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Filmmuseum August 2015 Kinoprogramm Ausstellungen 路 Projekte


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Information & Ticketreservierung ≥ Tel. 069 - 961 220 220

Impressum Herausgeber: Deutsches Filminstitut – DIF e.V. Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main Vorstand: Claudia Dillmann, Dr. Nikolaus Hensel Direktorin: Claudia Dillmann (V.i.S.d.P.) Presse und Redaktion: Frauke Haß (Ltg.), Sarah Hujer Texte: Marie Brüggemann, Natascha Gikas, Winfried Günther, Monika Haas, Frauke Haß, Sarah Hujer, Urs Spörri, Treppe 41 Vorführer/innen: Christian Appelt, Michael Besser, Pramila Chenchanna, Hans-Peter Marbach, Günther Volkmann Gestaltung: Optik — Jens Müller www.optik-studios.de Druck: Fißler & Schröder – Die Produktionsagentur 63150 Heusenstamm Anzeigen (Preise auf Anfrage): Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 069 - 961 220 222 E-Mail: presse@deutsches-filminstitut.de Abbildungsverzeichnis: Alle Abbildungen stammen aus dem Bildarchiv des Deutschen Filminstituts, sofern nicht anders verzeichnet. Titelmotiv: Aus dem Film Prêt-à-porter (US 1994)

MODE IM FILM

COCO AVANT CHANEL ≥ Seite 23


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INHALT Film und Games: Sonderausstellung MiniFilmclub: Resümee

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Filmprogramm Carte Blanche: Pepe Danquart Mode im Film Film und Games: Filmreihe Museumsuferfest Klassiker & Raritäten: Kostas Murkudis Kinderkino Junger Filmclub Treppe 41

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Specials Kölner Gruppe Was tut sich: Mittellange Filme Was tut sich: COCONUT HERO

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Service Programmübersicht Eintrittspreise/Anfahrt Gästebuch und Vorschau

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FILM UND GAMES WARGAMES ≥ Seite 26


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AUSSTELLUNG


Blick in die Ausstellung: Die Architektur der Räume ist inspiriert vom Film TRON (US 1982, R: Steven Lisberger)

Die Ausstellung wird gefördert von: Stadt Frankfurt am Main, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Gamescom/BIU, Hessische Kulturstiftung, Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung Medienpartner: Frankfurter Allgemeine Zeitung, TV Spielfilm, Journal Frankfurt, Intro, Retro Gamer, Gamers Global

Film und Games. Ein Wechselspiel Ausstellung, Filmreihe, Katalog, Begleitprogramm 1. Juli 2015 bis 31. Januar 2016 Ping – pong – ping – pong: zwei Striche links und rechts, dazwischen ein Punkt als „Ball“: Mit dem GameKlassiker Pong (Atari 1972) beginnt der kurze Zusammenschnitt, der die Eröffnungs-Gäste auf die Ausstellung Film und Games einstimmt. Die rasante Entwicklung seit den ersten Anfängen der ComputerspielGeschichte wird in den folgenden Szenen deutlich. Bald geht das „Ping – pong“ in eine pulsierende, treibende Musik über, die den Betrachter durch die Welt der Filme und Spiele katapultiert: In Tron (Midway Games 1982) flitzen neonfarbene Motorräder über den Bildschirm, Lara Croft zeigt sich als Computerspielheldin ebenso todesmutig wie im zugehörigen Film, und die Szenen aus Red Dead Redemption (Rockstar Games 2010) könnten auch aus einem Westernfilm stammen. Mehrere hundert Besucher waren zur Eröffnung der Sonderausstellung Film und Games. Ein Wechselspiel gekommen, um einen ersten Blick in die Schau zu werfen und den Verbindungen und Unterschieden zwischen Film und Videospiel

nachzuspüren. Der Blick auf die beiden Medien geht in der Ausstellung, wie es von einem Filmmuseum zu erwarten ist, immer vom Film aus, betonte Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filmmuseums, in ihrer Eröffnungsansprache. Alle Redner des Abends hoben die kulturelle Bedeutung der Games hervor, die in ihren Anfängen – ebenso wie der Film – Anfeindungen und „kulturpessimistischen Verdikten“ ausgesetzt waren. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, betrachtet das Spielen von Games gar als Fortbildungsmaßnahme: Welcher Kranfahrer und welcher Chirurg komme heute noch ohne Bildschirme und Joysticks aus? Vor der Eröffnung war im Kino des Deutschen Filmmuseums der European Innovative Games Award verliehen worden. Die Auszeichnung ging an Bounden vom Studio Game Oven, eine Tanz-App nach einer Choreographie des niederländischen Nationalballetts.


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AUSSTELLUNG

Kurator Andreas Rauscher führt durch die Ausstellung.

Pressestimmen »Sehr überzeugend vermittelt [die Ausstellung] die parallele Wiederkehr klassischer Kinogenres, die sich buchstäblich per Mausklick abrufen lassen.« (Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau, 30. Juni 2015)

»Eine Gefahr für die Filmindustrie sind Computerspiele aber nicht. Die beeindruckende Ausstellung zeigt vielmehr: Computerspiele sind längst eine eigenständige Kunstform.« (Simone Schlosser, Deutschlandfunk, 30. Juni 2015)

»Dass auch Computerspiel nicht gleich Computerspiel ist, hat auch derjenige, der nicht so gerne ›zockt‹ [...] verstanden, wenn der Rundgang durch die Frankfurter Ausstellung beendet ist. Schließlich gibt es nicht nur Arthouse-Kino [...], sondern auch ›Art Games‹ [...].« (Eva-Maria Magel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Juli 2015)

»Dass es die erste große Sonderausstellung zu diesem Themenkomplex in einem deutschen Museum überhaupt ist, mag man kaum für möglich halten.« (Alexander Jürgs, Die Welt, 2. Juli 2015)

»Das Deutsche Filmmuseum Frankfurt hat die Zeichen der Zeit erkannt und leistet Pionierarbeit.« (Alexander Matzkeit, epd Film, 7/2015) »Die Ausstellung bildet visuell beeindruckend den Reifeprozess einer nicht mehr ganz jungen Beziehung ab.« (Valentina Hirsch, 3sat Kulturzeit, 1. Juli 2015)

»Nie zuvor wurde die kreative, kulturelle, aber auch kommerzielle Verzahnung des Hollywood-Kinos und der Videospiel-Industrie so eindrucksvoll vorgeführt.« (Marc Rybicki, Frankfurter Neue Presse, 30. Juni 2015)


Nikolaus Hensel, Vorstand des Deutschen Filminstituts, und Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filmmuseums, mit Markus Frank, Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt.

Eröffnung mitten in der Hitzewelle: Im Foyer verfolgen Gäste die Übertragung aus dem Kino.

Alles im Zeichen der Games: Sogar am DJ-Pult konnten die Besucher spielen.


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AUSSTELLUNG

LufTraum h_da-Studierende entwickeln interaktive Installation Einen ungewöhnlichen Ausstellungsort hat das Deutsche Filmmuseum in seinem Foyer geschaffen: Der sogenannte Luftraum erstreckt sich über vier Geschosse und bietet eine Projektionsfläche von vier mal 14 Metern. Anlässlich der Ausstellung Film und Games ist dort eine Installation zu sehen, die von jedem Stockwerk aus vom Publikum aktiv mitgestaltet werden kann. Entwickelt haben den „LufTraum“ Studierende des Masterstudiengangs „Leadership in the Creative Industries“ aus dem Fachbereich Media am Mediencampus der Hochschule Darmstadt (h_da) in Dieburg. Im LufTraum haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ihre Wünsche und Träume zu formulieren und aktiv auf die Installation einzuwirken.

Im Erdgeschoss kann das Publikum einen Wunsch oder Traum auf einer scheinbar altmodischen Schreib­ maschine eintippen, woraufhin dieser, künstlerisch visualisiert und mit Fragmenten aus Filmen angereichert, im Luftraum auf die Reise geht. Auf dem Weg in die Filmund-Games-Ausstellung im dritten Stock passieren die Besucher weitere Stationen, an denen sie die eigenen wie auch fremde Wünsche und Träume ablenken und somit verändern können: Sie sprechen etwa in ein Dosentelefon, bedienen einen Kompass oder berühren eine Metallhand. Auf jeder Etage kann der Weg der Wünsche und Träume beobachtet werden. www.installation-luftraum.de


≥ DIE FILMREIHE ZUR AUSSTELLUNG FINDEN SIE AUF DEN SEITEN 26-28 Film und Games After Work Zu einem entspannten Feierabend in der Ausstellung Film und Games lädt das Deutsche Filmmuseum während der Laufzeit der Ausstellung. Immer am zweiten Mittwoch im Monat führen fachkundige Mitarbeiter durch die Filmund Videospielwelt der Schau und erzählen Hintergrundgeschichten zu den Exponaten. Bei einem Glas Wein gibt es im Anschluss die Gelegenheit zum Austausch mit den anderen Teilnehmern und Museumsmitarbeitern.

Nächster Termin Mittwoch, 12. August, 19 Uhr Mit freundlicher Unterstützung von

Skyrim (Bethesda Softworks, 2011)

Stummspielabend: Live-Vertonung von Videospielen Game-Klassiker mit Bezug zum Film werden beim Stummspielabend im Foyer der Ausstellung Film und Games live gespielt und kommentiert. Vor allem aber wird das Geschehen musikalisch begleitet, und zwar von Marco Hofmann, Pianist und Klavierlehrer, der auf der Tastatur eines Synthesizers improvisiert.

Termin Samstag, 29. August, 19 Uhr Eintritt mit Museumsuferfest-Button frei


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AKTUELLES

Junge Filmfans entdecken große Werke Erfolgreiches Pilotprojekt MiniFilmclub im Deutschen Filmmuseum

Drei Gruppen aus dem Sachsenhäuser Kinderladen Grüne Soße (Träger: Sozialpädagogischer Verein zur familienergänzenden Erziehung e. V.) und dem städtischen Kinderzentrum Stieglitzenweg in Unterliederbach haben in den vergangenen Monaten an jeweils elf Vormittagen das Filmmuseum erobert und kurze Avantgardefilme im Kino gesehen. Konzipiert und entwickelt wurde der MiniFilmclub im Rahmen des

Foto: Sabine Imhof

Vor der Leinwand im Kino drängen sich Kinder um einen Tisch, alle wollen etwas sehen und alle wollen mitmachen. In der Mitte des Gewusels: Ein Filmstreifen, eine Klebepresse und Filmvorführer Michael Besser. „Ich will schneiden!“ „Ich will kleben!“ – die Kinder wissen, was zu tun ist. Sie sind Mitglieder des MiniFilmclub, der im September 2014 als Pilotprojekt des Deutschen Filminstituts in seine Erprobungsphase ging und dessen erfolgreichen Verlauf die Teilnehmer im Juni mit einem Abschlussfest für Kinder und Eltern im Filmmuseum feierten. Den Filmstreifen haben die Kinder während des Projekts mit Stiften und Stempeln bemalt, beim Abschlussfest kleben sie ihn zu einer Schleife zusammen, die Besser dann im Vorführraum in den 35mm-Projektor einlegt. Die versammelten Eltern sehen einen ganz besonderen Experimentalfilm, entstanden unter der Regie ihrer Kinder.

Spielerisch erkunden die Kinder des MiniFilmclub das Medium Film.


Foto: Sabine Imhof

Auf dem Filmstreifen ist ohne Lupe kaum etwas zu erkennen, auf der Leinwand ist dann alles überlebensgroß!

Projekts „Kunst und Spiele“ der Robert Bosch Stiftung. Kulturinstitutionen und Bildungseinrichtungen haben sich im Team vorgenommen, in ständigem Austausch untereinander und begleitet von Fortbildungen, geeignete Formate frühkindlicher kultureller Bildung zu erarbeiten, zu erproben und im Programm der Kultureinrichtung zu verankern. Christine Kopf, Leiterin der Abteilung Filmvermittlung am Deutschen Filminstitut, und Museumspädagogin Daniela Dietrich freuen sich über das gelungene Experiment. Die jungen Cinephilen hätten sich beim Filmsehen im Kino und beim anschließenden film-inspirierten praktischen Gestalten ihren ganz eigenen Zugang zur Avantgardekunst erschlossen. So gehörten jetzt etwa Len Lyes experimenteller Animationsfilm RAINBOW DANCE (GB 1936), oder Jan Švankmajers SPIEL MIT STEINEN (AT 1965) ebenso zu ihrem Erfahrungsschatz wie die zahlreichen narrativen (Animations-)Filme, die ihren Alltag sonst bestimmten. Dazu Christine Kopf: „Wir haben wahrhaftig Pionierarbeit geleistet, denn obwohl Vierjährige bei uns oft hochgradig mediensozia-

lisiert sind und Filme im Fernsehen oder auf dem Tablet der Eltern sehen, spielt Film in der Ausbildung von Erzieherinnen kaum eine Rolle. Die Teilnahme an ‚Kunst und Spiele’ ermöglichte es uns, ein Format zu entwickeln, welches Film auch als Kunstform in der frühkindlichen kulturellen Bildung verankert.“ Neue MiniFilmclubs mit weiteren Kitas sollen Ende des Jahres starten, damit wird das Format dauerhaft als Angebot für Vorschulgruppen in das Programm des Filmmuseums aufgenommen. Eine DVD mit den Filmen, die sich im Pilotprojekt als geeignet erwiesen, sowie eine Textsammlung zur Fortbildung pädagogischer Fachkräfte sind in Planung – zusätzliche Mittel hat die Robert Bosch Stiftung soeben dafür zugesagt. Die Kinder der Kita Grüne Soße trugen zum Abschluss ein eigens fürs finale Fest gedichtetes Lied vor. Man merkt ihnen die Begeisterung für das, was sie singen, an: „Film, Film, Film, Film!“


Foto: Jim Rakete

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Carte Blanche: Pepe Danquart Das Deutsche Filmmuseum ehrt den Regisseur und Oscar®-Preisträger Pepe Danquart mit einer Carte Blanche: In der Wunschfilmreihe zeigt er neun Filme, die ihn nachhaltig geprägt und beeinflusst haben. Er stellt Herbert Achternbuschs BIERKAMPF neben Quentin Tarantinos RESERVOIR DOGS und präsentiert Klassiker von Yasujirō Ozu, Wim Wenders und John Cassavetes. Am Donnerstag, 13. August, ist Pepe Danquart im Kino zu Gast und stellt seinen Film NACH SAISON vor, in dem er 1994 den UN-Sondergesandten Hans Koschnick ins umkämpfte Kriegsgebiet im bosnischen Mostar begleitete. Pepe Danquart, geboren 1955 in Singen/Hohentwiel, war 1977 Mitbegründer des Filmkollektivs der Medienwerkstatt Freiburg, das mit radikalen politischen Videos zu gesellschaftlichen Debatten Stellung bezog. 1994 erhielt Danquart den Oscar® für seinen Kurzfilm SCHWARZFAHRER. Als Regisseur, Produzent und Autor schuf er zahlreiche preisgekrönte Filme, unter anderem eine Sporttrilogie zu Eishockey (HEIMSPIEL, DE 1999), Tour de France (HÖLLENTOUR, DE 2004), und Extrembergsteigen (AM LIMIT, DE/AT/US 2007). Viel Beachtung fanden auch sein Dokumentarfilm JOSCHKA UND HERR FISCHER (DE 2011) sowie zuletzt LAUF JUNGE LAUF (DE/FR/PL 2013), den er in der Reihe „Was tut sich – im deutschen Film?“ vorstellte. Pepe Danquart ist Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie und lehrt als Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.


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NACH SAISON Deutschland 1997. R: Pepe Danquart, Mirjam Quinte Dokumentarfilm. 125 Min. 35mm. OmU

Zu Gast: Pepe Danquart

Vorfilm PLAYBOYS DE 1997 R: Pepe Danquart 12 Min. 35mm

Der deutsche EU-Sondergesandte Hans Koschnick kommt im Sommer 1994 in die von zwei Bürgerkriegen zerstörte Stadt Mostar. Der Friede ist brüchig, das Misstrauen zwischen den beiden Bevölkerungsteilen groß: Der Westen ist kroatisch, die Muslime leben im Osten. Durch Mostar zieht sich eine unsichtbare Grenze mit einem Übergang, den die Bewohner „Checkpoint Charly“ nennen. Pepe Danquart und Mirjam Quinte begleiten Koschnick zwei Jahre lang und liefern Einblicke in eine Gesellschaft, die von Krieg und Hass gezeichnet ist. NACH SAISON war für den Deutschen Filmpreis nominiert.

Donnerstag, 13.08. 20:15 Uhr Vor dem Film spricht Urs Spörri (Deutsches Filminstitut) mit Pepe Danquart über seine Filmauswahl

THE THIRD MAN Der dritte Mann GB 1949. R: Carol Reed. D: Orson Welles, Joseph Cotten, Alida Valli. 105 Min. Blu-ray. OmU

THE THIRD MAN zählt zu den Meilensteinen des europäischen Nachkriegskinos – nicht zuletzt dank der unvergesslichen Musik des Zitherspielers Anton Karas. Nach einer Vorlage von Graham Greene drehte Carol Reed innerhalb von nur fünf Wochen eine Mixtur aus Krimi, Thriller und Melodram um einen US-amerikanischen Schriftsteller, der sich im geteilten NachkriegsWien auf die Suche nach seinem zynischen Freund Harry Lime macht. Pepe Danquart hat einen ganz persönlichen Bezug zu THE THIRD MAN, spielte doch Alida Valli im letzten Film vor ihrem Tod unter Danquarts Regie, in SEMANA SANTA (GB/FR/DE/ES/IT/DK 2002).

Samstag, 01.08. 20:30 Uhr


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CARTE BLANCHE: Pepe Danquart THE DEER HUNTER Die durch die Hölle gehen USA 1978. R: Michael Cimino. D: Robert De Niro, Christopher Walken, John Cazale, Meryl Streep. 183 Min. DCP. OmU

Sonntag, 02.08. 20:00 Uhr Donnerstag, 06.08. 20:00 Uhr

THE DEER HUNTER ist ein Antikriegsfilm, der Pepe Danquart maßgeblich beeinflusst hat. Regisseur Michael Cimino drehte sein episches Meisterwerk nur drei Jahre nach Ende des Vietnamkrieges. Die Protagonisten Michael, Steven und Nick sind drei befreundete russischstämmige Stahlarbeiter aus Pennsylvania, die gemeinsam in einen sinnlosen Krieg ziehen müssen. In Gefangenschaft bei den Vietcong werden sie gezwungen, „Russisches Roulette“ zu spielen – eine Metapher, die für internationales Aufsehen sorgte. Die sowjetische Delegation reiste 1979 geschlossen von der Berlinale ab, Ciminos Film gewann im selben Jahr fünf Oscars®. BAKUSHŪ Weizenherbst Japan 1951. R: Yasujirō Ozu. D: Setsuko Hara, Chishū Ryū, Chikage Awashima. 124 Min. 35mm. OmeU

Freitag, 07.08. 18:00 Uhr Samstag, 22.08. 20:30 Uhr

„Irgendwo weint jetzt wohl ein Kind“, sagt ein alter Mann, als ein Luftballon am Himmel vorbeigeweht wird. Diese Szene beschreibt sehr gut die Stimmung in BAKUSHŪ, einem Meisterwerk Yasujirō Ozus, das erst nach dem Tod des japanischen Regisseurs in Deutschland bekannt wurde. Als Marniya Noriko darin gegen ihren Willen eine Zweckehe eingehen soll, heiratet sie im Geheimen einen Jugendfreund. Es folgt ein Eklat, den Ozu brillant in scheinbar schlichten Bildern auf die Leinwand zaubert. Pepe Danquart sah den Film als Jugendlicher im Kommunalen Kino Freiburg, wo ihn die fremde Kultur, das Spiel mit Nähe und Distanz sowie das Kino zwischen Tradition und Moderne stark beeindruckte.


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BIERKAMPF BRD 1977. R: Herbert Achternbusch. D: Herbert Achternbusch, Annamirl Bierbichler, Josef Bierbichler. 85 Min. 16mm

Während des Oktoberfests schlüpft der Trinker Herbert in eine gestohlene Polizeiuniform. Um sich seiner neuen Position zu vergewissern, fängt er an, Besucher des Volksfestes zu maßregeln. Immer wieder kommen Zweifel an der Legitimität des Polizisten auf, doch die Autorität seiner Uniform zerstreut jedes Misstrauen. Als die „richtige“ Polizei ihn schließlich aufspürt, kommt es zu einem tragischen Ereignis. Achternbusch drehte seinen Film beim Oktoberfest 1976. Sein „eingreifendes Kino“ (O-Ton Danquart) kann mit seiner absurden und anstößigen Attitüde analog zu den Filmen der Medienwerkstatt Freiburg gedeutet werden.

Samstag, 08.08. 20:30 Uhr

MOARTEA DOMNULUI LAZARESCU Der Tod des Herrn Lazarescu Rumänien 2005. R: Cristi Puiu. D: Ion Fiscuteanu, Luminita Gheorghiu, Doru Ana. 150 Min. 35mm. OmeU

Voll schwarzem Humor zeigt Cristi Puiu den Tod des Herrn Lazarescu und karikiert tragikomisch die Zustände im rumänischen Gesundheitswesen. Lazarescu, ein 63-jähriger Rentner, lebt mit seinen drei Katzen alleine in einer Mietwohnung im Bukarester Plattenbau. Aus Kopfschmerz und Magendrücken entwickelt sich für ihn eine nächtliche Krankenhaus-Odyssee. Mit ihrem „beteiligten Realismus“ (O-Ton Danquart) kreierten die Filmemacher der Romanian New Wave einen Stil, der seit dem Jahr 2000 international für Furore sorgt. MOARTEA DOMNULUI LAZARESCU wurde 2005 in Cannes uraufgeführt und erhielt die Auszeichnung „Un Certain Regard“. In Deutschland kam der Film nie regulär in die Kinos.

Sonntag, 09.08. 20:15 Uhr Mittwoch, 12.08. 20:15 Uhr


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CARTE BLANCHE: Pepe Danquart PARIS, TEXAS BRD/Frankreich/Großbritannien 1984. R: Wim Wenders D: Harry Dean Stanton, Nastassja Kinski. 147 Min. DCP. engl. OmU

Anlässlich des 70. Geburtstags von Wim Wenders

Freitag, 14.08. 18:00 Uhr

Ein Klassiker von Wim Wenders: In PARIS, TEXAS irrt Travis halb verdurstet durch die texanische Wüste, vor Jahren bereits zerbrach seine Familie. Jahrelang war er wie vom Erdboden verschluckt, dann taucht er, ohne Erinnerung an seine Vergangenheit, in Devil’s Graveyard auf. Mithilfe seines Bruders gelingt es ihm, Sprache, Erinnerung und seinen Sohn wiederzufinden. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach seiner Frau Jane. Laut Pepe Danquart ist Wenders der prägendste Filmstar Deutschlands, da er seinen Rhythmus gegen jeden Zeitgeist und jede Mode einer inneren Stimme folgend entwickelt. HUSBANDS Ehemänner USA 1970. R: John Cassavetes D: Ben Gazzara, Peter Falk, John Cassavetes. 138 Min. DCP. OF

Samstag, 15.08. 20:00 Uhr Freitag, 21.08. 18:00 Uhr

John Cassavetes ist ein großes Vorbild für Pepe Danquart, vor allem wegen seiner Radikalität und dem Glauben an seine Ästhetik. HUSBANDS handelt von den drei New Yorker Freunden Harry, Gus und Archie, die über vierzig und mehr oder weniger glücklich verheiratet sind. Als ein gemeinsamer Freund von ihnen stirbt, stürzen sie in eine Midlife-Crisis und beschließen, endlich wieder richtig zu leben. Eine Sauftour nach London soll ihr Neubeginn sein. Filmkritiker Gregor Torinos schrieb: „Selten hatte ich in einem Film so sehr das Gefühl, durch und durch echten Menschen zu begegnen, die man [...] trotz all ihrer offensichtlichen Fehler sofort in sein Herz schließen muss.“


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LA HORA DE LOS HORNOS: NOTAS Y TESTIMONIOS SOBRE EL NEOCOLONIALISMO, LA VIOLENCIA Y LA LIBERACIÓN Stunde der Hochöfen Argentinien 1968. R: Octavio Getino, Fernando Ezequiel Solanas Teil 1: 90 Min. 16mm. OmeU · Teil 2: 127 Min. 35mm. OmeU · Teil 3: 45 Min. 35mm. OmeU

LA HORA DE LOS HORNOS ist einer der berühmtesten Essayfilme Lateinamerikas und gilt als Schlüsselwerk des politischen Kinos. Das Filmemachen als Revolution und das Leben von „Pepe“ Solanas – vom Filmemacher zum Präsidentschaftskandidaten, der später verfolgt wurde – bewegte Pepe Danquart sehr. Der Film versteht sich als Agitations- und Propagandafilm gegen die neokolonialistische Repression. Gedreht wurde er im Untergrund, fertiggestellt auf der Flucht ins Exilland Italien. In einer orgienhaften Montage aus Ton, Bild und Text erzählt der Film von Abhängigkeiten, Ausbeutung und Unterdrückung in Argentinien Ende der 1960er-Jahre.

Sonntag, 16.08. 20:30 Uhr (Teil 1) Mittwoch, 19.08. 20:00 Uhr (Teil 2 & 3)

WHORES' GLORY Österreich/Deutschland 2011. R: Michael Glawogger Dokumentarfilm. 110 Min. DCP. OmU

In WHORES’ GLORY porträtiert Michael Glawogger Frauen, die in Thailand, Bangladesh und Mexiko von der Prostitution leben. Ihre Beweggründe sind so unterschiedlich wie die Traditionen des jeweiligen Landes. Einige Frauen streben nach schnellem Geld und wissen ihr Geschäft professionell umzusetzen, während andere von Armut und Aussichtslosigkeit getrieben sind. Der Dokumentarfilm zeigt, wie dicht Glamour und Elend im Beruf der Prostituierten beieinander liegen und lässt den Zuschauer nah an die Protagonistinnen heran. Produziert wurde WHORES´ GLORY von Pepe Danquart, der über den tragischen Malaria-Tod Glawoggers sagt: „Er starb und lebte, wie seine Filme waren.“

Mittwoch, 26.08. 20:30 Uhr


CARTE BLANCHE: Pepe Danquart

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RESERVOIR DOGS Reservoir Dogs – Wilde Hunde USA 1992. R: Quentin Tarantino D: Harvey Keitel, Tim Roth, Michael Madsen. 99 Min. 35mm. OmU

Freitag, 28.08. 18:00 Uhr Samstag, 29.08. 20:30 Uhr

Das Regiedebüt von Quentin Tarantino: Acht Männer sitzen in einem Lokal, jeder kennt nur den Decknamen des anderen. Mr. White, Mr. Orange, Mr. Blonde, Mr. Pink, Mr. Blue, Mr. Brown (Tarantino selbst) und Nice Guy Eddie haben sich nie zuvor gesehen. Sie diskutieren inbrünstig über Madonnas „Like A Virgin“, doch ihr Ziel ist klar: Sie sollen einen Diamantenraub für Gangsterboss Joe Cabot ausführen. Der Plan misslingt, es kommt zur blutigen Schießerei mit der Polizei. Mit der gefeierten Premiere dieses Films 1992 beim Sundance Festival gelang Quentin Tarantino der Durchbruch. Pepe Danquart drehte mit seinem Kurzfilm PLAYBOYS (DE 1997, ≥ S. 13) eine Hommage an die legendäre Eröffnungssequenz von RESERVOIR DOGS.

ROLLEN SIE DEN ROTEN TEPPICH AUS... … im Deutschen Filmmuseum Ob für Firmenjubiläum, Tagung, Galaveranstaltung, gemütliches Get Together oder private Veranstaltung – wir bieten für jeden Anlass ein exklusives und individuelles Konzept am Frankfurter Museumsufer. Sprechen Sie uns an!

Tel. 069 - 961 220 540 events@deutsches-filminstitut.de


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MODE IM FILM Nicht nur Modeschöpfer, auch das Kino und der Film machen Mode: Filmkostüme prägen Look, Atmosphäre und Charakter eines Films ganz entscheidend mit und setzen neue, eigene Trends. Kostümbildner machen Karriere in der Modeindustrie, und bekannte Modemacher arbeiten für den Film – wie etwa die Modedesignerin Erika Segel-Reinhardt, die in den 1940er Jahren für die TOBIS Filmkunst GmbH als Kostümbildnerin tätig war und in den 1950er Jahren ein Modeatelier in Offenbach eröffnete. Ihre Arbeiten sind noch bis zum 4. Oktober im Historischen Museum Frankfurt zu sehen, in der Ausstellung „Seidenroben und Lederjacken. Das Modeatelier von Erika Segel-Reinhardt“. Das Kino des Deutschen Filmmuseums zeigt im August eine Auswahl an Spiel- und Dokumentarfilmen, die in der Welt der Mode spielen, Mode thematisieren oder Kostüme gekonnt in Szene setzen. Eine Sonderveranstaltung ist der Arbeit von Barbara Baum gewidmet, die im Juni mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde und am Sonntag, 30. August, im Kino des Deutschen Filmmuseums zu Gast sein wird.

In Kooperation mit


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MODE IM FILM FUNNY FACE Ein süßer Fratz USA 1957. R: Stanley Donen. D: Audrey Hepburn, Fred Astair, Kay Thompson. 103 Min. Blu-ray. OmU

Vorfilm PARISER MODEN FR 1914 Dokumentarfilm 7 Min. 16mm. dt. ZT

Sonntag, 02.08. 18:00 Uhr Dienstag, 04.08. 20:30 Uhr

Maggie Prescott, Herausgeberin des amerikanischen Modemagazins Quality, will ein neues Supermodel zur Quality-Frau aufbauen. Sie heuert den Modefotografen Dick Avery an, der durch Zufall die unscheinbare Buchhändlerin Jo Stockton entdeckt und sie überzeugt, für ihn Modell zu stehen. Gemeinsam reisen sie nach Paris, schießen Modefotos vor den größten Sehenswürdigkeiten – und Jo verwandelt sich in eine elegante Schönheit. Die Kostüme dieses Musicals wurden von Edith Head entworfen, der wohl bekanntesten Kostümbildnerin überhaupt, die die Kostüme zu fast 1.000 US-amerikanischen Filmen beisteuerte. THE DEVIL WEARS PRADA Der Teufel trägt Prada USA 2006. R: David Frankel. D: Meryl Streep, Anne Hathaway, Stanley Tucci, Simon Baker. 110 Min. 35mm. OF

Mittwoch, 05.08. 20:30 Uhr Sonntag, 09.08. 18:00 Uhr

Die Runway ist die einflussreichste Modezeitschrift New Yorks, ihre eisige und anspruchsvolle Chefredakteurin Miranda Priestley die mächtigste Frau der Modewelt. Keine Assistentin hält es lange bei ihr aus, und doch ist der Job heiß begehrt. Als die frischgebackene Universitätsabsolventin Andy Sachs, mehr graue Maus als Haute-CoutureLady, den Zuschlag erhält und eine Stelle als zweite Assistentin antritt, merkt sie bald, dass sie sich grundlegend ändern muss, um im Dschungel der Modewelt bestehen zu können. THE DEVIL WEARS PRADA, eine bissige Satire auf die Modewelt, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lauren Weisberger, einer ehemaligen Assistentin von Anna Wintour, Chefredakteurin der Vogue.


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ZOOLANDER USA 2001. R: Ben Stiller. D: Ben Stiller, Owen Wilson, Will Ferrell, Christine Taylor. 89 Min. 35mm. OF

Die Crème de la Crème der Modebranche sieht ihr Imperium bedroht, denn der malaysische Ministerpräsident will die Kinderarbeit abschaffen. Die Modeschöpfer beschließen, dass der Politiker beseitigt werden muss. Diesen nicht ganz einfachen Job soll das männliche Supermodel Zoolander erledigen – und damit beginnt das Chaos. Ben Stiller ist mit ZOOLANDER – als Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion – ein Geniestreich gelungen. Mit schrillen Kostümen und einem feinen Gespür für Zwischentöne wirft er einen intelligenten und zugleich komödiantischen Blick hinter die Fassaden der verrückten Fashion-Welt.

Donnerstag, 06.08. 18:00 Uhr Freitag, 07.08. 20:30 Uhr

Prêt-À-PORTER Ready to Wear USA 1994. R: Robert Altman. D: Marcello Mastroianni, Kim Basinger, Sophia Loren, Tim Robbins. 132 Min. Blu-ray. OmU

Auf der Pariser Frühjahrsmodenschau 1995 versammeln sich Gäste aus aller Welt: Modeschöpfer, Modejournalisten, Models und andere Prominente – und die Stimmung ist voller Erwartung und Aufregung. In Prêt-À-PORTER wirft Robert Altman in zahlreichen Episoden einen entlarvenden Blick auf die Modebranche mit ihren glamourösen Shows, den Ateliers, in denen bis zum Umfallen geschuftet wird, und den Laufstegen, auf denen sich Supermodels tummeln. Ein genau recherchierter Film, der mit Kostümen von Vivienne Westwood und einem einmaligen Schauspielerensemble glänzt: Selbst die kleinsten Nebenrollen sind mit Film- oder Modestars besetzt.

Dienstag, 11.08. 20:30 Uhr Sonntag, 16.08. 18:00 Uhr


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MODE IM FILM AUFZEICHNUNGEN ZU KLEIDERN UND STÄDTEN BRD/Frankreich 1988. R: Wim Wenders Dokumentarfilm. 81 Min. DCP. OmU

Donnerstag, 13.08. 18:00 Uhr Freitag, 14.08. 20:45 Uhr Anlässlich des 70. Geburtstags von Wim Wenders

Einen „Tagebuchfilm“ nannte Regisseur Wim Wenders seinen Dokumentarfilm AUFZEICHNUNGEN ZU KLEIDERN UND STÄDTEN. Er untersucht darin die Gemeinsamkeiten seines Handwerks, des Filmemachens, mit dem Handwerk des in Tokio lebenden Modedesigners Yohji Yamamoto. Dieser schockierte und revolutionierte zu Beginn der 1980er Jahre die Modewelt: Er kombinierte traditionelle Bekleidung mit zeitgenössischer Mode, um einen postmodernen Streetwear-Chic zu generieren. Wenders drehte den Film weitgehend als „Ein-MannTeam“. Entstanden ist eine überaus kluge Reflexion über das Wesen der Mode und des Films. YVES SAINT LAURENT Frankreich 2013. R: Jalil Lespert. D: Pierre Niney, Guillaume Gallienne, Charlotte Le Bon, Nikolai Kinski. 104 Min. DCP. OmU

Dienstag, 18.08. 20:30 Uhr Donnerstag, 20.08. 18:00 Uhr

Neben Coco Chanel und Christian Dior gehört Yves Saint Laurent zu den bedeutendsten Modeschöpfern des 20. Jahrhunderts. Nur fünf Jahre nach dessen Tod 2008 erzählt Jalil Lespert die Geschichte des hochtalentierten Nachwuchsdesigners, der 1953 nach Paris kommt, schon bald zur rechten Hand Christian Diors aufsteigt und nach dessen plötzlichem Tod zum künstlerischen Leiter des Hauses Dior wird. Nur wenige Jahre später gründet er sein Modelabel YSL und gilt bald als Modezar und Revolutionär des Modedesigns. Seine wegweisenden Schöpfungen boten Stoff und Anlass für Diskussionen, setzten gesellschaftliche Debatten in Gang und trugen zu einer Demokratisierung der Mode bei.


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COCO AVANT CHANEL Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft Frankreich 2009. R: Anne Fontaine. D. Audrey Tautou, Alessandro Nivola, Marie Gillain, Benoît Poelvoorde. 110 Min. 35mm. OmU

COCO AVANT CHANEL erzählt die Geschichte einer aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Frau auf ihrem Weg von der einfachen Schneiderin zur bedeutendsten Modeschöpferin des 20. Jahrhunderts: Ohne finanzielle Mittel, ohne Beziehungen und ohne Schulbildung, aber mit einem natürlichen Talent für Mode, nimmt die junge Gabrielle Chanel – später weltberühmt unter ihrem Spitznamen Coco – ihr Schicksal in die eigenen Hände. Vor allem die Leistung von Audrey Tautou in der Titelrolle und die eigens für den Film entworfenen, an den Stil von Chanel angelehnten Kostüme von Catherine Leterrier sind sehenswert.

Freitag, 21.08. 20:30 Uhr Sonntag, 23.08. 18:00 Uhr

KORA TERRY Deutschland 1940. R: Georg Jacoby D: Marika Rökk, Will Quadflieg, Josef Sieber. 109 Min. 35mm

Die ungleichen Zwillingsschwestern Kora und Mara treten gemeinsam als Artistinnen auf – bis Mara bei einem Auftritt stürzt und zunächst ans Bett gefesselt bleibt. Als sich ihr Geliebter Michael ihrer Schwester zuwendet, setzt sich Mara nach Algier ab, wo es zum tödlichen Streit zwischen den beiden Schwestern kommt. Der Revuefilm KORA TERRY bedeutete für Marika Rökk den Durchbruch zum Schauspielstar des deutschen Musikfilms. Die Entwürfe für die aufwändigen Revuekleider stammen von der Modedesignerin Erika Segel-Reinhardt.

Dienstag, 25.08. 20:30 Uhr Freitag, 28.08. 20:30 Uhr


MODE IM FILM

24

DIOR AND I Dior und ich Frankreich 2014. R: Frédéric Tcheng Dokumentarfilm. 89 Min. DCP. OmU

Donnerstag, 27.08. 18:00 Uhr Sonntag, 30.08. 18:00 Uhr

Der Dokumentarfilm DIOR AND I gewährt nie gesehene Einblicke in die Welt des Modehauses Dior und zeigt die zweimonatige Entstehung der ersten Haute-CoutureKollektion des neuen Chefdesigners Raf Simons. Nach der spontanen Ernennung des belgischen Modedesigners zum Kreativdirektor steht das gesamte Team vor einer großen Herausforderung. In opulenten Bildern, unterlegt mit Statements der Beteiligten, gelingt Regisseur Frédéric Tcheng die Verbindung zwischen ehrfürchtigem Staunen und journalistischer Beobachtung.

Kostüme: Barbara Baum

Jetzt erschienen. Ein prachtvoller Band über die Arbeit einer der angesehensten Kostümbildnerinnen Deutschlands. Mit 336 Abb. und Beiträgen von Hanna Schygulla, Volker Schlöndorff, Jessica Schwarz und vielen anderen. Erhältlich im Museumsshop des Deutschen Filmmuseums und unter www.shop-filmmuseum.de


25

DIE EHE DER MARIA BRAUN BRD 1979. R: Rainer Werner Fassbinder. D: Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Ivan Desny, Gisela Uhlen. 115 Min. DCP

Nach dem Film spricht Hans-Peter Reichmann (DIF) mit Barbara Baum über ihr Lebenswerk

Foto: Torsten Rith

Nur eine gemeinsame Nacht bleibt Maria und Hermann Braun nach ihrer Hochzeit mitten im Zweiten Weltkrieg, ehe Hermann an die Ostfront zurück muss. Bei Kriegsende gilt er als vermisst, und so meistert Maria mit Ehrgeiz, Klugheit und skrupellosem Charme ihren gesellschaftlichen Aufstieg. Sie hofft auf das zukünftige Glück mit Hermann, doch ihr Wunsch bleibt ihr verwehrt. Die Kostüme für den Film wurden von Barbara Baum entworfen. Das Kino des Deutschen Filmmuseums zeigt die im Juli in Köln erstmals präsentierte, neue 4k-Restaurierung.

Sonntag, 30.08. 20:00 Uhr

Barbara Baum ist eine der renommiertesten Kostümbildnerinnen Deutschlands mit einem besonderen Gespür für historische Stoffe. Nach einer Schneiderlehre studierte sie Kunst- und Kostümgeschichte und begann als Mode-Designerin zu arbeiten. Ihre Karriere beim Film ist eng mit Rainer Werner Fassbinder verbunden, den sie 1972 kennenlernte. Sie arbeitete zudem unter anderem mit Volker Schlöndorff, Heinrich Breloer und Bernd Eichinger zusammen und entwarf Kostüme für Meryl Streep, Jessica Schwarz und Maria Schrader. 2015 wurde sie beim Deutschen Filmpreis mit dem Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet. In der Ausstellung Fassbinder – JETZT im Martin-Gropius-Bau Berlin (noch bis 23. August) ist dem Schaffen von Barbara Baum ein kompletter Raum gewidmet.


26

FILM UND GAMES Filmreihe zur Ausstellung Die Filmreihe bringt Games-Verfilmungen und Filme mit Videospiel-Anleihen ins Kino. Im August wird aus bloßem Spiel bitterer Ernst: Die Protagonisten in TRON LEGACY und EXISTENZ tauchen physisch in die Gameswelt ein und müssen sich in der nun real gewordenen Umgebung unter Einsatz ihres Lebens durchschlagen. Ein vermeintliches Videospiel entpuppt sich als reales Kriegsszenario (WARGAMES) und ein Wetterfrosch hat wiederholt das immer gleiche „Level“ seines Lebens zu bestehen (GROUNDHOG DAY). WARGAMES War Games – Kriegsspiele USA 1983. R: John Badham D: Matthew Broderick, Dabney Coleman. 110 Min. 35mm. DF

Samstag, 01.08. 18:00 Uhr Mittwoch, 05.08. 18:00 Uhr

Auf der Suche nach neuen Computerspielen gerät ein Schüler in ein Programm des Pentagon und beginnt, ein „Kriegsspiel“ zu spielen – nicht ahnend, dass er dadurch die Vorbereitungen zu einem realen Atomkrieg gegen die Sowjetunion ins Rollen bringt. Als er seinen Irrtum bemerkt, versucht er, das Programm zu stoppen. WARGAMES war thematisch seiner Zeit weit voraus und wurde zu einem Kultfilm unter Jugendlichen der 80er Jahre.


27

TRON LEGACY USA 2010. R: Joseph Kosinski D: Jeff Bridges, Garrett Hedlund. 127 Min. 3D. DCP. OF

Kevin, ein brillanter Videogame-Designer, verschwand einst spurlos in der Parallelwelt seines Computers. Jahre später macht sich sein Sohn auf die Suche nach dem Vater und findet einen Weg in das System, wo er Kevin wiederfindet und Kämpfe gegen ein böses Programm zu bestehen hat. Jeff Bridges ist hier in einer Doppelrolle zu sehen: als Kevin und, in einer verjüngten Version, als schurkisches Programm, das sich als Kevin ausgibt. Mit seiner aktuellen Tricktechnik wirkt TRON LEGACY eher wie ein Upgrade als wie eine Fortsetzung von TRON (US 1992, R: Steven Lisberger).

Samstag, 01.08. 22:30 Uhr Freitag, 14.08. 22:30 Uhr

GROUNDHOG DAY Und täglich grüßt das Murmeltier USA 1993. R: Harold Ramis D: Bill Murray, Andie MacDowell. 103 Min. Blu-ray. OmU

Ein zynischer Fernseh-Wettermann wird nach Punxsutawney geschickt, um über den Groundhog Day zu berichten: An jedem 2. Februar sagt in dem Städtchen ein Murmeltier das Wetter vorher. Ein Schneesturm verhindert die Abreise des Wettermanns, und als er am nächsten Morgen aufwacht, ist es wieder der 2. Februar. In der Folge ist er gezwungen, immer wieder denselben Tag zu durchleben. Wie in einem Computerspiel kann er allerdings seine gesammelten Erfahrungen für die nächsten Durchgänge nutzbar machen.

Samstag, 15.08. 18:00 Uhr Mittwoch,19.08. 18:00 Uhr


28

FILM UND GAMES EXISTENZ Kanada/Großbritannien 1999. R: David Cronenberg D: Jennifer Jason Leigh, Jude Law, Willem Dafoe. 97 Min. 35mm. OF

Samstag, 22.08. 22:45 Uhr Samstag, 29.08. 22:30 Uhr

Die Computerspiel-Designerin Allegra Geller hat das Spiel „eXistenZ“ erfunden. Dessen Teilnehmer sollen über eine Konsole, die direkt an ihr Nervensystem angeschlossen ist, mit der virtuellen Welt verbunden werden. Während der Präsentation des Spiels wird ein Anschlag auf Allegra verübt, bei dem auch die Konsole Schaden nimmt. Um diese zu reparieren, lässt sie sich mit ihrem Leibwächter Ted in die Spielwelt befördern. Die Situation gerät bald außer Kontrolle, und Wirklichkeit und Spiel sind nur noch schwer zu unterscheiden. Kurzfilmprogramm der hessischen Filmhochschulen DE 2010-2015. R: diverse. OmeU

links: N GSCHICHTN R: Eva Becker unten: FROM DAD TO SON R: Nils Knoblich Mit Unterstützung der

Freitag, 28.08. 22:30 Uhr Samstag, 29.08. 18:00 Uhr Mit Gästen

Das Kurzfilmprogramm in Kooperation mit der Hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) vereint Filme, die an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, der Hochschule Rhein Main, der Hochschule Darmstadt und der Kunsthochschule Kassel entstanden sind. Fürs Programm ausgewählt wurden Abschluss- und Semesterarbeiten, die ästhetisch oder thematisch eine Verbindung zu Videospielen aufweisen: Schein und Sein vermischen sich, Figuren durchlaufen, ähnlich der Level-Struktur in Games, verschiedene Entwicklungsstadien.


29

Museumsuferfest 2015 Freitag, 28. August, bis Sonntag, 30. August Einzigartige Exponate, interaktive Angebote und Bewegtbild, wohin das Auge reicht: Die ganze Welt des Films erleben die Besucher im Deutschen Filmmuseum auf sechs Stockwerken – und zum Museumsuferfest auch auf einer Aktionsfläche vor dem Haus, auf der das Kinderfilmfestival LUCAS ein buntes Programm anbietet. Führungen, spielerische Wettbewerbe und Workshops machen Lust auf die aktuelle Sonderausstellung Film und Games (1. Juli 2015 bis 31. Januar 2016), und zu einer Auszeit vom Trubel am Schaumainkai lädt das hauseigene Kino ein. Samstag, 29. August 19.00 Uhr Live-Vertonung von Videospielen Samstag, 29. August, und Sonntag, 30. August 10 – 18 Uhr Kinderfilmfestival LUCAS: Filmtricks im Freien 11 – 22 Uhr Ausstellungsquiz „Film und Games“ (So. bis 20 Uhr) 14 – 19 Uhr Film und Games: Fotoaktion zur aktuellen Ausstellung 12/14/16 Uhr Kurzführungen durch die Dauerausstellung 13/15/17 Uhr Kurzführungen durch die Sonderausstellung 10 – 20 Uhr Filmflohmarkt: Filmbücher, Plakate und mehr

Im Kino Freitag, 28. August 18.00 Uhr RESERVOIR DOGS* 22.30 Uhr Kurzfilmprogramm der hessischen Filmhochschulen* Samstag, 29. August 14:00 Uhr LUCAS–Kurzfilmprogramm 16:00 Uhr KÄPT’N SÄBELZAHN UND DER SCHATZ VON LAMA RAMA 18:00 Uhr Kurzfilmprogramm der hessischen Filmhochschulen* 20:30 Uhr RESERVOIR DOGS* 22:30 Uhr EXISTENZ* Sonntag, 30. August 14:00 Uhr LUCAS–Kurzfilmprogramm 15:00 Uhr KÄPT’N SÄBELZAHN UND DER SCHATZ VON LAMA RAMA * Eintritt zu diesen Veranstaltungen mit Museumsuferfest-Button: zusätzlich 4 €


30

KLASSIKER & RARITÄTEN In Kooperation mit

Kostas Murkudis Kostas Murkudis ist einer der renommiertesten deutschen Designer der Gegenwart. Positionen und Arbeitsweisen aus allen Sparten der Kunst haben sein Schaffen maßgeblich geprägt. Dabei spielt auch der Film als Inspirationsquelle eine wichtige Rolle: Ausstattung, Lichtsetzung, Farben und die Möglichkeit, in andere Welten einzutauchen, bilden wichtige Impulse für seine Kollektionen. Die Filme, die Murkudis als prägend für seine Arbeit beschreibt, sind vielfältig: Werke aus den 1960er- und 70er Jahren von Alain Resnais, Jean-Luc Godard und Michelangelo Antonioni weckten sein Interesse an der Verbindung zwischen Film und Mode. Er ist beeinflusst von japanischen Filmen und dem asiatischen Independent-Kino ebenso wie von klassischen Kostümfilmen. Besonderes Interesse hat Murkudis zudem am filmischen Surrealismus und seinem Spiel mit Abbild, Oberfläche und Wirklichkeit sowie an der unterschiedlichen Inszenierung von Frauenfiguren – mal burschikosmaskulin, mal elegant-feminin. Das Museum für Moderne Kunst widmet Kostas Murkudis seine erste umfassende Museumsausstellung im MMK 2 (17.7.2015 – 14.2.2016) und setzt damit seine Auseinandersetzung mit den Grenzbereichen zwischen Kunst und Mode fort. Das Kino des Deutschen Filmmuseums zeigt dazu eine von Kostas Murkudis kuratierte Auswahl von sechs Filmen, die seine Arbeit beeinflusst haben. Sie umfasst Klassiker der Filmgeschichte und selten gezeigte Filme polnischer, griechischer und japanischer Regisseure.


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TŌKYŌ MONOGATARI Die Reise nach Tokio Japan 1953. R: Yasujirō Ozu. D: Chishu Ryu, Chieko Higashiyama, Setsuko Hara. 136 Min. DCP. OmU

Das in die Jahre gekommene Ehepaar Hirayama reist nach Tokio, um zwei seiner erwachsenen Kinder zu besuchen. Diese sind berufstätig, haben eigene Familien und entsprechend wenig Zeit für ihre Eltern. Der herzlichste Empfang wird ihnen im bescheidenen Haushalt ihrer Schwiegertochter Noriko zuteil, deren Ehemann seit dem Krieg als vermisst gilt. Sie müssen einsehen, dass ihre Anwesenheit ihren leiblichen Kindern zur Last fällt. In gleichmütigem Ton beobachtet Ozus Film Prozesse familiärer Entfremdung – Momente menschlicher Wärme wirken vor diesem Hintergrund umso berührender.

Dienstag, 04.08. 18:00 Uhr

L' ECLISSE Liebe 1962 Italien/Frankreich 1962. R: Michelangelo Antonioni D: Alain Delon, Monica Vitti. 126 Min. Blu-ray. OmU

Die junge Vittoria sehnt sich nach der wahren Liebe und verlässt nach einem Streit ihren Freund Riccardo. Über ihre Mutter, die an der Börse arbeitet, lernt sie den attraktiven Spekulanten Piero kennen. Sie scheinen sich ähnlich zu sein in ihrem Gefühl der Verlorenheit und beginnen eine Beziehung zueinander, können sich jedoch nicht wirklich aufeinander einlassen. Michelangelo Antonionis Drama erzählt von der Unfähigkeit zu lieben. In starken, symbolisch aufgeladenen Bildern verdeutlichen Alain Delon und Monica Vitti die Brüchigkeit menschlicher Beziehungen.

Samstag, 08.08. 18:00 Uhr Dienstag, 11.08. 18:00 Uhr


32

KLASSIKER & RARITÄTEN LA BÊTE Frankreich 1975. R: Walerian Borowczyk D: Sirpa Lane, Lisbeth Hummel, Elisabeth Kaza. 98 Min. Blu-ray. OmU

Samstag, 08.08. 22:30 Uhr Samstag, 15.08. 22:30 Uhr

Eine surreale Geschichte mit absurd-sexuellen Elementen: Ein amerikanischer Geschäftsmann hinterlässt seiner Tochter Lucy ein Vermögen – unter der Bedingung, dass sie den Sohn seines besten Freundes heiratet. Allerdings ist dieser Sohn, Mathurin, körperlich entstellt, geistig zurückgeblieben und nicht getauft. Ein Priester wird für die Taufe auf das Anwesen beordert, und Lucy trifft mit ihrer Tante ebenfalls dort ein. Lucy erkundet das Haus und stößt auf Anzeichen, dass dort einst eine Bestie ihr Unwesen trieb. In der Nacht träumt sie von der Bestie in Gestalt von Mathurin. Was als Alptraum beginnt, wird zum monströs-erotischen Abenteuer. MORE Frankreich 1969. R: Barbet Schroeder D: Mimsy Farmer, Klaus Grünberg. 112 Min. DCP. OmeU

Mittwoch, 12.08. 18:00 Uhr

Nach Abschluss seines Mathematikstudiums reist der Deutsche Stefan nach Paris und lernt auf einer Party Charlie und Estelle kennen. Er verliebt sich in Estelle, lässt sich trotz der Warnungen von Charlie mit ihr ein und folgt ihr nach Ibiza. Estelle führt Stefan an harte Drogen heran und beide werden heroinabhängig. Charlie will Stefan retten und reist ebenfalls nach Ibiza. Die erste Regiearbeit von Barbet Schroeder genießt heute KultStatus, nicht zuletzt wegen der Musik von Pink Floyd, die den kompletten Soundtrack zum Film schrieben und einspielten.


33

LA FILLE SUR LE PONT Die Frau auf der Brücke Frankreich 1999. R: Patrice Leconte D: Vanessa Paradis, Daniel Auteuil. 95 Min. 35mm. DF

Nach vielen unglücklichen Beziehungen möchte Adèle ihrem Leben eine Ende setzen, indem sie sich in Paris von einer Brücke stürzt. Sie wird vom Messerwerfer Gabor aus dem Fluss gerettet und von ihm überredet, fortan als lebende Zielscheibe in seinen Shows mitzuwirken. Gemeinsam ziehen sie durch Europa und verbringen eine glückliche und erfolgreiche Zeit, bis Adèle einen jungen Griechen kennenlernt, für den sie Gabor verlässt. Gabor ist fortan vom Unglück verfolgt und verliert mehr und mehr seinen Lebenswillen.

Dienstag, 18.08. 18:00 Uhr Mittwoch, 26.08. 18:00 Uhr

TOPIO STIN OMICHLI Landschaft im Nebel Griechenland 1988 R: Theo Angelopoulos D: Tania Paleologou, Michalis Zeke. 124 Min. 35mm OmU

Im letzten Teil der „Trilogie des Schweigens“ erzählt Theo Angelopoulos, basierend auf einer Zeitungsnotiz, eine Initiationsreise: Die elfjährige Voula und ihr fünfjähriger Bruder Alexander begeben sich auf die Suche nach ihrem Vater, von dem sie glauben, dass er in Deutschland lebt. Auf ihrer Reise durch ein unwirkliches Griechenland werden sie immer wieder aufgehalten. Sie begegnen der Schauspielertruppe, die in Angelopoulos´ O THIASOS (GR 1975) unterwegs war, müssen Umwege nehmen und Strapazen erleiden, bis sie am Ende zum Baum der Hoffnung gelangen.

Samstag, 22.08. 18:00 Uhr Dienstag, 25.08. 18:00 Uhr


34

KINDERKINO Zwei Sommerferien-Abenteuer und eine große Schiffsreise: das Kinderkino im August. DER SCHATZ DER WEISSEN FALKEN Deutschland 2005. R: Christian Zübert. D: David Bode, Kevin Köppe, Tamino-Turgay zum Felde. 92 Min. 35mm. Empfohlen ab 8 Jahren

Sonntag, 02.08. 15:00 Uhr Freitag, 07.08. 14:30 Uhr Sonntag, 09.08. 15:00 Uhr

Es sind die letzten großen Ferien, die Jan in seinem Heimatdorf Heroldsbach verbringt, bevor er mit den Eltern nach Düsseldorf zieht. Gemeinsam mit seinen Freunden Stevie und Basti versucht er, das Geheimnis um die „Weißen Falken“ zu lüften, eine legendäre Kinderbande, deren Anführer Peter auf mysteriöse Weise verschwand. RICO, OSKAR UND DAS HERZGEBRECHE Deutschland 2015. R: Wolfgang Groos. D: Anton Petzold, Juri Winkler, Karoline Herfurth. 95 Min. DCP. Empfohlen ab 8 Jahren

Freitag, 14.08. 14:30 Uhr Sonntag, 16.08. 15:00 Uhr Freitag, 21.08. 14:30 Uhr Sonntag, 23.08. 15:00 Uhr

Rico und Oskar starten gemeinsam in die Sommerferien: Oskar zieht vorübergehend bei Rico und seiner Mutter Tanja ein – und schon kündigen sich zahlreiche neue Abenteuer an: Was hat Tanja mit dem Verbrecherteam zu tun, das bei den wöchentlichen Bingo-Veranstaltungen ordentlich zu schummeln scheint? Ist sie Opfer einer Erpressung? Eigentlich wollten sie ihr doch endlich einen neuen Mann suchen. Und dann sind auch noch die Kessler-Zwillinge hinter Rico und Oskar her!


35

KÄPT‘N SÄBELZAHN UND DER SCHATZ VON LAMA RAMA Norwegen 2014. R: John A. Andersen, Lisa M. Gamlem. D: Kyrre Haugen Sydness, Vinjar Pettersen. 97 Min. DCP. Empfohlen ab 8 J.

Als Findelkind wurde der elfjährige Pinky aus dem Wasser gefischt. Dahin will er zurück, als Pirat unter Käpt’n Säbelzahn! Und dann ist es endlich soweit: An Bord der „Dark Lady“ geht es Richtung Lama Rama, einem sagenumwobenen Land. Zum Glück reist Pinkys Freundin Raven als blinde Passagierin mit, und auch ein kleiner Affe entpuppt sich als treuer Gefährte. Bei all den Abenteuern, die Pinky in Lama Rama erwarten, ist diese Gesellschaft Gold wert – und sogar mehr als das!

OFFENES FILMSTUDIO Einmal neben Forrest Gump auf einer Bank sitzen und Pralinen essen? Oder mit einem fliegenden Teppich über Frankfurt fliegen? Das und vieles mehr ist in der Bluebox des Museums möglich, die am Wochenende nachmittags von 14 bis 18 Uhr allen Besuchern offen steht. Sonderöffnungszeiten: In den Sommerferien (27. Juli bis 4. September) ist das Filmstudio zusätzlich freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Freitag, 28.08. 14:30 Uhr Samstag, 29.08. 16:00 Uhr Sonntag, 30.08. 15:00 Uhr


36

Junger Filmclub TREPPE 41 Das Kino des Deutschen Filmmuseums gibt monatlich zwei Programmplätze in die Hände des jungen Filmclubs Treppe 41. Im August stehen zwei skrupellose Polizisten im Mittelpunkt der Filme.

BAD LIEUTENANT USA 1992. R: Abel Ferrara D: Harvey Keitel, Victor Argo, Paul Hipp. 96 Min. 35mm. OmU

Vorgestellt von: Pramila Chenchanna Nach dem Film: Treppengespräch mit Wein und Bier

Freitag, 07.08. 22:30 Uhr

Eine schäbige Gegend, ein korrupter Polizist, eine vergewaltigte Nonne, die Mafia und die katholische Kirche: Abel Ferrara kreiert aus diesen Zutaten einen schönen, verstörenden Film, in dem Harvey Keitel den Polizisten so böse und gleichzeitig verzweifelt spielt, dass man nicht weiß, ob man ihn hassen oder bemitleiden sollte. TO LIVE AND DIE IN L.A. Leben und Sterben in L.A. USA 1985. R: William Friedkin. D: William L. Petersen, Willem Dafoe, John Pankow. 116 Min. 35mm. OF

Vorgestellt von: Julian Bodewig Nach dem Film: Treppengespräch mit Wein und Bier

Freitag, 21.08. 22:30 Uhr

Nach dem Mord an seinem Partner setzt der Secret-Service-Agent Richard Chance alles daran, den Geldfälscher Rick Masters hinter Schloss und Riegel zu bringen. Diese Jagd wird mehr und mehr zur persönlichen Vendetta, die den Polizisten vor nichts zurückschrecken lässt. 14 Jahre nach THE FRENCH CONNECTION widmet sich William Friedkin erneut dem schmalen Grat zwischen Gut und Böse. Der Film glänzt nicht nur durch den atmosphärischen Score der britischen Popgruppe Wang Chung, sondern bietet auch eine der beeindruckendsten AutoVerfolgungsjagden der Filmgeschichte.


SPECIALS

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KÖLNER GRUPPE

Quelle: Rainer Knepperges

„Zeitfenster auf Kipp“ – Die neuen Kurzfilme der Kölner Gruppe

„In Köln, der traditionellen Fernsehstadt, gibt es eine kleine, feine Filmszene, die durchaus als Hoffnung für das deutsche Kino gelten kann. [...] aus dieser Szene um den Filmclub 813 [kommen] auch einige wirklich originelle Kurzfilme, in denen sich Kino und Leben in witziger und spannender Weise durchdringen wie einst bei der Münchner Gruppe um Lemke, Thome und Eckhart Schmidt“, schrieb Hans Schifferle 1997 in der Süddeutschen Zeitung. Die Filmemacher der Kölner Gruppe, ein loser Zusammenschluss unabhängiger Filmemacher seit den 1990er-Jahren, eint eine skeptische bis ablehnende Haltung gegenüber der Mainstream-Ästhetik in Kino und Fernsehen. Bewusst kokettieren sie mit amateurhaften Trash- und Retro-Optiken. Mit ihrer profunden Kenntnis der Filmgeschichte, bissigem Humor und einer klaren cineastischen bis anarchischen Haltung haben sie sich ein Ziel gesetzt: „Wir wollen ein unreines Kino, ungezierten Revolutionsersatz, eine Illusion von Action.“ (Rainer Knepperges und Christian Mrasek)

In Kooperation mit

Festival des deutschen Kinos Mainz

Mit Unterstützung durch

Zu Gast im Deutschen Filmmuseum sind Piet Fuchs, Rainer Knepperges, Bernhard Marsch, Christian Mrasek und Jukka Schmidt, weitere Mitglieder der Kölner Gruppe sind angefragt. Gemeinsam präsentieren sie ihre neuesten Filme in zwei eigens für Frankfurt kuratierten Kurzfilmprogrammen. Donnerstag, 27.08. 20:00 Uhr Kurzfilmprogramm I DE 1999-2015. R: diverse. Gesamtlänge: 104 Min. Vor dem Kurzfilmprogramm spricht Urs Spörri (Deutsches Filminstitut) mit den anwesenden Filmemachern. 22:30 Uhr Kurzfilmprogramm II DE 2006-2015. R: diverse. Gesamtlänge: 87 Min. Vor dem Kurzfilmprogramm spricht Urs Spörri (Deutsches Filminstitut) mit den anwesenden Filmemachern.


SPECIALS

38

WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM?

Florian Cossen, geboren 1979 in Tel Aviv, wuchs in Montreal, Barcelona und Bonn auf. Von 2002 an studierte er Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, arbeitete nebenbei als Regieassistent und inszenierte eigene Kurzfilme. An der UCLA in Los Angeles nahm er an einer Masterclass teil und war Gaststudent in Buenos Aires. Sein Spielfilmdebüt DAS LIED IN MIR mit Jessica Schwarz und Michael Gwisdek wurde 2011 für den Deutschen Filmpreis nominiert. COCONUT HERO ist sein zweiter Langspielfilm. COCONUT HERO Deutschland 2015. R: Florian Cossen. D: Alex Ozerov, Bea Santos, Sebastian Schipper, Udo Kier. 97 Min. DCP. OmU

Vorfilm WIGALD DE 2006 R: Timon Modersohn 12 Min. 35mm

Donnerstag, 20.08. 20:15 Uhr Nach dem Film spricht Rudolf Worschech (epd Film) mit Florian Cossen.

Mike Tyson ist 16, blass, dünn und unsportlich. In der Schule wird er wegen seines Namens gehänselt. Der Vater ist fort, in der kanadischen Holzfällerstadt Faintville scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Bis Mike einen Entschluss fasst: Er inseriert seine eigene Traueranzeige in der Zeitung und will sich mit einem Gewehr in den Kopf schießen. Doch das misslingt – und für Mike beginnt ein grandios skurriler Kampf um Leben und Tod, voller Witz und Humor. Hilfe bekommt er von unerwarteter Seite: von Jesus, einem Totengräber, einem Psychiater, gespielt von Udo Kier, und der bezaubernden Miranda.

Foto: Kurt Krieger

In Kooperation mit

COCONUT HERO Die Reihe WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM? hat im August gleich zwei Veranstaltungen zu bieten. Am Donnerstag, 20. August, ist einer der Publikumslieblinge des Filmfests München zu sehen: COCONUT HERO von Florian Cossen erinnert in seiner Skurrilität an Zach Braffs kuriosen GARDEN STATE (US 2004). Gemeinsam mit Drehbuchautorin Elena von Saucken lotet Cossen voller Esprit die Grenzen zwischen Tragik und Komik aus.


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Mittellange Filme In der zweiten Veranstaltung der Reihe WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM? sind gleich drei Filme zu sehen: „Mittellange Filme“. Sie bewegen sich zwischen Kurz- und Langfilm und sind damit schwer in vorgeformte Zeitschemen, wie etwa im Fernsehprogramm, einzuordnen. Die daraus resultierende Freiheit vom Einfluss der Förderer und Redaktionen ermöglicht ungewöhnliche Experimente und neue, kreative Erzählformen. Die drei ausgewählten Filme bestechen durch magische Bilder, abwechslungsreiche Genres und kreative Erzählhaltungen.

In Kooperation mit

SCHNEE IN RIO Deutschland 2014. R: Manuel Vogel D: Andreas Thiele, Jil Funke, Erol Sander. 25 Min. DCP

Sebastian bringt 1960 im Zug ein Gemälde durch den „Eisernen Vorhang“ nach Prag. Als er einen der Wächter tot auf der Toilette entdeckt, findet sich Sebastian in der Agentenwelt der 60er-Jahre wieder. Eine actiongeladene Hommage an James Bond, made in Germany. A PROMISED ROSE GARDEN Deutschland 2013. R: Lisa Violetta Gaß D: Thi Minh Tam Do, Bac Ngan Hoang, Linh Tran Thuy. 33 Min. DCP

Die Vietnamesen Bien und Thien sind illegal nach Berlin gekommen und bei älteren Verwandten untergetaucht. Sie kümmern sich um ihre Gastgeber, Thien verkauft für seinen Onkel auf dem Schwarzmarkt Zigaretten. Heimlich versucht das junge Paar, sich eine eigene Existenzgrundlage zu erwirtschaften – doch das führt zur Konfrontation mit den Gastgebern. ZU DIR? Deutschland 2012. R: Sylvia Borges D: Katrin Bühring, Björn von der Wellen. 29 Min. DCP

Freya trifft Max auf der Tanzfläche eines Clubs. Sie verstehen sich ohne Worte. Draußen vor dem Club fragt er sie: „Zu mir oder zu dir?". Freya ist enttäuscht von dieser zu oft gehörten Frage. Sie hat eine bessere Idee. ZU DIR? besticht durch sein feines Gespür für Atmosphäre, Stimmungen und charmanten Humor.

Sonntag, 23.08. 20:15 Uhr Nach dem Film spricht Ulrich Sonnenschein (epd Film) mit Manuel Vogel, Lisa Violetta Gaß und Sylvia Borges.


Im Kino 01.-15. August 2015

40

tagsüber

18.00 Uhr

01

Sa

02

So

DER SCHATZ DER WEISSEN FALKEN ≥ S. 34 DE 2005 Christian Zübert. 92 Min. 15:00 Uhr

03

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

04

Di

TŌKYŌ MONOGATARI ≥ S. 31 Die Reise nach Tokio JP 1953. Yasujirō Ozu. 136 Min. OmU

05

Mi

WARGAMES ≥ S. 26 War Games - Kriegsspiele US 1983. John Badham. 110 Min. DF

06

Do

ZOOLANDER ≥ S. 21 US 2001. Ben Stiller 89 Min. OF

07

Fr

08

Sa

09

So

DER SCHATZ DER WEISSEN FALKEN ≥ S. 34 DE 2005 Christian Zübert. 92 Min. 15:00 Uhr

10

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

11

Di

L'ECLISSE ≥ S. 31 Liebe 1962 IT/FR 1962. Michelangelo Antonioni. 126 Min. OmU

12

Mi

MORE ≥ S. 32 FR 1969. Barbet Schroeder 112 Min. OmeU

13

Do

AUFZEICHNUNGEN ZU KLEIDERN UND STÄDTEN ≥ S. 22 BRD/FR 1988. Wim Wenders. 81 Min. OmU

14

Fr

15

Sa

WARGAMES ≥ S. 26 War Games - Kriegsspiele US 1983. John Badham. 110 Min. DF

DER SCHATZ DER WEISSEN FALKEN ≥ S. 34 DE 2005 Christian Zübert. 92 Min. 14:30 Uhr

FUNNY FACE ≥ S. 20 Ein süßer Fratz US 1957. Stanley Donen 103 Min. OmU Mit Vorfilm

BAKUSHŪ ≥ S. 14 Weizenherbst JP 1951. Yasujirō Ozu 124 Min. OmeU L'ECLISSE ≥ S. 31 Liebe 1962 IT/FR 1962. Michelangelo Antonioni. 126 Min. OmU

RICO, OSKAR UND DAS HERZGEBRECHE ≥ S. 34 DE 2015 Wolfgang Groos. 95 Min. 14:30 Uhr

THE DEVIL WEARS PRADA ≥ S. 20 Der Teufel trägt Prada US 2006. David Frankel. 110 Min. OF

PARIS, TEXAS ≥ S. 16 BRD/FR/GB 1984. Wim Wenders 147 Min. engl. OmU

GROUNDHOG DAY ≥ S. 27 Und täglich grüßt das Murmeltier. US 1993 Harold Ramis. 103 Min. OmU Carte Blanche: Pepe Danquart

Mode im Film

OF Originalfassung DF Deutsche Fassung o.D. Ohne Dialog

Film und Games


41

20.30 Uhr

22.30 Uhr

THE THIRD MAN ≥ S. 13 Der dritte Mann GB 1949. Carol Reed. 105 Min. OmU

TRON LEGACY ≥ S. 27 US 2010. Joseph Kosinski 127 Min. OF

Sa

01

So

02

Mo

03

FUNNY FACE ≥ S. 20 Ein süßer Fratz US 1957. Stanley Donen 103 Min. OmU Mit Vorfilm

Di

04

THE DEVIL WEARS PRADA ≥ S. 20 Der Teufel trägt Prada US 2006. David Frankel. 110 Min. OF

Mi

05

THE DEER HUNTER ≥ S. 14 Die durch die Hölle gehen US 1978. Michael Cimino 183 Min. OmU 20:00 Uhr

Do

06

THE DEER HUNTER ≥ S. 14 Die durch die Hölle gehen US 1978. Michael Cimino 183 Min. OmU 20:00 Uhr

ZOOLANDER ≥ S. 21 US 2001. Ben Stiller 89 Min. OF

BAD LIEUTENANT ≥ S. 36 US 1992. Abel Ferrara. 96 Min. OmU Einführung: Pramila Chenchanna

Fr

07

BIERKAMPF ≥ S. 15 BRD 1977. Herbert Achternbusch 85 Min.

LA BÊTE ≥ S. 32 Das Biest FR 1975. Walerian Borowczyk 98 Min. OmU

Sa

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Mo

10

Prêt-à-porter ≥ S. 21 Ready to Wear US 1994. Robert Altman. 132 Min. OmU

Di

11

MOARTEA DOMNULUI LAZARESCU ≥ S. 15 Der Tod des Herrn Lazarescu RO 2005 Cristi Puiu. 150 Min. OmeU 20:15 Uhr

Mi

12

NACH SAISON ≥ S. 13 DE 1997. Pepe Danquart, Mirjam Quinte 125 Min. OmU 20:15 Uhr Zu Gast: Pepe Danquart. Mit Vorfilm

Do

13

MOARTEA DOMNULUI LAZARESCU ≥ S. 15 Der Tod des Herrn Lazarescu RO 2005 Cristi Puiu. 150 Min. OmeU 20:15 Uhr

AUFZEICHNUNGEN ZU KLEIDERN UND STÄDTEN ≥ S. 22 BRD/FR 1988. Wim Wenders 81 Min. OmU 20:45 Uhr

TRON LEGACY ≥ S. 27 US 2010. Joseph Kosinski 127 Min. OF

Fr

14

HUSBANDS ≥ S. 16 Ehemänner US 1970. John Cassavetes 138 Min. OF 20:00 Uhr

LA BÊTE ≥ S. 32 Das Biest FR 1975. Walerian Borowczyk 98 Min. OmU

Sa

15

Klassiker & Raritäten

TREPPE 41

Kinderkino

OmU Original mit deutschen Untertiteln OmeU Original mit engl. Untertiteln

Specials


Im Kino 16. - 31. August 2015

42

tagsüber

18.00 Uhr Prêt-à-porter ≥ S. 21 Ready to Wear US 1994. Robert Altman. 132 Min. OmU

16

So

RICO, OSKAR UND DAS HERZGEBRECHE ≥ S. 34 DE 2015 Wolfgang Groos. 95 Min. 15:00 Uhr

17

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

18

Di

LA FILLE SUR LE PONT ≥ S. 33 Die Frau auf der Brücke FR 1999. Patrice Leconte. 95 Min. DF

19

Mi

GROUNDHOG DAY ≥ S. 27 Und täglich grüßt das Murmeltier US 1993. Harold Ramis. 103 Min. OmU

20

Do

YVES SAINT LAURENT ≥ S. 22 FR 2013. Jalil Lespert 104 Min. OmU

21

Fr

22

Sa

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So

RICO, OSKAR UND DAS HERZGEBRECHE ≥ S. 34 DE 2015 Wolfgang Groos. 95 Min. 15:00 Uhr

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Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

Di

TOPIO STIN OMICHLI ≥ S. 33 Landschaft im Nebel GR 1988 Theo Angelopoulos. 124 Min. OmU

26

Mi

LA FILLE SUR LE PONT ≥ S. 33 Die Frau auf der Brücke FR 1999. Patrice Leconte. 95 Min. DF

27

Do

DIOR AND I ≥ S. 24 Dior und ich FR 2014. Frédéric Tcheng. 89 Min. OmU

RICO, OSKAR UND DAS HERZGEBRECHE ≥ S. 34 DE 2015 Wolfgang Groos. 95 Min. 14:30 Uhr

HUSBANDS ≥ S. 16 Ehemänner US 1970. John Cassavetes 138 Min. OF TOPIO STIN OMICHLI ≥ S. 33 Landschaft im Nebel GR 1988. Theo Angelopoulos. 124 Min. OmU COCO AVANT CHANEL ≥ S. 23 Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft FR 2009. Anne Fontaine 110 Min. OmU

MUSEUMSUFERFEST (28. bis 30. August)

28

Fr

KÄPT'N SÄBELZAHN UND DER SCHATZ VON LAMA RAMA ≥ S. 35 NO 2014. John Andreas Andersen, Lisa Marie Gamlem. 97 Min. 14:30 Uhr

RESERVOIR DOGS ≥ S. 18 Reservoir Dogs – Wilde Hunde US 1992 Quentin Tarantino. 99 Min. OmU

29

Sa

KÄPT'N SÄBELZAHN UND DER SCHATZ VON LAMA RAMA ≥ S. 35 NO 2014. John Andreas Andersen, Lisa Marie Gamlem. 97 Min. 16:00 Uhr

Kurzfilmprogramm der hessischen Filmhochschulen ≥ S. 28 Mit Gästen

30

So

KÄPT'N SÄBELZAHN UND DER SCHATZ VON LAMA RAMA ≥ S. 35 NO 2014. John Andreas Andersen, Lisa Marie Gamlem. 97 Min. 15:00 Uhr

DIOR AND I ≥ S. 24 Dior und ich FR 2014. Frédéric Tcheng. 89 Min. OmU

31

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN Carte Blanche: Pepe Danquart

Mode im Film

OF Originalfassung DF Deutsche Fassung o.D. Ohne Dialog

Film und Games


43

20.30 Uhr

22.30 Uhr So

16

Mo

17

YVES SAINT LAURENT ≥ S. 22 FR 2013. Jalil Lespert 104 Min. OmU

Di

18

LA HORA DE LOS HORNOS Teil 2 & 3 ≥ S. 17 Stunde der Hochöfen AR 1968. Octavio Getino, Fernando Ezequiel Solanas. 172 Min. OmeU 20:00 Uhr

Mi

19

CoCONUT HERO ≥ S. 38 DE 2015. R: Florian Cossen. OmU 20:15 Uhr Gast: F. Cossen. Mit Vorfilm

Do

20

LA HORA DE LOS HORNOS Teil 1 ≥ S. 17 Stunde der Hochöfen AR 1968. Octavio Getino, Fernando Ezequiel Solanas. 90 Min. OmeU

COCO AVANT CHANEL ≥ S. 23 Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft FR 2009. A. Fontaine. 110 Min. OmU

TO LIVE AND DIE IN L.A. ≥ S. 36 US 1985. William Friedkin. 116 Min. OF Einführung: Julian Bodewig

Fr

21

BAKUSHŪ ≥ S. 14 Weizenherbst JP 1951. Yasujirō Ozu 124 Min. OmeU

EXISTENZ ≥ S. 28 CA/GB 1999. David Cronenberg 97 Min. OF 22:45 Uhr

Sa

22

So

23

Mo

24 25

SCHNEE IN RIO / A PROMISED ROSE GARDEN / ZU DIR? ≥ S. 39 M. Vogel/L. V. Gaß/S. Borges. 87 Min. 20:15 Uhr Mit Gästen

KORA TERRY ≥ S. 23 DE 1940. Georg Jacoby. 109 Min.

Di

WHORES´ GLORY ≥ S. 17 AT/DE 2011. Michael Glawogger 110 Min. OmU

Mi

26

KÖLNER GRUPPE ≥ S. 37 Kurzfilmprogramm I. 104 Min. 20:00 Uhr Mit Gästen

KÖLNER GRUPPE ≥ S. 37 Kurzfilmprogramm II. 87 Min. Mit Gästen

Do

27

KORA TERRY ≥ S. 23 DE 1940. Georg Jacoby. 109 Min.

Kurzfilmprogramm der hessischen Filmhochschulen ≥ S. 28

Fr

28

RESERVOIR DOGS ≥ S. 18 Reservoir Dogs – Wilde Hunde US 1992 Quentin Tarantino. 99 Min. OmU

EXISTENZ ≥ S. 28 CA/GB 1999. David Cronenberg 97 Min. OF

Sa

29

So

30

Mo

31

DIE EHE DER MARIA BRAUN ≥ S. 25 BRD 1979 Rainer Werner Fassbinder. 115 Min. 20:00 Uhr Zu Gast: Barbara Baum

Klassiker & Raritäten

TREPPE 41

Kinderkino

OmU Original mit deutschen Untertiteln OmeU Original mit engl. Untertiteln

Specials


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SERVICE Kino des Deutschen Filmmuseums Schaumainkai 41 · 60596 Frankfurt am Main Information & Ticketreservierung: Tel.: 069 - 961 220 220 Kino kino-des-deutschen-filmmuseums.de Eintrittspreise Regulär: 7,- Euro Ermäßigt (Schüler/Studenten – gilt nicht für Studierende der Universität des 3. Lebensalters U3L): 5,- Euro, Schwerbehinderte: 3,50 Euro Filme mit Gästen, Musikbegleitung, Lecture, 3D: 2,- Euro Zuschlag Für Frankfurt-Pass-Inhaber ermäßigen sich die regulären Preise um die Hälfte. Kinderkino Für Kinder und begleitende Erwachsene: 3,50 Euro; 3D: 1,- Euro Zuschlag Kinocard Ermäßigter Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen Jahresbeitrag: 30,- Euro · ermäßigt: 20,- Euro Ticket: je 4,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Für Sonderveranstaltungen: 1,50 Euro Zuschlag Freundeskreis Freunde des Kinos erhalten die Kinocard, Vorzugskarten bei ausgewählten Filmveranstaltungen und bekommen das aktuelle Programm sowie den wöchentlichen Newsletter zugeschickt. · Jahresbeitrag: 30,- Euro · unter 30-Jährige: 20,- Euro. Freunde des Museums erhalten freien Eintritt in alle Ausstellungen, Einladungen zu den Eröffnungen, den Newsletter und exklusive Informationen zu den Ausstellungen. Jahresbeitrag: 65,- Euro · unter 30-Jährige: 55,- Euro. Informationen: freunde-deutsches-filmmuseum.de freunde@deutsches-filminstitut.de Freunde von Kino und Museum erhalten zusätzlich: Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und zehn Prozent Ermäßigung auf Kataloge zu aktuellen Ausstellungen Jahresbeitrag: 95,- Euro · unter 30-Jährige: 80,- Euro Special für zwei Personen: 160,-Euro · unter 30-Jährige: 130,- Euro Förderkreis Die Mitglieder des Förderkreises tragen entscheidend dazu bei, dass das Deutsche Filminstitut neue attraktive Projekte initiieren kann. Bisher sind im Förderkreis rund 70 Persönlichkeiten engagiert, die die Vermittlung von Filmkultur im Haus am Schaumainkai besonders großzügig unterstützen. Der Jahresbeitrag beträgt für Privatpersonen 500 Euro, für Unternehmen mindestens 1000 Euro. Kontakt: 069 - 961 220 226 oder foerderkreis@deutsches-filminstitut.de Newsletter Unser wöchentlicher Newsletter informiert per E-Mail über Kino- und Ausstellungs-Programme. Anmeldung unter newsletter.deutsches-filmmuseum.de Programmheft Das monatlich erscheinende Programmheft liegt aus im Deutschen Filmmuseum sowie an ausgewählten Orten in Frankfurt und der Region.

Mobilitätspartner des Deutschen Filminstituts

Gegen Vorlage eines ŠKODA-Autoschlüssels erhält der Autobesitzer freien Eintritt in unsere Dauer- und Sonderausstellung.


45

Museum deutsches-filmmuseum.de Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen Öffnungszeiten an Fronleichnam (4. Juni): 10:00 - 18:00 Uhr Dauerausstellung Eintrittspreise: 6,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Sonderausstellung Film und Games. Ein Wechselspiel 1. Juli 2015 bis 31. Januar 2016 Eintrittspreise: 8,- Euro · ermäßigt: 6,- Euro Kombiticket Dauerausstellung und Sonderausstellung: 11,- Euro · ermäßigt: 8,- Euro Für Studierende der Goethe-Universität Frankfurt sowie für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt in die Ausstellungen frei Offenes Filmstudio am Wochenende Samstags und sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr Kostenfreies Angebot, Anmeldung nicht erforderlich Ort: 4. Stock Aktiv im Filmmuseum Nach Absprache: Führungen für Privatpersonen und Unternehmen (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Filmanalyse (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Seminare, Workshops (35,- bis 120,- Euro) und Kindergeburtstage (90,- Euro), jeweils plus ermäßigter Eintritt pro Person Nähere Informationen, Preise und Anmeldung unter: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de Tel.: 069 - 961 220 223 mupaed.deutsches-filmmuseum.de Öffentliche, kostenfreie Führungen (Anmeldung nicht erforderlich; die Teilnehmer bezahlen lediglich den regulären Eintritt) Dauerausstellung: jeden Sonntag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 1. Stock Sonderausstellung: jeden Samstag, 15:00 Uhr, Treffpunkt Erdgeschoss filmcafé Das filmcafé ist bis zum Beginn der letzten Kinovorstellung geöffnet. Flaschengetränke können mit ins Kino genommen werden. Anfahrt Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln U1, U2, U3, U8 (Schweizer Platz) · U4, U5 (Willy-Brandt-Platz) Straßenbahn 15/16 (Schweizer-/Gartenstraße) Buslinie 46 (Museumsuferlinie 46)

Mitglieder und Förderer


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Gästebuch

Christoph Hochhäusler

Mathilde Bonnefoy Mathilde Bonnefoy hat den diesjährigen Oscar®-Gewinner in der Kategorie Dokumentarfilm produziert und geschnitten. Mit eben diesem Film, CITIZENFOUR (US/DE/GB 2014, R: Laura Poitras), über den Enthüllungsprozess des NSA-Archivs von Edward Snowden, war sie im Juli im Kino des Deutschen Filmmuseums zu Gast. Die Haltung einiger Mediennutzer, Überwachung sei ihnen egal, sie hätten ohnehin nichts zu verbergen, kritisierte Bonnefoy scharf und führte einen Vergleich Snowdens ins Feld: Das sei ganz so, als würde jemand behaupten, er bräuchte keine Redefreiheit, er hätte ohnehin nichts zu sagen.

Auch Christoph Hochhäusler, der am darauffolgenden Abend seinen jüngsten Film DIE LÜGEN DER SIEGER (DE 2015) vorstellte, warnte vor einem zu naiven und unkritischen Umgang der Gesellschaft mit den Medien. Sein Thriller über einen ambitionierten Enthüllungsjournalisten, der einer Gruppe von PR-Lobbyisten auf den Leim geht, zeigt, welche Macht die Medien auf die Öffentlichkeit ausüben und wie schnell diese manipuliert werden kann.

VORSCHAU: SEPTEMBER 2015

Filmreihe: 25 Jahre Deutsche Einheit Im Oktober feiert Deutschland 25 Jahre Deutsche Einheit mit einem zentralen Festakt in Frankfurt. Das Kino des Deutschen Filmmuseums zeigt im September zur Einstimmung eine Reihe mit Filmen zur Wiedervereinigung (im Bild: GOOD BYE, LENIN! mit Daniel Brühl). Zu sehen sind Dokumentar- und Spielfilme, die west- und ostdeutsche Sichtweisen berücksichtigen.


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FRANKFURT Die Mediathek in der Sie alles finden. Unser Verleihrepertoire reicht vom Stummfilm bis zur aktuellen Festivalneuheit über Dokumentationen, Kinder- und Familienfilme, TV-Serien, Filme aus allen Ländern im Originalton und aktuelle Neuheiten. Unseren Bestandskatalog finden Sie online. Auch Fernverleih möglich.


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Deutsches Filmmuseum Deutsches Filminstitut Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main www.deutsches-filmmuseum.de

Filmmuseum August 2015  

Kinoprogramm, Ausstellungen, Projekte des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main.

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