschenrechtsverletzungen hinweisen, sind in Kooperation mit Human Rights Watch regelmäßig in dieser Reihe zu sehen. Im November steht die wichtige Arbeit von Human Rights Watch selbst im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Donnerstag, 10.11. 20:15 Uhr

H U M A N

H U M A N R I G H T S W A T C H

R I G H T S W A T C H

E-TEAM USA 2014. R: Ross Kauffman, Katy Chevigny. Dokumentarfilm. 90 Min. OF

Zu Gast: Fred Abrahams (Associate Director HRW)

Die Filmemacher Ross Kauffman und Katy Chevigny zeigen, wie die Emergencies Teams von Human Rights Watch (HRW) in Krisenregionen wie Syrien und Libyen ihr Leben riskieren. Sie sammeln Beweise und informieren die Öffentlichkeit, um sicherzustellen, dass Menschenrechtsverletzungen nicht ungestraft bleiben. Zum Film ist Fred Abraham im Kino zu Gast, stellvertretender Direktor der Programmabteilung bei HRW und einer der Protagonisten des Films.

Dienstag, 15.11. 20:15 Uhr


Im Kino 01.-16. November 2016

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tagsüber

18:00 Uhr

01

Di

JENSEITS DES KRIEGES ≥ S. 47 AT 1996. Ruth Beckermann 117 Min. Mit Einführung

02

Mi

AMORE ≥ S. 13 BRD 1978. Klaus Lemke. 73 Min. Mit Vorfilm. Zu Gast: Klaus Lemke

03

Do

BERLIN FÜR HELDEN ≥ S. 14 DE 2012. Klaus Lemke. 80 Min. Mit Vorfilm Zu Gast: Klaus Lemke

04

Fr

05

Sa

METEGOL ≥ S. 25 Fußball – Großes Spiel mit kleinen Helden AR/ES 2013. Juan José Campanella 106 Min. DF 14:30 Uhr

EL TIEMPO NUBLADO ≥ S. 25 Cloudy Times PY/CH 2014 Arami Ullón. 92 Min. OmU

LA CASA MÁS GRANDE DEL MUNDO ≥ S. 27 The Greatest House in the World GT/MX 2015. Ana V. Bojórquez, Lucia Carreras. 74 Min. OmeU 16:00 Uhr Mit Vorfilm

MI AMIGA DEL PARQUE ≥ S. 27 My Friend from the Park AR/UY 2015. Ana Katz. 85 Min. OmeU Mit Vorfilm. Zu Gast: Bárbaro Joel Ortiz

LA TIERRA Y LA SOMBRA ≥ S. 28 Land and Shade CO/FR/NL/CL/BR 2015 César Acevedo. 97 Min. OmeU

06

So

METEGOL ≥ S. 25 Fußball – Großes Spiel mit kleinen Helden AR/ES 2013. Juan José Campanella 106 Min. DF 15:00 Uhr

07

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

08

Di

DER UNBEKANNTE SOLDAT ≥ S. 47 DE 2006. Michael Verhoeven 100 Min. Mit Einführung

09

Mi

LITTLE CAESAR ≥ S. 40 Der kleine Cäsar US 1931. Mervyn LeRoy 80 Min. OmfrU

10

Do

WALDWINTER – GLOCKEN DER HEIMAT ≥ S. 21 BRD 1956. Wolfgang Liebeneiner. 97 Min. Mit Einführung

11

Fr

MARA UND DER FEUERBRINGER ≥ S. 44 DE 2014. Tommy Krappweis 94 Min. 14:30 Uhr

DIE LANDÄRZTIN ≥ S. 21 BRD 1958. Paul May 92 Min. Mit Einführung

12

Sa

THE ROARING TWENTIES ≥ S. 40 Die wilden Zwanziger US 1939 Raoul Walsh. 104 Min. OF 16:00 Uhr

DIE ROTE ≥ S. 22 BRD/IT 1962. Helmut Käutner. 100 Min.

VIELE KAMEN VORBEI ≥ S. 20 BRD 1956. Peter Pewas 80 Min. Mit Einführung

13

So

MARA UND DER FEUERBRINGER ≥ S. 44 DE 2014. Tommy Krappweis 94 Min. 15:00 Uhr

14

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

15

Di

THE ROARING TWENTIES ≥ S. 40 Die wilden Zwanziger US 1939. Raoul Walsh. 104 Min. OF

16

Mi

DIE ROTE ≥ S. 22 BRD/IT 1962. Helmut Käutner. 100 Min. Mit Einführung Klaus Lemke

Geliebt und verdrängt

Días de Cine

Verso Sud

OF Originalfassung DF Deutsche Fassung o.D. Ohne Dialog OmU Original mit deutschen UT


53

20:30 Uhr

22:30 Uhr

VIELE KAMEN VORBEI ≥ S. 20 BRD 1956. Peter Pewas. 80 Min.

Di

01

UNTERWÄSCHELÜGEN ≥ S. 13 DE 2016. Klaus Lemke. 81 Min. Mit Vorfilm. Zu Gast: Klaus Lemke

Mi

02

ANTES O TEMPO NÃO ACABAVA ≥ S. 24 Time Was Endless BR/DE 2016 Sérgio Andrade, Fábio Baldo. 85 Min. OmeU Mit Vorfilm. Zu Gast: Sérgio Andrade

Do

03

EL COMIENZO DEL TIEMPO ≥ S. 26 The Beginning of Time MX 2014. Bernardo Arellano 110 Min. OmeU 20:15 Uhr

YVY MARAEY ≥ S. 26 Land without Evil BO/MX/NO 2013. Juan Carlos Valdivia 105 Min. OmU Mit Vorfilm

Fr

04

NN ≥ S. 28 PE/DE/FR/CO 2014. Héctor Gálvez 90 Min. OmeU Mit Vorfilm

LITTLE CAESAR ≥ S. 40 Der kleine Cäsar US 1931. Mervyn LeRoy. 80 Min. OmfrU

Sa

05

So

06

Mo

07

NACKT, WIE GOTT SIE SCHUF ≥ S. 20 BRD/AT/IT 1958. Hans SchottSchöbinger. 94 Min. Mit Einführung

Di

08

PAUL ≥ S. 14 BRD 1974. Klaus Lemke 75 Min.

Mi

09

DIE VATERLOSEN ≥ S. 51 AT 2011. Marie Kreutzer. 105 Min. 20:15 Uhr Mit Gespräch

Do

10

LAS PLANTAS ≥ S. 29 Plants CL 2016. Roberto Doveris. 90 Min. OmeU Mit Vorfilm. Zu Gast: Rodrigo Gardella

ROSEN FALLEN VOM HIMMEL ≥ S. 15 DE 2010. Dominik Graf. 49 Min. Mit Vorfilm

KASABA ≥ S. 43 Die Kleinstadt TR 1997. Nuri Bilge Ceylan. 85 Min. OmU Vorgesellt von: Kerim Dogruel

Fr

11

ROCKER ≥ S. 15 BRD 1972. Klaus Lemke 85 Min.

CREATURE FROM THE BLACK LAGOON ≥ S. 42 US 1954. Jack Arnold. 79 Min. 3D. OF

Sa

12

So

13

Mo

14

E-TEAM ≥ S. 51 US 2014. Ross Kauffman, Katy Chevigny 90 Min. OF 20:15 Uhr Zu Gast: Fred Abrahams (Associate Director HRW)

Di

15

WILD ≥ S. 16 DE 2015. Nicolette Krebitz 97 Min.

Mi

16

KAPTN OSKAR ≥ S. 16 DE 2012. Tom Lass 78 Min.

Klassiker

Late Night

OmeU Original mit engl. UT

Treppe 41

Kinderkino

Specials

Omdt/frU Original mit deutschen und französischen Untertiteln


Im Kino 17. - 30. November 2016

54

tagsüber

17

Do

18

Fr

19

Sa

20

So

18:00 Uhr GESPENSTER ≥ S. 17 DE/FR 2005. Christian Petzold 85 Min.

FLUSHED AWAY ≥ S. 7 Flutsch und weg GB/US 2006. David Bowers, Sam Fell. 84 Min. DF 14:30 Uhr

DOROTHEA ANGERMANN ≥ S. 22 BRD 1959. Robert Siodmak 105 Min. Mit Einführung

WHITE HEAT ≥ S. 41 Sprung in den Tod. US 1949 Raoul Walsh. 114 Min. OF 17:45 Uhr ROMEO UND JULIA IM SCHNEE / KOHLHIESELS TÖCHTER ≥ S. 38 DE 1920. Ernst Lubitsch 44 Min / 41 Min. Stumm, dt. ZT 12:00 Uhr Mit Klavierbegleitung

ARMENIA ≥ S. 50 DE/AM/FR 2016. M. A. Littler 84 Min. OmU Zu Gast: M.A. Littler, Alain Croubalian

FLUSHED AWAY ≥ S. 7 Flutsch und weg GB/US 2006. David Bowers, Sam Fell. 84 Min. DF 15:00 Uhr

21

Mo

22

Di

MAYA. DER FILM VOM DEUTSCHEN FILMNACHWUCHS ≥ S. 23 BRD 1957. R: diverse. 104 Min. Mit Einführung und Vorfilm

23

Mi

THE RISE AND FALL OF LEGS DIAMOND ≥ S. 41 J. D. der Killer US 1960. Budd Boetticher. 101 Min. OF

24

Do

JONATHAN ≥ S. 49 DE 2016. Piotr J. Lewandowski. 99 Min. Mit Gästen und Podiumsdiskussion

25

Fr

ZOOMANIA ≥ S. 45 US 2016. Byron Howard, Rich Moore 109 Min. DF 14:30 Uhr

26

Sa

BELLA E PERDUTA ≥ S. 31 Eine Reise durch Italien IT 2015. Pietro Marcello. 87 Min. OmU 16:00 Uhr

27

So

SE DIO VUOLE ≥ S. 32 Um Himmels Willen IT 2015. Edoardo Falcone. 87 Min. OmU 12:00 Uhr

KEINE VORSTELLUNGEN

Eröffnung Verso Sud 22 ≥ S. 30

VA' DOVE TI PORTA IL CUORE ≥ S. 32 Geh, wohin dein Herz dich trägt IT 1996. Cristina Comencini. 110 Min. OmU

ZOOMANIA ≥ S. 45 US 2016. Byron Howard, Rich Moore 109 Min. DF 15:00 Uhr

28

Mo

BELLA E PERDUTA ≥ S. 31 Eine Reise durch Italien IT 2015. Pietro Marcello. 87 Min. OmU

29

Di

SUBURRA ≥ S. 33 IT 2015. Stefano Sollima 130 Min. OmU

30

Mi

SE DIO VUOLE ≥ S. 32 Um Himmels Willen IT 2015 Edoardo Falcone. 87 Min. OmU Klaus Lemke

Geliebt und verdrängt

Días de Cine

Verso Sud

OF Originalfassung DF Deutsche Fassung o.D. Ohne Dialog OmU Original mit deutschen UT


55

20:30 Uhr

22:30 Uhr

DIE BERGKATZE ≥ S. 37 DE 1921 Ernst Lubitsch. 85 Min. Stumm, dt. ZT Lecture: Anke Wilkening 20:15 Uhr

Do

17

WHITE HEAT ≥ S. 41 Sprung in den Tod. US 1949. Raoul Walsh. 114 Min. OF 20:15 Uhr

DIE AUSGESPERRTEN ≥ S. 43 AT 1982. Franz Novotny. 97 Min. Vorgestellt von: Julia Pirzer

Fr

18

ARMENIA ≥ S. 50 DE/AM/FR 2016 M. A. Littler. 84 Min. OmU 20:00 Uhr Zu Gast: M.A. Littler, Alain Croubalian

CREATURE FROM THE BLACK LAGOON ≥ S. 42 US 1954. Jack Arnold. 79 Min. 3D. OF

Sa

19

So

20

Mo

21

THE RISE AND FALL OF LEGS DIAMOND ≥ S. 41 J. D. der Killer US 1960. Budd Boetticher 101 Min. OF

Di

22

AGUIRRE, DER ZORN GOTTES ≥ S. 17 BRD 1972. Werner Herzog 93 Min.

Mi

23

SCHAU MICH NICHT SO AN ≥ S. 49 DE/MN 2015. Uisenma Borchu 88 Min. Mit Gästen und Podiumsdiskussion

Do

24

DOROTHEA ANGERMANN ≥ S. 22 BRD 1959. Robert Siodmak 105 Min.

PER AMOR VOSTRO ≥ S. 30 Aus Liebe zu euch IT 2015. Giuseppe M. Gaudino. 109 Min. OmU 19:00 Uhr Zu Gast: Giuseppe M. Gaudino

PER AMOR VOSTRO ≥ S. 30 Aus Liebe zu euch IT 2015. Giuseppe M. Gaudino. 109 Min. OmU 22:15 Uhr Zu Gast: Giuseppe M. Gaudino

Fr

25

LATIN LOVER ≥ S. 31 IT 2015. Cristina Comencini. 104 Min. OmU 19:00 Uhr Zu Gast: Cristina Comencini

LATIN LOVER ≥ S. 31 IT 2015 Cristina Comencini. 104 Min. OmU 22:00 Uhr Zu Gast: Cristina Comencini

Sa

26

SUBURRA ≥ S. 33 IT 2015. Stefano Sollima 130 Min. OmU 20:15 Uhr

So

27

VERGINE GIURATA ≥ S. 33 Sworn Virgin IT/AL 2015. Laura Bispuri 87 Min. OmU

Mo

28

IL PIÙ BEL GIORNO DELLA MIA VITA ≥ S. 34 Der schönste Tag in meinem Leben IT 2002. Cristina Comencini. 100 Min. OmU

Di

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MILIONARI ≥ S. 34 The Prince of Crime IT 2014. Alessandro Piva. 98 Min. OmeU

Mi

30

Klassiker

Late Night

OmeU Original mit engl. UT

Treppe 41

Kinderkino

Specials

Omdt/frU Original mit deutschen und französischen Untertiteln


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SERVICE Kino des Deutschen Filmmuseums Schaumainkai 41 · 60596 Frankfurt am Main Information & Ticketreservierung: Tel.: 069 - 961 220 220 Kino kino-des-deutschen-filmmuseums.de Eintrittspreise Regulär: 7,- Euro Ermäßigt (Schüler/Studenten – gilt nicht für Studierende der Universität des 3. Lebensalters U3L): 5,- Euro, Schwerbehinderte: 3,50 Euro Filme mit Gästen, Musikbegleitung, Lecture, 3D: 2,- Euro Zuschlag Für Frankfurt-Pass-Inhaber ermäßigen sich die regulären Preise um die Hälfte. Kinderkino Für Kinder und begleitende Erwachsene: 3,50 Euro; 3D: 1,- Euro Zuschlag Kinocard Ermäßigter Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen Jahresbeitrag: 30,- Euro · ermäßigt: 20,- Euro Ticket: je 4,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Für Sonderveranstaltungen: 1,50 Euro Zuschlag Freundeskreis Freunde des Kinos erhalten die Kinocard, Vorzugskarten bei ausgewählten Filmveranstaltungen und bekommen das aktuelle Programm sowie den wöchentlichen Newsletter zugeschickt. · Jahresbeitrag: 30,- Euro · unter 30-Jährige: 20,- Euro. Freunde des Museums erhalten freien Eintritt in alle Ausstellungen, Einladungen zu den Eröffnungen, den Newsletter und exklusive Informationen zu den Ausstellungen. Jahresbeitrag: 65,- Euro · unter 30-Jährige: 55,- Euro. Informationen: freunde-deutsches-filmmuseum.de freunde@deutsches-filminstitut.de Freunde von Kino und Museum erhalten zusätzlich: Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und zehn Prozent Ermäßigung auf Kataloge zu aktuellen Ausstellungen Jahresbeitrag: 95,- Euro · unter 30-Jährige: 80,- Euro Special für zwei Personen: 160,-Euro · unter 30-Jährige: 130,- Euro Förderkreis Die Mitglieder des Förderkreises tragen entscheidend dazu bei, dass das Deutsche Filminstitut neue attraktive Projekte initiieren kann. Bisher sind im Förderkreis rund 70 Persönlichkeiten engagiert, die die Vermittlung von Filmkultur im Haus am Schaumainkai besonders großzügig unterstützen. Förderkreis-Mitglieder erhalten freien Eintritt in die Ausstellungen und ins Kino. Der Jahresbeitrag beträgt für Privatpersonen 500 Euro, für Unternehmen mindestens 1000 Euro. Kontakt: 069 - 961 220 226 oder foerderkreis@deutsches-filminstitut.de Newsletter Unser wöchentlicher Newsletter informiert per E-Mail über Kino- und Ausstellungs-Programme. Anmeldung unter newsletter.deutsches-filmmuseum.de Programmheft Das monatlich erscheinende Programmheft liegt aus im Deutschen Filmmuseum sowie an ausgewählten Orten in Frankfurt und der Region. Mobilitätspartner des Deutschen Filminstituts

Gegen Vorlage eines ŠKODA-Autoschlüssels erhält der Autobesitzer freien Eintritt in unsere Dauer- und Sonderausstellung.


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Museum · deutsches-filmmuseum.de Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen Dauerausstellung Eintrittspreise: 6,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Sonderausstellung Die Kunst von Aardman. Wallace & Gromit, Shaun das Schaf & Co. 12. Juni bis 29. Januar 2017 · Eintrittspreise: 7,- Euro · ermäßigt: 5 Euro Kombiticket: Dauerausstellung und Sonderausstellung: 10,- Euro · ermäßigt: 7,- Euro Für Studierende der Goethe-Universität Frankfurt sowie für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt in die Ausstellungen frei Museumspädagogik und Filmvermittlung Offenes Filmstudio am Wochenende (Ort: 4. Stock) Samstags und sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr Kostenfreies Angebot, Anmeldung nicht erforderlich Aktiv im Filmmuseum Nach Absprache: Führungen für Privatpersonen und Unternehmen (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Filmanalyse (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Seminare, Workshops (35,- bis 120,- Euro) und Kindergeburtstage (90,- Euro), jeweils plus ermäßigter Eintritt pro Person Nähere Informationen, Preise und Anmeldung unter: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de Tel.: 069 - 961 220 223 · mupaed.deutsches-filmmuseum.de Öffentliche, kostenfreie Führungen (Anmeldung nicht erforderlich; die Teilnehmer bezahlen lediglich den reg. Eintritt) Dauerausstellung: jeden Sonntag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 1. Stock Sonderausstellung: jeden Samstag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 3. Stock Service filmcafé Das filmcafé ist bis zum Beginn der letzten Kinovorstellung geöffnet. Flaschengetränke können mit ins Kino genommen werden. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln U1, U2, U3, U8 (Schweizer Platz) · U4, U5 (Willy-Brandt-Platz) Straßenbahn 15/16 (Schweizer-/Gartenstraße) Buslinie 46 (Museumsuferlinie 46) Lecture & Film: Eine Veranstaltungsreihe des Deutschen Filmmuseums, des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe Universität und des Kulturamts der Stadt Frankfurt.

Mitglieder und Förderer


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Rückblick

Lucas erfolgreich mit neuem Konzept Rund 6700 Besucher/innen erlebten bei LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans Kinovorstellungen und Gespräche mit Filmemacher/innen aus der ganzen Welt. Kinder und Jugendliche waren als Jurymitglieder aktiv, interviewten Filmschaffende, gestalteten das Filmprogramm mit und moderierten die Filmgespräche. Die größte Überraschung bei der Preisverleihung erlebten zwei der Jungregisseur/innen von LIFE ON THE BORDER (IQ/SY 2015): Sami Hossein und Basmeh Soleiman erhielten jeweils eine Kamera, finanziert von Rainer Ballwanz und vom Rotary Airport Club. Klare Botschaft: Macht weiter! Mehr Informationen: lucas-filmfestival.de/ zukunftswerkstatt/

Prof. Dr. Heinz Zielinski überreichte Sami Hossein und Basmeh Soleiman die Kameras.

Tagung „Film, Flucht und Interkultur“ (21. bis 23. September 2016) Rund 150 Teilnehmer/innen – Aktive in Filmbildung, Kino- und Festivalszene mit und ohne Fluchterfahrung – warfen bei der Tagung „Film, Flucht und Interkultur“ Ende September einen prüfenden Blick auf die bisherige Praxis in der Filmvermittlung und erarbeiteten neue Perspektiven für die deutsche Kulturarbeit. In Kürze erscheint ein Praxisleitfaden, der Empfehlungen für die Arbeit in der Filmvermittlung mit Geflüchteten gibt. Eine Onlinedokumentation der Tagung, die auf den Websites der Bundeszentrale für Politische Bildung und des Deutschen Filminstituts erscheint, ist in Arbeit.

Veranstalter:


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Deutsches Filmmuseum Deutsches Filminstitut Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main www.deutsches-filmmuseum.de


Filmmuseum November 2016 61

Kinoprogramm Ausstellungen ¡ Projekte

Filmmuseum November 2016  

Kinoprogramm, Ausstellungen, Projekte des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main. (c) Deutsches Filminstitut

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